Dr.»SS. 55. J«� -SezsqSvrriS» 1,-tC TO.«! LWIRl. futmi»orau«»iiiwar■' r*rmr Rumntfra 10 P-.nn>g.'Cotttmig: vronar ich sorn Ho>l!chal»«r abMbown 1,80 Mi. vom Blleiriüs« m�Haut«»» brach! l.W MI linier ttreu,t>an» für Deilochi« d ani DfOorteidi• ttnoam 4.— Ml. Ht da« ßbooe Aublanb 6�0 Mi. maaat lch gft'ani) in» ffrft b»t i»r«iter i»nm.»troll«! ,G»,ialdrm»kra««Zrr.ne�, Verlinev Volksblnkt. (iL p?2r>.7iZ?) Lli»,<alione«lolonrl�il«l»stet 80 Pfg„J4l(in»»nroisieu". tu« («iflebrutfl« iSott aü Pi« ijulZIsiz I ienflitrultle LZorlei, iodc» weiicrv Wori IS Pig eiellsnoeiucho unt SchiaslleOcniinzoigrn ta- eriir Wort 20 P!«.. icde» wrilorc Worr>0 Psa. liorle über>S Puchilaben«tbien sür imei Wort« TeuerunAsjuiitüag 30"/*. Familien-Anieigen.»olitiiche UN» peweriichaiiliche Beretn»- iintelgen 70Piz t,e Zeil» tlnzeigen'ür die nSchlie Numi'ier mklilen dl» 5 übt vachm'.lio«? im ibaniügelchilfl Seilm EA NS. l!lnbenltr»fi« ab leaeden werden. Seölsuel von« Uhr stütz dt« 7 Utzr abend». Zastralorgan der rozialdemohratifcbeti Partei Deutfcblando. Keüaktiou: clö. 68.£lndeaßraSc 3. fftrwOprttlirr:«mr V'orlNYian, Mr. 151»«— 15197. Wi» Ii....................... in............ i mi mm— 1 Sonnabend, den 555. Oktober 1Sl8. «kxpeöitton: SW. 68. Linöenstraße Z. Hrrnlvrrcher:«mr Morisvl»». Mr. 151 90—151 97« itgewalt über fliUtärgewait fvlehrheitsantrag zur Hcndcrung der Vcrfaffung. Dem Reichstag! ficgt zur Abänderung der ver- fassiing folgender neuer Antrug der Medrhcitsparteien vor, der schon heute zur Beratung gelangen wird: Die Rcichevcrsnsinng wird wie folgt abgeändert: 1. Im Artikel ll werden dir Absätze 2 und Z durch sol- gende Bcstiininungen ersetzt: Zur Erklärung de» Kriege» im Namen des Reich» ist die Zustimmung deö Bundesrats und des Reichstag» ersorderlich. Friedensverträge sowie diejenigen Ber» träge mit srcmdeu Staaten, welche sich aus Gegen- stände der Rcichsgesetzgebung beziehen, bedürfen der Zustimmung des Bundesrats und des Reichstag». 2. Im Artikcj 15 werden folgende Absätze hinzugefügt: Der Reichskanzler bedarf zu seiner Amtsführung des Vertrauens des Reichstags. Der Reichskanzler trägt die Verantwortung für alle Handliingen von politischer Bedeutung, die der Kaiser in Ausübung der ihm nach der Reichsvcr- sassunq zustehenden Befngnisse vornimmt. Ter Reichskanzler und seine Stellvertreter sind für ihre Amtsführung dem Bundesrat»ud dem Reichstag verauiwortlich. 3. Im Artikel l? werden die Worte gestrichen: „iaii.,,.-! i>fTi«nch i ii 3,iiuuästdc»t seine llorrespondenz mit Dcutjchland den associirrtrn Rkgierangen unterbreitet hak, ist keine«mt- liche r k l ö r n n g möglich, ehe diese Korrespondenz ei nae-rossen ist. A m st r r b• in, 25. Oktober. Reuter meldet anS Wnshing. ton: In»sfiziestrn diplomaiischru Krci'rn wird Nachdruck daraus gelegt, Wilson» Note bedeute, daß die Vereinigten Staaten bi». her allem mit der deutschen Reglern mz Brrkindliingcn geführt hätten und fortan alle Mitteilungen von den Re- gicrnngcn der Alliierten und Bereiu-gten Staeten gemein- sam Beantwortung finden würden. Wie da» Reutersche Bureau erfährt, sind die ver- bänbeten Regierungen infolge dauernden Gedankenaustausche» in tzZklsger Uebereknstlmmuug über die Bedingnage», unter denen eS möglich ist, m WnsienftillstandSverhalldlungea tinzutecte«. Die Floitenfragen sind in den Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaken und Deutschland niemals behandelt worden und natürlich sind sie vom Standpunkt der Verbündsken von größier Be- deuwng. Die Idee von der Frethetr der Meere, wie sie von Deutschland verstanden wird, kann überhaupt von keiner der verbündeten Regierungen angenommen werden. ES dürste klar sein, daß die Bedingungen. von denen ein Waffenstillstand abhängt, die Frage der Seemacht ebenso wie die der Landmacht ewschließen müssen, acher bisher hat Deutschland seine Aeußerung stets auf die Land- macht beschränkt. Amerika, England, Frankreich und Italien verdanken der Seemacht in der Kriegführung und in der Entwicklung ihrer Reiche und Länder so viel, daß es für sie nicht t u n l i ch erscheinen kann, die Berücksichtigung der Seemacht von der Erörterung aus zu- zuschließen, unter denen sie gerechikertigt wären, einen Waffenstillstand einzugeben. Indem Wilson die Räumung der besetzten Gebiete aussptach, hat er niemals beabsichtigt, seine Bedingungen hierauf zu beschränken, wie die Deutschen immer angenommen haben. Die erste deutsche Rate wurde nach Washington gesandt,«m. den Verbündeten übermittelt zu werden, aber bevor der Präsident sie ihnen Jtlii t*r n. h an die. Deutschen, die als Präliminarien beabsichtigt waren, bevor er die ganze Frage vor die Verbündeten brächte, nachdem diese Punkte weiter aufgeklärt wären. Auf eine Ankrage Dillon» im Unterhaus sagt« B o n a r Law, eS würde semer Meinung nach große Torheit jetn, wenn im gegenwärtigen Augenblick im Unterhause die britischen FrtcdenSdedingnngen erörtert würden. Hendcrso« über Wilsons Antwort. Amsterdam, 25. Oktober. In einer Unterredung mit dem Vertreter des Reuter-Bureaus über die Antwort Wilson» er- klärte Arthur Hcnderson, daß sein erster Eindruck von der Note gewesen sei, daß sie den Stand der Dinge be- d e u t en d a u fklä re._ Sich über ök'e Gefühle Ses �a�es erheben! Frirdeilsanfruf des französischen lSewerkschaftsbundeS. Genf. 20. Oktober. Das BimdeSkonntee de» französische» Ge- werkschastSvunde« oetöffentticht im Cr.t französijche Arvoiterschaft einen Aufruf, dem wir folgende» entnehinsn:.Da» BundeSkomU«« lenkt nochmal» die Aufmcrksomkcit darauf, daß der französische G«° werkschastsbund immer für dtzr Vernichtung der Gehei.mdtp>»mari« und die Errichtung einer positiven und ösfent- liche« Diplomatie eingetreten ist. daß er weiter mit dem Präsidenten Wlsov jeden Tag und bei jeder Belegenheit verlangt hat, daß die Regierungen mit aller kttacheit erllären sollen, waS für Zwecke sie nach dem Kriege verfSlgen»nd wa» für Bedingungen sie bei Liguchierung der Femdseliigkeiten vorgesehen haben. Der Bcwerkschaststzunp unterstreicht, daß die Teilnahiu« der Arbeiter- schas- an den FriedenÄierhandiungen unbedingt notwendig ist und daß dieser Frieden ein Frieden der Völker sein muß, der allen Kriegen oin Ende machen soll und der nur aus den Grund. sähen»keine Annexionen, daS Recht der Völker, ihr Schicksal selbst zu bestimmen", abgeschlossen werden kann. Tirsr Grundsätze lassen e» nicht zu, daß der Lorschlag der Zentlcal- mächte ohne die gehoffie Antwort bliebe, die von den Arbei- ternan und hinterder Fco nt indiesem Landever. langt wird. In diesem schicksiil» schweren Augenblicke oerlangt da» Vundeskomitee, daß die Arbeiäecklasse ihren ganzen Einfluß zugunsten einer öffentlichen Diplomatie und eine« Frieden» der Völker in die Wagschale werfe, im dem sie sich über die Gefühle de» Hasse» erhebe und dem klaren Bersläadniss« de« interna:u>nal«« Reiht« Ausdruck verleibe." Au« Paris wird berichtet, daß eine Anzahl Arbeiterversamm- lungen stcntgefunden haben, m ddnen d«e sofortige Haft« entlassungdrrsail Mai eingekerkerten minderheitlichen Gewerkschafter mit Pericot an der Spitze verlangt wird. Im Falle der Weigerung durch die Regierung solle beim franzö- fischen BewerkschafiSbund die Proklamation de» allgemeinen Lan- deSstreit» verlang! werden. wiööm von Zranzofen beseht. Tie Tonanschiffahrt verhindert. Lussano, 25. Oktober. Pom Balkan kriessZschguplatz wird gemeldet: Die Franzosen besetzten Widdin. Die Donau- schisfcchrt ist verhistdert. Was ist deutschösterreich! Von Dr. KarlRenner, MitgEeb de»' VollzugSanSschusse« der de irt sch österreichischen Nationalversammlung. Ein neuer Staat ist erstanden, er nennt sich Deutsch» ö st e r r e i äp Nicht nur die weite Welt, wobl auch die nächsten Nachbarn sind durch den Schritt der deutichen Rem)sratsahge- ordneten Oescerreick)»— sie sind auf Grund deS allgemeinen gleichen Wahlrechts gewählte wirklich? Vertreter ihre» Volkes— höchlichst überrascht worden. Woher dieser rasche Entschluß? Wieso dieses sofortige Verständnis und EinverstdiidniS des ganzen Volke» ohne alle Ausnahmen? Was Aristoteles sagt, trifft hier buchstäblich zu: Staaten entstehen des Lebens halber, aus des Lebens Notdurft. Eines Tages blieb uns Teiitschen der Donaumonarchie kein anderer AuÄveg üorig, alS s e l b st die öffentliche Gewalt z u e r g r e i s e n, die bis dahin eine»landesfürstliche" und ihrer Zusammensetzung nach„internationale" Bureankratie ausgeübt hatte. Sic verlualtete die deutschen, slawischen und romanischen Elebiete. aber die nichtdeutschen Gebiete versagten ihr eineS Tages den Gehorsam: Die tschechischen und polnischen Bezirks» hanvtleute hörten auf, Nahrungsmittel nach den Weisungen der Behörden abzustellen, tschechische Eisenbahner hielten auf Ge- b..jsi dz.»»sch.'chischpn Natwv'lrgt» die BatWMM mit Getreide. Kartofselu und Kohlen auf— das deutsche Geviet war der Aushungerung preisgegeben. Da die oielnalionale, über» dies durch Gesetze und tausend Rücksichten gebundene Bureau- kratie gegen diese Eigenmacht ohnmächtig war. da überdies die slawischen A e m t e r sich beinahe unverhüllt den slawischen Nationalräten unterstellten und so im kalten Wege der Tatsack>en slawische Staatsgewalten herstellten, blieb unS Deutschen gar nichts übrig, als die solidarische Selbfthilse zu ver- künden und auch selbst als deren einzig gebotenes Mittel den eigenen Staat auszurichten. Das war der letzte Anstoß und dieser treibt unS unaufhallsam weiter.-- Die zweite Zwangslage war eine rechtlich-mora- lische. Die österreichische Staatsgewalt war bis dahin landes- fürstliches, habsburgischeS Patrimonium, nickt etwa deutsches Volksiut. Die herrschende Schicht der Deutschen hatte an ihm dens..oen Anteil, wie etwa das Karoffenpferd am Silbergeschirr, und genoß auch die erhöhte Haferrution des Karossenpferds— den deutschen Volksmassen erwuchsen nur Nachteile aus diesem Verhälknisse. Den anstürmenden Slawen bot es seit fünfzig Iahren Gelegenheit, von der Dynastie Zuwendungen teils durch Kncchtseligkdtt zu erlisten, teils durch Abfalldrohimg zu er- pressen. Sowohl der Byzantinismus wie der Hochverrat der anderen wurde gewohnheitsmäßig aus deutschem Gut und Blut bezahlt. DaS hat die Deutschen Oesterreichs gezwungen, von dem vielmitionalen landesfürstsichcn ihr deutsches Gemeinwesen ab- 1 zulösen, gleichsam die zwei zusammengemischten Kassen wieder auseinanderzulegen. Denn gerade jetzt stiegen die Forderungen aller Nationen ins Unermeßliche, und s» gebot die Vorsicht, unser Gut in Sicherheit zu bringen. Drittens aber stand die politisclze Maschine still, weil die Tschechen erklärten, mit der Wiener Regierung überhaupt nicht mehr zu verhandeln, weil sie so auf die wirksamste Weise die Gemeinschaft stillsetzten. Aber da» menschliche Be- meinschaftSlcben kann niemal» stille stehen— nicht im Frieden und noch weniger im Kriege! Wir müssen unsere Hungernden verpflegen und können das nicht ohne öffentliche Gcuvilt Wir wollen unsere Soldaten demobilisieren und können e» nicht ohne öffentliche Gewalt. Versagt die ejne, so muß hie andere geschaffen werden. Die Tschechen können einer dynastisckfen Regierimg alle» Verlzandeln ablehnen, aber j sie können das nicht einem Volke, das rings um sie und mitten ' unter ihnen wohnt. Verhandeln aber kann nur, wer eigenen Rechtes ist, und nur auf Grund feincS vorher gesicherten unbestreitbaren Besitztums. Es blieb nichts übrig— Dentschösterreich mußt» t i« eigener Staat werden. Er ist es durch den einmütigen Beschluß semer Vertreter schon getvorden und binnen kurzer Zeit wird der Vollzugsausschuß in aller Form die RegiorungS- gewalt. ergreifen, wenn auch mit einer Einschränkung. Was will Deutschösterreich? E» bat unverholilen und klar der Dynastie, der bisherigen Zllegierung und den anderen Nationen der Donaumonarchie ein Dilemma gestellt: Entweder erklären die übrigen Nmioneu sich bereit, mit Deutschösterreich einen Bundesstaat zu bilden, und dies unter Bedingungen, die den nationalen und wirtschaftliches Inter- offen Deutschösterreichs entsprechen— dann sind auch wir be- reit, in einen solchen Bund einzutreten, oder sie wollen eine» Bund nicht oder nur unter unannehmbare« Bedingung««— V.n* ferrb DeiktschSflerretch aß FundeSswat bau DeutVchea Reiche beitreten. Beide Glieder deS Dilemmas stich gleich ernst aemeint, das erste ist nicht als zeitlicher Vorivand, das lefctere nicht als fem Drohung zu fasten! Dar solchem Irrtum sei Feind und Freund gewarnt I Ernstlich bleibt die erste Möglichkeit den anderen MLionen offen. Teutschösterreich ist mit den anderen Nationen wirtschaftlich so eng verwachsen, daß die Trennung bei allen Trennst, icken furchtbare Wunden zurücklästt. Dieses Opfer wollen wir ernsthast uns selbst wie den anderen ersparen, wenn diese das verstehen und zu würduren wissen. Aber eS liegt uns ganz fern, irgend jemand zum Verständnis und zur Liebe zwingen zu wollen, am Ende haben wir eS satt, den unver- skmdenm Lehrmeister und den ungebetenen Vormund zu spielen, und k'cine überlieferte Macht, weder Dynastie noch Kirche noch Dureaukratie, wird unS mehr eine Rolle auf- nötigen, die gegen unsere Würde ist. W i r b e st e l l e n unser eigenes Hau?