413 n انو if e , Dit 11. 6 I 11 t Nr. 94. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berling Vierteljährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret tn's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags: Nummer mit bem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Poft- Bettungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. del i della mod mill add sdel door it died sud nos inals Sad Ida sediar 118 Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für bie fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 8 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Eernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Ein englischer Daniel und die deutschen Shyloks. I. Freitag, den 24. April 1891. Besseren Expedition: Beuth- Straße 3. aber der harmlose Spaziergänger ist dort viel weniger Belästigungen ausgefet, t, als in dem gesegneten Lande, wo die Polizei von Jugend auf dem sittlichen Wohl des Arbeiters Beachtung widmet." nein, ein umgekehrter Lessing lobt er Preußen in Preußen und tabelt in Preußen England. Kein Wunder, daß ihm das verbismarckte Professorenblatt ge rührt um den Hals fällt. Es kann, nach ihm, nicht warm genug anerkannt werden, daß gerade ein Engländer auf Wie Herr Whitman bei diesem Beispiel so thut, als Dem deutschen Unternehmerthum ist großes Heil wider- Grund eines genauen persönlichen Studiums des Alltags ob der deutsche Arbeiter den Kampf ums Dasein weniger fahren. Ein Daniel, ein veritabler Daniel ist ihm vom lebens der Arbeiter beider Länder den Nachweis unternom zu kämpfen habe, als der englische, so besteht auch sonst Himmel zugesandt worden. Uebelgesinnte Demagogen und men hat, daß wir Deutsche schlechterdings keinen Anlaß seine Kunst des Vergleichens darin, daß er, wo es ihm paßt, wohlwollende, aber schlecht unterrichtete Ideologen hatten es haben, uns bezüglich der allgemeinen sozialen Existenzbedin einmal hier, einmal dort, die entscheidenden Mittelglieder bisher der Engherzigkeit und unersättlicher Profitgier begungen, unter denen unsere Arbeiter leben, vor den fallen läßt. So z. B. kann er zwar nicht umhin, den Freizichtigt, wenn es kategorisch erklärte, von keinen weiteren Engländern zu schämen. Darum hofft es, daß der handel und die dadurch erzielte größere Billigkeit der meisten " Belastungen der Industrie zu Gunsten der Arbeiter" wissen Broschüre die„ verdiente Würdigung" zu Theil werde, Gebrauchsartikel als einen Vortheil für die englischen zu wollen, wenn es behauptete, es sei„ des Arbeiterschutzes die der Aufsatz in den Preußischen Jahrbüchern" mert Arbeiter zu bezeichnen, aber", heißt es in dem Reklamejetzt genug" und die Zeit gekommen, sich mit dem Unter- würdigerweise nicht gefunden. Was sich das Unternehmer- Artikel der Allgemeinen Zeitung", er fügt auch gleich nehmerschutz zu beschäftigen. Wie bitter Unrecht hat man thum und seine Soldschreiber nicht umsonst gesagt sein lassen hinzu, daß dieser Vortheil, wenigstens soweit der Arbeiter den Herren damit gethan. Die armen verkannten Seelen werden. in Betracht kommt, durch die Macht des Mittelsmannes und hatten mit ihren Protesten vollständig Recht, nicht auf ihrer Die Beweisführung des Herrn Sidney Whitman ist die fast volle Freiheit der Lebensmittelverfälschung illusorisch Seite ist die Unersättlichkeit zu suchen, sondern auf Seiten aber auch wirklich unbezahlbar. gemacht werde". der sehr zu Unrecht als des Schutzes bedürftig hingestellten Daß der englische Arbeiter zunächst von vielen polizeiAls ob es in Deutschland keine Mittelsmänner gäbe! deutschen Arbeiter. Die deutschen Arbeiter find so vorzüglichen und bureaukratischen Fesseln nichts weiß, die den und als ob die Zeiten der„ fast vollen Freiheit der Lebenslich gestellt, wie die Arbeiter feines zweiten Landes. deutschen Arbeiter auf Schritt und Tritt hemmen, kann er Was zum Beispiel die Arbeiter Englands anbetrifft, nicht leugnen, aber wenn der Selbsthilfe des Arbeiters keine mittelverfälschung" nicht auch in England gewesen wären. das doch ökonomisch weit günstiger gestellt ist als Deutsch Schranke gezogen" ist, so ist dafür auch ebensowenig seinem muß sogar die Vergangenheit herhalten, um den Beweis zu Aber freilich, wo es Herrn Whitman in den Kram paßt, land, so haben diese allen Grund, thre deutschen sittlichen Wohl Beachtung geschenkt. Aus sich heraus muß ermöglichen, daß heute der deutsche Arbeiter mindestens Kameraden zu beneiden, und nicht, wie man so oft be- er sich alles schaffen." " hauptet hat, umgekehrt die Deutschen die Engländer. Das Nun, von zwei Dingen Eines. Entweder steckt der Staat ebenso gut daran ist, wie der englische. ist jetzt heraus, ein Engländer selbst hat es erklärt, und der seine Nase in alles, was der Arbeiter. thut, oder er hält sich Auf die gerühmten englischen Freiheiten im Einzelnen muß es sicherlich wissen. Man höre also auf, die deutschen in gewissen Schranken. In letzterem Falle bleibt natürlich eingehend, weist der Verfasser nach, daß man sie sammt und Unternehmer der Schinderei und Lohndrückerei zu beschuldigen. dem Individuum ein größeres Stück Selbstverantwortlichkeit fonders in einer Nacht sistiren kann, wenn das Wohl der Nicht an ihnen liegt es, wenn die deutschen Arbeiter unzu- als in Ersterem, daß ist von der größeren Freiheit untrennbar. Gesellschaft oder des Staates dies erforderlich erscheinen frieden sind. Von kleinen, nicht ber Rede werthen Ungu- Aber soweit nicht das Erziehungswesen in Frage kommt, läßt." Wieder eine Finte, denn solche Suspendirungsträglichkeiten abgesehen, ist Deutschland ein wahres Eldorado in Bezug auf das sich die Verhältnisse in England übrigens möglichkeiten für außergewöhnliche Verhältnisse existiren für Arbeiter. von Jahr zu Jahr beffern, ist der englische Arbeiter überall, der englische Arbeiter ist in dieser Hinsicht im Unter dem Titel„ Der deutsche und der englische Ar- gerade darum in Bezug auf sein, fittliches Wohl" desto besser äußersten Falle nicht schlechter daran als der deutsche. Indeß, beiter" ist hier im Verlage von Karl Ulrich u. Komp. eine baran. Was Herr Whitman von der eisernen Disziplin das Beste tommt erst. Auch um die persönliche und Schrift erschienen, in der ein Engländer, Mr. Sidney der Selbstzucht im Kampfe ums Dasein" fabelt, die der eng- die Militärfreiheit hat man sich zur Zeit der napo Whitman, die Frucht vergleichender Studien über die Lage lische Arbeiter nöthig haben soll, wenn er nicht inmitten leonischen Kriege herzlich wenig gekümmert. Die von Werbern der Arbeiter in England und Deutschland" dem weiteren der sozialen Verwahrlosung seines Standes der Versuchung betrunken gemachten Leute wurden Nachts auf die Schiffe Publikum übergiebt, nachdem er den wesentlichen Inhalt und Verzweiflung anheimfallen und zu Grunde gehen will", geschleppt und, wenn sie damit nicht zufrieden waren, mit seiner Schrift bereits im Oktoberheft 1890 der Preußischen und die härter sei als der deutsche Arbeiter, der Soldat einer Tracht Prügel bedacht. Das war vor 75 Jahren Jahrbücher" veröffentlicht hatte. Referent muß zu seiner gewesen, sich träumen lasse", ist gegenstandsloses Geschwätz. ganz gebräuchlich, und wer will behaupten, daß die Eng Schande gestehen, daß ihm weder jener Aufsatz noch die Denn die Polizeiaufsicht, deren sich der deutsche Arbeiter von länder beim Nahen einer sozialen Gefahr nicht morgen einen Schrift selbst zu Augen gekommen; was wir von ihr wissen, Jugend auf zu erfreuen hat, enthebt ihn durchaus nicht der Landsturmdienst zum Gesetz machen?" entnehmen wir einem fie mit Posaunenstößen der Reklame Nothwendigkeit, genau denselben Kampf ums Dasein, und Lohnt eine solche Beweisführung noch einer Wider ankündigenden Artikel der verbismarckten Allgemeinen unter oft viel ungünstigeren Umständen, führen zu müssen, legung? Von der sonstigen Albernheit der Heranziehung Zeitung" zu München. Die dort gegebenen Proben aus dem als der englische Arbeiter, nur daß sie gerade diejenigen dieses Beispiels abgesehen, selbst die mit der Wahlreform Werke des Herrn Whitman genügen jedoch vollauf zu seiner Eigenschaften in ihm unterdrückt oder wenigstens mög von 1832 und den Wahlreformen von 1868 und 1884 vollWürdigung. lichst verkümmert, die er in diesem Kampfe am zogenen Revolutionen bei Seite gelassen, die aus dem aristoEin merkmürbiger Engländer, dieser Herr Sidney nöthigsten braucht. Nur soweit der deutsche Arbeiter sich fratisch regierten England ein demokratisch konftitutionelles Whitman. von den wohlthätigen Wirkungen der Polizeivormundschaft Staatswesen gemacht, dessen Schwerpunkt immer mehr nach Man denke, der Angehörige eines Landes kommt in emanzipirt hat, kann er den Vergleich mit dem englischen der Seite des Proletariats gravitirt, ist das Zurückgreifen ein anderes Land und findet, daß dort die Verhältnisse der Arbeiter aushalten. Unter den nichtsozialdemokratischen Ar- auf das England von 1815 in diesem Zusammenhang ein Arbeiter nach verschiedenen Richtungen hin viel besser find beitern findet man in Deutschland oft nur zu viel von den Eigens so großes Armuthszeugniß für die zu beweisende Sache, daß als bei ihm zu Hause. Was thut er nun? Er wendet sich schaften des Sklaven Duckmäuſerei auf der einen und jeder kritisirende Zusatz überflüssig ist. Mit solchen Argunicht etwa an seine Landsleute, die da meinen, daß bei Brutalität auf der andern Seite. Die Riesenstadt London menten könnte man auch den Beweis liefern, daß Rußland. ihnen alles aufs Beste bestellt ist, und belehrt sie eines hat sicherlich ihre gehörige Anzahl" Roughs" und" Loafers", das freieste Land der Welt ist. Feuilleton. Nachbruck verboten.] [ 43 Die Falkner von St. Vigil. Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol Ambros, Stafi und David saßen bei dem Mittagsmahl. Auf dem Tische dampfte eine Schüssel goldgelber Polenta Stafi sprang mit einem kleinen frohen Schrei auf, als sie des jungen Geistlichen ansichtig wurde. David verzog den Mund zu einem lautlosen Lachen und Ambros sagte, indem er sich lässig nach der Thür wandte und langsam aufstand: „ Schau, der Herr Bruder!" dann Das Herz des jungen Geistlichen wurde schwerer. Ambros warf hastig den Löffel hin und rief: " Ist es denn nicht zum toll werden, daß sich der Alte nicht einbegeben will?" „ Es versteht sich von selbst, daß Dir die Härte des Baters weh thut; aber das Grübeln darüber thut nicht gut," meinte Hannes. Du verschlimmerst nur Deine eigene Lage dadurch." Caleicht noch lange, lange dauern kann, bis dem Vater Deine " Du sollst Dich vielmehr darauf richten, daß es viels Heirath ansteht. Und nehmen wir den Fall an, daß er Dir gram bliebe?" schwichtigend hinzu zu setzen sich beeilte: Ambros fuhr so jäh in die Höhe, daß Hannes be" Es ist nur eine Annahme; ich sage nicht, daß es geschehen werde. Doch ich sehe, daß Niemand mehr ist." Darauf sprach David das Dankgebet. Hannes glaubte aus dem Ton einen Vorwurf herausvon Robert Sa, weichel. zuhören, daß er das junge Paar nicht schon früher besucht Stasi warf ihm einen dankbaren Blick zu, und er Wenn durch vernünftige Vorstellungen von dem hätte und bemühte sich, seiner Antwort einen heiteren An- fuhr fort: Alten etwas zu erreichen wäre, so hätte ich es er- ban muß ihm der Pfarrer heran und der Doktor." strich zu geben:" Wann der Bauer seine stille Zeit hat, reicht," sagte er. " Ich habe ihm den Kopf ge waschen und nicht mit laulichem Wasser. Du richtest Ambros wünschte, es gäbe keine stille Zeit. vollends nichts aus, denn Dir mißt er die Schuld Dho, das sagst Du?" rief sein Bruder und wollte bei, daß Ambros sein Stück durchgesetzt hat. Den Bater einen Scherz daran knüpfen, allein er fand keinen. Er hatte hat er Dir nie gezeigt und so wird es Dich nicht teine humoristische Ader. zu sehr packen, liebes Kind, wenn ich Dir sage: Du hast keinen Vater mehr. Du hast nur noch eine Mutter: die Staft hatte ihm inzwischen reines Geschirr gebracht, auch einen besonderen Teller, denn es schickte sich für einen Dennoch packte" es Hannes, und er war tief erschüttert. geistlichen Herrn nicht, daß er aus der gemeinschaftlichen Ambros griff nach seiner Pfeife, Stast ging, den Tisch Der Pfarrer sprach ihm freundlich zu, er hörte schweigend Schüssel äße. Hannes aber verschmähte den Teller und eine abräumend, ab und zu, und David begab sich mit einem Dort lag der stattliche Kloster- Weile tanchten alle Vier ihre Löffel still in den goldenen Stückchen Brot auf den Hof und fütterte damit die Hühner. und lächelte bitter. hof auf dem Bühel, und seine vielen Fenster gligerten in Maisbrei. Indessen hinderte die Beschäftigung des Essens Der Kurat hielt Umschau in dem Stübchen, wo er so der Mittagssonne. Es war sein Vaterhaus nicht mehr. So den Kuraten nicht, die Anderen zu beobachten. Der Ge- manche gute Stunde zugebracht hatte. Es war darin nichts riß ein Faden nach dem anderen, der ihn an die Menschen sichtsausdruck seines Bruders gefiel ihm nicht, und Stafi verändert; nur das große Bett, in dem die Wittwe frank knüpfte. Nun ja, der römisch katholische Priester darf teine warf verstohlen besorgte Blicke auf ihren Wann. Dieser gelegen, war fortgeschafft. Es stand in der Kammer nebenan Familie, darf keine Heimath haben: seine Kirche iſt Alles murrte:" Ihr Brief, Herr Hannes, hat den Vater nicht als Chebett und an seiner Stelle hing seines Bruders Schießzeug an der Wand. Der Stuhl in der Nähe des für ihn. Hannes hob jedoch nicht stolz das Haupt: zu anderen Sinnes gemacht." Boden schauend, stieg er nach dem Ansiz Larseit's hinauf," Leider hab' ich es schon vernommen," seufzte Hannes Fensters, auf dem Staft zu sitzen pflegte, während er mit nachdem er sich von Herrn Moltenbecher vor der Pfarre und Stafi sagte leise:" Und die Lifei darf auch nicht mehr der Kranken geplaudert, stand noch an der alten Stelle, zu uns kommen," und die alte Ühr tickte wie sonst. Kirche." verabschiedet hatte. Natürlich fand Heute über acht Tage wird die dritte Lesung be erzählte haarsträubende Dinge aus den Bergwerksbezirken Nächste Sigung des Reichstags morgen 1 Uhr: Mustervon den„ heimtückischen" Verschwörungen der Herren Schuh- Gesez, Wahlprüfungen 2c. Grubenbesitzer, von der Rechtlosigkeit der Arbeiter, von Dinge, in Es schwirren wiederum Gerüchte über bevorstehende Die Streitbewegung unter den Kohlen- Bergarbeitern| Großindustriellen Möller, dessen Rede sich in den Satz| Molkenbuhr in treffender Rede begründet, die durch in Weftfalen hat in den letzten Tagen bedenklich an Aus- zusammenfassen läßt: was der Arbeitgeber thut, ist wohl lebenswarme und lebenswahre Schilderung des Proletarier dehnung gewonnen. Zu den bereits im Ausstande befindlichen gethan, und was der Arbeiter ohne oder wider Befehl des elends in der Hausindustrie trotz der vorgerückten Stunde Gruben ist nun auch noch die Belegschaft der Zeche, Fröh- Arbeitgebers thut, ist unmoralisch". Die Gewerkschaften die Aufmerksamkeit des Hauses fesselte. liche Morgensonne" mit 1100 Mann getreten, so daß wünscht er hin wo der Pfeffer wächst, ist übrigens, wenn jedoch unser Antrag keine Majorität. nunmehr sechs Schächte sich im Ausstande befinden. Alle diese auch hie Gründung von Arbeiterorganisationen, mit denen genannten Arbeiterschutz- Gesetzes erledigt. Ein schweres Werk, schweren Herzens, bereit, auf diese Brücke zu treten", Um halb sechs Uhr war die zweite Lesung des fo Arbeitseinstellungen fanden statt, obwohl seitens der Leiter des die Herren Unternehmer verhandeln können, allergnädigst zu aber kein gutes Wert! Bergarbeiter- Berbandes alles aufgeboten wird, um die Leute von gewähren. Der fatholische Sozialist" Stöbel leuchtete jedem unbesonnenen Schritte zurückzuhalten. Die Massen, welche dem Herrn Großindustriellen Möller recht gut heim. Er ginnen. seit wenigen Monaten sich erst einer Organisation angeschlossen haben, lassen sich eben mehr von ihrem Gefühl als von der fühlen Berechnung leiten und so ist die Gefahr nicht ausgeschlossen, daß die Bewegung sich über das ganze Kohlenrevier ausdehnt. Nach der gewöhnliche Menschenverstand und das gemeine Rechts- Veränderungen in den höchsten Regierungsämtern. Lage der Sache- und wir erachten es als unsere Pflicht, heute gefühl absolut nichts Strafbares erblicken kann. Herr Herr von Goßler soll angeblich Ober- Präsident von Schleſſen, kann diese Bewegung, wenn ſie Stößel mußte seinen ganzen Ausführungen nach für den Herr von Buttkamer soll, wie neuerdings behauptet wird, wirklich die gefürchtete Ausdehnung gewinnt, nur mit einer voll- sozialdemokratischen Antrag stimmen, erklärte aber, mit rich- Ober- Präsident von Pommern werden, um die Stelle des ständigen Niederlage der Arbeiter enden. Für diesen Fall aber tiger Zentrumslogit, daß er mit dem Zentrum für den eben verstorbenen Ober- Präsidenten von Westpreußen wird werden die unterliegenden Arbeiter das Wort vae victis in alten"§ 158 stimmen werde. Eine weitere Heimleuchtung, wohl auch große Nachfrage herrschen. Auch vom baldigen feiner ganzen Schwere zu fühlen bekommen. Jene Bechen- und zwar eine mit sehr heller Laterne, besorgte Förster Rücktritt des wackligen Herrn von Bötticher wird viel ge verwaltungen, welche heute die Arbeiter mit ausgesuchtefter dem Hamburger Bundesraths- Bevollmächtigten Burghard. sprochen, Herr von Bennigsen wird als sein Nachfolger be Abfichtlichkeit, durch unmotivirte Lohnabzüge, schlechte und Er stellte die von ihm auf den Kopf gestellten Thatsachen zeichnet, welcher Meldung wir vorerst keinen Glauben vor allem brutale Behandlung, Ablegen der sogenannten wieder auf die Füße, geißelte mit der schmucklosen, wuch schenken. Wir werden vielleicht auch noch Herrn von Richt Führer 2c., zur Arbeits- Niederlegung provozieren, wissen tigen Sprache der Wahrheit das herausfordernde, brutale, hofen vom Berliner Polizeipräsidium scheiden sehen, was sehr genau, was sie thun. Es ist eine teuflische Absicht, geldgierige Treiben der Unternehmer und wies namentlich Herrn Kühnemann und Genoffen mit großem Schmerz er mit der da von einzelnen Stellen vorgegangen wird, und es be- nach, wie der 1. mai vorigen Jahres von den Unterfüllen würde. mit der da von einzelnen Stellen vorgegangen wird, und es benehmern, nicht von den Arbeitern, zu einer„ Kraftschon dies auszusprechen Dr. Ernst dürfte eines hohen Maßes von Ginsicht in die derzeitigen Wirth probe" gemacht werden sollte, und wie die damaligen Streits nicht entschieden und schon wieder ist ein Reichstagsfit Noch ist die Stichwahl im 19. hannoverschen Wahlkreise schaftsverhältnisse, Klugheit und Selbstbeherrschung, um jene durch die Unternehmer systematisch provozirt worden frei, bei dessen Besetzung unser Kandidat sicherlich in Stichfinsteren Pläne zu Schanden zu machen. Leider scheint ein großer find. Kurz, Förster drehte den Stiel um, und der Herr wahl kommen wird. Durch die Ernennung des Reichstags Theil der Bergarbeiter dieses Maß von Selbstbeherrschung und Vertreter der kaiserlichen Republik Hamburg" blickte höchst Abgeordneten und Konsistorial- Präsidenten Einsicht nicht zu besitzen.. Zu verwundern ist dieser Manget unwirsch darein. Eine töftliche Rede hielt dann Herr von Weyrauch in Kassel zum Unterstaatssekretär und Di freilich nicht. Ist diesen Arbeitern doch erst infolge des großen a m m a cher, nationalliberaler Großinduſtrieller im rektor im Unterrichtsministerium ist das Mandat für den Streits vor zwei Jahren die Möglichkeit gegeben worden, sich in größten Stil, Grubenbesitzer 2c. und„ Achtundvierziger" zweiten Wahlkreis des Regierungsbezirkes Kassel( Rassel ihrem neugegründeten Verbande selbständig mit den Lohn- und sogar Republikaner" von Anno dazumal. Er liebt es, zu Melsungen erledigt. der Bismarck Livree einen Hecker hut zu tragen, Arbeitsverhältnissen zu befassen. Wir fürchten sehr, daß den wodurch er zwar feinen guten Geschmack bekundet, aber Arbeitern diese noch so junge Freiheit wieder verloren geht, wenn wunderbar tomisch wirkt. Auch heute präsentirte er sich in sie sich in der jetzigen schweren Krisis nicht zu beherrschen ver- diesem Fastnachtskostüm und verbrämte den Regierungsmögen. paragraphen 153 mit demokratischen Phrasen. Im Jahre 1890 war in dem Wahlkreise eine Stich denen in der ersten Wahl 20 337 abstimmten; es erhielten wahl erforderlich. Er zählte 28 545 Wahlberechtigte, von in diesem Wahlgange der Konservative( v. Weyrauch) 5966, der Freifinnige 2158, der Sozialdemokrat 9170 und Uns liegt ein Brief vor aus dem westfälischen Kohlenrevier, Er denkt jedenfalls, die Knute thut nicht so weh, wenn der Antisemit 3028 Stimmen; in der engeren Wahl der deffen Schlußzeilen lauten:„ Trotzdem die Leute sich sagen, daß Blumen drum gewickelt sind und wären es auch nur Ham- Konservative 11 735 und der Sozialdemokrat 10 223 Stim sie nicht siegen werden, wollen sie doch lieber streiten, als sich so macher'sche Redeblumen. Es folgte nun Stadthagen, men. Auf den Ausgang der Ersatzwahl kann man ge tyrannisiren lassen." Diese Worte geben einer Stimmung Aus- welcher hauptsächlich den juristischen Theil der Frage in spannt sein. druck, welche allen Jenen zu denken geben sollte, deren Interesse habung des§ 153, sowie die von der Regierung vorge längerer Ausführung behandelte, und die bisherige HandMitten in den Verhandlungen des Reichstages über noch nicht damit erschöpft ist, daß die Kohlenpreise in den nächsten schlagene Fassung des Paragraphen einer beißenden Kritik den sogenannten Arbeiterschutz kommt uns ein Schriftstüc paar Wochen sich auf der Höhe der Schwindelpreise der letzten unterwarf. Er hatte das Glück, den Vertreter der„ kaiser- zur Hand, das wieder einmal so recht deutlich zeigt, von Monate halten. Die Arbeiter werden und müssen ja unterliegen, lichen Republit" aufs parlamentarische Eis zu Locken, auf welchem Geist ein Theil der Unternehmer gegen die sie sind sich wie wir gezeigt haben auch über dieses welchem derselbe die seltsamsten Tänze und Bocksprünge aus Arbeiter beseelt ist und wie sie dieselben zu Sklaven 34) ihr Schicksal tlar. Außerdem aber wäre als letztes Mittet" führte, theilweise unter Absingung einer Melodie aus der machen suchen, die Flinte, die schießt, und der Säbel, der haut, immer noch da Mamsell Angot. Die Wirkung auf das Haus war so Vor uns liegt folgender Arbeitskontrakt, der mehr einem und wohin es gewisse Leute getrieben wissen( möchten, hat uns durchschlagend, daß die Lachsalven nicht aufhören Kontrakt für Kulis, als für freie Arbeiter ähnlich sieht und wohin es gewisse Leute getrieben wiffen( möchten, hat uns wollten, und eine Rede des Königs Stumm" vollständig Herr von Kardorff am letzten Dienstag im Reichstag mit dankens überdröhnten. Nicht ein Wort des Allgewaltigen von Neunwerther Offenheit erzählt. Aber dahin soll es nicht kommen. firchen war zu hören und das erschien der Masse der Daß alle jene fozialreformerischen Mächte, die sich heute im Reichsboten als eine so große Wohlthat, daß dem verlegen Glanze ihrer Arbeiterfreundlichkeit sonnen, nicht den Muth und dreinschauenden Eistänzer aus Hamburg all seine Sünden auch nicht den Willen haben, energisch jenem Ring von Jobbern gerne vergeben wurden. und Ausbeutern entgegenzutreten, welche leichten Herzens das Das Haus war jetzt nicht länger zu halten- ein SchlußanWohl von Tausenden opfern, wenn das nur zur Realisirung ihrer trag wurde fast einstimmig angenommen und, nach Ablehnung unprofitlüfternen Pläne beiträgt, wissen wir. Heute aber streifen seres Antrages konnte die von den Sozialdemokraten beantragte und damit den Kohlenmarkt„ beunruhigen" heißt jene Pläne Theil des Regierungsparagraphen gegen namentliche Abstimmung über den ersten fördern. Wir wiederholen deshalb unsere Warnung vor jedem 1/25 Uhr begonnen werden. Und zwar wurde diesmal( jede unbesonnenen Schritt und dazu gehört bei der augenblicklichen namentliche Abstimmung beginnt in alphabetischer ReihenWirthschaftslage fast jeder Streit. Streits jetzt werden für die folge mit einem anderen Buchstuben) mit dem BuchArbeiter nur großes Glend im Gefolge haben, die Organisationen staben D der Anfang gemacht, was einen kleinen Rückfall derselben zerstören, die souveräne Allmacht der Herren Unternehmer auf Jahre hinaus begründen und in vielen Fällen schmutzige Börsenmanöver und Preistreibereien begünstigen. in die durch den Hamburger Senator entfesselte Heiterkeit zur Folge hatte.