Pr.294. vv- Z-tzrß. »t«»«q«r>.t.«0Ml. i«B»s»»r»»ag: Wonainch. vom koMchallrr adzuboien Ijaoutl. vom Srietttäget m? Hau» ar- brachl l.S» Mi lliuei tireuzdand für Deurlchiai t> und Oesterreich• Ungar» ».— Ml. iür da» llbrtge LuSland d.öo M! monatlich� iiersand m» ,�eld det dir eller«estellungmonatl 2.— Mi. Poitdellellungen nebmen an Däne- Marl. Holland. Luxemburg. Schwede» und die Schwei». Smgelragen tu die Post-�ettung«-Hrei»ltste. Srichemi täglich. relrgramm• Hbteffe »Eojl«lde«»t»«t Berli»�, Vevlinev Volksblnkt. Zcntralorgnn der rozuldcmokratifchen Partei Deutfd�landa. ( 10 P?a?tnig� Anzeigenpreiö» Dieftedengesrailenecioionel.ieilekosiet SO Cfg.„Stlclnt Anzeigen", da» scttgedrullte Wort SU Big. uuüilsig 2 setlgcdruckle Wartet, itiief metlere Wort 15 Psg Stellengesuche und Schlafstellcnanzeiocn da» eritc Wort 20 Psg.. teded weitere Wort 10 Psg. Worte über 15 Äuchtladen»üblen tür »wei Worte TenerungSzuschla» SO'iy Familien-Anzeigen, volitilche luw gewerlschaslitche Verein»• tlnzesgen 70 Psg die Zille, ilnzelgen m die nächste Nummer müssen MF 5 Uhr nachulttiag» im öaiwlgeichäs! Sctlm SW 68. Utildenitrahe 0, ad'egeben werden. Bcössnel von 9 Uhr ftüh SiS 7 Uhr adendd. Dienstag, den 1». Oktober 1VI8. Reüaktton: SW. bL, �tnüeastraße Z. Murnivrertier-«mr Morruvla«.?ir. l»> S0— I»l»? Expedition: SW. HZ, Linöenstraße Z. pser»ivre»«r:«m» Morivvlatz, Rr. IM 90— IM 97. jVeuer Hnfturm in flandern. klonöoner Echo öer öeutjchen Antwortnote. «chärfste Waffenstillstandsbedingui geu. Lonboii, 13. Oktober. Reuter erfährt: Da» britische auswärtige Amt erhielt die deutsch« Note heute früh durch den britischen Ge- sandten im Haag. Balfour und Bonnr Law haben London der- lassen, um sich mit Lloyd George zu besprechen. Weiter erfährt Reuter, daß es bei dem gegenwärtigen Stand der Dinge unwahr- scheinlich sei, daß ein verantwortlicher Minister irgendeine mS � einzelne gehende Erklärung über die Lage abgeben werde. Der nächste Schritt für de« Präsidenten Wilson wird sein, sich mit den Alliierten zwecks einer allgemeinen Beratung über die deutsche Antwort zu verständigen. Beim ersten Anblick erscheine die deutsche Not als Annahme nicht nur der Punkte in Präsi» dent Wilsons Erklärung vom Januar, sondern auch seiner späteren Erklärungen. Es köiine daher gesagt werden, es scheine, daß die Deutschen es mit der Annahme ernst meinten. Der Wortlaut der Note gebe keim endgültige Klarheit darüber, ob Wilsons Bedingungen vorbehaltlos angenmmnen oder lediglich als Grundlage für die Erörterung betrachtet werden. Klar sei, dah eine bloh« unbestimmte Erklärung dieser Art nicht genügend ist. Selbswerständlich kann keine Rede davon sein. die militärischen Operation«» eiazu stelle». Kein Waffenstillstand sei möglich außer unter den schärfsten Sicherungen dagegen, daß der Feind die Zwischenzeit nicht nur benutze» wolle, um später wieder auzu» fangen. � Der Inhalt dieser Rentermeldung wird in einer weiteren i>Ci\ gv|lcr'.\ Sit tiiii flüvcEout-Stoub- Punkt entsprechenden Stellen erscheinen darin noch unterstrichen: London, 14. Oktober. Das Reutersche Bureau erfuhr gestern von- autorrtativer Stelle, daß keine Aussicht auf einen raschen Waffenstillstand bestehe und daß, wenn die Zeit gekommen sein werbe, um einen Waffenstillstand zu gewähren, er nicht gewährt, ober auch nur in Erwägung gezogen werden würde ohne gleichzeitige Garantien zu Wasser und zu Lande, daß Deutschland nicht nur bereit sei, das Schwert im die Scheide zu stecken, sondern auch völlig außer- stände, die Feindseligkeiten wieder anfzuneh- m e n. Obwohl im dem Augenblick keine amtlich« Erklärung zu er- Warden sei. stehe fest, daß diese beiden funtximentalen Punkte nicht nur die Ansicht der Engländer, sondern auch die der Alliierten wiedergäben. Man glaubt, daß einige Zeit vergehen wird, ehe Wilson antworten wird, und daß Wilson die Alliierten zu Rate ziehen werde, che die Antwort in ihre endgültig« Form gebracht wird. B-ezüglich der Garantien gehe die Ansicht der hiesigen maßgÄendcn Kreise dahin, daß sie derart sein müssen, daß kein Schatten eines Zweifels übrigbleibe». Nach Reuter ginge also die Absicht der englischen Regie- rimg auf eine Hinauszögerung des Termins des Waffenstill. standes, und man hofft in London, daß Wilson an diesem Spiel teilnehmen werde. Daß die englischen Knockoutler, sofern Wilson einen anderen Weg vorziehen sollte, daS Rad mit Kraft- aufwand in ihrem Gleise zu halten versuchen würden, ist für den Augenblick anzunehmen; aber die Bedeutung der Kriegs- teilnähme Amerikas war für die Ententemächte so eigentümlich groß, daß daraus auf ein Machtmaß geschlossen werden kann, das wohl imstande sein dürste, bei den jetzt von London aus gewünschten BerständlgnngSberatungen gegen etwa nicht ge- nehme Verschleppungsversuche aufzukommen. Abkehr von öe? Aerstihmetterunxsparole in Frankreich! Sern, den 14 Okiober.(Gig. Drahtbericht deS„Vorwärts".) Der Washingtoner Korrespondent de».Petit Pariflrn" depeschiert: ES wideripröche der Wahrheit, zu behaupten, dast die Note Wilson« in Washington nicht überraschte. Aber übertrieben sei cS, mit Senator L- d g e zu behaupten, daß sie überall lebhaftes Miß. vergnügen dervorgeruscu habe. Es geschieht nicht zum er sie»- mal, daß der Präsident der allgemeinen Meinung entgegenhandelt, aber schließlich sich als derjenige erweist, der den Interessen des Landes und der Zimlisaiion a« beste» diente. Es wäre unrichtig, zu behaupten, daß der Präsident geücrn den diplomatische» Perhaudlungen das Tor geöffnet habe, denn tatsächlich war das T° r n i e g e s ch I o s s e n. Es wäre-er. früh», die Note Wilsons jetzt zu interpretieren. Die Absichten, welche man Wilson allzuschncll zuschreibe, würden gewöhnlich direkt durch Ereignisse widerlegt. Tie vorstehende Meldung des oisiziösen Blattes scheint daS Publikum vorbereiten zu«»Ilc». daß die R r g i e r»» g von der durch die Ebauvinistru presse feftaehalteuen ZrrschmetterungSparole abrückt. Bern, den 11. Oktober. jEig. Drahtbericht deS.Vorwärts', verspätet eingetlosieli.) Während der.Petit Parisien' die Ant- wort Wilsons ein äußer st geschtckleS Gegen- Manöver nennt, bezeigt die Ebauvinisien- und F'.nanzpresse einen kaum verhohlenen Aerger..TempS' und.JoUrnal' kveisen darauf hin, daß der Waffenstillstand zur Kompetenz deS �feindliche Vorflöfze bei Tonai, nord» östlich Cambrai und nördlich der Oise— Glatte Durchführung der deutschen Be« wegun�en— Franktireurkämpfe in Serbien« Berlin, 14. Oktober 1918. abend»,«mtlich. In Flandern griff der s?eind auf breiter Z?ront zwischen Tiksmnide und der Lyö au. Wir fingen den Stoff arf. An der Oise und A i r e und westlich der Maas find Angriffe der �ran« zose/i und Amerikaner gescheitert. Amtlich. Große« H«» p t g» artier, de» 14. Ot- tober 1918. Westlicher KricgSschauplätz. HerreSgr«pye Kronprinz Rapprecht. Sorftöße deS Gegner« gegen die Kaneljront beiderseits do« D o u a i wurden abgc« efen Ter Feind, der»orüdergehend i» Aub ig ny au v a c' eindrang, wurde im Gegenstoß wieder hinausgrworse». Nordöstlich von Cambrai sind stärtere r»g- tische Angriffe zwischen Bouchain und Hosprrs gescheitert. Süd- lich von SolcsmeS säuberten wir ei» aus den letzte» Kinrpsr» »och verbliebenes Engländernest. Heeresgruppe Deutscher Kronpri«». Nördlich der Oise wurden erurute Angüsse der Franzose« bei und südlich von A i s o»» i l l e obgewirjcn. Niedlich von L» o a und an der AiSue stehen wir in anjeren neuen Stellungen. Tie erfo'geeichen fiÄnBst der-Jetztcn. Tage am Ch e m i n des DameS und in den Stellungen an der S u i p p e S, vor denen der Feind in fast täglich wiederholtem vergeblichen Anstimn schwere Verloste erlitt, habe» hier ebenso wie ans de« Schlachtfeld« i« der Champagne die glatte Durchjührnng der Bewegungen ermöglicht. Heeresgruppe Gallwitz. veidrrseis der Maas leine größere» Kampfhand- lnnge«. In erfolgreichen AngriffSunternchmuugeu nahmen wir kleinere nach Abschluß der Kämpfe des 12. Oktebrr»och vo« Feinde besetzt gehaltene Stellungsteile wieder. Der Erste Generalgnartierm rister. Luden da rff. Der österreichische Bericht« Wie«, 14. Ottober. Amtlich wird»erlautbart: Italienischer Kriegöschanplatz. Stellenweise Artillerie- und Patrouillenläspfe. Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unser« zurückgehenden albanischen Truppe» hatte» Nachhut- »nd Bande» kämpfe zu bestehen. I» Raum« nördlich R i s ch dauern die Nüchzugstämpst fort, an denen sich auch die Zivilbevölkerung beteiligt. Besonders starker setndlicher Druck«acht sich im Mo ra» a- T a l fühlbar. Westlicher Kriegsschauplatz. Bei de» t.»md l. Truppen keine grSsterrn Kampfhandlungen. Der Chef de» Generalstahe». Militär» gehört. Da«»Echo de Pari«' sagt, daß gewisse not- wendige Wirlunge« nur auf dem Schlachtfeld erreichbar seien. Nock mehr als für Deutschland gelte da» für Oesterreich, dessen Dualis- mu« durch den Waffenstillstand nicht gebrochen werden könne. Sin Snirefflet de«.Solair', betitelt.Ein Wort Siemen- c e a u S', erzählt, daß Clemenceau am DienSiag in den Couloir« der Kammer von Journalisten über die Entscheidung Wilson» de- fragt wurde. Dann folgt ein großer leerer Fleck. Stehen geblieben find nur die Schlußworre: und entfernte' sich. Der Zensor strich da« W'o r t Clemenceau s. Neben diese Aeußerungen sei gestellt. ivaS ein von HavaS veröffentlichter Bericht über die Aufnahme der deutschen Antwort an Wilson in Frankreich sagt Er lautet nach der»Nordd. Allg. Ztg.': Die Pariser Presse stellt einmütig fest, daß die Antwort Deutsch- landS eine Kapitulation bedeute, die durcy die Kraft der Truppen der Alliierten hervorgerufen wurde. Sie ist aber auch der Ansicht, daß diese Annahme geeignet sei, die Diskussion mit Wilson zu verlängern. Die Zeitungen fordern eine glatte und einfache Unterwerfung. Die Alliierten sind in jeder Hinsicht imstande, dies zu erzwingen. Wir werden die Ergebnisse eines vollen militärischen Sieges er- halten, wenn die Operaiioncn fortgesetzt werden. Die Entente ist nicht geneigt, ihre Anstreng ungen einzustellen, bevor sie das Höchstmaß ihrer militärischen Anstrengungen erreicht hat. Fach ist überdies einzig berechtigt, über diesen Wasfenstillstand zu entscheiden, den die Deutschen so schnell nötig haben, wenn es Wilson für geeignet hält, dieses Verlangen Deutsch- lands zu übermitteln. die öriefaffäre des Prinzen Max Die Presse des Inlandes und deS Auslandes beschäftigt sich angelegentlichst mit der Lage, die ditrch das Bekanntwerden des Briefs des Reichskanzlers, Prinzen Max von Baden, an den Prinzen Alexander v. Hohenlohe vom 12. Januar d. I. ent. standen ist. Daß Prinz Max in diesem Brief die Friedens- resolution des Reichstags höchst abfällig kritisiert und erklärt, er lehne den westlichen Parlamentarisnius für Baden und für Deuffchland ab, wäre an sich noch kein Unglück, denn es ist jedem erlaubt, aus den Tatsachen zu lerr.."i. Zu einem Un- glück wird der Brief erst dadurch, daß Prinz Max in seiner Antrittsrede am 5. Oktober versicherte:„Was mich sechst betrifft, so müssen meine früheren, vor einem anderen Hörerkreise ge- hastencn Reden bezeugen, daß sich in der Vorstellung, die ich von einem künstigen Frieden hege, keinerlei Wandlung in mir vollzogen hat, seitdem ich mit der Führung der Reichsgeschäfte beaustragt bin.' Man steht'-�or einem Rätsel und kann sich der Taffache nicht verschließen, daß das Ansehen, das sich der neue Reichskanzler durch seine erste Rede gewann, durch diese Briefafsäre einen Stoß erholten Hot. Gerade weil unser bisheriger Regierungs- kurs an Zweideutigkeit litt, die vom Auslände als beabsichtigte UnWahrhaftigkeit gedeutet wurde, erscheint es als ein außer- ordentliches Mißgeschick, daß das Bild. daS man sich vom Leiter der neuen Regierung machte, eine solche Trübung erfahren hat. Der Prinz hat zu dieser peinlichen Affäre Erklärungen ab- gegeben, die darin oipfeln,.er wünsch? auf keinen Foir drt fpin? Person zu einem Hindernis fiir den abzuschließenden Frieden werden könne. Er hat manches andere hinzugefügt, was den Sachverhalt psyckwlogisch erklärt. Der fatale Brief ist an einen Mann gerichtet, der lebhast für den Frieden eintrat, dabei aber Methoden wählte, die ihn in den(leicht zu erwerbenden) falschen Verdacht brachten, er nehme gegen Deuffchland für die Entente Partei. Am 17. Dezember hatte Prinz Max von Baden eine viel beachtete Rede über das„Moratorium der Bergpredigt', die Ausschaltimg christlicher Grundsätze durch den Weltkrieg, gehalten, die ihm die lebhaftesten Glückwünsche des Prinzen Hohenlohe einbrachte..Um diesem nun zu zeigen, daß er keineswegs sein Mann sei, aus dem Widerspruchsgeist heraus, vielleicht auch in der Absicht, den Adressaten tüchtig von den Kopf zu stoßen, schrieb Prinz Max jenen Brief, ohne zu be- denken, welches Unheil später einmal durch seine Veröffent- licknmg angerichtet werden konnte. Der Prinz glaubte offenbar sehr polittsch zu sein, indem er zwischen sich nnd seinen un- willkommenen Anbeter einen möglichst dicken Trennungsstrich zog— war es aber nicht. So hat sich aus der Veröffentsichung deS Briefes eine ungemein schmierige Lage ergeben, weil man auf alle Fälle zwischen zwei Uebeln steht, und eS sich nur darum han- delt. wodurch größerer Schaden angerichtet wird: dadurch, daß der Prinz bleibt, oder dadurch/ daß er geht.. Die bürgerlichen Parteien stehen mff dem Stand- Punkt, daß die schädlichen Folgen überwiegen würden. Durch einen neuen Kanzlerwechsel in so kurzer Zeit würde die Un- sicherheit nach innen und außen nur noch vermehrt werden. WaS die Sozialdemokratie betrifft, so soll heute nur gesagt werden, daß sie in erster Linie für die eigenen Parteigenossen in der Regierung verantwortlich ist, zu denen bekanntlich der Prinz Max nicht gehört. Als eine außerhast» der Parteien stehende, im Ausland angesehene, ini Inland einflußreiche Persönlichkeit ist er v«n den bürgerlichen Par- teien, besonders auS den Kreisen der Fortsckwittlichen Volks- Partei angelegentlichst empfohlen worden, und nach kurzer Ueberlegung trug auch die sozialdemokratische Fraktion kein Bedenken, sich an der Konstruktion einer demokratischen Regie- rung unter Führung eines Prinzen zu beteiligen. Die ersten Erfahrungen sprachen auch durchous für dieses Experiment, denn die Antrittsrede des neuen Reichskanzlers machte überall den besten Eindruck. Nun ist aber durch die Veröffent- lichnng jenes Briefes, von dessen Existenz natürsich niemand eine Ahnung hatte und den der Prinz selbst vergessen zn haben schien— sonst hätte er die Beständigkeit seiner Auf- fassungen nicht so hervorgehoben—, wieder einmal ein unbe- rechenbarer Faktor in die Politik eingetreten, eine jener unHeim- lichen Sckicksalstückcn, die der deutschen Politik schon so viele Streiche gespielt haben. WaS immer nun auch werden mag, notwendig bleibt auf alle Fälle, daß der volkstümliche Charakter der neuen Regierung, die ja nicht nur aus einer Person, sondern auS einem Kollegium besteht, und die unbedingte Aufrichtigkeit ihres Strebcns gegen alle Anzweiffungen sichergestellt wird. Dazu gehört vor allem, daß der in Angriff genomniens Aus- bau der demokratischen Reformen rasch und mit kräftiger Entschiedenheit durchgeführt wird. Wir rechnen dazu u. a. die- Aenderung des Artikels 11 der Reichsverfassung in dem Sinne, daß der Reichstag Wer Krieg und Friede« ent- scheidet, die ttnterffeHimg der MiMirgeÄaki;mter die MM. jzewatt, die Ausdehnung der Amnestie auf Mililärfäüe und fdjtoe&mbe Versahren, die Wiederemführung voLer Hkteimh, Versamnitilngs- und Preßfreiheit. Es ist gewiß zu verstehen, daß die neue Negier??ng in der kurzen Zeit ihres Wirkens noch nicht den ganzen»SS u st und Unrat' entfernen konnte, dessen Ausräumung schon Bethman« ' Postweg angekündigt, der sich aber in vier Jahren des T la�wungSzusKmdes wieder bergehoch aufgehäuft hat. Aber nicht langd wird sich die neue Regierung ihre ohnehin genug schwie- rige Ausgabe durch Mißgriffe untergeordneter Organe erschweren lassen dürfen. Insbesondere darf daS Militär nicht in dem Glauben gelassen werden, daß es einen Staat im Staate darstellt, es muß zur Erkenntnis gebracht werden, daß eS nur das dienende Glied eines Ganzen ist, über dessen Richtung die oberste Zivilbehörde in Uebcreinstimmung mft dem Volkswillen bestimmt. Das sind sachliche Maßnahmen, die notwendig sind, um das Vertrauen in die neue.Volksregierung, dem auS der neuen Briefaffäre eine Erschütterung droht, zu festigen. Was die Wirkung nach außen betrifft, so ist vorauSrn- sehen, daß die ehrlichen Freunde des Friedens jenseits der Grenzen über diesen Zwischenfall das Ziel nicht aus dem Auge verlieren werden, das aber die Befürworter der Kriegsver- Ueber das in htesem längerung das Ihre tun werden, ihn auszunützen. ldräfteverbältnis der beiden Augeublick noch keine sicheren Strömungen liegen Nachrichten vor. De? Vortlaut öes Briefes. Der Brief des Prinzen Mar. der von der Mrrcher „Freien Zeitung" vxxAfentlüht wurde, hat folgenden Wort- law:, KsrlSrnh«, LS. Neber Vev«! Stielen Dank für Deine letzten Briefe, tm ich tmr teteyrosd-fch beantworten konnte, und für die frennWwhe Tettdunz Deine« mtei- essauten BitJ> sehr sSmeicherbssten Ariike«. Mir geht e» sehr eigen mit meiner Nnfpralbe ch« bet-nrntem Frieden..? rede vom IS. 5eze»bsr 19t?. Red. d. ych meint« sslbswerft.