|t. 102A03. 33. Zahlgass. Bezug SyreiSz Merteljühr!. iM M!. niortotl. 1 JSOSB. frei hiä©aus, vorauszahrSar.Emj«ine Nuuimern IN Psa, Posibezua: Monat- Iich iJM Mt. lintcr flreujoani) für Deutschland und Oesterreich-Ungarn 8.— MI» für das übrige Ausland s,S0 Ml. monatlich, Lersand ins Feld bei direkter Bestellung monatl, 1,60 ÜRL Postbestcllungen nehmen an Düne- mar!. Holland, Luxemburg, Schweden und die Schwei». Eingetragen in die Post-Z eitun g s-Bietslift«. Erschciui täglich. Telegramm- Adreffe: .Sozialdemokrat Verltu", Vevlinev VolKsblakk. A»zetge«preiS» XegebengespaUeneKolonelzelleloste« 80 Sf«.»Kleine ülnjctgen". dos settgeoruitte Wort Kl Psg,(zulässig 2 fettgedrullle Wortes ledeS weitere Wort lb Psg, Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort 20 Psg,, jedes weitere Wort 10 Pfg. Worte über 16 Buchstaben zählen für »wei Worte, Teuerungsznschlag 20»/» Fauülien-Anzeigcn, dolitische und nachmittags iin Hauvtgeschäft, Berlin EW.SS, Lindenstrafze 8, abregeben »erden. Geöffnet don? Uhr ftüh bis 7 Uhr abends. 2sntralorgsn äe? fo�ialäemokratifcken Partei Veuttcklanäs. Rcöattion: Ew. HS, Lwüenstraße Z. sserusprecher: llmt Morttzplatz, Nr. 151 30—151 37, Expeüitioa: EM. HS, Linüeastraße S. Fernsprecher: Amt Morttzplatz, Mr. I5I.VV— 151 V7. Merrt« una Vieux Lerquin genommen Nicuwekerke erstürmt.— Schwere Kämpfe um Bailleul.— Morris und Bieux Ber- quin genommen.— Ein Vorstost gegen amerikanische Truppen.— 37 Flugzeuge, 3 Fesselballons abgeschossen. Amtlich. GrohrS Hauptquartier, 14. April 1318.(W. T. B.) Westlicher KriegSschaltplatz. Auf dem Schlachtfelde au der Ly» gemamte« wir im zähen Kampf Bodcu. Südlich vom Douve-Bach durckistießen die Truppen des Generals von Ebcrhardt die feindliche Stellung siidtvcstlich von Wulvcrgem und erstürmte» nach er- bittcrtcn, llimgeu mit englischen zum Gegenangriff angesetzteu Verbände» Nieuwckcrkc. Ein in den Abendstunde« dnrchge- führtcr Angriff unter Führung drS Generals Macrcker brachte unö in den Bcsttz der Höhe westlich vom Orte. Bei Bailleul wurde wcchfclvoll gekämpft. Die Orte Mrrris und Bieuz Bcrquin wurden genommen. Dem Schlachtfelde zustrebende feindliche Kolonnen erlitten in unserem durch Erd- und Luft» bcobachtung wirksam geleiteten Feuer schwere Berluste. An der Schlachtfront zu beideu Seite» der Somme Ar- tillcrirkämpfr. Ein Angriff mrhrerer französischer Bataillone gegen HainvillerS brach blutig zusammen. Zahlreiche Gesa«. gcne bliebe» in unserer Hand. Zlördlich von Mihiel führten wir einen erfolgreiche» Bor. stoß gegen amerikanische Truppen anS, fügten ihnen schwer« Verluste zu und brachte» Gefangenr zurück. Im Luftkampf wurde» in den beiden letzten Tagen 37 feindliche Flugzeuge und 3 Fesselballone abgeschossen. Lcut- naat Mcnckhoff errang seinen 24. Luftsieg. von den anderen ZdriegSschauplShe» nicht» Nene». Der Erste Gcneralquartiermeister. Ludendorff. McrriS und Vieux Bcrquin liegen in ost-füd öst- licher giichtung ocm Hazebrouck, etwa 8 Kilometer von diesem wichtigen Knotenpunkt entfernt. Nieuwekerke(Nenve Eglise) ist östlich von Bailleul in etwa 6 Kilometer Entfernung zu suchen. Zlbendbericht. Berlin, 14. April 1918, abends. Amtlich. Auf dem Schlachtfelde au der Lys erfolgreiche Kämpfe zwischen Nicuwekerke und Vienx Bcrquin. Die Schlacht von Jrmentiöres. Telegramm unseres Kriegsberichterstatter». Westfront, tL April, abend». Nach dem ersten tiefen Einbruch in die englischen Stellungen am 3. April nahm die Schlacht von AmentiereS etwa folgenden Verlauf: Die Mitte der AngriffSsront, die in der Hauptrichtung nach Nordwesten kämpfte, erzwang noch spät abends durch nacht- lichen Kampf bei der Schleuse und bei der Brücke von B a c- S a i n t- M a n r den Ucbergang über die augenblicklich Wasser» reiche 23 Meter breite kanalisierte Lys. Bon dem so geschaffenen Brückenkopf breitete sie sich am Morgen des 13. nach allen Seiten bin aus und überflutete durch links und rechts ebenfalls überge- setzte Kolonnen nnterftüht, die Nordnfer des krümmungsreichrn Flusses in mehreren Kilometern Breite. Eft ai res, das am Zu- samnienflusz der Lave und Lys liegt, ward zäh verteidigt und durch Angriff von Süden und Osten bcrannt. Sobald die Truppen auf deni Nordufcr festen Fils? gefaßt hatten, wurden sämtliche LYS- brücken bei EstairoS, La Justice, Sailly und Erquinhem im Feuer wieder hergestellt. Im Laufe des zweiten Angriffstages dehnte sich die Mittelfront im Halbkreis weiter nach Norden anö. Durch Eintreffen zweier ans der llluhcstcllung alarmierter englischer Divisionen— offenbar Ncscrvcn der englischen obersten Heeres- lcitung— wurde der Widerstand jetzt stärker. Die Hauptkämpfe spielten sich, soweit die Meldungen vorliegen, in der Ziichwng auf Bailleul ab, wo heute morgen die Gegend von Stccnwerck erreicht war. Dort sind auch in der lliichtung auf M c r v i l l e beträchtliche Fortschritte erzielt worden. Der linke Flügel der deutschen Angriffsfront, der in der Hauptrichtung nach Westen kämpfte und den La-Bassee-Kanal als südliche Dcfcnsivflanke hielt, stand am Abend deS 9. Avril westlich von der Linie Ziordrand-Fcstubrr t— L a G o r g u e. Im Laufe des 13. schob er sich weiter bis an den Lave-Fluß heran, griff im Norden bei La-Gorgue in die Nebrrgangskämpfe von Estaircs ein und stand gestern abend beiderseits der Straße Richebourg— Bcthunc vor E f f a r s. Nach den heutigen Morgen- Meldungen haben deutsche Kräfte den Lave-Fluß überschritte«. Damit ist M e r v i l l e von Süden her dieSfeitS und von Weste« her jenseits der Lys bedroht. Die Operationen des rechten Flügels drehten sich um das stark befestigte und verteidigte Lrmrutieres. Schon am Abend des erste» AngriffStageS standen unsere Truppen Vvr dem Südbahn-Bahn- Hof und bedrohten von der Richtung HonplineS her die Stadt mit nördlicher Umfassung. Im Laufe des 13. April drückten nordöstlich von Armcntieres kämpfende Regimenter die Linie bis auf die Straße P l» e g st r c r t— A rmentiereS dicht im Norden be- rührend, vor, daß das Dorf Le Bizet hinter ihren Linien blieb. ArmentiörrS war von drei Seiten fest umklammert. Am 11. April wurde bereits am Südostteil der Stadt gekämpft. DaS Schicksal der kleinen Stadt, die jahrelang dicht vor unseren Linien lag, und deren Schornsteine taufende deutscher Soldaten rauchen sahen, war damit entschiede«. Ihr Fall(der Inzwischen eingetreten) ist stündlich zu erwarten. Dr. Adolf»öfter, Kriegsberichterstatter. Telegramm unseres Kriegsberichter st atters. Westfront, 12. April. Die operative Rübeizkeit der deutschen Hecrcsführuiig hat an der erstarrt«! Wcstfrr... begriffe zu ncurm Leben erweckt, die im toten Stellungskriege längst vergessen waren. Seit Jachrni zum ersten Male wieder ist gestern im Westen ein größerer Waffrnplatz durch Umfassung zur Kapitulation gezwungen worden. Armen- tieres, in der Naht der beiden deutschen Armeen von Quast und v. Arnim liegend, war von deren Flügeln nördlich und südlich schon gcstcrn umflutct Word«!. Als ihre Wellen zwischen der Nieppe und der Stadt zusammenschlugen, war das Schicksal von Armen- tiercö entschieden. Die englische Besatzung streckte die Waffe». Wichtiger als daS Schicksal dieser» der deutschen Front immer- hin benachbarten Stadt ist, daß auf der ganzen Linie bei warmem Sommcrwcttcr auch gcsteru der Vormarsch kräftig anhielt. Der äußerste rechte Flügel der Angriffsfront ist nach bc- schwerlich«» Artillerieaufmarsche beiderseits des durch Maschinen- gcwehrr«och zäh verteidigten Ploegstecrtwaldes von neuem vor- gebrochen und nähert sich südlich Witschaete unter starkem Feuer vom Berge Kemme! her dem englischen Stützpunkt Wulvrrghrm. Rechts von der Straße bei ArmentiärcS ist die Höhe bei Nach- t i g a l l erstürmt worden. Südwestlich dieser im belgisch-franzö- sischen Grrnzland liegenden Kampfplätze hat der rechte Flügel der Armee v. Quast noch gestern die englischen Ausnahmestellungen östlich der Nieppe zerbrochen und im nächtlichen Kampfe Schloß und Straß«!dorf gleichen NamcnS hinter sich gebracht. Links von dieser Gruppe sind englische Gegenangriffe abgeschlagen und im wuchtigem Nachstoß Stccnwrrck und der westlich fließende Brcque- bach durchschritten. Die Mitte der Angriffsfront stieß bis Doulic« und über Ncuf-Bcrquin bis noch Bicux-Ecrghcm vor. Mcrville ist durch gleichzeitige» Angriff von Norden und Süden gefallen. Im ganzen ist die Schlachtfront auf zirka 15 Kilo- meter Breite gestern durchschnittlich 5 Kilometer vvr- gerückt. Wir standen heute Morgen am linke« Flügel 13 Kilo- meter vor Hazebrouck, am rechten 5 Kilometer vor Bailleul. Zwischen Hazebrouck und unS liegen dichte Wälder, die der Feind wahrscheinlich energisch verteidige« wird. Dr. Adolf Köster, Kriegsberichterstatter. Lustschiffangriss auf Mttelenglanö. Berlin, 14. April. In der Nacht vom 12. zum 13. April griff Fregattenkapitän Straffer mit einem unserer Marine- luftschiffgesch wader wichtige Stapel-, Her- stellnngS- und VerschiffungSPlätze der Kriegs- indnstrie MittelenglandS an. Beworfen wurde» Bir- mingham, Nottingham, Sheffield, LredL, Hull und GrimbSby. Trotz außerordentlich starker artilleristischer Gegen- wehr und Flicgcrvcrfolgung sind alle Luftschiffe Wohlde- halten- zurückgekehrt. An dem Erfolg haben besonderen Anteil die LuftfchiffSkommaudaiiten Hauptmann M e« g e r, Ka- pitänleutnant Ehrlich(Herbert), v. Freudenreich und Fl e m m i n g unh Korvettenkapitän Arnold Schütze mit ihren tapferen Besatzungen. Der Chef beS Admiralstabcs. Amsterdam, 13. April. Rvwter meldet amtlich vom 12. April ans London: Feindliche Luftschiffe sind heute abend über die Ost- käste geflogen und haben die östlichen Grafschaften angegriffen. Em oder zwei Luftschiffe drangen weiter vor; sie war- fen einige Bomben ab. Der Angriff dauert noch fort. Amsterdam, 14. April. Aus London wird vom 13. April ami- lich gemeldet: Bei dem Luftangriff von gestern abend sind zwei Männer, zwei Frauen und ei» Kind getötet worden, 8 Männer, 3 Frauen und ein Kind verwundet. Amsterdam, 14. April. Reuter meldet«ms Pari» vom 13. April amtlich: Bei dem Lusiangrifs in der lehten Nacht sind 26 Personen getötet worden, darunter mehrere Männer und 15 Frauen. Die Zahl der Verwundeten beträgt 72. Die UebeewinSung öes Sumpfes. Berlin, 14. April. W. T. B. Am ersten Tage der Schlacht bei ArmentieoeS nach dem Einbruch in die feindlichen Stellungen galt es, ein Kilometer breites Sumpfgelände zu überbrücken, um das Nachziehe» der Artillerie und der Kolonnen zu ermöglichen. Vis zum Abend de» ersten Kampftages gelang es bereits, auf neu angelegten Faschinendämmen, Bohlen- und Schotterwegen, zahlreiche schwere Batterien und Trains hinüberzuschaffcn. Nach 48 Stnnde» hatten zwei vollständige Divisionen sowie große Teile zweier weiterer Dvisioue» die sumpfige Enge passiert. Dreißig Kompagnien hatten in rastloser Tag- und Nachtarbeit Zehntausende von verschiede- neu Faschinen und Bohlen von einem mehrere Kilometer entfernten Stapelplatz herangeschafft und eingebaut. Wo kurz vorher noch Geschütze und Pferde buchstäblich der- sanken, rollten nach wenigen Stunden schon Lastauto- mobil«, schwere Kanonen, vollbeladene Kolon- neu. Diese schwierigen Arbeiten mußte» im feindlichen StörungSfeucr und bei wiederholte« Fliegerangriffe» dnrchge. führt werden. M Sie Partei I Genossinnen vnd Genossen! Kämpfe von unerhörter Heftiakelt toben im Westen. Dort bluten und kämpfe» mit bewundernswerter Tapferkeit Teutschlands Söhne für die Sicherheit der Heimat und für die Freiheit des Reiches im Innern und nach aussen. Diesen Tapferen das gleiche Wahlrecht z« geben, ist der VerfassungSausschuft des preustischen Abgeordnetenhauses aber nicht gewillt. Zum zweiten Male hat er das gleiche Wahlrecht abgelehnt und ein M e h r st i m m e n r e ch t beschlossen. Das endgültige Schicksal der WahlrechtSfrage ist damit noch nicht entschieden. Bevor der Landtag selbst seine Enschc'idung getroffen hat, bleibt die Lage ungeklärt. Vollkommene Klarheit besteht aber für die Sozialdemokratische Partei: ihr Weg ist deutlich vorgezeichnet. Kommt das gleiche Wahlrecht, für das die was wir an politischen Kämpfen in Dcntschland erlebt haben. Für diese» Kampf muff die Partei rechtzeitig rüsten. Sie muff jede« Tag bereit sein, die Offensive zu eröffnen. Viele Millionen, die jetzt im schwersten Kampfe mit den Heere« der Entente stehen, erwarten und verlangen von uns, daff wir gleiches Recht für Alle erkämpfen. Wir wollen unseren Söhnen und Brüdern im Waffcnrock deshalb erneut geloben: wir werden nicht dulden, daff der ZkriegSgewinner mehr Wahlrecht behält oder gar noch mehr dazu bekommt, als irgend einer von denen, die Gesundheit nnd Leben einsetzen zum Schutze des Landes. Genossinnen und Genossen! Verdoppelt Eure» Eifer im Ausbau der Organi» s a t i o n e n und in der Werbung neuer Leser für dieParteiprcsse! Beruft sofort im ganzen Reiche Versammlungen e i n, in denen die WahlrechtSfrage erörtert wird! Z n diesen Versammlungen müssen alle eingeladenwcrden, die gleiches gi echt für Alle wollen. Es lebe das gleiche Wahlrecht! Berlin, den 13. April 1i>18. Der Vorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Die Parteileitung der Sozialdemokratie Preußens. Die Sozialdemokratische Fraktion des preußischen Abgeordnetenhauses. die Kaiserbrief- Mffäre. Amtliche Erklärung der Agencc Havas. Paris, 12. April. In deni Lügengewebe muß Halt go acht werden. To Kaiser Karl unter dem Auge von Berlin e lügnerischen Ableugnungcn des Grafen Czernin auf seine 'cchitung nimmt, so legt er der französischen Regierung die! ierpslichhing auf, den Beweis zu erbringen. Folgendes ist aer Wortlnut des handschristlichen Briefes, oelchcr ani 21. März�1917 vom Prinzen Sixt von Z o u r b o n, d e m Schwager des Kaisers von T> e st e r r e i ch, H e r r n P o i u c a r 6, dem Präsidenten der Republik, und mit Zustimmung des Prinzen sofort dem fran- zösiseben Ministerpräsidenten mitgeteilt wurde: Mein lieber des Ende des dritten Jahres dieses Kriege?, >er soviel Trauer und.Schmerz in die Welt gebracht hat, nähert sich. Alle Stämme meines Reiches sind enger als jemals geeint in dem gemeinsamen Willm, die Nnversehrtheit der Munarchie euch um den Preis schwerster Opfer zu wahren. Tank ihrer Ei- nigkeit und des großiniitigen Zusammenwirken� aller Nationali- täten meines Reiches, hat die Monarchie seit fast drei Jahren den schwersten Stürmen Stand halten können. Niemand wird die mi- litärischen Vorteile bestreiten können, die meine Truppen, beson- ders auf dem Batkankriegsschauplatz, davongetragen haben. Frank- reich seinerseits hat eine Widerstandskraft und einen prächtigen Elan gezeigt. Wir alle bewundern rückhaltlos die staunenswerte traditionelle Tapferkeit seiner Armee und den Opfermut de? ge- samten französischen Volke?. Ebenso ist es mir besonders ange- nehm zu sehen, daß. obwohl wir augenblicklich Gegner sind, keine wirkliche Verschiedenheit der Ansichten oder Ansprüche mein Reich von Frankreich trennt, und daß ich berechtigt bin, hoffen zu können, daß meine lebhaften S» m p a t h i e n für Frankreich in Verbindung mit denjenigen, die in der ganzen Monarchie herrschen, ganz und gar auf immer die Rückkehr des Kriegszustandes verhin- mit dern werden, für welchen keine Verantwortung auf mir ruht. In bestimm- Anbetracht dessen und. um diesen Empfindungen einen len Ausdruck zu geben, bitte ich Dich, geheim und nichtamtlich Herrn Poinearch dem Präsidenten der französischen Republik, mitzuteilen, das; ich mit allen Mitteln und unter Aufwendung meines ganzen persönlichen Einflusses bei meinen Bcrbündetcn dir gerechten Ansprüche Frankreichs ans E l s a si- L o t h r i n- gen unter st üben w c r d e. Was Belgien betrifft, io mnsi seine Souveränität wie- derhergcstrllt werden unter Wahrung seines gesamten asri- kanischen Bcssbstandcs, unbeschadet der Entschädigungen, die� eS für die erlittenen Berlnste wird bekommen können. Serbien wird in seiner Unabhängigkeit wiederhergestellt werden, und als Unterpfand unseres guten Willens sind wir ge- neigt, ihm einen billigen und natürlichen Z-ngang zum Adriati- scheu Meer zu gewährleisten, wie auch weitgehende wirtschaftliche Zugeständnisse zu machen. Oesterreich-Ungarn seinerseits muß als unerläßliche und Grundbedinguxig verlangen, daß das Königreich Serbien in Zukunft jode Beziehung abbricht und jede Gemeinschaft unterdrückt mit einer Gruppe, deren politisches Ziel sich auf die Zerstückelung der Monarchie richtet, besonders mit der Narodna O b r a n a, welche es in loyaler Weise und mit allen Mitteln seiner Macht von jeder politischen Agitation innerhalb und außerhalb der Frenzen Serbiens nach dieser Richtung abhalten, und dafür ihm unter Garantie der Mächte der Endente eine Sicherheit bieten mutz. Tie Ereignisse, die sich in Rußland zugetragen haben, nötigen mich, mit meinen Gedanken über diesen Gegenstand bis -u dem Tage, wo eine gesetzlickw und endgültige Regierung dort � wieder eingesetzt sein wird, zurückzuhalten. Nachdem ich Dir also meine Gedanken über diesen Gegenstand auseinandergesetzt habe, bitte ich Dich Deinerseits, nachdem Du mit dicken beiden Mächton unterhandelt bast, die Meinung, in erster Linie diejenige Frank- r e i ch s und Englands in dieser Hinsicht mir zu erklären, um so das Terrain für eine Aer ständig ung vorzubereiten, aus Grundlage deren amtliche Vorbesprechungen eingeleitet und zu einem befriedigenden Ergebnis geführt werden können. Indem wir alle lchsfca, daß wir aus diese Weise beid:rsoitS den Leiden so vieler Millionen Menschen und so vieler Familien in Traurigkeit und Angst ein Ziel setzen können, bitte ich Dich, an mein« höchst auf- richtige und brüderliche Zuneigung zu glauben. gez. Karl. Nachdem Graf Czernin in seiner Note vorn 8. April die Existenz dieser Verhandlung, die ans die Initiative einer Persönlchkeit ,.in einem viel höheren Rang als dem seinigen" stattgefunden hat, anerkannt hat, ist nun die österreichische Regierung an der Reibe, sich über den von ihr zugestandenen Versuch und über die Einzelheiten der Verhandlungen ihres Delegierten zu erklären. österreichische Entgegnung. Ken, 12. April. Amilich wird verlautbart: Der von dem französischen Ministerratspräsidium in seinem Eommuniquö vom 12. April 1918 veröffentlichte Brief Seiner k. u, k. Apostolischen Majestät ist verfälscht. Vor allem sei erklär:, daß unter der.im Range weit über dem Minister des Acußeren stehenden Persönlichkeit", welche, wie in der amtlichen Verlautbarung vom 7. April zugegeben wurde, im Frühjahr 1917 Friedensbemühungen unternommen hat, nicht Seine k. u. k. Apostolische Majestät, sondern Prinz Sixtus von Bourbon verstanden werden mußte und verstanden wurde, Sa Prinz Sixtus im Frühjahr 1317 mitder Herbe!