( D- Oh! Oh weh!") Oh! Dh weh!")- Das Res sultat der Abstimmung war 142 gegen und 78 für die Regierungsvorlage. Für dieselbe stimmten die Konservativen und das Gros der Nationalliberalen von lezzieren 6 oder 7 mit der Politische Webericht. Majorität.- Die Großindustriellen Hammacher, Möller und Müllensiefen( der in Bochum so Berlin, 23. April. schöne Versprechungen gemacht) waren unter den Jasagern. Auch die heutige Sigung des Reichstags gehörte dem Von den noch übrigen Paragraphen der Gesetzesvorlage Roalitionsrecht. Leer war das Haus, wie wir das( den Strafparagraphen 2c.) gab nur noch§ 154 Anlaß zu seit Beginn dieser Arbeiterschutz- Debatte gewohnt sind-einer Diskussion. Ein Antrag der Sozialdemokraten, das aber nicht leerer war die Galle des ersten Redners, des Gesetz auf die Hausindustrie auszudehnen, ward von Was hatte sie nicht alles hinweggetickt? Auch das seiner Frau ausweichend.„ Der Mann soll die Frau erGlück, welches Stafi von Ambros erwartet hatte? Es nähren und nicht umgekehrt." fam ihm vor, als ob ihr liebliches Gesicht viel ernster„ Ernährst Du sie etwa nicht, indem Du ihren Hof begeworden, als ein Schatten über dem finnigen wirthest?" fragte der Bruder dagegen. Ist Euer Hof nur Ausdruck ihrer Augen läge, und er strich sich mit der Hand klein, um so fleißiger und sorgsamer wirst Du wirthen über die Stirn und die eigenen Augen. müssen, damit es den Deinigen an nichts gebricht." Halten Sie es denn wirklich für möglich, daß der Vor der Arbeit hab' ich mich mein Lebtag nicht geBater hart wie ein Stein bleiben könnte?" fragte jetzt scheut," hielt Ambros dem scheinbaren Verdacht des Bruders Ambros, seine Spannung hinter dichten Rauchwolken ver- entgegen, und Stasi rief: bergend. Hannes nahm eine Prise und versetzte, daß er an des Bruders Stelle wenigstens eine solche Möglichkeit ins Auge fassen würde. Derselbe lautet: Bu • Ich geboren am erkläre hiermit, daß ich die mir bei meinem heutigen Arbeitsantritt übergebenen Fabrik ordnungs- Bestimmungen fenne, mich darnach richten und etwaige Folgen wegen Ueberschreitung dieser Ordnung tragen will, verpflichte mich auch gleichzeitig, die angenommene Arbeit nicht innerhalb Jahre wiedet aufzugeben, es sei denn, daß mir Seitens der Herren Basse u. Selve gekündigt wird. Bon den allgemeinen Verhaltungsvorschriften der Nord deutschen Edel- und Unedel- Metallindustrie- Berufsgenossenschaft habe ich Kenntniß erhalten. Ferner erkläre ich mich damit einverstanden, daß die Beträge der von mir aus den Konsumgeschäften am Schwarzenstein und Bärenstein, der Metgerei und dem Arbeiterheim am Rennes stein der Firma Basse u. Selve entnommenen Waaren, sowie die Beträge für Miethen und Schlafgeld von meinem verdienten Lohne bei der monatlichen Abrechnung eingehalten werden. Altena, den Letzter Abkehrschein, ausgestellt von enthielt folgendes Zeugniß Austritt aus unserer Arbeit am Grund des Austritts Führung. Fähigkeiten. Fleiß. · am • dabei. Es war ein Bauer aus Pikolein unterhalb St. Martin, der in Geschäften nach St. Vigil gelommen war. Er kannte Hannes und erbot sich, ihn in seinem Schlitten, den er im Stern eingestellt hatte, bis Pikolein mitzunehmen; in einer Stunde etwa gedachte er aufzubrechen. Hannes nahm das Anerbieten mit Dank an und Wolf führte ihn, nachdem er seine Arbeit beendet, in seine Stube, die neben der Werkstatt lag. Man merkte der Stube nicht an, daß sie von einem Junggesellen bewohnt wurde, so ordentlich sah es in ihr aus. Ach nein, er macht sich ja fortwährend was zu schaffen. Er kann ja nimmer still sitzen." Daß Sie nach dem, was geschehen ist, jetzt nicht auf Der Kurat nickte nur. Er hatte sehr gut herausgehört, den Hof gehen mögen, versteh' ich," sagte der Schmied, daß es die beschränkten Verhältnisse waren, vor denen als Hannes ihm den Zweckt seines Besuches mitgetheilt " Du kannst es ja ruhig abwarten," fuhr er fort,„ da Ambros zurückscheute. Ihm war es unfaßlich, wie man in hatte. Man müßte die Zeit walten lassen und mit gelinden Du glücklich mit Deiner Frau bist. Lasse die Zeit walten, dem Besitz Stasi's nach den Fleischtöpfen Egyptens fich Schlägen nachhelfen, meinte er. Die Kraft allein thäte es und trübe durch Grübeln nicht Euer Beider Lebensglück. zurücksehnen könnte. beim Schmieden nicht, man müßte vor allen Dingen das Was willst Du? Du bist jetzt Dein eigener Herr und Die Stasi hat Recht", rief Ambros, indem er diese Eisen kennen, daß man unter dem Hammer hätte. Was stehst auf Deinem eigenen Grund und Boden; also schaffe, als mit dem linken Arm umfaßte, und den rechten an sich zog Lisei und er thun könnten, um den Alten allmälig zu beob es teinen Klosterhof auf der Welt gäbe. sänftigen, das würde gewiß geschehen. Von den Sorgen, Mein eigener Herr?" versetzte Ambros bitter. Bin die ihn wegen seines eigenen Lebensglückes infolge von Amich hier etwas Anderes, als der Großknecht von meiner bro3' übereilter Verbindung mit Staft bedrückten, schwieg Frau? Ihr gehört alles; ich hab' nichts." Es lag nicht in seiner Art zu klagen, am aller wenigsten, wo er, wie hier, überzeugt war, daß ihm der Andere nicht helfen könnte. Ach, Ambros, wie tannst Du nur so reden", schrie Stafi, welche darüber wieder in die Stube gekommen war, schmerzlich auf.„ Gehört Dir nicht alles, was ich habe?" Die Thränen traten ihr in die Augen. 01 und energisch fortschnellte. Wozu hat der Mensch seine Kräfte, wenn er sie nicht brauchen kann. Und dabei fällt mir ein, daß ich den Kuhstall ausbessern muß, so lang' das Wetter schön ist." Stast lächelte und drückte verstohlen die Hand, die er um ihren Leib gelegt hatte. er. Hannes bestärkte ihn in seiner besseren Stimmung. Die Sonne des kurzen Wintertages war bereits unters Als er aber Abschied nahm, begleitete ihn die Sorge, daß gegangen und es dunkelte schon, als Hannes und Wolf " Und gehört Deiner Frau nicht alles, was Dein ist, er den Dämon, der in seinem Bruder sich regte, nur für den unter dem Vordach der Schmiede die letzten Worte mit eins jetzt und fünftig?" fragte Hannes unwillig." Rechnet die Augenblick beschwichtigt, nicht überwältigt habe. Rechnet die Augenblick beschwichtigt, nicht überwältigt habe. In ander austauschten. Keiner von ihnen ahnte, daß sie erst Liebe? Ist sie nicht stolz und glücklich, wie im Geben, so dieser Sorge war es ihm um Stafi's willen, deren Glück er nach Jahren einander wieder begegnen würden, im Empfangen?" gefährdet sah, doppelt schmerzlich, daß ihm der Klosterhof Hannes begab sich, wenig ermuthigt, in den Stern, um Stasi hatte sich zu ihrem Manne gesetzt und bat ihn, verschlossen war. auf den Bikoleiner zu warten. In der Herrenstube, wo seine Hand streichelnd, daß er gut sein möchte. Er lenkte seine Schritte nach der Schmiede Wolf bereits die Dellampe über dem Tische angezündet war, traf Hannes aber fuhr nach einem Griff in seine Lechner's, um der Schwester einen Gruß durch ihren er den Landrichter und den Oberförster bei ihrem Vespers Bräutigam zu schicken. Vielleicht wußte Wolf einen Rath. schoppen. Im Gegensatze zu seinem Bruder hatte ihm das ruhige, Die Herren luden ihn ein, sich zu ihnen zu setzen sichere und verständige Wesen des Schmiedes von jeher und der Landrichter sagte: Achtung eingeflößt. ,, So ist die Konferenz in Enneberg doch zu etwas gut Wolf schärfte eben unter dem Bordache seiner Schmiede gewesen; man würde Sie sonst wohl gar nicht mehr in, die Hufeisen eines Pferdes. Der Eigenthümer desselben stand St. Vigil zu sehen bekommen." ( Fortsetzung folat.) Dose fort: Du übertreibst überdies. Würdest Du auf dem Klosterhofe etwa nicht für Deine Frau und die Kinder, die Euch der Himmel noch schenken wird, gearbeitet haben und in Zukunft arbeiten müssen?" " Just darum", grollte Ambros, den bittenden Blicken Es ist unnöthig, diesen Arbeitskontrakt" näher zu charakterisiren. Die Firma hat das Recht, jeden Augenblick zu kündigen, der Arbeiter muß sich Arbeiter muß sich den von der Firma diktirten Bedingungen für die ihr passende Beit, und seien es Jahre, unterwerfen. Weiter sind nach dem Kontrakt die Arbeiter gezwungen, aus den Konsumgeschäften und der Metzgerei der Firma Basse und Selve ihre Bedürfnisse zu entnehmen, natürlich zu den Preisen, die Diese ihnen diktirt, und damit die Firma nicht zu Schaden tommt, müssen sich die Arbeiter bei der Lohnabrechnung die entsprechenden Abzüge gefallen lassen. Unseres Erachtens liegt hier eine Verletzung der Trucks bestimmungen der Gewerbe- Ordnung vor, aber wo fein Kläger ist, ist auch kein Richter. Endlich sind auch die Formulare für die Entlaẞscheine offenbar dazu bestimmt, die Arbeiter unter Umständen zu brandmarken und in Verruf zu erklären. Diese Entlaßscheine entsprechen, wie es scheint, den Abmachungen, welche die Unternehmer der Norddeutschen Edel- und Unedel- MetallIndustrie unter sich getroffen haben. Es wird dadurch nur unsere Vermuthung bestätigt, daß die UnfallversicherungsGenossenschaften gleichzeitig als Unternehmer- Organisationen gegen die Arbeiter ausgenutzt werden. Es ist immer gut, wenn die Situation sich klärt.Bürgerliche Organe jubeln darüber, daß die von den Sozialdemokraten so oft angekündigte Krise noch immer nicht eintreten wolle. Die Bourgeois- Organe erinnern uns da an das Göthe'sche Völkchen, das den Teufel nicht fieht, obgleich er sie schon am Kragen hat. Die Krise ist da ist seit einem halben Jahre da. Nur, daß sie nicht so sagen wir geräuschvoll ist, wie man das bei früheren Krisen gewohnt war. Die modernen Krisen unterscheiden sich von den früheren durch ihre I ängere Dauer und ihre größere Gründ: I ich teit, wenn uns dieser Ausdruck erlaubt ist. Es liegt das in der Natur der ökonomischen Entwickelung, welche zu immer größerer Konzentration der Kapitalien und immer mächtigerer Steigerung der Produktion führt. Daraus folgt einerseits, daß die Schläge gewaltiger sind, andererseits, daß auch der Widerstand ein zäherer ist und daß infolge dessen die Katastrophen nicht mehr so blitzschnell, aber dafür um so umfassender und zerstörender sind. Man denke nur an den Fall des Hauses Baring, das zwar nicht direkt Bankerott machte, jedoch durch seinen fünstlich verlangsamten Sturz mehr Unheil stiftete, als früher der Sturz eines Duhends der größten Bankund Handelshäuser. Zag ein Sonnabend ist, auch an diesem die Arbeit ruhen zu laffen und dieselbe erst am Montag wieder aufzunehmen, da es unthunlich sei, wegen eines Tages den ganzen Betrieb in Thätigkeit zu setzen. Aus der Schweiz wird gemeldet: Wie der Gewerbeverein Luzern, erklären auch die Mitglieder des Gewerbevereins und des Meistervereins Basel eine Arbeitseinstellung am 1. Mai für Vertragsbruch. Aus Brüssel liegen folgende Depeschen vor: Die hiesige Vereinigung der Arbeiterpartei wird durch Maueranschläge und durch ein Manifest, welches sie in 100 000 Exemplaren vertheilen läßt, die Arbeiter auffordern, an der für den 1. Mai zu Gunsten des achtstündigen Arbeitstages und des allgemeinen Stimmrechts in Aussicht genommenen Kundgebung theilzunehmen. Die hier geplante Arbeiterfundgebung am 1. Mai ist von dem Bürgermeister unter der Bedingung gestattet worden, daß der Weg, den der Zug nehmen soll, von der Gemeindebehörde festgesetzt werde, und daß die Führer für die Ordnung ein stehen. Aus Italien wird telegraphirt: Dem„ Fanfulla" zufolge werden alle Polizeikommissäre am 25. d. M. eine gleichlautende Bekanntmachung bezüglich des 1. Mai erlassen. Nach derselben sollen Bersammlungen selbst an öffentlichen Orten, ebenso Reden, soweit sie keine Beleidi gung und feine Angriffe gegen Staatsgefeße enthalten, gestattet, jedoch Aufzüge, unter welcher Form immer, verboten und um jeden Preis unterdrückt werden. Zu den Polizeivorbereitungen gehört wohl auch die folgende italienische Meldung: Der Sozialist Cassini forderte Soldaten des 162. Regiments in Turin während einer Pause in den Uebungen desfelben zur Betheiligung an der Maifeier auf. Cassini würde verhaftet. Rom, über welche wir unter Telegramme" ausführlich beSelbst die große Pulverexplosion in der Nähe von richten, wird vom Bureau Herold als Vorspiel zum 1. Mai gekennzeichnet. Dieses Telegraphenbureau scheint sich eine Subvention von der italienischen Regierung verdienen zu wollen. bie herrschenden Klassen zum Frieden zwingen, bie Stunde bes Erlösung schneller herbeigeführt werden könne. Und wie Euer Liebknecht an der Mauer des Père- Lachaise, so rufen sie wie aus einem Munde: Die Kommune von Paris ist gefallen! Es lebe die internationale Roma mune!" Während die englischen Liberalen bis zum Parnellstandal in fast allen Nachwahlen siegten, scheinen dieselben jetzt zu Gunsten der Konservativen auszufallen. Ueber die gestern stattgefundene Nachwahl meldet eine Londoner Dea pesche: Der Konservative Morrell ist heute mit einer Majorität von 688 Stimmen gegen den Gladstonianer Benson zum Abgeordneten gewählt worden. Morrell tritt an Stelle von Maclean( liberal), welcher infolge der Uebernahme eines Regierungsamtes sein Mandat niedergelegt hatte. In Rumänien haben die Wahlen zu den Vertretungstörpern stattgefunden. Eine Butavester Depesche meldet hierüber: Nach dem nunmehr vorliegenden Gesammtresultat der Wahlen zur Deputirtenkammer sind im ersten Wahlkörper 36 Kandidaten der Regierungspartei und 17 Randidaten der Opposition von allen Schattirungen gewählt, außerdem find 23 Stichwahlen erforderlich. Die gestern stattgehabten Wahlen im zweiten Wahlkörper verliefen ruhig, es wurden nach den bisher vorliegenden Nachrichten 18 Kandidaten der Regierungspartei und 13 Kandidaten der Opposition gewählt, außerdem haben 6 Stichwahlen stattzufinden. Die Resultate von Bukarest und einigen Bezirken stehen noch aus. Die durch Aufstellung zahlreicher Kandidaten nothwendig gewordenen vielen Stichwahlen werden voraussichtlich bei dem zweiten Wahlgange den Regierungstandidaten eine erhebliche Majorität verschaffen.Sorrespondenzen und Parteinachrichten. Bur Maifeier. Aus Paris liegt endlich noch folgende Meldung vor: Um annähernd die Zahl der Theilnehmer an der Maifeier Die Regierung trifft umfassende Vorsichtsmaßregeln für feststellen zu können, werden die Genossen allerorts, wo solche den 1. Mai. Die Garnison ist theilweise konfignirt. Die Feiern stattfinden, ersucht, über die ungefähre Zahl der WerMilitärposten vor den Ministerien, vor dem Elysee, den Kammern und der Banque de France sind bedeutend verstärkt. Sammelten möglichst rasch Mittheilung an die Redaktion des Auf dem Telegraphen- und Fernſprechamt sind Vorkehrungen Vorwärts", Berlin SW.. Beuthstraße 2, gelangen zu lassen. getroffen, daß der Minister des Innern über die Vorgänge in Paris und in den Provinzen allstündlich auf dem Laufenden erhalten wird. Die Polizei hat den Auftrag, jede Zusammen Vertrauensmann der sozialdemokratischen Partei einberufene Apolda. Die für Sonntag, den 19. d. M., vom hiesigen rottung auf den Straßen zu verhindern.Volksversammlung, in welcher Genosse W. Pfannkuch aus Kassel Also Geduld! Die Krise ist nicht blos da, sie wird sich auch noch so bemerklich machen, daß die optimistischenreich schreibt Jules Guesde, dessen Brief wir wegen verboten, weil zu befürchten fei, daß durch die Abhaltung ber Ueber die diesjährige Märzfeier in Frank- sprechen sollte, wurde vom Bürgermeister( Stechow ist sein Name) über Deutschland und die revolutionäre Sozialdemokratie" Herren Ableugner von ihrem Optimismus geheilt werden Stoffandrang nicht früher zum Abdruck zu bringen ver- Bersammlung die öffentliche Ordnung gefährdet werden möchte." dürften. 3 Wetterleuchten benennt sich ein Leitartikel, in dem uns zum 200 000. Male von der allerchriftlichsten KreuzZeitung" Rücksicht auf die Börse angedichtet wird. Es bleibt uns unerfindlich, warum eine doch von niemanden geglaubte dumme Verleumdung immer wieder vorgebracht wird. Wohl deshalb, weil die Kreuzritter keine ernster zu nehmenden Waffen in ihren Arsenalen besitzen. Der Sozialismus möchte lieber heute als morgen mit den Vampyren unserer Wirthschaftsordnung aufräumen, mögen sie von den Kreuzfahrern oder von den Ghettobewohnern abstammen, mögen fie als Rittergutsbesitzer die ländlichen Arbeiter ausbeuten und sich Zuckerprämien, Branutwein Geschenke und Lebensmittel Bölle zubilligen oder auf den Börsen in Effekten, Zucker, Schnaps oder Getreides, Differenz, Zeit und anderen Geschäfte" machen, auf Hausse oder Baisse spekuliren. Wenn unsere Wirthschaftsordnung am Ende ihrer Entwickelung angekommen sein wird, so werden wir vor dem Giftbaum ebensowenig Halt machen, wie vor dem von fremder Arbeit lebenden Junkerthum. Die Sozialdemokratie will dem Ausbeuterthum den Garaus machen und fragt dabei nicht nach der Abstammung, auf die kommt es nur denen an, welche sich schonen wollen und den antikapitalistischen Geist der Massen gegen eine Minder heit gehetzt haben wollen. Auf diesen Leim gehen vielleicht einige zurückgebliebene Kleinbürger, aber nimmermehr die Arbeiter. Der dankbare Bleichröder. Wie eine parlamen tarische Korrespondenz meldet, hätte Geheimrath v. Bleichröder Se. Durchl. dem Fürsten Bismarck für den Fall, daß dieser als Abgeordneter zur Theilnahme an den Verhand lungen des Reichstages nach Berlin käme, eine möblirte Villa nebst Equipage und Dienerschaft zur Verfügung gestellt. In seiner persönlichen Bemerkung gegen König Stumm" soll Liebknecht nach einigen Berichterstattern am Dienstag gesagt haben: Wenn alle Arbeitgeber so wären wie Sie, dann wären wir noch Herren in Deutschland. Natürlich hat Liebknecht nicht noch" gesagt, was absolut sinnlos wäre, sondern schon, und zwar sehr deutlich. Mit der Gewiffensfreiheit in Deutschland ist es sehr schlecht bestellt, dies geht wieder einmal aus der beantragten Einleitung einer Disziplinaruntersuchung auf Amtsentsetzung gegen den Pastor Ziegler in Liegnitz hervor. Der felbe hat ein Buch geschrieben:„ Der historische Christus", worin er auf Grund der Ergebnisse der auf den Universitäten gelehrten theologischen Wissenschaft das Historische aus den fagenhaft über Christus überlieferten Mittheilungen ausscheidet. Man verlangt wohl, daß Pastor Ziegler wider besseres Wissen, im Gegensate zu den wissenschaftlichen For schungsergebnissen, predigt und schreibt. Wir sehen auf den Ralender und überzeugen uns, daß wir 1891 schreiben; wir haben, als wir die Notiz über Pastor Ziegler lafen, gedacht im Zeitalter der Inquifition zu leben, Ham Unfere, Nationalen", allen voran die burger Nachrichten", geberden sich ganz unglücklich, weil in unseren östlichen Provinzen der Privatunterricht im Polnischen in den Schullofalen gestattet wurde. Es müßte schlecht um das Deutschthum stehen; wenn ein so selbstverständliches Zugeständniß an die Polen Gefahren für unsere Sprache zur Folge haben könnte. Ueber Vorbereitungen, Maßregelungen und Befürchtungen aus Anlaß der bevorstehenden Maifeier liegen folgende Meldungen aus dem Auslande vor: Aus Brünn in Desterreich wird telegraphirt: 21. April. Die Mehrzahl der hiesigen Textil- Industriellen hat sich dahin geeinigt, dem Ansuchen der Arbeiter um Freigebung des 1. Mai zu entsprechen, jedoch, da der folgende mochten: Der 18. März ist dieses Jahr mit mehr Glanz und mit Mühlhausen i. Thür., 22. April. Ein sehr intereffantes mehr Verständniß gefeiert worden, denn je. Man kann die Zahl Gerichtserkenntniß ist von hiesigen Amtsgericht ergangen. Genoffe der Theilnehmer an den Banketten, den Kommersen und den anderen Heinrich Fischer hatte im sozialdemokratischen Wahlverein era zu diesem Zwecke veranstalteten öffentlichen Festlichkeiten in Paris, flärt, daß auf Veranlassung der Polizei die Wirthe ihre Säle au Lyon, Cette, Marseille, Béziers, Montpelliers, Roanne, St. Arbeiter- Versammlungen verweigerten und er( Fischer), wenigftens Etienne, Bordeaux, Montluçon, Commentry, Elbeouf, Rouen, nach Meinung seiner Mitarbeiter, aus der Arbeit entlassen worden Troyes, St. Quentin, Reims, Roubaix, Lille, Armentiers, sei. Die Polizeibehörde flagte wegen Beleidigung. Das AmtsCalais 2c auf zweihundert und einige Tausende schätzen. gericht fah den vom Angeklagten angetretenen Wahrheitsbeweis Das, was man Allerorts in der Kommune von 1871 ge- als in beiden Punkten ganz mißlungen an, sprach denselben aber feiert hat, ist die erste politische Enteignung der Bourgeoisie. gleichwohl frei, weil er seine Aeußerungen in gutem Glauben Daß das Proletariat damals das Staatsruder in die Hand gethan habe. Die als Zeugen geladenen