Nr. 160. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei tn's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Infertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. Inserate für die nichste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition fit an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonns und Festtagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508, Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin, Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 13. Juli 1894. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. 2 Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Die Krise in Bulgarien." Sofia, den 26. Juni. Radoslowow wurde die Wahl des Prinzen Ferdinand vorgenommen. Die Zeit unter diesem Kabinet war die bewegteste unserer politischen Geschichte seit 1873. Unter dem Ministerium Radoslowow rebellirten die Garnisonen von Rustschuk und Silistria gegen die Regierung und zu gunsten Rußlands. Und wenn man im allgemeinen von Verdiensten" um das Vaterland reden will, dann wäre es Ra do slowow, an den wir Bul garen in erster Linie zu denken hätten. Aber es ist eben bei " " Voltes. Rußland zog feine Dffiziere aus unserer Armee zurück- ernannt, eins der Mitglieder der gegenwärtigen Regierung. Er und alle höheren Difiziere vom Major bis zum General waren Russen. blieb ein Jahr lang in der Regierung. Unter dem Kabinet Die Absicht der russischen Regierung war klar: die bulgarische Die westeuropäischen Zeitungen haben über den Sturz Armee sollte führerlos sein und in dem bevorstehenden Kriege Stambulow's und über die Ursachen und Folgen dieses Er sicherer Niederlage überliefert werden. Auf der einen Seite eignisses die widersprechendsten und unrichtigsten Nachrichten hette Neli dow, der russische Gesandte in Konstantinopel, den gebracht. Sultan gegen das Fürstenthum, welches gewagt hatte, den Ber: Man glaubt allgemein, daß der Sturz unseres Bismarck liner Vertrag zu zerreißen, und flößte ihm gleichzeitig Besorgnisse auf Palast- Intriguen und den persönlichen Willen unseres ein in betreff der Rechte, die der Türkei durch diesen Vertrag Fürsten zurückzuführen sei; und vielfach wird angenommen, Bul- gesichert waren; auf der anderen Seite hetzte die öfterreichischgarien werde durch den Verlust eines Mannes, der so große Ver- ungarische Diplomatie die serbische Regierung gegen Bulgarien, uns wie überall sonft: nicht die Führer" find es, die alles ges dienste um das Land gehabt habe, schwer geschädigt werden. das den status quo der Ballan- Halbinsel zu brechen gewagt macht haben, sondern es ist das Bolt in seiner Masse, das Einige Blätter sehen bereits Bulgarien wieder unter der Herr- batte. Bald waren wir zwischen zwei Feuer gestellt: im namenlose Volt! In Rustschut wie in Silistria waren es schaft des russischen Einflusses; und man findet eine Bestätigung Süden die türkischen Bataillone, im Westen die einfache Bürger, die seit dem serbischen Kriege in der Freilassung des Bischofs Element, des Metropoliten serbischen, beide bereit, in Bulgarien einzufallen. Vom von 1885 noch bewaffnete und organisirte Miliz, die von Tirnowo eines Mannes, der allerdings panslavistischen ganzen zivilifirten" Europa verlassen( nur das eng- den verrätherischen Offizieren sich entgegenstelite. Diese 3deen huldigteren er angeklagt, und aber ganz unschuldig ist an den lische Kabinet unter Lord Salisbury war uns freund Miliz ist seitdem von Stambulow unterdrückt Verbrechen, um derentwillen licher gesinnt), bot das bulgarische Volk der europäischen worden! Stambulom tam im Jahre 1887, nach der kurzen er zu Deportation auf Lebenszeit verurtheilt ward. Die Frei- Diplomatie Troß und ging fest auf sein Ziel los. Dauer des Kabinets Stoilow, an die Regierung. Und lassung dieses Mannes soll eine Schwenkung der bulgarischen Das Weitere kennen Sie. Der Held von Monaco und Monte man merke es wohl!- wie das erste Mal ist es Battenberg, Politik nach russischer Seite hin bedeuten. Allein man vergißt, Carlo, Milan, der Dirnenfürst( der serbische Napoleon III) der ihn zum Regenten ernennt, während Ferdinand ihn zum daß die Freilassung Clement's von Stambulom selbst mußte fapituliren. Damals, in der wahrhaft kritischen Zeit für Minister macht. Er ist nicht ein einziges Mal durch angeordnet worden ist, und zwar zwei Tage, ehe er seine Ent- unsere nationale Existenz, stand for a welow an der Spize das Vertrauen des Volks an die Regierung ge laffung einreichte: Ich erwähne dieser Thatsache nur, um Ihnen der Regierung: der spätere Gefangene der Tschernata tommen. Stambulow ist ein politischer Eindrings an einem Beispiel zu zeigen, wie schlecht unterrichtet die west Dsch a mia( der schwarzen Moschee", des Zentralgefängnisses ling( intrus). Während seiner ganzen Regierung, von 1887 europäischen Zeitungen über unsere Angelegenheiten sind. von Sofia). Aus jener Zeit weiß man von dem großen an bis in die letzten Tage, haben wir in Bulgarien keine Sprechen wir nun zunächst von den sogenannten„ großen Patrioten Stambulow nur eins: als das ganze Volk, Arbeiter, Wahlen zum gefeggebenden Körper gehabt, Verdiensten" Stambulow's um Bulgarien. Bauern, Bürger, Studenten, Schüler, Profefforen, in den Kampf sondern blos eine Reihe von Polizeikomödien. Der entscheidende Kampf des bulgarischen Volks gegen gogen für ihre politische Freiheit, desertirte Stambulow Unter Stambulow's Regierung war nur ein einziges das russische Zarenthum begann im Jahre 1885. Der russen- von der Armee. Alles war entrüstet, alle Welt standalisirte Komplott, das von Paniga, russische Arbeit. feindliche Geist der Bulgaren hatte sich jedoch schon sich über die schmähliche Feigheit, mit der er sich Die Ermordung Beltschew's, die Ermordung 1881 gezeigt, als der Battenberger Prinz auf Anftachlung des feinen militärischen Pflichten entzog. Das war Vulkowitsch's und die neuerliche Verschwörung Tyrannen von der Newa die Verfassung zeitweilig das erste Verdienst" Stambulow's uin Bulgarien. Luka Iwanow's find Stambulow's eigenes aufhob. Der Prinz stieß auf solchen Widerstand, daß er mit der russischen Diplomatie brechen und die Verfassung wieder herstellen mußte. " 1 Am. 9./21. August 1886 wurde Battenberg entthront( ich Wert. In Bulgarien giebt es niemand,- einzig die brauche Ihnen nicht zu sagen, daß dies das Werk Ruß- Polizei ausgenommen der das nicht dächte und auch auslands war). Die provisorische Regierung in Sofia: Tzan- spräche. Stambulow fat.izirte Attentate und Verschwörungen Sie werden sich erinnern, daß 1885 das alte Ost- Rumelien tow, Clement u. f. w. lud Stambulow ein, in das gewerbsmäßig, denn sonst hätte er sich teine zwei ( eine selbständige bulgarische Provinz unter der Oberherrschaft Ministerium einzutreten. Er, der große Russenfresser", Lage in der Regierung gehalten; und zu regieren, des Sultans) sich mit dem Fürstenthum Bulgarien vereinigte. stimmte fofort zu, und war schon im Begriff, nach Sofia die Macht zu haben, war von frühester Jugend sein Traum. Die drei gefrönten Machthaber von Europa: Alexander Ill., abzureisen er war gerade in Tirnowo als das Volk Betrachten wir nun sein politisches System. Ich glaube, Wilhelm I. und Franz Josef erklärten sich auf der Konferenz und die Besagungen von Plowdir( Philippopel) und wir brauchen Ihnen nicht zu sagen, Sie wissen es besser als von Stierniewice gegen die fühne That des bulgarischen Warna eine Kontrerevolution zu Gunsten Batten wir was eine reaktionäre Regierung ist. Wohlan, Stambulow berg's machten. Und nun schwentte Stambu! ow, der war ein Reaktionär im vollsten Sinne des Worts. *) Obige Korrespondenz tommt aus dem Lager der bulga- gefchickte Seiltänzer, plöblich um: er stellte sich an die Sieben Jahre lang war Bulgarien nicht nach der Vers rischen Sozialisten. Es versteht sich von selbst, daß wir- ebenso Spitze der Garnison von Tirnowo, trat mit Warna und fassung regiert, sondern nach der innersten Uebers wenig wie der Verfasser es beabsichtigt hat irgendwie für die Philippopel in Verbindung und erklärte sich gegen die zeugung"( conviction intime) feine eigenen Worte jetzige Regierung Bulgariens Partei ergreifen fönnen, die mit provisorische Regierung. Battenberg fehrte nach Bulgarien zurück. Stambulow's. Die Polizei war das Alpha und Omega feines denselben Mitteln arbeitet wie Stambulow. Siehe die neuesten Unter den Regenten, die er ernannte, war Stambulow; Systems. Die Polizei organisirte die Wahlen, die Wahlen. Red. d.„ V." und zum vorsißenden Minister wurde Radoslowow blos pro forma waren; die Polizei verhaftete und richtete die Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. Behntes Rapitel. rade hatte in ihrem männlichen Geiste mit überraschendem seinen Zweck, und die kräftige Wallrade hatte die Genugs Scharfblick den Standpunkt erfaßt, von welchem sie ohne thuung, bald den Erfolg zu beobachten. Bechtram, sein weitere Demüthigung in das Gewühl um sie her hernieder- Weib und seine Gesellen, rauhe Menschen, wie das wilde sehen konnte. So finster es auch in ihrem Innern wogte, Leben in Fehde, Forst und abgeschiedener Veste sie zu ges 85 so heiter und glatt hatte sie die Stirne gelegt. Nicht stalten pflegt, hätten die stillduldende Sanftmuth einer Undie Gefangene schien sie zu sein, preisgegeben der harten glücklichen unerbittlich zu Boden getreten; aber der unduldWillkür räuberischer Wächter; eine Fürstin vielmehr, fame Troß, die fecke Widerspenstigkeit und Spottsucht die sich es gefallen läßt, auf furze Zeit von dem Gipfel Wallradens erschienen den Harten als Eigenschaften eines ihrer Größe ins gemeinere Leben herniederzufteigen, und besseren Schicksals, wie einer günstigern Behandlung würdig. durch ihre Gegenwart das Haus eines ihrer ärmeren Bechtram lächelte, wenn das Fräulein ihn einen grauen Vasallen zu beglücken. Den Zwang, der sie drückte, wußte sie Taugenichts, seine Beste ein Raubnest schalt. Else duldete " Komm, Alte, komm, erzähle uns ein unvermerkt in den Hintergrund zu drängen, und zu ihrem scherzend den Spott, welchen die gezwungene Gastfreundin Märlein!" Gern, liebe Püppchen, werdet Diener zu machen, daß es den Auschein hatte, als sei jede über ihre unschmackhafte Küche aussprudelte. Der wilde Ihr aber auch das Grausen vertragen fönnen? Wer fein gut Gewissen hat, Beschränkung ihre freie Wahl. Sie sah auf den Lippen Hornberger gerieth in Entzücken, sah er Wallraden auf dem seße sich vor die Thüre, und bete oder der Stirne ihrer Hüter feinen Befehl, keinen Wunsch Rücken seines Gauls, dessen Roller sie mit aller Kraft indeffen ein Baterunjer! schweben, den sie nicht plötzlich errathen, und zu ihrem eigenen eines Mannes im wenig geräumigen Zwinger bändigte. Kindermärchen. Willen gemacht, ihn also geäußert hätte. Sie vermochte Der schielende Doring, der wüste Reifenberger, der dicke Das Schloß Neufalkenstein, der Sitz des Ritters es über sich, dem ganzen Abenteuer eine scherzhafte Seite Henne von Wiede Bechtram's Gefährten so wie der Bechtram von Bilbel, hatte seit langem nicht so viel Ge- abzugewinnen, und dann und wann mit feinem Spott ab und zufahrende Eppsteiner bemühten sich um die Wette, plauder und Gelärm in seinen Mauern gefaßt, als seit ihre Umgebung merken zu lassen, daß der ganze Vor- das in Haft liegende Fräulein durch kurzweilig Gesprächsel der Zeit, da der Graf von Montfort dem Besizer einen fall ihr nichts weniger als wichtig erscheine, sondern im zu vergnügen, oder durch ein Spiel im Brette, oder durch Besuch abgestattet, und demselben aufgetragen hatte, das Gegentheile furzweilig und ergöglich, da er über Kurz oder ein vom Zuge mitgebrachtes Geschenk. Der Leuenberger schöne Fräulein von Baldergrün von der Heerstraße weg- Lang dennoch ein für sie erwünschtes Ende nehmen werde. legte nach und nach, von Stunde zu Stunde, mehr von zufangen, zum schuldigen Dank für manche Unbill, die der Mit verächtlicher Kälte hatte sie ihre Kleinodien und ihre der Schroffheit ab, die er gegen seine Stiefnichte geäußert Graf zur Zeit, da er um das Edelfräulein warb, hatte Baarschaft den Räubern hingegeben, mit unbefangener Ruhe hatte, und wandelte sein Betragen in eine gewisse tölpische ertragen müssen. Dem in dergleichen Aufträgen geübten hatte sie es mit angesehen, da Frau Else, Bechtram's Haus- Höflichkeit und Augendienerei um, die von Wallraden nicht Bechtram, welcher, nachdem er lange Jahre hindurch der wirthin, ihre breitschulterige, unangenehme Gestalt mit diesen unbemerkt, so wie von allen Uebrigen nicht ungeneckt blieb. Hauptmann der Reichsstadt Frankfurt in Ehren und Frieden Kostbarkeiten geschmückt, und sich ihr also geputzt wie in Die Base Petronella endlich, verblüfft von dem ungewesen, vorgezogen hatte, das unedlere Gewerbe der Wege- höhnendem Scherz vorgestellt hatte. Den derben Uebermuth gezwungenen und freien Benehmen Wallradens, hatte so lagerei wieder zu ergreifen, war des Grafen von Montfort des Burgherrn und seiner Freunde vergalt sie ebenso mit ziemlich ihre beißende Zunge zur Ruhe verwiesen, und Aufgabe über alle Maßen trefflich gelungen, und die Beute unempfindlicher Derbheit, des Leuenbergers und Petronellens ihren gewöhnlichen Standpunkt eingenommen; nämlich den richtig geworden. Ein solcher Fang warf zu viel an Ge- schadenfrohen Spott mit schalthaften Antworten, die die einer Zeitvertreiberin, weil ihre Märlein und Schnurren winn ab, und war überhaupt so selten in der Rechnung Lacher auf ihre Seite brachten, und stand im ganzen ge- weit und breit in den adligen Genoffamen der Gegend der Herren vom Stegreif, als daß sich die letzteren nicht nommen ba, nicht wie ein eingekerkert schwaches Weib, guten Klang und Ruf hatten. Frau Else liebte das Erhätten etwas zu gute thun sollen. Bechtram mit seinen sondern wie ein zu Schutz und Truz gerüsteter Kämpfer, zählen im traulichen Kreise, und Wallrade forderte oft selbst Genossen bankettirte Tag aus Tag ein, was doch sonst der keine Blöße giebt, ohne die des Gegners zugleich zu die Muhme dazu auf, wenn sie den Zudringlichkeiten des seine Sache nicht war; seine Hausfrau hatte alle Hände treffen.- Je unerwarteter dieses Benehmen den Jusassen Leuenbergers ein Ende machen wollte. War die Alte dann vollauf zu thun, um ihre Gäste zu bewirthen, und Wall- und Gästen Neufalkensteins war, je weniger verfehlte es im Buge, so entfernte sich Diethers Tochter gewöhn Bürger. TP.e Rechte der Presse und daS Versammlungsrecht u>arcn u»le. drückt. Statt des Gesetzes: Willkür. Willkür. Willkür. Äbends geht' man nach Haus, am Morgen ist man verschwunden. Und wehe dem, der nach uns sucht— in den Höhlen der Polizei. im Hospital, auf dem Kirchhof!-- Das Spionenwesen war die vornehmst« Staatseinrichtung, das Ministerium des Innern ein Bordell, das Ministerium der Finanzen eine Spielhölle. Niemand war für Stambulow. Alles war gegen ihn. mit Aus- »ahme der Beamten, der Polizei und einiger Unternehmer und Spekulanten. Die Arbeiterklasse haßte ihn— daS versteht sich von selbst. Das kleine und mittlere Bürgerthum war gegen ihn, denn mit den Arbeitern zusammen hatte es die ganze Staatslast zu tragen. DaS Budget schwoll unter Stambulow lawinenartig an; von 46 Millionen im Jahr 1386 war es 1894 auf 110 Millionen gestiegen— eine Vermehrung um 126 pCt.