Ztr. 288. 33. Jahrs. BezKgS»ret*» St-rteyShrt.S.«> ZX!. mo»-« frtt ins yaus, EotaiiS«ii5 fSirt.S iivitln« Rummcm 10 ijoNdezug: MonlNlich.dom Poslichatter abzuiiotai ILO IXt. Eon*, BrlesnäBür msHauS««• bracht l,W SKI llnlr Kreuzband rat Deuvchiard unb Defietteich. nngotn «.— Mi, föt das Übrige Kusltmb 6,50 ML monaliich Jittiont ins Feld bei dtreltcr öffteQunamonall.2,— Kt. Dottbettellunzen nebmen an Dbne- Marl, Holland, Luxemburg, Schweben und die Schweis iiingerragen m bt« itost-ieiiunoö-Lreiilift», Ericheini lägitch» Xoegenrnm- KbrriNl c 10 Press nigj Verlinev Volksblakk. v«zrtg«wr?i», «eK-bengelballerre«owneizeiielnfiet SV x-g ,.Sle:n» Nnzetgen", das settarbruliie Ä»ri»0 Psg, izuibsfig 2 fettgebrucki» Sorte>, leboö Iveiier» Wort 16 Psg, Siellsngesiiche und Echlafitellenanzeiaen bat! crjie Wort 20 Big., irbes toeimt Wort 10 Psg. SSorts übet!B SuchftGtcn zäbic.: iuc zwei Worte, XeucrurtgSzn'bGitg 80%. goiiiüifB-abjcigcn. roiüiiche und gewerilchasiiich- Sereins. Anzeigen ?0P«g die Fei!«, Anzeigen iik die nächste Nummer müssen bis 5 Tthi nachmittags im Hauvigeschäst Serim SW.68. Linbenliraxe b. ab'reeben »erbeii, Aeöünel von g Uhr irab bis 7 kh: abend!. Zctitralorgan der rozialdemokratsfchcn parte! Deutfcblanda. Reöakttoa: EW. H», LlaSeastraße Z. U«»!drecher: Kmt MortSvla«. Zlr. ISS SV— ISIS?. Sonnabend, de» 19. Oktober 1918. Cxpeditfon: MV. ST» Lwösnsteaße 3. HtmltTeOitt: 9lmt Msri«platz, 15190— 151 97. lli'IHIilllllWI'lllllHIII Rttchzug lo Rordfranhrekl) und Belgien. Die öeutsihe Antwort an Wilson. Der Text der deutschen Airtwort an Wilson wird im Laufe deS heutigen TagoS seine Cchlußredaktion erfahren. Ueber den Inhalt kaiin noch nichts Vcstiinmtes gemeldet werden, da endgültige Entschlüsse noch nicht gefaßt sind. Die bisherige Haltung der Ztegierung in der FriedenSsrage läßt vermuten, daß man über Meinungsverschiedenheiten mit den Gegnern das Ziel, den Frieden, nicht aus den Augen verlieren wird. Es dürfte weder die Neigung bestehen, sich den Wünschen der französischen Chauvinistenpresse bedingungs- los zu fügen, noch die Absicht, den mit Festigkeit beschrittenen Weg aufzugeben. Die.Ziriegszeitung� deS.LokalanzeigerS� läßt sich von militärischer Seite sagen, daß.kein Zwang zur Liquidation' bestehe. Die Ausdrücke.Zwang' und.Liquidation' find reichlich unbestinlnit und geben weiten Auslegungen Epiel- rauin. Statt von so unbestimmten Dingen zu sprechen, ist es besser, sich an das vorliegende Konkrete zu halten, und das ist der Friedensschritt der Regierung vom 5. Oktober. Dieser ist, soviel uns bekannt, von der obersten Heeresleitung nicht bloß nachträglich gebilligt, sondern befürwortet und angeregt worden. Keine WtwsjlÄi Gesterreich. 38« f H i n ß t o% 17. Oktober.(Reuter.) Amtlich wird mitgeteilt, daß au Oesterreich keine Antwort geschickt werde« wird, bis Deutschland endgültig o«f die Note Wilsons vom Montag geantwortet hat. Lorö Mlners Hauptziel. Vernichtung des Militarismus— Bestrafung aller Vor« autwortlicheu— Tie Waffe der englischen Gerechtigkeit. Nach dem Hollandsch NieuwSbureau hatte em Mitarbeiter des .Sbenirtg Standard"«in« Unterredung mit dem KriegZminister Lord Milner, rn der dieser unter anderem sagte: .Der vollkommene Sieg ist jetzt bevorstehend. Es ist die Aus- gäbe der Diplomatie und der Völker selbst, festzustellen, was durch den Endsieg«rrcicht werden kann. Dieser Endsieg bedeutet di« Vernichtung de» preußischen MilitariSmu» und die Bcsirafung aller verantwortliche» Personen. Die Wiederherstellung der verwüsdeten Bebiete und die Grenz fragen sind Rebensache. Die Erreichung bei Hairptziele» geht vor, alleS andere folgt automatisch nach.' Milner sagte auch, daß es in Deutschland viele Leute gebe, die nicht viel vom Militarismus halten. Die große Mast« des BolkeS sei gegen den Militarismus, weil er das Volk zur Mieder- lag« geführt und ihm Erniedrigung gebracht hat. Das Volk werde, genau wie die Alliierten eS tun, darnach streben, den Militari'kmus zu vernichten..Das Ziel sei nur durch den vollkommenen Sieg zu erreichen, der Deutsch- land zur Kapitulation führe oder zu einem Waffenstill- stand unter Bedingungen, di« die militärische Ueberlegeuheii der Alliierten nicht schwächen» sondern »ur stärken können. Milner schloß: .Wir dürfen die Gerechtigkeit nicht außer«cht lassen. Wenn aber der Krieg durch Besprechungea mit den Deutschen beendet werden soll, dann muß erst erklärt werden, daß di« Alliierten recht haben, wenn sie da? Preußentum als den Feind Deutsch- landS bezeichnen. TaS Volk muß seine Bekehrung, ehe die Entente daran glaubt, beweisen.'' Nach einem Amsterdamer TU.-Bericht erklärte Lord Milner eS für möglich, daß der Widerstand der Deutschen Armee und des deutschen Volkes gestärkt werden könnte, wenn di« Alliierten nicht ein» greifende Aenderung der Regierung in Deutschland forderten. Wei. ter erinnerte Milner daran, daß die Deutschen das RegierungS- shstem bereits mü neuen Personen reformiert hätten und daß ein« gänzliche Revolution deS deutschen RegierungS. shstemS im Gange sei. Man müsse nicht voreilig an Betrug glauben: diejenigen, welche augenblicklich die Macht in Deutschland besitzen, seien dem Reichstag verantwortlich. ES liege im In- »teresse der Alliierten, abzuwarten, welche Regie- rungSzustände kommen werden. Deutschland sei kein bolschewistisches ThaoS. Die englisch« Politik bezwecke einen mili- tärischen Tieg, um die Deutschen zur bedingungslosen Unrerwer- fung oder zu einem Waffenstillstand zu zwingen, dessen Bedingua- gen den preußischen Militarismus machtlos machen würden. Was die Wiederherstellung der verwüsteten Gebiete, di« Lord Milner als Nebensache bezeichnet, anbotrifst, so sagte Dr. Addi- s o n. der Minister für den Wiederau fbau. laut Reutermeldung im Verlauf einer Rede in der City„hinsichtlich der Bestrafung von Deutschlands Verbrechen",«S gäbe nur einen W e g/ auf dem die wirtschaftliche Waffe gegen Deutschland als Schwert der Ge- rechtigkeit gebraucht werden könnte. Die Deutschen entfernten entweder Müh- len und Maschinen, den Groß, und Kleinhandel aus Frankreich und Belgien und schassen sie nach Deutschland oder zerstörten sie Ränmnng von Oftende, Tonreoing, Roubaix, Lille und Douai— Neue Schlacht zwischen Oise und Le Cateau— Schwerer Kamps bei Älisonville« Berli», 18. Oktvbe» 1918, abtud». Amtlich. Zwischen Le Catea« und dee Oise find er- nrute Turchbruchsvcrfuche des Heindes gescheitert. Auch in Ffianderu nördlich der L y s und au der Aisne beiderseits von R o» z i e r S und westlich von Grandprä wurden ledhafte feind« lichs Angriffe abgewiesen. An der Maas ruhiger Tag. Amtlich. Große« Ha»ptq,arti»r, de» 18. vk- toder ISIS. Westlicher KriegSschanplatz. Ja den letzten Tagen haben wir Teile von Flandern und Nordsrankrrich mit den Städten Ostende, Taurcoiug, Roubaix, Lille uno Douai geräumt und rückwärtige Linie« bezogen. Zwischen Brügge und der L y» stieß der Feiud gestern vielfach mit stärkeren Kräste« nach. Er wurde abgewiese». Englisch« Kompagnien, die nördlich von Kortrik über d'i e L y s vordrangen, wurde» im Grgeoaugriss wieder»«rück- geworfen. Oestliid rou Liste r»d Douai besteht»ur lose Gefechts- fühl» ng. mit-de« Gcgne». Zwischen L r Cateau und der Oise ist dt« Schlacht»ou »enem entbrannt. Engländer, Franzosrn nnd Amerikaner suchten wiederum unter Einsay gewaltiger Kampfmittel unsere Fron» zu durchbreche». Beiderseits»on L« Eatea« sind Angriffe deS Feinde» vor«uferen Linie« gescheitert. Oertlich« Ei». bruchSstelle» wurde» im Gegenstoß wieder gesäubert. Zwischen Lr Cateau und Aisonville drang der Gegner an einzelnen Stellen in unsere Linien ein. Nach wechsclvollem Kampf brachten wir den Feind vor unserer Artillerie an der von Le Cateau und Wasfigny führenden Straße bei L a Ballde Nnlütr« nnd Mennevret, sowie nordöstlich von Aisonville zum Stehen. Wo der Feind darüber hinaus vordrang, Warzen idn unsere Gegenstöße wieder zurück. Ais»»« v i l l e und die südlich anschließenden Linien wurdcn gegen mehrfachen Ansturm des Feindes gehalten. Auch am Nachmittage sind vor ihnen erneute Angriffe gescheitert. Ebenso bliebe» die gegen die Oisefront nördlich vou O r i a» h gerichtete« feind« lichrn Angriffe ohne Erfolg. An der A i S u r frtzte der«egner sein- heftige, Angriff« östlich»on O l i z h fort. In harte« Kam»s wurde er abge- wiese». Preußische Jäger führten westlich»oa Granbprö, Brandenburger und Sachsen aus dem Ostufer der Maas erfolgreiche Angriffsiintrrnchmungcn durch. Der Erst» Geueralgnartierm rister. Ludeudorfs. Der österreichische Bericht. Wir», IS. Oktober. Amtlich wirb»erlantbart: Jtalienischor Krieg sschanplay. Westlich deS Garba-SeeS fchlngea Adteiluagru beS Tiroler Landstnrm-Bataillons IS3 einen italienischen Vorstoß ab. Auch sonst vielfach lebhaftere GefechtStätigkeit. Baltan-KriegsschauplaH. An Albanieu kein« größeren Kamvfhaadlrmgr». A» bei westlichen on» im Tale der südlichen M» r« v a scheiterte» serbische Angriffe. Der Chef des G e n e r a l st a d e«. augenscheinlich in der dorsätzlichen Absicht, ffnf diese Weis« einen Teil der wirtschaftlichen Produktionskraft Frankreichs und Belgiens zu beseitigen, wobei sie auf di« Borteil« zählen welche dieS der deutschen Textilindustrie nach dem Kriege bringen würbe. Aber da ergäbe sich die Frage der Nohstoffbeschzasfuibg. Die Bürde des Wiederaufbaus der zerstörten Maschinenanlagen müßte auf jene f a l I e n, d i e sie zerstörten. ES würde in der Macht der Alliierten liegen, Baumwolle und andere Güter von Deutschland fernzuhalten, bis der Feiwd den amgerichtoien Maschinenschaden wieder gut gemacht hätte. Der Haager„Nieuwe Courant" schreibt: Es muß für Prä- sideni Wilson doch wohl ein eigenartiges Gefühl sein, daß seine Antwort an Deutschland von der Jin- gopresse jubelnb begrüßt wunde, denn diese Presse hat vor und während des' Krieges bewiesen, alles andere lieber als eine Völkerversöhnung zu wünschen. Die Northcliffe-Presse, die vor dem Kriege bereits alles tat, um die Atmosphäre zwischen Deutschland und England zu verschlechtern und während des Krieges den Haß gepredigt hat, jubelt demjenigen Mann zu, der der Kriegsverwirrung ein Ende machen will. Darum muß sich Wilson doch wohl fragen, ob sein Ton jetzt so glücklich wie bei der ersten Antwort au Deutschland gewejeu ist. sns Ao» Hetmonn Wendel. Wenn über einem ganzen HcmS das Dach zusammen- stürzt, redet man nicht mehr über die Einrichtung eines ein- zelnen Zimmers, und darum könnte eine Erörteruniz der Südstawenfrage in Oesterreich-Ungarn in einem Augenblick müßig erscheinen, da die Existenzfrage aller Nationalitäten, auch der Deutschen, in der Donaumonarchie aufgerollt ist und die Ereignisse sich derart überhasten, daß auch die eilige Feder ihnen kaum zu folgen vermag. Aber.das Problem der Südslawen ist doch von ganz besonderer Bedeu- tung, denn aus seinem Chaos stieg nicht nur das blutige Ge- stirn deS Weltkriegs auf, sondern anders als die tschechische, polnische, italienische und rumänische greift die südslawische Frage auf beide Hälften des Habsburger reichs über. Wenn der deutsche Spießbürger am Stammtisch von„im- serem Bundesgenossen an der Donau" schwadronierte, meinte er nur die Deutschösterreicher und die Ma- gyaren, und insbesondere die eineinviertel Millionen Slowenen in Kärnten. Krain, Küstenland und Steiermark, die drei Millionen Kroaten in Kroatien, Südungarn. BoZmen-" Herzegowina und Dalmatien, die zweieinhalb MM o neu Selben in den gleichen auch von den Kxoaten eim" �. fcftiteWfilrn»atzt. MHWchtlich UM'.M W" „Mausefallenhändlernvtionen" zusammen, gerade weil e: oon Wert und Wesen dieser aufsteigenden und aufftreb enden Völkerschaften auch nicht einmal eine dunkle Ahnung hatte. Allerdings erinnerte mich die staatliche Form, in die 1867 das Völkergemisch der Habsburgischen Monarchie gegossen worden war, an jene verklungen« Zeit, da die armen und zurückge- bliebenen slawischen Bauernvölker in allem und jedem Heloten und Hintersassen der entwickelteren„geschichtlichen Nationen", der Deutschen und Magyaren gewesen waren; namentlich auf die politische Rechtsmindcrheit der Südslawen drückte der Dualismus sein Siegel, die. ob Kroaten, Serben oder Slo- wenen, an sich e i n Volk bildeten und gleichwohl durch künst- liche Gitterstäbe voneinander ferngehalten wurden; seit 1873 lebten Südslawen in nicht weniger als acht verschiedenen Ver- waltungseinheiten, in Ungarn, in Kroatien, in BoSnien-Hcr- zegowina irnd in fünf österreichischen Kronländern. Aber selbst wo innerhalb eines solchen VerwalftmgSgebiets Süd- siawen die Mehrheit oder ein« starke Minderheit hatten, kam durch mittelalterliche Wahlverfosiungen, gerissene Wahlkreis- einteilung und Aehnliches ihre Zahl nicht in entsprechendem politischem Einfluß zur Geltung. Bei den Wahlen zum Wie- ner Reichsrat entfiel aus 43 OVO Deutsche, aber erst auf 55 VW Südslawen ein Mandat, im ungarischen Reichstag hatten die nichtungarischen Völker nur 7 Prozent der Sitze inne, wälz- rend sie im Lande über die Halste der Vevökkerung ansmach- ten, in Kärnten entsandte das slowenische Drittel der Be- völkerung nur zwei Vertreter in den Landtag, und in Krain mit 94 Prozent slowenischer Bevölkerung wählten ganze 53 deutsche Großgrundbesitzer ein Viertel der Abgeordneten und verfügten so über das Einspruchsrecht in wichtigen Fragen. Dies« Niederhaltung der Südsiawen ging glatt von- statten, solang« in ihre weltabgeschiedenen dörflichen Idyllen nichts vom Zugwind der neuen Zeit hineinblies: der Jlly- r is m u S in den dreißiger Fahren beschränkte sich auf die schwärmenden Köpfe der spärlichen Intelligenz. 