Nr. U«. SS.Ish�. BezsgSprei»» »>i-rt-ri!U>rI. 4L0 T?!. moneü. frei inZHauk. v.irauSzahldar�Einzelne fhimmfrn Vostbezug: Monatlich I.ö0 Ml. Unter Kreuzband für !i.eulichiaiid mrd Oesterreich-ttnaarn S,— Ml. für daä übrige Ausland .,50 üSf. monaUich. Ä erfand ine Feld tri direttcr Sestelluna nunalL 1,50 Ml. Poiidcstellnngen nehmen an Düne- mar!. Halland. Luxemburg, Schweden und die Schweis ir.nftstragen in dt« Pafl-ZeimngS-vreidlifte. «Lricheint täglich. relegramm- Adreffe: .Sozialdemokrat Berlin�, Vevlinev Volksblettt. � IE?ksnnig) NnzeigeupreiS: VIeliebenxcfdaücncKolenelzeilekostet 80 Pfg.„kleine Anzeig-ll". da; fetlgebrurlle Lert Li) Pfg. izuläfstg 2 fettgedruckte Worte), leds; weitere Wort>5 Pfg. Slellengestiche und Echlaistellenottzeigen Sao erste Wert 20 Pfg.. fed-s weitere Wort 10 PitU Worte über 15 Buchstaben zählen für iwei Worte. TeuerungSzniMlag 20«)» liamilien-Anzeigen, solitifi!- und gewerkschaftlich« Berel»;- rlnzeigen 00 Pia die Zeile. At, zeige» für die nächste rilnnlncr nlüiien bis j Uhr nachinltlngS im Hanplgelchüit. Berlin C W. 08, Lindenilratze!!, aotegeben werden. Geöffnet von«Nhi jrüh di» I Uhr aocndS. Z�ndrslorgan äer foLialäemokratifcken Partei Oeutfcklanäs. Neöaktion: EW. 68, Lwüenstraße 3. Fernivrechrr: Sltnt Moritzvla«!. Str. ISl SV— ISt»7. Sonntag, de« Ä8. April 1918. expeüttion: EW. 68, �inSenstraße 3. sisertlivrechrr: Zimt Msrikpia«!. Sir. 13190—1,21.67. Raumgewinn gegen �pem. Vergebliche feindliche Angriffe gegen den Kemmel— Französische Auftürme bei Villers Bretonneux und Hangard ge- scheitert. Berlin, 27. April 1918, a b e» d<. Amtlich. Der Engländer hat uns weitere Teile flandrischen Bodens überlassen. Wir stehen in der Linie südwestlichvonLange- inark— Verlor enhoek— Ho oge— Zille» b e k e. ««tlich. Große? Ha»ptq»«rtier, 27. April 1918. sW. T. B.) Westlicher KriegSschanplatz. Nördlich tio» Wytschaete stießen wir biS an den Süd- rand von Loormezeele vor. Franzöfische und englische Divifione« versuchten vergeblich, uns den Kemmel wieder zn entreißen. Ihre am Bormittag auf der Frant vvn D i k k r b u s ch bis Loker, in den Abendstunden aus der Gegend von Lotrr bis westlich von Dranoetrr angesepten Angriffe brachen in unserem Feuer verlustreich zujammei». Wo der Feind unsere Linien erreichte, unterlag er im Nah kämpf. Nordwestlich von M er» ille, auf dem Siidufer der Lys und beiGivrnchy scheiterten feindliche BorstSste. Zwischen S e a r p r und S o m m c ÄlunduiigSgefechtc. Südlich von der S o m m e verblutete sich der Franzose in mehrfachem Ansturm bei und südlich von Sillers Bretvn- ucux. R,ch dem Scheitern starker Frühangriffe am und»Zrd. lich vom Walde von H a« g a r d faßte der Feind am Räch- vlittagc seine Sräfre— vornehmlich Marokkaner—»u erneuten Jorstößen gegen den Ha»gard>Wald und nördlich vom Lucebach zusammen. Die«ehrfach wiederholten durch störlste» Artillerie. fcuer eingeleiteten Bersuche, unsere Linie» zu durchstoßen, schlugen fehl. Au? eigene» Entschluß schritte» Jnfaaterieadtcilungen deidcrseit? deS Lucebachr? zu« Angriff, säuberten«ehrcrc Maschinengewchrntstcr und nahmen hierbei Franzoscn gefangen. Au der übrigen Front nicht? von Bcdcntung. Osten. Fianland. «ersuche de? Feinde?,»usere Linie» bei Lahti nach Lste» z» b»rch brechen, scheiterte». Der Erste Gencralquarticrmcistcr. Ludeudorff. Der österreichische Bericht. Wie», 27. April ISIS.«», t l i« wird verlautbart: I« Südwesten schriaktr schlechte? Wetter die Kampftäkig. keit ein. Der Chef de? Geaeralfiabes. Der Krieg nach öem Kriege. Hafensperre gegen Teutschland. London, 27. April. Renter. Der Schlutzbericht des Anöschnffes fiir Handels- und Wirtschaftspolitik nach dem Kriege, die von Asquich im Jahre ISIS eingesetzt worden war, wurde heute ver- öffcntlicht. Der Bericht behandelt hauptsächlich die Entwicklung der wirtschaftlichen HilsSuntsl des Reiches, die Behandlung der Ausländer, die Handelsgeschäfte tveiben, finanzielle Erleichterungen fiir den Handel, Verhinderung von PveiStreibereien und Schutz bedeutender Stapelinlduftvien. Da die Kommission für Schiffahrt und Schiffsbmlten ihre Arbeiten nicht vollenden konnte, befaßt sich der Bericht nicht mit der Frage der SchiffahrtSpoliitik nach dem Kriege, aber er bemerkt, daß es angesichts de? Mangels an Schiffs- räum m der Welt wiinschrnswert erscheinen könne, für eine be- grenzte Periodedie Benutzung der englischen Hiifen von feiten der fetzigen Feinde einzuschränken. Dagegen würde jede Politik, die die Benutzung der englischen Häfen durch anSländ-istbe Schiffe im allgemeinen hindern wolle, nach Ansicht der Kommission un- zweckmäßig sein. Die Intervention in Sibirien. Das geschädigte England. Einen Beitrag zur Kennzeichnung der letzten, noch nicht abgeschlossenen, aber einstweilen durch den Widerstand der Vereinigten Staaten auf einen toten Punkt gesetzten Unter- nehmung iiiipcrialistischcr EroberungLbegierden liefert der „Manchester Guurdian". Auf Grund der Ausführungen des „Japan Wecklh Chronicle" legt das liberale Blatt dar, daß die öffentliche Meinung in Japan den Wunsch Montonos, in Sibirien einzugreifen, nicht all- gemein teilte: Der Leiter der Selyukaipartei, die die stärkste deZ Land- tages ist und die Regierung unterstätzt, mar gegen eine Intervention in Sibirien. Der Leiter der Konseikaipartei, die zur Opposition gehört, ivar gegen eine Intervention im jetzigen Augenblick. Auch bedeutende Zeitungen, wie die„Asahi", ivaren gegen den Plan. Das Bild der öffentlichen Meinung ist ein ganz anderes, als das, welches die Berichterstatter übermittelten. Wie ist es gekommen, sagt„Manchester Guardian", daß sie die Tatsachen geradezu auf den Kopf gestellt haben il ES ist eine unentschuldbare Verdrehung der Tat- fachen, die England geschädigt hat. Wie weit ist die Regierung selbst verantlvortlich V Was hat Reuter zu sagen? In der Tat ist dies das positive Ergebnis der in den Sumpf geratenen ostasiatischen Aktion: der Verlauf hat den japanischen Staatölenkeru den Beweis gegeben, daß Englands Wille durchaus uicht entscheidend ist, und derartige Beweise gesunkenen Prestiges haben früher oder später ihre politischen Vachwirkiingcn. Sie werden feste Größen für kommende Excmpel. Das Kämpferwahlrecht in Italien. Rom, 27. April.(Stcfani.) Tie Kammer stimmte der Vorlage betreffend Verleihung des Wahlrechtes an alle Kämpfer, auch an diejenigen zu. die noch nicht das 21. Lebensjahr erreicht haben. Sie beschloß auf Antrag Orlandos, sich bis zum fi. Juni zu vertagen. In Italien und England setzt man das Wahlalter fiir die Kämpfer herab, in Preußen dagegen will man es von 24 aus 25 Jahre erhöhen. wekerle wieüer zur Kabinettsbilöung berufen. Budapest, 27. April. Alexander Wekerle wurde heute vormittag vom Könige mit der Kabinettsbildung betraut. Wekerle hat die Mission angenommen und sofort Verhandlungen eingeleitet. Er hatte bereits mit denk Grafen Tisza eine zweistündige Beratung. Wekerle plant, auf Grund des Kompromisse» in der WahlrrchtSvorlage ein Konzen- trationSkabinett zu bilden. Nach einer Meldung der„Frankfurter Zeitung" hat SztereilHi Wekerle als den einzig berufenen Vertreter des Kompromiß-GedankenS bezeichnet. Nachdem das Abgeordnetenhaus vormittags die In- deiniiitätÄvorlage in dritter Lesung angenommen hatte, wurde das Haus bis zur Neubildung des Kabinetts vertagt. Unabhängigkeitsaktion persiens. Äoustantioopel, 27. April. Das Persische Ministerium des Aeußern teilte der hiesigen persischen Botschaft mit, daß alle Vertrüge und Beschlüsse, die mit der politischen und lvirtschaftlichen Unabhängigkeit und Gebiets- Integrität Pörstens im Widerspruch stehen, aufgehoben und annulliert wurden. vor öer wahlrechtsentftheiöung. Das Bewußtsein, daß in den nächsten Tagen die Eni- fcheidung über die Wahlrechtsfrage fallen ivird, hat eine ner- vöse Atmosphäre geschaffen. Allerdings nicht die Stimmung, in der diese Angelegenheit hätte erledigt werden sollen. Wer rückschauend die Geschichte der Wahlrcchtsvorlage während des Krieges betrachtet, der wird zu dem Resultat kommen, daß nicht nur die entschiedene preußische Reaktion. sondern auch ein großer Teil der Mittelparteien ganz und gar den Geist und den Ton der Verhandlungen hat ver- missen lassen, der bei einer solchen Entscheidung am Platze geivescil wäre. Ter Adel deS französischen nnelen regime, der Hofadel Ludwigs XVI., war gewiß mit allen politischen Fehlern einer oligarchisch gesinnten Herrenkaste behaftet. Aber er hat doch einmal loirklich adeligen Sinn und Verständnis für die Be- dürsnisse der Zeit gezeigt, als er in der berühmten Nachtsitzmig der konstituierenden Versammlung auf seine gesamten Privilegien verzichtete. Das ivar eine Geste, die auch auf der Gegenseite Anerkennung finden konnte. Etwas Aehnliches hätte man von den preußischen Macht- hadern verlangen, wenn auch nicht e r lv ar t c n dürfen. Sie hätten wahrlich zu solchem Opfermut noch zehnmal größeren Anlaß gehabt, als ihre feudalen GesinmmgS- genossen in Frankreich vor lüv Jahren. Galt es doch für sie, den unerhörten Heldeiileistungeil eines Volkes den Dank ab- zustatten, von dem der Reichskanzler gesagt hatte, man müsse vor diesem Volke niederknien. Aber diese Herren haben nichts getrieben alS nüchternste und berechnendste Jntcressenpolitik. Der Adelsgeist ist bei ihnen längst verdrängt durch den Geschäftsgeist deS Bundes der Landivirte, der in einem Atem erklärt, daß die Landivirte ihr Letztes opfern wollen, daß aber die H ö ch st- Preise"bedeutend heraufgesetzt werden müßten. Und dieser selbe geschäftspolitische Geist hat auch einen Teil der Mittelpartcicn vollkommen infiziert. Von einer lvirklichen „Gebelannc" ist keine Siede, man spricht nicht von Ver- trauen zum Volke, sondern von Sicherungen, man rechnet>md grübelt darüber, wie man das Königswort in möglichst vielen Punkten umgehen und abschwächen könnte. So finden wir, wenige Tage vor der großen Entscheidung. in den Blättern dieser Parteien verzweifelt lvenig von großen Gesichtspunkten, um so mehr aber von kleinen Berechnungen, pfiffigen Schicbungsversuchcn und taklischen Manövern. Es mag herauskommen tvas ivitt, darüber ivcrdcn sich die Herren klar sein, daß fiir Gaben, die mit solcher Verdrossenheit ge- geben werden, sie großen Dank nicht erwarten dürfen. Mit ihrer Alltagsfeilscherci um jedes Zugeständnis an das Volk hat die Mehrheit des Dreiklassenbauses heute schon deutlich gezeigt, daß sie geistig den außergewöhnlichen Bedürfnissen einer außergewöhnlichen Zeit in leiner Weise gewachsen ist. Alle Berechnungen gehen heute um zwei Fragen: Ivird am Dienstag daS gleiche Wahlrecht oder wird das Plural- Wahlrecht mit einer schwachen Mehrheit durchgehen, und wird die Regierung, falls das gleiche Wahlrecht unterliegt, zur Auflösung des Parlaments schreiten. Beide Fragen sind aber kaum getrennt von einander zu behandeln,>veil die Ueberzcugung von der größeren oder geringeren Standhaftig- keit der Regierung möglicherweise daS Resultat der Abstimmung beeinflussen lvird. Iii der Einschätzung der zu erwartenden RegicrungS- Haltung ist in den letzten Tagen ein erheblicher liinschwung eingetreten. Noch vor einer Woche behaupteten einige Or- gane fest und zuversichtlich, die Regierung könne und lverdc die Auflösung nicht wagen, was hier allerdings gleich als Bluff charakterisiert wurde. Dagegen schreibt jetzt die „Nationalliberale Korrespondenz", die man gerade in"dieser Frage als besser informiert ansehen muß, es könne gar keinem Zweifel unterliegen, daß die preußische Regierung von ihren verfassungsmäßigen Mitteln G e- brauch machen wird, um die Wahlrechtsvorlage gegen einen etwaigen Widerstand durchzusetzen. In gewissem Gegen- sah hierzu steht allerdings, daß die mitunter offiziös in- spirierte„Kölnische Zeitung" über das voraussichtliche Schicksal der Wahlrechtsvorlage zu melden weiß. Sie schreibt: Während bisher in parlamentarischen Kreisen mit der Neigung der Siuaiöregierung gerechner wurde, die WahlrecbtSvorlage unter allen U m st ä u d e n, auch im Falle der Ablehnung de?§3 noch au daS Herrenhauszu bringen, ver« lautet neuerdings mit Bestimmtheit, dutz die Regierung im Falle der Ablehnung des gleichen Wahlrechts erklären werde, an der weiteren Beratung der drei Vorlagen kein Interesse mehr zu haben. DaS Hans würde dann noch den Rest des Staatshaushalts erledigen und dann nach Hause geschickt werden, um zu geeigneter Zeit wieder zusaiimicnberufen zu werden. Ob diese Erklärung schon bei der zweiten Lesung erfolgen werde, ist noch nicht sicher. Im Hinblick aus die eingehenden Berhandlungen kmter den Kullsien der Partelen unter sich und mit der Reezkerung ipricht die Wahrschcinlichteil für ein Hinausschieben bis zur dritten Lesung. Wenn die Regierung vor Neuwablen im Kriege nicht zurückschrecke, könne eS doch nicht unmaßgebliche Stellen gebe», denen die Wirkungen»eines Wahlkampfes über das Heimat» gebiet hinaus zurzeit nicht unbedenklich erscheinen. Hiernach würde also die Regierung einen Mittelweg be- schreiten, den Landtag zu schließen, ohne ihn vorderhand auf. zulösen. Der letzte Satz der„K. Z." zeigt allerdings deutlich, daß diese Lösung eigentlich nicht dem Willen der Regierung, sondern anderer Stellen entspricht. Welcher Stellen darüber dürfte sich der nicht im Zweifel sein, der das Schicksal von Wahlrechts ausrufen, Wahl rechtsartikcln und' Wahlrechtsversanini- langen in der letzten Zeit verfolgt hat. Es scheint wieder einmal, als ob in einer entscheidenden Situation der Einfluß der verantwortlichen Regierung beiseite geschoben und durch das Diktat anderer unverantwortlicher Stellen ersetzt werden soll. Man wird derweilen abzuwarten haben, ob die Regierung Hertling, Dr. Fricdberg sich ein Verhalten aufzwingen läßt, das durch ihre eigenen noch unverklungencn Aussprüche be- reits auf das schärfste gerichtet wäre. In dieser noch ungeklärten Situation tritt am Sonntag der nationalliberale Preußen tag zusammen, dessen Entscheidung möglicherweise die Entscheidung der Wahlrechtsvorlage bedeuten wird. Von ihren nächsten freunden werden die Nationalliberalen in zwiefacher Richtung bearbeitet. Die einen sagen: es nützt doch nichts für das Pluralwahlrecht zu stimmen, denn damit wird die Einführung de:- gleichen Wahlrechts nur aufgeschoben, nicht verhindert, da die Regierung auflöst. Die andern locken: helft nur, eine recht große Mehrheit für das Pluralwahlrecht zustande bringen, ist diese groß genug, so wagt die Regierung nicht aufzulösen. Ter nationalliberale Fraktionsführer Dr. Lohmann cntivickclt in zwei langen Artikeln der„Tägl. Rundschau"— auffälligerwcisc nicht in einem nationallibcralcn Parteiorgan — nochmals die Gründe, die ihn und seine Freunde zum Fe st halten an dem Plural Wahlrecht bewegen. Neue Gesichtspunkte führt er nicht an. aber unbewußt enthüllt er doch den Kern seines Denkens. Was ihn gegen das gleiche Wahlrecht einnimmt, das ist letzten Endes nichts Anderes, als >vas der Junker Oldenburg einmal etwas derber mit den Worten ausgedrückt hat. man dürfe das Portemonnaie der Besitzenden nicht an ein Parlament des gleichen Wahlrechts ausliefern. Immer wieder greift Lohmann auf die Fragen zurück, was denn tverdcn solle,„wenn die Stcucrkraft dcr rheinisch-westfälischen Industrie der Ein- ficht und dem Wohlwollen von sozialdemokratischen Arbeiters ckretärcn überliefert würde", oder wenn in den großen Städten statt des„königlichen Kaufmanns" der„sozlaldemokratischeNedaktcurundZigarrcnhändler" herrsche. In Lohinanns Argumentation spiegelt sich deutlich der letzte Beweggrund der WahlrechtSgegner: in einem abgestuften preußischen Wahlrecht einen Schutz des Großkapitals vor der d i r e k t c n B e st c u e r u n g in dem Maße, wie sie der Krieg nülig machen wird, zu schaffen. Aber auch Lohmann muß zugestehen, daß die zur national- liberalen Partei haltenden mittleren nnd unteren Staats- b e a m t e ii, Angestellten und Arbeiter unbedingte Auhänger des gleichen Wahlrechts sind. Freilich-bezeichnet er die Rücksichtnahme auf deren Willen nur»als einen taktischen, keinen prinzipiellen Gesichtspunkt. Für die nationallibcrale Partei wird es aber nichtsdestoweniger eine Lebensfrage sein, ob sie sich in der Wahlrechts- frage auf die Seite des Kapitals schlägt oder auf die Seite ihrer numerisch viel stärkeren sonstigen Gc- folgschuft, die keine kapitalistischen Interessen hat, diesen bis- her nur unbewußt Vorschub leisteic und hier einmal den I n t c r e s s e n g c g e n s a tz deutlich zu spüren bekommt. FranzMcher HemSderMst vom 28.»pril« v e n d S. Unsere Truppen unternahmen heute vormittag einen Gegenangriff auf die- deutschen Linien von Billers-Bretonncux bis südlich der Luce. <6S gelang ibnen, trotz erbitterten Widerstande« des Feindes, der beträchtliche Streitkräfte auf diesen Punkt herangeführt hatte, ZMe franzosisch-englifthen Gegenftörme. Berlin, 27. April.(W. T. B.