Wirthe mußten zugeben, nahm, ist es, was diese Revolution, die jetzt vor 20 Jahren zu dem angeklagten Genoffen geäußert zu haben, die Polizei tobte, auszeichnete vor allen noch so großen Arbeiterausständen, mache ihnen Schwierigkeiten; es war dies aber von den Wirthen die ihr vorangegangen waren. eine unbegründete Ausrede. Gewiß recht bezeichnend! Außerdem Wo tönnte man mehr Entschlossenheit und Muth finden, aber sprach das Amtsgericht dem Angeklagten den Schutz des als bei den, hausindustriellen Seidenivebern, die im Jahre 1832§ 193 zu, und endlich erkannte es noch, daß die Aeußerung infolge von Verlegungen der Lohntarife Seitens der Fabritanten die des Angeklagten überhaupt nicht für die Polizeibehörde beWaffen erhoben und bürgerliche Nationalgarden und kgl. Truppen leidigend gewesen sei, denn es sei damit der Polizei zwangen, Lyon zu räumen? Indeß ihre Unkenntniß mit den Bedin- behörde nichts Pflichtwidriges oder Zadelnswerthes nachgesagt gungen der Befreiung der Arbeit war so groß, daß sie, obgleich mehrere worden; das Sozialistengesetz sei zwar gefallen, aber die Tage lang Herren der Stadt, nicht einmal entfernt daran sozialdemokratischen Ideen hätten deshalb nicht aufgehört, umdachten, die Verwaltung an sich zu reißen, sondern die Be- stürzlerische und ungefeßliche zu fein, ihre Bekämpfung bleibe amten der Julimonarchie ungestört in Amt und Würden ließen. also Pflicht und lobenswerth. Das Erkenntniß ist besonders in Nichts heldenmüthiger, als die Insurgenten vom Juni 1848, dieſem legten Theile interessant, und der freigesprochene Genosse die, genöthigt, sich selbst ihren Pulver- und Kugelbedarf anzu F. hätte es daher gern im Wortlaute gehabt. Dies ist ihm aber, fertigen, drei volle Tage lang der ganzen von den Siegern von was wiederum recht bemerkenswerth ist, vom Amtsgericht( gez. Afrika, den Cavaignac's den Lamoricière's und den Bedeau's ge- Velthuysen, Amtsrichter) verweigert worden, mit der Begrünführten Armee Stand hielten doch wenn die Pariser Arbeiter dung, daß es im Gesetz an einer Vorschrift mangelt, wonach von damals schon flarer blickend gegen die sogenannte Abschriften aus Untersuchungsakten dem Angeklagten auf dessen National"-Versammlung marschirten, um sie auszusehen, ver- Antrag gegeben werden sollen." Dieser Prozeß giebt trotz seines mochten sie doch nicht bis zur Regierung zu gelangen. wenig wichtigen Gegenstandes über unsere hiesigen Parteis und öffentlichen Verhältnisse die treffendste Auskunft. Am 18. März dagegen konstituirte fich, noch bevor die Teßten Regimenter auf dem Rückzuge von Versaille die Befestigungen überschritten halten, in Erwartung der Kommune, die aus der Volkswahl hervorgehen sollte, das Zentraltomitee im Stadthause zur revolutionären Diktatur. Daß sich das Proletariat damals die Staatsgewalt aneignete, hat der Rapitalistenfippe einen solchen panischen Schrecken eingeflößt, daß sie, um sich selbst zu beruhigen nnd überhaupt, um den Proletariern jede Lust zu einer Wiederholung zu benehmen, in Das Verhältniß in den Ausständen ist noch dasselbe, wie in der blutigen Woche" eine Metzelei in Szene fezte, wie sie, nach dem letzten Bericht. dem" Ausdruck des„ Evening Standard", feit der Bluthochzeit eines Generalfonds machen wir nochmals darauf aufmerksam, Betreffs der Sammlung am 1. und 3. Mai zur Gründung der Bartholomäusnacht auf der mit nicht gesehen worden was daß sich die Sammlung mehr nach den einzelnen Ortschaften vollscarcely been seen since the massacre of St. Bartholemew). ziehen soll, und innerhalb dieser eine Statistik über die Leistungen „ Es ist ein Maurer und der wollte Frankreich regieren!" der einzelnen Gewerbe zu führen ist. Die Bestellung von Marken fagte mit spöttischer Miene der Oberst, der die Exekutionen, hat nicht den Umfang genommen, wie sich wohl erwarten ließ, der 43. Bastion kommandirte, zu feinen Soldaten, Bertrauensleute der Gewerkschaften, dafür sorgen zu wollen, daß doch dürfte noch eine Anzahl Städte nachfolgen. Wir bitten die als er ihnen Levèque, das Mitglied des Zentralfomitees, zum Die Bestellungen möglichst rechtzeitig gemacht werden, damit sich Soziale Ueberlicht. folgenden Situationsbericht: Die Generalkommission der Gewerkschaften erstattet folgenden Situationsbericht: ( such a murderous work " Niederschießen übergab. Welt Es genügt übrigens schon, bie 8000 Tobesurtheile zu überfliegen, die, von den 36 Kriegsräthen ausgesprochen, alle auf Grund widerrechtlicher Anmaßung von Aemtern gefällt worden sind, und man wird sich überzeugen, daß in den Augen der siegreichen Bourgeoisie das große Verbrechen der besiegten Kommissionen zum Vertrieb der Marken gewählt werden Da nach Mittheilung aus einzelnen Orten nicht überall Arbeiter war, die Regierung des Landes in die Hände ge- tönnen, so empfiehlt es sich, an solchen Plätzen die Ausgabe nommen zu haben, die Regierung, welche die Monopolisten dieselben nicht in den letzten Tagen des Monats zu sehr anhäufen und deshalb nicht frühzeitig genug erledigt werden können. Der ersandt geschieht nur auf Bestellung, welche an den Unterzeichneten zu richten ist. des Kapitals als ihr Erb- und Eigenthum und als ein uner- der Marken an die einzelnen Vereine durch die in den läßliches Erforderniß zur Erhaltung ihres Eigenthums und meisten Fällen schon vorhandenen Vertrauensleuten besorgen zu ihres Ausbeuterrechts an der Arbeit betrachteten. laffen. Was die Bourgeoisie darunter versteht, wenn sie sagt, mit Es dürfte nach dem, was seitens der Kommission über den dem Uebergange der politischen Macht von einer Klasse zur Werth des zu gründenden Generalfonds gesagt worden ist, kaum andern, von den Kapitalisten zu den Proletariern stürze auch noch nöthig sein, nochmals darauf hinzuweisen, daß jedes Gewerkdie ganze jetzige Ordnung zusammen, das weiß heute die Ar- schafts- Mitglied es als eine Verpflichtung der Allgemeinheit beiterschaft Frankreichs. Daher ihr immer wachsender Kultus gegenüber betrachten muß, Alles zu thun, was dazu dienen kann, Derer von den ihrigen, die ihnen jezt vor 20 Jahren, als Vor- die Sammlung erfolgreich zu machen. Wird unter den überaus bilder vorangeschritten sind und daher das Streben. im An- schwierigen Arbeitsverhältnissen, wie sie jetzt bestehen und trotz denken an sie alle Kräfte zusammenzuraffen, um ihr Werk fort- die Arbeiterbevölkerung gebracht hat, dennoch eine große Summe des langen Winters, welcher manche Noth und vieles Glend über zuführen und zu frönen. Die Adresse, welche die Zeitung eurer sozialdemokratischen zusammengebracht, so dürfte dies nicht wenig dazu beitragen, Partei zur letzten Jahreswende an unsere Arbeiterpartei gerichtet setzen, denn der schöne Glaube, daß die durch unsere unsinnige dem Uebermuth des Unternehmerthums einen Dämpfer aufzu hatte, wurde mit Beifall überschüttet und mit dem einstimmigen Ruf: Broduktionsweise hervorgebrachte Strists den Arbeiter zum Sklaven Es Tebe das sozialistische Deutschland!" begrüßt. Denn zu " gleicher Zeit, wo sich unsere Arbeiter mehr und mehr darüber machen werde, wäre damit gründlich zerstört. Die Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands. flar werden, daß zur Erfämpfung des endlichen Triumphs des C. Legien, Hamburg- St. Georg, An der Koppel 79, I. Sozialismus ihre Klasse Herrin der Gesetzgebung und Regierung als das Werkzeug zu allen sozialen Umgestaltungen sein müsse, Halle a. S., den 22. April. Der Streit der Former bei tommen sie auch mehr und mehr zu der Erkenntniß, daß einzig, Heyland und Ungnade dauert unverändert fort. Zuzug ist fernindem die Ausgebeuteten aller Länder sich zusammenschließen und zuhalten. Die Streit- Kommission. Amerikanische Verkaufs- Hallen Billigste Bezugsquelle gute und elegante Herren- und Knaben- Carderobe. Spandauer Brüde Nr. 1a. Stalizerstraße Nr. 39. Wienerstraße Nr. 69. Theater. Freitag, den 24. April. Opernhaus. Der Ring des Nibelungen. I: Die Walküre. Schauspielhaus. Das Käthchen von Heilbronn. Leffing- Theater. Die Furcht vor der Freude. Mariensommer. Eine Heine Gefälligkeit. Eine Partie Piquet. Berliner Theater. Der Kaufmann von Venedig. Deutsches Theater. Die Kinder der Exzellenz. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Saint Cyr. Wallner- Theater. Des Teufels Weib. Rendenz- Theater. Die Früchte der Bildung. Viktoria Theater. Die fieben Raben. Bellealliance- Theater. Der Giftmischer. Oftend- Theater. Jm Bann der Schuld. Thomas- Theater. Der Millionenbauer. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenBorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenVorstellung. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Maller. Bratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben unter Mitwirkung des Opernsängers u. Konzertmalers Signor Travicki aus Rom. Empfehle zugleich meinen Frühstücksund reichhaltigen Mittagstisch, sowie 6 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Verfammlungen. 708 F. Sodtke. Neue Walhalla. Sommer- Theater im Ausstellungs- Park Hasenhaide. Eröffnung in ca. 8 Tagen. Arbeiter- Bildungs- Schule. Unserm Rollegen Wilke, Profeffor der Medizin, zum heutigen Wiegenfefte ein dreimal donnerndes Hoch. 419b Die Löwenbrüder aus dem Zoologischen Garten. Jungeken, das wird haarig! Unserem Genossen und Mitglied Bernhardt Raabe zu seinem Wiegenfeste ein donnerndes Hoch, daß der Bauerntisch wackelt. Na, Bernhardt, wird es nich zu viel werden? Die Genossen v. Leseklub Nord. Todes- Anzeige. 412b Bis jetzt sind folgende Unterrichtslokale eingerichtet: am Montag, den 20. b. Mts., verI. Nord- Schule: Kastanien- Allee 53, II. Müllerstr. 179a, Süd- Schule: Hagelsbergerstr. 43, Südost- Schule: Reichenbergerstr. 133, Ost- Schule: Markusstr. 31, West- Schule: Stephanstr. 45, festgesetzt ist folgender Lehrplan: Für die Ost- und Westschule: Sonntag: Bormittags 9-10 Uhr: Buchführung. Stenographie.") Zeichnen. 10-11 11-1 " Abends 81/ 2-10%/ 2 Uhr: Deutsch. " Montag Dienstag " Mittwoch: " Donnerstag: 81/ 2-101/ 2 81/ 2-10%/ 2 81/ 2-101/ 2 " " " " Freitag: 81/ 2-91/ 2 " " 91/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 n " " Sonnabend: Naturwissenschaft. Geschichte. Nationalötonomie. Rechnen. Rechtschreiben. Geschichte. Für die Süd- und I. Nord- Schule: Sonntag: Vormittags 9-10 Uhr: Buchführung. 10-11 11-1 " Stenographie. Zeichnen. Abends 81/ 2-101/ 2 Uhr: Deutsch. Montag: Dienstag: " Mittwoch: 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 n " " Donnerstag: Freitag: " 81/ 2-101 81/ 2-91/ 2 " 91/ 2-101/ 2 n 81/ 2-101/ 2 " Sonnabend: " " Nationalötonomie. Geschichte. Naturwissenschaft. Rechnen. Rechtschreiben, Geschichte. Für die Südost- Schule: Sonntag: Bormittags 9-11 Uhr: Nationalökonomie. " 11-12 12-1 " " Rechnen. Rechtschreiben. Abends 81/ 2-101/ 8 Uhr: Geschichte. Montag: Dienstag: 81/ 2-91/ 2 " " Mittwoch 1 Donnerstag: " Freitag: Sonnabend: 91/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 " 89 " " " Buchführung. Stenographie. Naturwissenschaft. Geschichte. Zeichnen. Deutsch. Für die II. Nord- Schule: Sonntag: Vormittags 9-11 Uhr: Deutsch. Montag Dienstag 11-1 Naturwissenschaft. " Abends 81/ 2-912 Uhr: Rechnen. Rechtschreiben. Geschichte. Nationalökonmie. Zeichnen. " Mittwoch: Donnerstag: " Freitag: " Sonnabend: " 91/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 81/ 2-91/ 2 91/ 2-101/ 2 " " " " Geschichte. " " Buchführung. Stenographie. Am schied unter schwerem Leiden mein lieber Mann und Vater im 62. Lebensjahre. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 26. d. Mts ,, Nachm. 1/2 Uhr, auf dem Luisenkirchhof( Hermannstr.) statt. 415b Um stilles Beileid bitten Ww. Mühlenderlein nebst Kindern. Grabdenkmäler in Marmor, Granit, Syenit 2c. empfiehlt bei sauberster Ausführung, zu soliden Preisen 315 L W. Günther, Rixdorf, Hermann- Straße Nr. 150. Kranzbinderei u. Blumenhdlg. von J. Meyer, 532L Hur Berlin SO., Wienerstr. 1, wie bekannt. Guirlanden Meter von 15 Pf. Doppelbügel- Lorbeer von 50 Pf. an. Gr. 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Lippe, Friedrich Karlstr. 11. Neu- Weissensee. Prutz, Sedanstr. 35d. Der Vorstand. In der West und Süd- Schule wird Stolze'fche in den übrigen vier Schulen Roller'sche Stenographie gelehrt, da die Zheilnahme an der letteren eine bedeutend größere ist. Verein zur Regelung der gewerblichen Verhältnisse der Töpfer Berlins u. Umg. H. Schultze( mit'n h). Sonnabend, ben 2. Mai, im Konzerthaus Sanssouci, Rottbuferstr. 4a: Bestellungen auf Musik für jedes Vorkommniß werden im Lokal entgegengenommen. 565L Allen Freunden und Bekannten empfehle mein Weiß- und BairischbierLokal, Frühstücs, Mittags- u. Abendtisch. Carl Scherret, Liegnigerstr. 41. F Feier des 1. Mai unter Mitwirkung des Gesangverein Nord: Konzert. Prolog. Festrede, gehalten vom Regierungsbaumeister Kessler. Hierauf: Abstimmung der in der Festzeitung enthaltenen Reso= Iution. Darauf: Ball. Anfang präzise 8 Uhr. Entrée 40 Pf. Billets sind auf allen Zahlstellen des Vereins und in den mit Plakaten Hiermit theile ich meinen Kollegen belegten Handlungen zu haben. Abendkasse findet nicht statt. Die Fest und Genossen mit, daß ich das Lokal zeitung gelangt am Eingang gratis zur Vertheilung. " Bum Freischüt" in Hohen- SchönHierzu ladet alle Freunde und Gönner des Vereins ein hansen übernommen habe. Frik Weber, 416 b 817/8 Der Vorstand. Filiale: Elisabeth- Ufer 47. Möbel, Spiegel und .Polsterwaaren. eigener Gr. Lager, bill. Preise. Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Größtes Lager Berlins Kinderwagen. Andreaspr. 23,§.p. Ein Uhrmacher wohnt jetzt Staligerstr. 76. 143M Ein gut gehendes Barbiergeschäft in guter Lage ist sof. bill. zu verkaufen. Bu erfr. b. Fritz Voss, Lübeckerstr. 8, Laden. 6082 Rind- und Schweineschlächterei, Bentral- Markthalle, Stand 148. Carl Aurin. 759b 2 freundl. Wohnungen, Stube u. Küche m. Wasserl., 50 u. 54 Thlr. sof. 8. verm. 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Mrat Cigarren- und Zeitungsgeschäft von der Wendenstraße 4 Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Gonnt. 8-1, nach der Schlesischenstr. 35 verlegt habe. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verla, von Mag Fr. Schulz. 418b Hierzu zwei Beilagen th 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 94. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 106. Sigung vom 23. April. 12 Uhr. Freitag, den 24. April 1891. 8. Jahrg. . geben? So ist die Feier aufgefaßt worden von der übergroßen sich doch, daß die Sache auf ihre Rechtsbeständigkeit geprüft wer Mehrheit der Arbeiter; man wartete übrigens ruhig auf den Be- den muß. Wenn solche Sachen gang und gäbe sind schluß der Fraktion. In der Zwischenzeit aber erklärte Herr( Präsident v. Leveßow erklärt diese Erörterungen für nicht zur Hachmann: keine Versammlungen, nichts, feine Rundgebung! und Sache gehörig.) Nehmen Sie unseren Antrag an, dann geben in den Werkstätten wurde angeschlagen: Wer am 1. Mai nicht Sie damit dem gleichen Recht für Alle die Ehre! Am Tische des Bundesraths: von Bötticher, von zur Arbeit erscheint, ist entlassen! Darauf haben die Arbeiter, Hamburger Senator Burchard: Ich habe alle meine Berlepsch, Lohmann. um nicht der Feigheit beschuldigt zu werden, so verfahren, wie thatsächlichen Ausführungen über die Hamburger Vorgänge fann mich mich auf viele Umstände, Die zweite Berathung der Gewerbenovelle( Arbeiterschuh- es geschehen ist. Gewiß wird der Ausfall der Wahl vom 20. Fe- aufrechtzuerhalten und Gesez) wird fortgefeht. bruar bei den Unternehmern große Erbitterung hinterlassen haben; welche Herr Förster angeführt hat, nicht einlassen, weil Wie es mit der Die Erörterung über§ 153 war in der letzten Sizung nicht aber diese rechtfertigte eine solche Provokation nicht. Redner sie mit§ 153 nicht zusammenhängen. zu Ende geführt worden. geht dann noch auf den Tabakarbeiter- Streit ein, an dessen un- angeblichen Vorsicht des Herrn Dietz bei seinen vorjährigen Abg. Möller( natl.): Meine Freunde werden für den Ab- glücklichem Ausgange die Arbeiter freilich keinen Augenblick ge- Aeußerungen zu den Hamburger Vorgängen steht, wollen Sie faz 1 der Vorlage, aber gegen den Absatz 2( Bestrafung der zweifelt hätten. Lediglich die Forderung der triumphi- daraus entnehmen, daß er damals im Reichstage das Mitleid öffentlichen Aufforderung zum( Rontrattbruch) renden Arbeitgeber, daß die Arbeiter aus dem Fachvereine für einen armen gemaßregelten Schneider zu erwecken suchte, stimmen; doch ist die Fraktion in beiden Beziehungen austreten sollten, haben den Kampf in solchem Grade erbittert. während es sich um das Verbot eines Blattes„ Der Schneider" nicht ganz einstimmig. Bedauerlich ist nur, daß ich Wer Ehrlichkeit, Bravheit von den Arbeitern verlange, müsse auch gehandelt hat.( Heiterkeit.) Die Fachvereine hat man in Hamgerade an dieser Stelle von meinem Freunde Gutfleisch, die Bedingungen dazu schaffen. Wenn die Arbeiter die Scheine burg auch unter dem Sozialistengeset gewähren lassen; darum mit dem ich sonst vielfach zusammengearbeitet habe, ab- unterschrieben, ohne aus den Vereinen ausgetreten zu sein, so ist die gewerkschaftliche Bewegung in Hamburg so erstartt; aber weichen muß. Im Gegensatz zu ihm würde ich die englische hätten sie lediglich in Ausübung der Nothwehr gehandelt. Man wenn sie sich mit politischen Gegenständen befaßten, liefen sie Gesetzgebung ohne weiteres afzeptiren. Gegen die Einschüchterung müsse es ernst meinen mit der Koalitionsfreiheit, dann werde es Gefahr, unter das Ausnahmegesetz zu fallen und demnächst aufvon Arbeitern durch Arbeiter, gegen den Zwang, wie er in dieser besser werden; man lerne begreifen, daß Maßregelungen der gelöst zu werden; gerade um dies zu verhindern, wurde sozialHinsicht in unerhörtefter Weise geübt worden ist, muß eingeschritten Arbeiter, die dieses Rechtes sich bedienen wollen, nichts nügen! demokratischen Führern nicht gestattet, Referate in den Fachwerden. Gerade die Vorgänge beim Ausstand der Tabatsarbeiter Man spreche nicht bloß vom Gemeinwohl, vom Arbeiterwohl, vereinen zu übernehmen. Die Gewerke müssen überhaupt bein Hamburg liefern für diese Nothwendigkeit die schlagend- sondern beweise durch die That, daß man nicht das nackte Inter- freit werden von der sozialdemokratischen Agitation, dann sten Beweise.( Redner verliest ein Zirkular des Freundschafts- esse der Unternehmer verfolgt! wird es besser werden. Durch die Presse der Sozialdemokratie bundes der Hamburger Zigarrenfortirer, aus welchem seiner An- Abg. Hammacher( ntl.): Bekanntlich haben die Leiter des geht ein Ton, der geeignet ist, die Begriffe von Recht und ficht nach hervorgehen soll, daß diese Vereinigung die Arbeiter Hamburger Zigarrenarbeitervereins, um die Arbeiter an sich zu Rechtswidrigkeit völlig auf den Kopf zu stellen.( Große aufgefordert hätte, sich unlauterer Mittel in diesem Lohnkampfe fesseln, sich von Jedem einen nach einem Jahre verfallenden Unruhe bei den Sozialdemokraten.) Und da heute noch die große zu bedienen. Die Verlesung wird von den Sozialdemokraten Solawechsel ausstellen lassen. Wenn diese Wechsel mit den Wechseln Masse unserer Arbeiter urtheilslos ist( Wiederholte Unruhe bei mehrfach mit Zustimmungsrufen begleitet.) Auch ich habe früher verglichen worden sind, welche fich die Arbeiterverbände als den Sozialdemokraten), so ist von dem fortgesetzten Einfluß der gehofft, daß es vielfach möglich sein würde, die Arbeiterbewegung Raution von ihren Mitgliedern ausstellen lassen, so liegt der Sozialdemokratie auf die gewerkschaftliche Bewegung das durch die Gewerkvereins- Organisation in friedliche Bahnen zu Unterschied auf der Hand: der erstere bedrohte den Arbeiter Schlimmste zu fürchten. In dieser Presse wird in den letzten Tenten. Nach genauerem Studium der Verhältnisse befürchte ich, mit einem empfindlichen Verlust. Die drückende Sorge Tagen als Lüge bezeichnet, daß Fürst Bismarck sich um das wir werden am eigenen Leibe durchmachen müssen, was England um das tägliche Brot hat man also hier benutzt, um Reich besondere Verdienste erworben habe oder gar sein Gründer in Jahrzehnten des Jammers durchgemacht hat. Bon den die Arbeiter an den Verein zu fetten.( Widerspruch bei den gewesen sei.( Große Heiterkeit; Unruhe bei den Sozialisten.) 7 Millionen Arbeitern in England gehören ja auch nur 700 000 Sozialdemokraten.) Herr Stößel hat sich heute sehr maßvoll Daß Sie dem Fürsten Bismarck nicht grün find, begreife ich, den Gewerkvereinen an. Ich nehme allerdings an, daß der ausgesprochen; dennoch kann ich ihm nicht folgen auf das Ge- aber so weit hat sich noch kein Mensch verstiegen, solche Behaup Niedergang der wirthschaftlichen Verhältnisse uns von den biet der Behauptungen über die schwarzen Listen im Bergwerts- tungen wie die erwähnten auszusprechen. Auch Herr Bebel hat utopistischen Schwärmereien befreien wird( Ruf links: Recht revier und die Maßregelung eines nicht sozialdemokratischen Ar- in einer geradezu unerlaubten Weise in einer Rede zu Hamburg nett!). die Hungerfur, angewendet nicht von uns, sondern von beiters. Der letztere Fall lag nicht ganz so, wie er ihn darstellt, am 6. März ds. Js. gesagt, daß wie alle Verkünder neuer den sozialdemokratischen Führern im Lande.( Unterbrechungen und von der Existenz schwarzer Listen ist mir zur Zeit nichts Wahrheiten verkezert würden, so auch Christus, wenn er jetzt lints; Vizepräsident Graf Ballestrem ruft den Abg. Bebel bekannt. Ich bin wie Herr Stößel durchdrungen davon, daß lebte, sicher unter das Sozialistengesetz gefallen wäre, und daß wegen der von ihm gemachten Zwischenrufe zur Ordnung.) auch die Arbeitgeber die Aufgabe haben, ein besseres Verständniß auf die Verkündigung der Bergpredigt heute mindestens ein Jahr Die Agitation, wie sie die von den sozialdemokratischen mit den Arbeitern herbeizuführen. Auch ich kann die Wirkung Gefängniß stehe.( Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Abgeordneten verführten Führer im Lande betreiben, muß zum des§ 153 nicht für so bedeutend halten, als es die Regierung Solche Ausführungen von einer Menge, die ihn nicht widerlegen eigenen Schaden der Arbeiter ausschlagen, das ist unabwendbar. annimmt. Die Arbeitseinstellungen vollziehen sich nicht bei uns tann, halte ich für in hohem Grade unerlaubt. Die Anlegung Das tritt jetzt wieder deutlich hervor in den Kohlenbezirken. Die nach ruhiger, kühler Erwägung, sondern gestalten sich aus unter eines Verbrecheralbums" ist nicht erfolgt; man hat die Arbeiter Streitbewegung greift wieder in unerwarteter Weise um sich, die dem Eindruck der Leidenschaft. Wenn Herr Stößel auf mildernde photographirt, um die Bilder bei den Untersuchungsaften zu Ursache davon liegt in dem Treiben der sozialdemokratischen Umstände für die bei den Streits thätigen Personen plädirt, so haben; man hat nur die photographirt, welche von Arbeitern als Hezer und Agitatoren; die Schädigung der Industrie, die damit wird er ebenso wie ich die Nothwendigkeit einsehen, die Arbeiter solche beschuldigt waren, die ihnen die Fortsetzung oder den herbeigeführt wird, kann nichts anderes, als die Brotlosmachung in erster Linie zur Gesetzlichkeit anzuhalten. Die Kündigungsfrist Beginn der Arbeit erschwert, die sie belästigt hatten. Ob es von Hunderttausenden von Arbeitern nach sich ziehen.( 3uftim- muß eingehalten werden. Leider haben bis jetzt unsere Unternehmer opportun war, das Photographiren vorzunehmen, ist eine Sache mung rechts und bei den Nationalliberalen.) viel zu wenig Neigung dazu, mit den Arbeitern über die für sich, In der Haft und Aufregung jener Tage werde auch Abg. Stößel( Zentr.): Selbst wenn ich anerkennen wollte, jedesmalige Streitfrage zu verhandeln; ein geordnetes eine solche Maßregel verständlich. Ich bitte Sie, den§ 153 anzu daß die Aufforderung zum Streit an und für sich straffällig sei, Berhältniß läßt sich aber nur herstellen, wenn beide Theile auch nehmen; Denjenigen aber, welche den Schwärmereien von dem was ich nicht thue, würde die Strafvorschrift des zweiten Ab- rücksichtlich der Kündigungsfrist zur Beobachtung der Gesetze ver- sozialistischen Zukunftsstaat ihr Ohr geliehen haben, rufe ich das fazes des§ 153 ein zweischneidiges Schwert sein, denn in den anlaßt werden. Der große Bergarbeiterstreit von 1889 ist aus Wort zu, welches Dante als Ueberschrift über den Eingang zur weitaus meisten Fällen würden Diejenigen von der Schärfe des gebrochen unter Kontraktbruch; in dieser Beziehung mißlingt der Hölle gesezt hat: Laßt alle Hoffnung draußen, die ihr hier einGefeßes am meisten getroffen werden, die es am wenigsten ver- Gegenbeweis des Herrn Stößel. Die Delegirten, welche die tretet!"( Gelächter bei den Sozialdemokraten, Zustimmung rechts.) dienten. An und für fich ist es ja eine bedenkliche Sache um Niederlegung der Arbeit verkündigten, waren nur von Mino- Abg. v. Stumm( Rp.) nimmt auf die Ausführungen des die Streifs, aber nicht jeder Streit ist gleichzeitig ein ritäten, nicht von der ganzen Arbeiterschaft gewählt. Bis jetzt Abg. Hartmann über§ 153 Bezug, denen er sich vollständig anKontrattbruch. Die vielerwähnte Statistik führt an, daß hat sich Niemand gefunden, der diese Verlegung des Arbeits- schließt, und wendet sich dann gegen die Ausführungen des Don den Bergleuten nur 1/2 Prozent nicht fontratt vertrages vertheidigte. Was aber erleben wir jett? Die Streit Abg. Hirsch und dessen Eintreten für die Gewerkvereine. Die brüchig gewesen sei bei dem großen Bergarbeiter Streit bewegung fängt wieder im Kohlenrevier an; Niemand weiß, Gewerkvereine kämen im Zweck mit den Bestrebungen der Fachim Jahre 1889. Diese Statistit unterscheidet aber nicht ge- welchen Umfang fie annehmen wird, ob es den Bemühungen der vereine zusammen, sie wollten die politische Herrschaft einer nügend. Wenn die Arbeiter einer Grube ihre Forderungen sozialdemokratischen Führer und Anderer gelingen wird, sie ein- Partei über die Arbeiter herbeiführen und seien aus diesem stellen und erklären, daß sie, wenn diese Forderungen nicht nach zudämmen. Und wiederum ift der Streit mit einem Vertrags- Grunde wie jene verwerflich. Die Sozialdemokraten hätten ihr so und so viel Wochen bewilligt worden sind, die Arbeit einstellen bruch inszenirt worden! Selbst die Elemente des Zentrums, die Geld für die Komplottbroschüre weggeworfen, denn gerade diese werden, dann kann man von einem materiellen Kontraktbruch heute auf der Seite der Ordnungspartei stehen, sind nicht mehr habe den von Arbeitern gegen Arbeiter ausgeübten Terrorismus doch nicht mehr reden, nur noch formell. Den Boykott verwerfe im Stande, die Bewegung Bewegung aufzuhalten. Die Sozial- flargelegt, und er dante den Herren Sozialdemokraten für diese ich ganz und gar, aber deshalb verwerfe ich es ebenso, daß ein demokraten wollen den Streit nicht, aber doch nur deshalb, Enthüllungen." Was die Verletzung der religiösen Gefühle der Arbeiter, der entlassea ist, jeder Gelegenheit beraubt werden soll, weil sie noch nicht genügend organisirt sind. Wie aber kann Nation betrifft, so kann ich dazu auch einen Beitrag liefern, der für sich, seine Familie, feine Kinder überhaupt noch Brot zu er man sich darüber wundern, daß den sozialdemokratischen in meiner Gegend verbreitet wird.( Redner verliest eine in die werben; von den verheerenden Wirkungen solcher Handlungs- Führern die Zügel entfallen! Man braucht nur das in Gelsen Form der drei Glaubensartikel gekleidete Verhöhnung des weise dürften sich wohl die meisten Herren hier keine Vorstellung firchen erscheinende Organ der Bergarbeiter zu lesen, um zu Fürsten Bismarck.) Die Verschärfung der Strafbestimmung des machen. Es waren nicht blos Sozialdemokraten brotlos gemacht, sehen, in wie aufreizendem Tone Tag für Tag dem armen Berg-§ 153 ist durchaus nothwendig. Wenn die Möglichkeit einer sondern es sind auch auf die schwarze Liste Leute gebracht worden, mann gepredigt wird, daß die Kohle Nationaleigenthum sei, Berständigung nur auf Grund der Herabsehung der Strafmaße welche die treueften, tüchtigsten Arbeiter waren, gegen die über- dessen Ausbeutung dem Bergmann, nicht dem Kapitalisten ge- möglich wäre, so würde der heilsame Zweck der Vorschrift zum haupt nichts vorlag, als daß sie, und noch dazu in maßvollster bühre! Eine große Anzahl von Bergleuten ist aber diesmal ent- Theil wieder verloren werden. Weise, für die Rechte ihrer Kameraden eingetreten sind. Es schlossen, den Streit nicht mitzumachen und ist entrüstet über das Darauf wird die Diskussion geschlossen. Persönlich bemerkt fönnen auch Atte kleinlicher Rache der Beamten und dergleichen unpatriotische Verhalten der sogenannten Delegirten zum Pariser Abg. Bebel: Ich verstehe nicht, wie die Aeußerungen des genügen, die Leute auf die schwarze Liste zu bringen. Ein solches Rongreffe( Lachen bei den Sozialdemokraten), die es gewagt Hamburgischen Bundesbevollmächtigten über meine Rede in der Prostriptionssystem, eine solche Versöhnung der Arbeitgeber mit haben, auf den Gräbern der Kommunards Ruhmestränze nieder- Bolksversammlung vom 6. März mit dem§ 153 in Verbindung den Arbeitern kann ich nun und nimmermehr billigen. Die zulegen! Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Wenn diese von stehen. Beurtheilen zu wollen, was mir erlaubt oder nicht erlaubt jenigen, die das wollen, mögen bedenken, daß sie damit vielleicht den leidenschaftlich erregten Massen abgehalten werden sollten, ist, das muß ich mir als eine Einmischung in meine persönlichen etwas für den Augenblick, aber gewiß nichts für die Dauer er- zur Arbeit zu kommen, dann muß ein Paragraph zur Anwendung Angelegenheiten ganz entschieden verbitten.( Sehr richtig! bei den reichen. Gegen die Strömung, welche auf völlige Gleichberech kommen, wie er hier von der Regierung vorgeschlagen ist. Er Sozialdemokraten.) tigung der Arbeiter mit den Arbeitgebern hingeht, läßt sich mit macht den Nachweis entbehrlich, daß eine Vereinigung oder Ver- Bei der Abstimmung wird der Antrag Auer gegen die folchen Mitteln am allerwenigften anfämpfen. Lieber sofort eine abredung zum Zwecke des Zwanges vorhergegangen war; das ist Stimmen der Sozialdemokraten und einiger Freisinnigen abgeBerständigung suchen, Arbeiterausschüsse oder Aeltestenkollegien ein Fortschritt, ich werde also dafür stimmen und zwar für den Stimmen der Sozialdemokraten und einiger Freifinnigen abgeüberall auf den Werken errichten, das wird wirksamer zum fried- ganzen§ 153. Wird er jetzt nicht angenommen, dann werden lehnt. Die Abstimmung über den ersten Theil des§ 153 der lichen Ausgleiche beitragen. Selbst auf die Gefahr hin, daß Herr Sie in wenigen Jahren viel schärfere Bestimmungen beschließen Vorlage: Wer es unternimmt, durch Anwendung förperlichen v. Kardorff und Herr v. Stumm mit den Sozialdemokraten müssen; nehmen Sie den Paragraphen jezt an im Interesse der Zwanges, durch Drohungen, durch Ehrverlegungen gegen das Gesetz stimmen, bitte ich doch darum, lehnen Sie den Volkswohlfahrt und der Freiheit des Arbeitgebers! § 153 ab! oder durch Verrufserklärungen 1. Arbeiter oder Arbeitgeber zur Theilnahme an Verabredungen der im § 152 bezeichneten Art bestimmen oder am Rücktritt von solchen Verabredungen zu hindern; 2. Arbeiter zur Einstellung der Arbeit zu bestimmen oder an der Fortsetzung oder Annahme der Arbeit zu hindern; 3. Arbeitgeber zur Entlassung von Arbeitern zu bestimmen oder an der Annahme von Arbeitern zu hindern, wird mit Gefängniß nicht unter einem Monat bestraft. Ist die Handlung gewohnheitsmäßig begangen, so tritt Gefängniß nicht unter einem Jahre ein", Abg. Stadthagen( Soz.): Nicht die Bergarbeiter, sondern au Abg. Förster( Soz.) wendet sich gegen die neulichen Aus- die Bergwerksbesitzer haben die größere Bahl der Kontrattbrüche führungen des Bundesraths- Vertreters bezüglich der Vorgänge bei auf dem Gewissen. Ist der Zwang, zu Ueberschichten nicht einden Ausständen in Hamburg. Dem Herrn Vertreter sei zunächst fach Erpressung und Freiheitsberaubung? Von diesen Mißbräuchen ter Irrthum paffirt, daß er die Hamburger Gewerbekammer für führt die amtliche Denkschrift über den Streik zahlreiche Beispiele aus Arbeitgebern und Arbeitern zusammengesetzt hielt, während an. Was hat die Kommune in Paris mit den deutschen Bergfie nur aus Arbeitgebern, hauptsächlich. Innungsmeistern, bestehe. werken zu thun? Die schwarzen Listen bestehen im rheinischDie Bertheidigung des Hamburger Polizeichefs Hachmann westfälischen Kohlenrevier thatsächlich. Nach der jetzt durch die durch den Bundesraths- Bertreter sei eine sehr schwache gewesen, Gerichte beliebten Auslegung des§ 153 ist der letztere nicht mehr die Zahl der stattgehabten Versammlungen beweise nichts ein Schuß, sondern die Aufhebung des in§ 152 gewährleisteten für die Unparteilichkeit des genannten Beamten, sondern nur Roalitionsrechts. Was die Vorgänge in Hamburg betrifft, so will für die außergewöhnliche politische Rührigkeit der Arbeiterklassen ich nur erwähnen, daß die Polizeibehörde die inhaftirten Leiter ist eine namentliche; fie ergiebt die Ablehnung mit 142 in Hamburg. Es seien im Gegentheil zahlreiche Versammlungen der Streitbewegung zwangsweise photographiren ließ; au dieser gegen 78 Stimmen. Für die Vorlage stimmen die Deutschohne zureichende Gründe nach wie vor verboten worden; anderer- Maßregel war die Behörde nicht befugt, diese Handlung war eine konservativen und die Reichspartei, sowie die Nationalliberalen seits seien während der Geltung des Ausnahmegesetzes auch die gesetzwidrige. Man spricht so emphathisch von den unmoralischen mit Ausnahme der Abgeordneten Büsing, Saftedt, Hoffmann und Vorstandssigungen der Vereine durch diesen Herrn unter polizei- Handlungen der Arbeiter; ja, wie reimt sich denn damit der Siegle. Die übrigen Parteien stimmen geschlossen gegen den ersten polizei- Handlungen Absatz des§ 153; von den Antisemiten betheiligt sich Niemand liche Aufsicht und Ueberwachung gestellt worden; erst das Ober- forgfältige Schutz zufammen, den die Bordelle in Hamburg ge- an der Abstimmung. Von den Wilden slimmen Bring Carolath, Landesgericht in Lübeck hob diese willkürliche Einschränkung des nießen? Prägt sich vielleicht in dem Ersteren das kaiserlichfreien Versammlungsrechts auf. In der Zeit des Ausnahme- deutsche, in dem Zweiten das Freistadt Hamburgische aus? Roefice und Johannsen ebenfalls mit der Mehrheit. gesetzes set an öffentliche Versammlungen selbst in der Wahlzeit Ich weiß es nicht. Die Arbeitgeber gebrauchen den§ 153, Der zweite Theil des§ 153 wird darauf ebenfalls abeinfach nicht zu denken gewesen. Die Arbeitsverhältnisse Ham- wie die Komplott- Broschüre beweist, zu einer gefeßwidrigen gelehnt. burgs dürfen nicht für sich, sondern im Zusammenhange mit den Sandlung, zu einer strafbaren Nöthigung, ohne doch wegen Die Debatte wendet sich zu Artikel V( Schlußbestimmungen). ganzen wirthschaftlichen Berhältnissen müssen sie betrachtet werden. Gesetzesübertretung belangt zu werden. Herr Hartmann hat Nach§ 154 finden die Bestimmungen des Tit. VII auf Gehilfen Namentlich haben die Arbeiten für den Hamburger Bollanschluß, unseren Antrag auf Bestrafung der Arbeitgeber haarsträubend ge- und Lehrlinge in Apotheken, wie auf Gehilfen und Lehrlinge in die kein Arbeiten mehr, sondern ein wahnsinniges Hasten waren, nannt; das mag er sein, aber er ist die einfache Konsequenz Handelsgeschäften keine Anwendung. Die Bestimmungen über das ganze Bauhandwerk revolutionirt, besonders durch das Zu- deffen, was das Reichsgericht in zahlreichen Erkenntnissen über Kinder-, Frauen- und Nachtarbeit finden auf Arbeitgeber und sammenströmen von Tausenden fremder Arbeiter, welche von den die Bedeutung des§ 153 niedergelegt hat. Der§ 331 des Straf- Arbeiter in Hüttenwerken, auf Zimmerpläßen, Werften, in Biegeleien, Fachmännern so schnell gar nicht in die nöthige Bucht ge- gesetzbuches ist durch den Berliner Polizeipräsidenten nicht ver- Brüchen und Gruben mit größerem, nicht blos vorübergehendem bracht werden konnten. Nachdem die Dinge sich so entwickelt legt worden, das ist richtig; aber der Herr hat seine unter Betriebe entsprechende Anwendung. Dieselben Bestimmungen hatten, kam die Feier des ersten Mai in Frage. Nicht des gebenen Beamten zur Annahme des Geschenkes veranlaßt, in sollen auf Werkstätten Anwendung finden, welche elemenMachttigels wegen haben da die Arbeiter an dem Tage die Ar- demfelben Augenblicke wurde er Anslifter, und dieser ist nach tare Hilfskräfte benußen, doch mit der Maßgabe, daß der beit aussehen wollen, sondern sie sagten sich: Man diktirt uns§ 48 ebenfalls strafbar. Der Minister selbst spricht davon, daß Bundesrath gewisse Dispense ertheilen kann. die Feiertage, warum sollen wir uns nicht auch einmal Feiertag das Bewußtsein der Rechtswidrigkeit gefehlt hat, daraus ergiebt stätten können diese Bestimmungen durch kaiserliche Verordnung Auf andere Werk ganz oder theilweise ausgedehnt werden. Die Hausindustrie soll I rechts.) Die Gefahr, welche in der Deffentlichkeit liegt, ist nicht zu von denselben nicht betroffen werden. Tengnen. Deshalb sollte man die Bestimmung noch im letzten Die sozialdemokratischen Abgg. Auer u. Gen. wollen die Augenblick verbessern. legtgenannte Bestimmung streichen. Abg. Molkenbuhr befürwortet diesen Antrag unter ausführlicher Darstellung der schädlichen Verhältnisse in der Hausindustrie, welche der Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft am meisten Vorschub leisten. Desgleichen empfiehlt Redner einen weiteren Antrag, die Befugniß des Bundesraths, Dispense zu gewähren, zu streichen. Die Abgeordneten Gutfleisch und Genossen beantragen, die Ausdehnung der Schutzvorschriften in Betreff der Nacht, Kinder- und Frauenarbeit auch für Bauten" kaiserlicher Verordnung mit Zustimmung des Bundesraths zu überlassen. " § 154 wird unter Ablehnung der Anträge der Sozialdemofraten mit dem Antrag Gutfleisch angenommen, ebenso werden ohne Debatte§§ 154 a und 155, endlich Artifel 7, welcher für das Gesez den 1. Januar 1892 im Allgemeinen als Zeitpunkt des Intrafttretens bestimmit, die Ausführungen einiger Spzialvorschriften aber bis 1. Januar 1894 aufschiebt, bezw. taiserlicher Verordnung überläßt, unter Ablehnung entgegenstehender Anträge Auer, aber unter Annahme eines Zusages Gutfleisch u. Gen., welcher die neue Bestimmung über die Verpflichtung zum Besuche der Fortbildungsschulen schon am 1. Oftober 1891 in Kraft treten lassen will, angenommen. Damit ist die zweite Lesung der Gewerbeord nungsnovelle beendet. Die eingegangenen Petitionen werden durch die gefaßten Beschlüsse für erledigt erklärt. Schluß 51/2 Uhr. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr.( Gesetz, betreffend den Schutz von Gebrauchsmustern, fleinere Vorlagen, Wahlprüfungen.) Abgeordnetenhaus. 78. Sigung vom 23. April, 11 Uhr. Am Ministertische: Herrfurth und Kommissarien. Die dritte Lesung der Landgemeinde- Ordnung wird fortgesetzt bei§ 109. Nach dem Beschlusse der zweiten Refung sollen nur die Sigungen der Gemeindevertretungen( nicht die der Gemeindeversammlungen) öffentlich sein, Abg. Rickert will für beide Körperschaften die Deffentlichfeit einführen. Abg. v. Hnene beantragt, daß jeder großjährige Gemeindeangehörige der Gemeindeversammlung als Zuhörer beiwohnen fann. Abg. Bohh will beschränkte Deffentlichkeit für GemeindeVersammlungen und Gemeindevertretungen einführen; in geheimer Sigung kann die Deffentlichkeit ganz ausgeschlossen werden. Abg. v. Hnene glaubt, daß die Sache am besten der Ent scheidung der Herrenhauses vorbehalten bleibt. Minister Herrfurth bittet, die Sache so zu regeln, daß möglichst unverändert die Vorlage im Herrenhause zur Annahme gelangen tönne. Die vom Abg. v. Huene vorgeschlagene Fassung ist wohl die beste. Jeder großjährige Gemeinde- Angehörige soll sowohl der Gemeindeversammlung als den Sitzungen der Gemeindevertretung anwohnen tönnen. Abg. Rickert( dfr.): Ich hätte gewünscht, Herr Bachem und seine Freunde hätten den Grundsatz befolgt: was Du nicht willst, das Dir geschieht, das thu auch keinem Andern nicht. Herr Bachem hätte also weniger zurückhaltend sein und daran denken sollen, daß im Osten auch Menschen vorhanden sind, welche nach freiheitlicher Entwickelung streben. Abg. v. Eynern( nl.): Ich kann mich dem Protest des Herrn Bachem durchaus nicht anschließen; es sind im Westen auch noch manche Dinge der Aenderung bedürftig. Ueberschrift und Einleitung werden darauf unverändert genehmigt. Damit ist die dritte Berathung der Landgemeinde- Ordnung beendigt. Minister Herrfurth: Beim Kreisausschuß soll das Verfahren nicht öffentlich sein, wie der Vorredner behauptet hat. Nach dem Gesetz über die allgemeine Landesverwaltung ist sowohl für das Streit wie für das Beschlußverfahren die Deffentlichkeit bei der mündlichen Verhandlung nothwendig. Ich bitte den Vorredner, diese Gesezesbestimmung einem ihm nahestehenden Landrath ins Gedächtniß zurückzurufen.( Heiterfeit links.) Abg. Rickert stellt fest, daß die Konservativen nicht von Anfang an gegen die Deffentlichkeit waren, jedenfalls nicht bel der Hauptverhandlung in der Kommission. Auffallend ist es, daß ein Abgeordneter, der selbst Vorsigender eines Kreisausschusses Es folgt der mündliche Bericht der Kommission für die Geift, fich in Unkenntniß der Gesetzesbestimmungen über denselben schäftsordnung über die Frage der Nothwendigkeit der Wiederbefindet; es wäre doch den Herrn Praktikern zu rathen, daß sie holung der verfassungsmäßig vorgeschriebenen zweiten Abstimmung sich mit den Gesetzen, die sie ausführen, etwas bekannt machen. über den G.E., betreffs Aenderung des Wahlverfahrens, nach Abg. v. Ranchhaupt( t.): Nach dem Gesetz über die allge- Aenderung der Einleitung dieses Entwurfs in der zweiten Abmeine Landesverwaltung sind die Verhandlungen des Kreisaus- stimmung in der Plenarsizung vom 9. d. M. schusses im Beschlußverfahren nicht öffentlich. Minister Herrfurth: Nach dem Geseze soll das mündliche Verfahren, welches auch beim Beschlußverfahren zugelassen und in gewissen Fällen vorgeschrieben ist, öffentlich sein; von einem absoluten Ausschluß der Deffentlichkeit ist also beim Kreisausschuß feine Rede. Damit schließt die Diskussion. In persönlicher Bemerkung bemängelt Abg. Bobh, daß Herr Ridert wie ein Papagei dem Minister etwas nachgeplappert habe.( Präsident v. Köller rügt diesen letzten Ausdruck als unparlamentarisch.) Herrn Rickert darauf etwas zu erwidern, sei er zu vornehm. Abg. Rickert: Diese Vornehmheit, daß Herr Bohh Don mir fagt, ich hätte wie ein Papagei etwas nachgeplappert Präsident v. Köller: Das Wort„ nachplappern" habe ich bereits gerügt; das Wort„ Papagei" hat Herr Bohh nicht ge braucht.( Lebhafter Widerspruch links.) Abg. Rickert: Diese Vornehmheit" gehört doch nicht auf diese Bänke der Gesetzgebung. § 109 wird mit dem Antrage v. Huene angenommen. Die$$ 110 bis 138 werden mit mehreren redaktionellen Aenderungen ohne erhebliche Debatte angenommen. Beim fünften Titel: Aufsicht des Staates( S$ 139 bis 145) (§§ weist Abg. v. Meyer- Arnswalbe darauf hin, daß in keiner der vielen Drucksachen von den Kosten der neuen LandgemeindeOrdnung die Rede sei. Schulze, Schreiber werden unbedingt angestellt werden müssen, denn die Gemeindevertretungen werden verlangen, daß ihnen die Tagesordnung der Sigung vorher bekannt gegeben werde. Die Schreiberei wird, namentlich auch bei der Aufsicht der Staates ins Unendliche gehen. Es wird mit der Landgemeinde- Ordnung ebenso gehen, wie mit der Selbstverwaltung: Sie wird immer bureaukratischer werden. Als ich das damals sagte, wurde ich von meinen damaligen Fraktionsgenossen verlacht, namentlich auch von Herrn von Rauchhaupt, der sich damals an die Spitze der neukonservativen Partei stellte, die sich später auf höhere Anordnung wieder mit den Altkonservativen vereinigte.( Heiterfeit.) Seit Einführung der Selbstverwaltung Abg. Boht(.) erklärt, daß die Gemeindevorsteher vielfach hat sich die Zahl der Beamten sehr erheblich vermehrt, jetzt wird erklärt haben, daß sie bei Oeffentlichkeit der Gemeindeversamm- die Zahl der Beamten wieder vermehrt werden, nicht bloß Lungen und Gemeindevertretungen ihr Amt nicht durchführen bei den Aufsichtsbehörden, sondern auch beim Ober- Verwaltungswollen, weil sie sich nicht dem Einfluß fremder Personen aus gericht. sezen wollen. Für Gemeindeversammlungen sollte man nach wie Abg. v. Rauchhaupt: Nicht auf höhere Anordnung haben vor die Deffentlichkeit ausschließen, für Gemeindevertretungen eine sich die Neukonservativen mit den Altkonservativen vereinigt; beschränkte Deffentlichkeit für die Gemeindemitglieder zulassen. ich weiß doch auch etwas davon; eher war das Gegentheil Redner verweist darauf, daß auch die Sitzungen der Kirchen- der Fall. gemeinde- Vertretungen, der Gemeinde- Kirchenräthe und der Ma- Der fünfte Titel wird unverändert angenommen. giftrate nicht öffentlich seien, trotzdem es sich bei deren Entschei Der sechste und letzte Titel enthält die Uebergangs- und dung auch um das Geld der Steuerzahler handelt. Wie soll Schlußbestimmungen.