(lOPfmuig") Selentamm• Adresse: »Sozialdemokrat«Ser.'io", Verltnev Vsll?SblAkk. ii' et«, 4 H* nt; U] i o'ciiKl S'B.68, Lmdenslratze 3, aßicaedcn werden. Geössnei von S Uhr jrüd vis 1 Uhr abends. Zcntra»or Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Zeitweilig auslebender Artillcriekampf und ErkundungS- gefcchte. Heeresgruppe Dentscher Kronprinz. Erneute Angriffe des Feindes nordwestlich von E h a t e a u- T h i e r r y und Gegenangriffe zur TLicdcriiahme der verlorenen Linien an der A r d r c brachten ihm nur uiibcdeutelidcn Gelände- gewinn. Mehrfacher Ansturm französischer, amerikanischer und englischer Regimenter scheiterte unter schwere» Verlusten. Im übrigen ist die Lage unverändert. Der Erste Generalgnartiermeister. Ludendorff. Der österreichische Bericht« Wien, 8. Juni 1913. Amtlich wird verlautbart: Zwischen A s i a g»«nd der B r e n t a setzte der Feind seine Erkundungsvorstöße mit starken Abteilungen fort. Er wurde zum Teil durch Feuer, zum Teil im Hanggrmcngc abgeschlagen. Der Artilleriekamps ist an der ganze» Südwest- front»»dauernd rege. Der Chef des Generalstabes. sandten tn Moskau Francis. Lansing gibt darin zu, daß Koltschack und Semenow um die Unterstützung der amerikanischen Regierung nachgesucht haben. Die amerikanische Regierung hat das Gesuch jedoch unbeantwortet gelassen und damit diesen Gegenrevolutionären weder Hilfe versprochen noch geleistet. Die Behauptung des Admirals Koltschalck, er stütze sich auf amerikanische Hilfe, ist eine Erfindung. Die Deute im tveften. Berlin, 8. Juni.(W. T. B.) Durch die Erfolge der siegreichen Armee des Deutschen Kronprinzen ist die Beute ans den großen Kämpfen im Westen seit dem 21. März nun- mehr auf 1 LS 000 Gefangene, übe? 22S0 Geschütze und viele Tausende von Maschinengewehren engewachsen. Die Einbuße an nicht annähernd zu schätzendem Kriegsmaterial und Gerät aller Art hat die Entente»naeheure Werte gekostet,*_ Vor öe? Ginberufung öes Wiens? Reichsrats DaS»Frcmdcnblatt" teilt mit: Die Obmänner der Herrenhaus- Parteien batien eine Konferenz beim Ministerpräsidenten, in welcher sie sich für die Einberufung des ReichsratS einsetzten. Die Frage, wa§ jedoch geschehen soll, wenn die Verhandlungen der Regierung mit den Parteien nicht daS gcwün'ckte Resultat zeitigen sollten, wurde offen gelassen. Ferner empfing der Ministerpräsident die freiheitlichen Abgeordneten, welche sich ebenfalls für die Einberufung des ReichsratS im Sommer aussprachen. Einen breiten Raum in der Aussprache nahm im Zusammenhange mit der Mehrheilsbildung die a u st r o- p o l n i s ch e Lösung, die für Oesterreich eine politische und wirtschaftliche Notwendigkeit sei, ein. sowie die Forderung eines Z o l l b ü n d n i s s e S mit Deutschland. Der Ministerpräsident erklärte im Laufe der Besprechungen wieder- holt, daß er aufrichtig wünsche, gemeinsam mit dem Parlament zu arbeiten, und hoffe, sobald die Mehrheitsbildung in die Nähe gerückt sei, ehestens daS Haus einberufen zu können. Der Minister des Auswärtigen, Graf B u r i a n, hat die sozialdemokratischen Mitglieder des auswärtigen Aus- schusses der Delegationen zu einer Besprechung eingeladen. Die Wahlreform in Ungarn. Budapest, 7. Juni. Der Wahlrechtsausschuff erledigte heute die Wahlresormvorlage auch in den Einzelheiten. Unter anderem wurde die obligatorische Sti m ni Pflicht in Bezirken mit geheimer Abstimmung be- schlössen. Das ncue RerchstagspMöWM. Die Neubesetzung des Reichstagspräsidiums ist am Sonn- abend ohne Überraschungen und Zwischenfälle gemäß den vorher getroffenen Vereinbarungen erfolgt. Mit großer Ein- mütigkeit wählte der Reichstag als Vertreter der stärksten Fraktion, die das Zentrum wieder dank der Zersplitterung der Sozialdemokratie geworden ist, d?n Abgeordneten Konstantin F e h r e n b a ch zu seinem Präsissenten. Zum großen Aerger der preußischen Konservativen wird damit (wiederum ein leitender Posten im Reiche tnit einem Süd- deutschen besetzt. Fehrenbach ist Rechtsanwalt in Freiburg, er vertritt im Reichstag, dem er seit 1903 angehört, den 6. Badischen Wahlkreis Lahr-Ettenheim. Er ist unstreitig einer� der eindrucksvollsten und redegelvandtesten Sprecher des Reichs- tags, wenn auch sein Pathos zuweilen hart ans Theatralische streift. Bekannt ist sein temperamentvolles Auftreten in der Zaber n er Angelegenheit, das ihm die Konservativen heute noch nicht verziehen haben. Politisch gehört er dem mehr demokratischen Zentrumsflügel an, wobei seine Demokratie allerdings stark durch sein klerikales Empfinden beeinträchtigt wird. Er steht Erzberger nahe. Die Vizepräsidenten, deren Zahl sich auf 3 vermehrt hat, sind nach den am Freitag angenommenen Beschlüssen künftig in der Rangordnung nicht mehr unterschieden, sondern stehen einander gleich. Nach den früheren Gepflogenheiten hätte die Sozialdemokratie als zweitstärkste Partei des Hauses Anrecht auf den Platz des ersten Vizepräsidenten gehabt. Aber aus Rücksichtnahme ans die bisherigen beiden Vizepräsidenten, von denen Herrn Paasche auch nur eine ciustündige Trennung von seinem Platz sehr schwer gefallen ist, hat man die übliche Rangordnung beseitigt. Dafür ist der Sozialdemokratie der wichtige Vorsitz im Hauptausschnß des Reichstags xngesagt worden. Die beiden liberalen Vizepräsidenten sind auS ihrer bisherigen Amtsführung bekannt. Der Fortschrittler D o v e, der sein Amt in liberaler Weise mit ruhig überlegenem Humor ausgeübt hat, erhielt fast dieselbe Stiinmcnzahl wie Fehrenbach, während es auffallen muß, daß der bisherige erste Vizepräsident Paasche von allen Vizepräsidenten die wenigsten Stimmen erhielt, weniger als Genosse Scheide- mann, für den aus bekannten Gründen die Rechte nicht stimmte. Vielleicht zieht Herr Paasche für seine künftige Amtsführung eine Lehre ans diesem Resultat. Mit Genossen S ch e i d e m a n n ist die Sozialdemokratie wiederum im Präsidium vertreten, wie das bisher nur im Jahre 1912 ganz kurze Zeit der Fall war. Die Partei hat be- kanntlich stets ihre Äusnahmebehandlung im Reichstag w i e jede unterschiedliche Behandlung von Sozialdemokraten im öffentlichen Leben bekämpft. Auch diesmal war die Fraktion einmütig der Ansicht, daß die Partei ihrer Stärke entsprechend im Präsidium vertreten sein müsse. Ebenso einmütig stellte sich die Frak- tion auf den Standpunkt, daß der aus ihren Reihen zu wählende Vizepräsident die aus dem Amt sich ergebenden Pflichten voll zu übernehmen habe. In der bürgerlichen Presse Hot sich jetzt ein Rätselraten darüber entsponnen, ob damit auch die„höfischen Pflichten" eingeschlossen seien. Dies Wort erweckt übertrieben� Vorstellungen. Von der erfolgten Wahl des Präsidiums wird bekanntlich dem Kaiser Mit- teilung gemacht. Ob sich daran diesmal auch ein Emv- fang knüpfen wird, ist zum mindesten zweifelhaft, da die Wahl nicht zu Beginn einer Legislaturperiode statt- gefunden hat. Vielleicht ist also die ganze Frage hinfällig. Sollte aber ein Empfang beabsichtigt sein, so ist daran zu erinnern, daß sich die Situation seit dem.Kriege w e s e n t- l i ch g e ä n d e r t hat. Entgegen früheren Worten aus kaiser- lichem Munde ist 1914 das Wort gesprochen worden:„Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche!" Das vor dem Kriege geltend gemachte Bedenken, daß der sozialdemokratische Vizepräsident einem Manne einen Besuch abstatten würde, der sich persönlich als Feind und Bekänipfcr der Sozialdemokratie bekennt, ist damit hinfällig ge- worden. Tatsächlich hat ja auch schon vor einiger Zeit ge- legentlich eines parlamentarischen Abends beim Staats- sekretär Helfferich eine PersönlicheZusammenkunft und Aussprache des Kaisers mit den führenden sozial- demokratischen Parlamentariern stattgefunden, so daß ein Empfang des sozialdemokratischen Vizepräsidenten nicht ein- mal ein Novnm darstellen würde. Der Sozialdemokratie kommt es auf die Sache an. Sie hat vor dem Kriege gegen die Ausnahmebehandlung der Sozialdemokratie auf das schärfste protestiert und damit gezeigt, daß sie diese Äusnahmebehandlung n i ch t w i l I. Tatsächlich ist seit Kriegsbcginn die Behandlung der Sozialdemo- kraten als Bürger zweiler Klasse und minderen Rechts auf vielen Gebieten eingestellt worden. Ein Sozialdemokrat wurde Unterstaats sekretär, Sozialdemokraten wurden zu Offizieren befördert, das Verbot gegen Beamte und Maats- arbeitcr, Konsumvereinen und Gewerkschaften beizutreren, wurde aufgehoben usw. Die Beseitigung der Ausnahme- stellung der Sozialdeinokratic im Reichstag, die sich in dem Ausschluß der Fraktion aus dem Präsidium dokumentierte, ist ein weiterer Fortschritt auf diesem Gebiete und führt uns dem allein eines modernen Staatswesens würdigen Ziele zu, das Gleichachtung aller politischen Richtun- gen heißt. Der neugewählte Präsident hat in seiner Antrittsrede ein Wort gesprochen, das Beachtung verdient: die Reichstagstxibüne solle eine gesicherte Stätte für ein freies Wort bleiben. Hoffen wir, daß er dieses Wort zur Tat machen wird. Rur mit Unbehagen denkt man an die Einengungen zurück, denen das freie Wort in letzter Zeit dort oben ausgesetzt war, die so weit gingen, daß ein Redner nicht einmal über Klassen- j>l st i z reden durfte, was selbst den zahlreichen konser- vativcn Präsidenten früherer Zeiten nicht anstößig war. Der Reichstag ist zurzeit für viele, viele Dinge nicht nur eine, son- dern die einzige freie Tribüne, und es liegt im Interesse des gesamten Volkes, daß diese Tribüne in weitestem Umfang ge- sichert bleibt. De? Untergang öer Koningin Regenteo. Tie Minengefahr. Berlin, 8. Juni. Amtlich. Nach Nachrichten aus Holland sollen mehrere Leute der Besatzung des holländischen Dampfers Koningin Ncgentes behauptet haben, dah das Schiff torpediert sei. Nach den mit Holland von der deutschen Regierung für die sichere Ilcbcrfahrt der Anötauschdampfcr getroffenen Vereinbarungen und den demgemäß den Unterseebooten erteilten Anordnungen ist es vollkommen ausgeschlossen daß die Koningin RegenteS von einem deutschen Unterseeboot angegriffen und beschossen worden ist. Daher muß die übrigens im Widerspruch zu den Auslassungen anderer Beobachter stehende Verdächtigung in einem Teil der holländischen Presse, als ob ein deutsches U-Boot schuld an dem Verlust des) Dampfers und mehrerer Menschenleben sei, auf das nachdrücklichste zurückgewiesen werden. Amsterdam, 7. Juni. Das hiesige Propagandablatt der Entente,„De Telegraaf", hat durch einen Vertreter in Rotterdam Mitglieder der englischen Kommission, die auf der Eindoro zu den Konferenzen über den Gefangenenaustausch im Haag gekommen sind, über den'Untergang der Koningin RegenteS befragt. Der Vorsitzende Sir George Cave erklärte, er könne über die Ur- fache des Unglücks nichts sagen.„Wik haben," sagte Sir Cave, „von der Explosion nichts gesehen und könnten infolgedessen nicht wissen, wodurch sie verursacht wurde." Lord Newton sagte, er glaube nicht, daß die Kcmingin Regentes durch einen Torpedo zum Sinken gebracht wurde. Das Unglück könne nur durch eine Mine verursacht worden sein. London, 7. Juni.„Nteuwe Notterdamsche Courant" meldet, daß die Hospital schiffe vorläufig nicht mehr fahren werden, weil sich herausgestellt hat, daß die Fahrrinne nicht frei ist. Die Fahrten werden erst wieder aufgenommen werden, wenn die Fahrrinne wieder frei ist und wenn sich herausgestellt hat, warum sie es diesmal nicht war. Berlin, 7. Juni.„Norges Handels og Sjoefartstidende" vom 2ö. Mai bringt folgende Warnung: Ein größerer norwegischer Dampfer, welcher soeben in Rotterdam angekommen ist, tele- graphierte seiner Reederei, daß das Schiff einer Menge treibender Minen begegnet ist auf der Strecke nördlich der Dogger- dank bis Hook van Holland. Haag, 8. Juni. Wie das Korrespondcnzburean erfährt, haben die ersten amtlichen Berichte, die den Marinebehörden anläßlich der Versenkung der Koningin Regentes eingereicht worden sind, jetzt eine nähere Untersuchung durch eine besondere technische Kom- Mission in Middelburg notwendig gemacht. Der Aufbau öes ruPfthen voiksheeres. hlcmn gegen revolutionäre Phraseologie.— Ucbergang zur allgemeinen Wehrpflicht. Während der Verhandlungen in Brest-Litowsk hatte Lenin, wie man weiß, einen heftigen Kampf gegen Trotzkis Verschleppnngsvcrstichc zu führen. Trotzkis Rücktritt vom Amt der auswärtigen Angelegenheiten bewies, daß Lenin sich durchsetzte.