Nr. 278. 35. Jahrg. Bezugspreis: Stertefjährl. 5,40 tt, monati, 1,80. fret ins paus, borauszahlbar. Einzelne Rummern 10 Pfennig. Bosibezug: Wtonatlich.bom Bostschalter abzuholen 1,80 t, bom Briefträger ins Haus gebracht 1,94 I. Unter Areuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 4- BRL für das übrige Ausland 5,50 t. monatlich. Berland ins Feld bei biretter Bestellung monati. 2.Boltbestellungen nehmen an Däne mart, holland, Luxemburg, Schweden und die Schweta. Gingetragen in bie Post- Rettungs- Breisliste. Ericheint täglich. Telegramm- Adresse „ Sozialdemokrat Berlin", Vorwärts Berliner Volksblaff. 10 Pfennis Anzeigenpreis: Die flebengespaltene Kolonelzelle foflet 80 Big. Kleine Anzeigen", bas fettgebrudte Bort 30 Big.( guläffig 2 fettgebrudte Borte), jedes weitere Bort 15 Pfg. Stellengefuche und Schlafftellenanzeigen das erste Wort 20 Big., jedes weitere Bort 10 Bfg. Worte über 15 Buchstaben zählen für groei Borte Leuerung guschlag 30% Familien- Anzeigen. politische und gewertschaftliche Bereins- Anzeigen 70 Big die Seile. Anzeigen für bie nächste Rummer müffen bis 5 Mhz nachmittags im Baubigeschäft. Berlin 6.68, inbenitraße 8, abxegeben werben. Geöffnet von 8 Uhr früh bis 7 Uhr abends. Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 68, Lindenstraße 3. Wernsvrecher: Am: Moritplag, Nr. 151 90-151 97. Mittwoch, den 9. Oktober 1918. Expedition: GW. 68, Lindenstraße 3. Wernsprecher: Amt Moritplan, Nr. 151 90-151 97. Das Echo des Auslandes. Ueberreichung der Noten in Washington. Noch keine Antwort. Washington, 7. Oktober.( Reuter.) Der Schweizer Gegerechte Grundsäße, wie diejenigen Wilsons, gründen fandte überreichte persönlich dem Präsidenten Wilson die für ihn bestimmte deutsche Note. deutsche Note abgesandt. Washington, 7. Oftober.( Reuter.) Gente morgen hat ber schwedische Gesandte die Note Burians, der schweizerische Gesandte die deutsche Note dem Staatssekretär Lansing überreicht. Washington, 7. Oktober.( Reuter.) Amtlich wird mit geteilt: Heute nacht wurde nach eine Antwort auf die Washington, 7. Oktober.( Menter.) Staatssekretär Me. A doo veröffentlichte einen Appell an die Bevölkerung, in ihrem Eifer für die Freiheitsanleihe nicht zu erlahmen, und er klärte, das Friedensangebot des Feindes unterstreiche nur, wie außerordentlich wichtig es sei, bas bie Unleihe erfolgreich werbe, Damit der Drud auf den eind anhalten könne. Warum an Wilson? Zur Frage, warum sich die deutsche Friedensnote nicht direft an alle friegführenden Mächte, sondern auf dem Wege über den Präsidenten Wilson an sie gerichtet hat, wird uns noch geschrieben: Chauvinismus gegen Wilson. Die nächsten Aufgaben Reichsarbeitsamts. Bon Rub. isfell des [ latre Su Centre" if bas eingige Blatt, das fa rädsaltlos augunsten des Angebots ausspricht; die elsässische Frage fönne intr in Anerkennung des freien Willens ber interessierten Elsässer gelöst werden. Wir begreifen, fagt das Blatt, daß der unerfättliche Groberungs- und Annegionshunger unserer Grterminiften mit einem Frieben nicht einverstanden ist, der sich auf zu werde, aber zum weirigsten sollten fie doch die neuen furchtbaren Seit langem ist es das Verlangen der Sozialdemokratie Chauvinisten spielen nur das Spiel der Feinde.- An anderer Stelle weiten Gebiet der Sozialpolitik auftauchenden Fragen eine Opfer, die unsere Soldaten bringen müssen, berücksichtigen. Unsere und der Gewerkschaften, zur Behandlung all der auf dem schreibt Bopulaire bu Centre": Diejenigen sind Ber- besondere Zentralstelle im Deutschen Reiche zu schaffen, die brecher, bie ben Krieg berlängern wollen. Es ist als ein ſelbſtändiges Amt diese Fragen zu erledigen hat. Bei ganz klar, daß die Diplomaten die Forderung der Gegenpartei nicht der letzten Teilung des Reichsamtes des Innern, die im Frühauf den ersten Sieb annehmen fönnen, aber es steht in der Macht jahre dieses Jahres erfolgte, ist dieses unser Verlangen wieder eines Menschen, die lehten Fälligkeiten hinauszuschieben. Man in lebhafter Weise namentlich vom Genossen David in seiner örtern. Es wird mehr oder weniger mühsam sein, aber ber fich nicht entschließen können, diefem Verlangen zu entsprechen wird vechandeln und die Bestimmungen des Vertrages er. Statrede zum Ausdruck gebracht worden. Der Reichstag hat Friede ist da, er Hopft an unsere Tür. Diejenigen find blind, und hat vom Reichsamt des Zimmern ein besonderes Reichs. die den schnellen Trieb der Ereignisse nicht sehen wollen, der stärker ist wirtschaftsamt losgelöst, dem auch die Behandlung der sozialals unjec Wille politischen Fragen übertragen wurden. Stunmehr wird wieder dieses Reichswirtschaftsamt geteilt, so daß dem Reichswirtschaftsamt ausschließlich die rein wirtschaftlichen Fragen und dem neuen unter der Zeitung des Genossen Bauer zu bildenden Reichsarbeitsamt die Erledigung der sozialpolitischen Fragen obliegen wird. Die englische Stimmung. „ Endgültige Bürgschaften." London, 7. Oftober.( Reuter.) In Streifen, die gewöhnlich als maßgebend und gut informiert gelten, fommt als all gemeine Anficht zum Ausdruck, daß Deutschland einen groBen Schritt in der richtigen Richtung getan hat, diefer aber nicht groß genug ift. In nichtamtlichen Kreisen in London geht die Meinung im allgemeinen dahin, daß die Vorschläge völlig aufrichtig sind, aber daß sie nicht von der Liebe zum Frieden oder einem geflärteren Geiste diftiert worden find. stellen haben, habe ich in meinem Referat an den Burgburger Die Forderungen, bie wir auf sozialpolitischem Gebiet au Parteitag niedergelegt. Die Erfüllung dieser Forderungen wird sich natürlich nicht von heute auf morgen vollziehen, vielmehr das Ergebnis der Aufgaben der weiteren 8ufunft fein. Unter den zu erledigenden Aufgaben sind jedoch manche, die unverzüglich in Angriff genommen werden müssen, und ich möchte sie im nachstehenden wie folgt in aller Kürze besprechen. Mit der Annahme des Wilsonschen Programms hat die Deutsche Regierung einen Schritt getan, deffen Bedeutung neben der fachlichen Seite auch darin liegt, daß damit der Persön Iich feit des Präsidenten Wilson ein Berttauensvotum weittragendster Art ausgestellt worden ist. Dieses Vertrauen gilt der Aufrichtigkeit der idealen Weltanschauung, die in den Kundgebungen des Präsidenten Wilson stets zum Ausdrud ge- London, 7. Oftober. Das Neutersche Burean erfährt aus Der von der früheren Regierung im Reichstag im Frühkommen ist. Aus dieser Auffassung erwächst die Erwartung, Kreisen der fremden Diplomaten, daß die Ansichten, jahr dieses Jahres vorgelegte Arbeitsfammergefesdaß Herr Wilson das von ihm aufgestellte Prinzip Deutsch- die man dort habe, denen der englischen Regierung entsprä- entwurf ist durch die Schuld der früheren Regierung nicht land gegenüber in einer Weise einhalten wird, die sich aus seiner chen, nämlich daß die größte Borsicht bei Erörterung erledigt worden. Bekanntlich haben die Gewerkschaften der gerechten Anwendung ergibt, und damit auch den Intereffen der durch die Nede des Bringen Mag von Baden geschaffenen verschiedensten Stichtungen die erheblichsten Einwände gegen unferes Volfes entspricht. Der Präsident hat imuner zum Aus- Lage beobachtet werden müsse, bis viele Punkte flarer geworden den Regierungsentwurf zu erheben gehabt, und bei den Verdruck gebracht, daß sein Programm als unteilbares Gan- feien, als sie mangels eines amtlichen Berichtes fein fönnten. Handlungen über die widersprechenden Meinungen der Komzes aufzufaffen ist. Das deutsche Angebot hat sich in der Er Diplomatisch scheine der nächste Schritt bei Präsident Wilson zu missionsmehrheit des Reichstages und der Regierung ist es fenntnis, daß auch damit ein Gebot der Gerechtigkeit erfüllt liegen. Der Präsident habe seine Politik durchaus klargelegt, noch nicht zu einem abschließenden Beschluß gefommmen. Ich würde, dieser Voraussetzung angeschlossen, da das Programm und soweit man schließen fönne, sage der Kanzler, daß Deutsch halte es für selbstverständlich, daß nunmehr mit dem Schwindes Präsidenten Wilson fich auf ein einziges Prinzip land diesem Ziele beistimme. Es jet tlar, daß zusicheden der alten Regierung auch der alte Gefehentwurf erledigt aufbaut. Das Vertrauen, das das deutsche Volk so zum Aus- rungen über endgültige Bürgschaften fol. ist und durch einen neuen, den Wünschen aller Gewerkschaftsdruck bringt, läßt uns in Ruhe die Antwort envarten. gen müßten. Bei dem gegenwärtigen Stande fönne mur gruppen entsprechenden ersetzt wird. gesagt werden, daß die Aeußerungen des deutschen Reichskanz Auf dem Gebiet des ersicherungsrechtes wird lers die bedeutsamsten seien, die bisher von Deutsch es zunächst gelten, die als Striegsmaßnahme borgesehene Erland ausgegangen feten. höhung der Nenten durch Teuerungszuschläge unter entBern, 8. Oktober.( Eig. Drahtbericht des Bortvärts".) Ein Rotterdam, 7. Oftober. großer Teil der französischen Bourgeoispresse variiert das Motiv, Courant" aus London meldet, widmen die„ Daily News" dem der Beiträge namentlich auf dem Gebiet der InvalidenverWie der Nieutive Rotterdamsche zu machen. Das wird naturgemäß auch an einer Erhöhung fprechender Erhöhung zu einem dauernden Rechtszustand daß das Friedensangebot ein Geständnis der Ohnmacht und deutschen Angebot einen sympathischen Artikel. Das Blatt schreibt: ficherung führen. Es wird dabei zugleich eine Sicherung der zugleich ein Manöver sei. Jedoch sind Unterschiede zu bemerken Der Aufruf des Bringen Mar stellt die Alliierten vor eine wichtige einmal erworbenen Bersicherungsansprüche zu erstreben sein. amischen den eigentlichen Striegshebblättern, wie dem Echo de Entscheidung. In feiner einzigen Weise wird man geneigt sein, Es darf nicht mehr angehen, daß lebiglich des Fehlens auch Baris", welches höhnt, daß Deutschland bie wirtschaftliche Freis ben Ernst der Entscheidung zu unterschätzen. Die erfte nur einer Marke wegen ein Erlöschen der erworbenen Anheit und die Auflösung des Bündnisses der Entente im Namen einer Bedingung für Berhandlungen ist das Borhandensein einer Regie- sprüche eintritt. Wie das Gefez über den privaten Verfichenicht zu verwirklichenden Gesellschaft der Nationen anstrebe, und rung, die im Namen des Volkes sprechen fann und für jebe gerungsvertrag nach dreijährigem Bestehen eines Versicherungsbem Matin", der sogar den Gedanken zurüdweist, daß man die troffene Verhandlung die Garantie des Boltes geben kann. Bring bertrages ein völliges Erlöschen aller Ansprüche ausschließt, Deutschen ungestört das befehte Gebiet räumen laffe, ba fie fich Maz fagt, baß diefe Bedingung erfüllt ist. Seine Borte finb ge- mind auch auf dem Gebiet ber Sozialversicherung Vorsorge an den Grengen verfchanzen würden, und andererseits dem Betit fahidt gewithlt, aber thre Babeutung ist flat. Der allbeutsche Ghr getroffen werden müssen, baß bie erworbenen Ansprüche erParisien", ber die innere Enttoidhung Deutschlands feststellt geis wird berleugnet. Deutschland wird eine Nation mit Selbst- halten bleiben. Auf dem Gebiet der Inballbenversicherung und anerkennt, daß die Bildung eines parlamentarischen Ministe- verwaltung werben unb der preußische Militärbefpotismus ift ge. wird ebenso wie auf dem Gebiet der Krankenversicherung riums als Sumptom von Bedeutung fet. Wilson werde zweifellos fürst. Das göttliche Recht der Könige hat vor bem göttlichen Recht eine Erhöhung ber für bestimmte Berufsgruppen vorbaldmöglichst mit den Aliterten beraten und feine Antwort werde ber Böfter tapituliert. Der Militarismus und die Lehre von gesehenen Berficherungsgrenze erfolgen müssen. die wohlerwogene Antwort der Entente fein. Die vorgeschlagene der Macht werden verleugnet, und an ihrer Stelle wird das Das Recht der freiwilligen Weiterversicherung Formel ermangele der Klarheit und Offenheit. Sie nehmen Milfons fittliche Geset als Evangelium für die internationalen Be wird für das Gebiet der Krankenversicherung unbeschränkt zuThesen nur als Basis an. Wilson habe nie gefagt, daß eine ziehungen angenommen. Wir haben nie geglaubt, daß es möglich zulaffen sein. Debatte darüber zuzuloffen sei. Bivar seien einzelne Bunkte einer sei, das deutsche Volk zu vernichten. Wohl aber haben wir immer präzisecen Deutung fähig, aber in bezug auf Gifah- Lothringen geglaubt, daß es notwendig sei, das preußische System au würden Wilson und die Entente nicht nachgeben. Auch fehlten Bürg- bernichten. Wenn die Rede des Prinzen Mag die Stimmung des schaften bezüglich der deutschen und öfterreichischen Inftitutionen, deutschen Volkes wiedergibt, bedeutet dies, daß das Ende erreicht Fraglich sei auch, welches Vertrauen diese Regierungen verdienten. urbe und daß der deutsche Militarismus nicht nur im Felde, son Dies seien die Hauptprobleme, nicht nur für die Verhandlungen, dern auch im Herzen des deutschen Volkes besiegt wurde. Bezüglich sondern auch für eine eventuelle Abfassung des Friedensvertranes. Belgiens ist die Erklärung doppelfinnig. Aber der Prinz hat das großen und schweren Aufgaben wird eine unnötige RompliBei den uns in der kommenden Zeit beborstehenden Somme libre" schreibt im Gegensatz zu Vorstehendem: Wir Wort Schadenvergütung gebraucht. Die Welt wird die Antwort ziertheit der Versicherungseinrichtungen zu beseitigen sein. Die laffen uns nicht aufhalten. Ebenso äußert sich das„ Journal", Wilsons mit Bertrauen in seine Weisheit abwarten. große Kraftverschwendung, die in einer besonderen Verwalwelches die Zerstörung des preußischen Militarismus, vollständige Die Stimmen der meisten Blätter find jedoch unfreund- tung und befonderen gefeßlichen Gestaltung der AngestelltenWiederherstellungen und die Bestrafung der Schuldigen fordert. Der Ticher. Manchester Guardian" meint, Berhandlungen versicherung liegt, wird zu einer Berschmelzung der Temps" sagt, daß Deutschland mur Atem holen wolle, um ben feien erft möglich, wenn sich die deutschen Heere hinter die Grenzen Angestelltenversicherung mitber InvalidenScieg mit einer erholten Armee unter einer volkstümlichen Re- gurüdgezogen hätten. Dadurch würde den Deutschen die Niederlage berficherung führen müffen. Es brauchen dabei in gierung fortzusehen. des Militarismus erst deutlich.„ Times" feceibt: Ge wäre feiner Weise die weitergehenden Rechte der Angestellten beBern, 7. Oktober. Journal"," Action française" müßig, bem Vorschlag des Waffenstillstandes irgendwelche Beeinträchtigt werden. Man wird im wesentlichen die Rechte und einige andere Blätter erklären, man bürfe mit den Mittel- beutung beizumessen. Die Deutschen wissen das, denn ebensowenig der nur gegen Invalidität Bersicherten denen der Angestelltenmächten als geschlossenen Blod nicht verhandeln, sondern nur ge- fönnen die Vorschläge den Niagara aufhalten, wie zeit- versicherung anzupassen haben. Wie das zu geschehen hat, ob trennt mit jedem einzelnen.„ Evènement" glaubt nicht, daß weilig den Strom des modernen Krieges. Das erkannte die öfter- etwa durch die Ermöglichung einer freiwilligen Sufabverficheein Waffenstillstand gewährt werden könne, aber das Friedensangebot reichtfch- ungarische Regierung im letzten Moment. rung, ber naturgemäß auch ber Arbeitgeber zur Beltransbcfe man nicht leichtsinnig behandeln. Der sozialistische Bop Auch die Bresse Kanadas verhält sich ablehnend. leistung berpflichtet sein müßte, ist eine Stage der reinen Geallen Dingen jetzt die Beteiligung der Arbeiter an der RentenAuf dem Gebiet der Unfallversicherung ist vor feftfegung zu erstreben; zugleich auch wird eine Erhöhung des der Rentenberechnung ungekürzt zugrunde zu legenden Jahresarbeitsverdienstes erfolgen müssen. fetestechnik, auf die ich in diesem Zusammenhang nicht eingeben kann. Auf dem Gebiet der Kriegsbeschädigten fürforge, die zweckmäßig dem neuen Reichsarbeitsamt anzugliedern sein wird, ist vor allen Dingen ein Rechtsboden für diese Kriegsbeschädigten- und Hinterbliebenenfürsorge zu schaffen. Das Verlangen hiernach ist schon so häufig erhoben worden, die Berechtigung dieses Verlangens ist eine so auf der Hand liegende, daß sich dem niemand wird entziehen fönnen. Endlich aber auch ist, abgesehen von der Rentenversorgung selbst, die den heutigen Verhältnissen angepaẞt werden muß, ein unparteiischer Rechtsweg zu schaffen, der es nicht ausschließlich in die Hand der Militärverwaltung legt, endgültig über die wichtigsten Fragen einer Rentengewährung zu entscheiden. Es ist verschiedentlich der Vorschlag gemacht worden, einen Rechtsweg ähnlich dem auf dem Gebiet der Sozialversicherung zu schaffen. Mir will scheinen, daß das die einfachste und zweckmäßigste Lösung dieser Frage sein wird. Die Schaffung einer reichs geseglichen Regeling der Arbeitslosenversicherung und Arbeitsvermittlung ist ebenso dringlich, wie alle die bisher besprochenen Punkte. In welcher Weise es zu geschehen hat, ist längst durch Eingaben der Gewerkschaften und der sozialpolitisch einfichtigen Kreise festgelegt. Ich brauche an dieser Stelle hierüber nichts zu sagen. Die Frage der Jugendfürsorge ist im Borwärts" in legter Zeit besonders zum Gegenstand eingehender Erörterungen gemacht worden. Dabei ist schon zum Ausdruck gebracht, daß es sich hier um eine Frage handelt, die nur reichsgesetzlich geregelt werden kann. Eine reichsgesetzliche Regelung ist auch vom Deutschen Jugend- Fürsorgetag, der am 20. bis 21. September hier in Berlin tagte, als die einzig mögliche erklärt worden. Auch hier wird das Reichsarbeitsamt das Erforderliche veranlassen müssen. Wie es zu geschehen hat, ist in meinen verschiedenen Artikeln im Vorwärts" erörtert worden. Ich fann auch das hier übergehen. Dann aber wird es auch Aufgabe des Reichsarbeitsamtes fein, nun endlich dem Neichstag eine Vorlage zu unterbreiten, die den Arbeitern ein wirkliches und uneingeschränktes Roalitionsrecht sichert. " Ein dringend der Inangriffnahme bedürftiges Gebiet ist das des Arbeitsrechtes. Schon in seiner Rede vom 14. März nannte der bisherige Reichsfanzler unter den Gegenständen, auf die sich die Neuorientierung" zu erstrecken habe, auch das Arbeitsrecht. Es ist da die gesetzliche Regelung des Tarifbertragsrechts zu nennen und der Arbeitsvertrag. An die Stelle der Vertragsfreiheit", der einzigen vor dem Kriege fast unbegrenzt geltenden Freiheit des Arbeitnehmers, ist eine Freiheit zu sehen, die auf gefeßlicher Bindung der bisherigen Gewalthaber in die Normen der allgemeinen Boltsmoral beruht. Diese Bunfte erscheinen mir als die in erster Linie in Angriff zu nehmenden. Wenn sie auch nicht alle relativ leicht geregelt und gelöst werden können, so sind sie doch in den öffentlichen Diskussionen vollständig geflärt. Darum auch erheischen fie bei ihrer großen Wichtigkeit für ein möglichst ungehemmtes und reibungsloses Funktionieren unseres zukünftigen Wirtschaftslebens die sofortige Regelung. Fortdauer der Kämpfe nördlich von St. Quentin und beiderseits der Aire Vergebliche amerikanische Angriffe Zwischen Ailette und Aisne feindliche Angriffe beiderseits St. Clement an der Mrnes. Berlin, 8. Oftober 1918, abends. Amtlich. Zwischen Cambrai und St. Quentin, in der Champagne und an der Maas haben sich neue schwere Kämpfe entwickelt. Südlich von Cambrai und nördlich von St. Quentin wurde der feindliche Angriff abgewiesen; in der Mitte der Schlachts front gewann er Boden; hier standen wir am Abend im Kampf westlich Bohain und entlang den von Bohain auf Cambrai and St. Quentin führenden Straßen. In der Champagne und an der Maas find die Angriffe des Feindes gescheitert. Amtlich. Großes Hauptquartier. Berlin, 8. Oftober 1918. Weftlicher Kriegsschauplan. Geeresgruppe Rrsnprinz Rupprecht. Nördlich der Scarpe griff der Engländer nach heftigem Feuerfamp; beiderseits von Oppy an. In Neuvirenil faßte er Fuß. Im übrigen brachten ihn unsere Vorposten zum Stehen. Qeeresgruppe Boehn. Rörblich von St. Onentin seyten Engländer und Fran zofen ihre starken Angriffe fort. Nördlich von Montbrehain schlugen hannoversche und braunschweigische Regimenter fünfmaligen Anfturm des Feindes ab. Weiter füdlich brach der An griff des Feindes in unserem Feuer zusammen. Bei und südlich von Sequehart haben posenschr und hefftsche Regimenter nach hartem Kampf ihre Stellungen behauptet. Bei den Kämpfen an der Tillah Höhe brachten schlesische Bataillone und Pioniere im Nahkampf und durch Gegenstoß den feindlichen Anfturm zum Scheitern. Seeresgruppe Deutider Kronpring Borfeldlämpfe an der Milette und Aisue. Das, ndrbfiche Snippe8 fer murke in drtlichen Unternehmungen vom Feinde gesäubert. Am Nachmittag stieß der Gegner in Teilangriffen zwischen Bazancourt and Selles, mit starken Kräften beiderseits von St. Clement an der Arnes vor. Seine Angriffe scheiterten. Dertliche Angriffe um St. Etienne, das von uns genommen wurde, im Gegenangriff des Feindes aber wieder verloren ging. Im übrigen beschränfte fich die Tätigkeit des Feindes in der Champagne auf Zeilverstöße und zeitweilig auflebenden Artilleriekampf. Beiderseits der Aisne schlug die in den letzten Kämpfen besonders bewährte 9. Bandwehr und 76. Reserve- Division heftige Angriffe des Feindes ab. beeresgruppe Gallwit. Nach stärkster Feuervorbereitung jeste der Amerikaner ernent zum Durchbruch beiderseits der Aire an. Auf drm westlichen Ufer brachte wärttembergische Landwehr die südlich von Chatel vorbrechenden Angr ffe zum Scheitern. Bon der Höhe nördlich von Chatel, auf der der Feind vorübergehend Fuß faßte, wurde er im Gegenangriff wieder geworfen. Deftlich der Aire feuer zusammen. Gegen Abend nahm der Feind beiderseits der von Charpentry auf Romagne und der von Rantillois auf Ennel führenden Straßen sowie westlich ber Mans seine Angriffe wieder auf. Nach hartem Kampf schlugen wir ihn teilweise durch Gegenstöße zurück. Der Beschluß der französischen Sozialisten. braten die feindlichen Augriffe meiſt ſchon in unserem ArtilerieBern, 8. Oktober.