(§§ 146 und 147.) Nach§ 146 tritt die denn eine Sigungspolizei in Der Gemeinde Versamm Landgemeinde- Ordnung mit dem 1. April 1892 in Kraft. Weiter lung aufrecht erhalten werden? Wenn ein Ruheftörer werden dann aufgezählt die Bestimmungen des allgemeinen Landbeseitigt werden soll, muß ihn der Schulze selbst beim Sragen rechts, welche mit diesem Zeitpunkte außer Kraft treten. Die bepacken; dadurch entsteht eine Balgerei. Die Bertheidiger der stehenden Drtsstatuten und Observanzen sollen noch längstens Deffentlichkeit können von diesen Verhältnissen kaum eine Kenntniß drei Jahre in Kraft bleiben. Rechte und Pflichten, welche auf haben. Wenn der Minister selbst einmal Gelegenheit gehabt besonderen Titeln des öffentlichen Rechts beruhen, sollen in Kraft hätte, einer Gemeindeversammlung beizuwohnen, hätte er sich bleiben insoweit, als sie von den bisherigen allgemeinen Vorwohl nicht für die Deffentlichkeit erklärt. In der Deffentlichkeit schriften u. f. w. abweichende Bestimmungen erhalten. Endlich liegt eine große Gefahr; wir müssen der Sozialdemokratie die soll für die Bildung von Schulverbänden eine gesetzliche RegeWaffe, welche nur durch die Deffentlichkeit gegeben wird, aus der lung vorbehalten bleiben. Hand nehmen.( Sehr richtig! rechts.) Die Deffentlichkeit wird Es liegen einige Anträge vor, welche gewiffe Theile dieses Sie Sozialdemokratie benutzen zur Aufhetzung der verschiedenen Paragraphen als besonderen Paragraphen formuliren oder streichen Bevölkerungsklassen gegen einander. Die Deffentlichkeit soll die wollen. Ausübung der Kontrolle erleichtern, in Wirklichkeit ist sie aber Abg. Gueift empfiehlt die Annahme der Regierungsvorlage nur ein Ausdruck des gesetzlich sanktionirten Mißtrauens der und will deshalb die Bestimmung über die Rechte und Pflichten, Auftraggeber gegen ihre Beauftragten.( Bebhafter Beifall rechts.) welche auf besonderen Titeln des öffentlichen Rechts beruhen, Minister Herrfürth: Da ich mich für die beschränkte streichen. Deffentlichkeit ausgesprochen habe, paßte die wohl vorbereitete Abg. Schmidt Warburg will ausdrücklich die Bestimmung Rede des Vorredners nicht mehr. Ich habe Gelegenheit gehabt, aufnehmen, daß Privatrechie durch dieses Gesetz nicht auf öffentlichen Gemeindeversammlungen beizuwohnen( Buruf: Wo?) genommen oder geschmälert werden dürfen. und habe dabei nichts Unangenehmes entdeckt. Die grund Minister Herrfurth verweist darauf, daß die Verfassung im fähliche Heimlichkeit der Verhandlungen ist absolut verwerflich, Artikel 9 durch den Schutz des Privateigenthums die Sache schon weil sie Mißtrauen erregt.( Widerspruch rechts.) Ich bin für genügend regelt; er empfiehlt die Annahme des Vorschlages des die beschränkte Deffentlichkeit und will die Personen zulassen, Abg. v. Gneist. welche Herr v. Huene in seinem Antrage bezeichnet. Abg. v. Huene: Herr Boht übertreibt die Sache ganz über mäßig.( Widerspruch rechts.) Wir haben Sigungen des Kreis: tages öffentlich: ich sehe nicht ein, weshalb nicht auch Gemeindevertretungen öffentlich berathen sollen. Abg. Ritter will den von Gneist, angefochtenen Paffus aufrecht erhalten, während die Abgeordneten Rickert und Krause denselben verwerfen. vanzen angenommen. § 146 wird unter Streichung des Paffus über die Obser§ 147 wird mit einem Zusab angenommen, der das Stimm recht für die erstmalige Gemeindeversammlung regelt. Die Kommission beantragt, zu erklären, daß über den G.E., betreffend die Aenderung des Wahlverfahrens, wie er in der Abstimmung vom 9. d. M. angenommen worden ist, gemäß Art. 107 der Verfassungsurkunde eine nochmalige Abstimmung nach Ablauf von 21 Tagen erforderlich ist. Abg. Neichensperger bezeichnet es als ganz selbstverständlich, daß über Verfassungsänderungen zweimal vollständig tonform abgestimmt werden muß; es kann dabei keinen Unterschied machen, ob die Alenderung, welche vorgenommen ist, erheblich oder unerheblich ist. Der Antrag der Geschäftsordnungs- Kommission wird angenommen. Schluß gegen 4 Uhr. Nächste Sigung Freitag 11 Uhr. ( Endgiltige Abstimmung über die Landgemeinde- Ordnung, StädteOrdnung für Wiesbaden und kleinere Vorlagen; erste Lesung der Rentengüter- Borlage.) Darlamentarisches. Borlage betreffend den Handelsvertrag mit Marokko die Zus In der heutigen Plenarsihung des Bundesraths wurde der Stimmung ertheilt. Die Vorlagen betreffend die Feststellung eines Nachtrags zum Reichshaushalts Etat für 1891/92 und die Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltungen des Reichsheeres zc. wurden von der Tagesordnung abgefeßt. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Sigung vom Donnerstag, den 23. April. Der Vorsteher, Stadtv. Dr. Stryd, eröffnet die Sigung nach 51/2 Uhr mit einer Reihe geschäftlicher Mittheilungen. Nach Eintritt in die Tagesordnung werden einige Natura lisationsgesuche geschäftsordnungsmäßig erledigt. Die Erwerbung von Terrain zur Anlage der verlängerten Charlottenstraße zum Preise von 500 000. wird vom Aus schusse beantragt. Stadtv. Be elig beantragt das fragliche Terrain im Wege der Enteignung erwerben zu lassen. Die Forderung des Fiskus fei übertrieben. Die Durchlegung braucht nicht übereilt zu werden. Stadtrath Voigt vertheidigt den Ausschußantrag. Stadto. Spinola beantragt, die Vorlage noch einmal an den Ausschuß zurückzugeben. Dieser Antrag findet schließlich Annahme. Es folgt die Vorlage über einen Nachtragsetat mit ber Neuen Berliner Pferde- Eisenbahn- Gesellschaft sowie die weiter Berathung des Antrages des Stadtv. Bogtherr und Genoffen in Sachen der Pferde- Eisenbahn. Der Berichterstatter des Ausschusses, Stadtv. Gerstene berg, beantragt folgende Beschlußfassung: A. Die Versammlung erklärt sich damit einverstanden, daß der. mit der Neuen Berliner Pferde Eisenbahn- Gesellschaft abge schlossene Vertrag von 1881/85 in folgenden Punkten abgeändert oder ergänzt wird. I. Die Gesellschaft wird von dem weiteren Ausbau der Linie Frankfurter Allee- Rummelsburg befreit. II. Ihr wird die Genehmigung zum Bau einer neuen Sinie von Weißenfee über Neu- Weißenfee durch die Prenzlauer Chauffee bis zum Anschluß an die das Schönhauser Thor berührenden Linien der Großen Berliner Pferde- Eisenbahn ertheilt. III. Die Gesellschaft verpflichtet sich, als Zweiglinie biefer neuen Pferdebahn- Linie zugleich eine Pferdebahn vom Treffpunkt der Prenzlauer Allee und der Danzigerstraße durch die Prenz lauerstraße bis zum Alexanderplatz zu führen, wenn die be theiligten Behörden die Genehmigung ertheilen. IV. Die Gesellschaft verpflichtet sich, eine Pferdebahn vom Bahnhof Friedrichsberg nach der im Bau begriffenen städtischen Frrenanstalt bei Lichtenberg zu führen. V. Die Gesellschaft verpflichtet sich, an den Wochen Tagen, in den Frühstunden Arbeiterwagen einzuführen und zur Benutzung derfelben mit ermäßigten Fahrpreisen sowohl einfache Fahrkarten für die bloße Hinfahrt, als auch Rückfahrts farten, welche zur Rückfahrt mit jedem beliebigen Wagen der betreffenden Strecke berechtigen, auszugeben. VI. Die an die Stadt Berlin zu zahlende prozentuale Ab gabe von der Brutto- Einnahme wird in Zukunft nach denselben Grundfäßen, wie dies bei der großen Berliner Pferde- Eisenbahn vereinbart ist, berechnet. Abg. Nickert( dfr.): Nach der Haltung der Herren von der Rechten durfte der Minister überhaupt keinen Paragraphen vorschlagen, ohne mit den Herren Landräthen eine Konferenz abzus Bei der Debatte über die Ueberschrift des Gesetzes erklärt halten. Hier soll die Pforte gebaut werden für die Sozial- Abg. Bachem Mühlheim für die große Mehrzahl seiner demokraten, und der konservative Minister baut selbst diese Freunde, daß sie trotz der mannigfachen Mängel des Gesetzes VII. Die Dauer des Vertrages wird bis zum 31. Dezember Pforte. Jezt erst wird diese Deffentlichkeit bedenklich gefunden; für die Vorlage stimmen würden. Im Namen eines großen 1911 verlängert. während der ganzen Kommissions- Verhandlungen hat Niemand Theils der Abgeordneten der westlichen Provinzen, jedenfalls VIII. Diese Vereinbarungen verlieren ihre Giltigkeit, wenn etwas davon gemerkt, trotzdem Gemeindevorsteher und illustre aber aller seiner speziellen Freunde aus dem Rheinlande erklärt bezüglich der neuen Pferdebahn zu IV. außerhalb der Stadt Landräthe der Kommission angehört haben.( Heiterfeit.) er ferner, daß diese Zustimmung nur erfolgt unter Verwahrung Berlin zur Genehmigung berufenen Behörden an die Gesellschaft Dauert es immer so lange, bis Sie die Dinge erkennen? gegen alles Präjudiz für die weftlichen Provinzen.( Große Unruhe. derartige über die bei der Stadt Berlin üblichen Bedingungen ( Große Heiterkeit.) Da müssen Sie freilich etwas schneller werden, Hört! links.) Die Abgeordneten aus dem Westen hätten sich des- hinausgehende Forderungen stellen, daß die Annahme derselben wenn Sie die Sozialdemokratie bekämpfen wollen. Die Gemeinde halb die größte Zurückhaltung auferlegt. Im Westen sei ein nach dem billigen Ermessen des Magistrats der Gesellschaft nicht vorsteher wollen sich nicht dem Einfluß fremder Personen aus den hochentwickeltes Gemeindeleben vorhanden, während hier erst die zugemuthet werden kann. Nebenstädten aussehen! Das wird gesagt von der Seite, welche Grundlagen dazu gelegt werden sollen.( Widerspruch rechts.) B. Die Versammlung ersucht den Magistrat, wegen Gins die geheime Abstimmung ablehnt, weil Jeder den Muth seiner Die Bedenken richten sich mehr gegen die grundsäglichen Be- führung der bei A. V. formulirten Einrichtung auch mit den Ueberzeugung haben und öffentlich abstimmen müsse. So werden stimmungen der Vorlage und gegen den Geist, aus dem sie her- übrigen Gesellschaften in Verbindung zu treten. die Gemeindevorsteher bloßgestellt als Männer, die vor jeder vorgegangen sind. Daß Maß von Besorgniß vor einem Geltendfremden Person ins Mauseloch friechen.( Heiterkeit.) Wenn die machen der Stimmung der Kleinen Leute können wir in feiner Behnpfennigtarif; 2. bessere Verbindung zwischen Wedding und C. Ueber den Antrag Vogtherr( 1. Durchschnitts Sozialdemokratie etwas erzielen will auf dem Lande, dann kann Weise theilen. Sie, meine Herren aus dem Often, sehen Westen- Südwesten, Often und Südosten; 3. Benutzung der Dec fie es bei Ablehnung der Deffentlichkeit viel leichter bewerkstelligen. darin zu schwarz in dieser Beziehung. Der berechtigte pläge auch von Frauen) geht die Bersammlung zur Abg. Lamprecht( f.) schließt sich den Ausführungen des Abg. Einfluß des größeren Grundbesizes wird auch später Tagesordnug über. Boht vollständig an. zur Wirkung kommen fönnen.( Unruhe rechts; Rufe: Folgende Anträge werden gestellt: Abg. Eberty spricht seine Verwunderung darüber aus, daß zur Sache Troß dieser Bedenken werden wir für man für die Deffentlichkeit der Gemeindevertretungen und Ge- das Gesetz stimmen ohne Präjudiz für den Westen und meindeversammlungen jetzt überhaupt noch sprechen müsse. Bu be- in der Hoffnung, daß Sie sich uns gegenüber dasselbe Maß von dauern sei es, daß der Minister die Regierungsvorlage ganz ohne Zurückhaltung auferlegen, wie wir dies gethan haben. Minister Herrfurth: In formeller Beziehung ist der VorGrund aufgegeben habe. Nachdem auch Abg. Langerhans sich für die Deffentlichkeit behalt des Borredners berechtigt, materiell aber nicht, denn die Ginn, wobei er noch darauf hinwies, daß auch in der freien Wenn auch eine Reihe von Beschlüffen in die Vorlage hinein ausgesprochen, erklärte sich Abg. Krause( natlib.) in demselben Reform der Landgemeinden in Rheinland ist eine cura posterior. Kommission, welcher auch Herr v. Rauchhaupt angehörte, der gekommen ist, die der Regierung unerwünscht sind, so ist doch § 109 nicht bemängelt worden ist.( Sört! lints.) keiner darunter derartig, daß die Wirkung des Gesezes dadurch Abg. Boht: Meine Rede richtete sich nicht gegen den beeinträchtigt wird. Ich werde als Abgeordneter für die Bor Nachdem der Referent den Ausschußantrag begründet, wird gegen die Deffentlichkeit sind in der zweiten Lesung ebenso vorgenommen werden sollte, als Minifter im anderen Hause die Berliner Pferde Eisenbahn ein Schreiben mit neuen Bor gebracht worden wie jetzt. Bei der Oeffentlichkeit der Gemeinde möglichst unveränderte Annahme derselben befürworten. Versammlung werden die Reporter der kleinen Blätter jede ungeſchidte over brastische Aeußerung des Schulzen melden und mit für von Abg. v. Kröcher( t.): Als ich die Ueberschrift las: Land- daraufhin den Vorschlag, den Magistrat um eine auf dieses schlägen eingetroffen sei und Stadtrath Meubrint macht beißendem Spotte behandeln. Wer wird dann überhaupt noch Lust es wird verfahren nach dem Grundsage: fiat experimentum in der gegebenen abzusehen. haben, das Ehrenamt eines Schulzen zu übernehmen?( Bustimmung corpore vili. den Ausschuß zurückzuweisen. Stadtv. Mielenz beantragt, die Vorlage noch einmal an Stadtv. Sachs beantragt, in die Bedingungen mit auf zunehmen, daß die Deckpläge auch von Frauen benutzt werden. der neuen Linie den 1. April 1893 zu bestimmen. Stadtv. Geride beantragt, als Termin für die Eröffnung Auf Vorschlag des Referenten wird zunächst nur über den verhandelt und der Antrag Vogtherr und Genossen zunächst abgesondert. daß seitens der Direktion N ber Neuen Die Majorität der Versammlung zieht jedoch den Antrag fall tämen. = Mielenz vor und verweist die Vorlage mit allen Nebenanträgen| Güterverkehre in Einklang gebracht werden wird. In Wilmers- I gewesen und bezog daselbst ein Gehalt von 8600 M. Jn bem ( auch dem Antrag Vogtherr) noch einmal an den Ausschuß. dorf Friedenau bat f. 3. Die Schwierigkeit dieser Verhältnisse den selben Geschäft war auch die Braut des H. als Kaffirerin anDer Magistrat hatte den Neubau einer Doppel- Bade- bekannten unheilvollen Zusammenstoß veranlaßt. Auch in Halen gestellt, doch wurde den Beiden zum 1. Januar d. J. die Stellung Anstalt hinter dem Schulgrundstück Mühlenstr. 50 beantragt. fee müssen die Güterzüge beim Rangiren auf die Strecke hinaus gekündigt. Trozdem verheirathete sich H. mit dem Mädchen. Der Ausschuß empfiehlt die Annahme dieses Antrages und ersucht und können dort die Personenzüge hindern. Sobald das zu der Das Paar entnahm die Möbel, wiewohl es teine Ersparnisse den Magistrat, in der Nähe der feht zu erbauenden Bade- neuen Gasanstalt bei Schmargendorf von Halensee aus zu gemacht hatte, auf Abzahlung aus einem Abzahlungsgeschäft aus Anstalten den Bau einer Anstalt für Erwachsene vorzubereiten, legende Geleis da sein wird, kann dies zum Rangiren benutt Leipzig. Es gelang Beiden nicht wieder, Beschäftigung zu finden, um nach Eröffnung derselben die beiden Anstalten hinter dem werden. Warum ist es nicht schon fertig? da es doch einmal und so konnten sie die fälligen Raten für die Möbel nicht beSchulgrundstück zur ausschließlichen Benutzung den Schulkindern gemacht werden muß, so wäre es doch ein Leichtes gewesen, es zahlen, vielmehr verkauften sie dieselben zum großen Theile. Trozz zu überlassen". etwas früher zu machen und dadurch den Bahnhof Halensee zu feiner petuniar ungünstigen Verhältniffe miethete der BuchStadtv. Spinola äußert Bedenken gegen die Vorlage. entlasten. halter vom 1. April ab in dem Hause Zimmerstraße 36 in bem vierten Stockwerk eine aus vier Zimmern bestehende Stadtv. Cassel bittet um Annahme der Vorlage. Stadtrath Borchert empfiehlt die Annahme der MagistratsBei der Gestellung vor der Ersay- Kommission erschien Wohnung zum Preise von 1000 M. Inzwischen hatte das vorlage oder wenigstens die Annahme des Ausschußantrages. am letzten Sonnabend am Moltenmarkt ein Gestellungspflichtiger Leipziger Haus von der Verschleuderung der Möbel Kenntniß Die Bevölkerung habe ein hervorragendes Interesse an der Er- mit einer Schleife von vorwaltend rother Farbe. Auf die ihm erhalten und machte auf Grund des Leibkontrakts Anzeige; richtung dieser Bade- Anstalten, da die Bade- Anstalten in der vorgelegte Frage: Sind Sie Sozialdemokrat?" meinte derselbe infolge deffen begab sich bereits am Montag ein Kriminalbeamter Burgstraße, an der Schloßfreiheit und an der Waisenbrücke, im wahrheitsgemäß mit Ja antworten zu müssen.„ Stellen Sie in Begleitung zweier Schuyleute nach der H.'schen Wohnung, Ganzen 6 Anstalten, welche im vorigen Jahre tros ungünftiger diesen Mann falt", hieß es. Der junge Mensch wurde, nachdem wurde aber nicht in dieselbe eingelassen. Auch am folgenden Witterung von 307 000 Personen besucht worden sind, in Fort er als letzter vorgekommen, zur Infanterie angesetzt, dann aber Tage, dem Dienstag, sowie dem Mittwoch wurde den Beamten einem Schußmann zur Ueberführung nach dem Polizeipräsidium nicht geöffnet. Da festgestellt wurde, daß das H.'sche Ehepaar Stadt- Schulrath Bertram tritt für die Magistratsvorlage übergeben; mit der rothen Schleife wird sich der Staatsanwalt in der ganzen Zeit die Wohnung nicht verlassen hatte, wurde ein Schloffer herbeigeholt, welcher die Thüre erbrach. Den Ein. ein und begründet dieselbe in längerer Ausführung vom hygie beschäftigen. nischen und pädagogischen Standpunkte aus. bringenden trat der Buchhalter entgegen und als er die Die Fremdwörter. Zu welchen komischen Intermezzos uniformirten Schuhleute fab, glaubte er, daß seine Verhaftung Stadtv. Singer empfiehlt die Magistrats Vorlage. Gr würde wenn jebe Schule mit häufig die Sucht, die in der deutschen Sprache eingebürgerten bevorstände. Um dieser zu entgehen, zog er einen bereit gehaltenen es am liebsten sehen, einem Bade verbunden wäre. Herr Spinola sei ja von Fremdwörter mit aller Gewalt auszumerzen, führt, bas hat ein Revolver hervor und brachte sich einen Schuß in die Brust bei, Der Zwischenfall bewiesen, der dieser Tage in einer Sigung des welcher den linken Lungenflügel durchbohrte. Die Beamten, wundere Schulbäder, immerhin Standpunkt desselben, da er doch durch seinen Beruf am besten preußischen Abgeordnetenhauses sich ereignete. Dort hatte der welche die rasche That nicht zu verhindern vermochten, holten wiffe, wie es mit den hygienischen Verhältnissen in Berlin be- Abgeordnete Bohhz den Antrag gestellt, bei dem in Berathung be- einen in demselben Hause wohnenden Arzt herbei, welcher dem stellt sei. Lärm werde auch beim Turnen verursacht, es sei des- findlichen§ 80 der Landgemeinde- Ordnung das Wort„ absolute" Schwerverletzten einen Nothverband anlegte und die Ueberführung halb aber noch Niemandem eingefallen, den Turnunterricht aus in unbedingte" umzuwandeln. Und dabei ereignete sich nun desselben nach der Charité veranlaßte. der Nähe des Schulgebäudes zu verbannen. Er sei erfreut, daß folgende Scene: Um das Wort habe ich gebeten," sagte der Abgeordnete, mit der Magistratsvorlage der Anfang mit einer Einrichtung weil ich mir auf Nr. 252 der Drucksachen unter Nr. 4 den Angemacht werde, die nach seiner Meinung untrennbar mit jeder trag zu stellen erlaubt habe, in§ 80 das Wort„ absolute" vor Der Magistratsantrag wird nach den Vorschlägen Stimmenmehrheit umzuwandeln in unbedingte". Das Klingt des Ausschusses angenommen, der Zusatantrag dagegen ab- vielleicht lächerlich, aber wir sind bestrebt, da, wo es irgend geht, Fremdwörter zu eliminiren. ( Rufe: Eliminiren!) Gegen die Entscheidung des Bezirksausschusses in der Ver ( Heiterkeit.) waltungs- Streitfache betreffend die Wahl des Redakteurs Dr. Bachler beschließt die Versammlung beim Ober- Ver( Rufe: Lapsus!) waltungsgericht Berufung einzulegen. ( Große Heiterkeit.) jeher gelehnt. gegen H ihn Einige unwesentliche Magistratsanträge werden bebattelos angenommen. Dieser Lapfus, ber mir eben begegnet ist, beweist nur, wie sehr wir noch gewöhnt Etabtv. Kalifch und Genossen beautragen, den Magistrat sind, mit Fremdwörtern... zu ersuchen, mit der Versammlung in gemischter Deputation darüber zu berathen, auf welche Weise von der städtischen ( Rufe: zu operiren!) ( Stürmische Heiterfeit.) Mißbrauch zu treiben, sodaß es wirklich angezeigt ist, da, wo Berwaltung bas Projekt einer Industrie- Ausstellung in Berlin es angängig erscheint, derartige Fremdwörter zu beseitigen. Nun habe ich bei meiner Erfahrung in der Praxis ( Heiterkeit.) am besten gefördert werde. Der Antrag wird debattelos angenommen. Schluß 83/4 Uhr. Es folgt eine nicht öffentliche Sihung. Lokales. Auch unsere„ Naturheilkünstler" fangen an, sich mit der Löfung der sozialen Frage" eingehend zu beschäftigen, nicht etwa daß sie es mit Kneipfchen Wasserkuren und Aehnlichem machen wollen, in ihrem„ Gesundheitskalender" für Naturheilkunde vom Jahre 1891 giebt einer ihrer Hauptapostel ein ganz anderes Mittel an das Barfuß gehen. häufig gefunden, daß bei der Feststellung der Mehrheit bei Wahlen die Gemeindevorsteher in Verlegenheit gerathen. Sie verstehen die Begriffe absolute" und" relative" Mehrheit nicht auseinander zu halten, und ich habe es deshalb für angezeigt gehalten, den Antrag zu stellen, an Stelle des Wortes absolute" hier das deutsche Wort unbedingte" zu setzen. Die Sache hat ja nun hier einen lächerlichen Anstrich gewonnen, aber sie ist wirklich nicht so lächerlich, wie es scheint. Ich habe es ernst gemeint und möchte Sie bitten, den von mir 8§ 80 gestellten Antrag hier schon bei§ 60 anzunehmen, woraus ( Heiterkeit.) dann als Konsequenz Polizeibericht. Am 21. d. M., Nachmittags, glitt der Rolltutscher Golchert im Hause Alte Schönhauserstr. 23/24 auf der Treppe mit einer 22 Bentner schweren kiste aus und erlitt außer einer Verlegung der rechten Hüfte einen Bruch des Fußes.- Im Borgarten des Französischen Gymnasiums am Reichstags- Ufer wurde am 28. 