Ar. 149. SS.Zshrß. Bez«gSprrt»« vwrteyichrt. 1£0 SU, i frei ini Haus. dorauszabEar-Eiusetne Nummern l0Pfg. Poftbezua: Süonat- »ch ILO Mi. Unter Kreuzband für Deutschland und Oesterreich»Unaarn Mt. für das übrige«lusland 4.50 MI. monatliche Sersand inS Feld bei direkter Seilelluno monnH. lM> MI. Voltbestellunzen nehmen an Düne- mar!. Holland. Luxemburg. Schweden und die Schweiz, eingetragen in die Posl-ZeitungS-Preislist«. Erschein« täglich. Telegramm,«dressa: »S»tialdem»kri>t Verlt»». Verlinev VolkSbwkk. ( 10 Pfennig) Anzeigenpreis: DieslebengespaltencKolonelzeileloslet SV Hsg.»ktlein« Anzeigen", das fettgedruckte Wort So Pfg.(zulässig 2 settgedruckte Wortes, jedes weitere Wort IS Psg Etellengefuche und Schlafftcllenanzeigen das erste Wort 20 Sig, ledeS weitere Wort(0 Pfg. Worte über IS Buchslaben zählen für zwei Wsrie. TeuerimgSzuschlag 20°/» Familien-Anzeigen, dolitische niio gewertschastlikbe Sereins> Anzeigen «>Pfg die Zeit«. Anzeigen für die nächste Nummer müssen bis» Uhr nachminags im Hauptgeschäft«erlin SR.üL. Lwbeirstreche H, abiegeben »erden. Geöffnet von S Uhr früh bis 7 Uhr abends. ZcntmXovgtm der roziatdemokratifcherä Partei Deutfchlands. Reöaktion: EN). öS» Linüenstraße S. psernivrerder: Amt Morittpla». vir. IM 90— 151 97. Sonntag, de« Ä. Jnni 1918. Expeöition: SM. öS» Linüenstraße 2. Uerwsf recher: tlmt Morivvlay, Nr. 15190—15197. M Kämpfend vorwärts Alchen ifoyon und larne. Vordringen südlich der Oise— Feindlicher Widerstand südlich Soissons gebrochen: Vormarsch bis Nenilly und nördlich Chateau-Thierry— Die Stellung an der Marne— Angrisfsgewinne zwischen Marne und Reims. SerlU, 1. 3nn{ 1918,•»«*»«. Amtlich. An der Front von Noyon bis Eha» teau'Thierry gewannen wir kämpfend Boden. ««tlich.»r»ß«» H«»pt,»«rti»», 1. Amii 1918. sW. T.».) Westlicher KriegSschanpltch. Heere»»r»»pe ar»«pri«z«»pprrcht. vielfach auflebender Artitlerietampf. Oertliche Angriffe des Feinde» södlich stper« scheiterte». Heere»»r»»p«»«»tscher»»»«tzet»». Südlich der Oise südwestlich vo» C h a»« y Werse» die Truppe» der Ge»erale Hofmau«»»d v. Fran�oiS de« Feiud aus starke« Stellungeu bei E»t» und südlich vo» Bl6ra»e»»rt. Auf de» Nord»fer der AiS«e stieße« wir i« heftige« T«ilkä»»Pfe« bis R»«dr»«— F»»- t e«» y vor. Verzweifelte Gegeuaugristr führte der Fra«z»se mit frische« auf Bah«»«d strastwage« herangebrachte» Divi- fioneu gegen»nsere über die Straße Soiss»«»— Harte«««» vordringende« Truppe». S» Abeud wäre» die erbitterte« Sümpfe z« unsere« Sunste» entschiede». Dem weichende« Feinde stieße» wir bis auf die HShe» östlich vo« Chaud«»— Bierzy— Blauzy»ach. Beiderseits de» O« r c q- Flusse» habe» wir die Straße Soissou»— Chatea»-Thlerry überschritte« und er- reichte», immer wieder a»f» neue feindliche« Widersta«d breche«», die Höhe» vo« Nenilly»nd»ördlich vo» Chateas-Thierry. Zwische» Ehate«»-Thierry««d SstNch v», D- r» a»« stehe« wir a» der Mar««. Bo» der Mar«e bi» westlich vo» Reim» ge»an«c» wir im Augriff die Linie V er« e« i l— O liz y— Sarcy— Champig»y. Die gestrige» Kämpft brachte« vo«»coe» mehrere Ta»se«d Gesänge«« und reiche»ente ei«. I» de« beiden letzte» Tag«» schaffe» Wte W ftwdNchr Flugzengr ad Lentnant Menkhoff errang seine» 28., Leot- nant Puetter seine» LS. und Lentnant Kroll seine» 24. Luftficg. Der Erste Generalanartiermeister. Lubendorft. Der österreichische Bericht. Wien, 1. Juni 191S.«« t l i ch«ird»erlantdart: Keine besonderen Ereignisse. Der Ches de» GrneralstabcS. Nachts in Soissons. beseitigt. Doch geht den ganzen Abend iiber in der Gegend der Äathcdrale heftiges französische» Ucberfallfcuer leichter Kaliber nieder. Tie Straßen der Stadt werden nttr durch den«ftifoehen- den Mond beleuchtet und sind fast menschenleer. Nnr hie und da sieht man Soldatendctachements, die aus den erbeute- ten reichen Proviantdepots zu den Truppen vorn«nd hinten abtransportieren. Bon Zivilbevölkerung ist nichts zu sehen, nur in einigen Kellern trifft man wimmernde Familien. Be- sonders, die westlichen Vororte liegen unter schwerer franzüsi- scher Beschießung. Gegen Mitternacht brechen infolgedessen mehrere starke Brände ans. Die Beute an Kriegsgerät aus Depots, die die französische k. Armee versorgten, ist beträchtlich. Nur das rollende Maftrial auS dem im Südosten der Stadt gelegenen erheb- lich erweiterten Bahnhof, auf dem vorgestern noch die Pariser Schnellzüge einliefen, ist größtenteils abtransportiert. Zahl- "---/infSäWarÄ-ziftnV» 4Sr mustin msrrr (J/e Offenshtm VerA/sm reiche mitten in den Gleisen liegende gute Treffer beweise» das präzise Schießen der deutschen Fambatterien. lieber die militärische Lage am heutige» Abend des 3. Kampftages kann ich— nur auf Grund persönlicher Bcobachwng— folgendes melden. Die Kämpfe am West- flügel, tvo augenblicklich die Front fast von Nord nach Süd p erläuft, sind anscheinend sehr hart und werden beiderseits mit starker Artilleriewirknng geführt. Die ganze Nacht brüllt schweres Feuer durch dir Schluchten und das Hügelland West- lich der Straße von Concy nach Soissons. Die Mitte der Front kämpft nach Lage der vom Fort M a l m a i s o n aus beobachteten Einschlagssäulen um Mittag weit südlich der Linie FismrS— Soissons. Der rote Feuerschein zahlreicher Brände begrenzt heute abend die Tiefe, zu der sich das Ein- bruchsloch in das französische Neuland am dritten Tage weitet- gefressen hat. Zahlreiche Bombengeschwader stoßen durch die warme Mainacht südwärts, kehren zurück und erscheinen wie- der in glciecher Richtung. Der nächtlich? Himmel verspricht auch für den vierten Kampftag das günstigste Wetter. Dr. A. Koste r, Kriegsberichterstatter. Telegramm unsere» Kriegsberichterstatter» Dr.«. Köster. Kampffront südlich der AiSue, vom 29. zum 30. Mai. Soeben kehre ich auS dem heute eroberten Soissons zurück, das über zwei Jahre den Deutsche» zu Füßen lag. Im Frühjahr 1917 ist es un» durch de» Rückzug auf die Siegfried. stellung entrückt, heute aber durch braudenburgische Truppe« im Kampf gcnommne worden. Der Franzose steht äugen-. t f blicklich noch auf den Höhen südlich der Stadt, von wo auS er Hftz die Straßen von Cuffle und Erouy nach�' w Soissons unter lebhaftem Maschinengewchrfcuer hält. Aufblitzendr Handgranaten und Leuchtkugrlsignale zeigen an, daß um de» Besitz dieser Höhen im Nacht kämpf ge- rungcn wird. Soissons ist die g r ö ß t e f r a n z ö s i s ch e Stadt, die die Deutscheu seit September 1914 eroberten. Die Kathedrale und die St. ZohanniSkirche sind, soweit der nächtliche Anblick zeigt, gut erheckte« und die frühereu durch da» deutsche Feuer»ngerichtetc» leichte» Leschitoo»»«-»{Lad Ciemenceau verweigert die Antwort. B e r n, 1. Juni 1918. E l e m e n c e a u empfing gestern eine sozialistische Abordnung und besprach mit ihr verschiedene Fragen, namentlich die Kriegslage. Er erklärte, daß er eine Besprechung der Interpellation C a ch i n und Ben- netüberdiemilitärischenOperatiouennicht auuehmeu und eine entsprechende nmsiaffAlde EvWpnug «* Dien«« j» des Kammer absedau werde. Kriegsbeschädigte und Sammlungen. Ekn Kriegsbeschädigter schreM uns: Die Kriegsbeschädigten haben sich um das Vaterland ivohl verdient gemacht und darum wird jeht siir sie einge- sammelt. Die armen Krüppel, die sck)on jetzt zu Hundert- taufenden mit zerschossenen Annen und Beinen herum- hinnisieln, dürfen Augenzeugen sein, wie seiertäglich gekleidet? Jungen und Mädchen unermüdlich den Passmiten ihre Sparbüchsen hinhalten und diese eisernes und papidrnes Kriegs- crsatzgeld hineinwerfen. Die 5t ricgsbe schädigten ersehen daraus, baß Kultur und humane Gesinnung seit 1870/71 in unserem Vaterland? gc- waltige Fortschritte gemacht haben. Damals ließ man die Kriegsbeschädigten in Person mit Drehorgeln bewaffnet an die öffentliche Mildtätigkeit appellieren, heute schickt man für sie die Kinder an belebte Straßenecken und überträgt diesen die Aufgabe des Einsmnmolns. Der Kriegsbeschädigte, der, auf seinen Stock gestützt, dtefts Straßenbild beobachtet, erhöbt dadurch zweifellos eine gewaltige Stärkung seines Soelbstgefühls. Mitunter Wird er sogar zu einer Art Größenwahn verleitet, so wenn auch c r selber immer wieder aufgefordert wird, etwas für die liriegsbeschädigten beizusteuern. Ich zählte jedenfalls auf einein relativ kurzem Gong 27 solcher Auffordenmgen, mir selbst zu helfen, und meinen Konreraden ist es nach meiner Beobachtung nicht anders ergongen. Der Fortschritt gegen 1870 ist offensichtlich AuS der Rolle des demütigen Nehmers sind wir in die des stolzen Gebers übergegangen. Die ander» sammeln und wir geben I Die Leitimg der Ludcmdorff-Spenbe besteht unzwcifel- hast aus Männern, die eS sehr gut mit uns Kriegsbeschä-digten meinen, aber zunächst muß ich an ihnen tadeln, daß sie den guten Willen des Pnblikmns. für die Kriegsbeschädigten schlechthin etwas zu geben, nicht richtig einzuschätzen scheinen. Warum halten sie es fiir notrvendig, durch die immer wieder betonte Voranstellung des Namens eines gewiß verdienten Generals, den Blick von dem eigentlichen Zweck der tocohe abzulenken. Glauben sie, daß es nicht genügend An- klang, geffmden hätte, wenn sie schlickst für eine„Kriegs- beschädigten-Spende" geworben hätten, anstatt für eine pompös aufgemachte.Lndendorff-Spende"? Ich habe die Beobachtung gewacht, daß gerade dieser Rmne weit? Kreift darüber täuscht, daß es sich rnn eine Sache der Allgemeinheit handelt. Durch die immer wieder in den Vordergrund gestellte Nennung des Namens des Generals Ludendorff sind viele Arbettcr zu der irrigen Meinung ge- langt, die Sammlung gehe lediglich von gewissen Kreisen aus, die den Namen des Genera lq nartt ermei sters— ich weiß nicht, ob zu Recht oder zu Unrecht— zmn Vorspann ihrer politischen Zwecke zu machen pflegen. Das macht sie miß- tnnrisch und zurückhaltend. Die Leiter der Ludendorfs-Spmde betonen, baß sie dem Reiche seine Verpflichtungen gegen die Kriegsbeschädigten nicht abnehmen wollen. Sie wollen nur dort helfen, wo die schematisierte öffentliche Hilft, versagt. Sehr billigenswert! Aber dann sollten sie vor der Veranstaltung von Sammlungen das Reich vor allem dazu treiben, daß es seine Verpflichtungen gegen die Kriegsbeschädigten a u ch w i r kl i ch e r f ü I l t. Seit Jahr und Tag ersucht der Reichstag die Regimmg, den Kriegsbeschädigten ihre absolut unzureichenden Renten zu erhöhen. Auch aus den Kreisen der Kriegsbeschädigten selber ist tviederholt in diesem Sinne dringend petitioniert loorden. Man hat darauf hingewiesen, daß die Kriegsbeschädigten— und mit ihnen die.Kriegs- Witwen und-Waisen— zurzeit ziemlich die einzigen Enip- länger fester Bezüge sind, denen man trotz der immer noch steigenden Teuerung auch nicht die geringste Teuerungszulage gewährt. Man hat die Beamtengehälter, die Familiennntcr- stützungen, die Witwen- und Invalidenrenten, die Soldaten- löhnung erhöht— nur die Kriegsrenten stehen immer noch auf ihrer unter Friedensverhättnissen festgesetzten Höhe oder vielmehr Tiefe. Die Reichsregierung aber bringt bis Herste kein Gesetz ein, um den Kriegsbeschädigten, den Kriegs- Witwen und Kriegswaisen zu helfen. Sie hat offenbar zuviel anderes zu tun. Tie Kriegsbeschädigten aber warten. Bei vielen hcrrsckst bitteres Elend. Nach der amtlich aufgenomnre- neu Statistik betrug dos durchschnittliche Monatseinkommen der gänzlich erwerbsunfähigen Invaliden im Rheinland— 67,80 M. Die Unterernährung holt sich namentlich hier, wo sie geschwächte Körper vorfindet, Opfer auf Opfer. Derweilen wird gesammelt, nicht um dem Reiche seine Pflicht abzunehmen. Aber wann wird sich endlich die Reichsregie- rung auf ihre Pflicht besinnen? Doch ich will nicht ungerecht sein. Es ist etooS aeschechea. Die föxea&efäöbü&B ei» SaftsartidBtataeK&ea Sfr> fotmncn. J'n Gold. Silbe? und Schwnrz. Dre? Klnssen. Bielen Krisgsöeschäd>igten will die BerechtMMg solcher lilosseiischeidung nicht in den Kopf. Hat der weniger ge- litten, der gleich.beim ersten Schuß das ganze Bein verlor, als der, der fünf Streifschüsse erhielt? Ader seht, wo gesammelt wird, kommt diele- Klassifizierung natürlich nicht in Betracht. Tie Kriegsbeschädigten ge- nießen die volle Sympathie des Publikums, namentlich solange sie gewillt sind, das zu bleiben, als was einpsindsmne Frauenzimmer(beiderlei Geschlechts) sie sich ausmalen und kitschige Rührlilms sie hinstellen: gute, hilfsbedürftige Ki n- der, die sich gerne streicheln und hätscheln lassen, die sich natürlich auch freuen, ivenn für sie eingesammelt wird. Zeigen die.Kriegsbeschädigten einmal, daß sie durch den Verlust eines Armes oder Beines n i ch t g e i st i g u n m ü n- dig oder geschäftsunfähig geworden sind, daß sie denkende Männerchlieben oder auch durch den Krieg wurden, dann gebt ein nnuntiges Staunen durch die Reihen der Wohl- tätcr und die SynPathie ist ptöhtich verflogem Warum hat die Leitung der Ludendorff-Spende, die es sicher sehr gut mit den Krirgsl-esel.ädigten meint, z. B. nicht daran gedacht, daß es doch ganz gut wäre, die Kriegsbeschädigten, ehe man ihnen Hilst, um i h r c e i g e n e A n s i ch t u n d Meinung hierüber zu vesragen. Warum haben sie keinen einzigen Ber- treter der troh ihrer Jugend zahlreichen und großen K r i c g s b c s ch ä b' g t e n-o r g a ii i s a t i o ii e n zur Mitarbeit herangezogeia? Aber der Mann hätte vielleicht gesagt, daß öffentliches Sammeln ans den Straßen und Plätzen nicht recht dem Bilde entspreche, das er und seine Kameraden sich von der Hilfeleistung' der Heimat für die Kriegsbeschädigten gemacht haben. Er'hätte vielleicht schwierigere und ernstere Wege der Hilfeleistung verlangt. Und das hätte vielleicht manchen verdrossen, dem das Organisieren öffentlicher Straß en sammlimgen während des Krieges nach- gerade Herzensbedürfnis geworden ist. Tas ist gewiß nur eine Kleinigkeit, aber doch ein Symptom für größere Dinge, die wir bereits erlebt haben. Als die Kriegsbeschädigten im Januar in einer Bcrsamm- limg der Vaterlandspartei gegen die annexionisti- scheu Ziele des Herrn Fuhrmann durch Zwischenrufe pro- testierten, wurden sie vom Referenten beschimpft und von den vaterlandsparteilichen Heimkriegern ans denr Saal geprügelt. Und seitdem der„Reichsbund der Kriegsbeschädigten und ehe- maligeii Kriegstnlnehiner" als gerechten Ausgleich für die Leistungen der Männer an der Fron? das gleiche Wahlrecht fordert, nennt ihn der„Reichsbote", das fromme, pastoral ge- leitete Blatt, eine„anrüchige Organis atio n". Die- sen christlichen Leuten, denen sicher die heutige Sammlung aus dem Herzen spricht, sind also Kriegsbeschädigte sofort„an- rüchig", wenn sie sich erdreiisten, in öffentlichen Dingen anders als sie zu denken. Denselben Standpimkk nehmen auch die Behörden ein. Für die K rt egsbes chäbigten haben sie natürlich alle niög- liche Eyinvathie. abei' die selbstgesch offenen O r g a n i s a t i o. neu der Kriegsbeschädigten sind ihnen ein Greuel. Zu Anfang haben sie, wie Geheunrat Westphal. der Vorsitzende der Kriegervereine, rühmte, diese Organisationen„to-tge- macht". Als das nicht mehr ging, haben sie sie zwar geduldet, aber ihuen nach Leibeskräften das Leben sauer zu machen ge- sucht.