( Eig. Drahtbericht des Borwärts".) Bei Gröffnung des sozialistischen Parteitages fagte Tachin, der den Borsik führte, daß eine feierliche Mundgebung der Partei angesichts der ungeheuren Bedeutung des Friedensbor schlages motivendig fei. Gachin berlas hierauf den ersten Artifel des Bondoner Beschlusses, der anläßlich der Burian- Note den alliierten Sozialisten empfahl, gegenüber solchen Vorschlägen feine negative Politif einzuschlagen. Cachin beantragte die Wahl eines Ausschusses zur Feststellung einer Botschaft an Wilson. Bertreter aller Richtingen, auch Compere Morel, stimmten zu. Der Ausschuß bestand aus drei Mitgliedern der Mehrheit, drei der Minder. heit, einem Mitglied des Zentrums und einem Bimmerwalder. ( Das Ergebnis haben wir schon gestern gemeldet. Red. b. Bort.".) Bern, 8. Oftober.( Eigener Drahtbericht bes Bortvärts".) Longuet schreibt im Populaire": Angesichts eines Vorschlags auf so vernünftiger, gerechter Grundlage sehen wir immer noch den größten Teil unserer Vernichtungspresse nach der Fortsetzung des rieges um jeden Preis heulen. Möchten Sie doch wenigstens die Opfer unserer Soldaten in Rechnung ziehen. " Progres de Lyon" sagt: Dieser dritte Vorschlag gleicht beineswegs dem vorhergegangenen. Bisher schlugen die Bentralmächte geheime Besprechungen vor, diesmal legen fie präzise Bedingungen vor. Tery schreibt in Deuore": Müßten wir auch unseren Instinkten Gewalt antun, so dürfen wir in der Stunde, wo die Rechnung beglichen wird, nicht ben aß als Ratgeber nehmen, sondern die Gerechtigkeit. Es handelt sich weniger um Represalien als um Begleichung einer Schuld, und das beste Mittel dazu war niemals, den Schuldner zu ruinieren. H Diese Aeußerungen einer positiven Politik heben sich von den allerdings vor dem Barteitag geschriebenen unentschiedenen Aeuße rungen Renaudels ab, der wiederum die Schuldfrage hervorholt. Die Genfer Feuille" erfährt aus Berner französischen Diplo. matenfreisen, daß die französische öffentliche Meinung der Parole der Pariser Regierung folge, die jede Diskussion abweise, bevor der Endsieg da fei. Im gangen erfenne man an, daß die Diplomatie der Zentralmächte eine glückliche Hand hatte, indem sie sich direkt an den moralischen Chef der feindlichen Koalition wandte. Aus der Schweiz. α Bern, 8. Oktober.( Eig. Drahtbericht des„ Vorwärts".) Die linfasozialistische„ Tagmacht schreibt: Würde man nach den Pressestimmen urteilen, so fönnte man mit einer glatten Ablehnung des Angebote oder doch mit solchen Bedingungen rechnen, die anzunehmen für die Zentralmächte ebenso unmöglich wäre wie die dreisten Forderungen Oesterreichs für Serbien 1914. Jndes wird die Diplomatie faum mit gleicher Firigkeit über das Angebot hinweggehen können, um so weniger, als es gegenüber früheren Schrit ten einen wesentlichen Fortschritt bedeutet. Man vergleiche den hochmütigen Ton in Brest mit den heutigen versöhnlichen Wendungen, welche sich zu einer förmlichen Bitte an Wilson ver= dichten. Diesen Unterschied leugnen wollen, wäre finnlos und geschichtlich falsch. Die Lagwacht" sieht die Ursache der Wendung nicht nur in der veränderter Kriegslage, sondern auch in der inneren Lage. Den Zentralmächten erscheint das Risiko eines ungünstigen Friedens geringer als das Nisito einer Revolution, indes sind alle Hoffnungen auf Frieden vage, da es heute die En tente ist, welche die imperialistischen Alanen zeigt. Der Erfte Generalquartiermeister. Ludendorff. Der österreichische Bericht. Wien, 8. Ditober. Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz. An der Tiroler Südfront war gestern die Tätigkeit der feindlichen Batterien enßerordentlich lebhaft. Infanterievorstöße wurden im Reim erstickt. Balkan- Kriegsschauplas. Die in die altferbischen Grenzgebirge vorgeschobenen Deckungstruppen wurden unter stetigen Berzögerungskämpfen auf 2e8. tovac zurückgenommen. Der Rüdmarsch des Generalobersten Frhen. v. PflanzerBaltin geht ohne jedwede Störung durch den Gegner vor sich. Die von den Italienern als Siege gefeierten Kämpfe find lediglich Gefechte weit zurückgelassener schwacher Nachhuten. Der Chef bes GeneralRebek Auflösung des polnischen Staatsrats. arbeiten und dieses Statut spätestens innerhalb Monatsfrist dem Regentschaftsrate zur Bestätigung und Bekanntmachung, vorzulegen; viertens unmittelbar darauf den Bandtag zu bea rufen und seiner Bestimmung die weitere Einrichtung der obersten staatlichen Gewalt zu übergeben, in deren Hände der Regentschaftsrat in Uebereinstimmung mit dem von ihm abgelegten Gide seine Gewalt niederzulegen hat. Polen! Unser Geschick ruht schon jest in bedeutendem Maße in unseren Händen. Erweisen wir uns der mächtigen Hoffnungen würdig, welche unsere Väter über ein Jahrhundert hindurch in Unterdrüdung und Not nährten. Möge alles ver stummen, was uns auseinander trennen tann, und möge nur eine mächtige Stimme erschallen: Das vereinigte unabhängige Bolen! gez. Erzbischof atomsti, v. Ostrowski, Fürst Lubomirski, Ministerpräsident Kucharzewski. Die polnische Regierung zieht ihre Schlüffe aus der ber änderten Lage. Als man von Versailles aus vor etlichen Monaten das allpolnische Einigungsziel propagierte, wurde in der Deffentlichkeit des besetzten Polens eine Zurückhaltung. gezeigt, die als realpolitisch begründet wurde. Diese zurückhaltung wird jetzt aufgegeben. " Stimmen der polnischen Aktivistenpresse fnüpfen große. Hoffnungen an den Umschwung im deutschen Regierungssystem. Der„ Kurjer Bolski" äußert: Das wird zweifellos früher oder später eine Umgestaltung des gesamten politischen Lebens nach sich ziehen. Die Aenderung könnte für die polnische Frage eine weitgehende Bedeutung haben. Vom polnischen Standpunkt aus ist es günstig, daß der fortschrittliche Faktor zur Regierung kommt, der sich über die Aenderung der Verhältnisse Rechenschaft gibt. Die Aenderung des Regierungssystems in Deutschland ist der Bau einer Brücke zum all gemeinen Frieden und zur Verständigung unter den Bölkern." Zugleich mit dem Aufruf des Regentschaftsrats wird von Warschau aus gemeldet, daß der Reichslanzler an den polnischen Regentschaftsrat folgendes Telegramm gerichtet hat: „ Bei Uebernahme des Reichskanzleramtes liegt es mir befonders am Herzen, dem Hohen Regentschaftsrat des Königreiches Bolen zu versichern, daß ich im Einklang mit der im Reichstag abgegebenen Erflärung den festen Entschluß habe, das Ber hältnis des Deutschen Reiches zu dem neu ent standenen Königreich Polen im Geiße der Ger rechtigkeit und des Verständnisses det betbera feitigen Lebensinteressen au gestalten und mich um die möglichst schnelle Beseitigung der noch bestehenden 8 aften der Oflupation zu bemühen. Im Vertrauen, daß der Hohe Regentschaftsrat sowie auch die Königlich Polnische Staatsregie rung Verständnis für meine Bestrebungen haben werden, werde ich unverzüglich die zu ihrer Verwirklichung nötige Anordnung erlassen. Mag, Prinz von Baden, Reichsfangler." Dies Telegramm dürfte also zunächst wesentliche Aende. rungen der Oftupation erwarten lassen. Eine Mitteilung des Wolff- Bureaus bestreitet aber eilends, daß aus dem Kanzlertelegramm herausgelesen werden könne, daß die deutsche Offupation in Bolen sofort aufgehoben würde. W. T. B. sagt:„ Für eine derartige Auslegung bietet der Wortlaut des Telegrammis auch nicht den mindesten Anhalt. Das Telegramm Bellt.. vielmehr lediglich in Aussicht, daß manchenbequem empfuner denen Erscheinungen der Offupationsverwaltung gemildert und estland hierüber geführten Klagen abgeholfen werden foll." Bemerkenswert ist ein Wunsch, den die Polen in eben diefem Augenblick ausgesprochen haben. Der Leiter des polnischen Staatsdepartements, Prinz Janusz Radzitoill, hat nämlich den Reichskanzler telegraphisch um Freilassung der berhafteten Pilsudski, Thugutt und Grabsfi gebeten. Die Berhaftung des Brigadiers Pilsudski hing befanntlich zufam men mit dem Umschlagen der Stimmung gegenüber den polnischen Legionen, auf die bei den Versuchen nach Wiedererrichtung des polnischen Staates, alsbald ein Heer zu organisieren, besondere Hoffnungen gesetzt waren. Die Nationalitätenbewegung in Oesterreich.. Wien, 8. Oftober. Die radikalen deutschen Abgeordneten haben sich zu einer Unabhängigkeitspartei zusammengeschlossen und verlangen die Einberufung einer deutschen Nationalversammlung. Los von Oesterreich)! Der Kampf des Magyarentums um seine Herrschaft. Budapest. 8. Oktober.( Drahtung unseres S. S. Gerichterstatters.) Die Stimmung in den politischen Kreisen Ungarns drängt immer mehr zur Erklärung der politischen UnabBerufung des konstituierenden Landtags. hängigteit Ungarns von Desterreich. Die Erflärungen, Warschau, 7. Oktober. Wie die Warschauer, Przeglad" die fürzlich die österreichischen Parteien abgegeben haben und meldet, hat der polnische Regentschaftsrat auf die Initiative die sich scharf gegen Ungarn richten, haben das ihrige dazu des Direktors des Staatsdepartements, des Prinzen Janusz getan, um die Stimmung zu erbittern. Die ungarischen Radziwill, beschlossen, den polnischen Staatsrat unverzüglich Parteien trachten beinahe ausnahmslos nach der Personalaufzulösen und den konstituierenden Landtag nach Warschau union zwischen Desterreich und Ungarn, die zwar dem Kaiser zu berufen. von Desterreich die ungarische Strone als Stönig von Ungarn Die Bedeutung dieses Entschlusses wird durch einen Auf- läßt, sonst aber eine völlige Erennung der ruf flar, den der polnische Regentschaftsrat soeben beiden Reichs hälften erstrebt. Sowohl Graf Julius Andrassy an das polnische Volf erließ. In diesem Aufruf wird be- wie Graf Tisza haben sich in diesen Tagen erst in einer Antont, daß in diefer Stunde der Wille des polnischen Volkes frage, die der Hirlap" gestellt hatte, in dem Sinne ausge flar, entschieden und einmütig fei. Unter in eis auf iprochen, daß Ungarns Stellung unbedingt gestärft die von Wilson fundgegebenen allgemeinen aus dem Kriege hervorgehen müsse. Jede territoriale VerFriedensprinzipien, welche jetzt von der ganzen fleinerung des ungarischen Staatsgebietes wird energisch bon Welt als Grundlage für eine neue Einrichtung des Busam- allen Parteien abgelehnt. Die dahin gehenden Wünsche der menlebens der Völker angenommen seien, beißt es wörtlich: Südslawen finden die schärffte Gegnerschaft in Ungarn. Beim In bezug auf Bolen führen diese Prinzipien aur Echaffung 8usammentritt des Parlaments, der am 15. Dftóber erfolgt, eines unabhängigen Staates, welcher alle polnischen Ge- wird diese Stimmung in den ungarischen Kreisen ihren biete umfaßt mit 3ugang zum Meere, mit politischer schärfsten Ausdruck finden. und wirtschaftlicher Unabhängigkeit wie auch mit terri torialer Integrität, was durch internationale Verträge Diese magharische Altion stellt einen legten Verfuch dar, Ungarn garantiert werden wird. Um dieses Programm zu verwirklichen, vor der föderalistischen Reorganisation, die sich in der anderen.. muß das polnische Wolf wie ein Mann auftreten und alle Kräfte Reichshälfte durchsetzt, zu bewahren. Die föderalistische Bewegung anspannen, damit sein Wille von der ganzen Welt verstanden unb greift mit zwei Armen ins ungarische Gebiet: nördlich durch die anerkannt werde. Zu diesem Zwed bestimmen wir erst en 3, Tichechoslowaten, südlich durch die Südslawen. Die Magyaren, die den Staatsrat aufzulösen; zweitens sofort eine als Minderheit( 8,7 von 19,2 Millionen nach ihrer eigenen Statistik!) aus Vertretern der breitesten Schichten des Volkes Ungarn als„ Staatsbolt" unumschränkt beherrschen, wollen in threr und der politischen Richtungen zusammengesette Regierung Herrschaft ungestört bleiben, sie wollen alle politischen Brücken zu berufen; drittens dieser Regierung die Verpflichtung auf über die Leitha sprengen, um sich vor den Wanderratten zu schützen. zuerlegen, zusammen mit Vertretern der politischen Gruppen ein Sie übersehen dabei, daß sie den Föderalismus längst im Leibe Wahlstatut für einen auf breite demokratische haben, und daß es sich um eine Weltbewegung handelt, Prinzipien geübten polnischen Landtag auszu- die spielend alle Hindernisse nimmt. Nr. 27835.Jahrgang " Beilage des Vorwärts Mittwoch, 9. Oktober 1913 tätigkeit meiterwirtschaften zu lassen. Die Baugenossen- den Profit. Ich möchte nur das Geld haben, das die Große fchaften wären leistungsfähiger, wenn die öffentlichen Körper- Berliner an verfallenen, verlorenen, bersehentlich; wegZur Wahl in Berlin I. schaften sie mehr unterstützten. Der Wohnungsverband solle eine geworfenen Fahrscheinen verdient, in vierundzwanzig Die Sozialdemokratie allein für die Kriegerintereffen. Gesellschaft schaffen, an der die Baugenossenschaften und durch den Stunden hätte ich das Kapita! zum Ankauf eines SchweineVerband die Gemeinden sich beteiligen. Der Verband müsse dauernd schinkens oder einer Billa im Tiergarten beisammen. Der Hauptausschuß für Kriegerheimstätten hat, arbeiten und z. B. auch auf Besserung der Bauordnungen hin- Solange die Große Berliner durch unsere Zerstrenthett wie die Deutsche Barte" schreibt, auch diesmal an die Be- wirken.- Gutschmidt- Brih erinnerte daran, daß Brit einer Geld verdient, urteilt sie über diese sehr milde. Aber wehe, werber um das Reichstagsmandat Berlin I die Frage ge- Baugesellschaft beigetreten ist und den Bau von 214 Wohnungen wenn ihr durch unsere Zerstreutheit ein einziger Nickel zu richtet, wie sie zur Sriegerheimstättenbewegung plant. Den Wohnungsbau solle man Privatunternehmern ganz entgehen droht! Dann ist die Zerstreutheit ein Verbrechen, stehen. Darauf hat der freifinnige Kandidat Herr Justizrat aus der Hand nehmen. Im Schlußwort hob Hirsch nochmals das mit einer Mart Strafe geahndet wird. Stempner, der u. a. im Aufsichtsrat der Boden- Aktien- hervor, daß die Wohnungsnot arvingt, jetzt auch private UnterGesellschaft Berlin- Nord",„ Lichtenberger Terraingesellschaft", nehmer unter Bedingungen zu unterstützen und Rotwohnungen ,, Terraingesellschaft am Neuen Botanischen Garten" tätig ist, nicht abzulehnen. aus naheliegenden Gründen überhaupt nicht geantwortet, ebenso, hat der Kandidat der Unabhängigen Sozialdemokraten nicht geantwortet, dagegen gab der Kandidat der sozialdemokratischen Mehrheit, Genosse Hugo Heimann, folgende Antwort ab: 17 Auf Vorschlag von Dittmer- Berlin wurde eine Kom mission gewählt, die Groß- Berliner Richtlinien aur Wohnungsfrage vorbereiten soll. Ihr gehören an: Gut schmidt, Heimann, Hirsch, Lüdemann, Scheffel( Lichtenberg), Wutti. Die nächste Konferenz wird weiter die Wohnungsfrage erörtern. Jüngst famt ich von der Reise, zog einen Achterfahrschein aus der Tasche und ließ mich von einer freundlichen Schaff nerin belehren, daß er inzwischen verfallen sei. Verlust: 50 Pf. Tags darauf steige ich ein, halte das Fahrgeld in der Hand, warte dret, vier Haltestellen. Die Bahn füllt sich, aber feine Schaffnerin erscheint. Da mir die Sache langweilig wird, ziehe ich die Zeitung aus der Tasche, bertiefe mich in die Rede des Prinzen May von Baden und weiß von diesem Augenblick an nichts mehr, als bis ein Kontrolleur mit strenger Amtsmiene vor mir steht und eine Mart Strafgeld für Fahrgeldhinterziehung verlangt. Auf Ihre Anfrage erwidere ich, daß ich im wesentlichen für die vom Hquvtausschuß für Kriegerheimstätten erstrebten Ziele Die Zentralftelle für Bolfswohlfahrt veranstaltet einen Lehreintrete. Besonders halte ich es für unbedingt nötig, daß gang für Wohnungsaufsicht und Wohnungspflege, die durch Unterstützung von Reich, Staat und Gemeinden zu ver- den der Direktor des Statistischen Amts der Stadt Schöneberg, schaffenden Heimstätten dauernd der Spefulation ent- Dr. Kuczinski am Montag mit einem Vortrage eröffnete, worin " So, sagte ich mir geliebte Große Berliner, die zogen werden. Dies wird gut erreicht werden durch das im er unter anderem sagte: Wir haben heute im Deutschen Reiche eine 50 Pf., die ich in meiner Unachtsamkeit verfallen ließ. Haft § 15 Ihres Entwurfs eines Reichsgefeßes über Heimstättenrecht ohnungsnot, wie wir fie noch niemals erlebten. Du schmunzelnd eingesteckt. Versäume ich aber unter verzeihund Kriegerheimstätten genannte Heimfallsrecht. Wenn Obdachlosigkeit heute erst in Ginzelfällen vorkommt, so lann lichen Umständen, meine 12% Pf. zu entrichten, so bestrafst gez. Hugo Heimann." sie, falls der Krieg nicht noch in diesem Jahre endet, einen großen du diese Unachtsamkeit mit einer Mart. Das ist eine infame Das Schweigen der Unabhängigen überrascht nicht. Umfang annehmen. Eine nennenswerte Zunahme der vorhandenen Ungerechtigkeit, dagegen ist. Notwehr heilige Pflicht!" Haben sie doch im Reichstag gegen das Kapital- Wohnungen tann erst ein Jahr nach Friedensschluß ein Mein Entschluß war gefaßt. Die M. 1,50, um die sich abfindungsgesetz gestimmt, daß durchaus im Interesse treten. Die Nachfrage, besonders nach einwohnungen, wird so die Große Berliner in zwei Tagen auf meine Kosten unstark sein, daß bis zum Ende des ersten Friedensjahres mindestens zahlreicher, Striegsbeschädigter liegt. Für die Striegs- 750 000 neue Wohnungen hergestellt sein müßten. Das gerechtfertigt bereicherte, war ich fest entschlossen, wieder beschädigten und Kriegsteilnehmer gibt es nur Geburtendefiait während der Kriegsjahre wird zunächst feine Wir. herauszuholen. Und ich wurde Straßenbahneinen Kandidaten in Berlin I, der ihre wirtschaftlichen fung auf den Wohnungsmarkt ausüben. Diese Wirkung tann erft brüde berger. Bisher ist es mir glänzend gelungen Interessen richtig vertritt, das ist der Sozialdemokrat Hugo in späterer Zukunft eintreten. Unsere Schulen werden von 1922 W. 1,25 find bereits durch Gratisfahrten wieder eingebracht. Heimann. ab nur noch den halben Nachwuchs haben. Dem Arbeits- Sobald die M. 1,50 voll sind, werde ich wieder bezahlen. markt werden von 1930 ab die jugendlichen Kräfte mur spärlich zu Eher nicht. fließen. Die Neugründungen von Haushaltungen werden erst in Habe ich nicht recht? zwanzig Jahren plöblich zurückgeben. Dieser Minderbedarf mit allen feinen Folgen für das Grundstücks- und Baugewerbe wird erst im ztveiten Drittel unseres Jahrhunderts eintreten. Er ist eine fpätere Sorge und berührt uns heute nur insofern, als der Gine Ronferenz sozialdemo! ratischer Ge- Abbruch etwaiger Behilfsbauten in zwanzig Jahren vermutlich in Jn Berlin wie in den Vororten sind zahlreiche neue Fälle von meindevertreter aus Groß- Berlin erörterte am Montag die eine Beit des Wohnungsüberflusses fallen würde. Die Frage, die Grippeerkrankungen zu verzeichnen, ohne daß bisher die ErWohnungsfrage mit besonderer Berksichtigung uns heuse bebräckt und die wir löjen müssen, wenn wir unser Volt franfungen jedoch das Gepräge einer Epidemie angenommen haben. des preußischen Wohnungsgesezes. Der Meinungs- nicht noch viel schnereren ntbehrungen ansiehen wollen als dec Die Fälle scheinen zumeist auch minder schwer zu sein, als bei dem austausch galt in erster Linie den Maßregeln, die gegen die Woh- Nahrungsmangel mit sich bringt, lautet: Wie beseitigen wir die Boh ersten stürmischen Auftreten der„ spanischen Krankheit im Juni und nungsnot vorgeschlagen sind. nanganot, unter der wie schon jet leiben, und wie besten wir Sult. Sie dürften auf den Witterungswechsel und die Wärmedie Obdachlosigkeit, die tillionen bon ofhwankungen der lesten Tage zur zufähren sein, toie ja auch genossen na bem Friedensschlusse bedcoht? sonst in diefer herbstlichen Rebergangszeit die Influenzaerfranlungen fich vermehrten. Die Wohnungsnot. Gegenwärtige und zukünftige Sorgen. In seinem Vortrag wies irseh- Charlottenburg darauf hin, baß mit dem Räberrüden des Friedensschlusses die Sorge um den Wohnungsbedarf zunimmt, ber bei den Truppenentlassungen ganz plötzlich steigen wird. Von der privaten Bautätigkeit, die schon vor dem Kriege versagte, ist nach dem Kriege noch weniger zu erwarten, weil das Bauen teurer geworden ist. Grundsätzlich fordern wir, daß Zuschüsse des Reiches den Baugenossenschaften zugute Groß- Berlin Cirid Ranbi Wiederauftreten der Grippe. Die Cholera. kommen, aber im Hinblick auf den Wohnungsmangel werden wir Warum ich Straßenbahndrückeberger bin. obfchlachterei in der Linienstraße zurückzuführen, und zwar find 2 Eine Gegenrechnung an die„ Große Berliner". Das Geständnis vorweg: Ich drücke mich auf der Straßenbahn. Ganz systematisch suche ich mich der Bezahlung des Fahrgeldes zu entziehen. Pfui Deibel!" sagen Sie iegt mit einem Gefühl folider Verachtung. Aber wollen Sie, bitte, erft meine Rechtfertigung hören. In Berlin find bis zum gestrigen Tage morgens 17 gälle von Cholera amtlich gemeldet worden. Von diesen sind 15 auf die dieser 15 Perionen Angestellte in der Schlächterei. Bei zweien bon den 17 Perfonen, welche in derselben Gegend wohnen, tonnte der Genuß von Roßfletich nicht sicher nachgewiefen werden. Sämtliche Grtranfte und ihre Angehörigen find Krankenhäusern zugeführt und unter Beobachtung gestellt worden. Von den 17 Stranten find bisher 13 gestorben. Außer diefen sind zwei Fälle bon Cholera vorgekommen auf einem Schiff auf dem Kaifer- Wilhelm- Kanal bei Marienwerder Ich betrachte nämlich meine Lumperet als moralisch. Als im Kreise Niederbarnim. Das Schiff ist unter Beobachtung gestellt. gute Tat, als edle und gerechte Notwehr. Bitte, mich aus- Bon den beiden Erftanften ist eine Frau gestorben. Ueber die reden zu lassen! Entstehungsursache finden noch