Nr. 279. 35. Jahrg. Bezugspreis: Bierteljabr. 6,40 I., tonati, 1,80 t fret ins paus, vorauszahlbar.Einzelne Rummern 10 Bfennig. Boftbeaug: Monatisch. vom Bostichalter abzuholen 1,80 m.bom Briefträger ms Haus ge bracht 1,94 M unter Kreuzband für Deutschlar d und Defterreich- Ungarn 4,- Mt. für das übrige Ausland 5,50 Rt. monatlich. Berland ins Felb bet birefter Bestellung monatl 2,-ML Boitbestellungen nehmen an Däne mari, Holland Luremburg, Schweden und die Schweta Eingetragen in die Boft- eitunas- Bret8lifte. Gricheni täglich. Telegramm Adresse: .Sozialdemokrat Berlin". Vorwärts Berliner Volksblaff. 10 Pfennig Anzeigenpreis: Die ftebengespaltene Rolonelzeile foftet 80 Bfg. Kleine Anzeigen", das fettgedruckte Wort 30 Big( zulässig 2 fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort 15 Bfg Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort 20 Bfg., jedes meitere Wort 10 Bfg. 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Der Staatssetretär hat zeigt, daß die deutsche Regierung diese Rüddem schweizerischen Geschäftsträger folgende Antwort auf die fragen in einer Weise beantworten deutsche Note übergeben: zu fönnen glaubt, die die Fortführung des Friedensschrittes ermöglicht. ob der Kanzler nur für diejenigen verfassungswürdigen Ge walten des Reiches spricht, die bisher den Krieg geführt haben. Darauf ist schon durch WTB halbamtlich geantwortet worden: Nein, der Kanzler spircht nicht ,, nur" für diese Gewalten, sondern spricht im Namen des deutschen Volfes, wofür die Erklärung des Reichstagspräsidenten Fehrenbach als Beweis angeführt wird. Wort, das mit" nur" übersetzt wird, heißt aber ,, merely" Das englische und dieses hat auch den Sinn von ,, böllig" ober ,, durchaus". Der Sinn von Wilsons Frage fönnte daher auch sein, ob der Kanzler durchaus( ganz im Sinne) derjenigen verfassungsmäßigen Bewalten gesprochen habe, die bisher den Krieg geführt haben. Staatsdepartement vom 8. Oktober 1918. Mein Herr! Ich habe die Ehre, im Namen des Prä- Gegenüber ungeduldigen Erwartungen wird jedoch noch fidenten den Empfang Ihrer Note vom 6. Oktober zu be- eines hervorgehoben werden müssen. Von der Antwort auf die ftätigen, die die Mitteilung der Dentichen Regierung an den drei Rückfragen wird unmittelbar nur die weitere Haltung Präsidenten einschloß, und ich bin von dem Präsidenten beauf- Wilsons selbst abhängen, aber nicht die der mit ihm vertragt, Sie zu bitten, dem deutschen Reichskanzler folgende bündeten Ententemächte. Streng genommen ist es noch Mitteilung zu machen: immer möglich, daß Wilson nach einer ihn befriedigenden BeantEhe er auf das Ansuchen der Kaiserlich Deutschen Regie- wortung seiner Rückfragen den erwünschten Friedensschritt rung antwortet und damit die Antwort so aufrichtig und unternimmt, aber damit bei seinen Verbündeten auf Widergradsinnig erteilt wird, wie die wichtigen Intereffen, die stand stößt, sei es in dem Sinne, daß sie den Frieden überhaupt darin eingeschlossen. sind, erfordern, hält der Präsident der Ver- ablehnen, sei es, daß sie ihn durch Stellung unerträglicher Be- In diesem Fall hätte die Anfrage Wilsons den Zweck, einigten Staaten es für notwendig, sich des genanen Sinnes dingungen zu vereiteln suchen. Gegen das Eintreten eines festzustellen, ob nicht nur die neue Macht, das deutsche Volk, der Note des Reichekanzlers zu versichern. folchen Falles wirft aber wohl die ungeheure Autoritat, die sondern auch die alte, die Militärmonarchie, mit dem Schritt Meint der Reichskanzler, daß die Kaiserlich Dentsche Re- Wilson in den Ententeländern genießt und die Unterstügung, der neuen Regierung einverstanden sei. Diese Frage fönnte gierung die Bedingungen, die vom Präsidenten in seiner Bot- die ihm von Seiten der dortigen Friedensfreunde, namentlich aus der Besorgnis entstanden sein, daß die alte Macht, wenn schaft an den Kongreß der Vereinigten Staaten vom 8. Jannar der französischen Sozialisten und der englischen Arbeiterpartei, sie mit dem Friedensschritt nicht einverstanden wäre, ihn und in den folgenden Botschaften niedergelegt worden sind, zuteil wird. widerrufen könnte, indem sie zugleich wieder die ganze annimmt, und daß ihr Zweck beim Eintritt in die DisGewalt an sich risse. Darauf wäre dann zu erwidern, daß kussion nur der sein würde, sich über die praktischen Einzelerstens die vollzogene innere Umwandlung nach der Erheiten ihrer Anwendung zu verständigen? klärung des Kanzlers und dem Willen des Bolles nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, und daß sich zweitens die alte Macht mit ihr und mit dem vollzogenen Friedensschritt der neuen Regierung in Erkenntnis der Notwendigkeit vollfommen einverstanden erklärt hat. Auf alle Fälle zeigt sich, daß die deutsche Regierung battisch richtig operiert hat, indem sie sich an den Präsidenten der Vereinigten Staaten wandte. Der Präsident der Vereinigten Staaten fühlt sich ver- Von den drei Nüdfvogen Wilsons find die erste und die pflichtet, zu dem Vorshlage eines Waffenstill dritte politischer, die zweite ist militärischer Nastands zu erklären, daß er sich nicht berechtigt fühlen würde, tar. Daß die beiden politischen Fragen feine Schwierig den Reg erungen, mit denen die Regierung der Bereinigten feiten bieten, fann nach unserer Meinung nicht zweifelhaft sein. Staaten gegen die Mittelmächte verbunden( assoziiert) ist, Die erste Frage geht dahin, ob die deutsche Regierung Von der zweiten Frage ist schon gesagt worden, daß sie einen Waffenstillstand vorzuschlagen, so lange die Heere dieser die Bedingungen, die von Wilson in seiner Botschaft bom vorwiegend militärischer Natur ist, was soviel beMächte auf ihrem Boden stehen. Der gute Glaube bei 8. Januar und in den folgenden Botschaften niedergelegt deutet, daß fie insoweit in diesem Augenblick noch der öffentjeder Diskussion( the good faith of any discussion) würde worden sind, annimmt und ob ihr Zwed beim Eintritt in lichen Diskussion entzogen ist. Bom politischen Standpunkt offensichtlich von der Zustimmung der Mittelmächte ab- die Diskussion nur der sein würde, sich über die prakti- aus stellt sich die Sache aber so: Da Deutschland erklärt, von hängen, sofort die Truppen überall aus dem ichen Einzelheiten ihrer Anwendung zu ver- den befepten Gebieten nichts behalten zu wollen, so ist ihre befesten Gebiet zurückzuziehen. ftändigen. Die Antwort auf diese Frage bat die deutsche Räumung nur eine Frage des Beitpunktes und der Der Präsident glaubt auch zu der Frage berechtigt zu Note, richtig verstanden, schon enthalten. Wenn man fagt, Modalitäten. Es ist nicht leicht anzunehmen, daß sich fein, ob der Kanzler nur für diejenigen Gewalten des Reiches daß man ein Brogrammn als Verhandlungsgrundlage an an diesem Punkte unübersteigbare Schwierigkeiten für das spricht( constituted authorities of the empire), die bis- nimmt, so ist damit auch schon ausgesprochen, daß man sich begonnene Friedenswerk erheben könnten. Auch die kurze her den Krieg geführt haben. Er hält die Antwort auf dieses Programm grumdiäßlich zu eigen gemacht hat und balbamtliche Mitteilung, die in die Absichten der deutschen diese Frage von jedem Standpunkt aus für außerordentlich daß es nur noch auf die Einzelheiten seiner Ausführung an- Regierung einen ersten Einblid gestattet, scheint hier keine wichtig. fommt. Gefahr zu sehen, da sie in Kenntnis der amerikanischen Note Empfangen Sie, mein Herr, die ernente Versicherung belt erit geflärt ist, auf alle Fälle eine befriedigende Ant- den sichrittes ermöglichen wird. Auch die dritte Frage wird, wenn ihr eigentlicher In- versichert, daß sich eine Weiterführung des Friemeiner Hochschäßung. wort finden können. Die deutsche Uebersehung gibt diese Frage folgendermaßen wieder: Robert Lansing. Anmerkung des WTB. Die Antwort des Präsidenten Wilion liegt hier in einem amtlichen Tegt noch nicht vor. Eine genaue Prüfung des Wortlautes ist vorerst noch nicht möglich. Immerhin ergibt sich aus dem Tegt, daß weitere Erklärungen von feiten der Deutschen Regierung notwendig werden. Dazu sind sorgsame Erwägungen der Regierung erforderlich. Die Antwort auf die Schlußfrage ist durch die Rede des Präsidenten Fehrenbach in der Reichstagsfitung vom 5. dieses Monats gegeben, der im Namen des deutschen Boites und des Reichstages erflärte, daß der Reichstag das Friedensangebot billige und sich zu eigen mache. Zu dieser Meldung, die wir gestern 8 Uhr nachmittags durch eine Sonderausgabe unseres Blattes verbreiteten, bemertt die, Norddeutsche Allgemeine Zeitung": Die Antwort des Präsidenten der Vereinigten Staaten auf den deutschen Friedensschritt ist bei den hiesigen amtlichen Stellen heute bekannt geworden und wird in Kürze mitgeteilt werden. Wir haben Grund zur Annahme, daß sich eine Weiterführung des Friedensschrittes ermöglichen wird. Die deutsche Note vom 5. Oftober hatte den Präsidenten der Vereinigten Staaten ersucht, die Herbeiführung des Friedens in die Hand zu nehmen. Englische Jingos und französische Chauvinisten haben dagegen gewettert, von Frieden könne feine Rede sein, erst milsse Deutschland gänzlich geschlagen und vernichtet werden. Es war ein unfreundlicher Auftakt. Hätte sich das Gerücht bewahrheitet, das gestern mittag in Berlin verbreitet war, Wilson habe das Friedensangebot rundweg abgelehnt, so würde das nur den Auffassungen und Erwartungen der westeuropäischen Kriegstreiber entsprochen haben. Die Antwort aus Washington, die mittlerweile in Berlin eingetroffen war. zeigt im Gegenteil, daß Präsident Wilion dem deutschen Ersuchen unter bestimmten Voraussetzungen zu entsprechen geneigt ist. Um sich darüber zu vergewissern, ob diese Boraussetzungen gegeben sind, hat er drei Rückfragen an die deutsche Regierung gerichtet, von deren Beantwortung das weitere abhängt. Schon die kurze Notiz der Nordd. Allg. 3tg." Der Präsident glaubt auch zu der Frage berechtigt au sein, Die neue Schlacht zwischen Cambrai und St. Quentin: Einbruch in die Mitte der deutschen Front aufgefangen Cambrai geräumt In der Champagne heftige Kämpfe bei St. Etienne, östlich der Maas zwischen Brabant und Ornes. Berlin, 9. Oftober 1918, a bend 8. Amtlich. An der Schlachtfront zwischen Cambrai und St. Quentin haben wir rückwärtige Stellungen bezogen und damit auch Cambrai geräumt. Teilfämpfe in der Champagne. Auf beiden Maasufern haben sich erneute Angriffe des Feindes entwickelt. Amtlich. Grokes Hauptquartier. Berlin, 9. Oftober 1918. Weftlicher Kriegsschauplan. Zwischen Cambrai und St. Quentin ist die Schlacht von neuem entbrannt. Unter Einfas gewaltiger Artilleriemassen und unter Zusammenfassung von Panzerwagen und Fliegergeschwadern griff der Engländer im Berein mit Franzosen und Amerikanern unsere Front von Gambrai bis St. Quentin an. Auf dem nördlichen Angriffsflügel war der Ansturm des Feindes nach bartem Kampf gegen Mittag westlich der von Cambrai ant Bohain führenden Straße gebrochen. In den Abendstunden find hier erneute Angriffe des Feindes gescheitert. Zu beiden Seiten der n Richtung Le Cateau führenden Römerstraße gelang dem Gegner ein tieferer Einbruch in unsere Linien. Wir fingen seinen Stoß in der Linie Walincourt- Elincourt und westlich von Bobain auf. Auf dem Südflügel des Angriffs fonnte der Gegner nur wenig Gelände gewinnen; die südlich von Montbrebain tämpfenden Truppen schlugen alle Angriffe des Feindes in ihrer vorderen In anteriestellung ab. Durch den Einbruch in der Mitte der Schlachtfront in ihrer Flanke bedroht, mußten sie am Abend ihren Flügel an den Westrand von Fresnoy le Grand zurücknehmen. Die franke Welt gleicht in diesem Augenblic einem Genefenden, dem die Hoffnungssonne freundlich durchs Fenster blickt. Aber noch muß man sich auf Rückschläge gefaßt machen! In der Champagne nahmen Franzosen und Amerikaner zwischen der Suippes und westlich der Aisne unter großer Kraftentfaltung ihre Angriffe wieder auf. Auch sie erstrebten nach aufgefundenen Befehlen erneut den Durchbruch durch unsere Front. Nur beiderseits von St. Etienne brach der Feind in unsere Linien ein. In den Nachmittagsstunden angefester Gegenangriff warf den Gegner hier wieder zurüd. An der übrigen Front find die Angriffe des Feindes völlig gescheitert. Dertliche Einbruchsstellen wurden im Gegenstoß wieder gesäubert. Teilangriffe an der Aisne und sehr heftige Angriffe der Amerifaner am Ostrande des Argonner Waldes und im Aire Tale wurden abgewiesen. Auf dem Ostufer der Maas griff der Feind zwischen Brabant und Ornes nach starker Artifferiewirkung an. Der in den Wald von Confenvoye eindringende Gegner wurde, dort zum Stehen gebracht. An der übrigen Front schlugen wir ihn vor unferen Kampflinien ab. Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff. Der österreichische Bericht. Wien, 9. Ottober. Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplas. Das italienische Artilleriefener erfuhr an der ganzen Gebirgsfront beträchtliche Steigerung. Im Daonetal, an der Etich und unmittelbar östlich der Brenta tam es zu Infanterietämpfen, die für uns günstig verliefen. Balkan- Kriegefchanplat. In Albanien sind Franzofen und Serben in das von uns geräumte Elbassan eingerückt. Jm südlichen Alt- Serbien feine besonderen Er. eignisse. Westlicher Kriegsschauplatz. An den gestrigen schweren Abwehrkämpfen bei Verdun baben die österreichisch- ungarischen Truppen des FeldmarschallLeutnants Metzger rühmlichst Anteil genommen. Der Chef des Generalstabes. Renaudel über den Umschwung in Deutschland. nationale Einheft bes gangen Beutschen Volles in Defterreich ftören fönnte. Sie, fofveit es von deutscher Sefte abhängt, gut bermekben oder, wenn sie doch eintreten, rasch zu überwinden, ist unser aller gemeinsame Aufgabe. Darum ist es notwendig, jeden 23ien, 9. Oftober. Jm Finanzausschuß beantragte Mastalla Tag zu wiederholen, daß sich der Abbruch des Krieges in Ein zensurierter Artikel Hervés. mit Rücksicht auf die allgemeine Lage die Verbagung der Berboller seelischer Festigkeit und in ungestörter Ordnung vollBern, 9. Oftober.( Eig. Drahtbericht des Borwärts".) In handlungen. Finanzminister Freiherr b. Wimmer trat dem Anziehen muß. Um die französischen Feinde des Friedens zu der„ Sumanité", die jetzt den verschiedensten Richtungen das Wortrag entgegen und erklärte, daß die Regierung selbstverständlich dämpfen, hat Genoffe Bonguet fürzlich darauf hingewiesen, verstattet, schreibt Renaudel am Sonntag über den Eintritt der auf dem Boden der gegenwärtig geltenden Verfassung stehe. Wenn daß Deutschland noch über ein Heer von neun Millionen deutschen Sozialdemokraten in die Kaiferrunde" sehr spöttisch. Erständen, werde die Arbeit, die im Ausschuß geleistet werde, teine wohldisziplinierter Streiter verfügt. Der Sache des Friedens meint aber zugleich, baß dieses Haltum dem Kaisertum zum ersten wäre ein schlechter Dienst erwiesen, wenn seine Gegner diefes Male gestatte, fich mit einem Schein von Recht auf den Boden Argument niederschlagen könnten mit der verächtlichen bernationalen Berteidigung zu stellen. Damit müßten Behauptung:„ Ach, die zählen nicht mehr!" Wir alle müffen die berbündeten Diplomaten rechnen. Im Schlußfah, der nach dem jetzt unsere schwere Pflicht nach allen Sträften tun: die drinnen, Bekanntwerden der deutschen Friedensnote geschrieben ist, sagt indem sie für die rasche Herbeiführung des Friedens alles Renaudel, daß der Frieden mur ein Wert der Völker sein hun, und die draußen, indem sie an ihrer barten, mit feinem tönne und feine Sniffe das verhindern könnten. Die Redaktion des Wort der Dankbarkeit vergeltbaren Aufgabe festhalten bis zu Blattes gibt die Rede Milfons vom 27. September nochmals wieder, dem Augenblick, der die Erlösung bringt. Regungen der Un- von der sie sagt, daß sie verfälscht und entstellt in Frant geduld, so sehr sie menschlich begreifbar wären, fönnten nur reich bekannt gegeben worden sei. zerstören, was jetzt für das Heil kommender Generationen gebaut werden soll. In der Victoire" schrieb erbé: Est nicht Ein Krieg, der vier Jahre und zwei Monate dauert, der zuständig ist, von dem man die militärischen Bedingungen des ilson, der in der Ferne weilt und in militärischen Fragen undie ganze Welt in wilde Bewegung gebracht hat, kann nicht Waffenstillstandes fordern soll, es ist jemand, der weit näher und binnen vierundzwanzig Stunden zum Abschluß gebracht werden. Noch ist der Safen nicht erreicht. Aber den ungedul- ompetenter als Biljon ist, diefe wesentliche militärische zage zu heißt Marschall Foch." dig Harrenden dürfen wir heute zurufen: Seid guten regeln. Er heißt Marschall Foch." Mutes und voll Zuversicht! Nicht lange fann es Die Benjur hat, offenbar aus Respekt vor Wilson, diese Zellen mehr dauern, bis das Morden endet. Ein paar Monate gestrien. Aber infolge eines Versehens des Zensors tamen später aber sollen wir uns in einer Welt wiederfinden, die sie durch einen Abdruck in der" Humanité" zur allgemeinen Verihre Kinder nicht mehr für die Schlachtbank erzieht. In breitung. manches werden wir uns fügen und finden müssen, aber wir werden uns daran gewöhnen, wenn uns Naum zum Schaffen bleibt, wenn wir instand gefeht sein werden, vom Lohn unserer Arbeit die Unseren zu ernähren und an dem Hussarel zur Friedensnote. Bustimmung des Reichsratspräsidenten. Wien, 8. Oktober. Im Abgeordnetenhause machte Bräfident Wilson gerichteten Friedensnote und sagte: auch Renderungen im staatsrechtlichen Bau Oesterreichs bevor= tänden, werde die Arbeit, die im Ausschuß geleistet werde, teine fich ausgestaltetes Cefterreich notwendig. Die Regierung müsse überflüffige sein, denn Steuern feien auch für ein staatsrechtüberflüffige fein, denn Steuern feien auch für ein staatsrechtich ausgestaltetes Desterreich notwendig. Die Regierung müsse daher dringend bitten, die Verhandlungen im Ausschuß fortzuſchen und die Vorlagen chestens der Erledigung zuzuführen ist für den 16. Oftober zur Entgegennahme einer Sitiärung des Der Ausschuß für Aeußeres der österreichischen Teleganton Ministers des Aeußern einberufen. Rücktritt des türkischen Kabinetts. konstantinopel, 8. Oktober. Wie das Blatt " Bakit" erfährt, hat Großwesir Talaat Pascha dem Sultan die Demiffion des Kabinetts überreicht, welche anBenommen worden sei. Die Leitung der Geschäfte bis zur Bildung des neuen Kabinetts fei dem früheren Botschafter in London Tewfik Pafcha übertragen worden. Das Kabinett Talaat Bascha galt als Ausdruck des ganz besonders gefesteten Einverständnisses mit dem Berliner Bentrum mittelmächtlicher Kriegspolitik. * Amsterdam, 9. Oftober. Der fürzlich wegen seiner proalliierten Gesinnung abgesette Gouverneur von Smyrna tabim Bey hat Abgeordnete nach Athen gesandt, um mit Aufstieg der Menschheit mitzuarbeiten. Von dem Furcht Ministerpräsident Hussaret offizielle Mitteilung von der an den Alliierten in Verbindung zu treten. baren, das wir erlebten, werden wir uns innerlich befreien, wenn wir zum Schluß die Ueberzeugung ausprechen können: Das war der lette Kriegl Die französische Sozialistenadresse an Wilson. Dieser neue hochbedeutsame Aft... ist ein Beweis dafür, daß die berbündeten Mächte jene Wege zu wandeln bereit sind, die auch nach den Manifestationen der anderen Seite tatsächlich zum Biele in au führen vermögen. Ich will nicht verkennen, daß die Annahme jener Verhandlungen als Grundlage, obgleich wir uns diese in bielem und wesentlichem längst zu eigen gemacht und sie von born herein nur wärmstens begrüßen fonnten, doch in manchen Gingelheiten eine Modifikation der politischen Auffaffungen bebingt, an denen die öffentliche Orientierung auf unserer Sette bis her festgehalten hat. Dichtsdestoweniger rechne ich darauf, daß das Haus den neuerlichen Friebensschritt billigen und ihm dadurch namens der österreichischen Völker jenen Nachdruck verleihen wind, dessen er bedarf, um in der Zeit, in der die mündigen Völler der Welt ihre Zukunft selbst bestimmen, erfolgreich zum Durchbruch zu gelangen. Der Kraft dieser Jdee wollen wir ja auch unsere innere Friedensgestaltung anvertrauen, hoffend, daß auch hier aus der freien Selbstbestimmung der Völker Auseinandersehungen auf dem Parteitag. Bern, 9. Oktober.