> Englische Militärfachzeit. schrifte« behaupteten nach den ersten britischen Niederlagen, daß es bislang den Deutschen nicht gelungen sei, irgendeine bedeutsame eäöhenlinie zu erkämpfen. Die deutschen Erfolge seien lediglich im flache» Lande erzielt. Jetzt hat die Erstürmung des K e m m e l die englische Behauptung anfs neue widerlegt. Der deutsche Erfolg ist um so bemerkenswerter, als es sich hier nicht um einen Ueber- rasch»ngsa» griff handelt. Sämtliche Angrisfsvorbercitun- gen mußten vielmehr unter der weit vom Kenimel schauenden feindlichen Beobachtung getroffen werden. Außerdem hatten die Engländer und Franzosen diese wichtigen Höhen mit allen Mitteln zur Verteidigung ausgebaut, sie außer- ordentlich stark besetzt und dicht hinter der Stellung massierte Re- scrven bereitgestellt. Rotterdam, Ltz. April. Nach einer Meldung von„Nieuwe illotterdamschc Eournut" aus London wird der„Dniltz Rems" von der französischen Front vom ToimerStag berichtet, dasi beim Kampf um Billers-Bretonucux zum erstenmal deutsche Tanks ins Ol e f e ch t kamen. Sic sind größer als die englischen und mit Türmen ausgestattet. Hier kam es auch zum erstenmal zu einem Gefecht zwischen deutschen und englische» Tanks. Englischer Heeresbericht vom 26. April abends. Nördlich der Lys dauert die Schlacht an der ganzen Front von nahe D r a u o e t e r bis zum Kanal Aper n— C o m i n e s erbittert au. Der feindliche Angriff wurde gestern mit großer Kraft von neun deutschen Divisionen unternommen. Heule früh morgens machten französische und britische Truppen einen Gegenangriff, und eS gelang ihnen anfangs, einige Fortschritte zu machen und eine Anzahl Gefangene einzubringen. Später am Tage erneuerte der Feind seine Angriffe, wobei er seine Stürme mit besonderer Hartnäckigkeit gegen die Stellungen der Alliierten von L o c r e bis L a e l y t t e und beiderseits des Kanals Apern— EomineS richtete. In der Nähe von Laelytte und Scherpenberg wurde allen feindlichen Angriffen standgehalten, aber nach scharfem Kampfe, in besten Verlauf eine Reihe ent- schlossener Angriffe mit schweren Verlusten für die feindlichen Truppen abgeschlagen wurden, gelang eS den» Feinde, unsere Linie iu Richtung Locrc zurückzudrücken. Beiderseits des Kanals Apern— EomineS machte der Feind gleichfalls einige Fortschritte. Heute am frühen Morgen griffen stanzösisch-briliiche Truppen die feindlichen Stellungen südlich der Somme in der Nähe von Hang a r d und des Hangard- Waldes an und schoben ihre Linien an einigen Punkten in heftigen Kämpfen vor. An der übrigen britischen Front ist die Lage un- verändert. dem Feinde einen ansehnlichen Teil de? Geländes, welches er gestern gewonnen hatte, wieder abzunehmen. Wir nahmen das Denkmal südlich von Villers-Bretonneux, drangen in den Wald von Hangard en Sanlerre ein nnd eroberten den Westleil des Dorfes. Die Schlacht, die den ganzen Tag über dauerte und noch anhält, war von außergewöhnlicher Heftigkeit. Die Deutschen versuchten, uns um jeden Preis unsere Gewinne zu entreißen, trotz der beträchtlichen Verluste, die unser Feuer ihnen bei jedem Versuche zufügte. Namentlich im nördlichen Teile des Waldes von Hangard warfen die Deutschen bis zu sieben Malen ihre Sturm» bataillone vor, ohne daß eS ihnen gelang, unsere tapferen Truppen zum Weichen zu bringen. Nicht weniger scharf war der Kampf im Dorfe Hangnrd, das zweimal den Besitzer wechselte. Auf dem �Eiidufer der, Lnee bemächtigten wir uns des Weinberges, den wir trotz der Anstrengungen des Feindes behaupteten. Auf dem rechten MaaSufer nnd am HartmannS Weilerkopf zeitweiliges Geschützfeuer. Von der übrigen Front ist. nichlS zu melden. Ueber öen Merkanal nach Norüea. Berlin, 27. April. lA. T. B,) Am Kanal von Hollsbeke stieß am 26. April ein auf Erkundung befindlicher Offizier mit einem Stoßtrupp östlich Ooflhoel über den Dferkanal nach Norden vor, rollte in kühnem Angriff nördlich des Kanals einen Teil der Stellung auf, nahm 120 Engländer gefangen und erbeutele 10 Maschinengewehre. Seutfth- französisch s verembarungen übe? öie Opfer öes Krieges. Bern, 27. April. Mclöung der Schivcizcrischcn Dcpescffl'N- agentur. Die am 2. April in Bern zusammengetretene Ken- ferenz zwischen Delegierten der deutschen und französischen Regierung zur Behandlung der Fragen betreffend die Opfer des Krieges, wurde Freitag abend/ den 26. April, vom Bun- desprästdentcn geschlossen. Tic Arbeiten der Konferenz führ- tcn zu einem befriedigenden Ergebnis. Zwei Verein- b a r ii n g e n, die eine über Kriegsgefangene, die andere über Zivilpersonen wurden unter Vor- b e halt der Genehmigung der beiderseitigen Regie- rungen unterzeichnet. Eingehendere amtliche Ans- schlüsse können erst in einigen Tagen veröffentlicht werden, wenn die Delegationen ihren Regierungen Bericht erstattet haben werden.._ Vertrauensvotum für Grlanüo. Lugano, 27, April.(.Franks. Ztg.") Das Kabinett hat in der Kammer mit 272 gegen 43 Stimmen ein VerlrauenSvoium bekommen. Da neben der sozialistischen Opposition eine bürgerliche in diesem Augenblick nicht mehr besieht, indem sich die meisten Mil- glieder der Giolittischen parlamentarischen Union vor der Abstim- mung gedrückt hatten, scheint die Regierung glücklich die Lage zu beherrschen. In Wirklichkeit ist die Debatte in der Kammer das Bild schwerster politischer Stagnation. Ueber die eigentliche poli- tische und Kriegslage wird nicht debattiert, da man zu viel Un- erfreuliches von Dächern rufen müßte, was man lieber für sich be- hält. Man drückt sich daher um die wirklichen politischen Kern- Probleme und führt um die wirtschaftlichen Kleinproblems ein ge- räuschvolles, aber durchaus harmloses Scheingefecht. Lugano, 27. April. Die italienische Kammer nahm mit 247 gegen 69 Stimmen eine Regierungsvorlage an, durch die die Legislaturperiode nm ein Jahr, d. i. bis zum November 1919, verlängert wird. Dpbenko und Irau Kollontai verfchwunüen. Wir teilten unlängst mit, daß die auch in der deutschen Partei wohlbelannte Frau Kvllontai, der die Svwjet-Regieruug das Amt des Ministers für soziale Fürsorge übertrogen Halle, von ihrem Posten zurückgetreten sei. Es geschab infolge eines gegen den Marinekommissar Tybenko eingeleiteten Verfahrens. ES wird nun- mehr durch ein Leninsches Dekret bekannt, daß Frau Kollontai und ihr Gatte Dybenko verschwunden sind und daß die Suwjet- Regierung jedermann verbietet, den Flüchtlingen Obdach zu geben. Kars von üen Türken genommen. Koustantinopel, 27. April. Heeresbericht. Palästinasront: Stellenweise Patrouillengefechte. Ein feindliches Flugzeug wurde bei Nablus abgeschossen. Der Beobachter ist tot, der Führer ist verwundet gefangen genommen.— Kaukasusfront: Unsere Kämpfe um Kar« führten zum Fal.le der Festung. 866 Geschütze verschiedenen Kalibers find erbeutet.— Auf den übrigen Fronten nichts Besonderes. Nach vierzigjähriger Zugehörigkeit zu Rußland kehrt KarS in türkischen Besitz zurück. Dieser in den Tiirkenkriegen de« letzten Jahrhunderts schwer umkämpfte Platz entschied bisher über die Sicherheit der Vormacht in den südlaukasischen Gebieten. Trotz der« änderler Zeitverhältnisse wird er seine Bedeutung auch für die Zu« kunsl nicht eingebüßt haben._ Der Krieg auf öen Meeren. Berlin, 26, April. Neue Erfolge unserer Mittclmcer-U-Bootc'chädigten den Feind um 5 Dampfer von zusammen etwa 24 000 Br.-Rcg.-To. Oberleutnant z. S. Dönitz drang mit seinem U-Boot in den durch Sperren geschützten und durch Flieger bewachten Hasen von Augnsio �Sizilien) ein, griff dort den englischen Dampfer C h k l o p s �9633 Br.-Reg.-To.) an und lief trotz feindlicher Gegen« matznahmen unbeschädigt wieder aus. Cyklops kenterte und s a n?. In der Otrantvstraße wurde unter besonders starker Gegen- wehr ein größerer Dampfer mit Passagierausbanten, anscheinend ein TruppcntranSportdauipfcr, versenkt. Der Chef des AdmiralstabeS der Marine. Berlin, 27. ApiÄ, Amtlich. Neu« U-Boot-Erfolge an der West- küste Englands: 25 669 Br.-N.-T, Ein Dampfer von mindestens 12 000 Br.-R.-T. Größe und ein bewaffneter Dampfer von 6000 Br.-R.-T. wurden ans stark gesicherten Geleitzügen herausgeschossen. Der Chef des AdmiralstabeS der Marine. Tanks gegen Tanks. Südlich Villers-Bretonneux trat am 24. April zum ersten Male der Fall ein, daß n n s« r e S t n r in- Panzerwagen unmittelbar mit feindlichen Tanks zusammen st ießen. Die deutschen Tanks haben sich dabei als di« stärkeren und geschickter geflihrten erwiesen. Ein einziger deutscher Wagen hat drei feindliche Tanks durch einen Feuerhagel auf kurze Entfernung niedergekämpft. Almereydas Mörder entdeckt? Pariser Blätter berichten, der Anwalt Almcrcydas habe die Eröffnung der Untersuchung ber» langt, da der Diener Bernerd angeblich gestanden haben soll, Almereyda gelotet zu haben. Mgeorönetenhaus. Schluft der Ernährnngsdebcrtte. Da?- Abgeordnetenhaus hat am Sonnabend die Er- nährungSdebatte beendet und die Anträge der Staatshaus» Haltskommission, die im wesentlichen auf eine noch stärkere Berücksichtigung der Wünsche der Erzeuger hinauslaufen, mit großer Mehrheit angenommen. Charakteristisch sind die fortgesetzten offenen und versteckten Angriffe, die sich die Konservativen gegen den neuen Staats- konmiissar für Volksernährung Herrn p. Waldow leisten. Wir haben gewiß, wie auch die Rede unseres Genossen Braun beweist, vieles an den behördlichen Maßnahmen auszusehen, aber daß Herr v. Waldow eS mit seiner Ausgabe ernst nimnit, das müssen auch wir zugeben. Gerade daL aber ist, es, was ihn in den Äugen der Agrarier so u n- beliebt macht. Würde cr die Dinge ihren Lauf gehen lassen und mit seinen Kontrollen der von den Erzeugern zurückgehaltenen Vorräte weniger genau sein, so würden die Agrarier an seiner Anits- sührnng nichts auszusetzen haben. Da er es jedoch gewagt hat, allen preußischen Traditionen zum Trotz die Vorräte zu er- fassen und sich hierbei auch der H i l f e großstädtischer Arbeiter zu bedienen, das verzeihen ihm die preußischen Junker nicht. Unter der Herrschaft des Dreiklaffenwahlsystems hat sich noch kein Minister behaupten können, der den Agrariern und ihrem Anhang nicht genehm gewesen ist. Co wollen sie auch Herrn v. Waldolv stürzen nnd sie werden ihren Plan verwirklichen, wenn nicht der Sturz deS Drei- klassenwahlsystems ihnen einen Strich durch die Rechnung macht- Ob eS gelingt, das Dreiklassenivahlsystem durch daS gleiche Wahlrecht zu ersehen, wird sich am Dienstag zeigen, an dem die zweite Lesung der Verfassungsvorlage be- ginnt. «» 137. Sihirng, Sonnabend, 27. April, vormittags 11 Uhr Am Mimftcrtisch: Staatskommissar v. Waldow. Tic Ernährnn.qsfragcn. Abg. v. Papvritz lk.): Der Vorwurf der NeichSgetreidestell«. daß die Landwirte bei der Vureiuschähuiig die Vorräle z a niedrig geschäht hätten, nm Getreide zurückzubehalten, ist un- richtig; wenn er richtig wäre, müßte doch jeht Getreide da sei». ie militärischen Druschkolonnen bestehen aus Dachdeckern, chustern und Schneidern. iHeiterekit rechts.) Unerhört ist es, daß man den Landwirten, die nicht genügend Getreide ab« liefern, mit dem Hunger rode droht, indem man sie von der Lebensmitteloerteilung ausschließt. Man bemängelt den hoben Milchpreis, aber die Landwirte sehen täglich für jede Kuh 86 Pf. zu.(Widerspruch links.) Staatskommissar für Volksernährung v. Waldow: Ich möchte vor einem Ucbermaß von Kritik gegenüber den Be« Hörden warnen, die sich bemühen, die Volksernährung sicher zu stellen. Der Gesichtspunkt der Förderung des heimischen Getreide- bauS wird nicht unbeachtet bleiben. Gegen den Schleichhandel bin ich schon vor dem Neuköllner Fall vorgegangen. Die Denkschrift des Neuköllner Magistrats ist erst durch die Ber- öffentlichnng des„Borwärts" der Staatsanwaltschaft bekann! ge- worden. Die Angriffe des Vorredners auf die Reichsgetreidestelle ind unbegründet. Nicht nur die Voreinfchähung fiel gut an», sondern auch die N a ch e i n s ch ä h u n g. und darüber hinaus sind bis jeht 266 666 Tonnen Getreide abgeliefert worden. T,e Schätzung war also zu niedrig. Von rund 12?Nillionen Tonne« wurden im vorigen Jahr nur 161h Millionen Tonnen erfaßt; die 114 Millionen Tonnen sind wahrscheinlich unerlaubt verbraucht worden. Gewiß werden die Landwirte durch die KriegSmaßnahmen schwer betroffen, aber wenn sie daran denken, wie in Frank- reich Dörfer und Gehöfte, Aeckee nnd Weiden spurlos verfchwun« den sind, dann sollten sie Gott auf den Knien danken» daß wir da« von verschont geblieben sind und sollten alle vereint arbeiten, um die Volksernährung zu siehern.(Beifall.) Abg. Hof et(U. Soz.): Wenn man die Behandlung der Ernährungsfragen im Au»- chuß und hier verfolgt, so muß man auf den Gedanken kommen. baß es sich weit weniger um die Besserung der Volks» er nährung als darum handelt, wie öie Erzeuger am Jlr.116•> 55. Jahrgang 1. Seilage öes Vorwärts Sonntag, 2S. /tpril 1 91 S GroMerlln Die Strafgelder für Uebcrverbrauch an Gas sollen im Gebiet des Kohlenverbandes Groh-Berlin nächstens eingezog-em werden, wie wir bereits meldeten. Die Matzregel stützt sich auf die Gasverordnung vom 81. August vorigen Jahres, die � eine Strafe von öv Pf. pro Kubikmeter zuviel verbrauchten Gases androhte. Die damals vom Reichskommissar angestrebte Ein- schräntung des Gasverbrauchs wurde für Grotz-Bcrlin in den ersten Mmiaten erreicht, sie ließ aber dann wieder nach, so datz z. B. für März dieses Jahres hier schon wieder keine Ersparnis mehr festzu- stellen war. Das glaubt die Kohlenstelle Grotz-Berlin daraus erklären zu sollen, daß sich in der Bevölkerung allmählich di« Anficht gebildet habe, es sei wohl nicht so ernst mit der Strafandrohung gemeint. Nach wie vor besteht, wie vom Leiter der Kohlenstelle er- klärt wird, die dringende Notwendigkeit, den Gas- verbrauch möglichst einzuschränken, damit Kohlen gespart werden können. Im Sommer soll in der Kohlenversorgung eine„Vorratspolitik" getrieben werden, von der man die Sicherstellung des Winterbedarfs für Eisenbahnen, Gaswerke uns Hausbrand sich und uns verspricht. Es wird aber befürchtet, datz die Wintervorräte Der Gaswerke schon im Sommer verschwinden könnten, wenn jetzt der Gasverbrauch weiter so steigt. Von einer nachträglichen Einziehung der wenigen Strafgelder, die in der Zeit bis zum Schlutz vorigen Jahres verwirkt wurden, soll abgesehen werden. Dagegen will man nicht verzichten auf Ein- ziehung der Strafgelder für das jetzt zu Ende gegangene erste Viertel des laufenden Jahres, und man erwartet von der nun. mehrigen Durchführung dieser Matzregel einen sanften oder auch nicht sanften Druck auf die Wasvcrbraucher. Nach einer vom Leiter der Kohlenstelle gegebenen Versicherung soll dabei Härte ver- mieden und niit Milde verfahren werden. Wir wollen abwarten, wie weit die Milde gehen wird. Ob der Ueberverbrauch sich hätte vermeiden lassen oder nickt, dürfte nur bei genauestem Eindringen in die besonderen Verhältnisse jeder der betreffenden Haushaltungen zu entscheiden sein. Die Kohlenkundenliste. Die Eintragung in die K o h l e n k u n d e n Ii st« ist im Ge- biet des KohlenverbaudcS Grotz-Bcrlin etwas mehr als neun Zehn- teln der Bevölkerung(genau: 92 Proz.) geglückt. Bisher haben sich bei der Kohlenstelle etwa 59 900 Haushaltungen gemeldet, die keine Eintragung erreichen konnten. Bei etwa 1 009 000 Haushaltungen mit Ofenbrand neben etwa ISO 900 Haushaltungen mit Zentralheizung sind die liebergangenen etwa 5 Proz. der Gesamtzahl, doch dürfte durch Nachmeldungen der Anteil sich noch bis 8 Proz. steigern. Die Kohlenstelle hat nun die Aufgabe, die noch nicht Eingetragenen an bestimmte Kohlenhändler zu weisen, wobei sie ihnen weite Wege möglichst ersparen will. Auch eine Ausgleichs. Verteilung ist beabsichtigt, weil manche Händler denn doch zu viel übernommen haben. In Grotz-Berlin sollen übrigens bei den Ein- tragungen die Kleinhändler„das Rennen gewonnen" haben, ver. sickert die Kohlenstelle. Zu„rennen" hatten dabei freilich nicht die Händler, sondern die Kunden. Mit der Kundenzuteilung hofft man bis Mitte Mai fertig zu werden, worauf das Wichtigste und Schwerste kommt— die A u f st e l l u n g de? Belieferungs- Programms. Der Handelsminister hat den Wunsch geäutzert, datz der Zwischenhandel möglichst ausgeschaltet wird. Hoffentlich hält daS Programm, was es verspricht. Aus dem neue» Strahenbahntarif. Bei der am 1. Mai erfolgenden Einführung des neuen Darifs der Großen Berliner find auch folgende Bestimmiunigen für die Mitnahme von Gepäck gstrof fen worden: Gegenftände, die auch bei voll besetztem Wogen beguem in den Händen oder auf dem Schoß getragen werden können, ohne die übrigen Fahrgäste zu belästigen und ohne einen besonderen Platz zu beanspruchen, werden nach wie vor in allen Abteilen unentgeltlich be- fördert. Für die Beförderung aller anderen Gegenstände— sewoit ibre Mitnahme überhaupt zulässig ist— wird das Fahrgeld für eine erwachsene Person erhoben. Die Beförderung solcher Gegeuftände ist nur auf den Vorderplattformen der Trieb- und Anhangenmgen gestattet. Gleichzeitig dürfen nicht mebr als zwei größere Gegenstände aus einem Wagen befördert werden. Mehrere kleinere Gegenstände eine? Fahrgastes, die zu- sammen nicht mehr Platz als eine Person beanspruchen, dürfen bis zur Höhe der Plattsormwand übereinander gestellt werden; für diese ist dann nur die einfache Gebühr zu entrichten. Der Fahrgast darf die mitgeftihrten Gegenstände, wenn er sie auf dem Wagen absetzt, nicht verlassen. Eine Gewähr für Verinst oder Beschäd-igung übernimmt die Straßenbahn nicht. Den jetzt veröffentlichten Darifbestimmungen ist ferner zu ent- nehmen, daß auf die D o p p e l k a r t e zu 2o Pf. auch zw®! P®» sonen gleichzeitig befördert werden können, ebenso auf dve S a m- melkarten zu 1 M., die zu acht Fahrten berechtigen, mehrere Personen, auch Hunde oder Gepäck gleichzeitig. Hunde kosten das selbe Fahrgeld wie der Begleiter. Monatskarten werden ausgegeben zur Benutzung einer Linie zu 9.7S M., von zwei Linien zu 12,50 M., von drei Linien zu 10,50 M., von vier Linien zu 20 M„ und sämtlicher Linien zu 25 M.— Schülerzeitkarten zur Benutzung einer, im Be- darfsfall« zweier Linien kosten 4 M.— Arbeiterwochenkarten werden ausgegeben für 6 Wochenfahrten zu 60 Pf., für 12 Wochenfahrten zu ILO M. Von der Gemeindeschule zur Staatsschnle. Die Forderung einer Uebernahme der Volksschul- lehrerbesoldnng auf die Staatskasse wurde im „Berliner Lehrerverein" erörtert. Sie ist in der Lehrer. schast seit langem erhoben worden, hat im Laufe der Zeit immer mehr Anhänger gefunden und gewinnt für Preußen erhöhte Be- deutung nach den Verhandlungen des Abgeordnetenhauses über den Ausgleich der Volksschullasten. Im Lehrerverein sprachen der Land- tagsabgeordnete Justizrat Gottschalk-Solingen und der Berliner Gemeindeschullehrer Rosin. Datz der Staat nach Uebernahme der vollen JBesoldungskosten seinen Einfluß auf das Volksschulwesen noch stärken und die„fteie Bewegung" der Gemeinden noch mehr einschränken würde, erfüllt G o t t s ch a l k mit Sorge. Auch der Lehrer werde dabei ein„tüchtiges Stück Unabhängigkeit" einbüßen, warnt er. Die bisherige Art der Volksschullastenaufbringung habe sich überlebt, man solle diese Pflicht den Gemeinden ganz oder teil- weise abnehmen. Zu achten sei aber darauf, daß„der kommunale Charakter der Volksschule gewahrt bleibt". R o s i n hält das Be. denken, datz der Einfluß des Staates noch steigen würde, für minder wichtig. Vor der Staatsschule, in die sich die Gemeindeschule dann verwandeln könnte, fürchtet er sich nicht. Die„Rechte" der Ge- meinden an der Volksschule seien ja ohnedies kaum noch nennens- wert, und auch über die Lehrer der Volksschule habe schon jetzt der Staat zu gebieten. Wir wollen, sagte dieser Redner, heraus aus der Gemeindebesoldung, besonders die Kollegen auf dem Lande. Dieses ewige Vorrechnen, was die Gemeinde für die Schule zahlen mutz, schafft Haß gegen Sckule und Lehrer. Weder die bisherige� Staatszuschüsse, noch die Schaffung von General- besoldungskassen, sondern nur die volle Uebernahme der Besoldung auf die Staatskasse kann Abhilfe bringen. Rosin wies darauf hin, datz die Volksschule keineswegs immer bei den Gemeinden am besten aufgehoben gewesen sei. Nicht nur kleine Gemeinden, sondern auch leistungsfähige große seien manckmal erst durch die eingreifende Staatsregierung gezwungen worden, ihre Pflicht gegenüber der Volksschule zu tun. Er erinnerte an die harten Kämpfe, die auch in Berlin um die Volksschule geführt werden mutzten. Schule und Lehrer würden besser fabren, wenn endlich der Staat die Lehrerbesoldung übernähme. In der Erörterung, die den Vor. trägen folgte, unterstützte auch der konservative Landtagsabge- ordnete Volksschullehrer Hermann diese Forderung. Ter Lehrer. verein beschloß eine Erklärung. Er sieht den geeignetsten Weg zur. Erfüllung der Besoldungswünfche des BolksfchullehverS in der Uebernahme der Volksschullehrerbesoldung aus den Staat und hat kein« Bedenken dagegen, datz hierdurch der Lehrer unmittelbarer Staatsbeamter wird._ «treckmig der HeereSnSharbette«. Da? Oberkommando in den Marken veröffeiMcht eine Bekannt- machung, die zur Streckung der HeereSnäharboiten die Ausgabe von Ausweiskarten für die Arbemtenden vorsieht und die Vergebung der Arbeiten von dem Besitz einer solchen abhängig macht. Es gibt eine rote Ausweis karte für gelernte Beruf 5» arbeitende«uS dem Echneidergewerbe nrtd verwandten Berufen und blaue für Frauen nnd Mädchen, deren HaupterwerbSguelle diese Näharbeiten sind und Kriegsbefchäldigte, die auf Näharbeiten ausschließlich angewiesein sind. Jugendliche Personen unter 16 Jahren erhalten im oklgeminen keine Ausweiskarte. Die Aus- stellung erfolgt durch die PoKzeireviere. Mißbrauch mit Ausweis- karten ist strafbar. Die Verordnung tritt zum 1. Mai in Kraft. Ueder die Grenzen der Polizeilichen Machtbefugnis hat sich das Reichsgericht in bemerkenswerter Weise ausgesprochen. Es bandelte sich um die bekannte Angelegenheit, die sich in Lichter- f e l d e nach der Schlacht bei Tannenberg abspielte, und bei der ein Fabrikant S, nach einem Renkonter mit einem Polizeibeamten tot zusammenbrach. Die Gemeinde, die auf die Klage der Erben zur Tragung der Beerdigungskosten auch in der Berufungsinstanz der- urteilt worden war, hatte gegen daS Urteil Revision eingelegt, die jedoch vom Reichsgericht verworfen lourde. In der Begründung zu dieser Entscheidung heißt es u. a.; Die Feftnabme des S. war eine gröblich verletzende Handlung. Der Polizeikommissav habe nicht aus sachlichen Gründen, sondern lediglich zu dem Zweck, um an S. für dessen Aeußerung:„Ein Offizier wird es wohl besser wissen, wie ein Schutzmann", durch die er sich in seiner Eitelkeit gekränkt fühlte, Rache zu nehmen. Zur Befriedigung persönlicher Rachegesühle darf aber ein Vollstreckungs- beamier von den ihm verliehenen Machtbefugnissen keinen Gebrauch machen. Der Kommissar habe S. im Genick gepackt, ihn hin und her geschüttelt und vor sich hergestotzen. Dazu war er weder ver- anlaßt noch befugt. Auch den Polizeidiener Sch. treffe der Borwurf der Amtsverletzung, er war nicht berecktigt, S. vor sich herzustoßen. Dessen Einwand, er leide an Herzschwäche, härte er beachten müssen. Der ursächliche Zusammenhang zwischen der Verletzung der Amts« Pflicht und dem Tode des Fabrikanten sei einwandsrei bejaht worden. Die Gemeinde sei darum haftpflichtig. Neuordnung des Berliner Polizei-Präsidiums. Am 1. Mai erfährt die Gliederung und Wirksamkeit des Poli- zeipräsidiums durch die Errichtung der Polizeibezirks- ämter eine grundsätzliche Aenderung. Für diese neuen Aemler ist der Stadtbersich in einen mittleren Teil und fünf Außenab- schnitte geteilt worden, deren jeder ein Polizeibezirksamt erhält. Ätese Dienststellen mit je einem höheren VerwaltuirgÄwmten an der Spitze sind räumlich getrennte Teile einer und derselben Behörde; sie vertreten demnach den Polizeipräsidenten, seinen Wei- sungen entsprechend, innerhalb des ihnen überwiesenen Zuständigkeitsbereichs. Die neuen Aemter sind in Mietshäusern unterge- bracht. Tie Kreisärzte, deren Bezirke mit der örtlichen Ab- grenzung der neuen Bezirksämter in Einklang gebracht sind, haben ihre Diensträume ebenfalls dort; die räumÜche Verbindung Mit einem Polizeirevier folgt demnächst. Die Lage und örtliche Zuständigkeit ist folgende: Pollzsibezirksamt Mitte(Molken-markt 1) umfaßt die Re. viere 2, 8, 6, 6. 