- sühruug einer Annäherung der kriegführenden Staaten besaßt war. Zu dem von Herrn Clemenceau veröffentlichten Brieftext er- klärt das k. u. k. Ministerium des Aeußeren über Allerhöchsten Be- fehl, daß Seine k. u. k. Apostolische Majestät seinem Schwager, dem Prinzen Sirius von Bourbon, im Frühjahr 1917 einen rein per- iönlichen Privatbrief geschrieben hat, der keinen Auftrag am den Priüzen enthielt, eine Vermittlung beim Präsidenten der sranzö- fischen Republik oder sonstwie einzuleiten und die ihm gemachten Mitteilungen weiter zu geben, sowie Gegenerklärungen zu veran- lassen und entgegenzunehmen. Dieser Brief erwähnte die belgische Frage überhaupt nicht und enthielt bezüglich Elsaß-Lothringens folgende Stelle: '„Ich hätte Meinen ganzen persönlichen Einfluß zu gnnstcn der französischen Rücksordcrungsansprüche� bczüg- lich Elsaß-Lothringens eingesetzt, wenn diese Ansprüche ge- recht wären; sie sind es jedoch nicht." Ten im Eommunigue des französischen MinisterratSpräsi- diunis vom 9. April erwähnten zweiten Brief des Kaisers, in welchem Seine k. u. k. Apostolische Majestät erklärt haben soll, daß er.mit seinem Minister einig" sei, erwähnt« das französische Com- munique bezeichnenderweise nicht. Temisfion des Wiener Hansministers. Nach einer Meldung des� Wiener offiziösen Korre- spondenzburcaus hat der österreichische Minister des kaiser- lichen Hauses seine Entlassung erbeten und' erhalten. zur Ernennung eines Nachfolgers ist Graf Czernin der Fortsetzung seiner Geschäfte betraut. Neue französische Erklärung. Paris, 14. April. sHavaS.) GS wird folgende amtliche Note veröffentlicht: CS gibt Leute, deren Gewissen verdorben ist Kaisrr Karl verfällt in der Unmöglichkeit, ein Mittel zu finden, daS Gesicht zu wahren, darauf, zu schwatzen wie ein Irrsinniger. Jetzt ist er gezwungen, seine» Schwager fälschlich zu be- schuldigen, indem er eigenhändig einen lügnerischen Text konstruiert. Tas Originaldokument, dessen Text die fran- zösische Regierung vcröfscntlicht hat, wurde in Gcgrnwart JnleS Gambons, des Generalsekretärs drS Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten, der vom Minister entsandt war, dem Präsidenten dcr Republik mitgeteilt, der eine Kopie desselben mit Gr- uchmigung des Prinzen dem Ministerpräsidenten übermittelt hat. Mit Ribot hat sich dcr Prinz darüber in Ausdrücken unterhalten, die keinen Sinn gehabt hätten, wenn dcr Text nicht der wäre, wie er von dcr französischen Regierung veröffentlicht worden ist. Ist es nicht ganz klar, daß keine Besprechung hätte beginnen können und das? dcr Prä- sidrnt der Republik de» Prinzen ein zweites Mal gar nicht mehr empfangen hätte, wenn auf Beranlassung Oesterreichs der Prinz einen Brief in der Hand gehabt hätte, der«nscre Rechte bestritten, anstatt sie zu bestätigen? Der Brirf des Kaisers Karl, so wie wir ihn ziticrt haben, ist vom Prinzen Sixt persönlich den Minister» gc- zeigt worden. NebrigenS können zwei Freunde des Prinzen die Richtigkeit bestätigen, besonders derjenige, der den Brief vom Prinzen zur Abschrift rrhaltcn hat. Neues Echo aus Wien. Wirn, 14. April. Amtlich wird verlantb-rrt: Tic letzten AuS- führungcn Herrn ClemcnceauS ändern nichts an der Wahrheit der bisherigen amtlichen Erklärungen des k. u. k. Ministeriums des Arnßern. Prinz Sixtus von Bourbon, dessen Sr. k. u. k. aposto- tischen Majestät bekannter Charakter eine Fälschung aus- schließt, wnrde derselben ebensowenig beschuldigt wie irgend- eine andere spezielle Persönlichkeit, da vom k. u. k. Ministerium drS Arnßern nicht festgestellt werden kann, wo die Unterschiebung des falschen Briefes erfolgt ist. Hiermit wird die Ange- legcnhcrt als beendet erklärt. Karl an Wilhelm ll. Wien, 14. April. Seine k. u. k. apostolische Majestät hat an den denffchcn Kaiser folgende Depesche abgesandt: Die Anschuldi- gungen Herrn Clemenceauö gegen mich sind so niedrig, daß ich nicht gesonnen bin, mit Frankreich über die Sache ferner zu disku- tierrn. Unsere weitere Antwort sind meine Kanonen im W e st e n. In treuer Freundschaft Karl. Bis Bieter französischen Bodens verloren, dessen Verteidigung sie ' erst vor kurzer Zeit in größerer Ausdehnung übernommen hatten. Die Franzosen sind nunmehr gezwungen, breite Frontstrecken ihrerseits wieder zu besetzen. Sic müssen ferner die durch die ungeheuren britischen Verluste entstandenen Lücken schließen, und schließlich auch infolge dcr schweren bin- tischen Niederlage ihre Reserven zu nutzlosen Gegen- st ö ß e n einsetzen. Der junge Kaiser von Oesterreich hat also geglaubt, durch Ausnutzung seiner verwaitdtschaftlichen Beziehungen— seine Schwäger stehen im Ententelager— den Frieden wieder her- stellen zu können, lieber diesen seinen Schritt war die fran- zösische Regierung unterrichtet, die österreichische irnd die Rutsche nickst. Hütte Graf Czernin von der Korrespondenz seines Monarchen etwas gewußt, so hätte er nicht zu ent- hüllen angefangen. Was immer in den Kviserbriefen gestanden haben mag, die A k t i o n i st m i tz g l ü ck t, ihr Ergebnis war nur Aerger und Verdrießlichkeiten. Dielleicht hätte das ein Politiker, der auf mehr Ersahrungen zurückblickt als der junge Kaiser, vorausgesehen. Hätte dieser seinen verantwortlichen Ratgeber gefragt, so hätte er wohl daraus, einigen Nlchen ziehen können. Durch die neuen Kundgebungen des österreichischen Kaisers ist das Bündnis für die Kriegsdauer jedenfalls ge- sichert, lieber Späteres brauchte man sich nicht den Kopf zu zerbrechen, wenn nicht voreilige Politiker den gegenwärti- gen Stand der weltpolitischen Konstellation als festen Grund betrachteten, auf dem man die Zukunft Deutschlands sicher amflxnren könnte. Diese könnten jetzt ans Möglichkeiten, die nicht Wirklichkeiten geworden sind, eine Lehre ziehen. So wenig es erfreulicherweise feststeht, daß unsere gegenwärtigen Feinde für Zeit und Ewigkeit unsere Feinde bleiben müssen, so wenig sind hüben wie drüben Bundesgenossenschaften für alle Situationen der Nachkriegszeit gegen jede Fährdung ge> sichert. Die gegenwärtige M ä ch t e g r n v p i e- rung braucht nicht zu versteinern und wird nicht versteinern. Eine Politik, die mit einer solchen Versternenrng rechnet, ist grundsätzlich falsch und gefährlich. Damit soll natürlich nichts gegen Oesterreich-Ungarn ge- sagt sein, mit dem wir in Freundschaft bleiben wollen, so wie wir noch andere Staaten uns zu Freunden gewinnen wollen. Wer Bündnisse der Staaten können heutzutage nickt mehr ans dynastischen BeKiehungen beruhen, sondern nur auf den Sympathien der Völker. In diesem Sinne wünschen wir die überlieferte Freundschaft mit Oesterreich-Ungarn nicht mir zu erhalten, sondern zum guten Teil erst n e iij u schaff cn. �Zrras ein Trümmerhaufen. Bern, 13. April. Pariser Blättern zufolge wird Arras seit dem 21. März ununterbrochen aufs heftigste bd- schössen. Der angerichtete Schaden ist unübersehbar, die Stadt bildet nur noch einen riesenhaften Trümmer- Haufen. Die Eroberung ües plö'ckfteert-walöes. äiKK L�nadratkilometer Raumgewinn der neuen Offensive. Berlin, 13. April.(W. T. B.) In jahrelanger Arbeit batte der Engländer den Ploecksteert-Wald in eine starke Festung verwandelt. Die Baumstämme waren förmlich in S t a ch e l d r a h t e i n g e s v o n n e n, unzähliae Gräben mit starken Betonbauten liefen kreuz und quer das hügelige Waldgelände. Die Beton unterstände waren durch Förderbahnen untereinander und mit den rück- wältigen Stellungen verbunden. Der sogenannte Nachti- galleiiberg, der weithin das Gelände beherrscht, war ebenfalls durch starke Betontunnels unterbaut, deren einer allein 1000 Mann faßte. Ein lothringisches Regiment stürnste ohne jede Artillerievorbereitung diesen steilen, fortarttgeu Blockabsatz. Die Zahl der Gefangenen und die Beute rnrnaik stäsckig zu. Unter den eroberten beschützen befinden sich zwei schwere weittragende Eisen- b a h n g e s ch ü tz e. Das Schlachtfeld des Plöcksteert-Waldes ist mit eilig fortgeworsenen englischen Ausrüstungsstücken und Waffen übersät. Außerdem ließ der Feind zahlreiche Munition und Vcrpslcgungsbestände zurück. Die Engländer haben seit dem 3. April aufs Nene über 500 Ouadratkilo- vor üer Losiosirng Livwnös unö Eftlanös von Rußlanö. Gin cinheitlichcr baltischer Staat. Berlin, 13. April. Amtlich. Der Vereinigte Landes- rat von L i v l a n d, Estland, Riga und Oese! hat im Schlosse zu Riga unter großer Begeisterung und Jubel ein- stimnfig folgenden Beschluß gefaßt: � .Dcr Vereinigte Lairdesrat von Livlanb, Estland, Riga und Oescl beschließt: 1. dcn Deutschen Kaiser zu bitten, Livkand und Estland dauernd unter militärischem Schutz zn behalten und bei endgültiger Durch- führung dcr Loslösung von Ruhland wirksam zu unterstützen. 2. den Wunsch auszusprechen, daß ans Livland, Estland, Kur- land, den vorgelagerten Inseln und der Stadt Riga ein einheitlich geschlossener monarchisch konstitutioneller Staat mit einheitlicher Verfassung und Verwaltung gebildet und an das Deutsche Reich durch Personalunion mit dem König von Preußen angeschlossen werde, und den Deutschen Kaiser zu bitten, diesen Wunsch der bal- tischen Bevölkerung huldvoll zu genehmigen und dessen Verwirklichung herbeizuführen, 3. den Dcuffchen Kaiser zu bitten, 1. daß er die Schaffung eigener LandeSeinrichtun- g e n für Livland und Estland ermögliche, die bis zum staatlichen Zusammenschluß der baltischen Gebiete die Verwaltung Livland? und Estlands führen sollen, 2. daß zwischen dem Deutschen Reich beziehungsweise dem Kö- nigreich Preußen und dem aus den belnschcn Gebieten gebildeten Staat die erforderlichen Militär-, Münz-, Verkehrs-, Zoll-, Maß, Gewichts- und sonstigen Konventtonen abgeschlossen werden." Der Landcsrat bestand ans ö8 aus den LandeSverfammlungcn getväblten Mitgliedern, und zwar: von der Riete: ichaft 3(Dcuffchc), von den Landgütern 13 �Deutsche), von den Landgemeinden 13 (9 Esten, 4 Letten), von den Städten 29(13 Deutsche, 5 Letten, Esten), von der Geistlichkeit 7(4 Deutsche, 2 Esten, 1 Lettes, von der Universität Dorpat 1 Verkreier(Deutscher), au? dem Gr- biet von Pefi'chory 1 Vertreter(Lette). An Seine Mnjestät den Kaiser wurde solgenbeS Telegramm gesandt: »Seiner Majestät dem Kaiser und König. Die im gemeinsamen LandcSrat»eroin igten Vertreter der gesamten Bevölkerung von Livland, Estland, Riga und Ossel danken Eurer Majestät aus ttefbewegwm Herzen für die Errettung aus schwerster Bedrängnis. Befreit von Todesnot und Vergewaltigung kann die Bevölkerung jetzt ihre Wünsche für die Zukunft des Lande? offen vor aller Welt bekennen und bittet daher einmütig, Eure Majestät wolle die baltischen Lande für alle Zeiten unter dem machtvollen Szepter Eurer Kaiserlichen und Königlichen Ma- jestät an das Teutschc Reich in Personalunion mit dem König von Preußen anschließen." * Soweit die crniHichc Meldimg. Da dcr Friede mit Ruß- land bereits geschlossen ist und m dem Vertrag die Grenzlinie der von Rußland abgetrennten Gebiete endgültig sie st gelegt wurde, eine Grenzlinie, die Estland und Livland bei Rußland beläßt, so fehlt jede rechtliche Grundlage, den Wunsch der Vereinigten Landes- räte durchzufiihren, selbst wenn man deren Legitimation, im Namen der Mehrheit der baltischen Bevölkerung zu sprechen, anerkennen wollte. Bei der geschilderten Zusammensetzung der Landesräte muß aber diese Legitimation überdies be- zweifelt werden. Was die LandeSrätc von Dentichland verlangen, bedeutet einen feindlichen Angriff auf Rußland und einen Bruch des eben geschlossenen Friedens- Vertrages. Im übrigen sind wir der Aifficht, daß die Entscheidung über dieses Gesuch nicht nur beim Deutschen Kaiser, sondern beim deutschen Volke liegt, dessen L e b e n S i n t c r e s s e n hierdurch berührt werden. Eine Anfrage üe? Ententesozialiften. Ter Parteivorstand schreibt uns: Bürgerliche Blätter melden, daß Vandervelde und Huys- maus durch Vermittlung Brantings an die sozialistischen Parteien in den Ländern der Mittelmächte die Aufforderung gerichtet hätten, zum Protokoll der jüngsten Kon- ferenz der Entente soziali st en in London Stellung zu nehmen. Von der Antwort, die unzwei- deutig Wilsons Friedenspragranim gutheißen müsse, würde die Teilnahme der deutschen und österreichischen Vertreter an einer allgemeinen Sozial i stenkon ferenz abhängen. Hierzu bemerken wir, daß wir über die Beschlüsse der Londoner Konferenz der Ententesozialisten bisher nur durch Zeitungsnachrichten informiert sind. Ein autbenti- scher Text und eine Aufforderung zur Stel- lungnah nie sind uns bisher weder durch Branting noch von anderer Seite zugestellt worden._ Deutsches ll-6oot vor Liberia. Amsterdam, IZ. April.(Reuter.) Nach einer Mitteilung des Washingtoner Stalttsdrtzartcment» erschien ein deutsche« U- Boot der größte» Art am 10. April«ruf der Höhe von Monrovia (Liberia), beschoß die drahtlose Station und verursachte außer- ordentlichr» Schaden. Tan» richtet cS sein Geschütz auf die K a b c l st a t i o n. Monvovia, vi« Hauptstadt dcr mit uuS im Kvieg befindlichen Negcrrepirbttk Liberia liegt an der afrikanffcheii Westküste unter 9 Gred nördlicher Breite, also nahp dem Aemiator. Die Er- reichung dieses Punktes durch ein U-Boot bedeutet eine außer- ordentliche Leistung.__ lDefterreichifche Monitore in(Ddeflö eingelaufen. Wien, 13. April. Aus dem Kriegs prc ssoqi-UKiiei wird gemeldet; Tie Flottillenabtcilung Wulff, bestehend avS vier Monitoren, zwei Patronillcnbootcn und zwei Dampfern, ist am 12. April nach- mittags in Odessa eingelaufen. Die tadellose Durchführung dieser llebcrfabrt bedeutet um so mehr eine besondere manittme Leistung, als es sich Hier durchweg um kleine Schiffseinheiten han- telif, die nicht für den Seedienst geBaul wurden; TcineS der F � zeuge hat über 8lX) Tonnen. Die genannten Eiicheiicn sind bo stimmt, als Repräsentanten der Flotten der Mittelmächte im Hasen von Odessa und in den ctiigrerizenden Stromgebieten an der Auf- rechtcrhaltuiig eines geregelten Schiffsverkehrs mitzuwirken. � Um öie irische Dienstpflicht. Irland fordert sofortige Selbstverwaltung. Amsterdam, 1Z. April.»Algemecn HandelZblatt" berichtet über die UnterhauIdcbattcn vom 12. April u. a. folgendes: Asquiths Appell an die Regierung, m i t d c r E i n s ü h r u n g d e r D i« n st- Pflicht in Irland zu warten, bis die irische Selbst- Verwaltung ohne Einschränkung angenommen worden sei, wurde von Churchill beifällig aufgenommen. Der Irmführer T e v l i n erklärte, dost die Nationalisten nicht bereit sein würden, einen Handel über Home Nule und die Dienstpflicht abzuschließen. Er warne die Regierung vor der Gefahr, dem irischen Volke die Dienstpflicht aufzudrängen. Wenn ein irisches Parlament eingerichtet sei und die Frage Irland uberlassen werde, werde er sich an die Spitze einer freiwilligen Be- wegung zur Förderung der Rekrutierung in Irland stellen. Bonar Law antwortete, daß nach Anlicht der Regierung nichts getan werde, wozu die Regierung nicht ein sittliches Recht habe. Die Regierung wolle diese Maßnahme nur aus dem Grunde, weil sie kein anderes Mittel sehe, um die Mann- schaftcnzubekommen,diedas Land gegenüber der tödlichen Gefahr, die es bedrohe, brauche. Was Hmnerule angehe, könne er dem, was bereits gesagt worden sei, nichts hinzufügen. Die beiden Gesetzentwürfe hätten keinen Zusammenhang. Tic Regierung bc- absichtigc, so schnell wie möglich ein SclbstvcrwaltungSgcsctz für Jr- land einzubringen. Der Entwurf werde jetzt vorbereitet und werde wie jeder andere Regierungscntwurs von der Regierung eingebracht werden. London, 13. Apri..