Nr. 156. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertel jährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mr., wöchentlich 28 Pfg. fret In's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Bellage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für dic fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508, Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 8. Juli 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! W In der Straffache gegen 1. ben Redakteur Wilhelm Schrö der die ganze gesellschaftliche Ordnung der fapitalistischen Gesellschaft, leitungen für Petroleum nach Philadelphia, Baltimore, Chikago, zu Berlin, geboren am 6. November 1861 zu Altona, evangelisch, die auf der freien Konkurrenz bafirt ist, durchbrochen wird, und New York zc. anlegte oder die bereits vorhandenen in seinen 2. den Privatdozenten Dr. Ignaz Jastrow zu Berlin, geboren wie durch diese Bresche der Sozialismus siegreich auf die Bühne Besitz brachte, und gegenwärtig tann fast niemand anders als am 13. Geptember 1856 zu Natel, Reg.- Bez. Bromberg, mosaisch, tritt. Aber das Verhängniß ist unabwendbar. Sollte es auch allein der Standard Oil Trust Petroleum nach den amerikanischen Wenn dann doch wegen Beleidigung hat die 7. Strafkammer des fönigl. Land gelingen, das Petroleum- Weltmonopol zu vereiteln, so sind damit Häfen schaffen. noch einer der gerichts 1 zu Berlin am 16. Februar 1894 für Recht erkannt: bie Monopolifirungsgelüfte der Kohlenproduzenten, der Eisenfabri- fleineren Produzenten Mittel und Wege ausfindig macht, die Angeklagten, Redakteur Schröder und Privatdozent Dr. fanten und der hundert anderen, bereits in Synditate und Trusts Petroleum durch eigene Leitung nach New- York zu be. Jastrow werden wegen Beleidigung durch die Presse: Schröder oder wenigstens in Ringe und Kartelle zusammengefaßten In: fördern, so fetzt Rockfeller den Preis dort noch tiefer zu einer Geldstrafe von 150 M., Jastrow zu einer solchen von dustrien noch nicht zurückgeschlagen und die Mediatifirung der herab, ais er an der Erzeugungsstelle selbst beträgt. 10 Mil 100 m. verurtheilt, welchen Geldstrafen im Nichtbeitreibungsfalle Einzelbefizer schreitet mit Riesenfchritten vorwärts, wenn auch Dollar( ca. 45 Mill. Mart) foll Rockfeller für diese mörderische für je 10 M. ein Tag Gefängniß zu substituiren ist. Ferner das eine oder das andere Monopol gesprengt worden ist. Operation ausgegeben haben, um die Dutsiders( die außerhalb wird dem Beleidigten, Minister für Handel und Gewerbe, Frei- Die Verhältnisse liegen nun aber so, daß sich das Petroleum- des Trusts stehenden) gefügig zu machen. Die traurige Lage herrn von Berlepsch die Befugniß zugesprochen, Die Weltmonopol gar nicht mehr aufhalten läßt, daß es in Wahr- der Produzenten schildert einer mit folgenden Worten:„ Wir Berurtheilung auf Kosten der Angeklagten öffentlich be- heit bereits perfekt ist, wenn auch einzelne Petroleum Produ- gehen an das Komptoir der Standard Dil Co. und stellen uns tannt สิน machen, und zwar: die des Angeklagten zenten und Petroleum Händler noch verzweiflungsvoll dagegen dort in einer Reihe auf, oft einen halben Tag lang, oft 60 bis Schröder durch einmalige Einrückung der Urtheilsformel ankämpfen. Wer von diesen heut noch zu kämpfen wagte, wird 70 Leute hinter einander, bis an die Straße hinauf. Wenn einer in den Reichs- und Staatsanzeiger" und in die Zeitung Vor in einigen Jahren bereits so sehr an die Wand gequetscht sein, dann an die Reihe tommt, so bittet er demüthig, ihm seine abzukaufen, und die Leute wärts", ferner die der Angeklagten Dr. Jastrow durch einmalige daß er dann demüthig die Monopolbesitzer um Gnade wird an Waare doch find dann Einrückung in den Reichs- und Staatsanzeiger", und zwar in flehen müssen, um aus dem Raubauge des Monopols gegen die wohl so gnädig, sie abzunehmen." So wüthet das jedem Falle an hervorragender Stelle und innerhalb vier Wochen Konsumenten wenigstens eines kleinen Beuteantheils für sich Riefentapital gegenüber dem fleineren Kapital! Mer denkt bei dieser Schilderung nicht an nach Zustellung einer Ausfertigung des rechtskräftigen Urtheils. habhaft zu werden. das Bes Endlich sind alle vorfindlichen Eremplare der Zeitung Vor- Auf dem Petroleum- Weltmarkte stehen sich heut eigentlich nehmen der Fabritverleger gegenüber den schlesischen Leinenwärts" vom 12. November 1898 und der Schrift, Sozialliberal, nur noch zwei Produzentengruppen gegenüber, der Standard webern? Mit mehr als 700 Millionen Mart arbeitet der Ein Weckruf zu den Landtagswahlen", sowie die" zu ihrer Her Dil Trust und das russische Petroleum Syndikat. Der erstere mit Standard Dil Trust, natürlich kann keine Einzelperson gegen ftellung bestimmten Platten und Formen unbrauchbar zn machen, einer Jahres- Produktion von ca. 2,6 Millionen Tonnen, das lektere ein solches Kapital aufkommen, und binnen kurzem werben bie und zwar, insoweit sie sich auf den inkriminirten Artikel im mit ca 4 Millionen Tonnen, die aber leicht auf die Höhe der wenigen amerikanischen Outsiders ganz in der Hand des Truss Vorwärts":" Im Auftrage Freund" überschrieben, sowie auf amerikanischen Produktion gebracht werden fönnte. Der fein. Einzelne amerikanische Staaten haben allerdings Gesetze Die Seiten 89-92 und Schluß der Abtheilung 8 beziehen. Die Standard Oil Trust beherrscht die atlantischen Länder und auch gegen die Truftbildung erlassen, und im Jahre 1892 war der Kosten des Verfahrens werden den Angeklagten zur Last gelegt. St. D. T. gezwungen sich aufzulösen. Aber er löfte sich nur auf, um Die Richtigkeit der Abschrift der Urtheilsformel wird beglaubigt sich in einer Form wieder neuzubilden, die jede gesetzgeberische Aktion und die Bollstreckbarkeit des Urtheils bescheinigt. Berlin, den gegen ihn ausschließen würde, falls man einmal in Amerika, ganz wider 5. Juni 1894.( L. S.) gez. Altrichter, Gerichtsschreiber des tgl. bie landesübliche Gewohnheit, die großen anstatt die kleinen Diebe Landgerichts I, Straffammer 7. hängen wollte. Ein Weltmonopol. 3 = " Deutschland fast vollständig. Das russische Syndikat hat in Rußland, in Desterreich Ungarn, in Asien und Ostafrifa ein fast unbeschränktes Absatzge iet. Die Welt ist weggegeben an diese beiden Produzentengruppen; und wenn russisches Petroleum auch nach Deutschland und Desterreich exportirt wird, und wenn für amerikanisches Petroleum auch noch Indien als Absatzgebiet gilt, so ist der Konkurrenztampf auf diesem strittigen Boden nur das legte Gepläntel vor dem Waffenstillstand. Mit seinen Polypenarmen hält der St. D. Z. bereits auch den ganzen Kontinent umspannt. Die Petroleumversorgung Großbritanniens, Belgiens, der Niederlande, Spaniens, Jtaliens, Dieselben Mittel, mit denen die Standard Oil Co., in der Skandinaviens, in der letzten Zeit auch Frankreichs liegt in der Seit zwei Jahren wird der ganze Handel, aber auch das Rockfeller die leitende Rolle spielt, mehr als 90 pet. der ge- Hand von Aktiengesellschaften, die nur die äußeren Departements große Publikum durch den gigantischen Plan, die gesammte fammten amerikanischen Petroleumproduktion in einen Trust zu des St. D. 2. darstellen. Besonders interessant ist der Kampf in Petroleumproduktion der Welt und den ganzen Petroleumhandel sammenschweiſte, wendet nun der Standard Dil Trust an, Deutschland, wo die„ Deutsch- Amerikanische Betroleumgesellschaft" in eine einzige Hand zusammenzufassen, in Aufregung gehalten. um das Monopol zu erlangen. Rockfeller kennt weder Mitleid in Bremen die Intereffen des Trusts vertritt. Durch die Konstruktion Und wenn sich auch die Nachricht der New York- World vom noch Rücksicht, er kennt nur das eine Prinzip: Herr zu sein und von eigenen Tantdampfern ist zunächst die ganze selbständige 24. Mai dieses Jahres nicht bewahrheitet hat, daß der Abschluß mit einem einzigen Schachzuge Millionen in seine Taschen zu Petroleumrhederei ruinirt worden. Durch den Petroleum- Tarifdes Petroleum Weltmonopols unmittelbar bevorstehe, so liegen schaffen. Seiner strupellosen Rücksichtslosigkeit, seinen raffinirten zoll, durch den die deutsch- amerikanische Gesellschaft am wenigsten die Verhältnisse im Petroleumgeschäft doch so, daß es höchstens Gaunerfüniten ist es gelungen, zuerst der Standard Oil Co die zu leiden hatte, wurde die Konkurrenz des russischen Petroleums noch einige wenige Jahre dauern tann, bis der Riesenplan Euperiorität über alle anderen Unternehmungen zu sichern und und einer ganzen Reihe von Petroleum- Großhändlern, unter geperfekt geworden ist. Nachdem der Staat und die besigenden später den Standard Oil Trust zu schaffen. Zuerst begann er, fälliger Mitwirkung der deutschen Regierung, völlig lahm gelegt. Klassen alle die auf eine immer rapidere Konzentration des bezw. die Standard Oil Co. mit dem Abschluß geheimer Verträge Indem der St. D. T. die Petroleumpreise rapid fallen ließ, von Kapitals hinzielenden Tendenzen planmäßig gefördert haben, er- mit jeder einzelnen der vorhandenen Eisenbahnen im 15,2 M. p. 100 Rilo in 1884 auf 9,5 M.(!) in 1893, indem er schrecken sie nun selbst vor ihrem eigenen Sprößling, der zum Deldistrikt. Der den Trust, durch er jede einzelne den deutschen Markt geradezu mit Petroleum überschwemmte Riesen geworden und seine Nährväter brutal zu erdrosseln der Bahnen glauben machte, daß sie die allein begünstigte sei, der amerikanische Import stieg von 487 895 Tonnen in 1889 auf sucht. Sie fehen hinter dem wohlbefestigten Riesenkapital, war ihm über Erwarten gelungen; denn nun fonnte er sie alle 722 297 Tonnen in 1893- gleichzeitig aber alle die Importhäuser, die hinter dem Privatmonopol das Gespenst des Sozialismus drei prellen und konnte zugleich allen anderen Petroleum- der Deutsch- Amerikanischen Petroleum- Gesellschaft nicht zu Willen auftauchen. Sie sehen, wie das Hiesenkapital den produzenten den Bahntransport unmöglich machen. Als er so waren, einfach boykottirte und ihnen kein Petroleum mehr lieferte, fleinen, den mittleren, ja selbst den großen Besiz proletarijirt, bie Eisenbahnen und die fleineren Delproduzenten gemacht" zwang er die großen Importhäuser Korff in Bremen, ferner die sie sehen, wie durch die Monopolifirung der Produktionsmittel hatte, ging er an die Großen, indem er gewaltige Röhren- in Hamburg und Stettin, sich mit der Deutsch- Amerikanischen Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Bon C. Spindler. Oberstrichter raunte ihm hierauf in die Dhren:" Denkt wittern, und ich darf Euch versichern, daß ich des Geldes Eures Eides, und Eurer frei kaiserlichen Schöppenpflicht. nicht schonen würde, ibn zu entdecken."- Der Oberstrichtr Einmal habe ich gewarnt. Ich thue es nicht das zweite wiegte achselzuckend den Kopf. Ich konnte nicht wissen, Mal. Nächsten Dienstag wird gehegt, und der Stuhl er entgegnete er, daß die armselige Jüdin Euch es angethan. 81 wartet Eure Klage."" Um Gott!" seufzte Diether: Ich hätte sie wahrlich nicht so wohlfeilen Kaufs damals „ Dieses Gräßliche hat mir nicht geahnt. Um des Heilands entkommen lassen."-D, Ihr wißt nicht, was schön ist!" willen! ebensogut hätte ich meinem Sohne, der doch mein versetzte der Schultheiß seufzend: Das verwilderte Gesicht Fleisch und Blut bleibt, den Dolch in die Brust stoßen eines Mörders, der schon jahrelang in Euern Kerkern können, denn muß ich dort klagen, ist er ohne Gnade modert, hat der Reize mehr für Euch als die Rosens dahin." Ertapptet Ihr ihn auf handhafter That, so wangen des schönsten Frauenbildes. Schafft mir diejenige. Hiermit ging der Oberstrichter nach der Thüre, wär's an Euch, in des Königs Namen zu richten;" ver- wieder, nach deren Besitz ich mich unaussprechlich sehne, sah behutsam hinaus, ob niemand um die Wege, kehrte segte der Oberstrichter falt: verbessert jego Euern Fehler. und verlangt von mir, was Ihr wollt. Mein schöner dann zurück, und zog Margarethens Gatten in die Ecke. Die Pflicht ist schwer, ich geb' es zu; aber eines echten floßreicher Weiher am Feldberg hat Euch beständig so wohl „ Euer Sohn," sprach er, hat ein gewaltiges Mergerniß ge- Freischöffen schwerste Pflicht ist seinem Eide etwas Leichtes. gefallen. Er ist Euer mit all seinen Fischen, für das einzige geben, und seine Bergehen sind weltbekannt. Er hat ge- Lebt wohl, Bruder. Gedenkt Euers Schwurs." Der Fischlein, das Ihr aus dem Neze ließt, weil Ihr seinen schändet Euer Haus in sträflichem Bunde mit Gurem Weibe; Oberstrichter überließ den Altbürger seinen Betrachtungen, Werth nicht zu schätzen wußtet."„ Traun, Herr er hat entehrt Euern Stamm, der einen wilden Zweig in wie unerbittlichen Henkern ein vergebens widerstrebendes Schultheiß," lachte der Oberstrichter:„ ich war all mein seiner edlen Krone trägt. Er hat höchstwahrscheinlich einen Opfer. Tage ein schlechter und lässiger Dirnenfänger, aber dort sehe Mörder gedungen gegen Euch; er hat das richterliche Amt Da nun der ehrbare Herr sich dem Rathhause näherte, ich, wie mich dünkt, einen ganz andern Fisch die Straße verletzt auf öffentlicher Straße, eine schlechte Judendirne fab er an deffen Pforte den Schultheiß stehen, im ver- heraufschwimmen, der noch nicht einmal weiß, an welcher vertheidigend; er lebt, nach wohlverbürgten Angaben, in traulichen Gespräch mit Bodick, den er jedoch bald entließ, Angel er hängt."- Es wälzte sich auch wirklich durch die Buhlerei mit dieser Jüdin, deren Schlupfwinkel die Ge- als er des Oberstrichters ansichtig wurde. Ter lettere ziemlich enge Gaffe ein Schwarm von Menschen daher, rechtigkeit nur zu erfahren strebt, um ihr den wohlverdienten säumte nicht, seinem Gönner und Freunde zu berichten, mit Sing und Sang und Pfeifenklang, die sich gar fröhlich Lohn werden zu lassen. Blutschande, Verlegung kaiserlicher daß durch seine Bemühungen alles Verdächtige in Diether's geberdeten. Zwei Gestalten in buntfarbiger Kleidung Majestät, Mord, Abfall vom christlichen Glauben nennt Hause sich zu entwickeln im Begriffe stehe. Der Schultheiß junge Männer, die ihre jugendlichen Gesichter mit unman obige Bergehen. Ihr hemmt den Arm der öffent lächelte freundlich bei dieser Kunde.- Recht, mein guter geheueren falschen Bärten verziert hatten, eröffneten den lichen Rechtspflege; aber die Sünde soll nicht ungestraft Herr und Freund;" sprach er:„ hier giebt es viel zu thun kleinen Bug, lange Schwerter auf den Schultern tragend. bleiben, da auch im Verborgenen gerichtet wird unter dem für Euern Eifer, das Böse, das sich halsstarrig Guerm Ein Banners und Schildträger folgte auf sie, und ihnen höchsten Königsbann. Ich frage Euch also, Diether Frosch, Falkenblick zu entgehen strebt, ans Tageslicht zu ziehen. nach jubelte die ganze Zunft der Harnischer und WaffenSchöppe der heimlichen beschlossenen Acht... was werdet Mir," segte er lächelnd hinzu: mir ist das Glück nicht so schmiede, dem Reiter, der in ihrer Mitte langsam und Ihr thun" Diether fuhr heftig zusammen, und mußte günstig. Soeben benachrichtigt mich der getaufte Jude, daß gravitätisch einherklepperte, ein helles Lebe hoch!" bringend. fich an dem Gefimfe anhalten, um nicht hinzusinken. Der les ihm noch nicht gelungen, den Aufenthalt Esthers auszu" Ist das nicht der von Hülshofen?" fragte det Schult - = one Betroleum Gesellschaft zu konsolidiren. Von 4,6 Millionen| Prellerei der Konsumenten fann im Großen beginnen, um die geboten. Es fann also schlechterdings nicht die Rede davon Barrels, die 1892 nach Deutschland importirt wurden, bisherigen Kriegstoften des Konkurrenzkampfes zu decken. Dann sein, daß die Regierung die angebliche Thatsache, daß die Ausfind nur zirka 700 000 Barrels von drei nahmegesetzpolitik gegen die Sozialdemokratie ein Fiasko er oder vier kann die Theilung der Welt unter die modernen Raubritter nach unabhängigen Importeuren, davon mehr als die Hälfte dem Plane von statten gehen, der bereits jetzt fertig ausgearbeitet litten, anerkannt hätte. Es liegt tein positiver Aft der veroon der Firma Poth in Mannheim, eingeführt worden. Turch vorliegt. Die Amerikaner versorgen Amerika, Westeuropa einschließ- bündeten Regierungen aus den letzten vier Jahren vor, der den Bau von Fluß Tankschiffen, durch die Anlage von lich Italien, ferner Westafrika, einschließlich Nordafrika westlich von einen Schluß nach der einen oder nach der anderen Seite großen Petroleumbassins an den geftattete. Haupt Inlandsplähen Griechenland, während die Russen sich den Bedarf von Osteuropa, und fleineren Tanks, die über das ganze Land ver Oftafrika und ganz Asien referviren. Dann ade, freie Konkurrens, Also es braucht nur eine neue Angstmehrheit in ben streut find, riß die Deutsch- Amerikanische auch den ganzen dann ade Gewerbefreiheit. Wie in Deutschland zahlreiche Reichstag zu kommmen, so fann man sich auf eine Wiederbinnenländischen Großhandel an sich. Zahllose Gristenzen, nach Mittelspersonen: Importeure in den Seestädten, Rheder, Makler, einführung des Sozialistengesetes gefaßt machen, fo theilen denen kein Hahn fräht, wurden durch diese Monopolifirungs- Plaßgeschäfte, Ausfuhrgeschäfte, Kleinhändler und viele Neben uns in Kommission Pindter's selige Erben mit. bestrebungen ruinirt die deutschen Verbündeten des St. D. T. gewerbe, sowie die Angestellten dieser Geschäfte durch die uns in Kommission Bindter's selige Erben mit. Es follte aber heimſten 1891 einen Reingewinn von mehr als 21 pct. ein. Machinationen der Deutsch amerikanischen Petroleum Ge- uns wirklich leid thun um den Grafen Caprivi, wenn er In grausamſter Weise bekämpft nun die Deutsch- Amerikanische sellschaft in den Sand gestreckt worden find, werden schließlich doch noch in der armseligen Praktik der Ausdie unabhängig gebliebenen deutschen Großhändler, vor allem die nachher auch in den übrigen Staaten zahllose Existenzen nahmegesetze, die verkrachte Politit seiner Vorgänger nachFirma Poth in Mannheim. Vor feiner Niederträchtigkeit, vor ruinirt, große und kleine Kapitalisten vernichtet werden, ahmen sollte. Sein Schicksal würde das gleiche sein. feinem Trick, der in seiner Moral nicht über dem Kümmelblättchen und eine verschwindende Rahl von Riesenkapitalisten, Rockfeller, Die Todesmärsche wollen„ Köln. Ztg." und" Nordd. steht, schreckt der Trust zurück, um die unbequeme Konkurrenz zu Rothschild, Nobels Nachfl. 2c. werden sich in den Raub theilen. Allg. Btg." beschönigen, ableugnen können die Blätter die beseitigen. Er verkaufte 1892 Petroleum nach Mannheim für Hent sieht das Konsumentenpublikum allerdings noch mit Hent sieht das Konsumentenpublikum allerdings noch mit 18,90 r. 100 R., b. b. unter Berücksichtigung des Bolles und der Fracht einiger Ruhe zu, wie die großen Räuber alles wohl vorbereiten, Thatsachen nicht, sie enthalten sich auch des Wunsches, daß 1,65 M. unter dem Bremer Preise, er legte Konkurrensläger in um im gegebenen Augenblicke die Konsumentenfalle zuschnappen zur Sommerszeit Uebungsmärsche, wie dies in Frankreich Mannheim, Mühlheim a. Rh, Bafel zc, an und bekämpft gleich zu lassen, denn der lockende Speck sind die unglaublich üblich ist, blos zur Nachtzeit vorgenommen werden sollen. zeitig durch Preis- Unterbietungen die amerikanischen Outsiders, niedrigen Petroleumpreife; durch die bürgerlichen Zeitungen, Die Sünden des Militarismus wollen diese Zeitungen bedie den unabhängigen, deutschen Importeurs noch Petroleum die nur die Todesahnungen der großen Kapitalisten aus schönigen, nichts fürchten sie aber mehr als eine Hadikaltur. liefern. Es ist ein Konkurrenzfamvf bis auf's Messer, und es sprechen, wird allerdings gegenwärtig auch das große unterliegt feinem Zweifel, daß in diesem Verzweiflungskampfe Publikum aus der beschaulichen Ruhe und aus der Eine weitere Verbösernng unseres wahrlich genug die unabhängigen deutschen Importeure unterliegen müffen. boffnungsvollen Zuversicht aufgerüttelt, daß das Petroleum immer mangelhaften Arbeiterschutzgesetzes wird von dem Vereine Dann hätte der Trust auch in Deutschland das reine Monopol, weiter so billig bleiben muß, wie es heute ist, aber diese für die bergbaulichen Jutereffen des Oberbergamt- Bezirkes und könnte mit feinen Breisen beliebig in die Höhe gehen Anstrengungen find vergebliche Liebesmühe; auch die Hnungen Dortmund zum Schaden der jugendlichen Arbeiter gefordert. wenn nicht noch russisches Petroleum auf den Markt käme. auf die eventuelle Erschließung rumänischer Petroleumquellen oder Man will sich der im Interesse der Hintanhaltung von Aber die russische Konkurrenz ist nicht sehr zu auf galizisches Betroleum, werden dem ehrfamen Spießer burch eberanstrengung des jugendlichen Organismus so überaus fürchten, da sie fast vollständig auf den theueren Bahntransport die Macht des Riesenkapitals rasch geknickt werden, und er, der nöthigen Pausen entledigen. Das Organ Caprivi's, die angewiesen ist und deshalb immer mehr vom deutschen Markt die staats- und gesellschaftserhaltende" Kraft des Kapitalismus nöthigen Pausen entledigen. Das Organ Caprivi's, die verdrängt wird. 1889 waren noch 8,95 pet. des importirten vor den umstürzlerischen Angriffen der Sozialdemokratie Norddeutsche Allgemeine Zeitung", druckt beifällig die bePetroleums russischen Ursprunges, 1892 waren es nur noch gehegt und gepflegt hat, wird die Strafe für seine züglichen Aeußerungen im Berichte dieses Vereins nach. 6,3 pCt., um 1893 unter Einwirtung des Boultrieges auf 4,2 pGt. blöde Kurzsichtigkeit zahlen müssen. Uns aber, une foll und in den fünf ersten Monaten 1894 auf 1,2 pt. zurückzus das schon recht sein. Was die intelligenteren der Kapitalisten Justizministerium find Arbeiten behufs Revision der ZivilBivilprozeß Ordnung. Im Reichsjustizamt und geben. Der einzige russische Petroleumimporteur: die Naphta- jetzt erst schaudernd zu ahnen beginnen, daß die rapide Produktionsgesellschaft( vorm. Gebr. Nobel) die jetzt Petroleum Stapitalfongentration die Geschäfte des Sozialismus prozeß- Ordnung in Vorbereitung, deren Abschluß in einigen nach Deutschland liefert, fonnte deshalb 1891 auch nur 5 pet. besorgt, bätten sie bereits im Kommunistischen Manifest nach- Monaten erwartet werden darf. Die in Vorschlag gebrachten Reingewinn erzielen, der in den letzten Jahren noch weiter herab lefen fönnen. Die rapide Auffangung des fleinen und mittleren Aenderungen dürften, so wird offiziös geschrieben, auf eine erheb gegangen ist. Kapitals, die Proletarifirung jedes auf Selbständigkeit fehenden liche Vereinfachung des Verfahrens abzielen, die ZuständigAber solange noch ein Tropfen russischen Petroleums auf Rapitalisten als Strafe für seine Unbotmäßigkeit, die Vernichtung feit des Einzelrichters im Zusammenhange mit der im deutschen Märkten hauptsächlich Breslau erscheint, tann zahlreicher Einzeleriſtenzen durch das monopolisirte Kapital, wie es Strafverfahren angebahnten Ausdehnung der Zuständigkeit der St. O. T. nicht daran denken, seine enorm niedrigen Preise sich in dem Falle des Petroleummonopols selbst den blöden der Schöffengerichte erweitern, und endlich das Zustellungszu erhöhen, um den Konsumenten zu prellen, und so das Endziel Augen fichtbar abspielt, sie führt gleichzeitig die heutige wesen reformiren, während eine Aenderung der Gerichtsaller Kartelle und Trusts zu erreichen; also muß die russische Gesellschaft mit Riefenschritten dem Sozialismus näher. Immer Konkurrenz beseitigt werden. Da aber die russischen Produzenten geringer wird die Zahl derer, die noch ein Interesse an der vollzieher Funktionen vor Erledigung des letteren Punktes billigere Arbeitskräfte zur Verfügung haben als die ameri- Aufrechterhaltung der fapitalistischen Wirthschaftsordnung nehmen nicht beabsichtigt sein dürfte. fanischen, auch durch Arbeiterschuh Geseze in ihrer Ausbeutung und immer breiteren Massen wird die ungeheuere wirthschafts nicht gehindert werden, da überdies durch den deutsch- russischen liche Ueberlegenheit einer planmäßig geregelten Produktion ad Handelsvertrag mit Hilfe eines besonderen Versteuerungs- Modus oculos demonstrirt. So untergräbt das Rapital felbft den Boden, dent ruffifchen Petroleum besondere Vortheile geboten werden, auf dem es steht, und gräbt sich thöricht selbst die Miene, durch und die Fracht auf russischen Bahnen von 19 Kop. per Pud auf die es in die Luft gesprengt werden soll. 9 