7, 13, 14. 15, 16, 19, 20. 22. 26, 27. 20, 37, 38, 40, 62. — Polizeibezirk samt Tiergarten(Klopstockstr. 29) die Reviere 4, 32. 33. 56, 64. 73, 74, 75, 76. 77. 83, 84, 100, 104, 118.— Polizei- bezirksamt Wedding(Ravenestr. 10) die Reviere 8, S, 46, 57, 58, 59. 60, 69, 82, 89, 90, 91, 101. 107, 112, 117.— PolisöibezirkLamt Friedrichshain(Georgenkirchstr. 1) die Reviere 24, 44, 45, 51, 65. 66. 92. 93, 95. 102, 103, 108, 110, III. 116.— Polizeibezirks. amt Hallesches Tor(Belle-Alliance-Platz 5) die Reviere 28, 30, 31, 34, 35, 36, 42, 43, 47. 48. 49, 53, 67, 71, 79, 85, 86, 87.— Polizeibezirksamt Prenzlauer Tor die Reviere 17, 18, 50, 80, 81, 88, 97, 98, 105, 106, 109, 113, 114, 116. Es bezicht zum 1. November die Räume in dem Hause Weitzenburger Str. 6; bis dahin wird es im Erdgeschoß des HauptdienstgebäudeS am Alexanderplatz untergebracht._ Höchstpreise für Gemüse. Die für Gemüse und Obst gebildeten Pvsi skommistionen haben für das Gebiet der Staatlichen Verteil ungsstelle Grotz-Berlin folgende Großhandels- und Kleinhandelshöchstpreife festgesetzt: für Spargel Sorte I 1,10 bzw. 1,40 M., Sorte II und III unsortiert 0,75 bzw. 1 M., Suppenspargel 0,35 bzw. 0,45 M., Rhabarber 0,18 bzw. 0,25 M., Wurzel spiuat 0,31 bzw. 0,40 M., loser Blattspinat 0,42 bzw. 0,55 M. Die Grotz- und Kleinhandel shöchstprsise haben Gültigkeit für die gesamte inländische Ware, auch wenn sie aus anderen inländischen Erzeugergebieten herrührt. Die obigen Preise treten mit dem 1. Mai in Kraft. Berliner Lebensmittel. In der ZeÄ vom 29. April bis 5. Mai wird m den Bezirke» der 32.. 34., 35.. 86.. 87.. 40.. 41.. 42., 43. und 197. Brottommission auf das Mittelstuck der zurzeit gültigen Spsisefettkarden pro Kopf 135 Gramm Käse verteilt in denjenigen Geschäften, die durch ein Zlüshängeschild:.Verkauf von Käse der Fsttstelle Grotz-Berlin" gekennzeichnet sind.— Der Magistrat gibt bekannt, daß auf Abschnitte 24 und 25 der allgemeinon Lebensmittelkarte der Stadt Berlin ins- gesamt 350 Gramm Nährmittel entfallen, und zwar: 100 Gramm Teigwaren und 250 Gramm Morgentrank oder 250 Gramm lose Suppen oder 4 Suppeniasstn. Die Abschnitte find in der Zeit vom 29. April bis zum 1. Mai in den durch besondere Verkaufs- schitoer gekenn zeichneten Klein bandelSgeschÄften gegen Empfangs- bescheinigung abzugeben. Die Ware ward nach Ablauf der üblichen Frist bei den Kleinhattdelsgeschäften gegen Rückgabe der Empfangs- bescheinigungen zur Verfügung stehen.— In dieser Woche können aus die Abschnitte 18 dm Karbofselkarte 7 Pfund Kartoffeln entnommen werden._ Ausgehobene Meldefrist. Durch die Ausführungsbestimmungen des Magistrats Berlin zur Bekanntmachung des Kriegsministers über die Beschlagnahme, Enteignung und Meldepflicht von metallenen Einrichtung Sgegen- ständen war für bestimmte Gegenstände eure Meldefrist bis 10. Mai 2!? Pioniere. Roman an? dem Norden von Ernst Didrs»>. „Der Pastor unten in Tornchamn," fuhr LandftrSm fort. „fabelte die ersten Monate auch davon, man solle den Leuten warme Milch statt dessen geben. Gewiß, dafür wäre ich auch, wenn eS nur welche gäbe. Milch hier, wo dreißig Meilen weit keine Kuh existiert und man nicht für Gold einen Tropfen Milch kaufen kann! Die Leute in Narvik können kaum ihre eigenen Kinder am Leben er- halten. Und sogar die Lazarette sind froh, wenn sie ein paar Liter am Tage bekommen können. Jetzt trinkt der Pastor selber einen Schluck zum Essen, und dckS ist wie Kleider und Ofen zugleich, sagt er. Und mit der Zeit wird er noch ein sehr vernünftiger Kerl werden. Prost, Jungens! Nieder mit dem Alkohol!" rief cr und trank bis auf den Grund aus. „Der Räuber— ihr kennt doch den Räuber?" fuhr er fort.„Der mit dem einen Auge, wißt ihr. DaS andere hat er in einer Hochsommernacht in Gellivare vor sechs Jahren verloren, dieser Mann, der hier oben jeden Tropfen Alkohol wegsauft und wie gedruckt lügt, der kam vorige Woche zu mir und sagte, die Schwarze Bärin saufe sich kaputt. Ja, was soll ich dabei machen?" „Sie ist kolossal hübsch, diese Norwegerin," sagte einer von den Ingenieuren. „Gewiß ist sie hübsch. Aber daS ist auch nur die Schale. Der Kern ist nichts weniger als fein, glaube ich. Hüte dich vor ihr," warnte Landftröm. „Woher stammt sie eigentlich?" erkundigte sich der Ge- warnte. „Sie soll aus Bergen sein. Der Vater ist Kapitän aus einem der großen Küstendampfer und ein tüchtiger Kerl. Die Mutter ist eine feine Frau. Aber daS Mädel ist immer toll gewesen. Sie war erst vierzehn, als sie von Hause weglies. Viermal ist es ihrer Mutter gelungen, sie wieder zurückzuholen, aber das Mädel ist immer wieder durchgebrannt. Sie ist mannstoll, das ist klar. Und eben- so toll sind die Kerls nach ihr. An der norwegischen Küste ist manche Messerstecherei ihretwegen gewesen. Hier oben haben wir etliche zwanzig Arbeiter zusammenflicken müssen, die sich ihretwegen überwarfen hatten. Einer von ihnen stürzte am Hundal ab, als wir die Seilbahn an- legten, und ich glaube nicht, daß eS ganz unfreiwillig war. Wie eS zugegangen ist, habe ich nie erfahren, und er selbst konnte nichts mehr darüber sagen. Wer zweitausend Fuß hinunterstürzt, ist nicht mehr sonderlich redselig. Der Doktor behauptet, sie ruiniere die ganzen Leute hier oben, und will sie weg haben, aber die Arbeiter lassen sie nicht fort. Wißt ihr, wie alt sie ist?" schloß Landström und mischte die Karten, die eine lange Weile geruht hatten. Niemand wußte eS. Sie rieten zwsschen dreißig nnd vierzig. „Zwanzig!" warf Landström hin. „Das ist entsetzlich!" rief Algren unwillkürlich. Er er- rötete auch wie ein simgeS Mädchen, als die Jngerneure zu lachen begannen. Aber Landström schlug ihm vertraulich auf die Schulter. „Das ehrt Sie. hol mich der Teufel! Wollen wir nicht Brüderschaft trinken?" Landström hob sein Glas, und Algren und er tranken Brüderschaft. „Natürlich ist eS entsetzlich, wie du sagst," fing Land- ström wieder an,„aber das geht vorbei! Hier oben ent- setzt sich niemand, wenn man nur hinreichend lange hier ge- wesen ist. Und in zwei, drei Jahren haben wir die ganze Bahn fertig, und dann kommen die kleinen netten Touristen im Schlafwagen hier herauf geschaukelt, mit Zahnbürsten, Spirituskochern, Servietten und Leibbinden und krabbeln hier im Gebirge umher und spielen Indianer im Urwald. Aber dann schlägt man nicht mehr Rebhühner mit dem Spaten tot, wie die Arbeiter es jetzt jeden Tag machen, und alle Bären im Abiskotal haben ihren Kurs geändert. Dann. Jungens. sind wir abgetan und vergessen, und nur die Bahn ist übriggeblieben, auf der die Erzzüge Milliarden nach Narvik bringen. Dann kann nian im Zuge sitzen und sich über diese Baracken entsetzen, in denen wir gelebt haben, wenn sie dann noch stehen. Und die feinen Damen in Seidenstrümpfen und Lack- schuhen können aussteigen und mit ihren rotseidencn Sonnen- schirmen in den Haufen � von leeren Konservenbüchsen stochern und sich als vollgültige Archäologen fühlen. Und diese und jene Räubergeschichte wird noch von uns er-, zählt werden. Aber darüber wollen wir nicht traurig sein, Jungens I Wir sind eS doch jedenfalls gewesen, die das Werk einmal geschaffen haben. Es lebe das Abenteuer! Prost!" rief er. Alle schrien hurra und tranken. DaS Spiel wurde auf- gegeben, und man scharte sich zu einer großen gemeinsamen Zecherei um Landströms Tisch. „Ich hatte," sagte Landström,„so einen Grünschnabel von Touristen im Sommer auf dem Lassijaur zu Besuch. Er war wohl den halben Weg gekrochen, denn er war naß wie ein Schwamm, als er ankam. Er riß die Augen auf über alles, was er sah, und so diele dumme Fragen auf einmal habe ich in meinem Leben noch nicht gehört. Er schien zu denken, wir Eisenbahner seien so eine Art wilde Tiere, die von Lämmern und Eulen leben. Ich habe nie einen Menschen so perplex gesehen wie ihn, als wir ihm niit einem besseren Diner unter die Augen gingen, bestehend aus Tischtuch, kalten Platten, Barschen. Renn- tierbraten, Schneehühnern und eingemachten Aprikosen. Dann bekam er Kaffee und Likör und die Narviter Stinka- dores draußen im Grünen, in Gesellschaft von Boman und seiner reizenden kleinen Frau, der mutigsten Frau der Welt. Nnd als dann der Herr Tourist in unfern schönen Korbsesseln dasaß und Kognak schleckte wie eine junge Katze und sich sonnte, gewahrte er das Dampfboot, das sie damals in Tornehamn bauten. Da rief er: Ja, aber ihr habt es hier ja ganz herrlich! Wir hatten nicht das Herz, ihm zu widersprechen. Wir tranken ihm höflich und zivilisiert zu. Und wir haben es herrlich, Jungens! Wenigstens jetzt! Nicht wahr?" fragte Landström mit überströmender Laune. „Jawohl!" klang es allgemein als Antwort. Und dann tranken sie aus die Bahn, auf die Arbeiter, auf einander und auf Lappland. Es wurde ein ordentliches Pokulteren die Nacht hin- durch, und als sie sich endlich gegen Morgen von Gerell verabschieden wollten, waren sie alle ziemlich angeheitert und hatten Mühe, die Schneeschuhe an die Füße zu bo> kommen. lLorts. folgt) festgvsetzt worden. D-bese Mcrdsfoist ist vom Mogsstvak mrfge�oden worden. Die nene Meldefrist wird belanntqegeden werden, sobald die Nachtragsvcrordniung des Ltriegsmiinisteriums veröffentlicht worden rst. Vordrucke werden den Meldepflichtigen alÄxmn znge- jünitt werden. Eine Wohnungszählung findet in allen Dundesstaaten in-der Zeit vom 15. bis 31. Mai statt, und zwar in allen Gemeinden» die nach der Boltszähhing vom 5. Dezember 1917 5000 und mehr Zivileinwohner besitzen. Gemein- den unter 5000 Zivileinwohnern kommen in Frage, wenn sie in In- du st ri e bezirken liegen oder für die Befriedigung des Wohnungs- bedürfnisses der Personen von Wert sind, die in benachbarten große- ren Gemeinden'beschäftigt sind. Zur Erhebung dient die HauÄiste. Besonderer Wert wird gelegt auf die Zahl der versügbarm und der voraussichtlich beanspruchten Wohnungen, die Mietpreise, die Verteilung der Bewohner auf die verschiedenen Größenklassen der Wohnungen, die Besetzung der Kleinwohnungen mft Bewohnern und der Zahl der Wohnungen in den einzelnen Wohnhäusern. Petroleum. Das bei den Kleinhändlern noch befindliche Rest- Petroleum kann, wie der Berliner Magistrat mitteilt, am 23. und SO. ohne Abgabe von Petvoloumkarten verkaust werden. Zum Direktor des Berliner Jugendamtes hat der Magistrat den Lizentialen Siegmund Schultz e, Leiter der Sozialen Arbeits- gemeinidmft Berlin-Ost und Direktor der deuschen Zentrale für Jugendfürsorge gewählt. Drei Zcnluer„Rcspcktbogcn" aus alten Akte». Wie sehr der frühere sogenannte Respekrbogen bei ollen an Behörden gerichteten Schriftstücken.ins Gewicht fiel*, lehrt eine Maßnahme, die zurzeit beim Berliner Kaufmanns- und Gewerbegerickl durchgeführt wird. Dort sollen die Akten aus vier älteren Jahrgängen einoestampft werden. Bor ihrer Vernichtung werden sie jedoch einer Durchsicht unterzogen, bei welcher alle unbeschriebenen Blätter sauber heraus- gcschnillen und zum weiteren Gebrauch in der Bureauverwaltung und in den Gerichtsschreibereien aufbewahrt werden. Die Durch- ficht aus vier Jahrgängen bat auf diese Weise bis jetzt nahezu drei Zentner unbeschriebenen Papiers zutage ge« fördert I Es wäre zu wünschen, daß die Anordnung beiden anderen Behörden Nachahmung fände. Die Ersatzmittelstelle Groß-Bcrlin wird am 1. Mai ihre Tätig- keit aufnehmen. Zu ihrem Wirkungskreis gehören die Städte Berlin, Charkoltenburg, Schöneberg, Neukölln, Wilmersdorf, Lichtenberg. Spandau, sowie die Landkreise Teltow und Niedcrbarninr. Die Diensträume befinden sich Neue Friedrichstr. 3/10. Fcldpostvcrkehr nach dem Westen. Neben den Privatpaketen werden auch nichtamtliche Feldpostbriefe über 50 Gramm(Päckchen) an die Truppenangehörrgen der West- front und des Großen Hauptquartiers sowie an Heercsangehörige im Generalgouvernement Belgien und in Luxemburg von jetzt ab wieder angenommen. Im Einverständnis mit der Heeres- Verwaltung wird indes dringend davor gewarnt, mit diesen Päckchen und Paketen leicht verderbliche Nahrungsmittel ins Feld zu schicken. Paketen an Kriegsgefangene in Italien brauchen die bisher vorgeschriebenen Zollinhaltserklärungen nicht mehr beigefügt zu werden. Durch eine Explosion getötet wurden gestern nachmittag zw» Mädchen in Weißensee, während drei andere schwere Brand- wunden davontrugen. In der Lenchtpatronensabrik der Gebrüder Bück auf dem Remnbahngelände zu Wöißensee waren die Arbeite- rinnen Elly Pieper aus der Spreustr. 124, ein Mädchen von 16 Jochren, und die 20 Fahre alte Frida Mehmke aus der Strelitzer Straße in einem Räume beschäftigt. Frida Pieper stellte dort einen Kasten mit Leuchtpatronen auf einen Tisch und schob die Patronen dann weiter. Hierbei entzündeten sie sich wohl infolge der Reibung und es entstand emre Explosion, die«inen größeren Umfang an- nahm. Die beiden Mädchen wurden aus der Stelle getötet und von der Feuerwehr nur noch als Leichen aufgefunden. Drei andere Arbeitevinnen, Anna Binder aus der Spiekermannstr. 2 zu Pankow, 49 Jahre alt, Else Dielitz aus der Stvaßburger Str. 76. 19 Fahre alt. und Frau Martha Schubert aus der Friedrichstr. 13, 27 Jahre alt. erlitten so schwere Brandwunden, daß sie nach dem Auguste- Viktorta-Kvcmkenhaus in Weißemsee gebrocht werden mußten. Die Leichen der tödlich Verunglückten wurden beschlagnahmt und nach der Fiftedhofshalle in Wöißensee gebracht. Eine genaue Unter- suchung des Unglücks wurde sofort eingeleitet. Spandau. Lebensmittel. In einigen Geschäften ist noch auf Feld 74 der Hauptkarte und Feld 2 der Karte für Jugendliche Marmelahe erhältlich.— Die Geschäfte können daS Pfand- g e ld für feie leeren Herings- und Sauerkohl- f ä s s e r bis Sonnabend, den 4. Mai, in der Stadthauptkasse 3 bis 1 Uhr vormittags in Empfang nehmen. Wilmersdorf. LcdenSmittel. In dieser Woche gelangen zur Verteilung: bis Dienstag für Kinder im 1. und 2. Lebensjahre (gelbe Bezugsscheine) 1 Pfund Kinder-Gerstenmehl für 0.74 M.. für Kinder im 3. und 4. Lebensjahre(rosa Bezugsscheine) 1 Pfund ausländischer Hakerflocken sür 0,80 M.; bis Donuerktag aus Ab- schnitt hl der Bezugskarte für Einzelpersonen 125 Gramm Dörr- Steckrüben zum Preise von 0,34 M. und 100 Gramm Dörr-Weiß- kohl zum Preise von 0.43 M.: auf die Groß-Berliner Lebensmittel- karte mit dem Aufdruck Berlin-Wilmersdorf auf AbsÄnitt 18 1 Pfund Marmelade für 0,92 M. und auf Abschnitt 24 150 Gramm lose Suppen für 0,27 M. oder 3 Suppenwürfel für 0,30 M. Auf die Buchstaben L und Y der Bezugskarte für Einzelpersonen (5. Ausgabe, blau) werden abgegeben: Vg Pfund Heringe oder frische Fische bezw. Vj Pfund Räucherwaren.— Die Vollmilchkarten(Juni) für Kranke und Genesende gelangen durch die Ab- teilung für Krankenernährung vom 2.-7. Mai, tverktäglich zwischen S'/g und 2 Uhr zur Ausgabe. Donnerstag und Freitag werden durch die Brotkommissionen die für Kinder bis zu 6 Jahren be- stimmten neuen Vollmilchkarten(Juni) sowie Nährmittel-Bezug- scheine für Kinder bis zu 4 Jahren ausgegeben. Die Abfertigung der zur Abholung berechtigten Haushaltungsvorstände erfolgt in den Stunden zwischen 9 und 2 Uhr. — Nähgar» für Gewerbetreibende. Die Ausgabe von Näh- garn(Baumwollfäden) für Gewerbetreibende(Schneider und Schneiderinnen) findet von Montag, den 6. Mai ab werktäglich von 8— 9 Uhr vormittags beim Jnnungsobermeister Kantel, Fasanen- straße 68, stati. Die Verteilung von Nähgarn an die Haushaltungen erfolgt im Lauke des Mai. Die Kunsthalle Wilmersdorf veranstaltet für Familien von Kriegsteilnehmern am heutigen Sonntag, abends 1/�i Uhr, in der Aula des Bismarck-GymnasiumS, Pfalzburger Straße 30/31, ihren 20. Volksunterhaltungsabend. Eintritt und Kleiderablage sind f r e i. Schönebcrg. Lebensmittel. Bis zum 30. April findet Voranmeldung statt für 1 Pfund Kunsthonig auf Abschnitt 20 der Groß-Berliner Lebensmittelkarte, 250 Gramm getrocknete Karotten oder getrockneter Weißkohl auf Abschnitt 98 der Schönebcrger Näbr- mittelkarte, 150 Gramm Sago und 1 Paket Puddingpulver auf die Abschnitte 3 und 10 der Jugendlichenkartc, 200 Gramm Milch- Pulver für die Kinder von 6— 11 Jcchrcn auf die Magermilchkarte. Vom Mittwoch ob wird 1 Pfund Snrup ohne Voranmeldung auf Abschnitt 8 der Jugendlichenkarten verteilt.— Ferner werden in der nächsten Woche ausgegeben 200 Gramm Suppen auf Abschnitt 23 der Groß-Berliner Lebensmittelkarte sowie ein Ei auf Abschnitt 41 der Eiertarte.