Nr. 166. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret tn's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30mt. pro Quartal. Unter Kreuz band: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508, Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 20. Juli 1894. $ 190 2110 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt hein boykottirtes Bier! I. " " 1794-1830-1848-1894, eingezogen und hatte 15 Jahre lang einen Guerillafrieg als die Julirevolution ward die Februarrevolution Armeen des ganzen übrigen Europa, in Frankreich wieder[ Aber die Herrlichkeit dauerte nicht lang. Noch leichter ein historischer Leitartikel in 4 Kapitel n. mit der Bourgeoisie geführt, die sich der in der Revolution gebändigt, die zielbewußten" praktischen Herren Bourgeois erkämpften Freiheiten nicht wollte berauben lassen. Da räumten rasch auf mit den Ideologen, und als der Sozia Am 9. Thermidor nach dem alten chriftlichen Raj beschloß Karl der Zehnte, dem unleidlichen Nörgeln" und der lismus, der aus einem phantastischen Nebelbild sich mehr lender am 27. Juli des Jahres 1794 erhob sich der fran- umstürzlerischen, die Grundlagen der ewigen, von Gott ein- und mehr zu fester körperlicher Gestalt verdichtete, gefährlich zösische Konvent gegen Robespierre, der in seiner doktrinären gefegten Staats- und Gesellschaftsordnung untergrabenden zu werden schien, fackelten die Zielbewußten" nicht: fie Berbohrtheit durch Guillotinirung der Dantonisten und Maulwurfsarbeit" des ,, revolutionären Bürgerthums" zogen einen eisernen Ring von Soldaten um das Pariser Hebertisten die besten Stüßen der Republik abgesägt und ein gründliches Eande zu machen, indem er mit der Proletariat zusammen, organisirten das käufliche Lumpens sich selber den Boden unter den Füßen weggezogen Art die Wurzel durchhieb. Am 26. Juli des proletariat gegen das revolutionäre Industrieproletariat, hatte. Unter den Konventsmitgliedern, die ihn mit Jahres 1830 erließ er durch Polignac die Ordonnanzen", und als alle Vorbereitungen für das Kesseltreiben beendet, sammt seinen Mit Diktatoren auf das Schaffot schickten, welche die oppositionelle Kammer auflöſten, ein neues jagte man die hungernden Arbeiter auf die Straße und waren noch viele ehrliche Revolutionäre, allein in der Wahlgesetz einführten und die Presse Knebelten. Die die Junischlacht begann, die nur deshalb nicht ein Natur der Dinge lag es, daß die Gegner der Re- Auflösung der Kammer, die Oktroyirung des neuen Wahl- Juni schlachten ist, weil der Löwe sein Leben so theuer volution, nachdem diese ihre tüchtigsten Vorkämpfer ver- gesetzes hätte die Bourgeoisie sich gefallen lassen, allein der verkaufte. Doch viele Hunde sind des tapfersten Löwen loren hatte, allmälig obenauf kommen mußten. Angriff auf die Presse und damit auf die Schuhwehr und Tod nach fünftägigem Heldenkampf erlag das Proles Um der„ Schreckensherrschaft" wenigstens äußerlich ein Bürgschaft aller politischen Freiheiten und Rechte das tariat- und was nicht getödtet war im Kampfe, nicht feig | Ende zu machen und die Monotonie der Guillotine zu ging nicht. Und plötzlich" wie es in dem niedergemezelt nach dein Kampfe, das ward nach Cayenne unterbrechen, führten die Sieger des neunten Thermidor Schlachtfang: der Parifienne" heißt fand Paris in geschickt und nach Lambessa auf die trodene als Strafe für politische Verbrecher, neben der bisher seinem Gedächtniß den ruhmvollen Ruf" der alten Guillotine", wie der Sozialist Pierre Leroux es zu alleinigen Strafart der Enthauptung: die Deportation Revolution; die Straßen der Stadt bedeckten sich jener Zeit in der Nationalversammlung nannte. Im oder Berbannung in eine überseeische Kolonie ein. mit Barrikaden, das Bürgerthum, unterstützt von den Und zwar wurde für diesen Zweck Guyana( Cayenne) Arbeitern, ergriff die Waffen am 27., 28. und 29. Juli in Südamerika bestimmt. wurde gekämpft, und am 30. Juli war Karl X. auf der Die Republikaner, welche mit Ingrimm bemerkten, daß Flucht in's Ausland, die Bourbonenmonarchie gestürzt auf bie Regierung mehr und mehr in ein antirevolutionäres immer. Das war die Julirevolution, in der das Die Februarrepublik ist der Julimonarchie nachgefolgt. Fahrwasser gerieth, machten verschiedene Aufstandsversuche, Bürgerthum eine Erinnerung seiner ideal- revolutionären Das zweite Kaiserreich wird beiden nachgeworfen auf den die Kraft der Revolution war jedoch erschöpft; wie bei Mission hatte. Schmußhaufen. Das Wetter und Morgenleuchten der Roma dem Uebergang der Fluth zur Ebbe: jede folgende Fluthwelle Die Julirevolution, gefälscht von den Cafimir Perier mun e unter Bliz und Donner die blutige Maiwoche" war schwächer als die vorherige. Das neue Gesch trat in( dem Großvater) und anderen Bourgeois, die vom Baum Zehntausende getödtet, geschlachtet- Zehntausende wieder auf Wirksamkeit gegen die Republikaner: am 12. Germinal der kapitalistischen Erkenntniß gekostet, hatte zur Frucht das die trockene Guillotine geschickt alles Proletarier, Sozialisten. 1. April des Jahres 1795 wurden die gefürchtetsten Bürgerfönigthum, die beste der Republiken", in welcher Wie in der Ehre des Vorkampfes für die Freiheit, so in Häupter: Billaud Barennes, Collot d'Her das Motto galt: Bereichert Euch! das heißt: Beutet das der Ehre des Märtyrerthums hat das Proletariat die bois und andere nach Französisch- Guyana- Cayenne-arbeitende Volt aus! Stehlt! Raubt! entartete, ihrer Jugendideale als Jugendeseleien" sich verschickt", wie der moderne Kunstausdruck lautet. III. schämende Bourgeoisie endgiltig abgelöst. Die dritte Repu Im Februar 1848 blitzte in einem Theil der Bourgeoisie blik stürzt, nachdem sie sich im Maiblutbad für den Tanz nochmals die Erinnerung an die große Revolution" aufum das goldene Kalb gestärkt, kopfüber in die wildesten, Hand in Hand mit den Proletariern ging das demokras wüsteſten Orgien des Kapitalismus und schließlich in tische Bürgerthum dem Diebsregiment und dem Diebs- den bodenlosen Panama- Morast, aus dem es für die gefindel zu Leib: der Julithron ward umgestürzt und vers Bourgeoisrepublik kein Entrinnen giebt. Hilfe bringen, brannt, der Bürgerfönig mit Schimpf und Schande zum dieses Schmuhmeer ausfegen, kann nur der junge, weltLand hinausgejagt. verjüngende Niese: Proletariat. Aber er ist der Todfeind Es waren Vertreter des revolutionären Bürgerthum 3, ideale, ideologische Gründer der Bourgeoisie, die zuerst nach Cayenne geschickt witrden. II. Die große Revolution" war niedergeschlagen; 1814 und 1815 war die legitime Monarchie, getragen von den Feuillefont. Der Jude. 191192 Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. " Jahre 1795 die revolutionären Bourgeois, im Jahre 1848 bas revolutionäre Proletariatdas ist der Fortschritt und die Logik der Weltgeschichte. " 1V. wartet, Ihr Trunkenbolde!" schalt die Haustönigin, indem Zwinger herüber, leise und mit Theilnahme. Ein Knecht sie ihre Faust mit einem Besen bewaffnete:" Ich will Euch guckte herüber, der gerade vier Stunden lang die Rundzur Ruhe bringen, daß der Lärm aufhöre bei nachtschlafender wache hatte, und auf dem Mauergänglein einherschlenderte. Zeit. Ihr müßt fromm sein, wenn Ihr noch einen Ich gehe beten!" versezte der Mönch, ohne eine Bes B01 01 Tropfen Weins bekommen wollt." In der That vertroffenheit zu verrathen, die ihm hätte Schaden bringen fügte sie sich auch vorerst in die Trinkstube, brachte durch können.- Ei Herr," sprach wieder der Knecht, ein junges ihre Vorwürfe und durchdringende Stimme die Lärmenden Blut mit treuen Augen: darf man denn beten, wo der zu besserer Erkenntniß, und nachdem sie die Ruhe wieder Bannfluch haust?" Warum nicht?" redete der Mönch: in etwas hergestellt, begab sie sich in das höhere Stockwert, Gott ist überall und seine Mondesscheibe sieht die Ges das Frauengemiach, wie ihre schweren Schritte auf der bannten an, wie die Freien." Ach, wie dant' ich Euch, Der Ordensmann war während dieser Erläuterung steinernen Stiege vernehmen ließen. Der Mönch zündete würdiger Herr," versetzte der Knecht. Ich habe mich ge verlegen und unruhig geworden. Mit einer gewiffen Heftig- indeffen die Leuchte an der Flamme des Herdes an, schob scheut, den englischen Gruß zu beten, seit ich auf der Beste feit weigerte er sich des Antrags und schob der Weigerung sein Gebräue von der Gluth, lächelte dann seltsamlich, und bin, während ganzer drei Wochen und war doch daheim Echuld auf das Interdikt, das auf der Beste ruhe. blickte nachdenkend gen Himmel." Sollte es denn wohl gewohnt, nie ohne Gebet einzuschlummern." Bete Du Frau Else warf ihm dagegen ein, daß die Fremde nicht eine Sünde sein," fragte er vor sich hin, wenn ich mich auch hier!" versicherte ihm der Mönch; fromm sein bringt dem Banne unterliege, und es demnach nicht gegen das in diese Zumuthung füge? Nicht doch," sezte er nach Segen überall. Behüte Dich Gott!"„ Und Euch," Gewiffen des Paters laufen würde, wenn er das Verlangte furzem Bedenken bei, dies Gewand schon erheischt es, und flüsterte dankbar der Knecht, so Ihr etwas Geheimes da thue. Durch die abschlägige Antwort noch obendrein ein dann ist es ja eine Trostbedürftige in Räuberhänden, die drinnen zu verrichten habt, habe ich Euch nicht gesehen. wenig gereizt, fette das männliche Weib mit unverhohlener nach der Theilnahme eines Menschen verlangt, in dessen Ave Maria, Herr!" Ohne weitere Störung trat der Bestimmtheit hinzu: Ihr Herren macht ja sonst keine Worten sie den allmächtigen Gott zu finden hofft. Mönch in die Kapelle, und es wurde ihm seltsam um's Umstände, wenn es darauf anfommt, einen Beichtheller zu Vermuthlich, trotz der Verwandtschaft, von welcher Frau Herz, da er das fleine Gotteshaus in so ganz anderem Zus gewinnen. Der heilige Vater mag Städte und Weichbilder Else sprach, eine gleich mir Gefangene,.. vielleicht die stande antraf, als man es wohl an solchen Gebäuden ges in Bann thun, und alle andere Welt und Ordenspriester jenige, um deren Willen man mich und den Unglücklichen, wohnt sein durfte. In einem Winkel aufgethürmt lagen mit Kreuz und Fahnen von dannen ziehen, Ihr bleibt der mich fuhr, zurückhält, ob wir gleich in unserer Abge- Betschemel, Bahre und Abendmahlbänke, umflort von Staub zurück, und singt Eure Metten und Vesper, nach wie vor. schiedenheit nicht einmal ihren Namen erfuhren? Werde und Spinnenfäden. Die Hälfte des Kirchleins war anFügt Euch darum heute auch gutwillig, versteht Ihr mich? ich sie aber trösten können, ich, der Trostsuchende und Troft- gefüllt mit Laubhaufen und Strohbündeln, wie mit einem Eure Tafel soll Eure Willfährigkeit verspüren, hört Ihr? lose? Vielleicht denn doch auf die Lippen des Leidenden Heuvorrath, welchen zu ergänzen oder wegzunehmen die Hier ist der Schlüffel zum Kirchlein," fezte sie hinzu, indem seßt sich wohl zuweilen ein Engel, welcher andern Ge- Burgknechte den bequemsten und kürzesten Weg gefunden fie den Mächtigen von dem breiten Schlüsselringe losmachte: prüften das Heil einer gesegneten Zukunft verkündet. Laß hatten, nämlich durch das an die Zwingermauern stoßende hier steht eine Leuchte, mit der Ihr vorsichtig umgehen sehen!" Fenster der Kapelle, wo die Leiter lehnte, welche diese Gemögt, denn es liegt allerlei brennbares Zeug in der Kapelle, Er faßte Leuchte und Schlüssel, und schlich über die schäftsgänge zu erleichtern bestimmt war. Die hölzernen und sie ist etwas in Unordnung gerathen, aber zum Beicht- Holztreppe in den engen Hof, in welchem er nach wenigen Stufen des Altars waren zertrümmert; der Altar selbst figen ist Blaz genug vorhanden. Geht voraus; gleich sende Schritten das Kirchlein erreichte, dessen niedrige Pforte mit in dem traurigsten Zustande. Der Burgpfaffe hatte die ich Euch das Fräulein. Laßt es aber unterwegs, mit dem einem großen Kreuze bezeichnet und von einem halb ver- Monstranz mit sich genommen, und das Tabernakel stand selben vielleicht eine List anzuspinnen, um zu entkommen; witterten Fliederbaume dürftig beschattet war. Schon hatte offen und verödet. Das Bild unserer lieben Frau neigte unsere Augen find scharf; man hintergeht nicht mich, nicht die Spinne ihr Gewebe über die Deffnung des Schlosses sich dem Beschauer von der Höhe entgegen, aber seines meinen Alten." Somit drehte fie, ohne eine Antwort gezogen, schon hatte der Rost sich in die Angeln gefeßt, Schmuckes entkleidet, und von dem Haupte des Bildes abzuwarten, dem Mönch den Rücken, und ging nach der daß sie knarrten wie Räder, als der Mönch die Pforte hingen noch wenige verwelkte und vertrocknete Blumen, Treppe, über welche das Gebrüll der Becher, die ein Fechts aufthat. Was macht ihr da, frommer Herr?" fragte die einst eine fromme Hand zu einem Kranze für dasselbe lied angestimmt hatten, in die Halle schallte. Wartet! eine Stimme über die Brustwehr der Hofmaner aus dem gewunden hatte. Der Priesterornat, wie die Gefäße des Die der " " des Rapitalismus, und mit Klauen und Zähnen wehrt von 224 012 auf 443 970 m. gestiegen. Wir erwähnen zunächst Hier ein Bild, wie ein Militär- Gefangener nicht selten in dieser sich gegen den wahren, den einzigen Gesellschaftsretter, noch die Porzellan- Manufaktur, die vor zwanzig Jahren einen die Jacke gesteckt wird; wir schicken indeß voraus, daß es niat sucht ihm Fallen zu stellen, stellen, ihn zu erwürgen. geringen Ueberschuß von 42542 M. ertrug, jetzt aber 140905 M. immer so weit getrieben wird. Der Mann hat zum gtn Fallen hat er vermieden, der junge Riese, Musterwerkstätte das Institut für Glasmalerei mit einem Buschuß- Urtheilen müßten ihm vielleicht Jahrzehnte lange Strafen zudiftirt vermieden, der junge Riese, Buſchuß erfordert. In den achtziger Jahren erscheint als zweite Male fich militärisch vergangen. Nach den kriegsgerichtlichen bei aller Ungeschlachtheit der Jugend doch bedarf von gegenwärtig 20 620 M. Der Etat der Handels- und werden. Er geberdet sich tagelang in seiner folirzelle wie eint den Mutterwit des tünftigen Herrn der Erde Gewerbeverwaltung für 1877 enthält sodann Forderungen für Wahnsinniger und ist es vielleicht in Wirklichkeit, meinen bat er hat sich nicht auf die Straße locken lassen, er hat Navigationsschulen und Vorschulen für Webeschulen, einige Gewirer rennt mit dem Körper gegen die Wände, schlägt und fich nicht zum Vivisektionsthiere romantischer Revolutions- werbeschulen und gewerbliche Zeichenschulen, für eine Baugewerk tritt gegen die von innen eisenbeschlagenen Thüren, schreit phantasien hergegeben er stählt seine Kraft, er prüft, er schule zu Nienburg, für eine chemische Lehranstalt in Elberfeld und tobt wie beseffen, schimpft auf seine Borgesetzten, auf Gesetz rechnet, er wartet seine Zeit ab und er hat 3eit und eine Mädchen- Gewerbeschule in Brieg, alles in allem und sonst alles mögliche. Es werden sechs Militär- Gefangene zu warten. Die Verzweiflungsstreiche, Angstsprünge und 796 836 M. Netto- Bedarf; endlich einige dispositive Posten zu ausgesucht, die, nach dem Gesetz heißt es freiwillig", sodann Todeszuckungen der alten Gesellschaft sind ihm dabei schönster gunsten des Fortbildungsschulwesens, rund 37 500 M., zusammen dem verfluchten Kerl" die Jacke anzulegen haben. Ein Offizier, Zeitvertreib. für gewerbliche Zwecke 834 336 M. und im ganzen für Fach- sowie ein Arzt müffen, wenn diese Prozedur vorgenommen und Fortbildungsschulwesen 1104 304 M. Diese Ziffer hat sich wird, zugegen sein. Der Feldwebel läßt zur besseren Vorsicht In seiner tollen Angst setzt sich der Kapitalismus, um in zwanzig Jahren etwa verdreifacht. Zur Zeit werden auf den Gefreiten das Bayonnet bereit halten, die sechs Gefangenen Ruhe zu finden, auf Bajonnete, auf Bomben, auf die Spitze gewendet für Webe-, Fach-, gewerbliche Zeichenschulen u. s. w. haben sich mittlerweile abgesprochen, wie sie die Jacke dem eines Dolches; sein häßlicher Doppelgänger, der Anarchis950 246 M., für Gewerbeschulen 264 500 M., für Fortbildungs. Rerl" anlegen, der Unteroffizier schließt die Zelle auf und die mus die Widerspiegelung seines eigenen innersten Schulen 440 000 m., für Navigationsschulen, Baugewerkschulen Auserkorenen" machen sich über ihren Mitgefangenen her. Ein Wesens, seines blödsinnigen Jchkultus, seiner rohen Menschen- und die Maschinenbauschulen in Dortmund, die Hüttenschule in Kampf beginnt wenigstens in sehr vielen Fallen wie er verachtung, seiner barbarischen Gewaltthätigkeit der Duisburg u. f. w. 475 330 M., endlich für die Pflege des Fort nicht schlimmer auf Leben und Tod geführt werden kann. Je anarchistische Wauwau ist seine letzte Hoffnung. An ihn bildungsschulwesens im polnischen Sprachgebiet 350 000 M., zu- nachdem die Angreifer den Delinquenten erfassen und beKlammert er sich, der Kapitalismus, wie der Ertrinkende al bezifferte fich für 1874 auf nicht ganz 4 Pf. auf den Kopf der aber wehrt sich der Mann furchtbar. Erst schlägt er mit fammen rund 2,48 Millionen Mart. Der gesammte Aufwand wältigen, wird die Prozedur dauern, in den meisten Fällen den Strohhalm, auf ihn baut er sein Reich. Gefegnet jei damaligen Bevölkerung, während für den öffentlichen Unterricht Armen und Beinen um sich, dann, wenn die Uebermacht die Bombe!" Und während er im Geist den willkommenen damals schon nahezu 88 Pf. auf den Kopf der Bevölkerung ver- ihn bezwungen, sucht er sich mit Krazen und Beißen zu Mordstahl Caserio's als Erlöser feiert und heilig spricht, ausgabt wurden; für 1894/95 hat letterer Aufwand die erfreu- vertheidigen und zum Schluß endet sein fortwährendes markzieht er nach genau hundert Jahren die Aechtungs- und liche Höhe von über 2,60 m. auf den Kopf der Bevölkerung erschütterndes Geheul in einem Etöhnen, Winseln, Röcheln... Knebelgesetze, welche die aufsteigende Reaktion nach dem erreicht, während für Fach- und Fortbildungsschulwesen noch die" userkorenen" haben gut gearbeitet, der Unglückliche, auf 9. Therinidor gegen die revolutionäre Bourgeoisie nicht ganz 11 Pf. pro Kopf verbraucht werden. Die Zahlen dem sie alle sechs herumfneteten, steckt in der Jacke, sie ist so iest schleuderte, aus dem Moder der Vergangenheit hervor, um legen das hier beharrlich fortbestehende Mißverhältniß so flar, wie vielleicht nur möglich zugeschnallt noch wenige Augenblicke und...... Jezt tritt der Arzt in Aktion, nachdem dem fte gegen das revolutionäre Proletariat an daß es einer weiteren Beleuchtung desselben nicht bedarf Delinquenten die Jacke wieder abgenommen und dieser vielleicht 3 Die Urenkel der Deportirten von 1795, die Enkel der mit Schaum vor dem Munde völlig ermattet daliegt Es wäre an der Zeit, mit solchen auf den Körper wie auf Sulikämpfer gegen die Preßordonnanzen haben im Jahre den Geist verbeerend wirkenden Strafen endgiltig zu brechen. des Heils 1894 Preßordonnanzen geschmiedet, ver Leider sind diese Strafeinrichtungen zu eng mit dem militärischen glichen mit denen die des Bourbonenkönigs Karl X. und sozialen System verknüpft und dürften daher erst mit dem Kinderspiel waren, und fie führen die tation wieder ein die Verschickung auf die trockene Depor System verschwinden. Guillotine! Und kein Bourgeois denkt an eine Juli revolution. Kein Bourgeois denkt an das Recht der Insurrektion", wie die Billaud Barennes und Collot d'Herbois von vor hundert Jahren. In diesen hundert Jahren haben wir die Blüthe, den Verfall, das Absterben der Bourgeoisie. Sie hat ihren Kreislauf vollbracht, ihren politischen Bankrott formell erklärt, ihren Todtenschein, ihr Todesurtheil sich selbst ausgeftellt, regierung hat den von dem Komitee Die Kulturaufgaben leiden nicht! Die Reichsfür den 8. Kongreß für Hygiene und Demographie erbetenen Zuschuß von 8000 M. abgelehnt. Das Reichsgesundheitsamt erklärt, die Ausstellung nicht beschicken zu können. gleich auf dem Kongreß die Cholerafrage sehr eingehend Dies geschieht zur Beit drohender Choleragefahr, obdiskutirt werden soll. Aber woher soll uns das Geld für Fortbildungsschulen, für Volksgesundheit u. dergl. kommen, frißt doch der Militarismus alles weg. Das Kapital flüchtet ins Ausland, ist die bekannte Drohung der Bourgeoispresse, mit der sie den Sozialismus sowie jeden Versuch, der Ausbeutung der Arbeiter eine Schranke zu ziehen, bekämpft. Das nach dem Ausland fliehende Kapital ist aber stets bei der Hand, den Schutz der Reichsregierung auf die Gefahr der größten diplomatischen Verwicklungen anzurufen, wenn ihm im Auslande auch nur ein Haar gekrümmt oder der Wucherzins um ein stenrojng in Minimum verkürzt wird. So sind die Aeltesten der BerUnd der Henker steht vor der Thüre" der Todten gräber, der Erbe das Proletariat. Dolitische Leberlicht. Berlin, den 19. Juli. Die Zulaffung der Redemptoristen wird heute vom Reichsanzeiger amtlich in folgender Form gemeldet: kommen mit Die erfinderischen Sächser fommen mit immer neuen Polizeimaßregeln, die das Erstaunen weitester Kreise hervorrufen müßten, wenn den herrschenden Massen nicht alles recht wäre, was gegen die Sozialdemokratie unters stand des Volksbildungs- Vereins in Wurzen bekam vom nommen wird. Das neueste ist das folgende: Der VorStadtrath Dr. Krippendorf ein Schreiben, worin es heißt: In Nr. 84 der Neuen Wurzener Zeitung" fordert der Vorstand des Volksgsvereins zur Theilnahme an einem Unterricht im Turnen auf. Wir tönnen in diefem Vorhaben des Volts Bildungsvereins und in der gedachten Aufforderung seitens des Vorstandes desselben lediglich eine auf Fortseßung der von uns durch Verfügung vom 8. d. M. aufgelösten Turnabtheilung des Bolts- Bildungsvon wenn der Vorstand diese Angelegenheit weiter verfolgen, ins besondere zur Errichtung des Turnunterrichts verschreiten sollte, auf grund des Vereinsgesetzes auch den Volts- Bildungsverein auflösen." Dazu meint die Wurzener Zeitung": rid Turnie liner Kaufmannschaft im Begriff, die Intervention der vereins gerichtete Bestrebung erblicken und werden deshalb, Reichsregierung anzurufen, weil die deutschen Inhaber italienischer Schuldbriefe mit von der italienischen Einkommensteuer betroffen werden. Auch bezüglich der griechischen Finanzfragen sind mehrfache Eingaben um Auf Grund der Bestimmung im§ 3 des Gefeßes, be- Schutz der Interessen der deutschen Gläubiger dem Reichstreffend den Orden der Gesellschaft Jefu, vom 4. Juli 1872 fanzler zugegangen. Wir glauben, die Reichsregierung hat ( Reichs- Gesetzbl. S. 253) und im Hinblick auf die Bekanntwichtigere Aufgaben, als den deutschen Wucher im Ausmachung, betr. die Ausführung dieses Gesetzes, vom 20. Mai 1878 lande zu schützen. ( Reichs- Gefeßbl. S. 109) hat der Bundesrath beschlossen, aus zusprechen, daß das Gesetz, betreffend den Orden der GesellAlso trozdem in dem vom Stadtrath bestätigten Statut ausdrücklich dem Verein die Ertheilung von Unterricht im Turnen gestattet ist, verbietet