„Avanti" ist jetzt in der Lage, einen der Aussätze, die Lenin damals veröffentlicht hat, aus«Nasch Wjek"(früher „Njetsch") wiederzugeben. Lenin schreibt darin u. a.: „Die deutsche Antwort ldas„Friedens Ultimatum") legt uns viel schwerere Bedingungen auf, als sie uns iii B r e st- L i t o w s k zugeniutet wurden. Trotzdem bin ich der festen Ueberzeugung, daß nur, wer gar nichts von der beuligenLage per steht, dafür sein lann, diesen Frieden nicht zu unterzeichn e n." Darum habe ich mit meinen Artikeln„Tie revolulionäre Phraseologie" einen muiachsicht- lichen Kampf gegen diese P v r a s e o l o g i e eröffnet, weil ich sah und noch sehe, daß sie die größte Gefahr ist, die z, Z. Misere Pnrlci und demzufolge die Revolution bedroht. Die revolurioilären Parteien haben, rrotzhem sie ihren Ideen als solchen treu blieben, im Lauf ihrer Geschichte oft durch die revolutionäre Phraw gelitten und sind durch sie ruiniert worden. Bisher habe ich mich bemüht, sie i n n e r h a l b der P a r t e i zu bekämpfen, beute mußich eS öffentlich tun, weil rnemc schliinnisteit Befürchtungen sich ols gerechtfertigt erwiesen. Am 8. Februar 1Sl8 habe ich vor ungefähr öt) der bekanntesten Parteiführer in Petersburg einen Vortrag ge- hatten, in dem ich den Grundsatz eines sofortigen Ab- schlusses eines Separatfriedens oder Ilnnexions- friedenS auseinandersetzte und der revolutionären Phraseologie den Kampf ansagte, aber in einer so initden. versöhnlichen Form, daß ich sie beule nur bedauern kann. Ich sagte, daß die Verweisung der� Annahme eines solchen Friedens vielleicht das menschliche Bedürfnis nach einer schönen prunkvollen Geste befriedigt hätte, daß aber eine solche Politik sich keine objektive Rechenschaft ablege von den Beziehungen der Klassen mächte zu einander und von den materiellen Kräften, die der beginnenden sozialen Revo- luiion entgegenstehen. Ich hielt serner aufrecht, daß die N i ch t u n t e r z e i ch n u n g des uns anferlegten FriedensverttagS uns i ch w e r c N a ch t e i l e gebracht und Rußland zu einem noch viel drückenderen S«p«rat- fiicdcn genötigt hätte. Und heute befinden wir uns �in einer noch viel schlimmeren Lage: Unser Heer zieht sich zurück, dcmobili- siert und weigert sich, sich zu schlagen. Nur Phrawolcgie brnigt es fertig, Rußland aufzufordern, den Krieg fortzuführen. Würde dicie Phrasenpolitik lriumphieren. würde ich keine Minute länger weder in der Leitung unserer Partei noch in der Regierung der- bleiben." Lenin spricht weiterhin von der beginnenden Arbeit, ein revolutionäres Heer,„ein wirkliches, lebensfähiges, starkes Volkshecr" aufzubauen. Auf welche Schwierigkeiten dieses Werk gestoßen ist, ist angedeutet in einem Rund- schreiben, das von Swerdlow, dem Vorsitzenden des Zentralen Erekutivk»mitecs. von Lenin und Trvtzki an alle Kouverne- mcnts-, Kreis- und Gemeinde-, Arbeiter- und Soldaten-Räte rind Kosakendeputierte gerichtet worden ist. Die„Internationale Korrespondenz" teilt es mit. Es lautet: „Das zentrale Exekutivkomiiee bat den Volkskommissar für militärische Angelegenbeiten angew eie», alle Anstrengungen zu macheu, um eine staike, festorganisierte, innerlich gefestigte rote Armee z» ichossen. die fähig wäre, die Republik der Räte gegen äußere und innere Feinde zu verteidioen Tue Bildung einer be- waffnelen Macht etfoiderl als erste Vorbedingung einen mit funktionierenden Apparat der totale ir Militärverwaltungen. Durch Dekret vo:u 8. April hat die zenirale Macht der Räte die Gouverneinenls-, Kreis- und Gemeinde-Räte beau'traor, an Ort und Stelle Gonverne- ments», Kreis« und Gemeinde-Kommissariate' für niilikäriiche Angelegenheiten ins Leben zu rufen; diese haben aus je drei Mitgliedern zu bestehen, von denen das eure unbedingt ein militärischer Sachverständiger lein muß. Indes bar die Mehr- zahl der Räte das erwähnte Dekret bis auf den heutigen Tag nicht zur D u r ch> ü h r» n g gebrachr. An vielen Orten bestehen formlose militärische Abteilungen, die bis jetzt noch nicht in den Rahmen mililärischer Kommissariate eingefügt worden sind. N'ckt pering ist die Zahl der Orte, wo die Aufgaben der örtlichen Militärverwaltung nicht von den Räte- Organen der allgemeinen Verwaltung abaeiondert worden sind. Unter solchen Umständen i st d i e F o r m i e r u n g der roten Armee nach einem einheitlichen Plane ab- solut unmögli ch." AlSdann dringt das Rnndschroiben kategorisch darauf. binnen einer Woche das Dekret vom 8. April zur Durch- fübrung zn bringen.„Jede Verzögerung wird als dstektes Zu- widcrbandcln gegen das Dekret der Macht der Räte betrachtet werden und die direkte Verantwortung hierfür haben die Vorsitzenden der entsprechenden Gouvernements-, Kreis- und Gemcindcräte zu tragen." Wann dieses Rundschreiben er- ging, wird von unserer Quelle nicht mitgeteilt. Man wird es in den Mai verlegen dürfen. Jedenfalls zeugt es aber davon, daß der Organisation des neuen russischen Volks- hoercs voni Keinic an die schwersten Hemmungen entgegen- stehen. Das russische Volk ist bis zur absolutesten Kriegs- Müdigkeit ausgepumpt. Hier wird für jetzt der wichtigste Ür- spruug dieser Hemmungen zu suchen sein. Der Druck der losbrechenden Gegenrevolution zwingt nunmehr die Sowjetregierung, die junge Organisatioil mit Gewaltanstrengungcn vorwärtszutreiben. Das Zentral- exekutivkomiiee der Sowjets beriet am 29. Mai die Frage der allgemeinen Wehrpflicht. Die Politik des Generals K r a S ii o w, der die Hand bei den Vorgängen im Don- gebiet im Spiele hat, gab den Ausgangspunkt der Erörterung, die zu dem mit allen gegen vier Stimmen gefaßten V c- s ch l u ß führte, der Uebcrgang vom Frc'willigknsystcm zur allgemeinen Wehrpflicht wurde gebieterisch von der ganzen Lage des Landes diktiert. Dieser Beschluß soll uuniittclbar in die Tat umgesetzt werden. Für notwendig wurde erklärt, sofort einen oder mehrere Jahrgänge auszuheben und dem Kriegskommissariat wurde vorgeschrieben, im Laufe von einer Woche den Plan einer Aushebung für Moskau, PetcrS- bürg, das Don- und Knbangcbict auszuarbeiten. Das bedeutet also die bewaffnete Gegenwehr in den Gebieten, in denen ein Ausbruch der Gegenrevolution am ehesten zu erwarten ist._ Die Schrveiz und öer völterbunö. Bern, 7. Juni. Im Notionalrcil gab Bundesrat C a l o n d e r als Vorsitzendrr des politische,! Departements über die Frage des Völlerbimdcs Erklärungen ab und bemerkte, daß der Bundesrat bereits eine Kommission eingesetzt habe, um die Frage theoretisch zu prüfen. Em solches Studium müsse der Schweiz natürlich stcistehcii und berühre ihre Neutralität nicht. Vor dem Kriege habe die große Idee der Friedenssicherung ein kleines Geschlecht gesunden, man lehnte den Gedanken eines Völker- bundes ab, weil mau die Sonveräiiitär in Gefahr zu sehen glaubte. Heule scien aber die Völker weit mehr in Abhängigkeit der- strickt, und Europa liege danieder. Der Gedanke des Völlerbundes werde nicht mehr zur Ruhe kommen, und die Zeit schciue nicht fern zu sein, wo ein entscheidender Schritt getan werden müsse. Die Machlpolilii sei für die neutralen Staaten eine ständige Gefahr, nur eine internationale Institution gebe eine Sicherheil. Es handle sich aber nicht nur um die eigene» Interessen, sondern um ein großes MenschheitSideal, dem die S chweiz mit Hingabe dienen wolle, wenn ihre nationale Eigen- ort und Unabhängigkeit dabei gewahrt werden könne. Entscheidend sei es, in welchem Geiste man das Problem an'asse. An Stelle des Machtgedankens müsse die R e ch t s i d e e treten und festwurzeln. Bundesrat Decoppe erklärte, die Schweiz würde es begrüßen, wenn sie beim Abschluß des LttiegeS abrüsten könne. Bern, 8. Juni. Auch im Ständerat trat Bundesrat Ea- londer mit bemerkenswerter Wärme für die Gründung eines Völkerbundes ein. Die Starken sollten soweit geiunden werden, daß sie ihre Streitigkeiten einem ständigen internationalen Schiedsgerichtshofe unterbreiteten. Die Sicherung des Friedens solle durch den Ausbau dcö Völker- rechteG erfolgen. Es werde sich um die Festlegung bestimmter Grundrechte der Völker handeln, schließlich aber' lediglich darauf an- kommen, mit welcher Gesinnung und durch welches Vertrauen die Staaten an den künftigen Beratungen über diesen Gegettstand teilnehmen. Man dürfe sich nicht von Mißtrauen und Zaghaftigkeit leiten lassen. Bemdesrat Calonder erklärte, es wäre für die Schweiz eine außerordentliche Ehre, irgend etwas znr Förderung des Friedens beitragen zu können. Aber dieser Zeitpunkt werde erst dann gekommen sein, wenn ihre guten Dienste von beiden kriegführenden Parteien gewünscht würden. Die U-Doote vor Amerikas Küste. London, 7. Juni.(Reuter.) Aus New Dork wird der„Daily Mail" gemeldet, daß im ganzen 1t Schiffe, meist Küstenschoner, von deutschen U-Booten an der atlantischen Küste versenkt wurden. Gestern wurde bei Kap Virginia der Schoner Desauß als Wrack treibend gesunden. Man weiß nicht, was aus der Besatzung ge- worden ist. Washington, 7. Juni.(Reuter.) Das Schiffahrtsamt meldet: Der englische Dampfer Harpathian(4638 Br.-R.-T.) wurde am Mittwoch torpediert und sank. Die Besatzung ist gerettet. New Jork, 7. Juni.(Reuter.) Ein U-Boot versenkte am Frei- tagmorgen den norwegischen Dampfer V i n la n d(1143 Br.» R.-T.). Ungefähr 13 Ueb erlebende wurden gelandet. Der chinesisch-japLnische Nüitärvertra*� London, 7. Juni. Reuter meldet aus Tokio'vom 38. Mal: Di« japanische Regierung hat eine Miticilung über das chinesischjapanische Militärabtommen veröffentlicht. Die Noten über dieses Abkommen wurden am 25. März ausgetauscht, als Japan Jrii? Versicherimg gab, daß all« japanischen Truppen, die sich, um Tesensiv- Operationen gegen den Feind ailSfichren zu köirnen. auf chiircssichem Gebiet befinden, vollständig zu rückgezogen würden, sobald der Krieg' beendet sei. Die heutige Note fügt hinzu, daß im Mai zwei Ab- kommen abgeschlossen norden seien, in denen Art und B e v i n- gungen des Zusammenw'rkens der Armeen beider Länder bei der gemeinsamen Verteidigung gegen den Feind auf der Grundlage der autgeiauschtcn Noten.festgelegt worden ieien. Tie Mitteilung stellt nackbr::ck!!ch alle Gerücht» in Abrede, nach denen Japan beabsichtige, die Aufsicht über d e Eisen- bahnen, die Arsenale und die Finanzen Ehinas zu übernehmen. /Zbg eorö neten ha u s. Kunst und Wissenschaft vor dem Landtage.' Das preußisch? Abaevi dnctenbaus beschädigte sich am Sonnabend nach Erledigung des Kav:tels Univei ütätcn und Technische Hoch'chnlen mit Fragen der Kunst und Wissenschait. Tie Debatte, der wiederum nur zwei Dutzend Abgeordnete beiwohnten, unterschied sich vorteilhaft von den früheren De- hatten über das gleiche Thema. ES wurden im allgemeinen Grundsätze entivickelt, über die zwischen wahren Kunstireunden Meinungsver'chiedenhcitcn nicht bestehen. Alle Redner ohne Ausnahme, auch die Vertreter der Parteien, die vor dem Kriege die Kunst und Wissenschaft als Mittel zum Zweck betrachteten, um ihre polurcheu oder religiösen Ziele zu pro- pagiercn, haben sich zu der Erkenntnis durchgerungen, daß man Kunst und Wissenschaft nicht zur dienenden Magd bcrob- würdigen darf. Die Anregungen, die in der Debatte gegeben wurden, vor allem die. das Theaterwesen dem Polizei- minister zu entziehen und dem KuItiK minister zu unterstellen, sowie die weitere Anregung, mehr von Staats wegen zur Förderung der Theaterpflege zu tun, verdienen weitgehendste Beachtung. Am Montag wird die Erörterung fortgesetzt. Mißtrauensvotum gegen öen Grafen Spee. Katholische Arbeiter und Wahlrcform. Die Vorstanbsmiigsieder und Vertvauenkniänner der katholi- scheu Arbeitervereine des Landlagswahlkreises Neu ß- Greven- broich, den Gras Spee(Z.) im preußischen Abaeordneten- hause vertritt, nahmen einstimmig ein« Entschließung an, worin sie zunächst ausdrücken, daß sie von ihrem Abgeordneten die gleiche Parteidisziplin erwartet bätten, die sie selber„nickst selten unter Zurücksetzung eigener StandeSinteresssn"(Insbesondere bei den L-vbensmittelzöllen! Red.) geübt haben. Das bekannte Auf- treten des Grafen Spee habe nach der formellen Seite„ams peinlichste berührt", und was die grundsätzliche Seite betreffe, so for- dere„die weitaus größte Mehrzahl seiner Wähler, insbesondere die Arbeiterschaft", das gleiche Wahlrecht für Preußen. Die NichÄcachtung der Parteidisziplin' sowie seine grundsätzliche Haltung gegenüber dem gleichen W< llvecht, so heißt es zum Schluß in der Resolution,„hat unser Vertrauen zn dem Herrn Abgeordlictcn vsllständiz rr'ckiüttcrt. Wir werden unser Verhalten ihm gegenüber danach einrichten." Auch der Bezirksverband Düsseldorf der katholischen Ar- beitervereine nabm einstimmig«in« Entschließung an, worin die.�baldige Durchführung des ungeschmälerten gleichen Wahlrechts bei gleichzeitiger Schaffung von Sicherlmgen für Kirche und Schule" als das„dringendste Gebot der Stunde" bezeichnet wird und die wie folgt endet:„Die katholische ArbeiiersckKtit erwartet bei der weiteren VerttandUmg der Vorlage geschlossenes Eintreten der ZentrumSfrakticm für das gleiche Wahlrecht. Gegner des gleichen Wahlrechts dürfen auf ferneres Vertrauen der christlich- nationalen Arbeiterschaft nicht mehr rechnen." Genugtuung öer Unabhängwen üder üen ösutschen Siegesmarsch. , Wer nach unseren wieberholten Feststellunaen noch daran zweifelt, daß die Unabhängigen im Grunde gar nichts weiter wollen, als den deutschen S.i e g und daß sie den Fort- schritt der deutschen Waffen im Westen mit hoher Freude und Genugtuung, uni nicht zu sagen mit Begeisterung begrüßen, den: empfehlen. wir die neueste Nummer des„Mittcilnngs- blattes" der Berliner Unabhängigen zu recht genauer Durch- ficht. Dort feiert kein anderer als Rudolf A r e i t s ch e i d, der Mißcrfolgskandidat von Niederbarnim, den„herrlichen Fortschritt unserer Waffen" und die„weitere Fortsetzung des S i c g e s m a r s ch e s Wir wollen, um keinen Zweifel aufkommen zu lassen, die Sätze im Wort- laut zitieren. Brcitscheid knüpft an die von der„Kreuz- Zeitung" verlangte„Friedensoffensive" an, die hier schon.ge- würdigt worden ist, und schreibt wörtlich: Ganz gewiß: die Kriegsjiele der liberalen Imperialisten und der konservativen.Krenz-Zeitung" sind nicht die unteren. Heute noch nicht. Es ist ciiisnveitcn nicht der dcMokraliiche Friede, den sie anstreben, aber daß von ihnen in Tagen, die mii Meldungen von de:» herrlichen Fortschritt unserer Waffe» angesüllt sind, eine Politik gesorderr wird, und daß sie, d.e dock bisher das sog. Frieden-angebol vom Dezember 1913 als eine genügende Grund« läge für Verhandlungen bezeichneten, jetzt d-ie ivcitere Fortsetzung des Sicgesmarjchcs dnrck die Bekauingave der Kriegsziete in Fraec stele»»ollen, ist neu»nd bezeichnend. In diesen Sätzen sind nicht nur die begeisterten Freuden- ansbrüche über die deutschen militärischen Leistungen im Westen von Interesse, sondern auch die Worte„Heute noch nicht" und„einstweilen". Brenscheid glaubt offensichtlich, daß die KriegSziele der„Krcuz-Zeitung" und der l i b e- ralcn Imperialisten über kurz oder lang mit denen der Unabhängigen übereinstimmen werden. Ein rührender Optimisniu-3, �der besonders prächtig die Leute kleidet, die die Sozialdemokratie stets des übergroßen Optimismus geziehen haben. Äus jeden Fall begreift man nicht, ivarnm dieselben Unabhängigen w schrecklich über die„Durchhalter" usw. erbost tun. die jetzt über den„herrlichen Fortschritt unserer Waffen" jubeln. Sie sollen doch endlich ihre jungfernhafte Scheu ablegen und ruhig die Oeffentlichkeit wissen lassen, daß ihr Herz bei den deutschen Fahnen schlägt, wie nur das irgend eines andern. � Lekte NackriMen. Die französische Arbcitcrllassc und die Krirgszielk. Paris, 7. Juni.