— Bei der Ausgabe der neuen Lebensmittelkarten vom 30. April bis 3. Mai erhalten die Kinder von 6— 17 Jahren einen Bezugschein für% Liter Fruchtsaft, die Kinder von 2 bis b Jahren eine Karte für 1 Pfund Haferflocken. Treptow. Lebensmittel. Außer den üblichen Rationen werden vcrtalr; 200 Gramm Graupen auf Abschnitt 23 der Groß-Berliner Lebensmittelkarte, je 1 Pfd., zusammen 2 Pfd. Marmelade auf Abschnitt 20, 21 der Groß-Berliner Lebcnsmiuellarte, 125 Gramm SauerScaur auf Abschnitt 121 der Bcrlin-Trcptower Lebensmittel- karte, 1 Ei auf Abschnitt 4 der Eicrkarte, Fische auf Abschnitt 119 und Räucherwaren auf Abschnitt 139 der Bertin-Trcptower Lebens- mittelkarte, Ausgabe wird in den einschlägigen Geschäften bekannt gegeben. In den Gemüsehandlungen stehen holländisches Früh- gemüse und inländisches Gemüse zum Verkauf. Hühner auf Ab- schnitt B der Haushallskarte in beschränkten Mengen. Pankow. Hcrrenkleidung für Minderbemittelte. Der Verkauf der von der Rcich'sbeklcidungsstelle übermittelten Herrenkleidung irn Preise von 87,— bis 105,— Mark für die nnnderbernitteUe, orts- anwcsende Bevölkerung beginnt am 29. April in den Geschäften von K. Kursawe, Wollankstr. 7, und M. Wilke, Berliner Str. 122. Als Minderbemittelte gelten Verheiratete mit einem Einkommen bis zu 4200 M. und Unverheiratete mit einem Einkommen bis zu 2700 M. Wer solche Kleidung kaufen will, muß sich einen Bezugschein be- sorgen und diesen im Rathaus, Zimmer 32, werktäglich zwischen 10 und 12 Uhr zusammen mit seiner letzten Steuerqutttung zur Prüfung vorlegen. — Marmelade(500 Gramm) gelangt vom 27. ab in den be- kannten Geschäften gegen Abtrennung des Bezugs- und Quittungs- abschnittes 19 von der gemeinsamen Lebensmittelkarte zum Ver- kauf. Die Militärurlauber erhalten die Ware nur gegen Vor- legung des Urlaubspasses und gegen Abtrennung des Bezugs- abschnittes 4 von der Lebensmittelkarte für Militärurlauber, der 17. Woche, gültig vom 22,-28. April. Der Preis für 500 Gramm beträgt 92 Pf._ FrirdrichShngcn. Eierpcrteilung. Bis Montag kommen auf Abschnitt 7 der Eierkarte pro Kopf je zwei Eier zum Stückpreise von 38 Pfennig zur Verteilung. Britz. Lebensmittel. In dieser Woche gelangen in der Ver- kaufsstelle der Gemeinde zur Abgabe auf Abschnitt 23 der Berliner Lebensmittelkarte 100 Gramm Mühlenfabrikate je Person, Ab- schnitt 21 1 Pfund Kunsthonig je Person ab Donnerstag bei den Kleinhändlern. Abschnitt 84 der Berlin-Britzer Lebensmittelkarte 100 Gramm Weichkäse je Person, Abschnitt 35 1 Paket Streichhölzer je Haushalt, Abschnitt 36 Sonderzuteilung, Abschnitt 24 der Eier- karte 1 Ei je Person. Ferner gelangen zur Ausgabe: Tee, Klipp- fische, Knochenbrühextrakt, Kraktblutkonserven, Dörrgemüie, Fleisch- extrakt usw. Die Ausgabe der Waren erfolgt auf die Lebensmittel- ausweise Nr. 1—900 am Montag. Nr. 901— 1800 am Dienstag, Nr. 1801— 2700 am Mittwoch, Nr. 2701— 3700 am Donnerstag, Nr. 3701 bis Schluß am Freitag. Reinickendorf. Lebensmittel. Auf Abschnitt 5 der Eierkarte wird vom 30. ab ein Ei zum Preise von 38 Pf. abgegeben. An- meldeabschnitt 6 der Eierkarte ist bis einschl. 2. Mai in den be- kannten Eierverkaufsstellen zur Abtrennung vorzulegen. Eier, die innerhalb 8 Tagen nach Beginn des Verkaufs nicht abgeholt werden, sind verfallen. — Berarbeiter(Schneider, Schneiderinnen usw.), die seinerzeit Bestellkarten ausgefüllt haben und die darauf ausgefertigten Be- zugscheine noch nicht im Zimmer 23 des Ernährungsamtes abgeholt haben, gehen ihres Anrechtes verlusttg, wenn die Abholung nicht spätestens am Montag, den 29. April, bewirkt wird, Lichtenrade. Kleinwohnungsbau. Die Kommission für Neber- leitung zur Friedenswirtschaft beschäftigte sich mit dem Antrage unserer Genossen:„Kleinwohnungen in eigener Regie auszuführen und in Erbpacht zu vergeben.* Der Antrag wurde einstimmig an- genommen und gleichzeitig beschlossen, zu diesem Zweck eine An- leihe von einer Million Mark aufzunehmen. Die Gemeindever- tretung stimmte diesem Antrage zu und in der letzten Sitzung konnte der Gemeindevorsteher bereits mitteilen, daß die Aufsichts- behörde die Aufnahme der Anleihe genehmigt habe. Die Gemeinde- Vertretung stimmte der Anregung des Vorstehers:.Gemeindeschul- kinder zur Erholung nach außerhalb zu schicken* zu. In derselben Sitzung wurde die Amtsperiode des Gemeindevorstehers Dr. Rath um sechs Jahre verlängert._ NowaweS. Lebensmittel. In der Woche vom 23. April bis 5. Mai werden ausgegeben bei den Kleinhändlern: Marmelade: 250 Gramm zum Preise von 75 Pf. auf den Kartenabschnitt 43 der allgemeinen Lebensmittelkarte; Grieß: 100 Gramm zum Preise von 7 Pf. auf den Kartenabschnitt 44 der allgemeinen Lebens- mittelkarte; Knochenbrühlvürfel: 5 Stück zum Preise von 15 und 11 Pf. auf den Kartenabschnitt 45 der allgemeinen Lebensmittel- karte. 1 Ei zum Preise von 41 Pf. auf den Kartenabschnitt 14 der Eierkarte. Die Karteninhaber haben am Montag, den 29.. und Dienstag, den 30., die Lebensmittelkartenabschnitte 43, 44, 45 und den Abschnitt 14 der Eierkarte bei dem Kleinhändler abzugeben, bei dem sie die Ware zu beziehen wünschen. Die Ware» sind gegen Abgabe der vom Kleinhändler ausgestellten Bescheinigung vom 3. bis 6. Mai iu Empfang zu nehmen. Hroß-Serliner parteinachrichten. Die heutige Staötverorönetenwahl INI 16. Koniniunalwahlbezirk wird darüber cnt- scheiden, ob der Nachfolger unseres Emil BaLncr ein in weitesten Kreisen unbekannter Unabhängiger oder unser alt- bewährter Genosse Paul Litfin. werden soll. Parteigenossen, tut Mann für Mann eure Schuldigkeit, damit die Hoffnungen der Parteizersplittercr zuschanden werden und der heutige Sonntag den zahlreichen Niederlagen der Unabhängigen eine neue hinzufügt! Der 16. Kommunalwahlbezirl umfaßt folgende Stadtbezirle und Straßen: 1. Teil: Stadtbezirke 164, 171, 173: SndreaSstr. 14-28, 61— 67, Grüner Weg 30—53 und 55— 81, Koppenstr. 13—34, 54— 80, Lange Str. 29—35, 74—81, Müncheberger Str. 18, Rüdcrsdorfer Straße 2— 33. Wahllokal:„Restaurant Hilscbein", Koppenstr. 68. 2. Teil: Stadtbezirke 165, 166: Andreasstr. 1—13, 69—79, Breslauer Str. 1—16, 18-33, Brommhstraße von Mühlensiraße bis Spree. Fruchlstraße 1—8, 83—86. Holzmarktstr. 25—42, Koppen- straße 1— 3a, 96—101, Kraulsir. 30, Lange Str. 28, Mühlenstr. 2 bis 80, RummelSburger Platz. An der Schillingsbrücke, Am Schlefi'chen Bahnhof, Sladtbahnbogen 1—27, Stralauer Platz 1—24, 29—35. Wahllokal:„Zum Easino", Fruchtstr. 2a. 3. Teil: Stadtbezirke 168, 169, 170: Breslauer Straße 17, Friedrichsfelder Straße 2—43, Fruchtstr. 9—19, 70—82, Koppen- itraße 4—12, 81—95. Lange Straße 36—73, Madaistraße. Münche- bcrger Straße 1—17, 19—34, Schlesischer Bahnhof Empsangs- gebäude und Bahnanlagen bis Warschauer Straße. Wahllokal:„Bürgerliches Bierhaus", Münchebcrgcr Straße 17. 4. Teil: Stadtbezirke 172, 174, 175a: Fricdrichsselder Str. 1, Fruchtstr. 20—38, 51—69, Grüner Weg 54. Königsberger Straße 1 bis 14, 25— 39, Küstriner Platz 1— 10, Memeler Straße V— 55. Ostbahnhof EmpiangSgebäude und Bahnanlagen bis Warschauer Straße, Am Ostbabnhof, Rüdersdorfer Straße 1, 34— 51. Wahllokal:„Restaurant Bürgcrhof", Küstriner Platz 10. Gewählt wird iu der Zeit von 10 Uhr vormittag» bis 6 Uhr nachmittags. Die Irauen unö öas Wahlrecht. Montag abend 8 Uhr: Mitgliederversammlung der Sozial- demokratischen Frauen im Lehrer-BereinshauS, Alexanderstr. 41. Tagesordnung: Tic Frauen und das Wahlrecht. Treptow- Banmschulcuweg. Dienstag, den 80. April, abends pünktlich S1/� Uhr, im Lokal von Ebert, Treptow, Graetzstraße 1: Mitgliedcrvcrsamnilung. Tagesordnung: 1. Bericht unserer Gemeindevertreter über ihre Tätigkeit im verflossenen Geschäftsjahr. 2. Aussprache und Bericht der Bezirksleitung.—„Vorwärts"°Leser haben Zutritt. Lichtenberg. Montag, den 29. April: Stadtverord- n e t cn e r s a tz w a h l. Wahlzeit von 12— 6 �Uhr. Kandidat ist Genosse Franz Scheffel. Wahllokal bei Seimert, Jung- straße 32, Ecke Scharnweberstraße. Kein Wähler ver- säume sein Stimmrecht auszuüben. Die Genossen, die Wahlhilfe leisten können, werden dringend ersucht, sich im Lokal von Heinrich Stöber, Jung- straße 29. Ecke Oderstraße, einzufinden. Das Theater öer Woche. Volksbühne: 28.„Hamlet", 29., 1., 4.„Hanneles Himmelfahrt*, JO. „Die Nichtige*, 2.„Was ihr wollt*, 3., 6.„König Lear*, 5.„Faust I—. Königliches Opernhaus: 28.„Hofsmanns Erzählungen", 29.„Tcmnhänssr*, 30.„Othello", 1.„Carmen", 2.„Fledermaus", 3.„Martha", 4.„Fidelis, 5.„Margarete", 6.„Tiefland".— Königliches Schauspielhaus: 28., 30., 2., 4., 6.„Meine Frau, die Hosschauspiclerin", 23.„Kabale und Liebe", 1. „Peer Gpnt", 3.„Egmont", 5.„Könige".— Deutsches Opernhaus: 23., 2. „Postillon", 29., 6.„Tannhäuser", 30.„Figaro", 1.„Verkaufte Braut", 3.„Mignon", 4.„Freischütz", 5.«Martha".— Deutsches:„Bürger als Edelmann", 30.„Macht der Finsternis".— Kammerspicle:„Sumnrim".— Lessing:„Perleberg",„Variets", 30.„Damaskus I", 3.„Peer Gynt".— Königgrätzer: 28.„Straße nach Steinaych", 29., 6.„Folkungersage", 30., 1,2., 4., 5.„Schwestern und die Fremde", 3.„Katzensteg*.— Künstler: „Clubleute", 29., 30.„Lola Montez".— Schiller O.: 28.„Ehre". 29.„Im Hafen", 30., 2., 4.„Ein Erfolg", 1., 3., 6.„Beilchenftesser", 5.„Alt- Heidelberg".— Schiller Charlottcnburg: 28., 29.„Ein Erfolg", 30.„Ehre", L, 3., 6.„Hans Sonnenstößers Höllenfahrt, 2., 4., ö.„Der letzte Funke". Täglich: Berliner:„Blitzblaues Blut".— Trianon:„Lebens- schüler".— Residenz:„Der junge Zar", ab 4.„Die Spur".— Kleines: „Nante".— Westen:„Ludwig",„Regimentszauberer", ab 1.„Tie Tänzerin".— Friedrich-Wilhelmstädtisches:„Dreimäderlhaus".— Lust- fpielhaus:„Blonden Mädel vom Lindenhof".— KomödienhauS:„Die Zarin".— Rollcndorf:„Drei alte Schachteln".— Zentral:„Csardas- Fürstin".— Neues Operetteuhaus:„Soldat der Marie".— Thalia:„lliilcr der blübcnden Linde".— Komische Oper:„Schwarzwaldmädcl".—> MetropoU„Ziose von Stambul".— Apollo: Variete. Gerichtszeitung. Eine Jrrenhausgcschlchte bildete den Ausgangspunkt einer Anklage wegen Beleidigung, die den Schiftsteller Paul Eimer vor die 1. Strafkammer des Laud» gerichts II führte. Der Strafautrag war vom badischen Minister des Innern gestellt worden. Die Angelegenheit hat seinerzeit auch schon den Reichstag beschäftigt. Der Angeklagte ist Schrift- Iciter der Zeitschrift„Die Jrrenrechtsreform", Organ des Bundes für Jrrenrecht und Jrrcnsürsorge. Diese Zeitschrist hatte sich in mehreren Artikeln mit dem wechselvvollen Schicksal des 50jährigen Hof» und Kiesgrubenbesitzers lbaver Braun aus dem badischen Dörfchen Unterendersbach beschäftigt, der in den badi- scheu Irrenanstalten Jllenau und Emmendingen interniert, aaS letzterer Anstalt ins Ausland entflohen, aus der Schweiz ausge- liefert und endlich nach vielen Bemühungen aus einer anderen Irrenanstalt, in die er dann übergeführt loorden, endgültig ent. lassen worden war. In Emmendingen soll er nach seiner Behaup- tung außerordentlich grausam behandelt worden sein, so daß der Reichstagsäbgeordnete Thiele als Referent in der Braunschen Angelegenheit sich selbst nach Emmendingen begab und dort Nach- forschungn anstellte— Der jetzt unter Anklage gestellte Artikel stellte eine Reihe von Schlußbetrachtungen über den ganzen st» wcchselvollen Fall Braun an. stellte fest, daß Braun in der Anstalt Emmendingen von den Wärtern verprügelt worden sei und infolge der ihm zugefügten Mißhandlungen einen Unterleibsbruch davon- getragen habe, durch den er arbeitsunfähig geworden sei. Zu er- wähnen ist, daß Braun tatsächlich infolge eines Leistenbruchs in der Heidelberger Universitätsklinik operiert worden ist. Tie in dieser Beziehung vorgenommenen Nachforschungen haben ergeben, daß nach �ärztlichem Befund kein Anhalt dafür vorliegt, daß der Bruch auf Mißhandlungen zurückzuführen sei. Weiter ist von de» badischen� Behörden ein Ermittelungsverfahren gegen die Irren- Wärter eingeleitet gewesen, es ist aber schließlich eingestellt worden mit der Begründung, daß die erfolgten Vernehmungen eine Grund- läge für Fortsetzung des Verfahrens nicht ergeben haben.— Der Angeklagte erklärte, daß er für die in dem Artikel enthaltenen Behauptungen den Beweis der Wahrheit führen wolle.— Der a!9 Zeuge anwesende Reichstagsabgeordnete Adolf Thiele, selbst Mit- glied des Vereins für Jrrenrechtsreform, berichtete ausführlich über seine in Emmendingen angestellter. Ermittelungen, seine Ge- spräche mit Braun, mit dem Anstaltsarzt Medizinalrat Dr. Fuchs und seine demselben widersprechenden Ansichten über die angebliche Geisteskrankheit des Braun und die demselben widerfahrene Be- Handlung in der Anstalt. Der Zeuge ist aus der Anstalt mit dem festen Urteil gegangen, daß die behaupteten Mißhandlungen nickst Fabel, sondern Tatsachen seien. Er bestätigte, daß er diese Vor- fälle auch dem Angeklagten mitgeteilt und kein Hehl daraus gemacht habe, daß etwas gschehen müßte, um den unglücklichen Braun z» retten. Im Petittonsausschuß des Reichstags haben die Mitteilnn- gen einen starken Eindruck gemacht und der Beriäbt ist gl? Mg. terial zur reichgesetzlichen Regelung de? JrreiNvesens bestimmt worden.— Rechtsanwalt Dr. H a e n d e l beantragte nach der Ver- lesung mehrerer Protokolle über kommissarische Zeugcnvernchmun- gen die Vernehmung dieser Zeugen hier an Gcrichtsstelle, außer- dem die Ladung weiterer Zeugen, insbesondere eines früheren In. fassen dieser Anstalt, der haarsträubende Dinge bekunden werde.— Der Gerichtshof lehnte auf Antrag des Staatsanwalt? Dr. Ortmann den neuen Bcwcisantrag ab.— Staatsanwalt O r t m a n n gab dem Angeklagten zwar zu. daß er aus edlen Motiven gehandelt habe, betonte aber, daß er jeden Beweis für die anaeblichcn Mißhandlungen Brauns schuldig geblieben sei und er schwere Beleidi« gungen gegen die Jrrenwärter ausgestoßen habe.— Rechtsanwalt Dr. H a e nd e l und der Angeklagte selbst nahmen iür diesen de» Schutz des? 193 in Anspruch, beantragten Freisprechung und drückten die Ucbcrzeugung aus. daß wohl niemand im Saale sei» dürste, der nach den Ergebnissen der Verhandlung die Ucberzcugiing gewonnen hätte, daß Braun in der Anstalt nicht verprügelt worden sei.— Das Gericht svrach dem Angeklagten den Schutz des 5 193 nicht zu und verurteilte ihn zu 5 09 M. Geldstrafe und svrach dem badischen Ministerium deS Innern die Publikationsbefugnis zu. Eingegangene Druckschriften. Das Programm der Meeresfreihelt. Von Clirillian Menrcr. Verlag I. C. B. Moär(Paul Sicbcck) w Tübingen. 3,50 M. zuzüglich 20 Proz. Knegsaullchlaq. Soldatenerziehung von Dr. Ernst Honusfer. Verlag von R. Olde». bourg. München und Berlin, geb. 2 M. DaS Fraiienovscr, Schauspiel in drei Akten von Georg Kaiser. S. Fischer. Verlag, Berlin. � Die Judenpolittt der rumänischen Regierung von Dr. S. Bernstein� Kopenbaqen, Martins TruellenS. Bogtrvkrerl. 3.50 Kr. König Marke. Schauspiel in iüns Akten von Hermann Heubner. Axel Juncker Verlag. Eharloltcnburg, 3 M. I--» voi-it«»«„n!-» Gpcc Qt-ttl-m Easstoss Arschte�ea! en, 3a tifüik ®«ew �5e.. �»'ÜelVl"»i m/V e a'0% MM KMMM-VklW!!. BrrwattuuHvstrlle Berlin. X S4. Linicnstriisie 8Z— LS cöelchästSzeit von ö— 1 Uhr unb von 4— 7 Uhr. Telephon: Amt Norden t8ö, 1233, 1S87, S714. Tiei!<'tlrg, den 30. Npril Ii) 18. abcndS 8 Ilhr i Brandt�M-Vcrsatmulutig olTef i» den MiSllMAAdMM LMWM Wie ZgM>!l-M«kMe vOSM t» den Tophien-Iälen. Gophieusrrafte 17—1». Tasetordnung: 1. Iahre-'hcricht unb SiStuffion. 2. RettlvaM der Agi. tatiotiäroiumiffion. 3. Vortrag beb Kollegen R. SSuschick über:.Unsere Aufgaben in der KriegSbcschäbigtenjiirsorge" j. Diskussion. Zahlreiches unb Pünktliches Erscheine» ist notwendi«. Montag, den Äl». April 1S1», ikzlrHS'Oerlatnmlungen für die gesamte Verwaltungsstelle Berlin �iarSso iVonelern Zio-okkt: in solgenben Lokalen: Pharussälc, Müllerstr. 142, abends kEt, Pparusiaie, Muueriir. aocnvr vi, Uhr. Büttners Zestsäle, Echtvcbter Str, L3, avbi. 8>/, Uhr. Löivenbraoerei, Bad str., Eiug.Hochstr.. abends 8 Uhr. Eands ieestsäle, Beusselstr. 3, abends S1/, Uhr. Vortrag des Kollege» A. Cohen. ti!ti»i'i«»tt�nl»u>'z>': Voltshaus. Ptosinenftc. 4, abds. 8'ft Ubr. Westen, Wchüiiebere und Steglitz: Kiüser-Wilhelm« Garten. Friedenau, Ätheinstr. Kb, abends S'L Uhr. Osten imb Xorrtosten: Eomenmssäle, Mnneker Str. 07, abends 8'/, Uhr. l�lekrtenUenx und Itii-nlnn-rrnininelslmi'e: vlume, 2tlt-Boghngcn öi>, abends K'j, Uhr. Weißensco: Restaurant Masche, Berliner Allee 25t, abends 8 Uhr. SßeieiibozirUc: Gewerkfchastshaus, Engelufer 1», abends 8L, Ubr. Xenbüiln: Jdeal-Feftfile, Wclchfelflr. 8, abends 7�, Uhr. 1'eseI-lleinieKenel—rk-HVest: Schmohl, Rennekendorf- West, Eichbornftrahe 4ö, abends 6*1, Uhr. ©berschi>ne«€;i«le, Xlederarhnnewcide, J«- tmnnisttMil». llnisesond: Restaurant Warn ecke, Qberschvneweide, Wilhelulinenhosstr. Z8, adend? 8'/, Uhr. Gpnndnn: Dertz' Zieslaur., Spandau, Karrftr. 21, abdS.»Uhr. le Ortsverwaltung. Juwelen« Uhren Silberwaren � J � Leipziger Straße 97 md Königs fräße 46 Brillanten, Juwelen, Perlen werden zu hoben Preisen ugekauit oder in Zahlung genommea. Mms SN MMr. ZAeNnimm MS WlhMS« MWMSS. fiNsIe Ferlin,§edlistiZllktk.Z7/ZS. Montag, den SS. April 1318, abendS 8 Nh«, im Gewertschaftshans, Engclufcr 15. Saal 4: Terfatnmiung der hmemM- mö MMMeldn. Tagesordnung: Bericht Ober die Berhandlunge» mit de» Arbeit« gcbcrn woge« der Dcnernngszulage und der Sinhzutaten. Zahlreiches Erscheinen erwartet 162/1_ Die OrtSverwaltnng. ZMMllSMS SN SchÄMSN SSllWI. Sl»I>!>.tt;IIe»enlin. Burea»: Engelnfer 14/15, Part.— Tel.: Zimt Moritzplah Nr. 8430. Geöffnet: Vormittag von 10—12, Nachmittag von 4— 7 Uhr, ===== Dienstagnachmittag geschloffen.-- Montag» de»»9. April, abends 8V, Uhr. im Gcwcrk- fchaftShaus, Engeluser 14, Saal 8: General-Versammlung. Tagesordnung: I. Staffen« und Geschäftsbericht vom 1. Quartal 1918. 2. Stellungnahme zum Verbnndstag. 3. Aufstellung eines De» legierten. 4. Wahl deS Delegierten. 5. Bericht von der Bezirks- kousercnz und Neuwahl der Bezirkskemmission. 6. Verschiedenes. Ml.________ me msam Klwer's WlsWlgs GMske Kimbscr-Sxtrakt zitronen n. Waldmeister-|!t», SA LA SA u Kxtrakt, Iriinstl.{jefiirht Lllfcl Äj'&PqJ In, mit Wasser verdünnt, erpeben die Extrakte eine herrliche süße Limonade. Kein Zucker erforderlich. Auch zur Bereitung von Speisen bestens geeignet. Ein Glas dieser prächtigen Eiraonade stellt sich auf kaum 2 Pf. Ks wird höflichst gebeten, möglichst Gefäße zum AbfüUen mitzubringen. ff. Hpöstraer, Berlin N 24, 0rIÄr 2. Verkanfsstolle: Reinickendorfer Str. 1C9 8. Verkaufsstelle: Andreasstr. 