1848/49 wur- den Serben und Kroaten als Kanonenfutter des Absolutis- mus verbraucht und nachher um ihren Lohn geprellt, und die langjährige fruchtbare Wirksamkeit deS Bischofs Stroh- m a h e r lag mehr auf dem Felde kultureller Erneuerung. Als aber die kapitalistische Entwicklung das Erwachen der„ge- schichtslosen Nationen" des Habsburgerreichs mächtig förderte und die Südslawen in breiteren Massen zum nationalen Selbstbewußtsein durchzustoßen begannen, nützten die Macht- haber in Wien und Pest das altgewohnte: Teile und herrsche! noch einmal in raffinierter Weise; die große Partei, die erst von Anton Starts chewitsch und dann von dem schmieg- samercn Josef Frank geführt wurde, hoffte inbrünstig auf ein streng katholisches Großkroatien als Vormacht des ganzen Südslawen tums und bekämpfte die orthodoren Serben bis aufs Blut; umgekehrt waren die Serlu-n unter der K h ue n- Hedervaryschen Gewaltherrschaft in Kroatien die verhätschelten Lieblingskinder der Regierung und blieben den Kroaten nichts schuldig. Aber auch dieser Krug ging solange zum Brunnen, bis er brach. Im ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts streckten sich die feindlichen Brüder die Hände entgegen, unter dem Einfluß des radikal und national ge- sinnten jungen Geschlechts kam 19V5 die serbisch-kroatifche Koalition im Agramer Landtag zustande, und nachdem die südslawische Sozialdemokratie zun: erstenmal 19V9 auf der Laibacher Taanng eine Fahne aufgepflanzt hatte, ans der die nationale Einigung der Serben..Kroaten und Slowenen als Tatsache, ihre nationale Einigung als Forde- rurtg geschrieben stand, folgten langsamer oder schneller die bürgerlichen Parteien auf den Boden des südslawischen Ein- heitsgedanlens nach. Vor allem wirkten Weltkrieg und russische Idevolution Wunder, und während sich die Maidekla- ration des südslawisches Klubs im Wiener Reichsrat von 1917, die eine Einigung aller Südslawen der Monarchie zu einem selbständigen Staat unter dem Szepter der Habsburger for- derte, unter anderem auch noch auf das kroatische Staatsrecht berief, hat die immer stürmischer werdende Entwicklung längst vermorderte EselÄmute durch das lebendige Selbstbe- stimmungsrccht der Völker ersetzt, und es ist eine große demokratische Bewegung, eine wahre bürgerliche R e v o l u t i o n, die heute durch alle südslawischen Landes- teile Oesterreich-Ungarns ihre Wellen schlägt. Die weltliche und kirchliche Intelligenz stellt die feurigen und entschlossenen Führer, und überall erscheint das Zeichen des„troi- m e n i n a r o d", deS„dreinamigen Volks": KHK— Srpski- Hrvadki-Slovenatschki(Serbisch-Kroatisch-Slowenisch). Und Regierung und deutschbürgerliche Parteien?„Sie haben liederliche Augen, sie haben liederliche Ohren, sie haben liederliche Gewissen". Dieses Wort von Bogumil Goltz, das ein guter Kenner einmal auf das Oesterreichertum an- wandte, gilt auch hier und heute. Wie bei Kriegsbeginn die k. u. k. Militärs die südslawische Frage aus der Welt zu h ä n- gen suchten, strebten die k. u. k. Minister sie aus der Welt zu reden, und noch.Herr v. S e i d l? r verkündete unlängst stotternd den„deutschen Kurs" gegen die anderen Völker. Als aber die festesten Galgen so wenig halfen wie die schönsten Reden, gingen ausgeruhte Kövfe an eine„Lösung" der Frage heran, nickst etwa um der Südstawen, sondern um des Staates willen. WaL für jämmerliche Rezepte aus der Apotheke des seligen Metternich dabei hervorgekramt wurden, ist zum Gotterbarmen, und das Ganze war ein Tii stein und Grübeln, wie man die Slidslawen doch noch au: Kappzaum holten könne, und ein Schachern und Markten, wie Oesterreich oder Ungarn bei einer Neuordnung der Dinge auf seine Rechnung komme. Das ging so in aller Kläglichkeit fort bis gestern, da �eine wuchtige Faust auf die Tischplatte schlug und das Norokoporzellan klirrend in die Höhe sprang und der Puder aus den Perücken stäubte. Da slüchteten stck> die bürgerlichen Parteien in ihrer Herzensangst auf den Boden der sozial- demokratischen Forderungen, deren A und O stets die f ö d e- ralistische Gestaltung Oesterreich-Ungarns gewesen war, und die Minister begannen, pfingstlichen Geistes voll, vom Selbstbestimmungsrecht ldcr Völker zu schwärmen. Den KUK-Stoat innerhalb der Monarchie können die Südslawen heute mit Händen greifen, aber was den Völkern gestern noch ein schätzbares Kapital dünkte, erscheint ihnen heute als verächtliches Almosen. So erklärten die Südstawen mit ihren Eimgungszielen nicht an den schwarzgclben Grenz- Pfählen Halt machen zu können und erwarten nichts mehr von Vereiubarnngen innerhalb der Staates und alles von den Bestimmungen der Friedenskonferenz. Fn schwerster Schick- salsstunde verneinen sie'den Staat, der sie solange verneint hat, ganz so, als gäbe es austerhalb des Gothaischen Hof- und Staatskalenders schon kein Oesterreich-Ungarn mehr..... Geftsrrelch-Uygarn unö Wilson. Dr" Antwort Wilsons auf die österreichische Note ist in .cken noch nicht offiziell eingelaufen. Angeblich wird sie erst, as ein deutlicher Wink an Deutschlands Adresse wäre, von Ystjington aSgcJcnicir weroen�vettK-fk deutsche Antwort« f Wilsons letzte Note eingetroffen sein wird. Doch kennt Graf Bunan bereits ihren Inhalt. Angeblich soll sie Oester- reich sehr milde anfassen und sogar Ungarn schonen. Der beabsichtigte Erfolg dieser zarten Schonung scheint nicht aus- zrchleiben. Die„Vostische Zeitung" meldet aus Wien: „Der Weltkrieg endet so mit der Ungeheuerlichkeit, dast die Crn- feilte, die als eines der ersten erstrebenAoertesten Ziel die Los- lösung und Befreiung der österreichischen Nationalitäten hinstellt, heute selb st gegen die völlige Loslösung der sla- wischen Nationalitäten ankämpft, und datz hier die Ant- wort Wilsons für Oesterreich milder gesatzt ist und auch für Un- garn nicht sehr viel härter sein soll. Als einziger schwerer Punkt wird die Forderung Wilsons hinsichtlich des Bündnisses mit Deutschland bezeichnet. Schon aus der Siede, die Graf Tisza heute im ungarischen Reichstag gehalten hat, und in der er den Krieg als verloren bezeichnete, kann man mit aller Klar- heit ersehen, daß selbst dieser Paladin des deutsch- ö st erreichisch-ungari scheu Dreibundes aus der Annahme der vierzehn Punkte Wilsons ein ver- ändertes Verhältnis zu Deutschland ableitet." In den Delegationen hat sich Graf Burian zwar noch mit Wärme für das Bündnis eingesetzt, aber der Korrespon- dent der„Vossischen Zeitung" spricht davon nur als von einer„langen und schönen T trade", was sicher nicht der Fall sein würde, wenn es noch viel zu verlieren gäbe. � Der deutschösterreichische Staat dürfte 9,6 Millionen Ein- wohner. der tschechische 6,3 Millionen, der südslawische 2 Millionen, der ruthenische(österreichische Benennung der Ukrainer) 3,2 Millionen zählen. Die deutschösterrcichischen Reichsratsabgeordneten ein- schliestlich der Sozialdemokraten sind für Montag zu einer Vollversammlung in den niederösterreichischen Landtagssaal einberufen imd werden sich vermutlich als Konstituante des de ut scheu Volkes in Oe st'e r r e i ch kraft eigenen revolutionären Rechtes erklären. Ohne daß sich die Deutschösterreicher bisher festgelegt hätten, lehnen sie doch die kaiserliche Proklamation ab und wollen ihre konstituierende Nationalversammlung nicht mit den Methoden des kaiserlichen Manifests verwechselt sehen. Das„Berliner Tageblatt" meldet noch, daß der bereits wiederholt genannte Graf Silva-Taroura berufen � sein soll, mit den Parteien über die Erweiterung des kaiserlichen Ma- nifests zu verbandeln und daß der Kabinettsdirektor Dr. von Seidler, der Mann des„deutschen Kurses", gehen wird. Charakteristisch ist noch, dast nach Prag fünf neue zuver- lässige Regimenter verlegt wurden, worunter die Wiener Hoch- und Deutschmeister. Karolyi gegen daS Bündnis. Das Wölfische Telegraphenbureau verbreitet mit einer .bemerkenswerten Verspätung folgenden Bericht über eine Sitzung des auswärtigen Ausschusses der ungarischen Dele- gation: Vor der Tagesordnimg erklärte Graf Michael Karolvi, die gegenwärtige Session sei das Leichenmahl der Delegation. Die ganze öffentliche Meinung Ungarns fordere wie ein Mann rm selbständiges, unabhängiges, freies Ungarn und wolle von den Deleg-üonen nichts hören. Die Delegationen hätten schlecht funktioniert, ihnen und der gemeinsamen Diplo- matte könne die Monarchie den Fall vevdanken. Der Redner griff. sodann die äußere Politik der Monarchie an, die durch da« serbische Mlimalu» den Weltkvieg heranfbeschworen habe. Von dem früheren Direk- tor der Kruppwerke, Mühkon, habe er erfahren, dast die österreich-i» sehen Diplomaten in Gegenwart des Deutschen Kaisers den Text des Ultimatums beraten hätten. Der Kaiser habe dabei erklärt, er werde der Welt beweisen, dast er kein« Puppe fei, und werde der ganzen Welt Schrecken einflößen. I a g o w habe an dieser Besprechung nicht teilgenommen,, um sich später darauf be- rufen und damit beweisen zu können, daß Deutschland an der Re- dakt-ion des Ultimatums keinen Anteil hatte.(Das MTB bestreitet in einem redaktionellen Nachwort zum Sitzungsbericht die Richtig- keit dieser Behauptung kategorisch.) Uebrigens habe die Monarchie schon im Jahre 1913 bei Italien angefragt, »b es in einem Kriege mit Serbien de» eszvs koeäeri» erblicken würde, was ebenfalls Die Borstädte von Lille: Lomme, Lambresart, St. Andre und Madelein« lagen am 1K. wiederum unter englischem Feuer. T» u r c o i u g wurde am 13. Oktober erstmalig vom Ge»er beschossen. Touai und T c n a i n waren weiter das Ziel iadlichcr Granaten. Im Abschnitt Moncornet-Roxov»ichte« de» Franzose-üm ersten Male sein Feuer auf rückwärtige bisher unversehrte. schaftcn. In ValenrienneS haben nachweislich eine größere An- zahl Einwohner ihre Wohnungseinrichtungen vor ihrem Abzüge muttvittig zerstört. Ferner ist es wiederholt vorgekommen, daß in den von den Deutschen geräumten Städten und Ortschaften unsau- bere Elemente dir Ncbergangszeit vor Abzug der deutschen Haupt- kräfte bis zum Eintreffen der Ententetruppen, zu Plünderungen und Zerstörungen benutzten. Belgischer Bericht vom 17. Oktober. Die von den Franzosen ausgeführten Angriffe hatten vollen Erfolg. Auf der ganzen flandrischen Front setzt der geschlagene Feind seinen Rückzug fort, dicht aus folgen die alliierten Truppen. Auf dem linken Schlacht- flügel überschritten die Belgier die D s er in Verfolgung des Fein- des und unsere Infanterie zog in Ostend« ein. Am Nachmittag erreichten wir weiter nach Osten hin die Linie Luden bürg— Zedelgem— Nudüervoorde. Die belgische Kavallerie er- reichte in Verfolgung der Ziachhuten des Feindes die äußeren Grenzen von Brügge. Die feindlichen Kolonnen zogen sich nach Artilleriebescbießung aifi E e c l o o zurück. Im Zentrum machten die Franzosen beträchtlich Fortschritte über Swevezeele und Pitfhem hinaus; sie nalunen Wyng- hene�rmd die äußerste Grenze von Thiel t ein. In südlicher Richtung erreichten die Belgier die Verbindung des Mandel-Ka- nals mit der Lys und dem Grenzfluß nach Harlebeke. Unbeschreib- licher Jubel herrscht bei der Bevölkerung des wiedereroberteu Landes. Französischer Heeresbericht vr>m 17. Oktober abends. Die fran- zösischen Truppen, welche mi-t den englisch-belgischen Truppen zu- sammenwirken, haben heule trotz energischen Widerstandes der Deutschen Pitthem, Meulbeke und Whnghen erobert, nachdem sie an den vorhergehenden Tagen an dem glänzenden Bor- marsch an der flandrischen Front teilgenommen und Höoglede, Roulers, Lichtervelde und zahlreiche andere Orte ge- nommen hatten. In der Gegend der O i s e haben die französischen Truppen den ganzen Tag heftige Angriffe zwischen dem Walde von Andignh und dem Flusse unternommen. Es gelang ihnen, er- hebliche Vorteile zu erringen. Sie nahmen nach heftigem Kampfe . Le Petit Verly und Marchevcnnes. Si« erreichten den Nardrand von G r o u g i s, Esansonville(A i s o n v i l l e?), ebenso die Ein- gänge von Hautville. Am linken Ufer der Oise bemächtigten sich die Franzosen Mont d' O r i g n y, zwölfhundert Gefangene wurden gezählt. Zwischen der Aisne und Oise Und Gefechte im Westen von Grandpre im Gange, wo die Deutschen heftige Gegenangriffe unternehmen. In dieser Gegend machten die Franzosen neue Fortschritte im Norden von Olizv. Französischer Heeresbericht vom 13. Oktober nach- mittags. Auf dem rechten. Ufer der Oise beschränkte sich der Feind auf heftige Artnllerieabwehr. Zwischen Oise und Serre dauerte der französische Druck der letzten Dag« an wnd zwang den Feind, den Rückzug von neuem zu beginnen. Bon A ch e r y und C h o i g n y gegen Ende der Nacht vorb rechend, ver- folgten die Franzosen die deutschen Nachhuten und besetzten An- gu» leo u r t. Westlich von Grandpre dauerten die Kämpfe mit äußerster Erbitterung am il-nd dehnten sich heute früh bis zu den Anhöhen von Vouziers aus. Die Franzosen überschritten in dieser Gegend die Aisne. Englischer Heeresbericht vom 17. Oktober abends. Haute morgen griffen die englischen und amerikanischen Truppen auf einer Front von ungefähr 9 Motten im Nordosten von Bohain an. An der ganzen Front begegneten sie starkem Widerstand, und heftige Kämpfe fanden den ganzen Tag statt. Am rechten Flügel griffen ' unsere Truppen in engem Zusammonwirlen mit den französischen Ür. 28$ ♦ ZS.