Verlinev Volksblskk. der rozialdcmokratifchen Partei Zentralorgan Ncüaktioa: SN). 6S, �iaüenstrahe 3. fferuitir�diez:«mi Mortvvla«. vir. lül VO— 15197. Donnerstag, den 25. April 1918. CxpciMtlon: SN). 65, Lwücnstraßc 5. »eraf»refber; ümt INorivvla«, Nr. 15190—15197. Ztr. HS. 35. Aahrg. ■(lOPfegirsig�) Vez«gSyretS: Bl«M)5f)rL<öi) M!. monoM. l.SOSH. frei ln5 paus, Boraii-5(abttat.ein jelue Kuutmecu 10 Pia, Postbe,,ua'■ Monatlich\J>0 Ml. Unter Kreuzband ffii Deulichland und Oeiierreich. Ungarn Ml, ittr ba» übnae Ausland 4,50 Ml. monatlich, Leriand ins Feld beidirelter Äeilelluna monuti, 1�0 Ml. Poltdeilellunaen nebmen an TSne- mar.'. Holland. Uuxetndura. Schweden iura die Schwei«, Stnaeiraaen in dt» •ioft'cleUunflS.Pteisliile. Erscheint täglich. ZelesTanun• RSreffc .Sozialdemokrat Bcrlt»�« Deutfcblands. Nnzeigenpreiö: TleilebengeldallenellolonelzeilekoNet 60 Piz,„fileinc lünzrigen", das fettfieSrudle Wort UO Pfg.(znliiiiig 2 feitßc&rucltc äBortc). icbcf wciloie Wort 15"lila. Eicllenaeinche und SdilafiieUcnunjciseu dao erste Wort 20 Pig,. wdes weitcro üZorl>0 Pia. Warle über 15 Buchstaben zählen für zwei Worte, TeuernnzSznichlag 20«/» FainilieN.Anzeigen. oalitiiche und gewerlichailiilue BereinS- Anzeigen 00 Big die Zeile, Anzeigen iür die nächste Kuniniet mäiien bis 5 Uhc nachminags un öauvlgeichäsl Berlin EW. 08, Linbenilratze ü. adzegeden werden. Geötinel von 8 Uhr jach bot 7 Uhr ad eich». Der ßlocHadeangrlff auf Oftende und ZeebrQ Gefechte bei Bailleul.— Höhe Vleugel- hock erstürmt.— Richthofenö?klicgertod. — Simferopol in der Krim erreicht. v e r l i», 24. April 1918. a b e u d S. Amtlich. Von den ÄricgSschatipläqcn uld)ts NcueS. Amtlich. Großes Hauptq-irtier. 24. April 1918. jW. T. B.> Westlicher Kriegsschauplatz. Auf den Schlachlfcldern an der LyS und«« der S o m m c blieb dir Gefechtstätigkeit auf örtliche Kampshand« lungcn bcschräult. Nordöstlich von Bailleul erftlirmteu wir die Höhr von Blcugelhork und nahmen hier Fran- zosca gefaazctl. Westlich von Bailleul wiesen wir englische Angriffe ad. Starte Borstöße des FeinbeS nordwestlich von B 6 t h u u e wurden in unseren Vorpostcnlinien zum Scheitern gebracht. Borscldköutpfe au vielen Stelle» der übrigen Front brachte» Gefangene ein. Rittmeister Freiherr von Richthvfe« ist von der Ler- folgung eines Gegners über dem Schlachtfeld» an der Somme nicht zurückgekehrt. Nach englischem Bericht ist er gefallen. O st e«. Finnland. Die unter de« Befehl de? General? Gras von der Goltz stehenden Truppen habeu die Eisrnbahnknotcnpunlte H y p i u g e und Rnrhimaeki genommen und nördlich von Lahti die Berbiadung mit der finnischen Armee hergestellt. Ukraine. In der» r i« haben Truppe» de« Geaernl» Sofch Vi». fe r o p o l erreicht. D«r Erste Genrralonartiermcister. _ Ludendvrst. Ter österreichische Bericht. Wien, 24. AprU 1918. Amtlich»ir» vcrlanttart: An der italieilischen Front keine größeren Kampfhandlunge». Der Chef des Ge n r r a l sta b e». Englisther Großangriff gegen öle U-Goot- Stützpunkte an öer Jlanöernküste. Kampf auf öer Mole von Aeedrügge. Berlin. 24. April. In der Nacht vom 22. zum 22. April tvnrde ein großangelegtes und mit rücksichtslosem Einsatz geplantes Unternehmen englischer Seestreitkräfte gegen unsere flandrischen Stützpunkte vereitelt. Nach heftiger Beschießung von See au« drangen unter dem Schutz eines dichten Schleiers von künstlichem Nebel . kleine Krenzer, begleitet von zahlreichen Zerstörern und Motor» booten, bei Ost ende und Zccbrügge b i S unmittelbar unter die Küste vor. mit der Absicht, die dortigen Schleusen- und Hafcnanlagc» zu zerstören. Gleichzeitig sollte nach Aussage von Gefangenen eine Abteilung von vier Kompagnien See- soldaten lNoyal MarincS) die Mole von Zeebrügge handstreichartig besetzen, um alle auf ihr befindlichen Baulichkeiten, Geschütze und KricgSgerätc, sowie die im Hafen liegenden Fahrzeuge zu vernichten. Nur etwa vierzig von ihnen haben die Mole betreten; diese sind teils tot, teils lebend in unsere Hand gefallen. Ans den schmalen, hohen Mauern der Mole ist von beiden Seite» mit äußerster Erbitterung gefochten worden. Bon den am Angriff beteiligten englischen Seestreitkräften wurden die kleinen Kreuzer Jphigcnia, Jntrcpid, SirinS und zwei andere gleicher Bauart, deren Namen unbrkannt sind, dicht unter der Küste versenkt. Ferner wurden drei Zerstörer und eine größere Zahl von Torpedo Motorbooten durch unser Artillerie- fcucr zum Sinken gebracht. Nur einzeln« Leute der Besatzung konnten von unS gerettet werden. Außer einer durch Torpedo- trcffcr verursachten Beschädigung der Mvle sind unsere Hafcnanlagcn und Küstenbattcricn völlig unversehrt. Bon unseren Seestreitkräften erlitt nur ein Torpedoboot Beschädigungen lrich- tester Art. Unsere Menschenverluste sind gering. Ter Chef des Admiralstabcs der Marine. Dee Zweck des englischen Vorstoßes. London, 23. April.(Reuter.) Die Admiralität teilt mit: Heute wurde am frühen Margen von unseren Seestreitkräften ein An- griff auf Ostende und Zeebrügge, die vom Feinde als Stützpunkte für seine Zerstörer und U-Boot: ausgenutzt werden, unternommen. Unsere Streitlräft« sind jetzt auf der Heimkehr begriffen. Nach den bisherigen spärlichen Nachrichten hat der Angriff leidlich guten i Erfolg(wörtlich rcaoonable mewurc succcss) gehabt.. Mit AuS- 1 nähme der Deckung 5 schiffe bestand das verwendete Geschwader aus HilftkriegSschiffeu und aus sechs veralteten Kreuzern. �ünf dieser Kreuzer, mit Beton ausgefüllt» wurden als Blockierungsschiffe verwendet, gcmäh den er- teilten Befehlen an Strand gesetzt, von den Mannschaften verlassen und gesprengt. Ein weiterer Bericht wird ausgegeben werden, sobald Berichte von den Schiffen, die jetzt nach ihren Stütz- punkten zurückkehren, vorliegen. Uebcr die Verluste ist noch nichts bekannt. London, 23. April.(Reuter.) Im Unterhaus gab der Erste Lord der Admiralität Sir Eric G e d d e s folgende Erklärung über die Unternehmung gegen Ostende und Zeebrügge ab: Der Angriff wurde unter dem Befohl dos Vizeadmirals Roger Key ausgeführt. Zerstörer aus Dover und französische Zerstörer wirkten mit. Sechs veraltete britische Kreuzer, Brilliant, Sirius, Iphigenie, Jntrcpid, Thetis und V i n d i c t i v e, sämtlich 20 bis 30 Jahre alt. nahmen an dem Angriff teil. Fünf, mit Beton gefüllt, sollten im Kanal und wenn möglich am Eingang der Häsen versenkt werden. Vindictwe und zwei Hilfsschiffs, ursprünglich Liverpooler Fährboot«, führten Sturm- und Zerstörungsabteilungen zum Sturm auf die Spitze der Zeebrüggcr Mole. Vindictive war besonders mit Laufplankcu zur Landung der Sturmabteilungen versehen und mit Flammen- werfern ausgerüstet. Alle beteiligten Leute, Matrosen und Seesoldaten waren Freiwillige der Großen Flotte, und es zeigte sich großer Wetteifer für die Unternehmung. Leichte Deckungsstreitkräfte unter Admiral Tyrwbytt deckten die Opera- tionen und die Streitmacht, von großen Monitoren und einer An- zahl Motorfahrzeugen und Küstenmotorbooten, von welchen kleinen starken Booten, ine größmiögliwe Besatzung fühlten, sechs teilnahmen. Der Hauptplan war folgender: Nach starker Beschießung von einstündiger Daner durch Monitore auf Zeebrügge sollte Vindictive mit 2 HilfS- kreuzern längsseits der Mole von Zeebrügge gehen und Ab- teilungen zum Sturm und zur Zerstörung landen. Unterdessen sollten drei Dlockschiffe, daS sind alte Kreuzer, in den Kanal«in- dringen, auf Grund laufen und in die Luft gesprengt werden. Zwei alte wertlose Unterseeboote, mit Explosiv- stoffen gefüllt, sollten gegen die Verpfählnng außerhalb der Mole an der Küste anrennen. In O st- ende war die Arbeit einfacher. Dort sollten 2 Blockschiffe an die Küste rennen und am Eingang des Hafens gesprengt werden. Die bekannt gewordenen Ergebnisse find: In Ostend« liefen 2 Blockschiffe die Küste an und wurden nach Sprengung verlassen. In Zeebrügge erreichten 2 von den 3 Blockschiffen ihr Ziel, wurden versenkt und am Eingang des Kanals gesprengt. Das dritte lief in der Durchfahrt auf Grund. Ein gewisser Gesamtschade wurde durch Artilleriefeuer und Tor- pedoangriff auf feindliche Zerstörer und ander« Schiff« läng» der Mole verursacht. Ein Küstenmotorboot meldet die Torpedicruug eines feindlichen Zerstörers, der zu entkommen suchte. Eines der beiden alten Unterseeboote erreicht« seine Ziele, wurde gesprengt und zerstörte dabei die Verpfählung nahe der Riol«. Die Sturmabteilungen von Vindictive und von den Hilfskreuzern Iris und Daffodil gingen zum Angriff vor und kämpften mit größtmöglicher Tapferkeit, indem sie die Stellungen längs der Mole über eine Stunde hielten und beträchtlichen Schaden und Verluste den feindlichen Streitern zu- fügten, die die Mole, die Zerstörerbatterie, die Unterseebootsdepots und die große Wasserflugzeugbasts auf dieser hielten. Der An- griff hatte vor allem den Zweck, die Aufmerksamkeit der Besatzung der Mole auf sich zu ziehen, während die Blockschiffe in den Hasen eindrangen, und er erreichte diesen Zweck. Nachdem die Landungsabteilungen wieder ein- geschifft waren, traten Vindictive, JriS und Daffodil mit Erfolg den Rückzug an. Vindictive ist, wie gemeldet wird. nach seinem AuSgangsort zurückgekehrt, und die beiden anderen sind auf dem Wege dahin. Die ganzen bisher gemeldeten britischen SchissSverlnstr betrogen eine» Zerstörer» der durch Geschützfeuer von der Mole ans zum Sinke» gebracht wurde, zwei Küstenmotorboote und zwei Motorfahrzeuge, die vermißt werden. Die Admiralität glaubt den Vizeadmiral von Dover und allen Offizieren und Mannschaften größten Dank für ihr äußerst tapferes Unternehmen schuldig zu sein. Es liegt genügende Wahrscheinlichkeit vor, daß der Eingang zum Brüggckanal möglicherweise wirksam blockiert ist und daß beträchtlicher Materialschaden verursacht wurde. veutsd)e Erklärung gegen Geööss. Amtlich. Berlin, 24. April. Aus der vom Ersten Lord der englische»?tdmiralität Sir Eric Geddcs im Unter- haus gegebenen Erklärung über die Unternehmung gegen Ostende lllid Zeebrügge scheint man herauslesen sollen, daß sowohl in O st e n d e, ganz besonders aber in Z e c- b r ü g g e, das beabsichtigte Ziel— Abschlicstung der Häfen — erreicht worden sei. Demgegenüber wird hiermit ausdrücklich festgestellt, daß die Scekriegsführung von der flaudri- scheu Küste aus durch die englische Untcrucbmung i u keiner Weise gestört ist. Zum Entwurf eines /irbeitskammersefetzes. Unsere gestrige Besprechung der beiden neuen sozial- polilischeu Gesetzentwürfe konnte naturgemäß nur sehr kurz sein, da diese Entwürfe in später Abendstunde der Nedaktion zugingen. Wir mußten uns im wesentlichen auf eine Dar- stellung des Inhalts deS Entwurfes selbst beschränken. Soweit die Aushebung des§ 153 in Betracht kommt. baben wir den ja schon mehrfach im„Vorwärts" gemachten Ausführungen nichts mehr hinzuzufügen. Was das A r b e i t L k a m m e r g e s e tz betrifft, so muß gesagt werden, daß es im höchsten Maße bedauerlich ist, daß der Bundesrat den Gruudzügen des von den Eewerk- s ch a f t c n und Angestelltenverbändcu im De- zember vergangenen Jahres ihm eingereichten Entwurfes eines Gesetzes betreffend Arbeitskammern und gesetzliche Einigungsämter nicht entsprochen hat. Ja eS scheint, als ob die Negierung diesen Entwurf bei der Ausarbeitung des von ihr vorgelegten ganz unberücksichtigt gelassen hat; sie erwähnt ihn bei der Tarstellung der bisherigen Versuche und Anregungen, zu einem ArbeitLkammergesetzentwurf zu ge- langen, mit keinem Wort. ES kann naturgemäß der Regie- rung nicht zweifelhaft fein, daß, wenn sich die Arbeiterver- bände aller Richtungen und eine große Anzahl_ von Angestelltenverbänden auf eine bestimmte Regelung einigen. sie doch auch mit allen Kräften sich bemühen werden, diese von ihnen für zweckmäßig gehaltene Regelung im Gesetz selbst durchgeführt zu sehen.. �. Die Negierung hat sich im wesentlichen an die Grund- züge desE n twurfesvom Jahre 1910 gehalten. Der da- malige Entwurf