— und mit einem D e f i z i t von über 20 Millionen. Auch die große Bourgeoisie wollte nichts von ihm wissen, weil er auf industriellem Gebiete die korrupteste Gaunerwirthschaft einführte. Wer keine Trink- gelber gab, erhielt keine Konzession, keine Lieferung. In einem Wort: daS Volk verabscheute und haßte ihn. Das konnte nicht lange dauern, um so weniger, als wir vorher bessere und viel liberalere Regierungen gehabt haben. Schon seit anderthalb Jahren hat der Kampf zwischen Stambulow und dem bulgarischen Volk— dem gesammten Volk! — einen akuten(scharfen) Charakter angenommen, und nament- lich in den letzten Monaten spitzten die Gegensätze sich zu. Stambulow gebrauchte alle Mittel der Reaktion: tägliche Pro- zesse gegen die sozialistische und bürgerliche Oppositionspresse, Dragonaden(wie in Sabina), Metzeleien wie in P o p o w o, Razgrad, Tatar-Pazardschik). Es war, wie Sie im .Vorwärts" schrieben, eine Rückkehr in die Zeiten der„ b u l g a r i- scheu Greuel", die vor 18 Jahren Europa mit Schauder erfüllten. Jene Metzeleien von 1676 riefen den Aufstand hervor, der im Mai 1876 in Bulgarien losbrach und nicht das Werk Rußlands war. Denn alle Revolutionäre von damals— R a k o w s k i. Lewski, Karawelow(der Bruder des früheren Ministers), B o t i o w, jetzt sämmtlich todt, am Galgen. im Kampf, im Exil gestorben— sie waren alle erbitterte Feinde des Ruffenthums und der russischen Politik. Ich habe gesagt, daß Stambulow alle Mittel der Reaktion angewandt hat; eS ist ihm jedoch nicht gelungen, den Freiheitsgeist des Volkes zu unterdrücken. Kein Mensch ist im Stande, eine Bewegung zu unterdrücken, die im Herzen und Kopfe des Volkes steckt. Man muß das beschränkte Hirn eines Stambulow, Bis- marck u. s. w. haben. um solches glauben zu können. Wir, die bulgarischen Sozialisten, haben in den Kämpfen gegen das Stambulow'sche Regiment den Vorkamps geführt, wir haben die meisten Opfer aufzuweisen. Während der Abwesenheit deZ Fürsten, der Anfangs Mai nach Koburg gegangen war, schlug Stambulow als Regent dem Ministerrath folgende Maßregeln vor: Verhängung des Kriegs-(Belagerungs-) ZustandeS über ganz Bulgarien oder wenigstens die oppositionellsten Departements (Razgrad, Schumla, Tatar-Pazardschik u. f. w); Unterdrückung der sozialistischen und bürgerlichen Opposttionspresfe; Einführung der Zensur; Auflösung aller sozialistischen Vereine und Arbeiterorganisationen; Schließung der Hochschule, wenigstens der juristischen Fakultät, in der die sozialistischen und oppositionellen Elemente besonders stark vertreten sind. Der Kriegsminister Petrow(der auch im gegenwärtigen Kabinet Kriegsminister ist) erttärte sich entschieden gegen den Belagerungszustand. und am I7./29. Mai schickte Stambulow dem Fürsten, der schon aus der Rückreise nach Bulgarien war, seine Entlassung. Ter Fürst erhielt daS Entlassungsgesuch auf dem Bahnhof in Pest. Man darf aber nicht glauben, daß Stambulow seine Entlassung endgrltig gegeben habe. Rein, er handelte so wie schon früher: er stellte dem Fürsten die Wahl, seine Entlassung anzunehmen, oder die von ihm vorgeschlagenen Maßregeln zu bestätigen. Um den Fürsten einzuschüchtern, sandte er an alle P r ä s e k t e n eine Zirkulardepesche, in der sie aufgefordert würden, Sympathie-Versammlungeu für Stambulow abzuhalten und zu veranstalten. Doch das war nicht Alles. Fünf Tage, ehe er seine Entlassung einreichte, ließ Stam- bulow in Sofia unter die Geheimpolizisten, die Feuerwehrleute und sonstigen Beamten der Stadt, uud unter die„Tztganas"(Zigeuner), welche in der Partei des Herrn Stambulow das thätigsle Element sind, viertausend Revolver austheilen; und der Generalsekretär des Ministeriums des Innern, Kunow, schickte gleichzeitig von Wien, wohin er in außerordentlicher Sendung gegangen war, zwölf Kisten mit Dynamitpatronen nach Sofia. Kein Zweifel, Stambulow plante ein „Attentat" gegen den Fürsten und gegen sich selbst, wie er das schon so häufig gethan hatte; diese That- fachen sind absolut authentisch. Als der Fürst in Sofia angekommen war, wiederholte Stambulow seinen Vorschlag und setzte dem Fürsten die Pistole auf die Brust: Entlassung oder Ratifikation des Belagerungszustands. lich unvermerkt, und erklimmte den Wartturm, wo sie sich zwischen den mächtigen Zinnen niederließ auf die Steinbank, in die weite Luft hinausstarrte, und ihren stürmischen, mit übermenschlicher Kraft zurückgepreßten Gefühlen den Lauf ließ. Der Turmwächter, der seiner tauben Ohren halber aus den Reihen der reisigen Knechte in die Höhe verwiesen worden war, wo seine scharfen Augen noch gute Dienste zu leisten vermochten, saß dann gewöhnlich vor der Oeffuuug, die auf des Thurmes Platte seinem elenden Schlafwinkel als Thüre und Fenster diente, uud schneiderte an den Kleidern der Burgleute, oder kämmte seinen Hund, und begriff nicht, wie sich das schöne gefangene Fräulein so ganz allein zu unterhalten vermöge aus der einsamen Warte. Wallrade legte aber die glühende Stirne an die kalten Steine, und blickte hinaus gen Frankfurt, von wannen immer noch kein Retter nahen wollte. Immer noch war es ihr noch nicht gelungen, eine Botschaft an den Vater zu senden; von Tag zu Tag verzögerte sich ihre Befreiung. Unwillig klagte sie den Himmel an, daß er sie, gleich wie auf einem Siegerzuge, aufgehalten, während sie im Bwnff gestanden, des Unfriedens und der Zwietracht höchstes Maß über das Haupt oes Vaters und der Stiefmutter auszu- gießen. Unwillig fragte sie die Vorsehung, wie lange sie noch hier zu verharren habe in einem Zwang des Willens und der Empfindung, der ihr ans innerste Leben zu greifen begann, trotz Verstellung und Standhastigkeit. Zagend und zürnend zugleich gedachte sie des Augenblicks in welchem der Gras von Montsort,— dessen Znthun bei der ver- wünschten Begebenheit sie leicht errieth, wenngleich Bechtram seinen Namen nicht auszusprechen wagte,— auf der Beste erscheinen und seine Gegenwart, die durch seine Unritter- lichkeit Gefangene am tiefsten demüthigen würde. Allein, wie sehr sie auch klagte, zürnte und zagte, der Zeitpunkt ihrer Erlösung lag immer noch ferne, denn ein geheimniß- voller Schleier bedeckte vor jedem fremden Auge die auf Neufalkenstein verwahrte Beute.— Der Aufenthalt der von Gelnhausen geladenen Gäste hatte bereits mehrere Tage gedauert, und Wallrade, von trüben Gedanken in ihrer engen Kammer gepeinigt, war gerade nach dem Imbiß zu dem Wartthnrm emporgestiegen, um die laue Frühlings- tust iil ihrer klaren Reinheit zu trinken, uud ruhiger zu werden. Der Weg, welcher unfern der Beste vorüberlief, war leer und öde wie immer, seitdem die Nachbarschaft Prinz Ferdinand, der seit längerer Zeit nach einem Anlaß, sich Stambulow's zu entledigen, gesucht hatte, nahm die Entlassung Stambulow's an. was er um so leichter konnte, als er der Unterstützung des Kriegsministers Petrow und der Armee sicher war. Die von Stambulow mit Hilfe der Polizei bewaffnete und organisirte Bande machte eine Demonstration zu Gunsten Stam- bulow's; das Volk, in Massen auf der Straße versammelt, machte eine Gegendemonstration. Tausende von Arbeitern, Bürgern und Studenten antworteten mit dem zornigen Ruf: „Nieder mit Stambulow! Nieder mit dem H—kerl(forni- cateur)! Es lebe die Freiheit! Nieder mit oem Tyrann!" Die Polizei griff das Volk an; viele wurden verwundet, jedoch niemand getödtet, zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Allein die Stambulow-Kundgebung war vereitelt. Die Bande zog, von der Polizei beschützt, nach dem Hause des„Tyrannen", der eine Ansprache hielt. Volksmassen drängten nach; sie wollten auch die Rede hören. Aber die Polizei und Militär sperrten das Haus ab. Wäre das nicht geschehen, so wäre Stambulow gelyncht worden, wie mancher seiner üldjutanten, wie der Vizepräsident der Nationalversammlung M i l e w, wie der Ober- Staatsanwalt Dramow, wie so viele andere. Am 19./30. Mai nahmen die Demonstrationen gegen Stam- bulow an Stärke und Zahl zu; das Volk fürchtete die Rückkehr des„Tyrannen" und„H— kerls" an die Gewalt, denn das neue Ministerium war noch nicht gebildet. Der zweite Tag verlief in Kämpfen zwischen dem Volk und der Polizei— die Stambulow'sche Bande war verschwunden. Das Volk stürmte nach den ver- schiedenen Polizei- Depots und verlangte die Freilassung der zahlreichen Verhafteten. Die Polizei mußte auch nachgeben. Hierauf forderte das Volk die Auflösung der Stam- bulow'fchen Polizei, und deren vorläufige Ersetzung durch die Armee. Auch das wurde bewilligt. Während des zweiten Tags wurde der Polizeipräfekt L u k a n o w, trotz seiner Eskorte von Gendarmen, gelyncht: das Schien- dein wurde ihm zerbrochen, und wären nicht Soldaten dazwischen getreten, so hätte die ergrimmte Menge ihn getödtet. Das nämliche Schicksal hatte Jordanow, der Unter-Polizeipräsekt, und eine Anzahl von Polizeikommissaren. Mit den Spionen war man gnädiger.„Bist Du Spitzel?" „Nein, meine Brüder!"„Aber wir kennen Dich doch. Du bist der und der."„Ja, der bin ich, aber ich war Spitzel nur, weil ich nichts anderes zum Leben hatte. Jetzt bin ich es nicht mehr." „Gut, dann rufe: Nieder mit dem Tyrann! Nieder mit dem H—kerl!" Und der Spion brüllte, so laut er konnte. Das Volk lachte, nahm ihm den Revolver ab und ließ ihn von Sol- baten verhaften. Diese Szene spielte sich Dutzende Male ab. In der ganzen Stadt ertönten Rufe gegen Stambulow, sein Bild wurde verbrannt; von der Straße, die er nach sich benannt hatte, wurden die Tafeln abgerissen, und seine Büste im Stadtgarten wurde zertrümmert. Am Abend war die Bildung des neuen KabinetS schon be- kannt. Volksmassen eilten vor das HauS S t o i l o w' S, und in die Hochrufe mischte sich der Warnungsruf:„Nimm Dir ein Exempel an Deinen, Vorgänger! DaS gleiche Laos wird jeden Tyrannen treffen!" Stotlow ver- sprach, die Verfassung und alle Freiheiten der Bürger wieder- herzustellen. Tie ersten Handlungen des neuen Ministeriums waren: die Freilassung aller gefangenen Journalisten, einiger politischen Gefangenen ans dem Beltscheff- Prozeß und aller „Jnternirten". Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß die, auch vom„Vorwärts" erwähnte Nachricht, das neue Ministerium habe den Depeschenverkehr mit dem Ausland unter Zensur gestellt, jeder Begründung entbehrt. Die westeuropäischen Zeitungen sprechen viel von der Rolle, welche die Studenten in den jüngsten Ereignissen gespielt haben. Ja, die Studenten haben bei den Demonstrationen gegen Stambulow eine Rolle gespielt, aber nicht die leitende. Sie zählen 500 Mann und die Zahl der Demonstranten belief sich auf mindestens 10 000. Man spricht auch von der Rolle der Sozialisten. Die „Swoboda", das Organ des gefallenen Ministers, sagt; „Die S o z i a l i st e n haben das jetzige Ministerium an die Gewalt gebracht." Und das Blatt erzählt, die Sozialisten hätten die Demonstrationen gegen Slam- bulow organistrt und gerufen:„Nieder mit Stambulow! Nieder mil dem Fürsten!" Letzteres ist gelogen— in welcher Absicht, das leuchtet ein. Die Sozialisten sind keine Freunde des Fürsten, aber sie hatten auch keine» Grund, in diesem Augenblick gegen ihn vorzugehen. Wahr ist, daß unsere Genossen bei den Vorgängen � tüchtig mitgewirkt haben; die meisten Verwundeten sind Mirglieder unserer Partei. Mit Stambulow sind wir fertig; er hat jeden Boden im Volk verloren und wird nie an die Gewalt zurück- ehren. Ich sage von ihm, was G u e s d e von C o n st a n s kgesagt hat: er ist ein Leichnam. Kein Zweifel, unsere Bourgeoisie wird sich gelegentlich einen„Retter" suchen, aber es wird ein anderer sein, als Stambulow. von Bechtrams neuen Unternehmungen vernommen hatte. Ein frischer Luftstrom erquickte aber Auge und Stirn der Gefangenen, und ihr Blick schweifte kühn über die Höhen und Ebenen, über Gewässer und düstere Tannenwipfel und senkte sich tief in das Innere der kleinen, zu ihren Füßen liegenden Beste. Ihr Herz ergrimmte auf's neue, da sie jetzt erst wahrnahm, wie gering und unbedeutend der Kerker war, der sie einschloß. Der, an und für sich nicht sehr er- giebige Raum war von dem Erbauer haushälterisch bentttzt worden. Ein tiefer Graben umschloß die unregelmäßig gebaute Beste, deren Eingang ein schmales Thor, blos für einen Mann zu Pferde breit und hoch genug bildete. Zug- brücke und Pforte verschloß diesen Eingang beständig, wie eine von aller Welt abgeschnittene Klause. Hinter den dicken, am Graben emporragenden Mauern schlängelte sich der enge Zwinger, in welchem Knechte, Pferde und Hunde, sammt dem geraubten Zug- und Melkvieh ihre Hütten und Ställe fanden. Eine elende Waffenschmiede, in welcher die aus Raubzügen zerhackten Blechhauben und Drahtwämser nothwendig zusammengeflickt wurden, streckte hier ihren rauchenden Schlot. Dicht daneben hatten die Burgleute zu ihrem Vergnügen eine bald zum Armbrustschießen, bald zum Kegelschieben benützte Bahn angelegt; der einzige Fleck, auf welchem allenfalls ein Roß zugeritten werden konnte. Wer aus diesem Zwinger in das Innerste dringen wollte, mußte durch ein niederes, von schwerem eichenen Gegatter fest verschlossenes Pförtlein kriechen, hinter welchem der enge finstere Hof das Wohngebäude des Herrn einfaßte, zu dessen, ungefähr acht bis nenn Schuhe von dem Boden erhöhten Schwelle eine in Klammern gehängte Holztreppe führte, die im Nothfall weggenommen werden konnte, um einem Feinde oder einem Räuber den Eingang zu den Schätzen und Vorräthen des Hauses unmöglich zu machen oder mindestens zu erschweren. In dem Hofraum schnatterte und lärmte des Federviehs bedeutende Menge, rauchte der Ofen, in welchem die thätige Hausfrau das Brot be- reitete, umfangen von hohem, rußigem Geniäuer, das in die Fensteröffnungen des Erdgeschosses der Burg nur den bleichsten Strahl des Tages eindringen ließ. Und dennoch waren hier die Räume, in welchen die Geschäfte der Wirth- schast, nnd des Hanswesensjverrichtet werden mußten. (Fortsetzung folgt.) Dieser war nicht der Vertreter einer Klasse, sondern der Haupt. mann einer Räuber- und Diebesbande, mit der keine Klasse etwas zu thun haben will. Für unsere Partei find die Kämpfe natürlich nicht beendet. Allein wir haben einen tüchtigen Schritt vorwärts gemacht. Wir haben unseren Wirkungskreis erweitert, und werden jetzt alle Kraft darauf verwenden, unsere Ideen unter dem Volk zu ver- breiten, die Arbeiterklasse zu organisiren, und die unseren Ideen sehr empfänglichen Kleinbauern und Kleinbürger für den Sozia- lismus zu gewinnen. �lilss. Voliktsthe Molrevstlszt. Berlin, den 12. Juli. Ter BundeSrath beschloß in seiner heutigen Sitzung, der Resolution des Reichstages, betr. die Ei s e n b a h n- Freifahrkarten der Reichstags-Mitglieder keine Folge zu geben; dem Ausschußantrage zu der Vorlage vom 22. Juni 1894, betr. die Verlegung der Zoll- grenze bei Cuxhaven wurde die Zustimmung ertheilt. Auslieferungsvertrag und Handelsbeziehungen mit Spanien. Spanien will mit Deutschland einen neuen Auslieferungsvertrag abschließen, wonach Deserteure der Kriegsmarine künftighin ausgeliefert werden sollen. Dieser im Geiste des deutschen Militarismus gemachte Vorschlag Spaniens soll in deutschen Bundesrathskreisen besonders gut aufgenommen worden sein und soll dazu dienen, die deutsch- spanischen Handelsbeziehungen freundlicher zu ge- stalten, die nun, wo die deutsch-spanischen Handelsvertrags- Verhandlungen nach Mittheilung des»Reichs-Anzeigers" vollständig gescheitert sind, sehr gespannt geworden sind, da Spanien jetzt den Maximal-Zolltarif gegen Deutschland eingeführt hat, worauf seitens Deutschlands mit einem 50 prozentigen Zollzuschlag auf eine Reihe wichtiger spanischer Ausfuhrartikel geantwortet hat. Der„Reichs- Anzeiger" schreibt: „Bei diese»' Gang der Verhältnisse versteht es sich von selbst, daß die Kaiserliche Regierung sich nicht länger an den Vertrag gebunden erachtet und daß sie den Versuch, zu einer handelspolitischen Verständigung mit Spanien zu gelangen, als gescheitert ansieht. Der Kaiserliche Botschafter in Madrid ist demgemäß bereits beauftragt worden, der spanischen Re- gierung unverzüglich eine entsprechende Erklärung abzugeben." Fünf neue Reichsgerichtsräthe sind am 1. d. M. eingesetzt worden, einer war bis zu seiner Ernennung erster Staatsanwalt in Mannheim; wie lange die übrigen Staats- anwälte waren, wissen wir leider nicht.— Zur Bekämpfung der Sozialdemokratie. Das Organ der süddeutschen Voltspartei„Jpf" veröffentlicht ein Schriftstück, das angeblich im Auftrage der Regierung von den einzelnen Oberämtern versandt wird und zu einer inneren Bekämpfung der Sozialdemokratie auffordert. Wir hoffen morgen dieses Aktenstück unseren Lesern mittheilen zu können.— Ter streng vertrauliche Erlast des Niederbarnimer Landraths, den wir unlängst veröffentlicht hatten, veranlaßt den Ex- Reichskanzler zu folgender Aeußerung in seinen „Hamburger Nachrichten": Die Thatsache, daß man glaubt, einen Erlaß, wie den deS Landraths von Niedcrbarnim im Interesse der Regierung geheim halten zu müssen, anstatt ihn mit offenem Visir im „Reichs- Anzeiger" und in den„Kreisblättern" zu ver« künden und damit allen staatSlreuen Deutschen, wir wollen nicht sagen eine Fahne znr Sammlung aufzu- stecken, aber ihnen ein Merkzeichen der Richtung zu geben, in welcher die Regierung thätig sein will— diese Thatsache muß niederschlagend auf alle Parteien und Richtungen wirken. welche ihr oonvonio mit der Sozialdemokratie noch nicht aus Ueberzeugung oder aus Furcht zu dem leitenden Grundsatze ihrer Haltung gemacht haben.— Was ist denn an dem Erlasse überhaupt zu verschweigen und wie konnte man glauben, daß sämmtliche Adressaten des Niederbarnimschen Kreises ihn verschweigen würden? Daß die Regierungen das Fortschreiten der Sozialdemokratie wenigstens beobachte: und alle für sie verfügbaren Mittel anwendet, um sich Klarheit über dasselbe zu verschaffen, namentlich be- züglich der sozialdemokratischen Jnflzirnng des Heeres und deren Weiterentwickelung, erscheint von unserem Stand- punkte und vom Standpunkte aller an der Erhaltung und ruhigen Fortbildung unserer staatlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse Jnteressirten doch einfach als die Pflicht und Schuldigkeit jeder monarchischen Regierung. Wozu also die Geheimnißkrämerei, ganz abgesehen von ihrer Ungeschicklheit? Sie kann doch nur zur Folge haben, daß die Sozialdemokratie in verstärktem Maße das Gefühl bekommt, daß in der Regie- rung Strömungen existire», welche die sozialdemokratischen Be- strebungen für gleichberechtigt mit denen aller monarchischen Parteien halten und sich fürchten, sich offen zu ihrer Gegner- schaft zu bekennen. Man hat, wenn man über die Motive dieser Geheimnißkrämerei nachdenkt, die Wahl zwischen der Furcht. als Gegner der Sozialdemokratie ertappt und überführt zu werden, und geheimen Sympathien für die Sozialdemokratie auf der Basis des„Sozialismus der gebildeten Stände" zu huldigen. Ein Pudendnm(etwas, weswegen man sich zu schämen hat) liegt in der Sache; aber es besteht in der Heim- lichkeit, nicht in der Kundgebung kampsbereiter Beobachtung der Fortschritte der Gegner der gegenwärtigen Staats- und Gesellschaftsordnung. Der Herzog von Lauenburg vergißt ganz, daß die Sozialdemokratie dem Bismarck- Puttkamer'schen Systeme auch so manche Freude mit Veröffentlichung streng ver- traulicher Erlasse bereitet hat; wahrscheinlich meint c r, daß der alte Kurs sich seiner streng vertraulichen Akten- stücke wegen ganz besonders zu schämen hatte.