( Gig. Drahtbericht des Vorwärts".) Der französische Parteitag zeigte, bag teine Gruppe die absolute Mehrheit befikt. Die ehemalige Mehrheit inkl. der Rechtsgruppe brachte es auf 1440, die LonguetGruppe auf 1300, die Kienthaler auf 210 Stimmen. Die Diskussion über die Botschaft an Wilson zeigte Uneinigkeit bei der Minderheit. Cachin legte in seiner Eröffnungsrede eine Resolution bor, welche die Verantwortung der Ententevegierungen im Fall einer rein negativen Politi! hervor. hob und eine Politik auf Basis der vierzehn Punkte Wilsons, der unveränderten Kriegsfarte fovie eines Serantretens an die Geg- ihr Busammenwirten nach den gemeinen Bielen hervorwachsen ner forderte, um diese zu einer konkreten Erklärung über ihre wird. Die Antwort der Gegner, die in Wißachtung unserer BereitZiele zu veranlaffen. Dies sollte geschehen, damit die gesamte Ar- willigkeit entgegenzukommen, rücksichtslosen Vernichtungswillen beiterklasse zwischen beiden Lösungen wählen könne. Tachin schlug vor, diese Resolution einer Kommiffion zur endgültigen Redigierung zu übergeben, mas Renaudel und Compère Morel unterstützten. Die neuntöpfige Kommission untfaßte bier Minderheitler, drei Mehrheitler inkl. Barenne, Sembat bom Zentrum und den Zimmerwalder Blanc. Mayeras referierte über den Text der Botschaft, gegen den enthüllen würde, hätte auf der Seite der berbündeten Mächte mit der unbeugfamen Entschlossenheit zu rechnen, Ehre und Bestand gemeinsam bis zum Aeußersten zu verteidigen. In diesem weltgeschichtlichen Augenblick dürfen wir aber doch der Hoffnung Ausbrud geben, daß der gesamten Menschheit solche letzte furchtbare Entscheidung erspart bleiben wird.( Beifall.) Präsident Dr. Groß erflärte: Mag die Stellung der Holländische Grenzsicherungen. Aufhebung der Urlaube. Der Holländische Minister Nuys de Beerenbroud hat Regierung mit Rücksicht auf die Kriegslage und um sich eine geam Dienstag zu Beginn der Kammerſibung mitgeteilt, daß sich die nügende Striegsmadt zu sichern, genötigt gefehen hat, die allge meinen Urlaube und die kurzfristigen Urlaube der in Zeeland liegenden Truppen aufzuheben. Die Regie rung wird auch in anderen Provinzen dieselbe Maßregel ergreifen, fobalb sich die Notwendigkeit dazu ergibt. Die Erklärung lautet nach der Niederländischen Telegraphenagentur: Die Kriegslage in dem an Zeeländisch- Flandern grenzenden westlichen Teile Belgiens macht es notwendig, daß die Regierung auf die Eventualitäten, die daraus für unser Band entstehen können, Rücksicht nimmt. Wenn fremde Truppenteile eines der beiden Kriegführenden oder beider unsere Grenzen überschreiten sollten, so erlegt uns das Völkerrecht die Pflicht auf, fie au internieren. Auch besteht die Möglichkeit, daß wieder eine Anzahl Flüchtlinge bei uns Gastfreundschaft suchen wird, in welchem Falle die Behörden in der Lage sein müssen, die nötigen Maßregeln zu treffen. Die Re gierung hat sich deshalb, um über genügende Truppen zu verfügen, genötigt geschen, die allgemeinen methodischen Urlaube und die besonderen Urlaube von furzer Dauer für die in Zeeland stehenden Truppen aufzuheben. Sollte sich die Notwendigkeit er geben, auch für andere Provingen oder überhaupt in weitgehenbem Maße zu einer derartigen Aufhebung der Urlaube überzugehen, so mur Blane Einwendungen erhoben hatte. Der Minderheitler Barteien zur Friedensfrage wie immer sein, fie werden fich wird der Befehl dazu erteilt werden. Faure vermißte in der Resolution die Hervorhebung der begegnen in der Genugtuung darüber, daß wir endlich proletarischen Aktion, wogegen Mayeras einwandte, es dem Frieden entgegengehen. Daß dieser Friede handele sich doch um eine Adresse an Wilson, den man ja nicht zum nur ein gerechter und ehrenboller sein kann, dafür bürgt die Das Ende des Bündnisses mit Bulgarien. Sozialisten machen wolle. Der Bimmerwalder Raffin.Dugens allgemeine Kriegslage. würdigte bie Einwände Faures, unterstüßte aber gleichwohl den Die Otfupation durch die Entente. Text der Botschaft. Der Minderheitler Frossard sagte: Die offenbar Ein bemerkenswerter Auffah der Times". bruch des Bündniffes zwischen Bulgarien und den Mittelmächten Die Bulgarische Telegraphen- Agentur steuert zum Zusammens beeinflußte bürgerliche Bresse fordert die Verwerfung der Borschläge der Bentralmächte. Wir müssen schnell handeln. Bern, 9. Oftober.( Gig. Drahtbericht des Vorwärts".) Um folgende Erklärung bei: Gewisse Organe der öffentlichen Meinung Wir verzichten nicht auf die internationale Attion, haben aber die die Aktion für den Wölferbund zu fräftigen, bereiten zwei der in Deutschland werfen der bulgarischen Regierung vor, der öffent Pflicht, unsere Meinung Wilson sofort fundzu tun. größten englischen Verbände, die auf dem Boden des Bölkerbundes lichen Meinung und der Armee das am 23. September zu Milhaud bemängelte in einer beftig unterbrochenen Rebe, daß stehen, ihre Verschmelzung vor. Sie halten an diesem Donnerstag Berlin abgeschlossene Abkommen berheimlicht zu die Botschaft den Umstand begrüße, daß die Bentralmächte ihren eine gemeinsame Versammlung ab, in der Grey spricht. Aus haben, laut dem die ganze Dobrudscha Bulgarien zu. Vorschlag an Wilson adressiert hätten, da sie sich an alle diesem Anlaß veröffentlicht die„ Times" einen Leitartikel, in dem it e he. Dieser Vorwurf ist unangebracht und ungerecht. Als die Ententeregierungen hätten wenden sollen. Auch sei es un rich die Hoffnung ausgesprochen wird, der neue Verband werde aus sich Nachricht von diesem Abkommen nach Sofia gelangte, war an der tig, den Vorschlag als ernste Einleitung zu Berhandlungen zu jene Sette ausscheiden, die den fünftigen Bölterbund mit einem mazedonischen Front alles zu Ende, und nichts, außer jene imagebonischen au und bezeichnen, da die nötigen Garantien fehlten. Die bloße Annahme fofortigen Verhandlungsfrieden verwechsele. Die Nebe Wilsons sei dem Friedensschluß fonnte die Gemüter mehr be. des Programms Wilsons als Basis sei unzureichend, denn Schwide- falsch verstanden worden. Wenn Wilson sagte, daß der Böfferbund ruhigen. Die Veröffentlichung der Nachricht über die Dobrudscha mann habe den Ausdruck Basis anläßlich des Memorandums der jetzt nicht gebildet werden fönne, so meinte er nicht, daß man seine in diesen schweren Tagen wäre gleich einer bitteren Ironie gewesen neutralen Sozialisten dahin ausgelegt, daß ein bloßer Rahmen Borbereitung bis zum Frieben aufschieben solle. Vielmehr dürfe und hätte das Ansehen des Bündnisses durchaus Tein Augenblick verloren werden, wenn auch die Idee des Bölfer. nicht erhöht. für die Diskussion geschaffen werden solle. Die Botschaft wurde schließlich gegen bie Stimmen breler bundes selbst aft sei, so sei boch neu die Entschlossenheit des größten Der getoefene König von Bulgarien hat eindringlich dem Kienthaler angenommen. Aus dem„ Populaire" geht hervor, daß Teils der Berbündeten, dafür zu sorgen, daß der Krieg fünf- Wiener Vertreter des„ Berl. Tagebl." versichert, daß er das Bündnis Faure einen sofortigen Waffenstillstand und den tig fein Mittel mehr zur Beilegung von Kon- gehalten habe, und es liegt auch gar kein Grund vor, an der Appell an die Internationale forderte, aber Milhauds flitten zwischen sivilisierten Rationen sein Wahrheit dieser Worte zu zweifeln. Aber der Fall Bulgarien zeigt, Bolemit gegen den Tert der Botschaft veranlaßte die Minderheitler dürfe. Darum, fährt das Blait, die„ Times", fort, muß der was so ein Geheimbündnis zwischen Botentaten wert ist, wenn der für diesen einzutreten. Maheras hinreißende Nede entschied. Renaudels Deibartitel über den von Mistral, Mayeras und rieben fo gerecht sein, daß er leine nene Ursache der internationalen Regierungsturs wechselt. Es dürfte sich ja aus dem Weltkrieg u. a. Thomas ausgearbeiteten Text zeigt das gewöhnliche Lavieren Ne- Erregung zurüdfäßt, er muß militärische und wirtschaftliche Straf- auch die Lehre ergeben, nicht Botschaften und Gesandtschaften bet naubels. Dieser hebt einerseits hervor, daß der Kongres erklärt maßnahmen für fünftige Friebensstörer schaffen. Die Times" anderen öfen, sondern nur bei den anderen Regierungen wünscht mehr Klarheit bezüglich des Verhältnisses au halbgivilifier- au unterhalten. habe, eine berächtliche Antwort mie die Elemenceaus auf die ten und imzivilifierten Völkern sowie über den Wirtschaftsfrieden, Selbstverständlich hätte auch ein von der Sobranje feierlich be Vorschläge Burians sei nicht angängig, andererseits stellt er und vermutet, daß Wilson den einzelnen Mitgliedern des Wölfer- fchloffenes Bündnis übermäßigen Wenderungen der Lage nicht standunter Unterstreichung der notwendigen militärischen und diplomati- bundes weitgehende wirtschaftliche Autonomielasten auferlegen, aber gehalten, Der Fall Bulgarien scheint Wilsons Forderung zu unterschen Garantien fest, daß der Parteitag vorsichtig beschlossen habe, niemanden dauernd von den Rohstoffquellen und Nbfasmärkten aus- ftüßen, daß neben dem Bölferbund keinerlei Sonderabmachungen die Aktion Wilsons nicht zu behindern. Tarf diese Weise proklambert fchließen wolle. Benn die Fragen der Abrüstung und der Auf- getroffen werden dürfen. Renaudel den von Faure bekämpften Berzicht auf ein Gin- richtung einer internationalen Autorität auch noch schwierig und Der Vertreter der Transocean- Gesellschaft meldet vom Diens greifen der Internationale nebelhaft sind, so besteht kein Grund, nicht ihre Lösung zu suchen. tag: Heute vormittag fand im Eisenbahnministerium unter Teil In dem Augenblid, in dem die französische Chauvinistenpresse nahme von Morfom( Generaldirektor der Eisenbahnen und TeleBern, 9. Oftober.( Eigener Drahtbericht des Bor. Wilfons Jdeen verspottet und bedingungslos die bauernde Knecht graphen), General Ludom, dem französischen Obersten Droussot wärts".) Der Borstand der Arbeiterfonföderation fordert eine schaft des deutschen Wolfes predigt, muß diefem ganz anders flingen- awei englischen Offizieren eine große Gigung statt. Auf der Tagesgemeinsame Erklärung der Alliierten über Frie- den Aufsatz der Times", die bisher doch wahrlich auch nicht zu den ordnung steht die 1 e bernahme der bulgarischen Eisen bensbedingungen und erneuert ihren Protest gegen das Pazifistenblättern Englands zu rechnen war, besondere Bedeutung bahnen, Straßen, äfen, des Telegraphen und Telephons durch die Entente- Rontrol! tommiffion, Treiben der Geheimdiplomatie sowie gegen jeden die zugeschrieben werden. fowie die Besprechung über die Transportmöglichkeiten der Entente. nationale Verteidigung überschreitenden offenen und verschleierten truppen zu der ihnen vertragsmäßig zustehenden Besetzung der straImperialismus und Annegionism u 8. tegischen Punfte in Bulgarien. Gestern wurde Gueschew an der altbulgarischen Grenze von der Entente besetzt, heute üst endil; in der Nacht vom 10. zum 11. Oftober foll ein französisches Die Umwälzung Oesterreichs. Der Lhoner Deputierte Gobart brachte einen Vorschlag ein, Der Zusammenschluß der Nationen. eine Arbeiterkommission mit einem Referat über internatioWien, 8. Oktober, Eine bon den Deutschen Nadyrichten" bernalen Arbeiterschuh zu beauftragen, welcher zwischen den Berbündeten vereinbart und bei Friedensschluß den Gegnern auf. öffentlichte parteiamtliche Berlantbarung befagt: Der Verbands. Regiment nach Sofia lommen, wahrscheinlich über Küsten Verbündeten vereinbart und bei Friedensschluß den Gegnern auf- ausschuß der deutschnationalen Parteien hat in täglich fortgesetzten bil. Von den unter den Waffen behaltenen fünf Jahrgängen der erlegt werden soll.(( Internationale Bereinbarungen über Ar erlegt werden soll.(( Internationale Bereinbarungen über Ar- Sigungen über die gemeinsame Grundlage für den 3usam- bulgarischen Truppen( Jahrgang 38-42) werden die 4., 8. und beiterschutz hat der Deutsche Reichstanaler als ein rie- Sizungen menschluß aller deutschen Abgeordneten 3 u 10. Divifion meu aufgefüllt und diese drei Divisionen bilden die densziel ber deutschen Regierung bezeichnet. Es wird einer Gesamtversammlung und über eine gemeinsame den Bulgaren zugestandene Truppenmacht. Der TG- Vertreter also nicht nötig sein, Deutschland solche Bestimmungen aufzuer- nationale Rundgebung beraten, in welcher die Stellung des fügt hinzu: Mehr und mehr bricht sich in der Bevölkerung die ErLegen", ganz abgesehen davon, daß bei der Vereinbarung eines Deutschen Boltes in Oesterreich nen bestimmt und tenntnis Bahn, daß für Bulgarien noch lange nicht gleichmäßigen internationalen Arbeiterschutes es sich herausstellen für eine unabhängige Bolfspolitif die Zukunftslinie gezogen wer- Frieden ist, sondern Oftupation durch die Entente dürfte, daß für Deutschland der zu machende Schritt geringer sein den soll. Der Verbandsausschuß war dabei von dem Bestreben und Krieg. wird als für manchen andern Staat. Red. d.„ Vorwärts".) geleitet, alles zu bermeiden, was das Zustandekommen diefer na- Als Ministerkandidat turbe von den Narobniaten nodj tionalen Ginheit aller deutschen Abgeordneben und damit auch die der frühere Handelsminister Burow aufgestellt. Nr. 279 35.Jahrgang Beilage des Vorwärts Donnerstag, 10. Oktober 1918 nicht so ungeheuer groß ist. Was das Vaterland leiden muß, Brüfungstommiffion die große Staatsprüfung für den ist am lautesten im Munde führten! Zur Reichstagswahl in Berlin It bon benen herbeigeführt, die den Namen des Vaterlandes I. Alle Genossen und Genossinnen ans Groß- Berlin, die bereit sind, am 15. Oftober Wahlhilfe zu leisten und sich bei den Wahlleitern noch nicht verpflichtet haben, metden sich unter genaner Angabe von Namen und Wohnung möglichst sofort im Zentralwahlbureau, Adresse: Th. Fischer, Berlin SW 68, Lindenstr. 