Nr. 235. 3S. Jahrg. Bezugspreis: SierteIiShrl.>�ö0Ml. monafl. 1,50 SRI. frei ins yaus.>>oraus,ahlb sich die Kurländcr entschieden wider- setzten."Sie, oder ihre Oberschichten, wollten sich zwar an Deutschland„anlehnen" und sogar den Deutschen Kaiser zum Herzog machen, aber nur unter der Bedingung, daß auch Estland und Livland mit dazu genommen würden. In Fortsetzung ihrer Randstaatcnpolitik war die deutsche Regierung nun darauf bedacht, von der russischen Regierung die Erklärung zu erreichen, daß sie auf ihre Rechte an Estland und Livland verzichte. Mit einem solchen Verzicht hätte sich auch die bolschewistische Regierung viel- leicht unter bestimmten Bedingungen abgefunden. Von diesen Bedingungen ist aber eine durch den Gang der Ereignisse hinfällig geworden, so daß auf einen Abschluß der Zusatzverträge in nach st er Zeit kaum zu rechnen ist. Zreunöe in öer Not... In seiner gestern erwähnten Verteidigung der alldeutschen Politik schreibt der Vorsitzende des Alldeutschen Verbandes, der auswärtige Kurs der Regierung vor dem Kriege habe Deutsch- land an einen Abgrund geführt. Wir haben schon gestern Unsere ausnahmsweise Uebcreinstimmung mit diesem alldeutschen Urteil ausgesprochen. Zugleich schreibt auch Graf N e v e n t l o w in der„Deutschen Tageszeitung", die Erkenntnis der vom Feinde drohenden Gefahren fehle in Deutschland in einem Grade, der nur mit Besorgnis erfüllen könne. Auch das ist richtig. In den Berichten aus dem Westen lesen wir jetzt oft von der Uebermacht der Gegner. Wer hat uns, schon vor Jahr und Tag, gesagt, daß Frankreich ausgeblutet, Italien erschöpft, England durch den U-Boot-Krieg nahe am Ende sei? Wer hat den Eintritt Amerikas in den Krieg mit„Erlcichterimg" und einem„Gott sei Dank!" begrüßt? Wer hat uns gesagt, dieses Amerika werde keinen Mam/ und kein Schiff nach Europa herüberbringen können? Wer hat dem Volk dnrch Borspiegelung uferloser Erobernngsziele den Glauben eingeimpft, man werde allerdemnächst mit dem Feinde so vollständig fertig sein, daß die Frage, wieviel man nehmen wolle, eigentlich nur noch eine innere Streitstage zwischen Deutschen sei? Jetzt auf einmal sprechen die L""�". die' hon keine andere Gefahr zu kennen schienen, als einen Sieg der„Verzichtmehr- heit", von Abgründen und Gefahren. Bis jetzt haben sie den Anschein zu erwecken versucht, als ob es im Grunde für Deutschland gar nichts Gefahrloseres gebe, als so einen kleinen Weltkrieg. Damit haben sie die Erkenntnis der einfachen Wahr- heit zu verhindern gesucht, die hier stets, in bösen und guten Tagen, gepredigt worden ist, daß das deutsche Volk für sich und seinen Ruhm schon genug getan hat, wenn ihm das Ungeheure gelingt, sich gegen eine WeUkoalition erfolgreich seiner Haut zu wehren. Ueber den Grund, warum die deutsche Politik vor dem Kriege— und auch noch später— das schärfste Urteil verdient, werden wir uns mit den Alldeutschen wohl nie einigen können. Wir erblicken ihn darin, daß es diese Politik nicht verstanden hat, das kostbarste Kapital zu erwerben, das ein Volk besitzen kann: FreundeinderNot! Und neidvoll müssen wir in dieser Beziehung nach dem Ausland hinüberschaucn. B e l g i e n ist ein kleines Land, auf sich selbst gestellt, gegen eine Großmacht wie Deutschland vollkommen ohnmächtig. Es hat sich aber noch nicht zu einem Frieden verstanden, weil ihm in der Zeit der Not Freunde ans allen Weltteilen zuströmten. Frankreich war uns militärisch unterlegen, aber es hat vier Jahre lang widerstanden itnb_ seine Hauptstadt vor dem drohenden feindlichen Angriff schützen können, weil es über starke Bundesgenossen verfügte. England ist auch für sich allein eine getvallige Macht. Aber, als es in Gefahr kam, fand es in der ganzen englischen Welt lebhafteste Untersttitzung und schließlich sprang ihm auch Amerika bei. Deutschland war von dem Tage ab, an dem ihm auch«. England den Krieg erklärte, ein verhältnismäßig kleines Land, das gegen eine ungeheure Uebermacht um seine Existenz kämpfte. Wenn auf der Straße ein kleiner Junge von einem großen geschlagen wird, wenden sich die Sympathien der Vorübergehenden unwillkürlich dem kleineren zu. � Diese alte psychologische Erfahrung hat man bisher auch stets in der Welt- geschichte machen können, wir. begeistern uns heute noch für die Schweizer im Kamvf gegen Oesterreich, für die Griechen im Kamps gegen die Perser, so wie wir uns für die Buren be- 'geisterten, bloß aus dem Grunde, weil sie so wenige waren und ihre Feinde, die Engländer, so viel. Warum haben wir aus der Tatsache, daß wir an Menichen und Material von vornherein die Schwächeren waren, nicht den geringsten moralischen Vorteil gezogen, und warum ist dieser Vorteil nur den Gegnern, jedem einzelnen von ihnen, zugute gekommen, obwohl sie doch alle zusammen viel stärker waren als wir? Das erklärt sich aus den verschiedensten Gründen, vor allem aber doch aus dem, daß die herrschende Theorie jedes Zeichen sogenannten„S ch w ä ch e g e f ü h l S" verpönte, daß sie darauf ausging, aufleimende neue Feindschaften nur! urch „Macht beweise" zu ersticken, werdende Vundesvcrbältnissc nur durch„Machtbeweise" zu festigen. Diese Theorie hat in ihrer praktischen Anwendung dann unweigerlich die Folge, daß neue Feindschaften in die Höhe schießen und alte Bundcsvcrbältnisie erschlaffen, wenn der angestrebte„Machtbeweis" als nicht voll- ständig geglückt betrachtet wird. Das sollen nicht bloße Vorwürfe sein über Dinge, an denen nichts mehr zu ändern ist, sondern es soll ein Hinweis sein auf die brennende Notwendigkeit, einen Wandel in diesen Dingen eintreten zu lassen, soweit es noch möglich ist. Trotz allen Hohns,>der im preußischen Herrenhaus über dieses Wort ausgeschüttet worden ist, wir brauchen moralische Eroberungen, wtr brauchen sie außen und innen. Wir brauchen eine Vesesti g u n g vn s s-rer B üni- n i s s e. Auf der anderen Seite ist, solange dies notwendig war, ganz offen von der einheitlichen Front gesprochen wor- den, die hergestellt werden müsse, hat sich je nachdem das eine oder das andere vol? in seinen Zeitungen ganz offen darüber beklagt, daß der Anteil«n der ffememsamen Blutlast, den es zu tragen haste,»« gro�» sei. Warum soll das nicht auch bei uns möglich sein? Wiwum sollten wir stumm an Tatsachen vorübergehen müssen, die sich dem Blick des Beobachters ganz von selber aufdrängen? Vielleicht, weil dieses Kapitel gar zu peinlich sei? Dann fällt aber eine schwere Schuld auf die gesamte Politik, wie sie vor dem Kriege getrieben worden ist, die uns zuviel ganze Feinde und zu wenig ganze Freunde ge- macht hat!. Wir brauchen eine Festigung der neutralen Gesinnung bei d e n e u t r a l e n, brauchen eine Besserung der Stim- mung ihrer Bevölkerung gegenüber Deutschland, um uns gegen weitere Möglichkeiten zu sichern, die heute selbst ein Herr Claß kaum noch mit„Erleichterung" und einem„Gott sei Tank!" begrüßen würde. Auch dies ist ein Kapitel, über das später einmal noch sehr viel««sagt werden muß. Auch die Stimmung, mit der die Neutralen den Ringkamps zweier Mächte oder Mächtegruppen verfolgen, ist ein Maßstab für die Güte der Politik, die vor dem Kriege und während des Krieges getrieben worden ist. Welche Erfahrungen haben wir da gemacht? Schreien sie nicht nach Verbesserung? Wir müssen aber auch— denn wir können uns in dieser Beziehung das Ziel gar nicht weit genug stecken— aus moralische Eroberungen im Lager des Gegners selb st ausgehen. Wohl wird es uns nicht gelingen, mit schönen Worten diejenigen zu bekehren, die sich die Zerschmetterung Deutschlands zum Ziel eines fanatisierten Willens gesetzt haben. Aber wie viele sind es?„Jingoes und Chauvinisten gibt es überall", sie sinb aber überall in der Minderheit, sie moralisch zu isolieren, ist ein gutes Werk nicht nur im Jnter- esse des Vvlkes, dessen unversöhnliche Feinde sie sind, sondern auch der ganzen Menschheit. Schließlich, nicht»um mindesten, brauchen �vir moralische Eroberungenim eigenen Lande, die nur gemacht werden können durch eine energische Innenpolitik zur Förde- rung des dem«kr«tischen und sozialpolitischen Fortschritts. Auch hier können wir von den Gegnern lernen, vor allem von England, dessen Freigvdigkeit in der Erweiterung seines Wahlrechts zu den preußischen Schachermacheien in einem für»ns geradezu quolvollen Gegensatz steht. Zeigt also, daß Deutschland als freies Land in den Frieden hineingehen will, zeigt, daß es nicht zur Unterdrückung anderer, sondern um sein Dasein den schwersten Kampf kämpft, den jemals ein Volk gekämpft hat, und ihr werdet aus„Landes Verrätern" Landes verteidig er machen, anstatt vuS LandeSvertei- digern„Landesverräter" zu machen, wie das bisher ge- schchen ist! Sprecht ohne Scheu aus, daß Deutschland in Gefahr ist, so werdet ihr der bedrängten Sache Freunde werben! Geht ihr aber den alten Weg weiter, so werdet ihr euch dem Urteil der Geschichte nicht entziehen können:„Als Deutschland in Gefahr war, hat es durch die Schuld einer falschen Politik keine Freunde gehabt!" Die„Koningin Negsntes� wurüe torpediert. Holländische Anfriige an die deutsche und englische Regierung. Haag, 23. August. lKorrpspondenz-Bureau.)' DaS hollän- Msche Ministerium des Aiußern gibt bekannt, daß es auf Grund der Zeugenaussagen vor dem Schiffahrtstrust zu dem Schluß gekommen sei, daß der Untergang der Kcmingin RegentcS durch ein abgeschossenes Torpedo verursacht wurde. Die holländische Regierung hat ihren Gesandten in Berlin be- aufkrr.gi', die deutsche Regierung von der Schlußfolgerung der hol- ländischen Regierung zu benachrichtigen und ihr mitzuteilen, daß sie cä hoch einschätzen würde, wenn die deutsche Regierung noch einmal eine ernste Untersuchung vornehmen würde zur Beantwortung der Frage, ob ein deutsche? U-Boot die Koningin RegenteS torpediert habe. Die holländische Regierung wandte sich mit dieser Frage an die deutsche Regierung, weil die deutsche Marine Instruktionen hat, in gewissen Gebieten der See die den Hospitalschisfen im allgemeinen zugesichert« Immunität nicht anzuerkennen. Die Möglichkeit dürfte deshalb nicht auSge- schlössen sein, daß«in unerfahrener deutscher U-Boot- Kommandant entweder infolge falscher Auffassung der ihm gegebenen Befehl« oder infolge unrichtiger Ortsbestimmung oder infolge eine» anderen Irrtums mitteilte, daß das Hospital- schiff Koningin Rezentes nicht zu schonen sei und so den Verderben bringenden Torpedo abfeuerte. AuS der Untersuchung vor dem SchifsahrtSrat ergaben sich fevner verschiedene Punkte, worüber die holländische Regierung von der englischen Regierung Aufklärung wünschte, näm- Jyf) 1. in Boston wurden die Kapitän« der drei Hospitalschiffe um Auskunst ersucht Wer dt« Instruktionen, die sie über Reiserouten und Zeit erhielten, 2. soll der Plan bestanden haben, 160 Deutsche auf der Koningin RegentcS einzuschiffen, doch ist dieser Plan später nicht ausgeführt worden, 3. ist ungefähr 1�! Stunden vor der Torpedierung ein britische» U-Boot in der Nähe des Hospitalschiffes wahrgenommen worden. Die britische Regierung antwortet«: 1. Am 2. Juni, einige Stunden nach der Ankunft des Hospitalschiffes in Boston, hat die britische Marine auf 53 Grad 1 Min. nördlicher Breite und 1 Grad 25 Min. 5 Sekunden östlicher Länge verankerte deutsche Minen gefunden. Da dieser Punkt ungefähr in der üb- lichen Route der Hospitalschiffe liegt, sind diese augenscheinlich glücklich davongekommen, und auZ diesem G-runde wünscht man zu wissen, ob die Hospitalschffse von der üblichen Route abgewichen find und welche Route sie eingeschlagen haben. 2. Es wurden keine Anordnungen getroffen, deutsche Kriegsgefangene auf der Koningin RegenteS einzuschiffen, da auf den beiden anderen Schiffen genug Platz war. S. Das betreffende britische U-Boot hat am 6. Juni kein Torpedo abgeschossen. Es be- fand sich im Augenblick der Torpedierung der Koningin RegenteS westlich vom Leuchtturm Leman, also mindestens 24 Meilen von dem Platz deS 11 tz Heils entfernt. Der deutschen Regierung wurde die Antwort der britischen mitgeteilt.