Nr. 161. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30Mt. pr: Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6519. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für dte fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Juferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonns und Festtagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508, Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 14. Juli 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Das Jefuikengeleh und wenn sie einen geistigen Gegner mit dem Gendarm über die die Polizeiliberalen. Nur eine hohe Säule zeigt noch von der verschwundenen Pracht des Bismärkischen Kulturkampfes, und auch diese, das Jesuitengesetz, ist schon geborsten. Es muß stürzen, wenn auch noch nicht gerade in dieser Nacht. Nun brauchen wir nicht hier weiter auszuführen, daß Grenze bringen lassen. Es zeigt sich da so recht, wie ideologische diese angeblich weiten Kreise der Bevölkerung" nur aus Schlagworte, nachdem die historische Entwicklung ihnen längst einigen viel schreienden protestantischen Geistlichen und deren alle Daseinsberechtigung entzogen hat, noch Jahrhunderte lang affiliirten Betschwestern bestehen. Die Herren von der als Jdeengespenster unter unverständigen Leuten ihr Wesen freisinnigen Vereinigung, die ja bekanntlich unter Führung treiben. Weil einmal in den revolutionären Jugendjahren des Herrn Rickert sich als eine besondere Judenschutztruppe der Reformationszeit ihre Wortführer für Volksfreiheit und aufgethan haben, merken aber gar nicht, wie sehr sie sich Geistesfreiheit gegen weltliche und geistliche Obrigkeit selbst mit solchen Ausführungen in ihr Fleisch schneiden. kämpften, bilden sich ihre unterthänigst verknöcherten Unser Genoffe Lütgenau hat in einer sehr lesenswerthen Epigonen ein, es sei auch ein Kampf für Volks- und Schrift über die Jesuitenfrage*) ihnen folgende treffende Geistesfreiheit, wenn sie unbequeme Wortführer einer an- Antwort gegeben: deren Sette, die sich historisch aus der mittelalterlichen Kirche heraus entwickelt hat, durch die Polizei der heutigen weltlichen Macht von der Bethätigung ihrer Anschauungen abhalten lassen! Der Reichstag hatte mit 168 Stimmen gegen 145 sich für die Aufhebung des Ausnahmegefeßes gegen die Jesuiten erklärt. Der Bundesrath dagegen hat nahezu einstimmig nur Reuß ä. L. soll einer unverbürgten Zeitungssage zu folge dem Reichstagsvotum sich angeschlossen haben die Aufhebung abgelehnt. Damit indeß doch irgend etwas geschieht, sollen die Redemptoristen und die Bäter vom Heiligen Geist, zwei den Jesuiten verwandte Kongregationen in DeutschDie grundsätzliche Verwahrlosung des deutschen Libeland zugelassen werden. In dieser schwächlichen Halbheit ralismus trat auch bei der Abstimmung über das Jesuitenzeigt sich wieder die Zaghaftigkeit der Männer des Neuen gesetz zu Tage. Außer den katholischen Fraktionen stimmte Kurses, die zwar einfichtig genug sind, die Schädlichkeit der nur die Sozialdemokratie, getreu ihrer prinzipiellen GegnerBismarckischen Vergewaltigungspolitik zu durchschauen, aber doch so sehr unter dem Bann des Aberglaubens von der Nothwendigkeit der Regierungskontinuität stehen, daß sie sich nie zu einem völligen Bruch mit den bösartigen Ueber lieferungen der Hausmeierpolitik aufraffen können. Wie sie jetzt durch ihre offiziöse Preffe erklären lassen, daß sie einem Ausnahmegeseze gegen die Sozialdemokratie keineswegs grundsäglich abgeneigt seien, sondern nur das alte Gesetz wegen mangelhafter Unterstützung durch die Reichstagsmehrheit hätten erlöschen lassen, knappfen sie zwar zwei Ecken ab von dem untauglichen Möbel, aber es ganz in den Ofen zu schleudern, dazu können sie sich nicht überwinden. Was würde Herr Schröder nun antworten", sagt er, wenn ihm von antisemitischer Seite zur Begründung eines Ausnahmegeseges gegen die Juden gesagt würde, es fomme weniger darauf an, ob die Beschuldigungen gegen die Juden wirklich begründet seien, sondern darauf, daß sich solche Vorstellungen mit elementarer Gewalt in weiten Voltstreifen festgesetzt hätten?" " Wie sehr Lütgenau ins Schwarze getroffen hat, mit schaft gegen alle Ausnahmegesetze, für die Aufhebung. Daß seiner Bemerkung, beweist der heutige Leitartikel der antisich den Konservativen in der ebenso grundsätzlichen Gegnerschaft semitischen Staatsbürger- Zeitung", bie mit Behagen aus Fortbestehen des Jesuitengesetzes die Noth auch die Nationalliberalen anreihten, ist nicht weiter wunder- dem bar. Diese Vertreter des Großkapitals haben längst alles wendigkeit eines gegen die Alliance Universelle Israélite Liberale abgestreift bis auf den Namen. Aber auch die gerichteten Ausnahmegesezes deduzirt. Die Polizeiliberalen drei Reſthaufen des kleinbürgerlichen Liberalismus lieferten Richter'scher und Rickert'scher Observanz sollten, wenn sie dem Polizeikampfe gegen eine geistige Bewegung ihre Hilfs- das gelesen haben, in sich gehen und Buße thun. Man fann nicht mit der linken Hand eine Konfession gegen truppen. hetzerische Gewaltthaten vertheidigen und mit der rechten die Anhänger einer anderen dem Büttel zur Ausweisung überliefern. Wir glauben, daß das Ausnahmegesetz gegen die Jesuiten ebenso zum Verrotten verurtheilt ist, wie jedes andere freiheitswidrige Ausnahmegesetz. Uns schrecken die Jesuiten ebenso wenig, wie die Amtsbrüder der Stöcker und straut. Wir werden mit den geschorenen Dienern des Kapitalismus ebenso fertig werden, wie mit den gescheitelten. Die Angst vor geistigen Mächten überlassen wir dem Polizeiliberalismus. Bis auf Barth waren es alle Mitglieder der sogenannten freisinnigen Vereinigung, aber auch von der sogenannten Volkspartei finden wir die Namen Eugen Richter, Langerhans, Rechtsanwalt Kauffmann und einige andere: Alles Leute, die den Mund nicht voll genug nehmen können, wenn Das deutsche Philisterthum, soweit es gescheitelten es gilt, die Freiheit in der Theorie zu feiern, und die sie geistlichen Berathern folgt, wird seine helle Freude haben unbedenklich preisgeben, wenn ein Gegner die Freiheitsan diesem Beschluß des Bundesraths. Ift aus seinen Reihen rechte für sich beansprucht. Einer ihrer Redner der frei doch, sobald die Möglichkeit der Aufhebung des Jesuiten- sinnig vereinigte", Herr Schröder, begründete sein Votum gejezzes ruchbar wurde, ein klägliches Gejammer erschollen, für Beibehaltung des Jesuitengesetzes mit den Worten: daß es aus sein werde mit dem Protestantismus und dem Ich gebe zu, daß den Jesuiten sehr vieles zu Unrecht imputirt worden ist; es tommt aber weniger darauf an, ob Teutschthuni, wenn die Jesuiten einzögen in's Deutsche Reich. alle Beschuldigungen gegen die Jesuiten wirklich begründet Kläglicher als hier können sich kaum diese Mannesseelen sind, sondern darauf, daß Vorstellungen mit elementarer Gewalt Abhandlung zur Ausklärung des arbeitenden Volkes von F. geberden, wenn sie vor dem Anwachsen des Sozialismus die in weiten Voltstreifen sich festgesetzt haben, auf die der Gesetz- Lütgenau. 40 Pf. Echlafmüße über die Ohren ziehen und nach Polizeihilfe geber Rücksicht nehmen muß. Es besteht nun einmal in weiten winseln. Und putig ist es, daß die sonderbaren Kreisen der Bevölkerung die Vorstellung von der Schädlichkeit Burschen sich dabei einbilden, für die Geistesfreiheit zu wirken, der Jesuiten." Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. *) Die Jesuitenfrage. Gine politisch geschichtliche zu plaudern, oder in stiller Unthätigkeit dem Treiben und Montfort hätte keine bitterere Qual für sie ersinnen können, Leben des Taubenvolts zuzuschauen, das oben an des als den Verlust ihrer Freiheit; nnd alles Gold der Welt Schlosses Binne seinen Schlag besaß, und auf- und nieder- hätte sie für die Erlaubniß gegeben, einen jener Renner flatterte an den steil gezackten Giebelseiten des bunten zur Flucht besteigen zu können, die soeben im Zwinger zu 86 Biegeldachs. Ringsum war oben die Aussicht frei, nur an einem Zuge fertig gemacht und gezäumt wurden. Die der Seite nicht, wo der lange und runde Wartthurm in Knechte der Burg, vielleicht ein Dugend an der Zahl, die Höhe strebte, welcher aus dem Gemäuer des inneren krochen gerüstet aus ihren Hütten und jagten sich, plumpe Hofraums entsprang, in seinem Erdgeschosse die enge Scherze treibend, auf dem Rasen umher, während der und kleine Kapelle der Burg enthielt, und drei Stockwerke Schnied die Hufe der Roffe besichtigte, und in Eile zus zählte, bis zu der Zinnen räumlicher Krone, drei Verließe sammenpfuschte, was verdorben war, oder nicht mehr halten Mittlerweile traten die Herren des würdigen Hier war die Halle, welche den mächtigen Herd in sich enthaltend, von welchen das oberste des Lichtes genoß, das wollte. faßte und den in tiefer Schlucht quillenden Brunnen der mittlere einer milden Dämmerungshelle sich erfreute, das Trosses aus der Gatterpforte: Bechtram mit seinen GeVeste und den Eingang in die unterirdischen Waaren- unterste aber, zu welchem nur ein rundes Loch den Eingang fährten. Ihr Anzug verrieth deutlich, daß sie nicht zu einem kammern und Weinkeller des Hauses, sowie die Treppe zu den bot, tief hinabging in schaurig dunkle Gruft, wohin bloß Luftritt gingen. Bewaffnet bis an die Zähne stiegen sie obern Gemächern, deren zwei sich in der Burg befanden, in die ferne Stimme des in der Kapelle die Messe singenden zu Pferde, winkten der Hausfrau, die dem scheidenden eben so vielen Stockwerken vertheilt. Das erst, zu welchem Priesters drang, da der schreckliche Schlauch des Verließes Gatten noch die Hand durch's Gatter reichte, ein Lebewohl die Wendeltreppe führte,- das Gemach der männlichen Be- dicht hinter dem Altar sich abwärts senkte. Auch dieser und zogen durch das schmale Thor über die schwankende wohner, zugleich die größte Stube der Veste, in welcher schwache Trost war jedoch zu gegenwärtiger Beit dem Un Brücke ins Freie. Der Leuenberger, der zur Bewachung Trinkgelage und Mahlzeiten gehalten wurden, nahm den glücklichen versagt, der vielleicht diese Schreckensgrüfte be- des Hauses zurückgeblieben war, ertheilte dem Thorwächter ganzen Raum des Stockwerks ein, eine Kammer ausge- wohnen mußte. Der Herr dieser Behausung, welche weiter die nöthigen Befehle zur Verschließung der Burg. Die non men, in welcher auf Strohs und Rohrgefüllten Säcken, nichts Merkwürdiges als das schon berührte aufzuweisen Brücke ging fnarrend in die Höhe; die wenigen zurücküberdeckt mit Wolfs- und Bärenfellen die Männer des hatte, war in den Kirchenbann gethan worden; der Pfaffe, gebliebenen Burgleute gingen an ihr Geschäft oder an das Schlafs genossen, umgeben von ihren Gewändern, Waffen der den Kapellendienst im Schlosse zu versehen hatte, war zeitvertreibende Spiel, und die ausgezogenen Männer waren und Satteln ihrer Pferde. Stieg man die fortlaufende ausgeblieben, und dumpfiges Schweigen herrschte Tag und noch nicht an die Spitze des Tannenbruchs gelangt, als Wendeltreppe empor, so gelangte man im zweiten Stock- Nacht in dem verödeten Kirchlein, wie der Staub auf seiner schon in der Veste wieder eine Ruhe herrschte, gleich der werke zu dem Gemach der Frauen, das, wenngleich zierlicher Glocke. Wallrade wußte nicht, ob das unterste Verließ des des Grabes. Es währte indeffen nur kurze Zeit, so famen geputzt, als das der Männer, dennoch ungefähr dieselbe Wartthurms, auf dem sie stand, einen Gefangenen barg; rasche Tritte den Thurm herauf, und der gegenwärtige Einrichtung hatte. In jedem der vier, ziemlich breiten aber aber daß im mittleren Stockwerke des Erkergebäudes Menschen Schirmvogt der Veste stand plötzlich vor Wallraden. Das niedern Fenster, zwei steinerne Ecksize an den Wänden fort in Saft lagen, war unbezweifelt, da von Zeit zu Zeit Gefühl und Bewußtsein des wichtigen Amtes, das er in gehende Bänke mit Polstern; in jedem Winkel des Gemachs troß dem dicken Gemäuer und den schmalen Luftluken, diesem Augenblicke zu bekleiden ertoren war, sprach aus nur seiner Haltung und seinen Zügen. Beschäftigt, alle ein schwerer Schwenktisch oder Kleiderschrein, geschmückt mit klagende oder singende Stimmen herausdrangen glänzendem Schloß und zierlich geputzten Kürbissen und hörbar für den auf der Thurmspite aufmerksam Lauschenden. Räume des mir anvertrauten Schlosses zu besichtigen," sprach Pfauenfedersträußen, Truhe und Spinnrocken und Garn- Im Vergleich mit diesen armen, zwischen düstern Wänden er mit widerlichem Lächeln, muß ich doch auch sehen, winde nicht zu vergessen. Vorspringende Erker, von kleinen eingesperrten Leuten, mußte Wallrade freilich ihr Schicksal wie und wo sich meine werthe Gefangene befindet." ,, Sie lugt hier nach dem Zuge der freien Lerchen," Schartenfenstern erhellt, enthielten die Lagerstellen der glücklich preisen, und sie that es auch, so lange ihr Auge Frauen des Hauses, und der längs der Vorderseite des Erholung suchte in den freien Himmelsräumen. Sah sie entgegnete Wallrade, ebenfalls lächelnd:" und kann nicht obern Stockwerts hinlaufende Cöller bot ihnen eine will- jedoch hinab in die enge Veste, welcher sie dennoch nicht begreifen, wie sich die holden Sänger diesem finsteren kommene Stelle dar, um in freier Luft zu arbeiten, zu beten, l'entrinnen konnte, da wollte ihre Brust beinahe zerspringen. Thurme nähern mögen, in welchem die Knechtschaft weint." Politische Ueberlicht. Berlin, den 13. Juli. Graf Eulenburg macht Schule. Ende November vorigen Jahres veröffentlichten wir ein streng vertrauliches Aftenstück des preußischen Ministerpräsidenten und Ministers Regierungsweisheit letzter Schluß ist also auch in Württem- von Elm- ein„ Däne". Der Hoffnungsschimmer, berg, daß der Sozialismus bekämpft werden könne, der den Ordnungsparteilern" in der Zeit der starken Hize ohne seine natürliche Ursache, den Kapitalismus, zu treffen; aufleuchtete, der Erwählte des Kreises Pinnebergso lange fie aber auf dem Glauben beharrt, liefert sie den Elm 3 horn, der Genosse von Elm, sei fein Deutscher, Dung, der die sozialistischen Früchte zur schnelleren Reife da es sein Vater unterlassen habe, sich naturalisiren zu bringt. Unsere Erfolge feit Erlaß des Artenstückes der Eulen- laffen, ist, wie schon mitgetheilt, arg zu Schanden geworden. des Innern Grafen Eulenburg an sämmtliche Regierungs- burg, Mittnacht und tutti quanti beweisen, daß auch diese Daß sogar die Behörden die Sache ernst nahmen, davon präsidenten über die Bekämpfung der Sozialdemokratie. Mittelchen zur Bekämpfung unserer Partei ebenso wie die zeugt, daß der Vater des Genossen von Elm in" StaatsWie die Veröffentlichung des volksparteilichen" Jpf" be- Ausnahmegesetze in ihr Gegentheil umschlagen. Den angehörigkeits- Angelegenheiten seines Sohnes" zum 11. d. weist, ist ein ähnlicher Erlaß auch seitens der württem Siegeslauf des Sozialismus aufzuhalten, ist eben vergebliche auf das Bureau der Behörde in Wandsbek hier hat bergischen Regierung ergangen, so daß die Annahme be- Liebesmüh, die wirthschaftliche Entwicklung ebnet uns den von Elm's Bater seinen Wohnsiz- geladen wurde, wo ein rechtigt erscheint, daß das von uns veröffentlichte Schreiben Boden, der Opfermuth und der Idealismus der deutschen des preußischen Ministerpräsidenten eine noch größere Be Arbeiterklasse sichert uns den Sieg. deutung hat, als wir ursprünglich annahmen, daß es sich hier nicht um eine königlich preußische Bekämpfung der Sozialdemokratie, sondern um ein für die Behörden des ganzen Retches maßgebendes Programm handelt. verboten: # umfangreiches Protokoll über seine Staatszugehörigkeit aufgenommen wurde. Das Hamb. Echo" ist von Herrn Claus Andreas von Elm ermächtigt, zu erklären, daß er im Beamte des russischen Polizeiministeriums sollen Jahre 1827 im Dorfe Stapelfeld, welches ca. eine Stunde sich jetzt im Königreich Sachsen aufhalten; wenigstens war von Wandsbek entfernt ist, als Sohn des Käthners von anläßlich des Dresdener Spaziergänger- Prozesses in St. Elm, dessen Vorfahren schon in diesem Ort gewohnt haben, Das württembergische Geheimschreiben hat den folgenden Petersburger hohen Regierungskreisen davon die Rede, zum geboren und in Alt- Rahlstedt getauft ist. Später zog Herr Wortlaut: Studium der königlich sächsischen politischen Polizei lern- von Elm nach Hamburg- Gilbet, wo sein Sohn Adolf ge= Bei dem Anwachsen der Sozialdemokratie begierige, mit der Bearbeitung der Nihilistenatten betraute boren wurde. Seit zehn Jahren ist Herr C. A. von Elm ift es dringend nothwendig, daß, abgesehen von den polizei- Beamte nach Sachsen zu entsenden. Sollten sie dort schon in Wandsbekt Besizer eines Hauses. Bemerkt sei noch, daß lichen Repreffiomaßregeln, auf die innere Bekämpfung angekommen sein, so wird ihnen die Wahl zwischen Dresden Herr C. A. von Elm im Jahre 1848 bei der Erhebung der Sozialdemokratie hingewirkt wird. Bezüglich der hierfür und dem Bereiche der Chemnitzer Amtshauptmannschaft sehr Schleswig Holsteins gegen die Herrschaft der Dänen gein Betracht kommenden Mittel und Wege wird auf Nach- schwer fallen. Letztere scheint es sich, was im Reich der Knute kämpft hat. Also mit der dänischen Staatsangehörigkei stehendes aufmerksam gemacht. Bur innerlichen Ueberwindung der Sozialdemokratie bedarf es des Zusammenwirkens und der sehr sympathisch berühren wird, zur Aufgabe gemacht zu von Elm's ist es jedenfalls zum Bedauern unserer andauernden planmäßigen Thätigkeit der Wohlgefinnten aus haben, der Gewerkschaftsbewegung ein für allemal den Ordnungs" leute nichts, wie wir nochmals bemerken allen Kreisen der Bevölkerung. Diese Thätigkeit ist thunlichst Garaus zu machen. Jezt hat sie eine Versammlung, die wollen, da die bürgerlichen Blätter noch immer von einer anzuregen und zu fördern. Dabei wird vor allem ins Auge sich mit 1. Die wirthschaftliche Lage des Proletariats, Ungiltigkeit der Wahl phantasiren. zu fassen sein, daß diejenigen Kreise, welche der sozialdemo- 2. Zweck und Nutzen der Textilarbeiter- Organisation, Der Bundesrath hat in der am 12. d. Mts. abgefratischen Berführung vornehmlich ausgesetzt sind, die 3. Diskussion, 4. Wahl eines Vertrauensmannes, beschäf- haltenen Plenarsizung dem Gefeßentwurf wegen Abänderung wirthschaftlich Schwachen, namentlich die Arbeiter aller Gattigen sollte, mit folgender geradezu klassischen Begründung des Gesetzes vom 1. Juli 1872 über die Gebühren und tungen, aber auch die unteren Angestellten in privaten und öffentlichen Diensten vor den Einflüssen der Sozialdemokratie Kosten bei den Konsulaten des Deutschen Reichs, der bewahrt oder zur Abkehr von derselben bestimmt werden. Aus der Tagesordnung, insbesondere aus Punkt 2 und 4 Vorlage, betreffend die Beförderung ungesalzener frischer Sierfür ist die unerläßliche Voraussetzung, daß diejenigen, zu derselben geht im Zusammenhang mit den Erfahrungen, die bei Häute auf den Eisenbahnen, sowie dem Ausschußantrage denen sie im Abhängigkeitsverhältnisse stehen, die Arbeitähnlichen Versammlungen im hiesigen Bezirke stets zu machen geber, Borgesetzte, Prinzipale, neben der Fürsorge für ihre waren, sowie im Hinblick auf die Person des Referenten Albin zu der Vorlage, betreffend die Verlegung der Zollgrenze bei Untergebenen auch die Pflege persönlicher Beziehungen und Reichelt in Burgstädt, welcher infolge seiner bekannten Stellung Cuxhaven, die Zustimmung ertheilt. Die Vorlage, beder Erkenntniß der gemeinsamen Interessen(!), sowie der innerhalb des Textilarbeiter Verbandes an dessen Wachsthum treffend die zollfreie Ablaffung von Asbestpackungen zur ethischen Seite des gegenseitigen Verhältnisses sich angelegen persönlich intereffirt ist, unzweifelhaft hervor, daß der Zweck der Verwendung beim Schiffsbau, wurde den zuständigen Aussein lassen. Auf solchem Boden werden die Aufklärung und Versammlung darauf gerichtet ist, die daselbst erscheinenden schüssen überwiesen. Endlich wurden verschiedene Eingaben Belehrung Erfolg versprechen, deren es wie den vorerwähnten, Textilarbeiter und Arbeiterinnen aufzufordern, daß sie dem erledigt. Die nächste Sigung des Bundesraths so auch den übrigen Boltstreifen gegenüber bedarf, auf welche erwähnten Verbande beitreten. Der lettere steht jedoch hin- wird voraussichtlich im Oktober stattfinden. die Agitation der Sozialdemokratie sich erstreckt, insbesondere sichtlich seiner Gliederung in Filialen und Zahlstellen mit§§ 24 bei den kleinen Grundbesitzern, Handwerkern und Gewerbeund 25 des Sächsischen Vereinsgesetzes vom 22. November 1850 treibenden. Bu diesem Zweck werden die Mittel in Widerspruch. Nun ist zwar durch eine neuerliche Aende anzuwenden sein, durch deren Mißbrauch die rung des Verbandsstatuts bestimmt worden, daß dort, wo einer Sozialdemokratie hauptsächlich ihre Erfolge solchen Gliederung gesetzliche Hindernisse im Wege stehen, von erzielt. Die Bildung von Vereinen, die Veranlassung der Errichtung der Bahlstellen abzusehen und statt dessen nur von Versammlungen, in denen Vorträge und Besprechungen geein Vertrauensmann bestellt werden soll. Aber auch durch halten werden, und die ausgiebige Benützung der Presse, BerDiese veränderte Einrichtung, welche überdies den ausbreitung guter Druckschriften, Flugblätter, Beitungen, Volksgesprochenen Charakter einer Gesezesumgehung trägt, ist die bibliotheken. Ferner ist dahin zu streben, daß der sozialdemo im Königreich Sachsen verbotene Gliederung nicht beseitigt, fratischen Agitation im persönlichen Verkehr, namentlich in den da auch der Vertrauensmann, genau so wie die Bahl eine stelle", Werkstätten und auf den Arbeitsplägen, besonders durch dazu „ Ortsverwaltung repräsentirt, welche die geeignete Arbeiter entgegengewirkt wird. Ueberhaupt Theil derselben sogar Mitgliederbeiträge erhebt, einen ist das Biel zu verfolgen, daß die Betheiligten selbst die für eigene Zwecke zurückbehält, das Vereinsorgan vertreibt 2c., fozialdemokratische Agitation von sich und den Ihrigen mit und hinter welcher eine Mitgliedschaft" steht, die eigene BerEntschiedenheit abwehren, zumal vielfach versucht wird, die fammlungen abhält, Wahlen vornimmt und insbesondere den weibliche Bevölkerung und jugendliche Kreise für die sozialVertrauensmann selbst ernennt. demokratischen Lehren zu gewinnen. Zur Erreichung jenes Bieles ist erforderlich, daß nicht nur seitens der Behörden gegen sozialdemokratische Angriffe und Anfeindungen jeder mögliche Schuh gewährt, sondern daß auch bei jeder geeigneten Gelegenheit auf die Belebung des Bewußtseins von der Nothwendigkeit und Gewichtigkeit der Abwehr und der Zuversicht des Gelingens hingewirkt wird. Das Schultheißenamt wird beauftragt, sich mit geeigneten maßgebenden Persönlichkeiten in der Gemeinde ins Benehmen zu sehen und gemeinsam mit denselben nach den vorstehenden Gesichtspunkten dem Andringen der Sozialdemofratie entgegen zu wirken." Die Schwäbische Tagwacht" bemerkt hierzu: " Giner solchen Organisation anzugehören ist aber nach §§ 24, 25 des Vereinsgesetzes gefeßlich unstatthaft, beziehentlich strafbar, und die Aufforderung zum Beitritt daher eine Aufforderung zur Gefeßesübertretung, welche nach§ 5 des Vereinsgesetes das Verbot der Versammlung nothwendig bedingt. Man sieht, das Ausland kann von uns noch lernen, wenn auch nichts rühmliches. Welche politische Partei arbeitet mit gleichem Eifer, welche mit gleichen MitteIn", so ruft die Kreuz- Zeitung" elegisch aus, nachdem sie die Leistungen Man sieht auch hier wieder, daß die Reaktion keinen unserer Partei anläßlich der Nachwahl in Pinneberg- Elmsgroßen Aufwand au Geist und Wiß zur Erreichung ihrer horn geschildert hat. Ja das ist eben das fürcherliche für Bwecke macht. Es sind die alten Mittel, die empfohlen were unsere Gegner, daß sie der Opferfreudigkeit und dem sich oden Mittel, welche die Presse torrumpiren und Spitzel und stets steigernden Kampfesmuthe unserer Genossen, dem festen Tenunzianten erzeugen. Ja, die Regierung empfiehlt fogar, Glauben m den unausbleiblichen Sieg unserer großen die Mittel anzuwenden, durch deren Mißbrauch die Sozialdemokratie Erfolge er Sache nigts entgegensetzen können, da sie selbst, wenn zielt!" Der Mißbrauch fällt also weg, sobald die Mittel fie es auch nicht eingestehen, schon längst den Glauben gegen uns angewendet werden! Welch ethische Moral! Der an ihre Sache verloren haben. D O spart Euer höhnisch Schmeichelwort," erwiderte Wallrade leicht, und vor allem laßt ja dergleichen Frau Else nicht höreit, Ihr wißt, sie versteht nicht lange Scherz, und ist eifersüchtig auf die Oberherrschaft." " " " - " Zum deutsch- spanischen Zollkrieg wird aus Madrid telegraphirt: Der deutsche Botschafter von Radowitz überreichte gestern Abend dem Minister des Auswärtigen Moret eine Note der deutschen Regierung, durch welche diese den zwischen beiden Regierungen verabredeten, in den spanischen Kortes nicht zur Abstimmung gelangten Handelsvertrag zurückzieht. Eine Art Armenstatistik ist in Vorbereitung. Es wird darüber mitgetheilt: Bei Berathung der Novelle zum UnterstüßungswohnsizGesetz im Reichstage fand die Auffassung allgemein Billigung, daß es erforderlich sei, die Wirkung der sozialpolitischen Gesezgebung auf die Armenpflege festzustellen, um für etwaige Umgestaltung des Armenrechts eine sichere Grundlage zu gewinnen; ein von dem Verein für Armenpflege und Wohlthätigkeit in diesem Sinne gethaner Schritt hat daher die Zustimmung der preus Bifchen Regierung gefunden. Der Verein hat sämmtliche Städte mit 50 000 Einwohnern und eine große Zahl anderer Armen= verbände ersucht, ihm auf Grund mitgetheilter Fragebogen ein. eingehendes Gutachten über den Einfluß der Arbeiterversicherung auf die öffentliche Armenpflege zu erstatten und zum Zwecke weiterer Auskunft in der Folgezeit Anschreibungen vorzus nehmen. Diesen Bestrebungen des Vereins soll von den Behörden möglichste Förderung zu Theil werden. Um wenigstens einen allgemeinen Ueberblick über die Armenverhältnisse zu gewinnen von einer umfassenden Statistik für das Reich, wie solche im Jahre 1885 aufgenommen wurde, ist der entgegenstehenden Schwierigkeiten wegen vorläufig Abstand ges nommen worden, soll auf Grund eines vom Reichskanzler aufgestellten Formulars das vorhandene Material über die Leistungen der öffentlichen Armenpflege sowie über das Ver. hältniß der sozialpolitischen Gesetzgebung zur Armenpflege von den Armenverbänden in sämmtlichen Bundesstaaten eingesammelt und bearbeitet werden. Der hohen sozialen und fittlichen Bedeutung des preußischen Dreiflaffen- Wahlrechtes widmet die„ KreuzBeitung" heute ihren Leitartikel, dessen Schlußsäße folgenders maßen lauten: Strafen sollen abschreckend wirken, so lautet die heut herrschende Moral, manchmal können sie aber die gegentheilige Wirkung haben, dies könnte vielleicht auch für die 14 Tage Stubenarrest gelten, in die die drei Monate Festung verwandelt wurden, zu denen der Rittergutsbisiger Speichert wegen Zweikampfs verurtheilt wurde. " Gi, was fümmern Euch die Knechte im Thurme?" wörtlein verrathen habe. Erwidert mein Vertrauen mit versetzte Beit mit einer plumpen Verbeugung," Ihr dem Eurigen. Laßt mich wissen, ob ich vielleicht hoffen Wir halten an dem Dreiklaffen- System fest, aber nicht seid die Herrin von Neufalkenstein, mehr denn Frau Else dürfte." Eure Rede wird sehr dringend und ernstlich"; deshalb, weil wir es für das denkbar beste halten, sondern nur selbst." meinte Wallrade, eine Aufmerksamkeit verrathend, die des deshalb, weil wir ihm jedenfalls den Vorzug vor dem allge liebetrunkenen Junkers Glut anfachte. Wenn Ihr nur meinen gleichen und direkten Wahlrechte geben müssen. Troß seiner endlich das Ernstliche einseht"; rief er: Kreuz und Stein! Mängel hat es wenigstens das erreicht, daß denjenigen Volksklassen, welche infolge ihrer sozialen Stellung, ihrer Intelligenz und ihres wie soll ich's anfangen, deutlicher zu reden? Ich denke, Besizes an der Selbstverwaltung in der Gemeinde, im Kreise und in mit einem Wort, so gut als Ener Vater und meine Schwester der Provinz vorzugsweise theilnehmen, ein bestimmender Einfluß Wie ich auf einen Blick von Enerm holden Augen- ein Paar werden konnten, so gut tönnten wir's auch auf die Gesetzgebung gesichert wird. Für die Herrschaft der paar," fügte Beit wie oben bei. Wallrade zuckte die Achseln, werden, und sollte die Verwandtschaft ein Hinderniß machen leicht erregbaren Masse bietet es teinen Raum, wohl aber und gab sich die Miene, seinen Worten keinen Glauben bei wollen, so martre ich einen Pfaffen so lange, bis er einen giebt es für den Augenblick dem Mittelstande den Einfluß, messen zu wollen, daher nahm der Leuenberger seine Zu- Dispens herausgiebt, giltig wie einer von Rom".