�ahrgaag GonnabenS, 1H. Oktober 1 H1S Schulen für hochbegabte. Von durchaus sachkundiger Seite geht uns die nachfolgende Zuschriti KU, der wir urn so lieber Raum gewähren, als fi« einie in der De ffentl ichfeit viel zu wenig erörterte Frage anschneidet. Die Pegabtenschule hat in ihrer in Berlin beliebten Form in den deutschen Grohstädien nicht gerade viel Nachahmung ge- fu reden. Die Ausnahme hochbegabter Gemeindeschüler in diese so- genannten Begabtenschulen erfolgt bekanntlich durch eine Prüfung nach den Grundsätzen der Experimentalpsychologie.. In der Leh- rerschaft wird vielfach daS PrüfungSexperiment nicht ÄS das ge- eignetstz Mittel für diesen Zweck angesehen. Eine solche Prüfung versetzt die Schüler seelisch rn einen Ausnahmezustand! sie wird in ungewohnten Räumen und von fremden Personen oorgenom- men. Kinder find nun einmal keine Prüfungsobjekte. Man will nun in Berlin neben der Experimentalprüfung noch einen zweiten Weg der Auslese gehen. Von der Städtischen Schuldeputation ist den Gemeindeschulen der Entwurf eines Deobachtungsbogens für begabte VolkLschüler zugegangen. Auf Grund eines derartigen Be« obachtunflsbogenS sollen hochbegabte Schüler schon, während fi« die Gemeindeschule besuchen, systernalisch beobachtet werden. Nach der .Pädagogischen Zeitung", der Zeitung des Berliner LehrervereinS, ist es der praktische Zweck diese» Beobachtungsbogens, die Frage nach der Leistungsfähigkeit zu beantworten. DaS Blatt urteilt über die Angelegenheit u. a. folgendermaßen:„Wer heute in der Schule Altmaterial sammelt, der leistet dem Vaterland« einen besseren Dienst, als wer steh bemüht, unter seinen Schülern künf- tige Genies zu entdecken." Es ist m der Tat die Notwendigkeit aller dieser Anstrengungen nicht so recht verständlich. Es fehlt doch in den Gemeindeschulen an regelmäßigem Wägen und Beobachten der LeiftungssähigkÄi durchaus nicht; wahrscheinlich wurde an manchen Stellen des Guten schon zuviel getan. Es sei an dte über- flüssigen Versetzungsprüfungen erinnert. Dann gibt eS Halbjahr für Halbjahr Zensuren, und der Hauptteil jedeS Zeugnisses trägt die Ueberschr'.ft„Leistungen".(!) Die dort niedergelegten Ur- teile find, so darf man wohl annehmen, auf Grund gewissenhafter, dauernder Beobachtung der Schüler gefällt, auf Grund ihrer Lei- st un gen im gewohnten täglichen Unterricht, und ein« bessere Be- obachiungsmöglichkeit als dieser ist eigentlich schwer zu denken. Da- bei dürften für die Beurteilung gerade di? Hochbegabten wenig Schioierigkeite« bereitet»; schwieriger erscheint eS jedenfalls. die Violen Durchs chnit tsle Sftungen gegeneinander ab zu- wägen und in gerechten Urteilen festzuhalten. Die Eltern der Schülor sind et getvöhnt, Schulzeugnissen eine hohe Bedeutiing beizumessen. Si« werden mit ei- nigem Staunen wahrnehmen, daß die Schillbehörden selber die Beobach: un gs Möglichkeit der Lehrer und ihre Urteilsfähigkeit für ihre eigenen Zwecke anscheinend nicht für ausreichend halten und einen etwas umständlichen Apperrat in Bewegung setzen. ES mutz darum gestattet sein, zu fragen: Wie mag solches zugehen? In etwa» mag schuld sein, daß der Versuch mit für das groß« Berken wohl nicht ausreichenden Mitteln arrternomme» wird. Das verleitet dazu, di« Mittel der Auslese desto besser auszugestalten.. Aber sola-'ge die poeuß-ische KSHulerd« steht._ ist doch auch in Berlin rn erster Linie den Geldbeutel de? Vaters für den Besuch der höheren Schulen entscheidend gewesen. Nun für die Kinder des Volkes eine doch recht schmächtige Möglichkeit ge- boten wird, erhebt sich die schwer« Befürchtung, es möchte einmal ein nicht ganz voll gefärbter inrellektueller Goldfisch durchrutschen; man besinnt sich aus die Experimentalpsychologie, die doch bisher in der Schulpraxis keine Stätte finden konnte und geht mit heißem Bemüben daran, die AuKerwählten von vorn und hinten her zu durchleuchten. Daß man dabei gründlich verfähri, versteht sich; der Beobachtungsbogen umfaßt wicht weniger als siebzig Fragen. Unter di« s« m Gesichtswinkel wirkt die ganze Angelegenheit ge- radezu peinlich. Man setzt herab, wo man achte« uich eh«« spllte! Man Halde auch dazu, daß mich einer Aeußerung des Heran Stadtschulrats Dr. Reimann die Stadt«S für ihr gutes Recht ansieht. Wenn sie„diejenigen Knaben, für die sie besondere Dpfer bringt", sich auch noch etwas genauer auf ihr gesittete» Wesen hin ansieht. Auch nach dieser Richtung genügen Beobachtwng und Ur- teil dsr Gemeindeschullehrer also nicht. ES lieg! unter diesem Um- ständen die Befürchtung doch rechi nahe, daß den in Frage kom- Menden Schülern die„besonderen Dpfer" auch aus ihrem B i l- dungSweg« noch zu schaffen machen werden. Da» müßte ad« die Wirkung hohen, Charakter« nach der Richtung von Bettelleute» und Laketemseelen zu verbiegen. Die ganze Anlage der Sache vertiert, daß man in der Berliner Schulverwaltung, wo man ja auch dte Vorschulen noch immer al» einen integrierenden Bestandteil der Höheren Schulen einschätzt, vom inneren Wesen der Einheitsschule dach recht weit entferni ist. Weshalb läßt man die Experimentiermerste-r und Beobachtmigs- bogenversasser nicht aus die Sprößlinge zahlungsfähiger Leute loS? Sie könnten die höheren Schulen von manchem Ballast befreien und für die Begabten aus bem Volk« Platz schaffen. Auch außerhalb der Welt der Hosenmätze gäbe«S manche LeistungSfähigiert, der man längst mit dem Beobachtungsbogen hätte auf den Leib rücken sollen. Da» Volk dar Arbeit fordert mit der Einheitsschule sein Recht aus Bildung! Daß die Städtisch« Deputation, die von den Grundsätzen der Selbsiverwaltüng am wenigsten berührt ist, Volksrechten nicht ausreichend genügen kann, ist schließlich kein Wunder. Für Volksschullehrer sollte ein so hochnot- peinliches AuSnahmcverfahren zu volksfremd sein. Wa» würben sie sagen, wenn mau ihr« Zulassung zur Universität von Beob- achtungSbogen, PrüfungSexperiment und besonderem gesitteten Wesen abhängig machte. Für ein solche? Reckst würden sie sicher- lich besten« danken. Wer sich mit diesem Ausnahmeverfahren an Kindern de? Volke» ofpe Not bemengt, der belastet sich für«in« kommende neue Zeit. Tie in de, Reiches Hauptstadt maßgebenden politischen Mächte find für diese neue Zeit von der Seite ihr« Bildungspolitik her eigentlich belastet genug. Sie sollten weitere» in dies« Richtung vermeiden, auch wenn es ihnen von ein« sachverständigen Deputation geraten wird. Deffentlichleit, worin er im Gegensatz zu der liberalen Austastung �suchten. Solche Frauen hätten sich wahrscheinlich von ihrem der- den Standpunkt vertrat, daß Verfassungen nichts anderes find als der Ausdruck bestehender Machlverbälinissc und daß, wenn diese sich ändern, auch die Versiissung nicht mehr aufrechierhalien werden kann. Zu gleicher Zeit behandelte Lassalle auch die Arbeiterfrage in einem össenUichen Vortrage. Die Gedanken LassalleS wurden lebhasi erörtert, unter den Arbeitern entwickelte sich ein reges politisches Leben. In Leipzig wurde ein Zentralkomitee eingesetzt mit der Aufgabe, Arbeiter» ! fragen zu behandeln. Das Zentralkomitee richtete eine Anfrage an � Lassa lle, die er in der Broschüre„Offenes Antwortschreiben" beanr- wartete. Er führte darin aus, daß die Arbeiter zur Vertretung �ihrer Klassenforderungen eine eigene Arbeiterparrei gründen müßten. In wirtschaftlicher Hinsicht empfahl er die Gründung von Produktiv- genojsenschaften mir Hilfe staatlicher Geldmittel, die sie sich durch das allgemeine � Wahlrecht, welches sie fordern müßten, sichern könnten. Der 1863 gegründete, von Lassolle als Präsident geleitete All« gemeine deutsche Arbeiterverein sollte das Lassallesche Programm verwirklichen. Der Verein gewann Anhänger, jedoch nicht in dem Me.ße, wie Lasialle erwartet halte. In Berlin, wo die Arbeiter meist der Fortschrittspartei anhingen, blieb der Erfolg der Lassalle« Staatssekretär des Innern Trimborn über die Kriegsanleihe: Die erste Pflicht des Reiches wird es stets sein, für die Zinsen der Kriegsanleihe zu sorgen. GroßSerlin Aus der Geschichte der Partei. Von Lassalle bis 1870. In dam zweite» Vortrag», den Genosse Molkrnbuhr am Donnerstag über die Geschichte der Sozialdemokratie hielt, skizztect« er die politische und wertschasttiche Entwickelung in Deutschland nach 1818 und schildert« dann die Tätigkeit Lassalles. Aus Anlaß des preußischen Versassungskonflikts, der Anfang der sechziger Jahre jwff»«* der Regierung und der Fortschritts» partoi bestand, trat Lassalle zuerst mit einem vortrage i« die schen Agiiation ansang» ganz an». Am SS. Mai 1864 hielt Lassalle auf dem Slifiun�ssest de« Allgemeinen deutschen Arbeiter- verein« seine letzte Rede. Am 31. August 1364 erlag er du Kugel seine« Duellgegner». Dem Verlangen nach ein« Zeitung, in du dte Ideen Lastalle» vertreten würden, kamen I. B. v. Schweitzer und Hofstetten nach durch die Gründung des»Sozialdemokrat", der am Ib. Dezemb« 1864 herauskam. Bald nach Lrssalle« Tod« entstanden im Allgemeinen deutschen Arbeiterverein Reibungen. Danach kam e« zu Spaltungen. Bebel und Liebknecht traten infolge ihre« Gegensatze« zu Schweitzer au« und aründeten auf dem Kongreß zu Tisenach am 7. August 1860 die sozialdemokratische Partei, deren Anhänget kurzweg.Eisenacher" genannt wurden.— Lassalleanu und Pisenacher, die in den Grundfragen de« Sozialismus vollkomme» einig waren, führten dann jahrelang beflige Kämpfe miteinander, die sich hauptsächlich au» den Gegen« sätzen zwischen Norddeutschen und Süddemichen erklären. Ileber die weiter« Entwicklung dtt Bewegung wird Genosse Molienbuhr am nächste» Donnerstag im Arbeiterjugendheim Linden» straß« 3 sprechen._ Dle Grippe. D« Magistrat hat sich w sein« VMcwn Sitzung mit den Ftaßnahmon zur Bekämpfung der Grippeepidemie eingchtich beschäftigt. Di« bisher vom Medizinalamt»rnd der SchulvertvÄ- iunN getroffenen Maßnahmen wunden gebilligt. In den städtischen Anstalten werden in von nächsten Tagen noch weiter« 306 Kran- ? arbeiten bereitgestellt werden. Große Schwterßgksiten entstehen dadurch daß das an und für sich kehr tnapve Aorzte- und Pflege« persona! von der Grippe schwer hecmgesucy! ist. von den Berliner Schuten find bisher 86 geschloffen worden-: in Schöneberg hat der Magistrat«nHeord-net, daß die Schulen aus fünf Tage, zu schließen stich, sobald 36 Proz. der Schüler festen. Auch in Wilmersdorf nrußtsn nach mehre oe Schulen geschlossen werden. Bei der Großen Berliner Straße rtbahn ttegen bei 9000 Angestellten 1050 Krankmeldung« vor. Die Stadtverordinete« Baven thin und Genoffen sltnech- häng:ge) haben der Berliner Stadtverordnetenversammlung folgenden Airtrag unterbreitet:„Die Stabtverorhnchenversammlung ersucht den Magistrat, mit allergrößter Beschleunigung alle ge- eigneten Maßnahmen tzu treffen zur erfoigr eichen Bekämpfung der Grippenseuche.' Die A l lgemeine D r t Skr»« kenk«sse der Stadt Berlin sendet uns folgend« Mitteilung: .Di««thlreicheu Krank melbiirzgen gefährden die ordnungs- mäßige Zllbfmigung der Miigl-teder Da auch unsere Angestellten in avoßem Umfange erkranken, urch«n den Verkehr in de» Zahlstellen nach Möglich teit«inguschränk», gestatten wir den Varficherton, wahrend der Dauer der Epidemie die Krankmeldungen statt wie bisher in 48 Stunden, erst in einer Woche zu be- wirken. Ist während Maser Woche die Arbeitsfähigkeit schon ein- getreten, so haben die Herr«» Aerzte dte Anweifling. die»«ruf dem Ausweis zu bescheinigen. Dadurch erübrigt sich der Um- tausch des AwSweiseS in einen Hcnte krank schein und eS wird der doppelte Besuch der Zahsitekte erspart. Ferner wird darauf hingewiesen, daß wir seit Mitte dieses Monat» auch' für di« Zahlung de« Krankengelde« da» PoskscheckverBcchren ringe führt haben. Die Mitglieder sind also Überhaupt nicht verpflichtet, zur Zahlstelle zu gehen, sondern haben da» Recht, sich ihr Kran-kemgeld durch Postscheck überweisen zu lassen. JedeS Mitglied, da» seinen Krankenschein unter Angabe temer genauen Adresse einschickt. erhält auch ohne Antrag der» Krankengeld durch Postscheck überwiesen. Versichert«, dte intt Ablauf der Woche nicht«rtbeitksähig sind, müssen«inen Freiumschlag beifügen, damit ihnen ein nwrer Krankenschein, zugesandt wird." An 7ten eck-emk>'nger wurden in unseren sämtlichen Zahl- stellen am 17. Oktober 1948 Fälle gemeldet, davon cm$nfk>«jt,a und Grippe 147« und an ingen e nt-zünd ung 37. Auch au« dem übrigen Reich kommen fortwährend Rochrich- ten von neuen Erkrankungen, so besonder» an« B a h e r«. In München siebt die Schl eßung der Volksschule bevor. In R ü r n- berg und RegenSburg sind die Sckmten bereit« geschlossen. In Gtraschurg hat die Seuche einen derartigen rlmfang an- gen>omn«n, daß die sofortig« Schließung aller Theater, Lrchtspielhänser und Schulen verfügt worden ist._ Der Mangel an Vormündern» über den in Berlin schon seit Jahrzehnten geklagt wird, ist in der KriegSzeit begreiflicherweise noch schlimmer geworden. Da« wurde von allen Seiten bestätigt in rner Versammlung der Berliner Geineindewaisenräte, die im Anschluß an einen Vortrag de» Magistrat»«!