Rop. herabgefeßt worden ist, so giebt es natürlich kein besseres Mittel zur Beseitigung dieser Konkurrenz, als die internationale " • Berſtändigung der amerikanischen und ruffischen Produzenten Politische Uebersicht. " nd pr mg Ueberlicht. emäßigen, aber das was fie erringt, dient zu ihrer weiteren Berlin, den 7. Juli. Blindekuh. Sowie die Gesetzgebung einen neuen reaktionären Anlauf nimmt, erleben wir regelmäßig folgendes Verhalten des Liberalismus. Zuerst höchst absprechende Kritit und mehr oder weniger scharfe Opposition gegen die Reaktion, und schließlich größere oder geringere Bugeständ nisse an die Reaktion. Diese muß zum Theil ihre Ansprüche Und die Anfäße zu einer solchen Verständigung sind bereits Kräftigung, so daß sie das ihr heute versagte morgen um gemacht. Seit dem Jahre 1898 ift unter stetiger Antheilnahme des russischen Finanzministers Witte ein Petroleum- Syndikat zustande Einen ordnungsparteilichen Sammelruf stößt die so leichter nachholen tann. Der Liberalismus aber triumphirt, gekommen, das zirka 85 pt. der russischen Produktion nach Nordd. Allg. 3tg." in einem Artikel aus, der augenschein, daß er der Reaktion nicht alles zugestanden hat. Gegen Absatzgebieten unter fich vertheilt hat. Den Saupteinfluß in lich einen offiziösen Charakter trägt. Das Geschreibe der wärtig ist die Reaktion mehr als je in der Gesetzgebung diesem Syndikat hat zur Zeit noch die Nobel- Gesellschaft mit Offiziösen läßt darauf schließen, daß die Regierung sich thätig. Wir haben jezt eine Reform der Strafprozeß 9610 Antheilen von ca. 46 000 und auch sonst sind noch einige zwar nicht zu übereilten Ausnahmegesehen drängen lassen Ordnung zu erwarten, die deren bisherige Uebel noch ers Firmen fyndicirt, die entschiedene Geguer der Verständigung mit will, aber die Verschüchterung und den angitgeborenen Born der höhen soll. Die Untersuchungshaft soll noch weitere AusAmerika sind, so vor allem die Firma Echibajew u. Ko. mit Bourgeoisie gegen den Anarchismus dazu ausnuten möchte, behnung erhalten und ihre Verhängung noch größerer 3506 Antheilen. Aber in dem Syndikat eingeschlossen ist auch um alle die zankenden Fraktionen vom Grafen Kanit bis Willkür ausgesetzt sein. Die freisinnige Presse ist nicht Rothschild unter der Flagge: Kaspi- Schwarzmeer- Gesellschaft, und die Intereffen Rothschild's laufen mit Engen Richter in einer Pferch zusammen zu treiben, wo sie blind gegen die Härten und Unbilligkeiten schon des bis den Interessen Rodfeller's, also mit dem folgfam den Schalmeien Caprivi's lauschen und sich zum herigen Verfahrens, die noch gesteigert werden sollen. Aber St. D. 2. parallel. Rothschild hat jeht bereits 5870 An- Rampfesmuth gegen die Sozialdemokratie begeistern lassen in ihrer Kritit tappt sie wie beim Blindekuhspiel mit ver theile; auf seiner Seite steht noch die Firma Montaschew u. So sollen. Ist es erst so weit, dann wird die Regierung auch bundenen Augen umber; den Kern des Uebels packt sie nicht mit 3059 Antheilen und eine große Zahl fleinerer Produ garnicht abgeneigt sein, in aller Ruhe neue gesegliche und kommt sie ihm zufällig nahe, dann läßt sie ihn fich zenten, die an Rothschild durch Pacht und Lieferungsverträge Maßregeln gegen die Sozialdemokratie au berathen, meint schleunigst entschlüpfen. So berührt die Boff. Btg." in gebunden sind. In getreulicher Nachahmung der Praktiken das offiziöse Blatt. Um diese Schwenkung vorzubereiten, ihrem heutigen Leitartikel Die Untersuchungshaft" im Vorbes St. D. 2. sucht nun Rothschild Dor allem der wendet sich Bindter's Nachfolger ausdrücklich gegen die Bes übergehen den Rern des Uebels. Sie schreibt: Transportmittel habhaft zu werden. Er beschlagnahmt den Wagenpark der Kaspi- Schwarzmeerbahn für fich, läßt wochen- merkung eines Bentrumsblattes, daß es unmöglich sei, ein lang 500-600 Wagen in Batu, der Hauptproduktionsstätte stehen, abgeschafftes Ausnahmegesetz, das gründlich Fiasko gemacht um den Bahntransport zu sperren und zahlt geduldig die hohen habe, wieder einzuführen. Es heißt da: Strafgelder. Er baut Tantdampfer für den Verkehr durch den Suez- Kanal und auch im Finansministerium spielt der Rothschild- Rubel seinen allmächtigen Einfluß. Besonders auch in Defterreich- Ungarn, das sich bisher noch von dem Einfluß des amerikanischen Betroleums freizuhalten gewußt hatte, unter nehmen Rothschild und die mit ihm verbündeten Banken, die tühnften Spekulationen, um fich fich anscheinend in eigene Fleisch zu schneiden, in Wahrheit aber, um dem St. D. 2. die Wege zu ebnen. Sowie Rothschild den entscheidenden Einfluß im ruffifchen Petroleumsyndikat gewonnen hat, ist der eherne Reif des Petroleum- Weltmonopols zusammengeschweißt und die Eine Regierung, so sagt das Zentrumsblatt, tönne fich nicht lächerlich machen, indem sie alle paar Jahre den Kurs wechselt. Hier liegt eine offenbare Abweichung von der ge schichtlichen Wahrheit vor. Das Sozialistengefeß ist nicht von der Regierrug aufgehoben, sondern außer Uebung gekommen, weil der Reich lag im Jahre 1890 eine Vorlage der verbündeten Regierungen, die eine Erneuerung und theilweise Aenderung des dem Ablauf zuneigenden Sozialistengefeges vorschlug, ablehnte. Eine parlamentarische Lage, die einer Wiederholung des Verfuchs der verbündeten Regierungen auch nur die geringste Aussicht auf Erfolg eröffnet hätte, hat sich seitdem nicht darWie viel Unheil die unbegründete Haft schon ans gerichtet hat, läßt sich statistisch nicht nachweifen. Das aber iſt gewiß, daß es einen großen Theil des Nutzens wäre dieser ganzen Einrichtung aufwiegt. Bielleicht auch das herrschende Recht längst geändert worden, bie die nur zu Schattenseiten, oft Mitgliedern der großen Masse des Bolts fühlbar werden, auch häufiger, wie in dem Fall Roze, von denen empfunden würden, die zu ben oberen Zehntausend zählen." wenn Hier steckt des Budels Kern! Aber was hilft's, wenn der alten Tante wieder einmal eine leise Ahnung von dem wahren Geiste unserer Gesetzgebung aufsteigt! Das Bourgeoisblatt müßte sich selbst verleugnen, wollte es diese schattenhafte Ahnung in faßbare Formen umbilden. Die Herrn Eugen Richter's" Freisinnige Beitung" schreibt über die Ausweisung in Burgstädt: Sächsisches. In Burgstädt hat die Polizeibehörde die Redakteure des sozialdemokratischen Blattes ausgewiesen auf grund einer alten sächsischen Verordnung, wonach jemand, der in Sachsen teinen Unterstüßungswohnfig erworben hat und bestraft ist, von den Orts- Polizeibehörden ausgewiesen werden kann. Die Strafe, auf welche sich die Polizei stützt, ist aber nur eine solche wegen Preßvergehens. Diese sächsische Bestimmung widerspricht aber offenbar den Bestimmungen der Reichsverfassung über das gemeinsame Indigenat für ganz Deutschland und über die Heimaths- und Niederlassungs. gesetze. heiß, die Hand vor die Angen haltend, um beffer zu sehen. und Kolben aneinander, mit denen sie sich der Festlichkeit herrschenden Klassen schaffen die Gesetze, wie sie ihnen So ifi's, gestrenger Herr," erwiderte der Oberstrichter, hal ber geschmückt hatten. Die Pfeifer bliesen zum Rückzug, passen und so, daß sie von ihren Unannehmlichkeiten nicht auf meine Einladung in Euerm Namen fehrt er zurück, und unter gellendem Freudengeschrei wurde dieser auch getroffen werden, und je reaktionärer sie selbst sind, ob sie und ich gönnte ihm gern das kurze Festgepränge, das ihm wirklich angetreten. Gerhard stieg mit den beiden Macht: fich konservativ oder freifinnig nennen, um so reaktionärer die Waffenschmiede zugedacht, da er in Costniß durch seine habern die Treppe vollends hinan, und erschöpfte sich in muß auch die Gesetzgebung werden! Fechterkunst unsrer Stadt viel Ehr und Ruhm erworben. prahlerischen Nebensarten und in der Wiederholung der An Euch ist es nun, ihm anzukünden, wozu er eigentlich Grüße und Freundschaftsversicherungen, welche ihm, feinen hierher berufen. Das geschehe auch auf der Stelle," Betheuerungen zufolge, Fürsten und Herren an den wohlmeinte der Schultheiß, und zog sich mit seinem Freunde weisen Rath von Frankfurt aufgetragen, mit auf den Weg an die innere Treppe zurück, da die ankommende Menge gegeben hatten. In dem Strome seiner langathmigen Rede schon anfing, die Pforte zu belagern. Mit einem drei dahinschwimmend, und wie ein geschickter Schüße immer das maligen Bivat, dem Kämpfer und der Vaterstadt dar vorgestreckte Ziel erreichend, und die Hoffnung berührend, gebracht, wurde Gerhard vom Gaule gehoben, und betrat die er auf die bekannte Großmuth und Freigebigkeit des die Schwelle des Heiligthums der Gerechtigkeit! Zu seiner Magistrats gesezt, bemerkte Gerhard nicht, daß Schultheiß Bu Linten trug man sein Wappen und die Waffeustäde, die er und Oberstrichter hartnäckig schwiegen, und kein Wörtlein im Rennen zu Dant erhalten; zu seiner Rechten das Banner auf all diese zudringlichen Höflichkeiten zu erwidern Luft der Zunft, und die in Turniren eroberten Stechfähnlein. hatten. Da aber die Thüre des Schöffengerichts hinter Mit einer bescheidenen Unterwürfigkeit, aber nicht ohne ihnen zugefallen war, und Gerhard sich noch immer verjenes Selbstbewußtsein, das so gerne dem wirklichen oder gebens nach einem freundlichen Gesichte umfah, statt dessen Es mag bemerkt werden, daß die alte sächsische VerScheinverdienst entspringt, näherte sich der Fechter dem jedoch nur zwei ganz ernsthafte vor sich erblickte, wurde ordnung" ein Gesez ist, das am 15. April 1886 erlassen Vorsteher der Stadt und empfahl sich seinem Wohlwollen, ihm anders zu Sinne. Er schwieg ebenfalls, und manche worden ist und auf grund der reichsgeseßlichen Be mit der Bitte, ihm die Ursache wissen zu lassen, die seinen längst vergessene Schaltheit, für die er jego zur Verant Stimmungen, mit denen Herr Richter es in Widerspruch sezt, also schnellen Aufbruch von Costuit nöthig gemacht. wortung gezogen zu werden befürchtete, brang sich seiner erlassen werden konnte. Durch§ 3 des Freizügigkeitsgefeges Der Schultheiß erwiderte mit Würde: man würde ihm Erinnerung auf; indessen glaubte er aus allen Himmeln vom 1. November 1867 nämlich, das zuerst für den Nord, diese Ursache nicht vorenthalten, sobald er sein Geleite ver zu fallen, als ihn der Schultheiß folgendermaßen anredete: deutschen Bund( mit Sachsen) erlassen, mit Erlaß der Vers abschiebet haben würde. Nun, so geht denn hin, Ihr Herr! Ihr habt Euch zu Coſtnik gehalten wie ein Mann; fassung des Deutschen Reiches zum Reichsgesez erklärt, auf guten Jungen," sprach Gerhard zu den jubelnden Freunden. glaubte ich nicht den Berichten der dort anwesenden Schöffen, alle Bundesstaaten und am 8. Januar 1873 auch auf das Gott hat meinen Eintritt gesegnet und mich mit allerlei ich müßte es Euerm ruhmredigen Mund unbedingt glauben; Reichsland ausgedehnt wurde, werden ausdrücklich die Ruhm bekrönt wiederkehren lassen. Eure Freude thut allein nicht um Eurer Thaten willen belobt zu werden, landesgesetzlichen Vorschriften aufrecht erhalten, wonach meinem Herzen wohl, aber noch wohler wird meiner wurdet Ihr zurückberufen, sondern um Rechenschaft zu geben bestrafte Personen Aufenthaltsbeschränkungen unterworfen Man tennt ja die preiswürdige dürstenden Kehle der Firnewein thun, den ich von Eurer von einer Handlung, die sich eben so wenig mit Euerm werden können. Freigebigkeit zu erhalten hoffe; gehet darum hin auf Eure Wappen, als mit Euerm Stand als Dienstmann dieser Gepflogenheit der Reichsgesetzgebung, bewährte" reaf Stube und pflanzt die weißen Holzbecher auf, die ich so reichstreuen Stadt verträgt. Darum werdet Ihr Belieben tionäre Bestimmungen der Landesgesetzgebung möglichst sehr liebe, und diese Waffen und Fähnlein, die Zeugen tragen, Eure Wehr an den ehrbaren Herrn hier zu meiner lange zu erhalten, auch wenn sie in das Gebiet der Reichs der Tapferkeit, mit welcher ich das Ansehen Eurer Stadt Seite abzuliefern, und in seinem Hause fürs erste ritter Gesetzgebung gehören! Herr Richter, der doch selbst bei in der Fremde behauptete. Mit den gestrengen Herren liche Haft Euch gefallen zu lassen. Von Euerm Be Berathung des Freizügigkeits- Gesezes mit dabei gewesen allhier habe ich noch einige Worte zu wechseln, und dann nehmen und Euern Geständnissen wird es abhängen, ob ist, braucht das nicht zu wissen! Er darf das sächsische bin ich bei Euch, ehe Jhr's Euch verfeht." Die Meister Ihr daselbst verbleiben dürft, oder härteren Gewahrsam Gesez, über das er mit solcher Kennermiene aburtheilt, und das auf grund jenes Freizügigkeits- Gesezes erlassen wurde, der Zunft schüttelten dem erprobten Becher und Räufer die schuldig seid." mächtige Fauft, die Gesellen schlugen die kleinen Tartschen für eine alte Verordnung erklären, der längst reichsgesetz ( Fortfehung folgt.) lich das Genick gebrochen ist! Ebenso wie er die bayerische Berfassung nicht zu kennen brauchte, als er von den auf das Reservatrecht bezüglichen Verträgen erklärte, daß sie kein Bestandtheil der bayerischen Verfassung bildelen. Ein großer und redegewaltiger Mund,„ voll und ganz" kapitaltreue Gesinnung und ein unentwegt" manchesterliches Streben ersetzt alle staatsrechtlichen und volkswirthschaft: lichen Kenntniffe, ja übertrifft sie noch, wenn man nur nicht blöde ist. Die Sächsische Arbeiter Zeitung" war in den legten Tagen Gegenstand des Angriffes der ganzen reaktionären Mente. Auf ein paar willkürlich aus dem Zujammenhange gerissenen Säßen wurde ein großmächtiges Lügengebäude errichtet, durch das die Nothwendigkeit von Ausnahmegefeßen erwiesen werden sollte. In einem vortrefflichen Hinrichtung und Attentat oder eine einfältige Denunziation" überschriebenen Artikel antwortet unser Bruderorgan in seiner Nummer 154 den bewußten Fälschern. Wir bedauern sehr, den Artikel unseres Raummangels wegen nicht abdrucken zu können und zitiren blos die Schlußstellen: Sundidus Bourgeois und Anarchisten sind sich in ihrer Kampfesart also gleich und nur die Sozialdemokratie tämpft nicht mit Mordwaffen, sondern mit dem Geistesschwert und mit diesem #wird sie siegen, trotz der reaktionären Zeitungsschreiber, trob aller Verurtheilungen und trotz aller Unterdrückungsmaßregeln, wie sie jetzt von der gesammten reaktionären Klique verlangt howerden!" Juternationale der Polizisten. Auch die Ungarn find den russischen Polizeibehörden zu Willen und zu Dieusten. Aus Budapest wird telegraphirt: Die hiesige Polizei verhaftete auf Weifung der Petersburger Geheimpolizei einen gewissen Konstantin Dronkowsky, welcher die hiesige thierärztliche Akademie besucht. Dronkowsty soll ein gefährlicher Nihilist sein und wurde bereits aus Frant reich und der Schweiz ausgewiesen. Die bei ihm beschlagnahmien Briefschaften sollen äußerst kompromittirend sein. Drontowsky wird des Landes verwiesen und über die Grenze gebracht werden. illeber welche Grenze? Vielleicht über die- russische! Erklärung die Ansicht unterstüht habe, daß Ueber den Eisenbahnarbeiter Ausstand in den England der Hauptbeerd der unseligen Ber Vereinigten Staaten liegen folgende, im Augenblicke unschwörungen im Auslande sei. Salisbury habe da kontrollirbare Depeschen des Wolff'schen Bureaus aus durch das Gerede auswärtiger Journalisten, Chicago vor: 720 daß England das Land sei, welches besonders die anarchistischen Attentate auf fremde alliirte Souveräne fördere, unterſtüßt. Die wirtung seiner Aeußerung tönne höchst nach theilig sein. Wo sei der Beweis, außer dem Ge eine wahre Wiedergabe des bestehenden diefer echt " VerDie Lage verschlimmert sich, Anarchie und Gewaltthätigfeit herrschen überall in der Stadt. Die Aufständigen plünderten die Depots, steckten die Züge in Brand sund schnitten das elektrische Licht ab. Ferner tuppelten sie von einem Zuge die Maschine ab, gaben ihr große Geschwindigkeit und ließen sie mit den Zügen zusammenstoßen, welch' lettere zerstört wurden. Die Polizei schoß auf die Ausständigen, von denen zwei getödtet und meheere verwundet wurden. Die Volksmenge griff Abends einen Bug auf der Eisenbahnlinie Baltimore- Ohio an; hierbei wurden mehrere der Streifenden verwundet, 4 Personen sollen ge tödtet sein. schwäh der Presse, dafür, daß der Mörder Carot aus England gekommen oder das Verbrechen in England vor bereitet oder daß England irgendwie dafür verantwortlich zu machen sei? Nichts unheilvolleres sei in Rammern gesagt worden, nichts, was geeigneter wäre, die auswärtigen Beziehungen Englands zu verwickeln, als die Anklage des früheren Premierministers gegen sein Land, das ein Zufluchtsort auswärtiger Mörder sein solle. Salisbury's Sprache gehe zu weit und sei nicht als zu fertigen. brecher hier?" fragt der Redner. Nur weil fie Weshalb giebt es viele von den Ländern, die über ihre Anwesen heit bei uns tlagen, hierher getriebenschaft, werden auf 1 200 000 Dollars geschäßt. werden. Ich bedauere deren Anwesenheit in unserem Lande, und daß einige ihrer Verbrechen hier auzgeheckt werden, aber ich fann nicht zugeben, daß das Land, das sie unwillig aufnimmt, hauptsächlich für ihre Verbrechen antwortlich gemacht werde. Wir thun unser bestes, das Vorgehen dieser Leute zu überwachen und aufzuhalten. Unsere Geheimpolizei ist mindestens der anderer Länder gleich. Ich hoffe, wir werden trot Salisbury's Erklärungen die fremden Staaten darüber beruhigen können, daß wir Mörder nicht in größerer Menge beherbergen als sie selbst. Wir wer den die Vorschläge Lord Salisbury's mit dem Wunsche, ihnen im freundlichsten Geiste zu begegnen, erwägen." Lord Salisbury wies den Angriff des Premierministers zurück. Er habe nicht gesagt, England sei eine willige Herberge dieser Leute, sondern nur betont, daß die englischen Geseze ungenügend seien, um dem Uebel der Aufnahme solcher Personen zu steuern. Die Vorlage wurde hiernach in erster Lesung angenommen. Während der Nacht durchzogen Banden von Streitenden die Stadt und deren Umgebung und steckten die Güterschuppen, die Bahnhöfe und anderes Eigenthum in Brand. Mehrere Hundert Waggons und eine große Menge Waaren find ver brannt. Die Verluste brannt. Die Berlufte einer einzigen Eisenbahn- Gesellver Die Bolizei ist ohnmächtig; die Miliztruppen tommen eilig an. Gestern fanden mehrere Zusammenstöße statt, bei denen sechs Ausständige getödtet wurden. Der Streit dehnt sich auf die Oststaaten aus; man befürchtet, er werde sich schließlich vom Stillen bis zum Atlantischen Ozean erstrecken. Heute werden infolge des Mangels an Kohlen 75 pet. der Fabriken Chicagos schließen und dann 100 000 Menschen ohne Arbeit sein. Die Frage des allgemeinen Ausstandes wird Sonntag entschieden werden. Alle Arbeitervereine und die Ritter der, Arbeit" werden sich wahrscheinlich der Bewegung anschließen. In Detroit find alle Eisenbahnbeamte ausständig. In Spokane zerstörten die Streifenden die Bahnlinie; die Stadt ist sehr erregt. 191 " Ueber Dr. Herhka's Expedition nach Freiland" veröffentlicht die Wiener- Arbeiterzeitung" einen Artikel, der auf die Erklärung Hertta's: " Die„ Reuter- Depesche über das Scheitern der Freiland". Expedition ist unwahr. Von Dr. Wilhelm sind aus Lamu foeben gute Nachrichten eingetroffen. Der Vortrab von drei Freiländern mit Waaren und Tauschvorräthen ist am 27. Mai mit ferneren 12 Freiländern folgt dahin Ende Juni oder Anthatsächlich über Ripini ins Innere abgegangen; Dr. Wilhelm fangs Juli, der Rest im August. unter Benugung eines Briefes des an der Expedition bes theiligten Malers Robert Hans Schmitt u. a. antwortet: 1. Die ursprünglichen 25 Theilnehmer find unter zehn, herabgesunken. 2. Für die Reife hat Dr. Herzka 2000 m. herausgegeben, von welchen 1700 m. auf dem Wege nach Lamu verausgabt wurden. Seitdem hat Dr. peryta, wie Schmitt( einer der Theilnehmer der Expedition. Red. d. V.") wörtlich schreibt: feinen blutigen Heller Geld geschickt". 3. Dr. Wilhelm, der Führer der Expedition, zweifelt selbst an Blätter, wie die National- Zeitung", find sehr ärgerlich über die ihnen von Lord Rosebery zu theil gewordenen Siebe, sie sind bitterböse über die Wahrheit, die in den Siebe, sie sind bitterböse über die Wahrheit, die in den Von einem anarchistischen Komplotte zum Zwecke Worten Rosebery's enthalten ist, daß in das englische Asyl der Ermordung Carnot's fafelten die Reaktionäre die Anarchisten von ihren Regierungen getrieben wurden. aller Länder, tiefdurchdachte Erwägungen hierüber brachten Man revanchirt sich in den Bureaus der„ National- Zeitung" unfere nach Ausnahmegesetzen lüsternen Blätter, dem Vor- damit, daß man den leitenden Minister Englands darüber wurf der Frivolität fegte man sich aus, wenn man im belehrt, was er dem Ansehen Englands schuldig ist. Hoffentlich Gegensatze zur Nordd. Allgem. 8tg." behauptete, daß über ist Lord Rosebery nicht ausschließlich auf die Unterweisungen der die Beziehungen Caserio's vor der Gerichtsverhandlung Herrn Köbner und Siegfried Samosch angewiesen, es würde nichts fest behauptet werden tönnte, daß es selbst vom das die Leitung der englischen Politit selbst im Zeitalter Standpunkt der Reaktionäre als leichtfertig über alle Maßen des Telegraphen erschweren. Der englische Premierminister bezeichnet werden müsse, aus dem Attentate gegen irgend eine wird sich damit zu trösten suchen, daß die Presse der großen Bartei Kapital zu schlagen. Und nun zehn Tage, nachdem liberalen und radikalen Partei Englands in dieser Frage wir das behauptet haben, berichtet der Telegraph das hinter ihm steht. Was ein scheinliberales Blatt in Berlin folgende: in über ihn urtheilt, wird ihn talt lassen. Man ersieht auch Paris, 7. Juli. Die Verhöre Gaferio's hieraus, wie ungünstig sich der deutsche vom englischen haben bisher teine bestimmten Anhalts. Liberalismus unterscheidet. puntte über etwaige Mitfchulbige ergeben. Auch die Schweiz scheint nun doch auf den abendu dem Artikel heißt es weiter: Wenn die Untersuchung in Montbriffon nichts zu Tage schüssigen Bahnen Salt machen und bei der internatio fördert, werden die Prozeßakten der Anklagekammer übergeben nalen Anarchistenhege nicht mitmachen zu werden. wollen. Der Korrespondent des Berliner Tageblatt" telegraphirt hierzu aus Bern: Die Ablehnung der Amnestie- Anträge entspricht vollständig den Gesinnungen, deren man sich von einer orleanistischen Regierung zu versehen hat." Dies ist die Quittung der französischen sozialistischen Presse auf die erste That der Regierung Casimir's Perier's. Die franzöfifche sozialistische Preffe fordert in beredten Artikeln die Blätter aller Parteien auf, die gelegentlich des Todes Carnot's von allen Ländern kundgegebenen friedlichen Gesinnungen auszubeuten, um der Regierung die Pflicht aufzuerlegen, eine theilweise A brüstung herbeizuführen.( s 1622) Aus Bundesrathstreisen vernehme ich, daß die Schweiz faum einer internationalen Konvention zur Bekämpfung der Anarchisten beitreten wird; man besorgt, solche Vereinbarung tönnte von Großstaaten, wie Rußland und Deutschland, gegen über einem Lande, wie die Eidgenossenschaft, leicht mißbraucht werden. Man ist der Ansicht befch fence bles Aufstellung wirksamerer Polizeivorschriften handle, könne dies leicht mittelst diplomatischer Unterhandlungen von Regierung zu Regierung bewerkstelligt werden. um Der Achtstundentag in den englischen Staatsbetrieben. Bei der Berathung des Budgets des Krieges im Unterhause erklärte der Finanzsekretär im Kriegsder in Tas Asylrecht war Gegenstand von Verhandlungen ministerium, Woodall, der Achtstundentag für die Arbeiter im englischen Oberhause. Während Salisbury, der frühere im Arsenal sei erfolgreicher gewesen, als man erMinisterpräsident und Führer der konservativen Partei, für wartet habe. Die Arbeiter seien im stande gewesen, mehr die Aufhebung des Asylrechts sich aussprach, vertheidigte zu verdienen, als früher. dasselbe, wenn auch nicht mit besonderem Eifer, der Führer In Deutschland denkt man freilich anders. Wir der Liberalen, der jezige Ministerpräsident Rosebery. marschiren dafür aber auch blos in der offiziösen Presse an Hieraus tann man entnehmen, daß die von uns stets ge- der Spiße der Sozialreform.außerte Meinung, daß England ein Hinderniß internationaler Das italienische Parlament wird nicht auf seinen Bolizeiabmachungen sein wird, richtig war, so lange die liberale Partei am Ruder bleibt, daß aber der Reaktion Steuerbewilligungs Lorbeeren ausruhen, es wird noch die Thür und Thor auch in England geöffnet sein wird, sobald Ausnahmegeseze bewilligen und dann mit Schmach und die Konservativen an's Ruder fommen. Ein ausführliches Schande beladen in die Ferien gehen. Wir hoffen, daß die Telegramm des Wolff'schen Bureaus meldet über die Sigung Wähler es den Deputirten an dem gebührenden Empfange nicht fehlen lassen werden. das Folgende: Salisbury beantragte die erste Lésung einer Bill, betreffend Ten Finanzvorlagen Crispi's wurde in der FinanzAbänderung der Einwanderungsgeseße. Der fommiffion des Senats zugestimmt mit Ausnahme der die erste Theil der Vorlage betreffe arnie Einwanderer und gestatte befizenden Klaffen treffenden Besteuerung der Rentenkoupons. der Regierung, auf den Bericht des Inspektors des Handels. Sarte Steuerbedrückung des Volkes und auch durch Steuern amtes mittels Kabinetsordre die Landung von Personen zu ver bieten, falls es sich um Idioten, Wahnsinnige und Verarmte, ungestörtes Rentnerleben, das ist das Finanzideal nicht blos welche wahrscheinlich dem Staate zur Last fielen, handelte, der italienischen Bourgeoisie. oder um Personen, welche an einer gefährlichen ansteckenden Krautheit litten. Der zweite Theil der Bill sei gegen die jenige Klasse von Fremden gerichtet, für welche England seit langer Zeit den Sammelplay bilde. Indem Salisbury an die at din cau : " der Möglichkeit der Gründung Freilands, was wir ihm unter solchen troft und geldlosen Zuständen sehr gerne glauben wollen. 