— mögen die anderen für stch selber denken und sorgen. Und diese Politik kann und wird die deutsch- österreichische Sozialdemokratie, die den Imperialismus der deutschen Bonrgeoiste stet? bekämpft hat, gerne mitmachen und aktiv mitführen, bis da? eigen? Heim fertig dasteht. Das ist, das will Deutschöstcrreich und daS ist unser Anteil als Sozialdemokraten an ihm. Die Krise in Gesterreich-Ungarn. Die nene Regierung in Ungar«. Die kritisch? Inipitzimg der Lage in Oesterreich und in Ungarn hat sich weltpolitisch noch nicht ausgewirkt. DaS hängt in erster Ante wohl damit zusammen, daß das neue ungarische Kabinett noch nicht gebildet ist. Einige Meldungen sprechen von einem KoalitionSkabinett, dem mich Wekerfe, Apponyi und Tiszo beitreten würden. Andere berichten von einem Kabinett, das im wesentlichen aus Anhängern Karolyis, Sozialdemokraten und Vertretern der Nationali- tüten sich zr.charmnen setzen würde. Ein solches Mmsteri'.rm sollte natürlich versinnbildlichen, daß die Slowaken, Ru- n,änen und SffdstaN'en für ein Linsenizericht ihr Erstgeburt S- recht preisgeben werden. Höchsten» konnte eS geffngen. einige Renegaten als Aushängeschild für ein solches Mimsterium zu gewirmo«. Di« Nev»?t« von pffwate. Die Ungarische Telegraphenagentnr berichtet, daß die Rebellion in Fiunt? niedergeschlagen sei und die Meuterer aus der Stadt gedrängt wurden. Doch ist damit natürlich noch keine Beruhigung im sftdff-rtvisaVn Gebiet geschaffen. Der Wiener Korrespondent der.F�onfmtter Zeilnng� steht die Dinge recht skeptisch cm und erwartet in absehbarer Zeit die Kapitulation Oesterreichs: Wien, 25. Oktober. Im HeereSanSschvß hn Sfterreichffcken Dillegatio« eSlirt« Kriegsminister von Stoeger- Steiner: Nm 23. früh find Demonstvcnrten von Sufak nach FÄim-e xezogcn, durchbrachen den bei der Drück« von Susat aufgestellten GrenKpoligeikordon, zogen in Fi im« vor da» Tcrichis- nel'äude und befreite» die dort befindlichen Ar- re stauten and hißten«»f diesem Vebärwe und ans dem Gc>uver«em«n!Sgebäade die kroatische Fahne. Dieser Demonstration hat stch«in« Wachkompagnie de» Jnfanterie-Negi- ments Nr. 7 0«rny« schlössen. Durch die sicsenmaß nahmen der lokalen BchSrdai wurde nm 4 Uhr nachmittag.» in Fiu»>« die Ordnung tmederhevgeftetlt. In den Nb-ndstunde« habe« sich die Dcmon swatron«» tmederhott und schärfere Formen anseuonrueen. Die Wachkomposnie des I«- fanterie- Regiment» fix."n Hut stch in r i»e r Kaserne v erbanrikadiert. Lernt de» soeben eingelan fenen ZdeQungon bat dies« Wachkomvagm« hente am 8�0 Uhr-früh die Zechn« spontan von de« Stet-üude entferrrt inrd hat stch ohne Bwt- vrvgießen ergeben. Momentan herrscht in Fnun« Ruhe and iOrdnuag. Der DanuS von Kroatie« und der südslanische Rational- rot haben gestern Ausruf«, die zur Sduh««id Oodnung hnohnen, an die Dsvöllmmg ertassiin. Tees« Auffooderung ist die Leodtle- -niHz willigt gesvl-zt, uns«S herrscht bcc�ai«i iSgcum«ad«u Lande überhaupt Stuhr. Die nächst? Taz««� d?r devtschen Rsffsnakverfnmm'nng. Ätte«, 25. Oktober. sGlg. Trnhther�ht de».VvaoüriS'.) Die Vorgänge iu Ftume habe» die ungarisch« Krise akut werden lassen und de« Slücktri« Wekerleö herbeigeführt. Wahrscheinlich wird man,»m Ungarn» Nestrebungen«»ch Unabhnng'gkeü für die Krone zu g�oinnen, d?« Bvafen Karolyi die Skegiernog übertragen, wo» das Ende der»ligarchischen Herrschaft Tisza» dnd' vi« Wendung zur Teinokrati« bedeuten würde. Zt» übrige» erwartet w-«rn»»« ZbarolhiS enientistische» Hym- pathie« auch einen guten Eindruck im Nut binde. Karothi n-ird auch Sozialdemokraten tn die Regierung aufnehmen, wodurch die Wendung zur Demokratie gesichert und äußerlich dokumentiert werde. Vielleicht wird cn»ch versucht werden, Vertreter der Nan» »alttäten»um Eintritt z« bewegen.** die tzegenwürt igest Nienzeu Ungarn» gn erhaieen.?.der e» ist«isgeschlofse», daß Slowaken, Rumänen oder gar Serben darauf eiagihe». da eine selch« Politik die Anerkennung de»»NHarischen Staate« und d«» Verzicht auf «igen« Selbständigkeit bedeutete. Uebrigen» trete« auch die Anhänger Karsltzi» bei all ihren demokratffchen Neignnzen für die Vorherrschaft der magyarischen Ratien ei». D-er Rücktritt Durian» ach die De rufung Nndrafstz» soll ebonfallS daö Schg egenkommen d«a Hofe» gegen die Unzprn doli»- mcntieren. Kür Oesterreich ist dieser Ministerwechsel bedeutnng»- los. da die Rationen ti}* gemeinsam« Vertretung in t-cr äußeren Politik nicht wehr anerkenne», sondern die Regelung der aucivärti- gen Deziehm»saa tan natilmaken Regierui�c» übertrage« sehen Mittwach tritt b-e deutsch« Xatianakversam«. Inng gn ihrer zweiten Sitzung zusammen. Di- Dagcsocdnung umfaßt die grstrwi« inneue und äußere Politik de» neuen Staine«, die hier meyo noch als sonst zusammenhängen. Di« Kon- stituierung de» Scaarcs nnd die Uebernahm« der veniallung de. deutet zugleich tzte Abgrenzung tzegrnüber den Rachbardölkcrn, die sich als Uvilemb darsiellen. Der v«llß«<»au»schuß. der !dte Aufgaben einer Reciernng erfük-t, tc�'.t ganz!ä.z»g.»« aste in Betracht kommende«»ngclvgenheiie« zu erledigen. Die Nbgieoaiinq de» deu tsrb-öst t rre irb i kck>«n goren ük'er dem tschechischen Staate ist bei gutem Wille« leicht. In de» Sudeten- länder» leben Zch Milliancn Deutsche, ik gegen ihre» Wille» dem tschechische» Staate»icht einaerleibt»erden kinne». Wenn sie aber mit istevealt unter diese» Fach geqenunge»»erden sollten, s» werde« ste in dem tschechischen Staate«in dernernde« Slement der Anrahe darftrlen und eine Alefahr für den europäischen Frieden bilden. In dem deutschen Siedelun�»vebi«te finden sich relativ nur wenige nationale Minderheiten. Di« Dentfhen sind bereit. ein« Volks« bsti n m«ng unter internationaler �ie Kämstfe nm'T'ein�e an der£ys— Tsnrnai unter rngUfchem �ener— Eng- tische Gros�unstr ffe östlich Le Caiean— 'Turchstastversuche bei Le D,uesitt-y— Kämpfe in Serbien— Italienischer G.ost» anzriss im Bcrgland westlich und östlich der Brenta. Berlin, W. Oktober ZSIL,»denb«. Amtlich. Ja Jlanderm wurveu feiNvitckie?tn�rsffe ztvtfche« L y s und Z ch e l d t svc im Nezenstoß mied» zuri�tcwrrfe«. Tkdwest- lich von Demze«atme« wir Teile de»-»o« Franzosrn Ster die L»S»orzeschodeiiin Bräckeuksezes. Oefilich von stijvr Sint Elooi schlugen»ie einen siärlerrn Angriff, zniiche»»er «nd Kcheld« a«d a« der S ch c l» r Trii»<>räZZe de« WeinrrS zurbik. Die AerstZrung der Oipchnslrn i«»er Schelde-Nie»«- rung durch de» Krgii«* schreitet fort. Auch dos SlaStinaere 6«« T o» r« a i lag unter ru�lischc« Feuer. Die Absonderung der lfevüUersng auS dirsen Gebieleu«i? zur Nohn nordwctzlich und westlich von Le O.ire»notz»oc. Sersiich« d.s F«i>»r»,«etzlich an Le Qursnoy»arbei in nördlicher R.chtung »archinfteHtn, lchiiterten au dein Eingreife«««serer»ru Sev- nieriS«Nd viller» Vo! an» angesetzten Tnivpen. Der ta breiter Arint genen den Wald»SN M» r» a l nnllitrmei'de Kein» konnte i« Poig dn Kord nnd in Fontaine an voi» siu» teilen, i» »tzrtge««Uld« et»estlich der Stiahe Engiesoniaine— Londreeies nach heftige« Kampfe tnm Stehen gebracht. Die gestrig«« An« griffe haben de« sieiade i« ganzen eine» Gei-indegeioiin»un nchlbtnidert bis tausend Meter Tiefe gebracht. Grössere Erfoig« blirdk» ihm trotz seines«ufferordentUchea SrSstreitifatzeö auch testet» Mtfazt, HrereSgrnpp« Deutscher Lronprinp. An der Oise, zwischen Oise nnd Eerre and»est- lich der Bisne zeiimeilig ArllSerielawps. A« der Ol'« scheiterten Teilvor�öße deS Gegner». Zwischen Oise»nd Eerr« wurden pirkere Angrisse der Franzosen adgewsese«. Wo der Feind in tmsere Linien eindrang, warfen wir ihn im Gegenstoß wieder»nriick. In den Abschnitte« beiderseits Bon- zier» ließ die GesechtStäligkrit nach. Die Höh« istlich von Kontrolle«orzanehme». D» Wilson erhört,«»« gracu die RsFterunqen, nicht aber geHen daS deutsche Volk Kriez> zu führen, so wird die Entente nur sehr schwer Ütber d«S ei»ideuttqe Recht Deutsch. Bohne n», Deutsch-SchlesienS und Dentsch-Mährew» hin- tvegiommen. S>«tpe Eaywierstzletktzn wird»t? Krag, mc«ir-g» sprengten Sprachinseln bieten. Da sich aver solche sotsahi in d«u!. schon, wie i« tschechische« Gebiete befinden, liegt«tn Su»gl«ich im gegenseitigen Interesse, wobei v»n beide» Seiten für die Minderheiten ein besonderer Schutz aukbedungcn werben käme. Znqestävdniffe an die Nnaan». vnbadell, st! Oktober. fMelduna d«S Nngar. Tel. Korr. V«- rea«».) Der Köriig hat die Vorschläge, de? kiobinett» Wekerle, welche die S e l b st ä n d i g l c i t und Unabhängigkeit U«- ya r n s solvohi bezüglich der auswärtgeu Angelegenheiten als auch bezüglich de« Heere? sotoi« in den sämtlichen ivirffcb-nllichcn Fragen vollkommen sicherstellen, genehmigt M»d deren Uirterbrestung il« Parlament bewilligt. Elotveneu g?jzen Italiens Atisprüche»nf Trieft. Wien, St. Oktober Der Nraoen ische Oct?nariona! rat für Tr*st veröffentlich! ein« Kundgebung, in der er jede Lösung der südslawischen Frage«IS unannehmbar ablehni. laut der die Slowenen von den Kroaten und Serben getrennt wurden, ipezügüch Triest? lehnt er ebenfalls die LoStrennung d'etv» Hasenpiatze« von dem Hint.-riande ab. Wenn auch die HerSikerung der inneren Stadt italienisch sei. s» iei doch die Umgebung von den Vororten ab rein ffotvemsch so daß man Trieft in kerne staatliche und terri- tortaie verbiichang mit dem nahen UaiieiKsche« Gebiet«mdex» als über stowen. fche« Node« bringen könne. d!e soziKkifti�e�dorönung be!5!?mencean. Neporsteheud« sozialistische KnndiZebang in Frankreich. Neber die Besprechung einer Abordiiucig der franzSflschen sozialistischen Kammergruppe mit Elrmenrcau, von der wir gestern Mitteilung machten, gibt„ProgrkS de Lyon" Nähere« bekannt. Die Abordnung bestand aus C a ch i n. 1! o n g u e t. Mistral, Renaudel und N a r e n n e. Sachin befragte Slemenceau über den provokatorischen Maueranschlag einer vaterländischen Vereinigung, der da» deutsch« Angebot al» Falle bezeickzne, keinen Waffenstillstand annehmen wolle und die bedingungslose Uebergabe Deutschlands verlange. Der M a u c r a ii s ch l a g habe in sozialistischen und Arbetterkrcisen lebhaste Erregung hervor- gerufen. Clemenceau erklärte, er habe mit der Veröffent- lichung nichts zu tun. Nack Rülksprache mit d-r Kammer- gruppc, mit der Eonkrdrranon ftciiftttif du tiavail und d'rm zuständigen Ausschuß der sozialistischen Partei werden �«Verhandlungen mit Clemenceau weiter- geführt werden, ferner wird von diesen sozialistischen Gruppierungen demnächst eine Kundgebung an da» Land veröffentlicht werden. Die Aktion der Nrbeiiervertreiungen stemmt sich, wie beer Verlauf der Besprechung mit EIen»eiicwu deutlich erkennen läßt, gegen die Bcmiiumigen der Kne tarnau-trer. Diese sind siebe»heft an der Arbeit, dem französischen Vkilitartsmus- die Entscheidung in der setzt mächtig ins Kollo» oeratenen Frage an heimzu reden. Ageuce Havat nield'et: Die Kom- mentare der Presse zu der neuen??ote de» Präsidenten Wilson lassen sich in die wenigen Worte zusammeniaffen: .Die Militärs haben jetzt ö a S Wort."„TempS" schrsibt: Jetzt müsien sich di« alliierten Regierungen in Europa vcraien. Ihre Stellunp ist sehr einfach. Sie baden nicht an der Ä»?- arbeiiung tzcS Wilsonscheu Programms über de» lünstigen Frieden. Ahrzres w«:»e o»« daserticher nn!>«tlrtiemserinlcher SejSchMG untutt heftige Angriffe des Feindes brtzsuplet. Heeresgruppe Dallwitz.. Zeii««zriffe der Ämeri-alier ans beiden StaaSasa»»«eaen «h gewiesen. Südöstliche? Kriegvschuupia». Aer-idlich» Angriff« beisersei!? der pt-raoa. West« sich dedFIuff«» tzrinzik» sie unS ir, dem Kledirzr südlich von Krag»je»«e etwas zursick. Le'tiich des Finffcs in Kegend von Parsci» wurden sie ndgewiefr«. Dre Erste Generalanartiermeister Lirvenhwrff. Te? österreichische Bericht« Wie«, 25. Oltobrr. Amtlich wird verlautbart: Italienische? KrieszSschauplay. DaS Friedensangedst oer LtittelmSchl« hat nnsrrr Feind» i« Südtvesie» uicht»«ran gehindert, unsere» und ihren Ärmcon »ene Blutopfcr auszuladen. Hesti.zeS Ariillerieicarr leitete oorgester« zwischen der Affaschlucht u«d der Adria den Angriff ein, der «efier« ksitz a» Irr rcueiiauischen lUedirAsirsnt nnd i« lltanme südlich deS M»» t e l 1 o lastrach. In gewetzalcr Tapfer» teil, Psiichrtreiie uvd Mau«c»zucht tzaden uasrrr draorn Truppe« den Basiurm a»geich!age«. Auf der Hschfläche der Siebe« Wemeiadcn war da? Gelände sStuuesttich»»n Afiag», der Maate Fisewol und»«? Gebiet de« M o a t e d i» a I Aella Stätten ertittrrte? nimrle; e» gelang den» Feinde, steile«»eise iu nnierr Grüben ein'iidnnze«, aber er wurde überall wieder zurtckgeworfe««i-d««sie i« der Avcht noch den am längste« dchaiiplcten S t s e i«, I wieder länmen. Tie Szetler der Infanttrie-Regi-ientee 82 a»d tstl»nd die Houved- Kegi-nenler 9»nd»0 tzabea de» H-aplanteit a» d ese« Ersoigen «ctzadt. Zu noch grZhr.cr Hefrigkeit steigerte sich das Riagen im Ber-jlande S st I i ck d e r Li r e n t a. Much hier xermochtr der Feind oors-nrrgrdend oriliche Enolgr zn ki'zlelea Er setzte sich Nils dem Eeprila, Afvlvnr, klloiile Pertiea lind. Solaeol» i» iluferen vordersten Giaben aa? knrze Wciie fest, mnjtc jedoch sehr bald dem«il Saüerstc!« Ecknrld' geführten Eezruangriff unserer Brane« wieder«»«ich««. FZniwal raanten tzfe Italiener xegr« den Spinaecia vergebens«a. Da? Infanterie- Regiwent Rr. 9 iTtru,, da» den Afoisne iv- brvvouröfeu GegcusisA zurilckpewanit, di« Re- zimentrr 7ll, 99, das fnnge südungarische Regiment 129, daS den Pinvcna derieieigie, die Schützen- Regi-nenter 14 und 24 hnde» sich»it Ruhm bedeckt. Unsere brave ArtiNerie tewä'/rte sich westlich nnd äfttich»er Ärrata wie immer als treue.?'ets-ei« der Insaaterie i« Kumps«. Der illorftoü einer englischen Diviffoa auf der Piaotlnsel Papndopoli tzermocht« nur den sttordftüzel unsere* yorptzfi«»«mos zaräckzu- orückin, der südlich« Teil der In fr!»urcc»östiz behauptet. GaikeiN-KrieASschuuplach. I» nSrdllche» Albanien weitere Nach.iste». nutz Banken- kämptr. In» S a»» s ch a i Ropipazar find Tnttnte-Adrei- l»«ur» verstärk! durch Sandeaznzns, bei N.1» a r o s angelangt. Südlich r-n Kragnfeoac, beijurseit» der Siave nnd m der Zlaiov» Ptonina badeu vftrrre.chisch-nngarifche und deutsche Trarpc« uschdringeudv scindliche Lutaitione«.rsolgreich ab- gewehrt. Der Thef de» Srueralstabe». noch an dem eben staNgehabien Zioieuwech»«! ewilidc» Deutichland und i-e« Bereii.igien Staaten teiiyensmme«. Es lsnu alio nickt die Rede iei« von einer Erörterung derFriedenb- bedingnngen der mit den Bereinigten Slaater. der' ündeten«uro- päischen Allsiriten, da Denlschlnnd in? eme» NoA-nst'llitand>'ack'"mt und die vereinigten Slaanu d«>s Eiiucken' d:nnN!