30 Nr. 151. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei tn's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Betlage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1894 unter Mr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Numiner müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin! Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2.* Dienstag, den 3. Juli 1894. 720 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Die„ bewährten Grundsätze" der UnfallversicherungsgesetzNovellen. Schöpfung, wie die Berufsgenossenschaften, einfach mit Ein Hauptvorwurf gegen die Berufsgenossenschaften den klassischen zwei Worten von den bewährten besteht außerdem bekanntlich darin, daß sie das ganze Reich, Grundsäßen" zu rechtfertigen und damit damit über die als einen viel zu großen Bezirk, umfassen, und eine schnelle von allen Seiten erschallenden Rufe nach Beseitigung der Erledigung der Versicherungsfälle geradezu unmöglich Mißgeburt zur Tagesordnung hinwegzugehen. Allgemein, machen. Auch diesen Vorwurf erklärt die amtliche Be Für die Arbeiter ist es keine Kleinigkeit, die Regierungs- nicht blos bei den Arbeitern, sondern auch in großen Kreisen gründung des einen Regierungsentwurfes für richtig: je Entwürfe zur Abänderung der Unfallversicherungs- Gesetze, der Unternehmer, ist man der Ueberzeugung, daß sich die größer aber der Bezirk und die Zahl der Betriebsunter die wir kürzlich nach den Auszügen bürgerlicher Blätter furz Sozialversicherung bei den Krankenkassen zentralisiren ließe, nehmer, desto schwieriger und kostspieliger die Verwaltung". besprochen haben( vergl.„ Vorwärts" vom 5. Juni d. J.) damit der geringe Nußeffekt der großen Maschinerie nicht Das ist freilich amtlich nur mit bezug auf das Kleinund die jetzt löblicher Weise im Wortlaut vom Reichs noch ganz durch den Apparat verloren geht. Die Kranken- gewerbe gemeint. Es gilt aber selbstverständlich auch für Anzeiger" veröffentlicht worden sind, zu durchdringen und lassen sind nunmehr auf grund der Novelle von 1891 das Großgewerbe, und wenn es die Regierung in dieser zu kritisiren. Man hat bekanntlich die Arbeiter beinahe reorganisirt. Die Arbeiterschaft, deren freie Kaffen immer Ausdehnung nicht weiß, die Arbeiter können ein Lied gefliffentlich von der Verwaltung der Unfallversicherung ärger mit den künstlich gemachten gesetzlichen Schwierigkeiten davon singen. Ebenso richtig wird hervorgehoben, daß bei ausgeschlossen und dieselbe den Unternehmern als Monopol zu kämpfen haben, wenden sich jetzt nothgedrungen den den Berufsgenossenschaften eine Masse von„ Ehrenämtern" zu übertragen. Die Arbeiter kommen also eigentlich nur als Drts Krankenkassen zu und bemächtigen sich deren Ber- besetzen seien, welche Kleingewerbetreibende nicht ausfüllen Opfer eines Unglücks mit dieser Versicherung praktisch in waltung. Die Unfallversicherung ist der erste anderweitige könnten. Ganz recht; alle Berufsgenossenschaften kranken Berührung, meist nicht in sehr sanfte, weil die Ver- Versicherungszweig, der jezt zur Revision kommt an dieser Fülle von Aemtern, in denen sich das Prozen waltung danach ist. Ferner haben die Arbeiter und den man zunächst den Krankenkassen mitübertragen thum zahlungsfähiger Unternehmer statt der menschenfreund teine besoldeten Herren Sekretäre und Syndici, wie die könnte und müßte, um einen kleinen Anfang mit der Ver- lichen Hilfsbereitschaft breit macht. Es ist die reine Selbstzahlungsfähigen Unternehmer, die mit ihrem Geld über die einfachung und Popularisirung der Versicherung zu machen, ironifirung, wenn die amtliche Begründung ihr Plaidoyer raffinirteste Auslegungsintelligenz und die eingehendste soweit von der letzteren überhaupt gesprochen werden kann. für die neue, vierte Sorte von Versicherungsapparat noch technische Kenntniß der Geseze verfügen. Mit allen diesen und die Revisionsthätigkeit der Regierung besteht nun einmal dahin zusammenfaßt, daß eine schnelle Gr Hilfsmitteln und ihrem Einfluß in Staat und Gesezgebung lediglich darin, Einzelheiten auszuflicken, die verfehlte Grund- ledigung der Geschäfte... bei berufsrüsten sich jetzt die Unternehmer für die Stellungnahme zur Lage und Organisation aber in ihrer ganzen Bismarck'schen genossenschaftlicher Organisation nicht Revision der Unfallversicherungs- Gesetze, damit diese so recht Pracht bestehen zu lassen! Das ist einfach den Kopf vor zu erreichen wäre, weil dann für jeden nach ihren Wünschen gestaltet werde. Die Arbeiter haben den Schwierigkeiten in den Sand gesteckt; mit Redensarten Ort eine mehr oder weniger bebeufende deshalb doppelte Ursache, wachsam und eifrig zu sein, und wie die bewährten Grundsäge" täuscht man Niemand. Bahl von verschiedenen Berufsgenossens dieser wie eine Reihe weiterer Einzelartikel sollen versuchen, Die Mißstände bei den Berufsgenossenschaften sind so ich aften mit gesonderten ehrenamtlichen auf das Wichtigste in den Regierungsvorlagen aufmerksam groß, daß sie selbst in der Begründung der beiden Novellen Genossenschafts- und Sektionsvorständen, zu machen. nicht ganz todtgeschwiegen werden können. Der Entwurf, Vertrauensmännern und Schiedsgerichten welcher die Ausdehnung der Unfallversicherung auf Hand- in Thätigkeit zu treten hätte" Zunächst die bewährten Grundsäte" der bisherigen werk und Handel vorschlägt, wird innerhalb eines ist es nämlich heute bei der gesammten Unfall Unfallversicherung, an welche sich die neuen Entwürfe an- begrenzten Bezirks unwillkürlich zum schärfsten Kritiker der versicherung für die Industrie, und um die Beseitigung lehnen". berufsgenossenschaftlichen Organisation. Für die Klein- dieses ungeheuerlichen Apparates geht man jetzt, wo die Die Unfallversicherung behält ihre schwerfällige, kost- betriebe soll eine neue Art Organisation, statt der Berufs- Gelegenheit dazu endlich gekommen wäre, herum, wie die spielige und einseitige Extraverwaltung durch Unternehmer genossenschaften sollen für sie gemischte örtliche oder bezirks- Kaze um den heißen Brei, nur, um es mit den großen verbände neben der Kranken- und Invaliditätsversicherung weise Versicherungsgenossenschaften organisirt werden, deren Unternehmern nicht zu verderben. Vom Interesse bei, ja, es soll sogar noch eine neue, vierte Art von Ver- Verwaltung möglichst bureaukratisch den bereits geschulten de r versicherten Arbeiter an einer gruudwaltungsapparat für das Handwerk geschaffen werden Kräften" der Gemeindeverbände übertragen wird. Und säßlich vereinfachten Organisation und das ist der Kern der„ bewährten Grundsäße". Wir ver- weshalb? Weil bei den Berufsgenossenschaften ein Verwaltung ist in den beiden Regierungslangen ja von der Regierung nicht, daß sie die Bismarck'sche überaus umfangreicher Schriftwechsel und entwürfen überhaupt keine Rede. Die großen Schöpfung der Unternehmer- Berufsgenossenschaften selbst eine derartige Arbeitsla st verursacht Unternehmer zahlen, wenn auch widerwillig, die enormen fritifirt, obgleich ihr das nicht zum Nachtheil gereichen wird, daß bei einzelnen besonders be- Kosten der Berufsgenossenschaften, weil diese ihnen eine er= würde; aber in der Beschönigung sollte man doch nicht so troffenen Berufsgenossenschaften die ge- hebliche Macht im Staate in die Hand geben. Die weit gehen, eine gänzlich mißglückte, namentlich aber dem sammten Beiträge.... nicht ausreichen, fleinen Unternehmer haben keine Aussicht, eine nennensInteresse der versicherten Arbeiter höchst nachtheilige um die.... Verwaltungskosten zu decken". werthe Macht im Staate zu erwerben, ihnen ist Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. 78 Siebentes Kapitel. fo 250 Ach, daß die Hilfe aus Zion über Jfrael täme, und der Herr sein gefangen Volk erlöste! So würde Jakob fröhlich sein, und Israel sich freuen! gern die Fahrt mitmache, da ein Gesalbter des Herrn ihr Nachbar sein würde, hängte den vergessenen Rosenkranz an die Hand, das fupferne Kreuz an den Hals, und forderte nun die Männer auf, zu gehen. Veit nahm den Falken auf die Fauft, und warf noch einen Blick in dem GePsalm Davidz. mache umber. Habt Ihr die Truhe verschlossen, Muhme?" Schlösser und Riegel flangen. Eine helle Stube that fragte er dann leise: habt Ihr das Eisengeräth wohl verwahrt, das ich neulich heimbrachte, und die Gefäße, sich auf. Die Augen der Gefangenen, die hineingelassen die vor kurzem aus der Marykapelle abhanden gekommen wurden, zogen sich zusammen, ob der ungewohnten Klar find?" Alles ist wohl verwahrt, Neffe," erwiderte Petro- heit. Meine Vorsorge," lachte der Hornberger: zwei Stun den von hier fällt mir plöglich ein, wie ich denn wohl die nella, indem sie das Gemach nach den vier Weltgegenden Was sollen wir hier?" fragte Ben David den Schließer, Base vom Plate bringen werde, und ich bin schon halb mit Weihwasser besprengte, das an der Thüre hing:" Gott der beiden wenigstens die Schellen an den Händen abnahm. und halb entschloffen, sie als höflicher Rittersmann vor und seine Heiligen werden in unserer Abwesenheit unsere-Wem haben wir zu verdanken die Wohlthat, wieder mich aufs Pferd zu nehmen, als mir, gerade wie gerufen, stille Klause wohl bewahren." Damit ließ sie das Schloß beisammen zu sein?" setzte Jochai hinzu, und rieb sich den ein Bauer begegnet, der gen Frankfurt und Höchst zu fahren zuschnappen, und hinkte den Männern nach, belastet mit Arm, wo die engen Retten gesessen hatten.- Werdet's gedenkt, mit einem Wäglein voll des besten Strohs, auf Kaze und Bündel. Veit hatte indessen dem Nachbar Jost schon sehen!" brummte der Wärter entgegen: Ihr werdet dem ein Bettelmönch sitt, schmutzig, wie sie alle sind, aber die Aufsicht über seinen kleinen Balast empfohlen, und einen heute mancherlei Besuch haben, den man nicht in Euer nicht so feist, wie sie gewöhnlich zu sein pflegen. Den Sattel von ihm geliehen, ein, dem Nachbar, dessen Pferd Verließ führen kann." Gine lange Stille folgte, während Bauer auhalten, ihm befehlen, mit mir umzukehren, und erst kürzlich gefallen, sehr entbehrliches Geräth. welcher der Wächter sich auf einen Schemel sette, und die dann mit einer neuen Ladung hinzufahren, wo es mir Des Leuenbergers Klepper wurde geschirrt, Petronella Juden sich forschend beobachtete. Dürfen wir denn belieben würde, war eins, und schnell abgethan. Der Hund auf den Wagen neben den in seine Kapuze verhüllten miteinander reden?" erkundigte sich Jochai demüthig. wollte sich weigern. Da hieb ich einem von seinen beiden Mönch gehoben; die edlen Herren saßen zu Pferde, des In Gottes Namen," erwiderte der Wächter:„ der ehrGäulen die Sehne am linken Hinterfuße durch, und drohte, Hornbergers Knecht auf dem Hintertheile des Karrens. bare Herr Oberstrichter meint, es könne nichts verschlagen. den andern ebenso zu zeichnen, falls er nicht gehorsam sein Die Fenster und Pforten der angrenzenden Burgwohnungen Denn ob Ihr bekennt oder nicht; auf jeden Fall brennt wolle. Die Lehre half, und er fuhr mit zurück. Den waren von den edeln Ganerben und ihren Sippschaften man Euch zu Asche." Eine Bewegung zaghafter Angst Pfaffen, der nach Frankfurt gedenkt, wollte ich vom Wagen besetzt, die theils lachend auf das schlechte Fuhrwerk blickten, konnten die Gefangenen bei dieser rohen Rede nicht unterjagen der Mensch wies mir aber seine wunden Füße, und theils den Leuenberger beneideten, der trok seiner, der drücken. Ben David faßte sich jedoch zuerst, und ging auf so ließ ich ihn denn in Ruhe, weil ich mit dem Gesindel Ihrigen nichts nachgebenden Anmuth zu fernen Festlich- den bleichen Vater zu: Wie geht Dir es, Vater?" fragte barmherzig bin, da man nicht weiß, wo man einmal eine feiten auf so viele Stunden Wegs abgeholt wurde. Der er in dem Dialekt, der, aus hebräischen und deutschen Rutte brauchen kann. Bauer, Mönch und Fuhrwert hab' arme Fuhrbauer wars noch einen trüben Blick auf den Worten zusammengesetzt, für den Zuhörer von Amtswegen ich unten im Stalle eingesperrt, und meinen Knecht verlegten Gaul, der in einem fremden Stalle zurückbleiben beinahe unverständlich war.- Frage die im Moor vers als Wache zurückgelassen, damit die Geschichte nicht in mußte, um wohl nimmer zu seinem Herrn wiederzukehren. dorrende Weide"; antwortete Jochai schmerzhaft:„ die Lampe der Stadt verträtscht wird. Den wunden Gaul mach Dann schwang er mit einem Seufzer und abgewandtem brennt aus allmälig, und bald werde ich liegen in dem ich Dir zum Geschent, Veit, und dem Bauer wollen wir Gesichte die Peitsche; das dienstbare Roß zog an, der angstvollen Zustande, wo die Seele unftät umherläuft durch unterwegs schon wieder ein anderes Pferd schaffen." Bullenbeißer bellte, und fort ging's, wie auf einer Renn- alle Glieder, und zittert vor der Nähe des Todesengels. Die Muhme versicherte, daß sie nun noch einmal so bahn. D Sohn! Sohn! Dein Eigenfinn und Starrmuth wird . Präsident Carust. = der berufsgenossenschaftliche Apparat viel 31 theuer, machte ihn den Boltsmassen sympathisch, die ihn wegen seiner| rothen Talar und Bürgersleute. weshalb Der Zug dauerte etwa man eine vierte bureaukratische Form für unbestechlichen Ehrenhaftigkeit hochschäßten. 30 Minuten. Die Bürger standen ruhig, zum Theil scherzend sie schafft. Das sind die maßgebenden Gesichts- In den alten Republiken von Griechenland und Italien, da, als sich ber Zug an ihnen vorüberbewegte. Am Abend ging punkte für die Regierung gewesen. In der Be- und selbst während des Feudaltönigthums, pflegten die Politiker, ich mit einem Bekannten nach dem jenseits der Rhone gelegenen rücksichtigung der Unternehmer Juter um an die Gewalt zu fommen und sich in ihr zu behaupten, ihr Arbeiterviertel. Ueberall sah man Feuerschein. Der Himmel effen hat sich ihr ganzes reformatorisches Bermögen zu opfern, wo hingegen in der modernen Welt die hatte eine rothe Farbe angenommen. 3 sah erschreckend aus. Politik eins der sichersten Mittel ist, sich zu bereichern der Vor einem Hause loderte ein Scheiterhaufen. Hab und Gut Rönnen mit bezug auf die Organisation einzige 3mect einer jeden Thätigkeit des guten Bürgers. eines italienischen Tischlers ging da in Rauch auf. Betten, und Verwaltung der Unfallversicherung Seit das parlamentarische Regierungssystem besteht, tritt man Möbel, Holz, alles was er hatte, war dort zusammen auf einen Zweck erschöpft. in die politische Laufbahn arm wie Giob Die Aufgabe unserer Reichstags- Vertretung hinsichtlich zieht sich und Haufen geworfen, mit Betroleum übergoffen und in Flammen gefeht ins Privatleben zurück als Erzmillionär, worden. Weinend stand der Italiener, ein alter Mann, mit feiner dieses grundlegenden Punktes ergiebt sich daraus von selbst: wie Mouher, Thiers, Grevy und Die anderen. Unter Familie daneben, den Mißhandlungen des wüthenden Voltes sie wird in der Einbringung eines gut ausgearbeiteten und Louis Philippe war man fo daran gewöhnt, Thiers einen ausgefeßt. Aehnliche Schreckensszenen waren fast in jeder Straße begründeten Antrages auf Uebertragung der Unfall- Spikbuben genannt zu hören, daß niemand sich über sein su jeben. Alle italienischen Magazine wurden zertrümmert und Unfall- pizbuben versicherung an die Krankenkassen und auf Beseitigung des foloffales Vermögen minberte, während man fittlich entrüftet verbrannt. Vorübergehende wurden angehalten und befragt, ob war, als herausfam, daß Grevy, der für einen Ausbund von sie Franzosen wären. Polizei war nirgends zu sehen. Ein berufsgenossenschaftlichen Apparates zu bestehen haben. Tugenden galt, bei seinem Tod efliche 15 Millionen hinterließ, Soldatentrupp, der zum Schuße der Italiener kommandirt war, Was die Regierung im Interesse der Arbeiter nicht leisten die er im Laufe feiner Präsidentschaft zusammen gerafft hatte. betheiligte sich selbst an der Berstörung, sodaß der kommandirende will, das müssen wir leisten, wenn wir auch wissen, Dieser Musterbourgeois aus den Vogesen hatte als Brändent Offizier den Rückmarsch nach der Kaserne befahl. welcher Empfang unseren Vorschlägen bei unseren Gegnern feine Advokaten- Kundschaft beibehalten; er war der juristische Die zu Ehren Carnot's in den Straßen aufgestellten Säulen bereitet werden wird. Beirath der Dreifus geblieben, der Eigenthümer der Guanolager stehen noch sie werden wohl bleiben, bis der neue Präsident im Stillen Ozean, deren Befiherrecht von der peruanischen Re- hier seinen Besuch abstattet. gierung bestritten ward ähulich wie Floquet als Was den Sozialismus betrifft, so habe ich hier noch nicht Präsident der Deputirtenkammer, fich zum Advokaten viel davon verspürt. Im Vordergrunde steht der Patriotendes Ben's von Tunis machte, der mit der französischen Schwindel, Alle vier Wochen ist eine sozialistische Versammlung, Republik Differenzen hatte. Sie müßten ihren politischen Ein- wo sich Sozialisten und Anarchisten zanten. Sozialistische fluß im Interesse ihrer Klienten aus, die sie entsprechend be- Broschüren giebt es nicht. In der Arbeitsbörse, die den vers lohnten. einigten Syndikaten geschenkt worden ist, darf feine Politik ge Carnot hat sich in dieser Beziehung von den Politikern seiner trieben werden. Zeit und Umgebung durchaus unterschieben. Es ist mehr als wahrscheinlich, daß er sein sehr beträchtliches Vermögen stark angegriffen hat, um fein Amt würdig auszufüllen. Er war ges wählt worden, weil er in seiner Eigenschaft als Finanzminister eine energische Ehrlichkeit bewieien batte, und er hat seinen Ruf der Unbestechlichkeit vor jedem Flecken bewahrt. Er hat sich nicht jest fieberhaft gearbeitet, die letzte Aiplstätte England foll Für ein internationales engefch wird nur nicht bereichert, er hat sich auch von Günftlingswirthschaft und Nepotismus gewissenhaft fernzuhalten; sein Bruder, sein vor allem den Verfolgten geraubt werden. Die für alle Schwager und seine Söhne find nicht anvancirt. In der Welt offiziöse" Politische Korrespondenz" berichtet aus Bourgeoiswelt ist ein solcher Mann felten. London: Die Ermordung Carnot's hat die leitenden Kreise Eng lands zu ernsten Erwägungen über eine wirksamere Be tämpfung ber anarchistischen Bewegung veranlaßt. Man sei su der Erkenntniß gelangt, daß die bisherigen von England er griffenen Maßregeln unzureichend seien und daß die britische Regierung durch weitere Gewährung einer Zufluchtsstätte und unbehinderter Freiheit der Propaganda schwere Verantwortung übernehme. Man habe die Ueberzeugung erlangt, daß bloße Polizeimaßregeln und gesondertes Vorgehen der einzelnen Regierungen zur Abhilfe ungenügend und daher ein festeres Zusammenschließen der bedrohten Staaten, in erster Linie Frankreichs, Italiens, Spaniens und Englands, geboten fei. Der tiefe Eindruck der Ermordung Carnots dürfte fich nicht sobald verflüchtigen und der Umschwung eines großen Theils der öffentlichen Meinung Englands bezüglich der Behandlung der Anarchisten als politische Verbrecher ein bleiben der sein. Die Initiative zu einem bezüglichen Gedankenaustausch erwarteten die Londoner diplomatischen Kreise von dem französischen Kabinet. Trogdem hat sein tragischer Tod, wenn er auch Mitgefübl erweckte, feine Besorgniß und Unruhe hervorgerufen; Garnot's Eigenschaften, seine Ehrenhaftigkeit inbegriffen, waren nega p * he Youn Paris, den 27. Juni 1894. In dieser Zeit der Anarchisten Bomben und der unvorher gesehenen Ministerstürze nehmen die Pariser jeden Morgen ihr Blatt zur Hand mit der Erwartung irgend eines neuen Dynamitgreuels oder parlamentarischen Theatercoups. Aber niemand hätte je an die Ermordung Carnot's gedacht; niemand hätte je geglaubt, daß ihm ein Unglück widerfahren tönne. Jedermann nahin ihn für ein harmloses Wesen, ja fogar für eine Null, wie heute Morgen das Journal des Senators Magnier fagt, obgleich Carnot einer der glänzendften Echüler der Polytechnischen Echule" war stets einer der ersten fünf- oder vielleicht gerade deshalb. Man fann die Verwüstungen nicht hoch genug anschlagen, die diese Echule unter der außerlesenen Intelligenz der Bourgeoisie angerichtet hat, Die jungen Leute, die hier eintreten, ehe sie einen Bart am Rinn haben, sind junge Gelehrte, sehr beschlagen in Mathemathit, Chemie und Phyfit; sie haben enorm gearbeitet, um zugelaffen zu werden, und sie arbeiten viel während tiver Art. der drei Jahre, die sie dort zubringen; und sie verlassen Seit Ludwig XVIII, hat fein französisches Staatsoberhaupt die Anstalt, das Hirn blutarm und krank für den Rest ihrer Tage. feine Amtszeit friedlich zu Ende geführt. Karl X., Louis Philipp, Wenn sie die Schule mit den ersten Nummern verlaffen haben, Napoleon III. wurden fortgejagt. Thiers, Mac Mahon, Grevy fo ruben sie sich dann aus in den fetten Staatspfründen. Und waren gezwungen, ihre Entlassung zu nehmen, Carnot eröffnet Diese Anstalt, die nach dem Plan Napoleons und Monge's und eine neue Reihe: am Vorabend des Schlusses seiner Amtsdauer ihrer übrigen Gründer dazu bestimmt war, überlegene Menschen ist er ermordet worden. hervorzubringen, giebt dem Lande thatsächlich nur gewöhnliche Gallus. Offiziere und ausgezeichnete Budget- Fresser. Ihr hundertjähriges Stiftungsfest ward Dieser Tage begangen, und Die- Ueber das Attentat gegen Carnot und dessen Folgen jenigen großen Männer, die man feiern fonnte, waren wurde und noch von einem in Lyon arbeitenden deutschen Ardie Gründer, die den verdummenden Einfluß diefer geistigen beiter berichtet: Sonnabend, den 28. Juni, Nachmittags gegen Dressur und Drillung nicht an sich erfahren hatten. 