4. Dr. Wilhelm verläßt Ende Juni d. J. mit Schmitt und drei Engländern die Expedition, um den Kenia zu erreichen. Aber dieser Brief schildert nicht genugsam die ganz traurige Lage der Expedition. Durch andere Privatdepeschen haben wir erfahren, daß ohne die Privatgelder Dr. Wilhelm's die Expedition schon lange in ärgster Noth gewesen wäre und wäre die Auflösung ohne seine Energie schon früher ferfolgt... Die Zeit, wo Dr. Herzka unsere Mittheilungen und bie anderen Nachrichten und Telegramme als unwahrheit" und " Fabel" charakterisiren konnte, ist vorbei. Jezt spielt Dr. Herta mit Menschenleben, mit dem Leben der armen Freiländer in Zamu, und nun beginnt die Affäre zu einem internationalen Standal zu werden. Dr. Wilhelm ist es müde, noch weiter aus seiner Privattaffe das Geld für die Erhaltung der ärmeren Mitglieder der Expedition herzugeben und reift nun, wie Herr Schmitt mits theilt, mit legterem und drei reichen Engländern( welche aber feine Freiländer sind) ins Innere des Landes, um das Reniagebiet zu erforschen. Dort werden sie während des Winters bleiben und im Monat Mai nächsten Jahres gedenken Dr. Wilhelm und Schmitt wieder in Wien zu sein. Was aber wird das Schicksal der verlassenen Freiländer fein? Bitte um Antwort, Herr Dr. Herita. Unsere Aufgabe wird es sein, uns durch keine, noch so tühnen Dementis Dr. Herkka's abhalten zu lassen, den Lesern der Arbeiter Zeitung" die Wahrheit über diese Expedition mitzutheilen, damit alle Jene, welche noch geneigt sein sollten, an die Möglichkeit einer solchen Unternehmung zu glauben, eines Besseren belehrt werden. Unserer Ansicht nach hätten die Freilandenthusiasten nicht ohne ihren Propheten nach jenen feligen Gefilden ziehen sollen, die er ihnen verheißen hat. Wenn in früheren Beiten jemand ein neues Band entdecken wollte, ba ging er selber unter Segel, scheute nicht Wind und Wellen, und hatte, ob er's nun fand oder nicht, verdienten Ruhm wegen der bewiesenen Unerschrockenheit. Jezt, im bürgerlichen Beitalter, weiß man sich das Vergnügen, ein Bahnbrecher der Menschheit" genannt zu werden, bequemer zu verschaffen. Man sendet seins Gläubigen hinaus in die Wildniß und fühlt die eigenen Knochen in Ischl oder einem andern fashionablen Bade. do Arbeiter, Parteigenossen! jüngsten tragischen Ereignisse erinnerte, welche den Abscheu verfahren wegen Uebertretung der Verordnung betreffend die Zum Zwecke der Besprechung des Standes des Boykotts aller Zivilifirten erregt hätten, ertlärte er, Verschwö rungen, welche derartige Verbrechen ergeben hätten, seien sehr oft auf britischem Boden angezettelt worden. Es sei die Pflicht Englands gegenüber den Nationen und gegenüber der Zivilisation, Vorsichtsmaßregeln gegen die Verschwörungen jener Feinde der Gesell: schaft zu treffen; deshalb schlage die Bill die Er neuerung gewisser im Jahre 1848 der Regierung ver liehener Befugnisse in beschränktem Maße vor, nach Denen der Staatsminister befugt sein würde, jeden Fremden auszuweisen, den er für den öffentlichen Frieden gefährlich oder für geeignet halte, die Begehung von Verbrechen in England oder anderwärts zu fördern; eine Weigerung, das Land zu verlassen, solle durch Einsperrung oder Gefängniß geahndet werden. bald abgewirthschaftet haben. Wie die Agenzia Stefani" Auch der Belagerungszustand wird, in Italien meldet, wird durch ein heute erlassenes Detret das Straf Ablieferung von Waffen in Sizilien aufgehoben. Die von den Kriegsgerichten anläßlich solcher Uebertretungen ver finden Mittwoch in allen Stadttheilen Boltsversammlungen hängten Strafen werden erlassen. algo ftatt. Das Nähere finden die Genossen am Dienstag im Inseratentheile des Vorwärts" und an den Anschlagsäulen. Wir bitten von der Abhaltung anderer Versammlungen " Anarchisten- Verhaftungen werden alltäglich tele. graphisch aus Frankreich und Italien gemeldet. Eine der heute aus Rom eingetroffenen Depeschen lautet: Die Verhaftungen von Anarchisten dauern fort. Im am Mittwoch Abstand zu nehmen. ganzen Lande, hat die Polizei umfassende Untersuchungen be gonnen. Man befürchtet Unruhen, da augenblicklich die Polizei bei den Verhaftungen zu will türlich und ohne hinreichende Beweise zu Werke geht. Parteinachrichten. Zum Sturze Stambulow's erfährt die wegen ihrer Gelder zur Unterstützung der ausgesperrten Beziehungen zur russischen Regierung wenig vertrauens Böttcher und Brauerei Arbeiter ersuchen wir, um Der Premierminister Lord Rosebery erklärte, er babe den dreijährigen Sohn des verstorbenen Grafen Hartenau adressiren; weder an den Kassirer Gerisch, noch an den Genossen würdige Nowoje Wremja"," Stambulow hätte beabsichtigt, Verzögerungen zu vermeiden, nicht an das Parteibureau zu nicht viel gegen den ersten Theil der Bill betreffend als Throntandidaten aufzustellen, um seine Stellung als die armen Einwanderer einzuwenden; er glaube, England sei durch die Tradition, die ihm den Namen eines Regent für lange Jahre zu sichern. Weiter führt das Blatt Auer, der zur Beit gar nicht in Berlin anwesend ist. Bediene Asyls aller Nationen gegeben, au ſehr beengt gewesen, aus, die Gemahlin des Fürsten Ferdinand trage haupt man fich zu dem Zwecke der Adresse der Expedition des Vorallein die Frage sei nicht so dringend, wie Salis sächlich die Schuld an dem Sturze Stambulow's, Sie wärts", womit der Vortheil der sofortigen Kontrolle durch die bury meint. Benn aber andere Nationen Geseze erlassen, hielt denselben für das Land und für den Fürsten für ges öffentliche Quittung gegeben ist. tonis um unerwünschte Ausländer fern zu halten, werden wir eine fährlich und drang auf das hartnäckigste in ihren Gemahl, Die für die Parteitaffe bestimmten Geldsendungen sind nur Ablagerungsstätte der Welt werden, indem die schlimmsten bas Bolt von Stambulow zu befreien!" an die Adresse des Kaffirers Albin Gerisch, Kazbachstr. 9, I, zu richten. Leute des Festlandes auf unser Ufer geworfen werden. Die Die herrschsüchtige Bourbonin hat sich und ihren Mann, Gefahr sei nicht dringend, aber doch auch nicht den Fürsten Ferdinand von dem überlegenen Stambulon 11 außer Acht zu laffen. Die Vorschläge: Salisbury's werde die Regierung auf das Sorgfältigste erwägen. Was den zweiten, befreien wollen. Das bulgarische Volk iſt dem Coburger und os bei weitem wichtigeren Theil der Borlage betrifft, bedauere der Bourbonin gleichgiltig, wenn es ihnen nur die Krone er auf das Tiefste, daß Salisbury durch seine läßt und hübsch seine Steuern bezahlt, zu dem wüsten Geschrei, daß die bürgerliche Bresse nach Ausnahmegefeßen gegen Anarchisten und Sozialdemokraten erhebt, bemerkt die Münchener Post": " Es ist echte Reptilienarbeit, Dem Volke Heiß- 1 Die nationale." " " " In Bochum war in einer Volksversammlung, wo Meineides, die gesterit vor dem Schwurgericht des Land bunger nach Ausnahmegesehen anzudichten, Reichstags- Abgeordneter Singer gesprochen hatte, vom Borfißen- gerichts I gegen den Schuhmacher Hermann Adolf Louis die die faltblütige Regierung" mit schwerem Herzen" bewilligen den König zu einem Hoch auf die internationale völterbefreiende Ahlefeldt verhandelt wurde. In dem Prozesse gegen die müsse. Doch mag der Reptilienwunsch in Erfüllung gehen oder revolutionären Sozialdemokratie aufgefordert, und dieser deshalb, Redakteure wurde auch der Angeklagte als Beuge vernommen nicht; wir sehen den Machenschaften der Reaktion mit voller nach vorgängiger Freisprechung durch das Schöffengericht, von der und vor seiner Bernehmung vereidet. Nachdem er seine AusGelassenheit entgegen. Internationale Ausnahmegeseze werden Bochumer Straftammer zu 10 M. Geldstrafe verurtheilt worden, fage gemacht hatte, die zu Ungunsten der Schuhleute lautete, von der Sozialdemokratie ebenso siegreich überwunden werden, wei! er groben Unfug" begangen habe. Die Oberfragte ihn der Staatsanwalt:" Sind Sie schon bestraft?" fränkische Volkszeitung" in Hof besprach das Urtheil Der damalige Zeuge erwiderte: Wegen Beleidigung und Die Fränkische Tagespost" schreibt: Deportation und fragte, wo denn in dem Hoch der grobe Unfug zu suchen Körperverlegung". Nun fragte der Vorsitzende, Lands und Zuchthaus, verschärft durch Fasten und Stockschläge, fchwebt sei. Die Bochumer Straffammer fühlte sich durch den Artikel gerichtsdirektor Brausewetter den Zeugen: Sind Sie wegen den herrschenden Klassen als Heilmittel für den„ Anarchismus der beleidigt, stellte gegen den Redakteur Stücklen Strafantrag Diebstahls bestraft? Zeuge Ahlefeldt: Darüber verweigere ich That" vor Augen. Dadurch werden anarchistische Verbrechen so und hatte die Genugthuung, daß ein bayerisches Schwurgericht meine Aussage. Borf.: Dann werden wir Sie dazu zwingen. wenig verhindert, wie bisher die Todesstraße in Frank den Preßsünder zu 3 Tagen Gefängniß, zur Urtheilspublikation Ich frage Sie unter Ihrem Gide:" Sind Sie nicht bestraft wegen reich, die Verbannung nach Sibirien in Rußland die und zu den Kosten verurtheilte. Betrugs- und Eigenthumsvergehens? Nicht wegen Diebstahls? Attentäter zurückschreckte. Schlimmer kann man Menschen nimmer-Wegen Majestätsbeleidigung und Religions: Aach nicht wegen Unterschlagung und Untreue? Auch nicht foltern und quälen, als der Zarismus seine Opfer malträtirt, vergehens war Frl. Agnes Wabnih in Berlin im Jahre 1892 wegen Meineids oder Urkundenfälschung?" Der Zeuge hatte alle und doch ist der Zar feine Stunde seines Lebens sicher. Eine Behand vom Landgericht I zu zehn Monaten Gefängniß verurtheilt diese Fragen verneint. Auf nochmaliges Befragen blieb er dabei, lung, wie fie die deutschen Preßorgane den Anarchiften zugeworden. Durch mancherlei Umstände verzögerte sich die daß er nur die beiden zugegebenen Strafen erlitten dacht haben, würden in vielen Tausenden den wildesten Fanatis. Erledigung der Sache, so daß das Reichsgericht erst dieser Tage habe, dies wolle er auf seinen Eid nehmen. Nun mus entflammen, die Propaganda der That" zu einer um so über die Rechtsbeständigkeit des Urtheils entscheiden konnte. Es war der als Beuge vernommene Kriminalfommissar größeren Gefahr heranziehen. Die Attentate der legten Zeit sind erkannte auf Verwerfung der Revision, die von Fräulein Böffel vorgetreten und verlas von einem Bettel nicht weniger die Aeußerungen einer sozialen Krankheit, wer das nicht Wabnik eingelegt worden war, und so muß die Arme viele als 15 Vorstrafen, die der Zeuge Ahlefeldt erlitten hatte, darunter begreift, wird nicht die richtigen Mittel zur Heilung finden. Wir Monate hinter den öden Gefängnißmauern vertrauern. zwei wegen schweren Diebstahls. Eine der Strafen lautete auf haben wiederholt festgestellt, wie wir über Ausnahmegeſehe über--Verboten wurde eine Bergarbeiter- Versammlung, die 3 Jahre Zuchthaus. Ahlefeldt behauptete nun, daß dies Straf haupt denken und wir sind berufen, darüber zu reden, denn wir in einem Garten in Planit bei 3 wida u tagen sollte mit register ihn garnicht betreffe, er sei von 1868 bis 1875 in Amerika kennen die Wirkungen solcher Gesetze aus eigener Erfahrung. dem Hinweis, daß erst untersucht werden müsse, ob der Garten gewesen und in diese Zeit falle die angebliche Zuchthausstrafe. Will die herrschende Klaffe dem Anarchismus noch mehr Vor- zur Abhaltung öffentlicher Versammlungen sich eigne. Merk: Der Staatsanwalt ließ darauf die Akten des Louis Ahlefeld beschub leisten als bisher, wir können es nicht hindern. Die Neue würdig ist, daß dies schon die zweite Versammlung ist, die verschaffen und es wurde festgestellt, daß die Namen und Zahlen wird tommen, aber möglicherweise zu spät." boten wurde und noch sind die Erörterungen" über die Tauglich genau mit den Personalien des Zeugen stimmten. Auf feit des Lokals noch nicht abgeschlossen. " Gewerkschaftliches. Den Korbmachern der Baare'schen Werkstelle in Delebs. hausen bei Bremen ist ein Lohnabzug von 10 pct. innerhalb der nächsten 14 Tage angekündigt worden. Falls die angekündigte Lohnreduzirung nicht zurückgenommen wird, ist beabsichtigt in den Streit einzutreten. Die Zustände in Sachsen werden vom Sächsischen Volksblatt" richtig dahin gekennzeichnet, daß die Reaktion unter dem Beuft'schen und dem Noftiz- Wallwig'schen Regiment am Anfange des Sozialistengefeßes taum üppiger geblüht hat als jetzt. Ausweisungen von Aus- und Inländern erfolgen, Vereine und Verſammlungen werden aufgelöst oder unter den sonderbarsten Gründen verboten, die Austragung von Flugblättern zu Wahlzwecken wird gehindert und mit Geld gestraft, Austräger von Probes( Agitations-) Nummern von Arbeiterblätter werden auf geschrieben und vor Gericht gestellt, Tellersammlungen, wie überhaupt die Sammlung von Geldmitteln zu politischen Zwecken Aufruf an alle Arbeiter Berlins und Umgegend! untersagt, polizeiliche Verbote Maffenspaziergängen Genossen! Anderen Branchen gegenüber ist die Lage und Boykottirungen erlassen, die Absingung unschuldiger der Barbiergehilfen unzweifelhaft eine der schlechtesten. Die Arbeiterlieder gehindert. Was nicht codifizirtes Recht ist, wird Arbeitszeit beträgt täglich 16 Stunden, Sonnabends bedeutend durch Ministerialerlasse und polizeiliche Verordnungen zum Necht gemacht und deren Befolgung durch Verwaltung und gerichtliches Urtheil erzwungen. Kurz, es herrscht ein Zustand, wie er nur im vormärzlichen Polizeistaate möglich war." von Unsere fächsischen Parteigenossen haben sicherlich schwer arbeiten, aber sie sind die Leute dazu, alle Hindernisse durch verdoppelte Thätigkeit wett zu machen. Daß auch die neuesten befremdlichen Maßregeln gegen den Sozialismus nichts vermögen, geben übrigens die Reaktionäre Sachsens schon selber zu, indem sie durch den Mund der nationalliberalen und konservativen Vereinigungen schärfere Gesetze fordern. Von der Agitation. Reichstags- Abgeordneter Wilhelm Liebknecht hielt, auf der Rückreise von England begriffen, am 4. d. M. in Elberfeld einen Vortrag über: Die politische Lage und die neueste Gefeßgebung in Deutschland. Die überfüllte Versammlung folgte mit großem Jutereffe dem etwa zwei stündigen Referat iebtnecht's und gab ihr Einverständniß mit dem Redner durch wiederholten großen Beifall fund. " Eine zeitgemäße Warnung erläßt die Sächsische Arbeiter- Zeitung", indem sie in ihrer letzten Nummer in großen Lettern schreibt: Arbeiter! Hütet Eure Zunge vor Spigeln und Denunzianten! Diefer Zuruf kennzeichnet die gegenwärtige Lage untrer Parteigen offen in Sachsen, die in ihrem Guerrillatampf mit der Polizei vor Spigeln und Denun zianten nie ficher find. Aber auch die Genossen allerwärts dürfen obige Mahnung fich stets vor Augen halten. mehr. Sonntags wird ebenfalls 13-14 Stunden gearbeitet. Ist es bei dieser langen Arbeitszeit wohl noch möglich, einem böheren Jdeale nachzugehen, sich um öffentliche Angelegenheiten 31t fümmern? Der Lohn beträgt durchschnittlich 9 M. und halbe Kost pro Woche. Oftmals reicht derselbe nicht aus, um die Kost nur einigermaßen nahrhaft zu gestalten. An eine Beritreuung tann der Barbier gehilfe faum denken. Aus diesen Gründen schon erklärt sich die geistige und förperliche Versumpfung der Barbiergehilfen. Seit vier Jahren besteht hier am Drte eine Organisation der Barbier gehilfen; leider ist dieselbe noch zu schwach, um durch eigene Kraft eine Verbesserung unserer Lage herbeizuführen. den Antrag des Staatsanwalts Dr. Benedir beschloß der Gerichtshof die sofortige Verhaftung Ahlefeldt's wegen Verdachts des Meineids. Gestern hatte sich dieser vor den Geschworenen zu verantworten. Er war des Meineides ge= ständig und höchst kleinlaut. Er sei, erklärte er, zu jenem Proefse schon zu Morgens neun Uhr geladen gewesen und erst am Abend um 6 Uhr sei er aufgerufen worden. In den neun Stunden, die er gewartet habe, habe er nichts gegessen, dagegen ziemlich viel Schnaps getrunken, sodaß er nicht recht Herr feiner Sinne war, als er seine Aussage zu machen hatte. Er wisse sich feiner Vernehmung und der darauf folgenden Vorgänge garnicht mehr zu erinnern und habe sich sehr gewundert, als er am folgenden Morgen im Gefängnisse aufgewacht sei. Der Vorsitzende erflärte, daß der Angeklagte wohl etwas angetrunten gewesen sein tönne, aber von einer starken Trunkenheit tönne keine Rede sein, weil dieser Zustand doch aufgefallen wäre. Da der Angeklagte zugab, daß er sämmtliche Strafthaten erlitten, so beschränkte sich das Plaidoyer des Staatsanwalts auf wenige Worte, die Be rathung der Geschworenen dauerte wenige Minuten. Ihr Spruch lautete auf schuldig, worauf der Staatsanwalt drei Jahre Der Zuchthaus und die üblichen Nebenstrafen beantragte. Bertheidiger, Rechtsanwalt Auerbach II, suchte eine Herabsehung der Strafe zu erzielen mit dem Hinweise, daß der Angeklagte sich aus Scham, sein Strafregister eingestehen zu müssen, zu dem Meineide habe verleiten lassen. Das Urtheil lautete auf anderthalb Jahre Bucht haus, fünfjährigen Ehrverlust und dauernde Unfähigkeit, als Beuge vernommen zu werden. Die ganze Verhandlung, der der Ober Staatsanwalt Drescher beiwohnte, währte taum eine halbe Stunde. O Genossen! An Euch richten wir nun die Aufforderung, daß jeder Ginzelne fich Wochentags Morgens nach 7 Uhr und Abends vor 9 Uhr, Sonntags ebenfalls Morgens nach 7 Uhr und Nachmittags vor 5 Uhr Rasiren oder Haarschneiden läßt, damit wir Nach unserer Empfindung zeigt dieser Prozeß in erschütternFrühjahr diese unsere Forderung: Arbeitszeit von Morgens 7 bis der Weise, wie unbedingt nöthig es ist, daß Beugen vor der bends 9 Uhr und Sonntags von 7 bis Nachmittags 5 Uhr, Gefahr, durch schamhafte Verschweigung früherer Bestrafungen durchsetzen können. fich des Meineids schuldig zu machen und auf lange Zeit ins Genossen! Wenn Ihr dieser unserer Aufforderung, wodurch Zuchthaus zu wandern, die künftig mehr als jetzt behütet werden. auch noch in anderer Weise Ihr durch Solidaritätsgefühl verpflichtet seid, nachkommt. Die Vorstrafen lassen sich dann wird uns von unseren Arbeitgebern nicht mehr gefagt ermitteln, als durch Befragung des Beugen in vollster werden können, daß gerade Jhr, die Ihr selbst nach Verkürzung Deffentlichkeit, und wenn die Richter so verfahren würden, und der Arbeitszeit strebt, es feid, welche Abends so spät fommen unseres Wissens liegt es in ihrer Macht, so würden viele Menschen und daher die Unternehmer zwingen, die Geschäfte so lange offen vor namenlosem Unglück bewahrt werden. Darauf könnten die zu halten. Genossen! Beigt den Unternehmern, unseren Ausbeutern, Richter als Menschen stolzer sein, als wenn fie in öffentlicher was Solidarität der Arbeiter ist. Mit solidarischem Gruß die Verhandlung die Zeugen zwingen, sich zu Handlungen zu be Agitations- Kommission. J. A.: Franz Starofson, Gerichtsstr. 80. tönnen, die jeder, und wäre es ein Charakter erster Größe, gern Baudagen und Handschuhmacher Deutschlands. Bei verschweigt. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Aus Wilkan b. Zwickau schreibt uns ein Parteigenoffe papajewati in Berlin ist wegen Nichtbewilligung der folgendes: Die Notis des Vorwärts" vom 4. Juli, in welcher 91/ ftündigen Arbeitszeit der Streit ausgebrochen. Daselbst wurde die Bestrafung mehrerer Personen wegen Singens sozialistischer 10/2 Stunden gearbeitet, dagegen die anderen Fabriken am Lieder und höhnischen Anstarrens einer Privatgesellschaft" bedarf hiesigen Orte 9-91/ 2 Stunden. Vor Zuzug wird streng gewarnt. insofern einer Berichtigung, als nicht über 20, sondern nur zirka 15, welche aber sämmtlich gegen die ihnen zugestellten amts= hauptmannschaftlichen Strafauflagen Einspruch erhoben haben. Bom Burger Schuhmacherstreik. Mit welchen Mitteln Köln, 7. Juli. Der Kölnischen Zeitung" wird aus Best Einen der Betreffenden, welcher die„ Privatgesellschaft" besonders die Herren Fabritanten in Burg gegen ihre streifenden Arbeiter gemeldet: Die Petersburger Polizei hat die Bester längere Zeit„ höhnisch angestarrt" zu haben scheint, hat übrigens tämpfen, darüber giebt ein Schreiben, welches auf dem fürzlich Bolizei benachrichtigt, daß in Best ein russischer Nihilist statt 10 M. 20. M. Strafe aufgebrannt bekommen, während stattgehabten Verbandstage der Schuh- und Schäftefabrikation Namens Konstantin Gronkowski sich aufhalte. Es seien in Rußnoch ein Anderer sogar 30 M. Strafe erhalten hat zur Berlesung kam, näheren Aufschluß. Es war der Verbands- land etwa 200 Nihilisten wegen einer Verschwörung gegen das und zwar deshalb, weil er außer den oben bezeichneten Staatsvorsitzende, Herr Dorndorf, welcher am Erscheinen verhindert eben des 3aren verhaftet worden, bei denen sich vielfach Gronkowski war in Briefe Gronkowski's vorgefunden hätten. verbrechen in der fritischen Nacht noch ein Flugblatt an Bäume war, der an en Verbandstag folgendes Schreiben richtete: angeklebt haben soll, worin die hiesigen Arbeiter aufgefordert Pöpelwitz- Breslau, den 16. Juni 1894. Best Zuhörer der thierärztlichen Akademie. Er ist bereits wegeu wurden, die drei hiesigen Säle zu meiden. Heute nun kommt Dem Verband mache ich folgende Mittheilung: Vor einigen revolutionärer Propaganda aus Frankreich und der Schweiz Wochen empfing ich ein Rundschreiben der Schubfabriken in ausgewiesen. Derselbe wird nunmehr auch aus Ungarn aus Burg, worin ich unter Darstellung des Sachverhalts ersucht gewiesen werden; er wird seinem Wunsche gemäß an die wurde, keinen der in Burg streifenden Schuhmacher, feine Step: italienische Grenze gebracht und dort freigelassen. perin 2c. zu engagiren, eine Liste der Streifenden lag dem Rundschreiben bei. wieder etwas Neues dazu. " Es hat nämlich die Königliche Amtshauptmannschaft Zwickau ( Dr. Schnorr von Carolsfeld) mittels Verfügung vom 3. d. M. den hier seit dem Jahr 1888 bestehenden Allgemeinen Ortsverein" aufgelöst auf grund§§ 24 und 25 des sächsischen Vereins- und Versammlungsgeseßes, weil der Verein fich mit anderen, ebenfalls politischen Vereinen in Verbindung gesetzt" habe, obwohl er das Recht der Körperschaft nicht er langt habe". Das In- Verbindung- treten mit anderen politischen Vereinen soll dadurch erfolgt sein, daß der Verein durch eine größere Zahl seiner Mitglieder, also torporativ, an dem am 17. Juni 1894 in Grimmitschau- Mark- Sahnau unter dem Namen„ III. Sängertag der Voigtländischen Sängervereinigung" stattgefundene Fest theil genommen habe. Troppau, 7. Juli. Amtlich wird über die Explosion in Rarwin folgendes berichtet: Heute Vormittag fand in dem an dem Förderschachte" Carl" in Rarwin anstoßenden Kanzleizimmer eine Explosion schlagender Wetter statt. Die in dem geschlossenen Schachte angesammelten Gafe waren durch die Mauern geströmt. Bier Personen erhielten leichte Brandwunden im Gesicht. Die Explosion ist wahrscheinlich durch das Anzünden eines Streichholzes verursacht worden. Der Brand der hölzernen Aussturzbrüde, welcher bei der Explosion entstanden war, wurde sofort gelöscht. Die Bugänge