er ihn in diesem Falle, wo das Turnen doch sonst bei jeder Gelegenheit als äußerst vortheilhaft für Körper und Geist von maßgebenden Stellen befürwortet wird. Wie der Stadtrath androht, will er den Volks- Bildungsverein auflösen, wenn er seine Statuten befolgt und den Wunsch vieler seiner Mitglieder nach Turnunterricht befriedigt. Das dürfte wieder etwas ganz neues felbft für das in dieser Beziehung schon ziemlich abgebrühte Sachsen sein. hſen fein. Aus den Geheimnissen des Militärfeftungsgefängnisfes schaft Jesn, vom 4. Juli 1872( Reichs- Gesetzbl. S. 253) auf in Köln weiß die Elberfelder Freie Presse" Folgendes zu bedie Kongregation der Redemptoristen( Congregatio Sacerdotum richten: sub titulo Sanctissimi Redemptoris), fowie die Kongregation Wenn ein sogenannter renitenter" Militärgefangener die der Briefter vom Heiligen Geifte( Congregatio Sancti Spiritus Stala fänimitlicher Strafen durchgemacht hat, Strafen als da sub tutela immaculati cordis Beatae Virginis Mariae) find: Mittel- und strenger Arrest, zeitweise manchmal tageweife fortan teine Anwendung zu finden habe. Berlin, den 18. Juli Entziehung des weichen Bettlagers und der warmen Kost- die Der Anarchismus der Salons. In dem den 1894. Der Stellvertreter des Reichskanzlers. von Boetticher. beiden legteren übrigens sehr gebräuchliche und in Anbetracht Anarchismus behandelnden Leitartikel der letzten Nummer Der geringe Aufwand für das Fach- und der Jugend der ineiſten Gefangenen sehr harte Strafen, dann des Blattes für soziale Praxis" findet sich folgende Auskommen die weiteren förperlichen Züchtigungsmittel an die Reihe: führung: Fortbildungs- Schulwesen in Prenszen, über das von Zusammenfetten der Beine, Aneinanderfesseln der Unterarme unserer Partei so oft geklagt wurde, wird jetzt auch in durch Handschellen und endlich die Jacke", wie man auf Festung nationalliberalen Blättern kritisirt. Durch dieselbe geht die furzweg sagt. folgende Notiz: " Stellen wir vergleichsweise die Ziffern aus dem Rechnungsabschluß von 1874 und aus dem Etatgesetz für 1894/95 zu fammen, so begegnen wir zunächst dem Titel: 3u forstwissens schaftlichen und Lehrzwecken", der sich in diesen zwanzig Jahren ( immer die eigenen Einnahmen der Einrichtungen u. i. w. von den Ausgaben vorweg abgerechnet) von 98 520 bis zu 183 380 m. Netto- Ausgabe entwickelt hat. G3 folgen die bergtechnischen Lehranstalten, beren Aufwand auch beinahe sich verdoppelt hat; er ist Man bente fich einen Panzer aus dem dicksten und steifsten Leder, welcher et pa so lang wie ein sonstiger Militärrock, vorne und hinten mit je drei zollbreiten und ca. 1/2 Centimeter starken Stahlstangen versehen ist. Born ist diese Jacke offen und drei fräftige Schnallenriemen sorgen dafür, daß sie bei Benuzung je nach Absicht der Strafvollstrecker wirken" fann. Die Arme des Delinquenten werden gerade au" den Seiten herunter in an der Jacke angebrachten Lederhülsen befestigt, welche genau wie die Jacke selbst geschlossen werden. Wogegen wir vom Standpunkte der Moral und der Sozialpolitik energischen Einspruch erheben müssen, das ist der Leichtsinn, mit dem die sogenannte gute Gesellschaft beute ihre literarischen Ovationen Büchern darbringt, die in ihrem Kultus des Ich nur dazu führen können, den Geist der Bügellosigkeit und des Anarchismus zu befördern. Wenn Friedrich Nietzsche lehrt, der Mensch solle sich die Fähigkeit aneignen, über das Unglück anderer zu lachen, das Menschengeschlecht solle bestrebt sein, sich zu lachenden Löwen auszubilden, und wenn man diese Schriften, auch nachdem die Geistestrantheit ihres Ver= 100 100 20 will, die mich vielleicht verwirft, dte ich vielleicht ver181) poldogdsin our" oi " would werfen sollte, wenn meine Kraft noch die alte wäre? tagsibong saisi lai dun Heilloscs Schwanken! traurige Furcht vor den Gespenstern Literarisches. meiner Einbildung! Ich habe ja nicht gemordet! was will ich denn eigentiich bekennen? Gott schüße mich und meine Vernunft!" Der 10 Hochverratha Prozeß wider Liebknecht, Bebel, Hepner vor dem Schwurgericht zu Leipzig vom 11. bis 26. März 1872. Mit einer Eins Leitung von W. Liebknech t. 6. Heft. GS. 241 bis 288. 80. Berlin 1894. Verlag der Expedition des Vor wärts". Aus dem reichen Inhalte des eben erschienenen Heftes heben Altars lagen in dem Schrein, dessen Thüre weit offen stand, so wie der Bufall und neugierige Finger sie unter einander geworfen hatten. Die Feßen eines alten Kirchen paniers flatterten im Zugwinde traurig von der beftaubten Stange, und die Lampe, die ewige genannt, nunmehr aber auch erloschen, bewegte sich, von einer Kette losgeriffen, blos noch von der andern emporgehalten, flirrend im Sie erhob fich entschlossen, näherte sich rasch dem Luftstrome hin und her. Der Besucher dieser Dede hatte Beichtstuhle, in welchem der Geistliche lehnte, zu dessen nicht lange Muße, alle Gegenstände genau zu betrachten, die Füßen die hell aufflackernde Leuchte brannte. Und als sie fich ihm in finsterer Unordnung in diesem engen Raume den Schleier zurückwarf und auf die Stelle des Reuigen aufdrängten. Bald vernahm er die Schritte eines näher treten, bie Knie beugen wollte, tönte ein schmerzliches Ach!" wir hervor die Begrüßungsrede des Staatsanwalts Brubin am kommenden Menschen, und er hatte kaum noch Zeit ge- von den Lippen des Mönchs, und er schien in Bewußtiosig internationalen Kongreß zu Basel, den Bericht über Deutschland, funden, sich in den Beichtstuhl zu setzen, den man zur Her feit zu vergehen. Wallrade, erschrocken, heftig wie sonst, in dem die Zwiftigkeiten mit Schweizer, der Barmer General berge after und verdorbener Satteldecken gemacht hatte, reißt die Lampe auf, leuchtet in das Gesicht des Todblassen, persammlung, der Austritt Bracke's, York's und anderer aus als die Pforte wieder leise aufging, und eben auf diese und entsetzt sich nicht minder. Denn nicht nur das Antlig, dem Allgemeinen deutschen Arbeiterverein, der Eisenacher Kon Weise zugemacht wurde. Wallrade trat ein, in dichte Ge- das sich gewaltsam emporreißt aus den Banden des um greß und die Gründung der Eisenacher Partei behandelt werden, wänder und einen dunklen Schleier gewickelt, warf im flammernden Halbtodes, auch die Stimme ist's, die sie er dann die lange Auseinandersetzung Liebknecht's über die Gewalt Vorübergehen gegen den Altar einen Blick in den Stuhl fennt und fürchtet. Die Augen des Mönchs gehen auf wie theorie und Bebek's Plauener Programmrede. In einem Theil der Rene, und nickte dem darin Sitzenden langsam zu. drobende Mordbilder, seine Hand erfaßt mächtig die ertaltende der Auflage findet sich auf S. 257 zu Beginn des dritten AbAlsdann warf sie sich vor den Stufen des Altars nieder, Wallradens; mit der Linken entreißt er ihr die Leuchte, die fazes ein sinnitörender Druckfehler. Es muß dort statt Präsident und Thränen, feltene, feit langem ungewohnte Gäste, fie soeben sinten laffen will, und seine Zunge stammelt ein Biebknecht heißen, advil jual#stol d heute schon einmal erschienen, besuchten die Erschütterte schreckliches: Jesus! Jesus! sehen wir hier uns wieder? zum zweiten Male. Ihre Lippen beteten, wie ihre Augen Rennst Du mich?" sett er heftiger bei, und sie nicht stumm Barmod, Dr. jur. Maximilian, Antisemitismus und Strafmeinten, heftig, stürmisch, und ihr Flehen stieg leise, aber mit dem zitternden Haupte, und hält sich schwindelnd fest rechtspflege. Zur Auslegung und Anwendung der§§ 130, 166, 185, 36011 Strafgesenbuchs in höchstrichterlicher und dennoch stürmisch wie das vom Orkan gepeitschte Meer, an den Armen deffen, den sie haßt, damit sie nicht nieder- erstinstanzlicher Praxis. Berlin 1894. Siegfried Gronbach. wenn man es aus der Ferne sieht, zum Himmel empor. gleite zum kalten Boden. Und der Mann, der Zürnende, RI. 80 IV. u. 138 G. bou suloblbide pid thru " Herr der Erde und aller Welten!" stammelte ihre hat Mitleid mit der Vernichteten, und ein freundlicherer Ton Unter diesem Titel versucht der Verfasser darzulegen,„ daß ledigEmpfindung in unhörbaren Worten: Wie ist doch mein seines Mund es ruft sie wieder auf zum Leben, zum Schauen. lich eine unrichtige Praxis in der Handhabung der Geseze den Grund" Herz heute erfaßt worden auf wunderbare Weise; und bist daß in solchen Augenblicken der hereinbrechenden für die Uebelstände bilde", die in der Strafrechtspflege herrschen. Du es, oder einer Deiner strafenden Eugel, der also zu mir Wahrheit, Reue und Beschämung ein falsches Herz nicht unter der unrichtigen Praxis" versteht Veriaffer nicht, daß redete durch den Mund der aberwißigen Alten? Ogieb bricht, um rein unter die Erde zu gehen! Daß mit der die Strafrechtspflege durch juristische Künsteleien die freie Ausmir doch einen Wint, daß Du es bist, oder verrathe mir, Besinnung und der wiederkehrenden Kraft auch die vorüber- bung gefeßlich garantirter" Rechte der freien Meinungsdaß es der Geist der Ohnmacht allein gewesen, der über bligende Scham schwindet und das Bedürfniß der Sühne! äußerung u. s. w. häufig als strafbare Handlungen behandelt, wenn sie von Sozialdemokraten ausgeübt werden, sondern beklagt mich fam, und mich schwächer machte, denn ein unbe- Daß auf der Schwelle zum Licht der finstere Geist seine sich darüber, baß die Auflagebehörden und Gerichte nicht bolsenes Kind! Ha, wie dieses Wort mich ergreift. Verbündeten zurückzuhalten vermag! Daß jeder gute Vor- auch Antisemiten gegenüber mit gleich unrichtigem Maaße. Warum hasse ich den Namen des Kindes, warum verachte saz durch der Lüge gift'gen Athem in der Blüthe vergeht, messen. Er führt eine Anzahl Beispiele für die bekannte Thatsache ich den der Mutter, und warum dennoch ergriff mich so wie das Wort der Vertheidigung auf den Lippen des auf, daß die§§ 180( Anreizung zu Gewaltthätigkeiten),§ 166 allgewaltig das märchenhafte Beispiel der Grausamkeit schüchternen Mägdleins! Bon Wallraden wich der gute( Beschimpfung von Kirchengesellschafts- Einrichtungen),§§ 185, einer Mutter, des Leidens eines Sohnes! Warum klang Engel trauernd in einem Augenblicke der wichtigsten 198( Beleidigung),§ 360 Nr. 11( grober Unjug) Soziales wie mit metallenen Schlägen an mein Herz, daß auch Warnung, und gerade dem gegenüber, dessen plögliches Er- demokraten gegenüber mit Hilfe der juristischen Intero web mir! Wer hilft aus diesem Wirrsal! Wer scheinen das Siegel auf ihren Bund mit der Buße hätte Antisemiten gegenüber die Maschine ihre Dienste uersagt hat. pretationsmaschine zur Anwendung gelangt find, während fagt mir, was ich thun soll, und ob ich recht thue, indem brücken sollen Der Verfaffer durchsetzt seine Broschüre mit schweifwebelnden Denunziationen gegen die Antisemiten, bittet in manchmal recht ich ich meinem entfetten Gewissen folge, und zur Buße schreiten ( Fortseßung folgt.) fasserZ ärztlich festgestellt ist, in den Salons weiter vergöttert, so hat man kein Recht, sich darüber zu beklagen, daß schließlich auch Jemand die Konsequenz zieht und durch die T h a t zeigt, da» er von allen hergebrachten moralischen Vorurtheilen gänzlich frei da- st e h t. Mögen die Bevölkerungsklassen, welche in dem Anarchismus ein zu bekämpsenves Uebel erblicken, den G e i st des An- archismus zunächst da bekämpfen, wo sie seiner am ehe st entzerr werden können, näm- l i ch in sich s e l b st."— Ter Mörder Carnot's. Aus Lyon wird tele- graphirt: Die Auklagekammer beschloß die Verweisung Caserio's vor das Schwurgericht. Die Akten wurden sofort dem Präsidenten zugestellt. Wie man einem sehr interessanten Berichte des„Journal des Debats' aus Montpellier entnimmt, so scheint die gegen Caserio eingeleitete Untersuchung immer mehr darzulhun, daß Caserio als„Einsamer" lebte, plante und handelte, und daß er wohl gelegentliche Bekannte, aber keine Vertrauten hatte. Aus der Beurtheilung Caserio's durch Lombroso, den man, so wenig man auch mit seinen kriminalistischen Theorien einverstanden zu.sein braucht, wegen seiner großen Er- fahrungen als Irrenarzt doch als eine Autorität betrachten kann, entnehmen wir das folgende: Im Jahre 1848 wurde der Vater Caserio's von Organen der österreichischen Regierung unter dem falschen Verdachte des Grenzschmuggels verhastet und in die San Rocco-Kirche gesperrt. Er wurde mit dem Tode bedroht und stand dabei eine so große Angst aus, daß er von jenem Tage an häufig von epileptischen Anfällen gequält wurde. Er zeigte jedoch schon in seiner frühesten Jugend Anzeichen von Epilepsie, und dazu mag»ine hereditäre(erbliche) p e l l a g r ö s e Tendenz beigetragen haben, denn an der t o l l s ü ch t i g e n Pellagra litten zwei seiner Brüder, die heute noch in der Irrenanstalt von Mombello untergebracht sind. Die Pellagra hat stets in Motto Visconti gewüthel.... Das, was für die Wissenschaft von großer Wichtigkeit ist, ist die Epilepsie des Vaters. Inmitten einer vollkommen gesunden Familie, treibt diese Krankheit einen sonst friedfertigen jungen Burschen zu einer ungewöhnlich großen Heftigkeit, einen im allgemeinen apathischen und zu- iriedenen Menschen zu den furchtbarsten Ausschreitungen des Fanatismus. Und während der Bursche Nachts arbeitet, be- schäftigt er sich am Tage mit Zeilungslektüre und setzt seine Freiheit durch ein gewagtes Unternehmen, wie es die Ver- theilung von anarchistischen Flugschriften an die Soldaten ist. auf's Spiel. Ein ignoranter Mensch, der kaum lesen und schreiben kann, denkt an die Gründung eines Blattes, und end- lich bringt er es bis zur Ausführung eines fürchterlichen Ver- brechens, ohne sich weder vorher noch nachher aufzuregen, gleichsam als wäre er ein hartgesottener, an das Blutvergießen gewöhnter Mörder. Der Fanatismus, der durch die Epilepsie verstärkt wird, macht den Menschen eben blind und tollkühn. Mau thäte demnach gut, Caserio von ehrlichen Nerven- Lrzten untersuchen zu lassen, bevor man ihn vor Gericht stellt.- Die französischen Anarchistcngesetzker handeln durch- ans nicht in blinder Angst; sie wissen sehr gut, daß sie blos eine infame Komödie spielen, und daß ihre Knebelgesetze keinen Meuchelmord verhindern können. Der„Temps" selbst, das Pariser Hauptorgan des herrschenden Kapitalismus, giebt zu, daß es vor allem daraus ankomme, eine ord en t- liche Polizei zu schaffen. Wir theilten seiner Zeit mit, daß Carnot's Erniordung die Folge einer beispiellosen Nachlässigkeit der französischen Polizei war, die recht- zeitig eine Warnung erhalten hatte. Allein, die Hauptsache ist: daß die französische Polizei durch die infame politische Rolle, die ihr unter der zweiten Republik noch mehr als unter dem Kaiserreich Napoleon's des Kleinen und unter früheren Regierungen zugewiesen ward, bis zur Unbrauchbar keit de- m o r a l i s i r t ist. Statt Verbrecher zu fangen, züchtete die Polizei Anarchisten, und statt Attentate zu verhüten, ließ sie, wie Herr Andrieux mit dürren Worten bekannt hat, Attentate anfertigen, um Stinmmng für reaktionäre Politik zu machen. Eine Polizei, die hunderte von anarchistischen Lockspitzeln bezahlt und eine förmliche Schule anarchistischer Attentate errichtet hat, ist selbstverständlich nicht in der Lage, die Geister, welche sie durch ihre„Lockspitzel" hat„locken" lassen, alle zu kontrolliren. Die auf der Schwelle des Irrenhauses stehenden Opfer sind schwer kauderwelschcm Deutsch, doch auch die Antisemiten zu bestrafen und schließt sein Machwerk mit dem Hinweis, daß„zwiespältige Anwendung desselben Rechts das Vertrauen zu einer unparteiischen Rechtspflege erschüttern und dadurch den Boden ebne für Gesetzlosigkeit und Anarchie." Folgerichtig müßte der Doktor der Rechte Parmod sich selbst bei der Slaatsanwallschaft wegen Ver- Übung groben Unfugs, begangen durch seine Schrift, zur Anzeige bringen. Erbärmlich ist solch' elendes Denunziantengesindel. Ypsilon. Neun Wetterprognosen für die Monate Juli bis Dezember 1894 von Rudolf Falb. Verlag von Hugo Slemitz. Berlin. Preis 1 M. Häusig ist aus grnnd der thatsächlich beobachteten und fest- gestellten Wilterungsverhältnisse nachgewiesen, daß des ehe- maligen Gollesmannes Falb Wetterprophezeihungen eitel Dunst sind. Trotzdem wird das oben angezeigte Büchelchen weite Ber- breitung finden: die Klasse derer, die nicht alle werden, ist groß. Falb's.Prophezeihungen" sollen für ganz Europa— uiöglicherweise für das Gebiet der gesammlen Erdoberfläche— Geltung haben. Ihr Inhalt läßt sich etwa dahin zusammen- fassen:„an den„kritischen Tagen", die sich auf etwa ein Drittel des Jahres erstrecken, werden irgendwo Niederschläge oder Slürine bemerkbar werden; allerdings können diese bösen Tage sich um 2—3 Tag- versrühen oder verspäten." Fürwahr, da das Jahr nicht mehr als drei Drittel umsaßt. eine stets zutreffende Regel, insbesondere da Falb selbst jetzt zu der Erkeimtniß gelangt ist, dafi � durch ihn „die Wilterungssrage noch nicht vollständig gelost ist. Chroniken- schreibern. die Falb's„Prophezeihungen" beweisen wollen, wird es nicht schwer werden darzulegen, daß mit sehr seltenen Aus- nahmen Schlachten noch nie an Tagen geliefert sind, an denen selbst oder 2— 3 Tage früher oder später es nicht irgendwo ans dem Erdball geregnet, geschneit, gehagelt, geblitzt oder gestürmt hätte. Daß eine Verlagsbuchhan dtung solchen Schund wie die Falb'schen Wetterprophezeihungen für eine Mark ausmeten kann, zeigt wie tief die Gedankenlosigkeit bei der bürgerlichen Klaffe verbreitet ist. Der gute Schäfer Thomas machte es billiger und sicherlich nicht schlechter. Erfreulich'st, daß die astrouomische und meteorologische Wissenschast fast«üihellig Humbug Falb- scheu Schlages verurtheilt. zu überwachen, und die Polizei mußte mit der Herrschaft über die gerufenen Geister auch den Ueberblick über dieselben verlieren. Thatsache ist: die französische Polizei weiß nicht mehr was Lockspitzel und was gläubiger Attentats- zögling ist— die tausende von„Anarchisten"-Verhaftungen, die sie seit Anfang dieses Jahres vornahm, beweisen, daß sie völlig im Blinden herumtappte. Das Lockspitzelthum, dem wir die Attentats-Epidemie verdanken, hat die französische Polizei als Sicherheits- polizei total aufgelöst und aus Rand und Band gebracht. Und unsere Genossen in der französischen Kammer haben deshalb ganz Recht, wenn sie die strenge Bestrafung aller Polizeibehörden verlangen, die L o ck s p i tz e l de- s ch ä s t i g e n. Ohne die Lockspitzel keine Vaillants und keine Caserios. Und, wie wir schon vor Monaten sagten: wenn einmal die Brotherren und Gönner der Jhring-Mahlow, Ponrbaix, Ravachol und Konsorten im Zuchthaus sitzen, dann werden wir bald von anarchistischen Attentaten verschont sein. Aber— der Anarchismus und die Attentate gehören nun einmal zum Regierungs-Apparat der kapitalistischen Gesellschaft.— Tic groste Redeschlacht um die„verbrecherischen Gesetze" hat vorgestern begonnen. Unser Freund Vaillant giebt in der„Petite Republique" den Rath, die Debatten in die Länge zu ziehen. Wenn die Gesetze nicht binnen eines Monats beschlossen und fertig seien, werde Niemand, selbst kein Minister mehr, den Muth haben, diese Monstra- sitäten zu befürworten. Das mag wahr sein. Aber das ist auch den Urhebern der„Monstrositäten" ein Grund, sie möglichst rasch durchzudrücken. Und es ist bezeichnend, daß unter den 19 Rednern, die sich gemeldet haben, nicht einer f ü r die Vorlage ist. Die Casimir-Perier-Leute schämen sich ihrer schmutzigen Arbeit, sie wollen nicht reden, aber sie werden st i m m e n. Und mit„verzehrendem Eifer". Jede der drei bisherigen Abstimmungen über die Behandlung der Frage hat eine größere Mehrheit für die„verbrecherischen Gesetze" ergeben. Die Mehrheit hat die Generaldebatte scholl gewaltsam abgeschnitten, und heute sängt bereits die Einzelberathung an, zu der allerdings vierzig Ab- änderungsanträge vorliegen.— Neues sozialistisches Blatt i« Belgien. Vom 20. August an erscheint in G e n t ein ausschließlich der Propaganda unter der ländlichen Bevölkerung gewidmetes Blatt in vlämischer Sprache und betitelt:„Land b o u w e r'(der Bauer). Bravo. Die politische Aktion in Holland. Unser holländischer Korrespondent schreibt uns: Es ist eine erfreuliche Nachricht, die ich den Lesern des „Vonvärts" zu melden habe. Wie bekannt, war die holländische Arbeiterpartei, durch die Schwenkungen ihres bisherigen Führers Domela Nieuwenhuis, über den Weg irre geworden. Welche Folgen diese Unsicherheil der weniger gebildeten Genossen, die Gleichgiltigkeit der offiziellen Partei während der letzte» Wahlbewegung, auf die Propaganda gehabt haben mnß, wird man leicht berechnen können. Am klarsten stellt sich das heraus in der im Norden Hollands liegenden Pro- vinz Groningen, wo die Versammlungen der sozialistischen, resp. anarchistischen Führer, beinahe überhaupt nicht mehr besucht werden. Als ich dieses schon einmal im„Vorwärts" voraussagte, schimpfte„Recht v o o r Alle»" in der gewohnten Art und Weise, nannte mich Lügner u. s. w., allein, jetzt geht das nicht länger, denn das Organ Leqtjes„De Arbeider" ist diesmal die sickere Quelle, aus der ich schöpfe. Zwar macht das Blatt gute Miene zum schlechten Spiel, indem es behauptet, es freue sich über diese Erscheinung, weil daraus die geistige Selbst- ständigkeit der Arbeiter hervorgehe, aber gerade diese Trostworte, die, nebenbei bemerkt, einen bitteren Beigeschmack haben, bilden einen Beleg für meine Behaupiung. Im Zentrum des Landes, von Utrecht aus, wo die Bevölkerung am tiefsten unter dem ökonomischen Joche seufzt, und verdummt durch Schnaps und Priestermacht, sich ihrer Lage durchaus nicht bewußt ist, ist um so mehr PropagPida gemacht worden. Deutlich wird dies erwiesen durch die große Verbreitung des sozial- demokratischen Organs„De Baanbrekcr". das erst vor einem halben Jahre gegründet wurde, und jetzt allein in der Stadl Utrecht einen Leserkreis hat, der so groß ist, wie der des „Recht voor Allen" im ganzen Lande. Dieses Blatt vertritt ertschlossen die parlamentarische Taktik nnd führt überall den Kampf gegen die verderbliche, entnervende Taktik des ossiziellen Organs. Auch andere Arbeiterorgane,„ D e W o ch t e r„D e V o l k s- vruend",„De Bolkstribune" und dieser Tage„D e Bryheid" haben sich jetzt auf Seiten des Parlamentarismus gescklagcn. Von den gegnerischen Blättern hat bis setzt nur der oben erwähnte„De Arbeider" den Muth gehabt, sein« Meinung zu dokumentiren, indem die Redaktion den zweiten Namen: „sozialistische Zeitung" umänderte in„frei kommunistisches Organ".— Die Nebel der Verwirrung heben sich also, und deutlich sieht man jetzt die beiden Armeen, welche die Festung des Kapitalismus bedrohen. Tie sozialdemokratische Armee, welche eben anfängt sich zu organisiren, und die anarchistische?lrmee, welche in schönster Unordnung einherzieht, und deren Soldaten ihre Knüppel an der starken Mauer der Zwingburg vergebens zersplittern. Die Sozialdemokraten organisiren sich. Die erste That war das Wahlrechtnieeting in Deventer; die zweite That war eine Zusammenkunft einiger bewährter Ge- nassen in Utrecht, wo unter anderem die Frage der Presse behandelt ivurde.