-- Der Freisinn»nd das allgemeine gleiche Wahl- recht. Dte„Republik" Hamburg hat eines der reaktionärsten Wahlgesetze. Während es 163 000 Reichs- tagswähler hat, haben nur 23 000 daS Hamburgische Bürgerrecht. Die Hamburgische Verfassuug hat überdies dafür gesorgt, daß selbst die 23 000 Bürger machtlos sind gegenüber dem Geldprotzenthum und dem Klüngel, den „Notabeln" der freien Stadt. Die Mißregierung, welche die Folge einer solchen Verfassung ist, hat sich in der Cholcrazeit so deutlich offenbart, daß die Frage einer Ver- fassungsreform nicht zu umgehen.war. Nachdem der Choleraschrecken vorüber ist, haben die weisen Väter Heim- bnrgs sich jedoch wieder beruhigt, und halten es für das Beste, alles beim Alten zu lassen. Sie schlagen allerdings eine Reform vor, die wesentlich nichts ändert, nur die Zahl der Wahlberechtigten etwas erhöht, aber nach wie vor die große Masse der Bevölkerung jvom Bürger- und Wahlrecht ans- schließt. Der„Freisinnige Verein" selbst, weit entfernt, das allgemeine, gleiche Wahlrecht zu verlangen, be- schränkt sich in seinen Forderungen darauf, das Wahlrecht zur Bürgerschaft zwar unentgeltlich zu gewähren(bisher kostete die Erlangung des Bürgerrechts 30 M.), aber nur demjenigen, welcher 5 Jahre in Hamburg seinen Wohnsitz und regelmäßigen Geschäftsbetrieb hat und Einkommensteuer zahlt. Herr Eugen Richter erblickt in solcher Verfaffungsänderung einen Fortschritt, in freisinniger Richtung". Das allgemeine, gleiche Wahlrecht liegt jedenfalls nicht in freisinniger Richtung". Das ist auch ein Bugeständniß des Herrn Eugen Richter, wenn es überhaupt eines solchen noch bedürfte. Die progreffive Einkommensteuer, die Cavaignac in der französischen Kammer beantragt hat, wird bestimmt abgelehnt werden. Die französische Nationalversammlung, der Ausdruck der herrschenden Klaffen, ist ebenso sehr bereit, die rücksichtslosesten Ausnahmegeseze zu geben, die nicht blos die Anarchisten, sondern die ganze Arbeiterbewegung treffen sollen; ebenso wenig sie sich entschließen wird, nur mit einem Pfennig die Großbourgeoisie mehr zu belasten, als dies unbedingt nöthig ist. und den Tribünen.) Die Kammer beschloß zum Zwecke der Sommerferien sich auf unbestimmte Zeit zu vertagen. In geheimer Abstimmung wurde sodann der gesammte Gefeßentwurf betreffend Maßnahmen zum Schuße der öffentlichen Sicherheit mit 188 gegen 16 Stimmen an genommen. vieler Eisenbahnen spielte in diesen Rämpfen eine hervorragende Rolle. Dollars( 1 Dollar = Im Jahre 1892 wurden in den Vereinigten Staaten 2650 Eisenbahnunfälle verzeichnet und im Ganzen 3500 Eisenbahnbedienstete verlegt, davon 840 getödtet. An fich ist das bei einer Meilenlänge( mit Operationsgeleisen) von 214 000 vielleicht nicht Die Kammer lief, sobald sie die italienische Freiheit so ernst, wird aber wesentlich bedenklicher durch den Umstand, eingefargt, wie von Furien gepeitscht auseinander. Die daß kein einheitliches Gesez dem Verletzten oder den HinterDas Unglaubliche ist wahr geworden: Der Thorner Freiheit ist eingesargt; aber, gleich dem Schneewittchen des bliebenen des Getödteten das Recht giebt, einen SchadenGymnaftast mit dem harmlosen Namen Schulz, den man, Märchens, wird sie aus dem Sarg hervor und auf den ersatz anzusprechen, sondern daß darin die schwankende und behufs befferer Wirkung in einen slavischen Scuolz ver- Thron steigen. Und die Monarchie? Wird Crispi, ihr trafiloſe Staatsgefeßgebung und, was noch schlimmer iſt, das Gericht entscheidet, zu welchem in ganz Amerita wandelt hat, soll zwar nicht wegen Hoch- und Landes- Todtengräber, auch ihre Leichenrede halten? der Zugang nicht einfach und oft erschwert ist, und daß infolge verraths vor das Reichsgericht, aber wegen Majestäts- Das wird vom Staatsanwalt abhängen. Denn dann des Umstandes, daß Ersatzansprüche durch einhelligen Ausspruch beleidigung und Aufforderung zum Umsturz vor das Land- giebt's Staatsanwälte für Panama und Anderes.- der Geschwornen erledigt werden, zu den ärgsten Härten bald gericht Thorn gestellt werden. O glückliches Deutschland, gegen den Arbeitgeber, bald gegen den Arbeiter Anlaß giebt. deffen Gymnasiasten schon so gewaltige Recken sind, daß Der amerikanische Arbeiterkrieg verallgemeinert sich Bird erwogen, daß, ebenfalls 1892, 556 Millionen Paffagiere der größte Militärstaat der Welt fürchten muß, von ihnen immer mehr. Der gewaltthätige Charakter ist in den letzten und 704 Wiillionen Tonnen Fracht auf den amerikanischen Eisen,, umgestürzt" zu werden! Tagen zurück, der Charakter des Klassenkampfs da bahnen befördert wurden, daß die Bugstilometer im Ganzen gegen weit schärfer hervorgetreten. Welche Wirkung die 831 Millionen betragen, so ergiebt sich die Bedeutung einer die Berkündigung des Generalstreits gehabt hat, läßt sich noch Eisenbahnen so empfindlich treffenden Katastrophe ebenso deutlich, nicht absehen. Die Meldung des Telegraphen, eine Million als es tlar wird, daß bei einer Investition von 10 649 Millionen Arbeiter habe infolge dieser Maßregel die Arbeit nieder- 5179 Millionen Bons, 720 Millionen diverse Schulden) die Er4 m. 20 Pf.)( 1892: 4752 Millionen Aktien, gelegt, ist mit Mißtrauen aufzunehmen. Der Orden der schütterung auch die Kreise des Rapitals in ihr Bereich ziehen Arbeitsritter, von dem die Verkündigung des Generalstreits muß. Diese Ziffern und die Monopolisirung der Eisenbahnen ausging, hat bei weitem nicht mehr die frühere Macht. Durch Millionäre spielen seit mehr als drei Jahren in allen Sein Gründer und erster Großmeister" Powderly wurde Platforms, besonders aber in jener der antikapitalistischen Peoples vor kurzem zum Rücktritt gezwungen, weil er den Orden Party eine hervorragende Rolle, und die Agitation dagegen ist so auf den Hund gebracht hatte, daß der Name Arbeits ein um so beliebteres Schlagwort geworden, als weder die Theure kolonialpolitische Spielereien. Daz ritter" der Lächerlichkeit verfiel; und der neue Großmeister mit republikanische, noch die jetzige demokratische Mehrheit des KonBudget des Congoftaates für das Jahr 1894, bem vielverheißenden Namen Sovereign") foll zwar tüchtiger greffes dagegen etwas zu thun den Muth hatte. Der Streit ist um so fomplizirter, als der Gewerkverein der welches jetzt amtlich veröffentlicht wird, zeigt eine Ein- fein als sein Vorgänger, allein eine Armee von einer Gisenbahnbediensteten sich zwar über das ganze Land erstreckt, nahme von 4 949 444 Fres. und eine Ausgabe von Million Streifenden kann er sicherlich nicht aus dem Boden jedoch nicht national organisirt ist. G3 existiren außerdem als 7 383 554 Frcs, also ein Defizit von 2 334 110 Frce. stampfen. Indeß, wie dem sei, die Lage ist sehr ernst. Zweig der Federation of Labour die Brotherhood of Railway Unter den Ausgaben nimmt die bewaffnete Macht mit und die Bewegung hat das ganze amerikanische Staats- Shop Employés mit ca. 6000 und die Amalgamated Association 3 308 700 Frcs. die erste Stelle ein. Bei den Einnahmen wesen ergriffen. Selbst die" Bossische Beitung" meint, die of Street Railway- Employés mit ca. 12 000 Mitgliedern. Etwa ftehen voran der Staat Belgien mit zwei, und der König Bewegung set so mächtig und allgemein, daß man von 7500 ber Gisenbahnbediensteten gehören den Knights of Labor an, Leopold mit einer Million Beitrag, demnach beträgt das einer Revolution würde zu reden haben, wenn nicht die, wie es aus der Betheiligung an der Bewegung hervorgeht, nun wieder zu mehr Einfluß tommen; aber diese Vereinigungen thatsächliche Defizit 5 334 110 Fres. und die wirklichen die Staatsform ganz aus dem Spiele wäre. Aber umfaffen nur einen kleinen Theil der Eisenbahnarbeitskräfte; Einnahmen blos 1949 444 Frcs., denen fast vierfach so giebt es denn blos Revolutionen der Staatsform"? Das hingegen gehören die Switchmen, das riesige Personal der Kons hohe Ausgaben gegenüberstehen. Was könnte Belgien im sind sogar blos die Revolutionen kleinerer Art. Die Um butteure und Bughilfsarbeiter, ber Railway- Workmen- Union an. Interesse seiner Arbeiterklasse mit der Summe von mehr gestaltung der Julimonarchie in die Februar- Republik war Die in europäischen Beitungen vielgenannte Brotherhood of als 5/3 Millionen thun, wenn es diese nicht für die kolonial- eine Revolution der Staatsform, und es war in der That Railway Trainmen ist fein Gewertverein. Es ist eine große politischen Liebhabereien seines alt gewordenen Rönigs aus nur eine Revolution der Form nach. Viel bedeutsamer Unterstüßungsgesellschaft ohne Beitrittszwang, die ein großes geben müßte, der in seinen jüngeren Jahren, wie die Ent. und revolutionärer ist die gegenwärtige Bewegung Bermögen besigt und, wie man hört, dasselbe großentheils dem Streit zur Verfügung gestellt hat stellen mußte, wird der hüllungen der Ball Mall Gazette" über den Jungfrauen- in den Vereinigten Staaten. tribut vor ca. 10 Jahren bewiesen haben, andere gefährliche authentische Text vermuthlich zu lauten haben. und auch recht kostspielige Liebhabereien hatte. bes " " Die neuesten Nachrichten bestätigen, was wir über den Generalstreit vermutheten. Es wird telegraphirt: Parteinachrichten. eine hat " Punkte den enthaltenen häßlichsten, gemeinschäblichsten Auswüchsen, und sie wird Sie richtet sich gegen den Kapitalismus in seinen nicht zum Stehen gebracht werden, auch wenu Präsident Der Gesetzesvorschlag, den der Toryführer Lord Cleveland das ganze Gewicht seiner fast brei Zentner Salisbury in dem urreaktionären englischen Ober- schweren Persönlichkeit in die Wagschale wirft. Daß demokraten wird am 15. Juli in Brüssel zusammentreten. Der Der außerordentliche Parteitag der belgischen Sozialhaus zur Annahme erster Lesung gebracht hat bie die Regiernngen verschiedener der einflußreichsten Staaten, felbe wird sich einzig und allein nur mit der Aufstellung eines parlamentarischen Formen find in England anders als z. B. von Illinois und Kalifornien sich mehr oder weniger Programms für die im Herbst stattfindenden Wahlen zu befaffen bei uns hat in der zwiespältigen Bruſt der offen auf Seiten der Bewegung gestellt haben, beweist deren haben. Es find dies die ersten Wahlen, die auf grund eines Norddeutschen Allgemeinen" die die alte Hoffnung auf Tiefe und Intensität. Und die Bossische Zeitung" dürfte ziemlich allgemeinen, wenn auch nicht gleichen Wahlein internationales Polizeigesetz zur Beschränkung des Asyl wohl Recht behalten, indem sie die jetzige Krife mit rechts vorgenommen werden und die Arbeiter werden sich demrechts machgerufen. Herr Pindter redivivus nennt es der in einem Dierjährigen Bürgerkrieg gipfelnden zufolge zum ersten Male selbständig an dem Wahlkampf betheis Auslieferungspflicht" und verspricht sich eine baldige Krise vergleicht, welche die Amerikanische Republik ligen. Die vom Brüffeler Arbeiterbunde ernannte Kommission Regelung dieses wichtigen und interessanten Kapitels von der Negerstlaverei befreite. Die Reihe des gegen 100 Befreiung internationalen Rechts". Wir bewundern ge von dem Kapitalismus ift auch eine Sklavenbefreiung bie Programms dir belgischen Arbeiterpartei herausgegriffen, im Wahlkampf in besonders euphemistische Bartheit des Ausdrucks, und obendrein eine weit gründlichere und tiefer greifende gestellt werden sollen. Damit soll nicht etwa, wie unser Genosse bührend die Vordergrund find jedoch leider gezwungen, die Freude der schönen Nord- Emanzipation. Bertrand im Brüsseler Peuple" nachdrücklichst betont, auch deutschen Seele zu trüben. Die Annahme der Salisbury'schen nur ein einziger Punkt des Gesammtprogramms im Dunkel be= Bill durch das Oberhaus hat absolut keine Bedeutung. Falls laffen werden, sondern es sollen nur, um eine schnellere Durchdie Bill was übrigens sehr zweifelhaft auch die weiteren führung zu erzwingen, die dringendsten Fragen obenan gestellt Lesungen des Oberhauses passiren sollte, wäre ihr die Ablehnung werden. durch das Unterhaus sicher und zwar Ablehnung mit erdrückender Majorität. Meuchelmörder und sonstige gemeine Verbrecher, gleichviel ob fie, Anarchisten" betitelt sind oder nicht, liefert England seit Menschengedenten aus. An das Asylrecht aber läßt John Bull feine Regierung rühren. Als Palmerston, wohl der populärste der modernen englischen Minister, vor 36 Jahren bei einer ähnlichen Gelegenheit nach dem " Die wirkliche sozialistische Bewegung vollzieht sich in prak Plazen der Bombe Orsini's- ein Loch in das Asylrecht tischem und reformatorischem Sinne. In dieser Richtung hat sie zu bohren versuchte, erregte das einen solchen Sturm der während dieser lezten Jahre Riefenfortschritte gemacht, denn die Entrüstung, daß dem Herrn Palmerston sofort der LaufSozialisten begreifen, daß die kapitalistische Gesellschaft nicht mit paß gegeben werden mußte. Und ebenso würde es jedem Vereinigten Staaten. Im Handels Museum veröffentlicht bei der von uns erstrebten kollektivistischen Gesellschaft nicht der Der Eisenbahnarbeiter Streit und die Unruhen in den einem Schlage, aus einem Gusse erstanden ist, und daß dies auch englischen Minister ergehen, der sich eines ähnlichen Attentats der österreichisch- ungarische Generalfonful in Chicago und früherer Fall sein wird. erdreiftete. Das Norddeutsche Herz mag bluten, allein der Handelstammer- Beamter in Brünn unter obigem Titel eine Dar- Von diesem Gesichtspunkte aus glauben wir auch, daß das matter of fact*) Mensch John Bull ist sentimentalen Regungen ftellung, der wir einiges entnehmen, ohne uns, was schon wegen von uns in Aussicht genommene Wahlprogramm Aenderungen nicht zugänglich; er macht feine Dummheiten um der schönen der Gesammtauffassung des Verfassers nicht möglich ist, mit ihr und Ergänzungen vorbehalten alle unsere Freunde befriedigen Augen unserer tontinentalen Polizeipolitiker willen. zu identifiziren. W Chicago, 11. Juli. Der Generalstreit ist mißlungen. Der Verkehr von Personen- und Güterzügen beffert sich, den Truppen wird kein Widerstand geleistet. In Sacramento zeigen die Ausständigen eine weniger feindselige Haltung. Hingegen wurde ein auf der Fahrt nach San Francisco begriffener Zug zum Entgleisen und zum Absturz in den Fluß gebracht, wobei die Streitenden den Heizer und drei Soldaten erschoffen. Washington, 11. Juli. Die Regierung betrachtet den Streit als mißlungen. Der Senat hat eine Resolution angenommen, in der dem Vorgehen des Präsidenten Cleveland die Zustimmung ausgesprochen wird. Nach der Reexpedirung der Ausstellungsgüter fant infolge Die Brüffeler Fédération ouvrière( Arbeiterbund) hat den Entwurf anerkannt; dasselbe dürfte im Wesentlichen auf dem Parteitag geschehen. Der Entwurf bemerkt der„ Peuple"- hebt deutlich das follettivistische Ziel der Arbeiterpartei hervor und trägt den thatsächlichen und unmittelbaren Bedürfnissen der großen Arbeitermassen unseres Landes Rechnung. " tann." Dem Herrn Crispi ist von einem seiner ehemaligen der kritischen Lage, in welcher fich die Vereinigten Staaten Die Schwarzburg- Rudolstädter Sozialdemokratie hielt Freunde prophezeit worden, er werde der letzte Minister des bandelspolitisch und finanziell leider seit Jahresfrist befinden und kürzlich in Oberkobiz bei Königsen ihren britten letzten italienischen Königs sein, und die Monarchie in die sich so leicht nicht gründlich bessern wird, der Frachtenverkehr Parteitag ab. Es waren dazu gegen 300 Parteigenoffen aus Italien begraben. Der Erzrenegat ist auf dem besten Wege, feinem seit 1888 beobachteten höchsten Stande; der Personen- feinem Bericht mittheilen, daß die Ausbreitung der sozialistischen von Chicago oftwärts auf ein Minimum, unmittelbar nach 29 Orten erschienen. A. Hofmann aus Saalfeld konnte in diese Prophezeiung, in der seine geschichtliche Mission vor verfehr war bereits sofort nach Schluß der Ausstellung sehr been seit dem letzten Parteitage wieder gute Fortschritte gemacht gezeichnet ist, zu erfüllen. Bauend auf das böse Gewissen, herabgegangen, insbesondere waren die sogenannten Limited- habe. die Feigheit und Rorruption seiner Mitschuldigen im italie- oder Lurustrains, Leider ist die jetzige Zeit dem Parteiorgan Thüringer die in Bugsbegleitung, Stations Boltsblatt" nicht gleich günstig, denn die große Beschäftigungsnischen Banama" hat er die Kammermehrheit dazu gebracht, dienst und Streckenaufsicht Streckenaufsicht besonders viel Personal er- lofigkeit givingt viele Arbeiter, sich das Abonnement auf eine eine Rette schmachvoller Knebel- und Aechtungsgesetze anzufordern, fast ganz eingestellt worden. Gegen 80 Wagen nehmen, die mittelalterliche Barbarei mit der ganzen Dumm- und mehr als 200 Bullman Palace Cars Luxuswaggons, und eitung zu versagen. Dafür ist freilich der Arbeitslose ein um so beredterr Agitator für den Sozialismus. Aus den von dem moderner Spigel Staatsmännelei vereinigen. nicht weniger als 350 Lokomotiven, zusammen ein Personal von Parteitag gefaßten Beschliffen sei erivähnt, daß der Zentralvors Damit ist das Schicksal der italienischen Monarchie 7000 Personen erheischend, waren auf jenen östlichen Bahnen stand um Gründung eines lediglich der Kunst und Wissenschaft, außer Dienst gestellt worden. auf die Spitze des Polizeifäbels gestellt, ber bei namentlich der Naturwissenschaft dienenden Sonntagsblattes erDie Dienfilofen fanden ihr natürliches Zentrum in Chicago. fucht werden soll, daß den Parteigenossen größere Opferwilligder ersten Gelegenheit, sobald der Volkszorn sobald der Boltszorn und Denn Chicago ist der Mündepunkt von 21 Eisenbahnlinien, und teit in politischer und gewerkschaftlicher Beziehung zur Pflicht gedie Volksverzweiflung zum Ausbruch kommt, zerbrechen der dadurch angedeutete riefenhafte Verkehr seht sich feewärts macht wurde und daß der nächste Parteitag in Stadtilm abzus wird, wie ein Schwefelhölzchen. durch eine Schiffsbewegung fort, die, was Tonnengehalt betrifft, halten ist. Betreffs der geftrigen Kammerverhandlungen verweisen den Schiffsverkehr Newyorks noch um ein Drittel übertrifft. wir auf unser gestriges Telegramm aus Rom.