3. Telephon: Amt Morigplatz 364. Ein Aufruf der Konservativen. Das Baterland ist in Gefahr! Der weitere Vorstand der deutschkonservativen Partei hat einen Aufruf erlassen, in dem es heißt: Das Vaterland ist in Gefahr. Mit nner borter Bucht stürmt feindliche Uebermacht gegen unsere Maner im Westen. Was unseren Bätern und uns heilig und teuer gewefen ist, steht auf dem Spiele: Preußen, der Staat Friedrichs des Großen, für den unsere Väter in den Befreiungskriegen geblutet baben, das Werk der Hohenzollern, das neue Deutschland Wilhelms I. und Bismards mit allen feinen Bundesstaaten. Das alles tann und darf nicht untergeben! Wenn der Präsident Wilson für den Eintritt in Friedensber Handlungen oder bei ihnen Bedingungen stellt, deren Annahme Deutschlands Ehre und unversehrheit, unier nationales Dafein und die wirtschaftliche Zukunft aller Boltstreife vernichten würde, dann muß das deutsche Volt mit Einfag seiner äußersten Kraft den Kampf fortsetzen, bis ein ebrenvoller Friede er rungen sein wird. So schwer auch die Bedenken gegenüber der neuen Steuerung unferer inner politischen Zustände sein mögen, fie müssen zurücktreten, solange es gilt, daß das deutsche Volt wie ein Mann im entscheidenden Kampfe zusammensteht. Für diese unsere heiligen Güter wollen wir weiterfämpfen, wenn es sein muß, bis zum legten Mann. Gott schütze Deutschland!" Abrechnung im konservativen Eager. böderen Berwaltungsdienst mit dem Prädilat„ vollkommen befriedigend" bestanden hat. Die Lage der Alters-, Invaliden- und teilung über den Wechsel im Striegsministerium und dieſer Unfallrentner. Eine fozialdemokratische Anfrage im Reichstag. Reichstagsabgeordneter Genoffe Meier 8bidau richtet an den Reichskanzler folgende Anfrage: Angesichts der fortgefeßten Preissteigerungen der notwendigsten Lebensmittel und aller sonstigen unentbehrlichen Gebrauchsgegen stände befinden sich die Alters, Invaliden- und Unfall rentner in einer sehr schlimmen Lage, die auch durch die ab 1. Februar d. Js. bewilligte gulage nicht wesentlich gemildert worden ist. Dadurch wird es diesen Rentenbeziebern unmöglich gemacht, auch nur die gewiß nicht allzu reichlich rationierten Lebens mittel zu faufen. An Beschaffung auch nur der notwendigsten Kleidung, Schuhwerk usw. fann nicht gedacht werden. Was gedenkt der Herr Reichskanzler zu tun, um alsbald eine wirtschaftliche Besserstellung dieser armen Rentenbezieher herbeizuführen? Die Durchsuchungen auf dem Lande. Erklärung Waldows. Dieser bedeutungsvollen Nachricht folgt dann die Mitwiederum die Antwort Lansings auf die deutsche Friedensnote. Alles nac) Rang und Wichtigkeit. Für die innere Neugestaltung Sachsens. Gleiches Wahlrecht und Voltsregierung. Der Landesvorstand der Sozialdemokratischen artei Sachiens hat in Gemeinschaft mit den Bezirksvor ständen, dem Vorstande der Sozialdemokratischen Landtagsfraktion und Vertretern des Gewerffchaftsausschusses sigung abgehalten, in der folgender Beschluß gefaßt wurde: eine LandesDie Sozialdemokratische Partet Sachiens hat die Pflicht, ihr möglichstes zu tun, um den Programmpunkt der neuen Reichsregierung, wonach auch für die Landiage der Bundesstaaten das allgemeine, gleiche Wahlrecht eingeführt werden soll, zu verwirtlichen. Die Landessigung ist ferner der Ueberzeugung, daß für Sachsen eine neue Regierung berbeigeführt werden muß, die das Vertrauen des sächsischen Voiles besitzt. Der Landesvorstand wird beauftragt, alle dazu notwendigen Schritte im Verein mit dem Vorstand der Landtagsfraktion unver süglich zu tun. Auf eine Anfrage tonservativer und nationalliberaler Abgeord neter über die Durchfuchungen auf dem Lande hat der berufen, sowohl um die Wahlrechtsfrage zur schleunigen Erledigung Die Regierung ist zu veranlassen, den Landtag fofort einzu bisherige Staatssekretär des Kriegsernährungsamts, Herr v. Waldow. berufen, sowohl um die Wahlrechtsfrage zur schleunigen Erledigung geantwortet, daß diefe Durchsuchungen sowohl bei landwirtschaft- au bringen, als auch, um die Maßnahmen, die der bald zu erlichen als auch bei gewerblichen Unternehmern im Interesse der All- wartende Uebergang zu den Friedensverhältnissen erfordert, zu beschließen. gemeinheit nicht zu vermeiden wären. Es werde nicht verkannt, daß derartige Eingriffe mit einer Belästigung verknüpft seien und Nach einer Meldung der„ Kreuz- tg." werben die Vertreter leicht Mißstimmung hervorrufen können. Sie müßten daher auf der sächsischen Regierung im Bundesrat zur Aufhebung des Art. 9 Ausnahmefälle beichränkt bleiben. Mißgriffe sollten durch geeignete der Reichsverfassung eine unbedingt ablehnende Haltung Maßnahmen verhütet werden. einnehmen. Hier tut gründliche Reform wahrhaft not! Amtlicher Schleichhandel. Um die Stapelfafer. Vor einigen Tagen war in westdeutschen Beitungen eine Mitteilung erschienen, daß die zwischen der Leitung Glanzstoff- Fabriken Elberfeld stattgefundenen langwierigen Ver der Reichsbekleidungsstelle und der Verwaltung der Vereinigten handlungen vor dem Abschluß ständen. Darin wurde gesagt, daß die Vereinigten Glanzstoff- Fabriken sich bereit erklärt hätten, ihr Batentverfahren zur Herstellung von Bellulofegarnen ( Stapelfafergarnen) lizenzweise zur Errichtung neuer großer BeSchlesien Rheinland und Westfalen die Herstellung einer wirklich triebe freizugeben, und man rechne damit, daß in diesem Augenblid mehrere 100 abriten in Sachsen. Thüringen, brauchbaren und dauerhaften Spinnfaser in einem solchen Umfange aufnehmen fönnten, daß ein Ende der augenblicklichen Stoffnot in kurzer Frist zu erwarten sei. Amtlich wird erklärt, daß diese Mitteilungen in ihrem ganzen Umfange unzutreffend sind. Auch dies ist die Stimme von Leuten, die erst im letzten schaft den Kampf gegen Hamsterei und Schleichhandel zu Zu den amtlichen Stellen, die in obrigkeitlicher EigenAugenblick die Wirklichkeit erkannt haben. führen haben, gehört auch die Bezirksstelle für Gemüse und Obst für den Regierungsbezirt Potsdam. Aber während sie öffentlich diesen Kampf mit Ser einer preußischen Behörde wohl anstehenden Würde und Ein Warner, dem man nicht hörte. Die Konservativen haben es durch ihren halsstarrigen bureaukratischen Busen und hat so viel Verständnis für Schneidigkeit führt, hegt sie insgeheim ein fühlendes Herz im Widerstand gegen die notwendigen Reformen erreicht, daß ießt menschliche Schwächen, daß sie sogar dem Hamster- und das Rad der Geschichte über sie hinweggeht. Schleichhandelsbedürfnis gewisser Leute förderlich und dienstWährend man sich im größten Teil des konservativen Lagers lich ist. Die„ Brandenburger Zeitung" ist in der Lage, diese Tatsache noch nicht eingestehen will, regen sich dort, wo der ein umfangreiches Schriftstück zu veröffentlichen, in welchem Geist ostelbischen Funfertums nicht allherrschend ist, Wider- die genannte Bezirksstelle unterm 12. September 1918 einen sprüche und bittere Vorwürfe. In der Süddeutschen konser Staufmann Rettig in Perleberg ersucht, eine größere Anzahl bativen Korrespondenz" hält Adam Röder, ein alter Führer Dbstlieferungen an elf Adressen auszuführen. Unter genossenschaftlichen Boltsfürsorge gegen den General- LandWolfsfürsorge gegen Kapp. In der Mage der gewerkschaftlich des süddeutschen Konservitivismus, seinen preußischen Partei- diesen befinden sich: Amtsrichter Mayer Nowawes, fchaftsdirektor Sapp hat jetzt das Reichsgericht eine pringigenossen den Spiegel ihrer verfehlten Desperadopolitik vor. Da- Regierungsrat v. Na nt a u- Potsdam, Generaldirettor piell michtige Entscheidung gefällt. Kapp, der im Jahre 1913 Gegenbei fällt manches farkastische Wort. So, wenn Röder zu Anfang Mar Düsing Grunewald, Herr Nathan- Nowawes gründungen gegen die Volksfürsorge organisierte, hatte, um der über die üble Aufnahme seiner jahrelangen Warnungen flagt und andere, von denen jeder mit mehreren Zentnern, Bolksfürsorge zu schaden, öffentlich allerhand verleumderische BePflaumen, Aepfeln, Birnen beglückt werden soll. 3 Boltsfürsorge auf Unterlassung verklagt, fuchte Stapp sich dadurch hauptungen über deren Geschäftsgebarung ausgestreut. Von der Politische Weisheit und Urteilsfähigkeit ist ja in der fonfer Schluß des mit offiziellem amtlichem Vordruk ver- zu schützen, daß er die 8ulaffigkeit des ordentlichen vativen Partei mehr wie in den andern in'den Parteifüh- sehenen Schreibens heißt es: rern fonzentriert und infolgedessen wird den konservaRechtsweges bestritt, weil er als Direffor per Landschafts lichen Lebensversicherung mittelbarer Staatsbeamter tiven Publizisten und Zeitungsleuten das Strammstehen, Finger sei, der wegen seiner dienstlichen Tätigkeit nicht privatrechtlich haftan die Hosennah: kommandiert. Das fällt den konservativen Jourbar gemacht werden könne. nalisten um so leichter, als ja 95 Proz. davon überhaupt In Uebereinstimmung mit dem nicht tonservativ, sondern mittelparteilich, naLandgericht und Oberlandesgericht hat jetzt aber das Reichsgericht tionalliberal, alldeutsch, oder Offiziere a. D. den ordentlichen Rechtsweg durch Urteil vom 1. Oktober für zulässig erklärt, so daß nunmehr das Landgericht Königsberg in find, die widerspruchsloses Gehorchen längst als moralisches Eledie materielle Prüfung der Sache eintreten kann. ment in ihre Lebensbetätigung eingeschmolzen haben. So wies man den Warner ab. und meint: Der konservativen Taktik selber wirft Stöder folgendes bor: Statt die demokratische Welle au faufangen, um für die notwendige Reformarbeit die richtigen Grenzen zu gewinnen, hat man den Einflüsterungen eines grobkörnigen und säbelraffelnden Scharfmachertums nachgegeben. Und die konservative Intelligenz: das gebildete Bürgertum, unsere Professoren, Pfarrer, Fabrikanten usw., ließen sich von den alldeutschen Dauerrednern Reventlow und Genossen wieder einmal Dinge als Grundfäße aufschwagen, was nur durchsichtiger Agitation 3bedarf war. Hätte die konservative Partei nach meinen Vorschlägen sich ohne Vorbehalt, frei und ehrlich auf den Boden der preußischen Wahlrechtsvorlage gestellt, so wäre der Gischt der demokratischen Welle ohne weiteres aufgefogen und ihre Kraft gebrochen worden. Es ist eine alte Lehre: Die Lawine wird um so mächtiger, je länger fie rollt. Der konservative Widerstand gegen alle Reformen hat die Stärke der Opposition vermehrt. Der Glauben Röders, daß die Demokratisierung Deutschlands durch rechtzeitiges Nachgeben aufgehalten worden wäre, ist sicher irrig. Aber ebenso sicher ständen die Konservativen heute ganz anders da, wenn sie die kluge Taktik der englischen Konservativen befolgt hätten, nämlich mitzumachen, was doch nicht zu verhindern ist. Aber dem preußischen Ostelbiertum fehlte seit jeher der weltgeschulte Blick des englischen Torys. An dem Irrglauben, Preußen und Deutschland fönnten der allgemeinen Weltentwidlung entzogen werden, sind sie gescheitert. Eine Versammlung der Vaterlandspartei. Wenn Hindenburg Ja sagt. Auf die Lieferungen an Herrn Regierungsrat von Ranzau, die Herren Dr. Mayer und Nathan bitte ich besondere Sorgfalt verwenden zu wollen, damit dié Herren in erster Linie aufriedengestellt werden. Es wäre mir sehr lieb, wenn Sie die Sendungen im Laufe der nächsten Woche auf den Weg bringen lassen könnten. Die Rechnungen wollen Sie jedem Empfänger direkt zustellen. Weiter bitte ich Sie, mit den Tafel- und Edelobstlieferungen an die Gemeinde Nowaves alsbald zu beginnen. Die Lieferungen sollen an folgende Adresse auslaufen: Gemeindevorstand Nowarves nach Bestimmungsstation Potsdam, Ladestrang Nowawes. Die Rechnungen sind an den Gemeindevorstand zu richten. Es handelt sich also zunächst um eine Ueberweisung von 1000 3entner, die Sie durch das besondere Rechnungsbuch verrechnen wollen. Mit Herrn Nathan, das ist der Höchst kommandierende von Now a woes, habe ich das übrige besprochen. Wenn Sie es wünschen, leistet die Gemeinde Nowawes auch eine entsprechende größere Anzahlung. Gegebenenfalls wollen Sie dieserhalb an den Geemindevorstand schreiben. Mit besten Empfehlungen auch an Ihre Frau Gemahlin Ihr sehr ergebener ( Name unleserlich.) Zu der erfreulichen Wahrnehmung, daß es danach mit der diesjährigen märkischen Obsternte doch nicht ganz so schlecht bestellt sein kann, wie die Obrigkeit uns einzureden sucht, gesellt fich das beruhigende Gefühl, nun wenigstens zu wissen, wo die Pflaumen, Aepfel und Birnen bleiben, die wir diesen Herbst nicht bekommen sollen. D. A Die deutschen Gefangenen in Rußland. Eine diese Angelegenheit berührende Anfrage ist vom Kriegsministerium so beantwortet worden: Der Abtransport, der ohnehin durch die großen Entfernungen und Verkehrsschwierigteiten in Rußland Verzögerungen erleidet, ist infolge der tschechoslowakischen Bewegung in Sibirien jetzt leider ins Stoden geraten und die Verbindung mit den Gefangenen ift gänzlich unter In einer Versammlung der Vaterlandspartei am Diens. brochen, so daß auch Geld- und Wäschefendungen an fie un tag abend versicherte Syndikus Künzel, die Vaterlands. möglich geworden sind. Infolge der tschechoslowakischen Unruhen partei denke nicht daran, einzupacken, fie sei nötiger denn je. fönnen Gingeltransporte nicht mehr stattfinden. Es werden aber, Kaplan Schopen Godesberg rief: Ja, die Vaterlands- sobald der Weg nach Sibirien wieder frei ist, alle Gefangenen partei ist befiegt!"( Das wäre vielleicht fein Unglüd, aber ausnahmslos beschleunigt abtransportiert. Eine Internierung im wohin hat uns die Vaterlangspartei geführt. Red. d. V.) neutralen Ausland kommt nach Beendigung des Kriegszustandes Dann sprach er von dem steinernen Entseßen, daß über das mit Rußland nicht mehr in Frage." Reid) gefommen sei.( Stein Wunder bei Menschen, die bisher sich und andere unbewußt belogen haben! Red. d. V.) Der Vorsitzende Dr. Schiele sprach dann noch über die neue Regierung. Er sagte: Groß- Berlin Der Siegesdichter. Er hat so brav den Vers gedrechselt, teils dithyrambisch, teils gefächselt. Wenn andre den Erfolg erzwingen, läßt sich auch was darüber singen. Es war für ihn die Weltgeschichte nur äußrer Anlaß für Gedichte mit der Pointe, daß wir siegen so sicher, wie sich zweie friegen. Vom Kriegsglück, das sich oft verflüchtigt, wird Verschuber nun berichtigt. Des Vaterlandes tiefe Nöte verstopfen seine Lärmtrompete. Sollt ich darum, bei allen Teufeln, an seiner Zukunft schon verzweifeln? Er wird mit seiner Zeit genesen als Dichter, Mensch und Lebewesen! Baulchen. Eine Ehrenrettung der Großstadtjugend. An einem Beratungsabend für die Frauen und Mütter von Groß- Berlin, den der Verein„ Die Welt der Frau und Mutter" ber N anstaltete, sprach Generalsekretär Te me über Großstädtische Erziehung". Jom, der lange in Berlin als Gemeindeschullehrer tätig war, erscheinen die Großstadt, die Großstadtfamilie und die Großstadtfinder nicht in dem trüben Licht, in dem sie sonst meist gezeigt werden. Er verkennt nicht die Mängel der Großstadt und bie von ihnen ausgehende Schädigung der Erziehungsarbeit, doch übersteht er daneben auch nicht das biele Gute, bas in ben Großstädten zu finden ist und ihren Nachwuchs günstig beeinflußt. Manches von dem, was Tews in seinem Vortrag ausführte, wirfte wie eine Ehrenrettung des vielgeschmähten Großstadtkindes. Daß die Kinder der Großstadt nicht in engster Berührung mit der Natur sein können, muß man bellagen. Aber dafür ist der Reichtum an anderen Belehrungs- und Bildungsmitteln nirgends so groß wie in der Großstadt. Schon jeder Schritt über die Straße bedeutet Unterricht für das sind. Für die Erziehung ist es ein Nachteil, daß in der Großstadt die seben den Vater nicht bei seiner Arbeit, so daß sie von seiner Arbeitsräume von den Wohnräumen getrennt sind. Die Kinder Lebenstüchtigkeit feine rechte Vorstellung empfangen. Mutter ist leider oft genötigt, außerhalb des Hauses zu arbeiten Man könnte diese Menschen, die so furchtbar aus ihren Euerer Majestät melden wir untertänigst, daß Seine Königliche und die Kinder sich selber zu überlassen. Den Großstadtfindern Träumen erwacht sind, bedauern, wenn ihre Schuld am Reichel Hoheit Bring August Wilhelm von Preußen nach Anzeige der wird nachgesagt, sie seien autoritätslos. Allerdings nehmen Sie haben uns einen Frieden ohne Annegionen und Entschädigungen versprochen. Wenu er anders ist und feierlich: Hindenburg dazu Ja sagt, so wollen wir zusehen, wie die Eine Prinzenprüfung. Bollkommen befriedigende Leistung. Die gestrige Nachmittags- Ausgabe von WTV meldet Berlin, 9. Oftober. Die Minister des Innern und der Finanzen deutschen Fahnen heimkehren werden. Jegt keinen Parteistreit, haben an Seine Majestät den Kaiser und König folgendes Telefondern alles an die gute Beendigung des Krieges gefekt! gramm gerichtet: Auch die fie, Bemerkte hierzu Lews, nicht gleich vor jedem fremden sollen ausgebaut und neue Facharbeitsnachweise eingerichtet werden. Bum Naubmors in der Grenadierstraße haben die FestMenschen mit befferem Rock die Müze ab. Aber in den Schulen Die Kosten der Geschäftsführung werden je zur Hälfte von der stellungen ergeben, daß der Mord zweifellos in der Abendstunde des Herricht gute Zucht, und die Kinder laffen Anhänglichkeit und Stadt Berlin und den übrigen Groß- Berliner Gemeinden getragen. 7. September begangen ist. Als der Tat verdächtig erscheint ein Liebe zum Lehrer nicht vermiffen. Den Schulunterricht hält Tews Die landwirtschaftliche und Angestelltenvermittlung foll nicht, unter jüngerer Mann, mittelgroß, mit O- Beinen, einem runden, blassen, für viel ergiebiger in der Großstadt als in der Kleinstabt diese Regelung fallen. bartlosen Geficht mit mädchenhaftem Ausdrud und furzgeschorenem und auf dem Dorf. Er bestreitet aub, daß die Großstadt- Bei den Verhandlungen wurden von dem Vertreter der Stadt blondem Haar. Der Verdächtigte ist noch in der allerletzten Reit familie auseinanderfällt. Gerade in ihr, die gedrängt zu wohnen Neukölln Bedenken wegen der Kosten laut und er glaubte daher in der Wohnung des Müller gesehen worden. Müller hat ihn Begenötigt ist, fei der Zusammenbang frog affen fonftigen Er noch nicht definitiv den Anschluß aussprechen zu dürfen. Die fannten gegenüber als Schlächter bezeichnet, jedoch soll derselbe schwerungen enger als in fleinen Städten. Man höre oft be- Frage der Errichtung eines felbständigen Arbeitsnachweises für nicht nur auf dem Schlachthof, sondern auch bei der A.E.G. und haupten, daß die Großstadt faum tüchtige Menschen erziehen fönne. landwirtschaftliche Arbeiter wurde vertagt. Die An- ähnlichen Betrieben gearbeitet haben. Mindestens einer der beiden Sicher fet, daß in Kleinstädten und auf dem Lande der Tüchtige stellung der Arbeitsvermittler nimmt die Stadt vor, Täter hat am Tatorte seine alten Sachen, Nock, Hose, Weste und fich nicht voll entwickeln fann. Die Großstadt gebe dem jungen während die einzelnen Fachfuratorien Vorschläge zu machen be- einen Spazierstod zurüdgelassen, die im Lichthof des Königlichen Menichen die nötige Ellbogenfreiheit, fie bewähre fich für ihn als rechtigt find. Polizeipräsidiums am Alexanderplatz ausgestellt sind, und sich mit Erzieherin und Bildnerin, in ihr fönne er fich eine Butunft Errichtung eines Arbeitsnachweises für Strantenpflege, Warte, Die von der Deputation eingesetzte Unterfommiffion, die die den Müllerschen Sachen neu eingefleidet. ichaffen. Bade- und Massagepersonal vorberaten soll, hat mit den in Betracht die 21 Jahre alte Näherin Anna Neuenfeld aus der Bödikerstr. 