(Nichtamtlich.) Der Bericht deS irischen Konvents ist gestern veröffentlicht worden. Ein Be- gleitschrciben seines Vorsitzenden Sir Horacc Plunkett an den Pre- micrminister sagt u. a.: Während es sich als unmöglich erwies, der Bedenken der Unionisten von Ulster Herr zu werden, haben sich die Mehrheit der Nationalisten, alle Unionisten von Südirland und fünf von den sieben Arbeitervereinen dahin geeinigt, daß der Entwurf einer irischen Selbstregierung, wie er im Abschnitt 42 des Berichts dargelegt ist, sofort Gesebeskraft erhalten soll. Die Empfindung herrscht vor, daß das Werk deS irischen Ausgleichs, das beim Ausbruch des Krieges vertagt wurde, keinen weiteren Aufschub mehr zuläßt. Die ungelöste irische Frage wirkt in den Dominions, den Vereinigten Staaten und anderen verbündeten Ländern hinsichtlich unserer Kricgslcistungen wie unserer FriedcnSziele v erw irrend. Die jchwankenöe Mitte. Zentrum und F-riedcuSresoluttou. Die„Germania" veröffentlicht einen Artikel über die K v i e g s p o I i t i k d e s Zentrums, der sich scharf gegen die von der alldeutschen Presse aufgestellte Behauptung wen- det, daß das Zentrum nur durch die Drohung Hertlings init seinem Rücktritt zu betoegen war, von der Erzbergerschcn Kriegspolitik abzulassen. Di«„Germania" setzt dann ausein- ander, daß auf das Zentrum weder ein Druck ausgeübt wurde, noch daß es nötig war, denn die Redner des Zentrums, Trim- dorn und Fchrenboch, hätten immer erkennen lassen, daß sich das Zentrum mrt seiner Zustimmung zur FriedenSreso- lution des Reichstags durchaus nicht für all« Zeit fest- gelegt habe. Die„Germania" führt dann weiter aus: Jeder(Unsichtige wird zugeben müssen, daß die heutige Hai- wng der Partei durchaus klar uni> planmäßig aus ihrer ganzen Politik des Jahres 1317 herausgewachsen ist und herauswachsen sollte. Bon Ansang an hat daS Zentrum auf dem Standpunkt der Regierung gestanden, deren drei Reichskanzler der Juliresolution zugestimmt hatten, es hat mit diesen immer daran festgehalten, daß die Juliresolution gleich der deutschen Ant- wort auf die Papstnote vom 1. August kein Frei» brief für unsere Feinde sein solle, de» Krieg nach Belieben fortzusetzen. Somit scheint auch die„Germania" unter die Laubfrösche des Äunexionismus gehen zu wollen, die bei schlechtem Wetter unten an der Leiter sitzen, bei gutem aber oben. Im Juli 1917 waren diese Laubsrösche still und bescheiden, im Frühjahr lulg analen sie, als ob die ganze Welt ihnen gehörte. Die Alldeutschen haben ganz recht, wenn sie auf solche Leute etwas von oben herabsehen und sie können sich durch sie in ihrer Auf- fassung hestärkt fühlen, daß gewisse Politiker im Juli 1917 nur„die Nerven verloren" hätten. Sie dürfen solchen Elementen gegenüber die Haltung einer konsequenten Führer- schaft in Anspruch nehmen. Es gehört keine politische Weisheit dazu, nicht zu annek- tieren, wenn man nicht kann(oder nicht zu können glaubt). aber zu annektieren, wenn man kann(oder zu können glaubt). Verstcmb gehört aber dazu, nicht vor dem letzten Sieg den Geg. ner durch Drohungen zum äußersten Widerstand zu reizen und nach dem Sieg nickt einem gefährlichen Uebermut zu ver- fallen, der die Feindschaften des Krieges verewigt. Dieser politische Verstand, muß, wo er vorhanden ist, auch den läng- sten Krieg überdauern und von der Kriegslage unabhängig bleiben. „vorwa'rts�-Debatte im preußischen Wahlrechtsausschuß. Unharmonischer Abschluß. In dir Sonnab«ndsitznng der WahlrechtSkom- Mission erbat außerhalb der Tagesordnung der Führer der»«- tionalliberalen das Wort, um feierlich Protest einzulegen gegen die ..unerhörte Häufung der rohesten med wüstesten Be schimpf» n- ge n der Kommissionsmehrheit", die der Leitartikel des„Vorwärts" vom selben Tage bedeute. Wenn das die Früchte der Neuorientierung seien, so Kinne einem vor dies« vielgepriesenen Ncuvrientie- rung angst und bange werden. Ter Vertreter der Sozialdemokratie erwiderte, der Artikel drücke durchaus zutreffend die Stimmung aus, die durch den verhängnisvollen Beschluß vom Donnerstag in den allerweitesten Kreisen des preußischen und deutschen Volkes erzeugt worden sei. Auf einen groben Klotz— und der Beschluß wi ein sehr grober Klotz gewesen— gehöre ein grober Keil. Haben die Heroen wirklich ein anderes Echo der Ablehnung des gleichen Wahlrechts erwartet? AuZ seinen Erfahrungen in vielen Versammlungen in den verschiedensten Teilen des Landes könne er der Kommission versichern, daß schon die Beschlüsse der ersten Lesung eine außerordentlich erhittcrtc Stimmung hcrvor- gerusen haben. Der Führer der Konsertmtlve« erwAierte, daß khm von etner' solchen Erbitterung nichts bekannt geworden sei. Die Sozialdemokratie erzeuge eine solche Stimmung erst künstlich und berufe sich dann auf sie. Aber in letzter Linie seien an dem allen doch diejenigen schuld, die jetzt mitten im Kriege einen derartigen „Zankapfel" wie die Wahlrechtsvorlage in das Volk hineingeworfen hätten. Der Artikel des„Vorwärts" sei„daS denkbar S ch m ä h l i ch st e", was man in dieser Zeit der schwere» Kämpfe und großen Siege an der Westfront dem deutschen Volke(!l) habe antun können. Der Sozialdemokrat antwortete, das„denkbar Schmählichste" fei die Ablehnung des gleichen Wahlrechts selbst. Ter Vorsitzende der Kommission bedauerte lebhaft, daß die Ver- Handlungen„einen so unharmonischen Abschluß" ge- funden hätten. Vor diesem„unharmonischen Abschluß" hatte das Zentrum seine bekannten Sicherungsanträge zum Schutze der Kirche wieder- holt, die abermals gegen die Stimmen des Zentrums und der Polen abgelehnt wurden. Ein fortschrittlicher Antrag, der dem Könige die Befugnis geben will, unter Umständen auch da? Herrenhaus aufzulösen, wurde gegen die drei fortschrittlichen Stimmen, die Stimme des Soziatdemokraten und die des Polen abgelehnt. Die z'.oeite Lesung der Reformvorlagen im Plenum wird voraussichtlich am Dienstag, den 30. April, beginnen. Man denkt. bis Himmelfahrt die zweite, zwischen Himmelfahrt und Pfingsten die dritte Lesung zu erledigen und nach der verfassungsmäßig vor. geschriebenen Pause von drc' Wochen im Juni die Abstimmungen zu wiederholen. Dann gehen die Vorlagen ans Herrenhaus, während sich das Abgeordnetenhaus erst d a nn dem Schluß der Etat- beratung zuwenden kann. Sozialpolitik nach öem Kriege. Kundgebung der Gesellschaft für soziale Reform. Die Gesellschaft für soziale Reform veranstaltete com Sonntag eine große Kundgebung für die Fortführung und den Ausbau der Sozialpolitik nach dem Kriege. Die Beteiligung war so zahlreich, baß der große Saal der PW- Harmonie überfüllt war und in einem zweiten Saale eine Parallel- Versammlung abgehalten wurde. Ten Hauptvortrag hielt Professor Dr. F rancke. Er betonte, baß nach den Erfahrungen des Krieges, nach den Opfern, die die Angehörigen der Arbeiterklasse und der Angestellten im Kriege gebracht haben, von einem Stillstand der Sozialpolitik nicht mehr die Rede sein dürfe. Die Massen wirtschaftlich und geistig beben, heißt die Wohlfahrt und Macht des Reiches stärken und festigen. Der Krieg hat uns schon einige sozialpolitisch« Errungenschaften gebracht: das Verbot der Nachtarbeit der Bäcker. Lohn- schütz der Heimarbeiter, Wöchnerinnenhilfe, Gewährung der Altersrente vom 6S. Jahre ab, Zu- lagen für Invaliden- und Witwenrenten, das Tarif- vertvagswesen hat sich weitgehende Anerkennung errungen, Arbeits- gemeinschaften sind gebildet worden. Auf der anderen Seite hat uns alier der Krieg die Außerkraftsetzung wichtiger Bestimmungen des Arbeitsschutzes für Frauen und Jugendliche gebracht. Diese Beschränkungen dürfen nicht einen Tag länger bestehen bleiben, als sie unbedingt erforderlich sind. Nach dem Kriege muß die Sogial- reform energisch weitergeführt werden. Wir brauchen sie auf allen Gebieten � der Neuordnung des Vaterlandes, sie ist unentbehrlich für den Wiederaufbau unserer Volkskraft. Um die Volks kraft zu heben, brauchen wir Schutz für das heranwachsende Geschlecht, Wöchne- rinnenhils«, Familienversicheruny in dem Krankenkassen, Stärkung deS Einflusses der Arbeit« im der Unfallversichevung, Erhöhung der Unfallrenten. Das wird dem stark verschuldeten Reiche Geld kosten, ab« man darf nicht vergessen, daß jede Million, die für den Ardeiterschutz auSgogebem wird, zur Slärkureg der LolkS&ast beiträgt. Auch«ine von sozialen Gesichtspunkten getragene Woh- nungSreform ist dringend notwendig. Schon haben wir eine Wohnungsnot. Sorgen wir dafür, daß sie nicht imn Wohnungs- elend wird. Um den heimkehrendem Kriegern das Arbeitsuchen zu erleichtern, ist die Schaffung eines gut ausgebauten Arbeits- nachweiswefens und ein« Fürsorge für die Arbeitslosen not- wendig. Das führt uns zu der Frage der gesetzlichen Arbeits- losenverficherung, die dringend der Lösung bedarf.— Die Lebensmittelpreise werden auch nach dem Kriege hoch bleiben, während sich auf der anderen Seite eine Tendenz zur Herabsetzung der Löhne bemerkbar macht. Die Arbeit« werden sich gegen eine Verschlechterung ihr« Lebenshaltung wehren. Daraus werde« schwere Konflikte entstehen. Um sie in friedlichem Sinne zu Ibsen, ist es notwendig, daß die durch das HAfSdienstgesetz geschaffenem SchlichtungSinstanze« beibchalten umd die EinigungS- ämter der Gewerbeyevichte ausgebaut werden, und fv müssen wir schKetzliich zum ReichsarbeitSamt als Spitze all« dies« In- stanzen kommen. Reick und Staat werden eine Lohnpolitik betreiben müssen, indem sie bei Vergebung SffenMcher Arbeiten im Vertrage ein« Lohmklausel aufnehmen, die dem Arbeit» vor Lohndvnck und den Arbsiigeber vor Schmmtzkorckurrenz schützt.— Hoffen wir, daß das in Aussich! stehende LrbeitSkvmmer- g e f e tz lwß) vor dem Reichstage«schein«, wird. Ein« gründkiche Reform deS Koalitionsrecht» muß eintreten. Die alte Schuld, die auf dem Recht der Landarbeiter Legt, muß weggeräumt werden. Wir brauchen alle Köpfe und Hände, um das neue Deutschland auf- zurichten. Die Führ» der Angestellten und Arbeit« müssen dabei zur Mitarbeit herangezogen werden. Bei der Besetzung von A einte rn darf man nicht daraus sehen, ob der in Aussicht Gcnormnrne ein Ar- best« ist, sondern man fall nur frage«, was er leistet.(Beffakl.) Die Gleichberechtigung muH auch in d» preußische« Wahlreform zur Tatsache werden. Wie kann man einem Volte, das in diesem Kriege so Hervorragendes geleistet hat. sagen, es s« nicht reif, an der Ge- ftaltung sein» Geschicke mitzuwirken. Unsere Ziele worden nicht ohne Kämpfe zu«reichen sein. Wir flirchtem die Kstmpfe nicht. Wir wollen sie söhnen mit dem Ziel des wirtschasKchen und sozialen Frieden». Mit unS die Zukunft. Dem neuen Deutschland leuchtet die soziale Reform.(Lebhafter Beifall.) Graf v. PosadowSky trat für die WohnungSreform ei«. Hartmann, VerbandSvorsstzend« der Hirsch- Dunckerfchen Ge- werkvereine, forderte im Hinblick auf die nach de« Kriege zu er- wartenden Lohnkämpfe Ausbau deS TchlichtungS- und tKnigungS- Wesens, ein Reichsarbeitsamt und ArdeiiSkainmergcsetz. Dr. Grönandt, Barsstzond» der deutschen Privatbeamten- verbände, wünscht eine Sozialpolitik, woran alle an ihr interessierten Kreise teilnehmen können. Legten, d» die GeueralTommWon d« freien Gewerkschaften vertrat, betonte, daß die Arbsiter, um die bevorstehenden Wirtschaft- lichen Kämpfe mit Erfolg führen zu kbnnen, v« allem ein von jeder Fessel befreites Koalitionsrecht brauchen. Ferner verwies der Redner darauf, daß cS iu Deutschland zahlreiche Widersacher des Arbeiterschützes gibt und die Fortführung der Sozial- reform auf erhebliche Widerstände stoßen wird. Diese zu über- winden, muß Aufgabe aller sozialpolitisch fortgeschrittenen Kreise sein. ES sprach denm noch eine stattliche Reihe von Rednern, darunter d« ZentrumSabgeordncte Trimborn. Die StitetßltwmaLtßtotU*«■ M* Beamte« ch»«eiche mte w Preußen sind mit Wirkung vom 1. Epnä 1918 erhöht worden. Gleichzeitig sind die Erlasse an die einzelneu Ressorts bereits er- gangen. Soweit die Auszahlung d« erhöhten Teuerungszulagen in einzelnen Fällen noch rächt erfolgt fein sollte, dürfte sie in all«- nächster Zeit zu erwarte« sei». Lette Nachrichten. Die Ftr«beschießu«g vo« Paris. Paris, 14. Apvil. Amtlich wird gemeldet: Das weittragende Geschütz beschießt weiterhin da» Paris» Gebiet. Am 13. April keine Todesfälle. Lustbombardemeut vo» Paris. Part», 13. April.(Havas-Meldung.) Amtlich. Deutsche Flieger überflogen uns»« Linien und richteten sich nach Süden. Nur zwei von ihnen gelang es, die Nmgebung von Paris zu überfliegen und einige Bombe« abzuwerfeu. Der zweite Allarm wurde um 19 Uhr 19 Min. gegeben und hörte um 19 Uhr 49 Min. auf. Paris. 13. April.(HavaS.) Amtlich wird mittags mitge- teilt: Die Zahl der Opfer des Luftangriffs der letzten Nacht hat sich auf 29 Tote und 72 Verwundete erhöht. Sarrail. Varl», 14. April.(HavaS.) D» Divisionsgeneral Sarrail ist in die zweite Abteilung der Reserve de» Gcnevalstabe» versetzt worden. Drei Werk don Datum genommen. Kimstanttnopel, 18. April. Tagesbericht. Palästinafront: Bei Rafat scheiterten erneut nächlliche. Angriffe d» Engländer. Hart westlich der Straße Jerusalem— Nablus hat die beiderseittge Artillcrietätigteit zugenommen. Im westtichen Jordantal haben unsere Truppen mit blank» Waffe feindliche Stellungen gestürmt. Kaukas»»front: Südlich Kar» ist Kagyzman von unseren Truppen besetzt. Der Feind wurde auS drei Werken fud- lich von Batum vertrieben. Mehrere Maschinengewehre, Geschütze und viel Munition fielen in unsere Hand. Der österreichische Bericht. Wie«, 14. April. Amtlich wird verlautbart: An der italienischen Front leine besonderen Ereignisse. Der Chef des Gen»alstabcS. fin Sie Arbeiter Groß-öerlins! Der Kampf um das Kriegszicl ist in eine entscheidende Phase eingetreten. Unser Kriegsziel ist nicht Polen, Litauen, Kurland und Livland, nicht Flandern und Longwy-Briey, sondern die freie Zukunft des eigenen Volkes. Für sie ist die Erringung des gleichen Wahlrechts in Preußen erste Voraussetzung. Wir dürfen uns keinen Augenblick darüber täuschen, daß auch diese Frage des inneren Kriegs- ziels eine M ach t f ra g e ist, daß ihre Entscheidung von den Machtmitteln abhängen wird, die die Parteien in die Wagschale zu werfen vermögen. Es> gilt den Herren des preußischen Abgeordnetenhauses zu zeigen, daß die Masse des Volkes ihr elendes Machwerk eines Sechs- oder Sieben- klassenwalslrechts verabscheut und mit der ganzen Energie ihres Willens für jedermann das gleiche Recht fordert. Es gilt voraussichtlich binnen kurzer Zell unter schwierigen Be- dingungen einen Wahlkampf von entschelöenöer Seöeutung zu führen. Dazu müssen wir mm mit allen Kräften rüsten. Die Vorberciwng zu diesem schtveren Kampf erfordert un- bedingt die Stärkung unserer Organisation unS presse Zu diesem Zweck muß der letzt« Mann und die letzte Frau herangeholt, müssen alle Kräfte bis zum äußersten ange- spannt werden, sonst triumphiert die wahlrechtsfeindliche Reaktion, und das wäre dann unsere, Eure Schuld gewesen I So ergeht an Euch heute zunächst die dringende Auf- forderung, unermüdlich für die Verbreitung Eures Blattes, des „vorwärts" einzutreten, der unter widrigen Umständen, die Euch genug- scun bekannt sind, den Kampf in erster Reihe führt. Mit lauen Synipathien einer Presse, deren Haltung von den Interessen ihrer Verleger bestimmt wird, ist Euch nicht gedient. Ihr braucht ein Blatt, daS seit je aus Ueberzeugung und innerstem Beruf für die Rechte der Rechtlosen eintritt und dabei auch vor dem 5tampf mit Mächtigen nicht zurück- schreckt. Nützt die Tage bis zum ersten Mai, um Eure Kameraden über diesen Sachverhalt aufzuklären. Sagt Ihnen, daß sie nicht beiseite stehen dürfen, wo es den Kampf um Volksrechie gilt, und daß sie sich für die kommenden Entscheidungswocheil alle um eine Fahne scharen müssen. Rüstet zum Wahlrechtskampst DaS heißt in erster Reihe Werbt für öen„vorwärts" Name- Beruf-—- Wohnork- Stock- Straße?- 1- bestellt den„Vorwärts" zum Preise von 1,50 M. per Monat frei ins Äaus. Dieser Zottel ist ausgefüllt an die Expedition des„Vor- wörts", Berlin EW., Liudeustr. 