Nr.LSS. SS.JichvS. Bez«gS»ret»« Biniia,ia)ZL&.iom, monaa. utevn, fttl In* Han«, v»r au», ah Idar. Eintet»« Summern 10$lenntQ. HoslbeMg: aXonatuth. vom Softtdmltei abzuholen 1,80 ÜK.. vom Briefträger m* Hau* ae» bracht US» Ml Unter Kreuzband mr Deutichlar d und Oeflerrerch• Unaom ».— Ml. für Da» ädrige Nu»Iand 6,50 Mb monatlich, Lerland m» Feld bei Mrelter Bestelluno manatl. 2.— Ml. Voltbestellaiqen ncomcii au Efine» marl, Holland, Suiemsutß. Schweden und die Schweiz, Singetrogen in die P�st-iieitung»-Brei»iiste. Selcheiut täglich, Telegramm- ildresse: »Sozialdemokrat Berlin�, Vevlinev Volksblskt. ( 10 pkonnig) SlnzeigenpretS» MeftebengesdalteneKolonelzeilekoflet 80 Psg,.Kleine Anzeigcu", das feltgedruckte Wort SO Pfg, lzulSssig 2 fettgedruckte Llorlef, ledes weitere Wort 15 Pfg, Stellenzesuche und Schlafstellenanzeigen das erste Wort 20 Pig., lebe» weitere Wort 10 Pfg, Worte sber>5 Buchslaben zählen für zwei Worte Teuerungszuschlag 30°/» Familien. Anzeigen, volitische und gewerltchasulche Bereins- Anzeigen 10 Pfg die Zeile, Anzeigen iiir die nächste Nummer müssen bis Z Uhr nachmittags im Haubtgeschäft, Berlin Säll.oa, Lindensiratze 8, abregeben werden.®eöifnci von 8 Uhr srüh bis V Uhr abendS. Zentralorgan der fozlaldemokratifcben Parte! Dcutfcblanda. ReSaktion: SM. 68,£fnd8nßrc§e 3. JfcenfbfeAer i«mt Mori«t>la», Str. 151 90—15197. Txyilüitwn: MV. 68. LinöenstraKe 3. Verntprsei-er:«n»» Mdrttivln»!, Str. 15190— 151 97. Die deutfebe Hntwort an Mlton. Berlin, 12. Oktober. In Beantwortung der Frage» des Präsidenten der Vereinigten Staate» von Amerika erklärt die Tentsche Regierung: Tie Deutsche Regierung hat die Sätze a n g c n o m- m c n, die Präsident Wilson in seiner Ansprache vom 8. Januar und in seinen späteren Äusprachc» als Grundlage eines dauernden Rechtssriedcns niedergelegt hat. Der Zweck der einzuleitenden Besprechungen wäre also lediglich der, sich ütcr praktische Einzelheiten ihrer Au- Wendung zu verständigen. Tie Deutsche Regierung nimmt an, daß auch die Rc- gicrungcn der mit den Vereinigten Staaten verbünde- n e n Mächte sich auf den Boden der Kundgebungen des Präsidenten Wilson stellen. Die Deutsche Regierung erklärt sich im Einvernebmen mit der Oestcrrcichisch-Ungarischcn Regierung bereit, zur Herbeiführung eines Waffenstillstandes den R ä u- mungsvorsch lägen des Präsidenten zu ent- sprechen. Sic stellt dem Präsidenten anheim, den Zu- sammcutritt einer gemischten Kommission zu veranlassen, der es obliegen würde, die zur Räumung erforderlichen Ver- cinbnrungen zu treffen. Die jetzige Deutsche Regierung, die die Verantwortung iür den Friedensschritt trägt, ist gebildet durch Berhand- langen und in Uebercinstimmung mit der grossen Mehrheit des Reichstags. In jeder seiner Handlungen gestützt auf den Willen dieser Mehrheit, spricht der Reichskanzler im Ramen der deutschen Regierung und des deutschen Volkes. ,.�vv � Berlin, den 12. Oktober 1918. gez. Solf, Staatssekretär des Auswärtigen Amtes. Der amtliche Text der drei Rückfragen Wilsons, die mit der vorstehenden Note beantwortet werden, lautet in sorg- tältiger deutscher Uebersetzung wie folgt: Bevor er das Ersuchen der Kaiserlich Deutschen Regierung be- antwortet und damit diese Antwort so aufrichtig und geradezu ausfällt, wie die bedeutsamen, auf dem Spiele stehen- den Interessen es erfordern, hält der Präsident der verewigten Staaten es für nötig, sich über den Sinn der Note des Kaiserlichen Kanzlers zu vergewissern. Will der Reichskanzler sagen, daß die deutsche Regierung die Sähe annimmt, die der Präsident in seiner Ansprache an den Kongreß der Vereinigten Staaten am 8. Januar d. I. und in späteren Ansprachen niedergelegt hat, und daß der Zweck der einmal einzuleitenden Besprechung lediglich der sein würde, sich über praktische Einzelheiten ihrer Anwendung zu verständigen? Mit Bezug auf den Vorschlag eine? Waffenstillstandes fühlt sich der Präsident verpflichtet zu sagen, daß er sich nicht m der Lage fühlen würde, den Waffenstillstand den Regierungen vor- zuschlagen, mit denen die Negierung der Vereinigten Staaten gegen die Mittelmächte verbunden ist, solange die Heere dieser Mächte auf deren Baden stehen. Jegliche vertrauensvolle Erörte- rung würde offenbar von der Zustimmung der Mittelmächte abhängen, ihre Streitkräfte unverzüglich überall von dem gewaltsam besetzten Gebiet zurückzu» ziehen. Der Präsident hat ferner die Empfindung, daß er berechtigt ist, zu fragen, ob der Kaiserliche Kanzler bloß für die«in- gesetzten Behörden des Reiches spricht, die bisher den Krieg geführt haben. Er erachtet die Antworteu auf diese Fragen als entscheidend von jedem Gesichtspunkt. «» * Die Antwirt der Restierunß auf die drei Frigen Wilsons ist so auSgefullen, wie es jeder ruhige Beurteiler der gegebenen Sachlage erwarten mußte. Das Grüppchen, das vorgestern vor dem Hinbenburg-Denkmal demonstrierte und auch sonst aller- Hand Unfug verübt, war schon mit dem Friedensschritt der Re- gieruug sechst nicht einverstanden, und mag nun über Sodom und Gomorrba schreien, weil die Negierung zum er st e n Schritt den zweiten fügt, der aus dem ersten folgt. Wer aber den ersten Schritt als eine Notwendigkeit erkannt hat, hätte nur dann Anlaß zu Tadel, wenn die Negierung vor dem zweiten, der leicht vorauszusehen war, zurückgeschreckt wäre. Man muß sich doch ganz klar darüber sein, daß bisher in Deutschland zwei Strömungen um die Herrschaft ran- gen. Die eine versuchte auf dem Wege der diplomatischen Aussprache zu einem Frieden zu gelangen, der allen Völkern, auch dem deutschen, das.Recht zu leben läßt und für alle Zukunft ein friedliches Zusnmmenwirken der Völker zu höheren Zukunsts- zielen gestattet. Die andere war ganz im Gedankengang der rein militärischen Entscheidung befangen, und konnte von ihm nicht ablassen, auch nachdem klar gew»rden wnr, daß auf diesem Wege kein Segen für Deutschland, sondern höchstens der Wei- zcn eines feindlichen Jmverialismus blüht. Daß diese beiden Strömungen an den Zügeln des Staate? hin und herzerrten, war für das Reich kein Vorteil, eine oder die andere mußte die aatreten. Dsß dieses Hin- und Hergezerre jetzt endlich, viel zn spät, aufgehört hat, bietet unS' die einzige Aussicht, unser Volk aus diesem Völkergemetzel noch als freie lebensfähige Gemeinschaft herauszuführen. Die neue Regierung kann daher den Anhängern des alten politisierenden Militarismus keinen Einfluß auf die Staatsgeschäfte ver- statten. Sie mag die andern reden lasten, ihre Pflicht ist es, zu handeln, wie es in der gegebenen schwierigen Lage das künf- tige Wohl des Volkes erheischt. Daß die erste und dritte der Fragen Wilsons eine befriedigende Beantwortung finden mußten, war selbstverständlich. Hätte sich die Regierung auf waghalsige Definitionen des Begriffs einer Verhandln ngsgrundlage eingelassen, so hätte die Welt mit Recht gesagt, die deutsche Politik habe ihren alten Charakter der Zweideutigkeit nicht aufgegeben. Was die dritte Frage betrifft, so bedurfte es gleichfalls zu ibrer Beant- wortung nur der vollsten Klarheit und Aufrichtigkeit. Die un- geheure Mehrheit des deutschen Volkes, vertreten durch die un- geheure Mehrheit des Reichstags, hat den Friedensschritt der Regierung gebilligt und wünscht ihm so rasch wie möglich vollen Erfolg. Auch die früher ausschlaggebenden Faktoren laben sein? Notwendigkeit erkannt, sogar noch eher, als die breiten Volksmasten sie begriffen, well ihnen zu einer klaren Beurtei- lung der Sachlage ganz andere Mittel restloser Aufklärung zur Verfügung standen. Die Richtung, die jetzt in vollständiger Verblendung sich berufen glaubt, die Rolle eines Aorck zu über- nehmen, ist einflußlos. Nur die zweite Frag« Wilsons, die militärische, bedurfte noch de?' Klgruna. äfo ibrem Wortlaut icheint sie darauf hin- mJ�aiustn, daß Deutschland noch vor Eintritt eines Waffen- stillstandes die besetzten Gebiete räumen solle, ihr Sinn kann aber nur der sein, daß Deutschland vor dem Waffenstillstand die Räumung zusagen und sie mit seinem Eintritt beginnen soll. Die freiwillige Räumung vor dem Waffenstillstand fft ein Widerspruch in sich selbst, sie bedeutet den Verzicht auf Gegenwehr gegen die fortdauernde feindliche Einwirkung, also elwaS ganz Unmögliches. ES ist hier schon gesogt worden: Da Deutschland von den besetzten Gebieten nichts behalten will, ist die Jiüumung nur eine Frage der Zeitpunkte und der näheren Umstände, unter denen sie sich vollziehen soll. Daß die Gegner mit Deutschland nicht verhandeln wollen, solange deutsche Truppen als Feinde in ihrem Lande stehen, ist menschlich durchlas nicht imbegms- lich. Man denke doch den Fall umgekehrt. Die Rüsten hätten nach deutschen Wasfenerfolgen in Ostpreußen, aber vor Räumung des von ihnen besetzten Gebiets Friedensverhandlun- gen angeboten, hätte nicht auch Deutschland die Forderung der vorherigen Räumung erhoben? Wer, in feindlichem Lande stehend, den Frieden diktieren kann und dies tut, handelt viel- leicht politisch unklug, aber doch konseguent. Wer auf feindlichem Boden steht, ohne als Sieger den Frieden diktieren zu wollen oder zu können, muß den Wunsch der Gegner, frei von dem Druck feindlicher Besatzung zn verhandeln, verstehen und ihm Rechnung zu tragen bereit sein. Will man die Frage vom Standpunkte der Ehre auS betrachten, so darf man nicht übersehen, daß die Sache ihre zwei Selten und daß auchder Gegner seine Ehre hat. Wäre es „Schmach", besetzte Gebiete freiwillig zu verlassen, so darf der Gegner die Zumiitung. unter der Drohung feindlicher Waffen Friedensgespräch? zu führen, mit noch größerem Recht«Is eine Schmach für sich betrachten. Bleibt aber nur die Frage der Zweckmäßigkeit, das beißt die Frage, ob nicht die durch die Räimrimg bewirkte Verschittziing der militäriscken Situa- tion die Möglichkeiten, gegen die Machtwillkür des Gegners nach etwaiger Wiederaufnabme der Feindseligkeiten Widerstand zu leisten, verschlechtern würde. Hier beginnt das eigentlich mili- tärische Gebiet, auf dem nur nach Anhöning der Fachmänner Entscheidungen getroffen werden können. Dies? Entscheidimgen sind erfolgt, was auch auf das fachmännische Urteil berechtigt? Rückschlüsse zuläßt. Deutschband wird sich in der Absicht an den Verhandlungstisch setzen, die Notwendigkeit neuer militärischer Entscheidungen für setzt und alle Zeit aiiszuschalten. Würde aber die„unvarteiische Gerechtigkeit" Wilsons einem unge- zabniten Vernichtunasdrang der Gegner den Platz räiimm müssen, so wäre Deiitfchland. auch nach der Räimiiing. nicht wehrlos. Indes spricht die weitaus größte Wahrscheinlichkeit dafür, daß wettere niilitärische Entscheidungen nicht mehr in Betracht kommen werden, wenn man sich einmal an den Verhandlungstisch gesetzt bat. Eine Konferenz, die zu dem erklärten Zweck iiistammentritt. den Krieg zwischen zivilisierten Völkern ein für allemal unmöglich zu machen, kann ibr Werk nickt damit begm- nen. daß sie den Kriea wieder aufleben läßt! Bleibt die So- lialdemokratie in der Reaieruwp, so wird ihre Stellung bei den künstigen Friedensverbartbliinaen auf deutscher Seite stark sein. Man wird sie dort als das wiederfinden, als wa? man sie vor dem Kriege in der ganzen Welt gekannt hat, als die An- hängerin einer internationalen Weltorganisation, einer obliga- torischen Schiedsgerichtsbckrkelt in allen Streitfragen und der' voll«» im Jmism. Die Antwort der deuffchen Regierung beweist, daß es kei- nerlei Anstrengungen mehr bedarf, mn den Friedenswillen auf deutscher Seite zum Durchbruch zu bringen. Gegen Rückschläge muß die Sozialdemokratie im Reichstag und das Volk draußen auf der Wacht sein. Es muß jetzt alles daran setzen, daß zum alten Elend nicht neues gefügt wird und daß sich der nun nahe bevorstehende Uebergang zur Friedenswirtschaft ohne Schaden für das Ganze vollzieht. Die Antwort der deutschen Regierung, die vom Staats- sekretär des Auswärtigen Dr. Solf unterzeichnet ist, ist die Antwort des deutschen Volkes, hinter dessen geschlossener Masse jede einzelne Persönlichkeit weit zurücktritt. In einer Zeit, wie der gegenwärtigen, bedeutet der einzelne wenig, das Voll alles. Hinter die Unterschrift des Staatssekretärs Solf könnten leicht Millionen und aber Millionen Unterschriften von Männern und Frauen gesetzt werden, die ein Ende des heutigen Ringens her- beiiehnen. Das Volk leistet Bürgschaft für die volle Auf- richtigkeit dieser Antwort. KomplikatwneK. Die gestrigen 8 Uhr-Abendblätter besmaktigen sich mit oewisten Komplikationen, die durch die Veröffentlichung eines Briefes des Prinzen Max an seinen Vetter, den Fsirsten Alexander von Hohenlohe, in der Ententepresse ent- ständen sind. Es wird oort angedeutet, daß das Bekannt- werden dieses Brieses, der mit öffentlichen Erklärungen im Wider'wnch zu stehe« scheine, daS Ättrpleiben des leitenden Staatsmannes in seiner Stellung in Frage gestellt habe. In Kressen der MehrhsitSparteien, namentlich auf»ganz links gerichteter Seite" bestehe„nicht ohne weiteres die Neigung, über jenen politischen Brief des jetzigen Kanzlers den Mantel des VergesscnS zu breiten". Wir werden über diese noch schwebende Angelegenheit ausführlich berichten, sobald sie abgeschlossen ist. d. h. iror- aussichtlich schon morgen. Für heute sei nur soviel gesagt: Die deutsche Regierung, die berufen ist. Frieden zu schließen. muß so dastehen, daß an ihrer.Ausrichttgkeit und Gcrad- sinnigkeit", um Wilsons Ausdrücke zu gebrauchen, kein Zweifel bestehen kann. Darüber herrscht in allen beteiligten Kreisen volle Uebereinstimmung sowie auch darüber, daß hinter den ungeheueren sachlichen Interessen, die aus dem Spiele stehen, alles Persönliche zurücktreten muß. Uelur die Folgerungen, die auL diesem unumstößlichen Grundsatz zu ziehen sind, schweben, wie gesagt, in diesem Augenblick noch ernste Beratungen._ Der französische SozialisienttMHreß. Die Schlußresolut ion, die der französische Partei- tag mit der gewaltigen Mehrheit von 1528 gegen 1212 Stnn- mea annahm, bedeutet eine endgüstige Aenderung der bis- herigen Kriegshalhrng der Partei. Die Resolutton richtet sich, wie das Amsterdamer„HandelSblad" erfährt, gegen die Politik der Regierung, gegen das Zusammengehen mit der Bonr- geoisie, gegen die Kredite, gegen die Intervention in Sibirien. Auch in der schon erwähnten Asndenrna der Leitung der „Humanitä" drückt der Umschwung sich aus. An Stelle RenaudelS tritt der Zentrist M« r c e I C« ch i n an die Spitze des Blattes. Zwei Presseftimmen beleuchten die Wirkung dieser Entscheidungen auf die Kri«gZkr»ise. Hervd schreibt: „Der französische Sozialist ist bolschewistisch geworden" und ber„Figaro" ist der Meinung, daß das Ende der heuttgen sozialistischen Partei bevorstehe. lieber die Verhandlungen des Parteitags wird uns weiter- hin gemeldet: Bern, 12. Oktober.