« Sckönberner. des Leiters vom vormunditMlS« amt der Stadt Berlin, die Erschwerung der vormrrndschastlicken Aufgaben dureb den Krieg erörtert«. Auch die stärkere Heran- ziebung von Frauen zur Nebernahme von Bormundschafien hat nickt zu hindern vermocht, daß im Laufe der vier KriegSjabre«S stmner schwieriger wurde, geeignete Bormünder zu sinben. Schönherner wies hin aus die Notwendigkeit, bäussger als bisher auch von der Einrichtung Gebrauch zn machen, daß bedrängten und gefährdeten, Familien ein sogenannter Beirat gestellt werdou kann. Er erinnerte an die in letzter Zeit bekannt gewordenen Fälle, daß Mütter i n i h r e r R at- u n d H i I f- lostgteit zusammen mit ihren Sinder« d»« Tod zweifelten Schritt abhalten lassen, wenn ihnen rechtzeitig ein Bei« stand gestellt worden wäre, der sich der Familie angenommen hätte. Der Bortragende forderte Eintührung einer BerufSbeistand» s ch a f l, dte den Familien gefallener Krieger den not» wendigen Schutz gewähren soll. In der Besprechung rügten mehrere Redner, daß immer noch viele Beamte die Uebernahme von Vor» mund'chasren ablehnen können, weil ihnen ihre Dienstbehörde die Genehmigung verlägt. AmtSgcrichtScal Friedeberg erwiderte, die Justizverwaltung habe einmal ein ganzes Jahr hindurch alle der» artigen Ablehnungen geprüft und nötigenfalls auf die betreffenden Behörden einzuwirken versucht. Pastor Pfeiffer teilt« mit, daß er in seiner Sammelvormundichaft jetzt bereits 6000 Kinder bat und t-aß er im Lause des Krieges 2000 Beislandschaften oder Pflegschaften meist für Kriegskinder habe, übernehmen müssen. Die ihm obliegende Fürsorge für diese Kinderschaar wird den Helfe» rinnen des Kinderrettungsvereins üderiragen. dessen Leiter er ist. Ein Waisenrat berichtete über zwei Fälle, in denen nach seiner Darstellung auch die Fürsorge des KinderretlungS» Vereins für seine Mündel sehr zu loünschen übrig gelassen habe. Bedauert wurde, daß für Frauen nur die Be« rechtiizung zur Uebernahme von VcirmmiMchafteii und nicht auch eine Verpflichtung dazu besteht. Männer können sich dieser Ver« pflichiuiig nicht entziehen, wen» nicht ein triftiger Grund vorliegt. Sozialdemokratischer Antrag zur Uebergangswirtschast. Die Sozialdemokratische Stadttierordneten-Fraktion(BarckowSki und Genossen) hat zur nächsten Siadtverorimetensitzung folgende Anträge eingereicht: Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: De» Magistrat zu ersuchen, unverzüglich bei der Reichsregierung wegen Einführung der ReichSarbeitslosenunterstützrmg vorstellig zu werden. Die Stadweiwiednetenvsrsantntlnrig wolle beschließen: 1. den Magistrat zu ersueben, ihr urwerzüglich eine Vorlage z» machen, worin Mittel für Arbeitsbeschaffung während der Ueber- gangszeir gefordert werden. 2. ersucht die Stadtverordnetenversammlung den Magistrat, den städtischen Arbeitsnachweis so auszubauen, daß derselbe den zu erwartenden großen Anforderungen während der Uebergangszeit gerecht zu werden vermag. Insbesondere sind setzt schon die Ar- beitgeber aufzufordern., bei Bedarf von Arbeitskräften sich nur der nietpgaiverblieben ArbettSnachwÄse zu bedienen. 8. ersucht die Stadtverordnetenversaiumluna den Magistrat, ihr schleunigst eine Vorlage zu unterbreite«, wonach, solange vom Reich und Staat dte NrbeitSlosennnterstütziing noch nicht eingeführt ist, von feiten der Stadt die den Arbeit« losen(Arbaitern, Arbeiterinnen, Angestellten) aus Mittel» der Gemeinde gezahlte Arbeitslosenunter- stützung entsprechend den veränderten Perhäitniisen erhöht wird. 4. wird der Magistrat ersucht, rem tvckhrend der UebergcmgS» zeit einen großen Test d-r Arbeitekräfte imterbrrngen zu können- auf die Unternehmer dachst l eimznwirken, die ArbeitSzest erheblich «u verkürzen, wobei in den Betrieben der Stadt, soweit irgend tun- sich, mit der Verkürzung der Arbeitszeit voranzugehen ist. Berliner Lebensmittel. In der Woche vom LI. bis 27. Oktober ISIS wich als Ersatz für Fleisch Roygenmehl ausgegeben, und zivar für Erwachsene LbO Gramm und für Kinder 125 Gramm. Die Ausgabe erfolgt in Berlin auf den in der Berliner Fleischkarte befindliche« roten•£— zngSabschnitt 2 in Verbin duna mit der Vorlegung der Lebensn'««. karte bei dem Händler, be: oem der Anmeldeavschnik Ar. öo»«. LebenSm ittel km t e abgegeb« worden ist. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Wer den Abschnitt 64 nicht angemeldet hat, kann da» ihm zustechen.be Mehl unter Vorlegung seiner Lebensmittelkarte und de» BezugSabschmttes 2 der Berliner Fleischkarte in den diirch Säul-enanschlag bekannt gegebenen Gesobästen beziehen. Der Preis für 250 Gramm Roggenmehl beträgt 14 Pf.— Demnächst werden beträchtliche Dlengen rote Rüben(rote Beete) auf den Berliner Markt kommen. Rote Rüben eignen sich bekanntlich nicht nur zur Bereitung von Salat, sondern auch ganz besonder» für Gemüse und Suppen. Eine Anzahl Kochvorschrifte« flir dte ketzt bezeichneten Verwendungsmöglichkeiten der roten Rüben werden bekannt gegeben werben. Bis Mittwoch, den 83. Oktober wird«rn btefenigen Kunderr. die in den Speisefeitkundenlisten der in den Bezirken der 85.— 90., 105. und 216. Brotkommisfiou gelegenen Geschäfte ettigetragen find. ch» Kopf 126 Gramm Käse verteilt. ' Die Miflstände im Schnhmacherhandtverk. ?» dieier wahrhaftig kehr aktuell su Frage sendet un» die Reichs« e für Schubversorgung«rn- umfangreiche Mitteilung, in der sie erklärt, für sich allein nicht tu der Lag« zu sein, dte vielen UebelstSnd« in der Schuhversorgung zu beseitigen. Sie müsse dabei von de« örtliche« Behörden, vom B u b l i k n m und von den Schuhmachern unterstützt werden. Zum Schluß heißk e«: In ihrer Beiratssitzung votn 28. September hat die Reich» stelle: für Schuhversorgung neaerding» die Mißstände im Schuhmacher« Handwerk zur Sprache gebracht und die Vertreter de« Handwerk» eindringlich aufgefordert, vor allem selbst in ihren Kreisen für die genaue Einhaltung der erlassenen Bestimmungen Sorge zu tragen. Die mit Recht beklagte willkürliche Behandlung der Be- sieller wirft besonders verbittern» auf diejenigen Bolkskreise, dte beruflich da« Schuhwerk benötigen und zur Gewährung von Sondervorteile« nicht in der Lage seien. Für den Fall, daß diese Mahnimg keinen Errola haben sollt« wurde ausdrücklich in Aussicht gestellt, daß dte Reichsstelle für Schuhversorgung den Kommunal» verbänden dringend die Führung von Auftragsbüchern nahelegen würde oder daß dte Reichsstslle selbst dazu übergehen müßte, die Führung von Auftragbüchern allgemein vorzrflchreiben. Die Reichsstelle für Schubversorguug ist entschlossen, obne Rückflcht auf die hiermiS den Schuhmachern erwachsenden Umstände und Schreib- arbeiten in der angekündigten Weis« vorzugehen, wenn nicht die Bern-ettmgrn de» TchuhmacherbandwerkS von stch aus für dte alsbaldige Beseitigung der Hebelständ« eintreten.' Der Tpvrtpark Treptow wirb Sonntag den zweiten Teil de« Rennen« zum Austtag gelange» lassen. Die Stchttpiele Neue Philharmonie z-tgea setzt den Film.Der König ihr-S Herzen»" und da» Detektivwerk.BrockhanS Band Ii Iii*. Zu dem Mädchenmerd in Schöneberg wied mitgeteilt, daß dt5 ermordete Anna Wiener besonders viel Verkehr mit Soldaten hatte Nach der Bekundung vieler Zeuginnen ist die Ermordete in der Nackt um ll'/s Ubr noch mit einem Soldaten am Kaiser«Wilh«lm• Platz getehen worden. DaS Paar ging in der Richtung nach der Kaiser- Friedrich- Straße, der Wohnung der Winter zu. Im Zusammen- bang mit dem Verbrechen steht aber vielleicht auch ein Fund in der Malonnenstraße am Militärbahnhof. Don lag hinter einem Zaun ein bellkaffeebrauner Hut, der von der Straße herüber geworfen worden war. Der Hut ist cnwendig ganz mit Blut besudelt. ES wäre möglich, daß der Mörder Verletzungen am Kopfe davon» getragen hätte, die den Hur so besudelten, daß et sich seiner entledigte. � �'' Lichtenberg. Wotzanngsfürsorge und Teuerungszulage«. In der Stadtverordnetenversatmntnng am Donnerstag bemängelte Genosse John bei der Bewilligung«ine» KrjegkkostenvorichusseS zum Bau von Kleinwohnungen die langsame Arbeit der gewählten Kommission und beanttagte, die Kommissson zn beauftragen, innerhalb vier Wochen der Stediversednetenvorfammlung geeignete Verschlage znr Behebung der Wohnungsnot zu miterbrotleu. Im übrigen bedauert Stffmer, da?! H« An�elegenHeit betr. Tchaffimg etneS WohnungS- Verbandes Groß-Berlin den Stadtverordneten nicht unterbreite: worden ist, worauf Oberbürgermeister Ziethen bemerkte, dafe nach Lage der Sache hierzu keine Veranlassung vorgelegen habe, da es sich zurzeit um eine vorläufige lose Verbindung handelt, der irgendwelche durch« greifende Maßnahmen nicht zustehen. Baurat Uhlig erklärte, daß man von Barackenbautcn Abstand nehmen und in der Hauptsache Dauer bauten herstellen will. Auch der Um« und Ausbau der vorhandenen Räume ist in die Wege geleitet. Ebenso habe eine vom Magistrat bcsragte Terraingesellschaft zugcsqgt, ein ganzes Wohnviertel zu be bauen. Es sei demnach nichts versäumt worden. Stadtv. Plonz sBiirg. Fr.) kann dem Antrag unserer Fraktion nicht zustrmmen, auch sein Fraktionskollege Schachtel hat Bedenken, zumal sich die westlichen Vororte dem Bau von Kleinwohnungen gegenüber ab« lehnend verhalten. Er ist für eine gesetzliche Regelung, durch die den Gemeinden im Westen der Zwang zum Wohnungsbau auferlegt wird. Genosse Mirus hob die Gefahren hervor, die der WohnungS« mangel hervorrufen könne. Die Frage sei von so einschneidender Bedeutung, dag eS auf die Mittel nicht ankommen könne. Redner spricht sich mit aller Entschiedenheit für die beschleunigte Her richtung von Wohnungsbauten aus. Genosse John verweist noch auf die Tatsache, daß Neukölln schon erhebliche Gelder für den Wohnungsbau bereitgestellt habe. Genosse Scheffel, der ein schnellere? Arbeiten der Wohnungsdeputation wünscht. bedauert, das; der Wohnungsverbond nicht zustande ge kommen sei. Genosse Peter Hansel verweist noch aus die SuS« führungen des Stadlsyndikus Dr. Maretzkh w der letzten Sitzung, wonach in den östlichen Vororten und demnach auch in Lichtenberg Vorsorge getroffen werden müsse, nm den zurückkehrenden Kriegsteilnehmern Wohnungen zu schaffen. . Die Bürgerliche Fraktion lieh zum Schluß der Debatte durch den Stadtv. Schachtel erklären, daß sse dem Antrage zustimme, der dann auch einstimmig zur Annahme gelangte. Zur Behandlung gelangte sodann die Vorlage betr. Gewährung einer einmaligen Teuerungszulage an Beamte und Arbeiter. Genosse John betonte, daß die soz. Fraktion an ihrer Auffassung bezüglich der Zuteilung der Zulage an die Beamten festhalte. Er beantragte die Gewährung eines DurchschnittSbetrages von 900 M. für jede Beamtengruppe. HiliSkräste und Arbeiter sollen den elffachen Be« trag der monatlichen Kriegsbeihilfe als Teuerungszulage erhalten. Den weniger als ein Jahr Beschäftigten soll nicht die Hälfte, wie die Vorlage vorsteht, sondern drei Viertel dieses Betrages ge« ivährt werden. Stadtv. Schachtel wandte ssch gegen den Antrag, soweit er die Beamtenzulag« betrifft. Er beruft sich auf die staatlichen Grundsätze und hält eine andere Regelung für unzweckmäßig. Die Anträge wurden schließlich mit Mehrheit angenommen. Bei der nunmehr folgenden Beratung über die TeuenmgSzulagen an die Arbeiter nimmt Genoffe Scheffel Anlaß, auf die unzureichende Entkohnimg der Oberheizer und Maschinisten hinznwcssen und er'ucht um eine angemessene Rege- lung. Die Vorlage selbst kommt unwidersprochen zur Annahme; ebenso eine weitere Vorlage wegen Teuerungszulage an die nicht in den städtischen Betrieben beschäftigten Arbeiter. Steglitz. Reite RettnngSwache. Das Referdskazarett in der Sachsenwaldstrahe bat den öffentlichen Rettungsdienst, d. h. die erste Hilfe bei Verunglückten und Kranken, übernommen. Besuche außer« halb deS Lazaretts werden jedoch nicht gemacht, auch wird eine weitere Behandlung nicht übernommen. Die Verbandstoffe müssen 'bezahN»erben. nachmiltags. Hssffe wird gewährt von S llhr abends bis S Uhr Weißense«. Levensmittel. Wegen der in der Kartoffelzufuhr eingetretenen Stockung wird die Güliigkeitsdauer der Abschnitte lSO» bis g der Kartoffelkarte biS Sonntag, den 20. d. M., verlängert. Die zurzeit bestehenden Kartoffelkundenlisten bleiben vorläufig in Kraft. Die an den neuen Kartoffelkarten befindlichen Anmelde« abschnitte sind ungültig. Neueintragungen dürfen auf Grund dieser Anmeldeabschnitte nicht bewirk! werden. Friedrichshege«. Lebensmittel. Auf Abschnitt S der Eierkarte kommt je 1 Ei(61 Pf.) zur Ausgabe.— In der Kriegsküche kommen auf Abschnitt 26 der grauen AuSweiStarte pro Kopf 1 Pfd. Zwiebeln zur Verteilung. Ferner gelangen zum Verkauf Weih- kohl, Rotkohl, Mohrrüben, Kohlrüben und Kürbis. Groß-Ssrlmer parteinachrichten. Cöxcnick. Sonntag, den 20. Oktober, mittags 12 Uhr, findet im Sladttveater eine Versammlung für alle östlichen Vororte statt. in der Reichstagsabgeordneter R. W i s s e l l über Friedensau-sichlen spricht._ M-g clfer Welt. Erdbeben in Portorico. Washington. Infolge eines Erdbebens in Portorieo am 11. 10. wurden 100 Personen getölei; Tauiende find obdachlos. Der an- gerichtete Schaden wird auf vier Millionen Dollar geschätzt. ES wurde eine Bitte um Hilfe an den oitzerikansschen Kongreß und an das ainerikanische Rote Kreuz gerichtet. Schwere Explosion bei Lyon. Bern. In Venlssieux bei Lyon fand eine Epplofion statt, die den Lyoner Zeitungen zufolge außerordentlich schwer war. Die Erplosion verursachte wesentlichen Sachschaden in der Siadt: im Stadtzentrum wurden sämtliche Schaufenster«ingedrückt. In den Benisfieux nächstliegenden Stadtvierteln ist die Mehrzahl der Fa- briken schwer beschädigt, vor allem die Automobrliabrik Berliet, die augenblicklich Tanks fabriziert und die Gcanatiabrik Electrode. Die umliegenden Orlichafien von Veniifieux wurden geräumt. Während der ersten Stunden nach der Explofion. sowie während des ganzen gestriaen Tage« stand man unter dem Eindruck einer ununterbrochen stattfindenden Kanonade. Veniifieux selbst ist vollkommen zerstört. Die Zahl der Verwundeten soll auherordcntlich groß sein, während Todesopfer nicht zu beklagen sind. Die Grippe t« Spanien. Madrid. Ein Erlaß stellt die versaffungSmäßigen Bürgschaften wieder her. Die Grippe nimmt außer in den Provinzen Leon, HnreSca und Cindad real zu. Aus Barcelona wurden am 16. Ok- lober 253 Todesfälle gemeldet und im Verlaufe der Woche 1537 Todesfälle. FreweNgkSke«emelnve. Tomckao. den 26..»onnMags S vtzr, Pappelallee 1S/'.7; Neukölln, Jdealkasino, Weichsclstr. 