Ärdkiche« zu feg.« niemand ja Sied itnd naesiaio ja Leid_•« fei tV0H mtfem Keinden— ja reden und nun finden meine Worte ein ihre affektierte Richterhaltung i« Dingen der Schukffra�e und dar demokratisch«« Parole verhöhnen, war mir schon l-rwg ei« Bedürstei». Da» gleiche Bedürfnis emp- fauch ich. dem heidnisch«« Gebare« die Bergpredigt entgegen- zuhalten und mit dieser Lehre der Webe auch die Pflicht de» Stur- ke,'., hie Rechte der Me-tffdshett zu wahr««, i« ei« dertÄiche» Licht J« stellen, da»er beide Dinge eine beklagenswerte Unsicherheit und ein trauriger Wirrwarr der Begvfffe«ntilanden ist. Denn einerseits verfäkstkon unsere Feinde dcese heiligste« Gesichtspunkte durch ihre Lügen, Sktteumbungen, und andeverfeit» reagieren wir, unter den P-Äschsnhi-be» dieser niederiitächtige» Machenschaste«,«ff «ine zum Teil geradezu sinnlos« Weise auf diese feindliche« Am- zapfueigen. Vntspringt mein Eintrete« für Thrkstentum und Menschheit»- gemiffe« meiit-« innersten lleberzeilgungsn, so lammt doch auch«n prekiffcheS ftennent Hinz«, da in der Betonung dieser»uschauum- gen, die wach meiner fctstcht feew beuffc&ea«eist und sein«« Wesen liefer innen stkH««»IS dem der Engländer»nb Keanzofen,»in An- griff auf die feixdliche Guggestio» vo» Pazifismus und Humanität zu fitide« ist, den man, wenn man will,«ine morsKfche Offensive nennen kann. Ich feag»« nicht, daß mir dieser Gedank: unshmvathifch ist, da ich von je der Anschawunz war. daß Christentum und» Menschenliebe für sich aklein auftrete« fokkwn, und der Gewinn, der i» ihnen liegt, ni-stt in«n besondere» Licht gestellt werden dü-ffte. Aber dies« Gewinn wohnt ihnen mm ein- mal ftt*«, und»«««r dem Frieb« dient, se dient« eimer gmw» Sache. Anfang»nd Ende waren«ff»«est der Offenfwr gegen die Lüge und Sngnfttwm«nd mit der sogenaunie« morali schon � Offensive ge- geben. Woöste ich»der die demakratische P«r»l« der Westmächt« verhöhne». st»««ftte ich mich mit«ichnw innere« Erscheinungen abfinden. Da ich«««»estliche» Pari«- inantari»««» für De«tschl«nd«nd Bad«» ab- lehne, s« meisfte ich de» badischv» veft». deutschen«eff« sttae«, daß ich seine Röte verstehe, daß aber die Institutionen»eine Hell- nnstei feien. S»»«»i*ne ich ct«e Pinttfisrm, h» d«e ich die Weg«, die ich gehe« wil, selbst in der Dvnb behalte,«nfc die Badener lassen sich gerne stühren. wonn sie ftsihlen. daß man ffst ch» Song«« und RÄe VvrftändniS hat. An d«c FriedenSfruge steifte ich mich«nff densekben Staiwpunkt. �fch wollte nnr oen Gftst««vsttien. in dom wir an dies« Frage heranieeten sollten, im Gegensatz zu den Macht- habern de? Westen». Da»„Wie ist mir hier deShstb von größtem Wert, w»S da«.W«»" so schwer zu destimiwen ist. Denn auch ich wünsche natürlich ei»e»iglichfte Ausnutzung unserer Erfolge«nd im Gegensatz zu der sogenannten AriedenSreselntion, die»in scheust- licheS Kind der Angst und der Berliner Hundstage war, wünsche ich möglichst greß« B«rgütn«g«n in irgend welcher Form, damit wir«ach dem KvUge«cht zu arm werden. Mein« Aifficht deckt sich hier wohl nicht, ganz mit der Deinen, denn ich bin heute noch nicht dafür, dast mehr über Belgien gesagt w-nch«, als schon gesagt ist. Die Feinde wisse« gif»»#, und Belgien ist«inein se schlauen und»eltslugen G«g>ner gogenüder, wie eS England tst, da« einzige Otjekt der Kempensationen, da« wir vefitzew. EtwaS and««« wöre««, wenn die vochedin- gungen eines dancrnden Frichon« schon gegeben wären. Aber gerade hier habou Lloyd Georg« und Cientercemi die Brücken abgebrochen. Damit hast Du also die auchen-tische Interpretation meiner Rede, die in huichertirnffend Ejeutplawa ai» Flugblatt zur Volk». ausklörunL vom Ministeriu« verbreitet wordsn ist, wovon ich Dir pia« cialege. 5ch wüte Mr uochmak» für cSe« F«mSkiche, da» Dftn«r-k Dw von den Regte rnn�n dekstmpst« Internationa!« «M na» D-»m«riefe für unch enthalten Ich habe-ll dem' So z, a 1 1 st e« ko n f e r« n z mutz baldmöglichst statt- «A? is! r � dazusugen Die Rede ist cru C-auze». wer den Anfang-r>. chötzt.> �' S r i e d e n s b- d i n g u n g« a suchen und t*x4&nbe und uiRQe&hrt. Ich habe eine fchlechie X»° a u s! S i ch e n, welcher neue Konflikte enlKundeu könnte. ' �-—---»: vV".-j»>. f � i»ch» f-l Mit l Iii'< f fc... /TL'_-<■*. Die Partei ist bereit, sofort der Sinlodung HuhSmaii«, BrantingS und �roelftras Folge zu leisten. Die Regieruagea beider Kriegsgruppen widersetze« sich der Ibutberufung der Fittet- nationale. Die sozialistischen und gewerkschaMchen Organisationen müssen »cht ee«emeinbeit i cremen, um diese Versammlung durchzusetzen. Im genug auch de uns. Ab« sie ist««nger bewußt, wenig«' SSn*.f™ ,* Kongresse« d«-ngü schen Gewerkschaften wird die gegen den heiiizon Geist.' ijSatiei irde Regierung bekampse», welche neuerlich die«ersamm. Wurrn wir uns»rudersehen werde«, weitz ich nicht M sagen, i'l.ln8. �et Jtiternationalr hindert, ebenso jede Reginttmg, welche ist kein Vergnügen mehr«nch bei der Kälte erst j ff« imperialistisches Programm annimmt und annedmbarr Frie- denSbedingNilgeu abweist. Die Partei beauftragi den Parte-vor stand Meinung von der moralischen Verfassung der Machchckt�r unserer Farndr, von der horrenden klrteildlosi�keft threr Völker. Wir hoben hier gegen eine Riömracht der Gesinnuno zu kämpfe», lvi« sie sck>änd!ich«r wobl nie bestand. Wir dagegen sündigen durch Dumm- heit, denn Alldeutsche und Kriedensresolntione» sin« beide» gleich dumme Erscheinungen. Wenigstens in der Form, ia der sie aufireten. Auch sonst DaS Bahn fahren recht nicht. sammen. BiS dahin Ich hoffe, das Frühjahr bongt uns wieder einmal zu- kd wrchl»ad fei herzftch gegrüsst van Deinem MM«ich fei herzlich gegrüßt tecuttgewewen Vetter W-S- Sne Erklärung öes Reichskanzlers. Der Neichölattzter hat sich zu dtesein Brtcf dahin gc- äußert, daß er den im Wortlaut nicht kontrollieren könne, da er keine Abschrift besitze. Der Zweck sei gewesen, zwischen sich und dem Prinzen Hohenlohe, dessen Ziel er wohl billige, dessen Methobe aber er verwerfe, einen deutlichen Trennungsstrich zu ziehen. waS notwendig gervesen sei. da Hohenlohe ihn alS seinen unbedingten Eides Helfer angesprochen habe. Kür die Gradlliäzkett seiner Friedenspolttit könne er u. 0. folgende Tatsachen anführen: t. End« Januar lSt? sei«««f»e eingetreten, Me betannte FrtedenSnote oes Prüstbenten Wils«! auch ttaäi der ablehnenden Entewenot« durch tme dentiche öffentlich» Kriegsztelerkläiar.x zu unterstütze«. L. Am tu. Juli 1917 habe er einen Vorschlag zemachr fit Mt �ann, in der der damalige Kanzler sich zur FriedenSreislutiv« de- tsnsen sollt». D«r Prinz zitiert» daraus: .Der deutsche Krieg ist mir vom ersten Doge mc ein ffreiheitS- krieg gewesen. Wer für s«!« Siecht und seine Freiben kämpft, der bat Achtung vor dem Recht und der Frrtheft anderer Völker z>, haben. Sonst ist ihm ferne eigen« Sache nicht heilig. Darum habe ich all« jene Pläne, die unbekümmert um Reibt und Freiheit anderer Nationen, Deutschlands HegemowesteSung erkämpfen wollen, als «in« VerstUfchung der Motive empfunden, die uns»w ein Mann zum Schwerte gteffen ließen. Mein« eigene Skltanichauung fordert ali» von mir, mich auf den Boden Ihrer Resolution zu stellen. Aber ich kann Ihne«, mein» Herren, nicht dorentbalten. daß ich den Z«l!w'.i>ft bedauere, an den» Sie enteilt da« Wort.Verständigung' in die Welt hinaus.'-, ftn.' 3. Im Februar ISIS sei er ffte ein«»«rweibeutige Srklärmtg über Belgien eingetrelen und für eine saubere AttSsüfUmg des Rahmens des Brest-LitowSler Friedens im Sinne de» Rechts. s. Er habe diese Forderung wiederholt, als wir auf dem Höhe« Punkt unserer militärischen Ersolg« standen. Dvw Reichskanzler erklärte werter, er habe die all» dertsche Politik ft-.'tS bekämpft, er sei schon im Jnrn 1917 für daS gleiche Wahlrecht gewesen, und daS demokratische Programm, das er jetzt vertrete, habe schon mit Kriegsbeginn bei ihm festgestanden. Allerdings habe er fich in dieser Ve- ziehung während deS Kriege« in gerader iänie weiter entwickelt.___ die fikanzöjWe Kriegspre/se vsomt vor der Demokratisierung deutfchlaaös. Hera, 18. Oktober.,(Eig. Drahtbericht de«.Vorwärts*.) Der .Drrnps* warnt vor der Demokratisierung Deutschland« und der Föderalist? /«ng Oesterreichs. Die Demokratifierung würde die se«:sche Vtnhett festigen. Die Walze der Soztaldemo« kratie würde das Werk des deutschen Militarismus vollenden- Mm» dürfe nicht, wenn man das NationaUtätspnnzip aufstelle, Baheru, Sachsen und gar die Deulsch-Oesterreicher unter dt« Dampfwalze der preußischen Eoffaldemokratie bringen. Die von Wilson vorgeschlagen« Einschränkung der Rüstungen sei ein ungenügender Schutz gegen Deutschland. Bismarck schlug i» April 183« eine Volksvertretung der deutschen Bundesstaate»«ff der Bast« de« allgemein«« Wahlrecht« vor; wolle man Scheidemann erlauben, diese« Spiel fortzusetzen? Rivalitäten zwischen den Ssterreichiichen Völkern würden unvermeidlich, und welch« anderen Vorwände defensiver oder offenstver Koalitionen ließen fich ft» ihrer Siachbarschast entdecken, wen» mau so indiskret wäre, st« schon heut« zu such«». Der .TeurpS* hofft, daß SStlto« diese« trifft« Problem überdenke. DaS»Echo de Paris* bespricht den Notenweckiel Amerika« mit den Zentrarmächlen und die deutsche und österreichische Jnnenreform. DaS Blatt schreibt: ,E« ist notwendig, daß die Verbündeten und besonder« Wilson dieser Komödie ein End« machen. welch« bei ihrer Fortdauer unvermeidlich die Sieger spalten und hemmen würde. Wir lesen mit Vergnügen, daß die anietiitmffch« Preß« du früher» Methode Wilsons der heutigen vorzieht.* Die Resolutkon öes französischen Parteitags. Bern, W. Ostober. fTigener DuahiÄerichi de«.Vorwärts".) Die Resslntion de« Parteftag««nvnnckolt er» ausführltche» Programm der sogiaiisttsche» FnedanSaktimi. Die Partei erklärt, daß die ZSektkrifc die Notwendigckeft d«S Ber schwinden« der kapitalistischen Gesellschaft und ihee Effetzung durch»in Regime er»* st, worin mit den Klasse» auch die»ationolen Gegensätze wegfallen. Sie erklärt sich solidarisch«st der natienale« verteidisnng und betont g-lftchzeiftg ihre Treue zur Jnter- natieuale, welche allein drtrch die Nbschaffung der Beherrschung der äffentliche» Angelegenheiten durch Zftft�nz und Großindustrie und durch lleberwindung de« von de» Herrfcheuden unterhaltene» Haffe« zwischen den Menschheitsgrupp« de» Dauerfriedea vmSeeeiten sten«. Dor Kongreß betont, daß der Sozialismus in Frankreich wie überall ferne Aufgabe w voller Selbständigkeit ohne Zusam- menarbeit mit den bürgerliche» Parteien«rfülle» soll und»eist die neuen Experimente von Zu sammenarbeit zurück, weil die dergangen.-n zeigten, daß eine solche Taktik nur die Reak- Hon im Jnn-rn und den Imperialismus nach außen hin stärkt. Di« Partei wird die durch den Burgfriede« gefährde« t«n bürgerlichen Freiheit«« verteidigen. Sie ruft das Proletariat zur B«rteidigu»g der Republik«ff, sie pro- testiert gegen die Verurteilungen und fMaßregelu». gen bcsonberS ihrer BertrauenSwänner in der Kriegsindustrie und gegen das Skandalurteil des StaatSgerichtShofS, sie gvitzelt die Allianz ClemenceauZ mit Royalisten und Bonapartisten. Die Partei verkündet di« Pflicht des Proletariats, seine AnstrengMWKen zur Beendieung de? blutige« Konflikt« ZA vervielfache». und die Fraktion, alle möglichen Mittel inklusive der Kreditweige. rung«Uänuxiiaea, und billigt den Beschlutz des letzten Kongresses dor Konfödetarum, nötigenfalls di« parlomtaiarisch« Aktion mit der»ichtparlamentarischea ju oerbin» den. Die Partei verurteilt die Znterventio« der Entente in Nutz- laud. Die Parte, m-.edethott die Foroerung der Selbstbestim- mung. Sie witi> alle legitimen nnd gegenwärtig reatisierdaren»attonalen Forderungen bei der AuSarbe-tung de« FriedenSoer träges möglichst unterstützen, aber sie erwartet von einem beideffeus durch annexioussüchtige Kapitalisten» staaien geführten Krieg keine wahrhaft gerechte Lösung. Sie widersetzt sich energisch jedem Programm, welches zu sotchem Zweck den Krwg verlängern ward«.» Die Partei um- rerstützte stets alle Bern Übungen, m der beutige« G-fellschast ein Mm-imum von FrlsdensimranAen, namentlich Schiedsgerichte in der �Gesellschaft der Nationen zu schaffen. Sie würde ihre we» fenttichste Jdce preisgeben, wenn sie die Arbeiter inckl daran er- umerte, daß febxnge d»«»douarchische Herrschaft«nd die lapftalisti- schrc K-Mpfe am dem kiwit markt bestehen, der W-ltftüede» ge» fähodei bleibt. Die lltverzeieh.-niwg de« ffrutzens sm% tot Amdetlmmg de» grüßen Werkes der wirtschaftttth�poltttsch. sozialen klmgestaltung fem, für wetcheder Krieg dt« EleM'.nte vorbereitete. Die Erhaltung der Einigkeit anstrebend, derumtetst bi« Partei Me Wirrumgen jener, welche ft» Kompromiß mit der dourgeoisen Gesellschaft Baftardlösungen suchen. Bei der Erneuerung b« SS®St können die frangöfifchen Proletarier»»r Prolet«, rier der I uteruutionulo z« Geuosse» habe». Diss« Nesoluticm laßt den gewaltigen Schritt nach links ermessen, den die ftvnzöstsä)? Partei durch den Sieg der bisherigen Minderheil getan hat. Inunerym wäre es falsch anzunehtnen. dag die franzöfijche Partei jetzt etwa in Parallele mit den deutschen llnabhängigcn stände. Denn die Resolution enthalt ein klares Bekenntnis zur Landesverteidigung, ein Bekenntnis, das die Unab- hängigen bisher stets jotafältig vermieden haben. DaS meiste von dem, was die ftanzosisclw Rejolution enthält, findet unsere rückhaltlose Anerkennung und Billigung, namentlich die scharfe Betonung des sozialistisckwn Endziels und di« Unterstreichung der Unzulänglichkeit aller Friedensgarantien in einer bürgerlich- kapitnlistijclwn Gesellschaft. In einem Punkte müssen wir uns naturgemäß mit den französischen Genossen auseinandersetzen, das ist der Eintritt in eine d ü r g«/ l> ch e Regie» r u n g. Aber hier er'Iärt sich unsere Differenz sofort durch die vollkommene Derschiedenartigkeit der Lage in Frank- reich und Deutschland. In Frankreich fitzen Mehrhoitssozialistm in dem Kabinett C I e m e n c e a u, d. h. fie arbeiten mit dem Erkorenen der Annexionisten und Chmwimsten Frankreichs zu- sammen, der auch jetzt in jeder Weise die Friedensbestrebungen zu durchkreuzen sucht und nach innen hin ein despotisches Gswaltregiment entwickelt. Die deutsche Parteimehr- heit hat den Eintritt in jede Regierung abgelehnt, an. deren demokratischem und ftiedenSfreundlichem Charakter noch irgendwelche Zweifel bestanden: fie ist erst in die Re- gierung eingetreten, als begründete Aussicht bestand, durch diesen Eintritt den Frieden und die Demokratie für Deutschland herbeizuführen. An unserer Stelle hätten mich die französischen MinderhsitSsozialisteu kaum anders handeln können. Per«, 14. Oktoiber. sEig. Drtchftwrkcht des JBonnärtJ*.) Ein« Gonderverssmniilutiz der früheren Wehrheft beschloß, die Partei» einheit gu bewahren urb die Parteipoften«nzu irehrren, die ihr ge» maß Proporz jtffallen. 