scheiterte an dem sogenannten Arbeiter- s e k r e t ä r- Paragraphen, daS heißt, die Regierung wollte die Arbeitersekretäre ais Vertreter der Arbeiter nicht zulassen, und an der Weigerung der Negierung, die Eisenbahnarbeiter unter ein Arbeitskamiuergesetz fallen zu lassen. Die rein berufliche Grundlage des damaligen Entwurfes ist in vollem Umfange aufrecht erhalten worden. Dabei ist durch die Entivickelung der Jahre daS Juteresse an beruflichen Arbcitervertretnngen ganz wesentlich zu- rückgegangen, namentlich angesichts des Wachstums der beruf- lichen Ardeiter- und Angestellteilorganisationen. DaS Bedürfnis nach allgemeinen territorial gegliederten Arbeiter- Vertretungen, in denen die Interessen aller Berufe in all- gemeinen sozialpolitischen Angelegenheiten zusammengefaßt werden, ist dagegen in hohem Maße gewachsen. Ans diesem Grunde haben denn auch die Gewerkschaften in ihrem Ent- wurs vom Dezember 1917 eine solche territoriale Gliederung der Arbeitskammern gefordert. Wenn jetzt die Regierung den Entwurf lediglich auf die berufliche Or- gauisation einstellt, so wird das natürlich in den Kommissionen und im Plenum deS Reichstages Kämpfe auslösen, die an- gesichts der starken Inanspruchnahme der Parlamente leicht hätte vermieden werden können, tvenn die Regierung sich den einmütigen Wünschen von Arbeitern und Angestellten angepaßt hätte. Die Umgestaltung des aus dem Jahre 1310 noch vorliegenden EnttvurfeS hätte natürlich den Bearbeitern des NegierungSentwurss einige Mühe gemacht. Jetzt wird diese ganze Arbeit unnötigerweise dem Parlament zugeschoben. Weiler ist auch in dem Entwurf keine Rücksicht genommen darauf, daß die ArbeitSkammern sich der Vertretung reiner Arbeiterinteressen allein widmen können. Die freien Gewerkschaften haben auf dem Geiverkschastskongreß in Köln 1995 mit übergroßer Mehrheit sich für reine Arbeiter- kammern entschieden. Eine Mehrheit für ein Arbeiterkammer» gesetz dürste angesichts der Tatsache, daß die christlichen und Hirsch-Dunckerschen Gewerkvereine und damit auch die ihnen nahestehenden politischen Parteien im Reichstag sich auf eine paritätische Vertretung der Arbeiter und Arbeitgeber festgelegt haben, im Reichstag nicht zu erzielen sein. Darum haben auch die freien Gewerkschaften ihre Bedenken gegen die paritätischen Kammern unter der Voraussetzung zurückgestellt, daß den Kammern die Möglichkeit gegeben werde, auch als reine Arbeitnehmer-Vertretungen zusammenzutreten und Anträge zu stellen, Gutachten abzugeben usw. Die Arbeitnehmer einer Arbeitskammer sollten siir diesen Zweck besondere Arbiptnehmerabteilungen bilden. Nach Ein- holung einer gutachtlichen Aeußerung der jeweils in Betracht kommenden wirtschaftlichen Organisation der Arbeiter und Arbeitgeber durch die Landeszentralbehörde sollte diese die Bildung von Abteilungen für Geiverbezweige oder für bestimmte Arten von Betrieben anordnen können. Vorgesehen waren Abteilungen für die Land- und Forstwirtschaft und für die kaufmännischen Angestellten. Für alle übrigen An- gestelltengruppen sollte auf Antrag der Arbeitskammer eine Abteilung errichtet werden. Die Gesamtarbeih-üömej abtcilung sollte Anträge und Wünsche d« rncs- «yt brüten ünb für bic Beratung durch die eben erluaünifn fc 'anderen Abtei! iiiigen torbereiicn. Sie folüe hierzu die ferner rforbertidun! Erhebunaen, so über die Höhe der Löhne und eren Verhältnis zur ktonenauiiveiidung für die LebenKhaltung, 'vwie über die Teuer der A? beiiszeit veranstalten und schltcn- ich erfv! deilichenfalls auch s e l b st ä n d i g G u t a cl, t e n über die gewerblichen und luilt''Gastlichen Verhältnisse in ihrem Bezirk er statten und Antrüge an Behörden, an Ver- retungeu von Koinmunalverbäiiden lind an die gefetzgebcn- cn ttötperstyofte» der Bundee ftnateu und des Reiches richten 'änilcn. Tcr Si'itvu'.s der Regierung l?a! diese Wünsche vollständig n n b e r ü c! s t ch t I g t gciassen. rvohl aber har er bei'. Wünschen incr bcsii-uinten(>)ruppe von Angestellten itisoweit Itechnuug ietragen. als nun sür Beiriellsbeamte. Wcrtnieistcr und Tech- iker. nie Haudlilngsgehilfen und Handlungslehrlinge und osreu Arbeitgeber besondere Ange stellten ka mrnern durch Reich?- iesetz vorge ei'eii sind. Tas begründet die Regierung mir der igeuanigen Stellung der Angestellten als eines Mitgliedes zwischen Ai beitgebee und Arbeiter, die dieses erwünscht er- 'chcincn lassen. In einer sjeit, in der sich z. B. die Bc- nrebungkil nach Vereinheitlichiing der Llngesrelltenversicherung '!?it der Arbeiter Versicherung mehren, soll hier wieder eine besondere Trenming her beiden Wruvpen von Arbeitnehmern gcschas'en werden.. Tamik loürdc also die hier geschaffene Inicressenirert! ctulig nickt einheitlich ausgebaut, sondern aus ".rehrere Gesetze gestützt sein. Dafür liegt natürlich in keiner Weise auch nur der geringste Grund vor. Es wird Aufgabe es Reich: tags sein müssen, auch hier eine Vercinhcit- i ich u n g herbciznsühren. Endlich aber auch läßt der Entwurf der Negiernng die Wünsche der ArbeitnehiNer ganz nnbcachtct, die sich ans die esetzliche Siciieistellnug der im Hilfsdienftgesetz zuerst vor- . estcheuc:: S ck l i ck! u n g s st e l l e n nud Arbeiter- Ausschüsse beziehen. Dag eine solche Cicherstellung er- igen nnist, kann nach den Erfahrungen, die- mit diesen telien nird Ausschüssen gemacht tvoroen sind, gar nicht oeifclbast sein. Gerade im Arbeitskammergesctz, das der .ntercssenvertietnng dienen soll, iväre die beste Gelegenheit eweseil. auch diese Stellen zum Ausgleich widerstreitender olntercssen zu einem dauernden Bestandteil unseres geltenden rechtes zu machen. Auch hier wird also wieder der Reichstag ein Feld großer Arbeit siudeil. um diesen?totwtndtgkeiten zu genügen. Wie wir schon in der gestrigen Nutumer des«Bor- oärtS' betonten, ist die im Entwurf der Regierung vor- eschene Möglichkeit, in den VerkchrSanstalten deS ReickeS md der Buudesstaatcu bestehende ArbeiterauS- ' ch ü f s e z n A r b e i t S k a m in e r n zu erklären über- aus bedenklich. Eine Arbeitskammer sür einzelne noch so irostc Lei riebe wird niemals die erwünschte Wirksamkeit entfalten können, Tic ArbeitSkamincr setzt sich dann auS- chließlich zusammen auS den in diesem Betriebe beschäftigten Lersoileu und das lvird aus die Entschiußfrciheit einer solchen irbeitSkammev doch immer mehr oder minder grostcn Ein- •laß ausüben. Mit einer solchen Regelung kann man sich .ücht zufrieden geben. Es liegt gar kein Grund vor, für die Verkehrsangl. stellten des Reiches und der Bundesstaaten ein Sonderrecht zu schassen. Die in diesen Betrieben beschäftigten Arbeiter können ebenso rm Rahmen der allgemeinen Arbeits- drmmern ihre Vertretung finden, wie die Arbeiter und die Arbeitgeber anderer Betriebe. Die im Eritivurf vorgesehene Vorschrift, dag die Arbeits- 'ammern für ihren Bezirk ein EinigungSamt zu erachten haben, steht eigentlich mit der ganzen Tendenz deS R.egicrungScnttui'.rfeS im Widerspruch. Da der Entwurf ja Sie fachliche Grundlage sür den Ausbau der Arbcitskammern .orsieht, würden wir auch hier zu rein sachlichen EinigungS- ämtenr kommen. Bei einer rein territorialen Gliederung der l-lrbeitskainmcrn würde hier jedenfalls eine viel zweckmüfzigcre Organisation auch der EinigungSämter möglich fem. Rech! merkwürdig erscheint in dem Entwurf der Regierung die Vorschrift, dafz die Zahl der Arbeitcrsckretäre und Unter n eh mer-Syndici nicht mehr a l s j e ein Viertel der Vertreter ihrer Gruppe betragen dürfen. Weshalb man hier die Wahl der Leute des Vcr- iraucns der Kreise, für die die Kammern errichtet werden, beschränken tvill, ist ganz unverständlich. ES liegt gar kein Grund vor. hier überhaupt eine Begrenzung vorzunehmen. Ran musz es den beteiligten Gruppen ganz allein überlassen, m bestimmen, wen sie in die Arbeilskammern entsenden -.vollen. Jedenfalls wird der Entwurf einer sehr gründlichen Nach- vrüsung unterzogen und eine wesentliche Umgestaltung er- fahren müssen, ehe er die begründeten Erwartungen der Arbeiterschast erfüllen kann. Deutsthianö unö hollanü. Beunruhigende Gerüchte. Haag, lkl!. April. Das Äorrcsp0'.idkuzburce.u teilt mit: Hier waren in den leisten Tagen deunruhigende Gerüchte über st» angebliches U l t i m a t u nr Teutschlands au eie holländische Regierung im Umlauf, wonach Deutschland -redroht habe« soll, unsere Häsen zu desebeu, wenn wir nicht gewisse» de«tsch en Forderungen nachkomme» würden. An maßgebender Stelle weiß mau nichts von eiurm derartigen Ultimatum. Das Amsterdamer„Hct Baderland" sagt am Dienstag m Leitartikel: Unsere Beziehungen z» Dentschland fangen in >°n letzten Tagen a», Sorge zu erwecken. Von -mem scharf Zugrsvitziei!.Konflikt schein: noch keine Liebe ,!> sei». ohl aber van Tarsachiu, die zu denken geben. Sollte in icrli» eine Stimmung über band nebmeu, in der � an mit u-.i i e r r u H o h e i! s r c ch l c u» i ch t>o r i t r r �ehr Aechnun-g hält, bann wird unier gesamtes Volt staik in iuem finicn Ntckl daraus die iilr uns allein mögliche Folgerung eben und danach handeln. Die holländische Regierung möge mit coher Aufmerksamkeit darüber wachen, daß keine begründeten Klagen gen und ansgespielt werden können. Die gegenwärtige Regierung n Holland beinahe vier Fahre ans dem Kriege herauszubalien ver» -iideu, ihre grohen Verdienste gegenüber dein Volk sollen nicht ver- nen werden, auch nicht, wenn sie selbst der Meinung sem tollie, •B sie beim S". altere» einer neuen Phase der KrtsiS die elleich. lritiicher ist als vre bisher öurchge- achten S iadteil. die Siaalöleilung lieber andcren Männern .vertiaut sieht. In dieicin Fall wird ein nationales Kabinett so- ld wie möglich das Ruder des T:aaikschisi?s in die Hand ilehmen sien. Wolfis Bnrefltl gibt zu diesen Aeusiorungen folgende nAerkuug". Die Besorgnisse de»..Vaterland" über die i!«MUUL m Beriul erscheinen uns übertrieben. Hustemala in Krizgszuftanü mit Deutschland. Washington, 23. April. Reuter. Tie Gesandtschaft von Guatemala teilt mit: Ter Entschluß Guatemalas, sich in die Reihe der Alliierte» zu stellen, ist die Folge eine? Roteuanstausches zwischen der Gesandtschaft und Lansing«ach dem Abbruch der diplomatischen Beziegnugea Gnatemalas zu Teutschland. Jnfolgedcsie» befindet sich Guatemala heute im Kriegszustände mit Teutschland und seinen Verbündete» an der Seite der Vereinigte» Staaten zur Anfrcchterhaltnng der Rechte Amerikas nnd der Menschlichkeit, eine Haltung, die eö bei- behalten wird, im Verein mit de» Vereinigte» Staaten, bis der preußische Militarismus anfhörca wird, freie Länder zu bedrohen. Aus dieser Begründung mit der sattsam bekannten Entente- Formel ergibt sich, dost Guatemala, der östliche Nachbar Mexikos, sich in politische Abhängigkeit zu den Bereinigten Staaten begeben Hut. Auch dieser Staat, ivie alle mittel- amerikanischen SiaatSgebilde durch seine Lage in der Nähe deS Panamakanalö zu erhöhter Wirksamkeit gelangt, hat sich also bereit erklärt, hinfort seine auSwärttgen Beziehungen— eS konimt natürlich vor allem auf die wirtschaftlichen an— nach den Wünschen der nordanierikanischen Union zu orien- tieren. Allerdings hat Guatemala, was der Wortlaut der Reutermeldung durchblicken lästt, sich nur ans begrenzte Zeit der Politik Wilsons verschrieben. Vorläufig gibt eS noch Hemmungen, die deren Bäume nicht bis in den höchsten Himmel wachsen lassen._ Degcröbicn unS Rumänien. Ciiliucst, 26. April. Der bisherige Ministerpräsident der mol- dänischen VvlksrcpubNi Ciuhureanu und der Präsident des LandeSrals I n c u! e tz haben ibre Armier nieder- gelegt und sind ai« Minister ohne Poriefeuille in das rumänische Ministerium eingetreten: die Regie» r u n g: n K i s ch i n e w i st aufgelöst worden. Die rumänische Regierung hat allenthalben in Betzarabien Präsekten ernannt. An Siclle von Juculetz ist Professor Slcre zum Präsidenlcn des Landes- raiS gewählt Worden. Herrenhaus gegen Krone. Nucktritt des Fürsten Windischgraetz. Ter Präsident deS österreichischen Herrenhauses, Fürst Alfred Windischgraetz, hat laut einer Meldung des Wiener Korr.