Nr. 158. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Bfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Mr. 6919. Norwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Fefttagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin, Berliner Bolksblatt. Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 11. Juli 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Allesr Aus England. " Attacken dies heute " wort auch Rosebery's Vorhalt. Es sei richtig, daß die fremden| drückung der Löhne in England auf das Niveau der schlechtest. Regierungen oft die Attentäter nach England schicken, er wolle bezahlten ausländischen Arbeiter zu verhindern. selbst einen solchen Fall erwähnen.„ Es war da ein Mann Humbug. Man sieht es feinem fremden Arbeiter an, der nach London, 7. Juli 1894. Namens Hartmann, der ein Attentat auf das Leben des England kommt, ob er hier nicht englische Arbeiter unterbieten ( Reaktion gegen das Asylrecht und fremde damaligen russischen Zaren gemacht hatte. Die französische wird, auch wenn er Geld in der Tasche hat, wird er es unter Arbeiter. Schußzöllnerei. Wahl in Sheffield.) Regierung jener Tage that genau das, was der eble Lord( Rose- Umständen thun, wie es genug Engländer thun. Biele der einDie Anarchisten haben einen großen Erfolg zu verzeichnen, bery) gesagt, und schickte ihn herüber in dieses Land. Hätten gewanderten Arbeiter im East- End, in Leeds, in Manchester bes größer als den der Beseitigung des Präsidenten Carnot zu wir aber die Vollmachten besessen, die ich jest ziehen bessere Löhne als Hunderttausende englischer Arbeiter, gunsten des Herrn Cafimir Perier: das ihnen verhaßte englische beantrage, so würden wir ihm nicht erlaubt ganze Industrien sind auf ihren Schultern aufgebaut. Gegen Asylrecht ist um einen bedeutenden Schritt seinem Ende näher haben, hierzu bleiben." die Herabdrückung der Löhne giebt es beffere, direktere aber Da ist die Kaze aus dem Sack. Einem Mann, der im Lande Mittel, gerade von Gestern brachte Lord gebracht, liegt in den letzten Zügen. ihnen will Lord Salisbury wissen. Es liegt mir durchaus fern," sagte er, Salisbury im Hause der Lords die Freindengefeßgebung zur des äußersten Despotismus einen Attentatsversuch begangen, nichts Sprache, und der zweite Theil seiner Rede war dem Vorschlag provozirt durch unerhörte politische Verfolgungen, soll das die Einmischung des Parlaments zu empfehlen, etwa um fünst Mit welcher lich die Löhne zu heben und das zu sichern, was man einen gewidmet, den Staatssekretär zu bevollmächtigen, jeden englische Asyl fürderhin versagt werden. Ausländer auszuweisen, dessen Anwesenheit Genugthuung früh Hartmann's Landsmann Lebenslohn( living wage") nennt", und es ist bekannt, daß derin diesem Lande entweder gefährlich für die doch nein, es ist wohl besser, in diesem Zusammenhang feine selbe Herr vor gar nicht langer Zeit die Trade Unions als Allgemeinheit oder geeignet ist, das Begehen von Namen zu nennen. Wir wollen lieber abwarten, was diejenigen, grausame Organisationen" bezeichnete. Kurz, es ist nicht die Verbrechen in anderen Ländern zu befördern. die es angeht, selbst zu dem herrlichen Erfolg ihrer Propaganda Sorge für auskömmliche Löhne der englischen Arbeiter, die diesen Antrag hervorgerufen, sondern Parteidemagogie. Es giebt noch In der Begründung dieses Vorschlages machte sich der Führer der That" sagen. der englischen Konservativen zum Echo all' der Der Antrag ist noch nicht Gefeh, er ist erst in erster Lesung unentwickelte Gruppen englischer Arbeiter, die auf solche Schlaggegen das englische Asylrecht, in denen sich die kontinentale und in der Lordskammer, vorgebracht worden. Bis er weiter zur worte hineinfallen, und ferner ist die Agitation gegen die Polizeipresse bisher zu ergehen liebten. England ist das Berathung kommt, werden sich hoffentlich Stimmen in der Presse fremden Paupers" das dünne Ende, welches die englischen Brutnest aller Dynamit, Mord- und Raubattentate, das Haupt- erheben, die seinen reaktionären Charakter und seine anti- Schutzöllner ansehen, um die von ihnen geplanten zollquartier, wo die anarchistischen Komplotte geschmiedet werden, demokratische Tragweite tennzeichnen. Aber es brauchen nur noch politischen Maßregeln den englischen Arbeitern mundgerecht zu wo auch wahrscheinlich die jüngsten anarchistischen Morde aus ein paar solcher Thaten" zu geschehen, um alle Gegenargumente machen. Sie war bisher die Spezialität des Apostels der Schutzgeheckt wurden. Lord Rosebery wies diese Behauptungen u ersticken. zöllnerei in England, des Herrn Oberst" Howard Vincent, und das mit Recht für Und es wäre Selbsttäuschung, hier kurzweg das Wort von Abgeordneter für Inner Sheffield. zurück, oder vielmehr erklärte fie Es handelt In einem anderen Wahlkreis der lettgenannten Stadt hat sehr unkluge Zugeständnisse, die die Position der englischen Re- der einen, reaktionären Masse" anzuwenden. gierung etwaigen Zumuthungen auswärtiger Regierungen sich nicht um eine Aktion des Proletariats als Klasse, vorgestern eine Nachwahl stattgefunden, die für die hiesigen gegenüber einer sehr schwierigen machen. Daß sondern um individuelle Handlungen verblendeter Fanatiker, Verhältnisse und die Aussichten der sozialistischen Arbeiters die Arbeiter, Masse der die auf dem Festland begangenen Attentate, und speziell von Allem parteien sehr bezeichnend ist. Der Kreis war bisher durch einen das Attentat gegen Carnot, in England zusammengebraut gerade der kämpfenden, klassenbewußten nichts Radikalen vertreten, der niederlegen mußte, weil er durch den worden, sei durchaus unbewiesen, auch seien die sich beklagenden wissen will. Es zeigt sich das bei jeder Gelegenheit. Tod seines Vaters Peer geworden. Die Radikalen hatten nun auswärtigen Regierungen feineswegs die schuldlosen Lämmer, Selbst die gewiß nicht weichgebackenen Arbeiter, die am Tower immer davon gesprochen, daß die Arbeiter Recht auf stärkere denn oft seien sie selbst es gerade, die die Attentäter erst nach Hill nach Arbeit ausschauen, hätten in den letzten Tagen an- Vertretung im Parlament hätten, und so wurde im TradesEngland spediren. So weit, so gut. Aber nun kommt der archistische Redner, die ihnen das Gewaltdogma predigen wollten, Council( Gewerkschaftsrath) von Sheffield die Kandidatur des hinkende Bote. Nachdem der liberale Minister noch konstatirt, gelyncht, wenn die Polizei dieselben nicht beschüßt hätte. Selbst Gewertschaftsführers Ch. Hobson vorgeschlagen. Hobson, der daß die englische Polizei ihr Bestes thue, die verdächtigen Aussie begriffen, daß dasselbe nicht zu ihrer Befreiung führt. als Delegirter an den internationalen Kongressen von Brüssel länder zu überwachen und das thut sie in der That, und Um sein Reaktionsgesetz den englischen Arbeitern akzeptabel und Zürich theilgenommen, ist kein Mitglied ausgesprochen obendrein, was die Anarchisten auch auf das Konto ihrer Er zu machen, tuppelte es Lord Salisbury mit einem Gefeß gegen anti liberaler Vereine, sondern gehört der sogen. Arbeiterfolge" schreiben dürfen, immer mehr nach fest ländischem die Einwanderung gänzlich mittellofer Ausländer zusammen. Wahlvereinigung( Labour- Elettoral- Association") an, die von Muster! schloß Lord Rosebery mit der Erklärung, die Ne- Auch dieses wies Rosebery nicht prinzipiell zurück, sondern be- den Gewerkschaftskongressen ins Leben gerufen wurde, und gierung empfange die Vorschläge Lord Salisbury's mit dem stritt nur, daß es so dringend sei, wie Lord Salisbury es hin- deren leitende Persönlichkeiten mit den Liberalen auf gutem Dennoch gestellt. Aber es fönne wohl nöthig werden, England davor zu Fuße stehen. wurde seine Kandidatur lebhaftesten Wunsch, ihnen freundschaftlich entgegenzukommen." Liberalen Wahlverein des Kreises nicht afzeptirt, Wenn das irgend etwas heißt, so fann es nur heißen, daß schüßen, die Ablagerungsstätte für den Bevölkerungsschutt an dem die Regierung es nicht im Prinzip ablehnt, die Fremden derer Länder zu werden. Die Regierung werde also den Antrag weil er nicht zusagen wollte, der liberalen Partei im Parlament beizutreten. Hobson trat darauf zurück; nun sprang aber die bis. gesetzgebung in der von Salisbury vorgeschlagenen Richtung sorgfältig prüfen 2c. 2c. abzu ändern. Und was eine solche Abänderung in der Praxis Es ist gewiß richtig, daß kein Land sich gefallen zu lassen her dort nur durch eine schwache Sektion vertretene" Indepen bedeuten wird, wie sich Lord Salisbury ihre Wirkung vorstellt, und braucht, daß andere Länder ihm ihre Armen zuschieben, und dent Labour Party" ein und stellte den Journalisten Frant Smith wie sich dieselbe meines Erachtens auch in der Praxis gestalten Maßregeln gegen den Massenimport fremder Armer können daher auf. Ein Theil der Radikalen war über den taftischen Fehler wird, gleich viel, ob eine fonfervative oder eine liberale ihre Berechtigung haben. Salisbury definirle aber seinen An- ihrer Genossen in Sheffield wüthend und trat unverhüllt für Regierung am Ruder ist, entwickelte der Genannte in der Ant- trag auch als sozialpolitische Maßregel, bestimmt, die Herab- Smith ein, wenn auch der Wahlkreis dadurch den Tories in die ชิน Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. " " 1 denen und vor von Kummer, und beseligt von verschwiegener Liebe, verschloß blaffem, häßlichem, aber wohlbekanntem Angesichte schaute Esther den Schmerz und die Luft ihrer Abgeschiedenheit in fie an. Gi, Schickfelchen," flüsterte der Häßliche, in welchem fich, und flehte täglich zu dem Gott ihrer Väter um die der abscheuliche Bodick nicht zu mißkennen war:„ ei, lieb Erfüllung ihrer heißesten Wünsche und Dagobert's Rück- Estherchen! find ich Dich endlich? Du bös Vögelein! 83 fehr, um Ben David's und Jochai's Befreiung durch des hast Du doch endlich nicht entkommen mögen dem VogelEdlen Hilfe und Macht, um ungestörte Verborgenheit bis ſteller, der so lange hat geharrt umsonst?"- Der Mensch zu diesem ersehnten Zeitpunkte. Diese Verborgenheit aber stand nun lebensgroß vor der Versteinerten, und gab ihr konnte sie dem Geschick nicht abringen. Am folgenden Tage das Leben wieder, da er es versuchte, ihre Hand zu ergreifen. wurde Crescentia, da sie gerade ihrer Schuhbefohlenen das Zurück! Gräßlicher!" rief sie mit vor Entsetzen halb erBesperbrot gebracht hatte, durch den Klang der wohl- stickter Stimme. Du wagst es, diese Hand, die meine Jch, als eine treue Dienerin des Hauses, baue fest auf bekannten Thorschelle abgerufen, um einen Besuch zu Väter ermordet, wagt's, mich zu berühren?..."- Bodick die Vermittelung des jungen Herrn, der wohl bald im Kleide empfangen. Esther, deren Busen hoch schlug in der Ergebot ihr mit einer halb spöttischen, halb drohenden Geberde des Friedens zwischen die Beiden treten und sie versöhnen wartung des Geliebten, lauschte an der Treppe, ob nicht Schweigen und zog sie in die offene Thüre der Giebelwird."-Ja wohl!" bekräftigte Esther mit schwärme- die erfreuliche Stimme des Junkers unten laut würde. kammer. Laß ein vernünftig Wort Platz finden in Deinem rischem Ausdruck. Er ist ja ein versöhnender Eugel! Ein Sie hörte Reden aus männlichem und weiblichem Munde Ohre," ermahnte er mit leiser Stimme, kümmere Dich gar holder, lieblicher Diener des barmherzigen Herrn, wie wechseln, und endlich in Crescentias Wohnstube verhallen, nicht um das, was ich unternommen gegen Deinen Vater Du sprichst und bereits wollte sie, mißmuthig über die Täuschung ihres und Jochai. Solche Dinge gehören nicht für das Weib, er sie nicht häufig zur Erde niedersendet." Von C. Spindler. " ja fromm und zart, wie ein heiliges Buch!" bemerkte sehnsuchtsvollen Herzens, in ihre Klause zurückkehren, um und ich werde verantworten alles, so ich gethan, an jenem Crescenz wohlgefällig lächelnd. Wandle fort in dieser sich einzuriegeln, als ein leiser knisternder Schritt sich auf Tage des Zorns und der Barmherzigkeit." ,, Laß ab Bahn, so wirst Du bald den Herrn in seiner reinsten den Treppen hören ließ, die zu ihrem Versteck führten. von mir," seufzte Esther, wie kommst Du hierher, ungetreuer Glorie erkennen lernen. Verehre immerhin den tugend- Die Hoffnung erneute sich in ihrer Brust. D gewiß! Sohn Jakobs? welch böser Fürst des Unglücks hat Dir haften Junker als einen Heiligen, und liebe ihn wie einen dachte fie,... o gewiß ist er zurückgekehrt, und gedenkt verrathen, wo ich athme?"" Zwei scharfe Diener meines solchen. Es ist völlig in der Ordnung, daß er sich nimmer mich zu überraschen mit einer Fülle von Seligkeit, mit Willens," entgegnete Bodick, meine beiden hellen Augen. ehelich verbinden darf. Er gehört nämlich unter die seltenen seinem wonnigen Anblick. Leise erklimmt er die Stufen, Beruhige Dich. Nicht von heute erst ist die Entdeckung. Männer, die zu edei sind, um blos als Männer geliebt zu um wie eines Schußengels Erscheinung plötzlich vor mir Ich schlich Euch nach, da ihr diesen Schlupfwinkel suchtet, werden. Meinst Du nicht auch?"- Verschämt und zu stehen; aber er soll mich vorbereitet finden. Er soll Dein Buhle und Du." Esther erblaßte. Beruhige stumm gab ihr Esther vollkommen recht, insofern ihr Haupt sehen, daß ich nur an ihn dente, daß meine Sinne nur Dich, sage ich noch einmal," wiederholte Bodick scharf,„ daß nickte. Was aber auf dem Grunde ihres Herzens vor- nach ihm gerichtet sind, daß ich durch mein dankbares Ver- ich bis jetzo Dich nicht an die Gojim verrieth, die Deiner Freiheit Ketten schmieden möchten, sei Dir Bürge, daß ich ging, mochte fie der freundlichen Wirthin doch nicht ent- trauen seines Schußes werth geworden bin! hüllen. Sie mochte ihr nicht entdecken, wie Dagobert so Erfüllt von diesen entzückenden Gedanken beugte die Dich nicht noch verrathen will."- Lügner!" zürnte Esther. ganz der Abgott ihrer Seele geworden, wie sie sich sehne, Lauschende dem Nahenden über die Spitze der Treppen- Er fuhr jedoch kalt und gemessen fort:" Ich spreche die ihn zu umfangen hier auf der Erde, wie jenseits in den säule den Kopf entgegen, und blieb stehen wie ein in ge- Wahrheit. Ich will nicht gehen gerade von hier, wenn ich Simmeln. Sie mochte ihr nicht gestehen, daß selbst des bückter Stellung ausgehauenes Steinbild, da der Anblick, lüge. Warum sollte ich auch gehässig sein Dir, die ich zur Baters Leiden nicht den Sturm in ihrer Brust erregten, welcher sich ihr darbot, ihr alle Kräfte zum Fliehen für Frau machen wollte, ehe der Goi Deine Gunst errang? als der einfache Gedanke, es möchte tem geliebten Dagobert den Augenblick benahm. Denn nicht Dagobert's blühendes Hast Du doch nicht den Christentnaben gekreuzigt, und nicht auf seinem Zuge ein Leid begegnen. Zerrissen von herbem Antlig, umwallt von braunen Locken, ein Rothkopf mit erschlagen den Friedberger. Hast Du Dich versündigt mit Sände falle. Geld floß von allen Seiten zu, und in der kurzen ward ihr eine königlich preußische Regierungspräsidenten- 1liche Vorschrift aufgehoben ist!(§ 13 des Deutschen Zeit, die noch blieb, wurde eine intensive Agitation für Smith Uniform umgehängt. Und dieser Uniform bezeugten heute Gerichtsverfassungs- Gesetzes in Verbindung mit§ 6 Biffer 2 des entfaltet, deffen Kandidatur der Trades Council von Sheffield die paar Dußend todte Politiker, die sich nationalliberal" Ginführungsgesetzes zur Strafprozeß- Ordnung.) mit 47 gegen 85 Stimmen akzeptirt hatte. Kandidat der Liberalen nennen, ihre Reverenz eine neue Todtenparade, für die Vereinsgesetzes dem Oberlandesgericht in Deffau zugewiesene Nun ist es zwar richtig, daß die im§ 9 des anhaltischen sich den Arbeitern stets entgegenkommend gezeigt und auch sonst sich vielleicht auch ein Dichter findet, wie für die auf dem Entscheidung nachher weder in dem anhalt. Ausfg. 3. d. Geg. bezw. Radikalen war ein Fabrikant, der im Stadtrath und sonst nennen, ihre Reverenz populär war. Das Resultat ist folgendes: der Radikale Elyseischen Felde". der Radikale Elyſeischen Felde". Freilich, ein todter Cäsar" ist der noch in dem anh.- preuß. Gerichtsvertrage ausdrücklich erwähnt erhielt 4486 Stimmen( 1892 hatte der Radikale 5107 Stimmen arme Bennigsen nicht. wird. Hiernach aber würde zunächst blos zweifelhaft sein, gehabt), der Konservative 3495 Stimmen( 1892: 3963 Stimmen), der Sozialist und Arbeiterkandidat: 1249 Stimmen, während Die Erhöhung der Tabakstener nimmt auch weiter welches Gericht heute zuständig sein würde außer allem Zweifel aber bleibt, daß ein Gericht zu 1892 fein dritter Kandidat im Felde war. Die Stimmenzahl die erste Stelle im Finanzprogramm der Reichsregierung ständig von Smith ist, wenn man bedenkt, wie wenig Beit für die ein, wie aus einer offiziöfen Notiz der Norddeutschen All- 2 andgericht um deswillen, weil weder dem Amtsgericht ift. nun Dieses zuständige Gericht ist das Agitation war, nicht unbedeutend, andererseits muß man freilich gemeinen Zeitung" hervorgeht. noch dem( heute preußische) Ober- Landesgericht die Materie zu in betracht ziehen, daß diesmal Leute für den Sozialisten eintraten, die sonst der Taktik der Independent Labour Party" Bundesrath. In der am 10. b. Mts. abgehaltenen gewiesen worden ist. Der Herr Ministerpräsident, Exzellenz durchaus abhold find. Da das relative Mehr entscheidet, ist der Plenarsizung des Bundesraths wurde nach Erledigung des aus einem inneren Grunde" durch die Gerichtsverfaffungss v. Rrosigt, haben ferner darauf hinzuweisen unternommen, daß Wahlkreis den Liberalen diesmal noch erhalten geblieben, sie Jesuitenantrages dem Entwurf einer Verordnung wegen Gefehe nichts habe in der Angelegenheit bestimmt werden können, haben 621 Stimmen abgegeben, die Konservativen aber im Ver- Ergänzung der Verordnung vom 16. August 1876 betreffend indem es sich bei Schließung von Vereinen um eine Polizeihältniß nicht minder, nämlich 468 Stimmen. Aber nicht überall die Kautionen der bei der Militär- und Marineverwaltung maßregel handele, die weder dem bürgerlichen und dem Straffönnen sie einen solchen Verlust ristiren, und nicht überall ist angestellten Beamten, dem Ausschußantrage, betreffend die rechte angehöre. Seine Exzellenz haben dabei übersehen, daß ein so großer Prozentsatz von Arbeitern aus dem Lager der Anwendung des§ 3 Absatz 2 des Freizügigkeits- Gesetzes, der§ 6 Biffer 2 des Einführungsgesetzes zur Strafprozeß= Konservativen zu holen wie in Sheffield. Andererseits sieht fozialistischen Arbeiterparteien zu rechnen. Es bedarf noch harter gaben in Zoll- und Steuerangelegenheiten die Zustimmung über das Verfahren bei Zuwiderhandlungen gegen die Gefeße man, daß es voreilig wäre, auf große unmittelbare Erfolge der foie verschiedenen Ausschußanträgen zu Vorlagen und Ein- Ordnung, den ich oben bereits neben§ 13 des GerichtsverfassungsArbeit, bis sie so start sind, die Liberalen zu ihrem eigenen ertheilt. Die Resolution des Reichstages zu dem Geseb, über das Vereins- und Bersammlungsrecht" aufrecht erhält und Profit zu schlagen. Allerdings darf man nie vergessen, daß die betreffend die Abwehr und Unterdrückung von Viehseuchen, damit jener Polizeimaßregel als in das Gebiet des Strafenglischen Liberalen viel vor den deutschen voraus haben. Selbst wurde dem Reichskanzler überwiesen. Endlich erklärte die prozesses fallend beurtheilt. Darnach ist es auch nichts mit der diejenigen, die das liberale Wahlkomitee von Sheffield ver- Versammlung ihr Einverständniß mit dem Abschluß eines Behauptung des Herrn v. Krosigt, die Bestimmung im§ 9 des theidigten, haben auch nach der Wahl einen ganz anderen Abkommens zwischen dem Reich und Spanien wegen gegen anhaltischen Vereinsgesetzes set veraltet". Ganz im Gegentheil. Ton angeschlagen, als wir ihn etwa vom Führer des deutschen seitiger Ablieferung von Deserteuren der Kriegsmarine. Etwas unpraktisch für die Polizei ist sie ja, sonst aber noch fast Freisinns gewohnt sind. wie neu! - Politische Leberlicht. Berlin, den 10. Juli. Das letzte Mittel gegen die Anarchisten wird jetzt versucht, wenn das nicht fruchtet, dann hilft gar nichts " Der Gymnasiaft als Landesverräther. Wie die Thorn. Ztg." erfährt, ist die Nachricht über die Haft Beitung" der Bettelsac geschwungen, nämlich für Für Millionäre wird in einem Jnferat der National entlassung des Obersekundaners Szuolz, der unter der Anschuldigung des Landesverraths und der Majestätsbeleidigung von Karwin. den Grafen Larisch, den Befizer der Gruben Jeder anständige Mensch würde sich sich in Thorn in Untersuchungshaft befindet, falsch: Die schämen, in einem solchen Falle andere Beute üz für Untersuchung ist abgeschlossen und das Wiaterial bereits dem ich zahlen zu lassen; wenn Reichsgericht vorgelegt. man aber der vielfache Millionär ist, durch dessen Schuld hunderte Frauen Wittwen, tausend Kinder Waisen geworden sind, und dann andere für sich sammeln läßt, so muß man vergeblich nach einem Ausdruck suchen, der diese Ausbeuterschamlosigkeit richtig charakterijirt. mehr. Da, wie der Hamb. Korr." offiziös mittheilt, Anregungen zu internationalen Konferenzen zur Vereinbarung Die Durchschnittspreise der wichtigsten Lebensmittel von Maßregeln gegen die Anarchisten bisher von keiner Seite betrugen im Juni im Vergleich zu den in Klammern beigefügten ergangen sind und anscheinend auch nicht beabsichtigt werden, aipreisen: für 1000 Kilo Weizen 185( 134) M., Roggen hat sich der Papst zur Abfassung einer Encyclifa gegen erbsen 220( 228) M., Speisebohnen 241( 242) M., Linsen 460 119( 116) M., Gerfte 130( 135) M., Safer 144( 144) M., Koch die Anarchisten entschlossen. Wir sind auf den Erfolg( 466) M., Eßkartoffeln 47,1( 39,5) M., Richtstroh 49,1( 51,3) M., begierig. Helt 69,7( 76,5) M., Rindfleisch im Großhandel 1054( 1048) M.; für ein Kilogramm Rindsteule 1,33( 1,32) M., Rindfleisch vom 1,23( 1,23) M., Hammelfleisch 1,21( 1,21) M., ger. inl. Spect Bauch 1,14( 1,12) M., Schweinefleisch 1,32( 1,32) M., Kalbfleisch 1,67( 1,67) M., Gßbutter 2,09( 2,24) M., inf. Schweineschmalz 1,64( 1,65)., Speisemehl aus Weizen 0,26( 0,26) M., aus Roggen 0,28( 0,23) M., für ein Schock Gier 2,88( 2,75) M. Die Wahl im Pinneberger Wahlkreise liegt unseren Gegnern so sehr im Magen wie der Wahlsieg in Plauen; gegen letztere wurde ein freilich gänzlich aussichtsloser Brotest eingereicht und v. Elm's Wahl möchte man gern für ungiltig erklären, weil v. Elm's Vater dänischer Staats angehöriger war. Da Schleswig Holstein bis 1864 zu Dänemark gehörte, so sind einige Hunderttausende deutscher Söhne von dänischen Staatsbürgern, sie