— Die Großindu st rie schließlich, voran die Firma Kr npp, hat die organisierten Kriegsbeschädigten gemäß- regelt und damit zum Ausdruck gebracht, daß ihr Dank an die Lenke, auf deren Kosten sie ihre Millionengewinne machen konnte, auch heute noch darin besteht, ihre Gesinnung zu knechten und ihre geistige Freiheit zu knebeln. Tas alles kenn ein denkender Kriegsbeschädigter nicht vergessen, wenn er sieht, wie sich jetzt einige Tage lang der Strom der öffentlichen Sympathie über die Kriegsbeschä- digten ergießt. Diese Zeilen sollen niemanden abhalten, der geben will, Hand und Portemonnaie zu öffnen. Aber nie- mand, der die Lubendorsf-Nadel auf dem Rockaufschlag trägt, soll glauben, damit seiner Pflicht gegen die Kriegs- beschädig tcn genügt und ihre Forderungen erfüllt zu haben. Die Kriegsbeschädigten fordern Höheres und nicht nur Materielles: sie fordern neben ihrer staatlichen Sicherstellung ein freies Deutschland, das sie als gl ei chb erech- trgte Bürger anerkennt, das ihnen nickst nur schöne Worte gibt, sondern auch ihre Meinung achtet, mag sie gewissen Kreisen auch noch so unangenehm sein! KieWsr MsSszwverhanKlttngen. Tic Plenarsitzung der ukrainisch- russischen Friedens- konferenz ist bis zur Beendigung der KommissionSbcratungcn zur Festlegung der Demarkationslinie vertagt worden. Die Vertagung dürfte nach Mitteilung des Berliner Ukraini- scheu Prcsseburcaus einige Tage dauern. Wolfis Bureau meldet hingegen ans Kiew vom Freitag: Die rns sisch-nkrai nischen Fr ieden SV erhandln ngen sollen h e u t e w i e d e r a us genommen werden. Eine Einigung über die Demarkationslinie ist bisher nichtcrz ielt worden, da die Ukraine aus dem ethnographi- scheu Fcstiegungsgrnndsatz, die Sowjet-Delcgation aber auf der augenblicklichen strategischen Lage besteht. Die Don-Dclegation überreichte dem Hetman ihre Vollmachten und strebt die Anerkennung durch die Mittelmächte an, um osfiziclle Verhandlungen mit der ukrainischen Regierung beginnen zu können. Ans Moskau telegraphiert andererseits der Voll- z sie h nn g s a u s s ch u ß der Don- Sowjetrepublik, daß außer ihm imd seinem Präsidium am Don keine Regie- rnng vorhanden sei. Eine weißrnssische Delegation besuchte den ukrainischen Minister des Aeußcrn in Fragen der Grenz- festsetzung mit der Ukraine und der Teilnahme an den großrussischen Friedensverhandlungen. Die Abordnung überreichte ferner Rnkowsky eine Note mit der Erklärung der Un- abhängigkeit und mit dem Ersuchen um Anerkennung durch die Sowjetrepublik sowie um Eintritt in Verhandlungen über die Grenzsragen und die Handelsbeziehungen. Die Pest. Haag, 1. Juni. W:e„Nieuwe Eonrant" ans London er- fährt, haben sich zwei KraiikHeitssöIle auf einem Schiff hei Gravesend als Pestfälle herausgestellt. Das Schiff darf nicht einlaufen. Wahrscheinlich find Ratten die Träger der Krankheit. tk gefäh?Aetsn VschsNSwNgen fn Datum. Der türkische-Vertragsentwurf. Die Petersburger Telcgraphen-Agentur meldet unter dem 2l. Mai aus Baturn: In Batum haben zwischen Delegierten der türkischen Regierung und der t r a n s k a u k a- fischen Republik(nicht zu verwechseln mit der kau- kasischen Republik, deren Bevollmächtigter Professor Bernstein am Dienstag in Berlin eingetroffen ist) Friedensverhandlungen begonnen. In der ersten Sitzung verkäs der Fübrer der otkomanischen Delegation T e w s i k Pascha einen Vertragsentwurf folgenden Inhalts:„Die Türkei fordert d i e U e b e r g a b e von Batum und Noworossisk. Alle in Noworossisk vorhandenen Schiffe, Hasenanlagen, Kriegsvorräte und Lebensinittellager der Intendanturen werden von der türkischen Regierung übernommen, die deren Geldwert abschätzen und zurückerstatten wird. Der Bezirk Ardaghan wird gleichfalls mit allen militärischen- Anlagen der Türkei übergeben, ivobei die Bestimmung des Brest-Litowsker Vertrages, soweit sie sich auf Ardaghan bezieht, streng eingehalten werden soll." Der Vorsitzende der türkischen Delegation erklärte dazu, daß er von seiner tliegierung die unbedingte Anweisung habe, die Annahme dieser Fordertingen u n V e r ä n d c r t durchzusetzen. Bei einer etwaigen Weigerung würde sich die ottomanüche Regierung gezwungen sehen, die Vc- dingnngen des Vorschlages durch Waffengewalt zu der- tvirklichen. Die transkaukasische Landesvertretung lehnte die Annahme dieser Bedingungen ab. Um den Abbruch der Friedensverhandlungen zu vermeiden, schlug sie jedoch vor, eine gemischte Kommission zur Beratung der einzelnen Punkte einzusetzen. Tcwfik Pascha nahm diesen Vorschlag an, behielt sich aber das Recht vor, die Bc- schlüffe dieser Kommission nicht anzuerkennen, falls sie den türkischen Forderungen entgegcntreieu. AnS Kreisen, die der transkaukasischen Regierung nahe- stehen, verlautet, daß der Abbruch der Verhand- l u n g c n in Batum in kürzester Zeit unvermeidlich ist. Die ukramischen Parteien trnö öer tzstman. Ablehnung einer Koalitionsregierung. Dem Ukrainischen Preffeburnrn Berlin wird aus Kiew ge- meldet:„Die ukrainischen Parteien haben ein jirmeinsameS Zentral- kowitee geschaffen, um in der ukrainischen Politik zu stärkerem Ge- wicht zu gelangen. Dieses Kemitee ist zusammengesetzt aus Ber- tretern aller größeren Parteien und bat ein Memo- ran dum auSgeaibeitet, welches dem Hetman iiberreichl worden ist. Der Hetman erklärte, daß er das Memorandum mit großer Aufmerksamkeit prüfen wolle und bereit sei, einzelne Mit- glieder des Kabinetts durch geeignete ukrainische Persönlichkeiten zu ersetzen, jedoch zurzeit eine Entlassung des ganzen Kabinetts, wie daS Memorandum dieses empfahl, nicht für angebracht halle." Ter Hetman denkt also nicht daran, sich auf eine Ltoalitionsregierung einzulasien, die als eine Bürgschaft angesehen werden würde, daß seine Versprechungen nicht bloß Worte sein werden. Er bleibt bei der agrarisch-kadettistischcn Diktatur. Ucber die Haltung der ukrainischen Parteien schrieb dasselbe Presiebureau in diesen Tagen: Gleich nach der Staatsumwälzung und Einberufung deS Hetman? trat ein Augenblick der inneren Spannung in der Ukraine ein, der bezeichnend ist durch vorsichtige Zurückhaltung der sozialistischen Parteien. Dieser Zustand kann heute als üdcrwniidcn angesehen werden. Die sozialistischen Parteien der Ukraine, die bisher in hervor- ragender Weise an der Selbständigkeiisbewegung des jungen Staates beteiligt waren, sind sich darüber klar geworden, daß die bisherige Politik der Sozialrevolutionäre keine Erfolge aufzu- weisen hatte. Sie haben daher beschloffen, mit den jetzigen Per- hältniffen zu rechnen, die gegenwärtige Lage anzuerkennen und der Regierung de? HetmanS SkoropadSki keine Ov Position zu niachen. Ja, die Partei der Soziali st en-Födcrali st en hat sich bereils durch einige ihrer Mitglieder im Kabinett deS Präsidenten L y s o g u b vertreten laffen, und die S a m o si i n i k i nehmen gleichfalls an der Regierung teil. Die stärkste Partei, die der Sozialdeinokratic, wird allerdings zunächst nicht direkt in die Regierung eintreten; ihre hervorragendsten Mitglieder jedoch, wie zum Beispiel Rechtsanwalt Korsch und andere haben sich bereit erklärt, unier den fetzigen Verhältnissen an der gewaltigen Arbeit der Reorganisation des ukrainischen Staates teilzunehmen. Nunmehr teilt das Presiebureau mit: Der Sozialföderalist Alexander Schulgin. seinerzeit Minister des Aeußern im Kabinett Winnitschcnko, wurde zum Ministerialrat im Mi- nisterium des Aeuyern ernannt. Es verlautet, daß Schulgin einen wichtigen Posten im Auslande erhalten wird, Mit iüm tritt schon die dritte hervorragende Persönlichkeit der ukrainischen Sozialisten-Föderalisien-Partei in die Regierung des Hetmans ein: Doroichenko als Verweser des MiiüsterüunS des Aeußern, Scheljuchin als Vorsitzender der Friedensdelegation mit Rußland und nunmehr auch Schulgin. In einer Moskauer Meldung aus den letzien Tagen heißt eZ, SkoropadSki versuche, einflußreiche Persönlichkeiten der früheren Roda zur Regierung heranzuziehen, um der Bevölkerung zu verstehen zu geben, daß der Umsturz keine Aufhebung der sozialen Reformen nach sich zieht. In das Kapitel dieser beruhigenden Andeutungen gehört auch die Nachrichr, der Hcinian habe dem Vor- sitzenden der Kommission für eine neue Städtcordnung den Wunsch ausgedrückt, ihrer Arbeit demokratische Prinzipien zugrunde zu legen. Inzwischen zeig! sich die Hetmansdikiatur am Werk, die nationale Strömung in der Ukraine für ihien Zweck zu organisieren. Wolffs Bureau meldet vom Freilag aus Kiew: Der Hetman SkoropadSki fordert den KriegSminister in einem heute veröffentlichten Schreiben auf, augenblicklich eine Kosakenrada zur Ausarbeitung des Statuts für eine Organisation der Kosakcnschast in der Ukraine zu bilden, die bei Schaffung des ukrainischen Staatswesens und des Heeres wirklich verläßliche und nützliche Dienste leisten könnte, DaS Ziel deS HetmanS ist die Schaffung einer großen kosakischen Ukraine und eines nationalen HeereS. das allein wirklicher Verteidiger deS Staates sein kann. Das Kosakcnlum, in das die Blüte der ukrai- nischen Bevölkerung eintritt, soll der Versechter nationaler Idee und das Kadre zu einer künftigen ukrainischen K o s a k e n a r ni e c werden. Gefterreich-Ungarns Wirtschaftsvertrag mit Imnlanö. Wien,_ 1. Juni. Der österreichisch- ungarisch- finnische »virtschastliche Zusatzvertrag zum Friedens- vertrage enthäft im wesenftichen analoge Bestimmungen wie die mit der Ukraine, Rußland und Rumänien ab- geschlossenen Zusatzverträge. Ter Zusatzvertrag basiert aus der M e i st b e g ü n st i g n n g. Er soll zwei Wochen nach Austausch der Ratifikationsurkunden in Wirksamkeit treten und bis zur Inkraftsetzung des neuen Handels- und Schiffahrtsvertrages in Geltung bleiben, doch steht den Vcr- tragschließenden frei, den Zusatzvertrag von 1919 an nnt sechsmonatiger Frist zu kündigen. Das schWeössch-amenkaKische Schlffsrauniabkommen. Deutsche U-Boot-Garanticn. Stockholm, ßt. Mai.(Eigener Drahtbericht des„Vor- wärts".) Die Unterzeichnung des Schiffsraumabkommcns wird im ganzen als Sicherung des N a h r u n g s- in i ii i m u m s zufrieden ausgenommen.„Stockholms Tid- ningen" bemängelt allerdings, daß Schweden, während es einen bedeutenden Teil seiner Tonnage einer Kriegsgruppe ausliefere, keine Sicherheit habe, daß die ver- sprochenen Waren auch wirklich eintreffen. Jedenfalls sei schon die Notwendigkeit solcher Vertragsvcrhand- lungen ein Ergebnis der von der Entente gegen die Neutralen geübten Seepolitik. Vorausgesetzt, daß das Abkommen das Verhältnis zu Deutschland und die Einfuhr von Süden nicht gefährdet, sei es relativ befriedigend. Frendentöne schlägt nur der Leitartikel B r a n l i n g s an. der das Abkommen auch parteipolitisch gegen. die Rechte ausspielt, welche dem Schwedeuvolk derlei nicht habe bieten können. Branting weist darauf hin, daß die Schwierigkeiten bei Amerika lagen, welches inbezug auf die europäischen Neutralen andere Gcsichtspi...kte hatte als England und Frankreich. Indes betont auch Branting, daß die Regierung die große Bedeutung fort- dauernder guter HaiidelSbeziehuiigen zu den Mittelmächten nicht übersehen dürfte. Schwarzmalerei in dieser Hinsicht habe sich als unbegründet erwiesen, und Schweden habe von Deutschland Garantien gegen die Bc- schieß nng der Schiffe' erhalten, welche die Ver- tragsware nach Schweden führen. Die Stsatsbilöimg öe? Krim« Kiew, 31. Mai.„Kicwskaja Mysl" meldet über Odessa, daß das tatarische Krimparlament„Kuslutoi" sich zum provisorischen Staatsparlament der 5krii!l erklärt und die Initiative zur Nogicruiig und einer Volks- Vertretung mit Einschluß anderer Nationalitäten übernimmt. Das ßrauenft-'mmrccht in Ungarn. Bei der Verhaudsiing des zweiten Abschnitts der Wahl- rechtsvorlage wurde mit 11 gegen 10 Stimmen gegen Verhandlung des Fra ueustiui in rechts bei diese>.c Abschnitte Stellung genommen. Der Referent meldete eine S o n d e r abstunmnng an. Der Ministerpräsident er- klärte, die Regierung behalte sich ihre Stellungnahme für die Verhandlung im Plenum vor. Budapest, 1. Juni.(Meldung des Ungarischen Karreft'.- Bureaus.) Ministerpräsident Dr. Wekerle hat im Hinblick auf die im Wahlrechtsausschuß erfolgte Ablehnung des Fraalensttmmrahts erklärt, er werde bei der Verhandlung im Plenum die A u f r e ch t e r h a 1 1 u n g der auf das Frauen- stimmrecht bezüglichen Bestimmung beantragen. Reue U-Boot-Ersolgr. B e r 1 1 n, 3l. Mai. Amllich. Neue Erfolge unserer U-Boote im M'ttelmecr ö Dampfer und g Segler von zusammen rund llOOOll V. R. T. Ein voll besetzter Truppentransporter von etwa 5000 B. R. T. wurde aus gesichertem Gcleitzug herausgeschossen. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Ter Donauverkehr mit Rumänien. B u k a r e si, lZ9. Mai. Von zuständiger Seite erfahren wir: Tie Wiederaufnahme des Donau- Verkehrs über Wien nach den rumänischen Häfen kann zurzeit noch nicht beginnen. Die Verhandlungen zivecks Einfuhr deutscher und osterreichisch-ungarischer Waren nach Rumänien sind im Gange, aber noch nicht abgeschlossen. Völkerbund zur Sicherung deS Friedens. Bern. 1. Juni. Das Schweizerische Komitee zur Vorbereitung de? Völkerbundes wird sich am 4. und 5. Juni hier versammeln, um in kritischer Würdigung der verschiedenen schweizerischen und ausländischen Völkcrbundseniwürsc Richtlinien für einen dem praktischen Be- dürfnis der Friedenssicherung entsprechenden Entwurf auszu- arbeiten.' Der vkrainischc Gesandte in Berlin. Baron Steinhel hat den Posten als ukrainischer Gesandter in Berlin angenommen und zur Wahrung seiner politischen Unabhängigkeit seinen Austritt aus der kadcttischen Partei vollzogen Tic Anklage gegen Serrati und Genossen. Lugano, 1. Juni. Wie aus Rom berichtet wird, sind der verhaftete Direktor des „Avanii", Serrati und die gemeinsam mit ihm in Haft genom- inenen sozialistischen Pnrteisuboer, Provinzialrat BarberiS, ArbcitSkammersekrctär Dalbcrto,„Avanti"-Vertreter Giu- d i c c und weitere sieben Turiner Führer der Sozialistenpartei angeklagt, vom Mai UN 5 bis August]017 den Generalstreik vorbereitet und die Tötung und Verletzung von 20 Personen bei den Turiner Unruhen sowie einen Sachschaden von V/2 Millionen Lire verursacht zu haben. Eine versiegelte russische Gesandtschaft, Ans Anordnung der schweizerischen polinscheu Behörden wurde die bisherige russische Gesandtschaft samt Archiven unter Siegel gesetzt. Es heißt, die Versiegelung sei einzig aus öfsentlich-rechtrichen Gründen erfolgt und werde' a u sre ch t c r h a lt e n, bis eine Klärung der Lage eingetreten und die amtliche Anerkennung der russi- schcn Regierung durch die Schweiz erfolgt ist. Der Januschaue? unü öie Revolution. Gr kneift nicht! Aus der Landesversammlung des Bundes der Land- wirte für das Königreich Sachsen hat auch wieder ein- mal Herr v. Oldenburg-Janu schau sein bekanntes Mund- werk in Betvegung gesetzt. Vor ihm sprach der konservative Reichs- tagsabgeordnere Malkewitz. der schon reichlich scharfe Töne anschlug, uamenrlich gegen die Verständigungsfteunde im bürgerlichen Lager, die er geschmackvoll als die„Zuhälter der Sozialdemokratie" be- zeichnete. Der Januschauer ging natürlich noch ganz anders heran. Er sagte u. a.(nach dem Bericht der„Deutschen Tageszeitung"):.Er könne sich nun nicht einmal darüber freuen, daß bei uns seit acht Jahren vor der Sozialdemokratie zurückgewichen werde. Er in eise nicht mit, auch wenn die Sozialdemokratie mit der Revolution drohe. Er fürchte sich nicht vor der Revolution." Weiter sagte Herr v. Oldenburg:.Wir Preußen sind jetzt katho» lisch und b l a u w e i angestrichen, und wenn wir«nS s nicht auf unser alieS Preußentum besinnen, dann geht Deutschland jetzt in die Knie." Dieser Satz ist selbst der.Deutschen Tages- zeitung" etwas peinlich, sie unwrschlägt ihren Lesern das Wort .katholisch", um das Zentrum niast zu reizen, das Wort findet sich aber in anderen Berichten. Das Selbstbesnmmungsrccht der Völker nennt der Januschauer einen„Schwindel". Dem Grafen Hertling empfiehlt er ein ein- faches Mittel, sich ErzbergerS zu entledigen:„Er braucht nur die militärische Reklamation nicht zu wiederholen. Langsamen Schritt und etwas Wind unter die Nase, das könnte Erz- berger nichts schaden." Der Januschauer sotite doch Erzberger wenigstens einen Platz in der Etappe gönnen, in der nian(nach seinen eigenen Angaben) wie im Frieden lebt und Schinken für b M. da? Pfund istt. An Stelle der Botschafter will v. Oldenburg unsere zuschanden- geschossenen Offiziere setzen, er will also immerhin nicht selber Botschafter werden. Die bisherigen Friedensschlüsse entsprechen nach seiner Ansicht noch immer n l ch t unseren Siegen! Was aus den Baltischen Provmzen wird, das ginge den Reichstag gar nichts an. Weil Herr v. Oldenburg bei den letzten Reichs- tagswahlen schmählich durchgefallen ist, behauptet er, der Reichstag stelle keine Vertretung des deutschen Volkes dar. Der Kaiser soll Hindcnbiirg und'Ludendorff beauftragen, den Friedensschluß im Westen zu dollzicheu Dagegen müßten Ver- sassungs fragen zurückgestellt werden, bis alles andere erledigt sei. Tie Tonart ist nicht neu. Das Interessanteste ist, wie der Junkersührer immer wieder die Sehnsucht nach einer kom- Menden Revolution ausspricht, mit dem Hintergedanken natürlich.alsdann die deutsche Freiheitsbewegung in einem Blut- bad ersticken zu können. Er hat ja schon früher die Sehnsucht nach dem Reichskanzler ausgesprochen, der aufdas Volk schießen läßt! Iklohmmz für SÄieichhanKel! Unglaublich klingt, was die„Deuische Bergwerkszeitung" über die Stellung der 5i e g i e r n n g zum Schleichhandel mitteilt: Nachdem die Versorgimg der Arbeiterschaft mit Lebensmitteln aus dem Schleichhandel durch viele industrielle Werke aufgehört bat, bat es die Negiernug bekanntlich übernommen, der Arbeiter« schaff der Kriegsindustrie besondere Zuweisungen an Nahrungsmitteln zu machen. Diese besonderen Zuweisungen kommen nur solchen Werken zugute, die n a ch w e i s e n können bezw. eine eidesstattliche Versicherung abgeben, daß sie vorher Lebensmittel für ihre Arbeiter ans dem Schleich- Handel beschafft habe»; die übrigen Werke gehen leer aus. Wir möchten vorschlagen, dieie? Verfahren auch auf Einzel- EauSbalte auszudehnen: Wer nachweist oder.an Eidesstatt ver- sicher: daß er bisher wöchentlich vier Pfund Butter und zwei Mandeln Eier gehamstert hat, bekommt dies Quantum künftig von Staats wegen auf Karten geliefert. Gleichzeitig gibt die Regierung bekannt, daß das ganze Rntionierunassystem nur den Zweck hatte, die Intelligenz und Findigkeit der Bevölkerung anzuspornen und die klügeren.Köpfe ausfindig zu machen. Wer sich aber gar„an Eidesstait" als gewerbsmäßiger Schleichhändler legitimiert, bekommt nach dem Kriege einen Botichafterposten! MUstänscher MödtsSZenft für Heeres- unfähige. Der Bundesrat hat dem Reichstag den Entwurf eine? Gesetzes zugehen lassen, nach dem.während der Dauer einer angeordneten Kriegsbereitschaft Wehrpflichtige, die infolge eines strafgericht lichen Urteils zum Dienste im Heere und in der Marine un- fähig find, zum militärischen Arbeitsdienst in be sonderen Verbänden herangezogen werden können. Auf sie finden die für die Personen der 2. Klasse des Soldatenstandes geb tenden gesetzlichen Bestimmungen Anwendung". Der Gesetzentwurf bezieht sich in erster Linie auf die mir Zuchthaus vorbestraften Personen. Eine amtliche Auslassung tzemerkt, eS habe an der Front und in der Heimat Mißstimmung erregt, daß diese, soweit sie in wehrpflichtigem'Alter stehen, in keiner Weise zur Verteidigung des Vaterlandes herangezogen werden können, sondern ihrem Erwerbe ungehindert nachgehen, frei von allen den ehrenhaften Wehrpflichtigen obliegenden Pflichten. Diese Mißstimmung sei umso mehr berechtigt, als eine große Reihe dieser Wehrpflichtigen aber heeresunjähigen Personen die jetzige Zeil dazu benützien, ihren Unterhalt durch strafbare Handlungen zu suchen. Es wird Aufgabe des Reichstages sein, diesen Gesetzentwurf so zu gestalten, daß unverdiente Härten gegen vorbestrafte Personen in ihm möglichst vermieden werden, das; namentlich solchen, d:? sich seit Verbüßung der Strafe gut geführt haben, durch die Einreibung in die zweite Klasse des' SoldatenstandeS kein neuer Makel aufgedrückt wird, der sie wieder auf die Bahn. des Verbrechens treibt. Ewve?ftmiAen* Im„Berliner Lokal-Anzeiger"(t. Beiblatt) vom 1. Juni 1»18 finden wir in ziemlich großer Ausführung folgendes Inserat: War dies der billigste Weg für das Garuisonkommando, sein Einverständnis zu crllärcn? Das neue Aktionsprogramm nnd die Parteipresse. Eine sehr auSjührliche Besprechung widmet dein neuen Aktions- Programm das„Hamburger E ch o ES weist auf die Not- weudigkeit hin, die jetzig? Ergänzung deS Erfurter Programms mit diesem nach dem Kriege zu einem einheitlichen Entwurf zu ver- einigen, der die at�enblickiicheu und letzten Ziele organisch ver- bindet. Im besonderen wird bemängelt, daß sich daS neue AktionS- Programm über die Regelung der geplanten Monopole und be- sonoerS über die Ab lö sung b e st e h e n d e r Li c ch r e ausschweigt Die handelspolitischen Forderungen seien etwas dürftig auS- ge'allen. Das Verlangen nach einem allgemeinen Verbote der Nachtarbeit werde sicki nicht aufrecht erhallen lassen: auch das Erfurter Progranim lasse Ausnahmen zu siir solche Industriezweige, die ihrer Natur nach, aus technischen Gründen oder aus Gründen der öffentlichen Wohifahrt Nachtarbeit erheischen. lieber das lommiuinlpolttische Programm wird gesagt: „Die k o m n: n n a l p o l i t i s ch e n Forderungen im letzten Abschnitt stellen den Gemeinden eine Reihe neuer Aus- aaben: leider jedoch nicht in der wünschenswerten Klarheit. Wenn die Gemeinden Monopolbillrieöe, die nicht der Verslaat- lichung unterliegen, in Besitz nehmen, zun» Beispiel die Ver- sorgung mir Gas. Wasser. Elcltrizilät usw., so ist das etwas durchaus Berechtigtes und Mögliches. Aber unter der Ueber- tragung des Kleinverschleißes innerhalb monopolisierter oder I'«e Berlin, 1. Juni.