zu sämmtlichen geschlossenen Schächten sind abgesperrt und werden überwacht. Die Arbeiten am Tiefbauschachte find wegen der auftretenden Kohlenoxydgase unterbrochen. Obwohl die betreffenden Firmen dem Verband nicht anges hören, habe ich selbstverständlich die sich Meldenden zurückgewiesen, sobald deren Namen auf der Burger Liste sich befanden. Die Firma Konrad Tack u. Ko. in Burg scheint es aber speziell darauf abgesehen zu haben, sich die fehlenden Arbeitskräfte aus meinem Arbeiterbestand zu ergänzen. Tack u. Ro. annonciren ständig in den hiesigen Blättern, und an Sonntagen ist wie mir berichtet wird Tack selbst hier und nimmt in einem Hotel die Meldungen auf seine Inserate entgegen. Mit Bezug auf dieses Fest heißt es in der Begründung der Ich bitte, den Vorfall zur Besprechung zu bringen und be Auflösungsverfügung weiter: antrage zu beschließen:„ Der Verein erklärt sich in solchen Fällen Dieses Fest war, wie weiter als festgestellt zu erachten ist, nur mit den Firmen solidarisch, welche dem Verband als MitWien, 7. Juli. Nach einer Meldung der Neuen Freien unter dem zur Täuschung der Behörden gewählten harmlofen glieder angehören." Presse" aus Karwin sollen in der Kanzlei des Johannschachtes Namen gemäß dem Plane seiner Veranstalter und dem Willen Das Schuhmacher- Fachblatt", dem wir obiges entnehmen, Grubengase explodirt sein und dabei drei Aufsichtsbeamte schwere der Theilnehmer nichts anderes als eine politische Zusammen- bemerkt hierzu: Hier ist unzweideutig die schwarze Liste, der Brandwunden erlitten haben. Nach einer anderen Version wären funft, ein Zusammentreffen einer größeren Anzahl politischer, Bontott, gegen die Arbeiter zugegeben. Der Boykott in feiner in den Kanzleiräumen des Karlschachtes Grubengase durch Selbst nämlich sozialistischer Vereine, Vereine und Personen zum Zwecke trasfesten Form. Was will dagegen ein Schuh- und Bierboykott entzündung explodirt und drei Aufsichtsbeamte leicht verletzt der Bestärkung der Vereine in diesen Tendenzen durch Anhören befagen, bei welchem die Kapitalisten zwar große Nachtheile worden. Nähere Meldungen fehlen. so- erleiden können, aber noch lange nicht wie die boykotteten Ar- Nom, 7. Juli. Deputirtentammer. Der Minister des Auss einer fozialdemokratischen politischen Rede und Singen 10 beiter, dem Hunger, Glend und die Verzweiflung in die Arme wärtigen, Baron Blanc, legte in der heutigen Sigung ein Grung Grünzialistischer Lieder." Gegen die Auflösungsverfügung wird selbstverständlich sofort getrieben werden. Und in diesem Boykott liegt System- denn buch vor, betreffend die Verhandlungen über die Einwanderung Der Gesetz= Rekurs an die königliche Kreishauptmannschaft eingelegt werden. Der Verband erklärt sich in solchen Fällen solidarisch." in den Vereinigten Staaten von Amerika. Wenige Tage vor der Auflösung mußte der Verein noch Bum internationalen Textilarbeiter Kongres in entwurf über den Mißbrauch von Explosiv zufolge amtshauptmannschaftlicher Aufforderung eine Mitglieder Manchester entienden die österreichischen Textilarbeiter it offen wurde in dritter Lesung angenommen. lifte binnen 3 Tagen einreichen. Der Verein zählte ca. 400 den Sekretär ihres Berbandes, Karl Czerny. Auf dem Kongreß Darauf wurde in die Verhandlung der Regierungss Mitglieder. werden besonders folgende Punkte besprochen werden: Bustand vorlage, betreffend Aufreizung zu Berbrechen der Spinn- und Gewebe Arbeiter jedes Landes, staatliche Be- und Verherrlichung derselben durch die Presse, stimmungen über die Arbeitszeit, Arbeitslöhne und wie deren eingetreten. Gin Staatsanwalt in Bayreuth erklärte in Erhöhung zu erreichen ist, die besten Methoden zu vereinigter, 28. Juni einen Abschiedsbrief an feine Wähler in Midlothian London, 7. Juli. Gladstone shat unter dem Datum des einem Prozeffe gegen den Redakteur der Oberfränkischen internationaler Thätigkeit der Textilarbeiter. Volkszeitung" nach der Angabe dieses Blattes: Ich bitte, gerichtet, worin er ihnen seine Absicht anzeigt, nach dem Schlusse nicht zu vergessen, daß der Angeklagte Sozialdemokrat ist und es Die Folgen des Ausstandes der schottisch en des gegenwärtigen Parlaments nicht mehr als Randidat aufzus diesen Redakteuren nicht um sittliche Motive zu thun ist, Grubenarbeiter beginnen sich fühlbar zu machen. Schon treten. was ich aus zahlreichen Artikeln der sozialdemokratischen Tages feit mehreren Tagen ist, wie ein Telegramm aus London preffe nachweisen tönnte, wenn ich wollte.- Wir benußen gern die meldet, eine Anzahl Büge eingestellt worden. Gelegenheit, dem betr. Staatsanwalt das Studium einer Artikelferie Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " zu empfehlen, die von dem waschecht tonservativen Grenzboten über die gegenwärtige Brattit der Herren Die Artikel tragen die Rechtsbefliffenen veröffentlicht wu. e. = Gerichts- Beitung. San Francisco, 7. Juli. Jn Californien herrscht offener Aufruhr. Neun Zehntel der Bevölte. rung halten zu den Streitenden. Fast Jedermann, die Miliz in Sacramento e inbegriffen, trägt das weiße Band, das Abzeichen der Ausständigen. Die Miliz will nicht g gegen bie lesteren vorgehen; in San Francisco wurden unter dem Beifall der Bevölkerung Bekanntmachungen Ueberschrift„ Betrachtungen eines Laien über unsere Rechts. pflege", sind in den letzten Heften jener Zeitschrift abgedruckt, und Ein erschütterndes Nachspiel zu dem so vielbesprochenen verlesen, welche lauten:„ bie und die Kompagnie weigert was darin über Wunderlichkeiten der Justiz ausgeführt ist, enthebt Prozeß, der gegen acht Redakteure wegen der sich zu marschiren". Die Ausständigen in Sacramento uns vollständig der Mühe, auf die Bemerkung jenes Staats- Artitel über die Versammlung der Arbeits- bewaffnen sich und exerzieren; fie erhalten Patronen von den anwalts fachlich einzugehen. Iosen angestrengt worden war, bildete eine Anklage wegen Milizen. Berantwortlicher Redakteur: Hugo Pönsch in Berlin. Druck und Berlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 156. Sonntag, den 8. Juli 1894. Arbeiter, Parteigenossen! 11. Jahrg. Die Einigungsversuche vor dem Gewerbegericht sind an dem Widerstande des Bier- Ringes gescheitert. Den Herren ist es noch zu früh zu Verhandlungen; der Kampf muß daher weiter geführt werden. Die Ehre der Arbeiterschaft Berlins verlangt gebieterisch ein energisches Eintreten jedes Arbeiters für die gemeinsame Sache. Wenn Ihr Arbeiter Eure Pflicht thut, kann der Vier- Ring nicht fiegen. Verdoppelt also Eure Aufmerksamkeit! In keiner Werkstelle, in keinem Hause, bei keinem Ausfluge, nirgends darf ein Tropfen Boytott Bier getrunken werden! Das ist Eure Pflicht, dann ist der Sieg bald unser! Hoch die Solidarität der Arbeiter! Boykottirt find: S 1. Schultheiß- Brauerei, Aktien Gesellschaft, Berlin ( und Tivoli). 2. Brauerei F. Happoldt. 3. Böhmisches Brauhaus, Kommandit Gesellschaft auf Aktien, A. Knoblauch. 4. Brauerei Karl Gregory, Berlin( Adler- Brauerei). 6. Spandauer Berg- Brauerei, vorm. C. Bechmann, Westend bei Charlottenburg. 7. Aftien Gesellschaft Schloß Brauerei Schöne berg. 5. Vereins- Brauerei Nixdorf. Die Boykott- Kommission. [ gistrats Assessors von Schulz in diesem Falle zur Folge hat, für die Arbeiter von großem Werthe ist, weil durchaus unverständlich." niemand im Voraus wissen tann, welche Nach Das glauben wir gern. Was für gewisse Vierfüßler die theile dem Verlegten event. nach Jahren daraus erwachsen rothe Farbe, das ist für den Chef der freisinnigen Boltspartei und weil die nicht erfolgte Anmeldung ihnen den Beweis für eine sozialpolitische Einrichtung, welche es den Arbeitern ermöglicht, den ursächlichen Zusammenhang der späteren Erwerbss ihre Rechte zu vertreten. Jeder halbwegs anständige und vernünftige unfähigkeit mit dem seinerzeit gehabten Unfall sehr erschweren Mensch empfindet Genugthuung darüber, wenn die im öffentlichen oder ganz unmöglich machen kann." Streitigkeiten zu vermitteln. Die„ Freisinnige Zeitung" fühlt stehenden Beamten unparteiisch genug sind, um bei sozialen " 1 Herr Rösicke mag vieles wissen, aber bei wie vielen von diesen 30 Arbeitern vielleicht nach Jahren ihre spätere Erwerbs. Verlegung zu bringen sein wird, das kann selbst Herr Rösicke unfähigkeit in ursächlichen Zusammenhang mit ihrer früheren nicht wissen. Zur näheren Information geben wir ihm hier das Verhältniß der Mitgliederzahl der Orts- Krankenkasse für das Bierbrauer- Gewerbe zu den Betriebsunfällen vom 1. April bis 31. Dezember 1893: das Ansehen der Brauereibesitzer" hierunter leiden könnte. Die sich schon durch den ersten Versuch hierzu bitter gekränkt, weil Stellung, welche Herr Richter den Funktionären des Gewerbegerichts gegenüber einnimmt, bildet übrigens eine köstliche Jaustration zu dem Verhalten einiger Freisinnspolitiker, ihr Programm durch soziale Forderungen auszubauen. Wir gratu Aus dem Brauerring während des Boykotts find and Richter's Gnaden, der die bedingungslose Unterwerfung unter firen den freisinnigen Arbeitern zu dem Sozialismus von getreten und die Arbeiter- Forderungen haben anerkannt: die brutalsten Maßregeln der Unternehmer als Pflicht der ArBrauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Charbeiter ansieht und der zu Ehren des kapitalistischen Unternehmerlottenburg. thums die Rechte der Arbeiter mit Füßen tritt. Im Lager der Bierfabrikannten aber wird lauter Jubel herrschen über die treue Bundesgenossenschaft der Freisinnigen Zeitung" und der Verlegung Lohn wird nicht ausbleiben. Wie wir hören, geht man mit der Absicht um, Herrn Richter zum Ehrenmitglied des Brauervereins zu ernennen und ihm eine goldene Medaille zu stiften. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Radeberger Exportbrauerei( Brauerei Pichels: dorf). Dem Brauerring gehörten nicht an und die Arbeiterforderungen sind durchgeführt bei: Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin Süddeutsche Brauerei, Karl Kinz u. Ko., Berlin * * * Es litten an an Kopf und Gesicht von allen von je 100 Mitgliedern Mitgliedern 84 0,85 " der Arme und Hände 262 6,55 " der Beine und Füße. des Körpers. 201 5,03 68 1,70 29 0,73 1 0,11 598 14,95 Brandwunden Vergiftungen Betriebsunfälle überhaupt. • Das Botschafterorgan„ Die Post" kann es auch nicht verwinden, daß oer Vorsigende des Gewerbegerichts den Versuch gemacht hat, in bezug auf den Boykott eine Verständigung herbeizuführen. Wir konstatiren gern die völlige Uebereinstimmung der„ Poſt" mit der Freisinnigen Zeitung" in diefer verunglücken, die längere Zeit außer Arbeit gestanden, beweist Wie häufig gerade ungeübte Böttcher und Brauerei- Arbeiter Dem Brauerring gehören nicht an, Aeußerungen gar zu schwer unter der Verurtheilung der Herren Eugen Richter welche furz nach der Maßregelung der besten und geschicktesten Frage und hoffen nur, daß der sündige Magistratsaffessor nicht die folgende Liste, die fait nur wenig geübte Arbeiter aufführt, über die Durchführung der Arbeiterforderungen liegen aber und von Stum: leidet. Vielleicht läßt der fortschrittliche Verein Arbeiter deren Arbeit übernommen haben, dabei aber sofort vernicht vor von vor dem Potsdamer Thor seine Anträge auf Aufnahme sozialer unglückt sind und nun der Ortskrankenkasse, in die sie ein paar Brauerei Müggelschlößchen, Friedrich Forderungen in das freisinnige Programm mit den Bildern der beiden genannten Vorkämpfer schmücken. Nach d. h. sich von den Gemaßregelten, beren Lohn Tage vorher als Mitglieder eingetreten, zur 2ast fallen, den letzten Leistungen verdient das edle Brüderpaar Stumm sie erhalten, ernähren und pflegen lassen: Richter einen so hervorragenden Platz. hagen. Kaiser- Brauerei, Dummer und Kahl, Charlottenb trg. Nordstern- Brauerei, Berlin. Lerch u. Plettenberg, Werder a. H. * Durch Vermittelung der Bierkommission oder deren Anregung führen nachstehend verzeichnete Brauereien von auswärts Bier nach hier ein: auf Brauerei in Wusterhausen. Exportbrauerei Rathenow. Bürgerliches Brauhaus, Dresden. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frankfurt a. D. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Quintern), Luckenwalde. Brauerei Maß, Rottbus. Tokales. Vom Dalles der Saalverweigerer. Eine neue Absage ist dem Primus der Saalverweigerer, Herrn Jacoby zu Theil geworden. Wir sind in der Lage, folgende an diesen Herrn gerichtete Zuſchrift zu veröffentlichen: Hinsichtlich der mir von der Kommission gewordenen abschlägigen Antwort meines Gesuches, theile ich Ihnen hierdurch mit, daß ich hiermit meine gegebene Unterschrift in betreff der Saalsperre zurückziehe und mich dadurch jeder Verbindlichkeit Ihnen gegenüber enthoben betrachte. H. Haffer, Bum Roland", Elsasserstr. 26. Gleichzeitig theilt uns Herr Haffer mit, daß er fortan seinen Saal wieder zu allen Versammlungen freigeben will. Die Lokaltommission wird das weitere veranlassen. H Brauerei. Stand. Datum des Unfalls. ! Habel 2 Friedrichshain 3 Moabit Brauer Böttcher 4 or 5 Art des Unfalls 9. 6. 94 beim Pichen verbrannt 16. 6. 94 Mustelzerrung 11. 6. 94 Rippenbruch 19. 6. 94 Quetschung d. I. Fußes Hammer gegen d. Fuß gepflogen 21. 6, 94 19. 6.94 21. 5. 94 Arbeiter 25, 5. 94 6 Friedrichshain 7 Union " 8 Bözow 9 " 28. 5. 94 Böttcher 25. 6. 94 18.5, 94 18. 5. 94 " " Fuß- und Unterschenkelverlegung Beim Bichen verbrannt Sniequetschung Auf dem Haupte des Bierkönigs Rösicke brennen die Beim Bichen verbrannt von uns veröffentlichten Unfallzahlen aus den 18 Berliner GroßSchwer verletzt in der brauereien wie feurige Kohlen, und die von der Biermajestät ab- 10 Friedrichshöhe Unfallstatistit II geleugneten Worte, die wir als Quintessenz seiner Ausschußrede Eingel. im Krankenhaus vom 13. Dezember 1893 bezeichnet, haben wie Tropfen heißen 11 Union Urban Deles das ungekrönte Haupt des fleinen Mannes mit dem großen 12 Schultheiß Schwere Handverletzung Geldsack in hell lodernde Flammen gesetzt. Jupiterblize sprühen Herr Rösicke hebt ferner in feiner Berichtigung" uns gegen Die Sprechstunde von 12-1 1hr fällt vom 7. bis aus seinen Augen, und gleich einem Donnerkeil fliegt aus über die Bescheinigung der Sektion hervor, daß die Revi 11. Juli aus. den Händen des Hopfen- und Malz- Olympiers die mit wildliberalenonen seiner Betriebe in teinem Falle zu AusEntenfedern geschmückte, bandwurmlange Berichtigung" auf itellungen geführt haben. Die stattgehabten Unfall- UnterDer Bierboykott wird mit vermehrter Energie die bürgerlichen Redaktionsmittagstische. Die zeilenhungrigen fuchungen haben gleichfalls keinen Anhalt dafür verschafft, fortgeführt, so tönt's von Mund zu Mund in jeder Sensationssüchtigen fühlen sich aber arg enttäuscht, sie fürchten daß das Fehlen irgend einer Schuhvorrichtung oder der Werkstatt und an jedem Arbeitsplay. Die Bier sich vor der Länge des Bandwurms und bringen nur einige mangelhafte Bustand einer solchen die Veranlassung zu irgend proten sind noch nicht mürbe, es ist ihnen noch zu früh für die Glieder, da eine gänzliche Ignorirung einer groben Biermajestäts- einem der stattgehabten Unfälle gewesen wäre." Beendigung des Bierfrieges. Die Herren von der Malzbarre beleidigung gleichkommen würde. Am schlausten hat es, wie wollen den Krieg weiter führen, nun, den Arbeitern kann's recht bereits gesagt, Held Eugenius gemacht, der die Berichtigung" Bescheinigung seitens des prinzipiellen Gegners ist wohl eine Was soll diese Bescheinigung? Wir sollten meinen, eine fein. Heute am Sonntag bietet sich die beste Geschon in Erinnerung an das schöne Honorar, welches er von der ungleich werthvollere! Wir ließen Herrn Rösicke ja selber sagen: legenheit, die Solidarität der Arbeiterschaft Chefredaktion des Schultheiß- Boten" für seine unsterblichen„ Sollten aber Leute zu behaupten wagen, daß ich nicht alles, machtvoll zu beweisen. Wenn es sich jeder Arbeiter Zukunftsbilder" erhalten, nicht gut ignoriren fonnte und bes- was in meinen Kräften steht, selbstverständlich unter Berück halb einen Theil davon unter die Vorgänge in Frankreich sichtigung der Rentabilität meines folossalen Unternehmens! gesteckt hat. daran sete, um allen polizeilichen und gefeßlichen Vorschriften nachzukommen, so erkläre ich diese Leute für Lügner und Verleumder und bringe sie vor Benedix und Brausewetter!" Begreift Herr Stösicke nicht, daß wir dieses ganze herrschende Revisions system verwerfen, und warum wir es verwerfen? Es giebt nur ein Mittel, das die Häufigteit der Unglücksfälle herabmindert, und das hatten wir Herrn Forderungen der Arbeiter, in erster Linie den Achtstunden. Rösicke auch angegeben:" Bewilligt Herr Rösicke die berechtigten tag, um sie vor Ueberanstrengung und dadurch doppelt vers mehrtem Unfalls risiko bei der ohnehin schon gefährlichen Brauerei- Arbeit zu bewahren und läßt er bei der Revision seiner Betriebe den Inspektor nicht von dem Braumeister, sondern von einem kundigen, vor jeder Maßregelung ge schütten, durch Arbeiter gewählten Arbeiter begleiten, so wird die auf der erschrecklichen Höhe stehende Unfallzahl 203 binnen Jahresfrist sich auf ein Minimum reduziren." zur strengsten Pflicht macht, feinen Tropfen Boykott. bier zu trinten und die Lokale und Gärten, in und außerhalb Berlins, in denen Boykottbier verzapft wird, zu meiden, dann werden die Ningbrüder fühlen, was es bedeutet, die Berliner Arbeiter in so brutaler Weise, wie es geschehen ist, zu provoziren. Um den peinlichen Eindruck der Unfallstatistit möglichst abschwächen, hat der Vorsitzende der Deutschen Berufsgenossenschaften, Herr Direktor Rösicke, den Sektions- Chef der Brauerei Arbeiter! Parteigenossen! Dentt an die und Mälzerei- Berufsgenossenschaft, Herrn Direktor Schindler, um Hunderte von Gemaßregelten, denkt an die je gebeten, aber im Wesentlichen nur eine Bestätigung der Arbeitslosen, durch den Hochmuth des Bier. Richtigteit unserer statistischen Angaben empfangen. Das ergiebt rings ausgesperrten Brüder, denkt an die einfachen Nebeneinanderstellung der verschiedenen Behauptungen. sich aus den nachstehenden Tabellen und am deutlichsten aus der Doppeldezimirung der Brauerei Arbeiter Wir hatten absichtlich in unserer Tabelle die folgenden vier und handelt, wie es tlassenbewußten Kämpfern für Brauereien durch fetten Druck hervorgehoben, weil sie sowohl die Rechte der Arbeiter zukommt, meidet die Lokale, in denen durch die hohe absolute Bahl, als auch durch ihre hohe Prozent Boykottbier ausgeschäuft wird, und trinkt fein Boykottbier. zahl an Berunglückungen vor allen übrigen emporragen: 1. Schultheiß II( Tivoli) Der Boykott muß und wird verschärft werden. Die Maßregeln hierzu sind eingeleitet. Aber zunächst gilt es für den heutigen Sonntag unverbrüchlich daran festzuhalten, daß fein Boykottbier konsumirt, fein Lokal, was feinen Gästen Boykottbier vorfeit, aufgesucht wird. Wird diese Maßregel energisch durchgeführt, dann wird sich zeigen, daß die Einigkeit und Entschlossenheit der Arbeiter Berlins den Uebermuth des Brauerringes zu überwinden vermag. Vorwärts also! Gebt überall die Parole aus: Niemand darf Boyfottbier trinken, und die Lotale, in denen Bontottbier geführt wird, dürfen nicht besucht werden! 2. Schultheiß I( Schönh. Allee) 3. Böhmisches Brauhaus. 4. Friedrichshain. . • ( 114) ( 89) ( 88) ( 45). 31,23 pCt. 24,18" 35,44 32,14" " Warum geht Herr Rösicke auf diesen unseren Vorschlag nicht Herr Direktor Röside behauptet mun, daß die Unfall- An- ein? meldungen bei der hiesigen Sektion einen Vergleich zwischen ein ganz anderes Feld hinüber und klammert sich an durchaus Hic Rhodus, hic salta! Statt dessen springt er auf den verschiedenen Brauereien überhaupt nicht zulassen, weil das unwesentliche Ungenauigkeiten unsererseits, wie die ihm zuviel unfall- Meidewesen in den verschiedenen Brauereien verschieden angerechneten zwei Unglücksfälle! Wir könnten ihm dafür die beiden Todten entgegenhalten. gehandhabt wird. Herrn Direktor Schindlers Brief beweist aber gerade, Da hätte er wirklich Grund zu einer Berichtigung gehabt, denn daß unter anderen wenigstens das Böhmische Brauhaus unsere Beschreibung von dem Unglücksfall in der MalzIn der„ Freisinnigen Zeitung" machen sich die Hunds- und die Brauerei Friedrichshain ganz genau das trommel war thatsächlich eine unwahre! Wir tage geltend. Herr Eugen Richter beffer tönnte es tein selbe Unfallmelde- Verfahren üben, wie die Schultheiß- schrieben:" Wir erinnern außer an den Unfall durch den bezahlter Anwalt des Brauerrings machen ift furchtbar ent- Brauerei. Fahrstuhl, der den sofortigen Tod des Verunglückten zur Folge rüstet darüber, daß der Magistrats- Assessor von Schulz es gewagt Herr Rösicke muß uns deshalb gestatten, diese vier hatte, nur an das gräßliche Ende, welches der Arbeiter Knotect hat, einen Vermittelungsversuch bezüglich des Bierboykotts zu Brauereien zu vergleichen, und zugleich anerkennen, daß sowohl in der 60 Zentner Gerste fassenden Malztrommel fand, in die die absolute Zahl( abzüglich der beiden Doppelmeldungen), als er während der Drehung hineingerieth und über Im gegebenen Falle" so donnert Eugenius ,, hat Herr auch die Prozentzahl durchaus richtig sind. eine halbe Stunde, die tohlensäure Stickluft einathmend, einvon Schulz durch seine Einmischung nur der Sozialdemokratie Seine weitere Behauptung, daß von den verbleibenden 201 geschlossen blieb." insofern einen Dienst geleistet, als dieselbe aus der Einmischung Fällen 30 überhaupt keine bezw. eine Erwerbsunfähigkeit von Diese Darstellung ist, wie gesagt, unrichtig, und wir bitten eines Gewerberichters den Schein herzuleiten vermag, als ob nicht mehr al3 drei Tagen zur Folge hatten, deshalb den Todten um Verzeihung. Der unglückliche Arbeiter ihrem Auftreten irgend welche Berechtigung zuerfannt werden stellt Herr Rösicke Selbst in eine eigenthümliche Be- ist nicht in die in Drehung befindliche Malztrommel hinein. tönnte." Und vorher tlagt der Schußengel sämmtlicher Brau- leuchtung wenn er furz vorher wörtlich sagt, daß gerathen, sondern „ die Anmeldung eines jeden Unfalles, auch wenn er geschickt, der die Trommel dann hinter ihm geschlossen hat. von seinem Vorgesetzten hineinUns erscheint das ganze Borgehen des Malim Augenbid gar teine Erwerbsunfähigkeit. Darauf hat man vergessen, die Trommel, wieder zu öffnen und machen. pfannen: arbeiten. 11 " Ob ihm and Gerichts- Beifung. den Unglücklichen herauszulaffen. Als man sich dann nach einer Ertheilung eines derartigen Unterrichts das Halten einer Privat- I Polizeibericht. Am 5. d. M. Abends wurde auf dem halben Stunde seiner erinnerte, fand man ihn natürlich längst ichule erblicken zu können glaubte und sich deshalb für befugt Leipziger Platz ein Kaufmann beim Abspringen von einem Pferdeerstickt. hielt, dem Fräulein Altmann das Unterrichten unter Androhung bahn- Wagen durch einen in entgegengesetter Richtung fahrenden Wir sagen abfichtlich ,, man", weil wir nicht eine bestimmte einer Gelditrafe von 100 m. für jeden einzelnen Fall zu ver- Pferdebahn- Wagen umgefahren und ihm durch das Trittbrett des Am 6. d. M. früh verPerson, nicht einen bestimmten Betrieb, sondern die schlechte bieten. Als sich Fräulein Altmann mit ihrem Gesuch um Ueber- legteren das Schlüffelbein gebrochen. Sache, das ganze herrschende System bekämpfen. Wir müssen laffung eines Klassenzimmers für den kultur- historischen Untersuchte sich ein obdachloser Handlungsgehilfe im Thiergarten, in aber zur Ehre der Arbeiterschaft hinzufügen, daß die Arbeiter richt an den Charlottenburger Magistrat mendete, wurde zu der Nähe des Goldfischteiches, zu erschießen. Er wurde noch fich geweigert, unter dem betreffenden Vorgesetzten weiter zunächst ihre Qualifikation als Lehrerin geprüft. Es stellte sich lebend nach der Charitee gebracht. Ein Tapezirer wurde in Der Tobte wurde schließlich unter die Erde, der heraus, daß Fräulein Altmann voll qualifizirt zur Ertheilung seiner Wohnung, in der Wittstockerstraße, und ein Fabrikant, im Borgefeßte aber zum Braumeister und nach dem Süden be- von Unterricht ist und einen Unterrichtserlaubnißschein der Grünen Weg wohnhaft, in einem Fremdenzimmer eines hiesigen fördert! Stadt Berlin besitzt. Daraufhin ertheilte auch die Charlotten Hotels erhängt vorgefunden. Ferner wurde Vormittags in der Das entschleierte Bild von Ears hat immer eine nieder- burger Schuldeputation dem Frl. Altmann einen Unterrichts- Nähe der Möckernbrücke die bereits stark verweste Leiche eines schmetternde Wirkung, aber es ist die Wahrheit! Bur Erlaubnißschein, und der Magistrat überließ ihr ein Klassen- 30 Jahre alten Mannes, anscheinend Arbeiter, aus dem Kanal Berichtigung" derselben hat das Wort der Reichstags- zimmer für einen wöchentlich einstündigen Unterricht in der gezogen. Im Laufe des Tages fanden drei Feuer statt, darunter Abgeordnete, Herr Kommerzienrath Richard Rösicke! Handwerkerschule. Inzwischen hatte das Berliner Polizei eins auf dem Grundstück Wasserthorstr. 