Ur. 233. 33. Jahrg. Bezugspreis: RierteIjShiu.4L0MI. tnonotM.SOMI.. frei ins Haus, Vorausqahldar,SinzeIne Nummern 10 Vscnnig. Postbezug: Wonallich, vom Poltschaltei abzuhoien I chv Mb.vom Brieiträger ms Haus ge- bracht 1.S4 Mb Unler Kreuzband lür Deurichlard und Oesterreich- Ungarn S,— MI» für das übrige Ausland <50 Mb monatlich, Lersand ms Feld bei direllcr Bestellung monall, iLllMb Boitbestellungen nehmen an Töne- matt. Holland, Luxemburg, Schweden und die Schweiz, Eingetragen in die Post-tjeiiungs-Breisliste. Erscheint täglich. Telegramm- Adresse: »Eozialdemokrat Berlin', Verlinev Dolksblntt. (�10 Pfennig�) Anzeigenpreis: DiestebengespasteneKolonelzeilctostet 80 Psg,„Meine Anzeigen", das setigedruclie Wort 3ll Psg. lzuläisig Z fettgedruckte Lorte>. ledcs weitere Lorl 15 Psg, Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort 20 Psg,, sed-S weitere Wort;0 Pier Worte über 15 Buchstaben zählen für zwei SZorrc, Teuerungszuschlug 20°,» Familien-Anzeigen, volitische und gewerlschasttiche Bereins- Anzeigen 50 Psg, die Zeile, Zlnzeizen süt die nächste Nummer müssen bis» lllir nachmitlags im Hauvlgeschäsb Berlin KW, 58, Lindcnstrajje 3, ab legeben werden. lScöffnei von 8 Uhr jrüh bis 7 Uhr abends. �entralorgan äer fosialäemokratiscken Partei Veutscktancls. Neöaktion: EW. SS, �inöenstratze Z. pfermvrecher: Amt Moristvlaü, Nr. IM 90— 151 97. Sonntag den Ä 3. August 1318. Expeüitioa: EW. öS. Linüenstraße Z. Zhernivrecher: Amt Moritzvlav, Nr. 15190—15197. ' IG» •'Z i-.; fortdauer der en gUtchen Offenfive. Ausdehnung der englischen Angriffe von Areas bis Chaulnes— Ausweichen bei Boyelles— Gegenangriffe bei Mory— Ancre-Uebergang der Engländer östlich von Hamel— Kämpfe zwischen Oise und Aisne. B e r I i n, 2 4. August 1918, abends. Amtlich. Kampf zwischen Tcarpc und Sommc. Englische Angriffe südöstlich von Arras und gegen Bapaume find gescheitert. Tüdwcstlich Bapaume gewann der fyeind östlich von Thicpval Boden. Mehrfache englische Angriffe östlich Zllbcrt biS zur Somme brachen verlustreich zusammen. Zwischen Ailette und Aisne wurden Angriffe der Franzosen ab- gewiesen. Amtlich. Grobes Hauptquartier, 24, August 1918. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und Boeh«. Ter Snglände? hat seine Angriffe nach Norden biS südöstlich von ÄrrnS, nach Süden übce die Somme hinaus bis Chaulnes ausgedehnt, Tic Armeen der Generale von Bclow und noil der Marwitz brachen den Ansturm des an Zahl üverlegencn Feindes. Stärlstcr ArtiLcriclampf von Arras bis Chaulnes leitete mit Tagesanbruch die Schlacht ein, Tein beiderseits von BoycllcS vorbrcchendcn lilegucr wichen uiisere Bortruppcn bcfchlSgemätz auf CroistllcS— St, Leger kämpfend aus. Nordwestlich von Ba- pnuiile nahliicn wir den Kampf in der Linie St. Leger— Achiet Ic Grand— Miraumont an. An ihr brachen die Frühangriffe des FeiudrS zusammen. Am Nachmittage erneuerter Ansturm gewann Richtung Morg Äodcn. Preußische Regimenter, aus nordöstlicher Richtung zum Gegenangriff angesetzt, warfen den über Mary vor- gedrungenen Feind wieder zurück. Die in Richtung Bapaume geführten seindlichrn Angriffe diäiigtc» unsere Linien auf Be« hagnicS— PyS zurück; hier brachten örtliche Reserven den Feind zum Stehen und schlugen am Abend noch mehrfach wiederholte starke Angriffe ab. Beiderseits von Miraumont zerschellte viermal wiederholter Ansturm vor unscrcn Linien. Bizewachimeister Bauermcistcr der 2, Batterie Rcservc-Fcldartillcrie-Rcgiments vernichtete hier mit.einem Geschütz allein sechs Panzerwagen des Gegners. festlich von Hamel faßte der Feind auf dem östlichen Ancrc-Ufer Fuß. Seine Angriffe aus Albert heraus brachen östlich der Stadt zusammen. Zur Gewinnung des Ailschliisses bei Pqs setzte» wir unsere Linien von Miraumont bis östlich Albert von der Äncre ab. Südlich der Somme schlugen preußische Truppen, die schon am 9, August dort den englischen Durchbruch verhinderten, auch gestern die gegen Capph— Foucancourt— Ler- mandovillcrs gerichteten englischen Angriffe westlich dieser Linie zurück. Beiderseits der Avre, an der Oise und Ailette kleinere In- fanleriegefcchtc. Zwischen Ailette und AiSne sctzte der Franzose seine Angriffe fort. Am Vormittage wurden Teilangriffe ab- gewiesen. Am Abend brach der Frind nach stärkstem Trommel« scucr zu großem einheitlichen Angriff vor: er ist völlig gescheitert. Im Gegenangriff warfen wir den vorübergehend auf Crecy au Mont, bei Juvignh und Chavigny vorgedrungenen Feind auf feine Ausgangsstellungen zurück. Bereitstellungen und Ko- tonnen des Gegners wurden in den Schluchten von Brzavonin mit besonderem Erfolge von unseren Jagdstaffeln angegriffen. Leutnant Udct errang seine» 59. und 69. Luftsieg. In den letzten Tagen errangen Lentnaiit Lanmann seinen 25. und 26., Bizefrldwcbel Dörr seinen 22. und 23., Oberleutnant Auffahrt seinen 22.', Oberleutnant Grcim und Leutnant Büchner ihren 26. Lnftfirg. Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff. Der österreichische Bericht. Wien, 24. August. Amtlich wird verlautbort: Italienischer Kriegsschauplatz. Bozen und Gries wurden in der Nacht zum 23. August von italienischen Fliegern heimgesucht. Der Feind warf über dreißig Bomben ab, tötete mehrere Einwohner und beschädigte das Krankenhaus. An der Front keine größeren Kampfhandlungen. Albanien. Die Streitkräfte de? Generalobersten Pflanzer-BalUn haben am 22. August zwischen Berat und Fierie die feindlichen Linien durchstoßen und ihren Angriff bis auf die Höhen südlich von Kumani vorgetragen. Gleichzeitig brachen wir nordwestlich von Berat in die italienischen Stellungen ein. Gestern wurden die Erfolge bei Berat erweitert und heftige Gegenangriffe abgeschlagen. Auch im GcbirgSlaiide SilovcS ge- wannen unsere braven Truppen Raum. Unsere Flieger bombardierten mit Erfolg die Fluganlagen bei Balona. � Ter Chef des Generalstabes. Amerikanische Kriegsreüe. Ter Frieden muh diktiert werden l Washington, 24. August.(Reuter.) Senator L o d g e sprach im Senatsausschutz für Auswärtige Angelegenheiten zuin Hecresgesetz und warnte vor der h i n t e r h a l t i g e n d e u t- scheu Friedens st immungsmache; Der Friede mutz diktiert, er das nicht mit Deutschland verhandelt werden, damit es nie wieder imstande ist, den Weltfrieden zu swren. Im einzelnen müssen Teutschland folgende Frie- densbedingungen aufgezwungen werden: Vollständige Wiederherstellung Belgiens, bedin- gungslose Herausgabe Elsatz-.Lothringens und der italienischen Gebiete Oesterreichs, Sicherheit Griechenlands, Unabhängigkeit Serbiens, Valens und der Slawe n, Freiheit R u tz l a n d s von deutscher Herrschaft einschlietzlich Rückgabe russischen Gebietes, das durch den Vertrag von Brest-Litowsk entfremdet wurde, Palästina darf nie wieder unter türkische Herrschaft zurück- kehren. Tie wichtigste von allen Friedensbcdingungen ist. datz die grotzen slawischen Volksteilc in Oester« reich, nämlich die Jugoslawen und die Tschechoslowakei! u n- abhängige Staaten werden müssen. Diese im Verein mit Polen werden dem Vormarsch Teutschlands nach dem Osten im Wege stehen. Was das deutsche Volk betrifft, so denkt na- türlich niemand daran, es zu vernichetn. Wir sind nicht im Kriege, um den Versuch zu machen, Teutschlands Regierungs- form zu ordnen, das müssen die Deutschen selbst tun. Solange Herr Logde und seinesgleichen proklamieren, daß der Friede diktiert werden müsse, nicht mit Teutschland verhandelt werden dürfe, solange dürfen sie sich nicht wundern, wenn ihre Per» sicherung, niemand wolle dem deutschen Volk etwa? zuleide tun, auf das deutsche Volk auch nicht den gering st en Eindruck macht. Einem GcwaltfricdcnSmcnschcn kann niemand anstündige und ehrliche Absichten zutrauen. „Ter verderbliche Ehrgeiz, den Frieden zu fördern." Amsterdam, 24. August. In einer Vespr-chung der spanischen Note an Deutschland fofien die„TimeS"; Die Entente hat stet» große Nachsicht gezeigt, wenn die strikte Neutralität, namentlich der kleinen Nationen, durch da! deutsch« Schwert bedroht wurde. Diese Nachsicht gilt jedoch nicht für solche Neutrale, die ihren V e r« pslichtungen nicht mehr nachkommen oder sie aus Sympathie mit dem Feinde verletzen. Aber auch die Neutralen, deren Herrscher von dem verderblichen Ehrgeiz beseelt sind, den Frieden zu fördern, verdienten keinerlei Nachsicht. Nichts sei so dumm, als der Wunsch mancher Neutralen, bei dem Zustandekommen des Frieden? eine Rolle zu spielen. Die demokratische Entente werde ihren eigenen Frieden schließen zu einer Zeit und zu Bedingungen, die ihr genehm sind. Sie werden keine Vermittlung weder direkt noch indirekt von irgendeinem neu- traten Staate oder einer neutralen Regierung dulden. Die Mei- nung, daß die Alliierten von diesem festen Willen abweichen wür- den, wäre ein dummer und gefährlicher Irrtum. Die Entente, so resümieren die„Times", könne viel von den Neutralen vertragen, nur nicht die törichte Sucht, sich um einen Frieden zu bemühen. der Fweck üer amerikanischen Handelsflotte. Washington, 24. August. Ter Vorsitzende des Schiffahrtsamtes H u r l e y erklärte, datz die Gerüchte, daß die Vereinigten Staaten ihre enorme Flotte von Transportschiffen für Handelserobe- rungen nach dem Kriege verwenden würden, von der deutschen Propaganda verbreitet worden seien. Bei dem Aufbau der Handels- flotte verfolgten die Amerikaner in erster Linie den Plan, den Krieg zu gewinnen, und zweitens die Absicht, ihre Versäumnis nachzu- holen und eine Ozeanflotte für ihre» Seehandel zu schassen, des- wegen gingen die Vereinigten Staaten an die Aufgabe, ihre Hau- delsslotte zu entwickeln, ohne die Handelsrechte anderer Staaten zu stövcn. WaS Herr Hurley sagt, ist ein Streit um Worte. Wenn die Vereinigten Staaten ihre Handelsflotte entwickeln, so geht das natürlich aus Kosten der Nationen, deren Sckiiffc den amerikanischen Handel bisher besorgten, also in erster Linie aus Kosten Englands. Das weitz man diesseits des Ozeans auch «cht gut. MSere Töne. Lord Robert Cecil, Unterstaatssekretär im englischen Amt des Auswärtigen, hat einem Vertreter von Renter gesagt, die Rede des deutschest Staatssekretärs Solf sei auf einen Ton gestimmt, wie man ihn bisher n och niemals ans dem Munde eines deutschen Staatsmannes gehört habe. Man ist versucht, an die Worte in Beethovens neunter � Sinfonie zu denken;„Ihr Freunde, nicht diese Tone, sondern latzt uns angenehmere anstimmen und freudevollere". Sie lei- ten über zu dem Masscnchor der Freude;„Seid umschlungen, Millionen, diesen Kutz der ganzen Welt!"— Auch dieser große Deutsche war, wieSchiller, der ihm denTcrt gab, ein frühgeborener Verherrlicher dessen, was man heute den Völkerbnndgedan- ken nennt.?lber noch sind wir nicht so weit, ist der furchtbare Anprall feindlicher Heere und Völkergesinnungen nicht zu Ende und das beglückende Motiv, kaum leise angeschlagen, wird vom Schlachtgetöse wieder übcrdröhnt. Lord Cecil setzt Zweifel in die Aufrichtigkeit der Beteuerungen Solfs. Sollen wir uns darüber Wundern, da doch auch hier zu Lande wenig Neigung besteht, in die Ehrlich- keit der pazifistischen Weltziele eines G r e y oder eines' Wilson Polles Vertrauen zu setzen? Soll man nicht lieber zu- geben, daß auf beiden Seiten noch erheblicher Anlaß zu Miß- trauen besteht? In beiden Lagern stehen seit Angebinn zwei Richtungen einander gegenüber: Tie eine, die erst auf Erhal- tung des Friedens bedacht war, jetzt für seine Wiederher- stellung offen oder insgeheim arbeitet, und jene andere, die sich von Anfang an m>t der Tatsache des Weltkrieges leichten Her- zens abgefunden hat und die jetzt nur an Sieg und imperia- listische Machterweitcrung denkt. Das gibt uns den Schlüssel zum Verständnis der folgen- den Aeutzcrungen Robert Cecils: Falls dieser Ton echt wäre, könne man von einer Rückkehr zur gesunden Bcrniinft sprechen. Aber hei näherem Zusehen müsse man auf U n Wahrscheinlichkeiten stoßen. Sols habe behauptet, daß die Pangermanisten in Deutschland keinerlei Einfluß hätten. Das sei eine erstaunliche Behauptung in einem Augenblick, wo Kühl mann gehen mußte, weil er es mit den Pangermanisten verdorben hatte. Was Sols über Belgien sagte, geht ebenfalls viel weiter als alle?, was darüber von matzgebender deutscher Seite in die Oeffentlichkeit gedrungen ist. Wieder aber muß man hier einen Vorbehalt machen. Er beruft sich bei seinen Aeutzerungen auf die Erklärung des Kanzlers über Belgien. Diese war aber ganz all- gemeiner Natur und wurde später noch wieder korri- giert. Wenn Solss Aeußerungen allerdings seine eigene Heber- zeugung widerspiegeln, unabhängig von der Erklärung des Konz- lers, so kann man darüber befriedigt sein. Tann bedeuten sie tatsächlich einen Fortschritt. Der englische Untsrstaatssekretär ging weiter ans die Frage des Friedens von B r e st- L i t o w s k ein und meinte, Sols habe diesen als eine„vorübergehende Maßnahme" bezeich- net. In Wirklichkeit hat Sols mit größerer diplomatischer Vor- ficht von einem„Rahmen" gesprochen und gesagt, das Bild, das darin entstehen werde, sei erst in seinen Anfängen entworfen. Cecil zweifelt daran, daß die Herstellung des Selbstbestim- mungsrechts im Osten wirklich ein Hauptziel der deutschen Po- litik sei, und stellt dieser Behauptung wirksam den Empfang der baltischen Barone im Hauptquartier gegenüber. Cecil gibt zu, daß von deutscher Seite nicht gerade eine formelle Annexion beabsichtigt sei, man wolle aber die Randstaaten„völlig in die Hand bekommen". Kann man bestreiten, daß ein Staatsmann aus gegnerischem Lager mit voller subjektiver Ueberzeugung zu dieser Auffassung kommen kann? Lord Robert Cecil hat dann angekündigt, daß demnächst ein englisches Blaubuch über die deutsche Koüonialver- w a l t u n g erscheinen werde. Wir sind aus dieses Buch ge- spannt, besonders darauf, ob darin zu lesen sein wird, daß ge- wisse Unmenschlichkeiten im Reichstag, besonders von der So- zialdemokratie, aber nicht nur von ihr, sondern auch vom Zentrum und der Volkspartei, also von der Mehrheit der deutschen Volksvertretung, aufs rücksichtsloseste kritisiert worden sind und daß diese Kritik nicht ohne positiven Erfolg geblieben ist. Wir fürchten, daß dies darin nicht zu lesen sein wird, daß aber dann die deutsche Regierung ein Weißbuch über eng- tische Kolonialgreuel herausgeben wird, wozu man das von den e n g I i s ch e n So z i a l i st e n und Liberalen gelieferte Material nur zusammenzukleben braucht. Mit solcher Klebearbeit hüben und drüben kommt man aber keinen Schritt vorwärts. Wichtiger dünkt uns die Bemerkung des englischen Staats- mannes. Solf sei falsch unterrichtet, wenn er glaube, daß England die deutschen Kolonien behalten wolle. Weder Balfour noch Lloyd George hätten dies gesagt, sondern vielmehr erklärt, es sei unmöglich, dem heutigen Deutschkind wieder die Verwaltung seiner Kolo- nie»?ik �ertnTgm. ttcftcr fte werde auf der kommenden Fr:e> denskonferenz entschieden werden. Ein so gewaltiges Problem. fügt Ceerl aar? eigenem hinzu, könne nicht von England allein. sondern nur im Verein mit feinen Verbündeten gelöst wkrden Piiir Xeutschlaaö kann eö ein schlechter Trost sein, daß s.:ne .tiol.nieu nicht von Ellglnnd allein verschluckt, jondem zwrchen England und fernen Verbündeten aufgeteilt werden sollen. Uber vieveich: versteh«» wir hier den englischen Redner falsch, vielleicht erwtt«, wir über diesen Punkt noch weitere Aus klarung. Es M natürklch nm eine bloße Redensart, daß das heutige Teutschland kenne Kolonien haben dürfe, genau das selbe kann man mit genau demselben Recht auch vom„veuti- g e n" Englmd. Frankreich. Belgien, Portugal usw. sagen. Man sollte aus beiden Seiten daraus verzichten, egoistische Macht ziele hinter den Gebote« der Menschlichkeit zu verstecken. Schließlich sagte Cecil: Dae- si.nv alte? Redmvendimgen, fccrcn man in England vor -debaltlo? znstirnimn wird und von jeher zugestimmt hat. Ahr Wert wird nur sehr erheblich vermindert durch den Umstand, daß man bisher von deutscher Seite nie so etwas ge hört bat. Bisher vernahm man ganz andere Redensarten über die Herrlichkeit des Diese?, über seine erzieherische Wirkung und ähnlichen Unsinn. Wer die deutschen Zeitungen gelesen bat, könnte hierfür zahlreiche Beispiele anführen. Bemerkenswert ist auch, daß diese friedliche Melodie angestimmt wird in einem Augenblick, wo die L-ge«n der Westfront stch geändert hat. Vor Tische las man anders. Als die deutsche Krühjahrsoffensive im März begann, erhob sich wieder das Geschrei nach der Ausdehnung der deutschen Weltherrschaft. Ich-bin selbst ein überzeugter An- Hänger des Friedens, aber ich glaube bestimmt, daß ein Frieden nur erreicht werden kann, wenn die Deutschen anerkennen, daß sie besiegt worden sind. Kein vernünftiger Engländer wird von Deutschland die Anerkennung erluarten, daß es besiegt sei, solange es nicht besiegt ist. Eine Macht, die im Osten mit ihrem Gegner fertig geworden ist, im Westen noch mit ungebrochener .Kampfkraft weit auf feindlichem Boden steht, i st nicht besiegt. Das deutsche Volk, das zur Erhaltung seines Daseins in vier Kriegsjahren Uebermenschliches geleistet hat, ist nicht besiegt. W-as aber besiegt ist— tvir wollen ganz osfen dar über reden— das ist der verderbliche Glaube an die Allmacht der Gewalt. Was besiegt ist, das ist die Hoffnung der deutschen Jingos aus die deutsche Weltherrschaft. Diesem Besiegten weinen wir keine Träne nach, aber ein Ende des Krieges können wir nicht erwarten, solange nicht derselbe Glauben und dieselbe Hoffnung auch auf der anderen Seite zerstört sind. Wer dem Ziel nachsagt, einem besiegten Deutschland den Frieden diktieren zu können, der soll sich sagend daß dieses Ziel hoch in den Wolken schwebt und daß der Weg dahin noch blutig und auch für den Stärksten ge- sahrvoll ist. Lord Robert Cecil nennt aber nun selbst die Lehre von der Herrlichkeit des Sieges und von seiner erzieherischen Wirkung einen U n s i n n. Darf man daraus schließen, daß auch England bereit sei, diesem Unsinn nicht länger nachzu- jagen? Die Lehre, die jeder mit gesunden Sinnen, begabte Beobachter des Krieges, gleichviel in welchem Lager er stehen mag, aus den bisherigen Erfahrungen ziehen muß, ist doch die. daß es Unsiinn ist. die Entscheidung über das Schicksal der Welt einem Wettkamps der technischen Menschenvernich- tungsmittel anheimzugeben, und daß die Lösung dieser Welt- wirren nicht von der Gewalt zu erwarten ist, sondern nur von der Mr'nunft. Wenn Cecil sagt, Solf habe anders gesprochen, als man es zuvor aus Teutschland vernommen habe, so hat auch er andere Töne angeschlagen, als wir sie sonst aus England zu hören gewohnt sind. Auch er hat ander? gesprochen, als Bal- iour oder Lloyd George oderJSonar Law. Andere Töne sinds hüben und drüben, erste schwalben, die noch nicht den Sommer machen, aber doch denen, die einer besseren Zeit harren, willkommene Boten. « Amsterdam, 22. August. Räch einer Reutermeldung werfen die e n g l i s ch e n Blätter Dr. Solf vor, daß er in seiner Ant- wort an Balsonr unaufrichtig gewesen sei.„Westm inster Ga- zette" schreibt: Dieses Bild von ehrlich denkenden besorgten deutschen Patrioten, die nach dem Völkerbund schmachten, aber durch das Spötteln unserer JingoS über dieses Idealbild ins all- deutsche Lager getrieben werden kann, fürchten wir, nicht als den Tatsachen entsprechend hingenommen werden. Wir wissen zuviel über die Art, wie Deutschland in den Krieg ging, und darüber, wie es Krieg führte, über seine Machtpolitik und über sein Ver- halten gegenüber Verträgen und internationalen Verpflichtungen, um an der Wahrheit der(steneralisiernngen BalfourS zu zweifeln oder an den aufrichtigen Eifer der deutschen Re- g i c r u ii g für den B ö I ke r b» n d zu glauben. Ein politischer Sieg Wilsons. Rotterdam, 28. August. Nach„Nieuwe Rotterdamschc Eon- rant" wird der„Times" aus Washington gemeldet, daß die demokratischen Wähler der Kandidatur deS Senators Vardaman für die Wahlen im November nicht zugestimmt haben. DicS ist ein bemerkenswerter Sieg für Wilson, der öffentlich den Wunsch ausgesprochen hatte, daß Vardaman und andere Mitglieder der demokratischen Partei, die seine Politik nicht restlos ii n l e r stützen, durch die Wähler»erleugnet werden mögen. ES scheint, daß eS Wilson in der Tat gelingen wird, die er- wünschte Säuberung seiner Partei durchzuführen. Die spanische Zrage. Soweit die bürgerliche Presse an die von der spanischen Regierung erhobenen Vorstellungen zum U- Boot- Krieg Kommentare anknüpft, sind diese ziemlich zurückhaltend. Allgemein wird der Standpunkt der Regierung geteilt, daß eine Hergabe deutschen Schiffsraumes an Spanien nicht in Frage kommen könne. Doch raten auch rechtsstehende Blätter dazu, im übrigen der spani- schen Regierung soweit als möglich entgegen zu kommen. Die„Post" geht z. B. a»f die Beschwerden ein. welche die spanische Regierung im einzelnen erhebt(wie nicht genügende Rücksichtnahme auf daö Leben spamscher Seeleute usw.) und verlangt hier energisch eingehende Untersuchung und unverzügliche Korrektur. Der„Lokal-An- zeiger" hält c»" für denkbar, daß sich auf dem Wege der Geleitscheine ein noch weiteres Entgegenkommen bewerkstelligen ließe.