__ Deutschlanüs unö Rußlanüs wirtschaftliche Beziehungen. Die.Jstwestja" schreiben: Die Reise unseres Gesandten in Berlin nach Moskau hat infolge der gleichzeitigen Abreise des deutschen diplomatischen Vertreters nach PleSkau die verschiedensten Beurteilungen hervorgerufen, die jedoch mit der tatsächlichen Sack« läge gar nicht übereinstimmen. Ueber seine Herreise teilte Joffe in einem Gespräch mit unseren Mitarbeitern folgendes mit: Alle Gerüchte über Zuspitzung unserer Beziehungen zu Deutschland sind bollkommen unbegründet. Deutschland will und wird nicht mit uns brechen. Augenblicklich find die GesellschaftS- und Regierungskreise Deutsch- lands mehr denn je von der Notwendigkeit der Erhaltung und Stärkung deS Friedens mit Ruß- I a n d überzeugt. Es verlangen dies die Interessen Deutsch- landS. Meine Herkunft und die der russischen ökonomischen Dele- gation in Berlin sder Genossen Larin, Sokolniko« und Krasfin) und auch unseres Generalkonsuls in Berlin Menschinsky ist bedingt durch die Beendigung der Verhandlungen, die in Berlin zwecks Verwirklichung der ökonomischen Be- dingungen des Brest er Friedens geführt wurden. Es war notwendig, einen ausführlichen Bericht über diese Verband- lungen dem Rat des Volkskommissariats vorzulegen, um weitere Instruktion und endgültige Sankrion zu erhalten. Die Vorhand- lungen haben nun ein vollkommen befriedigendes Resultat aezeitigt. ES bestehen durchaus keine Hindernisse zur weiteren Entwicklung der Handels- und ökonomischen Beziehungen zwiscken zwei Reichen, die den zerstörenden Krieg beendet haben und in Frieden miteinander zu leben wünschen. Wegen Ünaufschiebbarer Angelegenheiten in Berlin, reisen ich und Menschinsky schon nach einigen Stunden wieder zurück. Das /lbtaften öer öeutfthen Linien. Zum Fortgange der großen englisch-französischen Offensive, ins- besondere zum Verlauf der Schlacht bei Bapaume, schreibt der mrli- tärische Npr.-Mitarlbeiter: Das Schwergewicht der Kämpfe im Westen wechselt nahezu täglich von Ort zu Ort. Bald ist eS die französische Front, auf der der größere Druck gegen die deutschen Stellungen ausgeübt wird, bald die englische, und hier wieder schwankt die Hauptlast des Kampfes von Abschnitt zu Abschnitt. Diese Unregelmäßigkeit ist da? zuverlässigste Kennzeichen für das Mißverhältnis zwischen den strategischen Ab- sichten unserer Feinde und ihren taktischen Er- folgen. Eben weil eS ihnen an keiner Stelle gelungen ist, die deutsche VerteidigungSkrcmt zu erschüttern, geschweige denn aufzu- rollen, ist die feindliche Heeresleitung darauf bedacht, die beut- fcben Linien gewissermaßen abzutasten, um fest- zustellen, ob nicht die Heftigkeit der Kämpfe an diesem oder jenem Punkt Hindenburg veranlaßt haben könnte, die örtlichen Reserven ans Nachbarabscbniiten herauszuziehen und so eine dem Angreifer günstige Schwächung unserer Verteidigung zu bewirken. Da? von unseren Gegnem in ähnlichen Fällen geübte Verfahren besteht ja nun in der Tat meistenteils darin, daß sie den ühermächtigen Druck bei einem Angriff, der gegen ihre Linien erfolgt, dadurch abzu- schwächen hestrebt sind, daß sie die Einbruchsstelle mit Hilfe aus den Nachbargräben herangezogener Mannschaften abriegeln. Ein solche» Versabren war besonber? am Platze, als Generalissimus F o ch alle Veranlassung hatte, mit seinen Generalreserven haushälterisch umzugehen. Selbstverständlich muß auch unsere Heeresleitung dar- auf bedacht fein,— und daß sie es ist, hat sie gerade in der letzten Zeit wiederholt bewiesen—, ihre eigenen Kräfte nach Möglichkeit zu schonen, aber ihre taktischen Methoden sind andere. Angesichts der Bewegungsfreiheit, die unserer HeereSführung dadurch verliehen ist. daß sie tief in Feindesland operiert und mit dem Raum fast möchte man sagen verschwenderisch umgehen kann, braucht sie auf das AuShilfSmittel der örtlichen Reserven nicht zurückzugreifen, wenn es sich darum bandelt, dem überstarken Druck deS Gegners ein ent- sprechendes Gegengewicht gesenüberzustellcn. Sie erreicht denselben Zweck vielmehr durch doS Mittel der Frontveclegung, von dem sie gerade bei den letzten schweren Kämpfen den denkbar vorteilhaftesten Gebrauch zu machen verstanden b«t. Unter diesen Umständen kehrt die feindliche Heeresleitung, nach- dem ste vergebens an den deutschen Linien herumgetastet hat, wieder zu ihren Hmiptbcennpunkten zurück, und als einer davon hat in erster Linie Bopaume zu gelten, gegen da? bereits der erste Offensivstoß der Engländer gerichtet war. Großer militärischer Wert kommt dieser Stadt nach Lage der Ding« heute nicht mehr zu. schon aus dem Grunde, weil das VorgelZnde in einer Weile dem Nachschub deS Geyners entzogen ist, daß auch die Stadt selbst nicht mehr wie«inst den Anspruch erheben kann, als wertvoller militä- rischer Faktor in Rechnung gestellt zu werden. Im besten Falle handelt eS sich bei den wütenden Kämpfen um Bapaume für den Gegner um nicht viel mehr als um einen mora- lischen Erfolg, der bestimmt sein würde, die schwere Nieder- läge der Engländer bei unserer FrühjahrSoffcnsive in etwa? aus- zugleichen. Nun, unsere heldenmütigen Truppen machen wahrhastig den Gegnern Ihre Aufgabe nicht leicht. Englischer HeerrStencht vom 24. A u g u st abends. Di« Kampfe an der Schlachtfront nördlich van der Somm« dauern seit dem frühen Morgen an. Wir üben überall einen schweren Druck auf den Feind aus und lassen chm keine Ruhe. Wir haben an unserer Angriffsfront trotz der Ankunft feindlicher Verstärkungen Fortschritte gemacht. Eine Anzahl Gefangener und Mengen von Kriegsgerät jeder Art sind in unsere Hand gefallen. Australier, die kurz nach Mitternacht längs deS Nordufers der Somm« an- griffen, nahmen Bray an der Somme, wobei sie eine Anzahl Ge- fangen er einbrachten und setzten ihren Vormarsch mit großem Ge- schick in der Initiative fort. Sie haben die feindliche Stellung in dieser Gogend genommen. Auf ihrem linken Flügel machten Truppen au» Jondon und den östlichen Grafschaften nachts längs der Hochfläche südwestlich von Albert weitere Fortschritte, wobei sie einige Hundert Gefangene machten. Im rechten Zentrum rückten Truppen auS Wales und den nördlichen Grafschaften über das alte Sommeschlachtfeld von 1916 hinweg bei La Bot- selle-OvillerS, dem Mouquet-Gehöft, bei Thiep- val und Grandecourt vor. Wir nahmen alle diese stark verteidigten Ortschaften trotz entschlossenen Widerstandes, wobei wir.mehr als 2000 Gefangene machten. Unsere Truppen befinden sich wieder beiderseits deS Thiepval-Rückcns und gehen in östlicher Richtung vor. Auf dem linken Zentrum wurden Truppen aus Ostlancashire tagsüber in heftige Kämpfe um Miraumont verwickelt, wo der Feind mit großer Hartnäckigkeit standhielt, bis das Dorf nach und nach von unseren vorgehenden Abteilungen umgangen wurde. Nördlich von dem Dorf« nahm eine neusee« länvische Division, die in dem Zentrum des gegen Bapaume ge- richteten Angriffs mit nnwtdersteblichcm Schneid und Entschlossenheit vorging, die Verteidigling»tinien im Lou p a r t- W aide Und macht« 400 Gefangene. Mit großer Tapferkeit weiter vor« wärts drängend, nahm sie GrevillerS und B i c i v i l l e r s und erreichte AveSnes-les-Bapaume an der Grenze von Bapaume. Auf den Flanken dieses Angriffs besetzten die Englän- der JrleS und rückten in der Richtung auf Sapignie» vor, indem sie den starken Widerstand bei JrleS und östlich von Bchucourt überwanden. Auf der linken Schlachtfront kämpfen eng- lische und schottische Divisionen und Garden an der Front M-zrh— CroisilleS—NeuiM-—-Vitasse und haben St. Leger. Heninfur- Cojeul und den Hügel östlich von letzterem Ort genommen. Di« Beute ist bisher noch nicht abzuschätzen. An der übrigen eng- lischen Front entwickeln sich erfölgreiche örtliche Gefechte. Nördlich von der Scarpe nahmen wir den Abschnitt dar deutschen Fronttinie östlich von Fampoux. Nördlich vom La-Bassee-Kanal nahmen wir die alte»nglische.Front- linie östlich und nordwestlich von GivenchY. rückten bis in feie deutschen Stellungen vor, erreichten alle Ziele und machten 60 Ge- fangene. Unsere Patrouillen besetzten nachts Torf Berquin, wo eine Anzahl Deutscher tot aufgefunden wurde. Wir rückten heiae morgen unsere Linie nördlich von Bailleul an einer Front von 1600 Metern vor und machten 50 Gefangene. Die Artillerie unterdrückte einen feindlichen Gegenangriff. Englischer Heeresbericht vom 2 5. August morgens. Unser Angriff nördlich der Somme dauert an. Wir halten die Straße von Albert nach Bapaume, bis zu den Grenzen von L« Sars und nahmen Contalmaison, Warlencourt- Eaucourt. Nördlich von Bapaume nahmen wir Sali�ny- Behagnies. Tie Zahl der von der dritten und der vierten Armee seit dem Morgen des 21. 8. eingebrachten Gefangenen überschreitet jetzt 17 000. Englischer Bericht vom 2 5. August abends. Der heute durch die Ankunft deutscher Verstärkungen zunehmende feindliche Widerstand und viele Gegenangriffe an verschiedenen Punkten wurden unter Verlusten unter unserem Feuer abgewiesen. Unsere Truppen kämpften nichtsdestoweniger erfolgreich mit großer Tapferkeit, überwanden den Widerstand und machten weitere Fortschritte, wobei sie viel« Gefangene ein- brachten. Am Nordufer der Somme nahmen Australier durch erfolgreichen Angriff frühmorgens die feindliche Stellung an der Anhöhe östlich von Bray, während links von ihnen Divisionen aus London und der Ostgrafschaft ihren Bormarsch in der Richtung Cernoy fortsetzten und M a metz nahmen. Die Walliser be- setzten den Mametzwald. Im Zentrum unseres Angriffsgebiets überschritten wir die Straße von Albert nach Ba- p a u m e jn ihrer ganzen Länge südlich von Bapaume und nahmen Martinpuich, LrfarS und Lcbgrave. Nördlich Bapaume fand ein schwerer Kampf in Favreuil und um Mery und CroisilleS statt. Wir machten östlich von Behagnies und in Neuville-Vitasse Fort- schritte. Ein Gegenangriff gegen unsere neuen Stellungen im Abschnitt von G i v e n ch y wurde abgewiesen. Französischer Bericht vom 2 5. August abends. Im Laufe des Tages Tätigkeit der Artillerie beider Teile in der Gegend von Lassignh. Zwischen Ailette und AiSne haben wir östlich von B a g n e. u x neu« Fortschritte gemacht und feindliche Gegenan. griffe westlich von Cräcy-au-Mont zurückgeschlagen. Bei diesen Unternehmungen haben wir 400 Gefangene gemacht. Von der übrigen Front ist nicht« zu berichten. Die Kriegsausgaben Frankreichs. .TsmpS' erllärt in einer offisiöi'en Note, daß einschließlich der für das letzte Vierteljahr 1918 angeforderten Kredite die Kriegsausgaben Frankreich» für den Zeitraum dom 1. August 1914 bis 31. Dezember 1918 147 Milliarden Franken betragen. Nicht eingerochnet sind darin 8 Milliarden für daS Zivil- budget von 1913. Die utrainisch-rujftjchen Krieüens- verhanülungen. Tiidostrussische Verhandlungen. MoSkau, 21. August.(P. T.A.) Der Handelsmmistec der Don- Regierung Lebedew teilte den Pressevertretern die Hauptbedingungen des Vertrages zwischen dem Tongebiet und der Ukraine mit. Die Grenzen zwischen Ukraine und Don werden durch die letzte VerwoltungSgrenze zwischen den früheren Gebieten, dem Don- gebiet und den Gouvernements JekaterinowSlaw, Charkow und Woranesch bestimmt. Beide vertragschließenden Reiche erkennen ihre gegen- leitige Unabhängigkeit an und haben daS Recht, über ihre Zölle zu verfügen. Im Dongebiet hat die ukrainische Bevölkerung all« Rechte bezüglich der Sprache, der Schule und der Kultur wie die übrigen Aürßer, und alle politischen Rechte wie alle nicht kosakischen Bürger. Ebensolche Rechte haben die Kosaken und die Don-Bürger in der Ukraine. Beide Parteien verpflichten sich, in kürzester Zeit eine be« sondere Vereinbarung über die Verkehrsfrage, den Warenaustausch, die gegenseitigen Finanzbedin- gungen, die Post» und Telcgraphenkonventionen, die Regulierung der Fragen über das Donbecken und seine Wirt- schaftliche Einheit, zu treffen. Dabei versieht daS Dongebiet die Bergwerke nach Möglichkeit mit Lebensmitteln, Schmiermaterial, die Ukraine aber mit Holz, Metallen und Sprengstoffen. « Kiew, 25. August. Di« gestrige Vollversammlung der ukrainisch- russischen Friedenskonferenz verhandelte über die ukrainische Er- klärung, daß nach der Selbständigkeitserklärung des Dongebiets und nach Anerkennung derselben durch die Ukraine nur noch über dir Nord- grenze mit Rußland verhandelt werden solle. Die russische Abordnung verlangte eine Verhandlung über die Grenzen auch im Dongrbiet, weil die Donbevölkerung sich noch nicht selbst für die LoSlösung ausgc- sprachen- und die Ukraine zu Beginn der Friedenskonferenz die russische Abordnung als Vertreterin des gesamten Größruhlands an. erkannt habe. Eine Einigung wurde nicht erzielt, aber ein Abbruch der Verhandlungen zunächst vermieden. Beide Parteien sollen ein« schriftliche Festlegung ihres Standpunktes einreichen. Am 2. September findet in Rostow eine Beratung von Vertretern der Einz«lgebiete Südostrußlands statt, um die für die Föderation des Südostens gemeinsamen Fragen von Handel, Wirtschaft, Finanzen, Valuta, einheitlicher Verwaltung und Verkehrswegen zu regeln. ' Jn NowotscherkaSk langte der Ukrainischen Telegraphen« agentur zufolge eine ukrainische Abordnung an, um dem Ataman KraSznow ein Handschreiben des HetmanS zu überreichen und um gutnachbarliche Beziehungen anzubahnen. Keine Ausreife aus Rußland für die Cntentevertreter. Moskau, 21. August.