(W. T. B.) Auch der 31. Mai, der fünfte Tag der grossen Schlacht an der Aisne, brachte den deutschen An- grifsstruppen neue Erfolge. Südlich der Orfc sind wir im weiteren Vordringen. Einzelne feindliche Gegenangriffe wurden blutig abgewiesen. Desgleichen hatte der Gegner, der aus seinen Steltungn bei C u t s und südlich Blerancourt geworfen wurde, schlvere Verluste. Bei Selens sind in den vorhergehen- den Kämpfen wiederum drei schwere Geschütze erbeutet. Südlich S o i s s e n s warf der Feind mehrere Divisionen mit Unterstützung von zahlreichen Tanks zu einem starken Gegenangriff vor. Er wurde äußerst blutig abgctoiesen, n n f e r Angriff aber sofort weiter vor getragen. Bei dieser Gelegenheit machten wir über 2000 Gefangene. Auch die Versuche, die der Feind weiter südlich machte,:.:n den deutschen Vormarsch aufzuhalten, hatten keinen Erfolg, obwohl der Gegner hier m e h- rerc Tankge schwader und Schlacht staffeln den Deutschen entgegenwars. Eine große Anzahl der Tanks� wurde vernichtet. Besonders wichtig ist die Eroberung der Höhe« von N c u i l l y S t. F r o n t. D e r B a h n Hof Compiegne lag unter wirksamem deutschem Jener. S o i s s o n s wird seit 30. Mai nachmittags von den Franzosen planmäßig beschossen. Mächtige Brände lodern allerseits in der Stadt ans. Nicht die Vorstädte oder Ausgänge beschießt der Feind, er legt vielmehr sein Feuer in das Zentrum der Stadt. Die Zivilbevölkerung ist bis auf wenige alte Leute fortgeschafft. Der Widerstand deS Feindes war zwei T»gc lang bcsvnders hartnäckig, weil er sich ksier in den alten Stellungen bei Sr-i'sons nachdrücklich verteidigen kounbe. Seit gestern hat er eiligst Artillerie herange- schaff, die Stadt wird nicht nur durch Artillerie zerstört, sondern starke Bombengeschwader bewerfen den ganzen ag über aus beträchtlicher Höhe Sviffons mit Bomben. Heute hat der Angriff nach Westen hin Raum gewonnen. In den Vor- städten und auf den umliegenden Frrmen sind die Einwohner ver- blieben. Sie verlaufen ihre Vorräte an die deutsckwn Truppen. Es wird nickt lange dauern, und Soiflons wird dasselbe Schicksal ereilen wie ihre Schwestcrstädte St. Quentin» Nvhon nnd die nn- zähligen anderen. Der Rücknlg von Eoisssns. Amsterdam, 1. Juni. Reuters Sonderkorrcspanden t meldet von sieftern morsten: Nichts weist zurzeit darauf hin, daß der deutsche Druck im Abnehmen begriffen ist. Auf seinem rechten Flügel war es dem Feinde trotz des tapfersten Widerstandes mög- lich, seine Linie bei Soissons und an beiden Seiten der Aisne vorzutragen. Auch im Zentrum machen feine vorgeschobenen Ab- tcilungcn weitere Fortschritte. Gestern mittag sah man die Gra- naten der deutschen Feldhanbitzen auf den Höhen platzen. Im Nordosten befinden sich d:e deutschen Beobachwngsballons. Eine dicke Rauchwolke zeigt die Richtung von Ville-eu- Tardcnois an. Auf der ganzen Front dringen deutsche In- fanterieobtcilungen andauernd durch die Wälder und Täler. Sff brechen überall dort hervor, wo sie eine schwache Stelle in der fran- zösischen Linie vermuten. Tie Wege sind mit Flüchtlingen über- füllt, die sich langsam zwischen den Kolonnen von Wagen, die Mu- nition nach der Front bringen und leer nach den Magazinen zurück- kehren, fortbewegen. Tic fliehende Vevölkeruna, die meist ans ganzen Familien besteht, hat ihr Hab und Gut auf Karren geladen, der meist von einem Pferde gezogen wird. Die ältesten und sehr jungen Familienmitglieder sitzen auf den Möbeln, die sich hoch aufgestapelt auf den Wagen befinden. Andere laufen traurig hinterher. Häufig begegnet man auch einem Packesel, be- laden mit den geringen Habseligkeiten, die sein Besitzer mit sich zu führen vermochte. Viele konnten nicht mehr reffen, als sie persönlich wegzuschleppen in der Lage waren. Eine Frau schob ihren Kinderwagen vor sich her, in dem sich zwei Säuglinge befanden. Viele Mütter laufen mit den älteren Kindern an der Hand, wäl?- rend die Männer die unentbehrlichsten Familienkostbarkeiten tra- gen. Den ganzen Tag über wandern sie auf der Landstraße nn Staube der Motorwagen, der englischen Jnfanteriebataillone, der französischen Artillerie- und Kavallerieabteilungen, der Transport: usw., nur darauf bedacht, sich in Sicherheit zu bringen, ohne Rück- ficht darauf, daß sie ihre Wohnungen und die Früchte der Feld- arbeit den Deutschen überließen. Tie täglichen Fortschritte der Arsucschlacht. London, 1. Juni. ZieuterS Sonderkorrespondent bei der fran- zösischen Armee berichtet: Drr Feind ist imstande, seine täglichen Fortschritte beizubehalten, weil er dauernd seinen Fronten frische Truppen zuführt. Viele deutsche Dtvisionen sind bereits in der Schlacht ermittelt worden, aber eine noch größere Anzahl muß daran teilnehmen. Die heftigsten Kämpfe wurden gestern im Tale der Crise ausgefochien, eines kleinen FlüßchenS, das bei Soissons in die Aisne fließt. Die Kämpfe gingen hin und her, aber schließlich behaupteten die Deutschen nach außer- ordentlich erbitterten Kämpfen ihre neue Linie. Bern, 31. Mai. Einige große französische Blätter äußern ibre Besorgnis über das Schicksal der Eisenbahnlinien nach Ehalons nnd Paris. Sie betonen, daß diese Linien wegen ihrer großen Wichtigkeit nach Möglichkeit geschützt werden müssen.„Homme Libre" erklärt, gerade in der Bedrohung dieser Eisenbahnen liege eine der ernsten Folgen des deutschen Borstoßes.„Matin" er- klärt, daß die deutsche Heeresleitung eine neue Strategie durchzu- führe» beabsichtige, sie wolle nicht die Front durchbrechen oder auf- rollen, sondern durch nacheinander folgende an verschiedenen Orten unternommene Stöße ihr Ziel erreichen. Diese Strategie recht- fertige sich durch die geringen Entfernungen der Kampfziele von der Front. Es sei dies zwar ein langatmiges Manöver, aber die Ereignisse bewiesen, daß die Entente die Wirkungen dieser Strategie nicht durch eine rein lineare Verteidigung beschwören könne. Französischer Bericht vom 31. Mai, abends. Auf unserem linken Flügel setzten die Deutschen ihren Druck im Tale der untc- rcn Ailctte fort. Im Laufe deS Tages wiesen unsere Truppen alle feindlichen Angriffe in der Gegend von Blerancourt und westlich dieses Ortes ab. Ein feindlicher Angriff, dem es gelungen war, östlich von Scmpigiih die O i s e zu überschreiten, wurde aus das rechte Ufer zurückgedrängt. Seine Haupffäffgleit enr- faltete der Feind im Abschnitt von Soissons und weiter südlich in der Richtung auf N e u i l l y— S t. Front. Westlich von Soissons machten unsere Truppen kräftige Gogen, angriffe. Sie hielten alle AngrisfSver suche des Feindes auf, der sehr schwere Verluste erlitt und nach dieser Seite hin nicht vordringen konnte. Dagegen der- mochte er westlich der Straße Soissons— Chateau- T h i e r r y ein wenig Gelände zu gewinnen, sowie in der RichffMig auf letztere Stadt, indem er über Culchy— L a V i l l e und Culchh— Le C h a tea u hm-cmsdrang. In der Mitte erreichten leichte deutsche Streitkräfte das Norduser der Marne zwischen Eharteves und Jaulgonne. Auf unsenn rechten Flügel sowie nord- westlich und nördlich von Reims ist die Lage unverändert. noch zu monopolisierender Gewerbe an die Gemeinden, können wir uns vorläufig nicht recht etwas Verständiges denken. Auch ein Handelsmonopol der Gemeinden in Bauland und allen un- entbehrlichen Lebensmitteln ist jedenfalls ein schwer lösbares Problem. Ebenso können wir die Forderung des Ausbaues der Steuerhoheit der Gemeinden nicht völlig in Einklang bringen mit der notwendigen einbeitlichen Regelung des Finanzwesens in Reich, Staat und Gemeinden. Der Steuerhoheit der Gemeinden würden damit immerhin ziemlich enge Grenzen gezogen werden? wenn es selbstverständlich auch wünschenswert ist, daß innerhalb dieser Grenzen die Gemeinden ein freies Ver- fügungsreckt haben, was freilich bedingt, daß in den Gemeinden deren Angehörige gleichberechtigte Mitenlscheidnng haben. Ob die wichtige Frage des Schulivesens und seiner Organisation, um den Ausstieg der Begabten zu fördern, auch unter genannter Boraiissetzung den Gemeinden überlassen werden darf, ist frag- lich. Unseres Erachtens gehört das zu den Aufgaben des Staates." Die„ M Ü n ch e n e r Post" vermißt eine ausführliche Be- Handlung der Agrarfrage, vor allem des Problems der Grund- und Bodenverteilung in Deutschland. Als Zweck des neuen Aktions- Programms wird erklärt:.Die deutsche Sozialdemokratie muß mit einem Aktionsprogramm in das Feld ziehen, da? politisch alle demokratischen— die proletarischen wie bürgerlichen— Elemente, da? wirtschaftlich die riesigen Gruppen der Konsumenten und kleinen Lcnle(in der Steuergesetzgebung), das sozial das Industrie- Proletariat, die Privatangestelltcn und die mit ihnen verknüpften sozialen bürgerlichen Schichten, die Kleinbauern und ländlichen Arbeiter zu einer kämpfenden Phalanr vereinigt, damir sie in dem großen Kampf zwischen Arbeit und jlapitalrenre das Interesse aller schaffenden Gruppen sieghaft zum Dnrchbruch bringen und„die Neugestaltung der politischen und wirtschaftlichen Lebensverhälmissc unseres Volkes in eins zum Sozialismus führende Bahn lenken" kann.__ Der Wahlkampf in Berlin!. Die unabhängige Sozialdemokratie kündigte die Aufstellung eines Kandidaten in Berlin I an. LeM Kämpfe im Nordwesten. Berlin, 1. Juni.(W. T. B.) Am 31. Mai griff bet Feind nach kurzer Artillerievorbereitung dreimal hin- t c r c i» a n d r r an. Er umrdc jedesmal unter schwersten Feind- Verlusten restlos geworfen. Gefangene blieben in deutscher Hand. Ein gleichzeitig weiter nördlich einsetzender feindlicher An- griff kam im dcuffchen Vernichtungsfeuer nicht zur Ent- Wicklung. Auch weiter südlich vom Nicppew aide bis Lcns hiclt tagsüber kräftiger Fe»erkämpf an. Desgleichen schwoll daS Feuer in der Gegend von A r r a S und Albert vorübergehend zu großer Heftigkeit an. Die deutschen Bombenflieger setzten bei E t a P l c s ein großes Lager in Brand. In Lasse! wurden drei Bniildc und weiter südlich eine ungeheure FeuerSbrnnst beobachtet. Tic Bcute von zehn Wochen. Vom 21. März IfllZ bis 1. Juni 1918, also in Zehn Wochen, sind in den Kämpfen an der Westfront den Deutschen über 175 000 65 e f n n g e u e und weit über 2000 65 eschiitze in die Hände gefallen. Tic Zahl der M a s ch i n c u g c- wehre, die ungezählte Taufende beträgt, und der Umfang des sonstigen unübersehbaren erbeuteten Krifegsge- rüts läßt sich vorläufig auch nicht annähernd angeben. Flieger gegen Paris. Paris, 31. Mai. Amtlich. Einige feindliche Flug- zeuge überflogen gestern abend unsere Linien und steuerten aus Paris los. Von unseren Wachtposten gemeldet, wurden sie alsbald von den VerteidigungSbai'terien beschossen. Der Alarm begann um IV Uhr 59 Minuten und endigte um Mitternacht. Es wurden einige Bomben auf das Gebiet von Paris abgeworfen. Opfer werden nicht gemeldet. Paris, 1. Juni.(Meldung der Agence Havas.) Da einige feindliche Flugzeuge die Linien überflogen hatten und sich gegen Paris wandten, wurde gestern abend um 10,53 Uhr das St lernt» s i g rr a l gegeben. Die Posten eröffneten das Feuer. Es wurde keine Bombe auf Groß-PariS abgeworfen. Um 11., 47 Uhr wurde die Alarmbereitschaft aufgehoben. Da die Wachtposten neue Motorgeräusche geineldet hatten, so wurde um 11,5ö Uhr abermals Wavm geblasen. Die Bereitschaft hörte um 12,38 Uhr auf. Es wird gemeldet, daß eine gewisse Anzahl von Bomben in der Umgebung von P aris abgeworfen worden sind. 65ros;er amerikanischer Transpvrtdamyfcr versenkt. Washington, 1. Juni.(Reuter.) Bdmiral Sims meldet, daß heute früh der amerikanische Transportdampfcr„Präsident Lincoln"(18168 Br. N. T.) auf der Rückkehr nach de« Ver- einigten Staaten torpediert nnd versenkt wurde. Einzelheiten liegen nicht vor. Es handelt sich hierbei um den früheren Dampfer gleichen Namens der Hamburg-Amerika-Linie. Knegslnftige englische Arbeiter. London, 1. Jnni.(Reuter.) Der britische Arbeiter- bund beschloß, sich als Volks- und Ar b e i t e r- La n d« s» parte! aufzutun. Der Vorstand nahm serner eine Entschließung an, in welcher er den: Premierminister und seinen Amts- genossen sein volles Vertrauen ausdrückt, sie der treuen und unerschütterlichen Unterstützung der Partei im Kampfe gegen die verderbliche Politik der Flaumacher und Pazifisten versichert und alle patriotischen Bürger aufruft, sich zu verbinden, um den eng- lischen Staatsmännern, Seeleuten und Soldaten und deren Ver- bündeten in der takräftigeil Fortsetzung des Krieges bis zum schlicßlichen Triuv-.ph der Sache der Freiheit und Gerechtigkeit in der Welt beizustehen. Die Sowjetregicrung fordert sofortige Abberufung des französischen Botschafters. Moskau, 28. Mai.(Meldung der Petersburger Telegraphen- Agentur.) Im Namen der russischen Negierung hat der BolkS- beauftragte für Auswärtiges, Tschiffchcrin, der französischen Ae- gicrung folgende Mitteilung zugehen lassen: Die Erklärungen deS französischen Botschafters Nonlens in den schweren Tagen, die das russische Volk jetzt durchlebt, können nicht zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Frankreich und Rußland beitragen und nicht geduldet werden. Die Sowjctrcgierung gibt der festen Nebe r- zcugung Ausdruck, daß NoulenS sofort abberufen wer- den wird. Zusammentritt des österreichischen Abgeordnetenhauses. Wien, 1. Juni. Wie in parlamentarischen Kreisen gestern verlautete, wird das Abgeordnetenhaus doch am 18. Juni zusain- mentreten. AllwÄngS ist eine Arbeitsmehrheit für die Sta-cffZ- Notwendigkeiten noch keineswegs gesichert. Die Verhandlungen des Ministerpräsidenten in dieser Woche dauern fort, haben aber bis fetzt noch kein positives Ergebnis gezeitigt. GewerkschoDbavMw Mcheroröentliche GenerawersammlunZ ösc SuchSrucker. Würzburg, SV. Mai. In der geschlossenen Sitzung vom Mittwoch wurde im Anschluß an die Beratung der Tariffrage noch eine sehr umfangreiche Debatte über den sogenannten O r g a n i s a t i» n s v e r t r a g geführt," der seinerzeit zwischen der Prinzipaisorganisation, dem Deutschen Buch- drucker-Berein, uird dem Buchdruckerverband abgeschlossen worden ist und in den später auch die christliche Organisation, der Guten- bergbund einbezogen wurde. Anläßlich der spontanen Streik- bewcgung, die im Januar vor allem in Berlin infolze der Ernährmi�schwienzkeiten, der Verschleppung der ZSalrf- rccht»vo-r!sge usw. au Z brach und an der sich zum Teil auch die BuÄd?«cker beteiligten, haben nun die Prinzipale auf Grund des OrgamsationkvertrageS Klage auf Schadensersatz gegen die beteiligten Buchdrucker reip. gegen den Verband erhoben. In der Debatte wurde festgestellt, daß die Verbandsinstanzen an der Streikbewegung in Berlin gänzlich unbeteiligt gewesen, ja von ihrem Ausbruch völlig überrascht worden sind und der Bewegung auch von vornherein jede Unterstützung versagt haben. Die Vor- teile reip. Nachteile einer Verlängerung des OrganifationS- Vertrages, der mit Ende ISIS«dtäuft. wurden sehr eingehend eröcterl, und als Resnftat der Aussprache gelangte folgende Resolution zur einstimmigen Annahme:.Die General- Versammlung lehnt die Zahlung des vom Deutschen Buchdrucker- Verein geforderten Schadensersatzes für die Teilnahme der Berliner Gehilfensibaft an den Ausständen im Januar d. I. ab, da nach ihrer Auffassung bei dieser Bewegung die Voraussetzungen, unter denen die hierbei in Betracht kommenden Bestimmungen des Organisat:onsvertrages zustande gekommen sind, nicht vorliegen. Sollten die Prinzipale auf dem Standpunkt beharren, dah bei Be« wegungen, die aus der Unsicherheit der politischen Lage und aus der Not der Zeit entspringen und mit den beruflichen Verhältnissen in keinerlei Zusammenhang stehen, der Verband haftbar gemacht werden könne, erklärt die Generalversammlung, daß dann auch für die Gehilsenschaft jedes Jniereffe an der Aufrechterhaltung des Organisalions Vertrages sortfällt.