6 cm bat begkückwünscht tu der„Hu- msnftö' Wilson, der begriff, daß der günstig» Augenblick für Vevhandlungcn gekommen fei. Di« chauvinistische Presse zeigt foetdanernb eftre starke Ver» stfmmunH gegen Wilson.»Echo de Paris* schließt seinen Lest. arttkel nach der Hervochebung, daß der Kai sc wenigsten» mit den Ounbesfürsten berate, mit nachstehender Doc-�eft:.Ja» heurige» Krieg gibt et nur noch eine* Kamt, welcher all« i» übev- legt:«S ist Herr Wilson." Aus di« Gegenarbett der greßkapftakstffche» Prefi« gegen eine« raschen Frieden deutet ein Artikel de».Journal*, worin der Referent de« Wirtschaftsausschusses, Deputierter Breuffe«, ausführt, daß. Frankerich keinerlei Porbereitumw» für di« Demobilö, sierung traf, ac« der schwere soziale Gefahre« drohten. Per», 14. Oktober. kEigener Drahlkericht d«S.Boiwärt»*� Der.Temps* greift die von dem MehthettSstandpunft abgegangen« S ozialistenpartei an. weil ihre Kesolutton die Kredit- verweigernng gegen eine annexioniftische oder ontirepubli« konische Regierung vorbehalte und die Aktion der Jntetnalio« nalegegenMilitarismuSun�d Kapitalismus fordere. D«.Temps* fordert auf. die neue minderheitlich« Parteidisziplin zu brechen Wenn der.TeirpS* ichließlich de« Parteibeschluß mit tem Hinweis auf die geringe Witgliederzahl der Partei als be» deutungSIoS binstellt, widerlegt»r fich selbst dadurch, daß er täglich Leitartikel gegen die Sozialisier, Partei richtet. Bei der Wahl de« Kedaktenr« der»Humanitä* »ehielt Cachin Iblft, Nenandel ISbb Stimmen. England in Gftkarellea. Helfingfors, IS, Oktober, Die bntiich« Neenernng läßt durch ihren hiesigen Konsul eine Erklärung über die Operationen i» Ost« karelien veröffentlichen, in der betont wird, daß di« dortigen Streitkräfte lediglich der Verteidigung jener Gebiete gegen Deutschland dienten«nd die sinuischeu Grenze» weder überschritten hätten, noch überschreite« würden, so« lange Finnland neutral bleibe. Weit entfernt, die Revolution iu Finnland schüren oder eine Eineuerung de§ Bürger« krieges herbeiführen zu wollen, wünsche die brftifch« Regierung aufrichtig, in Finulaud eine haltbare und geordnete Staatsgewalt zn setze». Rt.2$4 ♦ ZS. Jahrgang Beilöge öes Vorwärts vkenstag, IS. Gktober 141S Zur Reichstagswahl öerlln l. Alle Genossen und Genossinnen, die sich für heute zur Mitarbeit bei der Reichstagswahl zur Verfügung stellen wokle», melden fich— sofern ihnen keine schriftliche Mitteilung zugegangen ist— im Zentralwahlbureau, Th. Mischer, Kindcostr. 3. Telephon: Morihplah 3G4. GroMerlln Arbeitsbeschaffung und Arbeitslosenunterstützung in der Uebergangswirtschast. Der Ausschuß der GewerkschaftSkom- Mission wird sich demnächst in einer kombinierten Ver- sammlung aller seiner Gewerkschaftsfunktionäre sowie derer der Hirsch-Tunckerschen Gewerkvereine und Christ- lichen Gewerkschaften mit den schon im Januar dieses JahreS an die Gemeindebehörden gestellten Antrag beschäftigen, der bei der Uebergangswirtschast vom Kriege zum frieden sich auf die Arbeitsbeschaffung, Arbeits- Vermittlung und den Arbeitsnachweis sowie die Arbeitslosen- Unterstützung bezieht. Bedauerlicherweise ist trotz mehrfacher Mahnung bisher nichts in der Frage geschehen. Nun soll am nächsten Sonn- abend eine Konferenz aller zu Groß-Berlin gehörenden Ge- meinden stattfinden, in der eine endgültige Regelung herbei- geführt werden soll._ Starke Einschränkung der Zugverbkndnnge». AmlNch wird mitgeteilt: Um die großen Transporte bewältigen zu können, die zur Weriorgung der Bevölkerung und des Heere« mit Lebensmitteln, insbesondere mit Kartoffeln und mit Kohlen nötig sind, und um die im HeereSinteresse an die Ersen- bahn gestellten gewaltigen Anforderungen ohne Störungen er« füllen zu können, hat eS sich al« erforderlich erwieien, von jetzt ab für einige Zeit eine starke Einschränkung der Z u g v e r b i n d un g en für den öffentlichen Verkehr vorzunehmen. ES fallen daher mit dem 14. dreieS Monatö alle Züge fort, die als»bis auf weiteres verkehren' vorgesehen und in dem Fahrplan mit einem dicken Punkt bezeichnet find. Während dieser Zeit der Einschränkung fede unnötige Reise zu unterlasien und die Eisenbahn nur im äußersten Norfalle zu benutzen, ist ein dringende» Gebot für alle. ES muß erwartet werden, daß bei der Not der Zeit dreier ernsten Mahnung voll Rechnung getragen wird. Nur dann hofft die Eisenbahnverwallung von weitergehenden und in daS öffentliche Leben tref einschneidenden Maßnahmen absehen z« können. « Danach fallen von heute ab auS: In der Richtung H a n- nover: Schnellzug V 21 an Friedrichstratze 4.47 nm., Schnellzug D 129 an Frredrichstraße 9.10 vm.. Schnellzug v 12 ab Friedrich- stroße 7.21 vm., Schnellzug D 4 ab Friedrichstraße 11.04 vm. Schnellzug v 22 ab Friedrilbstraße 2.37 nm.. Schnellzug V 3 an Friedrichstroße 9.56 nm. In der Richtung Magdeburg: vis ab Potsdamer Bahnhof 8.47 nm., v 32 ab Potsdamer Bahnhof 12.35 nm., v 17 an Potsdamer Bahnhof 9,19 vm., D 81 an Potsdamer Bahnhof S.2S nm. D 126 ab Friedrichstraße 7.00 nm. D 125 an Friedrichstraße 9.50 vm. In der Richtung Stettin: V 25 ab Stettin« Bahnhof 7.40 vm.. D 26 an Stettin« Bahnhof 13.43 nm. Wohnungswucher. Jene, die eS sich leisten können, die Preise immer weit« in die Höbe zu treiben, und denen die Verbraucher e» zu danken haben, daß trotz der Anreizpolitik schließlich doch nicht genügend Ware ge- liefert wird, weil auch die Arrrerzpreise immer noch überboten werden, fangen nun auch an, die Wohnungspreise in die Höhe zu treiben. Bezeichnend sür diese Verhällnisse ist folgende» Inserat auS der.Berlin-Wilmersdorf« Zeitung': 2— 3-Zimmerwohnung 1500—1800 M. mit allem Komfort per April oder früher gesucht. Offerten Knittel, Wilmersdorf, Nasiauische Str. 1. Für Bermitiler hohe Provision. Das Mieieinigungsamt täte gut, die Beröffenilichung solcher Gesuche zu verbielen, die sicherlich nicht ohne Einfluß auf die Be- Messung der Mieten sein werden. Käsevttieilunz. Vom Montag, den 14., bis Donnerstag, den 17. Oklober, wird an diejenigen Kunden, die in den Speisefelt- kundcnlisten der in den Bezirken der 59. bis 62., 179. und 228. Bröl- kommiision und vom Dienstag, den t5., Bis Sonnabend, den 19. DI- taber 1918 der in den Bezirken der 63. bi» 65., 67., 82., 195. und Ll4. vraikammifston gelegenen Geschäfte eingetragen find, pro Kopf 125 Gram«»äse»erteilt. Die städtische» SolkShadeanstalte» an der SchillingSvrück«. Bär- waldstr. 64. Gartenflr. 5 und Wallstr. BO find zurzeit in de» Wannen- und Brauieableilungen geöffnet. Als Badezeiten sind angesetzt für die Anstalten SchillingSbrücke, Garten ftraße und Wallstraße: Montag bi» Danneritiag einschließlich von 3—» nachmittag«. Freit«, un» Sannabend von 3—3 Hhr aben»«, Sonntags»on 8—12 Uhr mittag«. Für die Anstali värwaldstraße: Moniag bi« Freitag einschließlich von 12—7 Uhr abend». Sonn- abend von>2— 8 Uhr abends, Sonntags von 8—>2 Uhr mittags.— Der PieiS für ein Brausebad beträgt gleichmäßig 10 Pf. Ein Wannenbad tokicl in den Anstalten SrfnllmgSbrücfe und Bär« waldsiraße 0.36 M., in den Anstatien Garten- und Wallstraße 0,25 M., Welhn«ckst»»«ketverkehe nach dem Felde. Um die üb« die Mili- körpaletärnter zu leitenden W-thnachiSpake« für die Truppen im Felde möglichst bis zum Feste ihren Empfängern zuführen zu können, müssen si« bis 2. Dezember aufgeliefert fein. In der Zeit vom 3. bis 25. Dezember werden Pakete für das Feld zur Beförderung nicht «»genommen. Wegen der schwierigen Beförderungsverhältnisse nach den entfernter gelegenen Gebieten wivd jedoch die Auflieferung von Paketen dahin bi» zu den nachstehend angegebenen Tagen emp- fohlen: Aach»ar Türke, und de« Kaukasus bis 28. Oktober; nach Rumänien und Italien diS 19. Ravenrbcr; nach Finnland bi» 29. Noeember. Für Frachtstücke»erben dieselben Ausgab, dermine empfahlen. d«ch Witt für ste die Annahmesper« ad 8. Degemder»ich« ein. Der Pidtchamverkehr»nch»uach»eastastaeche A««»d»ung«««chl beeührt. Nichtamtliche Frldpostbriefe mit Wareninhalt(sogenannte Päck-ben) an HeereSangehörige mit der Bezeichnung: Deutsche Feldpost 365. 373, 374, 518. 512 u»d 663 in der Ausichrist können bis auf■ weiteres nicht angenommen werden. Auf Sendungen mit Zeitungen j und Zechsthmchsn«streckt sich die Amrahm»sperre nicht. 1 Neukölln. Eingemeindung von Britz. Die Stadtverordneten- Versammlung wird sich am Donnerstag mit mehreren wichtigen Fragen beschäftigen. Die wichtigste ist die Eurgemeindung von Britz nach Neukölln. Die seit längerer Zeit geführten Perhamd-: lungen haben jetzt«ndlich zum Abschluß geführt. Da» Gemeinde- gebiet von Neukölln, welches 1170 Hektar groß ist, wirb dadurch um 1332 Hektar vergrößert, von denen nur 85 Hektar bebaut sind. Neben der BcrschmelzungSfrag« ist die Errichtung einer be-; sonderen Siadtschulratsstell« von Wichtigkeit. Um dies« Position[ hat die sozialdemokratifche Fraktion seit Jahren gekämpft. Da-! neben steht noch ein Antrag der sozialdemokratischen Fraktion auf der Tagesordnung, der den Magistrai ersucht, die nötigen Schritte bei der Reichsregierung zur Durchführung der ArbeitSlofenver- sicherung vorzunehmen und von der Gemeinde den Ausbau des ArbeitSnachweiSwefen» und die Bereitstellung von NotstandSar bei- ten fordert. Lichtenberg. Lebensmittel. Außer den üblichen Mengen wer- den abgegeben: Gegen Voranmeldung auf Abschnitt 64 der ge- meinsamen Lebensmittelkarte: 2 Suppenwürfel zum Preis« von 10 Pf. für 1 Würfel. In den städtischen Fifchhallen und bei den hiesigen Fischhändlern und Räucherwavingeschäften auf Abschnitt 269 E, I, G. K l Pfund Sirömlinge(1,65 M.), Abschnitt 277 E, I, ®, K: Frische Fluß- und Seefisch«.(Bei nicht ausreichend« Zu- Ielöpoft�bonnenten i Ver öas Abonnement auf Sea»vor» wärts' noch nicht erneuert hat, maß sofort%—!N. an üen vorwärts-verlag G. m. b. h., Serltn SV, LinSenstr. 3, oüer an die bekannten Ausgabestellen einfenöen, um /ich Sie pünktliche Weiter» Ueferung für Monat Novemberzu stchern. 15 fuhr werden Heringe ausgegeben.) Abschnitt 278 E, I, G. K: % Pfund Räucherwaoe«, auf Abschnitt 279 E, I, D, K: Fisch- konftrveu. Wilmersdorf. Lebensmittel. In dies« Woche gelangen zur Verteilung: auf Abschnitt 67 d« allgemeinen Groß-Aerlin« Lebensmittelkarte MPftwid Kunsthonig und in den Kolonialwaveir- geschäften, soweit deren Belieferung möglich ist, auf Abschnitt G d« grauen Bezugskarde für Einzelpersonen je Kopf der Bevölkerung 75 Gramm Mostrich(30 Pf.) Fortgesetzt wird bis Mittwoch, den l6. Oftobet, der Verkauf von l Pfd. Kindergerstenmehl auf die fiir Kind« im 1. und 2. Lebensjahre ausgegebenen rosa Bezugs- schein«, bis Frckiaa, den 18. Okiober, der Verkauf von 100 Gramm lose Suppen auf Abschnitt 64 der allgemeinen Groß-Berliner Lebensmittelkarte, und bis Sonnabend, de» 19. Oktober, die Abgabe von 1 Ei auf Abschnitt 52 d« Eierkarte. Ferner wird der Verkauf von% Psd Herrngen od« frisch.m Fischen bzw.(4 Pfd. Raucher- waren auf die Abschnitte B und M d« grauen Bezugskarte fttr Einzelpersonen fortgesetzt.— Diejcmigen WilmerSbärfer Evn- wohn«, welche zur D-ckung ibre« WinterbehawfS Kartoffeln von außerhalb M beziehen wünschen, werden erneut daraus auf- merksam gemacht, daß sie die Genehmigung hierzu mündlich bei der städttschen Karfoffeleirrfuhrstell«(WilhelmSaue 114/115) nachgu- suchen haben, die ihrerseits die Anträge unverzüglich an das in Be- ttacht kommende LandratScnnt weiterleiten wird. Personen, die sich unter Umgehung der hiesigen Einftchrstell« unmittelbar an die zu- ständige KreiSbchörde wenden, haben.!vie von dies« Seite mehrfach mitgeteilt worden ist,«ruf die Erteilung der AuKfuhrerla ubniS nicht zu rechnen._ Krei» Teltow. KriegSteuerungSznlage«. Der KrriSauSschuß hat beschlossen, den Kreisbeamten und dauernd im Kreisdienst An- gestellten einmalige Kriegsteuerungszulagen nach de« staatlichen Grundsätzen, den eingesegneten KrankenhauSschloestern je 206 M. und den übrigen Schwestern je 100 M. zu gewähren; von de» männlichen und weiblichen Hilfskräften, sowie den itäiwig be- schäftigten Arbeitern und Arbeiterinnen sollen die vor dem 1. Ok- tob« 1915 eingetretenen den eineinhalbfachen Betrag des Monatsgehalts, die in der Zeit vom 1. Oktober 1915 bis 31. Dezember 1916 vir�etreten en den eineindierlelfachcn Betrog de» Monats- gehalts, die im Jahre 1917 eingetretenen ein Monatsgehalt und die in diesem Jahre eingetretenen die Hälfte des Monatsgehalts erhalten. Für jedes Kind wird ein Zuschlag von 10 Proz. gewährt. Einmalige Kriegsbeihilfen sollen den Ruhegehaltsempfängern»nd den Empfängern von Wittven- und Waisengeld gleichfalls nach den staatlichen Sätzen gezahlt werden, söweit die Teuerungszulagen nicht aus der Brandenburgischen Witwen- und WaisenverwrgringS- anstatt gewährt werden. Die Teuerungszulagen für das Betriebs- personal d« Kreisstraßenbahnen werde» vom BahnvertoaltuirgSrat festgesetzt._ Pankow. Lebensmittel. Im Laufe dies« Woche gelangen in den bekannten Verkaufsstellen zur Verkeilung: Auf die Pan» kower Lebensmittelkarte: 100 Gramm Grieß auf Ab- schnitt 1, ein Ei auf Abschnitt 2, Räucherwaren, soweit solche ei»- gehen,-Nif Abschnitt 114 vcsp. 123. Zulage* für K i»de r bi» zu 2 Jahren: 500 Gramm Haferflocken für den Monat auf Be- zugSschei»; 375 Gramm ZuckeMllage für Kinder bis zum 1. Le- benSjahre auf Abschnitt 20», d und c, 250 Gramm Zuckerzielage für solche im 2. Lebensjahre auf Abschnitt 20, und b»nd 125 Gramm für solche vom begonnenen 3. bis zum vollendeten 6. Lebensjahre auf Abschnitt 20 der Zusatzzuckerkarte. zur Beschaffung von notwendigen Bedarfsgegenständen«hallen. Ter Gemeindevorstand beantragt«, für jede Frau 2 0 M. und für j e d e S K i n d 9 M. zu bewilligen. Bedingung für die Zahlung sollte sein, daß der Ehemann vor dem 1. Juli 1918 zum � Heeresdienst eingezogen und die Familie am 1. November ein Jahr am Ort ansässig ist. Weiterhin sollte die Bedürftigkeit geprüft werden. Genosse Schwarzburger wies darauf hin, daß in Anbttracht des gesunkenen Geldwertes diese Sätze unzureichend sind. Auch die übrigen Bestimmungen, vor allem die Prüfung der Bedürftigkeit, müßien aus der Vorlage entfernt werden. Vorgeschlagen wurde: jede Ehefrau erhält 30 M. und jedes Kind 12 M., die am I. De- zember 1918 ein Jahr im Orte wohnen; die Frage der Bedürftig- keit unterliegt keiner Prüfung. Unter den gleichen Bedingungen sollen auch die Hinterbliebenen von Kriegsteilnehmern diese Unier- stützung erhalten. Mit 9 gegen 10 Stimmen wurde die erhöhte Unterstützung abgelehnt. Die Vertreter der 1. Abteilung stimmten für den Antrag, bei den Vertretern der 2. Abteilung, den Grund- besitzern, war das Interesse für die Familien der Kriegsteilnehmer nicht so groß und sie und der Gemeindevorstand stimmten dagegen. Di« übrigen Vorschläge wurden angenommen, llnterstützungs- an träge sind schriftlich an den Gemeindevorstand zu richten. Auch bei dem nächsten Purrtt der Tagesordnung, Betvilligung einer e i n- maligen Teuerungszulage an die Gemeindebeamten, Lehrpersonen der höheren Schulen und der Volköschullehrer, kam eS zu Auseinandersetzungen zwischen den Vertretern der dritten Abteilung und dein Gemeindevorstand. ES waren in der Vorlage unberückstchtigt geblieben die ständigen Hilfsarbeiter und die Ge- meindearbeiter. Gemeindevertreter Bugschat(U. E.) und Ge- noss« Schwarzburger wiesen darauf hin, daß, wenn eine Teuerung anerkannt wird, man rncht nur dem einen Teil geben könne, sondern dann auch den Arbeitern>ine Unterstützung gewährt werden müsse. Es wurde beantragt, diesen Personen vier Wochen» löhne, ab« nicht unter 300 M., als einmalig« Beihilfe zu gewähren. Die Angelegenheit wurde an eine Kommission verwiesen, d« auch Genosse Schwarzburger angehört. Nvwawe». NamenSäitdernng? In der letzte« Sitzung der Gemein de oeriretung hielt Direktor Schenk von der Foribildungs- schul« einen Vortrag über die Notwendigkeit der Einrichtung der Pflichtfortbildungsschule für kaufmännische Angestellt«. Die Min- derheit der Vertreter, vor allem unsere Genossen, traten für so- fortige Errichtung, die Mehrheit für den 1. Oktober 1919 ein. Eine Erhöhmrg der Umsatzsteuer in Fällen, wo Grundstück« kurze Zeit nach der Erwerbung wieder verkauft werden, befürwortet« Kämmern Schmidt. Eine ganze Anzahl von Gemeinden hat dies« Er» höhung eingeführt. Es wird beschlossen, die Steuer für bebaute Grundstücke von 1 auf 2 Prozent, bei unbebauten Grundstücken von 114 auf 3 Prozent zu erhöhen, wenn seit dem letzten Verkauf die Frist von zwei Jahren nicht überschritten ist.