6 Uhr waren die Straßen, wo Carnot einziehen sollte, gedrängt Seit 1815 herrscht in Frankreich das parlamentarische Re- voll Menschen. Um 6 Uhr verkündeten Kanonenschüsse die Au gierungssystem; aber Garnot ist das erste Staatsoberhaupt, das funft des Präsidenten. Er kam schlicht und einfach in einer seine tonstitutionelle Rolle ernst genommen hat; alle anderen Droschke mit drei andern Herren und grüßte nach allen Seiten. von Ludwig XVIII. und Rarl X. bis zu Mac Mahon und Abends war große Illumination und Fackelzug der Soldaten. Grevy, waren der Ansicht gewesen, sie müßten die Minister Die Straßen schwammen in einem Feuermeer. Den Sonntag leiten und die Rammern beeinflussen. Die Einzigen, die ein darauf waren die Leute von weit und breit herbeigekommen, um Necht haben, gegen Carnot den Vorwurf zu erheben, daß er sich den Präsidenten der Republik zu sehen. Die Feftftimmung war in die Regierung mun gemischt habe, sind die Madifalen, großartig. Die Stadt glich in ihrem Flaggen, Blumen- und die er von der Gewalt fern gehalten hat: er ist es, der CIe Blätterschmuck einer Feenwelt, und ein Lachen, Jubeln und meuceau verhinderte, Minister zu werden. Carnot, der ein Jauchzen herrschte, als ob der Welt das größte Glück beschieden gemäßigter Reaktionär war, batte Furcht vor den Madikalen. worden wäre. Ich sah, wie Garnot aus dem Palais de la Im übrigen fab er mit echt tonstitutioneller Gleichgiltigkeit den Bourse heraustan. Mit einem Male entstand ein Schreien und Barteikämpfen zu war er doch lange genug Deputirter ge- Lärmen; alles fragte, was es gäbe; dann kam der Präsident an wesen, um zu wiffen, daß es sich dabei nur um persönliche Eifer- gefahren, bleich in der Wagenecke lehnend. Von allen Seiten füchteleien handelte und nicht um politifche Prinzipien. jubelte man ihm zu, ohne Ahnung, daß er zum Tode verwundet Allein, es ist unmöglich, die Franzosen zufrieden zu machen. war. Bald aber durchlief die Massen die Kunde von dem AttenZur Zeit Mac Mahon's und Grevy's warfen fie biefen fort- tat, und als bekannt wurde, daß der Thäter ein Italiener wäre während ihre Einmischung in die parlamentarische Politik vor und und daß Garnot todt sei, da fannte die Leidenschaft flagten sie an, aus ihrer parlamentarischen Bolle herauszutreten. fetue Grenzen. Wo ein italienischer Name zu lesen Carnot that das Gegentheil. Statt aber zufrieden zu sein, war, da schlug man die Fenster ein, plünderte das Geschäft machten ihm die Franzosen ein Verbrechen aus seiner Zurück und legte Feuer an. Was danach die italienischen Geschäfte haltung; und füngft ging der Figaro" soweit, die Abschaffung für einen Anblick boten, tann sich jeder selbst sagen, Der Beißer ber Präsidentschaft als eines fiberflüssigen politischen Mäderwerks eines der verschiedenen Café's, die ihrer italienischen Firma zu fordern. Dieses Journal geftel sich darin, Carnot lächerlich zu halber der Zerstörung zum Opfer fielen, ein Herr Cassini, ließ machen, ihn als einen Automaten hinzustellen, und Karrikaturen darauf ein Plakat anfchlagen, worin er mittheilt, daß er zu veröffentlichen, in denen er als Automat figurirte, der jeden Franzose wäre, 1870 Offizier bei der Nationalgarde gewesen sei Morgen aufgezogen würde, sich verbeugte, Reben hielt und daß feine Söhne gleichfalls in der französischen Armee und alle übrigen Funktionen feines Amtes mit der Pünktlichkeit dienten. Bald erschien eine Bekanntmachung des Bürgermeisters, einer Maschine verrichtet. Es ist wahr, Carnot forderte die worin der Tod Carnot's bekannt gemacht und die Anarchisten Karrikatur heraus- niemals hat man eine forrettere und für Bestien erklärt wurden, Am Sonntag Nachmittag wurde melancholerischere Persönlichkeit gesehen. Es war, als betrauerte die Leiche Carnot's auf demselben Wege, wo er geer schon im Voraus fein tragisches Eude und als habe er feinen tommen war, wieder nach bem Bahnhofe gebracht. Ehrgeiz darein gefeßt, Präsident von er traurigen Soldaten bildeten, wie bei der Ankunft, Spalier. Den Gestalt zu fein. Doch dieses schweigende und traurige Gesicht, Bortrab bildeten Küraffiere, hinter ihnen schritt das Stadtdas er bei allen öffentlichen Gelegenheiten spazieren führte und Musikkorps, hierauf folgte der Leichenwagen und diefem folgten das den Spott der Weltmänner und der Figaroleute erregte, Carnot's beide Söhne, Generäle, Geistliche, Gerichtspersonen im mich von der Welt bringen, dessen Liebe Dich zur Welt brachte." Ben David rieb sich bekümmert die Stirne. " Es ist beinahe verfloffen eine Woche,.." sprach er wie verloren vor sich hin: Keine Kunde doch von Esther und ihrem Auftrag. Weißt Du nichts von dem Kinde?" Der Wärter hat mir zweimal Wein gebracht," antwortete Jochai:" Gewiß hab' ich nur Esther's Liebe verdankt diese Stärkung." " " Jochai," sprach der Konvertit ernst und bedächtig: ich habe ein Wort mit Euch zu reden, gewichtig für Hunderte." D, daß Dich doch Deine Mutter geboren hätte stumm!" eiferte Jochai in kaum verhaltenem Groll; Ben David fchwieg aber finfter und erwartungsvoll. Der hochgelobte Gott weiß," fuhr Bodick leiser fort, wie schwer mir's ist geworden, aufzutreten als Werkzeug feiner Vergeltung, Ich habe doch mit ihm gerungen, wie einst der Erzvater " " 1 Dolitische teberlicht. Berlin, den 2. Juli Zur Durchbrückung der internationalen Maßregeln be darf es anarchistischer, überall Schrecken erregender Thaten, und die haben sich immer eingestellt, wenn die Regierungen ihrer bedurften. Natürlich fehlen sie jetzt nicht. Seit gestern werden zwei den Anarchisten zugeschriebene Attentate gemeldet. Aus Valencia, in Spanien, 1. Juli. In einer hiesigen Papierfabrik explodirte eine Dynamitpatrone, wodurch großer materieller Schaden angerichtet wurde. Der Urheber der Explosion ist ein anarchistischer Arbeiter aus Balencia mit Namen Belloeir. Derselbe wurde bereits verhaftet. In Livorno( Italien) wurde am Sonntag ein Redakteur eines Blattes erdolcht. Hierüber liegen die folgenden Depeschen vor: Rom, 2. Juli. Die Ermordung Bandi's in Livorno macht in ganz Italien einen tiefen Eindruck. Bandi hatte der Expedition der Tausend nach Marsala angehört. Anläßlich der Ermordung Carnot's hatte derfelbe mehrere Artikel gegen die Anarchisten veröffentlicht. Rom, 2. Juli. Wahres Entsehen ruft hier die Nachricht aus Liporno bervor, daß der Direttor einer dortigen Zeitung, welcher in letzter Beit die Anarchisten in heftigster Weise angegriffen, in ähnlicher Weise wie Carnot durch einen Dolchstich ge tödtet worden ist. Die öffentliche Meinung verlangt energisch, daß nunmehr mit allen gefeßlichen Mitteln gegen die hiarchisten eingeschritten werde. Rom, 2. Juli. Der Mörber, der gestern den Direktor der livornischen Gazette" in dessen Wagen erdolcht, foll einer ber sieben anarchistischen Verschwörer sein, die das Attentat auf Carnot nach Aussage des französischen Soldaten geplant hatten. Die Regierung wird fofort nach den Rammerferien energische Maßregeln der Kammer unterbreiten. Ein neuer 30 9431 Gegner der materialistischen Geschichtsauffaffuug. " ( Schluß.) in Ben David wendete sich an den Kerkerknecht:" Guter in dem Lande jenseits des Meeres. Aber des barmMann," sagte er:„ wißt Ihr uns nichts zu sagen von herzigen und zornigen Herrn Wille geschieht in Ewigkeit." bem a die Arbeit als das werthbestimmende Moment hervor. Wie die ökonomischen Kritiker unterstellen, Mary habe, ins Esther, unserm sind? Kommt sie noch wohl wie früher Lästre nicht den Herrn", ermahnte Ben David;" Du bem e die Arbeit als das werthbestimmende Moment hervor täglich an die Pforte, und fragt nach ihrem Vater und bekleidest ihn mit Schande durch Deine schändliche blutgierige fo meint Herr Barth- Weryho, Mary habe, indem er die Produktion hob, die Wirkung der Marktkonjunktur auf die Preise übersehen, bem Greife Jochai?"" Was weiß ich?" polterte der Blige, die uns bringt in des Henkers Hand."-" Scheltet und Produktionsverhältnisse als das bestimmende Moment Lüge, Wärter. Jeh hätte viel zu thun, wollte ich auf all die mich immer einen Lügner", erwiderte Bobid; beweift aber, in der Geschichtsentwickelung hervorgehoben, die Rückwirkung Leute merken, die mir Jahr aus Jahr ein die Ohren voll daß ich es bin."-Ben David zeigte ruhig gen Simmel. ber anderen gesellschaftlichen Lebensäußerungen auf die Oekonomie jammern und heulen. Ihr- Gesindel bekümmert Guch wenig Auf Erden will man Schwarz und Weiß, oder einen übersehen. um die, die im Pfeffer ſizen. Eine Dirne ausgenommen, befiebneten Eid", versetzte spöttisch Zodic; und mein Thatfächlich findet indessen Rückwirkung, wie Herr Weryho die ein paar mal Wein für den Alten brachte, hat Niemand Schwur würde allenfalls höher gelten, als der Eurige." entdeckt, statt, also ist es falsch, die ökonomischen Faktoren als nach Euch gefragt."" Diese Dirne ist Esther! Gott Er zeigte auf das Kreuz an seinem Wams, und Jochai, das Bestimmende aus der Maffe fich treuzenber Ginsegne fie dafür im Reiche des Meffias!" stammelte Jochai durch diese Geberde außer sich gebracht, hätte einen Schlag flüffe herauszuheben. Alles im gefellschaftlichen greift im Leben ineinander, überall herrscht Wechselwirkung, unter Freudenthränen. dagegen geführt, wenn ihn nicht sein Sohn zurückgehalten. Dieser Nacht, wo alle kazen grau find, lassen sich teine " Hm!" grunzte der Knecht. Eine Jüdin ist das Mädel was thust Du, Raaf?" schrie er dem zornentflammten unterschiede wahrnehmen, alle Faktoren find gleichberechtigt", nicht, benn es trägt ein Kreuz am Halse; aber häßlich ist Greise zu, während Bodic ihn höhnisch angrinste. Laß die materialistische Geschichtsauffaffung ist simple Uebertreibung, ste dafür, daß es alle Tage in Eure Sippschaft gezählt ihn doch," sprach dieser.„ laß ihn, Ben David. Es gäbe und das foziologische Verdienst von Mary reduzirt sich darauf, werden könnte." Also Esther it's nicht!" seufzte Ben noch eine Klage mehr von Gotteslästerung und Kreuz- Ent- in diesem Gewirr von Wechselwirkungen auf die früher garnicht David und sah kummervoll zu Boden. weihung. Die Sünde häuft sich ohnehin auf Eurem Kopf, oder zu wenig gewürdigte" besonderen Bedeutung der Defonomie Wie kommt die Barmherzigkeit in die Seele der Tochter ohne daß ich etwas thue dazu. Der Halsschmuck, den man Marg ein Verdienst läßt, ja ihm fogar das Prädikat hingeiviesen zu haben. Es ist schön, daß Herr Werybo aus Ebom?" murmelte topfschüttelnd der Greis. Wo gefunden in Eurem Keller, er hat gedippert wie eine eines unbestreitbar tiefen Denkers" zuertheilt, nur hätte feine er hat gedippert wie eine mag wohl hingekommen fein mein Kind?" fuhr Ben David Elfter, und Euch genannt Hehler und Stehler von der tritische Praxis doch auch etwas davon merken laffen sollen. fort und lehnte fich trostlos an das, mit Gittern von innen Blutzapferrotte. Berrathen ist es durch aufrichtigen Bericht Salte ich Jemanden für einen unbestreitbar tiefen Denter", so und außen verwahrte Fenster. der Judenschaft zu Worms, die immer offen handelt und sollte ich doch präfumiren, daß ein folcher Einwendungen, die Einer Glocke Schall rief den Wächter hinaus. Ben David ehrlich gegen die von Gott eingesetzte chriftliche Obrigkeit, auf der flachen Hand liegen, bet Aufstellung einer neuen Theorie und sein Vater sahen mit gespannter Erwartung nach der daß Du, Ben David, daselbst den Buben gekauft, den Ihr wohl auch selbst vorausgesehen und mit ihnen irgendwie abgeThüre, ob nicht der angekündigte Besuch hereintreten würde. so schmählich ermordet habt. Der Rittersmann, dem Du rechnet habe. Auf unsern Fall angewendet: Wenn Mary die DetoEublich erklangen Stimmen und Tritte und der Wärter bas Knäblein abgeschachert, ist gar wohl bekannt, und wird nomie als den bestimmenden Faktor der gesellschaftlichen Entwidlung trat wieder ein, hinter ihm Zodick. Die Blicke der Juden Euch Verſtockte bringen zum Geftändniß. Ihr seid ver- bezeichnet, so wird er doch bohl die augenscheinliche Wechselwirtung aller fozialen Faktoren ein Sab, der seit Montesquieu wendeten sich voll Abscheu von dem Abtrännigen, beffen loren, und mir blutet das Herz als Mensch und als Christ bereits zu einem ziemlichen Gemeinplatz geworden und so ganz Bilge einen fonderbaren Ausdruck von Wildheit, Aengstlichkeit denn der Gott, den ich jetzt habe erkannt, will nicht, daß blind übersehen haben. Es läßt sich vielmehr wohl annehmen, und verstellter Theilnahme angenommen hatten. Auf einen der Sünder sterbe, wie ihn sterben läßt das Gefeß," daß wenn es die Detonomie als den bestimmenden Faktor be Wink von ihm trat der Wächter ab. Ben David und. ( Fortsetzung folgt.) rechnet, er fie als einen innerhalb der allgemeinen " In der italienischen Kammer wurde schon über das 1284 778 925 2. abgestempelt, Serbischen 147 816 000 m. auf aber sie hat auch schon andere Kreise erfaßt, so wird aus Attentat verhandelt. Hierüber liegt die folgende Depesche vor: gelegt, 57 541 558 M. abgestempelt, Portugiesischen 487 780 200 M. Krakau gemeldet: Torraca fragte den Ministerpräsidenten, ob er über das aufgelegt, 298 337 060. abgestempelt. Allein das an den Eine auf Initiative des Bauern verbandes in heute früh in Livorno begangene grausame Verbrechen Mit Staatsbankerstten in Argentinien, Portugal und Griechenland Limanom stattgehabte Bolksversammlung faßte eine Retheilung machen könne. Crispi antwortete, daß Giuseppe Bandi, betheiligte deutsche Kapital beläuft sich demnach auf mehr als solution, wonach bei künftigen Wahlen in den Steichsrath ber heldenmüthige Soldat bei Marsala und Calatafimi von 680 Millionen Mart. den Anarchisten aus Dtache wegen eines in feinem Blatte ent- Nun weiß man doch, wo das Geld bleibt. s bethätigt und Landtag nur solche Abgeordnete zu wählen feien, die haltenen Artikels erdolcht worden sei.( Bewegung.) Torraca, seinen internationalen Charakter. fich für das allgemeine Wahlrecht, unmittelbare Wahlen, Fili und Elia hoben Bandi's Verdienste als Patriot und erklären. Das fächsische Vereins- und Versammlungsrecht, 23 Publizist lobend hervor. das reaktionärste im Deutschen Reiche und nach dem Troh des Ausnahmezustandes fanden gestern in russischen und österreichischen das reaktionärste der ganzen Prag politische Demonstrationen des radikalen Flügels der Welt, ist dem nationalliberalen Verein für das Königreich jungezechischen Partei statt. Die Polizei zerstreute die Sachsen noch immer zu liberal. Derselbe hat deshalb an Demonstranten und nahm vier Verhaftungen vor. die fächsische Staatsregierung das Ersuchen gerichtet: Crispi will das Eisen schmieden, so lange es heiß ist, er will nicht die internationalen Abmachungen der Regie rungen abwarten, sondern seinem Lande ein neues Aus nahmegesch bescheeren. Ein römisches Telegramm meldet hierüber: sion in daily Deputirtenkammer. Crispi legte nachfolgende Gesetzsentwürfe vor: Gegen Aufreizung zu erbrechen und Verberrlichung von Verbrechen durch die im Edikte vom 26. März 1848 angeführten Mittel; und über Maß= nahmen im Interesse der öffentlichen Sicher heit. Crispi verlangte für die beiden Gefeßentwürfe Berweifung an die Kommission, die mit Prüfung des Gesetz entwurfes über die durch Explosivstoffe begangenen Verbrechen ms betraut war, und erinnerte daran, daß das französische Parlament äbnliche Gefeßentwürfe binnen 24 Stunden votirt habe.( Sehr gut.) Imbriani bekämpfte diesen Antrag Crispi's und verlangte, daß die beiden Gefeßentwürfe auf dem gewöhnlichen Wege über die unterbreiteten Gefeßentwürfe in ber Ueberzeugung erledigt werden. Aguini( Sozialiſt) drückte seine Befriedigung auß, daß die Ausnahmegeseze zum Fortschritte neuer Ideen beitragen werden.( Heiterkeit, Lärm.) Die Kammer genehmigte sodann die Anträge bes Ministerpräsidenten. 2 in Erwägung zu ziehen, ob nicht von der Theilnahme an politischen Versammlungen Unmündige, vielleicht selbst junge Leute bis zur Erreichung des Wahlfähigkeitsalters auszu schließen seien." Juristenmonopol. In Rudolstadt war ein Nicht jurist, der Bürgermeister Heinrich, mit großer Majorität zum ersten Bürgermeister gewählt worden. Jetzt ist bei der Stadtverwaltung die Nachricht eingetroffen, daß der Fürst eine Bestätigung der Wahl ablehne. Das Viehseuchengesetz wird heute vom ReichsAnzeiger" veröffentlicht. des Angermünder Kreises folgende Bekanntmachung: Gegen das Denunziantenthum erläßt der Landrath Es sind neuerdings wiederum Schriftstücke ohne Namens. unterschrift bei mir eingegangen, welche Beschuldigungen, Beschwerden, Anklagen 2. gegen die Amtsführung behörblicher Perfonen oder auch Verdächtigungen von Privatpersonen enthalten. Ich nehme Beranlassung, wiederholt darauf hinzu weisen, daß derartige, die Feigheit der Absender kennzeichnende anonyme Denunziationen in den Papierforb geworfen werden." Eine entsprechend abgeänderte Verfügung an Uniformirte Crispi wird von der willfährigen Rammer seine Entwürfe zum Gesetz erhoben erhalten, er wird aber die fozialistische Bewegung in Italien ebenso wenig überwinden, wie dies seinem Vorbilde Bismarck in Deutschland gelungen ift. Mit Ausnahmegesehen, so sagte einer der Vorgänger Crispi's, Cavour, fann jeder Efel regieren; wie aber die und vor allem an nichtuniformirte Polizeibeamte dürfte sich Geschichte lehrt, ist dieser Satz nicht immer richtig und vielleicht auch empfehlen. Crispi wird es wohl noch erleben, daß er wie Bismarck Die deutschen Schriftsteller und Journalisten infolge seiner Ausnahmegesezpolitik zu den politischen hatten jest in Hamburg eine Zusammenkunft, bei der ihnen Todten bei lebendigem Leibe geworfen wird. wegen des sie schwer anstrengenden Vergnügungs- ProDie Reform der Militär- Strafprozeß- Ordnung grammes teine Zeit zur Berathung ihrer Interessen und ftößt, wie es scheint, in den obersten Regionen auf schier der der Presse blieb; dagegen fanden sie ausreichende Zeit, unüberwindliche Schwierigkeiten; dies läßt sich aus einer um in Friedrichsruh dem Fürsten Bismarck, dem Manne, Meldung der Boffischen Zeitung schließen, welche erfährt, der am rücksichtslosesten die Presse behandelt und in daß General v. Leszczynski nicht feinen Abschied er- abfälligfter Weise sich über den journalistischen Beruf aushalten habe, weil er den Fürsten Bismard besuchte, son- gesprochen hat, eine Huldigung zu bereiten. Ob sich einer dern weil er als Vorsitzender der Kommission oder der andere der Herren dabei an den Ausspruch Bam für die Renderung des Militär Strafbergers erinnert hat" Hunde sind wir doch alle"? Er hätte Prozesses für durchgreifende Reformen auf die Besucher Bismarcks wohl gepaßt. eintrat, die an maßgebender Stelle keinen Beifall er regten. od nape outlinami sd mad 3112 # Agravier und Antisemiten. In den Grenzboten" findet sich gelegentlich einer Besprechung des eben er schienenen V. Bandes von Lamprechts Deutscher Geschichte folgender Satz über die Aufeinanderfolge der revolutionären Bewegung in Deutschland in der Zeit des Ueberganges vom Mittelalter zur neuen Zeit: Der Kaiser hat die beiden im vorigen Jahre in Kiel verhafteten, vom Reichsgericht wegen Landesverraths zu Festungshaft verurtheilten Offiziere gestern begnadigt. Tradit Die Unternehmerfreundlichkeit unserer Regierung ift ebenso groß, wie ihre Zurückhaltung den Forderungen " 3unächst steht man gegen die Juden der Arbeiterklasse gegenüber. Während die deutschen auf, dann gegen den städtischen Kapitalis. Kohlengruben Barone der Reichsregierung den Kohlenpreis mus, endlich gegen die Grundherren." von 8 M. diktirten und den wahrscheinlich recht wenig Ob diese Erinnerung für die mit dem Antisemitismus energisch vorgebrachten Wunsch des Eisenbahnministers tokettirenden Agrarier und Beamten nicht auch eine Lehre Thielen nach Reduktion des Preises um 1/2 M. mit Erfolg enthält, überlassen wir ruhig ihrer Erwägung. zurückweisen konnten, haben die belgischen Staatsbahnen Soll auch ähnlich bei uns schon vorgekommen findet folgende ihre Kohlenlieferungen zum Tonnenpreise von 5 M. 79 Pf. sein. In Lemberger Blättern hon vorgekommen vergeben können. Demnach zahlen wir 2 M. 58 Pf. mehr als die Belgier, und da schilt man die Sparsamkeit der Regierung. 8o es gilt, Unternehmerwünschen und Forde rungen von Militärs zu willfahren, da hört die Sparsam. teit auf, desto mehr knickert man souft, so bei den Löhnen auf den fistalischen Bergwerken, 01 16d" wi 360 Deutsches Geld in aller Welt. Einem kürzlich in Leipzig erschienenen finanspolitischen Werke über die in der Zeit von 1882-1892 in Deutschland zur Gmiffion gelangten ausländischen Anleihen entnimmt das Hamburger Fremdenblatt," daß von 20,7 Milliarden solcher Auflegungen 5,3 Milliarden mit deuts fchem Stempel versehen, also in Deutschland untergebracht worden find. An Argentinischen Werthen wurden 801 396 618 Mart aufgelegt, 180 119 588 M. abgestempelt, Brasilianischen 520 000 000 907. aufgelegt, 14 461 000. abgestempelt, Chile. nifchen 80 927 840 M. aufgelegt, 12 350 790 m. abgeftempelt, Chinefifchen 5 000 000 m. aufgelegt, 5 000 000 m. abgeftempelt, Griechischen 568 288 000 9. aufgelegt, 210 267 920 m. ab geitempelt, Megitanischen 474 293 200. aufgelegt, 200 112 486 Mart abgestempelt, Rumänischen 560 667 455. aufgelegt, Meldung: Der Kleinhäusler Joseph Zientkiewicz, der hier in der Janower Vorstadt seinen Grundbesiß mit Argusaugen bewacht, stellte gestern den Major des 24. Infanterie- Regiments, B., in ziemlich artiger Form aus dem Grunde zur Rebe, weil ber felbe gestern wieder, wie schon häufig zuvor, anstatt die Landstraße zu benügen, über die Bienttiemicz'sche Wiese ritt und dadurch dem Grundbesitzer Schaden verursachte. Der Major regalirte deswegen den Bürger 8ienttiewicz mit einer In. fulte, welche der Beleidigte in resoluter Weise erwiderte. Gleich darauf hieb nun der Major mit gezogenem Säbel auf den Kleinhäusler ein, welcher die Hiebe mit einer Tabakpfeife abzuwehren sich bemühte. Er wurde aber am Hinterhaupte schwer verwundet und flüchtete in eine naheliegende Schmiedewerkstätte, bis wohin ihn der Major zu Pferde verfolgte. Sicherlich hat dieser Vorfall in Lemberg dem Milita rismus zahlreiche begeisterte Anhänger angeworben. Die Bewegung, für das allgemeine Wahlrecht wird in Desterreich von der Arbeiterklaffe getragen, iDas Leichenbegängniß Carnot's fand gestern unter ungeheurem Zulaufe von" offiziellen Leibtragenden und müßigen Gaffern statt. Wie bei einem Wettrennen wurden fabelhafte Preise für Zuschauerpläge gezahlt, für Kränze sollen über zwei Millionen ausgegeben worden sein, 4000 Polizeibeamte waren aufgeboten; diefelben hatten aber feinen Anlaß einzuschreiten. Die Polizei hatte 200 von ihr als Anarchisten Verdächtigte für die Zeit des Leichenbegängnisses ohne jedes Recht eingesperrt. Bielfach wurden Frauen, Kinder, selbst Soldaten unwohl, konnten jedoch ohne bes sonderes Aufsehen entfernt werden. Die Size war un geheuer. Zahlreiche Hitschläge sind vorgekommen. Die fünfzig errichteten Ambulantenposten mußten häufig in Attion treten. Die Boff. 8tg." berichtet:" Mehrere Zuschauer stürzten von Gittern und Bäumen, zwei blieben todt, gegen dreißig brachen sich Arme oder Beine, gegen vierhundert, meist Frauen, wurden ohnmächtig nach den Rettungsstationen geschafft. Gine Panit, die ein sich bäumendes Soldatenpferd in der Rivoliftraße verursachte, hatte den Sturz von Leitern und Gerüsten und unzählige leichte Verlekungen hinschlagender Leute zur Folge. Das sofort entstandene Gerücht, eine Bombe sei geworfen worden, steigerte das Entfehen der Menge, die sich erst nach einer Viertelstunde beruhigte. An einer Straßenkreuzung stieß ein Mann beim Erscheinen einer Regimentsfahne einen gellenden Pfiff aus. Gr bekam von den Nachbarn graufame Prügel und wurde verhaftet. Ueber die Wahl Cafimir Perier's entnehmen