(Meldung der.lgence HavaS.)» ZM.re-.che Ab- geordnete der Linken waren der A ufforderun g der sozio- l i st i s ch e n Partei oesolgt, einer Konferenz der Delegierten der Allgemeinen Arbeiterliga beizuwohnen, in der Thomson den Vorsitz führte. Jouhaux und Merrheim wiesen auf die Notwendigkeit einer Politik des Einver» st ä n d n i s s e s mit d e r A r b c i t« r k I a s s c hin und betonten die Nützlichkeit einer Politik der Klarheit, welch« der Arbeiterkiasse jegtiäic Beunri hiznng und jcl n Zweifel über die Ziele nehme, skr die sie kämpfe. Thomson bemerkt«, daß es der Zweck der Versammlung sei. unverzüglich die Erklärungen und Forderungen der Allgemeinen Arbeiterliga zu besprechen. Er er- innerste daran, daß die Poliiik der repub zmmsdien Partei eine Politik des Vertrauens gegenüber den patriotischen Gefühlen der Arbeiterklasse sei. Die Versammlung endete ohne weitere Debatte und ohne Abstimmung. Reichstag. 17 0. Sitzung. Sonnabend, den 8. Juni 1318, 11 Uhr. Am BundeZralslilÄ: von Payer. Wallras. Die Sitzung beginnt mit der Vahl Ses Präsiöenten und dreier Vizepräsidenten. Sum Präftdenten wird der Abg Fehrcnbach durch Slimm�ciiel pewäkll. Abgegeben wurden 280 �ctlei, dovo» ist einer ungültig. Der Abg Febrenbacb erhält 270 Stinimen, Dr. Herzield(U. So/!.). Werner-HerSield lD. Frakt.> und Erzberger lZ.) je eine, 6 Stimm- zettel sind unbeschrieben. Präsident Fehrenbach nimmt auf dem Präfidenlenstuhl Platz und ergreift das Wort zu folgender Ansprache: Tie haben mich in einer so stattlichen Stimmeneinheit zum Präsidenten dieses Hauies gewählt, dag mein Gefühl der Dankbar- keil für das darin zum Ausdruck kommende Vertrauen unbegrenzt ist. Unbegrenzt ist aber auch das Geiübl der Verantwortung. Den ersten Dank eistatle ich den beiden Vizepräsidenten, die seit der Erkran- kuug unieres leider Heimgegangenen früheren Präsidenten die Geichäiie dieses Hauses in mustergültiger Weise verwaltet haben. sVeitall.j Von meiner Fraktion nehme ich auch von dieier Stelle aus beweglern Herzen Abschied. IBeirall im Zentrum.) Der Geist unter Kaernpr. der Geist des 4. Auqust, das gelobe ich. wird auch fernerbin in diesem Haute walten. sLebhasler Beitall.) Nach einer kurzen Wert wätzung der persönlichen Eigenschaften des- verstorbenen Präsidenten iährl Febrenbach fort: Gerechtigkeit und Wohlwollen— die Leitsterne jedes Präsidenten — werden auch für mich matzgebend sein. Unser allgemeiner iebn- lichster Wunsch geht allerdings dabin, datz meinem Regiment eine möglichst kurze Dauer beichieden sein möge. lHeiterer Bei» fall.) Es ist etwas Schönes um ein freies ielbstbewutztes Wort und dieser Platz saut die Rednertribüne zeigend) soll nach unserern Willen eine gesicherte Stätte für ein freies Wort sein und bleiben. sBeitall.) Politische Tagesfragen auch während des Krieges verlangen eine klare und bestimmte Stellungnahme. Die Entivicklnng unseres Reiches in autzen- und innerpolitlscber Be- ziehung mutz hier klar und deutlich»um Ausdruck kommen.(Zu- stimmung.) Aber ich bitte nicht zu vergesse«, datz dieser Platz die erste Redekanzel im Deutschen Reiche ist, und datz gegen d i e Würde dieier ersten Redekanzel nicht v e r st o tz e n werden darf. Alle Ausführungen, und mögen sie noch so rücksichtslos sein, müssen immer getragen werden vom Interesse des Vaterlandes. sLebhasler allieitiger Beifall.) Das freie Wort ist auch ei« ver« aniwortungsvolles Wort. Uns steht nur das Wort zur Verfügung. Draußen steht die Tat, die Tat an der Front. Da steht seil einem Vierteljahr unser unvergleichliches Heer ,n seinem ungeheuersten Kampfe. Ihm soll auch der erste Gruh �und der herzlichste des neuen Präsidenten gewidmet iein. sStürmischer Beisall.) Aber auch in der Heimat vollzieht sich die Tat. Die großen Lasten und Entbehrunge« werden mit staunenswerter Geduld getragen, und eine Arbeit häuft sich im deutschen Volle auf, zum Teil von beinahe Arbeitsunfähigen vollbracht, die das Stauiien der ganzen Menschheit erregen mutz. In keinem deutschen Hause fehlt fast die Heldenmulter mehr, der nicht ihr Teuerstes von den Kameraden auf feindlicher Erde zur ewigen Ruhe gebettet wurde.«Bewegung.) Dieter Geist des Heldentums, des Opfermuts, niutz sich auch in den Ver- Handlungen dieses Hauses widerspiegeln.— Der ideale Schwung der erste» Kriegs monate konnte»'cht während der ganzen Dauer dieses Krieges an- ballen, tveder im Volke noch bei uns. der Volksvertretung. Aber ich glaube es doch aussprechen zu dürfen: Der deutsche Reichstag kann mit Genugtuung auf die Jahre des Krieges und seine Tätig- keil in dieser Zeit zurückblicken. Der deutsche Reichstag hat sich immer bereit gefunden, dem Reiche die Mittel zur Verfügung zu stellen, die es brauchte, und gerade in unseren Tagen ist er doppelt angestrengt, neue Sieuerguellen zu erschaffen, um den Krieg zu einem glücklichen Ende zu führen und den Uebergang zum Frieden zu sichern sBeifall.) Wir stehe«, wie es scheint, vor dem gigantische« Höhepunkt «mseres Krieges. Clemenceau bezeichnet die Lage als furchtbar ervst, aber er hofft auf die Amerikaner. Wir und unsere Verbündeten vertrauen neben dem Schutze des Allerhöchsten auf die unüberwindlich« Kraft unseres deutschen Heeres, und aus die un- be-wingbare Ausdauer unseres Volkes. iBeifall.) Eine Armee. die die größten europäischen Heere, gestärkt durch kanadische, austra- lifche uiw. Streitkräfte, nieoergewarsen hat, wird nicht vor dem Heere zurückschrecken, das etwa die Vereinigten Staaten nocb gegen uns herübersenden werden. tSehr gut! und stürmischer Beisall.) Wenn es die Franzosen gelüstet, den noch unverwüsteten Teil ihres schönen Frankreichs auch noch i« ein Kampf- nnd Trümmerfeld ver- wandelt zu sehe»— die Verantwortung trifft die drüben im fran. zös! scheu Lande. Mit ungebrochener Kraft als Eckehardt unseres ganzen deutschen Volkes wollen wir in diesem schwersten und hoffentlich letzten Kamps in dieiem ungeheuren Kriege hineingehen und au die Arbeit unserer nächsten Wochen herangehen. sLebhafter Beifall.)— Wir schreite« nunmehr zur Wabl der Vizepräsidenten. Abg Paasche legt sei« Amt als erster Vizepräsident niedei. Auf Antrag de? Abg. Stresemann snatl.) wird die Wahl der drei Vizepräsidenten in einer Wahlhandlung vorgenommen.— Es werden abgegeben-203 Stimmzettel: davon sind zwei unbs- schrieben, eine Reihe von Stimmen hat sick zersplittert Ge- wählt werden die Abgg. Dobe sPp) mit 202 Stimmen Scheidemann Soz.t mit 134 Stimmen, Dr. Paasch« snatl.) mit 187 Stimmen. Tie Gewählten nehmen die Wahl an. Bei der folgenden zweiten Lesung des Etats de? ReZchsamt des?nnern führt Vizepräsident Scheidemann zunächst den Vorsitz. Abg Dr Bell«Z): Besonders wichtig ist das Bevölke- rungSproblem Ich erwarte, daß der Staatssekretär dazu Stellung nimmt. Ebenso erwarte« wir. datz der Staatssekretär sich über die Entschädigungen für Flieger schaden äußert: amtlick«? Aufklärung wäre auch erforderlich über die Leistungen der Lieterilnpsverbände aus dem Gebiete der Fa. m i l i e» u n t e r st ü tz» n g der eingetretenen Mannschaften Der von den ll. Soz. gestellte Antrag, diese Unterstützung um 5 M. zu erhöben, wird in dieser Allgememheil insbesondere für ländliche Bezirke nicht überall'ür notwendig gehalten Redner fordert weiter Maßnahmen gegen den Verkauf von hervorragenden Kunstwerken in da- Ausland und rührt schlietzlich Beschwerde über zu geringe Berücksichtigung von Katholiten bei Besetzung höherer Stellen in den Reichsämtern iBravo! im Zentrum.) Staatssekretär Wallraf: Es kommt niemals ei« Ausflihrverbot von Werken lebender Künstler in Frage Gegen den Vorschlag einer Inventarisierung besteben die Bedenken, datz es dann un. möglich sein würde, wertvolle Kunstwerke� aus dem Auslände nach Deutschland zu bringen � Der Ersatz von Sachschäden durch Flieger euolgt von jetzt ab durch die Einzelstaaten. Da? Reich mutz dies« Kosten den Einzelstaaten ersetzen Ueber den Ersatz von Fliegerschäden an Leib und Leben sckweben noch Verhandlungen.— Für die Anstellung von Beamten entscheidet allein die Tüchtigkeit. nicht die Konfession. Abg. Schulz(Soz.): Die Klagen de? Abg Bell sind heute nicht mehr berechtigt in der Zeit wo wir einen Katholiken zum Reichskanzler und zum prcutzischcn Juftizminister haben und soeben emmütlg einen Katho- lsken zum Reichstagspräsidenten gewählt haben. Durch den Krieg hat die Frauen frage besondere Bedeutung bekommen Man sollte daher endlich den Frauen die voll? Gleichberechti- gung gewähren.— In der inneren Politik sollte endlich der alte Polizei- und Vurcaukratengrist des Mthft:auens, der Verfolgung ausgeräumt werden. Sehr zu kurz gekommen ist bisher>m Reichstag die Kulturpolitik. Das Gesundheitsamt allerdings hat sich manche Verdienste um d-e GesuvvbeAsverhältnie im Reich erworben. Wir sind zur Mitarbeit auf dem Gebiete der Bevölkerungspolitik bereil. wollen aber n-cht. daß muckerische Sittli chkeitsbestr- bungen dam it verknüpft werden. Ganz verseht« ,st her Versuch, eine Art 0!cblirtcn,zwang einzuführen. Das>st ein unerhörter Ein- griff in die freie Selbstbestimmung der Frauen. sSebr wahr! b. d. Soz.) In dem Reichsgesundheitsamt haben wir rn Reichsamt für körperliche Gesundheit. Für die G e i st e s k u l l u r suchen wir im Etat vergeblich nackt einer zentralen Grundlage. Sie hätte große Ausgaben zu erfüllen. Ich erinnere nur an die schweren Schädigungen des Schulbetriebes durch den Krieg. Das geistige Niveau des Volkes wird dadurch e r« i e- drigt. Unsere Lehrlingsausbildung mutz ganz«us neue Grundlagen gestellt werden. Es ist die Pflicht des Reiches. für die Abhilfe der aus dem Krieg entstehenden Schwierigkeiten zu sorgen. Wir müssen uns über alle Parteien hinweg zu gemein- samer Arbeit in der Jugendfürsorge zusammen- finden. Die öffentliche Jugendvflege mutz freigehalten wcrden von Weltanschrunngstendenzen, andererseits kann aber auch verlangt werden, datz die konfessionelle, sozialistische und andere Jugend- bewegungen unbehelsigt von staatlicher Bevormun- dung ihren Weg gehen können. Neuerdings werden bei uns Bolkshochschnlen»ach dänischem Muster propagiert. Sie sind unserer lebhaftesten Unterstützung wert. Auch das Kino t»«d das Theater müssen zu wertvollen Siätten der Volksbildung gemacht werden Das Kino hat autzerordentlich Hobe Kulturmöglichkelten. Viel erörtert werden die Problem« der Schulreform. Die Initiative auf diesem Gebiete soll natürlich Nicht unterbunden werden. Die Zentrale des Reiches aber, �die ch wünsche, sollte alles prüfen und das Beste behalten. Möge das Reichsamt des Innern sich jetzt nach der Teilung energisch dieser positiven Kulturarbeit widmen.(Lebh. Beifall b. d. Soz.) Abg. Krcth sk.): Wenn dem Reiche alle Kulturverpflichlungen auferlegt werden sollen, was bleibt dann den Einzelstaaten übrig? Die Entschädigung für die Ostpreußen ist zu gering. Abg. FischbccknS Handelsregister nicht durch Beschivcrde, sondern nur durch Klage angesackten werden können. Die Unabhängigen machten trotzdem aus dem Urteile der Handelskammer einen endgültigen grundsätzlichen Sieg und warfen im Mai gewaltsam den Genossen Herzig hinaus. Ihm auch die Geldichrankschlüffel zu entreißen, mißlang. Eine von Herzig beantragte einstweilige Bei lügung hatte den Erfolg, datz das Gericht ihn wieder als Gcschättsführer einsetzte und der Gegenpartei bei 3000 M. Strafe sür jede» Fall verbot, ihn der Ausübung seiner Tätigkeit zu hindern. Den dadurch geschaffenen Rechtszustand fochten die Unab- hängigen, deren stiller RechlSbeistand� von Anfang an Haas« ge« wei'cn ist, durch Ktage an. Sie beriefen sich darauf, sie seien der Sozialdemokratische Verein, gegründet am 19. April 1889. Diese Selbsttäuschung ist nun durch das Urteil des Landgerichts gestern »erstört Wörde«. Da« Landgericht bar ausdrücklich erklärt, da der Beschlutz der Generalveri'aimnlung am 6. Mai 1917 nicht einstimmig gesaßt worden sei, gelle er nicht für den Verein als einem Ganzen, sondern die Beschließenden seien nur für ihre Personen aus dem Verein aus- getreten. Damit haben sie alle Rechte an den Verein und seine Einrichtungen verloren. Das Urteil kann zwar durch Berufung ans OberlandeSgericht angesochten werden. Allein die Unabhängigen, die nunmebr in die sclbstge>chaufelle Grube gefallen sind, verhehlen sich nicht die volle Aussichtslosigkeit dieses Rechtsmittels. Sobald die ichristliche Urteilsausfertigung vorliegt, wird be- treffS der beiden unabhängigen Gesellichafter formell unangreifbar das Nötige geschehen. Dann ist das Verlagsrecht in unseren Händen. Und sollte sich etwa die Druckerei weigern, sür uns Satz und Druck zu besorgen, so find wir auch sür öiessu Fall gerüstet. GeVerffchBsbewegung Die Schwartzkopffschen Arbeite? zu üer angeküuöigten Lshnreöuktion unü üer Luöenöorff-Spenöe. Ein« Betriebsvcrssnimlung