Ermittelungen statt, die auf Berlin hinweisen. zurzeit gegen Unterstübung auch privater Bautätigfeit nichts eintrenden können. Preußen erhält durch das Wohnungsgesez die Möglichkeit der Unterstügung gemeinnüßiger Baugesellschaften mit barem Geld und der llebernahme von Bürgschaften für sonst schwer zu beschaffende zweite Hypotheken, womit es einen Weg beschreitet, der früher als in den sozialistischen Zukunftsstaat führend" abgelehnt wurde. Die Gemeinden beraten jetzt hauptsäch lich über die Herstellung von Notwohnungen, ohne die wir trotz allen Bedenken, die man gegen sie haben muß, leider nicht ausfommen werden. Unter den gemachten Vorschlägen ist technisch nicht leicht die Berlegung großer Wohnungen in fleine, gesundheit Wer, verehrter Leser hat nicht, seitdem es die vertracten lich höchst bedenklich die Ausnüßung von Dach- und Kellergeschossen Doppelfahr- und Achterscheine gibt, der Großen Berliner in zu Wohnzweden, annehmbarer die Umwandlung öffentlicher Ge- Masse das zugeschanzt, was der Jurist eine ungerechtfertigte bäude in Wohnhäuser. Gegen Wohnbaraden besteht einige Ab- Bereicherung" nennt? Ich nenne folgende Fälle: Gestern neigung, sie ist aber grundsäglich nicht berechtigt, denn man fann löften Sie sich einen Rückfahrschein und steckten ihn in die Wohnbaracken auch in guter Ausführung herstellen. Entschieden rechte Westentasche. Heute tragen Sie einen anderen Anzug, abzulehnen ist der Vorschlag, zur Verringerung des Wohnungs. der Fahrschein ist stecken geblieben und verfällt. Schmunzelnd bedarfs den Zuzug zu beschränken. Die Erfassung aller verfüg- zieht die Straßenbahn aus Ihrer Unachtsamkeit einen Profit baren Wohnungen wird ermöglicht durch kommunale Woh- von 12½ Pf. nungsnachweise, die den im Wohnungsgesetz vorgesehenen Wem hat der Wind im Gebränge einer überfüllten BlattWohnungsämtern anzugliedern sind. Einheitliche Rege- form noch nicht den fast unbenutzten Achterfahrschein entführt? Tung des Groß- Berliner Wohnungswesens wäre Profit für die Straßenbahn: 75 bis 87% P. Wer ist noch eine Aufgabe für den Zweckverband, der dazu einer anderen Ge- nicht zu seinem Merger falsch gelocht worden? Man steckt staltung bedürfte. Der Wohnungsverband Groß- Berlin will nur das ruhig ein, d. h. wir den Nachteil und die Große Berliner für die Uebergangszeit nach dem Kriege den Wohnungsmangel betämpfen. Hirsch erörterte zum Schluß die neuen Bundesratsverordnungen über Wohnungsmangel und Mieterschut In der Besprechung erklärte Heimann- Berlin nach den von der Berliner Bauberwaltung angestellten Berechnungen den Baradenbau für unverhältnismäßig teuer gegenüber den Dauerwohnungen. Weil die gemeinnüßigen Baugenossenschaften noch zu schwach seien, müsse man jekt die private Bautätigkeit unterstüben, aber gegen Bedingungen, z. B. bezüglich der Mieten. Heimann berichtete über den Wohnungsverband Groß- Berlin, dessen Zustandekommen nach den am Montag abgeschlossenen Beratungen gesichert ist. Ihm werden angehören die Städte Berlin, Charlottenburg, Schöneberg, Wilmersdorf, Neukölln, Lichtenberg, auch Spandau, das anfangs nicht mittun wollte, ferner die Kreise Teltow und Niederbarnim. As Aufgabe stellt er sich für die ersten vier Jahre nach Friedensschluß die Vorbereitung und Durchführung gemeinsamer Maßnahmen zur Bekämpfung der Wohnungsnot, besonders zur Förderung des Klein= wohnungsbaues, der sich aber nicht nur auf Notwohnungen beschränken wird. Der Verband kann einzelnen Gemeinden bauliche Maßnahmen auferlegen, doch darf er über höchstens 30 Millionen Mark aus Mitteln aller ihm angehörenden Gemeinden beschließen. Aus Mitteln des Staates und des Reiches werden 120 Millionen Mark erwartet. Heimann erwähnte auch die Bemühungen, durch den Zweckverband die billige Hergabe fistalischen Landes für Kleimoohnhäuser zu erreichen. Er geißelte das Ber halten des Fisfus, dessen Forderungen ins Maßlose gehen. Baracken hält 2üdemann- Wilmersdorf selbst bei Unwirtschaftlichkeit für unentbehrlich. Zur Ergänzung der nicht sehr bedeutenden Pläne des Bohrungsverbandes forderte er von den Gemeinden, vor den privaten Unternehmern die Baugenossenschaften wirksam zu unterstüßen. Stadtrat Silberstein- Meulön unterstrich die Bedenken gegen Notwohnungen, um die man aber nicht herumfommen werde. Vom Wohnungsverband sei für die Wohnungsmehrung nicht viel zu hoffen, ohne Vereinheitlichung Groß- Berlins werde man im Wohnungswesen nichts erreichen. Mohs= Schöneberg betonte die Vorzüge der Dauerwohnungen. Daß die Gemeinden zu Trägern der Bautätigkeit werden, forderte Jeroczef Richtenrade. 150 fleine Wohnhäuser will Lichtenrade bauen. Stadtrat Wuhti- Neukölln warnte, die private Bau- 1 Kempners Jungfernrede ober Die Macht der Gewohnheit. Berehrte Herren Aktionäre...!" Behebung des Wassermangels. bekanntgegebene Mitteilung der Charlottenburger Wasserwerke Die in der Montagsibung der Schöneberger Stadtverordneten über einen etwaigen Wassermangel infolge Maschinende fetts hat sich nicht in dem befürchteten Umfange bestätigt. Nur die Gemeinden Neukölln und ein Teil von Tempelhof find von dem Wassermangel betroffen worden. Die Wiederherstellungsarbeiten konnten bereits gestern vormittag beendet werden, so daß die Kalamität in ben betroffenen Ortschaften damit sein, Ende erreicht. ,, Beim Gericht gibt's kein Warten." Das Landgericht Berlin I hat, wie wir meldeten, dieser Tage die Berufung einer vom Schöffengericht verurteilten Frau verworfen, weil die Angeklagte nicht zur Terminszeit eintraf. Ala fie, durch eine Störung im Straßenbahnbetrieb aufgehalten, gwei Minuten nach dem festgesetten 8eitpunkt anlangte, war die Sache bereits ohne sie erledigt. " Wer die Pünktlichkeit" unserer Gerichte fennt, auf den wird dieser Fall einen tiefen Gindruc machen. Mancher wird sagen: Das weiß doch jeder, daß es beim Gericht kein Warten gibt." Ja, das stimmt und hat seine Nichtigkeit wenigstens für Angeklagte und Zeugen. Wenn Du auf der Anklagebant Blaz zu nehmen oder an den Zeugentisch zu treten hast, sei spätestens mit dem Gloden schlag zur Stelle, auf daß Dir's nicht übel ergehe. Vom Gericht aber wolle Du niemals verlangen, daß es ebenso pünktlich ist und Dich nicht warten läßt. Ein Lied hiervon wissen die zu singen, die schon mal oder vielleicht schon öfter in den Hallen des Moabiter " Justizpalastes" zu tun hatten. Daß Angellagie und Zengen eine Stunde, zwei Stunden und noch länger auf den Beginn der Verhandlung warten müssen, ist feineswegs felten. Manchnial stehen auf den Terminszetteln der Schöffengerichtsabteilungen und auch der Berufung straffammern ein bis zwei Duhend Sachen, darunter folde, zu denen soundsoviel Zeugen geladen sind. Da ist es dann kein Wunder, daß drinnen im Verhandlungsfaal die Arbeit nicht nach Wunsch vom Fled tommen till und draußen auf den Flur die Geladenen sich Stunden hindurch umherbrücken müssen. Sind diese Bustände wirklich nur aus Heberlastung der Gerichte zu erklären und sollen wir sie als unabänderliche Notwendigkeit binnebenen? Der Schaden, den sie bringen, besteht nicht nur im Berlust von Zeit. Uns ist nicht zweifelhaft, daß auch die Rechtspflege dabei leidet. Gebuldproben, wie fie einem in Ptoobit zugemutet werben, tönnen dem Geduldigsten die Baune verserben. Пnd wehe dem Ahnungsløsen, der die Pünktlichkeit" der Gerichte nicht fannte und sich nicht mit Mundvorrat verjah! Migmutig und erschöpft tommen der Angeflagte und die Beugen endlich vor das Richterfollegium. Gie haben nicht mehr die Frische, die nötig wäre, um der Berhandlung mit Aufmerkſamfeit zu folgen. Wie sft mag das Ergebnis der Be weisaufnahme daburch beeinträchtigt worden sein, daß Jeugen infølge langen Wartens abgespannt waren! Die Geschwindigkeit der Post. Ein Lefer schreibt uns: Ob das Wort„ Post" von dem latei nifchen" post" stammt, weiß ich nicht. Benu ja, so bemüht sich mein Postamt mit Erfolg, dieser Herkunft gerecht zu werden. Denn im Lateinischen bedeutet pest: nach, hinten, hinter, später als. Der Krieg hat mich von meiner Familie getrennt. Mürzlich fchrieb ich, daß ich andern Tags dort eintreffen werde. Die Karte " Lichtenberg bei Samann, Atroffener Str. 35, Ede Gryphius Bei Kurkowski, Pfarrstr. 74. Oberschöneweide: bei Ladewig, Laufenerstr. B. Reinickendorf- Oft im Lokal von H. Naasch, Residenzftr. 127, Ede Naschdorfstraße. trug ich mittags zum Boftamt 68 an der Lindenstraße; fie if aud Straße 5. Außerdem Bał fie zur Bequemlichkelt des Bublifums 1 | richtig 12-1 N." abgestempelt. Da thr Ziel, die nur start fünf folgende Annahmestellen eingerichtet: 1. Seiferhold, Joachim- straße. Schnellzugstunden entfernte Provinzialhauptstadt M., direkteste Friedrich- Str. 12. 2. Mesener, Prinzregentenstr. 52. Die Anstalt ist Eisenbahnverbindungen hat, mußte die Starte andern Morgens auf wieder vergrößert worden und daher in der Lage, Reparaturen in dem ersten Wege bestellt werden. Ich ging von dannen, schlief eine dringenden Fällen innerhalb 2-3 Tagen auszuführen. Der freiNacht in Berlin, fuhr dann nach M., beschäftigte mich dort einen händige Sohlenverkauf an das Publikum findet nur im Bureau der ganzen Tag, fchlief abermals eine Nacht, und als ich andern Besohlanstalt, Gieselerstr. 7, III, statt, doch bleibt auch dieses Buceau Morgens die Postbotin empfing, überreichte sie mir- meine eigene megen Lageraufnahme von heute bis Montag, den 14. Oktober, geKarte aus Berlin. schlossen. Dieser Tage erkrankte meine Frau, und ich wartete Sonnabend und Sonntag vergeblich auf Nachricht. Endlich überreichte mir der Bote Montagmorgen den lange erwarteten Brief. Er trug den Boststempel bom- Freitag. In der Zeit hätte ihn eine alte Botenfrau zu Fuß bringen können. Gleichfalls vor wenigen Tagen erhielt' ich einen Brief aus der faum bier Schnellzugstunden entfernten Stadt H. Ich hatte ihn, da er wichtige Mitteilungen enthielt, seit einer Woche erwartet. In der Tat war er zur richtigen Zeit aus H. abgegangen. Von der Bost zugestellt wurde er mir aber acht Tage später, als der Abgangsstempel datiert ist. Man denke nicht, daß diese brei Fälle, die fich in den legten Wochen abspielten, eine Auslese aus einem umfangreichen Brief verkehr feien. Nein: ich erhalte wöchentlich faum mehr als brei Briefe. Bon meinen Erfahrungen mit teuer franfierten„ bringenden", durch bezahlten Eilboten zu bestellenden Pateten will ich erst gar nicht anfangen. Das eine steht fest: Die Firigkeit der Poft hat mit der bedeutenden Erhöhung der Gebühren im gleichen Verhältnis nachgelassen. Berliner Lebensmittel. Auf die Abschnitte 62 und 63 der allgemeinen Lebensmittelfarte der Stadt Berlin entfallen insgesamt 250 Gramm lose Suppen oder 250 Gramm Morgentrant oder fünf Suppentafeln oder 250 Gramm Beluschten oder andere Hülsenfrüchte. Die Abschnitte sind in der Zeit vom 9. bis 11. Dftober 1918 in den Kleinhandelsgeschäften abzugeben. Bankow. Behördliche Bummelet. Infolge einer zu späten Mit teilung findet für Pankow die Herabsehung des Kartoffelpreises, welcher in Berlin jetzt auf 10 Bf. pro Pfund festgesezt ist, erft von nächster Woche an statt. Weißensee. Lebensmittel. Auf Abschnitt 68 der Allgemeinen Lebensmittelfarte entfällt 1 Pfund 3 wiebeln( 32 Pf.). Die Auslieferung erfolgt gegen Vorlegung der Lebensmittelfarte vom 10. d. M. in den Verkaufsstellen Pistoriusstr. 24 und Cafeler Str. 2. Die zum Verbrauch für die Woche vom 14. bis 20. Oftober bestimmten 7 Pfund Kartoffeln sind bis spätestens einschließlich Sonntag, den 13. Oktober, in den Kleinhandelsgeschäften zu entnehmen, jedoch sorgenn dieses ist der Freien eing'ge Pflicht: Das Reich zu schirmen, das sie selbst beschirmt. Soilles Erfüller diese Pflichtt Zeichnet die Neuntet fältig zum Verbrauch für die Woche vom 14. bis 20. Oftober eufzubewahren. Mit Sonntag, den 13. Oftober, verlieren die Abschnitte 129a- g der Kartoffelbarte ihre Gültigkeit. Bis zu diesem Tage hat also jeber Starteninhaber zur Vermeidung des Berlustes seine Kartoffeln für die Woche vom 14. bis 20. Oftober abzunehmen. Es wird dringend ersucht, zur Bermeidung von Stockungen in der Berteilung die Kartoffeln unverzüglich abzunehmen, Die Berliner Rechtsanwälte haben an einem großen Tell beschlossen, ihre Bureaus unter Fortfall der bisherigen mehrftündigen Mittagspause um 5 Uhr zu schließen und demgemäß die Sprech stunde in der Zeit von 3 oder 4 Uhr bis 5 Uhr abzuhalten. Beitler- Stiftung. Die Städtische Stiftungsbeputation fordert auf zur Bewerbung um Unterstügung aus der Johann- Jakob- Adlershof. Gemeindevertretersizung. In der Sitzung am FreiDie Stiftung hat einmalige Unter- tag erfolgte die Einführung des zum unbesoldeten Schöffen geBeitler- Stiftung. stügungen von wenigstens 30 M. an Weber, Wirker, Rasch- wählten Gemeindeverordneten Lufft, Vorfibenden des neuen Hausmacher, Zeugmacher, Tuchmacher, Strumpf- und Seidenwirker und und Grundbesitzervereins, in sein Amt. Die Vorlagen betreffend auch an andere Handwerker, Meister und Gesellen zu vergeben, die Erhöhung der Gemeindearbeiterlöhne und betreffend die Gewährung zwar der öffentlichen Armenpflege nicht anheimgefallen, aber in einer einmaligen Teuerungszulage an die nichtbeamteten Geldverlegenheit sind, insbesondere wegen Wohnungsmietzahlung. im Gemeindedienste tätigen Personen in Höhe eines Monatsgehalts Bewerber müssen mindestens feit zwei Jahren in Berlin sich nieder- wurden angenommen, ebenso wurde die Mehrvergütung der Hilfsgelassen haben. Den Vorzug erhalten solche mit mehr als vier lehrpersonen genehmigt. Der neuen Besoldungsordnung für die Kindern unter 14 Jahren. Solcherart begründete Gesuche sind bis höheren Lehranstalten stimmte man zu; dagegen wurde die Beschlußzum 11. Oftober an die Stiftungsdeputation, Stralauer Str. 56 II, faffung über den geplanten Ausbau der Realschule vertagt. Die zu richten. Gemeindevertretung befaßte sich abermals mit der Angelegenheit des Meinwohnhausbaues, trat den Beschlüssen des Bau- und Verkehrsausschusses vom 30. September über die einzuschlagenden Wege bei und beauftragte den Gemeindevorstand mit den weiter zu er greifenden Maßnahmen. Die Benutzung der öffentlichen Straßen und Pläße mit Dampflastenzügen und der Rudower Chaussee mit Die Oberförsterei Feldbahngleisen wurde widerruflich gestattet. Grünau hat sich mit der Anlage eines Müllabladeplates an der füdlichen Umgehungsbahn bei Spindlersfeld einverstanden erklärt; die Durchführung der Angelegenheit wurde dem Bauausschusse über tragen. Märkische Borträge. Die malerischen Wanderungen burch die Mart Brandenburg von Ostar Bolle, die in Begleitung von Lichtbildern in natürlichen Farben die Landschaftsschönheiten unserer Heimat in allen ihren Stimmungen wideribiegeln, werden auch diesen Winter im Hörsaal des Runstgewerbemuseums, Prinz- Albrecht- Str. 7/8, stattfinden. Der erite Abend findet heute statt, beginnt um 8, Uhr, und bringt zwei Banderungen nach Südersdorf- Chorin- Dderberg und an den Flaming. Das neue Verzeichnis fomte Karten sind bei Baul Horsch, Bigarrenholg., Engelufer 15, A. Wertheim, Konzertkaffe, Leipziger Ctr. 126, Bote u. Bod, Leipziger Str. 37, Lüdersdorfsche Buchhandlung, Hardenbergstr. 25 am 800, Nicolaische Buchhandlung, Dorotheenftr. 75, sowie abends am Saaleingange zu haben. Groß- Berliner Parteinachrichten. Groß- Berlin. Einen panischen Schreden hatten die Baffanten in der Nähe des Schlosses am Montag auszustehen. In voller Fahrt saufte ein bejebtes Auto heran, als sich unversehens ein Herr aus der Menge löste und in offenbar selbstmörderischer Absicht vor das Auto warf. Den Augenzeugen des aufregenden Vorfalls fiel ein Stein bom Herzen, als sich der überfahrene Herr anscheinend unverletzt wieder Heute abend 8 thr: Mitgliederversammlungen und 3nerheben konnte, und rasch schlug die Stimmung vollends um, als sammenfünfte. fich das vermeintliche Opfer des Straßenunfalls mit höflicher Ver- Die gegenwärtige bedeutungsvolle politische Lage erneigung als der Artist Marino zu erkennen gab, der all- fordert die Anwesenheit aller Parteigenossen. abendlich im Zirkus Busch auftritt und dessen Glanznummer es ist, Neue Mitglieder werden aufgenommen. fich am Schluß seiner Kraftproduktionen von einem 4000pfündigen großen und vollbesetzten Auto überfahren zu lassen. Zu der ErtraBerlin I. Berlin II. borstellung Unter den Linden hatte Marino sich infolge einer Wette bef Glane, Kommandantenstraße 88. um 1000 m. entschlossen, da in der Sonntagabendborstellung von einem Herrn vor vollbeseztem Hause Zweifel darüber ausgesprochen wurden, ob Marino es wagen würde, sich auf dem harten Pflaster im Jugendheim Lindenstr. 3, 2. Hof links 3 Tr. der Großstadt überfahren zu lassen. Berlin III. Berlin IV. Der Mord bei Staaten. Nach den neuesten Feststellungen im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15: Vortrag des Genossen Heiltürfte es sich um einen Lust und Raub mord handeln. Unter mann. dem Verdacht der Täterschaft ist ein polnischer Arbeiter in Bredow berhaftet worden. Die Ermordete ist bermutlich eine 21jährige Näherin Anna Neufeld, die in Berlin bei ihren Eltern wohnte. Sie war am Sonntag zu einer befreundeten Familie nach Spandau gefahren, hatte diese um 6 Uhr nachmittags verlassen und wurde seitdem bermißt. Zu dem Nanbmordverfuch an der Witwe Meher in der Nammer straße wird mitgeteilt, daß es jetzt gelungen ist, einen der Täter, Wilhelm Hajot, in Hindenburg festzunehmen. Weißensee bei Stärke, Charlottenburger Straße 3. Morgen Donnerstag, den 10. Oktober, beginnt die Vortrags. ferie des Genossen Molfenbuhr über: 11 " Die Geschichte der deutschen Sozialdemokratie". Eintrittsfarten find in den Parteiveranstaltungen zu haben. Aus aller Welt. ,, Unabhängige" Schlaumeier. Diefer Tage entrüstete sich die unabhängige Solinger Arbeiter stimme" über den Kölner Sprengwagen Nr. 12, weil er bei strömendem Regen daher fuhr und weitersprengte:„ Es wird gesprengt... so ist es beschlossen, und der Beschluß wird durchgeführt, auch wenn alle Schleusen des Himmels sich geöffnet haben. O heilige Einfalt!"- Die letzten Worte sollen sich auf den Sprengwagenfutscher und seine Auftraggeber beziehen, nicht auf den schlauen Gewährsmann und den Redakteur, der die sensationelle Notiz berbreitet. Diese beiden Genies hätten, als der Regen aus brach, die Nieselvorrichtung abgestellt und das gefüllte Waffer* faß durch den friegsernährten Gaul ins Depot schleppen lassen, um es erst dort zu entleeren! Wenn eine gewisse Sorte„ Unabhängiger" über politische Dinge redet und schreibt, geschieht das nicht nur mit ähnlicher Sachkenntnis und Einsicht, sondern auch in dem gleichen Zone geistiger Ueberlegenheit. Briefkasten der Redaktion. 6. M. 5. 84. 1. Die Armendirektion kann die Höhe der Abzahlung. feftiegen. 2. Dafür gibt es feine bestimmten Säße, das richtet sich nach dem Einkommen des Verpflichteten; übrigens haben Sie nicht mitgeteilt, um was es sich handelt. 3. Darüber fönnen wir Ihnen ohne nähere Kenntnis der Sachlage feine Auskunft geben. 4. Das Halten eines Hundes könnte dafür angesehen werden, nicht aber das Bewohnen einer ZweiZimmer- Wohnung. 5. Sie müßten erst angeben, um welche Unterstügung es fich handelt. 6. Auch darüber fehlen genaue Angaben. Am besten 2. 100. Der wäre eine persönliche Belbrechung mit uns. 7. Nein. Ihnen gezahlt vom Todestage an, die Unterstützung nach drei Monaten zum Sergeant zuerfiBeförderte ist der Dienstälteste.- 2. M. Die Rente wird nachdem, also bis zum 23. Juli. Bas Sie vom 23. Juli an an Unterstützung mehr bezogen haben, als die Rente ausmacht, wird Ihnen von der Rente in abzug gebracht. R. 57. Rein. K. R. 20. Die Zulage sol jetzt schon gezahlt werden. Wenden Sie sich mit einem solchen Antrag an die betreffende Staſſenverwaltung, von der Sie die mente beschen E. B. 100. Entzieht sich unserer Kenntnis. Zensurfreiheit. Das Bergehen ist nur ein sehr geringes; die Höhe der Straje fönnen wir nicht angeben. Sie wird aber auf keinen Fall er heblich sein. Wahrscheinlich tommen Sie mit einem Verweis davon. . 5. 103. 1. Für die Miete haften Sie. Sie tönnten allerdings versuchen, für die angegebene Zeit durch Antrag bei der Gemeinde einen Buschuß zu erwirken. 2. In diesem Falle steht dem Bermieter ein Bjandrecht an dem Eigentum Ihrer Frau nicht zu. steigende Betrag müßte Ihnen gezahlt werden. finden sich noch im Heeresdienst, die Nente ruht. trag beim Justizministerium fann der Verlobten eines im Felde Gefallenen der Titel„ Frau" erteilt werden. Löhnung für den gefangenen Sohn tann der Mutter gewährt werden, wenn Bedürftigkeit vorliegt. Et diretter Anspruch besteht also nicht darauf. 2. An das Erfak Bataillon des Truppenteils, dem der Sohn 23. M. zugehört. Die Unterstügung würde dem Vater gewahrt, wenn Bedürftigkeit vorliegt und wenn er den Nachweis erbringen fann, daß einer der Söhne vor Einziehung zum Militär. ihn unterstützt hat. Das wird in Ihrem Falle taum zutreffen. 6. R. 233. Wenn der Soldat den Befehl dazu erhält, muß er demt nachfommen, einen Anspruch auf eine solche Bequemlichkeit ist dem Unteroffizier wohl zu bestreiten, weshalb der Soldat gegen die Anordnung auf dem Dientwege Beschwerde erheben tönnte. 5. P. Ein noch maliges Gnadengefuch hätte teinen 3wed, da die Staatsanimaltichaft, bet abgelehnt hat. Römer III. Der Unteroffizier hat nach 5jähriger Dienstzeit Anspruch auf Sergeantenlöhnung. Die Nachzahlung fönnte vom Tage der Beförderung an nachverlangt werden. D.. 71. Die n nahme der Waren fann natürlich verweigert werden; sie müßte jogar ver weigert werden, wenn eine Ueberschreitung des Höchstpreises in Frage fommt. 2. Eine solche Verfügung fennen wir nicht. 3. An das Ernährungsamt Berlin, Fischerstr. 