wir einem an uns gelangten Privatschreiben eines französischen Abgeordneten die folgende Stelle: Sie haben die Wahl Perier's im Vorwärts" sehr richtig beurtheilt, aber sie bringt uns nicht in eine gefährliche Situation. Sie ist ein neues und offenkundiges Zeichen der wachsenden Ronzentration aller reaktionären Elemente gegen den Sozia lismus, deffen wachsende Fortschritte mehr als jemals die Bourgeoisie mit Unruhe und Furcht erfüllen. Die Hauptsache für uns ist, daß die französischen Sozialisten fest zusammenftehen gegen die eng verbundene Reaktion. Für die Frage des Weltfriedens kann Cafimir Perier's Wahl auch nicht als ganz unbedenklich bezeichnet werden, zum mindesten ist das Freudengeheul der russischen Bresse darüber, daß Cafimir Perier der Nachfolger Carnot's wurde, der ihr noch Rußland gegenüber zu sehr zurückhaltend schien, nicht günstig zu deuten. Der Jubelrausch der bürgerlichen Presse aller Länder über Casimir Perier's Wahl ist zwar noch nicht abgekühlt, aber doch finden sich schon vereinzelte flare Stimmen auch in dieser Presse, die sich unserer politischen Beurtheilung der Wahl nähern; so schreibt dem Organe des österreichischen Großkapitalismus, der Neuen Freien Preffe ihr Pariser Rorrespondent: Warum gerade Casimir Perier Ministerpräsident wurde, wüßte mit vernünftigen Gründen Niemand zu erklären. Cafimir Perier stammt aus einer Miniſterfamilie. Ist das ein genügender Grund? Muß er die Energie, die Erfahrung, den Staatsmännischen Blick feines Großvaters geerbt haben? Ist bie Ministerfähigkeit erblich wie eine Krankheit ober ein Bermögen? Gr war eigentlich niemals vom ganzen Herzen Republikaner. Seine gefellfchaft. lichen Verbindungen mit allerlei orleanifti: schen Häusern waren bekannt, und er wehrte sich nur mäßig, wenn man ihn orleanistischer Gesin nungen beschuldigte. Seine Berebtsamkeit ist eine ganz beachtenswerthe, aber gewiß teine erwärmende oder gar hinreißende. Er ist, was man einen fachlichen Redner nennt, unter welcher Bezeichnung sich häufig nicht immer Mangel an eigentlichem politischen Geist, an Verve und schöpferischen Gedanken verbirgt. Man hat nie von ihm einen großen 3ug gesehen, einen Aft von Eflat gehört, die ihn als Regierungsmann defignirt hätten! Sein Wesen ist zuvorkommend, höflich, höfifch, glatt, aber eher falt und zu Freundschaft und Vertrauen nicht gerade einladenb. Dabei eine ziemlich souveräne Gleichgiltigkeit gegen die Bedürf werden Wechselwirtung bestimmenden Faktor, a Is mächtige Bedeutung der mechanischen und chemischen Entdeckungen verschwindet, wenn man vor dem Kritifiren sich ein wenig um einen einerfeits zwar bestimmenden anderer und Erfindungen auf die Entwickelung der kapitalistischen Pro- das Verstehen bemühen will. Bewußtsein" kann verfeits biefer Wechselwirtung selbst unter duktion hingewiesen. Das erfindende Denken ist doch wohl eine schiebenes bedeuten, so einerseits Dent. und Willens= worfenen& altor auffaffe. von der ökonomischen Produktion selbst unterschiedene Thätig, traft, andererseits bestimmte Dentweisen, be. Herr Weryho hat eine sehr schlechte Meinung von der feit; feine Anreize, Aufgaben und Probleme erhält sondere Vorstellungsarten. Es ist nun tein WiderSegelichen Dialettit, und uns fann es am wenigsten einfallen, es indessen zum Theil aus den Bedürfnissen ber Pro fpruch, einerseits zuzugeben, daß alles gesellschaftliche Leben, die bas, was Mary die mystische Seite" derselben nannte, irgend duktion, wird also in diesem Sinne durch die Produktion Dekonomie mit eingeschloffen, Dent- und Willenskraft der Inwie in Schuh zu nehmen. Aber das hätte Herr Weryho von„ bestimmt", indem es aber die so gestellten Aufgaben läft, wirkt dividuen zur Vorausseyung babe, andererseits aber, wie Mary, Segel allerdings lernen können, daß das frasse Entweder- Oder", es gewaltig auf die Produktion und die Umgestaltung der zu behaupten, daß die konkreten, historisch wechselnden Vorin welchem der diskutirende Verstand sich mit Vorliebe bewegt, Eigenthumsverhältnisse zurück. Eine Detonomie ohne folche ftellungen, welche sich die Menschen auf moralischem, religiösem, bei näherer analyse sich öfters in ein Sowohl als Auch" auf Rückwirkungen wäre stationär, wäre überhaupt nicht die wirkliche politischem, rechtlichem, künstlerischem Gebiete bilden, aus löst, daß gav Manches, mas der Vorstand zuerst als einen Dekonomie. Und solche flaren Susammenhänge sollte Marg über ihrer Beziehung zu den wirklichen, letthin ben ökono Widerspruch fixirt und dessen Existenz er barum leugnet, trotzdem seben, er sollte, wie Weryho sagt, das menschliche Bewußtsein... mischen Zuständen der Gesellschaft verstanden leibhaftig existirt, daß das Existirende widersprechende als einen unwesentlichen Faktor der Geschichte betrachtet haben?!" müssen. Hortentwickelung der Dekonomie wie der anderen Geiten einschließt. So ist die Wechselwirkung selbst ein uns Was das Bewußtsein" betrifft, so herrscht bei Weryho( von sozialen Lebensfunktionen fegt immer Aftion, also auch Denken als widerspruchsvoll erscheinendes Verhältniß. Denn es scheint der Experimentalpsychologie" als Hauptbebingung" der Gesell- und Wollen der Menschen( wie kurzfichtig dieses auch sein mag) nur möglich, daß von zwei in Beziehung stehenden Faktoren schafts- Wissenschaft haben wir schon oben gesprochen) noch eine voraus. Das ist offenkundig, aber bie materialistische Geschichtsin jebem gegebenen Augenblicke der Eine bestimmend wirke, ganz besondere Unklarheit. Das Bewußsein nach Marg ein un- auffaffung lehrt uns, diese Aktionen in ihrer Beziehung zur ber andere beftimmt werde. Wechselwirkung aber seht ein wesentlicher Faktor der Geschichte!" Wäre diese Interpretation fo Detonomie, in ihrem Bestimmtwerden durch dieselbe und in ihrer gleichzeitiges Bestimmen und Bestimmt werden ohne Einschränkungen hingestellt richtig, dann fäbe es allerdings Rückwirkung auf sie, zu verfolgen. So werden die Aktionen in bei jeden der beiden Faktoren voraus oder, um auf den eigent mit der materialistischen Geschichtsauffassung schlimm aus. Das ihrer historischen Bedingtheit klar und damit weiterhin die einlichen strittigen Punkt zu kommen: Herr Weryho nimmt still Bewußtsein, also das Denken und der überlegende Wille, gilt von heitliche Natur der durch diese Aktionen voranschreitenschweigend an, daß, wo Wechselwirkung zwischen sozialen Fak jeher als das eigentliche Charakteriſtikum des Menschen. Was den Entwickelung. Die historische Betrachtung steht nicht toren bestehe, tein Faktor in der Entwicklung als der Bestims ist die Geschichte, was die Gesellschaft, wenn man das Bewußt länger rathlos vor dem Spiel der Wechselwirkungen, mende" herausgehoben werden dürfe; bas sei ein Widerspruch, fein fortdentt? Ein Nonfens, eine Unmöglichkeit. Menschliche fondern ist im Besige einer Methode, die uns jenes denn wo Wechselwirkung bestehe, herrsche tein Unterschied Leiber, wenn nicht vom Bewußtsein begeistert, tönnen nicht handeln, Spiel durchschauen läßt, indem sie aus der Reihe der zwischen den Faktoren, weil jeber ebenso wohl die anderen be tönnen also natürlich auch nicht produziren, sind bloße Körper, wirkenden Faktoren einen aussondert, mit Beziehung auf ftimme als von ihnen bestimmt werde. Es gehört aber nur die teine Gesellschaft bilden, geschweige eine gesellschaftliche Entwelchen daun das bunte Durcheinander betrachtet und genetisch wenig Nachdenken bazu, um einzusehen, daß die Rolle, welche wickelung durchmachen können. Defonomie, Recht, Politit, verstanden werden kann. die verschiedenen Faktoren spielen, troßdem sie in Wechsel Religion, Runft und Wissenschaft ohne das Bewußtsein Wir brauchen nicht weitläufiger zu werden, da es sich hier wirkung stehen, nicht diefelbe zu sein braucht, sondern innerhalb sind sie nichts, fie feßen die denkende, fühlende, wollende natürlich nicht um ausführliche Gyplikation der allgemeinen Wechselwirkung außerordentlich differiren tann, Thätigkeit des Menschen voraus. Das scheint unleugbar, aber materialistischen Geschichtsauffassung, sondern nur darum handeln und daß man in Rücksicht auf diese Differenz eventuell sehr dem Weryho'schen Marg kommt es, wie wir gesehen, gar nicht fonnte, die Voraussetzungen der Weryho'schen Kritik als Unterwohl den einen Fatter als den beftimmenden herausheben fann, darauf an, auch das Unleugbare zu leugnen. Sagt Marg nicht ftellungen höchst willkürlicher wenn auch nicht origineller Art ohne daß man barumwie er es der Marg'ichen Auffassung 3. B. in der Einleitung Zur Kritik der politischen Detonomie":- zurückzuweisen. Da indeß der Berfasser mit eigenen Gedanken unterfchiebt die Wechselwirkung felbft zu leugnen braucht. Es ist nicht das Bewußtsein der Menschen, welches ihr Sein, sparsam umgegangen ist, und viele intereffante Bitate aus " eine ber Wie wenig fie Mary in Wahrheit leugnet, wie fehr er viel fondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewußtsein Mary zusammenstellt, kann mit Rücksicht hierauf die Broschüre mehr damit als mit etwas Selbstverständlichem rechnet, dafür bestimmt"? Wenn nun das gesellschaftliche Sein", also auch trotzdem empfohlen werden. Und schließlich mag auch die oberHeßen fich aus feiner Schrift leicht die Beispiele( Herr Wernho die Dekonomie ohne Bermittelung des Bewußtseins", wie wir flächlichste Kritik" dem Leser Anreiz geben, den fritisirten Gegenwürbe barin natürlich ebenfalls nur unbewußte Abweichungen" uns eben vergegenwärtigten, nicht existiren tönnen, enthält da ftand gründlicher, als er es bisher gethan, für sich im Stillen G. Schmidt erblicken) in genügender Anzahl heranziehen. An Marx' dieser Saß nicht einen ungeheuerlichen Widerfinn? Herr Weryho burchzudenken. Auffaffung vom Biel des proletarischen Maffenkampfes hatten hätte aus ihm noch einen schönen Ertrastrick drehen können. wir bereits erinnert, hier fei zum Ueberfluffe noch auf die Der Widersinn ist indessen auch hier natürlich nur scheinbar und niffe uni- Wünsche der breiten republikanischen Volksschichten und direkteFeindschastgegen ra,chen Fortschritt und stark umformende Volks- aktionen. Reich. Elegant. Brillant verheirathet. Sorgsam darauf bedacht, seine aristokratischen Re- lationen zu erhalten und ein geschmei- diger Sucher neuer Pfade nach alten Sa- Ions. Gesellschaftlich eine Größe, politisch aber.... nun das wird sich jetzt erst zeigen. Die demokratische Brüsseler„Reforme« erblickt in Caslnnr Perier nicht den Manu, der Frankreich den inneren Frieden bringe; seine politisch- soziale Auffassung sei eine reaktionäre und könne nurdenreichenKlassen gefalle n.— Die Amnestiefrage vor dem Geueralrath der Seine. Man schreibt uns aus Paris unterm 30. Juni: In der gestrigen Sitzung des Generalraths des Seinedepartements hat Genosse Caumeau, Vizepräsident des Pariser Gemeinderaths, einen von sammtlichen sozialistischen Mitgliedern unterzeichneten Antrag eingebracht, welcher dahin geht, das Parlament möge für alle Streikhandlungen, politischen Vergehen und Verbrechen, Preß- fachen und damit zusammenhängende Handlungen eine voll- stündige Amnestie votiren. Bisher wurden derartige Wunsch- Antrage stets debattelos angenommen. Diesmal aber— und das ist bezeichnend für den gegenwärtigen Gemüthszustand— nef der Antrag eine längere, zum Theil recht lebbaste Debatte hervor. Dw„Regierungsrepublikaner", wie sich die Opportunisten gegenwärtig mit Vorliebe nennen, opponirten von vorn- ' was ja von ihrem Standpunkt aus ganz er- klarlich ist. Nur sollten sie offen sagen, daß jeder Arbeiter, der einen Streikbrecher mit scheelen Augen betrachtet. sowie jeder, der die Regierung, welche sie auch immer sei. durch Wort oder Schrift bekämpft, in ihren Augen ein Verbrecher sei, der keine Amnestie verdiene. Offenheit ist aber eine Tugend,, die man bei diesen Herren vergeblich sucht. Sie zogen es daher vor, den Antragstellern vorzuwerfen, daß sie den Zeitpunkt für einen solchen Antrag recht schlecht gewählt haben und ihnen dabei unterzuschieben, als bezweckten sie. die anarchistischen Un- thaten zu beschönigen. Caumeau antwortete im wesentlichen: „Als wir den Antrag eingebracht, ist es uns nicht im mindesten rn den Sinn gekommen, daß man uns würde vorwerfen können, wir wollen die Elenden amnestiren. die sich der Bomben und Dolche bedienen. Die, welche uns kennen und wissen, wie wir für unsere Ideen kämpfen, haben keinen Augenblick daran denken können, daß wir den Antrag in der Absicht eingebracht, um Handlungen zu entschuldigen, welche die Menschheit entehren. Wir haben nichts mit den Elenden gemein, die mit der Bombe oder dein Dolche in der Hand im Schatten wandeln. Wir sind eine Phalanx von Männern, die an dem Tage, wo sie die Republick zu vertheidigen haben werden, vielleicht Rückfällige hinter den Barrikaden sein und mit offenem Visir, Brust gegen • Um bei hellein Lichte kämpfen werden. Die Sozialisten haben nie Ravaillacs in ihren Reihen gezählt. Warum uns also ver- dächligen und den Elenden anhängen, die uns öfter als unsere Gegner auss Korn nehmen?" Zum Schlüsse erhob er sich noch gegen das Amendement, den Abändcrungs- antrag. ausdrücklich zu erklären, daß die anarchistischen Verbrecher von der Amnestie ausgeschloffen sind, weil dies. wie er� sagte, annehmen hieße, daß sie wirklich die Absicht gc- habt hätten, die von ihnen verdammten Verbrechen in die Amnestie einzuschließen, was ihnen aber nie in den Sinn ge- kommen sei. Im ähnlichen Sinne sprachen auch Blondel und Landrin, von welchen letzterer besonders die Nothwendigkeit einer Amnestie hervorhob„in einem Momente, wo die Reaktion in- folge der Wahl des Kongresses, welcher den qualifizirten Re- Präsentanten der Bourgeoisie und des Kapitals an die Spitze der Regierung gestellt, ihr Haupt erhebt." Das war natürlich nicht nach dem Geschmack des Präfeklen, auf dessen Zurechtweisung Genosse Landrin indeß antwortete, daß er sich nicht ent- halten könne, zu konstatiren, daß die Versailler Wahl die Hoffnungen der reaktionären Partei wachgerufen habe und daß man. um sich davon zu überzeugen, nur die Blätter zu lesen brauche. Angesichts einer solchen Beschaffenheit der Lage, schloß er. habe die Republik alle ihre Vertheidiger nölhig und darum dränge sich die Amnestie von selbst auf. Schließlich wurde denn auch trotz aller Einwendungen des Seinepräfekten und der Angriffe der Regierungsrepublikaner der Amnestie- Antrag mit 4S gegen 31 Stimmen angenommen. Ob aber die Regierung dieses Votum nicht annuliren werde, ist freilich eine andere Frage oder vielmehr keine Frage; sie wird es sicherlich thun. Aber damit wird sie weder den Antrag noch die Ver- Handlung aus der Welt geschafft haben. Bom italienischen Panama. Der Banca Romana- Prozeß nähert sich seinem Ende, der Staatsanwalt ist im Literarisches. Der Wahre Jakob Nr. Sl)7. Die in den letzten Tagen erschienene Nummer des Wahren Jakob zeichnet sich wieder als eine Musternummer aus. Ein doppelseitiges Blatt„Der Leineweber" nach einer Zeichnung von Jentzsch wird mancher Proletarierstube als Schmuck dienen, sie bildet neben dem treff- lich gelungenen Portrait Ludwig Pfau's die illustrative Ans- stattung eines ausgezeichneten sieben Seiten füllenden Gedenk- blattes, das dem jüngst verstorbenen schwäbische» Volksmanne und Dichter gewidmet ist. Auch der sonstige Inhalt der Nummer entspricht dem guten Rufe, den sich dieses Unterhallungsblatt seit langem erworben hat.-n. Das Evangelium eines armen SiinderS, von Wilhelm Weitliug. Mit einem Vorworte von Eduard Fuchs (4. und b. Heft der Sammlung gesellschaftswissenschaftlicher Aufsätze herausgegeben von Eduard Fuchs) München. Verlag für Gesellschaftswissenschaft(M. Ernst) ö» 102 Seiten 80 Ps. Es ist ein anerkennenswerthes Verdienst des Herausgebers und der Verlagsbuchhandlung, daß durch sie dem deutschen Proletariate endlich eine der Schriften Wilhelm Weitlings wieder zugänglich gemacht wird. Weitling ist der hervorragendste Ver- treter des utopischen Sozialisnius in Deutschland. Er ist einer der ersten deutschen Arbeiter, die ihre Klassengenossen zur Be- sreiung von der Lohnsklaverei aufgerufen hat. er ist einer ihrer ersten Märtyrer, ein augenfälliger Beweis für die großen Talente, die in der dentschen Arbeiterklasse verborgen sind. Wir vertreten in Theorie und Taktik heule einen von Weitling durchaus abweichenden Standpunkt, aber damit ist nicht gesagt, daß seine Schriften werthlos, ihr Studium Zeitverschwendung ist. Nein im Gegentheile, wer die Entwickelung unserer Partei kennen lernen will, der darf es nicht unterlassen, die einzige nun einem größerem Leserkreise zugängliche Schrift zu lesen. Sie hat nicht lediglich historische Bedeutung, so manches prächtige Wort, so manchen Geistesblitz enthält sie, der noch heute werth der Wiederholung ist. Was wir an dem Buche auszusetzen haben. ist die Einleitung. Diese hätte sich nicht mit dem Hinweise auf die unzweifelhaft empfehlenswerthe Broschüre Kaler's über Weitling begnügen sollen, sondern das was zum Verständniffe des Buches unbedingt erforderlich ist. seine historische Bedeutung, seine Stellung in der sozialistischen Literatur, fixiren sollen. Auf die Schicksale des Buches, seine Verbreitung, die Schwierigkeiten der Herstellung, seine äußere Gestalt hätte der Serausgeber eingehen sollen und über die Prinzipien bei der erausgabe hätte er Rechenschaft ablegen sollen. Wir ersparen dem Herausgeber blos deshalb nicht diese Aussetzungen, weil wir hoffen, daß die Herausgabe des Neu- drucks sich buchhändlerisch so rentirt, daß er die Herausgabe weiterer, längst vergriffener sozialistischer Schriften ins Auge fassen und bei diesen unsere Anregungen berücksichtigen kann. — n. Schweiße seines Angesichts bemüht, die wegen Urkundenunterschlagung angeschuldigten Behörden in seiner Schluß- rede reinzuwaschen. Dies wird ihm vielleicht den Richtern, nicht also der öffentlichen Meinung gegenüber gelingen.— Will man den Freisinn am Herzen packen, so braucht man nur den Geldbeutel anzutasten. Wenn Crispi das Standrecht proklamirt, wenn er Ehrenmänner wie Giovanni de Felice auf 18 Jahre ins Zuchthaus schicken läßt, blos weil er ein Herz für die Arbeiter hatte, wenn er mit Kanonen und Gewehren die hungernden und ausgepreßten Bauern Siziliens„beruhigt", dann treibt höchstens das Be- dauern über die Opfer einige Schaumwellen, aber selbst das tapfere Herz Eugen Richter's schlägt um keinen Puls- schlag stärker. Aber Sturmwellen schlägt seine Entrüstung, wenn die Regierung es wagt, dem Herzen dcss Bourgeois, d. h. dem Geldsack, den kleinsten Stoß zu versetzen, und das hat die italienische Regierung gethan, indem sie die Ein- kommensteuererhöhung auch auf die ausländischen Besitzer italienischer Rente ausdehnte. Das kommt nach Eugen Richter einem Raube gleich, und möchte er gegen diese Kränkung der Bourgeoisrechte das Eingreifen der Reichs- regierung herbeiführen, wie es bereits durch das Berliner Börsenkonimiffariat angerufen ist.— Die wirthschaftliche« Parteien treten immer mehr an stelle der rein politischen. Dies sieht man wieder recht deutlich in Dänemark. Nachdem schon während der Zeit der rein politischen Verfaffungskämpfe die Sozialdemo- kratie die wirthschaftlichen Forderungen des Proletariats in den Vordergrund stellte, folgten die Agrarier in den letzten Jahren mit einer Sonderorganisation, zu der sich die neue Partei der Bauernhofbesitzer als Hilsstruppe hinzugesellte, und nun hat sich im Gegensatz zu den Agrariern und Sozialdemokraten die„Gemeinschaftliche Repräsentation von Industrie und Handwerk" kon- stituirt. So sicher es ist, daß allerwärts auch die alten Parteien, mögen sie sich liberal, demokratisch oder konservativ schelten, infolge bestimmter wirthschaftlicher Ursachen zu- samniengeführt werden, so ist doch die offene KonstUuirung der Parteien mit wirthschaftlichcm Progranune und Namen ein bedeutender Fortschritt— für uns. Bedeutet sie doch die offene niemand mehr täuschende Hervorkehrung des Klassenstandpunktes bei unseren Gegnern, wodurch der Kampf einfacher wird und eine größere Garantie uns ge- boten wird, daß kein Proletarier sich einer der Parteien mit den schönklingenden Namen anschließt, sondern natur- gemäß keinen anderen Weg vor sich hat, als zur Sozial- demokratie zu stoßen.— Das amtliche Nuffland arbeitet wie alle großen politischen und wirthschaftlichen Mächte ganz instinktiv dem Sozialismus vor. Dies geht aus der Mittheilung des offiziellen„Deutschen Handels-Archivs" hervor, wonach im europäischen Rußland(mit Polen) die Zahl der Fa- briken über 20 000 mit annähernd einer Million Fabrik- arbeiter beträgt. Das Zarenthum bietet alles ans, die Großindustrie zu fördern. Es treibt auf diese Weise selbst die Bauern vom Lande, wo sie konservativ bleiben, in die Städte, wo sie zu revolutionären Proletariern werden.— In Ostasien bereiten sich große Dinge vor, von denen wirthschaftlich wie politisch Europa nicht ganz unberührt bleiben kann. Wie wir schon kurz genieldet haben, hat Japan die inneren Unruhen in dem China tributpflichtigen Staate Korea dazu benutzt, den Staat militärisch zu be- setzen, den König, der durch seine Grausamkeit und Hinter- list selbst in Asien übel beleumdet ist, in seine Ge- walt gebracht. Die Koreaner haben sich, nachdem China, obgleich es seine Truppen an der Grenze von Korea zu- sammenzieht, noch immer nicht eingegriffen hat, an die Ver- einigten Staaten von Nordamerika um Schutz gewandt. Diese haben aber blos ihre Vermittlung in Aussicht gestellt. England und Rußland sind von den europäischen Mächten an der Entwicklung in Korea am meisten interessirt. Ein japanesisch-chinesischer Krieg liegt nicht außer dem Bereiche der Möglichkeit.