24, wo Dachstuhl und Verdienter Lohn ist dem Berliner Intelligenz- Blatt" 31 s. Verdienter Lohn ist dem Berliner Intelligenz- Blatt" zu präsidium von dem Sachverhalt Kenntniß erhalten und dem Bodenverschläge brannten. Theil geworden durch eine hoffentlich gut bezahlte- Annonce Magistrat in Charlottenburg Abschrift der f. 3. in Berlin mit gepflogenen Korrespondenz mitgetheilt, des Vereins des Brauervereins Berlins und Umgegend, in welcher Fräulein Altmann diese ehrenwerthe Gesellschaft diejenigen Brauereien denunzirt, Cache Stellung und ersuchte die Schuldeputation, dem Fräulein auch die königliche Regierung in Potsdam nahm in der die den Arbeitern Bier liefern. Der Prozeß gegen den als anarchistischen Agitator Wir äußerten neulich, daß die Anwaltschaft des Polizeiblattes Altmann den Unterrichts.Erlaubnißschein zu entziehen und die bezeichneten Richard Rodrian gelangte gestern wiederum vor für den Brauerring eine Art Mitleid erwecke, aber wir gestehen fernere Benutzung der Schulräume zu versagen. Beide Ansinnen der zweiten Strajkammer des Landgerichts 1 zur Verhandlung, reuig ein, die Bierproßen noch ein wenig zu hoch geschätzt zu lehnte die Schuldeputation ab. Den Unterrichts- Erlaubnißschein nachdem ein früherer Termin zwecks eingehenderer Beweishaben. Gleich und gleich gefellt sich gern. Arm in Arm mit dem erklärte sie, der" Charl. 3." zufolge, dem Frl. Altmann nicht aufnahme vertagt worden war. Die Anklage behauptet, daß Berliner Intelligenz Blatt" schleudert Rösicke und seine entziehen zu können, da sie als geprüfte Lehrerin mit allen er Rodrian Theilnehmer an einem verwegenen Einbruchsdiebstahl Kumpane die Verrufserklärung gegen die Berufsgenossen, welche forderlichen Zeugnissen versehen, einen Anspruch auf Ertheilung gewesen ist, der in der Nacht zum 5. März in der Schering'schen Kumpane die Verrufserklärung gegen die Berufsgenossen, welche eines solchen Scheines hat. Auf die Gewährung der Räume bat Fabrit begangen wurde. Die Diebe hatten fünf Thüren theils es wagen, sich gegen die Befehle des Bierkönigs aufzulehnen, die Schuldeputation gar keinen Einfluß, da die Handwerkerschule gewaltsam, theils mittels Nachschlüffels geöffnet, mehrere und es vorziehen, das in ihren Brauereien unter anständigen nicht ihrer Verwaltung untersteht. Der Magistrat hat sich dem Schränke gesprengt und Arbeitsbedingungen hergesteüte Bier abzusehen, anstatt als diesen zehn Kilo zehn Kilo Höllenstein, vier Silberplatten, ein Kilo Regulusmetall und einen Almofenempfänger bei den ebenso kapitalprogigen als hoch- Standpunkte der Schuldeputation angeschlossen. müthigen Aktiendirektoren zu antichambriven. Ein Boykott von Den Arbeitern ausgeführt ist ein Verbrechen. Eine schwarze schaftsordnung mit unfehlbarer Sicherheit eines jeden Arbeiters vor, die er, mit Gegenständen beladen, in der fraglichen Nacht Bu alt! Das Schicksal, das unter der hertigen Wirth- Posten Chlorsilber zum Gesammtwerthe von etwa 1300 m. entnommen. Dem Wächter tamen drei Personen verdächtig Liste der unbotmäßigen Brauereien zu versenden, ist eine barrt, hat, wie durch eine Lokalkorrespondenz bekannt wird, in der Nähe der Schering'schen Fabrik traf. Als er sie aufedle That. Nicht wahr, wahr, Herr Rösicke? So meinen fürzlich einen früheren Magistratsbeamten zum Selbstmord- forderte, ihm zur Wache zu folgen, ergriffen alle drei Personen Sie es doch? Wie wäre es, Herr Röside, wenn Sie den Versuch getrieben. Es handelt sich um den 51 Jahre alten die Flucht. Der Wächter fonnte nur eine ergreifen, die beiden Lieferanten von Gerste, Malz, Hopfen 2c. verbieten würden, die früheren Magistratsbeamten Ernst Törner, Kochstr. 25, der als anderen entflohen nach verschiedenen Richtungen hin. Der Eine ver renitenten Brauereien zu bedienen, damit kein anderes als Ring Waagefeßer, Steuererheber, Bureaudiener, Pförtner beschäftigt schwand in einem der ersten Häuser der Antonstraße. Der Ergriffene bier gebraut werden kann. Bielleicht können die Schult wurde, dann aber nach 19 jähriger Dienstzeit den Platz Ende 1888 war der noch i gendliche Arbeiter Barleben, auch ein heiß Paßenhofer bei dieser Gelegenheit einige fleinere räumen mußte, weil er nicht zivilversorgungsberechtigt ist. In Brauereien verschlucken und dadurch den Verlust dieses zwischen war Törner 4 Jahre als Materialienverwalter bei zweiter der Einbrecher wurde bald in der Person des 21jährigen Sommers ausgleichen. Im Uebrigen Im Uebrigen schönen Dank für einer hiesigen ersten Firma, deren Name nicht genannt wird, an- Mannes, der vom Wächter als der ältefte und größte der drei Arbeiters Albert Freyer ermittelt, nur in betreff des dritten die Reklame, welche der Bierring für den Boykott macht. gestellt, bis er wegen Krankheit vorübergehend arbeitsunfähig geschildert wurde, waren alle Bemühungen erfolglos. Barleben Denn schlagender und beweiskräftiger fonnte die Nothwendigkeit wurde, nach seiner Genesung aber die Stelle besetzt fand. Seit- und Freyer erklärten, daß ihr Komplize ein Mann sei, den sie des Boykotts nicht bewiesen werden, als durch die Ring- Annonce dem hat Törner natürlich überall trotz der eifrigsten Beim Arbeitsnachweise in der Gartenstraße tennen gelernt hätten, im Intelligenz- Blatt", die den kapitalistischen Pferdefuß deutlich mühungen Abweisungen erfahren, weil er zu er zu alt ist. beraussteckt und den kleinen und mittleren Brauereien zeigt, was 63 wird ihm viel im bürgerlichen Sinne rühmenswerthes nach der sich Gustav Müller nannte und in Moabit wohnen solle. von ihm nichts. Es mußte schließlich nur sie von ihren Kollegen, den großkapitalistischen Aktienbrauern, zu gefagt; so soll er, wie mancher andere alte Arbeiter, den der Weiter wüßten sie von erwarten haben. Hunger jetzt zur Verzweiflung bringt, zwei Feldzüge mitgemacht gegen Barleben und Freyer verhandelt werden, der erstere wurde Wie von Seiten einzelner Gastwirthe immer wieder haben und sogar ein Stück Orden besitzen. Es verschafft ihm 34 2/2 Jahren, Freyer dagegen zu 31/2 Jahren Gefängniß verrersucht wird, das konsumirende Publikum zu täuschen und leider auch kein Brot, daß sein Name an der Ehrentafel seiner urtheilt, weil er bei dem Einbruch einen Revolver bei sich geboykottirtes Bier unter anderem Namen zu verschänken, zeigt früheren Kaferne prangt. Ob Törner eingesehen hat, daß ihm aller führt hatte. Im Mai wurde der Verdacht rege, daß der ge nannte Gustav Müller und der Anarchist Rodrian eine und diefolgender Fall. Schon seit langem stand der Inhaber der militärische Schneid und alle Beamtenpflichttreue auch nicht zu selbe Person sei. Rodrian war der Einberufer jener folgen Destillation Giefel, jetzt Sergel; Wiener- und Grünauerstraße einer einzigen Mittagswahlzeit verhelfen kann? Ecke, in den Verdacht, Schultheißbier zu beziehen und seinen lar geworden ist, daß bei der heutigen herrlichen Schweren Versammlung der Arbeitslosen vom 18. Januar, er ſelbſt erschien aber nicht, weil er seine Verhaftung befürchtete. Er Gästen als Münchener- oder Wilhelmshöhebier vorzuießen. Trotz aller Ordnung der Dinge, unter der der Arbeiter bei allem Fleiß hielt sich verborgen, bis es im Mai gelang, jeiner habhaft zu Kontrolle wollte es aber nicht gelingen, den Wirth, der auf schließlich doch verhungert, der Plaz eines jeden braven, ehrenwerden. Die Anklaget ehörde hat viele Umstände zusammenEhrenwort versicherte, tein boykottirtes Bier zu haben, eines haften Mannes einzig in der Sozialdemokratie ist? Ob dem getragen, die für seine Theilnahme an den Einspruch sprechen. Anderen zu überführen. Am Sonnabend Vormittag 11 Uhr be- früheren Beamten klar ist, daß einzig die Sozialdemokratie den feiten Rodrian ift früher Arbeiter in der Schering'schen Fabrik gemerkten zwei Genoffen, die dem genannten Lotale schon während Willen hat, der göttlichen Weltordnung" von heute ein radikales der vergangenen Nacht ihre spezielle Aufmerksamkeit gewidmet Ende zu machen und einen Zustand herbeizuführen, unter dem wesen. Er soll auf seine beiden viel jüngeren Genossen einen höchst unheilvollen Einfluß ausgeübt haben; er gab ihnen anhatten, wie der Wagen der Schultheiß- Brauerei vorfuhr. Der Wagen der zu alt gewordene Arbeiter nicht gleich der ausgepreßten höchst unheilvollen Ginfluß ausgeübt haben; er gab ihnen anarchistische Druckschriften und predigte ihnen die anarchistischen mußte aber, da der Wirth Lunte gemerkt, ohne etwas abzuladen, ab- Bitrone beiseite geworfen wird? Wir wissen nicht, ob Törner Grundfäße. Barleben erschien wenige Tage vor dem Einbruch ziehen. Kurz nachdem fuhr der Wagen Nr. 6 der Spritfirma Radicke, die einzig nübliche Lehre aus seiner bittern Erfahrung gezogen bei dem Verwalter des Hauses Antonur. 3. In seiner Begleitung Köpenickerstraße, vor. Der Kutscher versuchte vier auf seinem bat, aber das Eine ist offenkundig, daß zum Glück wenigstens Wagen liegende halbe Tonnen Bier aus der Schultheiß- unter den gebildeteren Beamten gar mancher ist, der mit der befand sich ein älterer Mann, den er als seinen Onkel vorstellte. verhielt. möglichst wortfarg Brauerei abzuladen. Offenbar hatte er diefelben von dem Bier ganzen Gluth inniger Ueberzeugung der völkerbefreienden Sozial: Sie mietheten gemeinschaftlich ein Zimmer, wobei der" Onkel" Dieser fahrer zu diesem Zwecke übernommen. Das war den Genossen demokratie angehört. Auch dort hat es längst gedämmert! foll Rodrian gewesen sein, der fich des Sprechens denn doch etwas start. Als sie herzutraten und den Kutscher zur Bugeutgleisung. Eine Verkehrsstörung, die über eine halbe enthielt, um eine Wiedererkennung zu verhindern. Rede stellen wollten, zog es dieser vor, noch eine halbe Stunde anhielt, wurde Freitag früh 1/27 Uhr dadurch herbei- geftrigen Termine blieben Barleben und Freyer dabei, daß Tonne auf dem Wagen zu behalten und davonzujagen. Ebenso geführt, daß ein um diese Zeit vom Schlesischen Bahnhof fälliger nicht Rodrian, sondern der erwähnte Gustav Müller der dritte verschwanden der Gastwirth Giesel und sein Nachfolger Seegel Borortzug bei einer Rangirbewegung zwischen den Stationen Thäter gewesen sei. Der Angeklagte Rodrian behauptete, daß er schleunigst durch ein Hinterthürchen, als die Genossen in das Schlesischer Bahnhof und Jannowitz- Brücke bei dem Blockhaus zur fraglichen Zeit gar nicht in Berlin, sondern in der Schweiz kal traten, um das Plakat der Boykottkommission zurückzuver W+ M plöglich entgleiste. Bier zum Glück noch unbesetzte gewesen sei. In diesem Punkte wurde er durch die Beweislangen. Die Herren besaßen nicht einmal den Muth, ihre Hand Wagen geriethen hierbei aus den Schienen und bohrten sich mit aufnahme widerlegt, denn die Mutter des Freyer bekundete unter den Rädern bis über die Achsen in den Sand des Bahnkörpers ihrem Eide, daß Roorian ihren Sohn im März und April Bei der Vernehmung dieser Daß der Bierboykott seinen Dichter gefunden, war schon ein. Es dauerte nahezu eine halbe Stunde, bis mittels Winden wiederholt aufgesucht habe. einer dramatischen Szene, denn in auf dem sozialdemokratischen Arbeiterfest in Friedrichshagen den die entgleisten Wagen wieder ins Geleise gebracht werden konnten. Beugen fam Barteigenoffen bekannt geworden, die den lustigen Röficke Juzwischen versuchte man die fälligen Züge auf ein zweites ergreifender Weise schilderte die alte Frau, wie ihr Sohn durch Liedern Scavola's zu laufchen Gelegenheit hatten. Was Reservegeleise zu dirigiren, wodurch aber trotzdem die Züge nur den Einfluß des Rodrian, der ihn mit seinen anarchistischen damals nur im leichtgeschürzten Liede erklungen, liegt mit balbstündiger Berspätung weiter geführt werden founten. Grundfäßen vergiftet habe, zu einem durch und durch verdorbenen jetzt im eruftgehaltenen Epos vor. Die Bierproben" Die Entgleifung scheint durch ein schadhaftes Herzstück in einer Menschen gemacht habe, in dem jest jedes Gefühl für Ehre und nennt sich ein Dichtwert, das im Verlage von Hans Baake zum Weichenstrecke herbeigeführt worden zu sein. Personen sind nicht Recht erstorben fei. Auch durch die übrige Zeugenvernehmung wurde der Angeklagte Rodrian soweit belastet, daß der StaatsBierboyfott 1894" erschienen ist und im würdevollen Nibelungen beschädigt worden. anwalt ihn für hinreichend überführt ort erachtete und gegen ihn Versmaß die Entstehung und den weiteren Verlauf des Kampfes schildert. Sind die Reime im Poem auch manchmal ein wenig Die Sammelliste 2904 für ausgesperrte Brauerei- Arbeiter eine 3uchthausstrafe von fünf Jahren und die üb. gewaltsam, so sieht darüber ein jeder hinweg, der da weiß, ist uns als verloren gegangen gemeldet worden. Wir ersuchen lichen Nebenstrafen beantragte. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr, mit welch einer nüchtern- prosaischen Natur es der Dichter dieselbe vorkommenden Falls anzuhalten und bei E. Seise, Schwindt, hielt das Belastungsmaterial feineswegs für ausreichend, um daraufhin einen Schuldigspruch zu fällen, im im Biertönig Rösicke zu thun hatte. Ihre Wirkung Lichtenbergerstr. 21, abzugeben. Die Kommission der Böttcher. Uebrigen habe er das Zutrauen zu dem Gerichtshofe, daß ders werden die Verse teineswegs verfehlen und gar mancher Prole- Eine Verzweifelte suchte am Donnerstag Abend gegen felbe den Angeklagten nicht mit anderem Maße messen werde, tarier mag dem Erbauungsbüchlein nach Feierabend ein an- 6 Uhr sich und ihr Kind zu tödten. Das Dienstmädchen Bertha als seine Mitthäter, blos weil der Angeklagte Anarchist sei. erkennendes Schmunzeln schenken. Eine große Zierde des kleinen Haase, das zuletzt in der Melanchthonftraße in Stellung gewesen, Der Gerichtshof erfannte auf eine Gefängnisstrafe von Werkes bilden die Illustrationen, die sämmtlich geradezu meister- war von seinem Bräutigam und dem Vater seines Kindes zwei Jahren sechs Monaten und fünfjährigem Ehre bait gelungen find. Zur Verbreitung der Bierprozen" dürfte schuftiger Weise verlassen worden und beschloß nun, sich und verlust. außer dem billigen Preise von 10 Pf. noch wesentlich der Um- ihren drei Monate alten Knaben zu tödten. Um die angegebene stand beitragen, daß der Ueberschuß den ausgesperrten Brauerei: Beit sprang das Mädchen mit dem Kinde von der EisenbahnArbeitern überwiesen werden soll. brücke in Charlottenburg ins Wasser, wurde aber gleich darauf Bur Richtigstellung. In Rigdorf schänken Oppermann von dem Dr. phil. M. und dem Studiosus N. gerettet. Feuer Hermannstr. 21, und Knobbe, Kirchhofstr. 4, Tein Vereinsbier wehrleute brachten nun Mutter und Kind nach dem Charlotten= fondern von der Zwölfer- Kommiffion geliefertes Bier. burger Krankenhause, wo die erstere noch nicht vernommen werden Der Gastwirth Bourset in Pantow, Echönholzerstraße, fonnte. Die Retter und hinzugerufene Polizeibeamte konnten ihr Ede der Spandauerstraße, führt tein boykottirtes oder Mingbier. Mitleid für die Mutter nicht unterdrücken und sammelten für fie. Unsere berrliche Rechtsordnung verlangt, daß die Unglückliche, Achtung! Parteigen offen Moabite! Laut Beschluß der die fich und ihr armes Kind aus dem Glend befreien wollte, legten Parteiversammlung machen wir die Geneffen nochmals wegen Mordversuchs in Haft bleibt, wogegen der eigentliche darauf aufmerksam, daß vom 1. Juli ab die Parteiblätter wie Mörder frei umher läuft. überhaupt alle sozialdemokratischen Schriften durch die Partei verbreitet werden. Wir ersuchen die Genossen, uns in diesem Unternehmen zu unterstüßen, denn einzeln sind wir nichts, lungsweise zu vertreten. vereint sind wir alles. Abonnements nehmen entgegen: Johann Pfarr, Wilsnacker straße 49, H. 2 Tr. Georg Schmitz, Havelbergerstr. 37, 3 r. Otto Hempel, Stephanstr. 8. Die Vertrauenspersonen des 6. Wahlfreises. Den Parteigenossen sei im Anschluß hieran noch mitgetheilt, daß den Genossen Peper, Echröder und Renfer die Revision des Spediteurs obliegt. Die Spedition des Vorwärts" und der Parteiliteratur ist dem Genossen Hempel, Stephanstr. 8, übertragen. Selbstmord. In einem hiesigen Gasthof hat sich der Fabrikant Gürtler am Grünen Weg 124 getödtet. Als Beweg grund zum Selbstmord wird der schlechte Gang des Fabrit geschäfts angegeben. Witterungsübersicht vom 7. Juli 1894. Stationen, Barometer ftand in mm, D. Meeressp. 1300000 Windrichtung Windstärke Wetter wolfenlos heiter halb bedeckt heiter Temperatur LANDSON( nach Celins Zur Lokalfrage. Herr A. Meyer, der Wirth von Beelih: hof, Wilhelmshöhe hat sich durch seine Unterschrift bereit erklärt, Swinemünde 767 fein Lokal zu sozialdemokratischen und gewerkschaftlichen Ber- Hamburg. gnügungen und Bersammlungen berzugeben. Berlin GD 3 heiter 21 765 DS0 21 767 GO B 22 Bu streichen ist das Lokal Kurfürstenhallen in der Kur Wiesbaden. fürstenstraße. Zu Bersammlungen frei ist dagegen der Parade- Winchen garten in der Fidicinstraße. 764 NO 2 21 767 NO 2 18 Wien 767 1 wolfenlos 18 770 NND 760 757 4 2 9 Paris 765 1 heiter halb bedeckt heiter 13 17 19 2 wolfenlos 21 50 G.= 409.) Haparanda Einen sympathischen Entscheid baben Schuldeputation Belersburg und Magistrat von Charlottenburg gefällt. Die Voffische Gort. Zeitung berichtet darüber: Die Diffidentengemeinde in Ghar- Aberdeen lottenburg hat ein Fräulein Jda Altmann verpflichtet, den Kindern der Gemeindemitglieder sogenannten tultur- historischen Unterricht, d. h. Unterweisung in der Moral ohne Zugrunde Wetter- Prognose für Sonntag, den 8. Juli 1894. legung eines bestimmten Glaubensbekenntnisses zu ertheilen. Zunächst sehr warmes und schwüles Wetter mit mäßigen Frl. Altmann hatte denfelben Unterricht früher in Berlin bei der südwestlichen Winden und zunehmender Bewölkung; nachher Freireligiösen Gemeinde ertheilt, war aber dann durch das Provinzial- Gewitterregen und Abkühlung. Berliner Wetterbureau. Schulkollegium daran grhirtert worden, weil dieses in der aber sich es Vermischtes. Mann Im Ein sensationeller Mordprozeß tommt nächstens vor dem Schwurgericht zur Verhandlung. eipziger Herold's Telegraphenbureau" meldet, hat die Staatsanwalte fchaft am 6. Juli gegen den Rittergutsbesiger Grome in Waldgen, der seit längerer Zeit in Leipzig in Untersuchungsbaft ist, die Antlage wegen Wordes erhoben. Der Ritterguts befizer steht unter dem Berdacht, seinen Stiefsohn, der in Koblenz als Fähnrich diente, ums Leben gebracht zu haben. Cholera in Rußland, In Petersburg sind am 4. und 5. Juli 41 Personen an der Cholera erkrankt, 9 davon starben. Die Gesammtzahl der Choleratranken betrug am 6. Juli noch 60. In Kronstadt erkrantien am 5. Juli 6 Personen, eine davon starb. Auch im Wolgagebiet tritt die Seuche wieder auf. Briefkaffen der Redaktion. " Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffree( Svet Buchstaben oder eine Bahn) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. Zu der in der gestrigen Nummer des Vorwärts" veröffent lichten Quittung ist noch nachzutragen: 4. Berliner Wahlfreis ( Dit) 500,-( darunter von Emil Böhl, Franki. Allee 100,-). Paul Rosentreter. Ihre Bürgschaft genügt nicht. von A, Berlin. Wir haben einen Auszug aus denselben in Nr. 155 des Vorwärts" veröffentlicht. Nr. 26. C. Wenn Sie die Phrase hochdeutsch sagen wollen, heißt es: Lassen Sie mich in Ruhe! Die andere Form ist Dialekt. Nr. 5 Brig. Die Tabakprodukte unterliegen alle der Steuer. Die Besteuerung des Rohtabats nach dem Gewicht der fermentirten Blätter beträgt per 100 Rilo 45 M. Bei fleinen Pflanzungen gilt die Flächensteuer. Die Nichtanmeldung von Tabafpflanzungen ist rafbar. C. H. Joen. Friz Herbert wurde ausgewiesen, während Stettin 1888 im kleinen Belagerungszustand war. Briefhaffen der Expedition. Schöndorf, Pyrmont. um Einsendung des Betrags. Inferat tostet 2,40 M. Bitten Für den Inhalt der Jnierate über nimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 8. Juli Bellealliance- Theater. Troubadour. Montag: Ein Maskenball. Berliner Theater. Gespenster. Rendenz Theater. Jugend. Alexanderplat- Theater. fpenfter. 9 Ge National Theater. Ein Fest auf der Bastille. Montag: Italien in Berlin. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. dation Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Borstellung. Parodie Theater. Borstellung. SpezialitätenNational- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Nouität! Novität! Zum ersten Male: Ein Fest auf der Bastille. Echauspiel in 8 Aften von Fr. Held. Regie: Mar Samst. Den Genoffen des ersten und zweiten Kranken- und Sterbe- Kasse der 17 Berliner Hausdiener Wahlkreises zur Nachricht, daß der Genoffe 1697b Adolf Drösler gestern an der Proletarier Krankheit verstorben ist. ( E. H. 61). Dritte ordentliche Die Beerdigung findet am Dienstag Generalversammlung Nachmittag von der Wohnung, Gräfestraße 43, aus statt. azie Mehrere Genoffen. Nachruf! Den Malern und Berufsgenossen die traurige Nachricht, daß unser Rollege Peter Collmar am Donnerstag, den 26. Juli, Abends 9 Uhr, in den ArminHallen, Rommandantenstr. 20.Tages- Ordnung: 1. Mittheilung. 2. Vierteljahres. Bericht. 3. Verhandlung über ein Schreiben der Invaliden- und Alters versorgungs- Anstalt Berlin betreffs Ueberweisung erkrankter Mitglieder an ein zu diesem Zwecke zu errichtendes Sanatorium. 4. Grlebigung einge gangener Anträge. 5. Geschäftliches, Auflage und Fragefaften. 1678 Quittungsbuch legitimirt. am 4. Juli an der Proletarierkrankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, vom Bentral Friedhof in Friedrichsfelde statt. Die Kollegen, namentlich die Werkstatt Bodenstein, werden ersucht, sich zablo reich an diesem legten Dienste, den wir erweifen, Treffpunkt 21/2 Uhr Nachm. Spaar, Stalizerstr. 128, und 31/2 Uhr auf dem Kirchhof in Friedrichsfelde. Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. Sonntag, 8. Juli, Abends 8% Uhr, in den Arminhallen, stun kommandantenstr. 20:15 Versammlung. Vortrag des Herrn Pause( Schüler der Arbeiter Bildungsschule) über: Kapitalismus und Sozialismus. Der Vorstand. 118/1 Nachdem: Gemüthliches Beisammensein. end sing Gäfte, Damen und Herren, sehr willkommen. Mittwoch, 11. Juli, Abends 8½ Uhr, in den Arminhallen: General- Versammlung. Mitgliedsbuch legitimirt. ui 10. D.9 Allgemeiner Verein der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands.( Filiale Berlin.) Mitglieder- Versammlung am Dienstag, 10. Juli, Ab. 6 Uhr, in Röllig's Saal, Neue Friedrichstr. 44, Tages Ordnung: 0 3. 1. Vortrag über das Roalitionsrecht der Arbeiter. Referent: Rollege bem Berstorben enter ellen, zu betheiliger. Dr. H. Weyl, Arzt, aus. Jakoben. 2. Distufion. 3. Wichtige Wereinsangelegenheiten. 183/1 G. Link, Vertrauensmann. Mittheilung. Die in Nr. 119 d. BI. von der Brestommission in Frankfurt a. M. ausgeschriebene Expedienten- Stelle 4472 Das Igl. Polizeipräsidium hat mir wurde mit ihrem feitberigen Inbaber aufs Neue befeßt, was, in Anbetracht die öffentliche Aufführung des Schau- der für einzelne Beantwortung zu Spiels Ein Fest auf der Bastille nur zahlreich eingelaufenen Offerten, mit der ausdrücklichen Bemerkung ge bei den in dem Stück zahlreich enthaltenen revolutionären Schlagwörtern au lärmenden Rundgeburgen politischer Tendenz sollten hinreißen lassen, die Wiederholung der Aufführung alsbald untersagt werden wird. Ich bitte daher das verehrte Publikum, sich während der Aufführung des Stückes jeder Rörenden Mundgebung att enthalten, da sonst die weiteren Auffüh rungen in Frage gestellt sind. Raffenöffnung 3 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. hiermit den Interessenten zur Kennt Der Vorkand bes fozialdemokr. Vereins für den Wahlkreis Frankfurt a. M. Freie Kranken- u. BegräbnißKaffe der Schuhmacher und Berufsgenossen Berlins. Beruf( G.§. 27.) Montag, den 16. Juli, Abends 8 Uhr, im Lokal, Fischerstr. 