3, zu senden. GroßSerün Riesenschiebcrgewinnc eines falschen Standesherrn. Große SchieLungcn mit Hülsenfrüchten, die in die Hundert- tausende gehen, wurden von der hiesigen Kriminalpolizei aufgedeckt, drei Berliner Schieber von hiesigen Beamten in Königsberg i. Pr. festgenommen. Ein gelvisser Bethke, der in einem der ersten Hotels einen Salon mit Schlafzimmer bewohnte, obwohl er auch eine ftän- dige Wohnung hat, sicherte sich das Vorkaufsrecht auf ein niärkisches Rittergut, das einem hiesigen Theaterleiter gehört. Das Recht, dieses Gut innerhalb einer bestimmten Zeit für sich selbst zu erwerben, oder auch an einen anderen zu verkaufen, mißbrauchte er dazu, Ver- bindungen zu Schieberziveckcn anzuknüpfen. Das wurde ihm als „Standesherrn eines Schlosses in der Mark", wie er sich auf das Vorkaufsrecht hin nannte, nicht schwer. Zu Helfershelfern gewann er einen gewissen Heffner aus Lichtenberg und einen Mann namenS Bab aus der Wallnertheaterstratze. Dazu kam ein Händler aus Rastcnburg, der der Gesellschaft in jener Gegend, wo er bekannt ist, die Wege ebnete. Der„Standcsherr" kaufte und verkaufte mit Hilfe seiner Mittelspersonen, was er bekommen konnte, natürlich ohne Rücksicht auf Rationierung und Höchstpreise. Diese Geschäfte lohnten sehr. So brachte z. B. ein Waggon, der 11 llvli M. gekostet hatte, nicht weniger als 3ö 000 Mk. Ein anderer wurde für 21 WO Mark gekauft und für 03 000 M. wieder abgegeben. Die Berliner Kriminalpolizei kam hinter diese Schiebungen und verhaftete den „Standcsherrn" und seine Helfershelfer in Königsberg, als ihnen gerade 400 000 M. ausgezahlt werden sollten. Das Geld und die Ware, die zum Teil schon rollte und zum Teil noch stanh, wurden beschlagnahmt. Am Fenstcrkrcuz erhängt hat sich in seiner Wohnung in der Glasowstraßc 41 zu Neukölln der 30 Jahre alte Schneider Karl Vollmann. Als seine Angehörigen ihn auffanden, war er schon tot. Der Mann war lungenkrank und litt außerdem an Herzkrampfen. Ein grosses Hchlernest wurde aui dem Grundstück Kösliner Strafe LI entdeckt und ausgehoben. Es war das Lager für eine Einbreckcrbande, die seit geraumer Zeit den Westen Ber- lins, das Bayerische Viertel, Steglitz, Friedenau und andere Vor- orte unsicher machten. Ein fahnenflüchtiger Matrose und zwei fahnenflüchtige i-ooldatcn kundschafteten dort fast täglich Woh- nungS-, Keller- und Geschäftseinbrüche aus und führten sie dann bei Nachtzeit aus. Die Bande hatte sich mit dem Führer eines Zei- tungswagcns in Verbindung gesetzt. Dieser fuhr auf einem Lauben- gclände, wo die Beute einstweilen versteckt worden war, vor, und brachte sie dann im Auftrage der Einbrecher nach der Kösliner Straße LI zu einem Hehler Nikowiak, der sie ihnen gern abkaufte. Kriminalwachimcister Tettmann spürte mit seinen Beamten diese Beziehungen auf und überraschte Nikowiak in seiner Wohnung, während die Einbrecher bei ihm waren. Der Hehler hetzte sofort seinen scharfen Hund auf die Beamten und diese Gelegenheit benutzten die Einbrecher, ans dem Fenster zu springen und zu ent- fliehen. Einer der Beamten schoß den Hund nieder. Eine Durch- suchung der Räume förderte hierauf eine große Menge Lebensmittel aller Art, auch Sekt, Kognak und Rotwein und andere Sachen zu» tage. Tie Sachen wurden beschlagnahmt, Nikowiak und seine Frau verhaftet. Abpflücken von blühenden Obstzweigen verboten! Das Ober- kommando�in den M'arken erläßt folgende B ekan ntmachnng: Zur Sicherung der diesjährigen Obsternte bestimme ich für das Gebiet der Stadt Berlin und der Provinz Brandenburg auf Grund des§ Ob des Gesetzes über den Belagerungszustand: Es ist verboten: 1. blühende Obstbaumzweige abzupflücken; 2. blühende Obstbaumzweige entgeltlich oder unentgeltlich ab- zugeben; 3. blühende Obstbaumzweige zu erwerben oder mit sich zu führen. , Dies« Verbote gcßen auch für die Obstbaums es iher. Zuwiderhandlungen gegen Ziffer 1 werden mit Gefängnis bis zueinem Jahr, bei Vorliegen mildernder Umstände mit Haft oder mit Geldstrafe bis zu 1500 M. bestraft. Diese Bekanntmachung gilt für die Dauer der Obstbaumblüte 1018. Der Oberbefehlshaber in den Marken. v. K e f f e l, Generaloberst. Wer wagt es?— Herstellung von Ersabter. Das Polizeiprä- sidinm teilr mit: Pom Kaiserlichen Gesundheitsamt ist ein Merk- Walt herausgegeben worden, aus dem zu ersehen ist, wie jeder- mann ohne Schwierigkeiten von gewissen, darin näher bezeichneten Pflanzen Blätter nnd sonstige Bestandteile sammeln und trocknen kann, um daraus Tee Mischungen zur Bereitung eines Er- jatzgetränks für den schwarzen(chinesischen) Tee herzustellen. Dieses Merkblatt ist im Verlag von Julius Springer in Berlin W. erschienen und kostet 10 Pf,, von 20 Stücken an je 6 Pf., von 100 Stücken an je 4 Pf. zuzüglich Porto. Tic Sommerzeit hat begonnen. In der hinter uns liegenden Nacht hat die Unrstellrmg der Uhren auf Sommerzeit stattgefunden. Die Stunde von 2— 3 Uhr fiel aus, um 2 Uhr wurden die arnt- lichen Uhren auf 3 Uhr gestellt, ein Ereignis, das wohl die meisten Berliner verschlafen haben. Aber seine Wirkung äußerte sich bc- reits beim Erwachen, denn nun mußte ein jeder eine Stunde früher als sonst aus den Federn, um zur rechten Zeit in der Werkstatt und im Kontor anzulangen. Die Sommerzeit gilt bis zum 15. September. Straßensperrung. Das Polizeipräsidium teilt mit: Die Prinz- Lonrs-Ferdinand--Stvaße von der Georgenstraße bis zur Straße Am Weidendamm, die Straße Am Weidcndamm von der Prinz-Lonis-Fcrdinand-Straßc bis zur Ebertsbrücke, die Prinz- Friederich-Karl-Straße von der Gcovgcnstoaße bis zur Ebertsbrücke, die Artillerie st raße von der Ebertsbrücke bis Ziegelstraße und die Straße A m Kup fergraben von der Ebertsbrücke bis zur Monbijoubrücke werden zwecks Bornabme von PflasterungSarbetten vom 15. April d. I. ab bis zur Beendigung der Arbeiten für den Fuhrwerksverkehr gesperrt. Tegel. Lebensmittel und Kohlen. Der Gemeindevorstand macht folgendes bekannt: Diejenigen Einwohner, die für die Eintra- gung in die Kohlcntundenliste keinen Kohlenhändler finden konnten, werden hiermit anfgefordert, die in ihren Händen befindliche Grundkarte mit Ausweis ungetrennt am 15. und 10. April von 0— 12 Uhr im Rathans, Zimmer 22, abzugeben. Es soll ver- sucht werden, die noch nicht eingetragenen Haushaltungen auf die hiesigen Kohlenhändler zu verteilen. An die Einwohner kann Weitzsauerkraut, und zwar ein Pftmd auf Abschnit 206 der Gemein dewirtschaftskarte abgegeben wer- den. Aus Abschnitt 4 der Süßstosskarte kann ab Dienstag, den 16. April, 1 Päckchen Süßstoff zum Preise von 25 Pf. entnommen werden._ Spanbau. Lebensmittel. In Anbetracht der augenblicklich herrschenden Gemüse- und Kartoffellnappheit gibt der Magistrat der hiesigen Bevölkerung Gelegenheit, sich mit guten Spcisekohl- cüben zu billigen Preisen einzudecken. Die Kohlrüben sind in den einschlägigen Geschäften zum Preise von 0 Pf. pro Pfund erhältlich. Reinickendorf. Lebensmittel. Tie auf Mschnitt 3 der Eier- karte entfallenden Eier werden vom 16. ds. Mts. ab verkauft. Auf jede Karte entfällt ein Ei zum Preise von 41 Pf. Auf Abschnitt 8 A/B der Lebensmittelkarte für Jugendliche wird ein Pfund Syrnp zum Preise von 50 Pf. abgegeben. Der Syrnp kann vom 18. ds. Mts. ab gegen Abtrennung des Abschnitts 3 A/B gekauft werden." Nadreunen in Treptow. Am Sonntag kam bei ausverkauftem Hause ein reichhaltiges und interessantes Programm zur Abwick- lung. Die Glanzpunkte bildeten ein Dauerrcnnen mit Motorführung über eine Stunde und ein Zwei- sitzer-Rcuncn für Flieger über 3000 Meter. Leider nahm«» aver WSe Rem«» nfiP fea evkvknWur Wyiiffi» V» lauf. In dem Dauerrennen sab sich Witttg zwomnal genöÄgt, seinen Motor zn wechseln, wodurch er stark ins Hintertreffen geriet und auch Bauer büßte viel Boden infolge Pnenmatlkdefekts ein. Der dritte Bewerber um den reichen Preis, K r» p k a t, gewann dadurch das Rennen ohne eigentlich» Kampf vom Start bis durchs Ziel. In dem Zweisitzer-Rennen schied die Mannschaft Lorenz-Abraham infolge eines Sturzes schon im Vorlauf, und die Mannschaft Rütt-Vrehmer wogen RsifenschadenS in der letzten Otunde des Endlaufs aus. Ungeachtet dessen fuhr die siegende Mannschaft Schrage-Rudel ein hervorragendes Rennen, nnd es gilt keineswegs für ausgeschlossen, daß selbst bei einwandSfreiem Verlauf des Rennens das Refultat das gleiche gewesen wäre. Zudem gewann Schräge schon vorher das Hauptfahren in glänzen- dem Stil, Resultate: Erstfahren, 1200 Meter: 1. Radomski, 2. Meyer, 3. Petri.— Prämienfahren, 12 Runden: 1. Hiepel 5 Min. 24 Sek., 2. Dahnke, 3. Schulz, 4. Stabe.— Kleines Dauerfahre». 1. Lauf, 20 Kilometer: 1. Hosftnann 18 Min. 84 Sek., 2. Naujokat 030, 3. Schütz 040 Meter, 4. Schelling weft zurück.— 2. Lauf, 20 Kilometer: 1. Naujokat 10 Min. 26 Sek., 2. Hoffmann 510, 3. Schütz 1500, 4. Schelling 1000 Meter zurück.— Hanptfahren, 900 Meter: 1. Schräge 1 Min. 26 Sek.. 2. Rudel, 3, Abraham, 4, Tadewald.— Zweisitzer- Rennen, 3000 Meter: 1. Schrage-Rudel 2 Min. 18 Sek., 2. Techmer- Tadewald, 3. Schulz-Bethks.— Dauerrennen, 1 Stunde: 1. Kruprat t)3 Kilometer 420 Meter, 2. Bauer 530, 3. Wittig 3020 Meier zurück. (Siehe auch 2. Beilage.) Theater. Sonnenftößecs Höllenfahrt''. (Im Schiller-Theater Charlotrenburg.) Der Leitung des SchillerthcaterS gebührt Anerkennung für den Mut. dies vor Fahren hier anderswo gegebene»Traumspiel" von Paul A p e l aus den Spielplan gesetzt zu haben. Denn eine ge- wisse Selbstverleugnung gehörl immerhin dazu, Bilder blutigster Satire vom kleinbürgerlichen Spießer- und Banausentum. von dem ja ein reichlicher Prozentsatz im Theaterraum Platz zu nehmen pflegr, da oben von der Bühne herab wirken zu lassen. Niemals freilich lacht das grosse Publikum herzhafter, als indem es, ohne cS zu wissen, ieiuer selbst spottet. Und das trifft auf die Apelsckie Schnurre zu. Ihr Grundthema ist lilcrarisw. Der Kampf des schöpferischen und bildnerischen Menschen gegen eine geistig wie seelisch vcrmuckerre rückständige Umwelt war zu allen Zeilen aktuell. Am schwersten läßl sich dies Problem in den Spiegel einer Komödie fassen, Leichter wird eS sich in die Form eines„heitern Traumspiels" fügen. Nur eben, daß der Dichter da auch aus der Scylla in die Charybdis geraten kann. Er hüte sich. allzu elllseittg siosftich satirisch zu sein. Sonst ergibt sich ein literarischer Snobismus. Demgemäß sind die ersten beiden Bilder die trefftichsten. Sie erschöpfen recht eigentlich schon den JnhaU der drei anderen Bilder, die dadurch etwas monoton wirken. Von der Beermannschen Musik, die übrigens für eine fein- parodistische Begabung ihres Urhebers Zeugnis gibt, gilt ähnliches. Straffer zusammcngefaßt, würde sie wahrscheinltch noch weit will- sanier sein. Die Spielleitung bat dem Stückchen eine gute Aufführung an« gedeihen lassen. Die Banausensipve in ihren einzelnen Typen wurde scharf herausgearbeilel.„Tante Pauline", den Inbegriff aller Krämerseelenbaftigkeil, vergißt mau nicht so leicht. Tcsglelch?!> sind der Rentner Schmidt, Onket Friz, der Medizinalrat, der Philo- sophieprofessor gar sonderbare Gesellen. Die Tttelgestalt gestaltet Alfred Braun mir lösilichen Einzelzügen. Und was sonst noch nebenhergeht an Figuren, bemüht sich so annehmbar als spaßhasi zu sein. ob, Werantwortttlp für Bolitik: Erich Lntturr, Berlin: für den übrigen Teil des BlatteS: Alfrcd Scholz, NeuIoUii; für Änzeigem Theodor GloUc, Berlin. Berlaq: BorwärtS-Verlag iÄ. m. b, H,, Berlin, Druck i Dorwärts-Buckidruckerci und zZerlagSanstalt Paul Singer u. Co, in Berlin, LiiidcnsNahc Z, Hierzn 3 Beilagen, W Jl ■7; V-® M 'IQ'lS 18. Upns Lehier Tag der Zeichnungsfrist. Vis miiiagS i llhr werden Zeich- mmmmKauta&mmsmmaBi nungen entgegengenommen. Wer bis dahin, obwohl er dazu in der Lage ist, nicht gezeichnet hat, handelt pflichtvergessen gegen das Vaterland und schädigt sich selbst, indem er sich die wertvollen Vorteile entgehen läßt, die die 8. Kriegs- anleihe durch hohen Zinsgenust, hohe Ostiickzahlungs- und Auslosungogewknne bietet. „ 27. April Einziger pflichizahltag ftlr dl« posizeichner, erster pfllchtzahltag für ————————— alle anderen Zeichner. Die bei einer Postanstalt angemeldeten Zeich- // // nungen können in der Zeit vom 28. März bis 22. April voll bezahlt werden, eö werden dann Stückzinsen für S3 Tage vergütet. Die postzeichnvngen müssen spätestens am 22. April bezahlt werben. Auf alle übrigen Zeichnungen müssen bis spätestens 22. April 30 Prozent des zugeteilten Betrages eingezahlt werden, sofern die Summe der am 22. April fällig gewordenen Teilbeträge wenigstens-100 M ergibt. 24. Mül Zweiter pflichizahltag. Spätestens bis zu diesem Tage sind weitere 20 Prozent des zugeteilten Vetrages zu bezahlen, sofern die gezeichnete Summe 200 M oder darüber beträgt. Wer 200M und ebenso wer 300 M gezeichnet hat, muß am 24. Mai, da insgesamt 50 Prozent des gezeichneten Betrages fällig sind, 400 M bezahlen. Dagegen hat, wer 400 M gezeichnet hat, am 24. Mai noch nichts zu zahlen. 21. IUNl Dritter Zahltag. Von dem zugeteilten Netrag sind weiiere 23 Prozent zu bezahlen. Auch jetzt hat, wer 400 M zeichnet, noch nichts zu zahlen, da der am 24. Juni fällige Teilbetrag, insgesamt 25 Prozent, noch nicht 400 M ergibt. Wer 200 M gezeichnet hat, ist am 2t. Juni zur Nezahlung der zweiten Hälfte des Betrages noch nicht verpflichtet, da an diesem Tage insgesamt erst 25 Prozent des Zeichnungsbetrages fällig sind. Wer dagegen 300 M gezeichnet hat, bezahlt am 24. Juni weiiere 400 M. 1. Deginn des Zinsenlaufes der 8. Kriegsanleihe. Sei Zahlungen vor oder --- nach dem 30. Zum werden Stückztnsen wie herkömmlich verrechnet. 18. 3ufi Vierter und letzter Pflichtzahltag, bis zu dem die restlichen 23 Prozent zu bezahlen sind. Erst an diesem Tage ist, wer 400 M gezeichnet hat, zur Bezahlung verpflichtet. Diejenigen, die 200 M oder 300 M gezeichnet haben, bezahlen am 48. Zuli die letzten 400 M. 'iO'lQ 2.3üNUÜt' Zum ersten Male werden die Zinsscheine der 8. Kriegs, aasssaiäsaia anleihe fällig. Die Halbjahreszinsen der Schuld- vcrschreiSungcn betragen für 4000 M Nennwert 25 M, die der Schatz- anweifungen für 4000 M Nennwert 22,50 M. st 15. Aprit Ablauf ber Sperrfrist für Ochuldbuchzeichnungeu. �924 1.0fto6cr Dls zu diesem Tage müssen unter allen Umständen auf die Schuldverschreibungen der 8. Kriegsanleihe 5 v. H. Zinsen gewährt werden. Bei etwaiger Ermäßigung des Zinsfußes nach dem 4. Oktober 4924 N'.uß das Reich den Inhabern der 3 zinsigen Schuldverschreibungen die Rückzahlung zum vollen Nennwert anbieten. "jlQoijt 1. 3uK frühestens auf diesen Tag kann das Reich die in der Zeit vom Januar 4949 bis Juli 4927 nicht ausgelosten 4�2 znffigea Schahanweisungen der 8. Kriegsanleihe zur Rückzahlung zum Nennwert kündigen. Die Inhaber der ausgelosten Schatz- anweifungen können statt der Darzahlung neue Schahanwei'sungen fordern, die vom Juli 4927 ab 4 zinsig und bei der späteren Auslosung mit 443 M für je 400 M Nennwert rückzahlbar sind. �93? 1. 3a(i frühestens auf diesen Tag kann das Reich die MW»!»>>'»l in der Zeit vom Juli 492? bis Juli 4937 nicht ausgelosten 4 zinsigen Schatzanweisungen zur Rückzahlung zum Nenn- wert kündigen. Die Inhaber der ausgelosten Echahanwelsungen können statt der Barzahlung neue Schatzanweisungen fordern, die vom 4. Juli 4937 ab 3'ft zinsig und bei der späteren Auslosung mit 420 M für je 400 M Nennwert rückzahlbar sind.' *1902' 1. 