— paftsmatfmdifim. lieber die Auflösung der sozialdemokratische» Partei in Chemnitz, die von der Chemnitzer Polizeidireklion dadurch konstruirt wurde, daß sie die Parteiorganisation zu einem Verein stempelte, berichtet unser dortiges Parteiorgan, der„Beobachter": „Die Kreishauptmannschaft Zwickau ist m allen Punkten der Anschauung der Chemnitzer Polizeidirektion beigetreten. Es bleibt also bei der Bestimmung, daß Mitgliederliste, Statut u. s. w. einzureichen ist. Da dies aber unmöglich ist, so ist der Beschluß gleichbedeutend mit�dem Verbot aller Parteiversanimlungen, Auf- lösung aller Kommissionen, Unterdrückung der ganzen Agiialion der Partei. Es sollte nun am Montag eine Parteiverfammlung stattfinden, wo foer Vertrauensmann über die Angelegenheit Bericht erstatten wollte. Diese Versammlung ist aber bereits verboten worden. Selbst- verständlich muß noch die Entscheidung des Ministeriums ein- geholt werden; es muß klargelegt werden, ob dieses die An- schauungen der Vorinstanzen für richtig hält. Die Sache hat für die Parteigenossen von ganz Sack sen Interesse, denn eZ ist klar, tritt das Ministerium der Anschauung bei, so wird die Maßregel aus ganz Sachsen angewendet werden, und dann müssen wir uns ans die neuen Verhältnisse einrichten." Weiter meldet die„Presse" unterm 30. Juni:„Gestern Abend sollte eine Versammlung der?r a u e r e i- A r b e i t e r stattfinden, worin Genosse Gaßmann-Berlin referiren wollte. Sie wurde verboten. Grund: Die Persönlichkeit des Refe- renten. Eine Fleischerversanimlung mit demselben Referenten wurde ebenfalls verboten. Grund wie oben." Da das Ministerium noch nicht gesprochen hat, wollen wir abwarten, was dieses entscheiden wird. Im übrigen gilt auch von der neuesten Chemnitzer Polizeimaßregel das Wort, daß einer aufsteigenden Volksbewegung, wie es der Sozialismus ist, jedes Mittel der Bekämpfung nur förderlich wird. ♦ �* Parteipresse. Die Halber st ädter„Sonntags- zeitung" bestand am I.Juli vier Jahre. Während dieser Zeit hatte sie zu verzeichnen: 7 Beschlagnahmen der Zeitung, 2 Beschlagnahmen der Geschäftsbücher der Expedition. 43 An- klagen, wovon in 23 Fällen aus Freisprechung, Zurückziehung der Klage u. s. w. und in 20 Fällen aus Verurtheilung zu 6 Mo- nalen Gesängniß und insgesammt 39S0 M. Geldstrafe erkannt wurde. An Gerichts- und Verlheidigungskosten kommen noch einige Hundert Mark hinzu, das wären also 4500 M. Drei Anklagen schweben noch.„Alle diese Opfer", sagt das Blatt,«hat die Sonntagszeitung bisher bringen können, dazu hat sie noch 1500 Mark der Partei abgeliefert und für Agitation 1300 Mark verausgabt. Stolz sind wir auf alle Wunden, die wir im Kampfe mit unseren Gegnern davongetragen haben; unter- legen sind wir nicht, im Gegentheil, bei der letzten Reichstags- wähl hat es sich gezeigt, welchen großen Nutzen die Arbeiter- presse hat."_ Wir wünschen unserer Mitkämpferin auch ferner gleich günstige Resultate. v, O NeueS aus dem gajtitcheu Sachsen. Auch dem Partei- genossen Braun, dem Redakteur der B u r g st ä d t e r„Volks- stimme", ist, wie dieses Blatt am 1. Julr meldete. Aus- Weisungsbeschluß zugestellt worden. Er hat Burgstädt binnen acht Tagen zu verlassen. Braun ist nicht etwa Reichs- ausländer, wie man nach den bisherigen gleichartigen Nachrichten aus Sachsen annehmen könnte, sondern er ist Deutscher. Die Ausweisung ist auf grund der partikular- rechtlichen Bestimmung erfolgt, wonach Personen aus anderen deutschen Staaten dann ausgewiesen werden können, wenn sie in Sachsen noch keinen Unterstützungswohnsitz erworben und wenn sie bestrast worden sind. Braun ist als sozialdemokratischer Journalist den Liebkosungen der Themis natürlich ebensowenig entgangen, wie die meisten unserer als Redner oder schriftlich thäligen Parteigenossen und so hat man in Sachsen die juristische Handhabe, wieder an einem der verhaßten Sozialdemokraten ein abschreckend Exempel zu statuiren, um die wackelige alte Gesell- schast so lange wie möglich zusammenzuhalten. Bei der GemeiuderathSwahl in dem hessischen Orte Neu-Isenburg wurden die sozialdemokratischen Kandidaten Fritz Werste und Wilh. Anthöfer gewählt. Dem dritten Kandidaten fehlten nur 12 Stimmen an der erforderlichen Stimmenzahl. » AuS London wird uns unter'm 29. Juni geschrieben: Vorgestern hielt Genosse Liebknecht, der auf einige Tage hier ist. im Kommunistischen Arbeiter- Verein einen Vortrag über die Lage in Deutsch- land, und gab auf olle an ihn gestellten Fragen Antwort. Einige„Anarchisten" bekundeten eine überraschende Anständig- keit. Von anwesenden Engländern zu einigen Vorträgen in englischen Meetings aufgefordert, erklärte Liebknecht, daß er zur Erledigung einer dringenden Arbeit hergekommen sei und infolge dessen alle von englischer Seite an ihn ergangene Einladungen habe ablehnen müssen, daß er aber eine Einladung nach London für den 1. Mai 1393 angenommen habe, und bei dieser Ge- legenheit gerne bereit sei, einigen englischen Meetings über den Stand der deutschen Sozialdemokratie Aufschluß zu geben. »* Polizeiliches, Gerichtliches»c. — Das Krimmitschauer Schöffengericht verurtheilte den verantwortlichen Redakteur des in Zwickau erscheinenden „Sächsischen Volksblattes", H. Reiher, wegen Beleidigung des Spinnereibesitzers Fiedler in Leitelshain zu drei Monaten Gesängniß. Der milangeklagte Drucker W a l t h e r wurde freigesprochen. — 20 M. Geldstrafe zahlen oder 4 Tage Haft verbüßen soll der Parteigenosse Steinkuhl in Niederhaßlau, weil er als Vorsitzender des dortigen Ortsvereins nicht durch Zuschließen des Schlankes, worin sich eine Sammelbüchse befand, ver- hindert hat. daß jemand die Sammelbüchse herausnahm und herumreichte. So entschied das Landgericht aus den Einspruch, den der Amtsanwalt gegen das freisprechende Erkenntniß des Amtsgerichts erhoben hatte. — Noch zwei Monate Gefängnis wurden dem bereits im Zwickauer Gesängniß verweilenden Redakteur K ü n z e l zu- erkannt. Er hat nach Ansicht des Amtsgerichts zu Plauen den „Reichstreuen Verein" und den Amtsblatt-Redakteur Büschendorf in Falkenstein beleidigt. — Die Revision, die der Parteigenosse Trautewein in Quedlinburg gegen die vom Halberstädter Landgericht aus- gesprochene Veruriheilung zu 2 Monaten Gesängniß eingelegt hatte, ist vom Reichsgericht verworfen worden. — Der Nebakteur der in P r e ß b u r g in Ungarn er- scheinenden„Neuen Volkszeitung", Z a l k a i, sollte das Kriegs- Ministerium verleumdet und sich außerdem der Aufreizung schuldig gemacht haben. DaS Schwurgericht sprach ihn frei. Soziale Dteberlirhk� Umfangreiche Bergarbeiter- Entlassungen werden der „Köln. Volks-Ztg." aus Saarbrücken gemeldet. Die Grube „Kronprinz" hat 100 Mann wegen Mangel an Beschäftigung entlassen....,„. In der Porzellanfabrik von V o l k st e d t bei Rudolstadt wurden L4 Mann entlassen, da der Geschäftsgang ein flauer sei. Das Gewerkschaftskartell von Frankfurt a. M. hat Sorge getragen, daß die dortigen Arbeiter und Arbeiterinnen für ein Billiges ein Flußbad nehmen können. Nach Ansicht der Kommission ist die Arbeiterbevölkernng auf das Flußbad ange- wiesen, da wohl nur wenigen die Gelegenheit geboten ist, Wohnung mit Bade-Einrichtung zu beziehen oder sonst regel- mäßig Wannenbäder zu nehmen.— Jedenfalls liegt es nicht an der Kommission, wenn es ihr nicht gelungen ist. den Arbeitern u nentgeltlich diese Bäder zur Verfügung zu stellen. Die unverschämte Frechheit der Unternehmer� äußert sich recht deutlich in einer Notiz, die der„Konseklionär", ein Organ der Textilindustriellen, zum Abdruck bringt. In einer Betrachtung über den Geschäftsgang im sächsischen Vogtlande sagt das genannte Unternehmerblatt: Es hat sich seit 14 Tagen eine große Stille im Spitzengeschäfte bemerkbar gemacht und die Folge davon ist. daß die Löhne zurückgegangen sind und die Maschinen ohne Beschäftigung sind. Die Fabrikanten sind froh, daß es nun auch wieder so kommt, denn die Arbeiter wußten bei dem guten G e s ch äs ts g an g e nicht mehr, welche Ansprüche sie stellen sollten und sind nun wenigstens be- scheiden geworden und schon zufrieden, wenn es zu ganz niedrigem Lohn überhaupt Arbeit giebt.— In so bübischer Weise, wie es oben geschehen. wurde wohl noch selten die Schadenfreude der Fabrikanten über das Elend der Arbeiter zum Ausdruck gebracht. Zynisch und offen wird hier zugestanden, daß man über den schlechten Ge- schästsgang erfreut ist, weil dadurch die Arbeiter„bescheidener", soll heißen gedrückter, gefügiger werden. Die„Bescheidenheit" gegenüber dem Protzenhochmuth über alles. Die voigtländischen Arbeiter werden sich diese Fabrikantenmoral merken und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen wissen. DepeMien. (Wolff's Telegravben-Bureau.) Karwin, 2. Juli. Heute früh wurden der Tiefbau- Förder- schacht und der Wetterschacht geöffnet; es wurde versucht, von dem fünften gegen den vierten Horizont vor- und in letzteren einzudringen und es wurden vier Verschalungen gemacht. Da jedoch um 2 Uhr eine im Wetlerschacht genommene Gasprobe �/ro pCt. Kohlenoxyd aufwies, wurde die Mannschaft zurückgezogen; gleichzeitig wurden beide Schächte auf's Neue ver- dämmt und werden erst geöffnet werden, sobald der Kohlenoxyd» Gehalt herabsinkt, was in einigen Tagen erwartet wird. Epinal, 2. Juli. Die französischen Erdarbeiter in Remire- mont traten in den Ausstand ein und verlangten die Entlassung der Italiener. Paris, 2. Juli. Die äußerste Linke hat beschlossen, un- mittelbar nach der Wahl des Kammerpräsidenten einen Antrag auf Erlaß einer Amnestie für Vergeben bei Arbeiterausständen und für Preßvergehen in der Deputirtenkammer einzubringen. Die Amnestie soll sich nicht auf anarchistische Verbrecher erstrecken. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von Max Badiug in Berlin SW.. Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilage». 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 151. Dienstag, den 3. Juli 1894. Arbeiter, Parteigenossen! 11. Jahrg. Die letzte Hoffnung des Brauer- Rings, seine Niederlage in dem Bierboykott zu verdecken, hat er auf den jetzt eingetretenen Witterungswechsel gesetzt. Der Bettelsack, den Herr Jacobi für die Berliner Gastwirthe schwingt, will sich nicht füllen, obgleich dieser Ehrenmann der Wahrheit über Manneskräften Gewalt anthut. Der Brauerring windet sich in Krämpfen und fängt an zu zerbröckeln, zu den Austrittserklärungen dreier Brauereien, zu den 8 Brauereien, die dem Ring den Beitritt verweigerten, kommt heute die Erklärung der Brauerei Lerch u. Plettenberg in Werder a. H. Der Saalboykott, womit man die Arbeiter mundtodt zu machen versuchte, ist jämmerlich ins Wasser gefallen- die Kraft des Brauerrings ist gebrochen. An Euch, Arbeiter Berlins also ist es, den Boykott mit alter Energie und Entschlossenheit durchzuführen! Berdoppelt Eure Aufmerksamkeit! In keiner werkstelle, in keinem Hause, bei keinem Ausfluge, nirgends darf ein Tropfen Boykott, Bier getrunken werden! Das ist Eure Pflicht, dann ist der Sieg bald unser! Hoch die Solidarität der Arbeiter! Tokales. Die Spedition des Vorwärts" und der Parteiliteratur ist dem Genossen Hempel, Stephanftr. 8, übertragen. Wieder Einer! Die Werder'sche Bierbrauerei in Werder Wieder Einer! Die Werder'sche Bierbrauerei in Werder an der Havel sandte der Boykott- Kommission zu Händen des Genossen Singer folgendes Schreiben: Werder a. d. Havel, den 1. Juli 1894. Wir geben hiermit die Erklärung ab, daß wir weder dem Brauerring noch dem Verein der Brauereien Berlins und Umgegend angehört haben und daß Arbeiterforderungen bei uns nicht vorliegen. Die Boykott- Kommission. Glücklicherweise sind dieser Herren so wenige, daß die Antwort, daß sie bis dahin wieder in Berlin sein würden. Doch Arbeiterschaft vor ihnen nicht das Gefühl der Furcht, sondern nur das der Berachtung zu hegen braucht! Landstraße. ganz nicht wieder am turz er er der die Mittagstunde tam und ein Ende der Arbeit war vorläufig nicht abzusehen. Als die Pause eingetreten war, ging einer der Achtung! Parteigenossen Moabits! Laut Beschluß der Streckenarbeiter, Namens Alexander Bachert, der im Belekten Parteiversammlung machen wir die Genossen nochmals Zur Saalfrage. Wir erhalten folgende Zuſchrift: Der triebe der Bahn seit 1. Mai 1871 beschäftigt war, an darauf aufmerksam, daß vom 1. Juli ab die Parteiblätter wie Unterzeichnete erklärt unter Bezugnahme auf die von dem Lese- den Vorarbeiter Arkona heran und bat ihn, ihm überhaupt alle sozialdemokratischen Schriften durch die Partei und Diskutirklub„ Süd- Ost" herrührende und in der Sonnabend 50 Pfennig zum Mittagbrot zu leihen; er habe Hunger be verbreitet werden. Wir ersuchen die Genossen, uns in Nummer des Vorwärts" abgedruckte Notiz, daß er die Veröffent: tommen und nach Hause sei es doch zu weit. Dem Vorarbeiter diesem Unternehmen zu unterstützen, denn einzeln sind wir nichts, lichung des darin erwähnten Briefes sehr bedauert; dieselbe ist schien solches unerhört, er machte große Augen und fragte vereint sind wir alles. ohne sein Wissen und gegen seinen Willen erfolgt. Im Hinblick den unter ihm im Range stehenden Mann, wie er sich erdreisten Abonnements nehmen entgegen: Johann Pfarr, Wilsnacker- auf die Thatsache, daß die Gäste meines Etablissements haupt- tönne, seinen Vorarbeiter anzupumpen. Er habe Punkt 12 Uhr Straße 49, S. II. Georg Schmiß, Havelbergerstr. 37, III. Otto fächlich dem Arbeiterstande angehören, würde diese Ver- Mittagspause zu machen und könne in der Zeit thun was er Sempel, Stephanftr. 8. Die Bertrauenspersonen des 6. Wahl- öffentlichung, abgesehen von der darin wolle; feinetwegen möge er ja nach seiner Wohnung( die fast treises. liegenden Inkorrektheit auch eine große Dummheit Den Parteigenoffen sei im Anschluß hieran noch mitgetheilt, in fich schließen. Alle Abmachungen, die ich mit dem eine halbe Stunde entfernt liegt) gehen; fei er aber Punkt eins daß den Genossen Peper, Schröder und Renfer die Revision des betr. Klub getroffen habe, halte ich aufrecht; eine Antwort konnte Der Arbeiter mußte also, Play, so werde er sofort entlassen. da er feinen Pfennig in Spediteurs obliegt. ich seinerzeit nicht sofort ertheilen, weil die Lieferung auswärtigen der Tasche hatte, mit leerem Magen in Rummels= Bieres noch nicht perfekt war. Die Veröffentlichung des Briefes burg tampiren. AIS nach Beendigung läßt sich nur darauf zurückführen, daß ich denselben in einer Mittagspause einem seiner Nebenarbeiter gegenüber davon sprach, weisen, welchen Schaden die Saalverweigerung nach sich ziehen Schippe aus der Hand und erklärte ihn für entlassen. Bachert Sigung der Gastwirthe vorgelesen habe, lediglich um zu be- daß er Hunger habe, riß ihm Artona, der das hörte, sofort die würde. Mein Lokal gebe ich wie ich dies schon der Lokal- bemerkte, daß er doch kein Recht habe, ihn zu entlassen, da er fommission erklärt habe nach wie vor zu Bersammlungen her. doch gar nicht einmal der Vorarbeiter feiner Kolonne sei. ilhelm Jacob, Part- Restaurant, Treptow, Röpenicker Diesem Einwand wurde von Arkona mit den Worten begegnet, daß er den Platz verlassen solle, wenn nicht ge Der ArZu den Richtigstellungen, das Flugblatt vom 24. Juni prügelt sein oder fortgetrieben werden wolle. immer noch nicht an das Schreckliche. betreffend, ist noch nachzutragen: Der Wirth in der Schönlein- beiter konnte straße 18 heißt nicht Janns, sondern Emil Jann. Das Lotal glauben, daß er wegen weniger Wort, die in einem Privatdes Herrn Becker ist nicht in der im 2. Wahlkreis gelegenen betriebe kaum als eine Verfehlung angesehen werden, entlassen Mariendorferstraße, sondern im 6. Wahlkreis, Marienburgerstr. 7. werden könnte. Aber es blieb dabei. Der Bahnmeister, an den Auch in der Mittheilung aus der Dresdenerstraße muß es der Fall gemeldet wurde, bestätigte die Entlassung und nun fann Matthäi am Lezten. Eine Million enthielt bekannt heißen, daß Herr Dorn Bier aus der Brauerei Wilhelms- Bachert, wenn er in dieser Zeit des Glends nicht das fast lich nach den eidesstattlichen Versicherungen der Kapitalistenpresse höhe schänkt. märchenhafte Glück hat, sonst wo in den nächsten Tagen Arbeit der große Geldbeutel, aus dem alle ringtreuen Geschäftsmänner, feien es Saalbefizer, Budiker oder Bierverleger forsch ent. Gesinnungsverhungern. Engen Richter, Rudolf Moffe und deren Gesinnungs. 3 bekommen, mit seiner Frau und feinen drei Kindern G3 half ihm nichts, feine schädigt werden sollten. Eine Million ist viel Geld, aber sie lente betonen mit Recht aus Anlaß der Thatsache, daß einige gute, straffreie Führung Führung während feiner dreijährigen war, wie es in der„ Gastwirthsversammlung" hieß, sichergestellt", Eisenbahndirektionen nur in minder gelesenen konservativen Beschäftigung vorbrachte, es half nichts, daß er auf und wenn der Vorwärts" beim ersten Auftauchen der Zeitungen ihre Bekanntmachungen erlassen, daß entschieden die unsägliche Verschlimmerung seines Glends hinwies, es half frohen Botschaft vom Vorhandensein des Schatzes schüchtern darauf gedrungen werden müffe", daß Anzeigen nur unter dem auch der Hinweis nichts, daß seine Frau jeden Tag in Hunger feine Zweifel äußerte, so hielt man ihm mit Fug ent- Gesichtspunkte der möglichst großen Verbreitung vergeben werden". und Kummer niederkommmen werde die Raison mußte gegen, daß die Million doch greifbar sein müsse, denn Früher hat auch Eugen Richter nebst Trabanten im Abgeordneten gewahrt werdenes blieb bei der Entlassung! fei nicht allein eine Spende der Bierdirektoren, hause mit Recht lebhaft und wiederholt dagegen sich erklärt, daß sondern auch von namhaften Industriellen" mit aufgehäuft, von für amtliche Bekanntmachungen nicht die gelesensten Beitungen, fonIndustriellen, die den übermüthigen Arbeitern bald noch ganz dern allein konservative Käseblättchen benutzt würden. Als vor anders die Zähne zeigen würden. wenigen Wochen im rothen Hause verlangt wurde, daß insbesondere So hieß es vor wenigen Tagen und alle Dallesbrüder von die die Arbeiter angehenden ämtlichen Bekanntmachungen nicht allein Röside's Gnaden schwammen in Wonne und träumten von der in der„ Vossischen"," National- Zeitung" und dem" Polizei Befreiung aus irdischer Qual. dessen Abonnentenstand weit größer als der jener Blättlein zu sammen, stimmte die freisinnige" Mehrheit des rothen Hauses Richtung Eugen Richter bis Rudolf Mosse- gegen den Antrag. Heißt fonsequent handeln: anders reden, anders handeln, Wir ersuchen Sie ergebenst, hiervon gefälligst Notiz nehmen zu wollen. Hochachtungsvoll gez. Lerchu. Plettenberg. fie Ach, es war nur ein Traum", heißt es im Liede... Die raube Wirklichkeit weht uns ein Schreiben auf den Tisch, das im schauerlich trockenen Geschäftsstil folgende in der That bedauerliche Stellen enthält: Schultheiß Brauerei Aktiengesellschaft Richard Rösicke. Potz tausend! Solch ein Opfermuth! Eine Million in ein paar Tagen verpulvert! wurden? mit der Sprache, Herr Jakobi! Sie fühlen doch, daß Sie es Million in " " zu er daß Und immer giebt es noch Leute, die die Zugehörigkeit der mit Hungerlöhnen befoldeten und derart behandelten Staatsarbeiter zur Sozialdemokratie als eine Frivolität ohne gleichen betrachten. " " r 711 Stadt- und Ringbahn befigt, kann gegebenen Falles auch Vorori Eisenbahn Kuriosum. Wer eine Monats- Fahrkarte der süge benutzen. Natürlich ist der Zug nur auf dem Wege über den Fern- Bahnsteig zu erreichen. Nun sollte man meinen, daß eine Fahrkarte, mit welcher man einen Bug benutzen kann, auch zum Betreten des Bahnsteiges berechtigen müßte. Weit gefehlt! Einem ständigen Passagier der Stadtbahn ist folgendes passirt: Wir bedauern auch, Ihnen mit einem Dar- Herr Eugen Richter? Derselbe wollte vom Bahnhof Alexanderplatz einen erwarteten Lehen nicht an die Hand gehen zu können. Achtundzwanzig Nachtwächter sind infolge Aufhebung Besuch abholen, begab sich nach dem Fern Bahnsteige Die feitens unserer Berwaltungsbehörde zu diesen dieses Zweiges der Sicherheitspolizei in Moabit entlassen worden, und zeigte statt der Bahnsteig Rarte seine AbonnementsDor. Der Schaffner frug höflich: ,, Sie wollen Zwecken zur Verfügung gestellten Gelder sind auf von denen 15 durch den Grundbesigerverein Nord- West als Karte Mein" Privatwächter engagirt worden sind, die gestern zum ersten Male wohl einen Vorortzug benußen?" erwiderte gebraucht und zu Neubewilligungen ist in jeßiger Zeit den neuen Dienst antraten. Die Wächter müssen sich allabendlich der Passagier ich will nur zum Bahnsteig gelangen!"