5. M. Morgens die Leiche eines neugeborenen Kindes aufgefunden. Zu derselben Zeit brachte sich ein Buchhalter in seiner Wohnung in der Zimmerstraße einen Schuß in die Brust bei, so daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. -Am 21. und 22. d. M., sowie in der darauffolgenden Nacht fanden acht kleine Brände statt. Gerichts- Beitung. Er Wegen Beschimpfung der christlichen Kirche, begangen durch Redewendungen, die er in einer Voltsversammlung in Deutsch- Wilmersdorf gebraucht haben soll, hatte sich Genosse Peus vor der ersten Straftammer des Landgerichts II zu ver antworten. Peus bestreitet die Worte an sich nicht, will aber denselben eine Erklärung beigefügt und ihnen einen Sinn unterstellt haben, der seine Verurtheilung absolut ausschließt. meint vielmehr die Geistlichen entschuldigt zu haben, indem er den Widerspruch, der zwischen Wissenschaft und Glauben liege, der für Gebildete, zu denen doch die Priester gerechnet werden müßten, klar zu Tage trete, gezeigt, und das nichtvers ſtändniß für diese Widersprüche in der Erziehung der Geistlichen, die eine logische Denkweise ihnen nicht gestatte, zu begründen gesucht habe. Der erste Zeuge, ein Lehrer aus Wilmersdorf, sagt aus, daß Don den Worten folgt, daß er auch bei§ 80 als angenommen gilt." Christi", von der Dreieinigkeit", von Verdummung", von der Nach einem längeren Aufsatz über den Werth des BarfußEmpfängniß Mariä" von Lügengewebe, von der„ Sittenlehre gebens in hygienischer Beziehung und nach etlichen Seitenhieben Eine hervorragende Rolle in der Selbstmord- Chronik Ses Kaisers" u. s. w. gesprochen sei. Der Vertheidiger, Rechtsauf unsere theilweise gesundheitsschädlichen Moden, zieht der Herr spielt die Thiergarten Schleuse, in deren Nähe innerhalb der anwalt Heine, beantragt, daß die Notizen, die sich der Zeuge geApostel auch die sittliche und soziale Seite des Barfußgehens letzten 48 Stunden 5 Leichen aus dem Wasser gezogen worden macht habe, verlesen werden sollen. Der Gerichtshof verkündet in Betracht und versteigt sich zu folgendem Weisheitsspruch, find. Unter diesen befindet sich diejenige der Frau Hedwig nach kurzer Berathung, daß dieser Antrag angenommen sei. den wir uns nach seiner zufälligen Entdeckung beeilen festzu- Klünder, geb. Beilfuß, welche am 23. v. Mts. im Kindbettfieber Die Verlesung wirkt überaus drastisch. Die Notizen sind so kurz, nageln: ihren Angehörigen entlief und den Tod im Wasser suchte. Es so abgerissen, daß danach der Sinn, der den Worten unterlegt ist, Ich messe dem Barfußgehen auch einen sittlichen, ja bürfte selten vorkommen, daß ein Mensch in dem Augenblick, wo gar nicht zu erkennen ist, z. B. steht da:„ Kinder nicht Religion fozialen Werth bei. Wie oft ist der Arme mit seinem Loose uner in den Tod gehen will, so viel Hindernissen begegnete, wie 2-18 dumm" Noth treibt Kirche" roh Kirche" zufrieden und kommt auf umstürzlerische Gedanken. Wenn Frau R. Als sie nämlich an der Thiergarten Schleuse in den u. s. w. In der Hauptsache handelt es sich darum, festzustellen, er nun sieht, daß sein Muß- Barfußgehen nichts Mechtendes Kanal springen wollte, tam zufällig ein Herr hinzu, welcher die ob von Geisteskranten, die ins Jrrenhaus gehören, oder vielmehr ist, vielmehr auch von den Reichen gepflegt wird oder doch gerne augenscheinlich franke Dame zurückriß, sie aber nicht festzuhalten von Geistestranten, deren Bildung eine Vereinigung von Wunder gepflegt würde da steht er den Segen der Armuth ein vermochte. so daß sie sich ihm wieder entwand und in den Thier- und wissenschaftlich feststehenden Thatsachen für zulässig hält, die und fühlt sich zufrieden und glücklich." Ein netter Segen der Armuth! Leid thun uns jetzt nur noch garten flüchtete. Der the folgende Retter versuchte sich ber Frau also nicht direkt ins Irrenhaus gehören, gesprochen set. unter dem Schutz der Baumstämme unbemerkt zu nähern; diese Ein zweiter Zeuge, Amtsrichter von Wilmersdorf, will seine die armen Schuster, mit deren Handwerk wird es vorbei sein, fuchte zu entfliehen, indem sie gleichfalls Deckung hinter den Aussagen vom Papier ablesen, wogegen der Vertheidiger wenn unsere Gigerl nicht mehr mit in allen Farben schillernden Bäumen nahm. Nachdem sie zwei Mal von dem Wasser zurück protestirt. Der Zeuge bittet den Vorsitzenden, die Zeugen zu Stecknadelspitzen- Schuhen Unter den Linden Pflaster treten werden. gescheucht worden war, gelang ihr schließlich der verhängnißvolle ich üben, vor der Art, wie der Angeklagte seine Auffassung Doch dies Besänftigungsmittel dürfte wohl mehr für die länd- Sprung, und der emfig auf die Rettung bedachte Herr behielt von dem Vortrag mit dem Bildungsstand der Zeugen zu ent lichen Arbeiter als geistige" Bekämpfung der Umsturzideen" nur das Kopftuch in der Hand. Die Leiche konnte troy allen schuldigen sucht. Der Vorsitzende hält diese Aufforderung als angebracht sein, für die städtischen Arbeiter müßte schon noch ein Suchens bis gestern nicht gefunden werden. An derselben Stelle aus einem Irrthum des Zeugen entsprungen und entspricht ihm neues Mittel ersonnen werden. Vielleicht gewöhnen sich hier die sprang gestern eine Frau in die Fluthen, deren Leiche heute nicht. Reichen das Champagnertrinken und das Austernessen ab, am schon gelandet wurde, aber noch nicht refognoszirt worden ist. Besten wäre aber schon ein Abgewöhnen der Ausbeutung der Die Dame, welche volles, schneeweißes Haar hat, trug am rechten Arbeitskräfte. Goldfinger 2 Trauringe mit den Zeichen E. N. und H. G. und hatte einen Beitungsausschnitt bei sich, in welchem der Tod eines Buchhalters dei städtischen Gasanstalt, Namens Emil Nolte, gemeldet wurde, desgleichen ein preußisches Lotterieloos mit der Nummer 8232, ein Rezept für Frau Berlin und ein Portemonnaie mit einigen Geldstücken und 3 Kinderzähnen. Einen unverkennbaren, wesentlichen Vortheil würde jedoch die Abschaffung des Schuhwerks in sich bergen, es könnte nämlich der Arbeiter schon um ein Bedeutendes billiger arbeiten, wenn er nicht mehr für sich und seine Kinder das theure Schuhwerk beschaffen brauchte. Das ergäbe mithin ein Sinken der Löhne und eine Steigerung des Unternehmerprofits. Man sieht, daß Alles, selbst die Naturheilkunde sich in den Dienst des allein feligmachenden Kapitals zu stellen trachtet. Der Staatsanwalt spricht in seinem Plaidoyer von einem Irreführen" des Gerichtshofes, von" ungebildeten" Zuhören, von Rohheiten, und von dem Deficit in moribus des Angeklagten, ferner von der Ausdehnung der Agitation auf Umgebung von Berlin in einem unerhörten Maße, der man zu Leibe gehen müsse und beantragte 6 Monate Gefängniß. Bertheidiger Rechtsanwalt Wolfgang Heine wendet sich gegen den lateinischen Ausbruck, der zu deutsch den Angeklagten als moralisch Das räthselhafte Verschwinden des Rassirers Heyn aus perlumpt bezeichne, erläutert dann des Näheren den Sinn, den der Fabrik von Albrecht und Meister in Charlottenburg hat bis der Angeklagte in feinen Vortrag gelegt habe, zeigte, daß eine jezt noch keine Aufklärung gefunden, doch ist, aus gewissen Um Aeußerung in antikirchlichem Sinne nie strafbar sei und stellt es Ein traffes Beispiel für die Ueberfüllung, welche in den ständen zu schließen, mit Sicherheit anzunehmen, daß der Vermiste Jedermann anheim, sich mit den doch unbestreitbar vorhandenen wissenschaftlichen Fächern herrscht, liefert wieder einmal die Be- eine schon längere Zeit geplante Flucht zur Ausführung gebracht Widersprüchen zwischen Glaube und Wissenschaft auseinandersetzung eines Bostens im Staatsdienst. Im Februar dieses Jahres hat. Heyn, welcher hier in der Marienburgerstraße eine ziemlich zusehen. Das Gesetz schüße die Religion keinesfalls davor, daß verlautete, daß infolge der zeitgemäßen Erweiterung des Reichs- große elegant ausgestattete Wohnung inne hatte, ist stark ver- burch die Behauptung von erweislich wahren Thatsachen sie Versicherungsamtes noch eine wissenschaftlich gebildete Kraft als schuldet und hat schon seit einiger Zeit mit petuniären Sorgen irgendwie gefchädigt werde, eine Beschimpfung im Sinne des Bibliothekar benöthigt wird und am 1. April zur Anstellung ge zu kämpfen gehabt. Am Montag Vormittag wurden von einem§ 166 liege nicht vor und daher beantrage er Freisprechung. Der Angeklagte selbst ergänzte noch die Ausführungen langen soll. Die Zahl der Bewerber um den vakanten, nicht Gläubiger des H., einem Möbelhändler, die Möbel abgeholt, einmal besonders günstigen Posten betrug über vierhundert! gleichzeitig verließ die Frau des Flüchtigen die Wohnung und ist des Bertheidigers, indem er betont, baß es ihm unbis heute noch nicht dahin zurückgekehrt; beide Kinder des Ehe möglich fei, die Aeußerungen, die ihm zur Last Durch den vom 1. Mai ab in Kraft tretenden neuen Fahr- paares sind unter der Obhut der Großmutter in der Wohnung gelegt sind, in so roher Weise, wie sie hier von den plan der Stadt- und Ringbahn werden den Anwohnern des zurückgeblieben. Bekannte des Flüchtlings wollen denselben in Beugen wiedergegeben seien, auszusprechen, daß ihn vielmehr sein Nord- und Südringes, namentlich aber den letzteren, wesentliche ber uniform eines Offisiers in Berlin vor einigen Gewissen treibe, die Wahrheit ans Licht zu bringen und JeberErleichterungen gewährt. Der Nordring, als der in früheren Tagen gesehen haben; noch nicht aufgeklärt ist bis jetzt die Person mann die reinen Sittenlehren der freien Wissenschaft so weit als Jahren verhältnismäßig stärker benutte, hatte schon seit längerer der fremden Dame, welche den H. aus dem Komptoir abgeholt möglich zugänglich zu machen. Er bittet den Gerichtshof sich in Zeit einen Theil des Tages hindurch halbstündigen Verkehr nach hat und über welche die Frau des Verschwundenen der Behörde feinem Urtheil von keinem Barteistandpunkt beeinflussen zu lassen. jeder Richtung; jetzt ist dieser Halbstundenverkehr fast über den feine Auskunft ertheilen konnte. ganzen Tag ausgedehnt. Aber auch der Südring, dessen Be Der Gerichtshof erkennt auf einen Monat Gefängniß denn selbst wenn die Aeußerungen im mildesten Sinne, wie sie der Angeklagte darstellt, aufgefaßt würden, liege doch ein Verstoß gegen§ 166 vor, es sei hier der Einbrud in Betracht zu ziehen ben die Rede auf die als Zeugen Anwesenden gemacht habe. nutzung sich ja in den letzten Jahren ganz erstaunlich gesteigert Zur Blutthat in der Händelstraße. Die Wittwe Stubt hat, ist nunmehr endlich mit Halbftundenzügen bedacht worden, ist bereits wiederhergestellt und aus dem Sanatorium am Hansawelche nur in den späten Abendstunden theilweise wegfallen und play entlassen worden. In ihre bisherige Wohnung ist sie indem Stundenverkehre wieder Platz machen. In der Richtung beffen nicht wieder zurückgekehrt, hat vielmehr, um nicht tagtäglich Die drei Studenten der Theologie, Emil Mörschel, Schlesischer Bahnhof- Charlottenburg beginnen die Südring- 3üge an die schauerliche That erinnert zu werden, das Schankgeschäft Richard Baumann und Eberhard Baumann, Morgens 5,10( Schlesischer Bahnhof), von Charlottenburg, ab verkauft und sich zunächst zu Angehörigen in Pflege begeben. jedoch in derselben Richtung schon 4,39. In der Richtung standen gestern wegen einer recht gröblichen Ausschreitung vor Charlottenburg- Schlesischer Bahnhof um 5,06( Charlottenburg), Um feiner Verhaftung zu entgehen, unternahm vorgestern der 92. Abtheilung des Schöffengerichts. Die Belastungszeugen vom Schlesischen Bahnhof ab jedoch schon 4,06. Der legté Vormittag ein Zimmerstraße 36 wohnhafter 35jähriger Buchhalter gaben übereinstimmend folgende Schilderung des in Rede stehenHalbstundenzug in erstgedachter Richtung fährt vom Schlesischen einen Selbstmordversuch. Als bei demselben turz nach 8 Uhr den Vorfalls: Am Abende des 7. Oktober v. J. begab sich das Bahnhofe 9,40 Abends; ihm folgen bann nur noch die mehrere Schußleute erschienen, um ihn nach dem Polizeibureau Kaufmann Reimannsche Ehepaar durch die Friedrichstraße nach Büge 10,40 und 11,40( vom Schlesischen Bahnhof). In zur Vernehmung zu beordern, fanden sie die Wohnung verschlossen. Hause. Schon beim Bahnhofe Friedrichstraße fiel es ihnen auf, umgekehrter Richtung währt der Halbftundenverkehr bis zu Es wurde ihnen auf wiederholtes Klingeln nicht aufgemacht. Daß die drei Angeklagten sich unmittelbar hinter ihnen hielten dem 8,06 von Charlottenburg abgehenden Zuge, dem nur noch Erst nachdem ein Schloffer zu Hilfe gezogen war, gelang es die und ihnen fast auf die Fersen traten. Um Streit zu vera die 9,06 und 10,06 abgehenden folgen. Doch haben die An- Thür zu öffnen. In demselben Moment ertönte ein Schuß; meiden, wurde dies Gebahren nicht beachtet. An der Weidenwohner der westlichen Südringstrecke Gelegenheit, vom Potsdamer mittelft Revolvers hatte sich der Buchhalter einen Schuß in die dammer Brücke traten die Angeklagten plöglich wie auf Stoma Bahnhofe aus bis 10,43( Abfahrtszeit vom Potsdamer Bahnhof) linke Bruft nahe dem Herzen beigebracht und war blutüberströmt mando vor das Ehepaar. Reimann ersuchte sie, ihm und seiner halbstündlich nach Hause zu fahren; es gehen dann noch 10,53 zu Boden gesunken. Der Berlegte wurde, nachdem polizeilich ein Ehefrau Raum zu geben, erhielt aber als Antwort ohne ein Bug bis Galensee und 11,48 einer bis zum Schlesischen Bahn- Krankenwagen herbeigeholt und ein Arzt zu Rathe gezogen war, Weiteres mit einem Spazierstock von dem Angeklagten Mörschel hose und 12,48 ber legte bis Charlottenburg. Dieser Fahrplan nach der Charitee überführt, wo seine Berlegungen als nicht einen Schlag, daß ihm der Hut am Kopfe fiel. Reimann woute sich zur Wehre ſehen, wurde aber von den beiden Mitangeklagten tommt den lange gehegten Wünschen der betroffenen Bororte lebensgefährlich festgestellt wurden. Ein anderer Berichterstatter schreibt zu der Angelegenheit fol- baran verhindert. Er kam bei dem Ringen zu Falle und Mörschel entgegen, und es fragt sich nur, wie nun auf den Bahnhöfen Wilmersdorf- Friedenau einerseits und Salenfee andererseits der genbes: Der Buchhalter Hennig, 35 Jahre alt, war bis vor einigen fchickte fich an, unter beleidigenden Aeußerungen noch weiter auf thätig b Boden Liegenden einzuschlagen, er wurde aber durch gesteigerte Verkehr der Personenzüge mit dem gleichfalls lebhaften Monaten in einem bietare. Großgeschäft als im Arbeiterbewegung. " " Aachen, 23. April. Im hiesigen Grubenbezirke ist bis jetzt alles ruhig. V 1 Reichenbergerstraße 88. Gefangveretn, Zonblüthe", Görlizerftr. 58 bet Rarthanscher" Gesangverein, Große Frankfurterstr. 99 bet " " Bergnügungsverein Iüd auf", Abends 8 Uhr, Sthung bei Möwes, Dereine i Iden", Sigung mit Damen von Uhr ab, Admiralstr. 38 bet Fichteftr. 29. Nach der Sigung Tanz. Gäste willkommen. Bergnügungs Bülow." Gäste willkommen. Geselliger Verein Immergrün" Abends 9 Uhr, im Restaurant Heinice, Oranienſtr. 36. Berein ehem. Schüler der 38. Gemeinde Schule, Sigung, Abends 9 Uhr, im Grand Restaurant Rornblume"( Inh. Otto Noll), Andreasfir, 3. Gäfte willkommen. Weinstraße 28.Rauchtlub Dhne 8wang", Abends 8% Uhr, bet W. Spaeth, Statflub Tournee", bends 8 Uhr, beim Genoffen Karl uurich, Wrangelfir. 84. Gäste durch Mitglieder eingeführt willkommen. Freitag: Berein„ Grüne Zanne" 9 Uhr bei Teßner, Mauerstr. 8. Sund der geselligen Arbeiter- Vereine Berlins und Umgegend. Depeschen. andere herbeigeeilte Personen daran verhindert. Im Ver- von den Plägen. Es hatte der Verein im Laufe des Jahres mit Lese- und Diskutirklubs. Freitag. art art, Abends 9 Uhr, Handlungstermine stellten die Angeklagten die Sache so dar, als dem Bestand vom März v. J. eine Einnahme von 2118,50 m., 8 Uhr bet Schwarastopf, Staligerstr. 11. Säfte, Damen und Herren, bet Grube, Mariendorferstr. 10. Gäste haben Zutritt. Süden", Abends feien fie die Angegriffenen gewesen, eine Behauptung, welcher wovon eine Ausgabe von 1330,55 M. abgeht, so daß ein Be- durch Mitglieder eingeführt, willkommen. feitens sämmtlicher Zeugen widersprochen wurde. Nur mit Rück- stand von 787,95 m. verbleibt. Die Mitgliederzahl beläuft sich Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend Abends 9 Uhr, Uebungsficht auf ihren Stand(!) und ihre bisherige Unbescholtenheit be- gegenwärtig auf 178. Auf Antrag der Revisoren wird dem funde, Aufnahme von Mitgliedern. Männer- Geſangverein„ Collegia" ließ der Gerichtshof es bei einer Geldstrafe, die gegen Mörschel Kassirer einstimmig Decharge ertheilt. Bei der Erfahwahl Buger Berlins und umgegenb"" Gemüthliteit", Genbels Restaurant Reichenbergerstr. 16.- Gesangverein des Fachvereins ber auf 60, gegen die beiden Mitangeklagten Baumann auf je 30 M. des Vorstandes wird der Kassirer Sybel einstimmig wiedergewäht. ftraße 30 bei Preußer.- Buchbinder- Männerchor" Berlin, Alte bemessen wurde. Zum 2. Schriftführer wurde Kollege Hoffmann, Kaiserstr. 4, und Schmiede", bet Tempel, Breslauerstr. 27.- Arbeiter- Gefangverein Nord", Jakobftr. 75 bet Feuerstein. Männer- Gesangverein der Berliner die Straftammer des hiesigen Landgerichts die Verkündigung des Mollinerstr. 9; F. Jäger, Blumenstr. 74; E. Werner, Oderberger Arbeiter Gefangverein" offnung", Friedrichsberg, Friedrich Karlfir, 34 Gefangverein orbeertrans", Restaurant Gotha, 23. April. Heute Vormittag 11 Uhr erfolgte durch zum Revisor Kollege Pfister gewählt. In den Verein aufge- Brunnenstr. 38 bei Gnadi. nommen wurden: H. Herda, Feldzeugmeisterstr. 2; D. Robleffa, Weinftr. 11. Raifer'fcher Männerchor", Schönhauser Allee 28 bei Urtheils im Strafprozeß Boshart. Der Angeklagte wurde wegen straße 3; J. Bacharowska, Brandenburgstr. 33; W. Grube, bet Schulze. Nürnberg. Gesangverein Wiederhall", Wrangelstr. 141 bei Schmidt. Mariendorferstr. Kürsten, Koppenstr. 34; F. Rummer's cher Gesangserein", Elisabethstr. 11 bet Rüth.ministeriums und von Staatsbeamten zu einer Gesammtstrafe von Wiesenstr. 39. Die Rechtsschutz- Rommission hat ein Reglement Wilhelm Seeger'sche Biebertafel", Abends 9 Uhr bei Truds, urtheilt. Den Beleidigten wurde außerdem das Recht der Ver- ausgearbeitet, welches Kollege Zubeil den Mitgliedern zur An- Zolfsbort. öffentlichung des Urtheils auf Kosten des Angeklagten im Re- nahme empfahl; daffelbe wurde nach Durchberathung der ein- Krüger, Frankfurter Bierhallen.- Gefangverein Jugendfreuden" bet gierungsblatte zuerkannt. Nach erlangter Rechtskraft des Eisenacher welche Rechtsschutz nachsuchen, wollen sich an diese Kommission straße 32a, bet Wilfe. zelnen Baragraphen einstimmig angenommen. Alle Mitglieder, Keller, Bergfir. 68. Arbetter- Gefangverein Matbund", Nowawes, bet Urtheils( 4 Monate Gefängniß) soll event. durch Zusatzstrafe zu wenden. Da durch Annahme dieses Rechtsschutz- Reglements eine Gärtner, Wallstraße. Arbeiter- Gefangverein Matglödchen", Hochdemselben eine Vereinigung beider Strafen eintreten. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mannnerchor Walbes: Aenderung des Statuts stattfinden muß, wird der Vorstand im raufen", Martgrafenftr. 87 bet Weigt.-Männer- Gefang- Berein„ Union" Verein mit der Kommission beauftragt, dahingehende Anträge Glode" 9-11, uebungsstunde. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Abends 9 Uhr, in der Berliner Bod- Braueret. Musikdilettanten- Berein dem Verein vorzulegen. Zu dem 2. Stiftungsfest am 5. Mai bei Kuhlmey hatte das Vergnügungskomitee Billets ausgegeben. Billets find bei allen Mitgliedern zu haben. Ein Antrag, Todes fälle den Mitgliedern durch Karte mitzutheilen, wird angeBochum, 23. April. Im hiesigen Revier streift die Beche nommen, Carolinenglück", sonst ist Alles unverändert. Die Töpfer Charlottenburgs Bochum, 23. April. Die Belegschaften der Zechen Von hielten am Sonntag eine öffentliche Versammlung ab. Als erster ber Heydt"," Eiberg"," Friederike"," Constantin" und" Engels- Punkt stand die Frage: Wie stellen wir uns zur Auflösung burg" haben ebenfalls die Arbeit niedergelegt. unferes Fachvereins?" auf der Tagesordnung. Der Vorsitzende, Effen a. d. R., 23. April. Der Rheinisch- Westfälischen Kollegen stattgehabten Verabredung die Mehrzahl gegen die Rollege Gäde, wies darauf hin, daß nach der bisher unter den Zeitung" zufolge find heute früh auf Schacht 1 der Beche Gin- Auflösung sei und bat die anwesenden Berliner Kollegen, tracht Ziefbau" bei Steele 134 Mann unter Tage angefahren, den Nutzen des Anschlusses an den Berliner Verein flarzulegen, auf Schacht 2 derselben 44 Mann, zusammen 178 oder 39 Mann vielleicht gelinge es ihnen, die Charlottenburger zu überzeugen. weniger, als am Dienstag. Auf der benachbarten Zeche„ Eiberg" Rollege Stein sprach sich hierauf ebenfalls gegen die Auflösung find von der 398 Mann starten Belegschaft der Morgenschicht des Fachvereins aus. Kollege Jacobey seit nun in längeren 102 Mann ohne Angabe von Gründen ausgeblieben. Auf der Ausführungen die Vortheile des Anschlusses an die Berliner Dr San Bantrazio und der Porta Bortese gelegene, vom Mittel ( Depeschen des Bureau Herold.) Beche„ Holland" bei Wattenscheid, deren Belegschaft durchschnitt- ganisation auseinander. Er weist zunächst darauf hin, daß eine punkt der Stadt 7 Rilometer entfernte Bulver- und Dynamit Rom, 23. April. 