sind aber heute ebenso Deutsche wie die Elsässer und Lothringer. Deshalb ist v. Elm's Wahl nicht anzufechten. Aber unseren Gegnern fommt es nicht darauf an, sich einmal mehr zu blamiren. Das neue französische Anarchistengesetz ist am Dienstag in der Deputirtenkammer bereits eingebracht worden. Den Juhalt des Gesetzes haben wir schon mitgetheilt. In der Die Uebelthäter bestraft, die einer Verbindung beitreten und im Begründung heißt es, daß das Gesetz vom vorigen Jahre, welches Einverständniß mit Anderen Verbrechen planen und begehen, die Verbrecher nicht treffe, die einzeln handeln und ohne vorherige Verabredung anarchistische Thaten begehen. Da die AnNochmals die Versammlungsfreiheit im Herzogthum hänger des Anarchismus Gewaltthaten gegen die Person Anhalt. Man schreibt uns zu dieser Angelegenheit: Vor und das Eigenthum für das zulässige Mittel zur Ver etlichen Tagen veröffentlichten Sie einen Erlaß des Anhaltischen breitung ihrer Lehre halten, so verwirkten sie das Staatsministeriums, demzufolge fortan die höheren Polizeibehörden im Beschwerdewege darüber zu befinden hätten, ob die Recht, für sich die Freiheit zu fordern, welche die von der unteren Polizeibehörde verfügte Schließung eines poli- Republik sonst. Allen sonst Allen zusichere. Die Schnelligkeit tischen Vereins berechtigt sei oder nicht. Nach§ 9 des an der Ahndung sei eine erste Bedingung der Wirksamkeit Ein todter Staatsmann feierte gestern seinen 70. Ge- baltischen Vereinsgesetzes sei zwar der Beschluß über die des Gesetzes, deshalb sollen die Anarchisten vom ZuchtHerr Rudolf von Bennigsen, weiland haltischen Oberlandesgericht vorzulegen und von diesem über nöthig, um sie zu verhindern, anderen Strafgefangenen ihre Schließung eines Vereins binnen 14 Tagen dem ehemaligen an- polizeirichter abgeurtheilt werden. burtstagIhre Einzelhaft sei Präsident des Nationalvereins und die Hoffnung aller die Rechtmäßigkeit der polizeilichen Verfügung zu befinden. Lehren zu predigen. Das Verbot der Berichterstattung über Spießbürger, die an die Einigung" Deutschlands durch Aber dieses Oberlandesgericht bestehe nicht mehr und feine in Gerichtsverhandlungen gegen Anarchisten rechtfertige fich Preußen glaubten. Die„ Einigung" erfolgte, jedoch nicht dem Vereinsgesetze begründete Zuständigkeit ſei weder durch das durch die Erfahrung, daß die Anarchisten vor Gericht nicht so, wie die Spießbürger es vermeint nicht mit Rosen- anhaltische Ausführungsgesetz zu dem Gerichtsverfassungsgesetze wasser und demokratischem Del, sondern mit Blut und einem anhaltischen Gerichte, noch durch den anhaltisch- preußischen zu ihrer Bertheidigung sprechen, sondern weil sie wissen, daß Eisen, vermittels der Doktor Eisenbart Amputation des Vertrag über die Gerichtsgemeinsamkeit auf das preußische Ober- dank der Presse ihre Worte ungeheure Verbreitung finden landesgericht für Anhalt übergegangen, Jahres 1866 und des Emser Depeschenkrieges von 1870. führungen liegen vollständig in der Luft gegenüber den flaren Der Präsident des Nationalvereins war bei diesen Ope: Bestimmungen der Gerichtsverfassungs- Gefeße. rationen eine überflüssige Persönlichkeit, obgleich er sich Zunächst wäre darauf hinzuweisen, daß nicht der ehe weidlich abmühte, dem junkerlichen Großvivisektor chirurgisch malige preußische Landrath v. Krosigt, der jetzt in Anhalt staatsmännische Handlangerdienste zu leisten. Die chirur zu der ansehnlichen Stellung eines Ministerpräsidenten aufgerückt gischen Handlangerdienste wurden hingenommen, jedoch ist, darüber zu befinden hat, ob Polizei- oder Gerichtsbehörden nicht die staatsmännischen Rathschläge. Die Hoffnung aller bier zuständig sind, sondern die Gerichte, d. h. das preußische Die Gegner des Anarchistengesetzes werden alles daran deutschen Spießbürger spielte seit 1871 die Rolle des Heu- Oberlandesgericht, wenn Anhalt sich nicht den Luxus eines be- sehen, daß in dieser Session der Gesezentwurf verabschiedet pferds, das den Wagen zu lenken sich einbildete, auf dem ſonderen„ Gerichtshofes zur Entscheidung der Kompetenzkonflikte" wird. Wir kommen auf die französische Ausnahmegesetz"(§ es fuhr und 1878 ward fie an die Wand gedrückt, daß keit des Rechtsweges ist aber in unserem Falle zweifellos. Der geftattet.(§ 17 des Gerichtsverfassungs- Gesetzes.) Die Zulässig. Politik demnächst ausführlich zurück. fie quietschte". Seitdem ist die Hoffnung aller deutschen Rechtsweg war vor dem 1. Oftober 1879 begründet und bleibt Spießbürger todt, und damit sie eine schöne Leiche" sei, " " #! Die ganzen Aus- werden. Als der Entwurf eingebracht wurde, erhoben die Sozialisten die heftigste Opposition. Während der Sigung wurde der Beschluß des Pariser Stadtraths, überreicht, der um Verwerfung des Entwurfs als Anschlag auf mühselig errungene Freiheiten ersucht. Die progressive Einkommensteuer ist in der frans weiter begrün et, da er nicht durch ausdrückliche gesetzösischen Kammer von Cavaignac beantragt worden. " einem Edomiter, ist es Deine Sache allein, und Deinem Die Ankunft des Herrn hat auch meine Einkehr begünstigt. rede und sage mir, wer Du bist, eigentlich und wahr Geschlechte der Trenbruch angeboren. Schon Heva hat ge- Aber lange darf ich nicht weilen, sollst nicht Du verloren Ob ein Abschaum der Verworfenheit, auf welchem immer frevelt vor dem Gesetz. Warum nicht Du? Die Obrigkeit sein. Entscheide also. Gieb auf den Goi, dem die Hölle sei, die Lüge schwimmt, oder ein wahnsinniger Thor, den der würde Dich deshalb auf den Scheiterhausen segen, aber ich und rede zu mir, wie die Braut zum Verlobten." Un- Herr geschlagen, daß er die Welt unglücklich mache durch vergebe Dir." Welche Sprache?" fragte Esther entrüftet: sinniger Bösewicht!" erwiderte Esther heftig, und entzog feine bösen Träume und giftigen Reden, oder aber ein Bist Du gekommen, meiner zu spotten, ehe Du mich dem sich seinen Armen:„ Welch ein Wahnsinn blendet Dich. verblendeter unglücklicher Mensch, der böse handelt aus Henter überlieferst? Geh' oder ich rufe nach Hilfe."- Weißt Du nicht, daß des Scheiterhaufens Flamme mir will. Rache und Haß, und gern wieder gut handeln möchte, um Und bereitest dadurch Dein eigen Verderben," ergänzte tommener wäre, als eine Liebkosung aus Deinem Munde? seinem bessern Theile zu genügen, und dem Gesetze, und Bodick boshaft, thue es doch ja. Es sitt ein Gast bei der Hinweg! thue was Du willst, aber ich sterbe eher, ehe ich dem empörten, zagenden Gewissen? Der erste scheinst Du alten Beschließerin, der es nicht ungerne sähe, wenn er mit Dein sündlich Verlangen erwidre."- Gemach! gemach!" zu sein, da Du Unschuldige in den Kerker legst, und durch der Verführerin feines Sohnes bekannt würde. Herr flüsterte Bodick, dessen linkes Ohr befländig gegen die Treppe falsche Eide den Tod herabrufft auf ihr Haupt; als den Diether Frosch nämlich, der Altbürger. Verloren bist Du, gespitzt war:" Estherchen, geberde Dich doch nicht wie die zweiten giebt Dich Dein Erscheinen fund in dieser Kammer, giebst Du einen Laut von Dir. Ich verhafte Dich dann frumme Schlange. Warum eiferst Du also? Sehe ich doch und die Reden, die Du darin ausgestoßen; aber zugleich in Namen der Obrigkeit." Barmherziger, hochgelobter hier nichts Besonderes. Du bist einst gewesen die Tochter möchte ich Dich für den letzten halten, so Du mir betheuern Gott!" klagte Esther die Hände ringend. Entziehe mir des reichen Ben David und ich Dein Knecht, den Du ver- könntest, daß keine Hinterlist hinter Deinem Begehren nicht gänzlich deine Huld! Laß mich nicht umkommen schmähtest. Jetzt bist Du das Kind eines zum Tod ver- lausche." Wofern ich nicht habe versprochen Deinem in den Schlingen meiner Feinde. Oder... wär' es nicht dammten armen Sünders und ich hingegen mehr als Du; Vater, ihm zu bringen ein Pfand Deines Lebens und Deiner besser, ich theilte die Fesseln meines Vaters, als daß ich hier nämlich ein Christ. Die schlechte Jüdin sollte sich's zur Freiheit," hob langsam und beschwörend Zodick an, noch kurze Frist athme unter der Faust des unmenschlichen Ehre rechnen, bewirbt sich ein Bekehrter um sie. Allein so will ich verkrummen und werden wie ein lahmer Wurm, Henters?" Oder,..." äffte Bodick nach... wär' sie gedenft von lieberer Haud die Taufe zu empfangen. der im Staube verscheidet. Die Seligkeit meines Vaters es nicht besser, ich gäbe mich gutwillig in die Fesseln des Ich merke das. Wie dem auch sei. Dein Sträuben hilft soll von ihm genommen sein, und dessen unstäte flüchtige Schultheißen, als daß ich schmachte noch länger ohne Liebes- nichts, und nicht Deiner Schmähungen ergiebige Quelle. Seele zurückkehren zu dieser Welt, um mich zu peinigen fuß und Spiel, wie eine Wittib? Esther erschrak mehr Bei meines Vaters Gebet und Todeskampf! ich hole Dich durch fieben Ewigkeiten, und alle Blutschuld von Israel über die Mahnung an des Schultheißen Sinnlichkeit, als heim, ehe noch des Mondes Scheibe sich füllt; magst Du und Edom falle über mein Haupt zusammen wie die Felsen über die rohe Beleidigung, die sie aus diesem Munde er mich nun erwarten, geschmückt wie eine Braut, oder thränend von Josaphat. Also geschehe mir, wofern.."„ Halt warten mußte. Der Abtrünnige fuhr aber fort: Bist Du wie das gebundene Opferthier. Hoffe nicht, mir zu ent- ein mit dem gräßlichen Schwur, der den Ungläubigsten überflug, Estherchen, so schweigst Du und vertraust auf meine rinnen, denn es heißt:" Dem Falken gehört die Welt,"" zengen müßte von der Wahrheit dessen, was Du gesagt!" Güte. Ich hab es überlegt: Du bist zu schön und zu hold- und meinem Falkenblick wie meinen Spähern entkommst unterbrach ihn Esther schaudernd, indem sie mit schneller selig für die lüfternen Richter aus Amalek. Ich gönne Du nicht."" Mensch!" stammelte Esther, Todtenblässe auf Hand eine Locke vom Haupte schnitt und sie dem falschen Dich ihnen nicht; aber auch nicht dem jungen Goi gönne den Wangen:" Was willst Du beginnen in Deiner tollen Boten hinreichte:" Da, nimm, räthselhafter Mensch, der bald ich Dich. Der Bube hat mich einst geschlagen mit Faust Grausamkeit? Hast Du geschworen zu verderben mein Ge- die Hölle selbst in sich erschließt, bald eine menschliche und Kolben, und das vergesse ich ihm nie, so wahr ich ge- schlecht, so mor de mich. Kannst Du erringen Geld und Be- Regung tund giebt. Bringe den armen Gefangenen in denke meines Vaters, deni das Paradies sei. Denn es heißt: lohnung, so verrathe mich an das Gericht. Welchen Vor- Babylon Trost durch dieses Zeichen, und laß den hochWer einen schlägt aus dem Volte Israel, dessen Stamm theil bringt Dir's aber, so Du mich quälft mit Zu gelobten Gott Deine Seele lenken, daß Du erwachen mögest wird verdorren und sein Geschlecht ausgerottet werden mit muthungen, deren Gräßlichkeit mir den Tod wünschenswerth aus dem Schlummer der Sünde, und widerrufest, daß Du der Schärfe des Schwerts, oder durch den Strahl des macht?" gelogen und falsch beschworen. Zodick!" fuhr sie fort, da Himmels." Was der Herr bös gemacht hat durch meine" Närrchen!" lachte Zodick höhnisch:" Du wirst mich er stumm und stier, wie nachsinnend vor sich hinsah, und Hand und meinen Mund, will er wieder gut machen auf kennen lernen besser, denn bisher. Leb wohl, und setze all fie dieses Schweigen für eine menschliche Rührung nahm: dieselbe Art. Ergieb Dich mir zum Weibe, und Ben David Deine Hoffnung auf mich. Noch eins!" ſette er bei, an" Bodick! höre mich! Noch babe ich mich nicht herabgelaſſen, soll nicht sterben; auch Jochai nicht," setzte er nach der Thüre umkehrend: ich habe versprochen Deinem Vater, zu flehen bei Dir; heute aber thue ich es. Höre den einigem Bedenken hinzu.- Esther starrte ihn unbeweglich zu bringen von Dir ein Zeichen des Lebens und des Wohl- Janimer eines Kindes, das seinen Vater sieht sterben in an und stumm empört. jeins. Der hochgelobte Gott will, daß ich ihn dadurch tröste Noth und Pein. Auch Du willst einst Vater werden. Laß Befinne Dich nicht lange;" fuhr er fort:„ gemessen ist in der Nacht seines verdienten Kerkers. Gieb mir den Dich rühren das Schicksal Ben David, Deines väterlichen die Zeit. Kurz ist nur der Augenblick, der mir erlaubt hat, Ring Deines Fingers, oder die Flechtenspitze von Freundes. oder die Flechtenspitze von Freundes. Nimm sie zurück, diese Anklage, die drei Dir zu nahen. Seit manchem Tage umschleiche ich das Deinem Haupte, auf daß sie Zeugniß geben möge für mich Menschen erbärmlich hinwürgt, wie schuldlos gepeinigte Haus, aber immer liegt die Pforte im Riegel, oder das bei Deinem Vater!" Esther sah den Menschen lange und Lämmer." alte Weib steht daran wie der feurige Wächter am Paradiese. I forschend an. Osage mir, Bodick," sprach sie alsdann:" ( Fortsetzung folgt.) " ein Mittel, sie dem traurigen Geschick, mit dem man sie bedroht, Darteinachrichten. wo ber verfolgten Platat- Freiheit ein forgenfreies Asyl gemährt wir. Wie sich doch die Zeiten ändern! schwieriger scheint: Ich habe am gestrigen Tage eine Besichtigung der fraglichen Deele vorgenommen und dabet gefunden, Daß diefelbe, in feiner Beziehung den an ein Versammlengslokal in polizeilicher Beziehung zu stellenden Anforderungen( utspricht. Der Raum ist etwa 4 Schritt breit und 15 Schritt lang.( Der Amtmann, fagt die Bielefelder Volkswacht", dürfte ein außerordentlich langes Schrittmaß haben.) Es befindet sich darin eine Treppe und ein großer Ofen. An den Wänden hingen Senfen(!!!) und andere landwirthschaftliche Geräthschaften. Auf dem über der Deele befindlichen Bodenraum lagert Heu und Stroh." Der Streit von Graiffeffac vor der franzöfifchen] Kammer. Man schreibt uns aus Paris unterm 8. Juli: In der gestrigen Kammerfihung gab es eine längere Debatte über Unterm neuen Kurs. In unserer geftrigen BusammenDie Chemniter Amtshauptmannschaft hat den Turn, den nun schon zwei Monate währenden Grubenarbeiter- Streit stellung der im Monat Juni gegen Parteigenossen verhängten Aub zu Altchemniz aufgelöst, weil er sich„ neben der von Graissessac( Hérault. Departement), der fast einzig in feiner Strafen hat sich durch nachträgliche Registrirung zweier Fälle Pflege des Turnens auch mit der Förderung und Unterstützung Art ist und den Streifenden nur alle Ehre macht. Es handelt ein Fehler in der Addition eingeschlichen. Die Gesammt- Gelb- ozialdemokratischer Agitation befaßt," folglich die Wahrnehmung fich nämlich dabei weder um eine Sohnerhöhung, noch um eine ftrafe beträgt demnach anstatt 12 660 mit Hinzuziehung der ge- nicht berechtigt ware, mit anderen Vereinen in Verbindung zu öffentlicher Angelegenheiten bezivecke und deshalb laut Gesetz Arbeitszeitverkürzung oder eine der sonstigen Arbeiterforderungen, bachten Fälle 12 990 m. sondern um einen rein menfchlichen Akt. Die Grubengesellschaft, dachten Fälle 12 990 m. treten. Das jei jedoch durch den Beitritt zum gleichfalls sozialbie ca. 1800 Arbeiter beschäftigt, hat nämlich unter dem Vordemokratischen" Arbeiter- Turnerbund und durch die Entsendung wand, daß die neuen Bollverträge ihre Kohlenproduktion Mit dem Berliner Bierboykott befaffen sich auch unsere von Delegirten zum Ernstthaler Kreisturntage geschehen. Dem geschädigt haben, alle älteren Arbeiter, sowie faft sämmt wir von dem Flugblatt in Salle, heute sind wir in der Lage, Die Begründung führt gleichfalls die Bugehörigkeit zum ArbeiterGenossen in der Proving mehr und mehr. Gestern berichteten elbersdorfer Turnverein widerfuhr dasselbe Schicksal. liche Borstandsmitglieder des Grubenarbeiter Syndikats, fämmtliche zu Gemeinderäthen gewählten Arbeiter, fajt mittheilen zu können, daß faft mittheilen zu können, daß auch die Parteigenoffen in Cottbus Turnerbund und die Entfendung eines Delegirten zum Kreistag alle mit der Grubeninspektion betrauten Arbeiterbelegirten, sowie ihre Augenmerk auf Röside und Konsorten lenken. In als Gründe an, aber beides trifft, wie der Beobachter" berichtet, die Arbeiter- Aufsichtsräthe der Pensionskasse, mit einem Worte mehreren anderen Städten, wie in Hamburg, Frankfurt, auf den Helbersdorfer Verein nicht zu." Man wird also die alle jene Arbeiter entlaffen, die ihr in der Plusmacherei hinder- Dessau u. f. w. haben die Genoffen ebenfalls einen diesbezüg- Auflösung rückgängig machen oder nach besseren„ Gründen" lich find. Die Zahl der Entlassenen beträgt 300. Unter den lichen Beschluß gefaßt. fahnden müssen. felben befinden sich über 80, die 10-40 Jahre im Dienste der -Bei einem Feste der vereinigten Gewerkschaften Gesellschaft standen, 19, die in Ausübung ihrer Thätigkeit mehr Der Landesvorstand der sozialdemokratifchen Partei Eisenach s ist den Theilnehmern das Singen von Aroder minder schwere Verlegungen erlitten und 14 Arbeiter, deren Württembergs erläßt einen Aufruf an diejenigen Parteigenoffen, beiterliebern auf dem Festplage verbotem ge Vater oder sonstige Verwandte ihren Tod in der Grube fanden. welche Angehörige anderer Bundesstaaten sind, sich baldmöglichst wesen. Der Eisenacher Bezirk gehört zu denen, über deren Wäre nun die Krise mehr als ein Vorwand, sich unliebsamer naturalisiren zu lassen, um in der Lage zu sein, sich bei der an polizeiliche Eigenthümlichkeiten sich ein Sozialdemokrat schon lange Arbeiter zu entledigen, würde die Grubenkompagnie den ihr von Ende dieses Jahres stattfindenden Neuwahl zum württembergischen nicht mehr wundert. den Arbeitern gemachten Antrag, Feierschichten einzuführen, Landtag betheiligen zu können. Gifriger, denn je, soll diesmal Auf der Deeke des Kolonen Friz Brokmann in Niederficherlich angenommen haben." Die Männer, deren Sie in die Agitation zu den Landtagswahlen eingetreten werden. jöllenbed bet Bielefeld wollte ber Parteig enoffe sich entledigen wollen," schrieben sie an die BergwerksTh. v. Wächter über den Sozialismus sprechen. Ein anderes direktion, befinden sich seit langen Jahren unter uns; Eine Spezialkonferenz Ses hessischen Kreises Die Lotal war aus bekannten Gründen nicht zu haben. fie haben der Kompagnie in den profperirenden Beiten Dienste burg, die in Semb tagte, beschloß thatkräftige Verbreitung Der Amtmann vereitelte die Versammlung der ttt Gozi, erwiesen, die Sie nun mit ihrer Entlassung entlohnen wollen. des Odenwälder Volksfreundes" und erklärte sich mit der indem er sie verbot, was nicht schwierig was, und Diese Männer waren unsere Arbeitskameraden und wir werden, Haltung nnserer Fraktion im Reichstage vollkommen einverstanden. indem er das Berbot wie folgt begründete", we uns wenn es fein muß, als Brüder ihr Mißgeschick theilen. Es giebt Nahezu 1000 Sozialdemokraten aus Magdeburg zu entreißen. Sie geben vor, gezwungen zu sein, Ihr Personal und dessen Vororten unternahmen vorigen Sonntag eine Dampfer um ein Fünftel zu reduziren. Nun gut, reduziren Sie um ein partie nach Dessau, um an einem Feste der dortigen Partei Fünftel die Zahl der Schichten, die jeder von uns bisher machte." genoffen theilzunehmen. Die Kunde hiervon hatte auch aus Aber nicht nur, daß diesem Begehren nicht stattgegeben wurde, anderen Städten Anhalts zahlreiche Parteigenoffen herbeigelockt. die Kompagnie hat sich auch geweigert, die Angelegenheit vor In diesem Herzuströmen der Arbeitermassen trat so recht das ein Schiedsgericht zu bringen. Ja, fie hatte sogar die Infamie, Wachsthum des Klassenintereffes zu Tage, und es zeigte sich den Arbeitern zu fagen: Worüber beklagt Ihr Euch denn? wieder, daß, je heftiger die alte Gesellschaft unsere Partei verMan entläßt die ältesten Arbeiter. Das wird Eurer Pensions- folgt, um so fefter und inniger die Parteigenoffen sich aneinander taffe zu gute tommen." Und was hatte auf all das schließen. der Arbeitsminister, Herr Barthou, au antworten gewußt? Gin Witzbold meinte, als er von dem Versammlongsverbot Daß auch in anderen Industrien zuweilen bedeutende Arbeiter- Wie nüglich die Wahl von Sozialbemotrat en hörte: Natürlich ist das Heu und Stroh auf dem Boden in Geentlassungen vorgenommen würden, ohne daß dieselben in der ist, haben fürzlich die Arbeiter Stettin 3 erfahren. Seit einigen fahr, durch die sozialdemokratischen Brand: Kammer zur Sprache kämen. Uebrigens habe er sich mit den Jahren besteht die Hälfte des Vorstands der dortigen Maler reden", die darunter gehalten werden, in Flainmen aufUnternehmern einer neuen Eisenbahnlinie ins Einvernehmen ge- Ort 3: Krantentasse, nämlich die Vertretung der Arbeiter, augehen! Aber es ist selbstverständlich, daß das Anit nicht solche setzt, damit sie den aus den Gruben von Graissesfac entlassenen aus Angehörigen unserer Partei. Diese tamen bald in wiige Begründung, sondern durchaus ernsthafte BesorgArbeitern Beschäftigung gebe, was ihm auch zugesagt worden Differenzen mit dem Kassirer, dem Malermeister niffe im Auge hatte, als es das Verbot der Versammlung erließ. fei. Ob diese Unternehmer aber auch alte oder verkrüppelte Ponic, der gewöhnt war, alles nach seinem Gutdünken zu Demnach kann das Amt nur Befriedigung empfunden haben, als Arbeiter und unter welchen Lohnbedingungen überhaupt Arbeiter machen. Die Differenzen spizten sich so zu, daß schließlich eine es hörte, daß es den Sozialdemokraten gelungen sei, im selben aufnehmen, darüber hat sich der Minister gänzlich ausgeschwiegen. Generalversammlung der Kaffe einen anderen Kassirer einsetzte, Orte inzwischen die größte und schönste Deebe, nämlich Das hinderte aber die Rammer nicht, seinen Erklärungen bei- obwohl die Innung den letzten Mann aufgeboten hatte, um die des Mühlenbefizers Berninger, zur Abhaltung einer Verzupflichten und mit 336 gegen 141 Stimmen ein der Regierung ihrem Vorstandsmitgliede Ponick den Posten zu erhalten. Der sammlung zu bekommen. genehmes Votum abzugeben. Wenn nun die Streifenden, die neue Kassirer war noch nicht lange im Amte, als sich herausDie Handhabung des bayrischen Vereinss fich bisher geradezu musterhaft benommen haben, anstatt die stellte, daß Ponid Unterschlagungen begangen hatte. Er gefeges wird von der Münchener Post" wie folgt charatterifirt: Arbeit wieder aufzunehmen, in Erbitterung gerathen, wird sich hatte in den Krankenkaffenbüchern die Beiträge richtig quittirt, Uns Sozialdemokraten ist das bayrische Vereinsgesetz nichts die Regierung und deren Mamelukenschaar dies nur selber zu fie aber nicht zur Kaffe abgeliefert und natürlich nicht ins Kassa neues, teine Maßnahme auf Grund desselben fremd, wir wissen zuschreiben haben. buch eingetragen. Bei den Revisionen waren die Unter- das bayrische Vereinsgesetz zu würdigen. Sind