— Auf Anregung de» Vorstehers des Arbeitsamts, Genossen Osmer, tritt die Ge- mrirtde dem Reichs verband für Kriegspaten schafien bei. Dieser Beitritt ermöglicht«ine bessere Fürsorge für die Kriegerwaisen.— Eine ausführlich« Besprechung fand über die vertagte Besprechung üb« die Aenderung deS OrtSiurmens statt. Gemeindevertreier Reiff begründet den Antrag damit, daß bei der Zusammenlegung der Gemeinden NowaweS mW Nuueudtirf der Beschluß gefaßt sei, einen neuen Namen für d>e zusammengelegte Gemeinde anzunehmen. Aus den Akten, von 1906 gehe hervor, dag damals nicht loyal verfahren sei. Formell bestehe der Name NowaweS wohl zurecht, da nicht et-n« Zusammenlegung, sondern ein« Eingemeindung stattgefunden habe. DaS Widers predig aber dem damals gefaßten Beschluß. Der Name NowaweS sei unhisto-risch, er ist daS ins Tschechische übcr-� setzte Neuendorf. Genosse Pawlowitsch entgegnet«: Wenn die nicht- deutsche Bezeichnung einen Anstoß bilden soll, dann müßten Span- bau, Stralau, Treptow, Pankow, Glindviv, kurz Dutzende von Orlen ihren Nanrcn wechstch, denn tesit find uZt■ u-cnir.schcr.'In- spr-ung». Man soll« doch die Fremdwortsepevei, wie fi« mit Kriegs- lbeginn einsetzte, endlich beiseite lassen. Die Namensänderung ist eine Marotte und dem sollte die Gemeindevertretung nicht Beihilfe leisten. Di« Gemeinde soll« durch vorbildliche Einrichtungen—• und sie rst auf dem besten Weg« dazu— sich Achtung und Ansehen verschaffen, dann wird niemand an den Namen Anstoß nehmen. Der größte Teil der Gemeindevertreier sprach sich für die Aenderung auS. Sin Beschluß wurde nicht herbeigeführt, jedoch wurde gewünscht, daß fich die verschiedenen Bereinigungen mit dieser »-rage beschäftigen mögen und eine spätere Sitzung soll zu dieser Frage endgültig Stellung nehmen. Groß-Serliner parteknachrkchten» Reinickeudorf-West. Mitgliederversammlung am Mittwoch den 18. d. M., abends 8 Uhr, im Lokal von Wilhelm Lüning, Schorn- Weber- Ecke Scklllingstraße. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Echönberg, Diskussion, VereinSangelegenhciien und Verschiedenes. GesinnungSfteunde, die auf dem Boden der ParteiinehrheU stehen, sowie alle.Vorwärts'-Leser sind freundlichst ecngeladen. Petsdam. Mittwoch, den 16 Oktober 1918, abend? 8 Uhr. im Lokale zum.Bürgergarten', Alle Luisen-, Ecke Lennöstraße� M i t- gliederversammlung. Tagesordnung:»An der schwelle deS Friedens'. Referent: Reichslageabgeordneter Emil Stahl. Freie Aussprache. Alle»Vorwärts'leier, die a»f dem Boden der alten sozialdemokratische» Partei stehen, sind hiermit eingeladen. Mariendorf. Verkauf von Zwiebeln. Di« Groß-Berliner Gemeinde« bringen auf Grund dr» Beschlusses des Lebensrnittel- perba-nideS 1 Pftrud Zwiebeln auf den Kopf der Bevölkerung zur Verteilung. Der Dr-rkcruf findet in den drei Gemeinde laben wah- rend der üblichen Gefchäftssttrnden auf Abschnitt 68 der Groß-Ber- liner Lebensmittelkarte statt. Der Preis für 1 Pfund beträgt 32 Pf. DaS Anstellen vor den Gerne, ndetäben ist nicht nötig, da ausreichend Ware vorhanden ist. Oberschön ewerbe. Sonderunterstühunz ttiib TenernngSznlage. Auf Antrag der sozialdemokratischen Vertreter war in einer vor- hergehenden Sitzung beschlossen worden, eine.Kommission»inzu- setzen, die prüfen sollte, ob. um die Milchknappheit für Säuglinge zu beseitige», ei» Gemeindlicher Kubstall eingerichtet werde» soll. I» der letzten Sitzung der Gemeindevertretung lag dieser Verficht ver, der desagte, daß zur»eit keine zwingend« Notwendigkeit dazu be- steht.!f*r Rilchviehdelwntz dei den Molkereidefltzer» hat fich ver-' wehrt, s» daß die Beltefevung aller Säuglinge mit einwandfreier Milch als zuvzeit gesichert anzusehen sei. Sollte sich ein Rückgang wieder einstellen, so ist der Gemeindevorstand beauftragt, sofort die> Eröffnung eines Kuhstalles in die Wege zu leiten. Wie in den Vorjahr«» soll« auch diesmal die Familien der Kriegsteilnehmer eine Souderunterstütznngl Serichtszeitung. Der Menschheit Wnzer Jammer--. Ein erschütterndes Bild sozialen Elends wurde in einer Ver- Handlung aufgerollt, welche das Schwurgericht des Landgericht II beschäftigte. Au» der Untersuchungshaft wurde die 25jährige Frau Marie Z i e m« n s geb. Markau vorgeführt, um sich wegen ver- suchte» Totschlag», begangen an ihren zwei Kindern, zu»er- antworten.— Der Sachverhalt, welcher dieser Anklage zugrunde liegt und auch die übrige Vorgeschichte und der Lebenslauf der Angeklagten stellt einen packenden Roman aus dem Leben dar: Als Siebzehnjährige lernte die Frau ihren späteren Ehemann, einen Johannisthaler Flieger, kennen. Ihre El.ern setzten dieser Berbiu- düng den stärksten Widerstand entgegen und erst als das junge Mädchen einen Selbstmordversuch mit Lysol machte, gaben sie ihre Einwilligung. Es zeigte sich bald, daß die Eltern recht hatten, denn der Mann brachte sein« Einnahme als Flugzeugführer in leichtsinniger Gesellschaft durch, hielt sich eine Geliebte und gab seiner Frau ganz« 100 Mark im Monat, von denen sie auch noch die Miete zahlen mußte. Als Z. dann im Mai 1916 durch Absturz mit einem Flugzeug ta» Leben einbüßte, stand die ftinge Frau mit ihren vier Kindern völlig mrttelllos ixi. Sie nahm aber tapfer den Kampf mit dem Leben auf, brachte zwei Kinder zri ihrer Mutier und arbeitete in einer Fabrik. Ihr Verdienst reichte aber zum Leben nicht auS; zu ollem Unglück wurde sie auch noch von einer Krankheit boilngefucht, s« doß sie in Schuld«' geriet. Ein weiterer Schrcksal«schl»g war,»aß ihre Mutter starb, so daß sie ihre vier Kinder stn Hause hatte rrnd' nicht zur Avbeit geh«» konnte. Ihr Ersuchen an die Gemeinde Johannisthal, für die Unterbringung zweier Kinder zu sorgen, wurde abgelehnt. Erst als sie sich der dem Regierungspräsidenten beschwerte, wurde die Gemcrnde ange- wiesen, der Bitte der Frau zu entsprechen. Durch diesen Schritt mußte sie sich wohl das„Wohlwollen" des Armenpflegers Stock- hausen der leider auch zugleich als Verwalter einer in Sizut- bafton beftirdtichen Gesellschaft ihr HnuSwfttt war. verscheezt haben, Ot« kn b«r vnchandwng zur Vprache kam. Hat sich der Zeuse Nock. hause» auch sonst sehr eige-rarti� b«rwmm«n. so daß vi« tlnveklagte schließlich zur Ver?>veifl«ng getrieben wurde. Eine Tblehnnng ej. ner höheren llnrrrstützung auö Gemeindeniitteln wurde u. a. damit begründet, daß der srttiiche Lebenswandel der Krau A. nicht ern- tvandsfrei sei, da sie Herrenbesuche empfange und wiederhat in Lokalen gesehen worden sei Diese Schwähereien wurden in keiner Weise nachgeprüft, sonst hätte man erfahren, daß der �Herren- besuch" der eigene Bruder der Frau war. Jedenfalls ver» hielt sich die Gemeinde auf Grund der Berichte des Zeugen Stock- hausen aHehmiib. Nicht genug damit, strengte der Zeuge in seiner Eigenschaft als Verwalter des Hauses auch noch die Exmissionsklage an Um nichr auf die Strahe gefegt zu werden. Verkaufte die bedauernswer!« Frau einen Teil ihrer Möbel und tilgte die etwa 800 M. betragende Mietsschuld bis auf L6 Mark. Trotzdem sollte sie am S. März die Wohnung räumen. Eine neue Wohnung hatte die Angeklagte noch nicht, da eine HauSeigentüme- rin in Neukölln infolge der schlechten Auskunst, die wieder der Zeuge Stockhausen gegeben hatte, von dem Mietsoertrage zurückgetreten war. In dieser verzweifelten Situation, mit ihren Kindern auf die Strahe gesetzt zu werden, wurde die unglückliche Frau von einer Art Wahnsinn gepackt Unter Lachen, Sing«» und Weinen zertrümmerte sie mit einem Hammer die paar übbriggebliebenen Möbel, legte sich dann mit ihre» Kindern, nachdem sie für ihre letzten 4,4l> M. noch etwa» Eßware«kauft hatte, ins Bett und öffnete die GaShähne. Durch den Gasgeruch aufmerksam gemacht, den ach» ckchtigten Hansbewohner die Polizei»wd die unglücklich� Frau konnte mit ihren Kindern wieder ins Leben zurückgerufen werden. — Bot den Geschworenen schilderte Jusiizrat Dr. Blaschkauer mit bewegten Worten daS furchtbare Elend, in welches die An«» klach««raten sei. die schließlich in einem Zustand«istiger Ver» wirrung die zur Ankla« stebmde Tat verübt habe; das Dichter» wort von der Die-rschhcU ganzen Jammer treffe hier wirklich zu. — D«e Geschworenen verneinten einstimmig die Sckmldfto«, so daß die Angeklagte freigesprochen wurde.— Da die Angeklagte völlig mittellos ist. veransialdeten die Geschworenen eine Sammlung, dt« einen vorläufige» Notgroschen von 60 M, erbrachte. rüetTerauSgtfti«« ftr»a»«tttlrrr IM* Mittwoch mit»««. Aiemllch mild und zettwets« enMareich, jedoch»or- her riihend wolkig oder nebelig, ohne erhebliche Niedertchläge. Mus aller Welt. Niesenwaldbrand in Amerika. Mew'Pvrk, ltz. Ottober. Eine Depesche auS Duluth < Minnesota) meldet: Bei einem Waldbrande in Nord- Minnesota, zwischen Ashland und den Nooselakc sind schätzungsweise bvv Personen verbrannt. Ter Ver- lust an Eigentum beläuft sich auf viele Millionen Dollar. Sriefkasten üer Reüaktioo. —«eihensee. PrvmiSlnitSt Bebrütet Pcrnttlrfiung.— M.®. 41. Sende» Sie sich an die tUeiderverwertimgSftclle Berlin, Kommandanten- siraee Ä>/ö1.— K. fi. 28. 1. Es gibt in Berlin eine ganze Anzab! che- wiibeivipekiiorcn. ringet etit nach Stadtbezirken. NäherrS cv'cfjen Sie au» dem Berkmer Adrehbnch. Teil II E. 64 1. In England gab eS vor dem Kriegc mehre: e Barleizritungen.» Tie sranzöfbchr Partei halte in allen bedeutenderen Stödten TuGeSzettlmgem— D. 100. Wenden Sie hch mtt Ihrer Anfrage an die chei'vfenfchafi deutlcher Bübnenangehiriger, Beilin, Cbalioitenstr»6.— Verichiedene Anfrage». Ein Stinisler ohne Porte- feuille hat kein brktnnmteS Berwaltung» gebiet de» Staate» lFinanzen, Juftiz nte».). fondorn nimm! nur an den allgemeinen Beratlingen de» che- lamiminetterium» teil.— Klein 7«. Ein ärztliche««itteit iK in diel-m chille allerding» notwendig. Lassen Sie sich da» bei der Kohlen- stell« etngmichie«lieft zurückgeben.— 97t. P. Tultzburg. Die latholi- fchen cheifilichcu dürfe» auf chrund deS Zötibal» nicht hetralcn.— «Sasirrgonvenachrtchten der Lanveoanftalt Mr Gewässerttrade. mitgetertt vom Berliner Wetterburean. Fugenöveranstaltungen. Berlkner Arbeiterjugrad. Der für heute abend angefetzte Funktionärvortrag muz umständebalder ausfallen.— Adletlnnq Moabit. Morgen Mittwoch abend 8 Uhr bei Kunze. Birtenstr. 2ä, Vortrag de» Herrn N e u m a n n: Feinde der Arbeiterjugend. Abteilung Prenzlauer Vorstadt. Morgen Mttwoch, abends 8 Nbr, bei Eichhorn. Danziger Str. 93, Bortrag des Genasen Weimann über Theorie und P:axis unserer Jugendbewegung. 4. Abend:.Jugeudschutz". Jugenöfchutzsorderrmg. W« II erstand am Meue ei Pregcl Weichsel Cd er Wart« Seif« «tde Ttlftt JniterbMU Tdorn llianboe Kroste» Frantfurt Schrrul« LandSderg Bar dämm veUm-ittz Dresden Barbq Magdeburg erscheint im„Vorwärts" der Stellen- k»!»» Nachweis. Anter vielen Angeboten MsÄi" im„Vorwärts" mit seinem ausgedehnten Verbreitungsbezirk gliMIte Zlellziis. Abonnementspreis monatlich l,8t> Mark frei ins Kaus. Diesen Zettel wolle man ausgefüllt an die Äaupt- expedition, Berlin SW 63, Lindenstraße Z, senden. Ran» Beruf. Wohnort Straße?. Bei wem? !vorn I Seiten fl Treppen- Quergeb J bestellt ab 1. November den„Vorwärts" zum Preise von 1,86 M. per Monat frei ins Äaus. zeslzlckemolitat. Zentral- Wahlrer.CfltstW-Bttfsf.ow Crtsucrrt»»irutälln. Onieten Mttgftedern die frourige Nachricht, daß lenfer Mitglied, die Ebesra» I.KZkSS IZQCk nach furz er Kianlhelt ge- 1 starben ift Die Beervlgmm findet Donuervtag. nachmUwgs t Nbr, von der Halle de» Rcutöllner Gememde-Fried» hose» am Mai iendorser Weg au» statt. lim zahlreiche veteiNgeuig Me Bsiirttiieftorg iMS« Hierdurch dt« traurige; »ochncht, datz meine ltrbe. Frau, unsere gute Muller ZSSOK ged Joröa« tm Snmifibend na-st fchlv-- rrm Leiden»erstorbei! ist. Mit der Bttte«»» fttlli Teilnahme Der traoembe Satt« II«n iiiui: r, Jacck nebst Dächtet». Btakllln. Jlsestratze 8. Die Beerdigung findet am! Donnerstag, den t7. Oi. tobex, nachmittag» 4 Nhr, I oon der Halle des Neuküllner i Gemeinde- Friedhofes am t Maiiendolfer Weg aus statt, j Hierdurch allenverwandten, Freunden und Bekannten nochmai» die ttanrige Nach- richt, datz nnfer lieber Bater. Schwiegervater und Groß- vaier Albert Stolzenbürg Kolberger£tt. 27 im 60. Lebensjahre am lS. Ollober lS!«. früh 5 Uhr. nach kurzen, aber schweren Leiden verstorben ift. Er soigie ein Jahr später unserer iieben Mutter, Die« zeigen tt-fbetrübt an Familie Brune Stalzanburg, Reukilln,«nzengruberftr.ls. Waltsr Stcirenburg(zurzeit im Felde). 06806 Die Stnälchmtng finde! am Freilag, l8. Oktober ISIS, pünktlich« Uhr, im Krema- torinm«erich Istratze statt. üllg. fteanft.- o. Sisehsbaave i her Deutacnsn Drcohaler b. der. Berufsgen., Ervatzk Verwaltungsslelle Berlin B. Am 9. Ottober vorstarb. unser Mitglied SV/r; Karl Schoenlierr Reukölln, Keuterstr. 43/44. Shre feinem Andenke»! I Die Beerdigung findet am! DicnSiaa, den 15. Oktober. nachmiilaz« 4'/, Uhr,»mi I der Leichenhalle de» neuen! Jatodi-Kirchhoft au» statt. «m Gornai>«nd ftar» an Lungenentzünduna piltzlich u»ser lieber Kollege und Ai. tarbester, der Schriftsetzer öllz Ziedsveieker im 48. Lebensjahre. Mit Achtung werden wir immer an ihn denken. DaS Personal der„Deutichen TageSztg." Beerdigung findet stall am Diontstag, de» 14. Oftober. nachm d Uhr, ans dem alle« Razareth- Kirchhof in der Seestra«_ 86796 Am 11. Ott. fluid im Stöbt. Idranten Hause zu F.aii!» surt a. d, Oder unser stm igst geliebter Sohn, vrnber, Schwager und Bräutigam, der Kanonier KSOI'g im SB. Lcbensjadce an Lungenernzündimg. Er war säst 4 Jahre in Nu«ia»d jivtlgestmg«, nur 8 Monate briwattiche« und häa«tiche« Gluck w-rren ihm ver- gönnt, i Wachen war er Soldat, dann folgte er seinem am gj 15. 7. 18 an der Front gestorbenen Bruder Alfred in die Ewigkeit. In tiefstem Schmerze Familie Karl 8«»«*er. Schul ftr. 48, Hedwig Ziegier. Seine treue» Fre»»de. West Du unS zu früh entschwunden, Blieb ein unerfülltes �Glück llngeiioff'ner ichöner Stunden Ruhelos w an» zurück. Die Beer digung erfolgt nachmittag» 4 Uhr, aus dem Frantturt o. d O. Ungellitztc Küste lebe« In getrennte» Herzen fort. Und dte Livpe fühlt noch Beben Da» zu früh»ertUinru-t« Wort. (Lbigg.) am Donuer«»*. den l7. Ott.. neuen Garntfonsriedhos m 77« Für die Teilnahm« bei der Beerdigung meine» liebe« Manries Oskar Treeiter sage Ich allen Lerivandlcn, Frcrmdcn und Bekannien. in»- desoiidcr« der Firma M. Lzarni- low u.