(Eig. Drahtbericht beS„Vorwärts".) Am Mittwoch und DrnmerSiag erreichten di« Verhandlungen des Partei. dag», welchen I o w e t t von der englischen Unabhängigen Arbeiter- Partei nach Ueberwindung der Paßhindernisse und der griechische Sozialist Pejtridis beiwohnten, ihren Höhepunkt, in der Mitt- wochdebatte mit der Rede CachinS, welcher Dokumente der G e H« m d i p lo m a ti e zum zweiten Si x t u s- brief« vorlas. Dieser Teil der Cachinrede ist vollständig der Zensur verfallen. Aus dem Bericht der„Humanite" geht hervor, daß Cachiu die Zerstückelung Oesterreichs bekämpft«, die weder Englands noch Amerikas Sympathie habe. Cachm wünscht sie ebenso ivenig, weil Oesterreich ein notwendiges Gegengewicht Deutschlands sei. Cachiu sieht in der Besetzung Bulgariens ein« Gefahr, weil sie Rivalitäten möglich macht. Die Dipl«- matte und die offiziellen kkbsschten bleiben geheim. Di«S war vielleicht der AnUch. datz dem chanzisi scheu PuÄ iium die Warnungen Wilsons, der dem Gedanken der großen Massen den Gedanken der Staatsmänner entgegenstellte, verstümmelt»erutttteU wurden. T h o m a S gab in seiner Erwiderung zu, daß alle Negier rungen Fehler begingen und niemals eine feste Poli. t i k hatten. Wände mau zur Beschleunigung des Friedens die onverfejircheth dg» heutige« ßeK.e?»«icha v�pek- Hecm, so lidre das ehe Verrat am fcäm GÄbslaw e«. Umf >ehl« Lwischenfoage üb« Jrlamd schwieg ZHomaS. L o n g u e t griff den Imperialismus der Skgierernd«» m wi* betonte die Notweirdi-Mit l�er Opposition gsgen den Annexionismu». Wenn THomaS mit den fragwürdig zhsammengesetzten Nationalitüten-Komitee« im Einvernehmen sei, fo stehe er im Widerspruch z« den Sozialisten der Länder, welche erzu befreien behauptet. Wenn Nationen gerettet werden vrühten, so in erster Reihe die französische, die der Krieg unmittelbar bedrohe. Long-uet gab bekannt, daß die Verhandlungen zwischen Oesterreich, Frankreich. England und Italien niemals anderen Alliierten, namentlich Lwow und KerrnSki, bekanntgegeben wurden. I« keinem«ugenblick wollte man begonnene Aussprache« für den vügcmrinfricdcn benmtzen. Unsere Negierungen bezweckten mit dem österreichischen Sonderfrieden nur die Vernichtung Deutschlands, was a-ns dem Vrief« hervor� gehe, worin nicht das Elsaß von 1870, sondern das de-r Revolution«. zeit gefordert wird. vorn, 12. Okwbee. sSügener Dr-chtbericht de».VorwSrV.) Der Parteitag ruft WutauSbrüche der BorrrgeoiSpresie hervor, die sich besonders gegen die Rede Cachin« richten, dessen Wahl zum Chefredakteur der.Hmruemtö" dadurch besolde« Bedeutung erhält. Der„TempS" zieht gegen Cachir. loö, weil er diplomatische Dokumente Verla«, welche bisher in Frankreich micht publiziert wurden und die er als Mitglied der Kom- Mission auswärtiger Angelegenheiten kannte. DaS sei ungeziemend gegenüber den miSländischen Negierunxen, welche an den Verhand- lungen teilnahmen. In Wirklichkeit waren die betreffenden Tatsachen schon im.Manchester Guardian� publiziert, dessen Korrespondent deshalb ausgewiesen wurde..Debats' bezeichnet die M-Hrheu als Anhängsel der deutschen Nationalisten und attackiert Cachin. weil er die Okkupierung DeYcntS besprach, nnd insbesondere. weil er die Lcrstückelung Oesterreich» bekämpfte..De- batS" tviedechokt verschärft fein« Forderung der Luftrilung Oesterreich», welche Forderung jedoch sich tatfächkrch ebenso gegen die im französischem«ntwärtigem Amt vorhandene. von der Gruppe Hamotaux-Retnach unterstützt« Tendeng richtet, Oestevoeich«As südderntsche» Zentrum g«««» Prrnd«« zn rekonstituieren. .Del'atS' ist gleich der«afcetiea bürgerNchen Presse terWertk, weil daS Blatt in der sozialistischen Ltrion die von Wilson gegen die Staatsmänner angerufen« Massenstimme steht und derfncht. da» Manöver g«g«n die sozialistische Partei, weckche angeblich Vichen verlier«, die Konföderation der Se- werkschafte« an«,«spielen, deren Manifsst.Döbat«' tendenziös dahin kommentiert, dass st« sich gehötot Hab«, da» Arie- derSangebot al» ernsthast z« bezeichnen. Tatsächlich sagt da» Manifest wörtlich: Sobald«anrnkien der Gutmachlnig des Schadens, der iSefreiung unterdrückter Völker mW der Vorbeugung neuer Kriegs achglichkeiten gegeben würden, würde der vorstand der Konföderation eL nicht verstehen, wenn die Entente. Regierungen den Vorschlägen der Zcntralmächte md der Türkei eine kategorische Abweisung entgegensetzt«,. Angesichts einer solchen Nv>ooisung wäre die Konföderation genötizl, an daS Urteil der»rbeiter diese» Landes zn appelliere« und die Perantwortnng abzulehnen, wenn der Zkrieg üb« die durch die 14 Wilsonpuakte gesetzten Grenzen hinausdauerte. Der Vorstand der Zwo södew turnen fordert aus, w diesen«rnfion Stunden solle die Arbeiterklasse ihre Lktu>n zugunsten öffentkicher Diplomatie und deS VölkersriedeuS, erhaben üb« Haßg-ssthle nutz in klarer Erkennwi» bd tnter, Matimmlen»echt», fortsetze«. Veen, IL. Oktober.(«*#. Dv-chWertchl de« .Latattle' berichtet, daß Thomas in eine? fteagresti«* sag«. daß die Negierung«,, welchen er angehörte, den Krieg wicht»er- längern wollten, aber des Entschluss-s rem, angelten mü eine Falle fürchteten. Thomas teilte mit, daß der für»vunooch«ge sitzte Kongreß den von den Zentralm ächten»nter- drückten Nationen auf»-rl««e«�der Negiemng auf nn- desttmnte Zeit vertagt sei. Der fnmzSfifche PsrtMag« Svttf-». Die Botschaft, welche d« Parteitag der stanzöfliSen Sozialisten au» Anlaß des deutsche» Friedensangebot» an den. Präfidenten Wilson in seiner ersten Sitzung am 6. Oktober beschlossen hat, hat folgen» den Wortlaut: .Die Partei begrüßt mit Freuden da»«e«e yrgestni» de, unermüdlichen Anstrengungen und willige« Opfer der wunderbaren Gruppen der verbündeten Demokratien. Sie«blickt hierin gleichzeitig ein Z et ch en des Umschwünge» der öffenl» liehe» Meinung der fetnd lichen Nationen zu ein« klaren Auffassung de» Rechl» und der Freiheit. Wenn die Partei auch die notwendigen diplomatisch«, rmd miliiäriichen� Sicherungen v«langt, so ist sie doch d« Ansicht, daß die der- bündeten Regierungen die Pflicht haben, eine V e- sprechung eine» solchen Angebot«, da« tatsächlich eine ernste Eröffnung der Nnt erhandln« gen bedenlet, nicht mit B«achtung zurückzuwelsm. Die Partei beglückwünsch« e», daß eS Präsident Wilson ist. a« den daS Angebot gerichtet wurde. Sie betrachtet e« jetzt schon al» einen Sieg d« Demokratien: zuerst war O«st«reich gezwungen, die vierzehn Punkte ve«, Januar 1918 als©nrnWagt d« Verhandlungen anzunehmen;»och wehr: d« deutsche Reichskanzler hat endlich anerkannt, pah Elsaß-Lothrsingen eine Frage de» Völkerrecht« ist, obwohl« nur von einem allgemeinen Einverständnis über pie Autonomie dies« Provinzen spricht, und indem er seine neue Regierung als eine aus dem Volke hervorgegangen»«nd in Ueberciwstlmmung mir ihm handelnde bezeichuele, hat er anerkaant, daß zur Herstellung eine» dauer- hafte» Frieden» die verschiedenen Staaten stch gegen- fettige Sicherungen gebe« müssen. Es ist also wichtig, daß dies««ste Anstrengung zugunsten ein« demokratischen Lösung vollendet wird. Dt« Sozialistische Partei ist ent« schlaffen, et« tatkräftige Aktien tu diese« Sinne zu verlange». Am L7. Septemb« hat Präsident Wilson anerkannt, daß die Arbeiter strtS von ihren Li«« gi«uogeu verlangt haben, daß ste rückhaltlö« thre Krieg!» ziel« und FriedenSbedingungen kundgeben. Die sozialistische Partei«innert daran, daß ste stet» i« Sinne Wilson» gehandelt«nd daß auch die Londoner interalliierte «rbeiterkonferen z die 14 Pnnkte Wilson« an- genommen hat. Die Partei schließt sich deshalb jeder Aktion an. die Wilson unternehmen mag. um die kämpfenden Massen zu befriedigen.' Jouhaux über Wilsons Antwort. Bern» 12. Ottober.(Gigoner Drahtbericht des.Vorwärts',) Jouhaux begrüßt in der.Bstaille' Wilsons Antwort, welche Verhandlungen die Tür öffnete«nd der geheimen Diplo- watie den Abschied gab. Das Prinzip Wiisonö bleibe aufrecht, «»abhängig von miKtärische» Erfolgen und vielmehr gestärkt von Ä-lSfc. Durchvruch auf ValeueienneS vereitelt— festige Angriffe beiderseits Böham— er DaMenweg südlich Laon geräumt— Das Gr ebuis der Vierzehn-Tage-Schlacht in der Champagne— Fortdauer der Schlacht bei Nomagne— Anstürme in den Sieben Gemeinden. BeHt«. 12. Oktober 1918, a b«» d» Amtlich. Nördlich von Le Cotea««nd ans beiden Mausnfer« sind heftige Angriffe des Feindes gescheitert. Amtlich. GeotzeS Hvuptovarti«, de» 1_ Oft cd« ISIS. Westlicher kkrtegsfchanpiatz. Heere«,«no»» Krenortnz«»yprocht. Wir find«,« de« Htellvng«, westlich von Tonet in rückwärtige Linie« inrückarganMw. Der tz-rgner ist l«nz,r« ge- folgt und stand«m Abcud in d« Linie A l t. B r n d i a— Herne«— Henin— Liererd«nd östlich der Behn Beonmont— vrebi e r e». Nordöstlich von Sambrni griff der Feind zwischen der Scheide und St. Sauft en. AngriffSziet d« hier in schmaler Front angesehten englische« Divisiorun war der Durchbruch ans Baleacienae». Seine Absicht ist vereitett. CS«elong de«. Feinde nnr, ia F w» V anb ans de« Höben östlich und südöstlich deS OrreS Fuß j» fassen. ttns«e durch Pan�rnvogrn wirksam nnterstüyten Gcgenstdbe brachte« hier de» Ansturm deS Feinde» zum Stehen. An d« übrigen Fron, wehrte» wie de« Feind orr unsere» Linien ab und fügte» seinen dichten Angriffswellen schwere Verlufte zn. Heeresgruppe Deutscher Üroeprtnz. Heftige Tette-zrlffe enzlisch«,«meeikanisH« und fr«»- Mischer Divisionen beiderseits von Bohaln wurden vor«u> serc« Stellung«« abgewiesen. An der Oisc ErknndungSgefechtt. Südlich von Lern habe« wir den Che«t«des PameS geräumt. In dem Aitne-vogen zwifch:« veer»-«».v«e «nd fstdstch von S» v z i e r S haben wir neuc Stellungen de- zogen. Die vewegunzrn. die seit mchrcien Xcge« eingeleitet waee«, bliebe« dem Feind vetboroen and sind ungeübt,»nd plangemäß verlon fem Buch ia der C h a m p a g« e ist d« Feind nnr vorsichtig gefolgt. D« siesrciche Ausgang d« grohm Schlecht ia der Fhampaznr, die die Armee des Gen«alS von Einem mit vcrhSltiüSmilisiz schwachen Kräften gegen eine ge- wollig« Nebermacht des französischen«ad amerikanischen Heeres in lltägigem harten Ringen gewonnen hat, und die beim Feinde in der Champagne infolge dar ungewöhnlich hohe» Verluste ein- getretene Eeschöpfung habe« die eeibuagSlose Dnrchsühruug dies« schwierige« Bewegungen ermöglicht. Heeresgruppe Gollwitz. DriMmpft beiderseits der Air«. Heftige vngefffe die b« Feind i« de» Kamt'fabfckniitte» d« letzten Tagc auf beide« Maad.if«« führte, sind unter ichlveren Verlusten für den Feind gescheitert, l! v» e l und der OrmeS-Wald, die oor» übergehend»aeloeeei gingen, luarbott von sächsischen Bataillonen wiedergewonnen. Die seit IS Tagen-r:n vrennpuiikt der Cchtscht bei Romagne in schwerem Adwehrkamps siehende IIS. elsatz- lothriltgische Jusoat«ie-Dl»!ston unter Generalmajor Knndt hat auch gestern die ihr-nverrrauten Ttellungr« gegen olle Angriffe des Feinde, geholten. ft«««est««eneeotenarttermeister. Dar SfterreichffchP Bericht. Wtn, ß Cftedet. Amtlich wird»eeta»ti»mk Jtalievischer Krtrgsschnnpiatz. Tie Hechpüch» vre Sieden Gemeinde» war gestern der Schauplatz hrftiger, für«»S erfolgreicher Kämpft. Nach knrzem Fenr, schlag sehten um i Uhr früh zwischen V s sa- T a I und Monte di Äal Bella ttnlienische Angriffe ei«. Mäh- «nd die v,rsti>he bei v siago imech unser Abw-Hrftuee zum Scheit«« gebracht tonrdcn, gelang eS den Franzofen und Italien««, ans dem M t. S i s e m, l voeübergehend in uns«e Grüben einzudrinzeu.«der ungesäumt einsehende MegenstSsse unserer vataillonSrefteven Warfe« den Feind sofort wird« hinaus. Auf dem Ostteil der Hochfläche brache» die Angeifft de» Feinde» in»user«« Feuer teilt im Nahtompf od« Gegenstoß zusammen. Zahlreiche Tote und schwerverwnndete Gegner liegen vor unseren Stellungen- T« Erfolg ist ebenso das Veidienst der Truppe» wie der Führung. DaL mustrrgMtigc Zusammen. arbeift» zwischen Fnsanterie und«rtilleeft war wesentlich ge- förder, durch dir Kri eostüchtig krit der Telegratchenorrbstud«. Unter den opseemurige» Kämpfern waren iu ungei-rochener Ein- mütigkeit Söhne aller Gaur der Monarchie vertreten- Besondere An erkenn nn a wird den Sstdösierreicheev(Deuffchrn. Slovene«, Italiener») de» JnsauwoieregimeatS Nr. 117»ud de«»ster. reichisch-ungarischeu Honv-deegimcnter» Nr. SZ und 24 gezollt, Balkan-ttrtrgSffehanptatz. A» Aft-auirn haben wir im Znsammrahan« mit de« ungestörte» RSckzns unfte« Hanptkräfte dir Nachhnte»»n» Dknmdi abgezogen. Sil i t r» v i tz« wnrde Vena Fetude vefetzt. Zwischen Atsch und Lr»k«»ae danertr» dir Kämpft«*. Westlicher Krieghschanplntz. Sei den vst«roichisch-n»sar!fcheu StreitkrSften grster, kein« deftndrren rdilmpfhand lungen. Die Truppen des Fcldmuefchall- lrutnantS Metzger haben an de» letzten«bwehrkämpfen hör s e r d« n hervorragenden Anteil. Die«naarifchen Infanterie- rrgimenier Nr. 5 und 112 wetteiferten an Tapferkeit mit den FeldjägerhataiNonr« 17 iJudrnbnrg), 25(Brünn), 31 lAgram). Der Shef d»S Generalstabe». 