3u� An diesem Tage werden die bis dahin etwa nicht aus. gelosten Schatzanweisungen mit dem alsdann für die Rückzahlung der ausgelosten Echatzanweifungen maßgebenden Betrag« (440 v. H., 445 v. H. oder 420 v. H.) zurückgezahlt. Es gibt nichts Sichreres als deuifchs ttr. 102— 103 ❖ 35. Jahrgang 2. Seilage öes VsrWärks öer öerliner Staötveroröneten-Iraktion. Ii. In dem Fwgblo�t zur Jlachwahl im Ig. Bezirk vergießen die llnavhängigen schließlich noch darüber Krolodilotränen, weil sie an- geblich durch die Schleid der alten Fraktion aus verschiedeneu Ver- waltungsdepulationen ausgeschaltet sind. Die alte sozialdemokra- tische Fraktion wird mit den Liberalen ans eine Stufe gestellt, weil diese jahrelang den Sozialdemokraten zukommenden Sitze in den einzelnen Verwaltungen und Deputationen vorenthielten. Eni- weder liegt bei den Unabhängigen Begriffsverwirrung oder krank- hafte Ueberhebug vor, weim sie die sozialdemokratische Stadtver- ordnetenfraktion mit den bürgerlichen Fraktionen zusammenwirft. Das Gerede in ihrem Flugblatt soll bei den Bkvssen den Eindruck erwecken, als wären sie die Hüter der wahren Demokratie. In Wirklichkerl sind sie dort, wo sie das Feld zu beherrschen glauben, das Muster fanatischer, rechthaberischer Unduldsamkeit. Die Spaltung der oinheitlich organisierten sozialdemokratischen Arbeiter bewegung in Deutschland hätte sich, abgesehen von dem Streit über die Kreditbewilligung in der Reichstagsfraktion, sicher vermeiden lassen, wenn in den einzelnen Wahlkrei So rga ni satio neu Toleranz in den taktischen Anschauungen geübt worden wäre. Von Berlin selbst ist uns bekannt, daß, wenn man in vernünftiger Weise Minderheits- und Mehrheitsanschauungen durch paritätische Be- setzung der Funkdionärstcllen zum Ausdruck gebracht hätte, die Reichs tag sa bze ordneten unter sich ihren Streit zum Austvag dringen konnten, ohne der organisierten Einheit der Arbeiterschaft zu schaden. Die eine solche Verständigung wicht nur nicht verhiudert, son- dern aus Rechthaberet und Silbenstecherei mit Eifer betrieben, hoben zu allerletzt das Recht über«in ihnen angeblich zugefügtes Unrecht zu schreien. Es ist nur die Konsequenz ihres eigenen Prin- zips mit dem Unterschied, daß es ihnen nicht gefällt, wenn es sich einmal gegen sie wendet. Seit der Trennung ist die alte sozialdemokratische Fraktion bemüht gewesen, alles was auf dem kommunalpolitischen Gebiet im Interesse der minderbemittelten Bevölkerung liegt, zur öffentlichen Aussprache zu bringen. Ter seit Jahren andauernde Krieg mit seinen Folgeerscheinungen gab dazu reichliche Gelegenheit. In- sonderheit war das auf dem schon berührten Gebiet der Massen- spoisuug hinsichtlich der qualitativen Beschatfenheit der Fall. Im Interesse der öffentlichen Gesundheitspflege fordert die Fraktion in einem Initiativanträge die sofortige Eröffnung aller Badeanstalten. Roch als einbcitlicke Fraktion lvurde von den Sozialdemokraten der Antrag gestellt:„Die Stadtverordnetcrwcrsammlung wolle be- schließen, den Magistrat zu ersuchen, an den preußischen Landtag namens der Stadtgemeinde eine Petition zu richten, in der die Eiuführmig des allgemeinen, gleichen gebeimen und direkten Ge- meindewahlrechts, nach dem System der Verhälwiswahken für alle über zwanzig Jahre alten Einwohner der Gemeinde ohne Unter- schied des Geschlechts und unter Aufhebung aller Vorrechte des Besitzes gefordert wird.", Bei der zweifelhaften Stellung der bürgerlichen Vertreter zum allgemeinen Gemeindewahlrecht wäre der Antrag der Fraktion im Plenum abgelehnt worden. Beantragt irnirde von den Bürgerlickwn die Beratung in einer gemischten Deputation, um damit dem Ma- gistvat Gelegenheit zur Acußerung zu geben, der eine Petition zur Einführung des allaemeinen G emei ndewa HIr echts an die Re- gierung richten sollte. Die alte sozialdemokratische Fraktion hatte keine Beranlajsung gegen die Ueberweisung an eine gemischte Deputation zu stimmen. Die Unabhängigen ließen durch ihren Redner erklären, daß sie gegen ein« Ueberweisung an eine gemischte Deputation stimmen werden, weil nach der Begründung, die der bürgerliche Redner Easi'e! dem U ebc rwe isu ngSan i rag gegeben hätte, »sie nicbt in der Lage wären, dafür zu stimmen". Diese politische Taktik der Unabhängigen, ivodurch den WahlrechtSfeinden nur ein Gefallen geleistet wird, wird zwar ein denkender Mensch nicht be- greifen, es gehört indessen zum eisernen Bestau'dteile ihrer„prin- zipienfeste, grundsätzlichen" Tätigkeit, über alle Dinge recht viel zu reden. Auf dem Gebiete des durch die Kriegsverhältnisse bedingten öffe»tltchen Unterstützungswefens hat es die alte Fraktion an wie- derholten Anregungen nicht fehlen lassen. Im November vorigen Jalwes wurde eine Erhöhung der Unter- ftützung für Kriegsteilnehmerfraucn und sonstige AnspruchSberech- tigte beantragt, im selben Monat der Antrag gestellt, den kriegs- Hinterbliebenen Wittvon den Differenzbetrag zwischen den Bezügen aus dem Maninschaftsvcrsorgungsgefetz und der an die Kriegsterl- nehmerfrauen gezahlten Kriegsnnterstützung als Unterstützung zu zahlen. Wenn beide Anträge bisher nicht zur vollen Zufriedenheit der Beteiligten und der Mitglieder der Fraktion geregelt sind, so liegt dies an dem bereits geschilderten Abstimmungsverhältnis. Erinnert darf ferner daran werden, daß auf den Gebieten des Verkehrswesens, der Lebensmittel- und Kohlenversorgung die Fraktion fast ununterbrochen tätig gewesen ist und mit Eifer bestrebt war, durch osfeiitliche Erörterung dieser Dinge die Reichs- und Staatsbehörden zur besseren Versorgung der Gemeinde zu beeinflussen. In allseitig frischer Erinnerung ist noch der Kampf, der um die Einführung der Kohlenkundenliste geführt worden ist. Im Laufe des Jahres 1917 bis zum Schluß des Etatjahres 1917/18 hat die sozialdemokratische Fraktion nicht weniger als zwölf Jui- tiativankräge gestellt. Als letzte die Aufhebung des auswärtigen Wobnverbots für Beamte und Lehrer, die von der Stadt Berlin veschäftigt werden. Die angemessene Erhöhung der Teuerungszulagen für die während der Kriegszeit angenommenen Bu r eau Hilfsarbeiter und -arbeiterinnen und als letzter die Neuregelung des Werts der Sach- bezüge nach den Bestimmunzen der Reichsversicheruiigsordnung. Manches zunächst dem Schein nach nicht wesentliche Dinge, kommn- ualpoli tisch genommen, für die sie betreffenden Bevölkerungskreise aber von erheblicher Bedeutung. Bei der letzten Beratung des Haus- baltsplans der Stadt haben die Mitglieder der sozialdemokratischen Fraktion im Haushaltsausschuß durch eine Reihe von Anregun- gen und Anträgen, die sich in der Mehrzahl auf eine wirtschaftliche Besserstellung der städtischen Arbeiter und Angestellten bezogen, den Beweis geliefert, daß es ihnen mit der Interessenvertretung der wirtschaftlich schwachen Volkskreise eben so ernst ist, wie den Unab- hängigen. Die Haushaltsbcratungcn wären ohne die Anträge, abgesehen von oiaigen Anträgen der Unabhängigen, ziemlich öde verlaufen. Von dieser im Interesse det schlechtest gestellten Volks- schichten geineinsam geleisteten Arbeit schweigen die Unabhängigen in ihren Flugblättern. Sie haben auch Ursache dazu. Sonst würden ihre noch heutigen Anhänger nämlich erfahren, daß nicht sie die allein selig machenden sind, sondern von der alten sozialdemo- kratischen Fraktion ein gut Stück Arbeit zum Wohle der Wähler geleistet worden ist.___ GroMerlm Berliner Lebensmittel. In der Woche vom 18. bis 21. April können auf die Abschnitte 16 der Kartoffelkarte 7 Pfund Kartoffeln entnommen wer- den. Auf Abschnitt 18 der LebenSmilttekkarte der Stadt Berlin wird ein Pfund Kunsthonig abgegeben. Die Anmeldung darf nur in demjenigen Geschäft erfolgen, in dem der Verbraucher zum Zuckerbezug in das Kundenverzeichnis eingetragen ist. Anmelduugs- ftist Dienstag, den IC., bis Donnerstag, den 18. April. Nachträg- liche Anmeldungen finden nicht statt. Ter Kunsthonig, dessen Preis für 1 Pfund im Ausstich 73 Pf. und in fertigen Pfundpackungen 75 Pf. beträgt, wird dann nach Ablauf der üblichen Frist zur Ab- holung durch den Verbraucher bereit sein. Vom 15. bis 18. findet eine Neneintragnng zur Kun- denltste für Kartoffeln statt. Jeder, der im rechtmäßigen Besitz der mit dem Anmeldeabschnitt versehenen Kartoffelkarte ist, muß sich neu zur Kundenlifte anmelden. Alle diejenigen Personen, die noch mit Kartoffeln versorgt sind, dürfen jedoch sich nicht zur Kundenliste anmelden. Diese erhalten vielmehr, wenn ihr Vorrat an Kartoffeln nach Ablauf der Eintvagungsfrist arifgezehrt ist, bei ihrer Brotkommiision auf Antrag Kartoffelkartcn mit dem Aufdruck „Nacheintragung" und können dann auf Grund dieser die nach- trägliche Anmeldung zur Kundenliste bewirken. Nacheinrragung wegen Fvistverfäumnis ist sonst nur mit besonderer Genehmigung der Abteilung für Kartoffelversovgung des Berliner Magistrats zulässig, die schriftlich zu beantragen ist. Vom Montag, den 15., bis Sonntag, den 21. April, wird in den in der Gegend der Fürbvlngerstraße gelegenen Bezirken der 23. und 225. Brotkommisfion pro Kopf 126 Gramm Pommer- scher Weichkäse verteilt. Neukölln. Lebensmittel. Mitckdauerware(1 Büchse kondensterle Milch oder 259 Gramm Halbmilchpulver) gelangt in der nächsten Vockie auf einen Abschnitt der allgemeinen Lebens- mittelkarte für Jugendliche in den städtischen Verkaufsstellen an Personen mit den Anfangsbuchstaben A— R zum Verkauf. Graupen werden auf Abschnitt 16 und 17 der allgemeinen Lebensmittelkarte für Neukölln in einer Menge von zusammen 299 Gramm bis ein- schließlich Freitag bei den Kolonialwarenhändlern abgegeben. Für Butter und Margarine findet v»m Montag, den 15., bis Sonntag, den 21. d. M., eine Neuanmeldung zur Kundenliste statt. Auch wer bereits in eine Knndcnliste eingetragen ist, hat sich von neuem auziimeldcn. In Krait mit die neue Kundenlistc erst vom Montag, den 29. April ab. Bis dahin hat der Verlauf ohue Rück- ficht auf die Neuanmeldung noch auf Grund der alten Liste zu er- iolgen. 1 Ei zum Preise von 33 Pf. wird vom Dienstag ab bis auf weiteres auf Abschnitt 49 der Eierkarte abgegeben. — Das Ende des BoltStheaters. Der SiegeSzug des Kinos bat nun auch dem Volksthentcr in der Hermannstr. 20 ein Ende bereitet, und damit schwinvet wiederum ein Stück des alte» Rix- darf dahin. Das VolkSIHcatcr wurde zu Beginn der achtziger Montag, 15.fty?il 1918 ___________ Jahre begründet, pflegte zunächst vorwiegend Speziainärcu Possen und Singspiele, zuteyl aver ausschließlich abcndjüllende Thecuci- slückc. Die Wilwe des im Kriege geialleiicii Eigciuümcrs Hat jetzt das Thcalcr an eine Kuiogejellschafi verpachtet. Schöncbcrg. LebenZmittel. Bis zum 16. April findet V o r- an Meldung stall für 2 Pfund Marmelade auf die Abichiiilte 13 und 19 der Groß-Berlincr Lebeusmitlelkarle. ferner 259 Gramm getrocknete Mohrrüben oder getrockneter Weißkohl auf Abjchuitl 97 der Schöneberger Nährmiitellarte und 1 Paket Morgentrank auf die Abschnitte 6 und 7 der Jugcndlicheukartc. Ausgegeben werden in der nächsten Woche 399 Gramm Graupen auf die Abschnille 16 und 17 der Groß-Berliner Lebens- mittelkarte, ein Ei auf Abichnill 39 der Eierkarie. Auf den Ab- utmiu 14 der Fischkarle ivcrdeu Heringe, auf den Abschnitt 15 iriickie Fische abgegeben. Die Abschüttle 12 und 13 der Fischkarle bleiben daneben noch gültig. Von der Kartosfelkane sind die Abschnitte 16 bis 18 mir je 7 Plurrd bis zum 21. April einzulösen. Vom 15. bis 21. April ist die Neueiutragung in die Speisefctikundeirliste zu be- rvirkeu. Wilmersdorf. Lebensmittel. Von Montag, den 15. April, bis einschließlich Sonntag, den 21. April, gelangen sotgende Lebens- mittel zur Verteilung: fortgesetzt wird der Verkauf von V-, Pfund Kunsthonig auf Abschnitt 12 der allgemeinen LebensnriUelkarte bis zum 17. April. Ferner werden ausgegeben: auf Abschnitt 13 der allgemeirren Lebensmittelkarte Va Pfund Marmelade, auf Abschnitt 17 derselben Karte 199 Gramm Graupen und auf besondere Bezug- scheine 1 Piund Nährmittel für Kinder im ersten bis vierten Lebens- jähre. — Die Kullsthallc veranstaltet in ibren Räumen. Pari' er Str. 45, am Lndwigskirchplatz, regelmäßig Kunstausstellungen, d:e alle zivei Monate in ihren Beständen wechseln. Die Frühjahrsausslellung. die außerordentlich gut beschickt ist, wird heute vormittag 11 Uhr eröffnet. Stcgliti. Tic Bcrhnlidlungcn über die Stadtwerdimg kommen jetzt anscheinend in Gang. Wie bekannt wird, hat der Regierungs- Präsident Frhr. v. Maisenbach in Gegenwart des Landrals des Kreises Teltow den Steglitzer Stadtioerdungsausschuß in emstiin- diger Besprechung empfangen und den Mitgliedern des Ausschusses Gelegenheit gegeben, zunächst mündlich die Gründe näher darzu- legen, die besonders auch aus den Kriegsverhällmsien heraus und durch die zu erwartenden großen Aufgaben der Nebergangswiri- ichafi die baldige Verleihung der Stadlrcchle an die Gemeinde Steglitz dringend notwendig machen. Der Regierungspursideirt, der von diesen Ansfübrungen nur sichtlichem Anteil Kenntnis nahm, gab anHeim, die Gründe in einer Denkschrift zusammenzufassen, und stellte eine wohlwollende Förderung der Angelegenheit in Aussicht; die Schwierigkeiten, die hierbei noch zu überwinden� seien, würden sich in nickt allzu langer Zeil durch ein kleines Sondergesetz be- ieiligen lassen.— Dies scheint auf die Möglichkeit hinzudeuten, daß Sieglitz auch bei seiner Stadiwerdrmg zunächst noch iin Kreis- verbände bleibt._ Reinickendorf. Lebensmittel. Auf Abschnitt l9 und 29 der Lebensmittelkarte Grvß-Berlin werden je 1 Pfd., zusammen 2 Pfd. Marmelade(a 92 Pf.) abgegeben. Die Bblieferuug der Anmelde- abschnitte bei den Händlern und in den amtlichen Verkaufsstellen hat bis einschl. l5. d. M. zu erfolgen. Treptow. Lebensmittel. Außer den üblichen Rationen werden verteilt: 1 Pfund Kunsthonig auf Abschnitt 19 der Groß-Bertiifer LebcuSmiltcllarte, 2 Eier auf Abschnitt 2 der neuen Eierkarie des Kreises Teltow, 375 Gramm Zucker aus Abschnitt 37 der Zucker- karte des Kreises Teltow für die Zeit vom 16. bis 39. April. Ju den Gemüsehandlungen steht holländisches Gemüse zum Verkauf. Hühner in beschränkten Mengen auf Abschnitt 13 der Haushaltkarle. Britz. Lebensmittel. Da auf Abschnitt 15 der Berliner Lebens- mittelkarle statt 290 Gramm nur 100 Gramm Nährmittel ausgegeben worden find, so werden deshalb zum Ausgleich auf Ab- schnitt 19 der Britzer Lebensmittelkarte nochmals 199 Granim Graupen verabfolgt. Auf Abschnitt 8, 19 und 29 der Berliner Lebensmittelkarte wird je 1 Pfund— 3 Pfund Marmelade ab Mittwoch bei den Kleinhändlern abgegeben. Abschnitt 4 für Jugend- liche eine Dose kondensierte Milch, Abschnitt 20 der Britzer Lebensmittelkarte je ein Hering, Abschnitt 21 59 Gramm LorbeerbiäUer je Haushalt. Abschnitt 22 1/a Pfund gemischte, getrocknete Pilze je Haushalt, Adschniit 23 eine Flasche Putzblank je Haushalt, Ab- schnitt 24 zwei Pakete Tee je Hanshalt, Abschnitt 25 Sonder- zutcilung, Abschnitt 22 der Eierkarie ein Ei je Person bei den Kleinhändlern._ Im Biktoria-Theatcr(früher Sanssouci), Kottvuser Str. S/7, werden ab Dienstag, den 16. April neue Lichlspicl-Vorjicllungen statlsinden. Cl.TPerißeim Damen Maß-Abteilung Anfertigung eleganter Kostüme, Kleider, Blusen usw in eigenen Werkstätten. Damen= Kleider Kostüm= Mäntel 'Blusen Rlttpflfloid aU8 gestreikt, u, einf, ImlCIlUClU.Sr-Vi JTlOcl.*7 f AA Form /5.UU Schleierstoffmit mod. 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JO.UU Tadel-Rock mit Säumchengam. 70.00 Dresdner Bank für 1917. Das gewaltige Völkerria.?en g�l» aach dem Jahre 1917 sein Gepräsre. Der Versucll der Jalntente, Deutsr.hland im Laufe der Jahre aushungern zu kßnnen, iat, trotzdem das Ergebnis der Ict/tjabrigen Ernte nicht in allen Zweigen bofrieditjend genannt werden kann, völlig mißlungen. Mancherlei Harten für weite Kreise der Uevöjkeruug iießen sich naturgemäß nicht vermeiden; sie wurden mit gewohnter Oplcrwilligkeit ertragen. Die Hoffnung unsere» Feinde, daß Rohstoflraangol schließlich djeh zu uiiierer Unterwerfung führen müsse. hat eich in gleicher Weise als eitel erwiesen; zwar bot die Beschaffung der notwendigen Hohstoffe und ihres Ersatzes manche Schwierigkeiten, doch frei- willige Abgaben des Volkes sowie Beschlagnahme der vorhandenen Vorräte unterstützten hierbei unsere Industrie, die in Veibindung mit Wissenschaft und Technik alle an sie herantretenden Problome in einer für die Kriegslüh- rung befriedigenden Weise gelöst hat. Wir erinnern nur an die iStickstoff-, Schwefelsäure- und ßenzolindustne, an die Streckung unserer Wollvorräte durch verschiedene Ersatzstoffe, an die wichtigen Fortschritte in der Verwendung der Holzfaser und anderer einheimischer Pfanzenfasarn innerhalb der Papier- und Textilindustrie. Die bereits heute vorliegenden Erfahrungen mit den gewonnenen Garnen und Gew. heu rechtfertigen die Hoffnung, daß wir künftig iu mancherlei Kichtung vom Bau m wo! 1 markt weniger abhängig werden als früher. Hat also Deutschland bisher aus eigener wirtschaftlicher Kraft allen Gefahren begegnen können, so haben inzwischen die Erfolge im Osten zur Sprengung des Deutschland urasculieloeuden Ringes und damit zur weiteren wirtschaftlichen Stärkung geführt. Durch die sich wieder anbahnenden Handelsbeziehungen mit dem Osten werden dessen überschüssige Landesprodukte und Bodenschätze in absehbarer Ztiit uns ergänzend zugeführt worden können Was nun im allgemein-n die wirtschuftiiche Entwicklung anbetrifft, so blieb zwar der freie Handel im Innern durch die besonderen für den Krieg geschaffenen Organisationen und im Verkehr mit dem neutralen Ausland durch die Blockada aussei ordentlich beschränkt, jedoch zeigt die in Immer weiterem Umfang auf die Kriegswirtschaft eingesiellte Industrie trotz der. durch die ausser- gewöhnlichen Verhältnisse herbeigeführten, mannigfachen Erschwernisse des Betriebes günstige Ergebnisse. Diese kamen in steigenden Dividenden der Aktiengesellschalten zum Ausdruck und ermöglichten den Werken zugleich, «ich durch hohe Abschreibungen und umfangreiche Resorvelegungen auf