Nr. 162. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. salon mindca 11. Jahrg. flotica? 14 000029 Vorwärts Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzelle oder beren maRaum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pig. 山 Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochenbut tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonns und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 15. Juli 1894. 200 egitimasau Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Die verbrecherischen Gesetze " Verbrechen auftaucht, das zu politischen Zwecken aus- Die Herren Casimir Perier und Crispi wissen so gut genutzt werden kann, dann wird ein entsetzliches Halloh an- wie wir, daß ihre Ausnahmegeseze den angekündigten Zweck gestimmt und die übliche Fruktifizirung" durch Ausnahme nicht erfüllen, ja daß so nur geeignet sind, die seit Jahren gefeße u. s. w. beginnt. Das ist eine abscheuliche Heuchelei künstlich und methodisch in dieses Bett geleitete Epidemie - les lois scélérates nennen unsere Genossen in der eine butige Farce, die da gespielt wird. des sogenannten„ anarchistischen" Verbrechens zu steigern. französischen Kammer die Knebelgesetze, die, unter jesuitischer Oder sind diese sogenannten anarchistischen" Ver- Der dem sogenannten anarchistischen" Verbrechen meistens Ausnugung des Lyoner Attentats von Casimir Perier dem brechen etwa blutiger, schrecklicher, als die gewöhnlichen zu Grunde liegende Größenwahn wird dadurch, daß die französischen Volt auferlegt werden sollen, von Crispi Verbrechen? Mit Nichten. Sie werden an Schrecklichkeit Gesellschaft den Verbrecher statt für einen Verrückten, für dem italienischen Volt auferlegt worden sind. Und der und Barbarei von vielen derfelben übertroffen. Oder sind einen fürchterlichen Verbrecher erklärt, vor dem sie zittert und Name ist richtig, denn wenn auch diese Gesetze angeblich sie gefährlicher? Mit Nichten. Im Gegentheil, die so zu dessen Abwehr sie all ihre Macht braucht, nur gekißelt gegen Verbrechen gerichtet sind, so stellen sie sich doch selber genannten gemeinen Verbrecher sind im Durchschnitt weit und gereizt. Der Knirps fühlt sich als übermenschlicher auf den Boden dieser Verbrechen, oder richtiger ausgedrückt: gefährlichere Menschen als die sogenannt anarchistischen" Heros, als Säkularmensch", wie der berühmteste der deut die herrschende Klasse, die diese Gesetze einführte, oder ein- Verbrecher, denn diese sind niemals im Vollbesitz geistiger schen Anarchisten von seinen Anbetern betitelt wird. Denn führen will, hat sich dadurch auf den Boden und das Kräfte, während das bei dem gemeinen Verbrecher sehr all diese Anarchisten haben ihre Bewunderer. Und ist etwa Niveau jener Verbrechen gestellt. häufig der Fall ist. Wohlgemerkt, wir sprechen hier von ein Henry und Vaillant, mit dem die kapitalistische GesellDaß ein Mensch einen anderen Menschen tödtet oder anarchistischen", nicht von politischen Verbrechern. schaft mit ihrem riesigen Machtapparat sich in ein Duell eins zu tödten versucht, ist sicherlich ein verwerfliches Handeln, Der russische Nihilist, der auf Sibirien und den Strick mit läßt, nicht in seiner Art ,, ein großer Mann"? So wird. durch das er sich mit der menschlichen Gemeinschaft und Dynamit und Revolver antwortet, handelt durchaus logisch, die Eitelkeit aufs höchste befriedigt und die Herostrate des mit der, die Heiligkeit des Menschenlebens anerkennenden aber das Handeln des sogenannten„ anarchistischen" Ver- Anarchismus werden geradezu gelockt und herausgefordert. Kultur in Widerspruch setzt. Dem so Handelnden gegen- brechers ist sinnlos zwischen Zweck und Mittel Doch das fällt für die Herostrate der Gesellschaftsrettung über hat die menschlische Gesellschaft das Naturrecht der ist kein Zusammenhang. Wer, um die bürger nicht in die Wagschale. Für sie giebt es nur einen Bertheidigung, nimmermehr aber hat sie das Recht, in liche Gesellschaft zu stürzen, einen Menschen ersticht leitenden Gedanken: die Gewalt und deren Ausbeutung. Vergeltung das gleiche Verbrechen gegen die Kultur zu be- oder erschießt, ist ebenso verrückt, wie der Unglück- Und hierzu nützen sie den seit 20 Jahren von allen gehen, und einen Wienschen zu tödten. Deshalb verurtheilen liche, der sich mit einem Fächer in jeder Hand aus dem reaktionären Regierungen systematisch und polizeilich ges wir im allgemeinen und prinzipiell die Todesstrafe. Ganz Fenster stürzt, um in den Himmel zu fliegen. Er gehört züchteten Wauwau des Anarchismus aus, auf den ihr besonders aber und doppelt müssen wir sie verurtheilen, in das Irrenhaus, nicht auf das Schaffot. Und jedes Schreckenssystem sich stüßt. wenn angewandt auf Menschen, die nicht im Vollbesitz der größere Irrenhaus der Welt beherbergt Dutzende von Unsere französischen Genossen haben daher ganz recht: geistigen Fähigkeit sind und folglich nicht als zurechnungsfähig Baillant's, Henry's, Caserio's. Die Hinrichtung solcher es sind verbrecherische Gesetze, die jetzt in Frankreich und betrachtet werden können. Und das gilt von allen so- Unglücklichen ist ein um so schmachvolleres Verbrechen, als Italien angeblich gegen den Anarchismus, in Wirklichkeit genannten anarchistischen" Verbrechern. fie nur Theil einer frevelhaften politischen Komödie ist. gegen die friedliche Fortentwickelung und Und wirkt etwa die Todesstrafe abschreckend? In Vorwärtsentwickelung der bürgerlichen Gesells England mußte man die Todesstrafe für Diebstahl ab- schaft hier erlassen worden sind, dort erlassen werden schaffen, weil die Zahl der Diebstähle sich unter dem Ein- sollen und auch der Annahme gewiß sind. fluß der häufigen Massenhängereien reißend vermehrte. Und Auf die Anarchisten" pfeifen die Herren Cafimir nun gar Nervenfranke, die unempfindlich sind für förperlichen Perier und Crispi, wenn sie unter sich Auguren" find. Sie Die Zahl der sogenannten„ anarchistischen" Verbrechen und seelischen Schmerz und für Furcht, will man ab- denken wie unser Puttkamer, der einst im Reichstag feiner ist in der ganzen Summe der Verbrechen gegen Personen schrecken"? Das ist ja der reine Aberwiß. Und alle soge- Vorliebe für die Anarchisten klassischen Ausdruck verlieh. und Eigenthum eine verschwindend kleine. Wie viel Dutzend nannten„ anarchistischen" Verbrecher fallen in diese Kategorie. Ihr Feind ist ein anderer. Den Sozialismu 3 wollen von Morden und sonstigen mörderischen Gewaltthaten bringt Die Herrrn Casimir Perier und Crispi- welch sie ersticken, den Todfeind des Anarchismus", der ja nur uns nicht jeder Tag und die Gesellschaft verhält sich all letterer beiläufig den politischen Mord wiederholt ver- das Berrbild, der häßliche Zwillingsbruder des Kapitalismus diesen Verbrechen gegenüber, sofern sie nicht ein politisches herrlicht und auch manchen praktisch veranlaßt hat ist. Die neuen französischen und italienischen AusnahmeMäntelchen tragen over fich für ein solches gut eignen, voll- wissen so gut wie wir, daß die Abschreckungslehre gesetze enthalten auch nicht einen Paragraphen, der tommen gleichgiltig. Die Justizmaschine verrichtet mit mecha- von der Theorie und Praxis längst ad absurdum geführt den Anarchisten Unbequemlichkeiten verursachte die nischer Ruhe und Pünktlichkeit die Sysiphusarbeit des Ab- ist; allein sie wollen nicht die Verbrecher" abschrecken und drakonischen, barbarischen und odiösen Maßregeln urtheilens der Verbrecher, die in immer wachsender Zahl sich erschrecken, sie wollen die Masse der Staatsbürger gelten einzig dem Sozialismus, der Preßfreiheit, dem„ Schwert der Gerechtigkeit" darbieten. Sobald jedoch ein erschrecken, um sie nach Willkür regieren zu können. jeder den herrschenden Gewalten verhaßten Strebung. Es Bom sozialistischen und streng wissenschaftlichen Standpunkte aus giebt es überhaupt keine Verbrechen, weil es teine Handlungen ohne zureichenden Grund" giebt, und ist Alles, was man Verbrechen nennt, soziale oder physische ( psychische) Krankheit. Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. " vor den von dem Fräulein vorgeschlagenen Prüfungen hatte ,, Wie ist es doch so schön hier oben!" sprach Petronella, hinter der Larve eines rauhen Muthwillens verbergen wollen, nachdem ihr Husten, von dem Treppensteigen und der schwieg wie ein ertappter und geschlagener Schüler, und Einathmung reinerer Luft erregt, nachgelassen hatte. lehnte sich verlegen auf die Brustwehr des Thurmes. Ein Himmlischer Vater! wenn das alles, was wir hier vor 87 fältiger, tölpischer Klog!" murmelte Wallrade vor sich hin, Augen sehen, unser wäre! Was meint Jhr, liebe Frau und stüßte verdrießlich den Kopf in die Hand. Der Leuen- Else?" berger gewahrte aber soeben seine Base am Erkerfenster Bechtrams Ehewirthin zuckte verächtlich mit den Lippen. der Burg und wirkte ihr und Frau Elsen, heraufzus Man hört's Euren Reden wohl an, Fräulein," sprach sie kommen auf die luftige Höhe.-Muhme Betronella soll derb, daß Ihr kein Haus als Eigenthum besitzt, sonst uns ein Märlein erzählen," sprach er mit läppischem Lächeln würdet Ihr nicht so tolle Wünsche von Euch geben. Mir Edles Fräulein," sprach er endlich bedächtig, zu Wallraden, sie wird Euch dadurch auf andere Gedanken kommt ein ähnlicher Gedanke nicht, denn ich bin zufrieden in was Jhr verlangt, geht über meine Kräfte. Wir Edel- bringen, und mich vergessen machen, was ich von Euch ver- meinem Hauswesen, und wenn dieses mir nach Wunsch Leute halten fest an unserm Wort, und Bechtram hat nehmen mußte."- Wallrade machte eine unwillige Be- geht, so frage ich nicht nach allem, was um uns her liegt das Meine; und von Euerm Vater vollends erwarte ich wegung gegen ihn, und stand auf, um zu gehen. Der Ver- an Wald und Feld, an Häusern und Höfen."- Hier be nichts als Undant. Er würde mir zehnmal eher vor dem such war aber umsonst, denn schon knarrte die Thür des schrieb sie mit dem hoch und drohend geschwungenen Rocken Gallusthore zu Frankfurt Nase und Ohren abschneiden Thurmes, und die schwerfälligen Tritte der Frauen tamen einen großen Kreis rings um sich her und schlug damit auf laffen, als mich in seine, Sippschaft aufzunehmen."-Jch bald näher und näher heran. Frau Else schritt wackerer die Schulter des Leuenbergers, der in Gedanken verloren, weiß nicht, inwiefern Herr Diether Euch gehässig ist;" er- und rüstiger zu, als die hinkende Base, und hielt die auf den Weibern den Rücken gefehrt hatte." Frau Else! widerte Wallrade seufzend: allein ich dächte, auch meiner der Höhe der Steige unschlüssig verweilende Wallrade auf. Frau Else!" rief der Erschrockene, sich die Schulter reibend: Dankbarkeit solltet Ihr in etwas vertrauen."- Der Blick, Ei, wo hinaus?" fragte sie mit ihrer männlichen Stimme, Ihr führt einen harten Szepterstab, und der Ritterschlag den sie bei dieser Rede auf Veit's Antlig warf, sollte die im Hause Befehle ertheilte, donnernd wie der Schlacht von Eurer Hand ist nicht sanfter, als der von einer heftiger zünden, als die vorigen, aber seine Kraft prallte ab ruf eines Feldhauptmanns:" Da geblieben! Nicht davon Männerfaust." Meint Ihr?" entgeguete die Frau von an der Scheu des Leuenbergers vor Bechtrams Rache und gelaufen! Wir sind jezt die alleinigen Herren im Hause, Vilbel:" Ich möchte auch wissen, wie ich wohl zurecht komDiethers gegründetem Haß.-„ Ei was!" brummte er: und wollen uns gütlich thun auf der kühlen Warte." men würde unter dem Gelichter, das in unserem Hause Gure Haft kann ja doch wahrlich nicht ewig währen. Somit drehte sie Wallraden mit einer Schwenkung des aus und einfährt, wie die Heren aus und in den Schlot. Hat Bechtram von Montfort erst erhalten, was er will, Ellbogens um, und reichte der mühsam heranklimmenden Vergebt aber, Leuenbergerin, daß ich gerade von bösen liegt ihm ferner nichts daran, Euch zu füttern. Dann Base die Hand." Herauf! herauf! alte Nige!" rief sie Hexen sprach. Ich sollte wissen, daß Ihr es nicht liebt, wäre es an der Zeit, meinen Wünschen zu genügen, und der Keuchenden entgegen: Hier oben ist es wohl sein. wenn man von den Truden redet." eine fröhliche Ritterehe zu schließen, zu welcher man nichts Hast Du dem Wilpert gesagt, daß er uns eine Kanne nella: so man nur davon redet, mag es hingehen. Nur braucht, als einen Bettelmönch, der den Segen gurgelt, fühlen Weins heraufschleppe, und einen Korb mit Brot über die Schwelle dürfen sie nicht kommen und dafür habt und ein stilles, sicheres Kämmerlein. Was sagt Ihr dazu, und Fleischkuchen?" Betronella bejahte; Else klopfte Ihr gesorgt, Frau Else, denn das Hufeisen, das unter mein süßes Lieb?"„ Daß Ihr ein Abscheulicher seid, beifällig und munter in die mächtigen Hände, und zog Eurer Pforte angenagelt ist, bleibt ein wahres Gottesder meine Verachtung verdient, aber nicht die Minne einer Rocken und Spindel aus dem breiten Ledergürtel, der ihren mittel dagegen, und so Ihr vollends nicht versäumt, jeden ehrsamen Jungfrau; erwiderte ohne Hehl Wallrade, der stämmigen Leib umschloß. Der Thurmwächter mußte dem Morgen zwei Strohhalme kreuzweis drüber zu legen. das Blut in die Wangen geschlossen war, bei dem unziem zögernden Wilpert entgegeneilen, und die Frauen machten so kommt Euch nimmer eine Here zu nahe."- hr seid lichen Antrag des Stegreifritters. Beit, welcher seine Furcht sich's bequem auf den Mauerbänken zwischen den Rinnen. eine kluge Jungfrau," erwiderte Frau Else, und ich werde " ist die letzte Diktatur des ertrinkenden Kapitalismus, der in seiner Verzweiflung nach Strohhalmen greift. Die erhoffte Rettung findet er nicht. DOWAGO Polizeifpäßchen. Aus Paris wird telegraphirt: Der Polizeipräfettur gehen täglich Briefe von bekannten Anarchisten zu, in denen diefelben erklären, daß sie ihre Utopien aufgeben. In der Präfektur ist man der Ansicht, daß diese Briefe durch die Haltung der Kammer, in der die Annahme der von der Regierung vorgeschlagenen strengen Maßregeln wahrscheinlich ist, hervorgerufen find. Pindter redivivus den englischen Auffassungen" gegenüber| Die französische Republik pflegte diesen Tag als ihr Hauptsich im Zustand paradiesischer Unschuld und ungetrübtesten fest zu feiern, diesmal ist aber Alles still. Reine Feier auf Nichtswissens befindet. Womit nicht gesagt sein soll, daß der Straße, teine Feier in den Zeitungen. Wie ist es auch Mit der Guillotine, mit der Verbannung, mit Preß er den" kontinentalen Auffassungen" gegenüber schul- möglich, die Erstürmung der Bastille und den Sieg der fnebeln, mit Polizeiorgien läßt der Kapitalismus, der für dig sei. Freiheit in einem Augenblick ehrlich zu feiern, wo die Realle anarchistischen" und sonstigen Verbrechen verantwortlich ift, fich nicht aufrecht und am Leben erhalten. Zwar ist Boltsblatt", das scheint jezt die Signatur unserer Beit alte morsche Bastille des FeudalismusGeheime Erlaffe überall", sagt das„ Saalfelder publit im Begriff steht, ein Ausnahmegesetz zu errichten, bas eine weit schlimmere Bastille der Freiheit ist, als jene Herr Cafimir Perier durch eine anarchistische Bombe zum zu sein. Auch bei der kürzlich stattgehabten Reserve bezw. Ministerpräsidenten, und durch einen anarchistischen Dolch Landwehrübung in Weimar wurden zwei Einwohner aus zum Präsidenten der Republik gemacht zwar ist Herr Crispi Pößneck vor die Front gestellt und seitens des Hauptmanns durch den Revolver eines und den Dolch eines anderen Landsmannes vor dem Sturze bewahrt worden; aber auf. b. Becke wegen ihrer angeblichen Bu. gehörigkeit zur sozialdemokratischen Partei Dolchen, Bomben und Revolvern fann man nicht fihen, mit einer Extravermahnung bedacht. Die sowenig wie sprichwörtlich auf Bajonnetten. Durch die beiden Verdächtigen sollen mit rot hem Kreuz bezeichnet verbrecherischen Gefeße", die das nicht treffen, wogegen sein. Nach Angabe des Offiziers soll ihre Heimathfie angeblich gerichtet sind, und das, wogegen sie Wir möchten die Autographien dieser Briefe einmal gerichtet sind, weil das Ziel verbrecherische Thorheit ist, Rothen" wollen Klage anstrengen, um den Kreuz- Zeichner und die anderen aus der behörde die Auszeichnung" bewirkt haben. Die beiden sehen. Wir wetten, die einen stammen aus dem Irrenhaus flüglich verhüllen, haben die herrschenden Klassen in Frank- ausfindig zu machen." Polizeipräfektur. Alle reich und Italien bloß ihre Unehrlichkeit und Un- ausfindig zu machen." Schüler des Herrn Andrieux haben sich doch von der Futterfähigkeit bekannt, ihren politischen Banterott proklamirt. pflichtigen auf die Sozialdemokraten aufmerksam zu machen, Wenn die Herren Offiziere so fortfahren, die Heeres- trippe nicht losgeriffen. Sie haben bekundet, daß sie in blöder Verblendung werden wir sie noch als unsere fleißigsten Agitatoren hoch- Urtheil nach Abweisung der Berufung durch den obersten Zum Prozeß de Felice wird telegraphirt, daß das schäßen lernen.Gerichtshof rechtskräftig geworden ist. Die SchandDas gleiche Recht in Sachsen wird gut illustrirt geschichte der italienischen Justiz ist um ein blutiges Blatt durch die folgenden beiden Notizen der Sächs. Arb. Btg.": reicher. Boykott ber Militärbehörde! Gestern erhielt is Pio, in der Gosic Herr Restaurateur Ludwig, Körnerstraße, Ecke Palaisgäßchen, Louis Pio, in der Sozialistenwelt, namentlich in nunmehr auch das Militärverbot. Herr Ludwig annoncirt Dänemark, wo er einst tometenartig aufstieg und schon seit längerer Zeit fein Geschäft in unserer Beitung und glänzte, vor zwei Jahrzehnten viel genannt, den jüngeren hängt dieselbe auch in seinem Lokale aus. Auf diesen Umstand Genossen aber ganz unbekannt, ist vor Kurzem in Amerika dürfte das Vorgehen der Militärbehörde zurückzuführen sein. Wenn Arbeiter ein Geschäft boykottiren, fo werden fie einfach gestorben. Aus einer dänischen Bürgerfamilie hervorgegangen, bestraft, hier findet sich aber fein Staatsanwalt, der diesen studirte Pio Sprachwissenschaften, wurde Offizier, trat dann " groben Unfug" zur Bestrafung zöge. Wir leben eben in einem zum Postdienst über und warf sich 1871 unter dem EinRechtsstaate. bruck der Pariser Kommune in die sozialistische Bewegung. Die goldene studirende Jugend hat in den Er gründete das erste dänische Sozialistenorgan: bden Straßen Dresdens wieder einmal tollen Unfug verübt. In Sozialisten" und brachte die sozialistische Partei, die er denselben Straßen, in welchen Arbeiter am 1. Mai nicht als Großmeifter"- ein etwas abenteuerlicher Titel-- leitete, spazieren gehen durften, ohne sich der Gefahr auszusehen, von ihren egoistischen Klasseninteressen das Gemeinwohl und das Gesammtintereffe zu opfern entschlossen sind. Und die Wirkung? Das Ende der kapitalistischen Wirthschaft wird nur beschleunigt, die Katastrophe, der eine vernünftige, gerechte Gesetzgebung hätte vorbeugen können, wird nur um so rascher herbeigeführt. Rein Cafimir Perier, fein Crispi und hätten sie tausendmal so viel Verstand als sie thatsächlich besitzen kann das Unvermeidliche hindern. Schwere Krisen stehen den beiden Ländern bevor, die von gewissenlosen Priestern und HandLangern des Kapitalismus auf die Bahn tollster AusnahmeGesetzgebung gedrängt worden sind. Und Ruhe wird ihnen erst kommen, wenn das Volk sich dazu aufrafft, die Verbrecher den verbrecherischen Gesetzen" nachzuwerfen. Politische tebersicht. Berlin, den 14. Juli. Einen Widerspruch nennt es Herr Eugen Richter, daß Liebknecht vor zehn Tagen in Elberfeld sagte, die Verhängung des Boykotts über alle Rings brauereien, wie er es anfangs gewünscht, wäre am 16. Mai ein Fehler gewesen und daß er vorgestern in Charlotten burg diese Maßregel befürwortete. Wenn Herr Eugen Richter nicht das Betrefatt" wäre, als das ihn Bebel einst im Reichstage bezeichnete, so würde er wissen, daß je nach der Natur, der Ausdehnung und den verschiedenen Stadien eines Kampfes die Kampfmaßregeln verschieden sein müssen. Was bei Gröffnung des Boykotts ein Fehler gewesen wäre, ist jetzt eine Nothwendigkeit. Nur ein Narr verschießt sein Pulver beim ersten Angriff. Und wir haben noch viel Pulver. Unsere Genossen aber werden dafür sorgen, daß der Ring, den wir um den„ Brauerring" gelegt haben, von Tag zu Tag, von Monat zu Monat sich fester zusammenzieht. " " " hinter Thüren versteckten Polizisten notirt und dann zu hohen zu raschem Aufschwunge. Er hatte eine wirksame MassenGeldstrafen verurtheilt zu werden, dürfen sich diese hoffnungs- Beredtsamkeit und pflegte, bei etwas schauspielerischem allerdings hauptvollen Sprößlinge der Bourgeoisie, unbehelligt von den Be- Wesen, sehr stark den Personentultus hörden, allen uit" erlauben. Ein bürgerliches Dresdener sächlich mit seiner eigenen Person. Im Jahre 1872 würde Blatt berichtet: er wegen mehrerer aufrührerischen" Reden und Zeitungs,, Eine fizilianische rothe Fischermüße auf dem Haupte, artikel zu 5 Jahren Gefängniß verurtheilt, jedoch nach zogen in vorverwichener Nacht nach 12 Uhr zwei junge Herren, 2 Jahren begnadigt. Er wurde hierauf in den dänischen anscheinend Studenten, die Pragerſtraße entlang nach dem Reichstag gewählt. Doch kam es bald zu Differenzen Böhmischen Bahnhofe zu und spielten abwechselnd, trotz der zwischen ihm und der Partei, deren ernsten Arbeiten er vorgeschrittenen Beit, auf einer Mandoline. Gefolgt wurden sich nicht gewachsen zeigte. Der Riß wurde breiter und sie von wohl über 20 Romilitonen, die im sogenannten Gänse breiter und eines Tages- im Jahr 1877 wanderte marsche spazierten. Daß der förmliche Aufzug allenthalben Auffehen erregte, fonnte nicht ausbleiben, und gerade das Pio Knall und Fall nach Amerika aus. Auf dem Wege mochten die Theilnehmer beabsichtigt haben. Die Sache war dahin sahen wir den