— Eine Ausnahme macht wieder einmal nur Gras R e v e n t l o w, der in der „Deutschen Tageszeitung" den Neutralen mit gewohnter Tölpelhaftigkeit anrempelt: Zur Sache selbst möchten wir un« auf folgende Bemerkungen beschränken: Es dürfte kein Zufall sein, daß die spanische Re den Augenblick Heere auf dem Lande Mißerfolge erliiien haben. Das ist vielleicht sogar die Haupturiache und wird auch sür die politiickic Beurteilung der Sache und ihrer Behandlung ivcscnttich in Betracht kouiurrn. Ter.Herr, der den Eintritt Amerikas in den Krieg als einen Vorteil sür Deutschland gestiert hat, scheint uns noch weitere derartige„Vorteile" descharen zu wollen. DeNtsch-rujsiftbe? AwischenfaL» Berlin, 24. August. Wegen des vor einigen Tagen in der iozialrepolurionaren Zeitung„Snamfa Bozby" veröffentlichten un- erhörten Artikels, der sich mit dc? Hinrichtung des Mör- d e r S de? FeidmarschallS V. Eichhorn beschäftigt und in dem«S u. a. beißt, daß von den deutschen imperialistischen Mördern auf diebische Weise ein tapferer tarrorrstischsr Held gemordet worden sti, ist bei dem Volkskommissar der AuSwär tigen Angelegenheiten Beschwerde erhoben worden. Der Volkskommissar entschuldigte den Ariikel mit der im Sowjet-Ruß laut) herrschenden Preßfreiheit. Es ist selbstverständlich, daß die deutsche Rcaiening diese Erklärung nicht als genügend ansieht, sondern weitere Schritte in der Angelegenheit unternehmen wird. die EnMnöer in Zaku. S'erung b e nutzt, nachtun» die deutschen I Aufggbe. Der Kampf um Aas neue Nußkanö. Fortschritte der Donkosaken. Tic P.?. A. bat in den leisten Tagen keine neuen entschei denden Erfolge der RegiernngStruppen melden können. Doch gibt auch die Entente di» Schlappen der Tschechoslowaken zu, nur hofft sie, daß ihre wichtigsten Verbindungslinien mit Wcstsibirien nicht unterbrochen sind. Räch einem Telegramm ans Kiew machen im Süden die Kosaken des General KraSnow. als dessen Vertreter Herzog Lenchtenberg in Deutschland ist, Fortschritte, was die Stcl hing der Bolschewistcn erschweren muß. Sic sind ins Gouvcrnc ment Saraiow eingedrungen und haben das Wolgaufer nördlich von Zaritzin beseht. Dem durchaus reaktionären Charakter dieser Bewegung entsprechend werden in dem von den Donkosaken beseiten Gebiet die zaristischen Beamten wieder ein gesetzt und die vorrevolutionären Zustände hergestellt. Sogar der Rcligionsunterricht ist in den Schulen bereit? wieder eingeführt worden. Der frühere Präsident der Reichsduma Rodfianko hat wegen Mitzhelligkeiten mit der Donregierung das Dongebiet ver lassen und begibt sich nach Jekarinodar ins Kubangebiet, wohin auch S u w a r i n mit seiner Zeitung„Weczerneje Wrjemjb" über siedelt. In Moskau ist nach der P. T. A. eine große Verschwörung der Weißen Garde durch die außerordentliche Koirunission zur Bekämpfung der Gegenrevolution entdeckt worden. Eine besondere Cr ga-nisarion der Weißen Gardisten, welche die engsten Beziehungen zum General A l e r e j e w unterhielt, bereitete einen bewaffneten Ausstand vor. Der Aufstand war auf den 2. A u g u st festgesetzt worden mit dem Ziele, den Ablransport der Truppen nach der ischechoslowakischen Front zu vcrhmdern und dadurch Verwirrungen hervorzurufen. Die Geldmittel zum Unterhalt der Organisation wurden von der Entente zur Verfügung gestellt. Der.Sold eines gemeinen Soldaten erreichte die Höhe von 5kX> Rubel monatlich. Die Verschwörung wurde entdeckt während einer unerwarteten Re gistrierung aller früheren Cffiziere. Als Erstes beabsichtigten die Weißen Garden sich de? Gebäudes der Außerordentlichen Kommis- ion und deS Arsenals zu bemächtigen und den Kreml unter Feuer zu nehmen. Auf den Kirchtürmen und ans den Dächern der hohen Häuser wurden Maschinengewehre und sogar Geschützstände ein- gerichtet, von denen au? der Kreml beschossen werden sollte. Da§ Präsidium der Vecpilcgungsabtcilung des Moskauer Sowjets der Arbeiter- und Rote-Garde-Deputierten hat nun die angekündigte obligatorisch- Verfügung über die Einführung der Rationen nach Klassen für die Einwohnerschaft von Moskau erlassen. Die Einwohner der Stadt Moskau werden in Klassen cingeieilt: 1. Klasse: Alle Schwerarbeiter, die unter besonders erschwe- renden Umstanden arbeiten, Mütter, die selbst ihre Kinder bis zum einjährigen Alter nähren. Ammen, alle schwangeren Frauen vom 5. Monat der Schwangerschaft ab. 2. Klasse: Alle Arbeiter, die schwere Arbeiten, aber unter normalen Verhältnissen, verrichten, Aerzte, Heilgehilfen und Kran- kenschweffern der JiiscktionSabtei'.nngen der Krankenhäuser, Kinder von 3 bis 14 Iahren. 3. Klasse: Alle qualifizierten und nicht qualifizierten Ar- bcitcr, die leichte körperlicbc Arbeit verrichten und die unter für die Gesundheit günstigen Verhältnissen arbeiten; alle Kontor- und Geistesarbeiter, Kinder bis zu 3 Iahren und junge Leute vom 14. bis zum 17. LebensjahK. alle schulcr, die älter als 14 Jahre sind; alle Arbeitslosen aller Kategorien. 4 Klasse: Alle männlichen und weiblichen Personen und ihre Familien, welche ihren Lebensunterhall von den Renten ibrer Kapitalien und der Ausbeutung bezahlter Arbeitskräfte bestreiten. Ter Empfang von Lebensmitteln aller vier Klassen geht nach fol- gendem Maßstäbe prozentuellen VerbältnisseZ vor sich: Wenn man nach den Karten der 1. Klasse 200 Einheiten irgendwelcher Lebens- mittel erhält, so erhält die 2. Klasse ISO. die 3. Klasse 100 und die Klasse 50 Einheiten derselben Lebensmittel. Mit anderen W" ten: Wenn die 1. Klasse nach ihren Karten vier achtel Pfund Butter erhält, so erhält die 2. Klasse drei achtel, die 3. Klaffe zwei achtel und die 4. Klasse«in achicl Pfund. Diese Volkse rnöhrung nach Klassenscheidung widerspricht offen- sichtlich der Gleichheit vor dem Gesetz. Sie crkläri sich au? dem er- schreckenden Lebensmittelmangel und wird zum Teil auch dadurch sogar entschuldigt, daß die bemittelten Klassen den Schleichhandel hinter sich haben. Schwere Bedenken werden bei der folgenden Nachricht le» bendiq: S t v ck b» l m, 24. August. Gegen die sich in Stockholm ans- haltenden Führer der Menschewiki und Sozialrevolutionäre A x e l- rod und Russanoff, die an die internationalen Sozialdcnio- kraten einen gegen die Bolschcwiki gerichtetcu Appell richteten, wurde von dem Volkskommissar Vontsch-Vrujkwitsch ein Haft- h r f e h l erlasse». Wir beglückwünschen die Genossen Axelrod und Russanoff, daß sie in Schweden in Sicherheit und nicht in Rußland hinter schwe- bischen Gardinen sitzen. Die beiden Missetäter haben das bolsche- wistische Regime scharf angegriffen und die Entsendung einer inter- nationnalen sozialistischen Untersuchungskommission verlangt. Es scheint, daß di«s«r Tatbestand von den Bolschewisten, die bedeutende staatSanwalkliche Talente entwickeln, als Hochverrat qualifiziert wird. Eigentlich hätte aber die Räieregiecung auch noch ander« wichtige r«chrliche Fragen zu lösen. Es wird z. B. gemeldet: Stockholm, 24. August. Einer der Mörder des Zaren, der Ar- beiter Bielobrodow, ist, als er sich auf den Straßen Jekaterinen- burgs zeigte, nachdem er sich lange versteckt gehalten hatte, von der wütenden Menge erschossen und dann in Stücke gerissen worden. Die beiden anderen Mörder, Adrejlow und Ioholow, sitzen im Gc- fängniS. Die Vermeidung der Lynchjustiz, möge diese den Zaren oder de? Zarcns Mörder treffen, ist neben der Verfolgung der Genossen, die noch vor kurzem gemeinsam mit den Bolschewisten gegen den Zarismus stritten und für ihre Ideale litten, auch eine lohnende Ter Kommandeur der englischen Truppen in Baku, General- major Densterwill, hat in einer Bekanntmachung an die Lcdölke- rung erklärt, daß seine Regierung nur die Interessen der Ver- bündeten im Kämpfe mit dem deutschen Imperialismus verfolge und daß er ani Grund eines Abkommens mit der zei:- welligen Diktatur der kaspischen Regierung handle. Das Wort vom Imperialismus des Gegners darf in keinem Aufruf fehlen, doch handelt's sich in Baku für beide Teile offen- fichtlich mehr um das Petroleum als um die Prinzipien. Die Japaner erschließen wirtschaftttch Sibirien. Nach einem llkeuterkelegramm ist eine japanische wirt- i ch a f t l i ch e Mission ernannt worden, die bald nach Sibirien gehen wirb. An der Spitze der Mission steht Baron Megcte. Ibre Mitglieder sind Beamte, stnanzielle und in- dnstrielle Sachverständige. Ferner wird berichtet. daß ein S v n d i�a l von Geschäftsleuten gebildet worden ist, das ich in Sibirien zu betätigen beabsichtigt. Die Kö'mgsmacherei. i** Helsinafors, 23. August. Zu stm Gerüchtsn, die als kam- mendsn König Finnlands den Herzog Adolf Frie- drich von Mecklenburg bezeiamen, schreibt„Soensko Tidningen", die sinnischen Selbständigkeitsbestrebungen hätten während der Kriegszeit nirgends eine kräftigere und wertvollere Unterstützung gefunden als beim Herzog. Unter den Personen, die dieser Politik zum Erfolge verholfen haben, nehme er eincn der ersten Plätze ein. Der„Lokal-Anzeiger" weiß zu erzählen, daß die Finnländer durchaus einen preußischen- Prinzen, möglichst einen Kaisersohn, hätten haben wollen, dieser sei ihnen aber abge- schlagen worden. Also ähnlich wie bei den Polen. Während hier aber die protestantische Religion der hohenzollernschen Prinzen als Hindcrungsgrund angegeben wurde, hat man den Finnländern ihren weiteren Kandidaten, den Prinzen Friedrich Wilhelm, mit der Motivierung abgelehnt, daß er eine katho- l i s ch e Prinzessin zur Frau habe. Weiter schreibt der„Lo- kal-Anzeiger": Daß der Herzog Adolf Friedrich mehr in den Hinter- grund trat, dürfte durch Intrigen veranlaßt sein, auf die wir augenblicklich nicht näher eingeben wollen. Auch nachdem sich also die Randoölker zur Monarchie „durchgerungen" haben, scheint man ihnen kein weiteres„Selbst- bestimmungsrecht" geben zu wollen, als den Kandidaten anzu- nehmen, der ihnen borgesetzt wird. Vergleiche den Fall des Herzog Urach usw.____ Prinz Raöziwills Wiener Ausbeute. Prinz R a d z i w i ll, der, seine im Großen Hauptquartier begonnenen Besprechungen in Wien fortgesetzt bat, erklärte, daß er den österreichischen und ungarischen Ministerpräsiden- ten eines Sinnes mit dem Grasen Burian gefunden habe. Als den wesentlichsten Erfolg seiner Bemühungen nannte Prinz Radziwill das Zugeständnis, daß über Polen nicht ohne Polen verhandelt werden könne. Tann fuhr er fort: „In der letzten Zeit ist eine gewisse Verwirrung dadurch cnistanden, daß viel von der Königswahl gesprochen und auch Namen damit in Zusammenhang gebracht wurden. Dem- gegenüber halten die Polen dafür, daü vorher eine ganze Reihe anderer wichtigster Fragen zu läsen ist. Dieser Standpunkt bar eine Bekräftigung durch d a S warnende Beispiel Li- t a u e n S erfahren. Ende April hat die damalige polnische Re- gierung eine Note nach Wien und Berlin geschickt, die unsere Bedingungen enthielt, die wir siir den gedeihlichen Bestand Po- !ens für unumgänglich halten. Sie sind seither nicht abgeändert worden. Eine große Anzahl von Fragen liegt vor, über die zu- nächst eine Beratung zwischen Wien und Berlin stattfinden muß, ehe man sich mit uns zu einer gemeinsamen Beratung zusammentut. Ich bringe als Ergebnis meiner Reife die Ucber- zeugung nach Hause, daß man weder in Wien noch in Berlin gewillt ist. uns irgendetwas aufzuzwingen. Ich bin überzeugt, daß eS schließlich zu einer gemeinsamen Beratung kommen wird, deren Ausgang sür alle Bctelligten zufriedcnstcllend sein wird." In der Note, auf die Prinz Radziwill anspielt, wird die Bereitwilligkeit Polens zu einem Bündnis und einer Zoll- konvention niit den Mittelmächten erklärt, dagegen aber ge- fordert: Unabhängigkeit und Integrität des bisherigen Kon- greßpolens, eine strategische Grenzregulierung gegenüber der Ukraine territoriale Kompensationen in den ethnographisch polnischen Gebieten östlich der Narew— Bobr— Njemen-Linie, freier Zugang zum Meere, In Anbetracht der bisherigen ablehnenden Haltung des p a s s i v i st i s ch e n i n t e r p a r t e i l i ch e n Klubs er- scheint ein Aufsatz bemerkenswert, in dem sein Organ,„K u- r i e r W a r? z a w s k iD wenn auch theoretisch, zu den taatsrechtlichen Fragen Stellung nimmt, die nicht rein inner- politischer Natur sind. � Das neutralistische Organ schreibt nämlich unter der Ueberschrift„Das wichtigste konstitutionelle Problem" u. a.: „Eine starte Regierung muß Vertreter des Willens der Volksmehrheit sein. Dies ist nur durch vollständige Par- l a m e n t a r i s i e r u n g der staatlichen Behörden er- rcichbar, wobei die gesetzgebende und ausführende Gewalt gleich- gestellt wird und das Staatsoberhaupt darauf achtet, daß weder die eine noch die andere sich dem Willen de? Volkes entgegensetze. Die erste Bedingung einer gehörigen Ausführung dieser müßt- genden Funktionen bildet die gänKiche Unparteilichkeit, große persönliche Autorität sowie außerparteiliche Stellung des Staats- oberhcuptes. Ein Präsident ist nicht imstande, diesen Bcdingun- gen zu entsprechen, man mutz also zur Schlußfolgerung gelangen, daß bei gehörig begründeten: parlamentarischen System die kon- stitutionelle Monarchie nach belgischem Muster den Interessen der Demokratie mehr entspricht als die republikanische Ver- sassung. iMmatis mutandis will das Blatt dasselbe auch von dem Zweikammersystem sagen, wobei da? Oberhaus aus- schließlich aus Wahlen herporgeht. Zwei Kammern, aus zwei verschiedene Wahlordnungen gestützt, würden das politische Antli? des. Landes genauer zum Ausdruck bringen als eine ein- zige Kammer. Die Schlußsätze sind sür die innere Politik Polens nicht unwichtig. Wenn der„Kurier Warszawski" mit dem Be- kenntnis zum Zweikammersystem wirklich die Meinung des interparteilichcn Klubs wiedergibt, so werden auch die Passi- Pisten in scharfen Gegensatz zur polnischen Demokratie ge- raten, die für den Landtag, besonders aber für den konsti- tuierenden, das E i n k a m m e r�s Y st e m wünscht. Die Suren unö öas Selbstbeftimmungseecht. Amsterdam, 23. August. Dem„Algemecn Handelsblad" zu- folge wird englischen Blättern aus Bloemsontain gemeldet/ daß der Kongreß der nnioni st i scheu Parteileitungen der vier Provinzen von Südafrika auch eine Entschließung annahm, in der unter Berufung aus die Kriegszielerklärungen von Lloyd George und Wilson über das SelbstbestimmungS- Nr. 233 ♦ 33. Jahrgang !♦ Seilage öes vorwärts Sonntag, 25. MgustlHlS Irbeitsficherung für Kriegsbesihäöigte. Bon Friedrich Etzkorn. Die große Mehrzahl der Kriegsbeschädigten ist gleich allen übrigen Arbeitern, und Angestellten auf die Verwertung ihrer Arbeitskraft angewiesen. Bei den Kriegsbeschädigten ist jedoch die früher erlernte oder eingeübte Berufstätigkeit, die Erwerbsfähigkeit überhaupt, infolae der erlittenen Beschädigungen mehr oder minder stark herabgesetzt. I- nach dem Grade dieser Beeinträchtigung müssen die Kriegsbeschädigten beim Wettbewerb auf dem Arbeits- markt hinter ihren vollkräftigen Arbeitsgenossen, teilweise selbst hinter den Arbeiterinnen zurückstehen. Sie beziehen nun aller- dings kleine Renten, die ihnen einen gewissen Ausgleich bieten sollen für das voraussichtlich geringere Arbeitseinkommen. Doch je größer die Erwerbseinbuße ist, desto weniger wird die Rente dazu ausreichen, obgleich sie entsprechend höher ist. Selbst wenn die Rentensätze bei Abänderung des MannschaftsversorgungsgesetzeS absolut wesentlich erhöht würden, reichten die Renten auch dann noch im allgemeinen keineswegs aus, um ihre Bezieher vor den größten Rachteilen zu bewahren, die ihnen beim freien Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere durch Arbeitslosigkeit, erwachsen müßten. Abgesehen davon, daß bei Bemessung der Kriegsbeschädigten- rente der erlittene Schaden nach militärischen Gesichts« punkten abgeschätzt wird, während er bei der Unfall- rente mehr nach wirtschaftlichen Grundsätzen ermittelt wird, ist beiden Bersorgungsarten gemeinsam, daß lediglich der voraussichtliche Schaden taxiert und ein entsprechender Prozent- satz der geltenden Schadenersatzleistung festgesetzt wird. Ob der Be- schädigte überhaupt noch in dem gedachten Grade erwerbstätig sein kann oder nicht, ob er Arbeitsstellen findet, in denen er einen seiner vorausgesetzten Erwerbsfähigkeil entsprechenden Lohn erzielen kann, daS ist ganz seine Sache. Diese Rücksichtslosigkeit machte sich schon in FriedenSzeiten häufig recht mißlich bemerkbar. Umsomehr müßte die ungleich größere Zahl der Kriegsbeschädigten darunter zu leiden haben, zumal in den ersten Jahren nach dem Kriege, wo die Lage deS LrbeitSmarkteS noch recht schwankend und unsicher sein wird. AuS Unternehmerkreisen ist bereits mehrfach die Absicht laut geworden,' noch deni Kriege rationeller zu wirtschaften, unter vcr- mehrter und verschärfter Anwendung deS Taylorsystems. Bon den zahlreichen weiblichen Arbeitskräften, die die KriegSnot ins Erwerbs« leben drängte, muß ein ganzer Teil auch nachdem darin verbleiben, wodurch das mit den Entlassungen aus dem Heeresdienste ein- tretende Ueberangebot an Arbeitskräften noch gesteigert wird. Z* der Abficht einer engherzigeren, profitlicheren Auswahl der Arbeits- kräfte gesellt sich die Möglichkeit, sie zu verwirklichen. Da ergibt sich denn die Frage: sollen die wiederhergestellten Kriegsbeschädigten nach den, Kriege der all» gemeinen Auswahl der Arbeitskräfte ohne weiteres unterworfen sein, sollen sie ihrem Renten- schicksal überlassen bleiben, oder sollen sie auf dem Arbeits markte einen besonderen Schutz genießen? Ter gegenwärtige Beschäftigungsgrad der nicht im Heeresdienste verwendeten Kriegsbeschädigten, der auch noch alle Leichtbeschädigten umfaßt, kann als Maßstab für die Unterbringung derselbeu nach dem Kriege nicht gelten. Mit Einstellung der MunitionS- und sonstigen Kriegsindustrie wird ein ganzer Teil der gegenwärtig beschäftigten Schwerbeschädigten außer Arbeit kommen. Mit dem Problem der Unterbringung der Schwer- und Schwerer« beschädigten nach dem Kriege wie auch mit der besonderen Fürsorge für die Schwerstbeschädigten befaßt man sich bereits seit drei Jahren. Tie Lösung der anfänglich ja weniger umfangreich scheinenden Aufgabe glaubte man in der Hauptsache der Kriegsbeschädigten- fürsorge. in Verbindung mit den Arbeitsnachweisen oder beson- deren Abteilungen derselben überlassen zu können. UeberdieS ver- sicherten die Unternehmer ihre Bereitwilligkeit, sich der Kriegs- beschädigten anzunehmen. Die Bereinigung der deutschen Arbeit- geberverbände erklärte z. B. schon im März 1913, daß eS Pflicht der einzelnen Arbeitgeber sei, ihre früher bei ihnen be- schäfligten Arbeiter und Angestellten, die mit Verletzungen auS dem Kriege zurückkehren, soweit als möglich wieder in ihren Betrieben einzustellen. Die Gewerkschaften veranlaßten die>nit ihnen in Tarifgemeinschart oder sonst in Verbindung stehenden Arbeitgeber- verbände zu besonderen Vereinbarungen in Form von Arbeit»- gemernschaften, um die aus ihren Gewerben oder Industriezweigen stamirienden Kriegsbeschädigten wieder im alten Berufe unterzubringen und ihnen den Uebergang zu erleichtern. Die Arbeitsgemeinschaften baben leider keine weitere Ausdehnung gewonnen, doch würden sie allein auch dann der mittlerweile größer gewordenen Aufgabe nicht genügen können. Die Notwendigkeit, besondere geeignete Maßnahmen zur Unter- bringung der Kriegsbeschädigten in Arbeit nach dem Kriege zu treffen, ist inzwischen allgemein zugegeben. Nur ist man sich über die Art und Weiie solcher Maßnahmen noch nicht einig. Viel er- örtert wird jetzt die Forderung einer gesetzlichen Ver- pflichtung der Arbeitgeber, auf je 100 Arberter und Angestellte eine gewisse Anzahl schwer be« schädigter Arbeiter und Angestellter zu be- s ch S f t i g e n, außerdem eins geringere Anzahl Schwererbeschädigter. Die Leichtbeschädigten, die wieder voll erwerbsfähig sind oder es in absehbarer Zeit werden, scheiden dabei aus, aber auch die Schwerbeschädigten, die zu regelmäßiger Arbeitsleistung nicht mehr fähig sind. Der Durchführung dieser Forderung steht außer der Abneigung mancher Unternehmerkrcise gegen eine Be« schäftigung von Kriegsbeschädigten und gar einer zwingenden Ver- pflichtung hierz», absolut nichts im Wege. Nachdem man die moralische Verpflichtung für die Mitglieder der Vereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände einmal stipuliert hat, ist nicht einzu- sehen, weshalb man eine gesetzliche Verpflichtung nicht anerkennen sollte, die für alle Arbeitgeber gilt, wodurch eine Begünstigung oder eine Belastung einzelner auf Kosten der übrigen verhindert wird. Es sind denn auch weniger sachliche Gründe, als eben die Abneigung gegen eine solche Verpflichtung an sich, die gegen den Einstellungszwang ins Treffengesührt werden. Es wird ihm die Wirkung zugeschrieben, die dagegen eingenommenen Arbeitgeber zu veranlassen, zwar widerwillig der Form zu genügen, im übrigen aber sich der Aufgabe in jeder Weise zu entziehen, zum Schaden der Kriegs- beschädigten, während andererseits die Sicherheit, beschäftigt werden zu müssen, auch ans viele Kriegsbeschädigte einen nngiinstigen Einfluß ausüben werde. Es mag sein, daß der Einstellungszwang, zumal anfänglich, manche unliebsame Erscheinung nach beiden Rich- tungen zeitigen kann. Doch«lle derartige vrflirchtungen reichen bei weüem nicht«n die Beftirchlung heran, was lv erden soll, wenn ohne den Einstell ungszivangsich unter den Kriegsbeschädigten die Not der Ar« b e i t L l o s i g k c i t b r e i t m a ch t c I In den Kreisen, in denen man sich der Folgen bewußt ist, glaubt man ihnen durch allerlei Auswege begegnen zu lönnen. Erst wenn sich herausstelle, daß es auf andere Weise nicht möglich ist, die Kriegsbeschädigten nach dem Kriege in Arbeit unterzubringen, lönne man den Einstellungszwang herbeiführen. Eine solche Aufschiebung der grundlegenden Vorsorge muß unter allen Umständen vermieden werden! Sind die Kriegs- beschädigten gezwungen, während der Zeit der Experimente zu ihrer Unterbringung zu allen möglichen Mitteln und Wegen zu greifen, um ihre Existenz zu fristen, müßten sie erst als Straßenhändler ihr Elend zur Schau stellen, dann würde sich die Allgemeinheit allmählich mit den vollzogenen Tatsachen abfinden, das