(P. T. A.) Der Kommissar für auswärtige Angelegenheiten T s ch i t s ch e r i n teilte den Ententemächten durch den holländischen Botschafter mit, daß Bürger der Ententemächte, und zwar sowohl Diplomaten und Konsuln, als auch in Rußland internierte Bürger die Erlaubnis, Rußland zu verlassen, nur in dem Fall bekommen würden, wenn gleichzeitig dem russischen Vertreter in England L i t w i n o w, allen russischen Mrgern. dem russischen Agenten in Kristiania Bcutler, der von den Engländern auf dem Schiff festgenommen wurde, allen in Frankreich gebliebenen russischen Soldaten und anderen die Möglichkeit gegeben wird, in die Heimat zurückzukehren. Die Rebellen in HedschaS. Der türkische Tagesbericht meldet: Am 21. 8. griffen Rebellen unsere Postierungen südlich Zat el Hadsch(im Hedschas) mit großer Ueberlegenheit an. D,« tapfere Gegenwehr unfaret Truppen zwang die Rebellen nEch langem Kampfe zum Rückzüge. Auch südlich Hedije wurde ein Anschlag gegen die Bahn von uns vereitelt,. Nr. 2ZS ♦ ZS.�ahrgaag Heilage öes Vorwärts GroßSerlw Regenwetter. Bürger, mags auch immer wie aus tausend Mulden gießen, laß dir nicht den Mut verdrießen— übers Jahr wirds schlimmer. Uebers Jahr, so schließ' ich, kommt dieselbe Flut von oben, weicht das Kleid, papiergewoben— du stehst paradiesisch! P a« l ch e it. Der Gauner-Freibrief. Die Lombrososche Theorie, daß jeder Verbrecher seinen Sparren habe, feiert gerade jetzt wieder Triumphe. Frau Justitia kann ja nur Stichproben anstellen unter dem Heere der Rechts- und Menschheitsversündiger, die der Krieg je mehr züchtet, je länger er dauert. Das ist auch ganz praktisch. Sonst wäre nicht genug Stoff für schwedische Gardinen da. Nur an ihrer Binde vor den Augen mutz es wohl liegen, daß die hohe Gerichtsdame so überaus häufig nebenbei greift und sich gewöhnlich nur die kleinen Ganefs langt, aber die großen Übersicht. Wo ivirklich die Künstler der Zunft, die Zylinder- Verbrecher und Spitzenkleid- Betrügerinnen, vom sogenannten Arme der Gerechtigkeit gestreift werden. da richtet sich immer wieder der alte selige Lonibrobo im Grabe auf und schreit uns mit vergnüglichem Grinsen zu: Seht ihr, ich habe doch recht... der Verrückten- - Freischein steckt in der Westentasche! Unter drei Großgaunern, die beim Schlafittchen ge- nommen werden� ist sicher einer von dieser vorsichtigen Menschensorte, die sich erst den psychiatrischen Befähigungs- Nachweis besorgt, ehe sie an das Beschummeln geht. Die Sache ist ja so einfach. Man verschwindet für ein paar Monate in ein„Sanatorium", hinter dessen schönem Tür- schild und molligen Gasträumen sich eine regelrechte Irren- anstalt verbirgt, läßt sich schwarz auf weiß seine geistige Angefressenheit bescheinigen und kann nun mausen und fälschen nach Herzenslust. Und wie merkwürdig geschäfts- gewandt diese im rechtlichen Sinne geschäftsunfähigen Leutchen sind, wie geschmeidig und oft sogar nnt„Vornehmheit" über- tüncht! Massenhaft gehen ihnen die Vögel ins Garn. Die dem Ehrlichen nicht drei Mark pumpen, legen beim raffi- nierten Betrugskünstlcr unbedenklich Hunderttausende-an. Nur ein hübsch drapierter Name, ein lockender Titel, eine sürstliche Aufmachung, brillantengeschmückte Hände und— die nötige Reklame müssen als Sicherheit dienen. Wahrlich, Madam' Kupfer mit ihrem Millionenschwindcl war eine Stümperin. Gelb und grün muß sie werden vor Neid, wenn sie ini Kittchen zufällig hört, wie ihre soeben in Staats- Pension abgeführte Firmennachfolgerin, Frau Geheimrat Dr. Lepa, vorgebaut und dem Herrn Staatsanwalt das Konzept verdorben hat. Nicht umsonst ist Dame Lepa eine Juristenfrau. Wie der Bemogler sich räuspert und auf das Gefängnis spuckt, hat aus dem Strafgesetzbuch sie sich bei- zeiten abgeguckt. Sich ins Zuchthaus stecken lassen wie ein Einbrecherlausbub? Herr Staatsanwalt, ich bin psychiatrisch cmimpft! Aber es ist schon richtig: auch für Irrenhäuser sind nicht genug Mauersteine da, um die Geldhyänen mit dem Freibrief dauernd einzufangen. Und den klugen Geld- hungrigen, die sich übertölpeln lassen von den besten Kunden der Jrrenhaus-Sanatorien, folgt schließlich nur das Hohn- gelächter der Welt.__ Wenn man einen Arzt braucht. In den Arbeitervierteln Berlins wurde schon immer geklaat, daß A erste schwer zu haben sind, wenn man sie braucht. Bei dem Aerztemangel, den die Kciegszeit»ebracht hat, ist natürlich dieses Ilebel noch sehr viel schlimmer geworden. Ein Leser unseres Blattes schildert, welche Mühe er hatte, bei einer im Stadtteil W e d d i n g vorgekommenen Gasvergiftung für feine verunglückte Nichte einen Arzt heranzuholen. Als er sofort nach Meldung des Unfalls am Abend etwa um i49 Uhr zu einem benachbarten Arzt lief, glaubte er schon von der Straße aus zu erkennen, daß dieser am offenen Fenster stand. Er freute sich des Glückszufalles, aber das Dienstmädchen, dem er sagte, daß wegen einer Gasvergiftung der Herr Doktor schnell kommen möchte, bedauerte:„Herr Doktor ist nicht da." „Fräulein," drängte der Hilfesuchende,„gehen Sie nur rein, er -möchte kommen. Es handelt sich um ein Menschenleben— er steht ja am Fenster." Mit den Worten:„Ja, sehen Sie, das weiß ich ja gar nicht!" verschwand sie. Nach kurzer Zeit kehrte sie zurück mit einem Merktäfelchcn und bat:„Wollen Sie mir die Adresse an- geben? Aber wenn nun das� Haus schon zu ist!?„Es ist ja erst 20 Minuten nach 8, so schnell wird doch das Haus nicht zugemacht, ich werde auch jemand mit dem Schlüssel vor der Tür warten lassen." Er gab die Adresse an und erklärte nochangls:„Ich weiß bestimmt, daß er da ist. Sagen Sie nur, daß es sich um ein Menschenleben handelt."„Ja. ja, ich werde es bestellen," schloß das Mädchen. Der Hiliefuchcnde kehrte zu der Verunglückten zurück in der festen Zu- versicht, daß der Arzt sehr bald hintecherkommen würde. Er blieb mit seiner Mutter bei der Bewußtlosen, für die sie keine Hilfe wußten, und wartete in quälender Ungeduld auf den Arzt. Daß dieser und kein anderer am Fenster gestanden habe, hielt er für zweifellos. Mehrere Jahre hindurch hatte er mit dem Arzt zu- summen in dem Hause gewohnt, und wenn er ihn damals auch nie in Anspruch nahm, so glaubte er ihn doch genau zu kennen.„Der Arzt muß ja gleich hier sein!" sagte er sich immer wieder. Bis X.ib Uhr wartete er so, dann gab er die Hosfnung auf und lief nach der Nettungsstation im Virchow-Krankenhaus. Von dort wurde unverzüglich ein Kranrenwagen gesandt, der die Verunglückte ab- holte.„Auf dem Transport gestocbenl" erklärte bei der Einlieferung bedauernd die Acrztin. Sie fragte, wann denn der Unfall entdeckt worden fei und rügte die Verspätung des RufeS nach Hilfe. Da wurde ihr erzählt, wie lange man auf den sofort ange- rufencn Arzt gewaclct hatte. Die Aerztin � schränkt« hinterher ihr Urteil über den Zeitpunkt des Todes ein und wollte keine so be- stimmte Angabe mehr darüber machen. Wir dürfen aber wohl ver- muten, daß eine Stunde früher bei rechtzeitiger Hilfe vielleicht Net- tung möglich gewesen wäre. Ter Verwandte der Toten teilt uns das Vorkommnis in allen Einzelheiten mtt, weil er wünscht, daß es anderen zur Warnung dienen möge. Er bittet uns um die öffcnt- liche Mahnung, in solcher Rot gar nicht er st nach einem vrivatenÄrztzusuchen. sondern sofortdienäch st e Rettungsstelle anzurufen. Wir können nur beistimmen. denn noch weniger als sonst ist jetzt darauf zu rechnen, daß man in kürzester Frist einen privaten Arzt heranschafft. Wundern müssen wir uns, daß bei Unfällen oder plötzlichen Erkrankungen immer»och so viele Hilfesuchende an die Rettungsstation zuletzt denken. Hinge- wiesen wurde auf sie sehr oft, aber vielleicht ist es nötig, sie der Bevölkerung noch auffälliger und wirksamer als bisher vor Augen zu rücken. Angesichts des Aerztemangels dieser Kriegszeit scheint uns dringend erforderlich, daß auch eine schleunige Ver- mehrung der Rettungsstellen ins Werk gesetzt wird. Wir würden es als einen dem Gemeinwohl dienenden Fortschritt ansehen, wenn bei der ersten Hilfeleistung die privaten Aerzte als solche ganz ausgeschaltet werden könnten. Eine Diebcsjagd. Bei Diebstählen soll keiner glauben, daß des Bestohlenen einzige Rettung die Polizei ist. In N e u k ö l l n hat eine in der Saale- straße wohnende Familie R., die durch Wohnungseinbruch arg be- swhlen worden war, sonderbare Erfahrungen gemacht. Der Dieb- stahl wurde sogleich nach der Entdeckung dem Polizeibureau in der Schudomastrafie gemeldet, worauf ein Beamter die Wohnung be- sichtigte und die nötigen Angaben zu Protokoll nahm. Ueber vier Wochen harrte dann die Familie des Erfolges, den der polizeiliche Spürsinn haben würde. Inzwischen waren aber auch die Bestohlenen selber nicht müßig, und schließlich lenkte ihr Verdacht sich auf ein in der Siegfriedstraße wohnendes 17jähriges Mädchen L., das in- folge einer früheren Schulfrenndschaft noch gelegentlich in der Fa- milie verkehrte. Frau R. teilte ihren durch eigene Ermittelungs- versuche bestärkten Verdacht dem Polizeibureau in der Lahnstraße mit und bat um Haussuchung bei L., aber man wies sie an das Bureau in der Schudomastraße. Dort lautete die Antwort:„Ja, ich .habe jetzt dazu keinen Beamten hier." Vom Bureau wurde tele- phonisch beim Polizeipräsidium angefragt, worauf die Antwort er- folgle, Frau R. solle um 4 Uhr nachmittags zum Präsidium kommen. Sie tat das und erhielt jetzt einen Bescheid, den sie dahin verstand, heute habe es keinen Zlveck mehr, aber am nächsten Morgen werde man sich auf den Weg machen. Frau R. glaubte, daß die Sache keinen Aufschub dulde, und handelte nun sofort auf eigene Faust. Schon gegen Abend wurde durch private Be- obachtungen des Hauses in der Siegfriedsträße festgestellt, daß die L. einen großen Karton wegzuschaffen versuchte. Eine Tochter der Frau R. bat auf dem Bureau in der Lahnstraße um Sendung eines Beamten, wurde von dort zum Ringbahnhof nach einem Schutzmann geschickt und— fand keinen. Sie ging dann zum Bureau in der Schudomastraße, wurde aber jetzt wieder an das Bureau in der Lahnstraße gewiesen. Hier hatte sie mit ihrer erneuten Bitte endlich Glück, ein Beamter kam mit, und die Durchsuchung der Wohnung zeigte dann, wie sehr der Verdarbt das Richtige getroffen hatte. Ein Teil des gestohlenen Gutes fand sich sogleich hier, von dem übrigen war das meiste auf Laubenland bei Treptow unter- gebracht, von wo es noch zu später Abendsturwe der Beamte zu- sammen mrt den Bestohlenen herbeiholte. Hätte Frau R. sich bis zum nächsten Morgen geduldet— wer weiß, wieviel da vielleicht noch beiseite geschafft worden wäre! Soll man's für möglich halten. daß auf dem Polizeipräsidium die Sache als nicht eilig augesehen worden sei? Dem Beamten vom Bureau in der Lahustraße, der schließlich mitkam, spendet Frau R. wegen seiner bis in die Nacht ausgedehnten und erfolgreichen Tätigkeit vollste Anerkennung. Die jugendliche Diebin wurde schon am Abend in Hast genommen. Notmasinahmen in den Berliner Krankenhäusern. Der Berliner Stadtverordnetenversammlung sind mehrere Vor- lagen zugegangen, die von allgemeinem Interesse sind. So sollen nach einem Beschluß des Magistrats in den städtischen Kranken- anstalten Ambulatorien errichter werden, um für alle Fälle, be- sonders in der Uebergangszeit vom Krieg zum Frieden gerüstet zu sein. Es wird befürchtet, daß sich der zeitweilige Bettenmangel zu einer Bettennot auswächst, und da sowohl Neu- wie ErweiterungS- bauten nicht vorwärts gekommen find, so will man sich dadurch helfen, indem in allen Krankenanstalten eine ambulatorische Behandlung neu eingeführt wird, und zwar für alle die kranken Personen, die einer Krankcnhausbehandlung nicht bedürfen. Gleichzeitig sollen für diese Zwecke und Ziele Oberarztstellen in den städtischen Anstalten errichtet werden, damit die Aerzte entlastet werden können. Einer Anregung des Ministers des Innern folgend sollen Säuglingspflegeschulen im Kaiser» Friedrich-lkinderkrankenhaus und dem Städtischen Waisenhaus in der Alten Jakobstraße errichtet werden. Die dort nach einer ein- jäbrigen Ausbildung in zwei halbjährigen Kursen ausgebildeten Pflegerinnen werden dann zur staamcheir Prüfung als Säuglingspflegerinnen zugelassen._ Erzengerhöchstpreise für Gemüse. Die Reichsstelle für Gemüse und Obst hat nunmehr die Preise für die in den Herbstlieferungsverträgen aufgeführten Gemüsearten festgesetzt, die einheitlich für das ganze Reichsgebiet mit Wirkung vom 26. August gelten. Die Preise halten sich für Vertragsware auf der gleichen Höbe, wie in den Normalverträgen vorgesehen ist. Für Ware, die nicht auf Grund von Lieferungsverträgen geliefert wird, ist ein etwas niedrigerer Höchstpreis festgesetzt. Bei Zwiebeln gelten die mit Bekanntmachung vom 7. August 1918 festgesetzten Preise fort.