'Senators Ahmed Nyca zmn Mnsffer de? Neußeren auf- gedrückt. Beaäsienswert ist der Tifer, der sich in der englischen Pdesse, nicht bloß in der Kriegspresse, zeigt, die Türkei beschleu- nigt zu einer Unterwerfung nach dem Vorbilde Bulgariens zn veranlassen. Tie„Times' will keinerlei Vorschläge der Türkei berücksichtigt wissen, und auch der„Manchester Guardian' hält sich auf dieser Linie. Er droht dem Sultan mit dem Verlusc Konstantmopeis, falls er sich nicht schleunigst unterwerfe und die Bedingungen anncchme, welche die Verbündeten ihm auf- erlegen würden. Diese Bedingungen bestehen zunächst in einer völligen Demobilmachung und Oeffnrmg des Lantus»für die militärischen Zwecke der Verbündeten; ferner in der Abtretung von Palästina, Syrien, Mesovotamien, Arabien und Annenien. Heber das endgültige Schicksal dieser Länder soll nur der Frie- deriskoirgreß entscheiden. Vorderhand aber, das ist der Sinn deS englischen Drängens, fast eine vollendete Tatsache geschaffen werden. Ist sie erreicht, so hofft man die Sanktionierung der vorhandenen Annerions- wünsche durch den Kongreß leichter zu erreichen. Die Festig- keit zukünftigen Zlffamnienlxiltens von England, Frankreich und Ftalien hängt damit zusammen. Sie Höchen über die Art der Austeilung der Türkei ihr festes Abkommen. * Basel, 12. Oftober. Wie die»Noeve Korrespondenz' au» Washington zu berichten weiß, ist die türkische FriedenSnote, deren M-sendung zn gleicher Zeit wi« die österreichische und deutsche ge- meldet wurde, n o ch n i ch t ,» W a s h i n g t o« oengetrofsen. der RegieruKgswechlel fo de? Türkei. Der„Frkft. Ztg." wird aus Berlin berichtet: Die Veran- deruwgen im türfischen Kabinett werden durch den Rücktrist Talaats, Envers und Mefsims mcht abgeschlossen sein. Die vollkommene Umgestaltung der türkischen Regierung wird bald solgm müsien. Der einschneidenden Bedeutung des Attzsangs Talaats und Enver Paschas sich verschließen, hieße die Kurzsichtigkcil der in Stauckul betrieoencn Politik fortsetzen wollen. lieber die Ursachen des Rücktritts Talaat Paschas wird ge- sagt, ste seien verschiedenartig �nd lägen fornrlich auf der Hand. Beschleunigt wurde der Rückt mt durch die Abschließrmg Bujga- riens. welche die Türkei in»ieler Hinsicht in eine mißliche, soft« kritische Lage bringen muß. Di- n«»en Männer sind sämtlich Vertrauensleute des Sultans: ebenso wie der Sultan durch den Eintritt der Türkei in den Vicrbiitzd nicht belastet ist, ebenso sind es die neuen an das Gtaatsruder bernfsn»« Elsmsnte. Die Signatur wird dem neuen Kgmijett durch die Smnmusg des Ae Durchbruchsversuche in Frankreich. Berlin, 12. Oktober. fWTB) Dir in den lcvte« Wochen mit aller HlanmSssiiikeit und Ruhe durchgeführten R ü ck v e r. le« u n z e n und die dadurch bewirkte Aerkürzung der Front haben die deutsch« Oberste HemSlcitnng in den Stand Sesefet,.alle Durchbruchsversuche abzuweisen. In der Ehampagu« führte der von den Tenffchen rechtzeitig erkannte Angriff zu einer schweren Niederlage der Franzosen. Zwischen Utftmmtn und Waa« sind die imm«»iederholte« DurchbenchS. ««suche der vmrrikanrr gescheit«» und zwischen Eambrai»nd St. Quenti» konute« die Engländer da» demtsche Li«ie«fyflem zwar znvückdriicken, ab« nicht dnrchl'rechen. Aus den Erfolg d« Op«a4ionen zwifche»S,»br«i«nd St. Quentin hatte die Oberste Heeresleitung befand«« Hoff» nnugeu gesetzt. Am 3. Oktsber stand hier hinter den Hänge« von e e m o u t daS gesamte englische ttavalleriokvrpS mit zahlreichen Batt«len bereit, nm nmi, gelungenem Turchbrnch zur Setfolgung voezustvhen und die Berbindiingen zwischen L e Cateau«nd ValeneienneS abzuschneiden. Die englischen Reiteescharen »vnvdon jedoch von deutsche« Flieger« rechtzeitig erkannt«nd durch L rtiileriefer.ee zersprengt. Am ll. Oktrbor versuchten die Engländer«ine««rne« Durch- bruch nordöstlich Cambrni in Richtung auf NalonrirnneS. Sie griffen diesmal mit mehreren frisch eingesetzten englische» und kanadische» Tft'isione» ans v«hältniSmässig schmalem Räume, jedoch in ausser- vrdeuckichrr Tiefe an. Fhr« dichten Angriffswellen wnrden teil- weife von berittenen Offizieren geführt. Zai» reiche Tanks rasselte» ihnen voran. Im ersten Ansturm gelang eS ihnen, daS In der beut. fchen Linie liegende Dorf Jwny zn neifmen. Auf de« Höhe« östlich und südöstlich he» Dorfe« brachten jedoch deutsche von Panzer- wagen geleitete Ökgenstösse den englische-; Angriff Mi; zum Stehen. Durch die weitere« Rückverlegu»»»«« am Ehe min des Dam es, an der AiSne und in der Ehumpagne wird eine weitere Kürzung«nd StSrwng der deutsche« Fecnt bewirkt. Deutzen gezwungen, über ein« Frontbrille von SV Kilometer alle ff-re �sllüugen zu verlassen, die sie wädocud mehrerer Tage nörd- pich der Suippee und der Arne vertsibigSe«. Hinler der Kavallerie, die den deutschen Nachhuten dichtauf folgte, hat die srarvösische Iufauteri« dan Widerstand der Maschinengewehrposten der Deutschen, die Yen Aufmarsch verzägern svllten. gebrochen und im Lause des Tage» Fotifdrrttte gemacht, die an einigen Stellen ll Kilometer Tieft«rrsichten. Stefane ene wurden eingebracht und Zstalm-ial erobert. Die Kra,!zosen haben die SuippeS übe«� schritten und Bertrieozirt, Aulnancourt ft Grand, Dazancourt, Fsle snr SuippeS und St. Etienne sur Suippe» genommen. OTe ersten d«ltfcl>en Stellungen nördlich der SuippeS sind in onscren Händen. Französische Adtcilungem sind cm dar anderen Seite von dem W-ald? von Eftandvisard flIraudvisage?), in das waldige Ge« biet im Westen von WeönÄ llEpino-S. in der Richtung des Lare- tourne-Flussc» vorcpeörungen. Zwiscixm Houdileovrt und S a u i t St. Sie mg machten wir Fcrrchchrrtie u»td desehten weiter im Osten die Dörfer Äufsmwe. La Neuviste cn Tourne i Kuh, Souro«) Machaiilt Mache... lt(?), Tontooäuve, Sc. Marel und Saoignq sur Au-eee. Ihren Aufmarsch fortsetzend kamen sie bi» in die Gegend von Dignicourt, Mont St. Nemh»end St. Marie. 2 JHWmetcr süftoestlich von Vouzierrs. Am lkhemin de» D a m e S setzten die-.tasten i scheu Truppen zusammen mit den ftttn- zösischen trotz de« Widerstandes Ehre Angriffe fort. Sie besetzte« Bewdeesse, Tropan und Cerny en LaonnoiS. Die Panik in Noröfrankreich. Hilssaltronen der dcutichcn Regicrnng. Berlin, 13. Oktober.(Amtlich.) Ans Ansuchen der Oder- sie« Hesrssloitung hat die deutsche Regierung vorgestern die Schweizer Regierung gebeten, ste möge sich um- gehond an die französisch? Regierung wende« und ihr mitteilen. daß sich der©tnwolnwr von Lille und der umliegenden Ar- besierstSdte eine ungeheure lZrregung bemächtigt habe. Die Furcht vor einer Beschießung dieser Städte durch die Entente mache eine allgemeine Panik wahrscheinlich. Falls es infolgedessen zu einer Massensiucht von vielen Tau- senden von Menschen komme, mit welcher mit S'.cherhett gerechnet werden müsse, so werde die deutsck>e Heeresleitung nicht im- stand? sein, fiir diese Massen annähernd zu sorgen, so sehr sie bemüht sei, das Los dieser Unglücklichen zu erleichtern. Glekftzeitig ist unter Mitteilung des oben geschilderten Sachverhalts die holländische Regierung gefragt war- den, ob eS ihr möglich sein würde, für die Unterbringung der Flüchtlinge Sorge zu tragen. Die holländische Regierung hat auf imser? Anfrage ihre Bereitwilligkeit erklärt, nach Möglichkeit zu helfen. Von der französischen Regierung ist bisher keine Mitteiliing eingegangen. Mittlerweile hat die bc- fürchtete Masienflncht eingesetzt. Berlin, 12. Oktober. Ja o n liegt, att sei es anstge starben. Kein Lebetoesen ist auf den Straßen sichtbar. Wie ein Albdruck lastet der nahe Untergang über der Stadt. In regelmäßigen Lb- ständen zürnen die Donner der schweren Granateinschläge. Wolke» vo» Rauch und Ziegelstaub wirbeln hoch in die sonnige Lust: Die Beschießung Laon? nimmt ihr«, Fortgang. L i l l e ist von den Englünder» beschessen worden. Und zwar erhielt am IS. Oftober die Berstadt Lamberfavt, am 11. hie Vor-> stadt Madelaine schweres Feuer. Fudenyvsromc in Sibirien. Wie die.Robitzhcza Eazeta' bo- richtet, habsn in Sibirien in letzter Zeit in mehreren Städte» Judonpogsome stattguftmden. Nr. 2S2 ♦ 35. �ahrgaag 1. Beilage öes vorwärts Soonwg,?5. Oktober GroßGerüN Umsturz. Die Exzellenzen steh'n verdattert und seh'n sich wenig geistreich an. Durch ihre Amtsgedanken rattert mit Hü und Ho der Scheidemann. Geheime Räte packt der Schauer und sie erleben tiesverletzt. daß sich ein Mann wie Gustav Bauer an die erlauchte Tafel setzt. Er war nicht einmal RcfrendSrchen I Der andre stand am Setzerpult—!! Es zieht nicht mehr, das alte Märchen, womit das Volk man eingelullt: Daß nämlich Weisheit zum Regieren man nur aus gold'nen Löffeln frißt und daß mit Haarpomadeschmieren die Kopfarbeit erledigt ist l _ Panlche». Die Grippe. Vei der Allgemsiuen Berliner OrtSkrankenkafse sind am Donnerstag und Freitag 17 IS neue Grippefälle zur Anzeige gekommen. Aehnlich liegen die BerhSltniffe bei den übrigen Grotz-Berlmer OrtSkrankenkasien, wo man die Zahl der Grippetranken auf 70 Proz. aller Krankheitsfälle schätzt. Die Krankenhäuser find allenthalben so überfüllt, daß selbst Schwer« kranke oft keine Aufnahme finden könne». UebrigenS scheint die Krankheit, wenn nicht Lungenentzündung hinzutritt, gewöhnlich rasch und leicht zu verlaufen. Im Reich sieht eS noch schlimmer aus al» w verlin. Die Krankheit hat sich nunmehr über ganz Deutschland ausgebreitet und sie tritt in vielen Gegenden wesentlich schwerer aus als bei uns. Es werden sogar Fälle gemeldet, wo sie in Gehirnentzündung übergegangen ist. Erhöhunz der Unterstützungssätze für Kriegerfamilien. Die Sozialdemokratische Stadtverordneten« f r a k.t i o n lBarkowÄki und Genossen) hat folgenden Antrag ein« gebracht: Die Sdadtr« ordneten Versammlung ersucht den Magistrat, die Unterstützungssätze für Kriegersamtlien nach der Bundesrats- Verordnung vom 28. September 1813 mit Wirkung vo» 1. Oktober d. I. derart heraufzusetzen, daß die Unterstützungen somit für jede Ehefrau wie für jedes K'.nd um mindesten» 10 Mark er- höht werden, sowie ein« Neuregelung der Unterstützung solcher Ki-nder eintreten zu lasse», deren Väter im Heeresdienste stehende Witwer sind. Auch die Unterstützungssätze für uuterstützungSberech- tigte Familienangehörige, Eltern der Kriegsteilnehmer, sind um mindestens 1b M. zu erhöhen. Grost-Berliner Arbeitsnachweise. Der Magistrat hat der Errichtung deS Ausschusses Groß- Berliner Arbeitsnachweise zum Zfpecke einheitlicher Ge« staltung der Facharbeitsnachweise und eines einheitlichen Jusam- •KM ÄÄ'.?/.-.?.iK AM- stimmt. Die Facharl»eitsnachweise der Stadt Berlin bleiben nach dem vorliegenden Sdatuwnentlvurf im Anschloß an den Arbeits« auSschutz der Stadt Berlm bestehen. ES ist zulässig Filialen in den Vororten zu errichten. Der Ausschuß hat über eine einheitliche Ausgestaltung der Facharbeitsnachwei se zu beschließen, die Errichtung weiterer Facha rbeitSnachwelse vorzubereiten und Richtlinien für die Verwaltung aller öffentlichen Arbeitsnachweis« anfzustellm. Die Gründung des WohnungsverbandeS beschloffen. In der gestern im Berliner Rathaus stattgehabten Schluß» Besprechung der Graß-Berliner Gemeinden und der beiden Kreise Teltow und Niederbarnim wurde bis auf Spandan und Neukölln >bei allen Beteiligten U e b c r e i n st i m m u» g über die frei- willige Gründung eines WohnungsverbandeS Groß-Berlin und über die, einem solchen Verbände zu gebende Satzung erzielt. Neukölln hat sich seine endgültige Entscheidung wegen«ine? von ihm in einem Punkte noch geäußerten Bedenkens bis zur nächsten Woche vorbehalten. Die Stadt Berlin hat den Auf- trag erhalten, dem Staatskommissar für das Wohnungswesen zwecks der erforderlichen Entschließung schleunigst Bericht zu erstatten!. Groft-Berliner Krankenkaffenverbaud. Die Zentralkommifsion der Krankenkassen Berlins und der Vororte berichtete am 11. Oktober in einer Versammlung der Kassenvorstände über die Vor- arbeiten zur Ausführung des in der Vorständeverfammlung vom Ib. Dkai gefaßten Beschlusses, einen Krankenkasfenver- band für Groß-Berlin zu schaffen. Der Vorsitzende Bendig legt« nochmals die Gründe dar, dl« zu jenem Beschluß genötigt haben Den Krankentassenverbänden gibt die Reichsversicherungsordnung eine Reih« von Rechten, die einer Kran ken!a ssen ve re in igu ng nicht zugebilligt werden. Im großen und ganzen gelten für Krankenkassenverbände dieselben Bestimmungen, wie für Krankenkassen. Die Zentralkommifsion, die in der Form einer Kwimkenkassenvereinigung größere BewegungS- freiheit zu haben hoffte, kann als solche nicht die erforderliche Genehmigung zur Betreibung von Heilanstalten erveichen. DaS Handelsministerium hat m monattiangen VerHand- lungen daran festgehalten, daß grundsätzlich Kaffensereinigungen diese Genehmigung nicht erteilt wird. Hiernach dürste die Zentral- kommission die von ihr übernommenen Anstakten nicht betreiben. Die Behörden weigern sich geradezu, di« Zenivalkommission als eine Organifatilm der Groß-Berliner Krankenkassen im Sinne des Gesetzes anzuerkennen. Infolgedessen würden auch ihre Verträge sozusagen in der Luft schweben. Die Zentralkommisfion will aber nicht nur ihre Anstalten weite rbeireiben. sondern hält noch eine Ausgestaltung und Vermehrung für nötig. Sie hat be« rettS Vorarbeiten zu einem Inhalatorium in ihrer hhdrotherapeirti« scheu Anstalt und zur Einführung der Lichtbehandlnng für»er- schiedene Krankheiten gemacht, plant ein diagnostische» Institut und denkt für später an Beratungsstellen zu ambulatorischer BeHand- lung. Auch in der Errichtung von Wöchnerinneuheimen ftsht fi« eine Aufgabe für ktrankenkassen, die auf die sem arg vernachlässigten Gebiet zur Selbsthilfe schreiten müssen. Neb«« diesen Einrichtungen, die Zuschuß brauchen, sollen die Neberfchuß versprechenden Ein- richtungen ausgebaut werden. Im Hinblick auf die außerordeiitliche Steigerung der Preise alles für Krankenpflege und Heilbehandlung erforderlichen Bedarfs wird erwogen, eck nicht Selbsioersorgung durch gemeinsamen Einkauf und durch eigene Werkstätten vorteil- haftet für die Kassen wäre. Vor allem aber ist boabsichtigt, den Der Geist öes Crsthiageaen. Um TotteSlvillen, Herr Geheimrat Kempner, Sie stöhnten ja schon wieder so l Nichts, nicht» I Mir war'S mw, als schrie« fie alle schon wieder: Dernburg I Dernburg l Aber nein, Herr Geheimrat, jetzt schreie« fie doch: H e t- mannl Hetmann! ! Badeanstaltsbetrieb der Zentralkommifsion zu erweiiern. Da die �Verwirklichung dieser Zukunftspläne im Rah- ! m e n einer Krankenkassenvereinigung nicht möglich ist, so bleibt nur Umwandlung der Zentral- Kommission in einen Kranken las senverband übrig. In Ausfübrung des Beschlusses vom 15. Mai legt der Vorstand ! bereits einen SatznngSentwurf vor. Di« Versammlung war damit einverstanden, daß zu khm die Vorstände der einzelnen Kassen zunächst Stellung nähmen. Derselben Vorstäudeverfammlung berichtete Bendig über die Frage des Aerztehonorars. Kassen und Aerzte hatten, weil i die Verhandlungen über diesen Punkt keine Einig un.g er- gaben, gerneinsam den Handelsmiuifter geibeten, für die Honorar- kommission aus feinen Räten einen unparteiischen Vorsitzenden zu ernenucn. Der Mininer lohnte das ab, weil die Sache nicht über das OberverstcherungSamt Groß-Verlen tun aus interessiere. Die 1 dann an den Ober Präsidenten gerichtete Bitte, einen der Rät« des HandelSmintsterS zur Uebernohnre bis Amte« eines Unparteiischen zu ermuntern, hatte für» erste denselben Mißerfolg. In neuen Verhandlungen erklärten die Kassen sich bereit, über ihr Angebot von 7,50 M. pro Jahr und Mitglied etwas hinauszugehen, worauf die Aerzte ihre Forderung von 11,25 M. auf 10 M. ermäßigten. Die Kassen mußten das als noch viel zu hoch wblehneii. Dem Ober- Präsidenten ist nunmehr zu jener Bitte die ausführliche Begründung eingereicht worden, dte er verlangt hatte. Zwei vom Verband der Bureanan gestellten ein- gegangene Schreib«! bezogen sich auf Beschlüsse«iner Buroauange- stellteilversammlung. Der VerbandSvorsiand bittet die Kassenvor- stände, die Bureauanacstellten cn ihrer Forderung zu unterstützen, daß auch ihnen Llahrnngsmittelzu satzkarten bewilligt werden. Die Versammlung sagte Unterstützung zu. Der Verbands- vorstand richtet ferner an die Kassenvorstände das dringende Er- suchen, den Angestellten der Kassen«tue einmalige Tenc- rungSzulagezu gewähren. Die Versammlung wählte zur Vor- beratuug eine Kommission._ VrotpreiS nnd Brotgnalitöt. Es ist eine schon oft beklagte Tatsache, daß die H«tp reise in