«o. niiv oeren Änge- stellten memcn herzlichsten Dank Helene Drefter und Kinder, -iü74d fituppiner Sw, II. Danksagung. Für dir viele» Beweise herz- licher Teilnahme bet dem Hln- scheide» unsere» lieben Sohne» und Bruder» Crtch sagen mir allen Freunden und Be- kannten sowie de» Sängern und Herrn Günther sür die trostreichen Wort« am Sarg� de» Enlichlascne» unseren herz- ttchste» Dank. Söötd verltn, den 16. Ottobrr ISIS. Hermann Kaller nebst Ära«. lrrwt» Kalier al« Bruder, zurzeit i» Gssangenschast. Aufruf! Sdnard Holztamm, an« Angermünde sUckermark) stam- mend, zuletzt 1SS8 m Peter». gern lind In Stellung gewesen, damals etwa 80 Jahre all und seither unbekannten Auf- enthalt», wird zur Empsang- «ahme eines Erbieils gesucht. Wer über setuen späteren Aus- enthalt«der Rbieben etwas milleUen kann, wird gebeten, sich beim Unterzeichnete» zu melden. SSL Justiz rat Most»» w Anger- münde nl» gerichtlicher Pfleger de» Eduard Holzkamm. Speziftiarzt Dr. saetl. Haaeli«, Friedfiehstr-SO etawUSi. Pebandl. von»tzl-dtlt«. Haut. tarn-, atramenleide», spez.! wn. Fälle. Schmerzioie. kürzest, «chandlg. ohne»erntlftöruna. «iutnnieriuchung. Nitz. Preis- TeUzahlung. Sprechstunde« 1l di» 1 und 4— 8. Sonn- 11— 1. st! nstzdrigon-Anft. Dr.Fackelmann 81». W., Hodenzollerndamm 19B. �peziaiarzt Dr. catHL LdueiM veh. schnell, gründö, möql. schmerzlo« u. ohne veruttfmr oetontMittskraakhon.. gohaine Haut., Hera-. Fraaenlaldao, Solnnllode. Ervrodtrfte Pielhoden Harn- ana Stutuotoeeuodung. NchLlr.M �an�p. Spr. 10— 1».6— 8, Sointt.10— 1 Spezial&rzt Dr. med. WockenlnE Frlt«isr.lSÄ!f:,Ä fgrSyphilie.Harn-u.Frauonioläan Blutmitorsuehungsn. Sollnolle, s-ehers, senmoniet« Hollang ohno Berntssttrung. reiliahlong Spesialasrzf Dr. med. 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I7.da,is» qonftral ti->». stno pealiilch a zuvenäista I ha tfigl Aedraach. u. daher. le delteo.fftni Uhren fflt Po-.- qrokt PuMttum geworden; ft, sind In allen peilen»er demichen Armee .und ktai erl Sle-ine zur vo!»n l.isrieoenhrli l-n chedrnuch Man rst« ftch d»rch Anvreiiunq min- erwer.iger«orren nicht ure - l en-iolche swo heute nich! mth: ist Sorglast au»geil!hrt. Wer uf-ine willst« gniaehend« Uhr eßeltim. Call die man(Ich UN- jtoingi verlassen tonn, verlange meine Deatach« Milttlrnkr. Rtrine«nuar-dlnl» uoren find in Sitritl ir,60 aüt»oldrindern od»tadlorvd I»,M» n. erhallst«. Ii Ceathstralle 14 lA-rkaul nur na Laden> «egrgntet 190» B. Möm«, für IL-i Pelz wäre Bei bequemer Zahlweise B«i Baraahlnng aal Tor�oaohrieboe« Brahe« H) Proaant NaohiaS. ITriegxanloüio wird in Zahlung gaiiaiiimum. Pe!zwarenfabrik Kallls Bertis NW 87, Tlle-Warileiiberg-Strafie 11 nahe Bahnhof Tiergarten. Tai Moabit 7633/7623. Sj:ezklarzt Dr. med. Reinhardt, PÄERtr.llIf/��T'o Sydhllis. 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H-n t— I aauSw es KstlTwSfiaefcea lf wif«. che ettuH-m-i» dt» EmMi Sw nvaltstne Wv-j-er» uie arue* Ra b««e ktl«e1, imHi und|rä«do,rli ebne loh-et. danh elnfaeiice totett piMnidrl«in, etinuMelM/ laeiftin«« n lethoiathee WWunehiAn m«e Asistpsäg-ea'titEieii für den„Vorwärts" werden eing-edtellt in fol�esidea FikaUen Sliisersdörf: Ibef-ScfeöBeweids: Palkefllerg: P«*sl>n* Pritinor.skr. 81. Markuustr. 36. Bei lia. PoMrebnrger Plate 4. Laaaiteer Fiats 14/15. Inndanatc. 8. WLlhakaa- havenar Straße 48. HontrSIlB* Neetarstr. 8. ßCB&Olin. Sieg�riedstr. 28/29. Schöneheri' Meininger Straße 9. CbarliUiafaUFSISesenheirner Str. t StCßliÜ: Beias&e, Mommsenetr. 59. MaMaawt rooU Wa Ift, Wflhelmsane 27 dal Schuber». Paul. Mathil- dansSraAe 5. Salamaan, Gartensdadt- str. 10, für AJb-Glienicke. I irfatfinhcpn* Wart«nberg-Stra£e 1 UiBICilUtr Jf. und Alt-Boxhagen 68. TreptSW: Gramer», Ecfholzatr. Itti. Dki»ad 4% bis T Uha. -M' g. 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Bor«insen». psits- sich, Nachnahme 95 P|. mehr Königl. tSifenbalindirektioU» — 83. B 4.— Halle(Saale), den 13. Oftober 1918. ZtzalirvlaiiSiiderungk. Bon Montag den 14. Ok< tober d. I., ab sallen die Züge O 114 Bres au— Görlitz lab 11.25)— Berlin iyörl. Babiih. (an 2.17) und D 191 Berlin Köck. Babnd(ab 10.15)—Mär. iitz(ao 2.17)—Breslau auf 14 Tage ans. Halle(Sanle), im Oklbr. 1918. Königl. lLtsenbahndirrkrion» k'alii'pla» iindenungen. folgende Schnellzüge sallen 14 Taae aus: 263/17 a) vom 14. Oktober d. 1. ab: D 8 zwischen Halle(ab 7") und Srsenach(an 11"), abends. v 12 Franlsurt(Main)— Halle lab 8")-Berlin(an 10«), abds.. D S 12 Co: betbe sab 7«)— Leirzig (an 8"), abends, v 238 Berlin lab 7«)—Halle (ad 9«)— Frantiuck(Main), d) vom 15. Okteber d. J, ab; D 157 W. Magdeburg— Halle (ab 8«)—Leipzig(an 9"), v 182 W. Leipzig(ab 9") —Halle(ab 10") abds.—Magdeburg. D 20« Setprig(«6 1 1»)-Weihen. sei»(ab 12") ad.-Franksurl(M.) O 907 FrankjucklMain)—Halle (ab 5") abds.— Berlin(an 8"), D 243 Frank juri(M)—©eisen« s-IS(ab S»)-Leiprig(an 4M). Dagegen wird vom U.Oktober ab»er Schnellzug D 3 zwiichsn Halle(ab 7") abds. u, Berlin lan 10oi abds. aus 14 Tage wieder «esahren. Halle(Saale), im Okiober 1918. ftlaiglleii» Oseniiahndirsktio.i. ktrsst-s.MMppcnbttlinor, Fette tlnniarhru •nipBehlt in groter Aaswahl Sekais't vsrin. Tasohs, Plan- «fer 21, am Halleaches Tor. Mgst- Oebpnnchte Hatitrklm�su werde» saarichavs ge)chlissen, abgezogen»nd sauber oerpackt, per Bttick>5 PI Ladende Sir.« ertennung-n vsn hohen und höchste» Herrs-aasten.(125/12 Neue Kimgen la Maieckal und seinstem Schliff 40, 50, 60 Bs. per Stück. Efwst Hebreiber, OftcrbKrg t. K-, Possichecka fonis: verlin Nr.»5 7«d. [ Äldeiin- 1 ßesWets- ' MM verschiedene Hefte da« Stück Z5 Psg. Zu beziehen durch Buchhandlung Vorwärts Bertin 5».«udaastr., "VfiSISSU� Stets wkAIous- 0?siaUete moderne Lager. 1 Oskar Wellbtrii I SsgrOndsl ISSS. I Nr. 284— 141$ Unterhaltungsblatt ües vorwärts d!enstKA,lS. Oktober Die Welt öes unenölich Kleinen. Grenzen der menschlichen Wahrnehmung. Eine der wichtizsten Errungenschaften der modernen Technik ist die fortschreitende Berfeincrung unserer BetrachlungSmethoden. Se« wisse Sinnesorgane, wie die Nase und da« Auge, find ungemein feinfühlig in bezug aus Sichere Rei,e. Wir können z. B.»/, Milli« gramm Brom in einem Liter Wafier noch mit dem Geruchssinn wahrnehmen, Fenylchiorid sogar in der winzigen Menge von zwei Millionstel eines vliligramms, WoS für die Nase der Geruch, ist für da« Auge die Farbe. Die Empfindtichleii de« Geficht« finne« für Farbenreize wird am besten durch die Wahrnehmung und Unter» scheidung der Aarbenikala»m Sonnenspektrum illustriert, E«'st wohl ziemlich allgemein bekannt, da� das dem Aug« als fortgeieyie Reihe von ffarbeniiui>»cen ericheinende Bild de« Spektrum« nicht« weiter als eine unendliche Kette von Aetherwellen ist. Di« Ausdehnung dieser Wellen ist so gering, daß der Physiker gezwungen' ist, mir millionsten Teilen eine« Millimeters zu rechnen. Der dem Auge sichtbare Teil de« Sonnenspettrum» bewegt sich zwischen 400 bis 760 Millionsteln eine« Millimeters langer Aetherwellen. Und doch ist da« menschlich« Auge so fein organisiert, um schon einen einzigen Grad dieser unendlich kleinen AusdehnungSilala als der» änderten Farben reiz zu erkennen. Stark ist auch die Empfindlichkest des Buge« sür Bestimmungen der Form und Grög« der Geqen» stände. Ein geübtes Buge ist imstande, die Länge und Genalt eines auch tomplizierien Objekts dauernd im Gedächtnis zu be- hallen. Kleinere Abweichungen und Gröstenimterichiede allerdings emgeben zumeist der Beobachtung. Nach Helmboltz verliert das menschliche Buge die Fähigkeit, Einzelheiten wahrzunehmen, wenn sie sich unter einem kleineren Gesichtswinkel als einem Minuten- bogen befinden. Dieie UnVollkommenheit seiner Sinnesorgane zwang den Menschen, sich einen Heiser zu schaffen: da» Mikroikop, Ein gute« Mikroikop be'ähigt uns. Gegenständ« von Vw» Millimetern Durchmesser, also in LOOfacher Vergrösterung zu erkennen, die in den meisten Fällen genügen wird. Wir können damit die roten Blutkörperchen, von denen l2o auf ein Millimeter gehen, be- quem beobachten, ebenso die Gärpilze. Bedeutend kleiner sind schon die Erreger der Diphtheriti«, von denen 1L00 nebeneinander gelegt, erst einen Millimeter ergeben. Ohne das Mikroikop wäre sür die für unsere Gesundheit so ungemein wichtig« Wissenschaft der Bäk- teriologie ein Dmg der Unmöglichkeit. Obwohl da« Mikroskop die Grenzen unsere« Erkennen« nnge- Heuer ei weiterl bat. io bsiitzen wir doch seit IS Jahrtn ein In- st-ument, da« unvergleichlich weiter reicht. T« ist die« daS von Stedenlopf konstruierte Uliramikroikop. Da« Pnnziy diese« Bppa- rare« lägt sich leicht durch ein Beispiel erklären, Im Sonnenstrahl bewegen sich Myriaden von tanzenden und flimmernden Staub» teilchen. Die Unlerspchunge» über die Schnelligkeit ihrer Be» wepunq baben ergeben, datz ihr Durchmesser Millimeter nicht übersteigt. Wie ist e« möglich. fragen wir uns, diese ver'chwinden» kleinen Objekic mit Leichtigkeit wahr- zunehmen, wenn die Grenzen unserer Beobachlungsmöglich- keil bei'/,» Millimeter aufhören k Die Antwort gibt un« die Ovtik, Jedes Siaudteilchen sendet Lichtwellen au«, die dem Auge al« umgebenver Ring eriche neu. der grötzer ist als die Lichtquelle de« Slaubteilchens. Aus dieser Erscheinung basiert SiedentopfS Ullrnmitroitop, Der Erfinder nimmt z. B, Glas, das mit Hilfe eine« winzigen Teile« von Gold ein? rubinrote Farbe erhalten hat. durch da« Gla« teilet er einen kräftigen Lichistrahl in wagerechler Nichiuiig und beobachtet ihn milHUi« eine« im Winkel ausgestellten 1 Mikroikop« in senkrechter Nichiung, Unter bieten Bedingungen bietet das durchsichtige Gla» die Möglichkeit, seine mnere Zusammen ietzung zu beobachten. Man erkennt auSaezeichnet, dast da« Glos feine Färbung lltienalich kleinen Facbleilcheii, dem im Gütz geschmolzenen Golde, verdankt. Noch interessantcr'.st die Beobachtung reiner Gvig. unA anderer MeiallSsungen im Ultramikroskop. Wie das von gl». Hern- den. im ewigen Wechsel kreisenden und flimmernden Sternen be- säte Firmament erscheinen unS die Goldatome der Lösung. ES. ist natürlich schwer, sich einen Begriff von der Winzigkeit der noch im Ultramikroskop sichtbaren Teilchen zu machen. Sechs Millionstel Millimeters beträgt der Durchmesser dieser Goldparti k« Ichetl. In denselben ultramikroskopischen Raumgrenzen bewegen sich mich die von radiographischen Apparaten registrierten Substanzen. Der millünrste Teil«irre» Milliqrmnms Radium gibt der Luft einen so starben ElektrizrtätSgebalt, dast feine(Valvanomewr ihn verzeichnen können. Wie stark der Eins last verschwindend kleiner Teile de« Radium» ist, ersieht man au» dem Faktum, da» der amerikanische Physiker Rutherford zitiert. In den Laboratorien der Universität zu Montreal hoben all« Apparate und namentlich die Elektroskope nach wenigen Jahren eine natürliche Ansstrah- lungskraft erlangt, die 60 mal größer ist, als am Anfang der Unrersuchungen, wo in den Ladoratorien noch leine größeren Mengen von Radium vorhanden waren. Diese Fähigkeii, Strcchlen auszusenden, wird nach Ruthe rforD in Jahrhunderten noch anholten. E« gibt, wie man sieht, diel« Möglichkeiten, der- art verschwindend winzige Teile von Körpern in Erscheinung treten zu lassen. Aber die interessanteste, mit noch kleineren Zahlen rechnende, ist die von Dunsen und 5kivchhoff, den Erfin- dern der Spektralanalyse, geschaffene Methode, Man schütte zum Beispiel in die Flamin« eines Bunsenbrenners eUva« Salz, und sie wird sofort ein« gelbe Farbe annehmen, etwcS Pottasche, und fie wird in schönstem Biolett leuchten. Die Chemiker haben diese Erscheinungen für analysische Methoden ausgebeutet und daraus wichtig« Anhaltspunkte für don Nachweis von chemischen Körpern durch Veränderungen der Flammenfarb« gewonnen. Bunstn und Kirchhoff haben nun gefunden, daß ein dreimilliorrster Teil«ineS Milligramms' Kochsalz noch imstande ist, die Gasflamme gelb zu färben. Andere Salze brauchen schon relativ größer« Mengen von ein tausendstel tnä ein hunderdtausendstol Milligramm. Es gibt übrigen« eine noch empfindlichere Methode als die rung der Bunsenflamme. Man läßt nämlich die Flamme vor- durch ein« Salzlösung hindurchgehen und«rrvicht dadurch ein« Empfindlichkeit, die den Nachweis von so winzigen Teilchen chemischer Körper ermöglicht,, daß eS fast unglaublich erscheint. Hier einige Ziffern, welch verschtvindende Pariikelchen schon im- staute find, diese Gasflamme zu färben: Chrom»inviertel- Millionstel, Kaleium einzehndelmillionstel, Lithium vierzehntel- millionsbel, Thalliom achtzehntelmillionstel und endlich Strontium »mbundertmillionstel Milligramm. Natürlich ist eS absolut un- möglich, von diesen Mengen sich ein Bild zu maäen. oder fie gar zu sehen. Diese Zahlen sind nur durch Schlußfolgerungen fest. gestellt worden. Wir treten hier in Verhältnisse einer anderen Weit, al» die unsere e» ist. Der englische Schriftsteller Fourier dAllbe hat schon vor Jahrein der Behauptung Raum gegeben. daß eS eine Welt„infra" geben müsse, die ein getreue» Spiegel- bild unserer eigenen, daß fie nur kleiner sei, und zwar in dem unvorstellbaren Verbältn-iS von 1:10 000 Trillionen, ebenso ein« Welt.supra', die in der gleichen Proportion größer sei. Wenn wir derartigen Spekulationen auch keinen Raum geben, Tatsache ist, daß die Welt in ihrer unendlichen Mannigfaltigkeit der Er- scheinungsfornien immer wieder neue Rätsel aufgibt, neu« Welten dem menschlichen Geiste zur Forschung erschließt. Theater i. ö. KkniggrStzerstr.: ,Rosmersho!m/ von I b s e». Die RoSmerSholm» Aufführung der Meinhard» vernanerschen Direktion, in welcher man die au« den klassischen Jbsenaufiüh- rungen der Brahmschen Buhne noch in frischer Erinnerung lebende Rebekka der Irene Triesch wiedersah, folgte der Darstellung der Kammeripiele im Abstand von nur einer Woche Wie wenige Schöpfungen auf dem Gebiete de« bürgerlichen Drama« gibt e«. die, vor die Prob« einer so unmittelbaren Viederbolung gestellt, den Zuichauer in eine derartig intensive seelische Erregung de« Mit» erleben» zu versetzen sähig wären? Rur der gedrängte Reichtum der in das Wert verorbeileten und in höchster Konzentration ent- wickelten Beziehungen ermöglicht eine solche Wirkung, die in dem eben erst Geichaulen immer wieder bedeutsam Neue« erkennen und empfinden läßt. Jedes Glied de» Ganzen trägt da» Ge- präge innerer llnerscköpsUchkelt. Au» eng gezogenem Kreise wächst ein Schicksal, da» in naturalistisch fest gefügter Not- wendigkeit an tiefste Lebensfragen einer mystischen Versenkung rührt. Die Idee einer ,u reinster Geistigteit sich erhebenden Liebe und ihrer heiligenden Kraft, die— ein Grundgedanke Ibsen«— in seinen Werken oftmals anklingt, hat in der Darstellung de» Weges, den die schuldbeladene Leidenschaft Rebekka» vier bis zur Heber- Windung jeder letzten Seldstsuchtschranke durchmißt, dichterisch vollendste Ausgestaltung gesunden. Die Rebekka der Triesch— da» bod ihre Wirkung über d'« der Lucie Höflich in der Rolle noch hinaus— beiatz in der Er- scheinung ein un« fremdartig Geheimnisvolle«, jene Distanz, die den Zauber erst völlig verständlich macht, den die au« senken Welten in da« stille RoSmerssche Heim Verschlagene aus die Umgebung ausübt. Sie hatte eine Zartheit, die, ohne dem Eindrucke der Wlllensmacht und äußersten Entichlosienheit irgendwie Abbruch zu tun, von vorn- berein aus den Umschwung hormonisch abgestimmt erschien, die Rosmer« vornehme weiche Güte in ihr auslöst. Und die Leiden- schait, im heimlichen Ringen mit RosmerS kranker Gattin zu schmäh- lich böser Tat getrieben, zitterte dabei in vollen Resonanzen nach. Erschütternd war der elementare Ausbruch de« GiückSenrvsinvens, atS Rosmer um fie freit und sie in plötzlichem Vergessen der Schuld, die fie