__ Postverkehr mit Kriegsgefangenen. Postsendungen an die in der Gewalt des amerikanischen Heeres in Frankreich befindlichen deut'chen Kriegsgefangenen müssen in der Ausichrist neben den sonst erforderlichen Angaben(Vor- und Zuname, Dienstgrad, Kompagnie und Regiment, denen der Gefangene angehört hat) den Zusatz tragen: ok Central Records Officö, U. S. A,, P. O. 717. Pranco. Postanweisungen für deutsche Gefangene, die sich in England und in englischen Lagern auf französischem Boden befinden, dürfen, wie auch daS in alle» Postschalterräumen aushängende Merlblatt über den Gefangeneu-Posiverkehr vorschreibt, nur an daS Postamt im Haag gerichtet werden. Die Ueberweisimg an andere Vermittlungsstellen, insbesondere an die Oberpostkontrolle in Bern. verursachr eine erhebliche Verzögerung in der Ueberkunft der Beträge. Nene Höchstpreise für Kohlrabi. Der Magistrat veröffentlicht heute neue Kleinhandelshöchstpreise für Kohlrabi, und zwar kosten danach Kohlrabi mit Laub 12 Pf. je Pfund, für Kohlrabi ohne Laub 16 Pf. je Pfund. Die Kleinhandelshöchstpreise treten am 29. August in Kraft. Die Benutzung der Dach- und Kellerräume im Landespolizci- bezirk Berti« wird jetzt, ebenso wie dies der Regierungspcäsident bereits für den Regierungsbezirk Potsdam angeordnet hat, durch den Berliner Polizeipräsidenlen freigegeben. Die Ortspolizei- behörden in den zum Landespolizeibezirk Berlin gehörenden Städten Berlin, Charlottenburg. Schöneberg, Wilmersdorf, Neukölln und Lichtenberg, sowie der Landgemeinde Stralau dürfen zur Behebung des Wohnungsmangels zulasien, daß in Dach- und Kellergeschossen Räiime. deren Benutzung aus baupolizeilichen Gründen zum dauernden Aufenthalt von Menschen verbolen ist, für Wohnungen in Benutzung genommen oder eingerichtet und daß in ihnen Räume solcher Art neu eingebout werden. Im übrigen gelten die gleichen Bestimmungen wie für die Vororte von Berlin. Die Räume dürfen danach erst nach schriftlicher Genehmigung durch die Ortspolizei.■ bebörde eingerichtet und in Gebrauch genommen werden; den Zeit- Punkt der Jiigebrailchnohme wird überhaupt erst eine weitere Ber- ordnung des Berliner Polizeipräsidenten bestimmen. Käseverteilong. Bis Donnerstag, den 29. August, wird an diejenigen Kunden, die in die Speisefettkundenliftc der in den Be- zirle» der 8ö. bis 87.. 90.. 97.. 9S„ 195., ISA, 176, ISS, 215. imd. / vlenstag, 27. August 1 Hl 8 216. Brotkommission gelegenen Geschäfte eingetragen sind, pro Kopf 125 Gramm Käse verteilt. Zur Verstärkung der Nachtbeleuchtung in Berlin, die vom Ober- kommando angeordnet worden ist, um die allgemeine Sicherheit zu erhöhen, verlangt der Magistrai von den Stadtverordneten eine Nachbewilligung von rund i Million Mark. Dir Aufhebimg der Eutmündigung des Prinzen Friedrich Leopold wird setzt von dem Richterkommiiiar, der von dem Vorsitzenden des mit dem Kgl. Kammcrgerichl verbundenen Geheimen Justizrats (Abteilung für die erste Instanz) ernannt worden ist. amtlich in folgender kurzen Form bekannlgegeben: Der die Entmündigung Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Friedrich Leopold von Preußen(Sohn) wegen Verschwendung aussprechende Beschluß vom 21. Juli 1917 ist durch den Beschluß vom 12. August 1918 wieder aufgehoben worden. Ein Spnndaucr Magistratsbeamter beim Brotkartenhandel fest- genommen. Peinliches Aussehen erregt in Spandau die Festnahme des 38jährigeii Magistratsassisteriten Pant Schulz, der beim Verlrieb von Brotstrrtou belroffen wurde. Am Sonnabend wurde in Char- sottenburg ein Mann beim Vertrieb von Zusatzbrotkarten be- troffen, über deren rechtlichen Erwerb er sich nicht ausweisen konnte. Bei seiner Festnahme erklärte er, Angestellter der Spandauer Brotkarlenausgabe zu sein. Die Ermittelung ergab, daß es sich latiächlich um einen Magistratsassistenten Paul Schulz aus der Streilstraße 27a zu Spandau handelt, der vor einigen Monaten aus dem Heeresdienst entlassen worden und in der Spandaner Brolkartenausgabc wieder Anstellung fand. Trotz schärfster Ueberwachung gelang es ihm, eine Anzahl Znsatzbrot- karten zu veruntreuen, die er in Schöneberg, Charlottenblcrg und anderen Vororlen abzusetzen suchte. Der Magistral Spandau Hai sofort ein Disziplinarverfahren gegen Sch. eingeleitet. Durch einen Sprung ans dem Fenster hat sich am Sonn- tag, früh der 11 Jahre alte Arbeiter Gustav Buschow aus der Libauer Straße 3 das Leben genommeil. Buschow stand morgens um 4 Uhr piiitzlich aus, ohne etwas zu sagen, und ging aus der Wohnung hinaus. Bald darauf fand ihn der Pförtnsr des Hauses mit zerschmetterten Gliedern und eingedrücktem Gesicht tot auf dem Hofe li.z.m. Er war nach dem vierten Stock hinaufgegangen und dort aus dem Flursenster hinabgesprungeir, wahrscheinlich in einsm Anfalle geistiger Umnachtung. Ein schwere? Brendunglück veruriachte am Sonntag große Auf- reguna in der Pntbllier Slr. 37. Eine Frau A. Lübcke im Aller von 39 Jahren war in der Küche bei offener Gasflamme mtt dem Reinigen von»leidern beichäsiigt und benutzte dazu eine kleine Flasche mit Benzin. Die Flasche explodierte dabei und die Kleider' der Frau gerieten in Brand. Am ganzen Körper brennend stürzte die Frau hinaus. Hausbewohner versuchten mit Steppdecken die Flammen zu ersticken,>oas nur mit großer Mühe gelang. Mir schweren Brandwunden bedeckt wurde sie nach dem Lazarus-Kranken- haus gebracht, wo sie dann in der Nacht zum Sonntag von ihren furchtbaren Schmerzen erlöst wurde. Drei Personen durch GaS vergiftet. Im Israelitischen Heimat- hau?. Gormannstraße 3, wurden gestern früh drei Frauen in ihrem gemeinschaftlichen Zimmer durch Gas vergiftet bewußtlos aufge- fluiden. Nach längeren Wiederbelebungsversuchen gelang es, zwei der Verunglückten, ein Fräulein Lissauer und ein Fräulein Neubörger, ins Leben zurückzurufen, während die dritte, eine Frau Birnbaum, bereits tot war. Es liegt ein Unfall vor. Verhaftung eines berüchtigten Geldschrankknackers. Der Schöne- berger Kriminalpolizei ist ein außerordenllich guter Fang gelungen. Bei einem nächtlichen Einbruch in ein Tuchgeschäft in der Goltz- straße 12 wurden die beiden Täter, die durch die Kellerdecke in die Ladenräuine einzudringen versuchten, von Kriminalschutzleuten über- rascht. Die Verbrecher versuchten zu flüchten, wurden jedoch sofort verfolgt und es gelang schließlich auch, einen der Täter zu über- wältigen. In dem Festgenommenen wurde ein gesährlicher„Knacker" und ein berüchtigtes Mitglied der aus gewalttätigen Burschen be- stehenden.Weddingkolonne" namens Max Binder festgestellt. B. ivurds dem Untersuchungsrichter zugeführt, sein Helsershetfer, über den der Verhaftete jede Auskunft verweigert, konnte noch nicht er- mutelt werden. Das Spielen mit Sprengstoffen hat wiederum einen bedauer- lichen Unfall herbeigeführt. In Spandau hatten zwei Knaben in der Umgebung eines UebungSplatzes eine Sprengpatrone gefunden. Die Jungen spielten damit und versuchten, die Patrone durch Klopfen mit einem Stein zur Entladung zu bringen. Das Sprengstück ent- lud sich dabei auch und riß dem achtjährigen Paul Schülke aus der Staakener Straße mehrere Finger der linken Hand ab. Ein gleich- altriger Knabe kam glücklicherweise mit geringfügigen Verletzungen davon. Wilmersdorf. Abgabe von Einmachezucker. Für jeden Ein- wohner gelangt in der Zeit von Montag, den 26. August, bis ein- schließlich Sonntag, den 15. September, auf Abschnitt 59 der All- gemeinen Groh-Berliner Lebensmittelkarte 1 Pfund Einmachezucker zur Verteilung. Die Entnahme des Zuckers darf nur in demjenigen Kleinhandelsgeschäft erfolgen, wo der Karteninhaber in die Kunden- liste für den Zuckerbezug eingetragen ist. Cöpenick. Regelung der ExplosionSschäden. Nachdem auf Grund einer Vereinbariing mit dem Militärfiskus eine Regelung der infolge der bekannten Explosion in der Kahlbaumichen Fabrik entstandenen Schäden für die Gemeinde Adlershof getroffen worden war, ist jetzt eine solche Vereinbarung auch nach langwierigen Verhandlungen für die Stadt Cöpenick zustandegekommen. Die Prüfung der Schäden übernimmt ein ehrenamtlich tätiaer Ermittlungsausschuß unter dem Borsitz des Bürgermelsters Pcümers. Zur Anmeldung der Schäden ist sür Cöpentck eine letzte Frist bis zum 31. August gestellt worden. Nach diesem Tage eingehende Anmeldungen können auf keinen Fall berücksichtigt werden. Pankow. Lebensmittel. Im Laufe dieser Woche gelangen in den bekannten Verkaufsstellen zur Verteilung: Auf die allgemeine Lebensmittelkarte: 200 Gramm Marmelade auf Abschnitt 53. Auf die Pankower Lebensmittelkarte: Räuckierwaren (soweit solche eingehen) auf Abschnitt 114 bezw. 128, Heringe(so- weit solcbe noch nicht in Empfang genommen sind) auf Abschnitt 124. Zulagen fürKinder bis zu zwei Jahren: 599 Gramm Haferflocken für den Monat auf Bezugschein, für solche bis zum ersten Lebensjahre 375 Gramm Zuckerzulage auf Abschnitt l6a, d und o der Zuckerzusatzkarte, für solche im zweiten Lebensjahre 259 Gramm Zuckerzulage auf Abschnitt 16a und b und solche vom Beginn des dritten bis zum vollendeten sechsten Lebensjahre 125 Gramm Zuckerzalage auf Abschnitt 16 der Zuckerzusatzkarte. Militär« Personen erhalten 299 Gramm Marmelade. FrirdrichSfclde. Teilung des Einwohncr-Mcldcamtes. Mit dem 2. September wird das bisherige Einwohner-Metveamt in Karls- borst nach Ortsteilen getrennt. Di« polizeilichen An-, Ab- und Ummeldungen des OristeileS Karlshorst werden wie bis- her in dem Dienstgebäude Dönhoff st r. 31, dagegen die Mel- düngen deS OrtSteiles Fricdrichsfelde von diesem Tage ab in dem Dienstgebäude W i l h e l m st r. 1 entgegen- genommen, und zwar gleichialls werktäglich zwischen S und 2% Uhr. Ebenfalls werden tn der Meldestelle Friedrichsfelde die mit den polizeilichen Meldungen verbundenen Angelegenbeilen der Lebens- milteUarten erledigt sowie die An- und Abmeldungen der All- ßememcn DttShmtlenlaffe Nie>«rbarnim, für den Ortsieil Friedrichs- selbe, entgegengenommen. Wegen des UnizugeS können Sonnabend, den 3t. d. Mts., in Karlshorst polizeiliche Meldeangelegenheilen und die damit ver- bundene NuSgabe von Lebensmittelkarten keine Erledigung finden. FricdrichZfelde. Lcrkauf von Sraunkohlenprcßtorf. Die Ge- meinde hat einen Posten Praunkohlenprehiorf abzugeben, der sich bei den angestellten Prebeversuchen«IS gutes Brennmaterial erwiesen hat und einen guten Ersatz in Ermangelung anderen Brennmaterials bietet. Der Verkauf soll ioiort erfolgen. Der Preis für den Zentner beträgt ab Lager Dönhoffsir. 