25: 1 Im Garten: Großes Konzert. General- Versammlung. Auf der Sommerbühne Lehmann auf der Weltausstellung in Chikago, gr. Poffe, sowie Auftreten von Speziali täten erflen Ranges. Montag: Italien in Berlin. Große Ausstattungspoffe. Castan's Panoptikum. Hawaiische Zagesordnung: 1. Vierteljährlicher Kaffenbericht. 2. Innere Angelegenheit. 8. Borlage des StatutenänderungsEntwurfs. Mitgliedsbuch legitimirt. 1680b wohnt jetzt [ 1586b 246/1 Elsasserstrasse 97, 1, Ecke Rosenthalerstrasse. Zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ist nothwendig Achtung! Der Vorstand. Achtung! Friedrich- Str. 125 Maler, Lackirer und Anstreicher. eine ( am Oranienburger Thor) M4* Klinik für Harnleiden eröffnet. Sprechzeit: wochentäglich 11-1; auch für Raffenmitglieder der freien Unbemittelte unentgeltlich. Dr. Robert Kutner. Unser diesjähriges Sommerfest in der Neuen Welt findet nicht am 14. Juli, sondern am Sonnabend, Sen 8. September ſtatt. Die ausgegebenen Billets behalten Giltigkeit. das Festkomitee der Filialen Berlins. emb is duist 09 Hermann Warnke, Urbanstr. 51. 180/2 Achtung! id ja mam mong Achtung! Zahn- Klinit. Breiſe event. Theil- atomodo. zahlung. 78/2 USI Olga Jacobson, Invalidenkr. 145. 7, Sonntags 8-10 Uhr. LinienWagenbauer. Homöopath. Arat Dr. Hösch, g, 5 bis Welt( fenbaie nou Da wir night von unserem Rontratt entbunden Unser diesjähriges Sommerfest findet am 21. Juli in der Neuen 74L werden ersuchen wir die Rollegen das Sommerfest au unterfüger. Klagen, Eingaben, Unfallsachen, gingen zeit während des Vergnügens geöffnet. Auch hat der Dekonom, Herr& au, Ringbier braucht teiner zu trinten. Die Kaffeeküche ist jeders fich erboten, 4/10 Liter Aepfelwein vom Faß für 15 Pf. auszuschänken. Das Komitee. J. A.: H. Niebaum. Hiermit nehme ich die Beleidigungen 289/1 zurück, die ich gegen Frau Henze, 289/1 Görligerstr. 63, in der Uebereilung ausgesprochen habe, und erkläre diefelbe für eine anständige Frau. Carl Feidel, Görligerstr. 63. Der Vorstand. Großes Vereinszimmer Tilsiterstr. 82 Steinarbeiter Berlins und Umgegend. Dienstag, den 10. Juli, Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Wilke, Andreasstrasse No. 26: Allgem. Deutscher Tapezier- Verein. Große öffentliche Versammlung ailid Montag, den 9. Juli, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Freigang, Schützenstr. 18-19: Königs- Tänzerinnen. General- Versammlung. Das schwerste Ehepaar der Welt. Concordia- Festsäle Obrey C. Saeger, 64. Andreastraße 64. Heute, Sonntag, den 8. Juli: im großen Saale: Grosser Ball bei stark befehten Orcheßern. 84/1 Anfang 5/2 Uhr. C. Saeger. Etablissement ,, Süd- Ost" Tages- Ordnung: aid SI 1. 2. 1. Bortrag. 2. Distuffion. 3. Quartalsbericht des Vorstandes und des Raffirers. 281/1 N3. Es ist Pflicht jeden Mitgliedes, in dieser Bersammlung zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Wilke. 2. Stellungnahme zur Statistit. 3. Verschiedenes. Die Plagvertreter oder Vertrauensleute von sämmtlichen Plägen oder Wertstellen werden ersucht, dies bekannt zu geben und zu erscheinen. Die Agitationskommission. Berlin J. A.: J. Buchmann, Bertrauensmann der Steinarbeiter Berlins und 227/1 Umgegend, Willibald Alexisstraße Nr. 39. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Bahlstelle Berlin.) Bund der geselligen Arbeitervereine Bezirks- Versammlung für Friedrichsberg Berlins und Umgegend. 93,1 Plot Grosses Familien- Kaffeekochen am Sonntag, den 15. Juli cr., Nachm. 3 Uhr, bei Brüning, Rosenthaler Straße 11/12( 3 Minuten vom Bahnhof Börse). Um 5 Uhr: Versammlung im ob. Saal( Parquetboben): Vortrag von Fr. Rohrlad über: Aberglauben". Nachdem: Tanz und Vorträge. Ausschant: Weißbier und Bairisch von Reichenkron( ringfrei). Bei ungünstigem: Wetter Kaffeekochen in beiden Sälen. Noch ausstehende Vereine wollen gefl. vom Stiftungsfest abrechnen. am Montag, den 9. Juli, Abends 812 Uhr, im Saale des Herrn Heinicke, Friedrich Karlstr. 11. Zages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Werkstatt Angelegenheiten. 4. Berschiedenes, Scharmveberstr. 82, besonders eingeladen. Nichtmitglieder haben Zutritt. Zu dieser Versammlung werden die Kollegen der Werkstatt von Richter, Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Bur Beachtung für die Kollegen in Rummelsburg: Die Zahlstelle ist von Türschmittstr. 40 nach Türschmitt u. Kantstr. Ede bei Schröder perlegt. 141/2 Schneider und Schneiderinnen! Achtung! der Kistenmacher old Achtung! Waldemarkr. 75.[ 4402„ Berlinerd snow Montag, den 9. Juli, Abends 8% Uhr, in der Berliner in Sonntag, den 15. Juli 1894: Ressource", Kommandantenstr. 57: Empfiehlt seinen Saal den Vereinen Contage Momsen, Gombebe und Versammlung d. Shneider- u. Eneiderinnen- Berbaudes Große Dampferpartie nach Hankel's Ablage. zu Versammlungen. Sonnabende find noch frei. C. Ulrich. Wirthshaus Schmargendorf T. Friedrich *** Warnemünderstraße 6 empfiehlt sein Lokal mit Frühstück, Mittag und Abendtisch. Schattiger Garten u. TanzSaal, auch zu Versammlungen. Bier aus der Brauerei Reichentron. Wiener Wursthalle und verwandter Bernfogenolen. Tages- Ordnung: Tanz, Kinderbelustigungen u. sonstige Vergnügungen gratis. Abfahrt: Morgens 7 Uhr von der Jannowit Brücke. Preis: Hin und Rückfahrt intl. Lanz 1,25 M. Billets find bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern, fowie bei Navrot, Der Vorstand. 1. Die Preisfechter der modernen Arbeiterbewegung. Referent: Rollege Timm. 2. Disfusion. 3. Wahl der Delegirten zu dem am 22. August. Markusstr. 23, zu haben. in Erfurt stattfindenden Verbandstag. gute zu benu On 218/1 Kolleginnen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht aller Kollegen und Die Bevollmächtigten. Achtung! Mitglieder der Orts- Krankenkasse für die Wäschefabrikation. Dienstag, den 10. Juli 1894, Abends 82 Uhr: Sängerfeftin Emargendorf Große öffentliche Versammlung von empfiehlt hochfeine Wiener, Janersche und Bockwurst. Erster Eingang lints am Festplay, am Restaurant Sanssouci. 1687b Restaurant Stutz, Wollinerir. 46. 1696b Allen Genossen bestens empfohlen. Bairisch Bier aus der Brauerei Wilhelmshöhe". Vereinszimmer mit Pianino u. musikalische Unterhaltungen. c. Märkischer Hof, Admiral- Strasse Nr. 18. Grosser Ball. Jeden Sonntag: in„ Nieft's Salon", Weberßr. 17.00 Tages Ordnung: 287/1 1. Bericht der Kommission der im Februar d. J. gewählten Rommission betreffs Aufnahme weiblicher Personen in die freie Hilfskaffe der Wäschezuschneider. 2. Diskussion. 8. Die Krankenkassen, was sie sind und was fie fein sollen. Referent: Herr Jastrow. 4. Verschiedenes. Gleichzeitig ersuchen wir die Delegirten, sowie den Vorstand der Orts- Krankenkaffe, in der Versammlung zu erscheinen. Gäste sehr willkommen. Im Auftrage der Kommission: JTA talis depang Frau Schulz. Carl Hergt. Charlottenburg. Atheistische Gesellschaft"( Freie Gemeinde). Am Dienstag, den 10. Juli, Abends 8½ Uhr: Große öffentliche Bersammlung für Frauen und Männer in Triefethau's Salon, Sophie- Charlottenstraße 94. Lages Ordnung: der 156/1 Große öffentliche Versammlung Schneider und Schneiderinnen der Herren- Konfektionsbranche am Montag, den 9. Juli, Abends 8 Uhr, in den Zentral- Festsälen", Oranienstr. 180. Tages Ordnung: 16925 1. Wie stellen sich die Konfektions- Schneider zu den aufgestellten Forde rungen Referent: Rollege Wiesemann. 2. Diskussion. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Die Lohn- Kommission? Große öffentliche Versammlung der Kistenmacher am Montag, den 9. Juni, Abends 834 Uhr, im Lokale Armin- Hallen", Kommandantenstr. 20. Tages- Ordnung: 156/2 1. Vortrag des Genossen Koblenzer über: Arbeit und Arbeitslohn". 2. Abrechnung des Vertrauensmannes. 3. Bericht der Gewerbegerichts- Beifizer. Um recht guten Besuch bitter Der Vertrauensmann. 021 a Maler! Am Mittwoch, den 11. Juli d. J., findet die FilialEntree frei. Tanz frei. Ende 2 Uhr. 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Herrn E. Vogtherr über: Versammlung wegen der stattfindenden VolksversammDie beiten Säle sind noch Sonn-„ Jesuiten und Jesuitismus“. 2. Diskussion. 8. Gemeinde Angelegenheiten. lungen nicht statt, sondern erst am Montag, den 16. d., 16746 in Schneider's Festsälen". abende und Sonntage zu allen Festlich- Bur Deckung der Unkosten 10 Pf. Entree. teiten und Bersammlungen zu vergeben. Um zahlreiches Erscheinen ersucht B Der Vorstand. Der Vorstand. 3. A.: M. Busohold. Achtung! Achtung! Zum Sängerfest in Schmargendorf. Hausdieuer, Packer, Kutscher. Am Dienstag, den 10. Juli, Abends 9 Uhr, in der Berliner Reffource, Kommandantenstr. 57: General- Versammlung des Verbandes der Geschäftsdiener, Packer und Berufsgenossen. Zutritt haben nur Mitglieder, welche ihr Mitgliedsbuch vorweisen und nicht über 10 Wochen im Rückstande mit den Beiträgen sind. 135/1 Pünktliches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Sonnabend, den 14. Juli, in den Gesammträumen der Konkordiasäle, Andreasstraße 64: Grosser Sommernachts- Ball. Ringbier! Musik von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker. Billets für Herren 50, Damen 30 Bf., find im Bureau Neue Grünftraße 10, I., in den Zahlstellen des Verbandes und bei den Mitgliedern zu haben. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Restaurant„ Sanssouci" bon W. Weiss empfiehlt seine Lokalitäten zu Bersammlungen; Tanzsaal, Garten, Kegelbahn. Für gute Speisen ist bestens gesorgt. Die Kaffeeküche ist dem geehrten Publikum den ganzen Tag geöffnet. Bier: Reichenkron. E3 ladet freundlichst ein W. Weiss. [ 1686b] GESCHÄFTSHAUS besteht seit Leinen- und 1873. HEINE Elsasser Baumwollwaaren. Bettzeuge, Tischzeuge, Handtücher etc. von Grosses Lager Herren-, Damen- Kinderwäsche. und Saubere Arbeit, billige Preise. Gardinen- Reste 118L * son 1. C. Froelich's Sommer- Garten Schönhauser Allee 16 Konzert und Spezialitäten- Vorstellung. Im Saale: Ball. Oderbrücher Restaurant Grüner Weg 120, Nähe AlexanderPlay. Landsleute willkommen. Regels bahn. Billard. Schießstand. 1671b Richard Meimert. Genossin möchte ihre gutgehende Destillation billig verkaufen. Näheres ertheilt Montani, Cauffee1694b straße Nr. 52. Empfehle meinen Freunden und Befannten mein ff. Weißbier, Bair. Bier aus der Brauerei Carlsberg, Charlottenburg. W. Kirschke, 1682b Reichenbergerstr. 188. Empfehle meine Restauration. Ausschant von Schultheiß und Culm bacher Bier. Vereinszimmer für 30 Personen zu vergeben. 1218* Heinrich Sak, Markgrafenftr. 102. Mein Saal, 500 Personen fassend, ift noch an Sonnabenden zu Festlichfeiten, sowie jederzeit zu Versamm lungen frei. Robert Schneider, Proskauerstraße, Ece Frankfurter Allee. Restaurant BERLIN N CHAUSSEESTR.14. Achtung! Filzschuharbeiter. Achtung! Grosses Sommerfest airM 7610 STM am Sonnabend, den 14. Juli 1894, im Elysium, Landsberger Allee 40-41, verbunden mit sieW OSP f.1,2 od. mehr Fenster pass., äusserst wohlfeil. Neuh.in Tischdecken, Bettdecken, Sophadecken etc. 1436* d. Chauffee. Großem Vokal- u. Inftrumental- Konzert Könül. Zähne Löömerstos einefest, fenſisend. Reparaturen fofort. Weniger gichtenberg. a. b. Sandsberger& bauffée ausgeführt von Berufsmusikern unter Mitwirkung des Gesangv. Vineta ( Mitgl. des Arb.- Sängerb.) und des Volkshumoristen Genossen Heise. Bei eintretender Dunkelheit: Grohe Fadelpolonaise, wozu jedes Kind eine Stocklaterne gratis erhält. Bemittelte Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmartt Für und bestens empfohlen. Meinen Freunden und Genossen zur geft. Renntniß, daß ich Neue Friedrichstraße 88 Im großen Saale: Ball.- Herren, welche daran theilnehmen, zahlen ein Gigarren- u. Labat- Geschäft 50 Pf. nach. 125/1 Den geehrten Damen steht die Kaffeeküche von 2 Uhr ab zur Verfügung. Ausschank von Weissbier, echtem Münchener und Grätzer Bier. Anfang 4 Uhr. Das Komitee. Entree 25 Pf., an der Kaffe 30 Pf. Um zahlreiche Betheiligung bittet Concordia- Festsäle, Andreasstr. 64( gr. Saal). Am Montag, den 9. Juli 1894: Gr. Bokal- und Instrumental- Konzert 3 zu Ehren der Delegirten des Kongresses deutscher Hutmacher, ausgeführt vom Hutmacher Gesangverein ,, Einigkeit"( Mitgl. des A.-S.-B.). Die Musik wird von Zivil- Berufsmusikern ausgeführt. Direktion: Herr Grass. Festrede, gehalten vom Genossen Jul. Türk. Anfang 7% Uhr. Eintritt 20 Pfennig. Nach dem Konzert: TANZ. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. 148/1 Das Komitee. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Bahlstelle Berlin. 1894, C Sonnabend, den 21. Juli 1894: Grosse Dampfer- Partie verbunden mit darauf folgendem Sommernachts- Fest in dem größten Etablissement der Oberspree Schlosspark Wilhelminenhof. eröffnet habe und bitte um gütigen Zuspruch. Hochachtungsvoll 1663b C. Klinge. Blousen in anerkannt schönsten Mußtern und modernsten Facons Stück 1,50, 2,00, 2,50-10 Mark. Hermann Böhm, Müllerstraße Nr. 175. am Weddingplay, Ecke Fennstr. Roh- Tabak!! Empfehle mein reichsortirtes Lager u. offerire: Sumatra à 1,25 M., 1,40 m., Roh- Tabak Detail- Verkauf 1515b H. Asche. Allen Genossen zur Nachricht, daß ich die Restauration von Herrn Graber, Hermannstr. 33, Rigdorf, übernommen habe, und halte ich mich den geehrten Rud. Völcker& Sohn, Benoffen beftens empfohlen. Nur AusKöpnickerstr. 45. Photographisches Atelier von Carl Gräfe Berlin S., Prinzenstr. 11 hält sich den Parteigenossen zur Aufnahme von Porträts u. Gruppenbildern bestens empfohlen. Spezialität: Vereinsund Fabrik- Gruppen. 2302* WallCharlottenburg, Strasse 103. 191 F. Kunstmann Uhrmacher. 1287b Reparaturen gut und. billig. 1,50 M., 1,75 M.,( 2,00 M., deckt mit Roh- Tabak 2 Pfd., schneeweißer Brand) 2,50 M. bis 5,00 M., fowie sämmtliche in- und ausländische Rohtabake zu den billigsten Preisen. alle Sorten, billigste Preise. Max Jacoby, 1242 schant von der Bierfommission. 1638b F. Bergmann, früher Wißmannftr. 20 Künstler- Octav- Harmonika mit feinst. Neusilberstimmen Specialität 96 tönig, geschraubt, genaueste Abstimmung in allen Dur- und Moll- Tonarten pr. Stack M 3. 20 Sportofrei gegenNachnahme. Ia. Qual. Garantie. Wiederverkäufern entsprech. Rabatt. C. Weiss, Mundharmonikafabrik Gosheim, Württemberg. alle Sorten billigst[ 16836 Räder Ballifabenstr. 101. 2 mahag. Bettstellen mit Matrahen u. 1 Wäschespind bill. zu verkaufen. Daselbst 1 leere Stube zu vermiethen. Weißenburgerstr. 33, $. II. I 16766 Harzer Hohl und Klingelroller ( prämiirt 1893) vers. an Genossen erste 94er Bucht à Stück 5 M., Rappenhähne 6 M., gewöhnliche Roller 8,50 M.; für lebende Ankunft und Hähne übernehme Ferner empfehle Cigarrenwicket- Strelitzerstraße Nr.52.ara. Formen nach neuestem allen Façons, sowie fertig ausgestattete Riftchen in allen Holzarten von den billigsten bis zu den feinsten Ausstattungen aus der Fabrik von G. Siebert, Hanau a. M. Probeformen gratis und franko. W. Lindenstädt, NO., Landsbergerstraße 48. N., Brunnenstraße 179. ! Roh- Tabak! Sämmtl. in- und ausländischen Sorten, Kinderwagen. Raften, Leiter und Sport Wagen. Größtes Lager Berlins. Fabritpreise. Stets das Neueste auf Lager. Reine Marktschreierei. Theilzahlung gestattet. Musterbücher gratis. Auch stehen alte Wagen zum Verkauf. 5721L* 53 Andreas- Straße 53 parterre und 1. Etage. Auction W. Schöndorf, Bigarrenarbeiter, Pyrmont, Weinberg. Nußb. Möbel( wenig gebraucht) verk, billiger als im Laden, Bernauerstr. 13a, Seitenfl. 4 Tr. 1688 Restauration im besten Betriebe ist wegen Burückziehung vom Geschäft zu verkaufen Langeftr. 62, part. 1670b Material, Obst- und Gemüses Geschäft wegen Krankheit der Frau zu verkaufen Charlottenburg, Osnabrüder straße 1, Ecke Kaiserin Augusta- Allee. Papagei, grüne, blaustirnige AmaGegen gute Belohnung abzugeben bei Schreiber, Wienerstr. 25, part. 1678b haute Qualität, tadelloser Brand, pro Mai, Juni und Juli 1893 am 12. zone, Donnerſtag Nachmittag entflogen. Abfahrt der Dampfer von der Jannowitbrücke von 7 bis 9 Uhr viertelstündlich. Grosses Konzerto Durg dogung unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins Kreuzberger Harmonie( M. d. A.-S.-B.) Um 12 Uhr: Grosse Fackelpolonaise. Großes Feuerwerk. Von Morgens 3 Uhr ab: rgemüthliches Kaffeekochen bei Früh- Konzert. Von 6 Uhr ab: Rückbeförderung per Dampfer. Preis: Sin und Rüdfahrt incl. Lanz 60 Pfennig. Achtung! Der Billetverkauf wird am Montag, den 16. Juli, ge fchloffen. Billets, welche bis Dienstag, den 17. Juli, nicht zurückgegeben sind, werden als verkauft angesehen. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Billets find zu haben bei Rammeck, Adalbertstr. 87; Miecke, Adalbertftraße 9; Näthebusch, Blumenstr. 38; Hinz, Gräfeftr. 32; Sommer, Mariannenplatz 15; Werner, Friedenstr. 68; Otto, Friedenstr. 46; Klotsch, Roppenſtr. 81; Morgenstern, Huffitenstr. 18; Ahrens, Rottbuserstr. 6a, 4 Tr.; Köster, Grune waldstr. 115; in Moabit bei Gerbsch, Wittstockerstr. 27; im Arbeitsnachweis, Annenstr. 39, und in sämmtlichen Zahlstellen des Verbandes. DF Sonntag, den 15. Juli 1894: Dampfer- Partie nah ,, Restaurant Zeuthen- See"( Sautel's Ablage). Inhaber: Ernst Künzel. Veranstaltet vom Gesangverein Vorwärts I SO. ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes.) Ausschank von Wusterhausener Versand- Bier und Weißbier. HA Kein Boykott- Bier. E 28/2 Billets sind bei Ebel, Görligerstr. 89( Restaurant), zu haben. Der Vorstand. in billigster Preislage, empfiehlt u. 18. d. M., Nachm. 2 Uhr. 1679b RohtabakHeinr. Franck, andinng, Brunnenstrasse 185. L. Regen, Gr. Frankfurterstr. Nr. 121. Fraget jede Hausfrau, welche Karol Weil's Seifenextract benutzt hat, und sie wird Euch sagen: ,, Es giebt nichts Besseres; viel leichter ist die Arbeit, viel billiger das Waschen und viel länger hält die Wäsche. Aber kaufe nur echtes in grauen Packeten mit Schutzmarke Waschfass." meitaliz 000000-0-0000000 Schweizer Garten. Am Friedrichshain. Am Königsthor. Täglich: Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung. Im neu Volksbelustigungen aller Art. parquettirten Gaale: Täglich: Gr. Ball. Von 5-7 Uhr: Freier Damentanz. Die Kaffeeküche ist geöffnet. Entree 30 Pf., Billets vorher 25 Pf. 00000-0-0000000 Bankow, W. Buge's Vereinshaus Kleine freundl. Wohnung wegzugsh. billig zu verm. Görliger Ufer 6, Quer gebäude 2 Tr. bei Weltin. 1693b Grünauerstr. 25 freundliche kleine Wohnungen preiswerth zu vermiethen. Rostockerstr. 14 sind schöne Vorderund Hofwohnungen billig zu verm. Näheres v. 2 Tr. bei Sprenger. Schlafstelle für 2 Herren Schönhauser Allee 177e, Quergeb. 2 Tr., nahe Thor, bei Pauls. 1691b But möbl. Schlafstelle, 2 Fenster, sep. Eing., bei Hofrichter, Brizerstr. 12 II. Zwei möblirte Schlafstellen sofort zu verm. Petriftr. 14, hochpart. 1689b Arbeitsmarkt. Mädchen von 13-14 Jahren verl. Adalbertstr. 40, v. 4 Tr. r. 1677b Geübte Cigarrenkisten- Kleber verl. F. Wienert, Rosenthalerstr. 23. Ein alter Männer Gesangverein, Mitgl. d. Arb.-S.-B., sucht für Mitte wochs einen tücht. Dirigenten. 1681b N. G. Fabian, Reichenbergerstr. 171, 3 r. Carton- Arbeiterinnen, geübte, werden verlangt 1684b A. Eisenstädt, Rurstr. 39. Station Pankow( Nordbahn), Schulzeßtr. 28. Modelltischler verl. O. Dietrich, Jeden Sonntag: BALL. Garten und Regelbahn Chauffeestraße 68/69. 1695b Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pöhsch in Berlin. Druck und Berlag von Max Bading in Berlin, SW, Beutbitraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 156. Sonntag, den 8. Juli 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Zur Neuordnung der Gemeindesteuern in Berlin. schluffes erlassenen Ortsstatuts sollen die Kosten für die Kanali- damit zugleich die Möglichkeit der Beschaffung billiger Wohnungen. bunden werden muß, um ein Jahrzehnte langes Unrecht gegen zugleich durch die fortlaufende Steuererhebung die Erstarrung die Steuerzahler Berlins gut zu machen. des Befizzes. Die Bauplay- Steuer bildet einen Stimulus für den Nach den Bestimmungen des auf grund eines Gemeinde- Be- Besitzwechsel, fie erhöht dadurch die Bauthätigkeit und fördert fation von den Besitzern der angeschlossenen Grundstücke auf- So rechtfertigt sich die Bauplatz- Steuer nach allen Richtungen gebracht werden. hin. Die Agitation des Grundbesitzes gegen dieselbe läßt sich -# = Nachdem durch das Gesetz wegen Aufhebung direkter Staatssteuern vom 14. Juli 1893, die bisher vom Staat erhobene Gebäude und Gewerbesteuer den Gemeinden überwiesen sind, Troß dieser klaren Bestimmung ist es bisher nicht möglich nur aus dem Umstande erklären, daß eine Abwälzung dieser verpflichtet das Kommunalabgabengesetz von gleichem Tage die gewesen, die Kosten der Kanalisation, deren pekuniäre Vortheile Steuer auf die Miether vorläufig nicht möglich ist. Gemeinden zu einer Neuregelung der städtischen Steuern. Nach in der Steigerung der Miethen in tanalisirten Grundstücken ledig- Die vom Magistrat in Aussicht genommene, aber zurücklegterem Geseze tönnen die Gemeinden fortan zur Deckung ihrer lich den Grundstücksbesitzern zu Gute tommen, in vollem Umfange gewiesene Besteuerung des Grundstücksverkehrs hat nicht die Ausgaben, Gebühren und Beiträge, indirefte und direkte von den Hausbesigern zu erheben. Dank der famosen Bestimmung der guten Wirkungen der Bauplatzsteuer, sondern würde den BesitzSteuern erheben und sind berechtigt Naturaldienste zu fordern. Städte- Ordnung, wonach die Hälfte der Stadtverordneten Hauswechsel erheblich erschweren und damit lähmend auf die Bau= Von direkten Steuern tommen Realsteuern( vom Grund- besitzer sein müssen, ist es nur zu erklärlich, daß die Interessen thätigkeit einwirken. Das Kommunalabgaben- Gesetz zwingt die besitz und vom Gewerbebetrieb) sowie Personalsteuern des Hausbesizes in der Stadtverordneten- Versammlung die Aus- Stadt dazu, die bisher staatliche Gewerbesteuer in eine ( Gemeinde Einkommensteuer) in Betracht. Auf dieser Grund- führung des Ortsstatuts verhindert haben und daß den Haus- Gentindesteuer zu verroandeln. Die Gewerbesteuer ist lage muß ein neues Steuersystem für Berlin geschaffen befizern nur eine Kanalisationsabgabe zu 1 pet. des Nuhungs- prinzipiell zu verwerfen; als Steuerobjekte, gleichviel, werden, eine Aufgabe, zu welcher die Vorarbeiten durch werthes auferlegt wurde. Obschon die Haus befizer Berlins in ihrer um welches Gemeinwesen es sich handelt, sollten nur Besitz eine aus 10 Magiftratsmitgliedern und 20 Stadtverordneten überwiegenden Mehrzahl, soweit politische Aktionen in Frage und Einkommen herangezogen werden fönnen, und bestehende Kommission soeben beendet sind, während die kommen, die agrarische Begehrlichkeit bekämpfen und gegen die von diesen Gesichtspunkten aus ist es bedauerlich, daß die Gedefinitive Erledigung im Herbst durch die Stadtverordneten Branntwein- und Zuckerprämien zu Felde ziehen, verstanden es werbesteuer in den Kreis der städtischen Einnahmen gezogen wird. Versammlung auf Grund einer Magistratsvorlage stattfinden unsere Hausagrarier sehr gut, auf Kosten der Berliner Gemeinde- Daffelbe gilt von der Betriebssteuer, welche in der durch das wird. Die Berathungen der Kommission, welche sich bisher nu steuerzahler im letzten Jahre die Kanalisations Liebesgabe von Gewerbesteuer- Gesez normirten Höhe erhoben werden soll. An zu Vorschlägen an die Gemeindebehörden verdichteten, haben 3 100 000 m. bei 23.000 angeschlossenen Häusern für jedes Stelle der bisherigen staatlichen Gebäude und städtischen Hausbereits eine sehr lebendige Agitation in Interessentenkreisen her- Haus das artige Sümmchen von 135 M. einzuheimsen, indem steuer wird künftig in Berlin eine Gemeinde- Grundsteuer einge vorgerufen, indem die Berliner Hausbefizer- Vereine auf der fie ihre kommunale Machtstellung für die eigenen materiellen führt werden, von der zu wünschen wäre, ß sie in einer ihrer ganzen Linie mobil gemacht haben, um den nothleitenden" Interessen ausnutten. Gegen die Erhöhung der Kanalisations- Ertragsfähigkeit entsprechenden Höhe erh ven würde. Der MiethsGrundbesitz zu schützen. abgabe, sowie gegen die projektirte Bauplatzsteuer richtet sich ertrag in Berlin beläuft sich auf ca. 280 Mill. M. im Jahr. Die Berliner Grundherren offenbaren dabei in sehr charat namentlich die zornige Agitation der Hausbesitzervereine, die Die bisherige Gebäudesteuer ist nach 260 Millionen Mark beteristischer Weise ihre Verwandtschaft mit dem Bunde der Land- es muß immer wieder betont werden ganz vergessen, daß