der Firma Schwartzkopff. di« so stark besucht war, daß zwei große Säle die Massen kaum zu fassen vermochten, beschäftigte sich am Donnerstag mit den im Be- triebe vorgenommenen und angekündigten Abzügen und mit der Stellungnahme zur Ludendorff-Spende. Die Firma hatte die Er- Wartung ausgesprochen, daß die Arbeiter sich mit größeren Be- trägen, vielleicht in der Höhe eines Tagesverdienstes, daran be- teibigen würden. Eine lange Aussprache riefen zunächst die angekündigten Ab- züge hervor. Von dem Leiter des Betriebes in der Zinnowltze: Straße, Dr. Goldschmidt, war den Arbeitern angekündigt worden, daß 20 bis od Proz. abgezogen werden müßten, um den Betrieb wieder rentabel zu gestalten. Bei den jetzt gezahlten Löhnen sehe sich die Firma genötigt, in einigen Monaten den Betrieb zu schließen, da sich die Fabrikation nicht mehr lohne. Wer nicht zu den reduzierten Preisen arbeiten wolle, könne den Abkehrschein be- kommen. Diese Begründung rief große Verwunderung hervor, da doch allgemein bekannt ist, daß die Firma sehr hohe Dividenden zahlt, ihre Aktionäre daher zu den Schwerverdienern gehören. Es wurde besonders darauf hingewiesen, daß die Löhne eigentlich gar nicht gestiegen seien; wenn auch die Lohnsumme eine höhere geworden sei, so dürfe nicht außer acht bleiben, daß die Kaufkraft des Geldes erheblich gesunken sei, so daß in Wirklichkeit nicht einmal die b.i Kriegsausbruch gezahlten Löhne erreicht wüc- den. Verschiedene Redner führten die Lohnreduktionen, die auch in anderen Betrieben vorgenommen werden, auf das Verlangen der Behörden zurück, fanden es aber sonderbar, daß nicht auch mit der gleichen Energie auf eine Herabdrückung der hohen Profite hin- gearbeitet würde. Verschärft wird noch die Erregung durch die gleichzeitige Herabsetzung der Brot- und Fleischration und die Be- fürchtung, hierdurch noch einer größeren gesundheitlichen Schädi- gung ausgesetzt zu sein. Beschlossen wurde, den Arbciterausschutz mit erneuten Verhandlungen mit der Direktion zu betrauen in der Erwartung, daß, solange diese nicht erledigt sind, eine Herabsetzung der Akkordpreise nicht vorgenommen wird. Gleichzeitig soll das Krlcgsamt um Vermittlung ersucht und zu diesen Verhandlungen Vertreter der Organisation hinzugezogen werden. Eine Verein- barung über die Bezahlung einzelner Lohnstunden der Akkord- arbeiter, die zwischen dem Arbeiterausschuß und der Firma ge- troffen war, wurde mit schwacher Majorität angenommen. Bei der Verhandlung über die Ludendorff-Spende war die Versammlung der Ansicht, daß alles getan werden muß, um den Kriegsbeschädigten zu helfen. Eine wirksame Hilfe könne aber nur in einer groß- zügigen Reform des Militärrentengesetzes durch das Reich bestehen. Ferner sei ein Gesetz, welches die Anrechnung der Rente bei Be- Messung des Lohnes unter Strafe stellt und gleichzeitig den Unter- nehmer zwingt, einen bestimmten Prozentsatz Kriegsbeschädigter einzustellen, erforderlich. Aufs tiefste wurde auch die Art der Sammlung für den Fonds bedauert, die man vielfach als Straßenbettelei bezeichnete. Wenn die Unternehmer für die Kriegsbeschädigten sorgen wollen, solle das nicht durch einen Druck auf die Arbeiter zur Aufbringung von Geldern, sondern in den eigenen Betrieben geschehen. Ein gewisses Mißtrauen werde auch durch den Ausschluß der Kriegsbeschädigten von der Verwaltung und Verteilung der Gelder hervorgerufen. Die beste Unterstützung für diese werde in dem Eintreten der gesunden Arbeiterschaft für ihre gerechte Entlohnung erblickt. Folgende Entschließung wurde von der Versammlung ange- nommen: Die von öOVO Arbeitern und Arbeiterinnen besuchte Betriebsversammlung der Firma Schwartzkopff lehnt eine Beteiligung an der Ludendorff-Spende aus folgenden Gründen ab: Die Arbeiterschaft fordert vom Staat eine Erhöhung der Rente zur auskömmlichen Versorgung der Kriegsbeschädigten, damit diese nicht auf Almosen, wie eS auch diese Spende letzten Endes ist, angewiesen sind. Dadurch würde bei der Arbeiterschaft auch zugleich ein Teil der Besorgnisse beseitigt, daß die Kriegsbeschädigten von den Unter- nehmern und deren Verbänden, auch denen, die den Aufruf zur Spende mitunterzeichnet haben, als Lohndrücker benutzt werden können. Die Mittel sind durch eine direkte, progressiv steigende Reichscinkommensteuer aufzubringen. Weiter wurde beschlossen, unter sich zu sammeln und den Bs- trag der Unterstütznngskasse des„Reichsbundes der Kriegsbeschädigten und ehemaligen Kriegsteilnehmer" zu überweisen. Merkwürdige Lohnvoltiik des Wumba. Bereits im November vergangmen Jahres traten die Betriebs- schreiber und Schreiberin neu der König!, militärischen Institute in Spandau an ihre Verwaltungen mit dem Antrag auf Lohnerhöhung heran. Die bisher geltenden Löhne sind bereits im Mai vorigen � Jahres festgesetzt und den gegenwärtigen Teuerungsverhältnissen � in keiner Weise mehr entsprechend. Die Verhandlungen mit den i Angestellten-Ausschüssen und die außerdem direkt mit dem Wumba geführten Verhandlungen des Verbandes der Bureau-i a n g e st e l l t e n konnten aber zu einem Ergebnis nicht führen, i da die Militärverwaltung zuächst jede Lohnerhöhung ablehnte und dieselbe dann von dem Ergebnis einer veranstalteten Umfrage in Privatbetrieben abhängig niachte, die sich monatelang hinzog. Es wurde schließlich der Schlickitungs-Ausschuß angerufen, der in einer Sitzung am 2. Mai dem Wumba aufgab, bis zum 30. Mai eine Entscheidung zu treffen, widrigenfalls der Schlichtungs-Aussthuß die eventuellen Lohnerhöhungen festsetzen würde. Die nunmehr vom Wumba oerfügte Neuregelung der Löhne ist jedoch alles andere als eine Aufbesserung Die Löhne der Angestellten unter 13 Jahren sind völlig unverändert geblieben, die Angestellten zwischen 18—21 und 21— 25 Jahren sollen eine Lohnerhöhung von 4— 5 Pf. pro Stunde erhalten. Die männlichen Angestellten über 25 Jahre er- halten 24 Pf., die weiblichen 15 Pf. zugelegt. Diese Lohnerhöhung bei den männlichen Betriebsschreibern hat aber, soweit sie ver- beiratet sind, zur Folge, daß ihnen die bisher gewährte Familien- beihilfe und Kinderbeihilfe entzogen wird, da diese nur soweit ge- währt wird, als Lohn und Familienbeihilfe zusammen 300 M. in j vier Wochen nicht übersteigt. Bei den verheirateten Angestellten ! zwischen 21— 25 Jahren wird infolgedessen die geringe Lohn- erhöhung vollständig durch Abzug der Familienbeihilfe aufgehoben. Bei den verheirateten Angestellten über 25 Jahre tritt, soweit sie � keine Kinder haben, eine Aufbesserung um 24 M. pro Monat ein. Diese Zulage sinkt mit der steigenden Kinderzahl bis auf 1,44 M. pro Monat bei 5 Kindern, während bei 6 Kindern bereits ein Ab- zug von 2,76 M. von dem bisherigen Verdienst stattfindet. Während l sich also die gesetzgebenden Körperschaften bemühen, die Grundlage > einer vernünftigen Bevölkerungspolitik zu schaffen und auch die i staatlichen und privaten Teuerungszulagen alle darauf zugeschnitten , werden, die kinderreichen Familien besonders zu berücksichtigen, hält es das Wumba für zweckmäßig, die kinderreichen Familienväter durch Lohnabzug zu strafen. Eine erneute Verhandlung vor dem Schlichtungs-Ausschuß am 6. Juni wurde nochmals vertagt, um einen Vertreter des Wumba heranzuziehen und wenn möglich eine Verständigung herbeizuführen. Eine sehr zahlreich besuchte Versammlung der Betriebsfchreiber und Schreiberinnen, in der Krüger vom Verband der� Bureauangestellten referierte, beschäftigte sich am 6. Juni mit dieser Neuregelung der Löhne; es kam eine starke Unzufriedenheit zum Ausdruck. Die zuletzt geforderten Lohnsätze, die gegenüber den ursprünglichen Forderungen bereits reduziert waren, wurden als Mindestforderung bezeichnet, die unbedingt erfüllt werden muß, um die dringendste Notlage von den Angestellten fernzuhalten. Diese Forderungen lauten: Für männliche Betriebs schreiber bis 18 Jahre 1.08 M. ibisher 86 Pf.s, 18—21 Jahre 1.36 M.(1,05 M.s. 21 bis 25 Jahre 1,68 M.(ILO M.>, über 25 Jahre 1.68 M.(1,50 M.s. Für Schreiberinnen bis 18 Jahre 88 Pf.(70 Pf.), 18 bis 21 Jahre 1— M.(80 Pf.), 21—25 Jahre 1,12 M.(90 Pf.), über 25 Jahre 1,12 M.\1,— M.). Lebhafte Entrüstung löste es in der Versammlung auch aus, daß das Wumba, das bisher mit dem Verband der Bureauangestell- ten anstandslos über die Forderungen der Angestellten verhandelt batte, nach seinen letzten Schreiben zu urteilen, jetzt einen anderen Standpunkt einnimmt und den Angcstellten-Ausschüssen der In- stitute eine Rüge erteilt hat. weil sie sich direkt an das Wumba mit einem Ersuchen um mündliche Verhandlung gewendet und sich hier- bei der Vermittlung des Verbandes bedient haben. Sollen die ge- werkschaftlichen Organisationen etwa nur da anerkannt werden, wo man sie braucht, und nicht auch dort, wo sie die Interessen der Angestellten vertreten? Zum Schluß nahm die Versammlung ein- stimmig folgende Entschließung an: „Die am 6. Juni versammelten Betriebsschreiber und Schreiberinnen der Ltünigl. Institute in Spandau bedauern lebhaft, daß die seit über sechs Monaten geführten Verhandlungen wegen einer zeitgemäßen Erhöhung ihrer Löhne zu keinem befriedigenden Er- gebnis geführt haben. Die vom Wumba verfügte Neuordnung der Löhne läßt bei einem Teil der Angestellten wieder alles beim alten, bringt für einen anderen Teil eine Lohnerhöhung von 4— 5 Pf. und in wenigen Fällen bis zu 24 Pf. Gerade diejenigen Ange- stellten, deren wirtschaftliche Notlage am größten ist, die Ver- heirateten mit sechs und mehr Kindern, bekommen aber nicht nur keine Aufbesserung, sondern erleiden sogar eine.Verminderung ihres bisherigen Lohnes. Das Verhalten des Wumba steht damit im krassesten Gegensatz zu der Stellungnahme anderer privater und behördlicher Arbeitgeber, die gerade in den letzten Monaten für Be- amte und Angestellte wesentliche Gehaltsaufbesserungen und Teue- rungszulagen bewilligt baben. Die Versammelten erwarten, daß der angerufene Schlichiungs-Ausschuß ihnen eine angemessene Lohnerhöhung im Sinne der aufgestellten Mindestforderungen zu- sprechen wird und beauftragen den Verband der Bureauangestellten, die nichterfüllten Forderungan dem Reichstag zu unterbreiten, um das Verhalten des Wumba als Arbeitgeber dort in breitester Oeffentlikcheit zu kritisieren."_ Vorsicht bei Llrbeitsannahme nach auswärts. Unter obiger Ueberschrift veröffentlicht„Der Grundstein", das Organ des Deutschen BauarbeitervcrbandcS, eine Warnung des Vorstandes vom Zwcigverein Köln, die wir, weil sie von allgemeiner Bedeutung ist, wiebergeben wollen. Sie lautet: „Hiesige und auch fremde Baufirmen, die auswärts Bau- arbeiten ausführen, suchen durch Inserate in Zeitungen fortwäh- rend Bauarbeiter, oft 500 und 1000 auf einen Schlag. M-it der Anwerbung werben Agenten beauftragt, die die Arbeiter in Wirt- schaften bestellen. Dort werden ihnen die Lohn- und Arbeitsbcdin- gungen bekanntgemacht und ihnen Verträge zur Unterschrift vor- gelegt, auf deren Inhalt unser Verband keinerlei Einfluß hat. Die Agenten erhalten von den Firmen für jeden Mann 12 M.; sie sind deshalb begreiflickicrweise lebhaft bemüht, möglichst viele Arbeiter zu vermitteln. Besonders das Versprechen, daß außer dem Lohn freie Verpflegung und Unterkunft gewährt wird, trägt dazu bei, daß viele Arbeiter die unbedingt nötige Vorsicht sehr oft zu ihrem Schaden außer acht lassen. Den Arbeitern werden bei der An- � Werbung in der Regel Verträge unterbreiter, deren Tragweite die, meisten Bauarbeiter nicht zu übersehen vermögen. Die Folge ist, I (daß zahlreiche Prozesse geführt werden müssen, die aber. � besonders wenn es sich um auswärtige Firmen handelt, für die Ar- beiter in der Regel ergebnislos verlaufen. Wir halten uns für ver- pflichtet, unsere Mitglieder vor solchen Arbeitsangeboten zu warnen und ihnen Verdruß und Schädigungen zu ersparen. Wir ersuchen alle Bauarbeiter, die arbeitslos sind oder werden, sofort unfern Arbeitsnachweis in Anspruch zu nehmen. Wir sind stets in der Lage, selbst Arbeit nachweisen zu können. Wer jedoch auswärnge Arbeit annehmen will, dem machen wir eS zur Pflicht, vorher auf I unserm Verbandsbureau Erkundigungen einzuziehen. Wer dies unterläßt, der hat kein Recht, später wegen Rechtsschutz den Verband in Anspruch zu nehmen." Vorstandswahl der Maler. In unserem gestrigen Bericht hat der Druckfehlerteufel zwei Namen entstellt. Der Schriftführer heißt Frank und der dritte Beisitzer Kahle. Znöustrie und kanSel. Positive sozialistische Handelspolitik. Die„Chemnitzer Volksstimme" vermißt in dem Akttons» Programm einen Hinweis, wie der Uebcrflutung des deutschen Marktes mit ausländischen Textilfabrikalen nach Friedensschluß vorzubeugen wäre, wenn die deutsche Textilindustrie noch keine Rohstoffe besitzt. „Das einzige, was helfen kann, ist ein radikales Ein» fuhrverbot für all? Halb- und G a n z f a b r i k a t e ver Textilindustrie. Weder Garne noch Tuche, noch Wäschestoffe', weder Kleider noch Wäsche, weder Möbelstoffe noch Teppiche, noch Säcke dürfen nach dem Krieg nach Deutschland herein. Die Rohstoffe dazu. Wolle, Baumwolle, Jute, Seide, Hanf und Flachs, werden die Deutschen gern zulassen, wenn di: Entente diese ihnen wider Erwarten geben sollte. Aber von einer Zulassung fertiger oder halbfertiger Webwaren darf in Deutschland erst die Rede sein, wenn divsch jahrelangen Verlauf friedlicher wirtschaftlicher Entwick�'z über jeden Zweifel die Tatsache sichergestellt sein wird, daß wir nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der lebendigen Wirklichkeit Wirtschafts- frieden mit unseren jetzigen Gegnern haben werden." Die Frage„Schutzzoll