( S. Tele- Von Chicago aus beginnen die großen pacifischen( nach der Bei der Gewerbegerichts- Wahl in Finsterwalde wurden gramme.) Das Weitere ist in folgendem Telegramm ent- Rüfte des Stillen Oceans gehenden) Linien, denen es schon im sowohl von den Arbeitern wie von den Unternehmern die fozialAusstellungsjahr sehr schlecht gegangen ist und von denen sich demokratischen Kandidaten gewählt, und zwar die für die Arhalten: die Northern Pacific, die Union Pacific, die Atchison zc. in beiterabtheilung einstimmig, die für die Unternehmerabtheilung Rom, 11. Juli. Deputirtenkammer. Die zwei erften Receivers( Ronkursverwalters) Händen befinden. Der Strom Artikel des Gesezentwurfes betreffend Maßnahmen zum der Dienstlosen wandte sich aber dennoch an die Leitung jener Johann Zirkel und Karl Weigel als Arbeitervertreter, Wilhelm mit 16 von 21 Stimmen. Aufgestellt waren die Parteigenoffen Schuße der öffentlichen Sicherheit wurden von der Kammer Bahnlinien, hoffend, dort anzukommen und mindestens von der Enigt und Fr. Knoche als Vertreter der Unternehmer. angenommen. Imbriani verlangte namentliche Abstimmung nahen Getreide- und Viehtransportcampagne zu profitiren. über den Artikel 3 betreffs Anwendung des Zwangsdomizils auf jene, welche die Absicht fundgegeben haben, Gewaltthätigkeiten für die Lage der Eisenbahn- Bediensteten verhältnißmäßig wenig Schoenlant ist gegenwärtig auf einer Agitationsreise in Thatsächlich ist mangels einer durchgreifenden Organisation Von der Agitation. Der Reichstags- Abgeordnete Bruno gegen die gesellschaftliche Ordnung zu begehen. Der Artikel gefchehen. Die Interstate Commerce Law beschäftigt sich wenig ürttemberg begriffen. Am 7. d. M. sprach er vor wurde mit 204 gegen 40 Stimmen angenommen. Bor mit dem Arbeiter, und die Gesetze der einzelnen Staaten haben etwa 500 Personen in Schwenningen über: Die bürgerlichen Berathung Des Artikels 4 stellte Imbriani den Un nicht blos zu wenig Straffanttion hinter sich, sondern sind auch Barteien und die Sozialdemokratie. trag, die Debatte auf morgen zu vertagen. Nachdem viel zu verschieden, um irgend etwas Nennenswerthes wirken zu während und am Schluffe seines Vortrags großen Beifall.- Am die Kammer dieses Verlangen durch Erheben von den können. Die sozialistische Blatform( Wahlprogramm) des Jahres 9. Juli sprach Schoen lant in Ravensburg, wo er vor Eigen abgelehnt hatte, forderte Imbriani den Namens 1892 verlangt u. a. die Verstaatlichung des gesammten amerikani überwiegend fatholischen Hörern der Zentrumspartei ihre araufruf, um zu konstatiren, ob die gefeßlich erforderliche Anzahl schen Eisenbahn- Netzes, beziehungsweise die Verwaltung der großen beiter feindliche Politit nachwies und die unerhörte Schachers Abgeordneter anwesend sei. Crispi bemerkte hierauf, die Bahnen durch die Bundesregierung, jene der Lokal- und Straßen- politit derselben ins rechte Licht sehte. Kammer müsse über ihre Würde eifersüchtig wachen und dürfe bahnen durch die Einzelstaatsregierungen und die Stadtverwal- Die Versammlung in günstigster Weise für unsere Partei. Seine Rede wirkte auf fich nicht imponiren lassen.( Sehr gut auf allen Banten. Bewegung( auf der äußersten Linken.) Die nament ftaatlichung möglich erscheint, wird noch sehr viel Zeit vergehen; gelegentlich seiner Durchreise durch Westfalen in Weeg tungen. Bis zu dem Augenblicke, in welchem eine solche Ver- Am 7. Juli sprach Genosse Wilhelm Biebknecht, liche Abstimmung ergab die Anwesenheit der gefeßlich erfor- bis dahin wird die ins Unglaubliche gehende Konkurrenzirung derlichen Anzahl von Deputirten. Es wurden hierauf die übrigen zwischen den Eisenbahnen währen und damit werden die un- bie allgemeine politische Lage. Aufgelöst wurde eine Vers bei Solingen vor einem großen Zuhörerkreis über Artikel des Regierungsentwurfs unter Ablehnung sämmtlicher vermittelten Webergänge von forcirten Verkehr zur Stagnation fammlung in Petershagen bei minden, wo Th. von Amendements der äußersten Linken genehmigt. Sanguinetti uud umgekehrt fortdauern. Gerade Chicago als Zentrum som ächter referirte. Nachdem ein Paftor geredet, stimmte ein beantragte, dem Präsidenten den Dank des Hauses zu votiren. ( Lebhafter Beifall auf allen Seiten, auch auf der Ministerbank Trupp seiner Gemeindeschäfchen Heil dir im Siegerfranz" an *) Das Wort heißt Souverän und Zwanzig Schilling- und so löfte der Ueberwachende auf. Vor etwa 1500 Personen Pfund-) stück. sprach Genosse Arth. Stadthagen am 7. Juli im Kolosseum Nur ans Thatsächliche sich haltende, materialistische. Der Redner erntete " in Bremerhaven über Sozialismus und Anarchismus". Jehrenkränkende Beleidigung. Die Handlungen des Bürgermeisters| entstandene Differenzen beilegte. Herr Schardt scheint jedoch ein Nach seinem zirka 1/2 stündigen Vortrage, der von lebhaftem als Machinationen gegen die Sozialdemokratie aufzufaffen, liege rubiges Verhältniß in seinem Geschäft nicht dulden zu können, Beifall begleitet wurde, fand folgende Resolution einstimmige tein Grund vor, denn die Verfügungen des Stadtraths feien, indem er gestern drei Arbeitern kündigte, was wir unter den Annahme: Die heute im Kolosseum zu Bremerhaven tagende, wie die Beweisaufnahme ergeben habe, lediglich aus fachlichen vorliegenden Umständen als eine Maßregelung betrachten müssen, von etwa 1500 Personen besuchte Volksversammlung erklärt sich Gründen und aus Gründen der öffentlichen Ordnung und ebenso sind sonst noch Dinge vorgekommen, worüber wir noch mit den Ausführungen des Referenten vollkommen einverstanden; Sicherheit getroffen worden, ohne Rücksicht darauf, ob die Be berichten, so daß wir hiermit die Sperre über die Firma fie erblickt in dem Anarchismus eine naturnothwendige Folge der troffenen Sozialdemokraten sind oder nicht. Nun soll noch Schardt u. Ko. verhängen und vor Zuzug warnen. heutigen Gesellschaftsordnung, deren Ausbeutung, Egoismus, Giner tommen und das Gegentheil behaupten! In Schlotheim haben die Arbeiter und Arbeiterinnen der sowie deren Gewaltpolitif, Verfolgungssucht und Spizelthum. Wegen Beleidigung des Eisenbahninspektors zu Die Taktik der individuellen Gewalt kann nicht zum Ziele Erfurt wurde der frühere Redakteur der„ Thür. Tribüne", dortigen großen Seilereien die Arbeit eingestellt. führen, sondern stärkt vielmehr die Reaktion und lenkt die Ar- Gen. Güldenberg, zu 100 M., der mit ihm angeklagte Eine Konferenz der Maurer Westfalens und der beiter von dem einzig richtigen Ziele, aufzuklären, zu organisiren, Eisenbahnarbeiter zu 25 M. Geldstrafe verurtheilt. In einem Rheinprovinz wird am 29. Juli von Morgens 10 Uhr ab in agitiren und die politische Gewalt zu erobern, ab. Für die Artikel des genannten Blattes war die lange Arbeitszeit der Essen a. d. Ruhr im großen Saale der Wittwe Kratz abindividuellen äußerste und Eisenbahnarbeiter die ausgeübte brutalisirler Menschen ist die herrschende straffe velantwortlich), Speranteit tritifirt, und an" fontreten Beiſpielen nachgewieſen. Den genannten beiden Brovinzen. Die Maurer in den einzelnen die ihre organisirte Gewalt zur Unterdrückung der Arbeiterklasse Der Staatsanwalt hatte 4 beziehentlich 3 Wochen beantragt. Orten werden ersucht, über die Mittel zur Förderung der Drmißbraucht und die Gewaltakte Einzelner für die Zwecke der Der Wahrheitsbeweis gelang für alle einzelnen Punkte, nur war ganisation in öffentlichen Versammlungen zu berathen und die Reaktion auszunuzen sucht und deshalb auch stets durch Lumpen eine formale" Beleidigung mit untergelaufen. Konferenz durch Delegirte zu beschicken. Anträge, Anfragen und jeder Art, sogenannte Attentate provozirt hat. Wirthschaftlich In Saalfeld wurden drei Arbeiter zu je 8 Tagen Anmeldungen find an Joh. Kohns in Essen, Wiesenstraße 11, bedeutet der Anarchismus eine Verewigung der heutigen Aus- Haft verurtheilt, weil sie durch die Vertheilung eines Flugblatts, zu richten. beutungsordnung und steht im striftesten Widerspruch zur das die Ueberschrift trug:„ Warum muß die Sozialdemokratie Sozialdemokratie." Ebenfalls findet folgende Reso- fiegen?" groben Unfug begangen haben sollen. lution einstimmige Annahme:„ Die Versammlung verpflichtet sich Freigesprochen durch Schöffengericht und Landmit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln, für die Verwirklichung gericht wurde in Stuttgart der Vorsitzende des Brauerdes sozialdemokratischen Programms zu agitiren und dadurch vereins, Franz Müller, von der Anklage, einen strafbaren den Sieg der Arbeit und der Arbeiterklasse zu beschleunigen." Umzug veranstaltet zu haben. Der Verein war am 1. Mai in ( Wolff's Telegravhen- Bureau.) Ueber die für Herrn Eugen Richter sicherlich sehr inter- aefchloffenem Zuge und mit entfalteter Vereinsfahne von der Danzig, 12. Juli. Nach Feststellung des Staatskommissars effante Frage: Wie lange schläft man im Zukunftsstaat? unter: Tübinger Straße nach dem Zirkusgebäude in der Böblingerstraße sind vom 8. Juli bis heute auf der Weichsel von Brahemünde hielten sich letzten Sonntag medlenburgische Partei- marichirt, wozu er nach Ansicht der Polizei der Genehmigung bis Danzig bei Flössern und Stromarbeitern bakteriologisch genossen in einer Versammlung in Kröpelin. Da dann bedurft hätte. Müller sollte deshalb 10 M. Strafe zahlen. Das sechs Cholerafälle, von denen zwei tödtlich verliefen, konstatirt über die Schlafmüßen im Gegenwartsstaat gesprochen wurde, Schöffengericht konnte aber in dem einfachen Ausmarsch keinen worden. wird Herr Richter gut thun, Zukunftsbilder" bei der nächsten öffentlichen Umzug erblicken und erkannte deshalb, wie erwähnt, Leipzig. 12. Juli. Wie der„ Leipziger General- Anzeiger" Auflage durch die Bemerkung zu vervollständigen, daß im sozia- auf Freisprechung und auch beim Landgericht hatte die Polizei meldet, hat sich Rittergutsbesitzer Crome auf Waelogen, welcher liftifchen Zukunftsstaat sehr früh aufgestanden werden wird. tein Glück. Das Urtheil wird in Sachsen sehr, sehr ver- der Ermordung seines Stiefsohnes angeklagt war, in der letzten Auf das Bürgerthum, daß seine Arbeiter gern bei Morgengrauen schnupfen! Nacht im Untersuchungsgefängniß erhängt. Erome sollte dem die Arbeit beginnen läßt, felber aber gern bis zum Mittag nächst vor dem Schwurgericht erscheinen." schläft, würde diese Ankündigung ihre abschreckende Wirkung l ficherlich nicht verfehlen. " Soziale Ueberlicht. Depeschen. erste sozialistische Arbeiter Presse nur zu gern in allen jenen Fällen an, wo es gerade im der Dresdener Konvention eingeschärft und eine fünftägige Ueberzu beobachten, daß die Grundsäge der Sozialdemokratie selbst in die entlegensten Dörfer gedrungen sind. Die Zahl der Mitgliedschaften wächst von Jahr zu Jahr, und auch das Partei- Organ, die„ Schwäbische Tagwacht", hat einen schönen Aufschwung genommen. delt. die Situation fich für den Aufseher zu verschlechtern schien, zurückgezogen, wodurch das Schöffengerichtsurtheil rechtskräftig Wien, 12. Juli. Der Minister des Innern richtete an die Landesbehörden einen Grlaß, durch welchen im Hinblick auf die Cholera in Rußland sowie auf die Erkrankungen in Galizien und der Bukowina strenge Beobachtung der Vorschriften sowie wachung der Reifenden aus Rußland eine baldige Galizien und für die Gemeinden Galiziens und der Bukowina Reaktivirung der Revisionsstationen an der Nordgrenze von die strengsten umfassendsten prophylaktischen Maßnahmen an geordnet werden. Barcelona, 12. Juli. Der Anarchist Salvador, welcher seiner Zeit das Bombenattentat im Liceo Theater vollführte, wurde zum Tode durch die Garotte verurtheilt. Es ist kein 25 Jahre waren es am vergangenen Sonntage, daß in Die Taktik des Todtschweigens wendet Stuttgart die versammlung abgehalten wurde. Diese errichtete eine Mitgliedschaft des Allgemeinen Arbeitervereins, der damals unter Dieselbe Presse, die nicht genug zetern und schreien kann über die Interesse der Arbeiter liegen würde, daß sie bekannt werden. der Präsidentschaft des Herrn v. Schweizer stand. Die Zahl Verrohung des Volkes", diefelben Blätter, die mit großer Sorg Der Mitglieder betrug anfänglich nur 6, schwoll aber bald an. falt die geringsten Uebertretungen von Angehörigen der ärmeren Schon 1871 traten die sozialistischen Stuttgarter Arbeiter mit Bevölkerungsklassen ihren Lesern vorführen, und dabei übereinem eigenen Reichstags Kandidaten auf. Er erhielt 491 schäumen vor sittlicher Entrüstung, sie werden auf einmal so Stimmen. 1874 wurden im Lande 8954 sozialdemokratische Stimmen ab- rüdsichtsvoll, sobald es sich um sogenannte„ beffere" Leute hangegeben, 1877 bereits 9918. Infolge des Attentatsschwindels Preffe" in ihrer legten Nummer vor. In beiden Fällen handelt gingen 1878 die Stimmen auf 6139 zurück. Auch bei der 1881er es sich um städtische Arbeiter. Im ersteren wurden zwei Arbeiter die Gebäude des Kriegs- und des Finanzministeriums erheblich Konstantinopel, 12. Juli. Bei dem Erdbeben sind auch Wahl erhielten die Arbeiterkandidaten nur 6152 Stimmen. Bon von einem Schachtmeister thätlich angegriffen und setzten sich, so beschädigt worden. Auch in Pera, Galata und in den Vornun an stieg die Biffer wieder mit jeder Wahlperiode. 1884 er: gut es ihre 3wangslage gestattete, zur Wehre. Die Folge davon städten sind einige Personen dem Erdbeben zum Opfer gefallen hielt unsere Partei 9154, 1887: 11 437, 1890: 26 653, 1893: 42 801 Stimmen! Wie man sieht, haben die schwäbischen Partei-/ war, daß die beiden Arbeiter von der Stadt nicht mehr beschäftigt und mehrere Häuser eingestürzt. Ferner ist auf den Prinzenmit dem Aufseher in Anklagezustand wurden. Arbeiter frei und verurtheilte den Schachtmeister zu 14 Tagen ebenfalls schwer beschädigt wurde, sind sechs Personen getödtet Das Schöffengericht zu Lennep sprach die beiden Häuser unbewohnbar geworden. In der Marineschule, welche Gefängniß. Die dagegen eingelegte Berufung wurde im letzten worden. Die Dörfer der Umgegend haben stark gelitten, auch Augenblick, nachdem nur ein kleiner Theil Zeugen von der Be rufungsstraffammer zu Elberfeld vernommen worden war und einige Eisenbahnstationen find betroffen worden. Das Zentrum der Erderschütterung ist vermuthlich Brussa. Pera, 12. Juli. Das Erdbeben ist im Abnehmen begriffen, Zur Entwickelung der Sozialdemokratie in Baden. wurde. Der zweite Fall war bei Weitem heitlerer. Hier hatte geſtern wurden zwei, heute kein Erdstoß verspürt. Die Be In dem bereits erwähnten statistischen Artikel der Mannheimer ein Intereffent städtische Wegearbeiter zu seinem Nutzen auf obachtungen des Observatoriums laffen ein demnächstiges Auf Boltsstimme" heißt es weiter: Von je 100 abgegebenen Kosten der Stadt in seiner Privatlandwirthschaft beschäftigt und noch nicht vollständig beruhigt, viele Personen lagern noch im giltigen Stimmen tamen auf sozialistische Kandidaturen in den als ein Arbeiter in öffentlicher Wirthschaft diesen Mißstand aufdeckte, Freien. Bei der Fortschaffung der Trümmer des großen Bazars lich je 100 und hören der Erschütterungen voraussehen. Die Bevölkerung ift Jahren: fühlte sich ein Stadtbaumeister Zink beleidigt und stellte Strafantrag find bisher mehrere Berwundete hervorgezogen worden. wegen Verbreitung unwahrer Thatsachen. Doch auch hier er Rettungsarbeiten dauern fort. Wie amtlich mitgetheilt wird, fannte das Schöffengericht zu Lennep auf Freisprechung und sind find die Sophienmoschee und andere hervorragende Bauwerke Kläger sich von einer weiteren Berufung nichts mehr versprach. Feststellung etwaiger Schäden untersucht. Der Sultan hat die Der Arbeiter aber, welcher die Intereffen der Stadt so ent- Bertheilung von Unterstützungen angeordnet. Das Dorf Galateria ſchieden wahrte, ist noch bis heute als Familienvater arbeitslos. bei San Stefano ist fait vollſtändig zerstört. Darum! Pera, 12. Juli. Fünf Schüler der medizinischen Schule find Ueber die Lage des Buchdruckgewerbes im Herzog bei dem Erdbeben verlegt worden. Die Vorlesungen find vorthum Braunschweig wird berichtet, daß eine alles übersteigende läufig aufgehoben, die Gebäude geräumt worden. In der Schmußkonkurrenz immer mehr Plaz greife; den Kunden werde grenenmoschee barst die Kuppel gerade in dem Augenblicke, als oft ein verhängnißvoller Einblick in die Geschäftspraxis gewährt, der russische Botschafter die Moschee besuchte. Die Insel Halki weshalb es vielfach vorkomme, daß nicht der Arbeitgeber, sondern und die theologische Schule sind zerstört. Die telegraphischen der Auftraggeber den Preis für die Arbeit festsege; wolle Verbindungen mit den Provinzen find zum Theil wieder aufges sich der Druckereibefizer aber lebens und konkurrenzfähig halten, nommen. Bisher sind erst Nachrichten aus dem nordwestlichen Nach amtlicher Mittheilung juche er die onkurrenz zu unterbieten, und seinen Schaden durch Theile Kleinafiens eingetroffen. Reduzirung der Arbeitslöhne auszugleichen." find in Smyrna, Burla, Ghemlit, Geiwe und in Adrianopel Wären die Buchdruckereibesizer nicht so unvernünftig gewesen, schwache Erdstöße verspürt worden, die keinen Schaden andie Forderung der Gehilfen nach dem Neunstundentage abzus gerichtet haben. In Jsmid, Brussa und Karamursal sind einige Von je 100 abgegebenen giltigen Stimmen fielen auf die schlagen, so wäre die Zahl der arbeitslosen Gehilfen verringert Gebäude eingeftürzt. In Mundania ist eine Frau getödtet und damit die Grundlage der Schmußkonkurrenz verkleinert worden. In Adabazar an der E.senbahnlinie nach Angora sind fozialistischen Kandidaten worden. Jetzt ernten die Buchdruckereibesitzer, was sie selber aus säeten. Dasselbe Klagelied, was die Braunschweiger anstimmen, fönnen die Buchdruckereibefizer aller anderen Distrikte Deutschlands gleichfalls erheben. find: 1887 4,72 1890 11,39 1893 14,09 Die Die entsprechenden Verhältnißzahlen für das ganze Reich die behaupteten Thatsachen wohl derart erwiesen worden, daß unbeschädigt. Seitens der Behörden werden die Gebäude zur 1887 10,12 1890 19,74 1893 23,28 G3 ergiebt sich hieraus, heißt es in dem Artikel, daß unsere Bewegung in Baden, zahlenmäßig erfaßt, hartnäckig um ein gut Theil hinter dem allgemeinen Reichsdurchschnitt zurückbleibt. Die süddeutschen Nachbarstaaten des badischen Landes zeigen fich uns, nach demselben Gesichtspunkte betrachtet, in folgender Beleuchtung: Unter je 100 abgegebenen giltigen Stimmen waren sozialistische in 1893 1887 1890 Hessen sid Elsaß- Lothringen Bayern Württemberg 11,26 22,05 24,64 0,26 10,38 19,40 6,63 13,94 3,51 8,90 16,31 13,88 Ueber die einzelnen Kreise sagt der Artikel: im: 1. Wahlkreis 1887 0,66 1890 1,84 1893 3,51 2. 