8; Obcrschöneweide, Wilhelminenhofstr. 43, bei O. Pamp, Freireligiöse Vorlesung. 101/, Uhr Kleine Frankfurter Str. 6: Vortrag von Herrn Dr. Hermann Hasse: Neben der Haupt, traße. Gäste willkommen. 28. Okt., abends 8 Uhr, im LehrervcrcinZhaus. Alexanderplatz: Großer L'chtbildcrvortrog von Herrn Rudolf Köster, Görlitz: Die Mechanik der Weltsubstanz und de? Weltgeschehens. Eintritt 50 Pf, A llgenieine Kranken, und Iterbekasie der Metallarbeiter. B. a. G., Hamburg. Filiale Berlin 3. Heute abend 8 Udr: Mitgliederversammlung bei Kayser, Ncichenberger Str. 154: Bericht von der Generalversammlung.— Filiale Berlin 6. Sonntag vormittag 10 Uhr, Mitgliederversammlung bei Meyer, Ackerstr. 123: Bericht von der Generalversammlung. Sriefkaften üer Neüaktwn. P. F. 100. Ihre Karte dankend erhallen.— W. 8. 7. Sie geben nicht an, ob der Bestrafte Kriegsteilnehmer ist. Ist er Zivilperson, so ist die Strafe nicht ausgeboben.— H. St. SS. Der UntcrbaliunaSbeitraz für ein Kind bbträgt jetzt 50 M. monatlich.— E. H. 100. Auch die StaatSimierstützung kann entzogen weiden, wenn Bedürftigkeit nicht vor« liegt. Wenn Ihr Einkommen aber, nicht höher ist, als Sie angegeben haben, so müßte Ihnen wenigstens für das Kind die Unterstützung gezahlt werden.— Feldlazarett 17. Die Krankenkasse zablt auch Kranlengeld bei Geschlechkskrankh-it. Stellen Sic deshalb an die Krankenkaffe einen Antrag aus Zahlung des Krankengeldes.— F. K. 14. Für die Zeit der GcsangcnschafI haben Sie keinen Ans Pruch aus Löhnung.— K. S. 18. Ja. — E. T. 34. Die Löhnung soll in deutscher Reichswäbrung gczablt werden. Bitte senden Sic Ihre angekündigten Schilderungen.— —®. ff. Nrnkölln. 1. Sie können aus Ehcsche,dung wegen böswRigen Verlasiens klagen� wenden Sie.sich au einen Rechlsanwalt. 2. Selbstverständlich müssen sie Staalssteucrn zahlen. 3. Sie müssen doch unvorzüg- lich der Gasanstalt davon Mitteilung machen, wenn der Gasmesser nicht mehr dicht ist. Durch Jbr eigenes Verschulden ist doch das Gas aus- geslröml und Sie haben deSbalb dafür zu zahlen. 4. Die Tochter wird zum Besuch der Fortbildungsschule gezwungen.— SB. O. 90. Der Valcr und die Geschwister sind Erben.— ff. A. B. 131. Ihre Wobnuug würde nicht zu den unbenutzten zählen und muß deshalb nicht geiüumt werden.— kSuaratiiigiinta. 1. Nein. 2. Auch das ist nicht iiaübaft. 3. Sic müssen dazu die polizeiliche Genehmigung haben.— I. K. LI. Der Antrag ist beim Bezirkstommando einzureichen.— Geb« 5. Die Kautinenüberichüsic sollen zum Besten der Mannschast Verwendung finden. Die Zeichnung für die Kriegsanleihe wird von den Vorgesetzten auch dazu ge« rechnet.— Otto 1899. Unternehmen Sie in Ihrer Sache vorläufig nichlS, sondern tommen Sie erst am Donnerstag zwischen 5 und 6 Uhr in unsere Sprechstunde.— T. 71. Das KricgSministerium hat damit uichiS zu tun. Ihr Mann selbst müßte um seine Versetzung beun dortigen Kriegs- ausschuß cinloinmen. veussSei' BiilZiWniifi'-veibZius. �Zahlstelle Berlin.) j Nnleren Mitgliedern zur z traurigen Nachricht, daß der ""fi»'-'ilchMU. � Faul Brunnerl � im Feldlazarett verstorben st! Die Beerdigung findet am Montag, den St. Oktober, nachmittags 2'/, Uhr, von der Leichendgllc LeS Himmel- fahrtS-KirchbofS, Nordend, aus statt. Um zahlreiche Betelligrmg wird ersticht. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unsere Kollegin, Frau itona Bartsch plötzlich verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 21. Ottober. nachmittags 3 Ubr, auf dem Ostsriedbsi in Ahrensfelde stait. Abfahrt Wriezener Bahn nachm. 2 Uhr. Zahlreiche Beieillgnna wird erwartet. 24/2 Ferner zur Nachricht, daß| unsere Kollegin HglMestennannl nach kurzer Krankheit ge- starben ist. Die Bcerdigimz findet I heute Sonnabend, nachm. J 4'/, Uhr aus dem DankeS. sriedhof In der Blankestraße j Zahlreiche Beteiligung j wird erwartet. Ehre ihrem Nndenlen' Die Ortsvenraltung. oeutschei Cranspcrtarbflterverfcand. BezirkSverwait. Groß- Berlin Den Mitgliedern zur Nach- richl, daß unser Kollege, der -ÄVpfci:»' Otto Bender von der Firma Borchers n. IQrgeS, GreisSwaldcrstr. 220. am 14. Oktober im Aster von 64 Fahren verstorben ist. Ehre seinem Ilndente«! Die Beerdigung findet heute Sonnabend, den l9. Oktober, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Gelhiemanc-KirchhoseS in Nordend, Blankcnselder Straße, aus statt. 64/7 Die Bczirksvcnraftang. !x:: öeatldier HletaüartJdter- Cerfcand.f Verwaltungsetelle BaHin. Den Mitgliedern zur Nach. richl, daß unser Kollege,! der Bestoper Fan! BaUzer am 15. Oktober an Influenza! gestorben iit. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den ig. Ollobcr,> nachmittags Ist, Uhr, von der| Leichenhalle des neuen Na- zarelh-Kirchhofes tu Nci- nickendorf, Kögelstraße, aus| statt. Rege Beteiligung wird' erwartet._ 119/16 1 Nachruf. Den Mitaltedern serner zur Nachricht, daß unsere Kollegin, die Arbeiterin ElfriaiSe Blürnel am 8. Oktober«n Lungen- leiden gestorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die OrtcverwaHung. Gerband der Gemeinde- und Staatsarbeitrr. Filiale Groll-Berlin. Den Mitgliedern geben ! wir hierniit Nachricht vom | Tod« deS Kollegen Kar! Fietsch | von der 32. Revier-Inspektion der Gaswerke. I Ehre seinem Audeukeu 1 Die Beerdigung findet am I Sonnabend, den 19. Oftoder, nachmittags st ,5 Ubr, von I > der Halle deS Heilandskirch- j hofeS in Plötzensee aus statt. Um rege Betetlignng be! I I der Bestattung des Kollegen I �•ersucht 83)8 j Die OrtSverwaktnng. Am 15. Oktober, morgens j 1 1 Uhr, verschied im Kranken- ! haus Weißensee nach langem,! ! schwerem Leiden unser lieber! i Bruder. Sohn, Neffe, Onlcl I 1 und Schwager Artur Kunze j im Alter voll 2t Jabren. Ruhe sanst, treues Bruder- j berz I Zu srüh gelnickt im ! Sturme deS Lebens, war I Dir der Tod Erlösung von > Deinen Leiden. | Familie Rich. Kunze, Potsdam, j Wilh. Kunze und Frau, KaulSdors, als Eltern, | Grete- Lotte und Erwin i Kunze als Geschwister, ! Gerda als Nichte. ' Anna Bacr, Potsdam. .... egräbniS sinket am> iannabend, den 19., nachm.! aus dem Friedhofe! Weißeniee statt. Am Dienstag, den 15. Ol- j iobcr, abends 8 Ubr, ver- starb nach schwerem Leiden! mein lieber Mann, unser j guter Vater, Schwiegervater, j Groißvater, der Tischler Gasiav Schulz im Alter van 68 Jahren. Um stille» Beileid bitlen Albcrtine Schutz nebst Kindern. verlin. den 17. Ott. 191«.\ i Mittenwald er Elr. 25. Die Beerdigung findet am! j 21. Oktober, nachmittag# 4 Uhr, von der Halle des Heilig-Kreuz-KirchhoseS w Martendors, Eiscnacher Ztr., j auS statt, 3616b> nsssssma Wiederum hat der Weit. i krieg eine Lücke tu unsere Reiben gerisien. Am 1«. Sep. s Icmber fiel im Westen unser lieber Kollege, der Maschinensetzer {äai Kröger. In den langen Iahten unseres Zusammensein» haben wir ihn doch schätzen gelernt und wird sein An- denken von uns stet» in Ehren gehalten werden. DaS ZeUnngSsetzerpersvnal des „Berliner Tageblatts". Danksagung. Für die überaus zabireichen Bewclse liebeoollcr Teilnahme b-i dem Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, sagen wir allen Per- wanoten, Freunden uao Bekannten, insbesondere den Mit- bewohnern des Hause» Ilse- slraße 3, hiermtt unseren herz- Uchsten Dank. Neukölln, den 18. Oltob. 1918. Hermann Jaeck und Töchter. BazDsspGüün-üerzeichQis äoi-lin-Osten ■x Btttier, tlar, Ken« n OJJdigrBaESF&l D _ kdahfhantiiuna I Eiaü.M . Photout'Hish. Ateilsrs Donnerstag früh ent- i schlies sanst nach kurzem, aber schwerem Leiden unser ! einzig geliebtes Kind,. mein I ganzes Glück und Hoff- nung, meine teure Braut Erna Ftefierkorn im blühenden Alter von | 22 Fahren. 7LA In namenlosem Schmerz Die trauernden Hinterbliebenen j Heinrich, Pfcsferkoru uud Frau. Gustav Schröder ab» Verlobter. Die Beerdigung findet am xomiabend, den 19. Oltober. l nachmittags 4st, Ubr, von I der Kapelle des FriedbojeS \ der Lietzcnseegeineinde in ötabnSdors aus statt. Ab abrt Bahnhof Shar- ! lottcnburg 3.07 nachm. nac» ffkaroukZuno»- Wll»»»««,» pl-sriizit tzzu-ilr»l», II.t»r,-l.,, ni j-H fTnr r r�cw-c-rr-rzrv wm-* m BezoosQUOiiBü-llärzeicDajs Droo«nt Farben II loab.S-k'jIiBBlflrf« :n Fleiacti- u. önretw, jfielselifflasiisßMlf.Ä (> KolonlelworoD 7� U 8»"«'- l nevaintagazlna iwiiksii�s�i Werkstatt-Schlosser, Anfzuffsu Elektro- Mnntonro bel dauorndcr monisurB LszekSttigung sssshen-- 7721 A.S. Schneider& Co,, Aufzugs- und Maschinenbau, Üieentr. 36. 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Höchstpreise und Bc'chiag. nabme von Lcder. und die Bekanntmachung betr. Bcschlagnavme. Hochüpteile. Melde- und VerkausSpflicht von Lederabsällen trttcn am 19. Oktober ISIS in Krach Dte vollständige amtliche Bekanntmachung erfolgt an den Anschlagläuien und in der.Norddeutschen Allgemeinen Zeitung-. (365. I. 4. 18. II. Aug.) Berlin, den 19 Oktober 1918. Der PolizeiprSstdeut. DlenSkag, den Zt. Oktober, adeub» 8 Ndr. wi Böhmischen Brauhans, Landsberger Allee 1!?: Msenbahner-Versammlung Tagesordnung: Die gegenwärtige wirtschaftliche und polltische Lag« und dte Fordernngen der Eisenbahner. Referent: Landtagsabgeordncter Letnrrt, Hannover. Freie Aussprache.' Wig Zahtrclchen Besuch crwaNel 287/19 Die Bezirksleitung vrrlm deS Deutschen Eisrubahncr-BerbandeS. Am Montag, den Li. und DtenStag, den 22. Oktober, bleiben die GelchäslSräume der Ortskrankcnkasse der Mechaniker, Optiker und Vertvandten Gewerbe zu Berlin. Rosenthalcrstr. 40/41, geschlossen. 270/3 Vom Mittwoch, den 23. Oktober, befindet sich das Kassculokal, Münzstr. S4, vorn-i Treppe«. Der vorstand der Grtskrankenkaste der Mechaniker, Optiker und verwanüten Gewerbe zu Serlin. ?ost»ehühr n. Liste| 50 Spezlalarzt i>i-. med. Ilaedlcke* Haut-, Harn-, Geschlochtsl.. ßkncnnberEuchg. Friedrichstr, sift ise(a. d. Mohrenstroße, üntergrdb.) 11-1, 5-7, Stg. 11-1. Kragen, Muffen, Mäntel! j gegen bar od. erleichterte f Zahiungsweise. Pölzhaus£buco,j Leipziger Sir, 58, 1. Pfg. außerdem Eine feige Brieftasche m. Iß Röte Kraiiz-Losei fiip Sl M. einschließlich Postgebühr und Liste zu- lili!d Ser iUlleiiie Güstav HaasE Nclifo. W. k. z-w-iy JieräJ«, Neae Königstr. 86 n. Nsanderstr. 38 Tclegr.; Schwarz� Berlin, N cuektnigstr. 86. Wer seinen Winterbedarf in Schuhfett gW jetzt beschafft, kauft billiger als während der Saison. Dr. Gentner's Schuhfett Tranolm Schält das Leder weich, macht es wasserdicht und dauerhaft, und kann jetzt noch prompt BgB geliefert werden. fflldiche klalisie und Postkarten. 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Linienstr ?'/, Uhr. Tiiplr Nord. 8650, Kaiserplatz 3, 1 Tr. Ein lust. Stück m. Mu>ik v. Laufs r. Möllendorff. Georg. L. Holms Mittw.. Sonnah.. Sonnt. S'l,: Hansel u. Gretel im"nuberwald Märchen m. Gesandt u. Tanz Trude Hesterberg luge S.aury TeiemseepBauemtliealer Die UosenknöpC sowie der = neue= Oktober-Spielplan! Apollo Priednohstr. 218 Dir.: James Klein. ra/4 Sonnt. H'l, a 7' ,} Die Weü geht unter! Große Vshot�-Aus- sfeattun Eschau in vielen Bildern mit| �: Senta Sflneland Ernst Lotiitscb usw. Sonnt. 3*/, ühr jeder | Erwachs. 1 Kinof frei 1 1 Trianon-Theater ■ 4927.2391 --- kh Preise: Htinnel i.nd Wretel. Abeoua 8 Uhr; Der gute Ruf von Hermann Sudermann. Ida Wüst. Bruno Kästner. Detmer. Flink. Schdnteld Kloin. Morgen u folg. Tage 8 Uhr: Der gute Knl. Sonntag'/j-l: Johannisfeuer. Mittw.'/jd: Hansel und Gretel. Donnerstag1/�: Rotkäppchen. Bht. Friedriohstr.Zcr Nachm. L,' Hhr. kl Ka,.titusers:.6Leit.F. Wagner Täglich T/, Uhr: Die Groäe Varietd-Schau. Dekorationsentw. Hemr. Zille.— Anna Müller-üncke. Vorverk. 101/,— l1/, u. ob 5 U. sowie bei Wertheira. Theater fflr Sonnabend, 19. Ohtoher.sMMW RÄTIOflÄL-THE&TER Rose-Theater. S1/', Uhr: Rotkäppchen l'j, Uhr: Gastsp. d. Priodr. Wilheimstädt. Theaters: )>nn Dre Imttdcr 1 haus Tägl 71/.. Sonnt. 3'/, u.?1/, Sitleranürete! "j�r-Curti-iiMt mit neuen Dressuren, u. a. I'unsch. das einzig existierende Akrobatenpferd So"ie Marino, das Autwunder. St tjarrb«, Nyraphenspiele z. Pfeide. u. das übrige Programm. Zum Schluß; Oberon Phant. Wasser-Pantomime. Reictisiiailen-Theater. Allabendlich 71/, Uhr und Sonntag nachmittags 3 Uhr: Nachmittags ermäS Preise! Gentrai-Theater D& Qie ßose von Staiübul. Dentsches Opernhau» 7 Ulrr: ESfAeN. Priedrlch-W llhel mst. Theater Wohltätigkeitsvorstellung 3 Uhr: Hannerl. Vj, Uhr: Hannerl. Kleines Theater 3 uir: Ält-Nürnberg. KomiHehe Oper Tin. SebwanwalMiSsi; Morg. 3llt: Schwarzwaldmüdel. 7»/. Uhr Iiis staple 1 haus : Bie spaaisebe Fliege. Metropol-Theater 7,o; Die Faschingslee Morgen 3 Uhr; Wiener Blut. Palast-Theater 3'(4 Uhr Philotas. Oer zerbrochene Krug. T'/jU.; Der Stralauer Fischzug. Neuss Operetlentisüs 7i/1Dhr: Das söSs Mädsl.' Mg. 31/,: Der Solda! der Marie. Rem Idenr-- Theater Botel Stadt LemtiEPg. Cöpenicker Str. 68. Tägl. T1/»? 5 Min. J anno w.- Ganz Berlin spricht von: Prioaeolielb®. Operette in 3 Akten von Walter Bromme. �tg 31/,: Studentenüebciien.(Operette.) Kl. Preise Kehlller-Th. Chart 3 Uhr: Pfarrer von Kirchfeld. 