Nr. 7. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich. 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer 28 müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernspresher: Amt 6, Nr. 4106. chad Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Baure Trauben. Freitag, den 9. Januar 1891. Expedition: Benth- Straße 3. aber die Zahl seiner Freunde hat er damit verringert. Nein, er wird nicht wieder kommen, so wenig, wie Er hat sich damit so klein gemacht, daß sich von allen sein liebenswürdiger Vetter, der Herr von Puttkamer. Wenn man eine Anzahl Reptilien, die in einem Käfig Seiten der Spott über ihn ergoß; er ward gereizt und Er mag sich damit trösten, daß ihn die nationalliberale beisammen sind, längere Zeit ohne Futter läßt, so werden plauderte weiter und die ganze Welt lachte abermals dazu. Presse mit Aristides vergleicht, wenn ihn der Beifall sie aufgeregt, friechen unruhig umher und züngeln und Und der Mann würde es nicht annehmen, wenn dieser Presse trösten kann, die er selbst als muthlos bezischen wild durcheinander. Dieses Schauspiel bietet zur man ihn auf seinen Posten zurückberufen würde!#zeichnet. Zeit die ehemalige Reptilienpresse, bei der nun das Futter Man sehe sich nur seine letzten Bilder aus Friedrichs- Aristides wurde von Athenern zurückgerufen und erlange genug ausgeblieben ist, um das Gewürm unruhig ruh an. Unter allen könnte die Unterschrift stehen: hielt ihr Vertrauen wieder; Aristides starb in Dürftigzu machen. Wiewohl der abgedankte Staatsmann in Quos ego!"" Ich will Euch!" So sah er aus, feit. Er hätte wohl auch die Sammlung für SchönFriedrichsruh die schleichenden Schlangen und Molche als er einst mit erhobener Faust von seinem Plaz im hausen und die Schenkung eines solchen Gutes sich ver dieser Kategorie mehr als einmal unsanft auf den Kopf Reichstage nach der Linken schritt und drohend rief: beten; darum nannte man ihn den Gerechten. Fürst von und auf den Schwanz getreten hat, winden sie sich doch Wer hat gelacht?" so drohend, daß der biedere Bismarck wird nicht in Dürftigkeit sterben. voll andächtiger Verehrung zu seinen Füßen, in der Hoff- Fortschrittler, der gelacht hatte, sich ängstlich duckte und Er kann die Trauben nicht haben, drum sind sie ihm nung, der Brotkorb werde wieder niedriger gehängt schwieg.. zu sauer. Wer ihm das wohl glaubt? " werden. Darum werden sie auch nicht müde, dem Das war damals, als er noch im Vollbesitz seiner deutschen Volke vorzuerzählen, der große Staatsmann" Macht war. " hülle sich in die Toga seines historischen Ruhmes und Aber heute? Selbst der ängstlichste Fortschrittler, werde nicht auf seinen Poſten zurückkehren, trage auch sogar der Tammfromme Nationalliberale, der an den politische Uebersicht. kein Verlangen danach, außer wenn die„ Interessen des grimmigen Bildern von Friedrichsruh vorüberwandelt, Vaterlandes" es erheischten. Berlin, den 8. Januar. fürchtet sich jetzt nicht, laut zu lachen. Denn das„ Quos Die Reptilien sind natürlich der Meinung, daß ego!", welches diese grimmigen Bilder dem deutschen an, je näher wir dem Moment der Entscheidung kommen Der ,, Konflikt" nimmt ein immer harmloseres Gesicht die Interessen des Vaterlandes" die sofortige Rück- Bolte zurufen, ist nur ein leerer Schall; der Privatberufung des Mannes erheischen, weil sie glauben, die mann" in Friedrichsruh kann keine Arnim- Affairen, keine ja doch gewiß weiß, wie es hinter den Koulissen aussieht, hat falls es eine Entscheidung giebt. Herr Miquel, der Fütterung würde dann sofort beginnen. Indem sie den Diäten-, Geheimbunds- und Hochverraths Prozesse mehr dieser Tage gesagt, es werde Alles glatt gehen, und die abgedankten Kanzler als grollenden Achilleus anstrengen lassen und kann keinen Kulturkampf und keine Kreuz- Zeitung" verkündet mit so melancholischem Ernst, darstellen, wollen sie beim deutschen Volke, indem sie auf Sozialistenhay mehr betreiben. die Lage sei sehr ernst, daß es uns ganz unmöglich ist, sie Seffen Sentimentalität rechnen, Mitgefühl für ihn erregen.„ Wenn ich nur könnte!" spricht es aus jenen Bildern, ernst zu nehmen auch nur so ernst, wie ein Konflitt Bielleicht regen die Reptilien bald einen Petitionssturm" ja wenn ich nur könnte! Wenn ich nur einmal vier zwischen einer konservativen Regierung, die im„ alten Kurs" für seine Rückberufung an. In Wahrheit liegt die Sache so, daß kein Mensch nehmen zu können für die tausend und aber tausend scheine nach bereits ausgemachte Sache. Freilich, an tapferen Wochen lang wieder ans Ruder käme, um Revanche segelt, und eine Handvoll reaktionärer Junker und Landräthe. Kurz, die Verſumpfung des Konflikts ist allem Anim Deutschen Reiche die Wiederberufung des Fürsten Kränkungen, die man mir zugefügt, vor Allem für die Reden wird man weder hüben noch drüben es fehlen lassen, Bismarck verlangt, ausgenommen die verabschiedeten Kränkung, daß nicht ein paar hundert Nationalliberale doch tapfere Worte gehören bekanntlich zu einem guten Reptilien, einige Streber und Bureaukraten und jene übergeschnappt oder gestorben sind über dem Unglück, daß Rückzug. Für Thaten braucht man keine tapferen Bourgeois, die von ihm eine Sozialgesetzgebung im Sinne Deutschland auch ohne Bismarck bestehen kann!" des Unternehmerschuhes" erwarteten. Die Gewiß giebt es für diesen Mann keinen heißeren ganze ungeheure Mehrheit des deutschen Volkes, von der Wunsch, als zurückberufen zu werden. Aber es wird nicht Der preußische Landtag trat heute wieder zusammen, äußersten Rechten bis zur äußersten Linken ist, wenn auch geschehen; außer den oben angegebenen Elementen giebt um sich nach einer dreiviertelstündigen Sizung wieder bis aus den verschiedensten Gründen, doch froh, daß sie den es sicherlich Niemand, der ihn herbeisehnt. Doch nein, es preußisches Budget vorlegen, dann wird ja die Sache interMontag zu vertagen. Montag wird Miquel sein erstes Alp los geworden, der unter dem Bismarck'schen Regi- giebt noch mehr Leute, die seiner in Wehmuth gedenken. effanter werden. ment sich ihr auf die Brust gewälzt hatte. Von den Als er jüngst durch Berlin fuhr, rief ihm ein Börsianer Freunden, die dem Kanzler geblieben sind, als er aus dem zu, unter seiner Regierung seien die" Papierches" an der Das Wettkriechen wie die Freisinnige Btg." Amte scheiden mußte, hat sich die Mehrzahl von Börse stets hoch im Kurs gestanden. Über dieser Börsianer es mit Recht bezeichnet das Wettkriechen vor der ihm abgewendet, da er in seinem unbezähmbaren verstand auch seine Zeit nicht, denn zu Neujahr hat die Sozialdemokratie, zu denen die Bochumer Stich Grimm die Pfeile seiner Kritik gegen alle Börse die europäische Situation mit einer Hausse wahl das Zentrum und die Nationalliberalen begeistert gerichtet hat, die seinen Sturz nicht mit dem begrüßt also auch die Börse hat sich mit der Ver- hat, muß, troß seiner Possierlichkeit, doch jeden anständigen genügenden Aufwand von Krokodilsthränen als ein gangenheit abgefunden. Vielleicht war ihr die Hatz mit Mangel an Ghrgefühl gehört dazu, eine Partei, die man Menschen mit Etel erfüllen. Welcher Ueberfluß von nationales Unglück" bejammerten. Der Mann den russischen Papieren, einmal für und einmal gegen Jahre lang aufs Böbelhafteste beschimpft, sogar der menschkonnte aus der Schule plaudern und er hat aus der dieselben, auch nicht gar so angenehm, als man ge- lichen Gemeinschaft für unwürdig erklärt hat, hintennach, Schule geplaudert zum Gaudium von ganz Europa, glaubt hat. zur Ergatterung eines Mandats, um ihre Gunst Feuilleton. Nachdruck verboten.] Bei Mama. Roman von Arne Garborg. [ 7 Worte. Sie begann wieder für Fremde Kleider zu nähen. schien und der Himmel blau war, vergaß man alle GeDer Modesalon" gerieth in Vergessenheit. Die Toileten, fahren in sommerlichem Leichtsinn, und die Tour wurde welche sie herstellte, fanden Beifall, wenn sie nur gesund gewagt. blieb, würde alles sich wieder machen. Durch strenge Spar- Es war so traulich außerhalb der Stadt, so offen #samkeit würde sie versuchen, etwas bei Seite zu legen; wenn und licht und frei und weit. Blau blinkend rollte der fie dahin gelangte, für schlechte Zeiten etwas in der Hand Elv seine breite Schaumfluth durch alle Ortschaften bis zu behalten, vermochte sie doch irgend einmal die Kinder hinaus dorthin, wo Himmel und Bergesrand an einander heimzunehmen, dachte sie. stießen. Auf den niedrigen Gebirgsrücken gegenüber der Zum Theil aus Wirthschaftsgründen wurde Fanny Stadt und an dem Fluß entlang blaute dünner, theilweise Frau Holmsen lag da und erholte sich und dachte sich, es sei manchesmal denn doch gut, auf dem Lande draußen möglichst viel zu Freunden und Bekannten in die Stadt und ausgehauener Nadelwald; dahin durfte man nicht gehen; bei den Bauern zu wohnen. Die Leute in einer Großstadt auf dem Land herumgeschickt. Bei den Storm auf Fredheim denn die alte Kari hatte erzählt, es hausten Räuber dort. hätten sich ihrer gewiß niemals in solcher Weise angenom- war sie oft; dort erhielt sie Eierwaffeln und Sahne und Allein Bapa fürchtete sich dennoch nicht hineinzugehen, men, wie diese Menschen hier. In Kristiania war es ohne den Auftrag, die Gänse zu hüten. Es war ein Gänserich erzählte Fritz; allerdings war er so start, daß nicht der Zweifel luftiger, wenn man aber dort leben sollte und allein da, von so böser Art, daß er stets seine Jungen auffressen wildeste Stäuber auf der Welt mit ihm sich eingelassen da stand und nicht reich war, so that man gewiß am wollte; Fanny bekam nun das Amt, die Kleinen vor hätte. V. flügsten, wenn man gleich seinen Sarg anfertigen ließ. Sie dem herzlosen Vater zu schirmen. Sie sammelte die er Draußen vor der Stadt hatte der Elv sein Bett erwaren so gleichgiltig, diese Menschen drinnen; der eine schreckten Jungen in ihrer Schürze, setzte sich auf die Treppe weitert und bildete einen„ Fjord"; dort ruderten die Leute wußte nichts vom anderen; sie warden ganz herzlos, ging des Borrathshauses und beruhigte sie; sie saß da und tuschelte mit Booten. Zwischen den Fahrzeugen nahm ein kleiner ein Mensch zu Grunde, so schaute um dessenwillen auch nicht und sumunte und wiegte fie, bis sie sich selbst einschläferte, Dampfer seine Bahn und hinterließ eine Wolke von Rauch einer nach der Seite hin, außer etwa der Glöckner oder der und das kleine, piepende, krabbelnde Nest voll dabei sorgsam in der Luft. Mit solch einem Dampfboot konnte man rund Armenrath, denn diese waren ja verpflichtet, die Namen der im Schooße hielt. um die Welt, sagte Papa; jedoch es durfte kein so kleines Betreffenden in ihre Bücher einzutragen. Mistboot" sein wie dieses; denn ein solches war zu schlecht, Der Sommer war ins Land gezogen, mit Sonnenlicht um sehr geschwind zu fahren. Es wurde ein hübsch Theil Geld für sie gesammelt; für dies Geld wurde eine volle Ausstattung von Bett- und auf den Hausmauern und gelbem, kräftigem Löwenzahn Ein süßer, warmer, einschläfernder Durst erfüllte die Leibwäsche und eine prächtige Nähmaschine angeschafft. Als längs Graben und Wegen und zwischen den Pflaster- Luft, berauschte die kleinen und machte sie glücklich und der Frühling kam mit seiner milden Luft, wechselten Frau steinen der stillen Stadt. Fanny und Frizz machten Land- träg. Es war herrlich, wenn die Sonne ihnen auf den Storm auf Fredheim und Frau Wiig auf Vig damit ab, partien. Rücken brannte und ihnen die Ohren erhizte; sie gingen fie spazieren zu fahren, und nun erholte sie sich rasch. Bald Sie konnten nicht weiter kommen als bis zum nächsten und hielten sich an den Händen und fühlten sich pflanzenkonnte sie dem Doktor erzählen, daß sie sich niemals so Hof, denn hier war ein Hund, der allzu gräßlich bellte. haft wohl. Rund um sie flammten der Blumen Vielwohl gefühlt habe, wie jetzt. Nein, nein", sagte Auch audere Gefahren bedrohten sie auf ihrem Pfade; ob- tausende und wiegten ihre füßen Becher im Sonnen dieser,„ kein Mensch wird Ihnen heute ansehen, gleich Frizz ein muthiger Junge war, und besonders in feuer; das junge Laub hing in Massen da und glitzerte daß Sie im Begriffe waren, an einem Blutsturz umzu Fanny's Gegenwart, so durfte man mit Pferden und und glänzte. Auf den Wiesen und am Wegesrand Keühen denn doch nicht scherzen. Allein wenn die Sonne wandelten Schafe und fraßen Gras; sie hatten winzig kommen." nein, gleich den Hunden des Wintermärchens"- um einen gnädigen Fusttritt anzubetteln. Pfui! Aber speziell den ultramontanen Sozialistentödtern kann die deutsche Sozialdemokratie angesichts der Bochumer Stichwahl mit Stolz sagen: Das Zentrum, welches den Fürsten Bismarck zum Kanofsagang nöthigte, ist von der deutschen SozialSemokratie gezwungen worden, nach Kanossa zu gehen und ihr seine unterthänige Reverenz zu machen. gegebenen Falle die Mitglieder des Wahlkomitee's, auf eigene würde sie es ohne Zweifel auf einen Konflikt ankommen Faust den Kandidaten einer Partei zu empfehlen, die eher alles lassen, und wir hätten einen neuen russischandere, aber nur nicht unsere Unterstüßung verdient hat. Keine türkischen Krieg zu befürchten, der sich aller Wahrsozialistische Stimme darf im Bochumer Wahlkreise abwird. gegeben werden. Diesen einzig richtigen Standpunkt sollen und scheinlichkeit nach zu einem europäischen Krieg erweitern müssen alle Parteigenoffen einnehmen. Wer das nicht thut, würde. Da nun aber Rußland feine Schwäche tennt, so darf sich nicht beschweren, wenn sein Verhalten verurtheilt wird das Aeußerste uns wohl erspart bleiben. Allein die zivilifirten Staaten Europas stehen vor der Frage, ob es nicht endlich einmal an der Zeit ist, sich über internationale Demokraten, welche die soziale Frage studirt Sicherheitsmaßregeln gegen den zarischen Raub- und Nunes wird noch besser kommen. haben, müssen Sozialdemokraten werden, Demokraten, Barbarenstaat zu verständigen, der das Völkerrecht nicht Ueber die auffällige Haltung der Bergarbeiter welche den sozialen Problemen tein ernſtes Studium widmen, achtet und den Frieden fortwährend gefährdet. Daß dieses haben wir in unserem gestrigen Blatte berichtet. Wir haben sind rückständige Personen und können den Untergang der zarische Rußland sich als Hort des monarchischen Prinzips dabei zu betonen, daß für die Haltung der Bergarbeiter bürgerlichen Demokratie nicht aufhalten. Bu letteren gehört und der konservativen Staatsordnung aufspielt, und von nicht die Partei verantwortlich zu machen ist, daß gewerk der badische Landtags- Abgeordnete Muser, ein persönlich den Reaktionären anderer Länder auch vielfach als solcher nicht die Partei verantwortlich zu machen ist, daß gewerk durchaus ehrlicher Mann, dem weder Muth noch Energie betrachtet wird, ist nicht ein mildernder, sondern im Gegenschaftliche Interessen die Organisationen die Bergarbeiter zu ihrer Haltung veranlaßt haben. Uebrigens ist die Haltung abzusprechen ist, dem aber die Kenntniß der sozialen Ver- theil nur ein erschwerender Umstand. hältnisse und Probleme fehlt. Dies bewies er wieder in der Bergarbeiter psychologisch vollkommen begreiflich, liegt einem Vortrag über die sozialen Aufgaben der heutigen kampf, den der profitwüthige Kapitalismus in allen KulturAber es giebt kein Europa mehr"- der Klassen doch in den, wenn auch nur formellen Zugeständnissen an sie ein unzweifelhafter moralischer Sieg, dann Gesellschaft", welchen er in einem demokratischen Verein in ländern entfacht hat, zwingt die Regierungen, welche sich für kommt in Betracht, daß die Nationalliberalen die Bergwerk- Mannheim jüngst gehalten hat. Es wimmelt da von verpflichtet halten, dem Kapitalismus Heeresfolge zu leisten, besitzer zur Beeinflussung der Arbeiter gegen den Zentrums- Schiefen Auffassungen unserer Bewegung und zum Schlusse mit all ihren Kräften die Bewegung des arbeitenden Bolts kandidaten aufgefordert haben, was die gegentheilige Wirkung fehlte auch Harmonieduselei nicht. Muſer möge sich an naturgemäß zur Folge haben muß, daß ferner die Polizei Johann Jacoby ein Beispiel nehmen. Für die Demokratie u bekämpfen und für den Kampf gegen die russische Barbarei einen Wahlaufruf des Zentrumskandidaten verboten hat, giebt es nur ein Mittel dem Untergange zu entgehen. Das haben sie weder den Willen noch die Kraft. So wird denn auch dieser durch die russische Spitzelendlich daß der Bruder des nationalliberalen Kandidaten als ist der Anschluß an die Sozialdemokratie. der nationalliberale Kandidat erklärt, daß er mit dieser Das Wahlkomitee für Herrn Vattmann scheint übrigens in den Mitteln nicht sehr wählerisch zu sein, es hat sich nicht gescheut, Namen unter das von uns gestern veröffent lichte Flugblatt zu setzen, welche dasselbe gar nicht unter schrieben haben, dies ersieht man aus der folgenden Erklärung von Friedrich Bunte, welche lautet: Direttor einer Zeche fangit, auf der die Behandlung der Berg: Den Fürſten Bismarck soll das Miniſterpräsidium verlaufen ober,„ versumpfen und erſt von dem fiegreichen Leute eine standalöse ist, wo das Wagennullen und ähnliche für Med lenburg angeboten worden sein. Leider hat Sozialismus wird die Aufgabe gelöst werden, den barbarischen arbeiterfreundliche Maßregeln in der unverschämtesten Weise zum Zwecke des Lohndruckes betrieben werden. Wohl hat Mecklenburg hätte sich Bismarck sehr gut geeignet. Der alte der Welt zu begründen. er es abgelehnt, das ist wahrlich jammerschade! Für Friedensstörern das Handwerk zu legen, und den Frieden Ueber den im Vorstehenden erörterten Versuch einer Zeche nichts zu thun habe, man glaubte ihm aber nicht und Junker hätte sich als Minister eines Junkerstaates an die hält ihn für einen Miteigenthümer derselben. Dies und Ausführung seiner Ideale machen können. Und auch die Verhaftung von Nihilisten gehen der„ Neuen Fr. Presse" all' die Verhehungen der nationalliberalen Presse, die Nieder- Welt hätte sich gefreut, den Herzog von Lauenburg als aus Sofia vom 1. Januar weitere Mittheilungen zu, welche all' die Verhebungen der nationalliberalen Preſſe, die Niederträchtigkeiten der Bergwerksbesitzer vor, während und nach dem leitenden Minister von Mecklenburg zu sehen, man hätte einigermaßen Klarheit in die Angelegenheit bringen. Mit trächtigkeiten der Bergwerksbefizer vor, während und nach dem höchstens bedauert, daß er es nicht um ein paar Jahrzehnte dem tscherkessischen Prinzen Nakaſchidze wurde bekanntlich Streit erklären es vollauf, daß die Stimmung der Bergleute in Konstantinopel auch eine Frau Tscherbawski nebst ihrem gegen die Nationalliberalen eine so durch und durch verbitterte früher geworden. dreijährigen Kinde verhaftet und zwar nur deshalb, weil in ist, daß ihnen alles daran liegt den Durchfall des national Die Liberalen in Oesterreich haben sich gestern als ihrem Gepäcke zwei dem bekannten Nihilisten Burzem geliberalen Kandidaten bewirken zu können. große Helden gezeigt. In Wien