3, Der Mord bei Staaten. Die Vermutung, die Ermordete sei tommenden Gruppen verhandelt. Es soll eine Bentrale errichtet, trifft nicht zu. Das Mädchen ist jetzt zu ihren Eltern zurüdgelehrt. eventuell Tag und Nachtdienst zur Vermittlung des Krankenpflegepersonals eingerichtet werden. Starke Zunahme der Grippeerkrankungen. Wie die Allgemeine Berliner Ortstranfenfasse mitteilt, meldeten ihre einzelnen Bahlstellen seit Beginn dieser Woche 50-80 Proz. ber gesamten Krankheitsfälle als Grippeerkrankungen. Ueber die Zahl der durch die Grippe herbeigeführten Sterbefälle wird ein leberblick erst Ende der Woche möglich sein. Das Fehlen notwendiger Medikamente und Stärtungsmittel erschtvert die Behandlung der Kranten außerordentlich. Der Wassermangel bei den Charlottenburger Werken wird nun doch erit nach einigen Tagen behoben werben lönnen. Der Schaden hat sich als beträchtlicher herausgestellt, als man anfangs annahm. Man hofft jedoch die Arbeiten im Laufe diefer Woche beendigen zu können. Bis dahin wird leider die Kalamitat andauern, von der namentlich die oberen Stockwerke der Gebäude in Neukölln und Tempelhof betroffen werden. Preistoncher mit Schuhwerk. 59 Erhöhung der Milchration. Die Fettstelle Groß- Berlin gibt bekannt: Vollmilch wird vom 10. Ottober 1918 ab bis auf weiteres abgegeben auf die roten, mit einem Kreis und mit„ A I" gekennzeichneten Milfarten 1 Liter, Die Schanzen auf denen der Deutsche in der Heimat für seine eigene und feines Boltes Zukunft fit, find d die Schalter an denen man Kriegsanleihe zeichnett Ungetvisse Sanerkrantversorgung. Dem immer mehr um sich greifenden Preiswucher mit Lederschuhwerk sucht die Reichsstelle für Schuhversorgung durch Ber auf die lila mit„ A II" gekennzeichneten Milchkarten 1 Biter, auf öffentlichung der vorgeschriebenen Preise entgegenzu- die grünen mit„ B I" und" B II" gekennzeichneten Milchkarten je treten. Obwohl wir der Meinung sind, daß diese Maßregel feinen% iter, auf die braunen mit" C" gekennzeichneten Milchfarten nennenswerten Erfolg haben wird, da der Preiswucher wie bie Liter. Auf Krankenkarten und Sonderkarten ist die aufgedruckte Reichsstelle jest augibt sich hauptsächlich im Schleich handel Menge voll zu berabfolgen. findet und dieser sich den Teufel um vorgeschriebene Preise fümmert, fo wollen wir sie dennoch angeben. Sie betragen für fabrifmäßig hergestellte Schuhwaren mit dem Stempel September 1918" oder dent eines späteren Monats bei bester Ausführung, auf Rahmen genäht, für Herrenstiefel höchftens 48,-., für Damenstiefel Höchstens 44, M. und für Damen- Halbschuhe 38,- M. Für mittlere und geringere Fabrikate find die Preise erheblich billiger, fie gehen bei Herrenstiefeln bis zu 25,- M., bei Damenstiefeln bis Ear 22,- 2. und bei Damen- Halbschuhen bis zu 18, M. Herunter. Die Breise müssen den Schuhwaren auf der Sohle oder im Schaft futter aufgestempelt fein. Fehlt dieser Stempel, so ist er it er anrechtmäßig entfernt, zeigt er einen höheren Preis, als er nach den oben gemachten Angaben möglich erscheint, so ist die Stempelung gefälscht. Außerdem wird von der Reichsstelle die zwangsweise Einführung einer Kundenliste für den Schuhhandel ertvogen. Der Mangel an Gasmeffern. Der Vorsitzende der Reichsstelle für Gemüse und Obst hat an alle Landes- und Bezirksgemüsestellen ein Rundschreiben gerichtet, worin es heißt: Der Bedarf Ser bewaffneten Macht an Sauertraut aus der Ernte 1918 ist so hoch, daß die Fabriken aller Vor aussicht nach fast während der ganzen Ginschneidezeit vorwiegend für feine Dedung werden arbeiten müssen. Trotz dem günstigen Ausfall der Gemüseernte ist aber mit einiger Sicherheit leider damit zu rechnen, daß es nicht oder nur beschränkt möglich sein wird, den Bundesstaaten Sauerkraut in einer zur Befriedigung der herkömmlichen Nachfrage der Bevölkerung ausreichenden Umfrage schlüsselmäßig zu überweisen. Ich empfehle daher dringend, die Verbraucher mit größter Beschleunigung und allen geeigneten Mitteln dazu anzuhalten, daß sie sich die für die gemüse armen Monate benötigten Mengen von Sauerkraut bei dem gegen wärtig reichlichen Angebot von Frischweißkohl selbst einlegen. Berbot der Bonbonkocheret. Wir werden um Aufnahme folgender Zuschrift gebeten: Die Direktion der städtischen Gasmerte hat fürzlich befannt gemacht, Durch Bekanntmachung des Staatssekretärs des Striegsdaß sie infolge des durch den Strieg bedingten Gasmeffermangels" ernährungsamts ist die getverbliche Verarbeitung von Buder zu nicht in der Lage sei, die einlaufenden Anträge auf Stellung von Süßigkeiten ausdrücklich verboten, soweit der Zuder nicht von der Gasmessern wunschgemäß zu erledigen". In der Tat dauert es Reichsaucerstelle cder der Zuckerzuteilungsstelle für das Deutsche wochen-, ja, monatelang, ehe die Antragsteller Gasinschluß be Süßigkeitsgewerbe oder einen Kommunalverband für diesen Zwed tommen tönnen. Die Bureaukratie glaubt mit dem Erlah der Be- zugeteilt ist. Danach ist fortan die Herstellung von Süßigkeiten in mitmachung ihre Pflicht erfüllt zu haben. Sobald ein Gasmesser Lohn nicht mehr gestattet. frel wird und man an der Reihe ist, erhält man seinen Anschluß tehr kann der Bureaukrat nicht fun! Man verseze sich nun einmal in die Lage der vielen Familien, benen ohne ihre Schul die Beleuchtungsmöglichkeit fehlt! Mit jebem Tage geht jebt die Sonne später auf und früher unter, bis toir in etlichen Wochen morgens bor 8 Uhr fein Tageslicht haben und nachmittags um 4 Uhr schon Licht machen müssen. Gerade die Stunden der Dunkelheit sind diejenigen, wo die Familie meist vollählig in der Wohnung weilt. Wie soll man aber ohne Beleuchtung Nahrungsmittel zubereiten, Mahlzeiten einnehmen, Säuglinge und andere Kinder versorgen, Hausarbeiten, Schulaufgaben, Korre spondenzen usw. erledigen oder gar Krante und Hilflose pflegen? Sie, wenn nachts Erkrankungen eintreten! Neuzuziehende, die hier ja zumeist in Betracht kommen, entbehren, da sie Kohlen erst nach einiger Zeit erhalten, auch noch des Gases zu Nochzweden. Sie sind also gänzlich hilflos. Berliner Lebensmittel. Gemäß dem Beschluß des Lebensmittelverbandes Groß- Berlin gelangen demnächst in Berlin auf Abschnitt 65 der Lebensmittelfatte der Stadt Berlin 100 Gramm Jnlandsmarmelade zur Ausgabe. Die Voranmeldung findet in den durch ein Aushängeschild gekennzeichneten Geschäften am 10. und 11. Oftober statt. Sobald die Ware dem Kleinhändler zugerollt ist, wird mit dem Verkauf begonnen werden. Der Preis beträgt für das Pfund 92 Pf., also für 100 Gramm 19 f. Ganz Groß- Berlin als Wohnungsnotbezirk. Der Mieterberein des Groß- Berliner Westens hat bei dem Staatskommissar für Wohnungswesen den Antrag gestellt, die sämtlichen Gemeinden Groß- Berlins als Wohnungsnotbezirke im Sinne der neuen Mieterschutzverordnung vom 23. v. M. zu erklären. Gleiche Anträge sind bei den einzelnen Gemeinden gestellt. Der Erlaß der Unordnung ist schon im Interesse der Rechtsgleichheit unbedingt er forderlich, nachdem der Potsdamer Regierungspräsident die Streise Teltow und Niederbarnim, also einen Teil der Berliner Vororte, zu Notstandsbezirken erklärt hat. Neukölln. Lebensmittel. Um die Möglichkeit zu haben, Waren, wie Zwieback und ähnliches Gebäd, die sich besonders zur Vertei lung durch die biesigen Bäckereien eignen, gleichmäßig an die Bebölferung ausaeben zu fönnen, foll in jedem Bäckereibetriebe sowie in den Verlaufsstellen des Beamten- Wirtschaftsvereins und der Konfumgenoffenschaft für Berlin und Umgegend eine Kundenliste angelegt werden. Zu diesem mede müssen sich die Einwohner mit Abschnitt 110 der Neuköllner Warenbezugsfarte in einem der vorgenannten Ge fchäfte, welche durch ein mit dem Magistratsfiegel berfebenes Blatat fenntlich gemacht sind, zur Kundenliste vom Freitag, den 11.. bis Dienstag, den 15. Oftober, anmelden. Bur Entgegennahme von Anmeldungen und Anlegung dieser Kundenliste find nur diejenigen Bäckereien berechtigt, welche die eingenommenen Brotfartenabschnitte bei der hiesigen Mehlbertei Tungsstelle abliefern und bom Magistrat NeuföДn Mehl erbolten. Andere Brotverlaufsstellen, Mitgefchäfte usw. fowie filialen auswärtiger Betriebe sind dagegen nicht zur Anlegung einer Kundenlifte Berechtigt. Schöneberg. Geschenksparber für neugeborene Kinder. Auf Grund des Beschlusses des Sparkassenvorstandes der städtischen Sparfaffe werden in Rufunft den neugeborenen Kindern Schöneberger Bürger Sparbücher mit Einlagen geftiftet, die wie folgt feftaefent worden sind: Für das erste Kind 1 M., zweite Rind 3 M., dritte Kind 6 M., vierte Kind 10 M., fünfte Stind 15 M., fecifte Kind 21 m. usw., nach der Zahl der lebend geborenen Kinder entsprechend mehr Mart. Wilmersdorf. Nachträgliche Anmeldung zur Kartoffellundenliste. Ber an der ordnungsmäßigen Anmeldung zu der am 5. Oftober abgefchloffenen Kundenliste für den Startoffelbezug verhindert war, fann sich in die bei 20 vom Magiftrat öffentlich bekanntgegebenen Firmen aufgelegten Nachtragsfundenlisten eintragen lassen. Hierzu bedarf er einer Bescheinigung, die nach Darlegung der Gründe vom Städtischen Lebensmittelamt( Wilhelmsaue 114/115, Gingang II), erteilt wird. Dem Lebensmittelamt find dabei so viel Anmeldeabschnitte abzugeben, als Personen für die nachträgliche Eintragung in Betracht kommen. Bereits eingegangene schriftliche Gefuche unt nachträgliche Eintragung in die Kundenliste sind schleunigst durch die Bezeichnung desjenigen der öffentlich aufgeführten Geschäfte, bei dem die Eintragung gewünscht wird, zu ergänzen. Diese Ergänzung geschieht am besten mündlich an der vorbezeichneten Stelle. Groß- Berliner Parteinachrichten. Groß- Berlin. Zeilnehmerkarten zur Vortragsferie des Genossen Mollenbahr werben noch heute abend vor Beginn des ersten Bortrages im Jugendheim, Lindenstr. 3, Hof 2, 3 Treppen ausgegeben. Beginn des Vortrages pünktlich) 8 Uhr. Gerichtszeitung. Der Totschlag des Kriegsneurotikers. Ein Verfahren wegen Mordes war gegen den Technifer Emil Meißner ursprünglich eingeleitet worden, die Anflage ist jedoch später von der Staatsanwaltschaft auf Totschlag zurüdgeführt worden. Der tiefbraurige Fall, der der Anklage zu grunde lag, wurde vor dem Schwurgericht des Landgerichts II verhandelt. Der Angeflagte war vor dem Kriege als Konstrukteur bei der Optischen Anstalt von Goerz in Friedenau tätig. Er wurde dann zum Militär eingezogen, erkrankte, und wurde aus dem Heeresdienste entlassen. Seine Nerven waren so mitgenommen, Kein Zweifel: die Lage aller dieser Familien, deren Zahl nicht daß er oft bei dem unbedeutendsten Anlaß in große Erregung geriet. gering ist, muß als geradezu unerträglich bezeichnet werden. Es Er trat wieder bei Goerz ein, feine Arbeitsfähigkeit war aber nicht ft weiter nicht zweifelhaft, daß das städtische Werk zur Lieferung uehr wie früher, so daß der Betriebsleiter Rauchmetter ihm mehrfah bon Gas verpflichtet ist. Und endlich: das Werk ist auch zur Borhaltungen machte. Am 31. August v. J. erhielt er seine KündiLieferung von Gas i mstande. Was fehlt, find nur die Meßgung und war darüber sehr aufgeregt. Gegen Mittag fuchte er apparate. Der Bureaufrat wird es in der Orönung finden, daß Rauchwetter auf, der im Geschäftszimmer gerade sein Mittagbrot nicht eher Gas geliefert wird, als bis der Messer dasteht; der" Der deutsche Voltsstaat". Ueber dieses Thema sprechen Friedrich aß. Er begann mit ihm eine Unterhaltung über die Gründe seiner moderne Kommunalpolitiker und Hygieniker aber wird sich für das Naumann und J. Giesberts heute abend 8 Uhr im Oberleinere Uebel entscheiden müssen und für die Beit des lichtfaal der Philharmonie, Bernburger Str. 22/23. Die ArbeitsFehlens der Apparate eben Gas ohne Mefier gemeinschaft für staatsbürgerliche und wirtschaftliche Bildung, liefern. Es handelt sich um Ausnahmen und, wie gesagt, um Berlin W 35, Lützowftr. 102/4, Aufgang A, 3 Treppen, gibt für einen Notstand; da müssen verwaltungsbureaukratische Bedenken diesen Vortrag die Eintrittstarten tostenlos aus. beiseite gestellt werden. Um den Verbrauch zu messen, mag man entsprechend der Zahl der benutzten Räume und der Größe der Dex Bund für Mutterschus erteilt in feiner Beratungsstelle Familie ein Erfahrungspauschale festiegen, und angesichts Wilmersdorf, Uhlandstr. 143, unentgeltlich verheirateten und des Fehlens der Kontrolle einen leinen prozentualen Aufschlag unverbeirateten Frauen Auskunft und Nat in vormundschaftlichen hinzurechnen. Der durch die Lieferung ohne Messer in diesen Aus- und fürsorgerischen Angelegenheiten. In seinem der Beratungsnahmefällen herbeigeführte Mehrverbrauch würde im Verhältnis fielle angefchloffenen heim fönnen werdende Mütter sechs Wochen zum Gesamtkonsum winzig sein, gemessen an der Notlage jener vor der Entbindung Aufnahme finden, und ebenso lange Zeit wird Familien verflüchtigt der Wehrverbrauch" sich zur Bagatelle. den Muttergewordenen mit ihren Neugeborenen Unterkunft gewährt. Es ist zwischen zwei lebeln zu wählen: monatelanger Notftans| Sprechzeit werftäglich 10-1 Uhr, außerdem Dienstag und Freitag vieler Familien oder Gaslieferung ohne Messer. Die Entscheidung abends von 7-9 Uhr. fann nicht schwer fallen. Aber Gile tut not! Soweit die Zuschrift Vielleicht nimmt die Direktion der Städtischen Gaswerte Veranlassung, sich zu der hier angeschnittenen Frage zu äußern. Arbeitsnachweis Groß- Berlin. Cegen übermäßige Schulbücherpreise. Nach Benchmen mit dem Börsenverein der Deutschen Buchhändler hat der Unterrichtsminister veranlaßt, daß die Verleger von Schulbüchern den Provinzialschulfollegien oder den Regierungen die Erhöhung der Bücherpreise rechtzeitig anzeigen. Dabei soll die Notwendigkeit der Breissteigerung für das einzelne Lehrbuch nachgewiesen werden. Wenn in einzelnen Fällen eine übermäßige und unberechtigte Forderung vorzuliagen scheint, so soll das Provinzialschulkollegium oder die Regierung mit den Verlegern verhandeln und nötigenfalls die Entscheidung des Ministers einholen. Der Die Verhandlungen der Groß- Berliner Gemeinden geds Schaffung einer einheitlichen Arbeitsvermittlung für Facharbeiter sind nunmehr zum Abschluß gelangt. Es wird ein Ausschuß gebildet, bestehend aus fünf Bertretern der Stadt Berlin, einem Vertreter des Verbandes Märkischer Arbeitsnachweise, sowie der Städte Auslandsbriefe müssen die Adresse des Absenders tragen. Charlottenburg, Lichtenberg, Neukölln, Schöneberg, Wilmersdorf Oberbefehlshaber in den Marken gibt belanut: Auf Briefen und zivei Vertretern für die Kreise Teltow und Niederbarnim, je fünf Bostkarten nach dem Ausland hat der Absender seinen Vor- und Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer Groß- Berlins. Mit Zunamen, Wohnort nebst Straße und Hausnummer anzugeben; der Stadt Spandau sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen. Briefe und Postkarten, die diesen Vermert nicht enthalten, werden Die Arbeitgebervertreter sollen gewählt werden: zwei von der von der Beförderung ausgeschloffen. Falsche Handelskammer Berlin, einer von der Handelskammer Botsdam angaben werden mit Gefängnis bis aut einem Jahre, bei und zwei von der Handwerkskammer Berlin, von den Arbeiter Worliegen mildernder Umstände mit Haft oder mit Geldstrafe bis bertretern drei bon der Gewerkschaftskommission Berlin und Die Verordnung tritt am 10. Ditober je einer von den Deutschen Gewerfvereinen und vom Verband 3 1500 M. bestraft. in Kraft. chriftlicher Gewerkschaften. Dem Ausschuß liegt die Aufgabe ob, im Anschluß an den Arbeitsnachweis der Stadt Berlin auf ein Admiralstheater. Am Freitag wird der Film„ Eine Nose der möglichst enges 8usammenarbeiten der Groß- Wildnis" mit Asta Nielsen zum ersten Male vorgeführt. Berliner Arbeitsnachweise hinzuwirken. Die gewerbTauenhien- Palast. Der neue Film, der Freitag feine Uraufführung lichen Facharbeitsnachweise mit Einschluß der Lehrstellenvermittlung erlebt, führt den Titel„ Die Liebe des van Roy!". Ein Luftspiel Heiraten sollen für den Bezirk der Groß- Berliner Gemeinden einheitlich Sie meine Tante?" und neue Aufnahmen von der Westfront und aus dem organisiert werden. Die bereits bestehenden Facharbeitsnachweise Stautajus ergänzen den Spielplan. $ The Wohnungsnot, bie nach bem Kriege in große Gewinnauszug der 12. Preußisch Süddeutschen ( 238. Böniglich Vreußischen) infenlotterie 4. Klasse 2. Biebungstag 9. Ottober 1918 Auf jebe gezogene Dummer find sisei gleich bebe Gewinne gefallen, und zwar je eines auf die Role aleiger Bimmer in den beiden Abteilungen I und I ( Ohne Gewäbr. St.- 8. f. 8.) ( Machbrud vecboten) In der Bormittags- Biebung wurden Gewinne über 182 0. taogen: 2 Gewinne zu 60 000 t. 78676 2 Gewinne au 15 000 9. 0772 2 Gewinne zu 5000 t. 82034 6 Gewinne zu 3000 Mt. 16254 126594 156809 10 Gewinne au 1000 Mt. 104880 148336 183023 212885 219124 32 Gewinne zu 500 t. 14710 82885 84822 41289 44588 47232 52534 66724 79961 98466 109461 132960 150896 186057 208695 222342 86 17400 wie zu 400 SRT. 8963 7318 10757 14387 15444 20134 99035 42612 43188 48458 54068 60208 60384 80950 62322 74265 75368 75500 82138 83307 83533 88646 92662 98699 101381 116026 117118 140066 141865 151623 151565 161506 170361 179808 182486 186847 192658 196092 198876 203270 213732 214909 gezogen: 2 Gewinne zu 10 000 wit. 1630 In ber Nachmittags- Ziebung wurden Gewinne über 192 4 Getvinne zu 5000 Mt. 64999 102909 2 Geminne zu 3000. 