die kostspielige Umstellung in den künftigen Friedonsbetrieb vorzubereiten. Die Erkenntnis dieser günstigen Lage führte zu einer. anhaltenden Steige- rung der industriellen Worte im freien Börsenverkehr unter Beteiligung immer weiterer Kreise, so dass es schliesslich der Regierung geboten erschien, diesen der Kontrolle entrückten Wertpapiorhandel durch die Wiedorauinahma amtlicher Notierungen für Dividondeupapiero in ruhigere Bahnen zu lenken. Seit Anfang Dezember 1017 werden nach mehrjähriger Pause durch die amtlichen Kursmakler wiederum Kurse notiert, und zu gleicher Zeit haben auch die Zu- lassungsstelleu in behördlich festgesetzten Grenzen ihre Tätigkeit wieder aufgenommen. Der Geldmarkt hat an Flüssigkeit noch gewonnen, wie die starke Zunahme der Einlagen bei sämtlichen Geldinstituten zeigt. Der Reichsbankdiskout verblieb während des ganzen Jahres unverändert 5%. Bei dieser günstigen Lage war auch den beiden im Jahre 1017 herausgobraebtou Kriegsanleihen ein außer- ordentlicher Erfolg beschieden; das Ergebnis der sechsten und siebenten Anleihe zusammen belief sich auf nahezu 26 Milliarden Mark, und da die Verhältnisse des Geldmarktes Bich im neuen Jahre nicht geändert haben, so darf auch für die gegenwärtig aufgelegte achte Kriegsanleihe ein großer Erfolg mit ßicherboit erwartet werden. Die von uns vermittelten Zeichnungen auf die sieben Kriegsanleihen belaufen sich auf über 4 Milliarden Mark. Die seit Februar 1917 straffer gehandhabte Devlsenzentralo hat die Spekn- Die während der Niederschrift dieses Berichtes im Kampf gegen dlo westlichen Feinde unter genialer Führung erzielten Erfolge in Verbindung mit den Taten unserer U-Boote berechtigen zu der Hoffnung auf r!non Frieden, welcher nicht nur die Zukunft Deutschlands und der Kolonien militärisch sichern, sondern auch dem deutschen Volke einen erheblichen Teil der durch die Kriegslast fhm zufallenden schweren finanziellen Bürde abnehmen wird. Für die Dresdner Bank gestaltete sich das Jahr 1917 zu einem besonders bedeutungsvollen durch die Verschmelzung mit einer der ältesten und angesehensten rheinischen Banken, der Rheinisch- Westfälischen Disconto-Gcsellschaft in Aachen, sowie mit der Märkischen Bank in Bochum. Durch diesen Zusammenschluß hat die Dresdner Bank eine ganze Reihe neuer Stützpunkte an wichtigen 1'»ätzen des westlichen Industriegebietes gewonnen, und wir können trotz der Kürze der Zeit schon heute feststellen, daß du ich d e Ucbcrnahme eine bedeutende und cewinnvorsprechcndo Ausdehnung unseres Gesamtunternehmens eingetreten ist Zur Durchführung der Verschmelzungen wurde in der außerordentlichen Generalversammlung vom 30. Oktober 1917 die Erhöhung des Aktienkapitals der Dresdner Bank um 60 Millionen Mark— ab I.Januar 1018 an der Dividende teilnehmende— Aktien beschlossen. Den Aktionären der Rheinisch- Westfälischen Disconto-Gesellschaft wurde der Umtausch ihrer Aktien im Verhältnis tob 4 derselben zu 8 Aktien der Diesdner Bank, den Aktionären der Märkischen Bank der Umtausch im Verhältnis von 3 ihrer Aktien zu 2 Aktien der Dresdner Bank augebotan, und die Beschaffung der, unter Berücksichtigung der in unserem eigenen Besitz befindlich gewesenen Stücke für den Umtausch mehr erforderlichen Aktien der Dresdner Bank durch Abmachung mit einem Konsortium geregelt! Aus dem rechnungsmäßigen üeberscbnß de" Verschmelzung ist nach Deckung sämtlicher Unkosten zunächst der Resoivofond» B auf die Höhe von 29 Millionen Mark gebracht worden, wonach die bilanzmäßigen Resorren den Betrag von 80 Millionen Mark erreichen. Der Rest wird nach. Auskehrung von 6 0>o bzw. ö% Dividende an die früheren Aktionäre der Rheln'sch- Westfälischen DBsconto- Gesellschaft und der Märkischen Bank sowie nach Bezahlung der den Direktoren und Beamten der beiden Inst. tute zukommenden Vergütungen zu Abschreibungen auf die übernommenen Aktiven verwendet. Hiemach erscheinen die Erträgnisse und Unkosten der genannten Institute für das Jahr 1917 nicht in unserer vorliegenden Gewinn» und Verlustrechnung; wohl aber sind die übernommenen Aktiven und Passiven in der Jahresbilanz enthalten. Am 1. November 1017 haben wir eine Niederlassung in Posen eröffnet Wir unterhielten am Ende des Jahres 1917 an den auf Seite 4 dieses stücke— war mit M. 2 046 490.93 Hypotheken belastet, deren Ablösung bisher nach den bestehenden Verträgen nicht angängig war. Um nach wiederhergestelltem Frieden die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Rumänien und Deutschland zu fördern, beabsichtigen wir die Eröffnung einer Niederlassung in Bukarest, wofür die Vorbereitungen bereits getroffen sind. üeber die von der englischen Regierung erzwungene Abwicklung der Qe- ichäfto unserer Londoner Niederlassung kamen uns im Laufe des Jahres 1917 nur spärliche Nachrichten zu. Der Saldo bei der Bank von England hat sich n ich den Veröffentlichungen des Zwangsverwalters bis 30. September 1917 auf Pfd. St 640 142 vermindert; andererseits figuriert: die Londoner Niederlassung in unseren Büchern mit einem gegen das Vorjahr nur wenig veränderten Schuldbetrag von M. 19293 498.10. Der Zwangsvcrwaller Ist jetzt dazu über- gegangen, die bei unserer Niederlassung in Verwahrung befindlichen Wertpapiere der Kundschaft auf den öffentlichen Treuhänder zu Übertragen, efne Maßnahme, welche nach den uns aus London gewoi denen Mltteilaugea eine Konfiskation nicht in sich schließaa soll Wir betrachten es als selbstverständlich, daß die demsche Regierung in späteren Friedensverbandlungen mit der englischen Regierung die Herausgabe uieser Papiere und die Schadlos- haltung der deutsch ea Besitzer lür etwaige durch die englischen Zwangsmaßnahmen ihnen zugefügte Verluste ausbedingen wird. Die uns nahestehende Deutsch-Südamerikanische Bank ist wegen der durch Eintritt der Vereinigten Staaten von Nordamerika und Brasilien in den Krieg hervorgerufenen, fast vol ständigen Unterbindung de» Verkehrs nicht in der Lage gewesen, für das Jahr 1916 eine BiJaa', zu veröffentlichen and wird auch für das Jahr 1917 vorläufig dazu nicht imstande sein. Die Niederlassung in Rio da Janeiro ist nach den um gewordenen Mitteilungen unter Aufsicnt gestellt In Buenos Aires waren die Geacnäftsinöglichkeitea geringer Der Betrieb der Niederlassung in Mexiko hat auch während das größten Teiles dieses Jahres nahezu gänzlich geruht weil die verwickelte politische und Wirtschaft liehe Lage dort fast jede gescnäftliche Tätigkeit unmöglich machte. Erst gegen Schluß dos Jahres 1917 sind uns Mitteilungen zugekommen, welche auf eiu allmählicnes Wiedererwachen des goschäftlicnen Lebens hindeuten. Die soiteus der Bank in den Jahren 1916 und 1917 erzielten üeborschüsse werden zur Kräftigung der inneren Lage dos Instituts wesentlich beitragen. Auch die Deutsche Onentbank hat aus den schon früher angeführten Gründen weiterhin Bilanzaufschub erhalten. Das Geschäft der Bank in Berlin, Hamburg und der Türkei hat sich befriedigend entwickelt, ao daß das Institut in der Lage ist, seine schon vorhandenen ei heblichen Reserven noch weiter zu verstärken. Der Abschluß der Dresdner Bank für das Jahr 1917 gestattet, nachdem vorweg starke Abschreibungen vorgenommen sind, die Verteilung einer Dividende voo wiederum 8'/,%. Die erzielten Gewinne betragen: anf Sorten- und Ziusscheln-Kooto. , Zinsen- und Wechsel-Konto.. > Pro visions- Konto Konto Dauernde Boteillgungea 1917 gegen 191ß . M. 634 055.20 M. 827 635.70 .. 03059 153.a5, 32 943 391.70 .. 17 725 208.70, 14 025 183.80 , äxmii« uaueruuo i>öW3i»»gungöB,•• a 694 072.50, 899 625,20 Der Gesamtumsatz der Dresdner Bank(ohne Rheinisch-Westfäliscne Die- conto-GeseJIscoaft A. G. und Märkische Bank) auf einer SQite des Hauptbuches belief sich auf Mark U5 849 369 688.3 J(gegen Mark 86 766128 024.33 in 1916); die Zahl der bei der Bank gefühlten Konten betrug 313105(gegen 248 723 in 1916). Den wesentlichen Mehrgewinnen steht allerdings eine erhebliche Steigerung der Unkosten gegenüber. Es belaufen sien die Steuern, Gehälter und anderen Unkosten im Jahre 1917 auf Mark 21 005949.80(gegenüber Mark 18 732 975.20 im Jahre 1916). Die anhaltende ganz aussergewöhruiche Teuerung hat uns veranlasst, ab 1. Oktober 1917 eine allgemeine Erhöhung der Gehälter unserer Angestellten, soweit dieselben den Betrag von Mark 10 000.— für das Jahr nicht überschreiten, eintreten zu lassen. Ausserdem haben wir der schwierig m Lage unserer Beamtenschaft wiederum durch Gewährung von Teuerungszulagen Rechnung getragen. Diese Teuerungszulagen sowie die unsern im Felde stehenden Angestellten bezw. deren Familien zugewendeten Qehaitsquoten und Gratifikationen ferner die Kriegsbeihilfen und Aufwendungen für mildtätige Stiftungen be liefen sich im Berichtsjahr auf rund Mark 5 82600J gegen Mark 4 238000 im Vorjahre. Daneben hat die zum Nutzen unserer Gross-Borllner Beastenschaft eingorichtoto Kantine, in der Verpflegung zu weit billigeren als den heutigen Verhältnissen entsprechenden Preisen geboten wird, sehr erhobllcho Zuschüsse erfordert. Um die steigenden Unkosten efnlgennassen anszngd eichen, hat die nach langwierigen Vernandlungon zustande gekommen» Gemeinschaft fast aller bedeutenden Banken und Bankiers Deutschlands e:ne m&ssige allgemeine Erhöhung der(ieDührensätzo ooschlossen, welche am L Dezember 1917 in Kraft getreten ist. Die Zahl unserer Beamten belief sich am Jahreaachluss auf 7679. Infolge neuerlicher Einziehnngeu zum Militärdienst, von denen wiederum gerade eine Anzahl eingearbeiteter, durch Hilfspersonal nur schwer zu ersetzender Au- festeiltcr betroffen wurde, war die Abwicklung der Geschäfte ausserordentlich ehindert, und der Verkehr mit der Kundschaft hätte kaum ohne grössere Störungen aufrocht erhalten weiden können, wenn nicht die uns verbliebene Beamtenschaft in angestrengter Tätigkeit die Durchführung eines regelmässigen Betriebes gesichert hätte. Dafür an dieser Stelle unseren Dank auszusprechen, ist uns ein Bedürfnis. Zugleich gedenken wir bewerten Herzeos der rahlrejchen Lücken die der Krieg neuerdings in unsere Beamtenschaft gerissen hat. Wir veröffentlichen auf der 3. Seile dieses Berichtes die Namen der Tapferen, welche in treuer Pflichterfüllung ihr Loben dem Vaterlands hingegeben haben; ihnen allen bleibt ein ehrendes Andenken gesichert üober einzelne Bilanzposten Ist folgendos zur Erläuterung«i bemerken; 1. Wertpapiere and dauernde Beteillgangen« Die eigenen Wertpapiere bestanden am 31. Dezember 1917 ans: a) Anleihen lind verzinslichen Schatzanweisungen des Reichs und der Bundesstaaten... M. 47 382 689,65 b) sonstigen bei der Reichsbank und andern Zen- tralnotenbanken beleihbaren Wertpapieren.„ 7020 530 80 ch sonstigen börsengängigen Wertpapieren..., 20 206 671,70 d) sonstigen Wertpapieren...........- 6 662 237,— M. 81 177 929,16 In dieser Summe befinden sich Insgesamt ca. M. 62 900000.— festverzinsliche Werte. Dauernde Beteiligungen bei anderen Banken..... M. 63 701 325,06 Die wesentliche Erhöhung dieses Postens erklärt alch durch die U«b«r- nahme der dauernden Beteiligungen der früheren Rheinisch- Westfälischen Dis- conto-Goseilschaft, deren Erträgnis, worauf wir nochmals hinweisen, in der vorliegenden Gewinn- und Verlustrechnung noch nicht enthalten ist. 2. KoQSortlalbeteiiignnga-Ko&to. Wir befesUIgten uns u. a. an folgenden Geschäften: Neue Aktien der Actieu- Gesellschaft für Aaffln- Fabrikation, Bcrihi- Troptow, Aktien der Aktiengesellschaft für chemische Produkte vormals IL Bcboidemandel, Berlin, Neu» Aktien der Allgemeinen Elektricitäts-Gesollschaft. Aktien des Bayerischen Lloyd Bchiffahrts- Aktiengesellschaft, Regensburg, Neue Aktien der Bismarckhütte in Bismarckhjltte, Nene Aktien der Bremen-Besigheimer OelfabiiVen, Bremen, Neue Aktien der Ohemischen Fabrik von Heyden, Aktiengesellschaft, Radebeul,_ Nene Aktien der Deutschen Kabelwerke Aktiengesellschaft, Berlin- Lichtenberg,. ,, t. Nene Aktien der Deutschen Last-Automobilfabrik Aktiengesellschaft, Kätingen, Aktien der Donau-Maln-Rholn-Schlffahrts-Aktfengesellschaft Nürnberg, Neue Aktien der Elektricitätsaktiengesellschaft vorm. Hermann Pöge, Chemnitz,, � � Neue Aktien der Excelsior-Fahrrad- Werke. Gebr. Conrad& Patz Aktiengesellschaft, Brandenburg a. d. IL, Nene Aktien der Grossen Leipziger Strassenbaha, Nene Aktien der Kattowitzor Actien-Geseilschaft für Bergbau und Eisen- hüttenbetrieb(Einführung), Neue Aktien der König Friedrich August- Hütte. Dresden Nene Aktien der König Friedrich Angnst-Münlenwerk-' AkUetigeeeB schafr, Dölzschen-Dresden, Aktien der Lingner-Werke Aktiengesellscüaft, Dresdeu, Nene Aktien der Mitropa. Mitteleuropäische Schlafwagen- und Speise- wagen-Aktien-öesellschaft, Berlin. Neue Aktien der Mühienbaaanstalt und Maschinenfabrik vorm Gebrüder Seck. Dresden. Neu» Aktien der Manitionsmatenai- und Meiaii werke(liDdrichs-Aaffer- mann Aktiengesellschaft, Beyenburg- Wupper. Jene Aktien der Nürnberger Metall- und Lackierwarenfabrik vorm. Gebrüder Bing. Aktiengesellschaft, Neu Aktien der Purtland- Cemmt- Fabrik Karlstadt am Main vorm Ludwig Roth. Aktiengesellschaft Neue Aktien der J. E. Reinecker Aktiengesellschaft, OhemnUx. Neue Aktien der Rheinischen Stahlwerke Duisburg-Meiderich. Neue Aktien der L. A. Riedinger Maschinen- und Broncewaren-.Fabni Aktiengesellschaft, Augsburg. Nene Aktien der SächMscUeu Mascnineniabna vorm. Rieh. Uartmann Aktiengesellschaft, Chemnitz, Nene Aktien der Sächsischen Gußstahl(aDrik. Döhlen oei Dresden Neue Aktien der Sächsischen Waggon'abiik Werdau AktiengeseHachaft Neue Aktien der Schlesischen Aktiengesellschaft füi Poitland-Üemenl- Fabrikation, Oroschowitz b�i Oppeln Nene Aktien der Versicherungs-Gtse.lscnaft Hambuig Hamburg Von den vorstehend erwähnton Geschäften Ist der größte Teil im laufen- den Jahre abgewickelt Von Geschäften ans früheren Jahren nennen wir als abgewickelt die Beteiligungen von: Aktien der Akttaagesellscnaft Lauchhatniner, Aktien der Ohemischen Fabrik Milch Aktion- Gesellschaft, Aktien der Lehigh Coke Company, Vorzugsaktien der Neckar werke Aktiengesellschaft, Aktien der Preußischen Pfandbrief Bank, Aktien der Rosltaor Braunkohlenwerke Aktiengesellschaft. fnser Konsortialbeteiligungs-Konto zeigt folgende Zusammensetzung: L Sieben Beteiligungen an festverzinslichen Werten. M. 12058 243 89 2. Dreizehn Beteiligungen an Eisenbahn- und Strossenhahn- Unternehmungen....... 9090 120,65 3. Elf Beteiligungen au Bankaktien......„ 2621936 20 4. Zwei Beteiligungen an Versicnerungs-Gesellschaften„ 342 050,— 5. Vi ernn dz wanzig Beteiligungen an Terrains und Terrain-Gesellschaften........... 7 107 961,40 8. Sieben Beteiligungen an überseeifechenünternehmoug., 733 011,-— 7. Acht Beteiligungen an elektrischen und Kabel- U'iternehmangen............ 2765 772.90 8. Püalzena Beteiligungen an Bergwerks- und Hütten- Unternehmungen.........„ 10216 147,15 2. Zweinnddrelßig Beteiligungen an anderweitigen Unternehmungen...........-, 10068 711,10 M. 64973959,— Die sehr erheblichen Gewinne anf KongprtialbetelHgnngen und Effekten sind vorweg zu Abschreibungen benutzt worden. 3. Fonslons-Fondk-Sonto. Das Guthaben des im Jahre 1859 begründeten Penslousfondi betrug am 81. Dezember 1916............. IL A OVO 000— hierzu kamen Zinsen im Jahre 1917........... 239 340,40 Rückvergütungen des Beamienversichemnßsvereins und Zuführung des Pensionsfonds der früheren Märkischen Bank..................._ 43 865,60 M. 5 283 206- hiervon ab gewahrte Pensionen..•••••••••.. 33(:59<385 M. 4 946 609,05 durch(He von uns beantragte Zuweisung von••••.., 1 043 30(V-:5 wird er die Höhe von............... M.. üüCüüOü,— erreichen. Wir haben eine vermehrte Zuwendung zu diesem Fonds für notwendig gehalten, da durch den Hinzutritt der Beamtenschatt der früheren Rheinisch- Westfälischen Disconto-Gesellschaft und Märkischen Bank, von welchen erstere über einen Pensionsfonds nicht verfügte, und durch Neueinstellungen von Beamten die Zahl unserer Angestellten sich nicht unerheblich vermehrt bat. Die von uns an den Beamtenversicherungsvarein des Deutsphen Bank- und Bankiergeworbes im Jahre 1917 gezahlten Prämien beliefen sich auf ca. M. 537 000.—. In Ueberelnstimmung mit dem Auf sichte rate beantragen wir, den als üeberschusa der Aktiva über die Passiva sich ergebenden Reingewinn von..................... M.86127 407.40 wie folgt zu verwenden: Abschreibung an! Bankgebäude.. iL 1 000 000.— ,, Mobilien-Konto.. w 496 423 85 Zuweisung zum P«usionsfouda.., 1053 390 86 Rückstellung für die Tdlonst»*uer..„ 200 000.— Abschreibung auf Konto- Korrent- Konto........... 6500000.- Zuwendung an verschiedene Kriegs- wohltätigkeils-Stiftunüen....» 800 000.— 4«lo Dividende au' M. 20)000000.-.» 