31 5,20 M.. der vor der Entnahme an derselben Stelle zu entrichten ist. Solange der Vorrat reicht, kann jede beliebige vkcnge, ohne Abgabe von Kohlenmarlen, ent-- nommen werden.____ Snsesansene Druckschriften. Wie in jüdischer Politik„gemacht» wird. Von S GinSburg. SO Centimes.— Palästina als Judenstaat. Von Ch. I. Eis. Preis t0 Centimes. Beide bei Kopp-Tanner. Zürich, gediuckt. Herausgegeben vom Komitee tür Austechlerhallung jübtscher Neutralität. Die ReichSgetreidegesetzgebung für die Mrnte 1918. Von Dr. Artur Oppenheimer. i ÜB. Verlag von Franz Bahlen, Berlin W. 9, Linkstr. 16. Uebersicht über die deutsche Geschichte von 1871—1914. Von F. EhringbauS. tb Pf.— Au« sozialen und moralischen Wieder- auibau der Völker nach dem Kriege. Von Dr. F. Mack. IM.— Demokratische Forderungen und deutsche Freiheit. Bon Dr. August Pieper. IM. Sämtlich VoltSvcreinS-Verlag K m. b. H., M.-Gladbach. OrZefkaften öer �söakkwn. Hugo 79. Besten Dank. eS lohnt nicht!— B. S5. I. An das zu- ftändiae Amtsgericht Berlm-Mttte, 2. Nur um Religionsunterricht. 3. Nur der Absender kann Schaden«rsntz lordern. Derselbe kann.'Ihnen aber diese Farderung abtreten.— W.■üft. 7179. 1. Bei getährltcher Kirperaer- letzung kann seitens der ZtaatSanwaltschast otzne kluirag des Verletzten liuklage erhoben werden, it. Verjährung in drei Fahren.— Dövper. Ja. — G. 7#. 1. Frau und Kind haben Anspruch auf Rente!. Arbeit*. auSIchich der Krieg krwitwen- und Naiicasürtorge. Berlin 1? 30, Münchener Stratze 4«.— tdummel. 1. Ja, 2. Deutsche' Recht.— P.®. 41. Da? beiderseitige Tinkommen ziliainmengerechnet wird zur Kirchensteuer veranlagt, aber nur die Halste dieser Steuer eingezage».—». V. 200. 1. Ja. 2, Sei Staats- oder l-icineindebeamten ist die Teuerungszulage nitbt steuer- pflichtig. Bei Brieatbeamtcn und Arbeitern iit es zweiielhaft. Nach einem Rundichreiben der Regierung solcu die TeuerungZiulagen nicht dem Ein- kommen zugerechnet werden, wenn sie nur al* Ausgleich der auhe» gewöhn- lichrn Teuerung als widerrgiMche Zulage zum selten Lobn gezäblt werden. — Jungstr.'30. Sic müsse« den Eigentümer de*.HauseS schriftlich auf- fordern, die Gänse entfernen zu lassen, da Sie sonst erheblich in der Be- Nutzung der Wohnung gehmderr werden. Fall* fruchtlos, erheben Sie Klage beim Amtsgericht Berlin-Mitte, auf Unterlassung der Bcsitzilörmig. — F. R. II. Hierüber besteht noch Zweijel. U. E. ist er Soldat. Nach § 5 Ziffer 3E St. G ist aber da* jetzige Einkommen aus der Arbeits- lelstung nicht als Militäretukommen zu betrachten, niithin steucroflichtig. —®. B. 151. Nein. Event. Pflichtteil, d. i. die Hälite des gclehlichen Erbteils.— C. Kr. 100. Kommen sie in die Sprechstunde.— Hedwig. Unter den angegebenen Umständen hat der Antrag auf Auszahlung sicher Eriolg.. B V. Ng. 1. Ungefähr 500 M. 2. Gegenseitige Abneigung ist kein ScheidungSgrund. 3. Lätzt sich vorher gar nicht bestimmen.— Neukölln 65. Wenn Sie glauhen, im Recht g» iein, müssen Sie eveut. ge- richtlich vorgeben.— Hildegard 7. Eine Wiederauinahme aus diesem Grunde ist nicht möglich.— H. 0?. 100. S« lange Sie nicht gekündigt sind, haben Sic Anspruch aus Gehalt.— 31. H. 900. Kleine Disserenzeii werben immer vorkommen.— Zl. T. IS» Die Gemeinde handelt immer im Austrage der Militärverwaltung. Denn fett der letzten Nachricht ei» Jahr versiossen ist, auch sonst keine bestimmten Gründe vorzubringen sind, da* Ihr Mann noch lebt, können Sie leider gegen die TodeS- erklärung nichts machen.— ZI. O. 113. 1. Ja. 2. Ja. 3. Wegen aller vollstreckbaren Forderunzen.— Brütztze 18. Nur auf dem Dienst- wcge.— I. H. 25. Wenden Sie sich an die KriegSbeschädiitensürforze. WasserstandSnachrichten der San»e«u»ftalt für Grwäfferkundc, mitgeteilt vom Berliner Wettcrbureau. WetterauSstrtiten für das mittlere Norddcutfrtilone vis Mittwoch intttag. Ziemlich kühl, vorwiegend wollig, öfter Stegen, strich« webe Gewitter. verbsnä der Gemeinde' und Staatsarbeiter. Filiale GroB-Beriin. Den Mitgliedern geben wir hiermit Nachricht vom Tode des Kollegen Ale Moldenliauer von der 9. Reoier-Jnlvektion der Gaswerke(Berlm). Ehre ieiucm Andenken! Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 28. August, uachmiltagS 3'/, Uhr, von der Halle deS Friedhofes der Kaiser-Wiltclm- Gedächtnis- Gemeinde, Westend, Fürsten» brunner Weg, aus statt, Um rege Beteiligung bei der Bestattung des Kollegen ersucht 83/2 Die OrtSverwaltun«. Reerdi|M»svereln der Zimwerlente Groß- Rerlins. Den MitgUederu zur Nachricht, dag unser Kamerad �oksnn>Va!ter am 23. August nach kurzem L-tb-n tnsolge Lungenent. zündung verstorben ist. Ehre seinem Andenke« l Di« Beerdigung findet am Mittwoch. 2». August, nach- mittags S Uhr, von derLeichen- halle de* Simon- Lukas- KKchMe» in Berlin-Britz, Tempetqofer Wea. ouS statt. -cid Der Vorstand. Allen Freunden und Be- kannten die traurige Nach- richt, daß am 24. d. MtS. nach kurzem, schwerem Leiden meine nmigstgellebte Frau und treu sorgende Mutter meines einzigsten SöhnchenS im blühenden Alter von 28 Jahren sanft entschlafeii ist. Dies zeigen tiesbetrübt an Ulbert Sommer alS Gatte, Ulbert Sommer als Söhnchen, Giislsv Wolter und Auguste Wolter als Eltern, liritrete Wolter als Schwester, Eltoe Satz •18 Tante, Die Beerdigung findet am TUttwoch, den 28. August, nachmittags 3 Uhr, auf dem alten Nazareth-Kirchhoj, See straste, statt. 99/6 Berlin, den 26 August 1918. Prinz-Eugen-Stratze 8. Ruhe sanft, du treugeltebteS Her,. �rbeiter-ksuxeaossensckatt„parscües" Berlin. Eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftung. Geschäftsstelle Bohnsdorf bei Grünau i. M. Bureauzeit täglich außer Donnerstag von 9— Ii Uhr vorm., Donnerstag von 2— 8 Uhr nachm. Montag nachm. von 5—9 Uhr Berlin. Vermögen. Bilanz am 31. März IKIftf. Schulden. LriinÄer Patent-, GebrauchSmstr.-Anmel- dung, Verwertung. KatonthIIro paoleeokar, Petent- Ingenieur, Berlin C, Königstr. 61. Ztr. 7600. Autiünste kostenlos. 13492' MiAi IftiMtn-Betlüi). Verwaltungsstelle Verltn. KT 54, Ltnirnstraste 83—85. GeschäslSzeit von 9—1 Uhr und»on 4—7 Uhr. Telephon: Amt Norden ISS, 1239, 1987,9714. NW- Rohrleger und Helfer!-Wv Donnerstag, den 29. August 1918, abends 8 llhr» tm«ewerkschaflShause. Eugelufer 15, Saal I: MMklll ZlMWMWlIllW. Tagesordnung: t. Vortrag über Feuerbestattung. 2. Diskussion. 3. Blanchenangeiegenhetten. 4. Verschiedene*. Kollegen I Agitiert für diese Bersammlung zum Wohle unserer Branche. Bcgliin pünktlich 8 Uhr. H.B. Fol. o 9 10 14 16 21 22 26 28 32 34 38 40 44 46 60 55 CO 66 75 80 89 DonnerStag. den 20. August, abends 8 llhr. In Heinrichs Festsölen, Grofee Frankfurter Straffe 80: Branchen-Versammlung aller Klempner Grotz-Berlins. Tagesordnung: 1. Bortrag de« Stadtverordneten Olttmar über:»DaS Rrbeitskammergesetz'. 2. Diskussion. 3. BerbandSangelegen- heilen und Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimiert. Zahlreiche* und pünktliche» Erscheinen wird erwartet. Ini DonnerStag, den 29. August, abenbS 5 llhr, Gewertschaftöhanse, Engeluser 15(grosser Saal): GteoSZe Versammlung aller Berliner Gürtler, Kronen- fchlosser, Schleifer nnd Drücker. Tagesordnung: Die Verhältnisse in der Gelbmetallindustrie. Obige Bcrusslollege» und Kolleginnen müssen in der Ver- sammlung erscheinen, W?" Mitgliedsbuch legitimiert I"WitzZ DonnerStag, den 29. August, abend» 8 Uhr, im Lokal von Klöment, Sophlenstr. 6: Sraneken-Vertammlung der Elektromontenre und Helfer Grotz-Berlins. TageSordnuag: 1. Stellungnah«« zur ArbettSzeitverkürtzung. 2. Di»- lusfion. 3. BranchenangelegeNhetten. 4. VerbanPSangelegenheiten. tHT" Wegen der überaus wichtigen Tagesordnung ist zahlreiches und pünklilchei Erscheinen sämtlicher Kollegen un- bedingt erforderlich. __ Ple OrtaTerwaltaMg. Zähne m. echt. FrledenskautschuA 9,50 M. mamm ö Jahre Garantie. bei Best estellung v. Gebissen gratie �«KZkhnprkÄs»alvsni, Zahnziehen m. Betäubung Soldkronen v.20 M. nn. spez' vanrigor StreSs 1 EffeSchönh.Allee., Gebäude-Konto 1.. Abschreibung.... Grund, und Boden-Konto Gebäude-Konto 2. Abschreibung.... Grund- und Boden-Konto Gebäude-Konto 3., Abschreibung.... Grund- und Boden-Konto Gebäude-Konto 4. Abschrelbung.. Grund- und Boden-Konto Gebäude-Konto 5 Abschreibung. Grund- und Boden-Konta Gebäude-Konto 6 Abschreibung. Grund- und Boden-Konto Poslscheck-Konto... HinterlegungS-Konto. Jnoentar-Konto... Abschreibung.... Grund und Boden (unbebauten)... Konto sür Rückstände. Bankguthaben.... Rassenbestand.... Hhpotheken-Forderunge« Sparlassen-Gutdaben. Darlehn an Gemeinde Bohnsdorf M. 63 167,19 878,52 62 mw 13 090,- 60 961,42 605,22 60 356,20 9 279,551 60 984,26! 605,65 60 378,61 9 179,80 IUI) 330,07 1 137,8» 108 201.18 7 895,18 H2Ü5'i,;3 1 159,90 110 893,42 7 127,38 341 966,55 3 439,07 338 527,88 19 293,— 500,— 499,— Insgesamt 1 SR. 75 578,97 69 635,75 69 558,41 115 526,40 118 020,80 337 820,88 935,75 100,- 1,- 255 442,25 5 874,68 66 063,19 1 622,53 40 434,38 847,- H.8. Fol 84 Grundstück-HHPothckcn- Schutdeii-Konto. Grundstück-ltznpotheken- ! Zinsen-Konto... 93 Hypotbcken-Konto.. 98 chiivolhekcn- Zinsen- ! Konto...... lOSIllteiemfonbä,... 107!Ht!fZre!ervesondS... 111»elcksstSanieil-Konto. 119 Pstichttparetnlage-Kouto 125 SdarfandS..... 131 Darletzns-Konto... 137 SchuldaerschreibungS- Koieto...... 141 SchuIdvertchretbungSt 1 Zinsen. Konto... 144Müala»en-Konto... 141'ErneuerungS-Konlo.. 151!Konto für WohIsahrtS- zwecke...... Gewinn-Konto... 10 000,— ri87 462,39 Insgesamt M. 38 600,— 121,83 632 225,— 195,43 10 138,03 48 119,7« 14 533.50 96 937,3« 168 782,83 85 638,51 17 100,- 1 207,80 30 000,— 32 380,64 2 060,79 9 400,69 1 187 462", GeschäftSgnthabrn. Dasselbe betrug am 31. März 1917......... M. 14 359,— Vermehrte sich im Lause des GelchästSjabreS u.n..... r 184,50 Betrögt somit am 31. Mörz 1918#.......... R.'. 14 533,50 äänftsumme. Dieselbe betrug am 31. Mörz 1917.......... SR. 15 456,— Vermehrte sich im Lause deS Geschäftsjahres um....„ 384.— Beträgt jomit am Schlüsse de? GeslliäslSjahrcs..... Mttglicderbewcgung. Am 31. März 1917 waren vorhanden.... 643 Genossen Eingetreten bis 31. März 1918...... 3t Insgesamt. tiff Genoffen 15 840,— 644 Anteile 36„ (Sil Stuteste Ausgeschieden am 3l. Mäiz 1918: aj durch Kündigung... 9 Genossen b) durch Tod..... 10 oj durch Uebertragung. 1 Genosse 20 Genossen 20 Anteile ES verbleiben am 81. März 1918....» 659 Genossen 660 ümUUe Der AufsichtSrat: Ter Borstand: ». B e n d t g,»orfitzender. G. D orner. P. Echisste. F.Hoppe. Di« RevIfionSkommisston: A. L a n g e r.' E. Mi e r|«tu__ P Wolf. V. 6 Uhr iai/20 'Kur bis Sonnabonrt, ct. 3t. Aug., in BrrTin tgl im Hotel Äcrdiecher Hof, Invalidenstr. 126 1(amötettiner Bahnhof) zahle ich besond. hoho Preise kür Alte Gebisse TofT »uch f. ct. aewöhnl. Platkn-Zahn 0.50 bis l.©0 M. (»latln-Oltlft-fiahii...... I.CO bis«.00 M. Piatln-Pl«tten-Kahn..... S.OO bis 4.00 M. IRetall-GrhiKse und Ilräckmzmkivzi Qr. med. Reinhard!, Sydhiiie, Harn-, Frauenleiden, BluliHilersuohuniea.SRodentsteS, erfolgreichst. HeilWersatzren. Teilz. Sietze43Seit.stark.Br«lch.0,6»M., nach ausserhalb verschlossen 1 M. VvgeadM« Erwerbs- MSflfcbfeatJfen Wetet 41e nichste Zukanlt. Eine Uel ellrnd« Andeninz unferei«tamler. irtscharuieStn«.«In eevtlflear Attl ichsvittig unserer Industiie a. des Hae del« steht bevor, uad es weräea überaS Sschulie e ßvsutckl »eis. Ane«h»flf» trcksiarlier»erulc iL Hifcdscrlrer aolls* sl(MwM|umM mie Kenntnisse u«d reTWWfrea dm ksmoieeSe» Zeit*r rjusr.-,, um teil- runehsiea an den söriielisflielieii Erfolgen, die natarfsmU du Emebati Sei ee,;.,lt(ten Eingens sein«uss«» os st« Ml"**"~ litel, nisch unae-Csdllcli snreh«tafsisti Selbst sime Suf J zu er Das os st« untenidit ein««jöndiieb« iu«Wl tu technlsstl«« Vl.ner.eÄrfsa s werben, sindr. medi. Masels«, Frisdrichstr.eo Behandl. vonTHPHllis, Haut. Harn-, Franenleiden, fpez.: chron. Fälle. Schmcrztolc.türzeste Behandlg. ohne BertlsSstörung. Blutuntersuchung. Mäss. Preise Teilzahlung. Svrechstunden 11 bist und 5— 8, Sonnt. 