Pflichtgefühl, den Kriegsbeschädigten zu helfen, würde abgestumpft, das aus Not und Verbitterung erwachsene verfehlte Verhalten einzelner verallgemeinert, und dann wahrscheinlich erst recht nichts geschehen, um dem Uebel gründlich zu steuern. Durch den EinstellungS- zwang wird eine vollständige Eingliederung der noch er w erbsfähige>r Kriegsbeschädigten iir das Wirtschaftsleben am schnellsten herbeigeführt, eine gleichmäßige Verteilung bewirkt und so» wohl ihre A n s nützung zu Schmutzkonkurrenz wie zu Lohndrückerei verbindert. Wohl ist es mit dem Zwange allein noch nicht getan. Es müssen obendrein alle möglichen Vorkehrungen getroffen werden, um durch gehörige Berufsberatung und ArbcilSvenmttlung den rechten Mann an den rechten Platz zu bringen, um eine Ueberein- stimmmig und Anpassung zwischen der Ar: der Bcschäsrigung und der Art der erforderlichen Arbeitsleistung zu erzielen. Die Arbeits» gemeinichaften werden sich hierbei als recht vorteilhast erweisen. Auch den llnternehnrern, die sich biSber schon die Einarbeitung von Kriegsbeschädigten angelegen sein ließen, werden ihre gewonnenen Erfahrungen dabei gut zu statten kommen. Die Grundlage der künftigen Fürsorge ist jedoch, den Kriegsbeschädigten Ar- beitsgelegenheit zu sichern, ihnen ein gewisses Reckt auf Arbeit einzuräumen, damit sie von der ihnen verbliebenen Er- werbssähigkeit nach besten Kräften Gebrauch machen können. /, GroMerlw Müeutsche Presse. Es scheint, als ob die HundstagShitze so manchen starken Mann ermatte, der stets was auf dem Rohre hatte. Ich meine: auf der Tintenspritze. Nur hie und da Gewehrgeknatter. (Schon darum, weil die Leitkanonen sich irgendwo im Grünen schonen.) Das Wort hat der Berichterstatter. Doch wenn Herr Dove und Herr Paasch« sich ihren Frack zurechte legen, beginnt die Feder sich zu regen und kriegt's mit der Zivilkurasche. Dann ist Hans Dampf in allen Gassen, steigt auf den Jnseratendüngcr � und pfeift melodisch durch die Finger. Er kann's I Das muß der Neid ihm lassen. P a u I ch e n. Tie Fntullienttliterftnffuiigcu der Kriegerfrauen. Infolge der in den letzten Monaten vorgenommene» Nach- Prüfungen über die Ginkommensverhältnisse, insbesondere de? Arbeitsverdienste», sind in vielen Fällen Kriegerfr«»en die Unter- stiitz»ngeu entzege» worden. Je iwch der»«sfi>ff»ni des einzelnen BezirkSversteherS oder der>nt»rstttz»ngsk»mmissi»n ergab sich eine grundverschiedene Behandlnug der einzelnen Fälle, die vornehmlich den Verhältnissen der arbeitenden Frauen nicht immer gereckt wurde. Man sah lediglich auf die Lohnsumme, ohne zu berück- sichtigen, daß sie nur erreicht werden kann unter besonderen Aus« Wendungen für Nahrung, Kleidung, Kinderaufsicht, Besorgungen. die nach Heimkunft von der Arbeit nicht mehr gemacht werden lönnen, Fahrgeld und anderen besonderen Ausgabe». Die Klagen in der Presse und in der Stadiverordnetenveriamm- lung habeir den UnterslützungSausschutz veranlaßt, den Einzel- kommissionen erneut aus Herz zu legen, jede Engherzigkeit bei der Bewilligung der Kriegsunterstützung, insbesondere auch bei der An- rechnung des Arbeitsverdienstes zu vermeiden. Die Kommissionen sollen in Rechnung ziehen,„daß die in den Kriegsbetrieben arbeitenden Frauen einen erheblicheren Verdienst oft nur durch be- sonders schwere körperliche Arbeit sowie durch Leistung von Heber- stunden erzielen und daß sie oft besondere und erhebliche Ausgaben durch Mehrverbrauch an Kleidung und Wohming, für Stellvertretung im Haushalt und dergleichen hoben."' Wenn in diesem amtlichen Rundschreiben der wichtigste Hinweis, auf die vermehrten Au?- Wendungen für Nahrungsmittel fehlt, so wollen wir das seinem Charakter zugute halte». Hoffentlich hat dieses Schreiben die Wirkung, daß die Unter- stützungskommissionen sich die Ablehnungsvorschläge der Bezirks- Vorsteher genauer ansehen und auch im allgemeinen fortab mehr im 72j e»öz. Das gelobte 2ond. Roman von SB. S t. R e q m o n t. „Die Hälfte der Fabriken setzt den Lohn herab, ent- läßt Arbeiter und schränkt die Produktion ein. Bei Endel- mann? Hab' ich'S gestern gehört, man sprach recht ausführlich darüber." „Der Teufel mag sie alle zusammen holen, was geht mich das an. ich will bloß nicht, daß er mich holt, und ich ivill in Ruhe schlafen können!" Er kroch unter die Bettdecke, wandte das Gesicht zur Wand und pustete laut vor Erregung. „Dein Bater muß sehr erregt sein, er tut mir herzlich leid." „Red' nicht von ihm, bin so wütend, daß ich ihn jedem umsonst abgeben würde." rief er und richtete sich heftig im Bette auf.„Er ist ein alter Krüppel! Selbst schuftet er wie der letzte seiner Arbeiter, plagt sich zu Tode, versagt sich alles, sogar die Reise nach EmS, die ihm der Arzt dringend an- geraten hat. die Puste geht ihm schon aus; bald bleiben die Webstühle stehen, und da kommt gestern Bertas Mann, dieser liebe Fritz, und setzt ihm so zu, daß der Alte fast sein letzte? Geld rauSgezogen und eS dem Lumpen gegeben hat, und dann sagte er der Mutter, er fühle sich so wohl, daß er nicht mehr nach EmS fahren brauche. Ich weiß gar nicht mehr, waS aus uns wird, ich habe schon alle Hoffnung verloren, die Firma noch zu retten. So viel hat er bei seiner Anständigkeit verdient, daß nach vierzigjähriger Arbeit, wenn er jetzt sterben sollte, ich ihn für mein Geld begraben müßte." „Deine Annahme ist wohl etwaS verfrüht. Er wird sich noch lange halten." „Kein Jahr mehr kann sich die Fabrik halten, sie muß verrecken, weil das Futter eben ausgeht, und wenn die Fabrik zusammenklappt, das überlebt der Alte nicht. Mit ihr zusammen verreckt er. Ich kenn' ihn gut. Und wer sich darauf versteift hat, mit Handarbeit die Konkurrenz der Maschinen auSzuhalten, den konnte man ja gleich inS Irren- Haus schicken." „DaS ist freilich eine so seltsame Manie, daß sie schon lächerlich) wirkt." »Lächerlich wirkt daS gus andere, für uns ist diese Manxe tragisch, und speziell jetzt, wo ganz Lodz wankt, wo die festesten Firmen sogar sich wie Halme beugen,>vo die ganze Stadt nach Bankrotten stinkt,>vo man nicht mehr weiß, wem man Kredit gewähren soll und wem nicht, iveil alle einen reinlegen! Was glaubst du, wovon wir seit ein paar Jahren leben? Nicht mehr von unseren Bettdecken und Decken, die macht ja schon Zucker nach und verkanft sie um fünfzig Pro- zcnt billiger, von der leichten roten Leinwand leben>vir, von der roten Farbe leben wir, die bis heute noch keiner nach- machen kann. Bloß diese Ware geht einigermaßen, aber sie ist so teuer, daß man, wenn es auch noch so gut gingp, wenn man alles verkaufen könnte, svaL man nur fertig bringt, zehn Prozent dabei verdient. Ich Hab' nun wirklich genug von dieser Krämerlvirtschast, und Ivenn du dich nicht bald au die Fabrik machst, dann gründe ich sie selbst, wenn ich auch nichts habe, und pfeife auf alles. Wenn ich Bankrott mache, dann mach' ich's eben, wenigstens werd' ich aber was tun!" Er legte sich wieder hin, zog sich die Decke bis über die Ohren und schwieg. „Die Saison ist schlecht, Bankrotte sind an der Tages- ordnung, allgmein wird die Produktion herabgesetzt, mit Ausnahme von drei, vielleicht vier großen Fabriken, die über die KnsiS hinwegkommen können; es steht schlecht, aber Aussichten gibt'S, daß es besser wird. Die letzten offiziellen Berichte besagen, daß die Wintersaat in ganz Nußland glänzend steht. Wenn der Frühling Stich hält,»oenn die Ernteerträge zwei oder drei Jahre hintereinander gut sind. die Getreidcpreise in dieser Zeit nicht fallen, dann wird sich unser Markt gegen den Herbst zu ivieder beleben. Noch einen Grund gibt's, warum es im Webcrgewerbe besser gehen muß: daS sind die riesigen Staatsarbeiten, die jetzt in Angriff gc- nommen iverden, die Hunderte von Millionen verschlingen und Hunderttausende der jetzt Arbeitslosen beschäftigen werden! Hörst du, Max!" So sprach Boroiviecki, zog den Mantel an und fuhr zu MüllerS. Müller wohnte hinter den Gebäuden seiner Fabrik: daS Wohnhaus stand inmitten von Gärten und ging auf eine andere Straße, die wenig bebaut war und gleich hinter dem HauS ans freie Feld grenzte, trotzdem aber schon reguliert und gepflastert war. Bürgcrstcige und Gasbeleuchtung hatte; hier ivohnten nämlich einige Fabrikanten. Im Fenster eine» niedrigen Parterrehause?, daS sich mit der Seite an das einstöckige Palai? lehnte, erschien für einen Augenblick zwischen Mengen von Blumen der blonde Kops Madas und verschwand. Im Vorzimmer traf Boroiviecki Frau Müller, die ihm die Tür aufmachte und ihm beinahe beim Ablegen behilflich sein wollte. Sie war so verlegen und verschüchtert, daß sie ihn bloß mit einer Handbewegung ins Zimmer bitten konnte. „Mein Mann ist ini Kontor, und Mada kommt sofort. Nehmen Sie bitte Platz," begann sie und schob einen Fauteuil für ihn heran, auf deu sie ein rotes Seidenkissen legte. Er begann zu sprechen, konnte aber, obtvohl er von den banalsten Sachen sprach. Frau Müller auS ihrem geduldigen Schweigen nicht herausbringen. „Ja, ja!" erwiderte sie auf alles, glättete sorgfältig ihre blaue Schürze und hob die blassen, vom Herdfeuer loie aus- gebrannten Augen, die sich in dem runzligen, leblosen Gesicht schwer bewegten, zu ihm. Sie hatte eine Jacke auS kariertem Barchent an und ein Wolltuch auf dem Kops, das unter dem Kinn zusammengebunden war. Wie eine alte Köchin sah sie aus. Ein Dunst von Fleischbrühen und Braten umgab sie und ergoß sich über das ganze Zimmer. „Und wie geht es Ihnen gesundheitlich?" fragte er endlich, aus reiner Verziveiflung. „Gut, sehr gut." erwiderte sie in schlechtem Polnisch und blickte ungeduldig auf die Tür, durch die Mada ein- treten sollte. „Und Ihre Frau und Kinder?" fragte sie nach langem Nachdenken. „Ich bin noch Junggeselle, gnädige Frau." „Ja, ja! Mein Wilhelm ist auch noch Junggeselle. Kennen Sie meinen Wilhelm?" „Ich habe da? Vergnügen. Ist er schon fortgefahren?" „Ja, nach Berlin," crividerte sie mit einem Seufzer; und sie wäre jetzt vielleicht aus sich herausgegangen, aber Mada trat ein und strahlte so vor Befriedigung, daß die Alte sie erstaunt anblickte und gleich hinausging. „Sehen Sie, daß ich manchmal auch Wort zu halten verstehe!" Er übergab ihr eine lange Liste von Büchern, die Horn angefertigt hatte, denn er wußte in literarischen Dingen besser Bescheid. „Fiel eS Ihnen sehr schwer?"� „ES fiel mir sehr leicht, weil Sie es wünschten." „Lünzen Sie nicht?" fragte sie naiv. „Nein, nein!" erwiderte er lächelnd.„Sie glauben, daß Mänuer immer lügen I" Gozts. folgt.) Sinne der Anweisung handeln. Doch ist damit in all den .Zöllen nichts geändert, in denen entgegen dieser Grundsätze die Unterstützung entzogen oder vor- enthalten wurde..Diese soll nicht erfolgen, weil der Mann oder der Sohn einberufen ist, sondern nur dann, wenn durch die Einberufung die Frau oder die Familie in ihrem Lebensunterhalt wesentlich beeinträchtigt und somit unterstützungsbedürftig wurde. Den Frauen, denen infolge der bisherigen Praxis die Unterstiitziing nicht gewährt oder entzogen wurde, weil sie ei» paar Mark verdiene», ist zu raten, bei ihrer Stcuerkassc erneut die Gcwährnng oder Wiedereinsetzung der Nnterstiitzung zu beantragen. Gegen die Eni- scheidung einer UnterstützungSkommission kann beinr Militärbureau des Magistrats, Klosterstr. 68, Beschwerde erhoben werden. Prügclbeitrag zur Kolonialkriegerspende. Au den Geldsammlungcn für die Kolonialkriegerspende haben die Schulkinder sich wieder mit gewohntem Eifer beteiligt. Für so manchen Lehrer mag es nabegelegen haben, das Erlebnis auch zum Gegenstand des Unterrichts zu inachen und als Aufsatzthema zu verwenden. Wir vermuten, daß dies in vielen«chulen geschehen sein wird. In der Berliner 177. Gemeindeschule sGör- litzer Strasz-e), wo die Schüler der Klasse 110 gleichfalls einen Aufsatz über die Kolonialkriegerspende anfertigen mutzten, hat die Sache für nicht wenige sehr böse geendet. Lehrer Sprenger kam nach Durch- sicht der Aufsätze zu dem Ergebnis, datz eine beträchtliche Anzahl Jungen eine Tracht Prügel verdient habe— und die teilte er denn auch aus. Nach der Schilderung, die uns hiervon gegeben worden ist, müssen wir annehmen, datz er einen nicht geringen Teil der Unterrichtsstunde auf diese Tätigkeit verwendet hat. Die Zahl der ausgeteilten Prügel soll, wie die Jungen durch Zählung festgestellt zu haben meinen, bei manchen der Uebeltäter recht erheblich gewesen sein. Wir wollen uns heute eines Urteils darüber enthalten, wie solche im Laufe einer Stunde nacheinander vollzogene Abstrafungen auf eine Schulklasse wirken müssen. Uns reizt im Augenblick die Frage, mit welchen Empfindungen die abgestraften Jungen an die Kolonialkriegerspende zurückdenken werden. Was sie verbrochen hatten— ob sie einen zu kurzen Aufsatz gemacht oder darin Unsinn erzählt oder in ihrer Hilflosigke.ii durch Abschreiben zu täuschen ver- sucht hatten— ist ihnen dabei Nebensache. Für sie ist der Schlutz ihres Erlebnisses der Kplonialkriegcrspende der, datz sie ihnen eine Tracht Prügel eingebracht hat. Wie vielen mag es mit all den Unterrichtsstoffen, die der Krieg den Schulen geliefert hat, ebenso ergangen sein!_ Ten Kranken wird die Milch entzogen. Das Rachrichtenamt schreibt: Die außergewöhnliche Hitze sowie die Gewitter der letzten Tage haben die Anlieferung nicht nur grosser Mengen von saurer Milch, sonder» sogar von dicksaurer Milch zur Folge gehabt. Es muß deshalb, um wieder eine ge- ordnete Milchversorgung Gross-Bcrlins zu ermöglichen, Sonntag, den 25. d. M. die Beliescrung der l/t- Liter- Vollmilchkarten für Kranke ausfallen._ Berliner Lebensmittel. Auf die Abschnitte 60 und 61 der allgemeinen Lebensmittel- karte der Stadl Berlin cultallen insgesamt 200 Gramm Graupen oder Grütze und auf den Abschnitt 19 der Lebensmittel- karte für Jugendliche 200 Gramm Graupen oder Grütze. Die Abschnitte sind in der Zeit vom 25. b i s 2 8. August in den durch besondere Verkaussschilder gekennzeichneten Kleinhandelsgeschäften gegen Empfangsbeicheinigimg abzugeben. Für frische Fische gellen noch die Abschnitte G g für je 1 Pfund, für Räucherwaren die Abschnitte E e und J i für je Pfund. Die Verausgabung des vorangemeldelen halben PfuudeS Heringe gegen Hergabe von R ü ist im Gange. Neue Kundenlisten für �leischbezug. Ausgangs September lässt der Berliner Magistrat neue Fleisch- kundenverzeichnisse auslegen. Die Zeit hierfür wird noch bekannt- gegeben. Eine vorherige Annahme und Eintragung von Kunden durch die Fleischer ist ungültig und werden Fleischer, die das Ver- bot nicht beachten, vom weiteren Fleischbezuge ausgeschlossen. Neben tzen bisher Berechtigten werden auch solche Ladenfleischer zur Neu- auilegung der Kundenverzeichnisse zuaelassen, die während des Krieges infolge Einberufung zum Heeresdienst ihr Geschäft geschlossen haben. Antrage dieser Ladenfleischer sind bis zum Sonnabend, den 7. September, an den Magistrat, Abteilung für Fleischpersor- gung, Neue Friedrichstr. 1, unter Vorlegung der Beweisstücke zu richten._ Eine Revolvcrschicßcrci hat sich vor einigen Tagen auf dem Stadtbahn hos C h a r l o t t c n b u r g abgespielt. Sie bildete den Abschluß einer Auseinandersetzung, die an der Gepäck- a u s b e w a h r u.n g s st e l l e zwischen einem Hauptmann und dem bei der Abfertigung beschäftigten Angestellten R. entstanden war. Der Offizier, der wegen seines Reisegepäckes kam und irgend- etwas bemängeln zu sollen glaubte, betrat aufgeregt den für die Reisenden abgesperricn Raum. Als R. mahnte, hinter der Schranke zu bleiben, geriet der Offizier noch in stärkere Erregung. In dem sich entspinnenden Wortivechsel tat er die Acnsserung:„Wer mich rnisasst, den schiesse ich 1" Die Sorge,„angesassl" zu werden, scheint durchaus unbegründet gewesen zn sein. R. der lange genug draußen im Felde war, bemerkte scherzend, der Herr Hauptmann werde ia nicht gleich schiessen, er selber habe übrigens schon öfter schiessen gehört und fürchte sich nicht. Leider endete der Wortwechsel damit, daß der Hauptmann tat- sächlich schoß und den vor ihm stehenden R. traf. Die Kugel drang ihm in die linke Schulter und ging von der Vorderseile ab- wärts bis in die Gegend der Achselhöhle, wo sie stecken blieb. Als der Hauptmann jetzt die Abfertigungsstelle verließ, wollten Personen aus der wartenden Menge ihm den Weg vertreten, doch ging, er selber nach der Bahnhofswache. Die Feststellung seiner Persönlich- keit ergab, daß man es mit einem Hauptmann zu tun hatte, der in Halensee wohnt. R. ist schon im Felde durch einen Schrapnell- schuss verwunder worden, wobei er eine Beschädigung des rechten Oberarms und des Schlüsselbeins erlitt. Ob der«-ckuss aus dem Revolver des Hauptmanns die Gebrauchsfählgkeit des linken Annes veeinträchtigen wird, muß abgewartet werden. Inzwischen hat ein Arzt die Kugel herausgeholt, doch tut der Verletzte bis aus weiteres leinen Dienst. Die amtliche Untersuchung der anfschenerregenden Schiesserei ist im Gange.___ Gegen die Autofiihrer. Von zuständiger amtlicher Seite wird uns geschrieben:„Das Publikum rührt verechtigle Klage darüber, datz die in Grotz-Bertiu zugelassenen Benzin- und Benzolauw- droschkeu in einer ungebührlichen Weise die bestehende Verkehrs- not zum Schaden des Publikums ausnutze». Den Autodroschken- führcrn wird namentlich zum Vorwurf gemacht, daß sie sich an Ho- tels, Klubs und anderen Otten anstellen, wo sie besonders zahlnngs- iähiges Publikum vermuten und Fahrten nur annehmen, wenn ihnen vorher ein Vielfaches des ihnen zustehenden Taxpreises zu- gesichert wird. Da die Verteilung von Betriebsstoss von militäri- scheu Stellen vorgenommen wird, ist nun zwischen der Heeres- Verwaltung und dem Königlichen Polizeipräsidium zu Berlin ver- einbart worden, datz denjenigen Autodroschkcuführern, die sich derartige Verfehlungen zuschulden kommen lassen, oder gewisse an- derc, Betricbsstoffbezug und Betriebsstoffverbrauch betreffende Vor» schrrften übertreten, nicht nur der weitere Bezug des Betriebsstoffes gesperrt, sondern auch gegebenenfalls die polizeiliche Fahrterlaubnis entzogen wird. Zur wirksamen Durchführung dieser Maßnahme wird die Mithilfe des Publikums erivariet und es wird gebeten, begründete Beschioerdeu über das Verhalten von Auiodroschkeusüh- rern an die Berkehrsstclle der Königlichen Polizeidirektion Berlin zurichten," ,.., �......„, � L_ Zu der Gasvergiftung in Neukölln, über die wir in Nr. 228 aus dem Hause K o p f st r a tz e 10 berichteten, ist zu melden, datz sie leider noch ein zweites Opfer gefordert bat. Außer dem fünfjährigen Töchterchen der Frau Allrath, das in der Woh- nung schon rot aufgefunden wurde�ist auch der nach dem Kranken- Haus gebrachte sechsjährige o h u gestorben. Fwau All- rath selber und ihre lljährige Tochter sind inzwischen wieder aus dein Krankenhaus entlassen worden. Frau Allrath erklärt, daß sie keinen s e l b st in o r d v e r s u ch gemacht habe. Sie hatte mit den drei Kindern zu Abend gegessen, bereitete im voraus auch schon das Mittagessen für den nächsten Tag, tat das Essen der Kinder beiseite und stellte ihr eigenes Essen zum Mitnehmen nach der Arbeitsstätte bereit. Die Familie legte sich dann schlafen, und nun scheint in der Küche am Gaskocher aus einer undichten Stelle des Schlauches das Gas entwichen zu sein. Was geschehen ist, weiß Frau Allrath nicht, erst im Krankenhaus kam sie wieder zum Bewußtsein. Sie versichert, zu einem Selbstmord habe sie auch gar kernen Grund gehabt. Das Einkommen sei zwar bcschci- den, aber N o t habe die Familie nicht gelitten. Das nächste Volkskonzcrt des Philharmonischen Orchesters findet morgen in der Philharmonie, Bcrnburger Str. 22/23, statt. Beginn des Konzerts 8 llhr. Die im Vorverkauf nicht untcrgebrach- ten Karten werden abends an der Kasse verkaust. Der Eintritts- preis beträgt 30 Pf., Kassencröffnung 7 Uhr. Ter Deutsche Arbeitcr-Sängeriund(Gau Berlin und Umgegend) veranstaltet Sonntag, den 1. September, abends 6'/� Uhr, in der Philharmonie, Bernburger Strasse, ein Konzert, bei'dem folgende Vereine mitwirken: Berliner Sängerchor, Männerchor Ost, Fichte- Georginia, Gesundbrmmer Harmonie, Sängerchor Wedding und Namenlos. Herr Prot. Paul Büttner wird das Philharmonische Orchester dirigieren. Eintrittspreis 1,50 M. Eharlottenburg. Lebensmittel. Es gelangen zur Ausgabe 7 Pfund Kartoffeln aut Abschnitt 35 a— g der Kartoffelkarte. Soweit auf die Abichnitie 3t der Kartoffelkarte und 3t der Fleischkarte Kartoffeln noch nicht geliefert sind, sind dieselben bevorzugt zu be- dienen. Die Gültigkeit der genannten Abschnitte wird bis zum 31. August einschl. verlängert.— Auf die A l I g e m e i» e Gross- Berliner Lebensmittelkarte mit Ausdruck Char- lottenburg kommt zur Verteilung: 250 Gramm Kunst- bonig auf Abschnitt 58 vom 29. August bis 7. September: 100 Gramm Graupen bezw. Gerstengrütze auf Abschnitt 60, vom 22. bis 31. August.— Auf die rote Nahrun gSni ittelkarte werden verausgabt: Vz Pfund Räucherwaren aus Abschnitt 20l, sowie auf Abschnitt„E e" der Berliner BezugSkarte, Abschnitt 196 sowie die Abschnitte„v ck" der Berliner Bezugskarte behalten ihre Gültigkeit und sind vorzugsweise zu bedienen: auf letztere Ab- schnitte darf jedoch nur je 1I4 Pfund abgegeben werden. Je 1 Pfund frische See- oder Flussfische auf Abschnitt 200, sowie auf Abschnitt„G g" der Berliner Bezugskarte. 250 Gramm Heringe auf Abschnitt 198 zum Pfundpreisc von 1.20 M. Der Verkauf der Heringe regelt sich nach besonderer Bekannt- machung und findet in den durch weissen Aushang besonders ge- kennzeichneten Geschäften statt, ohne daß die Eintragung in eine Kundenliste Voraussetzung ist. Der Verkauf ist mit dem 31. August beendet. In den Monaten August und September wird au die Kinder im zweiten Lebensjahre, welche eine L. II- Milchkarte besitzen, j e eine Pfunddose Malzextrakt(2,20 M.) verabfolgt. Die Ware Ivird gegen Abtrennung des obersten Abschnittes der Voll- milchkarte mit der Bezeichnung ,.