39-42. 4. Das halten wir für unzulässig. Wasserstandsnachrichten der Landesanstalt für Gewässertuube, mitgeteilt vom Berliner Betterbureau. J. 2. 99. Sie beDer die Löhnung über G. B. 49. Auf AnN. M. 100. 1. Die der Rüdfrage gehalten wird, die Befürwortung des Gnadengefuches schon 6. 7. Wasserstand am 130 129 58 58 64 64 Befer Kersdorf Münden Minden ස. 184 197 Wasserstand am 6. 7 cm cm om cm Memel Tuft Pregel Insterburg-38 Weichsel Thorn 158 153 Saale Brochlis Havel 68 74 Spandau 35 34 48 47 Nathenow 2-3 Ober Ratibor Spree Spremberg 80 80 " Stroffen Frankfurt Schrimm Landsberg 156 158 214 216 -20-21 Rhein Maximil.an Bordamm -26-30 Caub 214 Leitmerig Dresden Barby -65-65 Cöln 205 -192 188 Neckar Heilbronn 28 31 31 Main Hanan Magdeburg 30 31 Mosel Trier 104 BandsPetersburger Biertel bei Kühn, Schreinerstr. 58. Berger Viertel im Elysium, Landsberger Allee 40. Frankfurter Warthe Biertel im Kleinen Gewerkschaftshaus, Elisabethstr. 11. Stra lauer Viertel bei Fr. Kienis, Simon- Dach- Str. 24, Ede Revaler Nege Straße. Görlißer und Cöpenider Biertel bei Daus, Laufizer Elbe Straße 46. Berlin V. in den Unions- Sälen, Greifswalder Str. 221/223. Berlin VI. 10. und Schöneberg. Die Stadtverordnetenverfammlung beschäftigte fich 1. und 2. Abt. bei Dobrohlaw, Swinemünder Str. 11. am Montag mit der Ergänzungswahl zum Zweckverband an Stelle 3. u. 4. Abt. bei Burg, Prenzlauer Allee 189, Ede Raumerstr. bes berzogenen Stadtrats Dr. Licht. Der Magistrat schlug Stadt- 5. Abt. bei Grunau, Stahlheimer Ctr. 30, am Humannplay. rat Katz vor, während die sozialdemokratische und die Freie 6. Abt. bei Goldschmidt, Stolpische Str. 36. 7. Abt. bei Korn, Frattion beantragten, die Wahl zu vertagen, um eine gerechte Ber- Gleimstr. 10, Ede Faltplay. 8. Abt. bei Hoffmann, Swinemünder tretung für Magistrat und Stadtverordnete vorzunehmen. Mit Straße 47, 9. Abt. bei Obiglo, Stralsunder Str. 11. Stimmengleichheit wurde dieser Antrag abgelehnt, mit der Be- 11. Abt. bei Carus, Voltastr. 37. 12. u. 15. Abt. bei Bauer, gründung, daß bei den allgemeinen Zweckverbandswahlen diese Birkenstr. 29a. 13. u. 14. Abt. bei Kleinert, Revebowstr. 21, Ede Wünsche berücksichtigt werden sollen. Die Wahl ergab, daß Stadtrat Jagomstraße. 16., 17. u. 20. Abt. bei Sachse, Lindower Str. 26. Rat 30 und Genosse Mohs 25 Stimmen erhielt, während fünf 18. u. 19. Abt. im Schwedenzelt", Ecke Schwedenstraße und Bettel unbeschrieben waren. Gewählt ist somit Stadtrat tab, als Grerzierstraße.- 21. u. 22. bt. bei Lewandowski, Seeftr. 104. fein Stellvertreter wurde Baurat Dr. Wagner gewählt. Hierauf folgte die Wahl des unbesoldeten Stadtrats Jakobs zum besoldeten Stadtrat. Er erhielt 41 von 42 abgegebenen Stimmen. Der Stadtverordnetenvorsteher- Stellvertreter gab sodann folgendes Telegramm, bekannt: Wegen Maschinendefekts wird Wassermangel eintreten. Wir find mit allen Kräften bestrebt, den Schaden schnellstens zu be= heben. Charlottenburger Wasserwerfe." Die Magistratsvorlage, eine Mädchen- Handelsschule einzurichten, wurde allgemein begrüßt. Bemängelt wurde, daß eine noch malige Prüfung stattfinden soll, ebenjo, daß kein gedrudter Bericht über die finanzielle Seite beilag. Die Vorlage wurde einem Ausschuß überwiesen, dem die Genoffen zeminsti und Rüter angehören. Wilmersdorf. Abgabe von Zwiebeln. Um auch diejenigen Einwohner, die ihren Kartoffelbedarf nicht in den hiesigen Gemüsegeschäften beziehen, mit Riviebeln zu versorgen, werden am 9. und 10. b. M. während er Dienststunden von 8-3 Uhr, im Lebensmittelamt( Wilhelmsaue 114/115. Eingang 4), auf Abschnitt 68 der GroßBerliner Lebensmittelfarte Bezugscheine auf je ein Pfund Zwiebeln berabfolgt werden. " Teltow- Beeskow. Alt- Glienice- Falkenberg bei Fris Bahr, Copenider Str. 48. Baumschulenweg. Bahlabens bei Erbe, Baumschulenstr. 14. Bohnsdorf: bei Heimann, Riedelstraße. Brit- Buckow bei Otto Bahr, Brit, Werderstr. 87. Charlottenburg im Volkshaus, Rosinenstr. 4( fleiner Saal). Friedenau im Kaiser- Wilhelm- Garten, Rheinstr. 65. Mariendorf: im Sportrestaurant, Chausseestr. 44. Neukölln. 1. u. 2. Bezirk bei Schulz, Reuterstr. 47. 3. u. 4. Bezirk bei Karl Müller, Weserstr. 200.- 5. Bezirk bei Schittler, Weichselstr. 5. 6. Bezirk bei Noad, Weserstr. 41. 7. Bezirk bei Robert Jden, Boddinitr. 58. 8. Bezirk bei kleinert, Stuttgarter Straße 7. 9. Bezirk bei Nitsche, Bertelsdorfer Str. 8.- 10. bis 12. Bezirk bei Lehmann, Böhmische Str. 43. 13. bis 17. Bezirk bei Genkel, Hermannstr. 178. 18. bis 20. Bezirk bei Richnow, Prinz- Handjerg- Str. 69. 21. bis 22. Bezirk bei Hentschel, Herr23. Bezirk bei Breitkreuz, Reuterstr. 11. furthstraße 27. zirk bei Bahr, Karlsgartenstr. 4. 24. Be Schöneberg bei Ernst Obst, Martin- Luther- Str. 69, Steglis bei Louis Clement, Düppelstr. 7. Tempelhof bei Paul Schade, Berliner Str. 121. Wildau bei Otto Schumann, Schwarzkopffftr. 120. Wilmersdorf bei Mag Schäfer, Brandenburgische Str. 69. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis Donnerstag mittag. Zeitweise heiter, aber veränderlich, weftlich der Doer nur geringe, im Diten etwas startere Stegenfälle, in den Mittags. ftunden ziemlich mild. Gewinnauszug der 12. Preußisch- Süddeutschen ( 88. Königlich Preußischen) Klaffenlotteris 4. Klasse 1. 8iehungstag 8. Dfiober 1918 Aluf jede gezogene Wummer find zwei gleich hobe Gewinne gefallen, und zwar je ciner auf die Lese gleicher Summer in den beiden Abteilungen I und II Ohne Gewähr A. St.-A. f. 8.) ( Nachdruck verboten) In der Vormittags- Ziehung wurden Gewinne über 192 Mt. gezogen: 2 Gewinne zu 100 000 t. 208965 2 Getvinne zu 5000 M. 81709 4 Gewinne zu 3000 t. 49861 119961 14 Gewinne zu 1000 Mt. 17826 73654 75559 76766 99915 135104 206661 26 Gewinne zu 500 mt. 5282 19254 62791 87254 84424 111055 131311 181847 139947 176704 179598 195525 209392 70 Gewone au 400 t. 2217 10203 11189 11722 17920 25667 26365 32990 33617 89416 42529 60241 62010 78028 78607 84892 84912 94965 95453 99455 116728 119941 120133 127055 136267 136303 137424 142642 151898 156291 179278 184901 193640 220034 228022 In der Nachmittags- Ziebung wurden Gewinne über 192 ML gezogen: 2 Gewinne zu 40 000 Mt. 34495 2 Gewinne zu 20 000 Wt. 34820 2 Getvinne zu 10 000 t. 41523 2 Solvinne zu 5000 f. 29947 8 Gewinne zu 3000 t. 49190 49476 93057 206533 10 Gewinne zu 1000 Mt. 73656 96898 99989 168198 178128 22 Gewinne zu 500 Mt. 92776 96095 106970 107002 142112 144389 146883 166864 176094 188683 190278 78 Gewinne z 400 t. 4161 24997 38481 46975 51928 62154 64249 68325 77713 78372 87396 93769 95269 100302 101324 101489 102508 104555 104600. 106819 115495 115870 115916 117960 127196 131588 132969 159991 165924 178145 Fredersdorf- Petershagen- Bruchmühle bei Zibell in Fredersdorf 187374 194957 200782 202451 205791 211783 215541 222078 Berlegung von Dienststellen. Das Bureau der Stadtbekleibungsstelle befindet sich jetzt im Schulgebäude, Gieselerstr. 7, III. Anträge auf Ueberlassung von Reichsware müssen lediglich in diesem Bureau, in der Beit von 9-12 Uhr vormittags, gestellt werden. Wegen Lageraufnahme bleibt das Bureau und die Ausgabestelle bon heute bis Montag, den 14. Oktober, geschlossen. Die Städtische Reparatur und Besoblanstalt befindet fich nur in der Holsteinischen( am Bahnhof). Niederbarnim. Ertner: bei Eichhorn, Wilhelmstraße. 222648 Direktion Max Reinhardt. Deutsches Theater 7, Uhr: Clavigo. Kammerspiele 7 Uhr: Rosmersholm. Kleines Schauspielhaus Theater für Mittwoch, 9. Oktober. Central- Theater Uhr: Die Rose von Stambul. Deutsches Opernhaus Uhr: 7. Eugen Onegin. Fasanenstraße 1, Portal 5. Friedrich- Wilhelmst. Theater 18 Uhr: Frühlings Erwachen. Volksbühne Theater am Bülowplatz. Direktion Friedrich Kayẞler. 7% Uhr: Hannerl. Kleines Theater 8 Uhr: Neues Operettenhaus 7%, Uhr: Das süße Mädel. Residenz- Theater 7. Hotel Stadt Lemberg. Uhr: Schiller- Th. Chari. 7%, Uhr: Der siebente Tag. Thalia- Theater 7%, Uhr: Kirschgarten. Z. 1. M.: Alt- Nürnberg: Unter d. blühend. Linde. Dir. C. Meinhardd. R. Bernauer. Komische Oper Uhr: Theater am Nollendorfplatz 7 Uhr. Theater Königgratzer Str. 7.: Schwarzwaldmädel. 34, U.: Das Mädchenpensionat. 8 Uhr: Erdgeist. Komödienhaus 715: Die tanzende Nymphe. Berliner Theater 715 U.: Blitzblaues Blut. 2 Lustspielhaus The: Die spanische Fliege. Uhr: Metropol- Theater 7 U. Casino- Theater. 10: Die Faschingsfee Lothringer Str. 37. Tagl. 3/8 U.: Ein großer Theatererfolg der Berliner Bossen- Schlager Vsi olds als achteln Theater des Westens 74, Uhr: Die lastige Witwe mit Guido Thielscher. Palast- Theater Wallner- Theater 74/4 Man lacht mal wieder! Der Stralauer Fischzug. 7, Uhr Graf Habenichts. Borher das neue Ditober- Progr. Gefang, Akrobatik. Humor! Sonnt. 3: Ein fideles Huhn. Theater der Friedrichstadt. Ecke Friedrich- u. Linienstr 73, Uhr. Tägl.: Nord. 8650. Kaiserplatz 3, 1 Tr. Ein lust. Stück m. Musik v. Laufs v. Möllendorff. Georg. L. Holms. Sonnab. u. Mittw. 32: Hansel und Gretel im Zauberwald. Sonntag 32: Goldene Spiegel. Walhalla- Theater. 7 Uhr: Donauliebchen. Rose- Theater. 7 Uhr: Gastsp. d. Friedr.Wilhelmstädt. Theaters: Das Dreimäderlhans. 12 WINTER CARTEN Trude Hesterberg Inge. Lanry Tegernseer Bauerntheater Die Hosenknöpf sowie der neue Oktober- Spielplan! Apollo Friedrichstr. 218 Dir.: James Klein. 7 Sonnt. 3%, u. 7 Die Welt geht unter! Große Varieté- Ausstattungsschau in vielen Bildern mit Senta Soneland Ernst Lubitsch usw. Sonnt. 3, Uhr jeder Erwachs. 1 Kind frei! Trianon- Theater Bhf. Friedrichstr.Ztr. 4927,2391 Nachm. 24 Uhr, kl. Preise: Hänsel und Gretel. Abends 8 Uhr: NATIONAL- THEATER Cöpenicker Str. 68. Tägl. 8: 5 Min. Jannow.- Br. Ganz Berlin spricht von: Prinzenliebe. Operette in 3 Akten von Walter Bromme. Preise: 2-10 M. Stg. 8% ,: Studentenliebchen( Oper.). Philharmonie. Montag, 14. Okt., 7, Uhr. Görlitzer Volkschor Dirigent: Arnold Schattschneider Professor: Sol.: Lotte Leonard, Paula Weber, Anton Kohmann, Kammersänger Wilhelm Fenten. Das verstärkte Philharmon. Orchester. ,, Das Lied von der Glocke" on Bruch. Karten 6, 5, 4, 3, 1,50 M. Max Voraufführung Sonntag, 13. Okt., 12 Uhr mittags. Karten 3, 2, 1 M. Busch, Papier- Fahrrad- Bereifung Tägl. 72. Sonnt. 3, u.7% Marino der Mann mit den eisernen Rippen, wird täglich von einem vollbesetzten Auto überfahren, sowie das übr. glänzende Oktober- Programm. Zum Schluß: tast. Phan- Wasser- Pantomime Oberon. Theater am Kottbuser Tor. Kottbuserst.6Leit.F.Wagner Täglich 7, Uhr: Die Große Varieté- Schau. Dekorationsentw. Heinr. Zille.- Anna Müller- Lincke. Vorverk. 10-1, u ab 5 U. sowie bei Wertheim. Reichshallen- Theater. Allabendlich 74, Uhr und Sonntag nachmittags 3 Uhr: Stettiner Sänger. Nachmittags ermä8. Preise! Kükük Lichtspiele Der gute Ruf Große Frankfurter Str. 28. von Hermann Sudermann, Ida Wüst. Bruno Kastner. Debner. Flink. Schönfeld. Klein. Morgen u. folg. Tage 8 Uhr: Der gute Ruf. Donnerstag 14: Rotkäppchen. Freitag 4: Schneewittchen. Sonnab. 24: Hänsel u. Grete!. Sonntag 14: Johannisfeuer. Admiralspalast. Die Prinzessin von Tragant. Wer ist die Schönste? Sajdah. 7 Uhr. Kaffee Equitable) Friedrichst 59 60 Ecke Leipzigerstr Konzert.Kabarett 7 Anfang 7 Otto Reutter Mia Werber Robert Steidl Rochelli Bella Frankhé Emanuel Steiner Täglich von 4 Uhr ab: Gr.Nachmittagskonzert Dirigent Paul Kurz aus Wien. Rosendiele- 50 Billards a. d. Andreasstraße. Der Verschwender von Ferd. Raimund mit Gesang. Fern Andra in ihrem schönsten Film: Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht Anfang 5 Uhr. Universal Briefsteller in einjähriger Benutzung, tausendfach bewährt. Leichter, geräuschlos. Gang, wie auf Vollgummi. Keine Reparaturen. Geringe Abnutzung.. Bei jeder LADBEREIFUNG Witterung gebrauchsfähig. DEUTION PAPIER 3. 8ichenberg, Papierröhrenwalzwerk Papier- Fahrradbereifung. Berlin S, Alte Jakobstraße 75. Forel, Prof. A., Die sexuelle Frage. Voltsausgabe 5,00 m. Buchhandlung Vorwärts, Zindenstraße 3. Laden. Ohne größere Barmittel fann jeder Kriegsanleihe zeichnen durch Abschluß einer Kriegsanleihe- Versicherung. Niedrige Prämien. Hohe Gewinnanteile. Genaue Berechnungen fostenlos durch die Deutsche Lebensversicherungs- Baut Attien- Gesellschaft in Berlin 1750 W 40, Kronprinzen- Ufer 18. 20812 1. bill. Spezialgeschäft für Uhren. Nachts leuchtende Militär- Ankeruhr 1750 M. Meine Militäruhren M. 17,50 haben einfache. präzise Konftrut. ton, fino prafttich u zuverlässig im tägl Gebrauch, u. daher die beliebiesten ahren für das große Bublifum geworden; sie sind in allen Zeilen der deutschen Armee und kai erl. Marine zur vollen Zufriedenheit im Gebrauch. Man affe fich durch Anpretfung minerwertiger Sorten nicht trre eisen, solche fino heute nicht mehr it Sorgfalt ausgeführt. Wer auf eine wirtlich gutgehende Uhr eflettiert auf die man fich un bedingt verlaffen rann, verlange meine Deutsche Militäruhr. Meine Militär- Anteruhren find in tidel 17,50 M., matt Goldrändern od. Stahlsryd 19,50 M. erhältlich. E. Möbis, 14 Beuthstraße 14 ( Bertauf nur im Baden) Gegründet 1903. Besonderes Angebot in Möbellschlafimmern Eiche! 1 Schrank, Steilig, Ansicht mit Kristall glas, Hutboden, Stange, geschliffene Berglasung 1 Waschtoilette mit Kristallspiegel und Marmor 2 Nachtschränke mit Marmor 2 Bettstellen 2 Patentböden 2 3teil. Auflege- Matragen m. Reiltisi. 2 Stühle 1 Handtuchständer, 1975 Mart Beste Verarbeitung X trockenes Material Großes Lager, in allen Sorten Schlafzimmern Herrenzimmern Speisezimmern Bohnsalons zu sehr billigen Preisen- Versand auch nach auswärts nud Lombard Möbelhaus„ Sahnhof Börse 6. m. b. H. Dircksenstraße 43-44. Entzückende Pelzmäntel kurz u.lang kurs 1100,-, 1500,-, halblang 1800,-, lang 2100,-, 2400,- 8%, Pelzgefütterte Mäntel!! Warme Flauschmäntel!! 895,-, 475,- usw. 275,-, 390, SW. Pracht- Kostüme 275, 390, 450. Einfache Kostüme 175,- 295,- usw. Impr. Seidenmäntel 225.250,- usw. Röcke!! Stoff 58,- Beide 80, 86, usw. Westmann, 4, 1. Geschäft: Berlin W, Mohrenstraße 37a.. Mart, Buchhandlung Borwärts, Lindenstraße 3( Laden). Auf Kredit Möbel Wohnungs- Einrichtungen sowie einzelne Möbelstücke zu billigsten Preisen. Kleinste Anzahlung. Bequemste Abzahlung. Größte Rücksicht. 2. Goschaft: Berlin NO, Gr. Frankfurter Straße 15. Sonntags geschlossen. Austrägerinnen für den ,, Vorwärts" 99 werden eingestellt in folgenden Filialen Berlin: Prinzenstr. 31. Markusstr. 36. Wilmersdorf: Wilhelmsaue 27 Petersburger Platz 4. Lausitzer Platz 14/15. Lindenstr. 8. Wilhelmshavener Straße 48. A. Stein Schöneberg: Meininger Straße 9. Oranienstr. 1 Hochbahn- Station OranienStraße bei Schubert. Ober- Schöneweide: Paul, Mathildenstraße 5. Falkenberg: Salzmann, Gartenstadtstr. 10, für Alt- Glienicke. Wartenberg- Straße 1 Charlottenburg: Sesenheimer Str. 1. Lichtenberg: und Alt- Boxhagen 56. Steglitz: Bernsee, Mommsenstr. 59. Treptow: Gramenz, Kiefholzstr. 412. Meldezeit von 11 bis 1. Uhr und 4, bis 7 Uhr. 1400 Bekanntmachung. I. Es entfallen auf die Abschnitte 62 and 63 der allge meinen Lebensmittelfarte der Stadt Berlin Insgesamt 250 Gr. lose Suppen, oder 250 Gramm Morgentrant, oder 5 Suppentafeln, oder 250 Gramm Peluschten oder andere Hülsenfrüchte. Ein Anspruch auf Lieferung einer bestimmten Warenforte besteht nicht. II. Unter Ausschluß nachträglicher Annahme find ble Ans meldeabschnitte vom 9. bis 11. Oftober 1918 bei den Kleinhändlern and von diesen am 12. Oktober bei den Großhändlern abzuliefern. III. Der Anspruch auf nicht abgeholte Ware verfällt mit dem 11. November 1918. Berlin, den 8. Dttober 1918. Magiftrat der Königlichen Haupt- und Residenzstadt. Abteilung für Nährmittel. Zu 1866 Ra. Aus der unter unserer Verwaltung stehenden Johann Jakob Zeitler- Stiftung sollen einmalige Unterstübungen im Betrage von wenigstens 30 Mart an solche Weber und Stubl arbeiter( d. h. Weber, Wirker, Raschmacher, Zeugmacher, Tuchmacher, Strumpf- und Seidenwirfer und auch andere Hand werfer). Meister und Gesellen vergeben werden, welche zwar der öffentlichen Armenpflege nicht anheimgefallen sind, aber sich in ( Seldverlegenheit, namentlich was die Zahlung der Wohnungsmiete betrifft, befinden. Bewerber müssen sich seit mindestens zwei Jahren in Berlin niedergelassen haben; hauptsächlich sollen diejenigen berücksichtigt werden, welche mehr als 4 Stinder unter 14 Jahren haben. Gesuche mit Angaben über die Dauer des Aufenthalts in Berlin und über die Zahl der am Leben befindlichen Kinder unter 14 Jahren find innerhalb 14 Tagen an die unterzeichnete. Deputation, Stralauer Str. 56, II, zu richten. J.-Nr. 1700/18 Stift. Berlin, den 28. September 1918. Städtische Stiftungs- Deputation. Künstliche Zähne 30620* mit echtem Barakautichut, Goldkronen u. Brüden, Präzisionsarbeit. Rep. u. Umarbt. foj. Ueber 30 Jahre fachtätig. Steine Luguspreise. Fernspr.: Morigpl. 112 53. Zahnpragis Grüger, Prinzenstr. 66A, an der Dresdener Str. DauerwäscheVersand- Haus. Ich versende gegen Nachnahme oder Voreinsendung echte Cellul.- Gummi- Danerwäsche, Kragen, Serviteur, nebit Seidenfrawatte. Garnitur Jbsen, Stragen, Servi teur, Seramatte M. 22,00 Garnitur Schiller, Kragen, Serviteur, Krawatte M. 25,50 Garnitur Dernburg, Sragen, Serviteur, Krawatte M. 28,25 Ferner beste Gurtträger, Paar 3,75, 6,00, 7,50, 8,00, 9,50. la Seibenträger, Paar 6,75, 11,50, 14,50. Rur gute Ware, fein Bapiergurt. Porto und Verpack. werden zum Selbstfostenpreis berechnet. Garantie: chigefallend. tausche binnen 6 Tagen anstandslos um oder zahle Geld zurüd. Einzelstücke in Dauerwäsche fönnen nicht versandt werden. Schreiben Sie noch heute an Kari Neumann, Stargard i.Po. Danerwäsche- Zentrale. Gegen Einsendung von M.1,50 gebe ich ein gutes Mittel an, wie man alte, vergilbte, echie Dauerwäsche wieder tadellos weiß macht. 34736 Gegründet 1864 Pelzwaren en gron Einzelverkauf wie alljährlich zu billigst Preisen 21 Pelzh@ te S. Schlesinger Ordonnanz Neue Königstr. 21(° nanzbaus kein Laden, II. Stock In jeder Familie verwendet man nur meine. ganz neu verbesserte Band- Näh- Ahle„ Einzig". Jeder sein eigener Sattler u. Schuster. Die Ahle näht Steppstiche wie eine Nähmaschine. Man kann Schuhe, Goschirre, Treibriemen, Pferdeu. Wagendck., Sättel, Säcke, Segeltuch selbst flicken. Nähahle Einzig ist die beste, welche bis heute in den Verkaufs gelangte. Stuck mit drei verschiedenen Nadeln, Garn u. Gebrauchsanweisung 4,50 M., 2 Stück 8,50 M., 4 Stück nur 16,- M., vers. u. Nachn., Porto u. Verpackg. frei Versandhaus Georg Boh, Straßburg i. E., Saargemünder Straße 40. Vollständig geheilt wurde ich, obwohl selbst ärztl. Hilfe vergebens war, durch Ihr Spezialmittel von meiner Flechte. Jedem, der daran leidet, empfehle ich dringend Ihr Mittel, Rathaum, R. G.... Reichels Flechtenmittel über 25 Jahre glänzend bewährt und garantiert unschädlich. M.3.50. Zur gleichzeitigen inneren Kur Reichels Saltarin- Blutreinigungspulver, Schachtel M. 2.-. Otto Reichel, Berlin 43, Eisenbahnst.4 Möbel- Kredit Kompl. Einrichtungen fowie einzelne Stücke in solider Ausführung. Billigste Preise. Bequeme Teilzahlung. Antel, Brüdenstraße 2. Ich bin zurück Spezialarzt Dr. med. Wockenfuß Oranienbg. Tor Friedrichstr.125 Sprechst.11-1,6-8 für Syphilis, Harn- u.Frauenleiden Blutuntersuchungen. Schnelle, sichere, schmerzlose Heilung ohne Berufsstörung. Teilzahlung Bitte genau auf Firma 21 Damenbart und Hausnummer 21 zu achten. 21 Spezialarzt Dr. med. Laabs lästige Haare a. unliebsamen Stellen beseit. radikal bis auf d. Wurzel für immer nur mein Bepilater Unschädl., gefahrl. hbsol. sich. Pr. M.3.-. Drogenaans H.Bocatius, Berlin N. Schönhauser Alee 132. beb. ſönell, grünbl., mögl Unauffällis schmerzlos ut. ohne Berufsstör. Geschlechtskrankhelt., geheime Haut-, Harn-, Frauenleiden, Schwäche. Erprobtefte Methoden Harn- und Blutuntersuchung. Bahnhof Königstr. 3498, Alexander Sbr. 10-1u. 5-8, Sonnt. 10-1 Tafel Dezimalwagen, wagen, Gewichte liefert sofort ab Lager 1212* Wagner, Töpenicker Str. 71. erhält ergrautes Haar gleichmäßige Naturfarbe wieder durch einfaches rator". Ett allmab ut unver Ueberbürsten uit ,, Reichels Wegene wasbar u.plus d KT. 4. Wt. Dito Rethel, Bevil 43 Genernitr. 4. Unftstarten 100 Stüd 3 M. Schöne Köpfe, Liebes-, Landschaftss, Städte- usw. Preisliste frei. Bersand Nachnahme oder Voreinzahlung auf Starte 15 498 Hamburg. 1378* Versandhaus Merkur Arnold Bünger Rostock 129. Nuhhühnerzucht. Ein Buch Juustrationen. 1 Mart. Buchfür Anfänger. Mit zahlreichen handlung Vorwärts, Linden Straße 3( Laden). C. Spiffelmart, Laffen Sie Ihr Kind nicht zur Schule gehen, bevor Sie sich die Gewißheit verschafft haben, daß es wirklich gut sehen fann. in manchem schlechten Zeugnis sind nur die schlechten Augen schuld. Die meiste Arbeit in der Schule wird mit Hilfe der Augen verrichtet. Ein Kind, das nicht so gut sehen fann wie andere, ist im Nachteil und muß jich mehr an strengen, um folgen zu können. Trotzdem tritt rascher die Ermüdung ein, oft sogar mit Kopfschmerzen verbunden, die Aufmertjamfeit läßt nach, und das Kind bleibt zurüd, Kommen Sie mit Ihrem Kinbe zu uns. Wir prüfen fostenlos feine Schfrait und veroronen mit Sorgfalt die passenden Gläser, falls solche nötig und nüßlich für Ihr Kind sind. Sind's die Augen, Geh zu Ruhnkel Gde Ball- Sta Rileganderpla, neben finger Deanien- Str. 44, Babe Oranien- Bles SO. Gute Brillen für Kinder tosten von M. 5.an. Gläser egtra.. Wollen Sie lieber ein Paar Mart sparen, ober wollen Sie lieber Ihrem Kinde unnötige Anstrengungen und zurückjegungen ersparen? Sie fönnen mit Bertrauen zu uns fommen. Auch Sie werden gerne dort faufen, wo Sie große Auswahl und billige Breite finden.