den verschiedenen Landks leiten und VersorgungSbezirkcn Deutsch- lands trotz der einheitlichen Festsetzung der Getreidepre-ife zum Teil erheblich voneina-ri,der abweichen. ES hat sich daher die Noiwendig- keit evgtixn, hinsichtlich d«r Preisbildung«nd der dazu gelssirigen Borsch-viftsn bezüglich der HrotauSbeute aus dem Mehl eine einheit- liche Uebersicht und, wenn möglieh, gewisse allgemein« Grundregeln für die Brotherstellung zn gewinnen. Au d-iessm Fi»eck plant das KriegSernähvungSamt, allgemeine Tefichtspunkte über di« Brot- Preisbildung aus den vorhandenen Ersahrungen und lluterlayen der PreisprüfungSstellen herauszuarbeiten und dies« dann der weiteren Beobachtung durch die Landes- und BszarkSstellen zugrunde zu legen. Di« Volkswirtschaftliche Abteilung des Kriegsernährungs« aottS hat daher die PreiSprüfungsstell«« gebeten, ihr das über dt« VrotpreiSbildtmg vorliegend« Material möglichst ball» zu ülberweisen. Insbesondere solle» Angaben gemacht werben über den Zuschlag, den di« Gamamden usw. zu thren MchbwnstandSprei sen nehmen, bevor da» Mehl an die Bäcker gegeben wird, und über die VrotauS- beute, d. h. die Menge Boot, die aus 100 Kilogramm Mehl der»er- schieden«» Sorten nnd ihren Mfchungen mindestens nach den ort- lrcken Vorschriften erzielt werden muß. Auch über den Bäckergewtnu soll dem KrieaSernährnngsamt Mitteiiiing gemacht werden. Mr möchten bei dieser Grlogcnheit das Krieg Se rnährung Samt ersuchen, sich auch um die Onalität des Brotes mal etwas zu kümmern, da trotz der verschiedenen BefchwichtigtmgSnotizen das Brot nach wie vor unbekömmlich bleibt, so daß die de rechtigten Klagen des Publikums nicht verstummen. Die Groß-Berliner Korn- munal vetwaltungen scheinen diesen llebelstand sehr leicht zu nehmen. sonst wäre eS ihnen sicher möglich gewesen, etwas energischer auf die Beseitigung dieser Kalamität zu dringen. Wann behauptet wird, öäß oesi'Ä�stan�sitüs'ow zuführen ist, so wird man eben die Bäcker anweisen müssen, weniger Wasser zur Herstellung deS BroteS zu benutzen. Der jetzige Ausland muß jedenfalls so schnell«IS möglich beseitigt werden. Dte»Schsten fleischlosen Wochen. Wie«nS von zuständiger Seit« mitgeteilt wird, sind für di« nächste Schlachtwehaufbringt'.ngspenod« vom 1. November bis zum 31. Januar 1819 drei fleischlose Woche« festgesetzt während die gegenwärtige FkstschversorgtuigZzei t vier solcher Wochen aufweist. Fleischlos werden sein: die Wochen vom 1».— 24. November, vom 16,— 22. Dezember und vom 6. bis 12. Januar. Im Zusammenhang 114f Lodz. Das gelobte LanS. Rockau von W. St. Reymont. Plötzlich wurde die Tür zum Arbeitszimmer aufgerissen und ein großer Mann mit einem dicken Bauch, einem kleinen Kopf und dünnen, krummen Beinen stürzte heraus. Stanis- law Mendelsohn war es. der älteste Sohn SchajaS und der erste Direktor der Fabrik. Er lief ins Kontor und überfiel einen hageren Angestellten. „Ich frage Sie. was daS heißen soll?" schrie er auS Leibeskräften und hielt dem verschüchterten Beamten ein Paß- büchel uriter die Nase. »So einen Paß hat mir die Behörde für de« Herrn Direktor ausgestellt, und diesen Hab' ich halt gebracht." »Sie haben keinen Verstand I Sie haben kein Zart- gcfühl! Sie schikanieren mich absichtlich und bringen mir so 'nen Blödsinn her I Was! Haben Sie'S gelesen V* »Ich hab'S gelesen; aber wenn die reingefchrieben haben: Schmul Schajewitsch Mendelsohn und Frau Ruchla genannt Regina, dann steht es doch nicht in meiner Macht, ihnen das zu verbieten." »Sie sind»in furchtbarer HornochS, daS sag' ich Ihnen I Jetzt fahren Sie iofort nach Piotrkow und bringen mir einen anständig ausgefüllten Paß. Ich frage nicht, was das kosten wird, ich sage Ihnen bloß, morgen mittag muß ich's haben, weil ich mit dem Kurierzug wegfahre. Machen Sie sich gleich auf die Beine 1 Ra, meine Herren, halten Sie das nicht für empörend, für lächerlich, niederträchtig geradezu: mich, den Doktor der Philosophie und der Chemie, mich Stanislaw Mendelsohn— taufen sie in Schmul um und meine Frau Regina in Ruchla l" rief er aufgeregt zu den Beamten.»Schmul Schajewitsch Mendelsohn und Frau Ruchla. genannt Regina I" wiederholte er unwillkürlich und lief mit langen Schritten, wie ein Elefant auf den dünnen Beinen wackelnd im Kontor auf und ab und klagte sein Leid allen gemeinsam und jedem besonders. Die Aeltesten nickten verständnisvoll mit den Köpfen, die Jüngeren— starrten ihn mit blöden Blicken an. Er hätte sich noch länger über die Ungerechtigkeit und das Unrecht, das man ihm zugefügt hatte, beklagt, aber Plötz- lich ericholl scharf die elektrische Klingel, und aus dem Arbeits- zimmer klang die Stimme Schajas herüber, den eine andere Stimme manchmal überschrie. »Portiers I" »ES soll mich nur einer anrühren, dann zerschlag' ich ihm de« Schädel, wie dir, du. alter Dieb! Ich rüh? mich nicht von der Stelle, bis ihr mir nicht alles auszahlt!" schrie mit voller Stimmer ein kleiner, oterschrötiger Mensch, ein metallenes Lineal, das er vom Schreibtisch genommen hatte, herum- schwingend. Er stellte stch vor die Tür und ließ ste nicht zu- machen. Die Diener, die in einiger Entfernung stehen ge- blieben waren, wußten nicht, was sie ansangen sollten. »Polizei rufen!" befahl kühl Schaja und trat etwa« zu- rück, weil durch die offene Tür stch ein paar neugierige Köpfe hercindrängten. Stanislaw Mendelsohn stürzte ins Arbeits- zimmer und sprach rasch: »Herr PiotrowSki. schreien Sie nicht, wir fürchten unS nicht davor. Ste haben bekommen, was Sie zu verlangen hatten, für Pfuscherarbeit zahlen wir nicht mehr, und wenn Sie noch weiter schreien,— wir haben beruhigende Mittel." »Geben Sie mir meine füp�ehn Rubel." »Wenn's dir nicht paßt, dann nimm nur deine Dach- rinnen wieder mit und scher' dich rauS, solang du«och heil bist." »Du wirst mich wohl noch duzen. Lümmel, ich bestehle die Leute nicht wie du, ich bin ein anständiger Handwerker. Vierzig Rubel haben wir abgemacht, und jetzt wollt ihr nur fünfundzwanzig zahlen. Diebe ihr. Blutegel." »RauS mit ihm und auf di« Wache!" schrie Stanislaw. Die Diener stürzten sich plötzlich auf ih», packten ihn und schleppten ihn hinaus. Im Arbeitszimmer herrschte Schweigen. Schaja blickte durchs Fenster aus den in Sonne gebadeten Park und auf die grellen Tulpen am Rasen. Stanislaw ging, die Hände in den Taschen, pfeifend herum. »DaS galt alles dir, Stanislaw," sagte Schaja und fetzte sich an den Schreibtisch in der Mitte des Zimmers. »Vielleicht; daS kost' ihn aber fünfzehn Rubel und mindestens zwei Monate Gefängnis." Er lächelte ironisch und setzte den Kneifer auf. weil der Diener Horn meldete, an den endlich die Reihe gekommen war. Horn verneigte sich und hielt schweigend dem durchdring- lichen Blick Schajas stand. »Von heute ab werden Sie bei unS angestellt. Müller gab mir gute Referenzen. Sprechen Sie Englisch?" „Ich führte die Korrespondenz in dieser Sprache bei der Firma Buchholz." „Sie sollfn's auch bei uns tun. Später werden lvir Sie zu etwas anderem verwenden. Einen Monat zur Probe... Was?" »Sehr gern. Ich gehe drauf ein," erwiderte Horn rasch. obwohl ihn die Aussicht, einen ganzen Monat umsonst arbeite» zu müssen, nicht sehr verlockte. „Bleiben Sie noch, wir können unS ein bißchen untev- halten. Ich kenne die Firma Ihres Vaters." Wysocki unterbrach sie. Seit einigen Monaten war«r bei Schaja als Fabrikarzt angestellt. »Setzen Sie sich, Doktor, bitte sehr," begann der Akte. Stanislaw kam ihm zuvor und setzte sich auf den einzigen Stuhl, der im Zimmer noch frei war.„Ich habe Sie in einer kleinen, aber sehr ernsten Angelegenheit rufen lassen, Doktor," begann Stanislaw und zog aus den Hosentaschen einen Bund zerknüllter Rezepte und eine lange Rechnung hervor.„Heute hat man mir die Rechnung und die Rezepte für daS letzte Quartal geschickt, und wie ich alles genau durchzusehen pflege, so kam ich denn nach Durchsicht der Rechnungen zu einigen Scklüssen. Das ist gerade die Au- gelegenheit, wegen der ich Sie habe rufen lassen." »Ich»in sehr gespaiwt." »Die Rechnwng»st ganz ansehnlich. Ganze taufe»»» Rubel für« Quartal, das erscheint mir bisfel sehr viel." „Wie soll ich»aS verstehen?" fragte Wysocki labhaft, au seinem Schnurrbart zerven». »Beruhigen Sie sich. Nehmen Sie meine Worte so aus, wie sie gesprochen waren, das heißt, die Rechnung ist zu hoch, eS ist zu viel ausgegeben worden..." »Ja. waS kann ich dagegen machen! Die Arbeiter find oft krank, man muß sie kurieren." „Gut, aber die Frage ist. wie soll man sie kurieren?" »Ucber die Frage entscheide wohl ich." »Zweifelsohne, daS ist Ihre Sache, deshalb halten wir Sie auch, aber für mich handelt es sich um die Art der Be- Handlung, um daS System, nach dem Sie verfahren." Stanislaw sprach mit erhobener Stimme, ohne Wysocki alt- zuschauen, und»vickelte sich langsam die Schnur des KnetserS um den Finger.„Endlich handelt eS sich darum, mit welche« Mitteln Sie sie behandeln." »Mit den Mitteln, die die Medizin vorschreibt,"«widerte Wysvcki schroff. »Als«, da ist zum Beispiel das erste Rezept. Wolle« wir mal sehen. Einen Rubel zwanzig Kopeken kostefS. DaS ist entschiebe« für einen Arbeiter, der fünf Rubel wöchent- lich verdient, zu teuer. Soviel können wir für ihn nicht zahlen." „Wenn gleich erfolgreiche und billigere Mittel zur Verfügung stünden, lvürde ich sie verwenden." Worts, folgt) �«tmü sei btmntf nin�nwesrn, baß ei-n wesentlicher Gxmid fiir die Emfüiirmrig der fleischlos?» Wochen in den irbercms zahlreichen Gc- heiirkfchlachtnnMn zu suchen ist Cl»i« diese sovtgesetzien umfang- rcnchen Vergehen gegen die Verordnungen über den Verkehr mrt Schlachtvieh würden wir höchstwahrscheinlich die fleischlosen Wochen wicht nötig haben. BerNncr ZsbenSmittel. Wie der Magistrat belmrot gibt, müssen sich all« Ecrfirrrr Vin- wo-hner, die vonl 23. Oktober ab ihr« Fleischlarten gegen Bezugscheine auf andere Lcbensnrittcl sGrcrupen. Grieß. Teigwaren oder dergleichen) umtauschen wellen, und zwar auch di«- jenigen, die bisher bereits zum Umtausch zng«- lassen ware�r. in der Aei: vom IC. bis 18. Oktober bei ihrer Brotkommission neu anmelden. Wer die Anurelbefrist der- säumt, ist bis auf weiteres vom Umtausch ausgeschlossen. Für frisckie Fische haben noch O'e Abschnitte Gp zur Vnt- nahine von ein Pfund Geltung. Gbenso gelpen noch für Näncher» waren die Abschnitte Ele und Ii für je% Pfund. Di« Ausgabe von Weißkohl'.rnd Zwiebeln beginnt am Dienstag, den 15. b. M.. in den Bezirken der Broikom Missionen 50. Sl. 87 bis 75. SO, 81, 82, 180, 181, 195, 208, 210, 238 und 240. Tie B ezugÄerechtigten wollen i-ei dem Kleinhärtdler, bei dem die Vorammcldung«rsolat ist. Nachfrag« halten. Dir voll« Beliefe- rung der Klcinhandelsgeschäste ist sichergestellt. ReichStagS-TribLnen-Karte». Die für Sonnabend, den 1?. Okt., zugesagten Einlassiarten haben, wie uns Genosse Ferdinand Ewald mitteilt, für Mittwoch, den 18. d. MtS., Gültigkeit. Neue Mel- düngen für diesen Tag können nicht mehr berücksichtigt werden. Schllcssunz de? HofvostamkZ für die Paketannahme. Infolge starker Inanspruchnahme muß beim Hofposwmt die Annahm« für gewöhnliche Pakete mit Ablauf des 14. Oktober vonibergehend gs- schloffen iverden. Dafür wird beim Postamt 45, Roßstr. 28/30, vom gleichen Tage ab die Paketannahme für gewöhnliche Paket? werk- tags von 8 Uhr morgens bis 6 Uhr abends wieder geöffnet. Wert- Pakete können auch ferner l-eim Hofpostamt aufgegeben werden. Zur Auflieferung dringender Pakete werktags von 8 Uhr abends bis 8 Uhr morgens, Sonntags während des ganzen Tages ist beim Briespostam:. Königstraste, vom 15. Oktober eine Annahmestelle«in- Jelüpost�bonnenten Der öa« M>o»mement auf öev»vor- wLets*«och nicht erneuert hat, muß sofort%—!N. an öen Vonvärts-Vcrlag G. m. b. h., Heriw SN, tllnSenstr. Z, oöer au öle bekannten /tusgabcstelleu ewsenöen, um fich öle pünktliche Weiter- Ueserung für Nlonat Novemderzu sichern. wärtigeu Fleischkarte ihre Gültigkeit. Di« HanShalwngea und Einzelpersonen, welche vom 23. Oktober ab Fleisch beziehen wollen, müssen in der Jett vom Fvciiag, den 18., bis Dienstag, den 22. Ok- wber bei dem Händler chrer Wahl die Eintragung bewirken. Theater t-er Woche. DK SrssiiuMhrnnzn, der kommende« Woche: Sgl. echa»st>likhauS: „Lanzelot und Scniderem",»Jsanche".-- Deutsches Theater: Donnerstag: „Wie es Euch gesollt". Volksbühne: 13., 1«., Id., tt„Kirschgorten", 14.„MerUn", 15., 17., 13., 20..Maß für Maß".— Kgl. OperichanS: 13.„Tannhlmser" 14. „Marcha", 15..Tiefland�, 15.„Alda", 17.„Figaro", 18.„Smsonief, 13. .Salome", 20.„Nosenkavalicr", 21.„Violetta".— Kgl. Schauspielhaus: 13., 15. Versuckmug des Diogenes", �Zerbrochene Krug", 14.„Journalisten", >�8., 19., 20. �sanlhe",„Lanzelot nnd Sanderein", 17.„Meine Frau, die 4 tlrr.44 f lO. �,,5)444.*4.1U{JlUlUlvl I>lU-il44 f LH, �WUltUvll f � JS Häuser".— Deutsches: 13.. 14., 15., lö.. 21.„Clavigo", 17., 13.. W..Wie es Euch gesälll", 18.„ivwria Smart".— Kammerlplcle: 13., 15., 18., 21. gedangen Berliner gerichtet worden._ Britz. Lebensmittel. In der Woche vom 14. KZ SO. Oktober in der Verkaufsstelle der Gemeinde zur Abgabe«ms die Oerliner LsbenSmittelkarte, Abschnitt 64; 100 Gramm Graupen, auf die Karten für Jrdgendlichc, Abschnitt 19: 200 Gramm Sago, auf die Britz« Lebens mitt ekkartc, Abschrritt 57: 1 Dose Brotaufstrich, Leberlvurstart, oder 1 Pfund Plockwurst in Darm je Haushalt, Abschnitl 58; 2 Pakete oder 100 Gramm loses Puddingpulver je Haushalt und auf Abschnitt 59; Sonderzuteilung. Schlnebera. Lebensmittel. Bis zum 15. Oktober firibet Vor- anmeldung statt für lOO Gramm Suppen auf Abschn. 64 der ffitosj- Berliner Lebensmittelkarte. Von Sonnabend, den 12., bis Mitt- losch, der: 18. Oktober, wird in den BroikommissionSbezirken 1, 2, 8 und 7 125 Gramm Brotaufstrich auf Grund der Speisefettkunden- liste zum Preise von 2,30 M. für ein Piund abgegsben. Bei der Hauptverteilung vom 15. bis 21. Oktober werde» Kinder bis zum 12. Lebensjahre und für alte Leute über 70 Jal Bezugscheine für Zwieback, Kinderg-rstenmehl, Malzextrakt, Puddingpulver und sterilisierte Milch ausgegeben. FrledrichSfcld«. Fleischkundenlifle. Die jetzt bestehenden Fleischkundenliston verlieren mit der Gültigkeitsdauer der gegen- »«-MU/ HM"4*4 I WlllU,*.!..«.v4f.Cl*4.V«,fy IV.v. 4--, .Nosmcrsholm", 14.„Die Richtige", 16.„Eine glückliche Ehe", 17.. 19. „Weibs teusel", Ä>.„Der Valer".-- Lessing: 13., 20.„Peer Gynl", 14., 18., 21.„Mein Nachbar Ameise", 15.„Die Menschcüsrnmde" 15.„Nach Damaskus I", 17.„Gespenster", 13.„Baumeister Solneß".— Köaig- grätzer: 13., 15.. 19., 20.„Rosmersholm" 14., 17., 21,..Lauch im Awff ! 18.„Erdgeist", 18.„Schwestern und der Fremde".— Schiller Charlotlrn- burg: 13.„Alt-Heidelbcrg". 14. 16., 13., 20., 21.„Siebente Tag", 15. „Hans Sonnenstößers Hollensahrt", 17.