* Am heutigen vierten Verhandlungstag gelangten in öffentlicher Sitzung die zur Abänderung des Unter st ützungs Wesens gestellten Anträge zur Besprechung, Der Hauplkassierer E i f l e r legte einleitend dar, daß im Hinblick auf die Unsicherheit der ganzen Verhältnisse zurzeit an eine Reform des Unterstützungswesens nicht gedacht werden könne, schlug aber selbst einige lleine Verbesierungen vor und sagte namens des VerbandSvorstandcS einen Ausbau der Arbeitslosenunterstützung für eine gleich nach Beendigung des Krieges einzuberufende ordentliche Generalversammlung zu. In der Debatte wurde mehrfach hervorgehoben, daß für die Opfer deS Krieges der Verband nicht aklein sorgen könne, daß es vielmehr Pflicht von Reich, Staat und Kommune sei, die Unterstützung der zunächst arbeitslos bleibenden heim- kehrenden Krieger in die Hand zu nehmen. Im übrigen sprach sich die große Mehrzahl der Redner für eine Erhöhung der Arbeits- losenunterstützung.schon vor dem nächsten Verbandstag. sowie ins- besondere für eine Berücksichtigung der ganz alten Invaliden und für eine Erhöhung des Gauzilschuffes aus. Alle vorliegenden An- iräge wurden schließlich einer Kommission überwiesen, die morgen einen Vorschlag zur Abstimmung vorlegen soll. Im Hinblick auf den FronleichnahmStag fiel die NachmittagSfitzung aus. ». kSürzburg, 9L»hrt. Der heutige fünfte Verhandlungstag brachte zunächst eine Aussprache über Maßnahmen beim Uebergang von der Kriegs» zur F r i e d e u S w i r t s ch a f t, Graßmann-Berlin erörterte w einem großzügigen Referat die einschlägigen Fragen. Volkstümlicher als unsere größten Heerführer und wichtiger für unser Siaaislcbcn wäre der wirtschaftliche Hindenburg, der heute schon die Mittel zur reibungslosen Ueberführung der KriegSwirischaft in den FriedenSzustand angeben könnte. Wie sich die Verhältnisse nach dem Krieg« gestalten würden, werde wesentlich von der Art des Friedensvertrages ab- hänaen. insbesondere auch davon, ob Deutschland seine Kolonien beHallen werde. Jedenfalls werde die Uebergangszeit unter dem Zeichen stehen einer Verarmung an Menschen, einer B e r« armuiig an Menschenkraft ugd einer Verarmung an Rohstoffen. Die Unternehmer werden bestrebt sein, möglichst arbeitsparende Methoden einzusübren. Der Kaptalismus gehe riesig gekräftigt aus diesem Kriege hervor. Wolle die Re- gierung schwere wirtschaftliche Kämpfe und damit Unterbrechungen der Produktion vermeiden, so müsse sie die gesetzliche Anerkennung der Tarifverträge bringen und Schiedsinstanzen schaffen. Ebenso wichtig werde ein Ausbau der Sozialreform sein auf Grund der mustethafle» Vorschläge, die die Generalkominisston der Gewerkschaften nach dieser Richtung gemacht habe.— Für den engeren Berns der Buchdrucker entwickelte der Redner eine Reibe von Leüiätzen für die dringendsten Maßnahmen nach Friedensschluß: rascheste Unterbringung der vom Heere Emlaffenen durch die Arbeitsnachweise der Berufe. Dabei müsse auf Einhaltung der von den Prinzipalen bereit« gegebenen Zusage ge« drangen lverdcn, daß die zurückkehrenden Gchilien in die allen Konditionen eingestellt würden. Die Folge sei, daß die Berufsfremden. insbesondere die inzwischen eingestellten weiblichen Arbeitskräfte dann die Plätze für die Heeresentlasienen freigeben müßten. An- gesickts des dann verschärften Kampfes ums Dasein müsse auf die Steigerung der Leislungssähigkeit der Berufsangehörigcn hinge- wirkt werden durch Verbesserung der Lehrlingsausbildung und AuSva« der fachte-vnlschen Eiiirschtungen. Die T enrrakderf ammknng stimmte diesen Leitsätzen einmütig zu. Bei der Besprechung der Berhällniffe zur Generalkommisfion gab zu tpeneren Dcvalren Anlaß der Beitritt der General- kommission zum Volksbund für Freibcit und Vaterland und die Unierschrist der Gencralkommission unter dem Aukrus der Luden- dorff-Spendc. Gegenüber der vereinzelt, insbesondere von Berlin aus hieran geübten Kritik legte Bauer eingehend die Gründe dar, die die Generalkommiision zu ihrem Vorgehen veranlaßt habe. An der Ludendorff-Spende sei höchstens der Name zu trilisieren, im übrigen habe dieser Reichsausschuß der Kriegs- beschädigte!.« Fürsorge, die zentrale Zusammenfassung aller Organisationen auf diesem Gebiete, durchons anerkennens- werte Arbeit im Interesse der Kriegsbeschädigten geleistet. Alle Vorwürfe der Presse der U. Soz. wegen des angeblich.eigen- inächilgeir* Vorgehen« der(Sewere lkommisfion seien im übrigen hinsällig, da die Generalkommtssiou nur im Auftrage der Konferenz der Zentralvorstände gehandelt habe.— Die große Mehrheit der Delogtorren stimmte den Arrefiihrungen Bauers zu.— Im übrige» wurden mehr interne Organisationsfragen erledigt.. O-uurtalsbericht der Schneider. Dem Geschäftsbericht der Filiale Berlin des SchneiderverbandeS, der am Mittwoch in der Generalversammlung erstattet wurde, ist zu entuehmen, daß die Milgliederzahl von H43S ans 5151 zurückgegangen ist.— Itabcc die gowerkschaftliche Tätig l«i führte der Borsitzende K u n tz e auS, daß es nach der abgefchioffeneii Lohn- bewegung in der Herrenmaßbranche zu zahlreichen Differenzen darüber kam, wie die erhöhte Teuerungszulage von 65 Proz. auf die vor dem Inkrafttreten der Zulage angefangene Arbeit zu der- rechnen ist. Die Streitfrage wurde durch eine Meimings- äußerung der Unparteiischen entschieden. Auch wegen der Lieferung der Nähzutaten durch die Arbeitgeber, die nach der Vereinbarung vom 1. Mai ad eintreten sollte, sind Differenzen entstanden, weil die Arbeitgeber mit der Lieferung erst am 1. Juni ansangen wollten, da sie sich noch nicht mit Nähmaterial genügend verseben hatten. Der Protest der Schneider hatte die Folge, daß die Lieferung der Zutaten im Laufe des Mai durchgeführt wurde.— Die Lohnbewegung in der Herrenkonfektion brachte eine weitere Erhöhung der Teuerungszulage um 10 Proz., wodurch sie insgesamt 65 Proz. beträgt.— In der Kostümbranche ist die Teuerungszulage auf 60 Proz. erhöhl worden.— In der Damenkonfektion wird außer der auf Grund der Streckungs Verordnung zu zahlenden Zulage von 10 Proz. eine Teuerungszulage von 25 Proz. gewährt. Eingehende Mitteilungen machte Kun tz e über die Handhabung der neuen Verordnung über die An§ weiskarten für mit Heeresnäharbeiten Beschäftigten. Wir haben bereits in der gestrigen Nummer darüber nähere Jnformativften gebracht. Der Redner betonte noch, daß bei der Handhabung der Verordniliig in vielen Fällen die Praxis obwalte, die ge- lernten Schneider ans dem Gewerbe z« entfernen, während beruf«- fremde Personen mit gut entlohnten leichten Arbeiten bei der Wumba beschäftigt werden.— Die Art, wie in manchen Fällen auf der Polizei festzustellen versucht werde, ob jemand zu anderer Arbeit geeignet sei, gibt Anlaß zu lebhaften Klagen. So sei von einem Bewerber, der verkrüppelre Beine hatte, verlangt worden, er solle die Kniebeuge mackieu, damit man sehe, ob er zu anderer Arbeit fähig sei. Gegen solche Borkommnisie sowie gegen die gekennzeichnete Handhabung der Verordnung habe er, Redner, mit Erfolg Beschwerde beim Oberkommando geführt. Arbeits«»der Angestelltenkannne?« 7 Wo bleibe« die Angestellte«? Mit dieser Tagesordnung veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft steter Angestellienverbände, die Arbeitsgemeinschaft der technischen Verbände und der Kaufmännische Verband für weibliche Angestellt« (insgesamt 19 Organisationen mit rund 300 000 Mitgliedern) a m DienSlag, den 4. Juni, abends 8 Uhr, im LehrervereinShauS, Alexanderplntz, eine große Kundgebung aller Privalangcstelllen zur ArbeitSkammerfrage. Die Angestellten sind damit nicht zufrieden, daß sie von den ArbeilSkammern ausgeschloffen werde» und daß diese sich nur auf die gewerblichen Betriebe beschränken sollen. Auch die spätere Errichtung besonderer Angestelltenkammern findet starken Widerspruch. Die genannten Organisationen vertreten vielmehr den Standpunkt, daß die Angestellten in die all- gemeinen Aröeitskammern mit besonderen Abteilungen eingegliedert werden sollen. Der Staaatssekretär des ReichswirlschaftSamts, der Preußische Handesminister, die Fraktionen des Reichstags und die Mitglieder der ReichStagSkommission für das ArbeitSkammergesetz sind' eingeladen. Mehrere haben ihr Erscheinen bereits zugesagt. Neben den Referenten der Verbände werden verschiedene NcichStagS- abgeordnete sprechen. Zu der Versammlung werden sämtliche männliche und weibliche Angestellte aller Berufe und Gruppen ein- geladen._ I« einer MttgNedcrvrrsaminlnng deS ZcntralverbnndeS der Handlungsgehilfen, Bezirk Groß-Berl>n. berichtet Schmidt über Verhandlungen, die am 26. April mit Detailtsten-Verbänden in der Berliner Handelskammer stattgefunden haben. In der Urlaubs- stage haben diese Verhandlungen zu einem vollen Erlolg geführt. Bezüglich eines späteren Arbeitsbeginns, verlängerter Tischzeit und eines freien Nachmittags im Monat haben sich die Unternehmer- Verbände ablehnend verhalten; es find aber in diesen Fragen weitere Verhandlungen nicht ausgeschlossen. Dann beschäftigt sich die Versammlung mit dem Antrag der Verwaltung, den Hauptvorstand zu ersuchen, noch in diesem Jahr einen Verbandst ag mit begrenzter Tagesordnung einzuberufen und zwar: 1. Schaffung eines sozialpolitischen Programms; 2. Lohufrage; 5. Reorganisation; und ferner eine Frauontonferenz einzuberufen. Schmidt flkhrt« zur Begründung de? Antrage? u. a. au«: Während der vierjährigen Kriegsdauer haben sich in der Lohnfrage sowie auf dem Gebiet der sozialen Gesetzgebung so große Vcr- änderungen notwendig gemacht, daß ein Hinauszögern einer Ver« bandstagung zum Schaden der Organisation ausschlagen muß. Die Entwicklung zeigt, daß die Handlungsgehilfen sich immer mehr und mehr unseren Ideen zuneigen. Die verschärften Lebens- bedingungen lassen die Dinge immer klarer erkennen. Der Verbandstag hat für die Agitation die Richtlinien aufzustellen. Die Fragen der Ueberganc>Swlrtschaft, Arbeitslosen- Versicherung, Arbeitsnachweis, KriegSfürsorge, ArbeitSkvmmergesetz bedürfen dringend einer Aussprache. Die Zentralisatioir der Jugend innerhalb unserer Organisation ist spruchreif geworden. Die Ägi« lation unicr den weiblichen Aiißeirellten muß auf eine bessere Grund- läge gestellt werden. Die Schaffung neuen Agitationsmaterials ist Vernachlässigt worden. Durch die hohe Zahl von Einberufungen und die Wirkungen des Krieges hat es natürlich in den OrtSiruppen an Arbeitskräften gemangelt. Dafür sollte man möglichst Gauleiter einstellen. Durch die Entwertung deS Geldes werden wir gezwungen sein, die Beiträge zn erhöhen, mn auch die Unterstützungssätze den Vetbältniffe» anznpasscn. Er, Redner, denke sich den VorbandStag durch statutengemäße Wahlen zusammengesetzt als reine Arbeitstagung. Dagegen müssen die Neuwahlen und die Erörterung taltrscher und grundsätzlicher Meinmigsverschiedenheiien einem Verbandstag nach Kriegsende vorbehalten bleiben. Den Antrag auf Abhaltung einer Franenksuferenz bagrftndete Kollegin Sdeuthal damit, daß mehr wie bisher der Stzoflwwncrf auf die groß« Zahl der lmorganisterten weiblichen Angestellten zu richten sei. Ein Gedankenanstausch der im Reich tätigen Kolleginnen müßte anregend wirken und dte Arbeit vielfach erleichtern. Wir müssen verlangen, daß wir viel- mehr durch geeignetes Agitationsmaterial unterstützt werden. Dringend notwendig wäre aber die Anstellung eines weiblichen Agitationkbeamten fürs Reich.— Nach einer lebhaften Diskussion wurden beide Anträge ein- stimmig angenommen._ Ein« gutSesucktr Sranchcnversitmmlung der Reiseartikelbranche de? Sattler- und Portefeuillei Verbandes im Gewerkschaftshause be« schäftigte sich mit der Durchführung des neuen Vertrages sowie der Frage deS weiteren Ausbaues der Organisation. Nach dem ein- leitenden Referat von W e i n s ch i l d und der daran anknüpfenden Diskusston ergab sich, daß nur ein einziger Fall ein weiteres Ein- schreiten der Organisation nötig gemacht habe. Zum Ausbau der Organisation rührte Schulze auS, daß cS Zeit sei, die Branche wieder fester zu organisieren. Viele belriebs- fremde Arbeitskräfte seien in die Branche eingetreten, hätten aber noch nicht den Weg zur Organisation gefunden. Auf der anderen Seile sei die Organisation der Unternehmer während des Krieges erstarkt, sodaß nach Friedensschluß für die Organisation Harle Kämpfe drohen, um die Errungenschaften de» Tarifes zu behaupten. Redner rier zu einem besseren Ausbau des Vertrauensmännersystems und einer besseren Verbindung mit den Heimarbeitern, ferner weitere Pflege der Werkstattsitzungen sowie der Branchenversammlungen. Die Versammlung erklärte sich damit einverstanden, wählte eine neue Branchenleitung und L ö f f l e r als Branchenleiter. Am Schluß richtete noch H a ii ptm a n n die Aufforderung an äugen- bltcklich in der Militälbranche beschäftigten Kollegen zur tätigen Mitarbeit._ Mit der Reuregelung der VerbandSbctträge und dem weiteren Ausbau des UnterstützungswesenS hat sich der Vorstand des SchneiderverbandeS in zwei Sitzungen beschäftigt. Da der Kassenbestand de« Verband«? um zirka 220 000 M. zurückgegangen ist, glaubt der Vorstand eine Erhöhung der Beiträge in Vorscblag bringen zn sollen. Die angestellten Berechnungen haben ergeben, daß bei einer Beitragserhöhung von 10 Pf. pro Woche für männ- liche und 5 Pf. für weibliche Mitglieder die Hauptkasse eine jährliche Mehrcinnahme von 65 000 M. erzielen würde. Bei einer Er- höhung der Beiträge um 20 bezw. 10 Pf. würde sich für die Haupikasse dagegen eine Mehreinnabme von 130 000 M. pro Jahr ergeben. Auf Grund einer solchen Mehreinnabme könnte die Streikunterstützung für die Mitglieder der Klasse I und II um 3 M. und für die Mitglieder der Klasse III und IV um 2 M. pro Woche erhöht werden. Zunächst sollen sämt- liche Filialen zu den beiden Lorschlägen Stellung nehmen und durch Abstimmung feststellen, für welchen Vorschlag die Mitglieder sich entscheiden. Das Resultat ist bis spätestens den 15. Juli d. I. au den Vorstand einzusenden. Diese Abstimmung in den Versammlungen soll erst die Unter» läge abgeben für eine Neuregelung der Beiträge, die dann entweder durch Urabstimmung oder aber durch einen einzuberufenden Verbands« tag endgültig entschieden werden soll. Eine außerordentliche Kriegszulage von 100 Prozent hat die Westfältsch-Anhaltische-Sprengstoff-Alliengesellschast Berlin im Mai 1318 den seit vor dem Kriege in ihren Diensten stehenden An- gestellten und den im Laufe des Krieges Eingetretenen einen der Zeitdauer entsprechenden Anteil gewährt. Diele Zulage soll das Mißverhältnis zwischen Arbeiterlöhnen und Angestelltengebältern mildern. Wir erwähnen diese Maßnahme, weil in letzter Zeit ver- schieden« große Munitionsbetriebe, die sicher nicht weniger ver« dienten, gegenüber den Forderungen kärglich bezahlter Angestellter sich sehr zugeknöpft verhielten. Die Angestellten de» genannten Betriebes erhalten außer dieser außerordentlichen eine Friedens« zulage von durchschnittlich 50 Prozent. verantwortitch für voNti!: Erl« Ä»tt»eT, Bectt»; fllr bcn Ldriaen Tri! bti LlatteS: Alsrr» Schotj. Neukölln: sür ilnzeigen: THcodsr Kliukc, Vcrliit. vertag: BarlvürtS-Vcrlag®. n. b. H., Berlin. Druck: VorwllrIS-Buckidruckeret unt» LerlagZanItatt Paul Singer u. To. tu Berlin. Ltndenltratze L. Hierzu 3 Beilage«. Moderne tiutg'arnituren Blumenranken, Halbranken, Sträuße und pastellfarblge Blüten. Stangen, Kronen. Paradies-Reiher In reicher AusvahL Seidenband, glatt und gemalt, in schönen Farben. 