Flüchtigen. Er sagte, er werde zurückein Ult(!), der sonst Ausschreitungen nicht im Gefolge hatte." fehren, fein ganzes Gebahren verrieth uns aber, daß er selbst seine Wie schade, daß unsere Maigefallenen nicht auch gefagt politische Rolle für ausgespielt hielt. Drüben blieb er der haben, sie seien zum„ ult" spazieren gegangen, zweifellos hätte Politit fremb- zulegt tam er nach Chicago, wo er Ander Staatsanwalt, der schließlich solche„ ults" aus seiner fangs dieses Monats, 54 Jahre alt, starb. Pio hat nicht eigenen Studentenzeit kennt, selbst die Freisprechung beantragt. zu den Männern gehört, welche das von dem Vorkampf der Fall Thüngen macht auch in Bayern Schule. für die proletarische Sache unzertrennbare Opferthum zu Aus Bamberg wird hierüber geschrieben: tragen vermochten; allein er hat vor 20 Jahren unserer Bezüglich der Zuständigkeit der Gerichte bei Preßprozessen Sache Dienste geleistet, und da er später die Sozialdemo hat heute zum zweiten Male das Amtsgericht Bamberg fol- fratie wohl verlassen, aber nicht verrathen hat, so soll ihm gende Braris eingehalten: Klage ist erhoben gewesen von die Wohlthat des alten Spruches: Von den Todten nur einem Bamberger Redakteur gegen die Würzburger Neue Gutes! wenigstens in gewiffem Grade zutheil werden. Bayerische Landeszeitung". Diese hat hier eine Verkaufsstelle, eine Art Filiale, von welcher aus das Blatt durch eine Trägerin an die Abonnenten vertheilt wird und wo auch Einzelnummern käuflich sind und Aufträge entgegengenommen werden. Von diesem Standpunkte aus erfolgte die Verweisung der Privatklage nicht an das Würzburger, sondern an das Bamberger Amtsgericht. " Pindter redivivus macht es wie der verfolgte Tintenfischer trübt die Wasser und kneift aus. Um seine Blamage in Sachen der angeblichen Verurtheilung des Boykotis durch Bebel zu verdecken, salbabert Bindter der Zweite diesen Abend, zwischen dem Boykott von heute und dem vor 4 Jahren sei kein Unterschied. Und um seine Blamage in Sachen der polizeiselig erhofften Aufhebung des englischen Asylrechts diskret der Beachtung zu entziehen, verübt der Tintenfisch einen tiefsinnigen Leitartikel über Die Verschiedenheit kontinentaler und englischer Auffaffungen", der den Unkundigen durch scheingelehrte Redens Ein Gedenktag ist der 14. Juli arten verblüffen soll, dem Kundigen aber enthüllt, daß 105 Jahren wurde in Paris die Bastille gestürmt. " Heute vor Serboruffifches. Ein Telegramm aus Belgrad meldet: Der ehemalige Gesandte in Petersburg, Pafitoch, wurde zum Direktor der Gagarin'schen Dampfschifffahrts Gesellschaft in Odessa ernannt. Die Gagarin'sche Dampfschifffahrts- Gesellschaft ist von der russischen Regierung subventionirt und von ihr abhängig und hat die Aufgabe, den russischen Einfluß im Orient zu vertreten, was die Bedeutung dieser Ernennung jedermann klar macht. " Daß die rumänischen Bauernaufstände spontan mir noch manches von Euren Erfahrungen merken, ehe Ihr hätte werden müssen. Sie werden sich's nun gefallen ausgebrochen und nicht das Werk einzelner Personen waren, von dannen scheidet." Ho, die Base ist gelehrter, als laffen, so lange hier zu verharren, bis des Fräuleins haft ausgebrochen und nicht das Werk einzelner Personen waren, fo ein Meister der freien Künste," fiel der Leuenberger ein; vorüber." zeigen die Gerichtsverhandlungen, welche jetzt in Galag " Ha, Euer Herr macht wackere Streiche!" gegen die angeblichen Anführer" stattfinden. Es konnte nämbesonders im Erkennen zauberischer, übernatürlicher und rief Wallrade feck: An schwachen Frauen und wehrlosen lich keinem von ihnen auch nur die geringste Schuld nachSo?" verborgener Dinge." So?" fragten Else und Wallrade. Mönchen erprobt sich des Helden Muth."" Olaßt den gewiesen werden. Sie sind alle bis auf einen, der zu vier Das hätte man versuchen können," fuhr die erstere fort. Heldenmuth aus dem Spiele, gutes Fräulein," engegnete Wochen Gefängniß verurtheilt wurde, freigesprochen worden. " Ihr hättet meinem Manne des heutigen Buges Ausgang Else, einen schönen Falken läßt der tapferfte und groß- Für die Untersuchungshaft entschädigt sie natürlich niemand. und Erfolg weissagen können."-" m!" meinte Petronella, müthigste Mann nicht aus den Händen. Wahrlich, Wall Also wieder einige Opfer des allzu großen Eifers der den Kopf bedenklich wiegend, dem Gastfreund geziemt's rade, hätte ich einen Sohn, ich ließe Guch gar nicht mehr Bolizei jedoch in diesem Falle ist er noch zu verzeihen, eigentlich nicht, des Wirths Thun und Lassen zu deuteln, von meiner Seite, Ihr müßtet meine Schwieger werden, denn man müßte ja die Anarchisten von Oben verhaften, aber, wenn man Achtung hat auf das, was um uns vor und noch heute müßte der Pfaffe da unten Euch trauen." wollte man die wahren Urheber des Aufstandes bestrafen. geht, so kann man manches in seinen Handlungen ändern, Das ist ein Wort, vortreffliche Nichte," sprach Petro: Diese wohnen ja bekanntlich nicht auf dem Dorfe. was ersprießlich und von Nutzen wäre."- Thr sprecht, nella beißend: Frau Else denkt nicht an ihr alt Gefchlecht." Ein romantischer Phantast über das Verhältniß als ob's Lateinisch wäre," lächelte Else: ich verstehe Euch Ihr habt Stecht, Base Stolperwih," ließ sich Wallrade Der bekannte nicht."" Der Hund hat die ganze Nacht im Zwinger vernehmen, unser hochadlig Wappen würde nicht zu dem von Rußland und Frankreich. jämmerlich geheult," sprach die Alte weiter:„ die Eule hat des Ritters Bechtram passen, wenn er gleich Räuberei treibt. russische Graf Tolstoi nennt in seinem neuesten Buch geschrien und die Todtenuhr hat gehämmert, als wollte sie Beruhigt Euch indeffen. Meine verehrte Wirthin hat ja die russisch- französische Seelenbrautschaft eine" feelische Seuche".„ Sie ist falsch diese plögliche Liebe der Franzosen nimmer aufhören. Das bedeutet nicht viel Gutes. Zudem teinen Sohn, der ihre Drohung verwirklichen tönnte." ist heute kein glücklicher Tag, und ich hätte an Eurer Statt Freilich nicht," setzte Else seufzend hinzu: das ist's, was für die Russen, und der Russen für die Franzosen". den Ritter nun und nimmermehr reiten lassen."" Ihr mir oft blutige Thränen toftet. Was nügt meinem Alten Schließlich vergleicht Tolstoi diese Seuche" mit einer macht mir bange!" versetzte Else, ohne jedoch weiter eine seine schwere Mühe und faure Arbeit? Was nüßt ihm anderen zu Anfang des letzten Türkenkriegs. Er schreibt: Bewegung zu äußern: Mein Mann lacht über solche langes Leben und Gedeihen? Wir haben ja doch niemand, Dinge, und fürchtet sich nicht, weil er ein geweihtes Amulet dem wir hinterlassen könnten, was er mit Schweiß und bei sich trägt, das er einem Pilger abgenommen, der es Blut erobert. Der Tag, an dem unser Philipp ftarb, der gerade von des Erlösers Grab geholt hatte. Wenn ihm wilde Bube, war ein harter Tag, und auch damals schrie die nur das Heiligthum noch hilft, da er jetzo im Banne liegt?" Gule wie ein wahrer Unglücksvogel. Der Junge mußte ge= -Gi, wie sollte es denn nicht?" fragte Petronella ent- rabe seinen Kopf auffeßen, und ein Pferd in die Schwemme gegen, die hochwürdigen Barfüßer Ordensherren weihen reiten wollen. Mein Alter erlaubte es dem Fürwiß, und ja gewöhnlich diese Schutzmittel, und man weiß ja, daß gestürzt, vom Roß geschleift und zertreten, brachten uns die fie sich nicht viel um Bann und Interdikt kümmern." Leute den Buben sterbend ins Haus zurück."- Else wischte Ihr beruhigt mich wieder völlig," antwortete Else, dem sich eine Thräne ab, die in ihr finstres Auge gedrungen alten Fräulein gutmüthig und derb auf den hohen Rücken war. Den leibeigenen Knecht, der das Unglück, ohne Klopfend, ich hatte schon den Gedanken gefaßt, trok Bann zu helfen, geschehen ließ, ließen wir todtpeitschen," setzte sie und Strahl eine Messe in der Kapelle lesen zu lassen, auf mit fürchterlich gepreßter Stimme hinzu, allein unsern die glückliche Heimkehr meines Alten." Eine Messe?" Philipp machte es nicht lebendig."- Eine tiefe Stille folgte Frau Else Wer versteht das auf diese furze und gräßliche Erinnerung. Lachte Petronella: Wie das?" Handwerk hier?" spottete Wallrade: etwa der edle Herr, richtete sich indessen schnell in die Höhe, stampfte einigemal der vor uns steht, oder der taube Wächter, der endlich mit dem Fuße auf das Pflaster, fuhr sich verstohlen mit mit dem ersehnten Vorrath anlangt?"" Hoho!" fiel dem Aermel über die Augen, und langte die Kanne mit Elfe ein: nur nicht so höhnisch, gefangenes Fräulein Wein an Wallraden. Trinkt, thut Bescheid!" sprach sie Naseweis. Wir haben wohl noch andere Leute hier im mit ganz verändertem Tone: dem Gaste gebührt die Ehre. Schloffe, die Kutte und Platte tragen. Da unter uns fitt Dann die gute Leuenbergerin, dann ihr Vetter, und zuletzt ich. ein armer Pater im Kühlen, dem Eure Gesellschaft, Petronella ist hernach so gut, und giebt uns eine Sage Leuenbergerin, Unglück gebracht hat, und der wohl jezo, oder Legende zum Besten. Man vertreibt damit die Zeit obschon Mittag vorüber, nüchtern genug wäre, um das am besten, und der Faden am Rocken wird noch einmal Mießopfer zu bringen."-Wie?" schrie Petronella, er so glatt und eben, und die Kuchen schmecken noch einmal staunt die Hände faltend:" Wie? der arme Mann, der so gut."-" In Gottes Namen denn", fügte Wallrade mit uns hier angelangt?" Derselbe," versetzte Frau hinzu, und drehte dem Leuenberger den Rücken, da er ihr Etje faltblütig: er sammt dem Bäuerlein, das Euch den einige verbindliche Worte ins Ohr flüftern wollte; Wagen lieh, bewohnt unsern Thurm, weil mein Alter Gottes Namen, Muhme. Hebt an und erzählt." meinte, die Leute jeien mit der Gegend zu bekannt, als ( Forljehung folgt.) # " daß nicht der Gewahrsam der schönen Wallrade verrathen in Unmittelbar vor den türkischen Kriege trat bei uns eine plötzliche Liebe auf für gewisse slavische Brüder, von denen Niemand seit Jahrhunderten gehört hatte, da doch Deutsche, Franzosen und Engländer uns unvergleichlich näher liegen als eine Hand voll Serben, Bulgaren und Montenegriner. Männer wie Atsakow und Katkow, die in Paris schon als Musterpatrioten genannt wurden, fachten die Begeisterung an; Empfänge und Festlichkeiten wurden abgehalten, und wie jetzt war die plöbliche Liebe des Russen, zu den Slaven nur ein Spiel mit Worten. In Moskau fing man an, wie in Paris zu essen, zu trinken, Unsinn zu schwagen und von Einigkeit und Frieden zu reden, indem man die Hauptsache, den Anschlag gegen die Türkei, stillschweigend überging. Die Bresse itachelte die Aufregung an; die Regierung betheiligte sich dabei; Serbien empörte sich; diplomatische Noten erschienen und halboffizielle Artikel. Die Presse log mehr und mehr, und schließlich war Alexander II, ber thatsächlich den Krieg nicht liebte, dazu genöthigt, und dann kamen Hunderts tausende unschuldiger Menschen um. Was in Paris und Toulon stattfand und seitdem von der Presse gehegt und gepflegt worden, führt offenbar zu einem ähnlichen oder noch schlimmeren Unglücke. Zuerst wird unter den Klängen der Marseillaise und der russischen Nationalhymme von gewissen Generalen und Ministern zur Ehre vers fchiedener Regimenter und Geschwader getrunken; die Presse veröffentlicht ihre Lügen; müßige Schaaren wohlhabender Leute, die nicht wissen, wie sie ihre Zeit todtschlagen sollen, halten patriotische Reden, reizen zum Haß gegen Deutschland auf, und schließlich, so friedfertig auch Alexander III. sein mag, werden die Umstände ihm die Vermeidung des von semer Umgebung, von der Presse und der gesammten öffentlichen Meinung geforderten Krieges unmöglich machen. Und dann, ehe wir uns umgefehen, erscheint in den Zeitungen der unheilvolle Kriegsaufruf." Graf Tolstoi stellt sich die Sache sehr falsch vor. Nicht 11. bei uns Russen" war eine plögliche Liebe für gewiffe slavische Brüder in der Türkei eingetreten, sondern bei Väterchen" und dessen Ministern, die auf diese Weise den beschlossenen Krieg einleiteten. Die russische Presse" ist ein eingebildeter Faktor es giebt blos russische Regierungsblätter, oder solche Blätter, welche die Regierung duldet. Diese ganze Liebe für die slavischen Brüder in der Türkei war Regierungsmache. Den deutschen Zeitungen, die sich an den Tolstoi'schen Phantastereien auf Kosten der Franzosen erlustiren, ruft ein Schweizerblatt, die Züricher Post", das schmachvolle Wetttriechen" ins Gedächtniß, das jahrzehntelang von dem gewesenen deutschen Kanzler betrieben ward, der nach dem Wort des russischen Staatsmannes Giers, russischer war als die Russen". " Aus Verurtheilung polnischer Demonstranten. Warschau wird geschrieben: Von den 240 Personen, welche wegen der nationalpolitischen Demonstration am 17. April 1894 in Anklagezustand versetzt waren, sind bis jetzt, b. h. bis zum 7. Juli, insgesammt 170 Personen verurtheilt worden. Davon wurden über 160 Personen zur Ver schickung nach dem Inneren Rußlands, namentlich nach den nördlichen und östlichen Gouvernements, verurtheilt. Etwa 60 erhielten je vier Monate Gefängniß und werden dieselben auf drei Jahre nach Archangel, Olonec, Wologda verschickt, 40 wurden zu je drei Monaten Gefängniß verurtheilt und auf zwei Jahre nach den Gouvernements Perm, Ufa, Wiatka und Orenberg verwiesen. Die Uebrigen, welche zu je 2 Monaten Gefängniß vertheilt wurden, find nach den Gouvernements Kostroma, Simbirst, Nowgorod, Tambow, Tula, Drel und Kursk verschickt worden. Unter legteren befinden sich viele Frauen. Am Strengsten bestraft wurde der Redakteur des Warschauer Gtos", J. Potocki. Außer 4 Monaten Gefängniß wurde er zu fünfjähriger Verbannung nach dem Gouvernement Archangel verurtheilt. Dem verurtheilten Potocki konnte übrigens gar nichts bewiesen werden. Die strenge Strafe ist, wie polnisch- galizische Blätter behaupten, nur ein Racheaft für einen Artikel, den vor einiger Zeit jener Redakteur veröffentlichte. Der Artikel deckte die Korruption in verschiedenen Verwaltungszweigen auf. " Der amerikanische Eisenbahnstreik geht zu Ende, die Bewegung gegen die Ringwirthschaft ist aber im Auschwellen. Die Streifenden in Chicago haben erklärt, daß sie sich einem Schiedsspruch unterwerfen wollen, und wenn die Regierung in Washington jetzt keine Winkelzüge macht, wird die äußerliche Ruhe bald wiederhergestellt sein. Unmittelbar drohend ist die Lage noch in Californien, wo die Eisenbahn monopolisten zugleich auch Landmonopolisten sind was übrigens bis zu einem gewissen Grade in allen anderen Staaten der Union der Fall ift. Wenn die amerikanische Gesetzgebung nicht fräftig den Ringen" und" Trusts" zu Leib geht, wird die allgemeine Bewegung an Kraft gewinnen, und einen gegen die Staatsgewalt sich richtenden entschieden revolutionären Charakter annehmen. Die neuesten Telegramme lauten: Sacramento, 13. Juli. Hier ist der Belagerungszustand erklärt worden. Die Streifenden schossen heute auf die regulären Soldaten, welche das Feuer erwiderten, zwei der Ausständigen tödteten und sechs verwundeten. Chicago, 13. Juli. Die Ausständigen erklärten, daß sie einen Schiedsspruch annehmen würden, und forderten die allgemeine Wiedereinstellung der Streifenden. Ueber die Person des großen Unternehmers Pullman, auf deffen arbeiterfreundliche Praktiken der große Kampf in den Vereinigten Staaten zurückzuführen ist, bringt die Neue Züricher 8tg." die folgenden interessanten Mittheilungen: getauft werden, ihnen gehören alle Läden. Das Gas Der chronischen Lokalnoth wußten sich die Genossen in foftet 21/4 Doll. 1000 Rubitfuß, der Gesellschaft kommt es auf Freiburg i. Schl. dadurch zu entziehen, daß sie einen Kasino33 Cents zu stehen. Die Stadt Chicago liefert der Gesellschaft verein gründeten, der Privaträumlichkeiten miethete, die nun, Wasser zu 4 Gents 1000 Gallonen, die Gesellschaft verkauft es versehen mit Tischen und Stühlen, allen dortigen Arbeiterihren Miethern zu 10 Cents. Aus dem Kloakensystem der Stadt organisationen gegen geringes Entgeld überlassen werden. wird ein großes Riefelfeld fruchtbar gemacht. Im Mittelpunkt der Stadt erhebt sich ein hoher Bau, eine gewaltige Salle mit Gegen den Anarchismus nahm der Sozialdemokratische Ruppel und in dieser steht und arbeitet eine gewaltige Dampf- Verein Mannheims in einer Versammlung durch Annahme maschine, eine, Corliß" von 10 000 Pferdekraft. Aha, fagte ich folgender Resolution Stellung: Die Versammlung erblickt im mir, das ist der Hochaltar von der ganzen Geschichte. Sie haben Anarchismus die konsequente Durchführung der heutigen Bourgeoiszwar auch eine Pullman- Kirche, wie fie eine Pullman- Schule und Reaktionswirthschaft, das ist der Kampf aller gegen alle, sie und Bibliothek haben, aber der richtige Göße des Ganzen ist verurtheilt die sogenannte Propaganda der That, die im Namen dieses schwarze Ungeheuer mit den sich ewig regenden schwarzen der Revolution die Sache der Reaktion fördert, im Armen. Mein schließlicher Eindruck von Pullman" war der Namen der Moral die unmoralischsten Handlungen eines großen Mausoleums. Es war so todtenstill billigt und im Namen der individuellen Freiheit die in der Stadt, nirgends ein frohes lachendes Gesicht. Freiheit ihrer Mitmenschen mit Füßen tritt. Selbst die wohlgepflegten Rasen und die Blumenbeete um Versammlung macht es daher jeden Parteigenoffen zur Pflicht, die großen Gebäude herum hatten den erkältenden Hauch von mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln der anarchistischen Grabdekorationen. Im wesentlichen ist diese Stadt, wie der Propaganda entgegen zu treten. Leser gesehen hat. nichts als eine Millionenfabrik. " * Die Und was thut der Mann mit all dem Gelde? Für seine Der Arbeiter Bildungsverein Eintracht in Zürich Arbeiter thut er nichts, er beutet sie nur aus, und zwar in( Vereinshaus: Neumarkt 5) veröffentlichte den Bericht über höchst sinnreicher doppelter Art, 24 Stunden im Tage. Was feine Thätigkeit im Jahre 1893. Die bereits im thut er für die Stadt Chicago? Er lebt ba in einem 1892 er Jahresbericht als hemmend erwähnte Arbeitslosigkeit hat herrlichen Balaste, hat die denkbar feinste Einrichtung, die feinsten auch im Jahre 1898 die natürliche Ausbreitung des überaus Kutschen, die schönsten Pferde. Aber er trägt boch ordentlich nüßlich wirkenden Vereins gehindert, immerhin ist die Zahl der zu den Lasten der Stadt bei, indem er eine tüchtige Steuer be- Mitglieder von 888 am Jahresbeginn auf 917 am Jahresschlusse zahlt? Da kennen Sie den Chicagoer Millionär schlecht. Der gestiegen. Unter den Personen, die ausgeschloffen werden mußten, ift so gut wie steuerfrei. Der Steuereinschäger kennt befanden sich auch 42,, Unabhängige". Der Ausschluß traf sie überhaupt keine Millionäre in Chicago, niemand ist nicht etwa wegen ihrer abweichenden Meinung, sondern der für den Betrag auch nur einer einzigen Million ein Grund lag in dem unerträglichen Benehmen, womit gefchäßt. Die Leute, welche in Chicago Steuern bezahlen, find sie die Mitglieder belästigten. Was die im Verein verdie kleinen Leute. Hat einer ein Häuschen im Werthe von 2 tehrenden Nationen betrifft, so gehörten ihm im Jahre bis 3000 Dollars, so zahlt er Steuern für 1500 ober 2000 1893 956 Deutsche, 83 Schweizer, 68 Desterreicher, 8 Russen, Dollars. Hat einer Millionen beim Dugend, so zahlt er an 6 Dänen, 2 Schweden und je 1 Liechtensteiner, Bulgare und die Stadt so gut wie nichts. Der Tax Assessor befommt für Holländer an. Die Zahl der Deutschen ging gegen das Jahr feinen Meineid so und so viel, und Herr Pullman versteuert 1892 um 176, der Defterreicher um 34, der Holländer und ein Vermögen von 12000 Dollars. Darunter befinden sich Liechtensteiner um je 1 zurück; die Schweizer und die übrigen er zehn Pferde, jedes geschäßt auf 20 Dollars, sechs Kutschen, wähnten Nationen stiegen der Bahl nach. Unter den Deutschen jede geschäßt auf 30 Dollars, ein Piano, geschäßt auf 150 waren am zahlreichsten die Württemberger mit 301, dann ber Dollars!! Denken Sie sich so einen Dollarfönig in einer Reihenfolge nach die Badenser mit 195, die Preußen mit 192, Dreißigdollar- Rutsche hinter einem Zwanzigdollar- Pferd! Der die Sachsen mit 116, die Bayern mit 80, die übrigen Stämme Schlüssel zu dem Geheimniß steckt in der Thatsache, daß die mit 20 und weniger Mitgliedern vertreten. Von den Berufen Steuereinschäßer bei einem Gehalt von 1500 Dollars jährlich waren das Schreiner, Schuhmacher, Schloffer, Schneider, in vier Jahren allesammt steinreiche Leute werden. Spengler und Malergewerbe am stärksten vertreten. Studenten dem Unser New- Yorker Korrespondent schreibt uns unterm gehörten Verein 5 an. Im ganzen betrug 4. d. M.: Die Zahl der vertretenen Berufe und Berufszweige Der Generalftreit der Rohlengräber ist seit einigen Tagen Vorträge wurden 16, Diskussionsabende durch einen neuen abgelöst worden, welcher noch tiefer in alle gefprochen wird- 24 abgehalten. Wie alljährlich", sagt der wobei über politische und wissenschaftliche Gegenstände Verhältniffe einschneidet, als es jener gethan, indem durch ihn Bericht, wurden auch im Jahre 1898 viele Anträge um Vorgesprochen wird jetzt schon der ganze Eisenbahnverkehr des Westens brach gelegt und es nur eine Frage weniger Tage ist, daß auch der Often träge abschlägig beantwortet. Die Herren der Wissen. hineingezogen wird. Und dabei handelt es sich nur um einen fchaft fürchten sich, zum Volte herabzusteigen " Sympathie- Streit", da der Kampf lediglich für die Arbeiter und hier ihr Licht leuchten zu laffen, obgleich es nirgends dant ber Bullman'schen Eisenbahn- Palast und Schlafwaggons: barere Zuhörer giebt, als im Arbeiterstande.... Je auf Werke geführt wird. In diesen Werken( von denen das