78 4. Verkaufsstelle: Neukölln, Berliner Str. 78 Versand nach auBerhalb in Korbflaschen 3, 19 u. 25 Liter | Hauptsescbttft Sonntag» geschioaseM. Bekanntttmchuug. Ifiparfit lind Seppen. Ten: äff K 5 der Verordnung über Lebensmittelkarte« vom 18. Oktober 1919 wird für den Tcmeindebczirk der Stadt Berlin bestimmt: I. Auf die Abschnitte Zi und 35 der allgemeinen Leb enSmittelkarte der Stadt Berlin entfallen WS« gesamt SS« Gramm Nährmittel, und zwar: Ivo Gramm Teigwaren«nd SS« Gramm Morgen- trank oder SSV Gramm lose Suppen oder vier Suppentafeln. Ii. Die zu I genannten Amneldeabschnitte sind w den durch ein Aushängeschild »'ilerkanf von Nährmitteln gegen Lebensmittelkarten der Stadt Berti«« gekennzeichneten Geschästen gegen Empfangsbescheinigungen aus den Bezugsabschnitteii abzugeben, und zwar in der Zeit vom Monrag. den LS. April, diS znm Mittwoch, den 1. Mai 1S18. Nachträgliche Annahme findet nicht statt. HI. Die KleiiihandelSgeschäfte haben die von ihnen an« genommenen Kartenabschnitte in der bisher vorgeschrie« Venen Weise an ihren Großhändler abzuliefern, unb zwar am Donnerstag, den 3. Mai 1S18. IV, Die Ware wird dann in der üblichen Frist bei den KleinhandcISgeschäften gegen Rückgabe der EmpsangS- bcscbemigung zur Verfügung stehen, Sie muß bis zum 1. Juni 1S18 abgenommen werden, da sonst der An- sprnch auf Lieferung versällL V. Es ist unzulässig, die Kartenabschnitte in Geschäften abzu- aeben, in denen nicht das vom Magistrat ausgegebene Aushängeschild(siehe zu II) angebracht ist. Geschästen, die nicht im Besitze des SluShängeschildes find, ist die Annahme der Kartenabschnitte untersagt. Berlin, den 27. Slprll 1913. Magistrat der König!. Kanpt- nud RestdtNlstadt. Tgb.-Rr. 829 Nä. Abteilung flir Nährmittel. in»1I«-I» Preislagen 1-, 2-». 3-Ztmm.-Wohnungen empf. in mod. Ausführg. Jul. Apelt, Tischlermstr Berlin 80, Adalbertstr. 6, Hochbahnst. Kottb. Tor. J.F.ABmann Buttergroßhandlung 42 Detailgcscfcäfte ia Berlin and Vororte Werden Sie Mitglied! SiedlungSIuslige, welcheWohn» Heimstätte bei Berlin od.Erwerbs- Heimstätte außerhalb suchen, werden nach ausgenommen. Genossenschaft snr Kolonisation «erlla S SO,* Gamphauseu straffe 18 H. Erfinder bediene« sich z. Anmoldg. n. Ver» kauf ihrer Erfindungen, Ideen eines Patentsachmannes Bgili.4li8lkunstll08tsnln! Erfolg: u. a. Verkauf 1 Patentes durch unseren Mitarbeiter für SSvooo«. p. 1'.rd»i»nn A Co-, I BerUnLVIl, KöntggrätzerLLIZ Griskrandenkaffe der SMillilll miMogWeil zu Berlin. Die auf Grund der Bekannt- machung des Reichskanzlers vom 22. November 1917 vom Ausschuß beschlossene II. Abänderung der Satzung hat unter dem 25. April die Genehmigung des Oberver- sicherungsamtS Grotz-Berlm er- halten und tritt mit dem 29. April 1918 in Kraft. 2184b görbie in Beschäftigung stehenden Mitglieder ersolgt die AnS- händigung des Nachtrage« durch den Arbeitgeber. Freiwillig ver- sicherte Mitglieder erhallen den straße 5, von 8 bis 1 Uhr. Der Verstand. Str kaufen tt.$15 der Bekannt«. B. 25. IX. gebr.>/,- Sektkorke |U 12 � Weinkorke 8« 2 � n.olLaab.Srt. neue u-gebcB orte serner:• Zelluloid-, Film- Hartgummi- Wachswalzen» Schallplatten>«bfälle Cr»»wer «eo, «.«. d. leorgeskirchstr. 50� (b. Alexanderplatz). Friedrichstraße 4S Ecke Zinunerftrage. 9-12-/� 2*1,-6*1, Hof«w Hnsfonft in Dienstbotenangelegenheiten Suchende wenden sich der» trauensvoll an den 48/1» Verband der hausaMeltdlttn, Berlin SO 16, Engelnfer 21 XIL Geöffnet ms 9—4 Oha Nr. 116 ❖ 35. Jahrgang 2. Seilage öes vorwärts Goaatag, 2S. /lprll 1618 köülgell-l-sdoi'slorjiim und Lichtinstitut ist von Oranicnstpaße 51 nach Leipziger Straße 63a(�Letl verlort worden- C09L* Das Institut ist geiftncl von 10— 2 und 4—6 Ohr. Tel: Zentr. SOI Vf. KUft IKvMSS. 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AIS solcher gilt der nach der verfchiedenen Lohnhöhe flufenweife festgehtzte durchschniUliche Tagescntgell der Kaifeumitglieder bis 10 Mark für den Arbeitstag. Zur Fest. fetzung des Grundlohns werden die Kassenmitglieder in 11 Stufen eingeteilt: § 180 Abs. 1, 8 ZkB.O. 1. An Stufe A gehören alle ohne Entgelt defchMgten Lehr. linge. 2. In Stufe I gehören Kassennntglieder mit eine« Entgelt bis 1 M. für den Arbeitstag. 3. PS 3 M. bis 4 M. 6. In Stufe V gehören Kaffenmitglieder mit eine« täg» lichen Entgelt von mehr als 4 M. bis ä M. 7. An Stufe VI gehören Kafsenmilglieder mit einem täg« lichen Entgelt von mebr als S M. bis 6 M. 8. An stufe VII gehören Kaffenmitglieder mit einem täg. lichen Entgelt von mehr als 6 M. bis 7 M. 9. An Stufe VIII gehören Kaffenmitglieder mit eine» täg. lichen Entgelt von mehr als 7 M. bis S M. ia In Stufe IX gehören Kaffenmitglieder mit eine» täglichen Entgelt von mehr als 8 M. bis 9 M. lt. An Stufe X gehören Kassenmitglied« mit ein«» täg. lichen Entgelt von mebr als 9 M. Hiernach wird der Grundlohn bis auf weiteres festgesetzt: für Stufe A und für die I. Stufe anf 1 M. II.. 2. .„ Iii. ,,„ 3. •' H■ f* �. t ßf V, H.. ö, .... VI., ,6. ..„ VIT.. 7. ... VIH... 8. ßß ßß tA- ß, ßß Q ßß „„ X.. 10 Aedes Kassenuritglied wird auf Grund feiner Anmeldung nach dem darin angegebenen Arbeitsverdienst durch den Kassen» vorstand einer Lohnfwie zugeteilt. Bei der Emichätzmig in die Lohnitufen wird zur Festsetzung des täglichen Arbeitsverdienstes für Personen, die Sonntags nicht arbeiten, der Wochenlohn durch 6, der Monalsentgeit durch 25 geteilt. Bei Kassen» Mitgliedern, die an allen Wochentagen und Sonntags ver» ftchcrungspflichtig tätig find, wir» der Dochenlohn durch 7, der Monalsentgeli durch 30 geteilt. 8 182 Nr. 2? 191 Abf. 1 R.V.O. auf das DrePg. 50 Mark. Stirbt ein als Mitglied d« Kasse Erkrankt» Sinne« einem Jahre nach Ablauf der Krankenhilfe an derselben Krankheit, so wird das Sterbegeld gezahlt, wenn er bis zum Tode arbeits» unsähiz gewesen ist. § 1502 R.V.O. Besteht gegen eine« Träg« d» Unfallversicherung ew vn» fvruch auf Slerbegeld, so ist aus diesem der Kasse, soweit sie bereits Sterbegeld gezahlt hat. Ersatz zu leisten. Familieuhilfe. si 205 R.B.O. § 20 Abs. 1 Nr. 2»hält folgende Fassung: Krankengeld in Höhe des halben Grundlohnes für jeden Arbeitstag, wenn die jtiankheil den Versicherten arbeitsunfähig macht; es wird vom vierten Krankheststage, wenn aber die ArbeilSunfähigkeit erst später einfritt, vom Tage ihres Eintritts an gewährt. Nach fechSniunatiger Mitgliedschaft wird daS Kranken- getd unter der gleichen BorauSfetzung auch für jede« Sonn» ruw Feiertag gezahlt. Das Krankengeld ielrögt: in Stufe I II III IV V VI VII VIII IX X 6.50 Mark 1.00. 1.50. 2/». 2.50, 3,00. 3,50, 4,00, 4,50. 5,00. 85 18«, 194 R.V.O. § 22 Absatz 1. Wird KrankenbauSpflcgc einem Versicherte» gewährt, der bisher von feinem Arbeitsverdienst Angehörige ganz od» über» wiegend unterhalten hat, so wird daneben ein Hausgeld für die Angehörigen im Betrage des halben Krankengeldes, nach halb» jähriger Mitgliedschaft im Betrage von 60 vom Hundert d«S Krankengeldes, gezahlt. § 199 R.V.O. § 32«, Schwangeren, die der Kasse mindestens 6 Manake angehiren, erhalten: 1. ivezin sie infolge der Echwangerfchast«rbestsnnfäbig werden, ein Schwangerengeld in Höhe des Krankengeldes bis zur Ge'amtdauer von sechs Wochen gezahlt. Aus die Dauer dieser Leistung wird die Zeit der Gewährung des Wochengeldes vor der Niederkunft angerechnet. 2. Angerdem haben sie Anjvruch auf ärztliche Behandlung, die bei Schwcmattjchaftsbcfchwcrdcn erforderlich wird. §§ 201, 204 R.V.O. § 33. MS Sterbegeld wird beim Tode eines Versicherten daS Zwanzigiache des Grundlohns(§ 19) gewährt. Nach sechs. ? SS«, Die Kaste gewährt Sterbegeld beim Tode des Ehegatten eines Mitgliedes oder eines Kindes unter 15 Jahren. DaS Sterbegeld wird für den Ehegatten auf die Hälfte, für ein Kind bis zu vier Jahren aus ein Achtel, darüber auf ein Viertel des im ß 33 festgesetzien Mitglieder-Sterbegeldes bemessen und um den Betrag des Sterbegeldes gekürzt, aus das der Verstorbene selbst gesetzlich»«sichert war. 8 885 Wf. 1 R.V.O. 8 48. Die Kafscnbeiträze werden auf fünf Hundertstel de« im 8 19 sestgefetzteu Grundlohnes festgesetzt.«Le betragen für jeden Arbeitstag Die Beiträge«»den wöchentlich berechnet und betragen für Versicherte, die regelmäßig nur wochentags beschäftigt werden, das kfllche des täglichen Betrages, für Versicherte, die an allen Wochentagen und Sonntags arbeiten, das 7fache deS täglichen Betrages. Für Versicherte, welche regelmäßig nur an bcstimmieu Tagen in der Woche, od» nur an einem Tage arbeiten, werden die Beiträge nur für die tatsächlichen Arbeitstage erhoben. 8 77. Für die Krankenversicherung der HanSgewerbtrribenden finden die Bestimmungen d».Satzung iür die hiruSgewcrbstche Kranken» Versicherung im Eemewdebezirk Neukölln' vom 29. Januar 1915 Anwendung. 8 TS. HanSgewerArelbende haben nach halbjährig» Miigllebfchaft Anspruch ans die durch die Satzung eingeführte» Mehrleistungen. Die vorstehenden Bestimmungen treten am Tage der V«- öffentlich ung w Kraft. Neukölln, den 11.«pril 1918. Ter Lais envo est and. gq. M. H einrich,».Ritter, i. Borsitzender. Schriftführer. Genehmigt. aharioktenburg. den 19. April 1918. Königliches OberversichemngSamt Groß-BerEn IA gez. v. SostkowSku Ne. v. L, X. 181/18. H. Für dte Da»« der Geltung deS Gesetzes vom 4. August 1914, die Sicherung d» Leistunzäfähigkeir d» Krankenkassen betreffend. erhallen die V»sicherte!i in Lohnstufe I bis IV vom Be» ginn der vierten KrankhellSwoche au einen täglichen TeuermigS» Zuschlag zum Krankengelde. Derselbe beträgt für jeden Tag deS Krankengetdbezuges Iür Stase 1 und II.. SS .. Ell. IV.. 20, D» Zuschlag wird auch Schwang»en mtd Wöchnerinnen ge- zahlt, dagegen haben w Krankenhäusern oder Heilanstalten de» sindliche Mitglieder keinen Anspruch auf diese Zuschläge. Die vorstehende Bestimmung tritt m« dem Tag« d» V». öffentlich ung in Krajü N c u k ö II n, den 11.«pril 1918 Der Kasicnvorstand. gez. M. Heinrich, ge,. W. R i ch t er, 2. Vorsitzeuder. Schristsühr». Genehmigt. Tharlotienburg, den 19. Slprü 1918. Königliches Obero»sicherungSamt Groß. Berlin. Dr. gez. v. G o st k o w s l i. Nr. II. B. K. 181/18. 267/1" absolut sicher b. Gebrauch mein. _ seit Jahren mit c-länz. itrfolg. angewandten öpeaiuJ-Cremes„Marhe f Bocatol4* ges. gesch. 4 AI, Kosmet. Laboratorium M. Bocatlna, Berlin X. 3, Schönhauser Allee 132.* Zahn-Praxis D. A. Loser, RosenthalerStr. 69 nahe Rosenthal. Platz. Spreehz. tägl. v. 9-7, SonntS-l2.Tcl Nd 10433 ■■■ m.echL Friedensmaferial. spez.madern.Gold> S£& B« M A technik, Goldkronen usw. UmarbeiL schlecht- sitzend.Gebisse. Reparatur sof. Kl.Pr. er.TIz. 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Ferner täglich im Bcrwaltnugsbureau: Burg-. itraste 27 III, Zimmer 76 (gegenüber ZirluS Busch) werk» tags 10— 7, Sonntags 10—1.* Sie ein Bninl beseitigt MülL" OrStrahT. ZMSsllibk! jed.tzautauSschlag.FIechten, Hautjucken, bes. Bein- schaden, Krampfader» der Frauen u. d»gl. Zusendg. erjolgt per Nach- nähme. Elotanten-Apothoke. Berlin, Leipziger Str. 74 (am Dönhoffplatz). Mittags v.1-3 geselssen Soeben elngetroffon I Schilfteppicbe ovale Form bis 4 Meter groll. f* und* Deutsche feppie mit EinlassimgsplDscIiDSV� Gardinen, Uuferstofte, Tisch- d. Diwandecken. Unoieum empfiehlt! gieWall Emil Lefevre Berlin-Süd. Seit 1882 niirOrantralietSS. »�MeinalltiBklausbät keinerlei BeziebDog ähnlich laaL Firma! Abessimer, Ersatzteile und Zubehör. Köchli», Alte Jakob» straße 20,22.___ lölK" Kostüme au- schönen Siofseu, s-vwarz, blau, grau, braun, euch helle Farben, 150, 17», Nocke, Wolle und Seide, 48, i'U Mark, Scidenkosrüme 110, Scidenmäntel, Mantelkleider 125. 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Verlag Friedrich Andreas Perthes «OG., Gotha. 4 M. o u Briefkasten öe? Nsösktisn. E. S. Fa. event. durch Klage.— H. L. Pankow. Dagegen ifi nichls zu tun. Die Frau bat nicht Slnspruch nuj die höhere Unterstützung, von idrcin bisherigen Wohnort wird ihr die Unterstützung weitergezahlt.— M. W. 100. Die Anzeige des Mieters wird zwecklos sein. In der von Ihnen angegebenen Art und Zeit können Sic natürlich in der Wohnung hantieren. — Virchow 80, Fbr Antrag würde Annahme sindcii, Sie und ober trotzdem zur Zablung der Krankcnbaustoften verpflichtet.— Artist 9(». Mlucmeiue Körperschwöche. Krankhelten beZ lsthmPhWcms, herzkrank, zeitig dienstuntauglich— Atter Abonneut 1. 10. 1. Nein, das mutz aus der Neichöwochcnhilje beflrittcii werden. 2. Nein. 3. Ja, Lö M. Eut- binduiigskostcn. 1,50 M. pro Tag Wochengeld auf die Dauer von 8 Wochen und 50 Pf. Stistgeld pro Tag aus die Dauer von 12 Wochen. 4. Bei der Krankeulasse, bei der die Frau Mitglied ist bezw. bei der Kasse, wo der Mann zuletzt Mitglied war.— K. 3t. JOS. 1. Die Post hastet nicht da- sür. 2. Die Frage ist unverständlich.— A. 05. 85. Bei 24 M. Ein- sonnncn nüisüc wenigstens noch ein Teil der Unterstlitzung gezahlt werden. Wenden>Lie sich eventuell mit einer Beschwerde an den NeglerungSpräsi- deuten.— F. 3. 40. Die Vcrjügimg eestrcclt sich nur aus die über 42 Jahre allen Landsturmlcute.— O. B. KiO. Wenn das nicht im Pachtvertrag extra ausgemacht ist, sp kommt der Vertrag nicht zur Lösung, H. H. 762. Sie können nicht vor dem Ausst-llungSdatuni Marken tleben. müssen aber innerhalb zweier Lahre 20 Marken geliebt haben. Ihre Anwarischast aus den Bezug von Rente ist crsiillt.—!l!rici>. Eine bestimmte Zeit zur Erledigung eines solchen Gesuches besteht dafür nicht. Lb Anrecht ans Aufwandsentschädigung beiieht, können wir ohne nähere Kenutuis des Sachverbalts nicht sagen. Der Betreffende iriird sich noch einige Zeit gedulden müssen.— P. H. Sasse». 1. Nach§ 24 der G»O. verhandelt und entscheidet das Gcwerbcgcricht m der Besetzung von min» destens drei Mitgliedern mit Einichtntz des Vorsitzenden. 2. Ja. 3. Ja. 100 Attni. Wenden Sie sich an die Kino-Voisührerjchulc des Vereins der Berliner Kinotheaterbesitzer, Fricdrichstr.£07.— Flieger(y. M. Belgien. Deulschcr Wagen- und Nutomobilbau, Berlin, Warienbergstr. 14. — Fernsprecher Ü. Darüber erkundigen Sie sich am besten bei der Schn iedcinnung Ihres tz-imatortes.— H. Fr. l!L». Die Bezeichnung ist uns unbekannt.— H. 5k. tJOtl. Darüber befragen Sic am besten einen Drogisten.— F. ST. 82. Die Münzen verkaufen Sie am besten als Skupser.— Paul. Gras Czermn.—■€>.®, Darüber wird Näheres cril noch bekanntgegeben.—<£. M. St. S>. Uns sind solche Vereine nicht bekannt. Vielleicht welibcn Sie sich einmal an den Berliner Dolkschor, Brandenburgstr. 37(Aula der 2. PflichtsortbUdungsschille).— U. 7. Nein. — H. D. 4. Nein; gegebenenfalls teilen Sie alles Nähere dem Reichs» tagsubgeordneten Daniel Slürklcn, Bcrlin-Fricdenau. Feuerbachstr. 1t>, mit. — A. N. 0. Volksieucrbcstattmigsvcrein Groß-Berli», Paul Günther, lslt). 13, Landsberger Allee 52. Näheres ersahren Sic auch bei der tztedak- tion de,.Flamme", S\V. II, Anhaltltr. 6.— Gsec�-str. 1. Wenden Sie sich an die„Bor>värIS">Buchbandlling, Lindenstr, 3. 2. Das kann nur ein Arzt beurteilen. Spezialärztc finden Sie im Berliner Adreßbuch, Teil II, Seite 239.— 100 Dabeudorf. Sic mühten sich an das preußi'we Unterrichtsministerium mit einem enisprechenden Antrag wenden.—<&. 3. Wegen der Anmeldung zur Partei lvcndcn Sie sich au Ihre zuständige Äc- zirlsadresse: Hueber, Strasburg i/E., Rieleritr. 1. Deu Beitritt zum Verband der HandlungSgehisten müßten Sic beim Hauptvorstand des Ver» bandes, Berlin, LMldSbcrger Str. 43/47, bewirken.— B. Brügge. Stellen Sic einen entsprechenden Antrag an die.Kaiserliche Marincver- waltung in Brügge.—.<>«?« tourx. 1. Darübei können>vir nicht urteilen, da wir die nölicren Umstände, auch den Inhalt des Lehrvertrages nicht kennen. Am besten ist, wenn Sie sich mit dem Lebrherr:: darüber ver- ständigen. 2. Ihre Tochter bat keinen Anspruch aus die Zusatzkarie,— 7 Matrose. N. ist e n Dorf, Ein Festniigsgesängnis befindet sich dort nicht.— W. 3ch. ti66. Nach der Verordnung dürfen Sie jür daS Vierteljahr April— Juni 90?roz. des vorjährigen Quantums im gleichen Vierteljahr verbrauchen; der Mindestverbrauch darf 70 Siubikineler betragen. Ihre Berechnung tommt uicht in Betracht, da der Verbrauch nur viertel- jährlich berechnet wird. ilSetterauSsichten fier da? mittlere Norddeutietitand vis Moutzag mitrag. Veränderlich, vorwiegend wokktg, am Mittag loarm, westlich der Oder ziemlich zahlreiche/im Osten mehr vereinzelte Gewitter, ö seidene. 6Cln6erröck Cri /T jC s:LO' JL �_ X BERLIN C Sfiandauerstr. 16 Gegründet 1815 BEREIN C Königrtr. 11-14| Vsmen-Wäsche Korsette, vamm'Klei»««| Taschentucher IS.50 i a�hemd klarer Bullst, im Rumpf gest Täghemd Mada- Cja pp polam.imRumpf gest.***■• v U Garnitur= Tag- hemdu.BciRkleid aus A K()f) Batist, mit Spitz, verz. 0 � Misiierleibchen„ �p m. Stick. Ein u. Ansatz �»Dy) Miederleilicten nuo Stickereistotf.• 1 1.50 Unterrock weiß � m. breit Stick. u.Eins. JCorSett in versch. Farben und Stoffen. K Orgett in versch. Faibcn und Stoffen. Ivorsett weiß ge- must, m. I Paar Halt IVOfSCtrfc weiß gemustert, mit waschb. Einlage u.l Paar Halt I'iorSCtt aus weiß. Batist m. waschbarer Einlage u.1 Paar Halt. K orsett aus weiß. Rippstoff m. wnschb. 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Ehrenbergstraße, _ Tingang von der Stralauer Allee. 20 Propsllertlsohtcr, FOger und Zahner und Hausdiener gesucht. 3262* (jaruds-propeller-Bsu ü. m. b. H., Verliti'Ncuiölln, Ztaumburger Str. 42-43. Mechaniker, Zchlosser, Werstzeugmacher, Dreher und �utomateneinrichter sllr Kriegsliefernngvn stellt ein SlSSb Richard Köllnick, Iggel-Serlio. Cral-Rddeni-Kors!! 3, Aatpang U, 3 Troppen reeiitx. ril: Nachm. E— 8 Ubr, 10— 1 S Uhr vorn:. 323� Eclncht e!« SliSmMkg-üWütt welcher die gesamte Herstellung der Bilder. rahmen kennt und auch die F a b r i t a t i un der ovalen Rahmen behertscht in dauernde Stellung Verlag„für Volkskunst" lUelinrd licntcl, Stuttgart. Mari enplatz 12. p i?ä Ansttrtig'erliisieift für den„Vorwärts" werden eingestellt in folgenden Filialen: Onnlin• Aekerstr. 174(am Koppenplatz)— Peterabnrgar Fiat, 4— Barwalds tx. Dcrilu» ündenstrallo 3. SlegiitZ: Bernsee, MosunsonstrnCe 59. MW. l-Iedleaderv; A TempelhOf: Ueckennann, Kaisex-Wilbelm-Straßo 71. Meldeseit tob 11 bis l'l, Uhr nnd 4'/, bis 7 Uhr. CbarlOttenbnrg: Bosenheim« Str. 1. Schöneberg: Heininger Steaüe I. £23 IHrrfcHon Kaz HefnJiarÄ Deutsches Theater. TJ,,: Der BQrger als Edelmann. Xachm. 2J/.(Halbe Preise); Minna von Barnhelm. Alont.; Oer Bürger als Edelmann. Kammerspiele. 8 TThr: Smuarun. Montag: Snmtirun. Volksbühne. Theater am Bülowplatz. üntergrandb. Schönh. Tor. 71/, Uhr: Hamlet. Kaohm. 21/. ü.(ermälßg. Pr.): Oespenster. Mont.: Hanneies Himmelfahrt. Theater i. d. Königgratzcrstr, 8 Uhr: Straße nach Steinaych. Nachm. 3 Uhr: Kameraden. Komödienhans. 7»/. Uhr: Die i'.arin. 3 Uhr: Die beiden Seehunde. Berliner Theater. 7 Uhr: ISIitzblaues Blut. Nm. 3 Ulm: Die teile Kemtess. sMSlIlü'ft.MMW Senntag, den 28. Avrll 1318, nachmittags 2Vz Uhr: Volksbühne: Gespenster. Deutsches Opernh.: Die. lustigen Weiber von Windsor. Nachmittags 3 Uhr: Schiller-Th. Charlottenburg: �Schneider Wibbel. Schiller-Th. O.: Hinter Mauern. Lessing-Th.: Menschenfreunde. Künstler-Th.: HanS Huaebein. Abends 7-/, Uhr: Volksbühne. Montag, Mittwach, Sonnabend: Hanneies Him- melsahrt. Dienstag: Die Rich- tige. Donnerstag: Was ihr wollt. Freitag: König Lear. kose-Theater. 3 Uhr: Eine Waise. ?'/. imffiM Theater für Sonntag, 28. April. Centrai-Theater Kommandantenstrjße 57. T1/.: Die Csardasfürstin 3t|, Uhr: Jugend. Deutsches Opernhaus 7 Uljr; Der Postillion von Konjumeau. Kleines Theater 7'/, Uhr: Kante. 3'/. Uhr: Henriette Jacoby. Komische Oper 12 Uhr: Die goldene Eva. 3»/j Uhr: Die Kinokömgin. 7�2 u.ÄmltlinüileL liustspielhaas 1'/, Uhr: Die blonäen Mädels v.LinMI Sllt Uhr: Ein toller Einfall Metropol-Theater tEIi: Die Rose m Stamfra!. Arbeiter-Vorst, der Schwerindustrie 3 Uhr: Die Kaiserin. Neues Operettenhaus 3 Uhr: Oer Obersteiger. �uhriDerSoWatilerMarie. Friedrich-Wilhelmst. Theater 71/, Uhr: Das Dreiffläderlhaus 3 tj.: Ein Maskenball(Ameiia). Residenz- Theater "'/.uhr: Der junge Zar. 3 Uhr: Die Siebzehnjährigen Schiller-Theater O 3 Uhr: Hinter Zinnern. u/, uhr: Die Ehre. Schiller-Th. Charl. 