— Mißverständnisse, die bedauerlicherweise bis jetzt die Genossen noch am geschlossenen Vorwärtsschreiten hin- dertcn, wurden weggeräumt. Das Wochenblatt„De N i e u w e T y d" ist eingegangen. Der„Sozialdemokraat" wird jetzt das Zcntralorgan der Sozialdemokraten. Alle hervorragenden Parteigenossen sind Mitarbeiter. Aber die Organisation der iniernationalen Sozialdemokratie in Holland wird eifrig vorbereitet, und inzwischen sind die Genossen, die in ei»eni Friesischen Gemeinderathe die Majorität haben, eifrig bemüht, in ihrer Gemeinde bessere Zustände zu schaffen und auf diese Weise Propaganda zu machen. Sie haben schon bewirkt, daß in den Subinisfionsausschreiben der Gemeinde Minimallöhne und eine Maxinialarbeitszeit als Bedingungen auf- genommen worden sind. Die Gemeiiidesteuern sind auf die trag- fähigen Schultern abgewälzt, der Unterricht ist für die Kinder der Armen unentgeltlich geworden; die Löhne der Gemeinde- beamlen sind verbessert worden. Durch die freisinnige Auffassung der Unsrigen in Sachen der Freiheit der Lehrer außerhalb der Schule ist die Gemeinde ein Zufluchtsort für gemaßregelte Lehrer geworden. Die Armenverwallung ist in bessere Hände gekommen. Wenn also die Regierung auch eingreifendere Besserungen, die unsere Genoffen einführen wollten, unmöglich gemacht hat, so ist die Thätigkeit der Sozialdemokraten im Opsterlandschen Ge- nieinderatb dennoch derarl, daß sie unserer Propaganda zu gute kommt. Wenn dann die lange ersehnte Wahlrechtsausdehnung kommt, wird«ine kampfbereite Arbeiterpartei sie nicht ver- schmähen. Italienische Kolonialfrenden. Nach einer Meldung der„Agenzia Stefani' aus Massauah haben die italienischen Kolonialtruppeu unter dem Oberbefehl des Generals Baratieri am 17. Juni nach heftigem Kampfe die Stadt Kassala erobert. Dieser„Erfolg" wird die Italiener über das Elend der inneren Politik nicht trösten.— Der Lockspitzel Baron von Ungern-Sternberg soll nun wirklich von der serbischen Polizei verhastet worden sein. Die in Brüssel erscheinende„Gazette" meldet, die Staatsanwaltschaft von Lüttich habe eine offizielle Depesche aus Serbien erhalten, welche die Verhaftung des angeblichen russischen Barons von Ungern-Sternberg in Alexinatz be- stätige. Wir wollen abwarten, ob diese Nachricht sich auch bewahrheitet.— Die Sittlichkeitsvereine sehen ihre Aufgabe in der Hebung der Sittlichkeit der arbeitenden Klasse. Daß in anderen Kreisen das Feld für ihre Wirksamkeit größer wäre, beweisen die folgenden Notizen. In dem von der französischen Akademie preisgekrönten Werke K. Waliszewski: Liö Roman d'une Imperatrice(Der Roman einer Kaiserin) finden sich folgende Zahlenangaben über die Kosten der außerehelichen Liebe der Kaiserin Katharina II. von Rußland: Die Ziffern sind festgestellt, und sie sprechen ihre eigene Sprache. Nie hat Gott Amor über ein solches Budget verfügt, auch in Versailles nickt: Die Orlows bekamen 17 Millionen Rubel, Wisotski 300 OVO, Wassiltschikow 1110 000, Potemkin 50 Millionen! Ferner Zavadowski 1330 000 Rubel. Soritsch 1 420 000, Korsakow 920 000, Lanskoi, der Viel- geliebte, dessen Tod die Zarin schmerzlich beweinte, 7 260 000 Rubel— die theuersten Thränen der Welt— Yermolow dafür. daß er sie trocknete: 550 000 Rubel, Mamonow 880 000, die Brüder Subow endlich, welche den Reigen schließen, 3 500 000 Rubel. Zu diesen Summen, unter denen man nur Ge- schenke zu verstehen hat, kommen noch 8>/2 Millionen für die Verpflegung der Günstlinge, gar nicht zu sprechen von den Hundcrlrausenden von„Seelen", die auf diese Weise an den jeweiligen Mann des Tages verschleudert wurden. Rechnet man beiläufig zusammen, so erhält man eine Gesammtsumme von ca. 350 Millionen Mark, die in baarem Gelde unter Katharina's vierunddreißigjähriger Regierung für das National-Jnstitut des Favorilismus verbraucht wurde. Trotzdem war die Kaiserin Katharina eifrig für die Wahrung der Sittlichkeit an ihrem Hofe und in ihrem Reiche besorgt. Niemand durfte es wagen, in ihrer Gegenwart auch nur die leiseste Zote zu äußern, streng sah sie darauf, daß ihre Beamten sich in keiner Weise unsittlichem Lebenswandel hingaben, die Franzosen wollte sie einmal aus ihrem Reiche ausweisen lassen, weil diese nach ihrer Meinung die Unsittlichkeit unter den Russen verbreiten. Der Gegensatz zwischen dem privaten Lebenswandel und der offiziellen Sittlichkeit ist auch schon bei anderen Herrschern der Vergangenheit und Gegenwart konstatirt worden. Hierzu ein Bild aus der Gegenwart. Einer Korre- spondenz der„Vossischen Ztg." aus Konstantinopel entnehmen wir das folgende Nachspiel zu einer Liebesepisode aus dem Leben des König Milan's: Milan hatte mit der Frau des serbischen Diplomaten Christitsch schon vor Jahren ein intimes Verhältniß unter- halten. Dieses wurde von Milan auch dann noch einige Zeit fortgesetzt, als sich Christitsch von seiner Frau scheiden ließ. Die frühere Frau Chriftitsck, eine Tochter des kaiserlich türkischen Architekten Joannides Effendi, lebt seitdem hier. AlS nun ber serbische Exkönig vor einigen Jahren hier weilte und das Ver- hältniß wieder anknüpfte, blieb dies nicht ohne Folgen. Die Geliebte Milan's wurde Mutter eineS Knaben. Dieses Ereigniß führte zwischen ihr und ihm zu einer regen Korrespondenz: Frau Ariemista Joannides kam auf diese Weise m den Besitz von elf Briefen, in denen sich Milan als den Vater des Kindes bekannte und ihr eine größere Abfertigung— man spricht von 500 000 Fr.— versprach. Während der Anwesenheit des jungen Königs in der türkischen Hauptstadt war nun der in seiner Begleitung befindliche Bauten- minister General Zdrawkowitfch mit der Erledigung der An- pelegenheit: der Zurückerlangung der Briefe gegen eine Ab- fertigung beauftragt. Diese Schritte führten anfänglich zu keinem Erfolg, trotzdem man türkischerseits auf die Familie der Frau einen starken Druck ausübte. Bei den Verhandlungen ist es sogar zwischen dem kaiserlichen Kammerherrn Raghib Bcy und dem Bruder der Frau Artemisia zu einer sehr dramatischen Szene gekommen. Schließlich mußte aber die Familie dem energischen türkischen Drängen nachgeben; die Frau erhielt für ihr Kind 8000 Pfd. und gab acht Briefe zurück. Für die fehlen- den drei Briefe, die sie leugnet empfangen zu haben, mußte sie ein Papier unterzeichnen, rn dem sie erklärt, daß, falls noch Briefe gefunden werden sollten, diese null und nichtig sind und weder sie noch ihre Familie davon irgend welchen Gebrauch inachen würden. Daß man ein solches Verfahren im bürgerlichen Leben Erpressung nennt, ist ebenso sicher, wie daß dies dem Rufe des Königs Milan nicht mehr schaden kann.—- Der Staatsbankrott Griechenlands ist ein ganz vollkommener. Die Delegirten der Gläubiger haben Athen nach fruchtlos geführten Verhandlungen verlassen. Besten- falls erhalten die Gläubiger ca. 42 pCt. der geliehenen Summen. Griechenland hat sich durch seine Militäraus- gaben und seine äußere Politik diese seine Kräfte über» steigende Schuldenlast aufgehalst. Mit den Gläubigern baben wir kein Mitleid.(Siehe auch unsere Notiz„DaS Kapital flüchtet ins Ausland".)— Aus Amerika wird telegraphirt: Chicago. 19. Juli. Infolge der günstigeren Gestaltung der Lage sind alle Bundestruppen aus der Stadt zurückgezogen, ebenso sind alle Milizen im Staate Illinois entlassen worden mit Ausnahme von 3000 Mann in Chicago. Des Weiteren wird gemeldet, die Armee der Vereinigten Staaten, die allerdings sehr klein ist— 36 000 Mann— soll in Folge der jüngsten Ereignisse vermehrt werden. Die alte Dumniheit, wenn der Dampfkeffel überheizt ist« Gewichte drauf zu legen. Die Zollreform in den Vereinigten Staaten, durch die eine Abschwächung der hoch- schntzzöllnerischen Mac Kinley- Bill angebahnt werden soll, zieht sich infolge des Widerstandes der Interessenten, die es an Beeinflussung der öffentlichen Meinung ebenso wenig wie an Bestechungen fehlen lassen, sehr in die Länge. Die Beschlüsse der Repräsentantenkammer und des Senats sind nicht gleichlautend ausgefallen, was die Verabschiedung des Gesetzes unmöglich macht. In der am Mittwoch gemeinschaftlichen Kommisston des Repräsentantenhauses nnd des Senats wurde eine Ver- ständigung über die Tarifvorlage auch nicht erreicht. Haupldiffereuzpunkte find die Zölle für Zucker und Eisen- erze.— Der englisch- japanische Konflikt scheint doch nicht so drohend zu sein, wie es nach den gestrigen Depeschen " schien, denn heute meldet Reuter's Bureau" aus Yoto- 1 hatten, so mußten sie den Fackelzug" auflösen, d. h. die zwei bama, ein offizielles Kommuniqué bezeichnet die Dar Papierlaternen auslöschen. Außerdem wurden ihre Personalien stellung des Zwischenfalles mit dem englischen Konsul in festgestellt". Söul als übertrieben. Der Konsul habe die japanische Vorpostenkette überschreiten wollen, um in das Bivouak der Truppen zu gelangen; daran wurde er gehindert. In Samoa will es nicht zur Ruhe kommen. Der in Auckland angelangte Dampfer Mariposa" überbrachte aus Samoa die Meldung, daß daselbst am 29. Juni zwischen den Rebellen und den Regierungstruppen ein Scharmützel stattgefunden habe, wobei die Rebellen 22 Mann verloren haben. Parteinachrichkeit. Soziale Leberlicht. Gegen die Unterstützung auswärtiger Streifs hat fid das Hamburger Gewerkschaftstartell am 12. Juli durch eine Resolution entschieden, die folgenden Wortlaut hat Die heute am 12. Juli 1894 im Hammonia- Gesellschaftshaus" tagende Versammlung der Delegirten zum Hamburger Gewerks schafts- Kartell erklärt in Ansehen des Umstandes, daß auf grund des geltenden Regulativs das Hamburger Gewerkschaftskartell Ueber die Arbeiterbewegung in Oberschlesien wird uns feine ganze Thätigkeit nur auf lokalem Gebiete entfalten will noch geschrieben: Die vom internationalen Bergarbeiterfongreß und somit auswärtige Streits nicht zu unterstützen sind und zwar in Berlin zurückgekehrten Delegirten Prukop und Raferyt sind aus folgenden Gründen: 1. Eine solche Unterstüßung würde eine bier durch Abhaltung von Versammlungen fleißig bestrebt, die Beeinträchtigung der Thätigkeit der Zentralvereine bedeuten. oberschlesischen Bergleute für den Verband der westfälischen 2. Die auswärtigen Streitfälle entziehen sich gänzlich der im§ 3 des Regulativs vorgeschriebenen Kontrolle Bergarbeiter zu gewinnen. Das as ist ihnen mit solchem Erfolg gelungen, daß wie bekannt aus dem Zabrzer Bergrevier Kenntniß des hiesigen Kartells und würde durch Unterstützung bereits über 3000 Mitglieder dem Verbande beigetreten sind. Ver- auswärtiger Streits die sonst übliche Behandlung dieser und geblich gebraucht die hiesige bürgerliche Presse in Verbindung mit ähnlicher Fälle in Frage gestellt werden. 3. Die Delégirten zum der Geinlichkeit alle ihr zu Gebote stehenden Mittel, um der Hamburger Gewerkschaftskartell würden eventuell Beschlüssen ihre In Frankfurt a. M. gaben unsere Parteigenossen nach erkannt, daß es vom Kapitalismus nach gerade genug gefnechtet wertschaften eingeräumten Befugnisse hinausgehen und sich somit In Frankfurt a. M. gaben unsere Parteigenossen nach Arbeiterbewegung Einhalt zu thun. Das oberschlesische Bolt hat Bustimmung geben, welche über die dem Kartell von den Ge dem großartigen Siege, den sie bei der Wahl der Arbeiter worden ist und daß ihm durch zahlreichen Beitritt zum Verband in Widerspruch mit den Bestimmungen des Regulative seßen. vertreter zur Generalversammlung der Ort3- Sicherheit geboten ist, sich ein menschenwürdiges Dasein zu ver- Ausnahmen sind nur dann zulässig, wenn durch länger dauernde Krankentasse errungen hatten, in letzter Stunde noch geschaffen. Unsere Genossen haben zwar einen schwierigen Stand- oder größere Streits eine Erschöpfung der Zentralkaffen einschriebene Zettel zur Wahl von Vertretern der Unternehmer aus. punkt, weil ihnen die Säle zu Versammlungen oit verweigert getreten ist oder falls es sich um Ausschlüsse solcher Organisations. Wenn es sich dabei auch selbstverständlich nicht um einen Sieg werden. Dennoch arbeiten sie unverdrossen weiter und daß ihre angehöriger handelt, welche im Begriff stehen, ihre Organisation handeln konnte, so ist das Ergebniß dieser Wahl doch immerhin Arbeit fruchtbringend ist, beweist die in der kurzen Zeit erlangte aufzurichten. In beiden Fällen tann jedoch eine Unterſtüßung recht lehrreich für die Leute, die vom Rückgang der Sozial- hohe Mitgliederzahl des Verbandes. Die Geistlichkeit hat bereits nur auf ausdrücklichen Antrag der Vorstände der Zentralvereine demokratie" fabeln. Von den int ganzen abgegebenen erkannt, daß sie gegen die hier herrschende Arbeiterbewegung nicht oder der Vorstäude derjenigen Lokalorganisationen, in deren 108 Stimmen der Unternehmer fielen nämlich auf die sozial- aufkommen tann. Anfangs machten die Geinlichen von der Branche eine Zentralorganisation in Deutschland nicht besteht, demokratische Liste nicht weniger als 38, während die Liste des Kanzel herab großen Lärm und malten unsere Genossen in gewährt werden." Der letzte Paffus dieser Resolution wird den Rassenvorstandes 67 Stimmen bekam. Die 38 Stimmen zeigen Farben, bei denen die Wahrheit natürlich nicht den Pinsel führte. dem Kartell angeſchloſſenen Gewerkschaften noch zur Urabstimmung uns, daß der Sozialismus auch in Frankfurt a. M. unter dem In derselben Weise schrieben die vom Pfaffenthum gemietheten vorgelegt werden. Unternehmerthum zahlreiche Anhänger hat. Begründet wurde diese Resolution wie folgt: In der letzten Blätter Katholik" und„ Praca". Als jedoch in mehreren sozialCefterreichische Parteipresse. Die Konferenz der Kreis- demokratischen Versammlungen dem Volke über die Biele unferer Beit haben sich auswärtige, im Ausstand befindliche Gewerk. Oesterreichische Parteipreffe. Die Konferenz der Kreis- Partei reiner Wein eingeschänkt worden war, als infolge dessen schaften öfter an das Hamburger Gewerkschaftskartell um organisation Auffig- Teplitz beschloß die in Aussig erscheinende überall die Versammlungsbesucher sich zur Sozialdemokratie be- petuniäre Unterstüßung gewandt, aber die Kommission stehe auf "& adel" eingehen zu lassen, den„ Gesellschafter" tünftig tannten, da ließen auch unsere Gegner den Strick locker, und gaben dem Standpunkt, daß eine Einschränkung der unterstützenden in Tepliß, und zwar, wie bisher, dreimal wöchentlich heraus zu, daß unsere Versammlungsredner nur im Interesse des arbeitenden Thätigkeit nach dieser Richtung hin für das Kartell durchaus zugeben, dagegen die in demselben Orte jetzt zweimal monatlich Boltes ihre Kräfte anstrengen. Als Beweis hierfür fann wohl gelten, erforderlich sei. Im kommenden Frühjahr habe das Kartell die erscheinende Volts stimme" fünftig nur einmal monatlich daß der Pfarrer aus Zabrze einmal sogar die Vesperandacht um Wahlen zum Gewerbegericht zu betreiben. Dazu müßten Mittel herauszugeben. Die Abonnenten der" Fackel" gehen auf die eine Stunde früher anberaumte, nur um eine Rede unseres Ge- vorhanden sein. Alsdann müsse auch auf die Zukunft Bedacht Boltsstimme", die der Boltsslimme" auf den Gesellschafter" nossen Brufop zu hören. genommen werden. Bei den sicher nicht ausbleibenden LohnAm 15. Juli wurde in dem kleinen Dorfe Gr.- Paniow, Kreis bewegungen Hamburgs in den kommenden Jahren müsse, die Zabrze, eine öffentliche Bergarbeiter- Versammlung abgehalten, Hamburger Arbeiterschaft gewappnet dastehen, und das Kartell Der sechste Parteitag der dänischen Sozialdemokratie, wo Prufop, Raferyt, Goralczyk und Hassa referirten. Jedem würde in diesen Vorkommnissen eine entscheidende Rolle zu spielen der dieser Tage in Aarhus abgehalten wurde, unterzog zu- wurde stürmischer Applaus zu theil. Die Versammlung war von haben. Das sei alles Grund genug, die Mittel für Hamburg darüber: Die Aenderungen stellen feinen Bruch mit dem bislotal entfernt wohnen. nächst das Barteiprogramm einer Revision. Man schreibt uns Leuten besucht, die zum Theil bis 11½ Meilen vom Versammlungs- nach Möglichkeit zusammen zu halten, zumal jetzt das Kartell über nur geringe Mittel verfüge. In anderer Beziehung müsse herigen Prinzip dar oder die Hinzufügung eines neuen, sondern man darauf hinwirken, Kurz, die Bewegung ist überall in flottem Gange, und eifrige Nothwendigkeit einer guten Organisation erkennen lernen, daß diejenigen Berufszweige die nur eine bündige Zusammenfaffung und eine klarere Heraus- Sorge der oberschlesischen Parteigenossen wird es sein, dafür zu die dieser Frage ziemlich lau gegenüberstehen. Es werde arbeitung des Wesentlichen. Namentlich ist der den Mittelstand sorgen, daß das so bleibt. vernichtende Charakter des Kapitalismus noch schärfer hervornoch oft in einen Streit eingetreten, ohne gute OrganiGanz hübsch im Fahrwasser fündiger Begehrlichkeit" fation und gehoben und die Abschaffung der besonders der Ausbeutung tn ohne einen Pfennig Geld den Kassen dienenden Heimarbeit in das Programm speziell aufgenommen. fegelt die Kommission der christlich- sozialen Knappen zu haben. Man gehe alsdann unter dem Appell an die Soli Unsere Stellung in Schul- und Kirchenfragen ist in deutlicherer vereine des Essener Reviers in einem Aufrufe, der die Bildung darität der Arbeiter Deutschlands mit dem Klingelbeutel herum Form, die zu feinen Mißverständnissen Veranlassung giebt, aus einer Organisation auf christlicher" Grundlage empfiehlt. Nach und es sei vorgekommen, daß solcher Art schwach organisirte und gesprochen. Außerdem beschäftigte sich der Kongreß mit der der Rhein.- Westf. Arb.- 3tg." verspricht die Kommission, daß die schwach fundirte Gewerkschaften mit bemitleidenswerth geringen Partei- Organisation, die eine größere Einheit und zugleich geplante christliche Organisation fordern soll: einen gerechten Beitragssäßen wirklich einen Erfolg errungen haben und diesen größere Selbständigkeit der Lokalverbände erreicht hat. Die Lohn, der dem Werthe der geleisteten Arbeit gleich geradezu auf ihre niedrigen Beiträge zurückführen. Wenn an Agitationsausschüsse werden in Zukunft vom Geschäftsausschuß tommt und dessen Minimalſaz nach Revieren festgesezt wird. allen Orten die gewertschaftlichen Organisationen auch gerade in mit ganz bestimmten Aufgaben gewählt werden, sodaß alle Ferner soll eine Statistik über Lohnhöhe, Arbeitsleistung dieser Beziehung selbständiger und die Zentralverbände gestärkt Kompetenzkollijionen ausgeschlossen sind. Außerdem wird der und Außerdem wird der und Verkaufspreise aufgestellt, weiter sollen die würden, dann werde man nicht mehr nöthig haben, um jedes Geschäftsausschuß in Zukunft aus 12, statt wie bisher aus 7 Mit- bergpolizeilichen Vorschriften besser beachtet und ihre Durch einzelnen Lotalstreits willen in ganz Deutschland herum zu betteln. gliedern bestehen, sodaß alle berechtigten Interessen beffer werden führung von Vertrauensmännern Ausnahmen seien natürlich zulässig und zwar bei länger an. zur Geltung fommen können. Auch diese Organisationsveränderung fontrollirt werden. Den Bergleuten sei Mitbestimmungsrecht bei dauernden und größeren Streits und Ausschlüssen, die durch die wurde einstimmig angenommen. Ferner wurden die bisher ge- der Verwaltung der Bechen Unterstüßungstassen zu gewähren Bentralorganisationen selbst bei besten Verhältnissen nicht allein trennt gewefenen Agitationsdiftritte Kopenhagen und Seeland und die Knappschaftstasse sei zu reformiren. Die Organisation durchgeführt werden können. vereinigt, wodurch eine straffere Zentralisirung herbeigeführt und soll zechenweise geschehen, von jeder Belegschaft ein Ausschuß, ein schnelleres Eingreifen ermöglicht wird. Auch zwischen den und von den Ausschüssen oder den Knappenvereinen ein Zentrals Stadt und Landarbeitern zeigte sich das beste Einvernehmen. Ausschuß gewählt werden. Die letteren waren start vertreten: 30 Landarbeiter- Verbände gegen 17 Ropenhagener und 20 andere städtische Verbände. Es wurde beschlossen, für die Landverbände dieselbe Organisation wie in den Städten gelten zu lassen, ohne deshalb die fachlichen Aufgaben bei Seite zu feßen. Lindenberg's Vorschlag einer theilweisen Errichtung reiner Fachvereine mit Anschluß an den die ihnen nichts nüßen wird. über. " 7931 " Revier Beamten = % oder " Depeschen. Die Christlich Sozialen versprechen den Bergleuten das Blaue vom Himmel herunter und halten nichts, wenn es gilt, die Intereffen der Bergleute gegenüber den Grubenverwaltungen energisch wahrzunehmen. Die Bergleute thun daher gut, ihre ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) fauer verdienten Groschen nicht einer Organisation zuzuwenden, Danzig, 19. Juli. Nach einer Bekanntmachung des Staatsfommissars ist gestern die Mutter des erkrankten Bühnenarbeiters dänischen Landarbeiter Berband" fand keinen Anklang und Der Verband des Arbeiter Stenographenvereins in Groß- Wolz an der asiatischen Cholera gestorben. Heute ist wurde vom Antragsteller selbst zurückgezogen. Dagegen ist Aus- Teutschlands( Richtung Neu Stolze) hielt am 8. Juli in ein Schiffer in Thorn und ein Fischer in Krakau( Kreis Danzig) ficht vorhanden, daß dieser Verband sich der sozialistischen Or- Glms horn seinen zweiten Verbandstag ab. Nach dem Ge- unter choleraverdächtigen Symptomen gestorben. Im Neberganisation anschließt. Mehrere lokale Verbände von Südjütland schäfts- Bericht des Bornandes hat der Verband sehr gute Fort- wachungsbezirk Graudenz ist ein Flößer, in Schillno sind 2 Flößer hatten den Wunsch nach lokalen Tagesblättern ausgesprochen. fchritte gemacht. Die Mitgliederzahl ist seit der Gründung, die als choleraverdächtig in die Baracke geschafft worden. Der Kongreß empfahl den Distrikten, einen Grundfonds zu diesem erst vor kurzem ir Hamburg erfolgte, von 71 auf 160 gestiegen Kopenhagen, 19. Juli. Der Justizminister hat heute eine Zwecke zu stiften. Der nächste Kongreß wird in Odense abund der Verban erstreckt sich heute bereits über Schleswig- sofort in Kraft tretende Verfügung erlassen, nach welcher Progehalten werden. Holstein, Hannover, Rheinland, Westfalen 2c. Einen Hauptpunkt venienzen aus Danzig vor der Landung einer ärztlichen Unterder Verhandlungen bildete die Agitation und die Lehrerfrage. suchung und der Desinfektion unterworfen werden. Die Einfuhr Beruf und Partei. In stiel gehörten nach der letzten G3 wurde beschlossen, Lehrkurse nur vom Vorstand oder den von Lumpen aus Danzig ist verboten. Kaffenübersicht dem Sozialdemokratischen Verein als einzelnen Vereinen einrichten zu lassen und die Lehrer vom Ver- Christiana, 19. Juli. Zu den Meldungen, wonach die Mitglieder an: 67 Tischler, 44 Arbeiter, 39 Maurer, bande zu bezahlen, serner in den Blättern unserer Partei für Regierung die Sanktion des Storthingsbeschlusses über besondere 30 Bimmerer, 29 Buchdrucker, 28 Schneider, 26 Schuhmacher, die Sache des Verbandes zu agitiren und so den Arbeitern die Strafbestimmungen für Personen, die vor dem Storthing se 17 Schloffer, 14 Maler, 12 Bigarrenmacher, 11 Echmiede, je Stenographie zugänglicher zu machen. Seit dem 1. Juni wird laden werden, verweigert habe, wird offiziell mitgetheilt, daß die 10 Former, Klempner und Buchbinder, je 6 Dreher, Schiffs das Verbandsorgan,„ Der Arbeiter- Stenograph" herausgegeben. Angelegenheit von dem Staatsrathe überhaupt noch nicht berathen zimmerer und Bauarbeiter, je 5 Brauer, Töpfer, Speisewirthe Es erscheint monatlich einmal in Hamburg. Der nächste worden sei. und Höfer, je 4 Holzpantoffelmacher, Bierhändler, Reepschläger Berbandstag wird zu Pfingsten 1895 in Hannover abgehalten. bamn ist ein Matrose daselbst an Cholera gestorben. Helsingfors, 18. Juli. Nach einer Meldung aus Frederiks. und Küper, je 3 Tapezirer, Maurerarbeitsleute, Bürstenmacher " = Bern, 19. Juli. Die vom Bundesrathe mit der Prüfung des neuen Projektes für den Simplontunnel beauftragten Sachverständigen haben ihre Arbeiten abgeschlossen und einen der Ausführung desselben günstigen Bericht erstattet. und Händler, je 2 Bäcker, Gastwirthe, Wäscher, Redakteure, Der Stadt Frankfurt a. M. ist das Statut einer Rüttich, 18. Juli. Gestern Abend platte eine DynamitBuchdruckereibesitzer, Barbiere, Echlächtermeister, Hafenarbeiter to mm unalen Arbeitsvermittelungsstelle von patrone vor der Wohnung des Bürgermeisters in Hermalle. Die Stadtreisende, Zigarrenhändler, Kellner, Kaufleute, Handlungs- der königlichen Regierung in Wiesbaden mit Ausnahme des Explosion richtete ziemlich beträchtlichen Schaden an. gehilfen und Rürschner, fowie je ein Buchhändler, Kohlenhändler, sogenannten Streifparagraphen genehmigt worden. Bäckermeister, Expedient, Musiker, Gärtner, Hutmacher, Stein- Die Arbeiter Turn Zeitung", monatlich einmal in feber, Schieferdecker, Brothändler, Stellmacher, Vergolder, Fisch Leipzig Probstheida bei H. Rauch erscheinend, wird jetzt händler, Maschinist, Korbmacher, Konditor, Gelbgießer, Metall- versuchsweise a chtfeitig herausgegeben. Um den Vertrieb puter und Kunstkabinetbesizer an. Jusgesammt hatte der Verein dieses Organs für die Interessen der volksthümlichen Turnerei" 460 Mitglieder. zu erleichtern, werden beim Bezuge von 10-50 Exemplaren 10 pet., bei 51-100 Exemplaren 20 pCt., über 100 Exemplare 30 pet. Ermäßigung des Abonnementspreises gewährt. Die Mitglieder des Arbeiter- Turnerbundes werden hierauf auch hierdurch aufmerksam gemacht. Todtenliste der Partei. In Düsseldorf starb der Parteigenoffe Leopold Pönsgen. Die Parteigenossen bereiteten ihm ein imposantes Leichenbegängniß. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. 3 1 Gewerkschaftliches. Der Vorstand. Laibach, 18. Juli. Heute Nachmittag gerieth ein Theil der staatlichen Pulverfabrik in Stein in Brand. Ein Arbeiter ist verunglückt. Der Brandplay ist abgesperrt. Für die Stadt Stein besteht keine Gefahr. " Brüffel, 19. Juli. Entgegen der gestrigen Meldung der Gazette" versichern die Abendblätter, die Staatsanwaltschaft habe von den serbischen Behörden feine Benachrichtigung von der Verhaftung des Barons Ungern- Sternberg erhalten. Paris, 19. Juli. Heute fand die Beisehung des Präsidenten Carnot statt. Die Familie wohnte derselben bei und legte Kränze auf den Sarg nieder; letzterer wurde gegenüber demjenigen des Großvaters Carnot's eingesetzt. Monaco, 19. Jult. Heute Morgen um 41/2 Uhr fand ein Cowes, 19. Juli. Ein zur Zerstörung eines Wracks austeichtes Grdbeben statt; ein unfall ist nicht vorgekommen. . Ueber ihre Landtags Thätigkeit fprechen ist den sozialistischen Abgeordneten in Sachsen auch schon verboten. Wenigstens ist dies dem Abg. Gey et in Achtung Brauerei Silfsarbeiter! Wir machen den Mit Niederhermsdorf widerfahren. Die dort angemeldete Versammlung, wo Geyer seinen Wählern Bericht erstatten wollte, aliedern des Vereins bekannt, daß sich die Zahlstelle für wurde mit der Begründung verboten, Geyer sei in Kappel und Charlottenburg beim Restaurateur Herrn Wernice, Krummeftraße 19, befindet. Gleichzeitig werden die Mitglieder Markersdorf in schroffster Art und Weise vorgegangen". Ei Hercheses, zu schroff! In Sachsen, wo fait jeden Tag ein ersucht, dem in der öffentlichen Brauereiarbeiter- Bersammlung gesandtes Boot flog während der Bornabmne der Arbeiten in die Urbeiter ausgewiesen, eine Versammlung verboten, ein Verein gefaßten Beschluß nachzukommen, wonach 10 pct. ihres Veraufgelöst wird, weil Regierung und Polizei ihrer inbrünstigen dienstes entweder an die obengenannte Bahlstelle, oder an die Luft, wobei sieben Personen den Tod fanden. ( Deveichen des Bureau Herold.) Liebe zum arbeitenden Volte nicht anders Luft machen können, Kommission, Blumenstraße 38 bei Wiedemann, abzuliefern sind. Budapest, 19. Juli. Wie rumänische Blätter berichten, hat in einem so humanen Lande schroff" über öffentliche Zuñände zu reden, das ist allerdings ein Bergehen, würdig der schärften apajemšti in Berlin ist wegen Nichtbewilligung der rumänische Geistliche nur mit seiner Genehmigung den Posten Bandagen und Handschuhmacher Deutschlands. Bei der ungarische Unterrichtsminister angeordnet, daß in Zukunft Ahndung. Abermals ein sächsischer Turnverein auf- 91/ 2 ftündigen Arbeitszeit der Streit ausgebrochen. Dafelbst eines Lehrers annehmen dürfen. gelöst, weil er sich auf dem Hohensteiner Turnertage vertreten wurde 101/2 Stunden gearbeitet, dagegen in anderen biesigen Rom, 19. Juli. Anläßlich der heute beginnenden Verhand ließ und der Freien Vereinigung der Arbeiter- Turnvereine an- Fabriken 9 bis 912 Stunden. Vor Zuzug wird streng gewarnt. lung gegen den, des Attentats auf den Ministerpräsidenten Crispi angeklagten Anarchisten Lega hat die Polizei die weitgehörte. Den Turnverein zu Siegmar betraf diesmal dies Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Schicksal. Die Straßenbahn- Kondukteure in Best reichten, unter gehendsten Vorsichtsmaßregeln getroffen. Dem Publikum wird der und immer noch Sächsisches. Wenn im hellen Umgebung der Direktion ihrer Gesellschaft, an den Handels- Butritt zum Gerichtssaal nicht gestattet. Paris, 19. Juli. Ju der Deputirtenkammer wurde die Sachfenlande zwei Arbeiter nächstens zusammengehen minister ein Memorandum ein, worin sie ihre üble Lage Berathung der Gesegesvorlage zur Unterdrückung des Anarchismus und jeder von ihnen eine angezündete Papierlaterne schildern. Für den Fall, daß ihnen keine Hilfe wird, beschlossen Guesde( Sozialist) befürwortete eine wieder aufgenommen. tragen will, so ist das ein Fadelzug, wozu polizeiliche fie, am Stephanstag, den 20. August, in den Ausstand zu treten. Gegenvorlage, welche dahin geht, das Breßgeseh vom Jahre 1893 Genehmigung erforderlich ist. Zwei Arbeiter, die Sämmtliche Arbeiter des Leipziger Gutenberghanses abzuschaffen und wieder auf das Gesetz von 1881, welches der neulich Sonntags von der Prinzenhöhe bei Dresden heimkehrten, waren so leichtjinnig gewesen, fich durch zwei brennende Papiers( Maschinenfabrik, Inh.: H. W. D. Sperling, Seeburgstr. 35) Republit zur Ehre gereiche, zurückzukommen. Lyon, 19. Juli. Das Verhalten Caferios ist immer noch Internen den Weg ohne Genehmigung der heiligen Hermandad haben die Arbeit niedergelegt. Grund hierzu war fortgesetzt Er ist viel, schläft sehr ruhig und trägt zu erleuchten. Aber im Orte Naundorf ereilte sie die Nemesis. unpaffende Behandlung seitens des Werkmeisters Hänsel. Eine dasselbe wie früher. Ein Laubgendarm fragte sie nach der polizeilichen Genehmigung, Rücksprache mit dem Fabrikanten, den Werkführer zu entlaffen, in allen Aeußerungen und Bewegungen eine zynische Gleichgiltig und da die leichtsinnigen Menschen, wie wir schon wissen, teine blieb fruchtlos, worauf die Arbeiter ihre Pläge verließen. Berantwortlicher Redakteur: Hugo Vönsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. feit zur Schau. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 166. Freitag, den 20. Juli 1894. pinsur 13 Arbeiter! Parteigenoffen! 11. Jahrg. Die Einigungsversuche vor dem Gewerbegerichte sind an dem Widerstande des Bier- Ringes gescheitert. Der barbarische Akt des kapitalistischen Uebermuths, die unerhörte Maßregelung der völlig schuldlosen Brauereiarbeiter ist nicht zurückgenommen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Bierproßen die einzig mögliche Antwort ertheilt. In zweiunddreißig großen Volksversammlungen ist der Bierboykott auf sämmtliche Ringbrauereien ausgedehnt worden. Arbeiter! Parteigenossen! Eure Ehrenpflicht ist es, nicht zu dulden, daß Hunderte von Klassengenossen der Unternehmer- Willkür zum Opfer fallen, daß der Brauerring in brutalster Weise seine ökonomische Macht mißbraucht. Zum Kampfe gedrängt wird die Arbeiterschaft Berlins ihre gerechte Sache mit aller Energie führen und mit rücksichtsloser Entschlossenheit diejenigen Mittel anwenden, welche den Sieg verbürgen. Arbeiter! Parteigenossen! Sorgt dafür, daß nirgends Ringbier getrunken wird. In keinem Hause, in keiner Werkstatt, bei keinem Ausfluge darf ein Tropfen Boykottbier getrunken werden. Alle Feste und Vergnügungen in Lokalen, in denen nur Ringbier geschänkt wird, sind zu unterlassen; alle etwa bereits getroffenen Verabredungen rück gängig zu machen. Den Gastwirthen muß klar gemacht werden, daß sie zu wählen haben zwischen der Kundschaft der Arbeiter und der Gunst der Bierproben. Wir wollen jede Schädigung der Gastwirthe vermeiden, indem wir dieselben auffordern, sich Bier aus boykottfreien Berliner oder auswärtigen Brauereien anzuschaffen, dann werden die Arbeiter nach wie vor bei ihnen verkehren. Weder Maßregelungen noch Saalsperre schrecken uns; wir kennen keine Furcht und wissen, daß an der Solidarität der Arbeiter das Unterfangen des Brauerrings scheitern wird. Mit unbeugsamer Entschloffenheit halten wir den Boykott über lämmtliche Ringbrauereien so lange aufrecht, bis unsere gerechten Forderungen erfüllt sind. sted Arbeiter Berlins, thut Eure Pflicht, meidet das Ringbier und die Lokale, in denen Euch Boykottbier vorgesetzt wird. Nud auch Ihr, Arbeiter und Parteigenoffen in Deutschland, helft uns, indem Ihr kein Bier aus den boykottirten Brauereien Berlins trinkt. Der Boykott, dessen Ende nicht abzusehen, ist den Berliner Arbeitern durch einen Aft unerhörter Brutalität aufgezwungen. Wir appelliren an das Ehrgefühl aller flassenbewußten Arbeiter und wissen, daß ihre Solidarität sich stärker erweisen wird als die Zufallseinigkeit des dividendenlüsternen Unternehmerthums. Vorwärts, Arbeiter und Parteigenossen! Trinkt kein Boykottbier! Meidet die Lokale in denen Ringbier ausgeschänkt wird! Kanft kein Flaschenbier, welches aus Ringbrauereien Kammt. Lehteres empfehlen wir besonders deu Franca zur Beachtung. Hoch die Solidarität der Arbeiter! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, lottenburg. Friedrich Reichenkron, Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl King u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Brauerei in Wusterhausen. F Die Boykottkommiffion. " gegen wurden 1878 insgesammt produzirt 19 654 900 Hektoliter| So entfloß es dem bärtigen Gehege der Zähne eines wild ge Bier; 1888, trotzdem inzwischen die Zahl der Brauereien wordenen Budifers pardon Gastwirths, und den kampfesfrohen Char- liter; und 1898 bei noch stärker verringerter Brauereien- die sich nach dem Genuß von Schultheißbier einstellt, wurde der war, schon 22 113 200 efto: Worten folgt die kühne That. Mit all der athletischen Kraft, zahl gar 33 171 100 Seltoliter. Nach diesen beiden Zahlen- arme Vorwärts" auf die Straße geschleudert. Da liegt er nun reihen entfiel 1873 auf jede Brauerei eine durchschnittliche mit seiner Boytott: Aufforderung, der Zerstörer des Produktion von 1449 Settoliter jährlich, 1888 eine solche von guten Einvernehmens, dort, wo das Pfüßenwaffer am tiefsten 2025 Hektoliter und 1898 von 3921 Hektoliter, also beinahe und der Schmuß am größten und eine Schaar Kinder vollführten 4000 Hektoliter( welche lettere Zahlen natürlich nur Durch darauf einen wilden Kriegstanz. Das Vergeltungswert ist vollschnitts zahlen darstellen und in keiner Weise maßgebend find endet und selbstbefriedigt über seine Großthat tehrt Herr für die Bierproduktion der wirklichen Großbetriebe). Jedenfalls G. Meier, Mittenwalder str. 57, denn er ist der Held fann man hier deutlich sehen, wie die Großen die unseres Stückes, zurück in sein Lokal. In dem schönen Bewußt Kleinen allein im Laufe dieser zwanzig Jahre systematisch sein, der Menschheit einen großen Dienst geleistet zu haben, er aufgefogen haben und wie die zurückgebliebenen Großen aufwägt er nun, ob er in Butunft fein verödetes Lokal an Rad Rosten der Kleinen geschwollen find. Doch da bedarf es keiner fahrer oder an einen Birkusdirektor, vermiethen soll. langen Kommentare. Zahlen beweisen. Und zu ähnlichen Schlüssen führen die folgenden Zahlen über die von den Brauereien gezahlten Brausteuern. Von den Brauereien haben an Brausteuer Exportbrauerei Rathenow, Niederlage bei Max Denn hardt, N.W., Hannoversche Straße 18a, dan Bürgerliches Brauhaus, Dresden. Echloßbrauerei, Fürstenwalde. 10 Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frank. furt a. D. Gustav Spiekermann, Weberstraße 66, Niederlage des Bürgerlichen Brauhauses Luckenwalde. Phönix Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. entrichtet: bis 60 M. 4583 60 bis 600 m. 5016 1873 1883 2979 1898 1885 8941 2738 3501 3410 2997 299 392 523 162 199 868 Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage 600 bis 6000 0. Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernad, Mühlenstraße. Tokales. Die Charlottenburger Lokalkommission theilt uns mit daß der Gastwirth W. Breslow, Augsburgerstr. 78 auf dem Flugblatt irrthümlich als gesperrt bezeichnet worden war. Derselbe führt seit dem 16. Mai nur Biere aus Brauereien, die nicht boykottirt sind. H der Leere seiner Lokale, hervorgerufen durch die Verweigerung Herr Joël auf Schleichwegen. Schmerzlich berührt von feines Eaales an die Sozialdemokraten, die ihm absolut nichts gethan hatten, sucht Herr Joel seine Säle an den Mann zu bringen. Das Schreiben, das Herr Joël zu diesem Zwecke an hiesige Vereine gelangen läßt, ist mit folgender Einladung be stempelt: Da mein Lokal von den Sozialdemokraten boykottirt ist, bitte ich Sie, Ihre Vergnügungen bei mir abhalten zu wollen." Warum denn gerade bei Herrn Joël? Aus dem 6000 bis 15 000 m. gestern über 15 000 M. Don uns veröffentlichten Bettelbrief des Herrn Jacobi ersahen wir doch, daß es noch mehr noth Auch diese kleine Tabelle ergiebt flar, wie start die kleineren leidende Gastwirthe giebt. Die Andreas Gefell Brauereien mit geringen Brausteuersummen fortwährend zurück schaftssäle" haben aber ganz besondere Vorzüge, die gehen unter dem Druck der gewaltigen( mitunter wohl auch ge Herr Joël natürlich nicht unterläßt, in seiner Offerte auf waltthätigen) Konkurrenz ihrer größeren Kollegen, deren zuzählen. Wir erfahren da, daß er jedes gewünschte Brausteuern sich von Jahr zu Jahr erhöhen, genau in demselben Bier" liefert, da ich von keiner Brauerei ab. Maße nämlich zu folossalen Gummen erhöhen, in dem die Be- hänge". Als Herr Joel er war einer der letzten lau triebe selbst sich zu Riefenetabliſſements auswachfen. Und der ben Saalverweigerern überschwenkte, motivirte er diesen seinen langen Rede kurzer Sinn? Herr C. A. Müller hat nur allzu Entschluß gerade damit, daß er von der Brauerei abhänge. recht mit seinem Inserat: die Schäflein werden In welchem Falle nun Herr Joel ge- irrt, wissen wir natürlich von den Wölfen gefressen. nicht. Bekommt denn übrigens Herr Joël nichts aus dem Nun mißverstehe man uns nicht, weil gerade wir dies Eaalverweigerungsfonds, daß er schon zu solchen Reklamemitteln Etwas von den Wölfen und den Schäflein. Die hervorheben. Wir haben nichts gegen den Großbetrieb im greifen muß? Das wäre um so bedauernswerther, als es nachs Berliner Brauereien, speziell Schultheiß, haben in den letzten Brauergewerbe und überhaupt nichts gegen den Großbetrieb im gerade ziemlich schwer ist, in Berlin Vereine zu angeln, die Jahren allen im Umkreise von Berlin liegenden Brauereien in allgemeinen. Wir haben die technische und wirthschaftliche Ent- mit der Sozialdemokratie nicht sympathifiren, was schon daraus der rüdsichtslosesten Weise Konkurrenz gemacht, ihre Existenz wickelung nicht geschaffen, die ohne Unterlaß Kleinbetriebe hervorgeht, daß uns nicht weniger denn 5 Joel'scher Offerten schonungslos bedroht und zum Theil vernichtet. Dies geschieht, aufreibt, zu Paaren treibt, expropriirt und Riesen- Etablisse zugestellt wurden. obwohl das unmittelbare Absatzgebiet Berlin sich alljährli hments an deren Stelle setzt. Dieser Auflösungsprozeß der Kleinmindestens um die Zahl einer Mittelstadt wie Potsdam, d. h. betriebe zu gunsten des technisch vollkommeneren Großbetriebes Die Werkstätten- Agitation, die in der Arbeiterbewegung mehr als 50.000 Seelen erweitert. Trozdem giebt es faft feine ist einfach ein Uebergangsstadium im Gange der Kultur von jeher eine nicht zu unterschätzende Rolle gespielt hat, wird Stadt von 3-4000 Einwohnern in einem Umkreise von 100 Kilo- entwickelung der Menschheit, welche aufzuhalten niemand auf auch in dem gegenwärtigen Kampfe der Berliner Arbeiterschaft metern um Berlin, wo nicht die Schultheiß- Brauerei große der Welt die Macht hat. Auch wir nicht. Wie wir die Ursachen mit den Brauereien noch mehr als bisher in Anwendung ges Niederlagen errichtet hat, um von da aus auf eigenen Wagen dieser Bewegung nicht geschaffen haben, so tönnen wir auch die bracht werden. Jedenfalls dürfte es Aufgabe der in nächster die kleinsten Dörfer zu besuchen und Bier in Flaschen zu einem Folgen nicht hindern. Wir kämpfen nicht gegen die Kleinbetriebe, Woche stattfindenden Gewerkschaftsversammlungen sein, sich mit Preise zu vertreiben, bei welchem kein Bierverleger seine Rechnung diese gehen ohne unser Zuthun zu Grunde; wir konstatiren nur diesem Thema ganz besonders zu befassen. Das winzige Recht, finden tann." die Thatsache ihres Niedergangs und ziehen daraus unfere Schlüffe. was dem Arbeiter im heutigen Klassenstaat noch zusteht, sein So zu lesen in einem von der Brauerei C. A. Müller in Und diese Schlusse sind unsere Ziele. Geld zu verzehren, wo er will, das Bier zu trinken, was ihm Potsdam ausgehenden Inserat, welches den Pfeil recht geschickt Wie anders acer diejenigen, die mitten drin stehen in diesem schmeckt, kann ihm niemand streitig machen. Freilich ist von auf die Schüßen zurücksendet, den der hochmögende Herr Kampf um die Existenz, denen das Schicksal schon auf den Fersen einigen Großindustriellen, deren Unternehmerinstinkt sie auf Rosice und sein Gefolge auf die Brauereien abgeschossen hatte, ist, vom Großkapital gefressen zu werden. Wie sollten sie sich Seite der Ringbrauereien treten läßt, bereits der Versuch die es wagten, boykottireies Bier nach Berlin zu liefern. Diese wehren mit Zähnen und Klauen gegen dieses unangenehme Schick gemacht worden, den Arbeitern in den Werkstätten vorschreiben Brauereien wurden, wie sich die Leser erinnern, wegen un fal! Wie fouten sie alles drauf und dran setzen, um sich so zu wollen, welch Bier fie für ihr Geld trinken dürfen. Diese Iautererer Konturrenz gewissermaßen der öffentlichen Verlange über Wasser zu halten, wie es in ihrer Macht Versuche sind zumeist durch das gemeinsame Handeln der Ars achtung preisgegeben. Aber das Inserat weist nun nach, daß liegt! Wenn die Großen mit Herrn Rösicke gehen, beiter abgeschlagen worden. eine schonungslosere und blutigere Konkurrenz überhaupt nicht nun, die wollen dabei selbst ihr Schäfchen Schäfchen ins Leider giebt es ja auch noch Arbeiter genug, die den Be gemacht werden kann, als sie die Berliner Großbrauereien, ganz Trockene bringen. Aber die Schäfchen selbst, die kleinen schlüssen ihrer Genossen nicht die nöthige Achtung entgegen. besonders die Echultheiß- Brauerei des Herrn Rösicke, den kleineren Brauereien nämlich?! Ja, wen der Herr verderben will, den bringen. So wird uns u. A. mitgetheilt, daß sich in der Krautauswärtigen Brauereien während vieler Jahre gemacht haben, schlägt er mit Blindheit. Darum sind ja gerade die Kleinen, straße 52 eine ganze Anzahl Fabrikräume befinden und alle und daß es nur eine sehr milde Revanche ist, wenn die fich jetzt auf Röside's gutes Zureden hin verbluten und darin beschäftigten Arbeiter sollen, nach der Versicherung unseres die auswärtigen Brauereien jetzt einen kleinen Theil des ver- schwächen, damit sie nachher um so leichter überwältigt werden Gewährsmannes, noch heute nur Schultheiß- und Borussia- Bier Lorenen Geschäfts zurückzuerobern fuchen. tönnen, so polizeimidrig du m m. Und gerade darum ist ja trinken. Es ist in der That bedauerlich, wenn Arbeiter selbst Daß die fleineren und fapitalschwächeren Betriebe aller Herr C. A. Müller in Potsdam so flug. Der denkt: ihren Genossen solcher Weise in den Rücken fallen und diejenigen Branchen von solcher Konkurrenz auf Leben und Tod beständig rau! schau! wem?" und" Jeder ist sich selbst der unterstützen, die es auf Vernichtung aller Organisationen der bedroht find, und daß speziell auch in der Brau- Industrie Jahr ä ch ft e!" Arbeiter abgesehen haben. ein, Jahr aus eine Anzahl kleinerer Brauereien verschwinden Aber noch eins: Wir glauben, so werden aus dem Bunde muß, damit sich die übrig bleibenden siegreichen Genossen auf der Ringbrauereien bald noch Verschiedene denken. Kosten der niederkonkurrirten recht auswachsen können, Der Krieg gegen den Vorwärts"( eine einzelne Rampfes das Wer hätte das gedacht! Die freie Zeit, fiber die alle Unterthanen des Bierkönigs Rösicke jeho verfügen, sollte, so vers sichert ein Eingeweihter", dazu benutzt werden, den großen ift unseren Parteigenossen und, wie es scheint, ja auch den darunter leidenden fleineren Brauereien nichts neues episode finden unsere Leser weiter unten) soll in Rixdorf Bismarck bei seiner Durchfahrt durch Berlin besonders feierlich mehr. In welchem Maße diese Vernichtung aber voran- fchon soweit gediehen sein, daß 100 Gastwirthe und Einer den zu begrüßen. Alle Vorbereitungen waren getroffen, als man sich schreitet, dafür jetzt aus dem foeben erschienenen Statistischen selben abbestellt haben. Die infolge des Bierboykotts täglich sich mit einem Male eines Wortes erinnerte, daß der Genannte, als