- Aber selbst wenn wir nicht die billigsten wären, so dürfen Sienie vergessen, Sie erhalten unsere große Garan tie, und diese ist wohl wichtig beim Einkauf von Brillen für Kinder, weil die e öfter etwas zerbrechen.. In der Garantiezeit erhalten Sie außer für Gläserbruch usw. alle Reparaturen umsonst. Die Carantie währt für Sassungen von M. 8.50 an zwei Jahre, für bessere drei Jahre. Optiker Ruhnke W Ceipziger Str. 113, W. 62: Rauer- Str. Ciuf- Str. 1, G. Batetemer Ra Friebrich- Str. 199, Gde Leuben- Ste N. Chauffee- Str. 72, Javaliben- Str. 134, Ede Bruauen- Sta Friedrich- Str. 108, Edé Biegel- St NW. Triebrid- Str. 150, Ede Dorotheen- Giz Schöneberg: Haupt- Straße 21 az Railer- Wilhelm- fa Friedenam Berlangen Sie nach außersalb lostenlos unfern Optometer ber fer nebit Berjante. Charlottenburg: Iauenglen- Str. 15, Gde Marburger Sta Joachimsthaler Str. 2, am Bahnbot 200. Rhein- Str. 18, de Airch- Str. gegenüber ber Ralfer Glos Wilmersdorf: Berliner Str. 132-3, blond- Ste Hart und schwer tras uns die Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Bruder, Schwiegerjohn, Schwager und Onkel 8201 Karl Halm man boch ein Opfer des Beltfrieges geworden ist. Er starb am 20. September in einem Feldlazarett an seiner schweren Bertvundung, nachdem er 2 Jahre alle Strapazen des Krieges durchgemacht hatte. 3m tiefften Schmerz Berta Haim. Neukölln, Weserstr. 86. Allan benen, die ihm feln Soldatenleben erleichtern Halfen, auf diesem Wege herzlichen Dant. Allgemeine Ortskrankenkaffe der Stadt Berlin. Am Sonntag, den 6. Dr. lober berjtarb der Kollege Ernst Klakow im 61. Lebensjahre. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute nachmittags 3 Uhr, von der Halle des GemeindeFriedhoses in Karlshorst aus statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht Der Angestellten- Ausschuß. Am 7. Oftober starb nach halbjährigem Leiden meine liebe Frau und Großmutter Emma Wagner geb. Brüggemann. Dies zeigen tiefbetrübt an Rudolf Wagner und Enkelin Bally Suder. Waldemarstraße 19. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 10. 10., nachmittags 2½ Uhr, auf dem Thomasfriedhofe statt. Verband der Bureauangeftellten Deutichlands. Ortsgruppe Groß- Berlin. Den Mitgliedert zur Nachricht, daß unser Kollege, der serantenfaffenangestellte Ernst Klakow am 6. Oftober im Alter von. 61 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet hente, 9. Oktober, nachmittags 3 Uhr, in Karls. gorft statt. Um rege Beteiligung er sucht Die Ortsverwaltung. Danksagung. Allen Freunden und Belannten für die herzliche Teilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes und guten Baters Reinhold Lanzky insbesondere dem Rebner Herrn Dupont für die uns troftreichen Borte am Grabe des Berstor benen den innigsten Dant. Jim Namen aller Hinterbliebenen Frau Luise Lanzky. Möbel- Cohn Im Osten: Gr. Frankfurter Str. 58 Im Norden: Badstrasse 47-48 Möbel- Kredii an jedermann. Geringste Anzahlung, kleinste Abzahlung. Spezialität: 1- u. 2- Zimmer- Einrichtungen einzelne Mökel, farbige Küchen. Grosse Auswahl komplett aufgestellter Schlaf-, Wohn- und Speisezimmer. Riesen Auswahl Billigste Preise NO Sehr kulante Bedingungen und größte Rücksichtnahme. Lieferung frei Hans. Liefere auch nach auswärts. Kriegsanleihe und Sparkassenbücher nehme gern als Anzahlung. Die Probe glänzend bestanden hat die Brewer Ranchkräuter- Mischung Hansa Gloria" Tabakähnlichst im Aussehen, Brand u. Geschmack. Behördlid genehmigt u. bersteuert. Unstreitig eines der besten Erzeugnisse, die bisher auf diesem Gebiete herausgebracht; zahlreime Nachbesteltungen beweisen täglich aufs Neue die Brauchbarkeit. Berfautspreis: Paket 100 Gr. 1.2. Probepostpaket 40 Pack à 1,-. Bei Mehrentnahme höheren Rabatt. Alleinvertretung und Fabriklager: Richard Giese, Waidmannslust bei Berlin. Grofftsten und Bertreter gesucht. Achtung Manoli Raucher! Es ist in letter Beit wiederhoff von Raucherp darüber geflagf worden, daß Manoli Bigaretten zu höheren Preisen als von der Firma vorgeschrieben, verkauft werden. Wir weisen dem gegenüber darauf hin, daß die vorgeschriebenen Aleinverfaufs. preise der Hauptmarfen ber, Manoli.Bigaretten folgende find; Dalli Rapier 6.3 Dibo 6.8 Raiser 7 108 10 Montebello 8 Beliotrop 129 Rumpler Taube 89 Berrenhaus 12 J 8. Raifer 8 12 Argument 84 Raifer 10 15 841 Raffe 108 Optima 20impel Subrun Dolman 15 15 Sobranje 6.8.10 Ch#: 6,8,108 Mano I Bigarettenfabrik Bezugsquellen- Verzeichnis Erschein 2 mal wöchentlich. Bako- Anstalten Mocketin Anzengruberstr. 25. Central- Bad Diana- Bag Koppenstr. 93 sämtliche Bider. Passage- Bad Kobuser Danas 79. Cessen, Gummiw. R. Pauke, Stralauer Str. 55. A. E. Lange, Brunnenstr. 166 Eisen, Stahlw, Waffen, Werkt. Carl Jung, Stromstr. 31. Rühlmann, P., Müllerat.48b, E.Seest Esslutabrike Timmer- Essig Cherall erhölight Merbrauerel, oradang. Untenstehende Geschäfte empfehlen sich bei Einkäufen. Batter, or, Kan Wilhelm Göbel 25 eigene Filialen. Gebrider Rans 48 eigene Detafgeschäfte Schröter, R. 43 Derkaufsstellen 43 August Holtz 15 DetallFIORE Geschäfte. Otto Kongel, Alto Jassbstr. 26. rauerel Bitzow in Flangen empfiehlt Qualitätsbiere ersten Ranges. MuskauerBethke, Georg, raio 44Neukölln, Elbertr. 33, Kaizer- Friedr. Str. 64, Weserstr. 180, Friedelir. 23 Treptow. Grätz- Straße 64. Billiger Möbel- Gelegenheitskauf! Manchoner Brauhaus Berlin und Oranienburg Weissbier, C. Breithaupt, Palisadenstr. 37 Tel.Kgst, 2061,2082 Herren- u.Kabongard. J.Baer Badstr. 28, Ecke Prinzen- Allee. te, Mutzen, Pelzwaren Vester, E. KottbuserDamm 18/19 Photogr. Apparate SO. Kottbuser Str. 3. auch Gelegenheitskf. Weine, Likere, Frudan te M. Albrecht Mugo Beliag se Filialen in allen Stadteilen. Act. Horn. Meyer& Co, Ges. ca. 55 Verkeafstell. Gr:-Berl. Spezialarzt Dr. med. Hasché, 90 Stadtbahnh. Infolge Auflösung des Hotels Metropol. Unter den Linden, Friedrichstr. Direft am verkaufe 2 Ecksalons, elegant, verschiedene Schlafzimmer, Speisezimmer, Deliter Küche, Roßhaarmatratzen, Daunen- Bebandl Don Syphilis, Haut. Piumeaus, Betten, Läufer, Teppiche, Gardinen, Kronen, Bilder, Saru, Frauenleiben, fpeg.: Rohrstühle, Kinderwagen, Lampen, Waschgeschirre u. a. m. gron. Fälle. Schmerzlose, fürzeste Blutuntersuchung. Mag. Pretic Teilzahlung. Sprechstunden 11 bis 1 unb 5-8, Sonnt. 11-1. Alexanderstr. 30, Hof part. 10-13-6, Sonntags Besicht. Bebanbig. ohne Berufsförung. Tel.: Moritzpl. 12846. Fette Enten, Brat und Suppenhühner, Puten und Tauben, fette Kaninchen empfiehit besonders preiswert Schmidt vorm. Tasche, planujer 21, a. Halleschen Tor. Buchhandlung Vorwärts Baul Singer G. m. b. H. Berlin SW., Cindenstr.3 Juſtrierter Nene- WellKalender 1919 43. Jahrgang Inhaltsverzeichnis: Walendarium. Rütbild. Beachtenswerte breffen.- Bonalifehes. Unsere Toten( mit Porträts) Beffen u. Märkte. Gm Kreislauf des Jahres. Das Bille Saus, Stizzе von Graft Breezang( mit Jäuftrationen).- Sobatenschnurren aus after gett.- Soldatenfriedhöfe ( mit gitafirationen).- Bum Nach denten.- Der Flieger, Gebicht ( mit Suftratton). And der Geid, ichte des generen Wolks. und Arbeiterbildungewefens. von Dr. Conrad Schmidt. Der Meine Serzog, Grzählung von H. Stegemann nu günftra flonen). Der Krieg und die flanzenwelt, Don Friedrich Bimmermann( mit Sufiration). 1 Der moderne Hubuftriebau. von B. Aboffi( mit Jlluftrationen- Drei Gedichte: Die junge Mutter, Gebanten ins Feld, Sm Herbst- llerlei vom Fliegen und bon Flugzeugmaschinen. von F. Braunmühl( mit Ab. bildungen). Statistisches. Spruchweisheit. Der Kalbs. bund, Sumoreste von Theodor Thomas( mtt Jllustration).- Der Krieg und die Frauen, von Gertrud Sanna mit auftra tionen). Briegerheimtätten. von Aug. Gilinger( mit Siluftra Honen). Das Gebrecht in der Ariegszeit, Sein Lachen, Ge dicht von Ernst Breezang. rlah- Schenecherei"( m. Abbildungen).- iegende Blätter. -Für unfereätfelfofer.- Außerbem ein Bild auf kunftbruct papter: Kampf", Don Richard Blein, fowie ein Wandtatenber Brets 60 Pfennig Bet Ginzelbezug bitten wir am Sinfendung des Betranes neb 15 Bfennig in beutichen Briefmarken für Porto. Damenküte. Großberlauf- seleinverlauf. Modernisieren 1. Schwarz Färben von Velours, Plümos-, Filzund Sammethüten in Mürzester Zeit. 17020 Hutfabrik Carl Friedrich, Chauffeeftra ke 72a, II. Qoi Treppen. Möbel- GrossIm Osten: Gr. Frankfurter Straße 141 in Norden: Invalidenstraße 5, ang Ackerstraße 500 Mark Anzahlung genügen zum Kauf einer kompl. Wohnungseinrichtung. Bei Barzahlung Preisermäßigung. Kriegsbeschädigte, Kriegerwitwen, erhalten besonders günstige Bedingungen und Preisermäßigung. Kriegsgetraute Einzel- Möbel, bunte Küchen in großer Auswahl. Lieferung auch nach auswärts. Kriegsanleihe und Spareinlagen nehme in Zahlung. Nr. 57$— t$l$ Unterhaltungsblatt des vorwärts Mitwochs. Oktober Tonis Schicksalstierchen. Episoden aus dem Leben eines Kupferschmiedes. Nacherzählt von Robert Grötzfch. I. Damals im Hau wußte Habsdanks Gefell« noch wenig vom Haß. Er war erst dabei, die Liebe kennen zu lernen. Was gab es für einen jungen Kupferschmied am Sonntag auch Ergötzlicheres zu tun? Noch dazu in einem Neste wie Kmephanscn, wo nichts Aufregenderes geschah, als daß der Bürgermeister mit der jeweiligen Kellnerin des Ratskellers anbandelte und der Lehrer Wacker jeden Mittwoch im Offiziersstat achtzig Pfennige an den Bäcker- meister Klaus verspielte, wofür dann der Lehrer in der Rechenstunde des nächsten Tages die zwei Bäckerbuben verprügelte. An jenem Sonntagabend draußen im Wiesenheu fühlte Toni bereits, daß er in diesem Kaff nicht sehr alt würde. In den Küsten, die er der kleinen Mari« Kaspar wortlos aufdrückte, war «ine leise, entsagende Schwermut. Langsam und ohne Hast fuhren seine Lippen über die erhitzten Mädchenwangen zu den kleinen schwarzen Augen, über die Nase mit den verstreuten hellen Sommer- sprossen hinweg, die weiße Stirn empor und in das schwarze Haar hinein. Der leicht«, kitzÄnde Dust des Heus saß darin, und Toni schwor sich beinah, mit seinem Freunde Karl erst im Frühjahr zu wandern. Denn schließlich, wenn maus so bedachte: im Herbst kann? auf der Landstratz« recht ungemütlich werden. Und beim Meisten Habedank ließ es sich wohl auch ganz gut überwintern. Zumal, wenn 10 ein Mädel in der Nähe ist wie die Mari«. Er küßte sie mit geschlosienen Augen. Das gibt eine Dunkel- h«it, die jeden Kuß bis in dre Seele prickeln läßt. Hätte Toni sich in diese brennende Düsternis tiefer eingewühlt, der Weg seines Lebens wäre vielleicht einige Windungen einfacher verlaufen. Und mit dem Karl wäre es auch wahrscheinlich anders gekommen. Doch Maries trockrres Haar weckte in Tonis Nase einen Kitzel- teusel. der ihm die Augen aufplirrkerte. Sie hingen mit blauem Glänze über dem Mädchenscheitel und dicht über dem winzigen Tierchen, das auf der gekämmten Bahn einher kam. Ein ganz kleines Tierchen wars, aber Tont schrak doch zurück, senkte die Nase abermals, riß die Augendrckel hoch. Ja, wirklich, es war eine— ein Ungeziefer, verdammt, ja,«in« Laus. Sie spazierte im Abendsonnenscheln zwischen den Vcllig aufsteigenden Scheitelhaaren dahin, protzig und gemessen wie eine zur Kur anwesende Dame, die mit Sonnenschirm und großer Toi- kette zwischen den Bäumen einer Allee lustwandelt. Marie lauerte mit halbgesensten Lidern auf einen Kuß im Haar. Aber der kam nicht. Tagegen spürt« sie am Wirbel«inen kurzen, herzhaften Druck von Tonis festem Daumennagel, guiekte leise und haschte nach der harten Hand. Er ließ sie m ihren derben Arbeitssingern und richtete sich langsam zu einem svchlich-steifen, rechten Wrnkel auf. Glatt geschoren lag die Wiese im rötlichen Scheine der Abendsonne. Ein Herrgottskäfer turnte neben Maries blauen Strümpfen über die Halme. Wenns doch so ein Käfer gewesen wäre, dachte To-ni. Aber nein, es war eine,— jawohl eine Laus. Von derselben Art wie jene, dir ihm einst vor des Lehrers Nase übers Schreibheft kroch. Zur Strafe mußte er damals hundertmal den Satz schreiben: .Reinlichkeit, ist eine Tugend". Er sah des Lehrers kalte, blaue Angim durch große Brillengläser; dann verschwand das Mld mit einem Schlage, weil Tonis Kopf in wildem Ruck an MaricS Brust gezogen wurde. Dort lag er faul und kühl, bis die Wbendglocken ein'.'-- Dorfes dünn durch die Felder bimmelten. Marie erhob sich, strich sich die Spreu von Rock und Schürze und macht« sich auf den Weg zum Bäcker Klaus. Dort war sie in Dienst, r.nd infolgedessen stand dort um diese Zeft ihr Abendessen bereit. Toni bummelte lang und maulfaul neben ihren kurzen, schnellen Schritten dahin. Sie äugte mißbilligend an ihm empor. .Du hast heute deinen dummen Tag, Toni". ,„Jawohl", sagte er abwesend. Seine Gedanken sprangen drüben auf der Landstraße. Dort zogen zwei.Handwerksburschen mit dicken Bündeln unterm Abend- rot hin. Ihre Stöcke fuchtelten, winkten, lockten. Da wußte Toni, daß er noch vorm Vollmond wandern würde. Ein rechter Kupferschmied soll nicht zu lange in einem Neste hocken. In Kniepbausen erst recht nicht. Aber erst mutzte er dem Meister Habedank die drei Kessel ins Blei treiben. .Weißt du, Mari«.. Toni räusperte sich, zog verlegen die Uhr. steckte sie wieder ein, haschte nach milden Worten und konnte ihnen nicht recht beikommen..Weißt du, nächste Woche stcige ich wieder los. Mit'm Karl. Die Arbeft wird dünne hier." Karl war«in Schlossergesell. Sein Vater saß im Bahn- wärterhäuschen an der Kniephaufene? Landstraße. Dort hatte Karl von Kindesbeinen an die Züge ins Weite schwinden sehen, und es lockte ihn schon längst, diesen Zügen einmal ins Unbekannte nachzugehen. f In den letzten Oktobertagen kochte der Sommer noch eirnnal auf, aber der i>mge November führte schon Schnee im Sacke. Als Toni und Karl durch die Lüneburger Heide zogen, fauchte ein steifer No-vdost um ihre Backen, spie ihnen fein« Eisnadeln in die Nasen. Toni marschierte schon auf schiefgetretenen Schuhen. Di« kippten bei jedem Schritt wund zur Seite wie Gäule ohne Eisen. Karl stieg hochbeinig in gepflegten, gutgesohlten Stiefeln. Die rochen noch nach der Schmiere eines Pastovenhauses, denn der rothaarige Bahnwärtersjunge hatte Glück im Fechten. Doch die Arbeit schnitt beiden lange Nasen. Di« Meister legten Groschen auf die Werkbänke..G-ute Reise, Geselle,'s kommt ein schlimmer Winter." In der.Einöde draußen wurden in« Gehöfte vom Schnee der- schlungen. Aus den Rauchluken duftete es nach Speck und Schinken und Würsten. An Hunger starben auch Handwerksburschen in der Heide nicht. Mittags saßen Toni und Karl an offenen Kätner- feuern, hatten warnte, hölzerne Suppenschüsseln in den blauge- ftorenen Händen. Aber die Knochen lahmten, sehnten sich nach einem Bett. Zwischen Moor und Land gedeihen kein« Herbergen. Zwei Heuschober-Nächte nagten mit EiSzähnen am Mark. In der dritten Nacht wurde Toni vom Frost« hochgeschüttelt. Der Wind wehte neuen Schnee wie feine Zuckerstreifen durch die Bretterritzcn de-- Schob- noand. »Karl, verdammt, ich vin sin Eiszapfe». Wir find am Er- frieren. Hochl Raus! Fort!" Die Nacht schlief noch mit beiden Augen, da sleuuiften die Zwei sich schon wieder gcgen den Wind,'m Neuschn« zwischen dienernden, �ästenickenden Birken dahin, dem Pei nenbett entgegen. Wie ein schönes Traumbild lockte es weit draußen-im Norden, wo der Rauch emer Stadt über den Heiderand strich, wo von vier Straßen her die Felleisen täglich cmwanderten, wo die Penne für drei Groschen ein Strohbett, ein richtiges Bett beriet hielt. »Wie ein Großmogul werde ich pcrrnen", knurrte Toni wollüstig im Gehen und spähte nach den Rauchfahnen versteckter Gehöfte. Die Sonne hatte sich durch die Schneewolken gewühlt; sie hing mattrot in der Ebene. Der Morgen glitt über blendende, weiße Flächen. Karl schlief; alles Leben schien sich in seine Stiefel zurück- gezogen zu haben; sie bewegten sich mit harten Takte» vorwärts, zielbewußt und gleichmäßig, als hätten sie alle» weitere zu verant. warten und als könnten sie sich unmöglich auf den rotbehaarten Kopf da oben verlassen, dir hinter geschlossenen Lidern vom Bett träumte. Wenn er zwischendurch erwachte, so geschah'S, um in seitab gelegenen Hütten nach Kaffee zu fragen. Dann kamen die Stiefel wieder in Gang und rissen auch Tonis lahmende Schuhe in den gleichen Rhythmus. Dem Bett entgegen.! In der Herberge weit am Horizonte. Das Bett, das steobweiche, warme; mik einem richtige» Dach darüber, und darunter das richtige Bett. In der Herberg« da im Norden an der Effenbahn, weit, weit. * In der Herberge dieses HeidenesteS stand ein Ofen, der spuckt« am Nachmittag glühende Kohlenkörner aus vergittertem Maule. Spuckte nach d:n zerschlissenen Jacken und Hosen und schiefen Trittlingen der Kunden, die sich um-den heißen Rachen sammelten. Sie stoben erst auseinander, als der Herbergsvater die Lampe, an- zündete, seine Knickebeine auf einen Stuhl stellte und ein Plakat an die spruchgezierte Wand hing. T-aS geschah zur selben Dämmerstunde, da Toni und Karl herein humpelten. Auf dem Plakat war zu lesen, daß ein Grena- dierregiment sofort Freiwillige suche. Aber die beiden klumpten sich nicht um die schwarze Schrift. Hauten sich auf die Bank am Ofen, würgten an Brot und Speck, träumten vom Bett und durchlebten alle Zeremonien des Pennenabends wie im Halbschlafe. Di« Zeremonirn begannen mit dem Austeilen der Schlaf- marken. Tonis Faust umschloß die Messi-ngmarke mit der Nummer Zwölf wie ein Medaillon. Gesangbücher wurden über der zerkerb- ten Tische verteilt. Ein mißstimmiger Choral gröhlte an Tonis rotgefrorenen Ohren vorüber. „Beit Nummer Zwölf", fang«s darin. Dem Choral folgte ein« Predigt des Herbergsvaters, mit vielen Drohtönen gegen alles Sündige gespickt.„Bett Nummer Zwölf", sang es in Tonis Kopfe. „Bett Nummer Zwölf". Die Melcidie trug ihn in der Schar schwatzender Kunden über die knarrende Holztrepp« zum Schlaf- saal hinauf, zitterte in seinem Blute, als er die Kleider herunter streifte, das Hemd über den Arm hing und sich in die nackt« Schar reihte, die vorm Herbergsvater anfgepflanzt stand. Mit trüber Lampe hielt die HerbergSmutter daneben, von oben bis unten breit zerfließend, grollend« Blicke auf die dargereichten Hemden werfend, � verärgert, wie eine geplagte Mutter, dt? mft ihren zerlumpten Söhnen jeden Abend dieselbe Mühe hat. „Nummer Zwölf" dachte Toni, gab sein Heind in de» BaterZ Hand und schaute nach der Zwölf aus. Der Lampenschein zitterte über die rotkarierten Kissen; Strohhalme sprießtcn unter dem Tuche hervor. Bretter krachten. In der Fensterecke warf sich Karl in das Stroh der Elf, wrnkie noch einmal mit dem Rotkopfe und streckte sich, der Glückspilz. „Fe, so geiht dat nich, min Jung!" Toni fühlte einen Stoß zwischen den Rippen, schoß herum. sah in das grollende Augenpaar der Mutter und in das fragend« des Vaters. Der hielt Tonis Hemd an die Lampe und wies mit hartem, unbarmherzigen Finger in die aufgcfilzte Naht. Toni senkt« die Nase, schrak zurück, erbleichte. Eine Laus. Sie war in rötlichem Lichtschimmer getaucht und spazierte ge- messen durch die Wollfafern der Naht wie«ine Dame, die in großer Toilette unter den Bäumen einer Allee lustwandelt. „Anziehn, min Jung!" Der Vater schmiß dem Kupferschmied das Hemd über den Kopf.„Anziehn, du vcrbienst dat Bett!" In Tonis langes Gesicht kam ettvaS Blödes, Betrunkenes, als drehten sich die Betten im Tanz« um ihn. Ueber die nackten Leiber rund um die Lampe lief«ine Gänsehaut.„Der jeht in der Bienen- iabinett, hihi," machte ein knochiger Alier und warf einen warmen Blick nach den Betten. Das.Bienenkabinett" lag unten im Hofe. Ein Stall mit Holztür, m der sin herzförmiges Luftloch gähnte. Toni sah das Herz im Lichtschimmer dcs Laternchen, mit dem der Vater in den dumpfen feuchtrvarmen Raum leuchtete. „Hau dich aufs Ohr, Kunde!" eine Deck« flog auft Stroh. Die Laterne verschwand.