feierten sie in allen Behörige russische Bücher, und zwar der zweite Theil von Was die Versprechungen des Zentrumskandidaten bezirken in zahlreichen Versammlungen die Stadterweite George Kennan's Sibirien" und eine Anleitung zur trifft, so sind sie recht wohlfeile. Herr Vattmann würde, rung, welche nur der von ihnen sonst bekämpften Regie: Galvanoplastik vorgefunden wurden. Frau Tscherbawski selbst wenn er es wollte, für einen großen Theil derselben rung zu danken ist. Die Regierung wurde bei den Ver- wurde dem russischen Konsulate übergeben und von gar nicht eintreten können, weil sie nicht der Kompetenz des sammlungen mit feinem Worte erwähnt, wohl aber der dort, nachdem sie bewiesen hatte, daß die Bücher Reichstags unterliegen. Raiser unausgesetzt angehocht und mit byzantinischen Lob- nicht ihr gehörten, wieder freigelassen. Die Bücher wurden hudlungen überschüttet. Es handelte fich um einen jedoch zurückbehalten und dazu benützt, um die türkische Loyalitätsbeweis im größten Stile, um einen Wechsel der Regierung zu überzeugen, daß der grusinische Prinz ein Regierungspolitik zu erzielen. Die Liberalen sind sich überall Verschwörer sei und Bomben fabriziren wollte. Das gleich, nicht durch das Volk wollen sie zur Herrschaft kom- russische Generalkonsulat suchte nun die Bekanntschaft men, sondern durch Liebedienerei nach oben. Wenn es Nataschidzes mit Burzem zur Verhaftung des letzteren in etwas Unwürdiges giebt, so ist es die Demonstration der folgender Weise zu benutzen: Da in verschiedenen Blättern auch mein Name als Unter- Wiener Liberalen. schrift unter ein von Schröder, Maier und anderen erlassenen Wahlflugblattes, worin die Bergleute aufgefordert werden, für Geit Bismarck und seine Spigelarmee in Battmann zu stimmen, genannt wird, erkläre ich hiermit, daß Ruhestand versetzt worden sind, steht die russische Geheimmein Name gemißbraucht worden ist, ich im Gegentheil für polizei unerreicht da in der Kunst, die internationale strenge Wahlenthaltung bin, da meiner festen Ueberzeugung nach von der einen Seite so wenig zu hoffen ist wie von der Skandalchronik zu bereichern und internationale Veranderen und protestire ich dagegen, daß zu solchen Manövern wicklungen zu schaffen. Neulich war es der russische Spizelmein Name gebraucht wird. general und Generalspizel Silberstoff, dessen infames Dortmund. Treiben und tragisches Ende in Paris die Aufmerksamkeit Friedrich Bunte. der Welt auf die gemeingefährliche, völkerrechtswidrige Thätigkeit der russischen Spizeldiplomatie lenkte die russischen Spitzel in Konstan Welche sonderbare Blüthe die Stichwahlbewegung in Bochum heute sind es welche einen europäischen Standal und zeitigt, geht aus einem Umstande hervor, der für uns ebenso tinopel, eine internationale Berwicklung herbeigeführt haben. überraschend, wie peinlich ist. Eine Anzahl Führer der BergEine Baude arbeiter, darunter die Herren Schröder- Dortmund und Maier- Die Thatsachen liegen jetzt flar vor uns. Bochum haben ein Flugblatt herausgegeben, worin die Berg- russischer Spizel, die mit der russischen Gesandschaft im leute aufgefordert werden, für Herrn Battmann zu stimmen. Goldenen Horn( Konstantinopel) in Verbindung standen und Dem ultramontanen Kandidaten waren von den genannten eine Anzahl türkischer Polizisten bestochen hatten Griechen Führern nachstehende Forderungen vorgelegt worden.( Folgen und Armenier, denn die muhamedanischen Türken geben sich die schon gestern von uns berichteten Bedingungen der Bergleute.) Herr Vattmann hat sich, wie ein Jeder, der die Ver- zu solchen Diensten nicht her haben russische Nihilisten sprechungen der Herren Ultramontanen tennt, im Voraus wissen durch allerhand schuftige Manöver nach Konstantinopel gefonnte, damit einverstanden erklärt. Nur bei dem Punkt: Auf- lockt und dort, unter Verletzung der ersten Grundsätze des hebung der Schantsperre, erklärt er, von einer solchen nichts Völkerrechts, gefangen genommen und auf ein im Hafen zu wissen. Merkwürdig, daß der Herr Bürgermeister davon liegendes russisches Schiff geschleppt. Zum Glück ist das feine Renntniß hat, wo es doch in Gelsenkirchen die Spayen Attentat schließlich doch mißlungen, allein das ändert nichts von den Dächern pfeifen. an der Thatsache, daß das Völkerrecht in denkbar brutalster Die Westfälische Freie Presse" schreibt über die Stich wahl- Bewegung folgendermaßen: slo elrund and Wir sprechen es offen aus, daß das Verhalten der Herren Weise verletzt worden ist. Natürlich kann die Türkei Schröder und Maier, von den übrigen Herren wollen wir absehen. fich solche Eingriffe nicht gefallen lassen; die Pforte hat weil wir nicht wissen, ob sie voll und ganz Sozialdemokraten find, in der Stichwahlfrage für uns unverständlich ist. Sie energisch protestirt und England, das unter Lord Salis mußten wissen, daß in der sozialdemokratischen Partei Disziplin bury nicht, wie weiland unter Herrn Gladstone vor gefordert wird, und daß Niemandem ein Recht zusteht, über Väterchen" auf dem Bauch liegt, steht der Türkei zur die Köpfe der maßgebenden Personen hinweg, und diese sind im Seite. Fühlte die russische Regierung sich stark genug, so fleine, niedliche Lämmchen, die sie sängten. Und wenn wenn Gott einmal böse wurde, dann war es mit dem Krausdieselben sich satt getrunken, spielten sie und sprangen; topf vorbei. dabei kamen fie aber von ihren Mamas weg und dabei Dies beklemmte Fanny so sehr das Herz, daß sie weinten sie, ganz so wie kleine Kinder. Ach Gott, wie den ganzen nächsten Tag umherging und sich an Mamas sie herzig waren! Fanny schrie vor Entzücken und die Röcken festhielt. Sie schien zu glauben, daß sie auf diese Thränen traten ihr ins Auge. Ja, wenn ich groß bin, Art sicherer sei. Mama konnte nicht umhin zu lächeln. so taufe ich dir ein Lamm," sagte Friz entschlossen. Im Juli wurde Frau Holmsen mit ihrer Tochter auf vierzehn Tage zu Gutsbesitzer Wiig auf Vig eingeladen. Das war ein Glück: die Noth hatte sich dieses Jahr Ein Agent des russischen General- Konsulats sandte an denselben ein mit der gefälschten Unterschrift des Prinzen ver sehenes Telegramm, mit welchem Burzem eingeladen wurde, in Geschäftsangelegenheiten nach Konstantinopel zu kommen; Burzew machte sich auf den Weg, erhielt aber von seinen Freunden einen Wink und begab sich nach Rumänien, von wo er mittelst Dampfers die Heimreise antrat. Er beging aber dielnvorsichtigkeit, den Prinzen Nataschidze von seiner Durchreise durch ein Telegramm zu verständigen und ihn zu bitten, die kei ihm zurückgelassenen Bücher auf das Schiff zu bringen, mit welchem er die Reise antreten wollte. Diese Depesche gelangte in die Hände des russischen Generalfonſulats, das nun seine Vorkehrungen traf. Burzew traf in Konstantinopel in demselben Augenblicke ein, als bereits alle seine Freunde verhaftet waren. Da er bei seinem Eintreffen Niemanden von seinen Freunden fab. fo be gab er sich ohne jeden Argwohn von dem großen Dampfer in das kleine Schiff, auf welchem die Passagiere nach dem Goldenen Horn gebracht werden. In diesem Momente traten türkische Gendarmen und in deren Begleitung ein Dragoman und zwei Rawassen des russischen Generalfonsulats an ihn heran. Burzew, welcher Böses ahnte, trat jedoch rasch zurück und befand sich wieder auf dem großen Schiffe. Die Polizei eilte ihm nach und verlangte von dem Kapitän die Auslieferung Burzew's, angeblich weil derselbe an dem armenischen Ausstande theilgenommen hatte. Der Kapitän antwortete aber, er habe Niemanden auszuliefern, da er einen solchen Akt nur auf Befehl des eng lifchen Botschafters vollziehen dürfe und ein solcher ihm nicht zugegangen sei. Nöthigenfalls würde er der Gewalt Gewalt entgegensezen, und um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, ließ der Kapitän die englische Flagge hissen. Als dies die Polizei sah, zog sie sich zurück, und der russische Generalkonsul sendete nachher einen Rapport an seinen Botschafter. Dieser soll an die englische Botschaft die Forderung gestellt haben, den Nihilisten auszuliefern, aber Sir William White antbewogen sie die Knechte, vom dummen Burschen zu er zählen, der Hochzeit machen wollte. Das war aber auch eine lustige Geschichte. Der Geselle war so dumm, daß das Mädchen ihn nicht habent mochte; sie verstand es daher mit Kunst und List so anzuordnen, daß er am Abend eine große langhaarige Gais statt der Braut ins Bett bekam. Ha, ha, ha, ha, das war bei Gott ein ge scheidtes Mädchen! Aber manche von den Geschichten, um welche die Knechte baten, wollte die Ruhmagd nicht erzählen. Ich begleite nur Fanny," sagte Gina. Ja, aber Du wußtest, daß Du dies nicht durftest," antwortete der Proprietär. Am unterhaltendsten war das Spazierengehen, wenn sie Zuckerwerk mit hatten, und das war zumeist der Fall. Friz kaufte es für ſein Taschengeld; oft aber spendete auch wie immer angemeldet. Es war nicht übertrieben lustig auf Big; die Frau des Eines Morgens beim Frühstück sagte Proprietär Wiig Fanny. Der Krauskopf war ab und zu bei Kasse; Bekannte der Familie, die sie auf der Straße trafen, schenkten Hauses war ein wenig steif und der Proprietar saß zumeist in sehr ernſtem Tone zu den kleinen, daß sie nicht ihr zeitweilig Schillinge, und diese Schillinge, welche sie beim Morgenblatt". Jedoch Fanny unterhielt sich. Mit in die Gesindestube gehen sollten. Sie hätten dort nichts Anfangs stets Mama nach Hause gebracht hatte, stedte sie des Proprietärs Gina tummelte sie sich den ganzen Tag, zu schaffen, sagte er. mun, da sie begreifen lernte, wozu man das Geld verwenden Gott weiß wo, herum; manchmal fanden die kleinen Mädchen könnte, zum Theil in die eigene Tasche. Da lebte sich's mit knapper Noth die Zeit zum Essen. Es entstand eine solche Freundschaft zwischen Beiden, manchmal ganz herrlich auf diesen kleinen Spaziergängen. Fanny schaute ihn überrascht an. Was soll das Es war unglaublich, wie viel Kuchen man für eine kleine daß Fanny auf Big zurückbleiben mußte, als Frau Holmsen wohl bedeuten, daß sie nicht in die Gesindestube durften? Silbermünze erhalten konnte, wenn Bäcker Rustad eben bei zur Stadt zurückfuhr. Am meisten unterhielten Fanny aber die Kälber, denen Auch Frau Wiig sah sehr ernsthaft aus. Gina, die um guter Laune war. Allein auf die Länge ging es damit doch nicht gut. Sie jedoch nicht nahe zu kommen wagte, die Küchlein, die ein Jahr älter war, als Fanny, saß da und schwieg mit Der Bäcker war eines Tages allzu liebenswürdig gewesen. zwei niedlichen kleinen Hunde und die Gesindestube. Sie einer Miene, die vor Gehorsam glänzte. Die kleinen Mädchen spielten an diesem Tag mit ihren Er hatte ihnen mehr Kuchen und Bonbons gegeben, als sie ihrer Hilfe trefflich von Milch und Sahne; auch die übrige Puppen und Hündchen und waren nicht bei den Leuten hatte das Herz der Kuhmagd gewonnen und lebte mit sich im Stande sahen zu verzehren. Daher kam Fanny zur Dienerschaft mochte sie gut leiden. Sie saß den Knechten drunten. Mittagszeit mit einer ganzen Schürze voll von allerlei süßen Sachen und mit fürchterlichen Magenschmerzen heim. im Schooß und war ihr Schatz; wenn sie ihre Lieder sang Es gab ein Verhör und alles kam aus Tageslicht. Es oder predigte oder Vortrag hielt, so lachten sie; sie lernte endete mit der Ruthe. Und zugleich erfuhr die Kleine etwas, auch von ihnen hübsche Sachen und man erzählte Geschichten und Märchen, die ihre größte Verwunderung erregten. Da das sie mit Entsetzen erfüllte. sie so klein und unschuldig war, fanden die Leute in der Gesindestube es lustig, sie alles mögliche zu lehren; die offene Er war überall zugegen. Wo sie ging und stand, da Art, wie sie selbst das allergröbste wiedergab, var allzu befand auch er sich. Und wenn sie noch so weit davon komisch. Ein älterer Käthner brummte manchesmal und lief, ja, wenn sie sich in der Erde vergrub, so entschlüpfte meinte, man solle das artige Mädchen doch nicht dergleichen " Du sie ihm doch nicht. Und obgleich er selbst unsichtbar lehren; allein man nahm dies nur mit Lachen auf. war, sah er doch alles. Und wenn es die schwärzeste Nacht glaubst ja doch nicht, daß die Kleine so etwas versteht, war, wo feiner sehen konnte, was sie that, er sah es. Hans?" Nein, nein, aber" Gott war allgegenwärtig. „ Warum dürfen wir nicht in die Gesindestube?" fragte Fanny. " Papa und Mama wollen nicht, daß ich hineigehe", antwortete Gina. Eines Abends traf Fanny im Hof die Kuhmagd und halb versteckt hinter ihren Röcken schlich sie gegen das Verbot mit in die Stube. Sie fühlte sich nicht wohl zumuthe und nach ganz kurzer Weile kam Gina fie zu holen. Fanny ging mit ihr, aber als sie hinaustamen brach sie in Thränen aus. Warum weinst Du?" fragte Gina. " Jest sagst Du es Deinem Papa und Deiner Mama!" Wenn Du mir erzählst, was sie Dir da drin erzählten, Selbst ihre Gedanken sah er. Wenn sie nur etwas Die Kuhmagd war die beste Erzählerin. Sie wußte jammerte Fanny. Schlechtes dachte, wurde er schon böse. Also ein braves alle Märchen, vom Aschenputtel und den Trollen; sie erMädchen sein, ob nun Mama da war oder nicht; denn zählte auch vom Fuchs und vom Bären, und manchesmal so sage ich nichts," entgegnete Gina. daß Wenn wortete ebenso entschieden wie der Kapitän, indem er dieses meine Wahlrecht. Was den Ausschlag geben wird, ist die feinmal vorwärts gehen müsse. Die Beschlüsse der früheren KomBegehren ablehnte. Daraufhin drohte die russische Botschaft, Furcht vor der Macht, den Hilfsmitteln und der Disziplin mission liegen dem Antrage zu Grunde; ich sehe also nicht ein, die türkische Regierung dem englischen Dampfer unserer belgischen Parteigenossen, die durch ihr kluges und weshalb wir jetzt nicht in die zweite Berathung eintreten sollen. nicht gestatten werde, die Dardanellen zu pafsiren. Sir W. Zeit, uns mit einem Wildschadengesetz zu beschäftigen, Suz White foll darauf erwidert haben, daß er es dem Kapitän besonnenes Handeln bewiesen haben, daß sie der schwierigen Wenn erst das Budget eingegangen ist, haben wir nicht mehr dagegen das Abgeordnetenhaus und Herrenhaus die Sache durchnicht als Vergehen anrechnen würde, wenn er fich gegen Gewalt Situation vollständig gewachsen sind. Im Kanton Tessin ist die Lage wieder eine sehr ge- berathen haben, so kann die Regierung entscheiden. Die Amende selbst mit seinen Kanonen wehren würde. Auf keinen Fall würde er zugeben, daß Burzew ausgeliefert werde. Diese Ant- spannte. Nächsten Sonntag werden die Wahlen für den ments sind gar nicht so schwierig, wie der Abgeordnete Rickert wort scheint Wirkung gemacht zu haben, denn nach einigen Verfassungsrath stattfinden, dem die Ausarbeitung des glaubt. Abg. v. Heeremann( 3.): Die Absichten des Vorrebners Stunden lichtete der englische Dampfer die Anfer und verließ neuen Grundgesetzes für den Kanton zustehen wird. Da Konstantinopel. beide Parteien fast gleich stark sind, so können selbst kleine theile ich auch, fomme aber zu einem entgegengesetzten Resultat. Wenn wir etwas zu Stande bringen wollen, so ist bei Die konfiszirten Bücher blieben in den Händen des russi- Verschiebungen in den Wählerlisten bedeutende Aenderungen den jetzt so sehr auseinander gehenden Ansichten eine Kommissions, schen Generalkonsulates, und mit Hilfe derselben wurde die in der Zusammensetzung des Verfassungsrathes zur Folge berathung unbedingt erforderlich. Machen wir die Sache im türkische Polizei derart in's Bockshorn gejagt, daß sie sich aus Angst dazu hergab, die bereits geschilderte Gefangennahme haben. Die Feststellung der Wählerlisten und die Rekla- Plenum, so ist wenig Hoffnung vorhanden, daß das Geseß noch Lukki's durchzuführen, der angeblich ein Gesinnungsgenosse mationen gegen dieselben bilden jetzt den Zankapfel zwischen in dieser Session zu Stande kommt.( Sehr richtig!) Das Gesez Burzew's gewesen sein und mit dem Prinzen Nataschidze eine den Parteien. Der schweizerische Bundesrath dürfte viel ist viel mehr gesichert, wenn wir in der Kommission mit der Re Verschwörung gegen die Türkei geplant haben soll. So be leicht wieder zum Einschreiten gezwungen werden, er hat der gierung verhandeln können.