Jahrbuch für das Deutsche Reich"( Seite 32 und 33) ein paar steigernde abonnentenzahl gestattet uns einen solchen Luxus gern. man noch an keinen Bierboykott bachte, gesprochen:„ Wein muß Wir nehmen davon nur Notiz, weil diese nicht unbeträchtliche das Nationalgetränk eines jeden neue Beweise. Deutschen werden." Das Im Jahre 1878 gab es im Deutschen Reich noch 13 561 Baht charakteristisch ist für die große Verbreitung unseres genügte, um Kontredampf zu geben, der Anführer wurde ob Brauereien; nach 10 Jahren, 1883, war deren Zahl auf 10 921 Blattes. To diefer unzeitgemäßen Remineszenz mißgestimmt und daber tam zufammengeschmolzen; und 1893 gab es nur noch 8460. Da- Nache ist füß! Hinaus! Hinaus! Du Sch..... blatt! es, daß, worüber sich jetzt die Intimen des Fürften die Köpfe malinit zerbrechen, die Betheiligung am Empfange so miserabel war. Wer hätte das gedacht kleine Ursachen, große Wirkungen. " " " Bolizeipräsidium. Friedrich ber grausam die fteht unter " " Das unterwegs von heftigem Unwohlsein befallen worden. Der zur| Nachtquartier, und die Sammelstelle für Kleidung und Wäsche Patientin berufene Arzt Dr. R. muß wohl choleraverdächtige tann manchem die Mittel bieten, sich wieder in einen halbAm Mittwoch war der Frosch sehr krauf, jetzt schimpft Erscheinungen vorgefunden haben, denn die Kranke ist fofort wegs anständigen" Menschen zu verwandeln der Bour er wieder, Gott sei Dant! wir meinen den fleinen Kläffer mittelst Krankenwagens nach dem städtischen Krankenhause geoisie gilt ja nur der gut gefleidete Mensch als anständig Moabit" überführt worden. Die bakteriologische Untersuchung und auf diese Weise eher Arbeit zu bekommen. aus der Zimmerstraße, der sich großsprecherisch Intelligenzblatt ist zur Stunde zwar noch nicht vollständig beendet, indeffen wird ist alles sehr wahr. Aber es gehört eine ganz gehörige Portion die Bemerkung einflechten, daß, wenn auch der„ Vorwärts" in uns mitgetheilt, daß der Fall in der That ernsterer Natur sein Dummdreiftigkeit dazu, von dem Proletariat zu verlangen, daß feiner Mittwochnummer das Gummischlauchblatt in einem Athem foll. Die Mannschaften der städtischen Desinfektions- Anstalt es sich mit diesen und ähnlichen Brosamen, wozu auch alle feiner Mittwochnummer das Gummischlauchblatt in einem Athem haben heute früh sofort die Desinfektion der Effekten und der gemeinnützigen" Bestrebungen und vor allen Dingen die ge mit anderen Beitungen genannt hat, er dasselbe trotzdem nicht den bürgerlichen Organen zurechnet, mit denen eine Polemit Wohnräume ausgeführt, was natürlich in der Gegend des Falles sammte staatliche Sozialreform" gehört, zufrieden giebt. Die Bourgeoisie weiß sehr wohl, warum fie so sehr über die gelegentlich nicht zu umgehen ist. Derartigen, in jeder Beziehung nicht wenig Aufregung hervorgerufen hat. tiefstehenden Organen giebt man wohl gelegentlich einen Fußtritt, aber man läßt sich nicht in Auseinandersetzungen ein genau erhöhte Anziehungskraft aus, nicht auf den Berliner, der sich feit" und" Sozialreform" nicht nachlassen will. Diese Begehre Die Denkmäler Berlins üben gegenwärtig wieder eine Begehrlichkeit" des Proletariats schimpft, die trotz aller„ neuen Ideen" auf dem Gebiete der Wohlthätigkeit"," Gemeinnüßigwie ein Reisender verfährt, der von Rötern belästigt wird. bekanntlich um die sogenannten Sehenswürdigkeiten Berlins am Selbstverständlich halten wir jede Beile des am Mittwoch Ber allerwenigften fümmert, aber auf die zahlreichen Fremden, die, wirklichen Beendigung des sozialen Krieges geschlossen und durch lichkeit verhindert nämlich, daß der soziale Friede" vor einer öffentlichten aufrecht; weil in diesem Blättchen wie gewöhnlich mit Reisehandbuch und Fernglas bewaffnet, alle hervorragenden eine noch schlimmere Knebelung des Proletariats besiegelt wird. von unwahren Behauptungen gesprochen wird, soll ausnahms Straßen und Plätze der Stadt abflappern, um ihr vom Bädecker eine noch schlimmere Knebelung des Proletariats besiegelt wird. weise, trotzdem der Raum beschränkt ist, noch einiges hinzugefügt vorgeschriebenes Penfum zu absolviren. Wenn wir sehen wollen, Von dem Sittlichkeitsverbrechen, das am hellen lichten werden. wen man in Berlin bisher eines Denkmals für würdig hielt, Tage bei Friedena u auszuführen versucht wurde, werden 13. für a'u So schwatschweifig der Plünderer des Vorwärts" sonst ist müssen wir uns einmal einem solchen Reisenden auf seinem iegt noch folgende Einzelheiten bekannt: -- über das gewiß interessante Intermezzo am 18. Januar Rundgange durch die Residenz anschließen. Der Löwenantheil fällt Das Dienstmädchen Elisabeth Noll, aus Kassel gebürtig, schweigt er sich in sehr bedenklicher Weise aus, ebenson wie er natürlich den Männern des Szepters und des Schwertes geht jeden Tag mit dem vierjährigen Töchterchen ihres Dienstfich erspart darauf einzugehen, warum der Staatsanwalt zu. Hohenzollern aus Bronze oder Stein giebt's in Berlin die herrn, des Dr. Vogel in Friedenau, Wielandstr. 14, und dem legte. Friebrichte es auch am Dienstag Vormittag gegen 111/2 Uhr. auf fein Beugniß in dem 18. Januar- Prozeß kein Gewicht schwere Menge. Der Begründer der hohenzollernschen Macht in sechsjährigen Söhnchen des Verlagsbuchhändlers Worms durch Vielleicht wäre dadurch vermieden, daß er seinem ber Mark Brandenburg, der Kurfürst Friedrich I., für die Lauterstraße nach dem Birkenwäldchen spazieren. So geschah Bolizeiblatte heute schreibt: baß die Behörde beſſen Denimal auf der Höhe von Friesach der Berliner nunmehr gegen die vorkommenden Uebergriffe ein- fädel fürzlich um 5000 m. erleichtert werden sollte, iſt in Berlin der Kinder schlug die Noll viesmal einen gelowig linté von der schreiten werde. Nunmehr" heißt bei halbwegs vernünftigen felbft bereits zwei Mal zu sehen, am Rathhaus und am Polizei- Seefiraße ein. Als sie auf dem Wege auf einem mit einer DornenLeuten, daß vordem er" h -- bereits sei die wir sind ja nicht kompetent präsidium. Den Großen Kurfürsten fann man ebenfalls hecte umgebenen Grundstücke einen Brunen fah, wollte sie den Kindern das zu entscheiden ihre Schuldigkeit nicht gethan habe? mei Mal anstaunen, auf der Kurfürstenbrücke und gleichfalls am die Hände waschen, ging aber auf die Straße zurück, da der Ginen Satz finden wir noch in dem heutigen Ragout, benannt: Brunnen trocken war. Die Kinder ergaben sich nun allerhand Zum Bierboykott, der uns ganz besonders amüsirt: An Stoff Linden, Friedrich Wilhelm III. im Lustgarten und im Spielen, während die Noll, von ihrer Häkelarbeit aussehend, zur Füllung unseres Blattes bat es uns übrigens noch nie Thiergarten, seine Frau im Thiergarten, Friedrich Wil einem vorüberfahrenden Zuge nachschaute. Plöklich sah sie gefehlt, So schön der Gay an an fich ist, so wahr be I m IV. an der Nationalgallerie, der olle Wilhelm am Rath einen Kerl neben sich stehen, der sie mit rollenden Augen anist er auch; in journalistischen Kreisen wird das Gummischlauch- hanse und am Polizeipräsidium, Friedrich III. gleichfalls am blickte und durch seinen Blick allein ihr eine entsegliche Angit Polizeipräsidium, tiebrich am organ nämlich nicht anders bezeichnet als man verzeihe den Polizeipräsidium. Das macht zusammen acht Personen und zwölf einflößte. In ihrem Schrecken fragte sie den Menschen, um ihn braſtiſchen Ausdruck der große M( If aften. Alles, was Denkmäler. Standbilder von Feldherren und Staatsmännern los zu werden, was die Uhr fei. Der Kerl erwiderte: Die libr werden kann, wie der technische Ausdruck zählen wir viehn in Berlin. Auf dem Wilhelmsplatz stehen weiß ich nicht, aber" dabei faßte er mit der rechten Hand, lautet, beglückt das intelligente Blatt aus der Zimmerstraße. aus dem siebenjährigen Kriege: Winterfeldt, Leopold die er vorher in der Tasche gehabt hatte, während er mit der Das Heyen gegen den berüchtigten Berliner Lotal- Anzeiger" v. Dessau, Keith, Seydlig, Schwerin, 3iethen; linten einen Strohhalm im Munde hielt, das Mädchen an die bat ebenfalls einen sehr realen Hintergrund; die Rache für die aus den Kriegen von 1813-15, in welchen das dumme deutsche Kehle, so daß die Brosche und ein Kragenknopf absprangen, warf ihm entzogenen fetten Inserate bestimmt einzig und allein das Volk seine Fürsten aus französischer Fremdherrschaft befreite, um es neben der Dornenbecke auf den Boden, schlug ihm zwei Mal eble Organ des Berliner Gummischlauchs in seinem friecherischen fich dafür von diesen felben vaterländischen" Fürsten in die mit der rechten Faust auf die Brust und tniete dann auf dem Berhalten gegen die Berbündeten des Ringes sowohl, als in seiner drückendsten, schimpflichsten Knechtschaftsfeffeln schlagen zu Leibe der Unglücklichen. Das Mädchen war nicht fähig, auch eifersüchtigen Wuth gegen unbequeme Konkurrenten. affen, stehen auf dem Opernplatz Blücher, Gneisenau, nur einen Laut von sich zu geben, dann aber raffte es in der York, Bülow, Scharnhorst. Auf dem Leipzigerplatz Todesangst seine ganze Kraft zusammen und wälzte den Kerl von Einen billigen Troft reden die bürgerlichen Blätter ihren Reaktion nach 1848, nämlich Wrangel und Branden- den Unhold hin und bat ihn flehentlich, sie nicht unglücklich zu stehen ebenfalls aus zwei vortreffliche Heghunde der sich ab. Rasch sprang dann die Ueberfallene auf, stellte sich vor gläubigen Lesern ein, indem sie verkünden, daß am lektvergangenen Sonntag die Biergärten der boyfottirten Brauereien burg. Auf dem Dönhoffplatz steht der Freiherr v. Stein. machen, da sie ganz allein in der Welt stehe. Den rohen Burschen alle gut besucht waren, daß also der Bierboykott nicht wirke. Potentaten, Feldherren und rührte fein Flehen. Er erwiderte nicht eine Silbe, sondern warf Es wurde in den" Revuen" berichtet, daß selbst die Gärten in Ministern übersteigt also das Viertelhundert. Dazu kommen fich in demselben Augenblicke von neuem mit aller Kraft auf sein den Arbeitervierteln feinen Mangel an Gästen aufzuweisen ge- die Siegessäule, das Nationaldenkmal auf dem aber bald begannen feine Kräfte zu erlahmen, und es wäre um noch sechs andere Denkmäler militärischen Charakters, nämlich Opfer. Berzweifelt segte sich das Mädchen abermals zur Wehre, Daß es in Berlin, einer 12- Millionenstadt, noch genug Leute Kreuzberg, die Friebenssäule auf dem Belle- Alliance- Play, es geschehen gewesen, wenn nicht im letzten Augenblicke Hilfe gegiebt, die den Boykott nicht beachten, wissen wir ganz genau und ist das National Kriegerdenkmal im Invalidenpart, die fommen wäre. Das Mädchen hatte die Stimme wiedergefunden von uns nie bestritten worden. Selbst in den so in den Vorder- beiden Kriegerdenkmäler in kleinen Thiergarten" und und aus Leibeskräften um Hilfe geschrien. Auf einer Spaziergrund gedrängten„ Arbeitervierteln" wohnen sehr viele sogenannte auf der Schloßbrücke, dem Belle- Alliance- Plak, dem Alfenplatz See- Restaurant in Begleitung ihrer Schwiegermutter des Weges am Landsbergerthor; weiter die triegerischen Gruppen fahrt begriffen, tam die Frau Gastwirth Schramm aus dem Hausbefizer, Staats-, Kommunal- und Privatbeamte aller Art, u. f. w. Die Männer der Kunst und Wissenschaft gefahren und hatte den Kampf zwischen dem Attentäter und zünftige Handwerksmeister, kleine Geschäftsleute und sonstige find weniger reichlich mit Denkmälern bedacht worden. Im feinem Opfer bemerkt. Aber auch der Unhold hatte das nahende Kleinbürger. Was Wunder, daß besonders an einem Sonn tage, wie dem lektvergangenen, wo die Witterung zu einem Thiergarten stehen Goethe und Leffing, vor dem Schau- Gefährt wahrgenommen. In demselben Augenblick, als sein größeren Ausfluge nicht einladet die Biergärten der Brauereien an der Dorotheenstraße der Philosoph Hegel, vor der seinen Hut und lief querfeldein davon. Die Ueberfallene eilte die Biergärten der Brauereien Spielhause Schiller, auf dem Monbijouplatz Chamisso. Opfer alle Hoffnung aufgeben wollte, sprang er auf, ergriff gefüllt sind von gedachten Leutchen, die mit Kind und Kegel sich Universität Wilhelm von Humboldt( der sein Dent mit den schreienden Kindern nach Hause. Die unerschrockene in einem solchen Garten feftfegen und bei einigen Seideln den Sonntag Nachmittag im Freien und im Grünen nach ihrer mal übrigens auch nicht als Gelehrter, sondern als Staats- Frau Schramm aber sehte mit ihrem Gefährt auf Feldwegen Weise angenehm und billig verbringen? Wir wollen selbst umboldt, in der Borhalle des alten Museums die Künstler tommen suchte. Ihre Rufe:" Haltet ihn, haltet ihn!" vers mann erhielt) und der Naturforscher Alexander von dem Strolche nach, der nach Steglitz zu über die Felder zu entzugeben, daß sich unter den Sonntagsgästen der Biergärten auch, Schadow, Chodowiecki, auch Arbeiter, wirkliche Arbeiter befinden sollen. Ja, was will nobelsdorff, Cornelius und die Kunstforscher nahmen sie auf und alarmirten zwei arbeitslose Maurer, die des Schinkel, nahmen zuerst Arbeitsfrauen in der Meg'schen Gärtnerei; diese denn das besagen? Leider wir müffen wieder sagen: leiter! intelmann und Müller, auf dem Schinkelplay Weges daber tamen und nun die Verfolgung des Strolches auf sind ja noch nicht alle Berliner Arbeiter Sozialdemokraten, chintel, Beuth( den man wiederum mit größerem Rechte nahmen. An der Dahlemer Chauffee, wo diese die leider giebt es noch Arbeiter aller Parteischattirungen. Rann man sich darüber wundern, wenn diese sich durch Boykottbier in Landwirth Thaer. Die Aerzte Grafe und Wilm haben der Schlucht dort herausfuhren, den Flüchtling und die Verund Stutſcher, bie eben aus Sonntagsstimmung zu versetzen bestrebt sind? Und sollten sich Denkmäler an der Charitee bezw. am Krankenhause„ Bethanien", folger, die schreiend hinter ihm berliefen. Rasch entschlossen Gräte Brauereien angeblich,„ brangenden Bolksmenge wirklich jogar eines Genefelder an der Schönhauser Allee. unter der sich des Sonntags in den Biergärten der boykottirten der Zurnvater" Jahn in der Hafenhaide, der Erfinder des liesen sie dem Berfolgten in den Weg und brachten ihn zum einige Auchgenossen" befinden, Im Stehen. Dann ergriffen ihn die Männer und brachten ihn in wahrlich nicht fett. Räubige Schafe giebt es überall. Der Ver- ganzen zählen wir zweiundzwanzig Standbilder von Männern der das Amtsgebäude zu Steglig. Dr. Vogel hatte mittlerweile die Kunst und Wissenschaft und verwandter Gebiete. Das ist beschämend Polizei von Schöneberg benachrichtigt. Als das überfallene such, durch derartige Kinferlichen der sozialdemokratischen Arbeiter- wenig gegenüber den oben aufgezählten 26 Standbildern von Mädchen in das dortige Amtsbureau tam, um den Vorgang dar fchaft ein Bein zu stellen und den Boytott lächerlich zu machen, Herrschern, Genälen und Ministern und ungefähr der gleichen Bahl zustellen, lief schon von Stegliß die telephonische Mittheilung ift total mißglückt. von anderen Denkmälern und Gruppen militärischen Charakters. Die ein, daß der Attentäter gefaßt sei. Das Mädchen ging sofort Zu den beliebten Aushilfsmitteln der Saalverweigerer, öffentlichen Denkmälern bedeuten für eine Stadt ungefähr das nach Steglitz und refognoszirte den Festgenommenen, der ntroh ihre Lokale zu füllen, scheint es zu gehören, sogenannte Arbeiter felbe, was für ein Zimmer der Wandschmuck bedeutet. Der der bestimmtesten Bekundungen der Ueberfallenen zu leugnen Sommerfeste" zu arrangiren. So soll am Sonnabend, den Wandschmuck gestattet aber einen meist zutreffenden Schluß auf wagte. Wie heftig der Kampf zwischen dem Attentäter und dem 22. Juli, bei Herrn Weſt phal." Schwarzer Adler" die Weiftesrichtung des Bewohners des Zimmers. Ebenso könnte Djer gewefen ist, geht daraus hervor, daß dem made bie Friedrichsberg, unter Mitwirkung des Musikvereins der Fremde aus den Denkmälern Berlins den Schluß ziehen rechte Backe und die Arme zerkragt sind und eine starke leinene Grescendo" ein Commerſeſt ſtattfinden. Dieser Verein ſtellt sich wollen, daß die Bevölkerung Berlins von vorwiegend militärischem Schürze vollſtändig zerriſſen iſt. Diese Lektion mag vorläufig genügen. nun, die machen den Kohl der Standbilder " sonst immer auf den Boden der Arbeiterbewegung; um so mehr ist es und monarchischem Geist erfüllt sei. Das ist aber zum Glüd Im Müggelsee wurden am Mittwoch Vormittag unweit zu verwundern, daß er seine Mitwirkung in einem gesperrten nicht zutreffend. Die Denkmäler Berlins unterscheiden sich der Rahnsdorfer Mühle die Leichen von drei Personen dicht beiLokal zugesagt hat und damit sich zu Reklamezwecken benutzen nämlich in einem Punkte von dem Zimmerfchmuck, fie vereinander auf den Wellen treibend aufgefunden und in Rahnsläßt. Nußen freilich wird es wenig, da die Arbeiter von danken ihr Vorhandensein nicht der Bewohnerschaft, sondern dorf gelandet. Die Verstorbenen sind ein 34jähriger, anscheinend Friedrichsberg, Stralau, Rummelsburg und einem kleinen Kreise von wenigen oder einzelnen, oft sogar nur dem Arbeiterstande angehöriger Mann, eine etwa 25 Jahre alte Umgegend als brave und tonsequente Genossen bekannt sind. einem Einzigen. Die Denkmäler Berlins fönnen nicht als Aus- Frau und ein ca. 2jähriges Mädchen, welches die Frau noch im druck des Boltegeistes angesehen werden, weil die allermeisten Tode so trampshaft umflammert hielt, daß ihr die kleine Leiche von ihnen nicht im Wolfe wurzeln. nur unter Anwendung großer Gewalt entrissen werden konnte. Berichtigung. Herr Gastwirth Beese, Holzmarktgasse 3, theilt uns berichtigend mit, daß er den Hausdiener nicht des wegen entlassen habe, weil derselbe in seiner Abwesenheit den Gästen mitgetheilt habe, daß im betreffenden Lokal noch boyfottirtes Bier ausgeschänkt werde, sondern daß die Entlassung lebiglich auf ipeziellen Wunsch des Haus dieners selbst geschah. alinipines " " " 4 Eine Sammelstelle für abgetragene Kleidungsstücke Bei dem Manne wurde eine Visitenkarte auf den Namen„ Herrund gebrauchte Wäsche ist das Neueste" auf dem Gebiete der mann Kirsten, Berlin" lautend gefunden. Gin, bekannter Wohlthätigkeits". Nachdem die Kunde von dem Funde sich verbreitet hatte, Sportler macht in seinem Blättchen den Vorschlag, eine solche erschien auf dem Amtsgericht in Köpenick ein Mann, welcher Einrichtung in großem Maßstabe ins Leben zu rufen und damit sich als der Schiffer Friedrich aus Berpenschleuse bezeichnete und eine Art Konzentrations- und Zentralisations- Punkt praktischen augab, daß die im Wasser aufgefundenen beiden weiblichen Fortschrittliches. Saßen da im Café fürzlich zwei frei Wohlthuns" zu schaffen. Gleichzeitig weiß ein anderes Blatt Leichen diejenigen seiner Frau und Tochter seien. Nach den finnige Journalisten zusammen mit einigen anderen Liberalen zu erzählen, daß bereits ein Komitee zur Begründung einer solchen Angaben des Schiffers wäre seine Frau am Sonnabend Abend, und diskutirten über einen Brief, den ein bekannter freisinniger Sammelstelle in der Bildung begriffen sei. Dieses Blatt weist als sie, von Rabnsdorf tommend, nach dem am dortigen Ufer Parlamentarier geschrieben, worin mit dürren Worten gesagt auch darauf hin, daß die Idee eigentlich nicht neu sei, ankernden Kahn sich begeben wollte, von dem Bootssteig aus ins wird: Die Berichterstattung auf dem Eisenacher Parteitag( der da schon in verschiedenen Wohlthätigkeits Ver- Wasser gefallen und mit dem Kinde sofort durch die Wellen unter freisinnigen Volkspartei) ist höchst wahrscheinlich ausgeschlossen." einen üblich sei, getragene Kleidung zu sammeln und den Kahn getrieben, so daß alle Rettungsversuche sich als vers Selbst die freifinnigen Bezirksgrößen waren darob empört zu vertheilen. Tas trifft zu. Aber wir möchten das ver geblich erwiesen hätten. Hiernach würde die zuvor erwähnte wir erinnern uns aber, daß man schon früher nach dieser ehrliche Komitee und die Hilfe leistende bürgerliche Presse darauf männliche Leiche mit den beiden weiblichen nicht in Verbindung Echablone in der freifinnigen Partei gearbeitet hat. Daß Held aufmertjam machen, daß auf dem Gebiete der Wohlthätigkeit" zu bringen sein. Eugen wieder dahinter steckt, wie vermuthet wurde, fann bisher überhaupt noch nichts Neues geschaffen worden ist und Eine brutale Szene spielte sich vor einigen Tagen, Abends man um so eher annehmen, als dieser große Redewütherich fast auch von der bürgerlichen Gesellschaft niemals geschaffen werden gegen 11 Uhr, auf dem Droschken Halteplatz vor dem Stettiner immer unter Ausschluß der Deffentlichkeit spricht. Der Führer" wird. Es wird auf diesem Gebiete immer nach ein und der Bahnhofe ab. Es erschien dort ein angetrunkener Mann, der wird aber schließlich am besten wissen, warum die Partei feinen felben Schablone gearbeitet. Die ganze Wohlthätigkeit" läuft bald von einem Unbekannten gehänselt wurde. Schließlich ging Luftzug mehr vertragen kann. darauf hinaus, daß der besiglosen Klasse mit herab- dieser soweit, den Betrunkenen umzustoßen und mit Füßen zu lafsender Gönnermine zugeschoben wird, was von dem treten. Dann entfernte sich der Thäter, und die Polizei mußte Zu dem Funde des Knaben Steletts gehen uns nog Nur an dem Tische selber den anscheinend schwer verletzten Mann nach einem Kranten. folgende Einzelheiten zu: Der Schuhmachermeister Hoffmann hat Tiſche des Besitzenden abfällt. mitessen das dürfen sie nicht, die Besitzlofen, das hause bringen lassen. Hier starb er in der Nacht zum Mittwoch. in seiner durch die Kriminalpolizei erfolgten Vernehmung befundet, wäre ja wider die„ göttliche" Weltordnung. daß er die bei dem Stelett aufgefundenen Stiefel felbft an dabei natürlich nicht bloß an das Essen zu denken, sondern über- Berreißung des Darmes und der Blase durch Fußtritte. Die Man hat Als Todesursache gaben die Aerzte an Bauchfellentzündung, gefertigt habe und gab als besonderes Merkmal die nicht ab baupt an alle Bedürfnisse, deren Befriedigung zu einem wirklich Staatsanwaltschaft bat gestern die Leiche mit Beschlag belegen getragenen Sohlen an. Während Hoffmann an ein Verbrechen menschenwürdigen Dasein nothwendig ist. Die abgetragenen laffen, und die Polizei fahndet jezt auf den Thäter. In dem glaubt, meint die ebenfalls vernommene Ehefrau, daß ihr Sohn Kleider und die gebrauchte Wäsche sind eine Art Symbol. Dem Todten ist der 31 jährige Arbeiter Ernst Müller aus der Müllerinfolge eines Unglücksfalles den Tod gefunden habe. Vor allen Proletariate der Abfall!" heißt der Grundsatz der Bourgeoisie. straße B1 festgestellt worden. Dingeu muß jest ärztlicherseits festgestellt werden, ob der Ber = ist, " " wesungsprozeß sich so rasch gestaltet haben kann, wie die An- Was für die besigende Klasse schon längst nicht mehr gut genug Durch Ueberfahren getödtet wurde heute früh um 7 Uhr thümlich muß es erscheinen, daß den Leuten, als sie das Stelett felbft die besiglose, ist