__ Notizen. — Arno Holz gegen Max Reinhardt. In der neuen Nummer der.Wellbühne" redet Arno Holz ein schar ftickiterlickies Wort über die Literaturförderung durch das Deutsche Theater. Er leuchtet in eigener Sache dem Theater grell Himer die Maske, denn seine Dl�men haben von Reinhardt nicht erfahren, was ihnen zukommt. Daß dieser Fall' einmal aus der Welt geschafft werden muß. ist klar. Wer aber— welcher Berliner Theaterleiter— wird sorgen, daß es geschieht? Zwischen Holz und Neinhardt ist wohl der Graben dermaßen vefschüitet, daß kaum anzunehmen rit, der Herr des Deutschen Theaters.'Lunte ihn mit kühnem Selbstüber- winden wieder freischaufeln und schiffbar machen. Leider. Denn die hingebende Darstellung eines s>er großen Holz-Dramen Ware immerbin ein Prüfstein auf den Gra� lebendiger Frische, den seine Kunst aufzubringen fähig ist. Wenn hfeinhardt aber ausiallt, wer wäre dann der Wagende? Hier liegt eine Aufgabe der Volksbühne und ihres Kayßler. - Gute Singspiele im G e lik» e r k s ch a ft S h a u s. Das aus bewährten Gesangslräften gebildete Groß-Berlmer Ensemble der Gemeinnützigen Singspielgeselliihaft, die den Be« strebungen des Theaterkullurverbandes angeschlagen ist, wird in sechs Gastspielen im GewcrkschaftShaiiS, Engelufer am 21., 2�, 26., 27., 28. und 29. Ottober Singspiele dop M o�z a r t, Hahdn, Gluck, Dittersdorf u. a. ausführe»� Dies llnter« nehmen, das auf beste volksbildnerische Wirkungen ah.pelt, verdrent lebhafteste Aufmerksamkeit. Der Kartenvcrtrieb wirü �urch die Vertrauensmänner der einzelnen Gewerkschaften vorgenomriten werden, doch wird es auch noch Karten an der Abendkaffe geben. Alle zwei Tage findet ein Programmwechsel statt. — Druckfehler-Berichtigung. In den gestern der« öffentlichien Ausführungen zur Frage des Schiller-TheaterS, muß es statt Zwischenturnus heißen: ZweiwochcnturnuS. — Auf Freiersfüßen laufen. In Lappland heißt eZ nicht, auf FreierSfüßen gehen, sondern auf Freiersfüßen laufen. Wer um die Hand eines Mädchens anhält, muß sich mit ihr auf einen regelrechten Weitlauf einlassen. Sie erhält einen Vorsprung, der den dritten Teil der vereinbarten Lausbahn beträgt. Wider den Willen de« Mädchens kann sie der Freier nicht einholen. Nur don dem Freier, dem sie geneigt ist. läßt sie sich fangen. Damit ist aber nicht gesogt, daß alle jungen Männer, die den Mädchen nach- lauten, darum gleich sür Lappländer gehalten werden müssen. Loöz. das gelobte Land. Roman von W. St. Reymont. »Töte mich, aber wirf mich nicht hinaus! Tötet mich... ich halt' es nicht mehr aus! Adam, Bruder, Vater. Habt Er- barmen mit mir." »Scher' dich sofort hinaus und trete nie mehr vor meine Augen, sonst jage ich dich wie einen Hund hinaus und über- gebe dich der Polizei!" Die Mutter zischte unerbittlich. Sie erstarrte im Zorn. Alles erstarrte in ihr vor furchtbarem Schmerz, sogar das Mitleid. „Fort!" schrie sie nochmals. Da richtete sich Soschka plötzlich auf und warf sich mit einem wahnsinnigen Schrei in den Korridor, so daß alle Nachbarn die Türen neugierig öffneten, lief durch das ganze Haus bis in den Hof, drückte sich in eine dunkle Ecke unter die blühenden Akazien und fiel vor wilder, tierischer Angst in Ohnmacht. Adam lief ihr nach, brachte sie zur Besinnung und sagte mit weicher Stimme: „Soschka, komm zu mir! Ich verlaß dich nicht." Sie erwiderte nichts, wollte sich bloß rasch seinen Armen entwinden und fortlaufen. Nur mit Mühe gelang eS ihm, sie zu beruhigen. Er warf ihr ein Tuch um. das er mitgebracht hatte, und führte sie zu einer Droschke. Horn, der immer noch.im Flur wartete, schloß sich ihnen an. „Die Sache ist die. Soschka wird einstweilen bei mir bleiben. Könntest du nicht einige Tage wo anders wohnen?" „Gut. Ich gehe zu Wilczek. Der hat ja eine große Wohnung»" Sie fuhren schweigend durch die Straßen. Als sie an dem Keßlerschen Palais vorbeikamen, preßte sich Soschka fest an den Bruder und begann leise zu weinen. .Wein' nicht, das wird sich alles geben! Wein' nicht. Mutter wird sich versöhnen lassen, und mit Vater sprech' ich selbst," tröstete sie Adam, küßte ihre veriveinten Augen und streichelte ihr wirres Haar. Horn richtete gleich das Zimmer Malinowskis für sie her. der einstweilen in sein Zimmer übersiedelte. Soschka warf sich ermattet aufs Bett und schlief ein. Jeden Augenblick sah Adam zu ihr herein, trocknete ihr mit einem Tafchentuch das Gesicht, weil die Tränen auch im Schlaf unter den geschlossenen Lidern immer noch flössen, deckte sie sorgfältig zu und ging ins andere Zimmer zu Horn. „Du ahnst wohl, was vorgefallen ist?" »Nein. Doch sprich nicht davon, bitte, ich sehe ja, wte'S dir weh tut. Ich geh' gleich." »Bleib noch einen Augenblick. Du mußt doch gehört haben, was über Soschka geredet wurde?" »Was willst du also anfangen?" fragte Horn nach einer Weile teilnahmsvoll. Malinowskis Augen flackerten wild auf. Er steckte einen Revolver zu sich. »Das nützt nichts. Mit einem Vieh kann man nicht menschliche Dinge erledigen," sagte Horn, ihm zusehend. »Ich werde es versuchen, und wenn's mir nicht ge- lingt... dann:.." „Dann?" Horn erschrak über die Drohung, die aus Malinowskis Stimme klang. „Dann werden wir anders reden... Das wird sich zeigen..." Im Palais traf er Keßler nicht mehr an. und keiner konnte ihm sagen, wo der junge Keßler im Augenblick zu finden wäre. Voll Haß blickte er auf die prachtvollen Mauern deS Palais, auf die im Mondschein glitzernden Türme und die vergoldeten Balkons, auf die mit weißen Vorhängen ver- hüllten Fenster, und ging zum Vater in die Fabrik. Der alte Malinowski umkreiste in gewohnter Weise, wie ein unermüdlicher Kranich, das riesige Triebrad. Flüsternd fragte er den Sohn: „Hast du Soschka gefunden?" „Heute abend habe ich sie mitgebracht." Der Alte blickte ihn lange an und ging wieder um die Maschine herum, ölte einige Teile ein, prüfte das Manometer, wischte die Kolben ab, die zischend und von Oel triefend ar- beiteten, rief durch das Sprachrohr die Maschinisten an, die unten arbeiteten, kehrte zum Sohn zurück und sprach mit halberstickter Stimme: „Keßler!" Er bleckte die Zähne, gls ob er beißen wollte. „Ja. Aber er gehört mir l Laß ihn in Ruh', Vater," bat Adam innig. »Dummkopf! Ich habe mit ihm Wichtiges zu erledigen. Untersteh' dich nicht, ihn anzurühren, hörst du?" „Ich höre, aber ich laß rhu nicht aus." „Unterstehe dich nicht!" knurrte der Alte und erhob seine riesigen schwarzen Fäuste, als ob er zuschlagen wollte.»Wo ist sie jetzt?" »Mutter hat sie hinausgejagt." Der Alte zischte durch die zusammengebissenen Zähne. Er sank in sich zusammen und umkreiste langsam wieder das Rad, das brüllend eine wahnsinnige Hymne der geknebelten Kraft sank, die wütete und raste und die zitternden Mauern sprengen wollte. Adam wollte gehen, da der Alte anscheinend ihm nichts mehr zu sagen hatte. Der Vater ging ihm aber nach und sagte leise, aus der Schwelle stehen bleibend: »Nimm dich ihrer an...'S ist ja unser Blut.. »Ich habe sie zu mir genommen." Der Alte zog den Sohn zu sich heran und drückte ihn ans Herz. Die grünen, süßen Augen des Sohnes versanken in großer Liebe in den dunkelgrauen, tränenfeuchten Augen des Vaters. Sie schauten sich bis in die Tiefen ihrer Seelen und schieden ohne ein Wort. Der Alte umkreiste eilig die Maschine und wischte sich mft den öligen Fingern die Äugen aus. V. „Ein ganz einfaches Geschäft, pures Gold, sag' ich Ihnen. Einen Bauplatz habe ich gekauft, den mir Grünspan abkaufen muß. muß, sage ich, verstehen Sie, und zwar um jeden Preis." erzählte Wilczek am andern Morgen Horn, der bei ihm geschlafen hatte. „Warum muß?" „Weil mein Bauplatz seine Fabrik von der Seite und von hinten umschließt. An der anderen Seite liegen Schaja Mendelsohns Plätze und vor der Front die Straße. Grünspan will seine Fabrik vergrößern und hat drüben keinen Platz mehr. Er soll heute zu mir kommen, Sie werden ja sehen, was er für eine Miene macht. Um diesen Bauplatz handelte er drei Jahre lang und bot dem Besitzer jedes Jahr hundert Rubel niehr. Er wollte ihn billig kaufen und brauchte sich nicht zu beeilen. Durch einen wunderbaren Zufall erfuhr ich von dem Handel, gab dem Bauern bedeutend mehr und kaufte den Platz in aller Stille. Jetzt werde ich warten, jetzt habe ich es nicht eilig... ha, ha. ha!" Er lachte lustig, rieb sich die Hände und zwinkerte mft den Augen. (Forts, folfltl Verkäufe Bjanbleihhaus, 1015* Belztellzahlung. Staufen Sie Ihre Pelztragen und Muffen schon jet zu noch billigen Preisen bei sehr bequemer Zahlweise. Briefe erbeten Belwarenfabrit Rallis, Berlin 9228. 87. Fahrradlager, 80s 3487. 273. Stuntsfistas, Samfmffex bel Boj, fer Citex, Weffabel Seny Dennis Fahrrader w Spredmetuentette feber Schloffer auf Dalitärarbeit verkaufe wegen zeitigen Ein. Große Frankfurterstraße 58, im felt, Oranienstraße 172/173. Art, jeber Menge. Näber, berlangt Ed. Puls, Tempelhof. Friedenspreife! Friedensware. Triebe, Wellen, Tonarme usw., faufs bon 150-450, prima Norden Badstraße 47/48, lie- Große Auswahl in NusbaumHermannplaz 6. Wassenauswahl! Belz- feidige Alastofüchse von 80 bis fert auf Srebit an jedermann Wohnungseinrichtungen, Küchen. Hunderte gebrauchter Fahr alte Werte, auch beschädigt, Blaufuchs, fachen! Stuntsfragen, Stunts 260, Rotfuchs, bet feinster An- und Abzahlung einrichtungen, Eichen Schlaf räber aller Gattungen, fowie fauft Cohn, Dircksenstraße 2, Portier- Ehepaat, mit Fahr muffen, Alastafüchse, Notfüchse, Marder, Opossum, Stunts ganze Wohnungseinrichtungen simmer fowie Herren- und Rennmaschinen, Bezeträder, Jannowizbrüde. 221/7 ftuhl, Heizung vertraut, gesucht. 50,-. 25 auch Erfahbereifung. neue Herrenpaletots, Herren- fanin ufv. von 18,75-250. und einzelne Möbelstüde sowie Speisezimmer. Feind, Neue Königstr. 39, III. Elettro Materialien, Lei 60. 70, 34665* Gelegenheitsfanf in Möbeln. anzüge, Teppichverkauf, Uhren- Bintus, Belzvertrieb, Berlin- farbige Küchen- Einrichtungen in Kabel, Bizen, tungsdrähte, Weberstraße 42. Bestehti Schlafzimmer mit breiteiligem verkauf. Bassende Feitgeschenke! Charlottenburg, Leibnigstr. 69, befter Ausführung. Motoren bis 1,9 Pferdekräften Behrlinge stellt ein Ed. Puls, Etagengeschäft( gegründet 1916), gung meiner Möbel ohne ichen Grant 1150 Kaufgesuche traße 14( zwischen Rosenthaler schmiedewerkstatt, Berlin- Ten fauft Silbermann, Gormann. Eisenkonstruktions- und Kunst11192 aufawang gern geftattet. ren, Küchen. Belzgarnituren! Sehr große Kriegsanleihe und Sparkassen- Direkt Fabril. Reichenbergerund Schönhauser Zor). Norden pelhof. Auswahl allerbilligst, da fein bücher nehme gern als n- ftraße 134, Hof 1 Treppe. 85.* Grammophonplatten, alte oder 90* Baden. Alaskaftichse, Stotfüchse, aahlung. Größte Rücksicht bei zerbrochene, werben gegen neue Fensterbuger, puherinnen, Sereuzfüchse, Blaufüchse, Scha- Strankheit und Arbeitslosigkeit. Bettstellen, Schlafzimmer, Wohnzimmer, eingetauscht, zum feligefepten Staufe ständig Emaillelace, geübte, Capeniderstr. 62. 34796 falfüchse, Stunts, Blaufüchse, Lieferung frei Hans. Liefere toiletten, Nachttische, Chaise graphen- Kaz, Alexanderplay tinerfab. Bleiweis, Küchen, Wasch- Höchstpreise angekauft. Phono- sämtliche andere Locke, Terpenimitiert. Muff und Kragen, auch nach auswärts. Mehrere Korbmacher auf Borag, 166* zusammen nur 78 Mart. Biele longues, Tische, Stühle, Sofas, und Filialen. Telephon König- Wachse und anderes mehr, zahle Bestellarbeiten bei dauernder Möbelverkauf. Seffel, Umbauten, Bilder, stadt 49. 267/17 höchste Preise. Wolter, Thaer Beschäftigung stellt sofort ein andere Pelzarten. Belgbertrieb, Romplette Schreibpult billigst. Bombardftraße 6. 191* Kuzner, Berlin, Feilnerstr. 3a. Charlottenburg, Wilmersdorfer Wohnungseinrichtungen, Einzelhaus, Alte Schönhauserste. 20. Film und Belluloidabfälle Wachswalzen, alie Wachswalzen, Schallplat auch ger Buchbinder ober Beschneider, Straße 113/14, hochparterre, möbel, moderne Küchen. Große 1978* 190* Auswahl. Teilzahlung geSonntags geöffnet. ten, Hartgumini usw.( Flaschen brochene, bis Mark 1,50, tauft möglichst aus der Rotations. stattet. Möbelhaus Luisen * branche, zum sofortigen Einnur bei Lieferung ins Haus) Oranienstraße 181, Saben. Nähmaschinen, Singerlangfchiff, Fabrikat: Sald, Seustadt, Stöpenickerstr. 77/78, Cde kauft zu höchfien Breisen WhatLeitungsdrähte, Stark und tritt gesucht. Photochemic, Karlsruhe, Rundschiff, auch Brückenstraße, nahe Jannowit thäus, Berlin, Alte Leipziger Schwachstrommaterialien tauft Stolpischestraße 37.+50 86 ftraße 21. gebrauchte Garantiemaschinen. 176 Cleftro, Kuttner, Prenzlauer Jungen, aus der Schule ent Ralisti. Nürnbergerstraße 64, Allee 220. Spiralbohrer fauft Hecht, 190* laffen, Mädchen für leichte Wilmersdorferstraße 53/54, Beuffelstraße 3( Geschäftszeit Frauenhaare, ausgefämmte, Rontorarbeiten, Chausseestraße 76, Botengänge 3 bis 7 Uhr). Prinzen189 Sechelabfall, lo 20 Mart, uso. sucht Verlag der„ Lustigen Straße 45. Blatinabfälle! Grantm brs Männerschnitthaar fauft v. Sed Blätter", Markgrafenstraße 77. Zahngebisse! Ketten! delmann, Alte Jakobftr. 75. 188/2 Ringe! Militärtressen! Glüh Satede, Kolonnenstraße 56, I. Strumpfafche! Filmabfälle! höchft. Gebrauchtes Biano gesucht. 1158 Belzgarnituren! Niesenaustahl! Allerbilligst! Hochelegante moderne Fuchstragen! Allastajüchse! Blaufüchse! Silberjüchse! Rotfitchje! Site fitchfe! Stuntsfragen! Altis garnituren! Wuffen! Silbertaschen! Uhrenverkauf! Leihhaus! Warschauerstr. 7. Bfandleid Belzgarnituren! haus, Schönhauser Allee 115 ( Ring, Sochbahnhof). GroßBerlins sportbilligste Cinkaufsquelle! Stuntsfragen, Alasta. füchse, Rotfüchie ,, Blaufüchse, Krenzfüchfe! Sommerpreise! Uhrenlager! Silbertaschen! Bequemfte Fahrverbindung! Fahr geldbergütung! 86* Belterhandwagen, jebe Größe, Staftenwagen, starke Eifen reifen, gute Solzarbeit, Sola Schmiede, räder, Auswahl. Landsbergerstraße 19. 70ST* Solzräder! aller Größen, Beiterwagen, eigenes Fabrikat, billig. Beiblich, Brunnenftraße 96. 1079* Alaskagarnitur, Rotfuchs, Stuntsfanin, Garnitur 88 Belgmuffe 45. Rißner, Urban fraße 46, parterre. 115/ 16* Kostüme, hochmoderne, Ulster, Blüschmäntel, Seidenröce, Glodenröde, direkt aus Arbeitsstuben. Meyer, Blücherfraße 13, eine Treppe. Stein Laden. 1849* Beiterwagen, Rastenwagen, Starren liefert billig. Großes Lager. Wagner, openider fraße 71. 121* Teppichverlauf, Dimanbeden, Tillbettbeden, Tischdecken, Steppdeden, Federbetten, Bor. tieren, Stores, Läufer, allerband Wirt chaftssachen preistbert. Serzia, BelbeniderStraße 15( Rosenthaler Tor). 191* Bettwäsche, Damaftbezüge, Lalen, Leinenbezüge, bunte Bettwäsche, Federbetten, Stores. Lindner, Mte Jakobstr. 84, I. 9-7. 123/2 Feberbetten, größte Auswahl bester Betten, feinste DamastBettwäsche, Stores, neu, 40, bezüge, Leinenbezüge, bunte Lindner, Alte Jafobstr. 84, I. 9-7. 123/1 Stanindhstall, bret Etagen, billig verkäuflich. Anifpel, Lichtenberg, Weserstr. 7. 8478b Mobel Unibertroffen! preiswert, unerreicht groß ist meine Auswahl in prima gearbeiteten Speise-, Herren, Schlafzim mern, Süchen, Bolstermöbeln, Flurgarderoben, Standuhren. Riesig günstige Raufgelegenheit! Berliner Möbelhaus M. Sirschowis, nur Südosten, Sta fiberstraße 25. 1465** na Möbellredit an jedermann. Kleinste Anzahlung, bequemfte Abzahlung, größte Rücklicht. Einzelne Möbelstüde gebe beStefere auch reitbilligst ab. austoärts. Landwehr, Müllerstraße 7, eine Treppe. 141* Möbel- Rath liefert in großer Auswahl komplette WohnungsEinrichtungen sowie reizende moderne Küchen bei bequemer An- und Abzahlung. Rath, Glfaflerstraße 44, am Orantenburger Tor. 1388* Bettstellen, Tische, Stühle, Waschioiletten, gebraucht, ver fauft Bombardbaus, Alte Schöne 1978* Kronleuchter. Gas, elektrisch, schöne Muster. Billigste Preise. Prenenlager, Brunnenstraße 3. I.( Rosenthalerplag.) 98* hauserstraße 20. Werkzeugdreher * um fofortigen Eintritt gesucht. Welß& Samek, Berlin. Bilmersdorf. Babelsberger Str. 41. Werkzeugmacher 121/8 sum fofortigen Gutritt gesucht. Weiss& Samek, Ser Wilmersdorf, Dabelsberger Straße 41. 121/ 7* Zuverlässiger älterer Wächter für Fabrifgrundstück fofort gesucht. Kosto- Werke Korge& Stelle, afinen and Motorpflugfabrik Berlin- Meinickendorf- Oft, Sauptstr. 28/29. Endstation der Linien 32, 35 E und 41. Dreher, Fräser. Schlosser 228/ 18* finden dauernde Stellung bel Mundt& Berger, Steglig, Ahornftrage 6. Dibentiidhe, auberfäffige Kutscher Jorie 23372 127/7 1 Stallmann Inseratensetzer vert. Louis Schulze G.m.b.. jojort verlangt. Buchbruckerei Mordhafen a. d. Jennbrücke. Müller& Co., Copenider Straße 22. 23302 Hansdiener, Elektromonteur, welcher gelernter Schloffer oder welcher auch Stadt und Bahn- echanifer ist, fofort gelucht. fachen padi, für mier Bein- Deutische Maschinen- u. Werkzeugfabrik G. m, b. H., geichäft Tauentienstraße gesucht Bette, Wub u. Lachmann. Neue Hochstr. 20. Meldungen Leipziger Str. 31/32, of lints, 2. Stod. 34736 122/19 Schlosser Laufkurschen- Laufmädchen für Dreberarbeit fofort gesucht. forort berlangt Bette, Bub 1. Lachmann, Leipzigerstr.31/ 32 of lints, 2. Stod 84746 Gobler, Verfuchsmechaniter, Glentromonteure, Glafer *** Schweißerinnen f. elektrische Schweißmaschinen stellt sofort ein Meldungen 7-9 Uhr vormittags Charlottenburg. Salzufer 6. Aftien- Gesellschaft für Bauausführungen. Stellmacher für Bagen, und Karrenbau Jofort gesucht. Meldungen 7 bis 9 Ubr boimittags, Charlotten burg, Salzufer 6. brüde. Düfett, Schlafzimmer, Klubfofa, Seffet, Bierzugtisch, Diblomat verlauft Wenger, Alte Schönhauserstr. 20. 1978 Sofanimban, echt Rußbaum, neu, preiswert. Günther, D., Blumenthalstraße 27, L+100 Möbel- Groß. Große Frant furter Straße 141, gweltes Geschäft: Invalidenstraße 5, Ede Aderstraße, liefert stets zu billigen Preisen gute Möbel gegen bar oder bequeme Teilzahlung. Striegsbeschädigte erhalten Ra fattig, gut erhalten, billig zu batt. Anzeige mitbringen. verlaufen Fruchtstr. 76, born Wert 5 Mart. 142* Musikinstrumente 7,80! Riabler, Nusbaum, kreuzSchreiben Sie Ihre Anzeigen so zeitig auf, daß fle spätestens nachmittags 5 Uhr in unserer Saupiegpedition, Berlin SW.68, Lindenstraße 3, find. Die Ausnahme findet dann noch am nächsten Tage statt. Vorwärts- Berlag, G.m.b.5. Lehrlinge +71 20902 zur Ausbildung als Spezialflempner auf Kühler und Behälter teft ein zahlend, Schmelzerei, Metall. Einkaufsbureau, Weberfir. 31. Telephon, Alexander 4243. 261* Lade bis 20,00, Bleiweiß, sowie sämtliche Malerartifel faufen Gebrüder Borowski, Gneisenaustraße 5.( Pollen borf 2379.) Platin, 7,60 pro Granim, Behngebisse, Retten, Retten, Minge usw., Brillanten, Perlen, Farbsteine, Uhren tauft Juwelier Fuß, Seydelstraße 32, Ede Spittelmarkt. Unterricht 122/20 34766 Wir suchen per fofort einen Hausdiener, verheiratet. We belhaus Anders, Reiniden dorferstraße 16. +193 Schulfnaben für Nachmittags für leichte Besorgungen gesucht. Melden 3-6 Uhr. Richard Bacher, Bimmerftr. 63. 84895 Malergehilfen verlangt Anbers, Charlottenburg, Strumme† 128* Ranfmännische Privatschule von Baul Kowalski, Köpeniderstraße 143. ant Schlesischen Bahnhof. Am 10. Oftober beginnen Handelslehrgänge für straße 70. Damen und Herren, vormittags oder nachmittags. An- Feinmechaniker, zwei älter, meldungen jederzeit. Behr vielseitig, tätig, gute Refe 184 pläne tostenlos. Jahreslehr- rengen, fuchen ab 6 Uhr e gänge, Halbjahreslehrgänge, schäftigung. Höfer, Alte Jalonberbunden mit pratitichen straße 8. ebungen zur Ausbildung als Buchhalterin, Stenotypistin, Blatinabfälle, per Gramm bie 7,80 War, Ketten, Ringe, Bestede, Ubren, Tafelauffäße, Tressen. photographische Rüdstände, Papiere, Glübftrumpfafche, alte Bahngebisse, salpeterfaures Silber, deren Nidstände und Geträge, Film- und Schildpattabfälle usw. tauft Platin und Silberschmelzerei Broh, Berlin, Copenidersttraße 29. Telephon: Morisplat 3476. Eigene Schmelze, birette Ber- fördernd, Brüdenstraje 6, IV Tints. Geschäftszeit wertung. 9-1 und 3-6 Uhr. von 171* 3487b Schloffer auf Maschinenbau 34856 Bureaubeamtin, Scorresponden berlangen Otto Müller, Aktientin. Vierteljahreslehrgänge für Gesellschaft, Glogauerstraße 6. Cinzelfächer, auch in Englisch, Französisch, Russisch, Polnisch, Bader, geübter, für CifenDeutsch, Schreiben. Sonder waren- Großhandlung fofort gelehrgänge für Besucher mit sucht. höherer Schulbildung. Otto Haan, Neander84* straße 11. 122/17 Klavier Unterricht, schnellFahrstuhlführer ober Fahr 34805 tubiführezinnen suchen jofort A. Jandorf n. Co., Große Frankfurterstraße 113. Mel Fahrradantauf. Schwandite, Verschiedenes bungen im Waschinenhaus. 116/ 7* Binienstraße 19. Dauerwäsche reinigt, berSpiralbohrer lauft laufend feinert und repariert Born, Lahut, D., Grünbergerstr. 10. Reichenbergerstraße 7. 190/ 12* Stiefelreparaturen gut, preiswert. Gottorostbitr. 20. 83986* Phonographenwalzen, Schallplatten, auch Bruch lauft Cohn, Dirdfenstraße 2( nahe Janno wipbrüde). 221/ 8* Friedenstade, Bleiweis, Malermaterial fauft Malerei Böls, Sw., Nenenburgerstr. 16. Moripplas 5861. 186* Tüchtiger, selbständiger Elektromonteur Norddeutsche Kühlerfabrik, Friedrichstraße 225 Strait, abitabi, arb Größere Anzahl Schmiede und Schirrmeister auf Hufeisenarbeiten sofort und später verlangt. Alex. Herman G. m. b. H., Berlin N 20, Pantstraße 29, und Berlin- Tempelhof, Kaiser- Wilhelm- Str. 10/11. Werkzeugdreher, Werkzeugschlosser, Maschinenschlosser, Einrichter, Arbeitarinnen verlangt 104L* Munitionsfabrik F. Gaebert, Berlin C 54, Sophlenstraße 22-22a. Tüchtige Dreher und Schloffer 228/19 ftellen sofort ein Aktien Gesellschaft für Bauausführungen. Elektromonteure werden sofort eingestellt. Mel bungen 7-9 Uhr vormittags, R. Frister Akt.- Ges., Charlottenbura, Salzufer 6. Berlin- Oberschöneweide. Aftien Gesellschaft für Banausfährungen. Dreher- und Schlosser- Lehrlinge für den Werkzeugmaschinenbau werden noch eingestellt Schütte u. Deichen, Maschinenfabrik, 122/2 Baumschulenweg, Cöpenicker Landstr. 161. 23250 Kosto- Werke Korge& Stolle, Motorpflugfabrik, Bin. Reinickendorf Oit, Hauptstraße 28/29. Endstation der Linien 82, 850, 41. Maschinenarbeiter ftelt sofort ein' 28853 Zünderpreßwerk G. H. Speck, Lützow- Straße 2. aur Beaufsichtigung und Instandhaltung meiner elektrischen Niederspannungs- ujm. Anlagen fofort gesucht. Schriftl. Angebote mit Bebaltsangaben an Buchs H. S. Hermann, bruderet. Benthe. 8. 34885 für dauernd verlangt Sichtiger Lagerglaser 35836 Johannes Grüste, Ritterftr. 26. 154 Junge Mädchen aus achte 78 barer Familie zur Erlernung des Berkaufs gesucht. VorRellung 8-1. Bazar bes Südens, Rottbuser Danum 2. 1950* Arbeitsmarkt Stellenangebote Bürstenmacher fucht Köhn, Rommandantenstr. 20/21. 192* Züchtige Anlegerinnen für Buchdruck und auch für Steina brud werden sofort berlangt. . Bürenstein, ftraße 240. Ofenleute, Friedrichs 158/1 23172* Reparaturschlosser für unser Preßwert sofort gesucht. Stahlwerk Bothe, Berlin- Weißensee. a. Industriebahnhof Rammarbeiten. Maschinen- Schlaffer gebiet Lübeds wird für Kriegsarbeit die nötige MannZur Bedienung von fünf Rammen im Industriegesucht. 121/18 Chr. Schröder& Co.,. m. 6. 6. fchaft gesucht. Schriftliche Meldungen an Ludwig Chausseestr. 88. Clewe, Stettin, Breite Str. 41/42. 23162* Arbeiter Heizungsmonteur u. Heizungshelfer fellt sofort ein Chemische Babrit Sabeto 6. m. b. 5. für fofortigen Eintritt gesucht. Berlin N, Franjedhitraße 6. Arbeiterinnen verlangen 119/ 16* Otto Müller, Aft.