„Psarrer von Kirchfeld", 18. „Volksfeind". Täglich: veekwer:„Blitzilanes Diu!".— Ncssdenz:„Hotel Stadt Lemberg.— Kleine» Echanspielhaus:.Frühlings Erwachen, 14., 18. Geschlosie«.— Kleines:„Alt-Nüruberg.— KomSdieuhauS:„Tmizende Nvmphe".— Walluer:„Gras Habenichts".— Irianoa:„Der gute Ruf".— Künstler: Mebe", 13., 14.„Hutmacher Sr. Durchlaucht".— Westen: „Lustige Witwe".— Lnstspielhans:„Spanische Fliege".— liollendors: „Drei alte Schachteln".— Zentral:„Rose von Slambuk".— Thalia: !„Unter der blühenden Linde".— Komisch« Oper:„Schwarzwaldmädel".— Mctropol:„Faschingfee".— Neues Lpcrettcubau«:„Sußc Mädel".— j Palast-Theater am Zoo:„Stralauer Fischzug.— Fcicdrich-Wilhelm- slädiischrö:„Hannerl".— Theater w der Fcicdrichstrabc:„Kaiser-Play 3". brukbartigen Gewitterregen der D-Zug 2 Bukarest— Budapest, nach- dem erst eine halbe Stunde vorher ein anderer Zug die Style ungefährdet durchfahren halte. Einige Wagen fingen Feuer. Eine Anzahl von Personen kam umS Leben, mehrere wurden mehr oder weniger schwer verletzt. » Ei«e EisenSahnkataftrophe in der Ukraine. Am 4. d. Mts. ist der Kiewer Schnellzug in der Nähe der Station Backmacz mit dem Odesiaer Schnellzug zusammengestoßen. Mehrere Wagen wurden dabei zertrümmert. Bis jetzt wurden 8 Tote unter den Trümmern hervorgezogen. Orlefkasten öe? �eüaktion. F. R. Wir können in Ihrer Sache von hier aus nichts unternehmen, Sie mSsjten sich dort an einen Recktsanwalt wenden.—$. K. SM. Die Witwenpension wird ans die staatliche Rente angerechnet. Ob sie völlig durch die Vension abgelöst wird, entziedt sich unserer Kenntnis, da wir die Höhe der Pension nicht kennen. Ein»Intrng aus Rente wäre bei der Ge- mcindevcnvalinng einzureichen. Starqard i. P»«m. Da der MielS» vertrag bis 1313 läust, so kann der Hans-oirt vorder nicht kündiicn. Das KündigungSrecht aber zum 1. Avril 1313 ist durch den Äcrglcich vor dein MictSeinigSamt nicht ausge'chlossen; Sie müßten sich also wieder, wenn die Kündigung erfolgt, an das vüetscwiziinzzamt wenden.— 55. 7. Slbso« tuten Anspruch auf Löhnung haben Sic nicht; sie I a n n gewährt weroe.u Wenden Sie sich an das Ersatzbataillon des Truppenteils, dem Ihr Manu angehört.— Propeller 109. Wenn 6 Jahre aktive Dienstzeit nachge- wiesen werden können, und wenn der eine Sohn noch aktiv dient. 2. Ais zu 240 Marl im Jahre. 3. An die Gemeindeverwaltung.— Arb. K. Fl» Da Sie von der Firma doch Lohn bekommen, steht Ihnen ine Löhnung als Soldat nicht mehr zu.— E. 555 L. Einen Anipruch auf Belörderimg haben Sie nicht, auch nicht aus Grund Ihrer laugen Dienstzeit. TS. P. 13. Anspruch auf besondere Zuwendung haben Sie nicht' sie wird bei einigen Formationen gewährt. 2. Anspruch auf das Verdienst- abzcichen haben Sie nicht, Sie könnten aber um die Erlangung dieses bitten.— H. Lt. L. Wegen der Kirchensteuer kann Piändung erfolgen. Sie müssen noch bis zum 31. Dezember 1813 Kirchensteuer zahlen— L. S. 18. Urlaub wird für den Zweck gewährt.— Infterburg IS. WaZ in Ihrem dortigen Ausenthalt als Äedürsllgkeit angesehen wird, entzieht sich unserer Kenntnis und von der Frage der Bedürstizleit hängt die Ge- Währung der Unterstützung ab.— Beförderung. Die Zugehörigkeit ö�s Vaters zur Sozialdemokratischen Partei ist- keine Aehinderung zur Be« sördennig, Anspruch aus Besörderung haben Sie aber nicht.—£. Nein. &. Schn. 41. Honny soit qui mal y pease ist die Auffchrist des engii- scheu Hosenbandordens und taulet m deutscher Uebers-tzurig: Ein Schelm, der Arges dabei denkt._ «sasserpaudSnachrichtc» der LenbcSanstait für Gewässerkunde, mitgeteilt vom Berliner Wetterburcau. Mus alles Welt. Z-Sentgleisung in Rumänien. Vukarrst, 12. Oktober. Am 9. Oktober abends entgleiste südwestlich E r a i o w o infolge Dammunterspülung durch wölken- Montag mtrtag. Ziemlich mild, zeitweise ausllarend, jedoch vorwiegend trübe und nebelig' ohne erhebliche Niederschläge. Man vnanwio« die» Vinker- PrelÄlIske BER-LIW C 5 pandaufr Str. 16 Seiöt o-Sam! Bluaenseitl« 46 cm IcariMl Met« 18.50 wMt Mg, ML ßüus« au» Spao�t�l�to� cait£axl>iiir«aa P&sp«! t/1.00 N*. RelmcWoa* W.uuuicTt. vi» Abb 68(X) Garnierte DölTien�HUlel »ovle Hukformen und Putz-Zularen- in groftar Auswahl_____ r ScKlcienrtoff 29.50 SckottcBseicU 48 00 Glanz- u. R.ippcn9ei<3e «iujjpeitbtett.. Metat 59.00 FutterKoper H»n>~ fto � •diele,»e»«, 100 cm, Mn. 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Nesidcnz-Th: DyckcrpoltsErben. Nachmittags 3>/< Uhr: Thealer des Westens: Die Dollarprinzessin. Abends VI, Uhr: Volksbühne: Merlin, Matz für Matz, Der Kttschgarlen. 'rkeatei-»iir Loantsx,!Z. vlitoder. O«nt--wt-?i»eae«r Uhr': Die Dose fsb Siamfeul. OeutinCaaefe» Opernuau»» 7 Uhr: fler eisenie Beilaal Priedrich-Vv ilbeiir.st. I beater 3 Uhr; Der Troubadour. <'/t Uhr: Huunerl. Kleines Theater s uhr: Ält-Sürnberg. S1}, Uhr: Diebelci. KontSxclrc Oper S'l, Uhr: Sclinanwaldmädel. I'UviSciwafzwsMDel. OustspIclhaiiH 3'/» Uhr: So'n Winrlhnnd uhr: Die spfeshe Fliege. Metropol-Thester 3 Uhr: Liener Rlnt. 7io; Die Faschingslee t'eilcV Üf'blBVlVillldÜV S'l, Uhr: Der Soldat der Marie. 7,,,uhr: Das sOSe Mädel. Pa'aMt- Theater S'l, Uhr: Philotas. Der zerbrochene Krug. ui�öefStralauef Flsekng. IteMidenc-Theater 3 Uhr: Cyckerpotts Erben. 7'/, Uhr: Hotel Stadt Lemberg. h>chiller-'l h. Charl. 3: Hans SonnenslöB. Hollenfahrt VI, Uhr diÄaiberg. Thalln-Theater 3 Uhr: UharJev» Tante. uhr: ßiiter üleol Linie. ELFTE VERSTEIGERUN BERLIN W 10, VIKTORIASTRASSE DIE VERSTEIGERUNG DER SAMMLUNG VINCENT MAYER FREIBURG KUPFERSTICHE UND HOLZSCHNITTE: ALBRECHT DÜRER UND ANDERE MEISTER DES 15. BIS ia JAHRHUNDERTS FINDET VOM 5. BIS 8. NOVEMBER-VON 10 UHR VORMITTAGS AN STATT. BESICHTIGUNG VOM 1.-3. NOVEMBER WOCHENTAGS VON 10—5 UHR UND SONNTAGS VON 10-2 UHR PAUL CASS1RER BERLIN HUGO HELB1NQ MÜNCHEN JACQUES ROSENTHAL MÜNCHEN Theater» Rotlboser Tor Täglidi T'/j Uhr. Leitxmg: Ferd, Wagner. Sie große Yarie�-Schau! In der Kanptrefte: j Torverk. akds. ab S IThr u, b. A.Werthoi toi™ Theater am Nollendorfplatz 3'/, Uhr: Immer feste druff! 7 Uhr: Theater de» Westen« I 7'/. uhr: Die löstip Witwe mit Guido Thielschor. 1 S'l, U.: Die Dollarprinzessin \1 r � i•_„. alViTCT- 1 iicttier 3'/, Uhr: Frühüngslult. u/. uhr Graf fiabeniclits. Theater I. d. Königgrätzcrstr. 7 Uhr: RoKinersholm. Kachm. 3 Uhr: Erdgeist KomOdienhnn». '1,8 U.: Die tanzende Nymphe. Nm. 3'/, Uhr. Die Zarin. Berliner Theater. 7" U.: I'Utzhlaue»»Int. Km. 3 Uhr: Die tolle Komless. Casino-Theater. Lotbrmger Str. 37. Tägl.'LS U.: Ein grogcr ZHcatcrersolz der Berliner Possen-Schlager Ulan IM««! Met! Vorher das neue Ollober-Progr. vlrsang, Akrobatik Humor k Sonnt. S'l,; Ein fideles Huhn. Apollo Friednchstr. 218 Dir.: James Klein. 3"l. Sonnt. H'l, u. 7\ Die Welt geht unter! Große Variote-Aus- stattunffsschau in vielen Bildern mit| Senta Söneland Ernst Lubitscii usw. Sonnt. 31/, Uhr jeder i | Erwachs. 1 Kino frei!| Trianon-Theater Bht. Frlodrloh8tr.Ztr.4927, 2391 Nachm.'1,4 Uhr, kL Preise; Johannlüfener. Von Hermann Sudermann. Abends 8 Uhr: Der gute Ruf von Hermann Sudennann. Ida Wüst. Bruno Kastner. Debner. Flink. Sohönfeid. Klein. Morgen u. folg. Tage 8 Uhr: Oer gute ituf. Mittw. 1/»4: Hansel und Grete). Donnerstag'/,4: Rotkäppchen, Freitag'1,4: SchneewiKchen Sonnab.'/,4: Hänsel u. Gretel. J Sonntag Zgr.forstullg. achm. 1 Kind frei! In beiden Vorstellungen: Marino, der Mann mit den eisernen Rippen. Zum Schluß Nachm. 3'/, U.: Märchen- Pont. Hänsel und Gretel. Abends VI, Uhr: WaMHcr-l'antouiinic Otoeposi" Rose-Theater. 3 U.: Der Xronbadonr. Vi, Uhr: Gastep. d. Friedr.- Wilholmstadt. Theaters: Da» Drcimiidcrlbana. ■Xw—_______ Ü.T Äurfüt�enbomxn TM Ist WKsi'y Johannes Rlemann Ihr grosses Geheimnis Ü.T ftfttebrid)ftTafee Pole i�Se�ri .— Die Auoen der Mumie Mä U.T KurMrstevtamm tt Frieorichffrahe Ossi G a w ct. 2 cl n Ich mfichle kein Mann sein U.T Nollendorfptotz JBkllen Richter Hcir»!-» y Uiedtke Der Flieger von GKrz Meiita Petrl Leo Peukert Konrad Dreher Die blonden MSdels vom Lindenhot U.T UiL d. Llndei WeioberKsweg Alexanderplatz Henny Porten Bpuxko£>eca,z*li Die Sieger Ernst Eubitsob Der Fall Rosentopf U.T Moritzplatz Haeenheid« KeinickeDdorhrtlr. Emst R e i c hs g r» Oer Teufelswalzer Stuart Webbs- 23. Abenteoer Schön ebcrg Walhalla-Theater. TV, u�r: sonoBtletM. Tlieatef der Frieörielistafit. Boke Friedrich- u. Linionstr 7'!, Uhr. Tägl.: Neri. 8650. Kaiserpiatz Z, I Tr. Ein lusL Stück m. Musik v. Laufs v. Möllendorff. Georg. L. Holms. Sonuab. u. Mittw. S'/j: Hansel und Gretel im ZauberwaH. Sonntag S'/jt Goldene Spiegel I Tßpator.jn) YntthiKPF Tnn I XSj4Qt: C-UUIwIa ikeifc- eWwWl A Uä• Kotibnsers!.6Uoit. F. Wagner Täglich 71/. Uhr: Die Grelle VarietA-Schao. Dekorationsentw, Hetnr. Zille.— Anna Müller-Lincko. Vorverk. lO'l,— l'/j u. ab 5 U. sowie bei Worbheira. Kukuk I.ichtspiele Große FFanklDrtep Str. 28. a. d. Andrcanütraßc. Bis Donnerstag, 17./t0.; il nach d. Roman von Adolf Wllbrandt mit FrietiF. Zelnik, Ijya jflara. Usw Wochentags 5 Uhr. Sonntags 3 Uhr. berner da» gvöSte nnd echßnate Konzert-GafS-Maretf in Bsifm 0 Jeden 1. nnd 16. des Monate neuer Spielplan. I Erna Renata— Margarifba Basten» Max Zerner! E. Heycr-Heine— Paul Rochclli— Dia Biilgaro{fg(4Pers.)! Die gute»aslk. Tonkflnstler-Konzert(10 Solisten). Anfang au Wochentagen 7'!, Uhr, Somntag« 4 EThr. Kaffee Tauentzien- Palast. ¥om 15. ßktoöer ab täglich Doppelkonzert Reichsliailen- Theater, Heule nachmittag 3 Uhr und abends Vi, Uhr: Stetliner Sänger. Nachm ermätlgte Preise. Heute"VSS L Vorstellungen 2 Germania-Prachtsäle. Chausseestr llO. Jed. Sonnig: 9}anl Maiithchs luftige Sänger und 1 Konzert. iknfang des Konzerts 5'l„ der Passage-Theater 82 Unter d, Linden 28 2 Uraainihpangen 2 der Ers.-Kapelle des 2. Garde-Rog z. F, unter persönlicher Leitung d. Obormnaikmeisters Max Graf 3'/, Uhr: Kleine Preise, Kind. d. Hälfte! 7'/. Uhr Concordia, Andreasstr, 64.| MSHB MSOdälfillS Trade Hesterberg Inge Laury Tegernseer Bauern-Theater JÜie Hoseuknöpf sowie der nene 0 k t ober-Spielplan! Blütliner- Orchester. LQtzows'.r 76, Blüthnersaal, vi.'vbr: Konzert. Dir.: Paul Scheinpflug. SoL: KztmstrH. Lambinon Viol. Admiralspaiast. Heule 2 Vorstellungen 4 u. 73/, Uhr. | Sie Prinzessin von Tragant| Wer ist die Schönste? Sajdah. Iftia Rllay n>„5 Minuten zu spät�. Hans Helerendorf als Harry Hlgga in„Der goldene Pol". ./\ K6ak51ln,8er8Str.151 finhmitf'', Pnlrlalco" nach dem berühmten ••..'PDR,-/' jsUüluClÄC Roman v. Q. Marli tt. '> A Anzengrubers Schauspiel „Mit dem Schicksal versöhnt*'. Klindworth-Scharwerkasaal. Mittwoch, 16. Okt., 8 U.: I Heiterer Abend Aenderly Lebius �„Flürchen u. allerlei fröhliche Geschichten" ■ Kart 4, 3, 2 M. Bote k Bock, Kaufh. d. Westens, AbdKassel Schauspiel in 5 Akten. In der Hauptrolle; Leootine Kolmberg. Der Qberiistete Geizhals Lustspiel in 3 Akten mit Manny Ziener in der Hauptrolle. Meitts PateßtbDreaii. AelL Bureau BerL, Friedrlchst.9 Erfinder. Rat f. Verwerlung und Nmnel. dung kostenlos. Wir»er. fausten auf unterem Bureau kürzlich die Paienle zur«le- winnung von Lecithin für 1500000 M. 8—0. Sonntags 11-�. � sowie der Kapelte | Arnold Fischberg| ZlDBERFLtTE Da« schOne neue Kaffee Kommandantenstraße 72 Inhaber Carl Fiedler.[21495i* Keule: Kr. Konzert Anfang 5 Uhr. 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Die Kriegsanleihe loll also dazu dienen, die schon gemachten Ausgaben zu konsolidieren. Sie soll das Reich in den Stand setzen, nach Beendigung des Krieges mit festen Verpflichtungen rechnen zu lönnen und dadurch die Schuldenabbürdung und den Zinsendienst zu verbilligen. Wer Anleihe zeichnen kann und es trotzdem nicht tut, der bewirkt damit t»«chts weiter als eine Erhöhung der Steuern. Die Unter- bringung der Kriegsschuld in langfristiger öprozentiger Anleihe erleichtert den Reichsbaushalt und erspart dadurch Steuern. Muh das Reich die Mittel zur Deckung seiner Schulden auf anderem Wege und zu teurerem Preise suchen, so geht das auf Kosten der Allgemeinheit und erhöht die künftigen Steuern. 2. Wenn jemand glaubt, die Deutsche Kriegsanleihe sei ihm nicht sicher henug,— wie will er dann sein Geld anlegen, so dah die Anlage den gewünschten Sicherbeits- grab hat? Man bedenke folgendes: Alle Banken, Spar- kästen, Aemter, Gemeinden, Berstcherungsanstalien, alle großen Firmen des Handels und der Industrie haben ungeheure Werte in Kriegsanleihe angelegt; manche haben den größten Teil ihres Vermögens in Kriegs- anleihe verwandelt. Wenn nun— den extremsten Fall angenommen— die Kriegsanleihen ihren Wert verlören, bliebe da etwa jemand verschont, der sich an der Zeich- »ung nicht beteiligt hat?! Der arme Narr, der so rech- net. vergißt ganz, dah alle Geldforderungen, die er an irgend ein anderes Institut hat, gleichzeitig ihren Wert verlieren mühten, wenn ihn die Kriegsanleihe verliert. Denn jede Sparkaste, jede Bank, jede Versicherungsanstalt, jede Gemeinde, jedes gröhere Privatunternehmen in Deutschland mühle in diesem Falle die Zahlungen ein- stellen. Es gibt kein Loch, wohin sich der Aengstliche mit seinem Vermögen verkriechen kann; auch wenn er keine Mark Kriegsanleihe gezeichnet hat, würde er im gleichen Rfahe sein Geld verlieren— ganz gleichgültig, wie und wo er eS angelegt hat!—, wenn die Kriegsanleihe nicht! ihren Wert behielte. Für die Sicherbeft der Kriegsanleihen i bürgt eben nicht nur das ganze Vermögen des Reiches und die Finanzkraft des deutschen Volkes, sondern vor, allem auch die Talsache, dah olle Jnieressen der deutschen> Volkswirtschaft, im Süden w,e im Norden, unlöslich mit dem Schicksal der Kriegsanleihen verbunden find. 3. Von denen, die selbst mit wirtschaftlicher Not zu' kämpfen haben, die nicht wisten, ob ihre Einkünfte zur Zahlung der notwendigen Lebensbedürfnisse ausreichen, verlangt niemand, dah sie sich an der Zeichnung beteiligen. Aber alle diejenigen, deren Jahreseinkommen ihnen einige hundert Mark übrig läßt, lönnen beitragen— und zwar mehr als bloß diese paar hundert Mark. Wenn man sich darauf einläßt, für eine Reihe von Jahren regelmähige Erübrigungen in dieser Höhe heute schon als Zeichnung für Kriegsanleihen festzulegen, so braucht man seine Wirt« schaftliche Kraft nicht zu überschreiten und braucht auch sonstiges Vermögen nicht heranzuziehen, wenn man es nicht leicht flüssig machen kann oder will. Wir wenden uns mit dem Angebot der Kriegsanleihe-Verstcherung an solche einsichtigen Kreise. Anläßlich der S. Deutschen Kciegsauteihe führten wir diese erleichterte Zcichnungsform ein; eine große Anzahl anderer deutscher BersichcrungS- anstalten ist mittlerweile unserem Beilpcile gefolgt; sie bieten teils in Formen, die den unseren nachgebildet sind.! teils in eigenen neuen Tarisen vorteilhafte Möglichkeiten, � die ZeichmingSkraft des einzelnen aus Grund seiner künftigen Etnnahmen zu vervieliältigen, seine Beteiligung an der Zeichnung zur höchsten Wirkung zu bringen. Voii unserer Einrichtung haben bis heute mehr als 35 Mb Deutsche Gebrauch gemacht. Auf Wunsch senden wir Formulare und Auskünfte, auch zahlreiche Bankinstitute haben unsere Drucksachen auf- gelegt und vermitteln die erleichterte Zeichnung durch KriegSanleihe-Versicherung bei unserer Gejelljchast. Biezdorl-Lüd � Kanlütiorf-SUrl in der Rähe p. Bhs. Sadowa r]3L von M. 25,— an. unmittelbar angrenzend an den im M« Karlshorst. Grone Gntwicke- lung der Kolonie in Aus- ficht, daher in kurzer Zeit bedeutende Wertsteigerung zu erwarten. Auch GzrtösiprilisMs zur Anlage von Obstgärten. Bestes Garten- und Gemüse- land, teils an gepflasterter u. regutterler Straße mit Gas- und Wasserleitung. Kauisdort-Nord. am Bhs. beg TR. von M. 35,— an. Petershagen, Bhs. Fredersdorf. JL DonJUi. 