( Beifall.) haupten die Ruffen, aber Niemand glaubt es ihnen. Tessiner Regierung strengste Objektivität bei den WahlNeger und Chinesen an Stelle der deutschen vorbereitungen anbefohlen und sich vorbehalten, Rekurse selbst Plenum etwas fertig gemacht wird, sondern barauf, daß es Arbeiter zu setzen, ist das Ideal der, nationale" zu entscheiden, wenn es nöthig werden sollte, und geeigneten nachher auch in die Gefeßsammlung tommt. Gin Plenum von Falls die betreffenden Wahlen zu vernichten. Einführung 400 Mitgliedern kann aus dieser Materie nichts machen. Wenn Kölnischen Zeitung". Steht einmal der Profit unserer und Gewöhnung an das Proportionalsystem wird erst die wollen, es-( Buruf rechts: wir auch!), ist es am besten, wir wir wirklich etwas zu Stande bringen wollen wir wenigstens Schlotbarone und Landjunker in Gefahr, geschmälert zu Lösung der Tessiner Schwierigkeiten bringen. werden, dann werden die Bourgeoisblätter nervös über die Maßen, sie vergessen, daß sie bei jeder Zollerhöhung, bei jeder Forderung für den Militäretat die nationale Phrase bis zum Ueberdruß gebrauchen, d. h. in jenen Fällen, wo es sich um die Interessen der besitzenden Klasse handelt. In dem Momente aber, wo die Arbeiter um eine menschenwürdige Existenz kämpfen, wie jetzt die Hamburger Heizer und Kohlenzieher, da wird man internationaler als die Ber treter der internationalen Grundsätze selbst. So schreibt die Köln. Ztg.": Charakteristisch für Herrn Eugen Richter ist die ThatAbg. Rickert: Es kommt nicht darauf an, daß hier im sehen jetzt schon eine Kommission ein, welche in etwa drei Tagen mit der Sache fertig ist. Abg. Conrad: Ich würde herzlich gern mit einer Plenarberathung einverstanden sein; ich sehe aber, daß die Majorität face, daß er als Leiter der„ Freiſinnigen Zeitung" einer für die Skommissionsberathung ist, und ich lege Werth darauf, daß die Regierung in die Kommission Ronimissarien schickt, die Annonce der Schrift Kurt Falk's gegen die famosen nicht blos zuhören, sondern sich auch an der Debatte betheiligen, ( Seiterkeit.) Das wird die Debatte wesentlich erleichtern. Irrlehren" die Aufnahme verweigert hat. Und wie nicht blos zuhören, sondern sich auch an der Debatte betheiligen. Abg. Rauchhaupt: Nachdem der Antragsteller selbst sich seterte der Biedermann, als durch Versehen der Expedition( Seiterkeit.) Das wird die Debatte wesentlich erleichtern. unseres Blattes eine Reklame für die Irrlehren" nicht für die stommissionsberathung erklärt hat, so glauben wir unserem sofort in demselben Aufnahme fand. Das Versehen wurde früheren Versprechen gemäß handeln und seinem Antrage jetzt schnell rettifizirt, und der Aufnahme einer weiteren Folge geben zu müssen. Wir wollen damit auch dem Vorwurf Die Folge des gegenwärtigen Ausstandes wird sich darin Geschäftsreklame für die Richter'schen„ Irrlehren" steht entgehen, als wollten wir das Gesetz nicht, wie der Abg. Rickert kundgeben, daß gewisse Dampfschiffs- Gesellschaften noch mehr unsererseits kein Hinderniß im Wege. Sie haben bis angedeutet hat. Wir wollen ganz ernstlich ein Wildschaden- Gesez, Herr Rickert, und deshalb sind wir für die Kommission. Wir als bisher bestrebt sein werden, die schwarze und die gelbe jetzt so gut für uns agitivt, daß wir ihnen nur die weiteste hoffen, daß wir mit der Regierung, welche uns neulich durch den Race zum Feuerdienst heranzuziehen." Verbreitung wünschen können! Jedenfalls hat der Leiter Minister wenigstens die Hand gereicht hat zu einem Resultat geWir möchten von der„ Kölnischen Zeitung" die Frage der Freifinnigen Zeitung" von der Schrift Kurt Fall's langen werden. gern beantwortet wissen, was national ist. Wir sehen in eine bessere Meinung, als wir von der Richter'schen. dem Nationalgefühl einen Ausfluß des Solidaritätsgefühls Druckfehler sind entsetzliche Dinge. Man wird ja Gonra b einer Kommission von 14 Mitgliedern überwiesen, aller Glieder eines Volkes, es hat das Bestreben zur Folge, schließlich refignirt und hört auf zu berichtigen. Wenn es welche baldigst zusammentreten soll. die Intereffen des ganzen Volfes, und zwar aller seiner Theile einem aber passirt, daß so ein recht teuflischer Druckfehler in Schluß 124 Uhr. Nächste Sigung Montag 1 Uhr. zu wahren. Die ,, Köln. 3tg." muß wohl etwas anderes unter anderen Blättern mit chinesischer Genauigkeit kopirt und Rechnungsvorlage, Entgegennahme von Vorlagen seitens der Nationalgefühl verstehen, von ihr scheinen zu den An- weiterverbreitet wird und so sechs, siebenmal vor einem auf- töniglichen Staatsregierung.) gehörigen der Nation erst die Leute von der 15. Steuerstufe marschirt- wo man ihn gar nicht erwartet, so kann anzugehören. Für die, welche niedrigeren Steuerstufen ange das auch den größten Philosophen aus dem Gleichgewicht hören, giebt es fein Nationalgefühl. Elende Heuchelei ist bringen. Spielte uns da z. B. der Druckfehlerteufel neulich es, wenn ein Blatt, wie die Kölnische Zeitung", sich den Streich, in einer Notiz unsere Hamburger Genossen allen national nennt, elende Heuchelei ist es, wenn sie das Prinzip Ernstes der Theilerei"*) schuldig zu erklären und richtig, Der Bundesrath hat in seiner heutigen Plenarsizung dem des Klassenkampfes bekämpft, sie steht ebenso auf dem Stand die Theilerei" ist getreulich durch sechs, sieben andere Entwurf eines Gesezes, betreffend die faiserliche Schutztruppe punkte des Klassenkampfes wie wir, sie ist international wie Blätter gewandert. Wäre es nicht möglich, bei Abdruck für Deutsch- Ostafrika, sowie dem Entwurf eines Bertrages wir, so international, daß das nationale Moment noch viel von Notizen wenigstens die Druckfehler wegzulassen? mehr in den Hintergrund gedrängt wird wie bei uns. Uebrigens sollen die Brotgeber der„ Kölnischen Beitung" nur Neger und Chinesen zur Verdrängung der deutschen Arbeiter verwenden! In lezter Linie kommt dies nur uns zu Gute. Dem Blindesten werden dann die Schuppen von den Augen fallen, sie werden sehen lernen, daß der Bourgeoisie in nichts zu vertrauen ist, daß eine Besserung der Lage der Arbeiter doch nur durch die Arbeiter selbst bewirkt werden kann. ரம். Die Frage der Verfassungsrevision beschäftigt unausgesezt die Parteien Belgiens. Heute liegen folgende Meldungen aus Brüssel vor: Das Zentralbureau des Verbandes der konservativen Vereine richtete an alle konservativen Vereine des Verbandes ein Rundschreiben, in welchem dieselben aufgefordert werden, fich über die Opportunität einer Revision der Verfassung zu äußern. Im Falle sich die Vereine für die Revision äußerten, verlangt das Rundschreiben eine Angabe, wit welchen praktischen Mitteln diese Reform zu erreichen sei, und durch welche Bestimmungen die aufzuhebenden Verfassungsartikel zu ersetzen sein würden. ,, Der allgemeine Ausschluß der„ Ligue liberale"( gemäßigte Liberale), sprach sich in einer gestern abgehaltenen Versammlung im Prinzip für die Revision der Verfassung aus, erklärte jedoch die bedingungslose Annahme des allgemeinen Stimmrechts als unheilvoll für die liberale Partei." Wie die Frage der Verfassungsrevision zum vorläufigen Abschluß gebracht werden wird, läßt sich heute noch nicht absehen. Umgehen wird sich die Frage nicht lassen, trob des besten Willens der Ultramontanen und der Liberalen. Etwas wird bewilligt werden, wohl aber kaum das allge mich. " Sie erzählten nichts, denn Du kamst ja und holtest Morgen werde ich Dich nicht holen; dann mußt Du mir aber Alles erzählen, was sie erzählen. Willst Du?" Ja, aber dann darfst Du es nicht Deinem Papa und Deiner Mama fagen." ,, Nein, ich werde es nicht sagen." Parlamentsberichte. Abgeordnetenhaus. 15. Sigung vom 8. Januar, 11 Uhr. Am Ministertische: Kommissarien. une Der Abg. Fridenhaus hat sein Mandat niedergelegt. Auf Grund des mündlichen Berichtes der Geschäftsordnungs Kommission( Referent Abg. Westerkampf) wird beschlossen, daß das Mandat des Abg. Herwig durch die Verleihung des Titels eines Präsidenten nicht erloschen ist. vorliegt. Der Antrag Rickert wird angenommen und der Antrag Parlamentarisches. zwischen Deutschland und Dänemark, betreffend die Aufhebung des Abschosses und Abfahrtsgeldes, seine Zustimmung ertheilt. 108 Korrespondenzen und Parteinachrichten. " Frankfurt a. O. Wegen Beleidigung des Herrn Bueck wurde der Redakteur der Märkischen Boltsstimme", Herr Ernst Noeller zu 50 M., Tragung der Kosten und Publikationsbefugniß verurtheilt. Der Staatsanwalt erwiderte auf die Bemerkung des Angeklagten, weshalb Bueck nicht sofort Berichtigung auf§ 11 Auf der Tagesordnung steht ferner die zweite Berathung des Preßgefehes eingesandt und erst abgewartet habe, bis zahldes Antrages Conrad auf Annahme des Entwurfs eines reiche Blätter nachgedruckt haben: es könne Niemand verdacht Wilds ch a den- Gesetzes, wozu eine Reihe von Anträgen werden, wenn er seinen Namen nicht in einem Schmutzblatt stehen haben wolle. Die Notiz sei hetzerisch(!) die Beleidi Mit Rücksicht auf diese Anträge, deren Tragweite noch gar gung schwer", sozialen Frieden störend. Noeller wehrte sich nicht zu übersehen sei, beantragt der Abg. Rickert, den energisch und machte den Staatsanwalt darauf aufmerksam, daß überweisen; im Plenum fönne man die Sache unmöglich er erklärte in der Begründung, daß als mildernd angesehen werde, ganzen Gefeßentwurf einer Kommission zur Vorberathung zu er zu solchen Aeußerungen fein Recht habe. Der Gerichtshof ledigen. G3 stelle sich heraus, daß der kürzeste Weg, nämlich daß Noeller die Notiz für wahr gehalten habe. die Plenarberathung, in dieser Materie nicht zum Ziele führe. Vorschlage einverstanden ist. Abg. Rintelen erklärt, daß auch der Antragsteller mit diesem Abg. France( Tondern) ist gegen diesen Antrag. Man hat in der ersten Lesung immer gesagt, daß die Angelegenheit endlich von der Theilerei abgesehen „ Daß * * Aus Sachsen. Wiederum sind eine Reihe von sozialdemofratischen Siegen bei Gemeinderaths Wahlen zu verzeichnen: In Altendorf wurden unsere Genoffen O. Richter, O. Winkler und R. Zschockelt mit 164, 160 bezw. 159 Stimmen gewählt. Unsere Gegner brachten es auf etwa 50 Stimmen. die behaupteten In Mildenau wurden die Genossen Ed. Häßler für die Anbetreffend) im lässigen und Louis Siegel für die Unansässigen gewählt.- In nicht erst zu Oberlungwi kamen die vier vom Wahlverein aufgestellten abgesehen, an Kandidaten durch. In Gotta fiegte der Sozialdemokrat mit 249 Stimmen; der Ordnungskandidat mußte mit 44 Stimmen zufrieden sein. In Schönau bei Chemnitz fielen auf die fozialdemokratische Liste 116 Stimmen, die Gegner erhielten 100. Thatsachen( Zügen des Hamburger Echo" zc. Wesentlichen erlogen sind zc. – brauchen wir versichern." G3 sollte heißen: von der Theilerei die, außer Gugen Richter. so wie so Niemand glaubt 2c. nicht wenn man verlobt ist. sondern wenn man verheirathet ist," antwortete Marit auffallend schnell. Warum thun sie das?" fragte Fanny. Noch mehr Lachen, noch mehr Richern; tönte es von der Burschenseite. " sag's ihr! Das wirst Du hören, wenn Du groß bist," kircherte die Kuhmagd. " ** = Mittweida( Sachsen). Seit dem 1. Januar cr. besitzen die Parteigenossen des 15. fächs. Reichstags Wahlkreises ein eigenes Partei- Organ," Die Volksstimme", das auch gleichzeitig von den Genossen des 10. und 14. Kreises als Partei Organ anerkannt wurde. Wenn sich dasselbe nun auch schnell in allen Orten der genannten Streife Eingang verschafft hat und die Auflage eine ziemlich hohe ist, so läßt trotzdem der Besitzer der Burgstädter Beitung" dieselbe nach wie vor im Kreise erscheinen. Wie lange der die Parteigenossen stehen und die auf Grund der in- Parteiversammlungen gefaßten Beschlüsse ins Leben gerufen ist, wird jenes Blatt, das nach wie vor als Privatunternehmen dient, Gina bekam die Geschichten wieder zu horen, so gut fie An den folgenden Abenden ging Fanny in die Gesindeftube. Sie dachte ein wenig an den Allgegenwärtigen; sie derselben sich entsinnen konnte; manches Mal ticherte und freilich, dies ist eine Frage der Zeit. Die Boltsſtimme", hinter stellte sich vor, daß er in dem finstern Winkel hinter der lachte sie, wie die Mägde in der Gesindestube. Bodentreppe auf der Lauer liege; sie ging aber dennoch; Weswegen lachst Du?" fragte Fauny. sie hatte es ja Gina versprochen. Und als sie hineinkam, versteckte sie sich bei der Kuhmagd und fürchtete sich nicht das niemand Anderem erzählen." Länger. ,, Erzähle, Marit!" bat sie dann, und die Kuhmagd erzählte. Sie erzählte auch die Geschichten, um welche die Knechte sie baten; es schien, als fühle sie sich nun freier als vorher. Aber es war nicht immer so unterhaltend, was sie jetzt erzählte. Die Männer lachten wohl manches Mal, aber Fanny konnte oft nicht verstehen, worüber. " Ach, wegen nichts," antwortete Gina; aber Du darfst überflügeln. Daß Herr Walther in nicht gar zu langer Zeit seine " Warum nicht?" " Weil es etwas Häßliches ist." " Ist es häßlich?" " sa." " Warum ist es häßlich?" Darum." Warum aber?" " Das kannst Du Dir doch denken! Erzähle noch Da war z. B. die Geschichte von einem Burschen, mehr, Fanny!" der eine Prinzessin gewann, indem er sich die Erlaubniß Jedoch plötzlich wurde Fanny wieder in die Stadt geTaufte, eine Nacht vor ihrem Bimmer zu schlafen, die nächste schickt. Sie erschien vor Mama angftvoll und niedergedrückt; Nacht in ihrem Zimmer u. 1. f.; das Schlußergebuiß war, diese las schweigend Frau Wiigs Brief und ging dann um daß ihn der König nothgedrungen sie heirathen lassen mußte; die Rute. Allein den Druckerei schließen wird, ist voraus zu sehen. Den Parteigenossen der drei Kreise erwächst aber nicht die mindeste Schuld. Sie haben mehrere Male mit Walther wegen des Kaufs verhandelt. Immer vergeblich. Ihm war neben Erstattung sämmtlicher Untoften ein gutes Auskommen gesichert. Dazu kam die Entlassung des Redakteurs A. Schmidt, die Umgehung irgend welchen Schiedsgerichts, der Verkauf der Druckerei an einen Gegner u. A. m., und die Genossen waren gezwungen, ihre eigenen Wege zu gehen. Daß sie die richtigen eingeschlagen haben, das beweist das feste zusammenhalten um die„ Voltsstimme". Wie wir in Erfah rung gebracht, beabsichtigen die Textilarbeiter ebenfalls gegen Herrn Walther Stellung zu nehmen, da er auch deren Blatt, ohne die Vertrauensmänner zu fragen, an die Firma Jensen u. Go. in Hamburg verkaufen wollte. Wurzen. Wie wir schon gemeldet haben, erlangte bei ber Gemeindewahl im hiesigen Orte Genosse Künzel ebensoviele Stimmen wie fein Gegner Hahndorf. Hierauf fand Auslosung statt, die zu Gunsten Hahndorf's ausfiel. Unsere Genossen glauben mun, daß bei der Ausloosung inkorrekt vorgegangen und haben sofort bei der Kreishauptmannschaft - darüber lachten die Männer tüchtig. Dann war da ein Das wurde eine ernste Geschichte. Nie vorher war der Stockfisch von einem Burschen, der aufs Freien gehen sollte. Auf Krauskopf so gründlich durchgepeitscht worden. dem Wege traf er einen luftigen Schelm, der ihm einredete, Jedoch es war auch eine Züchtigung, welche wirkte. wenn er mit seiner Verlobten zu Tisch gehe, solle er das und das Sie wurde nicht böse, sie schrie nicht. sagen und so und so thun, sonst ist es nicht in Ordnung," ganzen Tag nachher versteckte sie sich gleichsam. Hie und wurde sagte er. Und der Bursche, der Arme, sagte und that so da weinte sie, aber unterdrückt, erwachsen. Mama Leipzig gegen die Ausloosung Protest eingelegt. Infolge dieses und so, zum großen Entjeßen der Braut und aller Gäste; wurde schließlich ängstlich und begann sich zu fragen, Proteftes ist Hahndorf noch nicht als Gemeinderathsmitglied verbarüber lachten die Knechte noch ärger. Und die Wägde ob sie sie nicht um den Verstand gebracht habe. Als pflichtet worden, während die anderen damals gewählten Geficherten und benahmen sich wunderlich. Fanny saß und am Abend die Kleine sich ins Bett gelegt hatte, über- meinderäthe schon längst verpflichtet sind. schaute; sie konnte der Sache nicht folgen. wältigte sie ein so verzweifeltes Weinen, daß es wirklich Thut man so, wenn man verlobt ist?" fragte sie unheimlich wurde. ( Fortsegnug folgt.) „ Aah!" schrien die Mägde; die Knechte lachten laut plöglich. auf. We * Konstanz, den 3. Januar. In der heute stattfindenden Schöffengerichts Sigung wurde gegen den Schneidergehilfen Berthold Wasmer wegen Beamtenbeleidigung und Widersezlichkeit gegen die Staatsgewalt verhandelt. In der Nacht vom 27. auf den 28. September v. J. ging Wasmer in Begleitung zweier seiner Kollegen von ihrem ge-| zwei Wochen Gefängniß verurtheilt. Das Schöffengericht erkannte und eine Lohnerhöhung von 10 pet. Da nun der Geschäftsgang wohnten Bierlokale, um einen Spaziergang zu machen, in den jedoch, daß von der Beleidigungsstrafe eine Woche abzurechnen etwas nachgelassen hat, glauben einige Fabrikanten und Meister Stadtgarten. Dafelbst am Gondelhafen angelangt, beschlossen sie, fei, weil Frick den Wasmer Schuft genannt hatte. Der Grenz- diefen von ihnen unterschriebenen Vertrag nicht mehr einhalten eine Gondelfahrt auf dem Bodensee zu unternehmen, weil es aufseher ging jedoch ohne Strafe aus. zu müssen und kündigten auf den 2. Januar 1891 eine Arbeitss mondhell war. Der dort stationirte Grenzaufseher Wilhelm Dies merkwürdige Urtheil fann vielleicht damit erklärt werden, zeit- Verlängerung von einer halben Stunde, sowie eine Lohn Frick verweigerte dies denselben. daß Frick und Kriminalschutzmann Maier Wasmer als eifrigen reduktion von 5 pet. an. Dies Anfinnen wurde nun von Seiten Sozialdemokraten bezeichneten mit dem Bemerken, W. habe zwei der Arbeiter zurückgewiesen und daraufhin von den Fabrikanten Tage vor dem Fall des Sozialistengesetzes verbotene Schriften und Meistern der Ausschluß proklamirt. über die Grenze einschmuggeln wollen. Wasmer trug dem Frick 20 bis 30 M. Kaution an, was jedoch nicht angenommen wurde mit dem Bemerken, sie sollten machen, daß fie fortfämen, sie hätten hier nichts zu schaffen, wobei F. das Gewehr beim Lauf anfaßte und mit dem Kolben zuschlagen wollte. Hierauf setzte Wasmer mit den Kollegen seinen Weg wieder fort zum Stadtgarten hinaus. Dies genügte jedoch dem Grenzaufseher nicht, er rief dem Wasmer mehrere Schimpfworte nach, unter Anderm auch das Wort Schuft. Hierauf rief Wasmer Gänssäckel und ging weiter. Als Wasmer sich auf einer anderen Straße etwa dreihundert Schritte weiter befand, wurde er von dem Frick überfallen und am linken Vorderarm mit dem Gewehrkolben zweimal so geschlagen, daß derselbe jetzt noch arbeitsunfähig ist. Troßdem die beiden Zeugen ihre Aussage, welche sie vor dem Untersuchungsrichter gegeben hatten, zurücknahmen, wurde obiges Urtheil gefällt, wogegen Rekurs erhoben wird. Soziale Uebersicht. Mainz, 6. Januar. Wie auf dem deutschen Tischlerkongreß zu Hannover bekannt gegeben wurde, ist im Frühjahr 1890 bei Wasmer erhob gegen Frick Klage wegen Körperverlegung, worauf uns in Mainz zwischen den Möbelfabrikanten und dem Meisterdie Großh. Zollamts- Verwaltung wegen Beamtenbeleidigung und verband einerseits und der Lohnkommission der Schreiner unter Widersehung gegen die Staatsgewalt Gegenklage erhob. Troh- Vorsitz des Bürgermeisterei- Beigeordneten Herrn Dr. Gaßner als dem Frick für die Widersetzlichkeit keinen Beweis liefern konnte, Schiedsrichter andererseits ein Ausgleich unter folgenden Bewurde Wasmer zu sieben Wochen und wegen Beleidigung zu dingungen zu Stande gekommen: Arbeitszeit von 91/2 Stunden Theater. Freitag, den 9. Januar. Opernhaus. Marie, oder: Die Tochter des Regiments. Schauspielhaus. Im Reiche der Mütter. Der Winkelschreiber. Leshing- Theater. Nora. Berliner Theater. Mein neuer Hut. Der Kriegsplan. Deutsches Theater. Das verlorene Paradies. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Gondoliere. Wallner- Theater. Talmi. Residenz- Theater. Der Kampf ums Residenz- Theater. Der Kampf ums Dafein. Viktoria Theater. Die Die sieben Raben. Bellealliance- Theater. Mein Freund Lehmann. Vor Sonnen Circus Renz. Karlstraße. Freitag, den 9. Januar 1891, Abends 7 Uhr: Deutsche Turner. Große, nationale Orig.- Pantomime 2c. Neu arrangirt und in Szene gesetzt vom Direktor E. Renz. hengste, zus. in Freiheit vorgeführt von Außerdem: Horaz u. Mercur, FuchsHerrn Ernst Renz( Enkel). Negro, Rapphengste, ger. von der Schulreiterin Mm. Vidal. Ifagar, Blumenpferd, in Freiheit vorgeführt von Fräul. Oceana Renz( Enkelin). Ein orientalisches Manöver, ger. von 16 Damen. Mr. Alexander Briatore, SaltomortalesReiter ersten Ranges, Mr. Burnell Ostend Theater. Fillis, Voltigeur à la Richard. Mr. aufgang. Adolph Ernst- Theater. Unsere Rodgers an seinem von ihm erfundenen Don Juans. Luftapparat. Auftr. d. Reitkünstlerinnen Thomas- Theater. Der Soldaten- Frls. Sephora, Natalie u. Miß Lillie freund. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Englischer Garten. Meers. Komische Entrees und Intermezzos von sämmtlichen Clowns. Morgen Vorstellung. E. Renz, Direktor. Circus Schumann. Friedrich- Karl- Ufer. Heute Abend 71/2 Uhr: Leseklub M. L. Unserem Freunde Max Thomae, dem Entdecker der„ Schimmeltheorie", zu ſ. Geburtstage ein schnaaßiges Hoch! 131 R. B. G. W, N. R. H. P. B. W. M. Verband deutscher Mechaniker und verwandter Berufsgen. ( Zahlstelle Berlin.) Die Zahl der Ausgeschlossenen beträgt bis jetzt 200 Mann, wovon ungefähr die Hälfte verheirathet ist. Der Geist ist ein vorzüglicher, und wir hoffen unsere Vereinbarung hoch zu halten. Von Seiten der Fabrikanten und Meister sucht man die Lohntommission auf die Seite zu schieben, weil man denkt, mit dem Einzelnen beffer fertig werden zu können. Wir appelliren nun an alle Kollegen Deutschlands, uns in unserem gerechten Rampfe zu unterstüßen, wie wir es stets gethan. Der Sieg wird unser sein und zugleich der Eure. Mit kollegialischem Gruß: Die Lohnkommission der Schreiner von Mainz. Im Auftrag: Johann Germann. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck ge beten. Große öffentliche Volks- Versammlung am Montag, den 12. Jannar, Abends 8 Uhr, Am 6. Januar verſtarb unſer lang in der Brauerei Friedrichshain( fr. Lips). jähriges treues Mitglied Julius Perleberg Tages Ordnung: 107 an der Proletarierkrankheit. 1. Die Gründung der Berliner Arbeiter Bildungs- Schule. Referent 140 Reichstagsabgeordneter W. Liebknecht. 2. Diskussion. 3. Bericht der den 9. Januar, Mittage 1 Uhr, vom 5. Verschiedenes. Die Beerdigung findet am Freitag, Kommission. Berichterstatter Stadtverordneter Vogtherr. 4. Diskussion. Um recht zahlreichen Besuch bittet Trauerhause, Lothringerstr. 10, aus statt. Um zahlreiche Betheiligung der Koll. ersucht Der Vorstand. Achtung! Achtung! Filzschuh- Arbeiter! Große Vereinsversammlung am Sonnabend, den 10. Jan., Abends 8 Uhr, bei Zemter, Münzstr. 11. Tagesordnung: Die Kommission. J. A.: H. Gumpel. Gr. Volks- Versammlung 127 am Freitag den 9. Januar, Abends 8 Uhr, im Lofal ,, Elysium", Landsberger Allee Nr. 39-41. Tages- Ordnung: Der Einberufer. 1. Die Lebensmittelzölle. Referent Reichstagsabgeordneter P. Singer 1. Vierteljahrs- Abrechnung. 2. Vor 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten Entree nach trag über das Alters- und Invaliden- Belieben. Um zahlreichen Besuch ersucht Versicherungsgesetz. 3. Diskussion. 4. Abrechnung vom Stiftungsfest, 5. Antrag Meyer und Schunke. 6. Verschiedenes. Pflicht jedes Kellegen ist es, zu er Der Vorstand. Große Vorstellung scheinen. mit neuem vorzüglich gewähltem ProDirektion: C. Andress, Alexander- gramm. straße 27c. Clara Conrad, Lieber- und Walzer fängerin. Zum Schluß der Vorstellung: Eine ländl. Hochzeit, Jenny Reimann, Roftüm- Soubrette. Circus unter Wasser. Max Menzel, Gesangskomiter. Mr. Koberstein, Malabarist. Mc. Lean Brothers, Amerikan. Neger- Excentric. Gebr. Willmo, musikalische Clowns. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 5/2 Uhr. Pf. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Bf 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. 146 Allgem. deutscher Sattlerverein. ( Mitgliedschaft Berlin.) Geschlossene Senfationelle Wafferpantomime. Mitgl.- Versammlung Morgen Abend 7½ Uhr: Große Vorstellung mit vorzüglich gewähltem Programm. Eine ländl. Hochzeit. Sonntag, den 11. Januar, 2 Bor: stellungen, Nachm. 3/2 Uhr und Abends 71/2 Etablissement Buggenhagen 7 Uhr. In beiden Borstellungen die am Moritzplatz. Täglich: Grosses Concert. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Entrée Wochentags 10 Pfg., Sonn- und Festtags 25 Pfg. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Bratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, ausgeführt von dem Musik- Direktor H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Versammlungen. F. Sodtke. 703 Castan's Panopticum. Prof. Dr. R. Kech im Labora torium. Amazonen- Truppe a. d. Leibwache des Königs von Dahomey. ен WeihnachtsAusstellung. Damen- Kapelle. Entree 50ẞf. Rinder 25 Pf. v.9 Uhr Morg. bis 10 Uhr Ab. Nur 1 Mark. Klagen, Eingaben, Rath in Prozessen, Einziehung von Forderungen. Pollak, jetzt Georgenkirchstr. 24, 11, Auch Sonn- u. Feiertags geöffnet. 21 sensationelle Wasser- Pantomime. PassagePanopticum. 100 nene Gruppen und Figuren. SpezialitätenVorstellung. Entree 50 Pfennig Geöffnet v. 10 Uhr Vorm. b. 11. Ab. Kaiser Panorama. am Sonnabend, den 10. Jan., Abends 8/2 Uhr, bei Reyer, Alte Jakobftr. 88. Tagesordnung: 1. Rassenbericht vom 4. Quartal. 2. Ersaywahl Grfazahl des Zentralvorstandes, fomie Gesammtwahl örtlichen VerGroße öffentliche Volks- Versammlung für Wilmersdorf und Umgeg. am Sonntag, den 11. Jan., Mittags 12 Uhr, in Pietsch's Volksgarten Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn K. Pirch über Partei- Organisation. 2. Di fuffion. 3. Wahl eines Vertrauensmannes. 4. Verschiedenes. 129 Der Einberufer. Fachverein d. Tischler. Sonnabend, den 17. Januar, waltung. 3. Der Antrag Schubert. 4. Wer in der Brauerei Friedrichshain( fr. Lips) schiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. 130 Großer Oeffentl. Versammlung Wiener Masken- Ball. melder Feilenhauer Berlins und Umgegend. am Sonntag, den 11. Jan., Vormittags 91/2 Uhr, bei Meißner, Gartenstr. 162. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Delegirten vom Provinzialtage. 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Es wird gebeten, daß fämmtliche Feilenhauer in dieser Ver fammlung erscheinen. 135 Der Einberufer. Billets sind auf den Zahlstellen des Vereins, sowie bei folgenden Herren zu haben: 144 Apelt, Sebastianstr. 27/28; Glocke, Lausigerstr. 52, 3 Tr.; Wiedemann Wendenstraße 2, vorn 4 Tr.; Mende, Wienerstr. 37, vorn 2 Tr.; Wichert Grimmftr. 38, v. i. Keller; Fest, Stallschreiberstr. 48a; Monien, Kreuzberg straße 9, Quergeb. 3 Tr.; Ahrens, Rottbuserstr. 6a, v. 4 Tr.; Schulz, Briger straße 42, v. 4 Tr.; Mieke, Adalbertsir. 9, vorn 4 Tr.; Haberland, Reichen bergerstraße 161, v. 2 Tr.; Hoffmann, Straußbergerstr. 36, Hof 4 Tr.; Rambow Dieffenbachstr. 70, vorn 2 Tr. bei Mehnte; Polengowski, Boffenerstr. 40, Hof part.; Witte, Invalidenstr. 21, v. 2 Tr.; Lenz, Dieffenbachstr. 67, v. 1 bei Walther; Recte, Frobenstr. 18, Hof 3 Tr. bei Schirmer; Boian, Wiener straße 30, v. 4 Tr.; Meyer, Invalidenstr. 87, Hof 2 Tr.; Brose, Rigdor Berlinerstr. 114, 1 Tr.; A. Schmidt, Grüner Weg 105, Hof Quergeb. 2 r. feld( Neu- Weißensee), Langhansstr. 100; E. Peters, Tresckowstr. 29a; Häuster, Schulstr. 51; Bogasch, Friedenstraße 89, 3 Tr.; Hein( Neu- Weißensee), Char Tottenstraße Nr. 156; Reichert, Fürbringerstr. 25, Hof 1. 2 Tr.; Bruhns, Wrangelstr. 61; Hegeler, Brizerstr. 40; Stens, Görligerstr. 71; Grunert, Man teuffelstr. 64, 2. Hof 4 Tr.; Koblenzer, Adalbertstr. 96; Franz, Chorinerstr. 18 Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins Buchbinder- Männerchor Berlin. S. Theurich, Chauſſeeſtraße 76, v.4 Tr.; Wenschneider, Sorauerſtr. 27; Roſen Den Kolleginnen, Kollegen und Pallage 1 Tr., v. 9 M. bis 10 Ab. Diese Woche: 1. Reise auf der Insel Freunden zur Nachricht, daß der nächste Rügen. 2. Wanderung d. Rußland. Bergnügungsabend mit Tanz in Feuer1. Cycl. Pariser Weltausstellung. Bein's Tunnel, Alte Jakobstr. 75, am Hertha- Reise. Eine Reise 20 Pf., Sonntag, den 11. d. M., stattfindet; Kind nur 10 Pf., Abonn. 1 Mr. von da ab wieder regelmäßig alle M 14 Tage. Anfang 5 Uhr. Um recht regen Besuch bittet Der Vorstand. NB. Auch können daselbst gefangliebende Kollegen dem Verein beitreten. M. W. Walter. 132 Gegründet 1818. Fernsprech Amt 9. 9386. Beughofstraße 3. Versandtgeschäft für Mehl u. Hülsenfrüchte. Aufträge von 3 M. an frei Haus oder Bahnhof. Möbel, Spiegel und 884 Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Meyer's Bücher, Brehm, Weltgeschichten kauft A. Hannemann, Roch Arbeiterinnen! Am Sonntag, den 11. Januar, Vormittags 11 Uhr, Ein Scheffer's Salon, Insel Strasse 10: 137 Mitglieder- Versammlung. ab Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1890. 2. Verein angelegenheiten. 3. Verschiedenes und Fragekasten.- Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. NB.: Diejenigen Mitglieder, welche bisher ihre Adressen noch nicht Eure Zeitung ist erschienen. Be- gegeben haben, werden nochmals ersucht, dieselben beim Unterzeichneten einzu stellung nimmt entgegen jeder fenden, widrigenfalls sie sich die Nichtzustellung des Fachorgans der Arbeite selbst zuzuschreiben haben. J. A.: Ernst Gutsch, Oppelnerstraße 24. Spediteur. Spediteure, die gewillt sind, die Zeitung: ,, Die Arbeiterin" zit vertreiben, werden gebeten, ihre Adressen abzugeben bei A. Wabnitz, Landwehrstr. 26-27, v. 2 Zr. I. 134 Empfehle a. Freunden u. Bekannten Verband d. Vergolder, Goldleisten- Arbeiter u. Berufsgenossen. Erstes Stiftungsfest, verbunden mit Vorstellung und Ball in ,, Joël's Gesellschaftssale", Andreas- Strasse No. 21 Festrede, gehalten vom Kollegen Ewald- Brandenburg. Biffets& 50 Pt. für Herren inkl. Tanz, Damen 30 Pf. find bei W. Sprendit Alle Freunde und Gönner des Verbandes sind herzlich eingeladen. am Sonntag, den 25. Jannar, 141 straße 56. Fernsprecher Ic 4027. 75 und Abendtisch. Auch alle Thüringer Friedrichsfelderstr. 30, 4 Tr.; M. Jung, Dragonerstr. 24, Hof 1 Tr.; R. Nolte, Rüdersdorferstr. 23, 4 Tr., und in den Zahlstellen zu haben. mein Weiss- u. Bairisch- Bier- Lokal, verbunden mit Frühstücks-, Mittagslade ich zum Sonntag, den 11. Jan., Das Komitee. Kautsch.- Stempel, Monogr. u. Sign. freundlichst ein zur Gründung eines 88 Vereins. Fr. Hofmann( Thüringer), NB.: Die Vertrauensmänner, welche noch nicht im Besitz von Schablonen, Inschriften. Neuenburgerstr. 25. 142 find, werden besonders darauf aufmerksam gemacht. H. Guttmann, Brunnenstr. 9. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. f 2 tu er I m Billets F Hierzu eine Beilage. 3₁ en 44 rt, g 10 גי et 18. a er 15 ter 1= 11. [ et, te 48 t t Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 7. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Es werden 105 Stimmzettel abgegeben, hiervon sind 6 unbeschrieben. Gewählt wird Stadtv. Stryck mit 90 Stimmen zum Vorsteher; Stadtv. Singer erhält 8, Stadtv. Spinola 1 Stimme. Zum Stellvertreter wird Dr. Langerhans mit 87 Stimmen gewählt. 11 Stimmen fallen auf Stadtv. Singer. Die übrigen Stimmen zersplittern sich auf Stadtv. Gnadt( 2 St.), Hermes, Meibauer, Winkler und Spinola. Hieran schließt sich die Wahl von drei Beisitzern und deren Stellvertretern und die Verloosung der Mitglieder in die Abtheilungen. Die Sizungen finden auch in diesem Jahre am Donnerstag Nachmittag statt. Die Neuwahl einiger Ausschüsse wird dem Vorstand über Taffen. bestehen. Freitag, den 9. Januar 1891. wir 8. Jahrg. Die Zahlung eines Zuschusses zum Bau der Sebastiankirche auf dem Gartenplatz wird abgelehnt. Schluß 9 Uhr. Es folgt eine nicht öffentliche Sizung. Lokales. Unterrichts nur zulässig ist, wenn in Betreff des Lehrinhaltes Schülern sagt: Ihr sollt die heilige Schrist meiden! Und dazu sollen ihr werden, Der den besseren Stände" weniger laut, aber nicht weniger bemerkbar vom " ist aber nicht aus der Welt geschafft. Den Ruhm wird ausschusses ihre Zustimmung. Die vom Stadtv. Singer anges der Magistrat mit seinen unlogischen und unrechtmäßigen regten Angelegenheiten kommen also erst, nachdem der Magistrat Forderungen nicht ernten. Wenn nichts anders, so ist die Ausstellungen des Ausschusses beantwortet hat, zur Erledigung. aus Sigung vom Donnerstag, den 8. Januar. allen diesen Verhandlungen für die Arbeiter hervor Der Umbau der Waisen- und Kurfürstenbrücke wird nach Der Vorsteher, Stadtv. Dr. Stryck, eröffnet die Sigung Denkfreiheit, um wahre geistige Freiheit handelt, nie etwas Güngegangen, daß sie in den Fällen, wo es sich um Gewissens- und den Vorschlägen des Ausschusses genehmigt. Stadtvv. Friedemann fund Genossen beantragen: Der um 52 Uhr mit einer Reihe geschäftlicher Mittheilungen. Erster Gegenstand der Tagesordnung ist die Wahl des Vor- deputation zu erwarten haben.( Gelächter. Unruhe. Beifall bei manns im Berliner Rathhause Sorge tragen. Erster Gegenstand der Tagesordnung ist die Wahl des Vor- liges von einem solchen Magistrat, von einer solchen Sch I Magistrat wolle für die Ausstellung einer Büste Heinrich Schliestehers und seines Stellvertreters. Der stellvertretende Vorsitzende, den Sozialdemokraten.) Der Geschäftsordnung gemäß geht der Antrag an einen Stadtv. Dr. Langerhans, leitet die Wahlhandlung, welche folStadtschulrath Bertram: Seine Person, die der Vorredner Ausschuß von 5 Personen. gendes Ergebniß hat: treter des Magistrats, doch sei er bereit, in dieser Frage auch der Tagesordnung abgesetzt. angegriffen habe, komme nicht in Betracht; er stehe hier als Ver- Der Antrag Wohlgemuth( Wohnungsfrage) wird von alles persönlich zu vertreten. Die Antwort habe sich verzögert wegen der Vorgänge im Gemeinde im Laufe des Sommers. Sie ging damals mit dem Schooße der freireligiösen Plane um, sich atheistische Gesellschaft zu nennen. Glauben Sie, daß wir überhaupt daran hätten denken können, einer atheistischen Gesellschaft unsere Schulräume zut Singer: Warum nicht? David Strauß! Feuerbach! Noch überlassen?( Stadtv. immer ist das preußische Landrecht in voller Kraft, welches die Namen abgelehnt, und nun konnten wir unter bestimmten BeVerbreitung atheistischer Lehren verbietet. Die Gemeinde hat den Lebhaftes Bedauern rufen gegenwärtig bei den Berliner dingungen ihr die Schulräume anbieten. Auf Bedingungen mußten diesen Straßenpassanten die Zugthiere hervor, welche ihre schweren bestehen bleiben, denn der Lasten durch den Schnee zerren müssen, welcher, zerrieben und Unterricht in der freireligiösen Gemeinde ist kein Religions- zermahlen, lebhaft an den märkischen Sand einer sommerlichen Diejenigen Ausschüsse, die im vergangenen Jahre gewählt unterricht( Stadtv. Bogtherr: Das sagen Sie!), sondern Landstraße erinnert, und der noch immer nicht von den Straßen sind und ihren Auftrag noch nicht erledigt haben, bleiben weiter ein Unterricht in der Moral. Moral wird auch in der Schule Berlins verschwinden will, trotz der 9000 Mann Hilfstruppen, gelehrt. Der Lehrer der freireligiösen Gemeinde muß also die welche die Straßenreinigungs- Deputation des Magistrats und die Die Versammlung nimmt Kenntniß von der Antwort des Bedingungen erfüllen, unter denen der Schulunterricht überhaupt Bjerdebahn- Direktionen aus der großen Schaar der Berliner Magistrates an den Vorstand der freireligiösen Gemeinde auf nur ertheilt werden darf. Die heutige Rede des Stadtv. Vogt Arbeitslosen in Thätigkeit gesetzt haben sollen." Ach, die armen sein Gesuch um Ueberlassung von Unterrichtsräumen. Sie lautet: herr beweise, wie recht der Magistrat daran gethan habe, solche Thiere!" Diesen Ausruf warmen Mitgefühls kann man jetzt in Dem Vorstande erwidern wir auf die Eingabe vom Bedingungen zu stellen. Redner schließt emphatisch: In den den Straßen Berlins gar oft zu hören bekommen. Besonders 6. Oktober d. J. ergebenst, daß nach den geltenden Bestimmungen Klassenlokalen, wo die heilige Schrift in zahlreichen Gremplaren aus mehr oder minder schönem Munde, während die Herren der die Ertheilung des von der freireligiösen Gemeinde unternommenen steht, soll ein Unterricht ertheilt den Mitgefühl mit armen Thieren zit erkennen nachgewiesen ist, daß er den Gesetzen nicht widerspricht. Wenn wir mithelsen! Sie wollen dem Glauben, der Sitte und der geben. der Schuldeputation diese Nachweise gegeben sind, wird sie die Religion der übergroßen Majorität unserer Mitbürger ins Gesicht wärtigen Zustande Wenngleich auch die Zugthiere bei dem gegen der Straßen das gedachte lebhafte Konzession beim Provinzial- Schul- Kollegium beantragen und so schlagen. Und das sollen wir dulden? Darin stimme ich mit Bedauern voll und ganz verdienen, so giebt es doch noch bebald diese ertheilt ist, sind wir bereit, dem Vorstande der frei dem Stadtv. Vogtherr völlig überein, daß von uns eine Aen- dauernswerthere Geschöpfe, die indessen nicht in diesem lebhaften religiösen Gemeinde die erforderlichen Räume unter den üblichen derung unserer Haltung in dieser Sache nicht zu erwarten ist. Bedauern mit einbegriffen sind und die von den gefühlvollen Bedingungen zu bewilligen." ( Lebhafter Beifall.) Herrschaften scheinbar gänzlich übersehen werden. Es sind dies Stadtv. Vogtherr bemerkt hierzu: Wir halten unsere Stadty. Vogtherr erwidert, die Gemeinde mache kein Hehl die Haus resp. Geschäftsdiener, welche gleich den Zugthieren ihre Anfrage, weshalb der Magistrat demi Beschluß der Versammlung daraus, daß sie atheistisch sei; der Namenswechsel sei aus an- schwer belasteten Handwagen mit dem Aufgebote aller ihrer 7. April nicht Folge gegeben habe, durch die deren Gründen unterblieben. Es sei überaus wunderbar, daß Kräfte durch der Straßen lange Zeilen zerren müſſen. Für sie Antwort des Magistrats, zu der er 9 Monate Beit Herr Bertram schon vor zwei Jahren habe ahnen können, was die hat man keinen Blick, kein Wort des Bedauerns, und doch sind gebraucht hat, wohl formell aber nicht fachlich für erledigt. freireligiöse Gemeinde im vergangenen Sommer thun würde. Der es Menschen, die dem menschlichen Mitgefühle doch eigentlich Die Antwort zeichnet sich durch ein Uebermaß von Mangel an Magistrat geberde sich polizeilicher als die Polizei. Das Ansehen näher stehen sollten als die Thiere! Die Haus- und GeschäftsKenntniß der einschlägigen Verhältnisse und durch das Riesenmaß der Schuldeputation werde durch die Willkür, die sie der frei- diener nennen sich selbst bezeichnender Weise die„ Lasthiere der ihrer Inkonsequenz verglichen mit der Haltung des Magistrats religiösen Gemeinde gegenüber an den Tag lege, wahrlich nicht Kaufmannschaft", und diese selbstgewählte Bezeichnung erscheint vor zwei Jahren aus. Stadt- Schulrath Bertram habe sich schon erhöht. jetzt mehr als je gerechtfertigt. Den Zugthieren wird bei dem früher sehr schlecht unterrichtet gezeigt.( Unruhe.) Die Schuls Ein Schlußantrag wird angenommen. Damit ist die An- gegenwärtigen Zustande der Straßen jede mögliche Erleichterung deputation habe in den zwei Jahren wirklich Gelegenheit gehabt, gelegenheit für erledigt erklärt. sich über das Wesen der freireligiösen Gemeinde zu unterrichten. verschafft, sei es durch Verkürzung der Arbeitszeit, sei es durch VorDer Magistrat ist gar nicht berechtigt, die in seiner Antwort Grundstück Friedrichstraße 184 am 19. September v. G. Gs Zastthieren indessen nicht zu Theil, obgleich deren Arbeitskraft Es folgt die Vorlage über das Brandunglück auf dem spann u. dgl. m. Eine gleiche Vergünstigung wird den zweibeinigen verlangten Nachweise zu fordern. Noch immer sei was Herr handelt sich dabei um die Kenntnißnahme von dem seitens des doch weit hinter derjenigen der Zugthiere zurückſteht. Es ist dies Bertrain vielleicht bedauere Ministers Fall vom 26. Januar 1875 in Kraft, wonach Kinder von stattet in fehr ausführlicher Weise Bericht, und kommt zu dem beitenden Menschenmaterial heutzutage beigemessen wird. G3 die Ministerialversi gung des Polizeipräsidiums eingegangenen Berichte. Stadtv. Meyer I er wieder ein sichtbarer Beweis dafür, wie wenig Werth dem arDissidenten auf Wunsch der Eltern vom Religionsunterricht be- Resultat, daß die Feuerwehr ihre Schuldigkeit im vollen Umfange steht dies in vollem Einklange mit der Thatsache, daß es wohl freit sind, ohne daß der Nachweis eines anderweitigen Religions- gethan habe. unterrichts erforderlich wäre! Der Magistrat hat gar keine Be Thierschutz- Vereine giebt, aber feine Menschenschuh- Vereine, daß oingungen an die Hergabe der Klaffenräume zu knüpfen. In der entgeltliche Lehrmittel in den Gemeindeschulen) wird von der Drängen der Thierschüßler folgend, erlassen werden, während Die Berichterstattung über den Antrag Stadthagen( un- zum Schuße der Thiere alle möglichen Polizeiverordnungen, dem freireligiösen Gemeinde haben hervorragende Männer Unterricht Tagesordnung abgesetzt. ertheilt. Stadtschulrath Bertram hat freilich gesagt, daß er gerade die Großindustriellen, welche Tausende von Arbeitern in nicht im Stande sei, den Gedankengang der Freireligiösen zu Reihe von Rechnungen und Etatsüberschreitungen. Der Ausschuß für Rechnungssachen erstattet Bericht über eine ihren Betrieben beschäftigen, sich mit Händen und Füßen gegen begreifen. Das glaube ich gern.