bei geklärter der Arbeiter wird, um so intensiver wird er danach Chicago gelegene in ber fapitalistischen Bresse fonsequent als frachten, feine Sflavenketten zu zerbrechen; deshalb werden Pullman- Paradies" figurirte) ist schon seit Jahren die Lage im möglichst viele hindernisse bereitet hins Der Arbeiter durch fortwährende Lohnreduktionen in Berbindung ichtlich feiner Ausbildung." Rühmliche Ausnahme mit unverschämter Uebervortheilung durch das Truck- System" hiervon machten die Professoren Furrer, Dodel, Weilenmann und ( alle Waaren müssen im Laden der Kompagnie gekauft werden) einige andere Angehörige der gelehrten Berufe. Die Bibliothek und abnorm hohen Miethen( ca. 88 M. für zwei fleine Räume it um 134 Bände vermehrt worden und enthielt am Jahresund zudem Wassersteuer, während in New- York, mit den höchsten schluffe 1243 Bände; gelesen wurden 1675 Bände. Beitungen wurden Miethen des Landes, der entsprechende Saz ca. 25 M. ist und für das Lefezimmer 89 gehalten. Für Streits, Wahlen, Wanderdie Wassersteuer vom Landlord" getragen wird) stetig ver- fchaft 2c. leistete der Verein 640,60 Fr. Unterstügung. Die schlechtert worden, so daß das„ Paradies sich zur Sölle" um- Strantentaffe zahlte in 192 Krankheitsfällen 5713 Fr. Untergewandelt hatte. Die Arbeiter wagten lange feinen Widerstand, stübung ihr gehörten 820 Mitglieder an, 25 mehr als im da von jeher jeder Organisationsversuch vereitelt worden war: Jahre 1892. Der Verein unterhält noch eine Sänger- und Zurns aber schließlich griffen dennoch die in Pullman selbst beschäftigten fettion, einen dramatischen Klub, einen Tanzklub, endlich eine Arbeiter( die Gesellschaft hat noch Werke in St. Louis und Speisegenossenschaft, deren Theilnehmerzahl 144 betrug und die Ludlow, Kentucky) Anfang Juni zum Streit, um sich wenigstens dem Verkauf von Bigarren und setzte dabei 122 150 Stück ab. 72 992,78 Fr. Umfaß hatte. Der Verein befaßt sich noch mit wieder eine einigermaßen menschlische Eristenz" au erringen. Er gehört der Züricher Arbeiterunion an und zahlt jährlich an zu Waren doch seit Beginn der Krise die ohnehin schon " rund 100. " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. erbärmlichen Löhne unter dem Vorwand des schlechten den Verband der deutschen Sozialisten in der Schweiz 150 Fr. Geschäftsganges um 40 bis 65 pet. reduzirt worden, während zur Unterstützung der Agitation. die Preise für Lebensmittel und die Miethe dieselbe blieben. Die im vorigen Jahre gegründete allgemeine Organisation der Eisenbahn- Arbeiter( American- Railway- Union) hatte denStreitern ihre Unterstügung zugesagt und dieselben ließen sich als Mitglieder aufnehmen. Auf der fürzlich stattgehabten ersten GeneralVersammlung der Union tam die Sache zur Vorlage und es lung ein Redner diese fürchterliche Aeußerung gethan. Aber wurde einstimmig beschlossen, die Eyekutiv Behörde zu er man hat's ihm besorgt. Der überwachende Beamte erhob sich mächtigen, eine Beilegung der Differenzen durch Vorschlagung und erklärte, es dürfe hier nicht von Schießprügeln geredet der Einsegung eines Schiedsgerichts zu versuchen, ablehnenden werden. -In Sachsen ist die Bezeichnung der Flinte als Iauenfchen Grunde bei Dresden hat in einer Versamm Schießprügel" natürlich auch staatsgefährlich. Im " Konfiszirt! Die Verläßlichkeit" des Prager Ausnahmsgerichtshofes ift: Ronfiszirt! --Konfiszirt! Falles aber Streites in den beiden Bullmann'schen Werken- Desterreichische Benfurblüthen. Ein Bericht zu veranlassen und den Boykott über die Pullman'schen in der Wiener Arbeiter- Beitung" über die neulichen Urtheile des Waggons zu verhängen. Die Gesellschaft( resp. Pullman, Ausnahmegerichtshofes zu Prag und des Triester Erkenntniß da jene nur nominell figurirt, indem der Gründer der Werte fenats gegen balbivüchige Jungen und Rinder wegen Hoch auch nach Uebertragung derfelben an eine Attien- Gesellschaft verraths", Majestätsbeleidigung u. f. w. ift in seiner SchlußDie unbeschränkte oberste Zeitung beibehalten hat) verweigerte betrachtung durch den Staatsanwalt folgendermaßen zugerichtet jede Unterhandlung, da man nur mit den Arbeitern, indivi- worden: duell" zu thun haben wolle( die man vorher, nach dem AusDie arme Juftitia Konfiszirt! drucke des Präsidenten der American Railway Union, Debs, beim Prager Ausnahmsgerichte. verstlavt" hatte), und obiger Beschluß kam folgedessen zur Ausführung. Was den Kampf besonders interessant macht, ist der Um- in Prag! stand, daß ihm von allen Seiten die vollste Das Prager Ausnahmsgericht ist Ronfiszirt! Sympathie entgegengebracht wird. Die Mitglieder der- Aus Paris wird uns geschrieben: Der Parteigenoffe alten Eisenbahnarbeiter- Organisationen( der Brüderschaften") AIIemane hatte sich am 12. Juli als verantwortlicher Re wegen eines in der Nummer nehmen im Westen, trotz des Widerstandes der Führer, theil dakteur des Parti ouvrier" an dem Kampfe. Ein großer Theil der Leute hat überhaupt vom 10. Juni erschienenen Artikels, der sich gegen das Soldatendie alte Fahne verlassen und ist mit„ llingendem Spiel" zur thum im Allgemeinen und gegen die Armeekommandanten im Union übergegangen. Mag im übrigen die Sache verlaufen, Besonderen richtet, vor dem hiesigen Schwurgericht zu ver wie sie will, die hiesige Arbeiterbewegung im allgemeinen wird antworten. Die Anklage war auf Verlangen des Kriegsministers durch sie einen gewaltigen Anstoß zur Einschlagung des rechten erfolgt, der die seitens der großen oppositionellen Tagespresse Weges erhalten! erfolgten Angriffe auf seinen Schüßling Gallifet an dem periodisch erscheinenden Arbeiterblatte zu rächen suchte. Und die Ge schworenen, als wollten sie zeigen, daß sie vor allem Bourgeois sind und darum jeden Sozialisten von vornherein für einen Verbrecher halten, haben Allemane schuldig gesprochen, ohne auch # George M. Pullman war einft ein blutarmer Mann, Schulmeister oder so etwas, aber er war ein feiner Kopf für kommerzielle Möglichkeiten, er war mit einem Worte ,, smart". Er faßte gar viele Dinge in sein fluges Auge, darunter auch die damaligen sleepers"( Schlafwagen) der Eisenbahnen, ungeschlachte Dinger, von denen das Stück 4000 Dollars toftete. Bullman beurtheilte seine Landsleute, denen 15 Cents für die Bigarre oder ein Gläschen Whisky nicht zu viel ist, falls die Waare gut, jehr richtig. Für persönlichen Komfort giebt der Amerikaner williger Geld aus als für irgend etwas Anderes, und als daher Pullman seinen erften sleeper für 18 000 Dollars fonstruirt hatte, in dem es fich schlafen ließ wie in einem Hotel erfter Klasse, da behielt er Recht, und nicht die sonst sehr flugen Leute, die da meinten, der neue Komfort werde dem großen Publikum zu theuer sein. Die Leute zahlten willig 1/2 bis 1 Dollar mehr als in den alten Schlafwagen, und heute läßt Pullman in ganz Amerika 2000 feiner Schlafpaläste laufen, die er seine Flotte" nennt. Daneben hat er 58 Speisewagen und 650 Buffetwagen. In den ersteren bekommt man nur vollständige Mahlzeiten, in ben legieren alle erdenklichen Kleinigkeiten der amerikanischen Schnellküche und falte Sachen. Aber große Werkstätten und großer Reichthum waren dem Ehrgeize Pullmans nicht genug, er wollte nicht nur eine große Bentralwerkstatt, sondern auch feine eigene, nach ihm benannte Stadt haben. Zu diesem Zwecke gründete er eine große Gesellschaft, die Pullman Company, mit einem Rapital von 30 Millionen Dollars. Bierzehn englische Meilen vom Mittelpunkte Chicagos faufte diese, deren Attien heute glänzend stehen, einen Tratt von 3000 Acres fumpfiges Prärieland, das zuerst trocken gelegt werden mußte. Darauf wurde nun die Stadt Pullman" erbant, die ich in den achtziger Jahren besucht habe. Der Kern derselben besteht natürlich aus den ungeheuren Werk- Eine Landeskonferenz der hessischen Sozialdemokratie nur Milderungsumstände gelten zu laffen, obwohl sie wußten, stätten der Gesellschaft, welche nicht nur Schlafwagen und wird am 26. August in Offenbach abgehalten. Die Tages- daß Allemane nicht der Autor des angeklagten Artikels ist. gewöhnliche Eisenbahnwagen, sondern auch Wagen für Kabel- ordnung enthält die Punkte: Kaffenbericht des Landeskomitees, Allerdings hatte er ihnen unumwunden erklärt, daß er entbahnen, elektrische und Tramways baut, mit einem Worte Landesorganisation und Agitation; die Thätigkeit der sozial- schiedener Gegner der stehenden Heere und Anhänger des MilizAlles was der Begriff Eisenbahnwagen im weitesten Sinne demokratischen Abgeordneten im hessischen Landtage; der nächste systems sei, was den Herren Bourgeois, die in der Armee eine umfaßt. Diese Fabriken können im Jahre 12 000 Fracht- Parteitag in Frankfurt a. M. Referenten für diese Punkte sind Art Leibwache sehen, natürlich nicht sehr sympathisch flang. wagen, 300 Sleepers, 600 Baffagierwagen und an 1000 Balthasar Cramer, Landtage Abgeordneter Ph. Müller aus Wenn Allemane schließlich doch nur zu einem Monat Gefängniß und Straßenbahnwagen herstellen, in denen sie, wenn in voller Darmstadt und die Reichstags- Abgeordneten Ulrich aus Offenbach 50 Frts. Geldbuße verurtheilt wurde, so hat er dies nur dem * Arbeit, 14 000 Menschen beschäftigen. Ich vergesse nie den und Jöst aus Mainz. Umstande zu verdanken, daß der Gerichtshof diesmal anständiger Eindruck, den diese Stadt" auf mich machte. Šie sieht schon als das Schwurgericht war. seltsam von weitem aus, da sie ganz aus rothem Backstein erbaut ist. F " Parteinachrichten. Von der Agitation. In dem thüringischen Orte Salze sprach Reichstags- Abgeordneter v. Elm in gut besuchter Verfammlung über die politischen Parteien. Ich war etwa eine Stunde dagewesen, als ich mit der eberzeugung erfüllt war, die Stadt Pullman sei der zur Stadt versteinerte Egoismus, eine aus Backstein gebildete Allegorie der raftlosen Habsucht. Es giebt in der ganzen Stadt kein Plätzchen, wo man ein Glas Bier oder Wein trinken kann, denn Herr Pullman, dem hier jeder Stein, jeder Quadratzoll gehört, ist der Ansicht, ein Glas Bier zu trinken sei eine schwere Sünde. Hier wird nur für Pullman u. Co. genosse E. Fischer aus Hamburg über die bevorstehenden gearbeitet, und auch für dieselben Herren gegessen, getrunken Bürgervertreter Wahlen referirt hatte, eine Resolution, und geschlafen. Es sind eine Menge von niedlichen, mit Gas, die gegen das jetzige Wahlrecht protestirt, das allgemeine gleiche Wasser und allem modernen Komfort versehenen Arbeiter und direkte Wahlrecht fordert und das Bureau beauftragt, dieses häusern da, aber niemand, auch der Fleißigste und Sparsamste zur Kenntniß der Bürgervertreter zu bringen. nicht, fann ein solches erwerben. Sie werden nur ver miethet, und zwar zu guten Preisen, so viel ich Mit der Thätigkeit der Reichstagsfraktion erklärten sich mich erinnere, zu etwa 14 Dollars im Monat. Alle Lebens auch die Parteigenossen Limbach 3 i. S. nach einem Referate bedürfnisse müssen Pullman u. Co. des Abgeordneten Franz Hofmann einverstanden. Zur Landagitation bewilligten die Parteigenossen Soziale Neberlicht. Altona's 1000 m. Der dortige Sozialdemokratische Berein bat in vergangenen Quartal erfolgreich gewirthschaftet 2228,88 M. Aufforderung zum Anschluß an unsere politische Organisation Arbeiter Schönebergs! Wenn Ihr auch der mehrfachen Einnahme standen nur 390,85 M. Ausgabe gegenüber, das ist der Arbeiter- Bildungsverein zum Theil nachgekommen In Bergedorf faßte eine Bersammlung, worin der Partei- seid, so bedarf es doch in der Beit des jezigen Kampfes des allerfestesten Zusammenschlusses, den zu erreichen speziell die Verbend 8 Uhr im Saale von Reßner( früher Jakob), sammlung des Arbeiter- Bildungsvereins morgen, Montag, Grunewaldstraße 110, dienen soll. Außer dem halbjähr. lichen Raffenbericht wird über das Vereinsrecht und über die Ausgestaltung der Organisation verhandelt werden. Der Vorstand. leber die Arbeitsmenge und Arbeitsleistung beim deutschen Bergbau schreibt das Sozialpolit. Zentralbl," in feiner letzten Nummer: Faßt man an der Hand des„ Statistischen Jahrbuchs für das Deutsche Reich" die Verhältnisse, wie sie bei der Kohlen- und Erzgewinnung in Deutschland bezüglich Arbeitsmenge und Arbeitsleistung gestaltet haben, näher ins Auge, so die Produktion in einem wesentlich stärkeren auf Internationaler Eisenbahnarbeiter- Kongrek. Wie man " Der Generalsekretär T Bergleute veranlaßt, zu unterzeichnen. Soweit das Zwickauer Raffirers zu vereinigen. Die dann vorgenommene Wahl hatte Revier in Frage tommt, haben die Aucharbeiter( Schacht folgendes Ergebniß: 1. Vorsitzender und Kassirer Kollege Fris meister u. s. w.) wenig Glück mit ihrem Stimmenfang. Gaßmann, Neue Königstr. 17; 2. Vorsitzender Kollege Otto Bach und vier Kollegen als Beisitzer. Die deshalb nicht uns aus Paris schreibt, findet daselbst vom 3. bis intl. 6. Oktober erheblich mehr leistet, als vor dreißig Jahren, so daß der zweite internationale Eisenbahnarbeiter- Kongreß statt, mit Aussicht stehenden Maßregelung zu behüten. Bis zur nächsten Mitglieder Versammlung nahm Kollege Gaßmann Grade zugenommen hat, als die Arbeiterzahl. deffen Organisation die Gewerkschaftskammern der Eisenbahn- die Leitung der Mitgliedschaft Berlin. Durch verschiedene Kollegen So wuchs die Zahl der bei der deutschen Steinkohlengewinnung dem Züricher Kongresse betraut wurden. arbeiter und Angestellten Frankreichs und der Kolonien" auf wurden die Anwesenden aufgefordert, für das Gedeihen des Ver beschäftigten Arbeiter von 94 579 in Durchschnitt des Jahr genannter Gewerkschaft, Genoffe Guérard, wird dieser Tage an Stellenvermittler bald von der Bildfläche verschwinde. Da viele bandes zu wirken und dafür zu sorgen, daß das Institut der fünftes 1861/65 auf 289 415 im Jahre 1892, also das Dreifache, ungefähr alle Eisenbahnarbeiter Organisation eine diesbezügliche Einwährend die Produktion von über das Bierfache stieg. Im Jahrfünft 1861 65 förderte Punkte, die sie auf die Tagesordnung gestellt zu ſehen wünschen, der privaten Stellenvermittlung mitzuwirken, ersucht, ihre Gesellen 17 563 900 t auf 71 372 200 t, also auf ladung ergehen lassen und sie gleichzeitig auffordern, alle die Meister ihre Kundschaft aus den Reihen der Arbeiter zählen, so werden diejenigen Meister, die gewillt sind, an der Beseitigung bis spätestens 20. August bekannt zu geben. Die vorläufige ein Arbeiter demnach durchschnittlich 185,7 t, im Jahre 1892 dagegen 246,6 Steinkohlen. Beim deutschen 2. Achtstundentag; 3. wöchentlicher Ruhetag; 4. Abschaffung des zu entnehmen und zu dem Zwecke ihre Adreſſen an den VorTagesordnung lautet: 1. Errichtung einer internationalen Rasse; nicht mehr durch diese, sondern vom Verbands- Arbeitsnachweis Eisenerz- Bergbau wurden im Jahrfünft 1861/65 durchschnittlich Güterdienstes an Sonntagen; 5. Minimallohn; 6. Altersrente zenden des Verbandes, Friz Gaßmann, Neue Königstr. 17, jährlich 23 952 Arbeiter, im Jahre 1892 dagegen 36 032 Arbeiter beschäftigt, gleichzeitig stieg die Produktion an Erzen und 7. Bestimmung des Sizes des dritten internationalen Eisen- ufenden. Den Arbeitern sollen diese Meister durch Plakate und Annonce empfohlen werden. von 2406 500 t auf 11 539 100 t; im Durchschnitt 1861/65 bahnarbeiter- Kongresses. förderte ein Mann demnach 100,5 t, im Jahre 1892 dagegen 320 t Eisenerze, also das Dreifache. Hiernach ist die Leistungs fähigkeit der Arbeiter beträchtlich gestiegen, allerdings nicht blos auf grund höherer Anstrengungen derselben, sondern auch auf grund der Unwendung sinnreicher und starker Maschinen, welche den Arbeitern neuerdings zur Seite gestellt wurden, um ihnen die schwersten Anstrengungen und gröbsten Arbeiten abzunehmen; hierdurch wurde aber bewirkt, daß heute mit derfelben Arbeiterzahl erheblich mehr erreicht wird, als vor 30 Jahren, wo die Maschinenkraft nicht im Entferntesten wie heute zur Förderung von Kohlen und Erzen herangezogen wurde. Gewerkschaftliches. Achtung, Parteigenossen! Alle Diejenigen, welche noch Gelder resp. Sammellisten für die ausgesperrten Berliner Glasarbeiter haben, werden erfucht, die gesammelten Beträge umgehend an D. 2ösch, Schwedterstr. 49 oder an H. Peterseil, Dresdenerstr. 115, abzuliefern. Gleichzeitig bitten wir die Ge offen, die Sammlungen für die Glasarbeiter fortzufeßen, da noch 22 Mann mit 15 Familien zu unterstüßen find. Das Streitkomitee. Der Unterstützungsverein deutscher Tabakarbeiter, über deffen im Laufe der vergangenen Woche zu Nords hausen stattgehabte Generalversammlung wir schon eingehend berichteten, hat in dieser Generalversammlung, durch die Beschlüsse derfelben, neue Wege beschritten, welche wohl ges eignet sind, das Intereffe derjenigen Tabakarbeiter zu erwecken, welche sich bisher von der Organisation fiets fern gehalten haben, theils unter dem nichtigen Vorgeben, daß der Verein ihnen zu wenig biete, theils auch unter der Motivirung, daß sie nicht mehr reisen, und der Verein in der Hauptsache nur ein Reise Unterstübungsverein fei. Die General versammlung hat sich von dem Gesichtspunkt leiten lassen, daß es Frauen und Mädchen der werkthätigen Bevölkerung! an der Zeit sei, den Verein immer mehr und mehr auszubauen, An Euch richten wir den lebhaften Appell, Antheil zu nehmen und berechtigten Wünschen der Tabakarbeiter Rechnung tragen an dem großen und gerechten Kampf des Proletariats. Denn müssen. In dieser Beziehung sind wichtige Beschlüsse über die Frau ist es, welche am meisten unterdrückt, vom Kapitalisten Unterstützung in Krankheits- und Sterbefällen, über ein Zusammenals willenloses Werkzeug seiner Profitgier geknechtet und ausgeben der Sortirer mit den übrigen Tabakarbeitern gefaßt worden. gebeutet wird. Ja, wenn wir politische Rechte hätten, die Aus- Auch das Regulativ über Verabfolgung der Kontroll- Schuhübung derselben würde uns erziehen, wie sie den proletarischenarte iſt den berechtigten Wünschen vieler Mitgliedschaften. Indem wir Mann erzogen hat, wir dürften reden und fordern. Da wir gegenüber einer Umgestaltung unterzogen worden. alle diese Rechte nicht befizen, so müssen wir um dieselben auf die am Dienstag, den 17. Juli, Abends 81% Uhr bei fämpfen, und fordern wir Euch auf, uns als tapfere Mitkämpferinnen Röllig, Neue Friedrichstr. 44, stattfindende Mits zu unterstützen. Frauen und Mädchen, strebt nach Wissen, damit glieder Versammlung der Zahlstelle Berlin verweisen, in der die Delegirten Berlins Bericht erstatten Jedenfalls sehr leicht gemacht hat sich der Magiftrat von Ihr Eure geistige und soziale Lage erkennen lernt. Wir mache werden, geben wir der Hoffnung Raum, daß dem Landsberg a. W. die Errichtung eines Arbeits- Nach hierbei auf die Versammlungen aufmerksam, welche am Montag durch obenerwähnte Umgestaltung weises. Er erledigte die Sache durch eine Bekanntmachung den 16. Juli, Abends 8 Uhr, in Schneider's Salon, Belforter Unterstützungs- Verein, durch folgenden Inhalts:" Nach dem Vorbilde vieler anderer, nament- straße 15, und Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünder die Sympathien aller derjenigen Tabafarbeiter, welche sich dem lich süd- und westdeutscher Städte, wird beabsichtigt, auch in straße 35, stattfinden. Das Referat haben der Reichstags- Ab Verein bis jetzt ferngehalten haben, gewonnen werden. Angehiesiger Stadt eine Zentralstelle für Arbeitsnachweis zu schaffen. geordnete Friß 3ubeil und Genosse Wagner übernommen.ichts der Sachlage, daß unsere deutsche Reichsregierung das Der Vorstand der Herberge zur Heimath hat seine Mit- Die Versammlungen sind einberufen vom Frauen- und Mädchen Projekt einer Tabat Fabritatsteuer nicht auf wirkung hierbei freundlichst zugefagt und hat den Hausvater Bildungsverein für Berlin und Umcegend. Um zahlreiche Begeben, daß der Tabak immer und immer mehr, tros Boeef, Schießgraben 9, mit der einstweiligen Verwaltung beauf- theiligung ersucht Der Vorstand. Daß die Maschine einen Theil der Mehrarbeit verrichtet, ift unzweifelhaft wahr, aber auch an sich, und gerade durch die Vervollkommnung der Maschinerie ist die Arbeit intensiver geworden. Der erhöhten Arbeitsleistung entspricht aber nicht eine Erhöhung des Lohns. Die Lage der Arbeiter in dem Bergbau hat sich also nicht nur nicht gehoben, sondern im Gegentheil, da die Lebensmittelpreise in den letzten 30 Jahren beträchtlich gestiegen sind, hat sie fich thatsächlich verschlechtert. = Daselbs = feiner jegt schon so tolossalen Belastung, zu einer Hauptquelle der Unterhaltskosten des Militarismus gemacht werden soll, ist es bisher sehr be dauerlich gewesen, zu sehen, wie ein so eminent großer Theil der Tabafarbeiter sich von Allem ferngehalten hat. Wir hegen also die Hoffnung, daß auch die Beschlüsse des Vereins, welche die Generalversammlung gefaßt, ihre Einwirkung auf diese Tabaks arbeiter nicht verfehlen und dem Verein aus diesen Reihen neue Mitglieder gewonnen werden. Bemerken wollen wir noch, daß für alle diejenigen, welche dem Verein bis 1. Oftober cr. beitreten, eine dreisehnwöchentliche Karrenzzeit existirt; ein Eintreten nach dem Depeschen. tragt. Herr Boeck wird die Meldungen der Arbeitgeber und Bandagen und Handschuhmacher Deutschlands. Bei Arbeitnehmer entgegennehmen und nach Kräften bemüht sein, die ihm vorgetragenen Wünsche zu befriedigen. Wir empfehlen von Bapajewski in Berlin ist wegen Nichtbewilligung der der Einrichtung recht fleißig Gebrauch zu machen. Für die 9/ 2stündigen Arbeitszeit der Streit ausgebrochen. Mühewaltung sind nur die entstehenden baaren Auslagen zu ent- wurde 10 Stunden gearbeitet, dagegen in anderen Fabriken richten. Wenn ein Arbeitsnachweis die Sympathien der Ar- am hiesigen Orte 9 bis 9½ Stunden. Vor Zuzug wird streng beiter finden soll, so muß er unter Theilnahme der gewarnt. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Arbeiter von Amtswegen verwaltet werden, nicht aber Achtung, Arbeiter Berlins! 3ur Saalsperre! von Privatleuten. Die Barbiere und Friseure, die seit mehreren Jahren regelmäßig Von den Parias der Landstraße. Das Offenbacher bei Bühler, Rosenthalerstr. 38, ihre Vorstandssigungen und Ver Abendblatt" veröffentlicht folgende Buschrist eines jungen Buch- sammlungen abhielten, haben auf grund der Saalverweigerung 1. Oktober die bisherige 26 wöchentliche Karrenz druckers:„ Am 6. November 1893 tam ich nach Offenbach, um des Herrn Bühler ihr Vereinslokal zu Herrn Röllig, Neuzeit zur Folge hat. Arbeit zu suchen, fand aber feine. Da ich mittellos war, wollte Friedrichstr. 44, und ihr Zentral- Arbeitsnachweisebureau zu Herrn ich mir Abends auf der Polizei die für Durchreisende eingerichtete Breuß, Neue Friedrichstr. 20, verlegt. Der Restaurateur Verpflegung holen, wobei ich, angeblich als Landstreicher, ver- Bühler, der aber die Barbiere nicht missen, resp. den davonhaftet wurde. Das Urtheil des Amtsrichters am 8. Nov. 1893 gegangenen Zentralisirten ein Schnippchen schlagen wollte, errichtete lautete auf fünf Tage Haft und leberweisung an die Landes- mit Hilfe einiger einflußloser Bersonen, die schon seit Jahren polizei. Damals wußte ich noch nicht, was" Ueberweisung an für eine Lotalorganisation agitiren, ein Konkurrenz- Arbeits die Landespolizeibehörde" zu bedeuten hat, was mir zwei Tage nachweisebureau. Der bisherige Vorsitzende des unterzeichneten darauf freilich durch die Mittheilung:" Sie sind vom Kreisrathe Vereins und Sprechmeister des Zentral Arbeitsnachweisebureaus, zu einem Jahre Arbeitshaus verurtheilt", erklärt wurde. Am 2. Steczniewsky, konnte ea ebenfalls nicht über fid 18. November 1893 wurde ich nach dem Hessischen Arbeits- gewinnen, den boykottirten Saalverweigerer in in seine hause zu Dieburg transportirt. Nachdem ich 210 Tage meiner Bedrängniß allein zu lassen und übernahm demzufolg Strafe verbüßt hatte, wurde ich am 10. Juni d. J. in Freiheit die Leitung des Konkurrenz Bureaus. Die Handlunge gesetzt.( Der Grund, warum ich 5 Monate früher entlassen weise des Herrn T. Steczniewsky erscheint um so ver wurde, ist mir nicht mitgetheilt worden.) Ich war bei meiner werflicher, wenn man bedenkt, daß das neubegründete Bureau Verhaftung seit 6. August, also 3 Monate, ohne Beschäftigung, durch diesen Herrn vollnändig mit dem Stellenmaterial des bekanntlich die Zeit, wo in unserer Branche sehr schwer Arbeit unterzeichneten Bereins arbeitet. Demnach versteht es sich vo zn bekommen ist. Ich bin noch nie bestraft, habe auch keine selbst, daß befugtes Bureau nicht den geringsten Anspruch auf Polizeiftrafen erlitten. Nachdem ich uun ziemlich 11 Monate Existenzberechtigung hat. Wegen seiner Handlungsweise ist der außer Stellung bin, wird es mir selbstverständlich viel schwerer für das Bühler'sche Boykottbier schwärmende Steczniewsky aus als damals, Arbeit zu bekommen. Wie lange wird es dauern, unserem Verbande ausgeschlossen worden. so geht es mir grad so wie in Offenbach, denn der Entlassungsverband deutscher Barbiere, Friseure und schein vom Arbeitshaus ist nur 3 Tage giltig." Perrüdenmacher, 3 weigverein Berlin. Der Vorstand. Der Fall scheint uns faum glaublich. Trifft die Mittheilung zu, so wüßten wir nicht, wieso Deutschland ein Recht hätte, über die inneren Zustände Rußlands zu zetern. tlären mußte: V 0 F ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Danzig, 14. Juli. Nach einer Bekanntmachung des Staats. fommiffars ist in der Vorstadt, von Danzig, Schidlig, bet einem erfranften Stauer durch bakteriologische Untersuchung Cholera festgestellt; auch die Frau des Stauers ist erkrankt und wei seiner Kinder geitern unter choleraverdächtigen Erscheinungen gestorben. Die Infektion quelle ist wahrscheinlich die todte Weichsel. Bei einem verstorbenen Flößer in Schillno, einem verstorbenen Schiffer in Kurzebrack und zwei erkranten Flößern in Plehnendorf hat die bakteriologische Untersuchung Cholera ergeben. Wien, 17. Juli. Anläßlich des Auftretens der Cholera in Galilien ordnete der niederösterreichische Statthalter eine fünftägige fanitäre Ueberwachung der aus Galizien kommenden Reisenden an. " Tromsoe, 14. Juli. Eine Yacht, welche ausgeschickt war, um Nachrichten von der Nordpol- Erpedition der Gebrüder Will mann zu erlangen, ist heute hierher zurückgekehrt. Der Kapitän theilte mit, ein Mitglied der Expedition, der Norweger Oyen, jei auf der sogenannten Dänisch- Insel zurückgelassen worden, wo er später von dem Dampfer der Expedition" Ragnvald Jari" abgeholt werden solle. Ein Eismeerschiffer habe aber die Vers muthung ausgesprochen, der Ragnvald Jari" sei im Eise eins geschlossen und möglicherweise gefährdet. Da Oyen sich ge weigert habe, zurückzukehren, sei er mit Proviant versehen wors Insel anfegeln und sich über Oyen's Zustand erkundigen. Sofia, 13. Juli. Wie die Agence Balcanique" meldet, wird in gut unterrichteten Kreisen versichert, daß der Beschluß der Regierung, die gegenwärtige Sobranje aufzulösen, endgiliig gefaßt sei und daß die Neuwahlen wahrscheinlich in den ersten Tagen des September stattfinden würden. Paris, 13. Juli. Wie der„ Temps" aus Toulon meldet, brach im Arsenal heute Vormittag abermals in der Nähe des Plages, wo das Panzerschiff„ Carnot" vom Stapel lief, Feuer aus, welches rasch gelöscht wurde. Man vermuthet, daß auch dieses Mal Brandstiftung vorliegt. Die gestern unter dem Verdachte der versuchten Brandstiftung verhafteten Arbeiter sollen Anarchisten sein. Pera, 14. Juli. In den letzten 24 Stunden hat eine neue leichte Erderschütterung stattgefunden. Es sind dabei mehrere schon vorher beschädigt gewesene Häufer eing stürzt mehrere schon vorher beschädigt geweſene Häuser eing. stürzt und man befürchtet, daß dadurch eine weitere Anzahl Personen getödtet oder verwundet sei. Gleichwohl beginnt die Bevölkerung J. A.: Otto Poboß, 1. Borsigender, Annenstr. 14. Der Verein zur Wahrung der Interessen der König" Stumm läßt in seinem Reiche" bekanntlich die Schlächtergesellen und Mamfelle für Berlin und Um Arbeiter nicht das Recht ausüben, sich selbständig um Politik oder gegend hielt am 12. Juli bei Ehrenberg, Annenstraße 16, eine Berufsfragen zu kümmern. Folglich ist es natürlich, daß seine außerordentliche Generalversammlung ab, um über folgende Arbeiter Langeweile empfinden. Langeweile ist die Mutter Tagesordnung zu verhandeln: 1. Bericht des Kollegen Fris dummer Streiche. Wenn daher„ König" Stumm nach einer Gaßmann über die Agitation nach außerhalb, 2. Vierteljahres: den. Der Eismeerschiffer werde auf der Rückreise die Dänischs Meldung des Berliner Tageblatts" kürzlich seinen Arbeitern er- abrechnung und Abrechnung vom Vergnügen, 3. Stellungnahme zum Zentralverband, event. Auflösung des Vereins, 4. Aufnahme " Im letzten Winter feien betrübende Vorfälle ein neuer Mitglieder und Konstituirung des Vorstandes. Mit all getreten. Fast teine Schöffengerichtssigung vergehe, ohne gemeinem Interesse lauschten die Berliner Schlächtergesellen den daß ein Neunkirchener Arbeiter darin verwickelt sei. Er Ausführungen ihres Kollegen Gaßmann und verwunderten sich habe sich deshalb genöthigt gefehen, durch Anschlag am über die Thorheit einzelner auswärtiger Kollegen, die noch von Werkthor bekannt zu machen, daß fünftig jedem Arbeiter den Innungs- und Harmonie Aposteln Besserung ihrer Lage Der Referent theilte mit, daß fich die gekündigt werden würde, welcher sich durch Betheiligung erwarten. ca. 20 Städten dem Zentral Verband an an Ausschreitungen irgend welcher Art eine gerichtliche Fleischer aus Bestrafung zuziehe", geschlossen hätten, und im Herbst, wenn die Zeit günstiger so wird er uns erlauben müssen, die eigentliche Ursache der wäre, noch mehr folgen würden. Ausschreitungen seiner Arbeiter darin zu finden, daß er sie sei nur der erste Vorstoß gewesen, und wie auf einen Sieb kein zwingt, die Bildung ihres Verstandes zu verfäumen. Diese Baum falle, so könnten auch bei der ersten Aufmunterung nicht erlernt der Arbeiter am fichersten in den selbständigen schon alle Fleischergcfellen aufgeklärt sein; doch hoffe er, daß politischen und gewerkschaftlichen Arbeiterorganisationen, und der bis zum Winter der Verband eine solche Stärte erreicht habe, Verkehr darin edelt erfahrungsgemäß auch seine Sitten. Es daß auch für die Fleischergesellen eine" Fachzeitung" geschaffen giebt aber in Deutschland kaum einen zweiten Unternehmer, der werden könne, denn gerade an einer Zeitung habe man eine gute die Arbeiterorganisationen systematischer verfolgte, als eben der Waffe und könne durch sie den Skribifaxen der Meisterzeitungen Rönig" Stumm. Ganz natürlich kann es daher um die Inte ordentlich auf die Finger flopfen. Nach dem Referat legte der grität feines Personals nicht durchweg so gut bestellt sein als Raffirer die Abrechnung vor. Danach batte der Verein vom dort, wo der Unternehmer es verschmäht, den Arbeitern die 21. 1. bis 8. 4. eine Einnahme von 153,40 m. und eine AusTheilnahme an der politischen und gewerkschaftlichen Thätigkeit gabe von 123,30 M.; das Vergnügen am 11. 3. brachte eine Einnahme von 126,50 M., der eine Ausgabe von 78,95. zu verbieten. gegenüberstand; es verblieb von der Vierteljahresabrechnung ein Angesichts der Choleragefahr weist die sozialdemokratische Bestand von 30,10 M., hierzu der Ueberschus vom Vergnügen im Rheinische Zeitung" auf die Mängel im Gesundheits- Betrage von 47,55 m., blieb am 8. 4. ein Bestand von 77,65 M. ( Deveichen des Bureau Herold.) wesen Kölns hin. Vor allem fordert sie eine gründlichere Da die einzelnen Ausgaben von den Revisoren geprüft waren Wien, 14. Juli. Da die Cholera fich in den galizischen Kontrolle des Abfuhrsystems. Außer Neapel, Konstantinopel und durch unterschrift für richtig erklärt waren, so wurde auf Bezirken Zaleszcyti und Borszczow immer mehr ausbreitet, wurde und Köln dürfte es faum noch eine vierte Stadt in Europa Antrag des Kollegen Techriz dem Kassirer Decharge ertheilt. das Abhalten der diesjährigen Jahrmärkte dort verboten. geben, wo dieses Geschäft am helllichten Tage besorgt werde. Einige fäumige Inhaber von Billets zum letzten Vergnügen haben Paris, 14. Juli. Die Kammer vertagte die Berathung des Sodann sollten die zahlreichen Höfe und Winkel der Stadt, wo noch nicht abgerechnet. Es muß deshalb endgiltige Abrechnung vom Anarchistengesetzes auf nächsten Dienstag. Bereits 20 Abgeordnete Abfälle aller Art, verdorbene Gegenstände und Unrath aufge: Bergnügen sowie die Revision der Bücher vom 8./4.-12./7. noch haben sich in die Rednerliste eintragen lassen. stapelt lägen, schleunigft geräumt und gefäubert werden. Hier vorgenommen werden, worüber in einer öffentlichen Versammlung Die streifenden Eisenbahn Arbeiter Chicago, 14. Jult. seien hunderte von Seuchenheerden vorhanden, wofür die Bericht zu erstatten ist. Bum 3. Punkt führt der prov. Leiter haben, dem Rath des Präsidenten Cleveland folgend, ein Sanitätspolizei direkt verantwortlich gemacht werden müsse des Verbandes aus, daß schon in einer öffentlichen Ver- Schiedsgericht angenommen. Die Arbeiter verlangen Wieders Weiter fordert unser Bruderorgan, daß unverzüglich in allen sammlung die Berliner Schlächtergesellen fich für den An- aufnahme aller derjenigen, welche wegen Ausschreitungen entStadttheilen Gesundheitsausschüsse gebildet werden sollen. schluß an den Verband erklärt hätten und deshalb die lassen wurden. Heute wird die Antwort der Direktoren erDie Unterschriftensammlung zu der von uns bereits Vereinsmitglieder wohl nicht anders fonnten, als sich der Re- wartet. Ueber die Wahl des Bürgermeisters von Chicago als früher erwähnten Gegenpetition sächsischer Bergleute wird folution von 13 Juni anzuschließen. Hierauf wurde einstimmig Schiedsrichter herrscht vielfach Unzufriedenheit. nach berühmtem Muster fortgesetzt. Diese Ergebenbeitspetition, beschlossen:" Den Verein aufzulösen und sich dem Verband an die sich gegen die Forderungen des Verbandes Sächsischer Berg zuschließen". Fast sämmtliche Anwesende ließen sich in die ausund Hüttenarbeiter richtet, wird jetzt in allen Werken des gelegten Listen einzeichnen. Aus praktischen Gründen wurde beZwidauer Reviers aufgelegt und mit sanftem Druck werden die schlossen, die Posten des 1. Vorfißenden mit dem Chicago, 14. Juli. Seit der gestrigen Erklärung des Ar. beiterführers Debs zu gunsten der Einstellung des Streiks ist die Die Lage in Kalifornien Ruhe in Chicago fast wieder bergestellt, der Eisenbahnverkehr bleibt noch immer ernst. Die Streifenden weigern sich, die wird allmälig wieder aufgenommen. Arbeit wieder aufzunehmen. S Tanger, 14. Juli. Die maroffanische Regierung hat Mulei, Mohamed, den ältesten Bruder des jetzigen Sultans, ver baften lassen, da derselbe sich von dem Stamm der Rhames zum des Sultan ausrufen lassen wollte. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Truck und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 162. Sonntag, den 15. Juli 1894. Arbeiter! Parteigenoffen! 11. Jahrg. Die Einigungsverfuche vor dem Gewerbegerichte sind an dem Widerstande des Bier- Ringes gescheitert. Der barbarische Akt des kapitalistischen Uebermuths, die Doppeldezimirung der völlig schuldlosen Brauereiarbeiter ist nicht zurückgenommen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Bierproben die einzig mögliche Antwort ertheilt. In zweiunddreißig großen Bolksversammlungen ist der Bierboykott auf sämmtliche Ringbrauereien ansgedehnt worden. Arbeiter! Parteigenossen! Eure Ehrenpflicht ist es, nicht zu dulden, daß Hunderte von Klassengenossen der Unternehmer- Willkür zum Opfer fallen, daß der Brauerring in brutalster Weise seine ökonomische Macht mißbraucht. Bum Kampfe gedrängt wird die Arbeiterschaft Berlins ihre gerechte Sache mit aller Energie führen und mit rücksichtsloser Entschloffenheit diejenigen Mittel anwenden, welche den Sieg verbürgen. Arbeiter! Parteigenossen! Sorgt dafür, daß nirgends Ringbier getrunken wird. In keinem Hause, in keiner Werkstatt, bei keinem Ausfluge darf ein Tropfen Boykottbier getrunken werden. Alle Feste und Vergnügungen in Lokalen, in denen nur Ringbier geschänkt wird, sind zu unterlassen; alle etwa bereits getroffenen Verabredungen rückgängig zu machen. Den Gastwirthen muß klar gemacht werden, daß sie zu wählen haben zwischen der Kundschaft der Arbeiter und der Gunst der Bierproben. Wir wollen jede Schädigung der Gastwirthe vermeiden, indem wir dieselben auffordern, sich Bier aus boykottfreien Berliner oder auswärtigen Brauereien anzuschaffen, dann werden die Arbeiter nach wie vor bei ihnen verkehren. Weder Maßregelungen noch Saalsperre schrecken nus; wir kennen keine Furcht und wissen, daß an der Solidarität der Arbeiter das Unterfangen des Brauerrings scheitern wird. Mit unbeugsamer Entschloffenheit halten wir den Boykott über lämmtliche Ringbrauereien so lange aufrecht, bis unsere gerechten Forderungen erfüllt sind. Arbeiter Berlins, thut Eure Pflicht, meidet das Ringbier und die Lokale, in denen Euch nur Boykottbier vorgesetzt wird. Und auch Ihr, Arbeiter und Parteigenoffen in Deutschland, helft uns, indem Ihr kein Bier aus den boykottirten Brauereien Berlins trinkt. Der Boykott, dessen Ende nicht abzusehen, ist den Berliner Arbeitern durch einen Aft unerhörter Brutalität aufgezwungen. Wir appelliren an das Ehrgefühl aller flaffenbewußten Arbeiter und wissen, daß ihre Solidarität sich stärker erweisen wird als die Zufallseinigkeit des dividendenlüsternen Unternehmerthums. Vorwärts, Arbeiter und Parteigenossen! Trinkt kein Boykotibier! Meidet die Lokale in denen nur Ringbier ansgeschänkt wird! Kauft kein Flaschenbier, welches aus Ringbrauereien stammt. Lehteres empfehlen wir besonders den Frauen zur Beachtung. Hoch die Solidarität der Arbeiter! Boykottirt find die folgenden, dem Ring angehörenden Brauereien: Tokales. Die Boykottkommiffion. Brauereien dann schwer fallen, die zum Bierbrauen nöthigen Bestandtheile in genügender Menge sich zu beschaffen. So lächerlich diese Geschichten an sich klingen, so sind sie Der Bierboykott wird mit vermehrter Energie doch insoweit interessant, als dabei die Leute, die sich nicht genug fortgeführt, so tönt's von Mund zu Mund in jeder über den von der Sozialdemokratie geübten Boykott moralisch Attien- Brauerei Friedrichshain, Berlin. Werkstatt und an jedem Arbeitsplatz. Die Bier entrüsten können, jetzt zum dugendsten Male auf ganz denselben proßen sind noch nicht mürbe, es ist ihnen noch zu früh für die Pfaden betroffen werden, die man Aktien- Brauerei- Gesellschaft Friedrichshöhe, vorm. Paßen- Beendigung des Bierkrieges. Die Herren von der Malzdarre fratie der Sozialdemo am liebsten mit Hilfe der Gefeßgebung ver hofer, Berlin. wollen den Krieg weiter führen, nun, den Arbeitern fann's recht bieten möchte. Ja noch mehr. Die zum Boykott sein. Heute am Sonntag bietet sich die beste Ge gezwungene Sozialdemokratie wendet sich nur an die ihr GleichTegenheit, die Solidarität der Arbeiterschaft gesinnten, wogegen die Ringbrauereien nach den Worten, die in macht voll zu beweisen. Wenn es sich jeder Arbeiter der animirten Gastwirths Versammlung fielen, nichts weniger zur strengsten Pflicht macht, teinen Tropfen Ringbier wollen, als den Brauereien, die sich nicht ihrem Zwange fügten, zu trinken und die Lokale und Gärten, in und außerhalb für alle Zeiten die Lebensader abzubinden. Was sagt Herr Eugen Berlins, in denen nur Ringbier verzapft wird, zu meiden, dann Richter zu dieser Blüthe der freien Konkurrenz? werden die Ringbrüder fühlen, was es bedeutet, die Berliner Arbeiter in so brutaler Weise, wie es geschehen ist, zu auch unter den Gastwirthen immer mehr Feinde. Vor Kurzem Den Brauereibefizeru schafft ihr Hochmuth troß alledem provoziren. Aktien- Brauerei- Gesellschaft Moabit, Berlin. Attien- Gesellschaft Schloßbrauerei Schöneberg, Schöneberg. Bergschloß- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Bockbrauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Kronen- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Unions- Brauerei, Berlin. Böhmisches Brauhaus, Kommandit- Gesellschaft auf Aktien, A. Knoblauch, Berlin. Brauerei Oswald Berliner, Berlin. Brauerei Julius Bözow, Berlin. Brauerei Borussia, Attien- Gesellschaft, Niederschönweide bei handelt, wie es flaffenbewußten Kämpfern für die Rechte der Johannisthal. Brauerei Gambrinus, Aktien- Gesellschaft, Charlottenburg. Brauerei Carl Gregory, Berlin. Brauerei F. Happoldt, Berlin. Brauerei Königstadt, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Brauerei Pfefferberg, vorm. Schneider u. Hillig, Berlin. Brauerei A. Werm, Berlin. Bürgerliche Brauerei, Berlin. Bürgerliches Brauhaus, Otto Müller, Berlin. C. Habel's Brauerei, Berlin. Gebrüder Josty, Berlin. Norddeutsche Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. 0 ausgeschänkt wird, und trinkt fein Ringbier. Es gilt unverbrüchlich daran festzuhalten, daß kein Ringbier tonfumirt, fein Lokal, was seinen Gästen Ringbier vorſetzt, auf gesucht wird. Wird diese Maßregel energisch durchgeführt, dann wird sich zeigen, daß die Einigkeit und Entschloffenheit der Arbeiter Berlins den Uebermuth des Brauereirings zu überwinden vermag. Vorwärts also! Gebt überall die Parole aus: Niemand darf Ringbier trinken, und die Lokale, in denen nur Ringbier geführt wird, dürfen nicht besucht werden! # P Der Arbeiter! Parteigenossen! Denkt an die batte, wie bekannt, der Verband der Gast- und Schankwirthe Hunderte von Gemaßregelten, denkt an die für Berlin und Umgegend ersucht, zwischen den beiden kämpfenArbeitslosen, an die durch den Hochmuth des den Parteien eine Einigung anzubahnen. Während die Vertreter Bierrings ausgesperrten Brüder, denkt an die der Arbeiterschaft bereitwilligst zu der zu obengedachtem Zwecke Doppeldezimirung der Brauerei Arbeiter und anberaumten Konferenz erschienen waren, hatte der Verein der Brauereien sich nicht vertreten lassen. Diese Nichtachtung hat Arbeiter zukommt, meidet die Lokale, in denen nur Ningbier Blut gemacht und so kann man sich nicht wundern, wenn jetzt bei den Gast und Schankwirthen begreiflicherweise viel böses einer der Verbandsvereine folgenden Beschluß gefaßt hat: Verein der Berliner Bierverleger, Gast- und Schankwirthe, stellt an den Verband der Gast- und Schantwirthe für Berlin und umgegend den Antrag, in fürzester Zeit eine Versammlung einzuberufen, um gegen die Handlungsweise der Brauereien Gegenmaßregeln zu treffen." In der Versammlung wurde auch betont, daß nunmehr, nachdem die Brauereien ihr Inter esse für die Gast- und Schankwirthe in oben gedachter fönnen. Erwähnt möge bei dieser Gelegenheit sein, daß der Weise bekundet haben, diese nicht mehr neutral bleiben Verband der Gast- und Schankwirthe für Berlin und Umgegend An die Gewerkschaften Berlins. An einem bestimmten lediglich aus eigenstem Interesse die Vermittlerrolle übernommen Tage der Woche vom 22. bis 28. Juli sollen eine Anzahl öffent hat, und nicht um der Sozialdemokratie zu dienen. Der Verband licher Gewerkschafts Versammlungen mit der Tagesordnung: der Gast- und Schankwirthe für Berlin und Umgegend ist, wie Stellungnahme zum Bierboytott" stattfinden. An zur Genüge bekannt, auch heute noch über jeden sträflichen Verdie Gewerkschaften ergeht daher das Ersuchen, in der bezeichneten dacht erhaben, bewußt der Sozialdemokratie Vorspanndienste zu Schultheiß' Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin, Abth. I woche keine besonderen Versammlungen einzuberufen und etwa leisten. Stehen doch heute noch die tonangebenden Personen im Schönhauser Allee. schon geplante Versammlungen aufzuschieben. Ferner werden die Verbande auf dem Standpunkte, daß beide Parteien, nämlich die Delegirten zur Gewerkschafts Kommission aufgefordert, dem Brauereien und die sozialdemokratische Arbeiterschaft, die größten Bureau, Rosenstr. 