-Vureaus beim Kaiser um die Enthebung von seinem Amt angesucht. Als Grund wird angegeben„die zwiespältige Ausfassung, die sich in der Angelegenheit der Abhaltung von HerrenhanLsttzungen in dieser Woche ergeben hat". Nach einer weiteren Mitteilung derselben Herkunft hatten die Verfassungs- und die Mittelpartci eine Anfrage an die Regierung stellen wollen. Fürst Windischgraetz ant- lvortcte, daß er eine Debatte jetzt nicht sür angemessen halte. Nun soll die Anfrage der Regierung überreicht und zugleich der Oesfentlichkeit übergeben werden. Nach der«Neuen Freien Presse" vom letzten Dienstag hatten die Verfassungs- und die Mittelpartci eine Kund- gebung für das Bündnis mit Deutschland be- absrchtigt. Es warm zwei Resolutionen geplant, von denen die eine beklagte, daß Czernin seinen Vorstoß ohne Ver- ständigung mit dem Kaiser unternahm, während die zweite ihre Svitze gegen die Krone richtete. Fürst Windischgraetz wollte die Beratung dieser Resolutionen verhindern.< Dk'e Wahlen in Dänemark. Die dänischen Wahlen haben eine knappe Mehrheit für die bisherigen Regierungsparteien er- geben, llst Sozialdemokraten und 32 Radikale macht zusammen VI Sitze von MO, 45 Mandate der alten Linken (Bauernpartei) und 22 Konservative der verschiedenen Schattierungen gibt erst 67, wozu noch ein Mandat der neuen „Gewerbepartei" hinzukommt. Die Verteilung der Zusatz- Mandate nach dem neuen Verhältnis system ist noch nicht fest- gestellt, wird aber die Mchrhcitsvcrhältnisse nicht verändern. Die Sozialdemokratie hat 7 Mandate gewonnen. Zuhilfc kam ihr dabei die Vermehrung der Mandate von 114 auf 140. insbesondere der Kopenhagener von 16 auf 24. Die abgesplitterten Gruppen der„Unabhängigen" und der„So- zialistischcn Arbeiterpartei" blieben ohne Erfolg. Auch die Frauen haben diesmal bekanntlich mitgewählt, Ihre Beteiligung war stark. In Kopenhagen wurden drei Frauen gewählt, darunter die Gattin deS KriegsministerS. SoziaNften gegen Clemenceau. Zu den Erklärungen C l e in e n c ea u s vor den Kammer- auSichüsien bemerkt(5 ach in in der„Henre". nach den Elklärungen habe eisiges Schweigen geherrscht. Das Unbehagen fei keineswegs zerstreut. Eleinenceau habe sich bemüht nachzuweisen, das; stranl« reich infolge seiner Polemik und der daraus erwachsenen Zwischen- fälle keine» Schaden erleiden werde, aber auf dirie Art seien die Schwierigkeiten nicht gelöst. Clemenccau habe Oesterreich» Ungarn fest in die Arme Deutschlands gettieben. Mistral erllürt in der„tzumanitö". es wäre durchaus kein Verbrechen, wenn man Clemenceau beschuldigen könnte, daß er die deutsche Offensive habe verhindern wollen. Der große Fehler bestehe gerade darin, dnst»ichtS getan worden sei. um«ine Fortsetzung dcö Kriege» zu verhüten. Clemenceau wolle beweisen, datz er nicht um Frieden gebettelt habe. Bald werde man die ganze Wahrheit er- kennen. Inzwischen empfind: man es alS selten beunruhigend, das; diejenigen, die Frankreichs Ge- schicke leiteten» eine derartige Mentalität be- sähen. R e n a u d e l führt in der„Hnmanits" aus, Clemenceau habe daS Dossier-SizstuS-Nevcrtera nur wenigen Deputierten vor- legen wollen. Die Ausschüsse hätte» sich über ClcmcuccauS Wnusch hiuivrgßrsetzt. Warum wolle jetzt Clemenceau aus einmal nicht mehr die ganze Wahrheit? DieS sei kein politischer Sireil, sondern es handle sich um die Politik FrcmtrcichS, die Politik der Entente, um die Leitung der französischen Diplomatie, um die Verlängerung oder die Einstellung de« Mordens. eS handle sich umdieHer- stellnng eineS gerechten und dauerhaften Fric- d e n S,»m die Auffassung von Sieg und Recht in der Welt. Das Blut der iranzösiichen Soldaten slietze. Rutzland, Rumänien, Belgien und Serbien feien autzsr Eiefechl gesetzt. Da» französische Volt wolle nicht, d a tz e« so>v e i t c r g e b c. Weder Worir noch Zweldeutigleucn noch Znsaul>»enhangi!ostgleitcn genügte». Rur iu WahtheiL und Klarheit lötme das Heil ltegea. Die Maöiwostok-Zrage. Nach„Nieuwe Rottcrdamsche Eonrant" berichtet der Moskauer Korrespondent der„Daily News" vom Freitag: Tie zunehmende Macht der Sowsei-Regicrung ist aus dem Mißlingen der letzten Versuche, Streit- kräfte gegen die Sowjeitrupoen ins Feld zu bringen, ersichtlich. Tie Sowjet-feindüchen Truppen, die letzte Woche bei Nowo Tscherkask im T-ongcbi.t erschiene» sind, wurden zersprengt und die Sowjets- bebcrcschen die Lag? vollkommen. Von K o r n i l o w aufgestellte Banden ha$e:!, obwohl sie gut bewaffne:. diszipliniert und auögerüster waren, eine schwere Aisderlage er- litten. Selbst Semenow war trotz der Hilfe, die er aus dem Auslande erhielt, bei seinem letzten Angriff viel schwächer als b.i den früheren. Gerüchtweise verlautet, dah Semenow und Kornilow beide gefallen seien. Aus diesen Vorgängen ist zunächst nur zu entnehmen, daß die Sowjet-Regierung in ihrem Widerspruch gegen die japanische Landung bis setzt fest geblieben ist. Die Klage des jspanischen.Konsuls läßt keinerlei Zeichen erkennen, daß Japan etwa daran denkt, die Landung rückgängig zu machen. Tokio, 24. April.(Reuter.) Der Minister des Aus- wärtigen Motono ist abgetreten. Ter Minister des Innern Goto folgt ihm im Amte.__ Der Krieg auf öen Meeren. Berlin, 23. April. Eines unserer N-Bovie, Kommandant Kapitäuleutnant Kolbe, hat in den vergangenen Wo-ben im Sperr- gebiet um die Azoren und bei de» Kanarischen Inseln 11 Dampfer, 4 Segier und 2 Fischdampicr mit inSge'atnt 30 662 Br.-Reg.-To. versenkt. Hierunter befanden sich der portugiesische Dampfer Reptuno von 360 Br. To., die italiei:ilchen Dampfer Eaetano Costanzo von 1627 Br.-R.-T., und Lnigi von 3546 B.-R.-T. sowie der englische Dampfer Ellaston von 3162 B.-R.-T. Letzte beide waren bewaffnet und mutzten im Artillcrickampf niedergekämpft werden. Das 7,5 Zentimeter-Geschütz fcc5 englische» Dampfers wurde erbeutet, der Rapuän gefangen genommen. Ilmer den Segelschiffen befanden sich die amerikanischen Schoner Julia Francss, 183 Br.-R.-T., A. E. Wby- land IM Dr.-R.-T. und der englische Schoner Elise Lud von 135 R..T. Die sät unsere Feinde bestimmten Ladungen de: Schiffe waren zum Teil unmittelbar sür den militärischen Gebrauch bestimmt. Sie bestanden unter anderem ans 3566 Tonnen E»z, 6666 Tonnen Salz, 866 Tonnen Kork, 866 Tonnen Palmöl, 250 Tonnen P a l in! e r n e n, 4666 Tonnen Kohlen nnd 4666 Tonnen Stückgut, hierunter vor allem Lebensmittel, Stacheldraht, Leder uiw. Für die deutsch« KriegSwirtichast wurden zwölf lederne Treibriemen von je 166 Meter Länge in die Heima: zurückgebracht. Ter Chef de-5 AdiniralsiabeS der Marine. « Köln, 24. April. AuS Madrid wird der„Kölnischen Zeitung" von ihrem eigenen Mitarbeiter unter dem 16. April gedrahte:: Gegenüber Palafrugell in der Provinz Verona hat ein Il-Boot eine» sranzi! fischen Geleit, zug angegriffc«. Einzelheiten darüber wer» den unterdrück:, doch ist bekann: geworden, datz der Transatlanter Provence schwer beschädigt in yalamo»(Provinz Gerona) eingelaufen ist. PariS, 23, April. Havas. Der„TcinpS" bringt eine Waihiug- ioner Depesche, die den gänzlichen Verlust des in einem französilche» Haien liegeliden amerikanischen Dampfer» F I o r c n c e infotge einer inneren Epplosion meldet, die auf einen Anschlag zurückgeführt wird. Von 74 an Lord befindlichen Per- fönen sind 34 gerettet._ Wie Richthofen fiel. London, 23. April.(Reuter.) De: folgende Bericht über den Tod Richthofens ist von dem offiziellen Kriegskorrespondenten»ei den australischen Truppen in Frankreich eingegangen: Siichthosen wurde gestern abgeschossen, als er-.n geringer Höhe dickseitS der austroliichen Front flog, Die Kugel, die ibn traf, ist wahrscheinlich von dem Kanonier Lewis bei einer Batterie der australischen Feld- artillerie abgefeuert worden. NichtHofen fiel am Ende eineS heftigen Kampfes zwischen britischen und deutschen Geschwadern. Ein britischer Flieger ist der Meinung, datz er Richthofen abgeschossen bat. NichtHofen, der einen Dreidecker steuerte, wurde getroffen, als er sehr niedrig über den: Boden flog und als er seibft einen britischen Aufklärer herunterjagte. Der deutsche Meisterflieger stürzte nieder, das Flugzeug ging krachend in Stücke. Nur eine Kugel wurde in Richthofe ii s Körper gefunden, sie war iirdie link: Seite c:u- gedrungcn und gerade durchs Herz gegangen. Der Kampf begann, als zwei australische Flugzeuge, die sich ziemlich weit hinter den deutschen Linien befanden, plötzlich 6 feint- lich« Flugzeug? über sich bemerkten. Di» Deutschen gingen sofort zum Angriff nieder und sahen un» in der Flanke und im Rücken. Die Australier machten Kehrt und schaffen nach rückwärts; einer der feindlichen Dreidecker stürzte anscheinend st euer- ! o 3 herunter. Die Australier gingen selbst herab, um sich gegen einen effoaigen Wiederanfstieg zu sichern. Sie befanden sich jetzt autzerhalb des Kampfes, der sich über der Somme zwischen enva 15 Flugzeugen auf jeder Seite abspielte. Das britische G-'- schwader von Kampfaufklärern(kigluing scouts) hatte ein feindliches Geschwader angegriffen und die Australier waren äugen- fchcüliick nur aus einen Teil davon gestotzcu. Bis zur Feftstevung von RichthofenS Tod hatte man nicht erkannt, datz es sich um sein berühmtes Flugzeug handelte. Die Per- föiisichkeit lieh sich nach den Papieren und der llhr deS Getöteten deutlich feststellen. Fm WehrauSschuh des Bstmeichifcheu Abgevrdnctcnhauses erklärte der LandeSuerteidigungSminister, die Lage fordere durchaus die Aufrechterhaltung der jetzigen oberen Grenze de? L a n d st u r m a l t e r 3. Ein neues sozialistisches Platt in Pari». Seit dem 16. April gibt die französische Minderheit den von Jean Longuet geleiteten „Populaire" heraus. Es erscheint täglich ahendö, während d-c „Humanite" Morgenblatt ist. Die„Humanite" begrüßt das neue Blatt herzlich und spricht die Ueberzeuguim> Die teutsche Sittlichkeit, fie wankt! Wie eine ivracke Hulk. ?ln Di'.'lomatenieuche krankt Das Uraermanenvulk. Der Zollernibron steht nicht mehr fest, Der Altar purzelt glatt: Herr Kühlman» hat in Bukarest... Er hat... er hat... Er hat— ist euch daS nicht genug?