�.11 für ein Kind im 2. Lebens- jähre" in den Verkaufsstellen, in denen die üblichen Nährmittel wie Grieß, Graupen, Teigwaren usw. verkauft werden, verabfolgt. Neukölln. Lebensmittel. Die Gültigkeit der Karioffelkarten- abschnitte und Fleischkartenabschnitve Nr. 34 wird bis Mittwoch nächster Woche verlängert. Im übrigen werden in der nächsten Woche wieder 7 Pfund Kartoffeln aus die Abschnitte 35 abgegeben. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Abgabe vorläufig noch auf Grund der alten Knudenliste zu erfolgen hat; wann die neue Kundenliste in Kraft tritt, wird noch bekanntgegeben. Heringe werden auf Abschnitt 128 der Warenbezuaskarte in einer Menge von Ve Pfund je Kops in den städtischen Fischhallen und Räucherwarengeschäften abgegeben. 1 Pfund Einmache- z u ck e r wird von Montag, den 26. d. Mis., bis Sonnabend, den 7. September, auf Abschnitt 59 der allgemeinen Lebensniiltetkarte abgegeben. Die Gültigkeit des Abschmites 52 der Eicrkarte, auf den ein Ei entfällt, läuft bis zum 1. September. Für Kolonialwaren hat von Dienstag, den 27., ab bis 31 d. Mls. die Neu- eintragung zur Kundeuliste zu erfolgen. Schönebcrg. Lebensmittel. Bis zum 27. August ist Voranmel- dung zu bewirken für 100 Gramm Suppen aus Abschnitt 60 der Gross-Berliner Lebensmittelkarte und 200 Gramm Suppen auf Abschnitt 19 der Jugeudlichenkarte. Ohne Voranmeldung werden 250 Gramiii Kunsthonig aus den Doppelabschiiill 58 der Gross-Berliner Lebensmittelkarte ausgegeben. An die Kinder bis zum 10. Lebensjahre findet ohne Voranmeldung eine Sonder- Verteilung von Kindermaismehl. Malzextrakt, Mandelspeise und Dauermilch ans besondere Bezugscheine statt. Ferner werden ein Ei auf Abschnitt 50 der Eterkarte und 250 Gramm Auslandsmarmelade auf Abschnitt 56 der Grvss-Berliner Lebensmittelkarte verteilt. Wilmersdorf. Lebensmittel. In der Woche vom 26. August bis 1. September gelangen zur Verteilung: auf Abschnitt 55 der allgemeinen Gross-Berliner Lebensmittelkarte 225 Gramm, auf Ab- schnitt 56 250 Gramm Auslandsmarmelade(Pfund 2 M.) und auf Abschnitt 59 derselben Karte 1 Pfund Einmachezucker.— Der Berkaus von Vz Pfund Heringen oder frischen Fischen bezw. 1/l Pfund Räucherwaren auf die Abschnitte A und B der grauen Bezugskarle für Einzelpersonen wird forlgesetzt. Buchstabe 0 der grünen Bezugskarte für Einzelpersonen har seine Gültigkeit verloren.— Bis einschliesslich Mittwoch, den 28. August, werden an diejenigen Ein- wohner. welche in die Speisefett-Kuiideulisten der in den Bezirken sämtlicher Brolkommiisionen gelegenen Geschäfte eingetragen sind, je 125 Gramm Faustkäse oder Pommerscher Weichkäse verteilt. Auf die Abschnitte 35a bis 35g der Hauptkartoffelkarte dürfen 7 Pfund Kartoffeln entnommen werden. Britz. Lebensmittel. In der Woche vom 26. August bis 1. Sep- tember gelangen in der Verkaufsstelle der Gemeinde zur Abgabe: Aus Berliner Lebensmittelkarte Abschnitt 51 200 Gramm Graupen, Abschnitt 53 200 Gramm Marmelade. Auf die B r i tz e r Lebensmittelkarte Alffchnilt 19 1 Pmiid Scholle in Gelee je Haushalt, soweit Borrat f Abschnitt 20 1 Paket Puddingpulver je Haushalt: Abschnitt 21 1 Paket Sireichhölzer je Haushalt; Ad- schniit 22 und gegen Vorlage einer Bezugsbescheinigung für Leute von 70 Jahren und darüber 1 Dose kondensierte Milch und 1 Paket Zwieback. Tie Bezugsbescheinigung wird im Lebensmitielbureau auf Grund des Familienbuches oder der Geburtsurkunde ausgestellt. Auf Abschnitt 23 erfolgt Sonderzuteilung. Nowawcs. Lcbenömtttel. Es werden ausgegeben, bei den Klein- Händlern: 100 Gramm' Suppen<20 Pf.) aus Abschnitt 61 der Lebens- »nltelkarte.< 200 Gramm Nudeln(24 Pf.) auf Abschnitt 19 für Jugendliche. Die Karteninhaber müssen Montag und Dienstag diese Abschnitte bei dem Kleinhändler abgeben, bei dem sie die Ware zu beziehen wünschen. Die Waren sind vom Freitag, den 30. d. Mts. bis Sonntag, den 1. September, in Empfang zu nehmen. In den Verkaufsstellen der Gemeinde Zietenstrasse 27 und llhlandstr. 5 wird Brotansstrich(Dose 4 M.) ohne besonderen Aus- weis abgegeben. Morgen findet von 8—1 und 3— 7 Uhr der Verkauf von Heringen statt auf folgende Nummern des Ausweises: Winkel Nr. 3051 bis 4550, Ziegeuer 1701—3200, Frommert 1351—2850. Müller 301 bis 1400 und 2001-2400, Rudow 2201-3700........ ■__.-__ MvTV__ �«.•■' �-#■. Theater der Noche. Volksbühne: Vi? 2?.„ünnanernachtslraiiin".— Kol. Opernhaus: 23.„Rosenkavatier", 26.„Alba", 27. und 31.„Fledermaus, 28.„Oihcllo", 2b.„Troubadour", 39.„Aorrc Tome", 1.„Mignon", 2.„Lubengrin".— Kgl. Zchanspielhaiis: 23., 39.„Meine Frau, die Hoischctuspielcrin", 26. „Journaliftcn", 27.„Heimat", 23., 31.„Stella",„Tic Saune des Verliebten". 29.„Peer Gyn:". 1.„Viel Lärm um'Nichts". 2.„Coiberq".— lTcutfchcs Opernhaus: 23...Zigeunerbnroii", 26.„Meistersinger". 27. ..Fledermaus", 28.„Freischütz", 29.„Schöne Helena", 30. und 2.„Tann- Häuser", 39.�„Dic toten Augen", 1.„OroheuS".— Deutsches:„Ter fesche Rudi" 1.„Faust" I, 2.„Lebender Leichnam".— Kammerspiel«:„Weibs- lcnfel", 1.„Kinder der Freude", 2.„Hatmeles Himmelfahrt".— Lcssina: „Siebe", 29., 31.„Pect Gynt".— Koniggrätzer:„Tic fünf Frankfurter", 26., 39., 1.„Tie Schwestern und der Fremde".— Ichiller Charlottenburg: „Alt-Heidelberg", 29., 3t., 2.„Ein Volksfeind", 30.„Ehre".— Berliner: „Blitzblaucs Blut".— Residenz:„Flimmcrklarchen", 1.„Ter junge Zar". — Trianon:„Lebensschnler".— Küns'lcr:„Hutmachet Cr. Turchlaucht".— Kleines:„Aristid".— Friedrich-Wilbelmftödtischcs:„Dreimädcrlhaits".— Westen:„Tie lustige Witwe",— Lustspicihaus:„Spanische Fliege".— Koinödicnhaus:„ Zarin", 39., 1., 2.„Schrittmacher".— Nollcndors:„Drei alte Schachteln".— Zentral:„Csardas-Fürstin".— Thalia:„Unter der blühenden Linde".— Komische Oper:„Lchwarzwaldmädel".— Gerichtszeitung. Eine liebenswürdige Hamstcrin. Der Werkmeister R. lernte ans dem Bahnhof Paulinenaue die SZjährige Ehefrau R. auS Eharlottenburg kennen. Die R. erhol sich, dem Werkmeister billige Kinderstiefel zu besorgen. Gesagt, ge- tan. Acht Tage nach der zufälligen Bekannschast am Kaureiläg, erhielt die Gattin des Werkmeisters ein Paar Kinderstiefel im Werte von 5,20 M. zugesandt. Am 29. März erschien plötzlich Fran R. und wollte sich das Geld für die Stiefel abholen. In Wirklichkeit war es ihr um Hamstern zu tun und die Bekanntschaft des Werk- meisters fortzusetzen. Nachdem sie das Geld für die Schuhe und ausserdem noch Schinken, Eier und Gerste er- halten hatte, machte man sie daraus aufmerksam, daß der letzte Zug nach Eharlottenburg um 7 Uhr abends abfahre. Sie ließ sich von R. zum Bahnhos begleiten und dieser mußte reckt süssen Portwein ivendieren. Auch seinen Küssen setzte sie nicht den gcriiigstcil Widersland entgegen. Im Gegemeil, die liebenswüidige Hamsterin versäumte noch den Zug, und nun bat sie ihren Begleiter, in seiner Wohnung zu übernachten. Die Ehe- srau des R. sorgte auch für ein Nachtlager im Erdgeschoß. Plötzlich im tiefsten Schlaf will die R. den Werkmeister in ihrem Zimmer bemerkt haben, ferner will sie auch gesehen haben, wie jeuer sich über ihr Beti beugte und sie dabei reckt herzlich lüsste.... Trotzdem sie sich angeblich ge- wehrt Huben will, sei R. gegen Morgen wieder erschlenenj um sie zu bitten, ihm gefällig zu sein. Diese Phantasien erzählte sie am nächsten Morgen ihrem Ehemann, und dieser fordarte von dem Werkmeister binnen acht Tagen eine passende Genugtuung, andernfalls werde er die Sacke dem Staatsanwalt übergeben. Tai- sächlich wurde R. vom Schöffengericht Rathenow wegen tätlicher Beleidiguiiq zu 60 M. Geldstrafe verurteilt. Gegen dieses Urteil legte der SlaalSanwal: sowie der Angeklagte Berufung ein. Die Potsdamer Straikammer gewann von der als Zeugin vernommenen Beleidigten ein derartig ungünstiges Bild, daß sogar der Staats- anwalt seine Berufung zurücknahm und das Gericht den Angeklagten freisprach. Nach dem ganzen Verhalten der Zeugin wäre das Be- nehmen des Augeklagten absolut nicht als Beleidigung aufzufassen. Zeh« Mädchen und ein Mann. Die Tragödie des„alleinstehenden" Mannes rollte sich gestern vor der 3. Kammer des Berliner Kaufmannsgerichts ab. Kläger war der Lagerist Heinrich S., der seine Stellung im beklagten Hause, einer Seidemvarenfirma, nach einer Tätigkeit von nur 2 Wochen aus eigenem Antriebe cingestclll hatte, weil er sich durch eine Aeussernng de? Cheis gekränkt fühlte. Der etwa 50jährige Kläger war der einzige.jinige Mann" unter dem sonst nur von Damen gebildeten Personal. Er erregte, wie sich auS der Verhandlung ergab, bald das Missfallen der weiblichen Angestellten. Die Damen halten nämlich herausbekommen, daß S. ein Monatsgehalt von 300 M. erhielt, während die höchstbesoldete unter ihnen es nur ans 175 M. gebracht halte. Das erweckte unter den jungen Damen Miss- gunst, die noch dadurch genährt wurde, daß es nach ihren Beobach- tungen der gutbezahlte„Mann" mit der Erledigung der Arbeil nicht so eilig hatte. Er„uöhlte", wie man in Berlin zu sagen pflegt. Die Beobachtungen der weiblichen Gehilfenschaft kamen schliesslich auch zur Kenntnis des Chefs, der daraufbin dem.KlAgcx folgende Vorhaltung machte:„Sie kriechen ja wie eine Schnecke herum. DaS ist ein Faulenzen und kein Arbeiten." Durch diesen Anruf tühlte sich S. so gekränkt, daß er sosorl die Tätigkeit einstellte. Das könne er, wie er in der Verhandlung ausführte, als einziger Mann sich nicht in Gegenwart so vieler jungen Damen sagen lassen. Daß er etwas langsam arbeitete, gab» er zu. das sei aber darauf zurück- zuführen, daß für ihn der Geschäftszweig völlig neu gewesen wäre, was der Chef gewußt habe. Jeder Mensch müsse sich erst in ein ihm neues Gebiet einarbeiten." In der Bewelsauinahme bekundete eine Zeugin, daß der Mann sich trotz seines guten Gehalts überall„herumdrückte", während die gering besoldeten jungen Mädchen emsig ihrer Arbeit nachgingen,— DaS KausmamtSgerichl fällte folgendes salomonische Urteil: Kläger wird mit seiner Restgehaltsklage abgewiesen. Die Aeusserung des Prinzipals sei eine harte und ungehörige Kritik der Leistungen des Klägers. Dic>er hätte sich das verbitten könne», und im Wieder- holungsfalle hätte er auch leinerscits daS Dienstverhältnis lösen können. Die einmalige Aeusserung sei aber um so weniger ein ausreichender Grund zum Ausscheiden gewesen, als S. die Aeuße« rung mitvertchuldet hatte. Ob er wirklich so träge war, könne dahingestellt bleiben, jedenfalls hätte er auch den Eindruck nicht er- wecken dürfen, als ob er träge herumsitze und nichts tue. �US aller Welt. Taö Ende eines berüchtigten Wilddiebes. Mord auf Mord häufte der fahnenflüchtige Soldat Franz K l e i n s ch m i d l, über dessen Schandtaten in Westpreussen wieder- holt berichtet wurde. Kleiuschmidt trieb sich schon seil drei Jabren in den königlichen Forsten der Tucheler Heide umher, lebte nur vom Witdern und war der Schrecken der Bevölkerung und der Forst- beamten. Auf feine Festnahme und die Aufklärung der von ihm begangenen Mordtaten wurden wiederholt Belohnungen ausgesetzt, die endlich 13 800 Mark betrugen. Erst am 10. d. Mts. tötete er durch einen Schuß dem Förster in Rosenthal eine Kuh auf der Weide und übcrsiel dann wieder den Forstbeamten Labetzki, dem er Gewehr und Fernglas raubte. Am 15. d. Mts. ereilte ihn endlich sein Geschick. Früh morgens um 5 Uhr hatte er einen Zusammen- stoß mit cinciu auS Kulm zum Forstschutz kommandierten Jäger. Dieter schoß ihm eine Kugel in die linke Brust, so daß er aüf der Stelle tot zusammenbrach. Jugenöveranstaltungen. Arbeiterjugend Gross-Berlin. Heute Heimöffnung 5 Uhr. Abends 8 llhr: Vortrag des Genossen H e.i l m a n n.— Dienstag abend 8 Uhr; Spiel- und Unlerhaltungsabend. zDie Bewegungsspiele in Treptow finden jetzt nicht mehr flau.) Neukölln. Die arbeitende Jugend wird auf den heute abend VsS Uhr im Ideal-Kasino, Beichselstr. 8, stattfindenden Lichtbilder. Vortrag„Heimatbilder aus der Marl" aufmerksam gemacht. Gäste sind herzlich willkommen I_ Vnefkaften üsr I�eöaktioa. N. H. 10. Kommen Sic mit beiden Einfchätzungcn in die Sprech- stunde.— M. 5J. Falls gewerbsmässige Unzucht vorliegt. nein. — Stcgli«. Von dem' Nachlass der Mutter erbt das Kind �»/„ der Ehemann% Ihr eigenes Vermögen gehört nicht hierzu. BERLI?� C Sj>andauer Str. IG Gegründet 1815 BERLIN C Köm'gstr. 11-14 Damen- Kleidung Damen-Hüte Zellstoff- Gewebe l-oln. Sportjacke aus hellblauer 1 AA od. rosagciippt Seide, wie Abb. Dora. Sportjacke aus glatter beide, grün, tnitlelblau, kirsch- 17� AA rot. wie Abbildung...... xLxs.KJyj "Q1 aus besticktem Batist in OO fCA XjiUSC dunklen Farben..... maus einfarbiger Seide mit o/- U3C Knopfverzierung..... t)O.UÜ Bluse aus reinseidenem Taft.. 52.00 Bluse aus vorzügl. Paillette-Seide 62.00 J/"\*1 aus gemustertem Schleier- rjr\ r\r\ iVleia stoff.......... io.UU TZ 1• J aus reinseid. Chinakrepp fTc? s\ri mit bunter Stickerei., XtD.U\J Kleid aus reinseidenem Taft. 298.00 MI aus marinebl.Kräusel- 1 Q| AA antei Stoff. m.PelzelnroIIung Xe)I.I)U Mantel � 204.00 Jackenkleid a. grauemWolI- ono rjn Stoff, Jacke mit reins. Taftfutter Haarflizhut �roiert"1, 59.00 SamtKut 7/».°""''°'" 59.00 Samtliut aus schwarz.Samt- band, mit Ripsband garniert. OU.UU 1.25 TT' T>*1 schwarz ivronen-Keiner u. weiß, in Bündeln zu 1 0, 1 5,20 Stielen, Stiel Stangen-Reiher schwarz,. in Bündeln zu 1 0, 1 5,20 Stielen, Stiel X• v t/ Cllineband hell- u. dunkel- farbig, 17 cm..... Meter tl.lb S, 1 1 zweifarbig, 7 cm, C o C amtband Meter Gitterschleier 1-65 Ersatz für Leinen und HaumUtolle Militar-Handtuch gesäumt q i a und gebändert, 48x110 cm, Stück X V/ Wl„"l weiß- blau kariert, f a a ischtuch 30x30 cm, Stück X.UU Kaffeedecke Zseitig bedruckt, OO AA Künstlermuster, 130x160 cm.. SdlUrZenstof f doppe!seit.,b!au j qc bedruckt, 80 cm breit... Meter-»ÖD Q££ für Leib- und Bettwäsche,-j i Qfi OtOXte gebleicht, 135 cm, Meter XX.ä«? R1 1•• schwarz, V/ienex*7 AA OCKSChurze Form..... I.UU Hausscliürze doppelsb�uckt 9.00 Hl" doppelseit., m. t f e? A aUSSChurze Achselbändern IX.DU Göirclmen/ Teppiclie/ Vier SlocRwerRe Möbel NeMerMWMeiWMkiilj. Verw altnngrssteUe Berlin. Dem Andenken unserer im Felde gefallenen und verstorbenen Kollegen gewidmet. ! Derbe, hrif?. Schloffer, geb. 11. 9. 86. Danler- Ztcndal. Engbert, Joseph, Schloffer, geb. 17. 12. 79, Hnndsscld. Fiedler, Emil, Schlosser, geb, 21. 6. 96, Berlin, Grätz, Adolf, Schlosser. geb. 12. i. 84, ÄoUwitz. Knorr, Kilian, Schloffer. geb. 23. 6. 89, Tutlenbrunn. Krenzin, Willi, Mechaniker, geb. 24. 6. 97, Berlin, Lobedann, Wilhelm, Schlosser, geb. 28. 7. 93, Berlin, Marotzke, Otto, Schlosser, geb. 2. 10. 91, Stettin. Matthey-Jonais, Arnold, Arbeiter, geb. 1. 9. 89, Bertin. Pilz, Richard, Schlosser, geb. 28. 11. 72, Untermhau-Z-Gera. Pollack, Bruno, Trchcr, geb. 27. 2. 88, Äamenz, Pusch, Erich, Arbeiter, geb. 16. 5. 97, Berlin. Schelle, Fritz, Dreher, geb. 2. 5. 90, Berlin. Sturm, Ernst, Arbeiter. geb. 24. 2. 1900, AdlerShos. Teige, Willi, Schlosser, geb. 6. 8. 84, Berlin, Trümper, Georg, Schlosser. geb. 11. 11. 92, Ullenhausen. Ehre ihren« Andenken k 7li7/l6 Tic LrtSvcrwaltuug, Am 22. August, mittags 12 Uhr, oerschjed nach lau- gem. schwerem Leiden mein lieber Mann, unser guler Vnter, Schwieger», Grog- vater und Bruder, derPntzer Julius Zeidler im 62. Lebensjahr, 194A In tiefer Traner Tie Hinterbliebenen. Schöneberg, Sedqnstr. 16. Tie Einäscherung findet am Montag, den 26. Nnguft, vorm. 10 ilbr, im Krema- torium, Gerichtftr. 37, slatt, Kranzipenden verbeten. Sozidlljemollt. Ashlvercin Kerlin-Schöneverg. Bezirk«. Am 22. d. Mls. verstarb nach langem. schwerem Leiden unser Mitglied, der Putzer Julius Zeidler. {f-hre seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Montag, den 26, August, vormittags 10 Ubr, im Are- matormm, Gerichtsträge 37, 1 I statt, I Um rege Beteiligung ersucht i 15/5 Ter Vorstand, f Jerzagt Die" Mitglied d, Arbeiter-Raucherbundes. Am 22. August verstarb„ ! nach langer Krankheit unser» \ lieber Ranchbruder Julius Zeidler. | Ehre seinem Andenken. Die Einäscherung findet ! am Montag, den 26, Aug.. uormitlago 10 Uhr, im i-lrr- maiorium Gerichtstr, 37/38 \ statt, Rege Beteiligung erwartet I 194A Ter Norstand. Ucrband der Gemeinde- und Staatsarbeiter. Filiale Groß-Bcrlin. Den Mitgliedern geben wir hiermit?!achricht vom Tode des Kollegen Karl Gransee vom Vieh» und Schlachthof. Ehre seinem Andenken: Die Beerdigung findet am Dienstag, den 27. August, nachmittags 3 Uhr, von der Halle des Friedhofes der Aujerftebungs» Gemeinde, Weigenseer Weg, aus statt. Um rege Beteiligung bei der Bestattung des Kollegen ersticht 33/1 Tie Ortsverwaltung. Fern von seinen Lieben starb am 17. August mein lieber Mann, mein herzen-- guter Papa, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Eritz Maukner an seiner schweren Ver- tvundung im.Kriegslazarett Laon._ 90b Fm tiefsten Schmerz äie.iiekteausrnite Lsllin miyMauKliei-.gij Lange, und Tochter Herta. nebst alle» Berwandten. Freunden und Belaiinten die traurige Nachricht, dast unter lieber Sohn, Bruder und Schwager nach langer, schwerer Krank- den am 22. August 1918 im Alter von 18 Jahren sanft ent-chtaien i'j- Ruhe sanft! Tie Beerdigung findet am Montag, den 26. AugustlStS, nachmittags. 3 Uhr. auf dem Seistenieer Gememdesried- hos. Rölckestraße, statt. 2995b Im Namen der trauernden Angehörigen hiiä vii; Ilodapp alz Vater. Schönederger llrdeiter- Turnverein. .Kurz nacheinander enkrist uns der Krieg wieder drei Turngeiiosten ?aui Äppelbaum, Bruno Trojaner, Ernst M. Ans der Sämlerabieil-.mg hervorgegangen, brachten iie bciAibcitcrtuvnbctregung reges Intereste entgegen. Mit ihnen bat der Verein 24 Mitglieder im Kriege oerloren..Tbr Andenken B" werden wir stets IN Ehren hatten. 185,3 Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dag unser lieber Bruder, mein guter Schivager, Bräutigam und Onkel, der Vizefeld�vebel Paul Groeiräe am 17. Fult als Opfer des Weltkrieges insotge Ka-s- vergistung gestorben ist, nach- dem er 4 Jabre alle skia- pazen des Krieges ausge- hatten hat. �n tiesstem Schmerz Witt! Böhme und Frau Anna geb Groebke, Liesbeth Groebke als Schwestern, Gertrud Friedrich als Braut, Martha Böhme als Nichte. otn blühenden Alter von 29 Jahren hat dieser Krieg auch Dein junges Leben dabtngeratit. 55A Mögest Tu auch in Feindes- land in Frieden ruhen. Wir werden Dich nie vergessen: Deutscher Bauarbeiter-Verband. Verein Berlin. Bezirk Schöneberg. Am 20. Augnst starb unser Mitglied, der Putzer Juiins Zeidler. Ehre seinem Andenken! Die Einäscherung findet morgen Montag, vormittags 10 Ubr, im Krematorimn Berlin, Gerichtstrasze 36/37, statt. 140/19 Hie örtl. Verzvaltung Verspätet die Nachri Gesangverein Schöneberger Mannerchor M. d. A.-S. erhallen tvir dni> unser treuer sangeSjreudiger San- gesbrnder Klax Böttcher in den schweren Kämpfen am 26. Juni d. Js. ge- fallen ist. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten.» 2986b Ter Vorstand.> Deutscher LransportarbcUerverband. Bezirksverwalt. Eroß-Berlin Ten Mitgliedern zur Nach- vicht. das unser Kollege, der Troschlensührer üssmznn VölissiiLiiö von der Firnia G. Lebmann, Neukölln. Berliner Str�Sb, am 22. August im Alter von 67 Fahren verstorben ist. Tie Beerdigung findet am Montag, den 26. August, nachmittags 3?/, Ubr, von der Leichenballe des Neuköllner Gemeindesriedhoss, Marien- dorser Weg, aus statt. �'----- M Xat-hi-iif. Den Mitgliedern ferner zur> Nachricht, dast unser Kollege. I der Hausdiener 63/6\ Hans Westpiial am 17. Stuguit im Alter von\ 60 Jahren verstorben ist. Ehre ihrem Zlltdenken! Hie Bezirksverwaltung Am 12. August starb nach schwerer Krankheit im Re- seroejpital in Wie» mein lieber Mann und guter Vater Joseph Zuber im 42. Lebensjahre. nie tieftrauernde Gattin Anna Zuber, gb. Kramp, und Töchterchen Elisabeth. Neukölln, Hobrechlstr. 80. Du wai st so gut, du starbst so srüb, Wer dich gekannt, vergistt dich nie. st 131 A IVsckruk. Am 19. d. M. verstarb nach längerer Krankheit unser lieber Genosse Bovert Ktiemann. Wir bewahren ihm ein dauerndes Gedenken. 194/7 Sozialdemollr. Aahlverein Bohnsdorf. Danksagung. Für die Beteiligung bei der Beerdigung ihres lieben Mannes sagt bcrzlichen Dank Wwe. Luise Schmock. Spezialarzt I>r. med. L,aabs beb. schnell, griinbt., mögt. schmerzlos u. ohne Benifsstör. Geschlechtskrankheit., geheime Haut-, Harn-, Frauenleiden, Schwäche. Erprobteste Methoden Harn- und Blutuntersuchung. Kßüigstr. 34 3fi, ää Spr. 10— tu. 5—8. Sonnt. 10— 1 Spezialarzt Fünfter Badstrag zur Satzung der Allg. Ortskrankenkaffc für Berlin-Lichtcrfelde in Beriio Tichterlelde. H 50 Absatz 2 und 3.erhäl folgende Fassung: Den Arbeitgebern wird über die fälligen Beitrüge für ver- sichern» gspstichiige Mitglieder monatlich nachträglich eine Rech- nung durch die Post zugesandt und ist diese innerhalb neben Tagen an der Kasse, durch Post- jcheck- oder Banküberweisung zu begleichen. Die näheren Bc- dingungen sind aus der Rück- seile der Rechnung angegeben. Porto und Ueberweisungs- gebühren trägt der Arbeitgeber. 4j 90 ist in Zeile 1 die Zahl 60 zu streichen und dafür die Zahl 15 zu setzen. Als neuer letzter Absatz ist zu setzen: Die Mitglieder des Ausschusses baben bei Wabrnehmung von durch das Interesse der Kasse gebotenen größeren Geschälten (Amtsreisen. Sitzungen, Kassen- revisionen usw.) Anspruch aus Entschädigung für den ihnen erwachsenden Zeitnerlust und aus Erslatlung der bareil Aus- lagen nach den für die Vorstands- Mitglieder im Z 77 jestgejetzten Beträgen. 