28, umgehend Mittheilung darüber zu Feinde der Gast- und Schankwirthe und bemüht feien, sie zu machen, ob für ihre Gewerkschaften Versammlungen mit der be- ruiniren. Wie wenig diese Anschauung auf die sozialdemokratische Arbeiterschaft zutrifft, das hat diese durch ihr bereitwilliges Ents wollen bei der Meldung gleichfalls angeben, in welchen Stadt gegenkommen bei dem vom Verbande unternommenen Einigungsgegenden sie ihre Versammlungen abhalten wollen. Von den versuchen bewiesen. So fern uns der Verband der Gast und jenigen Delegirten, die nicht spätestens bis zum Mittwoch, den Schankwirthe für Berlin und Umgegend steht, so kann es uns 18. Juli, in dieser Sache dem Bureau Mittheilung gemacht doch immerhin nur lieb sein, wenn auch von dieser Seite unser haben, wird angenommen, daß sie feine Versammlung wünschen. Feind, der Brauerring, gehörig und wirksam gekniffen und in Der geschäftsführende Ausschuß die Enge getrieben wird. der Berliner Gewerkschafts- Kommission. Eine Ohrfeige. Zu der Boykottannonze, welche der ,, Gegen den Vorwärts" hieß die Parole, die in der am Brauereiring nicht allein in Berliner, sondern auch in Provinzial Freitag abgehaltenen Versammlung aller derjenigen Wirthe, die blättern gegen die nicht dem Ring angehörenden Brauereien erbei Ringbrauereien in der Patsche ſizen, herausgegeben wurde. lassen hat, bringt die in dem Verzeichniß mit aufgeführte Feld= Der Vorwärts" foll von allen Eaalverweigerern strengstens schloßbrauerei Kottbus eine Erklärung im„ Rottbuser Anzeiger", boykottirt werden. Die Almosenempfänger tönnen um so leichter in welcher es heißt: diesen Beschluß durchführen, als bei ihren heutigen Gästen, den Den Berliner Großbrauereien gegenüber persönlich Mordspatrioten und Radauantisemiten das Zeitungslesen so wie irgend welche Rücksicht zu üben, sind wir moralisch ebenso wenig so nicht zu den starken Dingen gehört. Diese braven Leute gehen verpflichtet, wie irgend eine andere Provinzialbrauerei, da die des idealen Zweckes, des Saufens halber, ins Wirthshaus und Herren Rösicke und Genossen durch ihre zahllosen Niederlagen würden beim Freibier ebenso wenig den Aylwardtmoniteur als und Preisdrückereien seit Jahren unsere wirth. den Vorwärts vermissen. Was weiter noch in der Versammlung Ichaftliche Gristenz zu vernichten beflissen der auf dem Trockenen sigenden Wirthe gequaffelt wurde, hat sind. besgl. Abth. II Tivoli. Brauerei Schweizergarten, Berlin. Spandauerberg- Brauerei, vorm. C. Bechmann, Westend bei zeichneten Tagesordnung gewünscht werden. Die Delegirten Charlottenburg. Vereinsbrauerei Rixdorf. Versuchs- und Lehrbrauerei, Berlin. Vittoria- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Germania- Brauerei, David u. Martin, Berlin. Brauerei Stralau. Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichentron, Charlottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Kinz u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Brauerei in Wusterhausen. " " wenig Interesse; es sei denn, daß der besonderen Schläne Er- Diese Ohrfeige wird die Ringbrauereien natürlich nicht ab. wähnung geschähe, die darin liegt, daß jeder der vielen mit halten, sich auch ferner als Schüßlinge der kleinen Brauereien Unterstützungsforderungen abgewiesenen Wirthe zum Sozial- aufzuspielen. demokraten gestempelt wurde! Nichts leichter bei dieser Praxis, Jm wirthschaftlichen Rampfe tommt es nach der Meinung als mit den milden Gaben berumzuprahlen, die man der Brauherren nicht auf die moralische Qualität der ange Exportbrauerei Nathenow, Niederlage bei Mar Denn auf die Sparkasse getragen haben will. Als die Stimmung all- wendeten Waffen an, und daher kann man es den großen hardt, N.W., Hannoversche Straße 18a. Bürgerliches Brauhaus, Dresden. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frank furt a. D. Gustav Spiekermann, Weberstraße 66, Niederlage des Bürgerlichen Brauhauses Luckenwalde. Phönix Brauerei, C. Radon, Lichterfelde mälig ein wenig animirter wurde, schaukelte man sich sanft ins Brauereien kaum verargen, wenn sie sich im gegenwärtigen Reich der Phantasie hinüber. Den verdammten Sozial- Boykott den kleinen als Schutzpatrone aufdrängen, um sie demokraten, wie auch den boykottfreien Brauereien wurde blutige desto sicherer vernichten zu können. Rache geschworen. Erstere sollten bis in die Puppen hinein Dumm genug aber sind die kleinen Brauer, die sich, gleich unter der Saalverweigerung büßen und was letztere betreffe, so den Mücken, an dem Talglicht, das ihnen Herr Rösicke aufgesteckt würden die Ringbrauereien schon Maßnahmen treffen, durch hat, die Flügel verbrennen! welche es denjenigen Brauereien, welche jetzt mit den Sozialdemokraten Geschäfte zu machen gedenken, fernerhin unmöglich sein dürfte, überhaupt Bier bereiten zu können. Es dürfte diesen Ueber den Einfluß des Boykotts auf den Bierexport berichtet unser Nürnberger Parteiblatt aus Fürth in Bayern: Der Bierboykott in Berlin kommt einer hiesigen Brauerei fehr zu statten. Tiefelbe lieferte schon seit Jahren, allerdings in[ lung der Agrarpolitik zu Ende geführt und beginnt jetzt gebotenen. Der Name Ernst Günther ist zweifellos gefälscht. Die geringen Quantitäten, Bier nach der Reichshauptstadt. Nunmehr ein neuer Abschnitt: Die Gewerbe- und Handelspolitif Beit zwischen den Besuchen bei Löbener und D. hat der Verkäufer be bat sich der Absah dieser Brauerei derart gesteigert, daß bereits daran anschließend Sozialpolitif. Es können jetzt wieder nutzt, um sich einen Ausweis zu beschaffen. Vielleicht hat er täglich ein Waggon von hier abgelaffen wird. Neue Lieferungs- neue Schüler eintreten, und ist den Genossen sehr zu empfehlen, auch noch anderswo versucht, den Ring abzusetzen. In der verträge hat die Boykottkommission auch mit zwei Hofer von dieser Gelegenheit, sich die wichtigsten volkswirthschaftlichen Stegligerstraße ist ein Ernst Günther nicht gefunden. Es wäre Brauereien abgeschlossen, so daß das echte bayerische Bier in Kenntnisse anzueignen, Gebrauch zu machen. Die Stunden nun wichtig, festzustellen, ob jemand einen polizeilich gestempelten, Berlin mehr und mehr das auch den Namen„ Bayerisches" finden statt: Montag 3 Abends 81/ 2-102 Uhr, Müller auf den Namen lautenden Schein dem Unbekannten gegeben hat führende Berliner Gebräu verdrängt. Für die bayerische Bier- straße 179a( gegenüber der Weddingkirche). oder ob dieser in einem Geschäft das Fortular gekauft und produktion ist das von großer Bedeutung, denn wer einmal Eine sehr unglaubwürdig klingende Mittheilung wird selbst ausgefüllt hat. Angaben nach dieser Richtung hin nimmt echtes bayerisches Bier gewohnt ist, wird mit dem imitirten in hiesigen Blättern verbreitet. Danach sollen dem Anarchisten, der Kriminalkommissar Penzig entgegen. Ein Zeuge, der bei Berliner Getränk nimmermehr zufrieden sein. Der Brauerring Bigarrenarbeiter Herrmann, der dieser Tage aus dem Gefängniß Dannapfel zugegen war, als der Verkäufer zum zweiten Male in Berlin wird erst später gewahr werden, wie schwer er durch entlassen wurde, wegen„ musterhafter Führung" vier Wochen von kam, ist leider verreiſt. seine Brutalität die heimische Produktion geschädigt hat. Von der fieberhaften Thätigkeit der Polizei erhält man ein feiner Haft erlassen worden sein. Bisher hat man wohl davon gehört, daß Diebes- und Schwindlergesindel bei frommer Führung Bild, wenn man erfährt, daß vor der Fabrik des Herrn Feibisch vorzeitig aus deutschen Gefängnissen freigelassen worden ist; aber in den letzten Tagen fortgesetzt Beamte postirt waren, welche daß man ehrlichen Leuten, die ihrer Ueberzeugung wegen im Ge- darauf achten sollten, daß die zwölf fireifenden Weber sich nicht fängniß schmachten, auch nur eine Stunde von ihrer sogenannten zu Morithaten und Dynamitanschlägen hinreißen ließen. Strafe schenkt, das sieht so wenig deutscher Sitte ähnlich, daß solcher Sachlage begreift man, daß die Polizei recht daran thut, die Hilfe des Publikums in der Lange'schen Mordsache in Au wir solche Mähr billig bezweifeln müssen. spruch zu nehmen. Pankow. Nachdem in der Volksversammlung in Nieder- Schönhausen die Resolutionen, durch welche das Bier der gesammten Ringbrauereien boykottirt wird, einstimmig angenommen waren, wurde von der Lokalkommission bekannt gegeben, daß der Restaurateur Sonntag in der Wollantstraße, ebenso wie Bourset, Ecke der Echönholzer- und Spandauer straße, beide in Pankow, ihr Wort nicht gehalten, sondern wieder Ringbier geschänkt haben. Die Berliner Genoffen, welche Pankow besuchen, wollen dies berücksichtigen. Der Wirth des Lindengarten in Nieder- Schönhausen, Lindenstraße, Herr Thieme, schänft nur nichtboykottirtes Bier und ist den Genossen also zu empfehlen. Der Vorsitzende des Arbeitervereins für Bankow und Umgegend machte bekannt, daß der nächste LeseAbend des Vereins bei Lehmann in der Wollantstraße ( zum Nordstern) stattfindet. # " F " Witterungsübersicht vom 14. Juli 1894. •. Barometers stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. SO Windrichtung Windstärke Wetter 2 wolfig ( 21-1 13 15122411 Unter Temperatur BOSS( nach Celsius 5°.= 4° 9.) 757 SGD 20 756 ED 758 SM bedeckt wolfig 16 19 758 Still Regen 16 759 GD heiter 20 759 M wolfenlos 19 752 SSW 757 WSW 754 NNW heiter bedeckt Regen 17 16 14 751 757 wolfig 16 bedeckt 14 Wetter- Prognofe für Sonntag, den 15. Juli 1894. Etwas fühleres, zeitweise heiteres, vielfach wolkiges Wetter Berliner Wetterbureau. mit mäßigen südwestlichen Winden, etwas Regen und Gewitter. neigung. Vermischtes. In der Ortschaft Widminuen an der oftpreußischen brunst eingeäschert. 44 Familien find obdachlos. Ein Hilfs Südbahn wurden am Freitag 37 Gebäude durch eine Feuers fomitee fordert in einem Aufruf zur Unterstüßung der Befomitee fordert in einem Aufruf zur Unterstügung der Betroffenen auf. Die Cholera. Aus Wien wird folgender Cholerabericht vom 8. bis 12. Juli gemeldet: In der Stadt Krakau ein Cholera Todesfall, im Bezirke Krakau acht Erkrankungen und drei Todesfälle, in Zaleszcyki 16 Erkrankungen, drei Todesfälle; drei Personen find genesen. Der Revolverheld von Moabit. Der Referendar Schwabe, welcher am Freitag im Gerichtsgebäude sich mit dem Revolver mausig machte, wurde nach seiner ersten Vernehmung in dem zuständigen Polizeibureau der Kriminalpolizei überwiesen und nach dem Alexanderplatz überführt. Seine Einlieferung in das Untersuchungsgefängniß wurde gestern Nachmittag erwartet. Der Referendar Schwabe ist beim Landgericht zu Jena angestellt, Stationen. sein Bruder, dem nichts vorzuwerfen ist, steht als Fähnrich bei einem Infanterie- Regiment in Met. Die Angelegenheit bildete Heiteres vom Bierboykott. Der Mensch mag so dumm noch gestern das allgemeine Gesprächsthema im Kriminalgerichtsfein, wie er will, er muß sich nur zu helfen wissen! so lautet gebäude, der Gerichtsdiener Reck, der dem Schwabe die geladene Swinemünde. wie er ex f Und zu helfen wußte fich Herr Waffe entwand, hat dabei so große Gewalt zur Anwendung Hamburg. Maybaum in der That, und zwar auf eine verblüffend ein- bringen müssen, daß er sich die Hand verstaucht hat. Zum Pro- Berlin fache Weise, in einer fatalen Situation, in welche ihn zesse des Predigers Schwabe gegen die Redakteure ist noch nach Wiesbaden. der abscheuliche Bierbontott gebracht hatte. Herr May- zutragen, daß die Vertheidiger den beantragten Wahrheitsbeweis München baum ist nämlich das Oberhaupt der Freien Verlofort autreten wollten, der Kläger und sein Vertheidiger be- Wien einigung der Händler für Ober- und Unterfrüchte" und standen aber auf Bertagung, da ihnen von der Ladung der er- Haparanda Petersburg betreibt neben feinem Handelsgewerbe auch das ehrbare schienenen Zengen keine Kenntniß gegeben fei. Gewerbe eines Schankwirthes. Bei ihm als Vorsitzenden werden Die Ueberlaffung der Bedürfnißanstalten zu Reklame- Cort. natürlich auch die Vereinssihungen und sonstige Vereinsgeschäfte zweden hat ein Unternehmer beim Magistrat nachgesucht. Der Aberdeen erledigt. In das idyllische Vereinsleben griffen plöglich mit Mann ist bereit, der Stadt eine Jahresmiethe in solcher Höhe zu Paris rauher Hand die bösen Sozis durch den Bierboykott ein. Bu entrichten, daß dadurch eine angemessene Verzinsung des zur Anseinem Schrecken mußte nämlich Herr Maybaum gewahr werden, lage der Bedürfnißanstalten aufgewendeten Kapitals erzielt wird. daß dem größten Theile seiner Vereinskollegen von dem Die innerhalb der Anstalten in guter Manneshöhe anzubringen gedachten Zeitpunkte ab das von ihm zur höheren den Reklametafeln würden, so wird in dem Gesuch ausgeführt, Ehre des Herrn Röficke verzapfte Schultheiß Bier nicht in keiner Weise die Anstalten verunziren, wohl aber dem Kleinmehr munden wollte und diese dasselbe beharrlich it mieden, gewerbetreibenden eine billige Gelegenheit bieten, sein Geschäft in dem Weißbier und dem Selterwasser dagegen entschieden den der Nachbarschaft bekannt zu machen. Vorzug gaben. Was Wunder, daß unter diesen Umständen dem Eine ,, Wunderkur" und ihre Folgen. Die 18jährige armen verantwortungsvollen Vorsitzenden das Herz in die Un- Tochter des in der Memelerstraße wohnenden Fuhrherrn Sch. ausfprechlichen fiel bei dem Gedanken an das bevorstehende litt seit Jahren an Gelenfrheumatismus im rechten Arm, wodurch Sommerfest, welches bereits in der schönen boykottlosen Zeit fie vollkommen an der Arbeit mit demselben behindert war. festgemacht war und zwar für das Lotal Bum Schultheiß" Frau Sch., eine sehr abergläubisch veranlagte Frau, tam nun ( Gisteller) in der Chauffeestraße,( bei einer Anzahlung von 75 M. auf die Joee, die Krankheit ihrer unglücklichen Tochter durch eine für Spezialitäten!); daß dorthin nur sehr wenige kommen würden, Wunderkur" zu vertreiben, die denn auch vor einigen Tagen war ihm so klar wie Torf! Doch Herr Maybaum ist ein unter Beihilfe einer„ klugen Frau" vorgenommen wurde und in findiger Kopf, der allen Gefahren gewachsen ist und im ihrer Art vielleicht einzig dasteht. Beide Frauen fochten nämlich Interesse des Vereins vor nichts zurückschreckt. Geht doch unter Hersagen von allerlei Gebetsformeln ein aus verschiedenen von ihm die Sage, daß er in Frack und Gypsverband, Wunderkräutern" zusammengebrautes Kraftwaffer" und verweißen Glacees und Wichstopp" zum Herrn Polizeipräsidenten langten dann von dem Mädchen, daß es den franken Arm so zur Audienz gefahren sei, um für seinen Verein die Erlaubniß, lange in die noch ziemlich heiße Flüssigkeit halten sollte, bis der- Briefkaffen der Redaktion. an Sonntagen einige Stunden handeln zu dürfen, zu erbitten! felbe durch ein Gottesgericht heil würde". Die Heilung blieb Herr Maybaum hatte auch hier wieder einen ingeniösen Ge- natürlich aus, der Arm wurde total verbrüht, und die Unglück- Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Bahl anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. danken das Sommerfest war gerettet! Wozu wäre denn Herr liche mußte nun nach dem Krankenhause geschafft werden, in Trinkt fein boykottirtes Bier! Wenn Polizeibeamte Rösicke da, sein Schutzpatron, dessen Gebräu er so wüthig trok welcher: fie unter unfäglichen Qualen in der vorlegten Nacht aufgefordert haben, ein Platat mit der Inschrift:" Trinkt kein aller Fährnisse verschänkt und sogar selber getrunken hat, verstorben ist. boykottirtes Bier!" aus dem Schaufenster zu entfernen, so haben wenn derfelbe nicht den Helfer in der Noth ab: Ein polnisches Ehepaar, das mit einigen Geldmitteln sie schwerlich aus eigener Initiative, sondern auf Anordnung gegeben sollte. Gedacht, gethan; Rösicke muß' ran! nach Berlin gekommen war, um hier Arbeit zu suchen, wurde eines Vorgesezten gehandelt. Solchen Aufforderungen eines Unter Klarlegung der obwaltenden schwierigen Verhältnisse vor einigen Tagen obdach- und mittellos aufgefunden, als es Schußmanns nachzukommen, ist der Einzelne nicht verpflichtet. bat Herr Maybaum Herrn Rösicke um seine huldvolle Unter- auf dem Treppenflur eines Hauses am Herrmannsplat nächtigen Wird das Plakat gewaltsam entfernt, so ist es zweckmäßig, gegen ftügung und überfandte demselben zur gefälligen Abnahme wollte. Die beiden Leute hatten Bekannte in Berlin aussuchen den Polizeibeamten, der den Befehl auf Entfernung des Plakats 200 Billets zum Sommerfeste! Natürlich wird Herr Rösicke sich wollen, diese aber nicht gefunden und erklärten sich deshalb ein- ertheilt hat, den Weg der Klage auf Entschädigung und Rücksehr geschmeichelt fühlen und das in ihn gesette Vertrauen voll verstanden damit, daß man sie der Polizei übergab, weil sie auf gabe zu beschreiten, und ein zweites Plakat gleichen Inhalts im au rechtfertigen wissen. Er wird alle seine artigen Kinder zu diesem Wege allein Aussicht hatten, in ihre Heimath zurück- Schaufenster auszustellen. Auf der polizeilich nicht gemeldeten fammentrommeln, fie mit den Billets zum Sommer befördert zu werden. Die Leute waren der deutschen Sprache Versammlung von Polizeigönnern, die darüber beriethen, ob die feste beglücken und sie zur höheren Ehre des Schultheiß und so wenig mächtig, daß eine Verständigung mit ihnen schwer war. Fortnahme solcher Plakate zulässig, ist zur Begründung einer des guten Beispiels wegen gehörig Boyfottbier kneipen lassen! So ist nun einmal der Lauf der Welt: des Einen Schaden ist Giftmord? Am Mittwoch Nachmittag wurde der 45jährige solchen Maßregel zu gunsten des Bierrings ausgeführt: in Schwedterstr. 244 wohnhaft, in ein§ 9 des des Anderen Vortheil! Während der Bierboykott den Bierbas Krankenhaus Moabit unter allen Anzeichen einer schweren altpreußischen Preßgesezes eventuell gegen das Polizeimädchen prozen Schaden bringt, bringt er der Reichspost Nußen, Arsenitvergiftung eingeliefert und verstarb schon eine Stunde für Aues(§ 360 Nr. 11 Str.- G.- B.: grober Unfugsparagraph). denn die Korrespondenz ist seit dem Bierboykott gar sehr ge ftiegen. Die Mitglieder der Saalkommission und andere her- nach der er olgten Aufnahme. Nach der Angabe des Ver- Die diesbezüglichen Ausführungen sind aber total hinfällige vorragende bedeutende Persönlichkeiten wissen ein Lied davon zu storbenen ist dieser am Mittwoch Mittag in einem Bofal in der Auswüchse der selbst von Reichsgerichtsrath Stenglein beklagten fingen. Wahre Sturzwellen von Zuschriften ergießen sich über Schwedterstraße gewesen, sei sodann nach Hause gegangen, habe Bureaukraten- Krankheit, straflose Handlungen als strafbar zu Nach§ 9 des altpreußischen Preßgesetzes dürfen jedoch nur wenig gegessen und wäre bald darauf erkrankt. Die fonstruiren." fie, und daß mitunter auch welche darunter sind, welche jene Herren Staatsanwaltschaft des Landgerichts I hat die Leiche mit Be- nfchlagzettel und Plakate, welche einen anderen Inhalt haben bringen werden, ist begreiflich. Herausgreifen aus der Fülle von Buschlag belegt und nach der Morgue überführen laffen, woselbst als Ankündigungen über gefeßlich nicht verbotene Versammlungen, die Obduktion am heutigen Sonnabend stattfindet. Ueber den über öffentliche Vergnügungen, über gestohlene, verlorene oder schriften wollen wir zur Charakteriſtik nur ein Schreiben, welches Tod des Ech. Iaufen verschiedene Gerüchte umher, auf welche gefundene Sachen, über Verkäufe oder andere Nachrichten Herri Kuckenburg, dem sturmerprobten Vorsitzenden des Vereins für den gewerblichen Verkehr nicht angeschlagen, an der Berliner Weißbierwirthe", zugegangen ist. In demselben wir nach dem Obduktions befund näher eingehen werden. geheftet oder in sonstiger Weise öffentlich ausgestellt werden." theilt der Briefschreiber Herrn Ruckenburg mit, daß er den Noth- Bum Mord in Schöneberg. 3war nicht der Mörder, Die Ermahnung, kein boykottirtes Bier zu trinken, ist schrei der Saalbesitzer und den Aufruf zur Unterstützung derselben aber der Ring der Frau Lange ist zum Vorschein gekommen und eine Nachricht für den gewerblichen Verkehr im Sinne mit Wehnuth gelesen habe, dadurch zu Thränen gerührt sei und in den Händen der Polizei. Am Montag zwischen 7 und 8 Uhr des§ 9, da sie das Gewerbe des Ausstellenden zu för= als einen Beitrag zur Linderung des Nothstandes der armen Abends tam in das Leipzigerstr. 66 auf dem Hofe belegene Ge- dern bezweckt. Grober Unfug liegt in der Ausstellung Saalbefizer dem Schreiben 200 M. beifüge. Thatsächlich lagen schäft des Goldarbeiters Dannapfel ein Mann und verkaufte der betreffenden. Plakate gleichfalls nicht allerdings herrscht in dem Briefe auch 2 Hundert- Mart- Scheine, die sich indessen einen Trauring, den nunmehr sowohl der Ehemann Lange, als aber bei einigen Richtern die wider ihren Willen durch die bei näherer Besichtigung als Blüthen" erwiesen! Die ge- auch die Schwiegereltern bestimmt als den Ring der ermordeten Art ihrer Rechtsprechung den Glauben von der unwandelbaren wünschte öffentliche Quittung über den Empfang dieser Liebes- Frau wiedererkennen. Frau Dannapfel war allein zu Hause. Gerechtigkeit und Vernunft, die in Gerichtssälen herrsche, zergabe" läßt noch immer auf sich warten! Ter Mann erklärte, er sei in großer Verlegenheit und wolle den stören die Auficht, alles, was dem von ihnen fonstruirten Trauring feiner Frau verkaufen. Er selbst trug feinen Ring. Publikum lästig fallen fönne, sei grober Unfug. Diese Ansicht ist Frau D. hielt den Ring für achtfarätig und wollte 2,50 M. fchon deshalb grundverkehrt, weil dem Richter nicht die seiner dafür geben. Sollte der Werth größer sein, so möge der Ver- unwürdige Rolle eines Bensors obliegt, und weil das Grobe= fäufer Tages darauf wiederkommen und sich den Ueberschuß von Ünfug- Rautschut- Mädchen über Gebühr zu drücken selbst grober ihrem Manne abholen. Als Frau D. nach einem Ausweis fragte, Unjug ist. Zur Beschlagnahme eines Plakats bedarf es überzeigte der Verkäufer ein weißes Formular, das er in der Hand dies nach§ 98 Str. Pr.