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Der gegenwärtig dem Reichstage vorliegende Gesetzentwurf betreffend die Errichtung von Arbeits'ammern beschäftigte den Ausschutz für Gutachten und Anträge des Berliner GewcrbcgerichtS in mehreren Sitzungen. Nach einer vorangehenden Gencraldis- kuffion befchlotz der Ausschuß die Einsetzung einer Unterkommission. Dieser gehörten von Arbeitnehmerseite die Genossen Körstcn, Ritter und Werner an. In der Kommissionsbcratung wurden zunächst folgende fünf Hauptpunkte des Entwurfs der Beratung zugrunde gelegt: 1. Das Verhältnis der Arbeitskammern zu den bei den Gewerbegerichte.n bestehenden Einigungsömtern und Ausschüssen; 2. die Frage der territorialen oder fachlichen Gliederung der Arbeitskammern; 3. die Einbeziehung der Angestellten unter die Bestimmungen des Arbeitskammergesetzes; 4. die Kosten der Errichtung der Arbeits- kammern und 5. das Stimmrecht des Vorsitzenden. Bei Punkt 1 sah sich die Kommiffion außerstande, bestimmte Vorschläge zu machen, weil sich Meinung gegen Meinung gegenüberstanden. Von einer Seite wurde ausgeführt, daß die bei den größeren Gewerbe- gerieten bestehenden Einigungsämter und Ausschüsse sich in der Praxis allgemein bewährt hätten. Es wäre deshalb angebracht, den Wirkungskreis dieser Einrichtung nicht zu schmälern, was ge- schehe, wenn man das Einigungswesen in Zukunft den Arbeits- kammern unterstelle. Fm Gegenteil sollte man die bestehenden Einigungsämler an den Gewerbegericktcn zu Arbeitskammern ausbauen. Die Ausgaben, die das neue Gesetz den Arbeitskammern zuweise, würden bereits jetzt zum Teil in den Einigungsämtern und Ausschüssen erfüllt. Angesichts der Tatsache, daß die Gewerbe- gcrichtc der Großstädte in ihrer einigungsamtlichcn Tätigkeit die sozialwirtschastlichen Fragen nicht nur einer Gemeinde, sondern wie beispielsweise in Berlin solche des Wirtschaftsgebiets Groß- Berlin erledigt haben, spräche für die Umwandlung der Einigungs- ämter in Arbeitskammern. Dagegen wurde geltend gemacht, daß man nicht unter allen Umständen an alten, wenn auch bewährten Einrichtungen festhalten dürfe, wenn ein neues Gesetz neue In- stanzen mit umfangreicheren Befugnissen ins Leben rufen will. Man könne von der neuen Einrichtung Gebrauch machen, weil trotz des Gesetze? über die Arbeitskammern den Einigungsömtern an den Gcwerbegcrichten noch immer ein weites Feld sozialer Betäti- gung bleiben würde. Den Arbeitskammern werde die Regelung großer Fragen zufallen, hingegen werden die Einigungsämtcr, die bestimmte Bezirke umfassen, wie bisher gewerbliche Streitsachen zu erledigen haben. Im Anschluß an diese Ausführungen wurde erwogen, ob es angebracht wäre, den§ 4ö des Gesetzentwurfs dahin zu ändern, daß in Absatz I, Zeile 4 und 5 der Satz„oder die bs- teiligten Arbeiter in den Bezirken mehrerer Gcwcrbegerichtc be- schäftigt sind" zu streichen. Ein diesbezüglicher Antrag wurde angenommen. Zur Begründung wurde ausgeführt, mehrere Gewerbegcrichte haben sich schon bisher mit Lohnbewegungen der in mehreren Be- zirken beschäftigten Arbeiter befaßt und daher würde es den bis- herigen Verhältnissen entsprechen, wenn diesen Gewerbegerichten auch fernerhin die Möglichkeit gegeben wäre, in der bisherigen Weise weiter zu arbeiten. Tie Bestimmung des§ 45, wonach die Einigungsämter der Arbeitskammer in Fällen, wo Arbeiter aus mehreren Bezirken beteiligt sind, einzugreifen hätten, könnte zu Kompetenzkonfliktcn zwischen der ArbeitSkammcr und einem Ge- werbegericht führen. Dem müsse man durch Streichung dieses Satzes vorbeugen. Eine ausgiebige Aussprache zeitigte die Frage des fachlichen oder territorialen Aufbaues der zukünftigen Arbeitskammern. Nur von einer Seite, einem Arbeitgebcrmitglied, der Kommission wurde den Arbeitskammern auf sachlicher Grundlage das Wort geredet. Demgegenüber wurde betont, daß zunächst der Begriff„Fach" kein fest umgrenzter sei. Bei enger Auslegung dieses Worte bestehe die Gefahr, daß verschiedene Berufe keine Arbeitskammern er- ! halten würden. Die Regierungsvorlage stelle bei dem territorialen | Ausbau der Arbeitskammern es in das Belieben der Behörden, j solche Kammern nach Bedürfnis zu errichten. Bei der Gliederung der Arbeitskammern aus einer territorialen Grundlage werde M« Möglichkeit geschaffen, alle Berufsarten an der Arbeit der Arbeits- kammern aktiv zu beteiligen. Die Gessmtverwaltung der Behör- den, die Handels- und Handwerkskammern seien aus territorialer Grundlage aufgebaut. Es werde daher nicht verstanden, warum die Regierung bei den Arbeitskammern aus den sonderbaren Vor- schlag des fachlichen Aufbaues auch im neuen Gesetzentwurf stehen- geblieben ist. Die kleinere Industrie würde bei FacharbeitSkam- mern fast völlig ausgeschaltet, da nach der Fassung des Gesetzen!- wurfS die Errichtung einer Arbeitskammer nicht obligatorisch, son- dcru fakultativ von dem Stande der gewerblichen Entwicklung ab- DMan&t £"7 für KncgKöeftUUstx 5 hängig sei. Würde es bei der fachlichen Gliederung bleiben, so müßten die Arbeitskammern für jedes Gewerbe obligatorisch wer- den. Die Kommission sprach sich in ihrer Mehrheit für die terri- toriole Organisation aus. Weiter wurde dir Antrag gestellt, dem Z 1 dcS Gesetze? die Fassung des Entwurfes der Gewerkschaften zu geben und inSbe- sondere folgendes zu bestimmen: „Zur Wahrnehmung der besonderen Interessen der Arbeit- nehmer werden in den Arbeitskammern und in den gebildeten Ab- teilungen besondere Arbcitnehmerabteilungcn eingerichtet; deren Mitglieder sind die pon den Arbeitnehmern gewählten Vertreter." Gegen diesen Antrag wurde geltend gemacht, daß die Tätigkeit dieser Unterabteilungen sehr häufig die Stellung der Arbeit?- kammern erschweren würdo Abgestimmt wurde über diesen An- trag nicht. Die Wünsche der Arbeitnebmcr sollen als Anhang zum Protokoll dem Reichstag« übermittelt werden. Zu Punkt 3 wurde beschlossen, an den Reichstag das Ersuchen zu richten, die Geltung des Arbeitskammergesetzes auch auf die A n g e st e l l t e n zu er- weitern. Ohne Diskussion und einstimmig wurde beschlossen, daß die Kosten der Errichtung und der Unterhaltung der Arbeitskam- mern das Reich zu tragen hat. Bezüglich des.im Gesetz vorge- scheuen Stimmrechts des Vorsitzenden der Arbcitskammcr wurde beantragt, dem Vorsitzenden den bei Erledigung der im 8 2 des Gesetzes erwähnten Angelegenheiten das Stimmrecht zu entziehen. Begründend wurde ausgeführt, daß unter Umständen um die Per- son des Vorsitzenden ein Wettrennen entstehen würde, wenn von seiner Stimme die Entscheidung abhängen würde. Ans der Er- fahrung wisse man, daß bei wirtschaftlichen Kämpfen es nicht auf die formale Entscheidung ankomme, sondern auf den wahren Willen beider Parteien, dessen sich die Vorsitzenden auch meistens bewußt seien, indem sie sich bei Stimmerigleichheit bei den Einigungs- ämtern der Gcwerbegerichte öfters der Stimme enthalten. Daher wäre es angebracht, aus dieser Erfahrung für die Arbeitskammern zu folgern, daß die Entscheidung durch Stimmenmehrheit, worun- ter nur die Stimmen der Arbeitnehmer und-geber zu verstehen sind, zu erfolgen hätte. Als Ergebnis dieser Beratung wurde ein- stimmig beschlossen, den gesetzgebenden Körperschaften die Ein- füguug dieses Kompromißantrages in das Gejetz zu empfehlen: „Bei Stimmengleichheit kann sich der Vorsitzende der Stimme eni- halten." Im Plenum des.Ausschusses gelangten die hier»«rgetragenen Anregungen zur Aenderung des ArbeitskomrnergesetzentwursS zur Annahme. Ebenfalls als Anhang zum Protokoll sell hinzugefügt werden, daß eine Minderheit der Arbeitgeber in dem Ausschuß sowie die Vertreter der Arbeitnehmer die Gewährung eines Plu- ralwahlrechts an die Arbeitgeber bei den Wahlen zu den Arbeitskammern nicht förderlich halten und deshalb um Aufhebung der betreffenden Bestimmung ersuchen. Das Gutachten soll alsbald dem Reichstag und Bundesrat übermittelt werden. Dsutfchss?ugSnörecht. Die dem F r e i w ift l i g e n Erziehungsbeirat angegliederte Abteilung für deutsches Jugcudrecht hc.:t« gestern in Berlin eine Vcrtreterversammlnng, die aus allen Teilen Deutschlands beschickt war. In der Vonnittagssitzung wurde über„Die Zuständig« lleit de? Reiche? aufdemGeHietderJUgendgesetz- g e b u n g" verhandelt. Als Berichterstatter führte Pr»fess«r Dr. Mittcrmaier aus, daß trotz zähem Festhalten der Einzel- staaten an ihren Rechten ein einheitliches deutsches Juieudrechl erreicht werden könne und müsse. Tie Zuständizkeitsfrage sei wichtig, aber keineswegs unlösbar. Zwar lasse sich ein Iuzendrecht eigentlich in kciiiS der Gebiete einordnen, die der R»ichSgesetz- gebung durch die Verfassung zugewiesen sind. ES greife in ver- schiedene Gebiete ein, doch brauche man es deshalb nicht in ftine Teile aufzulösen und diese den Einzelgebieten einzuordnen. Duo Reich sei im Laufe der Entwicklung aus manchem Gebiet über seine förmlich abgegrenzte Zuständigkeit hinausgegangen, und ux habe man allzu ängstlich sich gescheut, die Z u st ä n d i g k e i t nötigenfalls zu erweitern. Nach Artikel 4 der Ver- kassung sei Zweck des deutschen Bundes die Pflege der Wohlfahrt des deutschen Volkes, daraus ergebe sicki folgerichtig die stete Er- Weiterung seiner Zuständigkeit, sobald die Erfüllung des Zweckes es fordert. Die Abteilung für deutsches Jugendrecht habe die Auf- gäbe, durch ihre Arbeiten daS Reich an sein Recht und seine Pflicht zu erinnern. Darin liege die wahre Demokratie, daß durch das Volk die Arbeit des Gesetzgebers vorbereitet wird. Ter MitberickU- erstattet: Amtsgerichtsrat Dr. Stern wies darauf hin, daß bei der Forderung der Vereinheitlichung des Jugendrcchts viele irr- tümlich an das Jugendstrafrecht denken. Wir haben ein einheitliches deutsches Jugendstrasrecht, wenn auch z. B. die Einrichtung von Jugendgerichien noch durch die Einzelstaaten geregelt wiro. Schlimmste Zersplitterung haben wir im bürgerlichen Jugendrecht, und sie ist es, die zu dem immer dringenderen Verlangen nach Ver- einheitlichung des gesamten Jugendrechts geführt hat. Die Er- Weiterung der Zuständigkeit des Reiches auf dem Gebiet der In» wirtschaftliche kam der sozialpolitische Gedanke hinzu. Schutz und Förderung der Jugcndwoblfahrt in wirtschaftlicher und sittlicher Hinsicht ist Aufgabe des Jugendrechts. Einzelgesetze auf diesem Gebiet will Eiern nicht verschmähen, aber es dürfe darüber uich: das Ziel aus dem Auge verloren werden, das große deutsche �Ju- gendgesetz. Jugendsache müsse Reichssache sein. In der Erörte- rung hov Schriftsteller Konrad Agahd bervor, daß kein ein- heitlicheS deutsches Jugendgesetz, erreicht werde, wenn die Schule der einzelstaatlichen Gesetzgebung überlassen bleibt. � Die Vertreter- Versammlung stimmte einer ihr vorgelegten Erklärung zu, die folgendes fordert:„Zur Erhaltung unserer Volkskrast sind umfassende Maßnahmen für die. Jugend im Wege der Gesetzgebung nach den Richtlinien einer einheitlichen Jugendpolitik zu treffe::. Endziel ist ein großes, die Kriegserfahrungen verwertendes Reichs- jugendgesetz. Ein solches kann durch einzelne Gesetze ins Leben treten, falls diese nach leitenden gemeinschaftlichen Grundsätzen sich zu einem wohldurchdachten Ganzen zusammenfügen, und macht Landcsgesetze auf diesem Gebiet nicht überflüssig, sondern notwen- dig. Jedes Jugendgesetz muß einen wahrhaft volkstümlichen Charakter haben, deshalb muß der Gesetzgeber in steter Fühlungnahme mit den Bedürfnissen aller Stände und Schichten der Nation stehen. Unaufschiebbar ist ein Jugendschutzgesetz, vornehmlich sür die Schul- entlassenen." Gegen das Zugeständnis an die Landesgesctzgebung wandte sich Agahd, dock) wurde irnch dieser Sab der Erklärung, er aber nur mit schwacher Mehrheit, angenommen. dem Lanüe der gefperrten Grenzen. Während Schleichhändler ä!a Tichauer bei uns heute noch un- gezählte Waggons mit Lebensmitteln in Bewegung setzen, ist cs unmöglich, aus den Grenzen des Königreichs Bayern auch nur die kleinste Brotkrume herauszubringen. Reisende, die rückkehrcnd die blauweißen Pfähle passiert haben, können ein Lied davon sin- gen, mit welcher Gründlichkeit ihr Gepäck bis in den innersten eesücht fril Sffrjhafc mottenpItSjS®« Speksen V- Öaifen Jifort fljCf 1>!» gfrntfnVptrfupi Fleisch (flfbrahit. gtloüca. fcü) Sioi. fielt. Schivei». Sch-4 i xi Markenanieilö') j !____ AeifchmarkenpflichtM Speisen ■f, 1,1 dg» Cealcstt btt heische« lm rechen Z, flcrch inli ctr.r/S/Citz!« rechen£ fterrch ir.i; c';r.r.fs>ast. find'■LnKmarky�.Ilh glerlpfisq�vlerffai narlw�lür tfieuobn(SerjBrifqfvInTMrt« cloygc 2___ bckrIettHJ&aBvnjm.»ie yi fea&s Jini. Sehe SlidW« (Setrönft amithitä Winkel auf verborgene Lebensmittel untersucht wurde. Pakete, gewöhnliche wie Eilpaketc, die aus Bayern herausgehen, werden geöffnet und, falls sie irgend etwas EßbarcS enthalten, erhält der glückliche Adressat statt des Inhalts eine Bescheinigung über dessen Beschlagnahme durch das bayerische KriegSwucheramt. Man müßte aus diesen Maßnahmen folgern, daß in Bayern bezüglich der Ernährung etwa ähnliche Zustünde herrschen wie in Nordböhmen, wo bekanntlich eine Zeit lang das Hungerödcm epi- demisch war und sogar das Deutsche Reich zur Hilfeleistung ein- greifen mußte. Ganz so schrecklich geht eS in Bayern allerdings nicht zu. Zur Beruhigung besorgter Gemüter teilen wir neben- stehend eine Speisekarte im Faksimile mit, die uns ein Gast eines Münchener Restaurants zur Verfügung gestellt hat. Wir können nicht umhin, das bayerische KriegSwucheramt einer gewissen Unvorsichtigkeit zu zeihen, daß eS diese Speisekarte nach Norddeutschland passieren ließ. Denn wenn sie auch als solche keinen eßbaren Gegenstand darstellt, so gibt sie doch einen lieber- blick über die in Bayern vorhandenen Eßbarkeiten, den der an dreijährige Kriegseinschränkung gewöhnte Berliner nur mit Staunen zur Kenntnis nehmen wird, nicht nur, was die Mannigfaltig- k e i t der angebotenen Speisen, sondern auch was ihren Preis betrifft. Dazu versichert uns unser Gewährsmann, daß die am Kopfe der Gerichte vermerkte Markenabgabe wenigstens für Ein- heimische so gut wie aus dem Papier steht, wer der Kellnerin die Fleischkarte hinhält, wird an diesem Gebühren sofort als „Prciß" erkannt. Die strengen Ausfuhrverbote dienen also mir dazu, den ein- geborenen Bajuvarcn im„einheitlichen" Deutschland ein Leben im Llricge zu sichern, wie es die nebenstehende Speisekarte vom 28. April d. I. illustriert. Glücklicherweise werden zugunsten des strengen Ausfuhrver- bots noch einige Ausnahmen zugelassen, wenigstens dürfen sich, wie bekannt, aus Bayern nach Berlin versetzte R e i ch s k a n z- l e r aus ihrer Heimat verproviantieren. Aber leider ist der Pro- zentsatz der Reichskanzler unter den Berlinern sehr gering und damit auch die Zahl derer beschränkt, für die das große, seit 1873 bekanntlich geeinte Deutschland ein einheitliches Versor- gung s gebiet darstellt. i Die Nachmiktagssitzmig brachte unter anderem Verhandlungen über„Die Einordnung der Jugendämter in die W o h l f a h r t s v e r w a l t u u g". Der Berichterstatter Landes- rat Dr. G o eze- Berlin forderte Zusammenfassung aller jugend- vflegerischeu und jugendfürsorgerischen Bestrebungen in Jugendämtern, deren Gründung und Arbeitsbefugniffe durch Gesetz vor- zuschreiben seien. Er erklärte sich gegen Absonderung der Für- sorge für die gefährdete oder schon verwahrloste Jugend. Heber den Stadt- und Kreisjugendämtern solle als Spitze das L a n d j u- g e n d a m t stehen, dcni die Ausübung des st a a t I i ch e n Auf- sichtsrechts übertragen wird. Es solle der Provinzialverwal- lung angegliedert werden, aber Vertreter der Stadt- und Kreis- jugendämter zu seinen Mitgliedern zählen. Den Landesjugend- ämtern tonnten sich allmählich andere Organe der Wohlfahrtspflege angliedern, so daß sie sich zu Wohlfahrtsämtern entwickeln würden. Als Muberichterstatter sprach Assessor Dr. B ü ch t i n g- Char- lottenburg in ähnlichem Sinne. In der Erörterung wurde von mehreren Rednern die Forderung der Landesjugendämter stark unterstrichen. Mitgeteilt wurde, das; die preußische Regierung für den zurückgezogenen Jugendamlsgesetzentwurs den Entwurf eines Jugendfürsorgegesetzes vorbereitet. Die Versammlung nahm eine Erklärung an. Sie spricht sich aus für gesetzgeberische Maßnahmen zur Einsetzung von Jugendämtern in Städten und Kreisen und von Landesjugendämtern und betont, daß die Maß- nahmen der Einzelstaaten nicht einem Zusammenwirken der Ju- gendämter im ganzen Reich hinderlich sein dürf-n. Sie erwartet allmähliche Angliederung der übrigen Volkswohlfahrtsbestrebungen und Entwicklung der Landesjugendämter zu Wohlfahrtskammern und sieht Schaffung einer gemeinsamen Stelle für da? Ge s a m t i n t e r e'f s e der deutschen Wohlfahrt als drin- gcnd notwendig an. Halbtagsauöflüge der Berliner Schulkinder. Die Stadt Berlin stellt auckj in diesem Jahre für Kinder, denen sich keine Gelegenheit bietet, während der Sommermonale ans dem Lande Erholung zu suchen, ihre Außenspielplätze zur Vertügnng, ES sind außer den Ferienspielen wiederum vier Wochen vor und nach den großen Ferien auch Halblagsausflüge in Aussicht genommen. Sie haben am Sonnabend, den 1. Juni begonnen und werden an jedem Dienstag, Donnerstag und Sonn- abend statifinden. Ein Beitrag, wie er für die Ferienspiele zu entrichten ist, wird für diese Ausflüge nicht erhoben. Ten Kindern wird auf den Plätzen eine Suppe verabfolgt. Die Schulen iind angewiesen worden, den Teilnehmern für den Tag nach jedem Aussluge die Schularbeiten zu ertassen. An den drei Ausflugtagen versammeln stch die Kinder zwischen 2 und 2Hz Uhr auf folgenden Schulhöfen: I. für Grunewald: I. Culmstr. 13, 2. Levetzowstr. 2G. 3. Waldcnserstr. 20/21, 4. Bremer Straße 13/17, 3. All-Moabit 23. IL für Blankenfelde: 1. Kesselstr. 3, 2. Stralsunder Str. 34, 3. Pulbuser Str. 3/6. 4. Prinzenallee 8, 8. Oderberger Str. 57/59. III. für Hohen- Schönhausen(Sommer st raße>: 1. Olivaer Str. 19, 2. Hausburgstr. 20, 2. Peltenkofersir. 20/24, 4. Slraßmaunstr. 6. IV. für Plänterwald: 1. Britzer Str. 17/18, 2. Reickien- bcrger Straße 131/132, 3. Görlitzer Sir. 31, 4. Naglerstr. 3. V. für Wuhlheide: 1. Mariannen-Ufer la. 2. Lcmgestr. 76, 3. Markusstr. 49, 4. Bromberger Str. 13/14, 5. Memeler Str. 24/25. Eltern und Kinder werden darauf hingewiesen, daß infolge des zurzeit herrschenden Mangels an Verkehrsmilteln bei starkem An- dränge möglicherweise wie im Vorjahre zu Anfang an einzelnen Stellen Schwierigkeiten rn der Beförderung enlsiehen können. Wo sich deren Beseitigung im Augenblick nicht ermöglichen läßt, ist mit Abhilfe im Verlauf einiger Tage zu rechnen. Der durch die Schulen bereits bekannt gegebene Schulhof Senefelderstraße 6/7 muß als Sammelplatz leider aufgegeben werden, da weder die städtische, noch die Große Berliner Straßenbahn in der Lage ist, die erforder- lichen Wagen zu stellen. lieber die Ferienipiele werden nähere Angaben noch im Laufe des Juni veröffentlicht werden. Eine Glanzkeistnnst der RekchSbckkeidnngSstelle. Die ReichsbekleidungSstelle hat folgende Belamumachung er- lassen: Da die bisherigen Bestimmungen über die Kleinhandelspreise für Baumwollnähfäden und Leinennähzwirn, die lediglich das Fordern oder Annehmen höherer als der jeweils öffentlich be- kanntgemachten Preise untersaglen. im Geschäftslebcn zu Unzu- träglrchkeitcn geführt haben, wird hiermit auch das Fordern oder Annehmen niedrigerer Preise verboten. Die-Kommmralverbände werden ersucht, die bezirksangebörigen Kleinhändler dauernd zu überwachen, daß diese Bestimmungen eingehalten werden, und zuwiderhandelnde Kleinhändler von künftigen Nähfädenverteilungen auszuschließen. Nachdem das Bestreben der Obrigkeit— allerdings nicht immer mit dem wünschenswerten Erfolgs— bisher darauf gerichret ge- Wesen war, das Publikum vor Ueberteucrung zu schützen, hat sich also die bureaukratische Weisheit jetzt dazu aufgeschwungen, die „Unzuträglichkeiten" zu niedrigerer Preise von den Verbrauchern fernzuhalten 1 Unter den tragikomischen Kuno- sitäten, die der Ernst der Gegenwart gezeitigt hat, wird dies? Mindestpreisfestsetzung der Ncichsbekleidimgsstellc jedenfalls für alle Zeiten einen Ehrenplatz beanspruchen dürfen. llmzngstermine beim WobnungSwechkel. Das Polizeipräsidium teilt mit: Wegen der �Schwierigkeiten, die der durch den Krieg entstandene Mangel an geschulten Arbeits- träften und an Pferden für das Möbelfuhrgewerbe mit sich bringt, werden die beim nächsten Vierteljahrs-Wohnungswechsel innezn- halten Fristen für den Stadtbezirk Berlin unter Zustimmung des Kgl. Oberkommandos in den Marken wie folgt festgesetzt: Es sind zu räumen: 1. kleine, aus höchstens zwei Wohnzimmern und Zu- b«hör bestehende Wohnungen bis zum 6. Juli 1918, abends; 2. mnt- lere, ans 3 oder 4 Wohnzimmern und Zubehör bestehende Wohnun- gen bis zum 13. Juli 1918, abends; 3. große, mehr als 4 Wohnzimmer umfassende Wohnungen bis zum 20. Juli 1918, abends.