doch fünf große schlagungen schwer zu entdecken gewesen, da bei Malermeistern hiesige Organisationen und eine ganze Menge einzelner Vereine, selbst Der Arbeiterkrieg in Amerika wird, wie auch die Bahl der beschäftigten Arbeiter immer Schwankungen eine Genossenschaft sammt und sonders auf Grund des bayrischen inter der nächste Ausgang sein möge, für die innere Ent- unterworfen ift. Festgestellt ist bis jetzt, daß Ponic Vereinsgesetzes aufgelöst und geschlossen worden; aaf Grund des ift aber weit Verein. vollsten Wirkungen sein. Während einerseits die verderb höher, man schäßt sie auf etwa 700 M. Leider ist Bonick loser and empfindlicher angezogen werden, als dieses Das bayrische Vereinsgesetz kann rücksichtslichen Folgen des schrankenlosen Ausbeuterthums fich Beit geblieben, Geschäft und Wirthschaft zu verkaufen und zu beim Sozialistengefeß jemals der Fall gewesen ist. Darum rückte jezt so bemerklich machen, daß kein ehrlicher und denk- flüchten, obwohl die Unterschleife dem Magistrat und der Staats- man der sozialdemokratischen Partei auch mit Vorliebe mit den fähiger Bürger die Lehre länger zurückweisen kann, anwaltschaft angezeigt worden waren. Die Innung, schreibt Bestimmungen des Vereinsgefeßes auf die Fersen. Die Reaktiowird auf der anderen Seite das Verhältniß der Einzel- der Stettiner Boltsbote", dem wir die Nachricht entnahmen, hat näre können sich in Bayern daher noch recht gemüthlich zur Ruhe staaten zu dem Bund auf eine Probe gestellt, die zu einer sich mit ihrem Schüßling toloffal blamirt und wäre nicht ein legen, an drakonischen Gesetzen gegen unsere Partei, so man dieEntscheidung drängt und zur Klärung führen muß. neuer Rassirer gewählt worden, so wäre heute die Sache noch selben anzuwenden für nüßlich findet, fehlt es nicht." Also Arbeiter, wählt überall 20 Mart Geldstrafe zahlen oder 4 Tage Haft verChicago, die amerikanische Arbeiter- Hauptstadt, wo nicht ans Tageslicht gekommen. die Dinge am schärfsten zugespitzt sind, liegt im Staat Illinois, nur Sozialdemokraten! büßen soll der Parteigenoffe Steintuhl in Niederhaßlau, weil er als Vorsitzender des dortigen Ortsvereins deffen oberster Beamter, Gouverneur Altgelt, vor Jahresfrist den schmachvollen Justizmord des Jahres 1887 genoffen Gbm und Buchwald die Aufnahme in den Ge- büchse befand, verhindert hat, daß jemand die Sammelbüchse Die Altenburger Stadtväter hatten unserem Partei- nicht durch Zuschließen des Schrankes, worin sich eine Sammeldie Verurtheilung der sogenannten„ Anarchisten" in meindeverband, das Bürgerrecht, verweigert. Wie sehr sie dabei herausnahm und herumreichte. So entschied das Landgericht einer besonderen Botschaft brandmarkte und, soweit dies den Geist des Gesetzes mißverstanden haben, das gewiß sowieso auf den Einspruch, den der Amtsanwalt gegen das freisprechende möglich war, durch Begnadigung der Ueberlebenden zu nicht zu humanistisch ist, geht daraus hervor, daß das Ministerium Erkenntniß des Amtsgericht erhoben hatte. sühnen suchte. Gouverneur Altgelt, der die so auf die Beschwerde Buchwald's dessen Aufnahme in den Geziale Frage mit den Augen des Staatsmannes meindeverband einfach verfügte. Nun heffen die Altenburger und nicht durch durch die Brille die Brille des Kapitalismus be Stadtväter, der Herzog werde die Verfügung wieder auftrachtet, ist, heben. Es ist nicht anzunehmen, daß sie ihren Willen durchsehen, zumal Buchwald bereits Landtags- Abgeordneter für die selbe Stadt ist, deren Behörden ihm das Bürgerrecht und damit das Recht verweigern, über die Art und Weise der Gemeindeverwaltung sein Urtheil im Wege der Stadtverordneten- Wahl " wickelung der Vereinigten Staaten von den bedeutungs- Die insgesammt unterschlagene Summe allein in letzten Jahre 231 Mart unterschlagen Mark unterschlagen hat. Sozialistengesetes dagegen nicht ein einziger mit den neuesten Berichten, nach dem Präsidenten Cleveland, der sich ganz auf Seiten der Kapitalisten gestellt hat, in Konflikt gerathen. Er be hauptet, der Präsident habe sich, indem er über Chicago das Kriegsrecht verhängte, in Landesangelegen abzugeben. heiten eingemischt, welche die Union nichts angingen. Wir verfolgen mit lebhaftestem Interesse den weiteren Berlauf dieses Konflikts wie der ganzen Krise. Jedenfalls hat die Sache der Arbeiter Unterstüßung gefunden in Kreisen, wo sie früher der erbittertsten Feindschaft begegnete. Die neuesten Depeschen aus Amerika lauten: Chicago, 9. Juli. Die Führer der Arbeiter haben den allgemeinen Ausstand für morgen Mittag beschlossen, es sei denn, daß die Eigenthümer der Pullman- Werte in einen Schiedsspruch willigen. Der Ausstand wird alle Bauhandwerker, die Schlächter, die Bäcker und die Beamten aller Eisenbahnen umfaffen. " Auf dem Aarhuser Kongreß der dänischen Sozialdemokratie theilte der Abgeordnete Knudsen mit, und der Hamburger Rorrespondent" berichtet es weiter, daß die Einberufung einer internationalen Konferenz sozialdemokratischer Abgeordneter geplant sei, um über gemeinsames Vorgehen in der Achtstundenfrage zu berathen. Es handelt sich dabei um die bekannten Beschlüsse des Züricher Kongresses, die wegen der Durchführung des Achtstundentages und zur Einrichtung gemeinsamen Arbeitens der Gewerkschaften der verschiedenen Länder gefaßt wurden. Bolizeiliches, Gerichtliches 2c. " Soziale Uebersicht. und Zuchthausstaate werden durch folgende Bekanntmachung im Die Aufgaben der Schule im kapitalistischen ZwangsErzgeb. Volksfreund" recht deutlich charakterisirt: " Schulhausmannsinstruktion betr. Nachstehend machen wir einen von uns beschlossenen Nachtrag zur Instruktion unseres Schulhausmannes mit dem Hinweis öffentlich bekannt, daß, sofern bei Durchführung der Schulzucht dem Schulhausmann Widerstand seitens der Fortbildungsschüler oder Schüler oder deren Eltern geleistet werden sollte, die betr. Personen nach§ 113 des Strafgesetzbuches wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt mit Gefängniß von 14 Tagen bis zu 3 Jahren bestraft werden können. Schneeberg, den 22. Juni 1894. Der Stadtrath." In einem Nachtrag heißt es, daß der Schulhausmann allen Anordnungen der Lehrer, welche fich auf die Handhabung der Schulzucht beziehen, Folge zu leisten hat. Wenn nöthig, soll diese famose Schulzucht an den Schülern, Schülerinnen und Fort Chicago, 9. Juli. In Chicago und Hammond ist die bildungsschülern durch Anwendung törperlicher Ge= Ein leines Massenprozeßchen wurde vor walt erzwungen werden und soll sich nicht blos beschränken Ruhe beinahe wieder hergestellt. Nur noch vereinzelt werden einigen Tagen vor der Strafkammer in Naumburg verhandelt. auf die Schulräume, sondern sich auch erstrecken auf Wege und Versuche gemacht, Eisenbahnwaggons in Brand zu stecken und 21 Arbeiter aus Beiß waren vom dortigen Schöffengerichte be- Straßen und die elterliche Wohnung. Hoffentlich ist der Schulzu zerstören. Die Meuterer zerstreuten sich, als die Truppen straft worden, weil sie als Mitglieder des Arbeiter- Bildungs- Hausmann ein strammer Unteroffizier, der die Knaben schon ge Feuer gaben. Das Feuern auf die Ausständigen am Sonn- vereins ein gemüthliches Beifammensein", auch mit ihren Frauen, nügend vorbereitet auf ihren späteren Lebenszweck als Vaterlandsabend und Montag, sowie die Proklamation Cleveland's hat veranstaltet hatten und trok polizeilicher Aufforderung nicht ausvertheidiger. die Ruheftörer außer Fassung gebracht. Depeschen aus zahl- einander gegangen waren. Heute wurden fie freigesprochen, weil reichen Orten berichten, daß die Arbeit auf den Eisenbahnen die Zusammenkunft teinen politischen Charakter gehabt habe. Der nationalliberale Reichstags- Abgeordnete Clemm, mehr oder weniger wieder aufgenommen ist. Jedoch haben sich Vor einem Jahre riß in Köln die Polizei Reich 3- pfälzischer Großgrundbesitzer und Millionär, hält für den armen, die Ausständigen in der Nähe des großen Viehdepots in Chicago tagswahl- Blafate ab, worin das dortige Wahlkomitee bedrängten Bruder Bauer gern stimmungsvolle Schuhreden. Er mit Revolvern bewaffnet. Die Eisenbahnen wollen in einen unserer Partei auf Angriffe der Plakate des Zentrums geant- hat jezt Gelegenheit, im eigenen Hause seinen Worten die Schiedsspruch nicht willigen. Wenn der heute beschlossene wortet hatte. Auf die Beschwerde dagegen erwiderte der Polizei- That folgen zu lassen. Wie die Mannheimer Volksstimme" Generalstreit zum Ausbruch kommt, werden 120 000 Arbeiter präsident unterm 14. Juni 1893, daß Anschlagezettel und meldet, hat Herr Clemm im letzten Winter das Jagdrecht auf davon betroffen. Blafate, welche einen anderen Inhalt haben, als An- der pfälzischen Gemartung Neuhofen auf 8 Jahre gepachtet. San Francisco, 9. Juli. Die Lage ist hier noch sehr fündigungen über gesetzlich nicht verbotene Versammlungen, über Der Bachtvertrag enthält die Klausel, daß für Wildschaden bedrohlich. Sämmtliche Matrosen und Seesoldaten von Mare- gestohlene, verlorene oder gefundene Sachen, über Verkäufe oder teinerlei Entschädigungsansprüche geltend ge Jsland haben Befehl erhalten, die Truppen zu unterstützen. andere Nachrichten für den öffentlichen Verkehr nicht ange- macht werden können. Es ist klar, daß hierdurch Bruder Bauer Auch die Kriegsschiffe werden für den Nothfall bereit ge- schlagen, angeheftet oder in sonstiger Weise öffentlich ausgestellt an und für sich Schaden hat. Herr Clemm ist aber ein großer halten. vor Die Schußleute sind daher von mir angewiesen Nimrod dem Herrn. Er soll einen großen Stab Chicago, 10. Juli. Eine zweite Proklamation des worden, alle platate, welche diesen Anforderungen von Jagdhütern und Wildzüchtern besolden, deren AufPräsidenten Cleveland wurde in den Staaten Dakota, Mon- nicht entsprechen, von den Anschlagfäulen und Plakaten- gabe es ist, die Jagd möglichst rentabel zu machen. In tana, Jdaho, Washington, Wyoming, Colorado, Kalifornien, tafeln zu entfernen. ihrer Nummer vom Der Wildstand ein soll deshalb folcher sein, wie Utah und Neu- Merito veröffentlicht. General Miles telegraphirte 10. Juli 1894 schrieb num Rheinische Zeitung" er faum in einer anderen Trift vorhanden ist. Folglich wird dem Präsidenten Cleveland, daß um Mitternacht in Chicago Wir müssen an jenen Bescheid erinnern, wenn wir heute die der Bauer durch das Einbrechen des Wildes in sein Feld oft alles ruhig war. Mehrere Arbeitersyndikate erklärten, daß Mauern der Stadt mit Plakaten bedeckt finden, die entschieden fehr großen Schaden haben. Ebenso der Arbeiter, der sich insie bereit wären, die Regierung zu unterstüßen. Die Lage an doch einen ganz anderen Inhalt haben, als den im Bescheid des folge eines Glückumstandes ein Aeckerlein erworben oder geder Küste des Stillen Ozeans scheint sich gebeffert zu haben, Herrn Polizeipräsidenten angegebenen..... Dder sollte man die pachtet hat. Er schindet sich, sagt die Voltsstimme",„ das ganze dagegen flößt die Erregung der Bergleute an verschiedenen Urtheile verstorbener über Jahr hindurch ab, verwendet seine Abende und seine Sonntage, Punkten des Staates Illinois Besorgniß ein. In Westville die Jfraeliten als andere Nachrichten für den öffentlichen um etwas auf seinem Grunde zu erzielen. Da, wenn ihm nicht hielten Bergarbeiter einen Personenzug an und machten einen Verkehr betrachten?" Frost, Witterung oder das Donnerwetter einen Strich durch seine Angriff auf die ihn begleitende Miliz. Ein Mädchen und eine Unser Bruderorgan wünscht selbstverständlich nicht, daß die Rechnung machen, wenn er Aussicht hat, etwas einzuheimſen, Frau wurden getödtet und ein Mann verwundet. Drei Ver- Plakatabreißerei fortgesetzt wird, sondern es nimmt an, daß bei muß er des Morgens, wenn er der Fabrik in der Stadt zuhaftungen wurden vorgenommen. den Behörden jetzt eine freiheitlichere Auslegung des Gesetzes pilgert, die Wahrnehmung machen, daß ganze Play gegriffen habe und daß nur rein zufällig die Anti- Rudel Rehe die Früchte feines Fleißes femiten die Ersten waren, davon ausgiebigen Gebrauch zu abgrasen; er steht dem Unwesen machtlos gegenüber, er eilt -Allem Anschein nach ist also jetzt Köln der Ort, zum Bürgermeister, um auf seine Beschwerde die Antwort zu erwerden. machen. die " Staatsmänner zu gunsten einer Handvoll Menschen aufrecht erhalten werde, bedürfen. " von Mit solidarischem Gruß gir Der Arbeiter- Ausschuß der Schuhfabriken Fürstenheim u. Morösse, Berlin O., Andréasstr. 32( Andreashof). J. A.: Gust. Hühn. Halten, daß hier nichts au machen sei, denn der Dr. Clemm habe, der Führer entgegenwirken. Man müßte den Hezern in ihren namens Rebulinsky; wollte der Fabrikant auf die Arbeiter cr= sich durch seine Pacht das Recht erkauft, die Fluren durch sein eigenen Versammlungen die Larve vom Gesicht reißen und die alle Fälle weiterbeschäftigen, wogegen mit feinem Streitbrecher weiter arbeiten Wild verwüsten lassen zu dürfen. Leider steht dem Ge Bewegung sich nicht sich selbst überlassen. Noch ist es Zeit, die flärten, schädigten tein Geseß zur Seite. Während im jen Bewegung im Reime zu ersticken, auch wenn, wie es der Fall können. Der Fabrikant bat sich eine Bedenkzeit von zweimal feitigen Bayern für Wildschaden der Jagdpächter verantwortlich ist, gegenwärtig alle Wühler, die irgendwann im Industriebezirk 24 Stunden aus; in dieser Zeit wollte er, wie er selbst zugab, ist und Liquidationen eingereicht werden können, herrscht in der aus Prozessen, Versammlungen zc. bekannt geworden in Zaborze einen sogenannten diplomatischen Schachzug vollziehen, wonach Pfalz nach der Hinsicht eine vollkommene Anarchie. Wohl haben und Umgegend ſigen oder hinkommen, um ihre Arbeit zu ver- betr. Rebulinsky vielleicht von selbst auf die Arbeit verzichten im vorigen Landtage zwei pfälzische liberale Abrichten. Ueberläßt man den Agitatoren das Feld, dann freilich würde. Dagegen erklärten mehrere Arbeiter, sie tönnten feine geordnete die Beseitigung dieser Zustände betrieben, allein was wird ihre Rührigkeit weitere Erfolge erzielen. zwei Tage mehr warten, da sie schon anderweitig engagirt seien, folgte? In der bayerischen Abgeordnetenkammer pflegt man für Allen diesen Machinationen zum Trotz ist aber die Bolts worauf Herr Morösse erklärte, dann könne die Sache ja bis die Pfalz nur solche Gesetze zu machen, die von den 20 pfälzischen wacht" in der Lage mitzutheilen, daß dem Verband in Ober- Dienstag Vormittag erledigt sein. Als der Arbeiterausschuß am Abgeordneten verlangt oder gutgeheißen werden. Die 20 Mann schlesien bereits 2000 Mitglieder angehören. Dienstag Vormittag bei Herrn Morösse vorsprach, erklärte er kurzfind aber fast durchweg selbst große Nimrode vor dem Herrn, find verwandt, verschwägert oder doch mindestens be Ueber den großen Rohlengräberstreik in Nordamerika eg, er werde den betr. Rebulinsky auf alle Fälle weiter be schäftigen, auch halte er die Beschlüsse von Montag Nachmittag freundet mit den Jagdliebhabern, die dafür gesorgt haben, daß wird uns von New- York unterm 27. Juni geschrieben: nicht aufrecht, sondern er werde handeln, wie er wolle, worauf es ruhig beim Alten bleibt, d. h. daß der mittelalterliche Zustand wie der Stand der Dinge im Kohlengräberstreik in bezug Es find bisher noch keine Angaben darüber gemacht worden, sich die Arbeiter gezwungen fühlten, den Streit weiter zu führen. Herr Morösse handelt allem Anschein nach nicht aus eigenem die einer Sinekure als Abwechselung ihres thatenreichen Leben auf die Zahl der mit dem Kompromiß einverstandenen und der Antriebe, sondern es hat jedenfalls eine Fabrikantenversammlung weiter streifenden Arbeiter ist. Ein einheitlicher Plan scheint stattgefunden, welche derartige Beschlüsse gefaßt hat, wie sie Wie man sieht, find es nicht blos die Edelsten der Nation, nach Abschließung des Kompromisses nicht mehr vorhanden zu Herr Morösse am Dienstag seinen Arbeitern erklärte. die dem armen Volfe zumuthen, die Kosten ihrer nobeln der ich im vorigen Briefe berichtete sein. Auf der Minen- Konvention in Columbus, Ohio, Nun, wenn es die Herren Fabrikanten wollen, daß der Pasjionen" zu tragen. Die bürgerliche Noblesse genirt sich worden, den Streik fortzusehen, dieser Beschluß wurde aber in denn wenn keiner von uns wankelmüthig wird und wir von den war erst beschlossen Streit weiter geführt wird, so werden wir denselben weiter führen, ebenso wenig. der nächsten Sigung in Wiedererwägung gezogen und ein Komitee Ein echtes Unternehmerstückchen wird aus dem Städtchen gewählt, welches darüber zu entscheiben hat; das Resultat ist bis. Kollegen Deutschlands unterstützt werden, dann muß der Sieg doch unser sein. Hartha berichtet. Am 1. Juli trat die Bestimmung in Kraft, her nicht bekannt geworden. Im penns. Distrikt Philipsburg war wonach auch die Hausarbeiter in den Webereien zur Alters- und vom Distrikt- Präsidenten Ordre zur Aufnahme der Arbeit erInvalidenkasse versicherungspflichtig sind. Die Stadtverordneten lassen, aber wieder zurückgezogen worden, da sich heftige Oppobeschlossen deshalb, und zwar einstimmig, diese Arbeiter auch zur fition geltend machte. Im Pittsburger Distrikt ist dagegen allKrantentasie heranzuziehen. Nun sollte man meinen, die gemein die Arbeit aufgenommen worden. Im Distrikt Bung vielgepriesene Arbeiterfreundlichkeit der Herren Patrioten ginge jutawney waren die englisch sprechenden Arbeiter bereit, in die Der Streik der Steindrucker bei Wezel& Naumann soweit, daß die paar Pfennige, die der Fabrikant zu den Kranken- Minen zurückzukehren, die ungarischen und italienischen wider in Leipzig dauert unverändert fort. Das ausgesprengte kaffen Beiträgen geben muß, auch noch aufzubringen gewesen seyten sich aber und Jene verließen darauf die Gegend. In Gerücht, die ausständigen Arbeiter hätten die Arbeit wieder aufwären. Aber weit gefehlt. Als neulich die Arbeiter der Firma Pana, Illinois, haben die Unternehmer keine der dortigen pol- genommen, entbehrt, wie die Kommission der Streikenden im Richard Möbius ablieferten, befamen fie anstatt frischer Arbeit nischen und ungarischen Arbeiter wieder eingestellt; dort befinden Wähler" mittheilt, jeder Begründung. einen gedruckten rothen Zettel folgenden Wortlautes:" Ich muß sich fast nur neue Arbeiter. Auch in den Kohlendistrikten der Die Droschkenkutscher Königsbergs ftreifen wegen eines meine hiesigen Arbeiter ersuchen, ihre Kette bis zum 1. Juli übrigen betheiligten Staaten ist theilweise die Arbeit aufgenommen polizeilichen Reglements, durch welches sich dieselben benachtheiligt d. J. abzuarbeiten, da am 2. Juli laut Beschluß der worden, theilweise nicht. Die Unternehmer sollen jetzt entschlossen glauben. Stadtverordneten sämmtliche Weber von Hartha in die hiesige fein, alles daran zu sehen, um die Pläße der Streifenden durch Nach fiebenjährigem leberlegen hat, wie die„ Münchener Krankenkasse pflichtig sind. Ich versage hierzu meine Zustimmung, neue Hände" zu ersetzen. Die Rohlengräber des Judianer Post" meldet, die dortige Polizeidirektion den Metallarbeitern weil dadurch die Beitragspflicht zur Alters- und Invaliden Territoriums find find fammt thren Familien durch Bundes- das seinerzeit fonfiszirte Eigenthum zurückgegeben. Im Jahre versicherung in einer anderen Weise geregelt werden soll, als es truppen gewaltsam aus demselben entfernt worden, 1887 wurden dem damaligen Metallarbeiter Fachin allen anderen Webereibezirken Deutschlands beschlossen wobei nach dem Berichte eines unserer Genossen, verein 26 M. 35 Pf. weggenommen, welches Geld bis 6. Juli worden ist." Sie sollten also nicht weiter beschäftigt werden! der Augenzeuge war, mit einer Brutalität verfahren wurde, wie dieses Jahres in Polizeiverwahrung gehalten worden ist. Und was thaten die Herren Stadtverordneten von Hartha? man sie sonst nur von den„ Deputies"( aus verkommenem Gesindel Sie hoben vorläufig" ihren Beschluß wieder auf. Hartha liegt aller Art rekrutirten Sheriffsmannschaften) gewohnt ist. Eine in demselben Sachsen, wo der Boykott als grober Unfug bestraft Frau wurde lebensgefährlich durch einen Bajonetstich verwundet. wird, wenn ihn Arbeiter anwenden. Hier handelt es sich aber Allem Anscheine nach sind in der letzten Zeit viele Bergleute um einen Boykott, den das Unternehmerthum gegen Arbeiter importirt worden; dies geht aus dem Umstand hervor, daß gegen ausübt, um die Absicht des lokalen Gesetzgebers zu vereiteln. wärtig der Einwanderungsinspektor wahrscheinlich durch ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Selbstverständlich ist der Boykott nicht strafbar. bezügliche Mittheilungen seitens der Streifer genöthigt Stockholm, 9. Juli. Bei den gestern an Bord des Passagierdampfers Döbeln" tonstatirten 5 Cholerafällen handelt Dreimonatliche Kündigung hat der Buchdruckereibesitzer Untersuchung in mehreren Minendistrikten Pennsylvaniens vores sich um Erkrankungen, nicht um Todesfälle. Das Schiff wird Julius Klinkhardt in Leipzig an Stelle der bisherigen nimmt; natürlich wird nichts dabei herauskommen. acht oder vierzehntägigen mit seinen Maschinenmeistern ver Jury gepadt" war. Wie f. 3. mitgetheilt, hatte Paddock, ein freigegeben werden. Der Ausgang des Paddock- Prozesses hat gezeigt, daß die morgen desinfizirt und nach 5 Tagen Quarantäne in Fejan In Hanggö( Finland) find zwei Ers freundlichkeit kann diese Maßnahme des Prinzipalsführers um einbart. Wohl aus Furcht vor Streits! Idealer Menschen Beamter in den Frick'schen Koatswerken, auf die Frauen der Streiter frankungen an Cholera vorgekommen, von denen die eine tödtso weniger entsprungen sein, als nichts davon gemeldet wird geschossen, welche in die Werke eingedrungen waren, um die lich verlief. Stockholm, 10. Juli. An Bord des Dampfers Döbeln" ist daß er die Setzer ebenfalls nur auf drei Monate annähme. worden. eine " Depeschen. . Toulon, 9. Juli. Im hiesigen Arsenal ist ein großes Feuer ausgebrochen. Der Schaden ist sehr beträchtlich. Toulon, 10. Juli. Der Brand des hiesigen Arsenals ist bewältigt. Derselbe hat die Maschinen- Montirungswerkstätte zerstört. Mehrere Marinesoldaten sind verletzt. Der Schaden beträgt mehrere Hunderttausend Franks. Toulon, 10. Juli. Der durch den Brand im hiesigen geschätzt. Die Maschinenabtheilung und die Modellirwerkstätte Marinearsenal verursachte Schaden wird auf mehrere Millionen find fast vollständig zerstört. Die Ursache des Brandes iſt unbekannt. Entgegen früheren Meldungen ist Niemand verwundet worden. arbeitenden Roatszieher zur Niederlegung der Arbeit zu verein neuer Cholerafall konstatirt worden. anlaffen, worauf die Streifenden selbst ebenfalls in die Werke Rach dem Buchstaben des Gesetzes wurde ein Handwerks- drangen und P. in dem darauf entstandenen allgemeinen Tumult bursche vom Schöffengericht zu Ofch as zu 3 Tagen Gefängniß erfchoffen wurde. Die Wunde befand sich im R cken, und es und zur Zahlung von 7 M. Entschädigung an einen Millionär wurde damals feitens der Arbeiter behauptet, daß sie ihm von einem verurtheilt. Der arme Teufel hatte im Kornfeld des Millionärs seiner Rollegen beigebracht worden sei, welcher blindlings aus übernachtet, war von diesem erwischt und der Polizei übergeben seinem Revolver drauflos geschossen hatte. Es wurden damals 60 der Streiter verhaftet und gegen mehrere derselben Anklagen zwei der ersteren wurden denn auch verurtheilt, der eine wegen wegen Mordes, gegen die Uebrigen wegen Aufruhrs erhoben. Todtschlags im ersten Grade, der andere wegen Beihilfe. Wo mit diese begründet wurde, haben die Geschworenen nicht verrathen. Die Zeugenvernehmung hatte nach Dem Urtheil unparteiischer Personen feinen Anhalt zu dem Wahrspruch gegen die beiden geboten und es hätten ebenso gut alle übrigen An: geklagten auf dasselbe Beweismaterial hin verurtheilt werden müssen; diese wurden aber sämmtlich freigesprochen. Welch gefährlichen Hemmschuh für die Bewegungen der Arbeiter die so vielgerühmten Arbeiter- Wohlfahrtseinrichtungen, z. B. die Fabrikwohnungen unter Umständen abgeben können, ist wieder zu ersehen aus den Vorgängen in Oldenburg. Dort streifen, wie wir bereits mitgetheilt, seit einigen Tagen die Glaser. Nächste Woche beginnen nun bereits die Prozesse wegen Räumung der Arbeiterwohnungen. Entweder die Insassen der vom Fabrikanten überlassenen Wohnungen fügen sich der Willkür derselben oder sie sind obdachlos. In der That ein Danaer gefchent. Die Einwandernng in Amerika hat in diesem Jahre ganz wesentlich abgenommen. Vom 1. Januar bis 31. Mai d. J. Wer boykottirt? Unserem Lübecker Parteiorgan ent- find hier im Gesammten 76 384 Zwischendeck- Passagiere gelandet nehmen wir folgendes Schriftstück: gegen 174719 im gleichen Zeitraum des Vorjahres und 205 067 Eisengießerei und Maschinenfabrik in dem von 1892. Andererseits sind nach ungefährer Schäßung Gebrüder Ständer. ſeit vorigen Herbst ca. 30 000 Italiener in ihre Heimath zurück gekehrt. Essen( Rheinprov.), 25. Juni 1894. P. P. Wir gestatten uns, Ihnen in Nachstehendem die Namen derjenigen unserer Former mitzutheilen, die wir für gemeingefährlich halten und vor deren Einstellung wir Sie zu warnen für unsere unerläßliche Pflicht halten, auch damit denselben, die sich darauf stüßen, jeden Tag andere Arbeit zu bekommen, nicht mehr die Gelegenheit geboten wird, ihr Handwerk zum Segen der Sozialdemokratie fortzusetzen. Es sind dies die Namen der Rädelsführer der heute bei uns in den Streif getretenen Formter. Hochachtungsvoll Gebr. Ständer. Es folgen nun die sieben Namen der Geächteten; zum Schluß folgt die Bemerkung: Der durchschnittliche Tagelohn diefer Leute betrug 4 M. Das sind dieselben Ordnungshelden, die sich einerseits nicht scheuen, Arbeiter mit ihren Familien dem Hungertode zu überantworten und andererseits nicht genug schreien fönnen über den Terrorismus der Sozialdemokraten. Gewerkschaftliches. 