269/11 Berlin-Lichierfelde, den 28. Juni 1918. Ter Vorstand Fischer. Vorsitzender. Hahn, Schristjührer. Genehmigt Charlottenbnrg, 24. Juli 1918. Kgl. Dberpcriicheruugsaml Grosi-Vorlin. v. lüosthowshi. Vorstehender Nachtrag tritt mit dem heutigen Tage in Krast. Berlin-Lichterfelde, den 24. August 1918. Her Verstand. Pelmm weise absugeben. (HfflarMuiip preis-oert.) Briefe erboten Kallxs, Berlin NW BI, Spezialarzt Dr. med. Wockenfnß Frieilp!i!Bstr.l25s0prrÄ�0J fiirSyphilis.Harn-u.Frauenteiden Blutuntersuchungen. Schnelle, sichere, schmerzlose Heilung ohne Berufsslörung. Teilzahlung Wagen aller Art beste Arbeit, preiswertl Spielwarenhaus Bernhard Kellich Grosse Hamburger Sir. 21-23 beim Hackescbeu Markt Bahnhof Börse. Dr. med. Hascht« Friedrictistr, 80 iauLm Behandl. von Syphilis. Haut- Harn-, jtzrauenfeidcil. spez.: Äron. Fälle. S chmerzlote, kürzeste Behandlg. ohne Beruisstörung. Bluiuniersuchting. Möst. Preise Teilzahlung. Sprechstundenil..- bis 1 und 6-8, Sonnt. 11—1. 1 V Königstrafie Ib. J f Biesdorf-Süd> Kauisdorf-Siid in der Nähe v. Bhs. Sadova Ö7N. von M. 20,— an. Unmittelbar angrenzend an den im ziNitiM Karlshorst. Grone Enlwicke- lung der Kolonie in Aus- ficht, daber in kurzer Zeit bedeutende Wertsteigerung zu erwarten. Auch Gaftengrundstucke zur Anlage von Obstgärten. Bestes Garten- und Gemüse- land, teils an gepflasterter u. regulierter Straste mit Gas- und Wasserleitung. Kauisderi-Hord, am Bhs. beg □Si. von M. 15,— an. Petershagen, Bhs. Fredersdorf,[TR. von M. 15,— au. Biesdorf-Nord,@tat. d. Stadtbahn, L�ldl. von M. 30,— a». Günstigste Zahlnngsbeding.! Auslünite an den obigen Bahnhöjen und bei dcr Ftzenheim-BMllÄhalt. Berlin»0 43.* � Xenc Ktinlgst. 16 J f Villen-Grundstücke � in der Gartenstadt Falke» hagen-West, dir. a. Bahnh. Seegefeld, nächste Station v. Spandau, zur Anlage v. Obstgarten. Best. Gal ten- u.Gemüseland, a. gopflast. Straße, mit Gas- und Wasserleitung. Auch Wald- grundstBcke, QR. v, 25 M. aufwärts. Auskünfte am Bahnh. Seegefeld u. bei d. EiSEieiiB-Gesellseliafl. Berlin XO 43 iHaeELj I in erstklassiger Ausfüh- 1 rung zu soliden Preisen 1 liefert unmittelb. ab Ea-| 1 brikgobäude an Private üfttbel-(«i-dS-Iiagrer | Bori Tischt.- u.Tapez Msti-, ' ÄibErt Gleiser Berlin C 33, Alexandersir. 42\ X lexundcrjtlatz Wir unterhalten noch I eine reiche Auswahl in[ erstklassigen Möbelnl bis zum Auserlesensten. I Besichtigung äußerst! lohnend und erwünscht,[ Drucksachen kostenlos. — Bahnfreie Lieferung durch ganz Deutschland. Lehrreiche laebbieber Ous b(»st« IMittvl Kimi ä'om itrt»k<>iitiiicu! Tllustr. Kataloge umsonst. Beruf augdb. An Militär nur geg. 25 Pf.f. Porto, daportopfl. t'ai-l llt-i-iiiaiin I i»t,, izx. lii-cisiau as/i-tr.* Erfinder wahrend des Krieges }jr<>ji>se F.i-folge I Rat zur A' er Wertung von Erfindungen kostenlos. Norddeutsches Patentbüro, Aoltestes Bureau Berlins, Berlin, Friedrichstr. 9 9— 5. Sonntags 11— 1. 10G7L* in ailon I»r«»islaa-en 1-, 2- u. 3-Zimm.-Wohnungen empl. in mod. Ausführg. Jul. Apelt, Tischlermstr. Berlin SO, Adalbertstr. 6, Hochbahnst. Kottb. Tor. Spezialarzt I>r. med. Kc.o.ben für Geschlechtskrankheiten, Haut-, Harn-, Frauenleiden, nervös. Schwäche, Beinkranke. Behandlung schnell, sicher u. schmerzlos ohne Berufsstörung in Dr. Hoincyerdc. Co. konz.Labor. f. Blutunters., Fäden im Harn usw. Frieirittisiril.SSS: IldiiigslrJäte®" 1 Spr. 10-1 u. 5-8, Sonnt. 10-1. j Honorar mäßig, a. Teilzahl. " Separates Damenzimmer. Erfinder Patent-, Gebranchsmstr.-Anmeldung, Verwertung. Palentbure Packscher, Patent- Ingenieur, Berlin C, Königstr. 64. Ztr. 7600. Auskünfte kosten los. 13492" Radfaljren mit unsereii Lerejfungen ist erlaubt. MslischilileIß»« Th. Li,«4& Co.. Belle-Alliaiiee-Plat! 18. KVlsmawareu-Geschäst Vorort, neue Gebäude, giofic Garte», gutes, flottes Geschält, beste Geschäftsgegend, verkanst l'omplun, Ho�oiv-KöGlin. "Diidelhslle-i s..Osten- Alexandersir. 14b, IS Ecke Cchicklerstr., empfiehlt- S l Speiseztm�iier\ 1 Schlaf zimmer| ; KinzelniUbel 1663L» j Kfichsn i » 7ieilia in allen Faibeu nur- I37S mk.\ ■■■•■■■■■■■■■■HB S r Traaen-> MUZNLtiWt 1 Berlin W., Polsdamerstr. 86 II | Guts Erfolge seit 25 Jahren bei Frauenleiden |aÄre,r Nervenleiden. Bohandl. durch Massage- Wasserhoilverfahren. Bestrahlung. Elektrotherapie. Röntgenbehandlung. Dr. med Lommer, prakt. Arzt. Sprechst. 11-1 u. 4-7 Uhr außer Sonnnb. u. Sonntag Fernspr. Kurfürst 4081 Müßige Preise. Prospekte d, rlam Tliuna Knbe■EHB VELOURS- KOTE riin! Hamt in groß. Äusw. z. billigen lJreis. direkt i. d. Gutfabr. WP! anriP Elsasserstr. 54 . lt. bliu-jo, n. Friedrichstr. V in|» r e ss e n ii n<3 Färb o ii v. Damen- u. Hcrrenhütan nach neuesten Formen in bekannt guter Ausfülir, Helfatsn nicht ohne B eitle dem von P Paegelovv.Wriczen a 0. Meine Betciedernfabrik bietet gr. Ausw. i.60 versch. Sorten v. d. billigsten b.allerfeijist. Qual, für diekommendeHerbst- uaö Wintermode— wie sie auf der kürzlich been- detea Modeschau so be- rechtigte Bewunderung erregte«,- können Sie fetzt auch bei uns in unse- rea Schaufenstern und in unferenVerkaufsräumsu zwanglos besichtige«. « 1 Konigstr. 33 Ehausseesir. 113 M 2te Sobtchof Mezeodnnwtz QtdfiMr Zatzvbof Soostog» gefchlosik»! Oir*: insflmt ig ß imm . ch gl N�vuvllrs �uy M«>I>tI!«l'S 1 SSronI.Zteilig, Ansicht mit Kristall-, ßla«, Hutboden, Stange, geschliffene Verglasung l Waschtoilette mit Kristallspiegel und Marmor 2??fl cht schranke mit Marmor 3 Bettstellen 2 Varentböden S Steil, Auflege-Matratzen m. Keilkiff. 2 Stichle 1 Hondtuchständer Beste Verarbeitung X trockenes Material Grosres Lager m ollen Torten Schlafzimmern Herrenzimmern— Speisezimmern— WohnsalonS zu sehr billigen Preisen— Versand auch nach ouSwartS Fgmll»ri>- W-dkld-»«„Kghg. WMlIUllI- hafflzch.K. m b. i Dirckfenstrasie 43—44.* Mark NorödeutsiherLlopö Seemen M. Assekuranz empfiehlt Reisegepäck- Versicherung zu mäßigen Prämien. Nähere Auskunft: Herlin V 64, kaMenburo Unter ö. Linden l lhotelftdloo) Herlin NW 46: 5- Nlootanns Invalidenstraße YZ. proelttitrsr Nasivnsvksun, den xior bei vOr,ohrikt«Miill. �nvouckuo« sM«tsN-N»»i»rpulg»e, Dsso 1,50. Wo nicht erhältlich, dzjjoh J. W. Xtmmcr. f ranlcfgrt 9. M. Die Stoßkraft birgt den Erfolg! Strobel's D. R. G. M. verstellbare Metallschutzkappen sch;Msäm1,i8 Spitzen und Absätze Stadt. Baugewerkscliule Berlin Kur füre ten»trafie 14 t. Hoch« und Tiefhau« Abteilungen. Begioo des Winterbalbjabret: 14. Oktober 191& Anineldnasren werden tiglich von 9—12 Uhr, aupordem Soimabenqii von 8—8 Uhr«bends im Bureau anganommer- Auskunft und Programm ebendort. CK/Io ■ Ke�nschuWwppe Anwendung D.R.S.M. daher unentbehrlicb bei der Erhaltung sämtlicher Damena, Herren« und Kinderschuhe, Kriegsschuhe mit Holzsohlen, Sandalen, Kein Durchlaufen der Spitzen und Schieflaufen der Absätze mehr! A"einise1: Sciiiirholf& Co., Fabrikanten: Großabnehmet* gesucht. i Eine Ausgabe soeben schafft Freude fürs ganze Leben. sissss» | Wollen Sie durch Selbstunterricht unter Garantie MST Schönschreibe«"WD erlernen, so bestellen Sie sich dos bewährte System „SM W«- OtSouteüb bleibst!" ' bei Jobannrb Moyr, Unterwellenborn i Thür. 1................. WIM Erfinder bedienen sich j Otitmelbg. u. Verlans ihrer Ei sindung, ydeen eines PatentsachmanneS � Bat u. Auskunft Ilcstenles! Ersolg: u. a. Verlaus 1 Patente» durch unseren Milurbeiler für 850000 M. F. Erdmaun tt Co., ® cilinSW 1 1, SfomgjjTäyerSr.TS. Keine Wanze mehr't 2.- nur mit Kammerjäger Barg's Nteodi«! 1 und II tu errielsa. Jetat beste /.e|t sur Brntvernlchtnng. Erfolg Terblüillepd. Kinderleicht anruwend Ges. gesch. Poppelpsi. M. 3.—. Ausreieb. für 1—3 Zimmer u. Betten. AUeijiverkauf: Sämtliche Warenhäuser A. Werthelni. Bei Einsendung veo M. 2.40, s. Postscbeekkonto Berlin 3l2i'r'. Porte fr Zusend. n. ausw. d. Gen.-Vertr. Herrn. A. ßroesel. I.Berlin. Königgratzer Str. 49. Tel. Kurf. 4741.[302/ IT' Meine Damen! Werfen Sie keine alten Hute fort, auch wenn dieselben noch so sehr gedrücktund unansehnlich sind. Bei mir werden diese bei tadelloser fachmännischer Behandlung auf neueste Formen umgearbeitet Neue Velourhüte usw. in großer AuswaW direkt in Ecksteins Hutfabrik Invalidenstraße 38 an der Chausseestraße. 1. Filiale: Wselandstraß« 7, an der Kantstraße. 2., Frledriehstr. 738, neben Lustspielhaus Spezialität: Unipressen von Velourhüten. � Kor bis Sonnabend, d. 81, Aug.. in Berlin tgl. itiaen ,________ t. 6 Ehr üb Botel Sordischer Hof. InTalidecstr, 126 I(am Stettiner Bahnhof) sahlo ich besond. hohe Preis« für Alte Gebisse pro Zahn bis 4.0O M Platin d.«es sm t-Zahn Platla.Platten.Zahn n«— letall-Goblüse und Brtteken O.SO bis l.OO M. l.OO bis*.00 M 3.00 bis 4.00 M ... bis IAO>l. llem Pluiu-Akfllle, Breansbfta pr. Gramm•••? 11 Keiner sollt« dies« Gelogenhoit versäumen, denn aar durch blassen- Ankauf ist es möglieh, diese hohen Preise ru rahlen.„ 95/»- Frau€1. WIHlc. WapibBrg. Möbel-Angeböt7 Solide Möbelnr-t- lieier- Spezial.Min- u.'jwri, immer. PiurichtuuAen iowi, Ei»<>elmSt>el gegen moftige Zinsver. aüt»n> bei tleiuer Auzabtnug und geriugeu monatliche,, SialeuAadtNUMem. Offerten w. 1 an•SPeb. A.»orm.- »Mat»asftcrer.*©rdfjte Kulan,» Nr. 233 ♦ 35. Jahrgang 2. Seilage öes vorwärts Sonntag, 25. Mguft 1Y1S Granaten oöer kleine Kinder! Von Anna Bios. Sollte man es für möglich halten, daß die Frage:.Granaten oder kleine Kinder" überhaupt gestellt werden kann? Sollte man eö für möglich halten, daß man bei Beantwortung dieser Frage überhaupl zögern kann, daß man sogar zu dem traurigen Resultat kommt:.So lange die Kanonen nicht schweigen, müssen wir auf viele kleine Kinder verzichten?" Die Industrie, insbesondere die Munitionsiuduftiie, braucht die Frauenarbeit. Die Frauen als Schwer- und Schwerslarbeiterinnen sind zu den verschiedensten Verrichtungen genötigt, die speziell dem Frauenkörper schädlich sind: schweres Heben, langes Stehen, starkes Stoßen, kräftiges Ziehen, fortgesetztes Bücken, oft bei großer Hitze, die starken Erschütterungen, der Witterungswechsel bei Außen- und Vcrkehrsarbeiten sind naturgemäß von unheilvollem Einfluß auf den weiblichen Organismus. Dazu kommt die Dauer der Arbeitszeit. U- bis Ltstündige Schichtarbeit, Ueberstunden. Nachtarbeit, dreimal täglich wechselnde achtstündige Schichten. Nach Dr. Marie Elisabeth Lüders sind es gerade v e r h e i- r a t e t e-F r a u e n, die sich zur Nachtarbeit, zur Ueberarbeit. zu doppelten und dreifachen Schichten gemeldet haben, um den Lobn« aussall des ManneS zu decken und den gestiegenen Lebensunter- baltungSkosten durch höheren Lobn gerecht zu werden. Dr. Lüders weist auch daraus hin, daß für das so wichtige Kapitel der Schä- digungen durch zu intensive Arbeit jede systematische Untersuchung aus dem Kriege fehlt. Es unterliegt wohl keiner Frage, daß der während des Krieges zu beobachtende Geburreurückgang nicht nur daran liegt, daß die Männer in der Hauptsache fort sind, sondern eben daran, daß bei der schweren und intensiven Arbeit die Frauen weder die Zeit noch die Kraft haben, Kindern das Leben zu geben. Dieser schon vor dem Kriege einsetzende, während des Krieges sich steigernde Geburtenrückgang ist es ja, der im Reichstag zur Bildung eines neuen Ausschusses, des Ausschusses für BevölkerungS- Politik, Anlaß gegeben hat. Aber dieser Ausschuß kann nur halbe . Arbeit machen, so lange nicht die Frage entschieden beantwortet wird:.Granaten oder kleine Kinder?" Der Vertreter der Re- gierung ist der Meinung, die Verbesserung deS Frauenschutzes niüfle zurücktreten hinter der Erzielung höchster Produktionsleistung in der Rüstungsindustrie. Also.Granaten" I Schon vor vierzig Jahren forderten die sozialdemokra- tischen Vertreter im Reichstag einen ausgedehnten Arbeite- rinnenschutz. Sie fanden damals so gul wie keine Unterstützung bei den bürgerlichen Parteien. Heute herrscht wohl Einigkeit darüber, daß der Arbeiterinnenschutz in ausgedehntem Maße eingeführt werden muß, damit wir wieder nrebr kleine Kinder haben. Aber heule brauchen wir Granaten. Schon vor dein Kriege kannte man die schädigenden Wirkungen gewisser Giste in der chemischen In- dustrie, Schriftgießerei, Glüblampenindustrie, den Zusanimenhang der Tuberkulose und der Fehlgeburten in der Tabakindustrie. Immer wieder ist von der Sozialdemokratie auf alle Gefahren hingewiesen worden, denen die Gesundheit der arbeitenden Frauen ausgesetzt ist, und wie wenig ist geschehen, um sie zu beseitigen. Dabei handelte es sich da nichr einmal um Granaten! Allgemein stellen heute die Ortskrankenkassen eine starke Erkrankungszist'er der Frauen fest, die weitaus größer ist als die Zunahme der Versicherungspflichtigen überhaupl. Ein besonders starker Geburtenrückgang läßt sich feststellen im Königreich Sachsen, in den Provinzen Rheinland, Brandenburg, Sachsen, überall wo die Metallindustrie, die Maschinenindustrie, die Tcxtil- und Nahrungsmittelindustrie besonders stark vertreten ist. Da be- kannrlich die Arbeiterfamilie wirtschaftlich am schlechtesten dasteht, die viele Kinder hat, so sind es besonders kinderreiche Mütter, die Arbeit, und zwar gut bözahlte Arbeit, die auch an die Gesundheit die schwersten Forderungen stellt, suchen müssen. Dr. LüderS hat also nicht unrecht, wenn sie meint, wer unter den gegebenen Ver- hältnisien Propaganda für die Zunahme der Kiuderzahl treibt, macht unter den gegebenen Verhältnissen gleichzeitig Propaganda für Zunahme der Frauenarbeit und der eheweiblichen Frauenarbeit insbesondere. Die Frauenarbeit unter den gegebenen Verhältmssen aber hat notwendig wieder einen Rückgang der Geburtenziffern zur Folge. Granaten und kleine Kinder, das läßt sich nicht bereinigen. So lange man sich nicht für das eine oder das andere entschieden hat, so lange wird alle Propaganda für Bcvölkerungspolitik Stück- werk bleiben. Der männermordende Krieg ist auch ein frauen- mordender, ein kmdermordender. Die Zahl der in Deutschland durch eine Fehlgeburt zugrunde gehenden, meist im Mutterleibe sterbenden Kinder schwankt im Frieden zwischen 500— 800 000, sie ist während des Krieges noch erheblich größer geworden. Der Staat legt strenge Strafen auf Kindcslölungen, sowohl für die Aus- übenden wie sür die bedrängten Mütter. Im Ausschuß für Be- völkcrungspolitik werden die strengsten Strafen sür Geburten- Verhinderung, für Abtreibung und so weiter gefordert. Die Frauenarbeit unter den gegebenen Verhält« Hältnisse ir ist das einfachste und sicher st e Mittel zur Geburtenverhinderung, zur Ab- t r e i b u n g. Und dieses Mittel erlaubt der Staat, ja er fördert eS, denn er ist heute nicht in der Lage, die Frage entschieden zu beantworten„Granaten oder kleine Kinder?" Wir haben, meint Dr. Lüders, abgesehen von der Uebergangszeit, keine Aussichr auf Abnahme der Frauenarbeit. Ein generelles Verbot der Frauenarbeit nach dem Kriege, wie von manchen vorgeschlagen wird, die an die Durchführbarkeit der Forderung, daß die Frau ins Haus gehöre, glauben, gehört in das Land Utopia. Helfen läßt sich nur durch einen erweiterten und streng durchgeführten Arbeiterin nenschutz, Verbot der Arbeit in Industrien, die den weiblichen Organismus gefährden, Beschränkung der Arbeitszeit, einen sehr ausgedehnten Wöchnerinnenschutz. Erforderlich ist weiter jede wirtschaftl.che Erleichterung für kinder« reiche Familien, Erziehungsbeihilfen, Steuererlaß, Wohnungsfür- sorge uiiv. Herbeigeführt muß die Zeit werden, in der der Staat den Mut und die Kraft hat, zu erklären:„Keine Granaten, aber kleine Kinder!" Dann erst werden wir gesunde Bevölkerungspolitlk treiben können. Wasscrstandsuachrichten der Landesanstalt fiir Gewässerkunde. mitgeteilt vom Berliner Wctterbureau. LsrtterauSKchten ffit das mittlere Norddeutlciiinnd dis Montag mittag. Ziemlich kühl und vorwiegend trübe, mit weit ver- breitete», im Nordweüen meist geringen, in den anderen Gegenden vielfach starten Regeujällen, dazwischen zeitweise aufklarend. Bekanntmachung. I. Es cntsallcn auf die Zlbschnittc Nr. 60 und 61 der allgemeinen Lebensmittelkarte der Stadt Berlin Mges« 200 SIMM Hi«en oöet SM und aus den Abschnitt Nr. 19 der Lebensmittelkarte für Jugendliche 200 s» Siiioen ooei SM. II. Unter Ausschluß nachträglicher Annahme sind die An- meldeabschniltc am'25. bis 28. August bei den Kleinhändlern und von diesen am 29. August bei den Großhändlern abzuliefern. III. Nicht abgeholte Ware verfällt mit deni 28. September 1918. Berlin» den 24. Augnst 1918. Magistrat der Königlichen Haupt- u»d Rcfidcnzstadi. • Uferen Slili er weren Leipziger Straße 97 und f(önigstra,ße 30. Wir bitten zu beachten, daß wir unser Zweiggeschäft KSnigstiaße 46 nach Eönigatr. 30, Ecke Haue rrledrlchsii-olla, verlegt haben, Brillanten, Juwelen. Perlen, Perienkalltars werden zu hohen Preisen angekauft oder in Zahtung, genommen. unzen b'jItEaü.tfairciihillj,, Berün.WillielEsMS 4/ Für Metallarbeiter. Müller- Freund, Geiviiidefchneiden. Preis!l,40 Mark. Buckhaud- lung Vorwärts, Lindenstr. 3, Laden.* r Soeben erschien: KM«, Wll M MkRiiMik Kritische Studien über offene Probleme des wiffenschafltichen und praktischen Soziatismus in und nach dem Weltkrieg. Don vr. Karl Nenner Mitglied des österreichischen Rcichsrats. Unser österreichischer Genosse, einer der besten Marpkenner, sagt im Vorwort diese« vortressltchen und populär aelchrie- denen Buches u. a,., Geboren aber wurden dieie Studien aus der ieidenschafliichen Empfindung des geistigen Wirrsaie, i» das die Arbeiterschaft der Well durch den Krieg verstrickt worden ist, und aus der unerschütterlichen Uederzeugung. dag ihr einzig und allein marxistische Forschung Abhilf« schaffen kann.,... Preis, gut gebunden, SM Mark. Expedition des Vorwärts, Lindenstr. 3(Laden). S christliche?Iuf Zöls, SW.. Neuenburgerstr. 16., 1 Moritzplatz 6861. 186«* 1 Weinkorke, gebrauchte(über 35 Millimeter), kauft jeden Posten mit Genehmigung. 4 Pfennig pro Stück. Lasse auch abholen. Nachemstein, Charlottenburg, Windschcid- straße 3». Fernruft Wilhelm 5676.______ 161K* Korkadföll« jeder Art kaust jeden Posten mit Genehmigung zu gesetzlichen Höchstpreisen. Nachemstein, Charlottcnburg, Windschcidftraße 3a. 161K* Kovkaukausistelle Windschcid- straße 3a, Charlottenburg, hat Genehmigung, gebrauchte und neue Wetnkorke und Scktkorke in jedem Quantum auskaufen zu dürfen und zahlt gesetzliche Höchstpreise.____ 161g* Kaufe Garn, 1000- Meter- Rolle 3 Mark: Eigenbedarf, Kaulen, Prenzlauerstr. 59/60. 81.5* Schallplattcn, zerbrochene, out erhaltene, kauft, tauscht Berlin, Oranienstraße 181, Laden, _____ 7538* Klavier oder Flügel sucht privatim Klcinfcld, Stralancr» stiaße 23. Preisosferten erbeten. 156g* Unterricht Tanzschule Richard Heinrich, Große Frarrksurterstraße 30. Beginn der neuen Kurse am Sonntag, den 1, September, Anmeldungen frühzeitig er- beten. 80K* Englischen Unterricht für Anfänger und Fortgeschrittene, sowie deutsche und französische Stunden erteilt G. Swientp» Charlottenburg, Stuttgarter- vlatz 9. Gartenbaus iv.• Tanzschnle! Sonntag, Dienstag und Sonnabend Anfänger- kurse. Kohl, Rosentboler- straße 12.- st 185* Bureaubeamtin, Privatfekre- tärin, Buchhalterin, Steno- tvpislin.— Ausbildung von Damen für diese Stellungen. — Tagesunterricht.— Abendunterricht.— Schulgeld mäßig. — Kaufmännische Privatschule von Robert Klix.— Chaussee- straße 1(Friedrichstraße.) 72K* Klestsches Konservatorium, gegründet 1892, Skalitzer- straße 58. Klavier, Violine, Harmonium, Mandoline, Laute, Gitarre. Einzelunterricht, IVA« Ktufmausische Privätschulen von Ludwig Rösner, Neue Promenade 3(Börsebahnhof) und Seydelstraße I, am Spittel- markt. Vormittags-, Nach- mittags- und Abendlehrgänge. Am Vicrtclsanfang beginnend. Am Monatsanfang neue Steno- tvpisten-Lchrgänge. Drucksachen kostenfrei. Anmeldungen jeder- zeit. Ausbildung zu Buch- Haltern, Buchhalterinnen, Kon- toristen, Kassierern, Steno- ctrahhen. Einzelfächcm Einfache, doppelte, amerikanische, � Banlbuchsiihrung, allgemeines Rechnen, kaufmännisches Rech- neu, Schriftverkehr, Handels- lehre, Wechsellehrc, Schecklcbre, Kontorpraris, Stenographie cStolze-Schrey), Maschinen- schreiben. Schönschreiben, llöö� Rudols Maurcr's Privat- Zuschneidcschule, Inhaber Dl- fred Maurer, Friedrichstraße öl. Gegründet Z87l. llnifvrm-, Herren-, Damenschneiderci, Wäsche. Lchrplan? kostenlos. __ S3K* Tanzschule Friedrich, Michaelkirchstraße ZV. Täglich An- fängerkurse. Schülerkurse. Kin- dcrkurse�______ TDK* Tanzschule Frau Friedrich- Donata, Herzogliche Solo- tänzerin, Michaelkirchstraße Zg. Täglich Ansängcrkurse. Schüler, zirkel. Kindcrzirlel. 21K* Technische Privotschule Dr. Werner, MRegierungs- Bau- meister a. D., Berlin. Ncander- straße Ansbildung zu Werk- meistern, Technikern, Kon- siruktcuren. Maschinenbau, Elektrotechnik, Hochbau, Tief- bau. 87/13* Kaufmännische Privatschule von Hugo Strahlendorff, Bcuth- straße 11. Am 1. Sktobcr bc- ginnen Handclslchrgänge für Damen und Herren, vormittags D— 2 oder nachmittags 3—8 Uhr. Anmeldungen jederzeit. Lehrpläne kostenlos. I. Damen- Halbjahres- und Jahreslchr- gängc verbunden mit prakti- schen Ilebunoen zur Rusbil- dung als Buchhalterin, Ge- schäftsstenographin, Stcnoih- pistin, Bureaubeamtin, Kor- respondertsin, Kassiererin. II. Iahrcslehrgängc für junge Leute, die sich für den kauf- männischen oder einen ahn- lichen Beruf vorbereiten wollen. III. Viertel- und Halbjahres- lehrgängc. für Herren, die sich zum Buchhalter, Kassierer, Kontoristen oder Geschäfts- stcnographen ausbilden wollen. IV. Tages- und Abendunterricht in jedem kaufmännischen Fach nach freier Wohl, sowie in Kurzschrift(Stolzc-Schreh), Maschinenschreiben, Schön- schreihen. Deutsch, Englisch. Französisch. Anmeldungen jederzeit. 