«ta. tzSelch« Bgrgsckaite» muß man vom Feinde verlange>> 7 MaricknS F auch«nd die anderen militäriscken und mari-> limen Führer Misere» Bu.ideZ siiid altein zur Antwort de« r e ch t i g t. Sie Werden sie sickerUrt mitall der Boraus« ficht»« d Strenge geben, die ZL l 1 o n s r l tz st rmpficbil. Aber.Foch und die andern" werden letzten Endes, wie sie sckion jetzt den Faktor Wilson zu beachten haben, auch in Frankreich Fq.ktorcn spüren, die ste im Verlauf ihrer weiteren Tälistkeit m der Grenzzone des Kriege« werden respektieren muffen. Noch der„Humt schtoer zu verhindern. Aber Semlxrt zwciielt, daß ste dem Iuierrffr Frankreich» diene, oder daß sie auch nur dt« get reimten österreichischen Völker glücklnch und freier auvche Di« Sozialisten würdigen die ökonomische Frage, welche den Dcstani» eine» unabhängigen' ungariscinn und tschech sänn Staate»»chchir-e�t. Die deutsch österreichischen Sozialisten seien vollkonilaen dari doU klar, daß Ungarn, Tschechen und Dentsch-Oester» reicher aufeinander angewiesen seien. Der radikale Abgeordnete'p o n s o t schreibt in der.Loerrne", baß d>« Unterhaltung Nicht«ndto» danern tönn«. Täglich sielen koiifei.de. Unser ganzer Swn ist ans diese g-rnchier. Wenn»er Frieden mözsiich ist nnd er i st möglich!— wäre e» ein Ve» brechen, ihn entschlüpfen zu lufsen. Mbau tt* Sewaltpolitik Als 3rtn? Gerüchte«der Lorch Frcuchtz Sküiktritt. Bre», 24. Oktober. Di« Londoner Pnffe verzeichnet«eridchte über den bevorstehenden Aückiritt-Loed Fcen.htz»ld Loid-Leurnaart von Irland. Tg» Fehlschlagen seiner ÄckrutierungSpolitik und da» Fallenlassen der allgemeinen Wehrpflicht für Irland werden al» Gründe des Stückt«»« angegeben. Nr. 2�5 ❖ 35. Jahrgang SonnpbenS, 2C\ GktobsrlHIL F . r� 4 M v*. 19Ö. St�ung. �rcttag, den 25 Oktober 1918, nachmitiag» LUHr. Am BundeSrat-üische: v. Paher, Erzberger, Trim- dorn. Kurze Änfragen. Abg. Mrier-Zwickau iLoz.) fragt 1 wegen einer wirtschaftlichen Besserstellung der Atter»-, Invaliden- und llniatl« r entner. die bei der gegenwärtigen Teuerung in besonder? t schlimmer Lage sind. Ein Ncgicriiiigcacrtriter: Ueber diesen Gegenstand schweben Verbandlungen. Abg. Hnase iN. Eog.f sllbrt Beschwerde über daS B e r h o t einer Kraueiiversammlung am 11.' Oktober 1913., NnierstaatSixkretär Lcwald: Es weiden demnächst nett« Be- stimmungen über»die Zu tastung von Bersammtmigen ergeben. Einstweilen find die Bebür�en angewiesen,»nr dann einzugreifen wrun drin, ende Gefabr für die Ticherbeit deS NelcheS ooiliegr. Abg. Hasse iU. Soz i beschwert sich über die Auftösting einer Wäbletveriamnilun g der ilnabbängigen Sogiatdeinokralen im ersten Dcrliner Wablkreis NnterstaaisieiietZr Lewald: Der Reichskanzler ist in N�ber'in- stiiniiiung mit dem preilfiiichen Minister de? Innern der Anficht. das} die Äuttösiing der Versainmlimg zu Unrecht erfolgt ist. Abg. Davidso�n tZo}.) fübrt Beschwerde, dag im Kieife Somit nnd anderen Rreeilen d.e den ,1 r i og S b e i ch ä d i g t e n voin 1. Juli>918 an gewährten ZiiiaZrenleir noch immer nicht ausgezahlt werden General Wrisbcrg: Die Verzö.ierung der AuSzahlnna.wird von>r Hettesverwatning tebr bcdauerl Es find bereits Mast- nahmen aeiroffen, diesen Nebelstand gu beseitigen und diese Mgst- nahmen haben auch bereits eine Wirkung gezeitigt, Abg. Hoch! Soz.) wünscht, da st in den Gemeinden, wo Grippe berliwt, schneller und bester für die Herbeischaffung der tfu den Krankheitszustand erforderlichen LebenStnittel, z. B. Haferflocken, ge- sorgt wird. Ein Regicrungsvrrtrrter bleibt aus der Tribüne«nverständlich Abg. Held inalt.t bittet um bessere Velsorguug der Bevölkerung mit Tohllcder, dos in den- Gerbereien in grasten Mengen vor- Händen sei. Tin RegiernngSvertreter: In der letzten Feit ist die Fivil- bedolkening bester berforgt worden wie früher, die Schuhmacher er- halten das Drei- bis Vierfache. Abg. Ledcboiir ill. Eoz.l beschwert stch über die militärischen Eingriffe, die dem Denlschen Metallgrbeilerverband. Zahlstelle Berlin, die Abhaltung einer Generalversammlung un- möglich gemacht haben und fiagi. ob der Reübslanzler dem Metällarbeilerverband die Generalversammlung ermöglichen werde General Wrisdeng: Diese Frage wird gysrüst werden, so- bald ein Aulrag aus Zulaffung dieser Getieralversammkung gestellt werden wi,d.* Abg. Lcdebour sll. Toz.j(zur Ergänzung): Ist dem Reichs- kanzler nicht klar geworden, dust die S'ellung der Anftage für die Msti'ärverwaltiing ern hinreichendes Äkgilivalrnt eines Antrages aus Abbaltung einer Generalversammlung ist? Präsident Fehrenbach: Ob dem Herin Reichskanzler etwas klar gew cudes ist, ist nicht Gegenstand einer Anfrage. sHciterkeit.) ES folgt die dritte Berowma de� B«'. tzes betresteiid di« �dänöerung öer Neichsverfassung und betreffend die Stellvertretung des Reichskanzlers. Präsiveut Fehrenbiich: Der Äeltcstenral hat in seiner Mehrheit fich dahin ausgeipiochen. dast es nicht angängig sein soll, bei dieser Dedaiie die neue st»Note des Präsidenten Wilson zur Besprechung zu bringen. fHZri I böii I rechts. Erstens aus dem formalen Grunde, weil die Generaldiskuision in der drillen Le'ung iemen ioeueren llaifang annehmen darf, als bei der eisten Lefung. und der dieser lag die Note bckanchllich noch nicht vor, und zweitens aus dem Grunde, weil der amtliche Text der Note noch nicht dem Auswärii'.en Amt übergeben ist. Ich bitte die Hellen, sich danach zu'' richten. Abg. Graf Westarp sk.): Meine Freunde können sich mit dieier Eiuschränkling nicht ein- verstanden ellläieii. Wir sind nicht der Meinung, dast es über dem Rahmen der bisher geführten Debatten hinausgehen würde, wenn jetzt auch die neue Wils-nnote besprochen würde. Wir baden bisher debattiert über die Aktion der FriedenSaiigebole und alles, waS damit zusammenhängt, vor allem darüber, dast liiisn Volk gewappnei sein must. unter Umständen zum letzlen Kampf um sein Dasein und sein« Ehre. ES kann nicht weiter darüber ge- sprachen werten, ohne dast das inzwischen eingetretene enu'cheidende Ereignis der Antwort Wil'onS dabei heran- gezogen wird. lSebr wahr! rechts.) DieS Ereignis entscheidet über daS Schwkial von jedem von u»S einzelnen, über das Schilk'at deS deutschen Volkes, und da empfinden es meine Freunde und ich als G eiw> s l e n S p s l i ch t. uuiere Stimme zu erheben. (Bravo I reckis.)' Ich bitte auch zu erwägen, dast meinen Freunden Nich! der Weg offen steht, die mastgebcnden Slellen zu beenifliissen. wie da? bei den anderen Parleicn vermöge der ihnen angehörigen SlaalSsckretäre der Fall ist.' Auch der zweite Grund erscheint unS nicht durchschlagend. Reuter hat den englischen Text herausgegeben. und eine amili-che Ueberfetzung ist durch' das WTB.. also mit Zu- stimmung der Regierung, der Oeffenltichleil unlerbteilet ivorden. Es kann von den verhängnisvollsten Folgen sein, wenn die Wirkung ist, dast der Wille und „ Entschluß znm letzten Kampf im Volke ertötet wnd. Das Volt lechzt danach, dast von der Tribüne deS HauieS aus das Wort zu diesem Text gesprochen werde, daS wir uns vorstellen. Auch das Heer kann nicht 21 oder 18 Stunden daraus warten, dast ihm Aufklärung darüber gegeben wird, ob hier eine Kavitulation unfsres lavieren HeeieS ge'oidert wird.(Sehr richtig! rechlS.) Auch das Ausland must wiffen, was doS deuisch? Volk über dieie Dinge denkt, dast eS im dentichen Volk noch Männer gibt, die nicht glaiiben...(Präiideni Fehren stach: Das gebörl nicht med» zur GeschäflSordnung.) Herr Präsident, bei der Uebenrahme deS Präsidiums haben Sie gesagt dgst die Tribüne dieieS HauieS eine Srälte des freien Wortes sein soll Wir bitten dr>na-nr>»n? da? freie Wort»ich! zu beschränken Präsibenl Frhrenbachi Ich bitte mir den Fall zu benennen. wo ich dem bei Uebernabme meines AmteS ausgesprochenen Ge- danken imtreu geworden b-n,(Zuruf rechtS: Jetzt!) Die Ge- schästSorbnung bleibt aufrechterhalten. DaS war reine Bemerkung' mehr im Rai wen der Geschäftsordnung, und wenn ich daS zurück-' weis«, so beschränke ich nicht das freie Wcirt, die? grästte Palladium. (Sehr wahrv, Abg. Ledrbour(U. Sa-.): Auch wir halten es'für ganz un- derm ei dl ich, über die lüngste Note W'lsonS heut« zu sprechen. Unsere Gründe liegen«b-r auf anderem Gebiete, als sie Graf Westarp vorgetragen hat. Seu« FraUum hat l?ereitS sine Intel- pretation de? bisber publizierten Texte? herausgehen lassen, die sich nicht mit einer gewissenhaften Prüfung des Textes verträgt. Danack» soll Wilson die Beseitigung der Heerführer ge» ford>.rt hoben.(Präsident ffehrenbach: Auch duS gehört nicht zur Geschäftsordnung.) Um s. mehr ist es notwendig, in ein« fach- lichte DetHttte einzutreten, um die unerhörten Aussührungen. die Graf Westarp im Rohmen 1er Geschäftsordnung gemacht bot, zurückweisen zu körinen. DaS Volk lechzt nach etwas ganz anderem, cGS sich nutzlos und sinnlos noch weiter zur .Schlachtbank führen zu lassen(Präsident Fehrenbach: DaS gehört nicht in den Rohmen der Geschäftsordnung.)' Abg. Fischbcck(Vp); Ich bitte, e? bei der Entschendtrng des Ae 1 1 est'eäia u s s chu sse i zu belassen Graf Westarp hat genau wie jeder andere Abgeordnet« die Moglichkeft, mündlich und schriftlich seine Ratschläge der Regierung zukommen zu lassen, die sie gewff; ernst- baft prüfen wird. Wir halten es nicht für angebracht, die Dinge in der Weise agitatorisch rus die Tribüne des Reichstag? zu brin- gen wie Graf Westarp(Graste Unruhe rechts.) Abg. Graf Westarp(f.): Ich must mit aller Entschiedenheit dagegen protestieren, weirn bei Abg Fi schmeck stch erlaubt hat. einen solchen Vorwurf gegen uns go erheben.(Bravo! recht?) Der Mann bat keine Aonurg, wie heute ein Patriot über diese D'.nge denkt.!Brnvo> rechts' grosse Unruhe links.) Präsident Fehrenbach rügt die letzte Bemerfmug.(Abg. v. Gräfe(k.): Tie Aeusterung des Abg. Fischbeck kälten Sie zu- rückweiscn müssen.) Die'Handhabung der Ordnung doeses Haufe? hat der Präsident Der Zwischenruf deS Herrn v. Gräfe war im höchsten Mäste ungehörig.( Brave I links.) Abg. Efiert(Soz.): Wir stch liehen unS'dem Vorschlag deS Prä- stdenlen an. Wir hätten reibst das Bedürfnis, schon in dieser Stunde über die Antwort»es Präsidenten Wilson zu sprechen. Aber beo der Situation, wo sprachen worden ist.(Sehr richtigl recht?.) Ais deutscher Unter- tan...(Zurufe hink?>, alß doutscher Bürger und Untertan des Kaisers...( Zu ruf links: ES gibt keine Unter- tauen!) Als Vertreter der deutschen Cst.rnurfcn ve-rstehc ich nicht. Sah im Deutschen Reichstag so gesprochen werden Kinn. Wir Ostpreussen erheben iiammenden Protest gegen jedes Unternehmen, daS auch nur ein Stück deutschen Lande» abreisten will.(Brave! .rechts.) Abg Gvtbein(P?.): Da? Schmerzlichste war für mich die Er- klärung der El süsser, eines Landes, das zu SV Proz. von Deutschen bewohm ist. Den Scherbenhaufen im Elsast danien wir' der unsinnigen Politik, die wir stets tuiss äusterste mii der Forderung auf Autonomie bekämpft haben. Wal dort von dew MilidariZmuS gesündigt ist, erleben wir jetzt nach dem Wort: Ww Wind säet, wird«türm ernten. Ich h.xfe, daß die.S> süsser sick' noch besinnen werden, weil si- Deuische sind. Auch in Polen hat die von uns stets bekämpfte Politik viel Döses verschuldet. Das Manifest der Polen steht im schroffen Widerspruch zu Wilsons Programm, bei dem nur von erner'unzweifelhaft polnischen Bevölkerung die Rede ist. Sollten ethnographische Abgrenzungen für Sraa'.en die einzigen massgebenden sein, so müssten wir ausser delr. Elsass auch Deutsch-Oesterreich und die d« ir t s ck> o Schweiz.-erlangen. Diese Forderung haben wir nie erhob en, weil eben Staaten nicht nur ethnographisch ohgegrenft weitden körmeu Besonder? unmögich ist das im Osten. Das Entscheidende muss dir Sprache senr. Den Zugang zum Meer kömtten die Polen ebenso gut über Litauen erhalten, wie sie ihn früher schon gehabt haben. Met einer Vergewaltigung Teutschlands ist ein dau- er?der Völkerbund unmöglich.(Sehr richtig!) Es ist tief tmurig, bass wir überhaupt zu diesen Debatten gekommen find. Leider sin' dre Dinge aus d-» Messer« Spitz« die Militär, erst zu ihrer jetzigen Erkenntnis gekommen in dem ttt-z-r. ffco+r.t&i-nn»s.. Möwen l. wo es vtel zu spat war. einen giiten Frieden durchzu Kl-'«»,»i», JL«ÄL-ikÄ«:: i»*■,, l»f"J»'l-»>!».««?>»??>:, 5®?•SR..-»M»-1k. r.!** I«4 SÄÄ%'ä'Z•SS& VÄ« S: " t e st�ua ifh-mfn tXn» n? Sf" w? C dazu:.xs..,nq bcqrüst.t ha Heu und während de? ftfie,.<3 Iillc» getan haben WMWKKM!iiZSZW� «?£&sskJ&. hg, Ui/Ä»3! setzen, am die Pflichten gegenüber, unserem Lau.de und Volk»u � n m i ü b� l i o?- er erfüllen. Aber der Ernst dieser verantwortlichen Stunde gebietet.!� �>.''a�erung. � a e m ss ll>.- ernstlich zu prüfen, ob jetzt der richtige Zeitpunkt schon gekommen nötige« S ch r e g. ist. die Nor« zu besprechen Das scheint uns nicht der Fall zu seim j(Bravol) Abg Prinz Earolath(natl.s: Auch wir halten eS für imsere i»!d(5.®n;lce> null.). patriotische Pflicht, iij dresem Augenblick che Note nicht zu erörtern.! Wir können die Polen so gut behmides« vi« wir wolle!'., r... Abg. Lcdebour(U.' Soz.l: Die' AuSsckmlwn« der' Besprechung werden sie doch iri? dazu bringen. Deutsche zu werden. Wir der neuen Note o"> dieser Debatte ist deshalb gar nicht möglich, baden bei n-nsereu Massnahmen nicht danach zu. fragen: wa? nutzen weil sie nichts weiter ist als eine ausgebaute Interpretation der den Polen, sondern was nützen sie den Deutschen.