oder Freihandel" kann tatsächlich bei Auftauchen der Probleme der Uebergangswirtschast nicht in den Mittelpunkt der Diskussion gestellt werden, wie überhaupt eine Festlegung ohne gründlichste Prüfung der den besonderen Fall be- stimmenden Tatsachen verfehlt ist. Die Probleme der Handelspolittk nach dem 5hrieg müssen tatsächlich gestellt werden, wenn auch die Zeit für Lösungsversuche, die konkrete Vorbedingungen voraus- setzen, noch nicht reif ist. Nebenbei: dieser Umstand ist für die Ab- fassung eines Aktionsprogramms sehr binderlich Der Vorschlag der„Chemnitzer Volksstimme" krankt selbst an einem gewissen Verlangen nach dogmatischer Allgemeingültigkeit. Eine so große Bevorzugung einer Industrie, wie sie hier vorge- schlagen wird, setzt doch eine weitgehende Kontrolle über die Ar- beitcrverhältnisse wie ganz besonders der Absatzorgani» s a t i o n voraus. Sie ist durch die besondere Situation am Kriegsende bestimmt. Man denke nur an die Folgen, wenn den Fertigwaren der Baumwollerzeuger die Tür vor der Nase zuge» schlagen wird, während die Lieferung der Baumwolle selbst von ihnen verlangt wird. Es liegt uns fern, die Chemnitzer Forderung nicht als ultima ratio gelten zu lassen; aber so simpel sind die Dinge auch nicht, daß derartige Forderungen wie Raketen losgeschossen werden können. Mit diesem Vorbehalt sei aber nicht das Verdienst ge- mindert, ein so dorniges Problem zur Besprechung gestellt zu haben._ Eine Besteuerung des Roheisens? Die„Deutsche Bergwerkszeir»iig" berilviet: Heute findet in Berlin eine Sitzung statt, in der sich die Nwcbsregiening im Em- vernebmcn mit maßgebenden Vertretern der Eiie'nindustrie Über die Eütttthruiiz einer Eiiensteuer iedlüsfig werden wird. Geplant ist die Schaffung einer Roheiiensteuer. der auch die.Industrie im Prinstp zugestimmt hat. In Frage kommt die Einführung einer Steuer von 10 Mark pro Tonne oder von 10 Prozent des fakturierten Wertes. ES ist noch unenlichieden, welche Art der Steiieierbebiiiig man wählen wird. Anzunebmen ist. daß man die Steuer von der Tonne erheben wird. Im Falle der Erhebung der Steuer vom fakiurierlen Werte würden nämlich nur diejenigen Mengen Robeisen, die der Robeisenverband zur Versendung bringt, und nicht die von den einzelnen Werken selbst verarbeitenden Mengen von der Sleuer erfaßl werden. Ein anderer ins Gewicht fallender Gestchispunkt ist der, daß bei Erhebung einer Toniieiistelier nalur« gemäß die geringwertigere» Nobeisensorien böber belastet werden als die besseren Sorte»,>'0 daß mit der Ei Hebung der Tonnen» stcuer eine größere RncksichlnaHme auf die weiterbearbeilende Jn- diislrie verbunden ist, wie das bei einer Besteuerung der fakturierlen Beträge der Fall sein würde. Zum Nmsahstcucr-Gescticntwurf hat die Arbeitsgemeinschaft des Tabakgewerbes eine Eingabe an den HauptauSschuß des Reichs« iagcs gemacht, in der sie u. a. verlangt, daß die Umsatzsteuer beim Kleinverkaus von Zigaretten nur vorn Reinwarenvreise berechnet werde und nicht auch von dem Betrage der auf der Zigarette ruhen- den Banderolensteuer einschließlich des Kriegszuschlages, die rund 40 Proz. des Kkeinverkaufspreises ausmachen.__ Verantwc'rtlich für Politik: Erich Kuttner. Berlin,' für den übrigen Teil des -Blattes. Alfred Scholz, Neukölln: kür Anzeigen Theodor Gloefe, Berlin. Verlag: Vorwärts-Verlag m b.£>.. Verlin. Druck: Vorwärts-Buchdruckerei und Veclagsanstall Paul Singer u. Co. in Berlin. LindensLraöe 3. Hierzu 3 Beilagen.__ Kleiderröcke Damenkleider T�rtck aus Schlsierstoft, w?iö gernusiert. ge/og. Form zr« mit aufgesetztem Güitei... �' O/vpf. au» dunkelsremusierteni Schleierstoff, gez. 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Als sie in Karlshorst den Bahnsteig verlassen wollte, wurde an der Sperre diese Fahrkarle als.hier nicht gültig� zurückgewiesen, und die Frau mußte beim Slalionsvorsteher 20 Ps. nachzahlen, so daß sie 40 Ps. los war. Ihr Hinweis, daß doch die 2V Ps., die die Fahrt kostet, auch für die Siadlbahnsahrkarle entricklel worden, hals ihr nichts. Geld ist Geld— aber nicht für die Eisenbahnverwaltung. Noch wunder- licher erging es einem Planne, der am letzten Sonnlag vom Schlesischen Bahnhof nach Baumschulenweg fuhr. Ihm wurde für IS Ps. am Fahrkartenschalter eine Stadtbahn- fahrkarte eingehändigt, aber auch er mußte in Baum- schulenweg sich wegen„Ungültigkeit" der Fahrkarle anhalten lassen und halte für nochmalige 15 Pf. eine andere zu lösen. Wer- gebens berief er sich darauf, daß er seine Fahrkarte ja am Schalter erhallen habe. Der Slalionsvorsteher belehrte ihn, daß seit 1. Juni niemand mehr mit einer Stadtbahnfahr« karte einen Borortbahnhos verlassen darf. Er solle zufrieden sein, daß er nur eine einfache Fahrkarte nachzulösen genöligi werde. Von Rechts wegen sei er gleich einem Reisenden ohne gälrige Fahrkarte zu behandeln, so daß er dann den ooppelten Fahrpreis nachzuzahlen hätte. Der Einsender glaubt bemerkt zu haben, daß es ebenso wie ihm noch mehreren Personen erging, die mit demselben Zuge angekommen waren. Wenn die Auskunft des Slarionsvorstehers richtig verstanden worden ist und tatsächlich jetzt andere Vorschriften für die Benutzung der Stadtbahnfahrkarlen gelten, so möge man dafür sorgen, daß die Fahrgäste davon Kenntnis erhalten. Bekanntzugeben wäre das nicht durch irgend einen unscheinbaren Aushang an wenig beachteter Stelle, sondern durch weithin sichtbare Anschläge an den Fahrkarten- schaltern und Fahrkartenautomaten. Unbegreiflich finden wir es. daß sogar eine Fahrlartenverkäuferin über die„Neuerung" nicht hinreichend unlerricktel sein sollte. Auch der Eisenbahnvcrwaltung wird cinleucknen, daß sie die Fahrgäste möglichst vor Schädigungen des Geldbeutels und sich selber vor unverdientem Gewinn bewahren muß. Wir möchten gern annehmen, daß es sich bei den geschilderten Vorkommnissen nur um Irrtümer des Bahnhofsperionals handelt und daß an den früheren Vorschriften nichls geändert worden ist, Sollte aber diese Behandlung der belreffenden Fahrgäste doch.vor- schrisls- und ordnungsgemäß". gewesen sein, so müßten wir schleunigste Abhilfe fordern. Es wäre ein starkes Stück, wenn unlcre Eisenbahnverioallung sogar in der Kriegszeit immer noch nicht davon lassen könnte, auf Erfüllung solcher, durch nichts gerechtfertigten Förmlichkeiten zu dringen. Aber ähnlich sieht eS ihr! Zwar wird, wenn einer etwas gegen die jammervollen Zustände zu sagen wagt, die jetzt auf den Stadt-, Ring« und Vorortbahnen herrschen, sogleich geltend gemacht:.Es ist eben Krieg I" jlltlt Hinwersen auf die Kriegsverhältnisse und die durw sie geschaffenen Erschwerungen wird es entschuldigt, daß die Zugfolge stark eingeschränkt ist, daß die Züge oft sehr unpünkl- lich eintreffen, daß die Fahrgäste sich in geradezu lebensgefährlicher Weise zusammenpferchen lassen muffen, daß die Beschaffenheit der Wagen arg vernachlässigt ist. daß man bei Winterkälle von der durch zerbrochene Fenster hereinbringenden eisigen Zugluft schwere Gesundheitsschädigungen zu besürchten hat, und so weiter. Das alles sind Dinge, unter denen besonders die Arbeiter« schafl leidet, die Tag tür Tag auf ihren Wegen nach und von den Arbeitsstätten die Stadt-, Ring- und Vorortbahnen benutzen muß. Wir Fahrgäste werden durch Erhöhung der Fahrpreise geschröpft, haben keinerlei Anspruch auf menschenwürdige Beförderung, dürfen jetzt von der Eiienbahnverwaltung beileibe nichts fordern und sollen ihr ialleS verzeihen. Sie aber gibt gegenüber uns trotz allen doch auch aus uns lastenden Erschwerungen der KriegSzeit von ihren Rechten nicht das Geringste preis und es fällt ihr gar nicht ein, einmal zu unsere» Gunsten»fünf gerade sein zu lassen". Zeit wird es, daß endlich ein dem rauhen Ton dieser Kriegs- zeit entsprechendes Donnerwetter zwischen die verkehr- erschwerende Eisenbahnbureaukratie fährt. Die Berliner Weiße wird verbessert. Durch die Verordnung über Bier und bierähnliche Getränke vom 24. Januar 1913 ist die Herstellung von Bier mit einem Stammwürzegehalt von mehr als 3 Proz. verboten. Von dieser Borschrift har jetzt der Staatssekretär des Kriegsernährungsamtes einige Ausnahmen zugelassen und zwar ist sowohl für Berliner Weißbier wie für G r ä tz e r Bier die Höchstgrenze für den Stammwürzegehalt auf 4 Proz. erhöht worden. In Ver- bindung mit diesem Zugeständnis ist der Herstellungspreis für Berliner Weißbier und Grätzer Bier auf 24 M. für den Hektoliter heraufgesetzt worden. Dieselbe Preiserhöhung ist auch für das obergärige gesüßte Carmelbier ldunkles Süßbier) mit Rücksicht aus die Kosten der Süßung bewilligt worden. Berliner Lebensmittel. Auf Abschnitt 34 der Lebensmittelkarte der Stadt Berlin ent- fällt 1 Pfund Di armelade. Die Boranmeldung findet in den durch Aushängeschild:„Verkauf von Marmelade aus Lebensmittel- karten der Stadt Berlin" gekennzeichneten Geschäften am 10., 11. oder 12. Juni 1913 statt. Da die Marmeladensaoriken häufig nicht in der Lage sind, die volle Menge auf einmal zu liefern, ist es mög- lich, daß' in einzelnen Kleinhandelsgeschäften fich der Verkauf der Marmelade verzögert. Für den Fall der Verzögerung der Beliefe« rung ist jedoch eine Nichtlieferung keinesfalls zu befürchten. Auf Abschnitt 46 der Eierkarte kann vom 10. bis 19. Juni ein Ei entnommen werden. Die Kleinhandelsgeschäste können indessen erst nach und nach mit der gesamten erforderliche« Meng« Eiern beliefert werden. In der Zeit von Montag, deo 10,, bis Sonntag, den 1«. Juni. wird in den Bezirken der 144,. 147.— 143., 150.-151.. 154.-157., 159., 183., 186., 198.— 199., 206., 215., 233. und 287. Brotkommisston — Norden und Nordwesten Berlins— auf oas Mitlelstück der zurzeit gültigen Speisefettkarte pro Kopf 125 Gramm Käse verteilt._ Die Kleiderabgade. Die Reichsbekleidungsstelle hat den Kommunalverbänden be- kanntgegeben, daß die Sammlung getragener Männerkleidungsstücke am 15. Juli abzuschließen ist. Am 16. Juli melden die Kommunalverbände der Reichsbekleidungsstell«: die Zahl der auf den Kommunalverband als Aufbringnngssoll umgelegten Anzüge, die Zahl der unentgeltlich abgelieferten Kleidungsstücke, die Zahl der käustich erworbenen Kleidungsstücke, und die am 15. Juli gegenüber dem Aufbringungssoll etwa noch vorliegende Fehlmenge. Soweit am 15. Juli in einzelnen Kommunalverbänden noch Fehlmengen bestehen sollten, behält sich die Reichs- bekleidungs stelle vor, schärfere Maßnahmen anzuordnen._ Ansdebnnng des Tischwäscheverbots in Gastwirtschaften. Die Reichsbckleidungsstelle veröffentlicht eine Bekanntmachung, nach der vom 1. Juli an die Benutzung von Tischwäsche sServietten und Tischtüchern) in Gastwirtschaften, Hotels, Penstonen, Klubs, Kasinos, Kanlinen und Vereinen ohne Ausnahm« verboten ist. Die entbehrliche Gastwirtswäsche wird von der Reichs- bekleidungsstslle angekauft werden. Und zwar gelten als ent- bchrlich: in stilliegenden Betrieben 75 Proz. der Tischwäsche, 50 Proz. der Bettwäsche und 50 Proz. der Hauswäsche— der Fläche nach berechnet. In sonstigen Betrieben sollen 75 Proz. der Tisch- Wäsche— der Fläche nach berechnet— angekauft werden, Bett- und Hauswäsche soll nur im Fall des Vorhandenseins besonders großer, für den derzeitigen Betrieb nicht benötigter Bestände nach besonderer Einzelprüfung der vorliegenden Verhältnisse abgefordert werden.— Die Vergütung für die steiwillig abgegebene Wäsche erfolgt in der Weise, daß für ungebrauchte Ware, die im Frieden ge- kauft wurde, der Einkaufspreis des Verkäufers zuzüglich 20 Proz., für ungebrauchte Ware, die während der Teuerung im Kriege ge- kauft wurde, der Einkniisspreis zuzüglich 6 Proz. Zinsen seit dem Tage des Erwerbs durch den Verkäufer gezahlt wird. Für g e- brauchte Wäsche ist von diesen Preisen je nach dem Grade der Abnutzung ein der Wertverminderung entsprechender Abzug zu machen, desien Höhe von dem sachverständigen Einkäufer nach Prü- fung der Ware festzusetzen ist._ Aufschub der Stadkverordncten-ErgznztmgSwahle». Der Berliner Magistrat hat beschloffen, die Stadtverordneten-ErgänzungSwahlen, die im Herbst stattfinden müßten und schon einmal verschoben worden find, abermals um ein Jahr, also auf den Herbst 1919 hinaus- zuschieben. Die Ersatzwahlen sollen natürlich nach wie vor statt- finden. Das nächste Volkskonzert des Philharmonische» Orchesters findet am Montag, den 10., in der Philharmonie, Bernburger Sir, 22/23, statt. Beginn des Konzerts 3 Uhr. Eintrittspreis 30 Pf., Kassen- eröffnung 7 Uhr. Im Admiralspalast finde» auch während des Sommers Sonntag- «achmittag-Vorstellungcn statt. Zirkus Vnsch. Das neue Juni-Programm ist zugleich da? letzte vor Schluß der Saison. Harry Cordley, der Gleichgewichtskünstler, den man nach seinen außergewöhnlichen Darbietungen den Mann ohne Knochen nennen könnte und Martialo, der mit einem gedeckten Tisch aus dem Kopse durch die Manege tanzt, sind der Glanzpunkt des reichen Programms, dessen Schluß allaoendtich die.Frühlmgsjpiele" bilden. Ei» Opfer ihres Berufes ist eine 20jähnge Bremserin geworden. In der Nacht zum Freitag stürzte zwischen Friedrickshagen und Rahnsdorf eine Bremserin vom Güterzuge, wobei sie unter die Räder geriet und ihr beide Beine abgefahren wurden. Nach An- legung von Notverbänden wurde sie in die kgl. Klinik, zu Berlin ge- bracht. Der Unfall ist dadurch entstanden, daß ein Achsen- brand eingetreten war. Das junge Mädchen, welches den Brand bemerkt hatte, versuchte von ihrem Sitze aus dies durch Signale dem Lokomotivführer zu melden. Dabei hat die pflichttreue Be- amtin sich zu weit aus dem Sitze gebeugt, den Halt verloren und ist herabgestürzt. Die Räder des nachfolgenden Wagens gingen dann über die Bewußtlose hinweg und schnitten ihr beide Beine ab. Z» der FamilientrngSdic in Treptow, bei welcher der Kaufmann Adolf Hänsel seine Ehefrau erschoß und sich selbst schwer verletzte, erfahren wir noch, daß H. im Krankenhause ebenfalls verstorben ist. Der 20 jährige Sohn des Ehepaares, der während der Tat des Vaters aus dem Fenster sprang und bei dem Sturz auf ein Gartengitter schwere Verletzungen davontrug, gab bei seiner Ver- nehmung an, daß der Vater die Tat in einem Anfall von Geistes« gestörtheit verüb« hat. Hänsel war unheilbar leidend und am Donnerstag aus einem Krankenhause entlasten worden. Reukölln. Lebensmittel. 