auf ewig von ihm lrennt, in seliger Hoffnung auf- jubelt; erschütternd da« Bekenntnis, da» fie zur Mhnung ihrer Schuld und um den don grunblasen Sclbstvorwinfcn zermüibten Freund cm« seiner lärmende« Verzweijlung zu befreien, abgibt; wie der aufdämmernd« Entschluß, zum Zeugnis ihrer Sinnesänderung in den Tod zu geben. Paul Otto spielte den Rosmer mit fem nachfAhleni'ei« Berstüudnis, freMch ohne jene Wucht tragischer Schwere und Weicklossenheit zu erreichen, die die Gestalt im Spiele Wintersiein» besaiz. Sehr glück- lich gelang dem Regisseur de« Stücks, Direltor Meinhard, sein Brendel, vor allem in der ersten Szene, wo der Vagant von seinem künftigen Triumphe schwärmt, wenn er die jahrelang in seiner Seele aufgedäuiten Gedanlenichätze dem Volke offenbaren werde. Die eingeborene komödiantische Eitelkeit, die den idealistischen Schwärmer bei aller Tragik der Figur in ein verwandrichaftliches Verhältnis zu dem Hjaimar Ekdal rückt, trat da irappanl hervor. Eine Leistung ersten Range« war Ludwig Hartau« breit- ichultriger, ehrenwerter, in seiner Heftigkeit stet»»xplosionSbereuer Rektor Kroll, mit dem leisen Einschuß drolliger Schulmeister- Pedanterie. Buch Frieda Richard« Haushälterin nnb P i ch a s MorrcnSgard tnleressieiten in rhren kleinen Rollen druch charakte- risüsche Färbung, wenn auch die auSgeiprochene Gebrechlichkeit, die dieier der Erscheinung deZ radikalen Journalrsten gab, unnioliviert erschien. ät. V!e Korkenftsge. Die häufigen Anzeigen in der Tagespresie, in denen Korken zu Preisen ge'uchr werden, für die man im Frieden schon eine Flasche billigen Wein» kaufen konnte, beweisen, daß die Gewerbe de» Wein« und SpirituosenhandelS, auch der Sssigfabrikation u. dergl. m. stark unter der Kenkenknappheit leiden. Auch die Korken sind heute öffentlich bewirtschaftet. Vor allem werden davon für Landes» verteidigrrngSzwccke Mengen gebraucht, gegen die aller Bedarf an Flaschenkorken, sowohl für das Heer, wie erst recht für die Aivilbe- völkerung lächerlich gering ist. Die Verteilung der freigegebenen Mengen, die immer gerinaer geworden find, erfolgt durch die Organisationen der erwähnten Gewerbe. Es mußte aber immer mehr zu Kunst- korken gegriffen wnden, die infolge der großen Ungleichheit des dazu verwendeten Rohstoffs überaus verschieden und im Ganzen recht minderwertig austollen. Aber selbst die Hergäbe von Kunst- korken geht rasch ihrem Ende entgegen und immer mehr werden die Verbraucher auf-- Holzstöpsel angewiesen sein. Nim müssen Hotzstöpsel ganz genau auf den Flaichenhals aufgepaßt sein, wenn die damit verichlosieneiT Flaschen auch nur einigermaßen ver'and- fähig sein tollen, so daß die Verwendung diese« neuen Kotken- eriatzeS weit mehr Arbeit erfordert und sich dadurch erheblich teurer stellt. Diese Kosten müssen natürlich auch in dem KleinvcrlansS- preis zum Ausdruck kommen. Notizen. — Volksbühne. Der bisherig- Obervegisseur Dr. Lud- wig Berger ist aus dem Verband der Volksbühne ausgeschieden. — Richard Strauß wird fente Berliner Tätigkeit verändern, und zwar verkürzen. Wien hat, wie es scheint, einen we- senüschen Teil seiner Arbeitskraft für sich gewonnen. Giin Vertrag, der den Meister verpflichtet, sechs Monate als ftellvertrelettder Opernbivcktor in Wien zu wohnen, soll nach der.Bog. Ztg." un- mittelbar vor dem Abschluß fteyen. —.Hochparterre und Kelser". Die Urpremsire des Alto-naer Stach Heerte es.Hochparterre unch Keller" spricht boppel- züngig: die umständliche, wiencrisch vergnügt« Sprache von Nestroh und die hairrburgisch derbe und bequem« fem-» braven Bearbeiters Otto Ernst. Iii die angejahrte Nestroysche Posse.Zu ebener Erde und im ersten Stock" hat Otto Eaasi mit.metrig Bedenken und viel Behagen allerhand spießig Tölpelhafte», aber auch neuzeitlich Clomnische», und überhaupt gemischte» Theater h-tneingetan. Der Poet unterhaltsamer Bühnen;päß- und sein wackerer A ufbraucher nicken sich einigermaßen fremd zu; aber die durchcmanderge- schüttelte Stillosigfeit, nebst gröblichen Trübungen und srn-niaen Couplet», übt ihre dicken, zähen, molligen Eindrücke. Unter. Di- vektor LöcwenseldS szenischer Anleitung traf man mit handfest tüchtiger Gewandtheit die zweckbewußt« L'Bvronge-Äittie.»8. nq �oöz. Das gelobte£ßnd. Roman von W. St. Rehmout. „Wenn sie zu teuer sind, dann darf man sie überhaupt nicht verwenden.'" .Dann gibt man eben lieber gleich die ärztliche Behcmd- lung überhaupt auf." .Beruhigen Sie sich, Herr Wyfocki. Bitte, setzen Sie sich. Sprechen wir doch wie gut erzogene Menschen. Hier haben Sie wieder Original Emser Wasser verordnet. Der Arbeiter hat zwanzig Flaschen davon ausgetrunken, da« heißt zehn Rubel. Glauben Sie, daß ihm das Wasser geholfen hat?" .Er ist vollständig gesund geworden«nd geht seit einem Monat wieder zur Arbeit." .Sehr erfreulich, sehr erfreulich. Glauben Sie aber nicht, daß er ebenso gesund geworden wäre, ohne sich mit dem Emser Wasser vollzulaufen, wie?" „Er wäre gesund geworden, aber erst nach zweimal so langer� Dauer und bei einer Erholung auf dem Lande." „Die Erholung hätte man ihm dringend anraten sollen. Es hätte unS nicht zehn Rubel gekostet, und er wäre grad so gesund geworden." „Wo wollen Sie eigentlich hinaus?" fragte Wyfocki lebhaft. „Ich wollte Ihnen vor allem sagen, daß ich an alle diese Apothekermittel nicht glaube I Den Kranken soll man der Natur überlassen, und ich würde Ihnen raten, in Zukunft sich daran zu halten. Wir können unS nicht mit Philanthropie abgeben." „I-h kann leider den 5dranken nicht allein der erlösenden Natur überlassen, auch gestattet mir mein Gewissen nicht, die nicht völlig Geheilten zur Arbeit zu treiben. Was mich aber anlangt, ich kann jederzeit gehen." .Aber Doktor! WaS sind Sie doch für ein unnach- sichtiger Mensch. Man kann sich doch essen und freundschast- lich mal ausreden. Sie sind dieser Ansicht, ich jener. Setzen Sie sich doch, bitte, rauchen Sie eine Zigarette." Stanislaw nahm ihm den Hut ab, setzte ihn auf den Stuhl, drückte.ihm eine Zigarette in die Hand und steckte sie ihm an. „Herr Wyfocki,'meine Tochter kommt heute zurück, mit Fröuiam Grünspan. Soeben bekomm' ich ein Telegramm auS Alexandrowo. Sie möchte gern, daß Sie sie von der Bahn abholen." Schaja las die Depesche und sprach tn sehr freudigem Ton:„Also,— gehen Sie hin?" .Mit Vergnügen." .Dann fahren wir zusammen, gut f Zum Fvnf-llhr- Zug." .Gut. Ich springe bloß»och WS Ambulatorwm und komme gleich wieder." StaniSlaw begleitete ihn bis znr Tür«nd drückte ihm die Hand sehr fest beim Abschied. .Laß du ihn in Ruhe, StaniSlaw... Er ist RosaS Protegä. Sie hat eine Schwäche für ihn." .Mag sie'ne Schwäche für ihn haben, mag sie ihn empfangen, mit ihm spazierenfähren, wenn es ste amüsiert, aber weshalb sollen wir da bareS Geld dazu legen?" .Na. still! Telephonier' mal nach Hau», die Kinder sollen hergefahren werden, ich nehme fie mit zur Bahn«nd kauf' ihnen Spielsachen unterwegs." Der Diener meldete feierlich ewen Herrn V. Starza StarzewSkt, der sehr leise hereintrat und sich sehr vornehm verneigte. Ein angenehmes Lächeln umspielte sein langes und trockenes Gesicht. .Mein Name ist von Starza Starzewski l Graf Heinrich hat mich bei dem Herrn Rat schon schriftlich empfohlen..." .Nehmen Sie Platz. Ja. richtig! Ist ja kein Stuhl mehr da. Nu, wir können das Geschäft auch stehend erledigen. Mein lieber Nachbar, Graf Heinrich, schrieb mir von Ihnen... WaS steht zu Diensten?" .Herr Rat wissen, daß Heinrich ein naher Vetter von mir ist, der Bruder metner Mutter nämlich.. .Freut mich sehr." .Mein Gut Etarzow grenzt an die Besitzungen meines Vetters; ein goldener Boden ist eS, aber... nach den für die Landwirtschaft so schivcren Jahren... Sie wissen doch. welche Konkurrenz unS Amerika macht?... Ich muß hier einfügen, daß Starzow vierhundert Jahre im Besitz meiner Familie war." .Sine lange Berpfkndung I" brummte Schaja, die Nägel abbeißend. Diese» umständliche, mützsam herausgepreßte Ge- rede machte ihn ungeduldig. Starza erzählte weiter von den Unglücksfällen, die ihn betroffen, von der Notwendigkeit eines Winteraufenthalts im Süden, fügte Detail» über sein Familienleben ein. über seine Gesundheft, trat von einem Fuß auf den andern, zwinkerte� mit den wimpcrlosen Augen und bejahte immer selbst seine Ausführungen. .Also... Wa8 kst Ihre Spezialität, und wa» für ewen Posten suchen Sie?" unterbrach ihn StaniSlaw. .Unterbrich den Herrn nicht l Mein Sohn I" stellte Schaja vor. Starza erhob verwundert die Augen und ließ sie über Stanislaw und Horn schweifen, lächelte bei der Vorstellung anämisch und verneigte sich vornehm. „Ich bin in Chyrow in Galizien erzogen..." »Bei den Jesuiten!" flüsterte Stanislaw dem Vater zu. .Und... obwohl das Programm dieser Schulen sehr umfassend ist. ist es doch sehr allgemein... Dann hörte ich Vorlesungen an verschiedenen Fakultäten, konnte mich aber sür kein spezielles Gebiet begeistern... und so verging die Zeit." Er entschuldigte sich lächelnd, sprach gleich wieber von der Landivirtschaft, klagte über die Notlage, die ihn sein Gut zu verkaufen zwang, erzählte von seiner Kaninchen- zucht, nstv. .Es tut mir leid, daß ich für meinen lieben Nachbar, den Grafen Heinrich, nichts machen kann. Aber wir verfügen über keine Posten, die Ihren Fähigkeiten und Ihrem Stand entsprechen," sagte Schaja und begleitete den Aristo- kraten, der verlegen und unverständlich noch weiter lallte und mit entsetzten Augen die Anwesenden musterte, höflich zur Tür hinaus. „Vielleicht versuchen Sie Ihr Glück bei Herrn Borowiecki; er baut jetzt eine Fabrik und braucht sicher Leute," gab ihm Schaja als Rat mit aus den Weg, kehste um. setzte sich und brach in ein ironisches Gelächter aus. „Wissen Sie, Herr Horn, warum wir solche von Star- zewSkiS nicht anstellen, Sie zum Beispiel dagegen ausnehmen? Weil wir Demokraten sind. So'n gräflicher Vetter, das ist ein aristokratischer, Tölpel, daS ist ein Prachtstück, daS man zur Schau herumführt I In der Fabrik muß man aber ar- beiten, und eS kommt manchmal verschieden. Und wenn solchem Herrn mal waS passieren sallte, wenn er sich einmal durch eizenek Berschulden w unsereu Dwfstet,»inen Nagel brechen würde, dann würden gleich alle««rapäischen Höfe intervenieren und ihn reklamieren. WaS soll unS so'ne diplomatische Geschichte? Wir ziehen anspruchslose Leute vor, solche, die keine gräflichen Vettern haben..." Zwei Damen traten jetzt ein. EiamSlaw'gwg ihnen entgegen«nd Schaja eatzotz sich. lLorts. fclaU veMher �olzarbcitcr�crband Verwaltungsstelle Berlin. Morgen Mittwoch, abends H Uhr, in den PrachtsSle« Alt-BerN«, Blumen strafe 10: Cemetee �ertraueDsraäDncfVcrfararaluDg sämtlicher Bezirke und Branchen. Tagesordnung: Bericht über die Verhandlungen mit dem Arbeitgeberschutzverband betreffend die Teuerungszulage. Jede Werkstatt muff tierjretrn fein. Mitgliedsbuch»ud»er»raneu»ma»uertarte legitimiert. Die OrtSverwalwirg. DWWAMWWWWWMM MM-.-WWWM�- MMM-' Lebensmittel!! 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Der Sultan hoffe auf einen günstigen Ausgang, und dah die Armee den während de« Krixge« erworbenen Ruhm b>S ,um Ende bewahre- Er flehe ,u Galt, dah er die türkische Raiion vor Zusammenbruch und Verzweiflung behüte und Spaltungen und Strertigkelten nicht zulasse. Die Kammer wählie H a l i l mir 70 Stimmen zum Präsidenten gegen HO, die für Felhi waren. Riza Pascha wurde zum SenatSpräsidenten ernamu. Die Krontverlegung zwischen Gife und Msne Verlin, 1«. Oktober. Dir deiuichc Froiitvcrlcgung Swische« Oise und Aisne ist planmäßig durchgeführt worden. Die deulichc» Nachhuten, von rinzeinen am Feinde gclaffrnrn Batterien und Geschützen unterstützt, hielten dir nur vorsichtig»nd laugsam uachdräugenden Franzosen in rrsprklooller Entieruung. Die Kran- zosen beschränkte« sich in der Haupisackc daraus, die Ortschaste« im deutsche« Hintergelönde mit Bombengeschwadern anzugreisen. In der Zwischenzeit wurde von dcu Deutschen in aller Ruhe die nngcheucre Arbzit der Rückverlegung der Linien durchgesührl. ES handelt sich dabei»ich» nur um die Abdesirderuag de« gesamt eu KriegSgerites und die Räumung großer Munitionsdeftäud« und Berpfleguugsmagaziue, sonder» um den A bdau zahlreicher Heeresbetriebe zur Anstandsetzung von Äeschützeu, Maschineugewrhren usw. mit allen iWaschstie» und Vorräten an Ersatzt ilcn. Berlin, 14, Okwl»». Dt« schwierig« Ria. Btung de« C h c m i a de« Dame« ckonntr ohne Störung vom Gegner planmäßig durchgeführt werden. Während vorn dir In» fauterie die Franzosen hcschäftigte, konnte nicht nur dir gesamte Llriillerie mit allen MnnitionSvor raten zurückgeschafft, sondern gleichzeitig auch durch Pionirrkommando« alle Unterstände, Höhlen und Stützpunke gesprengt werden. Al» all?«»urückaeschafst war, begann auch die Infanterie sich unbemerkt v»m Feinde z« lösen. «Starke Kampspatrouillen deckten ihren Abmarsch. Erst viele Sinn- den nach de» glücklich vollendeten dewfthen Rückbcwegung merkte» dir Franzosen, daß sie nur noch schwache Kräfte»or sich hatten. «nd begannen nachzudrängen. Hinter einer Meute von Hunden, die verborgene deutsche Maschinengewehre»nd Stützpunkte der Kampfpatrouilleu verbellen sollte«, ging di« französische Infanterie»or. Allein die beutschen Kampfvotrvuillen ließen sich dnrch diese neue Kampf. Methode nicht schrecken und hielte» die französische Fnfanterie s» energisch ab, daß der Gegner erst Artillerie anfmwrschieren lallen «rußte. Erst nach tagelangen Kämpfe« unter schwcoen Verlusten vermochten dir Franzosen ein Gelände zu besetzen, das die deutsche Oberste Heeresleitung planmäßig ausgegeben hatte. Das gleiche Wahlrecht gesichert. Tie Konservativen gebe» den Üviderstand auf. Die konservative Fraktion des Abgeorb- netenhauses hat in einer am Sonntag abgehaltenen Sihirng e i n st i m in i g folgenden Beschluß gefaßt: In der Ätunde der höchsten Rot des Vaterlandes und m der Erwägung, dah wir auf schwere Kämpfe für die Unversehrtheit des vaterländischen Boden« gerüstet sein müssen, hält ei die Konservative Fraktion de« Abaeordnetenhauses für ihre patriotische Pflicht, all« inneren Kämpf« zurückzustellen. Sie ist gewillt, zu diesem Zwecke auch schwere Opfer zu drin- gen. Sie glaubt nach wie vor, dah ein« weitgehende Radikalisie- ning der preußischen Verfassung nicht zum Heil de? preuhifchen Volkes dienen wird, ist aber bereit, den Widerstand gegen die Ein- sührung des gleichen Wahlrechts in Preußen entsprechend dem jüngste« Vorgehen ihrer Freund« im Herrenhansr auszngebe«, »im die Bildung einer Einheitsfront«ach außen z» gewähr» leiste«. Hätte Herr v. Heydebrandt diese Erklärung vor Monaten 'abgegeben, als die Regierung zum erstenmal die Vorlage im Abgeordnetenhaus« einbrachte, so wäre sie zweifellos ein V e r- dienst und ein Beweis politischer Weitsichtigkeit ge- Wesen. Aber damals klang es van konservativer Seite ganz anders, damals schlug Herr v. Heydebvandt die schärfsten Töne der Entrüstung gegen die Regierung an. Heute wird sich nie» manö über die Gründe dieses Verzichts auf Widerstand täuschen._ Aburteilung der Sckulöigen. Ei» Beschluß des bayrischen LaadespartettagS. Der in München tagende Landesparteitag der sozial- demokratischen Partei Bayerns hat nach einem Referat de? ParteivorstandSmitgliedcs Hermann Müller folgende Em- schlteßung angenommen: »Der Pnrteitag der sozialdemokrotisiden Partes Bayerns fordert vom RdchSiag die Einsetzung und W-hl eincS SkaatS- gerichtthofcS zur Feststellung und Adurteilnng oller Schuldigen, die früher« F r i e d« n s a k t i o n e» zum Scheitern brochten und damit die Verantwortung tragen für den unglkickiichen Kriegsausgang und für di« Losten und Opfer, die wir während«nd nach demKriege ,« dieser Zeit, in der der Reichstag nicht mehr eim ausgekochtes