3 Uhr: Schneider WHibel. 7v, uxr- Ein Erfoig. Thalia-Theater u�DsterderblHegLiDde 3 Uhr; Egon und seine Frauen Theater am Nollendoriplatz 31;, Uhr: Immer feste druffl 7 Uhr: Theater des H'estens ?'/. u�: Ludwig XIV. mit Gnldo Thielscher. Vorh.: Der Regimentszauberer, äll, Uhr: Ein Walzertraum. Ketzter Sonntag! 2 Heute Q Vorstellungen" 13'/, Uhr Kleine Preise 1 T1/, Ohr Kind-d-Hälfte!| In beiden Vorstellungen: Ballett Charell Künstl. Leitg. u. Kostüm Entw. Ludwig Kainer Choreograph. Leitüiig: Eric Carell sowie der gr. Varietb-Spielpl 2 Letzter Sonntag q Vorstellungen, m 31! nsohm. jed. Erw. 71| [2 1 Kind frei. 1>2 In beiden Vorstetlnngen: Erna Offeney Walter Steiner imd die Denen April-Spezialitäten Walhalla-Theater. S llhr: Der fibele vaner. 7�. uhr- U Mütsotendorl. Apollo Friedriohstr. 218. Jfi Sonntags S1/,!!. T3i 12 j.Erw.t Kindfr. I jtl 1 Flieger von Tsinglau. f I Varietö-Attraktlonen. mW [Theaterkasse ab 10U. nnnnterbr. geöffnet. H Voigt-Theater. Badstr. 58. Badstr. 58. Heute nachmittag 3 Uhr: Das SOjätirip Jubiläum. Ab-ndS 7 Uhr: Komteß Paula. Ab Montag: Entehrt. Kakkee Luitpold ISotzstrafio 15. Kabaretir Frank Bergmann Hepl Pfeiffer Martin Köwe und das große April- Programm. Reichshallen- Tbeater. Heute oachmittag 3 Uhr und abends 7l/s Uhr: Stettiner Sänger, Naohmtttags ermäßigte Pr. t Btrliner Konzerlliaiis /St MaaentreCe 82 Zimmerstraßo 90/91. —■»»— Heute: Großes Doppel-Konzert Musikabteilnng des Ersatz-Batls. eines Garde-Inf-ltegts. Berliner Konzerthans-Orchester, Leiter: Komponist Franz von Blon. Anfang 4 Chr. Morgen, den 29. April: Großes Ahsehledskonzert der aktiven Kapelle des 3. Garde-Kegiments z. F., Leiter: KgL Obermnsikmeister H. GS riech. Caf6 Royal jetzt Konzert-Kaffee Reichsadler Ecke Beuth-u.Kommandantenstr.(nahe SpHtelmarkt) Tägl. erstkl. TonkOnstler-Konrert Wochentags von 71;rllV# Uhr— Sonntag von d1/,-!!1/, Uhr abends. Sehen Dieustag Extra Konzert. Ab 1. Mai Tägliches Austreten des weltberühmten Flügelhorn- Virtuosen Celix(Silbers ans Wien genannt der Meister der Lieder.* Dranien-?slsstl Drsnlenst. 40—41. Konzert-Kaffee (Oranienbrücke) 'Kabarett 7'/. Uhr. Paul Coradlni. Sonnt. 4 Uhr. Dotte HanC— HaB-Amon— Lissi Gehrle. Herta Goston. Dirk van Erp. ZUM- Ä Kapellen."93 I. Stock: Weinklanse. Poln. Schrammel-Trio. MMM, Heute 2 gr. Vorstellungen. Oii I Nachmittags{7; J|2| 1 Kind frei!|' 2 Weit Kind, halbe Preise. In beiden Vorstellungen: „FFühimgsspiele" Verlier d. gr. Aprilprogr. Ü.T?! ollen do rfplay.� Prinz Haralds schönstes Abenteuer. Ein heiteres ueoesspiei Die an der Sonne verbrennen. Stoma n einer fleinta Tänzerui. I U.T fjnevcithftmf«, lU.T Unt den Linden: »Die Statte der; Verführung. Cin Lebensbild in drei Akten. Die Liebe — ja, die Liebe. Luittpiei in 8 Akten mit Otto Treptow. Ü.T Aleranderviatz. o.V WeinbergSwey: Wer niemals einen Rausch gehabt? Malfta Petrf, Lso Peukert, Herbert Paulmllller. Ü.T SBeinsecgUoca; Der Dämon des Hauses Frivelli. (llnekildlg nnlichtlzt.){ U.T MoritzpUlh! Es werde ücht. 1U. Teil italtucfUia von Rieh. Oswald onb E. A- Oupoot. Regte: Rieh. Oswald- U.T Msxandervlag Ü.T Haknhetvei Dem Licht entgegen. U.T tslslcktadsihiatr.: Der versa nker« Schatz. U.T oSfiiltb;.-ItMrWd- Der nammeBtans. mit »efdemsr Pstfandar. . Baglau der Toe> | Stellungen 3 Uhr j Trianofl-Theater 7,8 am Bhf. Friedriohatr.'ltS Tel.: Zentrum 4927 und 2391. Der Lebensschüler Komödie von Ludwig Fulda. Ida Wüst, Brich Kaifior-Titr, v.MöllendorS, Flink, Kebtoer. Stg. 4 U.kLPr.: Johannisfeuer. Casino-Theater lothringer Str. 37. TägL'/.S U. DaSVoUsstnck von Ad.!?Arronge Annans Traum. Ein heiteres Familienbild. Vorher das neue April-Progr. Emil Merkel, Brune RBgeo usw. Sonntag 4 Uhr: Bajazzo. OMions- * Thealer Kottbnser St. 6/7 Die Perlen des Maharadsclia Schauspiel w 4 Akten. lliegie: Ernst Ludwig. Kbgelloiiliatt Lustspiel w 2 Akten von W. Bah«. Catmn« Illnsionn-Aht. Belly und Nordou, Drahtseilatt� Veneste 6 und 8 Uhr. aSÄ MTlGfJMrTHIATER Ci«:er mg!. Ueber SO0 ausverkaufte Häuser! T5wl. yi's Die ist richtig! 7l/s Bonntag S'/'i,; Johannisfcuer. Vsrvk.v.WU. nnnnterbr. i Ohtih««».»»:».\ Sonntag, d. 5. Mai. mittogs 12 Uhr: I a-hllhnrnzonie j Montag, den 6. Mai, abends 8 Uhr: U. SCOSlSECPts OKkarWie.! j I r o g r a m m: Liszt: Mazeppa. Fried: Erntelied. Mahler:! U. Symphonie, Omoll, mit Schlugchor. Mitwirkende: Eliiabeth Schnenann(Sopran), Kammersängerin DttUte ZUestger-Lattermann CSllt), das Berl ncr Philharm. Orchester, der Berliner I Bolkschor u. Maunerchöre des ArderterrSanger- blindes. 153/1 Kaute» 2 M. für das MittagSkonzert«. 2.Zft 911. für das Zibendkoiizcrt an den BUlettlassen d. Waren- Häuser Tietz, bei Breilkops u. Härtel, Potsdamer Str. 21, it. der Geschäftsstelle Lmienftr. 227. Nachzahlung jür! 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Flochten, Wunden; Lähmungen, sowie Kimloriähmung Sloffwochselkrankheiten, Zuckerkrankheit usw.— Frei willige, briefliche und mündliche Zlnerkeunnngcii früher behandelter nnd geheilter Patienten, die angaben, vor der Behandlung in unserer Anstalt ander- weitig ohne Erfolg behandelt worden zu sein: 1. Frau M. Richter, Berlin-Moobit, Waldstr. 33. Lungen- leiden, Blutarmut, Nsrvenfchwäche geheilt.— 2. Herr Neorg Heinrich, Banmschnlentucg, Baum- fchulcnstr. 29 II. Lungenleiden geheilt.— 3. Frau i E. Blüdor», Ebpetstck. Aug.-Viktoriastr. 24. Herj-, Leber- nnd Niere» leide« wiederholt gebessert.— 4. Herr K. Ensle, Rejtaur� Cüarlottenburg, Hutten- slrahe 12. Ehronischer Mittelohrkatarrh geheilt.—, 5. Herr W.Pursche.Berlin-Adlershof. Helbigi'tr.29. Von' Magengeschwüren in Dnmnkatarrh geheilt.—6. Frau M, i Zafke, Berlin, NoSendorfitr.4» L RhenmatiSmns u. tteipe Schulter geheilt.— 7. Herr E. Eitrhardt. Er.-Lichtgr- felde, Ningstr. 52». Eftronifches Hnstgelenkleiden wiederholt erfolgreich behaudett.— 8. Frau E. Hv- dorff, Berlin, Colbergerftr. 28/29. Nerven- n. Knochen- h a utewchiiiidnng— vallständig gelähmt— geheilt___ 9. fie» K. Nah da, Berlin, PvnizetiAllllee 72/73. Von Kopf- und Krenjfchmerzen, trockener Brustfell, j entzündnug nach Jnfincuza gebeUt.— 10. Frau! E. Herzmann. SchSncberg, Feurigltr. 51. Eiterndr Fistel nach Blinddarmoperation geheilt.— 11. Herr E. Ritter, Frredeua», Sponholzftr. 56. Von Knie- gelenkleiden gebeilt.— 12. Frau 31. Rohrmoser, I Berlin, Breslanerstr. 1. Altes fünfzehnjähriges.Herz- leiden geheilt.— 13. Herr M. Austucr, Rciuilkcn- dorf-Wost. Antonienstr. 3. Kieferveveiterung geheilt.—\ 14. Frau H. Hagel» Sachsenhausen d. Oranienburg i. M. UnterL-Blutnngcn und Nervenleiden geheilt. 15. Frau Ww. Fkrttschler, Berlin, Marienburgerstr. 48. Tarmgeschwulft geheilt.— 17. Herr Erich Bock. Berlin, Havelberg ersirasze 15. Bon Skiereu»»ud! Blasenletdeu, Wassersucht, allgemeiner grosser Schwäche geheilt.— 18. Frau Restaur. Hering, Berlin. Schönhauser Allee 87. Von Bnfcdowicher Krankheit gehehi.— 19. Herr Zl. Brvfe, Älii.-Teinvelhof. Fviodrich-Wilhelmstr. 14. Sch»>ereS Niilkenmarkleideu mit Lähmung dcrBcinevoUftäudig geheilt.— 20. Frau E. Popp, Bin.-Lichtenberg, Gärtnersti. 10. Bon chro- irischer Herzschwäche und Berstopfung geheilt, l — 2L Herr A. Schlabitz, Bariin, Salwivistr. 24. Bon I Gestchtsliipus gchciit; vorder mit Radium erfolglos behand clt.— 22. Herr SL Hellwig. BIn.-Borfigwaide, Ernststr. SS. Bon Magcugefchwulst, Berstopfung und Siervenschwächo geheilt.— 23. HerrMilchhäiidler Eckert. Berlin.Wreijenhagcnerstr. 26. Von gichtifch-rheumatifchen Dchuier�cn in Bein und Fnhgclenk geheilt.— 24, Herr' Gastwirt E. Btichaeli», Charlottenburg, Wallstr. ss7. Von chronischem Leberleiden nnd Eelbsuchr geheilt. — 25. Frau M. Knorr, Bln.-Lichtenber>z« Schorn- webcrstr. 62. Von Herzschwäche, Leberanschwellling I und Magenkrebs gehellt.— 26. Sohn Paul der Weichenstellers Herrn BSilhelm Hassner. Bln.-Westend. Beamienhaus. Von schwerem Beinlciden geheilt. Bein sollte«bgenouuueu werden. 249/16- KZgSrt Brieliloho Original-Anerkennungen von uns go- kellter Patienten stehen im Asrtoziminer der Anstalt auf I V.'unssb zur Einsicht. 4 Getrennte Behandlungsräume für Damen und Herren! 4 Sprech- und Behandlungszeit: 9—1, i—Tlr.— Scmitag und Feiertag: 8—1. HeilanstaltSbefwor Professor P. fögisteBsky approbiert im Ausland Berlin SO. 16, Brückenstr. IOb a« Bahnhof Jannowitzbrttcke. Vera Her Brwei- M iiiUelier| n wWllWMlSeNmelviiüii i Qßi) Tervaniiter BsmfsgenosseiL Zahlstelle Berlin. Als Opfer des Weltkrieges starbe» frlgeude Kollegen: Franz Meise. FlaschenkeSerarbeiter. Brauerei Schultheid.«bt. II. Paul Ksciacii, vr-ne-, Brauerei Pagenhascr, Svt. l. Otto Kleist, vrnner, Brauerei Patzeuhofer, Alt. L• Richard Böhm, vr-»«, Brauerei Patzenhofer. Vbt. Ssentee. Albert Ziep, Flaschenkellernrtettr», Braueret Habel. Altred Öiütze, vr»»«, Brauerei Engelhardt,«it. Ehirrioktenburtz. August Lchölsr,??«««, Brauerei Patzenhofer,«bt. I. Richard Fehmann, Fl-schen«erf«hrrr, Brauerei Patzenhofer, Nirberlaz« Sankwitz. Fritz Valley, Faßmitfahrer, Deutsche Vierbrauerei, Niederlage v»«». Frnst Sähn, Mitfahrer, Brauerei Patzenhofer,«bt. I. Heinrich Winkler, giofihfnHemkffahm, Brauerei Bötzow, Johann Ehmaier, Flaschenkellerarbeiter, Brauerei Echulthettz, Abt. II. Fnd�ix WeZx, Fl-schen!itrfahrer. Brauerei Schultheis, Abt. N. Engelmar Hoff mann, vra«», Berliner tkindl-Brauerei. Otto Lchulz,«raner, Tentonta-Braueret. Franz 8enxer, Hilfs«r»ev«», Löwen-Braueret. Martin Wlazlak, Ar»««», Brauerei Patzenhofer,«bt. N. Heinrich Zch�eikard, vr«««, Brauerei Schultheiß, Abt. H. Alois Geiger, Braver, Brauerei Habel. Robert Jochmann. Faß«itf»hre-, Brauerei Schultheiß, Abt. Spandauerberz. Andreas 8ichermann.»m*«, Deutsch» Bierbrauerei, Pichelsdort. Ehre ihrem Andenke»! iZtS Die Orfsverwaltnng. i Wir dellagen erneut den ! Perluit dreier lieber Kollegen. ! ,'lm 24. Mär, fiel der � Maschinensetzer, Gefreiter Ur\ Malchow geb. 12. Mai 1884; am 27. März der Drucker, Landsturmmann �ühelmSarlmann geb. 10. November 1889; und am 4. April der Tlereotypenr 217gb �elnhacd Slasserl im 20. Lebensjahre. Auch diesen drei braven �olU'gen bewahrt ein dauerndes Andenken Das Personal der . Deutschen Tageszeitung". uame Es wurde mir die traurige Getvißhett, daß mew lieber quterMann und treusorgende Paier, der Bionotvpe-Gießer Gustav Ebert am 4. April auf dem Der- dandsplatz in Hangest»er- starben ist. 2173b In lieser Trauer: Ella«dert nebst Kindern und alle Berwandten. Berlin O, Simon- Dachitr. 24. Ailg. Krank.- o. Starbekuoe der Deutsohen Drechsler >. der. Beruftgen., Ereatzk. Verwaltungsstelle Berlin 8. \arhrnf. Den Mitgliedern ,nr Kenntnis, daß unser Mitglied p»ul Nssck Neukölln, Hertzbergftr. 22 am IE April Plädüch an Herzschlag verstorben ist. Ehre seine« Andeuten! AIS Opfer diese«»elt- kriege« fiel am 12. AprU 191 i unser herzensguter Sohn, Bruder, Onkel und Neffe, der Musketier Gerhard Carlas im blühendeu Alter von 20 Jahren. 216.% Die« zeigen allen Freunden und Bekannten an Die tietlrauemden Eltern. Der Bater zurzeit Garnison. Otto versus al» Bruder, zurzeit im Lazarett. u. sein lieber kleiner Neffe WiUi Berlin. 26. April 1918 Dieffenbachftr. 82. Du hast un« in Deinem Leben niemals betrübt, hast Deine Eltern, Bruder und Neffen von Herzen geliebt. Du warst unser Stolz, Du warst unser Glück, s kehrtest Da noch einmal zurück. OrtsyerrMsltang Berlin. D«« Audenke»«»serer im Felde gefalleuev und verstorbene» Kollege» gewidmet. Bergmann, Max, Dreher, geb. IT. Mär, 1891 tu Berit». Dltze, Karl, Dreh«, geb. 8. Oktober 1887 tu Berti». Dreetz, Kasper, Schloff«, geb. 18. September 1881 kl Holzwickede. Heuvelmann, Theodor, Schloff«, geb. L Dezember 1874. Jäger, Johannes, Dreh««, geb. 15. Januar 1894 tu Berit». Karolczak, Stanislaus,«ech»»««. geb. 19. September 1884 in Kerfzopoto» Krick, Walter,«lemp»«, geb. 1«. Mai 1898 in Berlin. Lange, Emil, Nevolverdreh«, geb. 18. August 1879 in Berlin. Meyer, Paul, Dreh«. geb. 18. Mai 1873 in Berlin. Modrzejewski, Otto, Dreh««, geb. 29. Januar 1878 in AdlcrShas. Müller, Erich, Schloff«, Nawradt, Johann, Schmied, geb. 27. Oktober 1880 in Manomitz Niche, Heinrich, Z»l«g«, geb. 28. April 1877 in verst». Raahe, Wilhelm, grmw«, geb. 15. Oktober 1876 te Mastluttz Radke, Erich,«ewt«, geb. 34. Februar 1897 in ZiUchow, Kr. Wartm. Rosenberg, Willi, Schloff««, geb. 9. Februar 1894 in Berlin. Starras, Hermann, Schloff««, geb.«. Juni 1897 in verlin. Ehre ihre« Andenke»! IHM Di« OriSverwalwAg. Hart und schwer trat«n» die schreck- liche Nachricht, daß mein inniggeliebter Mann, treusorgender Vater seine« einzige« Sohne«, Bruder, Schwager und Schwiegersohn, der Sergeant Emil Juds. Inhaber k. Eisernen Kreuze« 2. Klasse im Atter von 38 Jahrrn nach 3*/, jährige» schweren Kämpfen und Entbehrungen am 25. März durch Herz- schütz mm doch dem Welt- kriege zum Opfer gesalle« ist. Die« allen verwandten und Bekannten hierdurch zur trmntgen Nachricht in«n- saßbarem Schmelze. 118« Atarte Juds geb. Pioch nebst Sohn Alfred. Vertin-Ltchtenberg, Aabriel-Max-Straß« 2. 6« ist I» schwer, die» zu versteh'n, Daß wir Dich nicht joll'n wieder! ehn. «I» Opser de« Weltkriege« fiel am 4. April 1918 mein innig geliebter Man», unser Heber Bater. mein ileber Sohn, Schwiegersohn, Bru- der, Schwager und Onkei, der Landtturmniann, Stukkateur Vliheim Gavi im Alter»ou HS Jahren. I» tiefer Trauer Wllheimlne Canz gei Leutzsch »ebst Kindern. Witwe Emilie Ganz gek. Schröder, als Mutter, und Gescbwieter. 21646 E» ist zu schwer, dte« ,u nerftehn, daß wir Dich joU'n nicht•kkersichn. Hart und schwer traf un« die schreckliche Nachrickt. daß unser lieber ältester Sohn, unser guter Bruder Karl Kotzan ht einem Jäger-Bataillon, geb. 4. 11. 1897, im blühenden Alter von 21 Jahren nach 24mcmatige» schweren Kämpse» und Entbehrungen an» 12. 4. 1918 durch Gra- naffplitter m den Unterleib verwundet wurde und am 14. 4. 1918 te einem Feldlazarett verstorben ist. In tiefstem Schmerz Emil Ketzan und Frau Maria gab. Uttkau nl« Eltern, Emil nnd Rani al« Brüder, Kottbuser User 60. Du sankst dahin, wie Rosen sinken, wen» sie in voller Blüte steh». 2172b Lieber Bruder, schlas' in Ruh',«nsre Liebe deckt Dich zu. Delna Brüder. Sohn, Hart und schwer tras an» die schreck- liche Nachricht, daß unser lieber, goier Bruder, Schwager und Onkel Will KilogöMül Sesr. im Jns.-Reg. Nr. 47 im Alier von 28 Jahren nach dreijährigen harten Kämpfen und zweimaliger schwerer Verwundung am •23. Rärz 1918 durch Brust. schuh gefallen ist. s2l80b In tiefstem Schmerz die trauernden Hinterbliebene» Wilhel« Kliegelhoefer Ernestine Kliegelhaef«, geb. Böhm, al« Eltern. Du starbst so früh und wirst so sehr vermißt. Du warst so lieb and gut. daß man Dich nie vergißt. Ruhe saust in fremder Erde. Auch als Opser de« Well kriege« erlag unser zweiter Sohn, Bruder, Schwager, Neffe, Oukci und Brauttgam Franz Krebs Im 34. Lebenjahre hier einer Lungenentzündung. Die veerdtguno findet am Montag, den 29. April, nach. mittag« 3'/, Uhr, auf dem Friedhofe der Fretreltgiisen Gemeinde statt. 331L Der trauernde Vater »ebst Geschwistern und verwandte». Famtste ffsebi. ftraße 103. ilm 25. AprU verschied plötzlich an Herzlähmung unser lieber Kollege, der Setzer Otto Herrmann im 56. Lebensjahre. Ein ehrendes»nbenten bewahren ihm sS183b Die VerbandsmUgHeder der Firma Julius Slttenfeltf, Hosbuchdrucker. Dte Beerdigung findet am Dienstag, den 30. April, nachmittag» 6 llhr, ans dem Niederschönhauser Friedhos in Schönbolz, Germanen- straße, statt. Al« Opser des Welttriege« starb am 9. AprU 1913 in- solge vaiichichuffe« nach drei- jährigen Entbehrungen unser lieber Sohn und Bruder, der Grenadier (tanM Saafbacb 1. Garde-Regiment l F., Inhaber des Ms. Kr. ll. Kl., im blühenden Aller von nabez« 24 Jahre». Er folgte seinem«ruber Richard nach zwei Jahrrn. g» tieje» Schmer, Sssta* Ssalbaeh snd Fraa als Eltern Frida Saalbach als Schwester. Ruh« sanft w fremder Erde. Berlin-Schöneberg, Scdanstr. 62. 15SA AIS Opfer des Welt- kriege« starb am 21. AprU im Westen mein lieber Mann, Sehn, Bruder m Schwieger- ohn, der Kanonier Willi Rosenherg im blühende» Aller von 24 Jahren. 2178b In tiefster Trauer Hertha Rcsenberg geh. Ha terneleter, Familie Hafemeister Hans Rosenberg, Bruder, August Rosenberg, Vater, Gnelsenauftr. 63. Geliebt, beweint und unvergessen. Hart und schwer tras un« die schreckliche Nachricht, daß I unser lieber, guter, zweiter| Sohn und Bruder Hans Jnh. de« Ms. Kreuze» 2. Kl., bei einem Jnsanlerie-Regt.. im blühenden Aller von 21 Jahre» am 10. April 1918 durch Kopffchuß beim Sturm- angriff gefallen ist. 182A Die« zeigea llesbetrübt an Die traueraden Eltern nebst Schwester Dorn und Bruder Erich, Z. t Garnis. Drei Hebe, gute Jungen« mußten wir geben sür« La- lerland, ai«l dieser Krieg ent- brannt, der eine, der in Garnison noch steht, wer weiß, wie'» ihm noch gehl? Otto Schäfer, Gastwirt, Samoa ftraße 9. Spezialarzt Dr. med. WodfeDluli MeMtstr.lfl�SIlSl'u für8yphilis,Harn-u. Frauenleiden Blutuntersuehungen. Schnelle, eiehsra, schmerzlose Heilung ohne BerufsetSrung. Teilzahlung NMei itDDSDoitfltbeUn-Bnbnb. Bezirk Groß-Berlt». Folgende Kollege» find i» Felde gef»ae»: Otto kecker, Straßenbahn«. Otto kierrnsnn, Sefchäftsdie»«. Erich Dorguth, Geschsftsdie»«. Willi FasholZ, Sefchäftsdie»«. Siegfried Fröhlich,«efchsstskutsch«. OttO Heise,«efchSMntsch«. Emil Judz, Jndnstrienrbeit««. Robert Kazurka, Sefchistsdie»«. Willi Kliegelhöfer, Gefchsstsdi«»«. Albert Köpernick, FahrftRhlflhr«. Franz Künstler, Rollr»tsch». Hermann Luft, Spedttion-ordeV«. Adolf Makowski, s»d»strse«rbeiter. Friedrich Mauz,£«g«orWt«. Otto Müller, I»d»strie«rbetl«r. Willi Peters, Strafiendah»«. Robert Plöger, FensterpAtz«. Paul Potratz, Sefchzstsr»tsch«. Artur Riese, seschsMie»«. Franz Sinner, eitrf�w«. Max Weber, veschsstsdie»«. Ehre ihrem Andenke»! 61/18 Dl« Be>»lr'lcGlvltmzz�. veevsnd der Lemeinäe- und Stsstgardeltee. Filiale Greh-Berila. Den Mtgliedern geben wir hiermit Nachricht vom Tode der Kollege» Paa! Benthe von der DeZinsektion. Die Beerdigung findet am DienStag. den 30. AprU, nachmittag« 4'/� Uhr, von der Hall« de««imonitirch- hoje» in Britz, Temptlhojer Weg, au« statt: Heinrieh Preaß von der GaSan stall Danziger Straße Di- Lerrdiauna findet am Montag, den 29. AprU.' nach- mittag» 5 Uhr. von der Halle de« Georgen-Kirch- hose« am KönigSIor au« statt: Heinrieh Preszer von der Berliner Partoer- walwng. Die Beerdigung findet am Montag, den Ä. April, nach. mitlag« 3 Uhr, von der Leichenhalle de« städtischen Friedbose» in AhrrnSselbe an« statt. Ehre ihrem Andenke» k Um reg« Beteiligung bei der Bestattung der Kollegen ersucht 82/4 Ole OrteTerweltang. Spezialarzt Dr. med. Hmneh«, FriedrictisOO ÄÄ. Behandi. von Ziyphtlts» Haut- Harn-. Jrauenleide», spez.: üiron. Fälle. Schmerzlose, kürzeste Behandlg. ohne Berus« slörung. Blutuntersuchung. Maß. Preise. Teilzahlung. Sprechstunden 10 bis 1 und 5— 8, Sonnt. 11— 1. Kranzspenden sowie sämtliche Blumenarrangement» liesert schnell und billig Paul(äroan, Llndenstr. 89. Jnh.: Herrn. Apel. Sei. Mpl. 7203 Allen Berwandten, Freunden nnd Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der NuStetter Wilhelm ilbreeht am IL April 1918 durch Rllckenmartschuß schwer per- wunde! und am 15. im Feldlazarett gestorben ist. Im Namen der Hinter- bliebenen tu tiefer Trauer Ella Albreche geb. RSther, Huttenftr. 