80000X1-» 17019814 20 AL U 077 C93J2Ü Batzungsmässiger Gewinnanteil an den Aufaichtsrai....... M. 1299063,— Vertragsmässiije Gewinnanteile an die Direktoren, eleiUei tretenden Direktoren und Direktoren der Filialen soaie an die Ortsaus- schösse— insgesamt 108 Herren„ 4212 934.— Gratifikationen an die Beamten,.. 41(XIX0.— 4V* Vo weitere Dividende auf 2000.00CO.-. 9 000 000.— Vortrag- 465 r>9fi 20 M. 19 077 503 20 Berlin, im April 1918 Der Iforsfand. £. Gutmann, Xath an. JUdcll. Herbert M. Gntmann. iliUina. Hlcemaun, J.F.Aßmann Buttergroßhandlung 42 Detailgeschäfte in Berlin und Vororte Zerrissene Strümpfe tncibcn ganz gemacht(ftufeunb Waden), Seit 1. März 19)8 ganz neueS Verfahren, übertrifft alles Dagewesene, Auch sür Halbschuhe� Keine Flickerei oder störende Nähte, beomlm a Bp 60 E Fertigstellung 3 �age, Kunde mug«trumusnialetia! liesern, Palentamtlich geschützt, Nachahmung slrasbar. Lizenzen und Annahmestellen werden vergeben. F. Pick, "I. Strumpfreparal.-Fabrik 'Berlin,«teyerdeerstr. 0. Tel. Alex 2183.' 'ZeM-Xrtit an jedermann. s Kleinste Anzahlung., :: Größte Rücksicht.!i Bequemste Abzahlung. Reichhaltiges Lager in ganzen Einrichtungen und einzelnen Sliicken. Große Auswahl farbiger Köchen. M. Landwehr j Müllerstraße 7, 1(Weddingplafz) Blaue Schilder bcacliten. Sormtags 12—2 aeottnet Mir(üollbuh BERHX N, 5S s. 57 Brunnenstraße 5S u, 57 Frähj|ihrs- und Sommer- Neuheiten! Prstels kiMi Mar siüisls Mswaiil. 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Die jcnt neu bei- tretenden Mitglieder sind bc- rcchtigt. schon an der ersten Verteilung von Frühgemüso tcilzuncbmcn.— Aufnahme neuer Mitglieder siiidcl statt iintiadciiPelersburgcrftr.�g: Montags. Mittwochs, Freitags g— 12 und 4—7, außerdem Sonntags IX— 1. Ferner im Laden Kopenbagenerstr. 4: Dienstags, Donnerstags, Sonn. abends 9- 12 u. 4—7 und Sonn- tags b— 10. Ferner täglich im Bcrwaltungsburean: Burg». strafte 27 ILI, Zimmer 76 (gegenüber Zirlus Busch). Werk. tag» IS— 7, Sonntags 10—».• Adpieine Ortskrankenkasse Berlin-Uchtenberg. Bekanntmachu« g. 3. Nachtrag zur Kaffensayung vom 1./8. November tUl3. (Aus Grund der BundeSratSverordnung vom— Bekanntmachung betreffend Krantcnverstchcrung und Wochenbilfe während des Krieges, NcichSgcsctzbiatl ISN Nr, 210 Seite 1085 ff,) Beschloffeu in der Sitzung des Kassenausschusses am 22.12. 1918. § 19- Die baren Leistungen der Kasse werden nach einem Grund- lohn bemessen. Als solcher gilt der nach der verschiedenen Lobnböhe stufenweise festgesetzte durchschnililichc TageSciitzell der Kassenmitgiieder bis 10 Mar! sllr den Arbeitstag, Zur Fest- setzung des Grundlohnes werden die Kassenmitglicdcr in elf Stufen eingeteilt: 1. In Siuse a gebären alle ohne Entgelt bcschästioten Lcbrlingc 2.»»I gehören Kassenmitglicdcr mit einem Entgelt bis 1 M, für den Arbeitstag. 8-.» n gehören Kassenmitgiieder mit einem täglichen Entgelt von%. 1,01—2,00. 4.,, III gehören Kassenmitgiieder mit einem täglichen Entgelt von M. 2,01—3,00. 5.,, IV gehören Kassen miholieder mit einem täglichen Entgell von M. 3,01—4,00. 6.., y gehören Kassenmitgiieder mit ewrm täglichen Entgell von M. 4,01—5,00. 7.». VI gehören Kassenmitglicdcr mit einem täglichen Entgelt von M. 5,0!—(5,00. 8... VII gehören Kassenmitgiieder mit einem täglichen Entgelt von M. 6,01—7,00. 9.,, vill gehören Kassenmitgiieder mit einem täglichen Entgelt von M. 7,01—8,00. . IX gehören Kassenmilglieder mit einem täglichen Entgelt von ist!. 8,01—9,00. , X gehören Kassenmitgiieder mit einem täglichen Entgelt von mehr als 9,00 M, Hiernach wird der Grundlohn bis aus weilcreS festgesetzt: für die Stufe a aus... 0,80 Mark "** N" 2.— n m« HI-»»» 3,-# ... IV.... 4.-. ... V.... 5.-. »..} 1«--- E—. ... VII.... 7.— .-. vii r.... s,-. „, m IX.... 9._ l'" X'.'.'.' 10�— I Jedes Kasscnmitglicd wird aus Grund seiner Anmeldung nach dem darin angegebenen Arbeitsverdienst durch den Ziassen- vorstand einer Lohnstiisc zugeteilt. Bei der Einschätzung in die Lehnstufen wird zur Feststellung des täglichen Arbeitsverdienstes für Personen, die Sonntags nicht arbeiten, der Wochenlohn durch 6, der MonalSentgeit durch 25 geteilt. Bei Kassen- Mitgliedern, die an alle» Wochentagen und Sonntags ver- sichcrungSpffichtig tätig find, wird der Wochenlohn durch 7, der Monatseutgelt durch 30 geteilt, tz 20'Absatz 1 Sic. 2 enthält folgende Fassung: Kranlengcld in Höhe dcS halben Grundlohns für jeden Arbeitstag und alle Sonn- und Feiertage, wenn die Krankheit deir Versicherten arbeitsunfähig macht: es wird vom vierten KrantheitSIage, wenn aber die SlrbeitSuiifähiglcit erst später ein- tritt, vom Tage ihres EinirittS an gewährt. Das Krankengeld beträgt: 10. 11. � Absah 1 erhält folgende Fassung: Die Kassenbeiträgc werdcnoaus siins Hundertsiel deS im Z 19 festgejetzleii� Grundlohns bemessen und je für eine Woche bc- rechnet. Sic betragen für Versicherte: a) welche sonntags nicht znrTiciisileistung verpflichtet sind: in Stufe a...... 0,18 Mark I...... 0.30. .. II.....'• 0,60. .. III...... 0 90, .. IV...... 1,20. .. V...... 1,50. VI...... 1,80„ . I VII...... 2,10 v .. VIII...... 2,40, .. IX...... 2,70. .. X...... 3—. b) welche mich Sonntags zur Dienstleistung verpflichte! sind: in Stufe a...... 0,21 Mark 1...... 0,35. .. II...... 0,70, .. HI...... 1.05. ..,1V...... 1,40. ' V....... 1,75. ,. VI...... 2,10. ., VII...... 2,45, ,. VIII...... 2,80. ;: IX...... 3,15, ....... 3,oO. Für diejenigen versscherien, welche rege! immig nicht an jedem Wcrkiagc arbeiten, weiden Vcilräge Nur jür die 4.agc erhoben, an welchen sie Arbeit leisten, � Die iäglichcn Vciliägc bciragcn in diesen fallen: in Siuse....... 0,03 Mark 1 II III IV V VI VII VIII IX X 0,05 0,10 0,15 0,20 0,25 0,30 0,35 0,40 0,45 0,50 8u§ 20. 89 wird folgender Schlussachatz angegNedert: Für die Dauer der Gellung des Gesetzes vom 4, August 1914 sR G BI S, 327) erbaiien die arbciisunlähigen Mitglieder der Stuicn 1 bis l V einen läglichen Teiicrungszufchlag zum itrankcn- aelde vom 1 Tage des KranlcngcldbczugcS an. Derselbe bc- trägt für jeden Tag dcS Kranlengetdbczl-gcs für Stufe I und II 25 Ps, für Siuse III und I> 20 Pf. Der Zuschlag wird auch Schwangeren und Wöchnerinnen gezahlii dagegen haben w Krankenhäusern oder Heilanstalten bestiidiiche Mitglieder keinen Anspruch aus diese Zuschläge. Vorstehende Aenderungen treten mit dem Tage der Ver- öffcntiichung in Kiast. Bcrtin-Lichtcnbcrg, den 22, Februar 1918. Der Kassciivorftand de» Nklgrmeiirr« Ortskronleukasse Verliu-Lichtenberg. Max Liedlosf, 2. Vorfitzmder. <0, Budde, Schrrstsührer. ISMA MiWMlel'verSM. Verwaltungsstelic Beritn. lv LT, Liuienstraste KZ— 85 Ge'chästszeil von 9—1 Uhr und von 4—7 Uhr, Telephon: Amt Sivrdcn 185, 1239, 1987, 9714. KweHfl, den 15. Spril 1918, abends 8 Uhr, Im Bemerk. tchastShauS,(Siigclufcr 15: Eranclieii-�ersaminluiig der Metallformer. Tagesordnung, I, Bortrag iCollr:e» SS. Sirrin o über, Dte Metall- tndnslric tu vor ttcbergangSwirkschaft. 2 Verbands- und Vraiichcuatt!, ei. gen reiten. Zahlreiches und pünttliches Erscheinen erwartet >10�13 Die Orcr»val»u«g. drtZvei",!2ffllng!�etl>n, SSi™** �UUNK: Dienstag, den 18.'April, abends 8 Uhr, im„öcvrei'k- scltaftshaas", Engelufer 15, San! 1: Brancheuvevsammlttttg Tagesordnung: 1. Bericht der Vertrauensleute über die Gtuführnug dcc neuen Rrichstarifs. 2. Nrgelung der Nicrpretse für Gross- Berlin. 3. Verschiedenes. 157/3 Die Versammlung wird pünklitch um 6 Uhr eröffuet, Wir ersuchen daher um vollzähliges und rechtzeitiges Er- chewcu der Mitglieder. Tie Bra» chcnlcitiiug. Genehmigt. Charlottcnburg, den 11. April 1918. Königliches ObcrvcrstchcinngSamt Gross-Bcrlin. (L. 8.)». Gvsltvwöti. 266/12 Vom ,'KAÜleMrdUch geprü ft und genehmigt unftr M;miaei-Ä535 .WÄGE' und restlos Icslich-blaike gssefzllch geschöiE •' Verfahren zetnlXkliangcm. zumWäsch�n zum Scheuern Eum Reinigen fürsinitVcDeT�eg�rUss�ler.Ce�&�chißa�der�tungshdjririeluraamb' licbeßdriebe JedcurÄji;fCirH�,\�bd£räen,f�r jeden Hiudvit zum W&oben«rMSstf* fordern Sie aus fShrlichen Prospekt Nr. 6 Kleinvakdujspreis iKiio I.OZ Mirk.Wkderv jitäuJer und Vertreter oesueht öwßabnehrütrjjnJerpreisc PwbeKib-Duse 1,25 M ge�in V2: Einsendung oa.lfäcbn Chemische Fabrik Schi i Isky Gmb.H BerhnSK'M Lindt-nstmx 71-72. niejor. Motitspl 3S0S•TikfremaiadteiusKaßsI�IÜ. DamaziBcnaeslm-Binds! Bester Vorbarsd für 131L' Flechten, Erampfadepn, Salznuß andere Völlig sctiineraloB olmo llerufsstOrnng, Eichncr. Neukölln, Berliner Straße 73. 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Llvi il NN« in Straft Die Wesen!» lichslen Aenderungen sind Der Grundlobn wird von 6 aus 10 M. erhöbt. Die gegeti Entgelt beichästigien Mitglieder werden in 10 Sinsen cingetcitt. Die Beiträge bettagrn 5 Proz. und werden iür Versicherte, die 6 Tage in der Woche arbeiten, sür 6. und ssir solche, dü an allen Wochentagen uns Sonn- tags beschüttigt sind, sür 7 Tage wöchentlich berechne! DaS Krankengeld beträgt sür die Stufe 1 0.50 M., sür Stufe 2 1 sür Swie 3 1,50 M.. iür Stufe 4 2 W., sür Stuf: 5 2,50 M.. für Stufe 6 8 M., sür Sinsc 7 3.50 M., sür Siuse 8 4 M.. sür Siuse 9 4,50 M., sür Siuse 10 5 M. für jeden KrankhcitStag. Hausgeld, Wochengeld sowie Sterbegeld erhöhl sich cnt- sprechend dem Krankengelde. HauSkraute Miiglicder der Stufe 1 und 2 erhalten einen Tcuc- rungszufchiag von 25 Ps., der Stufe 3 und 4 einen solchen von 20 Ps. vom ersten Tage des KrankengeldbczugeS ab. Der Zuschlag wird auch Wöchnerinnen der chcuanntcn Stufen gezahlt Als Fanulienbllfe gewährt die Kasse Sicrbcgrid beim Tode eines Ehegatten oder eines KindeS unter 15 Jahren. DaS Sterbegeld wird lür den Ehe- galten auf die Hälfte, für ein Kind bis zu 4 Jahren anf ein Achtel, darüber auf ein Viertel des im§ 33 seflgefehten Mit- silicderstcrbegcldeS bemessen. D:n AuSfchusiniitglicdcrn wind für jede wahrgenommene AuSfchuss- sitzung 3 W. Entschädigung gezahlt. 266/11 Dtuckeremplarc dcS dritten AachlrageS werden im Kassen. lokal, Jahnstr. 82. ausgegeben. Der Vorstand. II. Kniatx, 1. Vorsitzender. ' ims WkS ZOleMWer! Werke allererster Fachleute mit vielen Abbildungen. Der Metallarbeiter M. 8,60. Der Schlosser �M. 17,20.'Der Kl'.:::!- schiosser M. 12.—. Der GaSschiosser M. 7,—. Meiallschleiicn. -vciiercn,-°ärbcn M. 6,60. Legier- und Lötkunst M. 10,—. Die Mctavgiesserei M. 18.—. Die Metalldreherer M. 12,60. Die Formerei M. 10.—. Der Galvanotechnikcr M. 8,6tt. Der Fahr- radreparaicur M. 6.—. 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Das VersichcrungSaml(Est- IchlussauSschusss Hai ans Anirag des KassennorstandeS genehmigt, dag das Kranken,»ntz Hausgeld auch jür die Sonniage und scrrrrr ein Daschengrld an di'A Krankenhanse besin licherr Kassenmitgiieder, für u'kld>c fein Hausgeld zu zahl::, ist, gcivähri ivird. Dnmil Irin § 20 Abi. 1 Nr. 2 und§ 22 der Krsscnfatzimg wieder in Kraft, und zwar vom 1. April 1918 ab. 266/9 Ehariollcnburg, 12.NpriI 1918. Der Kassrnvorstand. 8vSTwls?M "liir med. Uahmann küpg össchlacbtzt-esnkheitvn,(1 Haut-, Harn-, FrauGttleider,. g nervös. Schwäche, Bein kranke Behandlung schnell, sicher u. schmerzlos ohne Berufsstörung in Dr. Uomeyer«.V tloi konz.Labor. f.Blntunters, Fiiden im Harn osw. Frieilriclistr.ßl�Äi KöHigstp.SßlSte�rr Spr, 10-1 u. 5-8, Sonnt. 10-1.| [| lloRornr mäßig, a. Teilzahl. [i Scfiaratcs Damenzlmtner. Abeffinicr, Ersatzteile und Zubehör. 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Moderne Tanz- knrse.___ 177K* Schwedisch. Dänisch, Englisch unterrichtet, übersetz! Sprach- lehrer Petersen, Schillerstr. 8 30o©©a®®o®©©®4 313,28 M. für Krankenunlerstützung hervor. An die Hauptkasie sind im 4. Ouarial 3ö1 8ö2,8ö M. abgeführt. Die Lokalkaiie weist inkl. des Kassciibestar.VeZ eine Einnahme von 2 293 390,76 M. aus. Der 5iassenbestand der Lokalkasie am 31. Dezember 1817 betrug 2166 761,61 SOI. Die verhällnismästig hohe Summe, die für Krankenunterslützung ausgegeben wurde, beweist, was feil mehreren Quartalen schon be- obachlel werden konnte, nämliib eine Steigerung der Krankenziffer, besonders unter den Frauen. Es i't das eine Erscheinung, die sikb übrigens in allen Krankenkassen Berlins bemerkbar macht. Zurückzuführen ist das zweifellos daraus, das; einmal die gegcnwärligcn Ernährinigsverhältnisse den Arbeiter weniger widerstandstähig machen i bei Frauen lrägt die lieber- anstrengung hervorgerufen durch die fast vollständige Austerachtlassung der Schutzbesliininungen wesenllich zur Erhöhung der Krankcnzisier bei. Die Berwalluug hat bereiiS des vfleren die Behörden darauf aufmerksam gemacht, das; diese Autzcrachrlasiung böse Folgen nach sich ziehen wird, ohne indessen ireiinensiverre Beachtung mit ihren Warnungen aeiuiiden zu haben. Vielleicht wird das rapide Steigen der Krankenziffer die in Betracht toinniendeu Behörden jetzt zu der Einsicht belehren, dost hier Wandel geschaffen werden muß. Nach dem Kasieubcrichl verhau velte die Gerieralveriammlung einen Antrag der Ortsvcrlvallung, wonach der Lokalbeilrag in der ersten Klasse um 30 Pf,, in der zweiten Klasse um 20 Pf., in der drillen Klasse um ö Pi. pro Woche erhöht werden soll. Dafür wird die Erwerbslo' enimier slntzmia für Arbeitslose in folgender Weise erhöht: Für Arbeitslose der 1. Klasse— 1,20 M. Beitrag—(80 Pf.) bei einer Mitgliedschaft von 52— 1ö6 Wochen 13 M.( 8 M.) Für Mitglieder der 2. Klasse— 80 Pf. Beitrag—(00 Pf.) neu bei einer Mitgliedschaft von 52— 156 Wochen.. 8,50 M. .... 156-260... 9,-. . 260-364... 10.—. „»», 364— 468,.. 10,50„ .... 468— 572... 11-„ über 572,.. 12,—„ Für Mitglieder der 3, Klasse— 50 Pf. Beitrag—(33 Pf.) ..........- M.(4,30 M.) 1 66— 260 260—864 364—468 468—572 über über Des weiteren wird der önliche Zuschuß zur Gcmajjrcgcltcnuntcrstützmig solgenderiuaßeu erhöht i streik- und 1. Für Mitglieder der 1. Klasse bei einer Mitgliedschaft von über 1,20 M. Beitrag—(90 Pf.) 6 Wochen 9 M.'< 8 M.) ..... �. 12,(12 ,) ..... 26. 18.<16.) ..... 104, 19„(17„) ..... 156. 20.(18.) 203, 21.(19..) 2. Für Mitglieder der 2, Klasse— 80 Pf. Beitrag— (60 Ps.) neu bei einer Mitgliedschaft von über 6 Wochen... 8 M. ...... 13,... 10„ .,...26.... 13„ . 101-»... 14, .» ff» 156 ff••• 1 3 ff ,,,,. 208,... 16. 3. Für Mitglieder der 3. Klasse— 50 Pf. Beitrag—(33 Pf.) 6 M.(3 M.) 4. Mitglieder, welche länger als 26 Wochen dem Verband an- gehören, erhalten außerdem für jedes ihrer Fürsorge unterstehende Kind 2 M. pro Woche<1 M.). Außerdem lagen noch folgende Aniräge auf Abänderungen des OrtSstatiitS vor: 3. Mitglieder, welche dem Verband noch nicht sechs Wochen an» gehören, sowie Uiiorgaiiisierle erhalten keine Iknterslützung. Bisher hatle die Ziffer 3 folgende Fassung: Milglieder, welche dem Berband noch uichl sechs Wochen angehören, soivie Niiorgaui- sierte können nur auf besonderen Beschluß der Ortsverwatlung Unterssütziing erhallen. IV. Bei allen Sireiks und Maßregelungen, welche in weniger als drei(zwei) Tagen ihre Erledigung gefunden haben, wird scilcns des Verbandes keine Unterstützung gezahlt. V. Die erhöhten Beiträge irclen 6 Wochen nach der Urab» stimmiliig in Kraft. Die Erhöhung der Unlerstützung 13 Wochen nach Jiikrafltreieu der erhöhten Beilräge. Nach kurzer Begründung durch Cohen wurden diese Anträge der OriSverwaUung gegen wenige Stimmen angenommen. Gemäß einer Bestimmung des Ortsstaiiils muß nun über diesen Antrag eine U r a b st i in in u n g stattfinden, deren Termin von der Orts» Verwaltung festzusetzen ist. Um allen Mitgliedern Gelegenheit zu geben, an dieser Urab-- stimm iing teilzunehmen, wird dieselbe an einem Sonnabend abend und Sonntag vorgenommen weiden. Der letzte Punkt der Tagecordnung, DiSkuision über den Vor» rrag betreffend Uebergangswirlichafl, der in der vorausgegangenen Generalversammlung gehalten wurde, ist dadurch erledigt worden, daß sich niemand zur Diskussion meldele. Damit war die Tagesordnung der Generalversammlung er- schöpft.__ Eingegangene Druckschriften. Das große Tier oder Tie Soiiiiwend-Roise von Benedig. Eine Alt-Wiencr Brautsahrt im Vicrsvänncr nach dein Lande der Gold- orangen, erzählt von Dclmut Guhn(Akoyn).— Belag Sobtiz, Aküncheli. Pnn-Amerika. Entwicklung, Uiiisang und Bedeutung der zimsche»- staatlichen Organisation in Amcrita(>810— ISIV). Von Dr. Alsred O. Fried 2310. S. Broich. 9 M., geb. 11 M.— Verlag Art. Iniiitllt Orcll Fiigli. Die AiilitörvcrsorguirgSgesetze. erläutert von Paul Paul Pojencr. 7 M.— Carl Heymanns Vertag, BcrUn. SOirzirrsi'- prsisilsks Roflenlrel BERLIT�I C Span datier Str. 16 SamenKleiömig Gegründet 1815 BERLIN C Komgstr. 11-14 Nr. 60. Bluse aus bedrucktem Schleierstoft, wie q A(CA Abbildung... �4.31? Nr. 150. Blufe aus vorzüglich. best Schleierstoff, or\ rifv wie Abbildung. J Domen'�ßüte in großer �usWahl! B1 aus weißem OQ SA USC Waschtrepp..—'--.