es noch beinahe zu gut. Das gilt der 65 Jahre alte Streckenarbeiter Schilling auf der Wannsees aahmen des Hoffmann'schen Ehepaares es voraussehen. Eigen felbft von der Befriedigung der edelsten Bedürfnisse. Was die Trittbrett eines von Zehlendorf kommenden Vorortzuges faßte aus der Grube hoben, aus dem Schädel noch Gehirnmasse ent- besitzende Klasse für die Bildung und geistige Erholung des„ nie: bahn etwa 300 Meter von der Station Steglit entfernt. Das gegenfloß. Die Staatsanwaltschaft hat bis jetzt die leberreste und Kunst mitzutheilen für gut findet, das ist minderwerthige wurde. Schwerverlegt wurde der Uebergefahrene nach einem deren" Bolfes thut, was sie dem Proletariate von Wissenschaft Schilling so unglücklich, daß er unter die Räder geschleudert Des Todten noch nicht zur Beerdigung freigegeben, weil eine ein waare und steht ungefähr auf gleicher Stufe mit nun Krankenhause gebracht, gab aber schon während des Transportes gehende Untersuchung über den Vorfall eingeleitet worden ist. eben mit abgetragenen Kleidern und gebrauchter Wäsche. Selbst seinen Geist auf. Ein Sohn des Verunglückten, der auf der Der erste Krankheitsfall mit Choleraverdacht ist gestern verständlich wird niemand bestreiten, daß das Minderwerthige, Strede Borarbeiter ist, mußte mit eigenen Augen das schauerzur Kenntniß der Behörden gekommen. wird darüber folgendes berichtet: Die Frau eines in der Jäger- um die drei nothwendigsten Bedürfnisse handelt, immer noch liche Unglück ansehen, ohne seinem Vater helfen zu können. Polizeibericht. In der Nacht zum 18. b. M. verunglückte straße wohnhaften Raufmanns St. ift gestern Abend von einer beffer ist als garnichts. Die Armenspeisungs- Anstalten gewät.en Besuchsreise aus Petersburg nach Berlin zurückgekehrt und dem Bedürftigen eine bescheidene Suppe, die Asyle ein leidliches ein Schuhmann, indem er bei der Verfolgung eines Diannes D In der Nähe des Goethe- Denkmals hinfiel und dabei eine Ber- I eigener Machtvollkommenheit festgenommene Perfonen zu in Chicago, Marshall Field, gewidmeten heben wir folgende reißung der Muskeln am linken Fuße erlitt. Am 19. b. M. entlassen. Ob nicht eine Ausnahme für besondere Fälle Stellen hervor: Marshall Field begann im fleinen und paßte wurde früh ein Handwerker in seiner Wohnung, in der Großen zuzulassen ift, in denen der Posten einen offen scharf auf den Geschmack des Publikums. Sah er, daß die Frankfurterstraße, erhängt vorgefunden Wohnung, in der bleiben, da ein derartiger Fall nicht in Frage steht. Nach der er im Nu sein Geschäft um ein neues Departement erweitert, in Bu derselben baren Mißgriff als solchen erkennt, tann hier dahin gestellt fleineren Läden mit diesem oder jenem Artikel Erfolg hatten, so hatte Zeit wurde ein Arbeiter in feiner Prenzlauer Allee, bewußtlos im Bette liegend vorgefunden. Sachdarstellung des angefochtenen Urtheils sollte der Wacht- welchem er diesen populären Artikel zum kostenpreise verer er titel sepeapöäfte um Allem Anschein nach hat er in selbstmörderischer Absicht poften durch die angebotenen drei Mart beſtimmt werden, taufte. Da fielen denn die kleinen Geschäfte um Morphium eingenommen. Er wurde nach dem Kranten seine Entschließung nicht nach seiner gewissenhaften Ueberzeugung, wie der Spaß unter dem Cylinder der Luftpumpe. baufe gebracht. Nachmittags wurde vor dem Grundstück sondern mit Rücksicht auf den ihm gebotenen persönlichen Vortheil So ging es Geschäftszweig um Geschäftszweig, heute HandGrüner Weg 84 ein fünfjähriger Knabe durch einen Geschäfts- zu faffen. Danach hat der Posten zu einer Handlung, die eine schuhe, morgen Mefferwaren, übermorgen Parfümerie, dann wagen überfahren und so schwer verlegt, daß er bald darauf Berlegung seiner Dienstpflicht enthielt, bestimmt werden sollen. Lederwaaren, Teppiche, Möbel u. f. w. Das war alles legis starb. Gin mit dem Abbruch einer Mauer auf dem Grundstück Die entgegengesetzte Annahme des ersten Richters beruht auf time3" Geschäft, fo legitim wie der Schluck, mit Leipzigerstr. 15 beschäftigter Arbeiter wurde durch einen herab- irriger Rechtsauffassung. dem sich der Walfisch 500 Häringe genehmigt. fallenden Mauerstein nicht unerheblich am Kopfe verlegt. Die für das Schankgewerbe fo wichtige Frage, welche Da heißt es eben: mors tua vita mea( Dem Tod ist mein Nachmittags wurden auf dem Vorboden des Hauses Große Uhr für den Lokalinhaber bei Beobachtung der Polizeistunde Leben), oder, wie der Amerikaner fagt: every one for Frankfurterstr. 96 und in der Nacht zum 19. d. Mts. im Ge- maßgebend ist, kam in einer Verhandlung zur Sprache, welche himself andun the devil take the hindmost.( Jeber büjch auf dem Dönhoffsplatz die Leichen zweier neugeborenen am Mittwoch vor der Berufsstraftammer des Landgerichts für sich und der Teufel hole ben letzten.) Die Zeit Kinder gefunden. Im Laufe des Tages wurde die Feuerwehr stattfand. Der Schankwirth Oswald Scholz war vom Schöffen für den großen Bazar war in Chicago gekommen. dreimal zu unbedeutenden Feuern gerufen. gericht wegen Uebertretung der Polizeistunde zu einer Mark Bald wurde der Riefenladen nicht nur, weil man dort billiger Geldstrafe verurtheilt worden, weil er nach der Bekundung des faufte als anderswo, der Lieblingsladen, er wurde auch die Witterungsübersicht vom 19. Juli 1894. huid Schußmannes, der ihn zur Anzeige brachte, eines Abends noch Art Sehenswürdigkeit, die am besten durch das französische eines 2 um 11 Uhr 20 Minuten in feinem Lokale Gäſte Wort bonheur des dames ausgedrückt wird. Da, Da, inmitten von geduldet hatte. bekundete, daß er Bergen der reizenden Ueberflüssigkeiten, die sie so schwer ent Dor feinem Weggange vom Polizeibureau feine Uhr behren können, fühlen sich die Frauenzimmerchen wie im Paradiese, nach der Normaluhr gestellt habe, wie es alle Schuhleute thun ja wie in einer ganzen Reihenfolge von Paradiesen; denn jedes müßten, welche des Abends ihre Revisionsgänge anzutreten Stockwert, in welches die behenden Aufzüge die Besucher mehr hätten. Dagegen bekundeten die übrigen Beugen glaubhaft und hinaufblasen als hinauffahren, offenbart neue Herrlichkeiten. übereinstimmend, daß in dem Augenblick, als der Schuhmann in Das eine enthält eine Welt von Seide, das andere von das Lokal getreten sei, die Uhr im Lokal 11 Uhr 12 Minuten Sammet und so geht es weiter. Wer wird fich da in gezeigt habe. Diese Uhr stimmte mit der gegenüber dem Lokal den fleinen Laden herumschlagen, wo es nichts dem er du leben giebt, wo die Auswahl flein ist und angebrachten Schuluhr überein, wovon sich insbesondere Stationen. Swinemünde Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung 751 SSW Hamburg 751 WSW • Berlin 753 WSW Wiesbaden. 757 SW München. 760 98 Wien 757 M Saparanda 749 Petersburg Cort. 760 NW 753 760 MNM SA Aberdeen Paris. . Windstärke ( 1-14744322342 Hot 01 Wetter 2016 Temperatur ( nach Celsius 15 wolkig 16 bedeckt 14 wolfig 謎 17 halb bedeckt 14 wolfig 15 bedect bedeckt heiter 成 14 wolfig wolkig 50 E. 4° R.) 16 12 14 Wetter- Prognose für Donnerstag, den 20. Juli 1894. Ziemlich fühles, zeitweise heiteres, vorherrschend wolkiges Wetter mit etwas Regen und mäßigen bis frischen westlichen Winden. Bestechung. Berliner Wetterbureau. eine Zeuge an dem fraglichen Abend dadurch über die Preise ein gutes Zheil höher als in dem zeugt habe, daß er zufällig, als die Schuluhr elf 3auberpalafte von Marshall Field? So siechten schlug, nach der Lokaluhr gesehen habe, nach der es ebenso und starben benntaufende dieser kleinen Läden spät war. Der erste Richter hatte die Uhr des Schuhmannes für dahin, damit der Polyp Großmillionär" fett maßgebend gehalten. Anders die Berufungsstraftammer, welche werden und mit ihnen fiechte und starb der nach dem Antrage des Vertheidigers, Rechtsanwalts Leopold Mittelstand, dessen Vertreter froh waren, in Meyer, auf Freisprechung erkannte. Die Schuluhr sei eine dem neuen Riefenbazar als Bertäufer ein öffentliche Uhr, von der Jedermann anzunehmen befugt daß Pö st chen zu finden. fie völlig richtig gehe. Wenn der Angeklagte baber seine troben auf übertrifft Marschall Field in Sachen der erwiderte Er Witterung in Deutschland am 19. Juli, 8 1hr Morgens nach dieser gestellt und darauf gehalten habe, daß sie über- Steuereinschäßung noch. Der persönliche Besitz dieses Handels Der Luftdruck hat seit gestern in ganz Deutschland weiter einstimmend mit dieser öffentlichen Uhr ging, fomo habe fürsten ist auf 80 400 m. eingeschätzt. Darunter figuriren sechs abgenommen. Auch heute herrscht in allen Landestheilen be- er Alles gethan, was er nach Lage der Sache zu Pferde jedes auf 80 Mart geschäßt und sechs Kutschen, war. Estreffe ihn daher nicht von denen der Steuerunternehmer unter Eid versichert, daß keine wölfter Himmel vor, doch haben die Niederschläge sich ver- thun im Stande Das Piano, das er mindert. Im Nordseegebiete treten die südwestlichen und west- einmal der Vorwurf der Fahrlässigkeit. Wenn an dem fraglichen derfelben über 121 Mart werth fei. lichen Winde heute früh sehr heftig auf. Die Temperatur ist Tage die Schuluhr nicht die richtige Zeit angegeben habe und im Hause Field gefunden, war nicht mehr werth als 630 Mart. überall noch etwas gesunten; im Westen liegt dieselbe am der Angeklagte, dies nicht wissend, seine Uhr nach derselben stellte, Das muß wohl dem Kutscher des Nabobs gehören und nur aus Morgen großentheils unter 15 Grad und erreicht auch im Nord- so befand er sich in einem thatsächlichen Frrthum, für den er Versehen im Salon seines Gebieters gestanden haben, denn schon often nur 17 Grad Celsius. strafrechtlich nicht verantwortlich gemacht werden könne. Die ein gewöhnlicher Stubflügel einer guten Firma toftet ca. 4200 M. Polizeistunde des Angeklagten sei auf 11 Uhr festgesetzt und im Lande der Freien. Dabei hat Herr Field eine Gemäldes stehe ihm thatsächlich noch eine Räumungsfrist von 15 Minuten zu. gallerie, in welcher die Namen Corot, Millet und Teniers glänzend Den Versuch, den ,, wilden Mann" zu spielen, unter- vertreten sind. Der Leser glaube übrigens nicht, daß sich der nahm heute der Arbeiter Ernst Robert Paul gefche, welcher Chicagoer Millionär seine Steuerfreiheit durch Meineid sichert. aus dem Moabiter Bellengefängniß der ersten Ferien- Straftammer um Ablegen von Meineiden hält er sich den am Landgericht II vorgeführt wurde. Der 23jährige Angeklagte Steuereinschäßer und bezahlt ihn für seine ist troß seiner Jugend bereits zweimal mit Gefängniß und vier- Mühe. Er sagt zu ihm einfach: Machen Sie Ihre Schäßung, Der Herr Assessor Gerichts- Beitung. mal mit Zuchthaus vorbestraft und hat gegenwärtig noch fünf wir werden dann die Sache arrangiren. Jahre Zuchthaus zu verbüßen. Heute war er beschuldigt, im weiß, was das heißt. Er weiß, daß der reiche Mann zu Ein Angeklagter war der Bestechung be. September vorigen Jahres mehrere Einbrüche in Malchow und den Kosten seiner Wahl beigesteuert hat, er hofft auf Wiederschuldigt, weit er einem Wachtposten, den er beleidigt und Weißensee verübt zu haben. Auf der Anklagebant starrte wahl und erneuerten Beistand. Auch erwartet er sich ein ſolides der ihn festgenommen hatte, durch Anbieten von 3 M. hatte be- der Angeklagte stier vor sich hin, verzog die Gesichtsmuskeln Trinkgeld in harten Dollars, und das bleibt auch nicht aus. stimmen wollen, ihn laufen zu lassen. Die Straffammer hatte in schrecklicher Weise und e auf jede Frage des Bor- und ſo tommt es, daß die Boulblutpferde diefer armen Millionäre den Angeklagten freigesprochen mit der Begründung, daß der ſizenden stereotyp:" Weiß nich', weiß nich'!" Da die Verstellung nicht mehr werth sind als 80 M. und ihre wunderbaren Kutschen Posten nicht zum Unterlassen einer dienstpflichtgemäßen Hand- gar zu durchsichtig aussah, nahm der Gerichtshof gar keine Rück 121 M. Selbst in bezug auf Geschmeide sind die Herren von lung bestimmt werden sollte. Auf die Revision des Staats- ficht darauf, der Vorsitzende bemerkte vielmehr, daß der Angeklagte der rührendsten Bescheidenheit. So befißt der vielfache Millionär anwalts hob das Reichsgericht das freisprechende Grkenntniß auf, ſtart im Irrthum fet, wenn er glaube, aus seinem Werhalten, Mc. Gormid, der ganz Amerita, mit Erntemaschinen seiner Gre anwalts hob das Reichsgericht das freisprechende Erkenntniß auf M. indem es nach der Juristischen Wochenschrift" folgendes ausführte: Vortheil zu ziehen, er könne damit nur eine Straffchärfung er- findung versorgt, drei Taschenuhren, deren feine über 133 m. In den Fällen des§ 2 des preußischen Gesetzes zum Echuße der zielen. Die Beweisaufnahme sprach für die Schuld des Ange- werth ist. 629e3 persönlichen Freiheit vom 12. Februar 1850 gebietet das Gesetz flagten, und das Urtheil lautete zusäßlich auf vier Jahre nicht die Festnahme, sondern läßt sie zu, darüber aber, ob Buchthaus, so daß der Angeklagte insgesammt noch neun von dieser Befugniß Gebrauch zu machen ist, haben die Beamten Jahre zu verbüßen hat. und Wachmannschaften nach Prüfung aller Umstände des Einzel- Ein gefährlicher Kinderfreund stand heute in der Person falles Beschluß zu fassen und dabei in erster Linie die Interessen des Bierkutschers Gustav Winkler aus Spandau vor der ersten der öffentlichen Rube und Sicherheit und die Bedeutung der Ferien- Straffammer am Landgericht II. Am 27. Februar d. J. Strafthat in Betracht zu ziehen, deren der Festzunehmende fich lockte der Angeklagte ein achtjähriges Mädchen, welches aus der schuldig oder verdächtig gemacht hat. Hieran fann auch der Schule kam, in einen Hausflur, und verübte an demselben ein tand nichts ändern, daß die Beamten und Wachmannschaften Verbrechen, an deffen Folgen das Kind 14 Tage frank barnicder: in Ausübung ihres Berufs von der Person, deren Festnahme in lag. Der Angeklagte bestritt seine Schuld und behauptete, er sei Frage steht, selbst beleidigt sind, denn die strafrechtliche Verein großer Kinderfreund und habe mit dem kleinen Mädchen nur bestraft werden. aber den Verfuch gemacht hat, durch folgung hängt nicht allein von ihrem Willen ab. Dem- gescherzt. Da er nad, haben weber bie Polizeibeamten noch die Bachmann- abzusehen, jo hatte der Gerichte nje temnen, von einer Anzeige festgenommener Personen zu befinden. Allerdings find die Schuld und erkannte demgemäß auf sieben Monate GePolizeibeamten zur Freilaffung berechtigt und verpflichtet, fängniß. wenn sie sich nachträglich überzeugen, daß die Festnahme von yil ni vornherein auf einem thatsächlichen oder rechtlichen Mißverständnisse beruhte. Dagegen ist den Wachen in§ 12 der durch Aller höchste Ordre vom 29. Januar 1881 genehmigten Instruktion Ein Expropriateur. Anläßlich des Gisenbahnaufgegeben, alle festgenommenen Personen nach dem nächsten arbeiter Streits in Amerifa veröffentlichte W. Wyls in der Wachlokal zu bringen und dort Meldung zu erstatten. Regel- Neuen Züricher Zeitung" Stizzen über nordamerikanische mäßig steht danach den Wachposten nicht die Befugniß zu, aus Millionäre. Aus der dem Besitzer des hocheleganten Riesenbazars Jahres. Umstand schaften 99701 Für den Inhalt der Jnierate über nimmt die Redaktion dem Vublikum gegenüber keinerlei Verantwortung National- Theater. der w Große Frankfurterstr. 182. Novität! Novität! Ein Fest auf der Bastille. Schauspiel in 8 Aften von Fr. Held Regie: Mar Samst. Das tgl. Polizeipräsidium hat mir die öffentliche Aufführung des SchauSpiels ,, Ein Fest auf der Bastille" nur mit der ausdrücklichen Bemerkung gestattet daß, falls Theaterbefucher über die Freilassung ! als Theater.! # Freitag, den 20. Juli. Bellealliance Theater. Alessandro Stradella. Berliner Theater. Serpentine. Alexanderplat- Theater. Ge Spenster. National- Theater. Ein Fest auf oder Bastille. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Bornellung. Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. Castan's Panoptikum. Hawaiische fich bei den in dem Stücke zahlreich Königs- Tänzerinnen. Das schwerste Ehepaar der Welt. dnd Vermilchkes. Todes- Nachricht. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 1. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Unser Mitglied, der Restaurateur Briefkaffen der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffree( 3wet Buchstaben oder eine Bahn anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. dne G. S. 17. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. R. 2. 13. 1. In Ihren nur mündlich ausgedrückten Morten liegt feine Bürgschaftsverpflichtung; Sie haften nicht, Gin Gläubiger ist nicht gezwungen, sich mit Ratenzahlungen zu begnügen. allele antunft in Deutſ Alter Abonnent. Nach Deutschland kann er werden. 3. 2 Opfer. Es schmeckt mir. Es foftet mir( es tofte mich, ist ebenso richtig). Komm zu mir. Spo W. 3. Bei Objekten unter 100 M. ist Berufung gegen ein Urtheil des Gewerbegerichts nicht zuläffig.- Ihre Be richtigung" bestätigt ja nur unsere Angaben. B. 11. 1. Die betreffende Rasse ist dem letzten Jahresbericht nach zu schließen, gut fundirt. 2. Wir kennen teine außer die Ortstrantentassen. Briefkaffen der Expedition. Ch. r. IV. Ihr Abonnement geht bis 1. September dieses Danksagung. dou de tium urth con a nov a Achtung! Allen Freunden und Bekannten, welche Alle diejenigen, welche noch im Ber meinem lieben Mann die letzte Ehre er- fihe von Sammellisten und Geldern für wiesen haben, insbesondere den Herren die ausgesperrten Binkgießer find, Carl Scholz Meistern und Kollegen, sowie den Herren werden aufgefordert, sich zur Abrechnung Liebenwalderstr. 20 ist plötzlich am Gehirnschlag verstorben. Die Beerdigung findet heute Freitag, Nachmittags 4 Uhr, von der Leichenhalle des Nazareth Kirchhofes, Dalldorfer Chaussee, aus statt. 283/2 Der Vorstand. Zur Nachricht. Am 17. Juli verstarb am Gehirn schlag mein lieber Mann der Restaurateur Carl Scholz, Liebenwalderstr. 20. Die Beerdigung findet am Freitag Nachmittag 4 Uhr von der Leichenhalle des Neuen Nazareth- Kirchhofs, Dalldorfer Chaussee aus Die trauernde Wittwe Marie Scholz. statt. 1864b Am 17. b. Mts., Abends 91/2 Uhr, ist mein lieber Mann, unser Vater und Schwiegervater, der Schneidermeister Franz Schulz Wwe. Wörpel geb. Geberb. Sängern der Firma Julius Binsch, bei mir einzufinden, widrigenfalls diemeinen herzlichsten Dank. 1858b felben veröffentlicht werden. R. Gürtler, Eine alte deutsche Feuer- Vers.- Gesell- Grünauerstraße Nr. 26, schaft sucht für Berlin u. die Provinz 1860b 2. Quergeb. 3 Tr. thätige Haupt- u. Spezial- Agenten. Hohe fortlaufende Bezüge event. auch festes Gehalt werden zugesichert. Offerten unter O. P. 2 nimmt die Expedition entgegen. Kein boykottirtes Bier! Vereinszimmer mit Pianino ist zu 219L* vergeben. Appelt, Lühowstr. 7. 1870b Arbeiter- Bildungsschule General- Versammlung am Freitag, 20. Juli, Ab. 8, Uhr, Neue Friedrichstr. 44 ( gegenüber der Rosenstraße). Tages Ordnung: 10 enthaltenen revolutionären Schlagwörtern zu lärmenden Rundgebungen 1. Vortrag des Herrn Dr. Lux. 2. Bericht des Vorstandes. 3. Bes politischer Tendenz sollten hinreißen Verein zur Wahrung der Inter. richt des Kassirers. 4. Bericht der Revisoren. 5. Diverse Mittheilungen. laffen, die Wiederholung der Auffüs effen der Gaft- und Schankwirthe Die Mitglieder werden ersucht, recht früh und zahlreich zu erscheinen. rung alsbald unterfagt wird." Ichen Berlins und Umgegend. bitte daher das verehrte Publikum, Den Mitgliedern zur Nachricht, daß nach kurzem aber schwerem Strantenlager Neue Mitglieder werden noch vor der Eröffnung der Versammlung aufgenommen. Mitgliedsbücher sind mitzubringen. fich während der Aufführung des verftorben. Stückes jeder störenden Rundgebung Die Beerdigung findet am Sonntag, zu enthalten, da ſonſt die weiteren Scholz, Nachm. 2 Uhr, vom Krankenhaus am the der Kollege 50/4 JHGO Der Vorstand. Aufführungen in Frage gestellt sind. Liebenwalderfir, 20, am 17. b. M. Friedrichsbain nach dem Andreas- KircVerein für volksthümliche Kunst" Raffenöffnung 512 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. plöglich verstorben ist. hof in Wilhelmsberg statt. Die Beerdigung findet am 20. d. M., 1865b ( Mitglied des Bundes der geselligen Arbeitervereine). Im Garten: Großes Konzert. Nachm. punkt 4 ühr von der Leichen- Allen Verwandten u. Bekannten zur 7. Vortragsabend: Der Volksfeind von H. Ibsen, Auf der Sommerbligne: Aufführung balle des Nazareth- Kirchhof, Dalldorfer- Nachricht, daß meine M, bu au am 21. Juli, Abends präz. 9 Uhr, bei Herrn Säger von Poffen und Lustspielen, sowie ftraße aus statt. Auftreten von Spezialitäten ersten Ranges. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Um zahlreiche Betheiligung seitens des Vereins bittet Der Vorstand. 180/2 J. A.: W. Lorenz. Mutter am SonnGrüner Weg 29. Nachdem: Tanzkränzohen. Gäste willkommen, sie Der Garten ist geöffnet. Der Vorstand. 21. 5 Uhr den Thomas- Kirchhof zur legten Ruhe getragen wird. 1866b Chub. Kofeld. How get buzzthi publik diltrek 108/4 Achtung, Gastwirthe! Im 2. Wahlkreis Am Freitag, den 20. d. M., Nachmittags 42 Uhr, im Lokal schänken folgende Gastwirthe Bier aus nicht boykottirten Elysium", Landsberger Allee 40/41: Große öffentliche Versammlung fämmtl. Gast- und Shankwirthe Berlins und Umgeg. Tages Ordnung: : Der gegenwärtige Stand des Bierboykotts und das Verhalten des Brauerei- Ringes gegenüber den von dem Verband des Gastwirthsvereins Berlins und Umgegend angebahnten Einigungsverhandlungen, und wie bringen wir den Bierboykott zur schnellen, für die Gastwirthe günstigen Entscheidung. Die Zwölfer- Kommission. J. A.: W. Lorenz, Roppenftr. 47. Brauereien: Bergmannstr. 30, Möhring. 95, Senft. Bülowstr. 59, H. Werner. Boechstr. 7, Lingk. 46, Adolf. Besselstr. 14, Hertel. Bellealliancestr. 71, Raabe. 74, Kitzing. Bellealliance- Plat 6, Lutterodt. Blumenthalstr. 5, Behrend. 6, Schirmer. Deutscher Metallarbeiter Verband phr. 5. Ungerberg = ( Verwaltung Berlin, Centrum). du Culmstr. 36, Raumann. Chamisso- Platz 4, Jhloff. Sonnabend, den 21. Juli, Abends 8 Uhr, im Lokal des Dieffenbachstr. 31, Gaule. Herrn Ehrenberg, Annenstraße 16: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1894. 2. Die Arbeitslosen- Unterftüßung. 3. Verbandsangelegenheiten. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Die Ortsverwaltung. 177/2 Achtung, Zimmerer! Verein der Zimmerer Berlins und Umg. Sonntag, den 22. Juli, Vormitt. 9½ 1hr, in den ,, Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20: General- Versammlung. Zages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1894. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Vortrag. Referent Genosse Mattutat. Zutritt hat jeder Zimmerer und werden neue Mitglieder aufgenommen. 238/1 Der Vorstand. Fadhu. der Musikinstrumenten- Arbeiter. Sonnabend, 21. Juli, Abends 8 Uhr, bei Brüning, Rosenthalerstr. 