- Ei, welcher ihm in unserem öffentlichen Leben zukommt. Hierin flucht zu Betheuerungen.- Pest und rother Hahn!" rief Ihr sprecht ja ruchlos, wie ein böhmischer Kezer!" rief liegt seine hohe soziale und sittliche Bedeutung. er: Schönes Fräulein, ich will den Hals brechen zur Stelle, Wallrade scherzhaft: Nimmer werdet Ihr mich von der Wagener's Bild in der Redaktion der Kreuz- Zeitung" wenn ich eine Lüge spreche. Ich würde lügen wie ein Schelm, Wahrheit einer Liebe überzeugen können, die sich so gottes- ist hoffentlich nicht dem Manne, der dies geschrieben hat, wenn ich sagen wollte, daß ich Euch von Anbeginu gern lästerlich ausdrückt."-" Peft und rother Hahn!" eiferte auf den Kopf gefallen. Was hat die Kreuz- Zeitung" vor gesehen, aber das Wohlwollen, und laßt es mich her- der Leuenberger, heftig mit seinen braunen Händen die Luft der Berliner Börsen Zeitung" oder sonst einem unvers aussagen, die Liebe nistet sich ein, ohne daß man's vorher fägend:" Fordert eine Probe meiner Liebe; mehr kann schämten Organe der Bourgeoisie voraus, wenn sie auf einen sieht, oder geradezu merkt. Das wißt Ihr auch gar wohl, ich ja doch nicht thun, als Euch die Wahl lassen. Soll ich so tiefen Standpunkt heruntergesunken ist. denn Ihr seid ein verständig Frauenbild, und könnt unter den tauben Hund von Wächter, der dort wie ein Klog auf scheiden, was blanke Bierhöfelei ist, was Ernst und bare der Matte kauert und in die Ferne stiert, Kopf über Kopf Münze." Guter Leuenberger", erwiderte Wallrade: runter vom Turme werfen? Oder soll ich mit dreien die Männer sprechen alle auf diese Weise, wenn sie ein raufen auf Leben und Tod? Oder soll ich in Frankfurt Frauenherz zu berücken suchen."" Bah," lachte Beit: einreiten, trotz dem Stadtbann, in dem ich liege, und mich " Beit meines Lebens habe ich mich noch nie damit abge- wieder herausschlagen und das Tintenfaß des Stadtpfaffen geben, Weiberherzen zu kirren, und habe das Faltenabrichten von Römer mit heimbringen? Gebietet; was Ihr wollt, immer der Minne vorgezogen. Wie man einen Stoßvogel soll geschehen, und wenn sich der Satan dreimal dazwischen Die bürgerlichen Blätter glauben eine Rede, die zähmt, weiß ich; aber nicht, wie man ein Weib gewinnt." legte." Ihr stellt Euch Aufgaben, allzuschwer, als daß unser Genosse Bebel vor vier Jahren gehalten hat, bes Wallrade gab ihm in ihren Gedanken völlig recht. Er ich Euch beim Worte nehmen könnte" entgegnete Wallrade; nutzen zu können, um die im Kampfe mit den Bierprogen suhr jedoch fort: Hier ist der Spieß umgekehrt. Ihr und gerade durch solches Ueberbieten in Gefahren, die stehende Arbeiterschaft Berlins unsicher zu machen. habt mich berückt, ob ich gleich bis auf den heutigen Tag Ihr bestehen wollt, macht Ihr mich mißtrauisch. Kann ich Allen voran marschirt die" Norddeutsche Allgemeine mein Herz bewahrte, und ob Ihr gleich meine Stiefnichte an die Liebe des Mannes glauben, der, um mir zu gefallen, Beitung", deren Patrone start in Bieraftien machen müssen, seid."" Ihr schreibt mir einen großen Sieg zu; ver- andere ermordet; mich selbst jedoch, ohne vor Scham und Un- sonst könnte man sich die Theilnahme des edlen Blattes, setzte Wallrade scherzend, aber einen der gefährlichsten Blicke willen zu erröthen, in dem Schlamm der Demüthigung fehen welches dem Bierboykott heute einen ganzen Leitartikel hinzufügend, deren sie nur Meister war. Dieser Blick er tann? Wie mögt Ihr, ein freier adliger Mann, Euch ein widmet, nicht erklären. Herrn Griesemann laffen die muthigte den unbeholfenen Ritter, in seiner Herzensergießung gefangen Liebchen wählen, das Ihr doch nicht erlösen wollt? Pindter'schen Lorbeeren nicht ruhen, und so lügt das Blatt fortzufahren. Mich soll der Schwarze reiten, hier vor Ihr fordert, daß ich Euer Herz prüfe. Wohlan; geht hin, ganz unverfroren seinen Lesern vor, daß Bebel im Jahre Euren Augen," sprach er, wenn, was ich sage, nicht mein öffnet mir die Pforte dieses Kerkers, löst meine Feffeln, 1890 gegen den Bontott gesprochen habe, während voller Ernst ist; wenn ich Euch nicht verehre, wie eine und dann bewerbt Euch um meine Gunst. Oder, thut er thatsächlich damals einfach für die Beendigung des Nonne ihr Muttergottesbild. Ich habe in meinem Leben das Leichtere; meldet nur meinem Vater den Ort meiner Boykotts eintrat, weil die Forderungen der noch vor keinem Strauß gezittert, und bin auch jetzo zu Gefangenschaft, und dann nachdem ich in seine Arme Brauer durchgängig bewilligt, also der jeder Probe bereit, die Ihr mir auferlegen wolltet, um zurückgekehrt, dann fordert meine Hand."-Der Leuen Streit und Boykott gegenstandslos ge. meine Treue zu erwahren. Vergebt mir; ich rede sonst berger schwieg eine Weile betroffen, während Wallrade den worden waren. nicht viel mit Weibern, aber heute, und Euch gegenüber scharfen Blick auf ihn heftete. Berlegen spielte er mit den bin ich in den Zug gekommen. Ihr wißt jetzt mein Ge- Knöpfen seines Aermels, strich sich den Bart und faute an heimniß, von welchem ich nicht einmal der Base ein Sterbens- den Lippen. ( Fortsetzung folgt.) " fr " Die hent von den bürgerlichen Blättern zitirten Neußerungen Bebel's richteten sich ausschließlich gegen solche Boykotts, hinter denen nicht die Arbeitermaffen stehen, Daß aber heut die Massen hinter dem Bierboykott stehen, das werden die Rösicke und Konsorten deutlich gemerkt haben und das wird außerdem bewiesen durch das Wuth- geheul der gesammten bürgerlichen Presse. Daß die bürger- liehen Blätter in ihrer Verlogenheit ihren Lesern den Unter« schied zwischen der damaligen und der jetzigen Situation verschweigen, finden wir bei diesen Kostgängern des kapita« listischen Unternehmerthums begreiflich. Für die ehrlichen Leute jedoch wollen wir noch einmal darauf hindeuten, daß der Anlaß und Grund deS schwebenden Bierkricges die barbarische Doppel- Tezimirung der Brauereiarbeiter ist, während es sich im Jahre 90 um eine die Allgemeinheit nicht so tief berührende Angelegenheit handelte. Damals konnte deshalb die Partei eine andere Stellung dem Boykott gegenüber einnehmen. Heute würde sie ehrlos gehandelt haben, wenn sie die uner- hörte Brutalität deS Brauerrings nicht mit dem Boykott beantwortet hätte. Die Bebel'schen Voraussetzungen für einen berechtigten Boykott treffen bei dem diesjährigen Bierboykott in vollstem Maße zu. Wir haben die Massen hinter uns und wenn die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meint, daß der Besuch der 32 Versammluugen auf„Therl- nahmlosigkeit' deuten lasse, so versprechen wir ihr— falls die Schützlinge des offiziösen Blattes die Lokale hergeben— von ISy 000 Versammlnngsbesnchcrn den Boykott über sämmtliche Ringbrauereien Berlins und Umgegend bestätigen zu lassen.— Unter den frechen Lüge«, die der„Brauer- ring" verbreitet, befindet sich auch die: die sozialdemo- kratische Partei habe den Boykott veranlaßt, weil sie eS in der Macht gehabt habe, den Boykott der Rixdorser Ver- sammlung aufzuheben— dadurch, daß sie dies nicht ge- than, habe sie sich mit dem Boykott einverstanden erklärt, und den„Ring" zur Abwehrmaßregel des 16. Mai— der famosen D o p p e l d e z i m r r u n g— gezwungen. Unverschämter ist nie geschwmdelt, frecher ist nie ge- logen worden. Der Boykottbeschluß jener Rixdorfer Ver- sammlung war eine rein lokale Angelegenheit, welche dre Gesammtpartei nichts anging. Die Gesammt- Partei, d. h. die offizielle Vertretung derselben, miß- billigte den Beschluß, wie schon wiederholt ausgesprochen ward, aber sie hatte weder einen Grund, noch auch ein Recht, sich in diesen Lokal st reit einzumischen. Wo sollte eine große Partei wie die unsrige die nöthigen Ver- waltungskräfte herbekommen, wenn sie sich ohne Roth i» Lokalangelegenheiten einmischen wollte?— ganz ab- gesehen davon, daß dies dem demokratischen Geist und der demokratischen Organisation unserer Partei wider- sprechen würde. Die Nichteinmischung ist daher in solchen Fällen Regel bei uns— und Ausnahmen erfolgen nur, wo die Genossen am Ort eS verlangen oder wo das Parteiinteresse es erheischt. Weder das Eine noch has Andere lag in dem gegenwärtigen Falle vor. Hätte der Brauerring ebenso wie wir die Neutralität beobachtet, so wäre aller Wahr- scheinlichkeit nach die Rixdorfer Lokalangelegenheit, die den Brauerring ebenso wenig anging wie unseren Ge- sanmltpartei, längst in Güte geschlichtet worden. Der Generalisfiinus des Brauerrings, Ehren« Röficfe, wollte aber seine Macht zeigen— und er steckte die ar- beiterfreundliche Nase m den Baumspalt, aus dem er sie nun herausziehen mag, wie der begehrliche Bär im Reinecke Fuchs. Freilich—„die sozialdemokratische Partei hätte die Rückgängigmachung deS Rixdorfer BoykottbeschlnsseZ erwirken können"— darin hat Rösicke allem Vermuthen nach Recht, aber sollte die sozialdemokratische Partei Deutsch- lands denn dem Rösicke und seinem Brauerring Polizei- d i e n st e leisten? Das unS znzumuthen, ist doch der Gipfel der Unverschämtheit. Und wir sprechen unS wieder, wenn Bier. Rösicke unsere Dienste anruft, um seine arbeiterfreundliche Nase aus dem klemmenden Baumspalt zu befreien. Bis dahin, Gott befohlen!— Das Urtheil im Klansenburger Tendenzprozesse gegen die Rumänen wurde vom obersten Gerichtshöfe Un- garns natürlich bestätigt, sind doch— in Ungarn die Richter den Politikern gern zu Diensten.— Die progressive Einkommensteuer wurde, wie wir vorausgesagt haben, von der französischen Deputirten- kammer abgelehnt, und zwar sowohl die Vorlage deS Ge- nossen I a u r ä s mit 364 gegen 142 Stimmen, als auch der Gegenvorschlag Cavaignac mit 267 gegen 232 Stimmen. Hierauf wurden die üblichen Phrasen von der Bereitwilligkeit der Bourgeoisie, Steuern zu zahlen, ge- macht und endlich eine Resolution des Deputirten Maret angenommen, betreffend die Ernennung einer Kommission, welche die allgemeine Steuerreform prüfen soll.— Unser belgischer Freund und Genosse VoldevS, der Vorsitzende des Brüsseler Kongresses, der Hauptführer der belgischen Arbeiter in dem vorjährigen Kampf um das Wahlrecht, ist, wie wir schon einmal andeuteten, infolge der übermenschlichen Anstrengungen schwer erkrankt. Heute haben wir die traurige Mittheilung zu machen, daß Volders Nervensystem total zerstört und jede Aussicht aus Genesung verschwunden ist. Der Kampf um die Befreiung deS Volkes ist ein aufreibender und die Reihe der Märtyrer wird immer länger.— Lord Salisbury hat in England mit seinem ver- kappten Anarchistengesetz eine so üble Aufnahme ge- funden, daß er— wie die„Times" schreibt— den Ent- wurf fallen lassen will. Die„Norddeutsche Allgemeine" wird nun einsehen, daß sie über die englischen Dinge im allgemeinen und die Salisbury'sche Bill im besonderen sehr schlecht unterrichtet war.— Tie italienische Krise. Herr C r i s p i ist zwar Dank dem Revolver seines Landsmanns Lega und Dank dem Dolche seines anderen Landsmanns Cesario über die nächsten Schwierigkeiten hinweggekommen und hat, nach- dem die Kammer sich„auf unbestimmte Zeit" vertagt, für etliche Monate„freie Hand", aber schon wird er von neuen Schwierigkeiten umringt. Der Kammer mußten ausgedehnte Konzessionen in bezug aus Reduktion des Armeebudgets ge- macht werden. Nun heißt jedoch Reduktion des Armee- budgets thatsächlich Reduktion der Armee— und wie kann eine Regierung, die mit der Masse des Volkes im Krieg ist, die Armee reduziren? Eine Kommission von Generalen hat erklärt, der Kammerbeschluß könne nicht durch- geführt werden und der italienische Kriegsminister weigert sich demgemäß, die verlangten Reduktionen vorzunehmen. Einstweilen thut Crispi noch so, als wolle er für den Kammerbeschluß eintreten, und sucht nach einem neuen Kriegsminister. Das ist indeß eitel Komödie. Der Kammcrbeschluß wird gebrochen werden. Und das be- deutet den Verfassungsbruch. Freilich, die Kammer, welche soeben mit Bewilligung der schmachvollen Ausnahme- aesetze den Becher der Niedertracht bis auf die Hefe geleert hat, wird schließlich auch in dieser Frage sich der Regie- rung unterwerfen, allein das Volk kann die alten Lasten für die Armee nicht weiter tragen.— Die äußerste Grenze des Möglichen ist erreicht, und jenseits dieser Grenze liegt der offene Bankrott und die Revolution.-» Der amerikanische Generalstreik ist mißlungen, wie wir das voraussagten, und wie alle Generalstreiks, die bisher versucht wurden, mißlungen sind. Und fügen wir hinzu: wie alle die etwa noch versucht werden sollten, miß- lingen werden und müssen. Die Arbeiterorganisationen Amerikas sind unzweifelhaft besser, als die aller übrigen Länder, mit einziger Ausnahme Englands. Wären sie jedoch auch zehnmal so gut als sie sind, so würde die Pro- klamirung des Generalstreiks ein Schlag ins Wasser ge- blieben sein. Der Generalstreik ist— wie schon auf dem Pariser Kongreß konstatirt ward— heutzutage unter allen Um- ständen undurchführbar. Und von dem Augenblick an, Ivo er durchführbar wird, d. h. wo die Arbeiter die nothwendige Organisation und Macht haben, ist er sinnlos, denn dann sind die Arbeiter im stände, alle ihre Forderungen ohne Generalstreik durchzuftthren. Und ein Generalstreik gehört doch sicherlich nicht zu den Zielen des Sozialis- mns. Die Proklamation des Großmeisters der Arbeits- ritter,— die beiläufig nicht eine Million, sondern höchstens eine Viertelmillion stark sind— war so ziemlich wirkungs- los. Und es hat den Anschein, als sei auch der Eisenbahn- streik etwas weniger allgemein und heftig geworden. Da- gegen fängt der sozialreformatorische Charakter der Bewegung an, mehr hervorzutreten. Der Ruf nach einer Umgestaltung des Eisenbahnwesens und anderer kapitalistischer Groß- betriebe, die sich bisher am gemeinschädlichsten er- wiesen haben, zum Beispiel der Bergwerke, er- töut in den Vereinigte» Staaten immer lauter. Und es ist sehr wahrscheinlich, daß das— beiläufig nicht erst von gestern datirende— Bestreben, die Eisenbahnen, Tele- graphen und Bergwerke zu verstaatlichen, durch die jetzige Krisis der Verwirklichung zugeführt wird. Seit 1877, das heißt seit 17 Jahren, sind die Vereinigten Staaten in- folge der maßlosen, vor keiner Gewaltthat zurückschreckenden Uebergrisse des Kapitalismus ein Schauplatz periodischer Bürgerkriege. Und es wird schlimmer von Jahr zu Jahr, bis endlich einmal die Ursache aus dem Wege geräumt ist. Die neuesten betreffenden Depeschen" ans Amerika lauten: Chicago, IL. Juli. Mehrere Führer der Ausständigen forderten die Angestellten der Pullmaniverke auf, von DebS die Beendigung des Streits zu verlangen, da daS dem Lande zugefügte Uebel zu groß sei. Die Angestellten erklärten sich damit einverstanden. Man glaubt infolgedessen, daß der Streik offiziell als beendigt erklärt werden wird. Die Züge verkehren wieder regelmäßig. Nach Meldungen aus Kalifornien ist die Sttnatlon daselbst unverändert. Washington, 13. Juli. Bei einer Besprechung mit den Führern der streikenden Arbeiter gab der Präsident Cleve- land die Zusicherung, er werde eine besondere Kommission mit der Erhebung einer Enquete über den Streik betrauen, falls die Arbeiterführer versuchen würden, die Ordnung wieder her- zustellen. Herr Cleveland soll nur dafür sorgen, daß die vor- geschlagene Enqnetc-Kominission nicht eine Schivindel- Kommission werde, wie die meisten derartigen Koiiimissioneii in den Vereinigten Staaten. Und außerdem ist es noth- wendig, daß die Enquete sich auf die Gesammt- Ursachen der ganzen gegenwärtigen Bewegung er- streckt, von welcher der Streik ja nur einen Theil bildet.— Varkvitrnrszvilstke»». Au alle in Berlin arbeitenden Parteiqeuossen deS Frankfurt- Lebnser Wahlkreises! Parteigenossen! Seit Mitte Mai dauert in Berlin der Bierboykott und noch ist ein Ende nicht abzusehen. Das Bestreben der Herren vom Bier- ring geht nun dahin, ihr Bier, waS die Arbeiterschaft Berlins verschmäht, in der Provinz an den Man» zu bringen. Landsleute! An Euch liegt es nun, dahin zu wirken, daß die Arbeiterschaft in den Provinzorten sich ebenfalls solidarisch erklärt mit den Ausgesperrten der Brauerei- arbeiter Berlins. Um ein systematisches Vorgehen z» ermög- lichen, bitte» die Unterzeichneten um die Beantwortung folgender tragen an die Unterzeichnelen: 1. Wo stehen uns im Frankfurt- ebuser Kreise Säle zur Versügung? 2. In welchen Lokalen wird Berliner Ringbier verschänkt. Hierbei sind besonders die Bahnhossrestaurationen von Berlin, Küstrin und Frankfurt zu be- rücksichtigen. Genossen! Um die ganze Angelegenheit des Näheren zu erörtern und zweckmäßige Beschlüsse zu fassen, findet am Mitl- w o ch, den 18. Juli, Abends 8 Uhr, bei Tempel, Langestr. 86, eine Versammlung statt. In dieser Versammlung zu erscheine», ist Pflicht eines Jeden unserer Arbeitsbrüder aus obigem Kreise. Im Auftrage der Vertrauenspersonen aus den Ortschaften Neu- Hardenberg, Gusow, Neu- Langsow, Golzoiv, Gorgast und Manschnow. � � Der LandeSvorstand der badischen Sozialdemo- k r a t i e ladet zu einer Delegirten-Versammlung ein, die an einem der nächsten Sonntage stattsinden soll. Die Wahlvereins- vorstände werden aufgefordert, demnächst Versammlungen ein- zuberusen und Delegirtenwahlen vornehmen zu lassen. Tie Petition der Geraer Parteigenossen um schleunigste Einführung eines Gewerbegerichts ist bereits mit 1800 Unter- schriften versehen; ein Beweis jedenfalls, wie schwer die vor- handene Lücke in der Rechtsprechung bei gewerblichen Streitig- keiten von den Arbeiten! empfunden wird. Eine Hiobspost geht der„Kreuz-Zeitung" aus Ober- s ch l e s i e n zu:„Die„Gazeta Opolska" klagt, daß viele Leser der polnischen oberschlesischen Blätter diesen abtrünnig geworden seien und dafür das polnisch geschriebene sozialdemokratische Blatt läsen. Bereits an zweitausend Grubenarbeiter seien dem sozialistischen Bergarbeiter-Verbande beigetreten, täglich fänden zwei Versamnilungen statt, früh für die Arbeiter der Nacht- schicht, Abends für die über Tage. Die Säle seien stets über- füllt, am nächsten 1. Mai werde eine rothe Fahne feierlich ge- weiht werden. Der„Oberschl. Anz." bestätigt, daß zur Zeit in Oberschlesien mit Hochdruck für den Sozialismus gearbeitet werde, es mache sich jedoch bereits ein kräftiger Gegendruck durch Verweigerung der Lokale zu Versammlungen geltend. DaS Blatt warnt vor Maßregelungen, da dadurch neue Agitatoren geschaffen würden. Am meisten thun sich die zahlreichen Berginvaliden hervor, da diesen Niemand etwas anhaben kann." Ueber die organisirten Arbeiter Stuttgarts veröffent- lichte die„Schwäbische Tagwacht" eine Statistik, die von um so größcrem Interesse ist. als sie nicht nur über die Betheiligung der Arbeiter am Gewerkschaftsleben, sondern auch darüber Auf- schluß giedt, in welcher Stärke die einzelnen Berufe im Sozialdemokratischen Verein vertreten sind. Wir bringen die Statistik hiermit zum Abdruck. !) Schreiner 219, Drechsler 24, Bürstenmacher 2. *) In dieser Ziffer sind nach der Parteistatistik auch Tag- löhner inbegriffen. Die Parteistatistik führt unter dieser Ziffer Maurer, Gipser und Steinhauer zusammen auf. *) Der Sozialdemokratische Verein zählte 1381 Mitglieder, die hier fehlenden 188 vertheilen sich auf hier nicht angegebene Berufe. ¥* » Die dümmsten spießbürgerliche» Vorwürfe und Lüge» gegen die Sozialdemokratie kurz und erbaulich zusammen- gefaßt zu habe», ist das Verdienst des ultramontanen„Euskirchmer Bolksblatts". In Euskirchen ,var eine Volksversamnilung abgehalten worden, in der unser Parteigenosse Hofrichter aus Köln über das, waS wir wollen und nicht wollen, die Leute mit solchem Erfolge aufklärte, daß den Schwarzen die Haare zu Berge stiegen. Was war gegen die Wirkung der-H-s sozialdemokratischen Irrlehren zu thuu? Neue geistige Mittel weiß das Hirn der alten Gesellschaft nicht mehr auszugrlibeln— zum Teusel ist der Spiritus, das Phletpua ist geblieben— so griff man denn zu dem gräulichen Unsinn, ver unter Mißbrauch der Firma„gesunder Menschenverstand" bei denen, die nicht alle werden, noch immer verfangen hatte, und es entstand ein Artikel. der in dieser humorarmen Zeit jedem unserer Parteigenossen ein frohes Viertelstündchen bereiten wird. Der ZentrumSmann kämpft darin gegen die Sozialdemokraten wie folgt an:„Nicht die Liebe, sondern der Haß ist auf ihre Fahne geschrieben. Ihre Hauptkunst ist kritisiren, wie eS besser zu machen ist, wissen sie nicht.— Unter scheinheiliger Maske suchen sie Euch zu bethören und ist eS ihnen auch schon ge- lungen, einige Gimpel zu fangen. die nicht die Grütze haben, den Kern aus.den schönen Phrasen herauszuwickeln.— Gegen die Religion haben die Herren nichts, sie selbst besitzen aber keine. Für Eure religiösen Uebungen haben sie nur ein mitleidiges Lächeln und über Eure Geistlichen schimpfen sie.— Die Ehe wollen sie nicht beseitigen— so lange die Liebe dauert,— ist diese nicht mehr vorhanden, steht die Neuwahl frei.— Niederreißen wollen sie nicht,— der arme Mann soll sein Häuschen behalten,— während die Herren Agi» tatoren wahrscheinlich sich mit den Palästen begnügen.— Glücklich wollen sie jeden Menschen machen, vorläufig aber nur sich selbst mit den sauer verdienten Groschen des Arbeiters.— DaS glück- liche Leben versprechen sie Euch und sie selbst führen es.— Sie trinken Wein und Bier und verlheidigen den Schnaps des Arbeiters, weil dieser ihr bester Bundesgenosse ist.— Sie leben fein, kritisiren aber niit Vorliebe die dicken Bäuche, zu welchen sie nur infolge ihrer Verbissenheit nicht gelangen.— Den Geldsack verdonnern sie, so lange sie selbst ihn nicht besitzen.— DaS Ein- kommen der Geistlichen möchten sie beseitigt wissen und ihre Herren Abgeordneten können mit 10 000 Mark pro Jahr nicht rundkommen, wie Liebknecht und Einger.— Den Gedanken an ein Jenseits verlachen sie und versprechen Euch selbst ein Jenseits, das weder jetzt noch später zu erreiche,, ist.— Ein glückseliges Reich, in dem biS dahin unbekannte Freude herrscht, wollen sie Euch erstreben und gründen und können vorläufig nicht einmal eine genossenschaftliche Bäckerei in Berlin ans den Schwung bringen.— Euch wollen sie das Leben durch verkürzte Arbeitszeit leicht und angenehm machen, und niemand schinipft mehr über zu lange und angestrengte Arbeitszeit, als die Arbeiter in sozialdemokratischen Druckereien, Bäckereien:c. Keine Klage soll mehr über Eure Lippen kommen, und niemand beklagt sich mehr als die be- dauernswerthen Näherinnen deS sozialdemokratischen Ab- geordneten Singer. Das ist die sozialdemokratische Mache in ihrer nackten Wirklichkeit.— Drum lieber Leser, laß Dich nicht bluffen und noch mehr Du, liebe Leserin.— Mit der katholischen Religion und der Ehe fällt die geachtete Stellung der Frau und der Jungfrau.— Zusammengehen und sich trennen nach der Liebe, wie ein Sozialdemokrat sie kennt, bedeutet die Umwandlung Euskirchens in eine ebenso bekannte wie berüchtigte Gasse.— Drum laßt Euch nicht nehmen, was bis heute Eure Freude und Stolz ist, den braven Familienvater, das gut erzogene Kind und den zukünftigen ordentlichen Ehegenossen.