rechnet und brachte zu 4 pSt. 9 300 000 M. Die Haussteuer zu wirthe und glauben, daß, wenn sie nur ihre Noth" auf dem diese Abgaben nur einen kleinen Theil der zu gunsten des 22/9 pet. brachte 6 200 000. offenen Markte tüchtig ausschreien, der städtische Grundbesitz Grundbesitzes gemachten städtischen Aufwendungen bilden. bei der bevorstehenden Kommunalsteuer- Reform ein ,, noli me Wenn auch bei allen städtischen Einrichtungen die Absicht tangere"( Rühr mich nicht an) bilden wird. Daran ist nun befieht, dieselben allen Gemeinde Angehörigen zu Gute tommen glücklicher Weise nicht zu denken, denn es liegt offenkundig zu zu lassen, so haben doch die Hausbesitzer einen besonderen Vortheil Lage, daß alle städtischen Einrichtungen, welche zum Zweck der aus diesen Einrichtungen, weil der Werth ihrer Grundstücke daVerbesserung der hygienischen und Verkehrsverhältnisse geschaffen durch steigt und diese Steigerung sich in dem entsprechend erwerden, zwar der öffentlichen Wohlfahrt und somit der ge- höhten Ertrage des Grundstücks geltend macht. sammten Einwohnerschaft dienen, daß sich jedoch der thatsächliche Effekt dieser Einrichtungen auch in einen finanziellen Gewinn für den Hausbesitz umsetzt. Es unterliegt nicht dem geringsten 3weifel, daß sich der Werth des Grundbesizes ohne Zuthun des Eigenthümers vermöge der durch die Stadt geschaffenen Eimichtungen- Kanalisation, Straßendurchlegungen, Schaffung von Gartenanlagen, Straßenpflasterung und Beleuchtung u. f. w. vervielfacht, eine Werthsteigerung des Grundbesitzes, welche für Berlin in den seit einigen Jahrzehnten enorm gestiegen en Mieths preisen einen sehr realen Ausdruck gefunden hat. Diese Thatsache wird auch von den Vertretern des Grundbesitzes unum wunden zugegeben, wie aus dem Grundeigenthum, Zeitschrift für Hausbesitzer" zu ersehen ist. In dem eigenen Organ der Haus befizer wird festgestellt, daß der Durchschnittswerth per Ruthe seit dem Jahre 1840 von 500 m. auf 2500 M. gestiegen ist, fich also verfünffacht hat. Hierbei ist zu beachten, daß die Berechnung der Werthsteigerung von 500 M. auf 2500 M., alle, also auch die an der Peripherie und vor den Thoren der Stadt belegenen Grundstücke, umfaßt. Der Werth einer Ruthe Land in den inneren Stadttheilen Berlins ebenfalls von dem ,, Grundeigenthum" berechnet, schwankt zwischen 6000 M. und 28 000 M. Gegenüber der unstreitbar günstigen Entwickelung des Grundbesizes, die noch durch das stetige Sinken des Zins fußes für Hypotheken sehr bedeutend gefördert wurde, ist es um so ungerechtfertigter, daß der Hausbesitz sich gegen eine Maßnahme sträubt, die mit der bevorstehenden Steuerreform ver" Sonntagsplauderet. Die Bauplatzsteuer, welche bedauerlicher Weise nur mit dem viel zu niedrigen Sage von 0,50 vom Hundert des Werthes der Baustelle in Aussicht genommen ist, wird als eine ungerechtfertigte Belastung des Grundbesitzes von dem städtischen Agrarierthum bekämpft. Nichts falscher als diese Auffassung. Die Blauplatzsteuer trifft diejenigen Liegenschaften, welche durch Festsetzung von Baufluchtlinien in ihrem Werthe erhöht worden sind. Durch Fest fegung von Baufluchtlinien mit den später hierzu gehörigen städtischen Aufwendungen Straßenanlagen, Entwässerung ze. verwandeln sich die für städtische Bebauung unverwendbaren Terrains in bebaubares Straßenland und werden dadurch in ihrem Werthe sehr beträchtlich gesteigert. Man braucht nur an die Ginverleibung der Vororte zu denken, wobei durch Abgrenzung von Straßen aus Kartoffelacker Bauland gemacht wird, nm die Nothwendigkeit und Gerechtigkeit der Bauplakiteuer zu begreifen. Daß unbebaute Grundstücke innerhalb des Weichbildes der Stadt täglich in ihrem Werthe steigen, und daß diese Werth steigerung ohne das geringste zuthun des Besizers erfolgt, weiß Jeder, der sich auch nur oberflächlich mit der Beobachtung der Grundstücksbewegung beschäftigt. Die Bauplaystener hat aber nicht nur eine fommunal finanzielle Bedeutung, sondern ist auch in nationalökonomischer Beziehung werthvoll. In dem eine entsprechende Steuer auf unbebaute Grundstücke gelegt wird, schränkt man die Spekulation auf die nach längerer Beit beim Verkauf erfolgenden Riesengewinne ein, und verhindert Nach den vorliegenden Berechnungen soll die Gemeinde Grundsteuer vom 1. April nächsten Jahres an 13 460 000 m. einbringen, rechnet man hierzu 3 100 000 M. für die erhöhte Kanalisationsabgabe, so wird der Hausbesitz in Berlin mit 16 560 000 m. gegen 151/2 Millionen Mark früher besteuert, eine Steuer, welche gegenüber den besonderen Vortheilen, die der Grundbesitz von den kommunalen Einrichtungen hat, als ungemein niedrig bezeichnet werden muß. Als letzte städtische Steuer kommt die Einkommensteuer zur Hebung, die als beweglicher Faktor zur Balanzirung des Etats zu dienen hat. Die Unlust, das Einkommen, namentlich die höheren Steuerstufen für die Gemeinde ertragreich zu machen, das Bestreben, die Ge meinde- Einkommensteuer möglichst niedrig zu halten, hat eine Anzahl Steuervorschläge gezeitigt, von denen die Reichshauptstadt hoffentlich verschont bleibt. Luftbarkeitssteuern, Steuern auf fremde Biere und dergleichen mehr schicken sich nicht für Berlin; man sollte sich wirklich scheuen, Krähwinkel und Schöppenstedt Konturrenz zu machen. Der voraussichtliche Fortfall der Miethssteuer ist das beste an der Steuerreform. Es fehlt zwar auch nicht an Liebhabern dieses Steuermonftruuus, aber der gerechte Haß gegen diese pros gressiv nach unten wirkende Steuer ist in der Bevölkerung so intensiv, daß man es nicht wagen darf, die Miethssteuer noch länger zu konserviren. Siebzig Jahre haben die Berliner an der Miethssteuer geschleppt, nun ist's genug. Die von mancher Seite angestrebte Reform der Miethssteuer hat keine Aussicht auf Erfolg, dafür sorgt der soziale Bug unserer Zeit, dem die Miethssteuer zum Opfer fällt. Die auf Grund des Kommunal- Abgaben- Gefeßes in Berlin einzuführende Neuordnung der Gemeindeſteuern wird mit einem Tropfen sozialen Dels gefalbt sein. Freilich nur ganz schüchtern und verstohlen hat man sich an den geheiligten Besitz herangewagt, und die Parole„ Schutz den Schwachen" ist nicht mehr und heischenden Augen, Zeilenschinder sind's und Silbenzähler tiren, die ganze nothleidende Sippschaft ins Versorgungsund in Freiheit dressirte Reporter. Und jeder von ihnen Haus zu stecken. Aber die Herrschaften müßten sich ein fann mehr noch als der Kladderadatsch", der sich im bischen beeilen. Schon steht der Sozialismus vor der Thür fäftebringenden April rühmte, mit zwei Beilen das ganze und der ist, wie wir ihn fennen, gar nicht geneigt, Drohnen, offiziöse Breßnest in die Luft zu blasen. Jeder der Herren und heißen sie, wie sie wollen, auch nur die kleinste Extraweiß etwas. Der braucht nur ein Wort zu sagen, wurst braten zu lassen. Eeine Großmächtigkeit der Herr Rösicke hatte neulich die Guade, sich allerhöchst zu verwundern, wie denn die Arbeiter glauben fonnten, gegen ein Unternehmen wie das feine man denke nur, die Schultheiß- Brauerei!- erfolgs| und innerhalb vierundzwanzig Stunden ist der Bierboykott Noch eine Woche, und Berlin wird öd und leer sein reich ankämpfen zu können. Das sei doch der helle Wahn todt, rein maufetodt. Ein anderer bittet um die gnädige wie ein Bauerndorf an einem Tage während der Ernte. Alles, sinn! Und in der That, der Boykott thäte ihm gar nichts, Erlaubniß, nur eine Zeile schreiben zu dürfen, dann würde was von der Arbeit anderer lebt hat Reißaus genommen, er setzte jetzt noch ebenso viel Bier ab wie vor und eh. Uns sofort die sozialdemokratische Partei auffliegen und die um sich an der See, im Gebirge, in kühleren Breiten von ist die bei Studenten und Antisemiten so beliebte Schultheiß- bürgerliche Gesellschaft ihren Bedränger los sein für ewige den Anstrengungen der winterlichen Bälle, Heirathsmärkte, sche Bierzeitung, die auf die Einsendung eines jeden Knirpschen Zeiten. Menschenkinder, jetzt frage ich Euch, was sollen Theatervorstellungen und Klatschgesellschaften zu erholen und von Wig einen Preis von 25 Flaschen Bier setzt, schon eine nun die armen Waisenkuaben von Brauern thun? Das ist Kräfte zu sammeln zu weiteren fühnen Thaten und ruhmganz geraume Zeit nicht zu Gesicht gekommen; wir glauben ja eine ganz und gar verzwickte Geschichte, verzwickter fast vollen Werken. Der Einfluß der Sommerhize hat sich soaber, selbst, wenn jedem Judenfresser der gesammten als jene andere, die vor ungefähr zwanzig Jahren in einer gar schon in Friedrichshagen bemerkbar gemacht, in Christenheit zu Pfingsten eine ganze, ausgewachsene Bogen- tleinen Stadt passirt ist. Friedrichshagen im Kreise Niederbarnim, in welchem von Lampe aufgegangen wäre, selbst dann müßten in den Kellern In einer mondscheinlosen Nacht ging cin junger Mann Neujahr ab jeder Sozialist schon im Mutterleibe ein Röfice's noch so viel Bier zu finden sein, das seinen Beruf nach Hause. Auf dem Marktplate gewahrte er mit Täfelchen bekommen wird mit der Aufschrift Rother". verfehlt hat, daß darin bequem erfaufen könnten viel Menschen, Schrecken, daß er keine Zündhölzchen bei sich habe. Da er Tout- Friedrichshagen will zu Ehren der Berliner Gäste Weib und Kind; und es brauchte dabei nicht einmal ein gar aber mit aller Gewalt rauchen wollte, so blieb ihm nichts einen Blumenkorso veranstalten. Aber nicht Gäule oder starter. Wind zu gehen. Wir wüßten übrigens eine Verwendung anderes übrig, als an einem Laternpfahl emporzuklettern. Rommerzienräthe sollen rennen, sondern Kindermädchen. für dieUnmenge aufgehäufter faurerBrühe, eine Verwendung, die Raum aber hatte er einige Züge aus seinem Glimmstengel Das schönste Kindermädchen die bürgerlichen Blätter ganz dem Geifte unseres lieblichen Prozenthums entspräche gethan, da spürte er an jedem Fuß ein kräftiges Meißen. sprechen, feinfühlig wie sie schon sind, von Gespannen" und bei der sich höchstwahrscheinlich die Gestehungsfosten Gr wandte den Kopf und gewahrte zwei Polizisten, welche erhält einen Preis. " voll und ganz herauswirthschaften ließen. Die Römerinnen sich an seinen Beinen festgeklammert hatten. Und der zur Und wie am Müggelsee, so wird auch anderswo und der Kaiserzeit wuschen sich mit Efelsmilch, es hat einmal Rechten schrie: Sie sind verhaftet! Sofort herab!" Und schon in kurzer Zeit, eine gar töftliche Vorstellung gegeben eine Gräfin gegeben, die suchte ihre Echönheit mit Jung der zur Linken donnerte:" Herab, sage ich! Ich ver- werden. Herr von Austerntod wird den verehrten Anfrauenblut zu konserviren, hohe Herren, deren Gebeine so hafte Sie!" Der Mann gehorchte den Stimmen wesenden klar machen, wie man am schnellsten die Schalen flapperig geworden ist, wie das Gestell einer Vogelscheuche, des Gesetzes und ließ sich willig in die Mitte der Weichthiere öffnet, ein Freiherr und ein Graf reiten nehmen heute noch Weinbäder, Jobbäder giebts und Sol nehmen. Aber er hatte mit den Hütern der Stadt kaum auf lammfrommen Journalisten die hohe Schule, Marquis mischungen, gut für Damen; tönnte man nicht einmal ein paar Echritte gemacht, da schlug an sein rechtes Ohr Bimbani stellt sich auf den Kopf, zwei Kavaliere werden ein daran gehen, auch sogenannte Malzbäder zu erfinden? eine Flüsterstimme: Wenn Sie einen Teller Königsberger Kabinet offen halten, in welchem Liebesbriefe für Damen All zu angreifend würden sich diese doch wohl Fleck zahlen, lasse ich Sie laufen." Und der Mann hatte und auch andere Sachen angefertigt werden. Die Festrede nicht erweisen; geht doch int deutschen Bolt sich noch kaum von seinem Schrecken erholt, da wisperte es spricht ein Rector magnificus und zwar über das Thema: die Cage, daß es Brauer giebt, die ihren Sud hopfen da- an seinem linken Dhre: Wenn Sie mir auch einen Teller Der Unterschied zwischen einem Kanarienvogel und einem durch, daß sie ihn mit einer Hopfenstange umrühren. Wir zahlen, lasse ich Sie auch laufen." Papagei. Zum Schluß erscheint Komtesse Bimini in vollem stellen die Idee den Brauring Männern mit größtem Ver- Wir möchten den erfindungsarmen, hirndürren Preß Wichs, in Koller und Kanonen, und es steigt das gnügen zur Verfügung und bemerken gleich im Vorhinein, knechten der Berliner Bier- Türken recht sehr rathen, bei Lied unisono und maestoso: Hier sind wir versammelt zum daß wir auch auf den Erfinderantheil freundlichst verzichten. unseren Agrariern, Feld-, Wald- und Wiesen Junkern löblichen Thun. Der eventuelle Ueberschuß wird zur AnWenn die Großwirthe Tag für Tag im schönsten Baß das in die Schule zu gehen. Die wissen, wo die Speckseite schaffung eines Requisitenkastens für die Marineklasse einer Lied anstimmen: Mein Herz ist beim Brauer" das hängt. Graf Kanit verlangte das Getreidemonopol, Herr binnenländischen Kunstakademie verwandt. Schuldbuch meistens auch sollte da nicht ab und zu auch von Below- Salesfe will die Steuern mit Produkten zahlen, D Poseidon, Beherrscher des Weltmeeres, und Du ein Sozialdemokrat so etwas wie ein menschliches Rühren einige Rittergutsbesitzer bei Haynau in Schlesien gehen noch Zeus, oller Wolkenschieber und Lauthindonnerer, seid gnädig empfinden? I nun freilich! Denn die Bierfabrikanten befinden weiter, sie wenden sich an ihre Kreisstadt und wollen von dem Feste und helft, daß endlich einmal außer Kurs fich in einer wirklich bedauernswerthen Lage. Noch haben sie nicht ihr ihren Nothstand kurirt wissen, sie verlangen vom komme das alte Wort, das böse Wort, das häßliche den Ansturm, die Forderungen, Bitten und Wünsche derjenigen Magistrat, er solle aufpassen, daß aus ihren Wäldern kein Wort: Wirthe abgewehrt, die sie mit vollendetem Geschick ins Holz gestohlen werde. 0 Echlamaffel geritten, und schon naht ihnen von der andern Läuft das Garn noch eine Zeit lang weiter in derselben Seite eine Schaar dunkler Gestalten mit hohlen Händen Dicke, dann dürfte es sich für das Bürgerthum doch renDilettanten, Schlechte Musikanten! als ein schönes Wort geblieben. Aber sich ganz loslösen von dieser sozialen Verpflichtung, dazu ist seibst die Berliner Bourgeoisie nicht mehr stark genug, und diese Thatsache ist das befriedigendste Moment in der ganzen RommunalsteuerReform. Paul Singer ( Sozialpolit. Zentralbl.) Gerichts- Beifung. Gewerbegericht. Versammlungen. Montag, den 6. August, wiederum in dem neuen Versammlungslokal bei Wilke, Andreasstr. 26, abgehalten wird. Vor einer gut besuchten Versammlung der Lackirer, Die Parteigenossen des ersten Wahlkreises hörten am Filiale IV, die am 3. Juli abgehalten wurde, sprach der Partei5. Juli in gut besuchter Versammlung, die in den Arminhallen genosse Millarg unter Beifall über das Thema Rapital und abgehalten wurde, einen interessanten Vortrag des Reichstags- Arbeit". Das Resümee feiner Ausführungen über die unleidliche Abgeordneten Vogtherr über das Thema Personen und Wirthschaft des Rapitalismus ging dahin, daß, wenn die ArSysteme". In der Diskussion beantwortete der Referent mehrere beiterschaft dem Unternehmerthum auch nur geringe Ver Anfragen, die den Punkt Religion ist Privatsache" betrafen. befferungen ihrer Lage abringen will, es unumgänglich ist, daß Zum Schluß wurde zum strengen Festhalten am Bontott auf- fich jeder Arbeiter seiner Berufsorganisation anschließt. Die gefordert und auf die Matinee aufmerksam gemacht, die Sonn- Versammlung beschloß hierauf, in der nächsten Zusammenkunft fag, den 22. Juli im Feenpalast zum Besten der ausgesperrten die Frage zu erörtern: Welche Forderungen haben wir zu Brauer abgehalten wird und wofür als Festredner Bebel ge- ftellen, um unsere Lage zu verbessern?" Der Vorstand ersucht, wonnen ist. die Annoncen im Vorwärts" zu beachten. Er wird dort das neue Versammlungslokal bekannt geben und Die agitiren. " es seine Schuld sei, daß der Firma„ Berliner Spediteur hielt am 2. d. M. ihre Generalversammlung ab. Nachdem dar bittet die Mitglieder, mit aller Kraft für die Vereinigung zu als er von Er war mit einem B Kammer VII. Borsigender: Assessor Korn. Sizung vom 5. Juli. Nur um nicht entlassen zu werden, erklärte der Kutscher S., habe er durch seine Unterschrift anerkannt, daß verein" ein Kolli im Werthe von 145 M. gestohlen wurde; und auch nur deshalb habe er unterschrieben, er wolle für den auf aufmerksam gemacht worden war, daß beim Kollegen Krause Im Verband aller in der Textilindustrie beschäftigten Echaden aufkommen. Billets zur Kunstausstellung zu haben sind, verlas der Borsigende So erklärte er dem genannten Verein 90 M. Raution herausbezahlt den Halbjahresbericht. Danach betrug die Zahl der Mitglieder Arbeiter und Arbeiterinnen wurden türzlich noch einige verlangte auf den vom Vertreter der Beklagten erim Dezember vor. Js. 135. Jm legten halben Jahre traten dem Kollegen zu dem am 12. Auguft in der Konkordia, Andreasstraße, hobenen Einwand, daß er sich schriftlich zur Zahlung der Verein 81 Graveure und 17 Biseleure bei. 33 Kollegen traten stattfindenden Stiftungsfefte gewählt, und dann, nach längerer 145 m. verpflichtet habe. Der Rutscher wurde mit Rücksicht auf aus, 18 mußten wegen rückständiger Beiträge gestrichen werden. Debatte, dem Vorstande anheimgestellt, die Versammlungen mög sein schriftliches Anerkenntniß abgewiesen; auf eine Gegenklage Die Mitgliederzahl beträgt zur Beit 150. Im verfloffenen Halb- lichst regelmäßig abzuhalten und jede mit einem gemüthlichen des Spediteurvereins sprach ihm das Gericht auch das Recht ab, jahre wurden 12 Versammlungen abgehalten; darunter 7 Bor Beifammensein zu verbinden, um die weiblichen Mitglieder mehr die übrigen 55 M. zu fordern. träge, 2 Borlesungen und 1 Diskussionsabend. Der Bericht der für den Versammlungsbesuch zu gewinnen. Beschlossen wurde, Der Kutscher Sch., der bei der Speditionsfirma Arnheim in beiden Kaffen lautet folgendermaßen: Haupttasse: Einnahme die Pumpstation der Kanalisation in Augenschein zu nehmen. Stellung war, sollte am 8. Mai entlassen werden. Der 140,80 M., Ausgabe 134,29 M., Bestand 5,89 m. Unterstüßungs- Für die streikenden Ober- Lungwißer Kollegen wurden aus der M. Inspektor, dem die Entlassung oblag, wurde am Tage vorher asse: Einnahme 886,22 M., Ausgabe 824 M., Bestand 62,22 m. Filial- Kaffe 30 m. bewilligt. Weiter wurde beschlossen, den inne, daß er vergeffen hatte, den Ech. bei seiner Annahme( die Berzinslich angelegt find 700 M. Die Maisammlung ergab die Ueberschuß des Geldes, das für die Nauener Kollegen gesammelt mehrere Monate vor der Entlassung geschehen war) den Ausschluß Summe von 38,80 M. An stelle des ersten Rassirers Tobias wurde worden ist, den streifenden Kollegen in Osterode zuzusenden. der Kündigung unterschreiben zu lassen. Flugs holte er das Kollege Apt durch Afklamation gewählt. Der Antrag Schwan, Der Lokalverband der Zimmerer Berlins und Um Abends den Monat fünf Marken à 10 Pf. Mitgliedsbeitrag zu kleben, betreffende Schriftstück hervor und ließ es( am 7. Man wurde angenommen; dagegen der Antrag Kaspar, die Bei gegend hat in seiner Versammlung am 4. Juli nach einem 7 Uhr) unterschreiben. Eo anscheinend gegen Weiterungen gefichert, entließ der Inspektor am 8. Mai früh Sch., als dieser träge auf 15 Bi. wöchentlich zu erhöhen, abgelehnt. Die Referat des Kameraden Stöhr, der den Bierboykott besprach Bibliothek ist durch die Werke Deutsche Revolution" von Blos und zum Festhalten daran aufforderte, einstimmig beschlossen, die feine tägliche Arbeit beginnen wollte. Sch. tlagte nun auf Bab- und Sozialpolitisches Zentralblatt" vergrößert worden. Ferner soll regelmäßigen Mitgliederversammlungen fünftig im Lokale des lung einer Lohnentschädigung und auf Entschädigung für immer der letzte Jahrgang der„ Neuen Zeit" angeschafft werden. In Herrn Ehrenberg, Annenftr. 16, und zwar jeden Mittwoch John von 16 Mart engagirt worden, beanspruchte aber Beziehung auf die Lokalfrage wurde beschloffen, die Vereins- nach dem Ersten des Monats, abzuhalten. Der Grund des für zwei Wochen 40 M.; nämlich wöchentlich 16 M. Lohn- und versammlungen jeden Dienstag nach dem 1. und 15. im Monat Lokalwechsels liegt darin, daß der Wirth des bisher benutzten 4 M. Trinkgelder- Entschädigung. Der geringe Lohn sei, bemerkte in den Oranien- Hallen, Oranienstr. 51, abzuhalten. Ferner ofals fich der bekannten Resolution der Saalinhaber angeschlossen Kläger, ihm gegenüber damit gerechtfertigt worden, daß er ja machte Rollege Brückner die Versammlung darauf aufmerksam. bat. Dann wurde mitgetheilt, daß der Danziger Zimmererstreit Trinkgelder bekomme. Das Gericht war der Meinung, daß im daß am Sonntag, den 8. d. Mts., eine Partie mit Damen nach beendet sei und deshalb über die Sammellisten abgerechnet werden Klein- Machnow bei Wannsee unternommen wird. Abfahrt vom müsse. Die Sammlung, die für den Kameraden Licht zur vorliegenden Falle der vorgebliche Kündigungsausschluß zu ver Schlesischen Bahnhof 12 Uhr 50 Minuten, vom Potsdamer- Wann. Deckung der Kosten seines Prozesses gegen die Zimmerer Ortsausschlagte Krankenkasse vorgenommen worben war, hat 185,65 m. eine meinen ſei und verurtheilte Firma zu der Entschädigung, da mehrere Gin- see- Bahnhof 1 Uhr Mittags. gebracht. Da die Prozeßfosten 114,65 M. betrugen, ist ein Ueberwendungen ihres Vertreters sich als nicht stichhaltig erwiesen. Im Verband der in Buchbindereien, der Papier und schuß von 71 m. verblieben. Dieser ist dem genannten Kameraden Nammer 1. Vorsitzender: Assessor Cuno. Sigung vom Leber- Galanteriewaaren Industrie beschäftigten Arbeiter und überwiesen worden. Weiter beschloß man, für ihn bis zur nächsten 6. Juli 1894. Arbeiterinnen wurde am 2. b. M. lebhaft über di Ab- Generalversammlung die Beiträge zu bezahlen und ihn alsdann Ein Lohnentschädigungs- Prozeß, den sechs Steinträger gegen baltung des Sommerfestes debattirt. Der Vorstand hatte als Ehrenmitglied aufzunehmen. den Bau Unternehmer Schwart und den Bauherru Berg an- mit Herrn Jacob in Treptow Kontrakt für den 16. Juli( Guter leber das moderne Naubritterthum hielt am 4. Juli gestrengt hatten, bedurfte zu seiner Entscheidung einer äußerst Montag) abgefchloffen und einige Rebner wollten diesen wegen der Parteigenoffe Hoffmann im Lotal von Triefethau einen eingehenden Beweiserhebung darüber, ob die Klager die Arbeit der Notiz des Leseklubs„ Süd- Ost" rückgängig gemacht wiffen. beifällig aufgenommenen Vortrag Vortrag im Frauen und verweigert und deshalb berechtigter Weise entlassen seien oder Da Kollege Wittrich jedoch schon Mittheilung machen konnte von Mädchen Bildungsverein, Filiale Charlotten nicht. Der schließlich trotz großer Schwierigkeiten aufgeklärte der am Dienstag erschienenen Entgegnung, wonach Herr Jacob burg. m 19. Juli wird bei Krauße eine Mitgliederversamm Sachverhalt war folgender. Die Träger verlangten eines Tages fowohl seinen Saal zu Versammlungen hergiebt, wie auch aus. lung abgehalten. 25 Pfennig auf das Tausend getragene Steine zugelegt und wärtiges Bier schänkt, so beschloß die Versammlung, das Fest geriethen, da man ihnen nicht gleich entgegentam, mit den Arabzuhalten und für regen Besuch einzutreten. Hierauf hielt der Der Verein der Berliner Droschkenkutscher ehrte in beitgebern in Streit. Darauf wurden ihnen jedoch die 23 Pf. Parteigenosse Hansen einen interessanten Vortrag über das seiner vierteljährlichen Mitgliederversammlung am 5. Juli die bewilligt, unter der Bedingung, daß zwei Mitglieder der Träger Thema:" Moderne Kunst und Kunstgewerbe". Moderne Kunst und Kunstgewerbe". Der Redner verstorbenen Mitglieder Ernst und Lange in der üblichen folonne, welche wohl etwas schlagfertig" waren, entlaffen werden zeigte die Entwickelung der Kunst, ihre Bedeutung für das Weise und nahm dann den vierteljährlichen Bericht über die müßten. Die obwaltenden Umstände verzögerten etwa um eine Geistesleben der Völker und ihre Abhängigkeit vom Kapitalismus, Thätigkeit des Vereinsbureaus entgegen. Danach find 134 Prohalbe Stunde es war gerade um die Mittagszeit den die besonders auffällig bei der diesjährigen Stunftausstellung her- tokolle in Fahrgelder- und Fahrscheinangelegenheiten, Straffachen Wiederantritt der Arbeit durch die Kläger. Mittlerweile hatte aber vortritt. An dem beifällig aufgenommenen Vortrag schloß sich und Gesuchen aufgenommen und 600 Briefe und Postkarten ab der Maurerpolier die Maurer fortgeschickt und nun hielten eine furge Diskussion. Die nächste Versammlung findet erst am gesandt worden. An das Fundbureau des Vereins( Schüßen. sich die zum Aufstieg bereiten Träger auch nicht verpflichtet, 23. Juli und zwar als Generalversammlung statt. straße 58) wurden von den Kutschern 415 Gegenstände abgeliefert, Steine zu tragen, umsoweniger, als Material für die arbeitenden die in den Droschten liegen geblieben waren. 