(Sehr richtig! vorausgegangenen Noten. Ihre Gedanken sind klar erkennbar für i Da? Mitleid der Polen brauchen wir nicht. DaS deviss". jeden intelligenten»Menschen bereits in den früheren Noten ent» ist noch nicht>0 weit, dass es pch ohne weiteres dem Mmu! halten. Der Präsident muss also ständig auf der Lauer liegen, um festzustellen, ob ein Eingehen ans die neue Note vorliegt. Im Interesse unseres Präsidenten(Heiterkeit) bitte ich, ihn vor'dieser unmöglichen Aufgabe zu bewahren. Nach werterer kurzer Deöal.e Ui buessi das Hau! gegen die Stimmen der Konservativen und N. Soz., daß die neue Wilson» Note heute nicht besprochen werben soll. Nhg. Korfankh(Pole): Abg. Kreth hat gesagt, der preußische Löwe sei noch nicht tot, um nicht Prankenhiebe zu verteilen, wenn man ihm Fußtritte gebe. ES entspricht nicht unserer Art. einem sterbenden Löwen Fußtritte zu geben, wir baben«inen offenen Kampf mit dem preußischen Sustcm nie gescheut, das wir allerdings nie mit einem Löwen vergleichen würden. Wir empfinden gegenüber dein bisherigen pmißischen Stiftet» nicht Haß, sondern Verachtung. Da? deutsche Volk aber schätzen und achten wie.(Bravo!) Wir haben inner» st e s Mitleid mit der Katastrophe, die über das deutsche Volk hereingebrochen ist, die eine Folge gerviffer Eharakterfehlcr diese? Volkes ist. eines Mangels an freiheitlichem Sinn und politischer Selbstachtung. Aber wir beglückwünschen das deutsche Volk zu dem freiheitlichen Ausbau seiner Verfassung. Es ist ein« wunderbare Fügung Gottes, daß das alt? Preußen, Ruß» land und Oesterreich an der nationalen Idee zugrunde gegangen find, an der ste stch Polen gegenüber schwer versündigt haben. Der Abg. Noske bcnirckitctc gestern, im künftigen polnischen Staat würden nationale Minderheiten mrterdrückl werden. Ich weise da? als eine schioere Beleitzigung deS polnischen Volkes zurück. — Der Staatssekretär Dr. Tslr erklärte, das Programm Wilsons solle lohal diirchgenchrt werden. Damit sieht aber in Widerspruch. dass in polnischen Landesterlen der Bevölkcrurig durch die General» kommando? unmöclich gemacht wird, dazu Stellung zu nehmen. Auch die Verweigerung der Pässe an uns zur Meise nach Warschau siebt nicht damit in Einklang. Wir verlangen leinen deutschen Boden. Aber wir verlangen eine eigene Meeresküste mkt polnischer Vevülkernn«. wie sie auf dem linken Weichs llftfer bis Hela hinaui unzweifelhaft vorhanden ist. Danzig ist eine deutsche Stadt. Wird ste, wie wir hoffen vom künftigen Friedenskongreß zu Polen ge- schlagen, so wird ste dal Schicksal so vieler scenidiprachiger Enrlaven teilen, die nicht Präsident Fehrenliach: Sie verwechseln den Deutschen Reichs- tag mit dem künftigen Friedenskongreß. Sie sollten ein Empfinden dafür haben, daß es von dieser Tribüne nicht angebt, über die LoS» reißung deutschen EevieteS von Deutschland zu sprechen. Vitig. Korfantp(fortfahrend): Ich gtanbe, eS kann die Gefühle dieses Hauses nicht verletzen, lvenn hier unzweifelhaft polnische? Gebiet für Polen gefordert stnrd. Der Staatssekretär Dr. Sols wies daranf hin. daß deutsche« Gut und Blut für die Freiheit Polens geflossen ist. Vor dem And-ntev der Deutschen, die ihr Blut in Polen dohingegeben. beugen wir in Ehrsurcht dnS Haupt. Aber mit diesen Opfern war nicht die Be- freinng Polen? 00m russischen Joch beabsichtigt. DaS beweisen schlagend die B r i e f« L u d e n d 0 r f f S an die österreichischen Machthaber. Wir bitten unserer Resolution zuzustimmen, daß die polnischen Kriegsgefangenen, Zivilgefangenen und Vlrbeiter sofort in ihre Heimat zurückkehren dürfen. Herr Lcdebour machte stch gestern über einen polnischen Oberlehrer lustig, dabei spricht er als geborener Schulmeister. (Heiterkeit.) Deutsche und Polen werben aufeinander angewiesen sein, und wir reichen ihnen die Bruderhandzu gemein- samer Arbeit zum Wohl-e der Menschheit.(Bravo I bei den Polen.) Abg. Schulz(Deutsche Fraktion): Ueber die Polen habe ick mich nie einer Illusion hingegeben, und auch denen, die Illusionen hati-n, mußten ste schwenden, als der Abg. Korsanty die unzweisel- Haft deutsche Stadt Danzig für Polen forderte. Mit Scham erfüllt eS mich, wie über diese Dinge i» de» letzte» Tage»' hier ge° gebot eine» Wilson unterwirft.(Bravo l rechte.) Es wird si,' besiimen, es bc-oarf nur der Führung.(Lebh. Bravo! r' t 0 Die Polen haben selbst nichts getan zur ErriNM-ng des poluift. Reiches, sie haben nur große Worte gemacht. Wenn sie jetzt •ches Lerne- h-iä«» moOer,, fs möge» ste«nr komme» und e» sich holen; sie werden bei unS mft blr ige:: Köpfen olbgewieseu werden.(Stürmischer Beifall rechts.— Lautes, andauernde» Händeklatschen aus den Zu- schauertribüncn.— Große Unruhe.) Mg. Cohn(U.©oj,); Ich werde mit meinen Wort«; die Erregimg nicht erhöhen, die, stch augenblicklich des Hauses bemächtigt hat. Für uns ist in nalio- nalen Fragen die Spracht ausschlaggebend. Den nationalen Win- derhriten muß ausreichender Schutz gewährt werden. DaS werden die Polen hoffentlich in Zukunft auch in ihrem Land« tun. In der dämsel-en Frage hat sich Stacniiiekretür Soff aus einen u: formalistischen Standpunkt gestellt. Auch die nationalen Grenz strritigkeiten zwischen NordschleSwi« und Preußen müssen im Sinne der Wilson scheu Botschaft gelöst»erden. Lei einer Abslimmung wird sich ja herausstellen, wohin der üheriviegende Wille der dortigen Bevölkerung gebt. Die elsaß-lethringisrhe Frage darf keinen Grund zur KriegSverlängerung abgeben. Wir haben«ine Vlbstim- mung der dortigen Bevölkerung schon in unserem Stockholmer Manifest empfohlen.— I« dieser Stunde ist es notwendig festzustellen, wer für den Zustand verantwortlich ist, in den das deutsch« Volk geraten ist. Der Krieg ist nicht durch dte Schul,' einzelner entstanden, sondern an« den gesamten politischen, gefchich'- lichcn und' wirtschaftlichen Zusameikhängen heraus. Der Imperialismus in England war gesättigt und daher konservativ. Wesentlich raub- und machtlustiger war d-r junge deutsche I m p c r i a- liSmuS, der ndch das« unterstützt wurde durch einen stark ossea- siven Militarismus, der sich mit den Mitteln der Gewalt und der Lüge durchsetzt. Das Extrablatt des„L 0 k a l- A n z e i- p e rtz", der die Mobilmachung auf de» Sttaßen verkündete, als sie noch gar nicht erfolgt war, damit da» in die Welt hinauStele graphieri würde, was ja auch geschehen ist, bleibt unvergessen. Die KriegSerklärunp a» Frankreich ist amilick-durch einen Angriff französischer Fl eger aus �Nürnberg, der erlogen war, begründet worden.(Hört! börtl) Die Zivilregierung führst V e. r- h a n.d l u n g c n mit Wilson, dem Militär paßte tute nicht. und sie. d u r ch k r e u z t e n die Verhandlungen durch die Erklärung che? verschärften N-Vr>»t.KrikxrS. Wiev ele L>n»cherk tausend« wisse:! heute noch nicht, daß der Chef des Generalstobs Graf Mvltke und auch F a I k« n b a y n' sckwn Itttl die Uehrrzenaung hatten. daß nach der ersten Marneschlacht der Krieg für Deutschland v e i> l 0 r e n war.(Hört! hörtll Aber tü ist heim Militarismus un- möglich, einen begangenen Fehler einzugestehen. Ein Pra- venlivkvieg mußte gewonnen werden, lvenn er später gerechtfertigt sein sollte. Wird er verloren, ss wendet sich die Bevölkerung mit Recht gegen die Leute, dst die Vorsehung spiele» wollte» und da» Volk in Unglück gebracht hastm.(Sehr wahr!l Jetzt wollen die Militärs versiichen, sich der Verantwsrtting zn. entziehen, dst�nnf ihnen liegt. Ende September hat Ludendorff neüh Berlin geschrieben, es müsse sofort ein« �herhandlungSfällig- Regierung gebildet werden, die ein WnsfenftillstandScngebst und ein Gesuch um Frieden an Wrlsv» richten lxitt«.(Hört! hört!) Eine»ver- handlungsfähige" Regierung— deswegen prußte Bertling gehen.(Hört i hörtll Am L. Oktober fand in Berlin unter d«!:: Vorsitz de? Vizekanzlers Paher eine Besprechung von Reichstags- abgeordnestn statt, der Vertreter der Oberster. H e e r c S- leitung beiwohnten, die schriftlich formuliert diese Meinung�- Äußerung der Oberst-rn HereSleftung mitbrachten. Jetzt sieht es so aus, als ob auch' Hindeubneg sich bex Vefgntworttrug dafür zu rnttiehe« sncht. daß ein Friedensangebot gemacht ist. In der heutigen Pressekonseren, du di« unter Vovfitz d«S dcö KriegZpresseamtZ stattfand, ist ein Brief von Hindentmrg verlesen tooÄen, worin er sich dßgsgM verwahrt, daß er als Quelle dafür angerufen werde, daß von ihm gesagt sei, ein Wassenstillstand und Friedensangebot müsse in die Welt geschickt werden, weil Deutschland auS militärischen Gründen nicht mehr Zeit habe, zu warten.(Hört! fchrt!) Das beweist, daß die militärischen Stellen sich der Verantwortung»für die von ihnen wenn nicht herbeigeführte, so doch nicht rechtzeitig dem Volkr mitgeteilte Lage entziehen wollen. Aus diesem Be- strebe» erklärt sich, daß überhaupt das W a f f e n st i l l st a n d s- a n g e b o t nicht von den Militärs, sondern vom zivilen Reichskanzler ausgegangen ist, daß gegen alle Gewohnheiten der zivile Reichskanzler auch mit den Einzelhei- ten von Waffenstill st andsv erHandlungen be- packt und belastet wirch die nach militärischem Brauch die Pflicht und das i&zrrecht der militärischen Stellen gewesen wären. (Sehr wahr!) Man wallte eben nicht die Erklärung abgeben: Ich als Soldat bin genötigt, einen Waffenstillstand nachznsnchen. Die Militärs wollen ihre soziale Existenz und Geltung behalten trotz des verlorenen Krieges. Jetzt spielen die militärischen Siel- len mit dem Gedanken des nationalen Aufrufs. Schon er- folgen, Borstöste von Generälen nach dieser Nichlumg hin(Hört, höritl) Ebenfalls in der heutigen Pressekonferenz ist ein Telegramm Hindenburgs verlesen worden, gerichtet an die nachgeordneten Stellen, die Armeeober- konimundierenden usw. Sein Inhalt soll lauten:.Wilson mutet dem dentschen Heere die K a p i t u l a t i o n zu, aber Heer und Flotte lehnen stch dagegen auf Wört, hörtl); sie werden lieber bis zum letzten kämpfen." Die Regierung wird sich gegenüber solchen Porstößen der noch immer nicht außer Kraft gesetzten Militärmacht darüber klar sein müssen, daß all: ihre Politik scheitern kann und muß an dem Widerstand der militärischen Führer. Sie kann es sich nicht gefallen lassen, daß hinter ihrem Rücken in Pressekonferenzen eine Politik geführt wird, die der jetziaen Regiernngspolitik gänzlich zuwiderläuft.(Sehr wahr!) Dicsar Aufruf wendet sich auch di rekt an die Krone, falls diese sich etwa dazu bringen ließe, auf die Anregung Wilsons einzrrgehen. Dann würden sich Heer und Flotte gegen die Krone wenden. Die Frage ist, ob wir den Frieden mit oder ohne den Träger der ftrcmc schließen sollen.(Zuruf bei den U. Svz.: Ohne.— Präsident Dovc ruft den Zwischenruser zur Ordnung.) Der Träger der Krone hat durch seine früheren Aeußerungen sehr viel dazu beigetragen, da? deutsche Volk im der ganzen Welt zu diskreditieren und verhaßt zu mache«. Ihn sieht auch das Ausland für den Protektor der Art von Kriegführung an. die im � Ausland als die allerbrutalste angesehen wird und soviel E�ritte- i rung gegen Deutschland hervorgerufen hat. Deshalb darf man sich wirtschaftliche Schädigung und Zersplitterung derfllmstanö Bewegung Man braucht nur aus die belgischen und französi- schen Erfahrungen zu verweisen. Große Umsätze in wenig Verkaufsstellen, dadurch bcd'.ngter großer und billiger Einkauf, Eigen- Produktion auf breiter Grundlage, technische Vollkommenheit in allen Einrichtungen und dsren intensive Ausnutzung sollen den wirtschaftlichen Vorteil gewährleisten. Die infolge der politischen Intoleranz eintretende Zersplitterung der wirtschaftlichen Kräfte, d:e Lähmung der wirtschaftlichen Macht, müssen unfehlbar den gewollten ZweF beeinträchtigen und Mießlich ganz aufheben. Die privatkapitalistischen Klein- und Groß- Handelsbetriebe, besonders die Warenhäuser, die sich un- gehemmt durch politischen Streit ausbauen und entwickeln, nützen die geschaffene Situation willig aus, um die Käufer durch ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit an. sich zu ziehen. Run erscheint es vielleicht ma»chem Vertreter politischer In- tolevanz weniger gefährlich, sich bestehender Konsum- genossenschaften zu bemächtigen, um sie für die Zwecke bestimmter Parteigruppen auszunützen. Bon einer gut begründeten und finan- Rctcbohanzler Prinz Max von Baden Gber dU Kncgoanleibc: Die neunte Kriegsanleihe muß den un- gebrochenen 8elbrterhaUungevrillen des deutschen Volkes zum Husdruck bringen. i_ ließ unter den führenden Parteigenossen den Gedanken der Verschmelzung entstehen, die denn auch auf dem Kongreß in Gotha im Mai 1875 vollzogen wurde, nachdem die Aussprache gezeigt hatte, daß sowohl„Lass.rlleaner" wie„Eisenacher" in den sozialdemokratischen Grumdanffassungen vollkommen einig waren. Nun gab es eine einige, geschlossene Sozialdemokratie, die sich ein Zentralorgan, den„Vorwärts", schuf/ der in Leipizg erschien. In der zweiten Hälfte der siebziger Jahre setzte unter Füh» rung von Stöcker. Wagner und anderen die christlich» soziale'Bewegung ein, welche Sie Arbeiter für die Bismarcksche Politik einsangen wollte, die aber diesen Erfolg nicht erreichte. Die im Sommer 1878 von Hövel und Nobiling gegen Wilhelm t. ver- übten ringst-„ kommen e «esetzes fuhren und t te n t a t e, die mit zu tun hatten, waren gleichwohl für Bismarck eine will- Gelegenheit, durch Einbringung des Sozialisten» • einen schweren Schlag gegen die Sozialdemokralie zu die Wahlen so zu beeinflussen, daz der Reichstag der der Sozialdemokratie nicht das ge- damals eingeleiteten Schutzzollpolitik geneigt war. Die Zeit des Sozialistengesetzes wird Genosse Molkenbuhr am nächsten Donnerstag behandeln. I gegen tucuncyutno peroorgeruren ocrr.-Axaqaw uuii mau ilw i.. nicht wundern, daß Wilson die militärische Niederlage Deutschlands! llmvern daß die benutzen will, um den Kaiser und sein Haus mit Stumpf und Stiel zu beseitigen. Die bürgerlichen i Parteien sind reichlich schuld daran, denn s« haben in byzantinischer, den Konsumgenossenschaften sind Weise dem p e r s ö n l i ch e n R e g i m e n t und der Autokratie ge-' gijeWjhfon, ems Umsätze in htUdigt,.Das stärkste Friedenshindernis sind diezemgen, die für dt» AufrechterbaltMig ihrer sozialen Existenz und des autokra- tischen Systems nicht die Konsequenzen aus der Lage ziehen wollen. Dies FriedenMndernis muß beseitigt werden, ob es auf dem Throne oder in den Stuben der Obersten Heeresleitung sich befindet. Von meinem Standvunkt aus verlange ich, daß die ganze Dynastie das Feld räume.