— Geht's anders nicht, im Orthol, wachsen für Wölfe in Schafskleidern noch kräftige eichene Besenstiele.— WaS die Sozialdemo- kraten zu geben vermögen, dokumentirt sich aber wieder am besten in Frankreich, wo der Präsident Carnot beim Verlassen des Handels-Palastes ermordet wurde." Wir haben bei der Intelligenz des deutschen Arbeiterstandes natürlich nicht nöthig, die hier zu einem Blüthenstrauße ultramontaner Dlimmheit und Bosheit vereinigten Vorwürfe imd Lügen zu widerlegen. Das würde auch die Komik des Artikels beeinträchtigen, die sich u. a. noch darin ausspricht, daß der kleine Zentrnmsmann in der Hitze des Ge- * echts gegen ben Riesen Sozialdemokratie ganz uns pflichtung nicht nachkomme. A., den 9. Juli 1894. Bei folchem| träfte anzuwerben. Mögen die Parteigenoffen, besonders auch nöthigerweise ausplaudert, daß in dem frommen Gustirchen 3wange, wo fein Lohn festgesetzt ist, können den Arbeitern am die Parteipresse, dafür Sorge tragen, daß die dortigen Arbeiter noch eine ebenso bekannte wie berüchtigte Gaffe" besten Daumschrauben angelegt werden. über die Lage des Streits unterrichtet werden. besteht, für die sich natürgemäß vor allem Leute intereffiren, Im Ausstand befinden sich 246 Mann, davon sind ver die nicht heirathen tönnen oder wollen. Derartige Von der Lahn wird der Germania" berichtet, daß dort heirathet 128 Mann mit 344 Kindern; unverheirathet sind 118. Gassen sind sonst im ganzen Reiche aufgehoben und im frommen Gewerkschaften ihre Arbeiterzahl verringert hätten, habe die Ge- Außerdem sind noch zu unterstüßen 32 Eltern, Schwiegereltern zc. der Bergbau immer mehr zurückgehe. Nachdem bereits mehrere Euskirchen existirt noch eine? Das„ Euskirchener Volksblatt" wird selbst einsehen, daß es da, wie überhaupt mit dem ganzen Ar- werkschaft Loffen ihren Eiſenſtein- Grubenbetrieb im Erbstollen möge, zeichnet mit follegialem Gruß: Der Vorstand des In der Hoffnung, daß unser Appell nicht vergeblich sein tikel, den unsere Parteigenossen einfach als Material zu be gänzlich eingestellt. Dadurch sind voraussichtlich wieder über Verbandes der Glasarbeiter und Arbeiterinnen quemerer Bekämpfung der Gegner benußen werden, 60 Arbeiter brotlos geworden. Was wird aus ihnen? Mögen eine andere Antwort hat man u. v. G. Deutschlands. J. A.: Albert Gebel. eine Dummheit begangen hat, für die es feine Absolution giebt. fie sehen, wie sie durchkommen N. B. Sendungen wolle man richten an A. Gebel, Berge in der heutigen Gesellschaft nicht für sie. dorf, Hinterm Graben 18, oder an H. Ruf in Osternburg bei Zum Kapitel vom antikollektivistischen Banernschädel diene folgende fleine Ergänzung, die uns aus Grünberg in protestantischer Pfarrverweser, weil er während um Abdruck gebeten. Reu und Leid machte, auf gut bayerisch gesagt, ein Oldenburg( Großh.) Sandstr. 39. Alle Arbeiterblätter werden Schlesien zugeht: In dem eine Meile von hier gelegenen Dorfeber Landtags- Verhandlungen einen zustimmenden Brief an unfern Sawade fand vor vier Wochen die erste sozialdemokratische Parteigenoffen v. Bollmar geschrieben hatte. Er bekannte fürzlich in Bilfen abgehalten. Den wichtigsten Punkt der Eine öfterreichische Bergarbeiter Konferenz wurde Versammlung statt.( Die Inhaberin eines bis vor kurzem fon fich reuig feinen Vorgesetzten und bot Sühne an". Die Augs: Tagesordnung bildete die Besprechung des Antrages, für den zeffionirten Gasthauses giebt nunmehr ihr Lokal zu unseren Ver- burger Abendzeitung" berichtet's und wahr kann die Geschichte 15. September d. J. einen allgemeinen Ausstand der sammlungen her.) Damals goß es in Strömen, trotzdem er schon deshalb sein, weil von der Geistlichkeit schon seit Olims österreichischen Bergarbeiter zur Erringung der Schienen 140 Personen, darunter viele Frauen, um sich den von Beiten das Wort im Volte gilt, daß man sich allenfalls nach Achtstundenschicht zu proklamiren. Sämmtliche Redner sprachen Genossen Stolpe gehaltenen Vortrag:" Was wollen die Sozial dem, was sie sagt, aber nicht nach dem, was sie thut, für den Ausstand, doch mit dem beantragten Termin war die demokraten?" anzuhören. Die Begeisterung, mit welcher derselbe richten dürfe. aufgenommen wurde, veranlaßte uns am 8. d. M. wiederum im Mehrheit nicht einverstanden. So erklärte Peter Cingr, der den felben Lokale eine sehr gut besuchte Versammlung abzuhalten. Die Verhältnisse der Ortskaffe in Frankfurt a. M. jüngsten Oftrauer Streit geleitet hatte, daß die Bergarbeiter des Genosse Stolpe sprach über: Die Parteien des Deutschen wurden in einer öffentlichen Versammlung der Mitglieder als Ostrau- Karwiner Kohlenbeckens durch den verlorenen Streit zu Reichstages und und ihre Thätigkeit für die ländliche Be- in hohem Grade verbesserungsbedürftig" bezeichnet. Insbesondere sehr erschöpft seien, um heuer noch einen längeren Lohnkampf völkerung." Der jedem der Anwesenden leicht verständ- wünschte man freie Arztwahl und Zahlung des Krankengeldes mit Aussicht auf Erfolg aufnehmen zu können. Die Konferenz liche Vortrag übte einen großen Einfluß auf dieselben aus, vom Tage der Erkrankung ab. Die Versammlung forderte in entschloß sich, den diskutirten Antrag in zwei Theile zu zerlegen, ja, wir konnten sogar zur Gründung eines- man staune im einer Resolution alle Mitglieder zur Wahl der vom Gewerkschafts- über die getrennt abgestimmt wurde. Der Antrag auf Inszenirung gegnerischen Lager!- Arbeiter- Bildungsvereins für Sawade fartell aufgestellten Generalversammlungskandidaten auf, die das eines allgemeinen Ausstandes zur Erringung der Achtſtundenund Umgegend schreiten. Es zeichneten sich sofort 48 Mitglieder Arbeiterinteresse in der Kasse energisch zur Geltung bringen schicht wurde dann einstimmig gutgeheißen, dagegen die Fest ein. Wir hoffen schon in den nächsten Tagen diese Zahl um werden. fetzung eines bestimmten Termines für den Ausbruch des Generalein Bedeutendes vergrößert dem Vorwärts" übermitteln zu streifes mit 21 gegen 10 Stimmen abgelehnt. können, da sich die Arbeiter des nahe an Sawade belegenen Eine naive Zumuthung machte die Gerresheimer großen Dorfes Kühnau dem neuen Verein anschließen wollen. Aktiengesellschaft ihren Arbeitern in folgender BekanntWir heben nochmals hervor, daß sich die Frauen und Mädchen machung: Gs ist uns nicht unbekannt geblieben und die letzten ganz besonders für unsere gute Sache intereffiren, was schon Vorgänge haben uns in dieser Auffassung bestärkt, daß in unserem daraus hervorgeht, daß der achte Theil der Mitglieder des neuen Werke noch viele unzufriedene Arbeiter vorhanden Vereins aus Mädchen und Frauen besteht. sind. Wir fordern auf grund dieser Thatsache hiermit alle diejenigen, welche mit unserem Geschäftsbetriebe nicht zufrieden sind, auf, sich am Sonnabend zwischen 4 und 5 Uhr anf unserem Komtor zu melden und ihre Kündigung einzureichen. Die traurige Geschäftslage verbietet uns, solchen Elementen weiter Beschäftigung zu gewähren und sind wir entschlossen, fernerhin nur mit Leuten zu arbeiten, die die Interessen der Fabrik zu ihren eigenen machen." " Und somit wäre in die Illufionen der Gegner wieder eine Bresche gelegt. Arme Gegner! Eine Volksversammlung in Braunschweig wählte eine neue Boykottkommission, welche nun mit den Brauereibefizern über Beilegung des Streits unterhandeln soll. Der Brauerei befizer- Verein hatte es bekanntlich abgelehnt mit der früheren Rommission zu verhandeln, weil einige Personen ihm nicht zufagten. Um jeden Vorwurf, eine eventuelle Einigung verhindert zu haben, unmöglich zu machen, hatte die alte Kommission sich aufgelöst. Die neue Kommission besteht nur aus Brauereiarbeitern, worunter der Vorsitzende des Verbands, Wiehle- Hannover. * Humoristisches. In Frankfurt a. M, hatte ein Ghepaar, wovon sowohl die Frau wie der Mann auf Arbeit gehen mußten, zu ihrem erkrankten Kind eine sogenannte„ barmherzige Schwester" als Pflegerin berufen. Diese tam nur einen Tag. Am nächsten Tage erschien sie nicht, sondern ließ durch einen Boten die ihr gehörigen Sachen abholen; dieser erklärte auf Befragen, die„ barmherzige" Schwester könne nicht kommen, weil ein unfittliches Bild im Zimmer hänge. Das unfittliche Bild war ein Konterfei--Ferdinand Lassalle's. Todtenliste der Partei. Gestorben in Bremen der Parteigenoffe J. Gudat.-Gestorben der Parteigenoffe Richard WizeI, Mitglied des Sozialdemokratischen Bereins für Preungesheim- Eckenheim bei Frankfurt a. M. * Bolizeiliches, Gerichtliches 2c. Wenn viele Arbeiter unzufrieden sind, so muß doch ein Grund zur Unzufriedenheit vorhanden sein. Anstatt diesen Grund wegzuräumen, verlangt die Aktiengesellschaft auch noch, die Arbeiter sollen sich wegen einer selbstverständlichen Regung der Menschenbrust freiwillig der Hungerpeitsche, nämlich der Arbeitslosigkeit, überantworten. In der That, das Unternehmerthum wird immer poffirlicher! " " Achtung, Metallschleifer! Auf die zu Dienstag, den 17. Juli, Abends 1/29 Uhr, zu Toberstein, Mariannenstr, 30/31, einberufene Branchenversammlung der Metallschleifer Berlins wollen wir die Kollegen an dieser Stelle noch besonders aufmerksam machen. Da in derselben die Wahl eines Vertreters der Branche zum Vorstande erfolgen soll, so ersuchen wir alle Metallschleifer, welchen das Gedeihen der Organisation am Herzen liegt, diesem Punkt ihre besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden, und für einen recht zahlreichen Besuch der Versammlung zu agitiren. Der Vorstand. Depeschen. ( Wolff's Telegravhen- Bureau.) beben einlaufen, besagen, daß Angora furchtbar gelitten hat. Pera, 12. Juli. Die Nachrichten, welche über das Erd Auch in Konia wurde ein sehr starker Erdstoß verspürt, der jedoch feinen größeren Schaden anrichtete. In Yalova sind mehrere Neber das Landarmen- und Krankenhaus in Geseke in Häuser eingestürzt, einige Personen sind getödtet oder verlegt. Westfalen veröffentlichte die Elberfelder Freie Preise" An An der anatolischen Eisenbahnlinie wurde das Erdbeben bis auf gaben zweier Insassen dieser Anstalt, woraus nur fol- 480 Kilometer von Konstantinopel verspürt. Im Bosporus ist Schaden unerheblich, dagegen haben die Prinzengende, unglaublich erscheinende Stelle abgedruckt sei: Sobald der Auch von anderen Inseln werden iemand in die Anstalt eingetreten ist", erklärte der Gine, ist er Inseln stark gelitten. materielle Schäden und zahlreiche zahlreiche Verluste an fo gut wie in einem Gefängniß, die Thüren schließen sich hinter große In San Stefano find die fatho= ihm und vor den Fenstern befinden sich eiserne Stangen. Der Menschenleben gemeldet. Pflegling Gefangene fommt dann in die Hände des Wärters, lische Kirche und sämmtliche Häuser der Kapuzinermönche welcher aber in der Anstalt den Namen Aufseher hat er war eingestürzt. Unter den Trümmern sind fünf Frauen begraben; auch früher Aufseher in einem Rorrektionshause und dieser außerdem fielen dort noch sechs Menschen dem Erdbeben zum nimmt den Leuten alle mitgebrachten Sachen ab. Bei mir ver Opfer. Mehrere Eisenbahnstationen in der Nähe Konstantinopels muthete man Geld, weshalb ich mich nach end ausziehen mußte. sind zerstört. Ich that es, weil ich befürchtete, sonst bestraft zu werden Auf Befehl des Sultans ist die alte Cholerakommission als Wer sich solchen Anordnungen widersetzt, den padt man ins Rommission zur Unterstützung der durch das Erdbeben Betroffenen Genick und bringt ihn ins Loch". Die Strafmittel in der An- fonftituirt und vertheilt Lebensmittel, Kleidungsstücke, Zelte und - Ein Volksschüler in Dessau war von einem Lehrer dermaßen geprügelt worden, daß er einige Tage frant talt sind nämlich Tabakverlust, Kostverlust, Arrest und-Zwangs- Geldunterſtüßungen. jacke." Auch über die Behandlung durch die barmherzigen Dauzig, 13. Juli. Nach einer Kundgebung des Staatsgelegen hatte. Genosse Peus, der Redakteur des Anhalter Schwestern aus Paderborn wird Klage geführt und unter anderem kommissars ist bei drei erkrankten Flössern in Plehnendorf und Volksblatt", hatte den Knaben in Augenschein genommen und seinen noch berichtet, daß die Infaffen der Anstalt nicht, wie das selbst einem Flösser in Pieckel die Cholera bakteriologisch nachgewiesen berechtigten unwillen über diese Mißhandlung in einem Artikel in bei Sträflingen geschieht, jeden Tag in die Luft geführt würden. worden. In Schilno und in Christfelde ist je ein Flösser, im Kreise scharfen Worten zum Ausdruck gebracht. In der am 11. d. M. statt. Die Angaben des Artikels werden der Aufsichtsbehörde jedenfalls Graudenz ein Schiffer und ein Buhnenarbeiter, in Thorn ein gehabten Verhandlung wegen Preßbeleidigung vor dem Schöffen Veranlassung geben, die Verhältnisse der Anstalt schleunigst zu Knabe choleraverdächtig erkrankt und ein sechsjähriges Mädchen gericht gab der als Sachverständiger geladene Arzt Dr. Henke untersuchen und nach Befinden Remedur zu schaffen. Das ist unter choleraverdächtigen Erscheinungen gestorben. recht eigenthümliche Anschauungen über die Zulässigkeit und man den Aermiften der Armen, die solchen Anstalten überwiesen Lord Kimberley, hat China und Japan die Vermittelung GroßNothwendigkeit des Züchtigungsrechts der Schule zum besten. find, schon aus gewöhnlicher Menschenpflicht schuldig. Derfelbe Arzt hatte es auch anfänglich abgelehnt, dem mißhandelten Knaben ein Attest auszustellen. Dem Beklagten gelang Daß der unmittelbare Verkehr der Gewerbe Juspek es, den Wahrheitsbeweis nach jeder Richtung hin anzutreten. toren mit der Arbeitern nüßlich ist, wird auch im Bericht Trotzdem beantragte der Staatsanwalt vier Wochen Gefängniß der Gewerbe- nspektion für den Regierungsbezirk Oppeln be wegen der gröblichen Beleidigung" der Lehrerschaft. Der Ge- ftätigt, woraus die Breslauer Boltswacht" einiges veröffentlicht. richtshof entschied auf 60 M. Geldstrafe. Der Verkehr mit den Arbeitern", heißt es da, war infolge des Umstandes, daß fast sämmtliche Aufsichtsbeamte mit dem Paris, 13. Juli. Deputirtenkammer. Heute wurde die Be1. April neu eintraten und mit den Verhältnissen des rathung des Gesetzes über die direkten Steuern fortgesetzt; nach Bezirks wenig oder gar nicht vertraut waren, in der Ablehnung zahlreicher Abänderungsanträge wurden verschiedene ersten Zeit ein sehr geringer und beschränkte sich zunächst auf Artikel des Gesetzes angenommen. Unterredungen gelegentlich der Revisionen. Allmälig fanden Rom, 13. Juli. Der Raffationshof hat die Berufung von sich aber Anknüpfungspunkte, und besonders die wieder- Defelice und den in demselben Prozesse Verurtheilten zurück. holten Besprechungen, welche mit Arbeitern in Sachen der Sonn- gewiesen. tagsruhe stattfanden, haben zu einer Annäherung geführt und Centinje, 13. Juli. Die Regierung hat mit Serbien Vergünstig gewirkt. Die Beamten im Industriebezirk haben auch schon handlungen behufs Abschlusses eines neuen Handelsvertrages vielfach Gelegenheit gehabt, Streitigkeiten zwischen Arbeitern und eingeleitet. Arbeitgebern, bezw. den Betriebsbeamten beizulegen, und für be- Pera, 13. Juli. Die Nachrichten aus den Provinzen lauten rechtigte Wünsche der Arbeiter Gewährung zu erzielen." All- heute beruhigender. Hier fanden heute zwei neue starke Erdgemach werden wohl alle deutschen Gewerbe- und Fabrikinspektoren stoße statt, infolge deren einige schon beschädigte Mauern dahinter tommen, daß das alte Wort:" Man höre auch den und noch etliche Kaufläden einstürzten. Ein großer Theil andern Theil!" gerade bei der Beurtheilung von Arbeitsverhält- der Bevölkerung lagert sich von neuem auf freiem nissen beachtet werden muß, wenn etwas ordentliches geleistet Felde. Handels- und Geschäftsverkehr ruhen und die wohl werden soll. Gar zu häufig läßt man sich an der Auskunft ge- habende Bevölkerung ist zum Theil nach dem Bosporus abgereist. nügen, die von den Unternehmern gegeben wird. " = - Die Turnabtheilung des Volts Bildungsvereins von Wurzen ist polizeilich aufgelöst worden, weil fie durch einen Delegirten an dem Kreisturntage der freien Turnerschaft in Ernst tha I sich betheiligt hatte. Wegen Beleidigung des Pastors Lange in Luppa wurde der Mitredakteur der Wurzener Zeitung", Adolf Thiele, vom Schöffengericht zu 2 Monaten 2 Wochen Gefängniß verurtheilt. Der verantwortliche Redakteur Diehl war von derselben Anklage feinerzeit freigesprochen worden, weil er nachgewiesen hatte, daß er am Tage der Veröffentlichung des infriminirten Artikels verreist war, worüber das Gericht Thiele als Zeuge vernahm. " Der verantwortliche Redakteur der Bergischen Arbeiterstimme", I. H. Frangen in Solingen, hatte eine polizeiliche Strafverfügung erhalten, weil das Pflichtexemplar einmal nicht rechtzeitig eingereicht worden war. Er beschwerte sich darüber beim Schöffengericht, das selbstverständlich auf Freisprechung erkennen mußte, weil die Einreichung des Pflichtexemplars nicht Sache des Redakteurs, sondern des Verlegers ist, was die Polizei jedenfalls hätte wissen müssen, denn es steht deutlich genug im Preßgefeß. Unkenntniß des Gesetzes schüßt den gewöhnlichen Sterblichen nicht vor Strafe, bei der Polizei ift's leider etwas anderes, sonst würden die deutschen Gerichte nicht so oft Polizeiverfügungen wieder aufheben müssen. " Gewerkschaftliches. London, 13. Juli. Der Staatssekretär des Auswärtigen, britanniens in der koreanischen Frage angeboten, welche von der japanischen Regierung afzeptirt wurde. Paris, 13. Juli. Wie die Journale melden, wurden gestern in Toulon drei Personen verhaftet, welche während des Stapellaufs des Panzerschiffes Carnot" den Versuch machten, einen neuen Brand in dem Arsenal zu legen. Konstantinopel, 13. Juli. Ueber die bisherigen Verwüstungen durch das Erdbeben ist Nachstehendes bekannt: Die Zahl der Todten beträgt nach amtlicher Angabe 110, die Schäßung der Schäden ist vorläufig unmöglich; ein großer Theil der öffent lichen Gebäude ist unversehrt, doch sind mehrere Ministerien ernstlich beschädigt. Die Telegraphenbureaus find provisorisch An die Glasmacher des In- und Auslandes! Wie in das Munizipaltheater verlegt. In Pera sind 4 Häuser einbekannt, ist infolge der angekündigten Lohnreduktion am 26. Juni gestürzt und zahlreiche beschädigt. Auch das Gebäude der Tabaks. der Streik in der Oldenburger Glashütte ausgebrochen. Schon regie ist start beschädigt. feit einer Reihe von Jahren sind Lohndrückereien in Oldenburg Erdbeben besonders der Bazar und dessen Umgebungen gelitten, Konstantinopel, 13. Juli. In Stambul haben durch das Soziale Llebersicht. an der Tagesordnung; die Folge davon ist, daß andere Glas mittag fand, wie uns durch Privatdepesche mitgetheilt wird, in baben, ebenfalls die Löhne beschneiden, und so hat sich die Lage Bera stürzte ein. In Galata find ebenfalls viele Gebäude ein Arbeitslosen- Versammlung. Gestern, den 13. Juli, Nach- bütten, die ja unter der Konkurrenz der Oldenburger zu leiden wo viele Häufer eingestürzt sind, Menschen unter ihren Trümmern begrabend. Auch das Dach des französischen Botschaftshotels in Altona eine Arbeitslosen- Versammlung statt, die die Oldenburger Kollegen die geduldigen Lämmer gewesen, welche gestürzt oder beschädigt. von 1200 Personen besucht war. In lakonischer Kürze ent- jede Brutalität ruhig einsteckten; aber es giebt eine Grenze, wo rollt das Telegramm ein Bild namenlosen Elends. 1200 Per fich Jeder sagen muß: Biz hierher und nicht weiter! An ( Deveichen des Bureau Herold.) fonen, mitten im Sommer, arbeitslos wie schrecklich Lemberg, 13. Juli. In der Nacht wüthete hier ein furchtwird für diese Aermsten erst der kommende Winter sich gestalten? dieser Grenze ist man jetzt angelangt, man sieht eben ein, barer Orfan. Mehrere Waggons der elektrischen Bahn geriethen Wird man nun wohl den Nothstand anerkennen?( Einen man schließlich verhungern muß, man sich in Brand. Der Blizz schlug in viele städtische Gebäude ein. näheren Bericht über den Verlauf der Versammlung werden wir den Machtgeboten der Geldsackprotzen ohne Widerstand fügt. Die hiesigen Rutscher haben für morgen den Streit angekündigt. Wohl noch nie sind die Oldenburger Kollegen so einmüthig genoch nachtragen.) London, 13. Juli. In dem heute hier stattgefundenen wesen wie in diesem Kampfe gegen Lohndrückerei. Wir appelliren Meeting, auf welchem 400 000 Grubenarbeiter aus Schottland Die Ausbeutung des Elends' durch die Unternehmer. an das Solidaritätsgefühl der gesammten Arbeiterschaft im All- vertreten waren, wurde eine Resolution angenommen, nach welcher In Legden in Westfalen wird demnächst, wie uns durch ein gemeinen und das der Kollegen im Besonderen. Besonders die alle englischen Grubenarbeiter in jeder Woche einen Schilling Privatschreiben mitgetheilt wird, eine seit 5 Jahren in flottem letzteren bitten wir, ebenso einmüthig, wie die Oldenburger Kol- entrichten sollen behufs Unterstügung der Streifenden in SchottBetriebe sich befindliche Seidenweberei gefchloffen werden. Da legen in den Kampf eingetreten sind, für dieselben einzutreten. land. Unter diesen Umständen hält man es für wahrscheinlich, dort weitere Industrien nicht vorhanden, so werden die Arbeiter Eins ist sicher: gelingt es den Oldenburger Kollegen nicht, die daß der Ausstand noch lange dauernd wird. der Glasarbeiter immer mehr verschlechtert. Lange genug find daß wenn des betreffenden Ortes sehr hart davon betroffen. Diese verzweifelte Lohnreduktion abzuwehren, dann folgen andere Fabrikanten dem Konstantinopel, 13. Juli. Gestern Abend fanden wiederum Lage eines Theils der Bevölkerung wird von den Fabrikanten Beispiel der Oldenburger Firma. Dieser Kampf ist also von sehr heftige Erdstöße statt. Die unter der Bevölkerung herrschende der dortigen Gegend weidlich ausgenügt. So wurde Arbeit- Bedeutung für die gesammte Glasarbeiterschaft. Thue daher furchtbare Aufregung ist umso größer, als man bereits überall suchenden folgendes Schriftstück zur Unterzeichnung vorgelegt: jeder Rollege seine Pflicht und Schuldigkeit, die ihm durch die die Hoffnung gehegt hatte, daß die größte Gefahr nun vorüber Ich Endesunterschriebener N. N. verpflichte mich, für die Zeit Macht der Verhältnisse vorgezeichnet ist. Haltet den Zuzug nach sei. Die faum zurückgekehrten Einwohner flüchteten bei der vom 9. Juli 1894 bis 9. Juli 1895 in der Fabrik des Herrn Oldenburg strengstens fern und sorgt dafür, daß die materiellen beginnenden Erdrevolution in panikartigem Schrecken aus der Stadt J. D. in A. zu arbeiten. Zur Sicherheit dafür, daß ich diese Sorgen von den Streifenden ferngehalten werden. und kampirten wieder im Freien. Alles Leben in der Stadt ist Zeit innehalte, hinterlege ich 20 M. bei der Firma J. D. und Wie wir in Erfahrung gebracht haben, hat die Direktion vollständig erstorben, aller Verkehr stockt. Auch sämmtliche öffent erfläre mich dieses Betrages für verlustig, falls ich meiner Ber- der Glashütte ihre Agenten im Auslande beauftragt, Arbeits- lichen Gebäude sind geschlossen. Berantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 161. Sonnabend, den 14. Juli 1894. Arbeiter! Parteigenossen! 