-" Da keine Neigung vorhanden. um 1/210 Uhr im kleinen Thiergarten versammeln, wo sie In- dürfen Sie die Monatstarte nicht benutzen hieß es weiter Hochachtungsvoll struktion erhalten und bis 10 Uhr vereinigt bleiben. Alsdann Sie müssen sich eine Bahnsteig- Karte lösen!" Aber fahren begiebt sich jeder nach seinem vorläufig ca. 20 Häuser umfassenden darf ich doch mit dieser Karte?" frug der Passagier, worauf der Revier, in welchem er bis 6 Uhr Morgens verbleibt. Der Beamte erklärte:„ Wenn Sie fahren wollen, dürfen Sie mit der Privatbeamte ist verpflichtet, bei stündigen Rundgängen die Haus- Karte auf den Bahnsteig; wollen Sie aber den Bahnsteig bes thüren darauf hin zu kontrolliren, ob sie verschlossen sind und treten, ohne zu fahren, darf ich Sie ohne Bahnsteig- Karte jedem Hausbewohner zu schließen, wofür er jedoch 10 Pfennig nicht paffiren laffen. So lautet meine Instruktion!" zu fordern hat. Die Kontrolle der Wächter übt der Ober- Merkwürdige Logit!" murmelte der Passagier, er be Wo ist die Million geblieben? Wer waren die Glücklichen, wächter, ein früherer Nachtwachtmeister aus. zahlte seine Wahrheitsliebe mit 10 Pfennig, die er im Vestibul die in überschwenglicher Nächstenliebe für ihre leeren Säle, für Nun durfte er Ein recht intimes Verhältniß scheint zwischen den beiden gegen eine Bahnsteig Karte eintauschte. ihren Minderabsatz an Boykottbier so glänzend entschädigt hier tonfurrirenden Bäckerinnungen„ Germania" und„ Konkordia" auf den Perron, indessen war während der verschwendeten Zeit zu bestehen. Serr Jakobi, wo blieb die Million? Seraus schnaubt in ihrer Nr. 23 die geliebte Mitschwester also an: Treppe hinabgestiegen, so daß die Bahnſteigkarte ihren Zweck Das Organ der ersteren, die Bäcker- Zeitung", der Bug eingefahren und der erwartete Besuch die entgegengesetzte Ihrer„ guten Sache" schuldig sind, zu bekennen, daß entweder aus Nerger, daß wir die Versammlung vom 16. Mai in unserem fehlte. Der kleine Vorfall ist an und für sich recht bezeichnend, Die„ Konkordia" ergeht sich in ihren legten beiden Nummern perfehlt hatte, gerade so wie der Passagier seinen Besuch vers die Mildthätigkeit des Bierrings in den ersten Tagen Gaale abgehalten haben, in Wuthausbrüchen und Schimpfereien jedenfalls lehrt er das Eine, daß man unter Umständen profitirt, teine Grenzen gelannt haben muß, oder daß Die niedrigster Art. Auf all' diese gehässigen Verleumdungen, rohen wenn man auf der Eisenbahn nicht die Wahrheit sagt. Das den arbeiterfeindlichen Zeitungen der unge Schmähungen, prahlerisch anmaßenden und theils wahrheits- ist Eisenbahn- Cogit fin de siècle! heuerlichste Schwindel von der Welt war, daß die Wirthe, widrigen Behauptungen einzugehen, verbietet uns der Anstand„ Na, dann hungern fie eben!" In der legten Stadt Bierverleger u. s. w., die im dummen Wahn den Arbeitern die und die bisher gewohnte Haltung unserer Zeitung. Bezüglich verordnetenfißung, so wird uns aus Spandau geschrieben, Thür wiesen, geradezu haarsträubend mit ihrer Ringtreue hinein- der Angriffe auf unsere Innung und deren Einrichtungen rathen stand ein von den zehn Arbeitervertretern eingebrachter Antrag Armer Jakobi! Sie sind wirklich kein Bravo; dazu sind ihre Bauhandwerker erst zu bezahlen. wir der Konkordia, doch vor ihrer eigenen Thür zu fehren und folgenden Juhalts zur Berathung: Bei Ausführung resp. VerWir sind allen Ver- gebung städtischer Arbeiten ist den Unternehmern die Berpflichtung Sie, wie wir jetzt feierlich bekennen, zu harmlos!!! pflichtungen Dritten gegenüber prompt nachgekommen und thun dies aufzuerlegen, den Hilfsarbeitern den ortsüblichen Unter den heute noch rösicketreuen Wirthen 2c. herrscht eine, auch ferner. Nur die eine Frage können wir beim Lesen jener Tagelohn von 2,50 M. und den Handwerkern oder die sommerliche Temperatur weit überragende Schwüle. Noch rohen Schreibweise nicht los werden und zwar: Was fagen denn gelernten Arbeitern der zu ermittelnde Durchviel schwüler aber ist die Luft in den Kellereien der die gebildeteren Mitglieder der Konkordia- Innung zu dieser halfchnittssah als Lohnminimum auszuzahlen. Was ist das Resultat der tung ihrer Junungsleitung? Wir werden in Zukunft nicht mehr Dieser an sich bescheidene und doch gewiß nicht nach dem Tage? Wieder Einer! Das böse Wort lehrt mit unheimlicher Regelmäßigkeit im Vorwärts" antworten und jene Herren in ihrem Schmähfumpfe beliebig vermalebeiten Bukunftsstaat" riechende Antrag rief bei baden lassen." Auch ohne Kommentar verständlich und recht den bürgerlichen Stadtvätern Enteine Aufregung und charakteristisch für die Umgangsformen der sehr ehrenwerthen rüstung hervor, wie sie seit langem in der Spandauer Meister. Stadtverordnetensitzung nicht erlebt worden ist. Alles, was an philisterhaften Argumenten hervorgesucht werden konnte, wurde herbeigeschafft, um die Arbeitervertreter mit ihrem um stürzlerischen Antrag geistig zu vernichten. Einer besonders her= vorragenden Leuchte des Spandauer Freisinns war es nach Dinfersche Ortsvereinsvorstand der Klempner und Metallarbeiter dieser scharfsinnige Kopf, müßten die Arbeitgeber" weit eher Dreckseelen. In einer Einladung, welche der Hirsch eigenem naiven Geständniß anfänglich gar nicht möglich, Sinn und Zweck des Antrags zu begreifen. Eigentlich, so meinte in Rigdorf zu seinem„ Sommernachtsball" erläßt, heißt es: Wir sehen voraus, daß Sie sich in betreff des bestehenden geschütt gegen unverschämte Lohnforderungen Bierboykotts von dem internen Vereinsvergnügen nicht abhalten Aus dem Reiche des Herrn Thielen. Von den Arbeits- werden. Wenn es mit rechten Dingen zuginge, so führte der laffen werden, da wir der Meinung sind, daß unfere rein verhältnissen in dem Eisenbahn- Direktionsbezirk Bromberg giebt Herr Freisinnsmann weiter aus, so sollten die Arbeiter wirthschaftliche Bereinigung mit politischen Tendenzen nichts ein Vorgang einen Begriff, der am Sonnabend auf dem hiesigen dann auch gezwungen werden, stets für den gleichen Lohns gemein hat. Ostbahnhof seinen Anfang nahm. Morgens halb neun wurden sat zu arbeiten! Stadtverordneten und TischlerFischer aber war es vorbehalten, dieser Wann ist es schon einmal dagewesen, daß die Hirsch etwa 60 Arbeiter, die dort zu einem Tagelohn von 2,30 M. bis meister Dunterschen nicht der Arbeiterschaft den Knüppel vor die Beine 2,50 M. beschäftigt werden, beordert, nach Rummelsburg zu ganzen Weisheit die Krone aufzusetzen. Nun, dann zu werfen gesucht haben? Wann ist es schon dagewesen, daß sie gehen, um dort Ries abzuladen. Auf die Frage, ob man mit der hungern fie eben," meinte der Herr gelaffent, als der in sozialen Kämpfen sich nicht dem Unternehmerthum bedingungslos Arbeit zu Mittag fertig werde, weil man sonst Mittag- Referent die Nothwendigkeit einer Minimalgrenze mit dem Hin zur Verfügung stellten? brot mitnehmen wolle, erhielten einige der Arbeiter die weis darauf motivirte, daß zum Theil Löhne von 18 und 20 f. Schulthe armuerei. " wieder, eine Brauerei nach der andern fällt vom Ring ab, muß abfallen, und von dem, was die nächsten Tage bringen, wird so viel unheimliches gemunkelt, daß es um den anhaltinischen Kommerzienrath Röjicke herum in der That nicht mehr zum Aushalten sein soll. Es ist Matthäi am Lehten! Drei Jak Leber sind, der Zentral- Fleischer- Zeitung" zu: folge, am Sonnabend in der Zentral- Markthalle von der Polizei beschlagnahmt worden, weil dies Nahrungsmittel gesalzen war. Das genannte Blatt ist der Ansicht, daß sich diese Maßnahme verbrauche, und auf dem hiesigen Schlachthof nur 30 Zentner genicht aufrecht erhalten läßt, weil Berlin jährlich 500 3tr. Leber wonnen werden. Dem " " Natürlich fiel der sozialdemokratische Antrag durch. Das gleiche Schicksal traf denn auch einen andern von den Arbeiter vertretern gestellten Antrag, die Wahl einer gemischten Kommiffion zur Untersuchung der Arbeitslosigkeit und des Nothstandes am Drt betreffend. Ist es bei folcher Art Fürsorge für die Hungernden ein Wunder, daß der Sozialdemokratie auch in Spandau immer neue begeisterte Anhängerschaaren zuftrömen? 13 pro Stunde gezahlt würden, Söhne, bei denen der Arbeiter, trob. I Mit schweren Brandwunden am ganzen Körper ist am Lintstr. 9, Keller, Schanklokal und Wohnung. Sämntdem er beschäftigt fei, thatfächlich mit seiner Familie ver- Montag Nachmittag um 2/2 Uhr das 16 jährige Mädchen liche Räume feucht. Im Laden fällt der Put von den Wänden, hungern muß! Martha Mendelsohn auf dem Wagen der Feuerwehr nach dem Thüren und Fenster sind defekt, Dielen verfault, der Kachelofen Krankenhause Am Urban gebracht worden. In der Küche des baufällig; von letterem find schon einige Theile abgefallen, so Sollmannstr. 24 im dritten Stod wohnenden Kaufmanns Blitz, daß er zusammenzustürzen droht. Das daran stoßende Zimmer des Schwagers der Verunglückten, wollte Martha Mendelsohn hat weder Luft noch Licht, nasse Wände, verfaulte Dielen, vom Feuer anmachen, um das Mittagbrot zu bereiten. Um dies mög- Miether felbft nothdürftig erneuert, die im Zimmer enthaltenen lichst schnell an bewerkstelligen, griff sie zur Petroleumflasche und Sachen verschimmeln; der baufällige Ofen lehnt fich an die groß einen Theil des Inbalts in die Flammen. Diese schlugen Wand; in diesem Raum muß das Dienstmädchen schlafen. In zurück, und das junge Mädchen war bald in Flammen ge- ber daneben liegenden Küche find Thür und Fenster defekt. Das hült. Auch der Schwager des Mädchens, der auf die Hilferufe Kanalisationsrohr geht durch die Küche und verbreitet schlechten Schuhbrillen. Eine dringende Mahnung richtet der Augen- berbeieilte, erlitt, wenn auch ungefährliche Verlegungen. Geruch; die Maschine ist auch defekt. Im Familienschlafraum gleichfalls ein Rachelofen, der raucht. Der Wirth erklärt nichts Polizeibericht. Am 80. v. Mts, früh wurde im Bade- thun zu wollen; wenn der Miether etwas wünsche, so möge er " D. Med. Woschenschr." am Schluß eines Auffages über die immer eines Hauses der Spandauerstraße ein Dienstmädchen es selbst machen lassen. Beschwerden bei der Polizei und bei der Entfernung von Eisensplittern aus der Netzhaut: Das wichtigste todt, im Bett liegend, aufgefunden. Es ist offenbar an Kohlen- Feuerwehr waren erfolglos. bleibt allerdings die Verhütung: Könnten die Arbeiter dazu gebunit erstickt.-- Um dieselbe Zeit wurde ein in der Besselstraße bracht werben, beim Meißeln und Hämmern von Eifen, auch wohnendes Mädchen in seinem Schlafzimmer erhängt vorgefunden. gefäbrlichem Bugang, naß, Frau und sechs Kinder, alle blutarm Höchste str. 8. Tiefe Kellerwohnung im Hof mit dunkelem, wenn sie nur dabei stehen, ordentliche Schußbrillen zu tragen, Im Landwehrkanal wurde die bereits start verweste Leiche und leidend. so würde alljährlich eine große Zahl von Augen gereitet, eines etwa 35 Jahre alten Mannes in der Nähe der Forsterstraße eine bedeutende Einbuße von Arbeitsfähigkeit vermieden werden. angefchwemmt. Gegen Mittag gerieth ein Malermeister auf aus Stube und Küche. Wohnung ist naß, Frau und Kind Naunynftr. 28. Rohlenteller mit Wohnung, bestehend Es ist die alte Geschichte, die Arbeiter insgemein für Un einem Neubau in der Kahlerstraße mit dem Bau- Unternehmer leidend; die Benutzung eines Borderraumes bereits von Bolizeifälle verantwortlich zu machen, deren möglichste Berbütung Pflicht des Lohnes wegen in Streit und Schlägerei, wobei er von wegen verboten, trotzdem sie nicht so bedentlich ist wie bie Bedes Unternehmers fein sollte. So gut wie das Krankentassen diefem so schwer am Kopfe verlegt wurde, daß er mittels wohnung der Hinterräume. Gefeß in der Erwägung, daß der Arbeitsverdienst für außer Drofchte weggebracht werden mußte. Im Thiergarten, in ordentliche Ausgaben nicht reicht, die Bestimmung enthält, daß der Nähe des Königsplates, durchschnitt sich ein Kauf- brei Räume, durch Holzwände getrennt." Brunnenstr. 52. Quergebäude part., Kohlenhandlung, Die Wand zwischen Kosten der Kasse für den augenschwach gewordenen Arbeiter mann, angeblich wegen Nahrungssorgen die Bulsadern an Rammer und Küche total vom Schwamm zerfreffen. Zwei un eine Brille anzufchaffen ist, so gut tönnte in Unfallverhütungs- beiden Handgelenken. In der Nähe der Hildebrandt'schen saubere Klosets für 16 Haushaltungen. Vorschriften bestimmt werden, daß der Unternehmer bei gefähr Privatstraße wurde die nackte Leiche eines neugeborenen Kindes Lichen Arbeiten für Anschaffung und entsprechender Benutzung aus dem Landwehrkanal gezogen. In der Pallifadenstraße bewohnt das Dienstmädchen des Armen vorstehers Grosse Brunnenstr. 187. Nach uns gewordener Mittheilung von Schußbrillen Sorge zu tragen hat. Im übrigen darf wurde ein 3 Jahre alter Sinabe durch einen Break überfahren einen nach dem Hofe zu gelegenen tiefen Kellerraum ohne nicht verkannt werden, daß auch hier die Affordarbeit ihre un- und ihm der rechte Oberschenkel gebrochen. Die Ehefrau eines jeglichen Luftzugang, in dem eine unerträgliche Atmosphäre heilvolle Wirkung übt. Die erste Unbeholfenheit, die das Ar Kaufmanns aus der Landsbergerstraße sprang am Luisenufer in herrschen soll, zumal er auch Lagerraum für Leder ist. Der beiten mit Brillengläsern namentlich bei törperlich anstrengender ben Kanal, angeblidy wegen schlechter Behandlung durch den Nebenraum dient als Werkstatt, die nach der Straße zu gelegenen Thätigkeit verursacht, zwingt den Arbeiter, ber jede Minute behemann. Gegen Abend wurde am Kottbuser Ufer die Leiche Fenster werden jedoch nie geöffnet. Unserm Rechercheur wurde rechynen muß, mit Gewalt, auf die Schuhmaßregeln Verzicht zu des feit einigen Tagen vermisten, 8 Jahre alten Knaben eines von Frau Grosse der Zutritt verweigert. Leisten. Schiffseigners aus dem Wasser gezogen. Das Kind dürfte von Erkrankungen bei der Spandauer Garnison. Während dem in der Nähe liegenden Rabne feines Baters ins Wasser gebeim Brandenburgischen Trainbataillon Nr. 3 in Spandau gerade fallen und ertrunken sein. Abends gegen 11 Uhr stürzte sich eine Krankenträger- llebung stattfindet, zu der Mannschaften aus ein unbekanntes, etwa 18 Jahre altes Wiädchen aus dem Flur allen Truppentheilen des 3. Armeekorps fommandirt find, ist in fenster des 2. Stockes eines Hauses der Neuen Königstraße auf den Tratukasernements unter den Soldaten eine heftige Krankheit den Hof hinaus. Ga erlitt einen Schädelbruch und wurde nach ausgebrochen, von der in brei Tagen über hundert Maun befallen dem städtischen Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Am worden sind. Die Krankheitserscheinungen sind Schwindel, starkes 1. d. M. Morgens wurde ein Mädchen in seiner Wohnung in Fieber, Erbrechen und Durchfall. Bahlreiche Fälle follen sehr der Ballisadenstraße todt aufgefunden. Es hatte sich aus Gram Für die Arbeiter- Sanitäts- Kommission gingen ferner ein: erufter Art fein. Ein Drittel der Ertrantten ist in das Garnison über den Tod seines Bräutigams erschossen. Vormittags wurde 12 W. für Wohnungsattefte. 6 m. vom Sozialdemokratischen Lazareth geschafft worden, die übrigen werden zunächst in der ein Arbeiter in seiner Wohnung in der Nostigstraße, erhängt Arbeiter- Werein Köpenick. Kaferne ärztlich behandelt. Auch von den kommandirten Mann vorgefunden. Vor dem Hause Hirtenstr. 3 wurde Abends eine nostro vod schaften find viele frant geworden. Anfangs vermuthete man, Kellnerin mit mehreren Berlegungen am Kopfe angetroffen und die Epidemie sei durch Krankenträger des 64. Regiments ein nach Anlegung eines Verbandes nach dem Krankenhause am Jept glaubt man aber, daß verdorbene Nahrung die Ursache der Er frankungen ist; die Strankheit ist dem Anschein nach durch Wurst gift hervorgerufen worden. Durch Isolirung der Kranten und peinliche Desinfigirung der Näume wird alles mögliche gethan, um im Falle der Ansteckungsfähigkeit der Strankheit einer Weiter verbreitung derfelben vorzubeugen; indeß kommen noch fortgesezt nene Erkrankungen vor. Weinbergsweg 14. Seitenflügel rechts, Rellerwohnung vernachlässigt und feucht, Stube grenst an den Biehstall, daher die Mässe. Bewohner leidend. Die Frau ist 64 Jahre alt, der Wirth will sie ziehen lassen, sie ist jedoch 2 Monate Miethe schuldig, die sie erst zahlen jou. Kommandantenstraße 50. Für ca. 40 Arbeiter der Möbelrollenfabrik von Beschte ein mangelhaftes Kloset. Sed moldog s gefchleppt worden, bei bem ber Topbus herrschen foll, debt Friedrichshain gebracht. Sie ist angeblich von einem jungen Gerichts- Beitung. -Witterungsübersicht vom 2. Juli. " Manne geschlagen worden. In der Nacht zum 2. d. M. ent- Die Aufführung des Stückes von Gerhart Hauptmann stand in der Oranienstraße eine Schlägerei, bei der ein Biseleur Die Weber" war vom Berliner Polizeipräsidium beanstandet, einen Klempner durch mehrere Schläge mit dem Spazierstock am vom Oberverwaltungsgericht aber freigegeben worden. In Stopie schwer verlegte. Am 1. und 2. Juli fanden zwei kleine Breslau erließ der dortige Polizeipräsident, wo es im Lobetheater Brände statt. aufgeführt werden sollte, ebenfalls ein Verbot. Heute stand die Berhandlung abermals vor dem Oberverwaltungsgericht an. Es wurden nach der Nat.- 3tg." pro und contra teine neuen Argus mente vorgebracht. Das Urtheil lautete: Der Gerichtshof hat bei wiederholter sorgfältiger Erwägung keine anderen Grundsäge finden können, welche ein Abweichen von seinen früheren Entscheidungen rechtfertigten. Da die Verhältnisse am Lobe Theater dieselben wie am Deutschen Theater, erfolgt daraus, daß für die Aufführungen am Lobe- Theater fein rechtliches Hindernis besteht. Um Mißverständnisse zu vermeiden, muß im Urtheil betont werden, daß die Freigabe nur unter den vom Kläger nachgesuchten Bedingungen erfolgt, demzufolge ist die Verfügung des Breslauer Polizeipräsidiums außer Kraft zu setzen und sind dem Beklagten bie Rosten aufzuerlegen, die Höhe des Objekts wird auf 1000 M. festgesetzt. Blinde Kinder finden bis zum schulpflichtigen Alter unentgeltliche freie Verpflegung, Kleidung und Erziehung in der Anstalt Schönhauser Allee 73. Anmeldungen nehmen u. a. die Herren Langenbecher, Grenadierstr. 8, und Riemer, Bischoffstr. 2 Stationen. und 3 entgegen. Cine fwerkranke Frau wurde in der Nacht zum Montag in der Rosenthalerstraße im Bereiche des 12. PolizeiReviers aufgefunden und nach der Charitee gebracht. Hier ist Swinemünde sie bald nach der Aufnahme gestorben, ohne daß die Persönlich- Hamburg teit hat festgestellt werden können. Mit einem Nasirmesser versuchte am Sonnabend Mittag der etwa 40 Jahre alte Kaufmann Ludwig Böhrer, sich die Puls adern an beiden Handgelenken im Thiergarten, nahe am Königs play, zu öffnen. Ein Schuhmann wurde auf ihn aufmerksam und brachte ihn nach der Charitee. Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung 767 GSW 769 Still Berlin 768 Still Wiesbaden. München Wien 768 771 767 WNW Betersburg Haparanda 762 Still 760 NNW Cort. 765 SW 766 767 GED ED Aus dem Fenster gestürzt ist am Freitag Abend zwischen Aberdeen 6 und 7 Uhr der nahezu zehnjährige Sohu Osfar des Kastanien- Paris Allee 4 wohnenden Postschaffuers Schifowsti. Der Knabe wurde mit einer klassenden Wunde am Kopje nach der Klinik in der Biegelstraße gebracht, wo er noch an demselben Abend infolge Schädelbruches starb. Der Waffersturz im Viktoriapark wird während der Monate Juli und August von 11 Uhr Vormittags bis 7 Uhr Abends in Betrieb sein. Windstärke P0021002211-( Stala 1-12) Wetter Temperatur 50 C. 4° R.) wolkenlos 22 wolkenlos wolfenlos wolkenlos 21 22222222 heiter wolfenlos 20 bedeckt 13 wolkenlos 16 halb bedeckt 17 halb bedeckt 14 wolfenlos Prozeß Harden. In neuerlicher Verhandlung hat sich heute der Schriftsteller Maximilian Harden wegen Beleidigung des Reichstanzlers Grafen Caprivi vor einer Strafkammer des Landgerichts II( Vorsitzender Landgerichtsdirektor Renckhoff) zu verantworten. Intriminirt waren zwei Artikel der Zukunft":" Das Caprivi- Dentmal" und" Die Bilanz des neuen Kurses". Der Angeklagte war am 15." Januar dieses Jahres von der ersten Witterung in Deutschland am 2. Juli, S Uhr Morgens. Strafkammer des Landgerichts I wegen dieses Vergehens Auch heute herrscht bei gleichmäßig vertheiltem Luftdrucke in zu 600 Mart Geldstrafe eventuell 15 Tagen Gefängniß ganz Deutschland heiteres, trockenes Wetter, während die Wind- verurtheilt worden, wobei ihm der Schuß des§ 193( Wahrtärfe noch weiter nachgelassen hat, so daß an vielen Stationen nehmung berechtigter Interessen) zugebilligt war. Das Reichsvollständige Windstille herrscht. Die Temperaturen zeigen nur gericht hat, wie wir gemeldet haben, auf die Revision des Staatsgeringe örtliche Verschiedenheiten und haben sich seit gestern anwalts, das Urtheil aufgehoben, mit der Begründung, daß die wenig geändert; nur in Süddeutschland ist es noch etwas wärmer Die Sammellisten Ne. 1197 und 2200 für ausgesperrte geworden. Die höchste Temperatur hat Münster: 23 Grad Bubilligung des§ 193 zu Unrecht erfolgt fei, und die Sache an das Landgericht II zu anderweitiger Verhandlung Brauerei Arbeiter find als verloren gemeldet worden. Wir er Celsius, die niedrigste Sylt, Memel und Breslau mit 19 Grad verwiesen, welche naturgemäß nur eine Wiederholung fuchen, diefelben, falls sie zum Vorschein kommen, Lichtenberger. Gelsius. des ersten Prozesses bringt, über den wir seiner Zeit ftraße 21, abzuliefern, event. Nachricht dahin gelangen zu lassen. berichtet haben. Der von Herrn Friß Friedmann vertheidigte Die Ganimelliste 3171 für die ausgesperrten Brauer ist verSchriftsteller wurde vom Landgericht II. entschieden besser loren gegangen, Ge wird gebeten, dieselbe in der Expedition des bedacht, als vom Landgericht I. Das Gericht merzte eine ganze Vorwärts" abzugeben. Reihe der vom ersten Richter für beleidigend erachteten Stellen Die Kommission der Böttcher. in den inkriminirten beiden Artikeln aus und erachtete nur zwei Schriftsäge für strafwürdig. Erkannt wurde auf dreihundert Mart Geldstrafe. Der Staatsanwalt hatte sieben Monat Gefängniß beantragt. Der Selbstmord eines unbekannten etwa 19 jährigen Mädchens verursachte Sonnabend Abend in der Neuen KönigWeiter Prognose für Sieuftag, den 3. Juli 1894. Ein wenig fübleres, seitweise heiteres, vielfach wolliges Wetter mit schwacher Luftbewegung und etwas Neigung zur Gewitterbildung. Berliner Wetterbureau. blu T Gewerkschaftliches. Achtung, Brauerei- Arbeiter! Die Unterstützung für die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter wird jeht wie folgt ausbezahlt: 1. Für Unverheirathete · 9, M. pro Woche 12, 0,75 firaße großes Auffehen. Gegen 3/410 Uhr beobachteten Bewohner Arbeiter- Sanitäts- Kommission. des Hauses Neue Königstr. 30 die bildhübsche Fremde, wie sie auf der Straße umberirrte, bis fie, als der Wächter im Begriff Seit dem Beginn unserer Thätigkeit fordern wir die Einwar, die Häufer zu schließen, das erwähnte Grundstück betrat, führung einer ständigen ärztlichen Gesundheits Inspektion. In Das Mädchen begab sich sodann nach dem dritten Stock des welch unverantwortlicher Weise von den nothleidenden städtischen Quergebändes und sprang, nachdem es sich seiner Schuhe und Agrariern an der Gesundheit der arbeitenden Klassen gesündigt des Hutes entledigt, aus dem Flurfenster nach dem gepflasterten wird, davon kann sich nur der ein Bild machen, der sich selbst Sof hinab, wo es mit zerschmetterten Gliedern liegen blieb, von den zuweilen unbeschreiblichen Zuständen überzeugt hat. Nachdem ein hinzugerufener Arzt der Unglücklichen welche es muß daher die Einrichtung von Gefundheits- Inspektoren als 2. Für Verheirathete neben äußeren Verletzungen Gehirnerschütterung und innere ein durchaus nothwendiges Storrelat zur Gewerbe- Inspektion be Schäden erlitten ein Nothverband angelegt, wurde fie mittels stehen, um die Entwickelung solcher Höhlen, wie wir heute 3. Für jedes Kind Lück'schen Sanitätswagens nach dem Krankenhause Friedrichshain wieder eine schildern, ein für allemal unmöglich zu machen. Jeder Unterfügungsberechtigte ift verpflichtet, jeben zweiten gebracht, wo sie, ohne die Besinnung wieder erlangt zu haben, in In unserer Zeit, in der Epidemien zu jeder Jahreszeit drohend Tag sich im Bureau zu melden und die Unterstützung in Empfang der Nacht verstarb. vor der Thür stehen, liegt es im Interesse der gesammten Be- zu nehmen. Sonntags finden teine Auszahlungen statt. völkerung, fich geschützt zu wiffen dagegen, daß ansteckende KrankDie Kommiffion Zu Tode geprügelt. Eine brutale Szene spielte fich heiten, wie Cholera und Typhus, mitten in einem dichtbevölkerten der Brauer und Brauerei Silfsarbeiter, Sonnabend auf dem Grundstück Katlerstr. 12 ab. Dort werden Stadttheil Schlupfwinkel finden, von wo aus ihre heimtückischen 3. 8. drei große Neubauten aufgeführt, die der Baumeister Angriffe nur allzu sicher erfolgen fönnen. Dringender Aufruf. In Schottland ftreifen 60 bis H. Stute fundirt". Um die angegebene Zeit begab sich der Malermeister Werzat, Swinemünderstraße 49, von der Firma Nicht einen vereinzelten Fall herauszugreifen und an ibm 70 000 Bergarbeiter. Die Deutschen unter ihnen( in Muirkirt, Auguſtin u. Werzat, auf den Neubau, wo sich die bauausführen herumzudottern gilt es, sondern Einrichtungen zu schaffen, die wo Siegel arbeitet, find es 24, zum Theil mit zahlreicher den Maurermeiner eingefunden hatten, um die seit Wochen rück auszuguen felbst unsere bürgerliche Gesellschaft, ohne ihrem Familie) sind am schlimmsten daran, weil die Judifferenz der ständigen Löhne zu fordern. Der Empfang, der ihm hier wurde, Prinzip das Mindeste zu vergeben, als eine ihrer vornehmsten haß entfacht hat. Der Lohn wurde dort täglich geholt, Niemand historischen Pflichten anschen sollte, wenn fie nicht so blind war nicht sehr freundlich, brei oder vier der Meister fielen über wäre, wie eben nur eine bürgerliche Gesellschaft sein kann. hat etwas in Händen. In Muirtirt wohzen die meisten Bergden„ unverschämten Maler" her und bearbeiteten ihn so gründMüllerstr. 