122S* Mafchinenbau, Elektrotechnik, Eiscnkonstrukiion, Ausbildung von Betriebsleitern, Konstruk- teure», Technikern, Werkmci- stsrn, Damen als technische Zeichuerinuen, Tages-, Abend- Unterricht. Lcbrvlan frei. Au- fang Oktober. Technisch? Privat. schule. Bartb, Ingenieur, Cdauslecstraße 1. SfiO'fi* Borax, Wachse, Paraffin, sämtliche Lacke, Firnis, Firnis- ersah, Terpentinöl und ähu- liches. laust höchstzahlcnd Wol- ter, Thaerstraßc 8. 191K* Kaufmännische Privatschule von Paul Kowalski, Cövenicker- straße 148, am Schlesischen Bahnhof. Gründliche Vorbereitung von Domen und Herren für den kaufmännischen Beruf in Tages- und Abend- lehrgängen, auch Englisch, irrauzösisch, Russisch, Polnisch, Deutsch, Schreiben, Kurz- schrist, Maschinenschreiben, Buw- sührupg. MK* Mandolinenspiel, Gitarren-, Lautenspicl, Dreimonatskurse zur pcrsckten Ausbildung, 6,— Monatshonorar lzehnstündige Schnellkurse). Lchrinstrumcnte billigst, Klavier-Violin-Schnell- kursc. Ernst, Oranienstraßc ZW, III. lökK* Kaufmäunische Privatschule von Hugo Ttrahlendorff, Beuth- m Umgeprcßt, gefärbt und aus- gearbeitet werden vorjährige Wintcr-Damen- und Herren- hüt« nach den allerncuestcn Formen zu billigen Preisen, Rosenthalerskraßc 20/21 und Potsdamerstraßc 22. b7K Darlehn, 8 Prozent Teilrück- Zahlung, aus Hvpotbekenbriese 5 Prozent, gibt Bankverein, Charlottenburg, Wilnwrs- bortet Straße 163. 40.K* Dauerwäsche reinigt, verkleinert und repariert Born, Reichenbergerstraße 7. 7sK* Paket mit Tüllstore und Handwerkszeug Sonnta?,. 18. August, im Vollring T)eslcnd liegen gelassen. Gegen' gute Belohnung abzugeben Albrecht, Norden, Maxstr." 17,-1171 Vermietungen Kunststovseret surterstrcß? 87, Große Frank- 88K» Daucrmicter. Möbliertes Zimmer an Herrn vermietet Schulhe, Prinzenstr. 65. 97/2 s***" sV�tt'Cie. jittf ytisk"-ijt- t ytstJLL* HkiMti AM. WM AS MU. sowie SWSWser A. keMWÄSMlMer slellcu sofort ein lZsösistlZin 8/. l(lippe!- kst.!(WkI Men-iZssellzeli;, t.okomolivkabnk I>!(nvgwes. Meldungen im Arbeiterannahmebureau. 1ß3öL* ikl* für mein Lager in A d l e r S h o s älterer Man», auch Kriegsbeschädigter 188/7 W NRW dkl IMfOEflOtitie und zum Bedieueu der zum Verladen benutzten elcklr. Drehlräuc. Fritz Wagener, SÄ"®" MWWMer. aritüfittart.»i« i SsS'»"ÄÄKMOloetWn, WWeA- MM. MkNWM>°'°» Odeon-Wcrke, �VeiLensee, l.ekciersti'Zfte 20!Zh. Werkzeugdreher und Werkzeugschlosser 1656 L* verlangt Munitionsfabrik F. Gaebert, Berlin C. Sophlenetraße SS— 22a. Kutscher tbi zuoerläi ig, mögl. verheiratet, mit nur besten Zeugnissen, per bald gesucht. Meldungen mit Originalzeugnissen bei C. Lewin, Eerlin, Inf alidenslr. 51 (Lehrter Knnunbahnhof). 16542 16571; Tüchtige, gelernte vnichln im«MM (tVattlx. H., Abt. Gummiwarenfabrik, Eöperiickcr Str. 187/88. Sattler[98/14* aus Wagen verlangt Oeorg Pfcfflcr, Luisenjlr. 27/28. Monteure res?, ftfoljmir Ardeiter für unser Cfengelchäjt gesucht. z. 8. im««all G.m.b.H., 16162* Berlin, Scqdclstr. 12/13. Sauklempner, Kohrleger* verlangt Schölhurn. Char- iottenburg. Lpanllauar Str. M. h»Fer»rdehor u. Arbeiterinnen für unser Lagerhaus Lünc- burger Straße sucht »ermann Tietz. Meldungen in der Hau»- inspeklion Arausenstr. 51.* stellt sofort ein Jluramrts Kuchdruckerei Lindeustr. 3. MlzeiWM für Schnitte und Stanzen, WkliZkUMiilll für Schneideeisen, WM! für Revolver- und Drehbänke, JWingRiuheiferifißen sucht bei sosortigem Eintritt sür die Ableilung Funieiitelcgra- phische Geräte 185/20b' Steinmev- !, strafte 4o. „Lelia", Stockgeselle und Zuschlägcr verlangt 97/15 __ Doli!». Cuorystr. 43. IWiie SI«c«il- aelegetlaoeiilfiwC.v. Institute vorm. 0. Troltzsch, Bln.-Zchöneberg.Feurigstr.äO. Silberarbeiter- lehrlinge, 97/20 Graveur-Lehrlinge stellen ein U. Heven Jt Co.. Hossilberschmiede.«ebastiallslr.20 Aausdieurr der packen kann, findet sos. Dauer- stellung b. Is/ilb. keentiarlt& Cd. LuruSpapieriadrik, Gerichtstr. 23. erfahren im Bau von Tezimalwagen. größeren Laufgewichts- wagen, Fuhrwerks- und Waggonwagen sofort gesucht• Maschlnenfahrik Dinse, Borlin-Hteinlekendorf-Ost. Brie»»er Skr. 4. Tüchtige Werkzeugmacher sofort gesucht. 16532* Loeh- Werke Aktiengeselischaft, Berlin-K olicnsehUnhauscn. Arbeiter stellt ein 1 6601,' Ballonhülien-Geseüschalt m. b. IL, Tempelhof. Friedrich-Wilhelmür. 52/54. ■■■■v a%oaaMa«su: sür sofort gesucht zur Wartung unserer Dampfmaschinen, . Compresfen und Kälteanlage. Bewerber müssen Reparaturen. | selbständig ausführen lömicn. Riebe Kugellager- u. Werkzeugfabrik,\ Berlln-Welüensee, Riebc«traße,[ Betriebs- und Bauabteilung. 16551,* WssksIghsebsBibsniiliBN. rechnerisch gewandt, zum sosortigen Antritt gesucht. 1641L* Bslloukülleii-Gesellscliaft m. b. H. Tempclhof, Friedrich- WUhc�lm-StraBe 52/54. Beintnaehefrauen und Kausdtetier sofort gesucht.[146L* Meldungen in der Hausinspektion Kaufhaus des lestens?.»: Berlin W SO Tauentzlenstraße 21/24. fsr Arbeiterinnen Baf über 17 Jahre, gesucht. 98/15* Auergeseilschaft, Am Warschaucr Platz 9— 10., Austrägfermneii für den„Vorwärts" werden eingestellt in folgenden Filialen Ooplin* Markuastr. 36, Lausiteer PL 14/15. I iphton harn' Wartenberg-Straße 1 DC! itil» Lindonstr.3. Wilhelmshavenor48 w'tlllCllwvI Jj» und Alt-Boxhageu 66. Pankow I Mühlenstr. TO. BOrSigWaidC' Kienast. Räusch-Str. 10. Lmdonstr.3. WilhelmshavenortS SehöOSberg I Meimnger Straße 9. ChariOttCöbUrg! Sesenheimer Str. 1. Sieglitz: Bernsee. Mommsenstr. 59. Welheu�ee I Wilmersdorf;" Tempelhof; x-i--- Wasiolewski, Berliner Allee 11. Ober-Schöneireide: KÄ,.». Treptow' Gramenz, Kiefholzstr. 412 I. IHHtlie Iii!» aus ficicrne Arbeit u. Montage verlaugt Alfred Wilhelm. Eii'abetb-Ujcr 44. fl74 Schlosser stellt ein Maschinenfabrik Ott« llobndt'l& Co.. Warschauer Str. 61.[93;52 50 Klempner llcllt ein Eisenwerk Rcinicten- vors Beiersdorf. 97/18 Zu melden im Hauptkoulor, Dircksepstr. 43/44. Antomattk-Einrichtkr, Utlblengmacher. AliiogkMllitlßtr, Ruubschltifer, 1 Maler sür Fabrik stellt sofort em 16582 !R. Frister Berlin-Oberfchäucweide. Ein mit der Radiergumiiül plattenfabrikation vertrauter Wliger UlmultM sofort gesucht. 2924b S. Herz G. m. H.H.. Abt. Eiummiwareniabrik, Cöpenicker Str. 187/188. Tücht. Tischler auf kl. BlifettS vorl. Möbelfabrik Gebr. Ehrlich, Kraut'tr 48d* l selbständig arbeitende, verlangt TheodorNaab.Ttcglitzerslr.l'. «eillüm SfMn schreibgewandt, als Lagcr- verwalter für Automobil-Werk- stall gesucht. Kriegsbeschädigte bevorzugt. Theodor Raa», Steglitzer Straße 17. s9S/l0 Meldszeit von 11 bis 1'/, Chr und 4'/, bis 7 Uhr. Iianspoiwieitet M jtüötn, MtniDen, WUMlieil lSr tfltfteei. SWeiSnliueii für MMe swioeiS- msffliiiEii, klillUWeii JSP" stellt sofort ein R. Frisier&kl.-Ges., Berlin-Oberschöneweide. Näherinnen für Ausbesserungen sofort ge- sucht. Klcidervcrwertungs- Gesellschaft Berlin. Kom- mandantenslr. 80/81, vorn zwei Treppen. 97/8* Me!len«hL.i/7S förderei ItuIIili, Charlottenbg., Berliner Str. 133. Arbeiterinnen � und Arbeiter X1 Eisenwerk Reinickendorf Beiersdorf. Zu melden im Hauptkontor, Dirckienllr. 43/44. Einem Teil unserer heu- tigen Auflage liegt ein Prospekt der Firma Zahn. Praxis„Sanitas*. Schönhauser Allee III. bei. Dentschcs'Thcatcp. Bis einschl. Sonnabend letzte Aufführungen 8 Uhr; Max Pallenberg in Der fesche ICikII. Bonntag, d. 1. Sept., 7 Uhr: Faust i. Montag, d. 2. Sept.. 7 Uhr; Der lebende Feiclinam Kammerspieie. Bis einschl. Sonnabend 8 Uhr letzte Aufführungen Lucie Höflich in Der Weibstcnfel. Sonntag, 1. Sept.. 71;, Uhr: Kinder der Freude. Montag, den 2. Sept.. 7 Uhr: \athan der Welse. Volkabühne.Tha.Bülowpl. Bis einschl. Mittwoch letzte Aufführungen 7'/. U.: Hans Wassmann in Sontniernachtstrauni. Tn8a{8rj|nköni(jgratz6rStrI 8 Uhr: Die fünf Frankfurter. Komödienhaus 8 Uhr: l>ie Xarin. Berliner Theater 7 15 U.: Blitxblanes Blut. Xm. 3 Uhr: Die tolle Komte;s Tiieatsr iler FriedricM. Koke Friedrich- u. Liniens tr 7 Uhr. Tägl.: Nord. 8650. Kaiserpiatz 3, eine Treppe. Ein lustiges Stück mit Musik nach Karl Laufs. Georg Toruing. v. Möilciidorir. Alice Ilecliy Rolt Bruiiner Gesangs- und Tanz-Duett sowie der glänzende Variete Eröifnungs• Spielplan. ■Apollo-1 Fricdrichstr. 218 Dir.: James Klein. | 73/4 Sonnt, S'/s u 73;. j Todesrennen in der Luf! sow. weitere Sensut. V orverkauf an der I Theatcrk. 10—6 Uhr. i Sonnt. S'/jUhrjeder j [ Erwachs. 1 Kind frei! Mtspielhans OroSeFrankiurlepSlraSeZfl a. d. AndroaMHteaäe Bis Donnerstag, d. 29. Aug.: Bigoletto mit Gesang. Fern Ändra Drohende Wolken. Wochentags 5 Ehr. Sonntags 3 Uhr. Theater für Sonntag, 25. August. Oentral-Theater| �etr0P0l-Theater 7,l': Die Rese von StamlHiL � uhr: Die CsarMrstin. OeutNChes Opernhaus o'/j Uhr: Hartha. 71/, Uhr: Xigeuncrbaroii Friedrich-Wilhelmsf. Theater 3 Uhr: Vloletta(La Traviata.) T'/j Uhr zum 925. Male; Das UrelmäderlhauM. Kleines Theater ilii Uhr: Aih Teetlseh. 8 Uhr: Aristid und seine Fehler mit Bassermann. Kontische Oper S'/i Ulir: Schwarzwaldmädel. TV.: SdiwanwaldmäileL Gast spiel haus Uhr: Itcnnissance. n:4r: Die spaoiselie Fliege. Itesldenz-Theater T'/tUtr: Füinmer- Kläreiien. Uhr; Neues Operettentiaus 3 Uhr; Der Obersteiger. 7'/, uhr: Das süße Mädel. fSchlller-Th. Chart. 7.,. uhr: Alt-fleiilellierg. Thalia-Theater h'r<ßötertlerlilüiie!ii!eiiLini!fi Uhr: Theater am Nollendorfplatz S'/jUhr: Immer feste druff! 7(sieben) Uhr: (m Theater des Westens Die lustige Witwe mit Guido Thielsoher. Z'/. Uhr: Das Glück im Winkel. Johann Straui!- Theater Steglitzer Straße 35. Sonnabend und Sonntag 73;l l'hr: Alt-Wien Singspiel. In den Hauptrollen: Inga Holm Jenny Plaschke Karl Munckel Vorverkauf; Wcrtheira und Tageskasse 10— 1 Uhr. /V �7 Kl Tägl. 7'/,. Sonnt. 3,/2U.7,/< Das MW. Prima balierina Valeria Gnatutvska Ballettmeister u. Solotänzer Piotr Kajlich. Trianon-Theater Bhf. Friedriohstr.Ztr. 4927, 2391 SU. Zum 359. Male: Der Ssbsnssshüler. Komödie von Ludwig Fulda, Heute nachmittag 4 Uhr; Kedda Gabler. Berliaer Praier-teier StaftunicnaUce 7— 9. Heute: sie M'WW Anfang 5 Uhr. Overcllo ll-ß Uhr. NUR! U.T FriedrithsSrasse NUR I 9t» qraften Tdoiaes 3. Wochr hfrlämiert ler niclit Inder MM WOl... Ecck-Film-Operelte in 3 Akten. Musik von A. O. Krause. glitniiiiittniiiiiiuiiiiiiiiniiMiiiiiiiiiiKiiHiniiiitiiiiitiniimlnu e Vorführungen Wochentags: H und'S1/, Uhr i rSonnlae3: 4.6'/. u. 8'/z Uhr e Freikarten sind auf gehoben f NUR! U.T Kurfürstendamm NUR! Stuart Webbs 22. Abenteuer Oer Eisenliahniiiariier U.T Aiexanderplatz. HaienHcide. U i Moripplay, Mmderysweg Die Testamenisheirai mit?suZ HeZckemsnn U.T McinbcrgSwkg vis TocMsr ties Kajah inu Nlagda Madeieina U.T Aleianderplatz U.T 9loflcnborfpIa$ Heilet wild! mit Maria Fein, Erich Kaiser- Titz U.T Unter den Linden Herrin ihres Geschicks U l Schönederg• Haupistrake Det- Alchimist U.T Reinickendorfer Strohe Der Glaube an das Gute Alexander-Lichtspiele Aloxanderstr. IS Alexanderstr. IS Vom 23. bis 29. August: Das WmmeNchM Zukunftsroman in 6 Akten. 16282 In der Heuptrolle: Gunnar tolnaes Mit Gesang von einer berühmten Opernsängerin. Auch Jugendliche in Begleitung v. Eltern haben Zutritt Oranien-�alast1 Oranienstr. 40—41(Oramenbi-ückej K o n z c r t- K a f f c c- K a b;i r e 1 1. Artnr Xnhie— Eric u. Sohn— Harrt Malton Gertrud Hinzer-Thiele— Christine Faeller bir. Kapelle Dirk van Erp. 1- Stock Weinklause mit Barbüfett. NATIONAL= THEATER 3/ O Cöpeniekcr Straße 68. 3/ 0 4 Sonder=Vergünstigung 4 vom 23. Aug. bis 30. er. für 1—6 Personen. Ausschneiden! OrcheBter-Sessel statt a 4.50 S.50 51. inkl. Garderobe Parkett-Sewsel statta3,00 1,S55I.(Sonnt. 50 Pf.mehr). Mäus'chen. Militärhtuuoreske in 3 Akt. Musik von Walter Bromme Größter Lacherf olg! Vorverk. 10'/,— 2u.ab 6Uhr(Sonnt v. lOUlirununtcrbroch.) Ä,. inimillllnuu -ichlSpi'eie in der Loncordict '7 Sic- 6<7;J Alexander Hloissl Pique Dame. iSt Set«ete weg. (Satlenb.: Bitte recfitfreundlich. Vorletzter Sonntag! Heute Sonntag, 25. Aug. nachm. 3, abends 71/, Uhr 2 große ungekürzte n Festaufführungen � „Torpeda- los!" Das gewaltige /nancgcNehaiistlick. 30 Artisten in der Luft 30 Kachraitt zahlen Kinder halbe Preise. Schluß: Sonntag, 1. Sept. ÄSSÄSI-piÄTEß | Unt. d. Linden 22. Dir. M. Soliman. Unt. cl. Linden 22 2 UrauffQhrunsen 2 IV PrinzeßchenJIse Lustspiel in 3 Akten Hauprolle I L S E B O I S er»r»ecfencl ist der grosse Wiener ECunstfilm ÄufstilTtei ist d Schauspiel in 5 Akten nach dem Roman von Henrik Ibsen. In den Hauptrollen J. Viktoria E.v.Wagner du's&'Z-V-*: s Neue Operiisehule, vieler str' für Damen u. Herren. Vollst. 1 1 Ausbild. zUhorsängerfach. Ueb. 1 Mont. u. Donnerst. 7'� Mtl. 6 M. I Tllpafpf�flal 200 l'lätze, für Vorträge u. Vereins-! 1 IlCfllVI oaal, atifführungen geeignet, z. vermieten!j Auskunft d. d. Sekretariat\ 3.. Teilz. wöchentl. I M. Plomben 1.50. Goldin-| krönen 18 M. Zahnziehen m Einspr. höchst j an schmerzlind. Umarb.sohlechts.Gebisse. Kei). ZabnarztWolt sof. Potsdamer Str. 55. Hochb. Bprechz. 9-7.+ 1 Casino=Theater. Lothringer Ztr. 37. T'ägl.'/«Sil.; Der neue Schlager lanMeMDef! berliner Pesic in 3 hlieu.� Vorher rrftkl. Tpcztnliiäteii U.a.: Grete Linds Mensohenaiten Sonni.ß'/,: Eine glüokliche Ehe. üllmirsl8MlA§l. Heule 2 Verstellungen 4 u. 77, Uhr. i Die Prinzessin von Tragant i j Sajdab* Deutsche Tänze| Nachm. kleine Preise Reictishallen-Ttieater. Stettiner Sänger. Anfang T'/j.Ubr. Sonntag. 1. September: Erste Nachmittags-Vorstell zu ermäßigten Preisen!- J. üaer Heute: litär- Konzert. y.o» ßf) Pf Kinder Aqua te DU ll. die Hälfte. Zoo ab 6 Uhr 50 bzw. Ä5 Pf. Aquariuni. Badstr. 86 Eck. Prinz.-Aliee Herren- u. Knab.- pifacSModon, Berutskl. I? Dl�»�{Einsegn.- Anzüge wfcOjkfioiloppen. Gr. Stoff- |aijer) e|eg Maß. anfertig. Billigste, feste Preise Mittags von 1-3 gcsclilossen Perser und Deutsche Teppiche Möbelstoffe, Gardinen, Läuferstoffe, Tisch-u. Diwandecken Tüllbettdecken, Steppdecken empfiehlt Nur noch 5 Tage! OER JAS" Täglich 7'/, Uhr abends K f c» r n- E r f«> I g j Heute 2 Auff. 3'l.. it. T1/, U. ■Militär u.Kiud. halbe Preise! ,- Theater | Weinbergsw i Walitaila; Emil Lefevre Berlin-Sud. Seit 1882 nurßranienstrafietSS. ■Meinalllieyaiisliat keinerlei Bezietmuij ähnlich laut. Firma! TeipZitfers/rAsse Alexander plalz H fränkfurterAUee Einkochapparat Wik Thermometer... 12°° 17�° 28°° Einköchglafer«ng un»«»,«, v« t»«- z citer S t e i n t ö p f e �.Z°° Z. 76° Z. 1 14° � 1 52°£19°° Glas- Porzellan- Wirtschafts-Artikel Billiges Porzellan, weiß Kaffeegeschirr ' 725„99.1050 146°.1B8 1875 tig. "•• Emaille Kochtöpfe..... 350 490 6°° Kasserollen.... 250 3°° 375 Ringtöpfe............. 288 Bratenpfannen____ 580 65° Wasserkessel....... 7°° 9°° Einkochkeffel.... 22°° 255° Kochkistentöpfe 950 1 025 1 1" Gußeiserne Töpfe 12591550 Berzinkt.Wannen 1275 18°* Verzinkte Eimer.. Hso Kohlenschaufeln... I45 l85 Kaffeekannen— 75 Wj l85 Teekannen......... I85 Milchtöpfe....... ,...z5W- Zuckerdosen......... 95?f Tassen...............45Ps. Butterglocken........ I90 Geleedosen.......... 1 10 Standgefstße mit Dcckcl u. Knopf V, 1 I 2 3* 5 225 275 Z50 425 HSV gSO JQSO Honiggläf.�' �35b böP, Eeleegläser 18, 20, 25?» (AleMgUl besonders preiswert Borratstonnen........ I10 Gewllrztonnen...... 4 5 Pf- Flaschen.............. 45 Pf- Mesten.............. 225 Satz-Töpfe............. 475 Preßglas Oliven Kompotteller......®'ü* 58 Pf Kompottschalen l10 w» 290 Butterglocken......... 385 Käseglocken........... 495 Porzellan, weiß mii Gold Speiseteller........... I75 Abendbrotteller..... l10 l38 Kompotteller......... 80 Pf Terrinen......... 165° 195° Kartoffelschllsseln. 9°° 12°° Tunkenschiisseln. 428bi.528 Bratenplatten— l80bi5975 Salatieren....... l45�75 Salz und Pfeffer....... 1 50 Küchengarnituren. 22teikg. Steingut 488° Porzellan 74°° Wirtschafts-Artikel Kaffeemühlen...... 725 825 Messerputzmaschinen... 925 Kohlenplätten......... 828 Gaskocher....... 165° 345° Brotbüchsen........... 550 Brotkörbe............. I50 Kekskasten....... 28° 48° Hackemesser............ 200 Wiegemesser........... 478 Gemüseschneider......... I35 Eßlöffel«.ji""'.......... 55?». Eßgabeln»«»>">>»......... 75?». Messerschärfer......... 38?» Bohnenmesser........... I35 Kochkisten........ 20°° 35°° Kaffeebrenner........... 425 Königskuchenformen l35 225 Springformen...— 285 375 Kuchenbleche.......... l73 Fruchtpressen......... 2375 Saftfilter............... 425 Büchsenöffner...... 95?» Einkochdosen........ 85?» Bersanddosen— 32, 38?» Zsolierflaschen...... ö°° 78° Reifekocher............ 425 Spirituskocher..... I50 325 | Glühftrümpfe fff:60Pf. 85 Pf. Obst, und Gemüsedörrer.......... 3°° Gasanzünder........... 45 Pf. Obfiffarden offen und verschließbar, in versch. Größen. Kaffeekannen— l65 u* 675 Teekanne»...... 428 di. 575 Milchtöpfe.... 75?».«. 225 Zuckerdosen..... 275»» 325 Tassen............... 95 Pf. Teller Goldrand 1Z cm____ 75 Pf. Schalen......... 75, 85 Pf. Tafelgeschirr für 12 Personen.. 240°° 320°° Schlafzimmer-Simer.. 17.30 Waschbecken 3.63 4.25 5.50 Waschkruge 3.63 4.25 5.50 Holz, n. Bürstenwaren Plättbretter... 5°° ö°° 7°° Armelbretter.......... 225 Handtuchhalter.. 85?». I48 Wäschetrockner____ 13S 283 Fußbänke......... 3-5 375 Putz-u.Wichskästen 75?» I45 Teppichbürsten____ 5°° 585 Reiserbesen......... 95?» Straßenbesen......... 625 Schrubber............. 3°° Wedel................ 125 Soldatenkisten 475 650 1 Eierkartons � 50Pf. l50'"� 275 10000 Rezepte u. Verfahren uno Ansangt??. Preis, zur Hcrstklluna chcin. u. tcchn. Gcbräuchsartitcl u. Spezialitäten ied. Art enthält lx>s derithmte Werk:.«hemisch- technische Vorschristev von(khemiter»r.!.»>,««. 106� Teilen. 1915. Lerikonformat. Gevirgencr Leinenband. Ilonkuirenzloics, ueuulwes, gemein» verständliches«uSkunstsbuch. dos die Kosten zehntausendfach einzubringen vnmag. Un- erschöpslich« Fund- und Soldgrube, für Srostfabriken, Mittelbetriebe r»c u.'baketporio und Anfänger. Preis............,,,... ljttfa 3 kg) 1, RangeS mit vielen Abb. Preife in Mark u. Pfennig stehe» �hinter fedem Werk. Ter Scitenfietret II. Mob. Seifenf-abvilation 12. Tie fetten Dele 1U. Tis flüchtigen L«ie 15. Tie «i bäeker uifabrilation 1Z.Z5. Tie Pfund- od. Pr....... M � Dicrbrauer 29. Tie Tbst- u. Deerenmeins 5. Weinbereitung u. Kellerwrrtfchast 19.59. Efngfabro kalion u. Tenfbereitung 4. Ter Böttcher 1». Ter Fencherechner 1,40. Not. u. lünstl. Minerat- wäjfer 9. Fabrilation d. Parfümeriewaren 4. Tabak i>. Tabakiabrikate 18. Zigaretteistadrikatton 8. Tie üustfeuerwerterei 4. Unfertig, iünstl. Biuinen b,3ö. Ter praktische Landwiri 27.59. Tos Fleifchergewerbe 21. Tie Fleifchwaren- u. Wurstfabritation 8. Bizpienzuchl 5. Kaninchenzucht 3. Nutz- u. Tportgeslügelzucht 8,79. Taubenzucht IL. Ter Küäzengarlen V. Rosenzuchi 7,35. Tie Drainage 19. Tie Bvdcnmelioration 39. Ta- FelSmesten 24. Fachzeichnen 19. Ter Handwerker alS Kaufmann 7.25. Der Lohnberechner 2. Rechenhetter 3,35. Ziechenstab 3.59. Bau»- u. Lörfenwe». 19. Mob. Färberei 25.79. Tie KleinfärbeZei 19. Vigogne- u. Ttreichgarnipinnerei 8,79. Die echlichtsrei 12,7o. in? Teilergewerbe 3. Mob. Lederfabrikalivn 8,79. Ter Gerber 12. Herstellung deS lohgaren Leber? 8. Tis Ledcrhandschuhfabrikalivn 29. Tie FubbeNeidungskunst 14. Tie Zuschncidekunst(Herren) 19,59. Tie Zuschneidekunst tTamsn) 19. Rauehwaren 19. Tie drucker 19,79. Lehrbuch.._____ W_________ WW WWMWWWW.. monium 4.79. DerMetallarbertsr 8.79. Werlstättenbetruchsleitung 7.95. Ter Kunstfchwffer 12. Tn? T6)loslsrhand>vert 27.59. Ter Baufchlvsser 9.99. Ter Gasfchlvster 7. Der Fahrradreparateur 9. Äiob. Tchlosfer- u. Tchmiedearbiiten 12. Mob, Kunsttichmisdereien 12. Ter Tchmiedemeister 8.70. Ter Hukbefchlag 8,79. Berechnen d. Geivinde 9. Die Formerei 19. Tie Melaklgieberei 13. Tie Metall- dreherei 12,79. Treharbeit u. Werkzeugstähle 17. Tie Werkzeuge u. ArbeitsverfaKren d. Pressen 28,99. Herstellung von Werkzeugen 19,89. Ti« Fräserei 13,29. Metaklschleifen.-polieren,»färben 7,35. Ter Ealvanotechniker 8,70. Clremie u. Elektrochemie 5,35. Ter prakt. Kupterscbmied 9. Tie Konstruktion d. Wage 14. Ter mod. Znstallateur. mit Mvdellba»d 28,20. Ter Wafferleitungsinstallateur 10. Tie Warmn>afferanlagen 8,70. Tie Heizungsanlägen 5.S5. Ter prakt. Klempner 9.90. Tie Blechabwick- tunge» 4.49, Tie Anfertig. der Dachrinnen 6,70. Ter Bauktempner u. Tachdecker 8.79. Legier- und Lötkunst 19. Ter Maschinendauer 2L,79. Prakt. Ziatgeber f. Maschinenbauer 19.35. Maickinenzeichnen 14,30. Tie Maschinenelemente 8. Die Wasterräd-r n. Turbinen 13,35. Tie Winbkraftmerichin. 19.35, Tie ZAechanik 5,70. Mod. Eeivehrfab.rikatio» 9. Ter Maschinist 10. Ter nrod. Heizungbmonleur. mit Modellband 13.75. Ter mod. Heizer u. Keffelwärter, mit Modellband 17,20. SlektckzitätspraxiS 46,75. Tie Elektrizität in Hau? u. Gciverbe 8,70. Leitfaden d. Elektrolechnit 8,80. Elrktr. Licht- u. Kraft- anlagen 3,55. Schwachlbrom-TchaltrmgsfckieniaS 4. Tie Funlentelearaphie 4. Die Flugzengtechnik 4. Das Maurerhandmerk 27,50. Ter Maurermeister 8,70. Tie Baulonstruktion d. Maurer? 7,25. Ter Tteinberechner 4. Ter Bauführer 9. Die Svlzkonstruktionen d. Zimmermann? 31,40. Ta? Zimmererhandwerk 27.50. Ter Zimmermeister 8,70. Zimmermannsspriube 4Z5. Techaus Mittelungen 8. Tachschiftungen 2.70. Ter Holzbau 8,70. Tie Bau- u. Nntzliölzer 10. Ter Hvlzberechner 5. Ter Zchnittholaberechner 2,70. Ter Bauratgeber 12. Tie Baustatik 12. Vaustosfledre 8,70. Bau- formenlehie 4. Bauron»truktion?'.edre 19. Festigkeitslehre u. Statik 9,35. Bau höiz. Treppen 10,70. Bau stein. Treppen 10. Bau«is. Treppen 10. Tie Kvntorarbeiien de? Bauhandwertee? 