7',. mir: öer siebente Tag. ThaUa-T beater uh';. ßBter ültaLüBiie. Mittwoch 31/, Uhr: Reise ins Schiaraiieniand. Theater am Nollendorfplatz 3'/. Uhr: FIdello. 7 Uhr Theater de« We«ti-n» 7',. Dhr: Hiß DlU mit Guido Thielscher. Wallner-Theater 7',. uhr Grat llabiislits. Morg. Sl/4 Uhr; Frühlingsluft. Kabarett Tivoli -------- Bunte Vorträge-------- Spielfolge vom 16.—31. Oktober: Scbmidt-ilavkins, Marzelia Velly, Walter Bährmann, Sascha Orlofl, Arthur Täuber, Nanna und Fernand, Herrn. Torlf, Krämer-WolH-Schmidi. 1 ttgileh sivrel Kapellen. Anfang wochent. 7. Sonntag nachm 4 Uhr. Kotlbuser Damm 95 M.rif7pM«s8 ORIENT «In«. nrwJi R( ak nnul■■«•thüf am Strausberger da« grbßle und«cbOnnt« Platz Konzert-Gaf�-Kabarelt in Betlin 0 Jeden 1. and 16. des Monats neuer Spielplan. Erna Renata— Siegfried Glaser— Steloltz-Dnett■ Elslta Ueyer-Helne— Paul Kocbelli— Martin Brauer| Bnitiaroffs(4 Personen). Die gute Hustlk. Tonkünstler-Koorerl(10 Solisten). Anfang an Wochentagen?-/, Uhr, 8'6'nntags 4 Uhr. Kukuk I.lcht«pielc Große FranMüfteF Str. 28. n. d. Andrcaamtraäe iti« SJontng: äus öeni Lehsn meifier altcaFreandii. Nach d. Roman von W-Asimdurg. Slit dem Schick- «nl versöhnt. Von K. Anzongrubsr. Wochentags 5 Uhr. Sonntag' 3 Uhr. Walhalla-Theater. 7',, Uhr: Donaiiliebchen leaaBBEEEBaeee iüihiräispaiasl Däe Prinzessin von Tragant. Wer ist die Schönste? Najdun. EInlähr.gen-flnit. St.�acfclmann Lln W. Hodenzoilemdamm 198. 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TaS Noggrnmehl ist gegen Ablrennung des an der Berliner (rleffchkaile befindlichen roten BezngichetnS ii und ofgen Vorlegung der Ledensmittelkarte in der Woche vom LI. bis L7. Oktober NIlS ohne Voianmeldiing bei dem Händler zu enlncbmen. bei dem der Anmeldeablchnitl Nr. 64 der Lebensmittelkarte abgegeben worden ist. Wer den Abschnitt 64 nidt angemeldet tat, kann den Bezugschein Nr 2 der Berliner jleischkartc und unter Vorlegung der Lebensmittelkarte das Mehl in folgenden Gcschäslen beziehen: Zeulrum: Otto Zvoening. Alexanderstr. 4. t A. Lutze, Helllgegeiststr. 16. Otto. Grüner Weg 48. Norden: F. Dunste. Kailanienallee 72. Julius Sleege, Jnoaiidenstratzc 120/121. C. F Fnik, Panfilr. 92. Nordwesten: C. F. Holzmann, Waidstr. IS. Westen: F. Voigt. Corneliusstr. 1. Südwesten: Gebr. Judis. Königgrätzer Str. 33. Süden:» Kail Taina'chke. Dtesdener Str. 123. Wer keine Lebnismitteikarte besitz!, kann den Bezugschein 2 der Berliner Fleilchkarte bei der Abteilung sür Nährmittel, Burgstr. 3. zwecks Prüsung des Anspr., HS und Zuweisung an einen Mehlhändler vorlegen. NT. Der PreiS sür SS0 Granim Noggenmehl beträgt td Pf. TV, Militärurlauber, die aus Grund eines zwet> bis vier- lägigen Urlaubs im Besitz der Hälste des BezuglcheinS 2 sind, tonnen ISö Gramm Roggenmehl aul diese Hälsie, Urlauber mit einer Uilaubsdoner von b bis 7 Tagen aus ihren Berug. schein SSO Gramm Roggenmehl in den aus der Räckseile der Nährmtllellarle sür beurlaubte Hceresangehörige ausgcsührlcn Berliner Geschäslen bezichen. Binneitschisfer erhalten mis die zwei Flellchabschnitte. die vom Wasserbavami olS.Er'atz sür Fleilch' kenntlich ricinacht stnd, in den zur klbgobe von Mebl an Binnenschiffer zugelassenen Gcschäslen SSO Gramm Noggenmehl. Personen, die ihre Fleischlarle gegen einen Bezugschein aus Nährmittel umgetauscht haben, erhalten aui den an dein Bezug- schein bestndlichen Wod/enabsthtntt iBezuaichrin 2: und gegen Porlegiiiig der Leben smittclkatte SSO Gramm(Kinder 125 Gramm) Roggenmehl. V. Zuwiderbandlungen gegen diese Besthnmnngen werden gc- mäh§z 75, 80 der Ncichsgclrcidcoidnung für die Ernte 1918 vom 29. Mai 1918 und der Magislralsverordnung vom 9. Februar 1917 nebsl Nachträgen bestrast. Berlin, den 17. Oktober 1918. Magistrat der König!. Kaapt- und RcfldenMdt. Wermuth. Zeichen: 11209 Br. 1. Steel>n»tjtt.«.u fl Floisob- b. W-rrat-rar. ff pPool lüflar, Pr{sfö3slr.22| l! laorar-it rar»»'M»«�ZU « WQti>K�Zs.,!i.L,lo.z»s-tÄF. � KßifbTtifer Sil. befmhafTiäh dös Kiia t Kajus Meukodn C. Dittmanni B«rliu«r«itr. ii WU- aallfiffal- F!»dio.[j Kom-o LelTe TinricMüug«fi ii einlelBlMofo«? PELZE! Günstigste Bezugsquelle aller Art Pclzwaren. Echte Skunksgarnitur M. 275. Große Auswahl.[* J. 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Die erste Äv« teilung, der äußere Teil des Gehörorgans, wird von der Ohr« muichel und dem Gehörgang gebildet und hat die Aufgabe, die Schallwellen auizusongen, zu sammeln und dem inneren Ohr zu- zuleiten. Die Grenze zwischen dem äußeren und mittleren Ohr bildet das Trommel- oder Paukensell, da? die Neberrraguug der Schallwellen vom äußeren Gchörgange auf die hinter ihm gelegene Kette der Gebörknöchslchcn vermittelt. Hinter dem Trommelfell liegt da« mittlere Ohr, woran sich die innerfie und wichtigste Abteilung des Gehörorgan«, das sogenannte Labyrinth schließt. Hier ist der eigentliche Sitz der Gehörempfindungen und nach Brofesior Thon auch der Sitz des sechsten GinueZ für Raum und Zeit. Die Ver- mittler dicier sinnlichen Wahtnebmungeu im Kcbyrinlh, dem inneren Ldr, sind die balbkreisföriiiigen Kanäle, die paarwcis geordnet sind. Heber die physi-'ogiiche Bedeuwng dieser Kanäle gingen bisher die Ansichten der /voricher noch weit auseinander. Wöhreitd von der einen Seile keine Bogengänge als Dämpfungsapparat für die in das innere Gehörorgan eindringenden Schollwellen angesehen wurden, hielten andere diele Kanäle für eine Art Sinnesorgan, dem die Er- bal'.ung des körperlichen Gleichgewichts obliegt. Taiiache ist, daß bei Tauben und anderen Tieren nach der Zerstörung der häutigen Bogengänge de« Labyrinth» das Gehör erhalten bleibt, während es nacki Zerstörung der Schnecke vollkommen vernichtet wird. Dagegen stellen sich bei den betreffenden Tieren sehr auffallende Störungen des Gleichgewichts ein, indem sie in ihren Bewegungen unbeholfen werden, leicht umiallen, schließlich auch da» Vermögen zu stehen verlieren u. dgl. Diese Hypothese hat nun Professor Cyon aus« gegriffen; er bchauplet«, daß jedes dieser drei Paar Halbkreis'örmiger Kanäle unmittelbar die von ihm geleiteten Sinneswirkungen regelt und gewisicrmaßen als Kraflmcffer betrachtet werden kann, der die Etnpfindlmgen und Eindrücke in bestimmter Weise mißt und gleichsam registriert. Das System der halbkreisförmigen Kanäle stellt alio in unserem Innern da« dar, wo» man einen.physiologischen Raum' nennen könnte, der vollständig mit unserem äußerlichen Raumbegriff übereinstimmt. So sehen wir in der äiißcren Welt in bczug auf den Raum gleichsam nur da« Spiegelbild der geistigen Vorstellimg, die wir uns kraft unseres Sinnesorgans vom Raum macheu Ilebrigen« haben sich schon im l«. Jahrhundert die Mediziner mit diesem Problem beschäftigt, und die Theorie de» russischen Physiologen ist lediglich daS Ergebnis jahrelanger langwieriger Ilnlerilichungen. die an jene allen Forschungen anknüpften. Ter italienische Arzt Venturi in Bologna, den Profeffor Cyon aus diesem Gebiete als seinen Vorläufer bezeichnet, hol bereit« damals die Frage au-gestellt:»Wie kommt es, daß daS Ohr uns nicht nnr den Schall ielbst, sondern auch die Empfindung für seine Quelle und seine Richtung übermitteil? Und welche Verbindung besteht zwischen dem Gehörsina und der Erkenntnis verschiedener Punkte im Räume?* Auch der deutsche Arzt Authenricht bat einige Jahre später bereits aur die Tatsach: hingewiesen, daß wir unS mit Hilfe de« Gehör! im Räume orientieren können. Im Innern des Ohres muß Haber der Sitz eines Sinnes sem, der uns sowohl eine Orientierung im Räume wie auch die Unterscheidung von Zeit« ultervallcn ermöglicht. Die Beweisführung Profeffor CyanS ist ebenso einfach wie überzeugend. Er hat z. B. Fiöschen zwei horizontale Kanäle des inneren Ohre« entfernt und die �ir.yu.hieww.f.jns.. Raffer zurück« iwi'ivtzrt iDaSi{ Hjdi sich nuöl heraus geneur, oaß oer Froicl! anstatt wie früher in gerader Richtung zu schwimmen, fich regelmäßig im Kreiie bewegte. LI« der Forscher ihm die vertikalen. Halbkreis« förmigen Kanäle herausnahm, vermochte der Frosch nur bilsloS Sprünge in die Höhe und stets nach einer Richtung vorzunehmen. Dieselben Ergebnifle ho' Eyon auch bei Tauben und Hasen erhalten. Um jedoÄ seiner Theorie ein noch festeres Fundament zu geben, hat er japanische Tanzmäuse. die nicht die drei Paar halbkreisförmiger Kanäle im inneren Ohr besitzen, zu Versuchen herangezogen. Dieie Erperiment« ergaben eine intcreffante Bestätigung der Auf- sasiung de« russischen ArzteZ. Die kleinen Nagetiere befitzen nur ein einzige« Paar dieier Kanäle und können deshalb niemals in gerade» Richtung laufen. Es fehlt ibnen die Fähigkeit für die Unter'cheidung der drei Dimensionen; sie drehen sich deshalb fort- während um ihre eigene Achse. Profeffor Cyon bat durch einfache Versuche nachweisen können, daß sie keine vertikale Richtung kennen. Sie wurden auf ein in einem Winkel von 4ö Grab geneiates Blett gestellt und konnten weder aufwärt« noch abwärts laufen. Es fehlen ihnen eben die im inneren Ohr sonst befindlichen Kanäle, die als Organe für die Vorstellung des dreidimensionalen Raumes gelten. Schwieriger und komplizierter sind die Gründe, die Profeffor Cyon heranzieht, um im inneren Ohr auch den Sitz des Zeitsinne« nochzuweisen. DaS sogenannt« Coriische Organ wird von>hm al« Vermittler des Sinnes für die Begriffe der Zeil, die Empfindung und Vorstellung des. Vorher' und.Nachher' angesehen. Die Pfeiler des Cortitchen Organs spielen nach seiner Anffasiung die Rolle von UniericheidungSorganen. Sie find, wie d,e Saiten eines Instruments, aus bestimmte Eindrücke und Einwirkungen ab- gestimmt, und lösen im Bewußtsein des Menschen die Vorstellung für den Rhythmus, also die Aufeinanderfolge von Zeitintcrvallen aus. Wenn auch Profesior Tyon durch seine Entdeckung nicht be- weisen kann, warum wir die Vorstellungen von Raum und Zeit besitzen, so bat er doch die bisher von den Philosophen, wie Kant z. B., vertreten« Ansicht, daß Raum und Zeit dem Menschen inne- wohnende si�.& priori-Begriffe seien, ins Wanken gebracht. Diese fundamentalen philosophischen Vorstellungen sind wahrscheinlich nichiS al« Wirkungen, deren Ursachen in unserer anatomischen Be- Ichaffenheil zu suchen sind. Niemals würden weder Raum noch Zeit lür un» existiert haben, wenn die Natur den Menschen nicht mit Organen auSgestatiet hätte, die diese Begriffe in unserer Vor- stellung wachrufen'. Wen» Proieffor Cyon also recht hat. dann muß das ganze Gebäude unserer Philosophie aus andere Fundamente gestellt werden._ Slüthner-�drchester: Erstes Sinfenke-Konzert. Wa« da« Blüthiier-Orchester an Paul Scheinpflug, seinem Dirigenten hat und zu welch erfreulicher Leistungsfähigkeit er eS trotz aller Kriegsnötc gehoben, ließ gleich das erste seiner die«- winterlichen Sinfonie-Konzerte erkennen. Wagner« krastgenialische Faust ouveilüre, ein Werk aus srübester SchaffenSperiod«, da« schon die Löwenpranke des späteren Meister» zeigt. Schubert« unvollendete U-moll-Tinfonie, BeeibovenS Leonoren-Ouverlüre Rr. S wurden mit prachtvoller Verve gespielt. Schcinpflug verbürgt tiefes Eindringen in die Struktur jener Sinfonien und absolut sichere Führung. Er bat leine ihm eigene Auffassung und Tempi, seine ausgeprägte Kunst feinster Schattierung; er ist eiu Musiker von Raffe. Luch als Komponist. Diesmal hob er eine Tigenschöpfung besonderer Gattung au« der Taufe. Es war»Rosa Zenoch', eine Dichtung von Albrechl Schäfser, mit begleitender Musik für große» Orchester, Sopran und Alt-Solo. Frauenchor und Sprecher. Di« einleitenden, oder die einzelnen Teile des Textes verbindenden Sätze offenbaren«inen Tonletzer von moderner Prägung, zumal hinfichllich einer färben« gesättigten, ja zuweilen allzu reichen Instrumentierung. DaS Ton« gemälde stellt fich dar als eine Art Melodrama mit oraloiii'cher AuSstrablnng. Es ist die Geschichte eine? galizischen Mädch-nS, das in den Kämpfen ungarischer Honvedhusaren gegen Rusienlcharen Wunder der Tapfeikeit und rührendster Menschenliebe vollbringt, indem e« halbverdurs.eie Soldaten während de« furcht barsten Schlachientoben» mit Wasier tränkt. Bei einem dieser Samaritergäng« findet Rosa Zenoch durch eine krepierende Granate den Tod. In der Legende lebt da« Kind auch an der Westfront auf. Der Schluß bringt ihr« himmlisch« Verklärung. Hierbei tritt aus dem Podinm i ein Sopran sRoie A a l t h e r) und eine Altstimme jEieanor Echloßhauer) mit einem Frauenchor al« Engelickar hinter der Szene unter Orgelbegleiiung in Wcchselbeziehung. Ter Ausklang ver- rn zw. KlL�iG fxrv}, alten, urwüchsigen L-iedorn, die unter diesem Namen den verschie« densten Inhalt zusammenfaß ten. Und so alt ist dieses seltsame Stück Volkspoesie, daß, wie ein«, neue Forschung entdeckte, schon in einem Schauspiel des 15. Jahrhunderts die Stelle:.dieser sach bin ich fast mucid, es ist mir übers Bohnenlied" vorkommt. Von allem Anfang an galt das Bohnenlisd als etwas Anstößiges oder auch als etwas Albernes und über alle Begriffe Närrisches, denn unter der Flagge eines Bohnenliedcs konnte alles Mögliche in die Welt segeln. Nikolaus Manuel, der Berner Dichtermaler, verfaßte z. B. im 16. Jahrhundert ein Bohnenlisd, in dem er die Geistlichkeit scharf angriff und verspottete. Andere Bohnenlieder hatten wieder einen äußerst derben oder gar unzüchtigen Inhalt oder ivaron ausgelassen bis zum hellen Blödsinn, so daß man von allen diesen Liedern schließlich mit Recht sagen konnte, es könne nichts darüber gehon, es sei denn was ganz Besonderes. Und in dieser Beden- tung