11. Jahrg. Die Einigungsversuche vor dem Gewerbegerichte sind an dem Widerstande des Bier- Ringes gescheitert. Der barbarische Akt des kapitalistischen Uebermuths, die Doppeldezimirung der völlig schuldlosen Brauereiarbeiter ist nicht zurückgenommen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Bierproben die einzig mögliche Antwort ertheilt. In zweiunddreißig großen Volksversammlungen ist der Bierboykott auf sämmtliche Ringbrauereien ausgedehnt worden. Arbeiter! Parteigenossen! Eure Ehrenpflicht ist es, nicht zu dulden, daß Hunderte von Klassengenossen der Unternehmer- Willkür zum Opfer fallen, daß der Brauerring in brutalster Weise seine ökonomische Macht mißbraucht. Zum Kampfe gedrängt wird die Arbeiterschaft Berlins ihre gerechte Sache mit aller Energie führen und mit rücksichtsloser Entschlossenheit diejenigen Mittek anwenden, welche den Sieg verbürgen. Arbeiter! Parteigenossen! Sorgt dafür, daß nirgends Ringbier getrunken wird. In keinem Hause, in keiner Werkstatt, bei keinem Ausfluge darf ein Tropfen Boykottbier getrunken werden. Alle Feste und Vergnügungen in Lokalen, in denen nur Ringbier geschänkt wird, sind zu unterlassen; alle etwa bereits getroffenen Verabredungen rückgängig zu machen. Den Gastwirthen muß klar gemacht werden, daß sie zu wählen haben zwischen der Kundschaft der Arbeiter und der Gunst der Bierproben. Wir wollen jede Schädigung der Gastwirthe vermeiden, indem wir dieselben auffordern, sich Bier aus boykottfreien Berliner oder auswärtigen Brauereien anzuschaffen, dann werden die Arbeiter nach wie vor bei ihnen verkehren. Weder Maßregelungen noch Saalsperre schrecken uns; wir kennen keine Furcht und wissen, daß an der Solidarität der Arbeiter das Unterfangen des Brauerrings scheitern wird. Mit unbeugsamer Entschlossenheit halten wir den Boykott über lämmtliche Ringbrauereien so lange aufrecht, bis unsere gerechten Forderungen erfüllt sind. Arbeiter Berlins, thut Eure Pflicht, meidet das Ringbier und die Lokale, in denen Euch nur Boykottbier vorgesetzt wird. Und auch Ihr, Arbeiter und Parteigenoffen in Deutschland, helft uns, indem Ihr kein Bier aus den boykottirten Brauereien Berlins trinkt. Der Boykott, dessen Ende nicht abzusehen, ist den Berliner Arbeitern durch einen Akt unerhörter Brutalität aufgezwungen. Wir appelliren an das Ehrgefühl aller klassenbewußten Arbeiter und wissen, daß ihre Solidarität sich stärker erweisen wird als die Zufallseinigkeit des dividendenlüsternen Unternehmerthums. Vorwärts, Arbeiter und Parteigenossen! Trinkt kein Boykottbier! Meidet die Lokale in denen nur Ringbier ansgeschänkt wird! Kauft kein Flaschenbier, welches aus Ringbrauereien Stammt. Lekteres empfehlen wir besonders den Frauen zur Beachtung. Hoch die Solidarität der Arbeiter! Boykottirt sind die folgenden, dem Ring angehörenden Brauereien: Tokales. Die Boykottkommiffion. " schützen ob die Herren Lokalinhaber dabei besser fahren, ist eine andere Frage. Wenn das Gasthaus" schließlich naiv meint, die Saal Bierboykott und Gastwirthe. Untem dem vorstehenden befizer, welche es vertritt, hoffen nicht auf einen Sieg der Aftien- Brauerei Friedrichshain, Berlin. Titel bringt das offizielle Organ der Berliner Saal- Sozialdemokraten, so ist das weder neu noch von irgend welcher verweigerer, das Gasthaus"( Nr. 55) einen längeren Artikel, Bedeutung. Falls sich aber die Hintermänner des ArtikelAttien- Brauerei- Gesellschaft Friedrichshöhe, vorm. Patzen- aus dem das böse Gewissen dieser Söldner des Bierringes laut schreibers einbilden sollten, das Verhältniß der Sozial hofer, Berlin. Aktien- Brauerei- Gesellschaft Moabit, Berlin. Aktien- Gesellschaft Schloßbrauerei Schöneberg, Schöneberg. Bergschloß- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Bockbrauerei, Attien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Kronen- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Unions- Brauerei, Berlin. A. Knoblauch, Berlin. Brauerei Oswald Berliner, Berlin. Brauerei Julius Bözow, Berlin. demokratie fönnte den Zu saalverweigernden und vernehmlich spricht. Es versteht sich von selbst, daß man Wirthen durch den Ausgang von diesen Herren feine objektive Stellungnahme in irgend des Kampfes irgendwie beeinflußt einer Beziehung erwarten tann werden, so kann man ihnen doch dringend empfehlen, diesen durch ihre vermeintliche holden Wahn getrost fahren zu lassen. Rechtfertigung aber tritt die ganze klassische Unverfrorenheit Arbeiterklasse nur vortheilhaft sein, wenn alle ihre Gegner sich Es fann für die ihres Vorgehens erst recht in die Erscheinung. " Der mißlungene Ausgleichsversuch", so heißt es zu Anfang, unmaskirt zeigen. Den Wirthen, die früher nicht genug über hat.... ein nicht unwichtiges Resultut ergeben: er hat außer Bedrückungen der Polizei jammern fonnten, die auf allen ihren allen Zweifel geftellt(!), daß es sich bei dem ganzen Bierboykott Konventikeln geharnischte Proteste faßten und Petitionen an die für die Sozialdemokraten lediglich um eine Machtprobe handelt, maßgebenden Gewalten sandten, in welchen der Schutzman in einer um einen ersten umfangreichen Versuch der Sozialdemokratie, ganz eigenartigen Rolle erschien diese Wirthe Kleidet es besonders Böhmisches Brauhaus, Kommandit- Gesellschaft auf Aktien, den Arbeitgebern in einem oder vielmehr in zwei( gut, wenn sie aus Furcht vor dem sozialdemokratischen Habicht unter die Fittiche der Polizei kriechen und im übrigen den Gewerben vorzuschreiben, was fie thun oder lassen dürfen". Wie wunderbar! Mit einem Male haben die armen, Schnabel nur öffnen, wenn ihnen die ungezählten Tausendmarkvon den herrschsüchtigen Sozialdemokraten Gemaßregelten ihr Scheine hineingestopft werden sollen. Die Sozialdemokratie ist staatsretterisches Herz entdeckt, sie, die noch vor Kurzem hoch von der Gerechtigkeit ihres Vorgehens so durchdrungen, Kampfe neutral zu bleiben. Jetzt empfinden sie es als eine zusammenbricht. Die Saalverweigerer mögen fich aber gefälligst " Erlösung", wie sie weiter schreiben, daß es ihnen vergönnt ist, das Wort hinter die Ohren schreiben: Wie Du mir, so ich Dir! Schleppenträger der vordem so bitter gehaßten Prozen" zu sein. Die 31 Boykottversammlungen vom Mittwoch Abend Und warum? man höre und bewundere die Lammesgeduld der liegen den Gegnern schwer im Magen. Die Begeisterung, die armen Opfer, die es so lange ertragen mußten, daß diese Leute überall herrschte, der Eifer, mit dem die Arbeiterschaft für ihr diese Sozialdemokraten von ihrem besonderen gutes Recht im Allgemeinen und für ihre gemaßregelten Brüder Parteistandpunkte aus den Angehörigen des im Besonderen eintrat, die Wirkungslosigkeit der Saalsperre und Gastwirthschaftsgewerbes das Leben ver- manche anderen ärgerlichen Erscheinungen mußten den Preßbittern und dieselben für ihre Parteiswede trabanten des Herrn Rösicke die Ueberzeugung aufdrängen, daß dienstbar machen." die Arbeiterschaft Berlins noch nicht entfernt daran denkt, vor Brauerei Borussia, Attien- Gesellschaft, Niederschönweide bei und heilig versicherten, daß es ihre erste Pflicht sei, in solchem daß fie falten Blutes warten kann, bis die ganze Ringherrlichkeit Johannisthal. Brauerei Gambrinus, Aktien- Gesellschaft, Charlottenburg. Brauerei Carl Gregory, Berlin. Brauerei F. Happoldt, Berlin. Brauerei Königstadt, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Brauerei Pfefferberg, vorm. Schneider u. Hillig, Berlin. Brauerei A. Werm, Berlin. Bürgerliche Brauerei, Berlin. Bürgerliches Brauhaus, Otto Müller, Berlin. C. Habel's Brauerei, Berlin. Gebrüder Josty, Berlin. Norddeutsche Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Schönhauser Allee. # Daß sich die armen Sklaven endlich gegen ihre Herren dem Brauereikapital zu Kreuze zu kriechen. Der Erfolg der empörten, wird selbst einem fanatisirten Kolonialschwärmer nun 31 Versammlungen im Großen kann nicht verkleinert werdenbegreiflich erscheinen. Lassen wir uns doch nun aber einmal die ergo muß man an Einzelheiten herumgeifern. Und um wenigs Begründung des Terrorismus vortragen. stens einigermaßen auf die Kosten zu kommen, wird dann gefabelt, Der Zwang", daß ihre sozialdemokratischen Gäste nicht ver- daß der Besuch der Versammlungen lange nicht so start gewesen schweigen, daß sie neben anderen polischen Zeitungen auch ihr fei, wie im Vorwärts" angegeben. Natürlich würde der Boykott Organ, deffen sie zu ihrer Information bedürfen, in dem Lokal zu nicht um ein Tipfelchen weniger wirken, wenn wirklich statt der Schultheiß' Brauerei, Aktien Gesellschaft, Berlin, Abth. I fehen wünschten, ist noch fein Kapitalverbrechen, schlimmer steht 22 000" nur" 11 000 Parteigenossen die Versammlungen hätten es mit den Anforderungen, die bezüglich der Musik und Be- besuchen können; aber das ist es ja eben, was die Preßtrabanten dienung bei Festen 2c. gestellt wurden. Oft hat man sogar für eine größere Personenzahl Räumlichkeiten gemiethet, welche nach dem nicht voll besetzt wurden, ebenso sollte der Wirth eine Quote von seiner Bruttoeinnahme zur Parteitasse beisteuern. Das Allerschlimmste Wirthen die Garantie für eine jederzeit genügende Anzahl von Sälen verlangen wollte. besgl. Abth. II Tivoli. Brauerei Schweizergarten, Berlin. Spandauerberg- Brauerei, vorm. C. Bechmann, Westend bei war aber, daß die Lokalkommission durch Unterschrift von den Charlottenburg. Vereinsbrauerei Rigdorf. Versuchs- und Lehrbrauerei, Berlin. Viktoria- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Germania- Brauerei, David u. Martin, Berlin. Brauerei Stralau. Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Char- der lottenburg. = des Brauereirings zu ihren Lügen treibt. Es muß dem Philister ein Stück Vogelstraußpolitik vorgemacht werden, damit er Ruhe. babe und nur nicht in seinem gefunden Pflanzenschlaf gestört werde. Es ist die alte Verkleinerungstaktit, die die bürgerliche Bresse der Sozialdemokratie gegenüber stets angewendet hat und über die unsere Partei von Erfolg zu Erfolg geschritten ist. Wie wenig wir aber in der That die Zahl der Ver Eins halten wir der Widerlegung unwürdig: die Räuber- fammlungsbesucher zu hoch eingeschätzt haben, darüber belehren geschichte von der Parteikassen- Beisteuer; die anderen Punkte uns am besten die zuschriften aus den Kreisen unserer Parteibeftätigen aber das eingangs geäußerte Urtheil, das böse Ge- genossen. Dieselben lassen erkennen, daß unsere Schätzung wiffen habe diesen Rechtfertigungsartifel veranlaßt, im vollsten uns eher nach unten als nach oben hin getragen hat. Es wird uns Maße. In ihrer Eigenschaft als Ausbeuter wurden die z. B. geschrieben, daß im Wedding Kasino mindestens 800 statt edlen Saalbeherrscher getroffen, wenn die Arrangeure irgend der von uns angegebenen 500 anwesend gewesen sind, und daß einer Festlichkeit Sorge dafür tragen, daß die Musiker und im Kolberger Salon doppelt soviel Besucher, als von uns ans Kellner anständig bezahlt wurden. Das Interesse der Arbeiter gegeben, nämlich 1500 versammelt waren. Das Gefläffe und für ihre Leidensgenossen ist eben fein blos platonisches, sondern die Lügen der Gegner über Nebensächlichkeiten und Aeußerlichwird bei paffenden Gelegenheiten selbstverständlich in die That feiten bilden den besten Beweis dafür, daß der Boykott viel umgesetzt. Wenn es den Bourgeois falt läßt, wenn empfindlicher wirkt, als sie es zugeben möchten. Wirth, bei dem er feine Feste feiert, ſeine Die im zweiten Wahlkreise wohnenden Mitglieder des Angestellten Schindet der Arbeiter ift glücklicher Vereins zur Wahrung der Interessen der Gast- und Schankweise anderer Ansicht. Erfunden ist, daß derartige wirthe haben die nachstehend bezeichneten Kollegen ermächtigt, die Forderungen an die Lokalbesitzer zu einer Zeit gestellt wurden, Adreffen derjenigen Gastwirthe der Boykottkommission zu überwo feine Aenderungen mehr getroffen werden konnten und mitteln, welche fein Boykottbier führen und dies bekannt geals tompletter Unsinn muß es bezeichnet werden, daß, wenn sich geben haben wollen. Die Meldungen müssen binnen drei Tagen infolge widriger Umstände weniger Personen einfanden, als man bei einem der folgenden Kollegen eingereicht werden: angenommen hatte, der Wirth darin eine Rantüne ver C. Schonheim, Gräfestr. 8; Hahn, Schönleinstr. 23; Gaule, muthet. Soweit geht der sozialdemokratische Ein- Dieffenbachstr. 21; Lindemann, Moritstr. 9; W. Grube, Mariens fluß" noch nicht, daß Jupiter pluvius beispielsweise dorferstr. 5; Rosse, Gneisenaustr. 35; H. Werner, Bülowstr. 59; immer ins Mauseloch kriecht. wenn Sozialdemokraten Raumann, Culmftr. 36; Kahn, Solmstr. 43; Eyner, Urbandie Unterschrift. Wir meinen straße 68; Jahn, 3offenerstr. 6; Lüdke, Zoffenerstr. 10; Plök, gerade die Vorgänge der letzten Tage haben deutlich genug ge- Gräfeftr. 34; C. Behrend, Blumenthalstr. 5; Rau, Mittenwalder= lehrt, daß man sich gegenüber manchen Leuten straße 39. nicht einmal mit dem Ehrenwort und der Die dem Verein angehörenden Gast- und Schankwirthe im unterschrift zufrieden geben kann. Ein Theil vierten Wahlkreise beabsichtigen gleichfalls, eine derartige Lifte Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Franker Berliner Gaalbefizer hat es dahin gebracht, daß der ganze zu veröffentlichen und richten an diejenigen ihrer Kollegen in furt a. D. Stand mit dem Odium der schofelsten Wortbrüchigdiesem Wahlkreise, die boykottfreies Bier führen, die Aufforde= Gustav Spiekermann, Weberstraße 66, Niederlage des teit dauernd belastet ist; ihre Wortbrüchigkeit ist jetzt bereits rung, sich dieser Liste anzuschließen. Adressen nehmen entgegen: Bürgerlichen Brauhauses Luckenwalde. sprichwörtlich geworden. Die Arbeiterschaft freilich wird Robert Wengels, Fruchtstr. 30 und Hermann Bolze, Mittel und Wege finden, auch gegen solche Nadelstiche sich zu Weidenweg 27/28. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Ring u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Lerch u. Plettenberg, Werder a. H. Brauerei in Wusterhausen. Exportbrauerei Rathenow, Niederlage bei Max Denn Feste feiern. Und hardt, N.W., Hannoversche Straße 18a. Bürgerliches Brauhaus, Dresden. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. nun sondern " 1 Zum Besten des Brauereiprohenthums. Der Pächter| Herrn Bolle auch so manches Unflare. Sie hätte noch be- I ringe und ein Bruchtheil eines Bronce- Armbandes. Der Fund, von Wilhelminenhof, Dolinski, hat mittels eingeschriebenen Briefes deutend mehr zur Aufklärung der Angelegenheit beitragen können, der wohl der Hallstädter Zeit angehören wird, ist dem königdem Bevollmächtigten der hiesigen Zahlstelle des Holzarbeiter- weun Herr Bolle darin nicht die Zahl der in durchschnittlich lichen Museum in Berlin übergeben. Verbandes, Herrn Hinz, Gräfestr. 32, ain 10. Juli Folgendes 14 Tagen" ausgeführten zirka 11 000 2ieferungen", mitgetheilt: Wegen der erfolgten Auffündigung seiner Stellung die Gesammtzahl Der Bei der Anmeldung Ihres zum 21. Juli c. angesetzten Lieferungen mit der Zahl der Personen, die die Milch schaft beschäftigte Kellner Berndt das Leben genommen. Er stieß Empfänger dieser hat sich der im Klubhause der deutschen Schriftsteller- GenoffenSommernachts- Bergnügens wurde mir heute( 9. Juli) vom nicht vertragen fonnten oder ohne Angabe von Gründen zurüd- fich am Donnerstag Abend, während er in einem Weinverschlage hiesigen Amtsvorsteher die Erlaubniß zur Abhaltung des wiesen, zusammengestellt hätte. Wir nehmen an, daß die Liefe des in der Königin Augustastraße belegenen Klubhauses zu thun selber. versagt, was ich Ihnen hierdurch mittheile und rung täglich erfolgt. Dann würden zirka 11 000 Lieferungen hatte, ein großes Borlegemesser mitten in die Brust, so daß der bitte, falls Sie eine nähere, mündliche Auskunft wünschen, in durchschnittlich 14 Tagen" rund 1000 Empfänger ergeben. Tod fofort eingetreten fein muß. Ein Diener fand den Unglückmich zu besuchen. Der Arzt hat mir nach meinem langen Die Empfänger bleiben natürlich nicht immer dieselben. Die lichen, der verheirathet war und Sigismundftr. 6 wohnte, auf Kranksein jett Besprechungen und Konferenzen zu führen einen scheiden aus, andere treten neu hinzu; Aufnahme in dem Gesicht liegend vor. Es wird nicht gemeldet, aus welchen gestattet. Kostpflege und Entlassung, Erkrankung und Gesundung oder Tod Laut Verfügung des Landraths bin ich gezwungen, wirten fortgesetzt auf den Bestand der Empfänger ein. Aber in Ursachen Berndt sein Brot verlieren sollte. สิน allen öffentlichen Lustbarkeiten, Tanz und den 14 Tagen dürfte der Einfluß diefer Faktoren die wirkliche Ertrunken ist am Donnerstag Nachmittag um 51/2 Uhr der Musikaufführungen, ob dieselben auch von Privaten Bahl der Empfänger schwerlich bereits in nennenswerther 8 Jahre alte Sohn Mar des Ruheplasstr. 6 wohnenden Maurers oder geſchloſſenen Gesellschaften veranstaltet werden, Weise beeinflußt haben. Man darf also die Zahl der Kränzte. Das Kind war auf einen Pfeiler der Eisenbahnbrücke Empfänger eher noch niedriger als 1000 schätzen. Im geklettert, die am Südufer über den Spandauer Schifffahrtskanal Gleichzeitig habe ich an das Boltsblatt Borwärts" Vergleich zu dieser Zahl erscheint aber Die von führt. Dort glitt er aus, stürzte in das Wasser und fand den geschrieben, mich aus der Liste der Saalhergeber zu streichen. Herrn Bolle mitgetheilte Bahl der Beschwerden und Ab- Tod. Die Leiche wurde nach einer halben Stunde aufgefischt Hochachtungsvoll bestellungen über zehnmal so ungünstig, als in seiner Zu- und nach dem Schauhause gebracht. Franz Dolinsti. schrift. Im übrigen geben wir Herrn Bolle darin Recht, daß Ein solcher Brief spricht mehr für die Art und Weise, in auf grund einer so furzen Zeit ein abschließendes Urtheil nicht alte Sohn Max des Schuhmachermeisters Langenhals aus der Durch Aurennen an einen Briefkasten hat der 8 Jahre der zum Besten der Brauereiproßen gegen die Arbeiter mobil gefällt werden kann. Sobald ein solches möglich ist, wird hoffent Waldemarstraße 64 eine schwere Verlegung davongetragen. Wie gemacht wird, als ausführliche Betrachtungen es darzulegen ver- lich die Armen- Verwaltung die von Herrn Bolle gegebene un fich der Unfall zugetragen hat, steht nicht genau fest. Der Knabe mögen. Und doch ist das ganze Aufgebot vergeblich. Der vollkommene Aufklärung ihrerseits durch eine ausführliche Dar- wurde am Donnerstag Nachmittag um 2 Uhr an der Ecke des Arbeiter kann es im gegenwärtigen Kampfe aushalten. Tegung des Sachverhalts ergänzen. Wie aber das Ergebniß der Mariannenplatzes und der Waldemarstraße durch Vorübergehende Nur zu! Untersuchung immer ausfallen möge, das Eine scheint schon jetzt Den Parteigenossen zur Nachricht, daß die Brauerei festzustehen und kann am Ende auch von einem Nicht- Fachmannfrichtig bewußtlos aufgefunden und nach der zehnten Sanitätswache Perch und Plettenberg in Werder a, H. an uns das beurtheilt werden: entweder liefert Herr Bolle für die von ihm ge- gebracht. Dort mußte die klaffende Stirnwunde genäht werden. Ersuchen gestellt hat, sie fortan nicht mehr in dem Verzeichniß forderten 20 Pf. pro Liter die sterilisirte Milch nicht in derselben Güte, Tödtlicher Rattenbiß. Auf dem an der Königschaussee der Brauereien aufzuführen, welche bontottfreies Bier wie er sie anderen Stunden für etwa den doppelten Preis liefert, belegenen Grumow'schen Gehöft, der sog." Biegenwartung", sind liefern. oder er muß an seinen anderen Kunden in einer Weise ver- außergewöhnlich viel Ratten vorhanden, die eine wahre Plage dienen, die man im Geschäftsverkehr als unverschämt zu be- für die Hausbewohner sind, indem sie Stuben und Küchen heimDer Magistrat erläßt folgende Bekanntmachung: Die zeichnen pflegt. Herr Bolle zieht seinen Gewinn aber nicht nur suchen und den Leuten selbst Nachts feine Ruhe lassen. In der Liste der stimmfähigen Bürger Berlins ist nach Vorschrift der aus den Taschen der Reichen, sondern auch derjenigen, welche, vergangenen Nacht gegen 1 Uhr hatten sich nun mehrere Ratten §§ 19 und 20 der Städte- Ordnung vom 30. Mai 1853 berichtigt ohne schon der Armenpflege anheimgefallen zu sein, doch in so in die Küche des Arbeiters Reglaff geschlichen, in welcher die und wird in der Zeit vom 15. bis einschließlich 30. Juli d. J. bedürftigen Verhältnissen leben, daß sie die Kosten einer guten, beiden jüngsten Kinder desselben, zwei Knaben im Alter von 10 täglich von Vormittags 9 bis Nachmittags 3 Uhr in unserm fterilisirten Milch nur mit äußerster Mühe erschwingen können. und 11 Jahren, schliefen. Beide Knaben sprangen nun auf und Wahlbureau Poststr. 16, 2 Tr., öffentlich ausliegen. Können die Milchproduzenten und Milchhändler so viel an ihrer versuchten die ziemlich großen Thiere mit Feuerhaken hinaus. Während dieser Zeit fann jedes Mitglied der Stadtgemeinde Milch verdienen, so thun sie es auf Kosten der Kraft und Ge- zubringen. Hierbei sprang nun eine Ratte in ihrer Wuth dem gegen die Richtigkeit der Liste Einwendungen erheben. Dieselben sundheit derjenigen, welche durch die hohen Preise gezwungen jüngeren Knaben auf der Leib und biß sich derartig im linten müssen in der gedachten Zeit schriftlich bei uns angebracht werden, für sich und ihre Kinder überhaupt auf gute Milch zu Arm fest, daß sie erst mit Gewalt entfernt werden mußte. Der werden; später eingehende Einsprüche können nicht berücksichtigt verzichten und sich mit der billigsten Sorte zu begnügen. Auch Knabe war vor Schreck zusammengefunken und verfiel aus einer Herrn Bolle's Reichthümer und dann zum Theil auf diese Weise Krämpfe in die andere, wobei ihm das Blut stromweise aus dem Die Gesammtsumme aller für die Abtheilungsbildung zu zusammengekommen. Die Kirchenglocken und anderen frommen Munde lief. Der Unglückliche wurde nun auf Anordnung des faunnengetragenen Steuern beträgt 48 270 023,45 Mark." Nach Spenden, die dieser gottesfürchtige Mann daraus geftiftet hat, requirirten Bezirksarztes schleunigst nach dem Krankenhause ge der hiernach bewirkten Feststellung der drei Abtheilungen getönnten sich also keines übermäßig christlichen Ursprunges schafft, in welchem er jedoch bald nach der Einlieferung, ohne hören zur 1. Abtheilung diejenigen Wähler, welche mindestens rühmen. wieder zum Bewußtsein gekommen zu sein, verstarb. einen Steuerbetrag von 3 152,40 M. zahlen; die 11. Abtheilung werden. 0 beginnt mit dem Steuerbetrage von 3 150,80 M. und schließt Den Wahlvereins Mitgliedern des 3. Wahlkreises mit dem Steuerbetrage von 682,20 M. und den Namen mit dem zur Nachricht, daß am nächsten Sonntag, den 15. Juli, ein Anfangsbuchstaben" M" ab, während die Ill. Abtheilung mit dem Familienausflug nach Grünau stattfindet. Treffpunkt dort letzteren Steuerbetrage und den Namen mit dem Anfangsbuch- selbst, Vormittags 11 Uhr, beim Gastwirth Natte, Köpenickerstaben N." anfängt. straße 105. Ein Ruffe. Der Student der Medizin Dr. Kamena wurde Er ift am Mittwoch ins Untersuchungsgefängniß eingeliefert. verdächtig, fich grober Sittlichkeitsvergehen gegen seine Wirthin, die Ehefrau eines Unterbeamten, schuldig gemacht zu haben. Polizeibericht. Am 12. d. M. wurde Vormittags ein Wir machen hiermit noch besonders darauf anfmerksam, daß Zu dem urdrolligen Kostümfest, das wir gestern obdachloser Kutscher mit einem schweren Knöchelbruche am rechten bei Berichtigung der Wählerliste in betreff des Wohnsitzes der schilderten, ist noch nachzutragen, daß die Mittheilung von der Bein am Elisabeth- User, unweit der Oranienbrücke, aufgefunden. ftimmberechtigten Personen in Berlin die von denselben zu Sammlung, die wir einflochten, insoweit zu ergänzen ist, als die Nach seiner Angabe ist er beim Abspringen von einem Wagen, erstattenden polizeilichen An- und Abmeldungen maßgebend find. Frau Bademeisterin, der dieser Scherz galt, feineswegs irgend auf den er hinten aufgeftiegen war, verunglückt. Gegen Mittag Demgemäß find auch solche an sich wahlberechtigte Personen welche Gaben für sich beanspruchte. Es handelte sich hierbei, fiel ein Handwerker am Rottbuser Ufer in der Trunkenheit in in der Wählerliste gestrichen worden, welche polizeilich abgemeldet wie im ganzen Kostümfest", um einen Scherz, zu dem die Bade- den Kanal, wurde aber alsbald wieder herausgezogen.- An der worden sind, ohne ihren Wohnsitz hierselbst aufgegeben zu haben, gäste die Veranlaffung gegeben hatten und der der beliebten Ueberführung der Anhalter Bahn über den Landwehrkanal und sich z. B. in einem Bade, in Sommerwohnung oder der Bademeisterin keineswegs materielle Bortheile einbringen sollte. wurde die Leiche eines Mannes aus dem Wasser gezogen. gleichen aufhalten, also nur vorübergehend von Berlin abwesend Unsere gestrige Notiz ist mehrfach nach dieser Seite hin gedeutet In der Hafenhaide wurde ein 5 Jahre alter Knabe durch einen find, es aber unterlassen haben, solches auf der erstatteten polizei worden, weshalb wir ausdrücklich diesen in Betracht kommenden Arbeitswagen an yals und Brust überfahren und anscheinend lichen Abmeldung zu vernierken." Umstand hervorheben. schwer verletzt. Nachmittags gerieth im Keller des Drogisten Ein Lehrling Korth, Lützowstraße 78, Benzin in Brand. erfitt nicht unbeträchtliche Brandwunden an beiden Beinen. Gin Arzt fiel, anscheinend infolge eines Schwindelanfalles, vom Balkon seiner in der Potsdamerstraße 2 Trepppen hoch bes legenen Wohnung auf die Straße hinab und starb bald darauf einem Pfeiler der Eisenbahnbrücke am Südufer in den Schiffs infolge von Herzlähmung. Ein Knabe fiel beim Spielen von fahrtskanal und ertrant. In seiner Wohnung, in der Ritters straße, wurde ein Barbier erhängt vorgefunden. Gegen Abend wurde in einem Weinkeller in der Königin Augustastraße ein Kellner todt in einer Blutlache liegend, mit einem Messerstich in der Brust, aufgefunden. Es liegt aller Wahrscheinlichkeit Selbstmord vor. Abends wurde ein in der Sorauerstraße In der Nacht zum 13. d. M. wurde in der Staligerstraße ein wohnhafter Produktenhändler im Keller erhängt vorgefunden. Arbeiter durch eine Droschke überfahren und so schwer verlegt, daß er nach dem Krantenhause gebracht werden mußte. Ein Ehrenreis für Eugen Nichter. Die berühmten Kakaofirmen, der Odolmann, die Goldene 110, die Direktoren Schippanowsky und Barnay haben seit langem frampfhaft miteinander um die Palme der Marktschreierei gerungen, ohne daß zu erkennen war, wer von diesen Recken dem andern über war. Lange hätte Diefer verzweifelte Wettkampf noch dauern fönnen, wenn nicht ein Mann in die Erscheinung getreten wäre, vor dem alle die vor genannten Handelsleute bekennen müssen, daß sie, ihren großen Mund in allen Ehren, ihm, dem einzigen, wahren Champion in der edlen Kunst der Reklame auch nicht entfernt das Wasser reichen Auf grund geheimer und nicht geheimer Attenstücke sind wir in der Lage, zu beweisen, daß der Ehrenpreis im Tamtamschlagen ohne Neib dem grrroßen Eugen auerkannt werden muß. fönnen. Man lese, staune und urtheile. offenbar die Eine zirka vierständige Vernehmung auf der Polizei direktion in Charlottenburg hatte am Donnerstag der dortige Vertrauensmann Otto Görte wegen Vorgängen, die sich am Sonntag Nachmittag nach der Auflösung der öffentlichen Versammlung polnischer Arbeiter abgespielt haben. Die Ver sammlung war durch jenen Theil der polnischen Arbeiter, der noch dem Klerikalismus im Rampfe gegen die Sozial demokratie Heeresfolge leistet, durch Lärm so gestört worden, daß sie der Auflösung verfiel.; Den durch Alkoholgenuß fanatisirten Radaubrüdern war Auflösung aber noch nicht genug. Sie griffen zu den befannten geistigen" Waffen des Klerikalismus, den Knüppeln, und fielen über die polnischen Sozialdemokraten her, wobei einer unserer Au änger eine derartige Wunde am Hinterkopf erhielt, daß er sich auf der Sanitätswache verbinden lassen mußte. Bis jetzt hat noch nichts davon verlautet, daß die Störenfriede zur Erster Streich. Hektographirtes Zirkular vom Juni 1894. Verantwortung gezogen würden. Dafür ist bereits unser VerSehr geehrter Herr! Der Verein der Deutschen Tabat trauensmann Görfe unter Anflage gestellt, weil er in einer Verfabrikanten und Händler hat durch Zirkular an seine Mitglieder fammlung am Dienstag bei der Besprechung der geschilderten mit Recht darauf aufmerksam gemacht, daß angesichts der Er Vorgänge der Polizei vorgeworfen haben soll, daß sie trotz ihrer flärungen der Regierungsvertreter, besonders des Finanzministers Anwesenheit Den thätlichen Angriffen der flerifalen Miquel die Agitation gegen die Tabatssteuer- Projekte ohne Polen Einhalt gethan habe, und weil er Unterbrechung fortzusetzen ist." Nur so kann die Tabatindustrie weiter das Flugblatt verbreitet haben soll, worin von unseren Stationen. die Gewißheit erlangen, daß die Regierungen auf eine Reihe polnischen Parteigenossen in ihrem heimathlichem Idiom zum von Jahren von einer Mehrbelastung des Tabaks Abstand Besuche der Sonntags- Versammlung aufgefordert wurde. Das nehmen. Ueber alle Agitationen inbetreff der Tabaksteuer Flugblatt soll zum Klaffenhaß aufreizen. Man legte Görke eine und über die Abfichten der Regierung unterrichtet am deutsche Uebersehung dieses Flugblattes zur Anerkennung vor, Swinemünde schnellsten und zuverlässigsten die Freifinnige Zeitung", begründet was er aber schon deshalb verweigern mußte, weil er die Samburg von Eugen Richter. Dieselbe kritisirt nicht nur sogleich die auf- polnische Sprache nicht versteht und daher nicht wissen fann, Berlin tauchenden Projekte, sondern giebt gleichzeitig praktische Rath- 1. was in dem polnischen Flugblatt stand, und 2. ob die Ueber- Wiesbaden. fchläge zur Bekämpfung derselben, indem sie zugleich das reich sehung richtig ist oder nicht. haltigste Material für die Agitation liefert. Man abonnirt u. f. m u. f. 1. Ein Zirkular mit entsprechend umgemodeltem Inhalt soll Herr Richter auch zu Beginn des Bierboykotts den hiesigen Ringbrauereien und deren Trabanten zugesandt haben. Zweiter Streich. Anzeige im Börsenblatt für den deutschen Buchhandel( Nr. 159 vom 12. Juli 1894): München Wien Witterungsübersicht vom 13. Juli 1894. Barometer stand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 756 SM 757 MSM 758 761 SW 764 763 28 752 751 NW 744 SM • 759 • 4442225544( Stala 1-12) Wetter Temperatur 50. 