150 Gramm Teig�varen und 300 Gramm lose Suppen, Morgenirank oder Suppenwürfel, werden im Laufe der nächsten Woche auf Abschnitte 30, 31 und 32 der allgemeinen Lebensmittelkarte abgegeben, desgleichen 1 Pfund Marmelade auf Abschnitt 34 derselben Karte und 1 Pfund Marmelade auf Abschnitt 21 der alten Lebensmittelkarte. Die Belieferung der Kleinhändler mit Marmelade kann nur nach und nach erfolgen, die Kleinhändler haben daher durch Plakat anzuzeigen, wann und auf welchen Abschnitt der Verkauf jeweilig erfolgt. Der Verkauf von 150 Gramm Graupen ans Ab- schnitt 29 der allgemeinen Lebensmittelkarte wird Mittwoch, den 12, d, M. beendet. Anträge auf Ersatz für gelieferte schlecht? Ge- müsekonserven, welche aus den von der Stadtgemeinde gelieferten Konservenmengen herrühren, müssen bis zum 1. Juli im Rathaus, Zimmer 136», unter Vorlegung der schlechten Waren gestellt werden. Später kann ein Umtausch ans keinen Fall vorgenommen worden. Der Verkauf von 2 Eiern auf Abschnitt 46 der Eieriarle wird fortgesetzt. Schöncierg. Lebensmittel. In der ersten Woche der ver- minderten Brotmenge werden an Nährmitteln 300 Gramm an die Gesamtbevölkerung und weitere 250 Gramm an die Jugendlichen verteilt. Die Voranmeldung findet bis Dienstag, den 11. Juni, statt und zwar für 300 Gramm Weizengrieß auf die Ab- schnitt 31 und 32, 200 Graupen aus Abschnitt 33, 300 Gramm Teig- waren auf Abschnitt 37 der Groß-Berliner Lebensmittelkarte und 250 Gramm Graupen ans die Abschütte 12 und 13 der Groß« Berliner LebenSmitelkarte für Jugendliche. Ausgegeben werden in der nächsten Woche in den Bezirken der Brotkommissionen 1, 2 und 3 125 Gramm Tilstter Käse auf Grund der Speisefettkunden- liste, ein Ei auf Abschnitt 46 der Eierkarte, 450 Gramm Teigwaren auf Abschnitt 29, 150 Gramm Graupen auf Abschnitt 30 und 1 Pid. Marmelade auf Abschnitt 34 der Groß-Berliner Lebensmittelkarte. Wilmersdorf. Lebensmittel. Fortgesetzt wird bis Donnerstag, den 13. Jnm, der Verkauf von 150 Ekamal Graupen auf Abschnitt 30 und 150 Gramm Teigwaren sAuzzugSware) ans Abschnitt 31 der allgemeinen Groß-BerAner Lebensmittelkarte, sowie von 150 Gramm Gerstengrütze ans Abschnitt 12 für Jugendliche(I.). Außerdem gelangen zum Verkauf: auf Abschrritt 32 der allgsmenien Groß-Verburer LebsriSmittelkarte 150 Gramm Gerstengrütze und aus Abschnitt 13 für Jugendliche(I.) 100 Gramm Weizengrieß. Bis einschließlich Mittwoch, den 12. Juni, hat die Vorannieldung zum Bezüge von 2 Pfund Einmachezucker oder 3 Pfund Kundschonig aus Abschnitt C der grünen Bezugsar te für_ Einzelpersonen bei den KolmrialwarenhändleiN bezw. Milchkleinhändlern zn erfolgen. Ferner ist die Voranmeldung für den Bezug der Zusatz-Nähvmittel für Kinder in der Zeit vom 10. bis einschließlich 16. Juni durch Wlieferu�ng der von den Brvtkommisfiouen in der Zeit vom 10. bis 13. Juni zur Ausgabe gelangenden Anmeld ebeschcinigungen zu bewirken.— Der Vorkauf von'A Pfund Heringen oder srifchvn 6] Loöz. Das gelobte Zand, Roman von W. St. Reymont. ,,Er soll nur hundert Jahre leben, hundert Palais haben, hundert Fabriten." »Und hundert Deubel sollen ihn holen," flüsterte einer leise. Es wurde ganz still. Schwarz musterte streng die Schreibeuden, dann schaute er zu Borowiccki herüber, als wollte er sich entschuldigen, daß er nichts dafür könne; aber Borowiecki blickte gelangweilt zum Fenster hinaus. Eine drückende Langeweile lastete über dem Kontor. Die Wände waren bis zur Decke hinauf mit imitiertem Eichenholz verkleidet, voll von Regalen und Büchern, die systematisch eingereiht waren und einen trostlosen Eindruck machten. Den Fenstern gegenüber stand ein großes, viereckiges Gebäude aus einfachen roten Ziegelsteinen. Grau-rostige, trübe Reflexe fielen ins Kontor. Ueber den asphaltierten Hof, Ivo ab und zu Wagen vorbeirollten und Menschen eilten, waren nach verschie�nen Richtungen in der Höhe des ersten Stockiverkeb Transmissionen gespannt, dick wie Athletenarme. Von ihrem dumpfen Knurren klirrten ständig die Fenster des Kontors. Hoch oben über der Fabrik hing der Himmel wie ein schweres, schmutziges Tuch, von dem ein feiner Regen rieselte und an den schmutzigen Wänden in noch schmutzigeren Strömen herabfloß. In einer Ecke des Kontors zischte der Samowar über einer Gasflamme. „Herr Horn, wollen Sie mir Tee geben?" „Darf ich dem Herrn Direktor ein belegtes Brötchen anbieten?" fragte Sckwarz höflich. „Aber nur ein koscheres, bitte," meinte Horn. „Das heißt, ein besseres, wie Sie es gewöhnlich essen, Herr.von' Horn I" Horn brachte den Tee und blieb einen Augenblick stehen. „Was fehlt Ihnen?" fragte ihn Borowiecki. der sich für ihn interesfierte. „Nichts," erwiderte er kurz und warf Schwarz einen feindlichen Blick zu. „Sie sehen sehr schlecht aus." „Herrn Horn bekommt die Fabrik nicht. ES ist schwer für einen, der an Salons gewöhnt ist, sich ans Kontor, an die Arbeit zu gewöhnen." „Ein Ochs oder ein anderes Vieh kann fich ans Joch ge- wöhnen, aber einem Menschen fällt es schwer," zischte'er wütend, so leise, daß Schwarz es nicht verstand. Dieser blickte aufmerksam vor sich hin, lächelte gezwungen und flüsterte:„Herr von Horn! Herr von Horn! Vielleicht ver- suchen der Herr Direktor. Das hier ist eine Kombination von Schinken und Poularde. Ausgezeichnet! Meine Frau ist be- rühmt dafür." Horn ging weg und setzte sich an seinem Schreibtisch; seine Blicke irrten über die roten Mauern und über die Scheiben, hinter denen Haufen gezupfter, zum Spinnen vor- gerichteter Baumwolle weiß schimmerten. „Geben Sie mir bitte noch Tee." Borowiecki wollte ihn ausforschen. Horn brachte den Tee und wollte wieder umkehren, ohne aufzublicken. „Herr Horn, vielleicht kommen Sie in einer halben Stunde bei mir vorbei." „Gut, Herr Direktor, ich hatte sogar ein Anliegen und wollte deshalb morgen bei Ihnen vorsprechen. Oder möchten Sie mich vielleicht jetzt anhören?" Er wollte ihm etwas im Vertrauen mitteilen. Da er- schien im Kontor eine Frau, vier Kinder vor fich herschiebend. „Gelobt sei Jesus Christus", flüsterte sie leise. Sie schaute an allen Köpfen, die sich von den Pulten erhoben, vorbei und verneigte sich tief vor Borowiecki, weil er ihr am nächsten stand und am vornehmsten aussah. „Euer Gnaden, gnädiger Herr, mit einer Bitte komm' ich, von wegen meinem Mann, ihm hat's den Kopf abgerissen in der Maschine. Ich armes Ding mit den Kindern hier. Arm sind wir. Da bin ich halt hergekommen, um Gerechtig- keit zu bitten. Daß der gnädige Herr mir eine Unterstützung geben, w» es meinem Mann den Kopf abgeriflen hat. Euer Gnaden, gnädiger Herr." und wiederum neigte sie sich zu Borowieckis Knien, laut seufzend. „Raus, schert euch raus, hier werden diese Sachen nicht erledigt I" schrie Schwarz. „Still sind Sie," rief Borowiecki zu ihm herüber. „Also ich bitte Sie. seit einem halben Jahr drängt sie fich hier in allen Abteilungen und Kontors herum, man kann sie absolut nicht loswerden." „Und warum ist das nicht erledigt?" „Das fragen Sie? Dieser Lump hat absichtlich seinen Kopf unter die Räder gelegt, er hatte keine Lust zu arbeiten, die Fabrik wollte er nur bcstehlen! Jetzt sollen wir sein Bettelweib und seine Bankerts unterstützen I" „Du räudiger Hund, meine Kinder nennt er Bankerts!" schrie die Frau wutschnaubend und ging auf Schwarz loS, der sich schleunigst hinter den Tisch zurückzog. „Seien Sie doch still, Frau! Beruhigen Sie sich, Frau! Und die kleinen Herren sollen nicht weinen," rief er erschrocken, auf die Kinder zeigend, die sich an die Mutter hingen und unmenschlich schrien. „Euer Gnaden, eS ist schon wahr, seit langem geh' ich schon her, und immer versprechen sie mir, daß sic's zahlen werden, immer geh' ich her und bitte, anschwindeln tun sie mich bloß und schmeißen wie eine Hündin zur Tür raus." „Beruhigt Euch, ich werde heute mit dem Besitzer reden, kommt nach einer Woche wieder, dann kriegt Jhr's aus- gezahlt." „Daß dir der Herr Jesus und die Czenstochaucr alles Glück gibt, Gesundheit, Vermögen, Ehre, o du mein liebster gnädiger Herr!" schrie sie, seine Knie umfassend und seine Hände küssend. Er riß sich los und ging hinaus. Rührung und Herzlichkeit konnte er nicht ausstehen, und diese Frau berührte in ihm die langsam absterbende, bewußt niedergehaltene Empfindlichkeit._ In seinem Arbeitszimmer schaute Borowiecki zum Fenster hinaus. Es dämmerte plötzlich. Schnee fiel in dicken Flocken herab. Die Wände der Fabrik und der Hos wurden weiß. Hinter dem Portierhäuschen, an dem der einzige Ausgang aus der Fabrik vorbeiführte, bemerkte Borowiecki Horn. Er sprach gerade mit der Frau, die sich jetzt bei ihm für irgend etwas verzückt bedankte und ein Stück Papier in ihrem Mieder verbarg. Herr Horn," rief er, den Kopf aus dem Fenster beugend. „Ich wollte gerade zu Ihnen," begann Horn. Was haben Sie der Frau geraten?" fragte er streng. � Horn zögerte einen Augenblick, sein mädchenhaft schöne« Geficht errötete u»d in den blauen, guten Augen blitzte ei» Feuer ans.(Forts, folgt) Mschen kzw. Pftmd' Rä>Merw-wsn••••*••■* D ERL, IN C Sfiandauer Str. 16 Gegründet 1815 BERLIN C Könfgstr. 11-14 1 4StockwerkeNöbel| i Wobnungs-Einrichtungen : Ton einfacher bis m vomebmstet Axt Kleidung SeiSe Biwe sa&ssr 24.oo Bluse 29.50 Haus bestickt, 1136 Scbleierstoff i/- /irr mit Stickerci-Einsätz."ä'O.Uv rr-J" J nue genaust iVlSlU. 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WWl WMSM'MM. Verwaltungsstelle Berlin. V Si. Lintenstraste 83—85. Gelchästszeit von 9— 1 Uhr und von 4—7 Uhr. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 3714. Diontag, den 10. Inni 1918 s ßezirkS'VeriaromlungcD für die gesamte Verwaltungsstelle Berlin in solgenden Lokalen: forden: Pharussäle, Müllcrstr. 142, abends 81/, Uhr. Xorden: Büttners Festsäle, Schwedter Str. 23, abds. S1!, Uhr. Jforden: Löwenbrauerei, Badstr., Eing.Hochstr., abends 8 Uhr. Moahit: Sands Festsäle, Beusselstr. 9, abends 8>/, Ubr. Fhnriottenhnrjx: Vollshaus. Rosincnftc.4, abds. 8'/, Uhr. b esten,!8chiinchQrLt und Steglitz: Kaiser-Wilhelm, Garten, Friedenau, Rheinstr. 65, abends 8ll, Uhr. Osten und Nordosten: Comentussäle, Memcler Str. 67, abends 8'/, Uhr. I�ichlenderzx und Strnlan-llnmnrelshnrg: Blume, Alt-Boxhagen 56, abends Uhr. Weißensee: Restaurant Masche, Berliner Alle« 251, abends 8 Uhr. SUcieuPezlrh«: Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, abends VI, Ubr. Veisköiln: Ideal-Feslsäle, Weichselftr. 8, abends 71/, Uhr. Tegel-Sleinlckendort-West: Lehnhardt, Tegel, Beo lincr Strasze 84, abends(i1/, Uhr. Oberschönewclde, lSIcderschönewelde, Jo- hannisthai u. Ftngegend: Restaurant Warnecke, Obcrschöncweide, Wilbelmmenhosstr. 18, abends 8'/, Uhr. Aipanda»: Steinmetz, Bismarckstr. 8, abends 5 Uhr. Fttpenlck-Friedrlchshagen: Lindengarten, Friedrichs Hagen, Friedrichstr. 74, abends 8 Uhr. Tagesordnung in allen Versammlungen: Stellungnahme zu der am 31. Juni 1918 stattfindend cu Gcucraipersammluug der Berwaltungsstclle Berlin. [fty Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! Zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird erwartet. 113/8 Oie Orts Verwaltung. v Elsganle Bluse v* au» bcsUckiem Schltterslol 0 au» besticktem SchtelcrsioH, �-«hf ßoue Foruv • Duftige Bluse cu» fcasucklcrn Schkrferstofl • SU. 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September 1915, 4. November 1915 (R.-G.-Bl. S, 607 und S. 728) wird mit Zustimmung der Staaiiichcn Vcrtcllnngsslclle für Groß-Berlin sür den Bezirk der Sladrgenieinde Beriin angeordnet: 6 1. Handel- und Gewerbetreibende lind- verpstichiet, der Seit- stelle Groß-Berlin(Käse), Berlin C 2, An der Stralauer Brücke 5, nach deren näherer Anweisung allwöchentlich bis zum Mittwoch jeder Woche die ihnen von anderer Seite als der Fett- stelle Grotz-Berlin(Käse) zugegangenen, in ibrem Gewahrsam befindlichen, sowie die von ihnen abgegebenen Mengen solchen Quarks und Käses, gleichviel welcher Art, getrennt nach Arten und Eigentümern anzuzeigen. Die Eigentümer sind in der An- zeige zu benennen. Die Vorschriften der Bekanntmachung betreffend Käsever- iellung vom 5. September 1917 bleiben unberührt. s 2. Handel- und Gewerbetreibende find verpflichtet, der Fett- stelle Grotz-Berlin(Käse) jederzeit aus Erfordern innerhalb der von ihr bestimmten Frist und in der von ihr vorgeschriebenen Form Auskunst über die Verträge zu geben, krast oere» ste Lieserung von Quark oder Käse verlangen können. 8 3. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Geldstrafe bis zu sünszehntauscnd Mark bestrast. Verlin, den 3. Juni 1918. Magistrat der König!. Haupt-»nd Rrsidenzstadt. W e r m u t h. F.- Nr. 580/18 Fkä.__ Volks-1 Licbtheilanstalt Invallssnst. 13011, Stett.Shf Bekanntmachung. Marmelade. Gemäß§ 5 der Verordnung über Lebensmittelkarten vom 18. Oktober 1916 wird sür den Gemeindebezirk Bertin bestimmt: 1. Sluf Nbschnitt Nr. IM der Lebensmittelkarte der Stadt Berlin entfällt ein Pfund Marmelade. Der KlcinKandelshöchslpreis beträgt 92 Pfennig sür das Psund. Eine Ueberschrcitung des Höchstpreises ist strafbar. 