20,— an. Biesdorf-Nord, Ätnt. d. Stadt- bahn, fjSH. von 1)1. 40,— an. Günstigste Zahlungsbeding.I Austünite an den obigen Bahn Häsen und bei der Eigenbeiin-Geseyseball, Berlin NO 43,* Waren- haus Deutsche Lebensversicheruugsbank Arminia" Miengefellsihast in München. 531- am Bahnhok Wedding. 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Reetz, Sieger, Helf«. » geb- 4. 7. 1884 zu Putz. --Wef©ä!m5 Goldschmied, geb. 28. 7. 1883 zu Berlin. Ehre ihrem Andenke« I Tie Ortsverwaltvng. 1 119/10 Freie Turncrschaft Neuköün-Britz. Mitgl. d. Arb.-Tupnerbunilea. Wieder haben wir den f chmerzlichen Brr.ust zweier l braven Mngiicder durch den i Völlcrlricz zu verzeichnen, s Der Turngenosse Erleli ßsrlsehak fiel in den Kämpfen im 5 ' Westen; 1185/®[ der Turrigenofse � Erich Fulile vernarb in einem Lazarett.| Ehre ihrem Andenken! s Ter Vorstand. verdZlia ilee LliresiZZllgetteNteo geuttchisnä!. Ortsgruppe Llrotz-Brrstn. Am 10. d. R. verstarb Ä; ; nach kurzer Krankheit unser it Mitglied . Mannes Prasi |(Ltädt. GaStverle Berlin) im 45. Lebensjahre. ) Ehre feinem Nobrnkr«: I Die Beerdigung findet am 'Montag, den 14. Okiober, j nachmittags S'/, Uhr. aus 1 dem Markus< Kirchhol in : Hodenschönbausen' sWü- ■ helmSberg) statt. Um zahlreiche Beteiligung ersucht 4k>/18 LI« 0rt»irvaIlllag e CcrJfnd dfrfatrüiärbcllcr'■ ßeaticlilaüds. fl Ifwwaltang GrcB E Tiiarhruf. Rm 2. Di tobet verstarb 5 [ unser Mitglied Paol Grahne. Rm 4. Oktober unser Mit- i s glied Äona Rose. ®örc ihrem Rudeiiken! s 55/15 VI« Orisverwaltung. ■■■■««■■■■aBaaBogHBHmx! Insolge der Krippe starb S mein lieber Mann und un> j vcrgetzlicher Vater meines ! einzigen KindeS, der Land. ' stnrmmana 352db Otto kKrtsck tm ibr-eaSIazarett am s. Ol- tober 1918. DteS zeigt liefbetrübt an seine unvergetzliche Frau und Tochter Jrmchri,»ebst allen Benivandten und Bekannien. Memi Liebe iöimlc Wunder tun— Und Tränen Tote wecken— So würde Dich zetiebleS Herz— Nicht nemde Erde decken. ,■< Dir der Fi-icde. Uns der Scbme, SoziziSemsdksl. Senkra!- Sahtvtr.ceitow-llces'lou!. OrtSverein Renkölln. Den Partetgenofleu die i l traurige Mitteilung, daß der l ! Genosse Willislia Kiesswetler (16. Bezirk)) j an den Folgen cineS bei i i den Kämpfen im Argonner- ! walde eihailenen Artillerie- s ! trcficrZ gestorben ist. Der Verstorbene war bIS I zu seiner Einberufung lang- jähriger Funktionär sowohl« als Bezirtssiihrer und Vor- f siandSmitglied und war stetS! eifrig bestrebt, die Organi- iation zu fördern. Ehre seinem Rnbenkrn k Die BczlriitleMung. 1 Am 10. Oktober, abends i 0,8 Uhr, entschlief sanft nach' j kurzem, schwerem Leiden j ■ mein inniggeliebler, guter j | Mann, der Schristsctzer !(a5j �0MSlec!L l im 48. Lebensjahre. In tiefstem Schmerz iicienfc Ieo«3t, tt-.üt, geb. JturlcnUo. verlin, Bornholmrrstr. 14. 1 Die Beerdigung findet am/ ! Montag, den 14. Oktober, i ! nachmittags 4 Uhr, oon der k \ Leichenhalle des Friedhofes I ! der Kreiceligiösen Gemeinde ( aus statt. 5051 1 .... Allen Freunden und Bc- plannten die l> aurige Nach- g H richi, dah der Schlosser �lderiElsiiendarg! " geb. 81. August 1858, am 12. Oktober 1918 dahingeschieden ist. Nnäscherung I wird noch bekannt gegeben.! Dies zeigen an stamtiie Ä. Troizrndurg! \ Nciilölln, Anzenaruberstr. 13. j Walter Etmzenbnrg zurzeit im Felde. Allen Freunden und ! kannten die traurige N I richi, dah mein heizensguter, I , inntgstgeliebter Manu, der» I Landsturmmann ilM Graswald s Inh. des kbisernen Kreuzes. i»ach dreijährizen Kämpfen\ | bei Hervrlle lnirch Austch- j \ Granate am 23. September t gefalleu ist. 84 kl Ü " Im tiefsten Schmerz Die lrauerndc Witwe tzieta Urunwald, ' geb. Kloz, Briher Slrafic 16. j ! Lieber Alfred Ichlaj in Ruh'j f meine Liebe»deckt Dich z» ,! Am 10. d. M. verichici 0 janft nach kurzem aber! .i«chwcrem Leiden unser iteder! st Bruder. Schloaßer u. Dnirl, -s der Schleisermeister / Ernst Koipp?! im 54. Lebensjahre. 71A> Berlin, 12. Ollober 1918. j Im Namen der Hinter- Nachruf. Bor kurzem starb ftirs j | Pateriand in einem deigi- j che» Lazarett an Lungen-> � cnizündung unser lieber- ! Epoitsgeiillsje, der Ar- s mierungSsoidai GeorF zaimus. � Wir werden dem Eni- i I Ichlajcucti ein treues An- Z - gedenken bewahren. 287/tb � ' Segclklub IBLI Grüna«. � bliebene» Franz Knlppel, Oranjenstrafie 4. Die Beerdigung findet am f Dienstag, den 15. d. M..i nachmittags 4 Uhr, von der j Leichenhalle der St. Simeon« zemeinde in Berlin- Britz, Ter-tpelhofer Weg, aus statt.! LsnßLrclior Voi-wants-LiictoLt. M. d. v. A.-E.-B. Als weiteres Opfer des I l Krieges starb im Lazarett! ! unier ireueS Milglicd Gesrg Iflmus. j Ehre feinem Andenken k< i"1425 Ter Vorstand, j SeLkichek filflaHarbciler- ßerbard. Verv/attunpsstel!« Berim. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß linser Kollege, der Former Fritz Klein am 7. Oktober an Lungen- entzündiing gestorben ist. Die Beerdigung finde! i am Sonntag, den 18. Ok- i lober, nachmiltagZ 3 Uhr. " von der Leichenhalle deZ KirchhoscS m Borsigwalde auS statt. Den Mitgliedern ferner! zur Nachricht, daß unser s Kollege, der Schlosser Franz IMan! f am 9. Ottober an Tnber- tulosc gestorben ist. Die Beerdigung findet am! . Dienstag, den 15. Oktober, i } nachmittags 3 Uhr, von der g ; Leichenhall« des Dankes- ! Kirchhofes aus statt. Den Mitgliedern ferner l I zur Nachricht, das; unser ' Kollege, der Metallarbeiter- Dtlo Sieks | am 10. Oktober an Grippe| 1 gestorben ist. Die Beerdigung findet! s Montag, den 14. Oktober, i l nachmittags 3 Uhr, von der I Leichenhalle des Kirchhofes\ | der HeilandS-Gememde iu I j Piöpeusee auS statt. De» Mitgliedern ferner l ] zur Nachricht, daß unsere> ' Kollegin, die Arbeiterin Ärm Helölze ; am 10. Oktober an Grippe j I gestorben ist.■ Die Beerdigung findet am i i Mittwoch, den 16. Ottober, j ' nachmittags 31/, Uhr, von| j der Leichenhalle deS Fried-' \ hoseS in Ahrensfelde aus statt. Abfahrt deS Fuges 2.074 \ ab Gchlesischen Bahnhos. Rege Beteiiignng wird er- f i wartet_ 119/11 1 Nachrti!. Den Mitgliedern ferner | zur Nachricht, dag unser | Kollege, der Gürtler Reiarld! Bohle I am 2. Oitober an Alters-\ j schwäche gestorben ist. Ehre ihrem Andenke»! 01« OrtSTcrwcllung.! Am DonnerS lag. den j i 10. Oktober,»erschied nach j i turzcm Krankenlager ai!! s Lnngenentziindnng unser i s lieber Kolleg« und Mit-' ! arbciier, der Buchdrucker 'SM? Komszefsli ! im Aller von 29 Jahren. Wir werden ihm e!n! ! dauerndes Andenken be- ! wahrem S553b s | Tas Berf«n«l der Buch-! \ drnckerei Strang LU-E.! Die Beerdigung findet am, j Montag, den 14. d. MtZ.,< f nachmiltiigS 2�/, Udr, von| j der Halle des alten Thomas- � Kirchhofes, Reulölln, Hhi- - mmmstrafie, aus statt. j»«kein Ber!1«cr BudxSrudi' UZzichlncnmkiitei'. Den geehrten Mitgliedern s \ zur Nachricht, das, am Witt-° \ woch früh S'/j Uhr unser | lieber Kollege Mir Kßnasxswsö j nach kurzer Krankhett ver- \ starben ist Die Beerdigung findet am l Moniaznachmittag 2ll, Uhr |»ion der fieichcnbaflc deS j allen ThomaS-KirchhoseS in . Neukölln, Hermannslrake, \ aus statt. Zahlreiche BeteiNgmig er-\ | wartet Der Vorstand. � kstLest'mln„Oorelrt»" Hiorourtb machen wir 1 unseren Mitgliedern die k iraurige Mitteilung, dah\ unser Sport genösse Erich Kaiser i am 8. d. Ml»., an der sich j im Felde zngezogeneN Kraul- 1 I heii gestorben ist. j Wir werden ihm ein i s ehrendes sindenteii dewahren\ Der Siorstaud. Nachruf. f Am SO. September fiel In! 'ten Kämpfe» im Gesten- / unter iieder Kollege, der j t Werkzeugmacher 77 kl f ; Ericii Ü'äier | im Alter von 28 Jahren. Wir iverden fein Andenken] | stets in Ehren halten. Biß Icücp öep D.W. F. Kugellaserwsrk Wittenau Afatlg. Werkzeufba« I. Nach sünfmonatiger | banger llligetviszheil '«rhikltcn wir am j 4. Sehiembcr die traurige Nachricht, daß mein über ! alleö geliebter, hossuungS- - voller, einziger Sohn, unser i herzensguter Bruder, illisev ! unoergefiltcher Schwager und I geliebter Bräutigam, der ! Ärenadierr K�r! Lchneliisr l. Bataillon Lcib-Grenadicr- i lstegimcut Nr. 8, 4. Komp.. 1 im blühenden Alter von ; 82 Jahren am 4. April 1918 i a!S Ovser dieses grausamen l WeitkriegeS gefallen ist. Deine Dich nie vergessende f Mutter Witwe Lütke Schneider. Anna Grzeskiewtsz geb. Lehnvilioe, / Luise Ott o geb. Schneliier als Schivestern. Wilhelm Otto s alS Schwager. z.Z. im Felde. Joseph Grzeskiewisz als Schwager. Martha Krause als Braut. «erlin 80 33, ! Forster Str. 2. 85596 s Du warst unser Trost in schweren Tagen, | Du einziger Sohn und Bruder Dm | Du haltst uns misre Lasten tragen ! und gingst sstr uns zu früh f zur Ruh. ; Nun ruhst Du schon ein halbes Jahr in Frieden ! oon allen Erdenleiden au»/ | es war Dir leider nicht be> schieden ! ein Wieder! ehn im Mutter- Haus. Mein lieber Sohn Berlins Matmtes ZtWMseW Kr snlkltsslp Waren Alexanderstr* S4 1 UÄ�arJi 4" aeue Formen Ü ; beste Stoffe. JUlMeU-Xki Jliche sanft in Feindesland. � I KSSLVellös. ' Tieferschüttert erhielt ich s seht erst die traurige Nach- > richi, das, mein heiggeliebter. ! unoergexlicher Mann, der > Ulan toph Kasper i im Lazarett in Durazzo in> ■■ Albanien am 2. September I j als Opfer des Weltkrieges' ; gestorben ist. In tiefstem Schmerz Zka?-io Ma-pv? geb. Atieitit, Marienburger Str. 28. j Du bist so schwer von mir j geschieden, ! Du treu geliebtes Herz. Du hast jetzt Deinen Frieden! j und ich den biltern Schmerz, i \ Magst auch in fremder Erde! > zur Äiuh' gebettet sein, j Dil wirst in meinem Herzen ! doch nicht vergessen fein. \ Nun ist's vorbei, nun kann's nicht mehr geschehn, I wie Du mir immer schriebst: j sttrs ein gesundes Wiedersehn. \ Du hast geschafft sür unser 1 och so kurzes Gluck,! > nun kehrst Du nimmermehr j � in Dein Heim zurück. i Wir waren beide ach so glück- I sich, doch grausam griff das! ! Schicksal ein; nahm-mir-: mein Liebste« hier aus Erden i und nun bin ich im Sä, merz i z allein. Ich kami eS nicht. ! saflen. das. Du durch ftemdc j Schuld Dctti junge« Leben j , inilhiest lassen. Du bist mcht j ! lot, schloß auch Dein Auge j i sich, in meinem Herzen lebst Du ewiglich.— Du Ivai sl, zu gut, Du starbst so früh, s wer Dich gekannt, vergißt Dich nie. Kein Fiedn, lein' I Jammern gibt Dich mir Z f zurück: vorbei ist Hoffming. s ! Liebe. Gtück l 854lb j vesttcher �i'8i,5pskt«kde!!en't!'d»n�. \ BezirkSoerwalt. Groß- Berlin Den Witgiieder n.�rr Nach- i i ichl,«aß unier Kollege, der ! Jndustcre-klrbeiter LlisKtlM KüWgssss s am 9. Oktober im Alter \ von 55 Jahren verstorben ist. � Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findcl am ! Montag, den 14. Ottober, ' nachmittags 2'/, Uhr, von der j Leichenhalle deS Georaen- > Airchhoses, MreisSwaleer Sttaße 229/234, aus statt. I 64/3 Ois Orttrorwaliung AmM.itwoch, den S.Dftbt., vetstarb nach kurzem, schme- rem Leiden unsere liebe Tochter und Schwester, incinc geliebte Cousine Einige BlSmel. im blühenden Alter von � 122 Jahren. In tiefstem Schmzrz Die trauernden Hinterbliebenen - llrnzk stlZinet als Bater, ! Emil Kilmsl alä Bruder, ! Emmy Swmrl als Schwester. s S eetevii riavieon gsh. Hoch als Cousine 8Stl Die Beerdigung findet am i Montag, den 14.. nachmittags ! 1 Uhr. von der Halle des i FriedhoseS am Mariendoljcr l Weg au» swtt. DWWW�IWWW tlis js�s KelZZöZiliNt. wnehrae Ässfcna, Reizende iaekfissli-ila'sel und SoslQme |?| Riesenauswalii in nur erstklassigen Erzeugnissen! r. Gai� vlöelich und un- i ! ettvarlet starb im Lazarett|! zu Eedan mein lieber Mann.' «n(et guter Bater, der| vlonier 96 A! Dies zeigen in unendlich großem ü-chinerz an Die ti anernde Gattin ähnna sciv.aw'a-sttS? Ilesbit z l)ankra«?unF. Für die vielen Beweise herz. sicher Teilnahme beim Heim- guiige unsere« teuren Enischla- isnen sage ich allen ver- loandten, Freunden und Be. kannten sowie den Kollegen der Firma C. P. Goerz. dem Deut- ichen Metallarbeiterverband und den Hausbewohnern unseren innigsten Dank.- 9SSl Frau Lampe ___ nebst Kindern. Allen verwandten, Besann. ten, Freunden und Kollegen sage ich aus diesem Wege für die herzliche Teilnahme bei dar Ein. Sichening meines geliebten Manne««td treusorgenbeil Vater« Z558d Hans Lesse! unseren ausrlchiigst-n Dank Martha Leisel und Hildegard alS Töchterchen. Triststraße 43. k>r. zssÄ. Owaitz» veh. schnell, ßrünW., rs�st. schmerzlos u. ohne BeruSWe. b«»zdis»d».,ZcnwItsistT. xesi««« bmA-, tivw«-, kaeeiouZokÄ!!», öde. Gi'vrodtaii» A»S»»d«v tisrn- uint AchE. m«Ä. Sur. 10—1«. 4—3, Somit. 1«— 1 SpszUUrzt g R i'. iniM!. Rr.f hi-n für jK S lieschlsohUkcaiiklult»«. a | Haut-, Hara-, Fraoeislei«»)!, B 1»f rv3s. SeiiwSciia, kost, i krsake. Boliandiimg schnal],sioi*e«- u.»«h»nerz- loa oline Boraf.tätfim-.j i in ür. KomeTapÄ 41». j konz.Labor.f.BlQCTinters.. f Fäden im Harn usw. «•ogonüb. Panoptkk. j Dautfagung. Für die vielen S'weise herz« sicher Teilnahme bei der Be« erdigunq meiner lieben Frau, guten Mutter. Schwester, Schwä- gerin und Tante, sage ich allen verwandten, Bekannten und Hausbewohnern, sowie dem Ge» nossen W. Stenzei für die trost- reichen Worte am Ärabe, im Namen aller Angehörigen un- sercn herzlichsten Dank. Leider war es mir nicht mög. ttch, allen Bekannten von dem Tode meiner Frau rechtzeitig KenntttiS zu geben, da ich erst ewige Stunden vor der Bb- erdifzung aus dem Felde aus Urlaub eimras und mir von dem so unerwarteten erschüttern. den Ereignis Kenntnis wurde. I» ttesster Trauer Landsturmiman» KLüvll MZedei, zurzeit aus Urlarb, Berl.-Schöneberg, Kricinhlldstr.2 ber FHÄ&II, I. iöfl 1 S'Iümw Spr, 10-1 n.6-S, Sonnt, 10-1.{ Hsnorar fflUlg, a. Toi Ir.-ist! Sefiarateä Ciimjinziminer. »«hMDlßfstf lWWi.. Speziikrzi l>r. icnd. FiwÄtotr.MÄa »estanst. i>on»»vsM», Hont. stj-z.! »r»»!. fiÄie. Sch-na-zlaic. iüozesie 'Sisiantst«.»iuie BervssAt,»»!;. B äh. T-Azahln,,«. Kprechstlmd»« 11 "A* 1!!N» 5— 8. Sonnt. 