(Pfui rechts. Beifall b. d. U, Soz. und zum Teil auf den Tribünen. Konservative Abg-' ordnete springen aus und rufen erregt zur Tribüne hinauf: Rausl Laut.'r Juden! Lausbuibenl— Gegenrufc von der Tribüne,— Abg. Lcdebour: Vor- bin-waren Sic mit der Tribüne sehr zufrieden.— Anhaltender Lärm.— Vizepräsident Dove droht für den Wiederholungsfall die Räumung der Tribüne an.) Abg. Rühle(Kommunist): Die wahren Sozialisten lehnen jeden Verständigungsfrieden der Imperialisten un d Kapitalisten ab: ebenso lehnen wir die sogenannte De- jnckratie und Parlamentarisierung ab, das arbeitende Volk ver- langt vielmehr die sozialistische Republik und die Abdan- pM des Urhebers des Kriege?, des Kaisers.(Präsident Fehrenbach ruf? den Redner für diese Aeußerung zur O r d n u n g.)� Das wird dem Kaiser nicht vorm Strafgericht retten,(Präsident Fehvenbach: Ich verbitte mir jede Bemerkung zu meinem Ord- nungsruf und rufe Sie nochmals zur Ordnung.) Die Verbrüde- rung aller Völker zu einem Kuktnrbunde im Zeichen des Sozialis- mus, das müssen die Arbeiter erkämpfen mit der Waffe der R e- v o I n t i o n. Präsident Fehrenbach: Die Aufforderung zur Revolution ist unzulässig. Ich rufe Sie zur Ordnung. Die Debatte schließt. Der Gesetzentwurf wird angenommen. Die Resolnfion Braffdys(Pole) wird gegen die Stimmen der Polen, Sozialdemokraten und II. Soz. abgelehnt. Es folgt die erste Beratung des Entwurfs zur Aende- rung der Verfassung E l sa h- L o th r i n g e n s, wonach auch in Eksaß-Lothringen Staatssekretär und Unterstaatssekretäre Abgeordnete bleiben können. Abg. Megy(Elf.): Hinter dem Programm Wilsons steht die vereinigte Macht der gfianven Welt. Selbst'wenn die Stimmung im Elsaß fiir das Deutsche Reich günstig wäre, so wäre das bei der gegenwärtigen Lage ochne Belang, Eine schau de rba sie Behandlung hat das Elsaß unter der militärischen Herrf.bafi jahrzehntelang erduldet tmd während des Krieges ist die Behandlung n'och ver- schärft und verschlimmert worden, wodurch eine Er- bitterung entstanden ist, die sich bis zum Himmel erhoben hat. Es würde in Clsaß-Lothringen nickik verstanden worden sein, wenn hiac nicht die Erklärung, wie sie Abg. Ricklin abgegeben hat. erfolgt toäre. Es wäre eine Irreführung des deutschen Volkes gewesen, es glauben zu lassen, daß nach einer Neuordnung der Verhältnisse in der Südwestecke des Reichs unter flammender Vaterlandsbegeiste- rung ein neuer Bundesstaat dem Reiche erstehen würde und Wilson damit ein dicker Strich durch seinen � 8 gemacht wäre. Aste Erklärung sollte warnen vor Erwartungen, als ob diese Neu- ordnung in Elsaß-Lothringen heute noch einen Umschwung der Stimmungen herbeiführen könnte, wie sie. durch Mißgriffe ohne Maß und Zahl seit 44 Jahren erzengt worden ist. die unseren alten Fordez ziell fest fundierten Genossenschaft nimmt man an, daß sie schon einige Erschütterung aushält. Es gibt ja auch immer noch Leute. die da glauben, daß zur Leitung einer Konsumgenosscnschafj nicht technische Kenntnisse und langjährige Erfahrung erforderlich ist, «richtige" Gesinnung genügt. Die Folgen politischor Unduldsamkeit in den Konsumvereinen lassen sich leicht ausmalen. Die Verteilungs- med Produktivbetriebe der bestehen- auf die derzeitigen Mit- bestimmter Höhe, häufig auch auf übersehbare Errtwicklungsmöglichkeiten zugeschnitten. Die ! innere Festigkeit und die davon abhängigen äußeren Erfolge wer- den getragen'von der Treue der Mitglieder, Entziehen diese oder auch nur Teile von ihnen der Genossenschaft ihre Kaufkraft, so wenden Bäckerei und andere Zentralbekrieke, Verteilungsstellen, Fuhrwerke usw. nicht mehr voll ausgenützt und darum e n t- wertet, die Unkosten steigen ins. Ungemessen« und der erwartete wirtschaftltche Erfolg wird in das Gegen- teil verkehrt. Die Mitgfader, die nicht politischer Anjchcru- ungen, sondern wirft'chastlicher Vorteile wegen sich zusammen- j schlössen, splittern ab, da diese ausbleiben. �kl>gcl>ende Mitglieder nehmen ihre GcschäftSguihaben und ihre Sparein logen mit. entstehen damit der Genossenschaft die finanzielle Grundlage. Der Zusammenbruch, im allergünstigsten Falle die Stagna- t i o n der Genossenschaft ohne wirtschaftlichen und ohne irgend- - tvelchen andern Erfolg(denn politische Vorteile können wahrhaftig erzielt werden), sind schließlich das Resultat dar politischen Unduldsamkeit. In zahlreichen Konsumvereinen hak man es vermocht, die An- Hänger aus Verbrauchergruppen mit den verschiedensten politischen Anschauungen zu gewinnen. Daß in den Verwaltuingen und unter den Angestellten der Komsumgenossen» schaften die Angehörigen verschiedenster politischer Parteien ein- trächtig aus dem neutralen Gebiet kSnsumgenossenschaftbicher Ar- beft sich zu betätigen vermögen, läßt sich aus zahlreichen deutschen Beispielen erhärte-n. Man läßt in diesen Genossenschaften über die Brauchbarkeit der Verwaltungsenitglieder und Ange- stellten nur ihre berusliche und persönliche Tüch- tigkeit entscheiden. Es wäre ein Verhängnis für die deutsche Konsumgmo ssenschastsbewegung, wenn politische Unduldsamkeit innerhalb der Arbeiterschaft sich in den ,Kon- sumvereinen zu betätigen suchte. Der Konsumgenossen- schaften harren nach dem Kriege gewaltige Auf- gaben und unübersehbare E n t w l ck l u n g s m ö g l ich- ketten fordern ungehinderte fleißige Arbeit, b r a uH en innere Ruhe und ungestörte Einigkeit der Mitglieder und Verwaltungen. Wer politische Ausfasfungen aussechten will, betätige sich in den dafür ge- schaffenen politischen Parteiorganisationen und schädige nicht die Wirtschaftsorganisationen der Arbeiter, die für alle Verbraucher schaffen und wirken sollen. Adolf Rupprecht. Natürlich stimmen wir der Vorlage zu, die unseren tmeu x rimgen entspricht. Aber die Tragweite dieser neuen Reform scheint durch die großen politischen Ereignisse überholt. I Die Vorlage wird bierauf in allen drei Lesungen erledigt»nd loziaiidemotratiiche Belegung, obwohl ,««st am»mmig ihrer Er- der Gesamtabstimmnng gegen die Stimmen der Konservativen'folge ,ta*d, von den Machrhabern schon als so gefährlich angesehen tmiT!*'. brrfe jvttf» Pwhirwi ber„ßh�nöerver nrren bem Ausdruck bes -roßSerün Aus der(beschichte der Partei. Bon 1870—1878. In dem dritten Vortrage, den Genosse Molkenbuhr am Donnerstag hielt, behandelte er die Zeit von 1870 bis zum Vor- abend des Sozialistengesetzes. Der Vortragende zeigte, daß die m angenommen. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Nächste Sitzung Sonnabend 2 Uhr. kDritte Beratung des Ge- sedentwurfs zur Abänderung des Artikels 11 der Reichsvevfassung.) � Schluß 6% Uhr._ Die KsnsuMveeeine und öid parte!- In mehr als einem Falle droht deutschen Konsumgenossen- schaften, in den Partei streit verstrickt oder doch durch ihn geschädigt zu werden. Diese Wirtschaftsgebilde, deren Bedeutung darin be- ruht, daß durch die Zusammenfassung großer Vevbrauchermassen den Anhängern wirtschaftliche Borteile gesichert worden, können aber ntchts weniger vertragen, als die Ausfechtnng politischer Streitigkeiten innerhalb ihrer EinrichOngen.«Keinesfalls eignen sie sich dazu, als Werkzeuge einer bestimmten Parteirichtung benutzt zu werden. Wo man es versucht- wurde, Krieges gegen Frankreich auf Grund des Belagerungszustandes in Haft gesetzt wurde. Mit dem Hochverratsprozeß, der J872 gegen B e b e l, L' i e b k n« ch t und H e p p n e r geführt wurde, und den beiden Erstgoi.gnnten längere'Freiheitsstrafen brachte, sollte ein Schlag gegen die Parteübeweguiig geführt werden, der aber die beabsichtigte Wirkung nicht ausübte. Die starke Entwick- lung des Wirtschaftskevens schuf den Boden für die soziakdemo- kratische Bewegung, die trotz ihner damals sehr geringen mate- riellon Mittel und der noch wenig nmsangroichen sozialistischen Literatur durch die unermüdl'che aufopfernde agitatorische Tätig- keit der Parteigenossen gefördert wurde. In der A e r a Teisendorf erreichte die Versvlguugswut Mitte der siebziger Jahre ihren Höhepunkt. Swatsamvalt' Tessen- dorf glaubte, wenn die Organisationen der Arbeiterbewegung ver- nichtet würdon, werde die Bewegung selbst absterben. Auf seine Anklagen wurden denn auch der Allgemeine Deutsche Arbeiter- verein, alle zentralistifchen Gewerkschaften und schließlich auch die Organisation der„Eisenacher" aufgelöst. Doch die Parteigenossen fanden Mittel und Wege, um in anderen Formen ihre Tätigkeit fortzusetzen und ihre- Anhänger zu sammeln. Di« Organisationen beider soziakdetgokratischer Richtungen, die Konfumveroine als Kampfmittel politischer Parteien zu be- ru�cb luid aubzubaueu. war die unfehlbar eintretende Folge diel die sich jahrelang heftig bekäqrpft haikein, waren oujgelöjt. Dieser Neuordnung i« der Kommunalvorfassung und-Verwaltung Die sozialdemokratische Stadtverordnetenftaktion(Bar- kowski u. Gen.) hat zur Stadtverordnetensitzung folgenden A n t r ft g eingebracht: Die Versammlung ersucht den Magistrat, angesichts der kommenden Neuordnung der Verhältnisse in Preußen, mit ihr in gemischter Deputation zu beraten: welche Aende- r ungen der Städteordnung, des Zw ecklker» bandsgesetzes und der sonstigen die Gemeinde- p e r f a s s u n g und-Verwaltung becinflußsnden Ge- setze in einer Petition den neuen gesetzgebenden Körperschaften vorzuschlagen sind. Weiterer Rückgang der Grippc-Erkrankungen. Nach MiueUunaen der llllgemeinen Oriskrankenkosie der Stadt Berlin ist die Zahl der Nermkrankunaeu ani Donnerstag aui löüö zurückgegangen. Davon lallen 1185 aiü Grippe tind 20 auf Luiige>?cnt,ündling. Die Zahl der Todesfälle betrug 40.»nd zwar starben an Grippe 18 und an Lungenentzündung 9 Peronen. Im Mi inner nun des Innern sMedtzinalablcilung) fand gestern unter dem Vornp des Ministcrtaldircliors Pio'esior Dr. Kircknier eine Sitzung sämtlicher beamteten Aerzte von Gros-Brrlin unter Ziiziebnna von Vertretern der P'üizcipräsidien und der Städte Berlin, Earlotterbnrg und Swöneberg. towie hervorragender Kliniker über den Stand der Grippe und iniondethett über die Frage statt ob es mit Rücksicht ani die Ansbreiiuna der Giippe erforderlich wäre, als wettcre Maßregel die voiübergebende Schließung von Tbeatcrn, Kinos und äbnlichen Ver- gnügnugsanstalten ins Auge zu sasien. Nach der übereinstimmen- den Ansicht der Sachverständigen bat die Grippe tbren Höhepunkt erreicht und in vorläufig eine Schließung öisent- licker Vergnüaungsansialten nickt zu empkeblen. Auch besieht be- züglich der Schulen Nebereinslimmung dahin, daß eine grund» 'ätzliche Schließung nickt erforderlich ist. Vcrliner Lebensmittel. Für die am 28, Ollober beginnende Flciichkarlenveriode können die Fteiichkarten In Berlin in der Zeit vom 29, bis 39, Oktober bei den zuständigen Brotkommtssioncn gegen Bezugscheine ans Grieß und Graupen»nigetantcht werden. Aui eine Vollkarte werden wöchentlich 159 Gramm, aui eine Kinderkarte 125 Gramm dieser Nahrungsmittel ausgegeben. Der Warenbe-ug ei'olgt wie bisher aus den bekannte», besonders kenntlich gemachten Ge- schätten. Zum Umtausch berechtigt find diejenigen, die fick brt ihren Brolkommiisionen zur Etntraauug in dir Liste gemeldet.haben. Wer die Anmeldung obtte sein Verschulden versäumt bat. kann den Ilm tan üb vom 28. bis 39. Oktober im Bureau iür Flen'chvrriorqung, Neue Fnedrickilr. 1, Zimmer 7, bewirken. Die Stammteile der Bezugscheine müfien anraehoben werden, weil darauf voraussichtlich der Eisatz tür Fletsch tür die fletschloie Woche vom 13,— 24, Nu- vember ausgegeben wird. Demnächst gelangen auf Abschnitt 74 der Lebensmittelkarte der Stadt Berlin 299 Gramm und aui Abschnitt 75 259 Gtamm Marmelade zur Ausgabe. Dte Anmeldung findet in den durch ein Atishängeichtld gekennzetchnelen Geschäften am 26,, 28. und 29. Ol- tober statt. Bis Mittwoch, den 39. Okiober, wird an diejenigen Kunden, die in den Spciieftttkundenlisten der in den Bezirken der 197., U9., 111., 152. und 22l. Brcnkomimssioit aclegcnen Geschäfte eingetragen sind, pro Kopf 12 5 Gramm 51 ä s e vorteilt. Tie Fischknudenlifts. In Berlin ist vor einigen Monaten die Füchderteilung geregelt worden. Man hat die Fische ratiotttcrt, so daß sie nur noch auf Bezugslarie zu haben sind. Leider ieblt es aber siir die Ver- sorgung Berlins mit Fiichen nur zu oft an dein Wichtigsten— an der nötigen Menge Fische. Wie gcriiig die vcrtügbaren Vorräte sind, das zeigt die lauge Gclumg so eines Beziigskaricnabichntites. Seit Mitte August Hai der Magistrat in jeder Woche immer wieder be- kanckt gemacht, daß„tür frische'Fische noch die Abschnitte Gg zur Entnahme von 1 Pfund gelten". Seit Mitte August kann jeder Berliner auf diese Abschnitte sein Pfund Fische emnehmen— fall« welche da sind. In zebu Wochen ist eS noch nicht möglich gewesen, die gesamte Bevölkerung Berlins mit einem einzigen Pfund Fiicke je Perion zu versorgen. Dutzende von Malen haben Kauflustige sich vor den Fischläden otintellen müssen, und haben stundenlang ausgeharil in der Hoffnung, endlich doch das lumpige Piund Flick zu erbalten. Und immer wiederhaben die Händler antworten müffen, daß nichts da war. Warum ist nicht tür den Fi'chverkaur längst eine Kundenliste eingeiühri worden, wie sie sich bei anderen Nahrungsmitteln bewährt Hai? Wenn die Kunden nach Nummern aufgerufen würden, bliebe ihnen wenigste»« Zeilvcrlust und Aerger erspart. Für Neukölln ist in der vorigen Woche beschlossen worden, die'Fiichkiiudenliste einzuführen. Für Berlin wird, wie wir hören, dieielb: Maßregel erwogen. Hoffentlich kommt sie zustaude und läßt nicht ollzulange auf sich warten. Zu wünschen ist, daß alle Gemeinden Groß-BerlinS. sich diesem Vorgehen baldigst anschließen._ Naubmord in der Königstrafte. Ein neues Kapitalverbrechen ist in der Nacht zu Freitag im Zentrum der Stadt verübt und gestern mittag entdeckt worden. In dem