32. An den Folge» einer schweren Kianthett, weiche er sich im Felde zugezogen hatte, verstarb am 27. Mär, unser lieber Sohn. Bruder, Schwager nnd Ontel, der Landsturmman», Maurer Psa! Scholz im 43. Lebensjahre. Die« zeigen tiefbetrübt an Wilhelm Schul» m. Ära» als Ellern. Wilhelm Schul» al« Bru- der und Frau Emma geb. Steint» nebst Tochter Edith. Charlottenburg, 27. April 18. Mindener Str. 10. Die Beisetzung Hai berrtt« am 3. April aus dem Zen- Iral-Friedbof w Budapest stattgefunden. 187A Spezialarzt Dr. med. 1-aaba b-h. schnell. gründL. mögl. schmerzlo« u. ohne Berussstör. Leeohlecdtekrankhelt., geheime Heut-, Hera-, Fraueuielden, Schnfiche. Erprobteste Methoden Hera- und Blutunteranehung. RMgslr. SUl Ä""!« Spr.10— ln.S— 8. Sonnt. 10— 1 Land a. Wald 1170 Fl Meter. 3 Minuten vom Bahnhof Klofterfelde. vertäust für 500 M. der Befitzer w Heruttdorf, AIbrechtstr22. L brftert durch den Krieg kommen. Die N.cgierung sieht taientoZ zu, wie die Kartoffclaubaufläche vou Jahr zu Jahr zurückgeht, sie setzi atier die Preise von Jahr zu Jahr höher fest. Der Patriotismus unserer Agrarier reicht immer nur bis zum Geldbeutet. Alan be- stimnic doch, daß jeder Kartoffel bauende Grundbesitzer mehr Kar- tosfcln anzubauen und wenn er sich imdersetzt, den mehrfachen St cuerbetrag zu zahlen hat. Warum faßt man die Agrarier mit Glacehandschuhen an? Sie selbst drohen sofort, wenn die Re- gierung sie ärgert, mit Einschränkung der Erzeugung und passivem Widerstand. Sie werden aber nicht als LaniZes- Verräter behandelt oder strafweise eingezogen, wie Arbeiter, die ihren Friedenswillen durch einen Streik zum Ausdruck brachten. fcschr wahr! b. d. U. Soz.) Die Mitteilungen des Herrn v. Waldow haben gezeigt, welch riesigen Mengen Getreide hinterzogen werden. Und da beklagte sich Abg Dr. Hoesch über die Verkürzung der Brotration für die Selbstversorger.— Gegen die Mißwirtschaft in der Ukraine müssen wir Protest einlegen. Die deutschen Soldaten sind nicht dazu da, für Polizeizwecke mißbraucht zu werden.(Sehr richtig! bei den U. Soz.) Nach einem mir vorliegenden vertrau- licheu Schreiben der Kommandantur Johannisthal be- reitet man sich jetzt schoit darauf vor, etwaige Aufstände mit Ma- schinnigewchren zu bekämpfen.(Hört! hört! bei den IX. Soz.) Also der neueste Feind ist das deutsche Volk.(Lachen rechts.) Hüten Sie sich, daß Sie nicht in den Abgrund, der sich dann auf- tun wird, mit fortgerissen werden.(Bravo! bei den U. Soz.) Abg. Leppelinann(Z.): Vor allem muß dafür gesorgt wer- den, daß keine Lebensmittel verderben. Der Staatskommissar des Ernährung-Samts hat einen sehr schweren Stand. Es gibt kaum einen Menschen, der noch nicht gegen eine Kriegsverordnung ver- stoßen hat. Abg. Dr. Brand(k.): Die willkürlichen brutalen Durchsuchun- gen auf Sem Lande aus anonyme Anzeigen hin müssen das Ehr- gcfühl der Landwirte verletzen. Man sollte die Hamsterkammcrn der Reklamierten in Berlin 28. untersuchen. Aber beim Bauer ist das natürlich etwas ganz anderes. Abg. Hoesch(k.) wendet sich in seinem Schlußwort gegen die Ausführungen des Staatssekretärs und bestreitet, dem Kriegser- nährungsamt oder der Reichsgetrsidestelle Leichtfertigkeit borge- warfen zu haben. Staatskommissar v. Waldow: Von dem Abg. Hoesch wurde uns «ine leichtfertige Zurücksetzung der ländlichen Bevölke- rung vorgeworfen. Das ist ein unerlaubtes lieber maß an Kritik. Abg Hocsch(k.) bestreiket nochmals, dem Vorwurf der Lsicht- fcrtchkeit erhoben zu haben. Die Anträge des Ausschusses werden angenommen, ebenso der fortschrittpiche Antrag auf grossere Rücksichtnahme bei der Metall- beschlagnahme. Es folgt die Beratung des Domänenetats. Nach mehreren Rednern vertagt sich das Haus auf Dienstag IX Uhr(Wahlrechtsvorlage.) Schluß 4% Uhr._ Wohnungszählung in üer zweiten Maihalste Der Bundesrat hat am SS. April eine Verordnung erlassen, dnrcb deren§ 1 in allen Bundesstaaten in der Zeit vom 15. Mai 1918 bis 31, Mai 1918 eine Wohnungszählnng stattfindet, und zwar in allen Gemeinden, die nach der Volkszählung vom 5. Dezember 1S17 5000 und mehr Zivileinwohner besitzen. Gemeinden unter 5000 Zivileinwohnern kommen in Frage, wenn sie in Jndustriebezirken liegen oder für die Befriedigung deS Wohnungsbedürfnisses der Personen von Wert sind, die in benachbarten größeren Gemeinden beschäftigt sind. AuS Gründen der Einfachheit, SÖilligkeit und Papierersparnis dient zur Erhebung die Hausliste. Besonderer Wert wird gelegt auf die Zahl der verfügbaren und der vor« anSsichtlich beanspruchten Wohnungen, die M i e t- preise, die Verteilung der Bewohner auf die ver- schiedeneu Größenklassen der Wohnungen, die Besetzung der Klein- Wohnungen mit Bewohnern und der Zahl der Wohnungen in den einzelnen Wohnhäusern. Die Zahl der leerstehenden Woh- nungen und Betriebsstätten und die Zahl der beanspruchten Woh- inmgen wird zunächst bearbeitet werden. Die Durchführung der Zählung dient sowohl den Zwecken deS Reiches als auch denen der Bundesstaaten. Die Strafbestimmungen find gegenüber den bezüglichen Vorschriften der Volkszählung von 1916 und 1917 erweitert, indem auch grob fahrlässige Angaben unter Strafe gestellt werden. „höchste völkische Gestcktspunkte�. Di«.Deutsche Zeitung' gewinnt endlich die Spvache wieder. Sie möchte gerne über all« jene herfallen, die ihr zu ihrem unan- ständigen Angriff auf Herrn v. Kühlwarrn ihre Mißbilligung aus- gesprochen haben, aber da muß sie mit Bedauern konstatieven, daß auch.ein großer Deik der völkischen Zeitungen" dem von uns gc- g ebenen.undeutschen Beispiel" gefolgt ist, nämlich es widerlich zu finden, wenn statt mit sachlichen Argumenten mit Lakcnenklatsch und Angriffen auf das Privatleben des Gegners gekämpft wird. In tiefster Trauer fragt die.Deutsche Zeitung", ob man denn gar nicht gemerkt hätte, daß ihr Aufsatz von den.höchsten völkischen Gesichts- punkten" ausgehe.— Wir wußten allerdings nicht, daß Unter- rocksge schichten die höchsten völkischen Gesichtspunkte darstellen. Alvr ein Gelächter mutz es geradezu hevrusfordcrn, wenn die .Deutsche Zeitung" weiter von ihrem Artikel erklärt, daß er von tiefem sittliche n Ernst diktiert gewesen sei, daß er sich in den Dienst der Besserung unseres öffentlichen Le- b e ns gestellt habe. Denn wenige Absätze später gesteht die.Deut- sche Zeitung" ganz offen, was sie in Wirklichkeit zu diesem Ausfall getrieben hat. Ihr sachlicher Kampf gegen Herrn v. Kühlmann habe nichts genützt, denn gerade in den Tagen, die dem Er- scheinen des berüchtigten Aufsatzes vorangingen, fei von gut tnfor- mietten Leuten behauptet worden, daß KichlmannS Stellung fester sei als je. Und da habe sie eben zu diesem Mittel gegrisferr. Ein Lanöratsschloß aus Ueberfchüsten öer Knegswirtschaftsstetten. Von dem Ankauf der Burg Eisen Hardt durch den Kreis Zauch-Bclzig ist in der Ocffcntlichkeit bereits die Rede gcivcsen. Es hieß, das Schloß würde angekauft, um es nicht in die Hände von Kriegsgewinnlern fallen zu lassen. Das Protokoll der Tagung des Kreistage? vom LS. März 1918 gibt aber ein etwas andere- Bild. Der Kreisausschutz motiviert den Ankauf damit, ein „dauerndes sichtbares Zeichen der Erinnerung an die große schwere Zeit" zu schaffen und— dem Landrat eine Wohnung herzurichten. Die Burg ist zurzeit Eigentum des Justizfiskus, der das Ainisgericht in ihr untergebracht hat. Nun sagt das Protokoll: Der Verkauf der Burg macht die anderweite Unterbriilguug des Königl. Amtsgerichts nötig. Voraussichtlich würden die zu- ständigen Minister die Abtretung der Burg an den Kreis gs- nehmigen, wenn als Gegenleistung der Kreis die Kosten der Er- bauung eines Zlmtsgerichtsgebäudcs trägt. Diese Kosten sowohl wie die der Herrichtung der Burg zur lundrätlichen Wohnung kann der Kreis ohne zede Inanspruchnahme der Steuerkraft seiner Kreiscingescsscnen tragen, wenn sie den BetriebSübersckiüsscn der verschiedenen vom Kreise geführten KriegSwirtschaftsstellen entnommen werden, die völlig ausreichen, um diese Loste« zu decke«. Es wird bchaupiet, daß diese Ueberschüsse sich auf 500 000 M. belaufen. Jedenfalls soll der Kaufpreis für die Burg 1S5 000 M. betragen, der Ausbau zur landrätlichen 2Lohnung nach Ansicht des Kreisbaumeisters 150 000 M. kosten, während die Kosten des neuen Amtsgerichtsgebäudes auf 180 000 M. bis 200 000 M. geschätzt werden. Die Summe würde einen Gesamtüberschuß der Kriegs- wirtschaftsstellen von netto einer halben Million voraussetzen. Da erhebt sich doch die Frage, auf wessen Kosten diese Heber- schüsse Herausgewirts chaftet worden sind und ob es nicht letzten Endes die Konsumenten sind, die durch eine wie eine un- gerechte indirekte Steuer wirkende Verteuerung ihres Bedarfs die Kosten für den landrätlichen Ausbau haben aufbringen müssen. Wir können es begreifen, daß der Landrat des Kreises mit einem solchen„sichtbaren Zeichen der Erinnerung an die große Zeit" sehr zufrieden ist. Aber im Kreise Zauch-Belzig gibt es bereits eine ganze Anzahl Leute, die fragen, ob die.Denkmäler an die große Zeit" nicht etwas mehr gemeinnützigen Charakter tragen sollten._ Wo noch Anzüge zu holen stnö. Di« Reichebekleidungsstelle sucht 1 Million Anzüge für industrielle und landwirftchaftliche Arbeiter. Diese Llnzüge sollen zunächst durch den Versuch einer freiwilligen Abgabe seitens der Wohlhabenden aufgebrocht werden. Daß man bei einem Angriff auf die Kleiderschränke der Besitzenden nicht zaghast zu sein braucht, beweisen Verhandlungen in der Schneider-Zwangs- innung zu Köln. Dort berichteten Schneidermeister als Kenner der Verhältnisie, es fei nicht selten, daß sich Kriegsge- iv inner zehn Anzüge machen ließen. Ein Schneidermeister gab an, e? seien ihm jüngst von einem solchen Elternpaar elf Posten verschiedener Stoffe zur Auswahl für einen Anzug für den Herrn Sohn vorgelegt worden. 10 Anzugstoffe hielten diese Herrschaften also noch in Reserve. Eine Tarne habe, kurz ehe die Bezugscheine eingeführt wurden, fünfzehn Kostüme auf einmal gekauft. Allseits wurde erklärt, das seien keine Ausnahmefälle. In den Kleider- schränken zahlungsfähiger Privaten seien große Posten An- züge und Kostüme aufgestapelt. Ein frommer Wunsch üer ßirma Schichau. Infolge Personalmangels und Einziehung des Geschäftsführers zum Zivildienst war vor einiger Zeit das Weitererscheinen der Berliner Fachschrift.Schiffbau" gefährdet. In dem Bestreben, durch Freistellung des Geschästsleiters das Eingehen der Zeitschrift zu verhindern, wandte sich der Verlag an eine Anzahl Großfirmen, um sich von diesen die Notwendigkeit des Weitererscheincns der Zeit« schrift im vaterländischen Interesse bescheinigen zu lasten. Wir sind weit entfernt, dem.Schiffbau' einen Erfolg dieses Schrittes zu mißgönnen. Aber mit Erstaunen erfüllt unS doch das uns vorlegende Gutachten, das die bekannte Schiffswerft Schichau in Elbing erstattet hat. Dieses Gutachten befürwortet ein Weiter- erscheinen des.Schiffbau" mit folgenden Worten: .Viel eher könnien Hunderte von andere« Blättern, die weniger werrvolleTendenzen bortreten, ruhig ein- gehen, namentlich die vielen sozialistischen Zeitungen, die die Industrie an allen Ecken und Kanten zu hemmen und mit «chmuy zu bewerfen suchen." Daß gerade die Firma Schichau das Eingehen der sozialistischen Zeitungen wünsckit, können wir ihr nachfühlen, denn sie hat uns gar zu osr Gelegenheit geboten, ihre Lohn- und Arbeitsverhältnisse kritisch zu betrachten. Leider kann von uns aus nichts geschehen, um ihren Wünschen entgegenzukommen. BirrgfriedenSwahl. Bei der Ersatzwahl zrinn Abgeordnetenhoarse im WaMreise Sagan-Sprottan wunde der Kandidat der rechtsstehenden Parteien Ritte.rgntsbesitzer v. Kessel mit sämt- Pichen abgegebenen 270 Stimmen gewählt. Gegenkandidaten waren nicht aufgestellt, v. Kessel wird sich der deutschkonscrvativen Fraktion des Abgeordnetenhauses anschließen. Blinder Haß. Am letzten Sonntag nahmen wir in schärfsten Ausdrücken gegen einen Artikel der.Post" Stellung, in dem bc- Rauptet wurde, die Unabhängigen stünden im Sold des feindlichen Auslandes. Unabhängige Blätter behaupten nun, wir hätten in dieselbe Kerbe gehauen wie die.Post" und wenden sich mit wilden Schmähungen gegen vnS. Der Artikel, der mit sedem Wort gegen die Wahrheit verstößt, scheint von einem Geisteskranken herzu- rubren, ist aber aus blindem Haß von einzelnen.unabhängigen" Blättern abgedruckt worden. Soziales. Städtische Wohlfahrtsämter. Vom literarischen Bureau der Stadt Magdeburg wird uns geschrieben: In einem In Nr. 95 des„Vorwärts" enthaltenen Aufsatz wird auf die Bedeutung und den Wert solcher Einrichtungen hingewiesen und hervorgehoben, daß als erste auf diesem Gebiete die Stadt Frankfurt a. M. durch ein zu schaffendes Wohlfahrtsamt die Zen- tralisierung aller am Orte vorhandenen sozialen Fürsorgeeinrich- tnngen zu bewirken im Begriffe steht. Diese Mitteilung enthält insofern einen Irrtum, als das Vorgehen der Stadt Frankfurt nichr ohne Beispiel ist; vielmehr sei zu bemerken gestattet, daß in Mag- d c b u r g bereits seit dein 1.?lpril 1014 ein wohlorganisiertcS und vielgeglrcdertcs städtisches Wohlfahrtsamt besteht, dessen� 28irksam- keit bereits vor dem Beginn des Krieges einsetzte und während des letzteren sich zu einer außerordentlich umfangreichen und scgenS- Vollen ausgestaltet hat. Weniger um den Prioritätsnachweis zu führen, als den be- rufenen Stellen anderer Orte anregendes und praktisch bereits er- probtes Material zu bieten, sollen im nachfolgenden einige Sln- gaben über Richtlinien, Organisation und Arbeitsweise des Magde- burger Wohlfahrtsamtes gemacht werden. In Rtagdeburg bestanden ein halbes Jahr vor Kriegsausbruch neben den städtischen Wohlfahrtseinrichtungen und Stiftungen 155 private Stiftungen und 121 Wohlfahrtsvererne, Zahlen, die sich von Jahr zu Jahr merklich erhöhten. Alle aber übten ihre Arbeit aus ohne einheitlickre Organisation und meist ohne jede gegenseitige Fühlungnahme.. Dieser Umstand ließ die bis dahin geübte öffent- liche und private Wohlfahrtspflege nicht zu gedeihlicher und erfolg- reicher Entfaltung kommen, da das Ncbcneinanderwirken in solch zusammenhangloser Form vielfach zu einem Gegeneinander arbeiten sich au-wuchs. Dazu hinderte das gerrennte Vorgehen so vieler Eiiizelorganisationen eine geordnete Verteilung der in der sozialen Hilfsarbeit tätigen Kräfte und machte Gesamthandhabung umstand- lieh und kostspielig. Durch ein großzügiges, von cinheitlickiem Willen und gegenseitigem Vertrauen getragenes planvolles Zusammenfassen und Handiuhanidarbeilcu aller Einzelkräfte mußte darin Wandel zu schaffen versucht werden. Diesen Zweck erfüllen soll da- WohtfahrtSamt als Mittelpunkt der öffentlichen und privaten Wohlfahrtspflege innerhalb eines großen und sonst schwer zu über- sehenden Gemeinwesens. Organisation und Arbeitsweise des Mag- deburgcr Wohlfahrtsamtes haben sich auch unter dem gewaltig sich erweiternden Aufgabenieeisc der Kriegszeit im allgemeinen als durchaus zweckentsprechend und richtig erwiesen. Reue Fürsorgezweige ließen sich in den vorhandenen Rahmen ohne Schwierig- keitcn einfügen und mit dem Gegebenen sofort in planmäßigen Zusammenhang bringen. Es bestehen ein Hauptausschuß, ein Verwaltungsausschuß, eine Wohlfahrtskommission und ein Kriegsausschuß, die durch Mitglie- dcr beider städtischer Körperschaften und Vertreter ans der Bürger- schast, insbesondere au- deren auf sozialem Gebiete besonders tätigen Kreisen, besetzt sind. Zluch Frauen gehören diesen Kommissio- non in größerer Zahl an. Daneben sind für jeden Stadtbezirk so- genannte Obmänner des Wohlfahrtsamtes nebst ihren Stellbar- iretern als Vertrauens- und Auskunstspersonen tätig. Zu den ständigen Einrichtungen des Wohlfahrtsamtes gehören r die Verwaltung der milden Stiftungen, die Stistuugskasse, die Zentral-Anskunftsstelle und das Zentral-Bermittlungsbureau, das Jugendsürsorgeamt, die Berufsvormundschaft, die Säugliugsfür- sorge, die Generalvormundschaft, das Haltekinderwesen einschließ- lich der Polizeiaufsicht nebst Pflege- und?ldoptionsvermittluiigs- stelle, die Waisenpflege, die Fürsorgeerziehung, die Jugendgerichts- Hilfe, die Fürsorge für derzeitige und entlassene Hilfsschüler. Als Einrichtungen während der Kriegszeit sind an das Wohl- fahrtsamt angeschlossen worden: das Kriegsuntcrjtütznngsburcau» die Flüchtlingsfürsorge, das Mietsiirsorgebureau, die ärztliche Ver- sorgung der Kriegerangehörigen, die Wöchnerinnensürsorge, die Kinderfürsorge, die Fürsorgestelle für Kriegerwitwen und-Waisen, die Fürsorgevermittlnngsstelle für in der Kricgsarbeit beschäftigte Frauen und Mädchen, die Lebensmittel- und Süppenausgabe und der Nationale Frauendienst. Aus dieser Zusammenstellung geht hervor, daß neben der Or- ganisation und Ausübung der gesamten 28ohlfahrtspflege auch ihr zeitgemäßer Zlusbau und die Ausfüllung noch vorhanden gewesener Lücken im Gesamtsystem der sozialen Hilfsarbeit zu den vornehm- sten und dankbarsten Aufgaben etneS städtischen Wohlfahrtsamtes gehört. Es würde den Ilmfang dieser Darlegung weit überschrei- tcn, auf jeden der erwähnten Einzelzwerge besonders einzugehen. Nur das soll summarisch hervorgehoben werden, daß die Stadt Magdeburg mit der von ihr vor vier Jahren vorgenommenen Schaffung eines städtischen Wohlfahrtsamtes die besten Erfahrun- gen gemacht hat, nnd daß ihm mit Hilfe und im Nahmen desselben auch die rasche und zweckmäßige Durchfuhrung aller auf dem weiten Felds der Kriegswohlfahrtspflege liegenden Maßnahmen ermög« licht worden ist, so daß zur Schaffung ähnlicher Arbettsorganisa- tionen im öffentlichen Interesse durchaus ermuntert werden darf. Letzte Nachrichten. Die Kämpfe am 2b. /tpril. Berlin, 27. Slpril. Der gestrige Kampftag in Frankreich ist gekennzeichnet durch die ungeheuerlichsten Verluste, die die Entente je an einem ciirzigcn Schlachttage dieses Krieges erlitten hat. In Flandern und südlich der Summe habe» am 26.'April Engländer, Australier, Franzosen und Maruktancr ungezälstte Taufende verloren. Die Höhe der Blutopfcr übersteigt jede Bc- griffe. Der Verlust des wichtigen jicmmclmassivs und der ebenso wichtige» Anschlußstellung in einer Breite von rund 9 Kilometer zwang die cnglisch-französische Führung in Flandern, alle verfüg- baren Kräfte immer wieder zu vergeblichen Gegenangriffen ins Treffen zu werfen. Von allen Seiten her wurden in aller Eile frische Truppen in Richtung ans den 5t c m m c l in Marsch gesetzt. Die deutschen weit. tragenden Geschütze faßten diese oft in Doppelkolonne anmarschieren- den feindlichen Regimenter von dem weit überhöhenden Gelände aus mit dem vernichtenden Feuer ihrer schwersten Kaliber. Die Reihen gelichtet, die Truppe erschöpft und atemlos, so traten eng- tische und französische Divisionen nach ihrem Eintreffen ins Gc- fccht, um sich in rücksichtslos wiederholten nutzlosen Angriffen zu verbluten. Besonders schwer litten dicht versammelte feindliche Kräfte, die aus dcr Linie Dickcbusch-De 5tleit zum Angriff vorbrachen. Anch westlich Dranoctcr schlug das deutsche Feuer einen massierten feindlichen Angriff zu Boden. Die An- griffe, die den ganzen Tag über andauerten und sämtlich der Wie- dcrcrobcrnng des 5VcinmelbcrgcS galten, wurden an allen Stellen restlos abgewiesen. Auch auf dein Südtcil des Flandernkanipf- selbes führte dcr Gegner schwere verlustreiche Angriffe aus dem Walde von N i c p v c heraus und uns dcr Linie Bouvrefluß- Le Mert-Bois. In Gegend Givcnchy ließ dcr Feind fast 21 Stunden lang seine Stnrmkolonnen anrennen. Jeden Vorstoß leitete eine starke Zlrtillcrie- und Minenfeurrvorbcreitmig ein und dennoch wurden alle restlos abgewiesen. Ein zweites Blutbad bereitete die frnnzönschc Führung ihren Divisionen, so der als Elitctrupve berühmten Division Marocaine, südlich dcr Sommc. Hier, wo bereits in de» letzten Tagen die Franzosen in vergeblichen Angriffen über die Maßen gelitten hatten, warfen sie in tief gegliederte» dichte» Welle« zahl- reiche starke Angriffe gegen die deutschen Stellungen vor. Die Kämpfe begannen bereits um 5 Nhr vormittags in der Gegend?