-D. gerichtlicher Bestätigung. Die Gaft and Schankwirthe im 4. Reichstags- Wahl- behielt, und auf dem sie sah: Polizeiliche Anmeldung und den Sollte auch das zweite Platat durch Anwendung von Polizei kreis( Often) werden darauf aufmerksam gemacht, daß die dortigen Namen Ernst Günther. Der Mann bemerkte:" Sie sehen, ich gewalt entfernt werden, so könnten Sie als drittes Plakat vielBarteigenoffen eine Liste derjenigen Wirthe veröffentlichen, welche heiße Gruft Günther und wohne in der Steglitzerstraße." Frau D. hat leicht aushängen: Verkauft wird hier kein boykottirtes, sondern tein bontottirtes Bier schänken. Die Gaft und nicht gefehen, ob der Schein einen Stempel trug. Der Verkäufer gutes Bier! Sind Sie aber der eben geschilderten Ansicht einiger Schankwirthe, die sich dieser Liste anschließen wollen, tönnen sich hielt die Summe von 2,50 M. etwas zu niedrig und, als Frau D. Richter, so dürfen Sie natürlich kein Plakat ausstellen, wohl aber bei den Vertrauenspersonen Robert Wengels, Fruchtstr. 30, und nicht mehr geben wollte, ging er weg, um nach einigen Minuten die Statue der Gerechtigkeit. Hermann Bolze, Weidenweg 27-28, melden. zurückzukommen und den Ring mit den Worten:„ Na, dann Schröder. Der Leipziger Hochverraths- Prozeß" erscheint Die Mitglieder des Frauen und Mädchen Bildungs. geben Sie mir das Geld, ich werde den Ring hierlaffen", der in Lieferungen im Verlag des Vorwärts". Dies Wert eignet vereins werden von ihrem Komitee darauf aufmerksam gemacht, am nächsten Tage die Differenz abzuholen. Frau D. tann den schichtlich hochbedeutsamen Inhalts vorzüglich zur Anschaffung vereins werden von ihrem Komitee darauf aufmerksam gemacht, Frau zu übergeben. Er ist aber nicht wiedergekommen, um sich sich wegen der Lebendigkeit der Darstellung und wegen des ge= Saß das zum 28. Juli arrangirte Bergnügen nicht bei Joël, Berkäufer nicht genau beschreiben; was fie aber gesehen hat, für Arbeiter Bildungsvereine und Gewerkschafts- Vereine und zur Andreasstraße, sondern in der Berliner Ressource, Kommandanten- ftimmt zu der Beschreibung der Person, die bei dem Uhrmacher Berbreitung zwecks Belehrung, Aufklärung und Agitation. straße 57, stattfindet. Die ausgegebenen Billets behalten ihre Löbener in der Potsdamerstraße gewesen ist. Er ist 30-35 Jahre Giltigkeit. alt, 1,65-1,70 Meter groß, hat ein längliches, bräunliches Ge Arbeiter Bildungs Schule. In der Klasse für sicht, eine hagere Gestalt und trug einen dunklen Anzug. Auch National Dekonomie der Nordschule ist die Behand- hält Löbener den von Frau D. gekauften Ring für den ihm anWir erhalten von kompetenter Seite die Mittheilung, daß das Gerücht, daß der Gastwirth Hahn, Waldemarstr. 24, Bier aus der Vereinsbrauerei Rigdorf schante, auf unwahrheit beruht. Seit Beginn des Boykotts schänkt derselbe Bier aus Seit Beginn des Boykotts schänkt derselbe Bier aus Brauereien, die nicht dem Nting angehören. M Möbl. Schlafft. f. 2 S. Manteuffel| Kleine Wohnungen billig Buttmannstraße 99, tl. Eing., v. 3 Tr. b. Budack. straße 6, Vorderwohnungen, 2 Stuben nebst Zubehör billig, paff. für Beamte. 18 Jahre best. Geschäft, tägl. Einn. 50 M., fof. verkäuflich. Prinzenftr. 75, 17756 Für den Inhalt der Jnierate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Selm. Schlafft. Blumenftr. 9a, 3 Tr. 1748b Ww. Wolff. 2 Genossen finden Schlafft., sep. E., Langeftr. 104, Querg. 4 Tr., Röppe. Freundl. Schlafft. für Herren, fep. Eing, sofort ob. später, Laufigerstr.3, v. 2 Tr. Stöckel. Swinemünderstr. 45/46. Sehr billige freundliche Wohnungen, Schlafft. für 1 Herrn Alexandrinen- Stube und Küche von 162 Mart an. Straße 35, Hof 4 Tr. Minuth. 17896 Näheres beim Berwalter 45. Beffere gemüthl. Schlafft., sep., fogl., Manteuffelfir. 44, v. III. Wittwe Wolff Rostockerstr. 14 find schöne Vorderund Hofwohnungen billig zu verm. Näberes v. 2 Tr. bei Sprenger. Arbeitsmarkt. Briefkaffen der Expedition. F. R. Weil ihr auf einmal die Insertionsgebühren zu hoch waren und wir auf eine Reduktion nicht eingingen. Parteigenossen Xylographen 17796 H. Baudouin, Prinzenstr. 90. Blockfägeschneider sofort verlangt Dampfschneide- Mühle Stralau. Korbmacher werden gebeten, einem durch lange verlangt Stellungslosigkeit in Noth gerathenen Raufmann durch Zuweifung von Be schäftigung für schriftliche Arbeiten, Einrichtung von Geschäftsbüchern und Ertheilung von Unterricht in Buch führung 2c., zu unterstützen. Adressen erb, an Römer, Rügenerstr. 13.[ 17766 Mehrere tüchtige Bambusarbeiter finden sofort dauernde Beschäftigung. Steinicke und Winkler, Wallnertheaterstr. 26/27, Blockfägeschneider sofort verlangt [ 17236 Dampfschneidemühle, Stralau. 17646 1780b] 1-2 Mann auf Mattarbeit verl. Friedrichsberg, Borhagenerstr. 20. Fleiß. Arbeiterfrau sucht für Vor- oder Nachmittag Aufwartestelle. Landsbergerstraße 106, Hof 4 Tr. Lorenz. Theater. Sonntag, den 15. Juli. Bellealliance- Theater. Martha. Montag: Fra Diavolo. Berliner Theater. Gespenster. Montag: Dieselbe Vorstellung. Aleranderplak Theater. Ge= spenster. • Montag: Dieselbe Vorstellung. National- Theater. Ein Fest auf der Bastille. Montag: Dieselbe Vorstellung. Apollo Theater. SpezialitätenOF Vorstellung. Baufmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Parodic Theater. Spezialitäten Vorstellung. Unserem Freunde und Genoffen, ausgetrudelten" Gewerbegerichtsrath, Borfizenden und Kollegen. Heinrich Jahns 4702 zu seinem morgigen Geburtstage ein markerschütterndes Hoch. Orts- Krankenkasse der Klempner. Sosialdemokratischer Wahlverein Am 23. d. Wits., Abends 8 uhr, für den 3. Berl. Reichstags- Wahlkreis. findet in den Arminhallen, KomVierteljährliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: Donnerstag, den 19. Juli, Abends 82 Uhr, mandantenstr. 20, eine Versammlung in Deigmüller's Salon, Aite Jakobstrasse No. 48a Die Vereinskollegen von A- 3. der großjährigen Mitglieder unserer Heinrich! mach teen' Mumpih", Rasse behufs Ergänzungswahl von Ringbier trinken wir überhaupt nich. 14 Vertretern der Arbeitnehmer und darauf um 9 Uhr findet ebendaselbst eine 1. Bericht des Vorstandes. 2. Abrechnung vom 2. Quartal 1894 und behuss Stellungnahme zur Zentrali haltung der Sehkraft"( mit Demonstration am künstlichen Auge). 4. Bericht allgemeine Mitgliederversammlung vom Stiftungsfest. 3. Vortrag des Augenarztes Dr. Wurm über: Die Ers sation der Orts- Krankenkassen Berlins über den von der außerordentlichen Generalversammlung gestellten Antrag. und der Vororte statt. 5. Antrag des Vorstandes auf Statutenänderung. 6. Beschlußfassung über die ( Ouittungsbuch legitimirt.) Lassalle- Feier und Vereinsangelegenheiten. 278/1 S. Jahns zu seinem am 16. 7. ftattUnserem Kollegen und Gewerberath findenden Wiegenfeste ein donnerudes och![ 17846] Knulle!!! Die Hilfsarbeiter des Vorwärts". Allen Freunden und Genossen zur Nachricht, daß mein lieber Mann, der Arbeiter Hermann Wörpel, 9 nach 1771b Der Vorstand. Drts- Krankenkasse bes National- Theater. fangem, schweren Leiden an der Prole Töpfer- Gewerbes Große Frankfurterstr. 132. Novität! Novität! Ein Fest auf der Bastille. Schauspiel in 3 Atten von Fr. Held. Regie: Max Samst. tarier- Krankheit verstorben ist. Um rege Betheiligung bittet Emma Wörpel, geb. Gebert, Oppelnerstr. 5. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 18. d. Mts., Nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Emmaus Kirchhofes, Hermannstraße, aus, statt. M Danksagung. Das tgl. Polizeipräsidium hat mir die öffentliche Aufführung des Schaufpiels ,, Ein Fest auf der Bastille" nur mit der ausdrücklichen Bemerkung geAllen Verwandten, Kollegen und ftattet„ daß, falls Theaterbesucher Genossen, insbesondere dem Gesang sich bei den in dem Stücke zahlreich verein der Töpfer für den erhebenden enthaltenen revolutionären Schlag: Gesang, für die zahlreiche Betheiligung wörtern zu lärmenden Kundgebungen politischer Tendenz sollten hinreißen und den vielen Kranzfpenden bei der politischer Tendenz sollten hinreißen Beerdigung meines lieben, unvergeßlaffen, die Wiederholung der Auffüh- lichen Mannes meinen tiefgefühltesten rung alsbald untersagt wird." Ich Dant. bitte daher das verehrte Publikum, fich während der Aufführung des Stückes jeder störenden Kundgebung zu enthalten, da sonst die weiteren Aufführungen in Frage gestellt sind. Raffenöffnung 8 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Wwe. Petsch nebst Kindern. Achtung, Bügler! Im Garten: Großes Konzert. Sämmtliche Bügler und Zuschneider Auf der Sommerbühne Aufführung der Damenmäntel- Branche des Nordens zu Berlin. Montag, den 23. Juli 1894, Abends 6 Uhr: Mitgliederversammlung ( Arbeitgeber und Arbeitnehmer) im Saale des Herrn Brüning, Rosenthalerstr.11| 12. Tagesordnung: 1. Wie stellen sich die Mitglieder zur Bentralisation resp. zur Gründung eines Verbandes sämmtlicher Kassen Berlins. ( Referent wird in der Versammlung belannt gemacht.) 2. Ersatzwahl der Delegirten( 16 Arbeitnehmer). 3. Verschiedenes( nach§ 47 des Statuts). Kontrolle am Eingang. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist zahlreiches und pünktliches Erscheinen ( ganz besonders der jetzigen Delegirten) nothwendig. Der Vorstand. Der Vorstand. Die Versammlung wird 81/2 Uhr eröffnet. Die Mitglieder werden ers sucht, sich heute recht zahlreich an dem Familienausflug nach Grünau zu be theiligen. Treffpunkt in Grünau, Köpenickerstr. 105 bei Natte. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berl. Reichstags- Wahlkreis. im 4. Dienstag, den 17. Juli, Abends 8 Uhr, Colberger Salon", Colbergerstraße Nr. 23: General- Versammlung. Tages Ordnung: Abrechnung vom 2. Quartal. Bericht der Revisoren. Vereinsangelegen heiten. Vortrag des Genoffen Jahn über:" Die Kommunisten des 18. und 19. Jahrhunderts. Diskussion. Fragekasten. 283/1 Der Vorstand. Achtung, 6. Wahlkreis! Große öffentliche sozialdemokrat. Partei- Bersammlung Montag, den 16. Juli, Abends 8½ Uhr, im Lokale des Herrn Pape, Kolbergerstraße Nr. 23. Tages- Ordnung: 266/1 1. Berichterstattung der Vertrauensleute. 2. Bericht der Revisoren Die Vertrauensleute. 3. Wahl von Poffen und Sufſtſpielen, ſowie werden zu der am 16. v. Matt Graveure, Ciseleure!. abt der Reviſoren. 4. Verschiedenes. Mis. stattAuftreten von Spezialitäten ersten findenden Ranges. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Generalversammlung Mittwoch: Im Garten um 1012 Uhr: eingeladen. Es kommen wichtige Interim Hochplay- Kafino", Gerichtstr. 10, Großer Doppelringkampf zwischen effen zur Verhandlung. Tagesordnung: Herrn Carl Abs und Herrn Jacobsen 1. Arbeitsnachweis. Bauer. 2. Ringtampf zwischen Herrn 8. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Diskussion. Carl Abs und Herrn Albert Arnold. Der Vorstand beider Vereine Wedding/ Norden. Dienstag, den 17. Juli cr., Abends 81/2 Uhr, Oranienstr. 51, Restaur. Oranienhallen, Versammlung Maler, Ladirer und Anstreicher. Versammlung der Filiale Berlin Tagesordnung: Geschäftliches. Vor- am Montag, 16. Juli, Ab. 9 Uhr, in Schmiedel's Festfälen, trag des Hrn. Dr. Heymann über: Die Naturwissenschaften und das Proletariat. Diskussion. Verschiedenes und Fragetaften. Alte Jakobstr. 32. Tages Ordnung: 185/4 1. Wahl der Hilfskaffirer fowie der Bibliothekare. 2. Bortrag: Gine [ 162/1 Krankheit der Zivilisation. Referent Frik Hausen. Bierausschank: Reichenkron. Jeden Sonnabend im obigen Lofal geselliges Busammenkommen der Der Vorstand. Castan's Große öffentl. Verſammlung Panoptikum. d.polnischen Socialisten.ollegen. Hawaiische im Lofale des Herrn Deigmüller, Montag, d. 16. Juli, Abdz. 81 uhr, Verband deutscher Korbmacher Königs- Tänzerinnen. un zahlreichen Besuch bittet Das schwerste Ehepaar der Welt. Berliner Aquarium. 1782b] Alte Jakobftr. 48a. Der Einberufer. Empfangsbestätigung Unter den Linden 68a Ecke der über die von Herrn M. Uhrbach Schadowstr.- Eing. Schadowstr. 14. in Baten zurüdgezahlten unter Heute, Sonntag: Eintrittspreis geldern in Summe von 424,17 M. der Freien Vereinigung der Graveure und Eiseleure Berlins. Der Vorstand. 50 Pf. 50 Pf. E Reichhaltige Ausstellung von Land- und Seethieren, wie Affen, 133/2 Riesenschlangen, Krokodile, Haiund Tintenfische, Quallen etc.[ 10M Märkischer Hof, ( Filiale Berlin). Montag, d. 16. Juli, Abends 81/2 Uhr, bei Noll, Adalbertstr. 21: Achtung! Der Vorstand. Achtung! Hierdurch den Parteigenossen zur Mittheilung, daß der Versammlung. Zivil- Berufsmusiker- Verein Nord- West Dampferpartie der Bau- Anschläger findet Montag, den 16. Juli, statt Bier aus K. Wusterhausen. Das Comité. J. A.: M. Krause. 17905 Achtung! Bildhauer! Am Dienstag, den 17. Juli, Abends 81/2 Uhr, im Restaurant Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16: öffentliche Bildhauer- Versammlung. Tages Ordnung: 71/4 Admiral Strasse Nr. 18 c. Jeden Sonntag: Grosser Ball. 1. Vortrag vom Genossen Faber über ,, Die GewerbeEntree frei. Tanz frei. Ende 2 Uhr. Ordnung, der Arbeitsvertrag und die Rechte der Arbeiter." Die beiden Säle sind noch Sonn- 2. Kassen- und Rechenschaftsbericht über die Thätigkeit der Kommission im abende und Sonntage zu allen Festlich- legten Halbjahr. 3. Neuwahlen des Kassirers und der Revisoren. 4. Verteiten und Verfamnilungen zu vergeben. fchiedenes.- Zahlreicher Besuch der Versammlung seitens der Kollegen ist bringend erforderlich. Die Agitationskommission. Treptow Schneider und Schneiderinnen! Ahrens Restaurant Erßes Lokal an der Chauffee. ( Neue Krug- Allee).[ 477L Ausschank der Radeberger Brauerei. Kaffeekochen à Liter 60 Pf. Großer schattiger Garten. Tanzsaal. 3 Kegelbahnen. Moritz Uhle 32. Kreuzberg Straße 32: = Montag, den 16. Juli 1894, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Relle, Schönhauser Allee Nr. 28, Große öffentliche Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Unter welchen Voraussetzungen ist ein erfolgreiches Vorgehen in der Konfektionsbranche denkbar? Referent: Kollege Timm. 2. Diskussion. 8. Verfchiedenes. Zu dieser hochwichtigen Tagesordnung sind alle Schneider und Schneiderinnen der Herren-, Damen- und Knabenkonfektion, Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper u. s. w. besonders eingeladen. Um recht pünktliches und zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Die Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. Achtung! Achtung! Münchener Brauhaus- Frauen- und Mädchen- Bildungs- Verein Ausschank. 18M Gemüthl. Morgensprache, Stammfrühstück, Mittagstisch. Vorzüglichen Gänsebraten, Gänsetlein und Pötel im Rinderbruft, Spezialität. Kleine Preise. Verbandsversammlung der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplänen beschäftigten Arbeiter u. Arbeiterinnen Dentsch lands, Berlin Filiale II, N., findet am 17. Juli, im Saale des Herrn Rehliz, Bergstr. 12, Abds. 81/2 Uhr ftatt. Die Tagesordnung besteht: 1. Abrechnung vom 2. Quartal. 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Wahl des ersten Schriftführers. 4. Verschiedenes und Fragekasten. ( Filiale Moabit). Große Wanderversammlung am Dienstag, den 17. d. M., Abends 82 Uhr, Lokale des Herrn Reichert, Müllerstrasse No. 7. Tages Ordnung: 4M 1. Bortrag des Herrn Dr. Joel. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. 118/4 ( Moabit) mit der Freien Vereinigung der Berufsmusiker Berlins nicht ibentisch iſt da in unserem Verein nur Mitglieder zugelassen werden, die dem sozial demokratischen Wahlverein angehören. Ferner theilen wir den Genossen, welche uns in unseren Bestrebungen zu unterstützen suchen, hierdurch mit, daß jedes Mitglied mit einer Vereinskarte nebst Mitgliedsbuch vom Wahlverein versehen ist, welche gleichzeitig als Legitimation dienen. 1778b Unser Vereinslokal befindet sich Perlebergerstr. 28 beim Genossen Hermerschmidt, woselbst Muskaufträge von den Genoffen entgegens genommen werden. Der Vorstand. Verein zur Regelung der gewerbl. Verhältnisse der Töpfer im und Berufsgenossen Berlins und Umgegend. General- Versammlung amt Dienstag, den 17. Juli, Abends 6 Uhr, Lokale des Herrn Brühning, Rosenthalerstr. 11-12. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Dr. Joel über: Die moderne Naturanschauung und die heutige Gesellschaft. 2. Kaffenbericht. 3. Ersatzwahl eines Revisors. 4. Verschiedenes. 242/8 Des interessanten Vortrages halber, ersuchen wir die Kollegen recht zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. Den Rollegen von Charlottenburg machen wir bekannt, daß die dortige Bersammlung am 17. Juli ausfällt, und findet dieselbe am Dienstag, den 24. Juli, im Sokale Bismarckshöhe, statt. Das nähere dortfelbst. D. D. Arbeiter- Bildungsverein Friedrichsberg. Dienstag, den 17. Juli, Abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Fuchs, Lichtenberg, Dorfstr. 2: General- Versammlung. Tages Ordnung: = " 1. Vortrag des Genossen Schmidt über: Die Entwickelung der Technit in den letzten 50 Jahren und deren Folgen". 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 2. Quartal. 4. Verschiedenes. 62/6 Gäste freundlichst willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Böpenick und Adlershof. Zellerfammlung findet statt. Herren und Damen als Gäste willkommen. Am Montag, den 16. Juli, Abends 8 1hr, im Lokale Die Bevollmächtigte. des Herrn Wöllstein: Yerein deutscher Schuhmacher. Große öffentliche Bolts- Versammlung Die Kollegen werden ersucht, pünkt 222/1 lich und vollzählig zu erscheinen. Der Vorstand. 145/1 Versammlungen am Montag, den 16. Juli, Abends 8% Uhr: Filiale i bei Wilke, Andreasstr. 26. n 2 bei Feindt, Weinstr. 11. " 3 bei Tränkler, Solmsstr. 44. Um zahlreiches Erscheinen Zages Ordnung: 1. Der Bierbokott und die ferner zu ergreifenden Maßregeln. Referent Genoffe Hilpert, Vorsitzender des deutschen Brauerverbandes. 2. Distuffion. Zur Deckung der Unkosten wird ein Eintrittsgeld von 10 Pf. erhoben. Der wichtigen Tagesordnung halber ist es Pflicht der Parteigenossen, Die Vertrauensleute: Fritz Richter und Heinr. Bökert. zu erscheinen. Tagesordnung: 1, Betten ersuche istuſſion. Ortsverwaltunheiten. Künſtl. Zähne schmerztes eingefest, festfibens. Reparaturen fofort. Meniger Bemittelte Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmarkt Zentral- Verband der Maurer Deutschlands und verwandten Arbeiter- Sängerbund Berufsgenossen( 3ahlstelle Berlin II). Achtung! Berlins und Umgegend. An die Gastwirthe Berlins! Gelegenheitswaaren! Feinste braune Veilchen- Seife Beste att 10 Bf. vorzügl. parfümirt, statt 50 Pf. für 10 Pf. gr. Stüde, Achtung! Drittes Stiftungs- Fest See Cocośnuj- Seiſe,& cond An die Gastwirthe, Jnhaber von kleinen Sälen und Vereinszimmern, am Sonnabend, den 21. Juli 1894, unter Mitwirkung welche boykottfreies Bier führen, richten wir die Aufforderung, umgehend an in den Arminhallen, Kommandantenftr. 20, unterer Saal und Garten Stange für 3 Pf., 1 Pfd.= 8 Stangen unterzeichnete Personen ihre Adressen einzusenden mit Angabe der Größe des Vereinszimmers und welche Abende der Wochentage dasselbe noch zu vergeben ist. 23456 Für den 1. Wahlkreis: A. Hübner, Wilhelmstr. 134. 2. " " " D. Rasche, Mariannenstr. 17. 3. " " " Fr. Kortum, Manteuffelstr. 49. 4. " " " A. Kaiser, Pücklerstr. 54. " " 5. 6. R. Meyer, Mariannenstr. 2. " A. Neumann, Pasewalkerstr. 3. Der Vorstand. An unfere Vereine! Da durch den Bier- Boykott verschiedene unserer Vereine gezwungen für 3 Pf. Padfiegellack, statt 10 Bf. für 22 Pf. Brieffiegellack, feinste der Zivil- Berufsmusiker und des Gesangvereins Frühlingslust. Feftrede, Qualität, Stange 3 Pf., 1 Pid. gleich gehalten vom Genossen Silberschmidt. Nachdem: Komische Vorträge. 16 Ctangen für 40 Pf. Französ. Ring- Bier wird nicht verzapft! Hornfriherkämme, 7" lang, statt Anfang 8 Uhr. 50 Pf. für 20 Pf. Edt japanische 191/1 Goldfächer mit Malerei, Stück 7 Pf. Seidene Kravatten, Schleifen façon, Stück 6 Pf. Feinte Gloria seidene Regenschirme für Herren und Damen, St. 2,10 M. Löffel, Messer und Gabeln etc. zu Spottpreiſen in enormer Auswahl. Feinste Damen 30 Pfennig. Herren 50 Pfennig. Um 12 Uhr Kaffeepause. Billets find bei den Vergnügungskomitee- Mitgliedern zu haben. A. Rindermann, Nostizftr. 32, SW. E. Lehmann, Hauptstr. 7( Schöneberg). R. Gareis, Lübeckerstraße 33( Moabit). W. Schulz, Steinmeßstraße 42, W. K. Golisch, Oppelnerstr. 30, SO. find, das Uebungslokal zu wechseln, ersuchen wir dieselben, betreff Nachweis Künstliche Zähne plomben 2c., Rep. 1of. Moabit, Thurmſtr. 46. Siegerist. Mofchusseife, St. 10 Pf., Dyd. von Lofalen sich an den Obmann ihres Kreises zu wenden. Ethische Gesellschaft. Sonntag, 15. Juli, Abends 82 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Versammlung. Vortrag des Herrn Hansen über:" Chriftlich- Sozial". Nachdem Gemüthliches Beisammensein. Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Der Vorstand. 113/4 Mittwoch, den 18. Juli, Abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Generalversammlung. Mitgliedskarte legitimirt. D. Posamenten- Arbeiter und Arbeiterinnen. Filiale II Berlin. D. T. A. V. Mittwoch, den 18. d. M., Abends 8 Uhr bei Ehrenberg, Annenstr. 