Hause K ö n i g st r a ß e 4 8, an der Ecke des Hohen Steinn-egS, das einen Zugang von diesem aus hat, hauste gleich rechts vom Ein» gang in mehreren kleineren Räuüren des Erdgeschosses ein Billett- Händler Köhler für sich allein, seine Wirtschast ließ er sich von einer Aufwärberin besorgen. �Als diese gestern mittag zu ihm kam. um aufzuräulmen, fand sie ihn au, der Tür des Wohn- und Schlaf- zimmerL zugedeckt regungslos liegen. Sie benachrichtigte die Re- Vierpolizei und ein Kriurinalschutzmoun stellte fest, daß der Mann ermordet worden ist, Anscheineuo liegt ein Raubmord vor. Zköhler pflegte abends erist spät nach Hause zu, kommen. Die Tür- schliissel fehlen bis jetzt, Tie Aufwürierin konnte mit ihren eigenen Schlüsseln öfftten. Was'geraubt ist, läßt sich noch nicht sagen._ Von dem Täter fehlt jede Spur. Dazu wind noch mitgeteilt: An der' Leiche, die nur mit dem Hemd bekleidet w«, wurden fünf ,a)!a/re Stichverletznngen seitge- stellt. Ein Stick war in das linke Auge,. die anderen in die Brust eingedrungen. Alle wurden von oben nach unten mit einem dolch- artigen im Heft feststehenden Messer geführt, wie es jetzt viele Sol» baten als Seitengewehr tragen. Die Klinge muß etwa 216 Zentimeter breit sein. Eine bedeutsame Fcjtstellmrg sind ferner mehrere 6MTjje Abdrücke e'rieS nackten Frches. Me würben neben der Letckie �gefunden und rühren nicht von einem Futze des Ermordeten, also vom Mörder her. In dem Wohn- und Schlafraum stand neben der Leiche ein Sack, der Geschirr« mit fertig gekochtem Essen enthielt, darunter ein» Fleischgericht und eine Flasche, die anscheinend mit einer Brühe gefüllt ist. Es ist das wahrscheinlich eine Mahlzeit, die sich Köhler, der zuweilen auch selbst kochte, geholt hat, oder hat holen, lassen Es wäne erwünscht, daß festgestellt werden könnte, woher diese Mahlzeit stammt. Ueber den Aufenthalt des Ermorde- ten am Donnerstagabend ist noch nichts festgestellt. Um 9 Uhr wurde. Köhler noch an seiner Behausung gesehen. Vielleicht ist er abends im Theater gewesen. Bald nach 11 Uhr scheint er nach Hause gegangen zu sein und alles verschlossen zu haben. Ob Köhler einen anderen Mann, also wohl den Mörder, mitgebracht hat. weiß man nicht. Nachbarn sahen öfter, daß Männer die Nacht über bei ihm waren. Es scheint, daß Köhler mit solchen Männern in einem ge- wissen Verkehr stand und es ist deshalb sehr wohl möglich, daß der Mörder in diesen Kreisen zu suchen«st. Es liegt ohne Zweifel ein Raubmord vor. Denn in dem Schvcibtisch des Erinordeten, der in dem Einftonapraum hinter einem Verschlag steht, sind alle Behältnisse erbrochen und durchwühlt. Sammlung von.KSchenaifällen. Di« GeltüngSdaner der SV» ckanntmachung über Sammlung von Kücheriabmllcn und Speiseresten für das Gebiet der S'adt Berlin vom 15. Juni 1913 wird wie das Oberkommando bekannt macht— bis auf weiteres v«r- län-wnt. Der wahre Jacob ist erschienen und gelangt beute zur Ausgabe. Im Svoripark Treptow kommt am Sonntag der zweite Teil der BUanz des Jabres zum AuStrag. Das R nnen führt liber 75 tk. lomeler—'.'40 Babnrunden. Da? Programm wird vervoll- stän-igt durch ein Danerrennen der mutleren Klasse und Flieger- rrnu-n Die Re"n°m beginnen um 2*lt Ubr. Nanbliberfall in Schönow. Auf undrb'tirer Straße überfallen, schwer verlebt und um 30 000 M. beraubt wurde gestern vor- n''»tag der 26 Jahre alte Bureauan gestellte Hans Scharling von der Ov'fschen Amtalt Gocrz. A.-A. in Friodenrm Scharling hatte den Aüstraa. in einer 2 dermavbc 30 600 m?. von dem Hauptgeschäft in d-r Rbeinstraße zu K-r-edonoil nach dem Zweiageshäft in Schönow zur Kobn-abluiH zu bringen Der junge Mann kuhr zinmchst mit .d.m S'roßenbabn und hatte dann noch cinnn Fußweg zu machen. Auf diesem Meoe. einer noch n-cht bebauten Straße oesellre ssch ein Soldat zu ihm. der ihn um Feuer bat. Nachdem Scharling es ge-eicht batte erbi.eß er von dem Soldom o mit einem itumvfen Gmeastimd einen SibEg aus den s>int>.'rko''f so wrichti". daß er h'sh betäubt m? Taumeln her' et. Dann verseh'e Em der Angreifer meb�ere Messerstiche in den linken Sberarm und de" llna-rlech, so da'' er zu'ammenbrach. Mährend der Neberfallene hilflos dalag, ergriff der Rä'ther keine.Tasch»' und entliob damit. Ein Rohrleger von Goerz fand den Schwervrrl-bten bald ans und brachte ilm nach der Krankensk-be der Anstalt. Nach Anlegung eines Verbandes wu'de er d�un dem Krankenhanse zugeführt. Die aeraubte Tasche fand man in dem Birkengestrüpp wieder. Sie enthielt nur noch die leeren Lohntüten.__ Schhneberg. Gülngkeit4verlnnge-nna der Eierkarte. Die Gültig» feit>!h!ch''itte? 52 d-r E'rkarte wird iniolne ver-ögerter An- lier-rung d?r Eier um eine Woche d. h. bis ipälcstenS Freilag, den 1. November, verlängert. LLilinrrsVrk. Da? Vureau der Städtischen Besohlirnssalt, G e'-i-rstr. 7 lsl iß mmder wrrkmaltch von 3— 12 llfir oeöffnet.! Da'elbß können in Meter Zeit täglich aus Kernlederstücken zu-! sammenoeß tz'e SlirfkElchl-m mm Preist„on 2.— bis 3.30 M. ent- j nommen werden.— ßS'e'diK't'n wird darauf anfmcrf'nm aemacht I da« sich da° Bureau der St adtbekleidiina' stelle edenlalls Gtestler- strgrlt 7 sll hessudet. woselbst in der Zeil von 8— 12 llhr Anträge zum Bezüge von Reich-ware ent tegengenominen wclden. Die Kemeindevertretting Friedenau bewilligte in ibrer levten Sitzung n-ch den neuen Bortchlägen des Geme'ndevotßandes die etnmal'ge Kiuegt'teuefliNflSziilage an die Beamten, Lehrpersonen. Angkitellten und Gemetudearbeiler nach den höheren Berliner Sätzen irttd stimmte scr Aenderung der bestehenden Slran.enbabnverträge a-mäß den PoDchlägen des Berbaudsdirektors für Groß-Berl'n an?! Grund de» neuen EtraßenbahneinheitSvertrage» und im Hinblick auf sie bevorstehende Ver'chmelzung der Großen Berliner Snaßeitbahn mit ihren Nebengefellichasien zu. Dagegen wurde die Vorlage über den Beitritt der Gemeinde Friedenau zu der Wohiiungsfüriorge- gesellschast»Märkische Heimstätte" der Provinz Brandenburg mit ettter Einlage von 30000 M. an den Finanzausschuß zur wetteren Beratung zurückverwiesen. Der Antrag der Großen Berliner Slraßetibabn auf Herstellung eines Anichlußg leises durch die Schntargendorser Straße nach dem neuen Fnedenauer Postamt wurde genehmigt mit der Maßgabe, daß der Gemeinde dadurch keinerlei Kosten erwachsen. Friedrichsselde. Verteilung von Näh- und Stopfgarn. Demnächst sollen wieder Baumwollitähräden, Leinennähzwtrn und Stopfgarn jtjir Ausgabe gelangen. Die hierzu erforderlichen Bczugtcheine werd-n durch die Beztrisvorsteher verteilt. Von den Karlen zum Bezüge Ä M | I Poft-Hbcnncntcn __ La. i § — miift««n �iiwiiiiiiwBif denn keine Unterbrechung In der Zu- ftcUung des„Vcrvpärts** eintreten foU, muß die jVcubertcllung für November- Dezember sofort erfolgen. gfl Vorwäf te- Verlag G-m-bif), von Baumwollnädläden erhält jeder Einwohner eine. Dagegen ist für jeden Haashall, ohne Rücksicht aui die Pcrsooenzahl, mit eine Karle zum Bezüge von Leiiieunäd zwirn oder Slopsgarn bestimmt Die B. il e l l a v l ch n i l t e 1 1 n d von Freitag, den 2b., bis Mittwoch, den 30. Oktober, bei einem Klein- Händler nach Wahl adzu geben. Dle Ze� der Ausgabe wird noch tpäiel bekaniilgeg� den werden. itl Grund de» rohen MnfanfSprekse» den Wucherverdienstänkten Glase Bier errechnen, ohne zu berücksichtigen, daß der Gast nicht allein das verzehrte Getränk, sondern auch die Aufeni» halisberechtigung und die ganze Einrichtung eines Lokals ent- sprechend in dem gezabllen Preise berechnet finde. Im vorliegen- den Falle habe die Gesellschaft, um das Bier überhaupt bekommen zu können, einen Pachtvertrag mit der Engelhard Brauerei bezüg- lich der Waldschänke im Zoo abschließen müssen, bei welchem sie 10 000 M. Schladen habe mit in den Karts nehmen müssen.— Das Gericht kam zur Aufhebung deS Urteils erster Instanz und ev- kannte auf Freisprechung. Gre�-Serliner parldnuchrichZea. Verein fär Fraueu und Mädchen der Artritcitiasse General- oeriammmiig, Dienstag, den 29. d. Mls., bei Gotilieb, Oianten- siraße 09. Tagesordnung: Votjlandsbertchl und wichtige Vereins- mtgelegeuheiieu._ Gencbtszejmzig. Freisprechung von der AnNage des kmgswucherS. Vor der dritten Strafkammer dos Landgerichts II unterlagen die von der Hotelbetricbsaktiengesellfchaft für ihre Betriebe, festgesetzten Bier- preise der Nachprüfung auf ihre Angemessenheit. Auf Grund des von der Preisprüfungsstelle abgegcbrneit Gutachtens war der Be- triebsdirektor Franz Grosche von dem Schöffengericht Berlin Sä>öncberg wegen KricgSwtichers verurteilt worden, weil in dem bekannten Lokal„W i l h e l nt s h a l l e n" am Bahnhof Zoologischer Garten der Viertelliter Engelhard-Bicr zum Preise von 30 Pf. verkauft worden war. Estgen dieses Urteil hatte sowohl die Staats- anwaltschafi wegen zu niedriger Strafe als auch der Angeklagte Berufung eingelegt. Auf Antrag des Rechtsanwalts Dr. Julius Meyer l war zur Be rufunqove r stind l u ng der Sachverständstte der PreiSprüfungsstelle Otto Strauß geladen worden Er«r- klärt« aus Befragen, daß er eS ablehnen müsse, das gegen seinen Willen ergangene Gutachten zu vertreten, da nach seiner Meinung unter Berückiichtigung aller zu beae!)!cnden Umstände der von der HoteUtetrielisgesellschast geforderte Bierpreis durchaus angemessen sei. Der Verteidiorr wies darauf hin, wie urlsachgemätz die Preis- Prüfungsstelle in»rem Gutack>ten vorgegangen sei. Aus dem Riesenbetriebe einer Miklionengesellschaft wolle das Gutachten auf Nllgemeine Kranken, un» Srerbeknsse der Metallarbeiter. B. a. G., Hamburg. Filiale Berlin 2. Sonntag, den 27. d. M., vorwittaas 9'/, Ubr, im»Märkischen Hos'. Adntiralilr. 18c: Milglieder- verlammliing, Tagesordnung: Kassenbericht. Bericht von der General- vetlammlung tn Augsburg. ?! Ilgen eine Faiiiilienkierdekasse. Sonntag, den 27. Oktober: Zahl» ui d lilusnahmetag von 3— 6 Uhr in den ReilaurantS Ecrichtstr. 12/13 und Buckower Str. 14._ Srisskasten dtt Kedoffbn. P flegekoften!?. Sie können dazu nickt! verpflichtet werden, mich Ahre Frau nicht, da sie lein Einfymmen bat; wohl aber kann Ihre Tochter zum N nlet halt des GrvßvalcrS betangezogen werden.— E. W. K0.>. Äili- lärisch bedeute! die Z sfer: Eindrücke oder Gewebsyerlulte am Schädch 2. Das heißt Blutarmut.-<5. K. 100. Ja.— G. M. S. Der Kauf i>l durch die'Aiizabtuug zustande gekem Ilten, Sie fmd zur Abnahme eines Hutes vetpflichlel.— v VO Hertha. Sie würden sür das Kind die lTtililärtvaiienrntte bekommen, wnft nichts.—<9 341. Es wird nicht die Dien'lzeil als Laudwcdimnnn oder LnnMttirinmanii tu Anrechnung gebracht. tondern 6 Fnbtc allive Dienstzeil müssen na�gewtelen werden, und eer eine Sobn mtiß all v dienen, um Aiiinunidsunterstüdung et heben zu können.— Q. 430. Nackt dlclem Bergleichsvotlchlag münlen Sie außer der Hülste der Getichlskosten die Kosten iür zlbren Amonlt vollständig zahlen, d. b. also, eventuell von den 300'.7k., die Ihnen zugebilligt werden, Durch die Bewilligung des Armenrechts hallen Sie nur eine ooilnustge Befreiung von den P-ozeßkosten erwirkt. Wird, wie es wahrscheinlich lein wird, die Sache zu Ihren Ungunsten entich'eden, so würden die Kosten von Ihnen eingetrieben, zumal Sie noch Vermögen haben.— Hr'liamine. Unterer Änsichl nach lsl die Forderung d.r Hebamme unbercchligt. — Brcrnni. Wir würden Ihnen aber notzdem einpieUen, sich zunächst an den Arbeitern»'ichtlß zu wenden. Es komml tm übrigen aui die Arbeits- oder Fabriividnung an, die das eoenhnell verbieleu kann. — Schlichrungsausschnst. Der SchlichtaitgsauSichuß jür Berlm besindet Hi. im Melallarpeilerveroands-Biireau Ltn'cnstr.«3/8ä.— Feldpost 75. Einen Zeitpunkt daiür können wir F me» nicht angeben, eine>o!che Am nestie wird aber waiirlcheinlich in der nächüeii Zeil ei laisen werden.— F. G. 100. tiiicij der Militärpflichtige vcrl erl, wenn er Beilragc nicht«ester einrichtet, die Miigliedschail der Krankenkasse. Sie müssen ,fhre jreiloMtg« Mitglied- lchajt bei der Krankenkasse der Zulchußkasse airgöben.— Tegel S'i'it Wegen dleicr Aiigclegcnhcil ist ichon Anfragte bei der Regierung gchallcn worden, verlangen Sie im übrigen die Zuschußzast ung bei der Kassenver- wallimg, bei der Sie die Rente bezirken.— H. B. 5t, Das Sichcihcits- schloß gebärt nicht zu den Mtetsräumen. Drr Hauswirt braucht sür Reparaturen nicht auszukommen: er kau» es ciilfcrticii lassen.—Au> lag auzeigeu. Da die Mar'mcladcniadrtken häufig nicht tn der Lage find, die volle Menge aus eittmal zu rfoient, ist es mögnch, daß in elnzelnen Kleinh ndelsgelchäflcn sich der Verlaus der Maimclade hinauszögert, iituch bei einer solchen Ber, ziigerung der Lieicrung ist jedoch eine NichUirserniig ketriesfalls�zu besnrchten. BcÄtn, den 25. Oktober 1918. Mögittrül der Königliche« Knupt-«.Refldetr.stnM. Abteilung für Obst- und Gemüseversorgung. Runge.__ GroS. Feiz-Verkauf m . bltl. wamm � a r e n bei Pelz bequemer Zahlweise B«i Baraahlnnjf»uf vorz-eschriobon« Prerso 10 Prozent Nachlaß. Kriegsanleihe wird in Zahlung genommen Pelzwarenfabrik Kallis Berlin MW 87, Tlle-War(Jen»erü-Str«3e 11 nahe Bahuhof Tiergarton. TeL Moabit 7622/76�8. ui m», i ii B-iir.ttseY.aaKJ:'ck e-'i« m a Awfkfärung! Rpe»!alße«chftft für Ulsron. Nachts leuchtende Militär- ÄnUeruhr Meine Millitlr.'Uircn M. I7,KU haain einfache pritzst««onstrii!. twn. sind prafinch u znveriisstz stn tögi ÜZebuu.ch n.»aher. te belle», este» Uveen f«r da» große Pndiituin geworden � sie sino in aven leUe» der deiuiihen Armee int sai.eel Manne zne oo en aistleneoheii im stieb! auch. Mag che sich durch Anprei mg mm- eewerUgee Tonen nicht irre > en.toiche Nnovenle nicht mehr at Soegmtt ansgefShn. Wer .il eine wstlllch gumehende Nhr essekiten. out»le man sich»n. oedingl oeeiailen Jen:-, nenange meine DeiMsii« Muitaru'ir. Meine MUuäe-Antet uhren find M Wietel 17.irt M., mit(SotdrSnicrr od Stahlorud IV. 50 M. eehatUIch.