1,90 11,23 6,62 " 3. 0,00 0,29 2,06 4. 0,43 4,91 6,99 5. 4,47 10,98 10,26 6. 0,69 4,98 7. 4,10 9,26 7,00 10,88 8. 1,79 6,26 17,14 9. 11,13 24,57 32,05 10. 12,73 25,23 25,97 11. 22,84 33,11 34,92 12. 1,11 7,20 12,93 " 13. 14. 0,00 0,00 4,75 4,87 1,49 2,52 Warum? " die Erdstöße sehr stark gewesen. Viele Häuser sind daselbst eingestürzt, zahlreiche Menschen getödtet und verwundet worden. Pera, 12. Juli. Nachmittags 4 Uhr 8 Minuten erfolgte ein neuer starker Erdstoß, der eine Panik in der Bevölkerung hervorrief. Die Bevölkerung verläßt von neuem die Häuser. Die Läden werden geschlossen. ( Depeichen des Bureau Herold.) Wien, 12. Juli. Der Reichsrathe- Abgeordnete Dr. Heilsberg, Mitglied des Vorstandes der deutschen Linken, ist in voriger Nacht plötzlich am Schlagfluß geftorben. Wenn Zwei fich streiten, erfährt man gelegentlich die Wahrheit. Zwischen dem Allgem. Beobachter" in Essen und dem Rhein. Weftf. Tageblatt" ist eine grimmige Preßfehde ausgebrochen. Der Beobachter" hatte behauptet, das„ Tageblatt" werde von einzelnen Großindustriellen mit jährlich 7 bis 8 Tausend Mark subventionirt und müsse dafür auf den Werken für die Hälfte des Preises abgegeben werden. Die fürchterliche Beschmutzung London, 12. Juli. Aus Yokohama wird gemeldet, daß seiner Ehre konnte sich das„ Tageblatt" natürlich nicht gefallen lassen. Japan nicht beabsichtige, feine Truppen aus Korea zurückEs richtete fich zur ganzen Größe auf und erklärte kategorisch: zuziehen. Dieselben werden vielmehr verstärkt. 10 Dampfer Wir erklären diese Behauptung für erlogen." 10 000 Mann sollen Der Beobachter ist aber so frech, feine Behauptung aufrecht au lind zum Transport der Truppen bereit. fofort abgeben. Zum Schluß heißt es: Fassen wir die 7 Kreise mit und ober erhalten, er schreibt:„ Wir halten unfere Behauptung voll und Madrid, 12. Juli. Die Morgenblätter bedauern überhalb Offenburg als badisches Oberland zusammen und stellen ganz aufrecht und find gern bereit, falls es Herrn Quandel einstimmend die gestrigen tumultuarischen Vorgänge in der Diesen die 8 übrigen als Unterländer Bezirke gegenüber, so intereffiren sollte, die genaue Summe zu nennen. Wenn Herr ergiebt sich das folgende für das Oberland temeswegs schmeichel Quandel von dieser Thatsache keine Kenntniß hat, dann- fann Rammer gelegentlich der Dekretsverlesung über die Auflösung schmeichel- Quandel der Kammer. Die in der Debatte gefallenen Rufe: E3 lebe hafte Bild: Der Gesammtgewinn der badischen Sozialdemokratie er uns leid thun. Wir glauben aber, der Herr weiß das so gut Don Carlos! Es lebe die Republik!" hält man für sehr be= von 17 006 Stimmen zwischen 1887 und 1890 entfällt mit wie wir; um so bezeichnender für ihn, wenn er uns trotzdem unruhigend. 4923 Stimmen auf das Ober, mit 12 083 Stimmen auf das der Lüge zeiht. Toch das ist eben echt Quandel'sche Manier." Konstantinopel, 12. Juli. Die Erdstöße, welche sich gestern Unterland. Von den 7465 in der Periode 1880/93 neu ge- wir fürchten, so bemerkt hierzu die Rh. Wefts. Arb.- 3tg.", daß Abend wiederholten, richten ebenfalls großen Schaden an. Nach wonnenen Wählern brachte das Oberland ganze 852, das Unter der Beobachter nur allzu viel Gläubige finden wird. Wenn den bisherigen Schäzungen sind über 200 Personen getödtet und land dagegen 6613 Stimmen.man die liebevollen Anstrengungen gewiffer Bechenverwaltungen zirka 1000 verwundet worden. Viele Gebäude sind nachträglich Hierbei ist wohl nicht genügend berücksichtigt, daß die In betrachtet, dem" Tageblatt" Abonnenten zuzuführen, wenn man eingestürzt, unter deren Trümmern sich jedenfalls noch viele Todte dustrie der beste Boden für den Sozialismus vorzugsweise sieht, wie sehr aufdringlich sie dabei den Arbeitern gegenüber sein befinden. Der direkte Telegraphenverkehr ist gestört. im badischen Unterlande, beträchtlich geringer dagegen im Oberfönnen, die zur größeren Sicherheit das Blatt auf der Zeche großer Theil der Einwohner tampirt immer noch auf den lande entwickelt ist. erhalten, so vermag man allerdings nicht einzusehen, weshalb die Feldern. Aller Geschäftsbetrieb in der Stadt ruht vollständig. Fürsorge der Herren Kohlenbarone sich nicht auch in klingender Polizeiliches, Gerichtliches: c. = " Ein Der Leipziger, Wähler" hatte in der Antwort auf Münze äußern sollte. Um so mehr als das Blatt ihnen doch Ottomanbant eine Viertel Million Pfund zur Unterstützung der jeden verlangten Dienst leistet, fogar nicht vor der schmierigen durch das Erdbeben Geschädigten entlehnt. Aus der Umgebung einen Angriff des" Pegau- Groißscher Wochenblattes" behauptet, Arbeit zurückscheut, Praktiken, wie sie bei der Bennigsenspende und kommen fortgesetzt traurige Nachrichten; ganze Dörfer sind volldaß in Pegau unsere Parteigenossen vom Bürgermeister Heyde bei der Bismarck- Denkmalssammlung vorgekommen sind, zu verständig zerstört worden. Unter den Trümmermassen des großen mann als Menschen zweiter Klasse behandelt würden. So etwas theidigen. Einen solch' guten journalistischen Hausknecht werden ständig zerstört worden. Unter den Trünmermassen des großen Bazars in Stambul sollen gegen 200 Personen begraben liegen. tommt in dem feinfühlig juristischen Sachsen natürlich nicht vor die Kohlen- und Eisenjunker schon zu schätzen wissen. Das Marmara- Meer war während des Erdbebens in furchtbare und deshalb ist es selbstverständlich, daß das Leipziger SchöffenDer Arbeiter Sängerbund der Provinz Sachsen und Aufregung. Auf vielen Schiffen rissen die Segel, Mast- und gericht die Beleidigungsflage des pegischen Stadtoberhauptes für berechtigt erklären und den„ Wähler" in der Person seines ver- Anhalt's feiert am 22. Juli cr. in Delisch sein drittes Ankerketten. Zahlreiche Boote sind untergegangen. Chicago, 12. Juli. Nachdem an amtlicher Stelle in Gr. antwortlichen Redakteurs Pollender verurtheilen mußte. Sängerfeit. Dem Bunde gehören 16 Vereine mit ca. 600 MitPollender soll 100 M. Strafe zahlen oder 20 Tage Haft ver- gliedern an. Um Konzert werden 12 Vereine mit ca. 3-400 fahrung gebracht wurde, daß die Ausständischen auf die Eisenbahnzüge, welche Waffen und Munition nach Chicago bringen, büßen. In den Urtheilsgründen ist nach Angabe des„ Wählers" Sängern und Sängerinnen theilnehmen. einen Angriff vorbereiten, beschlossen die Behörden, die Züge ausgeführt:„ Das Gericht habe zwar die Ueberzeugung, mit starten Truppenabtheilungen zu besetzen. In Sacramento daß die in dem Artikel aufgestellten Thatsachen sämmtlich stellte sich das Publikum auf die Seite der Streikenden, infultirte mit einem gewissen Schein der Wahrheit ver das Militär und warf mit Steinen, worauf die Soldaten sehen sind( über die gestellten Beweisanträge schwieg Die Lohukommission der Offenbacher Schuhmacher ver- Feuer gaben. Viele Personen find theils getödtet, theils schiverfich, sagt der Wähler", das Gericht aus), aber daß diese Thatverlegt worden.-In Pittsburg erklärte gestern Abend eine fachen doch so dargestellt sind, daß der Leser herausfindet, die öffentlicht folgenden Aufruf: Es sind erst 14 Tage her, daß die Lohnkommission der Versammlung von Ausständischen, auf jeden Fall ihre Forderungen Amtsführung des Pegauer Stadtrathes sei eine willkürliche und ungerechte gewesen. Ler Ausdruck Machinationen enthalte eine Schuhmacher mit der Firma Schardt u. Ko. unterhandelte und durchzusehen. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Gewerkschaftliches. Hierzu eine Beilage. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 160. Freitag, den 13. Juli 1894. Arbeiter! Varteigenossen! 11. Jahrg. Die Einigungsversuche vor dem Gewerbegerichte sind an dem Widerstande des Bier- Ringes gescheitert. Der barbarische Akt des kapitalistischen Uebermuths, die Doppeldezimirung der völlig schuldlosen Brauereiarbeiter ist nicht zurückgenommen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Bierproben die einzig mögliche Antwort ertheilt. In zweiunddreißig großen Volksversammlungen ist der Bierboykott auf sämmtliche Ringbrauereien ausgedehnt worden. Arbeiter! Parteigenossen! Eure Ehrenpflicht ist es, nicht zu dulden, daß Hunderte von Klassengenossen der Unternehmer- Willkür zum Opfer fallen, daß der Brauerring in brutalster Weise seine ökonomische Macht mißbraucht. Zum Kampfe gedrängt wird die Arbeiterschaft Berlins ihre gerechte Sache mit aller Energie führen und mit rücksichtsloser Entschlossenheit diejenigen Mittel anwenden, welche den Sieg verbürgen. Arbeiter! Parteigenossen! Sorgt dafür, daß nirgends Ringbier getrunken wird. In keinem Hause, in keiner Werkstatt, bei keinem Ausfluge darf ein Tropfen Boykottbier getrunken werden. Alle Lokale in denen Ringbier geschänkt wird, sind strengstens zu meiden, alle Feste und Vergnügungen in solchen Lokalen zu unterlassen; alle etwa bereits getroffenen Verabredungen rückgängig zu machen. Den Gastwirthen muß klar gemacht werden, daß sie zu wählen haben zwischen der Kundschaft der Arbeiter und der Gunst der Bierproben. Wir wollen jede Schädigung der Gastwirthe vermeiden, indem wir dieselben auffordern, sich Bier aus boykottfreien Berliner oder auswärtigen Brauereien anzuschaffen, dann werden die Arbeiter nach wie vor bei ihnen verkehren. Weder Maßregelungen noch Saalsperre schrecken uns; wir kennen keine Furcht und wissen, daß an der Solidarität der Arbeiter das Unterfangen des Brauerrings scheitern wird. Mit unbeugsamer Entschloffenheit halten wir den Boykott über sämmtliche Ringbrauereien so lange aufrecht, bis unsere gerechten Forderungen erfüllt sind. Arbeiter Berlins, thut Eure Pflicht, meidet das Ringbier und die Lokale in denen Euch Boykottbier vorgesetzt wird. # 33 Und auch Ihr, Arbeiter und Parteigenossen in Deutschland, helft uns, indem Ihr kein Bier aus den boykottirten Brauereien Berlins trinkt. Der Boykott, dessen Ende nicht abzusehen, ist den Berliner Arbeitern durch einen Aft unerhörter Brutalität aufgezwungen. Wir appelliren an das Ehrgefühl aller klassenbewußten Arbeiter und wissen, daß ihre Solidarität sich stärker erweisen wird als die Zufallseinigkeit des dividendenlüsternen Unternehmerthums. Vorwärts, Arbeiter und Parteigenossen! Trinkt kein Boykottbier! Meidet die Lokale in denen Ringbier ausgeschänkt wird! Kauft Flaschenbier nur in Geschäften, die kein Boykottbier führen! Hoch die Solidarität der Arbeiter! Boykottirt sind die folgenden, dem Ring augehörenden Brauereien: Attien- Brauerei Friedrichshain, Berlin. Attien- Brauerei- Gesellschaft Friedrichshöhe, vorm. PaßenAktien- Brauerei- Gesellschaft Friedrichshöhe, vorm. Patzenhofer, Berlin. Aktien- Brauerei- Gesellschaft Moabit, Berlin. Attien- Gesellschaft Schloßbrauerei Schöneberg, Schöneberg. Bergschloß- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Bockbrauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Kronen- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Unions- Brauerei, Berlin. Böhmisches Brauhaus, Kommandit- Gesellschaft auf Aktien, A. Knoblauch, Berlin. Brauerei Oswald Berliner, Berlin. Brauerei Julius Bözow, Berlin. Brauerei Borussia, Aktien- Gesellschaft, Niederschönweide bei Johannisthal. Brauerei Gambrinus, Aktien- Gesellschaft, Charlottenburg. Brauerei Carl Gregory, Berlin. Brauerei F. Happoldt, Berlin. Brauerei Königstadt, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Brauerei Pfefferberg, vorm. Schneider u. Hillig, Berlin. Brauerei A. Werm, Berlin. Bürgerliche Brauerei, Berlin. Bürgerliches Brauhaus, Otto Müller, Berlin. C. Habel's Brauerei, Berlin. Gebrüder Josty, Berlin. Norddeutsche Brauerei, Attien- Gesellschaft, Berlin. Schultheiß' Brauerei, Aktien Gesellschaft, Berlin, Abth. Schönhauser Allee. desgl. Abth. II Tivoli. = Brauerei Schweizergarten, Berlin. Spandauerberg- Brauerei, vorm. C. Bechmann, Westend bei Charlottenburg. Vereinsbrauerei Rigdorf. Versuchs- und Lehrbrauerei, Berlin. Vittoria- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Germania- Brauerei, David u. Martin, Berlin. Brauerei Stralau. Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Charlottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann.: Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl King u. Ro., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Lerch u. Plettenberg, Werder a. H. Brauerei in Wusterhausen. Exportbrauerei Nathenow. Bürgerliches Brauhaus, Dresden. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frant furt a. D. Gustav Spiekermann, Weberstraße 66, Niederlage des Bürgerlichen Brauhaujes 2udenwalde. Phönix- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Tokales. Die Boykottkommiffion. senden, sondern dieselben den Mitgliedern der Lokalkommission| Für die paar Mark, die der Unternehmer zu derartigen Ver des betreffenden Kreises überweisen. Gastwirthe, die kein Ring- gnügungen spendet, verlangt er auch gewöhnlich, daß die Arbeiter bier verschänken, werden darauf hingewiesen, daß fie Bekannt ihm zum mindesten anhochen und sich unter den Strahlen seines machungen dieser Art als Inserate zu erlassen haben. Wohlwollens über ihre alltägliche Misere hinweg täuschen. E3 Warum stellen die acht Böttchermeister keine Gesellen ist daher mit Genugthuung zu begrüßen, daß der Bierboykott liner Arbeiterbevölkerung in Furcht und Schrecken sehen sollte, hältniß hinausgeht, für sie vom Uebel ist. mehr ein? Das Renommirplakat, das am Mittwoch die Ber- reinigend wirkt und die Arbeiter darüber belehrt, daß jede Beziehung zum Unternehmer, die über das rein geschäftliche Ver ist gestern von uns gleich auf seinen wahren Werth gewürdigt hältniß hinausgeht, für sie vom Uebel ist. worden. Für unsere Ansicht, daß die acht Böttchermeister, die, Damit der Sache der Humor nicht fehle. Zur selben arbeiten lassen, einfach deshalb keine Gesellen einstellen können, Boykotts berieth und sich einstimmig mit dem Vorschlage feiner wie uns versichert wurde, fast ausschließlich für Ningbrauereien Beit, als das proletarische Berlin über die Verschärfung des weil die Ring brauereien nichts für sie zu thun Führer, die dreißig Ringverschworenen die Macht der Arbeiter haben, für diese bereits gestern von uns geäußerte Ansicht er- fühlen zu lassen, einverstanden erklärte zur nämlichen Stunde halten wir jetzt von kompetenter Seite den zahlengemäßen Beleg. bildete der Boykott im antisemitischen Lager den Gegen Es arbeiteten Böttcher auf Bierfaß: stand heftiger Debatten, die 0, grausame Fronie der Weltgeschichte mit der glänzenden Niederlage der Bier Antisemiten", wie die Rösicke'schen Sauf fompagnien von ihren Gesinnungsgenossen bezeichnet wurden, endigten. Um dem Einwande, die gestrige Arminhallen Vers sammlung sei nicht kompetent gewesen, zu begegnen, gestatten wir uns zu bemerken, daß im weitesten Umfange und vorschrifts mäßig auch in der antisemitischen Preffe, für Publikation Sorge getragen war. Daß man in dem kleinen Saale gar so viele sah, die nicht da waren, dürfte seine Erklärung darin finden, daß die Preisfechter des Berliner Bierringes größentheils schon Man sieht, die acht ehrsamen Böttchermeister haben Zeit, sehr schöne Sache, aber es giebt im Menschenleben Augenblicke, wieder kampfunfähig geworden sind; der Muth ist ja eine aus Leibeskräften ins Horn der boykottirten Ringbrauereien zu- wir verzichten zartfühlend auf die zoologische Bezeichnung stoßen. Die Faßproduktion, die einen sichern Schluß auch auf dieses Zustandes- wo selbst das Gratis- Ringbier so gewaltige die Bierproduktion der Ringbrauereien zuläßt, ist gerade um Gambrinusanbeter nicht mehr reist. die Hälfte, um 50 pCt. zurückgegangen. bei W. Koch vor der Aussperrung gegenwärtig 50 34 Benede 16 10 " Borchert 22 11 " Lehmann u. Beyer 12 3 " Lindner 9 6 " Muth 16 4 " Raabe 10 4 " " Schulmeister 10 145 feiner 72 Ein Erfolg, mit dem die für ihr gutes Recht kämpfende Arbeiterschaft ausgezeichnet zufrieden sein kann. Ein antisemitischer Redakteur, Boekler benamset, wehrte sich verzweifelt gegen die Hiebe, welche die fortschrittlichen, sozialitären Gesinnungsgenossen austheilten. Er mußte sich sagen lassen, daß Wie alle Ausfälle der Unternehmerschaft, die bestimmt waren, der reaktionäre Antisemitismus" Bachler'scher Couleur unfähig die Arbeiterschaft in Verwirrung zu versetzen, gerade die gegen sei," den Bierboykott zu begreifen. Die Bachler'sche Intertheilige Wirkung übten, so auch das Renommirplafat. " Rauft nicht bei Juden, sei tein Boykott", Ein Rückgang von 50 pet.! Jetzt begreift man, warum die pretation: Arbeiterfeinde die waghalsigsten