— Die Inhaber der aus 1, 2 oder 3 Wohnzimmern und Zubehör be- stehenden Wohnungen müssen jedoch 1 Wohnzimmer, und die Mieter von Wohnungen mit mehr als 3 Wohnzimmern und Zubehör zwei Wohnzimmer schon am Montag, den 1 Juli 1918, vollständig ge- räumt dem künftigen Wohnungsinhaber auf dessen Wunsch zur Ver- fügung stellen._ Die Verteilung de? Werderschen ObfleS. Am Montag früh wird der Markt für Werderiches Obst am Urbanhafen eröffnet. Zutritt haben nur die Kleinhändler, die im Besitz von Kauiberechtigirngs- taiten sind, welche auf den Tag lauten und bereits zur Verteilung gelangt sind. Ein Verkauf an Verbraucher findet nicht statt. Käseverteilung. In der Zeit von Montag, den 3.. bis Sonntag, den 9. Juni, werden in den Bezirken der Brolkommisfionen Nr. 113, 114, 116, 117, 123—125. 127—129 und 229 auf das Mittelstück der zurzeit gültigen.Speisefettkarten pro Kopf 123 Gramm Käse vorteilt. Der Dauerntarsch zum Kohlenhändler. Auf unsere Notiz in Nr. 147 teilt uns die Kohlenstelle Groß-Berlin mit, daß jeder, dem ein Kohlenhändler angewiesen worden ist, der von der Wohnung des betreffenden zu weit entfernt liegt, sich schriftlich an die Kohlen st elle Groß-Berlin, Berlin, Link st ratze 25. wenden möge. Er wird dann einer bequemer gelegenen Handlung zugewiesen werden. „Landtag und Wahlrecht." Am morgigen Montag, abends 8 Uhr, findet in den Germania-Prachtfälen, Chausseestr. 110, eine Versammlung des Volksbundes für Freiheit und Vaterland statt, mit dem Thema: Landtag und Wahl- recht. Als Redner find vorgesehen der nationalliberale Landtags- abgeordnete Dr. Blankenburg, der Verbandt-vorsitzende Hartmann, der sozialdemokratische Landtagsabgeordnele H i r s ch- Berlin und der Generalsekretär Remmers. Keine Straflosigkeit infolge JrrtnmS Bei Höchstpreisübcr- schreftungen. Das llleiwSgerichr hat in einer Entscheidung dahin er- kannt, daß die belaniile BundesratSverordnung über Straffreiheit infolge Irrtums vom 13. Januar 1917 beim Höchstpreisgesetz nicht Platz greifl und Unkennisse seines Inhaltes und seiner Anwendbar- kert im Einzelfalle daher den Täter nichr zu enlschuldigen vermag. Der Tclegrammverkchr nach Finnland ist unter den internatio- nalen Bedinauiigen zuiiäwst auf dem Wege über Schweden eröffnet. Die Wortgebühr beträgt 20 Pt. Die Telegramme müssen in offener, deutscher, französischer oder russischer Sprache abgefaßt sein. Falsche Angaben bei Absendung von Frachtgütern sind verboten. Der stellvertretende Overbefeblshaber in den Marken erläßt folgende Bekanntmachung: Zur Verhütung einer mißbräuchlichen Benutzung der Eisenbahngüterwagen verbiete ich, daß den Militär- und Eisen- bahnbebvrdcn bezüglich der Bezeichnung des Absenders, der Art. der Menge und des Gewichts der Güier, des Empfängers und der Ver- Wendung des Gnies falsche Angaben gemacht werden. ES bleibt sich gleich, ob die falschen Angaben schriftlich in DringlichkertSvordrucken, Frachtbriefen oder dergleichen oder mündlich erfolgen. Verstöße hiergegen werden, sofern die bestehenden Gesetze keine höhere Frei- beitsstrafe bestimmen, mit Geiängnis bis zu einem Jahre und beim Vo, liegen mildernder Umstände mit Hasl oder Geldstrafe bis zu 1500 M. bestraft. Die Verordnung tritt mit dem 13. Juni in Kraft. Frcikonzertr. Der Berliner Ausschuß für die Opfertag« der Ludendorffipende veranstaltet am heutigen Sonntag von e/ii2 bis 3/4l Uhr Milnärkonzerre im Lustgarren, im Viktoriapark und Fried- richshain sowie am Bismarckdenlmal vor dem Reichstag. Das nächste Volkskonzrrt des Philharmonischen Orchester? findet am morgigen Moniag in der Philharmonie. Bernburger Str. 22/23, statt. Beginn des Konzerts 8 Uhr. Eintritrspreis 30 Pf., Kasten- eröffnung 7 Uhr. Der Sportpark Treptow bietet mit seinem„Großen Juni- Preis" am heutigen Sonntag hervorragenden Sport. Ein Vor- rennen führt über 20 Kilometer, dagegen der große Juni-Preis über eine Stunde. Die Rennen beginnen um 4 Uhr. Ein Kind verschwunden. Die vierjährige Tochter Gerda des im Felde stehenden Tischlers Günther, Neukölln, Wipper- st r a ß e l 1, war am DonnerStagnachmiltag mit einer Bekannten nach der Kirchhofstraße gegangen, wo sie auf der Straße spielte Von dort ist die Kleine gegen 11 Uhr spurlos verschwunden, und die Nachforschungen waren bisler vorgeblich. Es ist anzunehmen, daß da-? Mädchen von jemandem angelockt und verschleppt worden ist, um so mehr, als anders Kinder die kleine Günther in Beglei- linig eines etwa 20 jährigen jungen ManneS in der Thüringer Straße und am Neuköllner Bahnhof gesehen haben wollen. Das verschwundene Kind hat dunkelblondes Haar, in dem sich eine lila Schleife befand, und große braune Augen. Es trug ein braun und blau karieites, mit schwarzem Samtband besetztes Kleid, eine blau- weiß gestreifte Schürze, lange schwarze Strümpfe, halbe geflochtene Schuhs und nur einen Ohrring. Neukölln. LeBen-Zmittelversorgung. 150 Gramm Graupen gelangen im Laufe der nächsten Woche aus Abschnitt 29 der all- gemeinen Lebensmittelkarte zum Verkauf. Der Verkauf von 300 Gramm Farinsirnp bezw. 373 Gramm Marme- lade auf Abschnitt 8 der allgemeinen Lebensmittelkarte für Jugend- liche und 300 Gramm Nährmittel auf Abschnitt 10 und 11 derselben Karte in den städtischen Verkaufsstellen wird bis einschl. Donnerstag, den 6. Juni ioitgesetzt. Bis zum gleichen Termin können auch die noch nicht belieferten Inhaber der Abschnitte 9 der Lebensmittelkarte für Jugendliche die ihnen zustehenden Mengen an Milckdauerwaren entgegennehmen. Die bei den Händlern ani in den städtischen Verkaufsstellen aus dem früheren Verkauf verbliebenen Restbestände an Gemüse- k o n s e r v e n und Trockengemüse können freihändig verkauft werden. Im Laiffe der Woche werden die Kleinhändler wieder mit H e r r n g e n beliefert werden, die, wie bisher auf Abschnitt III der Warenbezugstarte abgegeben werden. Auf jeden Abschnitt entfällt>/z Pfund. Der Verlaufspreis ist auf 1 M. das Pfund festgesetzt. Weißkohlsauerkraut gelangt freihändig zum Verkauf 2 E> e r werden für die Zeit vom 3. bis 16. Juni auf Abschnitt 40 der Eierkarte verkauft._ Schönrberg. Lebensmittel. Bis zum 4. Jinni findet Voran- Meldung für 150 Gramm Tvigwaren auf Abschnidt 29, 150 Gramm Graupen auf Abschnitt 30 und 1 Pfu-nd Marmelade auf Abschnitt 34 der Groß-Berliner Lebensmittelkarte statt. Vom Donnerstag, den 6. Juni, bis Sonnabend, den 22. Juni, werden aus das Mittel- stück der Groß-Berliner LetbenSmitbe'lkavte nach Wahl enttvedsr 2 Pfund Eiumachesucker oder 3 Pfund Kunsthonig ausgegeben. Als Sonde rzeiwe is ung erhalten die Kinder von 7 bis 16 Jahre-n Vii Pfund getrocknete Aepsolscheiben(ohne Voranmeldung), die Kinder im 1. und 2. Lebensjahre 1 Pfund Haferflocken, die Kinder vom 3. bis 6. Lebensjahre 1 Pfund Kindergerstenmehl. In den Brotkommissionsbezirken 10 und 11 werden 125 Gramm Pommerscher Weichkäse auf Grund der Speisefettkundenliste verteilt. Fer- ner werden ausgegeben: 200 Gramm Wetze rvgrietz auf Ab- schnitt 26, 130 Gramm Graupen auf Abschnitt 27 der Groß-Berliner Lebensmiitte Kaute und 100 Gramm Weizengrieß auf Abschnitt 11 der Jugendlichenkarte._ Lichtenberg. Die Kriminalität der Jugendlichen. Die Presse- ab t ei lung des Magistrals schreibt: Irrige Folgerungen Hinsicht- lich der Kriminalität der Juoendlichen können aus einer Sialistik über Füriorgeerziehnng und Waisenpflege gezogen werden, die auf Veranlassung des Landesdireklors der Provinz Brandenburg ver- breitet worden ist. Diese Zablenüberstcht errechnet auf je 10000 Ein- wohner 10.10 überwiesene Fürsorgezöglinge. Wie das Jugendamt der Stadt Lichtenberg nachweisen kann, ist die Annahme dieier hohen Zahl insofern irrig errechnet, als die Berechnung irnümlicherwene bei ibren Schlüssen die Vergrößerung des Stadtgebietes durch die im April 1912 erfolgte Eingemeindung der Landgemeinde Boxhagen-RummelSburg nickt berücksichtigt Bat. Unter Zugrundelegung dieses Tatbestandes ergibt eine genaue Errechnung des Jugendamtes, daß die Zahl der Fürsorgezöglinge Lichtenbergs nickt 10,10 auf je 10 000 Ein- wobner, londern nur 6.16 beträgt. Somit stellt sich die Zahl der Fürsorgezöglinge � in Lichtenberg geringer dar als in den in der Statistik des Landesdirekrors genannten Städten: Brandenburg a. H. mit 7,28, Charlottenburg(6,31), Cottbus (6,78), Eberswalde(3,82), Forst N.-L.(7,28), Landsberg a. W.(6,61) und Neukölln 16,43). — Praktische Kinderschntzfnrsorge. Das städtische Jugendamt Türrschmidlstr. 24 hat eine Emrichlung zum Schutze der Kinder vor Ausnutzung und Mißhandlung getroffen und das gesamte Siadr- gebiet mit einem Netz von� Meldestellen überzogen, um der Ein- ioohnerschaft die Angabe solcher Fälle ohne zeitraubende Wege möglich zu machen. Die Bezirks- und Armenkommissionsvorsteber. Waiieriräte und Rektoren in den Gemeindeschulen nehmen in ihren Sprechstunden Meldungen entgegen und geben sie an das städtische Jugendamt weiter, das den Sachverhalt prüft und die notwendigen Maßnahmen einleitet. Wilmersdorf. Lebensmittel. Bis Dienstag, den 4. Juni, werden abgegeben: auf Abschnitt 21 der allgemeinen Groß-Berliner' Lebensmittelkarte 1 Pfund Kunsthonig und bis Sonnabend, den! 8. Juni, auf Abschnitt 29 derselben Karte 150 Gramm Weizen- grieß. Außerdem gelangen zur Ausgabe: aus Abschnitt 30: 150 Gramm Graupen, aus Abschnitt 31: 150 Gramm Teigwaren (Auszugware) und aus die Abschnitte 22 und 34 je 1 Pfund Mar- melade. Für die Jngendlichen gelangen zur Verteilung: auf Ab- schnitt(j) 12: 150 Gramm Grütze.— Für die Woche vom 10. bis 16. Juni wird die Kartoffelverbrauchsmeirge wiederum aus 7 Pfund festgesetzt, die'bereits in der Zeit vom 3. bis 9. Juni entnommen werden dürfen, und zwar 6 Pfund auf die 12 Abschnitte 24a bis 24k der HauptkartoffeCarte und 1 Pfund auf die beiden Abschnitte 4c der Sonder-Kartosfelkarte._ Lichtcrfclde. AuS der Gemeindevertretung. Die hiesigen sechs Kinderhenne weisen seit einiger Zeit einen wachsenden Besuch auf, wodurch die Unkosten sich wesentlich gesteigert haben. Die Gemeindevertretung beschloß daher den diesjährigen Zuschuß von 5900 auf 6000 M. zu erhöhen. Die Zahl der Kinder, denen diesmal Landausenthalt gewährt werden kann, beträgt zirka 250, weil im allgemeinen die Bereitwilligkeit der Landbevölkerung zur Ausnahme von Stadtkindern sich wesentlich vermindert hat, trotz des erhöhten Pslegesatzes von 75 Ps. pro Tag. Für die Unterbringung der Kinder— diesmal in Mecklenburg— wurden 3000 M. bewilligt. Ueber die Gewährung des Stillgeldcs mit 50 Pf. pro Tag an stillende Mütter über die gesetzliche Frist von 12 Wochen hinaus referierte Schöffe Dr. Fuchs. Es wurde beschlossen, Wöchnerinnen das Stillgeld nach Ablauf der gesetzlichen Frist ans Gemeinde- Mitteln weiterzuzahlen bis zum 30. September. Einen wichtigen Punkt der Tagesordnung bildete die Beschlußfassung über die Satzung der Lichterfelder Siedelungsgesellschast m. b. H. Berichterstatter Dr. Fuchs vom Gemeindevorstand wies in seinem ein- leitenden Vortrag auf die sich noch verschärfende Wohnungsnot hin. In Groß-Berlin seien zurzeit 40 000 Kleinwohnungen nötig, i« Lichterfelde allein zirka 350. Die Bereitstellung von Schulen, sonstigen öffentlichen Räumen, die Herstellung von Dach- und Kellerwohnungen, Baracken usw. könnten das Uebel nicht wesentlich mildern. Die Hauptsache sei neue Wohnungen zu bauen, die sich relativ billiger stellen, als Baracken und zurechtgestutzte Dach- und Kellerwohnungen. Die beabsichtigte Siedelungsgesell- schaft ist eine Gründung der Gemeinde in der Form einer privatrechtlichen Gesellschaft. Das Stammkapital beträgt 1 Million Mark, woran die Gemeinde Lichterselde als Gesell- schaftcr mit 999 900 M. beteiligt ist. Gemeindcvertreter Werner gibt seiner bekannten Abneigung gegen diese soziale Gründung unverhohlen Ausdruck. Zu wünschen wäre ein gcmischt-toirtschaft- licher Betrieb der Siedelungsgesellschast. Herr Werner meinte außerdem noch, daß die ganze Sache auf Unterstützung einer bestimmten Klasse auf Gemeindekosten hinauslaufe. Abgesehen von der Unwahrheit dieser Behauptung— es sollen nach Bedarf auch größere Wohnungen von drei und mehr Zimmern gebaut werden— steht des dem Vertreter des Hausagrariertums schlecht an, von Bevorzugung anderer zu sprechen angesichts der Tatsache, daß der privilegierte Haus- und Grundbesitz jede sich bietende Gelegenheit benützt, Sondervorteile aus Kosten der All- gemeinheit herauszuschlagen. Ist dem Herrn Werner vieUeicht die umfangreiche Liste bezüglich der ausstehenden Pflasterrosten- beitrüge bekannt? Nach einer Aussprache über zum Teil juristische Fragen wurde die Satzung einstimmig angenommen. Pankow. AuS der Gemeindevertretung. Die Festsetzung der Jahres rechnu n g der Sparkasse für das Rechnungsjahr 1916 ergab einen Bestand in den HauptfondS von insgesamt 9 324 000 M., im Rcscrvefonds von 88 000 M. Sparkassenbücher waren vorhanden 15 830 und rein eingezahlt wurden rund 3% Millionen Mark. Wie im vorigen Jahre sollen auch in diesem Jahve während der großen Schulferien für die Schüler, und zwar in diesem Jahre sowohl für die höheren wie für die Gemeinde- schül-cr, Ferienspiele und Schüler Wanderungen veranstaltet werden, wozu die Summe von 6000 M. bereitgestellt wurde. Ferner stimmte die Vertretung einer durch die allgemeine Materialverdeuerung bedingten Erhöhung der Gebühren- tarife für Bäder und Röntgenaufnahmen im hiesi- gen Krankenhause um etwa 40— 50 Prvz. der bisherigen Sätze zu. Für die durch Beschluß vom 23. Oktober 1917 errichtete Hilf-- kasse für die durch Einziehung zum Heeresdienst geschädigten Angehörigen des Mittelstandes (Handwerker usw.) wurden 15 000 M. bereitgestellt. Einen breiten Raum der Verhandlungen nahm dann die abermalige Beratung der letzthin an eine Spezialkommiffion zurückverwiesenen Vorlage betreffend den Beitritt zur Siedelungsgesellschast desKreises Niederbarnim in Anspruch. Nach einem ein- gehenden Referat des Beigeordneten Dr. E l l g e r, in welchem der Beitritt lebhast befürwortet wurde, fand eine rege Aussprache start, in der überwiegend für eine Beteiligung, aber auch gegen eine solch: mit dem Hinweis plädiert wurde, daß für die' angeforderte Summe vielleicht mehr durch selbständig« Verwendung für den gedachten Zweck erreicht werden könnte. Schließlich wurde mit 20 gegen 2 Stimmen beschlossen, der Gesellschaft mit einem Höchstbeträge von 300 000 M. und unter der Voraussetzung beizutreten, daß die Ge- mcinde damit Sitz und Stimme im Auffichtsrat erbält. Die Ver- tretung beschloß dann die Errichtung einer A n st a l t für zweite Hypotheken und vollzog die hierbei nötigen Wahlen. Um der Bevölkerung schon jetzt Gelegenheit zur Beschaffung von Brennmaterial für den nächsten Winter zu geben, beschloß die Ver- tretung auf Vorschlag der Boennstoffkommission die Herabsetzung der Holzpreise für die Sommermonate. Danach wird der Preis für osenfertiges Kiefern-Brennholz für die Zeit bis zum 15. August auf 5 M. pro Zentner, vom 16. August bis 15. Oktober auf 6 M. festgesetzt, während vom 16. Oktober ab wieder die Winterpreise gelten. An Minderbe in iitelte wird das Holz für die genannten Zeiten für 3 resp. 4 M. pro Zentner abgegeben. Als Minderbemittelte gelten Verheiratete mit einem Einkommen bis zu 45000 M. und Ledig: mit eincrn solchen bis zu 3000 M. Für die Ludendorff» Spende bewilligte die Vertretung einen Betrag von 1000 M.— Eine Beschwerde aus der Mitte der Vertretung über Unzuträglich- leiten bei Ablieferung getragener Herrenanzüge bei der Kleider- Sammelstelle wurde dahin erledigt, daß der Bürgermeister in Ans- ficht stellte, daß in Zukunft die in Frage kommenden Angestellten ein weniger rigoroses Betragen dem Publikum gegenüber zu üben veranlaßt werden sollen. Neinickenbors. Süßstliffverteilung. Auf Wschrrfti 6 der Süß- stoffkarBe II kann im Lamf« des Monats Juni ein Päckchen Süßstoff entnommen werden._ Treptow. Lebensmittel. Außer den üblichen Rationen werden verteilt: 150 Gramm Graupen auf Abschnitt 29 der Groß-Berliner Lebensmittelkarte. 