• SS Mölbis 14 �nthgtae 14 '(fBcttauf nur im Laden) Ctgrin! er l«�' B2251SrZE5G£®afl Eezfi|8qBsi!en-y«P23!?iißi« ■iai-l n-Oeten ßStttiep, Eior, Kr.en n JJisfg�ajFiiM ino;sJha,-i�iluno It3,!.indenstr� LuvuSvrcisc. Fcrnipr.: Morltzpl. 112 53. l«m» in den Aasgadestells» ZahupraxlS B rüg er. Prwzeuftr. SS�, au der Dresdener Str. t de« Ponoäsrs. k'o!inung5'LlllricIi>'.i!!ssen 7.xi Proiaon and in allen Proiela�on. Aaawnhl iioxnplctt aiif�eMtollter Wohn-, Schlaf-, Speise- und hcrre.izimmer • in jeher gowonsohten Hola- und ötilart. Einzelmöbelslücke und farbige Küchen | Bealchtlsaag erbeten, dn lohnend.tWFi Kunstanstalt ffir feine B-OTiSilösr-VergröBerüngsn in modernem braunem Ten. 282/13' fienialts Ponräis.— Einrahmungen. Prospokt frei.— Weihnacbtsauftriiga bis 15. November erbeten! HFnnclmnhr B<,rlin c' Neue PromeMda e, ■ LllCjlHllUilt) gaganüberStadtbhl Börse Künstliche Iähne V ßttaiÄer fflAatlar�iier• Ptrtiand. j »•rwsinjngsstolle BvHin vr» 18it0!l«bmi jiur Nach. nchl, bau unjec ffiolleuc der Schloff« Georg Erlis Bornholm« elr, 72, am 23 Ollod« gestorben tft. j Die �ctrMaumi sindet am Eonnabtnb, den 26 ONoder,| nachmillaii-3 4' Uhr, von! der Leich nbalie de» alicn! Haroch'al-�stchboieS, Box- Hagener Ctzauficc, an« statt.! Den Müglicdcrn ferner k zur Nachrichl. daj; unier[ Äollrge, der lAotdaibetter Er!!! SlaUh« Str. 124. am 22, Lltober gestorben ist. i Di« Leerdlgunz findet am! Monlai, den 26. Oltober, t nachmittag« 8 libr, von ders Leichenhalle de« Thomas- KnchhofeS, Hermanustraxe aus flatl._ Den ZMtgliedern ferner! �ur Nachricht dag unici � Kollege, der Mctallalbeiter �zjjLs KLlZZLkLisLllc!! kavenbagener Str. 76. am 23. Oltober gefwrbcn ist! Di« B eerdigung findet am- Sonnabend, den 26. Oltober, j in Heegcrmühte bei Sbcr«- waide statt, Rege BetcMgimg wird j erwartet. elUellssett SKssimWü Ml delWMel SaHmt. Zentrale! l-i«!l»tvi»d«dtk's, Siittcrgutftr. I g— Lii. DienStag, den LS. Oktober INISi, abends 8 Uhr, im �Lehrer- VcreinShaus", Alexanderftr. 4t: Genrralverj ammminng.■ Tage«,o r d n u n«: 1. Nadre«b«ichl.») de» Vmslandh», b) des NulsichiSr»». L. Enitairung des Vorstände«. S. tScnehmigung der Bilanz. «. Verteilung des Neingew un«. Ii.») Wahl von sechs ÄussichlSratSmttgNedero, h) Wahl von Srtahtxet-nen. 8. Aendernng deS§ 6 bei Statut« sbrtr. Erhöhung des lAcschästSanteil« von Sll A, anf 90?!.l 7, Anträge, KÄ/l« Zu Punkt 7 Antrag de» Genossen N i e tz: l, D« leste Rabatt von S Proz. Ist dem Produl ionSfondS zu üderiveisen. 2. Kündigung eine« Vorstandsmitgliedes. S. Antrag an die Generatoerjammlung der G.-E.-G. detresf» Kündigung eines GeschäslSsührer«.* iCottfifm-OcMoltctifchaft Ecrlisi u, Umg. r eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Oer VorNtand. Öer Aal�iehtarat. K. Juagsf 0. Scbtiiiza. W. Lamm. iL Mim*. K. Kaller S. A: F. GUtUer. Ter Gintritt kann nur den eingetragenen Mitgiiedern gegen Ltorzeigung»er vrauiien Legiriuiationsiartr gestattet werden. Den Afaedpok. Mitgliedern ferner| zur Nach, icht. dag unser j Kollege, der Rohrleger Georg köZuer Taboistr. 5, am 18. Oltober gestorben ffl Ghre ihrem Audente«: iOOii Die Ortxireryirsltu:, Hummel. Sophia, ut. 6, TageSordnunq:# t. Acschästliche«. 2, Kassi nbericht vom 2.«.8. Onachal«118. Z. Neuwovlen de« Vorstandes. 4. Verschiedene«. stg/7 LS Velks- -A Fc-Jkrbsslstt'jiws- i\erein6ro�Be!im Am Montag, den 21. Ott iober. v«starb unser Mit- glied f;ejes.e!.smdrsLdl!j Tewpelhos. R.ngbahnstr. 18. Di« Sinäfchcrung find«! am Montag, den 28. Cl» (ober, mlttnfi« 12 Uhr, im Kreumtorium Geriaststiaste statt 801/14 Nrird, ihrer«lchei xnttez hei kMerel- 0. EileMi» Goschäftsslallo QenCS'lUnQlStCllC Fornepraoher: C 54, Mulackatr. 10. ßcriih. Amt Norden, 4518. Geössne! vorm oon 9— 1 Uhr. nachm von Vf.— 8 Uhr Sonn- u. geiertagS den ganzen Tag n. Eonnabend nachmittag« von 1 Uhr an grschlosien. Tonntag, de« 27. Oktober,»achmittaqS 2 Uhr: Senegal-'V'aiaNismUmI im Gcwcrkschnslvhans. Gngeinier tö, Saal 1. Tagesordnung- 1. Geschäfts, and«assendrricht vom Z. Ouiarlal tvtij. 2. LerbandSarigeiegenveiien. tt intritt nur gegen Buch öftre Karl«! Kollegen und Kolleginnen I Versäum« rriemand»ich« Bei- sanimiung. Ob in der Mühl«, B,au«re« oder tstmuederluge oeschäsligt, alle müssen da scm. 42/ t0_ Dle_Or*wvei-waltue*. I�jiefisl-Sross�i] Rp Fpankiurler str�iiii» Dr. med. l>aabu bch. schnell. gninSL, mögt schmerzlos u. obne Berussstor Gsveblaekitkeanbiiatt. geheime Nsut-, staen-. Frauor.Iaiiioii. Sctiolleba. Srprobtrsti Äelboden Harn- und Elutuutersuehung Uai/str.«IIS, Ä»:/;., Zvr. 10— tu. 5— 8.'�otint.lO— 1 ilpezmiarzi Dr. med. HuMch�, Friedricnstr.SO gt« "ehandr. oonShhhllis, Hont, Harn-, Frauenleiden,(pcj.: lliron.Aüll«. Schmor, wie türjeur Behandig.»vne ti»nt(«iiärutip. vintunlccluchnng. Müg. Preis l Teitzahtung. Svrechnunden Ii �i« 1 nnd �— 6 Sonnt II— 1 Speäalsrzt Dr. med. WackecluB rarlcSst.llL�ilÄi" (QrSirphilis.Huni-u FrauoDiaiden Bluturttenuchungen. Schnelle. sichere, tchmeizlose Heilung nhno Baruisst&rung. retizahlunp pezialarzt iSerstef! Seiiß!iE(sEP§! Allen Freunden. Bekannten lind verwanden die traunge Milteilung. dag un- sere tieve Tochter. Schwester. Schwägerin und Tante /unns Look >m blühisttden Alter von 81 Jahren am 28. Ott. 1918 nach kurzer, aber schwerer Kcaiikheii plötzlich ver- schieden ist.- VSA Die trauernden Hinter- bliedene«. Die Beere igung findet am Sonntag, den 27. Ott, nach, mittags L'/, Uhr. von der Halle des Gemeinde, Fried- hose« in Adlertbos au« statt Gr. Frarkiurler siraiie 141 i„ In valitiensiraSe 5, JSS!,.' I 500 Mark Anzaiiiang 1 | genügen tum Kauf einer B kompl. Wohnungseinrichtung.[ Bei Barzahlung PreisermSlUgung. L KrlefKbrBrhndiyte. Kr i•'verwitwen, K rir j�nsetruut«' Ierhaiten beaondertt Bcdlufirangeii__ 1 und PrelHcrniaßtganß. I Einzel-Möbel, bunte Köchen tc. I in großer Auswaht' B®| lieferemg auch nach annw&rte. Kriegsanleihe and Spareinlagen nehme in TZahlnnx. IIU II I___ Brrichiigting. Die Leerdigun., des Echriilsetzer« L72bb tlrnnt lirrtrisrn findet lsente nachm. Sll, Uhr von der Leichenhalle de« Frieden«- Kirchhose« cKordtnb) au« statt. Vielen Dank sür die stille Teilnahm« und .iironzlpende» sage lch allen verwandten und Bekannten. Der trauernde Gatte GvZls? UÖÜsr. LpELMlM'Zi Dr. uied. Ilaedirke* Haut�, Harn-, Geschlecht»!.. Blutnntersuchp;. Friodrichsir. 187-1S8(a. d. Mohrenstraße. Unter)rrdb.>ll-1,5-7. Stf? 1 1-1. L Ur. uivd. Kt.ebrn für Gcechluchtstrankheiton, Haut-, Harn-, Frauenleiden, nervBs. Schwache, Boinkranke. Bchandiang sohnoll.aicber u.sohmen- loe ohne BenilB«t5rnnp in Or Uoraoycr& Co. kone.Labor. f Blucnntera, ■ Fädon im Harn usw. ifMÄiU'ä, ISOfiliStrJISlÄ�1 j 8pr. II}-] ii ö-8. Sonnt. 10-i 1 Honerar mäSIg, a Teiizahl 1 Separates Demcmimmer. Spezialarzt Dr. med. Coletnnn Fried rlch-Strado 61/112; an der Dorotbeenstr. Haut-, Harn.Geschlechts-, Frauenleiden. Sex Neurasihenie.KurzoBehandlg obne Borafsatürung. Toiiz. Harn- u.Blutuntcraucbnngen Snrechst 10-1, 5-8 Sonntng.. 10-1. Toi. 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W5r5�> - kdh i m«««,.rat. 400, lG.8eest CZfÄSSBEs: f TlffiBsr�Essig mm «mpHshlt SilAW-iiM I ersten Langes j idtll Uli � 42 eigen Peiailaresfhifts (Schröter, R. i>WJ 43 PtfkaulseieUtn 41 P-r I �utier, tj.r, �03 j|jratiliS8S «ollheljn luöae« Ö; Berlin UI1(1 On«ienburÄ SS eleene Fllia'sn. 8--e--- " Wcissbisr, C. Ereithanpt, ralissdar.tr.t7 7.1.6,«!. SdAI.tbSt llHarrsn-o.Knabgaee-pii.b .TÜas aen Axhw.«t Keks ».-■»»Fr Pnajea-AUee. 4 tIBte,»'Btsea.Teleyarja d Uaster/E. ÄVS 4 �hatoar. Aaparata ft Sflh.xrld SO. Kottbuser Str. I. . KlmSUll aachGelocenheitakf. LikZea. FruehtadkiG ft | j | 6S Fülalon in alles Stadteilea.| ä«; a.55aTirkwM«U. ßr;-ßerL Augast Haitz 4' Fl j!Vcy~inrV?ur e"T.' Ii Dalafl- Saeadiltt«. Otto Kostcel, Atta Jsaobsvr, SA 4 KeHihcndinnacT» fösthke, Giorg, 'Venk.IlB, Sü-trtr 51, kaH«r-Prit4r. «Sil. Ii. tfes.ritr. IIS, Prittiiiu. 11 | Irapt.e, GrUi�trU.«i Ii Ois Michten SchSpfiiiipn!! Westcnann, leh bin« main« Ausiagon in Augenschein zu nei meni Aar,*. BWwnlatd soa üsaivarf........ S0UQ,- Msik(Modell« ,,. Sesl Elactrte...... tSUO,— p, Mdaif])i**eha«at«l nlt bialus P'ltbasütian. J4fO,— a m BleU.... Mark MO— bis 15CO,—,, XaetÜSBa aao rdswolt Obanot., 84«,—, 1100,—,, Dick«, gedtegae« Ulster, Weleda«etile* StolH. Zu lässigen TagesprafsenSS Pdlz�öIQUerU MAnt�l. Jacken, Phai tasiemäntei, das Kleganleate,»\iche» die Mode erxpugt, la großer Auswahl III Istpr. Seiden m fco tel, Sommeikosianie aoe Seid«. t s»»e—«; W, t mohreasiraiie 37s. i vjrMziealt üerlin MO, Gr FraaKiartcr Straße 115 Eonnta.S's gasoh'sna.n. Kröraer's alkoholfreie Glöhpuasehe und Kaiserpunsehe worden von jetzt an laut Vorordnung der Ernatzmittelstelle anter der Bezeichnung BdSgetränh"" Liter 3,22 M. Alkohol- Uö rZ»»?»»* 8� mit Kaiaerpnniarhahnllehein freies IsCiBigSArailäe Aroma rerkauft. Liter 3,�2 M. Frelse worKtehen Mich inkl. Steuer! . 1 Teil Kxtrakt. 8 Teile siodomleo Wasser ergeben ein kftstlichos, KülieM Getränk. Kein Zucker erforderlich! 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Noch aber gibt es eine starke Richtung im Lande, die in Furcht vor harten| Forderungen gegnerischer Machtpolitiker die letzten Menschenkräfte; einsetzen, dem Volke die letzten schwersten Entbehrungen zumuten> möchte, um den Zusammenbruch aufzuhalten. Bei dem Umfang\ dieser Propaganda könnte die Meinung entstehen, als ob auch die Arbeiterschaft auf diesem Boden stände. Die Arbeiterschaft wird heute zum große» Teil durch Frane» repräsentiert. Diese Arbeiterfrauen haben einen ungeheuren Teil der Kriegs- lasten getragen, sie haben ei durch ihre Arbeit überhaupt erst mög. lich gemacht, da? Wirtschaftsleben aufrechtzuerhalten und den Krieg zu führen. Sie betrachten eS nicht als eine Ehrlosigkeit, wenn das deutsche Volk nach vier Jahren heldenmütigen Kampfes jetzt offen und frei erklärt:„Wir find besiegt." Sie wurden eS aber nie und nimmer verstehen, wenn um des Scheines willen noch mehr kostbares Blut vergossen werden sollte. In Berücksichtigung der Taifache, daß die Kriegslage m der Zukunft für unS nicht mehr günstiger werden katm. daß der Kampf nur noch unmenschlicher ur»d furchtbarer würde, um schließlich zu noch schlimmerem Ende zu fuhren, halten eS die deutschen Arbeiter- fraucn im Jilteresse deS VaterlarideS für geboten den sofortigen F-rieden zu schließen. Sie halten eS für die Ehrenpflicht de» deutschen Volke», seine inneren Verhältnisse so zu gestalten, daß der deutsche Name die Achtung in der Welt genießt, die einem freien tüchtigen Volke ge- bührt. Wie die männlichen Arbeiter, so begreifen mich die denkenden Frauen im Proletariat, daß uns der Friede jetzt trotz aller not- wendigen Opfer eine bessere Zukunft brächte, daß er uns ein demokratischere» Land bewahrte, ein Land, in dem wir alle ip Freiheit weiterschaffen können, bi» wir für unser« Kind« ein menschenwürdige? Dasein errungen habe». Dazu brauchen wir den Frieden! Und deshalb fordern wir den Frieden«nd werde»»nS jedem Versuch entgegensetzen, ihn hinauszuzögern. Im Auftrag der weiblichen Parteifunktionäre Groß-BerlmS: Elfriede Rtznek. Clara Bohm-Schuch. Wally Zepter. e öss VsrWärts Sonnabenö, 2H.Gktoder I91S Gensssensthaststag in Stuttgart. Zum ersten Male feit Kriegsausbruch sind die gewerblichen Verirjsgeiwssenschasten am 12. d. M. in Stuttgart zu einer Tagung zusammengetrsien. AuS den Verhandlungen greifen wir nur heraus, soweit sie die Arbeiterschaft näher angehen. Der Geschäf!Sbe«cht ergab, daß über 32 000 Unfallrentn« im Felde stehen, darunter rund 400. die eine Rente über 50 Proz. bezsthen, also im Sinne der Unfallversicherung alS halb erwerbs- uniahig geltem Behmchtet wurde, auch nicht eine Berufs-� genossen fchaft habe den Versieh gemacht, die Rente der eingezogenen Verletzten einzustellen; auch seien Rentenkürzungen wegen ein-[ getretener Besserung nur ganz vereinzelt borgenommen. Dabei' ist aber der Berichterstatter falsch unterrichtet gewesen. ES gibt BerufSgenossenschaftvn, die trotz der Schwierigkeiten, die die Ein- ziehung der Verletzten mit sich bringen, ganz»runter daraufloS kürzen. Es sind Fälle bekannt, wo sogar Gefangenen, bei der.en doch eine Nachuntersuchung gar nicht möglich ist, die Rente gekürzt worden ist. Der gleich bei Kriegsausbruch herausgegeben.« Erlaß des Re chSverstchernngSamtS, Rentenkürzungen zu unterlassen und überflüssige Prozesse zu vermeiden, ist längst in da? Reich der Vergessenheit hinabgesunken. Daß um lumpige S Proz. Rente die Berufsgerwsscuschaslen EntscheiduruKn der höchsten Instanz her- beisühijen, gehört keineswegs zu den Seiieuheiten. Berichtet wurde weiter, das Heilverfahren sei den Genossenschaften durch Mangel an Aerzten und Verbandstoffen sehr erschwert, doch habe das Reichs- versicherungZamt durch seine Vermittlung bei den maßgebenden Stellen wirksam« Abhilfe geschaffen. Die Leistungen der Gc- npssenschasten seien durch die Lohnsteigerungen und ferner durch die wegen der allgemeinen Teuerung vorgeschriebcnen Zu- lagen z» den alten Renten ungemein>n die Höhe gegangen. Nun, diesen Leistungen entsprechen doch mich erhöhte Einnahmen. WaS die Rentenzuschüsse anbetrifft, so kommen sie doch nur einem be- schränkten Teil der Verletzten zugute, u»d die hohen Renten, stehen sie wir'Ilch im Einklang mit dem Verdienst? Der Umstand, daß nur 1800 M. des Verdienstes voll, der d-u ruber hinausgehende Teil mit einem Drittel an-gerecbnet wird, führt gerade jetzt ein ge- waltigcs Mißverhältnis zwischen Lohn und Rente herbei, zumal der so ermittelte Betrag auch nur zu zwei Drittel angerechnet wivd. Ein Arbeiter, der 15 M. täglich verdient, erhält als Poll- rentc täglich 6 M., da 2700 M. seines JahreSarbeitSserdienfteS bei der Nimtenbererhnuug aussallen. An den bisherigen 8 Kriegsanleihen haben sich die Be- rufSgenossensäaften insgesamt mit 389 Millionen Mark beteiligt, da» ist fast so viel, wie deren ganzes Vermögen beträgt. Die TiekbauberufSgenosscnschaft allein hat 73 Millionen Mark über- nomine» Bei de? Besprechung sprach Direktor Dr. Bassenge vom ReichsversicheruiigSamt best Wuusch aus, das Heilverfahren mög- l:chst schon vor Ablauf der 13. Woche nach dem Unlall, dem gesetzlichen Beginne der berufSgenossenschaftl chen Pflicht, zu über- nehmen, urrd begrüßte die Aeußerring, daß die Genossenschaften sich für die Arbeitsvermittlung vevirenden wollten. Ein?er- trat er der SreberrifSgenosienschaft in Hamburg- berichtet, daß letztere auch bei der Rentensestsetzung Arbeitervertreter zuziehe und damit keine schlechten Erfahrungen gemacht habe. Viele interessante Einzelheiten ergab die Erörterung, inwie- twil der Krieg die Unfallversicherung ausgedehnt und andererseits eingeschränkt habe. Bekanntlich sind die Soldaten mit dem Eintritt ins Heer Versicherung- frei geworden, sie treten aber wieder in die Versicherung ein, wenn sie beurlaubt- sind und eine versicherungspfliichtige Beschältigung übernehnwn. Soldaten, die zu solcher Beschäftigung„kommandiert" siird, unterkiegen der militärischen Fürsorge, Bei dieser Gelegenheit wurde getadelt, daß von den BrtrirbSunternehmungen Ve r pfl icht ung? sche i ne. sogenannte Reverse, verlangt werden, wonach sie für die Entschädigung bei Verletzungen auszukommen haben. Daß ein« ffentenzablung an feindliche Ausländer nickst erfolgt, wenn diese sich im AuS- lande aushalten, ist selbstverständlich: daß unsere Genossenschaften aber die Rernen zahlen sollen, wenn die A u s l ä n d e r, z. B die Italiener, sich im Deutschen Reick« aufhalten, wurde crl? zu weit- gehende deutsche Gutmütigkeit gerügt, die unS nicht nur keinen Dank einbringe, sondern tvoH gar Hohn.