9332 16 Gewinne zu 1000 Mt. 23852 30479 120388 126928 154271 169273 169281 228442 20 Gewinne zu 500 t. 7044 10094 39749 40170 53273 60069 74359 122678 136218 147083 66 Getbinne zu 400 Wit. 82 8774 11667 19279 88777 88897 45507 64478 68220 71809 77294 78016 78180 95121 99835 103180 118664 119719 126886 131734 144394 150148 161786 167609 163278 169713 181040 182047 189626 205285 220619 223044 225666 Die Biebung ber 5. Riaffe bar 12./288. Breußisch Saateutigen Rijen Botteris mbet vout& Rovember bis 4. Dezember 1918 fatt 4 Eingegangene Druckschriften. Entlassung, gog dann plöblich einen Revolver aus der Tasche und gab auf St. fünf Schüsse ab, von denen einer in die rechte Seite, ein anderer in den Unterleib ging. Der Verlegte lief zur Die aufgeführten Bücher können durch die Buchhandlung Vorwärts, Berlin Tür und rief um Hilfe, der Angeklagte verfolgte ihn aber und gab SW. 68, Lindenstraße 8, bezogen werden. noch einen sechsten Schuß ab, durch den ein zu Hilfe eilender Ange( Die Anzeige der Bücher gilt jedoch nicht als Empfehlung.) ftellter am Ohr verlegt wurde. Der schwerverlette Rauchwetter Die„ Bords" von heute von Prof. Dr. Erich Jung. Breis pro eft wurde nach dem Kreiskrankenhause Briß überführt, wo er nach 50 f., 100 Stück zu fe 30 Pf., 1900 Stück zu je 20 Pf. 3.& Lehmanns tenigen Stunden an den Folgen der Bauchwunde verstarb. Der Berlag, Münden SW 2. Angeklagte wurde auf seinen Geisteszustand in der Charité unterliches von Walter Rothenau, 1,50 M. Wandlungen und Irrungen von Kurt Jemann, 1,35 M. Seit Gesammelte Schriften in jinj fucht. Das dort erstattete Gutachten war so, daß die Anwendung Bänden von Walter Rathenau, geb. 25 W., geb. 35 M., in Halbleder 48 m. bes§ 51 St.G.B. gegeben erschien. Mit diesem Gutachten stand S. Fischer Verlag, Berlin W 57, Bülowstr. 90. ein Obergutachten des Medizinallollegiums der Provinz Brandenburg nicht im Einklang. Dieses führte aus, Meißner sei ein sogenannter Krieg neurotifer, er sei nervös, aber nicht schwerkrant und habe die Tat nicht im pathologischen Affekt begangen. Der Verteidiger bestritt, daß der Angeklagte irgendwie die Absicht gehabt habe, den R. zu töten; er sei ein Opfer seines auf frankhafter Grundlage beruhenden Jähzorns geworden und deshalb nur wegen Körperverlegung mit Todeserfolg zu verurteilen, auch seien ihm unbedingt mildernde Umstände zuzubilligen. Nach diesem Antrage gaben auch die Geschworenen ihren Wahr spruch ab. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu 2 Jahren Gefängnis unter Anrechnung von 1 Jahr Unterfuchungshaft und 50 M. Geldstrafe wegen verbotenen Waffentragens. Der Angeklagte wurde aus der Untersuchungshaft entlassen. stunde mit. Briefkasten der Redaktion. vorhanden sind, S. G. Bildan. 1. Sie müßten sich an den Megferungspräftbenten für die Provinz Brandenburg in Charlottenburg wertben. 2. Eine Abfindung der Rente erfolgt nicht. 7. C. 51. Schadenersaz tam nach den gegenwärtigen Preisen unter Abrechnung des nungswertes verlangt werben. 1. A. 25. Die HetratBestething stro en deswegen nicht des Sachverhalts nochmals am bas Gensame issubent. berweigert werden. wt. R. le medien ter Darstellung 1. Wenn erwerbsbeschränkende elgen wes bem e P. 7. mu Ihnen auch für die et bis ft werden. 2. Ja. 3. Sa. Ciment 2. 6. A. Die Aufwandsentschädigung intre nur für die Dauer der bis Dienst gezahlt. Die Eltern Baben somit für 4 Monate get of orkaften. Der Betrag fann zurüd verlangt werden. .. 9. 11. e Mann muß für Ihren Unterhalt forgen; Sie mitßten durch Mage betm misgericht das Recht er wirten, von ihm getvennt leben zu können. n ben Sachen des Mannes haben Sie aber fein Eigentumsrecht; Sie dürfen diese nicht aus der Ehe. wohnung entfernen. Gr. 16. Rein. Wafferkandznachrichten der Landesanstalt für Gewäfferfunde, mitgeteilt bom. Berliner Welterbureau. emel Lift Weichsel Thorn Bregel 3nsterburg Ober Natibor Die juristische Sprechstunde findet fitr Abonnenten Lindenstr. 3, 1. 001 lints, parterre, am Montag bis Freitag von 4 bis 7 Uhr, am Sonnabend von 5 bis 6 Uhr statt. Jeber für den Brieft aften bestimmten Anfrage ist ein Buchstabe und eine 8abl als Mertzeichen beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht erteilt. Anfragen, denen Teine Abonnements quittung beigefüat ist, werben nicht beantwortet. Eilige Fragen trage man in der Sprech afferstand am 7. 8. funde vor. Berträge, Schriftstücke und dergleichen bringe man in die Sprech auf Stosten der Gemeinde geschehen müssen. 2. Die Kündigung ist gültig, Johannisthal 1. Die Desinfektion der Wohnung wird in diesem Falle da die zu späte Bustellung nicht ein Berschulden der Firma ift. Schwarz. waldau 142. Die Militärverwaltung tann natürlich nicht zur Zahlung der Beerdigungsfosten für die Schwägerin verpflichtet werden. Dazu ist Arbeiter Samariterbund. Kolonne Groß- Berlin. Montag, den der Ehemann der Frau beziehungsweise deren Eltern verpflichtet. Warthe 14. Dftober, abends Bunft 8, Uhr, in Schulz' Feitfäle, Königsgraben 2, 9. Röll.. 48. Eine Beschwerde erscheint uns zmedlos, Sie könnten am Alexanderplat: Vortrag. Nach dein Vortrage prattische Bernur Erfazanspruch bei der Post stellen. A. S. 22. Zunächst müssen ete bandübungen. Gäste haben einmaligen freien Zutritt. Sonntag, Sie den Betreffenden eine Stostenrechnung zustellen und um Begleichung Elbe ben 20. Oftober, nachm. 21, Uhr: Vortrag in der Sternwarte zu Treptow, erfuchen. 1000 8. Da Sie selbst gekündigt haben und Ihre Karten aur Berlofung sind beim Vorsitzenden zu haben. Nach diesem Beschwerde abgelehnt worden ift, find Sie zur Räumung der Staffeefränzchen bei Werner, am Treptower Park Nr. 67. Wohnung nach dem nunmehr gefällten Urteil verpflichtet. 23. Rein. Direktion Max Reinhardt. Deutsches Theater 7 Uhr: Maria Stuart. Kammerspiele 7 Uhr: Die Richtige. Kleines Schauspielhaus Theater für Donnerstag, 10. Oktober. Palast- Theater Central- Theater Uhr: Die Rose von Stambul. Der Stralaner Fischzug. Deutsches Opernhaus Uhr: Residenz- Theater 7 Uhr: Der eiserne Heiland. 7% Hotel Stadt Lemberg. Fasanenstraße 1, Portal 5. Friedrich- Wilhelmst. Theater 48 Uhr: Frühlings Erwachen. Volksbühne Theater am Bülowplatz. Direktion 7, Ubr: Hannerl. Uhr: Schiller- Th. Charl. Uhr: Kleines Theater 7% Uhr: Kirschgarten. 8 Uhr: All- Nürnberg. Dir. C. Meinhard R. Bernauer. Komische Oper Theater Königgrätzer Str. 7, u. Schwarzwaldmädel. d. 7, Der Bauch im All. Komödienhaus 7 15 Die tanzende Nymphe. Uhr: .: Lastspielhaus Die spanische Fllege Uhr: Pfarrer von Kirchfeld. Thalia- Theater Konz.- Dir. H. Wolff Unter d. hithend. Linde. für Stg. 8 U.: Egon u. seine Frauen. Theater am Nollendorfplatz 7 Uhr: all fails 3, U.: Das Mädchenpensionat. im Berliner Theater Metropol- Theater Theater des Westens U. 1. Autoren- Abend d. Verlages Erich Reiß. Singakademie. Sonnabend, 12. Oktbr., 8 Uhr: 99 Eduard Bernstein M. d. R. Völkerbund oder Staatenbund?" Karten 4, 3, 2, 1 M. bei Bote& Bock u. Wertheim. Arbeitsgemeinschaft u. J. Sachs. staatsbürgerliche und wirtschaftliche Bildung. Berlin W 35. Dr. Friedr. Naumann( m. d. N.) and J. Giesberts( m. d. st.) sprechen heute abend 8 Uhr Dberlichtfaal der Philharmonie, Bernburger Str. 22/23 über: 715 U.: Biltablanes Blut. 7. Die Faschingsfee 74, Uhr: Die lustige Witwe Der deutsche Volksstant. 10: Casino- Theater. Sonntag 8 Uhr: Wiener Blut. Lothringer Str. 37. Tägl. 48 U.: Ein großer Theatererfolg der Berliner Bossen- Schlager mit Guido Thielscher. Neues Operettenhaus Wallner- Theater Man lacht mal wieder! Uhr: Das süße Mädel. 7, Uhr Gral Habenichts. Vorher das neue Oktober- Progr. Gefang, Akrobatik Sumor! Sonnt. 3: Ein fideles Huhn. Theater der Friedrichstadt. Ecke Friedrich- u. Linienstr 7 Uhr. Tägl: Nord. 8650. Kaiserplatz 3. 1 Tr. Ein lust. Stück m. Musik v. Laufs v. Möllendorff. Georg. L. Holms. Sonnab. u. Mittw. 3: Hansel und Gretel im Zauborwald. Sonntag 3: Goldene Spiegel. Walhalla- Theater. 72 Uhr: Donauliebchen. Rose- Theater. 7, Uhr: Gastsp. d. Friedr.Wilhelmstädt. Theaters: Das Dreimäderlhaus. 11 12 WINTER CARTEN Trade Hesterberg Inge Laury Tegernseer Bauerntheater Die Hosenknöpf' sowie der neue Oktober- Spielplan! Apollo Friedrichstr. 218 Dir.: James Klein. 74 Sonnt. 3, u. 7% Die Welt geht unter! Große Varieté- Ausstattungsschau in vielen Bildern mit Senta Soneland Ernst Lubitsch usw. Sonnt. 3, Uhr jeder Erwachs. 1 Kind frei! Trianon- Theater Bhf. Friedrichstr.Ztr.4927,2391 Nachm. 1,4 Uhr, kl. Preise: Rotkäppchen. Abends 8 Uhr: Der gute Ruf von Hermann Sudermann. Ida Wüst. Bruno Kastner. Debner. Flink. Schönfeld. Klein. Stg. 31: Der Soldat der Marie.| Sonnt. 3, Uhr: Frühlingsluft. NATIONAL- THEATER Cöpenicker Str. 68. Tägl. 18: 5 Min. Jannow.- Br. Ganz Berlin spricht von: Prinzenliebe. Operette in 8 Akten von Walter Bromme. Preise: 2-10 M. Stg. 8 ,: Studentenilebchen( Oper.). Busch Reichshailen- Theater. Tägl. 7. Sonnt. 3½, u.7% Marino der Mann mit den elsernen Rippen, wird täglich von einem vollbesetzten Auto überfahren, sowie das übr. glänzende Oktober- Programm Zum Schluß: tast. Phan- Wasser- Pantomime Oberon. Theater am Kottbuser Tor. Kottbuserst.6Leit.F.Wagner Täglich 7, Uhr: Die Große Varieté- Schan. Dekorationsentw. Heinr. Zille. Anna Müller- Lincke. Vorverk. 10-1, u. ab 5 U. sowie bei Wertheim. Admiralspalast. Die Prinzessin von Tragant. Wer ist die Schönste? Sajdah. 7% Uhr. Allabendlich 7, Uhr und Sonntag nachmittags 3 Uhr: Stettiner Sänger. Nachmittags ermäß. Preise! Kükük Lichtspiele Große Frankfurter Str. 28. a. d. Andreasstraße. Der Verschwender von Ferd. Raimund mit Gesang. Fern Andra in ihrem schönsten Film: Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht Anfang 5 Uhr. la Velourshüte n.Reiher im Vorverkauf billiger! Lindeku, C., Rosenthaler Straße 36, 2. Geschäft: Grunewaldstr. 56. Ecke Bayrischer Platz. 281/ 10* Rennen zu Berlin- Karlshorst Donnerstag, 10. Oktober 1918, nachm. 121, Uhr. 7 itennen i. Werte v. 110 000 M., darunter: Hürdenrennen jährigen der Vier- 35000 M. Landsberg- Jagdrennen 35 000 M. 12000 M. Residenz99 Fahrpl. der Vorortzüge üb. Stadtbahn s. Anschlags. Außerd. Stadtbahnverb. v.Charlottenb.- Friedrichstraße nach Niederschöneweide sow. v. Görlitz. Bhf. n. Niederschöneweide, v. hier in 15 Min. ca. zu Fuß z. Rennb. Karlshorst. Straßenbahnverb. 1. v. Schles. Bahnh. üb. Stralau- Treptow n. Oberschöneweide; 2. v. Bahnh. Niederschöneweide nach Rennb. Karlshorst; 8. vom Alexanderplatz nach Friedrichsfelde; 4. von Friedrichsfelde nach Rennbahn Karlshorst. Morgen u. folg. Tage 8 Uhr: Zähne m. echtem Friedenskautschuk 4.-M. Der gute Ruf. Starten zum foftenlosen Eintritt gibt mir die Arbeits. Reine Abendkasse. gemeinschaft, Lügomftr. 102/104, ufgang A, III. Stod, aus. 287/14 Wasserstand am 7. 8. cm 153 -42-34 em em cm 152 Saale Brochlit Savel 74 76 Spanbau 34 31 47 49 " Nathenow -3 ―3 129 122 Spree Stroffen 58 58 Frankfurt Schrimm Landsberg Bordamm 64 64 Weser Spremberg Kersdorf Münden 80 194 190 158 163 0 Minden 216£ 14 -21 -23 Rhein Magimil.au 420 -30 -30 Caub 207 Leitmeri Dresden Barby -65-52 Coln 197 -188 182 Weckar Heilbronn 40 Magdeburg 31 81 86 Wain Hanau 108 108 85 Wofel Trier Bekanntmachung. Marmelade. Gemäß§ 5 der Berordnung über Lebensmittellarten vom 18. Oftober 1916 wird für den Gemeindebezirf der Stadt Berlin bestimmt: 1. Auf Abschnitt Mr. 65 ber Lebensmittelfarte der Stadt Berlin entfallen 100 Gramm Marmelade. Der Steinhandelshöchstpreis beträgt 92 Pf. für das Pfund. Es kosten Biernach 100 Gramm 19$ 1. Eine Ueberschreitung des Höchfipreises ist strafbar. 2. Der Abschnitt Nr. 65 ist nur in den burch ein Aushängeschild: * Berkauf von Marmelade auf Lebensmittelfart: en der Stadt Berlin* gekennzeichneten Gelhäften gegen Empfangsbescheinigung abzuliefern, und zwar aux Donnerstag, den 10., und Freitag, ben 11. Oteket. Nachträgliche Anmeldung findet nicht statt.* ijt ungulasfig, die Startenabschnitte in Geschäften abzugeben, in benen nicht das vom Ma giftrat ansgegebene Ausbängeschilb angebracht ist. Geschäften, die nicht im Befiye des Aushängeschildes sind, it die Annahme von Kartenabschnitten verboten. 3. Die Kleinhandelsgeschäfte baber die von ihnen angenommenen Saitenabschnitte an einen der ibnen bekannt gegebenen Großhändler am 12. October abzullefern. Jeber Rieinhändler muh, sobald die Ware zur Stelle ist, mit sem Verkauf beginnen und ihn durch Anschlag anzeigen. Berlin, den 7. Dtober 1918. Verein Arbeiter- Hochschule E. V. Magiftrat der Königlichen Haupt- n. Residenstadt. Geschäftsstelle C 2, Neue Friedrichstr. 58/56 II, Zimmer 88. Allgemeine Hörerversammlung am Sonnabend, ben 12. Oftober, abends& Uhr. in der Aula der Friedrich- Werderfchen Overrealschule, Niederwallstr. 2. 99 Bortrag des Herrn Sanitätsrat Dr. Paul Jacobsohn: ,, Was will der Verein Arbeiter- Hochschule und wie kann er sein Ziel erreichen." Beginn der Borlesungen am 14. Oftober. Anmeldungen werden in der Hörerversammlung entgegengenommen. 23382 1750 1. bill. Spezialgeschaft für Uhren. 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Den Mitgliedern zur Nach, richt, daß unser Kollege, der Dreher Artur Lampe Neukölln, Warthestraße 13 am 5. Dttober gestorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 11. d. Mts., nachmittags 3, Uhr, von der Leichenhalle des Jerusalems Stirchhofes, Herniannstr. 90, aus ftatt. Ehre seinem Andenken! Rege Beteiligung er= wartet 119/6 Die Ortsverwaltung. Gelangverein Freiheitsklänge Borfigwalde. M. d. A.-S.-B. Am 7. Dktober verstarb nach fünftägiger Krankheit unser lieber Sangesbruder Kurt Heinig. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet Sonnabend, nachmittags 3%, Uhr, von der Halle des Borsigwalder Friedhofes aus statt. 3503b Rege Beteiligung erwartet Der Vorstand. Herr Wilhelm Klahm mein langjähriger, treuer Mitarbeiter in einem Schlaganfall, der ihn mitten in der Arbeit traf, im Alter bon 64 Jahren, erlegen. 34986 Ein treues Gebenten wird ihm stets bewahrt werden. C. Pose, Fabr. f. Militärausrüstungen, Berl.034, BorhagenerSt.16a Nach einjährigem Krankenlager verschied am 8. Dftbr. unser lieber Stollege, der Mechaniter 35026 C. H. Wilhelm Braske. Ehre seinem Aubenken! Die Kollegen und Kolleginnen der Firma R. Krüger. Zentralverband der Handlungsgehilfen. Ortsgruppe Berlin. Unferen Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Ber waltungsmitglied Erich Kaiser einer amt 6. Ditober an beim Militär zugezogenen Strankheit im 23. LebensDer jahre verstorben ist. Verstorbene hat in treuer Pflichierfüllung bis zu seiner Einberufung dem Berband jeine Arbeitskraft gewidmet. Die Einäscherung findet am Donnerstag, den 10. Dttober, nachmittags 4 Ubr, im Krematorium, Gerichtitraße 37/38 statt. 78/2 Die Ortsverwaltung. Deutscher Transportarbeiterverband. Bezirksverwalt. Groß- Berlin Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Industrie- Arbeiter Alfred Blum von der Firma A.-E.-G., Aderitraße,[ 64/2 am 6. Ottober im Alter von 28 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 11. Ditober, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenballe des FriedensKirchhofes, Nordend, Blankenfelder Straße, aus statt. Um rege Beteiligung ersucht Die Bezirksverwaltung. Plötzlich und unerwartet starb am 5. Dfløber, abends 9 1hr, mein lieber, treu forgender Mann und guter Vater meines einzigen Stindes, unser lieber Sohn, Schwiegersohn, Schwager, Bruder, Dntel und Neffe, der Restaurateur Paul Kuppert in noch nicht 35. Lebensjahr. vollendetem 96A Dies zeigt mit der Bitte um stille Teilnahme an im Namen der Hinterbliebenen Rosa Kuppert u. Sohn Erich, Berlin, Oberbaumftr. 3. Die Beerdigung findet am 11. Oktober, nachm. 3½, 1hr, von der Halle des Garnisons Friedhofes in der Hasenheide aus statt. Verband der Bureauangeftellten Deutichlands. Drtsgruppe Groß- Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege, der Stranfenfassenangestellte Paul Stiebeiner in der Nacht vom 6.- 7. DItober im Alter von 59 Jahren verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findel am Donnerstag, den 10. Dttober, nachmittags 4 Uhr. auf dem neuen JohannisFriedhof in Blößensee flatt. Um rege Beteiligung ersucht 46/17 Die Ortsverwaltung. Allgemeine Ortskrankenkafie der Stadt Berlin. Am 7. Dftober verstarb plötzlich der Kollege Paul Stiebeiner im 58. Lebensjahre. Chre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 10. d. M., nachmittags 4 Uhr, auf dem neuen Johannis- Friedhof, Plößensee, statt. Um rege Beteiligung erfucht 270/2 Der Angestellten- Ausschuß. Allen Freunden, Bekannten und Verwandten die traurige Nachricht, daß Montag abends 1,10 1hr unser lieper, treuforgender Bater, Sohn, Bruder, Schwager, Onfel und Neffe, der Dreher Kurt Heinig nach lurzem ferantenlager unerwartet verschieden ist. Um stilles Beileid bittet im Namen der Hinterbliebenen die tieftrauernde Mutter Amalie vorw. Heinig. Kurtchen und Lieschen, als Stinder. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 12. d. M., nagmittags 4,4 Uhr, von der Halle des Borsigwalder Stirchhofes aus ftatt. 740 Borfigwalde, Räuschstr. 36. Zahngebisse, * Platin, Gr. 7,80, tauft Frau Wagner, Kaiserstr. 18 I( Alexanderplat) Allen Freunden und Bes fannten zur Nachricht, das mein lieber Mann guter Bater und 3495b Hans Lessel im blühenden Alter von 33 Jahren nach langen, schweren Leiden am 7. Dtt. durch den Tod erlöst wurde. Dies zeigt schmerzerfüllt an Martha Lessel u. Hildegard als Töchterchen. Die Einäicherung findet am Freitag, den 11. Oftober, nachm. 5 Uhr, im Serema: torium Gerichtstraße statt. Nach langem, schwerem Leiden, das er sich als Soldat zugezogen, verschied am 6. Dfiober in einem Lazarett unjer lieber Kollege, der Schriftsezer Wilhelm Mehles im Alter von 35 Jahren. Durch seinen ehrlichen Charakter u. nie versagenden Humor erwarb er sich die Freundschaft aller, die mit ihm Umgang hatten. Sein Andenten wird immer in Chren halten 3510b Das Perfonal der Union- Druckerei, Schadowstraße. 