26. Juni verhaftete Direktor des Journals" Peuple" wurde Lyon, 10. Juli. Der gelegentlich der Unruhen am 25. und wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Beleidigung der Polizeibeamten zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt. Paris, 10. Juli. Die Bureaus der Deputirtenkammer wählten heute die Kommission für den Gefeßentwurf zur Befämpfung des Anarchismus. 10 Mitglieder sind Freunde des Ent wuris, ein einziges ist Gegner desselben. Bei der Wahl der Kommissionsmitglieder waren 225 Deputirte für den Gesetzentwurf, 165 gegen denselben. Mehrere Mitglieder der Kommission machen gewisse Vorbehalte hinsichtlich des Ersages des Schwurgerichts durch das Zuchtpolizei- Gericht, sowie hinsichtlich des Verbotes der Veröffentlichung der Verhandlungen. Mehrere dem Ents wurf gegnerisch gesinnte Abgeordnete forderten eine Reform der Polizei und Regelung des Ausweisungsrechtes mit Rück Paris, 10. Juli. Nach einer Meldung des Temps" aus Madrid ist in Junquera ein Anarchist verhaftet worden, welcher Der Theilnahme an einem Komplott gegen den Präsidenten Casimir Perier verdächtig ist. Achtung, Steinarbeiter! Die Kollegen bei der Firma sicht auf die Anarchisten. Kelch in Berlin haben wegen Lohnabzugs die Arbeit niedergelegt. Vor Zuzug wird im eigenen Interesse strengstens gewarnt. Achtung, Hausdiener, Packer und Berufsgenossen. Der für nächsten Sonnabend, den 14. d. M., in Aussicht genommene Rom, 10. Juli. Deputirtenkammer. Heute begann die Sommernachtsball kann, da der Wirth der Konkordia, erste Lesung des Gesetzes über Zwangsdomizile. Bonajuto be Herr Seeger, den Gewerkschaften seinen Saal nunmehr ver- antragte die Absetzung des Entwurfes von der Tagesweigert, nicht dort stattfinden, sondern ist zu diesem Zwecke ordnung, und erklärte, daß er Ausnahmegeseze zur Regelung seitens des Komitees bereits die Berliner Ressource, des Heimathsrechtes verabscheue; es müsse vorerst die Kommandantenstr. 57, bestimmt und gemiethet worden.( Näheres Kammerauflösung erfolgen.( Heiterfeit, Lärm. Der Präsident durch Inserat morgen.) ertheilte dem Abg. Bonajuto einen Ordnungsruf.) Die Kammer lehnte nahezu einstimmig den Antrag Bonajuto's ab und nahm die Generaldebatte auf. ( Deveichen des Bureau Herold.) Wien, 10. Juli. Wie die„ Pol. Korr." aus Sofia meldet, ist die Privatklage gegen Stambulow eingebracht worden. Außer dem soll die Untersuchung in der Mordaffäre Beltschews und wegen der angeblich im Kerker erfolgten Todesmarterung des Jedenfalls wird Achtung, Töpfer! Wegen Lohndifferenzen ist auf den drei Bauten des H. Peters u. Behne, Kaiser Wilhelmstraße, Opfer der Arbeit. Groß ist die Zahl derjenigen Berg- von 30 Kollegen die Arbeit einmüthig niedergelegt worden. Teute, die alljährlich im Dienste des Kapitalismus ihr Leben Wir ersuchen daher die Kollegen, den Zuzug nach den Bauten lassen müssen. Im Bereich der rheinisch- westfälischen trengstens fernzuhalten und uns moralisch in unserer gerecht Knappschaftsgenossenschaft sind im Jahre 1893 auf fertigten Forderung zu unterstützen. J. A.: W. Daudert. 45 Zechen 74 Explosionen, durch Schlagwetter oder Kohlenstaub Achtung, Schöneberg! Die Versammlung des Deutschen hervorgerufen, vorgefallen. Dabei sind getödtet worden 103 Per- metallarbeiter Verbandes fann Mittwoch, den angeklagten Tufektschiew eingeleitet werden. fonen und 137 sind schwer verletzt worden. Das sind grausige 11. Juli, nicht stattfinden, weil an diesem Tage eine öffentlich Stambulow zu verantworten haben, sei es auf die Privats Zahlen. Und da wollen die Zechen noch gegen die neue Ver- liche Volksversammlung stattfindet. flage hin oder bezüglich der in der Sobranja zu beschließenden ordnung des Ober- Bergamts, betreffend die Verhütung von Bandagen und Handschuhmacher Deutschlands. Bei Erhebung der Anklage. Explosionen, Rekurs erheben! Der Arbeiter Sängerbund Rheinlands hält sein diesjähriges Sängerfest am 22. Juli in Remscheid ab. Papajewski in Berlin ist wegen Nichtbewilligung der Wien, 10. Juli. Einer Meldung des Neuen Wiener Tage9/ 2stündigen Arbeitszeit der Streit ausgebrochen. Daselbst blattes" zufolge ist in verschiedenen Landgemeinden des Krakauer wurde 10% Stunden gearbeitet, bagegen in anderen Fabriken Bezirks die asiatische Cholera aufgetreten. am hiesigen Orte 9 bis 912 Stunden. Vor Zuzug wird streng Synditate ausgebrochen. Die Truppen der Regierung blieben Chicago, 10. Juli. Heute ist der Ausstand der verbündeten Schrecklich wird unsern Spießbürgern und gewarnt. Chauvinisten die Nachricht klingen, daß jüngst junge und jedoch Herr der Situation. Die Eisenbahngesellschaft hat das Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Schiedsgericht der Repräsentantenkammer abgelehnt. Die Kammer ältere junge Damen in Glah den beiden begnadigten französischen Achtung, Tischler! Die unterzeichnete Kommission fordert hält Berathungen über Heeresverstärkungen ab. Offizieren mit Blumen und Jubel gehuldigt haben sollen. alle diejenigen Mitglieder der Zentral- Kranken- und Sterbekasse Chicago, 10. Juli. Die Genossenschaft der EisenbahnDie Bergarbeiter- Bewegung in Oberschlesien, die der Tischler, die mit dem neuen Statut, welches das Kranken- beamten und Eisenbahnarbeiter beschloß, in den Generalstreit wenn auch langsam, so doch stetig fortschreitet, ist den Unter- geld der doppelt Versicherten um 25 pet., der einfach Versicherten einzutreten, wenn der Waggonfabrikant Pullmann die Beilegung nehmern natürlich ein Dorn im Auge und wird von jener Seite um 11 pt. fürzt, nicht einverstanden sind, auf, sich mit ihr in der bestehenden Differenzen zwischen ihm und den Arbeitern nicht Alles gethan, um die Bewegung einzudämmen. Dabei müssen Verbindung zu setzen. Proteſtliſten werden jederzeit kostenfrei einem Schiedsgerichte überlassen will. Falls der Beschluß der Gewerkschaft verwirklicht werden sollte, müßten alle industriellen die schnödesten Verleumdungen herhalten, um als Kampfesmittel zugeschickt. Werke den Betrieb einstellen. zu dienen. So leistete sich der Oberschlesische Anzeiger" u. a. folgendes: Im Auftrage der Protest- Kommission: Gustav Beutler, Chicago, 10. Juli. In Michigan versuchten die AusPrinz Eugenstraße Nr. 21, Hof I, Berlin N. Die Mittel der Agitation ziehen die Führer gegenwärtig ständischen, das Eisenbahnmaterial zu verbrennen; die Streifenvornehmlich aus den Eintrittsgeldern, die sie bei den Ver- Achtung Schuhmacher! Der Streit in den Schuhfabriken den zogen sich erst zurück, als die Truppen Feuer gaben.- In sammlungen einziehen lassen. Dadurch fließen ihnen unkontrollirte von Fürstenheim u. Co. und Moröffe dauert unverändert fort. Toledo schlossen sich alle Eisenbahnarbeiter dem Streik an. In= Summen zu und die Arbeiter verlangen in ihrer Gutmüthigkeit Herr Fürstenheim hat sich bis jetzt noch in feine Unterhand folge der letzten Ereignisse gewinnt die Auswanderung aus weder über den Verbleib dieser noch der als Beiträge für den lungen eingelassen. Das Gerücht, bei ihm sei der Streit bei- Chicago immer größeren Umfang; es herrscht die Befürchtung, fozialistischen Bergarbeiter Verband bezahlten Gelder Aufschluß. gelegt und die Ausständigen feien wieder aufgenommen, einer daß wegen der andauernden Stockung des Zugangverkehrs Die Führer stecken das Geld einfach ungezählt in die Tasche. Nachricht, die jedenfalls Herr Fürsten heim selbst zu dem Mangel an Lebensmitteln eintreten wird. Seitens der Behörden Das haben sie ihren Genossen" im Reiche trefflich abgeguckt. 3wede verbreiten ließ, um das Publikum irre zu führen, beruht werden alle Maßregeln getroffen, um dieser Möglichkeit vorzuDagegen verlangte beugen. Jedes Wort hierzu, bemerkt die Breslauer Voltswacht", demnach auf vollkommener Univahrheit. St. Francisco, 10. Juli. Die Ausständischen beschäftigen hieße solchem ehrloseu Machwerk den Eindruck, den es auf an der Fabrikant Morösse den Arbeiterausschuß am Montag ftändige Menschen machen muß, abschwächen. Das zitirte Blatt Vormittag zur Unterhandlung; dieselbe fand am Nach fich täglich mit Uebungen in der Handhabung der Winchester= mittag im Lokale Herrn Feindt, Weinstraße 11, gewehre. Der Kriegsminister hat mehrere Marinetruppen nach Unseres Grachtens sollten die maßgebenden Kreise, die Geist- statt, und wurden sämmtliche Punkte zu beiderseitiger zu St. Francisco beordert, um mit den dort stationirten Truppen lichkeit und die Arbeitgeber, durch offene Erklärungen dem Treiben friedenheit erledigt bis auf 1 Punkt betr. eines Streitbrechers gemeinsam gegen die Aufwiegler vorzugehen. Berantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. schreibt ferner: Des Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 158. Mittwoch, den 11. Juli 1894. Arbeiter, Parteigenossen! 11. Jahrg. Die Einigungsversuche vor dem Gewerbegericht sind an dem Widerstande des Bier- Ringes gescheitert. Den Herren ist es noch zu früh zu Verhandlungen; der Kampf muß daher weiter geführt werden. Die Ehre der Arbeiterschaft Berlins verlangt gebieterisch ein energisches Eintreten jedes Arbeiters für die gemeinsame Sache. Wenn Ihr Arbeiter Eure Pflicht thut, kann der Bier- Ring nicht siegen. Verdoppelt also Eure Aufmerksamkeit! In teiner Werkstelle, in teinem Hause, bei keinem Ausfluge, nirgends darf ein Tropfen Boytott Bier getrunken werden! Das ist Eure Pflicht, dann ist der Sieg bald unser! Hoch die Solidarität der Arbeiter! Boykottirt find: g 2. Brauerei F. Happoldt. " Die Boykott- Kommission. könnte, sondern sie wortgetreu wiedergeben. Diese Vor- aus gewissen Gründen, die aber bei der Beurtheilung dieser schriften betreffen das Verhalten der Erkrankten und sind so Frage unerheblich sind, nicht verkehren. Von Interesse ist nur 1. Schultheiß- Brauerei, Aktien Gesellschaft, Berlin brafonisch abgefaßt, daß fast kein Erkrankter ohne festzustellen, daß nach wie vor ein erbitterter Kampf um die ( und Tivoli). Strafe und zwar Strafen bis zu 20 M. fortkommen Kundschaft herrscht, und daß die boykottirten Sieben gezwungen fann."( Hier ertönte der Ruf eines artigen Kindes: daran sind sind, durch Unterbietung im Preise und Gewährung sonstiger blos die verfl..... Sozialdemokraten Schuld!) Ich möchte Vergünstigungen den werthen Ringgenoffen die Kunden abzuden Sturm der Entrüstung sehen, wenn solche Vorschriften von jagen. Das ist selbstverständlich tein Zeichen von der Wirkung dem früheren Vorstand der Kasse bezw. von irgend einem Arbeit des Boykotts. geber erlassen worden wären. Diese und ähnliche Vorkommnisse Die Löwen des Tages sind augenblicklich die Herren Saal müssen den für das Wohl ihrer Arbeiter besorgten Arbeitgebern verweigerer. Wenn man den Versicherungen des Großklingelund so auch uns die Frage nahelegen, ob es nicht an der beutelverwahrers Hubertus Jacobi und seiner offiziösen PreßBeit sei, eine eigene Krantentasse zu errichten, damit trabanten glauben darf, so reißt sich förmlich die ganze„ honnete den Angehörigen unserer Gesellschaft für den Fall ihrer Er- Gesellschaft" um die Herrn Bierwirthe, um die sich sonst kaum trankung eine Behandlung zu Theil werde, wie sie für Kranke, jemand irgend wie gefümmert hat; von allen Orten laufen bei insbesondere für Mitglieder des Braugewerbes, angemessen dem Fechter von Berlin Bittgesuche 3. Böhmisches Brauhaus, Kommandit Gesellschaft auf Aktien, A. Knoblauch. 4. Brauerei Karl Gregory, Berlin( Adler- Brauerei). 5. Vereins- Brauerei Nixdorf. 6. Spandauer Berg- Brauerei, vorm. C. Bechmann, Westend bei Charlottenburg. = 7. Afticu- Gesellschaft Schloß Brauerei Schöneberg. * Aus dem Brauerring während des Boykotts find ausgetreten und die Arbeiter- Forderungen haben anerkannt: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichentron, Cha rlottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Radeberger Exportbrauerei( Brauerei Pichelsdorf). erscheint." Wenn diese Vorschriften, welche die Kaffe eigentlich schon große Liebenswürdigkeit haben schwenderisch bereit gestellten Geldspenden und LiebesDie Herren ein, doch ja die zu wollen, die ver= längst hätte besigen müssen, ziemlich energische Anforderungen gaben abholen und in Empfang zu nehmen. an die Mitglieder stellen, so sollte Herr Rösicke doch wissen, daß Bierwirthe befinden sich gegenwärtig auf der Höhe der Situation; der Vorstand seiner ursprünglichen Absicht gemäß diese Vor- sie plantschen nicht nur in Boykott- und Ringbier, sondern auch schriften so milde zu handhaben wußte, daß die meisten Ueber- in Wonne ob der ihnen plöglich zu theil gewordenen verdienten treter der Ausgehzeit und der ärztlichen Verordnungen viel Schicksalsgunst. Denn selbst die hohe Bolizei, weiche fonft gerade weniger Strafe erlitten, als es früher in der Kasse nicht der Busenfreund der Bierwirthe ist, wie diese wenigstens Gebrauch war und in vielen anderen Kassen üblich ist. Auch ist es höchst auffällig, daß er gerade über den wichtigsten Punkt, über jederzeit versichert haben, soll sich in den Dienst der Bierwirthe Dem Brauerring gehörten nicht an und die Arbeiter die Höhe der Strafe, die Unwahrheit gesagt, indem er von Strafen gestellt und der Herr Polizeipräsident von Richthofen soll selber forderungen sind durchgeführt bei: höchst eigenhändig eine namhafte Summe Herrn Hubertus Jacobi zir von 20 M. an gesprochen, und erst in dem von ihm redigirten unterstützung der nothleidenden Gastwirthe verabfolgt haben! Ja, Blatt nach einem Monat der Wahrheit die Ehre gegeben hat. Was schließlich die Gründung einer eigenen Schultheiß- Jacobi und seiner Breßtrabanten sogar noch weiter gehen. Sie die Polizei soll nach den Versicherungen des Herrn Hubertus Krantentasie betrifft, so wird Herr Rösicke sich hüten, soll den Gastwirthen das, was sie trotz allen Räsonnirens, seine natürlich nicht ernst gemeinte Absicht wahr zu machen, sie fönnte nur von großem Nußen für alle die kleineren Brauereien Schwadronirens und Petitionirens nicht zu erreichen vermochten, werden, da diese die Kosten für die Schultheiß- Brauerei und hinsichtlich der Veranstaltung öffentlicher Luftbarkeiten, freiwillig nämlich Verlängerung der Polizeistunde und Vergünstigungen andere ähnlichen Kalibers decken müssen. Eines und sogar das in den offenen Schooß werfen. Ja die Polizei soll noch: für Herrn Rösicke Wichtigste würde er freilich dadurch erreichen: es gäbe feine Unglücks- und Krankheitsfälle mehr thun; sie soll sogar bedauern, nicht noch anders und wirksamer den mehr, wenigstens würde man nichts davon hören! Die ver die Arme greifen zu können. nothleidenden Gastwirthen logene" sozialdemokratische Presse, insbesondere der nichtswürdige fehr bedauerlich, und auch die Herren Gastwirthe werden Das ist nun allerdings Borwärts" hätte teine Angriffswaffen, und das Brausewetterſche dies sehr bedauern, und die ganze honnete Gesellschaft wird es Wort wäre Wahrheit: Die Deffentlichkeit existirt nicht! Deffentlichkeit mit folgenden wahren Angaben anzulügen:" Vorläufig muß uns aber Herr Rösicke noch gestatten, die Die Ortstrantentaffe zählte am 31. Dezember 1898 ins gefammt 3928 Mitglieder( barunter 3843 männliche) im Durch schnitt 2863( 2776) * * * Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, BerlinSüddeutsche Brauerei, Karl Kinz u. Ko., Berlin Dem Brauerring gehören nicht an, Aeußerungen über die Durchführung der Arbeiterforderungen liegen aber nicht vor von Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichs hagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Lerch u. Plettenberg, Werder a. H. Durch Vermittelung der Bierkommission oder auf deren Anregung führen nachstehend verzeichnete Brauereien von auswärts Bier nach hier ein: Brauerei in Wusterhausen. Exportbrauerei Rathenow. Bürgerliches Brauhaus, Dresden. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), des Jahres Frankfurt a. D. Luckenwalde. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Quintern), Tokales. absolute Bahl auf 100 auf 1 Grfr. auf 1 Erkr. männl. Mitg. in der Brauer in den 60 Drts tasse - 1 taffen 92. [ 1 mit ihren unter unendlich bedauern, daß ihre jeder Zeit bereite Netterin aus allen Nöthen dies mal nicht wirksamer helfen kann. Nun, alle verweigerer sich in das eigene Fleisch geschnitten haben. Sie diese Thatsachen beweisen nur, wie tief die Herren Gaalbeweisen, daß die vernichteten Arbeiter eine nicht zu unterschäßende wirthschaftliche Macht bilden, daß deren viels geschmähte Versammlungen und Vergnügungen Vielen in allen eine Eristenz ermöglichen, daß die ganze honnete 60 Rassen Gesellschaft Versammlungen, Vergnügungen auf 100 und Trinkgelagen außer Stande ist, den Ausfall der Arbeitermännl. groschen zu decken und durch Liebesgaben aller Art den„ beDrohten" Gastwirthen zu Hilfe kommen muß. Die Gastwirthe find bereits zu Stützen der heutigen wackeligen Gesellschaft avanzirt! Biedermänner, die mit sittlicher Entrüstung über das leberhandnehmen der Kneipen in Berlin und deren sittenverderbenden und volksverführenden Einfluß zeterten, sind jetzo eifrig bemüht, die Bierwirthe zu stützen, zu hätscheln und zu pflegen! O felig, o felig, ein Saalbesitzer zu sein! Mitgl. Im Laufe bei den männl. Mitg. Erkrankungen 1893 1892 1536 55,33 426 46,40 tage 1893 1892 Sterbefälle 1893 1892 27724 9726 1059,00 999,00 18,05 22,83 26,82 21 10 0,75 1,09 二 二 二 1,19 Die Sprechstunde von 12-1 Uhr fällt vom 7. bis Krankheits11. Juli aus. Jeder zweite Mann erkrankt in den Berliner Branereibetrieben genau gerechnet, wie wir schon einmal hervor gehoben, 55,33 pt.! Da aber die allgemeine Krankheits- Statistik die Unfälle mit einschließt, und Herr Rösicke von seinen 201 Unglücksfällen im vorigen Jahre wenigstens 30 als unerhebliche Verlegungen von seinem Konto abgestrichen haben möchte, so wollen wir generös sein und ihm die 5,33 schenken. Uns bleibt trotzdem noch genügend Material, um immer und immer wieder darauf hinzuweisen, wie absolut nothwendig die gesetzliche Regelung der obligatorischen Unfallsmeldungen, und wie unbedingt nöthig ein besonderes Brauerei- Arbeiter- Schuhgesetz ist! 2220 Es erkrankten vom 1. Januar bis 31. Dezember an Betrieben Bevor wir Herrn Rösicke und Konsorten das statistische Verlegungen bei den Beweismaterial unserer Eingangs- Behauptung tabellarisch zur Verlegungen außer mikroskopischen Untersuchung entgegenhalten, müssen wir ein den Betrieben. wenig auf die Leitung der Orts- Krankenkasse und den Grund beehrt wird. V Anderen Leiden Unbekannten Leiden Ueberhaupt.... bis 31. Dezember an | 34,0 [] von allen von je von je 100 von je 100 anderen Mitgl. 