150 Gramm Grieß oder Kindeogersrenmehl, siir werdende und stuttende Mütter Eier, Fische auf Abschnitt 119 der Treptower LdberisinittekbeWgskarte, Räucherwaren auf Abschnitt 139 der Treptower Lebensmittelbezugskarte. In den Gomüse- Handlungen stehen iniändisches und holländisches Gemüse, inSbe» sondere Spargel zum Verkauf. Britz. Lebensmittel. In der Woche vom 3. bis 10. Juni ge- langen in der Verkaufsstelle der Gemeinde zur Abgabe: auf Ab- schnitt 27 der Berliner Lebensmittelkarte statt 150 Gramm 200 Gramm Nährmittel. Abschnitt 58 der Britzer Lebensmittelkarte und gegen Vorlage der Sttllbeschomiguaig 1 Pfund reiner Malz- extrakt ie Kind, Abschnitt 59 und gegen Vorlage-der Milchkarte für Kinder bis zu 12 Jahren 100 Gramm Keks je kund, Abschnitt 60 1 Dose F ifchkonf erveu je Haushall, Abschnitt 61 1 Dose Krafr- bkutkonserven oder 1 Dose Kaimnchenleberwurst je Haushalt, Ab- schnitt 62 1 Pack Streichhölzer, Abschnitt 63 1 Flasche Putzblank je Haushalt, Abschnitt 64 Sonderzuteilung. Im Juni werden vor- ! aussichtlich auf den Kopf der Bevölkerung je 2 Pfund Einmache» � zncker verteilt; statt dessen können auf Wunsch 3 Pfund Kunst- ! Honig veratssolgt werden. Die Voranmeldung zum Bezüge dieses k?rmn»chezuckerZ?c?nn bei den AuckerVeinHändlsrn der Temein.de und'n der Verkaufsstelle der Gemeinde erfolgen. Bei der An- Meldung ist der Zlbschnitt 57 der Beider LeoensmiÄelkarte abzugeben._ Johannisthal. Der Kampf nm die Eierabliefcrung. In de» fifübstüdlucheli Vororlgcmeinden Groß-BerlinS ist, wie schon aus Voroänaen in mehreren Ortichasten hervorging, der Kampf um das den Hüonerbaltern auferlegte Eierablieferungssoll im Gange. Die Hübnerbesitzer, meinens Eigentümer kleiner Landhäuser, beklagen sich darüber, dost sie nirbr imstande sind, bei den gegenwäriigen Futter- Verhältnissen die ihnen auferlegte Eierablicterungspflichi zu er- füllen, lieber diese Frage kam es auch in der letzien Sitzung der diesigen Gemeiiidevertieiung zu einer längeren lebhaften Aus- spräche. Der LebenSmitielausschutz der Gemeinde halle emprohlen. um die Sache aus der Well zu schaffen und in den Kreisen der Hühnerhalter Beruhigung zu verbreiten, auf die Eierablieseruiig von diesen kleinen Hübnerbesitzern ganz zu verzichten. Nach längerer Erörterung erklärte sich die Gemeindevcitretung jedoch gegen dielen Vorschlag, da hierdurch diejenigen, die keine Hühner haben, infolge der der Gemeinde drobenden geringeren Eierbelieferung durch den Kreis benachteiligt werden wüiden. Das Ergebnis der Verband- lung war ichlietzlich, dag ftait zweier Hübnerhalier zwei Verbraucher in den Eieraufbringungsausschutz gewählt wurden. Nswawcs. Lebensmittel. Es werdsn ausgegeben bei den Kleinhändlern: SM Gramm Marmelade sM Pf.) auf Ab- schnitt 53 der allgemeinen LebenSm i dtslkarte, IM Gramm Grieß auf Zlbfchnitt 60, IM Gramm Hccusba lts fuppen(17 Pf.) auf Ab- fchniiit 6l, SM Gramm Sirup(20 Pf.) auf Abschnitt 15 der Jttgendlichcn-Karte, 1 Ei(38 Pf.) auf Abschnitt 17 der Eierkarte. In den Verkaufsstellen Uhlandstr. 5 und Zietenstr. 27: ZMO Gramm Salz(28 Pf.) auf Mschnitt 59 der allgemeinen Lebensmittelkarte.— Die Karteninhaber haben vom Montag, den 3., bis Dienstag, den 4. Juni die L-ebensmittelkarien- abschnitte 58. 59, M. 61, 15 unid den Kartenabschniti 17 der Eier- karte bei dem Kleinhändler abzugeben, bei dem sie die Ware zu k>eziehen wünschen. Die Waren sind vom Freitag, den 7., bis Sonntag, den 9. Juni, in Enrpfang zu nehmen. Theater öe? Vsche. DolkSbühne:„General Aorck".— Königliches Opernhaus: 2.„Mignon", 3.„Holländer", 4.„Rigoletto", 5.„Notre Dame", 6.„Maskenball", 7. „Noscnkavalier, 8.„Nappclkops", 9.„Fledermaus", 10.„Carmen".— Königliches Schauspielhaus: 2., 5., 7.„Hofjchauspieierin", 3.„Flachsmann", 4.„Heimat", 6.„Kyriy-Pyritz", 8.„Neuer Herr", 9.„Jonrnalisten", 10. „Peer Gpnt'.— Deutsches Opernhaus: 2.„Hugenotten", 3., 7.„Zar und Zimmermann", 4.„Carmen, 5.„Martha", 6., 10.„Troubadour", 8. „Postillon", 9.„Tannhäuscr.— Deutsches:„Familie Schimek".— Kammerspiele: 2., 3.„Tanzspielc", ab 4.„Inkognito.— Lesung:„Schau- shieldirektor",„Ballett Charell".— Kömggräb-r: 2., 4., C.. 8., 10.„Fünf Frankfurter", 3., 5,, 7., 9.„Schwestern und der Fremde.— Künstler: „Clubleutc".— Schiller O.: 2., 4., 0.„Leibalte", 3., 7.„Der letzte Funke", 5.„Ehre", 8., 9.„Gnadenbrot",„Dienstboten".— Schiller Charlottcnbnrg: 2., 5., 7., 10.„Gnadenbrot".„Dienstboten", 3., 6.„Ein Erfolg". 4.„Alt- Heidelberg", 8., 3.„Lcibalte". Täglich: Perliuer:„Blitzblaues Blut".— Triansn:„Leben®- schnler".— Zkestdcnz:„Flimmcrklärchcn".— Kleines:„Aristidc und sein Feblcr".— Westen:„Tänzerin".— Friedrich-Wilhelmstädtisches:„Drei- inäderlbans".— Lnstspielhaus:„Blonden Models vom Lindcnhof".— „ ÄomödkenhanS:„Die Zarin".— Nollendors:„Drei alte Schachteln".— Zentral:„Csardas-Fürstin".— Neues Opereitenhaus:„Soldat der Marie". — Thalia:„Unter der blühenden Linde".— Komische Oper:„Schwarzwald- mädcl". Geri«btszeitung. Ein treuer Wächter. Freiheitsstrafen in Höhe von über 89 Jahren beantragte der Staaisanwall in einer vor der vierten Slraflammer verhandelten Anklagesache wegen Diebstahls an Seidenwaren im Werte von etwa 1 6 9 9 9 9 M a r k. In der Nacht zum 2. Dezember vorigen Jahres wurden der Firma Singer u. Co.. Chausseestr. 62. mittels Einbruchs Stoffe. Seide und Damengarderobe in dem oben genannten Werte gestohlen. Der Einbruch war nur dadurch möglich geworden, daß der Kanzleidieuer Gotthard Heier, den die Firma zum nächtlichen Wächter über das Waren« baus angestellt hatte, mit den Einbrechern im Bunde war. Noch in der Nacht des Diebstahls balle der GeschäflSiührer den Wächter daraufhin kontrolliert, ob er auch auf seinem Posten war; oiescr halte ihn aber beruhigt und ihm sogar einen Revolver vorgezeigt, mit dem er etwaige Einbrecher verjagen würde. Dabei wußte der treue Wächier genau, daß in derselben Nacht mit seiner Veihilfe ein großer Einbruch verübt werden sollte und zwar in dem von ihn den Dieben bezeichneten Räume, in welchem die wert- vollsten Seidenwaren lagerten. Der vielfach vorbestrafte Militärinvolide Ludwig Herrn selb hatte den Plan ausgeheckt und den Wächter Heier, mir dem er durch Vermittlung der unter sittenvolizeilicher Aufsicht stehenden Luise W e st p h a l rn Verbindung gekommen war, Überredet, die Einbrecher cinzulaffen, sonst nichts zu seben und als Schweigegeld einen Teil der Beule in Emvrang zu nehmen. Gegen G oUbr nachts erschien dann Herrn- feld mir zwei Männern, von denen der eine als der gleichfalls viel- fach vorbestrafte Bekannte des Herrn'eld, Händler Kurl Baruch fest- gestellt ist, vor dem Hause Chausseestr. 62. Heier ließ sie ein. Die Tür zu dem im ersten Stockwerke belegenen Lagerraums war mit Patentichloß und Vorlegeslange gesichert; die Diebe sägten das Schloß aus, beseitigten die Stange und gelangte» so in den Lagerraum, wo sie mit großer Sachkenntnis die wertvollsten Sachen sich auswäblten und zusammenpackten. Sie scheinen bei ihrer„Arbeit" durch ein Geräusch gestört worden zu sein: sie haben nur einen Teil der Seidenwaren als Diebesbeuie wegschaffen können, mehrere Bündel Stoffe und Seide, die zum Abholen fertig zusammengebunden waren, wurden an der Tür des Lagerraumes später noch vorgefunden. Etwa um y.A Uhr nacktS kamen die Diebe mit ihrer Beule wieder aus dem Hauie heraus, packten die Beute auf einen Rollwagen und der Wagen fuhr davon. Herrnseld trat dann aus der Straße an Heier mit dem Bemerken heran, daß ihm das Geld, welches er erhalten sollte, durch die Schwester eines der Mittäter zugehen wüide. Er solle auf alle Fälle reinen Mund halten. Heier hat aber von dem Gelds nichts erhalten. Die Firma hat einen großen Schaden erlitten, da sie nur mit 59 999 M. gegen Diebstahl versichert ist. Außer den schon genannten Einbrechern und dem Wächter Heier halten sich nun noch der Schneider Otto Stephan und die Schankwirlin Else Godow, bei denen ein Teil der ge- stoblenen Waren gefunden wurde, wegen Hehlerei, die West- p h a l wegen Beihilfe und eine Frau Martha B o n g s ch wegen Begünstigung zu verantworten. Das Gericht verurteilte Herrnseld zu 8 Jahren Zuchthaus, Baruth zu 6 Jahren Zuchthaus, Heier zu 4 Jahren Gefängnis, die West« p h a l zu 2 I a b r e n Gefängnis und die übrigen Angeklagten zu 6 beztv. 4 Monaten Gefängnis. Milch mit 59 Proz. Wasserziisatz batte der Milchbändler Wilhelm Schulze aus Karlshorst verkauft, welcher sich. in Gemeinschaft mit seiner Ehefrau Marie S. unier der Anklage der vorsätzlichen NabrungsmittelverfSlschuiig vor der Straikammer des Landgerichts III zu verantworten hatte.— Im Frühjahr v. I. lleten bei der Polizei fortgesetzt Anzeigen ein, daß die Angeklagte,» eine Art Milch verkauiien, die mehr als„Waffcr mit Mtlchzuiätz" angesehen werden könne. Eine amtliche Probeentnahme ergab, daß die Milch laisöchlich einen Wasserzuiatz von 59 Proz. enthielt. Das Schöffengericht verurteilte die Angeklagten daraufbin zu 899 Mark. Das Panichge'chäst mußte aber wohl so ein« träglich gewesen sein, daß die Angeklagten diese Geldstrafe gar nicht als Straie empfanden, sondern, wäbrend dieses Slrasverfahren schwebte, ruhig weiter panschten, was durch eine' erneute Untersuchung festgestellt wurde. Beide Strafverfahren wur« den verbunden und Sckuize nunmehr zu sechs M o n a l e n G e« fängt! is und 1999 Mark Geld st rase, Frau I. zu drei Monaten Gefängnis und 599 Mark Geld st rase ver» nrleilt.— Aus die Revision der Angeklagten hin, hob das Reichs- gerichl wegen eines Formfeblers dieses Urteil auf und verwies die Sache zur nochmaligen Berbandlung an die Strafkammer. Auf Grund der erneuten Beweisaufnahme kam das Gericht wiederum zu der Verurteilung beider Angeklagten. Das Urteil gegen S. lautete aus vier Monate Gesängnis und 1699 Mark G e l d st r a f e, gegen Frau S auf 1599 Mark Geldstrafe. Mus ailer Welt. Bestechungsvcrfuch an dem Direktor einer ttriegSgcscllschaft. Der Kaufmann Emil Herbst in Ariern(Thür.) hatte eine Ersatz- sohle erfunden, welche er der Ersotzsohlen-KriegSgesellichaft anbot. Gleichzeitig wandte er sich vrivaiim an den Direktor der Geiell- schasl, legre ihm eine„großzügige" Handhabung ans Herz und bot ihm 29Proz. des Reingewinnes an. Das Landgericht Nordbauien verurteilte Herbst weaeg Bestechung zu 299 Mark Geldstrafe und verfügte ferner die Veröffentlichung des Urteils von AnitLwegen._ öriefkasten öer Neöaktion. I. R. 14. Die ßreiSdhrcktlon ist dafür nicht zuständig, sondern die Militärbehörde. Sie müß'cn sich an den nächsten Vorgesetzten wegen des jetzigen Wegfalls der Rente wenden.— Palästina 19. Die Löhnung ist überall gleich. Den Krankenwärtern wurden erst 9,59 M. gewährt, es stehen Ihnen aber nur 7,89 M. zu. Deshalb wird die Löhnung jetzt ge- kürzt, damit die zuviel gezahlte Summe zurückerstattet wird.— Forst- kvmmnndv 533. 1. Das entzieht sich unlcrer Kenntnis, es ist aber damit wohl nicht zu rechnen. 2. Ein solche® Recht besteht sür Sie nicht. Sie sollen nur nicht zum Frontdienst oerwendet werden. 3. Sie haben kein Recht aus Urlaub, in diesem Falle wird er Ihnen aber boffentlich gewährt. — 21. L. 68. Kaulsdorf. Die Noliz haben Sie salsch verstanden. Aul Besörderung besteht kein Anspruch.— Nbonnent 567. Gehören dem Ebcmann. Der Frau müssen aber die zum Leben notwendigsten Sachen belassen werden.— Lange 951«. Sic hatten nur sür vier Jahre die Unterballungsgelder nachzuzahlen, sür die andere Zeil ist Lersäbrung ein- getreten.— P. P. 31. Sic könnten wegen all dieser Mißstände Bc- schwerde führen aus dem Dienstwege.— K. H. 1ÄS. Nach Ihrer Darstellung müßte die Balm schadenersatzpflichtig sein, wenden Sie sich an daS Valetamt in B. mit Ihrem Anspruch.— 63. 21.(9. Ihr Sohn kann zum KonstrmatioiiSnnlerricht nicht gezwungen werden, auch der Weiter- besuch der Schule ist davon nicht abhängig.— F. G. 30. Natürlich is! die Behörde zur Beschlagnahme berechtigt.— F. B. 400. Anspruch aus Besörderung besteht nicht.— N. I. SR. 265. 1. Ja. 2. Sind nur Vergünstigungen.— 66. Johannisthal. 1. und 2. Ja. 3. Nein. — M. W. K. lO. Der Erlaß über den Löhnungszuschuß bezieht sich nur aus aktive Unterosfizierc.— Neukölln 2.R. 100. Das Kriegs- miinsterium hat unterm 18. 11. 17 sür die Zurückziehung der älteren Leute aus der Front Richtlinien herausgegeben. Grundsätzlich bleibt, daß die über 45sährigcn da® erste Zurückziebungsrecht aus der Front haben sollen. Sie wird aber ausgedehnt bis zu den-tLsaHrigen. Die Reihen'olge soll nach dem Aller erfolgen, besondere wirtschastliche, samiliäre und Gesundbettsver- hältuisse sollen berücksichtigt werden, seiner sollen Familienväter mit sechs ooer mebr zu versorgenden Kindern zunächst zurückgezogen werden und so sortlausend Erjorderlich ist dabei allgemein, daß die Mannschasien länger als 6 Monat in vorderster Linie Dienst getan haben. Ob ein Mann unter 45 Jahren zurückgezogen wird, bängt allerdings wesentlich davon ab, ob er dienstlich ars ablömmlich bezeichnet wird.— Waffenmeister M. G. Die ftaallichc Unter iiützung beträgt sür die Eheirau 20 M., sür jedes Kind >0 M. Den übrigen gerngen Seil zahlt also die Gemeinde binzu.— C. K. 7186.. Die Bezeichnung bedeutet g. v.— Artur 1900. Sie können dagegen keine Beschwerde einlegen.— 21. I. 99. Nein. — P. S. 1230. Die Miliiärzeit wird mit angerechnet. Sie haben An» spruch auf Renke, da seit Ihrer Elnbernfung noch über 109 Marcken zu ver» rechnen sind.— W. R. 168. Die Kriegsunierstützung kann Jxcer Frau entzogen werden, weil angenommen wird, daß durch ihre Beschüitigung sie ihren Lcbensuirterbalt zum Teil bestreiten kann.— Ä. P. M. 79. Sie find irr Berlin nenerpflichtig und müssen in Essen Besrciung von der Steuer verlangen, da Sic Ihren Wohnsitz dort nicht freiwillig genommen haben. — Friedliebend. Eine jolche Erlaubnis ist nicht erforderlich.— Alte Laiidstürmer im Osten. Darüber sind noch keine Vcriügungcn getrosten. — C. P. 12. Nein, es wird Jonen nur ei» Teil der Rente gezabit. — L. K. 1. Nein. 2. Sie können Beschwerde erbeben.— Kastner. Ja. — F. K. 1880. 1. Das richtet sich nach der Zahl der Kinder M. 12.59 bis 18,—. 2. Nein.— K. 42. sie find zur Weiterarbcit sür den an« gegebenen Lobn verpflichtet, bis die Sache eventl. durch den KricgSausschuß erledigt ist. Wir glauben kaunr. daß sie mit Ihrer Sache Ersoig haben werden. Mit dem Berireicr der Firma vorher zu vcrbandein, können sie nicht gezwungen werden, eö würde sich doch wohl aber empsehlen, es dennoch zu tun.— W. O. 190. Darüber ist uns nichts bekannt.— F. 28. Die Zwangserzicbung sollte Ihnen wirtlich nicht so begehrlich sein, daß Sie die Zeit nicht abwarten können, bis das Kind überführt wird.— it. 1868. Eine solche Anfrage ist uns nicht bekannt. Ucbriqens wissen wir nicht, welche Bezüge den Staatsbeamten aus Ziesten zustehen.— ü". Nein. — 1918. Wenn einer der Söhne nachweislich vor der Einziehung zum Heere die Mutier unterstützt hat. kann die Mutier Antrag aus Unterstützung stellen.— 2l. W. 21. 310. Der Cbcs ist nur verpflichtet, das Gehail bis zum Tage der Einziehung zum Militär zu zalslen.— F. K. 17. Sie körnen in dem Falle zum Schadencriatz nicht verpflichtet werden.— 1894. Sie müßten dagegen ordnungsgemäß Beschwerde erheben.— 8£. M. 100. 1. Nein. 2. Wir wissen nicht, was Sie damit meinen.— C. B. 4. All- gemeine Körpcrschwäche und Krankheiien der Unicrleibsorgane.— F. F. Ja.— E. W. 1882. 1. Die Sperre bcstehi noch: rechtlichen Anspruch ans Urlaub haben Sie nicht. 3. Einen Schadcncnsatzanjpruch können Sie dafür nicht geltend machen._ Wen erausstchten för das mittlere Rorddenticbtand dt» Montag mittag. Bleljach heiter, jedoch kühl und veränderlich, keine erheblichen Niederschläge._ Gewwnanszns dcv 11. ZkreusZisch- Süddentsche» (k37. Königl ch Iftctißifchcii) K?a?sen!oti»»d«I (Ohne GewLbr A EGA. f. Z.)(Nachdruck verboten) In der VormittagS-Ziebnnft wurden Gewinne über 249 Pik. gezogen: 2 Gewimie zu 50 900 Mk. 99387 4 Gewinne zu 15 000 Mk. 145444 192382 62 Gewinne zu 3000 Mk. 2111 7922 17920 22218 38657 44842 46402 53209 74843 75458 88354 8993! 90846 103297 115287 135805 143987 144781 146049 153105 153529 158123 159482 178623 180540 182291 192033 212574 215477 215563 233623 140 Gewinne zu 1000 Bf?. 10294 13038 16377 16803 17589 18826 19490 20127 21853 22990 28032 30949 84815 38793 41698 42873 47138 51081 51754 59094 60668 73349 74055 75188 75206 86955 100437 103508 107820 108547 110221 112025 112455 117701- 119626 143573 149524 151669 153872 157965 164650 167061 167608 167995 171802 172360 174737 176699 178923 179396 179921 186457 189105 189416 192466 195218 196209 206389 210960 211849 213474 213604 216534 216699 219081 220229 222211 222928 225670 226271 186 Gewinne ZII 500 Mk. 1844 7827 13976 15022 18472 18021 18763 18766 19248 25219 29763 32440 41042 42002 42609 43591 47994 52674 53070 61163 62701 62734 64174 64440 65322 66552 67022 69818 71738 72509 74521 74973 78399 81662 83824 88152 88390 88799 95678 97491 100216 101098 102768 102928 107014 113762 113906 114945 120118 121808 123039 123271 124730 124803 127288 128518 129281 130055 134961 140696 142870 145391 147418 147847 149084 154031 154655 158253 159004 166833 177111 178757 179903 180353 183327 184798 183228 188363 188953 195020 197847 200085 203085 204378 204932 209680 210529 211073 215883 219852 220507 222438 232266 In der Nachmiltags-Ziehnng wurden Gewinne üver 240 Ml. gezogen: 2 Gewinne z» 10 000 Mk.>60965 12 Gewinne zu 5000 Ml. 51167 64037 1C5136 157762 184783 177802 68 Gewinne zu 3000 Mk 3305 6187 29216 47567 49961 51804 72071 75237 78593 80113 85795 87145 91887 95175 97673 99344 99769 100256 110427 137068 141977 143906 151847 152338 171421 185362 186914 189680 197772 210946 217332 223480 225254 233906 150 Melvimie zu 1000 Mk. 1357 3390 3755 4298 10293 22515 24270 26593 28691 31035 53762 54296 55990 61.915 66672 69667 72665 72947 75062 80182 80346 86896 86872 88232 88583 93401 97433 99092 99179 100427 100946 104544 104720 116271 116986 121403 126528 129096 134372 135609 136967 143728 146023 149634 151361 155564 162689 164002 165986 168492 169626 177616 182738 185599 190604 190716 193388 195616 200579 201359 203740 205251 207468 208004 211861 217165 217181 221460 221740 224380 224513 224663 226783 2313 16 233674 196 Gewinne zu 600 Mk. 1487 2837 3443 4510 14062 14213 16332 31634 32208 33061 38521 40117 40993 42837 49109 49264 53393 66006 56925 59592 60174 61613 64401 65709 65725 69273 69623 72401 78620 79359 79628 79579 81210 83236 83349 85545 86207 89257 94228 95239 95542 95568 98554 102907 103304 103423 104318 112175 112711 113593 120966 125848 127843 128390 135748 140150 146319 148164 151902 153470 153814 154472 154660 157803 159051 159606 169761 161935 163607 165510 166375 166956 172266 172486 174099 175676 175974 175988 182592 186133 188926 189314 189954 190707 191423 192794 193069 193992 195708 197723 210713 212176 214264 219375 225706 227142 231902 232554 BERLIN C Königstr. 