Sprünge ristiren, jetzt begreift sei nur ein Ausfluß größter Heuchelei und ein anderer Redner erklärte, daß sich die volksfreundlichen„ fortman, daß für das Brauereikapital alle Hilfstruppen mobil geschrittlichen Antisemiten" bestens bedanten, als Unternehmermacht sind, daß Unternehmer, Antisemiten, Saalbefizer, PreßI fosaten, Budiker und Beamte im innigen Bunde gegen die nechte gegen die durchaus im Recht befindlichen Brauerei Arbeiter aufzutreten. Der bierwütheriche Vertreter des reaktionären Arbeiterschaft aufmarschiren. Die Bierfaßproduttion Antisemitismus" schüttelte zunächst die Staatsbürger Zeitung" ist um 50 pt. zurückgegangen. die ja erst seit kurzer Zeit und manchmal recht eigenartigen Antifemitismus betreibe von sich ab, wurde aber, als das nichts half, sehr bösartig und verließ, das treue deutsche Herz voller Grimin, die sozialdemokratische Filialversammlung," für die er, das ist das Drolligste, in seinem Blatte Propaganda gemacht hatte. Das erklärt die verzweifelten Mittel der Gegner, das er tlärt Alles! Militärboykott und Bierboykott. Ein Charlottenburger Blatt schreibt wörtlich Folgendes: „ Das hiesige Garnison- Kommando hat mittels Schreibens vom 7. d. M. dem Restaurateur Herrn Reimann mitgeteilt, daß das für Militärpersonen bisher bestandene Verbot zum Besuche der Gambrinus- Brauerei aufgehoben worden ist. Hieraus ist ersichtlich, daß die Behörden geneigt sind, diejenigen Wirthe, welche fich nicht blindlings in die Forderungen der Boykott- Kommission gefügt haben, zu unterstützen." Wird Alles nichts helfen. Gar bald kommt die Zeit, wo die Sozialdemokraten sich in der Gambrinus- Brauerei wieder wohl fühlen und die Militärbehörde konsequenter Weise dies Lokal wieder boykottiren muß. Denn es wird wohl noch viel Wasser gefärbt werden, bis die Militärbehörde einsieht, daß der Boykott wohl Wirthe und Brauereien empfindlich strafen, daß er aber nicht die Soldaten von der Berührung mit Sozialdemokraten abhalten kann. Wie der Boykott durchgeführt wird. Die„ Norddeutsche Allgemeine Beitung" berichtet: Störungen des guten Verhält niffes zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern bringt der BierBoykott auch außerhalb der unmittelbar betheiligten Kreise zu Wege. Die Arbeiter einer großen Fabrik im Osten Berlins pflegten im Sommer einen Ausflug in die Umgegend zu unter: nehmen und erhielten dazu von dem Fabrikbesiger eine namhafte Summe. In diesem Jahre hatte man als Zielpunkt ein Lokal an der Oberspree in Aussicht genommen. Da nun aber der dortige Wirth geachtetes Bier ausschänkt, so trat ein Arbeiterausschuß mit ihm in Verbindung, um ein anderes Getränk zu erreichen. Damit war der Wirth nur einverstanden, wenn man ihm 500 m. für die Benutzung seines Gartens zahle, dann könne man sich das Bier selbst beschaffen. Von diesen Verhandlungen hat nun der Fabrikherr Kenntniß erlangt und den üblichen Buschuß zu dem Vergnügungsausflug zurückgezogen." Verhält sich der Fall so, wie von dem offiziösen Blatt berichtet worden, so kann dem konsequenten Verhalten der Arbeiter nur Lob gezollt werden. Es wird hier wieder aufs neue beBerichtigungen, den Boykott und die Lokalfrage betreffend, wiesen, daß die sog. Fabrikausflüge und ähnliche Vergnügungen wolle man hinfort der Redaktion des Blattes nicht mehr zu- nur demoralisirend auf die Arbeiterschaft zu wirken geeignet sind. Um die Mitternachtszeit war die Schlacht beendet. Db außer dem angegebenen Thema:" Der Boykott als berechtigtes Rampfmittel gegen Juden und Unternehmer" und den sich daran schließenden Erörterungen über Religion, Anarchismus mit seiner Nährmutter der„ Alliance israelite", Sozialismus und Vegetarismus noch über viele andere Sachen verhandelt wurde, ist uns nicht mehr in der Erinnerung. Wir müssen uns da auf einen Bericht des Polizeimoniteurs verlassen, in dem es heißt, daß der Boykott nach den Darlegungen des Privatlehrers Keil gegen die Juden am schneidigsten durch geführt werden müsse; gegen die Juden solle auch der geistige Boykott angewandt werden. 3. B. dürfe man keinen gelehrten Juden mehr hören, teine jüdischen Aerzte tonfultiren, teine Bücher jüdischer Autoren lesen, denn das gefährlichste Buch sei das des Juden Mary und die Bibel, die auch von Juden beeinflußt sei. ( Ruf: Oho! Unsinn!) Die Bibel fei so wie jedes andere jüdische Buch zu boykottiren( Gelächter, Widerspruch), denn in jedem Juden stecke ein Stück Teufel.( Pfuirufe und Lachen.) Auf den Einwand des Herrn Böckler, die Bibel sei fein gefährliches Buch, welches zu boykottiren sei, erscholl der Ruf: Machen wir aber! Man kann also als sicher annehmen, daß neben dem mehr materiellen Gerstensaft Mary Kapital und die Bibel bei den Die Frage bezüglich BoySozialitären" als boykottirt gilt. kottirung der Fleischkost scheint noch offen zu sein. Zur Lokalfrage. Wir erhalten folgende Zuschrift: In der Staatsbürger- Beitung", dem Hauptorgan antisemitischer Radaubrüder und Lügenpeter, befindet sich eine Korrespondenz von hier, in welcher mir nachgesagt wird, ich hätte dem Gast wirth Arnholdt angedroht:„ Wenn Sie den Saal uns nicht freiwillig geben, dann werden wir ihn zu erzwingen suchen." Dieser mir in den Mund gelegte Ausspruch ist einfach erlogen. In Wirklichkeit verhält sich die Sache so: Als wir vor furzer Zeit bei Herrn Arnholdt wegen Hergabe seines Saales zu Arbeiterversammlungen vorstellig wurden, bat er sich acht Tage Bedenkzeit aus. Am Montag Abend ging ich nun mit noch einem Genossen bätte; Zu unserem gestrigen Berichte über die Boykottaktion haben wir noch nachzutragen, daß auch die beiden in Charlottenburg abgehaltenen Bersammlungen eine Begeisterung befundeten, wie sie selbst in der Geschichte der Sozialdemokratie felten dasteht. Beide Bersammlungslotale waren überfüllt, der Saal, in welchem Liebknecht sprach, mochte von mindestens 1600 Personen besucht fein, während Bubeil vor etwa 600 Personen redete. Mit regem Eifer folgten die Parteigenossen und Genossinnen den Ausführungen der beiben Redner; das Charlottenburger Proletariat zeigte am Mittwoch, daß es ebenfalls fest entschloffen ist, den Kampf mit dem Unternehmerthum bis zum Aeußersten durch zuführen! " Gerichts- Beitung. zu ihm, um seinen Entschluß zu hören. Herr Arnholdt fagte: biefem Ringe völlig entspreche, ihm faft ganz gleich, nur als „ Ich würde Ihnen ebenso gern wie den Antisemiten Frauenring etwas fleiner sei. Der Löbener angebotene Ring ist und jeber anderen Partei meinen Saal zur Ver- allerdings bis jetzt nicht wieder zum Vorschein gekommen, aber Unschuldig verurtheilt. Zum dritten Male verhandelte fügung stellen, wenn ich die Polizei nicht zu fürchten man darf mit ziemlicher Sicherheit annehmen, daß es sich um gestern das Schwurgericht des Landgerichts 1 in einer Straffache auch würden sich dann andere Gäfte zurückziehen." den Trauring der Frau Lange handelt, der ihr bei der Blutthat wegen Raubes. Am Abende des 24. Juni v. J. hatte der Hierauf erwiderte ich:" Nun, Sie haben sich die Folgen selber abgenommen worden ist. Der Mann, der den Verkauf bewerk: Maurergeselle Diettrich das Meißner'sche Schanklokal in der zuzuschreiben und die Sichterfelder Arbeiter werden sich danach stelligen wollte, ift etwa 35 Jahre alt, 1,65 M. groß, hat braunes Triftstraße verlassen, um sich nach Hause zu begeben. Drei zu richten wiffen. Sie werden sich in Zukunft über allzu großen Haar, hohe Stirn, scharfmartirte, im Sattel eingedrückte Nase, Männer verließen furz nach ihm dasselbe Lokal, holten ihn ein Arbeiterbesuch nicht zu beschweren haben." Nachdem der Herr furzgehaltenen braunen ins gelblich spielenden und unter dem Kinn und nahmen ihm in der unbebauten und menschenleeren Straße Wirth uns noch versichert hatte, daß er persönlich gegen uns getheilten Vollbart, einen helleren, herabhängenden Schnurrbart. fein Portemonnaie mit 22 M. Inhalt ab, wie Diettrich angab nichts habe, und daß ihn nur vor den Maßregelungen der Auf die Gehilfen des Uhrmachers machte der Mann den Eindruck unter Anwendung von Gewalt. Dieselben drei Männer Polizei bange, verließen wir das Lokal. Was die Aus eines heruntergekommenen Menschen; sie glaubten, er wolle um follen etwa eine halbe Stunde später den Steinträger Joseph laffungen des antisemitischen Wahrheitsfreundes über unser eine Gabe ansprechen und wunderten sich, daß er im Besige eines Schlabizli, der ebenfalls aus dem Meißner'schen Lokal kam, überfallen, früheres Lokal anbetrifft, so habe ich dazu zu bemerken, daß der goldenen Ringes war. Der Mann erklärte, er wohne in der zu Boden geschlagen und beraubt haben. Der Thaten verdächtigt Gastwirth Herr Gries seit längerer Zeit vollständig er blindet Plantagenstraße au Steglig und habe nie einen Trauring ge- waren die Arbeiter Karl Töpfer, Max Held und Paul ist, und er deswegen seinem Geschäft nicht mehr vor tragen. Der Ring gehöre feiner Frau, er müsse ihn verkaufen, Held. In der ersten Verhandlung vor dem Schwurgericht stehen konnte. Eine Berichtigung dem oben genannten da er sur Deckung von Wiethschulden Geld brauche. Löbener räumten die Angeklagten Töpfer und Max Held ein, dem Maurer Antisemitenblatt zuzusenden, halte ich nicht für angebracht, da lehnte den Kauf ab, weil der Verkäufer sich nicht ausweisen Diettrich das Portemonnaie gestohlen zu haben, bestritten aber die Wahrheit, wenn es sich uni unsere Partei handelt, in diesem fonnte und stellte anheim, mit Miethskontrakt oder Steuerquittung die Anwendung von Gewalt. Ebenso bestritten sie, daß sie bei Blatte bekanntlich feinen Eingang findet. Den Arbeitern von wiederzukommen. Der Unbekannte fragte, ob ein polizeilicher bem Staubanfall gegen Schlabikki betheiligt gewesen seien. Der Lichterfelde und Lantwit aber möchte ich anrathen, einmal 4 bis Anmeldeschein genüge und entfernte sich auf die Bejahung mit dritte der Angeklagten, Paul Held, bestritt seine Schuld nach 6 Wochen kein einziges Lokal zu besuchen, in dem Boykott oder dem Bemerken, er werde einen solchen holen. Er ist aber nicht Ringbier verzapft wird. Führen wir dieses fonfequent burch, wiedergekommen und hat auch in Steglitz nicht ermittelt werden jeder Richtung hin. Der Fall Schlabiyki mußte damals ausgeschieden werden, weil der Vertheidiger neue Bes dann werden die Herren Wirthe von selber kommen und uns können. Personen, die über den Mann Auskunft geben können, weißanträge stellte, in betreff des Falles Diettrich thre Säle zu Versammlungen anbieten. Die Berliner Aus- werden, wie alle, die zur Aufklärung Mittheilung machen wurden die Angeklagten Töpfer und May Held von den flügler werden ersucht, vorläufig unseren Ort zu meiden. Groß- fönnen, gebeten, sich bei dem Kriminalkommissar Penzig im Geschworenen des einfachen Diebstahls für schuldig gesprochen Lichterfelde, den 12. Juli 1894, Th. 2abjuhn. Bimmer 387 des Polizeigebäudes au melden. Erwünscht wäre und darauf zu Gefängnißstrafen verurtheilt. Paul Held wurde 7 bes bufonen fich melben, bie von einem und warde der Polizei auch, wenn die Personen sich melden, die von einem freigesprochen. Eine zweite Verhandlung des Schwurgerichts beEisenbahnzuge aus den Kampf des Mörders mit seinem Opfer schäftigte sich mit dem Raubanfall gegen Schlabigti. Der Letztere erklärte, daß er Töpfer und May Held bestimmt erkannt habe gesehen haben sollen. i Der noch in räthselhaftes Dunkel gehüllte Tod des und ebenso bezeichnete er ein Taschenmesser, das bei Töpfer geSimmermeisters Daniel Sittel in Nanen bildet, wie die funden worden war, als das ihm geraubte. Die Geschworenen B. 3." schreibt, einen schauervollen Aft in einem erschütternden sprachen Töpfer und Max Held schuldig, Paul Held nichtschuldig. Drama, dessen Anfänge auf mehr als fünf Jahre zurückgerechnet Töpfer wurde zu fünf Jahren Buchthaus, Max Held werden müssen. Die Familie Sittel war seit Jahrzehnten eine zu anderthalb Jahren Gefängniß verurtheilt. Sowohl ber angesehnsten und reichsten des Havellandes; fie besaß von jeher der Staatsanwalt wie der Vertheidiger legten Revision ein. Beiderdas größte Baugeschäft im weiten Umkreise und mehrere 100 Leute feits wurde gerügt, daß bei der Fragestellung ein Formfehler hatten jederzeit darin Arbeit. Das Haus gilt heute noch als voll- begangen fei, indem der damalige Vorfizende, Direktor Brausetommen solid, obwohl es wiederholt schwere Krisen zu bestehen hatte. wetter, den Zusatz vergessen hatte Auf der Straße". Das Diefe wurden veranlaßt durch einen nahen Verwandten der Familie, Reichsgericht beschied den Wertheidiger, Rechtsanwalt Matterswelcher unglücklich spekulirt hatte. Vor fünf Jahren hatte der borf, dahin, daß durch das Uebersehen des ftraferhöhenden Umalte Gittel, der das Baugeschäft mit dem jetzt verstorbenen Sohn standes der Angeklagte May Held nicht beschwert und seine gemeinschaftlich betrieb, für jenen Verwandten mehrere hundert Revision daher unbegründet fei. Dagegen fei der Revision des tausend Mark zu decken. Die Affäre kostete dem Vater das Leben; Staatsanwalts Dr. Benedix Folge zu geben, da durch die den Die Schuhmannschaft der sechsten Polizeihauptmann er starb unter tragischen Nebenumständen. Damals wurde ein Geschworenen gestellte Frage durch Nichtberücksichtigung Umstandes, daß die That fchaft hat sich am Mittwoch Nachmittag mit der Charlotten- Mann aus Berlin, der zum Hause Sittel in irgend welchen Be- des straferhöhenden burger vereinigt, um das Gelände in der Nähe der Rostocker- ziehungen gestanden, auf grund der Aussage des jungen D. Sittel Angeklagten auf der Straße geschehen sei, die Anklage Diese Entscheidung des Reichsgerichts ftraße zu Moabit, besonders die Straßen 12 und 27 zu besetzen. zu einer schweren Freiheitsstrafe verurtheilt. Vor einigen Monaten nicht erschöpfe. Anlaß hierzu hatte eine Mittheilung an die Polizei gegeben, war er aus dem Zuchthause gekommen. Der Bestrafte tauchte sollte für die Verurtheilten von schwerwiegenden und unerwar wonach Spuren des Mörders der Frau Lange zu suchen feien, alsbald in der Gegend von Nauen auf und erzählte sehr nach- teten Folgen sein. Es mußte auf grund derselben gestern noch Der Zeuge meint der Leser etwa? O nein, deswegen hat sich die Schutz- theilige Geschichten über Daniel Sittel. In der That foll gegen einmal gegen May Held verhandelt werden, mannschaft der sechsten Polizeihauptmannschaft nicht mit der letteren Strafanzeige wegen mehrfachen Meineides eingereicht Schlabili blieb wiederum dabei, daß er die Angeklagten Töpfer Charlottenburger Polizei vereinigt. Das oftentative Aufgebot worden sein. Mit dem Wiedererscheinen jenes Mannes wurde und Held erkannt habe. Nun trat aber der Bertheidiger, Rechtswar zu Stande gekommen, weil man rathe!- weil der auch das Verschwinden Sittels sogleich in Busammenhang ge- anwalt Mattersdorf einen Beweis dafür an, daß Schlabizki ein Polizei der Schäfer aufgebunden war, daß die Sozial bracht. Es ist wohl möglich, daß Sittel freiwillig aus dem höchst unzuverlässiger Beuge sei. Es traten einwandsfreie Zeugen demokraten eine Bersammlung unter freiem Leben gegangen ist; ob er irgend eine Schulb auf sich geladen, auf, welche befundeten, daß Schlabitzki sowohl bei der Warteraume, wie auch im Simmel abzuhalten beabsichtigten! Die Polizei, wird nun wohl für immer unaufgeklärt bleiben, gleichwie der früheren Verhandlung im so meldet die Korrespondenz, die diese Nachricht bringt, fand über der Todesart schwebende Schleier schwerlich einmal gelüftet Meißner'schen Schantlokale ihnen gegenüber geäußert habe, der Angreifer num zwar fast alle Gastwirthschaften jener Gegend start von werden dürfte. Dies ist die Ansicht der Nauener Bevölkerung es fei garnicht möglich gewesen, einen zu erkennen. Ferner befundeten Beugen, daß Töpfer das bummelnden Bourgeois und deren Damen besetzt, aber von einer von diesem Drama. bei ihm beschlagnahmte Meffer schon Tange vor Versammlung dieser Herrschaften soll trotz der Findigkeit und Ein trauriges Ereigniß wird uns aus der Potsdamer- ben Raubanfalle besessen habe. Der Zeuge Schlabizki scharfen Beobachtungsgabe der Polizei nichts bemerkt worden straße berichtet. Der dortfelbft Nr. 76 wohnende Dr. med. Stadt- räumte auf Vorhalten des Präsidenten, Landgerichtsdirektors feien. Wenn auch, so meinen wir, gegen die Sozialdemokratie hagen stürzte infolge eines unaufgeklärten Zufalls am Donnerstag Boigt, ein, daß er sich in Betreff des Messers irren könne. Im auf diese Weise schwerlich etwas auszurichten sein wird, so haben Morgen 1/25 Uhr von dem Balton seiner im zweiten Stock be: Uebrigen machte Schlabigfi bei seiner Aussage den Eindruck, daß Derartige Aufgebote vielleicht doch ihren Nugen, indem es nicht legenen Wohnung so unglücklich herunter, daß er nach zwei die Behauptung der Zeugen, er sei ein dem Alkohol ergebener ausgeschlossen ist, daß der Mörder der Frau Lange fich in den Stunden starb. Mann, der für seine Worte nicht verantwortlich gemacht werden Kordon der Schuylente unversehend hinein verirrt und so Durch des Himmels Fügung der strafenden Gerechtigkeit blindlings fönne", wohl gerechtfertigt erschien. Aus dem Buchthause in die Arme geräth. wurde, der Mitverurtheilte Zöpfer vorgeführt, er betheuerte, daß in dieser Sache unschuldig verurtage des Zeugen worden sei. Der Staatsanwalt ließ schließlich die Schlabiskt zu Protokoll nehmen. Nach Schluß der Beweisaufnahme gab der Staatsanwalt selbst zu, daß das Ergebniß der heutigen Beweisaufnahme nicht ausreiche, um daraufhin einen Antrag auf Schuldig begründen zu können. Den Wahlvereins Mitgliedern des 3. Wahlkreises zur Nachricht, daß am 15. Juli ein Familienausflug nach Grünau, Lokal von Matthie, Köpenickerstr. 