Schmuckstück der deulschen Verfassung darstellt, sondern ihr wesentlichster Bestandteil geworden ist, braucht die Volksvertretung� mehr denn je Männer, die nnsivnde sind, mit weitem Blick für das Ganze dl« Fnteressen der breiten Massen der Bevvlierung wahrzunehmen. Ter einzige Kandidat, der in dieser Beziehung voll« Gewähr für ein ersolfireicheS Wirken bietet, ist Hugo H e i m a n n. Er ist vor 2» Jahren aus den Kreisen des Bürgertums im voller Begeisterung für unser« große Sache zu uns gekommen, er hat an de.r Stelle, an die ihn die Partei gestellt hatte, in der Berliner Kominunalveinvaltung, hingebend und erfolgrelch grnirit. Er hm dies getan, ohne irgendein Aus- Hebens init seiner Person zu machen, ohne Verlangen nach Ruhm und Gewinn. So ist er nicht nur ein ausgezcichrirter sozialdemokratischer Parteigenosse, sondern amh ein vorbildlicher Bürger,«in Mann von reichen Erfahrmg�n. der bei jeder sachlichen Arbeit für das Wohl b«S Volkes auf dam Posten � sein wird. Gebe« Sie mrtz diese« Mann für de» KetchSvOG, wir branchen ihn! Mein Parteigenosse Hugo Heimann steht aufs dem Boden der Poluli, die wir seU Beginn de» Kriege» getrieben haben. Nichts binde! ihn an uns al» seine ehrliche Ueberzeugimtg und da» un-! zerstörbare Gefühl der Zusammengehörigkeit, da» in zwanzigjähriger gemeinsamer Arbeit sesigetourzelt ist. Au» dieser lleber- zeug un g billigt er auch de« letzten bedeutungsvollen Schritt, den w:r unternommen habe» Wenn er sich selber darüber äußern will, so möchte ich ihm ncht vorgvoisen. Aber da ich einer der Hanptbeteüiglen. um ncht zu sagen H a u p t l« i d t r a ge n d e n. bei diesem Schritte bin, möchte ch mir erlauben, Ihnen in eini- gen Warden auch meine Meinung darüber vorzutragen. AIS vor einem Jahw die Frage zum ersten Mal an wnS herantrat, un» an einer Regierung zu beteiligen, die nicht nur aus Sozialdemokraten besteht, sondern an der auch bürgerliche Parteien teilnehmen, sagt« ich, wenn man sich heutzutage auf einen Minislersessel setze, so sei da» ungefähr ebenso, al» ob man ohne Badehose aus einem Ameisenhausen Platz nähme. DaS war ein Scherz, aber die Dinge sind fuchtbar ernst geworden, und die Zeit zum Hundel» ist für ums gekommen. Wir sagten unS in vorhinein-. Wenn wir einmal in die Regierung hineingingen, dann dürsion wir e« nicht so tun, daß wir beim Eintritt in unser Amt«tnser« Eesin- »ung in der Garderobe abgeben. Sozialdemokraten al» Minister können m»r dann de« Volk« etwa» nüycn, wenn sie a!S Minister Sozinldemoktrtea bleiben. Ich möchte fast sagen, wenn sie doppolt und dreifach fest- stehen in den Ucberzeu�ungen, die sie sich in dieljährigem Kampf für die politische Freiheit und die wirtschaftlichen Interessen deS werktätigen Volkes errungen haben. SozialdemiKraten durften nicht im die Regierung eintreten, wenn sie ihr. ahne an ihrem Wesen etwas zu ändern, als gefälliges Mäntelchen dienen sollten. Sie. durften NU? eintraten, wenn sie instondaeseht. waren. etwgS durchzusetzen, dos durchzusetzen, was«n Augen dl ick das Enticher- dende, da» unbedingt Notwendige ist. Dazu war vor einem Jahre die Zeit noch nicht reif, jetzt ist sie eS. Ich will heute keine Vorwürfe darüber trieben, bah« so lange gedauert hat, bis die Hindernisse beseitigt werden tonnten, die sich nicht dem Eintritt von Sozialdemokrat«, in die Regie- rung. sondern der Einwirkung sozialdemokratischer Grundsätze ans die Regierung enigegenstemmten. Sie wisse« alle, daß verhängnisvolle Fehler begangen worden find. Fehler, die sich jetzt« unserem Volke aus» schwerste rächen. Und ich glaube, die meisten von Ihnen werden mir zustimmen, wenn ich sage: ES wäre besser gewesen, wenn wir das, wa» wir jetzt durchgesetzt Halen oder durchsetzen wollen, schon viel früher hätten durchsetzen können: die durchgreifende Demokratisierung Deutschland», die Autonomie Elsah-ÄothringenS und die nationale Gleichberechtigung der pol- nischcn Mitbürger im Rahme» de» Deutschen Reiche», den Vor- rang der Zivilgewalt über eine politisch dilettan-tierende Militär« gcwalt,«rtlsrichtige» und«nzwerdentige» Bekenntnis zum VSNer- «n-ndfrieden, klare und offiene Sprache über Belgien. ES wäre besser gewesen, man hätte unseren Rat gehört in jener »erßS«gni»»«lle» Periode der«oswSrtige» PokkSk, die dem Ausbruch dieses entsetzlichen Kriege» voranging, var de? Eröffnung de» unbeschränkten U-Boot-Krieg«» beim Abschluß des Frieden» von Brest-Litowsk. Sie all« haben diese Ereignisse mit leidenschaftlicher Spannung verfolgt und kennen unsere Haltung. Sie stand regelmäßig in schärsstem Gegensatz zu dem, wa» wirk- kich geschah und wa». wie wir jetzt alle wissen, zum Schaden de« deutschen Volke» geschehen ist. Dir habe« daran keinen Auteil, tragen dafür keine Verantwortung. SozialüemokratisiheZrieüevskllnügebungea Eine Massenversammlung der Sozialdemokrane in Frank- fnrt a. M. nabm nach einem Referat des Genosse» Dr. Ouarck einstimmig folgende Resolution an: Die heutige Versammlung Franksurier Bürger»nd Arbeiter begrüßt da» Friedensangebot der neuen Reichs- regierung und diele selbst als eine Erlösung von langem Drück, wünicht ihren Schritten für einen RechtSirieden und für die demokrotiiche Neugeburt Deutschlands vollen Erfolg und verspricht, sich wie ein Nanu in altgewohnter Dis- ziplin und Organisation hinter die neue volkSpolitik und ihre weiteren Fortschritt« bi» zur völligen Ve- sreiung Deutschlands von KrirgSnot und alldeutscher Junker- Herrschaft zu stellen. Ebenso bekannte sich eine von mehr al» tbvo Männern nnd Frauen besuchte große Volksversammlung in Harburg a. E. nach einem Referat de» Genosten Hönisch gegen ein halbe« Dutzend unabhängig« Stimme» einmütig z»»er von der Partei am b. Okt. beschriltenen Politik._ Als, Demokratie! Die alldeutsthe„Täglich« Rnntzschau", wie andere Blätter ihre? Schlage», bestrebt, die Verantwor- iung für die jetzige ilage von den Alldeutschen ab-.inc-älzen/ vor- fällt in ihrer Montagnummer auf die Auirede, die Alldeutschen. die nack ihrer Ansicht..die große Mehrheit de» Volk e« au« mach!,«', hättsu„nwruai» während diese» Kriege» einen bestimmenden Einfluß»uSühen können'. G»? Warum ist don« di«„Täglich, Rundschau' nicht mit un» für die so- fortige Demokratisierung Deutschland»«inge- treten? Da» wäre ja da? unsehlbare Mittel new-esen, um der großen Mehrheit dcS deutschen Volkes den entscheidenden Ein- kluß zu sichern. Aber die„Täglich, Rundschau" hat die Tvmo- kratifterrmg bis aufs äußerste bekämpft,«in Zeichen, daß sie mit dem Einfluß ihrer Richtung unter dem nichtdemokratischen System äußerst zufrieden war. Wahl in Serlln I. für Jeimann. Ader woran wir Anteil haben, ein Anteil, zu dem wir mrS mit ungebeugtem Swlz bekennen, da» ist sie Verteidigung unseres Lande» gegen ein» erbrückende liebe rn>acht. Tos Volk, ganz besonder» auch der sozialdemokratische Teil des Volks, hat seine Sache in diesem Kriege g u t gemacht. Und wenn der Erfolg, für den es blutete und litt, nicht eintrat, so kam da» daher, weil man wohl seine stumm«, gehorsame Kraft gebrauchen, nicht aber seine Stimme hören wollte. Jcift hört man seine Stimme, muß man sie hören. Das Volk fordert im Innern jede politische Freiheit, derer sich irgend ein anderes Volk der Welt erfreuen darf. Es verdient nach seinen ungeheuren Leistungen diese Frei- hcit wahrlich nicht weniger, als irgend ein anderes. Das Volk verlangt da» Ende dufts ungeheuren Völkergcmetzels durch einen Frieden, der dir Wiederholung einer solchen Katastrophe für alle Zeiten ausschliefet. Nur in der unbedingten Sicherheit de» künftigen Frieden», in der Befreiung von den Lasten eines neuen Weit- rüsten» in der vollen Freiheit seiner politischen Betätigimg im Innern enblckt e» die Möglichkeit seiner Erhebung au» diesem Zusammenbruch der menschlichen Zivilisation und seiner Wieder- geburt. I» diesem Sinne haben wtr< «» de« Präsidenten der Verrinigte« Ttwake» geschrieben, in diesem Sinne haben wir seine drei Rückfragen beantworl«. Wir Sozialdemokraten iverden zuoctsichtlich und vertrauensvoll an den Verhandlungstisch treten, weil wir den Glauben an di« Menschheit nicht verloren haben. Die Welt hat kein Interesse an der Besriedgung einer blinden Räch- sucht, die sich am deutschen Volke austoben will. Sie bat kein Interesse an einem zertretenen, geknechteten, deramnrcn Deutsch» land, das in seinen Fesseln knirscht und von Mitteln der Ver- zwetftung seine Befreiung ersehnt. De Welt hat kein Interesse daran. Deutschland mit Arbeittlosigkeit zu bestrafen. denn sie braucht die Arbeit de» deutschen Volke», und sie weiß. daß Sklavenarbeit schlecht rentiert und nur freie Arbeit sich belobru macht. Da» Programm deS Präsidenten Wilson gipfelt in dem Bekenntnis zu der Freiheit und Gleichberechtigung aller Völker, und das ist, wie ich schon früher bei den programmatischen Kundgebungen des Präsidenlen Wilson oft gesagt habe, auch das Programm der deutschen Sozialdemokratie. Wir wollen aufs die FriedenStonferenz gehen, um Hort nachdrück- lich da» Recht unsere» Volke« auf Freiheit und Gleichberechtigung K« verfechte», ckber auch freimütig zu erklären, daß wir für alle Zeilen darauf verzichten, di« Rechte fremder Völker zu kränken. Daß der kommend« Frieden un» auch Leistungen auserlcgen wird, die wir al» Opfer empfinden, brauche ich Ihnen nicht erst zu sagen. Wir all« find von dem schmerzlichen Gefühl dieser Vor- stellung durchdrungen, müssen aber rnuieg genug sein, aus einer gegebenen, nicht von un» und nicht vom deutschen Volke verschuldeten Lage, die notwendigen Folgerungen zu ziehen. Aber für da», wa» wtr heute al» Opfer empfind«� werden wtr reichlichen Ersatz finden, wenn das Programm des Präsi- heuten Wilson, was un» verheißen ist und wofür wir un» nach- drücklich einsetzen wollen, als ein unteilbares Ganze» durckg« führt wird. Dieses Programm verheiftt un», um es noch einmal zu sagen, wirtschaftlich« Gleichberechttgung und politische Freiheit aller Völker und einen dauernden, von keiner Kriegsgesahr mehr umdrohten Frieden. In einem solchen Frieden wird daö deutsche Volk auch nicht verelenden und»erhiinger«, sondern e» wird arbeiten und redlichen Lohn finde«;«S wird sein« Wunden heilen und. eh« ein« Generation vergangen ist, als ei« frei«? und glück- uche» Votr oatieoen. Daß dieses künftige Glück mar tmnch«ine ttefgreisefnd« Re- sonn unserer Wirtschaftsverfassung t» Gerste de» SozkaN»«»», der sozialen Solcbarität, zu«rreichm fit, da« ist meine, da» ist unsere, das ist ganz besonders auch mein«» Freund«» Hugo Hei- mann heilige liebe rzeugung. Drum noch«i-nntal, helfen Si««nS, sprechen St«, indem Si« heute alle für Hugo Heimann stimmen, unserer Politik Ihre Billigung aus. Si« sind nur ein kleiner Ausschnitt de» deutschen Volk«», aber Sie haben al» erste das Wort, und da» deutsch« Volk, die Welt hört auf Sie. Wenn heute der sozialdemokratisch« Kandidat als gewählt hervorgeht, so wird daS das deutlichst« Zeichen dafür fein, daß unser Volk entschlossen ist, ausrecht den Weg zu einem dauernde» Friede» der Gerechtigkeit für alle»nd der Freiheit für alle zu gehen. Drum noch einmal, heute alle Mann für dte Sozialdemokratie!/ Alle Mau» für Hugo Hetntvu»! •» • Y» det folgenden Dbbatte entwickÄt« Genosse Hugo Hei- mann noch einmal unter lebhaftem Beifall sein Programm, wo- bei er sich sowohl nnt den Fortschvittlern wie mit den vncrbhänyi- gen«vuSeinairdarsetztr. Dann nahm der Kandidat der Unabhängigen, Richard Müller, da» Wort, dem Richard Fischer entgegentrat. Hier setzte» wieder die üblichen Störungen ein. die dadurch mög- lich waren, daß gegen Schluß zahlreich« Nichtwähler gewaltsam in de» Saal drangen nnd spektaksiden. Die versanmv- lung endete unter starker Unruhe. Letzte Nachrichten. Lorö halüane über öen Seutfthen Friedensschritt- Amsterdam, 14. Oktober. Au» London wird gemeldet: Lord Haldam«, der ehemalige Lortckangler u-nd Kriegsminister sagte in einem Interview: Ich glaube, daß Wilson keinen über- eilten Schritt tun wird. Es wäre uusicher. ein Abkommen ohne gute Bürgschaften, daß eS auch««»geführt wird, abzuschließen. Der Sozialistenführer H y n d ma n erklärte, daß kein Waffen- stillstand zustand« kommen dürfe, ehe die deutschen Armsen aus den besetzten Gebtesen zurückgegangen sind. Die Deutschen besä» den sich in der Gefahr einer Unterwerfung ohne Beispiel! in der Geschichte. Warum sollte» die Alliierte» diesen Vorteil«rufgeben?, Richard Strauß und Wie«. Wien, 14. Oktober. Die Blätter berichten über die Verhcrnd- lunge» mit Generalmusikdirektor Richard Strauß, daß e» in hohem Grade wahrscheinlich sei, daß Slrauß vom Dezember 1319 ab dem Verbände der Wiener Hofoper angehören werde. Der Künstler soll auf die künstlerische Leilung der Hofoper maßgebenden Einslug ausüben. Mit den administrative» klngskegenhei-en der Hofoper werde sich Strauß nicht beschäftig««. KawaSwegS strebe« die®nt« fernunA Gregors an._ Shlba Taronca österreichischer Ministerpräsident? Wien, 14. Oktober. Di« Mittagsblätter melden, der Kaiser habe das Rückdrittsgesuch deS Ministerpräsidenten Freiherrn von Hussarek angenommen und den Grafen S Y I» a Tarouca mrt der Bildung de» Kabinetts betaauit. Ein« Bestätigung dieser Mei- taing biegt nicht voe. GewerffchWeMMU Die Lohnvewegung in der Tresdener �igarrenindustrie. Der Verband Sächsischer Jigarrenfabrikantcm erhöhte vom L4. August b. I. an die bisl>erig« Teuerungszulage für di« Sortierer und Ferügmochcr a>uf S0, für die Zigarren- und Wickelmacher sowie Zurichter auf 75 Prozent; weitere Zulagen für die im festen Lohn beschäftigten Hilfsarbeiter überließ er dem Ermessen der Fabrikan- ten. Die Arbeiterschaft hatte eine Erhöhung der Zulagen auf 100 Prozent gefordert und begründend ausgeführt» daß neben einem Ausgleich gegenüber der gewaltigen Preissteigerung aller Lebens- mittel» Badarfsgegenstände» Wohnungsmietcn» Steuern usw. mich e:n Ausgleich für den durch die erhebliche Berschlechterung des Ar- beitsmaterials verursachten Verdienstausfall herbeigeführt werden müsse. Die von den Unternehmern bewilligte Zulage blieb weit hinter der geforderten Erhöhung zurück und sie mußte nach Lage der Verhältnisse von der Arbeiterschaft als durchaus ungenügend bezeichnet werden. � Die Zi garrcnarbe! ter sind auch noch dadurch besonders be- nachteiligt» daß wegen des Tabakmangels und der StreaungSbestvo bungen die bisher besseren und demzufolge höher bezahlten Sorten und Arbeiten nicht mehr angefertigt» und daß durch die weitere Herabsetzung der Gewichtsmenge Rohtabak zur Herstellung von tausend Stück Zigarren auf nur sieben Kilogramm nur noch klei- nere un'ch gewöhnliche Sorten oder Arbeiten hergestellt werden, wofür wesentlich niedrigere Grundlöhne in Geltung sind. Durch diese Verschiebung in der Fabrikation tritt eine weitere Verschlech- terung der Verdicnstmöglichkeit ein. Eine, weitere Wirkung in dieser Hinsicht ist durch die zunehmende Verwendung und Berar- Leitung der deutschon Tabake gegeben. Unter den geschilderten Verhältnissen leiden alle Arbeiter der Zigamninduslrie fast gleichmäßig, so daß eine unterschiedliche und schlechtere Behandlung der Sortierer und Fertigmacher sowie der sonstigen Hilfsarbeiter bei der Bemessung der Zulagen jeder Be- gründung entbehrt. Daber sah sich die gesamte Dresdener Zi- garrenarbeiterschaft veranlaßt» erneut ihre Fvrdertrng auf dir ein- heitliche Erhöhung der Teuerungszulage auf lOO Prozent geltend zu machen und außerdem noch bei der Verarbeitung von deutschem Tabak eine Erhöhung der Grundlöhne um durchschnittlich 80 Proz, zu verlangen mit der Maßgabe, daß die neuen Zulagen vom 14. Or- tober ab in Kraft treten sollen. Mindestkostgeldsaft für Tapezkererlehrlinqe. Die Tapezierer-Jnnung Groß-Berlin beschloß in der Quartals- Versammlung am S. Oktober 1913» den M i n d e st- Koftgrldsatz für ihre Lehrlinge wöchentlich wie folgt festzusetzen: Im ersten Lehrjahre 8 M.» im zweiten 9 M.» im dritten 12 M. und im vierten .IS M.