11—1. ich bin zurück ipgsteS&rst Sr. med. Hectenisl mmMSSSSt� MrSjüchille.Hariwi.FraneBlaBliiR aiutiintorsueiumjea. Soi.nssl«, slohera, sostmgrzlaae flvstiir.ß »st«» Bcruftatfning.TaDzshluitf i v/aipen en jror Einzehsrkaf ««VÄ iiiirtSItr.ZIKn bsin La:: er., II. Stock ßlftS E8R2tt all! Firma untf Hausnummer L* ül zti ac:,tef!- j¥ honbejl rojigen'/sir-J /ruhesisrlifonä mwcA /■�arKe .Vbif�ch" Frauen-®� Seil-Igsüint| : SsrflnW, PoisiBrnsi- Str. 36. i'i- äfwte Erfolg« seit 25 FabrenD SPtMlhkhMiasg' MirvSsar fsMZlSillSR. KraaVieitan d. EnUYicklung|| u. waeftedfahre durch ! KAitaje, W«sseH)3{!veri. sz ! S9«!rahl., El#*tro;horapl9, 1, 1 RSWgsabaehErüüung.£'1 k>r.ai»l!.l.�lninsr, platt Arzt, g Sprech,. 11-1 u. 1-7 außer W Sonuaben's u. Sonntag, ku Fecnwr.: Km fürst 4981. N Mäßige Preise. W .qfeäSaleJ ZßeÄMrZi ; Gr. Bei Eeintodl, I«W».IIWjUN stzaistül«. Harn-, Frauenleiden, »müäntrrvuöhwnjon. Modernstes e»f«tßr«ichst. Heilperjadren. 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Staatssekretär Lan- sing erklärte in einer Ansprache: Wenn ein neuer Weltkrieg vermieden werden soll, müssen strenge Gerechtigkeit tmd d«s Wohl aller die beherrschenden Gesichtspunkts derjenigen sein, denen die Aufgabe anvertraut ist. den Friedensvertrag zu cnvvcrfen. Und während die strenge Gerechtigkeit durch Gnade gemildert werden muß, sollten dieUrheberder furchtbaren Verbrechen, die gegen die Menschheit de- gangen wurden, nicht vergessen werden. Wenn die Zeit kommt, die Rechnungen abzugleichen, so laßt uns nicht vergessen, daß, während strenge Gerechtigkeit o h n e G n a d e u n ch r i st l i ch ist, die Gnade, welche die G e- xechtigkeit zerstört, in gleicher Weise unchristlich ist. Galfour übe? üie englisthe Methoüe. London, 11. Oktober. Auf einem gestern zu Ehren der amerikanischen_ Journalisten in London gegebenen Frühstück hielt Balfour eine Rede. Er ging aus von der dramatischen Vcr- änderung der Lage innerhalb der letzten sechs Monate, verweilte länger bei der Versenkung des irischen Posrda rupfers und erklärte, daß Deutschland zwar seineVerfassung, aber nicht seine Gesinnung zu ändern versuche. Er könne nicht glau- den, daß diese grausamen Verbrechen Monat für Mo- nat wiederholt werden könnten, wenn sie nicht dem Volke ent- sprachen, das sie begehe. Balfour fuhr fort: Wir streben nach einem gerechten Friede«, aber ein gerechter Frieden ist nicht leicht zu. schaffen. Di« Deutschen rechnen fetzt auf Eifersucht und Uneinigkeit zwischen ihren Gegnern. Niemals ist eine Berechnung oberflächlicher gewesen. Ich glaube, daß die Zivilisation fortschreiten soll, indem man den Nationen er- Ein polnischer Aufruf. Mr daS ganze ungeteilte Polen. Sämtliche in Deutschland erscheinenden polnischen Blätter veröffentlichen folgenden Aufruf zur Friedensfrage: „Nach über vier Jahre lang tobendem Kriegsschrecken und inier nveßlichen Leiden, von denen die besten Kräfte der Menschheit vernichtet werden, tauchen aus dem blutigen Chaos die Konturen einer«euen Weltordnung auf der Basis der Gerechtigkeit und des Selbstbest'.mmnngsvechtes aller Völker auf. DaS im Sinne obiger Grundsätze festgelegte Programm eines dauerhaften Friedens, daZ_ in den bekannten Erklärungen des Präsidenten Wilson enthalten ist, wurde nunmehr auch durch die deutsche Ne- gierung, wie es aus der letzten deutschen Friedensnote vom b, Ok- tobcr INS zu ersehen ist— angenommen. Demgemäß bat auch für uns Polen die Stunde geschlagen, in der wir unsere Stimme er- heben müssen, um die unverjährten Rechte der Nation zu fordern. Die Teilung Polens war dte krasseste Vergewaltigung der internationalen Gerechtigkeit in der Geschichte der Neuzeit und da. durch schon wurde sie zur Hauptquelle dieser Gewalt- und Be- drückungSpolitit, die in Europa den Herd ewiger Unruhen bis in die beutigen Tage hinein bildete. Wer also aufrichtig und ehrlich die Hand zum Ausbauen einer neuen, auf der Achtung d«S Rechtes basierten Zukunft der Völker minmlcgen will, der muß die Restitution deS de» Polen zugefügten Unrechts cus erst«, unerläßliche Bedingung dieses großen Werkes betrachten. * Nur dte Vereinigung zu einem ga n z« n, alle-r rn den polni» nÄibern''wohne'nben liw'tic'VtfLvn"Jiiöf.':"'ftVir Staate? besitzen, kann die Gewährung eines dauernden Bündnisses der Völker bilden. Tai;, hat der Präsident Wilso« anerkamrt. indem er t« seinem FriedenSprograrnm die Bildung eines unabhängigen, auS allen polnischen Landesteilen zusammengesetzten und ei« eigene Meeresküste besitzenden Polen? aufstellte, als eine doe Grundkngen ebner gerecht«:, internationalen SSe.Itonduung. AuS der Taffache, daß die deutsche Reche rung da? Programm Wilsons ohne Vorbehalt als Grundlage der Friedensverhandlungen angenommen hatte, mutz man folgern, daß sie mit den Richtlinien dieses Programms in bezsig auf die polnische Frage, einverstanden sind. Die Wichtigkeit dieser Stellungnahme hat mit Nachdruck der Verveter der polnischen Fraktion während der historischen Reicks- tagsfihung vom 5. Oktober d. I. festgestellt, indem er darauf hin- wies, die Regierung habe dadurch zum ersten Male anerkannt, daß die Bkltrebungen des polnischen Volkes, die die Vereinigung aller polnischen Landesteile zu einem unabhängigen Staate zur Grundlage haben, vollberechtigt sind. In diesem, über unsere Zukunft ents. leider. den Augenblick bildet da? ganze, alle polnischen Landesteile bewohnende Volk in allen seinen Schichten— von einem gemeinsamen Gedanken beseelt— ein großes, einiges und festgefügtes nationales Lager. Wir die zu Preußen gehörigen L.rndeSteile betoohnenden Polen stellen dieses Einverständnis und diese Einigkeit durch die Unterschrift aller unsere leitenden polith'cheu Organisationen, aller polnischen Parteien ohne Ausnahme und der ganzen Presse als AuS- legeren der öffentlichen Meinung fest. Indem wir dieses Einver- ständniS und diese nationale Einmütigkeit feststellen, betrachten wir es als unsere Pflicht, die Stellungnahme unserer parlamentarischen Repräsentafton vom 6. Oktober durch einen gemeinsamen Willensakt zu bekräftigen und erklären feierlich, daß wir in dieser großen und verantwortlichen Stunde der Weltgeschichte voll Vertrauen die weitere Leitung der Politik im Sinne der berechtigten Interessen der unwandelbaren nationalen Ideale in id« Hänoc unserer Abgeordneten sowohl im Land- als auch im Reichstag« legen. Die polnische Nation, die in diesem Kriege gleich allen krieg- führenden Völkern, die schwersten Opter dargebracht hat, ersehnt einen dauerhänen und alle Völker beglückenden Frieden. Die Polen bleiben so wie sie bisher waren auch in der Zukunft ihrer gstr- reichen Ueberlieferung treu, die seit dem argen rot der Gesch. hte von denselben Idealen der Freiheit und der Verbrüderung der Völker bestrahlt sind, deren Triumph heute aus der Saat der un- schätzbaren vergossenen Blutströme hervorspricßt. Untier dem Banne dieser Grundsätze wird da« vereinigt« und unabhängige Polen in den Verband der freien Völker eintreten, als aufrichtiger und unbeugsamer Verfechter der Toleranz nach innen und deö einträchtigen Zusammenlebens dec Völker nach außen, ge- maß der großen Losung unserer Väter: Freie mit den Freien, Gleiche mit den Gleichen. Es folgen die Unterschriften aller polnischen politischen Organisationen, Wahlkomitees und Parteien sowie aller pol- nischen, in Deutschland erscheinenden Zeitungen, ohne Aus- nähme der Parteirichtungen. Bemerkung der Redaktion dcS„Vorwärts": Ter drei- zehnte der vierzehn Punkte Wils«ns, auf den der vorstehende Aufruf Bezug nimmt, lautet:„Ein uuitbhängiger polnischer Staat, der«lle Länder, die von einer unzweifelliäft polnischen Bevölkerung bewohnt sind und der einen gesicherten, freien und zuverlässigen Zugang zur See besitzt und denen politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit sowie territsriale Unverletzlichkeit durch internationalen Vertrag garantiert sein müßte, sollte gebildet werden." laubt, jede« ihr besonder« Genie auf seinem eigenen Wege zu entwickeln. Wenn ich die Macht hätte, würbe ich versuchen, wo» die Dent- scheu versucht haben, einen Kulturtypus über die ganze wider- strebend« Menschheit zu verbreiten. Verschiedene Anschauungsweisen bestanden stets bei den verschiedenen Zweigen der englisch sprechen- den Völker. Aber dieses alles zugegeben, so bestand doch so etwa» wie ein« englische Methode, die großen Angelegenheiten der Menschheit anzusehen, und diese Methode der Anschauungen ist von unendlichem Werte für die Freiheit und den Fortschritt der Welt, und sie kann nur wahrhaft verwirklicht werden, wenn ein« innere Harmonie zwischen allen Elementen der großen englischen Gemein- Wesen besteht. DaS ist meine Ueberzeugung, und wenn irgendein Zweifel daran bestehen könnte, daß dieser Weg natürlich, vichtig und fruchtbar und zum Heile der Welt ist und bestimmt ist, eS dauernd zu bleiben, so würben diese Zweifel durch die Ereignisse der letzten paar Monate zerstreut._ De? französische Senat für Wilson.- Pari?, 12. Oktober. Agenre HavaS meldet: Der SenatSauZ- schuß für auswärtige Angelegenheiten nahm mit lebhaft« Genug- tuung die sehr bestimnrie Erklärung de» Präsidenten Wilson zur Kenntnis, wonach kein Waffenstillstandsvorschlag geeignet sei, an die Bundesgenossen weitergeleitet zu werden, solange die Feinde irgendeine« Teil de» Landes besetzt hielten. Der Ausschuß prüfte die Lage in Kleinasie«»rni- kam g» der Ansicht, baß Frankreich, gerreu seinen lleberlieferungen, im Einverständnis mit seinen Verbündeten die Befreiung der unterdrückten Völker, vor allem in Armenien und Syrien, sichern müsse. Amnestie! Der Koffer hat de« Reichskanzler und den preuhffchen Justizmiuister beauftragt, solche Personen, dir vom Reichsge- richt oder von preußischen Zidilgrrichten einschließlich der außer- ordentlichen Kriegsgenchte wegen politischer Verbrechen und Vergehen zu Strafen verurteilt sind, insbesondere wegen Straftaten ans Anlaß oder bei Gelegenheit von Streiks, Straßrndemonstrationen, Lebens mittelun- ruhen und ahnlichen Ansschrcitnnaen bestraft sind, im wci- t e n Umfange Ihm zur Begnadigung vorzuschlagen. Ein gleicher Auftrag ist von den deutschen Bundes- s fi r ste n und Senaten der Freien Städte wegen der in ihre« Gebieten ergangenen gleichartigen Straftaten ergangen. GrZbaraer über Sie IrkeAensnote. Berlin, 12. Oktober. Die»Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Herr Staatssekretär M. Erzberger, Mitglied de? Reichstages, empfing gestern den Direktor der»Norddeuischvn All- gemeinen Zeitung" O. Stollberg und machte folgende Ausführungen: In der bedeutungsvollen Stunde, in der die deutsche Regierung die Note deS Präsidenten Wilson in klaren und loyalen Worten be- antwortet, muß das deutsche Volk in einmütiger Geschlossenheit zu- sammensichen. Jedermann m Deutli»'(Si«�. vertrauen, daß unsere Not« nur»ach gewisinihafter Prüfling aller MSgiichtc'iten von seitrn aller zustilndige« Stellen beschlossen worden ist. Wer etwa glaubt, daß die Heeresleitung nicht den gleich auSfchlag- gebenden Anteil an der Antwort hatte, wie die politische Leitung, hat von der Art der hier zu lösenden weltgeschichtlichen Ausgabe nur ein« unklare Vorstellung. Der Geist völliger Neber-instimmung, der die gemeinsamen Beratungen de: militärischen Stellea und der Re- gierung über das Friedensangebot vom 4. Oktober beherrscht, ist auch bei der Feststellung der Beantwortung seiner Rückfrag« zutage getreten. Daß die Anttvort von einer Regierung erdeilt wurde, die, wie di�s derzeitige, den Ausdruck des Willens der überwältigenden Mehrheit deS deutschen Volkes darstellt, von einer Regierung, di« nicht nur getragen ist van der Mehrheit de» Parlaments, sondern die diese Mehrheit selbst verkörpert, wird der deut- scheu?tot« Achtung und Glauben verschaffen. Trotz allen Widerstrebens, mit dem die Ententepresse an die sachliche Würdigung der Neuordnung unserer staatlichen Einrichtmigen herantrat, ist nicht zu nee kennen, daß die Einsicht langsam Platz greift im Ausland, daß Deutschland ei» andere«, und daß es au» dem ObrigkeitSstaat zun» BolkSstaat geworben ist. ES ist aber an der Zeit, daß daS deutsche Volk selbst sich der Erweiterung, die seine Rechte auf die Gestaltung seiner Geschicke erfahren haben, klarer bewußt» werbe, und daß eS sich seiner neuen Rechte toert zeig«. Da» deutsche Volk hat seine Ge- schicke in die rgcnen Hände genommen. Diese Umwandlung macht Ruhe, Würde und Besonnenheit zur ersten Pflicht. Wir dürfen dem Ausland nicht den Anblick fieberhafter Spannung und klein- sicher Verzagtheit bieten, sondern müssen im Bewußtsein der Kräfte, di« noch im deutschen Volke schlummern, den weitere« Schritten Wilsons in kühler Erwartung entgegensehen. we!te?e �enSerungen ös? ReichsyTrfasiung Artikel 11 und 17. Die„Germania" kündigt cm, daß mit der Aufhebung dcS Art. 21, Absatz 2 der ReichSverfassung die in Aussicht stehen- den Verfass ungsänderungen keineswegs erschöpft sein werden. Es seien vielmehr noch Maßnahmen vorgesehen, die sich aus eine Aenderung bezw. Ausführung der Artikel 11 und 17 beziehen. Artikel 11 der Verfassung spricht die alleinige Beftlgnis des Kaisers aus,„im Namen des Reiches Krieg zu er- klären und Frieden zu schließen". Mag er auch hierbei in gewissen Fällen an eine Zustimmung des VundcS- rats und des Reichstages gebunden oder materiell durch Reichs- gebetze beschränkt sein, so ist er doch nach dem jetzigen Recht der einzige völkerrechtliche Vertreter ües Reiches. Nunmehr soll nach den Angaben der„Germania" die Mit- Wirkung auch des Reichstages bei der Entschei- drmg über Krieg und Frieden in der Verfassimg festgelegt und deutlicher als bisher zum Ausdruck ge- bracht werden. Praktisch sind ja auch schon die Friedensverträge von Bukarest und Trest-Ästowsk dem Reichstage zur Ge- nehmigung unterbreitet worden. Art. 17 der ReichSvcrfassung stellt f«st, daß die Änordnun- gen und Verfügungen deS Kaisers zu ihrer Gültigkeit der Ge- genzeichnung des Reichskanzlers bedürfen, welcher dadurch die Mitverantwortlichkeit übernimmt. Tie Verantwor- tung des Reichskanzlers steht aber heute auf dem Papier, weil .ein die Verantwortlichkeit regelndes Gesetz bisher nicht ex- ilasle« vnrb«. Diese Lffcke soN rtnn seschlosse« Werden. Dabei handelt es sich nicht um eine Verfass ungs- änderung, sondern um die Verwirklichung der Verfassung durch Aufstellung entsprechender RechtSsätze. Es ist überflüssig zu erwähnen, daß die rechtsstehende Presse diese Ankündigung mit einem neuen Wehgcheul auf- nimmt und über den„Abbau der Monarchie" zetert. Einen besonderen Scherz leistet sich der„Lokal-Anzeiger". Mit großer Rabulistik sucht er nachzuweisen, daß die Aufhebung des Art. 21, Absatz 2 einen antidemokratischen Charakter" trage. Ter „L.