- Ges., Weichenberger Str. 104. Packerin für Bigarettenfabrik fof. gesucht. A. Bourget& Co., Wilhelmfte. 12. Mehrere Autogenschweißer( innen) stellen noch ein Wolf Netter& Jacobi, Abt. Bi., Adlershof bet Berlin. andnäherin, Ausfertigerin, bejjere Sachen, Daueritell. Wall, Neue Winterfeldtstr. 17. Arbeiterin berlangt 23322 Bigarettenfabrit Dessoli, Schwedter Straße 13. Lehrfräulein für Stontor, Lager, Arbeitsstuben gesucht. Danerstellung. Blusenfabrik Wall, Neue Winterfeldtstraße 17. 122/16 Stenotypifiinuen, nur geübte, sofort verlangt. Gläubigerschutz, Königgrätzer Str. 104. 34865 David Grove, G. m. b. H., Charlottenburg. Kaiferin.Augufta- Ufice 86. 22372* Werkzeugdreher, Einrichter für Schraubenbänke und Automaten werden eingestellt. 23272* Tüch tiger Archimedes" A.-G. für Stahl- und Elsenindustrie, Alexandrinenstr. 2-3. Kupferschmied, der autogen schweißen fann, sofort gesucht. Kosto- Werke Korge& Stolle. 23362 Maschinen und Motorpflug- Fabrik, Berlin- Reinickendorf- Ost, Sauptstr. 28/29. Endstation der Linien: 32, 85 E und 41. Schaffnerinnen werben verlangt. Bewerbungen schriftlich. Allgemeine Berliner Omnibus- Akt.- Gesellschaft, 23021* Krausenstraße 10 Kräftige Frauen für Ruger und Hilfsarbeiten jofort gesucht. Berlin22792 Braß& Hertslet, marienfelde. Tüchtige Arbeiterinnen für unseren Zünder bau juden 29142 Charlottenburg, Akt.- Ges. Freund, Franklinstr. 6. Keine Unruhen in Wien. Verschwörer Lockharts Heimreise. fachen nicht kennt, fühlt sie instinktiv. Die Stummbe, wo das ganze alldeutsche Sündenregister offen dargelegt wird, kommt noch, und Wien, 7. Oktober. Das Wiener K. N. Telegr.- Korresp.- Bureau London, 7. Oktober. Reuter erfährt, daß der Moskauer Ver- Frhr. v. Liebig wird sie nicht verhindern, wenn er jegt wie ein Jrrmeldet: Die von angeblich gut unterrichteter Seite stammende Mel- treter Großbritanniens Lockhart( der Organisator von Ver= dung des Reuterschen Bureaus über Unruhen, die in schwörungen gegen die Sowjetregierung) gestern die finnische finniger Schimpftoorte heraussprudelt, wie die BarteiniebeWien stattgefunden hätten, und über Besorgnisse, daß hier eine Grenze erreicht hat. In seiner Begleitung befinden sich 31 Briten wenn er behauptet, daß Deutschland jetzt von Ministern regiert cungen des schwarzrot- goldgeflecten Otterngezüchts", oder Revolution ausbrechen werde, ist plumpe Erfindung. In und 25 Franzosen. Ihre Namen sind noch nicht bekannt. Die AnWien und der ganzen Monarchie herrscht volle Ruhe und Zuversicht. funft in Stockholm wird für Mittwoch erwartet. Es steht noch nicht deutscher Kneippereine ausgewählt hätte". werde, die„ das Los unter braven Vereinsvorsitzenden Wie oft die Revolution in Oesterreich- Ungarn vorhergesagt und durch fest, ob alle britischen Konsularbeamten freigelassen wurden. die Tatsachen Lügen gestraft wurde, läßt sich nicht mehr feststellen. Die ftete Wiederholung dieser Tendenzlüge wird diesen Wunsch der furzsichtigen Feinde der Monarchie der Erfüllung nicht näherbringen. Frhr. v. Liebig kehrt die Tatsachen um. Bisher war es aller dings leicht, in Deutschland, Minister zu werden, wenn man einer Glückwunsch aus Dänemark. Sneipgesellschaft alldeutscher Korps studenten Der Vorstand der Sozialdemokratischen Par- präsidiert hatte. Aber der Zustand hat jest gerade aufgehört, fratischen Partei Deutschlands anläßlich der Demokrati- regiert wurde. Samara von den Golfchewiki genommen. tet Dänemarts hat an den Vorstand der Sozialdemo- in dem Deutschland durch die Vorsitzenden studentischer Sneipvereine Die Sowjetregierung meldet: Am 7. Oftober 8 Uhr fierung Deutschlands ein herzliches Glüc abends wurde Samara von unseren Truppen eingenommen. wunsch telegramm gerichtet, in dem die Erwartung Sie wurden mit Jubel von der Bevölkerung begrüßt. Noch ausgesprochen wird, daß die Tage des Friedens und der vor der Einnahme der Stadt hatten sich die Arbeiter politischen Befreiung des deutschen Volkes jett gegen die Tschechoslowaken erhoben. Die Sie- to mmen möchten. gesbeute, die unseren tapferen Truppen in die Hände fiel, ist ungeheuer und läßt sich im Augenblick noch nicht annähernd überblicken. Abänderung der Reichsverfassung. Ein Aufruf der Unabhängigen. Wer hat gefordert wer durchgescht? Am Tage der Veröffentlichung der deutschen Friedensnote hat der Bortvärts" an die Arbeiterklasse Deutschlands einen eindringlichen Appell gerichtet, den Richtungsstreit einzustellen und die Einigteit in der Arbeiterbewegung, wenn nicht sofort herbeizuführen, so In der Dienstagsfigung des Bundesrats wurde laut doch einzuleiten und vorzubereiten. Damit ist auch der letzte Stüzpunkt der Gegen- Meldung des WTB der Entwurf eines Gesetzes zur Ab- Darauf antwortet die Parteileitung der Unabhängigen mit revolution unter den wuchtigen Schlägen der roten Armee änderung der Reichsverfassung und des Ge- einem Aufruf, der die schärfste Kampfansage gegen die deutsche gefallen. Jetzt ist das ganze Wolgagebiet in unse- setes, betreffend die Stellvertretung des Reichstanzlers vom Sozialdemokratie darstellt. Der Aufruf enthält feine einzige Forren Händen. Jetzt werden wir das für das junge Sowjet- 17. März 1878, angenommen. derung, die nicht auch von der sozialdemokratischen Bartei ebenso rußland so nötige Brot erlangen. Dieser Sieg gibt uns neuen oder ganz ähnlich gestellt wurde, überschlägt sich aber in Anklagen, Mut im Kampf für die Ideale des Kommunismus. deren Unsinnigkeit für jeden, der nüchternen Denkens noch fähig ist, offen zutage liegt. Wie in Kasan haben also auch in Samara bie Arbeiter den anrüdenden Sowjettruppen darch Aufstand geholfen. Die Weißgardisten haben offenbar alles getan, um diese Erhebung zu förbern. Laut„ Rosta" wurde Anfang Oktober aus Saratom mitgeteilt, daß sich in Samara bereits am 9. September zwei mo= bilisierte Regimenter geweigert haben, an die Front zu gehen. Panzerautos und Maschinengewehre wurden herangezogen, und von 120 Verhafteten wurde ein Teil erer schossen. Die Gefängnisse waren überfüllt. Jede Nacht fanden Grschießungen statt. Anfang September wurden im Es handelt sich um die Abänderungen, die durch die Barlamentarisierung der Reichsregierung notwendig geworden sind, und die es ermöglichen, daß die zu Staatssekretären ernannten Abgeordneten weiter Mitglieder des Reichstags bleiben tönnen. Waldows Rücktritt. Wie wir hören, hat Staatssekretär des Kriegsernährungsamtes Mar Baldow sein Entlassungsgesuch ein gereicht; eine Entscheidung ist indessen bisher noch nicht getroffen. Gouvernement Samara biele aufständische Bauern er= Für die Sicherheit der Kriegsanleihe. " So wird z. B. behauptet, die sozialdemokratische Partei verfechte nicht die Forderung der Amnestie. Nun hat der Vorwärts" in seinem Artikel vom 6. Oktober die Amnestie nicht nur gefordert, sondern, was etwas mehr ist, fie angekündigt. Fordern ist leicht und bequem, das wissen wir aus alter Zeit. Durchsetzen iſt schwerer. In diesem Fall hatte aber die Sozialdemokratie schon ein gut Stück des Geforderten durchgesetzt, ehe noch die Unabhängigen mit dem Fordern begannen. Der Aufruf der Unabhängigen sagt weiter, die sozialdemo fratische Partei sei ohnmächtig und einflußlos gepesen, solange das Kriegsgiüd den Imperialisten günstig war, obwohl sie oder richtiger, schossen, nachdem sie von den Tschechoslowaken und Weiß- Der Staatssekretär des Reichsschahamts, Graf Roedern, hatte weil sie Striegstrebite bewilligte. Darauf wird die Frage erlaubt ) gardistem drangfaltert und beraubt worden waren. mit den Barteiführern des Reichstags eine Aussprache über die sein, zu welcher Macht und zu welchem Einfluß die Kriegsanleihe. Der Staatssekretär benutte diese Gelegenheit, um unabhängigen dadurch gelangt sind, daß sie die Kriegskredite Die russisch- ukrainischen Friedensverhand- gewiffen Gerüchten entgegenzutreten und zu verfichern, daß der verweigerten, und in wieviel Gefunden der Strieg dadurch verkürzt lungen unterbrochen. SP Bundesrat gewillt ist, wie schon bisher, auch weiter für entsprechende worden ist. Die Sozialdemokratie hat die Forderungen ihrer ausDedung der Zinsen zu sorgen. Es ist auch eine torichte Anwärtigen und inneren Politik allerdings nicht durchsetzen können, Die Bildung einer ukrainischen Armee. nahme, zu glauben, daß bei etwaigen Vermögenssteuern der solange die bürgerliche Welt im Siegesrausch schwelgte, in manden Stiem, 7. Ditober. Die russisch ukrainischen Friedens. Striegsanleihebefizer mehr getroffen würde als der andere. Augenblicken schien sie wirklich beinahe so einflußlos wie die Unberhandlungen wurden auf der heutigen Plenarversammlung Wenn Vermögenssteuern kommen, dann gilt als Grundlage der Be- abhängigen. Aber all das, was in den letzten Tagen geschehen ist bis auf weiteres unterbrochen. Der Waffen- Steuerung das. Vermögen, einerlei, ob das Vermögen in Grund- und von dem selbst die Unabhängigen gesagt haben, daß es gut ist, stillstandsvertrag soll in Kraft bleiben und stücken, Fabriken, Bildern, Luxusartikeln, Attien, Pfandbriefen oder ist doch nicht von den Unabhängigen, sondern von den Sozialdie Konsularvertretungen weiter bestehen. Die Arbeit der im Staatsanleihen besteht. Und auch hierbei wird die Steuertechnik demokraten gemacht worden. Die Unabhängigen baten bei Waffenstillstandsvertrag genannten Kommissionen für Ver- Mittel und Wege finden, die Kriegsanleihebesitzer zu bevor- diefer Gelegenheit, was sie immer tun: Sie standen mit den Häntehrsfragen, Warenaustausch und das Note Kreuz wird fort- augen. den in den Hosentaschen babei und versicherten, fie tönnben das alles gefeßt. Ein Teil der russischen Delegation reift ab, ein Teil Die Parteiführer erklärten ihre volle nebereinstim- viel besser. bleibt in Siew für die Kommissionsarbeiten. mung mit der Auffassung, daß es weiter für Reichstag und Wie zum Hohn proklamiert der unabhängige Aufruf zum Aus Kiew wird dem Utrainischen Breßbureau berichtet, teichsregierung erfte Pflicht sein müsse, den Zinsendienst der Kriegs Schluß die Einigkeit des Proletariats unter dem unbefledten daß die Bildung einer ukrainischen Armee in vollem Gange anleihen in augejagter Höhe mit allen Mitteln sicherzu- Banner der Unabhängigen". Diese Einigkeit" ist natürlich gar ist. Es ist anzunehmen, daß in den nächsten Tagen dieses stellen. Und daß der Besitzer von Striegsanleihe bei allen steuer- nicht anders als durch die Bertrümmerung der ganzen Arbeiter Gesetz in Verbindung mit anderen, die eine Reihe von lichen und sonstigen Maßnahmen feine Benachteiligung. bewegung zu erreichen, die bisher, von einer fleinen Minderheit Fragen der Liquidation des Strieges regeln, veröffentlicht vielmehr nach Möglichkeit eine Begünstigung erfahren solle. abgesehen, im Lager der Sozialdemokratie steht. Das beste, was Für die Durchführung dieses Bestrebens bürge schon die Tatsache, man von den Unabhängigen nach ihrer neuesten Leistung sagen Das Gefez sieht die Bildung eines ukrainischen Heeres im Be- daß unsere Anleihen Boltsanleihen im besten Sinne des Wortes fann, ist, daß ihre Methode der Zukunft des Sozialismus weiter ftande von acht Armeeforps nebst Hilfs- und technischen feien, die in den Händen von Millionen zum Teil wenig begüterten nicht schaden wird, weil sie nicht einmal dazu imstande ift. Formationen vor. Vor kurzem fand in Kiew eine Verfammlung Bolfsgenossen und vor allem auch im Besitz unserer Sparkassen und der bereits ernannten Armeekorpsführer statt, in welcher festgestellt Genossenschaften seien. wurde, daß es in der Utraina über 800000 junger militärtauglicher Männer im Alter von ungefähr 20 Jabren gibt, die weder durch die bolschewistische Schule gegangen find, noch in den Armeen Kerenstis und Krylenkos gedient haben. Diefes Kontingent genügte vollauf, um mit den fchon vorhandenen Sträften die 8 Armeekorps bis zur vollen Kriegsstärke aufzufüllen. teilweise eingezogen. wird. Die alldeutschen Unschuldstämmer. Ankinge als Verteidigung. --Wer hat ihn nicht vor Gericht erlebt, wer fennt nicht das Bild In den ersten Tagen des Oktobers werden diese jungen Leute schon des auf der Armsünderbank sitzenden verkrachten SpekuZugleich wird die Vorbereitung der Kadres energich fortgelegt, es werden Kasernen gebaut, Waffen und Muni- lanten, der sich durch Anklagen verteidigen möchte! Wenn man tion abgeliefert. Die theoretische Vorarbeit fann jetzt schon als ab- ihn nur hätte machen lassen, wie er wollte, wenn man ihm erlaubt gefchloffen angesehen werden. Zugleich mit der Armee wird auch hätte, noch waghalfiger, noch halsbrecherischer zu spekulieren, wenn die ukrainische Flotte organisiert. Es werden für man ihn bies nicht zuleht mit der gerichtlichen Untersuchung diefelbe 15 000 Mann ausgehoben nebst 2000 Mann zur Errichtung verschont hätte, dann würde er jetzt, statt bankeroft zu sein, im eines Marine- Infanterieforps. Außerdem werden für ein Gren 3- Gelde schivimmen und all die Geschädigten, die sich auf der Zeugenjustorps 10 000 Nefruten benötigt. bank drängen, hätten feinen Pfennig verloren! Der Gerichtshof Nach diesen Mitteilungen besteht die Absicht, die rebo- hört sich diese letzten verzweifelten Ausflüchte sie sind ihm noch Iutionären Elemente von der ukrainischen Armee auszu- von den letzten zehn Vorgängern des Angeklagten her bekannt schließen. Man verhehlt also nicht, daß diese Armee für in Ruhe an und fällt unbeirit sein Verdammungsurteil. 3wede der Gegenrebolution gebildet werden soll. Vom Hetmansstaat darf anderes nicht erwartet werden. Die Ursache des bulgarischen Abfalls. Sowjets der Soldaten. Bern, 8. Oktober.( Eig. Drahtber. d.„ Vorwärts".)" euille" " Erhöhung des militärischen Beföftigingsgeldes. Wie von zuständiger Seite mitgeteilt wird, wird die Geldabfindung zur Selbstbeköstigung für einzelne Mannschaften in Abänderung des Erlasses bom 28. Januar 1917 mit Wirkung vom 1. Oftober 1918 an auf 2,70 Mart für die volle Tageskost einschließlich Brot fest= gesetzt. Bei teilweiser Abfindung in Geld find zu gemähren: für die Mittags to ft 1,35 m., für die Abendkost 90 Bf., für die Morgenkost 45 Pf.: Koſt ohre Brot 5 Pf. weniger. Diese Festsetzungen gelten auch für Offiziere und Beamte, die Anspruch auf die Feldkost oder die Geldabfindung zur Selbstbeköstigung haben. Zette Nachrichten. Burian über Wilsonfrieden und Tirol Wien, 8. Oftober. Die Blätter melden: Einer Vertretung von Deutsch- Tirol, die den Minister des Aeußern auf die Beunruhigung der Deutschen Tirols, besonders an der Die Politik der Andeutschen hat in diesem Kriege bankerott| italienischen Sprachgrenze, aufmerksam machte, erklärte Graf gemacht, wie nur je die Politik irgendeiner Partei. Vor dem ganzen Burian, daß zu Beunruhigung kein Anlaß vorliege. Besonders Volt sitzen sie auf der Anklagebant. Aber da finden sie noch den betonte Graf Burian, daß der Friedensantrag der Monarchie an dreisten Mut, selber anflagen zu wollen! Ihr Hauptheborgan, die Wilson sich ausdrücklich auf Punkt neun seines FriedensproDeutsche Zeitung", becöffentlicht einen Artikel des Freiherrn gramms berufe, in welchem nur von einer Berichtigung der v. Liebig, mit der Ueberschrift" Anklage!" Frhr. v. Liebig flagt Grenzen Italiens nach den flar erkennbaren nationalen sondern die jetzige Linien die Rede sei. Die Tiroler Bevölkerung könne auf Grund an- nicht sich und seine Gesinnungsgenoffen meldet aus guter Quelle: Der Bruch Bulgariens mit den Zentral- schwere Lage soll nur dadurch verschuldet sein, daß man nicht ge- anderer Aeußerungen Wilsons auch für sich den Grundmächten wurde im Juli unvermeidlich, da verschiedene bulgarische nügend nach allbeutschen Rezepten Krieg geführt habe. Die Grab des Selbstbestimmungsrechts der Völker in AnRegimenter Sowjets errichteten, welche die Kommandos kontrol- oberungslust hätte viel schärfer betont werden müssen, denn spruch nehmen. Daher könne auch in Tirol nichts geschehen, was lierten. Die Franzosen bannten angeblich die Weigerung zweier Kampfes freudigkeit ohne Groberungsfreudig gegen den Willen der großen Mehrheit des einen oder anderen Divisionen, zu macchieren. Ihre Bassivität führte die Deroute der teil tann es nur auf kurze Zeit geben.., Ver- Teiles des Landes gerichtet sei. ganzen Armee herbei. Diese Informationen bestätigen, daß Ferdi- teidigungsfreudigkeit ist Unsinn, so belehrt uns Frhr. Ein Uebergriff gegen das Note Kreuz in Kiew. nand den Waffenstillstand aus Furcht vor einer Armeerevolution. Liebig. Von Frieden hätte überhaupt nicht gesprochen werden Bern, 8. Oktober.( Eig. Drahtbericht des Vorwärts".) In der anbot. Kabinettsumbildung in Bulgarien. Scharfe Ententekontrolle. dürfen, man hätte mit Zeppelinen noch viel mehr Bomben auf London werfen, den U- Boot- Krieg ein Jahr früher beginnen müssen usw., man hätte im Innern nicht reformieren dürfen, und man stände schon längst mitten im glänzendsten Siege! H Sört man nicht Wort für Wort, Silbe für Silbe den verkrachten Sofia, 6. Oktober. WTB Nach privaten Meldungen wurde bei ben Verhandlungen, die Liapischem in Saloniki führte, von der En Spekulanten sich verteidigen?! Mit Biebermannemiene weist Frhr. tente auch darauf hingewiesen, daß die bulgarische Regierung vollste v. Liebig und andere altdeutsche Blätter ahmen ihm nach- darGewähr bieten müsse für strenge Einhaltung aller Verträge zwi- auf hin, daß die Aldeutschen doch niemals während des ganzen schen der Entente und Bulgarien. Das gegenwärtige bulgarische rieges an der Spize der Regierung gestanden hätten. Daß du die Kabinett ist jedoch nach Ansicht der Entente nicht geeignet, ein Werk- Näs. möchte man mit Fritz Neuter ausrufen! Und die starken zeug ihres Willens zu sein. Deshalb hat man angedeutet, daß eine alldeutschen Einflüsse, die sich an anderen makgebenden Wenderung im bulgarische Kabinett durchaus erwünſcht ſei. Ma- Stellen zusammenballten und bei wichtigsten Entscheidungen Iinoff eröffnete daraufhin Vorverhandlungen zur Neubildung des leider so oft über die verfloffenen schwachen Beamtenregierungen Kabinetts. Die Entente soll zugestimmt haben, daß dieses zusam- triumphierten?! Wir sind die letzten, die die Bethmann, Michaelis mengesett sei aus zwei Demofraten, nämlich Malinoff und und Hertling von jeder Schuld freisprechen. Aber ihre Schuld war Liaptschew, drei Narodniaten, einem Agrar ier, einem die, daß sie in entscheidenden Situationen sich dem Altdeutschtum Sozialdemokraten. einem Radikaldemokraten und unterwarfen, anstatt es aufs Meffer zu bekämpfen. Wer hat denn General& ufow, dem früheren Führer der zweiten Armee und übrigens bis zum 30. September 1918 vor dem Kriege und wähMitglied der unter Liaptschen seinerzeit nach Saloniki entsandten rend des Krieges in Deutschland regiert? Doch nicht die DemoKommission. Daß die Narodniaken am stärksten vertreten sein fratie sondern die von den Altdeutschen vergötterte und umschwärmte follen, trotzdem sie nur zehn Sie in der Sobranje haben, rührt da- starke Monarchie". Vor den Früchten dieses Systems her, daß sie als die den Mittelmächten am meisten abgeneigte Partei stehen wir heute. gelten. Die Maßnahmen des neuen Kabinetts werden außerdem Es ist noch nicht die Stunde, den Altdeutschen eine spezialisierte noch scharf überwacht werden durch eine Entente Kontroll- Gegenrechnung aufzumachen, dazu ist die Situation Deutschlands tommission, derer franzöfifche und englische Mitglieder bereits heute noch zu ernst. Aber im Voffe fennt bereits jeder die Hauptin Sofia eingetroffen find. punkte dieser vernichtenden Rechnung und selbst, wer einige EatNacht zum 25. September nahm der Stadthauptmann von Niew eine Haussuchung bei der Mission des russischen Roten Kreuzes und in den Privaiwohnungen ihrer Mitglieder vor und beschlagnahmte sechshundertdreißigtausend Rubel, welche für die Rote- KreuzMissionen in der Krim bestimmt waren. Es wurde bei dem Genfer internationalen Komitee des Noten Kreuzes Protest erhoben. Englisch- offiziöser Kommentar zum Friedensangebot. London, 7. Oftober. Wie Neutere erfährt, werden in gut Kanzlers und der Note an Wilson folgende Kommentare gegeben: unterrichteten Kreisen nach sorgfältiger Prüfung der Nede des Es scheint allgemein angenommen zu werden, daß der neue Stanzler berechtigt sein mag, für sich in Anspruch zu nehmen, daß er ein Mann von liberalen Ansichten auch vor diesen Greignissen war, so wie das Wort liberal in Deutschland verstanden wird Aber es bleibt noch abzuwarten, ob der Druck der militärischen Greignisse genügend groß gewesen ist, um die Masse des deutschen Volkes zu überreden, dauernd die Partei dieses Liberalismus zu ergreifen. Mit anderen: Hat er die Macht, diese Ansicht allen Teilen des deutschen Volkes aufauzwingen, obwohl er selbst zweifellos aufrichtig diese Ansichten vertritt? Die Befehrung Deutschlands zu liberalen Ideen, wie sie in dem Gegensatz zwischen der Reichstagsrede des Prinzen Mag und den neulichen Aeußerungen v. Payer 8 gefennzeichnet ist, hat sehr plöblich stattgefunden, und es bleibt abzutvarten, ob sie dauernd sein wird. Gewerkschaftsbewegung @ie bellen nur. Die linkeradikale Bremer Arbeiterpoliti!" toenbet. fich gegen 21 berbandes in einer an die Gewerbekammer zu Dresden gerichteten werbegeriät auf gablung für die Kündigungszeit. Die Firma| darstellen. Beckhausen hat recht, wenn er meint, daß schon ein wurde auch zur Zahlung berurteilt, weil ben, lägerinnen nicht zu ziemliches Maß von Ungeschid auf seiten der Jugendamtsvertreter gemutet werden könne, den Schmus mit den Händen aufzunehmen. Dazu gehöre, die ihnen zuerkannte Rolle schlecht zu spielen. Eine Erhöhung der Roftgeldentschädigung der Lehrlinge Der Entwurf beschreitet hier also einen durchaus guten