31. Besizerin Frau Böttcher; teine Ranali- leute, darunter sämmtliche Deutsche, in Bechenhäufern; vielleicht lich, daß der Unglückliche mehr todt als lebendig vom Platz gefation, teine städtische und keine Privat- Wasserleitung. Auf dem sind sie in diesem Augenblick schon auf die Straße geworfen. tragen wurde und nach dem Elisabeth Krankenhaus überführt Sofe 6 Klosets( Grubensystem) für ca. 100 Berfonen, bis oben Schleunige Silfe, in erster Reihe für die Deutschen, werden mußte. Der Tod trat bald nach der Einlieferung ein. als die Bedürftigsten, thut noth. hinan voll, starrend vor Schmutz und etelerregend. Die Bohlen, Diebstahl in der Neichsbaut. Schon wieder ist in den auf denen die Klosets ruhen, sind durchfault, so daß die Gefahr eft fälischen Arbeiter Beitung! Man schicke an die Expedition der Rheinisch. dem Verkehr des Publikums offenstehenden Näumen der Meichs des Einsturzes in die Gruben sehr nahe liegt. Das Piffoir Alle Parteiblätter werden um rafchen Abbrud gebeten. bant ein bedeutender Gelddiebstahl 20 300 M. ausgeführt ist voll Koth und dünftet einen unerträglichen Gestant worden. Der bei einer Bantfirma in der Mohrenstraße aus aus. Der gemauerte Mülltaften ist in sich zusammengefunten. Achtung! Steinseher! Außer nach Stettin ist jezt auch geftellte Kaffenbote Alexander Opolka hatte mit einem anderen Das Abflußwasser des dicht neben den Klosets befindlichen Neffels nach Ibing Buzug streng fern zu halten. In Sassenboten derfelben Firma 65 700 M. zu erheben. Nachdem brunnens fließt in eine Grube, welche von Zeit zu Zeit geleert Beziehung auf den Stettiner Streit ist noch zu berichten, daß die Opolka einen Theil des Geldes an der Haupttasse erhoben und wird. Auf dem Grundstück befindet sich eine Herberge mit Innungsmeister jeht nach altem Muster eine andere Taktik einGeschäfte in dem Girobureau erledigt hatte, bemertte er, daß 54 Wetten, der Hauswirthin gehörig. Die Betten, bis zu 20 fchlagen. Sie langiren nämlich in allerlei Winkel und Kreisaus seiner Tasche ein Hundertmartschein heraushing und ent in einem Raume, find im höchften Grabe unfauber, die Wäsche blättchen die Nachricht, daß der Streit verloren sei. Daran ift deckte, daß ihm ein Packet Hundertmartscheine in Höhe von 20 000 m. seigt teine Spur ihrer ehemals weißen Farbe. Der Fußboden tein wahres Wort und daher ist diese Behauptung nur als Beweis und drei einzelne Hundertmarkscheine fehlten. Opolta ist ein be ift fast überall defett. Für 7-8, in einem Falle für 14 Per dafür zu betrachten, daß die Stellung des Unternehmerthums jahrter Mann und erfreut sich des Vertrauens feines Chefs. fonen 1 Waschbecken, in demselben schmutzigen Wasser müffen immer ungünstiger wird. So find kürzlich wieder mehrere größere Die geschädigte Firma hat eine Belohnung von 1000 M. für die fich alle Personen waschen. Die Handtücher starren vor Arbeiten vergeben worden, die schon in nächster Beit in Angriff Ergreifung des Diebes und eine solche von 10 pet. von dem Schmuß. Das Grundstück dürfte seinesgleichen in Berlin nicht genommen werden müssen. Wenn nun der Streit bis dahin nicht etra herbeigefchafften Gelde ausgesetzt. finden. beendigt ist und auch, was fehr wahrscheinlich ist, die Ause G gelernten sich mit den Streikenden solidarisch erklären, dann der Freundschaft ein Konflikt entstehen. Noch sei bemerkt, daß| ziehungsweise 8 Personen, im Gouvernement Sono 19 be bleibt den Unternehmern nichts anderes übrig, als nachzugeben. auf der im vorigen Briefe erwähnten Einigungs- Kon- ziehungsweise 10; vom 17. bis 23. Juni erkrankten in Warschau Möglich ist auch, daß die Arbeiten anderen, nicht in Stettin ferenz wohl wie schon mitgetheilt die Eisenbahnarbeiters 89, es starben 20; in Riem erkrankten 53, starben 25, in Kurwohnhaften Unternehmern pro Forma übertragen werden, selbst Brüderschaften vertreten waren, nicht aber die Um. Nailway- land 4 bezw. 1, in Radom 14 bezw. 10 Personen. In auf die Gefahr hin, daß höhere Löhne gezahlt werden müssen. Union. Es ist daher Ehrenpflicht jedes Steinfegers, sich unter feinen Umständen, und von wem es auch sei, nach Stettin schicken zu laffen. Alle Arbeiterblätter werden um Abbrud gebeten. Derlammlungen. Plozt erkrankten vom 10. bis 17. Juni 55 Personen, 24 starben. Die Zahl der Erfrankungen in Grodno betrug vom 8. bis 28. Juni 35, 18 Todesfälle sind daselbst vorgekommen. Dem Journal de Bruxelles" zufolge wurden in der Nacht zum Freitag 5 choleraartige Erkrankungen in Lüttich festgestellt; brei In einer Bezirksversammlung des deutschen Solz ziemlich schwer Erkrankte wurden in das Lazareth gebracht. Am Meister, die zehnitündige Arbeitszeit einzuführen, ist von diejenarbeiter- Verbandes, die am 24. Juni bei Lange, Stromstr. 28, Freitag tam eine neue Cholera- Erkrankung vor, welche tödtlich Die Forderung der Tischler von 2a age i. M. an ihre mit der Entlassung sämmtlicher Gesellen beantwortet worden. 4400 in Gfsen versammelte Berglente nahmen die in Dortmund gefaßten Befchlüsse( 20 pet. Lohnerhöhung) an. Gegen einen Ausstand sprachen sich fämmtliche Redner in ganz bestimmter Weise aus. noidallo di brechern, haben sämmtliche Arbeiter an dem betreffenden Tage flärung, daß er das legte Arend'sche Bier angesteckt habe und preußisches, sondern das gekläsfig? F abgehalten wurde, theilte zunächst Kollege Fröhlich mit, daß verlief. auf der bei Herrn Bugge errichteten Bahlstelle Arend'sches und Münchener Bier verschänkt werde; hiergegen sei Stellung zu nehmen, weil uns die Lokalitäten der Brauerei Arends zu Ver Briefkaffen der Redaktion. fammlungen verweigert worden sind. Die Versammlung fandte mir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wet Buchstaben oder eine Zahl Der Ausstand der Oldenburger Glasarbeiter bat am fogleich die Kollegen Timm, Hoffmann, Hoppe und anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. 26. Juni, au welchem Tage die vierwöchentliche Kündigungsfrist 2 afferzieher zu einer Unterhandlung mit Herrn Bugge ab J. F. und Audere. Sind Lohnbeschlagnahmen abgelaufen war, begonnen. Außer einigen wenigen Streit- und diese erhielt von dem genannten Herrn die schriftliche Erwegen Steuern in Preußen aulasfig? Nicht ein vom 21. Juni 18icht ein 1889 trifft die Fabrik verlassen. Es wird gebeten, den Zuzug streng fern daß die Abbestellung bereits erfolgt sei. Die Sache der Kollegen über die Beschlagnahme des Arbeits- und Dienstlohnes Bes zu halten. al Thom und Mayer wurde auf Antrag an die Werkstatt- ftimmungen. Nach§ 1 dieses Gesetzes darf die Vergütung Kontrollkommission verwiesen. Hierauf hielt Kollege Arens für Arbeiten oder Dienste, welche auf grund eines ArbeitsEin neues Kampfesorgan haben sich die Textil einen Bortrag über die Frage: Wie stellen sich die Kollegen zu oder Dienstverhältnisses geleistet werden, sofern dies Verarbeiter von Roubaix( Frankreich) gegründet. Bor uns der beabsichtigten Gründung einer Innungs- Krankenkasse?" Er hältniß die Erwerbsthätigkeit des Arbeiters vollständig oder liegt die erste Nummer des L'emancipation ouvriere", die sich führte u. a. aus, daß die Herren Innungsmeister mit ihrem hauptsächlich in Anspruch nimmt, zum Zwecke der Sicherstellung in einem längeren schwungvollen Aufruf an die Textilarbeiter Projekt taum Glück haben würden, denn das Fundament des oder Befriedigung eines Gläubigers erst dann mit Beschlag be Frankreichs wendet, dieselben auffordernd, mit einzutreten in die Innungskaffen- Wesens sei sehr wacklig, wie beispielsweise die legt werden, nachdem die Leistung der Arbeit oder Dienste erReihen der um ihre Emanzipation tämpfenden Arbeiter. Dem Raffe der Maler und die der Steinfeger beweise. In der Dis- folgt und nachdem der Tag, an welchem die Bergütung( Lohn) zu Inhalt feiner Probenummer nach zu urtheilen, verspricht das fuffion sprachen sich die Kollegen Boy, Millarg und andere entrichten war, abgelaufen ist, ohne daß der Vergütungsberechtigte Organ ein gutes Kampfesmittel der französischen Textilarbeiter zu im Sinne des Referenten aus. Kollege Gerbi ch rieth hierbei( Arbeiter) dieselbe eingefordert hat. Ob der Lohn Ätford- oder werden. Wir wünschen dem neuen Mitkämpfer den besten Erfolg. den Kollegen, sich in die Zentral- Krankentajie aufnehmen zu Beitlohn, ist gleichgiltig. Die Beschlagnahme ist jedoch in folgenDer Verband deutscher Buchdrucker hat die durch den lassen, wodurch sie vermeiden könnten, beim Arbeitswechsel auch den Fällen dennoch zulässig. Bunächst ist sie zulässig, wenn 1891/ 92er Streit erlittene Niederlage jest wieder vollständig über einen Kaffenwechsel vornehmen zu müssen und dadurch ihrer eine dauernde Anstellung( d. b. eine mindestens einjährige wechselig zu geben. Dierauf beauftragte man die ober eine von unbestimmter Dauer mit dreimonatlicher Kündi wunden. Als der Kampf zwecks Einführung der neunstündigen Raffenrechte verluftig Arbeitszeit ausgetobt hatte, da glaubten die Gegner den Zeit- Kontrollkommission, den Fall des bei Kunert u. Kühne beschäftigt gungsfrist) mit mehr als 1500 Mart jährlichem Gehalt vorliegt, punkt gekommen, wo man Halt und Stütze der Gehilfen, die gewesenen Kollegen Weise nach der Richtung hin zu untersuchen, ferner wegen Alimentationsansprüchen der Familienglieder( nicht Drganisation, gründlich zerstören könnte. Die Posse des Gutenberg ob dieser Kollege wegen bontottirten Biers gemaßregelt worden wegen Alimenten für außereheliche Kinder). Das Reichsgeset Bundes begann, der Vater der Freien Vereinigung führte eine fei. Meiter kam eine Kantinenangelegenheit derfelben Firma zur läßt ferner die Beschlagnahme des Lohnes auch zu gunsten froblockend provozirende Sprache und forderte auf, die Verbands. Erwähnung. der Steuer zu. Wegen direkter persönlicher Staatssteuern gehilfen in feinen Stall zu treiben, die Prinzipalstasse that sich auf und Im Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter hielt steuern), die nicht länger als seit drei Monaten fällig und Kommunalabgaben( einschließlich Kreis-, Kirchen, Schul der indirekte Zwang" sollte sie bevölkern. Aber gerade die dräuenden am 30. Juni im Lokale von Deigmüller, Alte Jakobstraße 48 a, geworden sind, darf nämlich der Arbeits- oder DienstGeschehnisse nach dem Neunstundentampfe haben den Buchdruckern Rollege Koblenzer einen Vortrag über die von den Unterlohn mit Beschlag belegt werden. Doch dürfen die Landesgesetz nachdrücklich die Unentbehrlichkeit der Organisation in die Seele nehmern geplante Gründung einer Innungs- Krankenkasse für gebungen derartige Beschlagnahmen untersagen. Gin preußigeschrieben. Der Verband zählt jetzt mehr Mitglieder als vor Tischler und Pianoforte- Arbeiter. Er hob mehrere Punkte herdem Kampf. Im vergangenen Jahre( 1898) traten 3128 Mit vor, wonach durch das Zustandekommen einer Innungskasse die glieder ein und in vielen Orten besitzt heute der Verband mehr Arbeiter nicht unbedeutend geschädigt werden würden. Mehrere Mitglieder als je zuvor. Die Gesammtzahl der Vereinsmitglieber Sollegen betheiligten sich im Sinne des Referenten an der Dis beträgt aunähernd 19 000 in mehr als 700 Druckorten. De tussion, worauf folgende Resolution einstimmig angenommen Rechenschaftsbericht verzeichnet an Reise- Unterstützung 100 711 M., wurde: Arbeitslosen Unteritügung 92 906 M., sonstige Unterstützung 10 960 W., für Stranfe 245 732 M., Begräbnißgeld 12 900 m., Invalidenunterftügung 122 169 M. Der Vermögensstand des Berbaudes beziffert sich zur Zeit ohne Orts- und Gautassen auf 400 000 m. Der 9. Nongreß der Töpfer, dessen Ginberufung in Kurzem bevorsteht, wird sich mit der Berathung eines ganz neuen Statuts zu befassen haben. Neber den Generalftreik der Rohlengräber in Nord amerita schreibt man uns von Newport unterm 20. Juni: existirt nicht, wohl aber eine tönigliche Berordnung vom 80. Juli fches Gesetz, welches die Beitreibung der Steuern regelt, existirt nicht, wohl aber eine königliche Berordnung vom 30. Juli dieser Verordnung sind von der Pfändung ausgefchloffen u. a. 1858, welcher Gesezeskraft beigelegt wird. Nach Vorschrift die für den Schuldner, seine Ehefrau, seine bei ihm lebenden Kinder und Eltern nach ihrem Stande unentbehrlichen Betten, nstrumentenarbeiter protestirt entschieden gegen eine Gründung finde, das zur Wirthschaft unentbehrliche Haus- und KüchenDie heutige Versammlung des Fachvereins der Musik Kleidungsstücke und Leibwäsche, sowie die Betten für das Geder Innungstrantentasse, indem durch diese die Mitglieder der Orts Die frankenkaffe der Tischler und Pianoforte- Arbeiter geschädigt werden. geräth, ein zum Heizen und Kochen beſtimmter Dien", Die Versammlung schließt sich dem Protest der in den Concordia- lohnes wegen Steuern nicht aus. Die Ausnahme au gunsten preußische Verordnung schließt eine Beschlagnahme des Arbeitsfälen abgehaltenen öffentlichen Ortskrankenkassen- Versammlung des Fistus ist theoretisch um so weniger verständlich, als der Tischler und Pianoforte- Arbeiter vollständig an, der gegen sie mit den kurzen Worten diese selbstverständliche Bestimmung die Gründung einer Jnnungs- Tischlerfasse ist." Brünning, Rosenthalerstr. 11-12, bestimmt, da Reller( Bergstr. 68) motivirt ist, die den zutreffenden Satz aufstellen, es sei aur Zum Versammlungslotal im Norden wurde das gofal von ist nur deshalb aufgenommen, um jeder möglichen Frrung von vornherein vollständig vorzubeugen", in denselben Gefeßmotiven feinen Saal zu Bersammlungen nicht mehr hergiebt. Im vor: völligen Evidenz nachgewiesen, in welche durchaus unerträgliche genannten Lofale wird die nächste Versammlung am 21. Juli Lage der Arbeiter und der Arbeitgeber gerathen, wenn die Ge Bezüglich des Ceneralstreits der Kohlengräber habe ich noch abgehalten. Ein Antrag auf Berlegung des Arbeitsnachweises Rompromisabschluß ausgegeben worden war, indem die Ber- gegeben, daß die nächste Versammlung für den Süden am 14. Juli beiter eristiren folle". Auch die Verordnung vom 7. Sepmitzutheilen, daß derselbe im Prinzip schon eine Woche vor dem wurde nach längerer Debatte abgelehnt und dann noch bekannt richte, wie dies so häufig geschehen, den Arbeitslohn vollständig mit Beschlag belegen, ohne jede Rücksicht darauf, wie der Arbands- Exekutive beschloß, distriktweise mit den Unternehmern zu abgehalten wird. unterbandeln. Die Konferenz in Columbus war denn auch nur tember 1879, welche über die Zwangsvollstreckung im VerTheile Weißenfee. Am 23. Juni fand hier eine öffentliche Verwaltungswege bindende Bestimmungen für ganz Preußen schafft, schickt, während eine Anzahl der bedeutendsten Kohlendistrikte sammlung des sozialdemokratischen Arbeitervereins statt, in der enthält eine Pfändung des Arbeitslohns ausschließende Bediefer Staaten nicht vertreten waren. In diesen, wo die Unter- Senosse Hansen einen Vortrags- Zyklus eröffnete über das ſtimmung nicht. In§ 51 entzieht sie ber Pfändung nehmer den Kompromiß nicht anerkennen, wird wahrscheinlich Der Proletarier des Alterthums und der Neuzeit". nur: die auf gefeßlicher Vorschrift beruhenden Alimentenweiter gestreift, während in übrigen fast überall die Arbeit wieder Dem Referenten wurde am Schluß seiner Ausführungen all- forderungen, die fortlaufenden Einkünfte, welche ein Schuldner aufgenommen worden ist. Ein recht bedeutsames Renkontre[ citiger Beifall gezollt. Von einer Diskussion wurde einem An aus Stiftungen oder sonst auf grund der Fürsorge und Freifand gestern in einer Minerversammlung zu Columbus zwischen dem trage des Genossen May entsprechend Abstand genommen. Unter gebigkeit eines Dritten bezieht, insoweit der Schuldner zur BeVerbands- Präsidenten Me Bride und dem Präsidenten der Ohioerorwurf der Lässigkeit und ungenügender Publikation der Ber- und seine noch unversorgten Kinder dieser Ginkünfte bedarf, Verschiedenem" verwahrte sich der Vorsitzende Lemte gegen den streitung des nothdürftigen Unterhalts für sich, seine Ehefrau Staatsorganisation der Berglente Adams statt, welch letzterer auf den früheren Konferenzen mit den Unternehmern als Vertreter ſammlungen. Er fordert die Genossen auf, auch ihrerseits ihre ferner die Hebungen aus Kranten, Silfs, Sterbe, Knappschaftsder Arbeiter jungirt hatte und stets für die ursprünglich auf. Pflicht zu thun und bei den dazu nöthigen Arbeiten sich zur fassen, den Soldatenfold, die Soldaten Juvalidenpension, die der Arbeiter jungirt hatte und stets für die ursprünglich auf Berfügung zu stellen. Ein Antrag des Genossen Kopp, den Er Pensionen der Wittwen und Waifen, die Pensionen invaliber gestellte Forderung eingetreten war, weshalb er zur letzten trag der Tellersammlung den Brauerei Arbeitern zu überweisen, Arbeiter, die Erziehungsgelder, die Studienstipendien, die Bezüge zu in Konferenz nicht entiendet wurde, auf welcher die Mitglieder der tonnte nicht mehr zur Abstimmung gelangen, da der überwachende aus Wittwen- und Waisenkassen und einige Beamten und Exekutive selbst fungirten. Adams hatte sich in scharfen Worten Beamte die Versammlung wegen Anwesenheit einiger Frauen Militäransprüche. Bezüglich der Zulässigkeit der Pfändung des gegen den Kompromiß ausgesprochen, weshalb ihm Me Bride in obiger Berfammlung vorwarf, er sei ein Berräther, welcher fuche, den Streit zur Anarchie zu wenden, worauf Jener erklärte, Me Bride habe die Arbeiter einfach verkauft"! d thing Thema: auflöſte. " Vermischtes. Der internationale Tegtilarbeiter- Kongreß in Man. chester wird seitens der österreichischen Textilarbeiter durch Geheime militärische Aktenstücke eigener Art fonnte die einen Defegirten beschickt werden und zwar ist hierzu der Wiener Arbeiter Zeitung" in ihrer letzten Nummer zur VerSekretär des Verbandes der österreichischen Textilarbeiter geöffentlichung bringen. Unser Bruderorgan schreibt: Auf was wählt worden. Am Kongreß selbst werden folgende Fragen besonders in Betracht gezogen werden: 1. Bericht über den Zu stand der Spinn- und Gewebearbeiter jedes Landes. 2. Die Etaatsanordnungen der Arbeitsstunden für sämmtliche Arbeiter. 3. Arbeitslöhne und wie eine Erhöhung derselben zu erzielen ist. 4. Die besten Methoden für eine vereinigte internationale Thätigkeit, um vorstehende und andere Zwecke zu fördern. 04 # für Agenden manche Herren Offiziere ihre dienstliche Thätigkeit erstrecken, fönnen die Leser aus nachfolgend veröffentlichtem Dienst- Bettel erfahren. Derselbe lautet:" R. und f. Divisions- Artillerie- Regiment Nr. 41. Dienst Bettel. Salzburg, am..... 1894. Lieber Bauhofer! Durch den Ausstand der Eisenbahn Arbeiter in Du kommandirst einen Mann auf drei Monate nach GroßNordamerika sind 32 Bahnen in Mitleidenschaft gezogen Kanizsa. Wenn es Dir möglich ist, bitte ich Dich, kommandire worden. Der Verkehr ist auf mehreren Linien vollständig einster ist der Liebhaber von meinem Dienstmädl su biefem Dienſt den Ober den Ober Kanonier Florian 3 mill. Der gestellt die Lebensmittel steigen im Preise. Die SouthernPacific- Bahn kann keine Büge fahren lassen. und tommt immer in den Kurpark Früh 5 Uhr und Abends 9 Uhr. In den Eisenbahn- Werkstätten an verschiedenen Orten haben die Arbeiter Das wäre für mich eine angenehme und gute Lösung, und dem Ich habe dem Mädl das schon verboten, jedoch ohne Erfolg die Arbeiten eingestellt, um den Angestellten der Pullmann'schen Stert schadet eine Ablösung in Groß- Kanizsa nicht. Fabrit zu beljen. In Cincinnati giebt es jegt 5000 Feiernde. Auch in Kentucky legen die Arbeiter in Maffe die Arbeit nieder. Mit herzlichem Gruß Dein ergebener Die Verwaltungen der in Chicago und St. Louis mindenden Eisenbahnen haben den Beschluß gefaßt, daß es Pflicht sei, dem Boykott der Pullmann'schen Waggons Widerstand zu leisten. " W Murko." Darauf erhielt der Bittsteller folgende Antwort: Bieber Murto! Mit bestem Gruß! Arbeits- oder Dienstlohns verweist die Verordnung darauf, daß es bei den Bestimmungen des oben angeführten Reichsgesetzes verbleibt. Infolge dieser Bestimmungen wird in Preußen selbst die Heuer der Seeleute vom fistalischen Magen mit Beschlag belegt, und zwar was uns unzulässig scheint nicht nur wegen Steuern, sondern in Seestädten selbst wegen Gerichtstoften. C. B. N. 100. Aber! Ihre Anfrage ist bereits am 29. Juni, 2. Beilage, unter N. 100. G. 2. und am 21. Juni unter N. 100 beantwortet. In der Mark Brandenburg beerbt nicht ohne weiteres ein finderlofer Ehegatte den andern. Es muß vielmehr, wenn man dies erreichen will, ein Testament errichtet und dasselbe dem Gericht persönlich eingereicht oder dort zu Protokoll erklärt werden. A. J. 52. 2. 2. 4. Nein. C. J., Buchholz. Es bleibt für die Frau fein anderer Weg übrig, als nach einem anderen Ort, z. B. Berlin über zusiedeln und dort das Kind ausschulen zu laffen. feinen Gebrauch machen. Hans Sachs. Wir können von Ihrem Gedichte leider Einsender der Fränkhen Morgen- Zeitung". Wir werden uns doch nicht mit einem so fleinen Kläffer beschäftigen. Heinz. Existirt nicht. Wir haben Ihren Brief als Anregung unserer Berlagsbuchhandlung übergeben. Besten Dant für Ihren Beitrag. Uns hätten Sie aber das Kirchenlicht nennen sollen. R. N. Der Sohn ist verpflichtet, nach seinen Kräften seine hilfsbedürftige Mutter zu unterstüßen und der Stadt die an diese verauslagten Armengelber zu erstatten. Zwingen, mit ihm zusammen zu wohnen, darf kein Sohn seine Mutter. Gefangverein. 