9,35. Ter Kunststein 10. Kalt, Z-.ineiit u. kip? 9. Ter Stukkateur u. Gipser 14. Ter Brldkornrer u. Gip?» giester 5,35. Terrazzo u. Teirazzomosaik 7,35. Tii? Parkett 13.35. Tie Ziegeliabrikalion 17.35. Ter Bauglaser 8. M» d. B a u t i k ch l e r e i 18. Ter praitische Tischler 27.50. Mod. vautikchlerarbeiten 10. per Schreiner 18. Ter Landtifchler 10. Tie Tischlerschule 14. Tie Trschlerwertstatt 7.35. Ter Modell, liinster 8. Der Möbeltischler 13,35. einfache Möbel in mod. Stil 10. Mod. Möbel 10 Möbel i. Kugenditil 10. Möbel-. Rokoko 8. Attdeuttä)« u. got.iche Zinimermöbel 19. Eefchnihte Möbel 12. Mod. Klein- u Ziermöbel 10. Mod. Haustüren 10. Mod. Türen u. Tor« 12. Hoszschleisen.-beizen. :?,e.t JreAllft 15. Mod. Trechslerarbeiten 15. Biod. Holzbildhauerarbeiten 10. Tie Laublageret 4. Tie Fabrikation der Rahmen und Goldleisten 7,35. Ter Dekoration?- und Stuben- ma.er 7. Ter«tasiiermale, 8. Farbenharmcnie 8. Holz- und Marmormalerei 21,35. 48 Blatt Monogramme b.i 0. Atod. Lackschristen 0,70. Einfache ieirmenschristen 10.75. Vorlagen für Firmen- schrerber lr. Biooerne Plakat- und Reklamefchriiten 9 Technik der Oelmalcrei 2,70. Zierfchrikten 12. Porzellan- und Glasmalerei 9. Lackierkunst 8.79. Ter Steinmetz 8,79. Das Punktiereil 2.79, Ter Marmor 3,io. IKod. Erab�nksteine 9. Erabdenkmalinschristen 3,75. Ter Stellmacher 14, To? Siegen de? Holze? 4®et JEageirsabtitant 15. Ter Wagenkasten und sein Pinn 9.35. Ter Kralt- 33 Sattler 18,70. Ter Automobil- u. Lilstschiffsattler 7,35. Ter mod. Tapezierer u. Dikorateur 12. iO. Tie Schule d. Tapezierer? 14. Der Zimmerdekorateur 6.70. 5sId,tuni«rrI«!,t,.MsrI«« WWf-f-W».SS lÄ än» für Kau'leute. Konto rprarlk. For- Reklame Latein Arithlnettk uird Äeitge.näst.r Briessteller. Lehrbuch der und keine-?tt, L�rbuch!ür Geographie. Handatlas. Guter Ton _ Erbuch für lunge Mütter. Gymnastik de» Willen?.?teige>v. Btenschenkenntn. Handbuch für Kauflouta M lO(Buchführung. Echriftführung. 1 1«U IG Sf»J, 12 Handelsrecht. Wcchselrecht, Tcheckioefew Bankwesen Kaufm-nnisä�s Rechnen. Nie vers�SHil'sbuch). Sltzl'achtvüs'f si'büchisi'� ��'f"'ul>»prachl.5 zusammen in 4 gr »U dvlkd. von T. Set» wg ck Verlagsbuchhdlg.. ücrLui SW 14. b.. Tre-dcner$tr. 80 TABAK ähnlich in Aussehen, Geruch, Geschmack und Packung ist | ' i neue verbesserte ' Pfeifen" iMischungji �nitTabaklauge ' stark durchsetzt, In der heutigen Zeit der Surrogate und des Eraatzes. die so viel Minderwertiges auf den Markt bringt, ist es besonders wissenswert, M. Guttraanns neue verbesserte Pfeifeninischung kennen zu lernen. Jeder, der sie einmal probiert, wird ihr ständiger Freund. 45 jährige praktische Erfahrungen auf dem Gebiete der Rauchtabakherstellung fibt die beste Gewähr für ie sachgemäße.Herstellung. Besonders die längere Einwirkung einer starken konzentrierten Tabak- laage macht M. Gutt- manns neue verbesserte Pfeifenmischung wohlbekömmlich und mild und löst das von verwöhnten Pfeifenrauchern erwünschte Wohlbehagen aus. Der Preis konnte Dank der Herstellung im größten Maßstabe äußerst niedrig bemessen werden: Für M. 1,03 erhält man in den Zigarrenhan dlnngen gegen V orzeignng dieser Anzeige 1 Paket zu 100 Gramm. Hach außerhalb erfolgt Versand, wo nicht erhältlich 10 Pakete für M. 9.45 unter Nachnahme. Wiederverkauf. zahlen f. 40Pakete M. 38,00 einschl. all. Spesen, Berlin O 87 P Alexanderstr. 22. Werktäglich 8-5 Uhr. ZumTabakgroßhandel vom Kgl. Polizeipräsidium in Berlin beaeebtigt, Niederlage bei: Merten, NO 43, Gollnowstr. 4, Seifert. S 42, Oranienstr. 50 Charlottanbg., PoUdamerSt.12 Vertreter gesuetzt. Vollständige Ausbildung in allen Fächern der Musik und im Lehrfach Berlin W, Btnow.tr. so und Cbarlottenburg, BerUnvr 8tr. U4 »Hochhahnstat. Bülowstr.)(Dntergrundbahnstst. Wilhelmplatz)* Eintritt jederzeit Beginn d. Wintersemesters 1. September. Prospekte kostenlos. Fernsprecher für b e i d e Anstalten; liütxow 8144. - w- A/wCfr■/ �)()(q »Uvw�..- /ff Jxy. SS yt/ce-j** PX jÜ •///, S-rechr. ä--. S. //f. Berlin C Wallstr. 13* Qardinen Spizlilflrni); Gardinenhaus Bernhard Schwarlz ZatapraiisitHS Zähne«M. 3.- Spez.; Sprechst.: 9-1 u. 3-7. Telephon Oraiiienburg.Str.40,'41. Nord 10504 mit echt. Friedenskaufsohuk. 5 Jahre Gar. Mallirl. Färb. u. 9n Form, in kOnstleriseher Auif. o" Zahnziehen fast sehmorzlos u.b. Bestell. v.Gebissen gratis. Goldkronen. Stiftzähne, Plomben. Billige Preise. ia Stärke schöne weiße Ware, welche sich auch zum roh stärken eignet, empfiehl! f2S0/174 per Pfd. zu 11,50 M.. I Kilo(2 Pfd.) 22 M., per Nachnahme od. Vor� einsendrmg de? Betrage? Deutsche ArbeitSbSrse, Saarbrücken 1/18». s GestanzIeHalbsohlen, m. bebördl. Genehmigung nur au? Leder zusammengesetzt, geklebt und geläckst, in allen Größen, Paar von 1,80—3,00 Mark. Flecke in allen Größen, beledert aus Sperrholz. Paar von 15—72 Pfennig, am Lager. Bruno �PIKfllß l-ederabfÄlle dCUMUU, Berlln.Weißensee LanghanSstr. 31. Telephon 191 Sperialarzt Dr. med. Reiubardi, itsilainereir.lIIS2L-0Ä Sjrdhills. Harn-, Frauenleiden, BlutunterauohungenModernste?, erfolgreichst. Hello erfahren. Tei.'z. Siehe48Seit.start.Brosch.0,60M., nach außerhalb oerfchloffen 1 M. Waren- kaus »«ocns! am Bahnhof Wedding. Größtes Haus direkt a. Nettelbeckplatz Damen- und Herren-Garderobe. Petzkragen— Muffen Riesige Auswahl— Jflllge Preise.— Auf Teilzahlung: MÖBEL u. Polsterwaren eigenes Fabrikat. Spezialität; 1-u�-Zimmer- Elnrichtungen u. einzelne Möbelstücke sowie farbige KScben-Einricbtungen. Riesen-Auswahl— Billigste Preise.— Sehr kulante Bedingungen. Größtes Haus direkt a. Nettelbeckplatz ReiiMeoiiorferStfaSe 16, Pank- u. Gerichstr.- Ecke, Part., L,IT.. ' III. IV. Etag. Gesundung durch Sauerstoff Ein durohaus natürliches, völlig unschädliches Heilverfahren ohne jede Berufsstorung bei Nerven- und Stoffwechaelkrankheiten jeder Art, wie Gicht, Rheuma, Aderverkalkung, Magen- und Oarmleiden, Zuckerkrankheit Lebarleiden, Schwächezustanden, Herzleiden sowie Lungen- und Halsleideu.— Verlangen Sie kostenfrei ausführliche ärztliche Broschüre. Dr. Gebhard A. Cle. Uerlln 147 Potsdamer Str. 104. K -J rech t der Völker verlangt wird, daß diese Grundsätze auch auf Zildafrika angewandt werden sollen, und daß dem Lande voll- ständige Freiheit un> Unabhängigkeit mit Einschluß des Rechts, selbst seine �Regierungssorm zu bestimmen, gegeben wer- den soll..Ter Kongreß beschloß, die Leitung der unionistischen Var- tsien zu ersucben, die nötigen schritte zu tun, um durch? o n st i- tutionelle Mittel die Anwendung der in der Krisgsziel- erklärung und in den Erklärungen Lloyd Georges und Wilsons cnt- halt>enen Grundsätze von Recht und. Freiheit zu erlangen. Kampfe im Westen. Berlin, 54. August. Tie große Schlacht in Frankreich nimmt ihnen Fortgang. Trotz der Riederlage des Vortages haben Eng- länder und Franzosen am 23. August mit frischen Kräften die Entscheidung gesucht. Durch stärksten zangenartigen Druck zwischen ArraS und ChaulneS sowie zwischen Ailette und lll-.sne bemühten sie sich, die deutsche Front von Arras bis SoissonS zum Einstürzen zu bringen. Auch die Opfer dieses Tages bat der Feind vergeblich gebracht und seine Kampskraft erneut geschwächt. An der üb.'r 45 Kilometer breiten eng- lisch?» Kampffront von südöstlich ArraS bis südlich der Römerstraße dauerten die Kämpfe bis in die Nacht binein an. Tie von der elastischen deutschen Verteidigung geführten Gegenstöße hatten vollen Erfolg und fügten dem Feinde besonders beider- seits der Römer st raße schwere Verluste zu. Auch der französische Angriff zwischen Ailette und Aisne brach ohne den geringsten Gewinn zum wiederholten Male blutig zu- samm-n. Mit der Fortsetzung der Kämpfe ist zu rechnen. Englischer Bericht vom 23. August. Während des Tage? machten wir kräftige und erfolgreiche?lngriffe auf einer Front von mehr als 3(1 Meilen zwischen LihonS und Mercatcl. Englische, schottische und australische Truppen griffen s üd lieb der S o m m e um 4 Uhr 45 Minuten morgens an und nahmen Herlc- ville, ChuigliSZ und ChuignolleS ein, ebenso die Wälder zwischen diesen Dörfern und zwischen ChuignolleS'ynd dem Flusse. Während des. VorrückenZ über zwei Meilen töteten wir eine große An- zahl Feinde und machten viele Gefangene. Einige Minuten spä- tcr griffen englische, schottische und Gardebataillone auf dem linken Flügel der Schlachtfront an; sie erstürmten Gomieourt, Ervillers, Hamelincourt, BohclleS und Boiry-Bocquerellc. Wir machten viele Gefangene und gmgen während des übrigen Tages östlich von die- 'en Dörfern weiter vor. Inzwischen griffen im rechten Teil des .Zentrum? der Schlachtfront englische und walisische Divisionen die Stellungen a u f de m O st u f e r der A n c r e und s ü d ö st l i ch Albert bis in die Näbc von Grandcourt an und gewannen nach schweren Kämpfen Boden. Wir schlugen einen Gegenangriff siid- lich von Grandcourt ab. Um ungefähr 11 Nbr morgen? griffen die Engländer auf dem linken Zentrum der Schlachtfront längs der Eisenbahn nördlich von Grandcourt an und nahmen Achict le Grau, Bihucourt und den die Ortschaft JrleS beherrschenden Höhenrücken. Wir setzten unsere Angriffe während des Nachmittags fort. Wir baben mehrere tausend Gefangene im Laufe des Tages gemacht und dem Feinde schwere Verluste zugefügt. Franzzfifcher Bericht vom 23. August, abends. Zwischen Maß und Oiie starke Tätigkeit der Artillerie. Während de? Tages haben unsere Truppen die T i v i l e t t e in der Gegend von Avricourt überschritten. Zwischen Ailette und Oise hat unser Fortschritt auf dem östlichen Teile der Front angedauert. vom türkischen �nnexionismus. �'JlR:iXB rl Man schreibt unS5 Di« Lerbandlunaen mit der Türkei über die_ t ii r k i sch- bulgarischen Streitfragen betreffs der T o b r u d f ch a und über die KaukasuSprobleme sind noch immer zu keinem er- solgreichen Ende geführt. ES haben in Berlin, in Bukarest und Konstantinovel Besprechungen stattgesundon. Ein Resultat ist aber vor allem deshalb nicht erzielt, weil die verschiedenen Kontrahenten nie alle gemeinsam verhandeln konnten. Eine Vereinigung oller Unterhändler in Konftantinopel ist bisher durch passiven Wider- stants einzelner Stellen verhindert worden. Es gewinnt den An- schein, als ob die Türkei an der Verschleppung dieser Frage ein Interesse hätte, um am Kaukasus und in Persien für annexionistische Tendenzen möglichst freie Hand zu haben. Die Basis für die Umorienticrung der Türkei von Süden nach Norden haben wir ja mit dem Brest-Litowsker Friedens- vertrag selbst geschaffen, indem wir die Türken nach Kars, Ardahan und Batum zogen. Da Batum nur für den von Wert ist, der daS Petrsleumgebiet Baku Hot, so versuchten die Türken dies durch Vormarsch zu gewinnen und die türkische öffentliche Meinung war mit einem gewissen Recht erstaunt, als der militärische Vormarsch auf unfern Wunsch plötzlich eingestellt wurde; denn die Logik hatten die Türken für sich, da sie an die Kleinstaaterei am Kaukasus nicht glaubten. Mit dem Artikel X, der PcrsienS Neutralität Rußland gegenüber sichern sollte, warfen mir die Russen aus Nordpersien. um in das Vakuum Engländer und— Türken eindringen zn sehen. Unier der türkischen Besetzung erklärte die bisher loyal persische Provinz Azerbaidschan sich plötzlich selbständig. Die anncxwnist:- schen Absichten der Türkei im Norden sind kaum noch mißzuver- stehen. Die deutsche Regierung, die ihnen in Brest-LitowSk dafür ein gutes Beispiel und eine gute Grundlage gegeben hat, sollte cigent- lich über diese Neuorientierung der Türkei weniger erstaunt sein. Die Gegner dcS Brester Frieden? aber haben ein Recht, auch in dieser Hinsicht aus die bedenklichen Konsequenzen hinzuweisen. ES liegt im wohlverstandenen deutschen und österreichische» Jnter- esse, daß die Türkei das Schwergewicht ihrer Politik nach Mcsopo- tamien und Syrien verlegt. Wenn deutsche Truppen an der me- sopotamischen Front für die Türkei kämpfen, so leiten wir daraus e:n Recht her, in aller Freundschaft die türkische Regierung dar- auf hinzuweisen, daß die deutsche öffentliche Meinung die Pflicht zu politischer Initiative der Türkei mehr an den bedrohten Stellen in Mesopotamien und Syrien als im Kaukasus und Nocdpersien steht. Gewiß sind türkische Truppen an der neuentstehenden per- fischen Front notwendig; aber die ÄnnextenSlendenz der Türkei, die weder im Kaukasus noch in Nordpcrsicn zu verkennen ist, die Verlegung de? wirtschaftliwen Schwergewichts aus dem Süden nach d-m Norden ist geeignet, Konfliklstofse unter den Derbünderen zu schaffen, für deren innere Notwendigkeit die deutsche öffentliche Meinung kein Verständnis haben kann. Es erscheint dringend notwendig,> in den von englischen Truppen freien Provinzen Per- siens, also vor allem in TäbriS, sofort eine deutsche Vertretung zu schaffen; nicht nur um der Beziehungen zu Pecsicn willen, sondern auch um ein Entstehen neuer deutsch.türkischec Konfliktstoffe zu verhindern und die wohlverstandenen Interessen der Türkei wieder nach dem Süden zu lenken._ Romain Rolland für die Grupve Longnek. Der..Populaste". das Organ der fnedensfreunSUche» französischen Linkssozialisten. das als ständiges Motto das Wort Analole France 5 trägn.Die Einigung dcr Arbeiter wird den Wcitsriedcu schaffen", vcrösfcnt-! licht einen Brief Romain RGllands, in dem dieser Jean Lon- � »uet zum Siege seiner Richtung in der Partei aufs wärmste be-! glückwünscht._________ �_____...______...-u-.... i >,■**'•» Hv/\ Aus Lstasrika. B e r l' n, 24. August. Bei dem Kamvf zwi- schen einer deutschen und einer portugiesischen und englischen Ab- t.silung im Bezirk Ouelimano, nach dem sich die Deutschen in das Fnnere des Lanoe? zurückgezogen, gerieten, wie die Liillaboner Zeiiung„O Secuta" vom 3. August berichtet, 23 portugie- fische£ f f i z i e rc in deutsche Gefangenschaft. Tie Einbuße an Gefangenen muß nach dieser verhältnismäßig be- trächtlichcn Anzahl gefangener Tffizierc für Engländer und Portu- giesen sehr beträchtlich gewesen sein. Bcrsenillnqcn. Berlin. 24. August. An der Ostküste Eng- lands versenkten unsere U-Boote aiißer mehreren kleinen Fahr- zeugen vier Dampfer, zum Teil aus Geleitzügen heraus, ins- gesamt 15 0(10 Br.-R-.T. Der Chef des AdmiralstaüeS der Marine, Ei« großer Munitionsdampfer versenkt. Bern, 23. August. ..New Herald" läßt sich aus einem Golfhafen berichten: Laut hier eingegangener Privatnackricht ist der engliswe Dampfer ,Atlan- tion" torpediert und versenkt worden Verluste entstanden dem Berichte zuiolge nicht, aber Datum und Ungs'icksstille werden nicht angegeben. Das Schiff war mit Munition...'laden. Die..Allan- tiait" batte eine Besatzung von 65 Offizieren und Mannschaften und ging am 25. Mai von Europa ab. Ob da? Schiff auf dieser Reise vorsenkt wurde, ist nickt bekannt. Tic..Allantian" gehörte -u? Levlandlinie und war ein Schiff von 0300 Rr.-Reg.-To. und im siabre 1500 gebaut. Hier eingegangene Telegramme, welche die Versenkung melden, enthalten keine Einzelheiten. Lines oder öas anöere! F-riedonspolitik und Tefaitistenjagd. Gestern wurde hier die bemerkenswerte Mitteilung der , Libsralcn Korrespondenz" wiedergegeben, daß die deutsche Regierungspolitik nunmehr ohne Schwankungen am reinen Derteidigungscharakter des Krieges festhalte und daß das Wort der Thronrede„Uns treibt nickt Eroberungslust" jetzt wieder in Kraft getreten sei. Tart man hoffen, daß diese einzig gesunde, einzig mögliche Politik wirklich„ohne Schwankungen" und mit fester Hand durchgeführt werden wird? Kurz bevor die Entschlüsse gefaßt wurden, auf welche die Mitteilung der„Liberalen Korrespondenz" zurückgeht, be- merkten wir in unserer nationalistischen Presse eine wilde De- saitislcnhetze und die angelegentlichste Empfehlung einer Po- litik, die zur Stärkung des Siegeswillens alle Möglich- keiten des Belage rungszu st andes erschöpft. Man darf ohne weiteres zugeben, daß man aus der gegebenen Situation solche Schlüsse ziehen kann, obwohl wir nicht erst zu versichern brauchen, daß wir sie für falsch halten. Wenn man aber entschlossen ist. den anderen Weg zu gehen, der nach unserer Meinung der richtige ist, dann muß man es wirklich „ohne Schwankungen" tun und darf den Mahnungen des linken Ritters kein Gehör schenken. Wenn wir lesen, wie in Amerika gegen die pazifistische Literatur vorgegangen wird, so schließen wir daraus— und dieser Schluß wird uns namentlich von der offiziösen Presse nahegelegt— daß es mit der Ausrichtigkeit der amerikanischen Weitfriedensbestrebungen ziemlich im argen liegen müsse. Man soll nicht vergessen, daß die Gehirne unserer Gegner ebenso konstruiert sind wie die unfern. Alle Mühen maß- gebender Persönlichkeiten, die Welt davon zu überzeugen, daß dos angeblich militaristische und kriegswütige Teutschland von ehrlichem Friedenswillen erfüllt sei, werden um jeden Erfolg gebracht, wenn zugleich binüber gemeldet werden kann, d ieie oder jeneDruck schriftsei wegen pazifistischer Tendenzen verboten worden. Die Beschränkung der Zensur auf das rein militärische Gebiet, die unbedingte Freibeit jeder politi'chen Meinungsäußerung gebört somit zu den unentbehrlichsten Erforder- nissen einer Politik, die ihrem Friedenswillen die Anerken- nung der Welt verschaffen will. Maßnahmen, die sie durchkreuzen, sollten nicht möglich sein, wo sie möglich geworden sind, schleunig st wie- der rückgängig gemacht werden! Die Negierung zum$aU Greber. Tas Ncichstagsmandat eine innerkirchliche Angelegenheit? Die Wortführer der Wählerschaft des von dem Biichof zu Trier gemaßrcgelten Abgeordneten von Koblenz-St. Goar Pfarrer G r e b e r haben nun im Austrage des Kultus- minister?, an den der Reichskanzler die Eingabe weiterge- geben hatte, die Antwort erhalten,„daß der in der Eingabe zur Sprache gebrachte Sachverhalt dem inncrkirch- lichen Gebiet angehört und der Beurteilung der kirchlichen Behörde unterlieg t". Dazu erklären die Wortführer der Grcberschen Wähler- schaft, denen die Zentrumspresse gesperrt ist, in unserem Kölner Parteiblatte; 1. Ein RcichStaqSmandat wird also zur innerkirchlichen An- gelegenheit, über da? letzter Hand die Bischöfe verfügen! Warum wird dann dem einen Geistlichen gestattet, ein Mandat anzuneh- men, dem anderen aber unter?lnwendung von kirchlichen beschinip- senden Strafen verboten? Die Gründe hierfür wollen wir wissen. Das ist eine Willkürherrfchaft. 2. Wo bleibt da? Recht, das die Wähler und die Gewählten nach der Rcichsvcrfassung haben, die ohne Zustimmung der Bischöfe von Bismarck geschaffen worden ist? Darauf wünschen wir Aus- kunst vom Deutschen Reichstage. ES wird in der Tat nicht zu umgehen sein, daß sich der Reichstag mit dieser Angelegenheit beschäftigt. Kulturbilü aus Pommern. Die..Kösliner Zeitung" vom 22. August veröffentlicht folaendc Anzeige: Diejenigen Frauen welche Zeugen waren, als Herr v. Sckmeling, Güden- baqen, am Mittwoch, den 2l. August, ei« ährculrsendcs, junges Mädchen gepeitscht und absichtlich überfahren hat, werden gebeten. ihre Adressen bei Friedrich Ruhen, Güden Hägen, abzugeben. lieber die weitere Entwickeluiig dieser Angelegenheit werden wir berichten._ Gemeindeabgzbenfrrihcit von Witwen- und Waiscnuntcr- stiitza«grn. Das Oberverwaltungsgericht hat entschieden, daß die Hinterbliebenen Witwen und Waisen auch solcher Müstärperscnen, die nicht zum aktiven Tienststande gehört haben. für ihre au? Staatsfonds oder aus einer öffentlichen Veriörgungs- kass« zahlbaren Pensionen und laufenden Unterstützungen Gemeinde- abgabensreiheit nach§ 1 Nr. 5 der Verordnung vom 23. September 1867 genießen.„..... Industrie und Handel. v Die Verhandlungen in Salzburg. In den nächsten Tagen werden die wirtschaftlichen VerHand- lungcn zwischen dein Deutschen Reich und Oesterreich-Ungarn, die bisher einen befriedigenden Verlauf geuommen haben, von einer erweiterten Kommiision fortgesetzt werden, zu denen eine Reibe von Fachreferenlcn sowie Vertreter von Bayern und Sachsen, in Salz- bürg eintreffen. Bisher wurden die prinzipiellen Fragen des lünftigen Verhältnisses erörtert und die Ergebnisse in Grundsätze zuiainnrenpcfaßt, über die die Regierungen dann Beschluß fasten worden. Jetzt werden im Sinne dreier Grundsätze Einzelfragen, für die bcreri? iltwassende Vorarbeiten fertiggestellt sind, inS- besondere die Frage der Zolltarife, behandelt werden. Die Natioualisierung der russischen Banken. Die„JSweslija" gibt aus Grund eines HalbjahreSberichts sol- gendeS Bild von der Tätigkeit einer nationalisierten Bank: In- folge der Nationalrsierung der Banken entstand die Aufgabe der Organisierung einer einheitlichen Volksbank der russischen föderativen Sowjetrepublik. Zunächst wurde beschlossen, alle lausenden Rech- nungen zu konzentrieren. In einer Abteilung wurden alle Büchör über lausende Rechnungen aller 43 früheren Privatbanken vereinigt. Diese schwierige Arbeit mußte unter den Bedingungen böswilliger Sabotage von feiten der Angestellten, die an, Anfang die Ar- beii vollständig niedergelegt hatten, später jedoch, nach der Besesti- gung der Sowjetmacht, wetteifernd ihre Dienste anboten, aus- geiührt werden. Von allen diesen Angestellten wurde nur ein ge« wister Prozentsatz wieder eingestellt, während die andere» Posten von Neulingen besetzt wurden, denen das Bankgeschäft ziemlich fremd war. Zur Leitung der Tätigkeit der nationalisierten Banken wurde eine zeitweilige VerWallung der lokalen Abteilung der Volksbank der niisischen föderativen Sowjetrepublik gebildet, auf die die Funktionen des FinanzsowjetS übergingen. Die Hauptaufgabe der Volksbank bestebt in der Sammlung freier Staatsmittel und»n der Kreditierung der Industrie. Die erste Aufgabe— die Ansammlung freier Mittel— war außerordentlich schwer zu lösen, da die Bour- geoisie ibre freien Gelder nicht in die Kreditanstalten brachte, im Gegenteil alles ausbot. um sie aus denselben herauszuholen. Die Realisierung von Darlehen gegen Waren nimmt einen erfolgreicheren Verlauf. Ein bedeutender Teil Waren, die sich in den Lagern der Banken befinden, bestehen ans Lebensmitteln, die von dem Ernährungskomitee beschlagnahmt wurden. Für diese Waren ist noch keine Zahlung geleistet worden, jedoch ist der Eingang der- selben gesichert, wenn auch vielleicht große Verluste zu er« warten sind, da der ReqnisilionkprciS der Waren bedeutend niedliger ist als das voil den Banken dafür gegebene Darlehen. Bei der Liquidierung der Bankoperationen bildet der Mangel jeglicher Verbindung mit dem Kaukasus, dem Amurgebiet und Asien einen großen Hemmschuh. Infolge des geiingfügigen GeldeingangeS in den Banken mußte die GelderauSzahIung vollständig eingestellt werden, um den Bankrott zu vermeiden. Um den Geldzustrom zu verstärken, wurde vom Rat der Volkskommissare ein Dekret erlassen, nach dem alle Deponenten, die ihr Geld in Banken einzahlen, vom Tage des Erlasics dieses Dekrets ab ihr Geld jeden beliebigen Augenblick zurückerhalten können. Dieses Dekret beruhigte die Bourgeoisie ein wenig und die Forderungen auf Rückzahlung der deponierten Summen sowohl in bar als auch aus Anweisungen beginnen abzunehmen.