2. Der Abschnitt 34 ist nur in den durch ein Aushängeschild: .Berkauf von Marmelade ans Lebensmittelkarte» der Stadt Berlin« gekennzeichneten Geschästen gegen EmpfangSbescheinignng abzuliefern, und zwar am 19., II. oder IL. Inni. Räch- trägliche Anmeldung findet nicht statt. ES ist unzu- lässig, die Kartenabschnitte in Geschästen abzugeben, in denen nicht das vom Magistrat ausgegebene Aus- bängefchtid angebracht ist. Geschäften, die nicht im Befitz« des AaZhängejchildes find, ist die Annahme von Karten- abschnitten verboten. 3. Die Kleinharl deis« es chäfte haben die von ibncn anzcnom- menen Kartcnabschnllte an einen der ihnen beiarmt gegebenen Großhändler bis zum 14. Juni 1918 einsibüeßlich abzuliefern. Jeder Kleinhändler mutz, sobald die Ware zur Stelle ist, mit dem Verkauf beginnen und durch Anschlag anzeigen. Da die»armriadenfabriken haust« nicht in der Lage find, die volle Meng« ans einmal z« Nefer», ist es mögtich, bah in einzelnen KleindandelSgeschöste» fich der Verkauf der Marmelade binauszegert. Auch dei etner solche» Bcrzögerung doe Lieferung ist jedoch eine Ntchtltestevnng keinesfalls zu befürchten. Berlin, den 8. Juni 1918. Magistrat der KSuigl. Haupt- uuö ReßleuBadt. Abteilung für Obst- und Gemüseversorgmiz. _ Itnnge._ Gute Erfolge seit 1967 bei Cescltlschts- Leiden Hautl. Flechten— Wunden Gicht- Rheuma- Schwache Fraussleiden Dr. med, Hensclorjrkt.Arzt Sprchz.5-S anß. Donnerst. Sonntag 10-11 Harn-, Biutuniersuchang im eigenen Laboratorium Volkstümliche Preise Prsp. d Oskar Voelker. Zähnarzt Bilewski Sciiönhaussr Alles 27 praktiziert vom 17.(6.-29/6�* Tahakptlanzen 50 Stck. 3 M., 100 Stck. 5,50 M., 500 Sick. 25 M., Kulturanw. grat., empl. IS.«oolit. 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QleBen, Ernst, Dreher, geb. 1. März 1689 Mcttmana. Hanne, Fritz, Schlosser, geb. 4. Januar 1891 Berlin. Herold, Albert, Dreher, g-b. 5. Juni 1897 Schwiebui. SCSrst, Karl, Dreher, geb. 4. Juni 1896 Berlin. Krowe, Erich, Fräser, geb. 14. November 1891 Berlin. Norden, Emst, Gürtler, geb. 8. Luli 1893 Berlin. 'MNelcert, Artur, Dreher, geb. 7. April 1891 Berlin. Scharge, Herrn., Heiz.. Monteur. geb. 5. Alai 1874 ftatciborv. Schlesier, Bruno, Schmied, geb. 21. Juli 1888 Plaßwick. J Stephan, Max, Klempner, geb. 30. September 1880 Guben. |StÖhr, OttO, Ziselenr, geb 21. August 1388 Berlin. H Sylvester, Alfred, Schlosser, geb. 6. September 1884 Berlin. Umlandt, Richard, Schlosser, geb. 15. Dezember 1898 Berlin. Yogelsang, Karl, Schlosser, geb. 23. März 1892 Berlin. Vome WaM, Hans, Revolverdreher, P geb. 20. September 1839 Berlin. pWerzat, Robert, Schlosser, Ii geb. 20. November 1883 Berlin. i W olfi, Otto, Former, geb. 3. Juli 1864 Newickendors. Ehre ihrem Andenken! 113/8 Tie Ortsverwaltnng. j Selangvcrnn H acfßndbnancr hlümonse.| M. d. A.-S.-B. Ilm 19. Mai verstarb unier Z ! lieber Sangesbruder, der j Landsturmmann � Willi Ries© .l an den durch Verichüttlmg I ß am 5. Mai erlittenen schweren| j Verwundungen. Ehre seinem Andenken! ! Stumm schiäst der Sänger!\ 1 57/6 Ter Vorstand. i Allen Verwandten, Freun- ! den und Bekannten die uns! j rieibetrübende Nachricht, dah! j unser guter Junge und lieber s j O Bruder, der«christsetzer � LsM ZjsjeZi ! si im nicht ganz vollendeten i Ä 20, Lebensjahre durch Gra- ]? natipiitlcr am 28. Mai ein s BDöfer des Völkerringens I HiDiircc. 2-1226 i | q Hm stilles Beileid bitten! \| in ilirem großen Schmerz; ! H Die untröstlichen Eltern| |©tto Blcicii«nb Frau' Ernau. Alfred als ßeschmiftcr. j Nube sanft m srcmder Erde. WW xMM »MP M Plötzlich und unerwartet starb infolge Herzlähmung unser in Aalesund und Honingsvaag (im nördlichen Norwegen) tätiger Mitarbeiter, Herr Franz Kirchhof aus Wandsbeck, im 34. Lebensjahre. Die letzten drei Jahre hatte er dem Kriegsausschuß für Oele und Fette wertvolle Dienste geleistet. Er hat uns bei der Beschaffung von Rohstoffen für die Heimat mit nie ermüdendem Fleiß und großer Umsicht unterstützt Wir verlieren in ihm einen besonders pflichttreuen, kenntnisreichen und zuverlässigen Mitarbeiter. Wir werden seiner stets in Ehren gedenken. Der Vorstand des Kriegsausseliusses für Oeie und Felle Berlm m ! Sczialdemokrallld). Kahl-- i verein für Celtow-BecsKow.[ Orlsyerein Benito. Am 5. Juni verstarb ! unser langjähriges Mitglied, | der Schneider Hermann Prilseh Fried elstr. 49 i im Alter von 40 Jahre». i Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet 1 morgen Montag, nachmit- i tags 4 Uhr, von der Leichen- J halle des Neuköllner Ge- Ilneindesriedhofes, Marien- g dorser Weg, aus statt. !Um rege Beteiligung ersucht Öio SoeiriiZleilung. MÄ Allen Freunden und Be< ! kannien die traurige Mit- � s teiiung, dasj unser unver-\ j getziicher, einziger, hoffnungs- ! voller eoohn ÜLslssZlill h | beim Baden ttt einer Ansialt einem Herzschlag« erlegen ist Dies zeigt in namenlosem Schmerz an Hermann Koffmahne zurzeit im Felde u.Frau Berta geb. Jor, scher. Beerdigung am Montag, den 10. Juni, nachmittags 3'/» Uhr, aus dem Gemeinde- srie'dhos in Treptow, Kies- holzstratje. "S Allen Freunden und Be-! l kannten die tiestraurige! ! Nachricht, daß mein slieber j l Mann und herzensguter j 1 Vater seines einzigen Soh- 1 ncS, der Pionier lüax Stiilepj Inhaber b. Eisernen Kreuzes II. Klaffe am 27. Mai 1913 im Westen! gesallen ist. In tiefer Trauer Witwe Minna Stiller s geb. Marx. Ernst als Sohn. Vater, Schwiegermutter, Bruder. Schwager, Neffen und Nichten. H Wer ihn gekannt, weiß, waS s g wir verloren haben. � Berlin-Tempelhos, Juni 1918> Vittoriaftr. 6. 2428b s § Als Opfer dieses Welt- .| krieges fiel im Westen am I st 15. Mai 1918 nach 40 mo- s nastgen Strapazen durch\ | Kranatschutz unser lieber\ U Sohn, der Gesreite i Willi SekFObaek Inhaber d. Eisern. Kreuzes j g fl. Klaffe, in einem Reserve- 8 Fußart.-Regt., im blühenden\ | Atter von 28 Jahren. » Dies zeigen tiesbetrübt an{ | im Namen aller Hinter- S ottebenen Ernst Schroback Z19SA und Fra«. llerdsnä [ wartet. Ehre ihrem Andenken: Sie Ortsverwaltnng. � Verdanä«er Schneider, l Zchnciücrir.sten u. AZlchc- ardciter Seutschlüiuls. Fiiialo Berlir;. Sebastianfttatze 37/38, Unseren Mitgliedern hier- I mit zur Kenntnis, daß der I Hcrrenkonseklionsichneider, Kollege üaif geb. 29. 12. 1864 ! am 5. Juni verstorben ist. I Ehre seinem Andenken Die Einäscherung findet l am Dienstag, den 11. Juni, inachmittags 4 Uhr, im Mrematorium Gerichtstr. 37 sslatt. 1W/S vi« Ortsvervaltung. Ceutfcfier j CransportarbkitcrvcrSand. y | Bezirksverwalt. Groß-Berlin S Den Mitgliedern zur Nach- sz | ficht, daß unser ktollege, der Z Ettaßenbahnschaffuer Lusla? Zylinlsr Z l am ß. Juni im Silier von tt j 48 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet am ! Sonntag, den 9. Juni, nach- mittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Heilands- ! Kirchhofes in Plötzensee, st j Dohnagestell, aus statt. Ferner starb uttjer Kollege, j der Hojarbeiter Guslav Hedün ! von öer Firma Anilins abrik! Lichtenberg am 5. Jum im Atter von 01 Jahren. Die Beerdigung jindet am j l Monag, den>0. Juni, nach-s ! mittags 3 Uhr, von der jl Leichenhalle desLichtenberge./ Gemeinde- Fricohofs, Lück- ! jtraße, aus statt. . Ferner starb unser Kollege, j j der ArbeitSkuIscher Hermann Uo!l von der Finna O. Gebauer, Reoaler Straße, am 5>. Juni im Alter von 40 Jahren. Die Beerdigung findet am Montag, den 10. Juni, nach- mittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Andreas Kirchhojes in Wicheimsberg aus statt. Ehre ihrem Andenken l Um rege Beteiligung er. Li sucht«2/1[S Die Bezirksverwaltung.?i Spi2laSaisst Bf. med. Reinhardt, Pfltsi}8fflerstr.ll]y��s1,0 Sydhilis. Harn-, Frauenieiden, Blutuntersuchungcn.Mobcrmtcö, erfolgreichst. Heilserjahrrn. Teilz. S i e hclS S e it. sia rk. B»o ich�ltzOM., nach«ttzerhalb verschloffdA 1 M. Statt Karten! Bei dem Hinscheiden meines geliebten Mannes und treu- sorgenden Vaters sage ich Herrn Peist für die trostreichen Worte, allen Freunden und Bekannten, den Beamten, Meistern, Raschi- nisten, tzeizem und Arbeitern Des ElekttizitätswerkeS Berlin- Lichtenberg, den Arbeitern der Firma Sachsen u. Co., dem Gemeinde- und SwatSarbeiler- verband sowie den Mietern des Hauses Fchmarnstr. 3 aus diesem Weg e meinen aufrichtigsten Dank. Frau Finow nebst Tochter. Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters sagen wir allen Verwandten, Bekannten, dem Deutschen Holzarbeiterverband, dem Chef sowie den Kollegen der Firma Karl Ferd. Muster, den Mietern der Häuser Beer- omnnstt. 4 und 5, sowie Herrn Dupont sür die trostreichen Worte am Sarge unseren aus- richtigsten Dank. 103?l Wwe. Minna Ehrich und Irin der. Spezlalarzt i>r. med. Hasciiö, Ffledrichstr. 90 Behandi. von DHPhiliS, Haut- Harn-, Frauenleiden, ip-z..- ch'.on. Fälle. Schmerzlose, lürzeste Behandig. odne Berussstörung. Bttilunleriuchung. Maß. Prelle TeUzahiung. Sprechstunden 1. bis 1 und 5—8, Sonnl. 11_ 1 MWlBM*" Wirsing.. 1000 Stck. 10 M. Kohlrüben. 1000, 8, Swantteirn, Müden. (Kr. Gifhorn.) 77 OL» Lpszizifirzi F>r. med. I.n.ab8 oeh. schnell, gründl., mögt. schmerzlos u. ohne Berussttor. (äsaclilaobtaiivanlcboit-. Se!,0'm* Ka»i-, Harn-, Frausnieiden, Schwäche. Erprobteste Methoden Harn- und Stutuntersuchung. WM M,«Merpl Spr. 10— In. 5—8, Iount.lv— 1 InNSliZsvLnkkNkl'.sst der SAWSMWW �VKNssSMNUlig) zu Berlin. Bekanntmachung. Die vom Ausschuß am20.April 1918 beschloffene II.'Abänderung zur Satzllng ist vom tgl. Ober« verficherungsamt Groß- Berlin am 28. Mai 1918 genehmigt und Kitt am 10. Juni 1918 in Kraft. DiewesenilichstenAenderungen find: 268/13 Der Grundlohn wird von 6 aus 10 M. erhöht. Die gegen Entgelt beschäftigten Mitglieder werden in 10 Stusen eingeteilt. Die Kaffenbeittäge werden aus 41/, HimSeriftcl des im§ 10 festgesetzte» Grundlohnes /est« gesetzt; sie werden sür Versicherte, die techS Tage in der Woche arbeiten, sür sechs, und solche, die an allen Wochentagen und Sonntags beschäftigt sind, sür sieben Tage berechnet. Das Kranlengeid betrögt sür für die Sinsen 1 bis 10 0,50 st'!., t M., 1,50 M., 2 M.. 2,50 M., 3 M, 3,50 III, 4 M., 4,50 M., 5 M. für jeden Krankheitstag. Den arbeitsunfähigen Mit« gliedern wird ein täglicher Teue- rungSzuschlag zum Kranken» gelbe vom ersten Tage deS Krankengeldbezuges au gewährt. Derselbe beträgt für jeden Tag des Kranlengeldbezuges 25 Ps. Der Zuschlag wird auch Schwangeren und Wöchnerinnen gezahtt, dagegen haben in Kranken- Häusern, Heilstätten, Heimstätten und Lazaretten befindliche Mit. glieder bezw. in Nevierbehand« lung sind, ebenso die im Er- werbslvienzustand befindlichen Miiglieder keinen Anspruch aus diese /Zuschläge. Diese Satzungsänderung tritt am 2. Montag nach dein Tage der Genehmigung in Kraft. Druckexemplare sind im Kassen» loia! in Empfang zu nehmen. Berlin, den 9. Juni 1913. Der Vorstand Karl Eclcerlein, Vorsitzender. R. Schenk, Schrijtsüher. Norddeutsche Gemüseban- Geuosfenschast e. G. m. b. H. Dienstag kommt wieder ein Milche"' Rhabarber Die Mitglieder werden er- sucht, rechtzeitig abzuholen. DaS Pfund 15 Pfennig» MMWWM sind geöffnet täglich V—lfS und t— 7, Sonnkags 8—10. Elsasser Ztr. 78, Ecke Ackeritr. Pankstr. IN, Nähe Badilraße, Bnchftrasie L, beim Virchow- Krankenhaus, Kvpenhagener Straffe � (Schönhauser Allee), Petersburger Straffe 4a (Franisurler Allee), Boxhagener Str. IN(Nahe Warjdiauer Straße), Kottbuier Straffe 18(Nahe .Hochbahn). Kursürfteiiftraffe 118(Nahe Potsdamer Straße). Wilmersdorf:— exstr. 3 8, am Ringbahn!! os.[fWi* Charlottenburg: Vlelbtreu» strafte l(Bbj. Savignyplatz), Knobclsdorffftr. 50(Nähe Sophie-Charlotte-Platz,. Weitere Verteilungsstellen wer- den in Moabit, Neukölln uiw. errichtet. Stene Mitglieder können noch aufgenommen wer- den. Nur Selbstiierörauii'er» Z»ischknh,nde> ausgeschlosien. Näheres in den Per- tetlungsstelle» während obig« Geschäfts, tuuden und im«er- waltuugsbnreau der Nord« dentstlwn Gemüsebau- Ge- noffenschaft, Bnrgitvoffe 27, üi. Stock, Zimmer 7<»(beim Zttkus Busch), lügUch von IS— 7. Nr. ISS ❖ ZS. Jahrgang /S-F -A, Jml<& '"-� 0*& V-i"■•■ v' ■it.ii-.iiiii ii.m.-.——»■■.MMiMi.iim.i.m,------------.4- Gesteigerte Kriminalität der Jugendlichen. Der Krieg häufl eine widerwärlige Ericheinuna auf die andere. Bald lriit die eine, bald die andere inebr in den Vordergrund. Zu denen, die am bedenklichsten sind, weil sie unser zukünnigeS Ge:cll- schastslcben lange ungünstig beeinflussen können, gehör« die Eni- süUictmng der Jugend. Dem Einfluß dcS im.Felds befindlichen Vaters entzogen, unbeainsichngl von der dem Erwerbe nachgebenden Mutier, gequält von Umerernährung und Hunger, läßt sich die Jugend in immer mehr wachsendem Maße Straslatcn zuschulden kommen. In dem Bericht der Deutschen Zentrale fiir� Jugcndfnr'orge über ihre Tätigkeit in den Jahren 1916 und 1917 iviid darüber geschrieben:„Stark vermehrte Arbeit sand die Jugendgerickishilfe durch die außerordentlich gesteigerte Kriminalität der Jugendlichen. Waren es im Jabre 1916 die 12— 14jäbr!gen, die uns besondere Sorge machten, so erstreckt sich jetzt die Steigerung der Kriminalität immer inebr aus die ganze Jugend; stärker treten auch die Mädchen zwischen 16 und 18 Jahren hervor. Die ganze Art der Kriminalität ist anders geworden; an Stelle der Gclegenhciisvergeben und Lei« brechen, der Taten aus Uebermut und Leichtsinn tritt das Rohbeils- verbrechen, die Gewalt, die kühl und laiigerhand vorbereitete Tat. ES zeigt sich der Abstieg des sittlichen Empfindens, der mir der Länge des Krieges immer jäher zur Tiete führt." Die Zahlen, die dann mitgeteilt werden, illustrieren leider das Gesagte so, daß davon nichts wegzustreichen ist. Der Jugend- gerichtshilse wurde in den Bezirken der Amis- und Slaatsanwalt- schafien der Amts- und Landgerichte Berlins überwiesen: 1913 1916 1917 an Fällen........... 