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Denn was ihn diesmal um sein Bett gebracht hatte, war ja basselbe unsichtbare, fleine Viehzeug, das ihm seiner geit übers Schreibheft gefrochen und das vor einigen Wochen auf ber Wiese über Maries Scheitel Darie Ach ja, sie war ein luftiges Mädel gewefen. Und sauber auch. Jamskl: sauber! Ungeziefer gebieh im Seu, pürschte sich aus dem Heu an die unschuldigsten Beure. Damals hatte sie das Pech, dies mal er. Nur hätte sie ihren Riebsten wegen so was sicher nicht berlaffen. Se warf sich auf die Sente, das müde Geficht nach der Tür gelehrt. Das Herz schimmerte im Lichte der Mondnacht und erinnerte ihn an das flammendrote Pfefferkuchenherz, das ihm Marie einst auf dem Jahrmarkt erstand. Ach ja. Mit einem weichen Lächeln um den blondflaumigen Mund schunkelte er unter ber filgigen Pferdedecke in einen wiegenden Dufel hinüber. Grst gegen Morgen trieb ihn ein Schauer hoch. Im Nebenstall probierten zwei Hähne die verschlafenen, rostigen Stimmen. Frostiger Nordwind rüttelte an der Tür und blies gradlinig durchs Sperz. Tont stelate steifgliedrig in den grauenden Tag hinaus. Bei den Bäckern gabs um diese Zeit warme Semmeln zu erfechten. Wer zuerst tam, mahlte zuerst. Langsam troch das Bicht über den Horizont und weite die Herbergsmutter. Die zündete, wie jeden Morgen, ein Talglicht an und zerrte den Vater am Bein aus dem Bett. Der stieg, wie jeden Morgen, in Gems und Hose zum Schlaffaal hinauf, donnerte bie Tür auf, fluchte und schmor, er habe schon dreimal gewedt. Nach einer Weile fnarrie die Holztreppe unter schiefen Abfäßen und zer laufenen Sohlen. So tam jeden Morgen der Tag in die Herberge. Karl schlenderte als einer der letzten ins Bennenzimmer. Das Maul des Ofens spuckte schon wieder Feuer. Gerade bor Tonis Füße. Donnerstag, 10. Oktober am andern Morgen deffen Buben, der Bürgermeister hielts an- ungarischer Offizier serviert den Herrschaften in Sellnerkleidung. bauernd mit der Kellnerin des Ratskellers, und Marie trug jeden Besonderen Wohlwollens erfreut er sich von jeiten eines mit Morgen die knusprigsten Weden in die vier Billen am Walde. Scherlod Holmes- Talenten ausgerüsteten russischen Spions, ber Dabei mußte fie frets an dem engbrüftigen Haus vorüber, über bis aufs Tüpfelchen den ganzen Angriffsplan der Oesterreicher erdeffen Tür die Kupferbanne des Meisters Habebant baumelte. Und fundet haben will und ungeduldig mit feiner Botschaft aufs Gr= wenn sie die dickbauchige Kanne fah, mußte sie immer an Toni fcheinen bes Generals wartet. Im brigen benimi fich dieser denben und daran, daß die Männer so tomisch sind. Tut so ein Tausendfünstler wie ein gangs harmlafer Philifter ven mehr als Kerl schön im Heu, schmachtet wie einer, der vor Bonne vergeben burchschnittlichem Dummheitsgrade. will, richtet sich im nächsten Augenblid hoch, als ob irgendwo ein ihrer widerspruchsvollen Bergwidtheit von Geern Ballentix, Gine Aufgabe, die bei al Weder geflingelt hätte, gudt auf die Uhr, behauptet, er müsse auf dem die Wanderschaft gehen, und schmirt über ein furzes sein Bündel. Ja, in geradezu virtuofer Beile gelöst use. früheren Mitglied des Sowiglichon Schauspielhauses, und ein paar Monate später friegt das Mädel dann einen Brief, trauensieliger, bei der Wussicht auf Tafelfreuden in jeeliiche Ber Sein poiternd ber über den sie wiederum ihren Kopf schütteln muß. In dem Briefe afldungen geratende Tabafowitsch wirfte wie ein vollblutiges war zu lesen, daß Toni und Karl zu den Grenadieren gegangen Menidenegemplar, das sich in ein Bachsfiguren kabinett hinein berwären und daß er, der Toni, im Stroh neben dem Hühnerstall irrt bat. In feiner Dummbeit verrät er sich dem Stefner und dieser ber Serberge viel becent habe, und daß er seit fener Nacht oft an batt fich ais t. I. Offizier fit verpflichtet, den Spion, beber derselbe die Marie habe denten müssen, und alle beide ständen jetzt bei der fein Geheimmis dem General mittetlen sann, lait au machen. Die zweiten Kompagnie. Spannung zu erhoben, beredt das Abwaschmädel thn im NebenJa, fo fomisch waren die Mannsleute. Habebants neuer Ge- gintmer. Im dritten Ahe gibt es nach dielen Borbereitungen entfelle machte teine Ausnahme. Jedesmal, wenn Marie in die Wert- iprechend reiche Ernte: Ein Bacchanal ber ruffifchen Offiziere mit statt tam und einen Bäckerteffel zur Reparatur brachte, Trempelte ibren Fris die blauen Blusenarmel über die Muskeln hoch, ließ das Verhör Damen in Ootel; Belanniwerben bes Mordes; bes Mörbers, für den, ala Fb über sein Rötfeuer sprühen, hämmerte und meinte, so zwischen den Schlägen: ibi nicht auszuweisen vermag, plög bas# broaichmäbel, vielleicht stände er in gar nicht zu ferner Zeit einmal als Weisber des Generals Geliebte. mit der ihnen Glärung einspringt, er fei an diesem Feuer. Ob sie, die Marie, wohl eine tüchtige Meisterin au jener Zeit bei ihr geweien; neues Aufladern des gestrubels, borstellen mürbe? nicht mehr lange in der Hand behalten. Denn Meister Habedank tömme den Hammer der dann die Baspiedigt eines tuiiiichen Gemeinen Aber die Grenel bes Menschenmorbed in eine gerintifaze Wichermitiwoftimitung Und das war gar nicht so aus dem Blauen geredet. Meister wandelt. Das Bild der Eat verfolgt den Täter, bor nach dem Sabedants Kreuz machte schon längst nicht mehr mit. Langemang der Defterreicher in Lemberg feinem Borgefegien erklärt, Regentage gar legben ihn trumm gezenct auf den Strohsack. Much nie wieder werde er eine Waffe zur Törung von Menschen in die der Kniephousener Sommer brachte den Alten nicht wieder hoch. Hand nehmen. Wber deutet der weigeftante inter freundlich an Briz juftete und wartete; es war etwas Ausdauerndes in feiner foliben, gedrumgenen Kurzbeinigkeit. die Liebe des bmalchmädels, bas seine grau wird und über Dauer auch über Maries Gera. Sie ging an warmen Sommer nunft bringen. Die fiegte auf die die Affäre völlig anders bentt, bärkte ihn Sale wieder zur„ Berabenden mit ihm durch die Felder und hörte sehr aufmerksam auf das, was er von seiner fünftigen Meisterherrlichkeit erzählte. Bäder Klaus, baß Marie und Gabedanks Gefelie die Hochzeit noch Am ersten Sonntag im Juli mettete Lehrer Wader gegen den vor Weihnachten anrichten würden. Der Lehrer verlor bie Wette. uns das lag nicht an Frik Jedoch im Auguft wirbelte die Tromie ber buzepredigende Golbat Wien und Slamness zum mel des großen Strieges auch durch niephausen und riß die Männer Zobe Berurteilter, einbrudeboll hervor. hinaus an die Grenzen. Sabebants fleiner zäher Gefelle fiel eine Beile nach 28eihnachten. Oben in Flandern. Marie trauerte lange und weinte oft, weil ber Frig ein solider Sheel geoefen war und ein hübsches, schwarzes Bärtchen gehabt hatte. Und weil es für ein armes Mädchen nicht leicht war, aus den Träumen heraus zu tommen, bie mit Sabedanks baumeinder Kupferfanne zusammenhingen. Sonntags, wenns auf den Straßen braußen so rubig war, daß nicht einmal die Sperlinge laut mit der Sprache heraus mollten, jag Mavie in schwarzer Koauerbluse an ihrer Stommode und frambe in Fris' Briefen. ( Schluß folgt.) Einmal tam ihr dabei Tomis Schrift zwischen die Finger. Der faz dicht neben dem rotglühenden Gisenbauche. In seinen Tonis Schrift, die so schlaufrädig war mie ber ganze Kerl. Ob freisförmig über den Tisch gerundeten, noch immer fröstelnden er wohl noch lebte? Wie es ihm wohl geben mochte? Armen lagen warme Semmeln. Mitten drin aber dampften amei Soch in derselben Nacht träumte sie von ihm. Gr faß in abge Taffen Kaffee. Gerührt schuppte sich Karl im roten Haar. Ein warmer Stromtiffener Uniform auf tofbefreusiem Sanitätsmagen, batte einen lief ihm um Herz und Magen, berbundenen blutigen Kopf und winkte. Gr bieb mit der Fauft auf die biden Semmeln, daß die Minde sprang, drückbe dem Freunde die Sand, ließ sich neben dem Segen der Bäder nieder un af drauf Ips. Denn er war ein Glüdepilz, der Sarl. Während andere Runden erst auf die Bettelfahrt steigen müssen, findet er den Tisch gebedt und taut und laut. " Da trommelt Toni die Stnöchel gegen den Tisch, winft mit der Zaffe gegen das Plakat an der Wand und sagt: Also melden wir uns bei den Grenadieren? Neif sind wir längst dazu, die Arbeit ist ooch dünne, und dann heute nacht, mein Lieber! Berdammt pech. In der Kaserne stehn wenigstens Betten! Und Stiefel!" Gr begudt feine Sohlen. Die Bandstraße hatte in sieben Wochen tiefe Löcher ins Leber gefressen. Starl traut sich im roten Schopf, fieht dem Freund nachdenklich ins übernächtige, scharflinige Geficht und weiß borläufig nur, daß thm ohne den da alle Tippelei fterbenslangweilig ist. In Aniephausen lag der Schnee einen biertel Meter hoch. In Sabebante Werkstatt hämmerte ein neuer Gefelle, der mit Kaspars Marie schon zweimal zu Tanze gegangen war. Sonst batte sich feit Tonis Abreise nichts verändert. Der Behrer berffatete noch immer jeden Mittwoch im Hirsch" feine achtgig Pfennige an den Bäckermeister Klaus und verprügelte dafür 111] Lodz. Das gelobte Land. Roman von. St. Reymont Wie groß ist denn Ihr Bauplat?" Ganze vier Morgen! Fünfzigtausend Rubel hab' ich fo gut wie in der Tasche. Ich muß Sie einige Minuten allein Iaffen," fügte er hinzu, durchs Fenster blickend, und ging in den Flur hinaus. Einige alte, armselige Frauen mit Körben am Arm erschienen zwischen den halb verdorrten Weichselbäumen, die vor dem Hause standen. Durch die Scheiben drang plöglich eine weinerliche Frauen stimme. Horn ging ans Fenster und hörte zu. „ Sie leihen mir die zehn Rubel! Sie wissen doch, daß Ruchla Wassermann ist eine ehrliche Frau, eine arme Frau. Wenn ich heute fein Geld frieg', dann kann ich nicht mehr machen mein Geschäft, und werde nichts haben, wovon ich diese Woche leben soll." „ Ohne Pfand geb' it fein Gelb." Herr Wilczek, ich geb's zurück, ich schwör's Ihnen bei allen Heiligkeiten, bak ich's zurückgebe. Wir haben nichts zu effen; meine fleinen inder, mein Mann, meine Mutter... die warten, daß ich ihnen ein Stück Brot mitbringe! Und wenn Sie's mir nicht leiben, wo soll ich's da hernehmen... Mögen Ste verreden, was geht mich das an!" So ein Wort, so ein schlechtes Wort haben Sie gefagt," jammerte die Jüdin. Wilczek fezte sich auf eine Bank und zählte das Geld nach, das ihm die anderen Franen übergaben. In Kupfermünzen und Zehnern, die sie aus Süllen und Verstecken herauszogen, legten fie einen Rubel, zwei, höchstens fünf vor ihn hin. her!" " Gitla, dieser Zehner ist nichts, geben Sie einen anderen „ Aufs Gewissen, das ist ein gutes Geldstüc. Nu, warum foll es schlecht sein! Ce glänzt ja!" rief fie, spuckte auf die Münze und wischte sie mit der Schürze ab. ,, Schnell eine andere her, ich hab' teine Zeit!* Serr Wilczet, Ste find eine eble Perfon, Sie leihen's mir," bettelle die Wassermann." Frau Stein, hier fehlen fünfzehn Ropeten!" rief Bileget, fich zu einer fleinen, alten Jüdin mendend, die beständig mit Dem von einer fettigen Haube bedeckten Stopje tadelte. Residenztheater: Hotel Stadt Lemberg", don Ludwig Biro. Das Nefidenztheater, bormals die Stätte der Bariser Schwänke, fultiviert jest mit Vorliebe das Sensationsstad, das durch ge fchidies Arrangement halsbrecherischer Verwicklungen äußere Svan. nung erzeugen will. Auch dieses Genre war ursprünglich spezifisch französische Bare, als deren Meisterlieferant der alte Sarbou galt. Budwig Wiro, der österreichisch- ungarische Verfasser dieses neuen, ins Milieu bes Beltfrieges verlegten Schauspiels, bringt zweifellos gewiffe Fähigkeiten und eine ifrupellos über alle Grenzen bes Möglichen einfegende Entschloffenheit für das Handwer! mit. Ja diele Entschloffenheit ging hier so weit, daß ein Teil des Bublifums rebelliich wurde und gegen den Appiaus mit Bisben demonstrierte. Die ersten Afte schildern das rose, übermütige Treiben ruffifber Difiziere in dem belegten Bemberg. Ein hübsches Abwasch mädel, ber es freilich niemand anmerit, baß fie im britten att eine Art von Heroinenrolle übernehmen werbe, erregt das Wohlgefallen bes balbibiotischen Generals, der zu ihrer großen Freude sofort die schönsten Garderoben spendet. Ein in der Stadt zurückgebliebener 27 Fehlt! Das tann nicht sein! Das sind gange fünff Stubel, ich hab' richtig gerechnet." W Bulegen und basta! Sie sagen es immer, Frau Stein, und immer fehlt's. Das fennen wir schon!" Er warf ihr das Geld vor die Füße in den Sand. Mit furchtbarem Gejammer fudite fie es wieder zufammen unb legte es behutsam auf die Bant. Wiederum trat die Wassermann an Wilcze! heran, berührte mit den Fingerfpigen feinen Ellenbogen und bat mit letser, weinerlicher Stimme: * Ich warte... Ich weiß, daß der Herr Wilczet Mittelb haben wird." ,, Ohne Pfand geb' ich keinen Stubel her." und die Brozente für die verflossene Woche ab und lich es Er hörte nicht mehr auf ihr Jammern, nahm das Gelb für die nächste Woche wieder aus, Namen und Biffern mit großer Genauigkeit in ein Notizbuch eintragend. Gleichgültig hörte er dem Gejammer der elenden Frauen 3. Ihre geröteten, von der Sonne und dem Frost ausgeborrten Augen rührten ihn nicht, gleichgültig blidte er auf die zerlumpten Gestalten, auf die von den ewigen Gorgen und dem Hunger gezeichneten Gesichter, die unter den Berücken und schmugigen Tüchern zu ihm emporschauten. Erstaunt und vom Mitleid gerührt sah Horn auf diefes Glend vor dem Haufe, hörte mit wachsender Empörung zu und wurde so in Wilczefs Geschäfte eingeweiht. lezet, Er konnte das nicht länger mit anhören, und als der schon alles erlebigt hatte, ins 8immer trat, nahm er seinen Sut und wollte fich wortlos entfernen. Bleiben Sie noch." " Ich muß zu Schaja. Offen gefagt, Herr Wilczet, das, was ich speben gefehen und gehört habe, hat mich mit einem tiefen Abscheu gegen Sie erfüllt... Wollen Sie mich, bitte, und unsere ganze Gesellschaft von nun an als fremd und un befannt betrachten," sagte Horn scharf, warf Wilczef einen ver ächtlichen Blick zu und wandte sich zum Gehen. „ Ich lasse Sie nicht eher heraus, bis Sie mich angehört haben," rief Wilczet, ihm rasch den Weg bertretend." Er wurde rot vor Born, sprach aber ruhig. „ Ich will es Ihnen nur erklären. Ich bin kein Bucherer, was Sie wahrscheinlich vermuten. Ich bin es deshalb nicht, weil ich bei Großglück arbeite und für sein Konto und auf feine Verantwortung hin operiere. Ste sind der erste, dem ich das fage. Noch nie brauchte ich meine Tätigkeit zu entschuldigen und Rechenschaft abzulegen." In der forgfam von Engen Robert infgenierten Aufpana Somarys berbes Whädel und einige Geifodenguren, führung traten neben dem originellen Spionpbilifter Ballentin der verlotterte ruffliche General des Herrn alfenstein, dt. Konzert zum Besten des Roten Halbmonds. heitsschwächen. Diesmal aber leg armonie drin, insofern als Kriegs- und Wohltätigteitsongerte haben meift thre Gelegenufiffide von Bogner sowie wet teilweise über ihn hinausgedrungenen modernen Tonschöpfern: Stichase Gévau und Mag Schillings, fastöston, Dem aperis Thedischer Wasch gab, als Einleitung, nur der besonderen Bocanstaltung die besondere Stote. Shillings, ber bisherige Generalaus buc sciperter Sofaper, trat gleichgeitig als Divigent berbot. Das archieh ber startte hilharmonische Oreer hatte er englih bel ber Ouvertüre zum legenden Sebabse each ist so in der Gewalt, als schon im erspiel zu Eristen und be. Sier war Berinnerlichung, die sich nur noch vertiefte in Borneung eigener Rompositionen. Geine mclodsamadise Stufit za 2ilbenbruch be rühmten Gegenliebe ist allenthalben befaunt. Zubwig 23#Ilner, beffen meisterlicher Jinterpret, febion und niemals kraftvoйer, mitseigender, alles in seinen Bann zwingenber zu fein, ats Siestal. 510 Bantien aus Wagnerschen Wufilevamen, in den Sengertjaal berpflanzt, find immer am falschen Ort. Genta eder Isolde in Gesellschaftstoilette, Lohengrin obec Tristan im Brad Sorpulenter Widerfinn. Gleichwohl: Barbara Kemp von der Königlichen Oper überzeugte auch an dieser Stelle von ihrer gesangsdramatischen Sending. Ginen Senor bon ungewöhnlichem Schmelz rnb strahlenber Bracht effenbarte Sagars Oeft big, fowohl als Open, wie afs Pongertfänger. Seine Gralderslung brachte Grinnerungen herauf an Seinrich Begl, ben thealten aller Lohengrine, die mic jemals vor die Sinne getreten. In einigen Biebern( mit Klavierbegleitung) son Richard Strauß beinte Deftvig braufende Erfolge ein. Einheitlich uns sehr bewegt ourbe von ihm und Barbara emp bas Duett aus Stonna Sija", Chillings lebenfhaftlich geballetee Opec, gesungen. Gin melodiöses, aumal prunfvoll Inftrumentiertes Glid ift, Das Grntefeft" aus einer Menna Rifa" unmittelbar bornsgeschieten Oper Dor Male", bie aber in acin noch mit gegeben wucbe. els. Warum tun Sie es denn jegt? Nichts arvingt Sie dazu! Ich bin fein Untersuchungsrichter." Deshalb tue idy's, um nicht fatich beurtelit at: werben. Ihr könnt mich als Bekannten betrachten oder nicht, das ist nebensächlich. Ich möchte aber nicht, daß man mich für einen Bucherer hält." # Sie können berfidjert sein, daß toir uns um Ihre Person nicht fümmern werden." Ebenso wie ich mich nicht um die Berachtung Mimmere, die ich aus Ihrer Stimme jest heraushöre." Weshalb halten Sie mich denn zurüc Ich hielt Sie zurüd!" fagte ileget mit Nachbriik. Bu meiner Gntschuldigung habe ih gefagt. daß ich bet Großglück Freilich tue ich es nist umsonst." arbeite und mit feiner Gele aperiese und far foin Ronto. Rein anderer Mensch würde wohl, felbft fte das größte Gehalt, die Funktion übernehmen wollen, Seibler ritslos auszubouten." „ Das erzählt man fo in ben Salons. So' ne Phrase Mingt gut und verpflichtet zu gar nichts." Das ist einfach menschliche Anständigkeit, und feine Phrase, Serr Milcget." Meinettegett. Gle Batten mich also fie einen Schuft, weil tch Großglid bei der Ausnügung der Bettler helfe, nicht wahr? Dann werde ich Sie überzeugen, daß dieser Schuft mehr für die Rotourft tit, als ihr, die ganze In telligenz und die verschiedenen aristokratischen Naberbleibfel. Bitte, fehen Sie sich einmal das Buch hier an. Geist die Zusammenstellung ber ausgeliehenen Summen und der Progente fürs vergangene Jahr. Das Buch führte mein Vorgänger. Und hier ist mein Buch, von Neujahr ab. Ver gleichen Sie die Ziffern der Darlehen und des Gewinns. Unwillfürlich warf Hern einen ist auf bes Buch und fah, daß die Summe der Gewinne in gesiten Bush um die Sälfte Heiner wear als im erstent. Was soll das heißen?" „ Das heißt, daß ich hundertfünfzig Prozent weniger nehme, als mein Vorgänger. Das heißt, daß ich jenen Bettlern monatlich hundert bis zweihundert Rubel aus meiner eigenen Tasche gebe. Diese hundertfünfzig Prozent bildeten nämlich die Extravergütung. Ich habe darauf verzichtet und rühme mich dessen nicht." Ste schenten der Beitlera the eigenes Gelb, das ist tuttich eine große Guabe!