4° R.) S 6676876 bedeckt bedeckt heiter woltig 16 16 17 16 heiter 18 Regen bedeckt 17 15 heiter 14 halb bedeckt 16 heiter 15 In einem unbewachten Augenblick schrieb der Berliner Haparanda Lokal- Anzeiger" vor einigen Tagen:" Sein 30jähriges Droschken- Petersburg futscher- Jubiläum feierte der jetzt 60 Jahre alte Droschkenkutscher Cork. Friedrich Herm. Der Jubilar stand bei dem Fuhrherrn Ferdinand Aberdeen Schulze im Dienst. Herr Schulze ist, wie die Allgemeine Paris Fahrzeitung" mittheilt, Millionär geworden, Herm dagegen ist heute noch so ein armer Teufel, wie er damals Witterung in Deutschland am 13. Juli, 8 1hr Morgens. Nachschon war." Die hier anzuschließende, sich jedem unwillkürlich aufdrängende Frage ist doch die: Warum blieb der Kutscher, der sich ein halbes Menschenalter hindurch in Wind und Wetter für seinen Herrn geschunden, ein armer Teufel", während jener mühelos Schäße aufstapelte? Der Beantwortung einer derartigen Frage dürfte aber der Hofklatsch- Moniteur schon um deswillen aus dem Wege gehen, weil er flug genug ist, um zu wissen, daß die Erörterung dieser Dinge nothwendig auf feinen Abonnentenstand zurückwirken müßte. Das aber muß ver- und Westpreußen( Memel und Neufahrwasser 190 Celsius), mieden werden um jeden Preis. Zum bevorstehenden Geburtstage des Abg. Eugen Richter( 30. Juli) wird rege frage sein nach seinen Schriften: " Jugenderinnerungen", 1 M. 50 Pf. ord., 1 M. baar, à 7/6, 20/16; „ Sozialdemokratische Zukunftsbilder", 215. Taufend, 50 Pf. ord., 30 Pf. baar u. 13/10. = Berlin SW., Bimmerstr. 8. Verlag:" Fortschritt", Aktiengesellschaft. Wenn wir auch der Meinung sind, daß die obige Geburtstags Anzeige entschieden beffer gewirkt hätte, wenn sie in dem Organ der Großbrauereien oder im Schultheiß- Anzeiger ers lassen wäre, so stehen wir doch nicht an, hiermit ohne Neid Herrn Eugen Richter für den Barnum des europäischen Kontinents zu erklären. " 1 Ehre, dem Ehre gebührt! Nach zahlreichen Gewittern vom gestrigen Nachmittage herrscht heute im größeren Theile des Binnenlandes ziemlich heiteres Wetter; längs der Küste ist der Himmel noch über wiegend bewölkt und an der Nordsee fällt etwas Regen. Das Barometer ist jetzt in ganz Deutschland im Steigen und die südwestlichen Winde sind in langsamer Abnahme begriffen. Die Temperaturen, welche gestern Mittag wieder ziemlich stark an stiegen, sind heute Morgen am höchsten in den Provinzen Oftdurchschnittlich aber ein wenig niedriger als vor 24 Stunden. Wetter- Prognose für Sonnabend, den 14. Juli 1894. Etwas wärmeres, vielfach heiteres, zeitweise woltiges Wetter mäßigen südwestlichen Winden ohne erhebliche Niederschläge. Schon wieder eine Benzinexplosion. In dem Lagerfeller der Droguenhandlung von Rath, Lüßowftr. 78, arbeitete am Donnerstag Mittag der 19 Jahre alte Volontär Max Reiß- mit müller, der in der Friedrichstr. 95 bei den Eltern wohnt. Ob er bei der Behandlung von Benzin es hat an der nöthigen Vorsicht fehlen lassen, oder ob ein Zufall das Unglück verursachte, genug, es erfolgte plötzlich eine Explosion, die den Keller in Flammen fette. Reißmüller erlitt an beiden Beinen schwere Brandwunden und mußte sofort nach der Charitee geschafft werden. " Der große Physiker Prof. Helmholtz liegt, wie die Boff. 3tg." berichtet, schwer erkrankt darnieder. Sieben altgermanische Steingräber sind vor kurzem Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. General Kirchhoff macht Schule! Auf dem Gebiete der flage, welche gestern vor der 145. Abtheilung des Schöffengerichts Standalchronik bewegte sich eine umfangreiche Privat- Beleidigungsstattfand. Der Prediger Schwabe, welcher bis zum Jahre 1892 bei der St. Pauls- Gemeinde auf dem Gesundbrunnen an Zur Frage der Sterilifirung von Milch bringt ein hiesiges Blatt eine Zuschrift des Herrn Bolle, worin dieser fich dagegen verwahrt, daß seine Meierei es bei Zubereitung und Lieferung fterilifirter Milch für Armenkranke und Ziehkinder an der nöthigen Sorgfalt habe fehlen lassen. Seine Milch sei im Großen und Ganzen" von den Armentranten günstig auf: genommen worden. In etwa 14 Tagen seien ihm bei zirka 11 000 Lieferungen bisher nur 5 bis 10 Fälle bekannt geworden, in denen die Empfänger seine sterilisirte Milch nicht vertragen abermals bei Wilmersdorf im Kreise Beeskow- Storkow von dem gestellt war, dann aber nach einem kleinen Orte bei Dahme verzu können erklärten, weitere 5 bis 6 hätten ohne Angabe dortigen Banterngutsbesizer J. Christoph aufgefunden worden. fegt wurde, hatte gegen acht Redakteure hiesiger Zeitungen von Gründen die Milch abbestellt, bei anderen fei die Lieferung Sie enthielten zwölf große Afchenurnen und gegen dreißig( Börsen Courier"," Kl. Journal"," Bolts- Zeitung"," Deutsches durch Ueberführung nach dem Krankenhause unterbrochen worden. Kleinere Beigefäße. Die größten der Urnen waren mit Deckeln Blatt"," Quelle", Berl. Tageblatt" und" Berl. Morgenzeitung") Nur dreimal sei der Wunsch geäußert worden, statt sterilisirter versehen, mit Kehlstreifen, Bunktlinien, spiz- und rechtwinkligen Strafantrag wegen Beleidigung gestellt. Der Kläger hat in Milch frische Vollmilch zu beziehen. Wenn die Sache so liegt, Dreiecken und Halbkreisen ornamentirt. Unter den Beigefäßen, mehreren Prozessen eine Rolle gespielt, die von der Deffentlichkeit wie sie Herr Bolle schildert, das hieße also wesentlich günstiger, die ähnlich gekennzeichnet waren, sind besonders ein reich ver- in abfälliger Weise beleuchtet wurde. Am 2. Febraar 1892 hatte als sie von bürgerlichen Blättern mitgetheilt wurde, dann erfüllt zierter Topf mit einem Dopppelhenkel und eine Kinderklapper der Prediger Schivabe vor der zweiten Straflammer des Landuns das mit Befriedigung. Freilich enthält die Buschrift des erwähnenswerth. In den Gefäßen befanden sich drei Bronze- gerichts 1 als Hauptzeuge gegen den früheren Pferdebahnschaffner S Berg und dessen 19jährige Tochter Emilie, von denen der Diebstahl also nicht begangen haben tönne, wurde fofort wegen| Friedrichshagens, gleichfalls Stellung zu nehmen gegenüber der Erstere wegen Erpressung, die Lettere wegen Verleumdung an Verdachts des Meineides verhaftet. veränderten Lage des Boykotts. Erscheine daher jeder in der getlagt war, als Zeuge aufzutreten. Die Verhandlung endete Das Reichsgericht hat das Urtheil des Schwurgerichts morgen Abend 9 Uhr im großen Saale des Herrn Mar mit der Verurtheilung des Berg zu einem Jahre gegen die Direktions- und Aufsichtsraths- Mitglieder des Vor- Berche, Friedrich str. 109, stattfindenden öffentlichen VerGefängniß und zweijährigem Ehrverlust, der Tochter schuß- und Sparvereins in Weimar auf die Revision der An- sammlung! Agitire jeder für zahlreichen Besuch auch seitens der zu neun Monaten Gefängniß. Ende Juni und August geklagten Gerlach und Genossen aufgehoben und die Sache zur Frauen! Der uns durch die Brutalität des Bierringes aufGewerkschaftliches. An die Schneider und Schneiderinnen! Auf grund der am 21. Mai bei Joel in einer öffentlichen " Vermischtes: Der reichste Mann in Bayern, schreibt das„ Bayr. Vaterl.", Freiherr von Cramer- Klett, wird am 18. Auguſt majorenn. Er ftudiert" 8. 8. in Berlin und tritt im Herbst 1895 in die Reichsrathskammer. Sein Vater war Journalist, dann heirathete er die reiche Klett und wurde Großindustrieller und FideikommißBesizer. Er starb 1884 in dem Wahne, verhungern zu müssen! Cramer Klett hinterließ etwa 70 Millionen Mart, welche ihm seine Arbeiter erworben; während der Vormundschaft stieg das Vermögen auf 80 Millionen Mart, darunter das Palais in München und das Gut Hohenaschau bei Prien. Publikum und Redakteur. Sag' mir doch, Mirza Schafft, wer versteht Wohl am besten die Biere zu brauen? „ Das thut der Brauer." Wer am besten den Acker zu bauen? ,, Das thut der Bauer." Wer am besten Soldaten zu führen? „ Der Offizier." Mer am besten den Bart zu rasiren? ,, Gewiß der Barbier." Wer am besten eine Zeitung zu leiten? Darüber läßt sich am wenigsten streiten: Jeder Grünschnabel, jeder Backsisch, Jeder Schreihals am Biertisch, Jeber eingebildete Wicht, Nur der Redakteur nicht." 1892 erschienen in den genannten Beitungen Nach nochmaligen Verhandlung an die Vorinstanz zurückverwiesen. gezwungene Kampf darf nur mit unserem Siege enden. Nichtsrichten über diesen Fall. Es wurde erzählt, daß Prediger Ein trauriges Sittenbild spielte fich gestern vor der würdig sind die Genossen, die nicht ihr Alles frendig sehen Schwabe mit der Tochter des Schaffners Berg ein Verhältniß dritten Straffammer des Landgerichts I ab. Aus der Unter- an ihre Ehre! Darum hoch die Solidarität aller Genossen: angeknüpft habe, welches nicht ohne Folgen geblieben sei. Ersuchungshaft wurde der 29jährige Lehrer Oswald Mied vor- J. A.: Der Vertrauensmann. babe fein Heirathsversprechen nicht gehalten. geführt. Er vermochte seiner Bewegung faum Herr zu werden, Die Ansprüche, die dann der Vater der Verführten gegen den als zehn seiner früheren Schülerinnen aus der 198. GemeindePrediger erhoben habe, hätten die vorerwähnte Anflage gegen schule den Gerichtssaal betraten, um als Beugen gegen ihn aufBerg und dessen Tochter zur Folge gehabt und ihre Berurtheilung zutreten. Es waren Mädchen im Alter von 10 bis 11 Jahren, Das Schwurgericht von Laval( Frankreich) verurtheilte babe erfolgen müffen, weil Prediger Schwabe jeden geschlecht: welche die Schändlichkeiten erzählen sollten, die der Angeklagte den Bikar Bruneau, welcher seinen Pfarrer getödtet und in den lichen Verkehr mit der Emilie Berg unter seinem Eide mit ihnen vorgenommen, wenn er sie zu sich auf das Katheder Brunnen geworfen hatte, zum Tode. in Abrede geftellt habe. Dieser Eid folle nun ein fommen ließ, um ihre Schularbeiten zu prüfen. Der Vertheidiger, wiffentlich falscher sein, es schwebe dieserhalb ein Rechtsanwalt Dr. Schwindt, vermuthete bei dem Angeklagten Verfahren gegen Prediger Schwabe, in welchem einen geistigen Defett, eine Annahme, die von dem Kreisphyfitus schon mehrere Beugen vernommen worden seien. Der Prozeß Dr. Mittenzweig indeffen als völlig unbegründet bezeichnet wurde. verspreche ein höchst sensationeller zu werden. Wegen dieser Der Staatsanwalt beantragte gegen den geständigen Angeklagten Artikel beschritt Prediger Schwabe den Klageweg, das Berfahren sechs Jahre Gefängniß, das Urtheil lautete auf zwei gegen die Beklagten wurde aber ausgesetzt, bis ein gegen den Jahre sechs Monate Gefängniß. Kläger in dieser Angelegenheit schwebendes Disziplinarverfahren beendet war. Der Kläger, dem Assessor Zander als Vertreter des Rechtsanwalts Räzell zur Seite stand, erklärte im gestrigen Termin, daß er völlig rein aus dem Disziplinarverfahren hervor gegangen sei, auch habe eine gerichtliche Voruntersuchung gar nicht gegen ihn stattgefunden, sondern nur ein einleitendes Ermittelungs- Versammlung angenommenen Resolution, in allen Stadttheilen verfahren durch Zeugenvernehmung. Nach vierstündiger Ber Berlins Versammlungen abzuhalten, um ein gemeinsames Vorhandlung beantragten die Rechtsanwälte Dr. Grelling.gehen in der Konfektion zu ermöglichen, findet unsere nächst e Mosse und Träger als Vertheidiger der Beklagten die gehen in der Konfektion zu ermöglichen, findet unsere nächst e Bertagung. Sie wollten alle in den beanstan öffentliche Versammlung am Montag, den 16. Juli, Abends deten Artiteln aufgestellten Behauptungen statt. Tagesordnung:„ Unter welchen Voraussetzungen ist ein er81/2 Uhr, in Kelle's Vereinshaus, Schönhauser Allee 28, aufrecht erhalten und den Beweis der Wahr- folgreiches heit antreten, wozu allerdings ein noch größerer Beugen folgreiches Vorgehen in der Konfektionsbranche denkbar?" Refe. rent: Kollege Timm. apparat aufgeboten werden müsse, als es zu diesem Termine geschehen sei. Der Gerichtshof erkannte nach diesem Antrage Kollegen und Kolleginnen, in dieser Versammlung zu erscheinen, Bei der hochwichtigen Tagesordnung ist es Pflicht aller auf Bertagung. Als die Parteien dem Saale entströmten, der Herren-, Damen- und Knaben- Konfektion, Blousen- und und sind besonders eingeladen alle Schneider und Schneiderinnen tam es auf dem Flur zu einem Auftritte, wie Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper 2c. esim Gerichtsgebäude noch nicht vorgekommen Die Agitationstommission der Schneider und ist. Der Verhandlung wohnten zwei Brüder Schneiderinnen Berlins. des Klägers bei, junge Leute, von denen der eine Referendar, ber NB. Infolge des Bierboykotts ist die Zahlstelle des Krankenandere Fähndrich ist. Unterstützungsbundes und des Verbandes der Schneider und Der Referendar Schwabe ergriff auf dem Flur Schneiderinnen von der Grenadierstraße nach der Rosenthaler. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 8wei Buchstaben oder eine Bahl die Beugin Emilie Berg am Halse, wobei eritraße 11/12 verlegt worden und befinden sich die Kassirer jeden anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. drohende Worte aus stieß. Der Vater eilte G.. 19. Ist ein Vertrag giltig, wenn er, wiewohl er ftempelpflichtig ist, nicht ge[ einer bedrängten Tochter zu Hilfe, er stieß Montag von 81/2 bis 10 Uhr daselbst. ben Referendar heftig bei Seite. Dieser zog Frauen und Mädchen der werkthätigen Bevölkerung! stempelt ist? Diese Frage ist wiederholt bejahend von einen großen Revolver aus der Tasche und An Euch richten wir den lebhaften Appell, Antheil zu nehmen uns beantwortet. Die gleichen Fragen werden innerhalb des richtete ihn gegen Berg. Die anwesenden an dem großen und gerechten Kampf des Proletariats. Denn laufenden Quartals nicht mehr beantwortet werden. Frauen und Mädchen erhoben ein Geschrei, die Frau ist es, welche am meisten unterdrückt, vom Kapitalisten Briefkaffen der Expedition. welches durch das ganze Gebäude gellte. 3um als willenloses Werkzeug feiner Profitgier gefnechtet und ausGlüc war der Gerichtsdiener Reet, ein gebeutet wird. Ja, wenn wir politische Rechte hätten, die AusFür die ausgesperrten Brauerei Arbeiter gingen ein: energischer und kräftiger Mann zur Stelle, übung derselben würde uns erziehen, wie sie den proletarischen Bon Siebert durch Tausch 7,-. Gesammelt von Schwarz blizschnell warf er sich von Mann erzogen hat, wir dürften reden und fordern. Da wir bei einer Landparthie in Schönholz 1,35. Gesangverein Grüne hinten auf den Referendar, ergriff feine rechte and alle diese Rechte nicht besigen, so müssen wir um dieselben Eiche, Rigdorf, 5,- Tischlerwerkstatt Fromholz, Bankow, 3,25. und zwang fie nach unten. Erst nach länge- fämpfen, und fordern wir Euch auf, uns als tapfere Mitkämpferinnen Aus dem Ueberschuß des Johannisfestes deutscher Buchdrucker, rem Ringen gab der Referendar die Waffe zu unterstützen. Frauen und Mädchen, strebt nach Wissen, damit Samburg 14,95. Von den organisirten Gastwirthsgehilfen im frei. Während dieser Beit fielen Stock. Ihr Gure geistige und soziale Lage erkennen lernt. Wir machen Reichsgarten 2,-. Metallarbeiter Krantenkaffe, Filiale 3 8,20. und Schirmhiebe hageldicht auf feinen un- bierbei auf die Versammlungen aufmerksam, welche am Montag, Fräulein Emilie 1,60. G. 5, Sonnewalde, ein rother bebedten Kopf, aus einer tiefen Wunde den 16. Juli, Abends 8 Uhr, in Schneider's Salon, Belforter Maurer-50. Bandschaftspold-80. P. S., noch 1 M. 1,-. über dem linken Auge strömte bas Blut. ftraße 15, und Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünder Stiftungsfest der Gärtner 9,45. der Gärtner 9,45. Bom Bürger W. 19,95. Auch sein Bruder, Der ihm Silfe straße 35, ftattfinden. Das Referat haben der Reichstags- Ab- Ueberschuß vom Johannisfest des Buchdrucker Verbandes, tommen wollte, erhielt Schläge. Der Prediger geordnete Friz 3ubeil und Genosse Wagner übernommen. Bahlstelle Dortmund 20,05. Von den Arbeitern der BetriebsSchwabe hatte sich bereits entfernt. Der Die Versammlungen sind einberufen vom Frauen und Mädchen- werkstelle Solidarität" 8,-. W. R. in Sp. durch Belgin Revolver, ber beschlagnahmt wurde, war mit Bildungsverein für Berlin und Umgegend. Um zahlreiche Be- 1,-. Amerit. Auft. D. Freien Liedertafel in Schmargendorf 11,03 vier Patronen geladen. Referendar Schwabe theiligung ersucht Der Vorstand. Ueberschuß einer Kremserfahrt vom Gesangverein Nr. 130 3,50. wurde nach dem nächsten Polizeibureau ge Friedrichshagen! Genofsinnen und Genossen! S... stud, jur. 1,-. Von einem Gewerbegerichtsbeisiger bracht. Es währte lange, bevor die Aufregung Der Prozenübermuth des Brauereiringes hat bekanntlich die der Brauer 6,-. Deutscher Textilarbeiter- und Arbeiterinnenüber die Ausschreitung sich legte. Ginigungsversuche vor dem Gewerbegericht nicht gelingen lassen. Verband Filiale Rigdorf 14,95. Putzerkolonne Klietsar 12,95. Pflicht jedes Parteigenoffen ist es, darauf die gebührende Antwort Amerit. Auktion eines Cylinderhutes in Wilhelminenhof 11,38. zu geben und durch Verschärfung des Bierboykotts sowohl den Beim Geburtstag meiner Frau in Kuhnhardt's Ruh, Heinersstolzen Sudherren, wie auch den in arger Verblendung mit ihnen dorferstraße, 1,75. Rauchklub Dornröschen 8,-. Droschkentutscher verbündeten Gastwirthen die Wahrheit des alten Sprichwortes der die Versammlung nicht besuchen konnte 1.-. m. 3. 0,50. zu beweisen: Hochmuth kommt vor dem Fall! Freie Vereinig. der chirurg. Branche. Für einen Vortrag 6,-. Summa 182,18 M. Bereits quittirt 3606,71 M., in Summa zur Aus Schneidemühl wird der„ Boffischen Zeitung" unterm 13. Juli gemeldet: Die Straffammer verurtheilte den Arbeiter Franz Otto aus Berlin, weil er am 4. Februar in Tüb zwei Pferde im Werthe von 2000 m. gestohlen hat, zu drei jährigem Gefängniß. Der als Zeuge vernommene Brotherr des Angeklagten, der Kohlenhändler Piethe aus Berlin, der betundete, daß Otto am 4. Februar in Berlin gewesen sei, den Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 14. Juli. Bellealliance- Theater. Der Frei schütz. Berliner Theater. Gespenster. Alexanderplat- Theater. Ge fpenfter. National Theater. Ein Fest auf der Bastille. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Briefkaffen der Redaktion. 31 Volksversammlungen haben am Mittwoch ihr Votum abgegeben. Es ist Ehrenpflicht aller klaffenbewußten Arbeiter 3788,89 M. Unferem Sangesbruder Pietsch zu| mal donnerndes Hoch. Allegro. Castan's seinem heutigen Wiegenfefte ein drei Panoptikum. Hawaiische Königs- Tänzerinnen. Unserm Genoffen C. Weftphal zum heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch! 1751b Mehrere Kollegen( Bierschnüffler). Das schwerste Ehepaar der Welt. Ganverein Berliner Bildhauer. zum Bekanntmachung. Erster Nachtrag Statut der Orts- Krankenkaffe der Klempner zu Berlin am 8. Juli 1893. Artikel I. § 14, Absah 3 treten an Stelle der Worte: ,, von einem Behntel des der BeAchtung, 6. Wahlkreis! Große öffentliche fozialdemokrat. Bartei- Versammlung Montag, den 16. Juli, Abends 8 1hr, im Lokale des Herrn Pape, Kolbergerstraße Nr. 23. Tages- Ordnung: 266/1 1. Berichterstattung der Vertrauensleute. 2. Bericht der Revisoren. Die Vertrauenslente. In der Nacht vom Dienstag zum 3. Wahl der Revisoren. 4. Verschiedenes. Mittwoch verstarb unser Mitglied und Rollege, der Steinbildhauer Gottlieb Tüceck Baufmann's Variété. Spezialitäten, meffung zu Grunde liegenden" die der Leichenhalle des Elisabeth- KrankenVorstellung. nach kurzem Krankenlager, im Alter von 29 Jahren. Die Beerdigung findet am Sonntag, Nachmittag 4 Uhr, von hauses( Lüßowstraße) aus, statt. von einem Zwanzigstel des der Be- Um rege Theilnahme bittet messung zu Grunde liegenden". Absatz 4 71/8 Der Vorstand. Parodie Theater. Spezialitäten Worte: Vorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Novität! Novität! wird gestrichen. $ 80. Die wöchentlichen Raffen Verband d. Vergolder etc. beiträge betragen: 1. für männliche Kaffenmitglieder über 16 Jahren, ausschließlich der Lehrlinge 51 Pf.; 2. für weibliche KaffenEin Fest auf der Bastille. mitglieder über 16 Jahren 27 Pf.; Filiale Berlin. Montag, den 16. Juli, Abends 81/2 Uhr, 8. für männliche Kassenmitglieder unter bei Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16: 16 Jahren und für Lehrlinge 24 Pf.; 4. für weibliche Rassenmitglieder unter 16 Jahren 18 Pf. Artitel II. Schauspiel in 8 Atten von Fr. Held. Regie: Mar Sam ft. Das fgl. Polizeipräsidium hat mir die öffentliche Aufführung des Schauspiels ,, Ein Fest auf der Bastille" nur mit der ausdrücklichen Bemerkung gestattet„ daß, falls Theaterbesucher sich bei den in dem Stücke zahlreich Berlin, den 8. April 1894. enthaltenen revolutionären Schlag Vorstehende Bestimmungen treten mit dem Montage nach erfolgter Bekannts machung in Kraft. Der Vorstand wörtern zu lärmenden Kundgebungen der Orts- Krankenkasse der Klempner. W. Milich, F. A. Pieschel, Vorsitzender. Schriftführer. Vorstehender Nachtrag wird hierdurch genehmigt. Ich politischer Tendenz sollten hinreißen laffen, die Wiederholung der Aufführung alsbald untersagt wird." bitte daher das verehrte Publikum, fich während der Aufführung des Stückes jeder störenden Rundgebung zu enthalten, da sonst die weiteren Aufführungen in Frage gestellt sind. Raffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Berlin, den 10. Juli 1894. Der Bezirksausschuß zu Berlin. Rayser. Hierdurch zur gefl. Renntnißnahme, Im Garten: Großes Konzert. daß ich nur Auf der Sommerbühne Aufführung 1770b 1750b C. Schneider, Restaurateur, Urbanftr. 85. Rathenower Vier von Possen und Lustspielen, sowie zum Ausschant bringe. Auftreten von Spezialitäten erften Ranges. Monats- Versammlung Tagesordnung: 1. Bortrag des Genossen P. Jahn über: Der Arbeitsnachweis und feine Praxis." 2. Diskussion. 8. Raffenbericht vom 2. Quartal. 4. Verschiedenes. 267/2 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Achtung! Cement- Arbeiter und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. Generalversammlung am Sonntag, d. 15. Juli, Borm. 9 Uhr, Gerichtsstraße 10, Arbeiter- Bildungsschule. Nordschule Müllerstraße. Am Sonntag, den 15. Julí d. J., Vormittags präzise 1/211 Uhr: Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: ,, Heirath und Ehe". Alle Mitglieder werden ersucht, dazu recht zahlreich zu erscheinen. Gäste haben Zutritt. 50/3 Der Vorstand. Achtung! Manrer 1. Puher. Große öffentliche Versammlung am Sonntag, 15. Juli, Vm. 10% Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Die Mißstände in unserem Gewerbe. Referent Kollege Silberschmidt. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 188/1 Die Versammlung wird pünktlich eröffnet und werden die Kollegen ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Kein Boykott-, kein Ringbier. Die Vertrauensmänner. H. Schigolski. F. Gräschke. General- Versammlung der Kranken- Unterstützungs- und Begräbnisskasse der Lederzurichter Berlins( E. H. No. 50) am Sonntag, den 22. Juli, Vormittags 10% 1hr, im Lokal des Herrn Feind, Weinstraße Nr. 11. Tages Ordnung: 17676 164/1 1. Rechnungslegung vom 2. Quartal 1894. 2. Geschäftliches. Der Vorstand. J. A.: G. Busse. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Freie Vereinig. der Zivil- Berufsmufiker ( Zahlstelle Berlin.) Bezirks- Versammlungen. Often: Sonntag, den 15. Juli, Bormitt. 91/3 Uhr, in Fiebig's Salon, Große Frankfurterstr. 28. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Hoffmann über:" Bassers mann'sche Gestalten". 2. Diskussion. 3. Vorschlag eines Bezirksbeisigers. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Südosten: Montag, 16. Juli, Ab. 8½ Uhr, in Hoffmann's Fettsälen, Oranienstr. 180. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vorschlag eines Bezirksbeisigers. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Westen und Südwesten: Sonntag, den 15. Juli, Vormittags 10 Uhr, bei Poppe, Lindenstr. 106. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. VerbandsangeTegenheiten und Verschiedenes.- Zu dieser Versammlung sind die Kollegen der Gossow'schen Werkstatt, Teltowerstr. 53, besonders eingeladen. Vertrauensmänner- Versammlungen. Norden: Montag, den 16. Juli, Abends 8½½ Uhr, bei Herrn Kelle, Schönhauser Allee 28. Moabit: Sonntag, den 15. Juli, Vormittags 91/2 Uhr, bei Herrn Lange, Stromstrr. 