11— 1. seder Art, auch harhMllje und pkea'-eie bostWjs voll- l'ändlg„Banaesn". Aeber 23 Fahre sicher bewährt. SOt 6.50. Otis Rsiahsi, B«r;l»43. 50, Eieasbitatr. 4 Forcl, Pro�. A., Die sexuelle Frage. Volksausgabe 5,06 M. Buchhandlung Vorwärts, Lin- denstrahe 3, Laden.• mit„Ideal"- Föllunjr Ei,:e sensatioBel e Vervollkomrr.QUDjf ElastUcfa wie Pneutnatic Saliinit- Reifen-Fabrik bS: Berlin SW 61, Waterloo- Ufer 19. Fernsprecher; Amt Moritrplatz Nr. 9218, 3038 Speziaiarzi Dr. med. JL-aabs beh. schnell, gründl., ntäal. schmerzios u. obne ZerusSstSr. Bssotilacdtsltrnnltdsit., gsdslmo stallt-, stnrn-, Frauanleiiiaa, SvtiwScIis. Erprobteste Methoden starn- und Blutuntorsuctiung. AUxanderpi Spr. 10— lu. 5— 8, Sonnt. 10— 1 WagBn alle? Art boate Arbeit, preiswert! SplBlwarBRhaas SerRkurfS Mellich Qrosao jfamburfier Str. 21-23 bolos Elackeschen Markt Bahnhal Börse. Radfahren mir unseren Aeretfungcn ist erlaubt. SMsch AeZniUÄil Dir. dk C*.. Belle-AIianre-Ptatz 18. 99/1 Ins Feld 100 Blumen-, Kunst-. Liebes- karten, sortiert 5 ZA.; Karten bot* Osten, fort. 2,50 M., Borto 20 Ps. eptra. Voreins. d.Betr. Verzeichn. üb.S oldat.-Gebrauch?art, gratis. G. Preul, Berlin S,Prin»enslr. 78. TsrtürnlisWclbsRilasüE •Ifilflu. IManuii Weite I I nh a i t: Steif zur Liebe ! H. Ehe, Heirenrech!.— Este: j locht— untreue— Manne» I fvasi.— Kinder egen.— Dinge, die man nicht saztre. Bastar Schmidt schreibt tm „Korrespondent": Ein» drr ernstesten Bücher, die ich ge | lesen. Die Btlder, die der i Beriaffer ciitwlrst. gretien f ■ Sit Herz und Gewissen. Preis Mk. 1,80. Mädchen, die man nicht heiraten soll. i Zeilzemäffe Austlärimg. u. 1 I Warnungen in.>7r'ibb. Da»! I wichtizste Buch für Ranner. I I Preis 1,50 R. Beide Bücher! zus. geg. Voreinsenp. porto-! 1 frei, Nachnahme Z5Ps. mehr.! s»ran!,-Ve���miD>st�r�??.ff KPTÄswxzlt vir. nrerl. Keeken kür Geichlsohtskrankheitsn, Haut-, Harn-, Frausnloidan, nei"»*!. Sohwlche. Bein- kranka. Behandlung; seknelhsicher u.schmerz- las ebne Bei-ufsstöruns; in Dr B!o*ieyer/, Pfund netto 5.25 M., Pfd. 2,�0 M., P'd. l.«6M. „Dfjjena" ist unbejchräntl haltbar und in den meisten Geschäslen der Lebensmittelbranche käuslich. Ne. 235— 191« Unterhaltungsblatt des vorwärts Dieti«L«g, 27.Mgust Leitfaden für Wohnungfuchenöe. Zuniichst einmal sollst' du jetzt überbaupt seine Wohnung suchen, auch wenn du eine krauchst, tstelenne dich austerdem noch j;u dem Standpunkt:„Lerne zu leben, ohne zu„leben'"', so wirst du der glücklichste Mensch der Gegenwart sein, Wenn du aber schon meinst, du inüsttest nach dem Wink Peter HilleS leben:„Du willst Freude?'— dann steige in die Quel," so begebe dich auf die Wobnungsuche. Alk- Mensch von Erfahrung und im Bewustlsein meiner eigenen noch nicht abgeschlossenen Seelenwanderung auf diesem Gebiete gebe ich folgendes Rezept: Man ncbme eme genügende Menge Geldersntz, niische ,cine Anzahl Superlative und filtriere daraus einen gutklingenden Namen für einen bald notwendig werdenden Erfaxartikel fNuSwahl genug), Dann lege man das Ergednis in eine Presse und presse so lange, bis eine G. m. b. H, tGreifzu mit beiden Händeni herauskommt, deren Direktor man wird. Die nötigen Zutaten für eine Ersatz« miiieliabrik sind gar bald gefunden: so genau gehr eS da ja nicht, WaS das mit der Wohuunginche zu tun Hai? Je nun, nach- her braucht man bloh aus Gruiid des Iu'eralenmarktes eine Villa zu kauten und die Wohnungsfrage ist gelöst. Der Leser, der glaubt, ich erlaube mir, einen schlechten Scherz, deralelche nur den WohnungSmark: mit dem Jmmobilienmarit, Und wem der erste Teil des Rezeptes moralische Bedenken ver- uriachl, dem ist nitpt zu Helten, auster er machr eS wie eine Familie. die wegen ihrer vielen tUnder kein Hausherr mochte, kauft sich einen alten Eissabahnwageu' und anneltien ein Stück Kiesgrube zur Betälisung seines SslbstbestimmungSrcchiS. Da? sind Gegen iätze. Freilich, wer die gut bürgerliche Mittellinie einhalten will oder muh—, nun der steht um 5 Uhr morgens bei der Inseraten- Plantage an, liest schnell die zwei oder drei nngeboienen Wohnungen und laust, was er lausen kann. Natürlich wird er zu spät kommen, Mit der Zeit tvird er ein Automobil nehmen und auch noch zu spül kommen, ohne zu begreifen warum. Schuhsohlen? Nebensache! Geld? Hauptsache! In die Reibe der Bewerber eintreten zu löancn, heiht: Ich biete Ihnen HX) M. extra! ich zahle 20 M. Miele mehr als Sie verlangen; Sie brauchen nichts richten zu lassen, daS besorge ich selbst ich habe leine Kinder und verpflichte mich, lebenslänglich keine zu bekommen; ich iverdc jede Mictsteigerimg ohne Murren ertragen; meine Frau wird Ihre Kinder hütest, wen» Sie in den Kino gehen, sie wird Ihnen die Wohnung und Stieg« putzen, sie wird Ihnen waschen. Außerdem dürfte eS sich empfehlen, auf die schlecklen Er- nährungSverbällnisse und eventuell zur Verfügung stehende Hamster» gueven anzuspielen, versängi die« alles nicht, so Hai ein anderer echen mehr bieten könne», mid du sängst wieder von vorne an, Hast du kein Gcld, so beschaffe ein«; hast du Kinder, so bringe sie um und f-bleu dir sonst noch einig« Vollkommenheiten, so werde eben durch Erfahrung klug. Bester ist e«, wenn dir alle« Selbsiinserieren nichts hilft, wenn die höchsten BclohuungSveriprechen versagen, du wirst gerissener. So zum Beispiel, indem du dich mit den, himmlischen Standesamt in Verbindung setzt, um zu erfahren, früher als andere Sterbliche zu erfahr-n. wo und wann jemand stirbt und dadurch vielleicht eine �Wohnun» frei wird. Du könntest ja wohl sagen, dieser Umständlichkeit bedürfe eS nicht, eS genüge auch, wenn du dich hinrer den Jnseraienbeamten oder den Setzer steckst, die beide vor dem grosten Publikum die Neuigkeit einer frei werdenden Wohnung erfahren. Ader davor warne ich oiw, es wäre Bestechung, und wir wollen doch gesund- Zustände in unserem Lande I Deshalb m auch jeder kritisierende Gedanke zu verurteilen, der durch einen Seilenblick nus unauSgebauie Dachstäcke in Villen- öierteln oder auf wohIauSgebauie, große HerrschafiShäuser entsteht. Erhaben sei der Mensch über allem— Mißgeschick. Wer noch kein Philosoph ist, werde e«. Er denke an die Familie in der Kiesgrube. Er wende sich mit de» Worten Goethes:„Der Mcnsch- heit ganzer Jammer faßt mich au!" von allem eitlen Trug ab und suche Trost in den variierten Sätzen Lilieucrons: „Ich will hinausgehen auf meine Heide, mir eine Höhle graben und darüber schreiben: Hier wohnt Gotlieb Wilhelm Schulze Eintritt verboten. Heia, muß da? herrlicki sein!" J. Z. Der Cinßuß des Krieges auf die Literatur» Di« schtvediiche Zeitschrift„Lilter«turen" ha: eine Rundsrage an enie Anzahl hervorragender Schriftsteller und Kritiker sowohl der nordischen wie der übrigen europäischen Länder gerichtet, die folgenden Wortlaut h«t:„Haben Sie in der Liler«tur während de« Kriege? Anzeiche» gefunden, die ans eine neue Litemntpenod« deuten, un» in welchen kWchtungen dürste sich Ihrei Meinung n«ch die Entwicklung der neuen Literatur bewegen?" E« sind bereit« mehrere Anlworten'eingelaufen, die in der neuesten Nummer ver-> öffeniltchl werde», und von denen die folgenden wiedergegeben seien. Georg Brandes schreibt:„Das meiste von der Literatur, die mir während deS Krieges zu Augen gekommen ist, ist Propaganda- liieratur, die daraui hinausläuft, den Feind in da« schändlichste Licht zu rücken und sich selbst in die schmeichelhafteste Beleuchtung, Die Bedeutung dieser Schriften, sosern sie eine haben, ist praktischer Natur, nicht künstlerischer oder literarischer. Nach meiner pBc'öii- lichen Auffassung bat der Krien die Menschheit ein Jahrhundert oder noch mehr zurückgebracht Er ha! die jungen Kräfte zu Hunderitansenden guigeroüet, 1 voa denen eine Erneueruna des geistigen Lebens sonst vielleich! 6!U;c erwarler werden können, Er hat Europas wiitschaftliche/ HilsSquellcn zum Versiegen ge- bracht und die Völler in bodenlose Schiildcir gestürzt. Er hat durch seine Gewalt haiidlinigen die Gemüter in iiuerhörtem Grade verroht, Er hat durch die systematisch durchgeführte gegenseitige Ver- leumduiig mittels einer teiis gekauften, reiis fanatischen Presse Europa verdummt. Er Hai durch den Haß. 5rn G-'walihandlnngen und Verleumdungen gezüchtet haben, das Seelenlebep der Massen vergiftet. Er bat durch die fürchterliche Heuchelei im T iensie der Selbstgerech'.igteit den Grundstock an Wahrheilsliebe verringert, den das menschliche Geschlecht mühsam crwolbcn hatte. Er hat also durch täglichen Massenmord und wahnsinnige Geldverschtveu« düng zu unnützen unh. unproduktiven Zwecken die Länder verarmt, verroht, verdummt, vergistet. Ich für mein Teil erwarte nur un« endlich wenig von der Literatur, die aus einem Erdboden erwachsen wird, der gedüngt ist tml dem Bline der Jugend, den Lügen der Politiker und den: Schmutz der Zestiliinen," Der englische Schriftst-llcr H. G, W c l l S, der seine Stimme. während de« WelrkriegeS schon mehr als einmal in besonnenen Worten erhoben hat, läßt sich wie folgt vernehmen:„Ich glaube, baß der Krieg seine weieuilirtze BrdsntuNg für die Liter«tnr da- durch erlangen wird, daß die Interessen von der Poesie des periön- liche» Erlebnisse« nach«er Poesie abwandern werden, die in dem geineiniamen Geschick der Menschheit liegt. Wir werden vermutlich >» den kommenden Zeil«» weniger geneigt sein, uns mit der Jndi- vidualiiät z« befassen und sie zu pflegen, imd wir werden in böh-rem Grade darüber nachdenken, wie die Individuen von den Strömungen der machtvollen Gedanken imd Gefühl« beeinflußt iverden, die durch die Geschlechter flute»," E>,» Key schreibt:„Ich tzalie e» für s« laug« da« Gewitter«m Himmel stehl,»«über nachzuarüvekn, wo rms i»mi» der Blitz zünden wird. Mail wird e§ ja noch zeitig genug«fahren, Meine Hoffnung ist, daß die neue Literatur ein, flammender Scheiterhaut-n werden möge, der dazu beiträgt, alle die Ideen und Jgieressen zu verzehren, aus. denen der Wsllkriog eilt- standen ist." ' Zum Schlüsse seien noch die Ausführungen eine» an- deren nordischen Schriftstellers, des Dänen Henri N a i h« u- son, wiedergegeben:„Ich glaube, daß die Literatur dem Leben folgen ivird, weil sie, ivenu alle« in Bewegung gerät, nur eine Umietzüng der LebtiiSwerie ist. Und obwohl man sich hüten soll, zu prophezeien, hege ich doch keinen Zweifel darüber, daß das Leben»ach dem Kriege sich nach andere» Geseyen und Linien bilden wird, als vorher, Individualität und Separatismus werden von Solidarität und BltruiSnuts abgelöst werde». Die große und aus-� bauende Arbeit wird dw Posaune sein, die die Menschen ruft, Uno wie stet? werden die Männer der Liieratur npter den Führern im ewigen Streben nach den ewigen Zidlen sein." Das Warschauer Sattstt. Zum Zeichen der iniederausgenommenen Külturbeziebimgen zwischen Dil und West schickt un« die Hauptstadt de? neue» Polens fein Ballett. ES ist die tsimstl« schar, die dem ehemals kaiserlichen Theater angehört. Wie dem russischen Ballett, da" uns vor einigen Jabren entzückt«, ist auch ihr die vollendete Technik der klassischen Ballettschule, die im olltolutistischen Rußland besondere Pflege h'e- fundcn Hot, feinster Geschmack, hohe AuSdrncktfähigkeil und Volks- tümlich-raisigeS Temperament eigen. Freilich, die betoundernS- werten Einzelleistungen der Palowna, Karsawiua, des Fokin und Rizitttzki werden hier'nicht erreicht, und die hochlünitlerische Regie und Ausstattung der Russen finden nicht« ihre« Gleichen. Aber als Ges«miersch?'.nung ist dä«»«rschairer Killett erfreulich vorbildlich, ln A»»«! und Leid»«>sch»ft«.«ich»»«druilkSsähig und ein Beispiel»«für, wie sich gut««lte Kchul» mit n«»em Gehalt er- füllen»nd lebendi« erholten I«n», Dca wchnische Geschmeidigkeit. die dein leiltsten Rdhlhmu» der Musik«»schmiezend folgt, pcrstehl sich dabei überall vs» selbst, itirjnib« isi sie«iffbri'vglicher Selbst« zioeck, so«d«rn immer im Dn-ost hsitzerer Au!»