5, stattfindet. Treffpunkt dafelst Morgens 11 Uhr. Das Ein schwerer Betriebsunfall ereignete fich am Donners tag Vormittag in der Wäschefabrit von St., Neue Königftr. 12, burch welchen eine 16jährige Arbeiterin betroffen wurde. junge Mädchen, Martha H., war mit der rechten Hand in die Welle einer Schneidemaschine gerathen, wobei das Glied bis zum Armgelent buchstäblich abgeschnitten wurde. Die Verunglückte wurde, nachdem ihr an Ort und Stelle durch einen Arzt ein Mothverband angelegt worden war, nach dem städtischen Krankenhause am Friedrichshain geschafft. er " des Zu der Nachricht über den Streik in der Teppich fabrik von G. Feibisch, Kaiserstr. 41, theilt Herr Feibisch persönlich mit, daß die Landparthie, von der in der von uns abgedruckten Lokalforrespondenz die Rede war, noch gar nicht stattgefunden habe. Die Nachricht über den Streik sei dahin zu forrigiren, daß von 180 Arbeitern, die in der Weberei beschäftigt Der Vertheidiger konnte fich auf wenige Morte be feien, zwölf am Mittwoch Morgen die Arbeit verlassen hätten. schränken, die Berathung der Geschworenen dauerte wenige Diefer partiellen Arbeitsniederlegung, so erklärt Herr Feibisch, Auf dem Tempelhofer Felde, in der Nähe der Nixdorfer Minuten, ihr Spruch lautete auf Nichtschuldig, der Angeklagte liege die Ursache zu Grunde, daß er einen Arbeiter, der feine Grenze, finden seit einigen Tagen allabendlich zwischen Berliner wurde freigesprochen. Kollege bei der Arbeit gestört und sich sonst in der Fabrik un- und Rigdorfer Jungen in noch schulpflichtigem Alter förmliche Es ist wohl anzunehmen, daß der Staatsanwalt das Wiebermöglich gemacht habe, entlassen mußte. Mit diesem erklärten sich Schlachten statt, bei welchen Stöcke und Gummischläuche nach aufnahme- Verfahren gegen Töpfer beantragen und dessen Ent die 12 Arbeiter solibarisch. berühmten Rustern die Hauptrollen spielen. Vorgestern Abend laffung aus dem Zuchthause bewirken wird. Ihm, so weit es Mit der Unterschrift: Die streikenden Weber" erhalten wir batten sich sogar auf beiden Seiten Erwachsene eingefunden, überhaupt möglich, eine gefeßliche Entschädigung zukommen zu dagegen von Seiten der betheiligten Arbeiter eine Darstellung des welche sich gleichfalls an der Prügelei betheiligten. Hierbei wurde laffen, das gestattet die deutsche Gerechtigkeit bekanntlich immer Sachverhalts, in dem zunächst konform den Mittheilungen des nun ein Berliner Maurer so erheblich verlegt, daß er besinnungs- noch nicht. Herrn Feibisch darauf verwiesen wird, daß das Fest erst am los nach seiner Wohnung getragen werden mußte. Gestern Abend 15. Juli stattfinden sollte. Dann wird dargelegt, daß die Ur- fanden sich auf dem Kampfplage mehrere Polizeibeamte ein, fachen der Entlassung überhaupt nicht in der Landparthie be- welche neue Erzeffe verhinderten. Wir können den Eltern nur standen habe, sondern darin, daß die Organisation der Arbeiter rathen, ihre Kinder von dem Betreten jenes Theiles des Tempeldem Herrn Feibisch ein Dorn im Auge sei und daß zwei Kollegen bofer Feldes abzuhalten. die sich den Mund verbrannt hätten, ohne ersichtliche andere Gründe entlassen feien. Mit diesen beiden Arbeitern hätten sich die anderen solidarisch erklärt. vor Gewerkschaftliches. Achtung, Töpfer! Die Arbeit ist auf den drei Bauten in der Kaiser- Wilhelmstraße bei Peters u. Behm wieder aufgenommen. J. A.: W. Daudert. Polizeibericht. Als am 11. d. Mts. ein Hausbiener gegen mittag mit einem Handwagen über den Damm der RosenthalerAchtung, Steinarbeiter! Am Montag, den 9. Juli, straße fahren wollte, wurde sein Wagen durch eine Droschke anDie Sammelliften 2504 unb 2165 für ausgesperrte gefahren. Der Hausdiener wurde dadurch bei Seite geschleudert legten die Kollegen der Marmorwaaren- Fabrik von C. E. Kelch, Schönebergerstraße, Ringbahn- Bogen 70-78, wegen Lohnabzug Brauerei- Arbeiter find als verloren gegangen gemeldet worden. und fiel fo unglücklich vor einen in der Fahrt befindlichen die Arbeit nieder. Die zur Schlichtung des Streits gewählte Wir erfuchen, dieselben betreffenden Falls anzuhalten und bei Omnibus, daß ihm durch denselben Verlegungen am Kopfe und Kommission konnte mit dem Vertreter der Firma bis jetzt noch E. Heife, Lichtenbergerstr. 21, abzugeben. Die Kommission anscheinend auch innere Berlegungen zugefügt wurden. feine Einigung erzielen. Der Zuzug ist demnach noch fern zu der Böttcher. Nachmittags gingen in der Großen Hamburgerstraße zwei Der Vertrauensmann. einen Geschäftswagen gespannte Pferde durch. In balten. Weshalb der Kämmerer Lehmann and Eberswalde ber Sophienstraße wollte sie ein Schuhmann aufhalten, erhielt J. Buchmann, Willibald- Alegisstr. 89. fein Polizeifranker ist. Der Kämmerer Lehmann aus Ebers aber dabei durch die Deichselspitze einen derartigen Stoß vor Achtung, Parteigenossen! Alle diejenigen, welche noch walde wird in der Charitee noch nicht als Polizeigefangener ben Unterleib, daß er ohnmächtig zusammenbrach und mittels Gelder oder Sammellisten für die ausgesperrten Kuhnheim'schen behandelt, mithin liegt ein Haftbefehl noch nicht vor. Ob dieser Krankenwagens nach der Wohnung gebracht werden mußte. Arbeiter haben, werden ersucht, solche schleunigst abzuliefern an aus dem Grunde bisher nicht eingelaufen ist, weil der Zustand Ein Postschaffner erhängte sich in der in der Dennewißstraße den Vertrauensmann Heinr. Bölert, Adlershof, Bismarckdes Kranken eine Flucht nicht zuläßt, ist nicht bekannt. Lehmann belegenen Wohnung seiner von ihm geschiedenen Frau. Ein straße 37. Ohne Arbeit sind noch 15 Mann( Familienväter). befindet sich im übrigen außer jeder Lebensgefahr, wenn auch die in der Pallisadenstraße wohnhafter Mann versuchte, sich mit Die Unterstügungs- Kommission. Aerzte eine Bernehmung noch nicht für zulässig erachten. Gin einem Küchenmesser den Hals durchzuschneiden, verletzte sich zweiter Grund dafür, daß Lehmann noch nicht nach der Polizei jedoch nur unerheblich. Gegen Abend fiel an der Schöne station übergeführt worden ist, kann darin gesucht werden, daß bergerbrücke ein vierjähriges Mädchen in den Kanal, wurde aber mit demselben Augenblick die die Festnahme verfügende Behörde durch einen Vorübergehenden mit dem Regenschirm alsbald für das Pflegegeld von 2 M. täglich aufzukommen hat, während wieder herausgezogen. Auf dem Grundstück Charlottenstr. 8 Auf dem Grundstück Charlottenstr. Diese Rosten bisher von Lehmann selbst bezw. von der Stadt brannte ein Fachwerkgebäude, in dem sich eine Tischlerei befindet. Eberswalde getragen werden müssen. Witterungsübersicht vom 12. Juli 1894. In der Schweichel'schen Mordfache, so meldet eine Lokalforrespondenz, wird jezt bekannt, daß die Kriminalpolizei wieder eine neue Fährte verfolgt. Die Sache betrifft diesmal eine bestimmte Person, nämlich die des 36 Jahre alten Rauf manns Krieg. Auch er hat sich zur Zeit vagabondirend umher- Stationen. getrieben, und auch die Personalbeschreibung paßt auf ihn. Sogar der Stoppelbart fehlt nicht. Nach Krieg braucht die Polizei nicht erst zu suchen; er ist inzwischen wegen einer anderen Strafthat in Untersuchungshaft genommen worden. Es Swinemünde handelt sich dagegen um das Zusammenbringen von Beweisen, Hamburg und nach dieser Richtung hin haben noch dieser Tage Vernehmungen stattgefunden. Sogar eine Schwefter Krieg's, eine Wiesbaden. Frau H. in der Rückertstraße zu Charlottenburg, ist zur Abgabe München. ibres Zeugnisses herangezogen worden. Hiernach muß die Sache Wien für den Maurer Thiede nicht so schlecht stehen. Berlin Barometerreduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 6 SSM (-6662114ARE 750 750 754 SW 754 SW 760 759 Haparanda 755 748 W 741 752 WNW SW 5 5 B. 1 28etter Temperatur halb bedeckt 18 heiter heiter 16 18 bedeckt Regen wolfig heiter 17 14 15 18 14 13 heiter bebedt wollig 16 150.= 4° R.) Zum Mord in Schöneberg. Abgesehen von mehreren Petersburg anderen Spuren, so berichtet eine Lokalforrespondenz, hatte die Cork. Kriminalpolizei ihr Augenmert auf einen Mann gerichtet, der Aberdeen am Montage zwischen 52 und 6 Uhr dem Uhrmacher Löbener, Baris Potsdamerstr. 23, einen Ring zum Kauf angeboten hat. Es ist ein 14 tarätiger Trauring, der innen den Stempel 585 mit zwei Wetter- Prognose für Freitag, den 13. Juli 1894. Kleinen Quadraten und dem Buchstaben G. trägt und etwa Theils heiteres, theils wolliges Wetter mit etwas Regen, 10 Gramm wiegt. Löbener ist nun der Ring des Ehemanns frischen südwestlichen Winden und wenig veränderter Temperatur. Lange vorgelegt worden, und er erklärt, daß der ihm angebotene! Berliner Wetterbureau. Deutschlands, als: Geschäfts, Saus Romptor. An alle im Handelsgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter Deutschlands, als: Geschäfts, Saus. Komptor. diener, Markthelfer, Bader, Ausläufer, Rollfutscher, Geschäftstutscher und verwandte Speicher, Speditions- und Keller Arbeiter, Berufsgenoffen! und Hur Kollegen! Unsere Organisation hat troß ihrer Jugend bereits große Erfolge aufzuweisen. Am 26. Juni wurden drei unserer Kollegen von der Reichskommission für Arbeiterstatistik über unsere Arbeitsverhältnisse vernommen. Daß diese tieftraurige, geradezu erbärmliche find, wurde von der Kommission unumwunden zu gegeben. Indessen sollen die weiteren Erhebungen auf die Ladengeschäfte ausgedehnt werden. Die Engros Speditionsgeschäfte, in benen unsere Arbeits verhältnisse zum großen Theil noch schlechtere find, sollen jedoch nicht m die Erhebungen einbezogen werden. Gerade in diesen Betrieben sind aber eine sehr große Anzahl der Unferen beschäftigt. Es ist daher dringend nothwendig, daß die Kollegen allerorts sofort einen Petitionssturm eröffnen refp. die Reichsregierung durch Versammlungsbeschlüsse ersuchen, die weiteren Gr. hebungen im Handelsgewerbe auf die Arbeitsverhältnisse in Ens groß und Speditionsgeschäften auszudehnen.. Kollegen! Die Eigenart unseres Berufes ist es, welche uns veranlaßt, für eine gefeßliche Regelung unserer Arbeitsverhältnisse mit aller Kraft einzutreten, weil wir durch Streits nichts erreichen tönnen. Die Handels- Hilfsarbeiter Deutschlands sind bis jetzt nur in wenigen Großstädten organisirt, nun sind aber erfahrungsgemäß die Arbeitsbedingungen unserer Branche in Mittel- und Kleinstädten noch erbärmlichere als in Großstädten. Es ist deshalb auch nothwendig, daß die Kollegen in ersteren endlich daran denken, fich zu organisiren. Die Bernehmung vor der Reichskommission| Zokaten Boykottbier zum Ausschant gelangt und Herr Cohn laut gefaßt werden soll. Das Stiftungsfest wird im August bei hat uns bewiesen, daß die Regierung nur Gewicht auf starke Bestimmung der Schultheiß'schen Brauerei die Säle zu Berfanımı- Senftleben gefeiert. Organisationen legt, welche energisch und zielbewußt eine lungen an die Arbeiterschaft nicht hergeben darf. Besserung der Lage unserer Kollegen anstreben. Wer nichts ver langt, ber erhält nichts. Der Vorstand. J. A.: P. Schneider, Blumenstr. 29. Das Raffenlokal befindet sich jetzt Stallschreiberstr. 29 bet Die Zahlstelle Süd- Ost bei Herschleb, Adalbertusdire Dersammlungen. Die Herren Prinzipale nehmen gegen uns eine Stellung ein, Schöning. wie im Mittelalter der Herr zum Knecht. Den Handlungsstraße 4. gehilfen wollen fie eine Regelung der Arbeitszeit gnädigst gewähren, uns, den Hilfsarbeitern, nicht. Das ist eine Herausforderung, die eine gebührende Antwort erhalten muß. Wir haben, indem indem wir selbst in den Kleinsten Städten Organisationen schaffen, ben Herren Kaufleuten und Spediteuren die Ueberzeugung beizubringen, daß wir uns als Arbeiter fühlen und nicht daran benten, ihre hörigen Knechte zu sein. halb bie auf, endlich an die Schaffung gediegener Organisationen zu Wir fordern deshalb die Kollegen allerorts nochmals dringend Denken; die unterzeichnete Kommission ist gerne bereit, den Kol legen Material zur Verfügung zu stellen und find alle diesbezüglichen Anfragen an Kollegen Karl Alboldt, Berlin SO., Elisabeth- Ufer 45, zu richten. Alfo auf Kollegen an die Arbeit, es ist die höchste Zeit. Die Agitationstommiffion ber Handels- Silfsarbeiter Deutschlands. Achtung, Textilarbeiter! In der mechanischen Weberei der Firma G. Feibisch, Berlin, Kaifer str. 41, haben sämmtliche Velourarbeiter wegen Maßregelung zweier Kollegen, welche für die Interessen ihrer Mitarbeiter und für den Verband thätig waren, die Arbeit niedergelegt. Der Entlassungsgrund, den Herr Feibisch angiebt, Mangel an Arbeit, ist nicht stichhaltig. Vielmehr hat sich Herr Feibisch schon mehrfach dahin geäußert, daß er bei ber ersten besten Gelegenheit die Unzu friedenen, die Seger" entlassen werde. Der Vorschlag der Arbeiter, bei Mangel an Arbeit doch die Arbeitszeit zu verkürzen, wurde in brüster Weise abgewiesen; Vorschriften laffe er sich nicht machen. Mit welchen Mitteln Serr Feibisch kämpft, erfieht man aus folgendem: Als am Donnerstag einer der Ausgesperrten mit einem Kollegen, welcher während des Streits dort wegen Untenntniß der Sachlage angefangen hatte, sich aber dann mit den Streifenden solidarisch erklärte, die Straße entlang ging, trat plöglich ein Kriminalbeamter an ihn heran und erklärte ihn für verhaftet, Die Haltung der Streifenden ist eine musterhafte und mehrere Kollegen, welche nach Ausbruch des Streits bort an gefangen haben, haben die Arbeit ebenfalls wieder niedergelegt und es dürfte Herrn Feibisch sehr schwer werden, andere Arbeiter zu bekommen. Die Kollegen werden ersucht, bis auf weiteres die Fabrik des Herrn Feibisch zu meiden. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abbruck dieses gebeten. Der Vorsta nb. Dermilchtes. Die gute Stadt Ilm war fürzlich eines Vormittags ohne polizeiliche Bewachung und steht trotzdem noch. Unglaublich, aber wahr! Ueber das Nähere berichtet die„ Allgemeine Beitung" unterm 10. Juli: Heute Nacht wurde in ein Wachtbuch ein chistischer Eintrag gemacht. Als der betreffende Schuhmann Ju der letzten Versammlung der Buchdruckerei- Hilfs heute früb fein Wachtbuch dem Polizei- Inspektor überreichte, arbeiter befürwortete Kollege Faber, daß der Delegirte sur fonnte dieser darin lesen: Soch die Anarchie! Nieder mit dem Gewerkschaftskommission bie Silfsarbeiterinnen ferner nicht mehr Inspektor, dem Menschenschinder! Tod dem Inspektor!" Darvertreten solle, und erklärte sich zur weiteren Uebernahme des Amtes Sierauf berichtete Jans als ausgeloofter Beisitzer zum Gewerbe nommen. Der hater fonnte jedoch bisher nicht ermittelt wer als Delegirter bereit. Die Versammlung war damit einverstanden, unter stand dreimal das Wort„ Dolch". Die ganze Polizeimannfchaft wurde daraufhin heute früh in ein scharfes 2 Berhör ge gericht über die Thätigkeit der Beisiger, während der zweite Bei- nommen. Der Jhäter konnte jedoch bisher nicht ermittelt wer Beiben. In den Straßen der Stadt war infolge des Vorfalls heute fiber einige Paragraphen der Gewerbe- Ordnung erläuterte. ben. In den Straßen der Stadt war infolge des Vorfalls heute Janz nahm die Kandidatur für die Gewerbegerichte- Wahlen Vormittag kein Polizeibeamter zu ſehen, wieder an. Die Versammlung sprach sich weiter gegen die Beder unzählige Fensterscheiben zertrümmerte und viele Häufer abIn Graz brach am Mittwoch Nachmittag ein Drtan aus, zahlung der 60 M. aus, die von den Hilfsarbeitern für die Er beckte. Der Schaden ist bedeutend, auch eine große Anzahl haltung des Gewerkschafts- Bureaus zu entrichten find. Am Menschen sind verlegt. " Eingelaufene Druckschriften. Deutschlands( Grpedition in Berlin SW., Beuthstraße 2). Bu bestehen burch alle Zeitungsspediteure, Das Abonnement beträgt durch die Post oder in Berlin durch die Beitungsspebiteure pro Quartal 1,20 M., unter Kreuzband 1,80 m. Die Nr. 24 vom 12. Jult hat folgenden Inhalt: Wochenschau. Friedrich Engels über die Lage in gtalten. Der außerordentliche Parteitag in Belgten. Der amerikanische Kohlengräberftrett. Ein AnarchistenEldorado. I. Parteinachrichten. Todten Wie man uns behandelt, Lifte. Literatur.- Geschichte des Trade- Unionismus in England. III. Die revolutionäre Periode 1829-1842. Plechanow: Anarchismus und Sozia lismus. V. Proudhon.( Schluß.) Bakunin. Die Lage der Bäckereiarbeiter in Defterreich. Gewerkschaftliches. Sozialstatistisches. Arbeiterversicherung. Sonntag Nachmittag 1 Uhr wird bei Röllig, Neue Friedrich- Die Cholera. In Zaleszeyki( Galizien) find am Dienstag ftraße 44, eine Versammlung mit geselligem Beiſammensein ab- 15 Personen an der Cholera erkrankt und 9 gestorben. Der Gegehalten. Das geplante graphische Sommerfest fällt aus. tedrichtsbezirk Zaleszcyti ift von dem Ministerium des Innern als Zum Bericht über die Nigdorfer Holzarbeiter Ver- Choleraherd im Sinne der Dresdener Konvention erklärt und fammlung, der in der letzten Mittwochnummer des Vorwärts" die entsprechenden Ausfuhrverbote angeordnet worden. veröffentlicht ist, schreibt uns der darin erwähnte Potir meister C. Voigt, daß er zu der Versammlung keine Einladung erhalten habe, die Sache also nicht habe klarlegen können, Der Sortaldemokrat, Sentral- Wochenblatt der fozialdemokratischen Partet und fährt dann fort: 1. ist es unwahr, daß ich von irgend jemand 15 oder 30 M. für gründliches Lehren des Polirens ver langt hätte; freiwillig sind mir von einem Dritten dafür 15 M. für eine derartige Bemühung gezahlt worden. 