— Die Mitglieder der Innung sowie die Eltern und Vor- münder dc? Lehrlin-ze werden ersucht, dies bei Abschluß von Lehr- vertrügen'beachten zu wollen. Wendel!» Berlinger, wohl daS älteste Mitglied der deutschen Buchdruckcrorgauisation, ist, 85 Jahre alt» in Mainz gestorben. Schon in den fünfziger Iahren des vorigen JahrhiurdertS gehörte «rtt Zu�iffBetiMu t» ebner AM, 1» der meisten gebraucht. ste tbntgllUi am«Bee- er den lokalen Buchdrücke rkassen in Darmftadt und Frankfurt a. M. an, 1503 trat er dem in Mainz gegründeten Mittelrheinischen Buch- druckerverband» aus dem sich später der Zentralverband entwickelte» bei. Berlinger, der viele Vertrauensposten bekleidete, beging schon 1899 sein öOjährigcs Buchdruckersubiläum. Bis in die letzt« Zeit seines Lebens nahm er regen Anteil am Verbandsleben seiner Or- ganisation und besuchte deren Versamutlungcn regelmäßig. Im Nene« Deutschland. Heber dieses Thema sprach in einer von mehr als 1500 Männern und Frauen aller Bevölkerungsschichten besuchten Massen- Versammlung in Harburg Genosse Landtagsabgeordneter H a e n i s ch Drei oder vier„Unabhängige" versuchten, durch un- qualifizierbare Zwischenrufe» in denen ste die neuen sozial. demokratischen RegierungZmitglieder w ü st beschimpften» die Versammlung zu stören, wählten dann aber den besseren Teil der Tapferkeit, indem ste von der ihnen aus- drücklich zugcstcherten Diskussionsfreiheit keinen Gebrauch machten. Am Schlüsse der Versammlung tonnte der Vorsitzende feststellen, daß die Versammlung einmütig den Darlegungen des Neferenten über die weltpolitische und innerpolitische Situation zu- stimme und insbesondere den Eintritt von Sozial- demokraten in die Negierung rückhaltlos gut- heiß«._ Für Frieden und Neuorientierung. Heber dieses Thema referierte in erner überaus stark besuchten Versammlung in Altenburg Reichstagsabgeordneier Genosse Käppler. Nach den mit starkem Beifall aufgenommenen irefs- licken Darlegungen des Redners und einer anschließenden DiS- kussion fand folgende Resolution einstimmige Annahm«: „Die Volksversammlung erklärt sich mit der Haltung unseres Vertreter? im Reichstage einverstanden. Sie spricht die dringende Erwartung aus, daß die von den Mehrheitsparteien des Reichstages ausgestellten Forderungen u n- verzüglich durchgeführt werden. Vor allem erwartet sie» daß von der neuen Reichsregierung alles geschieht, um zu einem baldigen, gerechten Frieden mit allen am Kriege beteiligten Völkern zu kommen, sowie daß ein« durchgreifende Verbesse- rtnng in der Lebensmöttelversorgung schleunigst erfolgt. Die Versammlung erwartet, daß alsbald eine Amnestie für alle politisch Verurteilten ausgesprochen wird. Ferner erwarten wir von unserer Lcmdesregiernng, daß auch sie unverzüglich die Einführung des allgemeinen, gleickien, geheimen und direkten Wahlrechts �zur Ausführung bringt." Eine Melolutlon ähnlichen Jnbakt» fand auch in einer T a s s e l e r Partei Versammlung einstimmige Annahme, nachdem dort Genosse HauSschild ein scharfes Bild der gegenwärtigen politischen Lage gezeichnet hatte. Erklärung. Wir erhakten folgende Zuschrift: Nach der„Leip- ziger Volkszeitimg" hat die Rigaische Zeitung vom 30. September ein Dankschreiben mehrerer Reichstagsabgeordneter veröffentlicht, 1 die vor einigen Wochen ein« Reise durch die Ostseeprovinzen unter- nomrnen haben. In dieser Danksagung heißt es: Gott gebe, daß i sie(die baltischen Land«), dem(deutschen) Mutterlande fest angr- � gliedert, einer glücklichen Zukunft entgegensehen. Unter den Hn- terschristen befindet sich auch mein Name. Das blinde Huh-n in der„Leipziger Volközeitung, das schon seit Jahren gierig alleS aufpickt, was eS glaubt, gegen mich Verne ndeu zu können, hat auch diesmal wieder lein Korn gefunden. Ich weiß nichts vou einem derartigen Dankschreiben und wenn mein Name wirklich unter ihm steht, so ist er ohne mein Wissen darunter gekommen. _ Dr. Paul Lensch. Znöuftrie unö hanöel. Kräftige Besserung der deutsche« Währung. Hngefähr vor einem Jahre ist von einem vaterlandsparteilichen «ebne««der Worwog da« fchSne Heedstuxkter. Dabei«st alle» dingS«in« Einschränkung zu machen: die Temperatur war niedri» ger, al? man es vom ersten Oktoberdrittel eigentlich gewohnt ist, und es kam wieder mehrfach zu leichten Nachtfrösten. Viel Scha- den dürften sie wohl nicht angerichtet haben, sie mahnen aber zur Beschleunigung der Herbstarbeiten, vor allem auch des Einmietens der Kartoffeln. Heber deren Beschaffenheit lauten die Hr- teile auch weiter sehr verschieden, jedoch übenviegen die g ü n st i- gen. Man darf dabei allerdings die Tatsache nicht aus dem Auge verlieren, daß es sehr schwer ist sich im Herbst ein Urteil über die Haltbarkeit der Kartoffeln zu bilden. Aus Oesterreich-Hngarn kommen ähnliche Klagen über da? Wetter, wie sie auch in den letzten Berichten aus Deutsch- land an dieser Stelle erwähnt waren. Nüsse und Kälte haben auch in der Donaumonarchie die Feldarbeiten behindert und Befürchtun- gen wegen der Kartoffeln und des Maises hervorgerufen. Auch dort ist aber da? Wetter wieder besser geworden, und man darf hoffen, daß keine größeren Schädigungen erfolgt sind. Der SaatenstandSbericht aus der nordamerikanischen Union zeigt gegen das Vorjahr eine wesentliche Besserung. Es ist be- merkeilswert, wie allgemein die Erhöhung der Noten ist und um wieviel höher man namentlich die Haferernte einschätzt. Die Märkte des Landes haben infolge der. guten Beurteilung der Ernieaussichten. des günstigen WetterS und der großen Zufuhren erneut starke Preisermäßigungen zu verzeichnen, vor allem für Mais, der heute etwa ein Viertel billiger ist als vor einem Monat. Die Weizenbestände in den öffentlichen Ärgern sind jetzt auf die außergewöhnliche Höhe von mehr als 2,3 Millionen Tonnen ge- stiegen: es scheint beinahe, als ob neben allem anderen auch Ab- fuhrschwierigkeiden sie in solchem Maße anschwellen ließen. Auch die letzten Berichte aus Argentinien klagen wieder über Regenmangel in einer Reihe wichtiger Bezirke. Tie Bestände sind etwas gestiegen, die Preise für Weizen und namentlich für Mais haben nachgegeben. Auch aus den letzten Zusammenstellungen des Internationalen Landwirtschaftlichen Institut? in Rom geht hervor, daß die W e I t- weizenernte im diesem Jahr erheblich größer ist als 1917 Bei den zurzeit zusammengefaßten Ländern der nördlicbsn Halbkugel, unter denen sich die Hnion, Kanada und England befinden, beträgt das Mehr gegenüber 1917 17,1 Proz. gegenüber dem Mittel der vorangegangenen 5 Jahr« 7,6 Proz. Soziales. parteinachrichten. Zur Gründung einer kommunistischen Partei fördert ein Auf- ruf aus, der von Fritz Frenken-Nowawes unterzeichnet und in Hebereinstimmung mit der Gruppe der Internationalen Sozialisten_... ssws« ÄafeÄär. kMssm, ata i'u«« ssfe smetauarsi -----.-. jedem Friedensschritt der deutsche» Regierung höchst ungünstig be. einflußt worden ist. Wie lächerlich, ja verkehrt das ist, beweist nichts deutlicher, als daß die Antwort der deutschen Regierung auf die Rückfragen Wilson? zu einer kräftigen Hausse der Reichsmark an allen neutralen Börsen geführt hat. obwohl die politische Lage Deutschlands nicht eben rosig nst. Schon in der abgelaufenen Woche haben sich sehr merkliche Preisbesserungen durchgesetzt, dte am Montag eine kräftige Fortsetzung erfuhren. Nach den vor- liegenden Meldungen notiert die Mark in Zürich 80— 83 (Sonnabend Schluß 77%), die österreichische Krone 50— 53(48%). Nach den anS Amsterdam vorliegenden Nachrichten wurde dort die Mark mit 39 nach Gulden gehandelt(37,60), die Krone mtt 27% (2S?L)._ Erntcbericht. In der Witterung waren auch in der abgelaufenen Woche wieder größere Schwankungen zu verzeichnen, es kamen doch noch dcS öfteren wciwerbreitete, kräftige Regengüsse nieder, im allge- zial demokraten und Unabhängigen nur schein bare sind. Die Unabhängigen seien von den Sozialdemokraten durch nichts unterschieden, als durch das.Mäntelchen eines schädigen Wortradikalismus", mit dem sie sich umkleideten. Die Kom- niunisten wollen an Stelle der beiden Zweige de? Arbeiterbewegung, Partei und Gewerkschaften, die Einheitsorganisation,„die keine Trennung kennt in den Aufgaben der Arbeiterbewegung, die klar erkennt und es täglich ausspricht, daß jede, auch die scheinbar kleinste Betätigung des Proletariats, getragen und durchtränkt sein muß vom Geiste dcs KommunismiuS, weil die Befreiung der Arbeiter- klaffe und damit die Befreiung der Menschheit überhaupt, di« Be- seitigumg der Klassengegensätze und der Ausbeutung, nicht erreicht wird durch einfache Lohnerhöhung und AobeitSverkürzung, auch nicht durch das gleich? Wahlrecht und daS parlamentarische System, sondern einzig und allein� durch den Kommunismus". Derartige Sektcnbikdungen sind eine natürliche Folge der un- hcilvollen Parieispalwng. Sie werden vergehen, wie die Hnab- hängigenbewegung selbst vergehen wird, drohen aber der Bewegung Nnfallzuschuß zu Ncntcn aus der Gefanqenen-Unfalsfürsorge. Nach dem Gesetz betreffend die Hnfallfürsorge für Gefangene vom 80. Juni 1900 sind Strafgefangene, die bei einer Tätigkeit einen Hnsall erleiden, bei deren Ausübung freie Arbeiter gegen Be- triebSunfälle versichert sind, für die Folgen solcher Hnfälle zu cnt- | schädigen. Den Gefangenen gleichgestellt sind dabei Personen, die j in öffentlichen Besserungsanstalten. Arbeitshäusern und ähnlichen Zwangsanstalten untergebracht sind, ebenso die zur Forst- oder Gemeindearbeit oder zu sonsttgen Arbeiten auf Grund gesetzlicher oder polizeilicher Bestimmung zwangsweise angehaltenen Personen. Solche Rentenempfänger wurden durch die Bekanntmachung vom 17. Januar 1918, durch die Hnfallrentnern, di« eine Rente von mindestens 66% Proz. erhalten, ein Hnfallzuschuß von 3 M. monat- lich zugesprochen wurde, nicht erfaßt. Jetzt bat der Bundesrat, datiert vom 3. Oktober 1918, eine Bekanntmachung herausgegeben, durch die auch ihnen das Recht auf den Bezug deS Hnfallzusckmsses von 8 M. monatlich eingeräumt wird. Voraussetzung ist auch hier der Bezug einer Rente von 66% Proz. und Aufenthalt im Inland« und Bedürftigkeit. Der Antrag ist«m die Aus führungsbe Hörde zu richten, die die Rente festgesetzt hat. Der Zuschuß wird vom 1. Oktober 1918 ab gezahlt._ Einfleaanaene vruckkbriffen. Die aufgeführten Bücher können durch die Buchhandlung Vorwärts, Berli» SW, 68, Lindenüroße 3, bezogen werden. (Die Anzeige der Bücher gilt jedoch nicht al« Empfchlung.) Wissenschaftliche Beihefte zur deutfchen Ulpensoeschung, Nnzcl- preis 80 Pf Verlag Fischer u. So., Leipzig, Talsir. 23/1. BierteS Krtegsjahr(1918). Mltcilungcn deS geschästZfübrendeu Ausschusses an die Mitglieder. Deutscher Ncichsvcrbnnd lür staatliche und kulturelle Unabhängigteit(E. D.), Berlin IV 57, Sülowstr. 99, IIL Preis 50 Pf. Wie baut man fnr'S halbe Meld? von Kurt Adler. 1,50 M. Helmlultur-Vcrlag G, rn. b, H., Wiesbaden. »Jael«, Drama in einem Aufzug von K. H, Skdal, Musik von Ma; Hennmg. 2 M.— Atahuallpa.(tzroge Oper in 3 Alten von Oskar Borckenhagen, Musik von Maz Henning, 2,40 M, Beide tm Westend- Verlag(ttufikverlag), Berlin-Westend, Uerannvortltch fltr Vollttk: Erl cd KatNre», Berlin: kür den ltdrlften 7 eil des Blattes tUtrrd Scholz, Neukölln: kür Anzeigen Td-odor Oiorft, Berlin. Verlag: Vorwärts-Vertag K. m b. H., Berlin. Druck Varrvürts-Buchdruckerei und verlagSanitalt Bau! Singer u, So. ln Berlin gindenitrabe Z. Hier,»» Vellage»nd UnterbiUtnngsblau. Idtrohtion Max Keinhardt Deutsches Theater 7'/, Uhr: Clavlffo. Kamnierspiele 7 Uhr: Boamci'sholm. Kleines Schaaspielhans Fasanenstralle 1, Portal S, 71/, Uhr: Frühlings Erwachen. Volksbühne Theater am Bülowplatr. Direktion Friedrich Kavßler. 7'i, Uhr; Haß für.lUaB. Dir.C. Meinhor«— Ii Bernauar. Tiieat9rdnynKiirätZGrStr, 7 Uhr; Kowsiepwholm. Komödienhaus '/jS ü.; Dia tanzende Nymphe, BerlinerTheater 715n.: Biitzblaoe.N II Int. Casino»Theater. Lothringer slr. 37. Tägl. U.; Ein grosser Thcate: rrsolg der Berliner Possen-Schloger loii\mm\ nmer; Vorbei das neue OUober-Progr. Gesang, Ztkrobatit Humor! Sonnt. 8V,: Ein fidolea Kuhn. Trianon-Theater Bhf. Frleiirlohetr.Ztr 4927,2391 Heute 8 Uhr: Der pte Huf von Hermann Sudermann. Ida Wtst. Brcno Kasinor. Dcbner. Flink Schtnleid. Klein. Morgen u folg. Tage 8 Uhr: l»er grutc tiuf. Mittw. h,4: hänscl und Gretel. Donnerrtag 3,4: Rotkäppchen, Freitag l/,4: SchnoewIttcheB Soimao. Vi«: Häneel h. Bretel. National-Theater. '/� OSpenickor Str. 68.'/»S Oer groBe Operettenerfolg! PränzenSiebe. Sonnt. 3'/,: Studontenliebchen. Vorverk. 10—2 u. ab 6 Uhr. toter fier Frie'irieMt. Ecke Friedrich- u. Linienstr TU Uhr. Tägl.: Nord. 8650. Kaiserplatz 3, 1 Tr, Ein lust. Stück» Mutlk v. Laufs v. MBIIondorff. Beerg. L. Helms Sonnnb. n. Mittw 31/,: Haneel und Gretel im Zaubenvald Sonntag S'J,: Goldene Spiegel. Tmde Ilonterberg Ingre L>aary TegemsserBaoemtlieafer Die HoNcnknöpf sowie der - neue=±= Oktober-Spielplan! Theater für Dienstag:, 15. Oktober. Oentral-Theater uhr*: fiie Rose von Stainliiil. Oentscheit Op�rubaas 1 Uhr: RjgOleltO. Fricdrlch-Wllhelmst.Ttaeater t»/. uhr: Bannepl. Kleines Theater uhr: Alt-Sörnberg. 7 Kmmlaehe Oper ,U.: I-nstspleibann Jh?: Die spaniselie fliege. Metropol-Theater \o- Die Fasshingsfes toter ani Koter Tor. Kotttu$erst.6Leit. F. Wagner Täglich T/t Uhr: Die Große Variets-Schau. Dehorationsentw. Keine. Zille.— Anna Müller Lincke. Vorverk. 10'/�— l1/, n. ab 5 U. sowie bei Wertbeim. Neues Operettenhaus Tv.uhr: Das sOBe Mädel. Apollo■ Priodrichstr. 218 Dir.: James dein. | Z'li Sonnt. H'i. n. 7'. Die Weit geht unter! Große VarietÄ-Aus- stattnn»sachau in vielen Bildern mit Senta Söneland Ernst Lübitscli usw. Sonnt. 3';, Uhr jeder 1 Erwache. 1 King frei I Paiaat-Tbemter TV. Uhr: Sonnab. n. Sonnt., 3'U Uhr: Philales. Der zerbrochene Krug. UoHidcnE-Th.-ater uhr: Botel Stallt Lcotorg. l»eblli«r>Th. Charl. 7'/, Uhr: BansSonnenstöScrs Mllealihrt Rose-Theater. 71/. Uhr; Oastsp. d. Friedr.- WUbelmstädt. Theaters: Da* Orplmbderlhaas. WalhaTia-Theater. 7',, Uhr: Donauliebchen. TiiiiMiiiliiiiigiai mfi n Thalia-Theater uhr: DoterlMfflieiiiüiite. ReicPstiaiien-Thecter. | Allabendlich 7*1, Uhr and| Sonntag nachmittag» 3 Uhr: Theater am NollendorkplaU 7 Uhr: Theater de» Wentens tv, uhr: ßie lustige Witwe mit Guido Thielschor. ! Nachmittags ermiß preise! Kukuk lilehtaplele Große FFankferter Str. 28. a. d. Andreasstratle. Bis Donnerstag. 17./10: nach d. Roman von Adolf Wilbrandt mit Friedr. Zelnite, I-ya Hara. ü»w Wochentags 5 Uhr. Senntags 8 Uhr. KB) Kllndworth-Scharwerkasaal. Merg. Mittw., 16. Okt., 8 U.; I .h Heiterer Abend a Aenderiy Lebius Wallner-Theater tv. uhr Jlrayateiits. 4 Uhr nachmittag« WAMe »ck..HlUreben a. allerlei frUlillehe Geachichtcn" HäB Kert 4, 3, 2 M. Bote k Bock, Kaufh d. Westens. Abdkassc�lB Kaffee Alcxanderftrahe 53 Militär- Konzert Ers.-Bat. Res-Ins.- Rat. 203 Musttteilcr: Arnold Ebel. lorzügl. Mebäcku.Toiter Hojkondttcrei Lädtcke. tMMäN» MKziM Isuevliie»- hhsl Tägiieh Doppelkonzert der Eis.-Kapelle des 2. Garde- Reg z. F., unter persönlicher Leitung d Obermusifcmeisters �MaxOraf! BCIrcwa T» USOl, Tägl, 7'/,. Sonnt. 3'/, a.71/, TkfllrtHrt der Mann mit den yiiflltkU. eisernen Rippen. Kopflänfer �vgLU Peppo« lustige Aflen- und Hunde-Dreseuren sowie das üb r. Programm. /tum Schloß: Oberon � ffasser-PaPtoBiiiDe in S Akten. Besoad. herrenuhehen: Die SturzwallH. Tanz der Elfen auf den Wi Vasterrosen. so cvie der Kapelle' | Arnold Fischberg j kaukea, besuclien Sie, bitte de Pelzwaren verkauf Kackescher Hof. Rosentialer Stf. 40/41. Streng rcella Ite dlcnunir. GUnstioe