— Schmeißt ihn aus seinem Ami l Wer wie Herr Kühlmann sich betrug Der sei bersemt, verdammt. Tilgi seine Spur zum letzten Rest, �ißl ni»tS von ihm bestehn! Herr Kühlmann hat in Bukarest Sich— ein Ballett befehn! �__ Eirick Saudi ..Höhere" Ttraftcnjugcnd. Die Klagen über. B e r r o h n n g' der Jugend haben in der KrieaSzeit zugenommen. Wer etwa den Mangel an.Tugend' aut den Nachwuchs der Arbcitertlasie beschränkt glaub», kann sich jegl emes anderen belehren lasten. In Berlin will der Magistrat für d.e über H Jahre allen Schüler nnd Schülerinnen der döheren und mittleren Schulen und der Privat- und Handelsschulen Ausweis- I arten beschaffen, die sie stets bei sich tragen müssen. Auch die Lehrer dieicr Schulen sollen Ausweiskarten erhallen, daniil sie das Ansehen ihre« Amtes geltend machen können, wenn sie gegen llnfugtreibende einschreiten wollen. Bon der Stadtverord« neten-Versaniinlnng fordert der Magistrat die Bewilligung der Mittel zur Anfertigung der Karte», für dieses Jahr lOtX) M. Iii der Begründung jagt er unter nndcrm, es sei.festgestellt worden, daß tatsächlich Angehörige höherer Lehranstalten sich auf de» Siraßen— insbesondere Unter den Linden, in den Zelten und im Pikloriapark nnangsmesten, ja zuchtlos betragen nnd in besonders gemieteten Räumeir an Kliibjiyungen sich beteiligt haben, in denen unter der Maske der Einübung von Wander- peiänge» ein uiigebniideiier und zügelloser Berkehr zwischen beiden (Seschlechlern gepflegt wird". Die Absicht der Polizei und des Oberkommandos, hiergegen einzuschreiten, veranlaßt den Magistrat zu seiner Maßregel, die lüc die ÄriegSdauer gelten soll. Wer die behaupteten Dinge.festgestellt' sagt er nicht. Tie Groft- Berliner Gemeinden und der Straßenbahn- Einheitsvcrtrag. Wie wir hören, haben von den an der Neuregelung des Groß- Berliner Straßenbabnvcrkehrs beteiligten 2t Gemeinden bereit? etwa 20 nach dem Vorbild Berlins auf die ihnen bei einer Tarif- änderung zustehenden Rechte und Abgabe» zugunsten deS Verbandes Grotz-Berliu ohne Entschädigung verzichtet. Diip gleiche Erklärung der übrigen Gemeinden steht in Aussicht. Die einzige Gemeinde G�oß-BerlinS, die an ihre VerzichtSerklärnng Bedingungen geknüpft bat, ist wie wir gestern milieillen, Reintckendorf. Wie wir mähren, wird der Verband Groß-Berlin nicht in der Lage sein, die von Rcinilkendorf beanspruchte Sonderbedingung zu erfüllen. Da diese eine fehlende Erklärung kaum geeignet sein dürsie, das große Werk der einheitlichen Abrechnung zwischen dem Verband Groß-Berlin und den einzelnen Gemeinden zu gefährden, müßte eS fväter der Gemeinde Neinilkendorf überlasten werden, ihre Ansprüche bei einer ihr zweckmäßig erscheinenden Stelle zu vertreten. Er soll Kohlen„bereit halten". Ach. wenn doch alles so glait ginge, wie e« auf dem Papier der Behörden steht I Wer durch Ecwerbsarbeit gehindert ist, seine Kohlen am Tage zu kaufen, darf Abfertigung in den Abendstunden beanspruchen. Auf seinen Antrag überweist ihn der Kohlenverband Groß-Berlin an einen bestimmten Händler, dem er schriftliche An- Weisung gibt, für diesen Kunden die Kohlen in den Abendstunden .bereit zu halte»'. DaS ist leicht gesagt, aber so mancher Kohlen« Händler antwortet solchem Zwangskunden. daß eS schwer getan ist. Eine in Berlin-Nord wohnende Kriegerfran. die tagsüber ihrer Erwerbsarbeit nachgehen inuß, schreibt uns. daß sie vom Kohlen- verband nacheinander drei verschiedenen Händ- lern überwiesen wurde, obne daß sie bisher Kohlen er« hallen konnte. Bei dem ersten Händler waren für fie nie Kohlen zu haben, jo oft fie abends zu ihm kam. Die Frau des zweiten lehnte von vornherein die Annahme ab und behauptete, daß fie scvo» seit Wochen leine Koble» habe. Der dritte Händler erklärte, die Kundin iolle kommen, wenn— Kohlen da seien. Sie hat nun wenig Hoffnung, daß es ibr hier bester als bei den ersten Händleri, geben llnd sie endlich die 10 Zentner Koblen kriegen wird, die ihr aus alte Koblenkane-noch zustehen. Da sie kein Gas hat und nicht immer auf teurem Holz kochen kann, so will fie jetzt ihre Kohle» durch eine Verwandt« in einem ganz andeien Stadtteil kaufen lassen. Sie muß dann aber die Mühe und Kosten, der stunden» weiten Heraiischaffiing mit in den Kauf nehmen. Zu dem'elbcn Gegenftand äußert sich in einem unS zugehenden Brief aiud ein Kohlenhändler aus Reukölln. Ueber die Anweisung. für die ain Tage erwerbstätigen Frauen die Kohlen bis zum Abend aufzubewahren, schreibt er:.Das ist ja nun ganz schön und gut. aber der Haken ist der: Wo bekommen wir Koblenbändler die Kohlen dafür her? Ich selber habe auf S2 solcher Schsine zu liefern, gebe geioöhnlich 2 Zentner auf die Scheine ob. das macht dann zutammen 104 Zentner. Ich bekomme nun aber nur eine 200.Ze»tner«Lore. Was machen denn da meine andern 300 Kunden, die auch was baben wollen? Sollen die elioa dauernd ohne Kohlen fein?' Mit Reckil fordert er, daß für die ,hm zugewiesenen Zwangskunden ihm auch die nötige» Kohlen zugewiesen werden. Wird nicht endlich Berlin etwas besser mit Kohlen beliefert werden? Die Berteilung dcS TLerdersche« ObsteS. Die Verbandlungen mit den Vertretern der Werderichen Obst« züchter find so weil gediehen, daß mit einem festen Abschluß des Vertrages, der die Wsrderfche Obstzufuhr für Groß-Berlin sichert. nuninehr binnen kurzem gerechnet werden kann. Durch ein Ab- komme» mit der Obiizüchler-Genostenschaft in Werder wird die Ver- pflichlung dieier Genossen festgelegt werden, in alter Weise das von ihnen gezücblete Obst mittels Schiffes nach Verlin zu befördern, Das übrige Obst, daS im Wege des freien Aufkaufs durch Händler nach Berlin gelangt, wird von den Groß- b ä n d I e r n, die icbon bisher als hauptsächliche Auf- käufer i» Betracht kamen, in Werder ausgekauft und mittels Souderzuges nach Groß-Berlin verladen werden. Es wird eine Verordiiuiig bei der Reichsstelle für Gemüie nnd Obst in Anregung gebracht werden, die die Zulassung anderer als dieser kon- zessionierten Großhändler im Obstgebiel ausschließt und außerdem den Verkauf von Obst unmittelbar im Obstgebiet an solche Personen, und zwar in beschränktem Umfange, zuläßt, die sich als Ortseinwohner ausweise» können. Die gesamte Kontrolle der Obstaustuhr aus Werder soll der Havclobslbau-WirtschaftSgenosten- ickait übertragen werden. In Berlin wird das von den Großhändlern und durch die Erzeuger mittels Schiffes auf den Markt gebrachte Obst grundsätzlich durch den Kleinhandel an den Verbraucher gelangen. Eine möglichst gerechte Verteilung an den Kleinhandel durch Gruppeubildung ist in Aussicht genommen. Erhöhte TeurungSzulagcn für die städtischen BureanhilfSkrSfte. Ein Stadtverord ii eten-Ausichuß hat sich gestern mit dem sozialdemokratischen Antrage beschäftigt, der da- bin geht,� den vor dem Kriege beschäftigten Bureauhilfskräften lBureaudiätaren). die bisher den Beamten und Angestellten be- willigten Teuruiigsznlagen, und allen während deS Krieges aushilfS- weis« angestellten Bureauhilfskräften je nach der Dauer ihrer Be» ickiäfligung eine einmalige Teurungszulage nach den gleichen Grund- iätzen wie den festangestellle» Beamten und Angestellten zu ge- währen. Der Magistrat hatte beichlosten, die VergütungssLtze für Hilfskräfte auf die Dauer deS Krieges um IS M. monatlich vom l. April d. I, ab zu erböhen. Der Ausschuß hat nach längerer Beratung befchlosten, diesen Satz zu erhöhen. Die„hinreichend versorgten" Kriegerwitwen. Der Stadt« V« r o r d n e t e ii a u s f cb ir ß zur Vorberatung des s o z i a l d e m o- krati scheu Antrags über die Ilitterstützung von Hmterbliebe- nen gefallener Kriegsteilnehmer, bezw. über den Ausgleich zwischen der bezogenen Unterstützung und der später festgesetzten Renle, hat unter dem Vorsts des Stadtrats Spendig nach Erklärungen des Stadlkäinmerers Boeß und des Stadtrats Doflein, daß für die Wiiwen usw. schon jetzt hinreichend gesorgt würde, diesen An- �rag abgelehnt. Keine Fahrräder mit Gummirekfe« mehr. Der Polizeipräsident von Berlin macht darauf aufmerksam, daß bestimmungsgemäß neue Genehmigungen zur Verwendung gummibereifter Fahrräder nicht niebr erteilt werden dürfen. Privatpersonen gegeniwer dürfen Aus- nähme» nur dann gemacht werden, wenn es sich um Kriegsbeschädigte handelt, die wegen ihres körperlichen Zustandes auf die Benutzung von Fahrrädern mit Guminibereifuilg angewiesen find. Ei» großer Fabrikbrand. In der Sebaftianstr. 18/10 stand die Lampensabril von Schwintzer u. Giäff in Flammen. Es brannten in dem allen Fabrikgebäude auf dem zivelten Hofe Schaldecken und Balkeiilagen mit dem mir Oel durchgetränkten Zwischengebälk. Als diese Gefahr beseitigt war und die Feuerwehr schon wieder abgerückt tvar, kam der Brand abermals, und zwar in weit größerer Aus- dehnling, zum Ausbruch, das Ouergebäude stand bis zum 2. Stock in Flammen. Die Hitze und der Qualm waren selbst sür die alten abgebärtelen Feuerwehrmänner kaum zu ertragen. Trotzdem hielt die Mannschaft stand und es gelang, den Brand so einzudämmen, daß gegen Morgen jede Gefahr beseitigt war. DaS Erdgeichoß hat sehr gelilten, das erste und zweile Stockwerk ist ausgebrannt. Ueber die Enistehung des Brandes konnte mchlS eriniltelt werden. Der Betrieb der Fabrik soll aufrechterhalten bleiben. Da? Gerücht von einem Morde war gestern mittag in Berlin- Mitte verbreitet. In der Steinstr. S sollte eine Witwe W a l d o w ermordet ivorden sein. Wie die Kriminalpolizei alsbald feststellte. handelt eS sich um einen Totschlag im Streit. Die fünfzig Jahre alte Frau Erna Walfcow geb. Dammascher wobnte im linken Seitenflügel bei einer Frau Lehmann. Beide betrieben einen Straßenhaiidel. Frau Waldow besonder« mit Streichhölzern, und waren dem Tlunk ergeben. Frau Waldow hatte ein Verhältnis mit einem Maune, der in der Gegend unter dem Namen .Schmiede-Ernst" bekannt und jetzt von Schanzarbeiten zurückgekebrt war. Borgestern feierte man das Wiedetsehen mit scharfen Gelränken. Als alle betrunken waren, kam es zu Streit und Prügelei. Frau Waldow wurde übel zugerichtet, auch be- schmutzt, dann halbwegs wieder abgewaschen und ins Bett gebracht. Gestern mittag fand Frau Lehmann, als sie aus ihrem Rausch er- wachte, die WohiiungSgeiioisi» t o t auf. Wahrscheinlich ist sie in der Nacht gestorben. Schmiede-Ernst ist verschwunden und wird von der Kriminalpolizei gesucht. 100 Paar herrenlose Stiefel hat die Kriminalpolizei beschlag- nahmt und in Verwahrung genommen. Sie befanden sich in einem großen Paket, das ein unbekannter Mann in einer Schonkwirtschaft -in der Kommandantenstraße mit dem Bemerken unterstellte, daß er es bald wieder abholen werde. Der Mann hat sich nicht wieder sehen lassen. Er bat sich Wohl nicht getraut. daS Paket abzuhokeli, weil sein Inhalt ohne Zweifel gestohlen worden war. ES handelt sich um Leinenstiefel, alles hohe Herrenschnürstiesel. Neulölln. Versorgung mit Reichübcklcidung. Die Stadtgemeinde ist jetzt zum Teil mit der ihr zugesagten Bekleidung durch die ReichSbelleidungSstelle beliefert worden. Da nur eine geringe Menge zur Vesüguiig gestellt werde» konnte, ist von der BelleidungSstelle vorgeschrieben, daß in jedem Fall bei Bewilligung in eine genaue -Prüfung der Verhältnisse eingetreten wird. Die Ware wird nur an Einwohner, die ein Einkommen von weniger als 4000 M. haben, ausgegeben. Anträge aus Ueberweisung sind im Bureau der Be« ileidungSftelle, Bergstr. 29, linker Aufgang, 1 Treppe links. Wochen« täglich in der Zeit von 9—3 Uhr zu stellen. Bei Siellung von Anträgen ist die Steucrkarte und der Bezugschein vorzulege». Nach Prüfung der Anträge erhalten die Antragsteller Nachricht, aus der hervorgeht, wann sie sich das benötigte Kleidungsstück hole» können. Die Prüfung der Anträge wird etwa 3—4 Tage in An- spruch neJmieil. — Marmeladenverteilung. Auf Abschnitt 18 der allgemeinen Lebensmittelkarte für Neukölln dürfen in denjenigen Geschäften, in welchen die Anmeldung zum Bezüge von Kolonialwaren erfolgt»st, 500 Gramm Marmelade<92 Ps.s entnommen werden. Die Be- lieierung der Händler wird sofort nach Eintreffen der Ware im städtischen Lager erfolgen. Die Kleinhändler haben mit dem Ver« laut zu beginnen, sobald sie die Marmelade abgeholt haben, der- selbe ist eine Woche lang durchzuführen. Sie sind verpflichtet, den Beginn des Verkaufs durch ei» von der Straße aus sichtbares Plakat anzuzeigen._ Wilmersdorf. Nährmittel sür Kinder. Auf die durch die Brot- kommissionen ausgegebenen Bezugscheine sür Kinder im 1. bis zum 4. Lebensjahre über 1 Pfund Nährmittel für den Monat April gelangen bis einschl. Dienstag, den 30. April, zur Ausgabe: für Kinder im 1. und 2. Lebensjahre(gelbe Bezugscheine) 1 Pfund Kindergerstenmehl, fiir Kinder im 3. und 4. Lebensjahre(rosa Be- zugscheine) 1 Pfund ausländische Haferflocken. Die Entnahme der Ware hat bei demjenigen Kleinhändler zu erfolgen, bei dem die Voranmeldung bewirkt worden ist. 180 Proz. Stcurrzuschlag. Die Gcnieindevertretung von Zehleudorf hat Dienstag ihre HauShaltSbelatungcn beendet und beschlossen, den Zuschlag zur Einkommensteuer von 160 aus 180 Proz. zu erhöhen, während der Gemeindevorstand 190 Proz. vorgeschlagen hatte. Die übrigen Gemeindesteuern bleiben un- verändert. Der Haushaltsplan für 1918 schließt mit 3 877 300 M. ab. Auch die Gem�ji�cvertretung von Buchholz hat beschlossen, den Einkommensteüerzuschlag auf 180 Proz. zu erhöhen gegen 170 Proz. im Vorjahre. Ebenso hat H o h e n s ch ö n b a u s e n den Zuschlag von 170 auf 180 Proz. hinausgesetzt. Endgültige Steuer- beschlüsse stehen in Groß-Berlin nur noch bei den Gemeinden Stralau und Schmargendorf aus. Reinickendorf. Lebensmittel. In den amtlichen Verkaufs- stellen der Gemeinde werden von jetzt an wie in allen anderen Verkaufssiellen Anmeldungen zum Bezüge aller in der Gemeinde zu verteilendem Nährmittel und Brotaufstrichmittel entgegen- genonnnen._ Friebrichshagen. Lebensmittel. Vis Sonnabend gelangt ans Abschnitt 4 der grünen Lebensmittelkarte eine Sonderausgabe sür Jugendliche zur Verteilung. Auf jede Karte entfallen 100 Gramm Nudeln.