11-14 BERLIN C Sjiandauer Str 16 Seiöenstojfe j'\# tz i•\ Biusenseidc»eWare-_ (" i'.\ weiß gestreift, 42 cm. Mtr.*• t 5 •\ Halbseide weiß mit___ /! faibig. Karos, 90 cm, Mtr. tJ.lO S■ 1 TvVascbseide farbig., en y\■■.£/ mit mar.Tupi.,59 cm, Mtr. iÖ«-'U •~C:T J Glanzseide mit fein, cn � jjl � Streifen, 85 cm, Meter 40. Di) Seide mit best. Blumen, qq marine, 110 cm, Meter-4-7.ö)C/ r32 00 RipPentaft Met«." 35.00 ■................- Bastseide 125 Jvfater 38.00 egrum Schirme Korsette Dontjenscnirm t O 7«; Reinseide, rnit Futteral J-t/./O SonnenscKirm.. weiß-schwarz gestreift, � Stickereischirm 147«: weiß oder bastfarbig. Regenschirm Rein-«, »eide, L Damen u. Herren Spazierstock hAhorn 4.75 Wanderstock"winf, 2.00 Spazxerstocke für Damen Tonking- 1 QC Echt-» 71! rohi. Partridgerohrt*-*««-r Nr. 125. Bluse Mull, halsiri freschl oasen; LMMUMMMM« Tcrwn!tiJiJS«Btelle Berlin. i Dem Andenken unserer im s�elde gefallenen f.-. und verstorbenen Mitglieder gewidmet. ' Franz, Werkzeugmacher. geb. X. Dezember 1SS7 Sfoip in Pommern. Eberhardt, Richard, Vandagift, geb. 28. Juni 1880 Berlin. Eckel, AllglSSt, Rohrleger, geb. 3. Februar 1879 Hcilsbcrg i. Ojlpr. ElZQ*WMU Schlosser. geb. 6. Marz 1891 Berlin. | Fechter, Willi, Schlosser. geb. 1. November 1887 Lindcnan Fox, Walter, Schlosser. gcb 14. August 1899 Berlin Föllner, Karl, Schlosser. geb. 31. Mai 1880. | öehrke, August, Helfer. geb. LS. Februar 187L Trier. LrOSKS, tians, Dreher. gcb. 19. September 1891 Berlin ffaaZe, Max, Schweißer. geb. 20. Juni 1887 Freistadt. Mecht, Franz, Schlosser, geb. 9. März 1898 Berlin liesder, Max, Arbeiter. geb. 2. April 1884 Vivarei(Kreis Freistadt). " Kaiser,(Zeorg, Schlosser. geb. 80. Mai 1834 Landsbcrg. Ke�vitz, Otto, Schmied. geb. 3. Dezember 1890 Gloitan Eangs, Alfred, Schlosser, gcb. 23. November 1881 Königsberg. Riese, WM, Former, geb. 24. Ollobcr 1890 Berlin Ritter, Willi, Arbeiter, geb. 7. Juni 1899 Berlin Schatsil, Mans, Dreher. gcb. 24. Juni 1891 Berlin Staeck, Walter, Mafchinenarbsiter. geb. 15. Juli 1877 Tanzig. Weber, Siermatin, P»tz-r, geb. 25. November 1889 Didlacien Ehre ihrem Andenken! Die OrtSverwaltnng. 112/1S Hart und schwer traf uns die schreckliche Nachlicht, dasj unser inniggclicbler. herzensguter Sohn. Bruder, Schwa- ger, Enkel, Neffe und Vetter, der Landsturinmann Ulli Elese im 28. LebenZjabre, in einem Res.- Infanterie- Regiment, am 5. Mai durch Verschüiiung verwundet und am 19, Mai ieincn schweren Verletzungen erlegen ist. 171A In unsaszbarem Schmerz Ozksv stisss I..„ Marli-, a Sicso l ßl5 Prinzenallre 33, Frida Taegenar als Schwelt«. Otto Taagcnsr als Schwager, Gertrud Risse als Schioestcr, Erich Rieso als Bruder (zurzeit im Felde). Du hattest oft an uns gc- schrieben:.Ich habe Sehn- sucht nach Euch,?lhr Lieben!■ Doch dies gewünschte Wieder- seh'n kann leider ,tmn nicht mehr geschehen. Du starbst so jung und wirst so sebr vermizt, Du warst so lieb und gut. dag man Dich nie vergifft. Du warst unicr Sonnenschein, un er Glück, lehrst nicht mehr in die Heimat zunick. Du schtässt nun, heißgeliebter Sobn und Brri- der, siehst nicht das gebroch'ne Mutterhcrz, merkst nicht des Vaters bill'ren Schmerz und nicht der Geschwister, die so viel an Dir verloren, Wir werden Dich nie v«- gessen, bis auch unsere Augen brechen._ Herzlichen Dank allen denen, die ihn mit Liebesgaben erfreut haben. Am 28. Mai starb in der 2ungeuheilslät!e Beelitz nach i kurzem, schwerem Leiden ' mein herzensguter Mann ßermmni Berk, Pater seines einzigenSobnes. Dies zeig n licsbetrübl an Martha Vörk und Sohn, Müllenhoffstr. 11. Du ioarst so gut, Du starbst so srüh. wer Dich gckrnnl, Z vergißt Dich nie. 2375b t:s?~z™wneaisvs&,auaiirjeiisu rfhrmrinmOT'witiM ährirrj Als Opscr dieses Welt- kricges siel im Westen am 15.'April 1918 durch Kap!» schuß mein geliebier, ticrzens- guter Mann, B.uder, Schwa- ;er. Sleffe und Onkel, der Gesrcite 194A Zvkme Inhaber d. Eisernen Kreuzes! Ii. Klaffe, im Alter vons 30 Jahren. Dies zeigt schnrcrzeriüll!\ an im Namen aller Hinter- biiebencn Lucie Böhme gct.Giasor, Nerlin-Schönebcrg. Gruncwaldftraste 00. Geliebt, beweint und un- vergessen., Schlummre sanit. Du gutes, Herz, Du hast den Frieden, wir s den Schmerz. lekkdänt!«lee Sstiiler unii k'orlekeulllei'. OttsvcwaUuna Berlin. Als Opscr des Weltkrieges freien die Kollegen BicM Bölinie 39 Jahre alt irooid Doiper 23 Jahre alt. Shre ihrem Andenken 157/14 vis Orlsvaevalluirg, 1(lerband der Gemeinde' und Staalsarbeiter. Füials GroS-Berlin. Dan NitH�ledern gebe» S aw(in-*ril Sachrichl u»» des Kolegen Eari Mger »rm Mchi»-hl- n*» Äiehhrf lirM'kfaping am Slantai, t* 8. Juni, nackmiiiNlM I•'/j Ifc, ans dem Kirch boj ! der' Gt. AndreaS-Gemeinde i m WilhelniSberg, 1 Kchre seinem Andenke» l Um rege Beteiligung bei ! der Bestallung des Kollegen crwchr 38, s Die Ortsverwaltung Als Opser dcS WeltkriogS l ! fiel am 24, April 1918 mein ! lieber Mann, unser guter, i i i sl treulargeiider Vater und' 1 Bruder, der Schütze ll« Penk l im?Uter von 3S Jabreu, Sr wurde durch einen kra- > natsvlilter in der Brust ge° \ woffen. 2374b Die trauernde Witwe nebst Kinder». � Marie Penk gb, W-Ifgram, Ztzranz Penk. Helmut Penk. Werner Penk. ! Mckrie Ncffcl a. Schwester. Zu starbst so srcklh und wirst ! so sehr vermißt, du warst so ! lieb lind gut, daß man dich nie vergißt. Wer ihn ge° j lannt, weiß, was wir an ihn f ! verloren haben. Bekanntmachung. Gemäß§ 31 des Gewerbesleuergeletzes vom 24. Als>vfcr des WellkrlegeZ! siel unser liebcrSohn.Brudcr.! Kchwagcr, Onkel 137A I M Wuisoh am 5. Mai im Westen. 011» Äulsch)... Emma Wuisoh/ 013 e!tenl Heriha als Tochter Hermann Wulsch als Bruder j Berta Wulsch als Schwägerin j Siegfried Wulsch z.F. i. Felde| Du starbst so früb und! wirst so sehr vermißt, Du! fÜ>varit so lieb und gut, daß j �m��chm�ergißt. Im Frühling seiiicsLcbens, ! im Aller von 28 Jahren, j nach 3 Jahren u. 2 Monaten rrcuester Pflichtersüllung, starb bei den schweren Kämvsen im Westen durch Artillerie- Verwundung am 24. März 1918 mein lieber ! Mann, Ireusorgender Vatcr ! seines einzigen Töchterchens Elsricde, unser guter hoff- j nungsvoller Sohn und | Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onlel, der I Landslurmmann 137A SSM Miillle. 'Sräber die nicht Kreuz noch Dcntmal tragen, die einsam und Verlasien rut'n in Feindesland, die schließen oft mit allen ihren Klagen, • as beste Herz, den größten Dulder ein.— Ob wir den Ort, an dem Du starb i, wohl jemals sehen werden? Du ruhst nun aus in sremder. kalter Erde.— Wer viel ocrloren, leidet unermcffen. s-ür schweres Leid gibt's kein Vergessen. Geliebt, beweint und unvergessen. Deine unglückliche Galtin Margarete gcb. Tausch- Witz und Tochter Elsricde. Deine untröstlichen Ellern August und Emilie Mrirtecke. Angust u. Berta Tansch- witt, als Schwiegereltern. Willi Meinecke. zurzeit im Felde; Max Mein, ckc, zurzeit auf See: Klara und Erich Mcinccke, als Geschwister. Ernst Schröder, zurzeit im Lazarett, und Gattin, als Schwager und Schwester. Frieda' stzröhl ich. als Schwägerin. Theodor Werner, zurzeit im Felde, und Familie; Willi Tauschwitz, zurzeit im Felde, und Gattin, als Schwager und Schwägerinnen. Als Opser dieses Well-! ! kneges starb irrsolge seiner i am 22. April im Westen er-! daltenen schweren Skr- 1 wundung mein geliebter | Mann 18821 1 Johann Bente j Jnh. d. Eis. Kreuzes II. Ks j Im Iressten Schmerz Emma Bente. ., Am 31. Mai vormittags s \ i 101/« Uhr enlschlics nach s L längerem Leiden meine liebe, Wirtin. Schwester, Schwä-s gerin und Tante, Frau äihLrünZ ßuhn im 70. Lebensjahre. s237lb! Dies zeigen liejbelrubt an| Die trancruden Hinter- j biiebencn Hermann L-üilccke Wilhelmine<4ishn. Die Bcerdlgunz sindel am i Montag 4 Uhr von der i Leichenhalle des rrerrcir| Paulstlrchhofcs auS statt. iiantt«axn»K. Für die zablrcwie Bclcitigung bei der Beerdigung meines lieben, guten Mannes, unseres trcujorgcndcn Vaters läge ich allen Verwandten, Bekannten, der Geschäslsleilring des Berliner Vorwärts, dem Gesarigvereiii ! Solidarität und dem Redner ' Herrn Paul Dupon! sür die irostrcichcn Worte meinen her,- lichsten Dank. 2377b Wüheienine Saizmann 1 geo. Wiethe. , Juni 1891 ird die für das Steu«jabr 1918 festgesetzte Gewerbefleuerrolle « der Zeil»sm 8. Ju»i bis einschUetzlrch lt. Juni d. y. werk- »»iich während der Heschäsisstunden von 8 Ubr vormittags bis ! 1 Uhr»achmitiags«uSlicgrn, und Uv.rr für die Kewcrbesteuer- i klaffen 1— III im R-�sreuerburegu Siadihans. 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Der Restbetrag von 72 760 M. wird auf neue Rechnung vorgetragen. Die Gesellschaft war durch neun Jahre divideudenlos. Bei Kriegs« ausbruch standen ihre Aktien auf 12 Proz. des Nennwertes. Seit- dem bat sich ihr Kurs fast verzwanzigfocht I Die Gesellschaft für elekrische Hoch-«md Utrtergrnnddahnrn (ohne die Schöneborger, WUmsrsdorfer und Dahlemer Bahn) be« förderte im Monat Mai 1318 7 836 214 Personen gegen 8 563 432 Personen im gleichen Monat des Vorjahres. Die Einnahmen be- trugen 1499 919 M. gegen 1151486 M. Die istrahenbahn Warichauer Brücke— Lichtenberg vereinnahmte im Mai 1918 27 755 Mark gegen 23 146 M. Die gesamten Betriebseinnahmen seit dem 1. Januar 1918 betragen 8 015 273 M. gegen 6 398 564 M. im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ansfnhr G. m. b. H. In den letzten Tagen wurde im Reichswirtschaftsamt mrter dem Vorsitz des Geheimrates von Simson die endgültige Konstituierung der Ausfuhr G. m. b. H. vollzogen. Vertreten sind der Reichs- kanzler durch Kommissare, die bundesstaatlichen Regierungen, In- dustrie und Grohhandel. Zu Vorsitzenden des Aufsichtsrats wurden gewählt: Herr Kourmerzienrat Dr. Friedrichs(Stellvertr. Kommerzien- rat Dr. Guggenheimcr). Herr Kommerzienrat Lustig(Stellvertr. Kommerzienrat Herz). Die Geschäfisiührulig liegt in den Händen von: Direktor Lilwin, Berlin, Konsul Hugo Meyer, Düffeldorf. Hermann Schwerler, Iserlohn. Tie Eleltrizitätkwirtschaft in Preuße». Auf dem Verbandstag Deutscher Elektrotechniker führte der yandelsminisier v. S y d o w«nter anderem aus:»In Anbetracht der bedeutenden und erfolgreichen Unternehmungen Privatwirtschaft« licher und kommunaler Art, die schon bestehen, und mit Rückficht auf die hohen finanziellen Anforderungen, die an den Staat nach dem Kriege allgemein herantreten werden, beabsichtigt die preußische Regierung nicht, die privatwirtschaftlichen oder kommunalen Betriebe von der Erzeugung oder Der- teilung des elektrischen Stromes auszuschalten oder ihren Dusbau zu beschränken. Sie will nur von Fall zu Fall, mit besonderen staatlichen Anlagen oder mit staatlicher Be- teiligung an gemeinwirtschaftlichen Unternehmungen, da.helfend eintreten, wo dies, fei eS wegen der Art der dem Staate zu Gebote stehenden Kraftquellen, fei es zur Versorgung wirtschaftlich schwächerer LandeSieile. zwcckmähig oder geboten erscheint. Weiter wird eS daraus ankommen, den Erzeugnissen der elektrotechnischen Industrie den durch den Krieg verlorenen Absatz auf dem Wellmarkt neuzugewinnen und dauernd zu sichern. � Es ist sehr bedauerlich, datz sich der preuhische Handelsminister auf eine Ablehnung de? Elektrizuätsmonopols festlegt, das dem Staat hohe Einnahmen bringen und von großem Nutzen für die Volkswirtschaft sein könnte. FugenöverLKstaltungen. RenkSik«. Jugendheim, Berliner Str. 86/87. Montag, den 3. Juni, Schachlehrabend. Dienstag, 4. Juni, Gründung einer nrnsUalischen Abteilung. Lebtzajte Beteiligung, auch»nS bisher Fernstehender, erwünscht. «gchöl'.eberg. Arbeiterjugend. Heute; Geselliges Beisammensein. Anfang 7 Uhr. Mittwoch: Vortragsabend. Res.; Fritz Weber. Gäste willkommen. ZeM?k WMMr-MM. LZerwaltungsstelle Värlin. Vi 54, Lini«nstraf-e 83—85 KelchästSzeit von 9— 1 Uhr und von 4—7 Uhr. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Dienstag, den 4. Juni 15)18, abends 8»/, Uhr» II ran dt cw-Vcrfamnilyiif der Graveure und Ziselenre im GewrrkschaftShanfe, Engeluser 15, Saal 8. Tagesordnung: 112/17 1. Bericht der Branchenkommission und Neuwahl derselben. 2. Slusspralbe über die Lage unseres BerusS zurzeit und w der UebcrgangSwirlschast. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird erwartet, be- sonders sind die Kollegen, welche in einem anderen Berus tätig sind, eingeladen. Hl« OrtsverwaUnne. MO Sei SMl B. WewSkl SilseelmMA Bulla. ?lchtnnlU Militär-Branche! Dienstag, de« 4. Juni, abends f>>/. Ah? zgtcich nach Arbeitsschluß), im Gewcrkschaftshans, Engel- Ufer 16: ßrandicn--Versammlung Tagesordnung: 1. Vorgänge nnd Feststellungen a«S de« eknzelue« INsrk- statten. 2. Bericht von der SchlichtrmgSkommffsio«. 3. Sonstige Branchenangelegenheiten., Kollegen! Kolleginnen! Eine Reihe ganz elgenartlger Vorlommnijje aus verschiedenen Werkstätten gib! uns Veran- lassung, eine besondere Aussprache darüber in der Versammlung bcrbeizusühren. Es ist darum durchaus notwendig, daß die Zcollegenjchast restlos die Versammlung besucht. Der Beginn der Versammlung ist sosort nach Arbcitsschluh festgesetzt. 157/15_ Die B ranchenleitvug. Juwelen» Uhren Süberwaren � Leipziger Straße 97 und Königs fräße 40 Brillanten, Juwelen, Perlen werden ru hohen Preisen angekauft oder in Zahlung genommen. Möbel-Angebot. Solide Möbelfirma liefert Spezial-Gtu-». Zweirimmer- Einrichtungen sowie Einzelmöbel gegen mästige Zit-sver- gütung bei kleiner Anzahlung und geringen monatliche« Ratenzahlungen. Offerten W. 1 an die E-ved. d. ,Bo?w/ Keine Kaificrcr.* GrLstte Kulanz. Zahn-Praxis O.Ä.Lesep�Rosenthaler St.69 naho Platz. PercSnlich zu sprechan v. 9-7, Sonnt. 9-52. Nord. 10438. mit und ohne Platte mit echtem Friedonskautschrsk ÄiallllS un� �liteelsl! spez. moderne Goldteckaik, Gold« krönen, BrEoken, Plomben etc. Uraarheltung sclilechfsitzender Geiiissc. RoparalEren sofort Bill. Preise ev.TIz. Kahnzlchcn in. 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Wahlkreis: Südosten: Paul Böhm, Lausttzer Platz 14115. össnet von II— 114 und von 41b— 7 Uhr. ,,, 5. Wahlkreis: Leo Zucht, Jnimanelkirchstr. 12(Hof). Geöffnet von II— IIb und von 413— 7 Uhr... 6. Wahlkreis«Moabits: Joseph. Wilhelmshavener Straße 48. Geöffnet von II— IIb und von 4Vb— 7 Uhr.„._ Wedding: I. Hönisch. Müllerstr. 84a. Ecke Utrechter Straße(Laden). Geössnct von 11— Iii und von 44— 7 Uhr..„ A�.. Rosenihaler und Oranienburger Borftabi: el. Wolgast, Wattflr. 9. Geöffnet von II— IIb und von 41b— 7 Uhr. t �_..., Gesundbrunnen: Fischer, Bastianstr. L(Laden). Geöffnet von 11 bts IIb und von 41b— 7 Uhr.■__ Echönhauser Vorstadt: Karl Mars, Greifenhagener Straße 82. Ge- öffnet von II— m und von 41b— 7 Uhr. «dlershof: F e v e r st e i«. Bismarckstraße 82..» Rlt-Glieuicke, Falken der,: Salzmann. Falkenberg, Tartenstadtstr. 10. Baumschnlenweg: Karl Köpke, Uiefholzstr. 179.. �. Bernau, Siöntgental, Aeperni«, Schönow. Echonbriick und Buch: Heinrich «rose. Lerxt». Mühleuitr.»(Lade»),________ Friedenau, Steglitz. Südeude: H. B e r n s e e Steglitz, Mommsenstr. 59. Fricdrichshagen, Fichtenau, Rahnsdorf, Schöneiche, Mein- Schönebeck: Ernst W e r k ni a n n, Friedrichshagen, Löpenicker Straße IL. Grünau: Franz Klein, Friedrichstr. 10. Johannisthal: Rtax Gonschur, Parkstr. 28. Karlshorst: Frau Sachse, Iunker-Jörg-Str. 7 Q. Kaulsdors: Fr. Simpel, Bülowstraße 21. «önigs-Wusterhausen. Wildau. Riederlehme: Friedrich Baumann. Luckenwalder Straße 5. Köpenick: Emil W i ß l e r, Kietzer Straße 5(Laden). Geöffnet von morgens 7 Uhr bis abends 8 Uhr. Lichtenberg l, Friedrichsfelde. Hohenschönhausen: Otto S e i k e l, Warten- bergstraße 1«Ladens. Geöffnet von ll— IIb und von 41b— 7 Uhr. Lichtenberg II. Rummelsburg, Stralau: Sl. Rosenkranz, Alt-Box- Hägen 56. Geöffnet von ll— IIb und von 41b— 7 Uhr. Mahlsdorf: Frau Strauß, Lindenstraße 11. Mariendorf, Marienselde: August Leip. Chansieestr. 29. Reuenhagen: Johann Hübscher, Schmidtstraße 14. Neukölln: M. Heinrich, Neckarstr. 2(Laden). Geöffnet von 11— IIb und von 4)4-1 Uhr. Siegfried str. 28129. Geöffnet von 11— IIb und von 41b— 7 Uhr. Niederichöneweide: Wilhelm Unruh. Brückenstr. 1V, II. RowawcS: Kart Krohnderg, Eifenbahnstr. 10. Obcrichöaeweide: Ida Freidank, Bismarckstr. 25, I. Pankow, Niederfchönhausen, Nordend, Franz.-Puchholz, Blankenburg: R i ß m a n n, Pankow, Müblenstr. 79. Rcinickendors-Ost, Wilhelmsruh und Schöoholz: P. G u r I ch. Provinz« straße 56«Ladens. Schenkcndors bei Königs-Dusterhausen: Chr. Hanschke, Dorfstr. 10. Schöneberg: Wilhelm B ä» m l e r, Aleininger Straße 9(Laden). Geöffnet von ll— lib und von 41b— 7 Uhr. Spandau, SiemenSstadt: E. Stahl. Spandau, Marfchallstr. 10. Tegel, Borsigwalde, Wittenau. Waidmannsluit, Hermsdorf, Hohen-Neueu« darf, Birkenwcrder, Freie Scholle und Reinickendors-West: Paul K i e n a st, Borsigwalde. Räufchftr. 10. Geöffnet von 11— IIb und von 41b— 7 Uhr. Teltow: Pfeifet, Havelstr. 2. Tempelhos: R u d. U eckermann, Kaifer-Wilhelm-Straße 74. Treptow: Rod. Gramenz, Kiefholzstr. 412. vorn I Treppe. Weißensee: W a s i e l e w s k i, Berliner Allee II. Wilmersdorf. Halensee, Schmargendorf: Paul Schubert, Wilhelms« aue 27. Zossen: T r 0 e m e l, Wasierstraße 4. Sämtliche Parteiliteratur lowte alle willenlchastlichen Werke werden geliefert, Sonntags sind die Ausgabestelle« geschlossen.