28. Tagesordnung in beiden Versammlungen: Besprechung über Lohnund Arbeitsverhältnisse. Nichtmitglieder haben Zutritt. Um zahlreichen Besuch aller Versammlungen ersucht Die Ortsverwaltung. Große öffentl. Versammlung 141/4 Berlins und Umgegend. Dienstag, den 17. Juli, Vorm. 10 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstrasse 44: 100/1 Mitglieder- Versammlung Bu zahlreichem Besuch ladet ein Achtung! Der Vorstand. Achtung! Steinarbeiter Berlins und Umgegend. Große öffentliche Versammlung am Sonntag, den 15. Juli, Vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Deigmüller, Alte Jakobstrasse No. 48 a. Tagesordnung: 1. Berichterstattung durch die dazu gewählte Rommission über die Arbeitseinstellung in der Marmorwaaren- Fabrik von C. E. Kelch, Schöne bergerstraße, Ringbahnbogen 75-78. 2. Verschiedenes. 227/2 Der Vertrauensmann. Buchmann, Willibald- Alexisstr. 39, Hof 1 Tr. Achtung! Parteigenossen! Jm 4. Wahlkreis( Osten) schänken folgende Schankwirthe Bier aus nicht boykottirten Brauereien: Andreasstr. 26, Fr. Wilke. 3, der Lohgerber, Lederzurichter und Berufsgen. Blumenfi. 8, Sejack Berlins am Sonntag, den 15. Juli, Vorm. 12 Uhr, bei Feind, Weinstraße 11. 166/2 Lages Ordnung: 0 1. Der Streit in der Lederfabrit von H. Weste. 2. Diskussion. Der Einberufer. 32, K. Weigmann. 21a, W. Oberschmidt 23, F. Tomas " 24, F. Resack. " " 29, Haupt. 38, Wiedemann. " " 49, Rubin. " 52a, 0. Kleinau. 54, K. Wuttke. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Breslauerstr. 20a, Otto Tissmärr. Berlins und Umgegend. Cotheniusstr. 13, G. Schwach. 15, Emil Wille. Heute, Sonnabend, 14. Juli, Ab. 1/29 Uhr, im Rest. Wilke, Hochstr. 32: Elbingerstr. 3, 0. Regli. Konferenz der Vertrauensleute des Nordens. Sonntag, den 15. Juli, Vormitt. 10%, Uhr, bei Ehrenberg, Annenftr. 16: Branchen- Versammlung der Rohrleger und Gehilfen. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen P. Jahn. 2. Diskussion. B. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Zur Beachtung! Die regelmäßigen Branchen- Versammlungen finden von jetzt ab jeden zweiten Sonntag im Monat in obigem Lokale statt. Montag, 16. Juli, Abends 7 Uhr, in Ulrich's Festsaal, Waldemarstr. 75: Branchen- Versammlung der Metallschrauben- und Façondreher. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Mattutat über: Sozialismus und Anarchismus. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. 172/3 Dienstag, 17. Juli, Abends 81/2 Uhr, bet Dobberstein, Mariannenstr. 30/31: Branchen- Versammlung der Metallschleifer. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen O. Näther über: Die Metallschleifer und die Gewerkschaftsorganisation. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Beisigers zum Vorstande. 4. Aufnahme neuer Mitglieder, Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. sucht 7, A. Büttner. " " 9, A. Vogel. " 22, G. Kind. 31, K. Körner. Glifabethstr. 10, 0. Weinberg. 65, R. Lange. Frankfurter Allee 74, Emil Böhl. " 90, Otto Zabel. 86, Scheibe. Große Frankfurterstr. 20, C. Klages. Friedrichsbergerstr. 11, W. Lock. Fruchtstr. 25, K. Moritz. 52, Jauer. " 61, Ernst Tilpe. Gubenerstr. 12a, G. Buchmana 17, Bath. " " 60, Zienecke. Graudenzerstr. 2, H. Wuttke. 3, Wiegert. 15, Fuhlbräge. Gollnowstr. 28, Pesarra. Grüner Weg 21, Gantzke. " 104, G. Herrmann. " " 109, H. Strietzel. " " 110, G. Prollius. " Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen in allen Versammlungen er- Rönigsbergerstr. 1, Kahl. Der Vorstand. 7, Reiche. 8, Geier. Verband d. Möbelpolirer Berlins n. Umg. General- Versammlung am Montag, den 16. Juli, Abends präzise 8 Uhr, Andreasstr. 26. Tages Ordnung: 1. Vierteljahresbericht der Kassirer vom Arbeitsnachweis 2c. 2. Ersatzwahlen für den 1. und 2. Schriftführer. 3. Bericht der Statuten- Berathungstommission. 4. Verbandsangelegenheiten. 199/1 " 5/6, Laskowski. 13, Schubert. 28, Leichnitz. 33, Wagner. 39, Dembitzky. Koppenstr. 10, G. Seehaus. " 28, W. Krüsten. Koppenstr. 47, W. Lorenz. Rüstriner Platz 8, Klose. 9, A. Werner " Krautstr. 4/5, Pilzecker. " 36, A. Jnsinger. 41, Friederich. 48, Ratke. Langestraße 1, Milzewski. 24, Jeratsch. " 44, Pofahl. 57, Wwe. Becker, " 64, Ehrbar. " 65, G. Tempel. 91, F. Ahrensdorf. " 94, C. Eckert. " " " " Landsberger Allee 37, F. Bense. 41, G. Weber. 44, v. Roland. Langenbeckstr. 9, Kownick. Lebuferstr. 2, A. Jakob. 5, A. Nemitz. Madaistr. 6, J. Stange. Markusstr. 10, Schrade. 14, W. Zippke. Kleine Markusstr. 10, H. Gorn. Münchebergerstr. 16, Teess. Memelerstr. 35, Nitschke. 55, Pause. Am Ditbahnhof 2, E. Boderke. Pallisadenstr. 33, 0. Friese. 65, Ernst Naedge. Posenerstr. 10, E. Kühn. 29, R. Meyer. Rüdersdorferstr. 8, A. Böhl. " " 27, G. Herrmann. 46, F. Bredschneider. Schillingstr. 28, Hausmann. 30a, Koepnick. Straußbergerstr. 34, R. Bach. Vor dem Stralauer Thor 18, G. Mütze. Tilsiterstr. 79, Oertel. Waßmannstr. 6, Scholz, Weberstr. 8, Pautzka. " 10, F. Schulze. 66, G. Spieckermann. Weidenweg 72, Hoffmann. 78, Blaar. 93, Schulz. Weinstr. 14, Wartenberg. " 28, Späth. Diejenigen Schankwirthe, welche sich in dieser Liste Nur Mitglieder haben Zutritt. Aufnahme neuer Mitglieder heute aufnehmen lassen wollen, können sich melden bei Abend in den Zahlstellen: Zehdenickerstr. 2 bei Ece; Blumenstr. 38 bei Wiedemann( fr. Henke); Oranienstr. 197 bei Mohn; Hermannstr. 118a, Rigdorf, bei Ba benschneider; Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 34 bei Schu Iz; Weißensee bei Kleb 3, Röhlke- und Charlottenburgerstraßen- Ecke, sowie vor Beginn der Versammlung. Eintrittsgeld 25 Pf., Wochenbeitrag 10 Pf. Die Versammlung wird punkt 8 Uhr eröffnet. Sonntag, den 22. Juli, früh 7 Uhr: Grosse Dampferpartie mit Musit nach Schmöckwit( Kurras, Gasthaus zur Palme) einziges Lokal in dortiger Gegend, welches zu allen Versammlungen nach wie vor zu haben ist. Billets zur Theilnahme sind nur bis zum 16. Juli in obigen Zahl stellen, sowie in der Versammlung zum Preise von 1 M. 25 Pf. zu haben. Auf dem Dampfer Ausschank von nicht boykottirtem Bier à Glas 10 Pf., im Lokale Ausschank von Kulmbacher und Weißbier. Alles Nähere besagen die Programme.- Zahlreiche Theilnahme der Mitglieder und deren Angehörigen erwartet Der Vorstand. Tempel, Langestraße 65. Zabel, Frankfurter Allee 90. Lock, Friedrichsbergerstraße 11. Ich nehme die Beleidigung gegen Fräulein Marie Lindner hiermit zurück und erkläre dieselbe für eine ehrenwerthe Person. 1759b Reinhold Blümel. Evora- Bräu in vorzügl. Qualität empfiehlt in Gebinden von 17 Litern an, auch in Ich nehme die Beleidigung gegen die Frau Peez zurück und erkläre diese für eine anständige Frau. 1746b Wilh. Bintebant. Titl. Gesangvereinen z. Nachricht, daß ich noch einen Tag frei habe und den felben besetzen möchte. Franz Apel, Gesanglehrer, Frankfurterstr. 110, IV. Buchhandlung des Vorwärts Berlin SW., Beuthstr. 2. Soeben ist erschienen: N. G. Tihernischewsky. Eine literarhistorische Studie von G. Plechanow. 392 Seiten 80. Preis broch. 2,50 M. geb. 3 M.- Porto 30 Pf. Die russischen Verhältnisse der Mitte unseres Jahrhunderts, die Reformperiode unter Alexander II, den damaligen eigenartigen ruffischen Sozialismus schildert und erklärt der Verfasser an der Hand des historischen Materialismus. Im zweiten Theil untersucht er den utopischen Sozialismus an der Hand der Marristischen Lehren und gestaltet die Darstellung zu einem Kompendium des wissenschaftlichen Sozialismus, das an Schärfe, Klarheit und Beweiskraft taum übertroffen werden dürfte. 448/20 gr. Ausw., Rep. u. Best. Alte Stiefel teel und billig.[ 17546 Runge, Neuenburgerstr. 6. Verschiedene saubere Möbel, für Brautleute passend, stehen spottbillig zum Verkauf Schulzendorferstr. 2, vorn 1749b eine Treppe links. Todesfall halber verkaufe ich meine faft neue Wirthschaft, passend für Brautleute, ferner etwas Buchbinder- Werkzeug und 1745b ca. 50 Pfd. Schriften. Wilh. Gielen, Borsigstr. 25, 2. Hof II. junge z. Anlernen 2,50, Staare 1,25, Kreuzschnäbel, Beisige 0,80, Rohlmeiſen 0,50, alle Arten Singvögel, Papageien, Vogelbauer billig. Schnelle, Invalidenstr. 7. Dompfaffen, Staare 1,25 Von hente ab beziehe nur Bier von Carl King u. Co.( fein Ringbier). Schlüter, Restaurateur,[ 17446 Ede Gneisenau- u. Schleiermacherstraße. Kein Boykott- Bier! Durch Abschaffung verfch. boykottirter Biere habe ich den größten Theil meiner Flaschenbier- Kundschaft verloren. Bitte Daher allen Genossen und Bekannten, im Bedarfsfalle bei Lieferungen für Werkstätten in Weiß- und Bairisch- Bier mich berücksichtigen zu wollen. Achtungsvoll A. Malik, Annenstr. 37. NB. Lager- und Exportbier aus der Brauerei Adelung u.Hoffmann, Potsdam. 1166b Allen Bekannten zur Nachricht, daß ich mit heutigem Tage die Restauration Dranienftr. 87 übernommen habe, und halte ich mich den geehrten Gästen 17576 beftens empfohlen. P. Schiffuer, früher Zimmerstr. 22. Alle Uhren 54621* werden sauber und sorgfältig reparirt unter Garantie des Gutgehens für 1,50 Mark( außer Bruch) bei W. Winkler, Berlin N., Reinickendorferstr. 2 g, gegenüber der Dantes- Kirche. Lager aller Arten Uhren, Uhrketten C. Protz, Restaurant u. Garten, Annenstraße 9, empfiehlt den verehrl. Gesang und anderen Vereinen, Kassen- und Zahl= stellen, Zimmer bis 50 Personen. Ausschant ff. Weißbier und Dresdener Bairisch- Bier. 1755b Kummas, Louisen- Ufer 44, verkauft von Sonntag, den 15. d. M., an tein 1768b mehr. Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins. Sängerfest Otto Linke, Satthof 3. singer mig. Sonntag, den 15. Juli, Vormitt. 11 Uhr, im Lokal des Gen. Wilke, Andreasstr. 26: Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Vorstandes. 2. Raffenbericht vom 2. Quartal 1894. 3. Wahl des gesammten Vorstandes. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Wegen der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, zu erscheinen. Das Mitgliedsbuch legitimirt. 80/1 Achtung! Der Vorstand. Achtung! Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Das zum 21. Juli arrangirte Sommernachtsfest in Wilhelminenhof findet nicht statt, da der Wirth Herr Dolinski sich den Saalverweigerern angeschlossen und ferner mitgetheilt hat, daß seitens der Behörde die Er Iaubniß hierzu versagt worden ist. Die Billets bitten wir an den Stellen, wo dieselben entnommen sind, bis spätestens den 1. August zurückzugeben. Die Zahlstelle bei Schubert, Hollmann- und Alte Jakobstraßen- Ecke ift aufgehoben; das nähere hierüber wird in der am Montag für Südosten stattfindenden Versammlung bekanntgegeben. 141/5 Die Ortsverwaltung. Schmargendorf. Lagerhof Telephon Amt III Nr. 404. Schneider's Vereins- Haus, Vereins- Haus, Folgende Gegenstände sind als gefunden abgeliefert worden: Verschiedene Schirme und Stöcke, 1 schw. Glaceeund ein halbseidener grauer Damen15 Belforterstr. 15, Handschuh, 1 Herren- Sommerpaletot, Empf. m. Saal u. Garten, 400 Pers. I Damen- Jaquet, 1 vergoldeter Trau- faff., 3. Verg. u. Versamml. Habe noch ring und 1 filberner Damenring, mehrere einige Sonnab. u. Sonnt. frei.[ 17526 Hausschlüssel. Aushändigung nur Rein Ring bier! gegen Legitimation bei 65/2 A. Kaiser, Pücklerstr. 54, 3 Tr. Weißbier! Für Fabriken und Werkstätten Allen Genossen, sowie den Badegästen vom Studentenbad sei mein Lokal nebst Garten bestens empfohlen. Kein Boykott- und Ringbier. 3902 H. Seidler, Ratiborstr. 16. ſovie für Wiederverkäufer Tiefere Etablissement ,, Süd- Ost" ich mein Versand- Weißbier in unübertrefflicher Güte zum Preise von Waldemarkr. 75.[ 4402* Empfiehlt seinen Saal den Vereinen 3 Mt. für 40 halbe oder 45 4/10 oder 25 8/10 oder 20 ganze Flaschen, frei zu Versammlungen. Sonnabende und in's Haus, in Flaschen mit Patent: Sonntage sind noch frei. C. Ulrich. verschluß, ohne Pfandberechnung. Fernsprecher Amt Schöneberg No. 92. A. Seidler, Schöneberg, Allen Genossen zur Nachricht, daß ich die Restauration von Herrn Gerber, Bermannstr. 383, Rixdorf, übernommen Swinemünderstr. 45/46. Sehr billige freundliche Wohnungen, Stube und Küche von 162 Mark an. aberes beim Verwalter 45.[ 17236 Grünauerstr. 25 freundliche kleine Wohnungen preiswerth zu vermiethen. Rostockerstr. 14 sind schöne Vorders und Hofwohnungen billig zu verm, Näheres v. 2 Tr. bei Sprenger. Kleine Wohnungen billig Buttmanns ftraße 6, Vorderwohnungen, 2 Stuben nebst Zubehör billig, pass. für Beamte. 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Januar hing eine staatsanwaltliche Revision zusammen, welche vorgestern vor dem Reichsgerichte zur Verhandlung kam. Der Anarchist Rodrian hatte in der am 13. Januar erschienenen Nummer des„ Sozialist einen Aufruf an die Arbeitslosen veröffentlicht und dieselben zu der am 18. Januar im Friedrichshain abzuhaltenden Versammlung eingeladen. In diesem Artikel, der in ruhigem Tone geschrieben war, sollte eine zufreizung zu Gewaltthätigkeiten liegen. Das Landgericht I in Berlin sprach jedoch Rodrian am 16. Mai von der Anklage aus§ 130 frei. Die gegen dieses Urtheil vom Staatsanwalt eingelegte, Revision wurde vom Reichsanwalte nicht befürwortet. Das Reichsgericht erkannte auf Verwerfung derselben. " Die Firma H. Sternberg junior( Großplätterei) flagt gegen die Plätterin S. auf Zahlung von 9 M.( dem ortsüblichen Lage Rammer VIII. Borsitzender: Assessor Für st.. Sigung vom lohn einer Arbeiterin für eine Woche), weil dieselbe rechtswidrig 7. Juli. ohne Auffündigung die Arbeit verlassen haben soll; fie beruft Der jugendliche Arbeiter H., vertreten durch seinen Vater, fich auf den§ 124b der Gewerbe- Ordnung, welcher dem Arbeit flagt auf zahlung einer Lohuentschädigung gegen seinen ehe- geber das Recht einer solchen Forderung für den Fall maligen Arbeitgeber. H. giebt zu, daß sein Sohn, als er das verleiht, daß Arbeiter oder Arbeiterinnen Kontraktbruch" beerste Mal in den Betrieb des Beklagten eintrat er arbeitete gehen. Die Beklagte will zur Aufgabe der Arbeit berechtigt gewesen zweimal bei demselben den Kündigungsausschluß schriftlich an- sein, weil das Plätten mit den durch Gas erhitzten Eisen ihre erkannt hat. Für das zweite Arbeitsverhältniß sei, behauptet er, die Gesundheit beeinträgtigt hätte. Die flagende Firma bringt ein Kündigung nicht ausgeschlossen worden, deshalb habe sein Sohn An- Gutachten des Dr. Jeserich über die Wirkung der Bolzen sowie spruch auf die geforderte Entschädigung. Der Beklagte bestreitet nicht, Glasplätterei auf die Gesundheit der betheiligten Arbeiterinnen daß er dem Kläger nichts betreffs der Kündigung gesagt habe, bei, das sich auf grund analytischer Untersuchungen zu gunsten Der§ 193 des Strafgesetzbuchs. Wegen einer Bürgers als er ihn neun Tage nach Beendigung des ersten Arbeits der Glasplätterei ausspricht. Eine Zeugin der Beklagten be- meister- Beleidigung, die er im Anzeiger für Bad Polzin" be verhältnisses wieder engagirte; er ist aber der Meinung, daß der stätigt deren Behauptung, daß sie mehrfach beim Plätten mit dem gangen haben sollte, war der Buchdruckereibesizer Karl Krauel frühere Kündigungsausschluß auch für das neue Engagement Gel Gaseisen unwohl geworden sei, und meint, daß fie, Zeugin, dann unter Anklage gestellt worden. In dem betreffenden Artikel tung hatte. Der Kläger wurde mit Rücksicht auf die kurze Frist( neun den Eindruck gewonnen habe, als würde die Beklagte jeden Moment sprach K. bezüglich der vom Bürgermeister dem StadtverordnetenTage), welche zwischen dem ersten und zweiten Arbeitsverhältniß umsinken. Auf Befragen giebt die Letztere zu, ohne jede Ent- Kollegium überreichten Verwaltungsberichts der Sparkasse von lag, abgewiesen, unter der Begründung, daß er sicher gewußt schuldigung aus dem Sternberg'schen Betriebe fortgeblieben zu Bablenwulst"," Sand in die Augen streuen"," Großthun mit habe bei seiner Wiedereinstellung, unter welchen Bedingungen sein. Sie erklärt, ebenfalls auf Befragen, daß fie schon in einem nichts" 2c. Krauel wurde am 23. April vom Landgericht er vorher beim Beklagten gearbeitet und daß er zu denselben anderen Plättereien gearbeitet habe. Frl. S. wurde zur Zahlung Köslin wegen Beleidigung zu einer Woche Haft verurtheilt. wieder arbeiten sollte. der 9 M. verurtheilt. Gründe: Bei dieser Entscheidung sei In der Revision rügte der Angeklagte Verlegung des Gegen eine am 9. Juli vor der Kammer VI.( Borsigender dahingestellt geblieben, ob das Plätten mit Gas der Gesundheit des§ 193( Wahrnehmung berechtigter Interessen) durch NichtAffeffor Alberti) verhandelte Lohn- Entschädigungsklage wegen der Arbeiterinnen weniger zuträglich ist und ob speziell die Be- anwendung. Wenn das Ürtheil ihm den Schuß dieses Parakündigungsloser Entlassung wandte der Beklagte, ein flagte darunter zu leiden hatte. Dieselbe hätte die Ge graphen verweigert habe, weil er als Mitglied des StadtSchlächtermeister, ein, der Kläger habe Geld unterschlagen und fahren der Plätterei an sich in gesundheitlicher Beziehung ge- verordneten- Kollegiums Gelegenheit gehabt, auf andere Weise hätte deshalb entlassen werden können; Kläger sei auch vom kannt, da sie schon öfter in Blättereten beschäftigt war, und und an anderer Stelle Kritik an dem Verwaltungsbericht zu ordentlichen Gericht wegen der Unterschlagung verurtheilt worden. man habe ihr deshalb den Schuß des§ 124( Nr. 5) der G.-D. üben, so glaube er doch als Steuerzahler das Recht und die Aus den Strafaften, welche dem Gerichtshof vorlagen, ging die nicht zugestehen können, welcher ihr ein Verlassen der Arbeit Pflicht zu haben, öffentlich seine Kritif auszusprechen. Das Richtigkeit dieser Angaben hervor. Die Unterschlagung wurde ohne Kündigung gestattet haben würde, wenn die Weiterarbeit Reichsgericht hielt die Revision für begründet; es hob darum demgemäß als erwiesen angenommen und der Kläger abgewiesen, ihr Leben oder ihre Gesundheit einer erweislichen Gefahr aus das Urtheil vom 23. April auf und verwies die Sache an die weil feststand, daß er eben wegen der Unterschlagung und gesetzt hätte, welche bei der Eingehung des Arbeitsverhältnisses Borinstanz zurück. awar rechtzeitig thatsächlich entlassen worden ist. Unter- nicht zu erkennen war. Die Beklagte hätte sich mindestens aber schlagungen und Entwendungen bilden bekanntlich Entlassungs- entschuldigen müssen. Einen gesetzlichen Grund zum plöglichen Verlassen der Arbeit hatte sie nicht. gründe. durch die„ Juristische Wochenschrift" veröffentlicht. Die siebenEine intereffante Reichsgerichts Entscheidung wird jährige Tochter des Eigenthümers R. litt an einer tuberkulösen Rammer III. Vorsitzender: Assessor 2ohmeyer. Sigung Rigdorfer Zustände. Vor dem Rixdorfer Schöffengericht Fußgelenks Entzündung. Sie wurde in das dem Dr. N. untervom 10. Juli. hatte sich dieser Tage der Arbeiter Eugen Hartwig aus stellte Hospital gebracht, nachdem der Arzt, der das Kind bis Was als Verlassen der Arbeit angesehen Reinidendorf wegen Beleidigung des Nachtwächters Arndt dahin behandelt hatte, eine Operation für nothwendig erklärt hatte. werden kann. Der Maler W. führte auf einem Berliner in Rigdorf zu verantworten. Am Abend des 14. Februar d. I. Zunächst wurde durch Resektion der Fußknochen dem Fortschreiten Bau im Auftrage des Malermeisters Guftorko einen Afford aus, wollte Hartwig von Nixdorf aus die Ringbahn benutzen und der Erkrankung Ginhalt zu thun versucht, jedoch ohne Erfolg. Die während alle seine auf demselben Bau thätigen Kollegen in Lohn tam auf dem dortigen Bahnhof an, als der lezte Abendzug gerade Weiterverbreitung der tuberkulösen Infektion würde nach dem arbeiteten. Infolge dessen tam es zwischen diesen und ihm zu einlief. In großer Hast wollte Hartwig daher die Kontrolle Gutachten der Sachverständigen das Kind mit chronischem Siech Reibereien. Auf Ersuchen des Baupoliers, welcher mit der passiren, um den Zug zu erreichen, der am Eingang hum, schließlich dem Tode bedroht haben. Daraufhin ist die Entziehung weiterer Aufträge drohte, forderte der Maler W. postirte Billetfchaffner bersette ihm jedoch Amputation des Fußes im Hospital durch einen Vertreter des auf, seinen Afford liegen zu lassen und sich in die Grunewald- einen solch' heftigen Stoß vor die Brust, daß er Dr. N. auf dessen Anordnung vorgenommen worden. K., der folonie zu verfügen, um dort andere Arbeiten zu machen. W. zurücktaumelte. Der Zug fuhr inzwischen ab und Hartwig Water, hatte sich schon vorher gegenüber dem Dr. N. bestimmt dahin that dies nicht, sondern tlagte auf volle Bezahlung des unter- machte begreiflicherweise seinem Unmuth über die ihm wider ausgesprochen, daß er die beabsichtigte Operation nicht erlaube. Als brochenen Alfordes, sich darauf stützend, daß er denselben gegen fahrene Behandlung in lauten Worten Luft. Dies veranlaßte die Patientin bereits, für die Operation vorbereitet, in der Narkose seinen Willen nicht fertig machen durfte. Kläger wurde ab- den Bahnbeamten, Hartwig mit einem harten Gegen lag, wurde dem Dr. N. gemeldet, daß K. erschienen sei, um sein gewiesen. Der Gerichtshof nahm an, daß des Klägers it a ude, wahrscheinlich der Coupirzange, auf das Kind zu holen. Dr. N. erwiderte: jetzt ist es zu spät, ich Verhalten als ein Verlaffen der Arbeit anzusehen Nasenbein zu schlagen. Nunmehr schrie der Miß werde später mit ihm sprechen" und schritt zur sei; derselbe hätte nach dem Grünewald gehen müssen. Schließlich handelte laut auf, was bie Bahnbeamiten veranlaßte, Amputation. Nach der Amputation des Fußes find hätte er das fordern fönnen, was er event. bei der vollen Aus einen Nad, twächter herbeizurufen. Es erschien alsbald der Nacht- tuberkulöse Erscheinungen nicht mehr aufgetreten, die Kräfte führung seiner Berliner Affordarbeit mehr verdiente, wie bei wächter Lutter und erklärte Hartwig für arretirt. Gleichzeitig haben zugenommen und dag Kind hat sich bisher der angebotenen Arbeit im Grunewald. legte er ihm Handfesseln an, obwohl Hartwig normal weiter entwickelt. Gegen den Dr. N. wurde Unfähigkeit zur Arbeit ist ein Entlassungs- willig folgte!! Auch der Nachtwächter Arndt erschien als Anklage wegen schwerer Körperverlegung erhoben. Gleichzeitig grund. Mit einer Entschädigungsklage abgewiesen wurde der bald auf der Bildfläche und nahm dem Arreianten die Fesseln trat der Gigenthümer K. als Nebenkläger auf. Die Strafkammer Arbeiter St., weil der Gerichtshof Unfähigkeit desselben zur Fort- wieder ab, als er sah, daß dieser keinerlei Widerstand leistete, sprach den Angeschuldigten frei. Auf die feitens des Staatssetzung der Arbeit annahm, welche derselbe beim Beklagten sondern ruhig mitging. Unterwegs erzählte Hartwig nun, was anwalts und des Nebentlägers eingelegte Revision wurde das Beyer auszuführen hatte. Im Dienste desselben hatte sich der ihm auf dem Bahnhof widerfahren und zeigte dem Wächter Urtheil vom Reichsgericht aufgehoben unter folgender Be Kläger eine Handverlegung zugezogen, nach deren Heilung Arndt dabei, wie er gestoßen worden sei, indem er den gründung: Der Angeklagte würde schuldlos sein, so er wieder in Beyer's Betrieb eintrat. Es stellte sich Wächter gleichfalls stieß. Dieser Stoß war aber in der Rage, in lange er nach dem Anlaß zur Aufnahme des K.'schen heraus, daß die hier von ihm zu leistende Arbeit seine welcher Hartwig sich begreiflicherweise befand, etwas heftig aus Kindes in das Hospital hierin hierin die Einwilligung der Kräfte überstieg; der Beklagte hielt sich deshalb berechtigt, ihm gefallen, so daß Arndt beinahe zu Boden gefallen wäre. Obwohl Eltern git operativen Eingriffen erblickte und Darauf ohne Auftündigung zu entlassen. Durch das Beuguiß zweier Hartwig erklärte, dies nicht beabsichtigt zu haben, faßte Arndt hin, ohne spezielle und ausdrückliche Erklärungen der letzteren Buchhalter wurde erwiesen, daß Kläger in sein Abgangsattest den Stoß als thätliche Beleidigung auf und stellte Strafantrag. einzuholen, zur Operation schritt. Da aber feststeht, daß, ehe er auf seinen Wunsch hineingeschrieben erhielt, er könne die Arbeit Der Gerichtshof schenkte dem Angeklagten Glauben, daß es nicht wegen ihrer Schwierigkeit nicht ausführen. Hieraus zog das seine Absicht gewesen, dem Nachtwächter irgendwie zu nahe zu Gericht den Schluß, daß der Kläger von seiner Unfähigkeit zu treten und sprach Hartwig daher kostenlos frei. Und der der in Frage kommenden Arbeit selbst durchdrungen gewesen sei. schlagfertige Bahnbeamte? Literarisches. rungen der Gewerbehygiene zu entwickeln, insbesondere auch dem Nicht- Mediziner die physiologischen und pathologischen Grundlagen für das Verständniß aller aus dem Gewerbebetrieb sich ergebenden Schädigungen zu bieten. mit der Resektion der Fußknochen seine operativen Eingriffe begann, der gesetzliche Vertreter des zu operirenden Kindes den Auftrag zur ferneren ärztlichen Behandlung desselben positiv widerrufen und die Zustimmung zur Operation des Fußes aus Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich. Heraus gegeben vom taiserlichen statistischen Amt. 15. Jahrgang 1894. Berlin 1894. Puttkammer und Mühlbrecht. X und 208 Seiten mit 2 Karten. Gr. 8°. Preis 2 M. Handbuch der praktischen Gewerbehygiene. Herausgegeben von Dr. H. Albrecht. Berlin, Rob. Oppenheim. Ein Handbuch der Gewerbehygiene, welches die technischen und Darsteller verdient, so unwissend ist er, wenn er sich auf So uneingeschränktes Lob Villaret als hygienischer Fachmann und hygienischen Fortschritte der letzten Dezennien zu Gründe das sozialpolitische Gebiet begiebt. Aber heutzutage ist diese lässiges Nachschlagebuch über die letzten reichsstatistischen ErFür jeden, der um billiges Geld ein handliches und zuver legt, erfüllt ein Bedürfniß, ein Zusammenarbeiten von Mediziner, Scheidung nicht mehr angängig. Von dem Hygieniter verlangen hebungen besitzen will, ist das billige und übersichtliche statistische JahrIngenieur und Gewerbe- Jufpektor ist bei der spezialistischen