* ( Bortf. folgt.) Verkäufe straße 38, verkauft Blaufüchse, Schlachthühner billigst. Will Fabrikgebäude. Schuhhans ,, Tip Top", Turm- Legehühner, fett legend, Möbel Belzwaren und Muffen in Alasfafüchse, Kreuzfüchse, Bobel. Markusstraße 23. Kreuzfuchs, fowie Weiß-, füse sowie elegante BelzBlau, Silber- und Alaska- gamituren von 150 Mart an. fityse, ferner Stunts, Marder, Jliffe. Ohne jeden Zwischenraturen Dert. und R150/ 1 Rath, " 1 Preislagen! 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Die auf morgen 1 Uhr anberaumte neue Vollversamm- Gleichzeitig ist er zum Chef des Felbartillerie- Regiments lung wird zur Frage der Königswahl auf Grund des§ 38 der alten Verfassung von 1772 Stellung zu nehmen haben. Der Erfte Generalquartiermeister, General Ludendorff, traf aus dem Großen Hauptquartier zu Besprechungen in Berlin ein. Die Besprechungen begannen gestern nachmittags. Tie Formulierung der Antwort auf Wilsons Rückfragen wird voraussichtlich im Laufe des heutigen Tages erfolgen. Die Lasten der Okkupation Polens. Der polnische Regentschaftsrat an den Reichskanzler. Warschau, 8. Oktober. Barschauer Blätter geben folgendes Telegramm des Regentschaftsrates an den deutschen Reichsfangler wieder: Die Schlacht in Frankreich. 9r. 33 ernannt. Ueber seine weitere Verwendung iſt Bestimmung noch nicht getroffen. Zu seinem Nachfolger ist der Chef des Kriegsamts, Generalmajor Scheuch, unter Begförderung zum Generalleutnant bestimmt. Französischer Abensbericht vom 8. Oftober. Nordöstlich von der Ein Schritt zur Plutonomie Elfaß- Lothringens. Die Germania" schreibt:„ Der Rücktritt des Kriegsministers v. Stein ist auf den Kampf zurückzuführen, den er in seinem Amte gegen gegen den den VerständigungsSt. Quentin haben unsere Truppen in Verbindung mich box frieden geführt hat und der u. a. in seinem bekannten britischen Armee heute morgen auf einer Front bon zehn Kilometern Geheimerlag flaren Ausdruck fand. Derartige politische Anangegriffen. Trob hartnädigen Widerstandes sind wir in die schauungen sind natürlich mit dem neuen Regierungssystem starken feindlichen Stellungen eingedrungen und haben bedeutende und seinem Kurs unvereinbar." Der Regentschaftsrat des Königreichs Polen strebt immer höft Bellecourt find in unseren Händen. Wir trugen unsere Fortschritte verwirklicht. Fontaine b'uterte und das Gedanach, das Verhältnis des auferstandenen König reiches Polen zum benachbarten Dentschen Reich tit vor eroberten den Wald östlich von Tilloy, die Höhe 134, Binien bis an die Süd- und Westausläufer von Essigny le Be. im Geiste der Gerechtigkeit und des gegenfeiti- fowie bas Dorf Roubrog. Bis jebt find über 1200 Gefangene gen Berständnisses zu gestalten. Er begrüßt daber uit Be gemeldet, von denen ungefähr 500 im Gehöft Bellecourt gemacht ist die nachgesuchte Entlassung erteilt worden. Dem Statthalter von Elsaß- Lothringen, d. Dallwig, friedigung die in den Worten Gurer Großherzoglichen Hoheit ents wurden. An der Suippesfront haben die Stämpfe den ganzen Als Nachhaltene Ankündigung einer möglichst schnellen Beseiti. Tag über angedauert. Die Deutschen haben mächtige Anstrengun folger werden Unterstaatssekretär v. Frenten und der gung der übrigen Lasten der Oftupation als bedeut- gen gemacht, um uns aus den von uns auf dem Nordufer eroberten Straßburger Oberbürgermeister Sch mua nder famen Schritt auf diesem Wege. Möge es Eurer Großherzoglichen Stellungen herauszuwerfen. Ihre Gegenangriffe auf den Brüden Zugleich soll die Regierung parlamentarisiert werden. AbHoheit gegeben sein, dem deutschen Wolfe einen dauernden Frieden opf bon Drainville und die Pont Givard wurden zurüde geordneter auß ist zum ersten parlamentarischen Staatsnach dem Grundsatze der allgemein anerkannten Rechte aller Böller geschlagen, weiter östlich hat der Feind mehrere Male versucht, uns sekretär ausersehen. auf Selbstbestimmung und freie Entwicklung zu sichern." aus Bazancourt gutüdzuwerfen, ohne daß es ihm gelang. Mördlich Arnes trugen französisch- amerikanische Truppen, bom Der bolnische Regentschaftsrat hat danach das gestern mit geteilte Telegramm des Reichskanalers im Bunkte der Oftupa tion doch anders, nämlich als weitgehender aufgefaßt, als der nachlaufende Kommentar des Wolffbureaus. Bolschewistische Amnestieerlasse. P genannt. Tants unterstützt, neue Erfolge davon. Eie brängten den Feind Sturz des sächsischen Vierklassenwahlrechts. mehr als 3 Stilometer nördlich von Saint Pierre bis zur Arnes zurüd Auf dem rechten Aisne- llfer haben wir das Höhengelände nordöstlich von Autry genommen und die Südhänge von Bancon wobei wir zahlreiche Gefangene machten. Englischer Heeresbericht vom 8. Oktober. Rivischen 4,80 und 5,10 Uhr heute früh griffen die dritte und vierte" rmee an einer Moskan, 7. Oftober. Pressemeldungen zufolge soll derambrai an unb rüdten längs diejer ganzen Front in einer etwa 20 Meilen zwischen St. Quentin und bevorstehende Amnesticerlaß, alle Mitglieder der durchschnittlichen Tiefe von etwa drei Meilen vor. Die Nacht war fozialistischen Partei einschließen, sowie diejenigen, stürmisch und regnerisch gewesen. Die Ansammlung der Truppen die nicht nachweislich an der Weißgardistenverschwörung be- war schwierig und der Angriff wurde unter stetig niederfallendem teiligt waren, auch die meisten Menscheiten und Regen vorgetragen. Als der Angriff vorrückte, hellte sich das Wetter einen Teil der rechten Sozialrepolutionäre. auf, was der weiteren Entwicklung der Operationen günstig war, Moskau, 6. Oktober. Prawda" meldet: Laut einer Denkschrift die vom ersten Augenblid an böllig erfolgreich verliefen. Am des tschechischen Nationalrates( Samarasche Zeitung") ergab die äußersten rechten britischen Angriffsflügel warfen die 6. Division Schaffung der freiwilligen Armee weder in Sibirien noch in der und eine Abteilung einer anderen englischen Division den Feind vom Gegend von Samara ein befriedigendes Resultat. Nur die Mobili- Gipfel des Höhenzuges südöstlich und öftlich Montbrehain und fierung unter den Baschkiren und Kosalen war er 30. amerikanische Division, die Truppen aus Nord- und Südfarolina nahmen den Weiler Beauregard. Rechts im Zentrum nahm die folgreich. Die Russen überlassen den Tschechen die Kriegslast, und Tennessee unter General Lewis umfaßt, Brancourt nach statt die Heimat zu befreien. Die Tschechenkräfte laffen nach; die heftigem Stampf und weiter nordöstlich remont und berbollFrage ist natürlich, ob sie weiter fämpfen wollen. ständigte damit ihren erfolgreichen Vormarsch von über drei Meilen, säuberte. Links von ihnen machten englische, schottische und irische in deffen Berlauf sie zahlreiche Gehöfte und Gehölze vom Feinde Truppen einschließlich der Truppen der 25. und 66. Divifion gleiche Fortschritte und nahmen am frühen Morgen das Dorf Servain. Im Zentrum durchbrachen englische und walisische Truppen der 38. und 21. Division das als Amsterdam, 9. Oktober. Reuter meldet aus Stockholm: Aus Petersburg wird mitgeteilt, daß der Egministerpräsident Trepor, ber frühere Polizeidirektor von Petersburg, erschossen worden ist. Sieg der Bolschewiki an der Wolga. Einnahme von Stawropol. Beaurenoir-- Masnieres- Linfe Wahlrecht auf breiter Grundlage. Dresden, 9. Oftober. Die Sächsische Staatszeitung" meldet: Unter dem Vorsitz des Königs und in Gegenwart des Stronprinzen fand heute eine Sigung des Gesamtministeriums statt. In ihr wurde als Tag der Einberufung des vertanten sterium des Innern mit der Ausarbeitung einer Gesebesvorlage ordentlichen Landtags der 28. Oftober festgefest und das Minibeauftragt, die das bestehende Landtagswahlrecht zur Zweiten Kammer durch ein solches auf breiter Grundlage ersehen soll.( Siehe auch Beilage!) die Ernennung des nationalliberalen Abg. Paasche zum preußiBaasche?! Nach einer Meldung des Berl. Bolalang." foll schen Landwirtschaftsminister geplant sein. Diese Nachricht dürfte sich aber ganz entschieden als vollständig falsch erweisen. mit 500 Biv linfernierten aus Frankreich eingetroffen. Er bracle bereits angefündigt wurde, ist am 7. Oktober ein Austauschzug Bortsetzung des Gefangenenaustauschs mit granfreich. u. a. die Deutschen, die vor Kriegsausbruch in Maroffo ansässig waren und nun endlich aus französischer Hand befreit sind. 3 ist zu hoffen, daß trob der immer wieder auftretenden Schwierig. der Zeit ganz durchgeführt werden wird. Bon seiten der deutschen feiten der allgemeine Austausch der Zivilinternierten im Laufe Regierung geschicht dauernd alles, um dies Biel zu erreichen. Leste Nachrichten. bekannte deutsche Verteidigungssystem und nahmen Malincourt Henderson für eine Berständigung mit Dentichland. Mostan, 9. Oftober.( Mitteilung der Russischen Bot- und die Grabenlinie westlich Malincourt. Hartnädiger Widerstand wurde von starten feindlichen Abteilungen mit Maschinengewehren Basel, 9. Oftober. Nach einem Pariser Havasbericht hatte der fchoft.) Stawropol ist am 8. Oftober von den Sowjet- in Billers. Autreau geleistet. Nach bartem, eine Zeitlang Rorrespondent des„ Excelsior" ein Interview mit Genderson, truppen im Stampfe genommen worden. Der ganze Wolga andauerndem Ringen fetten fich wallstiche Truppen in den Besitz der ihm erklärte: Es sei dringend notwendig, von seiten der stcom ist damit vom Feinde gejäubert. des Dorfes Links im Zentrum durchbrachen die 37. und eine neu Alliierten die Friedensbedingungen festzulegen. Er sprach sie feeländische Division ebenfalls die Beaurevoir- Masnieres- Linie sicht aus, daß man den Kampf mit Deutschland nach dem stießen nach Osten tief über sie hinaus vor. Neuseeländische Kriege nicht fortsehen solle. Henderson stimmt mit Ukrainer Urteil über die deutsche Sozial- Truppen fürmten am frühen Morgen Les dins und nahmen in Wilson darin überein, daß das richtige Mittel, Deutschlan's undemokratie. Nicht bolfchetvistisch, sozialistisch! Kiew, 7. Oftober. Die„ iewstaja Myst" schreibt: Die Bolsche wifi erklären die deutschen Sozialdemokraten für Berräter. Allerdings geben die deutschen Sozialdemokraten an, die Massen bom russischen Weg fernzuhalten. Statt dessen wird der Weg weitgehendster sozialistischer Reformen beschritten werden, zu denen Deutschland durch seine hochentwickelte Struktur vorbereitet ist. Die Wandlungen in Deutschland sind zugleich eine Lehre, wie die Staatsgewalt in Erwartung innerer Schwierigkeiten handeln muß. Nicht Ruhe und dann Reform, sondern erst Reform und dadurch Ruhe. Warum keine italienische Offensive? Havas gegen Sonnino. tweiterem Vorrüden 3 nes. Am linken Angriffsflügel standen schädlich zu machen, darin bestehe, es in den Bund der Nadie Truppen der 8., 3. und 63. Division in hartem Kampf um tionen aufzunehmen, wenn der deutsche Militarismus Seranvillers und Niergnies und längs der Linie der Straße Esnes- Cambrai. In diesem Abschnitt unternahm der niedergezwungen und ein wirkliches demokratisches System einFeind einen starten Gegenangriff, wobei er zur Unterstügung seiner geführt sei. Infanterie an 13 bertandte. Nachdem er unsere Truppen eine furze Strede zurüdgedrängt hatte, tourde der Gegenangriff zum fekt. Uniere Truppen nahmen Seranbillers und Nierg- erstenmal seit dem Tage, an dem das Angebot der MittelStehen gebracht. Die feindlichen Tanks wurden außer Gefecht ge- Paris, 8. Oktober.( Havas.) Die Kammer tagte heute zum nies in Besitz und nahmen ihren Vormarsch wieder auf.. mächte an Wilson veröffentlicht wurde. Die Abgeordneten fanDie Sihung der französischen Stammer. " Nördlich der Scarpe vetbollständigten sie die Einnahme den fich zahlreich im Palais Bourbon ein. Die Unterhaltung wurde des als Fresnes- Rouvron- Sinie bekannten deutschen Grabensystems weniger über die militärischen Vorgänge gepflogen, als über die von der Scarpe bis über Oppy hinaus und nahmen Fresnes- les- durch den fürglichen österreichisch- deutschen Schritt geschaffenene Montauban und Neuvireuil. Mehrere tausend Gefangene und Rage. Abgesehen von sehr seltenen Ausnahmen wurde ein- und zahlreiche Geschüße wurden bei diesen erfolgreichen Operationen diefelbe folgende Meinung mit eindringlicher Straft zum Aus eingebracht. Der Fortschritt dauert auf der ganzen Front an. brud gebracht:„ Es ist teine Verhandlung möglich, solange der Amerikanischer Hecrestericht vom 8. Oftober. Wir nah- Aufrichtigkeit gegeben hat und ohne Vorbehalt und Ginschränkung Feind nicht die unbestreitbaren Bürgschaften für seine men Cernay und jetzten in hartnädigem Ringen unseren Vor alle Bedingungen Wilfons annimmt. Die Entschloffenheit der Ab Bern, 8. Oftober.( Eigener Drahtbericht des Bortvärts".) An- rifaner machten öftlich der Maas einen glänzenden Angriff in geordneten in dieser Hinsicht ist unbedingt. marsch im Argonnenwalde fort. Franzosen und AmeSie sind in solchem gefichts der Seije Sonninos nach Paris fällt folgende Savasnote der Umgebung des Taures- und des aumont- Waldes. Maße von der Notwendigkeit einer solchen Haltung überzeugt, daß auf, die feltsamerweise nur im Pays" abgedruckt ist: Gewiffe Sie besetzten Consenvoye, Brabant, Haumont Stellen der Nede Orlandos fönnten den Glauben erweden, daß der Beaumont und warfen den Feind weit über diese Ortschaften Clemenceau mit freudigem Gesicht eilig durch die Wandelhalle. sie ohne Ungeduld, aber mit der Sicherheit, nicht getäuscht zu und werden, die Antwort Wilsons erwarten. Gegen fünf Uhr ging italienische Ministerpräsident der Kammer sagte oder zu verstehen zurück. Wir drängen in Zusammenwirken mit den Franzosen Er wurde über die Lage befragt:„ Ich bringe nichts," sagte Cle gab, wenn die italienische Front seit der Piaveschlacht teine beiderseits der Maas den Feind von dem Schauplatz der verOffensive unternahm, so darum, weil Foch sie nicht forderte. ameifelten Kämpfe um Verdun zurück. Wir machten über 3000 menceau, ich fomme aus dem Ministerium des Aeußern, wo ich Diese Interpretation ist offenbar falsch, da sie das Gegenteil Gefangene. Die Franzosen erbeuteten 18 schwere Grabenmörser. an der interalliierten Konferens teilgenommen habe." der Wahrheit wäre. Woraus zu schließen ist, daß Foch eine Offensive der Italiener gefordert hat, die aber nicht unternommen wurde. Beirut von den Türken geräumt. Konstantinopel, 8. Oftober. Tagesbericht. Balästina: Der Feind ist auch gestern nicht über die allgemeine 2inie Von den anderen Fronten nichts Neues. Beirut- 8ahle borgedrungen. Sonft feine Gefechtshandlung. Englischer Heeresbericht vom 9. Oftober, nachmittags. Die dritte und vierte Armee haben den Angriff auf Bohin wieder aufgenommen und rasch überall Fortschritte gemacht. Wir machten gestern achttaufend Gefangene. Französischer Heeresbericht bom 9. Oftober, nachmittags. Im Laufe der Nachyt nahmen die Franzosen in zwischen Harly, Neuville und St. Amand. die erbittert der Gegend südöstlich von St. Quentin die deutschen Stellungen verteidigt wurden. Sie überflügelten diefes Dorf vom Norden her. Der Artilleriekampf war heftig südlich ber Oise und an der unsere Gewinne von gestern aufzuheben, die Versuche scheiterten un ter veren Verlusten für sie. Kämpfen an der Arnes- Front gemachten Gefangenen übersteigt 600. Die Zahl der in den gestrigen Der Eindruck der Friedensnote in Italien. Bern, 8. Oktober. Der beste Beweis, für den ungeheuren Nachhall, welchen das Angebot des Waffenstillstandes durch die Zentralmächte bei der italienischen Bevölkerung gefunden mittag des 6 Oktober wurden 8able und Rejat, die 33 bzw. London, 8. Oftober.( Seuter.) Palästinabericht. Am Nach hat, ist der gewaltige Propagandaapparat, der von Regierung und 30 Meilen nordreftlich Damaskus liegen, von unserer Ravallerie Presse dagegen in Bewegung gefeht wird. Millionenfach wurden besetzt. Rejal ist der Bunft, wo die feindliche Breitspurbahn von Manifeste verteilt, die das Volk zum Durchhalten auffordern. Alle Norden in das 1,05metrige Bahnsystem von Palästina Suippes- Front. Nördlich der Arnes versuchten die Deutschen, volkstümlichen Redner wurden mobilisiert, um im ganzen Bande, einmündet. Dieses letztere System ist deshalb vollständig in unbesonders bei der Landbevölkerung, die friedensfreundſeren Händen. Eine beträchtliche Menge von rollendem Material, liche Stimmung zu dämpfen und das Bolt auf die Ge. Munition, und Bioniervorräten wurde erbeutet. Die Eisenbahn fahren aufmerksam zu machen, die Italien aus starrtöpfigem, über- station und das Fliegerlager waren vor der Räumung durch den zurüdaiehenden Feind in Brand gestedt worden. Im Küstengebiet eiltem Friedenswillen erwachsen könnten. hat der Feind Beirut geräumt und ist nach Norden zurückgegangen. Siada wurde am 7. 