( Unruhe.) Die Wahlfreiheit Arbeiterschutz- Bestimmungen stemmen, deren Erlaß nachgerade auch der Gemeinde würde beschränkt, wenn sie die Bedingungen er die dadurch hervorgerufen ist, daß der Hausschwamm ein Ge Thieren gilt das Mitgefühl, ihnen widmet man Worte bes sen Stadtv. Singer bemerkt zu einer dieser Ueberschreitungen, regierungsseitig für nothwendig anerkannt worden ist! Den füllte, die der Magistrat ftellt. Vielleicht verlangt man gar bei bäude völlig verwüstet hat, daß der Magistrat eine Untersuchung dauerns und so lesen wir denn auch, daß während des lehten dem Befähigungsnachweis der Lehrer für die freireligiöse Ge- anstellen möchte, ob hier nicht irgend ein Versehen vorliege. großen Schneefalles wieder des Defteren Schuhleute aus dem meinde Kenntniß der Bibel und der Bibelsprüche. Wir wollen Ferner kritisirt Redner scharf eine Etatsüberschreitung von Bublikum heraus zum Einschreiten veranlaßt worden find a da aber die Bibel nicht in der Hand der und der Kinder, schon wegen der zahlreichen unfitt Einzugs des Königs von Italien mehr gekostet hat.& feien Bublikum eine derartige Initiative ergriffen hat wegen Ueberder freireligiösen Gemeinde den Geſetzen entsprechen, ist klar. bewilligt worden. Das sei wahrhaftig für diesen Zweck mehr als genug den feines Blickes gewürdigt, was hätte es auch für einen Zweck, Daß die Lehren 150 000 M. für diesen Zweck mit einer Stimme Majorität laſtung eines Menschen? Gewiß nicht! derartige Lastthiere werWäre es nicht der Fall, so wäre die Gemeinde längst in die Luft gewesen und der Magistrat hätte sich streng innerhalb dieser für dieselben einzutreten? Bei Thieren nachdem das Polizeipräsidium im Verwaltungs- Streitverfahren sich schreitung bei einem so vorübergehenden Zweck muß auf das man, daß es etwas nüßt, denn wer ein Thier in öffentlicher, Gine so außerordentliche Etatsüber- etwas anderes, da hat man einen gefeßlichen Rückhalt, da weiß dem Stadtv. Kunert gegenüber( Unruhe) eine arge Niederlage geholt Schärfste gemißbilligt werden. Mögen die Magistratsjachwalter, ergerniß erregender Weise quält, mißhandelt u. f. w., der wirk habe. Die Antwort des Magistrats ist überhaupt nichts weiter als eine die das Geld mehr ausgegeben haben, das Mehr aus ihrer bestraft! Aber Menschen? Ja nun, dafür sind es eben Ausflucht. Er weiß, daß die Gemeinde um keinen Preis auf diese Tasche bezahlen! Redner ist nicht in der Lage Decharge zu Menschen, vernunftbegabte Lebewesen, Herren ihres Willens, fie Bedingungen eingehen wird. Da hätte er ruhig noch viel mehr ertheilen. versprechen können. Warum war vor 2 Jahren von diesen Bebrauchen ja nicht, wenn sie nicht wollen, sie können sich dingungen nicht die Rede, die sich wohl in dem Papierkorb des zweiten Lesung, nach em der Magistrat die Bemerkungen des spielen auch öffentliches ergerniß" nehmen? Der Arbeiter iſt Stadtv. Bortmann meint, daß die Angelegenheit bei der selber schüßen! Wer wird also schließlich an solchen TrauerStadtverordneten Wunder vorgefunden haben und nun dem Rechnungsausschusses beantwortet habe, besser erledigt werden doch nun einmal zum Arbeiten a kanntlich viele geben soll, die nicht arbeiten wollen! Ja, sind Die Majorität ertheilt allen Anträgen des Rechnungs- denn jene Arbeiter, welche im Dienste Anderer teuchend thre Aufrührern gehabt. Na, mit denen ist's aus. Nun könnet Ihr mit der Liebe wechseln; so probirt es einmal mit Roman aus der Zeit des großen Bauernkrieges von 1525. der Bündischen; das sind auch liebe Lent'!" Die Landsknechte lachten roh auf; Agnes aber rief: ,, Lasset mich!" ( Unruhe.) geflogen. Wieder wolle der Magistrat staatsretterisch auftreten, Summe halten müssen. Magistrat aus einer Klemme helfen sollen. Mit der Antwort tönne. des Magistrats ist die Angelegenheit wohl formell erledigt, sie Rothenburger Tage. Von Wilhelm Blos. ( 31. Fortsetzung.) Sie schritt durch den Hof, wo noch aufgehäuft die ins Leichen der Schwarzen lagen; da wogte denn doch heftig ihr Busen und sie mußte mit großer Gewalt ihre als Thränen zurückhalten, Ohr: Da trat der Hauptmann heran und raunte Agnes Spionin und Freundin der aufrührerischen Gesellen, Seid gutwillig, sonst lass ich Euch in Verhaft nehmen δα ste die treuen und mit denen wir gestern um dies Schlößlein gestritten." tapferen Gefährten ihres geliebten Florian in Masse er-" Ihr seid ein Elender!" rief Agnes. schlagen sah. Greift sie!" befahl der Hauptmann. Aengstlich spähte sie jetzt umher, ob sie nicht seine Leiche fähe; da hätte sie die Fassung verloren und sich über ihn zu legen, auf dessen schönem Antlitz sich Blässe und Röthe Die Landsknechte schickten sich an, Hand an das Mädchen geworfen. Aber sie sah ihn nicht. Sie war dem zer- jagten. schossenen Thorweg nahe gekommen und strebte hinaus. Dort stand aber eine Wache, eine doppelte; zwei Landsknechte Männer heran, keine Ritter, aber vornehmen Standes. Als In diesem Augenblick kamen in eifrigem Gespräch zwei streckten die Spieße vor. " Hier könnet Ihr nicht durch, bevor wir wissen, wer druck höchsten Staunens über sein Gesicht. der Eine Agnesen in ihrer Bedrängniß sah, lief der AusIhr seid!" sprach der Eine. Es sei denn, Ihr möchtet mir einen Kuß ge- mit Euch?" Ihr, Fräulein", rief er," Ihr", rief er,„ was iſt's statten," sagte der Andere frech, denn Ihr seid kein übler Bissen." Es war Thomas Zweisel, der Rathschreiber der Stadt Agnes warf ihm einen flammenden Blick zu. Aber da mildem und sanstem Wesen. Es war ein oft und gern Rothenburg, ein Anhänger des alten Raths, aber von trat ein Hauptmann der Landsknechte heran. Was ist Euer Begehr?" frug er. gesehener Gast im Hause Derer von Badell gewesen. mich in Verhaft nehmen." Stehet mir bei, Herr Thomas", bat Agnes, man will " " " Ich will zum obersten Feldhauptmann," sprach Agnes entschlossen. Der Rathschreiber, den der Rath zu Rothenburg zur Ach was," sagte der Hauptmann, Seine Gnaden der Verhandlung mit dem Truchseß in das Lager gesendet hatte, Truchseß Jörg von Waldburg haben jetzt keine Zeit, Euch trat mit seiner ganzen Amtswürde vor. zu empfangen. Was lauft Ihr denn herum? Rommet in Gebet das Fräulein frei", sprach er, sie ist mir wohl mein Belt, dort werden wir mehr Kurzweil haben." " Lasset mich ziehen!" sagte Agnes. dig bekannt und gehört zu den Rothenburger Geschlechtern." den Rothenburgern grollte, antwortete grob: Der Hauptmann, der wohl wußte, daß der Truchseß Biehen!" sagte der Hauptmann spöttisch,„ Euch läßt man nicht so leicht ziehen. Wie kommt denn solch' ein feines Fräulein überhaupt hierher? Habt wohl einen Schatz bei den „ Aber Ihr seid mir nicht bekannt". " Ich bin der Rathschreiber von Rothenburg". ad ja, da ist das ja wenngleich es ja be" Da könnt ein Jeder kommen und also sagen!" " Ich kann's beweisen." Und dann hat mir ein Rothenburger Schreiber noch lange nicht zu befehlen," sprach der Hauptmann.„ Greifet sie," gebot er den Landsknechten, führet sie ab!" Salt," sprach eine andere Stimme, die dem Begleiter Zweifels gehörte, ich bezeuge, daß dies Herr Thomas Zweifel iſt." manu. " Bezeuget doch, was Ihr wollet!" sprach der Haupt" Jch aber bin Lorenz Fries, des Bischofs von Würz burg, Seiner fürstlichen Gnaden Herrn Konrads von druck,„ ich dulde nicht, daß auf meines Herrn Gebiet edle Thüngen Geheimschreiber," sprach der Andere mit NachJungfrauen also chitaniret werden!" auf den Hals geschickt?" schrie wüthend der Hauptmann. " Hat mir denn heute der Satan alle Schreiberseelen auf den Hals geschickt?" schrie wüthend der Hauptmann. „ Und doch geb' ich sie nicht heraus!" Es gab ein Getümmel und einen Auflauf; das zog Herrn Jörg Truchseß selber herbei. Die Landsknechte wichen scheu bei Seite, als sie den gefürchteten Bundesfeldherrn Wer in dies talte und steinerne Antlitz mit dem düsteren Blicke sah, der mochte wohl bedaher schreiten sahen. greifen, daß ein jämmerlich und erschrocken Wesen sein mußte, wo der arme gemeine Mann die Hand der Truch sessen verspürt hatte. " Was giebt's?" frug er kurz. " Eine, die mit den Bauern rebellirt hat!" rief der Hauptmann der Landsknechte, auf Agnes deutend. Der Truchseß sah die Gefangene finster an. Lorenz Fries und Thomas Zweisel machten ihm leiſe Vorstellungen. Darauf blickte er wieder, wie es schien, etwas neugierig auf das Mädchen, Gut," sprach er, sie soll Heimkehren. Mit Weibsleuten führ' ich keinen" Krieg. Aber lasset meine LandsE3 Lasten durch die verschneiten Straßen ziehen, thatsächlich er den Dingen frei ins Gesicht sieht, erkennt er auch die Kon- I aus Warschau nennt und sich polnischen Großgrundbefizern gegen Herren ihres Willens? Sind sie denn wirklich im Stande, sich sequenzen, und er spricht sie ohne Scheu aus:„ Bis jetzt ist nichts über für einen mittellosen polnischen Akademiker ausgab. Ge selbst zu schützen? Wahrlich, der freie Wille des Arbeiters ist geschehen, was die Sozialdemokratie nicht hätte lächelnd über sich wandtes Auftreten und elegante Formen unterstützen die Angaben heute längst dahin, heute, wo Dank der herrschenden Produktions- ergehen lassen können. Soll ihr im neuen Jahre nicht auch das des Schwindlers wesentlich und erweckten ihm leicht das Verweise das arbeitslose Broletariat fich täglich in hellen Haufen Sprichwort zu Gute kommen: wer zuletzt lacht, lacht am besten, trauen seiner Opfer, denen er große Summen zu entlocken wußte. vermehrt, wo die Noth einfach diktatorisch Gesetze schreibt und dann müßte mit jenen kaiserlichen Erlassen vollster Ernst gemacht mit der Anzeige der Schwindeleien hat der Untersuchungsrichter den freien Willen erstickt. Wohl könnten sie sich selber schützen werden. Denn darüber darf man sich nicht täuschen, gefährlicher zugleich die Photographie des Hochstaplers hierher geschickt. durch ihre eigenen Menschenschutz- Vereine, durch die Fachvereine, ist die Sozialdemokratie in keinem Lande der Welt, und nirgends Popiel hat sich wahrscheinlich einen falschen Namen beigelegt; er die Arbeiterorganisationen. Wie aber steht es mit dem Koalitions- hat sie es soweit gebracht, wie auf diesem eigenthümlich unter führte unter anderem auch Papiere, die auf den Namen Roman Ganz recht, und die Sozialdemokratie wird in der That zu nicht tagtäglich das übermüthige Unternehmerthum sich mühen, leht lachen. das nicht mehr den klangvollen Namen verdient? Sehen wir die Arbeiterorganiſationen zu zerstören, um die Arbeiterschaft Ein Spaßvogel scheint in der antisemitischen Preſſe ſein und Wollstein, Alexanderſtr. 16, flüchtig geworden. Die Flücht Unter Hinterlassung einer Schuldenlaft, die auf 150 000. geschätzt wird, sind die Inhaber der Firma Hirsch Wesen zu treiben. Wir lesen im„ Volt": linge, Ifidor Hirsch und Morih Wollstein, betrieben im ge Sozialdemokratisch- antisemitische Partei ist der Name einer nannten Hause ein Herrengarderobe- Geschäft und hatten außer Partei, welche sich in Kurzem konstituiren wird. An der Spize einer hiesigen Filiale noch mehrere solche in der Provinz, u. A. derselben steht ein gewisser Dr. Fennhagen und, wie es heißt, in Spremberg, Reichenbach i. V., Forst i. 2., Werdau und soll ein hiesiger Bankier eine bedeutende Summe zur Gründung Großenhain i. S. Die Lieferanten, sowie die Filialeninhaber eines Parteiorgans zugesichert haben. und ein Theil der Arbeiter dürften durch den Zusammenbruch des Nun wird es mit uns wohl aus sein. Geschäfts empfindlich geschädigt werden." Für die Miethsverhältnisse von Bedeutung ist eine widerstandsfähig, willenlos zu machen? Und wieder ist es die Noth, welche die Arbeiter ihren Organi sationen fern hält, die Furcht, die so seltene Arbeit, auf die so viele hungernd warten, zu verlieren und damit die Möglichkeit, das nackte Dasein zu fristen. Darum ziehen auch Jene teuchend ihre Lasten durch die schneebedeckten Straßen, steht doch der farge Wochenlohn auf dem Spiele! Und trauriger noch sind die Erscheinungen der Lehr- und Arbeitsburschen, welche gleich den Haus- und Geschäftsdienern mit ihren belasteten Handwagen durch die Straßen teuchen, Entscheidung des Berliner Amtsgerichts 1, welche von den trauen erweckendes Auftreten schon mehrere Wirthe zu prellen Ein Schlafstellendieb und Betrüger, der durch sein Ver stetig Gefahr laufend, in dem wirren Fuhrgetriebe erdrückt, nennt zermalmt zu werden; trauriger noch, denn deren schwache Kräfte Blättern für Rechtspflege im Wortlaute veröffentlicht wird. In verstanden hat, wird von der Kriminalpolizei gesucht. Er nennt find noch weniger ausreichend, die Beschwernisse zu überwinden, erfolgt pünktlich in Quartalsraten pränumerando in den ersten seinen Schwindeleien sehr zu Statten kommt, entsprechende dem Miethsvertrage war bestimmt:„ Die Zahlung der Miethe sich Post- Hilfebote Aßmann und trägt, was ihm natürlich bet den Anstrengungen noch weniger gewachsen. Bei ihnen ist von vornherein von einem freien Willen, von der Möglichkeit, sich Tagen jedes Vierteljahres und wird vom Miether in der jedes Uniform. Der angebliche Aßmann operirt in den verschiedensten selb zu schützen, keine Rede. Sie sind ganz und gar auf den Schuß maligen Wohnung der Vermietherin in den Stunden von 9 bis Stadttheilen und giebt jedesmal an, von einem entfernt liegenden Anderer angewiesen. Wo aber finden sie solchen? Bei ihren Lehr- werden. Falls die Miethe nicht pünktlich bezahlt werden sollte, stelle versetzt zu fein. Der Betrüger wird beschrieben als ein 11 Uhr Vormittags und von 3 bis 5 Uhr Nachmittags bewirkt Postamte an ein solches in der Nähe der zu miethenden Schlafund Brotherren nicht, obgleich diese hierzu in erster Linie berufen steht der Vermietherin das Recht zu, die Aufhebung des Kon- 19 bis 20 Jahre alter, träftig gebauter Mann mit hoher gewölbter wären. Vielleicht bei jenen Damen und Herren, welche mit Argusaugen traktes ohne vorherige Kündigung und die sofortige Räumung Stirn, blondem Haar und blonden Augenbrauen, blonden Augen, darüber wachen, daß den armen Thieren nicht zuviel geschieht, des Grundstückes zu verlangen." Nun war der Eigenthümerin unvollständigen Zähnen, ovalem Gesicht und Kinn. Er ist bes die eifrig bemüht sind, auf alle erdenkliche Weise das harte Loos eine fällige Rate am 3. Oktober erst gegen 6 Uhr Abends in ihrer sonders daran kenntlich, daß die linke Seite seiner Nase etwas der Arbeitsthiere zu erleichtern? Sie haben nur Augen für die Thiere und übersehen ganz die jugendlichen überangestrengten Wohnung angeboten worden, und sie klagte infolge dessen auf stärker ist als die rechte. Gestalten in den verschneiten Straßen der Weltstadt. Augen für Ermission", indem sie noch geltend machte, daß sie den Miether sie haben nur ihre Leidensgenossen, ihre Arbeitsbrüder, und sie kürzlich erst auf die strikte Innehaltung jener Zahlungsstunden Um ein Nichts hat vorgestern ein junger Mann auf den sind auch bereit, ihnen zu helfen, das haben sie schon gar oft be- hingewiesen habe. Die Dame hatte indeß bei Gericht kein Glück, Schienen den Tod gesucht. Ueber den Vorfall, welcher wiesen. Daß es noch nicht möglich war, ihnen die erforderliche Sie wurde mit ihrer Klage abgewiesen: Unter pünktlicher" Zah- sich früh in der fünften Stunde vor dem Hauſe Stalizerstr. 148 Hilfe, den nothwendigen Schutz, ebensowenig wie sich selbst, zu lung sei nach der Fassung des Betruges die Zahlung innerhalb augetragen hat, wird der B. 3tg." Folgendes berichtet: Die bringen, das liegt an der noch immer vorherrschenden Gedanken- der ersten drei Tage des Quartals zu verstehen. Die Festsetzung Eisenbahnwagen, welche die Gasanstalt in der Gitschinerstraße losigkeit und unaufgeklärtheit der großen Masse des arbeitenden der Zahlungsstunden könne nach dem Wortlaut des Kontrakts des Tags zu entladen pflegt, werden bekanntlich in der Nacht Proletariats! Mögen die Unaufgeklärten die richtige Nutz- lediglich als eine instruktionelle Vorschrift aufgefaßt werden, durch regelmäßig von einer Maschine abgeholt, welche dieselben die anwendung ziehen auch aus diesen vorgeführten kleinen Schatten- die im beiderseitigen Interesse unnüße Zeitversäumniß vermieden Gitschiner- und Skalizerstraße entlang nach dem Rangirbahnhof bildern aus„ Berlin im Schnee", die Aufgeklärten aber darin werden sollte. Die Tagesstunde um 6 Uhr müsse noch als inner- überführt. Vor dem oben bezeichneten Hause nun warf sich vor einen Sporn finden zur weiteren Bethätigung ihrer menschen- halb der Geschäftszeit liegend erachtet werden. Das Vorgehen der gestern früh ein junger 18 jähriger Mann, dessen Eltern daselbst menschen- lägerischen Wirthin bezeichnete das Gericht als eine chitanöfe wohnen, auf die Schienen und bevor noch der Zugführer Gegenfreundlichen Bestrebungen! Auslegung einer nur instruktionellen Bestimmung." dampf geben konnte, war schon das Entsetzliche geschehen und der Unsere bürgerlichen Blätter, sowohl der konservativen Unglückliche vom Zuge überfahren worden. Er wurde sehr schwer und kirchlichen, wie der politisch und religiös freisinnigen" Sigung der„ Berliner Gesellschaft für Psychiatrie und Nerven- Arzt wenig Hoffnung, da der Unterleib des armen Menschen Der bekannte Graf von Kleist- Lok bildete in der jüngsten verletzt in ein Krankenhaus geschafft, doch gab der untersuchende Richtung der Unterschied zwischen beiden schwindet ohnehin einer frankheiten" den Gegenstand tönnen etwas lernen aus einem„ Sozialpolitische Dr. Levin ging von der Voraussetzung einer chronischen Ver- That wird ein Zerwürfniß des jungen Mannes mit seinem Vater eingehenden Diskussion. förmlich geradert wurde. Als Beweggrund zu dieser entseglichen immer mehr Aphorismen" überschriebenen Artikel in den katholischen Historischpolitischen Blättern". Vielleicht wissen unsere liberalen und kon- giftung mit Kotaïn aus; trotz des Gutachtens dreier Sachver- angegeben, der dem Bernehmen nach nicht gestatten wollte, daß fervativen Zeitungsschreiber es auch ebenso gut und sind nur ständiger wurde Boyer- Karl" bekanntlich hinter Schloß und der Sohn ein Tanzkränzchen besuchte; eine Notiz, daß er selbst nicht ehrlich genug, es so offen auszusprechen, wie der ultramon- Riegel gesetzt. Dr. Levin erwähnte, daß dem Grafen im Jahre den Tod gesucht habe, hat sich in der Tasche des Bedauerns nicht ehrlich genug, es so offen auszusprechen, wie der ultramon- 1885 mit einer fünfprozentigen Rokainlösung Nase und Kehlkopf werthen vorgefunden. tane Publizist. Unsere Gegner behaupten bekanntlich gewöhnlich, die Religion habe in Deutschland noch die tiefste Wurzel im gepinselt wurden; von dieser Lösung verschluckte der Patient stets einen Theil. So gewöhnte er sich allmählig an das Gift und Ein Unfall trug sich vorgestern Abend gegen 7 Uhr in der Volfe, die Religion verbinde die verschiedenen Gesellschaftsklassen, nahm dann zwei bis drei Jahre hindurch täglich fünf, zuletzt Leipzigerstraße zu. Ein Omnibus schleuderte infolge der Glätte und die Sozialdemokratie verſtelle sich in religiöser Beziehung, sogar zehn Gramm! Die Folge dieſes unmäßigen Genusses so heftig gegen einen Rollwagen, daß der den Wagen begleitende weil sie den religiösen Sinn des Deutschen fenne. Im Gegenfat hierzu erklärt der Mitarbeiter der Historisch- politischen bag Nervensystem litt darunter, es traten Schwindel, traum- und geschleudert wurde. Der arme Junge gerieth dabei unter die waren Herzbeschwerden, Appetitlosigkeit und Abmagerung; auch Junge durch den Stoß von seinem Size herab auf den Damm Blätter", sich gegen Brentano wendend: Er ist der gelehrteste Kenner der wirthschaftlichen Geschichte Englands, bis heute der rauschähnliche Zustände, besonders Schlaflosigkeit und allerlei Wahn- Räder eines vorbeifahrenden Wagens und erlitt einen Schenkelaufmerksame Beobachter der dortigen Bewegung unter den Ar- vorstellungen auf. Der Patient sah öfters eine weiße Gestalt, bruch. beitern, die ihres Gleichen nicht hat, und von dort entnimmt er namentlich früh Aufwachen, oder seine Zimmerwand erschien ihm Polizeibericht. Am 6. d. M. Morgens wurde der Rutscher die Muster für uns. Aber er bemerkt den großen Unterschied durchsichtig wie von Glas, und hinter derselben glaubte er sich Biegler vor dem Hause Gartenstraße 43 von seinem Pferde ge nicht, daß in weiten Kreisen der englischen Arbeiterwelt das Menschen bewegen zu sehen, welche in unverständlicher Weise schlagen und erlitt einen Bruch des Oberschenkels.