üd- lich Billers-Bretonueux.?lm Hangard- 29 ald allein wurden viermalige Tankangriffe abgewiesen. Den ganzen Bor. mittag über rannten die Franzosen an. Eine große Anzahl sranzv- stscher Tanks liegt zerschossen oor den deutschen Linien. Nach kurzer Pause faßte dcr Franzose am Nachmittag abermals seine Kräfte zu erneuten starken'Angriffen unter großem KrLftccinsatz gegen Wald und Dorf Hangard zusammen. Tic wiederholte» Versuche, hier unsere Front zu durchbrechen, scheiterten dank dem uncrschüttcr- lichcn Widerstände der deutsche» Infanterie und dcr vorzügliche» Unterstützung dcr gesamten slrtillcrie. Die deutsche vordere Linie wurde restlos behauptet. Tiricr rote Tag endete mit einer voll- ständigrn Niederlage dcr Engländer und Franzoscn. Bern, 27. April. In Bewcvtimg der letzten Erfolge dcr Flau- dern-schlacht spricht Stegemann die Ansicht aus, die Offensive werde den Feldzug nn Westen bis zum Herbst bestimmen. Die Lage der Alliierten sei nicht gebessert, srnideru durch den 83 c r t n st des Kemmetberges weiterhin verschlechtert worden. Falle I P e r Ii, so breche die Verteidigung des User kan als zustimmen. Tennit schwände die Hoffnung, die flandrische U-Boot» Basis der Deutschen noch sin mal aus der Flanke an zu- greifen, und es falle den Deutschen in Gestali NieuportS ein neuer Stützpunkt zu. Foch bleibe nichts mrderes übrig, als die Front allmählich über Pope ring he und F n r n e s in Richtung auf Dünkirchen zurückzunehmen. Französischer Heeresbericht vom 27. April nachmittags. Während der Nacht dauerte auf beiden Seiten das Geschütz» feuer an der Front V i l l e r s— B r e t on n e u x— H a n g a r d an. Die Lage änderte sich nicht. Ein deutscher Angriff auf französische ?lnlagen an der Eisenbahn westlich von T h e n n c s konnte nicht an die französischen Linien herankommen. Die Franzosen führten erfolgreiche Handstreiche aus tu der Gegend des Oise-5Panal» in der Richtung auf Loivre, nordöstlich des Cornilet- Berges und machte:: eine gewisse Anzahl Gefangene. Ziemlich lebhafter Artilleriekampf auf dem recksten Maasufer. Clcmrnceaus Aktenstück. Bern, 27. April.„Hcure" zufolge beabsichtigt dcr Deputierte Forgeod in der Kammer nächsten Dienstag einen Beschlußan- trag einzubringen, wonach die Kammer sich a l S General- k o m m i s s i o n konstituieren soll, um alle die Landcsvcr- teioigung betreffenden Fragen zu prüfen, besonders die Akten» stücke über die Verhandlungen mit Oesterreich. die Elemenceau einigen Ausschüssen vorgelegt hat. Forgeod hält cs für notiveiidig, daß die Kammer in ihrer Gesamtheit über alles Vorgefallene unterrichtet wird. Die Mehrzahl der Depu- tierten haben sich der Ansicht ForgcodS angeschlossen. Laut„Petit Parisien" wünscht die Mehrzahl der Senatoren gleichfalls in die Aktenstücke Einsicht zu nehmen. Es stehe zur Stunde noch nicht fest, auf welche Weise diese Parlamentarier die Angslegeuheit im Kammerplenum vorbringen werden, falls dcr Airtrag Foracod abgelehnt wird. GelverkschoflsbewEUNg Gegen iae Taplorspstem. Soiit läußcm Zeit herrscht in industriellen Kreisen das Be- streben vor, nach dem Kriege durch die Einführung des Taylor systems eine gesteigerte Arbeitsleistung herbeizuführen. Die Be fürworter jenes Systems(wissenschaftliche Betriebs führung nach dem bekanten amerikanischen Frederick W. Taylor wird es genannt) nreinen, Deutschland werde nach dem Krieg eine erhöhte Jntensi tat der menschlichen Arbeit wogen des eingetretenen Menschenvcr l ustes nötig haben, schon um konkurrenzfähig auf dem Weltmarkt sein zu können. Als Lockmittel wird den Arbeitern— wenigstens den Tüchtigen unter ihnen— ein erhöhter Verdienst in Aussicht gestellt. So sehr indessen die Bcfünvorter jenes Systems beteuern, daß bei dessen Einführung von einer größeren AuÄbeuhing keine Siede sein könne, fondern es sich nur darum handle, die geltenden wissenschaftlichen Grundsätze der Technik auf die Arbeit des Men sck>en zu übertragen, wächst das Mißtrauen und der Widerstand innerhalb der Arbeiterschaft gegen diese neue Bctriebsmcthode. In zabl reichen Artikeln der Gewerlschaftspresse haben bereits nain- bafie Ingenieure und Techniker vor der Einführung des Taylor systems gewarnt, weil es den Grad der menschlichen Ausbeutung im Interesse der kapitalistischen Klasse bis zur Unerträglichkoit steigere und die Llrbeit geradezu entscele. Vor einigen Monaten hatte die mittlere OrtSverwalwng des Mctallarbeitcrvcrbalid.es in Berlin beschlossen, zur Prüfung der Frage, inwieweit die Organisation in der Lage sei, die Wirtschaft. lichen Schäden des TayIorsystemS abzuwenden, eine Kommission einzusetzen. Diese aus 17 Branchen Vertretern, einer Delegiert! n der Arbeitcrinneukommissioil und dem Bevollmächtigten als Beauf- tragtcn der Bcrwalwng bestehende Kommission hat in mehreren Sitzungen zu der Frage Stellung genommen. Die nach eingehender Beratung angenommene Entschließung wendet sich entschieden gegen die Durchführung dieses Arbeitssystems, weil es sich als ein weiterer Sckirftt der rücksichtslosen Ausbeutung der Arbeiter erweise. Durch Besserstellung des einzelnen Arbeiters und durch Gewährung von Prämien bei besonders intensiver Ausbeutung der Arbeitskraft werde denn solidarischen Handeln der Arbeiter cntgegongetreten und der Versuch gemacht, die Arbeiter von ihren gewerkschaftlichen Organisationen loszulösen- Auch der mindertüchtige Arbeiter habe Anspruch auf eine» angemessenen Verdienst; auch er wolle sich und seine Famile ausreichend ernähren. In diesem Bestreben be- dürfe er der Unterstützung seiner Organisation. Unter Auer» kcuuung dieses Anspruches müsse dem Arbeiter auch das Recht zu- gestanden werden, bei der Bemessung der Akkordpreise und auch der festzusetzenden Stundenlöhne mitzuwirken. Um diese Grundsätze zur Durchführung zu bringen, erachtet die Kommission folgende Maßnahmen für erforderlich: 1. Die Arbeiter und Arbeiterinnen lehnen eS ad, unter einem tprämiensystem zu arbeiten. 2. Für die Bemessung der Stundenlöhne werden unter Mi- Wirkung der ArbmtcrauSschüsse allgemeine Grundsätze aufgestellt. Diese Grundsätze haben sich an den DurchschnittSakkordverdlenst der betresfeuden Arbeitergrul'pe des Werks anzulehnen. 3. Die Festsetzung der?lkkordpreise erfolgt nach der Leistung eines Arbeiters durchschnittlicher Leistungsfähigkeit unter normalen Bedingungen und unter Zugrundkgung einer Arbeitsstunde von &Ü Minuten. 4, Entstehen über die Höhe eines Akkordpreises Streitigkeiten, fr sind die Arbeiter und Arbeiterinnen berechtigt und verpflichlel. eine We rkstattkom mi fsion zu bestellen, die mit einem Vertreter der Betriebsleitung über die endgültige Festsetzung des strittigen Akkordpreises verhandelt. 5. Ist auch unier Mitwirkung der Werkstattkonrmission eine Verständigung nicht zu erzielen, so wird die st rillige Arbeit zu dem D urchschui dts-Allo rdvcvdst> i st der letzten vier Wochen in Lohn gernacht. Die Durchftihoung dieser Grundsätze setzt ein geschlossenes Handeln aller Arbeiter und Arbeite vi»neu voraus. Nur durch strengste Solidarität wird sich das gesteckte Ziel erreichen lassen. Ganz besonders wichtig aber ist die Zusammenfassung aller Arbeiter und Arbeitevimren in der Organisation, da nur dies« in der Lage ist, dein Arbeiter in diesem Kampf um Verbesserung seiner Lelrenslage wirksamen Schutz zu gewähren und ihn vor Verschlechte- ruiigen zu schützen. Kürzlich erstattete die Kommission der Verwaltung Bericht. Wie der Vorsitzende und Berichterstatter. Siering, ausführte, hat die. Kommission die vorstehende Entschließung einstimmig ange- nommeii. Die Kommission war sich darüber klar, daß die vovge- schlagen en Leitsätze eine Richtschnur für die Mitglieder sein sollen. und daß es in erster Linie erforderlich ist, für eine gute und ge- schlossene Organisation Sorge zu tragen und die Mitglieder zum solidarischen Handeln und Denken zu erziehen. Die Verwaltung stimmte nach eingehender Aussprache dieser Entschließung ebenfalls einmütig zu. Ein echter Deutscher vor der Schlicht»,, flskounnisfion. In der letzten Sitzung der Schlichtungskommissivn war wieder einmal Herr Pluschkiewitz, Unter den Linden 24, wegen Sticht- bczahkung der tariflichen Löhne verklagt. Eine größere Anzahl Zuschneider und Zuschneiderinnen ans seinem Kürschnereibetriebe tlagtcu, weil er ihnen für das Sortieren und Einrichten der Felle den ihnen zustehenden Lohn nicht gezablt battc. In der Begrün- dung ihrer Klage führten sie aus, daß sie sich die Felle selbst nach Farve und Haarstärke hätten sortieren müssen, wogegen ihnen die Firma nur die Felle der Stückzahl nach zugewiesen habe. Dem- gegenüber machte Herr Pluschkiewitz geltend, daß er die Felle der Farbe und der Zahl nach sortiere, er müsse die großen Bündel auf- machen und nachzählen, ob die Anzahl stimme. Außerdem lasse er auch die Felle nach Farben sortieren. Die Zuschneider hätten ihn beleidigt, indem sie ihn einen Polen genannt und gesagt hätten, man müsse ihn verhauen. Er sei ein echter deutscher Mann und habe bei den 3. Ulanen in Fürstcnwalde gedient. Seitens der Mitglieder der Schlichtungskol» Mission wurde ihm entgegengehalten, daß die Arbeit, die er als Sortieren bezeichne. als solche nickt in Betracht iäme. Das sei ihm ancki schon bei d:n Tarifverhandlungen gesagt worden. Trotzdem stelle sich mm wieder heraus, daß er sich absolut nicht den tariflichen Bedingungen unter- werfen wolle. Bei den große» Lieferungen, die ihm zugewiesen wurden und den Preisen, die er erhalt«, erziele er einen auskömin- Ich;» Verdienst, es sei daher um so verwerflicher, wenn er die tariflichen Löhne nicht zahle. Viele Betriebe, die ebenfalls solche Arbeit übernehmen könnten, lägen zurzeit stille, während er an den großen Aufträgen gut verdiene. Die Schlichtungskommisfion erkannt« die Ansprüche der Kläger al« berechtigt an und gab ihnen aus, für jeden einzelnen den ge- nauen Betrag anzugeben, der nachgefordert wende. Im vorliegen- den Falle handelt es sich um Pelze siir die Fliegerabteilung in Döberitz. Wegen der nichttarifmäßigen Bezahlung einer Anzahl Flieger- jackcn hatte eine Schneiderin gegen Frau Tengel, Bclforter Sir. 11, Klage erhoben. Diese Frau hat ständig Ausreden, um die Termine vor der Schlichtungskommission nicht wahrzunehmen. Sie arbeitete als eine Zwischenmeisterin für einen größeren Lieferanten der Fliegcrnbtcilung. Es ist ganz unverständlich, daß auch jetzt noch Zwischcnmcister dieser Slrt beschäftigt werden, die sich nicht cnt- schließen können, die tarifmäßigen Löhne zu zahlen. Wegen der Bezahlung von Granalkappen hatten einige Ar- beitevinnen gegen Hasenfuß und Simons Möbelfabrik Klage er- hoben. In beiden Fällen erfolgte die Verurteilung zur Slach- zahlung eines erheblichen Betrages. Ein Zwischcnmcister erhob Klage gegen die Firma Dann u. Schönland auf Nachzahlung von über 2000 M. Stach den Fest- tellungen der Schlichtungskommission würde der Betrag von etwa 1020 M. nachzuzahlen sein. Da der Zwischenmeister jedoch statt der Stücklöhne WochenlAzne gezahlt hatte, so soll erst festgestellt werden, in welchem Umfange den Arbeitern noch ein Anspruch auf Stachzahiung zusteht. Sobald diese Feststellungen getroffen sind, oll die Verteilung des Differenzbetragcs erfolgen. Die Lohnbewegungen des BaunrbciterverbandeS im Jahre Im Jahre ISIS war es den Bauarbeitern gelungen, eine Lohn- erhöhuna zu erreichen, die aber im Verhältnis zu der Verteuerung aller Lebensmittel so gering war, daß sie als ein annehmbarer Ausgleich nicht bezeichnet werden kornite. ES dauerte daher auch nicht lange, da dräugio die Slot die Arbeiter zu weiteren Forderun- gen, denen zumichil in Orten mit regerer Bautätigkeit Rechnung getragen wurde. Die llnteruehmerorganisation wehrte sich aufs Acutzerstr hiergegen und ging mit allen Mitteln gegen die Unter- nehmer vor, die den Arbeitern weitere Zugeständnisse gemach! hatten. Von den Verbänden der Bauarbeiter verlangten sie trengste Jnnehaltung der Vereinbarung bis zum 31. März 1!>17. Durch Vermittlung des Reichsamts des Innern kam es zu Ver- Handlungen, wonach eine weitere allgemeine Zulage von 12 Pf. pro Stunde bewilligt wurde, während IVIö je nach den Ortsgroßen- klaffen 7 bzw. 10 bzw. 11 Pf. zugestanden waren. Den Unter- nehmern war vom Reiche die Stückerstattung der neuen Zulage für alle diejenigen Bauten zugesichert worden, die direkt vom Strich oder den Einzelstaatcu in Auftrag gegeben waren. Für private Baute», auch wenn solche zur Herstellung von Heeresbedarf er- richtet lourdcn, fiel die Rückvergütung fort. Der Vertrug wurde bis 31. März 1013 verlängert. Da die Teuerung aber fortwährend stieg, kam es Ende 1017 nochmals zu Berhaiidluiigcn, die vom Dezember 1017 ab weitere 10 Pf. und vom 1. April 1013 nochmals 5 Pf. Zulage brachten, bei einer gleichzeitigen VcrtragSverlänge- rinrg bis 1019. Im Wiederaufbau gebiet Ostpreußen? war 1916 eine Zulage von lö Pf. pro Stunde vereinbart worden, die im Jahre 1017 um 10 Pf. erhöht wunde, so daß hier der Lohn in fast allen Orten für Maurer auf 83 Pf. pro Stunde stieg, für Hilfsarbeiter ans 82 Pf. Erheblich höhere Zulagen wurden für Grotz-Berlin erreicht, wo die Unternehmer dem Arbeikgeberbunde nicht ange- hörten. Für Maurer wurden hier 42 Pf. uns siir Hilfsarbeiter 44 Pf. pro Stunde erzielt. Im Spätjahre wurde eine weitere Vor- «inbarung getroffen, die den Maurern nochmals 23 Pf., den Hilft-- arbeitern 30 Pf. weitere Zulagen brachte. Hierdurch stieg der Lohn für die geleruteu Arbeiter tu Groß-Berliu auf 1,03 M., für die Hilfsarbeiter auf 1,48 M. für die Stunde. Auch fiir die Spezialberufs des BaugeiverbeS, die Stukkateure, Gipser, Fliesenleger und Isolierer wurde für die meisten großen Städte Teutschlands eine-Teuerungszulage von 13 Pf. pro Slund: erzielt. Die meisten der Lohnbewegungen konnten ohne Arbeitsein- stellungen zu einem günstigen Abschluß gebracht werden. Folgende Zusarnmenftellung bietet hierfür eine Ucberficht: Bewegungen ohne Arbeitseinstellung in V83 Fällen, Beteiligt waren 16 873 Orte mit 7786 Betrieben. Von 110 602 Beschäftigten beteiligten sich 108 800. Slugriffsstreiks in 81 Fällen. Beteiligt waren 98 Orle mit 103 Betrieben. Von 4744 Beschäftigten be- teiligten sich 4313. Znsammen waren Lohnbewegungen in 1014 Fällen. Beteiligt waren 16 973 Orte mit 7861 Betrieben. Von 115 846 Besckäftigten beteiligten sich 113 403. Erfolg hatten insgesamt 112 829 Beteiligte, für die eine. wöchentliche LohnstZgerung von 1 180 774 M. erzielt wurde. Für 331 Beteiligte konnte die Arbeitszeit um wöchentlich 1063 Stunden verkürzt werden. 19 462 Beteiligte hatten wettere Borteile zu ver- zeichnen, insbesondere Erhöhung der Auslösung bei auswärtigen Arbeiten. Durchschnittlich entfiel auf jeden Beteiligten ein wöchcnt- licher Mehrverdienst von 10,17 M. In den vorgenannten Zahlen sind die Errnnge rischaften vom Dezember 1917, die den Beteiligten für jede Stunde eine weitere Zulage von 13 Pf. brachten, nicht mit einbegriften, da dieser Erfolg erst 1918 in der Hauptsache zur Geltung kommen konnte. Zur Ab'.vehr von Verschlechterungen der Lobn- und ArbeiiS- bebingungen waren zwei Slrbeitsein stellungen erforderlich, wodurch für 421 Beteiligte eine Lohnkürzung von wöchentlich 1023 M. ver» hindert wurde. In 13 Fällen hatten die Militärbehörden mit eingegriffen bei der Beilegung der Differenzen, sie stellten sich hierbei fast aus- nahmslos auf den Standpunkt der Slrbeiter. Der Zentrnlvcrband der Töpfer im Jahre Der Geschäftsbericht des Zentralvorstandes bezeichnet die Finanzlage des Verbandes als den Umständen nach, zur riebe u- stellend. Infolge der Verminderung der Mitglieder.zahl sind zioar die Einnahmen zurückgegangen, während die Ausgaben verhättuis- mäßig hoch sind, auch ist daS VerbandSber-mögen im Berichtsjahre von 303 827 M. auf 277 930 M. gesunken, doch das gibt keinen An» laß zur BesovgntS Von den 10 337 Mitgliedern, die der Verband am Schlüsse des zweiten Quartals 1914 halte, waren Ende 1916 noch 2961 und am Schlüsse des Jahres 1917 nur 2873 verblieben. — Die Gesinntoinnahme betrug 112 014,39 M., das sind 11821,30 Mark weniger als im Jahne 1016. Die Gesamtausgabe belief sich aas 139 912,23 M., das sind 173,03 SN. weniger als 1913. Für Unterstützungen wurden insgesamt 62 630,93 M., 3369,80 M. mehr als im Jahr 1916 verausgabt. An besonderen außerstatntarischen Unterstützungen(Kriegs-, SkotstaudS-, WethnachtS- und AnSge» steuertenunterstütznng) wurden in den Iahren 1914 bis einschließlich 1917 insgesamt 109 083,28 M. ausgegeben. In der Scheibentöpferbrancke wurden die früher bewilligten Teuerungszulagen tariflich festgelegt und in einigen Orten noch über den Tarif hinausgehende Zulagen gewährt.— In der Ofcn- iudustrie konnten infolge der schlechten Konfunktnr die Tlcuennigv- znlagen nicht im Tarif festgelegt werden. ES sind aber in vielen Orten sowohl für Ofensetzer wie für Ofenformer anfelmliche Tene- rnngsznlagen erlangt worden. In manchen Orten sind aber die bewilligten Zulagen nicht ausreichend. Lohnaufbesserung i» der Teztiliiidnstrir. Die in letzter Zeit in LandcShut geführten Besprechungen der Vertreter der Textilindustrie mit den Vertretern der Arbeiter über die Lohnver- hältnisse in den Spinnereien haben zu verschie denen Lohnaufbesserungen gefülirt. Danach wird unter Beibehaltung der bisher ge» zahlten Teuerungszulagen und Unterstützungen eine Lohn- erhöhnng von 23 Proz. aus die im Juli 1914 gezahlten Durch- schnittslöhne gewährt für die in der Schwinger«, Kaderie, Hcch- lerri, Vorspinnerei, Weife, Trocknerei. Packerei und die in den Magazinen beschäftigten Arbeiter. Feinspinncr erhalten dagegen imr eine Lohnaufbesserung von 13 Proz. V-rantlvortlich ffic Nolilik: Erich»ulnar. Lcrlin: vir dm übrigen Teil bei Üilattel: Alfred Scholz, NenlMii: fiir Anzeigen: rveodor«lolle, Berlin. Lerlog: LorwürlS-Bering G. m. b. Berlin. Trut: LorwürlS-Buchdruckerci und LerlggsauIlaU Paul Singer». Ea. in Berlin, Uindculirabe 3. Hierzu 3 Beilagen. Cl. 7 Pcrlßcinj Unsere Firma gehört dem Verbände der Waren- vnd Kaafhäuser nicht an, steht daher dessen VerSttentllchangen fern. "Blusen Bamenkteider Bamenkostüme aus farbigem Schleierstofi, durchgewebten Tupfen mit Bluse aus Batist, offen u.geschloss. oponoiuse zutragen, verschied. 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