16( oberer Saal.) Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Rechnungsbericht vom 2. Duartal. 2. Vortrag des Herrn Dr. Paul Bernstein überf: Athmungs- und Verdauungsorgane" und Diskussion. 3. Verschiedenes. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen nöthig. Gäste willkommen. 209/1 Der Vorstand. Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend. Dienstag, den 17. Juli, Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Freigang, Schüßenstraße 18/19, General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes und der Revisoren. 2. Vortrag des Kollegen Menze über:" Genie und Irrsinn". 3. Diskussion. Gäste willkommen. Die Versammlungen des Fachvereins finden von jetzt ab regelmäßig alle 14 Tage Dienstags Schüßenstr. 18/19 statt. 232/1 Mitglieder- Versammlung des Unterstügungsvereins deutscher Tabafarbeiter. Banelle Berlin) am Dienstag, den 17. Juli, Abends 81/2 Uhr, bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung von der Generalversammlung. 2. Abrechnung vom 1. und 2. Quartal. 3. Vorschläge für Bevollmächtigte und Kontrolleure. Der Bevollmächtigte. 239/2 2 M. an, Theilzahlung gestattet. Nervtödten 1 M., ( Bei den Kassen mit freier Arztwahl.) Erklärung! 1 M. Beste Glanzwidle pro Schachtel statt 10 Pf. für 3 Pf. Eine Partie hochfeiner sehr starker Gummi- Hosenträger, statt 1,20 m. für 60 Pf. pro Paar, Dugend 6 M. von 1 Duz. an. 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Bar straße 4( aus dem Brauerei- Ring ausgetreten am 9. Juni cr.), theilen wir den interessirten Geschäftsinhabern, insbesondere der geehrten Arbeiterschaft prima Qualität, statt 5 M. für 3 M. per Dyd. Paar, nur so lange der Vorrath! Eine Parthie Herrenkragen, ge-( garantirt 4 fach einen) in allen Berlins hierdurch ganz ergebenft mit das wir den Vertrieb des gesammten Flaschenbier- Geschäfts Geschäfts nannter Brauerei übernommen haben. Weiten. Steh oder Umlegekragen, die fonit mit 5 bis 6 M. per Dußend ver Beste Manschetten per Duyend 4672 3,50 M. Bestellungen werden direkt in der Brauerei und durch uns gern fauft, für nur 2,40 M. per Dhd. entgegengenommen. Um Zuwendung geschätzter Aufträge bitten hochachtungsvoll Gebrüder Lahn, Kastanien- Allee 27. „ Schüßenhaus", Schmargendorf. Direkt am Grunewald gelegen. In dem großen, schattigen Garten, ca. 5000 Personen faffend, jeden Sonntag: Gr. Frei- Concert. Franen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes 6 segerbahnen. Raffeefüche. für Berlin und Umgegend. Jm Saale: Ball. Voltsbelustigungen aller Art. Ausschank Brauerei Pichelsdorf. 2 Wander- Dersammlungen 17876 Robert Wegeuer. am Montag, den 16. Juli, Abends 8 Uhr. 1. Schneider's Gesellschaftshaus, Belforterstraße Nr. 15. 2. Swinemünder Gesellschaftshaus, Swinemünderstraße 35. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil über: Die Volksschule, wie sie ist und wie sie sein soll" und des Genossen Georg Wagner über: Volksbildung und Klassenbewußtsein". 2. Diskussion. 3. Auf nahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. 118/3 Achtung! Der Vorstand. Achtung! Wagenbauer. Unser diesjähriges Sommerfest findet am 21. Juli in der Nenen Welt( Hafenhaide) statt. Da wir nicht von unserem Kontrakt entbunden werden, ersuchen wir die Kollegen das Sommerfest zu unterstügen. Ringbier braucht keiner zu trinken. Die Kafferküche ist jederzeit während des Vergnügens geöffnet. Auch hat der Defonom, Herr Bau, sich erboten, 4/10 Liter Nepfelwein vom Faß für 15 Pf. auszuschänken. 299/1 Das Komitee. J. A.: H. Niebann. Achtung! 6. Wahlkreis! Im Anschluß an die gestrige Annonce von R. Augustin machen wir bekannt, daß sich noch folgende Schankwirthe bereit erklärt haben, Adressen von Wirthen, sowie Flaschenbier- Händlern, welche fein boykottirtes Bier ver abfolgen, entgegen zu nehmen: Gnadt, Swinemünderstr. 120. Haferlandt, Bellermannſtr. 87, Schröder, Wiesenstr. 39. Engel, Antonstr. 1. Gleinert, Müllerstr. 174, Eingang Fennstraße. Tauschel, Grenzstr. 4. Bahr, Gerichtstr. 19. Gieshoit, Boyenstr. 40. Marten, Gartenstr. 152. Hermerschmidt, Perlebergerstr. 28. Die Angabe der Adressen muß bis spätestens Donnerstag, den 19. Juli, stattgefunden haben, da deren erste Veröffentlichung Sonntag, den 22. Juli, erfolgen soll. Seit 1. Juli d. J. befindet sich mein Institut für chronische Hautleiden C., Alexander- Str. 67a( nahe Alexander- Platz). 266/3 Dr. med. B. Lasker, Spezialarzt. Spechstunde außer Freit. tägl. 9-12, 3-6, Sonntags 9-3. Bur Beachtung. Mit dem heutigen Tage übergeben wir den Vertrieb für Berlin unseres vorzüglichen hellen Lagerbiers, sowie dunklen Bürgerbräu's, dem Restaurateur [ 472L Französische Wachsstreichhölzer, 5 Minuten- Brenner, statt 10 Pf. für Den Genossen zur geft. Nachricht, 5 Pf., per Dizd. 50 Pf. daß mein Lofal nebft Vereinszimmer oder Zahlſtelle zur Verfügung steht, und bitte um gütigen Zuspruch. Wwe. Schröder, Zimmerftr. 52. Gutg. Restauration, Destillation mit Billard, Vereinsz., anschl. Wohnung, bill. Frau Reuther, Rosenthalerstr. 19, Keller. Charlottenburg. Parthien Sonnen- und Regenschirme Nachtlichte, ftatt 10 i. für 8 Pf. Cigarren, Sumatra ter Ernte, ftatt 4 M. für 2 M. 50 Pf. pro Riste Spottbillig statt 8 Mart für 1,75 M. und 2 M. = 100 Stück. 1/4 Jahr, pro Schachtel Pf. Sofiègo", jedes Stück in elegantem Ring,( Habanna non plus ultra), echt Erkläre hiermit, daß ich den Gaft- amerikan. Tabat, hochfein, in eleganter wirth Ciesling nicht denunzirt habe, Packung, 9 Ctm. lang, 5 Ctm. ftart, dennoch aber bereit bin, meine Be- per Kiste von 50 Stück M. 2,50. hauptungen, er schänke Boytottbier, Schützenlisl, etwas Exquifites, per eidlich und durch Zeugen zu beweisen. Riste von 100 Stück M. 3,60. Länge Ich schänke nur von der Zwölfer: 1034 Ctm., Umfang 5½ Etm. Elegant Kommission freigegebenes Vier. H. Sbresny, Pestalozziſtr. 32 a. türkische Cigaretten, 1 Herrn Edm. Renter, Belle- Allianceſtr. 59 bei Wuz. Swinemünderkr. 45, und ersuchen wir Bestellungen als denselben zu richten. Helles Lagerbier inkl. Spundg. 21 M. Bürgerbräu infl. Spundgeld 26 M. Flaschenbier 40 FL. 3 M. ert. Flasche. Telephon- Anschluss Amt III No. 2702. Hochachtungsvoll Brauerei Jagdschloß Eberswalde. Erklärung! Bezugnehmend auf die Beschlüsse der öffentlichen Volts-Versammlungen, be treffs des Bierboykotts, findet das zu Sonnabend, den 28. d. 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Engels. dauert, und die in ihrer Ungeduld den Sieg des Proletariats Wie reaktionär die anarchistische Lehre in der Praxis beschleunigen wollen. Im Bewußtsein ihrer persönlichen Die Kapitalisten- und Polizeipresse, zu der sich nach ist, hat der von Engels in diesem Schriftchen behandelte Kraft glauben sie durch ihr persönliches Handeln, durch Aneiner kurzen Anstandspause jetzt auch die„ Norddeutsche spanische Aufstand von 1873 gezeigt, der am Anarchismus wendung von Gewalt die ersehnte Revolution herbeiführen zu Allgemeine Zeitung" geschlagen hat, wirft fortwährend die zu Grunde ging. Zur Aktion gehört 3ufammenfassung tönnen. Diese Anschauung ist psychologisch leicht zu erklären, allein Sozialdemokratie und den Anarchismus in einen Topf, der Kräfte und der Anarchismus zersplittert die Kräfte. sie ist nicht richtig, beruht auf einer falschen Auffassung des Beund sie hat wie vorgestern Pindter redivivus die Stirn, Die theoretische Auffassung: der Staat werde aufhören, griffes Gewalt und der geschichtlichen Bewegungsgesetze. Wohl die„ reinliche Scheidung", welche unsere Partei auf dem sobald die sozialistische Gesellschaft verwirklicht sei, hat mit dem war die Gewalt bisher die Geburtshelferin neuer Gesellschaften; St. Gallener Kongreß vorgenommen hat, als eine heuchlerische anarchismus, der seinem Wesen nach antisozialistisch ist, nichts aber nur weil die alten Gesellschaften sich mit Gewalt gemein. Ob die sozialistisch organisirte Gesellschaft Staat ge dem fein Recht fordernden Neuen widersetzten. Die Gewalt Opportunitäts- Maßregel hinzustellen. Gegenüber diesem nannt wird oder nicht, dies sei eine bloße Wortfrage. Auch macht teine Revolution, und ist überhaupt nicht frechen und durch und durch unehrlichen Gebahren halten in den, auf bürgerlichen Grundlagen beruhenden Verrevolutionär. Im Gegentheil: die Feinde der Res wir es für zweckmäßig, nachstehend den Wortlaut des von einigten Staaten von Amerika besteht der Staat eigentlich volution haben sich stets auf die Gewalt gestützt. Ge= Liebknecht auf jenem Rongreß am 5. Oftober 1887 am 5. Oftober 1887 nur aus einer Verwaltung und hat dem Bürger gegenüber walt geht vor Recht", ist tein revolutionärer Sah, und Blut und Eisen" ist tein revolutio erstatteten Referats, sowie der gefaßten Resolution wort- durchaus keine Machtmittel. getreu mitzutheilen. Wir folgen genau dem in Hottingen hauptsächlich zu thun haben, ist niemals definirt worden. Der neuere Anarchismus, mit dem wir es hier näres System. Der Bastille sturm war nicht die frans zösische Revolution; er war blos nöthig zu ihrer WertheiZürich gedruckten amtlichen Kongreß- Protokoll, fund sperren hauptsächlich zu thun haben, ist niemals definirt worden. Fürst Krapottin und die Chicagoer Anarchisten bigung. Die Gewalt ist weit häufiger ein reaktio. nur, was in dem Protokoll selbst gesperrt ist. stellten sich in ihren Vertheidigungsreden auf den sozia- närer als revolutionärer Fattor gewesen, wie listischen Standpunkt und erklärten emphatisch, daß Revo- ein Blick in die Geschichte zeigt. Die neuen Ideen haben lutionen nicht gemacht" werden könnten. Die Chicagoer stets die Gewalt gegen sich. Wäre die Gewalt allAnarchisten haben sich auch seit einem Jahr in das fozia- mächtig, so hätte es nie eine Revolution gegeben. Unsere listische Lager zurüdbegeben; fie suchen eine politische heutigen reaktionären Gewalthaber, welche gleich den Ans Arbeiterpartei ähnlich wie die deutsche zu organifiren und archisten an die Allmacht der Gewalt glauben, betheiligen sich an den Wahlen ganz wie wir. find glücklicherweise im Irrthum befangen. Jede GewaltherrDie Elemente, welche uns noch als„ Anarchisten" entgegen- fchaft bricht zusammen, sobald ihre ökonomischen Machttreten, sind in drei Kategorien zu theilen: bedingungen zerschmelzen. Und diese Machtbedingungen sind nicht in der Willkür einzelner Personen. Es ist Der Bericht lautet: Referent begann mit der Erklärung, daß er das Thema durchaus objektiv behandeln und das persönliche Moment sorgsam bei Seite lassen werde- theils um die Frage nicht zu verwirren, theils weil es unanständig ist, Personen anzugreifen, die, was man immer von ihren politischen Anschauungen auch denken mag, geächtet und verfolgt sind. Dann in die Sache eingehend, führte Referent aus, wie der Anarchismus als bestimmte Anschauung schon in den vierziger Jahren unter dieſem Namen aufgetreten sei, sich dem Gedanken nach aber noch in frühere Zeiten verfolgen lasse. 1. Die Spitel und Agent provocateurs, die den Verhältnissen entsprechend sehr zahlreich find, aber hier nicht in den Kreis der Betrachtung fommen. " 11 13 underglaube, zu meinen, ein Mensch fönne mit„ Blut und Eisen" oder durch eine Dynamitbombe nach Belieben die In Deutschland wurde die Anarchie zuerst von den 2. Die Verbrecher. Menschen, die Raubmord und Brand- Staats- und Gesellschaftsform ändern. Macht ist nicht extremen, an Hegel'sche Philosophie sich anlehnenden Vertretern stiftung begehen, find gemeine Verbrecher, auch wenn sie Gewalt. Der Macht der ökonomischen Entwicklung gegenüber der Freihandelslehre als äußerste Konsequenz des ihren Verbrechen ein anarchistisches Mäntelchen umhängen. Daß ist die Gewalt Ohnmacht. Individualismus bezeichnet. Das absolut freie In- gemeine Verbrecher sich als Träger einer höheren Idee aufspielen, Verzweiflungsthaten Einzelner find teine res dividuum, welches sich im freien Spiel der Kräfte bethätigt, tann ist nichts Neues, und daß in politisch erregten Zeiten herrschende polutionäre Taktit. Aber ohne Macht an die keine Herrschaft in irgend welcher Form dulden, es findet fein Ideen auch auf Verbrecher einen Strahl werfen können, liegt in Gewalt appellirt, nüht nur den GewaltIdeal in der Vernichtung des Staates. Diese, von Faucher der Natur der Dinge. Der Mord, welcher die Beraubung eines habern. Mußten die Chicagoer Anarchisten nicht zugestehen, und Anderen verfochtene Lehre spricht nur das letzte Wort der Mitmenschen zum Zweck hat eine Brandstiftung, durch die daß die historische Bombe" des Mai 1886 die Interessen des Bourgeoisie aus, die den Staat haßt, weil er fie in der Ausbeutung eine Feuerversicherungs- Gesellschaft betrogen werden soll der arbeitenden Volkes geschädigt habe? Beschuldigten sie nicht der Arbeiter hindert, und die ihrem innersten Wesen nach st a ats- Diebstahl und ähnliche Handlungen bleiben gemeine Verbrechen, die Feinde des Voltes, jene Bombe geworfen zu haben? Und feinlich ist ein Standpunft, den sie erst aufgegeben hat, und wenn noch so emphatisch behauptet wird, fie feien im Dienste ist es nicht Thatsache, daß diejenigen, welche am Tollsten den seit das sozialistische Proletariat ihre Existenz bedroht. Heut- des Anarchismus" veribt. Allerdings erblicken wir Sozialisten Kultus der Gewalt predigten, fich schließlich als Agenten der zutage hat sie den Staat in ihrem Interesse zum vollendetsten auch in dem gemeinen Verbrecher ein Opfer der Gesell: Gewalthaber entpuppten? Klassenstaat gemacht und ihm seine Zuspigung in der Ferm schaft, und machen wir diese für ihn verantwortlich. Das Ob die Gewalt nothwendig ist für die Verwirklichung der der Dittatur gegeben. Auf ökonomischem Gebiete hat revolutionäre Volt hat dies stets begriffen und in den Tagen sozialistischen Gesellschaft, ist eine müßige Frage, weil es die moderne Bourgeoisie das Ideal der Anarchie in der That des Kampfes den Spitzbuben und Mördern das Handwerk nicht in unserer Hand liegt, fie zu entscheiden. Die verwirklicht. energisch zu legen gewußt. Also auch diese Elemente Entscheidung liegt bei den Gewalthabern. Mit der Ungefähr um dieselbe Zeit entfaltete Proudhon in Frank- tommen hier nicht in Betracht. Es bleiben Lohnstlaverei wird es gehen, wie mit der Neger reich das Banner der Anarchie, nur daß der Kern seiner 3. die Männer der sogenannten Propaganda der sklaverei in den Vereinigten Staaten. Lange war Lehre, der fleinbürgerlichen Entwickelung Frankreichs entsprechend, That", d. h. die Anhänger der Lehre, daß durch indivinur eine Minderheit, welche die Gemeinschädlichkeit der Sklaverei ein durchaus kleinbürgerlicher war. Statt manchester- Duelle, vereinzelte Attion, durch individuelle begriff. Allmälig trat diese Gemeinschädlichkeit so grell und licher Großbourgeoisie demokratisches sozialistisch angehauchtes Anwendung der Gewalt: durch Attentate und greifbar zu Tage, daß die Massen des Volks sie begriffen. Und Kleinbürgerthum. Putsche eine Revolution gemacht, und die Befreiung dann bedurfte es nur eines Anstoßes, um den Stein ins der Menschheit bewerkstelligt werden könne. Die Bekenner der Rollen zu bringen. Die That des alten John Brown, Propaganda der That" zerfallen in zwei Abtheilungen. Die der freiwillig den Opfertod wählte, entfachte den Volkszorn. Schwadroneure und Maulrevolutionäre Prahlhänse, Es war an der Zeit. Das war auch Propaganda die ihre Feigheit und Schwäche hinter Kraftphrasen verdecken. der That", aber die Saat war reif. Die Gewalthaber Diese Menschensorte, welche im Jahre 1848 auf allen Bier- wurden Rebellen; fie lehnten sich auf gegen den Spruch bänken Fürstenfresserei" trieb, verspeist jetzt zur Abwechselung des Volkes, und die souveräne Macht des Boltes schlug die Bourgeois und redet Dynamit. Sie ist sehr laut und an sich Gewalthaber mit deren eigenen Waffen, d. h. mit Gewalt, ganz harmlos, obgleich nicht verkannt werden darf, daß sie den Feinden der Arbeitersache die Heraufbeschwörung des Rothen Gespenstes" erleichtert. Mit polterndem Revolutionspathos wurde etwas später von dem Russen Bakunin, der schon aus Opposition gegen Mary bei Proudhon in die Schule ging, der Anarchismus befür mortet. Absolute Freiheit des Individuums, Vernichtung jeder Herrschaft, Vernichtung aller herrschenden Einrichtungen, die dem Individuum Schranken auferlegen: Vernichtung des Staats, Vernichtung der Familie, allgemeines Chaos der fessellos dahin stürmenden Gesellschafts- Atome, kurz das Bourgeois ideal in revolutionärer Löwenhaut. Auf dem Haager Kongreß der Internationalen ArbeiterAssoziation fand im Sommer 1873 die Auseinandersetzung zwischen dem batunistischen Anarchismus und dem wissenschaftSonntagsplauderet. " " " Ernsthaft in Betracht kommen für uns nur jene leiden fchaftlichen Naturen, in denen das Gefühl erlittenen " Aehnlich mit der Lohnsklaverei. Jetzt ist's erst eine Minderheit, welche ihre Gemeinschädlichkeit begriffen hat. Diese Minderheit wächst beständig, weil die Gemeinschädlichkeit der Lohnstlaveret und des ganzen auf ihr beruhenden Gesellschaftsund Staatssystems immer greller und greifbarer zu Tage tritt, läßt sich so wenig Hetzen wie der Hirsch des alten Hubertus, und dann will man sich noch nicht einmal die Folgen wer mit ihr anbinden will, muß gute und feste Hosen haben, selbst zuzuschreiben haben, und klagt den bürgerlichen Blättern Herr Jacobi. sein Leid. Du hast's erreicht, o Richard! Erst war's nur eine Wie die Sachen liegen, kann übrigens den ins Garn Die werden sich fein hüten, mitzuflagen. Erstens ist einzige Brauerei, die Zeit ihres Lebens noch niemals in getriebenen Ringlern weder ein Nimrod noch ein Hubertus es ungesund und verdirbt den Taint und zweitens hat das guten Schuhen gesteckt, dann kamen sechs andere hinzu, dann mehr helfen, herausreißen kann sie nur ein- Ausnahme- Geschwister jetzt etwas ganz anderes zu thun. Seit acht mußten sich die ganzfeinen, feinen und mittelfeinen Wirthe gesetz. Es müßte beschlossen, verordnet und dekretiret Tagen lacht es sich einen Ast nach dem andern, weil ein anschließen, dann geriethen die Saalinhaber in jene walzende werden folgendes: Jeder Deutsche- gleichgiltig wessen Ge- unschuldiges Lenchen vom Lande an einen Apotheker schrieb, Bewegung, welche sie Gehen nennen, und jetzt stecken alle schlechtes oder Alters er ist, der eine Gurgel besigt, ist er soll ihm etwas für Gegenliebe" schicken, etwas, das bei zweiunddreißig Ringbrauer brüderlich vereint im tiefsten verpflichtet, täglich zwei Stunden Boykottbier zu trinken dem Mann seiner Wahl Gegenliebe erwecke. Das ist Schlamaffel. Du hast's gewollt, o Richard, Du hast's er- und zwar im Dreiviertel Takt. Die Zeit des natürlich etwas Funkelnagelneues und so etwas kommt reicht! Sieh dieses Gewimmel zu Deinen Füßen, diese zuckenden Trinkens kann jeder Zwölfjährige selbst bestimmen, natürlich in dem hellen Berlin nicht vor! In ganz Berlin Gesichter, diese an der Schwindsucht dahinsterbenden Geldbeutel, oder, falls er unterjährig ist, von seinen Vorist in keinem Hause ein Glücks- Hufeisen zu finden, kein diesen Wald von flehenden, gehrenden, heischenden Händen, mündern bestimmen lassen. Doch hat die Anmeldung Berliner steigt früh mit dem rechten Fuß zuerst aus diese vielen verdrehten Augen, die alle emporlechzen nach rechtzeitig zu geschehen, damit der kontrollirende Schuhmann, dem Bette oder zählt die Knöpfe seiner Weste, wenn ihm dem roßschweifgesegneten Bimbam- Pascha der Berliner der jedem zur Bierarbeit folgt, nicht einen Meggergang zu eine Entscheidung schwer fällt, keiner schimpft, wenn Bier- Türfen und feiner geliebten Feuerfesten. Ist das nicht machen braucht. Freie Bierwahl ist nicht gestattet; ein ihm als Erste ein altes Weiblein begegnet; wenn ein Geldein Anblick für Könige und Syndikatsmitglieder? Bei jeder trinkt das Bier seines Viertels. Sollte sich ein Mangel stück zu Boden gefallen, keine Berliner Hausfrau spuckt es Tage, jawohl. Aber in der verschwiegenen Nacht da naht an Kontrollbeamten herausstellen, so können Antisemiten an, nachdem sie es aufgehoben; kein Spieler hat noch jemals sich das graue Gespenst, Sorge nennt man es oder aus der Staatsbürger- Zeitung" von Bachler als Anwärter einem Bucklichen mit der flachen Hand über den Rücken Dividendeuwurm, und wer ihm in die Fraße schaut, dem Verwendung finden. Bis dieses Gesetz herauskommt, gestrichen; und daß die Genossen des ollen ehrlichen Seestößt es auf, wie vom boykottsauren Bier. Und da nützt werden ja noch einige Tage verfließen. Für mann jedesmal zu jenem allbekannten wieselschlauen tein Berkriechen unter den Kopfpolster, da tröstet kein wohl die Zwischenzeit tönnen wir den bedrängten Brauern Frauchen sich begaben und sich die Karten legen ließen, ehe gemeinter Zuspruch der Unglückskameraden, aus ist's und nur den einen Rath geben: Essen sie fleißig Mostrich sie sich aufmachten, um einen„ Blattschuß" zu thuen, ist hin ist die Ruh', und selbst das schönste Jägerlatein des zur Erhaltung ihrer Gesundheit, der wird sie schon be- natürlich nur eine böswillige Erfindung. Nun also. Wie Herrn Hubertus Jacobi erleichtert das bedrückte Kapitalisten- fenftigen. dumm und dämlich sind doch diese Bauern und wie gescheit und klug die bürgerlichen Zeitungsgeister! = herz nicht um einen Deuterling. Wir kennen Herrn Jacobi Auf dem Mont- Blanc eine Matrosenstation zu errichten, nicht persönlich, wir wissen uns auch frei von dem Unter- ist noch keinem eingefallen; aber die Klasse für Marine- Gehörte ich zu den Werkern über den Strich, dann fangen, ihm jemals unseren Magen und unsere Därme zur malerei an der Berliner Kunstschule wird am 1. Oktober würde ich erzählen von dem französischen Korpskommandanten, gnädigen Behandlung anvertraut zu haben, aber das schwant eröffnet. Damit Herr Salzmann genügend Platz für unter der seinen Soldaten befiehlt, in der heißen Jahreszeit täguns: Dauert der Berliner Bierboykott auch nur noch einige schiedliche Kriegsschiffe habe, ist mehreren Atelierschülern lich von 12 bis 2 Uhr Mittags zu schlafen, um sich frische Jahre, dann wird die Zukunfts- Weltgeschichte von einem älterer Semester bereits gekündigt worden. Die Betroffenen Kräfte zu sammeln. Ich würde dabei auch der Todesmärsche Wild- und Rüdenmeister des Herrn Rösicke zu erzählen haben, fühlen sich gekränkt und meinen, es hätten meistens solche Erwähnung thun, wie sie nun schon seit manchem Jahr der größer war denn Nimrod und St. Hubertus. Freilich, den Laufpaß bekommen welche durch ihre moderne gerade zur Zeit der Sommerübungen mit peinlicher Regel auch Nimrod biß schon längst in's Gras es war fein Richtung und Selbständigkeit die Pfade des akademischen mäßigkeit sich einstellen. Auch die Schlacht, welche die drei Endivien- Salat, Herr Jacobi- und auch der Schutzpatron der Lehrplanes verlassen haben." Rabbruch Stern- Kreuz Fakultäten, der Prediger Schwabe und seine Söhne, ein Grünröcke mußte einen Kniefall machen zur Zeit der und Schaub- Schmalz! Was bilden sich denn diese Referendar und Fähnderich, im Justizpalast zu Moabit gegen Sommer- Glut. Er wollte einen edlen Hirsch erlegen, aber jungen Leute ein?! Haben sie jemals schon eine perga- die Fäuste des Voltes ausgefochten haben, könnte ich dann der Gehette trat ihm entgegen; da knieckten dem Tapferen mon'sche oder griechische Solo- Nase modellirt oder mit einem nicht übergehen. Doch, ich bin nur der Sonntagsplanderer. die Knie, und er sant zu Boden. Es wird nicht berichtet, Maurerpinsel blaue Wellen hingestrichen, die aussehen, als und so will ich denn schließen mit dem etwas veränderten ob Hubertus den Klingelbeutel herumreichte, um sich seine hätte das Meer die Seekrankheit bekommen? Nein! Nun Kehrreim jener altschottischen Ballade: schmutzigen und zerrissenen Hosen reparariren zu lassen, es alsdann? Aber so geht's. Zuerst hat man keine Disziplin wird nur erzählt, er sei bald nach dem Kniefall aus dem im Leibe und läuft von der schönen Kunststraße in die wilde Ring der Wildtödter getreten und sei sei ein frommer, Haide hinaus' s ist afturat dasselbe, als wollte ein braver Mann geworden. Die deutsche Sozialdemokratie wirklich geheimer Rath unter die Sozialdemokraten gehen Wie sind Deine Keller von Bier so voll! Richard, o Richard! Wie sind Deine Wagen so fäfferleer! Richard, o Richard! Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter ( G. 5. 29) Filiale 2. Montag, den 16. Juli, Abends 8 Uhr, im Märkischen of, Admiralstraße 18c: Große Mitglieder Versammlung. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Antrag des Ortsvorstandes. in immer weiteren Kreisen sich fühlbar macht. Und mit der Insgesammt 615 M. an 41 Schlächter als Entschädigung| stand, den Streifenden Gelder aus der Vereinskaffe bis zur Höhe Unerbittlichkeit des antiken Schicksals naht der Tag, wo die für entgangenen Verdienst zu zahlen, wurde die Lagerhaus von 100 M. zu bewilligen. Die Abrechnung vom Stiftungsfest Maffen des Wolfs die Gemeinschädlichkeit der Lohnsflaverei ebenso Aktiengesellschaft( früher Bartz u. Komp.) verurtheilt. Die ergab einen Ueberschuß von 31 M., der dem Vertrauensmann begriffen haben, wie weiland das amerikanische Bolt die Gemein- 41 Kläger waren nach Beendigung der diesjährigen landwirth- überwiesen wurde. Zum Schluß hielt Dr. Bernstein einen Vorschädlichkeit der Negersklaverei. Und dann haben die Gewalt fchaftlichen Ausstellung durch die beklagte Gesellschaft zu Hilfe- trag über Ursachen, Heilung und Verhütung von ansteckenden baber zu entscheiden, ob sie dem Gebot der Vernunft leistungen bei der Abfuhr des Viehs engagirt worden, wie die Krankheiten. und Gerechtigkeit folgen oder an die Gewalt appelliren Beklagte angab, auf jederzeitige Kündigung. Das Urtheil fiel wollen. deshalb zu ungunsten der Gesellschaft aus, weil ein Angestellter Inzwischen werden wir die Hände nicht in den Schooß legen. derselben, der vom Gericht als ihr Vertreter angesehen wurde, Aber nicht durch Putsche und Attentate tönnen wir den Sieg zu den Klägern eines Morgens um 2 Uhr, als sie zum Antritt unferer Sache beschleunigen, sondern nur durch Mittel, die der Arbeit sich meldeten, äußerte:„ Kommen Sie morgen wieder, unsere M a cht vermehren. Im Volte liegt die es ist noch nicht so weit; wenn Sie aber morgen kommen, haben 5)% a đ) Ỉ. Die Bolksmassen müssen wir moralisch erobern. Sie für zwei Tage Beschäftigung", und weil die Kläger trotz dieses Mit Wenigen läßt sich ein Putsch machen zu einer Versprechens nicht beschäftigt wurden. Revolution bedarf es der ins Volk gedrungenen Ueberzeugung. daß das Lebensinteresse der Massen den Bruch mit der Vergangenheit erheischt. Es gilt Klarheit zu Ein Mordprozek hat in Mülhausen einen unerwarteten Ehefrau des Schloffers Meyer, die am Morgen des 6. Juni ihre Ausgang genommen. Der Fall betraf die Marie Ackermann, Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 15. Jult, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen, kommandantenstraße 20: Versammlung. Vortrag des Herrn Gäste, Damen und Herren, sehr willkommen. Sansen über: Chriftlich- soztal." Nachdem: Gemüthliches Beifammensein. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner zu Berlin. Sonntag, den 15. Jult, Borm. 10 Uhr, im Restaurant des Landsmanns H. Saß, Mart grafenftraße 102: Vorstandssigung. Landsleute sind willkommen. Freie Vereinigung selbständiger Barbiere und Friseure. Montag, gesammten Borstandes. 3. Bereinssungsverein den 16. Juli, Abends 10 Uhr, bet Röllig, Neue Friedrichstraße 44: GeneralBerfammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Borstandes. 2. Neuwahl des Frauen- und Mädchen- Sildungsverein des arbeitenden Volkes Nachm. 3 Uhr, im„ Thürmchen", Kaiser Friedrichstraße in Bantow: Wander Propaganda. Erweckung der Volksfeele. Darlegung der Der Andrang der Menge zum Schwurgerichtssaal war sehr groß. für Berlin und Umgegend. Filiale Norden. Sonntag, den 15. Juli, Berwerflichkeit des heutigen Syſtems. Und wir selbst müssen lernen, wenn wir erfolgreich lehren wollen. Drum ist unsere Losung: Agitiren, organisiren, studiren, Dies das Referat. Nach einer Debatte, die Teine prinzipiellen Abweichungen ergab, wurde einstimmig, bei zwei Enthaltungen, nachstehende vom Referenten vorgeschlagene Resolution angenommen: Versammlung. Vortrag der Genoffin Greifenberg über:„ Bürgerliche und proletarische Frauenbewegung montag, den 16. Jult, Abends 9 Uhr, bet Golisch, Lothringerstraße 63: MitVerrin der Bureau- Angestellten und verwandten Berufsgenoten. glieder- Bersammlung. Vergnügungsverein Bonita". Sonntag, den 15. Juli: Fidelitas mit Gäste willkommen. Rein Ringbier. zang und leberraschungen bet J. Balacz, Raupachstraße 6. Anfang 6 Uhr. Arbeiter- Bildungsschule. Montag Abends 8%-10% uhr: Nord Schule, Müllerstr. 179a und Südost- Schule, Waldemarsir. 14: Nationalotonomie. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Bet allen Unterrichtsfächern tönnen Schüler und Schülerinnen auc, jest, Montag, Abends 8-10% Uhr: Nord- Schule, Müllerstraße 179a: im Laufe des Semesters, eintreten. unterricht in Gefegestunde. Gübost- Schule, Reichenbergerstraße 133: Deutsch. Oft- Schule, Martusstr. 31, Unterricht in Gefeßestunde. jeden Sonntag Vormittags 10% Uhr im Reſtaur. Schömann, Heimſir. 16. Sozialdemokratische Lese- und Diskutir klubs. Mar Kayser, Reimer, jeden Montag, Abends 9 Uhr, bei Rudolph Bahr, Gerichtsstr. 19 Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. 1. Vorsitzender: Alle Aenderungen im Vereinskalender Manteuffelstraße 49 richten an Fr. Kortum, Frohsinn 1, Rummelsburg, Berlinerstr. 82 bei Friefecte, Nachmittags Ad. Neumann, Pafewalferstr. 3. find vorn II Bor der sehr bleich aussehenden 30 jährigen Frau Meyer faß ihr Mann, der wegen Mißhandlung seiner Frau in Untersuchungshaft ist, Der Mann verweigerte das Zeugniß und wurde daher bald wieder in das Gefängniß zurückgeführt. Den Hergang er zählte die Angeklagte ohne zu stocken, indem sie zunächst ein Bild ihres anfänglich glücklichen ehelichen Lebens entwarf und dann gwar das spätere schlechtere Verhältniß schilderte, ohne indessen den Mann zu fehr zu belasten. Aus der ganzen Verhandlung Der Parteitag erklärt die anarchistische Gesellschaftstheorie, ging hervor, daß Frau Meyer die Boll als Freundin betrachtete, soweit dieselbe die absolute Autonomie des Individuums er- und erst in dem Augenblicke von der Untreue ihres Mannes ftrebt, für antifozialistisch, für nichts anderes als eine überzeugt wurde, als sie kurz vor dem Verbrechen den Brief einseitige Ausgestaltung der Grundgedanken des bürgerlichen und ein Medaillon mit dem Bilde ihres Mannes in der Tasche Liberalismus, wenn sie auch in ihrer Kritik der heutigen Gesell- der Boll fand. Der Entschluß, die Boll aus dem Wege zu schaftsordnung von sozialistischen Gesichtspunkten ausgeht. Sie schaffen, ist dann sehr rasch in ihr gereift. Sie ging nach der ist vor allem mit der sozialistischen Forderung der Vergesell. Entdeckung in das Zimmer der schlafenden Boll und kam in das schaftung der Produktionsmittel und der gesellschaftlichen Rege- vordere Zimmer zurück, wo das Fabrikmädchen stand und sich lung der Produktion unvereinbar und läuft, wenn nicht die fämmte, das mit der Boll das Lager getheilt hatte; sie weckte Produktion auf den Zwergmaßstab des fleinen Handwerks zurück- ihr elfjähriges Töchterchen aus dem Schlafe, uni demselben geführt werden soll, auf einen unlöslichen Widerspruch hinaus. mitzutheilen, daß der Vater der Liebste der Boll sei; dann ging Der anarchistische Kultus und die ausschließliche Zulassung der sie mit raschen Schritten zum zweiten Mal an das Bett der Gewaltpolitik beruht auf einem groben Mißverständniß der Nolle Boll und verfette ihr nun den Todesstreich. Gleich nach der der Gewalt in der Geschichte der Völker. That stellte sie sich selbst auf der Wache. Die Boll stieß noch Die Gewalt ist ebenso gut ein reaktionärer als ein revo- einen Schrei aus und sprang aus dem Bette. Das Mädchen, lutionärer Faktor; ersteres fogar häufiger gewesen als das das mit ihr im Bette gelegen hatte, lief bei dem Anblick er lettere. Die Taftit der individuellen Anwendung der Gewalt schrocken aus dem Hause, ebenso eilte das Kind hinüber zur führt nicht zum Ziele und ist, insofern sie das Rechtsgefühl der Nachbarin, während der aus dem Schlaf emporspringende Meyer die Nachbarsfrau zu Hilfe rief und zunächst das Maffe verlegt, positiv schädlich und darum verwerflich. Für die individuellen Gewaltatte bis aufs äußerste Ver- Blut durch Umbinden von Tüchern zu stillen suchte und dann folgter und Geächteter machen wir die Verfolger und Aechter hinauslief, um einen Arzt zu holen, den er aber vergebens verantwortlich und begreifen die Neigung zu solchen als eine zum Mitkommen zu bewegen suchte. Als er nach 10 bis Erscheinung, die sich zu allen Zeiten unter ähnlichen Verhältnissen Vorsitzenden, ob sie keine Reue über ihre That fühle, antwortete( ue Bufchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine verein& hal ia 15 Minuten zurückkehrte, war die Boll todt. Auf die Frage des gezeigt hat, und welche gegenwärtig durch bezahlte agents provocateurs für die Zwecke der Reaktion gegen die arbeitende Klasse die Angeklagte mit Mein", und als darauf der Vorsitzende ihr richten an B. Gent, Adalbertstr. 95. Sonntag: Theaterverein halia bei Schröder, in Stralau, Nachmittags 3-4 Uhr. Theatergesellschaft ausgenügt wird." vorstellte, wie verkehrt doch diese Ansicht sei, und wie der Mensch Romelia" alle bei Sauermann. 14 Tage, Adalbertstraße 8 nicht das Recht habe, das Blut feines Nebenmenschen zu ver- Bergnügungsflub Oftend, Krautftr. 6 bet Rudolf von 5-6 Uhr. gießen u. f. w., da fagte sie mit großer Ruhe sie glaube eben, felliger Verein der Feilenbauer, Gartenftr. 16, bet Meißner, jeden Sonntag v. b. 1. d. Mts. Bergnügungsverein Selgoland 2, Sangeftr. 9 bet die Boll habe das, was sie gethan, an ihr verdient." Die Ryczewsky, alle 14 Tage, 4-6 Uhr Nachm. Bergnügungsverein eerofe, Schilderung der als Zeugin vernommenen Nachbarin über Grünerweg 25 in Hahn's Bierhaus. Vergnügungsverein GIücf stern 1, die die letzten Augenblicke der Ermordeten hörte An= in den Germanta- Festfälen, Chauffeeftr. 108, 5-6 Uhr Nachm.- Montag: Humo Pfeifentlub elfenfe ft bet Schubordt, Königsbergerstr. 24. getlagte mit Interesse an, und es schien ihr Beristischer Verein Pipifar bei strösche, Fichteftraße 29. Theaterverein Gerichts- Beitung. 12. Juli. Gewerbegericht. 12 Dersammlungen. Sonntag. Abends a Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder1-3 Uhr.- Montag. Siedertafel d. Maler u. v. Berufsg. Annenſtr. 16 bet Ehrenberg. Zonblüthe, Görligerfir. 50 bei Stewert.- Blüthe, Pallisadenstr. 9 bei Liezze. Liebesfreiheit II, Strausberg, im Restaurant Krüger.- Myrthenblätter, Belforterstr. 15, bet Schneider, Gefangverein Sieberzweig, Waidmannsluft Berlinerstr. bei Berbe. Bur Fichte".- Frisch auf in Schönwalde t. d. Mart bei Schulz.- Frisch zur Freiheit, Simeonstr. 23 bet Flick. Schönhauser Allee 46 bei Söhne. Bruderherz, Krautftr. 6, bet Rudolf. Rosalia, Lebuserstraße 6, bet A. Nemig. Hoffnung 2, Wilmers Solidarität, Jakobitirchstr. 7 dorf, Brandenburgischestraße bet Gräg. bei Golla.- Wiederhall, Köpenickerstr. 191 bei Foge. Borwärts 3, Friedrichsfelde, prinzen- Allee bei Schulz. Deutscher Männerfang, Belforterftr. 15 bei Schneider. Gillmann, Wilhelmshöhe". Diefenbach. Glockenrein( gem. Chor) Wacht auf, Woltersdorf bei Ertner, bet Gefangverein Myrthe, Alte Jakobftr. 68 bet Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend Ge= vereine Ifenfe ft", Nixdorf, Hermannstraße 167 bet Fülleborn, suhr. vergnügungsverein Barletin, heute Nachmittag 5 Uhr Zeughofftr s. Theaterverein Concordia Senghofstraße 8 bei Koch. Kartentlub Lustige Brüder", Krautstr. 48 bet attte, Abends 8 Uhr. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Theater: und Theaterverein Othello jeden Sonntag 4 Uhr bei Foge, Köpenickerstr. 191. Nachher: Theaterverein Hoffnung, jeden Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, Theaterverein Concordia", Sigung Sonntag, Nachmittag 5 Uhr, bel Vergnügungsverein Germania, alle 14 Tage Bersammlung LinienBergnügungsverein Deutsche Einigteit, Nachm. 4-6 Uhr, Blumenstraße 20 bei Bernicke. Nachher: Fidelitas. Bergnügungsverein Vergnügungsverein Nord, Sigung Sonntag Abends 6 Uhr bei Reller. Theater Verein Zuftige Seelen, Sonntag 4 Uhr bei Stehmann Bergnügungsverein Lustig, Sonntag, Staligerstr. 54( S. Sente), 5% Uhr ¢ Sigung, Tanz, Fidelitas. fraße 150. e anta, Nachm 6-6 Uhr, bet Tempel, Langeſtr. 65. Nachher: Fidelitas. Melchiorstr. 15. Bergnügungsverein Gemüthrich fett, Sigung jeden Sonntag Nach mittag 5 Uhr im Restaurant Schrödter, Urbanftr. 37. Rammer VII. Borsitzender: Assessor Korn. Sizung vom friedigung zu gewähren, daß der Todeskampf der Ver- ora, Märlischer Hof, Admiralstr. 18c, ben 17 bet BergnügungsBom modernen Stlavenmarkt. Bestehen da in haßten fein leichter gewesen war. Der Spruch der Geschworenen der Jägerstraße zwei Gefindevermiethungs- Bureaus, die sich war überraschend; te beantworteten die vom Gerichtshof ge gegenseitig ihre Runden" abspenstig zu machen suchen. Mit stellte Frage:" Ist die Angeklagte schuldig, die Boll vorsäglich welchen Mitteln die modernen Haussklaven auf den oder jenen getödtet zu haben?" mit Nein. Die Angeklagte ward darauf Die Vertheidigung wurde sehr geschickt von Fidelitas. freigesprochen. Markt in des Wortes wahrster Bedeutung geschleppt Rechtsanwalt Dummer geführt, der sich dabei auf den§ 51 des bet Knebel, Danzigerstr. 11: Sigung mit Damen. Fi werden, ging zum Theil aus einem Prozeß, Mattner Strafgesetzbuches ftützte und daher für Freisprechung plaidirte; Krebs, Ohmgaffe 2. Nach der Sigung Fidelitas. wider unbricht benannt, hervor, der das Gewerbes gericht beschäftigte. dabei warf er die von mittelalterlichen Schriftstellern erörterte Der Kläger diente dem Beklagten, Frage auf, ob Frauen überhaupt bei ihrer Rejzbarkeit, Uneinem der erwähnten Gesindevermiether, unter dem Titel „ Hausdiener" als Anreißer. Er hatte auf der Straße fenntniß der das öffentliche Leben betreffenden Fragen u. 1. wit in der Nähe des Bureaus an stellenlose Dienstmädchen 2c. und verantwortlich für ihr Thun gemacht werden könnten u. f. w. Personen, in denen er solche witterte, Empfehlungszettel zu ver- Bertreter der Staatsanwaltschaft war Gerichtsaffeffor Gulat, der theilen und sie möglichst dem Bureau zuzuführen, fie in das betr. sich ebenfalls sehr redegewandt zeigte und wenn auch für Strafe, Haus auf jede Art und Weise hineinzubugsiren". Bei dieser edlen so doch für mildernde Umstände sprach. Thätigkeit erhielt Kläger nun eine Reihe von Strafmandaten, die nach und nach das Sümmchen von 66,76 M. ergaben. Diese Bergnügungsverein Normania 2. Sigung 4% Uhr Köpnickerstr. 62. Summe verlangte er auf dem Klagewege von Ulbricht, behaup Gesang- Turn- und gesellige Vereine. Montag. Geselliger Berein 8 wiebelfische, Nirdorf, Abends 9 Uhr in Barta's Lotal, Berliners tend, derselbe habe ihm die Rückerstattung aller in seinem Interftraße 120. Bergnügungsverein Freundestreue, jeden Montag bet effe erlittenen Strafen zugesichert und nur aus diesem Grunde Die Freie Vereinigung aller in der chirurgischen Möring, Admiralstr. 18c. Geselliger Klub Namenlos, jeden Montag im Gemischter Chor hätte er weiter für denselben gearbeitet", nachdem er das erste Branche/ eschäftigten Berufsgenossen ehrte in ihrer General- Restaurant zum Bukunftsstaat, Kaftanien- Allee 35. Mandat erhalten. Durch zwei Zeugen wurde der Beweis er- versammlag am 10. Juli bas Andenken des verstorbenen klarheit", Uebungsstunde bei Deftreich, Tempelhofer Ufer 15, 9-11 Uhr. Gesangverein Männertlang übt Montags von 9-11 Uhr kleine bracht, daß der Beklagte thatsächlich die behauptete Bu- Kollegen Fritz Bollandt durch Erheben von den Sigen. Darauf Rurstr. 10 bei Stolle. sicherung dem Kläger gegeben hat, und auch noch mehr verlas der Kassirer den Kassenbericht vom 2. Quartal. Die Ein- Bergnügungsverein Auf Sel goland Sigung jeden Montag 9 Uhr bet wurde festgestellt. So zum Beispiel, daß der Beklagte nahmen betrugen inkl. Kassenbestand vom 1. Quartal 567., inte, Bergstr. 54, Fidelitas. Vergnügungsverein Ginigteit 1890. Jeden Montag Sigung bei Roll, den Kläger einmal aufforderte, einer ihn beobachtenden die Ausgaben 218,50 m., bleibt mithin ein Kassenbestand von at alberisir. 21, Abends 9 Uhr. Alle 14 Tage Tanz. von der Konkurrenzfirma dafür bezahlten Persönlichkeit doch 348,50 M. Die Revisoren bestätigten die Richtigkeit der Ab- Vergnügungsverein„ Eulalia" bei Herrn Reggentin, Barnim str. 4-5, eins in die Fresse zu hauen". Jener Mann, einer der Zeugen, rechnung und forderten die Werkstellenkassirer auf, die ge- Sigung 6 Uhr. Privat- Theater- Gesellschaft Hoffnung, Sigung b. Sauermann, Adalberthatte nämlich die löbliche Pflicht auf sich genommen, das Treiben sammelten Beiträge in Butunft pünktlicher an den Hauptstraße 8. Dilettanten Berein Beilchen, Landsbergerstr. 82, bei Albert, der Ullbricht'schen Angestellten darauf zu prüfen, ob nicht durch kassirer abzuliefern, als es bisher geschehen sei. Mit einer Aus- feben Sonntag Abend 6 Uhr: Sigung mit Damen. Nach der Sizung: ein Denunziatiönchen etwa die gefürchtete Konkurrenz des Ulbricht gabe von 50 M., die der Kassirer den streikenden Bandagisten Tanztränzchen. getroffen werden tönnte. Auf die Frage des Vorsitzenden:„ Na, wenn überwiesen hat, erklärte sich bie ersammlung bie Dinge so liegen, dann wenden Sie wohl Gewalt an, um die Stellen- verstanden. Ueber den Stand des Streits bei Papajewski wurde straße 27. Rauchklub Veronita", Sigung Montag Abends 9 Uhr, lofen in das Bureau zu schaffen, bezw. sie zum Betreten des berichtet, daß sich einige Streitbrecher gefunden hätten; es wären staligerstr. 65, bet Krause.- Rauchtlub Bruder bunda jeden Montag fraglichen Hauses zu veranlassen?" antwortete der Kläger:" Ma aber junge unerfahrene Leute, mit denen der Fabrikant auf die bet gerrn Grande, Saufiberfir. 50. Statflub Grand", Abends% 9 Uhr bei R. Hubrich, Lübbenerftr. 22. ja wie man es nimmt". Die Zeugen gaben u. a. an, daß Dauer nicht arbeiten könne. Unter den Streifbrechern befand stattlub Roth- Jun'ge". Sigung alle Dienstage nach dem 15. und Spielbie Mädchen mit Bier trattirt würden, damit sie sich im Bureau sich leider auch ein Mitglied, namens Jahn; es wurde aus dem abend alle Dienstage von 9 bis 11 Uhr im Restaurant Böchstr. 7 bet Herrn Herrath. aufhielten. Der Beklagte wurde gemäß dem Alageantrage Berein ausgeschlossen. Gerügt wurde die schwache Betheiligung Freie Bereinigung ber aufleute. Jeden Montag gemüthe berurtheilt. an den Geldsammlungen; man ermächtigte deshalb den Bor- Itches Betsammensein im Restaurant Rosenthalerstr. 11-12 bet Brüning. Elegante Paletots. ein Pfeifentlub Felfen feft, Abends 9 Uhr, bet Wilte, Andreasstraße( 26. Rauchflub Elvira, Abends 9 Uhr bet Lehmann, Friedrichsfelder= Herren- u. Knaben- Garderobe, Arbeitssachen, Bestellungen nach Maaß, empfiehlt wie bekannt in reellster Ausführung und allerbilligsten Preisen Ich habe keine Filialen und Behe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Beziehung. Bitte daher genau auf Firma zu acht en. 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