— Ebenfalls gelangen bis Sonnabcild auf Abschnitt 80 der roten Lebensmittelkarte 100 Gramm Grieß zur Verteilung. Groß-Serliner partewachrkchten. Spandau. Die letzte, äußerst gut besuchte. Mitgliedervcr- sammlung nahm Stellung zu der am 6. Mai stattfindenden Stadt- vcrardnetcnwahl an Stelle des verstorbenen Genossen Pieper. Nach eingehender Aussprache wurde einstimmig Genosse Emil Stahl als Kandidat nominiert Am 5. Mai soll eine Flugblaitverbrcitung im Wahlbezirk stattfinden. Genosse Stadl sprach sodann über das preußische Wahlrecht und verurteilte scharf die Volksfcindlichleit der Wahlrechts- kommission, besonders de? Spandauer Vertreters Lsidicke. Die Re- gicrung müsse, falls das Plenum des Llbgeordnstcnbauses die Regierungsvorlage ablehne, unbedingt den Landtag auslösen. Alle Kräfte müßten dann darauf konzentriert werden, die Wahlrechts- feinde aus dem Landtag zu entfernen. Ein Kompromiß und eine Verständigung mit den wablrechlSfrenndlichen Parteien müsse gesucht und gefunden werden. Wenn auch die Regierungsvorlage unseren Forderungen noch nicht voll entspreche, so sei dieselbe doch ein so gewaltiger Schritt nack vorwärts, daß alles aufgeboten werden müsse, um die Wahlrechtsgegner niederzuringen. Ein Frei- konservativer dürfe unter keinen Umständen die Arbeiterstadt Spandau weiter vertreten. Für den Abgeordneten Lüdicke müßte seine Nichtwieberwahk als Zweckvcrbandsmitglied seitens der Stadt- verordneten ein warnendes Menetekel sein, ein Wahlrechts- freund müsse sein Nachfolger sein. Genosse Jahnke machte noch auf den am 20. April stattfinden- den Vortragsabend in Conrads Festsälcn aufmerksam, in welchem die Genossen LandtagSabgeordneter Hirsch und RcichStagsabge- ordnetcr Stahl über das preußische Wahlrecht sprechen werden. NowaweS. Sonnabend, den 27. April, abends 8'/z Uhr. findet im Lokal von Max Singer. Priesteritr. 3l, kleiner Saal, die Ver- sammlung deS Sozialdemokratischen Vereins statt. Taqesordnniia: Kriegs- und Friedensiragen. Referenten: Neickistagsabaeordnete Dr. Lensch und Max Cohen. Geschäftliches. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt."__ GerickstsZeitung. Wegen Einbrnchsdirbstahls bzw. unbefugten Waffenfragens waren der Fürsorgezögling Gustav Brüning, der Ar- beiter Stanislaus Schlenzok. der 37 jährige Arbeiter Ernst G a e d e und der Kutscher Paul Schäfer angeklagt.— In der Nacht zum 10. Februar beobachteten zwei Schutzleute gegen b Uhr morgens die setzigen vier Angeklagten am Grünen Weg, wie sie sich an den Eingangstüren mehrerer Geschästsläden zu schaffen machten. Als sie ans einem Herrenartikelgeschäft mehrere Hüte entwendet hatten, faßten die Beamten zu. Es ergab sich, daß sie einen guten Fang gemacht hatten, denn einer der Diebe, der Ange- klagte Gaede, war ein zuletzt mit fünf Jahren Zuchthaus vor- bestrafter Einbrecher, der 17 j ä h r i g e Schlenzok trug neben einem scharfgeladenen Revolver ein ganzes Bund Dietriche bei sich, selbst der löj ährige Brüning, der im Okwber aus dec ErzichuugSanstalt Lichtenberg entwichen war, führte ein« Portion „Schränkzeng'(Einbcecherwerkzeug) bei sich, welches darauf hin- deutete, daß die Bier ein„größeres Ding' gcvlant hatten.— Das Gericht erkannte gegen Brüning auf 1 Jahr 6 M o n a t e, gegen Schlenzok nnd Schäfer auf je 2 Jahre Gefäng- ni? und gegen Gaede auf 4 Jahre Zuchthaus, 5 Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Arbeiter> S!>>mariterdilnt>. Kolonne Grost-Berlin. SkUgkleder- Versammlung am Freilag, den 27., abends 8'l, Übt, bei Schulz, Köniqs- graben Nr. 2. Vortrag und Geschäsiliches. Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich zii erscheinen. Diese Mitgliedcrvcrjammlimg findet an jedem letzten Freitag im Monat statt. evetteranSsicbeen für da? mittlere Norbdenltiblnnv VIS Freitag mittag. Im Küstengebiete trocken und größtenteils heiter, im Binnenlande veränderlich, vorwiegend ivvtkig, besonders im Süden öster leichte Negensülle, strichweise Gewitter, am Tag- überall mild. Ieöer Arbeite?, jeöer Angestellte Groß-Herlins sollte eS alS seine Ehrenpflickt betrachten, da? Blatt zii halten, daS die Interessen der Arbeiter und Angestellten ver- tritt. Die Arbeiter wissen, daß der„Vorwärts" ihr Blatt ist, das auf allen Gebieten für ihre Rechte eintritt. Aber auch die Angestellten werden finden, daß sich keinBlait sorgfältiger ihrer Angelegenheiten annimmt, als der.Vorwärts". Für jeden Arbeiter, jeden Angestellten, der an den sozialen Bestrebungen seines Berufs teilnimmt, ist die Lektüre des„Vorwärts" unentbehrlich. Dies bitteil wir unsere Leser ihren Kameraden und Kollegen zu sagen und sie zugleich zu veranlassen, den folgen- den Zettel ausgefüllt an die Expedition deS„Vorwärts�, Lindenstr. 3, zu senden. Name Beruf Wohnort Straße? .Stock. Vi'UUpe V--—____v�vvu- bestellt den„Vorwärts" zum Preise von 1,59 M. per Monat frei ins ibaus. \ ur* �frctc <. r, H.-«j ist ein Kleid wie das nebenstehende, wie ge- schassen. Zart in seinem Gervebe, anmutig im Schnitt und freudig in seinen Farben, schmiegt es sich dem Frühling mit Sonne und Älumen an. Natürlich isss sireng modern, wie schon die hübschen Falienpartlen zeigen,� und es kostet, in gutem Voilesioff in verschiedenen Farben, nur 99.50. Dabei ist's nur eins von dm zahllosen Kleidern verschiedenster Art, die Ihnen bei uns zur Ver- fügung stehen. Entzückende weiße Stickerei- Kleider, die so beliebt sind, spielen dabei eine große Mlle) aber auch bunt geblümte Kleider, ebenso.solche aus Seidenpaiileite und Tastet- geweben, alle zu verhältnismäßig niedrigen n'sen, sind reichlich vorhanden. KönLgflr. 33 Km DoSnhof znepmvekvlLtz Ehausseestr. U3 Sew SteNiner Bahnhvk Sonntags geschlossen! 'r-'pr. �'■-i';—,.,1■■■.;■■s;."; ,■ vcutlchc? ffittaNarbeltcf• Pfrttaisd. Verwsltungestella Berlin. Den Mitgliedern zur Nach- richt, daß unjer Kollege, der Dreher ckosepk i�assa Tegel, Schlieperstr. 32, am 22. April gestorben ist. Die Beerdigung finde! morgen Froilag, 26. April, nachmitlag» 4'/, Uhr. von l der Leichenhalle beJ Ge- i meinde-FricdboieS in Tegel. HermSdorser Str., aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Den Mitgliedern serner zur Nachricht, daß unser Kollege, der Graveur Eimst Rommel Wiescnstr. 40, am 21. April gestorben Ist. Die Beerdigung tindei morgen Freitag, 26. April, nachmittags 4>/, Uhr, von l der Leichenhalle de» neuen St. PaulS- Kirchhofe» in I Plötzensee, Dohnagestell, aus statt Rege BeteMgung wird er- wartet. 111/3 1 Kachrnfe. Den Mitgliedern serncr! zur Nachricht, daß unier| Kollege, der Fcilenhauer Xuxust Blank am 18. April an Nicrrlllciden gestorben ist. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unsere Kollegin, die Arbeiterin Xnna Lehmann am 12. April an Herzleiden gestorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die OrtSverwaltuug. Spezialarzt Dr. med. Ifasch�, Friedrichstr.90 Vehandl. von Syphilis, Haut- Harn-, Frauenleiden, Ipez.: chron. Fälle. Schmerzloie.lürzestc vehandlg. ohne Berussstörung. vlutuntcriuchung. Mätz. Prelle. Teilzahlung. Sprechstunden 10 bi»l und b-S, Sonnt. 11—1. �rbeiter-Wassersport-Verdallil. Unerwartet folgte am Montag nach kurzem Krankenlager unser um den Verband so hochverdiente Grschäsls- sichrer 285/14 1 Joseplt Massa seiner vor wenigen Wochen bestatteten Lebensgefährtin, unserer lieben Schwimmgenosfin Fsricda Massa. Beide haben sich durch ihre unermüdliche Tätigkeit in ! unserer Verbandsarbeit das Recht aus ein dauerndes Ge- l denken erworben, und uns, die wir mit ihnen in ständiger Pc'.bindung waren, werden sie unvergeßlich bleiben. � Die Beerdigung findet am. Freitag, den 26. d. M., nach- mittags'1,5 Ubr, von der Halle des Gcm-tndssriedhoscs in Berlin-Tcgel auS ftait, und bitten wir die Groß-Ber- lincr Sporlgenosscii, recht zahlreich an derselben tcilzu-\ nehmen. Der Vorstand. Nachruf. Am 10. April fiel als ein unfchnldlgeS Opser dieses Weltkrieges bei einem Sturmangrifj unser guter I Kollege, der Musketier Otfio Oes�schow in einem Jnsantcricrcgnncnt ! im blühenden Alter von noch nicht 19 Jahren. Wir werden ihm ein ehrendes Andeuten bewahren. Berlin SO 36, im April 1918. 163« Der Vetrieböfiihrer. Tic Kollege» und Kolleginnen der Slbt. Platteufabrik Aktiengesellschaft für Iluiiiiifabrttatiou. Sculscher � Cranspertarbdtemrband. J | Bezlrksverwalt. Groß-Verlin j Den Mitgliedern zur Nach- I richt, daß unser Kollege, dcr j I Kcllerarbciter Friesrieh sso!? am 22. April im Alter von 57 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 26. April, a nachmitiag» 8'/, Uhr, von � der Leichenhalle de» EliaS- ' Kii chboieS.Rordind.Blanlcn- selber Straße, aus statt. Ferner starb unserKollege, ! der Anilinarbeiter Frs»? Vsd! ! am 20. April im Alter von 03 Jahren. Die Beerdigung findet ani Freitag, den 26. April, nachmittags 2'/, Uhr, von der Lcichcnballe des Trinitatis- KirchhvjcS in Stahnsdorf auS statt. 'rl Oortllctae Vcrwaltrins Berlin. Frcitllg, de» 26. April, abends 8 Uhr, im Gcwcrk- schastshaus, Engelufcr 15: l�itgliecler-Versammlung. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Generalversammlung. 8. Wabl der Delegienen. 3. Wahl eines Schristsührcrs und der Revisoren. >4. Verschiedene Kassenaiigclegenhciien. 253/1" Der' Vorstand. ! g. R. Schröder, Tilfiter Str. 7. ?s!lne m. eedl. FrlellevsksulZLlllll! 3,83 II »ssEcmaüaacs Soaialdemohrat Verein für niederbarnlm. Bezirk Tegel. Wir teilen hierdurch mit, daß unser langjähriger Parteigenosse, derGemcinde- Vertreter •Joseph Massa im Alter von 84 Jahren j verstorben ist. Die Beerdigung findet am! Freitag, den 26. April, nachmittags 4>/, Ubr, von I der Leichenhalle de» Tegeler s Friedhoscs auS statt. Um rege Beteiligung ersucht 243/1[ Ter Vorstand. «* Spezialarzt Dr. med. Coleman FrieWstraße 91/92 ander Dorotheensta:. Haut-, Harn-, Geschlechts-. Frauenleiden. Sex. Neurasthenie. Kürz. Beii. ohne Berufsstürung. Toilz. Harn- u. ßlutuntersuchungen Sprechet. 10—1. 6— 8; Sonntag 10— 1. 143L /Vach rufe. Ferner starb unser Kollege, l der HauSdiener Uermsmlfeldksdv am 18, April im Alter von 34 Jahren. Von einer Fliegerbombe! I wurde unser lieber Kollege! und ehemaliger Obmann, j i der Kanonier Max Schadow im 21. Lebensjahre tödlich| verletzt. Durch iew liebes Wesen! s owle seinen edlen llharakler! ist er uns unvergeßlich.! Wir bedauern ausrichtig den j Verlust des Tahinaeschiedc- nen und werden ihm alle- zeit ein ehrendes Andenken! bewahren. 235/13 1 Arbeltrr-Jugend Berlin-! Wilmersdorf. I. V.: Karl Böttcher. SliLzialarzi Dr. med. WockenliiD Frittttt.lSsS'SluJI 1ürSyphilis,Harn-u. Frauenleiden Blutuntersuchungen. Schnelle, sichere, schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung Ferner starb unser Kollege, der Möbeltransportarbeitcr vtlo Vitts am 10. d. M. im Alter von 65 Jahren. 61/7 Ehre ihre« Andenken! Die Bezirksverwaltung. Spezialarzt Dr. med. l.aaba vch. schnell, gründl., mögi. schmerzlos u. ohne BerusSstör. GesohlechtskraRkheit., geheime Haut-, Harn-, Frauenleiden, Schwäche. 