__ Letzte NackmÄten. Offiziöse Erklärung an Robert Lecil. Berlin, 24. August. Die„Norddeutsche Allgemein- Zeitung" schreibt zu den Aeußerungen Lord Robert Cecils:„Lord Cecil be- zeichnet die Rede des Staatssekretärs Dr. Solf als einen Fortschritt. In welchem Sinne er das meint, ergibt sich aus dem FriedenSprogramm, das er später entwickelt, und das darauf hinausläuft, Deutschland seine Kolonien zu rauben und ihm eine völlige Niederlage zu bereiten. Lord Cccil irrt sich, wenn er glaubt, daß die Rede des Staatssekretärs Solf ein Fortschritt auf diesem Wege sei. Wir wollen und werden uns unser weltpolitisches Recht aus Freiheit und Aufstieg nie und nimmer verkürzen lassen. Die Durchsetzung dieses Rechtes iit unser Kricgsziel und unsere Bedingung für den Frieden. ES ist zu bedauern, daß die Kundgebung Lord EeeilS aus dem Wege zu einem solchen gerechten Frieden einen entschiedenen Rückschritt bedeutet. Wekerle mit Bnrinn in der Palcnfrngr einverstanden. Wien, 24. August. Ministerpräsident Dr. Wekerle äußerte sich. gegenüber einem Berichterstatter der„Neuen Freien Presse" über die Polen frag e dahin, daß der von polnischer Seite eingenom- mcne Standpunkt seine volle Billigung finde. Selbstverständlich verfolgen die Unzarn schon au? traditionellen' Gründen die Be- strebungcn der Polen mit lebhafter Sympathie. Ter Standpunkt der ungarischen Regierung in der Polenfragr decke sich vollständig mit der vom Grafen Burian vertretenen Anschauung. Wilson, Lvl'.chjustiz und Deutschland. Wilson hat eine Botschaft gegen die Lynchjustiz erlassen, in der gesagt sein soll, daß die Lyncher dem„schmachvollen Beispiel Deutschlands" folgen, eine Beschuldigung, gegen die W. T. B. in längeren Ausführungen mit Recht Verwahrung einlegt. Ter Text der Botschaft liegt noch nicht vor. Schwerer Strastcubahnzussimmcnstaß in Berlin.— Ei» Toter, zahlreiche Verletzte! Am Sonnabend nachmittag wrch 5 Uhr stießen zwei vollbesetzte Sträßcnbabnzüge in der Kreuzung der Münz- und Neuen Schönhauser Straße mit solcher Wucht zusammen, daß beide Triebwagen starke Beschädigungen erlitten, eine längere ausgedehnte Verkehrsstörung entstand und die Feuerwehr alarmiert werden mußte. Ein Soldat, der auf der vorderen Plattform des einen Wagens gestanden hatte, war so schwer verletzt, daß man ihn sofort nach dem Rcserve-Lazarctt in der Brauerei Königstadt bringen mußte, wo'er schwer krank danieder liegt. Ein unbekannter Fahrgast, der hinten aui der Platnorm eines AnhängerwazenZ gestanden hatte, wurde nach dem' St. Hedwigs-Kranlenhause ge- fahren, starb aber schon auf dem Transport. Die übri- gen Fahrgäste sind mit leichteren Verletzungen, die ihnen von Aerzten und Samaritern der Wehr verbunden werden konn- ten. davongekommen. Angeblich soll ein Triebwagen der Linie, die nach Pankow sähet, auf einen vom Alexondcrplatz kommenden traßenbahnzug, der an der Kreuzung hielt, aufgefahren fein. Der Hinterperron des letzteren Zuge? war abgetrennt, er halte den ganzen Anprall aushalten müssen, Beide'Züge waren voll besetzt. Tie Schuld frage ist noch nicht geklärt. Aussagen standen gegen?lussagen.£b die Bremse des einen Zuges versagt hat, muß die Untersuchung erst ergeben. Angeblich sollen die Bremsen mehrerer Ttraßenbahntriebwayen wohl infolge Ileberanftrcngung nicht mehr gut funktionieren.'.. GewerkschaflsbewEung Die geplanten Stücklohnherabfetzungen in üen technischen öetrieben zu Spanöau vor öem Kriegsausschuß. Eine Verfügung des Wumba für die technischen Betriebe in Spandau brachte wesentliche Verschlechterungen der Verdienste der in diesen Betrieben beschäftigten Slücklobnarbciter. Die Arbeiter« schast nahm dagegen Stellung, und da Verhandlungen, soweit diese überhaupt angesichts der Haltung des Wuniba möglich waren, leine Verständigung herbeiführten, mußte sich der Kriegsausschuß mit dieser Angelegenheit beschäftigen. Es hielt zunächst schwer festzustellen, wer eigentlich als Arbeit geber dieser Werke in s�rage kommt. Die Direktionen der Werke erklärte», daß sie die Verfügung vom Wumba zugestellt erhalten hätten und verpflichtet seien, danach zu verfahren, während der Vertreter des Wumba zwar zugab, daß die Direktionen der Werke die Anweisungen des Wumba wohl strikte zu befolgen hätten, aber doch als Arbeitgeber im Sinne des Hilfsdienstgesetzes in Frage kämen. Nach längerer Auseinandersetzung stellte sich der Kriegs- ausichnß einmütig auf den Standpunkt, daß das Wumba olS Arbeitgeber zu betrachten sei und mit diesem die Verhandlungen geführt werden müßten. Wie der Vertreter des Wumba erklärt, sei letzteres zu der Verfügung, die eine Hsrabminderung der Stücklohnpreise brachte, im wesentlichen deshalb gekommen, weil aus Arbeitgeber- kreisen Beschwerden über die Höhe der Verdienste eingegangen waren. Bald nach Beginn des Krieges hatte die Leitung der Span- daner Heeresbetriebe bekanntgegeben, daß die bis dabin gültigen Bestimmungen, wonach bei den festgesetzten Stücklohnpreisen in den einzelnen Klassen nicht über eine bestimmte Summe verdient wer- den dürfe, außer Kraft geietzt werden. Die Arbeiter könnten ver- dienen, was ihnen möglich sei. es werde nichts abgezogen und auch alles, was verdient werde, ausgezahlt. So ungefähr lauteten die da- maligen Bestimmungen. Nachdem nun die Beschwerde der Arbeitgeber ' eingelaufen war, hat das Wumba eine Bestimmung der Arbeitsordnung wieder in Wirksamkeit treten lassen wollen, wonach Preise, die so hoch sind, daß wesentlich über die in den einzelnen Klassen fest- gesetzten Höchstsätze verdient werden kann, herabgesetzt iverden müssen. Letzteres war mit der neuen Verfügung des Wumba be- absichtigt. Die Arbeiter erklärten demgegenüber, die damalige Verfügung sei von ihnen nicht so aufgefaßt worden, daß Abzüge zu erwarten seien, und sie hätten es auch nicht so aufzufassen brauchen, denn das Mehr, das sie fetzt verdienen, sei vielfach lediglich auf das intensivere Arbeiten zurückzuführen, während die Stücklohnpreise zu- meist noch dieselben seien wie in Friedenszeiten. Auch sei es nicht richtig, daß durch die neue Verfügung nur die sogenannten Spitzen der Verdiensie getroffen werden sollen, viel- mehr würden fast alle Sätze herabgemindert, so daß man ohne Uebertreibung von einer allgemeine» Verdien st herabminde- rung sprechen könne. Der Kriegsausschuß stellte fest, daß Verhandlungen zwischen Wumba und den Arbciterausschüssen, so wie dies im allgemeinen üblich sei, bis jetzt noch nicht stattgefunden haben, der Versuch einer eingehenden mündlichen Aussprache und Verständigung sei noch nicht gemacht und solange dies nicht geschehen, könne der Kriegsausschuß mit seinem Versuch der Verständigung nicht einsetzen. Diese Stellung entspricht dem Z 13 des HilfSdienstgesetzcS. Der SchlichiungSausschuß fällte deshalb, gewissermaßen als Zwischenurteil, folgenden Schiedsspruch: ES soll eine mündliche Verhandlung zwischen den Arbeiter« ausschüssen und den maßgebenden Stellen innerhalb 1 Wochen statt- finden. Gegenstand der Verhandlung ist die Verfügung des Wumba vom 27. Juli 1918. Akkordabzüge haben bis zur Erledigung der ganzen Angelegen- heit�zu unterbleiben. Die bisherigen Akkordabzüge sind mit zum Gegenstand der Verhandlungen zu machen. Sollte bei diesen Verhandlungen keine Einigung erzielt werden, so kann der Kriegsausschutz nochmals angerufen werden. Ein Aushang in den Spandauer Munitionsbetrieben ruft unter der dortigen Arbeiterschaft Befremden hervor. Vor einigen Tagen prangte zu aller Erstaiznen in den Gewerken folgender Befehl: Mob.- Befehl No. 1/089. Jeder Arbeiter pp., der außerhalb der Pausen aus irgend einem Grunde, z. B. zum Austreten, seine Arbeitsstelle verlassen will, hat die Genehmigung hierzu vorher bei seinem nächsten Vorgesetzten — Vorarbeiter. Vorarbeitcrin, Aufseher usw.— zu erbitten. Der Vorgesetzte darf die Genehmigung nur in dringenden Fällen erteilen und har hierüber zu wachen, daß die Abwesenheit nicht über Gebühr ausgedehnt wird, sowie Leute, die hiergegen verstoßen oder sich ohne Erlaubnis entfernen, zur Bestrafung zu melden. Ich mache alle Vorgesetzten für die Durchführung diese? Befehls ver- antwortlich. Spandau, den 17. 8. 18. Aushang in allen gez. Bauck, Gewerken. Major und Direktor. Daß sich Arbeiter zum Austreten erst bei ihrem Vorgesetzten melde» müssen, ist allerdings ein Novum im Leben der Fabrik- arbeiter. Diejenigen, die bereits einmal Soldat waren, werden durch diesen Beiehl wieder an ihre Dienstzeit erinnert, wo sie sich gleichfalls bei ihrem nächsten Vorgesetzten die Erlaubnis zum Aus- treten erbitten mußten. Wir glauben nicht, daß ein solcher Befehl in anderen Betrieben Schule machen kann, denn zur Lust und Freude für die Arbeit regt er wirklich nicht an. ,- Tie T rutschen Gctvcrkversine im Jahre 1917. Wie wir dem„Gewerkverein" entnehmen, ist bis Ende 1917 die Mitgliederzahl uni 21317 auf 79 113 gestiegen. Die Gelamt- einnahmen beliefen sich auf 2 139 227,39 M., die Gesamtausgaben betrugen 1 899 561,43 M. Das Gesamtvermögen der Deutschen Gewerkvereine ist von 4 787 496,53 M. Ende 1916 aus 5 391 696,99 M. gestiegen. Die Biitgliederzahl des Schuhmachervcrbandcs betrug am Schluß des zweiten Quartals 1918 21 697 1 davon 19643 männliche und 11 954 weibliche Mitglieder. Der Bestand der Hanptkasse erfuhr durch Mehreinnahmen von 23 399,32 M. eine Steigerung von 94 1 474�6 M. ans 964 873.48 M. Tic katholischen Arbeiter- und Knappenvereine Westdeutschlands find, wie die»Westdeutsche Albeiterzeiuing" mitteilt, unter den Einwirkungen des Krieges auch im Jahr 1917 weiter zurückgegangen. Die Diözesanverbände Köln. Münster, Paderborn, Osnabrück, Hildesbeim, Limburg und Mainz hatten am Schluffe des JahrcZ in 1948 Vereinen 173 887 Mitglieder. Am Schluiie des Jahres 1916 betrug die Zahl der Vereine 1149 mit 186 939 Mitgliedern. Der Rückgang beträgt demnach 13 990. parteinachrichten. Höhe der Weltanschauung! Allen deutschen Arbeitern ohne Unterschied der politischen Meinungen ist der Spoltungsstreit etwas sehr Schmerzliches, und seine Ausschreitungen finden scharfe Verurteilung. Nur dem»Mit- teilungsblatt" der Berliner Unabhängigen ist dies alles nur ein gelungener Spaß. Ueber die skandalöse Sprengung der sozialdemo- kratischen Wahlrechtsversammlungen in Elbing und Danzig freut es sich diebisch, es behandelt die Sache mit Humor. Und— ach Gott— was für ein Humor! Der Name des Referenten. des Genossen Hirsch, gibt Anlaß zu tpaßhaslen Bemerkungen, die spallenlang abgewandelt werden. Z. B.: Aber schon auf dem Wege dabin st u tz t e d e r H i r s ch, da er im v-Zug Berlin-Königsberg den Jäger witterte, der seinen Spuren folgte, um ihn zu stellen. Inzwischen war der Leitung der Unabhängigen, dein Genossen Perschon, zur Kennt- niS gekommen, daß der dumm-schlaue Plan entstand. Hirsch solle bis gegen 11 lPolizeistunde) die Lichtung abgrasen, und dann solle die Jagd— pardon— Versammlung sür geschlossen erklärt werden. So glaubte man das Erlegen des Hirsch verhindern zu können.... Herr Hirsch mit seinem Finscl verschwand unter dem Schutze des Dunkels der Nacht im Gebüsch und»die Hirschjagd', meinten die Elbinger Arbeiter,.sei leider schon zu Ende. Hoff- mann hätte ihn sicher kunstgerecht„ausgeweidet und zer- legt". Und mit gutem Humor nahmen sie in ernster Zeit die Tragikomödie hin. Wollten wir auf das gleiche Niveau herabsteigen, so gäbe der Name des Führers der Unabhängigen— er heißt nicht Hirsch, aber H a a s e— Stoff zu ähnlich geistreichen Bemerkungen. Wir unter- lassen das lieber; es bleibt, trotz aller Gegensätze, zu peinlich, eine losgelöste Gruppe der Arbeiterbewegung so auf die Stufe des n i c d e r st e n anti semischen Spektakels hinabgleiten zu sehen! Soziales. Die Bekleidungsindustrie in der KriegSzeit. Zu jenen Erwerbszweigen, die unter den Äriegswirkungen iu ganz besonderem Maße leiden, gehört die Bekleidungsindustrie. Infolge des immer fühlbarer werdenden Rohstoffmangels findet fortgesetzt eine zunehmende Zusammenlegung und Stillegung von Betrieben statt. Trotzdem teilt die Bekleidungsindustrie-Berufs- genossenschaft in ihrem soeben erschienenen Bericht über das Jahr 1917 mit, daß die Zahl der versicherten Betriebe ungefähr dieselbe wie in den letzten Friedenszeilen, nämlich rund 12 999, geblieben ist. Diese auffallende Erscheinung findet darin ihre Erklärung, daß auf Ersuchen der Berufsgenossenschasl dieser von den militärischen Be- kleidungsämtern alle diejenigen Betriebe namhaft gemacht wurden, die sür sie Arbeiten ausführen. Unter diesen war eine überaus große Zahl unfallverstcherungspflichliger Betriebe, von deren Vorhandensein weder die Bersicherungsämter noch die Berussgenoffcnschaflen Kennt- niS hatten und die sich auf diese Weise bisher der Anmeldepflicht entziehen konnten. Trotzdem hat die Zahl der versickerten Arbeiter ständig abgenommen, und zwar von 869 999 im Fahre 1913 aus 269 425 im Jahre 1917. Die Kraltbelriebe sind iin steten Zunehmen begriffen; sie machen jetzt rund 3li aller Betriebe aus. Die Zahl der genrelveten Betriebsunfälle verminderte sich zwar von 3338 im Jahre 1916 auf 3135 im Jahre 1917 und die der erst- malig entschädigien von 594 auf 458. doch bedeutet das immer wieder eine verhältnismäßige Zunahme der Ilniölle, nämlich von 1.24 auf 1,29 je 199 veickäftigle Arbeiter. Die Zahl der Getöteten erhöhte sick von 19 ans 29. Zugenommen Kaden ins- besondere die Unfälle allgemeiner Natur, also die durch Fall und sonstige Vorgänge des täglichen Lebens eutstaiiden sind. Sie find zahlreicker als die Maschineuunsälle. Rund ein Viertel der Verletzten befinden sich iin Aller bis zu 17 Jahren! In der Schub- und Sckästefabrikation sind die Unfälle zahlreicher als in den Wäschesabriken. Wasckanstalien niw. Die Beaiiffichtigunq der Betriebe hat eine ganz erheblicke Ein- schränkuiig erfahren. Es war nur während der Häifle des JahrcS 1917 ein einziger technischer Auisichisbeamter tälig. der nur 478 Betriebe besickligte. Man deine von rund 12 000! In den kontrollierten Bclrieben ivaren 16 699 weiblicke und 0300 männlicke Personen beschäftigt. Unter der Geianilzahl von 22 999 befanden sich 2421 jugendliche Aibeiter unter 16 Jabren. Das sind mehr wie doppelt soviel als im Jahre 1916. In den besichtigten Be- trieben wurden 1983 Bemängelungen vorgefunden, so daß durch- schnittlich aus jeden wirklick kontrollierten Betrieb 2.9 Verstöße kommen. Gegen 89 Unternehmer wurden wegen Fehlens von Schutzvorrichtungen Bestrafungen durchgesühit. Bei den Unter- nehmern sei eru gewisser Zug zur Säumigkeit und Läisigkeit erkennbar gelvcie u, der jede, auch die geringste Ausgabe schwer fällt. Bei den mittleren und kleinen Unternehmern sei dutch das Hinzutreten der allgemeinen nervösen lleberreizung besondere Gleichgültigkeit, stelleniveiie sogar die scharfe Form derAblehnung feststellbar gewesen. Die Beschäftigung jugendlicher und iveiblicker Personen an den ge- jährlichen Maschinen tLederstanzen usw.) habe zugenommen. Aller- dingS sei auch eigenmächtige Entfernung und Unwirlsammachung von Schutzvorrichtungen durch Arbeiter häufig beobachtet worden. Die Einzelpiüfung der Schuldfrage habe bei den 3135 gemeldeten Unfällen ergeben, daß bei 1351 die Ungeschicklichkeit und Unackt« samkelt der Arbeiter die Ursache des Unfalles gewesen'ei. Zur Er- kläcung dieser merkwürdigen Feststellung diene, daß diese auf An- gäbe der Unternehmer beruhen. Die Bekleiduirgsindustrie-Berufsgenossenschaft gab im Jahre 1917 an Unfallcnlschädigungen 849 577 M. aus. Das ist mehr als in den letzten FriedenSzeiten. Auf die gesamte Verwaltung enl- fallen 259 999 M. DaS ist im Vergleich zu den Eni- schädig ungen eine gewaltig Hobe Summe. Durch„Umlage" wurden im Jahre 1917 von den Unternehmern 1 321 874 M. eingehoben. Miktzinswucher. Man schreibt unS: Die Erkenntnis, daß die Verordnung zum Schutz? der Mieter vom 26. Juli 1917 gegenüber dem geschlossenen Vorgeben der Haus- besitzer unzureichend ist. hat sich auch den Micteinigungsämtern gusgedrängt. Eine Erweiterung der Schutzbestimmungen im Sinne. der von einzelnen stellvertretenden Generalkommandos erlassenen Bekanntmachungen gegen willkürliche Mielstcigerungen und Wob- nungskündigungen tut dringend not. Wenn aber daneben hier oder dort bedauert wird, daß die kriegSzeitlichcn Bestimmungen gegen den Wucher mit„Gebrauchsgegenständen de? täglichen Le- bens" nicht auch den MietzinSwuchcr mit umfassen, so kann dem nur bedingt zugestimmt werden, denn die Sonderbestimmungen zur Bekämpfung des Wuchers mit Gebrauchsgegenständen des täglichen LcbenS sind dermaßen milde, lassen wenigstens ein: s o milde Bestrafung der KriegSvampire zu, daß sie schlechthin versagen. Darin liegt das Bedauerliche bei den Strasvorschriften bezüg- Irch des Kviegswuchers, daß die Kriegswucherer durch diese besonderen Strasbestimmungen dem Netz der Strafvor- schriftcn des Reichs st rafgcsctzbucheS entzogen !i>erd«n. DaS NeichZstrastgesctzbuch saßt den gewerbsmäßigen Wucher— und um solchen bandelt cS sich beim Kriegswucher durch- weg— viel schärfer an als cS die besonderen kriegszeitlichen Bestimmungen gegen den Wucher tun. Nach dem allgemeinen Strasreckst ist gegen den gewerbsmäßigen Wucherer aus G e s ä n g- niS nicht unter drei Monaten und zugleich auf Geldstrafe wie auch auf Verlust der bürgerlichen Ehren- r e'chte zu erkennen. Diese Strafe trifft insbesondere denjenigen, welcher gewerbsmäßig, unter Ausbeutung der Notlage eine? andern, sich oder einem dritten Vcrmögensvorteile ver- sprechen oder gewähren läßt, welche den Wert der Leistung der- gestalt überschreiten, daß nach den Ilmsländen de? Falles die Ver- mögensvorteile in auffälligem Mißverhältnis zu der Leistung stehen.(§ 802e R.St.G.B.) Weshalb da erst besondere Strasvorschriften gegen den Miet- Zinswucher schaffen? Man wende ihm gegenüber nur jene Be- stimmungen deZ ReichSstrafgesetzbucheS mit aller Schärfe an, ja, noch besser: man reihe ganz allgemein die Kriegswucherer in die Verbrecherzunst der übrigen' Wucherer ein durch Aufhebung aller kriegszeitlichen Sonderbestimmungen gegen Wucher— und der Kriegswucher, auch der mit den Wohnungen, wird reißend schnell abflauen, wird sich nicht mehr mit derselben grinsen- den Dreistigkeit, wie bisher, breitmachen und die Erbitterung der notleidenden Volksmassen herauSsordenr. Danebenzugehen hätte allerdings eine Abänderung der Verordnung zum Schutze der Mieter, wonach nicht der Mieter gegen eine Steigerung oder Kün- digung das MieteinigungSamt anzurufen, sondern der Vermieter seinerseits die Genehmigung deZ Einigungsamts zu einer Steigerung oder Kündigung nachzusuchen hat. Verantwortlich für Polttil: Erich Snttnrr, Verlin: für den adrigen Teil des Viattes: Alfred echol», NcutSlln: für Anzeigen Tbeodor Glocke, Berlin. Verlag: Vorwärts-Veriag G. m. d. H.. Berlin. Druck: Vorwürls-Buchdruckerei und DcrlagSanstnIt Paul Einger n. Co. in Berlin, Llndenttrahe 3. Hierzu 3 Beilagen. ciny Zur Einsegnung; Passende Geschenkartike! � Bücher, Gold- u. Silberwaren usw., in großer Auswahl Leder- und Stoff-Handschuhe D am eri' Lederhandschuhe Glace weiß, mit 2 Druckknöpfen....... 4.90 GlaCe schwarz, mit 2 Druckknöpfen..... 4.90 und schwarz Laramieder, mit C TC VjldLw 2 Druckknöpfen............ ä)./«3 Ziegenleder weiß, mit 2 Druckknöpfen. 0,50 I omtnlf weiß' mit dreiler. schwarzer»TC Lammieuer Aufnaht und 2 Druckknöpfen D./ O T-immlearlA»* schwarz. mit breiter, weißer£*»TC L«ammieuer Aufnaht und 2 Druckknöpfen O«/ O Ziegenleder weiß, mit 2 Druckknöpfen. 8.50 Schwed. Ziegenleder 8.50 Ziegenleder."'! 9.50 Ziegenleder 10.50 Damen- Lederhandschuhe Schwed. Ziegenleder SlkÄpr. 1 2.50 Nappastepper SÄ-ÄBS! 12.75 ZtVfrPnl�Hpr weili' mit schwarzer Auf--l Q CA Zylcgcmcucr naht un(j 2 Druckknöpfen lO.DU Ziegenleder �ahr"' mit weißer Auf- 13.50 Ziegenstepper 11.50 Herren-Lederhandschuhe Chromstepper fSÄ"* 1 6.75 Nappastepper JsÄÄ?* 19.50 Chromstepper ÄtaÄ"! T'! 1 9.50 Wildlederstepper SSÄctt 22.75 Damen-Stoffhandschuhe Leinen- Ersatz 1 95 Leinen- Ersatz IXS. D™k. 2.50 Seide'"ö'f' we'� unti in't � 90 Leinen-Ersatz j&äigrK"'! 3.50 C-jJä Perlfilet, schwarz, weiß und farbig, mit Q AA oeiUC 2 Druckknöpfen............ O.I/vl Qairlö kardig, mit verstärkten Fingerspitzen A AA OeiUC und 2 Druckknöpfen.......... QöiHf we'ß und schwarz, mit verstärkten a AA OC1UC Fingerspitzen und 2 Druckknöpfen... H'.J/U Schweden-Ersatz-Stepper 7£- farbig und schwarz, mit 2 Di uckknöpfen... O./ O mit verstärkten Eingecspitzen, farbig, f?«yc OC1UC Weiß und schwarz, mit 2 Druckknöpfen O,# O farbig mit schwarzer Aufnaht, verstärkten»T CA OwlUv Fingerspitzen und 2 Druckknöpfen.. 4»OU