1. Ein Gesangverein tann in dem ihm überlassenen Bimmer so lange fingen, wie er will. 2. Sänger und Klavierspieler können auch dann wegen ruhestörenden Lärms" verurtheilt werden, wenn die Fenster geschlossen sind, auch Gesang und Spiel vorzüglich ist, aber der Richter annimmt, daß Gesang und Spiel juristisch als ruheftörender Lärm", der ungebührlicher Weise erregt" ist, aufzufassen sei. gemeinen sind aber die Richter einer Großstadt nicht so gar große Mufitfeinde und Ruheprozen. Habe leider schon beim Rapport einen anderen Mann In der letzten Sitzung der Konvention des nord- bestimmt; jedoch veranlaßt, daß 3mill sein Berhalten dement amerikanischen Eisenbahn Arbeiter Verbandes( Am. sprechend ändert. Railway Union) wurde ein Beschluß gefaßt, welcher ein sehr schlechtes Licht auf den betreffenden Theil der Bauhofer, Hauptmann. Delegaten wirft, welche für ihn stimmten; derselbe ging Soweit wir über die beiden Offiziere informirt sind, schreibt nämlich dahin, daß" Farbige" nicht in die Union aufgenommen unfer Bruderorgan hierzu, ist der Bittsteller, dessen Mädl" so werden dürfen. Es ist dies dieselbe Bestimmung, welche der verwegen ist, ohne Erlaubniß feines Herrn den Oberkanonier Int. Maschiniften- Verband in seinen Statuten hat, weshalb seine 3mill zu lieben, der Oberlieutenant Franz Murto, Regiments Aufnahme in die„ Federation of Labor" abgelehnt und eine zweite Adjutant beim 41. Divisions- Artillerie- Regiment in Salzburg, Mafchiniften- Organisation gegründet wurde. Es scheint fo, als dessen Freund Bauhofer ist Hauptmann, Kommandeur der Batterie ob in der letzten Zeit das egoistisch- reaktionäre Element aus den Nr. 4, beim gleichen Regimente in Salzburg. C. S. Die bei Guttentag erschienene Ausgabe des Abalten Organisationen, den Brüderschaften", der neuen Union Wegen Majestätsbeleidigung verhaftet wurde in Koblenz zahlungsgeschäfts tönnen Sie durch die Buchhandlung bes Bor fehr start zugeströmt ist und dieselben zu beeinflussen droht. Es ein Lehrer des Konservatoriums der Mufit, Sohn eines württem wärts", Beuthstr. 2, beziehen. Mit dem 4. Juni ist dies Gesetz war eigentlich nicht die Majorität, welche jenen Beschluß gefaßt bergischen Finanzraths. Anläßlich der Ermordung Carnot's hat in Kraft getreten. bat; in der vorhergegangenen Sigung war dieselbe allem An- er sich Beleidigungen gegen die Potentaten im allgemeinen und A. 3. 100. 1. Wenn Sie( wegen Ghebruchs) auf Scheidung schein nach für die Aufnahme, die Gegner segten aber die er gegen den deutschen Kaiser insbesondere in einer Beamtenfamilie antragen wollen, so müssen Sie zunächst bei dem Amtsgericht tagung durch und provozirten gleich im Beginn der nächsten zu Schulden kommen lassen. Berlin Antrag auf Anberaumung eines Sühnetermins stellen. Sigung die Abstimmung, wobei 102 Stimmen für, 113 gegen die Die Cholera. Brüssel, 1. Juli. Dem„ Journal de Den Antrag tönnen Sie in der Anmeldestube des Amtsgericht I, Aufnahme abgegeben wurden, während die Gesammt Bruxelles" aufolge gewinnt die Cholera in Lüttich an Aus- Neue Friedrichstraße 12/18, zu Protokoll erklären. Dann wenden zahl der Delegaten girta 800 beträgt. Präsident Debbs dehnung; es sind gestern sechs neue Erkrankungställe vor Sie sich an Ihren Bezirksvorsteher mit dem Antrag auf Erbebauerte zwar den Beschluß, erklärte aber, daß die gekommen, von denen einer tödlich verlief. Die Krankheit theilung eines Attestes darüber, daß Sie zur Zahlung von Minorität fich demselben fügen werde. In einer tritt meift in den ärmeren Stadtvierteln auf. In der Kosten unvermögend find. Nachdem Sie nach etwa 8 Wochen früheren Sigung, welcher der General- Wertmeister" des Ordens verfloffenen Nacht sind zwei weitere Personen an Cholera ein dahin gehendes vom Magistrat ausgestelltes Attest erhalten ber Sights of Labor" Sovereign beigewohnt hatte, war be- erkrankt. In Seraing ift ber Gesundheitszustand haben, reichen Sie dasselbe und das Zeugniß über Fruchtlosigkeit schlossen worden, ein„ Schutz- und Trutzbündniß" mit dem Orben jest wieder ein guter, in Soumagne und in einem anderen des Sühneversuchs bei dem Landgericht Berlin 1, Biviltammer, abzuschließen; da dieser aber ebenso wie die" F. o. 2." seit Dorfe der Umgegend tritt die Cholera jedoch bedenklich auf. Jüdenstraße ein, legen das Sachverhältniß bar und beantragen, seinem Bestehen für bie Grwerbung der Mitgliedschaft teinen Petersburg, 1. Jult. An der Cholera erkrankten bezw. Ihnen das Armenrecht zu bewilligen. 2. Darüber können wir Unterjdjied in den Massen machte, so dürfte da gleich im Beginn farben vom 10. bis 28. Juni n. St. in Warschau 25 h Ihnen Auskunft nicht ertheilen. & sandeida ga u gains dan the ch bruder Herrn Otto Bauer zum Unserem Hausfreund und Klebe- 1 Sozialdemokratischer Wahlverein Für den Inhalt der Zuierate über beutigen Tage die besten Glückwünsche für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. nimmt die Redaktion dem Publikum 1622b gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 3. Juli. Residenz Theater. Jugend. Alexanderplatz- Theater. spenster. GeNational Theater. Italien in Berlin. Apollo Theater. Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. Spezialitäten Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Sensationelle Novität! Italien in Berlin. Große Ausstattungs- Poffe mit Gesang und Tanz in 4 Aften von Carl Peters. Musik von A. Wiedecke. Dekorationen aus dem Atelier von Müller und Schäfer. Maschinerien vom Theatermeister Otto Weiße. Elektrische Lichteffekte von Zakowsky. Rostüme vom Obergarderobier Paul Hildebrandt. Regie: May Samst. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang 7/2 Uhr. Im Garten: Großes Konzert. Auf der Sommerbühne Aufführung von Lustspielen, Poffen sowie SpezialitätenVorstellung ersten Ranges. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Castan's Panoptikum. und Familie Salzmann. Dite, det haste aber sauber geschoben. Verband aller in der MetallVersammlungen Buchhandlung des Vorwärts Berlin SW., Beuthstr. 2. Goeben ist erschienen: am Dienstag, den 3. Juli 1894, Abends 8 Uhr: N. G. Tigeruischewsky. industrie beschäftigten Arbeiter für Wedding: im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. Berlins und Umgegend. Todes- Anzeige. Wir theilen den Kollegen hierdurch mit, daß das Mitglied der Rohrlegergehilfe Carl Assmus am Sonnabend, den 30. Juni, an der Proletarierkrankheit nach langem Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 3. Juli, Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Krankenhauses Am Urban aus nach dem neuen Jakobitirchhof( Brit) statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. Das Stiftungsfest des Vereins „ Geselligkeit“ findet der Sperre wegen am 7. Juli im Feldschlößchen nicht statt. 1623b Der Vorstand. Achtung! Stimmbegabte Herren, welche gewillt find, einem alten Gesangverein( Mitgl. d. A.-S.) beizutreten, mögen sich mittwoch, Abends 9 Uhr, im Restaurant von Schulz, Reinickendorferstr. 2a, melden. Achtung! 1561b Tagesordnung: 1. Vortrag über: Die Volksschule, wie sie ist und wie fie sein soll. Referent Genosse Metzner. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Fragekasten. für Moabit: bei Reichert, Müllerstr. 7. 490/ 7* Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Wagner über: Volksbildung und Klaffenbewußtsein. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten 4. Frage fasten. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich in folgenden Lokalen: Für Schönhauser Vorstadt: Lietzke, Schwedterstraße 33 Meinhardt, Pappel- Allee 8/4: Schmidt, Trestonftr. 24. Für Rosenthaler Vorstadt: Witzel, Elifabethstr. 18; Gnadt, Swinemünderstr. 120; Hildebrandt, Bernauerstr. 83; Raabe, Ruppinerstr. 42. Für Oranienburger Vorstadt: Gieshoit, Boŋenstr. 40; Tauschel, Grenzstr. 4; Hilgenfeld, Bergstraße 60. Für Gesundbrunnen: Haverland, Bellermannstraße 87; Walther, Badstr. 23; Reuter, Swinemünderstr. 45; Herrmann, Buttbuserstr. 45. Für Wedding: Gleinert, Müller- und Fennstraßen- Ecke; Herzog, Reinickendorferstr. 53; Heising, Schulftr. 114; Steinbach, Bigarrengeschäft, Antonstr. 1. Für Moabit: Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28; Nietz, Beuffelstr. 62; Köhler, Calvinftr. 11; Schäffer, Alt- Moabit 23. Eine literarhistorische Studie von G. Plechanow. 392 Seiten 80. Preis broch. 2,50 M. geb. 3 M. Porto 30 Pf. Die russischen Verhältnisse der Mitte unseres Jahrhunderts, die Reformperiode unter Alexander II, den damaligen eigenartigen russi schen Sozialismus schildert und erflärt der Verfasser an der Hand des historischen Materialismus. Im zweiten Theil untersucht er den utopischen Sozialismus an der Hand der Marristischen Lehren und gestaltet die Darstellung zu einem Kompendium des wissenschaftlichen Sozialismus, das an Schärfe, Klarheit und Beweiskraft taum übertroffen 448/20 werden dürfte. Verlag von Diejenigen Genoffen, welche nicht im Beſiß der Adreſſe ibres J. Scherm, Nürnberg: Bezirksführers find, werden ersucht sich in den betreffenden Zahlstellen zu informiren. In beiden Versammlungen kein Boykott- und Ringbier. Grosse öffentliche Versammlung der Klempner am Berlins und Umgegend Sonnabend, den 7. Juli, Abends 8% Uhr, im Saale der Arminhallen, Kommandantenstr. 20. 1624b Tagesordnung: 1. Unſere wirthschaftliche Lage und wie und wann Der am 7. Juli stattfinden sollende denken wir dieselbe zu verbessern? 2. Wahl von Werkstattvertrauensmännern. Sommernachtsball Dom Rauchklub 3. Verschiedenes. Das Erscheinen aller Kollegen ist Ehrenfache. Der Vertrauensmann: M. Schmidt. zur Brüderschaft und Tanne findet ber Saalsperre wegen nicht statt, da Herr Zimmermann, Gesundbrunnen, Badstraße, sein Wort zurückgezogen hat. Das Vergnügungskomitee. Empfehle mein Geschäft in friscaen Blumen und Kränzen. 5441 L* Kein Ringbier. 1628b* Adtung! Drücker! Adtung! Dienstag, 3. Juli, Ab. 8 Uhr, in der Berl. Ressource", Kommandantenstr. 57:" Hawaiische Königs- Robert Meyer, Große öffentliche Versammlung. Gewicht Tänzerinnen! Das schwerste Ehepaar der Welt. 1110 Pfund. Evora- Bräu in vorzügl. Qualität empfiehlt in Ge binden v. 20-100 2tr. 30 FI.= 3 M Nr 2. Mariannenstraße 2. NB. Um häufigen Irrthum zu verGenossen, genau auf meine Adreſſe zu achten. # Tages Ordnung: Reise- Handbuch für wandernde Arbeiter. 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Auch innerhalb der heutigen Ausbeutungs- Das Gericht hielt auf grund der Beweiserhebung weder eine ordnung lassen sich einige allzugrobe Begünstigungen der Wucher- strafbare Handlung des Klägers für erwiesen, noch war es der und Ausbeutungsfreiheit beschneiden. Thut dieser kleine Schnitt Ansicht, daß derselbe eine ansteckende Krankheit während seiner der freisinnigen Partei, die ja bekanntlich selbst gegen das lahme Thätigkeit für Tr. besaß. Es verurtheilte diesen gemäß dem Wuchergefet gestimmt hatte, weh, so seigt sie dadurch wieder Klage- Antrage, durch den Mund des Vorfißenden ausführend, einmal, daß sie die rückhaltsloseste Schüzerin der schrankenlosen der unangenehme Jodoformgeruch allein begründe nicht die soAusbeutung des wirthschaftlich Schwachen durch den Wohl fortige Entlassung. habenden ist. Die anderen Parteien treten im allgemeinen etwas minder offen für schrankenlose Ausbeutungsfreiheit ein. Gerichts- Beitung. Gewerbegericht. müht, das letzte von armen Leuten zu holen, denen einer ihrer Betrachtung gleichgiltig rung ob berechtigter oder unberechtigter Weise, ist für unsere damit einverstanden erklärt, daß er, Kläger, etwas später Das Gesetz findet auf alle innerhalb Deutschlands spätestens am 4. Juni 1894 abgeschlossenen sogenannten Abzahlungsgeschäfte Anwendung; rückwirkende Kraft auf die vor dem Rammer VIII. Borsigender: Assessor Fürst. Sigung vom 4. Juni 1894 abgeschlossenen Verträge hat das Gefeß nicht. Der 30. Juni. Zweck des Gesetzes ist der, allzu erheblicher Ausbeutung der Der Siedemeister H. verlangt vom Seifenfabrikanten Erbe Nothlage des wirthschaftlich Schwachen durch starres Bestehen 455 M. Entschädigung wegen kontraktwidriger Entlassung, sich auf dem Vertragsschein in etwas entgegenzutreten. Die Rechts auf den§ 133a der Gewerbe- Ordnung stüßend. Ein Sachver sprechung hatte entsprechend der wucherlichen Grundlage der ständiger bestätigt die Behauptung des Klägers, daß der Siedeheutigen Gesellschaftsordnung solche Verträge für zwar ruppig, meister einer Seifenfabrik als Werkmeister im Sinne jenes Paraaber flagbar erklärt, in denen dem Verkäufer das Recht zu 28. Juni. Rammer VII. Borsigender: Assessor Korn. Sigung vom graphen der G.-D. zu betrachten sei. Der Beklagte ist der Meinung, geftanden war, falls der Preis des unter Namen wie„ Rauf auf daß er zur sofortigen" Entlassung des Klägers berechtigt ge Abzahlung",„ Miethsvertrag"," Gebrauchsleihvertrag" u. dergl. Wie sehr die Art und Weise verwerflich ist, in welcher die um 6 Uhr Morgens um 9, 10 und 11 Uhr erst zur Arbeit ge= Sonderbare Entlohnung von StaIIIeuten. wesen sei, und zwar deshalb, weil dieser angeblich häufig statt verkauften Gegenstandes nicht voll bezahlt und etwa eine Rate sogenannten Stallleute der Fuhrunternehmer für ihre Dienste fommen ist. Dies habe er öfter gerügt, es habe aber nichts geunvollständig oder unpünktlich entrichtet war, die verkaufte Sache bezahlt werden, zeigte ein Lohnentschädigungs- Prozeß des Stall- nügt, ihn zum pünktlicheren Erscheinen zu ermahnen, deshalb ohne Entschädigung zurückzufordern, die rückständigen Kaufraten manns A. gegen den Fuhrherrn Strzelinski. A. verlangte zwei habe er, Beklagter, es schließlich unterlassen. Er be giebt zu, dem oder gar sämmtliche Raten einzufordern und vielleicht noch Arbeitswochen mit 3,50 m. pro Tag entschädigt. Den Anspruch Seläger in den legten 2-3 Wochen vor der Entlassung nichts obenein eine unbändig hohe Konventionalstrafe von bem zerlegte er in zwei Theile. Fünfzig Pfennig Lohn und 3 M. mehr über sein Späterkommen gesagt zu haben. Befragt, wirthschaftlich schwachen Käufer zu verlangen. Von diesen Rutscherabgaben. Gr behauptete, 15 Rutscher feien bei St. im weshalb er denselben denn nicht längst entlaffen hätte, äußert E., Wucherrechten aus" Abzahlungsverträgen" machten allerdings Durchschnitt in Stellung, und jeder hätte ihm, Stläger, täglich er habe ihn gebraucht; es sei nicht so leicht, einen brauchbaren anständige Abzahlungsgeschäfte, Möbelhändler, Nähmaschinenfabrikanten u. j. w. feinen Gebrauch. Desto eifriger waren blonde 20 Pfennig für das Helfen bei den Pferden" gegeben. Der Be- Siedemeister zu bekommen. Der Kläger hält den Ausführungen und schwarze Shylocks mit frummen und mit geraden Nasen be- lagte bestritt die Berechtigung des Klägers zu jeglicher Forde- des Beklagten entgegen, derselbe habe sich beim Engagement " Agenten" einen Abzahlungsvertrag aufgeschwazt hatte. Hatte also 7 Mart zahlen. Zu mehr würde er, bemerkte er dabei, seine wollte ihm aber ev. 14 mal 50 Pf., fommen dürfe. Er habe demselben gleich gesagt, daß 3. B. eine Näherin eine Nähmaschine von solch Geiern auf Ab- unter keinen Umständen verpflichtet sein, wenn auch der Kläger im Morgens mit nach der Halle müsse, um Einkäufe zu Frau ein Grünframgeschäft habe und er des zahlung für 90 M. gekauft und 80 m. bezahlt, blieb aber wegen Recht wäre; denn der Lohn desselben für das Stallreinigen betrage für besorgen. Arbeitslosigkeit, Krankheit und dergl. mit den letzten 10 M. im 14 Tage berechnet, nicht mehr. Was die Kutscher ihm geben, sondern ihn trotzdem engagirt. Nach der Berathung erklärte der Beklagter habe nichts dagegen eingewandt, Rückstande, fo flagte der edle Abzahlungsverkäufer auf Rückgabe der sei nicht seine, des Beklagten Sache. Diese subjektive Aeußerung Vorsitzende, der gesammte Gerichtshof sei sich darin einig, Nähmaschine, ohne daß die Näherin auch nur einen Pfennig yrer sauer ins Objektive überfekt lautet: Der Fuhrunternehmer daß nach dem festgestellten Thatbestand, daß der Kläger wohl verdienten und abgezahlten 80 M. zurückerhielt. Diese Vampyre übernimmt keinerlei Berantwortung dafür, daß fein Stallmann juristisch, aber nicht moralisch im Recht mit seiner bestanden auf ihrem Berg und, wiewohl selbst im heidnischen für alle feine im Interesse des Unternehmers gelegenen Forderung sei. Der Betlagte hätte sich seines Rechts zur soRom der Grundsatz galt, daß unsittliche Verträge insbesondere Dienste auch richtig bezahlt wird; nur für die Bezahlung des fortigen Entlassung dadurch begeben, also solche argen Wucherverträge, ungiltig und unklagbar, Stallreinigens mit 50 Pfennig pro Tag, wozu er gerade in den wurde in mindestens 99 von 100 folchen Fällen im christlichen ausdrücklich verpflichtet hat, haftet er, beziehungsweise will und ihn nicht zur rechten Beit, das heißt gelegentlich er fich letzten Wochen das Verhalten des Klägers nicht rügte Deutschland Die arme Näherin verurtheilt, ohne einen er Pfennig Entschädigung die Nähmaschine haften. Auf das Unerquickliche eines dem Abzah Verhältnisses einer der mehrstündigen Arbeitsversäumnisse, entließ. Sein Stilllungsverkäufer herauszugeben und die Roften des Rechts- wie das des A. zum St. vom Vorsitzenden aufmerksam gemacht, schweigen während der legten Zeit sei einem Einverständniß mit die Kosten des Rechts- bemerkte letterer: G3 ist so im Fuhrgewerbe in der Bummelei des Klägers gleich zu erachten. Daß Kläger die ftreits zu tragen von Rechtswegen im Namen des Berlin üblich."" Wie sehr ein derartiges Verhältniß für 3wangslage des Beklagten ausnüßte, sei moralisch verwerflich. Rönigs". Gegen derartige Wuchergelüfte würden aus nicht den Stallmann vom Uebel ist, beweist eine Aeußerung, die der Aus diesem Grunde sei dem Kläger zu rathen, freiwillig auf gelehrten Richtern bestehende Boltsgerichte den einfachen, nahe Kläger auf Einwürfe des Beklagten gegen die Höhe der Forde einen Theil seiner Forderung zu verzichten. Nach längerem Hinfiegenden Ausweg gefunden haben, derartige Klagebegehren als wucherliche abzuweisen und solche Vampyre als Wucherer in An- rung machte. Er gebe zu, führte Kläger aus, daß er an manchen und Herreden erklärte sich der Kläger mit der Hälfte zufrieden. flagezustand versetzen zu lassen. Das gelehrte Richterthum Tagen die der Klagesumme zu grunde gelegten 3,50 M. nicht unter den obwaltenden Umständen willigte der Beklagte selbstfonnte folche Urtheilssprüche nicht fallen, die ja die auſammen bekommen labe. Manchmal hätte er die 20 Pf. den verständlich in den vorgeschlagenen Vergleich und verpflichtete sich Grundlage unserer heutigen Gesellschafts- Ordnung die Kutschern stunden müssen; zum Theil habe er das Geld ja fpäter zur Zahlung von 227,50 M. unbedingte Freiheit des wirthschaftlich Starken den wirth erhalten, zum Theil hätten es aber die Kutscher nachzuzahlen fchaftlich Schwachen auszubeuten Die Anarchistenversammlung vom 1. Mai vor der vergessen und garnicht selten wäre es passirt, daß bedroht hätten. Es bedurfte Kutscher plöglich aufhörten und ihn bewußt Kammer Brausewetter. Die zweite Strafkammer des erst eines ausdrücklichen Gesetzes, um den infolge der sozialen durch nicht zahlung der 20 Pf. geschädigt, Auf Landgerichts I verhandelte am Sonnabend gegen den MechaMothlage immer größer werdenden Kreis Solcher, die Waaren auf Abzahlung zu nehmen gezwungen sind, ein klein wenig vor diese Weise babe er an manchen Tagen mit einem Verdienst von niter Wilhelm Spohr und den Arbeiter Otto Döring. Wenn wenig mehr als einer Mark Vorlieb nehmen müssen. allzu umbarmherziger Aussaugung zu schützen. Beide sind beschuldigt, in der Anarchistenversammlung, die am Tas Gesetz bestimmt, daß bei solchen Abzahlungsverträgen solche Zustände im" Fuhrgewerbe Berlins üblich find", dann 1. Mai in der Ressource abgehalten wurde, staatsgefährliche find sie werth, werth, möglichst aus möglichst bald der Welt mögen sie einen Namen tragen, welchen immer sie wollen Reden gehalten zu haben. Nach der Aussage des als Zeugen 81 werden. im Fall des Rücktritts vom Vertrage jeder Theil verpflichtet iſt, ſchafft Hierbei tönnte Gewerbe- vorgeladenen Polizeilieutenants Schmidt I, der die Versammlung gericht behilflich sein, indem dem anderen Kontrahenten die empfangenen Leistungen zurückes vorkommenden Falles überwacht und aus Anlaß einiger von Döring gehaltenen Aus zugewähren. Von der Näherin, welche 80. Mark auf die mit zunächst prinzip el festlegt, daß die Abgaben der Kutscher führungen aufgelöst hat, haben beide Angeklagte ihre sogenannt 90 m. bewerthete Nähmaschine abgezahlt hat, würde der Ver- an den Stallmannn einen 2ohnzuschlag, einer be- revolutionären Ansichten in Worte gekleidet, die so ziemlich all täufer also nicht mehr verlangen können, daß sie ohne jegliche fonderen Form der Lohnzahlung gleich zu er- und jedes rednerische Geschick vermissen lassen. Der Angeklagte achten sind und daß für ihre bestimmte Au 3 Spohr führte vor Gericht aus, daß er auf einem anderen Boden Entschädigung die Nähmaschine heraus zu geben hat. Vielmehr darf die Näherin verlangen, daß der Näh- ahlung an den Stallmann der Arbeitgeber, ſtehe, als die meisten Anarchisten, er sei ein Gegner der Propaganda maschinen- Verkäufer, der die Maschinen wegen unpünkt- der Fuhrunternehmer, haftet. Mehrmalige Ent- der That und erhoffe eine Umwälzung nur dadurch, daß das licher oder oder unvollständiger Bahlung scheidungen in diesem Sinne würden bewirken, daß die Fuhrherren Bolt sich nach und nach selbst bilde und vervollkommne. Die oder dergleichen zurüdnimmt, ihr eine Vergütung zahlt. Die Vergütung besteht nach und nach anfingen, den Lohn" voll und ganz" dem Stall- Anklage führe nur hier und dort herausgerissene Bemerkungen in 80 M. abzüglich der der Näherin aus dem Vertrage mann selbst zu zahlen. Der Fuhrherr wird dann, insofern er auf, welche ohne Zusammenhang einen ganz anderen Sinn be In ähnlicher Weise verwirklich zugeflossenen Vortheile. Es würden also von den absolut die Kutscher, die doch auch arme Teufel sind, zur Betheiligung fämen, als von ihm beabsichtigt sei. 80 M. etwa abzurechnen sein: die Transportfosten, ferner der an der Bezahlung des Stallmanns verpflichtet hält, sich mit den theidigte sich der Angeklagte Döring. Staatsanwalt Dr. Benedix Der anständige hielt beide Angeschuldigte durch die Beweisaufnahme überführt, Miethswerth, den die Nähmaschine für die Zeit, in der sie in Kutschern auseinander zu setzen haben. Besitz der Näherin war, besaß, ferner der Minderwerth, den die Arbeitgeber allerdings seine Raffe ist vielleicht noch nicht ganz es zeige fich wieder die alte Erscheinung, daß solche Volksredner Nähmaschine infolge etwaiger Beschädigungen durch die Näherin ausgestorben wird nicht auf die Groschen der Kutscher in den Versammlungen Wölfe und vor Gericht Schafe seien. Er und infolge Beitablaufs und Gebrauchs erlitten hat: der reflektiren. Zum Beweise, daß jelbst die Unternehmer jene beantrage gegen Spohr ein Jahr drei Monate, gegen Näherin wurden im allgemeinen also wohl 40-50 M. zurück- Stallmann auffassen, sei die Aussage eines Zeugen im Prozesse A. Vertheidiger, R.