10. ohne Widerstand von unseren Truppen besetzt. An erster Stelle veröffentlichen die italienischen Blätter eine Proklamation des General Diaz an das Heer. In geschickt gesetzten Worten wird darin auf die Möglichkeit hingewiesen, daß Italien sich zu weiteren militärischen Anstrengungen bereit halten müßte, Neue Auflage der Schweizer Kriegsstener. Der Nationalrat falls dem feindlichen Angebot nicht die nötigen Garantien folgten. nahm in der Schlußabstimmung mit 98 gegen 48 Stimmen die Auch amerikanische Meldungen über Kriegshandlungen und Vorlage zur Wiederholung der Kriegssteuern an. Truppentransporte werden zur Stimmungsmache benutzt. Unzureichende Mehrheit für den finnischen Verfassungsentwurf. Horvat in Charbin verhaftet. Stodholm, 8. Oftober. Der frühere Ministerpräsident Sorbat ist laut Berichten aus Wladis wostof in Charbin verhaftet worden. Die Verhaftung erfolgte auf Befehl der japanischen Behörden. Nuffische Kriegsschiffe den Deutschen überlassen. Das russische Helsingfors, 8. Oftober. Der in demokratischer Richtung ge- erit während des Strieges erbaut, fowie mehrere Torpedo. Linienschiff Wolja", eines der Schiffe der Marita- Klasse und änderte neue Verfassungsentwurf der Regierung wurde heute ian boote, gleichfalls neuesten Plenum in dritter Lesung behandelt. Die Debatte dauerte nehmen mit der Moskauer Regierung von Deutsch Datums, find im Ginber mit furzer Unterbrechung von 2 Uhr nachmittags bis gegen Mitter- II and befeht und in Dienst geftellt worden. Der Aufruf des polnischen Regentschaftsrats. Wien, 9. Oftober. Die„ Neue Freie Presse" erfährt, in unterrichteten Streifen Wiens herrsche die Auffassung, daß durch die in geleitete Aftion jene Linie eingehalten werde, welche der Proklamation des Regentschaftsrates an das polnische Volk einCzernin und Burtan wiederholt anstrebten, nämlich die Entwicklung der polnischen Bolitik auf Grund der Selbst. bestimmung des Bolenvoltes. Man erklärt in diesen Kreisen weiben baben, ihn sogar begrüßen. Diese Entwidung präjudiziere ter, daß wir gegen diesen Schritt nichts einzumenin feiner Weise der österreichisch- polnischen Lösung, weil es ja dem polnischen Landtage freistehen werde, diese Lösung zu beschließen. Die Grippe in Wien. Bien, 9. Oftober. Wegen der zahlreichen Erkrankungen an der aller ihm unterstellten Schulen und Lehranstalten in Wien und spanischen Grippe verfügte der Landesschulrat die Schließung Umgebung bis zum 20 Oftober, Gewerkschaftsbewegung Zum 7. Verbandstag der Steinarbeiter Deutschlands. Die Lohnbewegung der Bankbeamten. Beffert wurde, führte das stets dazu, daß man fte an folchen Drten Nachdem kürzlich eine große Versammlung der Bankbeamten unterbrachte, wo folche schärferen Bestiminungen nicht galten, oft in Berlin die Forderung aufgestellt haite: Gewährung einer ein- nächster Nähe der Grenze einer solchen Bolizeiverordnung. Wollte maligen Teuerungszulage von 2000 M. und Verdoppelung der festen man folden Elementen auleibe gehen. zeigte sich, daß es dazu an Gehälter, haben einzelne Großbanken eine Aufbesserung der Be- den erforderlichen Handhaben fehlte. Diesen Migständen will nun züge ihrer Angestellten bewilligt. Das Bewilligte bleibt jedoch der preußische Jugendfüi forge- Gefeßentwurf dadurch ein Ende beDer ordnungsmäßige Verbandstag der Steinarbeiter war schon hinter den Forderungen so weit zurück, daß sich die Angestellten reiten, daß er das Haltekinderwefen einbeitlich regelt. Er schreibt für das Jahr 1916 fällig; unter den Wirren des Krieges wurde er auf feinen Fall damit zufrieden geben können. damals vertagt. Der zuletzt stattgefundene Verbandstag hatte die vor, daß derienige. der fremde noch nicht sieben Jabre Einführung eines neuen Statuts befchloffen mit einer anderen Bei- dafür sollen aber alle bisher gewährten zulagen fort Entgelt, eheliche Kinder gegen Entgelt in Koft und Pflege Die Deutsche Bank hat die festen Gehälter um 50 Broz. erhöht, alte Kinder, und zwar unebeliche Kinder gegen oder ohne tragsregelung und der Einführung der Arbeitslofenunterftigung ale fallen. Auf diese Weise ergibt sich als wirkliche Gehaltsaufbesseneuem Unterstüßungsweig. Die am 1. Juli 1914 in Kraft ge= tretenen Neuerungen wurden in Anpassung an die Beschlüsse der rung ein so winziger Betrag, daß von einer Besserstellung, die den Vorstände onferenz vom 2. August 1914 zum Teil wieder außer Teuerungsverhältnissen auch nur einigermaßen gerecht wird, keine Kraft gelegt, Beitrags- und Unterstützungswesen auf eine andere Rede sein kann. Basis gestellt. Jetzt geht der Verband aufs neue ans Werf, inneres Gefüge und Einrichtungen den Anforderungen der gewandelten Verhältnisse anzupassen. Die Diskontogesellschaft hat die bisherigen Teuerungszulagen um 50 Proz. erhöht. Auch das befriedigt die berechtigten Wünsche Kaum einem anderen Verband bereitete der Krieg fo schwierige der Angestellten bei weitem nicht. Die Dresdener Bank will nur den männlichen Angestellten Verhältnisse, wie dem Verbande der Steinarbeiter. Der über die Jahre 1914/15 16 fich erftredende Beichäftsbericht gibt die Mitulagen gewähren, und zwar den Verheirateten 25 Proz., den gliederzabl bei Kriegsausbruch auf 30 897 an; davon wurden zum übergangen, fie bekommen nicht die geringste Ausbesserung Ledigen 15 Proz. die weiblichen Angestellten sind völlig Heeresdienst eingezonen: 23 000, aleich etwa 73 Broz. Von den im Zentralbureau beschäftigten Verionen famen fünf zur Ein- ihrer Gehälter. ziehung, von ben sieben beioldeten Gauleitern fünf, von ben angestellten Lokalbeamten acht, in einer Anzahl Zahlstellen berwaltungen waren die Einberufunnen fo start, daß die Zahlitellen Gestern nahmen drei Versammlungen der Angestellten der genannten Banken zu der Angelegenheit Stellung. gehung der weiblichen Angestellten und verlangte entsprechende Berücksichtigung bei der Gewährung von Gehaltszulagen. Am Abend folgten dann zwei stark besuchte Versammlungen. je eine für die Angestellten der Deutschen Bank und der Disfontogesellschaft. Sie erklärten, daß ihnen die von den Direktionen gewährten Zulagen nicht genügen. Alle drei Versammlungen beauftragten die Angestelltenaushandeln. nebmen will. der borgängigen Erlaubnis des Jugendamtes, in dessen Bezirk er wohnt, bedarf. Die Erlaubnis foll grundfäßlich nur an weibliche Berionen und nur für höchstens awei Kinder erteilt werden; doch sollen Ausnahmen zu äifig ſein. Die Erlaubnis foll erlöschen bei jedem Wohnungswecbiel der Halte frau und wenn seit Abgabe der legten Haltelinder oder seit der Erteilung der Erlaubnis, obne daß inzwischen ein Haitefind auf. genommen worden ist ein Jahr vergangen ist. Die Erlaubnis fanu widerrufen werden, wenn das geistige oder leibliche Wohl der hat unbeschadet der sonst geieblichen oder polizeilichen Anzeinen die Kinder durch die Unterbringuna gefährdet er beint. Die Haltefrau Aufnahme und die Abgabe eines Haltefindes innerhalb drei Tagen, den Tod eines Haltefindes unverzüglich, spätestens am daraufs folgenden Tage dem Jugendamt anzuzeigen. Die Beerdigung der Die vom Jugendamt mit der Aufsicht über die Pflege der Haltefinder beauftragten Berfonen find berechtigt, jederzeit die Wohnung der Halte frau au befichtigen und zu verlangen, daß ihnen über die Verhältnisse der Kinder, insbesondere über dessen Unterbringung. Ernährung und Pflene Auskunft erteilt wird, sowie daß das Kind ihnen oder einem von ihnen bezeichneten Arate zur Vorschrift soll auch Anwendung finden auf uneheliche Kinder im geschlossen wurden. Unter solchen Umständen schmolz die Mitalieder der Dresdner Bank. Sie protestierte entschieden gegen die Neber./ eiche eines Haltefindes darf nur mit Erlaubnis des für den zahl des Verbandes start aufammen. Die am meisten vorkommen den Todesursachen find Erkrankungen der Lunge, Tuberkulose, Entzündungen Herz, Nieren-, Sirnkrankheiten: 80 Broz. der Todesfälle fielen auf ihr Konto. Aber die Zukunftsaussichten des Vers bandes find gesund. Der Gesamtfasenbestand des Verbandes betrua auch am Ende des Jahres 1917 noch 681 832 M., davon 526 742 M. in der Zentralfaffe. Das Intereffe am Verbandsleben ist bei den Kriegsteilnehmern ein recht lebhaftes. Eigentliche Lohnfämpfe fanden nur statt bis zum Ausbruch des Krienes. Von schüsse in Verbindung mit einer Vertretung der Organisation, die Januar bis August 1914 wurden 13 Anoriffs 11 Abwehrstreits fürzlich in der großen Versammlung aufgestellten Forderungen und 9 Aussperrungen geführt mit 3481 Beteiligten. Lohn- den Direktionen einzureichen und mit ihnen darüber zu ver= bewegungen ohne Arbeitseinstellung zur Verbesserung der Arbeits. bedingungen wurden 22 durcboeführt für die Jahre des Krieges find Verbesserungen hauptsächlich nur in Form von Teuerungszulagen bei der Verlängerung der Tarife vereinbart worden. Mit Genugtuung verzeichnet der Bericht, daß unter den wenigen internationalen Gewerfichaftsfefretariaten, die der Zerstörung des Krieges widerstanden und verhältnismäßig gut funktionierten, sich das der Des Verbandstages barrt eine reiche Arbeit. Dazu gehört Dazu gehört insbesondere neben der Reselung des Beitragsweiens der Entwurf eines eroßzünigen Arbeitsprogramms: Junere Unterstützungsein richtungen, Kriegsbeschädigtenfürforge. statistische Erhebungen, Tarif- und Lohntveien, Lehrlingswefen. Arbeitsvermittluna, Wahrung der Freizügigkeit. Wohnungswesen, Förderung der Steinindustrie, Arbeiterichuk, Forderung von Arbeiterfontrolleuren. Die aus dem Felde zurückkehrenden Kollegen sollen den Verband in voller Arbeit am Neuaufban finden. Wir werden über die Tagung berichten. Steinarbeiter befand. Generalversammlung der Maschinisten und Heizer. Nach dem Geschäftsbericht, den Jacobi in der Generalverfammlung des Verbandes der Maschinisten und Heizer, Geschäfteftelle Groß- Berlin, erftattete, haben sich die Befürchtungen, die Mit gliederzahl könne wegen der am 1. Mai stattgefundenen Beitragserböhung zurückgeben, als irrig erwiefen. Der Markenumfatz des zweiten Quartals beweise. daß fogar eine erbebliche Mitalieder. zunahme stattgefunden habe. Der Erfolg wäre noch größer gewesen, wenn in bezug auf Organisation und Agitation die Funktionäre ihre Pflicht getan hätten. Das verflossene halbe Jahr habe wiederum im Zeichen der Zohnbewegungen gestanden. In 65 Betrieben sei es gelungen, nennenswerte Lohnaufbesserungen zu erzielen, die wö bentlich annabernd 30.000 M. ausmachen. Auch wurde erreicht, daß in einigen Privatbetrieben neben den laufenden Teuerungszulagen einmalice Zulagen gezahlt wurden. Ueber die Zuschrift der Firma D. Binnow, die wir in der Dienstagsnummer veröffentlichten, äußert sich jetzt noch einmal unser Gewährsmann. Er schreibt uns: Prüfung feines Gefundheitszustandes vorgeführt wird. Diese legte Alter bis zu sieben Jahren, die bei ihrer Mutter zur Pflege untergebracht sind. Die Einhaltung dieser Vorschrift wird mit Geldstrafen, die im Einzelfalle bis zu 1000 M. Hinaufgeben können, wirksam zu machen veriut. Das Schußalter der Kinder ist in diesem Entwurfe von sechs mie Jahren, e8 bisher in den festgelegt war, auf sieben Jahre festgelegt. Bisher meinte Polizeiberordnungen Tatsache begründet, daß fich gerade unter den unehelichen Kindern, man, daß das fecifte Lebensjahr genüge, weil Schulpflicht beginnt. Die Hinausichiebung wird mit der die die große Mehrzahl der Haltekinder bilden, eine größere Anzahl einmal, sondern mehrmals die Frage gerichtet, ob denn die Be- widlung erst nach Wir haben an den anwesenden Vertreter der Firma nicht befindet, die wegen mangelnder förperlicher oder geistiger Ent vollendetem siebenten Lebensjahre Hauptung, daß ein Herr aus einem föniglichen Betriebe in Span- Schulbefuche berangezogen werden. Das ist durchaus begründet. Sau antrefend war, zutrifft oder nicht, und auf unsere mehr- wir meinen jedoch, daß die Altersgrenze von sieben Jahren feinesmaligen Vorhaltungen hat er immer wieder bestätigt, daß ein Wie Sie in der Schlußnote angeben, haben Sie feinen Zweifel daran, daß der Bericht des Kriegsausschusses die Verhandlungen richtig wiedergegeben hat. stätigen, daß der Bericht in allen Punkten der Verhandlung entIch möchte nicht verfehlen. Ihnen noch ausdrücklich zu be spricht und daß ganz besonders die von der Firma bestrittene Sache durchaus zutrifft. dann die Aum Herr von Wumba oder von den Königlich sechnischen Instituten wegs genügt. Die Hoffnung, daß durch die Lehrer eine ungein Spandau anwesend war, der sich über die hohen Löhne benügende Pflege der Kinder bekannt werden würde, ist recht proschwert und verlangt habe, daß die Verdienste geschmälert werden blematisch. In den Großstädten kann sich faum ein Lehrer um das sollen, denn sonst konnte doch unmöglich im Kriegsausschuß fest- Wohl der Kinder außerhalb der Schule so fümmern, wie es von gestellt werden, wie es tatsächlich geschehen ist, daß die Firma felbst ihnen selbst gewünscht wird. Es ist daher zu fordern, daß alle an der Herabsetzung der Affordsäße teinerlei Interesse habe. Parteinachrichten. Die Einen schmerzlichen Verlust hat die Braunschweiger Arbeiterbewegung erlitten. Georg Bornemann, einer der treuesten Kämpfer im Parteis und Gewerkschaftsleben ist einer längeren Krankheit erlegen. Bornemann gehörte zu denen, die mit allen Fafern ihres Herzens an der Arbeiterface hingen. Braunschweiger Arbeiterschaft dankte es ihm, indem sie den Nimmermüden auf verschiedene Vertrauensposten berief. Wie der Brauns Die Kollegen der Städtischen Elektrischen Werke haben durch schweiger Bollsfreund erwähnt, war es im wesentlichen Georg den Arbeiterausschuß den Antrag auf Einführung der achtstündigen Bornemanns Wert, daß das„ Vollsfreund"-Unternehmen der alten Arbeitszeit gestellt. Die Verhandlungen mit dem Arbeiterausschuß Bartei erhalten blieb. Er war Mitglied des im Gesellschaftsvertrage reip der Organisationsleitung sind noch nicht abgeschlossen. Des vorgesehenen Schiedsgerichts. weiteren fei an die Direktion refp. den Magistrat berangetreten worden, daß bezüglich der einmalinen Teuerungszulage die Arbeiterschaft der Werke der Klasse IV der Beamten gleichgestellt werden möge. Für Steglit fei auf Wunsch der dort wohnenden Kollegen ein neuer Babibezirk eingerichtet worden. Die Haltekinder im Jugendfürsorgegesetzentwurf. Zu bemängeln sei die große Anzahl von unorganiñierten Das Haltekindertesen war bisher ausschließlich durch die verKollegen in den verschiedenen Betrieben. Hier müsse jeder einzelne schiedensten Polizeiverordnungen geregelt. Nunmehr soll es für Kollege beffer wie bisher feine Pflicht tun. Redner weist auf die das ganze Staatsgebiet einheitlich geordnet werden. Das ist über große Gefahr hin, die in diesem Mißverhältnis bei fommenden aus erfreulich, denn die bisherige Aufsicht über die Kostkinder geLohnfämpfen liegt. Auch müsse seitens der Bezirkstaifierer streng barauf geachtet werden, daß die rückständigen Kollegen schleunigft ibre Beiträge begleichen. Man fönne nicht wissen, was die nahe Zukunft birgt. Aus dem Kaffenbericht war zu entnehmen, daß durch die BeiFerner beschäftigte sich die Versammlung mit dem im Januar stattfindenden außerordentlichen Verbandstage. Die Bersammlung beschloß, am 17. November eine außerordentliche Mitgliederversammlung abzuhalten mit der Tagesordnung: 1. Beratung der Anträge zum Verbandstag: 2. Wahl der Delegierten. Ale Delegierte schlug die Versammlung die Kollegen Schmidt Jacobi, Nond und Baer vor. tragserböbung sich die finanzielle Lage bedeutend gebessert bat. nügte nicht. Zumeist war die Erlaubnis zum Halten von Koft findern und die Kontrolle derselben nur vorgeschrieben für die entgeltliche Pflege. Solche Elemente, die die Aufsicht zu scheuen Unehelichen unter 14 Jahren und die ehelichen Kinder bis zu dieſem Alter, wenn sie sich gegen Entgelt oder bei Perionen, die Kost und Pflege gewerbs- oder gewohnheitsmäßig gewähren, in fremder Pflege und Koft befinden, als Haltefinder im Sinne des Entwurfs zu gelten haben. Weiter auch meinen wir, daß das Jugendamt berechtigt sein muß. bei solchen ehelichen Kindern, bei denen weder Entgeltlichkeit noch Gewerbs- oder Gewohnheitsmäßigkeit der Pflege vorliegt, die Vorschriften über das Haltekinderwefen zur Anwendung zu bringen. Erst bei einer solchen Regelung dürfte allen berechtigten Ansprüchen Rechnung getragen fein. Auch hier zeigt sich wieder die Notwendigkeit einer reichsgefeßVorschriften Gesez werden sollten, würden sicher eine Reihe von lichen Regelung der Jugendfürsorge, denn wenn die hier besprochenen Rindern außerhalb Preußens gebracht werden, lediglich um sie den Kontrollvorschriften zu entziehen. Jugendveranstaltungen. Die Jugendkonferenz für Groß- Berlin findet nunmehr am fommenden Sonntag, vormittags 9 Uhr, im Jugendheim Berlin, Lindenftraße 3, statt. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Korn: Die gegnerische Jugendbewegung, des Genossen Weimann: Die gegen mitglieder und Funktionäre des Vereins Arbeiterjugend Groß- Berlin ist märtige Situation; Diskussion. Das Erscheinen aller Jugendausschußnotwendig. Auch die örtlichen Parteivereine werden ersucht, Vertreter zur dieser wichtigen Konferenz zu entienden, Verein Arbeiterjugend, Abt. Neukölln. Morgen, abends 8 Uhr, im Jugendheim, Berliner Str. 86/87: Vortrag des Herrn Nitschte: Die Mutter Sonne und ihre Kinder. Wetteraussichten für das mittlere Norddeutschland bis haben, entzogen die Kinder dieser dadurch, daß die Kinder in un- Freitag mittas. Bunächst zeitweise nebelig, sonit troden und vielfach entgeltliche Pflege famen. Die Kinder wandern hin und her, und heiter, in der Nacht zu Freitag stellenweise soft, in den Mittagsstunden eine gleichmäßige Aufsicht tritt gerade bei den am meisten ge- ziemlich mild, später im Westen zunehmende Bemöllung und wieder etwas fährdeten nur stückweise und vorübergehend ein. Aber auch die Regen. Erlaffung nur für bestimmte Gebiete gültiger Polizeiberordnungen zum Schutze der Kostkinder bewirkte in vielen Fällen nicht Selbst nicht bei den in entgeltlicher Pflege den erhofften Erfolg. befindlichen Kinder. Wo die Aufsicht über das Rostfinderweien berA. WERTHEIM Borstenbesen. Hand. eger Borsten. Schrubber Scheuerbürsten Strassenbesen Blankbürsten. Schmutzbürsten Markttaschen Fussmatten • Berantwortlich für Politik: Erich Kuttner, Berlin; für den übrigen Teil des blattes Alfred Schola, Neukolln, für Anzeigen Theodor Glocke, Berlin. Berlag: Borwärts- Verlag G m b. 6.. Berlin. Drud. Borwärts- Buchdruderei und Berlagsanstalt Baul Singer u. Co. in Berlin Bindenstraße 3. 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