11-12: 34, Schmidt. " 59, Krause. " 28, Stowasser, 38, Ott. 36, Schnieber. Fürbringerstr. 7, Grothe. 22, Wwe. Läge. Friesenstr. 23, Otto. 4, Lowendorf. Gräfejtr. 8, Schonheim.d " 31, P. Müller. 34, Plötz. Gneisenauftr. 85, Rosse. 59, Günter. 27, Pluntke. Grimmstr. 25, Aust. ,, 1, Müller. Gitschinerstr. 66, Schubert. Großbeerenstr. 54, Weichert. Hornstr. 11, Voss. Heimstr. 25, Reisberg. 16, Schoemana. Hasenhaide 45, Reichelt. Johanniterstr. 1, Koitsch. 19, Balke. Kreuzbergstr. 12, Rothe. Rottbuser Damm 33, Lindner. " 24, Günter, vou Ratzbachstr. 20, Rintisch. Kochstr. 6, Schumacher. Lindenstr. 2, Bohnsack. Markgrafenstr. 102, Sass. 75, Pose. Mariendorferstr. 5, W. Grubo. 1960 Mansteinstr. 1, Scheffel. Mittenwalderstr. 39, Rau. isang " " 28, Haseloff. 43, Briese. 16, Jmhoff. Moritstr. 9, Lindemann. fng e Mogstr. 14, Wetzel. Möckernftr. 126, Fr. Sontag. 120, Lowig. " Nostizstr. 12, Kyschki. 41, Lehmann. Potsdamerstr. 86a, Berger. Plan- Ufer 92a, Herrat. Schönleinſtr. 23, Stahn.or 26, Voss. " " 33, Schaade. 10, Bachmann. " 25, Tschentscher. 28, Hensel. Schönebergerstr. 18, Hansen. 27, Wetzel. Solmsstr. 43, Kahn. " 22, Trinks. 47, Bräuer. Steinmeßftr. 24, Bernhard. Trebbinerstr. 3, Krebs. Urbanstr. 26, Rennert. 68, Exuer. 3offenerstr. 6, Jahn. " 10, Lüdke. 31, Baumann. Zimmerstr. 52, Wwe. Schröder. Buchhandlung des Vorwärts" Berlin SW., Beuth- Straße 2. Schriften über archismus Goeben erschienen: Anarchismus und Sozialismus Von G. plechanow. 84 S. Preis 40 Pf. Porto 5 Pf. Diese Schrift aus der Feder des be fannten russischen Sozialisten, der unter den sozialistischen Schriftstellern zu den ersten Theoretitern zählt, dürfte gerade unter den augenblicklichen politischen Verhältnissen ganz besonderes Intereffe beanspruchen. Sie füllt in unserer Parteiliteratur eine längst empfundene Lücke aus. In meisterhafter Darstellung entwickelt Blechanow, ausgehend vom utopischen Sozialismus, die Auffassungsweise des wissenschaftlichen Sozialismus, präzisirt scharf den Gegenfah zwischen Sozialismus und Anarchismus, sowohl in prinzipieller wie taftifcher Hinsicht, und giebt in ge drängter, aber durchaus übersichtlicher Form eine Geschichte und Kritit der anarchistischen Theorien an Hand der von den Aposteln des Anarchismus vorliegenden Schriften von Stirner, Proudhon, Bakunin angefangen bis herunter auf ihre Epigonen in der Gegenwart: Krapottin 2c. Das Schluß: tapitel enthält eine glänzende Abfertigung der Verwerflichkeit und Schädlichkeit der fogenannten„ Propaganda der That". Internationales aus dem Volksfaat"( 1871-75). Von Friedrich Engels. 72 S. Preis 30 Pf. Porto 5 Pf. Diejenigen Schankwirthe, welche sich in diese Liste anbalt: 1. abermals Serr Bogt( 1871). Wander- Versammlung für den Norden. aufnehmen laffen wollen, können sich melden bei Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Mattutat: Zur Naturgeschichte des Kapitalismus. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Beisitzers. 4. Vereine angelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen werden gebeten pünktlich und zahlreich zu erscheinen. Achtung! Der Vorstand. Achtung! 197/8 Schonheim, Gräfestr. 8. Sass, Markgrafenstr. 102. Grube, Mariendorferstr. 5. Werner, Bülowstr. 59. Freie Vereinigung der Bau- Anschläger Charlottenburg. Berlins und Umgegend. Am Sonntag, den 22. Juli, Vormittags 10 Uhr, bei Brühuing, Rosenthalerstraße 11-12: General- Versammlung. Zages Ordnung: Gentral Krankenkasse der Maurer u. s. w. ( Grundstein zur Einigkeit) Sonntag, den 22. Juli, Vorm. 10/2 11hr, 1. Raffenbericht. 2. Regelung des Arbeitsnachweise3. 3. Bericht des in Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr.38 Bergnügungskomitees. 4. Berathung eines Lohntariss. 5. Bibliothek. Aus- General- Versammlung. gabe der Statutenbücher. Der Arbeitsnachweis befindet sich vom 23. Juli ab bei Kämmerer, Der Vorstand. Neue Promenade 7. Verein der Einsetzer( Tischler) Berlins u. Umg. Außerordentliche General- Versammlung am Sonntag, 22. Juli, Vm. 11 Uhr, Neue Friedrichstr. 44. Lages Ordnung: Tagesordnung: 1. Abrechnung vom II. Quartal 94. 2. Neuwahl des Vorstandes. 3. Jn nere Raffenangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 1869b Der Vorstand. NB. Sonnabend, den 4. Aug. findet in Bismarckshöhe das diesjährige Stiftungsfest, beitehend aus Ball u. deklamator. Vorträgen, statt. Billets: 1. Wahl der Arbeitsvermittelungs- Kommission. 2. Bericht des Ver: Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. find bei gnügungskomitees. 3. Raffenbericht. 4. Verschiedenes. 5. Fragefaften. Der Vorstand. Möbelpolirer. Die Dampferpartie am Sonntag, den 22. Juli, früh 7 Uhr, von der Jaunowigbrüde, findet des Bierboykotts wegen nicht nach dmöchwih, sondern nach allen Vorstands- u. Komitee- Mitgliedern D. D. zu haben. Achtung! Freie Liedertafel. Den Mitgliedern, sowie Freunden und Stunden des genannten Vereins nicht statt.mehr bei Herrn Hahn, sondern vom 20199/2 Genossen zur Kenntniß, daß die UebungsKäppel's Restaurant in Hankel's Ablage statt. 4 Ausschank von Wusterhausener Bier. Billets à 1 M. 25 Pf. und für Kinder 50 Pf., sind noch bis Sonn abend Abend bei Wiedemann, Blumenstr. 38, im Restaurant zu haben. Freunde und Kollegen ladet ein Das Komitee. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Deutschen Drechsler ut. verw. Berufsg. " ( G. H. 86, Hamburg.) Die Mitglieder- Versammlungen finden wie folgt statt: Bezirk A Mittwoch, 25. Juli, Abends 81/2 Uhr, bei Tempel, Laugeftr. 65. B: Mittwoch, 25. Juli, Ab. 81/2 Uhr, bei Pätzold, Reichenbergerstr. 16. C: Montag, 23. Juli, Ab. 81/2 Uhr, bei Grube, Mariendorferstr. 5b D: Dienstag, 24. Juli, Ab. 81/2 Uhr, bei Brüning, Rosenthalerstr. 11/12. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vierteljährlicher Kassenbericht. 3. Verschiedenes.- Jm Bezirk B findet die Wahl eines Revisors statt. Die Ortsverwaltungen. . " 108/5 Achtung! Maurer! Sonntag, 15. d. M., finden 2 Versammlungen des Vereins der Berliner Maurer statt: 1. Osten: Proskauer Garten, Prostauerstraße, Ede der Frankfurter- Allee, 2. Norden: Reichert's Festfäle, Müllerstr. 7. Da in beiden Versammlungen wichtige Vorträge gehalten werden, ist es Pflicht eines jeden denkenden Berliner Maurers, in einer der beiden Berfammlungen zu erscheinen. 186/2 Der Vorland. J. A.: C. Blaurod, Gipsstr. 16. KF Schöneberg. heutigen Tage an jeden Freitag, Buntt 9 Uhr, im Lokale des Herrn Heise, Lichtenbergerstraße 21, statt finden. Der Vorstand. Empfangsbestätigung 18686 über die von Herrn M. Uhrbach in Raten zurückgezahlten seinerzeit unterschlagenen Unterstützungsgelder in Summe von 424,17 M. der Freien Vereinigung der Graveure und Ciseleure Berlius. 133/2 Der Vorstand. Im Auftr.: M. Krause. Roh- Tabak A. Goldschmidt, 4485L am biengen Plaze wie bekannt grösste Auswahl! Garantie für sicheren Brand. 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MachDie Neuauflage der hier gesammelten Abhandlungen ist gerade im gegenwärtigen Moment von besonderem Interesse. Nament lich trifft das zu auf Die Batunisten an der Arbeit und das Programm der blanquistischen Kommune- Flüchtlinge". In ersterem Auffage schildert Engels das schmähliche und die Interessen der Arbeitertlaffe schädigende Tretben der Anarchisten und liefert in der Geschichte des 78 er Aufftandes in Spanien den Nachweis, wie die auch heute von einer gewissen Seite immer wieder erhobene Forderung der Enthaltung vom politischen Kampf in der Praxis stets barauf hinauslaufe, die Interessen der Bourgeoifte und der Reaktion zu fördern, und wie die Detlamationen vom allgemeinen Weltstreit auch in jenem spanischen Aufstande an den politisch- ökonomischen That fachen scheitern mußten. Ein Komplott gegen die Internationale Arbeiter- Roziation. Von Karl Mary. Ueberfekt von G. Rotosty. 119 S. Preis 40 Pf. Porto 5 Pf. Diefer, von Karl Marr im Auftrage bes Haager Kongresses verfaßte und von Rofošty übersetzte Bericht über das Treiben Bakunins ift zur Kenntniß der Geschichte der Internationale und des arbeiter schädigenden Treibens des Begründers der anarchistischen Revolutionsphrasen uuent behrlich. Emil Lefèvre, orainage Leipziger Hohverraths- Prozeß S., Oranienstraße 158. ! Roh- Tabak! Sämmtl. in- und ausländischen Sorten, qute Qualität, tadelloser Brand, in billighter Preislage, empfiehlt RohtabakHeinr. Franck, andlung, Brunnenstrasse 185. EREING FACHLED MAURER CE 25 25 A P.P Marken z. quittiren von ParteiBeiträgen wider Bebel, Liebknecht, Hepner. Mit historischer Einleitung v.w.giebknecht Neue Ausgabe in 20 Lieferungen à 20 Pfg. Das Werk ist ein unentbehrliches Quellenwert zur Kenntniß der Partei geschichte, geradezu ein Arsenal der sozia listischen und Revolutions Literatur bis zum Anfang der siebziger Jahre. Die Lieferungen erscheinen in Zwischenräumen von je 14 Tagen. Heft 1 bis 6 sind bereits erschienen. Prospette be liebig zur Verfügung. Arbeitsmarkt. empfiehlt allen Genossen die Quittungsmarken und Kautschuk- Stempelfabrik von Conrad Müller, Die Orts- Krankenkassed.Mechaniker Schkendih- Leipzig. hier sucht einen fautionsfähigen Kassirer. Preisliste gratis und franto. Nur schriftliche Offerten mit näheren Angaben sind bis zum 1. Auguft d. J. an Herrn D. eich now, Reichen 18426 bergerstr. 125, zu richten. Evora- Bräu in vorzügl. Qualität empfiehlt in Ge binden von 17 Litern an, auch in Flaschen. Ein junger Lederarbeiter verlangt S. Freund, Prinzessinnenstr. 19. Tüchtige Baubagiften Oranienburgerstr.2. Otto Linke, Lagerhof 3. finden dauernde Stellung gegen bohen Telephon Amt III Nr. 404. Jeden Donnerstag und Schmiedels Festsäle Freie Bereinigung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter Freitag Mittag: Schönebergs und Umgegend. Sonntag, den 22. Juli, Nachmitt. 1½ Uhr, in Keßner's Salou( fr. Jacob), Grunewaldstr. 110: General- Derlammlung. ucht 77/1 Knochenfleisch 6 Pfund Mark. F. Nietsch, Glächtermitr. Friedrichstr. 245. 1861b Alte Jakobstr. 32. Empfehle meine hocheleganten Säle ( elekt. Bel.) auch mit Bühne zur Abhalt. von Vereins- u. Privatfestlichkeiten. Ww. E. Schmiedel. 4902 Most. Schlafſtelle an 2 auch 3 Herren au verm. bei Schwife, Urbanstr. 27, Quergeb. 2 Tr. 1863b Lohn bei Chr. Schmidt, Ziegelstr. 3. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um pünktliches Erscheinen erDer Vorstand. Werantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2 tüchtige Arbeiter auf Zinkornamente sowie 2-3 Klempner speziell für Falzblechbedachungen zum sofortigen Eintritt für's Ausland gesucht. Dauernde Arbeit und gute Bezahlung zugesichert. Offerten unter V2 an die Er pedition des Vorwärts". 1859b " 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 166. Freitag, den 20. Juli 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Varteigenossen! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! side chin Gerichts- Beifung. Gewerbegericht. Rammer VI. Borsigender: Assessor Alberti. Sigung vom 16. Juli. Gegen den Linden- Bauverein flagt der Kellner U. auf eine vierzehntägige Verdienstentschädigung. Er behauptet, für ein Café des Vereins, das am 27. Mai eröffnet werden sollte, durch den Geschäftsführer J. engagirt worden zu sein, ohne daß er die Stellung babe antreten dürfen. Ein Einwand des Vertreters des Beklagten machte eine Beweiserhebung darüber nöthig, ob der Geschäftsführer des neu zu eröffnenden Lokals, J., bejugt war, für dasselbe selbständig Kellner zu engagiren. Dazu führte als Reuge der Buchhalter G. aus:" Ich sagte im Auftrage des Linden Bauvereins zu J., er solle nur Leute in Vorschlag bringen, nicht selbst engagiren; das Engagement der Leute sollte durch das Bureau erfolgen. Wenige Tage vor der Eröffnung des Café's forderte ich J. auf, fich nunmehr nach Leuten umzusehen."( Das Café wurde schließlich nicht vom Linden- Bauverein eröffnet, sondern von einem Pächter desselben). Der ursprünglich als Geschäftsführer für das Café vom beklagten Verein engagirte Beuge J. entsinnt sich nicht, daß ihm gesagt worden sei, er dürfe feinen Kellner selbst annehmen. Drei Tage vor dem 27. Mai sei ihm mitgetheilt worden, daß an diesem Tage die Eröffnung des Café's erfolge; er habe nun sofort das Personal und auch den Kläger engagirt. Diesem habe er 10 M. pro Monat Lohn versprochen und mit ihm eine dreitägige Kündigungsfrist verabredet. Der Lindenbauverein wurde zur Zahlung von 16 M. für drei Tage verurtheilt. Das Gericht nahm an, der Beklagte hätte J. gelegentlich der Mittheilung, das Café werde am angegebenen Tage bestimmt er: öffnet, nochmals einschärfen müssen, keine Leute selbst zu engagiren. Das Engagement habe zu Recht bestanden, und da eine dreitägige Kündigungsfrist als erwiesen anzusehen sei, war dem Kläger nur eine Entschädigung für drei und nicht 14 Tage zu zusprechen. und Schulz als zweiter Kassirer, Wittig als erster, Agorts daß die aus der Bibliothek des Verbandes entliehenen Bücher als zweiter Schriftführer, Grünbaum als Beisiger. Bu Re- nicht länger als 6 Wochen in Händen der Mitglieder visoren wurden die Kollegen Weiner, Bedner big und bleiben dürfen. Länger ausstehende Bücher werden mehr schriftlich reklamirt, sondern von her ung me ift er ernannt. Weiter beschloß man, an Stelle des nicht wegen des Boykotts ausgefallenen Stiftungsfestes einen gemein Kommission persönlich eingezogen. Mitglieder, bei denen dies schaftlichen Ausflug zu veranstalten. Eine Streitigkeit zwischen geschehen muß, werden bis auf weiteres von der Benutzung der einem Unternehmer und dessen Arbeitern wurde der Agitations Bibliothet ausgeschlossen. Des weiteren wurden die Kollegen um rege Betheiligung bei Beerdigungen von Verbandsmitgliedern kommission überwiesen. Die Generalversammlung des Vereins zur Wah ersucht. Es sei bedauerlich, daß hierin so große Interesselosig rung der Interessen der Maurer Berlins und feit eingeriffen sei; insbesondere möchten die Arbeitslosen sich Umgegend nahm am 12 Juli in Wilfe's Salon, Andreas- mehr an den Begräbnissen betheiligen, da ihnen daraus doch firaße 26, die Abrechnung entgegen. Diese ergab, einschließlich der Restaurateur Bolz, Alte Jakobstr. 75, seinen Saal zu polis weder Zeitverfäumniß noch petuniärer Schaden entstände. Da des alten Kassenbestandes, eine Einnahme von 341,32 M., die tischen Versammlungen verweigert, so werden die regelmäßigen Ausgaben betrugen 233,79 M., beibt ein Bestand 107,49 M. Derischen Versammlungen verweigert, so werden die regelmäßigen Vergnügungsfonds betrug 67,20 M. Davon wurden an hilfs- Branchenversammlungen der Rohrleger und Gehilfen jest im bedürftige Kollegen 30 W. als Unterstützung gezahlt, bleibt ein Restaurant Ehrenberg, Annenstr. 16, und zwar jeden zweiten Bestand von 37,20 M. Dem Kassirer wurde Entlastung ertheilt. Sonntag im Monat abgehalten. Die Kollegen mögen auch in Hierauf wurden in den Ausschuß gewählt die Kollegen August dem neuen Lokal die Versammlungen recht zahlreich besuchen. Benthien, Thärstr. 9, Seitenfl. 2 Tr.; Richard Marker, Zwei Frauen Versammlungen, vom Frauen Wienerstr. 8, v. 4 Tr.; als Revisor Heinrich Müller, Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Volkes einberufen, Kottbuser Damm, Hof 4 Treppen; als Hilfsfassirer für den tagten am 16. Juli im Norden Berlins. In der einen, die Süden Heinrich Tiefbach, Johanniterstr. 11, Hof 4 Tr. in Schneider's Gesellschaftshaus in der Belforterstraße abgehalten ( faffirt Sonnabends bei Briese, Mittenwalderstr. 43). Dann wurde und gut besucht war, referirte der Parteigenosse Da stig theilte der Vorsitzende mit, daß die Steinmegen eine Petition über„ Die Volksschule, wie sie ist und wie sie sein soll", und über das Submissionswesen an den Magistrat senden wollen forderte schließlich die Anwesenden auf, das, was die Volksschule und sich sämmtliche Körperschaften im Baugewerbe daran be- an ihnen versäumt hat, so gut es gehe, nachzuholen, wozu ihnen theiligen sollen. der Frauen und Mädchen- Bildungsverein die Gelegenheit gäbe. Zwei Wanderversammlungen desselben Vereins In der Diskussion ergänzten mehrere Rednerinnen und ein tagten am 15. Juli, die erite im Proskauer Garten, Proskauer- tebuer diese beifällig aufgenommenen Ausführungen. Eine straße, Ecke Frankfurter Allee, die zweite Müllerstr. 7, in andere Rednerin, die dem Referenten, den sie nicht verstanden Reichert's Jessälen. In der ersten Versammlung hielt der hatte, entgegentrat, that das wiederholt in einer Weise, daß man Parteigenosse Gründel einen beifällig aufgenommenen Vortrag fie, um abermalige Störung zu vermeiden, aus dem Lokal weisen über das moderne Elend". In der zweiten sprach Kollege mußte. Nach Schluß der Diskussion wurde folgende Resolution Blaurock über die wirthschaftlichen Verhältnisse. Unter anderem gefaßt:" Die Versammlung spricht ihr Bedauern aus, führte er an, trotzdem ein großer Theil Kameraden arbeitslos daß unsere Echulen nicht mit der Kulturentwickelung fei, tönnten die Bauarbeiter sich immer noch den mittleren Lohn- gleichen Schritt halten, und verspricht, nicht eher zu ruhen, bis Rammer IV. Vorsitzender: Assessor Tech o w. Sigung vom fat erhalten, wenn sie sich in größerer Zahl der Organisation andere Zustände geschaffen sind." Während der Pause ließen sich 14. Juli. anfchlössen. Aber die meisten dächten gar nicht daran, das zu mehrere Anwesende in den Verein aufnehmen. Unter Vers Der Besuch der Kontrollversammlung und thun. Die Diskussion bewegte sich im Gedankengange des Refe- schiedenem wurde darauf aufmerksam gemacht, daß das Sommers das dadurch veranlaßte Fernbleiben von der renten. Zum Schluß wurde ein Polier namhaft gemacht, der den vergnügen, das bei Joël stattfinden sollte, infolge der Saal. Arbeit tein Entlassungsgrund. verweigerung in der Berliner Ressource abgehalten wird, und Gegen eine Bauarbeitern Mauischellen anbietet. Lohnentschädigungsklage des Tischlers M. wandte der Tischler- Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter nahm 3war am 28. Juli. Die nächste Versammlung des Vereins tagt meister Sasse ein, jener sei mehrmals unentschuldigt von der in seiner Generalversammlung am 14. Juli die Abrechnung über mehrere Rednerinnen forderten die Anwesenden auf, bei der am 8. August in Schmiedel's Festfälen in der Alten Jakobstraße. Arbeit ferngeblieben, so auch am Tage seiner Entlassung, treß das 2. Quartal d. J. entgegen. Danach stand einer Einnahme Durchführung des Boykotts den Männern thatfräftig zur Seite dem er bei den früheren Malen verwarnt wurde. Der Gerichts von 623,81 m. eine Ausgabe von 533,94 m. gegenüber. Der hof stellte fest, daß der Kläger am fraglichen Vormittag zur Ueberichuß betrug also 89,87 W., den Bestand vom 1. Quartal, zu stehen und von Leuten, die noch Bier aus Ringbrauereien Kontrollversammlung war und daß der Meister einer Entschuldi 784,38 M., hinzugerechnet, stellte sich das Gesammtvermögen auf beziehen, kein Flaschenbier zu kaufen. gung desselben durch seine bedingungslose Entlassung zuvor fam, 874,25 M. Die Abrechnung wurde von den Kontrolleuren als im Swinemünder Gesellschaftshaus und war von über 700 Per Die zweite Versammlung desselben Vereins tagte als Kläger des Nachmittags zur Fortsetzung der Arbeit erschien. richtig bestätigt. Die Versammlung lehnte dann einen Antrag fonen besucht. Den Vortrag hielt der Parteigenosse Wagner, Der Gerichtshof verurtheilte den Beklagten zu der geforderten auf Abänderung des§ 11 des Statuts gegen 8 Stimmen ab. der das Thema: Volksbildung und Klassenbewußte Entschädigung.( Kläger verlangte die volle Bezahlung eines Gin Antrag, die Rechtsschutzfommission nur aus 3 Mitgliedern fein behandelte. Der Reduer fritisirte, öfter beifällig unters durch die Entlassung unterbrochenen Affordes.) Gründe: bestehen zu lassen, fand Annahme. Den fireitenden Schuhmachern brochen, die dürftigen Schulverhältnisse unferer modernen Beit Selbst wenn der Kläger einige Male aus Gründen, die nicht von Fürstenheim und Moröfje wurden 30 m. bewilligt. Weiter und wies nach, wie sich troy alledem der Wissensschatz des ganz stichhaltig waren, wegblieb und deswegen verwarnt wurde, beschloß man, den Bierboykott auf die Tagesordnung der nächsten Proletariats stetig vermehrt und das Klassenbewußtsein sich vers hätte ihn der Beklagte am Tage der Entlassung anhören Versammlung als besonderen Bunft zu sehen, und da diese Sache und die Entschuldigung, er hätte wegen der Kontroll so ernst ist, erklärte man es für die Pflicht jedes Kollegen, dafür tieft. Der im Vordergrunde des öffentlichen Interesses stehende versammlung Vormittags nicht zur Arbeit fommen können, Bierbootoitzeitigte eine lebhafte Diskussion. Von Kobante paffiren lassen müssen. Die Behauptung des Klägers, am Sonn erscheint, die am 28. Juli bei Deigmüller, Alte Jafobite. 48a, ujedomstraße, die das fogen. Jungbier und Weizenbier in agitiren, daß Mann für Mann in der nächsten Vereinsversammlung wurden die Arbeitsverhältnisse der Germaniabrauerei, tag Abend( Montags war die Kontrollversammlung) erst das abgehalten werden wird. Die Generalversammlung erledigte noch Plakat der Littfaßsäule gelefen zu haben, welches die Kontroll- die Neuwahl zweier Werkstattkontrolleure und die Neuwahl von versammlung publizirte, sei dem Gericht glaubhaft erschienen, im 13 Mitgliedern der Arbeitsvermittlungs- Kommission. 