100 Mitgl. Brauern Arbeitern 650 [ 14,95 13,33 15,42 • 29 901 0,73 0,56 0,77 19,20 27,44 16,81 32 1560 0,80 35,68 1,00 42,33 0,77 83,77 eingehen, weshalb sie durch den besonderen Haß des Viergewaltigen Die Orts: Krankenkasse für das Bier Brauergewerbe zählte am 1. März 1893 insgesammt nur 940 männliche Mitglieder. Mit dem 1. April desselben Jahres traten die sämmtlichen Hilfs: Es litten vom 1. April arbeiter in den Brauereien der Kasse bei, die dadurch bis faſt auf 4000 Mitglieder anwuchs und in ganz neue Verhältnisse eintrat. Die vom Vertrauen der Berliner Brauerei- Arbeiterschaft gewählten Delegirten, sowie der neue Vorstand mit seinen Hilfsfräften gingen mit unermüdlichem Fleiß und eiserner Energie vor, um die Interessen der Mitglieder auf das beste, zu vertreten und den Ausbau der Kasse wesentlich zu fördern. Daß fie dabei auf dem richtigen Wege waren, bewies ihnen am besten ber Arbeiterfreund Röside, dessen Zorn sich bei jeder passen. den und unpassenden Gelegenheit Luft machte. Rheumatismus Brust, Hals- und Lungenleiden Influenza Bergiftungen 155 3,88 6,11 8,23 163 • 4,01 6,11 • 71 5 1,78 2,00 0,13 0,11 8,48 1,72 0,13 Fast alle Rheumatismen der Brauer( 55), sowie die Brust, Hals und Lungenleiden derselben( 55) find als Berufstrant. beiten zu betrachten. Unter Vergiftungen sind gerechnet KohlenAller Segen kommt nach einem Dichterworte von oben! Möge dieser Segen nur recht lange anhalten, unferen Segen haben sie ebenfalls! Mögen aber auch die Arbeiter sich ihrer Macht immer mehr bewußt werden, mögen sie aus dem jezigen Bierkriege wieder erkennen, daß sie die ganze bürgerliche Gesellschaft gegen sich haben, selbst wenn sie nur ihr gutes Recht vertheidigen. Mögen sie aus dem„ Saalkriege" die Lehre ziehen, daß sie auf sich allein angewiesen sind und nur durch festen Zusammenschluß dem Ansturm der Gegner Troß zu bieten vermögen. Alle Machinationen der Bourgeois müssen zer stieben an der Solidarität der Arbeiter! Die Netter in der Noth. Großes Heil ist den allezeit. getreuen Unterthanen des Bierkönigs widerfahren. Arbeiter, jezt fönnt Ihr Euch mit Eurem Boykott begraben lassen, denn zum Entsatz rückt heran, mit fliegenden Fahnen und wehenden Zöpfen, der Innungsverband deutscher Tapezirer, welcher vom 29. Juli bis Des 1. August in Reiches Hauptstadt ein Kons silium Man abzuhalten gedenkt. war früher leichts finnig genug, diesen anderthalb Duhend Herren keine Beachtung zu schenken. Doch das rächt sich nun schwer. Die Kamarilla beabsichtigt, den ganzen Boykottsput sehr einfach das durch zu beendigen, daß sie das aufgesammelte boykottirte braune Wasser schlankweg vom Erdboden vertilgt. Damit werden nicht allein die infamen Sozis getroffen, sondern auch die Arbeiter der erlauchten Meister, die schnöden Undanks voll sind.„ Die soziale Gesetzgebung, so trompetet die hiesige Tapezirer- Jnnung durch die Deutsche Tapezirer- 3tg." in die Welt hinaus, jener praktische Ausdruck wirklicher Humanität legt uns faum geahnte Millionen opfer(!!!) auf, ohne daß von dem Empfänger dieser Opfer auch nur eine freundliche Anerkennung laut würde. Darum liebe Kollegen, Ehre um Ehre, auf nach Spree- Athen! helft uns das boykottirte Bier im Kreise froher Becher trinken. Das Möglichste wird geboten werden." G3 fann fein Zweifel mehr obwalten: Das Möglichste wird geboten werden, und dieses Wort fagt Alles. Das ehrfame Handwert wird es also dies mal wieder sein, das den Großs fapitalismus aus der Patsche reißt, das ehrsame Handwerk wird das hohe Wert vollenden, bei dem die Radan- Antisemiten mit ihren schwachen Därmen bekanntlich auf der Strecke bleiben. Also aufgepast, ihr Herrschaften! Es wird aufgeführt das wundersame Schauspiel:" Der Kampf mit dem Drachen Vierboykott" mit einem Nachspiel:„ Der Fall Kote" Am 1. Juli wurde dem Gewerks- Krankenverein gekündigt, damit vom 1. Januar d. J. ab die" Freie Arztwa hl" dunst- Bergiftungen und Bleikolik. eingeführt werden konnte. Alenderungen weitgehender Art aber Wir glauben, daß Herr Rösicke auch über diese Veröffentwurden dadurch nöthig, daß die Kaffe bereits 1892 mit ihren lichung brausen und wettern wird, gerade weil er sie nicht beEinnahmen nicht auskam und einer anderweiten Festsetzung der Beiträge bedurfte. Neue Einrichtungen waren auch die Werichtigen kann. Als Wahrheit bleibt leider die traurige That sache bestehen: Jeder zweite Mann erkrankt! anstaltung von Mitgliederversammlungen, um Delegirte und Vorstand in bessere Fühlung mit den Mitgliedern zu bringen, Die Konkurrenz der Ringbrauereien unter einander die Einführung der Krantenkontrolle durch die Delegirten, sollte, wie das immer geheißen hat, für die Dauer des gegen die Versendung von periodischen Zirkularen an die Arbeitgeber wärtigen Kampfes wenigstens, ausgeschlossen sein. Soweit das und die Festseßung der Vorschriften für Ertrantte". nicht an dem Widerstande der betreffenden Wirthe scheiterte, hat Namentlich diese Festsetzung der Vorschriften für Erkrankte man auch fast immer darauf gesehen, daß die Konsumenten, wenn Blätter melden, jetzt mit rother Farbe auf Preusteine, Brücken,, Trinkt kein Ringbier," diese Worte sind, wie bürgerliche war dem bewährten Arbeiter- Wohlfahrtseinrichter Rösicke fort- sie nicht auf das Ringbier überhaupt verzichten wollten, Kunden rede" vom 13. Dezember v. J. konnte er nicht umhin, der Orts- lichen Begriffen sollte man annehmen, daß das, was den boykots in der Nacht zum Sonntag schablonirt worden. gesezt ein Dorn im Auge. Auch in seiner berühmten Ausschuß der betreffenden boykottirten Brauerei blieben. Nach gewöhn- geländer, Steinfliesen 2c. in fast allen nach den Vororten und durch dieselben rings um Berlin führenden Alleen und Straßen Krankenkasse deshalb eins auszuwischen, aber nur auf grund tirten recht, nun auch den anderen Ringbrauereien billig sei, umdurchaus unwahrer Thatsachen. Zu verwundern sei es, so meinte ſomehr als dieselben solidarisch zu allen Lasten und die sind Herr G. Pätzold, Georgenkirchstr. 4, theilt uns in einer er, was sich die Arbeiter von Gleichgestellten manchmal nicht gering herangezogen werden. Hier herrscht jedoch eine Buschrift mit, daß er in seiner Bierniederlage einzig Bier aus gefallen ließen. Das bewiesen u. a. die neuen Vorschriften der andere Taktik. Wir wissen speziell mehrere Fälle, wo Ringbier durch der nicht im Ring befindlichen Brauerei von C. A. Müller, Drts- Krankenkasse, die bekanntlich jetzt von Arbeitnehmern ge- Boykottbier verdrängt wurde. In einem Lokale der Elsasser- Potsdam, führe. Desgleichen verpflichtet sich Herr Pätzold, im leitet werde. Doch wir den Sinn straße gab es bis vor kurzem Moabiter, jetzt Gregory, in der Bedarfsfalle in seinem Geschäft A gesperrte einzustellen. feiner Rede, den er nach einem halben Jahre möglicher- Elisabethstraße führte ein Wirth bisher Lips, nun aber Schöne- In einer Berichtigung", welche der Verein der wiederum ableugnen berg; nebenbei sei bemerkt, daß Arbeiter in diesen beiden Lokalen Brauereien Berlins und der Umgegend großwollen nicht nur weise vergessen haben und deshalb " " Letztere Nachricht stimmt und sie erhält ihre besondere Aufklärung durch die diesbezüglichen Buschriften, welche folgenden Wortlaut haben: Charlottenburg, den 9. Juli 1894. An die Redaktion des„ Vorwärts", Berlin SW., Beuthstr. 2. an im Vorwärts" aufzunehmen. " Hochachtungsvoll U Kaiser Brauerei, Dummér u. Kahl. Die Phönig- Brauerei von C. Radon, Groß- Lichterfelde, schrieb uns unter dem 6. Juli: An die Redaktion des Vorwärts" " in Berlin. Wie Ihnen bekannt, gehöre ich dem Brauereiring nicht an, werde demselben auch nicht beitreten und nach wie vor nach Berlin Bier liefern. Um jedoch Mißbellig teiten oder Verfolgungen auszuweichen, bitte ich ergebenst, von der Aufführung meiner Firma in ihrem geschätzten Blatte Abstand zu nehmen. Hochachtungsvoll C. Radon, Brauereibesizer. " fpurig in bürgerlichen Blättern Tosläßt, wird erklärt, daß die In einzelnen Fällen sollen solche Briefe fogar nur die Größe im Stadium der Berivesung, doch war sie für die Länge der Brauereien G. Bauer in Werder, Phönix- Groß- Lichterfelde einer Postmarke gehabt haben. Das Einreißen solcher Albern- Beit noch recht gut erhalten. Die Möglichkeit, daß Sittel durch und Dummér u. Kahl in Charlottenburg ihrer Aufforde- heiten hat sich die Postverwaltung selber zuzuschreiben. Während einen Unglücksfall um Leben gekommen, ist gänzlich aus rung gemäß in der vom Vorwärts", dem Organ der sozial- sie Briefe mit zwar unvollständigen, aber absolut eindeutig be- geschlossen, da der nur 1 Meter tiefe Schlangenhorstgraben zu demokratischen Partei geführten Liste derjenigen Brauereien, die stimmten Adressen( z. B. Reichstags: Abgeordneter so und so in beiden Seiten mit Weiden bewachsen ist, die ein Hineinstürzen sich der hiesigen Boykottkommission zur Verfügung gestellt haben, dem und dem Ort) als unbestellbar zurückweist, sucht sie eine fast unmöglich machen, auch das Wasser stets so niedrig ist, daß gestrichen worden sind". „ Ehre" darin, allerlei„ kniffliche" Meldungen zu bestellen, die an sich selbst ein Kind daraus zu retten vermag. Ebenso unglaubirgend einem Biertisch oder in einem Kaffeetlatsch ausgehect lich ist infolge der Lage der Leiche die Annahme eines Selbstsein mögen. Bei ernsteren Leuten tann sich die Post dadurch mordes. Noch am Sonnabend hatte sich eine Gerichtskommission schwerlich den Ruf einer besonderen Findigkeit" erhalten. von Berlin zur Feststellung des Thatbestandes nach Nauen beEgerzier Muskelkrampf. Von ärztlicher Seite wird der geben und am Dienstag Abend fand die Obduktion der Leiche " Kreuz Zeitung" geschrieben: Eine ganz eigenartige Bestatt. Sie ergab, daß Sittel durch Erstickung ums Leben geschäftigungs- Neurose, die uns sonst meist als Schreibkrampf ent- tommen ist. Spuren von äußerer Gewalt waren an der Leiche Hierdurch ersuchen wir Sie höflichst, unsere Firma nicht gegentritt, hatte man fürzlich Gelegenheit, auf einer Nervenklinik nicht wahrnehmbar. Bezüglich der Thäterschaft richtet sich der mehr, und zwar schon von morgen, Dienstag, den 10. d. Mts., nach rechts wandte und mit den Augen, ohne weitere mit Beit des spurlosen Verschwindens des Zimmermeisters in Nauen der Patient seinen zur Wir gehören nicht dem Verein der Brauereien an, treten bewegung des Kopfes, weiter nach rechts sehen wollte, entstand aufgehalten hat. Merkwürdig ist, daß der Graben, in welchem er demselben auch nicht bei und erklären uns mit den Maß ein tonischer Krampf des schiefen oberen Augenmustels und als Leiche aufgefunden worden, feinerzeit auf das genaueste nach nahmen desselben nicht für solidarisch. des geraden inneren Augenwinkels des linken Auges, so dem Vermißten abgesucht worden ist. daß das linke Auge in dem oberen inneren Winkel der Wer trägt die Schuld? Dem aufmerksamen Leser kann Augenhöhle förmlich wie angenäht erschien und und wie ein es nicht entgangen sein, daß besonders in letzter Zeit die Tages. fünstliches Auge aussah. Um den Krampf zu lösen, presse wiederholt über Bau- Unfälle zu berichten hatte, bei denen mußte der Patient erst den Kopf noch bis zur Mittellinie be- die Ursache, wie das gewöhnlich heißt, noch nicht aufgeklärt ist." wegen und einzelne blinzelnde Bewegungen mit den Augen- In den Versammlungen der betreffenden Arbeiterkategorien bildete lidern machen: dann kehrte das linke Auge gleichsam schnellend die Besprechung solcher Fälle, wo die Arbeitenden ihre Gesundheit, in seine Geradestellung zurück. Als Ursache für die Affektion nicht selten auch ihr Leben opfern mußten, eine ständige Rubrik innerder Patient 2 Jahre hindurch auf dem linfen Kompagnieflügel fie auch geführt werden, eine Schuld der Arbeiter in den weitaus wird das viele Exerzieren in den Militärschulen betrachtet, wo halb der Tagesordnung. Obwohl die Untersuchung, so mangelhaft sich befand und infolge dessen bei jedesmaligem„ Sichrichten" meisten Fällen nicht ergeben hatten, mußte man vielfach die den Kopf nach rechts auf etwa 40 Grad drehen mußte, während Wahrnehmung machen, daß größere Kreise sich noch immer nicht die Augen noch weiter nach rechts zu blicken gezwungen waren. von der gänzlich schiefen Auffassung bezüglich der Ursachen dieser Da bei dieser Kopfwendung zugleich der Kopf etwas schräg von Unglücksfälle emanzipiren konnten, sondern nach wie vor dem lints oben nach rechts unten zu stehen kam, mußte im Interesse angeborenen Leichtsinn der Arbeiter, ihrer Nachlässigkeit, oft des binoculären Sehens das linke Auge start nach rechts oben sogar der Trunkenheit derselben die Schuld an dem höchst begedreht werden, wodurch regelmäßig eine übermäßige Spannung dauerlichem Falle" beimaßen. Die stetig steigende Biffer der Eine Erklärung ähnlichen Inhalts gab auch Herr G. Bauer- linken Auges bewirkt wurde. Das Leiden war demnach nichts 5210 Unfälle bei der Nordöstlichen Baugewerks- Berufsgenossen des oberen schiefen und des geraden inneren Augenmuskels des Unfälle im Jahre 1891 waren 4636; 1892: 4816 und 1898 fogar Werder in unserer Redaktion ab. Zur Verichtigung. Der Gastwirth Jann, den wir gestern Egerzier Augenmuskel- Krampf." anderes, als eine neue Art Beschäftigungs- Neurose, der sogenannte schaft zur Anzeige gebracht läßt es begreiflich erscheinen, daß als Verkäufer von Boykottbier aufführten, wohnt nicht Schönleinnunmehr auch andere Kreise auf diese Gefahr im Baugewerbe straße 6, sondern 16. In der Schönleinstr. 6 hat Genosse Kraag Die Sportmanie hat sich in manchen Kreisen Berlins aufmerksam werden"( in erster Reihe fommen hier die Fachleute feine Reſtauration, in welcher Frankfurter Bürgerbräu, also Bier ordentlich eingeniftet. In vielen Restaurants und Bigarren in Betracht), wobei sich wiederum recht augenfällig herausstellt, aus einer Brauerei, die nicht dem Ring angehört, geschänkt wird. geschäften liest man jetzt schon Plakate: Kommissionsbureau für wie berechtigt die Klagen der Arbeiter waren. Turf und Sport oder: Hier werden Wetten für alle Rennen, gewerts- Beitung" auf die Ursachen zu sprechen, aus denen sich In einem recht lesenswerthen Artikel kommt die BauSur Lokalfrage. Herr Saeger hat die Konkordia Sieg und Play entgegen genommen. Festfäle jetzt der Arbeiterschaft zu Versammlungen verweigert. bureaux schießen wie Pilze aus der Erde. Man sollte es gar Raum zu sparen, nur die markantesten Stellen hervorheben. Als Die relativ große Zahl der Unfälle herleiten läßt. Wir wollen, um Der Herr hat vor einigen Tagen einem unserer Bertrauensleute nicht für möglich halten, wer alles wettet! Außer der großen ein besonders zu rügender Mißstand wird die Ueberhaftung der noch die Zufage gegeben, daß seine Lokalitäten den Arbeitern Schaar professionirter Nichtsthuer, die überall dabei" find, giebt behördlichen Bauten bezeichnet. Weil die betreffenden Stellen die zum Mittwoch zur Verfügung ständen. Am Dienstag hat er sein es eine gewisse Sorte Restaurateure und Kellner, die dem Sport Vergebung der Bauten meist zu spät bewirken, bleibt für die Wort zurückgezogen. Sinnes geworden ist, mag daran liegen, daß ihm am Montag Barbiere 2c. 2c. sprechen mit einer Sicherheit in Turfangelegen Herstellung der Rohbauten eine zu kurze Friſt. Daß Herr Saeger so plötzlich anderen leidenschaftlich huldigen; junge Kaufleute, Schlächtermeister, Vergebung der Bauten meist zu spät bewirken, bleibt für die noch der große Hutmacher Kommers bevorstand, bei dem noch beiten", als ob sie im Sattel groß geworden wären. Die Nach seitig fertig zu werden, wird in unzulässiger Weise ein guter Gewinn einzuheimſen war. Ebenfalls hat Herr Joel, äfferei nobler Paffionen" geht thatsächlich ins Ungemessene. 3ur Gile getrieben; dadurch vergrößert sich die Unfallsowie Herr Tacke, der Besitzer des Feenpalastes, man hält seine täglich erscheinende Sportzeitung, radebricht in gefahr bedeutend. Wenn an eine Bauarbeit verhältnißsich den Saalverweigerern angeschlossen. war gleichfalls am Sonnabend ein Abgesandter auf der lich haben die Renngesellschaften zwar beschlossen, die Vertreter von der Platz durch das viele aufgestapelte Material beengt. Das Bon letzterem dem berüchtigten Remmplay- Deutsch und vor allem wettet man. Kür mäßig zu viele Arbeiter gestellt werden, so heißt es weiter, hindert einer den anderen an der freien Bewegung; ebenso wird Redaktion, um zu erklären, daß der Feenpalast trotz aller von solchen Sportbureaux nicht mehr zu den Plätzen zuzulaffen; lettere bedingt oft, daß die Rüstungen sogar brechen oder das arbeiterfeindlicher Seite ausgestreuten Nachrichten den Arbeitern wahrscheinlich wird das jedoch wenig helfen. Auf den Renn Material fällt herab und verlegt dadurch unten arbeitende Perzur Verfügung stände. Die Arbeiterschaft wird aus dem Kapitel plägen strömt dann eine Gesellschaft zusammen alles im von der Mannestreue der Saalbefizer gar manche, für spätere Interesse der Pferdezucht natürlich!- die an Buntscheckigkeit sonen. Unfälle entstehen auch bei der zu schnellen Beförderung Gelegenheiten verwendbare Lehren ziehen können. nichts zu wünschen übrig läßt. Neben dem fäbelrasselnden das Blatt wörtlich, daß bei von Materialien u. s. w. Hinzu kommt, so schreibt Charlottenburg. Hiermit bringen wir unseren Freunden Lieutenant und anderen nicht weniger vornehmen Herren a. D. führung der Bauten auch nicht genügend Rücksicht auf die der ฮิ น schnellen Ausund Parteigenossen zur Kenntniß, daß infolge des Austritts der findet man das feinere Louisthum in allen Schattirungen Pichelsdorfer Brauerei aus dem Ring die folgenden Gastwirthe gleichzeitig dem Vergnügen und dem Geschäft obliegend, Damen Anstellung von wirklich qualifizirten Arbeitern genommen werden auf unserem Flugblatt zu streichen sind: Klebba, Kaiser Friedrich- zweifelhafter und unzweifelhafter Güte im schönsten Durchein sondern auch die Gefahr in erheblicher Weise vermehrt wird. tann, wodurch nicht nur die Güte des Bauwerks sich vermindert, straße 96. Lillpopp, Kirchstr. 11. Gersdorf, Krummeftr. 5. Jahn, ander, dazwischen die Buchmacher und der ganze Troß gaffender um blos fertig zu werden, zieht man fremde Arbeiter heran, Magazinstr. 21. Rinte, Bestalozzi- und Krummeftraßen Ecke. Philifter, die ihr Geld los werden wollen. Nach einem Ziele welche nach kurzer Zeit wieder entlassen werden. Lensti, Scharrnstr. 11 a. Nieß, Schiller- und Krummestraßen- streben sie alle hin, nach dem Totalisator-Ecke. Ahlert, Sophie- Charlottenftr. 80. Becker, Spandauerstr. 26. Echöngalla, Spreeftr. 31. Hahn, Wilmersdorferstr. 65. Rupprecht, Wilmersdorferstr. 134. Schulforth, Wilmersdorfer- und Grünftraßen- Ecke. Lillpopp, Wilmersdorfer- und Kanalstraßen- Ecke. A Die Lokalkommission. " Die Sport und WettDiese von fachkundiger Seite gegen die bauenden Behörden meldet, die in Schöneberg große Erregung hervorgerufen hat. für Zum Morde in Schöneberg wird eine Verhaftung ge- erhobenen Vorwürfe treffen so sehr in's Schwarze, daß uns gar feine Veranlassung vorliegt, biefelben Bei einer polizeilichen Streife, die am Dienstag früh unter- irgendwie abzuschwächen. Einer Ergänzung bedürfen die nommen wurde, wurde ein Mann aufgegriffen, der sich in der selben aber insofern, als das hier Gesagte auch auf die Bur Deutung des Namens Berlin aus einer slavischen Beschreibung, die über die eine der beiden gesuchten Persönlich dort erleben wir das vom menschlichen Standpunkte UnbegreifNähe des Friedenauer Bahnhofes umbertrieb. Auf ihn paßt die Privatbauten im Wesentlichen seine Anwendung findet. Hier wie Wurzel stellt Prof. A. Krupka in Königgräß eine neue, beachtens feiten gegeben wurde. Der Festgenommene befundete große Angit, liche, daß in ganz unnöthigen Fällen- ein Theil der Bau werthe Hypothese auf. Er stützt sich auf das noch heute wie hat aber nicht zugestanden, daß er die Mordthat ausgeführt arbeiter bei elektrischem und sonstigem Licht zur Nachtzeit schindet, vor 800 Jahren vorkommende böhmische Wort„ brli", das feste habe. Holzbauten im Wasser, namentlich auch Teichgatter, Vorrichtungen berg durch den Polizei- Inspektor bewirkt wurde, wird in bezug dotirt man die Antreiber gut, die ein gutes Theil der Unfälle direkt Seine Vernehmung, die im Amtshaus zu Schöne- während Tausende das Pflaster treten; außerdem befoldet und zur Regulirung des Wasserabflusses, die mit Gittern zur Zurück auf die Einzelheiten sehr geheim gehalten, da die Person verschulden, und so fort. In diesen Fällen sind die Privatbauten den haltung von Fischen zc. versehen sind, bedeutet. Um eine Gegend bis zur genauen Feststellung des Sachverhalts nicht bestaatlichen und kommunalen vollkommen ebenbürtig. Vor allem bei einer gewissen Stelle zu bezeichnen, wurde im Böhmischen kannt werden soll. Im Uebrigen befindet sich noch der obdach- kommt aber in Betracht, daß die bauausführenden Behörden, die Silbe in angeschlossen, so daß brlin und das daraus unter lose Schuhme cher Karl Sonnabend, der zugleich mit dem Ehe- ganz abgesehen davon, daß sie doch nicht in Kalamitäten bezüglich deutscher Zunge entstandene berlin auf die natürlichste Weise sich mann der rstochenen festgenommen wurde, in Untersuchungs- der Baugelder kommen können, wodurch sich die Haft auf manchen als Gegend oder Stelle am Teichgatter( oder am Schleusenpfahl haft. Er war unter den Erften, die an der Leiche erschienen Bauten erklärt, doch gewiß feine Verpflichtung haben, derartigen wert) erklärt. Krupka hält, der Voff. 3tg." zufolge, seine Her- und hat verdächtige Reden geführt. Indeß scheint gegen ihn traurigen im Baugewerbe eingeriffenen Marimen Vorschub zu leitung für erwiesen, nachdem es ihm fürzlich gelungen ist, in das Belastungsmaterial ebenso wenig auszureichen, wie gegen leisten; daß die Bauten gegenwärtig auch nur eine entfernte Böhmen, im Manetiner Gerichtsbezirk, eine Ortschaft Namens Lange. Die Schöneberger Gendarmen und Amtsdiener unter- Aehnlichkeit mit Musterbetrieben haben, wird doch hoffentlich Brlin" aufzufinden, bei der das Pfahldammwerk zwischen zwei nehmen noch fortgesetzt zur Tages- und Nachtzeit Absuchungen niemand behaupten wollen! Zeichen( dessen Fläche na Breline, das heißt zu dem Berlin, der Umgegend. Die Schwierigkeiten, den Thäter zu ermitteln, Wenn der Vorstand der Nordöstlichen Baugewerts Berufs genannt wird) zu dem Namen die Veranlassung gegeben hat. wachsen bei den geringen Anhaltspunkten von Tag zu Tag. Von genossenschaft, wie es heißt, für die Verminderung der UnfallDie sterilifirte Milch für Säuglinge und Armen- anderer Seite wird mitgetheilt: Im Laufe des Montags find gefahr ganz energisch eintreten will, so fann man ihm wohl Franke, die der Magistrat in der Zeit vom 1. Juli bis Nachforschungen bei den am Sonnabend Nachmittag amtirenden feinen besseren Rath geben als den, für durchgreifende Uebers 30. September dieses Jahres durch eine hiesige" Meierei" liefern Beamten der Wannseebahn angestellt worden, ob jemand der- wachung und fachkundige Kontrolle nach allen Richtungen hin lassen und durch die Armenkommissionen vertheilen lassen wollte, selben während des Mordes oder vorher auffällige Vorgänge Sorge zu tragen. Damit wäre auch die Eingangs gestellte