8 Uhr 55 Min. Der zwischen der Porta lich 1400 Mann beträgt, ist auf Schacht 3 die ganze Belegschaft stärkere, fräftigere Organisation immer ihre Ziele beffer und thurm des Forts Bravetta ist in die Luft geflogen. Viele Todte der Morgenschicht ohne Angabe von Gründen fortgeblieben. Auf leichter erreichen fönne, daß auch die Beschlüsse, die heute von und Verwundete, deren genauere Bahl sich noch nicht feststellen der Zeche„ Carolinenglück", zwischen Wattenscheid und Bochum, den Berliner Töpfern gefaßt, morgen von den Charlotten- läßt. Große Verwüstungen wurden angerichtet. Im Bahnhof, find von 200 Mann der Morgenschicht nur 35 angefahren. Ueber burgern angenommen, zu den ihrigen gemacht feien, also gebäude Trastevere sind die Mauern geborsten, Fenster und Thür Zage arbeitet alles. Jm Dortmunder und Effener Bergwert eine Revier ist teine Arbeitseinstellung vorgekommen. eigentliche Meinungsverschiedenheit, die etwa Differenzen innerhalb Effen a. d. Ruhr, 23. April. Nach der Rheinisch- West- nicht vorhanden sei. Ferner fei, wenn der Charlottenbürger rathungsfaale auf dem Monte Citorio ist in Staub zerrieben. zuflügel zertrümmert. In den westlich gelegenen Häusern ist kaum der Organisation führen könnten eine Fensterscheibe unversehrt geblieben. Die Glasfuppel im Bes fälischen Beitung" beträgt die Zahl der Ausständischen im Ober- Verein fortbestehe, durch einen findigen Staatsanwalt nur zu Man sagt, das Fort habe zwei Kompagnien als Besatzung ge Bergamtsbezirk Dortmund 5000 Mann. leicht eine Verbindung" beider Vereine entdeckt" und für beide habt, die sämmtlich verunglückt sein sollen. Wattenscheid, 22. April. Die Belegschaften der Bechen Verein vorhanden, so könne bei einer etwaigen Auflösung mit 4000 Kilogr. Dynamit und Pulver enthalten haben. In be liege die Gefahr der Auflösung nahe. Sei hingegegen nur ein „ Fröhliche Morgensonne" und" Bentrum" waren in den heute Leichtigkeit eine neue Organisation geschaffen werden, was im Nähe befindet sich eine von Papst Pius IX. gegründete Ackerba Rom, 23. April, 9 Uhr 10 Min. Der Pulverthurm foll hiesigen Revier stattgehabten Versammlungen darin, die bekannten Forderungen durchzusehen; die Beleg- Charlottenburger fei ebenfalls der gleiche, und die Frage der Bei- riffenen Armen und Brüsten gebracht. Der durch die Explo einig ersteren Falle überaus schwierig fei. Der Tarif der Berliner und schule. In die Hospitäler wurden viele Verwundete mit " Holland" und feinen Beschluß hinsichtlich eines allgemeinen Streifes, sondern burg ein Zahlstelle gegründet werden, ebenso ein Charlottenburger metern, bis Frascati, empfunden. Hannover" faßten tragszahlung ließe sich leicht regeln. Gs tönne für Charlotten hervorgerufene Luftdruck wurde auf eine Strede von 22 einigten sich, es den Bergleuten zu überlassen, wie sie ihre aus in den Borstand gewählt und außerdem der Vertrauensmann für metern, bis Frascati, empfunden. ständigen Kameraden unterstützen wollen. Am Sonntag findet in Charlottenburg sein Amt beibehalten. Bochum eine Versammlung von Bertretern aller deutschen BergRom, 23. April, 1 Uhr 35 Min. Die Felder und Gär Leute statt, welche entscheidend sein soll. Kollege Stein tritt dem entgegen. Er meint, es liege für wüstung. Kein Baum, fein Grashalm ist verschont geblieben um den Pulverthurm bieten ein grauenhaftes Bild der Ber die Berliner Kollegen ein anderer Grund vor, die Charlotten- Alles ist wie durch Feuer versengt. Der Erdboden im Umkreise burger sollen die Organisation der Berliner auf die Beine von einem Kilometer ist durchwühlt, ungeheuere Schollen find helfen, die Organisation der Charlottenburger soll zer- wellenartig durcheinander geworfen. Kollegen, ins Leben gerufene Arbeitsnachweis durch die 20 Rinder, 3 Goldaten, 2 Offiziere und 60 Bauern sind mehr ftört werden; ebenso fei der von den Anstellung eines besoldeten Beamten zu fostspielig. Berlin würde oder minder schwer verwundet. Todt find 7 Personen, darunter Berliner Bauern steht kein einziges mehr. Alles liegt in wilden Trümmern Von den Häusern der eine Diftatur ausüben. Redner weist sodann auf die Beschlüsse 2 Frauen. des Hallenser Parteitages hin und ist der Meinung, die von den Ein Arbeiter wurde wegen Beleidigung des Königs verhaftet. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Millionen. selben für fleine Orte zugelassene Lokalorganisation der Gharlottenburger vollkommen entspreche. Rom, 23. April. Auf der Unglücksstätte beim Pulverthurm verschiedenen Hoſpitälern der Stadt untergebrachten Berwundeten sind bis jetzt 2 Todte aufgefunden worden. Die Zahl der in den beträgt etwa 70. Im Pulverthurm sollen an 250 Tonnen Bulver aufbewahrt gewesen sein. In der ganzen Stadt find zahlreiche drei Viertel der Kollegen aus der Organisation austreten werden, die Mauern Schaden gelitten. Die Ursache der Explosion ist bis Rollege Rolbe ist gegen die Auflösung. Er fürchtet, daß Häuser und Gebäude durch die Explosion beschädigt, viele Fenster und Thüren zertrümmert, an einzelnen Gebäuden haben fogar Nicolaus, Stein, Jacobei und Andere betheiligen, geht ein Aneine Stärkung also nicht stattfände. Nach längerer Debatte, an welcher sich die Kollegen Voigt, ieht nicht bekannt, die Untersuchung zu deren Ermittelung ist aber im Gange. Charleroi, 22. April. Die Arbeiter des Walzwertes lösen. Rollege Jacobei weist darauf hin, daß ein solcher trag ein, den Fachverein der Töpfer von Charlottenburg aufzu= Pierrand verhinderten die Wiederaufnahme des Betriebes durch Beschluß heute garnicht gefaßt werden könne, feht nochmals aus des Gelsenkirchener Nordreviers sind die Morgenschicht wie bit ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) die Arbeiter der Werke„ Franco Belge" und" Baume". Gelsenkirchen, 23. April. Von den Belegschaften der Rechen führlich die Vortheile des Anschlusses an die Berliner Organisa- Nachmittagsschicht sämmtlich angefahren. Im Südrevier dagege Arras, 21. April. Das Syndikat der Bergarbeiter des Auj- Marie tion auseinander und empfiehlt der Fachverein Departements Pas- de- Calais beabsichtigt eine Rundgebung au in seiner nächsten Bersammlung die Frage der Auf- Marie Anna" sowie„ Steinbant" noch die Arbeiter der beiden möge find außer den Arbeitern der Fröhlichen Morgensonne" un veröffentlichen, in welcher die Bergarbeiter aufgefordert werden, Lösung auf die Tagesordnung setzen und die Berliner Rollegen Schächte des" Bentrum" sowie des dritten Schachtes Holland anläßlich des 1. Mai Petitionen zu unterzeichnen, in denen die dazu einladen. Mit diesem Vorschlag erklärt sich ausständig. Beschwerden der Arbeiter dargelegt werden sollen, sich jedoch im die Versammlung einverstanden. Uebrigen jeglicher Demonstration zu enthalten. Unter Berschiebenem stellt Rollege Rolbe den Antrag, Beitung" meldet: Die Führer der ausständigen Belegschaften von Effen a. d. Ruhr, 23. April. Die Rheinisch- Westfälische Stockholm, 22. April. Der Bergarbeiter- Streit in den Kall- Die Hälfte des so gesammelten Betrages soll der Generalfom ind heute in Wattenscheid verhaftet und ins Gefängniß ab daß alle diejenigen, die am 1. Mai arbeiten, 1 M. opfern sollen. Zeche Zentrum", die Bergleute Werdelmann und Heibof mora- Gifengruben nimmt immer größere Dimensionen an. Die mission in Hamburg, die andere Hälfte dem Generalausschuß der geführt worden. Die Berwaltung hat die streitenden Arbeitet Arbeiter haben sich dazu bereit erklärt, die Streitfragees Töpfer überwiesen werden. Dieser Antrag wird an aufgefordert, bis Montag den 27. 6. Mts. wieder anzufahren handelt sich um eine Herabfehung der Löhne einem Schiedsgenommen. Mit der Ausführung desselben wird der Ver- widrigenfalls sie als abgelegt betrachtet werden würden. Auf de gericht zu unterbreiten. Die Arbeitgeber fordern aber zunächst trauensmann beauftragt. Die Wiederaufnahme der Arbeit und wollen erst später die Einfehung eines Schiedsgerichts. Wenn es heute nicht zu einer 25. april bet Meier, Acterstraße Nr. 63. Beche Bentrum" fuhren von 364 Mann heute Nachmittag 76 Ginigung fommt, was sehr unwahrscheinlich ist, wird sich der präzise 9 Uhr. Billets find zu haben bet Boß, Bergfir. 80, 2 Tr. Große Theater Borstellung am unter Tage und 37 über Tage an. Auf„ Hafenwinkel" arbeitete Ausstand auf mehr als 9000 Gifenarbeiter erstrecken. Hierauf Kränzchen. Anfang Nachmittag Niemand, auf Eiberg" von 69 Mann 23 unter Tage herrscht große Spannung bezüglich des Ausganges der Einigungs- in den Zentral- Beftfalen, Dranienfir. 180. Billets a 30 Bf.( intl. Tans) find Auf Zeche Bonifacius" ist die ganze Nachmittagsschicht ange E3 Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung. Am Sonntag, den Auf Zeche Friedlicher Nachbar" sind von 110 Mann nur 3. Mat, findet das 2. Stiftungsfest, verbunden mit der Feter bes 1. What statt 10 unter Tage, und von 86 Mann 70 über Tage angefahren. verhandlungen. zu haben bet ben Herren B. Wilde, Boeckhstraße 21, Ringe, Reichenberger ftraße 63. straße 158, Robert Sündermann, Staligerstraße 122, und gride, balbert fahren. Auf Maria Anna" und" Steinbant" arbeiteten nur 9. Tagesordnung: 1. Raffenbericht. 2. Abrechnung des vorlegten Raffirers: von Wattenscheid sei wegen Hezreden erfolgt. Filials Serlin 2 Weft der deutschen Maler und verwandten se- Verhaftung der Bergarbeiter Führer Werbelmann und Heitroff Köln, 23. April. Die Köln. 3tg." meldet aus Effen, die rufsgenossen. Am Montag, den 27. April, General= 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird erfucht. London, 28. April. Nach Meldungen aus Scottdale wurden lassen, Verwaltungsstelle Berlin 1. Sonnabend, den 25. d. Mts., Abends Nähe befindet sich eine Knabenschule, genannt Bignapia. Unter Kranken- und Segräbnißkaffe des Vereins fämmtlicher Berufs- die Explosion erfolgte, ist derjenige von Pozzo Pantaleo. In der Rom, 28. April. Der Bulverthurm, in welchem heute früh die Unterbeamten des Sheriff, die sich geffern nach Adelaide be-. Raffenbericht. Gefchäftlicheschläger, Bersammlung. Tagesordnung: den bisher fonstatirten 120 Berwundeten sind Verschiedene schwer geben hatten, um die streifenden Arbeiter aus den der Kokesgesellschaft gehörigen Arbeiterhäusern zu ermittiren, von den( E. 3. Nr. 8 Hamburg, Serlin Bezirk 3). Mitglieder- Bersammlung am Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der deutschen Wagenbauer verlegt. Todte sind bisher nicht aufgefunden worden, doch bes Streitenden gewaltthätig angegriffen und genöthigt, sich zurück- Sonntag, den 26. April, Bormittags 10% Uhr, Hochstraße 32, bei Herrn Witte. fürchtet man, daß solche unter den Trümmern begraben liegen. zuziehen. Als dieselben später mit Verstärkungen zurückkehrten, beiten. 3. Berschiedenes. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1891. 3. Stafjenangelegen: Der Herzog der Abruzzen, der Ministerpräsident Rudini und die fam es mit den Streifenden, unter denen sich gegen 300 Ungarn befanden, zu einem thätlichen Zusammenstoß, wobei ein Mädchen am 26. April, Bormittags 11 uhr, in soel's Gefelicaten wohin die Verwundeten transportirt werden, find von einem anderen Minister haben sich nach dem Schauplage der Explosion getödtet und eine größere Anzahl von Personen verwundet wurde. Andreasstraße 31, eine große Matinee veranstaltet wird und zwar zum Besten Schutzkordon umgeben. Stermit zur Nachricht, daß vom begeben. Tie Stätte selbst sowie das Hospital Consolazione, Unter den Verwundeten befindet sich auch der Sheriff Mc. Cormick. des feit zirka 2 Jahren franten Drechslers Karl Ostertag( derfelbe liegt Die tobende Menge wurde schließlich durch eine herbeigerufene heute noch sehr frant im gerantenbaufe an urban, Babilon 9). Da fammt. ba Milizkompagnie, zerstreut. Gegen 4000 Streifende hielten Gaal umentgeltlich hergegeben wird, so fällt der wirklich bedürftigen, aus vier Hospital de la Consolazione gebracht; von denselben find etwa 3 Rom, 23. April. Von den bei der Explosion des Pulver gestern mit Fahne und Musik einen Umzug in den Straßen der Köpfen bestehenden Familie die ganze Einnahme zu. Der guten Sache wegen zur weiteren Behandlung dort zurückbehalten worden. Von der bitten wir um recht rege Betheiligung. Billets find vorher in den mit Pla faten belegten Handlungen zu 30 Pf., an der Kaffe zu 0,40 Bf. zu haben. Das Bachmannschaft beim Pulverthurme find 8 schwer verleßt. Der Romitee. Rombinirte ritgliederversammlung Montag, den Ortsverwaltungen Berling. Deutschlands. Annenſtr. 16, bet Keßner. Tagesordnung 1. Beschlußfaſſung über den zu in einem Umkreise von 1 Kilometer des Pulverthurmes find bes Genietapitän Spaccamela und ein Unteroffizier von der Wach 3. Wahl des Ausschusses. 4. Verschiedenes. Bahlreiches und pünktliches Erfammenschluß der Berliner Zahlstellen. 2. Wahl des provisorischen Borstandes. schädigt. fcheinen der Kollegen unbedingt erforderlich. Beweist, daß Guer Intereffe für der in lester Beit stattgefundenen Bersammlungen der Fall zu sein scheint. unfere Organisation noch nicht gänzlich erloschen ist, wie es nach dem Besuch Darum auf, Mann für Mann! Köln, 21. April. Wie der Köln. Boltszeitung" aus Bochum gemeldet wird, find die Arbeiter auf den Bechen" Bentrum", Hafenwickel"," Friedlicher Nachbar" ausständig. Weitere Streits stehen am Donnerstag bevor. Mons, 22. April, Abends. Der Ausstand im Borinage ist beendet. Brüffel, 21. April. Die fozialistischen Bäckerverbände haben bie Einführung des Achtſtundentages mit 24 stündiger täglicher Arbeit und dreimaliger Ablösung beschlossen. La Croyère, 21. April. Einige Walzwerkarbeiter, welche feit 6 Wochen streitten, nahmen heute die Arbeit wieder auf. der Werkstätten. Gendarmerie und Polizei mischten sich ein. Da Zahlreiche noch Streifende versammelten sich vor dem Ausgange bei wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen. zu Stockholm, 22. April. Die ftreifenden Bergarbeiter des Bergwertdistrikts Norberg( Vestmanland) haben nunmehr die entgegenkommenden Vorschläge der Grubenbesizer angenommen und werden die Arbeit morgen wieder aufnehmen. Stadt. er anführt, daß von einem Zerstören resp. Zerschmettern doch Kollege Schäfer wendet sich gegen den Vorredner, indem gar teine Rede sein tönne, es handle sich vielmehr um ein Ausbauen, eine Stärkung der Organisation. Verein Gemüthliche Geister". 1. 2. London, 22. April. Nach Meldungen aus Scottdale werden baselbst 500 Italiener erwartet, um die ausständigen Arbeiter im Rotsgebiete zu ersetzen. Pittsburg, 23. April. Die Arbeiter aus dem Minenbezirke von Ober- Monongahela in ungefährer Anzahl von 12 000 Mann haben es abgelehnt, zur Erzwingung des Achtstundentages die Arbeit am 1. Mai niederzulegen. Versammlungen. Gastwirthe. und Bersammlung. Achtung! Brechsler und verwandte Berufsgenossen Berlins und am sämmt Die Lese- Abende des Arbeiter- Bildungsvereins für Weißensee und Umgegend finden jeben Sonnabend nicht mehr bei Klebs, fondern bei Herrn Böttcher( Bittoria- Saal), Charlottenburgerstr. 151, im fleinen Saale statt. Gäfte willkommen. Vergnügungs- Verein Schneeglöckchen( Mitglied des Bundes der ge felligen Arbetter- Bereine Berlins und Umgegend). Sonnabend, den 25. April, Kränzchen bei Birt, Straußbergerftr. 3. Gäfte freundlichst eingeladen. Berliner Gastwirthsgehilfen. Freitag, den 1. Mat, geselliger Ausflug Am Freitag, den 17. d. Mts., hielt der Verein aur nach Martendorf, Schenschs Reichsgarten. Billets für Herren zu 30 Bfg. find Wahrung der Intereffen der Gast- und Schant- puntt Berliner Bobineren mit plakaten belegten Stellen zu haben. gren wirthe seine ordentliche Generalversammlung ab. Bevor in Abstimmung über die Resolution den Achtstundentag betreffend. Abfingung Bodbraueret. Abmarsch 12 Uhr. Um 3½ Uhr Festrede, 4 Uhr die Tagesordnung eingetreten wird, gedenkt der Vorfißende der der Festlieder und geselliges Betsammensein. Nationale kaufmännische Branken- und Sterbekaffe.( C. 8. 71.) Briefkaffen der Redaktion. 2. K. 28. Salten Sie lieber die vierzehn Tage noch aus. C. G. Löbtau. Ihre Angelegenheit hat fein öffentliches Intereffe. Wir verweisen Sie auf unseren Annongentheil. Briefkaffen der Expedition. Für die ausgesperrten Arbeiter gingen ferner ein: Tischlerei von Hoffmann, Stalizerstr., 10,-. Der Gewinn 1. Sechs Dreher von Grudenwiß, Dresdenerstr. 38, 7 beim Stat, Spandau 2,05. beiden verstorbenen Mitglieder Biesenthal und Nürnberg. Montag, den 27. April, Abends 8 Uhr, im Victoria- Restaurant, Münafir. 11. Charlottenburgs 1,-. Gesammelt durch den rothen Rudolph Die Anwesenden ehren das Andenken derselben durch Erheben Borstandssigung: Aufnahme neuer Mitglieder. Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 94. Die Volksversammlung für die Rechte der Arbeit zu Mailand. In einem der großen Theater Mailands, in der„ Cannobiana", fand die von dem„ Internationalen Komitee für die Rechte der Arbeit" berufene Volksversammlung statt. Die weiten Räume des Parquets und die Balkone hatten sich schon von Mittags an mit einem dichtgedrängten Publikum gefüllt, das zu etwa zwei Dritteln aus Arbeitern aller Gruppen bestand, und gegen breitaufend Personen zählen mochte. Ungemein zahlreich aus allen Gegenden Italiens waren Abgeordnete und Vertreter der verschiedenartigen Arbeitergesellschaften, Fachvereine, politischradikaler, sozialistischer und sozial revolutionärer Gruppen und Organisationen erschienen. Ueber Erwarten groß in Zahl waren die Zustimmungserklärungen und Begrüßungen von auswärts, welche brieflich und auf telegraphischem Wege während des ganzen Verlaufs der Versammlung eintrafen. au Freitag, den 24. April 1891. 8. Jahrg. Blatt a lega Lombarda" nennt sie mit leicht begreiflichem zwar von Brinzipalen 131, von Kollegen 84. Beſetzt wurden Schauer ein andämonium, einen Höllenfaal bewegtes Meer; aber für einen Schiffer, der ein gutes Eteuer in Händen und das Ziel fest vor Augen hat, ist es eine Freude, durch solches Meer zu fahren. Schauer ein andämonium, einen Höllensaal aller bösen 97 Stellen, darunter zur Aushilfe für franke Kollegen 13. Aus Geister. Dem Berichterstatter erschien sie oft wie ein sturm der Vereinsbibliothek wurden im Vierteljahr 115 Bücher benutzt. ? Versammlungen. Bauhandwerker- Konferenz. Das Bureau wurde gebildet durch Töpfer Thieme, Zimmerer 2ehmann, Maurer Kliemann. Bur Tagesordnung stand zunächst die Berichterstattung der Delegirten über die Stellungnahme ihrer Gewerkschaften zur Resolution. Sierauf wurde der Bericht der Reviſoren verlesen, Bücher und Beläge für richtig befunden und sodann dem Gesammtvorstand Decharge ertheilt. Nach Erledigung verschiedener Unterstößungsgesuche und innerer Vereinsangelegenheiten wurde bekannt ge macht, daß am 7. Juni ein Sommerfest gefeiert wird und das Entree für Mitglieder auf 80 Pf. und für Gäste auf 50 Pf. festgeseht sei. Die geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend, welche im vorigen Monat zu einem Bunde zusammengetreten Die neu gewählten Delegirten der Baugewerkschaften zur find, hatten am Sonntag Vormittag ihre erste Bundessizung. Um Wahl des Ausschusses gemäß der früher beschlossenen Resolution 10% Uhr füllte sich der geräumige Saal mit legitimirten Bundestraten am 19. d3. Mts. zu einer Konferenz zusammen. Vertreten mitgliedern bis auf den letzten Platz. Vertreten waren, mehr waren durch Delegirte folgende Baugewerkschaften: Maurer( 3), oder weniger start, etwa 80 gesellige Vereine, von denen 61 be Bimmerer( 1), Maler( 1), Stucateure( 3), Tapesirer( 3), reits dem Bunde angehörten, während 15 an diesem Tage die Töpfer( 1), Dachdecker( 1), Bau- Anschläger( 1), Marmorarbeiter( 2), Mitgliedschaft erwarben und die übrigen in Unterhandlung Bau- Arbeiter( 2), Steinmetzen( 1). wegen der Mitgliedschaft treten wollten und auch getreten find. Um 14 Uhr wurde die Versammlung von dem Mailänder Nachdem der Bundesvorstand, die Herren Schmelzer und Ullrich, Sozialisten Groce eröffnet, und ohne Schwierigkeit der Vorden Vorsitz übernommen, erhielt der Referent des Tages, ein Herr fitzende des Vereins der Mazzinianer zu Rom, Antonio Ullrich vom Verein Fidele Geifter" das Wort, um die Zwecke Fratti, zum Präsidenten erwählt. Nach einigen Worten der und Ziele, die definitive Konstituirung, fowie darnach die kürzlich Begrüßung ertheilte dieser dem aus Paris gekommenen Vertreter vom Polizeipräsidium genehmigten Statuten des Bundes Gustave Rouanet das Wort. aber peer Rebner stellte Maurer Grothmann unter ein- ber gefeiligen arbeitervereine Berling men. Umgegend", wie der Name Rouanet( Mitglied des Pariser Stadtraths und Direktor gehender Begründung folgenden Antrag: Im Auftrage der Berliner Maurer stelle ich den Antrag, Seine Ausführungen gipfelten in dem§ 1 der Bundeslebe Frankreich! empfangen, dankt im Namen der Sozialisten den Absatz 1 in seiner Fassung wieder herzustellen, da die statuten, deffen Wortlaut ist: Der Zweck des Bundes ist die ber" Revue ſocialiste"), von lautem Beifall und ben Rusenrektor Frankreichs der italienischen Sozialdemokratie, daß sie als heutige Bewegung nicht dazu angethan ist, daß die ins Leben gegenseitige Unterstützung der demselben angehörigen Vereine. die erste in diesem Frühling den Anstoß gegeben tretenden Organisationen mehr zu leisten, wie die bestehenden, Er sucht eine Regelung der Vereinsvergnügen anzubahmen resp. einer so großartigen Bezeugung der Hochhaltung um Mittel zu sparen und den bestehenden einen kräftigen Ausbau auszuführen. Die Lokalfrage regelt er im Einverständniß mit der Berliner Lokalfommission und macht es sich anheischig, in der der Rechte der Arbeit und zur Kundgebung des festen Willens zu verschaffen." aller Arbeiter der Erde, sich diese Rechte zu erzwingen. Er verdachten Abfag 1 vertraten die Delegirten der Zapezirer, Bimmerer, angehörende Vereine unterstützt er nicht und sucht dem immer Den gleichen Standpunkt bez. der Wiederherstellung des ge- Beziehung eine Zentralisation zu gestalten. Dem Bunde nicht las sodann eine Begrüßungs- und Zustimmungsadresse 22 Mitgliedern des Munizipalrathes von Paris und schloß mit Stuckateure, Töpfer und Bau- Arbeiter. Die Bau- Anschläger mehr um sich greifenden Unwesen der Vereinsgründerei ein Ziel dem Rufe:„ Es lebe die universelle Republik!" hatten noch gar keine Stellung zur Resolution genommen und zu setzen. Er gewährt den Bundesvereinen Rechtsschutz( bei der anwesende Delegirte war der erst gewählte. Marmorarbeiter den kompetenten Gerichten) in Streitigkeiten mit Lokalinhabern, Paulitat erfärte Namens seiner Gewerkschaft, mit dem Vor- jedoch nur auf Beschluß der Bundesversammlung und nur dann, In dem ehrenvollen Auftrag, den mir die deutschen sozial- gehen der Bauhandwerker nicht einverstanden zu fein und be- wenn der betreffende Verein mindestens drei Monate Bundes demokratischen Abgeordneten Bebel, Ginger, Liebknecht zweifelte auch die Zugehörigkeit seiner Gewerkschaft zu den Bau- mitglied ist. Weitere Paragraphen besagen, daß die Mitglied welche persönlich eingeladen worden waren ertheilt haben, gewerkschaften. Die übrigen Delegirten standen auf dem Boden schaft pro Verein 1 M. Einschreibegebühr und vierteljährlich vorbringe ich dieser Versammlung und dem Internationalen der beschlossenen Resolution ohne Absay 1. auszuzahlen 1 M. Beitrag tostet, bestimmen, daß allmonatlich eine Romitee für die Rechte der Arbeit den herzlichen Gruß meiner Baumeister Resler empfahl, von einer Diskussion über den Bundesversammlung abgehalten und alljährlich einmal ein großes deutschen Genossen. Seien Sie der lebhaften Antheilnahme der Absatz 1, welcher ebenso, wie die Resolution selber, mancher Bundesvergnügen veranstaltet wird, endlich regeln fie die gedeutschen Sozialisten für die Biele des Internationalen Komitee's redaktionellen Aenderung bedürftig sei, abzusehen, vielmehr den schäftlichen Grundsätze. Nach diesem referirte Herr Kaul, vom und für die Forderungen sicher, welche in dem von ihm ver- Ausschuß zu wählen und diesem die weiteren Schritte in dieser Vergnügungsverein Fidelio", über die ersten Borstandsbeschlüsse öffentlichten Manifest aufgestellt sind. Ich hebe hervor: Die Angelegenheit zu überlassen. und Abmachungen, welche dahin gehen, daß am 27. Juli b. J. Seitens der Stuckateure wurde freie Meinungsäußerung ge- das erste Bundesvergnügen in der Neuen Welt"( Bergdeutsche Sozialdemokratie arbeitet für den Frieden; aber sie ist ber unerschütterlichen wünscht und daraufhin fand nochmals eine Erörterung der Dr schloß Brauerei, Hafenhaide) stattfindet. Sodann berichtete Ueberzeugung, daß nur eine auf der Grund- ganisationsfrage beziehungsweise des vielerwähnten Absatz 1 der Redner, daß fünftighin alle Bekanntmachungen der Bundes Tage fozialistischer Organisation aufgebaute Resolution statt. vereine zusammen in einer zu schaffenden ständigen Rubrik im Gesellschaft der Welt den Frieden geben und Vorwärts" publizirt werden sollen und erster Schriftführer Herr sichern fann! Bepmeisel, Lindenstr. 