2890 4297' 5967 Ermittlungen wurden gemacht... 1256 3168 5325 Schutzaufsichren wurden übernommen. 1183 1761 2433 Die Zahl der der Jugendgerichiöhilfe überwiesenen Jugend- Ischen, gegen die Hauptverhandlung anstand, betrug bei dem Amtsgericht Berlin-Mitie.. dem Amtsgericht Beilin-Wedding. dem Amtsgericht Berlin-Tempelhof. den tgl. Landgerichten 1, II und III Bon den Straftaten nahmen die Eigentumsdelikte den größten Raum ein; 1915 von 1413 Straftaten 1916, 2681, 1917„ 3158, 1213 Eigentumsdelikte'85%) (87%) (890/o) = 2358 = 2819 Nun die Urteile. ie brachten 1915 890{ 62 9%) 8( 0,6„) 73( 5,3„) 360< 25 4„) 82( 6,8„) 1683 1916 ( 60,9 0/ ( 0,5„ 148( 5,5„ 686( 25,8, 196( 7,8. Gefängnis. Haft... Geldstrafe. Verweis.. Freispruch__ 1413( 160%) Uöi'l( 1Ü0%) 3134[ lüü%) Darunter fällt die außerordentlich große Zahl der Gefängnis- strafen au'. Es mag lein, daß unser jetziges Siecht andeie Urleile nicht zuließ. Aber dann schreien diese Zoblen geradezu nach einer Reform des Sirafveifahrcns gegen Jugendliche. Wie sehr sich liniere Gescllichait an der Jugend, die sie eist schuldig tverden läpi, um sie dann im Gefängnis noch tiefer hinabgleiten zu lassen, versündigt ist gar nicht abzusehen. Hier muß Wandel geschaffen werden, so rajch als möglich._ Die Angestellten und die ArbcUskammern. Die Regierungsvorlage für ein Arbeitskammergesetz, nach der diese Kammern nur aus die Handarbeiter ausgedehnt werden sollen, während die kaufmännischen und technischen Angestellten ein Sondergcsetz über Angestelltenkammern in Aussicht gestellt erhiel- ten, hat in weiten Kreisen der Privatangcslclltcn lebhaften Wider- rr t ! w Fkjijil ir i* Ssantag, BSBgmiaBeaeBaMEBeeBppBHiaggBÄetESipiÄMSiwiiescH-'igsEStKiB spruch gefunden. So ist neuerdings dem Reichstag eine von 19 Verbänden der kaufmännischen, technischen und sonstigen Privat- angestellten unterzeichnete Eingabe zugegangen, worin die drin» gende Bitte ausgesprochen ist, die Privatangesiellten in das zu schaffende Arbcitskammergesctz mit einzubeziehen. In der Begrün- dung dieser Denkschrift wird darauf verwiesen, daß auch die Privat- angestellten in ihrem Verhältnis zum Arbeitgeber als Arbeitnehmer anzusehen sind und eine Zersplitterung des gesetzlichen Arbeit» nehmerschuhes aus sozialen wie ans praktischen Erwägungen zu verwerfen ist. Für die Angestellten und Arbeiter gilt heute schon ein groß-r Teil der sozialen Gesetzgebung gemeinsam, z. B. die NeichSvecsicherungSordnung und die Schutzbestimmungen der Reichs- gewerbtordnung. Die Unterscheidungen, die zwischen Angestellten und Arbeitern bestehen, sind auf die Voroildung, die gesellschaftliche Stellung usw. zurückzuführen, ohne daß ihnen für die Schaffung einer gesetzbichen Interessenvertretung der Arbeitnehmer eine de- sondere Bedeutung beigemessen werden kann. Auch die Tatsache, daß oer Angestellte gelegentlich Vorgesetzter des Arbeiters ist, ändert nichts daran, daß auch solche in gehobenen Stellungen befindlichen Arbeitnehmer bei der Wahrnehmung der sozialen Interessen das- selbe Verhältnis zur FIrmenlcitung einnehmen, wie das übrige Personal im Betriebe. Schließlich wird in der Eingabe noch näher ausgeführt, daß es auch im wohlverstandenen Allgememinteresse lieg:, die soziale Gesetzgebung des Reiches möglichst einheitlich zu gestalten. Die Schaffung von Arbeits- und Angestelltenkammern, d. h. zweier getrennter Gesetze mit demselben Inhalt und derselben Tendenz und damit die Entstehung doppelter BerwaltungSkosten würden aber mit den Grundsätzen sparsamer Wirtschaft nicht m Einklang gebracht werde» können. Neben der finanziellen Belastung würde aber auch durch die Schaffung besonderer Angestellten- kammern doppelte Arbeit entstehen, während doch gerade nach dem Kriege alle Veranlassung vorliegen muß, mit den vorhandenen Arbeitskräften sparsam umzugehen. 1917 1946( 62,1%) 20( 0,69„) 213( 6,8„) 773( 24,7,) 182( 5.8„) r�eNerauSüctiten Ur das mtkNere Norddeiitläiland MS Montag miriag. Mäßig warm, vieljach heiler, aber noch oerändcrlich, slrichmeisc Gewitter. Schirmherrm: Ihre u. Wnfz?. ffsheit öle Krau NrsnprmZsßm Zss RMss« von Preußen. Dieser!lrieA w:rö nicht nur auf öen Schlacht- felöern entfthieöen, auch aus Wirtschaftlichem Gebiet müssen Schlachten geschlagen unö � gewonnen Werben. Veit über öle Relchsgrenze m Ielnöeslanö schirmt deutsche Wehrkraft den Irieöen des deutschen Heedes, sichert sie der Arbeit daheim ergiebige Betätigung. Iürforglich spendet das Wirtschaftsleben der umftie- deten Heimat immer aufs neue die Mitte!, unab- läjjig schmiedet es die Waffen, deren Heer unö Flotte zu weiterer stoehr bedürfen. Deutsche Wehr- und Wirtschaftskraft, untrennbar Hand in Hand werden dem verzweifelten Ansturm neiderfüllter Heinde Trotz bieten und sich in der Welt behaupten. �!us der Reichsbank, Deutsihlanös Rüsikammer für den Wirtsihaftskampf der Nationen, smpfängt das deutsche Volk heute mehr denn je seine Waffen Zu Schutz und Trutz, ftus den Goldschatz der Reichsdank vornehmlich gründet sich des Vaterlandes Wirtschaft- Ssrlin, im Juni?H?S. Der Chrenausshuß: Vr. Graf von tzertling E). Vermuch Reichskanzler. Gderbücgcrmeisiec, vorsttzeaöer. liche Rraft. Seine Stärkung mehrt die Gewißheil unseres Sieges, dämpft die letzte Hoffnung der Gegner, uns— wirtschaftlich— niederzuringen. Die Ablieferung der Goldmünzen war und bleibt notwendig, slber, sollen die gewaltigen Mengen un- geprägten Goldes, soll all der entbehrliche Goldschmuck ungenützt bleiben! Wände!! auch dies Gold zu Waffen! Macht es dem edelsten Zwecke dienstbar, den diese Zeit uns dafür weist: Mehrt damit den Goldschatz der Reichsbank! Das Gpfsr, das von Guch verlangt wird, wiegt leicht gegenüber den Opfern an Glut, die unsere Helden fort und fort im Felde bringen. Was Zh? abliefert, wird zum vollen Goldwerte vergütet. Um so leichter wird Guch also die Erfüllung Eurer vaterländischen Pfticht. Heraus daher mit all dem überftüssgen goldenen Schmuck und Gerät aus Truhe und Schrank! �lles entbehrliche Gold dem vsterlande! Helft, die Reichsbank, die Rüstkammer deutsch er Wirtschaftskraft, mit goldenen Waffen füllen! Dr. havsn�ein präsiöeal Ses Rcichsbanebireklsrium«. 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Frau M.»tichfer, Berlin-Moabit, Waldstr. 33. Lungenleiden, Blutarmut, Nervenschwäche geheilt.— 2. Herr Georg Heinrich, Baumschnlenweg, Banm- schulenstr. 29 II. Lungenleiden geheilt.— 3. Kran E. Bliidorn, Cöpentck, Aug.-Viitoriastr. 24. Herz-, Leber- und Nterenteide» wiederholt gebeffert.— 4. Herr Encle, Nestaur., Eharlottenburg, Hutten- straße 12. Chronischer Mtttetohrkatarrh geheut.— 5. Hei-r W. Pnrsche, Berlin-Adtershof» Hctbigstr. 29. Bon y.'iagengeschwürcn u.Darmkntarrh geheilt.— 6. Frau M. ljaffe. Bertin, Rolleudorjstr. 40 I. Rheumatismus u. steife Schulter geheilt.— 7. Herr E. Ehrhardt, Gr.-Ltchter- selde, hiingstr. 52». Chronisches Hüftgelenkleiden wiederholt erfolgreich behandelt.— 8. Frau E. Ho- dorff, Berlin, Colbergerstr. 28/29. Nerven- u. bknochen- Hautentzündung— vollständtg gelähmt— geheilt.— 9. Herr Fl. Nahda, Berlin, Priiizcn-Allce 72/73. Von Kopf- und Rrenzfchmerze«, trockener Brustfell- entznudung»ach Influenza geheilt.— 10. Frau E. Herzmann, Schöneberg, Feungstr.«1. Eiternde Nistet«ach Btinddarmoperativn geheilt.— 11. H-rr E. Ritter, Friedenau, Sponholzslr. 5g. Von«nie- gelenkleiden geheilt.— 12. Frau A. Rohrmoser, Berlin, BreSIaucrstr. 1. AlteS fÄufzehnjährigeö Herz- leide» geheilt.— 13. Herr M. Austner, Reinickrn- dorf-Weft, Antonlenstr. 3. Kiefervcreirerung geheilt.— 14. Frau H. Hagel, Sachsenhaufeu d. Orauieubura L M. Unterl.-Blutungen und Nervenleiden geheilt.— 15. Frau Ww. Fritschler, Berlin, Marienburgerstr. 48. Darlugeschwulst geheilt.— 17. Herr Erich Bock, Berlin, Havelbergerstraße 15. Von Nieren-»nd Blaseuletde», BSasjersncht, allgemeiner groster Schwäche geheilt.— 18. Frau Neslaur. Hering, Berlin, Schönhauser Allee 87. Von Basedowscher btrankheit geheilt.— 19. Herr A. Brose, Bln.-Tempelhof, Friedrich-WUHelnrstr. 14. Schwere» Rnckeuuiarkteiden mit Lähmung der Beine vollständig geheilt.— 20. Frau E. Popp, Bln.-Lichtenberg, Gärtlicrsir. 10. Von chro- uischer Herzschwäche und Berstopsnng geheilt. — 21. Herr A. Schladitz, Berlin, Caprioistr. 24. Von GesichtöluPuS geheilt; vorher mit Radium erfolglos behandelt.— 22. Herr St. Hellwig, Bln.-Borsigwatdr, Ernststr. 25. Von Magengeschwutst, Verstopfung und Nervenschwäche geheitt.— 23. HerrWlchhändler Eckert, Berlin, Greisenhagenerstr. LS. Von gichtifch-rheumatrscheu Schmerzen w Bein und Futzgeient geheilt.— 24. Herr Gastwirt<£. Michaelis, Charlottenvnrg, W allste. 87. Von chronischem Leberleiden«nd Gelbsucht geheilt. — 25. Frau VI. Änorr, Bln.-Ltchtenberg, Scharn- wedcrstr. S2. Von Herzschwäche, Leberanschwellung und Magenkrebs gehellt.— Lg. Sohn Paul des Weichenstellers Herrn Wilhelm Haffner, Bl».-Westeud, Beamlcnhaus. Von schwerem Beiuleideu geheilt. Lew sollte abgenommen werden. 249/1C* Sj&f~ Briefliche Original-Anerkennungen von uns geheilter Patienten stoben im Wartezimmer der Anstalt auf Wunsoh zur Einsicht. � Getrennte Behandlungsräume für Damen und Herren! H Sprech- und Bohandlungszeit; 9— l, 4— Z'/j.— Sonntag und Feiertag: 8— 1. 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Die Windkraftmaschinen 10,35. Die Mechanik 5,70. Mod. Gervehrfabrikation 6. Der Maschinist 10. Der mod. Heizungsmonteur mit Modellband 13,75. Der mod. Heizer n. Kesselwärter mit Modsllbaud 17,20. Elektrizitätspraris 46,75. Die Elektrizität in Hans u. Ge. werbe 8,70. Schwach strom-Sch altu ngss ch e mas 3,50. Die �unkentelegraphie 3,50. Die Flugzeugtechnik 3�0. Der Maurer �,70. Der Maurermeister 3,70. Die Baukonstruktion d. Maurers 7,25. Der Sicinberechner 4. Der Bauführer G. Der Zimmermann 8,70. Der gimmenneister 8,70. Die Daukonstruktion des Zimmermanns 8,55. Zimmermannssprüche 4,35. Dachausmittelungen 8. Dächschiftungen 2,70. Der Holzbau 8,70. Die Tau- u. Rutzbölzer 1V. Der Holzberechne? 5. Der Schnittholzbere-chner 2,70. Der Bauratgeber 12. Die Baustatik 12. Ba�stofslebre 8,70. Bauformenlehre 4. Baukonstruktionslehre 16. Fesiigkeiislehre u. Statik 9,35. Bau holz. Treppen 10,70. Bau stein. Treppen 10. Bau eis. Treppen 10. Die Koutorarbeiten d. Bauhandwerkers 9,35. Der Kunststein 10. Kalk, Zement u. Gips 6. Der Stukkateur u. Gipser 14. Der Bildsormer u. Gipsgießer 5,35. Terrazzo- u. Terrazzomosaik 7,35. Das Parkett 13,35. Die Ziegelfabrikation 17,35. Der Baugläser 8. Mod. BantilÄlerei 18. Mod. Bautischlerarbeiien 10. Der Schreiner 18. Der Landtischler 10. Die Tischlerschule 14. Die Tischlerwerkstatt 7�5. Der Modelltischler 8. Der Möbeltischler 13,35. Einfache Möbel in inod. Stil 10. Mod. Möbel 10. Möbel i. Jugendstil 10. Möbel i. Rokoko 8. Altdeutsche u. gotische Zimmermöbel 10. Ee- schnitz e Möbel 12. Mod. Klein- u. Ziermöbel 10. Mod. Haustüren 10. Mod. Türen u. Tore 12. Holzschleifen, -beizen,-polieren 3,70. Der Drechsler 15. Mod. Drechslerärbeit 15. Mod. Holzbildhauerarbeiten 10. Die Laub- fäge'rei 4. Die Fabrikation der Rahmen u. Goldleisten 7,35. Der Decorations- u. Stubenmaler 7. Der Staffiermaler 3. Farbenharmonie 8. Holz- u. Marmormalerci 21,35. Mod. Monogramme 4. Monogramm- buch 2.70. 74 Blatt Monogramme 4. 50 Blatt Monogramme 5. 48 Blatt Monogramme 6,70. Mob. Lackschristen 6,70. Einfache Firrnenschriftcn 10,70. Vorlagen f. Firmenschreiber 12. Mod. Plakat- u. Reklame? sch eisten 9. Technik der Oelmalerei 2,70. Zierschriften 12. Porzellan- u. Glasmalerei 9. Lackierlunst 8,70. Der S. einmetz 3,70. Das Punktieren 2,70. Der Marmor 3,75. Mod. Grabdenksteine 6. Erabdcntmalinschriften 3,75. Der Stellmache? 14. Das Biegen des Holzes 4. Der Wagenfabrikant 15. Der Wagenkasten u. sein Plan 9,33. Der Krafiwaaenbau mit Modellband 33. Der Sattler 18,70. Der Automobil- u. Luftschiffsattler 7,35. Der mod. Tapezierer u. Dekorateur 12,70. Die Schule des Tapezierers 14. Der Zimmerdekorateur 6,70. Mod. Färl ,_________ �___ WWW........... Fußbekleidungskunst w ,,,.....,....... �______ fünft(Damen) 16.'Die Kürschner? mst 18,70. Das Färben d. Rauchwaren 16. Die Huimachertunst 8."Die Buch- druckerkunst 12. Der Buchbinder 13. Der S eindrucker 10,70. Lehrbuch d. Optik 15. Der Pianofortebau 15,35. Die mod. Orgel 8,70. Das Harmonium 4,70. Der Seifensieder 11. Mod. Seifenfabrikation 12. Die fetten Der Bäcker 9. Zuckerwaren. rgel L,70. Das Harmonium 4,70. Der Selsensteoer Ii. Moo. Seisenfabrikation 12. Die fetten Oele 10. Die flüchtigen Oele 16. Die Kitte u. Klebstoffe 7,35. Der Konditor 9�5. Der Pfefferkuchenbäcker 1,60. c, Schokoladen u. Lebkuchen 4. Destillierkunst 6,70. Die Spiritusfabrikation 13,35. -T..- 1 4n er.;* It-l er>;* Oh st. � Beerenweins 6. Böttcher 10. Der Faß- ..................... d. Parfümericwaren 4. Tabak u. Tabakfabrikate 18. Zigare tenfobrikaiion 8. Die Lustfeuerwerkerei 4. Anfertig, kitnstl. Blumen 5,35. Bienenzucht 5. Kaninchenzucht 3. Nutz- u. Sportgepflügelzucht 8,70. Taubenzucht 12. Der Küchengarten 6. Nolenzucht 7,35. Die Drainage 10. Die Vodenmelioration 30. Das Feldmessen 24. Fachzeichnen 10. Der Hand- werker als Kaufmann 7,23. Der Lohnberechner 2. Nechenhelfcr 3,33. Rechenstab 3,50. Bank- u. Börscnwef. 10. Ins Feld Kasse u. 30 Vf. Porto f. jedes Werk voraus. Dir liefern auch jedes nudereVuck,. 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