- Am 7. d. M. chriftliche Gefühl sich noch lebendig erhalten hat, während es über ihn sprachen. Als bezeichnend führte Dr. Levin an, der Vormittags wurde eine Frau vor dem Hause Potsdamerstr. 29 bei uns in noch weiteren Kreisen er tödtet ist. Die englische Graf habe geglaubt, er müsse so handeln, wie er gehandelt habe von einem Schlächterwagen überfahren und am Knie so schwer ( d. h. mit Bezug auf die bekannten rücksichtslosen und brutalen verlegt, daß sie nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht merden Industrie hat sich unter dem 3wang der strengsten Sonntagsruhe entwidelt, während Angriffe gegen seine Umgebung). Unmittelbar nach einem solchen mußte. Als der Rollkutscher Stephan Abends vor dem Hause bei uns der plögliche schwindelhafte Aufschwung der Raptus folgte gewöhnlich eine auffallende Gedächtnißschwäche, die Leipzigerstr. 1 seinem Pferde eine Decke auflegen wollte und zu Großindustrie wie ein Orkan daher brauste und dem einige Tage später wieder vollkommen schwand. Dr. Levin glaubte dem Zwecke auf den Scheerbaum getreten war, wurde der Wagen Arbeiter feine Beit mehr ließ, an irgend etwas Ueber Dr. Heymann trat dieser Ansicht ganz entschieden entgegen, weil Omnibus angefahren, so daß Stephan infolge des Stoßes vom sich aus alledem zur Annahme einer Kokain- Epilepsie berechtigt. von einem vorüberkommenden, infolge der Glätte schleudernden finnliches sich anzuklammern. Schon das genügt, den Unterschied er eine große Anzahl besonders charakteristischer Vergiftungs- Wagen fiel und unter die Räder des Omnibus gerieth. Er wurde Die Bourgeoisie konnte die Zeit, in welcher die Arbeiter ſymptome vermißte; und aus dem Umstande allein, daß dabei am Unterschenkel schwer verletzt und mußte nach der den Mehrwerth produziren, nicht entbehren; deshalb mußten die der Graf Kokain in größeren Dosen zu sich genommen habe, Charitee gebracht werden. dürfe man noch lange nicht auf chronische Kokaïnvergiftung Brände statt. Arbeiter aus der Kirche wegbleiben. Die Bourgeoisie hat sich schließen. aber inzwischen eines Besseren besonnen. Gehen die Arbeiter zur Kirche, so produziren sie zwar etwas weniger, aber sie bleiben Flüchtig ist der Buchhalter Albrecht, welcher bisher bei einer wenigstens willig und gehorsam. Es ist also immer noch besser, Firma in der Leipzigerstraße angestellt war. A. hat am Abend fie gehen wieder zur Kirche. Darum ist auch( fährt der Ver- des 6. d. M. Berlin heimlich verlassen, nachdem er der Kasse faffer fort) die Arbeiterfreundlichkeit in den besten Kreisen seines Prinzipals widerrechtlich Bestände entnommen und den Englands sozusagen Mode, während sie bei uns in verwandten Betrag eines Checks über 4000 M., welchen er mit dem Namen Kreisen nur allzu leicht als sozialdemokratische Liebäugelei gilt des Prinzipals gefälscht, bei einer hiesigen Bank erhoben hatte. und der Arbeiter ohne Weiteres mit den Anarchisten zusammengeworfen wird." zu erklären." D. h. kurz: An die Arbeiterfreundlichkeit der Unternehmer glaubt kein Mensch. Der Verfasser ist wirklich sehr offen. Weil fnechte in Ruh; solch ein Kriegsvolk ist eben nicht in ein Bockshorn zu zwingen." Am 7. d. M. fanden sechs fleine Gerichts- Beitung. Unter der Anklage des Diebstahls war der Hausbesitzer Julius Günther vor das Schöffengericht, Abtheilung 88. vorge laden. Er trat wegen Verkauf seines Hauses mit einem Herrn Petersfeld in Verhandlung und der Lettere erwarb das GrundAuf einen Hochstapler hat der Untersuchungsrichter in stück, nachdem Günther ihm die Hypothekenverhältnisse, sowie den Graudenz die hiesige Kriminalpolizei aufmerksam gemacht. Es ist Miethsvertrag in günstigem Lichte geschildert hatte. Als Peters. ein 25 bis 30 Jahre alter Mann, welcher sich Roman Popiel feld aber nun das Haus erworben hatte, zeigte sich manches Mehr denn vierthalbhundert Jahre sind verrauscht, seit- fränkischen Haufen vernichtet, waren alle guten Muths, die dem jener furchtbare Kampf um die Mauern des Schlößleins es mit dem Rath hielten. Die Eigennützigen und die Zweifel Dann trat er vor Agnes und sprach mit Spott: zu Ingolstatt getobt. Vom Schlößlein selbst ist wenig mehr haften, die den Mantel nach dem Wind gehängt und erst " Rehret heim, Jungfräulein, und meldet Eurem zu sehen; einige Mauertrümmer und ein versumpfter mit den Evangelischen gelaufen, die fielen jest wieder zum Vater, er soll Euch besser behüten; Ihr möget auf den Graben bezeichnen die Stelle, wo es geftanden. Rath, und die noch soeben unterwürfig den Weisungen des Pfälben figen, wie die alten Bundesräthe zu Ulm, aber im Im nahen Giebelstatt ragen noch die Trümmer Bürgerausschusses gehorcht, Krieg habt Ihr nichts zu suchen!" ein ander Regiment gekannt. Und sich zu Zweifel wendend sprach er:„ Gut für Jahrhunderts ward der Giebelstätter Schloßweiher gereinigt; Den Freunden der Volkssache ward bang; sie mochten Gure Stadt, daß Ihr noch zeitig zu Kreuze gekrochen. da fand man in demselben zwei engverschlungene Skelette, ahnen, daß ihnen Strafe und Rache, schwer und blutig, Zahlet nur bald Euer Strafgeld und strafet die An- bedeckt mit Moos und Schlamm. So ward schauerlich be- bevorstand. Der Schäferhans war voll Eifers; der Rath hänger der Empörung; sonst werd' ich selbst Rothenburg stätigt, was Herr Lorenz Fries, des Würzburger Fürstbischofs solle nur befehlen, hatte er zu Herrn Erasmus von Muslos überziehen." Geheimschreiber, in seinem Buch über den Bauerntrieg er- gesagt, er würde dann die Anfänger und Ursächer der zählt. Fünf Bürger von Mergentheim, die im Volksheer Empörung schon greifen. fämpften, waren aus der Schlacht von Ingolstatt nach Giebelstatt entflohen. Sie bargen sich im Dickicht am Schloß weiher, so daß die nachsetzenden Reifigen nicht gleich an sie kommen konnten; knieend baten die Fünf um Gnade. Mit grausamem Spott riefen die Reisigen, sie wollten dem das Leben schenken, der die vier Anderen umbrächte. Die Todesangst machte den Einen der Fünf zum Meuchelmörder; drei seiner Genossen stach er hinterrücks nieder. Aber der Wierte rang mit ihm und beide, sich noch umklammernd, fielen in den Sumpf des Grabens und ertranken. von Florian Geyer's väterlichem Schloß. Zu Anfang dieses den alten Rathsherren nie thaten, als hätten sie außer Herr Thomas verneigte sich mit feinem Lächeln: Wie Euer Gnaden befehlen, so wird's geschehen." Der Truchseß hatte ihm schon den Rücken gedreht und schritt von dannen. Herr Thomas aber ließ Pferde für sich und Agnes bringen und sie ritten mit drei Knechten eiligst von dannen. Im nahen Gehölz krachten Schüsse. Agnes frug, ob denn das Gefecht noch fortdauere. „ Sie schießen die Flüchtigen herab, die auf den Bäumen sigen", sprach der Rathschreiber. feierAgnes fuhr zusammen und erblaßte. Da sah sie Herr Thomas mit seiner milden und lichen Art von der Seite an und sprach: Den sie am Meisten suchen, finden sie nicht. Herr Agnes erröthete, aber sie sagte nichts. Florian Geyer hat sich durchgeschlagen." 群 Wohin reiten wir?" frug sie nach einer Weile. Nun, wir reiten nach unserer guten Stadt Rothenburg ob der Tauber", sprach Herr Zweifel. " Aber ich darf meines Vaters Haus nicht betreten", meinte Agnes. Kommt Zeit, fommt Rath," meinte der Rathschreiber. " Ihr werdet schon ein Unterkommen finden; Dann aber habt Acht auf Guch. Denn wenn Ihr dem Truchseß wieder im Felde begegnen solltet, so möchte nicht immer ein Rathschreiber da sein, der Euch ungerupft davon bringt!" Zur Wachtstube herein trat Junker Kunz Kreglinger, der inzwischen auch Rathsherr geworden war. Der Schäferhans stand ehrerbietig, auf. „ Herr", sagte er, bringet Ihr mir einen Befehl?" " Jawohl", sagte Herr Kunz." Ihr solltet den Menziger greifen, sobald Ihr denkt, er könne entwischen; dann sollet Ihr ihn in einen Thurm legen." Ueber des Schäferhansen Gesicht zuckte ein Strahl dämonischer Freude. Gar oft rauscht es auf in Lied, Sage und Geschichte von dem schwarzen Ritter von Giebelstatt und den Seinen, der die hier den Feind so tapfer bestanden. Merk auf, o Wandrer, und der du über die blühenden Wiesengründe bei Ingolstatt und Giebelstatt dahinschreitest! Dein Fuß berührt die Thermopylen der Franken. Hier fochten und fielen für deutsche Freiheit, würdig des höchsten Heldenruhms, die Mannen der Rothenburger Landwehr, Herrn Florian Geyer's schwarze Schaar. Spießbürgerthum. der " " Der soll uns nicht hinaus," meinte er. " Ja, der hat die aufrührerisch Sach angefangen," fagte Junker. Und der Doktor Deuschlin, der Hauptpfarrer, der blinde Mönch mit seiner bösen Zunge." Und der Doktor Karlstadt, der Erzbösewicht," grollte Schäferhans. " Den müssen wir auch noch haben," sagte der Junker Aber er liegt wieder im Versteck. Der Truchseß hat ein Brieflein hereingeschickt, daß man den Karlstadt greifen und strafen möge!" " Werden ihn schon finden," meinte Schäferhans;„ dan Zu Rothenburg, im Hause des Brunnenmeisters am fann er seinen Kopf unter dem Arm tragen, wie der heilige Markt, da saßen die Stadtknechte. Der Schäferhans gebot Dionysius. Aber wenn wir den Menzinger fahen, wird hier, denn der Rath hatte es ihm übertragen, und er trug dann nicht das gemeine Gepöfel unruhig werden und sich seinen Kopf hoch und voller Selbstgefühl, wie die alten widersetzen?" Rathsherren selbst. Denn seit die kunde hereingekommen, Habet keine Sorge," sagte Junker Kunz, fie find daß der Truchseß bei Königshofen und bei Ingolstatt die überall voll Gift und Galle auf ihn." ( Forts, folgt.) D 1 e 3 t t C 11 - sie sich jetzt nur anders, als ihm vor dem Kauf mitgetheilt worden war; einzelne| angenommen worden sind, hat sich eben das Wort von der reak- dann würden ste nicht so erstaunt sein, über Alles, was Hypotheken hatten andere Beträge und andere Kündigungszeiten, tionären Masse wieder einmal glänzend bewahrheitet. Auf der wir thun, und einen wirtlichen Rampf mit geistigen als Günther angegeben hatte, auch zeigte sich der Wiethsertrag einen Seite stehen alle anderen Parteien sie vertreten die Waffen führen können, während um 800 m. niedriger als Petersfeld erwarten durfte. Aus Reaktion und auf der anderen Seite stehen wir allein, die blamiven. Freilich, auch wenn sie bessere Waffen hätten, diesem Grunde entstanden nun zwischen dem Käufer und dem wahre Demokratie, die Sozialdemokratie. Und würden wir sie besiegen. Wie gesagt, die Landpropaganda ist Verkäufer heftige Auseinandersetzungen und schließlich kam es zu wir sind allen anderen gewachsen und wir wachsen be- uns nichts Neues. Doch wollen wir jetzt mit verstärkter KraftProzessen, die heute noch schweben. Bei der Ueber- ständig. Uns gehört die Zukunft auf alle Fälle. Jedoch verstärkt in dem Maße des Wachsthums unserer Partei, nach nahme des Hauses durch Petersfeld mußte Günther aus- wir sind nicht allein die Partei der Zukunft, sondern auch schon dieser Richtung hin vorgehen. Da unsere Gegner mit festzuziehen. Bei Durchsicht der von ihm innegehabten Räumlichkeiten eine Partei der Gegenwart. Denn schon gegenwärtig beherrschen gekniffenen Augen uns bekämpfen, führen sie natürlich nur Luftbemerkte er eine Kellerthür, welche nicht verschließbar war, weil wir das politische Leben, siehen wir im Mittelpunkt des biebe, wohingegen wir, die wir die Augen hübsch offen halten die Schlüssel fehlten. Günther hätte diese nun vertragsmäßig politischen Interesses; es dreht sich bereits Alles um die Sozial- und unsere Gegner sehr genau studiren, die verwundbaren Stellen anfertigen lassen müssen; er scheute aber die Ausgabe. Sturz ent- Demokratie.( Lebhafter Beifall.) Womit sollten die bürgerlichen sicher zu treffen wissen. Wenn die Gegner die Sozialdemokratie schlossen, hob er die alte Kellerthür, die er einst selbst aus Risten- Beitungen ihre Spalten füllen, wenn wir nicht da wären! Leben kennten, dann würden sie uns mit besseren Waffen kommen, als Deckeln gezimmert hatte, aus den Angeln und ließ sie mit seinen sie nicht von uns? Wenn die Könige bauen, haben die Kärrner mit diesen unglücklichen„ Irrlehren", die in unserem Lager nur Mobilien nach der neuen Wohnung befördern. Einer der Miether zu thun." Und giebt es im Reichstage noch eine Debatte, in mitleidiges Lächeln erregen konnten. Auf das Märchen vom machte hiervon dem neuen Besitzer Petersfeld Mittheilung, welche welche der Sozialismus nicht hineinspielte? Theilen, das auch als geistige Waffe hat herhalten müssen, will dieser insoweit freudig entgegennahm, als er dadurch in die Lage Doch zurück zum geistigen Kampf". Hat man den Versuch ich gar nicht mehr eingehen. Nur noch auf eine gegen uns erfam, gegen Günther einen Strafantrag wegen Diebstahls zu stellen. gemacht, unsere Kritik der heutigen Gesellschaftsordnung zu wider hobene Beschuldigung, welche da lautet: Der Sozialismus Günther war zwar wie aus den Wolfen gefallen, es half ihm legen?' Hat man widerlegt, daß das Monopol der Arbeitsmittel unterdrücke die Freiheit des Individuum s. Das aber nichts, er mußte auf der Antlagebant Platz nehmen. Alle ein Monopol der Ausbeutung und Unterdrückung ist? Hat man ist eine totale Umdrehung der Wahrheit. Auch in diesem Punkt seine Entschuldigungen konnten die Thatsache nicht aus dem widerlegt, daß die Arbeit alle wirthschaftlichen Werthe schafft, werden der Sozialdemokratie die Verbrechen und Mängel der Wege räumen, daß Günther nach Auslassung seines Hauses an und daß der Arbeitslohn nur einen Theil der Arbeit bezahlt, und heutigen Weltordnung als Ziele untergeschoben. Der Kapitalismus Petersfeld eine Thür widerrechtlich an sich gebracht hatte, und so daß aus der unbezahlten Arbeit, deren Ertrag dem Arbeiter führt politisch und ökonomisch zur Knechtschaft und hebt für die mußte er denn auch bestraft werden. Der Gerichtshof setzte die geraubt ist, der Mehrwerth und das Kapital ent- Gesammtbevölkerung, mit Ausnahme der oberen Zehntausend", Strafe auf drei Tage Gefängniß fest. steht? Hat man widerlegt, daß die anarchistische Privatwirth- die persönliche Freiheit ganz auf. Wird die Individualität heute schaft von heute den Nationalreichthum" nur in wenige Taschen in der Schule, bei der Wahl des Berufs berücksichtigt? Wird der Unter der Anklage der Urkundenfälschung war die leitet, und die Mehrheit des Bolls, die arbeitenden Klaffen zu Staatsbürger gefragt, ob er Soldat werden will oder nicht? Schloffergattin Marie Auguste Emilie Lietz aus Naumburg bei hoffnungslosem Proletariat verdammt von Handels- und Ge- Haben wir heute nicht thatsächlich und wörtlich die Freiheit Potsdam vor die Strafkammer des Landgerichts in Potsdam schäftskrisen, dem Börsenschwindel und sonstigen Giftfrüchten des Buchthauses und der Kaserne"? Und da sagt man, wir geladen worden. Frau Lie war am 4. September 1889 in das des fapitalistischen Giftbaums von dem der Maybach'sche wollten die Freiheit des Individuums zerstören! Mit der FreiGeschäft von Schwarz in Potsdam gegangen und hatte für über Giftbaum" nur ein winziger Zweig ist gar nicht weiter zu heit ist es wie mit dem Eigenthum, das wir angeblich zerstören 50 Mr. Wäsche gekauft, worüber sie einen Zettel von der Ver- reden? Hat man uns widerlegt, oder auch nur zu widerlegen wollen. Da ist nichts mehr zu vernichten. Die bürgerliche GeLäuferin erhielt, auf Grund dessen sie an der Kasse bezahlen sollte. versucht? Statt ihre morsche, faule Gesellschaft zu vertheidigen, sellschaft hat beides für die ungeheure Mehrheit der Bevölke Bevor sie jedoch an diese ging, kaufte sie noch an einer anderen glaubten unsere hilflosen Gegner die anstürmende Sozial- rung vernichtet, und wir wollen beides wieder herVerkaufsstelle für etwa 30 Pfennige Garn und erhielt auch an demokratie durch die Kinderfrage nach dem„ 3 ufunftsstaat stellen, oder richtiger erkämpfen. Indem wir die Lohndiefer einen solchen Zettel. Der Angeklagten wird nun zur zu verwirren. stlaverei beseitigen, die Arbeit sozialistisch organisiren, beseitigen Last gelegt, daß sie an der Kasse nur den leht erhaltenen Mit der Frage, wie wir uns eigentlich das Aussehen des wir die Ursachen der Knechtschaft und schaffen die Grundlagen Bettel vorgezeigt und bezahlt, sich dann entfernt, und so Zukunftsstaates dachten, glaubten sie uns eine gewaltige Nieder- der Freiheit und freier Entwicklung des Individuums. Redner mit das Geschäft von Schwarz um mehr als 50 Mart lage beigebracht zu haben. Sie haben aber nichts, als ihre geistige führt das des Näheren aus und fährt dann fort: 3wei Hauptgeschädigt habe. Frau Lietz wurde ermittelt und zur Zahlung unfähigkeit bewiesen. Man kann doch unmöglich dem Geist der aufgaben hat der