-A. Dr. Bieber plaidirte in erster Linie für FreiKutscherabgaben als Lohnzuschuß, als Theil des Lohnes für den Döring ein Jahr zwei Monate Gefängniß. Der zuzahlen fein. Unsere Genossen im Reichstag hatten es in der zweiten gegen Strzelinsti angeführt. Der Bruder des Beklagten, sprechung, in zweiter für ein niedrigeres Strafmaß. Der Gerichtshof erkannte gegen die Angeklagten auf je ein Lesung des Gefeßes auch durchgesezt, den bekannten Schwinde welcher zugleich sein Kompagnon ist, sagte auf Befragen:" Den leien herumziehender Sendlinge von Abzahlungsgeschäften, Rutschern wird bei ihrer Annahme erklärt, daß fie 20 Pf." pro Jahr Gefängniß. Konversationslegions Hausirern u. dergl. dadurch einen fleinen Tag dem Stallmann für seine Hilfe beim Besorgen der Pferde Mit dem Selbstmord eines Kohlenziehers beschäftigte Riegel vorzuschieben, daß der Verkäufer auf alle Fälle bei Strafe zu zahlen hätten." Diese Worte sprechen unseres Grachtens dafür, sich wieder einmal das Seeamt in Bremerhaven in seiner letzten daß selbst den Unternehmern der Lohncharakter der 20 Pf. mehr Sigung. Der Kohlenzieher Wahlers auf dem Dampfer„ Röln" verpflichtet sein sollte, dem Käufer eine zweite zweite Ausfertigung der Vertragsurkunde zu übergeben und im Besitz Strz. gilt, im Fuhr gewerbe Berlins üblich ist". oder minder klar ist; den Unternehmern, weil, was für war auf hoher See über Bord gesprungen und zwar sollte er des Käufers dauernd zu belassen. Bei der dritten Be Hervor durch Mißhandlungen seitens seiner Vorgesetzten in den rathung fiegte jedoch bei der Mehrheit des Reichstags suheben ist, daß der Vorsitzende, Assessor Korn, den Beklagten St. Tod getrieben worden sein. Das Seeamt gelangte auf Grund das Gewicht der Gründe, die gegen solche zweckmäßige in Zukunft doch lieber seine Stallleute selbst zu bezahlen und von einem Vorgesezten gestoßen und gerüttelt, auch mit Mißim vorliegenden Falle tam ein Vergleich zu stande ersuchte, der Beweisaufnahme zu der Ansicht, daß, wenn auch W. einmal Maßregel vorgeführt wurden. Ist demnach auch leider die vorgeschlagene Bestimmung im Gesetz nicht enthalten, so ist eventuell den Kutschern dafür etwas weniger- die 20 Pf. pro handlungen bedroht sei, er doch in der Hauptsache infolge der es doch jedem Käufer unbenommen, sofort bei Abschluß des Tag im Heizraum herrschenden großen Siße und der ungewohnten Bertrages zu vereinbaren, daß auch ihm ein Exemplar des Ver- Rammer VI. Stellvertretender Vorsitzender: Assessor Alberti. Arbeit( W. machte seine erste Seereise) Selbstmord begangen trages übergeben werden müsse. Bei dieser Gelegenheit sei Sigung vom 29. Juni. habe; doch habe auch die wegen seiner Beschränktheit erfolgte dea $ zu geben. das ge= Versammlungen. überhaupt davor gewarnt, irgend ein Schrift. Ein Prozeß mit Hindernissen war derjenige, andauernde rauhe Behandlung seitens der Heizer stück zu unterschreiben, ohne sich Abschrift welchen ein Konditor gegen seinen ehemaligen Chef, Herrn zu der Ausführung seines Entschlusses beigetragen. Die Hölle braucht des Schriftstückes geben zu lassen. Wer Wintelzüge Treppenhauer, durchführte. Er fühlte sich unrechtmäßig entlassen man bekanntlich nicht im Reich der Phantasie zu suchen; ihre gegen das Verlangen, dem Unterschreibenden genaue Abschrift und beantragte deshalb, daß der Beklagte zur Zahlung von Leiden sind auf der besten der Welten in den mannigfachsten der Urkunde zu geben, macht, geht gewöhnlich auf Schwindel aus: 68 M. an ihn verurtheilt werde. Im ersten Termin wollte dieser Abstufungen zu finden und die schlimmsten Qualen erleidet ein anständiger Geschäftsmann, Hauswirth, Versicherungsagent 2c. zur Entlassung berechtigt gewesen sein, weil ihm der Kläger der Unglückliche, den die Noth in den Heizraum eines der großen giebt sofort seinem Kontrahenden Abschrift des Schriftstückes, das Butter gestohlen habe. Wegen des angeblichen Diebstahls transatlantischen deutschen Dampfer treibt. zu irgend etwas verpflichtet. Nur, wer schwindeln will oder be- schwebte zu jener Zeit ein Strafverfahren Strafverfahren gegen den sonders start übervortheilen will, hat ein Interesse daran, dem Kläger, weshalb die Entschädigungsklage, bezw. deren weitere Unterschreibenden eine Vertragsurkunde vorzuenthalten. Nicht Verhandlung bis zu dessen Erledigung vertagt wurde. Das as bei Gelegenheit der Unterschrift von dem Agenten Strafverfahren wurde eingestellt, worauf das Gewerbegericht die geschwägt ist, sondern allein das wirklich Unterschriebene gilt Parteien wieder vor seine Schranken rief. Der Beklagte tam Eine öffentliche Metallarbeiter- Versammlung tagte hiernach. nun mit einem neuen Einwande. Der Kläger sollte mit einer unter großer Betheiligung am 28. d. M. im Kolberger Salon. Das Gesetz stellt ferner den Abschluß von Abzahlungs ansteckenden Krankheit( Syphilis) behaftet gewesen sein und zur Besprechung standen die Zustände in einer ganzen Reihe geschäften über Loose, Inhaberpapiere mit Prämien, Bezugs- ihm dadurch schon Grund zur sofortigen Ent hiesiger größerer Fabriten und Werkstätten. Nät her referirte. oder Antheilfcheinen auf solche Loose oder Inhaberpapiere laffung geliefert haben. Die Kammer des beim Be- Derselbe behandelte zunächst die Zustände in der Betriebswerkunter Strafe. flagten stationirten Klägers foll so gestunten haben, und zwar stätte der Gßen Berliner Pferdebahn- Aktiengesellschaft. Man Ist der Empfänger der Abzahlungswaare selbst Kauf- nach Jodoform, daß sich niemand mehr hineingetraut habe. Der follte meinen, so äußerte sich derselbe, daß bei der überaus günmann, so findet das Gesetz teine Anwendung.al Kläger gab zu, viermal geschlechtlich frank gewesen zu sein, aber stigen Finanzlage der Gesellschaft auch entsprechend die Arbeiter Wiewohl demnach das Abzahlungsgesez nur den allergröbsten nicht während er beim Beklagten arbeitete; er versprach dies entlohnt werden. Dies sei wohl der Fall bei den Gehältern der Bewucherungen durch Abzahlungsverträge ein wenig vor durch ein ärztliches Attest zu beweisen. Nach Jodoform habe es oberen Beamten, z. B. erhalte der Direktor Köhler ein jährliches beugt, stimmen bereits jetzt Organe der freisinnigen Partei, wie in seiner Rammer nur gerochen, weil er damit ein Fußübel be- Gehalt von 36 000 m., dazu etwa 20 000 m. Tantième und zum Beispiel Tante Boß, Klagelieber darüber an, daß das Gefeß handelte, das er sich durch einen Fall zugezogen. In dem nun beziehe außerdem eine Staatspension von 5000 M. Die Gehälter ben Erfolg haben würde, daß( wörtlich), Niemand mehr auf folgenden Termine, dem am 29., war das versprochene Attest zur der Schaffner und Kutscher erreichten diese Höhe nicht. Die GeAbzahlung verkauft." Die reellen Geschäftsleute mögen fich bei Stelle. Dasselbe befagte, daß Kläger, der im Krankenhause behandelt fellschaft unterhalte eine Reperaturwertstätte auf dem Gesund Gauverein Berliner Bildhauer. Dienstag, den 3. Jult, Abends 8 Uhr, bei Ehrenberg, Annenstr. 16: Bersammlung. Tagesordnung: Bibliothet abend. Often, Solzmarktstr. 67. Dienstag, den 3. Juli, Abends 8% Uhr, bet Stühler, Nationale haufmännische Kranken- und Sterbekaffe.( E. S. 71.) Neue Grünftr. 38: Vorstandssitzung. gegend. Witgliederversammlung am Dienstag, den 3. Jult, Abends 8½ Uhr, Freie Vereinigung der Bureau- Angestellten Berlins und UmNeue Friedrichstr. 44 bei Röllig: Vortrag können wir durch Sparen unsere Lage verbessern?" Gäfte haben Zutritt. Erdmann.Mitglieder. 1 1 Freie Feld blume Wienerstr. 31 bei -V Turnverein brunnen, welcher gegen 200 Arbeiter beschäftigt und neuer- 125 Pf. erhalten. Komme ein Arbeiter zu spät zur Arbeit, so werde rant Kafch, Oranienftr. 190. Gleichheit, in Nagel's Refidutant, dings auch neue Wagen hergestellt werden. Abgesehen von der derselbe einfach ausgesperrt und erleide von seinem geringen Lohne tafel Wilmersdorf, Berlinerstr. 40. Möller's Garten.- Gefangverein Gon Schwedterstraße. Männer- Gefangverein Wilmersdorfer Lieder langen Arbeitszeit herrsche dort der Brauch, daß die Arbeiter noch einen Ausfall. Bedauerlich sei es, daß die Pferdebahn- cordia, Oranienfir. 109. nur vierwöchentlich ihren Lohn ausbezahlt erhalten. Wöchentlich Arbeiter fast ausnahmslos Leser und Abonnenten des Berliner Schröder. Sänger gruß, Friedrichshagen, Friedrichstr. 58, Restaurant erhalten sie eine Abschlagszahlung von 15 M., verdienen aber Lokal- Anzeiger"," Deutschen Blatt" 2c. wären. Den Vorwärts" tesegarth.- Stralauer& iedertafel( Orchesterabtheilung) FriedrichsGesangverein der Metallarbeiter Osten, Krautstr. 38 bet überhaupt nur 19,50 M. Von zwei zu zwei Jahren sollen" die hielten wenige und diese würden noch hinausschmaroht aus der berg, Rummelsburgerstr. 45 bet Raul. Arbeitergesangverein Einig bet Arbeiter eine Lohnzulage von 1,50 M. erhalten. Derartige Fälle Arbeit. Die trassen Zustände in dieser Betriebswerkstätte wurden witte, Andreasstr. 26. fämen jetzt gar nicht mehr vor. Die Schirrmeister( Schmiede) müssen vom Redner noch an weiteren Beispielen erläutert. Von mehreren Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend für 22,50 M. arbeiten, während sie sonst in ähnlichen Betrieben Rednern, die zu Worte famen, erfuhren die Zustände noch alle zuſchriften, den Bund betreffend, find zu richten an B. Bent, Adalbertstraße 95. 30 M. erhalten. Die Wagenwäscher erhalten bei einer Arbeits- eine detaillirte Besprechung. Dienstag. Musikverein Hoffnung, bei Dreßler, In seinem Schlußworte hob Eisenbahnstraße 6. Geselliger Musikdilettanten Verein Münster zeit von 9 Uhr Abends bis 10 Uhr Morgens 2,20 M. bis Mäther hervor, daß manches von ihm vordem Ge- mann, bei Wilte, Hochstr. 32a. Uebungsstunde und Aufnahme neuer 2,40 M. Ueberstunden werden nicht bezahlt. Das Sparsystem sagte auch auf die Arbeiter der Firma Nothmann zutreffe; Anhaltiner, Tempelhofer Ufer. Theaterverein Freundschaft, Abends 9 Uhr beim Theater- Gesellschaft 2iberte, Rottbuser werde aufs strengste durchgeführt. Beschwerden blieben unberück- trotzdem dieselben sich besserer Lohn- und Arbeitsbedingungen Damm 103 bei Meter.-Theaterverein Freie Kunst, Blumenstraße Nr. 46 sichtigt. Herr Köhler soll sich sogar dahin geäußert haben: zu erfreuen hätten und aus diesem Grunde den anderen bet went, 8% Uhr.- Schüßenverein Freitugel, Staligerstr. 34 bei Hente. Wenn die Berliner es nicht machen, dann hole er sich Arbeiter Kollegen mit gutem Beispiele vorangehen sollten in bezug auf Rauchflub Gut gesinnte Freunde, Abends 9 Uhr, bet Müller, aus Schlesien! Georgentirchstr. 65. Musikverein Osiris, Mariannenstr. 32 bet DoberOrganisation 2c. Auch dort wird Schultheiß- Bier getrunken. In stein. Bergnügungsverein Nordwacht, Abends 9 Uhr bet Herme r Aehnliche nette Zustände seien im„ Cyclop"( Mehlis und der Mühlenbau- Aktiengesellschaft vormals Kapler werde ebenfalls schmidt, Perlebergerstr. 28. Behrens) zu verzeichnen. Die Kesselschmiede erzielten einen Wochen- Schultheiß Bier getrunken, und herrsche das Kolonnensystem, Anatreon, Abends 9-11 Uhr, bei Keßner, Annenstraße 16.Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Gefangverein Musikverein verdienst von 25 M. Trotzdem mache der Kesselmeister große Lohn- herrschen Lohnabzüge, Saisonarbeit 2c. Von den mehreren nord 8-11 Uhr, Wriezenerstr. 6, bei Sendte. Gesangverein Alpens abzüge. Dasselbe sei bei den Drehern der Fall, die nicht über hundert dort beschäftigten Arbeitern seien bis vor kurzem ganze glühen 2 bet Nowack, Manteuffelstr. 9. Gesangs- Abtheilung des Arbeiters 50 Pfg. pro Stunde verdienen dürften. Auch hier herrsche das 5 organisirt gewesen! Der Referent betonte, daß die Deffentlich- Bildungsvereins von Weißensee bei Müller( Pfeifen- Müller), KönigsChauffee 38. tapitalistische Prinzip: Lohndrückerei und beim heranrückenden feit sich noch öfter mit den Firmen zu beschäftigen haben werde Arbeiter Zitherflub Freiheitstlänge. Jeden Dienstag Abends von Alter der Arbeiter hinaus! Trotz alledem seien die Arbeiter und er erwartete, daß die Kollegen für nöthiges Material Sorge 8 bis 11 Uhr bei 2. Richter, Bülowftr. 65 am Dennewitz- Plaz. Musitso versklavt, daß sie nicht wagten, gegen diese Zustände auch nur tragen werden, um zu wissen, wo der Hebel zur Besserung ein- verein Frisch auf bei Schröder, Reichenbergerfir. 24. Turnverein Gesundbrunnen. Die 1. Männer- Abtheilung turnt von zu murren. Die hygienischen Zustände ließen Alles zu wünschen zusetzen sei. Die vorgeschlagene Resolution fand einstimmige An- 8-10% Uhr in der Zurnhalle des Leffing- Gymnasiums, Banfftraße 9-10. übrig. Um nur eins herauszugreifen, bestehe im„ Cyclop" noch nahme. Der Ueberschuß der Tellersammlung wurde den aus Berliner Turngenossenschaft. Die 9. Männerabtheilung turnt jeden die wunderbare Einrichtung, daß der Arbeiter dafür, daß er gesperrten Brauereiarbeitern bestimmt. Dienstag und Freitag in der Gemeindeschule, Blumenstr. 63 a. sich von dem Schmutze der Arbeit im Dienste des Unternehmers Fichte. Jeden Dienstag und Freitag, Abends 8-10 Uhr, Staligerstr. 55-56. Zurnverein Norden, jeden Dienstag Abends von 8% bis 10 Uhr in der reinigen will, bezahlen muß, und zwar wöchentlich 10 Pfg.! Turnhalle, Prinzen- Allee 8. Nach dem Zurnen geselliges Betsammensein im Die Firma Rudolf u. Kühne erfreue fich gleichfalls der Restaurant Zum Thüringer, Prinzen Allee 10. Turnverein Froh und größten Beliebtheit bei den Arbeitern. Dort scheine das Antreibeder Männerabtheilung jeden Dienstag von 8%-10% Uhr bet Bethké( vormals Frei, Brig( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes Deutschlands). Turnen system der Meister zur höchsten Blüthe entfaltet zu sein. Auch Engel), Chausseeſtr. 39. hier sind Lohnabzüge zu verzeichnen, obgleich die Löhne schon Theater- Verein Othello 2 Abends 9 Uhr, bei Zägers, Gartenstr. 13-14. nicht hohe genannt werden können. Die Einrichtungen der Straße 158 bei Buchs. Privat- Theater- Gesellschaft Berliner Humor, Abends 9 Uhr, köpniderPrivattheaterverein Crescendo, Abends, bet Arbeitsstätten illustrirte die Anführung, daß in manchen ArbeitsNicolay, Elisabethkirchstr. 14. Theaterverein Vultania, Abends 9% Uhr, fälen die Heizungsrohre sich an der Decke befinden. Von VentiTanz bet Schütte, Alte Schönhauserstraße Nr. 23-24, Sigung mit anschließendem lation sei kaum zu reden. Für Benutzung der Wascheinrichtung Theaterverein Morgenroth zu Friedrichsberg tagt mit Damen, Abends 9 Uhr, im Vereinslotal bei Christen, Friedrich Karlstr. 26. müßten gar pro Woche 15 Pf. bezahlt werden. Bei der Verein ehemaliger Schüler der 38. Gemeindeschule. Sigung jeden- Fidel e Geister, Sigung bei Beffeler, Wein- und Gollnowstraßen- Ecke. Firma Arnheim herrsche das berüchtigte Kolonnensystem, Dienstag, Abends 9 ühr, im Restaurant Felsenterraffe, Engel- Ufer 1. Bergnügungsverein Amicitia, Abends 8% Uhr, bei Schönnagel, ebenso bei der Aktien Gesellschaft Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 8%-10% Uhr. Nord Barnimftraße 47. Geselliger Verein Brüderschaft, vormals Sentter. Echule, Mülleistraße 179a und Südost- Schule, Waldemarjir. 14: Boltsth. 9 Uhr, im Restaurant Dittmann, Perlebergerstr. 9. VergnügungsDer Fabrikant habe den Vortheil davon, der Arbeiter Medizin. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und verein& turnalia, Abend 9 Uhr, Andreasstr. 3, Sigung. Bergnügungsaber den Schaden, mit Ausnahme des Kolonnenführers. Eine Serren, jeder Zeit aufgenommen. verein Fidelio, Abends 9 Uhr Sigung mit Damen bei Seifert, vernichtende Kritik übte der Redner an den Arbeitern von Arn talender find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Dienstag, Große Frankfurterstr. 133 bet Golds. Arbeiter- Sängerbund Berlins u. Umg. Alle Aenderungen im Vereins- Oranienstraße 21. Geselliger Verein Mehr Licht, Abends 9 Uhr, Touristenklub Wanderlust heim, Rudolf u. Kühne und Schwarzkopff, welche ohne Gewissens- Abds. 9 Uhr, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Olympia, Abends 9 Uhr, Fransect istr. und Schönhauser- Allee- Ecke. Geselliger Verein strupel boykottirtes Bier trinken( Gregory und Schultheiß), ja, Adalbertstr. 8 bei Sauermann.- Schildhorn, uſedomftr. 33 bet Wielte. Regina Gigung mit Damen Oranienstr. 153 bei Schönwalder. Verum sich liebes Kind bei den Herren Meistern zu machen und sich Sumor, Lichtenbergerstr. 16 bei Bolzmann. Alpenglocke, Grüner Weg 29, bei Saeger.- Ihn'scher Gesangverein gnügungsverein una. Sigung bei Haberecht, Große Frantfurterstraße 30, Unverzagt 2, Moabit, Fidelitas. Männerchor Waldesrauschen im Restaurant HohenVortheil zu verschaffen, recht viel trinken! Derartige Fälle seien Waldstr. 8 bei Jante.- Waldfapelle, Reichenbergerstr. 19 bet Roscher. zollern", Seydelstraße. Bergnügungsverein Berolina Abends 9 Uhr - Gesangverein im Restaurant Proz, Annenstr. 9. leider auch in anderen Fabriken zu verzeichnen. Wenn die Zu- Arbeiter- Maibund, Nowawes, Wallfir. bei Gärtner. Waldkapelle 2, Abends 9 Uhr im Geselliger Verein Hertha, Sigung stände in den Fabriken und Werkstätten immer schlechter würden, Sanges blüthen Krautstr. 6 bet Rudolf. Freie Sängers in Seeger- Restaurant Kaiser, Staligerstr. 22. Imühle bei Eberswalde.- Alte Linde Mariannenstr. 48 bei Gütler. in den Dranien- Haller, Orantenstr. 51, Abends 9 Uhr( alle 14 Tage). so seien die Arbeiter nicht zum Wenigsten selber daran schuld. Borwärts 4, Rathenow, Restaurant zur Erholung bei W. Friesecke. Orientalischer Rauchklub Spar- und Kreditverein, Abends 9 Uhr, Allen diesen indifferenten Arbeitern hielt Redner ihre trostlose Ginig teit 2 Weinstr. 11 bei Feind.- Gefangverein der Böttcher Stein eiche, Reichenbergerstraße 24, bet Schröder. Rauchklub Dämmerwolfe, Vorwärts 8, Marwig, bei W. Nölte. Böckhstr. 1. Rauchtlub Bruderbund. Abends 9 Uhr, bei P. Gerhard, Lage vor Augen und richtete einen beredten Appell an dieselben, Neue Friedrichstr. 20 bei Keller. Silaria, Frankfurterfir. 30 bei Haberecht. Wiederhall, Köpenicker: Grünauerstr. 27. Rauchflub Zeitgeist, bds. 9 Uhr b. Kaspar, Restaurant aus ihrer verdammenswerthen Gleichgiltigkeit sich aufzuraffen firaße 191 bei Boge. Gesangv. Rothe Melte 2, bei Rabe, Ruppiner- und zum Zeitgeist, Bernauerstr. 72. Rauchtlub Unverzagt bei G. Ruppin, und sich der Organisation anzuschließen. Er empfahl folgende Schönholzerstraßen- Ecke.- Gefangverein Eintracht, Nieder- Schönweide, Blumenstraße 49. Rauchklub Portorico, Abends 9 Uhr, bet Rauchklub Gemüthlichteit 2, Resolution: Die Versammlung erklärt sich mit den Aus- Restaurant Streitler, Grünauerstr.- Gesangv. Frohsinn in Stralau, Gräfl. Kohn, Wrangelstraße Nr. 136. Reischach'sche Brauerei.. Epheu, Gerichtsstr. 10 bet Gehrandt. Gefang: Abends 9 Uhr bei Achsel, Köpenickerstraße 161. Rauchflub Blaue Luft, führungen des Referenten einverstanden. Sie erblickt verein Echo 2 9 Uhr Abends Uebungsstunde bei Hirthe, Elisabeth Abends 9 Uhr bei Bredlow, Bülowstr. 65. Rauchtlub Abguß, 8 Uhr, Gesangverein Gerechtigkeit Westen, Bülowstraße 59 bei Schulze, Weberstr. 10. in den vorhandenen Mißständen eine schwere Schädigung Straße 14. Rauchklub Grüne Quafte, der Arbeiter, welche durch das Joch des Kapitalismus physisch bei b. Werner. Gesang u. Theaterverein Acacie( gein. Chor), Seughofstr. 8 9 Uhr, Münchebergerstr. 29, Restauration Schmeift. Rauchklub Eldo: Arbeiter- Gesangverein Freiheit 2, Adlershof, rado Abends 8% Uhr bei Gayer, Pallisadenstraße Nr. 66-67. Rauch und intellektuell ruinirt werden. Die Versammlung erblickt das Oppenstraßen Ecke, Grünauer Chauffee, bet Paulig. Freies flub Tabats blüthe, Stzung, Abends 9 Uhr, Blumenftr. 19. Rauch bet Heinecke. einzige Mittel zur Abhilfe dieser Schäden in der gewerkschaftlichen ied 1, Friedrichsberg, Friedrich Karlstraße 11 tlub Columbus, Abends 8% Uhr, bei a. utte, Oppelnerstr. 23. Wacht Sce auf, Wörtherstraße, Nytestraße, bet Schmidt. Rauchflub Gut gesinnte Freunde, Georgenkirchstr. 65 bei Müller. Organisation, da nur durch das geschlossene Vorgehen aller Freiheit 3, Bernau, im Echüzenhaus. Senefelder, Lands: Rauchtlub, ambalema", Abends 8% Uhr bei W. Fröhlich, Retchenbergerstr. 78a. Kollegen der täglich wachsenden Ausbeutung der Arbeitskraft bergerstr. 31 bet Seehausen.& cho 3, Behlendorf, Karlstraße bet Rauchtlub Sorgenfret, Abends 9 Uhr bet ww. Bartel, Ballifabenstr. 22. Widerstand geleistet werden kann. Jeder Anwesende verpflichtet Regler. Männergesangverein Wa ch' auf, Pantow, Wollantsir. 115 Rauchklub Sumatra, Abends 8% Uhr bei Krause, Gitschinerstr. 93. sich daher, sich seiner Gewerkschaftsorganisation anzuschließen." Brenzlau, im Kaisergarten. Hermann Sonntag. Männergesangverein Eichen tranz, Stattlub Eintracht Abends 9 Uhr bei Grande, Laufiberstr. 50. Weddinger Harmonie, Müllerstr 7. Stattlub Rother Junge, Sigung alle Dienstage nach dem 15. und Bezüglich der Betriebswerkstätte der Pferdebahn theilte ein Männerchor Nord- Ost, Landsberger- Allee bet& Krause. Harmonie Spielabend alle Dienstage von 9-11 Uhr im Restauraut Boechstr. 7, bei A Imenrausch, Gräfestr. 34 bei Plög.- Herrn Herrath. Redner mit, daß die Schlosser, welche bei der Herstellung der Rigdorf, Bergstr. 141 bei Schimtäſe. Statflub Schnitt, Abends 8% Uhr, bei Trittelwig, Sommerwagen beschäftigt würden, der Üeberanstrengung wegen um Thurmistr. 23, Zentralhalle.-Liebesfreiheit 2, Strausberg, Wilhelmstraße, 9 Uhr, Sigung, Kastanien- Allee 40, im Restaurant. Arion, Wittenberge, Falkensteinstr. 7. Sängerfreiheit Naunynsir. 86 bei Zubeil. Büglerverein Norden. Jeden Dienstag, Abends Kartenflub Lustige eine Lohnzulage gebeten hatten. Sie wurden vertröstet bis zum Früh- Weber's Kaffeehaus.- Froh' Hoffnung( B. W.) Kulmftr. 36 bei Raumann. Brüder, bet Restaurateur E. Ratite, Krautstraße 48. Regelflub Holz= jahre und schließlich hätten nur 6, gute" Gesellen eine Lohnzulage von 8utunft 1, Steglitz, Ahornsir. im Gambrinus.- Edelweiß 1, im Reftau- mustel Abends 8 Uhr, im Restaurant Hahn, Rattborstr. 18. MEDAILLE 1894 PROTE GOLDENE TORAY'S EUTENANT -LIE FRINZEN FRIEDRICH V OHNE FLEISS KEIN PREIS MEE- CORP 1894. 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Aus dem reichen Inhalt( ca. 1000 Stichworte) des Heft 8 heben wir die Artikel Arbeiterschutzgesetz, Deutsches( Wortlant des Gesetzes nebst den Anträgen der sozialdemo kratischen Reichstagsfraktion, und Erläuterungen), Arbeiterschuh- Gesetzgebung in Finnland, A. in Frankreich, A. in Großbritannien, A. in Italien, A. in Luremburg, A. in den Niederlanden, A. in Norwegen, A. in Oesterreich, A. in Portugal, A. in Rumänien, A. in Rußland, 3. in Schweden, A. in der Schweiz hervor. Alle 14 Tage erscheint ein 3 Bogen starkes Preis pro Heft 20 Pf. Die Firma besteht seit 1873. Gardinen GESCHAFTSHAUS Heft. Abends Abends end# 2378 HEINE Portièren und Tischdecken. Neue stilvolle Muster in grosser Auswahl zu aussergewöhnlich billigen Preisen. Teppiche in unübertroffener Auswahl, garantirt fehlerlose Waare, zu erstaunlich billigen Preisen, OF Gardinen- Reste für 1, 2 oder mehr Fenster pass., äusserst wohlfeil. 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