ä/vy T)1 aus weick. Seide, Ar f\f\ i3iu.SC hell oder dunkel 40.vyU T-) 1 aus alpakaaitig. JVOCJC Stoff, mit Falten-7Q aa und Gürtel...... Jtl.UU T> 1 a. weiß. 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Verband der Sattler und Pcrtcfeuiiler. örtsvcnraltang Berlin. ?!!S OpscS des Weltkrieges j ' i erstorben ort denssolgen ihrer| | Verwundung, die Kollegen lZüZtLV 8tSl18lZllvS, > im Alter von 40 Jahren. kiieit Geilllor. i im Zlltcr von 30 Jahren. 1 Ehre ihrem Andenken.'! 157/2 Die Orlsvenvalliing.» Dcutfcber Cransportarbeitervcrband. BczirkSvcrwalt. Groh-Berlin Den Mitgliedern zur Nach- richl, dah unser Kolleg-, der Strahenbahnschafsncr WiM® Hiidebrandt von der ffirma Gr. B. Str. a.ln 10.?lpril im Alter von 62 Jahren verstorben ist. Tic Beerdigung findet am Montag, den 15. April. nachmittags 5 Uhr. von der Leichenhalle des Gemeinde- Friedhofes in Ncinickcndors, � Humboldtstraßc, aus statt. BiaclKi-ntk«. Ferner starb imserKollcgc, z der Industriearbeiter fn«k!s!� kaleilZN I ain 6. AprU im Mter von 1 26 Jahren. Ferner starb unser Kollege,\ der Hausdiener Otto ßiese von der Firma LcbenS-Ver- sicher.- Gesclisch. Friedrich- Wilhelm. Bcbrcnstrasje, am 8. April im Alter von 5? Jahren. 61/5 Ferner starb rmser Kollege, der Droschlensührcr 0!is!8iis.i MM am 31. März im Zllter von 70 Jahren. Ehre ihrem Andenken k via Usrirlcs vsrvattuog ' r-. FyTzgyjy ,5? 9(14 Opscr des Weltkrieges siel am 19. März mein lieber. guter, zweiter Sohn, mein lieber Bruder, Schwager, „ Neffe und Onkel, mein un- vergeblicher Bräutigam, bei Artillerist Heniiann KorneF im 38. Lebensjahre. Dies zeigen im Namen aller Hinterbliebenen tief- betrübt an 190A seine untröstliche Mutter Ww. Anna Körner, Familie Karl Koch n.Frau Frieda geb. Körner, seine geliebte BrautPaula Hänsch, Familie Lobctzki, Familie Schwefel, Erwin Hänsch. Ob stumm und kaii, er lebet doch, Den man ins kühle Grab gesenkt. So lang aus dieser Erde noch, Ein Herz w treuer Liebe sein gedenkt. MsATMUMMlbM Ortsverwaltuns Berlin. Dem Andenken tntfercr im Felde gefallenen und verstorbeneu Kollegen gewidmet. t(!ebs,(KtO, Kesselschmied, geb. 11. September 1881 w Warntck. KüKn, Bruno, Ziselenr, geb. 16. November 1886 tn Tcmpelburg. .�e�er, TOH, Schlosser, geb. 22. Juni 1885 in Augustwald«. Rittingliaus, Gustav,«eruw-cher, geb. 10. Oktober 1892 in Gevelsberg. Rühe, Kari, Metalldreher, geb. 25. September 1872 in Derlw. Schlöricke, Richard, Schlosser, geb. 11. September 1889 in Wilhelmsberg. Theophil, Hermann, Schlosser, geb. 20. September 1881 in Mingtimmcn. Wachsmuth, Paul, Schlosser, geb. 11. Oktober 1888 in Berlin. Wagner, Franz, Arbeite?, geb. 20. Januar 1898 tn Charlottenburg. Wendt, Artur, Drücker, geb. 7. September 1896 in veril«. Zieger, Paul, Arbeiter, geb. 11. September 1878 tn Stcgtth. Zobel, Reinhold, Schmied, geb. 18. November 1877 in Fcllcndorf. Ehre ihrem Andenke«! 110/11 Die Ortsverwaltung. scaaffl»- i 2entra!wcrband der Zöpfer ! u. Berutsgcnoficn veutlchl. Filiale GroS-Bcriin. Am Sonntag, den 7. April 1918, verstarb plötzlich unser ! Mitglied, der Töpser 'AR Wssizel ] Bezirk Cchönbauser Vorstadt > im Alter von 50 Jahren. Ehre scinmn Andenken k Die Beerdigung findet am Montag, den 15. April, vor- mittags 10°/, Uhr, aus dem Gethsemane> Friedhos in Nordend statt. Um rege Beteiligung ersucht 192/1 Der Vorstand. j VcrSand dcrKupfertci/micde Deutschlands. Filiale Berlin. Am 9. April verstarb nach ! iangem Leiden unser Kollege frsfli Hesse I im Zllter von 61 Jahren an Herzasthma. In seiner mehr als 30- j jährigen Milnliedschast war ! er uns stets ein treuer Freund und Kollege. j Ehre seinem Andenke» k Die Beerdigung findet am I Montag, den 15. April, nach- i mittags 4'/, Uhr, von der ipalle des Georgen-Kirch- böses tn Weistensce, Rölcke- j straffe, aus statt. Ilm rege Beteiligung ersucht 1 99/1 Oer Filjatvovstanst Hierdurch die trmrrigc! Mitteilung, dag unser Vater j Goüliab Heine am 11. April• sanst cnt« y schlafen ist. Die Beerdigung findet am! Dienstag, den 16. April, I nachmittags 5 Uhr, von der Halle des Georgen- Kirch- böses in Weiffcnjee, Nölcke- straffe aus statt. Die trauernden Hinter- bliebenan. 18A Verband der Lithssraphen, Steindrucker und verwandten Berufe (Doutscb. Sonofelder-Bund). Unseren Mitgliedern machen wir bierdurch die trmrrige Mitteilung, daß der Kollege, Actzcr Oeisslloll! 1.2sskZ8Nl!l>d am 10. Zlpril an der Lungen- schwindsucht verstorben ist. Ein ehrendes Andenken ist ihm gesichert. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 16. ZlprU. nachmittags 2st, Uhr, ans dem Neuköllner Gemeinde- Friedhos in Tempelhof, Gott- ticb-Dunkel-Straße, statt. Um rege Beteiligung er- sucht 108/1 vi« Verwaltung. äraron Allen Freunden und Be- kannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, uns er guterVater, d erArbeiter Hermann Bohl ! am 4. April im Alter von 152 Jahren im Feldlazarett , an Lungenentzündung nach s kurzer lvrankheit gestorben ist. Dies zeigen ttcsbetrllbt an jWw, Anna Böhl nebst Kindern. r�Ezmasaaimm Montag, den 8. April ent- I schlies sanst nach schwerem j z Leiden meine innigstgelicbtc I Frau, Nluttcr, Schwtegcr- | und Großmutter Anna Spanzel geb. Darnciang. Dies zeigt an nrtt der j Bitte um stille Teilnahme Laut 8panre!. Paul Spanzel junior, zurzeit im Felde. Georg Spanzel. Max Spanzel, zurzeit im Felde. Otto Spanzel. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 16. April, nachmittags 6 Uhr, von der Leichenhalle des Dom-!birch- hoscS, Müllcrstr. 72/73, aus iß statt. 2097b v eil k icher Metallarbeiter- Verband. Verwaltungsstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nach- I rlcht, daß unser Kollege, der 1 Schloffer Gustav Nltschke j am 9. April an Lungenlcidcn | gestorben ist. Die Beerdigung findet ! am Dienstag, den 16. Zipril, nachmittags 4 Uhr. von der Leichenhalle des Kirchboscs in Nicderschönhausen-Nord- j cnd aus statt. Rege Beteiligung wird er- l wartet. Macltnik«. Den Mitgliedern ferner l l zur Nachricht, daß unsere s j Kollegm, die Arbeiterin ftida ßoebel Schönhauser Allee 52a 1 am 8. April gestorben ist. Den Mitgliedern ferner! zur Nachricht, daß unser t Kollege, der Klempner Guslsv Lichtenberg Bülowstr. 56 am 6. April gestorben ist. Ehre ihrem Andenken k j 10/112 vi« Ortsrvrwnltting. Allen SportSgenosfirmen r I und Genossen sowie allen 5 I Bekannten die traurige I ! Nachricht, daß mein ge- l | liebter, guter Mann. Bruder, Schwager und Onkel, der j Bizescldwebel 20666 Georg Jaddatz am 21. März 1918 ein Opfer dcS Weltkrieges wurde. MartaIaddatzgeb.strause Neukölln, Schierkestr. 26. Nun ist mcm ganze? Glück dahin, kein Trost, wenn ich verlassen bin, kein Mitleid, wenn ich leide. Mir fehlt meweS Georgs treue Hand, mir sehtt das Herz, das mich verstand, mir fehlt die Lebenssrende. AIS Opfer des Weltkrieges fiel am 21. März mein rnnigstgeliebter Mann.Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Oukcl, der Unteroffizier 2073b »ennenn Theophil, Inhaber dcS Eisernen Kreuze«. im blühenden Mter von 36 Jahren. In tiefer, schmerz erfüllter Trauer Maria Theophil»nd Angehörige. Ruhe sanst in Feindesland. Unsere Liebe deckt Dich zu.£ Schmerzliche Erinnerung zum Todestage meines lie- den. unvergeßlich en Mannes. unseres herzenSgutenVaterS, desFuffarttlleristen .Johann Simons welcher infolge Kopfschusses am 12. April 1917 im Alter von 34 Jahren gefallen ist. Wem ein großes Leid geschehen,— Dem wird ewig elend sein.— Blumen kann man wieder säen,— Menschen, die sich recht verstehen, — Wenn die uns verloren gehen,— Den Verlust bringt nichts mehr em. In tiefem Schmerz ge- widmet von Deiner untrö"- Uchon Gattin 2082b Williclimne Simons geb. Ponto und zpindern, Eltern, Schwiegereltern Geschwistern, nebst allen Verwandten Münzen kauft Bali, Münzonlidlg. Ceclin, V/üielmstr. 46/47.• Allen Freunden und Be-; 1 kannten die traurige Nach- � ! r lcht, daß mein lieber Mann- 1 und Vater, der Tischler Paul /Vldzner j im Alter von 49 Jahren. nach kurzem, schwerem Leiden | entschlafen ist. Dies zeigen k tiefer s Trauer an Frau I�Iar-a /flctancr nebst Kindern. Die Beerdigung finbct am I Montag, nachmittags 3 Uhr. I von der Leichenhalle des � Andrea?- und 27arkus-Kir ch- i böses in Wilhelmsberg aus statt. 2096b Als Opfer dcS Weltkriegs I fiel am 21. März durch Kops- l schütz nach 44 Monaten mein I lieber, berzensguter Mann, ! der treusorgcndc Vater lei- ncs einzigen Sohnes, unicr. i lieber Sohn. Bruder, Onkcl, l- Schwiegersohn u. Schwager, � i s der Maurer l! Gtto Hühner Sergeant, Inhaber d. Eist Kreuzes 2. Kl., im blühen- den Alter von 30 Jahren. Wie o't fitz ich vor deinem Bilde und suche Trost in meinem Leid; doch nirgends; kann ich diesen finden, es lj ist zu groß die Einsamkeit. Man bat in fremder Erde dein letzte? Bett gemacht; dort ruhst du ohn' Be- schwerdc, ein Kreuz bält stille Wacht. DaS spricht: »Vom Kampsgebrausc ruht hier ein Ärrcger auS: er kam nicht mehr nach Harste und doch ist er zu HäitS." Du starbst zu srüd und wirst so schwer vermißt, du warst so gut, daß man dich nie vergißt. Du schriebst uns stets: Ans baldiges Wieder- scbn! doch niemals kann es mehr gcschehn. Du ruhst nun aus im kühlen Grab, O dieser Krieg reißt noch die letzten Blüten ab. Ge- liebte? Herz, schlaf in Ruh, unsere Liebe deckt dich zu. Die ttesbetrübtc Gattin nauliiiv Htibner geh. Epica nebst Töhnche» Erich. Heiß beweint von deürcn Lieben, die gebeugt von Schmerz und Gram, bist du so früh von uns gcschic. den. das bat nun der Krieg getan. Mein Mutterbcrzc möchte reißen aus der Weh- mul trüber Flui, weit in blutgetränkter Erde unser lieber Sohn und Bruder ruht. Du warst der Eltern Stolz und Zierde, und der Geschwister Freude stets. Ach, es ist ja kaum zu saffen, daß du niemals kehrst zurück: so jung mußtest du dein Leben lassen, zerstört ist unser Elternglück. In Gram verzehren wir unsere Tage. Ein jeder, der dich bat gekannt, rmd auch dein -treues Herz, der drückt uns nur noch stumm die Hand in diesem liefen Schmerz. Du gutes Herz, ruh still in Frieden, ewig beweint von deinen Lieben� In tiefem Schmerz: Wilhelm Hübucru. Frau als Eltern Marie- Nnua, Frieva als Schmestenr, Paul Hübner als Bruder. zurzeit im Lazarett. Anna Hübuer als Schwägerin. nebst«Lhnchen. ÄRar Münöberg als Schwager. Hanö Nabiger als Schiva- gcr, zurz. r. Felde. Seuche« und Frieda als Nichten. August Spiest n. Frau als Schwiegereltern. Autla, Emma. Martha als Schwägerinnen. Hermann Spiest ais Schwager, zur- zeit im Felde. Familie Gustav Spiest(in Leipzig) als Schwager u. Schwägerin. Otto Ebel als Schwager, zurzeit Pionier. Ruhe sanft l Rudow, den 11. 4. 18. er MMM-MM Zwcis/Tcpcin Berlin. Im Felde sind folgende Mitglieder gefallen: | fiseher, August,»ord-n n. Gallin, Hermann, Maurer. Bez. Westen. Goehel, Paul, Maurer, Bez. Neukölln. Mn, Emil, Staker. Bez. Osten N. JaFlUS, pFltZ, Rabititräger, Bez. Norden I. .i Kaplick, Wilhelm, Ä'»»«-«.ors. : i Langner, Gcdeslaus�Ä1� �«-ukölln. j Pres eher, FrltZ, Maurer, Bez. Schmargendorf. | Senst, Äliyusl, Maurer, Bez. Neukölln. 's �irnrn, Ernst, Stukkateur, Bez. Eharlotteuburg. Ehre ihrem Andeuten! 140/1 nie«rtliede Verwaltnna;. 3 Nach vierjährigen Kämpien � lck und mehrfachen Verwnn- düngen fiel als Opfer des! ,1 Weltkrieges am 21. März j -Z 1918 durch eine Granat- Verletzung am Bauch unser I inniggeliebter, unvergeßlicher i Sohn, Bruder, Schwager! und Onkel, der Untcrosji-icr! ! Fritz Gottschalk I | Inhaber deSEisernenKreuzeS und Tapfer kcrt-TipIomS, m blühenden Alter von t j24 Jahren. 190A' Im ticsstcn Schmerz:> ! Die schwergcprrrstcn Eltern i z Gustav Gottschalku.Frari, j Hermann als Bruder, zurzeit im Felde. Frida als Schwägerin. Engen als Bruder, zurzeit j im Felde. Martha als Schwägerin. Erwin als Neffe. Elisabeth als Schwester. / Erich als Bruder, zurzeit> im Felde. Ella als Schwester. Gustav als Bruder. j Geliebt, beweint und un- hergtftat. KiTBC: Nachruf. Unserem lieben Freund und Arbeitskollegen Bmil Juds, welchen wir als Opser des Weltkrieges zu beklagen ba- bcn, rufen wir aus weiter Ferne den letzten Gruß zu. Die Kollege» u. Kolleginnen der Bleikabelfabrik A.E.G. Ober-Schönewride. Ms Opfer des Weltkrieges fiel am 22. März 1918 unser geliebter, herzensguter öl- tcstcr Sohn. Bruder, Enkel und Neffe, der Grenadier Paul Holstein rm blühenden Aller von 19 Jahren. 2093b Im ttefstcn Schmerz ssamlüs Richard Holstein nshst Anverwandten, Lichtenberg. Lückstraße 76. Danksagung. Für die liebevollen Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung unseres lieben un- vergcßlrchcu Mitbewohners IM Pagel sagen wir allen Bekannten und Kollegen unseren innigsten Dank. 177A FatniHe Britzmann. Berlin, Stephan str. 28. Wir lausen lt. k 15 dcr Bekarmlm. v. 25. IX. gebr.'/,- Sektkorke zu rz„) Weinkorke zu 2 u.all.and.Srt. neuen. gcbr.Zkor.'e serner: Zelluloid Hartgummi- Wachswalzen- Schallplatten-Abfälle Qrdower G. rn. b. H., Georgenkirchstr. SO (b. 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Ehronifche» Hiiftgelenkleiden; i wiederholt erfolgreich behandelt.— 3. Krau E. Ho;<, n. Knoch i:" I geheilt. trüber K�odlmnnii �r lieute u. Aloiitgx: JacHc Psrrys Eheglück mit Ludwig Trautmana Zloninzr persönüeiies Auftreten dazu das reizende Lustspiel EComtess Spanne mit Hanne Brinkmann. Groüe Jugend-VorsleHung mit ausarwähllam P rogramni. ® Oranlen-f alasi Oranienst. 40—41.(Oranienbrücke) ÜConzcrt-Kaffee-Kaborett vhr: Paul Coradini.- Erich Carow Marga Scholz.— Lisa Faßbonder.— Erna Aletta. Große Kapelle IMrk van Erp. 1. Stock: WeinklauMe mit Barbüfett. - Solisten-Konzerte.-- Mittwoch, den 17. April 7 Uhr: Benefiz für den beliebten Kapellmeister Dirk van Erp. anläHUcb seines S 2007*5 Konzertes. Zitronen» und Wa!dnieister=Extrakt künstlich gefjlrbt - Liter 2.00 M.------ Mit Wasser verdünnt, ergeben die Extrakte eine herrliche, nflßc l.imonatic. Kein Zucker erforderlich. Auch zur B e r e i tun g von Speisen bestens geeignet. 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Pertin. Pruizcn-'Allec Kopf- und Nreuzschinerze», troikener Prüf! cntzüiidung iine!� Jiifknrnza geheilt.— 10. ,vra: E. Herzuinn». Schöncbrrg, Irenrig Ir. 61. Eitern-, Zhistet nach Ptinddarinoperativ!! geheilt.— II. H E. Ritter, Friedenau. Lpoiihoizür. 56. Von gelenkleide« gekeilt.— 12. Frau 91. Rohrn-oLr. Berlin, Breslauerftr. 1. Alles fünf, zehnjähriges,/ leiden geheilt.— 13. Herr Al. Aufiner, Reini-kr: dorf-Weft, Antonieiistr. 3..Ulefervcrcitcrnng gekeilt. 14. Frau H. Hagel. Tachkenhaufeu b. OraniknSnr t i. Iluterl.-PIutu iigr» und Rervenleide» geheilt. 15. Frau Ww. Fritfchler. Berlin, Slarier.onrae. Darmgefchwiilst geheilt.— 17. Herr Erich Po l. Berlin, Havelbergerärahe 15. Von Nieren- und Vla-cnleide», Püesjerincht« allgemeiner grof/er � Schwäche geheilt.— 13. Frau Restaur. Hering. Berlin Schönhauser Allee S7. Von Basedowscher Krankhei: geheilt.— 19. Herr it. Brose. Blii.-Teinpe.hof,' Friedrich-Mlhclmslr. 14. Schweres Rnckeniiiarklridri!"3 mit Lähmung derBeine vollständig geheilt.— 23 Frau i" E. Popp. Bt«.-Lichtenberg. Gäitnerltr. 13. Von rhro. nischer. Herzschwäche und Berslopsiittg geheilt. — 21. Herr 91. Schladitz, Berlin. Capriviilr. 21. Von Eesichtslupus geheilt; vorder mit Radium erfolglc- behand eil.— 22. Herr 9l. Hellwig. Vln.-Borsigwaide. Ernslstr. 25. Von M a gen g csehw u t st, Verstyvfuiig und Nervenschwäche geheilt.— 23. Herr Milchhändler Erlert. Berlin, Greifendageiierstr. 26. Von gichtisch-rheuiiiatischeu Schmerzen in Bein inid Fiihgelenk geheilt.— 24. Herr Gastwirt E. Nkichaetis, Eharlottenbnrg, Wallflr. 37. Von chroniichem Leberletden und ölelbfucht geheilt. — 25. Frau Sit. Kuorr, Bln.-Lichtenberg. Zcharii- weberstr. 62. Von Herzschwäche. Leberanschwellung und Magenkrebs geheilt.— 26. So'ni Paul de.- Weiwenslellers Herrn LHilhcltn.Hassner. Bln.-Büestend, Beamlenhaus. Von schwerem Peinleide» geheilt. Bein sollte abgenomwen werden. 243/16" Briefliche Opiginal-Anerkennungen von uns go- hoilfer Patienten stehen im Wartezimmer der Anstalt auf Wunsch zur Einsicht.-» Getrennte ßohar.illangsräume für Damen und Herren! � Sprech- und Behandlungszci.;, 9— I, 4—7'/,.— Sonntag und Feiertag; 9— I. Hrilanitaltsbrsitzrr Professor P. Üisteisk� approbiert im Ausland Berlili 80. lö. Brückenstr. lv'' am Bahiiklok Jannotvitr.bräekc. vWiSWaw ist's, Venn wir Ihnen in Zeiten, den heutigen �'e die beiden nebenstehenden a und sie in bei«US ge! Auswahl zu K»Ms»k«e WodTnotreeJ-a- Sto ZSshnhsf AteWNöe-Mtz Ehausseestr. kl VeK» Stettins? Nihntzi?f Sonatags gefchlssse»! vs« Neri«»«IdsttStlA« SauerstoffwascJimittel OZON zur Wäsche in allen einsohläginen Geschäften zu haben. — Günstigste Verkaulsbedingungen für Deiailiiston.- General-Vertreter für Berlin und Brandenburg: Hubert Sternberg, BFSrIs?aa?335' Telephon: Lötzow 5090. 1Ö5L* gssasj lur für Lauben besitzen! 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