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Mein aWlays hat kelnertei Beziehaso «„"ob iaut. Firma! Nr. 113— 1918 Die Krim. Wenn man bei Perckop ans der schmale» Landzunge, eben da, wo soeben deutsche Truppen sich den Weg gegen feindlichen Wider- stand gebahnt haben, läng? der grosten, von Norden nach Süden verlausenden Slrasie den Boden der Krim betrill, so findet man kein anderes Landschofisbild als das, das nian in Taurien hinter sich gelassen hat. Nlan sieht sich in einer einförmigen Ebene, die weil und breit dem Auge keinen Nuhepunü gewährt. Es ist die Krimsche Sieppe, die Fortsetzung der großen Siidpontischen Steppe, die drei Vieriel der ganzen Halbinsel umfaßt, und deren Oede beinahe trostlos wirkt. Von jener südlichen Fruchtbarkeit und dem Farbenreichtum, den man in so niedriger Breite glaubt erwarten zu können, und von dem man vielleicht überschwengliche Schilde- rungen vernommen hat, ist nichts, aber auch rein gar nichls zusehen, Das einzige, was dem Landfremden aufsällt, sind mächtige Vieh- Herden, Schafe und Rinder, die überall da auf der Steppe weiden, wo der Graewuchs auch nur ein wenig üpp ger gedeiht. Dieser Biehreichtum. besonders an den kräftigen südrussischen Steppenrändern, macht den Wohlstand dieses Landes aus, unter dessen Be- völkerung die Tataren sehr zahlreich sind. Aber»eben den llkraineru gab es in Friedenszeilen gerade in der Krim sehr viele deutsche Kolonisten, die etwa 8 Proz, der Gcsamtbevölkerung bilden und deren Siedlungen schon an Ortsnamen wre Kronenthal, Lultigs- thal, Vrudcrfeld, Marienthal, Schönbrunn und Zürichthal zu er- kennen sind. Einzelne dieser deutschen Gemeinden, w:e die beiden letztgenannten, lassen sogar erlennen, aus welchen Gegenden des deutschen Sprachgebiets die hierher verschlagenen Kolonisten stammen. Während des Sommers herrscht in dieser niederen, ebenen Steppe glühender Sonnenbrand; im Winter dagegen dringen die eisigen Winde aus dem Innern Rußlands bis in die Krim und haben oft genug eisige Kälte zur Foige. Wo ist aber nun senes paradiesische Stück Land auf der Krim, da? den schönsten Gegenden der Erde zugerechnet werden kann? Es ist der äußerste Süden der Halbinsel, es sind die Täler und Abhänge des Taurijchen Gebirges am Gestade des Schwarzen Meeres, ein Gebiet, das nur knapp ein Viertel dcZ Flächeninhalts der Krim einnimmt. Diese Bergregion beginnt südlich von Sim- feropol und erstreckt sich von Nordosten nach Südwesten. Sie hält die kalten Winde aus dem Norden von dem Küstenstrich fern und umschließt eine Landschaft von einer üppigen Pracht, die in denkbar größtem Gegensatz zu der öden Steppe aus der Nordseite deS Gebirges steht. Die ansteigenden Höhen sind bedeckt mit den Herr- lichsten Bergwiesen; überall dazwischen liegen prangende Gärten, reiche Felder, schattige Wälder, Olivenhaine und Weinberge. Liebliche Ortschaften, reiche Villen, malerische Ruinen, russische Klöster ,uiid talarische Moscheen sind allenthalben über diesen wundervollen Land» strich verstreut, der sich subtropischer Fruchtbarkeit erfreut und Ec- zeugnisic hervorbringt, wie sie nur den wärmsten Mittelmeergebicten eigen sind. Freilich ist der paradiesische Landstrich nur schmal; nicht mehr als neun Kilometer weit erstreckt er sich von der 5küs!e an den Abhängen des Gebirges aufwärts; hier befinden fich denn auch die reichen Schlösser des russischen Adels und der Zaren- familie, die in Livadia ihren Lieblingsaufcnthalt sah. Weiße ü-chiöfier erheben sich hier zwischen Hainen von Lorbeerbäumen, Zypressen und Feigenbäumen; in den prächtigen Blumenbeeten findet man die erlesensten Gewächse der Gartenbaukunst aus der subtropischen und der gemäßigten Zone. Auch das Taurische Gs-, birge selbst ist reich an mineralischen Schätzen; es liefert Kalk- stein, Porphyr und verschiedenfarbigen Marmor. Im äußersten Osten der Halbinsel, bei Kerlsch, hat man neuerdings auch außer- ordentlich reiche Lager von Eisenstein entdeckt und in Abbau genommen. Die Krim blickr auf eine zweieinhalbtausendjährige Geschichte zurück. Im Alter lum hieß sie der Taurische Chersones; ihre Ur- bevölkerung, die Tauricr, sollen allerdings ursprünglich auch nicht hier aniäsfig gewesen sein, sondern aus dem Kaukasus stammen. Schon um das Jahr 600 v, Chr. entstanden an der Küste blühende griechische Kolonien, wie TauriS in der griechischen Mythologie und der frühen hellenischen Geschichte ja überhaupt eine be- deutend« Rolle gespielt hat. Zur Römerzeit bildete sich hier das Bosporanische Reich, das unter MithridateS, dem König von PontuS, seine größte Macht erlangte. Es wurd« im Jahre 47 v. Ehr. von den Römern untcrioorfen. Zur Zeit der Bölkerwande- rung kamen die Goten nach der Krim: im Jahre S40 wurde sie unter dem Kaiser HeraklioS mit dem byzantinischen Reich vereinigt. Im Fahre 1237 eroberten die Tataren die taurische Halbinsel und gaben ihr wegen ihrer leichten Verteidigung durch Besetzung der schmalen Landzunge von Perekop den Namen Krim, was.Festung' bedeutet. Später kamen die Vcnelianer und Genuesen, die, wie die Griechen, an der Südkllste Städte und Burgen bauten. In der zweiten Hälfte des 17. Fahrhunderts wurden die Genuesen von den Dentt erstes, 26. �iprU Türkcn vertrieben, und die Krim wurde nunmehr ein tatarisches Caanat unter Oberherrschaft der Pforte. Im Fohre 1733 drangen die Russen, die schon seit Peter dem Großen ihr Auge auf die Krim geworfen hatten, zum ersten Male in die Halbinsel ein. die nun- mehr>n Abbänaigkeit von Rußland kam, das 1733 die Halbinsel dem russischen Reiche völlig einverleibte. t>k Mstten kommen! Di«„Motten", di« der ungemein artenreichen Familie gleichen Namen? angehören, find gefürchtete Hausgenossen. Sie finden sich in unseren Häusern in einigen Arten vor, die mehrfach vecwechseil werden, weil sie nicht nur in der Lebensweise, sondern zum größten Teil auch dem äußeren Ansehen nach, besonder? im Raupcnzu- stände, ziemlich übereinstimmen. Die kleinen, bletchg« färbten, sech- zehnfüßigen Raupen pflegen von den abgenagten Stückchen ihrer Nahrungsmittel«ine Röhre um sich zu spinnen und sie wie die Schnecke ihr H8, � vorn. 17715* i Lacke für helle Ware bis 16 Mark, Bleiweiß sowie sämtliche Malcrartifcl kaufen Gebrüder Borowski, Gnciscnaustraße 5. 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Vizepräsident Dr. Paafche eröffnet die Sitzung tnlteffum warmen A.'.wruf auf den gefallenen Fliegerhelde« v. Ni'chihofen und ge- denll auch deS Todes des bulgarischen Gesandten N i z o w. Hierauf wird die eiste Beratung der Stsuervorlagcn sc.'.gesetzt. Abg. Waldsteiu(Dp.) bestreitet gegenüber dem Abg. Grafen PoiadowZky. dajj der Reichs. ifi,t oberflächlich arbeile. ES ist pairioliiche Pflicht deS Reichs« '>'ä9. wegen der Dringlichkeit des Vedarss rasche Arbeit zu lenien. Redner kritisiert weiter die einseitige Belastung von Ver- toln- lind Verbrauch durch die Vorlage». Der Besitz mujz endlich auch uem bicichc nach seiner wirklichen LeistnngSfähigkeit heran« uc�ogc» werden. Einzelne sogenannte L u x u S w a r e n zu be« U.uern, ist zwecklos, man mufc die luxuriöse Levens führung besteuern. DaZ ist nur möglich durch direkte Steuern. lSehr richtig!) Auf setcir Fall inüszte bei Jutvelen, Perleu usw. eine Nachbe« sieuerung festgelegt werden, damit nicht illzwilchen grope tl'keugen solcher Luxulwaren sieuerfrei aufgekanst werden. Der Ge- i'iule. die Auswanderung zum Zwecke der Steuerflucht zu be- 'wrüuken, beunruhigt die Handels ivelt, denn die Bestimmiüig, die r'tejleuerulig soll nicht Play greifen, wenn die Auswanderung im Jüleresie des Reiche» geschieht, ist überaus dehnbar. Es wird gut sein, die Bestimmung durch eine klarere zu ersetzen.(Beifall bei der Volkspartci.) Abg. Dr. Paasche(natl.): Ebenio wie der Abg. Keil erkläre auch ich, wir denken nicht daran, den Krieg fortzuführen wegen einer Kriegs- eiüschädlguil!,, aber ebenso entschieden lehnen wir eS ab, dem Gegner gegenüber, der im Falle seines Sieges uns bis auks Vlut aus- 'äugen zu wollen erklärt hat, i» jedem Fall auf eine Kriegs- eutschiidigung zu verzichten. Wir iämpfen nicht um eine Kriegs- emivädigung, sondern um die Existenz des Deutschen Reiches und Volkes, können wir dabei eine ordentliche Kriegsentschädigung er- halten, so wird das für unsere VollSivirlichaf: sehr gur sein.(Leb- i aüe Zustinnnung bei den Nalionalliberalen und der Voltsparlei.) trine Finanzrefonn hat bei uns immer neue Steuern be- deutet. Das ist auch diesmal der Fall. Eine wirkliche Reiorm, die uniec ganzes Eteuerwesen reformiert und eine Auseinandersetzung zwischen Reich und Einzelfiaateu bringen mu'g, müssen wir noch verschieben. Bei einer solchen Reform werden wir an de» Besitzsteiicrn nicht vorbeigehen können; Erbschafts-, Ein- I'imnen» und Vermögenssteuer müssen dann in das Gelriebe der R.-ichisteilrrn hineinkommen. Das Dogma: die direkten Steuern dcu Einzclslaaten, crkcnucn wir nicht an. Der Wehrbeitrag war ja auch bereits eine NcichZvermözeuSsteiier. und wenn man lag!, sie ist nur einmal und zugleich zum letzten Male erhoben ivorden—»liit i ch glaube»ickt daran. Wenn nlle Finanz« minister der Emzelstaaten dem Reich direkte Steuern nicht zuge« nehen wollen, um die Milliarden aufzubringen, die notwendig sind, iun dem Volk die Lasicn eines besieglen Volkes zu ersparen, so mühte man verlangen, dah die Einzelstaaien ihren Anteil in der Form der atrilnlarbeiträge tragen. Ich glaube nicht, dag die Einzelstaaten dabei besser fahren würden.(Sehr richtig: links.) Wir iiiüjfcu im ganzen Reich eine einheitliche Art der Drsidbefleuerung haben und�dazu gehört auch eine cinheiiliche Art der Deranla» g u n g.(Sehr richtig! links.) Wir sind damit einverstanden, dag - me K r i e g S g e w i n n ste u e r tn den gegenwärtigen Komplex la»eingearbeitet werden i'oll. eine PerfonalkriegSgc'wiiinfteucr mub i.iit den vorliegenden Steuern zugleich beraten und verabschiedet werden. Aber sie trifft nicht alle Besitzenden, und«inen eventuellen Antraz, eine allgemeine Besttz.steuer in Form eines Wehr bei- : rages als Ausgleich für die tudirekten Steuern mft einzuführen, werben meine Freunde iehr wohlwollend prüfen. Run zu den einzelnen Steuern. Die Il mfatzstencr hat da« -nnzig Gute, datz sie bequem zu erheben ist. Ich glaube, sie wird sich in der vorgeschlagenen Höhe von 5 pro Mille im allgemeinen ertragen lassen. An sie eine Luxussteuer anzuhängen, ist eine unglückliche Idee; denn der wirkliche Luxus würde dadurch luenig getroffen werden.— Als der Redner weiter auf die Branntweinsteuer eingeht, weist Vizepräsident Dov« ihn unter großer Heiterkeit des Hauses darauf hin, daß gestern Präsident Dr. Paasche den Grafen PosadowSkp an der Erörterung der zunächst von�der Debatte ausgesonderten Getränkesteuern verhindert habe. Abg. Dietrich(k.): Der Staatssekretär hat mit Recht betont, daß der Besitz im Laufe deS Krieges bereits mit 0 Milliarden belastet worden sei. der Verbrauch nur mit. 4 Milliarden. Das scheint Herr Keil nicht gehört zu haben. Der Vorwurf deS Abg. Keil, daß die Steuern i> anlagung in Preußen schlechter srt als in Württemberg ist nicht bewiesen. Die Besitzenden tragen auch durch die hohen Kommunal- sreuern zu den Kriegslasten wesentlich bei. Die Selbständigkeit der Einzelstaaten ist durch die Verfassung verbürgt. Ihre kulturellen, wirtschaftlichen, sozialen Aufgaben können sie nur erfüllen, wenn miicn die Veranlagung und Erhebung der direkten Stenern über- lassen bleibt. Unser erster Grundsatz bleibt: Einkommen» und Wer- m.ögcnSsteuer dürfen den Einzel st aaten nicht genom- wen werden.(Zuruf: ES will sie ihnen niemand netzmon!) Eine Besteuerung der KeiegSgewinne der Ernzelper» ' o n e n halten wir für dringend geboten. Eine Vermögenssteuer von Itz Vroz. halte ich für ganz phantastisch. �Widerspruch links.) Wollen Sie wirklich in dieser schweren Zeit an eine solche Steuer lenken, lediglich zu dem unproduttiven Zweck der Bezahlung von Schulden?(Große Heiterkeit links.) Abg. Bernstein CU. Soz.): Wird der Frieden nicht bald geschlossen, so wachsen die Kriegsschulden in die Hunderte von Millionen und die Lasten für mre Verzinsung müssen für die Bov3Kerung ein Wedorerstarken .'er Volkswirtschaft unmöglich machen. Bei dieser traurigen Finanzlage des Reiches ist die Steuervorlage das Gegenteil einer Reform. Meine Partei hält unverbrüchkch fest an dem steuerprogramnr der Sozialdemokratie, wir verlangen Deckung aller össentltchen Ausgaben durch Einkommen. ireuer und Steuern auf den Vermögens zu wachs und lehnen alle indirekten Steuern ab. Erhöhung der Post- ud Telegraphengebühren lehnen wir grundsätzlich ab, es sind Sreuern auf den geistigen Verkehr. Die Stempelsteuern sind ein Ueberbleibsel des alten absolutistischen Staates, der sie geradezu -ur Erpressung bei allen möglichen Gelegenheiten bsiiutzic. Der liberale KapitalismnZ hat sie abgebaut, der imperialistische FinperialiSmus baut sie wieder auf. Wir widersetzen unS nicht der Steuer aus die Gewinne der Kriegsgesellschasten; allerdings ist sie .