Zukunftsstaat, um einmal das Wort zu geangehalten; da sie aber ein Buch vorlegte, in welches angeblich Wissenschaft, dem Gang der Erfindungen, vorgreifen, wir können brauchen. Die eine wird sein, die Arbeit zu organisiren. von der Kassirerin der veruntreute Betrag eingetragen fein follte, die Entwickelung der Technik in der allernächsten Zukunft nicht Die zweite Hauptaufgabe ist die Organisation der Grso benachrichtigte der Kaufmann Schwarz die Kriminalpolizei in einmal ahnen. Die Zukunftsstaats- Frage, welche eine Reihe von sichung. Die Erziehung wird darauf hinaus gehen, die InPotsdam von dem Vorfall. In das erwähnte Buch werden in Blättern, so die„ Germania", die„ Kreuz- Zeitung", die Frei- dividualität des Einzelnen zur vollsten Geltung zu bringendem Geschäft sämmtliche im Laufe des Jahres geleisteten 3ab- sinnige Zeitung", uns täglich vorlegte, offenbar in der Hoffnung, dem Talent, dem Wollen und der Neigung wird der lungen eingetragen, um den Käufern am Jahresschluß eine Pro- uns dadurch, wie durch den„ bösen Blick" zu tödten, wird durch weiteste Spielraum gewährt werden. Kurz, weit entfernt, die vision von 2 pet. zu gewähren. Frau Liez behauptete, die die einfache Gegenfrage abgefertigt, wie es denn in nur 8 Tagen individuelle Freiheit beschränken zu wollen, sind wir die einzige Zahlung von über 50 Mart habe die Kassirerin des Schwarz in der heutigen Gesellschaft aussehen wird? Nicht einmal die Partei, welche sie verwirklichen will und kann. Und wir sind eingetragen, was sich als unwahr erwies. Da Frau Ließ auch einfachsten brennendsten Fragen hinsichtlich der Ernährung, der ferner auch die einzige Partei, welche den Kampf mit geistigen dem Polizeikommissar in der ersten Erregung ein Geständniß ab- Seizung u. s. w. sind heute gelöst oder entschieden. Auf vielen Waffen ernst nimmt. Wir kämpfen mit geistigen Waffen, seit wir gelegt hatte, auch die Beweisaufnahme sehr ungünstig für sie Gebieten bleibt der Wissenschaft ein weites Feld der Thätigkeit, als Partei bestehen; und wir haben gezeigt, daß wir die Waffen aussiel, so erachtete der Gerichtshof die Angeklagte für schuldig und sie bearbeitet es ununterbrochen, und ohne Rücksicht auf zu führen wissen. Der Vertreter der rohen mechanischen Gewalt, und verurtheilte sie zu einer Gefängnißstraße von sechs Wochen. Sozialismus. Wie sehr hat sich z. B. die Beleuchtung verbessert? der Mann der Blut- und Eisenpolitik, ist von uns überwunden Gegen diese Verurtheilung legte die Angeklagte die Revision ein Welche Revolution, oder Reihe von Revolutionen: Dellampe, worden. Der Sozialismus hat gefeite Waffen, die jede feindliche und das Reichsgericht erachtete diese für begründet, weil nicht Gas, Petroleum, Glektrizität! Und was hat der Sozialismus Rüstung durchschlagen, jedem Hieb und jedem Schuß trozen. Und Urkundenfälschung, sondern wohl eher Betrug vorliege und ver- damit zu thun? Außer insofern, als er alle Errungenschaften wir wissen, daß sie unbesieglich sind. Das giebt Jedem von uns wies die Sache vor das hiesige Landgericht, vor dessen vierter der Zivilisation allen gleichmäßig zugänglich machen will den felfenfesten Glauben, um den die Feinde uns beneiden. Das Strafkammer sie heute verhandelt wurde. Auf Grund der Be- Was diesen Zukunftsfraglern heute noch dunkel ist, wird selbst Dogmatische bei Seite gelaffen hat man nicht ganz ohne Be weisaufnahme erachtete Staatsanwalt Hoppe die Angeklagte des ihnen vielleicht morgen durch irgend eine Erfindung im Gegen- rechtigung den Sozialismus eine Religion genannt. Er fist im Betruges für schuldig und beantragte eine Gefängißstrafe von wartsstaat klar gemacht. Ueberhaupt, ist eine Grenzlinie Herzen wie im Kopf. Der Sozialismus ist der ganze Mann. Und sechs Wochen, während der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Jvers, zwischen Gegenwartsstaat und Zukunftsstaat? So wenig wie darum ist auch der Sozialist ein ganzer Mann. Es trifft die Freisprechung empfahl. Der Gerichtshof schloß sich den Aus- zwischen Gegenwart und Zukunft. Die Zukunft wird von selbst auf die sozialistische Bewegung der Gegenwart Vieles zu, was führungen des Staatsanwalts an und erkannte auf eine Gefängniß- Gegenwart- ohne sozialistisches Wunder, ganz natürlich. Wie Begleiterscheinungen des Christenthums waren, als es auftrat. strafe von sechs Wochen. ich schon auf dem Kongreß sagte: Das Zukunftsstaat- Frageſpiel Daß dieses zum Sieg kam, ist daraus zu erklären, daß es eine ist nichts Neues, olle Kamellen", wie Alles andere, was die soziale Bewegung gegen das faulende Weltreich der Feinde gegen uns vorbringen. Zur Zeit Weitlings beschäftigte man sich sehr eingehend in allen Einzelheiten mit dem Aussehen des Zukunftsstaates; heute sind die meisten der Fragen von anno dazumal durch die wissenschaftliche Entwickelung längst gelöst oder überholt. 305) Versammlungen. Wilhelm Liebknecht Römer bedeutete; der Sozialismus fämpft gegen das faulende Weltreich des Kapitalismus, und wird ebenso gewiß triumphiren. Auch uns beseelt der Glaube an die Güte unserer Sache, an unseren Sieg; auch wir haben Märtyrer in unseren Reihen, ich erinnere nur an jene treuen Genossen, welche hier in Berlin ihren Tod im Eise fanden, als sie den Weg der Pflicht gingen für die Partei; teine andere der gegenwärtigen Parteien kann sich solcher Heldenthaten der Aufopferung rühmen. Vom geistigen Kampi" der Gegner nun genug. Sie haben eingesehen, daß das nicht ihre Sache ist, und sie sind auf die alte, billige Kampfesweise zurückgefallen: Lüge, Verleumdung, Verfolgung, Aechtung. Nun mögen sie fortfahren, wir werden Herr über sie Welt den Glauben aufzudrängen, als hätten wir uns in zwei sich werden. Und wir fahren fort mit dem geistigen Kampf. Und auf das Heftigste bekämpfende Parteien gespalten. Nach den suchen Bildung und Wissen zu verbreiten. Berichten der bürgerlichen Presse über die Kämpfe zwischen den Ein Zeichen des Ernstes, mit welchem die Aufklärung der Jungen" und den„ Alten" wuchsen die ersteren zu Riesen an, welche uns Alte nächstens verschlingen würden. Oder die zwei Parteien in der Partei fraßen sich gegenseitig auf, gleich den zwei Löwen der Fliegenden Blätter". Thatsächlich ist es mit der ganzen Streitigkeit durchaus nicht so schlimm gewesen, davon habe ich selbst Gelegenheit gehabt, mich sehr bald zu arbeitenden Klassen betrieben wird, ist das in dieser geweckte Bildungsstreben. Diesem soll in nächster Zeit durch Gründung einer Arbeiter Hochschule Rechnung getragen werden; ich will hoffen, daß das geplante Unternehmen zu Stande fomunt und daß von Seiten der Berliner Arbeiter der wichtigen Sache das größte Interesse entgegengebracht werde. Das soll ein Arsenal sein, welches uns Waffen für den geistigen Kampf liefert Waffen, welche wir der Gewalt entgegensezen werden, der Flinte, die schießt, und dem Säbel, der haut. den it, und geschaffen, sich von Zu den ersteren rechne ich die 1/2 Millionen, und wenn wir die Sie gleicht der englischen in der Methode, der französischen in der Das Wissen freilich und die Erforschungen der Wissenschaft sprach am Dienstag voriger Woche in einer von ungefähr 2000 möchten die herrschenden Parteien am liebsten für sich selbst bePersonen besuchten Versammlung, welche vom Wahlverein des halten, doch sind sie heute nicht mehr im Stande, die Arbeiter zweiten Berliner Reichstags- Wahlkreises nach der Bockbrauerei ein- auszuschließen. berufen war. Der zahlreiche Besuch der Versammlung unter den Eine andere Bekämpfung mit geistigen Waffen" war die, denkbar ungünstigsten äußeren Umnänden- bei einer Kälte von 18 Gr. daß man sich bemühte, durch aufgebauschte Sensationsberichte Réaumur und am Abend vor Sylvester ist die beste Antwort fleine Differenzen zu großen Streitigkeiten zu machen und der auf das Gerede gegnerischer Blätter, die Berliner Sozialdemofraten seien versammlungsmüde geworden. Der Gegenstand des Vortrages lautete:„ Der Kampf mit geistigen Waffen". Der Redner führte etwa Folgendes aus, wobei wir uns, da der Vortrag 1½ Stunden dauerte, natürlich auf die Hauptpunkte beschränken müssen: Nach dem Fall des Sozialistengesetzes erfcholl aus den Reihen unferer Gegner allseitig der Ruf, jest müsse man die Sozialdemokratie mit geistigen Waffen bekämpfen, woran die Herren beiläufig auch vorher durch nichts verhindert waren. Nun, viel überzeugen. Geschrei und wenig Wolle- oder gar keine. Es ist zwar schon Es war ja auch gar nicht denkbar, daß die Berliner, welche geraume Zeit seit dem Aufhören des Gesetzes verflossen, überall unter dem Ausnahmegeseze am meisten zu leiden hatten und hat man fortwährend geprahlt, man fämpfe mit geistigen Waffen trotzdem standhaft stets zur Partei gehalten hatten, jetzt auf und sei tüchtig an der Arbeit In Frankreich hat man es öfters auf andere Weise als doch bisher haben wir auf die einmal, in der Stunde des Sieges, die Partei verrathen würden. wir versucht, zum Ziele zu gelangen. Ungeachtet alles Heroismus Anwendung von wirklichen geistigen Kampfesmitteln unserer Wie sich später herausstellte, handelte es sich von einzelnen haben die französischen Arbeiter bisher nie etwas Dauerndes Gegner uns gegenüber vergeblich gewartet. Allerdings sind ja Vorkommnissen abgesehen, auf die ich nicht eingehen will, um erreicht; durch den Appell an die Gewalt hat man den Tausende von Reden, Zeitungsartikeln und Broschüren gegen uns fleine Meinungsverschiedenheiten in einzelnen Dingen, welche eben herrschenden Gewalten dort nur Gelegenheit geboten, los gelassen worden, doch es war Spreu, die der Wind verwehte, durch Reporter und Zwischenträger entstellt worden waren. Un- Orgien der Rohheit und des Blutdurstes zu feiern und die albernes Gefasel oder pöbelhaftes Geschimpfe, das sich selbst richtete. beschränkte Freiheit der Kritit müssen wir uns in unferer Partei Arbeiter noch schlimmer zu fnechten; ich erinnere an Allerdings ist auch ein großes Licht gegen uns aufgetreten, ein auf alle Fälle wahren; ich freue mich, daß sie besteht, und daß die Pariser Kommune vom Jahre 1871, wo die Gegner, nachMann, dessen Namen ich hier nicht nennen will. Derselbe hat die freieste Kritik geübt wird; und ich hoffe, daß es auch dem sie wieder das Heft in ihre Hände bekommen hatten, gewisse rrlehren" erfunden, und mit ihrer Hilfe ein Zauber- fernerhin so bleiben wird, denn wir wären nicht werth, als 30 000-40 000 unferer französischen Brüder kalt hinmorden und buch geschaffen, vermittelst dessen die Sozialdemokratie unfehlbar Partei weiter fortzubestehen, wenn bei uns selbständiges Denten durch diesen furchtbaren Aderlaß, dem die Besten zum Opfer gebannt werden sollte eine Fibel für alte Weiber beider Ge- verpönt wäre. Unsere Gegner glaubten aber, unsere Partei, mit fielen, die Bewegung auf Jahre, auf Jahrzehnte hinaus lahmSchlechter gefüllt mit Rezepten zur sicheren Vertilgung unserer der sie, wie sie wissen, nicht fertig werden können, durch eine legten. Noch heute ist das edle Blut nicht vollständig ersetzt. armen Partei. Und der geschäftskundige Herenmeister machte Spaltung auf die leichteste Weise besiegen zu können, und daher Ich muß gestehen, daß mir in meiner Jugend die Kampfes auch so erfolgreich Reklame für sein Opus, daß es bei allen Bar- tlammerten sie sich auch so krampfhaft an die fleinen Swiftig weise unserer französischen Brüder ungemein zusagte. Ich habe teien, auch den reaktionärsten, Absatz, Verbreitung und Gönner- feiten, welche obendrein gar nicht vorgekommen wären, wenn das aber zu meinem großen Vortheil lange Jahre in England gelebt schaft fand. Sogar von der Polizei ist es folportirt worden. Ausnahmegesetz nicht eine offene Aussprache verhindert und den und habe dort Gelegenheit gehabt, eine andere Art des Kampfes Damit ist ein deutlicher Beweis dafür geliefert, daß der Verfasser Meinungsaustausch sehr erschwert hätte. desselben nicht auf dem Boden der Demokratie steht, sondern mit gründlich kennen zu lernen. Ich habe gesehen, wie man daselbst Eine Spaltung der arbeitenden Klasse besteht nicht sprungweise, sondern methodisch, Schritt für Schritt vorgeht, zu der Reaktion gerechnet werden muß. Hätte der Verfasser nur allerdings, sie ist jedoch ganz anderer Art; ich meine: den Fuß nicht früher auf einen neuen Play hinstellt, als bis man einen Funken von Selbsterkenntniß, so würde er aus der That die Arbeiterklasse zerfällt in aufgeklärte, tiaffenbewußte festen Boden unter ihm fühlt. Wir Deutschen haben uns allmälig sache, daß er, der Führer einer Oppositionspartei, von der unter ihre schüßenden Fittiche genommen worden den Konservativen und dem Zentrum ob dieser seiner„ geistigen noch nicht wahlberechtigten und die an der Abstimmung ver- fühnen Entschleierung des Biels und der Leidenschaftlichkeit des Kampf" Leistungen zärtlich gestreichelt wird, den Schluß gezogen hinderten Genossen hinzurechnen, etwa 3 Millionen. Neun Handelns. Wir wählen uns unser Schlachtjeld, wir wählen uns haven, daß er sich auf dem Holzweg befinde. Und wie fann Behntel der Bevölkerung aber stimmen noch gegen uns, und von unsere Waffen. Wir vermeiden die Waffen, in denen der Jemand, der wirthschaftlich ein Ultrarealtionär ist, wie der Er- Diesen gehört die große Mehrzahl thatsächlich zu uns Feind uns überlegen ist, und wählen die, in denen wir übereinSolzweg befinde. Lind, wie for. Sehntel bergs Bevölterung aber habt zu uns finder der Irrlehren, politisch ein Fortschrittler sein? Sind sie find unfere Brüder, die in ihrer Verblendung legen find. bie politischen Verhältnisse etwa nicht blos der Ausdruck der sich gegen uns und gegen sich selbst wende.( Beifall). Und ökonomischen, ihr Produkt? Die Irrlehren sind nichts weiter diese müssen wir gewinnen. Wir wägen unsere Kräfte, wir wägen die der Feinde; wir als eine Sammlung aller alten tausend Mal erhobenen An- In besondere Aufregung wurden die Gegner verfekt, als es Parteien gleichzeitig. Aber wir haben das Spiel in der Hand. spielen eine große Schach partie gegen alle anderen schuldigungen, die für die Wissenschaft längst nicht mehr bestehen. hieß, wir beabsichtigten jest auch in eine energische Agitation Wir wissen, daß jeder Tag unsere Kräfte vermehrt, die unserer Unsere Feinde flammern sich stets an untergeordnete Fragen, unter der Landbevölkerung einzutreten. Ein Dr. Sattler, Feinde vermindert ohne jedoch je sich mit dem wirklichen Kern unserer Lehren Nationalliberaler feines Zeichens, hat mir da neulich die Worte und die Fehler der Feinde unsere besten Bundesgenossen sind. wir wissen, daß die Zeit, die Verhältnisse zu beschäftigen. Widerlegen fönnte Jemand unsere in den Mund gelegt, daß ich in Halle gesagt hätte, wir wollten So spielen wir fest und fühl berechnend. Gegen jeden Zug des Ansichten nur, wenn er sie auch lennte, und wer die wissenschaft Bauernfang treiben; das ist vollständig falsch, und tendenziös er- Feindes haben wir einen sicheren Gegenzug mehr als einen. lichen Forschungen eines Mary, des Mannes, welcher bahn- logen. Nicht wir treiben Bauernfang, sondern unsere Geguer Der Sieg ist in unserer Hand, und der Tag kommt, wo die brechende Kritik am Kapitalismus geübt und die Geheimnisse thun das, und an uns ist es, ihnen das Handwerk 5a- internationale Sozialdemokratie dem internationalen Mammonisseines Ursprungs enthüllt hat, nicht kennt und nicht zu wider durch zu legen, daß wir unter das ländliche mus und allen verbündeten kapitalistischen Parteien zurufen wird: legen vermag, der darf auch nicht von sozialdemokratischen Frr Proletariat die Auftlärung tragen. Wenn unsere Matt!" Lehren sprechen. Dieses hat aber bis jezt Niemand gethan, Gegner aber so erstaunt sind, daß wir unter Bauern und den Wenn unsere Matt!"( Stürmische, lang anhaltende Beifallsvezeugungen). Auf Antrag des Genossen Wilschte wurde von einer Disgezeigt haben die Feinde nur immer, daß sie unfähig sind, Mary Landarbeitern agitiren wollen, so haben sie, wie Rip van Winkle Eussion über den gehörten Vortrag Abstand genommen. zu verstehen. Bezeichnend für die Kampfesweise unserer Gegner 10-15 Jahre geschlafen. Denn schon 1869 beschäftigten wir uns Unter Verschiedenem" wurde eine Resolution einstimmig anist es übrigens, daß der Verfasser der Irrlehren, wie mir aus angelegentlichst mit der Propaganda auf dem Lande. Unsere genommen, die sich in scharfer Weise gegen das Urtheil des zuverlässiger Quelle mitgetheilt wird, sich Freunden gegenüber Gegner treiben Vogelstrauß- Politik. Um eine drohende Gefahr Reichsgerichts ausspricht, daß das Sizenbleiben bei einem Kaifergerühmt hat, Mary' Kapital gar nicht gelesen zu haben. In der abwenden zu können, glauben sie, brauchten sie nur die Augen zu Toast eine Majestätsbeleidigung sei. Thatsache, daß die Irrlehren eines fortschrittlichen Bourschließen. Doch ihr Wuth- und Angstgeschrei beweist uns, daß Hierauf wurde die Versammlung vom Vorsitzenden mit geois von sämmtlichen kapitalistischen und reaktionären Parteien unfere Hiebe gut gefeffen haben. Wenn unsere Gegner weniger einem dreifachen begeistert aufgenommenen Hoch auf die Sozialals gemeinsamer Katechismus der Sozialreaktion geschimpit nnd geschlafen, vielmehr uns studirt hätten, demokratie geschlossen. sawa nila mi gioco polis buildin Große Bolksverfammlung am Freitag, den 9. Januar, Abends s ust ofal„ Gipfium", zandsberger te mung am Große öffentliche Volksversammlung Montag, den 12. Januar Abends s uhr. in der Brauerei Friedrichshain( fr. Lips). Achtung! Belegirte der Berliner Streik- kontrolkommiffion. Deigmüller's Salon, Alte Jakobstr. 48 a. Deffentliche Versammlung am Freitag, den 9. Januar, Abends 8½ Uhr, in Theater- und Vergnügungsverein., Vulkania".( Vorf. M. Lieste, Ackerstr. 13) Abends 9 Uhr, Roth's Reſtaurant, intenſtr. Nr. 73. Damen und Herren, welche geneigt sind beizutreten, werden zur heutigen Sigung höflichst eingelagen. Zubeil. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes und Fragefaſten. Gebildete 5. Ber: Wegen Versammlung des Verbandes der Schneider und Schneiderinnen Tagesordnung: Bortrag des Herrn Litfin über die gegenwärtige Krisis und die Lage der arbeitenden Klaffe. Verein zur Wahrung der Interessen der Berliner Knopfarbeiter. Bur Feier des britten Stiftungsfestes: Großer Wiener Mastenball am Sonn abend, den 10. Januar, im Elysium, Landsberger Allee 38-41. General- Versammlung der Freien Vereinigung der Lohgerber u Weinstr. 