-A." fft ein ausgesprochen antidemokratisches Blatt. Wäre die Aufhebung des Art. 21, Absatz 2 zur Ermöglichung des par- lamentarsschcn Systems wirklich antidemokratisch, so müßte er also sehr zufrieden damit sein. In Wirklichkeit aber ist er sehr unzufrieden. � Da ist die Aufhebung am Ende doch nicht anti- demokratisch?_' Der neue Ghef ües Kdegsamtss. Berlin, 12. Oktober. Generalmajor Ulrich H o f f m a n n ist zum Chef des Kriegsamtcs ernannt worden. Konservative Worte. Die Dentsch-Koniervative Fraktion deS Reichstages bat zu den Verbandlungen über die Beantwortung der Note des Präsidenten Wilson folgende Erklärung beschlossen: Unser« Heer« stehen noch immer weit in Feinde» Land. Die Räumung de« besetzten Gebietes, ehe ein ehrenvoller Friede und die Unversehrtheit de» ReichSgevieteL gesichert sind, kann verhängnisvoll werden. Jede Preisgabe deutscher E r d e ist mit D e nt s ck- l«nds Ehre unvereinbar. Weite vaterländische Kreise er- warten mit uns eine Erklärung der Regierung, daß sie hieran unverrückbar festhält en wird. Da« deutsche Volt ist enu'chlossen, den heiligen Boden des LaierlandeS bis zum Letzten z u verteidigen. Bisher haben die Konservativen nur gezeigt, daß sie zur Rettung de» Vaterlandes nicht einmal bereit find, auf hre polltischen Vorrechte im Innern zu'ver- zickten. Was nützen die großen Worte, zu denen die Taten durchaus im Gegensatz stehen?_ parteihaß vor Jrküenl Pcm zuverlässiger Seite worden wir ans einen Plan aufmerk- sam gemacht, den einig« Unabhängige in Berlin— wir nehmen an, nicht die Verantwortlichen Führer— auSgoheckt haben. Diesen Leuten erscheint als das wichtigste Gebot der Stunde di« Kompro- mittierung der gegenwärtigen Regisrung. Man will in nächster Zeit in Berlin irgeildweiche Kundgebungen veranstalten und dabei ganz bewußt ein Eingreifen der Polizei provozieren. Von dem traditionellen Ungeschick unserer ausführenden Polizeiorgan« erhofft man dann Zwischenfälle, die in möglichst starker Aufinachung gegen die jetzige Regierung ausgeschlachtet werden sollen. Die Plänemacher sind offenbar Leute, die der Parteihaß um jede» Denken gebracht hat. Bei nur halbwegS ruhiger Ueberlegung Müßten sie sich sagen, daß«in derartiges Vorgehen in erster Linie die von der Regierung eingeleiteten Friedens- Verhandlungen auf das schwerste schädigen muß. Dem Friedensangebot der neuen Regierung bat auch der Wort- führer der Unabhängigen im Reichstag, Abg. Haase.auSdrück- lich zugestimmt. Bisher ist nicht das mindeste geschehen, waS die Unabhängigen zu dem Vorwurf berechtigen konnte, die Regierung arbeite nickt ernsthok- tatzkrüftia auf.�yn Frieden� hiu.�. Sollren sie«nn wirklich ans Partei haß K r i eg s v« r I än g e rer werden? » Einen gelungenen Witz leistet sich ein Flugblatts daS dieser Tage in verschiedenen Fabriken verbreitet wurde. ES enthält neben andern gleich ernst zu nehmenden Anregungen auch die Aufforde- rung zum Munitionsstreik. Ten„MuiittionSstreik" werden wir nun wirklich früh genug bekommen, da bekanntlich der Waffen» stillstand und die Friedensverhandlungen vor der Türe stehen. Tann wird d i« ganze Munitionsindustrie ihre Arbeit einstellen, und waS dann mit ihren Arbeitern wird, ist ein noch ungelöstes Rätsel. Rur die gewerkschaftliche Organisation wird, indem sie einen ganz gehörigen Druck auf die Staatsgewalt ausübt, verhindern können, daß die Arbeiter der schlimmsten Not anheimfallen. Man wird sich bemühen, andere Arbeit zu schassen und den Arbeitslosen Unterstützungen zahlen. Wer sich außerdem für die kommende schwor« Zeit einen Notgrosche» zurücklegen kann, wird gut daran tun! Naive Seelen pflegen zu glauben, loemrem anonymes Mlug« blatt in die Massen geworfen wird, müsse auch irge �ein» geheimnisvolle„Organisation" dahinterstecken. Kemwr der Verhältnisse wissen, daß«ine„Organisation", die Flugblätter vom Schlage deS hier besprochenen in die Welt setzt, nicht existiert. JeW Irrsinnige, der über etwas Geld verfügt, kann sich einen solchen Spaß leisten. Vernünftige Leute wissen von vornherein, was sie von derartigen Erzeugnissen zu halten haben und klären ihre minder klarblickenden Arbeitsgenossen entsprechend auf. Leffte Nachrichten. Abbruch öer üZpZomKtifthen GszuehuKgen ZWischeN Rußzanü imü öer Ukraine. Wie wir vernehmen, find in der hiesigen russischen Botschaft telegraphische Meldungen aus Kiew eingetroffen, lvonach di« ukrainische Polizei nicht nur«ine Reihe von Durchsuchungen im Zug« de? Vorsitzenden der russischen Friedensdelegation vorgenomown hat, sondern auch irnter den im Zuge Reisenden eine Reihe von Verhaftungen vornahm, darunter die eines didlvmatische» Kuriers mit diplomatischen Akten. Weiter unternahm die ukrai- nische Polizei ein« Haussuchung in der Wohnung der Frie- denSdelegation und deS russischen Konsulat» in Kiew, wobei ein« ganze Reihe von Konsulatsbeamten und von Mitgliedern der Diplomatischen Misston verhaftet Ivurden. Diesen Ereignissen wird in russischen Regiernnzskreisen ein« überaus ernste Bedeutung beigelegt und die Meinung wird vor- treten, daß si« einem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen Rußland und der Ukraine gleichkomm«. ES wird weiter darauf hingewiesen, daß sich di« russische Frie» denSdelegation erst entschlossen hat, sich nach der Ukraine zu begeben. nachdem Deutschland eine formelle und durchaus offizielle G a- ra n t i« für ihre Sicherheit gewährt hatte. Ein litauischer Nationalrat. Bern, 12. Oktober. Die Delegierten der litauische« National- räte Europas und Amerikas, die in Lausanne versammelt waren, beschlossen, einen obersten Litauischen Nationalrat zu schaffen. D'e Aufgaben des Rates sollen in der Zufammenschlietiung aller Be- strebnngen der Litauer Europas und Amerikas zur Errichtung eiucS vollständig unabhängigen litauischen Staates auf breitester d«m»> kratischcr Grundlage boswhcn. GMkffchlHsbMMNg- Mißachtung öes Kriegsernährungsamts SWenübsr öem Schlichtungsausschuß. LAOV Personen fordern(Schaltscrhöhung nebst TcuernngSznlagen. Tie Angestellten einer KriegSgesellschaft, insgesamt 1S00 Perionen, forderten eine Gehaltserhöhung neöst Teuerungszulage. Die Verhandlungen hierüber gestalteten sich im Kriegsausschuß für die Metallbetriebe Grcfe-Berliuz äußerst langwierig und mußten mehrfach vertagt werden. � Tie Leitung der Kriegsgescllschast er- klarte, es>ei ihr eine bestimmte Grenze gezogen durch Anweisung oes K r l e g S e r n ä h r u n g S a m t s, dem diese KriegSgesellscl'aft unterstellt ist, und sie könne deshalb den Anforderungen der An- gestellten nur iiisoweit nachkommen, als damit nicht die ihr ge- zogcne Grenze überschritten wird. Durch diese Erklärung sah der KrtegZausschutz. daß der Vor- stand der Kriegsgesellschaft nicht eigentlich der ausschlaggebende Arbeitgeber ist, und die Leitung der KriegSgesellschast wurde des- halb ersucht, das KriegsernährungSamt veranlassen zu wollen, als der eigentliche Arbeitgeber zur nächsten Sitzung des Kriegsaus- schusscs zu«scheinen. Leider ist das vom KriegSernährungSamt abgelehnt war- den. Ter KriegSansschuß hat über dieses Verhalten des Kriegs- ernährungSamts sein lebhaftes Bedauern auZaesprochen und war der Meinung, daß Behörden, wenn sie als Arbeitgeber in Frage kommen, es als ihre selbstverständlich« Pflicht betrachten müßten. den durch das Hilssdienstgesetz gegebenen Verpflichtungen der Ar- beitgeber nachzukommen und gegebenenfalls vor dem EchlichtungS- ausschuß zu erscheinen. Daß dies das Kriegsernährungsamt nicht getan hat. wurde al? eine Mißachtung gegenüber dem SchlichtungZauSschuß betrachtet. In der Sache selbst fällte nach längeren Verhandlungen der Kriegsausschuß folgenden Schiedsspruch: Sämtlichen Angestellten wird ein« Teirerungszulage, den Ledigen 40 M., den Verheirateten 70 M., pro Kind 20 M.. gezahlt. Etwaige gezahlte höhere Teuerungszulagen sollen hierdurch nicht gekürzt werden. Die Teuerungszulage soll rückwirkend vom 1. Sep- tember denjenigen gezahlt werden, die schon vor dem 1. Juli 1918 bei her Gesellschaft angestellt oder beschäftigt waren. Diejenigen, die nach dem 1. Juli 1918 eingetreten sind, erhalten die Zulagen vom 1. Oktober 1918 ab._ Eisei-bahnerforderungen! Der Deutsche Ei s cnbahn er-Vcrband hat am 11. OAober 1918 dem Minister der öffentlichen Arbeiten in Preußen und Ehef der Reichseiscnbahnen in Elsaß-Lothringen folgende Anregungen und Wünsche— betreffend Verbesserung der Lage d-S Eisenbahn- Personals— unterbreitet: 1. Im ganzen Bereiche der Preußisch-Hessischen Staatseisen- bahnen und der Reichseisenbahnen in Elsaß-Lothringen eine all- gemein« VerflVrzirng der BflJMSe* MenfSxmer �ertckjofBlfrat, der- «rt, daß zunächst in keinem Dienstzweige die durchschnittliche wöchentliche Dienstdauer mehr als 04 Stunden beträgt, und weitere Vorkehrungen zu treffen, die geeignet sind, alsbald nach Friedens- schluß die durchschnittliche achtstündige tägliche bzw. 48 stündige wöchentliche Dienstzeit allgemein einführen zu können. 2. Gleichzeitig mit der Herabsetzung der täglichen Dienstdauer di« Grundlöhne der Handiverker, Arbeiter und Hilfsbediensteten. einschließlich der weiblichen Hilssbediensteten und Aushelferinnen, derart zu erhöhen, daß das gegenwärtig« Lohneinkommen in allen Lohn staffeln und Dienstorten um mindestens 00 M. monatlich er- höht wird, und gleichzeitig dahin zu wirken, daß die Gehälter der unteren mrd mittleren Beamten in gleicher Weise erhöht werden. 3. Di« überaus traurige Lage der Rentenempfänger, inSbe sondere der Altpensionäre, durch angemessene Erhöhungen ihrer Rentenbezüge zu verbessern. 4. Das Stücklohnsystem in den Werkstätten aufzuheben und b. die Handwerker, Werkhelfer und Arbeiter in den Neben- Werkstätten in der Lohnbemessung und täglichen Arbettszeit mit ihren Kvllegen in den Hauptwerkstätten gleich zu stellen. Tie GchaltsScwegung der BernfSgenoffenfchastS« angestellten. Auf die Forderung der BärufsgenossensthastSangestsllien: New regelung und Erhöhung der festen Gehälter und Gewährung einer einmaligen Teuerungszulage find von einem Teil der Berufs- genvssenschaftsvorstände Antworten eingegangen, die Krüg«r, der örtliche Vorsitzende des Bureauangestelltenverbandes, in einer stark besuchten Versammlung der BerussgenossenschaftS- angestellten besprach. Im allgemeinen find die Antworten nicht gerade ablehnend. Sie berufen sich darauf, daß den Angestellten bereits VeuerungS- zulagen bewilligt seien uiü) vertrösten sie wegen der Neuregelung der Gehälter aus eine spätere Zeit, weil sich jetzt noch nicht über- sehen lasse, wie sich die wirtschaftlichen Verhältnisse nach dem Kriege gestalten werden. Die Knavvschaftsberufsgenossenschaft ist di« ein- zige, die dem Verband der Burcauangestellten eine abweisende Am- wort erteilt hat, die sich so zusammenfassen läßt: Die Regelung der Gehälter ist unsere Sache, einer Arrregung von dritter Seite bedarf eS nicht. Der Refevent bemerkte zu den Antworten, ein Hinausschieben der Gehalisregclung sei nicht begründet. Die wirtschaftlichen Ver- hältnisse ließen sich soweft übersehen, daß man mit Sicherheft auf cm längeres Anhalten der Teuerung rechnen und eine Wiederkehr der Friedenspreise überhaupt nicht erwarten dürfe. Eine allge- meine Ausbesserung der Gehälter sei deshalb notwendig. Die bis- her gewährten Teuerungszulagen mögen nach Ansicht der Genossen- schaftsvorstcinide ausreichend fein. Nach der Meinung der Ange- stellten sind sie selbst bci den am besten zahlenden Genossenschaften unzureichend und bei anderen so gering, daß sie den berechtigten Unwillen der ohnehin schlecht besoldeten Angestcllten erregen. In dkstn Fällen ist ew» sosoeAye SarÄhruMg der gesinberbeu unbedingt notwendig. Der Verband der Bureauan gestelltem hat sich auch am das Reichsversicherungsamt als Auffichtsbehörde der Berussgenossen- schaften gewandt. Daraufhin hatte Krüger eine Unterredung mit dem Regierungsrat Wcstphal, der namens des Präsidenten er, klärte, eine allgemeine Aufbesserung der Gehälter sei norwendig, eine Neuregelung könne aber erst vorgenommen werden, wenn sich die Gcstaltung der wirtschaftlichen Verhältnisse, die gegenwärtig noch ungeklärt sei, übersehen lasse. Zu gegebener Zeit werde der Präsident eine den Verhältnissen entsprechende Neuregelung der GeHalter bei den Genossenschaften befürworten. Auf den Einwand Krügers, daß die Gehälter und besonders di« Teuerungszulagen bei manchen Berufsgenossenschaften so unzureichend seien, daß sie einer sofortigen.Ausbesserung bedürfen, erklärte der ReyierungSrat, das ReichsversicherungSamt werde, wenn ihm Material über derartige Fälle unterbreitet werde, auf eine Aufbesserung der Bezüge der betreffenden Angestellten hinwirken. Die Diskussionsredner betonten übersinsttrmnend, daß die An- gestellten an ihren Forderungen festhalten, da ihre gegenwärtigen GehaltSverhältniss« in keinem Falle auskömmlich, in vielen Fällen sogar äußerst dürftig seien. Auf Vorschlag des Referenten beschloß die Versammlung, vor- läufig eine abuxrrtende Haltung einzunehmen, bis die Antworten der übrigen Verufsgenoffenschasten vorliegen. Gehaltsbcwegung in der Dresdner Bank. Nachdem die Direktion der Dresdner Bank die Forderungen der weiblichen Angestellten, ihnen die gleichen Gehaltserhöhungen zu gewähren, wie den männlichen Angestellten, abgelehnt hat. findet am Dienstag, den 15. Oktober, abends 8 Uhr, in den Germania-Prachtsälen, Chausseeftr. 110(weißer Saal), eine Versammlung der weiblichen Angestellten der Dresdner Bant statt, in der weitere Beschlüsse gesaßt werden sollen. Die Sympathien der Oeffentlichkeit werden auf feiten der weiblichen Angestellien sein; denn es ist nicht einzusehen, ans welchem Grunde die Ge- hälter der männlichen Beamten ein« Erhöhung erfahren, während die weiblichen Angestellten keinen roten Pfennrg erhalten sollen. In einer weiteren Versammlung wird die gesamte Beamten- schaft der Dresdner Bank am darausfolgenden Tage, Mittwoch, den 10. d. M., im großen Saal der Germania� Prachtsäle■ Stellung nehmen._ Die Zigarettenfabrik Garbäty, BerNn-Pankow, hat ihren kauf- männischen und technischen Beamten außer den laufenden, bis zu 40 Proz. betragenden regelmäßigen Temrungsgulagen noch eine einmalige Teuerungszulage in Höhe eines Dreimonatsgehaltes be- willigt. ES sind gleichzeitig Di Nistprämien für mindestens zehn- jährige ununterbrochene Tätigkeit für alle bei der Firma be- �chaftigten Personen eingeführt und rückwirkend ausgezahlt worden. iierantwl'rtNa Kr Politik:(frirti Buttu«. Berlin: für den übrigen Teil des Blattes: Alfred Egel«. Neulblln: für Anzeigen Throdor Gloife, Berlin. Verlag: Vorwärts-Verlag Si. m b. 6., Berlin. Druck VorwürlS-Bu-bdruckerei und Terlagsansta!! Paul Singer u. Co. in Berlin. Ltndenstraße 3. 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