6 Kollegen übrigen aber von wenig Bedeutung. würden in den Verein neu aufgenommen. richterstatter.) großen Mengen produzirt, geschildert, wonach der Redner die Frauen aufforderte, dort, ebenso wie bei Werm, Bions. tirchstraße, und Berliner, Brunnenstraße, ihre Daß sein ehemaliger Meister einen Grund gehabt, ihn zu Groschen so lange nicht hinzutragen, bis der Arbeit ihr Recht entlassen, bestritt der Rutscher R. in der Verhandlung einer gegen. Die Freie Vereinigung der Militärmühen- Arbeiter geworden ist. Mehrere andere Rednerinnen schlossen sich den jenen angestrengten Entschädigungsklage nicht; jedoch behauptete hielt am 14. Juli ihre Generalversammlung ab. Nach dem vom Ausführungen über die Verschärfung des Boykotts durchaus an; er, derselbe hätte ihn sofort und nicht erst nach drei Tagen ent- Kollegen Kramer gegebenen Kassenbericht schloß das veiflossene man vertrat allgemein den Standpunkt, den Grünkramhändlern, laffen müssen; nach seiner Meinung stehe ihm, weil letzteres ein- Vierteljahr mit einer Einnahme von 39 M., einer Ausgabe von Kaufleuten 2c., die sich von dem Ringbier nicht lossagen wollen, trat, die Entschädigung zu. R. wurde abgewiesen, da 56,05 M. und einem Defizit von 17,05 M. ab. Der Kassenbestand auch die anderen Waaren auf dem Halse zu lassen. Nachdem nach dem§ 123 u. a. der im vorliegenden Falle in Frage beliei sich auf 65,50 M. Die hierauf vorgenommene Vorstands: Wagner in seinem Schlußwort der Erwartung Ausdruckt ges gekommene Entlassungsgrund erst dann seinen Charakter als wahl hatte folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender Frid, 2 Vorgeben hatte, daß der jetzt schon rissige Bierring bald gänzlich folchen verliere, wenn die betreffenden Thatsachen dem Arbeit- gender Laue, 1. Schriftführer Krause, 2. Schriftführer zerfallen werde, gelangte eine Resolution zur einstimmigen geber länger als acht Tage bekannt sind. Der Kläger Franzke, 1. Kassirer Hofmann, 2. Kassirer Ruprecht, Annahme, worin erklärt wird, daß man die Einkäufe nur batte nämlich troß ausdrücklichen Berbots einem der Pferde- Beisitzer Müller. Zu Revisoren wurden Schwarzen bei den Händlern machen will, die tein Ring bier führen. behandlung unkundigen Tischler auf einer Tour die berg, Flügge und Glod mann gewählt. Beim Gewert. Die Versammlung hat dem Verein einen Zuwachs von über Leine in die Hand gegeben und dadurch dem Beklagten einen schaftlichen" berichteten Beise und Kramer, daß die 30 Mitgliedern gebracht. Schaden zugefügt; der Wagen war infolge falscher Behandlung Sprechert'sche Wertstellen- Angelegenheit bisher noch nicht habe Eine dritte Versammlung hielt derselbe Verein, Filiale der Pferde beschädigt worden. Der Gerichtshof hielt dies für geregelt werden können, da der Unternehmer an Wochentagen Moabit, in Reichert's Lokal in der Müllerstraße ab. Herr eine vorsätzliche bezw. rechtswidrige Sachbeschädigung zum nur bis 6 Uhr Abends und Sonntags überhaupt nicht zu sprechen o el referirte unter lebhaftem Beifall über das Thema„ Religion Nachtheile des Arbeitgebers."( G.-Q.§ 128 Abs. 6.)(!? Der Be- fei. Auf Antrag Frick's wurde jedoch die Kommission noch- und Sittlichkeit". In der Diskussion sprachen Frau Schädlich mals dringend aufge ordert, die Sache zu regeln. Zu dem am und Herr Karlssohn. Nachdem hierauf mehrere neue Mitglieder A18 ein äußerst rücksichtsloser Gläubiger zeigte sich der die Theilnehmer 78/4 Uhr Morgens auf dem Schlesischen Bahn deren Mann wegen politischen Vergehens Sommeraufenthalt in Sonntag stattfindenden Ausflug nach Friedrichshagen haben sich ihren Beitritt zum Verein erklärt hatten, ersuchte Frau Thiele, Fuhrmann August Schmidt zu Rixdorf. Von der Wittwe hof einzufinden. Zum Schluß wurden die Kollegen durch Plößensee bekommen hat, so lange ihrer zahlreichen Familie der Grack hatte derselbe 3 M. zu fordern. Am 8. Januar d. I. Fischöder aufgefordert, sich den hinsichtlich des Boykotts ge- Grnährer geraubt sei, fie geschäftlich zu unterstüßen; die Frau vers erschien Ech. in der Wohnung seiner Schuldnerin und als seinem faßten Beschlüssen der Berliner Arbeiter unbedingt zu fügen. Die fauft in der Wedding- Markthalle, Stand 263, Butter und ver Geldbegehr nicht sofort entsprochen wurde, drohte er:„ Wenn Sie das Geld nicht zahlen so schlage ich alles hier in Klump." nächste Vereinssihung wird am 28. Juli abgehalten. sprach, diese ebenso gut zu liefern, wie es in den großen Läden In der Generalversammlung der Freien Vereinigung geschieht. die Die erschreckte Wittive gab dem Ech. 1,30 M. und da ihm dies Frau Schädlich ermahnte Arbeiters nicht genügte, gerieth die Tochter der G. derart in Angst, der Getreideträger und Speicherarbeiter gab am Sonntag frauen, in solchen Fällen sich gegenseitig zu unterstüßen. daß sie einen Pfandschein, lautend auf einen versetzten Teppich, der Kassirer die Abrechnung über das vergangene Quartal. Der Diesel be Rednerin forderte ferner die Anwesenden auf, Acht zu dem Sch. übergab mit der Erklärung, daß der Pfandschein frühere Bestand war 48,15, die Einnahme betrug 73,10, die Aus- geben, daß nur boyfottfreies Bier getrunken wird; es Eigenthum des Schmidt sein solle, wenn das Gelb gabe 34,15 M., es blieb also ein Bestand von 87,10 M. Der werde noch viel Flaschenbier von den Ringbrauereien ausge nicht bis zum Nachmittag dem unerbittlichen Gläubiger Kassirer erhielt Decharge. Beim Stiftungsfeste ist eine Ein- fahren, das doch in der Hauptsache niemand anders als Arbeiter gezahlt sei. Damit entfernte fich Schmidt. Es war der Schuld- nahme von 165,50 M. erzielt worden, während die Ausgabe tränken. Darin müßten und könnten die Frauen Wandel schaffen, nerin und deren Tochter nicht möglich gewesen, den Pfandschein 130,20 m. betrug, fodaß sich ein Ueberschuß von 35,30 M. ergab, indem sie aus Geschäften, wo Ringbier feilgehalten wird, nicht aur festgesetzten Zeit einzulösen und als sie später zu Schmidt wovon noch 8,30 M. ausstehen. Die baar vorhandenen 27 M. mehr laufen. Frau Krause sügte dem hinzu, daß man sich famen, um den Rest von 1,70 M. zu zahlen, verweigerte wurden den ausgesperrten Brauerei- Arbeitern überwiesen. Eine auch im Konsum von Jungbier noch viel mehr Beschränkung als Schmidt die Annahme des Geldes, weil er ben Teppich schon lebhafte Distuſſion entſpann sich über den Bierboykott. Es bisher auferlegen müsse. Herr Lanz regte an, die Lokalkoms ausgelöst und verkauft hatte. In dem Verfahren des Gläubigers sprachen dazu die Kollegen Mönch, Otto, Graupner und mission möge dafür sorgen, daß diejenigen Wirthe, die bontotts erblickte die Anklagebehörde die Kriterien der strafbaren Nöthi- Pe z. Der Antrag, fein Ringbier zu trinken, wurde angenommen. freies Bier liefern, die betreffenden Schilder in die Thür oder in gung. Infriminirt war insbesondere die obenerwähnte Drohung Bekannt wurde noch gegeben, daß sich die Kollegen vom Lehrter das Fenster hängen, um das Auffinden ihrer Lokale zu erleichtern. des Schmidt, durch welche er die geängstigten Frauen ge- Strang den Beschlüssen der Vereinigung fernhalten. Die Herr Joel machte darauf aufmerksam, daß in der Rytes in den Grünframtellern awungen, ihr bischen Armuth ihm preiszugeben. Die Ferien- Vereinsversammlungen finden fünftig jeden Sonntag nach dem straße, in der Wörtherstraße 2c. überall noch Boykottbier verkauft werde, für dessen Straflammer des Landgerichts 11 verurtheilte den Herzlofen zu Ersten statt. 14 Tagen Gefängniß. Der Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Abschaffung die Frauen sehr wohl hätten längst sorgen können. Arbeiter Berlins und Umgegend hielt am Sonntag in Frau Schädlich meinte, auf den Bauten werde noch viel Ehrenberg's Lokal, Annenstr. 16, eine Branchenversammlung der boykottirtes Bier getrunken; man solle sich doch stets Rohrleger und Gehilfen ab. Der Vorsitzende gedachte gegenwärtig halten, wie schwer eine Niederlage in diesem durch zunächst des in letzter Zeit verstorbenen Kollegen Rohrleger- den Uebermuth der Brauereibefizer vom Baune gebrochenen In der Filiale Berlin des Verbandes Deutscher gehilfen Karl Aßmus, worauf dessen Andenken durch Erheben Kampf nicht nur die Brauerei- Arbeiter, sondern die gesammte Mitgetheilt wurde schließlich Kürschner wurde am 9. Juli vom Kollegen Hübner der von den Plätzen geehrt wurde. Dann referirte Paul Jahn Arbeiterschaft treffen würde. Raffenbericht erstattet. Danach betrug die Einnahme im 1. Quarunter lebhaftem Beifall über die Chartistenbewegung in England. noch, daß das Sommervergnügen des Frauen- und Mädchens tal 5. Jahrgangs 75,15 M., die Ausgabe 96,50 W., mithin blieb Kollege Becker machte auf die in nächster Zeit wegen des Bildungsvereins am 27. Juli in der Berliner Ressource, Koms ein Defizit von 21,35 M. Die Jahreseinnahme betrug 654,88 M., Boykotts stattfindenden Gewerkschaftsversammlung aufmerksam, mandantenstraße 57, abgehalten wird. die Ausgabe 610,58 m.; es blieb somit ein Bestand von die zahlreich zu besuchen unbedingte Pflicht der Branchengenossen Der Fachverein der Stuckateure Berlins beschäftigte 44,30 M. Nachdem der Vorstand noch seinen Jahresbericht ge- sei. Beklagt wurde mehrfach, daß namentlich Bauarbeiter in sich am 16. Juli mit den inneren Zuständen des Vereins. Es geben hatte, wurde der Gesammtvorstand entlastet. Zum ersten Sachen des Boykotts unsolidarisch handelten und trotz aller Vor- wurden in der fast dreistündigen Debatte die verschiedensten Borsigenden wurde Kollege Rogge gewählt. Ans der Wahl halte boykottirtes Bier tränken; mache man sie darauf aufmert- Vorschläge gemacht, um die Stuckateure besser zu organisiren. des Ortsvorstandes gingen hervor: Peters als erster, sam, so würden die Kollegen von ihnen auch noch in nicht sehr So soll in der nächsten Generalversammlung ein Antrag auf Schreitmüller als zweiter Borsigender, Hübner als erster, anständiger Weise behandelt. Ferner wurde bekannt gemacht, Anschluß an die Zentralifation eingebracht werden. Versammlungen. Stellungnahme zum diesjährigen Schuhmacher- Kongreß. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag, Abends von 8%-10% Uhr: ord: Achtung Schuhmacher! Sonntag, den 22. Jult, Vormittags 10 1hr, bei geboren: Elfe am..., Adolf am... u. f. w." Det Schule, Müllerstraße 179a und Südost- Schule, Waldemarstr. 14 Deigmüller, Alte Jakobftraße 48a: Große öffentliche Versammlung aller in Anspruch erlischt, wenn Deutsch( Logit und Rethorit). Bei allen Unterrichtsfächern werden neue der Schuhindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Tagesordnung: vier Wochen nach Beendigung der Uebung erhoben wird. er nicht spätestens binnen Theilnehmer, Damen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr, Abends 8 Uhr, Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter. Die Unterstügung beträgt für die Ehefrau 30 pCt., für bei Gruber, Mariendorferstr. 5. Westen, bei S. Werner, Bülowstr. 69.( E. S. 29, Hamburg.) Filiale Berlin 5. Sonnabend, den 21. Juli, Abends jedes sonst unterstützungsberechtigte Familienmitglied 10 pet. Ar beiter Sängerbund Berline und Umgegend. Vorsitzender 9 Uhr, bei Diefe, Lothringerstr. 67: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: Ad. Neumann, Brunnenstraße 130, 2 Tr. Alle Henderungen im Vereins- 1. Kaffenbericht. 2. Diskussion über den Bericht unseres Delegirten von der( insgesammt aber höchstens 60 pCt.) des ortsüblichen TageTalender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. Freitag. Generalversammlung. lohns für erwachsene männliche Arbeiter am Aufenthalt des Uebungsstunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Raiser= Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter. ſcher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bet Kuhlmey.- Nord, Kaftanien-( E.. 29, Hamburg.) Filiale Nixdorf. Sonnabend, ben 21. Juli, Abends Einberufenen. Unterstützungen sind für Uebungen der Reserve, 8½ Uhr: Versammlung bei Schaumann, Brinz Handjernstr. 63. Tagesordnung: Landwehr und Seewehr, sowie für die zweite und dritte Uebung Buch Kassenbericht. der Erfahreserve zu zahlen. Die Unterstügungen gelten nicht Mai= als Armenunterstüßungen und sind jeder Pfändung entzogen. Das Gesetz ist am 1. Juli 1892 mit rückwirkender Kraft bis zum 1. April 1892 in Kraft getreten. Der Anspruch auf Unterstützungen ist Jahrzehnte lang vordem im Reichstage von den Sozialdemokraten erhoben. = 1 Allee 11, bet Augustin. Vorwärts 1, S.D. Adalbertstr. 21, bei Roll. Rummel'scher Gesangverein, Langestraße 65, bei Tempel. binder Männerchor Berlins, Holzmarktstraße 3, bei Deter. glöckchen, Hochstr. 32a, bei Wilte. Gemüthlichkeit Buyer, Seydelstr. 30. Palme, in Belten, bei Schröder. Morgenroth 4, Köpenick, Müggelheimerstr. 3 bei Held. Gesangverein Morgenroth 2, Charlottenburg, Bismarckstr. 75. Typographia, Gefangverein Berliner Buchdr ucker und Schriftgießer, Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Gesang verein Nordwacht, Müllerstr. 7, bei Reichert. Gesangverein Freie Sänger in Echmargendorf, Wirthshaus Friedrichs. Butunft 1, Steglig, Ah or nstr., im Gambrinus.- Gesango. Collegia 1, Manteuffelstr. 9 bei Nowack. Vereinte Gangesbrüder Moabit, Stromstr. 28 bei Lang. Sängerverein Sorgenfrei, Melchiorstr. 15 bei Stehmann. Vineta Beteranenstraße 19 bet Schulz. Freie Liedertafel, Neue Königstraße 73 bei Hahn. Brandenburger Männer: Gefangverein in Brandenburg a. H., Mengert's Boltsgarten.- Sänger chor der Töpfer, Neue Friedrichstr. 44 bei Nöllig. Brauer- Gesangverein Gerstenähre, Alte Jafobftr. 83 b. Wienecke. Johanni, Rüdersdorferstraße 45, Gesellschaftshaus„ Ostend". Ginigteit 3, Gr. Lichterfelde bet Gries, Giesensdorf.- Geselligteit, Hennigsdorf, Böhmert's Gasthaus Maiengruß, Köpenid, Grünstraße 53 bei Gaul. Arion, Wittenberge, Thurmstraße 23, Bentralhalle. Oberon, Kaiser FranzGrenadier Plag 7. ris, Naunynftr. 86 bei Friz Zubeil. Freya 2 ( gem. Chor), Rirdorf, Hermannstraße 140, bet Dantel Böttcher. Loreley, Grünstraße 3 u. 4 bet Semerling. Gesangverein der Klempner und Berufsgenossen, Siemensstr. 17 bei Viet. Lustige Sänger, Potsdam, Brandenburger Kommunikation 16 bei Glaser. Deutsche Liedertafel, Grüner Weg Nr. 29 Restaurant Saeger. Sängerfreis( Weißensee). Königschaussee Nr. 46 bet Dorn. Apollo, Grünstraße Nr. 21 bet Sommer." Rheingold( vorm. Mohr'sches Doppel- Quartett), Büschingstr. 7 bet Jafob. Sängertette, Kotibufer Damm 74 bei Silfe. Spandau in Spandau, Neumeisterftr. 5, Restaurant Radtte. Lorbeerzweig, Swinemünderstr. 35 bei Queitsch. Melodia, Rirdorf, Bergstr. 141, bet Schimtäse. Drante, Weißensee, Königs- Chauffee 19 bei triedemann. Stralauer Lieder= tafel, Rummelsburg, Berlinerstraße bet Fri efecte.- Gyrene, LinienStraße 19 bei Neumann. Bieber's cher Männerchor, Acterstr. 123 bei Stümfe. Gesangverein Moabit, Havelbergerstr. 31, Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Zuschriften find zu senden an P. Gent, Adalbertstr. 95. Freitag: Bergnügungsverein Frisch auf, Abends 9 Uhr, Ohmgasse 2 bei Krebs. Etaitlub Kairo, Abends 8 Uhr bei Flick, Simeonstr. 23. Gesang- ,, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Männer- Gejangverein Union, Abends 9 Uhr, Berliner Bockbrauerei. Quartettverein Wedding, Abends 8% Uhr, bei Schäfer, Seue Hochfir. 49. Männerchor Waldesrauschen, Abends 9 Uhr, bei Weigt, Wtartgrafeuitr. 87.- Privat Theaterverein Crescendo, Abends 9 Uhr, bei Schulz, Bunbuserstr. 35. Theaterverein Bultania, 9 Uhr, Jäger's Gesellschaftshaus, Gartenftraße 18-14. Theaterverein Freier Wille, jeben Freitag Abend 8% Uhr bei Sauermann, Adalbertstr. 8. Berliner Turngenossenschaft. Die erste Männerabtheilung Mußterzeichner- Verein. Freitag, den 20. Juli, Abends 8% Uhr: Große Versammlung Landsbergerstr. 73. Tagesordnung: Wie stellen wir uns zum Bierkrieg. Genoffen sind eingeladen. Arbeiter- Radfahrerverein Berlin. Freitag, den 20. Juli, Abends punft 9 Uhr, bet Wilte, Andreasstraße 26: Bersammlung. Aufnahme neuer Mitglieder. Eingelaufene Druckschriften. Literatur. V E. K. 100. Der Antrag auf Erstattung der Kosten ist bei dem Prozeß garnicht zu stellen. H. R. 100. Ein Ehemann ist nicht verbunden, die für seine Frau oder deren uneheliches Kind vor der Ehe erwachsenen Kurkosten zu zahlen. J. S. 30. Nein. Schütze. Gegen die Polizeischererei bleibt Ihnen nichts übrig, als den Weg der Beschwerde, eventuell den Verwaltungs streit- Weg zu beschreiten. Sollte nur Ihr Verein Theater und Tanz genießen, so war es Ihrerseits überflüssig, eine Anmeldung 3 A16. 200, Köpenick 100, A. J., Moabit. Ja. A. W. 47. Hatten Sie nach dem Vertrage spätestens Monate und 14 Tage vor Ablauf zu kündigen, so mußte die Kündigung am 16. Juni spätestens in Händen des Wirthes sein. M. N. 100. Justizrath Lefse, Berlin. Der Sozialdemokrat, Sentral- Wochenblatt der sozialdemokratischen Partei Deutschlands( Expedition in Berlin SW., Beuthstraße 2). Su beziehen durch alle Zeitungsspediteure. Das Abonnement beträgt durch die Post oder in Berlin durch die Zeitungsspediteure pro Quartal 1,20 M., unter Kreuzband 1,80 m. Die Nr. 25 vom 19. Juli hat folgenden Inhalt: Wochenschau. Der außerordentliche belgische Parteitag.- Norwegische Arbeiterpartei.. Das Kommunalwahlrecht und die Breslauer Behörden. Geschichte des TradeUnionismus in England. IV: 1844-1875. Parteinachrichten Wie man uns behandelt. Blechanow: Anarchismus und Sozialismus. Schluß: Die Epigonen. Bum amerikanischen Eisenbabnarbeiter Streit. Ein AnarchistenEldorado. II. Gewerkschaftliches. Arbeiterschuß. Sozialstatistisches. zu machen. Todtenliste. Neue Deutsche Rundschau( Freie Bühne). Juliheft. Aus dem reichen Inhalt dieser vielseitigen Zeitschrift heben wir die Fortsegung des Romans von Finne„ Die Kinder des Doftor Wang", sowie den Aufsatz von J. van Santen Kolff Bur Entstehung des Lourdes- Romans" hervor. Weiter ent: hält das Heft eine Stizze von Hans Land Der Tugendhafte", eine Studie von Terwachoff über Katharina II., die Fortsegung von Ostar Bie's Individuum und Publikum", eine Studie von G. Buß über Kunstgewerbe, einen Bericht von A. Plöß Gerhart Hauptmann in Amerifa", fowie ferner unter der„ Rundschau" eine Fülle kleiner Auffäße politischen und literarischen Inhalts. Volks- gevikon, Heft 9, herausgegeben von Emanuel Wurm; Verlag von Wörlein u Komp. Nürnberg, it foeben erschienen und enthält folgende größere Artitel: Arbeiterschuß- Gesetzgebung in der Schweiz( Schlub), in Spanien, Ungarn, in den Bereinigten Staaten von Nordamerita, Arbeiter Wohlfahrtseinrichtungen, Arbeiter- Wohnungsfrage, Arbeitsamt( Arbeiter fekretariat, Arbeitsbörse). Arbeitslohn( Beitlohn, Atfordlohn, Sweating Syftem, chernes Lohngefes, partner ship, Bonus, Produktions- Tantiemen, Arbeitslosigteit( Statistit, Arbeitslosen Unterstüßung durch die Gewerk schaften, Stecht auf Arbeit), Arbeitsnachweis( im In- und Auslande), Arbeitsordnungen, Argentinien, Armenwesen( 1. Begriff und Geschichte). Alle 14 Tage erscheint ein Heft. Die Philosophie der Erlösung. Von Ph. Mainländer. Frankfurt a. M. E. Koeniger's Berlag. 2 Bänte. Heiden. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor. Adolph. Der Wirth würde mit der Schadensersatzklage voraussichtlich abgewiesen werden. F. F. 122. Hat der Arbeiter einen Anspruch auf Ersatz seiner Sachen, die durch Feuer in einer Fabrit vernichtet sind? Eine diesbezügliche ausdrückliche Vorschrift findet sich im Gesez nicht. Im Gegen theil könnte man daraus, daß der Gesetzgeber es für nöthig er achtet hat, die selbstverständliche Pflicht des Unternehmers, Schuhmaßregeln gegen Gefahr für Leben, Gesundheit und Sittlichkeit in seinem Betriebe zu treffen, nicht aber für sichere Aufbewahrung der Sachen des Arbeiters Sorge zu tragen, im Gesetz ausdrücklich auszusprechen, sowie aus der Rechtsregel": an der Grenzscheide des 19. Jahrhunderts. Von Klar willberg.den durch Zufall entstandenen Schaden hat der Eigenthümer zu Hamburg. Berlag Ag, Scheibenhuber, Kielerstr. 70. Die unittliche giteratur und der Buchhandel. Von Chr. G. Fienten, Führer durch die Privat- Heilanstalten Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz. Von Dr. Paul Berger, Berlin SW. Berlag Hugo Deutsche Lieder in lateinischer Uebersetzung von Fr. Strehlte. Berlin. Berlag des Bibliographischen Bureaus. Bremerhaven. Verlag von Chr. G. Fienten. Steinig. die tragen" schließen, daß die oben gestellte Frage zu verneinen sei. furnt Freitag und Dienstag Abend von 8-10% 1hr in der Turnhalle des Solche Entscheidung würde auch von gelehrten Richtern" ge= Leffing- Gymnasiums Pantsir. 9-10. troffen werden, da diese in der Anmaßung ausgebildet find, Zurnverein Gesundbrunnen die 1. Männer- Abtheilung turnt heute Abend von 8%-10% Uhr in der Turndie Verhältnisse des Lebens hätten sich nach Rechtsregeln halle des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10.- Kraft und Artisten flub Berolina jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bei Grüßner, 31 richten, in unvollkommener Weise aus schiefer Waldemarstr. 42. Turnverein Germania( Mitglied des deutschen ArBetrachtung der Lebensverhältnisse von der Partei, die die Macht beiter Turnerbundes) turnt Dienstags und Freitags Abends von 8-10% Uhr hat, abgeleitet sind. Ein Laiengericht, Gewerbegericht, SchiedsAckerstr. 67. Turnverein Fichte( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes Deutschlands.) Die zweite Männer- Abtheilung turnt jeden Dienstag und gericht u. f. w. würde unbedenklich zu einer Bejahung der oben Freitag Abends von 8-10 Uhr in der Stalizerstr. E5/ 56. Briefkaffen der Redaktton. geftellten Frage kommen müssen, da durch den Fabritbetrieb eine Vergnügungsverein Veilchen, Abends 9 Uhr, bei Brauns, Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Swet Buchstaben oder eine Bah) Art Wirthschaftsgemeinschaft zwischen Unternehmer und Arbeiter Dranienstr. 183 p. Gefelliger Arbeiterverein Graphia, Abends 8 Uhr anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. geschaffen wird, in welcher die leitenden Anordnungen vom Alte Jakobstr. 128( Logenhaus). Unterhaltungsflub Schiller, Abends 8 Uhr im Restaurant Holzbächer, Drenfeftraße 3. H. N. Lepidopt. Vereinigung Unterstüßung der Familien Ange Unternehmer getroffen werden. Der Unternehmer muß als haft. Orion, Abends 9 Uhr Sigung Charlottenstr. 95, Restaurant Effenberg. hörigen zu Friedensübungen eingezogenen bar für die in seinen Räumen aufbewahrten Sachen des Ar Mufitverein Hoffnung, Abends von 9-11 Uhr lebungsstunde Prostauer, Mannschaften. Der Anspruch auf die Unterstützung ist bei beiters in ähnlicher Weise erachtet werden, wie ein Gastwirth Bergnügungsverein Berolina= Abends 9 Uhr im Restaurant„ Bur Gleichheit", Andreasstraße Nr. 26, der Gemeindebehörde des Orts zu erheben, an dem der Ein- als haftbar für die Sachen seines Gastes. Das Arbeits Sigung. Nach derselben Tanz. Tanzlehrer- Berein Solidarität, berufene zur Zeit vor der Uebung seinen gewöhnlichen verhältniß in einer Fabrit schafft diese Pflicht des Arbeitgebers. Abends 8% Uhr im Lotale von Ehrenberg, Annenstraße Nr. 16, Aufenthaltsort hatte. Es genügt also ein Schreiben etwa Buständig ist daher für einen Schadensersatz- Prozeß das GewerbeSigung. Rauchklub Rothe Fahne, Freitag Abends 9 Uhr, Cuvryfir. 48 bet richeldorff. Ruderverein Borwärts, Sigung folgenden Inhalts: An den Gemeindevorstand( Magistrat oder gericht, das leider in letzter Zeit mit großem Unrecht an einigen Abends 8 Uhr, in der Spreeterraffe, Jannowißbrücke. Bergnügungs: dergl.) von " Ich bin( war) vom... bis zu einer Orten seine Zuständigkeit einzuschränken und den Formalismus verein Im Brand, Sigung Abends 9 Uhr, bet Haverland, Weberftr. 32. Reserve( Landwehr-) Uebung eingezogen. Ich beanspruche für gelehrter Richter, der Unrecht schafft, nachzuahmen sucht. English Conversational Club Shakespeare. Meeting every Eriday at 9 p. m. at Beherns Restaurant, Königstr. 62. Lecturer Mr. J. Bloch meine Familie die ihr zustehende Unterstützung. Meine Familie J. Sch. 18. Klagen tönnen Sie: es scheint aber nicht das besteht aus meiner Frau und.. Kindern. Die Kinder sind Gewerbegericht, sondern das Amtsgericht zuständig zu sein. ftraße 35-37 bet Schneider. Guests are welcome. 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