verwenden wir die alt« Redensart ja auch heute noch. Die Geringschätzung, mit der man die Bohnenlieder allent» halben betrachtete, Hab an sie also vollauf verdient. Weshalb sie gerade Bohnenliedrr hießen, erklärt sich wohl daraus, daß ntan die Bohne— nach Kopp hat es sich damals immer nur um die Puff- oder Saubohne gehandelt, da die echten Bohnen erst im 16. Jahr- hundert bei un« eingefiihrt wurden— auf die in diesen Liedern in irgend einem Sinne auch häufig Bezug genvmmsn wurde, direkt als Narrenfrucht bezeichnete. Wer Bohiren aß. wurde dumm, und war einer dumm, so tagte man. er habe eben zu viel Bohnen gc- gessen. Um die Bohne schlingt sich ja überhaupt ein ganz dichtes Gerank uralten Aberglaubens und völkischer Spvuchweisheit. Eine unangenehme Bedeutung knüpfte sich auch daran, jemand.daS Bohnenlied zu singen". Das hieß nämlich, daß man mit dem- jenigen fertig sei und sich nicht mehr um ihn kümmern wolle. Oder mit andoren Worten, daß er sich packen solle und nicht mehr wieder- kehren. DaS Bohnenlied, über dessen erste« Auftreten überhaupt noch keine Forschung Klarheit gewinnen konnte, ist also in jedem Falle etwas, das seinesgleichen sucht an Unangemessenem oder Dummem. Und wie vor einem halben Jahrtausend, so ist das Schelmenlied noch heute in unserem Bund, wenn wir uns recht herzhaft über etwas ärgern._ Nöthen. — Gegen dl« Grippe. Prof Oskar Loew in München ist der Ueberzeugung, daß die große Verbreitung der spanischen Krankheit auf die kalkarme Nahrung zurückzufühoen ist. Mrlch und Käse, die kalkreichsten Nahrungsmittel, bekommen wtc nicht, Gemüse zu wenig, Kartoffeln enthalte» fast keinen Kalk und der Ueberschuß an Magnesia im kleiercichen Brot bindet Kalk überdies. Loew empfiehlt daher, Kalk täglich zu nehmen und zwar wie folgt: Man kaust tn der Apotheke kristallisierte« Calcium chloratum (La Li»), löst diese in Wasser(im Verhältnis von 16 Gramm auf den Liter oder 12 Gramm auf die �-Literflasche) auf und nimmt davon zu jeder Mahlzeit S EtzlöffÄ voll, klein« Kinder die Hälfte. Also nicht vor dem Frühstück, den: Mitwg- und Abendessen, sondern zu dem Essen, man kann da« Calctum-Wasser auch in die Suppe. in den Kaffee nehmen. Auf diese Weise erhält der Körper täglich 1 Gramm Kalk und damit werden die weißen Blutkörperchen in den Stand gesetzt, ihre Abwchrtätigkeit gegen alle die eindringenden Bakterien voll zu erfüllen� 166 Gramm kristallisiertes Calcium chloratum kosten 66— 70 Pf. — Eichhörnchen al« Wikdfleis ch. Schon im Frühjahr 1917 tauchte» aus dem Wildfleischmarkt sauber ausgeschlach- tete Eichhörnchen aus, die da« Stück zu LL5 bi« zu 2,56 M. ver« kauft wurden. Seitdem ist das Eichhörnchen in rasch zunehmender Weise in den Handel gekommen. Das Fleisch mutz kräftig ge- beizt werden; nach sachgemäßer Beizung gibt es einen deliiaien mia einen sicheren musikalischen Gestalter. Dem Sprecher, der Rosas Erleben, Legend««nd verklärnng in plastisch-poet, scher Pcosa, teils auch in Berten erzählt, fällt natürlich die Hauptrolle zu. Ludwig Wüllner unterzog fich dieser schwierigen Ausgabe, an der ein DurchschnittSrezitator leicht straucheln könnte, mit der an ihm gewohnten Meisterschaft. Dos Publikum rief ihn und den Komponisten oftmals begeistert vor die Rampe, vir. geht übers SohnenlieS. Wieviel ist uns in diesem Krieg schon überS Bohnenflech ge- gangen! Soviel, daß man gar nicht mehr darüber nachdenken mag. Und doch mag kaum einer, der in seinem Uebermut dies und das übers Bohnenlied gehen läßt, wissen, wovon er eigentlich spricht. Denn was ist eigentlich dieses berühmte und oft zitierte Bohnenlied? Zunächst ist e» nicht ein Lied, sondern eS ist eine ganze Anzahl von! beute'. >u.-! rn gebirgigon Gegenden so zugenommen, daß sie zur Landplage wurden. — Da» Land der Kraftwagen. Die viesige Entwick« lumg der amerikanischen Kraftwag mrrndnstrie zeigen die Zahlen von 1917. Es waren nach.Prometheus" 1917 556 Fabriken tätig mit einem Kapital von 733 Millionen Dollar nnd 280 666 Ange. stellten gegen 466 Fabriken in 1916. Der Durchschnittspreis des Kraftwagens betrug 730 Dollar(zu 4 M.) gegen 672 tm Vorjahr«; bot so niedrigem Preise ist die große Verbreitung der Kraftwagen in Amerika verständlich. E» wurden 1917 insgesamt 1814 988 Kraftwagen hergestellt gegen 1485 817 Stück« 1916. —»Hier Zensur— wer dort?' Uni er diesem Titel gibt der Literaturhistoriker Houben im Verlag BrockhauS eine Ge- schichte der Zeniur heraus, in Form von scharfgeprägten Anekdoten, wie der Verfasser sagt:.Antworten von gestern auf Fragen von 119] Lodz. Die dem das ge!sbte LanS. Roman von W. S t. R e y m o n t. „Sftll, Kindchen... man kann dich hören... Liebe soll man bor dem Anblick der Menschen auf Grunde der Seele verbergen."' »Warum?" »Damit sie nicht gleichgültige, böse oder neidische Blicke aniasten. Ich zeige den Fremden nicht einmal meine Bronzen und meine liebsten Bilder, weil ich Angst habe, sie könnten die ganze Schönheit nicht würdigen, ihre Blicke könnten diese Schönheit beschmutzen nnd mir etwas von ihr wegnehmen. Um so weniger lasse ich jemand in die Tiefen meiner Seele blicken." „Warum?" Anka verstand diese Uebcrempfindlichkeit nicht. „Weil es meist keine Menschen find, wie zum Beispiel der größte Teil meiner heutigen Gäste; das sind Fabrikanten, Kapitalisten, Spezialisten verschiedener Fabriksbranchen, Leute, die nur für Geschäfte und fürs Geld leben— bloß für Geschäfte und bloß fürs Geld. Alles andere hat für sie keinen Wert, ist für sie ein Wechsel ohne Giro, von einem Mars- bewohner ausgestellt, wie sich Kurowski heute ausdrückte," sagte?!itia und schritt auf Frau Endelmann zu, die soeben feierlich und majestätisch den Salon betrat. Sofort ließ sie sich auf einen Sessel nieder utid entzückte sich, ein Lorgnon aus Schildpatt vor den Augen, über Ninas Schönheit, über die zahlreichen Gäste und über den Salon. „Wie eine Königin sieht sie aus, wie die leibhaste Maria... Maria Magdalena," bemerkte Großglück. „Maria Theresia, wollten Sie wahrscheinlich sagen," sprach Kurowski leise. „DaS ist gleich. Wie geht's dir, Endelmann?" Der Bankier wandte sich zu dem Fabrikanten, der sich leise hinter seiner Frau in den Salon hereinschlich und ebenso leise und schüchtern die Bekannten begrüßte. „Ich bin gesund, danke dir. Großglück, waS?" erwiderte Endelmann, die Hand gewölbt ans Ohr haltend. „Herr Borowtecki, wissen Tie nicht, wann Moritz Welt zurückkommt?" „Er hat es mir weder gesagt noch geschrieben." „Ich bin etwas beunruhigt, daß ihm nur nichts Böses passiert ist." „Unkraut verdirbt nicht..." sagte Karl gleichgültig. »Ich weiß, aber ich bab' ihm eine Anweisung für dreißig tausend Mark geschickt. Schon eine Woche»ist's her. und er ist immer noch nicht da. WaS wollen Sie, soviel Schwind» leien gibt'S jetzt auf der Welt.. „Was wollen Sie damit sagen?" fragte Karl, durch den Ton seiner Rede sonderbar berührt. „Was ich damit sagen will? Daß man ihn dielleicht bestohlen oder ermordet hat." Er seufzte schmerzhaft. Die Unruhe wegen der dreißigtausend Mark nahm ihm das Gleichgewicht. Er kannte� ja Moritz zu gut, als daß er sich ohne Grund beunruhigt hätte. „Marry, laß du dich nicht von Frau Trawinska so bitten; spiel' mal schön was vor. Du kannst doch was schön vorspielen," sprach der Bankier auf seine Tochter ein, die Frau Trawinska ans Klavier bat. „Wo sind denn hier die berühmten Lodzer.goldenen Kälber'?" fragte Horn leise, sich zu Karl wendend. „Da sind sie ja. Da sitzen ja Mada Müller, Mela Grün- span und Marry Großglück." »Und von Polinnen ist keine da?" »Leider keine, Herr Horn. Wir Polen gehen zwar schon an die Produktion von Stoffen und Pcrkal, aber mit den Millionärstöchtern müssen ivir noch so an die zwanzig Jahre warten. Begeistern Sie sich unterdessen für die Schönheit der Polinnen." erwiderte Karl spöttisch und ging. Anka, die neben Frau Wysocka saß, rief ihn. Marry spielte eine unendlich lange und langweilige Sonate. Alle unterhielten sich laut während des Vortrags, am lautesten sprach Großglück selbst, der soeben von Endel- mann erfahren hatte, daß Bernhard zum Protestantismus übergetreten war. Er entsetzte sich. Mögen Sie den Protestantismus nicht?" fragte ihn Kurowski und folgte mit den Augen Anka und Nina, die im Salon auf und ab gingen. Ich mag ihn nicht und würde nie zu dieser Konfesston 'eten. Ich bin ein Mensch, der schöne Sachen braucht und liebt. Wenn ich mich die ganze Woche lang abschinde, dann brauch' ich Ruhe am SchabbeS oder am Sonntag, dann brauch' ich einen schönen Saal mit schönen Bildern, schönen Skulpturen und schöner Architektur, dann brauch' ich schöne Zeremonien und ein schönes Konzert. Ich habe eure schönen Zcrenionien, diese katholischen, sehr gern, da sind schöne Farben und schöner Geruch, und Glockeuktang und Licht und Gesang. Aber waS Hab' ich i« der protestantischen fyj. übertreten, Kirche... Vier nackte Wände und eine solche Leere, als ob das ganze Geschäft bißchen in Liquidation treten sollte. Dann kommt da der Pastor und redet. Was glauben Sie, wovon der spricht? Von der Hölle und anderen unan- genehmen Dingen redet er. Nu, ich dank' schön. Geh ich denn deshalb in die Kirche, um mich aufzuregen? Ich habe Nerven, ich bin kein Bauer. Und außerdem liebe ich, es zu wissen, mit wem ich es zu tun habe— WaS ist das für eine Firma, der Protestantismus?— Der Papst, das ist'ne Firma l" Kurowski erwiderte nicht? darauf und folgte wieder mit den Blicken Nina und Anka, die langsam durch die Zimmer- flucht schritten. Nina berührte manchmal mit den Sippen die kühlen Maiglöckchenblätter und strich mit den gesenkten Lidern über die schneeweißen Blüten. In leises Gespräch vertieft, be- merkten sie nicht, daß Frau Endelmann ihnen folgte. Mit einem gewissen Neid entzückte sich die Kunstmäzenin über die einfache und doch so vornehme Einrichtung nnd über die ein- zelnen Gegenstände und brach manchmal in laute Bewunde- rungsrufe aus. »Sie ist entschieden sehr lächerlich, aber im Grunde doch eine sehr gute Frau. Sie ist Präsidentin verschiedener Wohl- fahrtsinstitutionen und tut viel Gutes," sagte Nina, als sie die Rufe vernahm. »Um bewundert zu werden," meinte Mar Baum, der mit Kurowski herangetreten war und Ninas letzte Worte gehört hatte. »WaS ist denn Mela so traurig heute f Nina brach vom Thema ab.„Gehen ivir hin zu ihr." „Weil Frau Wysocka heute es auf die Jüdinnen abge- sehen hat. Sie warnt alle jungen Leute, mit denen sie spricht, vor ihnen und spricht dabei ganz laut, damit es Mela hört," erklärte Max Anka. „Viele Gäste sind schon weggegangen. Ob sie sich wohl zu sehr gelangweilt haben," bemerkte Nina traurig. „Selbstverständlich haben sie es. Was ist das heute für ein Vergnügen für sie? Sie haben da eine Menge des pol- nischen ArbeitSgestndelS versammelt, die verschiedenen Ingenieure, Aerzte, Anwälte, und da wollen Sie, daß sich die Millionen bei Ihnen wohl fühlen. Diese Gesellschaft hat die Rcillionäre verletzt, deshalb sind sie auch fort. Ich wette, daß sie nie mehr bei Ihnen erscheine» werden." CSorts. solaü üacüi dem Rasieren miiygienUchen Alaunstein,«ondern Acteum- ibälge desinfizierend und belebend. KL 3,� iltlioh, durah Hyciena, Frankfurt a. Jl nicht den unb Läsung, Haai wo nicht erhältlich, Zahngebisse, Platin. Kr.?,i«, k««ft' Wmgner, Kaller sn 18 I(Alcxandervlatz) KÄnstliche Zahne mit echtem Paraiaun'chuk. Äolhtroncn u. Brücken, Präzision�- tu beil. Ziep. u. UmarbL joj. Heber 30 Jahre sachlätig. Steint Luxuspreile. Fernspr.; MuritzpL 112 53. Zahnpraxis Grüqer, Prinzen str. SSA, an der Dresecner Str. Mve m echtem Frledenslcanlsehak 4,-1. ■Baosi 5 Jahre Garantie bei ÖtueHung�D. Gebisien grans Zähne ohne � GaumenpL mm Zahiizicheu m. Betäubung Goldkronen d, 20 M. an. Svez. StraOs i Iah» praxis Mnnl KT5 Schönd. Allee tLiä; Pelzgarniiure»! Risienou». Wahl! Allerbilllgsl! Hoch- eleganie moderne �uchskragen! Aiaoiafüchjc! Biaujuchle!«vil- bersüchse! Zivnuchscl Kit- füchsc! Skunkoliagen! Zill». garniluieii! Müssen! 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Tiirppsn 7ÄÄ>!ich der Oise an»ni> dranysn Wer boheS waMgeS Gelände im Dften tarn Böham bis zu einer Ties« von über zwei Meilen nor und nahmen Andignh-les-Fermes. Weiter im Norden nahmen sie die Seile-Linie an der ganzen Front westlich Le Catea» und machten Fortschritte im Höhengelämde östlich des FkusseZ. Sie nahmen die Orte La Vallee Mulatre und Labre de Guise(?). Am linken Flügel unseres Angrifses säuberten wir den Ostteil von Le Ca tea u vom Feinde und richteten uns an der Eisenbahnlinie jenseits der Stadt ein. Der Feind hielt seine Stellungen an nn- serer AnFrissssront mit 7 Divisionen und im Lause des Tages unternahm er eine Anzahl entschlossener Gegenangriffe. Diese wurden in allen Fällen ahFeschlogen und dem Feinde schwere Ber- lustc beigebracht. Ueber dreitausend Mann wurden von uns bei diesen Operationen gesangen genommen. Bedroht durch die an- dauernden Fortschritte der Angriffe der Alliierten südlich der S e n s e e und nördlich der L y s, beschleunigte der Feind seinen Rückzug aus dem Bogen bei Douai und Lille. Heute drangen unser« Truppen in die Stadt Douai ein, nachdem sie den Widerstand der feindlichen Nachhuten am Haute-Deule- Kanal gebrochen hatten. Truppen der 6. englischen Armee unter dem Befehl des General Birdwood schlössen heute, nachdem sie die feindlichen Nachhuten mit großer Energie und Entschlossenheit seit vielen Wochen zurückgedrängt hatten, die Stadt Lille etn und nahmen sie. Amerikanischer Heeresbericht vom 17. Oktober abends. Schwere Kämpfe dauern an der ganzen Front an. Wir baden im Walde von La Grand« Montagne, in der Gegend von Cham- pigndigten sürsorge, ArbeiiSver- mittliing, Wahrung der Freizügigkeit. Lehrlings frage. Forderung der Steininduftri«, Vergebung von jtooUichen und kommumitem Arbeiten, WohnunzzSfrage und Steinarbeitet and Fcndevirngs« an die Gesetzgebung— Der Verband stimmte diesem Arbeitsprogramm nach kurzer Debatte einmütig zur. K n o l l, als Vertreter des Steinfetzerverchande», berichtet Wer Bestrebungen seiner Organisation zur Ausdehnung dcS Anwen- duiiigsgobietS de» sogenannten Kleinpflasters, eine Tätigkeit, die zugleich im Interesse der Sieinintnistrie liegt.