242 davon sind zwölf Maurerburschen ihrer Meinung nach genug oben" war. Gine Mitgliederversammlung des Verbandes der reklamirt worden. Die Finder erhielten dafür insgesammt Thatsächlich reichten die am Vormittag getragenen Steine für die in Solzbearbeitungsfabriken und auf Holz581,20 m. Belohnung. Der vom Vereine unterhaltene DienſtArbeiter beschäftigten Burschen. Arnachweis mies 28 freie Stellen auf. Von diesen fonnten 12 Die Kläger hielten sich in der nächsten Nähe des plähen Baues bereit, sofort zu tragen, wenn die Maurer weiter arbeiten beiterinnen Deuschlands, Filiale Berlin I, nahm durch Vereinsmitglieder besetzt werden. Neu aufgenommen würden, was nicht geschah. Als die Kläger am andern Morgen mit lebhaftem Beifall einen Vortrag Jahn's über den Bier wurden 56 Mitglieder. Am 1. Juli d. zählte der Verein und hatte 4504,68 Mart Mark Vermögen. weiter tragen wollten, wurden sie entlassen. Das Gericht ge- bontott entgegen, worin dieser besonders hervorhob, daß die Ar- 1620 Mitglieder langte auf grund dieser Feststellung zu der Annahme, daß eine beiter aus dem Boykott vor allem die Lehre ziehen sollten, sich Nachdem der Vorstand einstimmig entlastet worden war, trat die beharrliche Verweigerung der Arbeit nicht vorgelegen ihren Organisationen anzuschließen. Nach der Versammlung in die Frage ein, ob das diesjährige Stiftungsfeit, babe und die Entlassung deshalb zu Unrecht erfolgt sei. Der Diskussion wurde die Abrechnung über das 2. Quartal 1894 ge daß im Schweizer- Garten abgehalten werden sollte, des Bier Umstand, daß die Kläger das Steinetragen unterließen, als die geben. Sie wies 261,85 M. Einnahme, 319,85 M. Ausgabe und boykotts wegen aber aufgehoben worden war, durch eine andere Maurer weg waren, falle gegen sie nicht ins Gewicht. Es sei 349,69 M. Bestand auf. In den Ausschuß wurden die Kollegen Veranstaltung zu erfeßen fei. Man beschloß nach längerer Be am fraglichen Tage überflüssig gewesen, Steine zu tragen; 28o If und Weiße, in die Rechtsschutz- Rommission die Kollegen rathung, wenn bis zum 20. b. M. der Bierbontott aufgehoben d. dieselben wären nicht verbraucht worden infolge der Abwesen riemiel und Gure gewählt, an stelle des bisherigen ersten wäre, ein Gartenfest zu veranstalten, anderenfalls in der heit der Maurer. Und am anderen Morgen seien ja Schriftführers der Kollege Fellbaum und als zweiter der Kontordia einen Sommernachtsball abzuhalten. Eine Deputation die Kläger unbestritten zur rechten Zeit auf der Kollege Hirsetorn. Kollege Stein wies dann auf die Vor- zu dem Stiftungsfeste der Bremer Kollegen zu entfenden, lehnte Arbeitsstätte erschienen. Die Beklagten wurden solidarisch vertheile hin, die der Arbeitsnachweis besonders in der jetzigen Zeit man ab. Der Borsigende, Herr Schütte, wird auf Einladung in urtheilt gemäß dem Klage- Antrage. bietet, und bat um rege Benüßung dieses Instituts; ferner Bremen die Festrede halten und es werden ihn Kollegen auf forderte er zu recht reger Agitation für den Verband auf und eigene Kosten begleiten. Diese werden dem dortigen Vereine eine machte zum Schluß noch bekannt, daß die nächste Versammlung| Sympathiekundgebung übermitteln. = In meinem Verlage erschien: Kinderwagen- Bazar Die Bierprotzen. Max Brinner 32 riten illustrirt. Preis 10 f. Zu beziehen durch alle Parteibuchhandlungen, Rolporteure und Beitungsspediteure, sowie direkt vom Verleger Hans Baake, Berlin S., City- Passage. ( Der Ueberschuß wird der Boykottkommiffion für die ausgesperrten Brauereiarbeiter überwiesen.) Wirkungsvolle neue Männerchöre. Pache, Joh., Op. 31. Sängermarsch No. 1 do. ( Klar die Berge grün, die Auen). Op. 81. Sängermarsch No. 2 ( Vom Berg ertönt ein Rufen). Richter, E., Op. 11. Erste Rose ( Der Bäume weisser Flockschaum). Ringer, A., Op. 14. Hast Du ein Herz gefunden? Jede Musitalienhandlung sowie die unterzeichnete Verlagsijandlung kann diese Chöre zur Ansicht liefern. Dieselben werden bereits von vielen Vereinen gesungen und sind in vielen Auflagen verbreitet. 143L rzlich Sonica Emil Grude, Musikverlag. Leipzig, Königstrasse. geschütz Control- Marke Ausgegeben v.d.Control- Commission d deutschen Schneider u Schneiderinnen. Sitz.Bertin führt das HerrenGarderobe aller Art nit nebenstehender Kontroll- Marte Konfektionshaus Solidarität Oranien- Straße Nr. 173 zwischen Oranien- Platz und Adalbert- Straße. Die Kontroll- Kommission deutscher Schneider und Schneiderinnen. Siz Berlin. Künstl. Zähne, toses anziehen. Theilzahlung. Goldstein, Oranienſtr. 128 vorzügl. u. Garantie, schmerzl., 3Zahnschmerz beseitigt, fchmerz Jerufalemerstr. 42, part. und 1. Etage, und Brunnenstr. 6. Großart. Auswahl Kinderwagen, Puppenwagen, Kindersportwagen billigst. Theilzahlung gestattet. Ausverkauf zurückgefeßter Mluster. Noch nie dagewesen!! Reine Konkurrenz ist im Stande, Herren- und Knaben- Garderoben aus den reellsten, reinwollenen Stoffen zu solch' fabelhaften, billigen Preisen zu verkaufen; denn wir nur allein liefern: Urber 15 000 engl. Jaquetu. Rock- Anzüge( auch in schwarz Tuch und Kammgarn) von 12, 14, 16, 18, 20, 24, 27, 30 m. prima. 12000 Sommerpaletots jegt zu halben Preisen von 8, 9, 10, 12, 15, 18 20, 24, 25 M. prima. 6000 Hosen in dauerhaften, reinwollenen Stoffen von 3, 4, 5, 6, 8, 9, 10, 12 M. prima. Alpacca- u. Turutuch- Jaquets von 1,50 M. an. nabenund Burschen- Anzüge i. Waftyu. Wollstoffen, jetzt von 3 M. an. Goldene 110, und . Bekanntmachung. Mit dem heutigen Tage eröffne ich meine Roh- Tabak- Filiale in der 4462* Brunneuftraße 182, Hof rechts part. bei größter Auswahl und billigsten Preisen. Zentral- Viehhof. Emil Berstorff. Der Verkauf gekochten Schweine- und Rindfleisches findet nach wie vor täglich statt.( Bio. 30-40 Pf.) 449L W. Talke. Empfehle den Genossen mein Vereins- Geschäft von Bildern, Büffen( Mary und Lassalle), Sinnsprüchen( eigenes Fabrifat), Saaldekoration, Stocklaternen ete. en gros en detail. 3198* Max Richter, Berlin 0., Grüner Weg 65. Frucht- Säffe Simbeer-, Kirsch, Johannisbeersaft, vorzüglich, Literflasche 1,30 Mk. Eugen Neumann& Co., 6a Belle Allianceplay 6a. 7819M 81 Nene Friedrichstr. 81. 8 Dranienftr.8. B. Günzel, Lothringerstrasse 53, vis- à- vis der Pferdebahn- Wartehalle Spezialität: Porträts der sozialistischen Führer Lassalle und Mary in Cigarrenspitzen, Pfeifen, Brochen, Nadeln, Knöpfen, Stöcken, Büsten, Bildern u.dgl. en gros, en détail.( Man verlange den Preiskourant.)[* 71L* Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarke. Eine alte deutsche Feuer- Verf.- Gesellschaft sucht für Berlin u. die Provinz thätige Haupt- u. Spezial- Agenten. Hohe fortlaufende Bezüge event, auch feites Gehalt werden zugesichert. Offerten unter 0. P. 2 nimmt die Expedition entgegen. 219L* Nur eigene Fabritation, 25 Bigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Tabate. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pig. H. F. Dinslage, Rottbuserstr. 4, Hof part. 55/55 Jede Nähmaschine reparire unbedingt gut und billig, B. Astor, Erfahtheile berechne möglichst billig, Schiffchen 70 Pi., Spulen 5 Pf., W. Tresckowßtr. 16, empfiehlt sich zur 2.- Spulen 20 Pf. u. f. w. Auch babe Anfertigung aller fchriftlichen Arbeiten, 10. Leipzigerstr. 110. Bertretung für gute neue Maschinen. Klagen, Gingaben, Reklamationen, Empfehle mich bestens allen Partei Bertretung in Zivil- und Strafsachen. genossen. W. Maaste, Schwedterftr. 31. Rath unentgeltlich. 417L* Elegante Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Bestellungen nach Maaß, Paletots. empfiehlt wie bekannt in reellster Ausführung und allerbilligsten Preisen Elegante HerrenAnzüge. J. BAER, Berlin N., Gesundbrunnen, Badstrasse 18, Edre der Stettinerstraße. 180 Ich habe keine Filialen und Behe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu achten. Total- Ausverkauf! Wegen Geschäftsauflösung Meine toloffalen Vorräthe, bestehend in Damenkleiderstoffen aller Art aus eigener Fabrik werden zu enorm billigen Preisen ausverkauft. 224L* Außerdem empfehle mein reichsortirtes Lager in Seidenstoffen für Roben und Besäße, Sammete, Plüsche, Moiree, Satins, Cattune und Unterrockstoffe, sowie Teppiche, Gardinen, Portieren, Möbel- und Läuferstoffe, Tisch, Schlaf- und Bettdecken. Wäsche, Corsets, Blousen, Unterröde, Schürzen und Tücher. Gleichzeitig ftelle die noch vorhandene Damenkonfektion, bestehend in Regenmänteln und Jackets, für die Hälfte des Werthes zum Verkauf. Mechanische Weberri F. M. Merkel, Charlottenburg, Berlinerstr. 126. Streng feste Preise. Reste on 3 H 3 Koulante Bedienung. Kleiderstoffe, Wollmousseline, Madapolan, Waschstoffe, Hemdentuche, Leinen, Bettzeuge, Gardinen, Barchende, Schürzenstoffe etc. u ganz außergewöhnlich billigen. festen Preisen. Neu eröffnet! 3072 ReinickendorferH. Marcus, Strasse 7a. Heu eröffnet! Glanz& Co., dolalkamme Chausseestrasse 98, empfehlen ihr großes Lager in fertigen Herren- u. Knaben- Garderoben, sowie tadellose Anfertigung nach Maaß. Billigste Preise. 3432* Reelle Bedienung zusichernd. Glanz& Co., 98. Chausseestraße 98. Altenberg's Färberei, Wäscherei, Garderob.- Reinig.- Aust., NeueJakobstr. 17, Brunnenstr. 162, Andreasstr. 54, Fruchtstr. 36, Potsdamerstr. No. 57/58, Alte Schönhauserstr. 2, empf. f. 3. Färb. u. Reinig. v. Garderob. jed. Art, Spizen, Gard., Möbelft. gef. 1 Mt. p. Pfd., Bettdeck. gef. 1,25 Mt. p. Stück. Herren- Anzug gereinigt, gebügelt von 2,50 k. an. Reparaturen billigst. Neu! Glanzentfernung von blankgetragenen Kammgarn- Garderoben August Schulze 35, Goldarbeiter 1 Tr. Kommandantenstr. 1 Tr. 35 AS Trauringe: massiv gold. Ringe, Ketten, Armbänder, Bitte auf Haus2 Dukaten 21 M. Broche, Ohrringe, Granaten, Korallen. No. zu achten. Von 8 Mart. 5 M. an Billighter Detailverkauf für deutsche u. engl. riserne Bettstellen u. Matrahen, Fabrit mit Dampfbetrieb. Detailverfauf nur KöpeE. Sass. nierfr. 127, Hof pt. Illusir. Preiskourant gratis und franko. Sonntags geöffnet. Gegründet 1891. Berlin. Baer Sohn 24a. Chausseestrasse 24a. 11. Brückenstrasse II. 16. Grosse Frankfurterstrasse 16. Billigster Verkauf zu streng festen, in Zahlen gezeichneten Preisen. 60081* Ladellose Maaß- Anfertigung unter Leitung eigener erster Meister. HERREN-u. KNABEN Bekleidung. Nach beendeter Inventur 43940 Gegründet 1891. Berlin. Uhrmacher, ( neben Gardinen- Rette Emil Tiersch, › Brunnenstr. 18, Greifenbagen) zu 1-4 Fenstern passend, spottbilligst in der Fabrik Grüner Weg 80, part. Grosses Lager aller Arten Uhren, Goldwaaren und Ketten Eingang vom Flur. zu soliden Preisen. Reparaturen unter Garantie! Wir sind aus dem Verein der Brauereien von Berlin und Umgegend ausgetreten. Pichelsdorf, den 30. Juni 1894. Radeberger Exportbier- Brauerei Befiherin der Brauerei Pichelsdorf. 1595b 5450L* bietet jeder konkurrenz durch eigene Zum Arbeiterfreund, 201 Oranienstraße 201, Siegfried Bornstein, Herren- und Knaben- Garderoben, Fabrikation und nur guten, wollenen Stoffen, beste Verarbeitung, fiets Neuheiten, die Srize. Man überzeuge sich von der anerkannten Reellität. Jacket- Anzüge von 10 M. an, Rock- Anzüge von 15 M., Burschen- und Kinder- An üge von 2. Poletats, riesige Auswahl, von 8 M. an. Nur aute, reelle Waare, teine Uebervortheilung. Maaßfachen in 24 Stunden, garantirt gut fihend ohne Preisaufschlag. Spezialität Ringe! Spezialität: Ringe. Das der Neuzeit entsprechend eingerichtete, seit 16 Jahren bestehende große Uhren- u. Goldwaaren- Lager bort Max Busse Brunnenstr. 175, Invalide empfiehlt neben der Invalidenstrasse Pierdebahn- Haltestelle Uhren jeden Genres, Broches, Ohrringe, Armbänder, Halsketten, Medaillons, Herze, Shlipsnadeln, Stulpenknöpfe c. in massiv Gold, Silber, Doublégold, Granaten und Corallen. Gr. Auswahl in Ringen. Massiv goldene Ketten, gefeglich geftempelt, nach Gewicht bei niedrigster Façonberechnung. Echte Brillanten, Türkisen, sowie Edelsteine aller Art Rheinkiesel u. Simili's. Tafelgeräthe, Bowlen, Bestecks. Brautkränze in Silber u. Alfénide. Die geschmackvollsten Muster sind stets am Lager. Der be deutende Umsatz ermöglicht den Verkauf zu Fabrikpreifen. Eigene Fabritation. Gr. Werkstatt für Reparaturen. Max Busse Uhrmacher und Juwelier. Brunnenstraße 175 neben der Invaliden straße. Pferdebahn- Hall. ftelle. Für die Reise. 392L Fertige Kleider zu sehr billigen Preisen. Fertiges Kleid aus sehr halt. barem Wollstoff in modernen Farben 15, 20, 25 Mt. Fertiges Kleid aus reinwollenem Stoff in vielen neuen Farben, glatt und in schönen Melangen, 25, 27, 30 mt. Schwarze Kleider 25, 30, 35 M. Schwarze seidene Kleider 40 und 50 Mt. Fertig. Bleid aus Woll- Mousseline, waschecht, 20, 25, 30 mt. Morgenröde in schönen Waschstoffen, stets großer Lager- Vorrath in allen Weiten, 3, 4, 6 M. Blousen, größte Auswahl, neueste Façons, 2,50, 3, 3,50 Mt. Fertiges Blousenkleid in neuen schönen Waschstoffen, beliebteste Neuheit. jetzt 5,50 Mk. Staubmantel, in gr. Auswahl, f. b. 8, 10, 12. neue ap. Façons, u. Reisemäntel, 10, 15, 20 Mt. Costume- Röcke schwarz u. farbig, 10, 12, 15 Mt. Loden- Costumes ( Rock und Jaquet) in größter Auswahl, auch in großen Weiten stets vorräthig 18, 20, 25 Mk. Stempel! * Vereins- Abzeichen. H.GUTTMANN Stempel-, ( Schablonen-, SchilderFabrik 9. Berlin N., Brunnenstr. * Stempel! Spree- Havel- Dampfschifffahrts- Gesellschaft " Stern".. An Sonntagen ununterbrochene Fahrten zwischen Berlin, Jannowitzbrücke- HasselwerderCöpenick Vormittags 1/ 2- ftündlichen Verkehr. Vorm. 8 Uhr ab Jannowitzbrücke Extrafahrt direkt nach Grünau- Carolinenhof- Schmöckwitz. Vorm. 830 ab Berlin Weidendammerbrücke, 855 ab Spreehallen Moabit, 910, 1035 ab Gravirung von Inschriften etc. Spandau nach sämmtlichen Stationen bis Potsdam. Von Potsdam, Lange In RohTabaken und Utensilien für Cigarren- Fabrikanten !! billigster Einkauf!! W. Hermann Müller Berlin Neue Friedrich- Strasse 9. Streng reelle Bedienung. Creditgewährung nach Uebereinkunft!! Ein Jeder mache den Versuch. Jeder Naturfreund abonniere auf die reich illustrierte Zeitschrift Natur und Haus Monatlich 2 Hefte. Vierteljährlich 1 M. 50 PY. Probehefte gratis und franko vom Verlag von„ Natur und Haus Berlin SW. 46. Sielmann& Rosenberg Kinderwagen, ie, 10. an Kommandantenstrasse Ecke Lindenstrasse. auch Theilzahlung. 128L* größt. Lager, billigste Preise, v. W. Holze, Oranienstraße 3. Zurückgesezte( wenig fehlerhafte) Bestes Puzmittel der Welt! Teppiche!! Portieren!! Gardinen!! Steppdecken!! erstaunlich billig in der Fabrik Berlin S. Don NIVERSAL& POMA Schutzmark ADALBERT VOGT& CO BERLIN FRIEDRICHSBERG goldene u silbe Diese Universal Metall Pub Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. amade ist von uns zuer im Mein Prachtkatalog mit buntfarbigen Teppich- Illustrationen auf Wunsch gratis und franko. H. Richter, Optiker, Berlin, C. Spittelmarkt,( Wallstr. 1) und Weinbergsweg 15b, nahe am Rosenthaler Thor. Anerkannt beste und billigste Be zugsquelle aller optischen Artikel, Rathenower Alumingold- Brillen und " " Pincenez ,. garant. nie schwarz werd. M. 2,50 Nickelbrillen u. Pincenez 1,50 do. allerfeinste Qualität 2, Rathenower Stahlbrillen 1, Alles mit den besten Rathenower Krystallgläsern I. Qual. versehen. Operngläser, rein achromat. M. 6. Neu! Richter's Opern- u. Reiseglas ,, Excelsiorf inkl. Lederetui u. Riemen M. 12, übertrifft alles bisher Gebotene. Prompter Verfandt nach außerhalb gegen vorherige Einsendung oder Nachnahme. Genaueste Fachkenntniß. Eigene Werkstatt. 3545L Bitte genau auf Straße und Nummer zu achten, um sich vor werthlosen Nachahmungen und Täuschung zu schüßen. Sonntags v. 8-10, 12-2 geöffnet. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 44851* am biesigen Plage wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindl. Roytabate sind am Lager. A. Goldschmidt, Oranienburgerstr. 2. Kinderwagen, Reiseförbe Jahre 1876 eingeführt und das Fabrikseichen ,, Heirsu burch gefeßliche Eintragung zur Schubmarke gekenn zeichnet worden. Alle ähnlich ausSehenden Erzeugnisse sind deshalb Nachahmungen unseres unübertroffenen Pugmittels. 308L* Lawn- tennis- Schuhe und-Bälle, Radfahrer-, Turn- u. Kellner- Schuhe mit Gummi- Sohlen, Gummi- Tischdecken, Auflegestoffe 2c. zu billigsten Fabrifpreisen empfiehlt [ 697M 0. Lietzmann, Gummiwaarenfabrik, Rosenthalerstr. 44. KinderWagen, Krantenwagen Korbwaaren, Holzwaaren, größtes Lager Berlins, Theilzahlung gestattet, Musterbücher gratis, empfiehlt A. W. Schulz, Brunnenstr. 145 Ecke Rheinsbergerstr.), Hauptgeschäft Brunnenstrasse 95, vis- à- vis Humboldthain. Teleph.- A. 3. Mr. 1767. Für Hausfrauen! Günther& Noltemeyer Zur Luft bei Hameln a. W. Fabrik zur Umarbeitung alter Wollsachen und Wolle. Wir liefern waschechte Kleiderstoffe, Flanelle, Buckskin, Schlaf- und Pferdedecken, Teppiche, Läufer u. Portièren zc. Annahmestelle und Musterlager bei M. Schröder, Berlin SW., Barutherstr. 11, Eingang Nostizstraße, 333L* Posamentiergeschäft. Fertige Betten, großer Stand Oberbett, Brücke fortwährende Fahrten nach Glienicke, Sacrow, Moorlake, Pfaueninsel, Wannee und über Tornow, Templin, Caputh, Baumgartenbrück nach Werder. Genaue Abfahrtszeiten ergeben unsere auf den Stationen, Bahnhöfen, in Restaurants aushängenden Fahrpläne resp. Littfaß- Säulenanschläge, Taschenfahrpläne auf Stationen, Dampfern gratis, auf Wunsch auch fostenfrei zugesandt. Die Direktion. 4442 Erklärung. Es ist in Gastwirthstreisen vielfach die Ansicht verbreitet, daß ich, ähnlich wie die Süddeutsche Malzbier- Brauerei Carl Kintz& Co. die sogenannten 5 Pf.- Ausschants- Lokale für eigene Rechnung unterhalte. Ich erkläre hiergegen öffentlich, daß ich bei den Geschäften, die mein Bier mit 5 Pf. pro 1/4 Liter verkaufen, in keiner Weise betheiligt bin, sondern daß die Herren Besitzer dieser Lokale ihr Geschäft auf völlig eigene Rechnung betreiben. Gleichzeitig mache ich bekannt, daß ich, um auch in der Flaschenbier- Frage den Herren Gastwirthen entgegenzukommen, mit dem heutigen Tage mein Flaschenbier- Geschäft an die Herren Gebr. Lahn, Rastanien- Allee 27, täuflich abgetreten habe. Bei dieser Gelegenheit erlaube ich mir mein gut abgelagertes Lagerbier pro Tonne Mk. 21, inkl. Spundgeld in empfehlende Erinnerung zu bringen, und stete prompte Effettuirung aller eingehenden Aufträge zuzusichern. Beschwerden über Unregelmäßigkeiten meiner Kutscher bitte mir direkt unterbreiten zu wollen. Berlin, den 6. Juli 1894.. Brauerei Wilhelmshöhe Telephon: Amt III, No. 8884. E. Lehmann, Belforterstr. 4. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, Berlin, Kinderwagen, eher gratis. Theilzahlung ge1. Gesch: Andreasstr. 23, 5. pt., gegenüb. Andreaspl 2. Gejch.: Brunnenstr. 95, gegenüb. Humboldtshain Mustergrößtes Lager Berlins. stattet. 500 Mark zahle ich Jedem, der mir nachweist, daß ch nicht das größte Kinderwagen- Lager Berlins habe. ミリ ZACHERL Hacherlin Onfecte Zacherlin ist das bestgerühmte Mittel gegen jederlei Jujekten. Die Merkmale des staunenswerth wirkenden Zacherlins sind: 1. die versiegelte Flasche; 2. der Name 3acher!" Die Flaschen toften 30, 60 Pf., M. 1.-, m. 2.-, der Bacherlin- Sparer 50 Pfg., Niederlagen sind in Berlin viele Hunderte, jedoch wohlgemerkt nur dort, wo Jacherlin- Plakate gehängt sind. ausMeinen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß während meiner viermonatlichen Erholungsreise meine Buchdruckerei ununterbrochen weiter fortgeführt wird. 5883L M. Schrinner, Buchdruckerei, Brunnenstraße 164. Buchhandlung des, Vorwärts Beuthstraße 2. Neu erschienen sind soeben: Leipziger Hochverraths prozess Heft 5. Anarchismus und Sozialismus. Bon G. Plechanow. 5 Bogen. Preis 40 Pf. Porto 5 Vf. Diese Schrift aus der Feder des befannten russischen Sozialisten, der unter den sozialistischen Schriftstellern zu den ersten Theoretitern zählt, dürfte gerade unter den augenblicklichen politischen Ber hältnissen ganz besonderes Interesse beanspruchen. Sie füllt in unserer Parteiliteratur eine längst empfundene Lücke aus. In meisterhafter Darstellung entwickelt Blechanow, ausgehend vom utopischen Sozialismus, die Auffassungsweise des wissenschaftlichen Sozialismus, präzisirt scharf den Gegensatz zwischen Sozialismus und Anarchismus, sowohl in prinzipieller wie tattischer Hinsicht, und giebt in gedrängter, aber durchaus übersichtlicher Form eine Geschichte und Kritit der anarchistischen Theorien an Hand der von den Aposteln des Anarchis mus vorliegenden Schriften von Stirner, Proudhon, Bakunin angefangen bis herunter auf ihre Epigonen in der Gegenwart: Krapotkin c. Das Schlußtapitel enthält eine glänzende Abferti gung der Berwerflichkeit und Schädlichfeit der sogenannten Propaganda ber That". Das platte Land und die Sozialdemokratie. Bon Emil Effner. Preis 20 Pf. Porto 8 Pf. Noch immer herrscht in unserer Partetliteratur ein Mangel an brauchbaren Schriften für die Landagitation; in vorliegender Schrift giebt uns der Verfaffer in zwölf Kapiteln in populärer Darftellung Klarheit über die wirthschaftliche Entwicklung des platten Landes, Einsicht in den komplizirten Mechanis mus des ländlichen Wirthschaftsgetriebes und legt bar, warum es nicht angeht, die industriellen Thatsachen einfach auf das platte Land zu übertragen. Die tleine Schrift tann den Genoffen aufs Beste empfohlen werden. Das kommunistische Manifest. Mit Vorreden von Karl Marr und Friedrich Engels. 2 Bogen in elegantem Umschlag. Preis 15 Pf. Porto 3 Pf. Das im Jahre 1847 verfaßte Manifeft ist die bedeutungsvollste Schrift der sozialistischen Literatur. Troß der 45 Jahre Zeitfortschritt haben die darin aufgestellten allgemeinen Grundsäge im Ganzen heute noch ihre Richtigkeit; und die hier in unerreichter Meisterschaft und programmatischer Rütze entwickelte Mary- Engels'sche Auffaffung ist heute die wissenschaftliche Grundlage der soztalistischen Bewegungen aller Länder geworden. Weißbier! Für Fabriken und Werkstätten sowie für Wiederverkäufer liefere ich mein Versand- Weißbier in unübertrefflicher Güte zum Preise von 3 Mt. für 40 halbe oder 45 4/10 oder 25 8/10 oder 20 ganze Flaschen, frei in's Haus, in Flaschen mit Patent verschluß, ohne Pfandberechnung. Fernsprecher Amt Schöneberg No. 92. 214L* A. Seidler, Schöneberg, Sedanßraße Nr. 73-75 und 82. Berliner Weissbier- Brauerei. Evora- Bräu in vorzügl. Qualität empfiehlt in Ges binden v. 20-100 Ltr. 30 Fl.= 3 M Otto Linke, Lagerhof 3. Telephon Amt III Nr. 404. Treptow. Mönch's KlosterRestaurant Brauerei- Ausschank 4/10 15 Pf. Gute bill. Küche, verdeckte Kegelbahnen, Billard, Kaffeeküche. Empfehle allen Freunden und Genossen des Südostens meinen reichh. Frühstück, Mittag: n. Abendtisch zu fleinen Preisen. * 1 Kur- Bade- Anstalt und Massage Franz Gittler, von H. Mania, Brunnenstr. 16. Mariannens straße 48. Empfehle den Genossen den Besuch meiner Schankwirthschaft. Reelle Unterbett, 2 Kopftiffen, m. gerein. neuen Dampf- und Heißluft- Kaßtenbäder, Wannen- und medizinische Bäder. Speisen, gute Getränke. Vereinszimmer Federn, v. 12 Mk. an, fertige Inlets, Bettwäsche, Matraßen jeder Art, Stepps, Schlaf-, Bettdecken u. Bolſter ohne Bettstellen empfiehlt billigst das als streng reell bekannte, 1870 gegründete Spezial Geschäft von S. Pollack, Oranienstr. 61, am Morigplay. Schnelle, zu Fabrikpreisen, auch Theilzahlung. Staare 1,25. Staligerstr. 132. E. 2. Herrmann, Gueisenaustr. 115. Fuß-, Arm- und einzelne Glieder- Bäder Körper den ganzen Särver au ſtrapaziren. Zieferant und Masseur fämintlicher Dienstag und Freitag von 1 Uhr ab nur für Damen. 54482* Die Filiale nur für Massage ist Thurmstraße 46, 4 bis 51 Uhr. Rohtabak Ernst Förster, * für ca. 100 Personen. Edmund Renter, 561* Swinemünders Auch find Töpfersteine zu haben. B. Nieft's Festsäle, 17. Weberstr. 17. Berlin NO., Kaiserstr. 30. Bergnügungen, find noch Sonnab. frei. Empfiehlt sich zu Versammlungen und Werantwortlicher Redakteur: Hugo Pöhsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.