11 bei Feindt. tederzurichter Berlins am Sonntag den 11. Jan. cr., Bormittags 10% Uhr. 1 Der Wahlverein des fünften Reichstags- Wahlkreises ist geistig unterdrückt und gebrochen. Ist ihm ein Unrecht ge- 1 hielt am Montag Abend eine sehr stark besuchte Versammlung ab, schehen, so geht er in sein Stämmerlein, schließt die Thür doppelt in welcher Redakteur Kurt Baake einen Vortrag über: Der zu und steckt die Hand in die Tasche, um sie dort zu ballen. Indifferentismus der Arbeiter" hielt. Er führte in demselben Weit gefährlicher als der Indifferentismus dieser einzelnen Schichten aus: Keine Klage wird so oft gehört, wie die über den Indiffe- und Personen ist der Indifferentismus großer Volksmassen, der Landrentismus, die Gleichgiltigkeit. Gemeint wird damit politische arbeiter und der Frauen. Zwar hat man sich bei den Arbeiterinnen Gleichgiltigkeit, Trägheit gegenüber unseren Bestrebungen. Der schon sehr große Mühe gegeben, doch sieht es da noch sehr schlimm Kampf hiergegen muß von der Sozialdemokratie mit allen Mitteln aus. G3 spielen die materiellen Verhältnisse wesentlich mit, so geführt werden, denn in dem Indifferentismus ist die größte unter Anderem die Hausindustrie. Zweitens wirkt auch die so- Achtung Stocharbeiter! Sonntag, den 11. d. Mts., Vormittags 10% Uhr Gefahr für den Fortschritt zu besseren Zuständen zu erblicken. ziale Lage sehr mit, denn die Frau steht der Ausbeutung erheblich in Deigmüllers Salon, Alte Jakobstr. 4sa, öffentliche Versammlung. Tages Wir müssen bei dem Indifferentismus verschiedene Arten widerstandsloser gegenüber, als der Mann. Ferner aber spielt 2. gDistusfion.. 3. Bericht der Lokalkommission und Bedeutung des Schiedsordnung: 1. Arbeiterschutzgesetzgebung, Referent ein Reichstagsabgeordnete unterscheiden, den der Einzelnen und den Judifferentismus der eine Hauptrolle die Tradition: die Frau gehöre ins Haus, die gerichts.( Kollege Hildebrandt.) 4. Neuwahl der kommission. breiten Volksmassen. Von dem Ersteren ist zunächst der In Frau sei dazu da, dem Manne das Leben zu verschönen. Hehn- chiedenes. differentismus hervorzuheben, welcher aus gekränktem Ehrgeiz liches hört man überall. Verringert wird der Indifferentismus sammlung am Sonntag, den 11. Januar, Vormittags 10 Uhr, in Sahm's Klub Vereinigung der Drechsler Deutschlands. Ortsverwaltung 1. Ber entstanden ist, ferner ein solcher, welchen gesellige Vereine 2c. dadurch, daß die Frau immer mehr in die Industrie hineinge- haus, Annenſtr. 16. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag über: Die verursachen; manche Arbeiter gehen in diesen Klubs ganz auf zogen wird. Es muß also bei ihnen erst die Entwickelung ein- Bedingungen der Alters- und Invaliden- Versicherung." Referent Herre und bringen somit den öffentlichen Angelegenheiten wenig Inter- gewirkt haben. Der Parteivorstand hat den vernünftigen Plan Wichtigkeit der Tagesordnung werden sämmtliche Mitglieder der Ortsver effe entgegen. Weiter aber wird der Indifferentismus dadurch gefaßt, Material zu sammeln, nm dann eine praktische Agitation waltungen Berlins zu dieser Versammlung eingeladen. Gleichzeitig werden hervorgerufen, daß politische und gewerkschaftliche Vereine schlecht unter den Landarbeitern zu entfalten. Der Landarbeiter lebt die Mitglieder auf unsere neueröffnete Bibliothet aufmertfam gemacht. Die geleitet werden; es werden dort zuweilen langweilige oder schon unter dem härtesten Druck, die Unterschiede zwischen Ausgabe der Bücher findet jeden Dienstag und Freitag, Abends von 8 bis 9 Uhr beim Kollegen Reinte, Holzmarktstr. 13, Quergebäude 2 Treppen, statt. oft gehörte Vorträge geboten, sodaß der Einzelne die Stadt und Land find zu klaffende. Wir finden auf Vereinigung der Drechsler Deutschlands, Orts- Verwaltung Berlin 3 Lust verliert, in die Versammlungen zu gehen. Diese dem Lande die niedrigsten Löhne bei längster Arbeits- Stodbranche). Sonntag, den 11. Januar, Vormittags 10 Uhr, Mitglieder Arten von Indifferentismus find aber Versammlung bei Herrn Deigmüller, Alte Jakobstraße 48a. Tagesordnung: nur kleine zeit, die elendesten Zustände, Demuth und Unterwürfig- 1. Geschäftliches. 2. Kassenbericht. 3. Verschiedenes. Nachdem öffentliche Spielarten, gegen den durch die soziale Lage erzeugten. feit, das gerühmte patriarchalische Verhältniß mit der Hezpeitsche Stockarbeiterversammlung.- Pflicht eines jeden Mitgledes ist es, pünktlich Dieser beruht nicht auf bösem Willen und schlechter Absicht, son- im Hintergrunde. Wenn man eine erfolgreiche Thätigkeit ent- au erscheinen. dern er ist eine Folge der wirthschaftlichen Nothlage. Häufig falten will, muß man sich darüber klar werden, an wen man am Dienfiag, den 13. b. Mts., Abends 8 Uhr, Süd- Ost, Waldemarstraße 75. ist die Stellung des Einzelnen gefährdet, falls er sich an dem sich wenden soll. Das Landproletariat zerfällt in die kleinen veröffentlichen Leben betheiligen soll, besonders kommt das in kleinen schuldeten Bauern, die Tagelöhner mit einem geringen Besitzthum Städten zur Geltung. Dann aber liegt ein Hauptgrund darin, und die besiglosen Arbeiter. Bei den kleinen Bauern muß man daß so viele Parteigenossen mit feiner Parteigenossin verheirathet ihre instinktive Abneigung gegen die großen Grundbesizer befind, und die Frau infolge dessen zu Hause ihre gewichtige nutzen, welche sich noch aus den Zeiten der Leibeigenschaft herStimme dagegen einlegt, daß der Mann öfters Versammlungen leitet. Die Agitation muß sehr unsichtig betrieben werden, man besucht. Hiergegen ist das beste Mittel, die Frau mitzunehmen, muß mit dem beschränkten Gesichtskreis der Leute rechnen und Lese- und Biskutirklubs. Freitag. Karl Marr", Abends 9 Uhr, sie aufzuklären, damit sie eine Genossin werde. Jm Großen und alles fernhalten, was bei ihnen Anstoß erregen könnte. bei Schönfeld, Mariendorferstr. 10. Gäste haben Butritt. Freie kritit, Abends 8 Uhr im Restaurant Pickert, Grünstraße 21, Freunde Ganzen kann man sagen, daß der Indifferentismus der Einzelnen Redner erörtert einzelne Vorschläge für die Agitation, die allerwillkommen." Süden", Abends 8 Uhr bei Schwarzkopf, Stalizerstr. 11. nicht so gefährlich ist. Bei großen Aktionen kommen sehr viele, dings viel Zeit, Arbeit und Geld erfordern wird, das aber nirgends Gäste, Damen und Herren, willkommen. die fich bis dahin vollständig fern gehalten hatten, doch hervor. besser angebracht ist als hier. Für uns besteht die Verpflichtung, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend Abends 9 Uhr, Uebungs Während hier in Berlin die Zahl der Zeitungsleser von Ar- daß wir arbeiten, immer arbeiten müssen, daß wir den Indifferen- funde, Aufnahme von Mitgliedern. Männer- Gesangverein„ Collegia Restaurant Reichenbergerstr. 16.- Gesangverein des Fach vereins ber beiterblättern höchstens 34 000, die Zahl der politisch und gewerk- tismus als unseren größten Feind betrachten, der auf jede Weise Buser Berlins und umgegend"„ Gemüthlich feit", Senbele schaftlich Organisirten höchstens 15 000 beträgt, find trotzdem geschlagen werden muß. Wir müssen ganze Sozialdemokraten straße 31 bei Preußer. Buchbinder- Männerchor" Berlin, Alte ungefähr 120 000 Stimmen bei den letzten Wahlen für unsere werden.( Lebhafter Beifall.) In der Diskussion sprach Genosse Schmiede", koppenstr. 58 bei Schirmer. Jatobftr. 75 bei Feuerstein. Männer- Gesangverein der Berliner Arbeiter- Gesangverein Nord", Partei abgegeben worden. Innerhalb des Proletariats ist Heidmann im Sinne des Referenten und empfahl ebenfalls be- Brunnenstr. 38 bet Gnadt. Gesangverein orbeertran3", Restaurant noch ein kleiner Theil vorhanden, der sich nicht zum Proletariat fonders eine energische Agitation auf dem Lande. Raiser'scher Männerchor", Schönhauser Allee 28 bet rechnet. Dazu gehört der immer mehr verschwindende ,, Künstler". Es schiedenem wurde beschlossen, am 7. März( Sonnabend) Gesangverein WiederhaII", Köpnickerstr. 191 bet Foge. ein Nürnberg. Arbeiter Gesangverein Hoffnung", Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 sind da mehrere Berufe, welche sich dazu rechnen. Als eine Art In- Stiftungsfest zu veranstalten. Sodann schloß der Vorsitzende die bei Lippe. Summer's cher Gesangserein", Elisabethstr. 11 bei Rüth. differentismus ist es auch anzusehen, wenn einige Gewerkschaften Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die Sozialdemo- Gesangverein" Esmeralda", koppenstraße 35 bei Keller, Abends 8 Uhr. sich veranlaßt sehen, Herrenabende, Kommerse, zu veranstalten. fratie. Gefangverein Amicitia", Adlershof in Albrecht's Restaurant, Abends 11 Uhr. Wilhelm Seegerische Liedertafel", Abends 9 Uhr Das sollte man doch der Bourgeoisie überlassen.( Zustimmung.) bei Trucks, Reichenbergerstraße 83. Einen weiteren Kreis der Indifferenten bilden die Gastwirths Die Freie Vereinigung der Seifensieder und Berufs- Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. ,, männnerchor Ber gehilfen. Zwar haben sich sowohl in Berlin als auch in Ham- genossen hielt am Sonntag, den 4. Januar, ihre regelmäßige liner Mechaniter", Abends 8½ Uhr, im Restaurant Müller, Johannis Männer- Gesang- Verein union", Abends 9 Uhr, in der Berliner burg schon Organisationen gebildet, doch umfassen diese mehr die Mitgliederversammlung ab. Herr Peus hielt einen Vortrag über ftr. 20. Bock- Brauerei. Vorgeschritteneren. Auch ein Organ ist entstanden, welches die Mehrwerth, welcher mit großem Beifall aufgenommen wurde. Bergnügungsverein„ GIüda u f", Abends sy nhr, Sigung bet Möwes, Sisyphusarbeit der Aufklärung übernommen hat. Der Bourgeois Eine Diskussion fand nicht statt. Der Vierteljahresbericht wurde Fichteftr. 29. Nach der Gigung Tanz. Gäste willkommen. 9 Uhr ab, Admiralstr. 38 bet betrachtet den Kellner als seinen Diener, Lakaien, der ihn be- vom Kassirer verlesen, dem nach der Bestätigung durch die Re- verein„ eilchen", Sizung mit Damen von Lülow. Gäste willtommen. Geselliger Verein Immergrün Verein ehem. dienen muß und dem er dafür ein Trinkgeld verabfolgt. Man visoren Decharge ertheilt wurde. Ginige neue Mitglieder ließen Abends 9 Uhr, im Restaurant Heinice, Oranienſtr. 36. hat nun gemeint, die Bewegung durch ein Mittel zu heben, sich aufnehnien. Der Vorsitzende spricht sein Bedauern darüber Schüler der 38. Gemeinde Schule, Sigung, Abends 9 Uhr, im durch Einführung des Markensystems. Es ist mehr als aus, daß die Versammlung wieder so schwach besucht ist und die Grand Restaurant„ Kornblume"( Inh. Dito Noll), Andreasstr, 3. Gäfte willkommen. Rauchllub„ Ohne 3wang", Abends 8% Uhr, bet. Spaeth, fraglich, ob dieser Weg der richtige ist.( Zustimmung.) Mitglieder niemals zur angegebenen Zeit erscheinen. Er ermahnte Weinstraße 28.- Theater- und Vergnügunasverein„ Bulcania", in Stoth's Man seht viel aufs Spiel, ohne daß Aussicht vor= die Kollegen in der nächsten Versammlung, welche am 8. Februar Restaurant, Linienſtr. 73. Gäste willkommen. Damen und Herren, welche ge handen ist, wirklich etwas zu erreichen. Die Gastwirths- stattfindet, pünktlicher zu erscheinen. Ferner theilte der Vorsitzende neigt sind, beim Theater mitzuwirken, sind freundlichst eingeladen. gehilfen müssen den Weg beschreiten, den alle Gewerkschaften be- mit, daß das Stiftungsfest noch am 21. März bei Buß, Große schritten haben, den der Aufklärung durch unermüdliche Agitation. Frankfurterstr. 85, stattfinden kann, da dieser Saal noch frei ist. Eine dritte Schicht der Indifferenten, nicht im Einzelnen, Die anwesenden Mitglieder waren damit einverstanden. Billets sondern im Allgemeinen, ist bei den jungen Kaufleuten anzutreffen. werden in der nächsten Versammlung ausgegeben werden. Durch die unermüdliche Agitation Weniger macht sich glücklicher Der Preis beträgt für die Herren- Billets 50 Pf. und für Damenweise ein kleiner Fortschritt bemerkbar. Noch hat das Kapital Billets 25 Pf. Da weiter nichts vorlag, schloß der Vorsitzende hier nicht genügend zersetzend gewirkt; man hat da noch viel mit mit einem Hoch auf die internationale moderne Arbeiterbewegung den Vorurtheilen zu rechnen, indem die Meisten glauben, den die Versaminlung. Marschallstab im Tornister zu tragen. Sie wähnen irgendwie, sei es durch Heirath oder sei es durch einen anderen Glückszufall, Gärtner. Die freie Vereinigung der Gärtner und versich selbstständig machen zu können. Auch hat sich die Theilarbeit wandten Berufsgenossen hielt am 5. Januar eine Mitglieder in diesem Berufe noch nicht genügend geltend gemacht, obschon versammlung ab. Genoffe Bombin referirte über das Thema: der Anfang dazu bereits vorhanden ist. Daher ist der Indifferen- Die bürgerlichen Parteien und die Sozialdemokratie. An der tismus unter den jungen Kaufleuten sehr erklärlich. Es muß da Diskussion betheiligten sich die Kollegen Büchner und Michler die Aufklärung und die wirthschaftliche Entwickelung zusammen im Sinne des Referenten. Unter Verschiedenem wurden die im Reichstags- Wahlkreise Bochum- Gelsenkirchen wurde Müllen mitwirken. Ganz anders liegt es bei dem Gelehrtenproletariat, wichtigsten Bestimmungen des Alters- und Invaliditätsversicherungs- fiefen( natlib.) mit 26 869 Stimmen gegen Vattmann( flerikal den Hungerkandidaten, um einen modernen Ausdruck zu ge- Gesetzes von dem Referenten den Mitgliedern erklärt und das mit 25 667 Stimmen gewählt. brauchen. Bei diesen herrscht mehr als überall sonst ein Kasten- ganze Gesetz von verschiedenen Rednern einer abfälligen Kritik geist, ein Klassendünkel vor, sie sehen nicht ein, daß sie unterworfen. nur den Rock des Kapitals tragen. Uebrigens müssen wir bei Die Mitglieder- Versammlung der Nationalen Kranken- und Brietkaffen der Redaktion. diesen Leuten ein wenig vorsichtig sein. Diejenigen von ihnen, sterbekasse der Droschkenkutscher etc.( E. H. Nr. 75) zu Berlin findet welche zu uns kommen, find zu leicht zu der Meinung geneigt, heute Freitag, den 9. d. M., Abends 8 Uhr, im Schmiedel'schen Lotale( früher Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brießlich wir warteten auf sie. Sie wollen gleich kommandiren und nicht Orpheum) Alte Jakobstr. 32 statt mit der Tagesordnung: Wahl von 40 Abexerziren. Wenn sie sich dann getäuscht sehen, ziehen sie sich ent- geordneten zur Generalversammlung am 30. d. Mts. und Besprechung verQuittung. Bon C. Scholz, Berlin, den Ertrag von 4 M. schiedener Kaffenangelegenheiten. weder als Indifferente zurück oder sie werden Renegaten, sie Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter Berlin Filiale 9 einer amerikanischen Auktion durch Amtenbrink'sche Tanzschüler wenden sich dahin, wo sie ihr Futter finden.( Zustimmung.)( E. 5. Nr 29 zu Hamburg) findet am Sonnabend, Abends 8 Uhr, im Lotale für die ausgesperrten Glasarbeiter erhalten zu haben, bescheinigt " Volts- Brauerei"( oberer Saal) statt. Allen Grund zu uns zu kommen hätten die kleinen Beamten. Lefe- und Diskutirklub Freie Denker". Große öffentliche Verfamm- Die Kommission. J. A.: Hermann Hallwas. Ihre allgemeine Lage ist so, daß sie Sozialdemokraten sein lung für Frauen und Männer am Sonntag, den 11. Januar, Abends 6 Uhr, 2. E. Nostizstr. Der Gastwirthsgehilfe" ist nicht in unsere müßten. Zwar unterscheiden sie sich vom Arbeiter dadurch, daß in Schnegelsberg's Festsaal, Jahnstr. Nr. 8. Tagesordnung: Siehe Sonntag Hände gekommen. ihnen ihre Gristenz dauernd gewährleistet ist, während der In- Freireligiöse Gemeinde, Rosenthalerfir. 38. Sonntag, den 11. Januar, dustrie- Arbeiter fortwährend, bei jeder Krisis, zeitweise arbeitslos Vormittags 10 Uhr: Vortrag des Herrn Dr. Völkel über:" Die Stellung der wird. Dafür aber ist der kleine Beamte durch seine Stellung Frau in der Bibel. Gäfte sehr willkommen. Abends 7 Uhr: Gesellige Ver fammlung und Vortrag von Dr. Völkel über: Unfre Märchen in threm Zuverhindert, sich an öffentlichen Angelegenheiten zu betheiligen, er sammenhang mit der Religion unserer Borväter. Annonce. Verein zur Wahrung der Jnteressen d. Klavierarbeiter und verwandter Berufsgenossen. Mitglieder Versammlung für den Norden am Sonnabend, den 10. Januar, Abends 81/2 Uhr, in ,, Minner's Salon", Rosenthaler Strasse No. 11-12. Tages Drdnung: 1. Vortrag. 2. Wahl eines Beitragsammlers. 3. Vereinsangelegenheit. Zahlreiches Erscheinen erwünscht Der Vorstand. 136 Verein zur Wahrung der Juteressen d. Klavierarbeiter und verwandter Berufsgenossen. Grosser Wiener Maskenball am Sonnabend, den 31. Januar 1891, Abends 8½ Uhr, bei Buggenhagen am Moritzplatz. Billets für Herren und Damen à 50 Pfennig sind im Restaurant Winzer, bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern und in den mit Plakaten belegten Geschäften zu haben. Um recht zahlreiche Betheiligung der Kollegen ersucht Der Vorstand. 139 Depelchen. " Bergnügungs ( Wolffs Telegraphen- Bureau.) Hamburg, 8. Januar. Der durch Beschluß der gestrigen Versammlung Vereinigter Hamburger und Altonaer Feuerleute" proklamirte Generalstreit ist wegen des Entgegenkommens einiger Rhedereien, wie der Hamburg- Amerikanischen Badetfahrt und der Hamburg- Südamerikanischen Dampfschifffahrts Geſellſchaft, aufgehoben worden. Es besteht nur noch ein partieller Streit. Bochum, 8. Januar. Bei der heute stattgehabten Stichwahl Antwort wird nicht ertheilt. Briefkasten der Expedition. W. Zeit, Medford. Abonnement reicht bis ult. Januar 1891 -Bei wöchentlicher Sendung ist nur wenig Porto- Ersparniß. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volfsblatt Berlin SW., Beuthstraße 3. Wir gelangten in den Besitz einer kleinen Anzahl von Exemplaren von Die Fran in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Von August Bebel. 8. Auflage. 220 Seiten. gr. 8. Preis brosch. 2 Mt. Da die neue Auflage noch längere Zeit auf sich warten laffen dürfte, halten wir obige den Parteigenossen zur Verbreitung angelegentlichst empfohlen. Nach Auswärts senden wir gegen Einsendung von 2,20 Mt. postwendend. Carmen, groß, Konzerthaus ,, Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. 105. Pfð. Sonnabend, den 17. Januar 1891: Grosser Wiener Maskenball 99 arrangirt v. d. Gesangv. ,, Allegro" u. ,, W. Seeger'sche Liedertafel" ( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes). Billets find zu haben bei Mahlicke, Naunyn- und Adalbertstraßen- Ece; Gottfried Schuly, Admiralstraße 40 a; und G. Fabian, Reichenbergerstr. 171, 3 Tr. links. Java Umbl. I. 1,10 M. p. Pfd. Roh- Tabak Carl Roland, Rottbuser Damm 33. Einen Genossen zum Vertrieb von Sumatra Rohtabat A. Goldschmidt, Spandauerbrücke 6, am hiesigen Plaze bekanntlich Größte Auswahl. Garantirt ficher brennende Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Rohtabake sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, dam Hacke'schen Markt.[ 746 ! Ausverkauf! um jeden Preis von 20 000 Schuss-, Hieb- u. Stichwaffen Reich illustrirte Preisliste gratis. Hippolit Mehles, Berlin W., Friedrichstr. 84. 370 Das Rechtsbureau eines fgl. preuß. Amtsrichters a. D., Alte Jakobstr. 102 2/2 Pfd. deckfäh. 2 Tr., ertheilt gewissenhaft Rath und v. Mt. 2,20 an Hilfe in allen Angelegenheiten. Für Un weiß brennend. bemittelte unentgeltlich u. gratis. 143 Bürstenwaaren wünscht 103 Roh- Tabak mmtlicher Sorten. A. Leue, Nostizstraße 16. Kinderwagen. Das gr. eager Berlins Größte Auswahl, billigste Preise. G. 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