— Leid« finde« diese Vestreibungen� bei den Unternehmern der Slet-nmdristrie nicht daS nötige Verständnis. Er appelliert deshalb«« die Bruderorgan i- sation. eben dem Steinarbdterverbanb, diese» im gemeinsamen Interesse gelegenen Beftvcbuinge« tvn größere» Interesse entgegen zu bringen. lieber.soziotpokitksSe Forderungen" sprach Stanbsnger. In scharfen Worten vertrat er die Forderung aus Emstellrmg von Aitbesterkontrolleuren. Weiler Verla ngt der Verband, daß die Reichsregierung die DerufSkrankheit frir alle Arberter der stein- industrie als Gewerbefnarifheit im Snne des§ 547 der ReichSver- sicherung anerkennt. Weiter wird verlangt, daß die BuritvSratS- Verordnungen aus die gesamte Steinindustrie ausgedehnt werden. Hei-nke, Vertreter der Arbeiterschutzkommission, sprach sich ebenfalls eingehend zur Acbeiterschutzfrage au». « AeiA,««, 17. ODoder««. Den Bericht der WakusenberatiungKkomintssiion erstaltete v i e- w i g- Hannover. Danach hat die Kommission sich auf die Vor- standSvoriag« geeinigt. Der Beirvaa soll tn der I Klaffe 0v«i 70 Pf. auf 1 M., m der 2. Klaff« von vv Pf. aus 80 Pf.«üb«n der 3. Klasse von SO Pf. auf 60 Pf. heraufgesetzt werden. Die Urrter- stützung bei Streik und Maßregel cvng wird ln der 1. Klasse um 6 M., in der 2. Klasse um f> M. und in der 3. Klasse am 4,50 M. erhöht. Ebenfalls ist die Erwerbslosen- und Sterbeunterftützung um weniges erhöht worden. Die erhöhte BeitragSzcchkrug dctsj vvtt de« 1. Fmmor 1919, die Auszahlung der«höhten Unterstützungen jedoch erst a»it dem 1. Jonuar 1920 in Kraft. Beschlossen wurde weit«: D:e Leitsätze über die KoiegSbeschädigtenfütsocge foHra f£dem Tarifabschluß als Anhang beigegeben werden. Es ist sonnt mrt dem.Verbände Deutsch« Grar»itw«ke" sowie mit dem.Deorschen �iei!iindu>«»e»Deri««>' e» jauemi sprich» wof" mätiumm-•$* treffen. Zum Arbeit»kammergefetz wurde eine AesoiuKon angekommen, in der ausgesprochen u»>ct>, baß die Steinarbeit«-Nif eine beruf- liehe Gliederung verzichten, da dadurch die aufgaben der Arbeits- kanrm« von vornherein stark beschränkt würden.— Neberdie» ist es erwägenswert, ob sich nicht infolge der eingetretenen politischen Veränderungen empfiehlt, die ursprüngliche Ford«ung der Gewerkschaften:.Schaffung reiner Arbeiterkammern" hochzubalten. Die Gvn«alkoinmission der Gewerkschaften Deutschlands soll un- »«züglich demmiisprechend informiert ioerden und diese Frage ein« neuen Prüfung unterziehen. Von einer VorstwndSwcM wurde Abstand geumnmew«nfc be- stnnnit, daß die bisherigen Vorstandsmitglieder bis zum nächsten VerbandSlag ihre Posten weiter auszufüllen halben." lieber.Steinindustrie und Hamdc lsverträge" wirb ebne Res» lukion kurz von Staudinger begründet: .Die organisierten Steinarbeit« können nicht mehr oxbemhtet an den zub'infIigenHm zu einem baldigen, gerechten Frieden auf der Gvumdlage des VAke» blinde« zu kommen. Die Versammelten verpflichte» stch, für die Erreichung deS gkeiclwn Wahlrechts im Dvemen alle Kräfte einzusetzen, den politischen Machinationen der Reaktion und ihr« Presse energisch entgegenzuarbeiten und für die Getimmang von Mi-igliede-n für den Kozialbamokrattschen Parteivevein und Abonnenten für die .Bremer Bürger-Zettung" iättg gu sein." Com Aufstieg der Pattxitzresie. Trotz des Boykott» der.Unabhängigen"»nd trotz der Erhöhung de« BezugSgeldes um 20 Pf. hat ficd der Abo.rnentenstand der .Tüsseldoifer Bolkszeitung" seit dem l. Okiober um mehr aiS 1000 ei höht. Noch stärker ist der Aufstieg unsere« Parteiwochenblaltes, der.Düsseidorser Freien Presse", die seinerzeit xegründel wurde, weil die.Unabhängigen" das Partciblall in die Hände bekommen hatten, und die jetzt im weienilichen im straßenhandel vertrieben wird. Die Auflage der.Dllsseioorier Freien Presse" ist in den letzten drei Wochen um 2000 gestiegen! noch weitergehenden An- sorderunge» der Straßeuhändler an die Liejerung von Zeitungen konnte wegen der Papierkontingentterung nicht entsprochen werden. DaS Kassel«„BolkSdlattt' wird jetzt im eigenen Betriebe her» gestellt. Am 1. Oktober kam durch Kauf di« Buchdruckerei Guten- berg, in der das Blatt bisher gedruckt wurde, in den Besitz unserer Partei. Mit dem Uebergang in Parteibesitz trat für das Personal der Druckerei der achtstündige Arbeitstag in Kraft, ein Fortschritt, der von Setzern und Druckern freudig begrüßt wurde. -- V Jndufknc und tzanöel. Dir CSrfe. Die Börse war dank der besonders am Montanmorki ziemlich weitgehenden Jntervenlionslätigleir de« vanleiiloniorttumS ziemlich beruhigt. Dock s-bwächten stch di« Kucse im IpSieren Verlaufe w-eder ab. Am Kassamnrkt sinken die Kurse weiter ir.S Bodenlose. üon mehr als der Hälfte aller Werte ist jeit drei Tagen keine Notierung zustande gekommen. Bemerkenswert ist die Heftigkeit d« österreichische»«nd besonders ungarischen Renten, dt« in Erwartung eine« raschen und ziemlich retbuogslosea Frieden« d« Donaumonarchie getauft werden._ Wo bleibt die ReichSbank? Der Magistrat von München gibt, einem Drahtbericht deS „Lokal-Anz." zufolge, zum 21. November 10 Millionen städtisches Papiernotgeld in Fünf- und Zehnmarkscheinen heraus. Solange Städte ein Notgeld in kleinen Abschnitten oder auf kurze Frist hcrausgaben. läßt sich dagegen wenig einwenden. Mit der AuSgabe von 10 Millionen Mark städtischen Geldes in so großen Abschnitten und in so großen Mengen übernimmt München eine Aufgabe, di»nur der ReichSbank zusteht. Corsicht bei Diokdeitdenhoffnunge». � Berlin, 18. Ottober. Di« Aeg gibt bekannt, daß von ihrer Seite kerne wie»mm« geartete Aeußerung über die zu erwartende Dividende erfolgt ist. Eine solche Aeußerung verbietet stch schon deshalb, weil der Abschluß dem AnfsichtSrat noch nicht vorgelegen hat. Die ErklSrvng wäre besser zu d« Zeit«folgt, da die Kurse getrieben wurden, als jetzt, da sie ohne Rückhalt zu sinken scheinen. Ans dem Berliner Wirtschaftsleben. Der Abschluß der„Sargtti", Schokoladen- und Kakao-Jndustrie A.-G. in Berlin ergibt einen Betriebsgewinn von 2 691 195 M. si. V. 8 290 309). Nach Absetzung aller Unkosten mtt 1262 365 M. (i. V. 1 121 744), sowie nach Absch-reibungen von 364 680 M. (1 162 697) auf Gebäube» sowie auf Maschinen» und Fabrikein- richtungen ist einschließlich Vortrag ein Reingewinn verfüg- bar von 1 189 757 M.(1 130 214)'. Hieraus sollen, wie bereit« ge» ineldet, 20 Prvz. Dividende(i. V. 15 Proz.) auf 4% Millionen Mark Aktienkapital verteilt werden. Die Verwcrltung führt im Geschäftsbericht aui, dir Umstellung auf die Nährmtttelherstellung sei dadurch«leichtert worden, daß sich die für die Schokoladen- fabrikotto-n vorhandenen Maschinen fast durchweg für die Her« stell ung von Nährmitteln eignen. Durch Anspannung all« Kräfte gelang es, einen im Verhältnis zum Aktienkapital bedeu,t enden Umsatz zu orzielen und so trotz des angeblich geringen Verdienste», den die von den Reichsstellen für die jeweiligen Artikel vorgeschriebenen Erzeugerpreise gewähren, ein günstiges Ergebnis aufzuweifeu. Allerdings hat dazu beigetragen, daß auf Abschrei- bimgeu für M* Gebäude 788 318 M. wrrnger al» im Vorfahr be» anspeucht wurt-en, der die Maschinen»nd Fabrikemrichrungen be- reits bis auf 1 M. abgeschrieben waren. Die Herstellung von Zuckerwaren war d« gleichen Einschränkung wie im Vorjahre unterworfen. Zurzeit ist daS Unternehmen mit der Herstellung von Nährmitteln ausreichend beschäftigt. Au» der Bilanz geht hervor, daß die Debi-toren 8,26 si. V. 5,9) Millionen Mark betragen. Wertpapiere sind mit 5,66(8,24) Millionen Mark beziffert. Kreditor« Hab« 11,34(6�5) Rillion« Mark zu verbuchen. Cerlangeruns de« StahlwerkberbandeS. 3* der Milgliederverfammlung wurde am Donnerstag be» schloff«, vorbehaltlich der Zuftimmung eine« südwestdeutschcn Werkes, den Verband«ruf der bisherig« Grundlage bis Mitte des Jahres 1919 zu verlängern. Die Versuche, die bish« nicht shndtzferten sogenann- ten K-Produkte ebenfalls unter Vertragsschutz zu stellen, sind ge- scheitert, weil viele Unternehmen für ihre Kriegsbauten Be- teiligung« verlangen, die toa andern Unternehmern nicht zuge- standen werden wollen. Soziales. A rbei tsnnchwctsf rag«. Ran schreibt uns: In einer Zeft, in d« bernfmre Kreise eifrig bemüht sind, mu- stergültige Orgamsottonen für die Urberganaswirtschaft zu schaffen, 'st man andererseits anscheinend dabei, aus ganz unberechtigten Motiven auf dem überaus wichtig« Gebiet des Arbeitsnachweises Verwirrung und Zersplitterung im Industriegebiet Groß-Berlin anzurichten.— Nachdem noch am 1. d. M. etne erfreuliche Einigkeit bei der Aufstellung einer Satzung für den Groß-Berlin«'Arbeitsnachweis seit«» d« Vmret« d« beteiligt« Gerne Men erzielt worden war. verlcnwet neuerdings, hacch �wisse Sonderbefttebungen einer großen VerbandKorganilation die so glücklich in Fluß gekom- tmenen Corfehnnigen«heblich gestört werden sollen.— Weu.i, wie wir alle hoffeir. in absehbarer Zeit der Friede naht, dann wird kaum ein« zweite öffentliche Einrichtung so plötzlich und so umfangreich in Anspruch genommen werden, wie der ArbeiiSnachweis. Um seinen überaus schwierigen Aufgab« alSdann gewachsen zu sein, wird er schon heute sorgfältige Vorbereitungen Kesten müssen oder er wird kläglich versagen, denn die Verhältnisse, die ihn er- warten, werden ganz neuartig sein. Eines der Hauptgebiete, auf denen der Arbeitsnachweis sich dann wird bewähren müssen, ist der Ausgleich der Arbeitskräste, eine Regelung von Angebot und Stachfrage, welchem schwierigem Problem die Bestrebunge.i des ein- hettlichen Groß-Berlin« Arbeitsnachweises hauptsächlich gewidmet sind.— Der Verband märkischer Arbeitsnachweise in Berlin, der als solcher stch ursprünglich mit der Führung von Arbeitsnachweisen in eigener Regne wenig« beschäftigen, sondern mehr die ver- bandSmäßige Zusammenfassung der Prvvinznachweise in seine Wirksamkei! einbeziebrn sollve. ha, sich doch vevaiilaht gesehen, im Laufe d« Zeit eigene Arbeits. unhweise speziell in Berlin in seinen Tätigkeitsbereich aufzunehmen und so die natürlichen Grenzen seiner Aufgaben zu überschreiten. Sicherem Vernehmen nach be- steht minmehr die Absicht, den Verband märkischer Arbeitsnach- weise, der bereits von der Provinz Brandenburg subventioniert wird, gänzlich in provinzielle Verwaltung zu übernehmen. Alle die Einricknungen de? Verbandes, die schon jetzt eine unerwünschte und un«spricßliche Konkurrenz gegenüber dem Arbeitsnachweis der Stadt Berlin bilden, werden dann von der Provinz mit über- nommen und besteht somit die Aussicht ihrer vussi Verewigung. DrS ist auf den Gebieten der kaufmännisclen Stellenvermittlung. der KrisgSbeschädigtenvennitllung. der zwischen örtlichen Vermittlung und des Kräfteausgleichs(Zentralauskunftsstelle) eine ganz unzeitgemäße Dezentralisierung, eine Störung öffentlich« Wohl- fahrtSeinrichttingen, deren Bedenklichkeit garnicht ernsthaft genug erwogen werden kann. Dringend wünschenswert wäre jetzt eine reinliche Scheidung der Interessengebiete zwischen d« Stadl Berlin und dem Verbände, damit einer Zersplitt«ung wervoll« Kräfte vechtzeittg vorgebeugt werden kann. ' Namentlick die Ausgleichsstellen bedürfen �dringend praktischer Erfahrung und darum der Einarbeitung während einig« Mo« nate, wenn sie s. Zt, mit Ausficht auf Erfolg an ihre gewaltigen Friedensaufgaben herantreten sollen. Jetzt ist dah« die Zeit vor- zubeug« und vorzubauen. Jetzt muß mtt stark« Hand durckge- griffen w«den, um alle Sondcrbestrebiingen und persönliche.i Rücksichtnahmen auf daSiemge Maß zurückzufiibren, da« ihnen zugebil» ligt werden kann. Nachher wird es zu spät sein und eS wäre beklagenswert, wenn di« zurückströmend-.» Arbeitermassen gerade in dem großen Berlin, anstatt eine wohlg«üstete Organisation vorzufinden, die imstande ist, ErivrießlicbeS zu wirken, ein Tohuwa- bohu vorfinden würden, da? sich in seinen Einzelglied«n entgegen- arbeitet und so dem Wohl der«, für die sie arbeiten soll, nur hin- dernd im Wege steht._ ?ugenöveranfta!tungen. Y«ge«dheim Berti», Lindenssr. S. Worucn Sonntag, abends 7 Hb:: Lichlbildervortra» Wanderbilder aus der Mark(Bor- silbiung einer Anzahl jorbenvrächttger Lichtbilder). Vortragender: Herr B o w i t vom Tourtstcnoerein Die Ratursreunde. Einlaß 20 Pj. Gäste Willkomm e» I_ e-SerreranSiichren'ftr»as mittlere Worvuentirtilosid dt« Tonntag mittag. Zunächst ziemlich mild, überwiegend bewölkt, im Norden meist geringe, im Süden etwa» stärkere Regensällc, später lang- iane Auibeiterung und Abküblung, verantworllicb für Volittk: Erich»uttne«, Berlin! für bei, übrigen Teil de» Blattes� Alsrcd eitoli, Neukölln: für Anzeigen Theodor Klo-fc, Berlin. Vertag: VorwürtS-Verlag M, m b, H.. Berlin, Drucke BortrürtS.Bucbdruckerei und VerlagSanfinIt Paul Singer n. To, w Berlin, Lindenftraste 3. Hier»» 1 Beilage und Unterhat tnngSblatt.