Frage hat sich, den Meldungen hiesiger Blätter zufolge, bereits nach am Priesterwege wahrgenommen hat. Das Resultat dieser Nach beantwortet. Die Unfälle laffen sich, daran ist nicht zu zweifeln, wenigen Tagen als höchst bedenklich herausgestellt. Aus mehreren forschungen war jedoch ein negatives. Es ist daher anzunehmen, wenn man nur ernstlich will, auf ein Minimum reduziren. Armenfommission sollen zahlreiche Beschwerden eingelaufen sein, daß die That in einem Augenblieke verübt morden ist, während Von den Fortbildungsschulen. Die Voffische Zeitung" die diese Milch als ungenießbar" bezeichneten. In zwei Kom- fein Zug diese Stelle der Wannseebahn passirte. Bei den im missionen haben die Aerzte sofort Anweisungen auf Molkerei. Laufe der letzten drei Tage gemachten Siftirungen ist teine, führt als Beweis dafür, wie wenig manche Arbeitgeber sich um milch" gegeben und den weiteren Gebrauch der" Meierei welche für die Ermittelung des Mörders irgend welchen Werth das Wohlergehen ihres Dienstpersonals bekümmern", folgenden milch" untersagt. So viel wir wissen, erfolgt die Lieferung der hätte. Dagegen wurden zwei der Sistirten nach dem Unter- Fall an. Ein 16 jähriger Schreiber, der bei einem Rechtsanwalt sterilisirten Milch durch die" Meierei" des Herrn Bolle, fuchungs- Gefängniß in Moabit überführt, und zwar deswegen, beschäftigt ist, besuchte an zwei Abenden in der Woche eine und zwar wurde sie ihm als dem Mindestfordernden gegen den weil dieselben verdächtig sind, Ginbrüche verübt zu haben. Fest- städtische Fortbildungsschule, kam aber in letzter Zeit unpünktlich Einspruch von Aerzten übertragen. Die Aerzte erklärten, für gestellt ist inzwischen, daß das Verbrechen nicht ein Rache- und unregelmäßig. Auf eine an den Rechtsanwalt gerichtete 20 Pf. fo viel forderte Herr Bolle, während seine Ron- att gewesen sein kann, da sich die Ermordete bei ihrer Rund Mittheilung erhielt der Leiter der Fortbildungsschule die Antfurrenten selbst für 30-45 Pf. noch nicht die beste Milch liefern schaft großer Beliebtheit erfreute und nachgewiesenermaßen wort:" Ihre Zumuthung, dahin zu wirken, daß N. N. die Lehrzu können erklärten für 20 Pf. könne tein Mensch ein Liter feine Feinde besaß. Da auch die Absicht eines Haubes aus- stunden regelmäßig besucht, weise ich auf das entschiedenste Ich timmere mich nicht darum, was mein gute, fterilisirte Milch liefern, und im übrigen habe ja Herr Bolle geschlossen ist, so hat sich bei der Behörde die Annahme bestärkt, zurück. nur eine Meierei, in der die überall zusammengekaufte Milch, daß die That von einem Wüstling, welcher wohl einen Mord Personal außerhalb der Bureaustunden in der freien Zeit zum Theil Milch der allerbilligsten Sorte, gemischt werde. Aber gar nicht beabsichtigte, verübt worden sein kann. Das zur That thut. Ich bitte, mich fernerhin mit derartigen Ansuchen verHerr Bolle, der„ chriftliche" Mann, meinte, er wolle nichts daran benutzte Meffer, über dessen Herkunft noch nichts ermittelt schonen zu wollen." Die„ Boffische Zeitung" entrüftet sich hier verdienen und nur aus purer Nächstenliebe so billig liefern. worden ist, kann bei der Kriminalpolizei in Schöneberg Grunde genommen hat der Rechtsanwalt in der That weder die bei Gelegenheit. Im Milch schon nach drei, vier oder fünf Tagen sich als ungenieß gestern stattgefunden und diese hat die Richtigkeit der von der Pflicht noch überhaupt das Recht, sich darum zu kümmern, was bar" erwiesen hat, heißt es mit einem Male, die Ansichten über Presse gegebenen Darstellung bestätigt. Der erste Stich, der feine Angestellten mit ihrer freien Zeit anfangen. Aber felbst die Zulässigkeit der Sterilisirung von Milch seien überhaupt noch absolut tödtliche, ist an der Schläfe in die Schlagader gedrungen wenn man ihm diese Pflicht zusprechen will, so ift feine Gleichsehr getheilt, und die bürgerliche Presse führt das Urtheil eines und hat diese völlig durchschnitten. Der zweite Stich, welcher giltigkeit gegen die Weiterbildung seines Schreibers doch noch und verwerflich, wie hervorragenden Arztes an, daß sterilisirte Milch geradezu schädlich zwei Centimeter tiefer liegt, hat ebenfalls die Schlagader ge- nicht annähernd so tadelnswerth sei. Dieses Urtheil wird vermuthlich doch auch in den Vor- troffen und diese leicht verlegt. Die Beerdigung der Todten das Verhalten derjenigen Arbeitgeber, die ihrem Personal berathungen, die über die Milchfrage gehalten worden sind, in wird am Donnerstag auf dem Schöneberger Friedhof stattfinden. durch zu lange Beschäftigung den Besuch der Fortbildungsschulen überhaupt unmöglich machen, ober, wenn sie sich Betracht gezogen worden sein. Man wird also jetzt zu allererst Anscheinend ermordet worden ist der seit zwei Monaten doch dazu bequemen, Urlaub zum Besuch der Schule zu geben, zu prüfen haben, ob die Bolle'sche sterilisirte Milch schädlich vermißte Bimmermeister Daniel Sittel in Nauen, dessen durch allerlei Scherereien dem Lehrling die Sache bald wieder ist oder nicht. Wenn die Sache sich wirklich so verhält, Leiche am vergangenen Sonnabend in der unmittelbaren Nähe verleiden. Ein fluger Chef weiß es, wie eine Einsendung in der mie sie berichtet wird, dann handelt es sich hier um seines Wohnhauses aufgefunden worden ist. Ein hiesiger Bericht Mittwochsnummer der Vossischen Zeitung" selber an einem einen Standal, der beinahe ohne Gleichen ist. Bereits erstatter theilt folgendes mit: Das Verschwinden des auch in etlatanten Beispiel lehrt, so einzurichten, daß jedesmal gerade in Nummer 105( 9. Mai 1894) haben wir die Berliner Bautreisen bekannten Zimmermeisters Sittel verursachte dann noch eine dringende Arbeit im Geschäft zu erledigen oder Gefahren hingewiesen, welche die Knauferigkeit in der für seinerzeit großes Aufsehen. In weitem Umkreise Nauens war ein zeitraubender Bestellgang zu machen ist, wenn der Lehrling die Gesundheit der Proletarierkinder so überaus wichtigen Milch- nach dem plöglich Verschwundenen gesucht worden, ja fogar bald entlassen werden müßte, um zum Unterricht zu gehen. Und frage herbeizuführen geeignet ist. Wir sind gespannt, was nun ein Detachement Potsdamer Gardejäger hatte die Waldungen wenn der Lehrling so unvorsichtig ist, sich seinen Urlaub zu geschehen wird. Wird man sich zu einem offenen Geständniß mit Schweißhunden abgesucht, ohne die Leiche des Mannes auf- mahnen, dann kann er gelegentlich sehr unfreundliche Worte zu bequemen, daß nur zu einem Preise, den sich Reiche leiften finden zu können. Erst an diesem Sonnabend stieß eine Magd hören bekommen. Das ist auch einer von den Gründen, aus denen können, gesunde Milch geliefert werden kann oder wird man die des Sittel'schen Bauernhofes beim Heuen auf die Leiche des Mannes, fich viele Fortbildungsschüler daran gewöhnen, den Unterricht der Sterilisirung ungünftigen Gutachten nun mit einem Male der Todte lag in dem zu seinem Grundstück gehörigen Schlangen- erst unpünktlich und unregelmäßig zu besuchen und schließlich als gewichtig genug ansehen, um die" Ungenießbarkeit" der horft- Graben. Bei der Leiche wurden sämmtliche Werthfachen ganz wegzubleiben. Man braucht den Anlaß dazu nicht immer billigen Milch des christlichen" Bolle zu erklären? gefunden, doch fehlten die Geschäftspapiere, die Sittel stets bei blos in der Bummelei und Faulheit der Schüler zu suchen. Der Die Post soll in letzter Zeit, wie hiesige Blätter melden, fich zu tragen pflegte. Das rechte Ohr des Zimmermeisters war Fortbildungsschulleiter, dem die Voffische 3tg." ihre Mittheilung wiederholt Briefe ungewöhnlich fleinen Formats erhalten haben, eingeriffen, die Nase platt gedrückt, die Leiche befand sich schon verdankt, wird vielleicht in der Lage sein, auch hierüber Aus" " luirt zu erteilen. Schriftliche Aeußerungen. wie in dem oben erwähnten Falle, wird er dafür freilich kaum anführen können. Diejenigen Arbeitgeber, die ihrem Personal den Besuch der Fort- bildungsschulen erschweren oder überhaupt nicht gestatten, werden sich schön hüten, wenn die Fortbildungsschulen ihre Hilfe gegen den vermeintlich aus Lüderlichkeit schwänzenden Schüler anruft mit der Wahrheit herauszurücken. Die Volksküchen haben auf„vielfachen Wunsch" eine Aenderung dahin eintreten lassen, daß die halbe Portion ohne Fleisch jetzt für 10 Pf. verkauft wird. Diese„Ver- günstigung" gilt indeß blos für Kartoffelspeisen und Milch- geeichte. während für alle anderen Speisen, die nach der Ver- sicherung des Vorstandes mit„Bouillon" gekocht sind, also Hülsenfrüchte und Gemüse, der alle Preis von 16 Pf. bei- behalten wird. Es ist ein trauriges Zeichen, daß die„vielfachen Wünsche" dahin gehen, auch die winzige Fleischscheibe noch zu entbehren, nur um einige Pfennige ersparen zu können, weil eben die Er- werbsverhältniffe total zurückgegangen sind; andererseits mnthet es aber sonderbar an, wenn der Vorstand von„Bouillon" spricht. Es mag dies zutreffend sein, wenn das Wort von„bonillir" (kochen) abgeleitet werden soll; sofern aber darunter„Kraft brühe" verstanden wird, so ist dies der Gipfel des Optimismus, der allerdings dadurch erklärlich ivird, daß die„Leistungen" des „Vereins der Volksküchen von 1866" auf der im Jahre 1883 stattgehabten Hygiene- Ausstellung mit der goldenen Medaille prämiirt worden sind. Und da sagt man immer.nur Dame„Justitia" sei blind. Die Sehnsucht der Jniinngsmeister nach willfährigste» Arbeitern zu stillen und damit einem der vielen Leiden der schiviudsüchtigen Meisterherrlichkeit mit teutscher Gründlichkeit abzuhelfen, hat sich in der Metropole der Intelligenz, spät zwar, aber doch, eine Koalition von Menschenfreunden gefunden, die, wie alle echten Philantropen,»och dazu ihr Licht unter den Scheffel stellen. Wir sind aber der Meinung, daß dem Verdienst seine Krone stets in der Oeffentlichkeit gebührt, und so theilen wir— hoffentlich zur Freuds der ebenso bescheidenen wie ingeniösen Sozialpolitiker— den Text des Zirkulars mit, woraus uns ihre Thäligkeit bekannt wurde. Das Schriftstück lautet: Euer Wohlgeboren theilt der unterzeichnete Vorstand ergebenst mit, daß der Verein ehemaliger Garde- Füsiliere einen Arbeitsnachweis für die im Herbst zur Entlassung kommenden Reservisten seine? Re> giments einrichtet und wendet sich derselbe mit der ganz er- gebenen Bitte an Euer Wohlgeboren, dieses Unternehmen daher freundlichst dadurch unterstützen zu wollen, daß Sie uns die bei ihren werthen Mitgliedern offenen Stellen mittheilen. Von der Ansicht ausgehend, daß es nicht allein im Interesse der entlassenen Reservisten, sondern auch in dem der Jnnungs- bestrebungen im Allgemeinen liegen wird, wenn die aus guter Zucht kommenden jungen Männer den Jnnungs- nieistern zugeführt werden, damit sie sich nicht sofort wieder den Großbetrieben zuwenden und dort der Partei der Zuchtlosigkeit in die Hände fallen und deren Umsturz- bestrebungen unterstützen helfen, hegen ivir die Hoffnung, daß Sie die in Anspruch genommene freundliche Unterstützung einer Einrichtung nicht versagen werden, durch die wir hoffen, eine gute kameradschaftliche Idee in die That umzusetzen. Je länger die jungen Reservisten der Sozialdemokratie fern bleiben, desto länger ist Aussicht vorhanden, ihnen den gesunden deutschen Sinn zu erhalten und ihr Standesbewußtsein nicht nur zu heben, sondern auch zu erhalten. Indem wir noch bemerken, daß wir nur diejenigen unserer jungen Kameraden empfehlen werden, die sich einer guten Führung befleißigt haben, und daß unsere Vermiltelung eine nach beiden Seiten hin unentgeltliche sein wird, zeichnen wir mit der Versicherung vorzüglichster Hochachtung Der Vorstand des Vereins ehemaliger Garde-Füsiliere. N o b. Wiske, Architekt, H e r m. S e i z e l, Malermeister, Vorsitzender, Schriftführer, Michaelkirchftr. 13. Metzerftraße 36. Ad. Herzfeld, Kaufmann, Schatzmeister, Poststraße Nr. S. Die Vorlheile der Verwendung von militärisch dressirten Arbeitskräften werden hoffentlich selbst dem blödesten der Jnnungs- uieisteraugen einleuchtend sein. Immerhin scheint uns der Arbeits- Nachweis der ehemaligen Jardisten noch verbesserungsbedürftig. Märe es nicht rathsam, den Jnnungsmeistern die Gefügigkeit der vom Verein besorgten Arbeitskräfte durch eine Bestimmung zu gnrantiren, wonach jeder, der muckst, d»ei Tage Mittelarrest auf- gebrannt bekommt? Als Arrestlokal könnten vielleicht die Keller der boykotlirten Brauereien verwendet werden, deren Biergeister sich jetzt mangels nützlicherer Beschäftigung den weltschmerzlichsten Trübungen hingeben. Von vier Strolchen wurde am Montag Nachmittag auf dem Wege von Grunewald nach Schildhorn ein Dienstmädchen überfallen und vergewaltigt. Herren, welche vorbeigingen, sahen die Strolche im Gebüsch herumlungern, ohne Verdächtiges wahr- zunebmen, da dem armen Opfer die Hände gebunden und der Mund mit einem Tuch zugestopft war. Erst nach vollbrachtem Verbrechen lief das vergewaltigte Mädchen den Herren nach und schrie laut um Hilfe. Es gelang leider nicht, der Strolche Hab- Haft zu werden/ Erschossen hat sich am Sonntag Nachmittag der 13 Jahre alte Portepeefähnrich Tb-, der sich hier in der Nollendorfstraße bei den Eltern aufhielt. Man verinuthet, daß Mißerfolg bei der Prüfung den Anlaß zur That gegeben hat. Die Sammelliste Nr. 3S4S für die Brauerei-Arbeiter ist verloren gegangen. Ter Finder wird gebeten, dieselbe bei Schröder, Wiesenstr. 39, oder in der Redaktion des„Vorwärts" abzugeben. Polizeibericht. Am 9. d. Mts. Vormittags stürzte sich eine Frau von dem Dache eines Hauses in der Schönhauscrstraße auf die Straße hinab und erlitt dabei so schwere Verletzungen, daß sie bald darauf starb.— Nachmittags versuchte sich ein Stein- träger vor dem Neubau Christburgerstr. iSa. zu erschießen. Er wurde schwer verletzt, aber noch lebend ins Krankenhaus ge- bracht.— Abends schoß ein Arbeiter in der Oderbergerstraße dreimal aus einem Revolver ans einen Maurer, mit dein er in Streit gerathen war. Die Waffe scheint jedoch nur mit Platz- Patronen geladen gewesen zu sein.— Im Lause des Tages fanden fünf unbedeutende Brände statt. Außerdem brannte der Dachstuhl des Hauses Heimstr. 1.... Witterungönbersicht vom 10. Juli 1894. Witterung in Deutschland am 10. Juli, 8 Uhr Morgen?' Seit gestern Morgen hat in ganz Deutschland bei schwachen südlichen Winden eine rasche Abnahme des Luftdruckes statt- gefunden. Der Himmel hat sich größtentheils wieder bewölkt, doch finden noch keine stärkeren Regensälle statt. Die Temperatur, welche im Laufe des gestrigen Tages ziemlich erheblich anstieg, ist beute Morgen am niedrigsten in den nordwestlichen Landes- theilen(München IS Grad, sonst liegt sie meistens zwischen 18 und 20 Grad Celsius. Wetter-Prognose für Mittwoch, den 11. Juli 1894. Etwas kühleres, zeitweise heiteres, vorherrschend wolkiges Wetter mit Regensällen und mäßigen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Gertckks-Zeikung. Ein erdichteter Ranbmordversnch lag einer Anklage wegen wissentlich falscher Anschuldigung zu Grunde, welche gestern vor der vierten Strafkammer des Landgerichts I zur Vev Handlung gelangte. Aus der Untersuchungshaft wurde die Handelsfrau Bertha K ö r b e r, geb. Detlof, vorgeführt, welche am 23. Februar d. I. bei der Behörde eine Anzeige gemacht hat, wodurch die Kriminalpolizei eine Zeit lang in Ausregung gehalten wurde. Die Angeklagte lebte mit ihrem Ehemanne in Unfrieden, sie hatte Grund, an seiner Treue zu zweisein. Am 14. Februar d. I. wurde sie von ihrem Ehemann verlassen, der ihr das bis dahin gemeinsain betriebene Grünkram- geschäft in der Landsberger Allee 143 überlieb und ein anderes Geschäft in Pankow gründete. Bei der Angeklagten blieb ihr achtzigjähriger Vater. In der Nacht zum 23. Februar klopfte die Angeklagte bei der in demselben Hause wohnenden Frau Weber. Als ihr geöffnet wurde, erzählte fr unter allen Zeichen der Aufregung, daß sie und ihr Vater soeben das Opfer eines räuberischen Ueberfalls geworden feien. Man eilte hinunter und fand folgenden Sachverhalt: In der Hinte* stube lag der alte Vater der Angeklagten todt in seinem Bette, den Mund mit einem nassen Tuch bedeckt. Die An- geklagte behauptete, daß zwei Personen, ein großer Mann und eine Frau plötzlich in ihrem Schlafzimmer erschienen seien. Der Man» habe sie, bevor sie zu schreien vermochte, am Halse gewürgt, die Frau habe ihr einen Schwamm in den Mund ge- drückt und ihr ein mit einer betäubenden Flüssigkeit getränktes Tuch über das Gesicht geworfen. Sie sei ohnmächtig geworden. Als sie wieder zu sich gekommen sei. habe sie sich zunächst nach der Kammer begeben, wo ihr Vater schlief. Sie habe ihn todt gefunden. Dann habe sie sich in ihrer Wohnung umgesehen und bemerkt, daß sie beraubt worden sei. Es seien 127 M. baares Geld, welches auf dem Tische gelegen, verschwunden, der Vertikow war erbrochen, schien aber nicht auf seinen Inhalt untersucht worden zu sein. Es wurde sofort zum Arzt geschickt, dem die Angeklagte dieselbe Geschichte vortrug. Der Arzt konnte nur den Tod des alten Mannes feststellen, er gab Erstickung als wahrschein liche Todesursache an. Inzwischen war auch die herbeigerufene Polzei erschienen. Dem Polizeilieutenant gegenüber behauptete die Angeklagte, daß sie in dem großen Mann ihren Ehemann, in der Frau dessen Wirthschafterin, die unverehelichte Konrad, erkannt habe. Die Konrad halte früher bei ihr gedient und war von ihrem Ehemann angenommen worden. Wahrscheinlichlhätten die beiden sie beseitigen wollen, um sich dann zu Heirathen. Diese Angaben wiederholte die Angeklagte bei ihrer gerichtlichen Vernehmung. Inzwischen hatte sich bei der Lokalbesichtigung eine Reihe von höchst verdächtigen Ilmständen ergeben. Der Arzt, der den angeblich erstickten alten Mann am Tage noch ein- mal untersuchte, widerrief sein früheres Gutachten und erklärte, daß derselbe eines natürlichen Todes, an Altersschwäche, ge- storben sei. Wie die Merkmale an dem erbrochenen Vertikow zeigten, war dazu ein Brecheisen benutzt worden, welches der Thäter aus dem Werkzeugkasten im Laden geholt und dann wieder an seine Stelle gelegt haben mußte. Das Bett zeigte sich keineswegs in einer solchen Verfassung, als sei die Angeklagte überfallen worden. Tie zuerst nach dem augeblichen Uebersall ins Zimmer getretenen Personen hatten keinerlei durch- dringenden Geruch bemerkt, wie Chloroform, Aether oder andere Betäubungsmittel zn verbreiten pflegen. Die An- geklagte hatte sich nothdürftig angekleidet und mehrere Lichte an- gezündet, bevor sie sich an die Nachbarin wandte. Der Unter- suchungsrichter kam zu der Ansicht, daß die ganze Geschichte Schwindel sei. Die Angeklagte häufte Widerspruch aus Wider- spruch und in die Enge getrieben räumte sie schließlich ein, daß sie den Uebersall erfunden habe, um sich an ihrem Ehe- mann zu rächen. Der Punkt in Betreff des Todes ihres Vaters blieb unaufgeklärt, da zwei Annahmen vorlagen. Entweder mar der Tod des hochgradig schwachen alten Mannes thatsächlich dadurch herbeigeführt, daß die Angeklagte ihn durch Ueberwerfen des Tuches der Luft beraubt hatte, oder die An- geklagte hatte ihn todt gefunden und war dann auf die Idee gekommen, dies zu einem erdichteten Raubmordversuch zu ver- werthen, wie sie es gethan. Im Termin widerrief die Angeklagte ihr Geständniß, sie blieb dabei, daß der Uebersall so stattgefunden habe, wie sie geschildert, nur wolle sie nicht aufrecht erhallen, daß sie ihren Ehemann als den Thäter erkannt habe. Der Vertheidiger, R.-A. Dr. S ch w i n d t, hatte de» Antrag gestellt, die medizinischen Sachverständigen, die Medizinalräthe Dr. Long und Mittenzweig, der Verhandlung beiwohnen zu lassen, er habe Grund zu der Annahme, daß die Angeklagte geistesgestört sei. Als nach der Vernehmung der Angeklagten diese Annahme von den Sachverständigen getheilt wurde, beschloß der Gerichtshof, die Angeklagte zwecks Untersuchung ihres Geistes- zustandes der Charilee zu überweisen. Duelle und kein Endel Der„Vossischen Zeitung" wird aus Broniberg berichtet: Die Sirastammer verurtheilte de» Stegierungsreferendar Gerhard von T ü r ck wegen Zweikampfes zn sechs Monaten Festung. Türck hatte sich am 21. März, wie s. Z. gemeldet wurde, mit dem Rittergutsbesitzer Speichert duellirt. Speichert blieb unverletzt, während von Türck durch einen Schuß in beide Oberschenkel schwer verletzt wurde. Wie in der Verhandlung erwähnt wurde, ist Speichert als Lanvwehroffizier vom Militärgericht zu drei Monaten Festung verurtheilt worden, welche Strafe im Gnaden- wege in 14 Tage Stubenarrest umgewandelt wurde. Einer glücklichen Verkettung von Nmstäilden hatten es die Stationsarbeiter Anton Zimmer m a n n und Wilhelm M a l tz a h n, welche sich heule wegen Gefährdung eines Eisen- bahntransportes vor der ersten Strafkammer am Landgericht II zn verantworten hatten, zu danken, daß sie von Strafe und Kosten freigesprochen werden mußten. Die beiden Angeklagten machten am 25. November v. I., Abends gegen 6 Uhr, eine Extrafahrt auf der Militärbahn bei Marienselde. Sie wollten alles Bauholz nach Hause bringen und bedienten sich dazu eines Bahnmeistcrwagens. Da dies heimlich geschah, steckten sie auch keine Laterne auf. Nun kam aber von der entgegengesetzten Richtung eine von 8 Personen besetzte Dresine daher. In der Unterführung der Militärbahn unter der Ringbahn entstand eine Karambolage. wobei die Dresine beschädigt wurde und der Militärarzt Dr. Brandenburg sowie ein Vizefeldwebel voui Eisenbahn-Regi- ment mehrfache Kontusionen erlitten. Die übrige» Personen kamen ohne Verletzung davon. Die Verletzten stellten reinen Strafantrag wegen fahrlässiger Körperverletzung, weil sie der Ansicht waren, daß die Arbeiter durch die unausbleibliche An- klage wegen Gefährdung eines Eisenbahn-Transportes ohnehin schwer genug getroffen würden. Aber von dieser Anklage mußten sie freigesprochen werden, weil das Reichsgericht in einem analogen Falle entschieden hat, daß eine Dresine, die nur durch natürliche Kraft fortbewegt werde, zu den Eisenbahn-Tranßport- mittel» nicht zu zählen sei; dahin gehören nur Fahrzeuge, welche durch mechanische Kraft, Dampf, Elekrrizität ec. getnebe» werden, nicht aber eine von Menschenkraft getriebene Dresine. Dem Rixdorfer Zuhälterthum wird neueckdiugs seitens der zuständigen Ortsbehörde eine strenge Aufmerksauikeit zu Theil, wie zahlreiche Verhaftungen von Zuhältern neuerdings beweisen. Am Dienstag stand wiederum eins dieser verwerl/lichen Subjekte in der Person des Schlächtergesellen Wilh. Rausch vor der ersten Strafkammer des Landgerichts lO Die Anklage lautete auf Kuppelei, wiederholte Freiheitsberaubung und Nöthigung. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit fand d,e Ver- Handlung statt. Nach dem Inhalt des öffentUch verkündeten Urtheils war Rausch beschuldigt, zu Rix-oors eine An- zahl Mädchen seines Vortheils wegen zur gewerbsmäßigen Unzucht unter Drohungen und durch Entziehung der persönlichen Freiheit genöthigt zu haben. Drei jener unglücklichen Geschöpfe erschienen vor Gericht als Belastungszeuginnen. Dieselben be- kündeten, daß der Angeklagte sie in brutaler Weise gemißhandelt, bedroht und sogar ihrer Freiheit beraubt hatte, indem er sie einschloß. Aus der Beweisaufnahme ging nicht hervor, daß Angeklagter auch der Kuppelei sich schuldig gemacht, da die Mädchen ihr unsauberes Gewerbe nicht in seiner Behausung be- trieben. In diesem Punkte der Anklage lautete das Urtheil des Gerichtshofes auf Freisprechung. Dagegen ward R. wegen Freiheitsberaubung und Nöthigung zn 1 Jahr Gesängniß verurtheilt. Der Gerichtshof verfügte wegen Fluchtverdachts die sofortige Verhaftung des Angeklagten im Ge- richtssaale. Eine eigenartige Begrüiidnng erhielt ein Urtheil, das von der unter Leitung des Herrn Brausewetter stehenden Strafkammer über zwei Fornier gefällt wurde. Beide waren an- geklagt, einen Schutzmann derart mißhandelt zu haben, daß er längere Zeit dienstuntauglich wurde. Die Kanuner Bransewetter verurtherlte den einen Missethäter zu anderthalb Jahren und den anderen zu drei Jahren Gesängniß. Der letztere wurde, wie der uns vorliegende Bericht meldet, deshalb um fo straf- barer erachtet, weil er— Soldat gemefen! Daß der Militarismus den Menschen zu Körperverletzungen weniger ge« neigt macht, haben wir bisher nicht gewußt. Längst veraltete Unterlassungssünden führten den Zimmerpolier Karl Lange aus Steglitz vor Gericht. Wegen Zuwiderhandelns gegen die anerkannten Regeln der Baukunst mußte derselbe vor der 2. Strafkammer des Landgerichts II sich aus folgender Veranlassung verantworten: Im Jahre 1889, also noch innerhalb der Verjährungsfrist, hat Lange den Neubau des Hauses Königstr. 19 zu Zehlcndors ausgeführt und bei Her- stellung der Balkenlage ein Balken-Eude unmittelbar in einen gemauerten Schornstein eingesügt. Die betreffende Heizungs- anlage war jahrelang nicht benutzt worden. Als dies aber im Januar d. I. häufiger geschehen war, entstand in der Nacht vom 10. zum 11. Januar d. I. ein Brand, welcher noch rechtzeitig entdeckt wurde, sonst wären die in jenem Zimmer schlafenden Hausbewohner im Qualm erstickt. Nach dem Gut- achten des Sachverständigen Baurath Bohl hat der Angeklagte den Brand verursacht durch eine Regelwidrigkeit. Diese bestand darin, daß L. keinen Wechselbalken legte und es ferner unter- ließ, den �Zwischenraum mit Dachsteinen anszusüllen. Staats- anmalt Westram erachtete auf grund dieses Gutachtens den Angeklagten des Vergehens gegen§ 230 für schuldig und beantragte 20 M. Geldbuße. Das Urtheil des Gerichtshofes lautete indessen auf 50 Mark Geldbuße. Das Reichsgericht hat am Diensbag die von dem Ab- geordneten Ahlwardt gegen das Urtheil der zweiten Strafkammer des Landgerichts I Berlin eingelegte Remsion verworfen. Ahl- warbt war durch dasselbe wege» Beleidigung des preußischen Beamtenstandes, begangen in einer zu Essen gehaltenen Rede, zu drei Monaten Gesängniß verurtheilt worden. VsvmiUcklkes� Der frühere Reichstags- Abgeordnete Frhr. v. Münch soll, wie die„Franks. Ztg." meldet, auf grund des Materials, das in dem bekannten Prozeß Colin gegen Münch gesammelt wurde, einer Irrenanstalt auf sechs Wochen zur Beobachtung überwiesen werden. Elektrizität au Treibriemen. Die Reibung der Treib- riemen bei ihrer Bewegung auf der Welle ist im stände, ganz beträchtliche Quantitäten von Elektrizität zu erzeugen; der Riemen braucht nur wenige Minuten in Thätigkeit gewesen zu sein, um, wenn man ihm Metallstücke nähert, elektrische Funken bis zur Länge von S Centimetetn hervorzurufen. Es wird sogar erzählt, daß in einigen Fabriken die Arbeiter Gasflammen dadurch anstecken, daß sie den Gashahn aufdrehen und die eine Hand dem in Bewegung befindlichen Riemen, die andere dem Brenner nähern»nd das diesem entströmende Gas durch den elektrischen Funken, der vom Stiemen in die Hand und dann von der anderen Hand in die Gasleitung überspringt, ent- flammen. Wenn diese nützliche Verwendung der Riemscheiben- Elektrizität nun auch nicht ganz authentisch nachgewiesen sein mag. so ist ein aus dieser Elektrizität leicht ensstehender Schaden um so wahrscheinlicher, nämlich Fabrikbrände. Nament- lich das oft so schwer erklärliche Entstehen von Mühlenbränden mag hierauf zurückzuführen sein; im Gegensatz zn anderen Fabriken sind in Mühlen gewöhnlich keine größeren Metallmasse» vorhanden, welch« die Reibungselektrizität fortleiten könnten, die Spannung wird also mit der Zeit so groß, daß Funken von großer Länge entstehen, welche den Mehlstanb leicht zum Glühen bringen; das kann um so leichter geschehen, als die Mühlsteine häufig aus mehreren Steinscheiben bestehen, welche mit übrigens unter einander nicht verbundenen Eisenbändern zusammen- gehalten sind; letztere nehmen nun geradezu den Charakter der Platten eines Ansammlungsapparates an. und wenn, was bald geschehen kann, in diesen Platten die Elektrizität zn stark ge- spannt ist, so muß sie sich in sehr gefährlichen Funken ent- laden. VvßefkaAe« dss W. N. 100. Im„Vorwärts" ist innerhalb des letzten Monats etwa sechs Mal an dieser Stelle und unter„Lokales" und„Gerichtliches" darauf hingewiesen, daß, wenn im Vertrag« als Kündigungsfrist 3 Monate 3 Tage festgesetzt ist, der Ver- miether 3 Monate und 3 volle Tage lang die Kündigung im Besitz haben muß, daß sie ihm also spätestens am 27. Jnni zugehen mußte, sowie ferner, daß es rathsam erscheint, nicht an diesem letzten Termin, sondern früher zu kündige». Sie haben verspätet gekündigt. F. H. 42. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. S. S. Nein. Reute. Wenn die Kündigung dein Wirth rechtzeitig zugestellt ist und er die Annahme verweigert hat— weil der Name des Absenders fehlt oder aus ähnlicher fauler Ausrede— so bleibt die Kündigung giltig. Bewahren Sie sich aber den Brief des postseindlichcn Wirthes auf. Krüger 44. In beiden Fällen können Sie lediglich auf Abnahme' der Strumpfwaaren und Zahlung des Preises beim Amtsgericht(nicht Gewerbegericht) klagen. 2 Wettende. Es giebt kein solches Gesetz. Aber es ist üblich, vor Ablauf des Trauerjahres sich nicht zu verheirathen. E.ZF. Nein. F S. Wir haben 46 Abgeordnete im Deutschen Reichstag. Der Abgeordnete für den Kreis Hameln ist der Sozialist Meister. M. Luther, Der Bericht ist nicht verwendbar. Für den Inhalt der Jnierate über nimmt die Redaktion dem Publikum Mittwoch, den 11. Juli, Abends 8 Uhr: gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 11. Juli. Bellealliance- Theater. Marie, die Tochter des Regiments. Berliner Theater. Gespenster. Alexanderplat Theater. Ge= spenster. • National Theater. Ein Fest auf der Bastille. 32 grosse öffentliche Volks- Versammlungen für Berlin und Umgegend. Tages- Ordnung: Theater. Spezialitäten Der Bierboykott in Berlin und Umgebung. Apollo Theater. Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitätens Vorstellung. Parodie Theater. Vorstellung. SpezialitätenI. Kreis: Röllig, Neute Friedrichstr. 44. National- Theater. Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Große Frankfurterstr. 132. Novität! II. Kreis: Movität: Arminhallen, Rommandantenstr. 20. Ein Fest auf der Bastille. Möhring, Admiralstr. 18c. Schauspiel in 3 Atten von Fr. Held. Poppe, Lindenstr. 106. Regie: Max Samit. Das fgl. Polizeipräsidium hat mir Kartz, Schönleinstr. 6. die öffentliche Aufführung des Schau- Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. spiels ,, Ein Fest auf der Bastille" nur mit der ausdrücklichen Bemerkung gestattet ,, daß, falls Theaterbesucher enthaltenen revolutionären SchlagIII. Kreis: fich bei den in dem Stücke zahlreich Berliner Ressource, Kommandantenstr. 57. wörtern zu lärmenden Kundgebungen Oranien- Hallen, Oranienſtr. 51. politischer Tendenz sollten hinreißen Lassen, die Wiederholung der Aufführung alsbald untersagt wird." Ich IV. Kreis( Südost): bitte daher das verehrte Publikum, Renz' Salon( Jnh. Vehse), Naunynstr. 27. sich während der Aufführung des Stückes jeder störenden Kundgebung Klubhaus Süd- Ost, Waldemarstr. 75. zu enthalten, da sonst die weiteren Aufführungen in Frage gestellt sind. Rassenöffnung 51/2 Uhr. Anfang 7/2 Uhr. Im Garten: Großes Konzert. IV. Kreis( Osten): ( Concordia- Säle im letzten Moment zurückgezogen.) Auf der Sommerbühne Aufführung Fiebig, Große Frankfurterstr. 28. von Poſſen und Lustspielen, fowie Haberecht, Große Frankfurterstr. 30. Auftreten von Spezialitäten ersten Ranges. Albrecht, Memelerstr. 67. Um 10%, Uhr: Großer Ringtampf zwischen Herrn Carl Abs aus Sam Elysium, Landsberger Allee 40. burg und Herrn Richard Nogat vom Schneider, Proskauerstr. 38. Central- Viehhof. Morgen: Ein Fest auf der Bastille. V. Kreis: Lichtenbergerstr. 16. Castan's Königstadt- Kasino, Solamarktstr. 72. Panoptikum. Hawaiische Königs- Tänzerinnen. Das schwerste Ehepaar der Welt. Evora- Bräu in vorzügl. 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Verein zur Wahrung der Interessen der Maurer Berl. u. Umg. Ordentliche Mitglieder- Versammlung am Donnerstag, den 12. d. M., Abends 8/2 Uhr, im Lokale des Herrn Wilke, Andreasstraße Nr. 26. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Kassirers vom 2. Quartal 2. Erfahwahl der Revisoren und des Ausschusses. 3. Vereinsangelegenheit. Mitgliedsbuch legitimirt. 186/1 Zahlreiches Erscheinen erwartet Achtung! Der Vorstand. Achtung! Verein der Bau- Anschläger Berlins und Umgegend. 84/2 Laut Generalversammlungs- Beschluß vom 8. Juli findet die diesjährige Landparthie( Dampferparthie) nicht statt. 21 Der Vorstand. Achtung, Glaser! 132,1 Das Verkehrslokal und der Arbeitsnachweis der organisirten Glafer be findet sich nicht Blumenstraße 52 a bei Kleinau, sondern Ritterstr. 123 bei Stramm. Sterbekasse von Arbeitern der Berliner Der Bevollmächtigte. Möbel, für Brautleute passend, auch einzeln, verkauft spottbillig: Kleider schrank, Vertikow, Schlafsopha, Betts stellen mit Matraßen, Ausziehtisch, Sophatisch, Teppich, Bilder, Regulator Maschinenbau Aktiengesellschaft 15 M. Schulzendorferstr. 2, v. 1 Tr. L Sonnabend, den 21. Juli 1894, Kleiderspind, neu, fof. ſpottb. Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Stümke, Ackerstraße 123: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Jahresbericht pro 1893/94 und Bericht der Revisoren. 2. Festsetzung der Entschädigung für den Vorstand und die Revisoren. 3. Beschlußfassung, in welchen Zeitungen die Bekanntmachungen der Kasse stattzufinden haben. 4. Verschiedenes. 1720b Das Quittungsbuch legitimirt. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. J. A.: Aug. A c e, Vorsitzender, Neue Hochstr. 41, 4 Tr. Verloren gegangen ist am SonnSwine- abend in Wilhelminenhof beim Vergnügen in der Haide eine RemontoirUhr. Der ehrliche Finder wird gebeten, seine Adresse an Berndt, Naunyn straße 20, gelangen zu lassen. Bismarckshöhe, Wilmersdorferstraße. Triesethau's Salon, Sophie Charlottenstr. 94. Schöneberg. fowie für Wiederverkäufer liefere Jacob, Grunewaldstr. 110. ich mein Versand- Weißbier in unübertrefflicher Güte zum Preise von 3 Mt. für 40 halbe oder 45 4/10 oder Rixdorf. 25 8/10 oder 20 ganze Flaschen, frei Kummer, Berlinerstr. 136. in's Haus, in Flaschen mit Patentverschluß, ohne Pfandberechnung. Fernsprecher Amt Schöneberg No. 92. A. Seidler, Apoldt, nesebeckstr. 16. Schöneberg, 2141 Timm, Lindenstr. 25. Sedanßraße Nr. 73-75 and 82. Berliner Weissbier- Brauerei. Rohtabak Größte Auswahl- Bill. Preise Emil Berstorff, Brunnenstr. 182. Achtung! Kein Laden. Kontroll- Schuhmarke. Nur eigene Fabrikation, 25 Bigarren 1 Mart. Garantie rein amerikanische Zabate. Rippentabat 2 Pfd. 60 Pfg. H. E. Dinslage, 71 L* Rottbuserstr. 4, Hof part. Photographisches Atelier Carl Gräfe Nieder- Schönhausen. Rummelsburg. Vowinkel, Hauptstr. 83. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. 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Vereinszimmer noch einige Tage frei. nach Schloßpark Wilhelminenhof find noch Billets zu haben bei Augustin, B. Nieft's Festsäle, Vereins- Abzeichen 2c.| Kastanien- Allee 11, Raabe, Ruppinerstr. 42, Buchholz, Wörtherstr. 39, NeuH. Guttmann, mann, Pasewalferstr. 3, Schünemann, Stein- und Gorrmannstraßen- Ecke, Brunnenstr. 9. Sasse, Cigarrengeschäft, unter Station Jannowigbrücke. * Monteure, 17116 mit Ausstellung und Führung von Greifbaggern petront, finden, fehmende vertraut, dauernde Beschäftigung. und 6M Angebote sub J. X. 3704 an Rudolf Mosse, Berlin SW., erbeten. Erfahrener Sattelmacher 17. Weberstr. 17. findet dauernde Beschäftigung in Empfiehlt sich zu Versammlungen und Bonn am Rhein bei Wilhelm Vergnügungen, find noch Sonnab. frei. Statthalter. 128/3 Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 1706b 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 158. Mittwoch, den 11. Juli 1894. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein kein Versammlungen. Freie Vereinigung der Graveure und Bifelenre. Im Bericht über die Generalversammlung, der in Nr. 156 des Vor wärts" veröffentlicht wurde, find einige Irrthümer enthalten, die hiermit berichtigt werden. Ausgetreten und gestrichen sind zu fammen 33 Rollegen. Die Hauptkaffe hatte 453,08 M. Einnahme, 440,04 M. Ausgabe und 18,04 M. Bestand. 11. Jahrg. boykottirtes Bier! Minimal Wochenlohn. Die Diskussion bildete vorzugsweise einen| Hannover, der noch darüber hinausgeht. Nach eingehender BeMeinungsaustausch über die vorgenannten drei Organisationen, sprechung wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: und über die Organisationsform überhaupt, wobei man die Da es nothwendig ist, die in unserem Gewerbe auftauchenNothwendigkeit gewerkschaftlicher Organisation im allgemeinen den sozialen Erscheinungen einheitlicher Besprechung zu unter anerkannte. In einer Resolution erklärte fich die Versammlung ziehen, ist die Versammlung der Ansicht, daß ein dem Verbandstag schließlich für die Einsetzung von Werkstatts- Vertrauensleute, ohne voraufgehender Kongreß sich damit befaßt. Als Verhandlungsindessen, des schwachen Besuches wegen, die Wahl von solchen punkte werden vorgeschlagen: 1. Agitation und Presse. vornehmen zu können. 2. Die Verhältnisse der Konfektion, und unter welchen Die Statistik über das Vergoldergewerbe, die von der Voraussetzungen ist ein erfolgreiches Vorgehen denkbar? Neber Wissen und Nichtwissen sprach am 4. Juli Frau Agitationsfommission dieses Berufs aufgenommen worden war, internationalen Schneiderkonferenz; 3.Stellungnahme zu den Resolutionen Der Züricher Dr. 8 adet in der Generalversammlung des Frauen un hat ein sehr geringfügiges Ergebnis gehabt, da, wie in der Kommission zur Verwaltung des Streit- und Agitationsfonds. 4. Berichterstattung der Mädchen Bildungsvereins. Der beifällig auf letzten öffentlichen Versammlung der im Vergenommene Vortrag rief eine sehr rege Diskussion hervor, woran goldergewerbe beschäftigten Arbeiter und Ar- Ferner wird beantragt, daß einem Verbandstage stets ein Kongreß sich die Damen Klauke, Baader, Ludwig, Bien, beiterinnen mitgetheilt wurde, von 50 ausgegebenen Frage- voraufzugehen hat. I'm Interesse der Förderung der Agitation Lange und Herr Durau betheiligten. Aus dem hieraui bogen durch die Vertrauensmänner nur 10 an die Agitations in den östlichen Provinzen wolle der Verbandstag den erstatteten Borstandsbericht ist u. a. zu entnehmen, daß im Laufe tommiffion zurückgeliefert worden sind. Diese 10 Fragebogen Gewerkschaften dahin vorstellig zu werden, daß in jenen ProVerbandsvorstand verpflichten, bei der Generalkommission der des Vierteljahres 7 Vorstandssigungen, 3 Wanderversamm: beziehen sich auf 9 Werkstätten. Als wesentlichstes ist daraus lungen und 2 Vereinsversammlungen abgehalten wurden hervorzuheben, daß in den 9 Werkstätten 168 Arbeiter wöchent vinzen ständige Agitatoren eingesetzt werden, die dort das Feld Frau Scholz und Frau Allmacher berichteten dann, lich 1632 Stunden arbeiten und unter Zugrundelegung einer 8 bearbeiten haben, um auch die Arbeiter jener Landestheile für daß fie Bücher und Kasse in hätten. Aus der Neuwahl der Revisoren gingen die Damen Stein, werden könnten. Trotz des Mißerfolges der Statistik wird die aus den Kollegen Räck, Kaut und Reinte, wurden als Delegirte befter Ordnung befunden täglich achtstündigen Arbeitszeit 32 Kollegen mehr beschäftigt die Arbeiterbewegung zu gewinnen." Nach erfolgter Konstituirung einer Wahlkommission, bestehend Zeidler und Klaute als gewählt hervor. Programme zum Agitationskommission unentwegt weiter arbeiten. Sommervergnügen sind bei folgenden Mitgliedern zu haben: vom Ausschusse des Verbandes eine Statistik erhoben werden, zu dem in Erfurt am 22. Auguſt und folgende Tage stattfinden= Frau Mesch, Rykeftr. 27, 2 Tr.; Frau All ma cher, Frieden und wurde es den Kollegen zur Pflicht gemacht, die Frage: den Verbandstage die Kollegen J. Timm und W. Schulze straße 81; Frau 3ippte, Markusstr. 14; Frau Wiede bogen korrekt auszufüllen. Sodann wurde als Kandidat für die gewählt. Beide Delegirte gelten zugleich als Delegirte zum mann, Blumenstr. 38. Zugleich werden die Mitglieder und Wahlen zum Gewerbegericht Kollege Möhring und in die Kongreß der Bekleidungsindustrie. Dann wurde zu zahlreichem Parteigenoffinnen auf die anderversammlungen auf Agitationskommission Stage I an stelle Geride gewählt, der Besuche der öffentlichen Schneider- und Schneiderinnen- Bersammmerksam gemacht, die am 16. Juli Swinemünderstr. 85 und sein Amt niedergelegt hat. Die Versammlung bewilligte hierauf lung aufgefordert, die am nächsten Montag bei Kelle in der Belforterstraße 15 abgehalten werden. Es wird recht zahl den auf die Gewerkschaft kommenden prozentualen Antheil der Schönhauser Allee abgehalten wird, und bekannt gemacht, daß reiche Betheiligung gewünscht. Kosten für die Erhaltung des Gewerkschaftsbureaus in Höhe von die Zahlstelle von Seefeld, Grenadierstraße, zu Brüning, Rosen30 m. und verhandelte des weiteren über gewerkschaftliche An- thalerstraße 11/12, verlegt worden ist. Schließlich wurde Kollege Räck zum Revisor gewählt. gelegenheiten. Giner Kritik unterzog man das Verhalten der meisten Kollegen in der Werkstatt des Hoflieferanten August Werkmeister, die sich bereit finden lassen, wegen des 25jährigen Ibiläums des Herrn Werkmeister zu einem Geschenk für diesen mindestens je 2 M. zu sammeln und bei einem Wochenverdienst bis zu 15 M. fogar bis zu 5 M. zu spenden". Dieselben Kollegen sind für die Agitation nicht zu haben. Die Agitationskommission wird die Sache im Auge behalten. In einem Vortrag über die Mode veranschaulichte Fräulein Wabnih am 5. Juli in einer Versammlung des Frauen und Mädchen Bildungsvereins, Filiale Moabit, die frassen Gegensäge, die zwischen Arm und Reich bestehen. In der Diskussion über den mit großem Beifall auf: genommenen Vortrag forderten die Parteigen offen Gerling und Allendorf sowie die Genosfinnen Mesch und Sch äd I ich zu recht reger Agitation für den Verein auf und Fräulein Wabnis schloß sich dem an, u. a. darauf hinweisend, daß der Verein sich bestrebe, im Bereiche seiner Zwecke der Gesellschaft ein nachahmenswerthes Beispiel zu geben. In der öffentlichen Versammlung der Klempner am 7. d. M. debattirte man über das Thema: Die wirthschaftliche Lage und wie und wann gedenken wir sie zu verbessern?" Schmidt als erster Redner bezeichnete die jetzige Lage als eine, wie man sie noch nie erlebt" habe. Der Minimallohn von 24 M. pro Woche werde nur noch selten gezahlt. 11 Stunden und darüber würden gearbeitet täglich für 15 M. die Woche! Die Behandlung sei nicht besser. Der Redner sah die Ursach dieses Glends im Indifferentismus der Kollegenschaft und in de Bersplitterung der Organisation, die es zuwege gebracht hätte daß sich ein Theil der Klempner in drei hier am Drte befind lichen Organisationen, nämlich im Deutschen MetallarbeiterVerband", im Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins und Umgegend" und im " Fachverein der Klempner", verlöre, während der größte Theil Der Mitglieder des vor Schaffung der Zentralorganisation blühend gewefenen Fachvereins jezt der Organisation entfremdet sei. Der Redner hielt es für unbedingt nöthig, den Fachverein wieder groß und stark zu machen. Auch empfahl er die Ein fehung von Werkstatts- Bertrauensleuten, die gleichzeitig eine Agitationskommission bilden, die Sammlungen betreiben und für das nächste Jahr eine Lohnbewegung vorbereiten könnten, deren Biel zu sein hätte: neunstündige tägliche Arbeitszeit und 24 M " " " In Rummelsburg war für den 30. Juni eine Boltsversammlung nach dem Vowinkelschen Lokal einberufen. Da das Plakat weder Referent noch Ginberufer bezeichnete, war die Versammlung von unseren Parteigenoffen gut besucht, zumal die Tagesordnung den Bierboykott enthielt. Als unsere Genossen antamen, fanden sie, daß es sich um eine Versammlung der„ Unabhängigen" handelte. Der Einberufer war ein Herr Berger. Ueber den Bierboykott und seine Ursachen sprach am Er eröffnete die Versammlung und wollte sogleich dem Referenten Montag Frl. Ottilie Baader in einer öffentlichen das Wort geben, wurde aber von der Versammlung veranlaßt, Versammlung der Frauen und Mädchen Schön e- erst, wie üblich, ein Bureau wählen zu lassen, welchem GeDie Versammlung bergs, die bei Keßner, Grunewaldstr. 