>i!>z unzweckmäßig abgestuft und trifft die Riesengewinne so gut iv:e gar nicht. Ueberaus bedenklich ist die Erhöhung und Aus- dehnung der U m s a tz st e u e r, um so bedenklicher, als Sie Steuern -tzt fa geradezu für die Ewigkeit, wenigstens für die absehbare Ewigkeit bis lange in die Friedenszeit hnrein machen. Dieser Ber- ieuerung der Waren können wir nicht zustimmen. Die Luxussteuer ■<•' C bersten Heeresleitung wären. Die Zahl der im Westen be'iiidiiäieu Amerikaner sei nicht bekannt, chrp Zahl könne aber aus keinen Fall von Vebestnny fein. Ter Krkegsuftnksier sisiNeßt daran eine ZWYe vertraulicher Mitteilungen.— General v. Wrisberg despricht dann gleichfalls vertraulich die Zahl der deutschen Verluste. Ueber die Stärke der deutschen Truppen in Finnland könne eine Aus- kunft nicht erteilt werden. Das Ziel sei die Zurückdrängung der von Rußland unterstützten Roten Garde.— Ein Vertreter des KriegSministkriumS hielt einen längeren Vortrag über die Ar- tillerie; auch diese Darlegungen waren vertraulich.— Generalarzt Schultzen besprach dann den Gesundheitszustand der Armee, der als gut zu bezeichnen sei. Die Krantenziffer sei durch- aus günstig. Allerdings liegen die Verhältnisse auf den einzelnen jtriegSschauplätzen verschieden. Eine Folge unserer hygienischen Maßnahmen sei eS, daß die Zahl der Kranken gegen die erste Zeit deS Krieges nm ein Drittel abgenommen habe. Insbesondere seien Krankheiten der AtmungSorgane, der Verdauungsorgane, des Nervensystems inid Geschlechtsleiden zurück- gegangen. Dagegen ist die Zahl der Nierenerkrankungen gestiegen. Die Zahl der Geschlechtskrankheiten steht im Felde unter, in der Heimat etwas über dem Durchschnitt deS Friedensstandes. An- steckende Krankheiten machten in den ersten drei KriegSjahren nur 8.8 Proz. aller Fälle aus. Im Südosten machen uns Ruhr und Malaria viel zu schassen. An Flecksieber sind gestorben t91ö: 80, 1916: 810 und 1917: 960 Mann. Die Zahl der Erkrankungen an Tuberkulose ist in der Oeffentlichkeit erheblich übertrieben worden. Tie Gaserkrankungen sind im allgemeinen nicht von dauernd nachteiligen Folgen begleitet, wenn sich auch die Heilung mitunter lange hmauszieht. Von den in den Lazaretten behandelten Mannschaften sind 90 Proz. als dien st- tauglich, davon 70 Proz. als felddien st tauglich e»t> lassen worden. Die Todesfälle in den Lazaretten betrugen 1 bis 1,2 Proz. Bis jetzt wurden 629 900 Mann als dauernd untauglich entlassen. Davon sind 79 999 verstümmelt. Blinde sind 1950 Mann vor» Händen. Die Zahl der Selbstmorde hat gegen die Friedenszeit erheblich abgenommen. ES folgten dann noch eine Reihe Ausführungen von Ber- tretern des KriegSininisteriuinS, die durchweg vertraulich waren. — Abg. Dr. Cohn kritisierte die Darstellungen über den Gesund» heitszustand in der Armee. Für die Geschlechtskranken und Tuber» kulösen hätten bestimmte Zahlen angegeben werden müssen. Redner übt dann Kritik an den Vorgängen in Finnland und in der Ukraine. Schließlich fordert er die Entlassung der russi- schen Gefangenen.— Abg. Erzbrrgrr betont, daß man im KriegSministerium der Technik leider nicht von Anfana an die ihr gebührende Bedeutung beigemessen babe. Ueber die Vorgänge im Osten müsse Klarheit gesch äffen werden, um so mehr, als die Militärverwaltung nicht gestatte, daß RcichStagsabgcordnete nach diesen Gebieten reisen, um dort die Verhältnisse kennen zu lernen. Tie Beratungen werden am Donnerstag fortgesetzt. Noch harmloser! Darf eln Diplomat ein Ballett ansehen? Wir hatten in unserer gestrigen Nummer den Inhalt der alldeutschen Klatschereien gegen Herrn v. Kühl- mann, soweit er uns bekannt war, wiedergegeben. Zu unserer Tarstellung bemerkt das„B. T.: Es ist möglich, daß die Dinge sogar noch harmloser sind, als man a»S diesen Zeilen des„Vorwärts" entnehmen könnte. Wenn es zu der öffeiltlicheii Verhaiidlung kommen wird, werden Deutschland und die Welt beispielsweise veriiehmeii. daß Herr v. Kühl- mann. Graf Czernin und ihre Begleiter einer Operetten- ausführung beizelvohnt und nach der Vorstellung einer Sängerin sreundliche Worte gefagt haben, die durch dir Lied daZ Theaterpublikum zu einer Ovation für die Diplomatenloge be- geistert hatte. Man wird weiier vernehmen, daß der Siaats- sekretür mit seinen Begleitern den Vorstellungen einer beul schen Ballettruppe, die mit besonderer Empfehlung nach Bukarest gegangen war, beigewohnt und sich, nach Beendigung eines Festmahles zu Ehren dieser Truppe, in den Nestaurati�is- saal begeben und dort mit den Ballettmitgliedern geplaudert hat, und man wird auch vernehme», was die Gegenseite aus diesen und ähnlichen hochwichtige» Er« e i g n i s s e n gemacht hat, und was daran Wahres ist. Mit Reiht bemerkt das„B. T.", daß diese„nationale" Sittennchtem jedem anständigen Menschen ekelhaft sein muß. » Die„Deutsche Zeitung' selber schreM zu dem gegen sie eingeleiteten Strafverfahren: Wir können nur sagen, daß wir dem Ausgang des Rechts- Verfahrens mit größter Gelassenheit, seine» Wirkun>ic» für die Politik aber mit Genugtuung entgegensehen. Unsere Freunde wissen, daß wir nicht gesprochen halten, wie wir ge- sprachen haben, wenn uns d i e Not der Stunde nicht dazu gedrängt hätte/ »Die Wirkungen auf die Politik', die sich ergeben werden. wenn in öffentlicher Gerichtsverhandlung über Herrn v. Kühl- mannS Ballcttbesuchc mit verhandelt wild, sind leicht voraus- zusehen. Daß die»Deutsche Zeitung" ihnen„mit Genug- tuung entgegensieht", kennzeichnet den Charakter des Blattes. ArbettSgemeinschaft deS Tabakgewerbe?(?. F. Die Verbände der Ziaarrenfabrikaiiteii, Rauchtabatsabrikantell, Tabak- und Zi�crrremiändler und der HaiidekSvcrband im Tabakgewerbe gründeten gestern eine Arbeitsgemeinschaft deS Tabakgcwcrbes E. V. Zum Präsidenten wurde Körte- Bonn gewählt, zu dessen Stell- Vertreter B a n d S b u rg c r. Berlin. Ein wirklich tüchtiger Abgeordneter. Im ReichSausschuß für BevölkerungSpolitit tonnte der Vorsitzende Abgeordneter v. Call er dem Ausschußmitglied Blunck miter allgemeiner höh- licher Anteilnahme zu einem freudigen Familienereignis gratulieren, Herr Blunck ist nämlich mit der Geburt oiiie» geslmdeu Zwillings- paareS beglückt worden.— Endlich einmal ein Abgeordneter, der nicht nur Worte, sondern Taten für das notleidende Vaterland hat und wirklich wert ist, im AuSslwiß iür BevötkerungSpolilik zu sitzen. Herr v. Calker schloß seinen Mückwunsch mit den Worten:„Zu dieser praktischen BevölkerungSpotitik könne man nur sagen: Vivut soqusns l(ES lebe der Folgende!) was heiteren Beifall auslöste, Unter dem Druck der Verhältnisse. Im Preußischen Abgeord- netenhause haben die Konservativen einen Antrag eingebrachr, der eine Neuregelung deö Laudarbeiterrechts in einer den heutigen wirtschaftlichen und sozialen Verhältnis sc n entsprechenden Weise sowie eine Vertretung deS land- wirtschaftlichen ArbeitevstandeS in den Landwi rtschlfttSsaucmer n verlangt.— Wenn die Konseroftwen. denen die Rechttostgteit des Landarbeiters und die hundertsährige Gesiudeorönuiig bisher ein Blättchen Rührmichnichtan waren, derartiges verlangen, so ist das ein Zeichen, daß die zunehmende Landarbetterflucht auch diesen Herren leinen anderen Ausweg mehr erscheinen läßt. Hierzu trägt wohl namentlich der Umstand bei, baß auf polnische und russische Wanderarbeiter nicht mehr in dem Maße wie früher zu rechnen isr. LeNe Nachrickten. Proteststreik in Irland gegen die Wehrpflicht. Rotterdam, 24. April.„Niruwe Nottcrdamsche Eourant" meldet aus London: In ganz Irland, mit Ausnahme der Nlster-lßrafschaftcn, ruhte gestern als Protest gegen die Dienst- Pflicht die Arbeit. ES gingen keine Züge. Alle Läden waren geschlossen. EL gab kcin GaS, keine Elcl- t r i z i t ä t und keine Zeitungen, llcbcrall wurden Per- sammiunzcn zegra dir Dirustpflicht abgehakte». GcwerkschlMbtVMNg Massenkünüigung der Angestellten bei Ludwig L�oewe& Col Die Angestellten der Firma Ludw. Loewe u. Co. beschäftigten sich in zlvei zahlreich besuchten Versammlungen mit der Frage, welche weiteren Maßnahmen sie in ihrer TeurungSbewegung ergreifen wollen. Wie wir berichteten, hat der SchlichtungsauSschuß, nachdem alle Einigungkversuche mit der Firma ergebnislos verlaufen waren, einen Schiedsspruch gefällt, worin er die Forderungen der An- gestellten für berechtigt crllärt. Er hat daher den Angestellten den Abkehrschein zugesprochen. In der eingehenden Aussprache in den Versammlungen kam zum Ausdruck, dag die Angestellten zwar die Forderung des Abkehrscheins, d. h. die Massen kündigung. nur als das äuszerste Kampfmittel betrachten, dab sie aber auch vor der Aiiwciidung dieses Kampfmittels nicht zurückschrecken würden, wenn die Firma nicht noch im letzten Augenblick einlenkte. Die Versuche der Direltiou, die Angestellten als aufgehetzt hinzustellen, wurden mit Entrüstung zurückgewiesen. Auf Wunsch der Angestellten haben die Augcstellleuorganisationen die Angelegenheit der Kriegsstelle in den Marken unterbreitet und diese ersucht, auf die Firme Loewe im Sinne einer Verständigung mit den Angestellten einzuwirken. An, Schlüsse der Aussprache in der letzten Versammlung am Dienstag, den 23. d. M., wurde fast einmütig folgende Entschlietzung angenommen: .Die am 23. April 1918 versammelten Angestellten der Firma Ludwig Loewe u. Co. erklären, daß sie, gestützt auf den Schieds- spruch des Schlichtutigsausschusses, mit aller Kraft für die Durch- fetzung ihrer Forderungen einzutreten gewillt sind. Die Versamm- lung fordert die Angestellten auf, alle Einschüchterungs- und Spaltungsvcrsuche der Direktion und ihrer Beauftragten entschieden zurückzuweisen und sich geschloffen auch weiterhin hinter den Angestclltcnausschuß und die Angestelltenorganisationen zu stellen. Sollten die mit der Kricgsamtsstclle in den Marken ein- geleiteten Verhandlungen nicht dazu führen, daß die Firma die vom SchlichtungSausschuß für berechtigt erklärten Wünsche der An- gestellten befriedigt, so sind die Angestellten ent- schlössen, von dem ihnen zugesprochenen Recht des Abkehrscheins Gebrauch zu machen. Die Ver- antwortung für den daraus der Kriegswirtschaft entstehenden Schaden fäll: allein auf die Direktion. Das Verhalten der Firma Löwe ist um so verwerflicher, als sie zu denjenigen 19Jndustriefirmen gehört, die durch. das bekannte Geheimabkommen den Stellenwechsel der An- gestellten zum Zwecks der Gehaltsaufbesserung zu verhindern bestrebt sind. Die Angestellten fordern daher, daß die zuständigen Bebördeil und der Reichstag ungesäumt geeignete Maßnahmen treffen, um die gesetzlich gewährleistete Freiheit der An- gestellten sicherzustellen, da sonst der Abkehrschein für die An- gestellten wertlos ist.