Weg, die im Berliner„ Mitteilungsblatt" propagierte Auffassung, die Ge- fordert die Dresdener Drtsverwaltung des Deutschen Metallarbeiter- sein soll, die sorgliche Erziehung derer, für die die von der Natur um die Fürsorgeerziehung als das erscheinen zu lassen, was fie werkschaften durch eine geeignete Kandidatenauswahl für die ört- Eingabe. Zur Begründung wird darauf hingewiesen, daß die dazu Berufenen fehlen oder verlagen. Die Schar dieser Kinder lichen Verwaltungen zu reformieren, um sie so zu einem Instrument durch die Länge des Krieges geschaffene Lage es den Eltern der it größer als man gemeinniglich annimmt. In den letzten 15 Jahren für den Kampf gegen den tapitalistischen Staat benügen zu fönnen Lehrlinge fast unmöglich macht, die Unkosten der Lehrlinge durch die find der Fürsorgeerziehung zugeführt Insbesondere verspottet die Arbeiterpolitik" folgende im Mite Einkünfte der Familienmitglieder auf die Dauer zu bestreiten, wenn teilungsblatt" geäußerte Auffaffung: der Lehrling nur ein ganz geringes Taschengeld erhält. Noch Wir werden unzweifelhaft in der tommenden Seit damit zu schlimmer ist eine folche Familie bazan, falls der Lehrling, der rechnen haben, unfere Barteigenossen in führende ohne Entgelt beschäftigt wird, infolge erwerbeunfähiger Ertranfung Stellungen in den Gewerkschaften bringen werden. Sie uns unter au Saufe bleiben muß und ihm Grund der Kaffenfagungen tein gerechter Würdigung ihrer Tätigkeit in unseren Anschauungen au nichts Unmögliches vom Lehrherrn verlangt wird, da durch die werden sein. Krankengeld gewährt wird. Zum Schluß wird noch betont, daß Kinder. In den letzten Jahren wird ihre Zahl noch größer geerhalten, ist unsere Pflicht." die Eltern dem Bebrherrn gegenüber früheren Zeiten ohne Zweifel lingen, hier eine Besserung zu erreichen. Die Not der Jugend offenbart sich auch in diesen lebernahme der Beföltigung und Beherbergung des Behrlings durch Behlen in erschreckender Weise. Möge es den Jugendämtern gegerade in der Kriegszeit eine wesentliche Entlastung zuteil geworden ist. B Es fame, so bemerkt hierzu das linkeradifale Blatt, ben Un abhängigen also lediglich darauf an, andere Führer an die Spige der Gewerkschaften zu stellen, sie wollten nicht einmal eine grfind liche Reform bes bureaukratischen Verwaltungsapparates, gefchweige Bankbeamtenstreit und Generalftreik in Zürich. denn dem heruntergekommenen Prinzip und der veralteten Taftit eine neue Erkenntnis entgegenstellen. Sus Bern wird uns geschrieben: Die Jbeen schreiten schnell in So zeigt sich denn ihre diefen Zeiten. Wer hätte noch vor ein paar Jahren die Möglichkeit Stellung zu den Gewerkschaften als eine jener halbheiten, ins Auge gefaßt, daß Banibeamte gleich Fabrifeproletariern in den die man ja von den Unabhängigen gewöhnt sei. famten organisierten Arbeiterschaft appellieren würden. Ausstand treten, Streifpoften aufstellen und an die Hilfe der geist das alles zur Wirklichkeit geworden. Und nun Am 1. Oftober traten die Wollten die Unabhängigen wirklich die freien Gewerkschaften zu dem Mittel machen, toie wir es im Kampf gegen den fapitalistischen Staat brauchen, so müßten fle mindestens unzweideutig er organisierten Bantbeamten von Zürich in den Ausstand. Ihr Beflären, daß sie das Unterstützungswesen- mit Ausnahme der Streil- und Gemaßregelten- Unterstügung- grundlagt ablehnen. Sie müßten dann nicht nur die gange bisherige Tarifvertragspolitik befämpfen, sondern bie ganze bisherige Gewerkschaftstaftil in den Drfus berfenfen. Die Abhandlung schließt: Sie, die Unabhängigen, firren nur mit der Stette, sie bellen nur und beißen nicht." Wir haben die Darlegungen des linterabifalen Blattes fura registriert um zu zeigen, welche Zerfahrenheit und Unklarheit in beiden Lagern der gewerkschaftlichen Reformatoren herrscht. Der Solzarbeiterverband im Jahre 1917. Das soeben erschienene Jahrbuch des Holzarbeiterverbandes legt beredtes Zeugnis ab von der Mannigfaltigkeit der Aufgaben, deren sich die Gewerkschaften mehr und mehr unterziehen. Auf 304 Seiten wird in übersichtlicher Weise alles erläutert, was unter den Einwirkungen des Krieges im abgelaufenen Jahr von der Or ganisation getan worden ist. Der Kampf wurde, wie in allen Organisationen, so auch hier, vornehmlich gegen die steigende Teuerung geführt. Wohl betont der Vorstand in seiner Ginleitung, daß der Verband die Mitglieder auf direktem 28ege nicht vor dieser drückenden Folgeerscheinung des Krieges habe schützen fönnen; es fei nur möglich gewesen, die Löhne zu erhöhen in dem Maße, mie ber Geldwert gefunden war. Die Erreichung dieses Bieles war um schluß war durch das Verhalten ber Bankdirektoren provoziert 1901: 7787 1902: 6198 1903: 6523 1904: 6458 1905: 6686 1906: 6923 1907: 6921 1908: 7863 1909: 8008 1910: 8733 1911: 9372 1912: 9906 1913: 10 566 1914: 8885 1915: 11 217 Parteinachrichten. Bollsregierung unter allen Umständen zu diskreditieren, gefert über Wie man in Leipzig lägt. Die unabhängige Leipziger Vollezeitung", bestrebt, bie neue das„ Ausbleiben der Amnestie" die bekanntlich tommt! Da bei fällt auch ein Sieb auf den Vorwärts", von dem gefagt wird: Wie soll die Reichsregierung die Nötigung diefer Maßregeln finden, wenn das abhängige Zentralorgan, der Vorwärts", in feinem Leitartikel über die Reichstagssigung nichts Dringlicheres au tun hat, als zum Schutze für die neuen Exzellenzen bor Ungebulb, box Unbescheidenheit zu warnen, aber vor lauter Regierungsfürtigteit gar nicht magt, das furchtbare Wort Amnestie auszusprechen, sondern nur in einer fofiternen, umschreibenden Andeutung die Sache faum zu streifen riskiert. worben. Die Züricher Banken haben ein glänzendes Geschäftsjahr 10 Prog. davon sind als Tantiemen an ein Hauflein Berwaltungshinter sich. 80 bis 85 Millionen Front waren der Neingewire, Bezüge, die für viele von ihnen 180-200 Fr. betragen, schnöde räte berteilt worden, ben Angestellten aber wurde die Erhöhung der bem Bantbeamtenverband zu verhandeln. verweigert und die Vereinigung der Banken weigerte sich auch, mit Wie jeder des Lefens Rundige feststellen kann, befindet sich in Staatsrat gemachte Vorschlag eines Schiedsgerichts wurde schnöde Leitartikel noch auf Seite 3 eine besondere Abhandlung, zu Der vom Züricher unferer Sonntagsnummer außer dem von der 2. V." erwähnten abgetpiesen. Der Streit hatte eine ungeheuere Wirkung. Er fiel der das furchtbare Wort" Amnestie die Neberschrift bildet. Dort ist gerade in dem Duartalswechsel, wo die Störung der Bankbetriebe das, was im Leitartikel der Strze halber nur angedeutet wurde, eine Stockung des gesamten Geldverkehrs zur Folge hatte. Dann aber mit aller ausführlichkeit gefordert und begründet. Die griff auf Beschluß der Züricher Arbeiter- Union die Arbeiter Berichweigung diefer Tatsache durch die 2. V." kommt einer volldraft ein. Am 2. streitten fast alle Betriebe, die Straßenbahnen endeten Lüge gleich. fuhren nicht, die Zeitungen wurden nicht gedruckt. Das half. Eine Konferenz fämtlicher Thüringer Wahlfreise, Die Banten gaben, auf Drängen der Regierung, nach. Die Drgani- zu welcher sich zirka 30 Vertreter der Partei und der Gewerkschaftsfation ist anerkannt, die Beamten erhalten allgemein die Gehälter, fartelle eingefunden hatten, beschäftigte sich am Sonntag in Weimar die bei der Kantonalbant, die in dieser Hinsicht vorangegangen mit der Zuteilung von Lebensmitteln in den Thüringer Kleinwar, eingeführt sind. Und Maßregelungen werden nicht vor- staaten. Aus einem einleitenden Referat ging hervor, daß die Zugenommen. teilung von Fett und anderen Nahrungsmitteln in den meisten Thüringer Kleinstaaten sehr mangelhaft ist; jest, nach der neuen Zwei Bankbeamtenversammlungen. Bu Mittwoch, den 9. Dktober, Ernte, müsse unbedingt eine Befferung eintreten. In der lebhaften beruft der Allgemeine Verband der Bankbeamten Betriebsverfammhandlungen mit den Generalfommandos, den Staatsregierungen, Aussprache betonten mehrere Delegierte, daß schon vielfach Berlungen der Angestellten der Deutschen Bank und der Direktion der Gemeindeverwaltungen und mit der Thüringer Verteilungsstelle in Diskontogesellschaft ein. Die Bersammlung der Angestellten der Beimar wegen einer besseren Berteilung von Lebensmittel flattDeutschen Bank findet im Lehrervereinshaus am Alexanderplat gefunden haben, ohne das Aenderungen zum Befferen eingetreten ( großer Saal) statt Beginn 8½ Uhr. Die Angestellten der Dis fontogesellschaft verfammeln sich in den Germania- Brachtfälen, find. Auch wurde erwähnt, daß seit geraumer Zeit die Thüringer Chauffeefir. 110( Weißer Sacl). Beginn 8 Uhr. Die Tagesord- Kleinstaaten von der Belieferung mit Fischen ausgeschloffen find. nung beider Versammlungen lautet:„ Die neue unzureichende Teue- Da man sich von weiteren Verhandlungen mit den Thüringer Nerungszulage". gierungen ab der Verteilungsstelle nichts verspricht, wurde beschlossen, eine Delegation nach Berlin zu senden, welche der Neichsverteilungsstelle die Thüringer Ernährungsverhältnisse eingebend schildern und um eine fofortige Besserung ersuchen soll. In die Delegation wurden die Genossen Baubert, Leber und ein Altenburger Genosse gewählt. Die Fürsorge- Erziehung im Jugendfürsorgegefeh- Entwurf. Soziales. Erhöhung der Familienunterstütnng. so schwieriger, als der Krieg die Kräfte des Berbandes weit mehr beschränkte als in Friedenszeiten. Konnten doch von 1013 Lohn bewegungen, die im abgelaufenen Jahre geführt wurden, nur 54 mit Arbeitseinstellungen verbunden werden. Dagegen weist das große Stampfiahr 1910 bei 1174 2ohnbewegungen 504 Streits auf Gleichwohl ist im Berichtsjahr für 130 000 sollegen uns Kolleginnen der Lohn durchschnittlich um faft 2 M. pro Tag erhöht worden. Dieses Resultat tonnte nur erzielt werden, weil auch in der Holzindustrie im Berichtsjahr immer mehr Betriebe für den Heeresbedarf produzierten. Die rasche Vermehrung der weiblichen Arbeitsfräfte veranlaßte den Werband, bei den zentralen Verhandlungen auf die Bestseßung von Mindestlohnen für die Arbeiterinnen zu dringen. Kommen doch auf 100 männliche Arbeiter jett 36,3 Arbeiterinnen in den Betrieben, gegen mur 6,6 vor dem Krieg. Die Bahl der Betriebe. in denen weibliche Arbeitskräfte beschäftigt mer- Es gab eine Beit, in der man von der Fürsorgeerzfehung nur den, hat sich verbreifacht, in der Tischlerei sogar berfünffacht. Wäh- mit Grauen sprach. In der Zeit, in der die Vorkommnisse in rend im Dezember 1915 in 12 693 erfaßten Betrieben mur 17 279 Miltschin und der Blomeschen Wildnis die Deffentlichkeit erregten, weibliche Beschäftigte festgestellt wurden, wiesen deren im Dezember 1917 7429 Betriebe 35 471 auf. Die Gegenüberstellung weist also war vielfach die Meinung verbreitet, daß über den Toren der Für zwar ein Abnehmen der erfaßten Betriebe um 41,5 Bros., bagegen forgeerziehungsanstalten unsichtbar die Worte Dantes geschrieben Erhöhung der Familienunterstützung ein. Die vom 28. September 28ie wir bereits meldeten, tritt vom 1. November an eine standen: Laßt, die ihr eingeht, alle Hoffnung schwinden. Daß datierte Bekanntmachung des Bundesrats hat folgenden Wortlaut: trotzdem in der Mehrzahl der Fälle die Erziehung eine ganz einwandfreie war, soweit rein pädagogische Grundsäge in Frage eine Erhöhung der bis zum 1. Oftober 1918 gezahlten FamilienDie Lieferungsverbände sind verpflichtet, aus ihren Witteln fommen, wurde bielfach übersehen. Das Erziehungsideal diefer unterstügung eintreten zu lassen, die spätestens vom 1. November Anstalten selbst allerdings entsprach nicht unseren foglalt 1918 ab zu gewähren und deren Betrag je nach den örtlichen Berftischen Erziehungsibealen, sondern sondern denen unferer heutigen hältnissen zu bemessen ist. Bis zum Betrage von fünf Warf für bürgerlichen Gesellschaft. Und es entspricht auch heute jeden Unterstützten werden die feit dem 1. November 1918 genicht unseren Anschauungen. Das soll uns nicht abhalten, anzuwährten Erhöhungen der Unterstützungen vom Reiche erstattet, und erkennen, daß die pädagogischen Grundfäße der Fürsorgeerziehung ftattung der gesetzlichen Mindestbeträge. Geringe Besserungen der war zur Hälfte allmonatlich, zur Hälfte zusammen mit der Erim allgemeinen vom besten Willen, die ihr anvertrauten Kinder zu Berhältnisse der Unterstüßten, wie auch erheblichere Besserungen vorbrauchbaren Gliedern der menschlichen Gesellschaft zu machen, ge- übergehender Art follen regelmäßig nicht zur Herabfegung oder leitet waren. Das ist ja auch das Biel jeder Erziehung. Im all- Einstellung der Familienunterfügung führen. gemeinen fagen und sehen die Leiter der Anstalten in der Gorge für die die ihnen anvertrauten Kinder ihre Hauptaufgabe. immer ist nicht alles so, wie es sein müßte, nicht alle Fähigkeiten der Kinder werben so entwickelt, wie es fein fönnte, manches Gute, mandje Kraft wird nicht so entwideft, wie es geschehen könnte. die von der Stadt Berlin selbst errichteten und geleiteten Anstalten aber es ist doch auch vieles schon besser geworden und wer z. B. einmal befucht hat, wird sie nicht ohne innere Befriedigung eine Zunahme der weiblichen Arbeitskräfte um 200 Pros. auf. Gine Verkürzung der Arbeitszeit wurde in 95 Bewegungen für 12 308 beteiligte Personen von insgesamt 42 393 Stunden oder 3,4 M. pro Wodje erreicht. Die Bahl ber abgeschlossenen Tarifberträge ist zwar von 1014 am Schlusse des Vorjahres auf 910 am Jahresende 1917 zurüdgegangen, indessen ist diese Verringerung auf Stillegung von Betrieben zurüdzuführen, die praktisch nicht mehr in Betracht tamen. Faktisch hat sich die Zahl der unter Tarifhertrag beschäftigten Arbeiter am Schluß des Jahres 1917 um über 30 000 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dem vom Verbandsvorstand geführten Kampf gegen die Unfallgefahren wird, wie aus der veranstalteten Unfallstatistik hervorgeht, von den Mitgliedern nicht immer das erforderliche Interesse entgegengebracht. Mag sein, daß die Kriegsverhältnisse die Aufmertsamteit der in den Unfallbetrieben beschäftigten Arbeiter zu einer gewiffen Gleichgültigkeit gegenüber dieser Leben und Gesundheit schüzenden Tätigkeit des Verbandsvorstandes gebracht haben. Mit dem Zurückströmen der Kriegsteilnehmer dürfte auch auf diesem Gebiete wob! eine Wendung zur Befferung eintreten. 90 237 gestiegen. 118 236 Mitglieder waren bis zum Jahresschluß Die Mitgliederzahl ist von 68 249 am Jahresschluß 1916 auf 1917 zum Heere einberufen. Von 773 8ahlstellen find infolge der Ginberufungen 27 im Laufe des Berichtsjahres eingegangen, dagegen fonnten 19 Rahlstellen neu gegründet werden. Die Kaffenverhältnisse der Organisation haben eine wesentliche Besserung erfahren. Der Kassenabschluß meist einen Ginnahmeüberschuß bon 745 850 2. auf gegen 562 100. im Vorjahre. Giner Gesamteinnahme von 2 639 994 27. steht eine Gesamtdie Krantenunterstübung mit 363 536 M. Sie höchste Biffer auf. ausgabe von 1894 143 M. gegenüber. Unter den Ausgaben meist Sie erfordert gegenüber allen übrigen Unterstübungen, für die zufammen 196 785 M. ausgegeben wurden, allein ein Mehr von 166 751 M. Als Weihnachtsgabe an Striegerfrauen wurden 256 478 M. berausgabt. berlassen haben. Noch Eine Erhöhung der Roftgeldentschädigung der Lehrlinge forbert die Dresdner Ortsverwaltung des Deutschen Metallarbeiterberbandes in einer an die Gewerbekammer zu Dresden gerichteten Eingabe. Zur Begründung wird darauf hingewiesen, daß die die Einfünfte der Familienmitglieder auf die Dauer zu bestreiten, durch die Länge des Krieges geschaffene Lage es den Eltern der Lehrlinge fast unmöglich macht, die Unkosten der Lehrlinge durch wenn der Lehrling nur ein ganz geringes Taschengeld erhält. Noch Billige Arbeit ist schlechte Arbeit. schlimmer ist eine folde Familie daran, falls der Lehrling, der Was dem Gedanken ber Fürsorgeerziehung in der entlichen ohne Entgelt beschäftigt wird, infolge erwerbsunfähiger Erkrankung Meinung fo wesentlichen Abbruch getan hat, war, abgefeben von Bause bleiben muß und ihm auf Grund der Kassensazungen fein Borkommnissen der eingangs geschilderten Art, der Umstand, dat Sanfengeld gewährt wird. Zum Schluß wird noch betont, daß fie als angelegenheit der Polizei erschien. Der Landrat in den nichts Unmögliches vom Lebrherrn berlangt wird, da durch die Städten sind zur Stellung des Antrages auf färjorgeerziehung begerabe in der Striegszeit eine wesentliche Entlaftung zuteil ge2andfreifen als höchstes Polizeiorgan und die Polizei felbft in den Uebernahme der Beföstigung und Beherbergung des Lehrlings durch die Eltern dem Bebrherren gegenüber frübesen Beiten ohne gmeifel rechtigt. Die unteren Polizeiorgane stellen die Ermittlungen über worden ist. die Umgebung ber gefährdeten Jugendlichen ant, fie bewirken die 8uführung in eine Auftalt oder geeignete Die Sassenbestände der Verbandskaffe ergeben einschließlich Familie. Was dabei herausfommt, welch fleinlicher Geist dabei Im Sprechsaal" der Fachzeitschrift der Keramischen Industrie 6589 M. in den Baufaffen und 1 847 564 M. in den Lofallafien eine vielfach waltet, ist in unzähligen Fällen bofumentiert werden. Wie behandelt der Kommerzienrat Roesler in Nodach b. Coburg die zuGesamtsumme von 7 703 717 m. gegenüber 6 713 894 M. am Schlusse fann es auch anders sein, wenn felbft das Kammergericht, wie es fünftigen Aufgaben der deutschen keramischen Industrie. Naturbes Vorjahres. Ohne 8weifel merden dem Verbund nach Beendigung des ja noch im vorigen Jahre der Fall war, in der politischen gemäß behandelt er dabei auch im Zusammenhang mit der ProArieges wieder diejenigen Kräfte zuströmen, die die Organisation Gesinnung der Eltern einen Grund zur Fürsorgeerziehung erblidt buktionstoftenfrage auch die Lohngestaltung. Er sagt dabei das folgende: der Holzarbeiter befähigen, der Kampf um die Verbesserung der Wenn auch selten 10 llar, wie in diefem Falle ist in der Fürsorges Lohn- und Arbeitsbedingungen einer Mitglieder auch für die Bu- ergiebung vielfach nach dem Grundlag beriahren worden, daß der funft mit Erfolg zu führen. nn an Bemühungen, mit den im Staat ein Recht auf police Zwangsgefinning feiner minder Felde stehenden Mitgliedern die Verbindung aufrecht zuerhalten, bat jabrigen Staatebürger habe. Das bat natürlich der Grundgedanfen es der Verbandsvorstand nicht fehlen lassen. der Fürsorgeerziehung als reine Evitebungeniafnaome nicht in die Gricheinung treten laffen. Jedenfalls ist das Vertrauen zur Für forgeeratehung febr gering. 28er nicht fegt, wird entlaffen. t .Es muß von vornherein ein für allemal ausgeschlossen sein, daß etwa Löhne und Gehälter gedrückt werden. Ueberall sind die Ausgaben für die Lebenshaltung außerordentlich gestiegen, und nur bei ausreichender Betätigung derselben tann von dein Mann überhaupt etwas verlangt werden. Es muß also nicht nur für diese gesorgt werden, sondern es ist auch danach zu verfahren, daß die Leistungsfähigkeit und die Leistungswilligkeit des Mannes In der Fabrik pharmazeutischer Artikel von Wilh. Kajm Nacht. burch seine Entlohnung und durch sonstige Fürsorge für ihn geIm Jugendfüriorgegefez- Entwurf wird nun den Jugendamtern steigert und gehalten werden. Billigite Arbeit it immer wird den Arbeiterinnen zur Pflicht gemacht, den Fabrikraum regelmäßig auszufegen. Die Regerflicht geht die Ribe berum und ist ausschließlich Recht und Pflicht zum Antrage auf Fürsorgeerziehung chiechte Arbeit. Beste Arbeit ist immer die wertvon jeder Arbeiterin je eine Woche zu erfüllen. Zwei Arbeiterinnen zugedacht. Die Polizei ist damit ausgeschaltet. Gs ist fo, wie der bollte und gleichsam iparsamste, weil sie fomobr wollten sich nicht aur Ausübung der Reinigungsarbeiten verfteben, Erziehungsdirettor P. Beckbaufen, Hannover, in einer diefes Thema den Mann als auch den Werkstoff am besten ausweil es an den nötigen Werkzeugen fehlte. Es war feine Wüll- behandelnden Abhandlung im Zentralblatt für Bormambi attenut. Von vornherein also fort mit dem Gedanken, eine VerSchippe vorbanden. Der zusammengefehrte Schmuz mußte deshalb weien" jagt, daß die Fürsorgeerziehung nun noch einmal vor eine billigung der Erzeugung durch Lohnbrückerei erzielen zu können mit den Händen aufgehoben, in eine Stifte getan und diese noch entscheidende Wendung gestellt fei. Wenn es nunmehr nicht gelinge, und zu wollen." über die Straße nach einem anderen Grundstück getragen werden. ihr in der Deffentlichkeit mehr Vertrauen zu erringen, dann biete gemachte Bestätigung einer bor weit denn 100 Jahren von Justus Wir finden hier wieder einmal eine auf Grund der Erfahrung Die beiden Arbeiterinnen hatten zwar eine Rollegin gefunden, die gegen Bergütung die Reinigung an ihrer Stelle ausführen wollte. ich vielmehr nie wieder eine Möglichkeit dazu. Nunmehr haben Möser ausgesprochenen Wahrheit. Das gestattete aber die Betriebsleitung nicht. Sie verfügte: Ge sich die Jugendamter nicht mehr der Polizeibeamten, sondern eigener Berantwortlich für Bolitit: Erich Kuttner, Berlin: für den übrigen Teil des gibt keine Stellvertretung, je de Arbeiterin hat felbft au fegen, wenn borgebildeter Helfer für die notwendigen Ermittlungen zu belastes: Afred Schols, Neuraln; für Anzeigen: Theobor Glode, Berlin. Berlag: fie an der Reihe ist. Die beiden Arbeiterinnen, die bei ihrer Bei dienen. Lebt der richtige Geift im Jugendamte, wird er fich auch Borwärts- Nerlag 6. m. b. 5., Berlin Drud: Borwärts- Buchbruderel und gerung beharrten, toutben sofort entlaffen. Ele flagien beim Ge- felbft in der Deffentlichtett in flaxster Weise als Erziehungsbehörde Berlagsanstalt Baul Singer u. Ce. in Berlin. Bindenstraße 8. Giera 1 Belings as sterkaitan Blatt.