9, alle diesbezüglichen Anzeigen von den Vereinen zu bekommen habe. Die Bundesmitglieder sollen durch Betheiligung die Vergnügungs- Unternehmungen der Vereine unterstüßen. Auch wurde für Bußtag eine Herrenpartie nach Johannisthal, Treffpunkt 7% Uhr früh Görliger Bahnhof, verein Wahlen von zwei Revisoren und einer Stontrolloman fourden: bart. Schließlich schritt die Versammlung zu den statutenmäßigen Kontrollkommission, die Kontrolle der einzelnen Vereine obliegt; Revisoren wurden: die Herren Gant und Herbst, in die Kontrollkommission famen: die Herren Kummer, Meier, Friedrich, Brose, Pechnay, Dßberg, Brüchert, Gabron, Sänger, Scheich und Pofahl. Als Vertreter deutscher Sozialisten erhielt 2. Jacoby hierauf das Wort und sagte: Zum Gedeihen der großen gemeinsamen Sache, die uns verbündet: der Rechte der Arbeit, und insbesondere für die Rechte der Arbeiter Italiens, für den Fortschritt ihrer Organi sation, der von den Arbeitern aller anderen Länder so lebhaft ersehnt wird, wünsche ich dieser Versammlung den besten Erfolg! 11 Pandzk # " Auf dem Boden der ersten Resolution beziehungsweise des Absatz 1 derselben standen mithin 6 Gewerkschaften, auf dem Boden der zweiten Resolution( ohne Absatz 1) standen 3 Gewerkschaften, während 2 Gewerkschaften nicht in Betracht tamen. Die erste Resolution( Abfah 1) ist demzufolge die maßgebende. daktionelle Wenderung ber Resolution übertragen werde und daß Schulz( Stuckateur) wünschte, daß dem Ausschusse die reEin lebhafter Beifall drückte die Zustimmung der Versamm über die so geänderte Resolution eine nochmals einzuberufende lung aus, und der Vertreter schloß: Eine mir soeben zugegangene Delegirtenversammlung abzustimmen habe. Depesche aus Deutschland erlaube ich mir zu verlesen: Der zu Reßler war dagegen. Seiner Ansicht nach wäre eine noch Gotha versammelte Parteitag der Sozialdemokraten des Wahl- malige Abstimmung überflüssig. Der Ausschuß habe die redaffreises Gotha fendet dem Internationalen Komitee zu Mailand tionellen Aenderungen vorzunehmen und dann sofort die prakDer Verein der Militär- und Lieferungsschneider hielt Gruß und beste Wünsche. Es lebe die internationale Sozial- tische Thätigkeit zu beginnen. demokratie!"( Wiederholter Beifall.) Die Konferenz schloß sich dieser Ansicht an und ging sodann am 15. d. M. eine gutbesuchte Mitgliederversammlung ab. Su nächst besprach der Borsigende, Kollege Rohloff, die 10-15 pros Der Advokat Turati, Leiter der„ Lega socialistica di zur Wahl des Ausschusses über. Milano", verlas sodann den folgenden Brief Liebknechts an Gemäß der beschlossenen Resolution hat der ausführende Aus- zentige Lohnherabsetzung bei der Firma Sendte, Dorotheenffr. 56. das Komitee:" Werthe Genoffen! Zu unserem großen Bedauern schuß aus sieben Personen zu bestehen, bezüglich deren eine Be- Die Firma habe den einheitlichen Lohntarif zuerst schriftlich anfind wir außer Stande, Eurer freundlichen Einladung zu folgen schränkung irgend welcher Art nicht stattfinden darf. erkannt; um so auffälliger fei ihr jetziges Verhalten. Bei der und Euch von hier unseren Vertreter zu senden. Der Reichstag Die Wahl wurde durch Attlamation vollzogen. Firma Voe und Schulze, Maurerstr. 26, sei es besonders der ZuDas Wahlergebniß war das folgende: schneider, der die Löhne herabzusetzen trachte. Ju der Diskussion behandelt in diesem Moment das Schutzgesetz der Arbeiter, und da in dieser Berathung. alle anderen Parteien des Reichs- Es wurden gewählt in den Ausschuß: Thieme( Töpfer) sprachen sich die Kollegen Schneeweiß und Wolf als Arbeiter der tages als gemeinsame Vertreter der Bourgeoisie uns mit 15 Stimmen, Reßler( Maurer) mit 16 Stimmen, 2eh Firma Sendte dahin aus, daß die angegebenen Misstände bei entgegenstehen, muß Jeder von muß Jeder von uns auf seinem Posten mann( Zimmerer) mit 16 Stimmen, Freiwaldt( Tapezirer) der Firma Sendke nur zum Theil vorhanden seien. Die Kollegen Unser Genosse 2. Jacoby ist beauftragt, uns mit 13 Stimmen, Schulz( Stuckateur) mit 17 Stimmen, Wer- Schulze und Bendig, die ebenfalls Arbeiter der Firma find, zu vertreten. Er wird Euch sagen, daß unsere Gefühle mit Guch nau( Bau- Arbeiter) mit 15 Stimmen, Hohlwegler( Maler) traten diesen Ausführungen entgegen und kritisirten aufs schärfste das Verhalten des Herrn Sendte. Kollege Jerwin führte aus, daß find, daß die deutsche Sozialdemokratie sich immer solidarisch und mit 12 Stimmen. den Arbeitern bei der Firma Sendte für fehlerhafte Köpfe 25 Pfg. Eins empfunden hat mit den Sozialisten aller anderen Länder, in Abzug gebracht würden. Dem Herrn Sendte fei daher gerathen baß seit Beginn der sozialen Bewegung der internationale Ge danke immer und überall unsere Handlungen mit beherrschte! hieme sprach Namens der Gewählten die Versicherung worden, lieber einen Knopfhandel zu eröffnen, welcher sich besser Die Völker sind für uns Brüder, und in dem Lande von Karl aus, daß der Ausschuß nach besten Kräften seine Schuldigkeit rentiren würde, als die Schneiderei. In gleicher Weise sprachen Mary mehr als anderswo ist zum Programm der Arbeiter- thun werde, daß er aber ebenso der thatkräftigsten Unterstützung sich die Kollegen Kroll und Zubjuhn aus. Der Kassirer Frize seitens der Gewerksgenossen bedürfe und eine solche erwarte. partei das große Wort geworden: verlas sodann die Abrechnung von 1. Quartal 1891. Ginnahme Proletarier aller Länder vereinigt Euch! s druckt und unter alle Gewerkschaften vertheilt werden. Die rebigirte Resolution wird in entsprechender Anzahl ge- 90 M., Ausgabe 82 M., bleibt Bestand 8 M., hierzu der alte Stdruckt Bestand von 15 M. macht 23 M. Beim Rendanten Schulze betrugen Laute Evviva- Rufe begrüßten die Verlesung. Die materielle Unterstützung des Ausschusses seitens der Bau- die Einnahme 85 M., die Ausgabe 76,41 M., bleibt Bejtand 8,59 M., Hierauf sprach der Spanier Francesco Fernandez, hierzu der alteBestand von 46,85 M., ergiebt einen Bestand von 55,44m. aus Barcelona, gestört durch zahlreiche Unterbrechungen des gewerkschaften wird in die Wege geleitet werden. Der Ausschuß wird demnächst eine Rundgebung im Vor- Die Revisoren bestätigten die Richtigkeit und die Rechnungen überwachenden Polizeibeamten. Nach ihm sprach der Advokat wärts" veröffentlichen. wurden dechargirt. Die Einnahme vom Stiftungsfest ergab Gori. Beide Redner traten entschieden für die Maifeier ein. 113,80 M., Ausgabe 96,40 m., bleibt ein Ueberschuß von 12,90 m. Der folgende Redner, der Arbeiter Chiesa, forderte zur Der Unterstütungsbund der Hausdiener Berlins hielt Bei der Fachschule betrug die Einnahme 285 M., Ausgabe Organisation auf. So wie der Vertreter Barcelonas sprach auch am 15. b. M. eine gut besuchte Versammlung im Osten ab, in 299,40 m., bleibt ein Defizit von 14,40 M. Der Vorsitzende Salliant aus Montferrat, der dann das Wort erhielt, vom welcher Genosse Lazarus das Referat über: Was will die machte zum Schluß noch bekannt, daß Herr Sendte erklärt hat, anarchistischen Standpunkte. Arbeiterschaft?" übernommen hatte. Redner fand lebhaften Bei- daß die Arbeiter, welche dem Militärschneider- Werein angehören, Unter stürmischen Zwischenfällen sprach noch eine größere fall. An der Diskussion betheiligte sich Kollege Dopatta. Nach nicht mehr beschäftigt werden. Schon haben zwei Maßregelungen Anzahl Redner, bis gegen 5 Uhr von den brei vorgeschlagenen einem kräftigen Schlußwort des Steferenten wurde folgende Refo- stattgefunden. Tagesordnungen der folgende Beschluß angenommen wurde: lution einstimmig angenommen: Die Wanderversammlung des bleiben. Der Ausschuß wird sich demnächst konstituiren. Hiermit war die Tagesordnung erledigt. " und Die internationale Versammlung für die Rechte des Volkes, Unterstützungsbundes der Hausdiener Berlins macht die Aus- Eine öffentliche Versammlung der Weber gehalten am 12. April zu Mailand, erklärt, daß die Arbeit alle führungen des Referenten zu den ihrigen und erachtet eine gute, Weberinnen tagte am Sonntag, den 12. d. M., unter Leitung ihre Rechte nur erlangen kann, wenn durch die bewußte geschlossene, zielbewußte und alle Kollegen in sich vereinigende des Kollegen Schuster. Zum ersten Punkt der Tagesordnung: Thatkraft der Arbeiter die Ausbeutung durch das Kapital Organisation als geeignet, als Mittel zur Erreichung der Be Bericht der Delegirten vom ersten deutschen Textilarbeiter- Rongreß aufhört, strebungen der zielbewußten Arbeiter zu gelten. Sierauf ließen erhielt Kollege Kohl das Wort und erstattete ausführlichen Bericht. daß die soziale Befreiung der Arbeiter darauf gerichtet sein sich 17 Kollegen in den Bund aufnehmen. Kollege Reßler theilte Er schloß mit dem Appell an die Versammelten, sich so viel wie muß, die Bergesellschaftlichung( Sozializzazione") der Reichthümer noch mit, daß nur noch ein Kollege frank ist, und machte noch möglich dem neugegründeten Verbande anzuschließen. An der wesentlich internationalen auf das Familienfest im Feenpalast und die Herrenpartie am Diskussion betheiligten sich die Kollegen Lehmann, Schuster, Kohl Charakter haben muß, und beschließt: daß mit allen ihren zufammenwirkenden Kräften und mit allen mög Die arbeitende Klaffe zu dem Biele zu organisiren, daß sie Bußtag aufmerksam. Sollege Freude theilte mit, bab am 1. Mai und Fräulein Scholz. Nachstehende Resolution wurde einstimmig eine öffentliche Versammlung im Feenpalast stattfindet. angenommen:" Die Versammlung der Weber und Weberinnen erklärt sich mit den Ausführungen des Delegirten einverstanden lichen Mitteln die radikale Erneuerung der Gesellschaft in ihren Der Verein Berliner Hausdiener hielt am 13. April cr. und verpflichtet sich, mit aller Kraft für eine starte Zeitökonomischen, politischen und moralischen Beziehungen sich er- feine dritte ordentliche Generalversammlung ab. Zunächst theilte tralisation einzutreten, sür zahlreiche Berbreitung obere. Für dieses Biel soll die Feier des 1. Mai als Bolts- der Vorsitzende mit, daß zwei Kollegen durch den Tod aus unserer des Fachorgans forgen zu wollen und für den Achtstundentag fundgebung gelten." Mitte geschieden seien, und die Kollegen ehrten das Andenken der zu agitiren. In Sachen ber Maifeier wurde folgende Resolution Es darf nicht übersehen werden, daß dieser Beschluß Verstorbenen durch Erheben von den Plägen. 36 Kollegen wurden angenommen: Die heutige Versammlung beschließt die Demonfür Italien viel unbefriedigender, weil vor Allem viel unflarer neu aufgenommen. Es folgte num der Vierteljahresbericht: das ftration zur Erreichung eines achtstündigen Arbeitstages am erscheinen muß als etwa für Deutschland. Kein Mensch vermag Vermögen des Vereins betrug am 1, Januar 1891: 4074,95 W., Sonntag, den 3. Mai, zu feiern; ferner einen Theil des Arbeits. in Italien klar zu sagen, was Sozialisation" bedeutet; und Einnahme im Vierteljahr 1407,55 W., ergiebt eine Gesammtsumme verdienstes am 1. Mai abzuliefern und zwar die Hälfte des Jeder macht sich eine andere ungeheuerliche Vorstellung von von 5482,50 M.; die Ausgabe beträgt 2886,08 M., mithin ver- Eingenommenen nach Hamburg an die Gewerkschaftskommission, diesem Begriff. Denn in den sogenannten gebildeten Klassen von bleibt ein Vermögen von 2596,42 M., und zwar in Papieren die andere Hälfte zur Agitation der Weber Berlins und Um ganz Italien verhält sich die Unwissenheit in sozialen Dingen zu 2400 M., Bestand 196,42 M.; es ist somit in diesem Bierteljahr gegend. Die Sammlungen sollen je nach Bedürfniß durch Kollegen der in Deutschland etwa wie egyptische Finsterniß zur ersten ein Defizit von 1478,53 m. zu verzeichnen. Unterstüßungen in den Fabriken besorgt werden.( Die einlaufenden Gelder sind wurden in diesem Bierteljahr gezahlt 680 M., darunter an an die Kollegen Schuster, Reimann und Petersdorf abzuliefern.) Dämmerung. " eine Die Mailänder Volksversammlung vom 12. April lieferte, laufenden in Krankheitsfällen an 26 Kollegen 555 M., an Extra Ferner wurde der Antrag angenommen, die Maifeier in Bernau wenn nichts anderes, doch ein Bild davon, wie es in ben Ge- Unterstützungen in 6 Fällen 95 M., nach Hamburg wurden gemeinsam mit den dortigen Kollegen zu begehen und dem Solmüthern Hunderttausender von Arbeitern in ganz Italien, von 30 M. gesandt. Die Sterbe- Unterstützungen betrugen 420 M. Der legen Gerbing die Arrangirung übertragen. Nachdem noch einige den Alpen bis zur Insel Sizilien, aussieht. Die Bersammlung Bericht vom Stellennachweis lautete folgendermaßen: Bu Stellen Angelegenheiten erledigt waren, schloß der Vorsitzende mit einem war oft wild und unruhig; das in Mailand erscheinende klerikale| meldeten sich 88 Kollegen. Siellen wurden 165 gemeldet, und Hoch auf die Textilarbeiter- Bewegung die Bersammlung. Eine öffentliche Versammlung der in Filzschuhfabriken der Filzschuharbeiter, welche durch Herrn Schmolling angeregt| betheiligten sich die Kollegen Rautenhaus und Warneke. Der beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen fand am 20. April worden, und an welcher sich die Herren Lange, Meier, Rassirer verlas den Kassenbericht vom IV. Quartal. Kollege unter dem Vorsitz des Herrn Opitz statt. Der Stadto. Gn adt Opit, Jeschke und Schröder betheiligt hatten, wurde be- Strocker als Revisor erklärte, daß alles in bester Ordnung gefunden hielt einen Vortrag über:„ Naturwissenschaft". An der Diskussion schlossen, die Agitations- Kommission zu beauftragen, auf die ist, worauf dem Kassirer von der Versammlung Entlastung ertheilt betheiligten sich die Herren 2ange und Schmolling. Nach Tagesordnung der nächsten öffentlichen Versammlung zu sehen: wurde. Eine scharfeKritik wurde dem, Komplott gegen die deutſcherdem Schlußwort des Referenten regte Herr Jeschte an, ob es Stellungnahme zur Lohnbewegung. Herr Opi wies noch beiterklasse" zu theil. Kollege Levit führte aus, daß auch er einer nicht rathsam sei, anstatt der Sammelmarken à 20 Pfg, folche mals auf den Beschluß der letzten Versammlung der Filzschuh- der Betroffenen ist und solch einen Uriasbrief in der Tasche hat. à 10 Pfg. auszugeben, um die Kollegen mehr zur Betheiligung arbeiter hin, den 1. Mai hochzuhalten und fordert die Kollegen Es sei ihm nicht möglich, in einer größeren Werkstatt zu an den Sammlungen dadurch vielleicht heranzuziehen. Hierzu auf, welche gewillt sind dies zu thun, sich den Genossen des arbeiten. Zu dem am 15. August in der neuen Welt stattsprachen noch die Kollegen Schmolling, Lange, Opig, sechsten Wahlkreises anzuschließen. Diese versammeln sich im Eis- findenden Stiftungsfest sämmtlicher Filialen Berlins wurden die Schröder, Valerius und Meier. Kollege Opis er feller und machen dann nach Plötzensee hinaus. Hierauf wurde Kollegen Arndt und Warneke ins Vergnügungskomitee gewählt. stattete zugleich Bericht über die Thätigkeit der Berliner Streit die Versammlung mit einem Hoch auf die internationale Arbeiter Kollege Rautenhaus theilte sodann mit, daß am Abend des 1. Mai Rontrollkommission. Es wurde beschlossen, die Sammlung in bewegung geschlossen. eine Versammlung mit Frauen in Reyer's Salon, Alte Jakobder Weise wie bisher fortzusehen, bis sich der Ausschuß straße 83, mit dementsprechender Tagesordnung stattfindet, nach der Berliner Streit Kontrollfommission endgiltig darüber klar Verein der Lackirer. In der Filiale IV der Vereinigung her geselliges Vergnügen. geworden ist, in welcher Weise in Zukunft Geldsammlungen der deutschen Maler, Lackirer, Anstreicher und verwandter Befür gewerkschaftliche Zwecke vorgenommen werden sollen. Nach rufsgenossen hielt am Montag, den 13. April Stadtverordneter längeren Diskussion über die Frage der diesjährigen Lohnbewegung Gnadt einen naturwissenschaftlichen Vortrag. An der Diskussion Mai- Feier des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises am Freitag, den I. Mai, Vorm. 10 Uhr, im Etablissement ,, Eiskellers, Chausseestr. 88. Große öffentl. Bolksversammlung mit einem dem Tage entsprechenden Thema. Nach der Versammlung: 333/5 Arbeiterfest im Moabiter Schüßenhause( Plößensee), verbunden mit Konzert und Tanz.( Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 30 Bf. nach, nicht, wie im Programm irrthümlich durch Druckfehler angegeben, 50 Pf. Entree frei. Zu diesem Arbeiterfest ladet alle Genossen und Genossinnen zu recht zahlreichem Besuch ein Das Komiter. Verein zur Wahrung der Interessen d. Klavierarbeiter und verwandter Berufsgenossen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Echte Rathenower Brillen Sonntag, den 10.Mai, unb Pince- nez nur mit prima Kriſtall- Gläsern von 1,50 Mark an. ( nicht den 26. April) Vorm. 10 Uhr, Feenpalast", Burgstraße,( Eingang St. Wolfgangstraße: Uebungsstunde fämmtl. zum Bunde gehörender Vereine. Es wird gebeten, die beiden Lieder, den Mahnruf", sowie Arbeiterlied" 105/8 bis dahin noch gut zu üben. Der Einberufer. Allgem. deutscher Sattlerverein ( Filiale Berlin). Versammlung Sonnabend, den 25. d. M., Ab. 8½ Uhr, bei Reyer, Alte Jakobstr. 83. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Wilh. Wach Sonntag, den 3. Mai ds. Js., in den gesammten Räumen der Gräfl. über:„ Die Entwickelung des Kapitals". Reischach'schen Brauerei in Stralau: Mai- Feier zu Gunsten des Achtstundentages. Festrede, gehalten vom Kollegen Rob. Schmidt. Großes Konzert, ausgeführt von nur Berufsmusikern unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Rob. Wcin. Unter geft. Mitwirkung der Gesangvereine ,, iederlunt" ,,, St. Urban" und ,, Norddeutsche Schleife"( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes) unter Leitung des Dirigenten van St. Urban" Herrn Otto Gutern. Aufführung der lebenden Bilder: Erinnerung an den 1. Mai 1890 und Erinnerung an die Arbeiterbewegung im Jahre 1890, dargestellt von Kollegen und Kolleginnen. Großer Ball u. Fadelpolonaise sämmtl. anwesender Kinder u.s. w. Entree an der Kasse 25 Pf. M Anfang präcise 4 Uhr. Eröffnung der Kaffeeküche um 2hr. Billets vorher à 20 Pf. find für Stralau Rummelsburg bei Herrn Dekonom Kalbhenn in der Brauerei, im Berlin bei sämmtlichen Borstandsmitgliedern, sowie im Restaurant Rohr, Naunynstr. 78, und in den mit Plakaten belegten Geschäften zu haben. Fest- Beitung vom„ Vorwärts", Fest- Zeitung vom Vorwärts", fowie Programme am Eingang gratis. zu recht zahlreichem Besuch ladet freundlichst ein Der Vorstand. Achtung! Putzer! 186/32 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen ersucht 264/6 Der Vorstand. NB. Sonntag, den 26. d. M., findet daselbst gemüthliches Brisammenfein statt. Rudolf Reinhardt, Linden Straße Nr. 94, neben der Markthalle. HE Sonntags geschlossen. I Gute und gesunde Lebensmittel zu billigen Preisen. Dubois& Co., Berlin C., Nene Friedrichstraße 79 vis à vis des Centralmarkt veranstalten täglich 605L Morgens 10 Uhr und Abends 5 Uhr Auctionen von Lebensmitteln in für einzelne Haushaltungen geeigneten Posten zu Engrospreisen. MACHT AT STARK GESCH Für Schuhwaarenhändler! 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Am Sonntag, den 26. b. M., findet Markgrafenstr. Nr. 8 eine ausserord. Generalversammlung Große öffentliche General- Versammlung des Vereins Berliner Stereotypeure und der Putzer Berlins und Umgegend am Sonntag, den 26. April, Vorm. 10% hr, Galvanoplastiker und deren Hilfsper fonals statt. Tagesordnung: Statutenberathung. in der Brauerei Königstadt, Schönhauser Allee 10-11. 417b Lages Ordnung: 1. Bericht des Delegirten vom Berliner Bauhandwerker Rongreß. V 2. Bericht der Kommission über die Statutenvorlage des geplanten Verbandes Der Vorstand. Bürstenmacher! deutscher Maurer ev. Wahl der Delegirten zum 8. deutschen Maurer- Kongreß. Unterstützungsver. d. Bürsten8. Verschiedenes. Bahlreiches Erscheinen erwünscht Der Einberufer. 402b nnd Pinselmacher Deuschl. Achtung! Maurer Berlins. Achtung! Sonntag, den 26. April, Vorm. 10% Uhr: Grosse öffentliche General- Versammlung ( Filiale Berlin). Sonntag, den 26. d. M., Vormittags 101/2 Uhr, Bergstr. 12: Ausserordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: der Maurer Berlins und Umgegendung vom ersten Quartal. 3. Wie 1. Entrichtung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Abrechverhalten wir uns zu einer außer 4. Wie feiern wir den 1. Mai? 5. Verin den ,, Armin- Hallen", Sommandantenstr. 20. ordentlichen Generalversammlung? Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Peus über: Welche Vortheile bietet der Tage- schiedenes. ohn gegenüber dem Akkordlohn?" 2. Diätenfrage der Delegirten des achten deutschen Maurer Rongresses. 3. Bericht der Delegirten von der Berliner Bauhandwerker- Konferenz. 4. Gewerkschaftliches. 234/20 120/8 Der Bevollmächtigte. Empfehle allen Arbeitern meinen Maurer Berlins! Erscheint Alle zu der hochwichtigen Tagesordnung, Saal denn nur durch ein festes Zusammenhalten werden wir unsere Lage verbessern. Der Einberufer: Karl Weiße, Tegelerstr. 27. au Bersammlungen und allen Festlichzu keiten. Vorwärts" und" ,, Boltsblatt für die Kreise Teltow, Beeskow u. f. w." liegt 615L Verein der Sattler und Fachgenossen. Carl Thiemig, Versammlung am Sonnabend, den 25. April, Abends Shr, in dem neuen Vereinslokal ,, Dresdener Garten", Dresdenerstr. 45, Ecke der Prinzenstraße( Inh. Bachmann). Zages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Christeller über: Qungen- Krankheiten". Besitzer des Restaurant, Aigners Söhe. Zehlendorf, atfenstraße 16. ante" in 5 Minuten zu erreichen. Oscar Arnold, Dresdenerstr. 116. Geschäftshaus S. Heine. Chauffeestraße 14 Die schönsten[ 588L Kinder- Kleider für Mädchen jeden Alters, sowie Morgenröde, Unterröde, Trikottaillen u. Blousen auch im Einzelverkauf sehr billig! Massbestellungen u. Reparaturen werden prompt erledigt! Chausseestraße 14 Geschäftshaus S. Heine. Möbel, Spiegel und Polsterwaaren. Ganze Ausstattungen empfiehlt Moritz Gläser, 614 L 167. Reichenbergerstr. 167. 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