Ent- wir ein über das Durchschnittsmaß hinausgehendes Verständniß buch für das Deutsche Reich zu empfehlen; dies ist um so leichter, wickelung der modernen Technik eine selbstverständliche Voraus der Arbeiterfrage; er darf sich nicht die Blöße geben, zu er als der diesjährige Band sich vortheilhaft vor seinen Vorgängern sehung hierbei. Wenn man das Albrecht'sche Handbuch nach der vorliegenden flären:„ Die Verkürzung der Arbeitszeit kann und wird auch unterscheidet, was im wesentlichen der Berücksichtigung der von Wenn man das Albrecht'sche Handbuch nach der vorliegenden nicht die" fleinsten Schwierigkeiten lösen. Die Menschen sind eben sozialdemokratischer Seite bei der Berathung des Etats des 1. Lieferung beurtheilen darf, wird man ihm die Anerkennung nicht versagen dürfen, daß es seine neuen Aufgaben, die ein- teine Maschinen, sondern denkende Wefen mit Eigenwillen und Reichsamts des Junern am 7. Februar d. J. zu danken ist. An nicht versagen dürfen, daß es seine neuen Aufgaben, die ein mit individueller Konstitution, die nicht über einen Ramm zu Berbesserungen find hervorzuheben die Nachweisung der Zahl der gehende Behandlung der technischen Seite der Gewerbeschulpflichtigen Kinder, die Statistik unserer Kolonien, die Vers hygiene, in sachverständiger Weise, und die vielfach früher be- fcheren find u. s. w." handelte medizinische Aufgabe vollkommen löst, als es seine geschrittener Tuberkulose nicht mit anderen Arbeitern zusammen Darstellungen sind diesem Jahrgange zwei, nämlich eine solche Der Verfasser verlangt mit Recht, daß Arbeiter mit vor besserung der Handels- und Finanzstatistik. An tartographischen großentheils schon veralteten Borgänger gethan. Die vortrefflich ausgestattete Lieferung enthält eine einleitende arbeiten. Ist bei dem Gedanken an die Verwirklichung dieser über das Zahlenverhältniß des weiblichen zum männlichen GeUebersicht der Entwickelung und Ziele der Gewerbehygiene von dem hygienisch selbstverständlichen Forderung nie der Arzt mit dem schlecht, welches erhebliche geographische Unterschiede im Reich zeigt, und eine solche über den Ausfall der Reichstags Herausgeber, dessen Forderungen, allzu bescheiden, in dem Erlaß Anhänger der bürgerlichen Gesellschaft in Konflikt gerathen? reichsgesetzlicher Vorschriften bez. der Werkstatt- und Fabrikhygiene und seinen großen Berather inaugurirten" Arbeiterschutzes Villaret entwirft als Wirkungen des„ durch Kaiser Wilhelm I. wahlen vom 15. Juni 1893, beigegeben. gipfeln( analog den Unfallverhütungs- Vorschriften der Berufs rosige Zukunftsbilder und verspricht bezeichnender Weise eine erwähnen. Hoffentlich wird die Leistung des reichsstatistischen Auch die zeitige Herausgabe des Jahrbuches ist lobend zu genossenschaften), eine Darstellung der Gewerbetrant heiten von Dr. Villaret, ein Kapitel: Wesen und baldige Besserung der Wehrkraft des Volkes durch denselben. Amtes nicht mehr lange über den Mangel an Mitteln Bedeutung des Betriebsunfalls von Dr. Albrecht, Hat sich dem königl. preuß. Ober- Stabsarzt niemals der Ge- Beamten zu klagen haben und dadurch in die Lage verfekt im Wesentlichen eine Besprechung der amtlichen Statistit des danke aufgedrängt, daß der Militarismus mit der Jahr für Jahr werden, das Jahrbuch ohne Erhöhung des Preises vor allem Reichs- Versicherungsamts von 1887 und den Anjang des dritten steigenden Wehrkraft" und den dafür verschleuderten Milliarden durch Einbeziehung der Statistit der Einzelstaaten zu vermehren. Abschnitts: Bau und bauliche Einrichtungen von selbst das größte Hinderniß für die Entwickelung der Bolts Eine gedrängte Darstellung der Ergebnisse der Erhebungen der Fabriken und Werkstätten von Gewerbe Inspektor gesundheit ist, tennt er nicht das Wort des großen Berathers", Reichskommission für Arbeiterstatistik würden wir als eine sehr daß das bischen Sozialreform des Deutschen Reiches lediglich nützliche Bereicherung des Jahrbuchs betrachten, umso mehr, als W. Oppermann. das Jahrbuch sonst fast gar nichts Sozialstatistisches enthält. Die folgenden Lieferungen sollen die Fortsetzung des eine Wirkung der sozialdemokratischen Bewegung ist? II. Theils bringen: Verhütung der durch den Aufenthalt in den den Werth des Handbuchs und besonders der Arbeit Villarets Wir würden bei diesen Ausstellungen, die den hervorragen Arbeitsräumen und die Fabrikationsmethoden bedingten Schäd- nicht schmälern sollen, nicht so lange verweilt haben, wenn diese Karpeles. Die Arbeiter des mährisch schlesischen Stein lichkeiten von Oppermann, Prof. K. Hartmann, Dr. Oppler und Einzelheiten nicht symptomatisch wären. Auch das vorliegende kohlen- Reviers. I. Bd. 1. Heft. Leipzig 1894. Dr. Albrecht; Herr Dr. Karveles polemifirt gegen meine Ankündigung als III.' Theil: Verhütung der durch den Maschinenbetrieb Handbuch ist vom Unternehmerſtandpunkt ang geschrieben: Be feiner sozialstatistischen Untersuchungen in Nr. 123 des„ Boramte der Berufsgenossenschaften, preußische Gewerbe- Inspektoren bedingten Unfälle von Gewerbe- Inspektor E. Claussen, Reg.- Rath und im Bann bürgerlicher Vorurtheile steckende Gelehrte find wärts" unter dem Titel einer Berichtigung", berichtigt aber in 7 Punkten merkwürdiger Weise zum Theil meine persönlichen als Anhang: Arbeiterschuh Gefeßgebung von Reg. Rath die Mitarbeiter und Herausgeber der Adjunkt des Geheimen Ansichten, zum Theil Dinge, die ich gar nicht behauptet habe. Es 1. Lieferung bildet das Kapitel: Gewerbetrantheiten. Fabriten geschädigt und vergiftet werden- und der Hygieniter auf Einzelnes muß aber doch wenigstens hingewiesen werden. Die nach Umfang und Inhalt hervorragendste Leistung der der Arbeiter, deren Haut und Knochen, Blut und Lungen in den die Methode lohnstatistischer Untersuchungen durchzuführen; Billaret beherrscht die Literatur über den Gegenstand voll: darf nur diesen Standpunkt kennen kommen und versteht es auf 124 Seiten in vollendet Harer und Zukunft überlassen. Platz und Ingenieur C. Specht und G. Evert. = übersichtlicher Darstellung den derzeitigen Stand und die Fordel " = bleibt nach wie vor der 1. Es ist eine der strittigen Fragen der Lohnstatistik, ob die Z. Lohnlisten fie bleiben auch Lohnlisten, selbst wenn sie in 1700 Foliobände gebunden sind der Unternehmer oder die gemacht. drücklich verweigert hat, so trägt das Verfahren des Herr Hergt und Frau Schulz übereinstimmend mittheilten, 16 bis Abends 8 Uhr gearbeitet werde, wurde die Debatte über Angeklagten objektiv alle Merkmale der Rechtswi drigkeit an fich. hat sich der Borstand der Hilfekasse direkt ablehnend verhalten die Arbeitseinstellung bei Kelch( Geschäftsführer Schauer) einDer Angeklagte ist sich bei seinem Handeln auch der vorbezeichneten und die Kommission an die Generalversammlung verwiesen. geleitet. Es handelt sich um die Arbeit an einem Bau in der Rechtswidrigkeit bewußt gewesen. Dies Bewußtsein kann dadurch Dort wurde vom Vorstand die Angelegenheit wohl vorgebracht, Kurzen Straße, wo die Echleifer am letzten Sonnabend einen Lohnnicht aufgehoben werden, daß der Angeklagte darauf rechnete, den Mitgliedern der Kommission jedoch nicht gestattet, ihr An- abzug von 331/3 pet. über sich ergehen lassen mußten. Auf ihre nachträglich die Zustimmung des demnächst besser informirten fuchen zu begründen. Die Generßlversammlung der Hilfskaffe Bornellungen erhielten sie die Antwort, der Bau sei zu einem Vaters zu erlangen. Stand dem Angeklagten zu der befürchtete durch die Aufnahme weiblicher Personen eine Schä- niedrigen Preis angenommen worden, deshalb müßten sie billiger Zeit, als er die hier fraglichen Körperverlegungen digung der Kasse und lehnte weitere Verhandlungen turzer Hand arbeiten. Darauf blieb den Arbeitern nichts übrig, als die Arvornahm, tein Recht auf solche Berübung zur Seite und war er ab. Von der Gründung einer eigenen freien Hilfskaffe für weibliche beit einzustellen. Da die Versammlung, weil eine Wanderfich des Mangels dieser sein Handeln begleitenden rechtlichen Arbeiter der Wäschebranche glaubte nun die Kommission abrathen zu verfammlung, nicht tompetent war, den Streit zu sanktioniren, Befugniß bewußt, so war mit dem ersten Messerschnitt, den er müssen, forderte aber dafür um so eindringlicher auf, bei der wurde einem Antrage zugestimmt, wonach man gegen den Lohngegen den Körper des Kindes ausführte, auch das Bergehen jezt bevorstehenden Telegirtenwahl zur Ortstasse besser als bis- abzug, der den Schleifern von Herrn Kelch zugemuthet worden vollendet und der Strafanspruch des Staates begründet. Her auf dem Posten zu sein, damit es gelingt, solche Vertreter ist, protestirte und die Einsegung einer dreigliedrigen UnterDiese öffentlich rechtliche Thatsache konnte fonnte durch Privat- au wählen, die Herz und Mund auf dem rechten Fleck haben handlungsfommission verlangte, die von dem Resultat schleunigst willfür nicht mehr beseitigt werden. Das angefochtene und die die in der Ortstaffe herrschenden Mißstände durch eine den Bertrauensmann zu unterrichten hat, damit dieser so schnell Urtheil muß auch anerkennen, daß der Angeklagte, als er un Statutenänderung abstellen wollen. Herr Möhring rügte die wie möglich eine öffentliche Versammlung der Steinarbeiter zur mittelbar vor der Operation den Widerspruch des Baters Gleichgiltigkeit, die die Wäschezuschneider gegenüber der Ar- weiteren Besprechung dieser Angelegenheit einberufen kann. Nach erfuhr, ohne jeden Schaden für die Kranke die Ope- beiterbewegung zeigen. Die in der Ortelasse herrschenden vollzogener Wahl der Unterhandlungskommission wurde aufration auf Tage und Wochen hätte verschieben tönnen. patriarchalischen Zustände glaubte er am besten durch die Mit- gefordert, den Zuzug nach dem Bau streng fern zu halten. Nicht also, weil eine eminente Gefahr ihn berechtigte, anzu- theilung zu beleuchten, daß die Frau des Vorsitzenden trotz dessen Der Arbeiter- Bildungsverein ,, 8nfunft" in Reinicken nehmen, daß die Operation jezt und gerade jezt vor- anständigen Gehalts eine Austellung als Echreiberin der Kasse dorf ehrte in seiner Generalversammlung am 8. Juli das Angenommen werden müsse, sondern weil er von seinem Stand- erhalten habe und daß die Krankenkontrolle einer Buchhalterin denten des verstorbenen Parteigenossen Albert Schneider punkte des Chirurgen den Widerspruch des Baters der Kaffe als bezahlte Nebenbeschäftigung übertragen worden sei, in der üblichen Weise und nahm dann den Vorstandsbericht ente überhaupt für unbeachtlich hielt, ist er mit vollem Bewußtsein obwohl genug arbeitslose Mitglieder vorhanden wären. Die gegen den Widerspruch vorgegangen. Die Handlung des An- Versammlung faßte hierauf eine Resolution, morin e beißt, daß gegen. Die Einnahmen betrugen im legten Halbjahre 101,60 m., getlagten mag medizinisch gerechtfertigt und menschlich im„ die Vorstandsmitglieder( Arbeitnehmer) zur Besserung der Zu- der Kassenbestand vom vorigen Halbjahre war 43,20 m., die höchsten Grade entschuldbar gewesen sein, strafrechtlich hat er stände in der Ortskaffe eine energische Agitation entfalten und Ausgaben beliefen sich auf 135,05 m., somit bleibt ein Bestand normwidrig gehandelt und sich der Körperverlegung schuldig Schritte zu einer Statutenänderung und zu der im Oktober von 9,75 M. Die Revisoren bestätigten die Richtigkeit der Anstattfindenden Delegirtenwahl schon jetzt unternehmen sollen. gaben des Kassirers, dem darauf Decharge ertheilt wurde. Aus der Vorstandswahl gingen Descherto als erster Vorsitzender, Die Mitglieder der Orts- Krankenkasse verpflichten sich, nur solche Scha up als Kassirer, Sievert als Schriftführer hervor. Zu Delegirte zu wählen, die bei Fabrikanten feine Aemter als und Revisoren wurden Baum Dittberner gewählt. Werführer, Direktrice zc. bekleiden." Zum Schluß wurde der Degen sprach fich dann, unter Berufung auf Mängel, die er Bierboykott besprochen, zum Besuch der Volksversammlungen in Beziehung auf das Gesundheitswesen Reinickendorfs vorermahnt und schließlich aufgefordert, dem für Anfang Auguſt in gefunden hat, für die Errichtung einer Sanitätsfommission aus. dem gesperrten Buhlmann'schen Lokal vom Vorstande der freien gefunden hat, für die Errichtung einer Sanitätskommission aus. Es wurde allen Parteigenossen empfohlen, in dieser Angelegen Silsskasse der Wäschezuschneider arrangirten Sommerfest fern zu beit thätig zu sein. Gewissenhaft recherchirte Mißstände sind an mann, Behr u. Stein, Kräfter, Dr. Rohrbeck und Baum, Reinickendorf, Straße E. Nr. 1, zu berichten. Bach u. Mahlow einer scharfen Kritit, wobei darauf hin- Der Nutzen der Statistik wurde am 10. Juli in einer besuchten gewiesen wurde, wie wichtig es sei, daß die neunstündige gut öffentlichen Versammlung der Ju Weißensee wählte am 9. Juli eine Volks.Ver. Parteigenoffen Zaubmann Arbeitszeit eingeführt und ihr ein Minimallohn von Steinarbeiter Berlins, die bei Wilke in der Andreas- fammlung 24 Mart zu grunde gelegt würde. Die Debatte endete straße tagte, von dem Referenten Wilte an der Hand der be- Johannes an ftelle zweier Ausgeschiedener zu Mitgliedern mit der Annahme folgender Resolution:" Die Versammlung tannten Dr. Sommerfeld'schen Broschüre auf's neue nach der 2 gitationstommission. Zum Schluß wurde an beschließt, in anbetracht der Lage, worin sich die Klempner be- gewiesen. Dr. Sommerfeld hat sich der mühevollen Arbeit unter die Parteigenossen appellirt, den Saulunterricht, der finden, alle Kräfte zusammenzuraffen und dahin zu streben, daß zogen, 240 Steinmeßen zu unterfuchen, wobei er ermittelte, daß Sonntags von 10-12 Uhr bei Pfeiffen- Müller, Königschaussee 38, alle anwesenden Klempner sich verpflichten, mit jedem zulässigen 30 pt. der Steinmetzen an der Lungenschwindsucht zu Grunde ertheilt wird, beffer zu besuchen. Mittel für die Besserstellung ihrer Klaffenlage zu wirken, und gehen. Abhilfe zu schaffen ist nicht nur dringend nöthig, Ju Friedrichsberg wählte am 9. Juli die dortige Bahldaß in allen Wertstellen Vertrauensmänner gewählt werden, da sondern, wie er feststellte, auch möglich, und zwar in erster Linie stelle des Verbandes deutscher Holzarbeiter den mit die Agitation im kommenden Jahre sich besser gestalte als durch Verkürzung der Arbeitszeit und durch Verlängerung der Kollegen Paarmann zum Beisigenden und verhandelte dann bisher." Von der Aufstellung eines Kandidaten zum Gewerbe- Ruhepaufen. Das feiner Zeit im Bauhandwerker" veröffent über die Richter'sche Bettstellen- Fabrik. Die dort arbeitenden gericht nahm die Versammlung Abfand, da in dieser Angelegen- lichte Material hat in weiteren Kreisen Aufsehen erregt, wie Kollegen waren geladen, aber nicht erschienen. Nach der Dis beit erst der Ausschuß des Gewerbegerichts sprechen soll. Ein unter anderem dadurch bewiesen wird, daß man höheren fussion hierüber wurde folgende Resolution gefaßt:" Die heutige Antrag, auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung die Ortes der Nummer des Bauhandwerkers" ver Mitgliederversammlung verurtheilt auf's schärfite das unFrage nach der für die Klempner zweckmäßigsten Organisations- langte, worin die Angaben enthalten waren. Der Referent solidarische Verhalten der Kollegen der Richter'schen Bettstellen form zu setzen und ein dementsprechendes Referat halten zu lassen, Wilte hielt es nunmehr für Pflicht aller in der Steinarbeit be- Fabrik, da diese auf ihrer Landpartie Schultheiß- Bier mit fand nicht die Zustimmung der Versammlung. Den Kollegen schäftigten Arbeiter, die Statistit ihres Berufs weiter zu fördern. genommen haben, und außerdem feiner einer Organisation an wurde noch zur Pflicht gemacht, Adressen von Personen, die als In der Diskussion wurde behauptet, daß die seinerzeit eingesetzte gehört." Man sprach dann über eine Werkstelle, wo gegen die Werkstatt- Vertrauensmänner fungiren sollen, dem Vertrauens- Statistik- Kommiffion nicht genügend Thätigkeit entfalte, und man Arbeiter sogar noch das Fauftrecht ausgeübt werden soll, was burch mann mitzutheilen. forderte die Versammelten auf, Material vom vorigen Jahr auf Anrufung des Gerichts doch gewiß sehr leicht abzuschaffen ist. zufchreiben und dem Vertrauensmann zuzusenden. Borläufig, Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter Versammlungen. Ueber die Frage: Wann wollen wir unsere Lage verbeffern? beriethen am 7. Juli die Klempner in einer öffent: lichen Versammlung in den Arminhallen. Man unterzog die Arbeitsverhältnisse der Fabriken von Hargendorfu. Leh bleiben. die und Allgemeine Kranken- und Sterbekalle der Metallarbeiter ( G.§. 29, Samburg). Filiale 4 Berlin. Sonnabend, den 14. Jult, Abends 8 Uhr: witglieder- Versammlung Kleine Maitusftr. 10. Freireligiöse Gemeinde, Rofenthalerstraße 38. Sonntag, ben 15. Juli, Verein deutscher Schuhmacher. Bersammlungen am Montag, 16. Jult, Vormittags 10% Uhr: Vortrag des Herrn Waldeck Manaffe über: Pietät. abends 8 Uhr. Filiale I bet Wilte, Andreasstr. 26. Filiale II bet eindt, Weinstr. 11. Filiale III bei Tränkler, Solmsstr. 44. In der Freien Vereinigung der Lokal- und Straßen bis Fragebogen zur Ausgabe gelangen, seien dazu die Lohnkarten( G. 5. 29, Samburg). Filiale Berlin 9. Sonntag, ben 15. Sult, Bormittags händler und Händlerinnen Berlins, die kürzlich ihre Mitgliederversammlung, abhielt, sprach der Vorsißende Luther zu benugen. Schwer wurde empfunden, daß die Steinarbeiter 10 Uhr: Mitglieder: Berfammlung bet Bted. Simeonftr. 17. über die Nothwendigkeit der Berufsorganisation und über die bei jährlich 6-700 M. Verdienst 15 M. Steuern bezahlen Häufig werde nicht einmal dieses Einkommen erreicht Aufgaben der Freien Vereinigung. An den Vortrag knüpfte sich müssen. eine rege Tebatte, wobei den Ausführungen des Vorsitzenden all- da der Wochenlohn mit einigen Ausnahmen sich durchschnittlich gemein zugestimmt wurde. Zum Echluß wurde um fleißigen auf 10-15 M. belaufe im Gegensatz zu den Behauptungen, woBesuch der Mitgliederversammlungen gebeten, die jeden Freitag nach Steinarbeiter 30-38 M. Lohn verdienen sollen, daß einzelne nach dem 1. in der Swinemünderstr. 85 und nach dem 15. jeden ohnt ücher eine derartig hohe Summe für eine Woche aufweisen, liege daran, daß eine Arbeit zu solchem Preise einem Arbeiter bei ienecke, Alte Jakobstr. 88: Generalversammlung, Bortrag des Genoffen Fachverein der Uhrmacher. Sonnabend, den 14. Juli, Abends 9 Uhr, Monats Andreasstr, 26 bei Bilte abgehalten werden. eingeschrieben werde, während mehrere daran arbeiten und Hoffmann. Thema: Baffermann'sche Gestalten. der Arbeitslohn unter diese vertheilt werden muß. einer Resolution erklärte sich schließlich bie fammlung mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und verpflichtet sich, mit allen Kräften für die Ausarbeitung der Statistik der Steinarbeiter einzutreten. Nachdem gerügt worden war, daß auf dem Zeidlerschen Platz von früh Die Mitglieder der Orts- Krankenkasse für die Wäsche fabrikation nahmen am 10. Juli in einer Versammlung in Mieft's Salon, Weberstr. 17, den Berichi der im Februar gewählten Kommission entgegen, die den Auftrag hatte, mit dem Vorstand der freien Hilfskaffe der Wäschezuschneider wegen Aufnahme weiblicher Personen in die Kaffe zu unterhandeln. Wie lx. In Verein der Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend. Ver- Sonntag, den 15. Jult, Worm. 10 Uhr, im Märtischen Hof, Admiralstr. 180: Mitgliederversammlung. Arbeiter Bildungssäjule. 2. und 4. Sonnabend im Monat, Abends 8-10% Uhr: Nord Schule, Müllerstr. 179a, und Süd Of Gule Waldemarstr. 14: Naturertenntniß. 1. und 3. Gonnabend im Monat, Abends 81-10% Uhr: Distutir- Uebungen. Bet allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. 5 Wochen) zu rechnen." Dieses bald bald" erweckt aber den Anschein, daß ich für die ganze Arbeiterschaft immer nach ungleichartigen Lohnperioden rechnen müsse, während es sich so verhält, daß ein Theil der Arbeiterschaft für den Kalendermonat, ein zweiter für fogen. Bergmonate zu 4, ein dritter für Bergmonate zu 5 Wochen entlohnt wird. 4. Was den von mir selbst bemerkten Mangel einer Rome binirung der Lohntabellen nach der Arbeitszeit anlangt, so möchte ich dem Herrn Referenten doch zu bedenken geben, daß bei einer Abe stufung der Arbeitszeit von je 10 au 10 Stunden der Umfang des vorliegenden Bandes um das etwa 30fache hätte vergrößert werden müssen. Es handelt sich also nicht um Schwierigs feiten" der Darstellung, denen ich aus dem Wege gegangen bin, sondern um die platte Unmöglichteit, eine Detailtabelle nach drei Richtungen anzulegen. " Individualangaben der Arbeiter als einwandfreie Quelle zu Die einzige wirkliche Berichtigung enthält nur Punkt 6. benußen seien. Es ist mir natürlich nicht eingefallen, zu be- nicht auf 94 886 Arbeiter erstrecken sich die Erhebungen über haupten, daß die Unternehmer ihre Lohnlisten systematisch fälschen die Lohnver ältnisse, sondern für 94 886 Personen- Familienoder daß Herrn Dr. Karpeles ad hoc ausgefertigte Lohnlisten glieder eingeschlossen sind Individual Bähltarten ausgefüllt vorgelegen hätten, wie mir Herr Dr. Karpeles zuzumuthen scheint; worden. aber ich hielt es für meine Aufgabe, darauf hinzuweisen, daß Schließlich bemerke ich noch, daß bei meiner erften Be eine Kontrolle der Original- Lohnregister, wie sie auch Herrn sprechung meine Signatur nur durch ein Versehen des Segers Greulich in Zürich vorlagen, mit den Jdividual- Angaben der weggeblieben ist. Arbeiter zu so erheblichen Widersprüchen führten, daß man lohustatistische Untersuchungen auf Grundlage der Unter Auf vorstehende Replit sendet uns der Verfasser die folgende nehmer ohullisten allein nicht für zwingend beweis Antwort: Träftig halten tann, 2. Ich habe schon die Gründe hervorgehoben, Gegen die Berichtigungen, zu welcher mir die Ankündigung die Herrn Dr. Karpeles dazu veranlaßten, Monatslöhne meiner Arbeit in Nr. 123 des Vorwärts" Anlaß gegeben bat, und nicht den jährlichen Arbeitsverdienst zu erheben, daß die wendet sich neuerdings der Herr Referent und sucht den Nach vom Verfasser gewählte Methode werthvollere Beiträge weis zu führen, daß ich merkwürdiger Weise zum Theil seine zur nationalökonomischen Theorie vom Arbeitslohn giebt persönlichen Ansichten, zum Theil Dinge berichtige, die er gar- Die Punkte 5 und 7 meiner Berichtigung endlich bezweckten als die Ermittelung der Jahresverdienste; und ich hob nicht behauptet habe". durchaus nicht, für die folgenden Bände meiner Arbeit Reflame nur hervor, daß vom rein sozialpolitischen Standpunkte Temgegenüber muß doch folgendes festgestellt werden: zu machen. Gegenüber den meines Erachtens unberechtigten die Jahresverdienste werthvoller sind. Aber ba Herr 1. Es ist gewiß richtig, daß die Angaben weder der Unter- Einwendungen des Herrn Referenten wollte ich nur darauf hinDr. Karpeles feine Stubien sozialpolitische Untersuchungen" nehmer noch der Arbeiter allein ohne ritit als einwands weisen, daß ich dort, wo der sozialpolitische Gesichtspunkt in den nennt, habe ich ihm keinesfalls damit Unrecht gethan, wenn ich freie Quelle lohnstatistischer Untersuchungen benützt werden dürfen. Vordergrund tritt, jene Methoden angewendet habe, welche den fagte, er wolle durch Elimination des Fluftuirens im Arbeiter Dieser allgemeine Eag schließt aber doch nicht aus, daß es auch dann geänderten Zwecken der Darstellung entsprechen, das ist bestand, wie dies durch Erhebung der Monatslöhne geschieht, von den Unternehmern geführte Lohnliſten giebt, welche allen alfo 3. B. gehörigen Ortes die Jahreslöhne darstelle und bie das Bild von den wirklichen Arbeiterverhältnissen in schärferen Anforderungen genügen. Das von mir benügte Material Verhältnisse der Arbeitszeit genau berücksichtige. Umriffen geben". 3. Es ist keineswegs eine Unterschiebung, wenn ist solcher Art. Tas habe ich wiederholt versichert. ich fage, Herr Dr. Karpeles fei gezwungen, nach drei Wer an meiner Ehrlichkeit und Gewissenhaftigkeit zweifelt, Nachdem wir dem Verfasser und dem Kritiker zweimal das Arten von Monaten zu rechnen; seine Tabellen, in mag fich mit meinen Versicherungen nicht zufrieden Wort ertheilt haben, tönnen wir weiteren Einsendungen feinen denen für einen Theil der Arbeiter Monate von geben. Auf die Methode lohustatistischer Untersuchungen wird Raum gewähren. Die Ned. d. Borw. 28-31, für andere von 28, für weitere von 35 Tagen er fich aber darum doch nicht berufen können. Denn diese verin Rechnung fommen, und feine eigenen Ausführungen zeigen, langt nur, daß mit richtigem Material operirt werde; es ist nur daß er etwas berichtigt, was nicht berichtigt werden kann. 4. Der ein Satz der Erfahrung, daß im allgemeinen einseitige Angiebknecht's Volks- Fremdwörterbuch( Berlag von J. 6. W. Dies in Diangel einer Kombinirung der Lohntabellen nach der Arbeits- gaben nicht vollen Glauben verdienen. Wo dies, wie hier, geit gilt nicht blos in sozialpolitischer, sondern auch in national- nicht zutrifft, ist es durchaus unberechtigt, wenn der ökonomischer Hinsicht; ein Mangel, den auch der Herr Verfasser Herr Referent in seiner Anfündigung erklärt,„ er könne felbst empfindet( cfr. pg. 19), den er aber nur durch die fich mit der Methode der Erhebungen nicht ganz einverstanden Schwierigkeit der Darstellung entschuldigt. Ich unterschäßte erklären. " Eingelaufene Druckschriften. Stuttgart) erichtenen find foeben Heft 9 und 10. inagaray's Geschichte der Kommune von 1871, iffufirirte Ausgabe. ( Berlag von F. H. W. Dieg in Stuttgart) Gleichzeitig erschienen Heft 9 und 10. Diefelben enthalten das Porträt von Milliere und zwei große doppelfeitige Bilder:" Aus den lezten Tagen der Kommune"( Barrikadenkampf) und„ Gallifet wählt auf dem Marsch nach Versailles gefangene Föderirte zum Erschießen aus". Das ist jener Gallifet mit der zweifelhaften Ver= gangenheit, gegen den jüngst Paschal Grouffet in der französischen Kammer feine Aufsehen erregenden Angriffe richtete. Es ist der Mühe werth, Liffagaray's fachliche Erzählung der von Gallifet verübten Scheußlichkeiten nachzulesen. die Neue Zeit.