* Wie wir bereits in unserer Sonntagnummer mitteilten, hat die Firma Löwe außerordentlich große Verdienste aus der Kriegswirt- 1 schast gezogen. Fllr das letzte Jahr verteM sie wieder wie schon in den Vorjahren 32 Proz. Dividende. Dabei hat sie offene Reserven, die fast ebenso hoch sind wie das Altienkapital und ganz bedeutende stille Reserven. Trotzdem diese Gewinns mit Hilfe der jetzigen An- gestellten und Arbeiter erzielt worden sind, hat der Vertreter der Firma de» Mut besessen, in der Verhandlung vor dem Schlichtungs- auSschuß die Forderungen der Angestellten damit abzulehnen, daß er erklärte, es seien zurzeit nicht die besten Angestelllen da. Ge- legentlich des letzten Streiks sind zahlreiche Verurteilungen wegen Landesverrats erfolgt mit der Begründung, daß durch die Arbeits- niederlegung die Kricgsprodu'lion lahmgelegt worden sei. In vor- liegendem Falle provoziert die Firma durch ihr Verhalten gegen- über den Angestellten geradezu die Lahmlegung des Berriebes. ES kann als ausgeschlossen betrachtet werden, daß die Firma Löwe ausreichenden Ersatz für die ausscheidenden Angestelllen schaffen kann. Tic Urlaubsvcrhältniffe bei Orenstein u. Koppel. Zwischen den Angestellten und der Firma Orenstein n. Koppel bestehen zurzeit Differenzen, die ihren Grund in der Stellung der Firma zur Urlaubsfrage habem Bereits im vorigen Jahre gab es zwischen der Firma und deU Ausschüssen verschiedener Werke Diffe- renzen, die schließlich ihren Abschluß darin fanden, daß die Angestellten sich mit einem Urlaub von drei Arbeitstagen nach länger als zweijähriger Dienstzeit und sechs Arbeitstagen nach länger als fünfjähriger Dienstzeit abfanden. In diesem Jahre wandten sich die Angestelltenausschüsse wiederum an die verschiedenen Direktoren ivegen Gewährung eines entsprechenden Urlaubs. Darauf lief ein Schreiben des Herrn Orenstein ein, worin die Firma erklärt, wäh- rend des Krieges wegen Mangel an Personal auf der einen Seite und der großen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Firma auf der anderen Seite einen Urlaub nicht bewilligen zu können. Statt dessen wird in Aussicht gestellt, daß an allen Sonn- abenden in der Zeit vom 15. Mai bis 31. August d. I. nur von 8 Uhr morgens bis 1 Uhr mittags gearbeitet zu werden braucht. Dagegen müsse sich die Firma gegen die minder pflichttreuen Be- amten wenden, die durch Phhsikatatteste Jahr für Jahr noch extra Urlaub zu erreichen suchten. In diesem Jahr würde ein Urlaub auf Physikatattesr nur mit seiner, des Herrn Orenstein, persön- licher Genehmigung erfolgen dürfen. Da die Ausschüsse diese Autwort nicht befriedigte, traten sie in neue Verhandlungen ein. Jetzt stellte die Firma Orenstein u. Koppel die Angestellten vor die Alternative, sich entweder für einen das ganze Jahr geltenden Sonnabend-Frülffebluß oder für Urlaub zu entscheiden. Letzterer soll für alle Angestellten, die am 1. April 1313 länger als ein Jahr bei der Firma waren. 8 Tage, für solche, die länger als zwei Jahre dort waren, 6 und für solche, die länger als fünf Jahre dort waren, 9 Tage betragen. Wahrscheinlich, um die Angestellten für den©onnabcnd-Frühschluß zu gewinnen, fügte Herr Orenstein seinem Angebot hinzu, daß, falls sich die Auge- stellten für Urlaub entscheiden sollten, dann die Regulierung� der Gehälter nicht in der früher zugesagten Weise geschehen würde, sondern es' würden längere Pausen zwischen den einzelnen Ge- Haltszulagen gemacht werden. Die Angestellten der beiden Fabriken der Firma in NowaweS und in Spandau haben hierauf das Angebot der Firma entrüstet zurückgewiesen, so daß der nach dem Hilfsdienstgesetz eingesetzte Schlichtungsausschuß in den nächsten Tagen sich mit der Firma j Orenstein u. Koppel in dieser Frage auseinandersetzen muß.> KleinhaKöWerk— Großbetrieb— GensssersfchKfl. Gestern tagte in Berlin der Zcntralverband-tag des Bäcker» inuungsverbandes.Germania". Im Miiielpunkie der Verband- nngcn stand die Lage des Bäckergewerbes während des Krieges. Allgemein wurde darüber geklagt, daß die wirlschaftlicben Verhälinisse der Kleinbetriebe durcki den Krieg icbc zurückgegangen sind, während sich die Großbetriebe ausgedehnt haben. Es wurde gefordm. daß rechtzeitig Maßnahmen zum Sckntz des Miltelitandcs getroffen werden. Es sollte kein neuer Bäckerei« betrieb gegründet werden dürfen, ehe nichr der letzte rniolge des Krieges stillgelegte Betrieb wieder in Gang gesetzt ist. Die über- mäßige Ausdehnung der kapitalistischen Großbetriebe müsse durch geeignete Maßnabmen verhindert werden. Einer der Referenten wies besonders daraus bin, daß die Konniingenoffem'chaften in den Kriegsjahreir sowohl hinsichtlich ihrer Mitgliederzahl als auch hinsichtlich ihres Umsatzes sehr erbeblich zu« genommen haben. Ein großer Teil dieier Zunahme komme aus die EigenprodrUlion in den Bäckereien der Konsumgenosienschaslen. j Hier sei also dein Kleinhandmerk ein Konkurrent erwachsen, der nicht minder gefäbrlich sei als die kapitalistischen Groß« betriebe. Um die Konkurrenz gegen diese beiden Seilen mit Erfolg bestehen zu können, empfahl der Referent Drews-Berlin unter allgemeiner Zustimmung die Gründung von Wirlichafisgenosseii« ickaften der Bäckermeister. Dieie Genosicnichaften sollen außer dem Konkurrenzkampf uiir Großbetrieben und Konsumvereinen haupl» sächlich die Ausgabe haben, die Rohstoffverlerlung während der UebergangswirtsckaN in die Hand zu nehmen. Hierdurch soll aber nicht— wie der Referent betonte— der reelle Handel ausgeschaltet, sondern nur der unreelle Ziviichenhandel bekämpft werden. Die Organisation der WinschaUSgenoffenichasten soll so durchgeführt werden, daß für jeden Jnuungsbezirk eine Genossenschaft ins Leven gerufen wird und diese durch eine RcichSzentrale zusammengefaßt werden. Der Verbandstag bewilligte 25 000 M. aus der Zcntralkasse für die Gründung von Genossenschaften. Mit Rücksicht daraus, daß die führenden Männer des„Germania"- Verbandes bis in die letzte Zeil für die Wiedereinführung der Nacht- arbeit nach dem Kriege alle Hebel in Beivegung gesetzt haben, ver- dient bemerkt zu werden, daß einer der Referenten ohne Widerspruch sagte, der Uebergang von der Nacht- zur Tagarbeil sei iebr leicht von stalten gegangen. Heute gebe es nur sehr wenige Meister, welche die Wiedereinführung der Nachtarbeit wünschen. Meister, Gesellen und Lehrlinge seien fast ohne Ausnahme für Beibehaltung der Tagarbeit._ Eingegangene Dru�schristen. Die österrcichiichca Eruiivrungsvorfchriftcn. Von Dr. Kurt Frieierger. tOn S. 19 Kr.— Kriegswirtschaftliche Verordnungen. Von Dr. Arnold Lehmann. IKKi©. Beide im Verlag der Wanzschen Hos- und Universitätsbuchhandlung, Wien. Ilufcr»ligUch Brot. Kultur historische Bilder aus alter Zeit. Von Dr. JohnnneS Kleinpoul. BollsveremSvcrlag G. m. b. H., M.-Gladbach. Geh. 2.70 M., geb. 3,20 M. Deranrwrrtlich lur Polittl: Erich KuNuer, AerUn: für den übrigen Teil dsS Blattes' Alfred Scholz, Ncutöllii!>2r Anzeigen: Theodor Eloetc, Berlin. Verlag: Vorwärts-Berlag G. in b. H., Berlin. Druck: LorwärlS-Buchdruckerei und AerlagSanstalt Paul Singer u. Co. in Berlin. Lindenktrape 3. Hierzu 1 Beilage und Uuierbaltuugsblan. G WERTHEIM Unsere Firma gehört dem Verband der Waren" und Kaufhäuser nicht an, steht dabei dessen VcrdJJenüichtmgen fem. Kaffec-uZuckerbficlisenl.15 1 25 lack. Gebäckkasten SJOpf.bis 2.20 Abräumkörbe lackiert.... 1.80 Backfoimen..... 45 bis SO Pf. Blilzscbneider......... 1.15 Flcisciiklopfer........ 45 Pf Telierwagen.......... 15.25 Keibomaschinen....... 15.00 fyiesserpulzer.......... 3.15 TiSCiltUChlilanilüernohncFederO, m FedcrlSPf. FIeisclibretterBuche2.25 3.604.50 KaifcaL-rcikf Kirsel baum4.00 5.00 5.90 Hnffragsbrelftechc 5.006.759 50 10.80 Wäschoklammekn io stück 40 Pf. Fensterklammern...... 22 Pf. Wäscheleinen.. 4.00 6.00 8.00 Wäschetrockner........ 2,50 Toüettcpapier m Rollen.. 45 Pf. Fchrankpapier blau...... 3.15 Papierhalter Porzellan..... 2.90 Schrubber......... 2.50 3.20 Scheuerbürsten.. 1 35 1 60 3.20 Teppichhandfeger 3.60 4 50 5-25 Teppichbesen... 6.25 7.25 7.75 Ikpd'lltesMllü.. M. 27 32 36 40 Elankbürsten... 1.35 2.00 2.25 AuftragebQrslen20 25 30 35 40.>l. K!eiclerbQrsten2.50 2.703.20 3.80 Haarbürsten 1,30 1 80 2.50 3.20 Zahnbürsten... 45 Pf. bis 2.00 0ialit-5liJraa.TF2!3 65 80 Pf. bis 1.10 Dfäll konscle f. Blumentöpfe 50 60 90 Pf. Gartenscheeren... 1,25 bis 4.00 Giesskannen uniack. 2.70 bis 6.00 Blumenbretter......... 3.60 Blumanspiilzen.. 2.25 2 50 3.00 4.00 Gaskocher 2 Loch...... 21.00 Gaskocher 3 Loch...... 24.50 Verschiedene gußeiEerne Ceschirrc roh, geschliffen und inoxidiert Emaille Eisschränke enrtklKSsigcs Fabrikat, mit Qlaa oder Zink ausgeschlagen Kaffeemaschinen. Kaffeekannen... lassen........ 5 00 bis 8.03 1.80 bis 5.40 25 bis 90 Pf. 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Teller flach, tief, Schussein 1.60 bis 4.00 40 Pf. b. 1 60 1.05 bis 1.90 3.00 bis 3 60 1.60 bis 530 35 bis 80 Pf. 60 Pi. b.4 15 3.75 bis 7.75 Seifennäpfe m.Rückw. 1-00 bis 1.10 Eukummen...... 80 Pf. b. 5.65 Teigschfisseln,... 135 bis 4.75 Kehrschaufeln,... 1.90 bis 2.00 Tollettenelmer........ 10.60 flach Krüge konisch, gebaucht Direktion Max iieinhordt. Deutsches Theater. • 71/.: Cor Bürger als Edelmann Kamin erspiele. 8 ülir: Suiiiurun. Volksbühne. Thealer am Sülowplatz. üntergrundb. Schünli. Tor. 7'/; Uhr: Pie Richtige. Dir. C.Moiniiard— F! Bernauar. BealerchKöniggrälzerStr. 7 Uhr: jpolkuugersage. Komödienhaus 7Vs Uhr: Die Zarin. Berliner Theater 7 Uhr: Klitzbluues Ulat. Theater für Donnerstag, 25. April. Lastapicliians T3/. Uhr: Die MoniieQ Mädels T.liniietiiio! Central-Thcater Kommandantonstrnße 57. 7ll,: Die Osardasf Urstin Deutsches Opernhaus 7 uhr: UebeskeUen. Frledrich-Willielmst. Theater 7'/�: Das DreiÄrllm Kleines Theater 7'/, Uhr: Naille. Ballet! Gliarell Künstl. Ueit». u. Kostüm- Entw. Ludwig Kainer Choreograph. Leitung: Eric Carell sowie der große Taride-Spielplan! Rose»Theater. TU Uhr: W ma im AM Komische Oper 7% u.:ScliffarzwalMieI. Sonnt. 12 U.: Die goldene Eva. Sonnt.'S1/, U.: Die KinokBnigin. Metropol-Theater Die Dose von StainbiiL Uhr: Neues Operettenhaus Schiffbd. 4a. Kassent-Nd. 281 Tv.uhr: Der Solriat der Marie. Reslclcnz- Theater 7v.utr: Der junge Zar. Hchlller-Theater O tu Uhr-, im Haien. Schiiler-Th. Chart. T,, Uhr: Mt'MÜM. Thalia-Theater �iDteröerllieDdeiiLifliie Theater am Nollendorfplatz 31,1. Uhr: Deulscho Kleinstädter, 7 Uhr; kM Theater des Westens 7.«/. uhr: Ludwig XIV. mit Guido Thicischcr. Vorh.: Der Reglraentszauberer. Walhalla-Theater. 7ll, Uhr: W MAMM Apollo Friedrlehstr. 218. D,. Wer Flieger von Tsingtan sowie die verblüffenden Variets-Atfraktionen. Theaterkasso ab 10 U. unnntorbr. goqjitnet. sssa � 1 Casino-Theater Lothringer Str. 37. Tägt.'1,8 U. DaSVoilsstückoon Ad.L'Arronge Annans Trnum. Ein heiteres Familienbild. Vorher das neue Npril-Progr. Emil sierkei, Bruno Rilgon uiw. Sonntag 4 Uhr: ISajazzo. Berliner Konzertliaus Mauerstraße 82 Zimmerstraße 90/91. Heute: Großes Konzert des Berliner Konzcrthaus-Orchcsters, Deitor: Komponist Franz von Blon. Anfanft 71/, Uhr. Eintritt 30 Pf. Anfang 7'l, Uhr. Morgen, Jon 26. April: Großes Honseei't des Chormeister-Vorbandes Berlin und Umgegend, ausgeführt von dor Gruppe Osten des Groß-Borliner Sängerbundes, Leitung: Gruppenchonneister Paul Hückei. Reichshailen• Thealer. ! Täglich 7'U Uhr. Sonntags j 3 und 71/, Uhr: Mm Sänger. Nachmittags ermäßigte Pr.![ Voigl-Thealer. Badstr, SS. Badstr. SS. Heule Tl. Uhr: MM Kajjenetöjju. ß'/j, Aujang Tl. U. NATlONAL-TliEATER T/. Doutsch-Amerik.Th. 71/, Die ist richtig! Musik: Walter Bromme. Sonntag 3Uz u.: Johannisfeuer. "ii ■ViP« TägL Tl., Stg. S'/j u. 7'/, 1 Gnßelieups HeiterkeKsstärael erzeugen täglich die gr. Wusser-Saeacn i. der Praoh t- A usstatt.-Pantom. „Frülillugssnleie14 in 4 Akten. Sturmszene mit Wolkon- bruch!— Kahnrutsch aus 30 Meter Hohe! Vorher das große Zirkus- Programm. Die Nachtrag»- Bekanntmachung des Ooe-tkom-nandoS in der Marken zu der Bekanntmachung vom t. Juli 19l7, betreffen Beschlagnahme und Beslauderbebung der deutschen Schasschu und des Wollaesalles bei den deutschen Gerbereien tritt am 25. flpril 1918 in Kraft. Die vollständige amtliche Bclaunlmachiing erfolgt an den Anschlagiäulen und in der.Norddeutschen Allgemeinen Zeitung'. (187. l/MU. 18. II. Aug.) Berlin, den 25. April>918. Der Polizeipräsidrut. '/.8 Tel.: Trianon-Theater am ßht. Friedrichstr.'US Zentrum 4927 und 2391. Der Lebensschüler Komödie von Ludwig Fulda. Ida Wüst, Erich Kaiser-Titz, v.MöUendorf!, Flink, Kottner. Stg. 4 U. kl. Pr.: Johannisteuor. Kaffee Luitpold Jiotzstraße 15. SCabarettr Frank Bergmann Dcpi FJ'elfter Martin Dowe und das große AprU- Tägl. Tl. Sonnt. S'l, u. 7'/, Erna OSfeney u.Vi'ulter Stcincp. d. neue April-Programm. Spezialarzt Dr mod. 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