110, abgehalten wurde. bote er denn auch schließlich nachkam. In der Diskussion ermahnten Herr Schubert und Frau wählte unsern Genossen Pramsehüfer zum Vorsitzenden laufe die Anwesenden, sich des Konsums von Flaschenbier und nun konnte der Referent der„ Unabhängigen", Herr Vogt enthalten, da sich dessen Herkunft in jetziger Zeit nur schwer aus Berlin, seinen Vortrag beginnen. Von einigem Interesse ist feststellen laffe. Nach einem Schlußwort der Referentin, das daraus nur, daß er Streits und Boykotts für bessere Stampsebenso wie der Vortrag, mit Beifall aufgenommen wurde, er mittel erklärte, als die Betheiligung an der Politik es sei, und flärte sich die gutbesuchte Versammlung in einer Resolution voll- daß er die Gründung von Konsum- Kampfgenossenschaften" tändig mit den Rednern einverstanden und nahm im Uebrigen empfahl, über deren Beschaffenheit jedoch die Bersammlung tief die bekannten Volksversammlungs- Beschlüsse an. Die Verfamm- im Untlaren ließ. Die Diskussion dehnte fich mehr über das politische Gebiet als über den Stand des Bierboykotts aus, so lung schloß mit einem Hoch auf die Solidarität der Arbeiter. daß der Vorsitzende die Redner ermahnte, sich kurz zu fassen, damit dieser Punkt der Tagesordnung erledigt werden könne. Das erklärten die Unabhängigen" für Vergewaltigung. Die Versammlung beschloß endlich, das Erträgniß der Tellersamm lung, nach Bezahlung der den" Unabhängigen" durch die Eins berufung erwachsenen Kosten, den ausgesperrten Brauereiarbeitern zu überweisen. In einer Verbandsversammlung der Schneider und Schneiderinnen, die am 9. Juli in der Berliner Ressource, Kommandantenstraße, abgehalten wurde, hielt Kollege Timm einen Vortrag über" Die Preisfechter der modernen Arbeiter flaffe", der mit Aufmerksamkeit verfolgt wurde und reichen Beifall fand. Rollege Pfeiffer leitete darauf eine Debatte über den bevorstehenden Verbandstag ein, woran sich außer ihm die Kollegen A. Schulz, J. Timm, W. Schulze und K. Haase betheiligten. Es wurden einige der in letter Nummer der Fachzeitung veröffentlichten Anträge bemängelt, besonders der Antrag aus Dortmund, wonach ein ordentlicher Verbandstag anstatt alle 2, alle 3 Jahre abgehalten werden soll, sowie ein Antrag aus Mit Fabrikverhältnissen beschäftigte sich fürzlich eine öffentliche Holzarbeiter Versammlung, die in Rixdorf im Lokale der Wittwe Appold, Knesebeckstr. 15, abgehalten wurde. Nachdem die Anwesenden zunächst einen Vortrag des Parteigenossen Stabernad aus Berlin gehört halten, Wieder ein deutscher Professor fälschten Liberalismus stimmt er uns zu. Alle diejenigen diesen Dingen mitarbeiten. Aber nicht als Ruhepunkte, sondern über die Arbeiterfrage. " " Wie Liebhaber gefunden. In der Kritik des reinen, unver, wird, je größer sie anschwillt, immer vielseitiger praktisch an welche das ursprüngliche Programm des Liberalismus, der für nur als kleine Stufen in der Entwicklung suchen wir diese Vordie ganze Nation eintreten wollte(?), ernst genommen haben, sprünge auf dem steilen Weg auf: wir wissen nunmehr und das waren die großen Massen des Volkes, mußten den re- aus Erfahrung, daß hinter dem besten ArEiner der am meisten links stehenden unter den deutschen gierungsfähig gewordenen Liberalismus der Falschheit und Treu- beiterschus, hinter der denkbar großartigsten Professoren, der durch sein gediegenes Erfilingswerk bekannte losigkeit zeihen." Gut! Aber der Kommunismus ist ebenso" un Versicherung, hinter den schärfsten SteuerProfeffor Dr. Serfner in Karlsruhe, veröffentlicht soeben( bei geeignet, die Annäherung an die idealen Ziele der menschheit Gefeßen zur Beschräntung be3 arbeitslofen J. Guttentag in Berlin) ein neues Wert über Die Arbeiter: lichen Entwickelung zu bewirken." Da haben wir das juste Ginkommens immer wieder das Privateigen frage". Es hat den Titel gemein mit dem schönen Buch des milieu( die richtige Mitte)! Und weshalb ist der Kommunismus thum mit dem Despotenwort auftaucht: geverstorbenen F. A. Lange, und der Verleger erklärt auch in einer ungeeignet? Weil er den Eigenwillen fuechtet, teine Freiheit borche oder hungere, und diese Despotie wollen Anfündigung, die neue Schrift solle den Stoff, der sich seit jener auftommen lassen kann. Es sind Eugen Richter's Zukunfts- wir nicht verbrämen lassen mit noch so humanen Beit aufgehäuft habe, ergänzend zusammentragen. Nun enthält bilder" in die wissenschaftliche" Sprache überießt. Mary kann Formen, wir wollen die Sache beseitigen. freilich Herkner's neue Arbeiterfrage" wenig von bem mit seiner Feststellung der wirthschaftlichen Entwickelungsgesetze wir sie aber beseitigen fönnen ohne den Sozialismus, darüber idealen Schwung und dem Gedankenreichthum Lange's. vielleicht Recht haben; Herkner ist wenigstens nicht so unklug, ohne bleibt uns auch Dr. Herkner die Auskunft schuldig. E2 ist mehr eine gewissenhafte und ziemlich objektive die nöthigen thatsächlichen Unterlagen, die er ja eben beiseite Deshalb mag es wohl gut gemeint und vom Standpunkt des Uebersicht, die drei Haupttheilen: die soziale Ge- ließ, sowie ohne den nöthigen theoretischen Apparat, über den er Professors ehrlich empfunden und gewollt sein, wenn Herkner schichte( Frankreich, England, Deutschland), die soziale nicht verfügt, sich an eine„ Kritik" von Marg zu wagen. Aber am Schlusse seines Abschnitts über die soziale Geschichte in Theorie und Kritik( Arbeiterfrage vom fittlichen Stand- er betet den alten Einwand nach:" Nach unserem Daiürhalten Deutschland schreibt: Die mit der revolutionären Gewalt punkt, Liberalismus, Kommunismus), sowie die soziale Reform wird das Bewußtsein, zur Bestimmung des Geſellſchaftswillens spielende Tattit eines Theiles der Sozialdemokratie macht die ( der wirthschaftliche Fortschritt, freie Organisationen, Staat und vielleicht 1/40 000 000... beizutragen, dem Bürger des Zukunfts- entgegenstehenden Mächte immer konservativer, immer lauer Gemeinde) behandelt. Nach Preis und Form soll die Schrist staates, dessen Freiheitsgefühl die ökonomische( wirthschaftliche) in allen Fragen der Reform, ja bietet ihnen sogar offenbar mehr der Pionierarbeit bei den Besitzenden, als der Verbesserung so sehr gesteigert hat, tein ausreichendes die Veranlassung oder den Vorwand, um ganz frieds Förderung der Bewegung unter den Arbeitern dienen. Freilich equivalent( Ersay) für die Thatsache bieten, daß er liche Bestrebungen der Arbeiter abzuwehren. Naturfehlt ihm hierzu wieder das feste Fundament: eine Schilderung in allen feinen Beziehungen diesem Gesammtwillen unter gemäß trägt diese reaktionäre Haltung gerade das Meifte dazu der thatsächlichen Arbeiterverhältnisse, in flammenden Mene worfen ist.“ Es ist die alte Geschichte: Herker hat die bei, die revolutionäre Strömung in der Arbeiterpartei zu vertekel- Buchstaben der Bourgeoisie an die Wand geschrieben, Segnungen" der jeßigen Freiheit" nicht am eigenen Leibe stärken. So sammelt sich an den entgegengesezten Polen eine Bourgeoisie bie meisten Anbanget igen." Freiheit be am gebeſtätten eine jene thatsächliche Echilderung, die uns die meisten Anhänger spüren tönnen; er weiß nicht, daß den Maffen tagtäglich wachsende Spannung. Der Abgrund, welcher Arbeiterklasse und der Gegnerseite und aus den gleichgiltigen Massen von den Verhältnissen, nicht von uns, die unumstöß- Bürgerthum trenut, wird anscheinend immer tiefer- und breiter." zuführt, weil sie allein schon revoltirend wirkt. Der Verfasser liche Ueberzeugung eingepauft wird, daß jeder Befiglose heute Deshalb sozialliberale Reformarbeit, eine Ueberbrückung so lange weist nun im Vorwort auf eine Reihe wissenschaftlicher Bücher nicht 1/40 000 000, nein, oft nicht 1/100 000 000, manchmal feine Spur es noch Zeit ist! Gewiß, wer möchte sein neues Heim nicht über bestehende Arbeiterverhältnisse hin, unter denen übrigens von Selbstbestimmungsrecht und Freiheit hat. Weil wir überall lieber unter schmeichelnder Musik und herrlichen Schalmeien beneben manchen anderen sein eigenes über das Mühlhausener mit dem Kopfe darauf gestoßen werden, daß die heutige Wirth ziehen, als im tobenden Kampf es sich erstreiten? Aber wo das Baumwollen Paradies jehlt, und meint dann, gewissermaßen die schaftsordnung, je tonfequenter fie auf der Grundlage des Privat ganze Lebensinteresse gewisser Klassen an einer grundlegenden Lücke feines Buches entschuldigend, daß dieses Material, nach eigenthums und der freien Konkurrenz durchgeführt wird, alle Gesellschaftseinrichtung, wie dem Privateigenthum, so unlösbar verschiedenen Gesichtspunkten gesammelt und verschiedene Beiten, nach Freiheit Dürstenden desto ärger in Konflikt mit dem festhängt, daß es schon bei der leisesten Berührung aufGewerke, Betriebsformen und örtliche Gebiete umfassend, doch" Recht" bringt, nicht in der grauen Theorie, sondern im bäumt und blind vernichtend um sich schlägt, da wollen nicht entfernt für eine systematische Aufarbeitung ausreiche. In wogenden, rollenden Leben; weil zwar nicht in der wir uns auch keinen Illufionen hingeben. Wir wollen diesem Punkte läßt sich anderer Meinung sein. Neben wohlgewärmten Professorenstube, aber im heißen Kampfe ehrlich helfen, die Entwickelung vom Privateigenthum zum jenen Büchern fiehen doch auch bereits eine Reihe von draußen immer wieder das Donnerwort von allen nach Un- Sozialismus so organisirt und geordnet wie möglich zu ge Reichs und Staatserhebungen über die Arbeiterverhält abhängigkeit Strebenden vernommen wird: gehorche oder hungere stalten; mehr brauchen wir nicht zu thun. Eine höhere Pflicht niffe Deutschlands, stehen die Berichte der Fabrifinspektoren, deshalb hat die Aussicht in allen feinen Beziehungen dem gegenüber der Gesammtheit legt uns auch das neueste Buch eines die für eire fritische Auslese seit 1879 immerhin reichen Stoff Gesammtwillen", ftatt der Willtür des Geldfacks unterworfen zu fachlichen Kritikers nicht nahe. Die soziale Geschichte Herkner's, bieten, stehen die zahlreichen Veröffentlichungen und Statistiken fein", nichts Schreckliches für die Massen. Die Dinge find so die lediglich nach Bekanntem gearbeitet ist, seine Theorie und unferer Gewerkvereine u. f. w., und aus alledem müßte gerade weit gediehen, daß sich jeder von uns sagt: schlimmer tann feine ritit, endlich seine am meisten fachkundigen Reformein deutscher Profeffor, der nicht vom praktischen Leben so ver- es nicht werden. Die guten Reformvorschläge hätten früher vorschläge, sie bekunden uns wieder das Eine: es giebt heute braucht wird, wie unsere Genossen, schon ein Bild zusammen tommen müffen. Alles, was Herkner in scheinbar reicher Fülle viele, die vom Baum der Erkenntniß gegessen haben, aber nicht stellen können, dem selbst bei sorgfältigster Auswahl des Materials als Vorschläge zur Verminderung des Renteneinkommens, aur glauben wollen, daß darauf vorläufig noch die Strafe der Ausfein wesentlicher Bug fehlen dürfte. Das mangelt also der Erhöhung der Lebenshaltung der Befihlosen, als Winke für die treibung steht. Noch einige Jahre der Erkenntniß weiter und neuesten Schrift Hertner's über die Arbeiterfrage; aber es bleibt Gewerkvereine, für volle Bereins- und Versammlungsfreiheit, sie werden auch mit dieser Thatsache zu rechnen gelernt haben, immerhin noch manches Beachtenswerthe übrig. für Hilfskaffen und Konsumvereine, zur denkbar weis wenn sie anders ihrer Erkenntniß treu bleiben. Dann werden Ni mit dem zweiten Abschnitt zu beginnen: das fozial- teften Vervollkommnung des Arbeiterschußes und Der sie über die endgiltige Wirkung von„ Reformen" genau so denken. Dr. Jastrow's hat an Professor Herkner einen Arbeiterversicherung bringt, ist schön und gut und unsere Partei wie wir. von H 1 Vermischtes. " schilderte Rollege Jonas die Arbeitsverhältnisse der Bros. Seimatbttänge, Kepenid, Rosenfir. 101 bei Troppens. Laborenz' schen Fabrit. Danach hat dort ein Polirmeister Rottbufer Sarmonie, Wienerstr. 18 bet Bietſch. namens Vogt einem Arbeiter, dem er das Poliren gründlich schriften sind zu richten an P. Gent, Adalbertſtraße 95. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( ZuMittwoch: Eifersüchtelei unter Geistlichen. Der fatholische lehren follte, 15 M. abverlangt, und als der Arbeiter acht Tage Pollack Klub Lustige Brüder, Manteuffelitraße 46 bei Liewald. Bischof von Paderborn, erzählt das Gothaer Boltsblatt", hat gearbeitet hatte, abermals 15 M. für den nächsten Meister. Das Geselliger Verein Fridolin, Brunnenstraße Nr. 35 bei Wolff. Sumo eine Firmungsreise durch Thüringen gemacht und dabei sind ihm, ging dem Arbeiter doch zu weit. Er hörte auf zu arbeiten und Rauchflub Eiferne Pfeife, Triftstr. 1 bet Soffmann riftis cher Rauch klub, Görligerstraße 42 bei Picht. Geselliger wie die" Dorfzeitung" herausbekommen hat, von der Bahnverlangte die 15 M. zurück, die er bereits gezahlt hatte, wurde verein Brüderlich teit Georgentirchstraße 65 bet Müller. Musikverein Verein Rhetorit verwaltung die Fürstenzimmer auf den Bahnhöfen-in aber barsch abgewiesen und mußte trotz seiner Drohungen Bautenschwengel Annenstraße 16 bei Ehrenberg. ohne Geld abziehen. Er beschwerte sich schriftlich bei Herrn Naunynir, se bei gubeil Abends 8½ Uhr.- Gefelliger Verein Hoffnung Rudolstadt, Weimar und Gotha als Empfangssalon zur VerLebuferstraße Nr. 5 bei Nemig( alle vierzehn Tage). Theaterverein fügung gestellt worden. Darob große Entrüstung in pro Laborenz. Diefer ließ die Sache untersuchen und Proletariat, Naunynftr. 83 bei Köhn. nVergnügungsverein Amor II, das Ende war, daß der Polirmeister Vogt, trotzdem er schon Prinzen- Allee 10 bei Bergemann. Touriste tlub Freiheit und wohltestantischen Kreisen, weil den evangelischen GeneralNeuenburgerstr. 37 bei Regeberg. Rauchtlub Rothe Superintendenten bisher kein solcher Vorzug eingeräumt 12 Jahre in der Fabrik war, entlassen wurde. ergehen, Das Verfahren Arbeiter worden sei. Fahne, Abends 9 Uhr, Oppelnerstr. 44, Restaurant Taubenbörse. Die Sache war für die" Dorfzeitung" von Vogt's ist um so tadelnswerther, als er neben seinem Gehalt Bither- Verein Einigkeit, Manteuffelstr. 9 bei Noweck, Abends 8½ Uhr, auch noch die Prozente aus dem Verkauf von Biermarken bezog, ebungsstunde.- Vergnügungsverein Hand in hand 2, Gr. Frankfurter solcher Wichtigkeit, daß sie genaue Erkundigungen einzog Schafstopfflub Spar- Agnes, Abends und den Bescheid erhielt: Daß den evangelischen Generalsich also sicherlich ganz gut stand. Daß Herr Laborenz durch die Straße 80-81 Restaurant Müller. 9 Uhr, Blumenstr. 46 bei Wenck. Gefelliger Verein Alpenrose, Brizer: Superintendenten auf Ansuchen der gleiche Vorzug einEntlassung Vogt's ein Gyempel statuirt hatte, erwarb ihm bei ftraße 22 bet Graf. Privattheater- Gesellschaft Rome Ita, Pücklerstr. 2 bet der Versammlung allseitige Anerkennung. In Beziehung auf die Müller.( Außerdem alle 14 Tage Sonntags.) Theaterverein Nora: geräumt werden würde, daß aber bislang von dieser Seite noch niemals der Antrag bei der Verwaltung eingegangen sei". fonst getadelten Verhältnisse der Laborenz'schen Fabrik verstand Admiralstr. 18 c bei Möhring. Gesang-, Turn- und gefellige Vereine. Mittwoch. Mufit: Die Dorfzeitung" hält diesen Sachverhalt für interessant und sich aber die Versammlung nicht zu gleichem Entscheid, obwohl Dilettantenverein Preciosa. Abends 8-11 Uhr Uebungsstunde in lehrreich zugleich und meint dann weiter:„ Natürlich fällt es Der Geschäftsleiter, Herr Fromm, die vorgebrachten Geisler's Restaurant, Fenn- und Tegelerstraßen- Ece. den General- Superintendenten der evangelischen Kirche nicht ein, Beschwerden theils für unberechtigt erklärte, verein Apollo, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schulze, Beuthstr. 18-19. theils darauf hinwies, daß Herr Laborenz genöthigt sei, mit der Männer- Gefangverein" Jugendfreuden" jeden Mittwoch Abend 9 bis sich derartige Bequemlichkeiten der Reise zu verschaffen, sie haben Konkurrenz zu rechnen. Seine Frage, warum denn nur Turnverein Hoffnung, Abends 9 Uhr, im Restaurant Schröder, man auch den Wunsch gar nicht, sich vom Volte abzusondern und sich immer die Laborenz'sche Fabrik vorgenommen werde, wurde ihm abend 9-11 Uhr Abends bei Lade, Beughofstr. 8. teuffelstr. 9. Straftturnverein Jugendtraft, jeden Mittwoch und Sonn- wie Fürsten" behandeln zu lassen." Da wird wohl die" Dorfzeitung" recht dreist geflunkert dahin beantwortet, daß die andern Fabriken auch noch dran brunnen. Die 2. Männer- Abtheilung turnt heute von 8-10% Uhr Abends haben. Die protestantische Geistlichkeit hat unserer Schäßung kommen würden. Die anwesenden Arbeiter der Laborenz'schen in der Turnhalle, Freienwalderstraße 39. nach gar nicht den Muth, sich den Fürsten gleichzustellen. Diesen Firma wurden aufgefordert, sich dem Holzarbeiter- Verband, Bahlstelle Rixdorf, anzuschließen. Die Vorstandssitzungen finden Abends 82 Uhr bei M. Hoffmann, Prinz Handjery- und Lessingstraßenecke statt. Auch werden dort jeden Abend von 81/2 bis 10 Uhr Mitglieder aufgenommen und Beiträge fassirt, Sonntags jedoch nur Vormittags von 9-10 Uhr. Die MitgliederVersammlungen werden im Vorwärts" und durch Plakate befannt gemacht. den " 11 Uhr bet Meißner, Linienstr. 142. Männer- Gesang Turnverein Gesund Kraftturnverein Berolina, Abends 9 Uhr Uebungsstunde bei, Faustmann, Reichenbergerstraße 73a. Athletenverein Atlas, Abends 9 Uhr, Uebungsstunde, Brunnen- Muth hat erfahrungsgemäß eben nur die katholische. Uebrigens verein willkommen. 1 42. Berliner Turngenossenschaft: 9 Uhr Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Zahl anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Plauen i. V., Langenstein. Verarbeiten und Absehen ist nicht tonsumiren. Konsum ist Verbrauch. Schuhmacher und Lederhändler sind nur insofern Konsumenten, als sie beide Leder für sich verbrauchen. R. Schm. Der Betreffende ist fein Parteigenosse. Pankow hat etwa 4000 Einwohner. Die Stimmenzahl von den beiden Orten ist uns nicht bekannt. itraße 154, Lotal Konkordia. Die 3. Männer- Abtheilung turnt jeden Mittwoch und Sonnabend Abend von ist es amüsant, daß die Priester einer Religion, die von ihren von 8-10% Uhr in der Chorinerstr. 74. Turnverein Fichte"( Mit- Bekennern und also in erster Linie von ihren Predigern Ent glied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes). Die 1. Männer- Abtheilungagung verlangt, in Fürstenzimmern logiren oder sich furnt Mittwoch und Sonnabend von 8-10% Uhr Friedenstr. 37. Theater- und Vergnügungs- Verein Humanitas Abends 9% Uhr bei darüber aufhalten, wenn sie von dieser Annehmlichkeit der Bühnenverband Othello, Abends 9 uhr, fündigen Welt ausgeschlossen sind. Reed, Lothringerstraße 94. Restaurant Lothringerst raße 101. Theater- und Leseklub Morgenroth, jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, im Restaurant Diete, Lothringeritr. Nr. 67. Theaterverein erres jeden Mittwoch, Abends, 9 Uhr, Restaurant Lewinski, Verein ehemaliger 18. Gemeinde- Schüler. witwoch, den 11. Juli, Bülowfir. 45. Heimathlu st, Sigung jeden Mittwoch, Abends 9 Uhr, Abends 10 Uhr, außerordentliche Versammlung bei Martin, Große Fcant bei H. Lange, Stromstraße 28. Theater- Gesellschaft Klaus Beneditt, Dilettanten- Bühne Abends 9 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdeneritr. 45. furterstraße 99. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Mittwoch, Rheingold 2, Putbuserstr. 24 bei Lincke, Mittwoch 10 Uhr, Sigung und 11. Jult, Abends 8½ uhr, Sigung mit Damen im Vereinslofal Fidelitas. Kommandanten- Garten", Kommandantensir. 10-11. Landsleute sind will- Geselliger Bergnügungsverein Regia, Abends 9 Uhr, im Restaurant fommen. Sommer, Grünstraße 21. Kreuzfidel, bet Gumlich, Reichenberger Privat- Theater- Gesellschaft Philharmonie". Sigung mit Damen straße 149. Fidele Brüder, bei H. Mrose, Lachmannitr. 5.- Touristen Abend Frei Weg, feden Mittwoch Abend 9 Uhr im Lotal Nowack, Manteuffelstr. 9. bei Siedlukad, Manteuffel Stc. 86. Bithertlub Alpenglöckchen Edelweiß. Arbeiter Bildungsschule. Mittwoch, Abends 8%-10% Uhr: Nordstraße Schule, Müllerstr. 179 a und Südost- Schule, Waldemarstr. 14: Ge- uebungsabend Gipsstr. 11 bei Gollmann. Damen und Herren als Mitspieler fegestunde( fpez. Arbeiterrecht). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue mit Damen bet Weigmann, Andreasstraße 32. Verein Wohlgemuth jeden Mittwoch 9½ Uhr Sigung Große FrankfurterTheilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. firaße 80-81. Gesellschaft Hero, Abends 9 Uhr, Sigung Brunnenstr. 155 Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bei Frit bei Heft. Geselliger Verein Unter uns. Jeden Mittwoch Abend um Lieyte, Echwebterstraße 33. Gesundbrunnen, Abends 8 Uhr, bei Bergnügungsverein Lustige Briefkaffen der Expedition. Saferland, Bellermannstr. 87. Gleichheit, Abends 8% Uhr bei Stramm, 8 Uhr bei C. Fischer, Veuffelstr. 66. Seelen Sigung und Fidelitas jeden Mittwoch 9 Uhr bef Heinrich, Blücher Ritterstraße 123.- Heine, Rirdorf Abends 8% Uhr, Prinz- Handjerystr. 60, straße 61. Bergnügungsverein Gemüthlicher Schulz. Sizung jeden Für die Brauerei- Arbeiter gingen ferner ein: parterre. Einigkeit, Abends 8 Uhr bei Beige, Triftstraße 1. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Alle Aenderungen Mittwoch, Abends 8% Uhr, im Lotale des Herrn G. Schulz, Fennstr. 33. Arbeiter der Maschinenfabrik R. Krüger Alte Jakobstr. 4 Rauchklub Roochloch, Abends 9 Uhr, bei Kierstein, Admiralstr. 33. im Bereinstalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter der Firma Arbeiter Sänger- Bund Berlins und Umgegend. Mittwody. Uebungs- umoristis cher Rauchflub, Abends 9 Uhr, bei 2. Niemann, 3,70. Salz- Ufer, Charlottenburg 9,55. Rauch klub Sanssouci, Boechstraße 51. Hirschmüller 4.20. Familienabend vom Bezirk 483 8,30. Ge stunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Liedesfreiheit 1, Görligerstraße Andreasstr. 26, bei Wilte.- Freya,( Gemischter Chor), Alte Schönhauser- Rauchklub Ohne 3wang, Abends 9 Uhr bei Späth, Weinstr. 28. 2. 0,50. G. 0,50. ftraße 22-23, Bögow's Brauerei. A. P. 1.-. Silaritas, Hochstraße 32 a, bei Rauchflub Grüne Quaité, Abends 9 Uhr, bei Gorn, Kleine Martus- sammelt bei Voigt u. Cremer, Alte Jakobstr. 20, 2. Rate 10,-. Pianofabrik Weber 12,-. Straße 10. Rauchklub bet Rachfall, Wultan, Abends 9 Uhr Wilfe. Deutsche Eiche, Grüner Weg 29 bet Säger.- Echo 1 Vankow, Waldemarsir. 18. Rauchtlub Goldene Quaste, Abends 9 Uhr, 6. Rate Arbeitersaal Mix u. Genest, Neuenburgerstraße 7,05. Wollantstr. 113 bei Lehmann. yra 1, Köpnickerstr. 127a bei Küster. bei Muß, Jostystraße 8. Rauchtlub Schmotes Werte, Köpenicker, R. K., Alexandrinenstr. 25, 10,65. Amerit. Auktion einer' Hand in hand i, Reichenbergerstr. 16 bei Päboldt. Schnee= bei Schöbel. glödchen Humoristische Pfeifenbrüder: 2, Potsdam, Brandenburger Kommunikation bei ftraße 121a 16, Rauchtlub Bigarrentiste, Pianofabr. R. Schmidt, Königsbergerstr. 33, 7,65. Abends 9 Uhr, Klosterstraße 83, beim Genossen W. Salzwedel. Glaser. Unverdrossen, Abends 8% 1hr, bei Eachs, Lindowerstr. 26. einer Kremsertour nach Schmargendorf durch Deutsche Eich e, Abends 9 Uhr bei John, Waldemarstr. 52. 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