( Berlag von J. S. W. Dies in Stuttgart.) Das 41. Heft bes 12. Jahrganges tft foeben erschienen Aus dem Inhalt heben wir hervor: Zur Politit des Neuen Kurses. Die franzöfifchen Sozialisten in der Kammer. Von Ch. Bonnier. Beiträge zur Entwicklungsgeschichte der Großindustrie in Deutschland. Die Krisis in der sozialistischen Bewegung Hollands. Von H. Polat. Biterarische Rundschau. Notizen: Stizzen zum Hamburger Schriftsteller tage. Bufammenhang zwischen ben Getreide preifen und Brotpreifen. Die Koften des großen Lancashire Spinner Lockouts Don 1892/93. Feuilleton: Von Unten nach Oben. Gine Novelle von Karonin. Frei nach dem Nuffischen.( Fortfegung.) diese Schwierigkeit durchaus nicht, fann mir die Be 2. Der Herr Referent fagt in feiner Anzeige: Bedenklicher merkung aber doch nicht vertneifen, daß die so erscheint es uns jedoch, daß die Löhne nur als Monatsverdienst, werthvollen Untersuchungen des Verfaffers an Werth nicht aber auch als Jahresverdienst angegeben sind... Nur innoch erheblich gewonnen hätten, wenn die erwähnte sofern es sich darum handelt, ein Bild von der Bewegung der Kombinirung nicht unterblieben wäre. 5. u. 7. Die vier Punkte, Löhne zu erhalten, tönnen wir der Methode des Verfassers unsere Zudie ich anführe, um den Plan der ganzen Arbeit für die noch ftimmung geben." In meiner Erwiderung habe ich nur darauf nicht vorliegenden Bände zu stizziren, ftellen bereits die sozial hingewiesen, daß es mir gerade um die Darstellung der Bepolitisch relevantesten Arbeiterverhältnisse dar, und die vier wegung der Löhne zu thun war, daß ich also meine Methode Buntie charakterisiren bereits zur Genüge, wie außerordentlich mit Rücksicht auf die Zu ecke der Darstellung wählen, d. h. eingehend der Verfasser die Arbeiterverhältnisse untersucht bat; Monatslöhne erheben mußte, und daß es nicht in meiner Absicht er verübelt es mir aber doch, daß ich aus der Ein gelegen war, durch Darstellung der Monatslöhne überhaupt leitung nicht noch die weiteren Programmpunkte angeführt ein Bild von den wirklichen Arbeiterverhältnissen zu geben" oder Die Gleichheit. Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen.( Berlag habe, die in feiner Arbeit zur Behandlung tommen. Mit dieses Bild in schärferen Umriffen zu geben". Hierauf replizirt Vergnügen hebe ich deshalb hervor, daß außer den von dem der Herr Referent, er habe mir mit diesen Bemerkungen teinesHerrn Verfasser in feiner Polemit aufgeführten Punkten noch eine falls Unrecht gethan, da ich doch meine Studien sozialpolitische ganze Reihe weiterer Schlußfolgerungen wird gezogen werden Untersuchungen" nenne. Ter Herr Referent hätte aber durch tönnen, nämlich auf die Größe der Produktion, Arbeitsleistung einen Blick auf den Titel meiner Arbeit sich belehren können, daß per Kopf, per Häuer, Durchschnittspreise der Kohle, Kauftraft ich meine Studien sozial statistische", nicht sozialpolitische" des Geldes zc. Wenn die Arbeit abgeschlossen vorliegen wird, Untersuchungen nenne. wäre ich ohnedies darauf zurückgekommen; da dem 3. Es ist allerdings feine Unterschiebung, wenn der Herr Herrn Verfasser aber baran gelegen ist, die durch Referent( in seiner Replit) sagt, daß ich gezwungen sei, nach drei den ersten Theil seiner Arbeit an sich schon hoch ge Arten von Monaten zu rechnen. In seiner Anzeige aber lautete spannte Erwartung auf die Fortsetzung feines Werkes die bezügliche von mir zurückgewiesene Stelle so:" Der Verfasser noch höher zu spannen, so thue ich ihm gern den Gefallen, auch ist gezwungen, bald nach Kalendermonaten, bald nach Monaten noch diese Punkte anzuführen. von 4 Wochen, bald nach sogenannten Bergmonaten( von : von J. H. W. Diez in Stuttgart.) Sorben ist uns die Nr. 14 des 4. Jahr ganges zugegangen. Aus dem Inhalt diefer Nummer heben wir hervor: Das Proletariat und Las Vereinsrecht der Frauen. Die Vergeltung. lact. Der„ Normalarbeitstag" für Arbeiterinnen in der Praxis. Von NohrDer Tod der Proletarierin( Gedicht). Von Arno Holz. Feuilleton: Das gute Herz der Bahlungsfähigen" Von Aferander Kjelland.( Schluß.) Arbeiterinnen- Bewegung. Kleine Nachrichten. Die„ Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Bf., durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungstifte für 1894 unter Nr. 2660) beträgt der Abonnementspreis viertelfährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inferatenpreis die zweigespaltene Betitzeile 20 Pf. Pie Reform der Produktenbörsen. Vorträge in der 19. General- Berfammlung der Vereinigung der Steuer und Wirthschafts- Reformer. Bon Graf von Arnim Mustau und Laubrath Gescher. Berlin. Berlag von Die Seilwirkung der Böhen-, See- und Waldluft. Bon Dr. med. C. Buritammer& Mühlbrecht. Echert. Berlin. Berlag von G. Brieger. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorfißender Ad Neumann. Alle Aenderungen im Vereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstraße 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends 9 Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Rixdorf, Hermann- u. Herrfurthfiraßen- Ecke 49. Sprania, Landsbergeritraße 31 bet Musehold.-Ganges: Echo, Naunynftr. 86, bei Bubeil. Gludzu Acerfir. 123 bet Stümte. Esmeralda, Tilsiterstraße 82 bet Hänicke. a. erwarb. Ob Ludwig XVIII. von dem Anschlage Blacas' etwas| giltig, nur find beide Kontrahenten wegen Stempelsteuer- Konwußte, erfuhr d'Argout nicht; das aber weiß er, daß der König travention hastbar. 2. Eine offene Handelsgesellschaft" nennt die Existenz des Handschreibens fannte und daß er sehr er man ein von zwei oder mehreren Personen unter gemeinleichtert aufath mete, als es wieder zurückgekommen war. betriebenes Handelsgewerbe, wenn bei Immer und de Bruges m mite in an Das andere Attentat follte Decazes selbit treffen. De fatiche Firma der Gesellschafter die Betheiligung auf Ver 2iederkranz in Brandenburg, Mengert's Boltsgarten. Sand in Bruder Ludwigs XVIII., der spätere König Karl X., ver- mögenseinlagen beschränkt ist. Hingegen liegt eine Komand 2, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 bei Heinecke. Gefund fuchte burch alle möglichen Intriguen den Ministerpräsidenten zu manditgesellschaft" vor, wenn bei einem unter einer gemeinschaftbrunner Männerchor, Gesundbrunnen, Prinzen- Allee 10. auf 1, Friedrichsberg, Rummelsburgeritraße Nr. 23. Vorwärts 7, risch stürzen, was ihm jedoch nicht gelang. Da faßte Vitrolles lichen Firma betriebenen Handelsgewerbe ein oder mehrere GeRummelsburg, Goethe- und Kantstraßen- Ecke bei Greinert. den Entschluß, der Thätigteit sellschafter sich nur mit Vermögenseinlagen betheiligen( Komman rün, Tegel, Spandauerstr. bei Rentner. Frisch auf 2, Schönwalde in Decazes gewaltsam ein Ende zu machen, indem sie ditiften), während der Mart bet Restaurateur Schulz. einem oder mehreren anderen Gangesfreund, Dragonerftr. 32 ihn beiseite schafften. Aus der Umgebung des Thron Gesellschaftern die Betheiligung nicht in dieser Weise be bei Kamlowsty. Winkel's Salon. Befangverein cångerbain Helchenbergeti. 16, bei fo Igers traten noch einige dem Komplott bei schränkt ist.( persönlich, haftende Geſellſchafter). Ist das Hoffmann. Gängerluit, Luckenwalde, Beeligerstr. 34, bei Schütze. und es war verabredet, wenn Decazez demnächst das Wartes Gesammtkapital der Kommanditiften Aktien Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend zimmer von Monsieur( der Titel des Bruders des Königs, des so nennt man die Handelsgesellschaft: Kommanditgesellschaft zerlegt, Alle Buschriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend find zu richten an: P. Gent, Adalbertstr. 95. Sonnabend: späteren Karl X.) betrete, die Thüren zu schließen und ihn durch auf Aktien.„ Aktiengesellschaft" endlich nennt man eine HandelsTheaterverein Aurelia, Mendelssohnftr. 9 bet Miethe Abends 9 Uhr. mehrere Gardisten, die bereits gefunden waren, tödten zu lassen. gesellschaft, bei der sich die sämmtlichen Gesellschafter nur mit Bergnügungsverein Ginigteit, Manteuffelstr. 67, Abends 9 Uhr. Geselliger Verein Deutsche Eiche, Kohlen- Ufer 2, bei Pech. Vitrolles unternahm es, Monsieur zu benachrichtigen; dieser gab Ginlagen betheiligen, ohne persönlich für die Verbindlichkeit der Bithertlub Gemüthlichte im Nordflub Gefeine ausdrückliche Zustimmung, jelligfett, Brenglauer Alle 26, bei Drühler, alle 14 Tage. – Theaterverein jedoch ben. W orb plan outch chweigen, aber er gefeito a baterie Biegene etter offenen Sanders, Gesellschaft zu haften. Verträge Beijing. Langeftr. 9, bet kiezewstt. Gelang- Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Baut sprach seiner Frau davon, und diese schreckte vor der Blutthat gebunden, Kommanditgesellschaften auf Aktien und AktienRider'icher Mafitverein wille& to bet Spindler, Steigenbergerſtraße 118, in ihrem Hause zurück, ſo ſehr Decazes ihr verhaßt war. Sie geſellſchaften müſſen ihre Geſellſchaftsverträge gerichtlich ober Forferstraße.- Gemischter Chor Gleichheit, Swingliftr. ea, 9-11. verlangte, daß man den Plan aufgebe, oder wenigstens um einige notariell verlautbaren. Neue Mitglieder werden daselbst aufgenommen. Die Anmeldung zum Handelsregister Zurnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute Tage aufschiebe, während welcher ſie Wege finden würde, ist für alle vorerwähnten Handelsgesellschaften vorgeschrieben. Don 8-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39. Decazes auf andere Weise zu beseitigen. Sie ließ 2. A. Wer 1/60 Marienburger Loose, die pro Stück 8 M. Bühnenverband Normania feben letzten Sonnabend in Monat bei Decazes durch d'Aragon überbringen, er folle feine foften, für 20 Pf. verkauft, hat Dumme gefunden, mag auch Leichnis, Königsbergerfir. 24. Privattheatergesellschaft Schneeglöckchen, Entlassung nehmen, da sein Leben in Gewegen Wucher zur Bestrafung gezogen werden können. Gine Abends 9 Uhr bei Schulz, Brunnenstr. 116. Theaterverein Berlinei Bär jeden Sonnabend nach dem 1. und 15. Abends 9 Uhr, Köpenickerstr. 55a.fahr fet. Aber Decazes war von dem Plane schon Anzeige wegen Verleitung zum Wucher gegen die Lotterie- OberBrivat- Theatergesellschaft Beneta, Sigung mit Damen jeden Sonnabend, vorher durch Alexandre d'Ambrugeac unterrichtet worden. Entrepreneure von Staats- oder Kirchenwegen wäre eitel Papier, Abend 9 Uhr bei Pape, Kolbergerstr. 22. Theatergesellschaft belweis, Er ging sofort zum Pavillon Marsan. Das Attentat wurde Porto- und Zeitvergeudung. Sonnabend 9% Uhr, Gigung mit Damen bei Ravul Abree, Chorinerftr. 53. Buttania, 9 Uhr, Sigung in Tager's Gesellschaftshaus, Gartenftr. 18-14. nicht ausgeführt, aber Decazes nahm seine Ent A. 24. Ihr Sohn hat einen erheblichen Mangel an Klugs Fidelitas. Verein Morgenstern, 9 Ubr, Sigung mit Damen im Restau- lassung unter der Bedingung, daß Richelieu sein Nachfolger heit an den Tag gelegt, wenn er ohne weiteres seinen Koffer und rant von Krone, Wörtherstr. 11 Nach der Sigung Fidelitas. Theater werde. Zwischen dem König und Decazes gab es äußerst auf seine Legitimationspapiere in den Händen des umherziehenden verein Bohemia bet summer, Ackerstr. 13, Sigung und Aufnahme neuer Mitaliteter. Borufitu, Gigung 8% or, bet Schroder, Wienerftr. 31, regte Senen: Sie sollen kommen und ihn in meinen Armen Artiſten beließ und sich unter Mitnahme des erhaltenen VorGefelliger Berein Freundschaft, Sonnabend Abend 9 Uhr im ermorden", rief der den es nicht nur schmerzte, schusses aus dem Staube machte. Ihm steht ein Klagerecht nicht Restaurant Baug, Blumenftr. 10, Sigung mit Fidelitas. Theaterverein Suftge Brüder 2, Gigung mit Zamen jeben connabend Abend 9 uhr seinen Schützling preiszugeben, sondern den es auch kränkte, zu. Allenfalls kann er auf Herausgabe von Koffer und Papiere bei Krüger, Planufer 34.- Theater- u. Artiften- Club, u mor", Fidelitas und feinem Bruder nachgeben zu müssen, über den er sich an Rang auf seine Kosten klagen. Wohin der Artist gewandert, wird er Tanz bei Echönwälder, Drantenstr. 153, part. Privattheater Gesellschaft und Geist erhaben fühlte. Schließlich willigte er in die De- wohl nur durch die Polizei erfahren fönnen. Zont Sonnabend 9 Uhr bei Günther, Brunnenstr. 30. verein Blaue Schleife, Sonnabend Abends 9 Uhr bet Michaelts, genannt Richelieu verzichten; er gab sogar auf dessen Wunsch sein nach§ 241 Str.-G.-B. mit Gefängniß bis zu 6 Monaten oder Brivat- Theater mission, aber auch Monsieur mußte auf seinen Widerspruch gegen S. G. 3. Grnftliche Bedrohung mit einem Verbrechen wird Meyer, Weisenburger- und Trescomstraße- Ecke, Sigung, nachher Fidelitas. Gefelliger Berein Annas marte. Jeden Sonnabend Abend, nor im brenwort, daß er ihn in jedem Falle und jeder Lage mit Geldstrafe bis zu 300 M. bestraft. Die Staatsanwaltschaft Restaurant des Herrn Pietsch, Dresdenerstraße 116( früher Gründe), Sigung balten werde, was ihn nicht hinderte, 18 Monate später dem schreitet in solchen Fällen von Amtswegen ein. mil Fidelitas und Tanz. Bergnügungsverem Azalia Abends 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnim Herzog, der ihn an jenes Versprechen erinnerte, zu antworten: K. D. 100. Von einem geschlossenen Vertrag tann ein ftraße Nr. 16. Bergnügungsverein Bustige Becher Abends 9% Uhr Die Umstände haben sich geändert, und ich kontrahent ohne Einwilligung des anderen nicht zurücktreten. Mendelssohnfraße Nr. 9. Vergnügungsverein Garmen Sylva Sigung halte mich an diese Abmachung nicht mehr Sprechen Sie zur weiteren Klarlegung eventuell zwischen 12 und 9 Uhr im Restaurant von D. Wils, Mariannen- Ufer 2. Geselliger Verein Linde jeden Sonnabend 9 Uhr bet Grawe, Brunnenstr. 147. Ber: gebunden." gnügungsverein harmlos, Gigung mit Damen Sonnabend, Abends 9 Uhr, 6. M. Der Umstand, daß es dem Miether geschäftlich Blumenstraße 46 bei Went. Mitglieder püntilich. Bergnügungsverein sehr schlecht geht, ist kein hinreichender Grund, vom MiethsLuftig, Sigung Abends 8% Uhr, bei Falbe, Reichenberger str. 149. Rauchtiub Blaue Quaste, Sonnabend 9 Uhr bei Mücke, N., Wöhlertstr. 2. vertrage zurückzutreten. Der Vermiether kann auf Erfüllung des Rauchflub Dornröschen, Sigung Abends 9 Uhr, bet Krüger, Fenn Vertrages bestehen. Straße 5. Rauchflub Weiße Wolte, Bernauerstr. 14, bet Henoch. Rauchtlub Eiserne Pfeife, Mittwoch und Sonnabend Sigung bei Weinert, Adolffir. 20, Abends 8 Uhr. Schieß- Klub Fein Korn, Köp nickerstr. 23a, Restaurant Haun, tagt Sonnabend und Montag. Rauchtlub Rothe Melte, Abends 9 Uhr bet Albrecht, Wein- und Gollnowstraße- Gcfe. Stattlub Gordifcher noten, jeden Sonnabend 9 Uhr bet tail stets von Neugierigen umftandene Stelle links oben an der breiten Die kapitolinischen Wölfe. Jedem Romreisenden ist die Schilling, Pücklerstr. 55. Verein ehemaliger Schüler der 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Restaurant Freitag, Roppen: Kapitolstreppe bekannt, wo in einem vergitterten und von dichtem ftraße 65. Geselliger Ber ein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant Grün beschatteten Felsenloch die angeblichen Nachkommen jener Boite, Kolbergerstr. 23. Stattlub Kreuzbube bet Steuer, Weinftr. 22.- Statffub Revolution Wölfin auf städtische Kosten gehegt werden, die den Gründern Noms Abends 8 Uhr, Grünauerstr. 17 bei Deep. Kartenflub Nulle die fehlende Mutter ersetzt hat. Seit einigen Jahren aber war hinter tagt jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Humboldhein, Hochstr. 32a. dem Gitter nur noch ein griesgrämiger Junggeselle von Wolf zu Etattlub Blaue Blouse, jeben Sonnabend bet Wuttte, Graubenzer sehen, und es war hohe Gefahr, daß das eble Geschlecht aussterbe, R. 3. Nein. Straße 2. Stattlub tntgteit bet Grube, Mariendorferstraße, Ecke Solmsstraße. Echasstopftlub Brudertette, jeben Sonnabend Abends wenn nicht ein römischer Fürst auf den Gedanken gekommen 9 Uhr Sigung bet Herrn B. Wiesegarth, Srautfir. 38. wäre, in den Abruzzen einen frischen Wolf- Backfisch fangen zu Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer lassen und ihn der Stadt Nom als Gesellschafterin für den HageHof, Admiralstr. 18c. Tambourverein Muf Sonnabends 9 Uhr bei Jakob, Jnfelsir. 1. stolz zu schenken. Vor einigen Monaten beschenkte diesen die Deutscher Sozialdemokratischer Lefeklub in Paris. Rue St. junge Gattin mit einem halben Dugend Sprößlinge. Drei davon Honore 314 Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ber- blieben am Leben, und als es Zeit war, sie von der Mutterbruft sammlung; reiche Bibliothet, Zeitungen, französischer Unterricht. London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Verein Londons, der zu entwöhnen, brachte ein städtischer Gärtner sie vor einigen alte, von Karl Marg und Friedrich Engels 1846 mitbegründete Tagen nach dem Pincio, wo jetzt gleichfalls in den Anlagen eine Kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach Wolfstolonie gegründet ist. wie vor 49 Tottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Dermischtes. Die Herrenmoral der Bourbonen. Zur Illustration der Herrenmoral führt der Pariser Figaro" zwei Mordpläne an, die in die Zeit der Restauration der Bourbonen, also noch in unser Jahrhundert fallen. Die Thatsachen sind den unveröffentlichten Erinnerungen d'Argout's entnommen. " Polizeilich aufgelöst wurde in Hamburg der Freidenter Jugendbund. Wenn man sonst von Auflösungen von Vereinen hört- meint das Hamburger Echo" denkt man unwiütürlich an Sachsen; aber an dem vorliegenden Falle sieht man, daß auch der§ 1 des Vereins- und Versammlungsgesetzes der Freien und Hansestadt Hamburg dazu angethan ist, mißliebigen Vereinen das Lebenslicht auszublasen. 1 Uhr vor. R. 100. Werfen Kinder unter 7 Jahren Fensterscheiben ein, so baften deren Eltern für Ersatz des Schadens, es sei denn, sie beweisen, daß troh gehöriger Aufsicht der Wurf durch einen möglich. unglücklichen Zufall sich ereignet hat. Solcher Beweis ist kaum wiederholt vor dem 28. Juni die Bemerkung gefunden K. B. Hätten Sie den Vorwärts" gelesen, so würden Sie haben, daß spätestens am 27. dem Wirth die Kündigung zugegangen fein muß, wer zum 1. Oftober ausziehen will und die Kündigunasfrist auf 8 Monate und 3 Tage vereinbart hat 6 Besuchszeit Das erste Attentat galt Napoleon I. während der 100 meine Betrügerei, die ann die Thatsache, daß sich die von Ihnen ausgewerbes, Klosterftr. 36. Jeden Tag mit Ausnahme des Mittwochs verschiedener Museen und sonstiger Sehenswürdigkeiten. ausnahme des Montags in den Wintermonaten von 10-8 Uhr, in den Sommermonaten von 9-8 Uhr; Sonntags im April- September 12 bis Altes und Neues Museum am Lustgarten. Besuchszeit täglich, mit uhr, Oftober und März 12-8 Uhr, November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-3 Uhr( unentgeltlich). Die Nationals gallerie in der Museumsstraße. Besuchszeit Wochentags von 10-8 Uhr ( Montags ausgenommen). Sonntags im April- September von 12 bis 6 Uhr, im März und Oftober 12-5 Uhr, Februar und November 12 bis 4 Uhr, Januar und Dezember 12-3 Uhr( unentgeltlich). un ft gewerbeMuseum, Prinz Albrechtftr. 7. Briefkaffen der Redaktion. Geöffnet an den Wochentagen( Montags ausgenommen) im Sommer von 9-8 Uhr, im Winter von 10-8 Uhr, wir bitten bei febbr aufrage eine Chiffree( 3wet Buchstaben ober eine Sahb) November und Februar 12-4 Uhr, Dezember und Januar 12-8 Uhr( UnentSonntags, April- September von 12-6 Uhr, Oftober und März 12-5 Uhr, anzugeben, der die Antwort ertheilt werden soll. $.§. 88. Der Konzessionsinhaber eines Echankgeschäftszett wie im Kunstgewerbe- Museum( unentgeltlich).-Sygiene- Mufeum, geltlich). Museum für Böltertunde, Königgrägerstr. 120. Besuchsmuß nicht täglich im Betriebe anwesend sein, aber einen Stell- lofterstr. 35. Besuchszeit Sonntags wie im Kunstgewerbe- Museum. Außer vertreter besitzen. Verkauf unter der stillschweigenden Annahme, dem Dienstags und Freitags von 10-2 Uhr( Unentgeltlich). Museum für der Nachfolger werde eine Konzession nicht erhalten, ist eine ge- gewerbe- Museum. Außerdem Montags und Sonnabends von 11-3 Uhr. Naturkunde, Invalidenstr. 42 Besuchszeit Sonntags wie im Kunstals ungiltig anzufechten ist. Museum für deutsche Woltstrachten und Erzeugnisse bes 4. 1. Selbstredend von 11-2 Uhr geöffnet. Gintrittsgeld: Erwachsene 50 Bf., Kinder 25 Pf.. öffnet Conntags 12-2 Uhr, Montags, Dienstags, Donnerstags, Freitags von Reichs post- Museum, Leipzigerftr. 15. Ge= außer Donnerstag und Freitag von 11-8 Uhr( unentgeltlich)). Aussichtsthum 11-2 Uhr( unentgeltlich). Rathhaus, Königstraße. Geöffnet täglich 50 Pf. Kunstaustellung des Vereins Berliner Künstler, Wilhelmstr. 92. Sonntags 11-2 Uhr, Wochentags 10-4 Uhr. 50 Pf. Entree. Sternwarte, Endeplatz sa. Mittwochs und Sonnabends von 9 bts Invalidenfir. 57-62. Geöffnet von 5 Uhr Nachmittags bis 10% Uhr Abends. 11 Uhr Vormittags. Urania, Wissenschaftliches Theater. Sternwarte. Entree 60 Pf. Buschlag für Theater von 50 Pf. bts 2 Mt. Aquarium, Schadowftr. 14. Geöffnet von 9-6 Uhr. Entree Sonntags 60 Bf., an jedem lebten Sonntag im Monat 25 Pf. Caftan's Panoptttum, Friedrichstraße. Geöffnet 10-10 Uhr. Panoptitum Eintrittspreis 50 f. Baffage, 10-10 Uhr. Eintrittspreis 50 f. Marine Panorama, Am Lehrter Bahnhof. Sonntags von 9-9 Uhr. Entree Dioramen: Ratatomben des Stapuzinertlofters zu Palermo und Besuvausbruch 50 Pf. Neapel- Panorama am Bahnhof Thiergarten, awet neue Sonntags 25 Pf. Eintrittspreis. Das Panorama ist bis 7 Uhr Abends Bu besichtigen.- 800logtscher Garten, Bügowufer. Sonntage Eintrittspreis 50-1101 Borsig's Garten mit Palmenhaus, Alt- Moabit 85-86 Tage. Ein schottischer Abenteurer, Namens Volmar, war vom Herzog von Blacas ausersehen, den Kaiser zu er beschwängerte Mutter mit einem dritten verheirathet hat, Ihre morden; der Herzog besaß sogar die unglaubliche Kühnheit, Pflicht, für Ihr Kind zu sorgen, nicht beeinträchtigen. 2. Der dem Gedungenen ein Handschreiben zu übergeben, worin er außerebeliche Bater ist nach zurückgelegtem 4. Lebensjahre seines durch seine Namensunterschrift sich verpflichtete, jenen zum Obersten Kindes berechtigt, die Erziehung seines außerehelichen Kindes zu zu machen und ihm 2 Millionen Belohnung zu zahlen, begehren. Die Mutter fann die Herausgabe des Kindes verwenn es ihm gelinge, Bonaparte zu ermorden. Volmar reiste im weigern, geht aber dann der Ansprüche gegen den Vater, ver April 1814 vor Napoleon her bis nach Lyon; immer mehr fiber- luftig, wenn nicht nach Ansicht des Vormundschaftsgerichts das tam ihn Furcht und Angst, so daß er zuerst die Stelle des Kind mütterlicher Pflege bedarf oder der Vater zur Erziehung Schreibens ausschnitt, welche die Bedingung enthielt, und schließ- ungeeignet ist. Die Absicht, das Kind an sich zu nehmen, kann lich sprang er in einem Anfall panischen Schreckens aus dem der Vater auf welchem Wege er will zu erkennen geben, nur Fenster und brach den Schenkel. Seine mörderische Absicht muß er den ernstlichen Willen, das Kind zu erziehen und nicht wurde nicht entdeckt, dagegen benutzte er später von England aus nur sich vor Alimentenaniprüchen zu brücken, erkennen lassen. bas herzogliche Handschreiben zu Erpressungsversuchen. Der Et. 20. 2627. 1. Verträge über mehr als 150 M. find Minister Decazes, welcher d'Argout selbst später das Billet in Preußen stempelpflichtig. Die Höhe des' Stempels richtet sich zeigte und die Geschichte erzählte, nahm fich der Sache an und nach dem Inhalt des Vertrages und der Höhe des Objekts. chidte Trigant nach England, der für 80 000 Fr. das Papier Stempelpflichtige, aber nicht gestempelte Verträge sind dennoch Bereine Gonntags 10 Pf. 50 Pf. Achtung Schankwirthe!! Roh- Tabak!| Verband der in Buchbindereien, gute Qualität, tadelloser Brand, Heinr. Franck, tabakFranck, s, Arbeiter und Arbeiterinnen. Mitgliedschaft Berlin. Montag, den 16. 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Emil Apitsch, Langhansstr. 135. R. Liebschwager, Gustav Adolfstr. 16. G. Schröder, Königs- Chauffee 45b. Reinickendorf. Burgus, Markstr. 5. F. Schellenberg, Scharrnweberstr. 107. Tempelhof. Reinhold Anders, Strelizerstr. 45. Carl Basemann, Prinzen- Allee 57. August Reisen, Berlinerstr. 44. Die Liste der die Kontroll Schuhmarke führenden Fabrikanten wird von jegt ab nur monatlich einmal an dieser Stelle veröffentlicht; wir bitten deshalb die rauchenden Genossen, sich dieses ausschneiden und aufheben zu wollen. Uhrmacher. 19 Erklärung. Chausseestr. 78. Es ist in Gastwirthstreifen vielfach die Ansicht verbreitet, daß ich, ähnlich wie die Süddeutsche Malzbier Brauerei Carl Kintz& Co. die sogenannten 5 Pf.- Ausschants- Lokale für eigene Rechnung unterhalte. Ich erkläre hiergegen öffentlich, daß ich bei den Geschäften, die mein Bier mit 5 Pf. pro 1/4 Liter verkaufen, in keiner Weise betheiligt bin, sondern daß die Herren Besitzer dieser Lokale ihr Geschäft auf völlig eigene Rechnung betreiben. Gleichzeitig mache ich bekannt, daß ich, um auch in der Flaschenbier- Frage den Herren Gastwirthen entgegenzukommen, mit dem heutigen Tage mein Flafdenbier- Geschäft an die Herren Gebr. Lahn, Kaftanien- Allee 27, fäuflich abgetreten habe. Bei dieser Gelegenheit erlaube ich mir mein gut abgelagertes Lagerbier pro Tonne Mk. 21, inkl. Spundgeld in empfehlende Erinnerung zu bringen, und stete prompte Effektuirung aller eingehenden Aufträge zuzusichern. Beschwerden über Unregelmäßigkeiten meiner Rutscher bitte mir direkt unterbreiten zu wollen. Berlin, den 6. Juli 1894. Brauerei Wilhelmshöhe Telephon: E. Lehmann, Belforterstr. 4. Amt III, No. 8884. EINIGKEIT GESETZL EUTSCHE MACHT STARK GESCH ERFURT SCHUHEABRIKER Möbel, Arbeiter Berlins! 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