«b««,' da» Programm ist erlesen: TsM«ikow»ktz, E-bubert, Borodin, Sarasaie sind u. a, die Komponisten, die die Tänze inspiriert haben, Walerya Gnatowska und Piolr Z a j l i ch sind die Reigensuhrer. Sie ragen hervor, ohne die Wohl- geschulten Leisiunge« der übrizei« Künstler zu verdunkel». In der Romanze v»n Tsch«ikow«ky im spanischen Tanz zei«ten die beiden ihr vollendete« Jnein»»d«iingen von weiblicher,— bald süßer, bald glutvoller Schönheit und männlicher Kraft. Den Höhepunkt bildete da« lockende Gliedei spiel in Liitckes Gavotte Im Orienr«lischen Tanz, in der Polka Piccieato und im Zigeunerlanz zeitzte der Eaor seine vortreffliche � Sckule. Bald steb: der ganze Körper im Tievstc dc« Ausdrucks, bald ist es eur.saufics Wogen holdester,'fugendlichcr Anmut und im Zlgeunerianz ein Ailffl«ckern und Stürmen ausgelassener und doch gebändigter Wildheit. Frl. St. Kühn war hier in ihrem Element: ganz Aeschwingtheit und iönvebende Leichiheit. Rational« polnische Motive von eigenartigem Reiz führte unS daS Schluß- balleit(die Haubenauffetzung) vor.— r. StäStische Zlegenfarmen. Während des Kri-zes hat die Ziegenzucht in ungeahnter Weise Forischriiw gemacht. Neberall im Reiche sind Ziegenzuchtvereine neu gegründet, Zuchisiationen e> richtet und durch Ziegenschau- Veranstaltungen ioe tere Kreise für die Ziegenzucht inleresstert- worden, T»i Reueste ans diesem Gebiet ts: die Errichtung von Htegenfarmrn durch Tiidte. Behörden und gr«ße Industriebetriebe. So bat die? Berliner Eisenbahndireklion eine Ziegensarrn auf einer Havelwtesc un Park von Babel Sberg eingerichlel, um ibr Berliner Personal mit Milch zir versorgen. In Schlesien hat diese neu« Jldee drrett» erhebliche Fortschritte«ernuchi. In de» Indnstri»»»«»»�»». w» die Aleiirtier�ichr seit lmrgem Gegensi«iid grißrer Wege ist, ging mon«ach hier voran, D«r Mazistrar von KönigShsitte O,-S. beschloß bereit« im November 1917,«inen siädiischen Ziegenstal zn errichten, um b»i der Milchknappheit die Verssrglm« der HhitAing»«>ir g»i«r Milch wenigsten« z» einem Teil sicher /m fl-H«-. che h««r»nd«t die Aeirm n*r«tw«»0 horn- [•iett fehm D« Stadt Schwetdiiitz, die«tchi den Charaklnr»irn««««gqpr»ch»n»ir Jrrdustrieorte» Hai, sola!« iin März dieses Jahre« inst cirwr städtisitzen Farm van etwa 70 Zteaen. In- Misch«!! Hai arech die Per««ll»ng der Gräfl, Schasiiotschen Iavnstrie- r!nch«ri»«hv»«r»ß«n« Ob»rschleft«ii Mr dhae Arbeii« eine Z�xensaria «rrichtet, um»«»«««chen«rb�i«famttien di« Ziegenyaltung zu ermöglichen und so ihren»Mlchbcdnrf zu decken. Sic wird auch für daö erforderliche Winterfutter sorgen. In Rheinland- W e st f n l e u sind ähnliche Maßnahmen getroffen worden. Leider ist ein Versuch, den die Stadt Va utzen mit ihrer städtischen Ziegenfarm unternommen hatte, sehlgesckaagen, wie von dort berichtet wird, zum Teil infolge der hohen tlnichaffiliigSkoften für die Stammtiere. Die Preise für Ziegen sind ja tatsächlich so in die Höhe gegangen, daß ma» von der Ziege als von der„Kuh des kleinen Mannes" bald nicht mehr reden kann. Die Idee der Ziegenfarm ist sicher vorlresslich, Ausgabe der Behörden wird eS sein, dafür Sorge zu tragen, daß nicht auch hier loilde' Preis- ireibereien den Forischritt, der im allgemeinen Juteresse lieg!,,. hindern.____ Nstizen. — I n der Treptow-Sternwarte, Mittwoch, S tzlhr� spricht Dr. Brieger über„Kriegschcmie in alier Zeil". — Max Morris, ein Gelehrter und Forscher von jener Eigenart absoluter Selbständigkeit und lluabhängigkeil, die bei uns immer seltener wird, ist kurz»or der Vollendung des ü9, Lebens- jahreS in Berlin gestorben. Er war ichon jahrelang praktischer Arzt gewesen, als er sich literarischen Siudieu zuwaybi». Seine Liebe galt vor allem dem jungen Goethe. Mit eindrisiglichem Blick smnmelle, untersuchte und ordnete er alle», Iva« der junge Goethe ichrreb, med schuf daruu« x«mtcke» aller Goethelicb- Haber die Ausgabe der Werke de« jungen Goekh«. Er wurde auch von den Zünftigen anerkannt. Als Herausgeber und Texlfesifteller hat«r auch um Arnim und Brentano sich verdient gemacht. Lodz. 73] Das gelobts£ond. Roman von W. St. R e y m o n t. „Ich weiß es nicht, aber Wilhelm, der lügt immer, ich glaub' ihm auä) gar nichts." „Aber mir werden Sie glauben." Das Gespräch fing an, ihn zu amüsieren. „Sind Sie sehr spät von Endelmanns heimgekommen?" „ES war schon dunkel. Ich habe gesehen, wie Sie den Salon vertießcn." „Ich mußte früher fort und bedauerte es lebhaft." „Es ist sehr schön bei Endelmanns und sie empfangen so prunkvoll." „Bedauert Hab' ich, daß ich nicht länger mit Ihnen sprechen konnte." „Ich habe dafür mit Frau TrawinSka von Ihnen ge- sprochen." Und so plauderten sie weiter im Tone eineS naiven Ge- plapperS; dann besah er sich die Blumen, die sehr sorgfältig gepflegt waren und die Fensterscheiben ganz verdeckten. Er lobte ne eifriz. „Ich werde eS Gottlieb sagen, daS wird ihm eine Freude machen," „Wer ist da»?" „Unser Gärtner. Herr Storch, der mng keine Blumen und meint, daß e» sich besser verlohnen würde, wenn�man in den Blumentöpfen Kartaffeln pflanzte. Aber Herr Störch ist ein Dummkopf, nicht wahr?" „Wahrscheinlich ist er'S, wenn Sie e? sagen." Er unterhielt sich imiAcr besser und blickte sie. als sie später ihre Schüchternheit abstreifte-- nicht mehr so oft vor Verlegenheit errötete und ganz Resolut sprach, mit einer gewissen Perwuaderung a». Es mangelte ihr die Kenntnis vieler ßeseilschaftlicher Formen, der Vater war auch ein zu frischer Nilltonär und sie wuchs zwischen Küche und Fabrik auf, mitten unter Webern und Arbeitern und ebenso emporkommenden Fa- Milien, aber sie verriet eine gewisse Geistesschärfe und viel praktische Vernunft. Die Heuchelet des gesellschaftlichen Leben» hatte nicht die Aufrichtigkeit von ihr abgestreift, die manchmal kindlich und lächerlich erschien, dder sehr für sie einnahm. Sie ivar sogar in irgendeinem Mädchenpensionat in Sachsen erzogen, von wo Müller vor Jahren als kinfachor Weber in dieses Land hier gekommen war, das für ihn wirklich ziint„gelobten Land" wurde. „Papa kommt," rief sie und i'ücktc etwas von ihm ab. Wirklich erschien Müller in det Tür, die in?« PalaiS führte. Er hatte Pantoffeln an, die mit den hölzernen Sohlen laut klapperten, und trug eine sehr fettige, mit Barchent wattierte Joppe. Wi.e ein Doesschankwirt sah er znis, mit dem gemästeten, roten, glattrasierten, fettig glänzenden Ge- ficht; zwischen den Zähnen h»!te er eine Zigarre, die er mit der Zunge Von cineni Mundwinkel in den ändern schob. „Warum Hab' ich nicht erfahren, daß Herr Borowiccki hie« ist. Mada," rief er nach der Begrüßung. „Mama wollte dich nicht bei �er Arbeit stören." „Sehen Sic. ich habe, große Sorgen.". Er nahm die Zigarre heraus und ging an den Ofen, wo er in den Spuckmuff spuckte. „Setzen Sie die Produktion nicht herab?" „Ich muß weniger arbeiten, es ist so Viel fertige Ware d« und so wenig kann man verkaufen. Die Saison ist ganz tot. Käufer gibt es ja, aber sie machen bloß alle Bankrott und legen einen rein. In diesem Jahre habe ich genug durch sie verloren. Was soll man da machen, man muß bessere Zeiten abwarten." � „Na, Sie brauchen ja auch die schlechteste Saison nicht zu befürchten," bemerkte Borowieeki lächelnd. „I«! Aber waS man heute verliert, das bringt auch die beste Saison nicht mehr ein. Wird bei Buchholz die Arbeits- zeit nicht verkürzt?" „Im Gegenteil, in der Weißwarenabteilung wird sogar abends gearbeitet." „Er hat immer Glück. Ist er noch kant?" „Anscheinend geht's ihm besser, er versucht schon auszu- gehen." „Aber w»»u hältst du Herrn B»r«wieekt hi?r zurück, Mada,. für die Gäste haben wir doch da? PalaiS." „Darf ich also bitten?" fragte sie leise. „Gehen tvir, ich zeige Ihnen meine Hütte." „Von der Wunderdinge in Lodz erzählt werden." „Sie werdcn's sehen; ganze Hundertsechzigtausend Rubel kostet's mich, aber alles' tft neu. Ich kaufe keinen alten Kram, wie EndelmannS, ich kann mir neue Sachen leisten.» Er zog die Joppe auf seinem recht ansehnlichen Bauch zurecht und fth«» verächtlich die Äppen vor bei dem Ge- danken an die alten, sehr wertvolen Endelmannschen Möbel. Sic gingen eine schmale Treppe hinauf, die anS dcni alten Haus in das erste Stockwerk de? PalaiS führte. Das ganze Parterre nahm d«» Kentor der Hauptfabrik ein. Mada'lief vorem und öffnete eine große Tür, deren Klinke mit Barchent umwunden war. „Gut, daß Sie gekommen sind," meinte Müller, laut pustend lind die Zigarre ständig hin und her schietzend. „Ich hatte eS schon lang« vor, hatte aber nie recht Zeit." „Ich weiß, ich weiß I" rief er und klopfte ihm auf die Schulter. „Langweilig ist eS bei uns, da hattep Sie Wohl Angst, zu kommen," plapperte Mada und führte sie in das PalaiS. „Setzen Sie sich auf dieses schöne Sofa," bat Müller. Die Wohnung verschwamm im Halbdunkel, aber Mada zog die Stores hinauf, und grelles Licht fiel auf die luxuriös eingerichtete Zimmerflucht. „Walleit Sie sich die Wohnung jetzt anschauen?" „Mit grsßem Vergnügen. Max Baum erzählte mir viel davon." „Herr Max ist ein guter Freünd von Ihnen", warf Mada ein. „Das ist ein kluger Junge," meinte Müller,„aber sein Vater, bei dem ist eS nicht ganz richtig... im Kopf. Sehen Sie sich nur alle? gut«m. das ist keine gebrauchte Schund- ivare, daS fft«fiel«uf Bestellung in Vrrft««emacht." „H«be« Gte als« vom AuSland hezogen?" „Alles. Hübermcnm safte mir, daß mim hier bei euch nicht? AnständiGeS bekommt." Merl verstummte und besih sich ztemkich oberflächlich die verschiedenen Möbel, die schwere» Seiden- imd Tamtportieren, die Teppiche, die Nilder, die kostboren aber geschmacklosen Kandelaber, die bauschige» Oese»«nie deutscher Majolika, die speziel sin: ei« D-meazimmer«»Geschahen Spstegel tn Xahnlen«N» Meißlver Kmetzetn«. Mutz, evSiick« ihe«»ewtWot jchdes GeM; sie war sehr über seine Anwesenheit ersbent, hob jeden Nngerlblick ihre hellen Porzellanaugen zu ihm und bedeckte sie sofort wieder mit ihren goldschimmernden Wimpern, �well Karl oft niit seinen Blicken an ihrem Weißen, niit Sommersprossen lvie mit einem Pfixsichflaum bedeckten Gesicht hasten blieb. Trotz- dem vergaß er nicht, ab und zu wiedor laut auszurufen „Wunderbar I Wunderbar l"(Forts, folgt.) Verkäufe Wachstuch für Küchentische, Tapvleu, Tapetcttkleistcr vcr- kaust Robert Szillat, Kolonie- flrage S, Tapetengrjchäst. 71K Pelzgaruiturc»! Rieseuaus- wähl! AllerbMgst! Hoch- elegante moderne Kuchskragen! Alaskasüchsc! Blairfüchse! Sil- berfüchse! Rotfüchse! Kit- füchse! Skmrkskragcn! Jltis- garniturcn! Muffen! SÜber- laschen! llhrcnverkaus! Einseg- nnngsgcschenke! LeihhauZ! War- schaucrstrabe 1._ Teppiche, Bettvorleger, Di- wandecken, Tischdecken, Tüll- ftores. Potsdamcrstraße 109, Fischer. 116K* 22 Federbetten, Friedenswarc, 49— 100, Äopskiffcn 18, Bettwäsche, Leibwäsche, Handtücher, Schürzen. Lindncr, Alte Jakob- straße 84, I. 10—12, 4-7. ___ 99/11 Holzräder! aller Gröben, Leiterwagen, eigenes Fabrikat, billig. Weidlich, Brunnen- straff! 96._____ 107S* Pö«>w!eihbaus, Hermann- Platz 6. MasseimuZwahl! Pelz- sachcn! Skunkskrage», Skunks- muffen, Alaskafüchse, Rotfüchse, neue Hcrrenpalctots, Herren- anzüge, Tcppichvcrkaus, Uhren- rcrkaiif. Passende Festgeschenke! _ lOlfi* Leiterhandwagen, jede Größe, Kastenwagen, starke Eisen- reifen, gute Holzarbcit, Holz- räder,'Auswahl. Schnricd«, Landsbergerstraßc IZ. VOK" DczimaUvaKcn, Tafelwagen, Gewichte liefert ab Vorrat Wagner, Cöpcnickerstraßc 71. ILIK� Elegaitte Kestiime, Damen- mäntet, Danecnulster, Damen- röcke, Blusen, Herrenanzüge, Bnrschenanzüge.Wintervaletots, Ulster, Pelzsachen. Löwenthal, Neukölln. Berlinerstr. 41. INS* Ztiihmaschine»! Singerbobbrn, Adler, Schnttlnäher, kleine, große, wie neu, billig, Re- paraturen prompt. Kastorp, Kottbuferdänlni 6, vorn hoch- partcrrc� SAk* Wegncrs Pelztvareahous aller- größten Stil-z jetzt Potsdamerstraße 43, Ecke Steglitzerstraße. lieber 2000 Stück nur neue echte Pelzwaren in allen er- dcnklichcn Pelzarten sehr preis- wert. Sonimerprerse. Ge- legenheitskäufe- in vielen ande- ren Waren. Wagnerleihhans, Potsdamerstraße 43. lOKK Leihhaus Roscnthaler Tor, Linienftraße 203/4, Ecke Rosen- thalcrstraße, nur 1 Treppe, kaufen Sic Pelzkragen, Muffen, Skunks, Nerz Alaska� Blau- fiichse und alle anderen Pelz- arten, Taschenuhren, Brillanten, Silbertaschcn, Alpakataschcn, neue Herrengarderobe._ 140.S* � Skünksstolas, Müssen, Marder, Nerz. Alaska-, Blau- nnd Krcuzfiichse, Herren- Gehpelze, Wagen-, Reisepelze, jetzt sehr billig.