2. fann also der Betreffende nicht barsch abgewiesen worden; fein, noch beshalb aufgehört haben zu arbeiten; er ist vielmehr, ohne mein Buthun, vom Chef der Firma im Mai dieses Jahres entlassen worden, nachdem er seit November v. J. dort ge beitet hatte; 3. Laborenz hat allerdings einen Beschwerdebrief über mich erhalten; was derselbe enthielt, weiß ich nicht, hat aber, wie der Geschäftsführer selbst bestätigte, mit meiner Entlassung nicht das Mindeste zu thun. 4. Bezüglich der Bierprozente, die leider zu häufig durch Mantos sich ausglichen, andererseits ich sie aber auch meist herauszahlte, glaube ich am besten zu thun, darüber zu sch schweigen; wenn es nach mir gegangen wäre, hätte die Biervorhaltung längst abgegeben. Die ganzen Details vorzuzählen, dürfte den Raum einer Berich tigung wohl überschreiten, trotzdem stehe ich persönlich gern damit zur Verfügung." = Den Bielefelder Genossen bestätigen wir den Empfang von 51,05 m. als Munition für den Bierkrieg. Für die Boykottkommission. R. Millarg. Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeber Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Zahl anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. 2. 77. Es ist uns nicht bekannt, ob die Tölz'sche Brauerei in Spandau mit dem Brauereiring in Verbindung steht. Zielbewußt. Kann redaktionell nicht aufgenommen werden, nur als Inserat. Der Arbeiter Bildungsverein für Johannisthal, Nieder Schönweide und lmgegend hat, wie in der bei Streder in Schönweide abgehaltenen GeneralversammJ. A.: Julius Janz, Königsbergerstraße 88. In ng mitgetheilt wurde, im verflossenen Vierteljahr fünf VerBentral Kranken- und Begräbnißkaffe der Buch: sammlungen abgehalten, darunter eine öffentliche und eine Ge Ignotus, Innsbruck. Besten Dank für Ihre Zusendung. binder zc. Den vielen Anfragen der Kollegen, warum das neralversammlung. Die Raffe hatte 28,25 M. Bestand. Die Ein Eingehen auf den Artikel des Tiroler Tageblatt" verbietet Raffenlotal sowie die Bahlstelle bei Sperling verlegt ist, zur Verfammlung ertheilte dem Kassirer Vanselow Decharge und der Raummangel unferes Blattes. Mittheilung, daß der Vorstand es für seine Pflicht hielt, die sette den wegen Verhinderung des Referenten ausgefallenen Vor Beschlüsse der Berliner Arbeiterschaft, zu der doch auch wir ge- trag auf die Tagesordnung der nächsten Zusammenkunft, wobei hören, im vollsten Maße zu befolgen, da in beiben genannten auch über die abzuhaltenbe öffentliche Versammlung Beschluß Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, den 18. Juli. Bellealliance Theater. Zamora. Die Verlobung bei der Laterne. Die Nürnberger Puppe. Berliner Theater. Gespenster. Alexanderplatz- Theater. Gee fpenfter. National Theater. Ein Fest auf der Bastille. Apollo Theater. SpezialitätenSie nich sagt Genosse Erdmann, A Quadrat, plus B Quadrat; Doch uns geht ja das nichts an. Und da er heut Geburtstag hat, Trinken Rognat und viel Bünsche. Senden wir ihm viele Wünsche, Auf Dein Wohl trintt, wer was hat, A Quadrat, plus B Quadrat. Flimmerbude Lindenstraße. Unserem Pfropfenbruder 17886 Auguft Doy zu feinem heutigen Wiegenfeste ein breimal donnerndes Hoch! R. G. Otto Andre, Goldleiftenfabrit, Beuthstraße 6. M. Redtmann, Berlin O., Stralauerplatz 21. Bierwirth. Das Amtsgericht hat Recht. Achtung! Filzschuharbeiter. Achtung! Verein zur Regelung der Achtung! gewerbl. Verhältnisse der Töpfer DESARS PIZZA u. Berufsgen. Berlins u. Umgegd. der Berufsgenoffe Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Wilhelm Petsch am Montag durch Ertrinken seinen Tod gefunden hat. Die Beerdigung findet am Freitag, den 18. Juli, Nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Kirchhofes am Fürsten brunnerweg in Charlottenburg aus statt. Wir ersuchen die Kollegen und Be rufsgenossen, sich recht zahlreich zu be theiligen. 242/2 Der Vorstand. Danksagung. Grosses Sommerfest am Sonnabend, den 14. Juli 1894, im Elysium, Landsberger Allee 40-41, verbunden mit Großem Vokal- u. Inftrumental- Konzert ausgeführt von Bernfamusikern unter Mitwirkung des Gesango. Vineta ( Mitgl. des Arb.- Sängerb.) und des Voltshumoristen Genossen Heise. Bei eintretender Dunkelheit: Große Fackelpolonaise, wozu jedes Kind eine Stocklaterne gratis erhält. Jm großen Saale: Ball. Serren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Den geehrten Damen steht die kaffeetüche von 2 Uhr ab zur Verfügung. Ausschank von Weissbier, echtem Münchener und Grätzer Bler. 125/1 " Ich habe das Bedürfniß-" Der Pfropfenverein ,, Bedding", Dienstag Nachmittag verfchied nach langen Leiden unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Bräutigam, der Schriftfeher Ernst Giese im 22. Lebensjahre. Um stilles Beileid bitten die trauernden Eltern, Geschwister u. Braut, Die Beerdigung findet statt Sonntag, Allen Berwandten, Freunden, Ge den 15. Juli, Nachm. 3 Uhr, von der nossen und Bekannten, insbesondere Leichenhalle des Elisabeth Kirchhofes, den Gesangvereinen Biebesfreiheit" Prinzen- Allee. 17346 und Kreuzberger Harmonie" für die zahlreiche Betheiligung, die reichen Danksagung! Für die ehrenden Beweise u. große Krangspenben und ben erhebenben Ger am Theilnahme fowie großen Kransfpenden fang bei der Beerdigung meines lieben bei der Beerbigung unseres unvergeß mir unvergeßlichen Mannes meinen tiefgefühlteften Dant. des Hut- 1781b Wwe. Drößler. machermeisters Gustav Adolf Klinge, N Sur Anfertigung von Wäsche jeber Novität! lagen wir allen unseren tiefgefühltesten Art empfiehlt sich bei soliden Bes Dant, auch dem Gefangverein Morgen- dingungen 2. Schmidt, SO. Wuster haufenerstr. 3, I( nahe der Röpenicker Gin Fest auf der Bastille. roth" für seine erhebenden Gefänge. 4682 Wwe. Klinge n. Kindern. I straße). Borstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten, Vorstellung. Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. lichen Gatten und Baters, Große Frankfurterstr. 182. Novität! Schauspiel in 8 Aften von Fr. Held. Regie: May Samst. Das tgl. Polizeipräsidium hat mir Gesangverein„ Freie Feldblume" 17376 Entree 25 Pf., an der Kaffe 30 Pf. Um zahlreiche Betheiligung bittet Anfang 4 Uhr. Das Komitee. Grosse Dampferparthie Sonntag, den 15. Juli 1894, nach Hankel's Ablage, arrangirt vom Verein der Kistenmacher. Preis pro Billet 1,25 m. intl. Zanz und sonstigen Vergnügungen. Billets sind auch noch Sonntag früh 6 Uhr an der Jannowiß- Brücke zu haben. Abfahrt präzise 71/2 Uhr. Gäste sehr willkommen. Achtung! 156/3 Achtung! Arbeiter- Gesangverein ,, Nord". Da der Inhaber des Schloßpark Wilhelminenhof die öffentliche Aufführung des Schau fpiels ,, Ein Fest auf der Bastille nur Sonnabend, den 14. Juli, im Etablissement ,, Süd- Ost", erklärt, seitens der Behörde gezwungen zu sein, uns mit der ausdrücklichen Bemerkung ge stattet daß, falls Theaterbesucher sich bei den in dem Stücke zahlreich enthaltenen revolutionären Schlag wörtern zu lärmenden Rundgebungen politischer Tendenz sollten hinreißen ( Mitgl. b. A.-S.-B. B. u. U.). Waldemarstr. 75( Juhaber Gen. Ullrich): Grosses Familien- Kränzchen, tatt. verbunden mit laffen, die Wiederholung der Auffüb- Gesangs- und humoristischen Vorträgen, sowie verschiedenen Ueberraschungen. Ich rung alsbald untersagt wird." Anfang 8 Uhr. Billets für Damen 25, Herren 50 Pf. inkl. Tans find bitte daher das verehrte Publikum, in den mit Blataten belegten Handlungen zu haben. 128/5 fich während der Aufführung des Stückes jeder störenden Rundgebung Rein Ringbier! Kein Boykottbier! zu enthalten, ba sonst die weiteren Sozialdemokrat. Lese- und Diskutirklub ,, Heine" zu Rigdorf. Aufführungen in Frage gestellt sind. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Konzert. Sonnabend, den 14. Juli 1894, im Lokal der Wittwe Appoldt, Knesebeckstrasse: Im Garten: Großes Konz Großes Sommernachts- Felt Auf der Sommerbühne Aufführung von Possen und Luftspielen, sowie Auftreten von Spezialitäten erften Ranges. unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins ,, Freya", gemischter Chor, Konzert und deklamatorische Vorträge. Jm Saale: Grosser Ball. Lebende Bilder. Gratisverloofang. Freunde und Genossen sind eingeladen und können Billets in den mit nommen werden. Castan's Plakaten belegten Geschäften, sowie bei den Mitgliedern des Leseklubs entPanoptikum. Hawaiische Königs- Tänzerinnen. Das schwerste Ehepaar der Welt. Anfang 81/2 Uhr. Eintrittskarte 20 Pf. Achtung, Glaser! Das Komitee. 160/2 fein Lokal zu verweigern, so findet unsere Dampferparthie am 14. Juli nach Müggelschloss( Friedrichshagen) Billets behalten ihre volle Giltigkeit. Ausschank: Brauerei Müggelfchloß. Wohin unsere Landpartie! 128/4 Beelitzhof, Wilhelmshöhe v. A. Meyer. Bon Station Wannsee in 15 Min., von Schlachtensee, durch herrlichen Eichenwald, in 20 Min. zu erreichen, per Achse auf der Chaussee über Halensee und Hundekehle. Seiner herrlichen Sage wegen im Grunewald und am Wannsee, dem geehrten Publikum beſtens empfohlen. Kein Ringbier! Große Raffeeküche, 2 Sale, 2 Kegelbahnen, fowie Beluftigungen aller Art. Große Spielpläge vis- à- vis bem Lokale im prachtvollen Walde.- Vereinen, Fabriken, Gesellschaften zu Landpartien bestens empfohlen. Bei vorheriger Bestellung ermäßigte Preise. Bei ungünstiger Witterung ist für hinreichenden Schutz gesorgt. Achtung! Achtung! 3482* Verein der Bau- Anschläger Berlins und Umgegend. Laut Generalversammlungs- Beschluß vom 8. Juli findet die diesjährige 1321 Landparthie( Dampferparthie) Das Berkehrslokal und der Arbeitsnachweis der organisirten Glafer be findet sich nicht Blumenstraße 52 a bei Kleinau, sondern Ritterstr. 123 bei Stramm. Der Bevollmächtigte. nicht statt. 84/2 Der Vorstand. Freie Volksbühne. Achtung, Former! Am Sonntag, den 15. d. Mts.: Herrenpartie Treffpunkt 6/4 Uhr Morg. Nordbabnhoj in Gesundbrunnen. Fahrt bis Hermsdorf, und Freunde werden ersucht, recht des Vereins der Former. Die General- Versammlung der Freien Voltsbühne" findet am Mittwoch, den 18. Juli, nicht den Konkordia- Sälen, sondern im Konzerthaus Sanssouci, Rottbuser Straße 4a, statt. Der Vorstand der Freien Volksbühne. J. A.: Julius Türk. O., Blumenstr. 21. 271/2 Achtung! Schuhmacher. Achtung! Große öffentliche Versammlung aller in der Schuh- u. Schäftefabrikation beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen am Sonnabend, 14. Juli, Ab. 8 Uhr, bei Haberecht, Gr. Frankfurterstr. 30. Tages Ordnung: von dort linksseitig. Alle Mitglieder zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. 1740b J. A.: A. Mewes. Aufruf! Der Arbeiter Karl Weber, genannt Lange, geb. 1840 zu Schwerin a. W., wird gebeten, ſeine Adreſſe ſchleunig Rohtabak Größte Auswahl- Bill. Preise Emil Berstorff, Brunnenstr. 182. Der billigste und zuverlässigste UhrenEinkauf sowie Reparatur ist unzweifelhaft bei 254L* Albin Grüger, Uhrmacher, bitte ich Jeden, der Auskunft ertheilen Dranienstr. 1, Berlin SO. an seinen Bruder einzuschicken. Auch tann, dieselbe an G. Lange, Nieder Schönweide, Haselwerderstraße 8, bei Nickel- Cylind.- Remont. von 5 M. an. Berlin, gelangen zu lassen. 17366 Silberne Brauerei Carlsberg. 1. Der Stand der Streits in den Schubfabriten von Fürstenheim& Co. Alleiniger Flaschenbier- Vertrieb und Morösse. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Einberufer: G. Huhn. Tischler- Verein. 223/2 " " " 12 22 "" " " " 36 " "" 3 " " " " " " Goldene Damen- Remont. Goldene Herren- Remont. Getr. filb. Cylinderuhren Regulateure m. Schlagw. 16 Wanduhren, Nickel- Wecker, Ketten 2c. C. Schlagowsky, Roh- Tabak! 17386 52. Chausseestrasse 52. Sämmtl. in- und ausländischen Sorten, gute Qualität, tadelloser Brand, in billighter Preislage, empfiehlt Meinen werthen Freunden zur Nach Heinr. Franck, BabaSonnabend, den 14. Juli, Abends 9 Uhr, Melchiorstr. 15: richt, daß ich in meinem Lokal kein General- Versammlung Tages Ordnung: 1. Raffenbericht vom 2. Bierteljahr 1894. 2. Bericht der Bibliothek. 3. Vereinsangelegenheiten. Ausgabe der Billets zu der am 29. Juli ftatt: findenden Dampferparthie. Billets find zu haben bei den Herren E. Löchel, Dieffenbachstr. 27; Wulff, Prinzenftr. 8; Rothe, Adalbertstr. 83, sowie bei sämmtlichen Vorstandsmitgliedern bis zum 24. Juli. 249/1 Der Vorstand. Verband der Sattler( Norden). Am Sonnabend, den 14. Juli, Abends 81/2 Uhr, bei Krüger, Fennstrasse 5: Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Kollegen Sassenbach über: Die Handwerkerbewegung in Deutschland seit Einführung der Gewerbefreiheit. Achtung! 213/12 Achtung! Freie Vereinigung der Getreideträger und Speicherarbeiter. General- Versammlung Sonntag, den 15. Juli, Vormitt. 101/2 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tages- Ordnung: 1. Raffenbericht. 2. Abrechnung vom Stiftungsfest. 3. Diskussion über den Bierboykott. 4. Verschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. ( Zahlstelle Berlin.) Bezirks- Versammlungen. Abends 82 Uhr, Often: Montag, den 10. Juifs, stormbs wis me, in giebig's Salon, Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Hoffmann über:" Bassermann'sche Gestalten". 2. Diskussion. 3. Vorschlag eines Bezirksbeisiters. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Südosten: Montag, 16. Juli, Ab. 8%, Uhr, in Hoffmann's Fetsälen, Oranienstr. 180. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vorschlag eines Bezirksbeisigers. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Westen und Südwesten: Sobei Poppe, indenir. 106, 10 Uhr, Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verbandsange legenheiten und Verschiedenes.- Zu dieser Versammlung sind die Kollegen der Gossow'schen Werkstatt, Teltowerstr. 53, besonders eingeladen. Vertrauensmänner- Versammlungen. boykottirtes Bier habe. Verzapfe Bier aus der Brauerei Wilhelmshöhe. 1/4 Str. 5 Pfg., 1/2 Ltr. 10 Pig. Auch liegt der Borwärts" bei mir aus. Um zahlreichen Besuch bittet 1732b A. Pose, Restaurateur, Markgrafenstr. 75. Schwarzdroffeln, Staare, Hänflinge 1,-. Kreuzschnabel 0,75. 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Sie füllt in unserer Parteiliteratur eine längst empfundene Lücke aus Jn meisterhafter Darstellung entwickelt Plechanow, ausgehend vom utopischen Sozialismus, die Auffassungsweise des wissenschaftlichen Sozialismus, präzisirt scharf den Gegensatz zwischen Sozialismus und Anarchismus, sowohl in prinzipieller wie tattischer Hinsicht, und giebt in gedrängter, aber durchaus übersichtlicher Form eine Geschichte und Kritit der anarchistischen Theorien an Hand der von den Apofieln des Anarchis mus vorliegenden Schriften von Stirner, Proudhon, Bakunin angefangen bis herunter auf ihre Epigonen in der Gegenwart: Krapottin c. Das Schlußtapitel enthält etne glänzende Abferti gung der Berwerflichkeit und Schädlichfeit der sogenannten Propaganda ber That". Das platte Land und die Sozialdemokratie. Von Emil Effner. Preis 20 Pf. Porto 3 Pf. Noch immer herrscht in unserer Partetliteratur ein Mangel an brauchbaren Schriften für die Landagitation; in vorliegender Schrift giebt uns der Verfasser in zwölf Kapiteln in populärer Darftellung Klarheit über die wirthschaftliche Entwicklung des platten Landes, Einsicht in den komplizirten Mechanis: mus des ländlichen Wirthschaftsgetriebes und legt dar, warum es nicht angeht, die industriellen Thatsachen einfach auf das platte Land zu übertragen. Die fleine Schrift tann den Genoffen aufs Beste empfohlen werden. Das kommunistische Manifest. Mit Vorreden von Karl Mar* und Friedrich Engels. 2 Bogen in elegantem Umschlag. Preis 15 Pf. Porto 3 Pf. Das im Jahre 1847 verfaßte Mantfeit ist die bedeutungsvollfte Schrift der sozialistischen Literatur. Troß der 45 Jahre Zeitfortschritt haben die darin aufgestellten allgemeinen Grundsäge im Ganzen heute noch ihre Richtigkeit; und Die hier in unerreichter Meisterschaft und programmatischer Kürze entwickelte Mary- Engels'sche Auffassung ist heute die wissenschaftliche Grundlage der sozialistischen Bewegungen aller Länder ge worden. Weißbier? Emil Lefèvre, rise. Resterhandlung. Fur Fabriken und Werkstätten sowie für Wiederverkäufer liefere ich mein Versand- Weißbier in unübertrefflicher Güte zum Preise von 3 Mt. für 40 halbe oder 45 4/10 oder 25 8/10 oder 20 ganze Flaschen, frei in's Haus, in Flaschen mit Patentverschluß, ohne Pfandberechnung. Fernsprecher Amt Schöneberg No. 92. Norden: Montag, den 16. Juli, Abends( 1/3 Uhr, bei Herrn Belle, A. Seidler, Moabit: Sonntag, den 15. Juli, Vormittags 9½½ Uhr, bei Herrn Lange, Stromstrr. 28. Tagesordnung in beiden Versammlungen: Besprechung über Lohns und Arbeitsverhältnisse. Nichtmitglieder haben Zutritt. Um zahlreichen Besuch aller Versammlungen ersucht Die Ortsverwaltung. 141/4 Holz- u. Bretterträger Berlins u. Umg. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, 15. Juli, Vorm. 10 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c. Zages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1894. 2. Neuwahl des gesammten Vorstandes. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Gäste find willkommen. Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand: P. Karnal, 146/1 Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter. Am Sonnabend, den 14. Juli, Abends 8/2 Uhr, im Lokale des Herrn Deigmüller, Alte Jakobftr. 48a: General- Versammlung Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal. 2. Ergänzungswahl der Kommissionen. 214L* Schöneberg, Sedanktraße Ur. 73-75 und 82. Berliner Weissbier- Brauerei. Eine alte deutsche Feuer- Vers.- Gesellschaft sucht für Berlin u. die Provinz Oranienstraße 66. 158. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4485L am hieñgen Plaze wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. 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