— Damcnkostüme, Her- ren-Garderobe in großer Ans- wähl. Ferner in Lonibard gc- wescnc Uhren, Ziinge. Brillan- te», silbern« Taschen, bekannt billig. Bcleihnng jeder Wert- fache im Leihhans, Moritzplatz 58».______ S 150/1* Seidenkleidnng, Maßanferti- gnng,/ auch Jahlnngscrleichte- rung. Schröder, Weinbergs- weg 8, Hochparterre. 84K* 28 Federbette». 49—100, .Sopffissen 18—30, Kinderbetten tFriedenswarel. Lindner, Alte Jakobstr. 84, I(Nähe Spittel- markt). 4— 7.________ 96/13 Federbetten. Bettlaken. Bettbezüge, Handtücher, Damen- Hemden. Lindner. Alte Jakob- straße 84, 1. 10—12, 5—7. 99,2 Holzräder aller Größen, Handleiterwagen. Schlosserei. Schmidstraße 43.______ 29976* Pelzteilzahlung. Kausen Sie Ihre Pelzkragen und Müssen schon jetzt za noch billigen Preisen bei sehr bequemer Zahlweise. Briefe erbeten Pelzwarenfabrik Kallis. Berlin NW. 87.____ 115K* Federbetten, 2 Stand, sehr gnte, photvgraphischcr Apparat. 9 X 12, Verschiedenes verkanst Gerhardt, Schönhauser Allee 146. 99/8 mmrnrm Restaurant, gegenüber Straßenbahnhof, mit elektrischem Kla- vier, preiswert zu verkaufen. Hofsmann, Ofen er Str. 3. 99/7 »«ove« Spiegel, Spind von 4 Uhr ab zn vorkaufen. Lienan, Holl- mannstraße 30.' 30036 Möbel-Rath Neferk in großer Auswahl komplette Wohnungs- Einrichtungen sowie reizende moderne Küchen bei bequemer An- und Abzahlung. Rath, Elsafferstraße 44, am Oranien- bnrger Tor. 138K* Möbel- Cohn, im Osten, Große Frankftirterstraße 58, im Norden Badstraße 47/48, lie- sart auf Kredit an jedermann bei kleinster An- und Abzahlung ganze Wohnungseinrichtungen und einzelne Möbelstücke sowie farbige Küchen-Emrichwngen in bester Ai>sfül>rung. Bosichti- gung meiner Möbel ohne jeden Kaufzwang gern gestattet. Kriegsanleihe nehme gern als Anzahlung. Größte Rücksicht bei Krankheit und Arbeitslofig- keit. Lieferung frei Haus. Liefere anch nach auswärts. 166K* Möbelkredit. Komplette Woh- mmgs-Einrichttinßen, einzelne Möbelstücke sowie• farbige Küchen. Geringe Anzahlimg, bequem« Abzahlung. Krcdu- Haus Luisenstadt. Cövenicker- straße 77/78, Ecke Brücken- straße, nahe Bahnhof Janno- witzbrücke. 72K-s Möbel-Groß, Große Frank- furter Straße 141, zweites Ge. schüft: Jnvalidenstraße 5, Ecke Ackerstraße, liefert stets zu billigen Preisen gute Möbel gegen bar oder bequeme Teilzahlung. Kriegsbeschädigte erhalten Ra- batt. Anzeige niitbriggen. Wert 5 Mark. 142K* Küchen? in großer Auswahl, reizende weißlackierte Anrichte- küche, fiebenteilig, 575,—, dieselbe mit Rahmen 750,—. Möbelhaus Osten, nnr 30, An- dreasstraße 30. 111K* Bettstellen, Patentmatratzen, Auflagcmatratzen, Chaise- longues, alles nagelneu. Tape- zicrer Walter, Stargarder- straße 18.* Möbelgeschäft, 38 Jahre bc- stchend, verkaust jetzt Belle- alllancestraße 14» noch zu bil- ligcn Preisen, solange Borrat reicht, Speisezimmer, Herren- zimmcr, Schlafzimmer, moderne Küchen. Speisezimmer, Eiche, 1350,—, Schlafzimmer 950,—, Küchen 380,—, einzelne Ankleideschränke, Ruhebetten, Bettstellen, Tische, Trumeaus, Teppiche, Kronen spottbillig, verliehen gewesene, zurück- gesetzte Möbel bedeutend un- tcrm Preis. Sicheren Leuten Zahlungserleichterung. 36K* ESBEBSBra® Pianos aus Teilzahlung und ur Miete. Pianohandlung, ' öbenslraßc 10». 51K* Reizende Küchen in allen Farbe»»nd Ausführungen, 7 teilig, 525— Mark. Möbel- haus M. Hirschowitz, SO., Skalitzerstraße 26. Hochbahn: Kottbuser Tor.___ 146.ft* Küche», weißlackierl, prima Lack, fiebenteilig, 395 Mark, ebenso Wohn- und Schlaf- zimmer billig. Möbelhaus Döring, Blücherstraße 2, Halle- sches Tor._ 8451* Stuben- und Küchcneinrich- tung sehr billig. Möbrlschatz, Brnnnenstraße 160, Eingang Anklamerstraße._ 245/4* Plüschgarnitnr, bestehend aus 4 Fautenils, 2 Stühlen, 1 Ballu- strade, zn verkaufen. Wochen- tags 6—8, Sonntags 10—1. Herzau, Lüneburgerstraße 23. 3000b Harmonium, ohne Noten- kenntniffe sofort spielbaw 400 Mark, verkaust Zcmke. Stein- straße 8. Nur abends nach 5 Uhr.-sl67 Fahrräder Friedenspreise! Friedenswarc. Hunderte gebrauchter Fahr- räder aller Gattungen, sowie Rennmaschinen, Bezeträder. auch Ersatzbereifnng. 50,—, CO,—, 70,—. Fahrradlager, Arberstraße 42. 8057 Platinabfälle, per Gramm bis 7,80 Mark, Ketten, Ringe, Bestecke, Uhren. Tafelaussätze, Tressen, photographische Rück- stände, Papiere, Gluhstrumpf- asche, alte Zahngcbisse, sal- petersaures Silber, deren Rück- stände und Gekrätze, Film, und Schildpattabsälle usw. kaust Platin- und Silberschmclzerei Broh, Berlin, köpcnickersttraße 30. Telephon: Moritzplatz 3476. Eigene Schmelze, direkte Wer- Wertung. Geschäftszeit von 9—1 und 3—6 Uhr.___ 171* Lack« bis 20,00, Blei weiß, sowie sämtliche Malerartikcl kaufen Gebrüder Borowski, M 5.(Rollen- Gneisenaustraße dors 2379.) Platimtbfäll«! Gramm bis 7,80! Zahugebisse! Ketten! Riuge! Militärtressen! Glich- strnmpsasche! Filmabsälle! höchst. zahlend, Schmelzerei. Metall- Einkaufsbnrea«, Weberstr. 31. Telephon Alexander 4243. 261* ' Dreirad, Handwagen Verl kauft Elektrv-Handlung Brcnkc, Reinickendorf, Markstraße 3. 3001b Spiralbohrer kaust jede Di- mension Schwankt, NO. 55, Woldenbergcrstraße 10, hoch- parwrrc. Ä>K* Züudsteiue für Feuerzeuge kaust jeden Posten Witzgall, Baumschulenweg, Wohlgemuth- straße 5.. 99/4* Konsitürenglaser, Tischbcstccke, Mechonikerkittel, neu. Biützc oder Hut und Haushaltungs- Artikel kaust Bielefeld. Putlitz- straße 13.-s200 Bachswalzen. Schallplatten — Diktierwalze«— auch zerbrochene große, per Stück bis 1,20 Mark. Zelluloidabsall— Platinabfall, Gramm 7,70 M. Hvlzbrandstifte. Zabngebisse, auch zerbrochene. Salpeter- saures Silber. Hartgummi- abfall— Glühstrumpfasche kaust jeden Posten Metall- schmelze, Alte Jakobstraße 138 /Ecke tzvllmannstraßej. 260K* Bachswalze» und Abfälle kauft jedes Quantum zu gesetz- licken Höchstpreisen. Nachcm- steht, Eharlotteuburg, Wind- scheidstraßc 3»._ 161K HartgUMmiabfäüe kaust jeden Posten zu gesetzlichen Höchst- preisen. Nachcnistein, Char- lotteitburg, Wiudscheidstr. 3». 16151 Wiudschridstraße 3», Charlottenburg, kaust mit Geuehmi- gung jedes Quantum ge- brauchte und neue Weinkoric, Scktkorke, Korkabfällc zu gc- schlichen Höchstpreise». 161K Klavier oder Flügel sucht privatim Kleinscld, Stralauer- straße 23. Preisosferten er- beten. 156K* Elektrisch« Leitnngsdrähtc, Kabel, Litzen, kaust höchst- zahlend Säbel Co.. Moabit, Kirchstraßc 18, vorn, am Bahn- Hof Bellevue. 95/5 .WiepÄ, Seöter, LelreaSaiier, B» HsipA als Einricliler ijjjy v e r la n gt 1351L* .52» �tock& C-'O« a.»g.? ISerlln-Hwäenfelile. 108 Zimem«8 WlllM für Misere dringenden Kriegsbauten in der Provinz Sachsen sofort gesucht, lintcrkmi't und Berpsl«zm,g vorbanden. Melden ivcrktüglich mit Ausnahme von Freitag und Sonnabend von 9 Nur vorm. bis 1 Uhr nachmittags, Sonntags von 10 bis IL Uhr* vorm. bei der Lohnabteilnng. 2998b Akticngefellscknft für Beton, o.?Konierba», Berlin W 9, Bellevucstraßc 5(Potsdamer Platz). Revolyer- Einrichter lerkzenpiacher stellen c i n 16721,* Spczialkonstrnktionen Ttcglii!, Birtbuichstr. 37. kiektromonteure tteZker n«. erhalten sofort Aitstcllistig. Meldungen v. 9—11 u. 5— 7 Uhr Vohslr. 8, Technisches Bureau. k. Wßftlieini° Kiltcnpactscrsin) für Spielwaren gesucht von ll. Lcluitmrt. AlexaiidriNLNstr.llO. Gestbästszeit bis 5 Uhr. 2999b .Hausdiener, militärsrei, ehrlich, mit guicn Zeugnissen, im Packen geübt, verlangt per sofort Schuhfabrik Bruno Krause, Btuuncit- straße 188—190. 99/12 Lanfbnrsche sucht 99/10 Hahn, Potsdamer Str. 31. Gesucht werden: Einrichter 8chto88er Werkzeujirnacher OniYersaiiräser Qnfrersaischieifer Werkzenihobler WBrkzeugmaschinonbauer Transportarbeiter. 8,Siock&Gß.Ä.-G, Itln.-ölarienfclAe.* Näherinnen für Ausbrfferungen sofort ge- sticht. KleiderverwertungS- Gesellschaft Berlin, 5iom° »taudantenstr. 80/81, vorn zwei Treppen._ 97/8* Ä;«»«cä Mädchen zum?! ach- >5 sehen u.Verpacken von Leder. waren verlangt Aildelm Lutts- mann, Dresdener Str. 75. 99/3 II'-?- CsZASkfZSei'-WU ans Rdntgenrohrer, gilt eingearbeitet, sucht für Berlin sofort Vi tltt A.-t.:.,-Berlin, Chausseestr. 1. 99/5 Tüchtige Werkzeugmacher, Spezialisten ans Schnitte inid«t«nzen»erlaurt 89/9 Lerdert lackioi, Derii«, Stettiner. Str. 38. z Mim öosßenseW für H! Wratoi Lölftaspr vor iofort a e s u ch t. Angebote unter Angave des MiliiäroerbällmsssS uiw, erbeten unter 1621L* k. Mrzyk, Eiseubahnbau, Zoppot. Arbeiter stellt ein BallonhQilen-Gesellschaft m. b. H., 1660L* Temvelbof, Frirdrich-Wilhelmltr. 52/51. Tüchtige Werkzeugmacher sofort gesucht. Loeb-Verke Äktiengeseüschatt Berlin- Holten stchä n hauHen. iherl 16582* I £J «nszm««M. WWeMiiei,»i« Hfocltietötefjet, MiIm- «tacRet, MKlWeisn>-«-> ms. Odeon-Werle, Weißensee, Lehderstraße 20/25. Tücht. Tischler «lj ll. Büfetts Verl. Möbelfabrik Gebr. Ehrlich, Krautstr. 48b.* 12 Bürstenmacher Zurickter, Pecher u. Einzieher stellt ein 2968* Otto Ktthn, Kommandantenstraße 20/21. Sattler[98/14* aus Wagen verlangt Oeorg PleKer, Luiscnstr. 27/28. nnä Verkzengüreher Verkzengschinsser Monteure Schlosser Dreher MzeipAr Tischler stellen sofort ein[1478L* �orääeutLLde flu�eux�erke riuxplatz leltov bei Berlin. vorlnnxt •1656L* Munitionsfabrik F. Gaebert, Berlin C, Sophienstraße LS—»La Wir suchen sofort jüngere, schulentlassene 1673L* Bureau- und Laufbursehen. Bewerber wollen sich in unserem LoHnbureau(Arbeiter- aimahme) melden. U WllWS Tehpplije m. b. 0, (Telcfnnken), Berlin SW 61, Tempethoser Ufer 9. seibs«ndige Keizungsmonteure für dauernde Arbeit sucht 1'lieodtai' Blank, 16692 Könluhberg, Passargcstrnße 4. KlkMptt.u.E!ki!tromont. verlangt. 16672* Ernst Grattenaner, Joachim-Friedrich-Stratze 34. gur oas zu srvNlgooerg Pk. wird ein tüchiiger, umsichtiger Keschalissuhrer zmn möglichst baldigen Eintritt gesucht. 287/5 Kaillionssübigc Bewerber, die über ausreichende fachmännische Kenntnisse im Gastwirtsbctricbe,»nsbcsondcre auch in der Buch- sühruug verfügen- und in der Lage sind, einen solchen Betrieb zu orgaiiisiereli und selbständig zu leiten, werden gebeten, ihre allsssthrlichen schriftlichen Bewerbungen mit Kchaltsanivrüchen bei freier Wohnung und Verpflegung für sich und Familie nebst Angabc von Rcserenzen bis zum 5. September er. an Eugen Werner, Königsberg Pr., Vordcrroßgartcn 61/62 H zu richten. Bolkshausgescllschaft. Sehriftsetzer für Deutsch und Russisch stellt sofort ein 16752* Verigx für Sozialwissenschaft, _ Lindenstr. 3, 4. Hof IL Tüchtige Einrichter für Zlntomaten und Handbönke sowie Schraubendreher für grohe Bä»?« stellt ein Meister Lemke bei 16762* IBrdniann& Gross, Schraubenfabrik, Ritterstrajie 11. f Zum Jnstandhalten unserer� Schreib-, Kopier- u. Rechen- Maschinen(einige 100 Stück) suchen wü einen sehr tüchtigen, erfahrenen Feinmeclianiker (anch Kiiegsverletzten) der in solchen Fabriken bc- rcits längere Zeil gearbeitet hat. Die Stellung ist dauernd und angenehm. Offert, unt. g. U. 70S1 besördert stuitolk �Uoeee�erlm�st�g�� WU ckile aneh im Kisenbahntlefbaii Erfahrung haben, per sofort gesucht. Angebote� unter Angabe des ililitärTerhältn. usw. erbeten. 16221,* L. Mrzyk, Eisenbahnbau, Zoppot. Ansträg-ermnen für den„Vorwärts" ßarlin* Markusstr. 36. Lausitzer PH4/15. IfCl IUI- Lindenstr. 3. Wilhelmshavener48 Schöneberg I Meimnger Straüe 9. EhaflllttCIlhlll�I Lssenhestner Str. 1. Steglitz' Bemsee, Mommsenstr. 59. werden eingestellt in folgenden Filialen Llclilenberg: STSteÄ L WilBiersdorl; Tempelliol: Pankow*. Mühlenstr. 70. Borsisvalde. Kienast, Ibäusah-Ltr. Weißensee: Ober-Sehöneweide: 10. Wasielewski, Berliner Allee 11. Freidank, Bismarckstr. 25. TreptOW 1 Gramenz, Kiefholzatr. 412 L Salzmann, Gartenstadtetr. 10, für Alt-Glienicke. Kaiser-Wühelm-Str. 74. Falkenberg: MeWezeit tob 11 Imb Lz, Che und 41/, bis 7 Flu. wv Arbeiterinnen ire Oap~ über 17 Jahre, gesucht. 98/15* Auergesellschaft, Am Warschauer Platz 9— 10. Keimtutehefranen und Hausdiener sofort gesucht.[i46L*| Meldungen im der Hansinspektion G. DI. b. H. 1 Kanflunis ües Vestens Berlin W SO Tauentzienstraße 21/24. Die Kriegsschauplätze öer Gegen- revolution. Moskau, 2ö. August.