(I?) Die Ausdehnung de: Unfallversicherung ans Vergiftungen durch aromatisch« Nitroverbindungen, also durch eine Berufskrankheit— inzwischen ist eine weitere Ausdehnung erfolgt—, hat zur Anmeldung von 43 Fällen und zu? Entschädigung von 34 Todesfällen geführt. Interessante AuSeinemdersetzungen brachte auch die De- sprechung der vom ReichSversicherungSamt befürworteten An- regung. Arbeiter al» AussichtSbeomten einzustellen. DaS wurde als undurchführbar bezeichnet nnd namentlich darauf hingewiesen, daß der Staat eS ja auch nickst tue. Hier wird den BerufZgenosien- schasten nichts anderes übrig bleiben, als gehörig umzulernen. Ter Anfang ist ja auch schon gemacht. Bereit? haben sich die Tcrtil- berufsäenossenschasten nnd auch die SteinbrnchSber-ufSgenossenschnst grundsätzlich zur Einstellung von Arbeitern als Aufsichtsbeamte bereit erklärt. Wir sind überzeugt, daß di« anderen bald folgen werden müsse». Das. was dem Arbeiter, der in d«c PrariS die Vorbedingungen zu seinem Amte«hielt, etwa noch fehlt, ist rasch durch geeignete Kurse nachzuholen. Man lege nur die Scheu vor dem Arbeit« ab, e» wird dann ganz vorzüglich gehen. Den letzten Punkt d« Tagesordnung bildete die Besprechung, inwieroe-u die Erfahrungen bei der ärztlichen Ve Handlung d« verwundeten Krieger nutzbar für di« Unfallverletzten gemacht werden Bkirrlrn. Der Berichterstatt« betonte stark den Wert der frühzeitigen Einleitung deS Heilverfahren« und eurpfahl den Ge- nossenfchasten nn envaitevlen Maße ein Zusammmvgchen mit den Einrichtungen deS Roie-n Kreuzes. Schließlich empfahl« auch Bcruf»h«a!ung rnid Arbeitsvermittlung nach dem Must« der Kriegs b« s ckirdigtonf ü r sorge. Inüustrie uuö �anöei. Die Börse. Di« Festigkeit der Börse dauert an, obwohl die Wilson-Ro... und die Ereignisse in Lcsterreich-Ungarn eigentlich keinen rechten Grund für diese Haltung bieten. Besonders fest war wieder der Kassamartt, und vor. ihm aus erhielt auch der erst etwas schwächere Markt der be-ivegl-chen notierten Worte neue Anregungen. Tvotzoem ze gt der Kurszettel noch stark« Spuren der voraus- gegangenen Krise. Die KurSslreichunge» find recht häufig, wenn ! auch ihre Zahl gegen früher erheblich gesunken ist. Es finden sogar - AurSslreichungen statt, weit jetzt hervortretende Nachfcage kein '■ passendes Angebot gegenübersteht. So wurden. Donnerstag und ! Freitag Vogtländische Maschinen gestrichen, die einen glänzenden Abschluß gebracht haben, und gestern auch Vogtländische Tüll. Es wird glänzend weitervcrdicnt. Der Abschluß der Sächsischen Maschinenfabrik vorm Rich Har»- mann Aktiengesellschaft m Chemnitz weist einschließlich des letzt« jährigen Voricage» einen Rohgewinn von 7 846 849 M. si. V. 4 289 875 M.l auf. Nach Absetzung der ardendlichen Abschr« i Hungen von 807 859 M.(i. V. 754 571 M,i v«bl?!bt ein Reingewinn von 7 038 489 M.(i. V. 3 535 203 M.), aus dem ein« Dividende von 15 Proz. verteilt wird. Das Nas�ommen von Großbetrieben in Sachsen. Der KriegSbetick» der iäcvfiicknn Gcwerlieiuipckivieii zeigt, daß der Ki leg eine sebr große Anzarl von Industriebetrieben slillaeiegt. hat. Ihre Zahl sank von 35 837 im Mw 1914 aus 24 671 am l. Mai 1917, somit um ll 100 Betriebe, die Zahl der Arbener aber von 851 5t2 aus 647 500. Die Zahl der Bcuicbe hat sich aiio verhältnismäßig weit stä-ker vermind-rt als die Arbeileriohi.. nämlich um 31.1 Pivz. gegen 23,9 Proz. Es entfallen demnach diirchichni't« lich auf eine» Beirieb 26,1 Arbeitet im Jahre 19:7 gegen nur 20,9 im Jahre 1914. Tciiweiie ist sicher diele Trscheinung daraus zurück' tii'ührcn, daß die Diiltegung in erster Linie Kleuibmiebe bel? offen hat. Die Mehrzahl dürfte jetzt bereits- von den mit Krieg? lietenmg beglückten Bioßbetrieben oufgelogen sein nnd in der ailen Weise überbaupt nicht mehr erstehen. So bekunden die Berichte der lächssichen Gewerbcinsvcktorcn ohne jede Absicht auch«ine große Zulaininenziehung der Industriebetriebe. Daß dieie Entwicklung besonders durch die Kriegsliefernngen h«v«. gerulen wurde, ergibt sich daran«, daß die«ligedeniete Umwälzung sich am ichäristen in den Industriezweigen geizt, die die meisten KiiegSIiefcrnngen haben. Vor allem gilt da? von der flletalluidnsuie. H er hat die Arbeileizalil n cht abgenommen. sondern sich sogar von 205 105 aus 241 277 eihöht. DaS ist eii e Vermehrung nm rund 3 Plvz.. während im Landesdurchschnitt eine Abnahme von 23.9 Proz. zu verzeichnen ist. Dagegen haben sich mich in der Metnllliidiistrie die Belriede fast um 1000 vermindert. ES cnlsiclen daher 1914 auf eine Fabrik in der Metallindustrie 30,8 Arbeiter, 1917 aber 51,7. Aehnlich liegen die Verhältnisse in der chemischen Industrie,, in der sogar beinahe eine Veidovvelimg der Belegichasten einaeireten ist. Dagegen war eine gleiche Eni- Wicklung in der Holzindustrie, wo die Kiiegsliesernngen»'cht s» vorherrschen, nicht festzustellen. Aus den Zahlen ist klar zu criehen, daß der Kiieg auch in Sachsen, dem Hachsstz der kleineren und mittleren Industriebetriebe, umwälzend gewirkt und die schon seit längerer Zeil eingdctzts Entwicklung zur Zusammenziehung der Be- triebe wesentlich beschleunigt hat. Rotizea. �— T�eaker cb r o n i k. D«e R ei n h a rtd t--B ü h v? n bereiten zurzeit eiiie Reihe llrcntfführvstgen vor, drunter Richard Beer HofmannS Schern spei„Jakobs Traum",„Verführung" von Paul Kornfeld und„Der Sturz deS Apostel Paulus" von Rolf Lauckner und Georg Kaisers„Brand im Ovsnikvtus". — Charles Lecocq, der französische Op«ektenkomponist, der in den siebziger Jahren mit sein«„Madume Augät7 urnd mit „Girofle-Girofla auch in Deittschland ein �roß Publikmn" fand, ist in Paris 86 Jahre alt gestorben. — Tolstoi zum Gedächtnis. Laut Vervrdmrng deS russischen Volk skommi ssa ria ts für Verkehrsweseu wrrd die Station Aftapawo d« Rjasano-Ura-l-Eisenkiahn vom 25. Oft ober 1918 ad de» Namen Leo Tolstoi liTOgen, zmn Aadenkep an den großen Dichte� der die letzten Tage seine? Lebens dort zubrachte. Loöz. IZäj Da» K« lobte Lanö. Roman von W. St. Reymont. „Herr Wtssocki. helfen Sie mir doch, die Juden z« der- teidigcn und speziell Fräulein Grünspan. Herr Borowieckt will e? nicht, er meint, sie habe eS nicht nötig." „Ich kann nur daS bestätigen. Mela... Fräulein Grün- span braucht keine Verteidigung. Das märe gerade so, alS ob ich die Sonne in Schutz nehmen wollte vor dem Vorwurf, daß sie zu sehr leuchtet und wärmt." Jetzt beteiligten sich alle am Gespräch, k>tS Jusiu Jatz- kuISki sie unterbrach. Verweint und verschüchtert stammelte er, Frau Baum sei sehr krank, Max habe ihm ausgetragen, Herrn Wysoekt herbeizuholen, und er hätte ihn schon in der- ganzen Stadt gesucht. „Ich komme sofort! Gute Nacht, meine Herrschaften!" „Auch für mich wird eS Zeit," sagte Nina. „Es ist so schön draußen, ich begleite Sie." lief Nnka. „Komm! Herr Karl mit?" „WaS Fräulein Grünspan anlangt," rief der Doktor, der schon den Mantel an hatte, au« seinem Arbeitszimmer, „Schonen Sie sie, bitte meine Herrschaften. Schon arrS dem Grund, weil sie meine Frau wird." Die Mutter schnellre heftig auS dem Fauteuil empor, Whiocki beachtete es aber nicht und ging rasch zu VaumS. . AlS Max auf die Nachricht, die ihm Jusiu JasknISki überbracht hatte, von TrawinSkiS herauögeftürzt und nach Hause gekommen war, verlor Frau Baum schon jeden Augen- blick daS Vrwußtseiri. Die Dämmerung der Abendröte stillte das große Zimmer und hüllte alles in rötlich? Iiebel, in denen das Gesicht der Sterbenden erstarrte und sich mit tödlicher Blässe überzog. Ihre Augen versanken in den Wüsten des Firmaments. Eine cin.zige Totenkerze, die sie krampfhaft in der Hand Preßte, ließ auf dem ruhigen, mit den Tauperlen de» Sterbens benetzten Gesicht trübe, goldige Schimmer auf- flackern. Frau Auguste kniete am Kopfende deS Bettes und betete halblaut, unter �Tränen. Der alte Baum saß am Rand deS BettcS. Sein Gesicht war kalt und versteinert. Die von Tränen brennenden Augen ruhten auf seiner Frau. Kein Muskel zuckte in seinem Ge- sicht. keine Träne rollte unter den geröteten Lidern hervor. Scheinbar ruhig saß er da, in den Stuhl gelehnt, und preßte ihn so fest.' daß in dem harten Holz tieie Spuren seiner Nägel zu sehen waren. AlS er Max erblickte, erhob er die Augen»nd folgte der Bewegung, mit der jener ans Bett der Mutter stürzte. „Mutter! Mutter k" rief Max von Schrecken gepackt, nnd berührte die an die Totenkerze sich klammernde Hand. Frau Baum atmete langsam und tief, sehr tief. In den gläsernen, hervorstehenden Augen spielten die Reflexe der Abendröte wie auf einer Wasserfläche. Die r» chte Hand strich unwillkürlich über die Docke, als od sie den Strickslrumpf suchte, der bis zur Wand gerollt war und jetzt mit den Nadeln wie ein Stahligel glänzte. Die Dienstboten und die Köchin, die in der Dämmerung deS Zimmer? knieten, brachen in lauteS Weinen aus. „Mutter l" rief Max stöhnend. Webmut krampfte ihm die Seele zusammen, er brach in Tränen auS. Als ob sie das Bewußtsein wiederei langt hätte, wandte die Kranke den Kops zu Max und heftete die gläsernen Blicke auf sein Gesicht; die Totenkerze entglitt ihrer Hand. Sie ergriff mit dieser erstarrten Hand die Hand de« Sohne» und hielt sie fest. Neb« die bleichen Lippen huscbte da? Lackeln einer letzten Freude. Sie bewegte sie. aber kein Laul drang hervor, nur der heisere, röchelnde Atem. Allmählich erstarrte da« Lächeln. Don Kopf zum Fenster wendend, verlank sie mit den gebiochenen Äugen in der Abenddämmeruilg, in den letzten Splittern der Abendröte, die t�e Kupierst reisen am grauen Himmel dahinstossen und langsam verlöschten. Ein Windzug ging durch den Garten und bog die niedrigen Fliederbwcke gegen daS Fenster. DaS Gesicht der Kranken erstarrte immer mehr, der Unterkiefer sank immer tiefer herab. Gleich nach seiner Ankunft ließ Max, obwohl er wußte, daß eS zu Ende ging, Wn ocki suchen, wartete aus ibn mit der größten Ungeduld und horchte immer wieder voll Eni- setzen, ob die Mutter noch lebte; sie lebte noch, aber bloß in Reflexbewegungen. Ein leises Stöhnen drang manchmal au« ihrer Brust, sie bewegte die Lippen, bewegte unwillkürlich die steifen Finger und lag wieder ganze Stunden regungslos. mit weit aufgerissenen Augen, die in der Nacht des TodeS und in der 5llicht, die über die Erde hereingebrochen war, versanken. Endlich kam Wysocti und kurz nach ihm Borowieckt. �Cer Arzt konnte aber bloß noch seslslellcn, daß Frau Baum vor einer Weil« gestenben war. Max vergrub sein Gesicht in die Decke nnd weinte wie ein Kind. Der alte Baum stand steif auß beugte sich über die Tottz, berührte ihre Stirn? und die takten Hände, schaute tief— zum letztenmal— in die offenen Augen, die gleich- sam verwundert in die Tiefen der Eivigkeit untertauchten, schloß ihr mit zitternden Händen die Li�er und ging sehr langsam hinaus, sich immer wieder umschauend uno stehenbleibend. Erst In dem leeren und dunklen Kontor ließ er sich aus einem Ballen Tücher nieder und saß lange, ohne Regung und ohne Gedanken. Die Nacht war schon tief herabgesunken, als cr erwachte. In der Ferne zitterten die Sterne wie leuchtender Tau. In großer Stille schlief die Stadt. Bloß au» den Häusern hinler der Stadt drangen die Klänge einer Harmonika herüber. Baum erhob sich und durchschritt langsam die ganze Wohnung, die in Schweigen und Finsternis gehüllt war. In dem mit einer Gasflamme erhellten Laden stieß er auf Jusiu JaSkulski. Er schlief auf den Warenballen Ohne ibn zu wecken, ging Baum iveiter durch die Flucht der leeien, einsamen Zimmer. Tie TodeSsnlle hatte- ihr? Fing« über da« ganze Hau« gebreitet. Im Eßzimmer erblickte er Max, aus«nein Sofa schlafend. Er lag im Fiack und weißer Binde, so wie er von TraivtnsktS gekommen war. Vor dem Zimmer seiner Frau zögerte Baum eine Weile. ging aber doch hinein. Das Bett war in der Mitte deS Zimmer« vorgeschoben. Die Tote war mit einem Letnentttch bedeckt, durch das sich die Gesichtslinien unklar abzeichneten. Einige Wachskerzen brannten auf dem Tisch, einige Ar- beiterinnen beteten und sangen Toteitlieder. Frau Auguste schlummerte aus dem Sofa, beide Katzen eng umschlingend. In dem offenen Fenster wölbte der Wind die herabgelassenen Store» und bewegte die Vordänge. Lange schaute Baum auf dieses Bild, als ob er e« sich für immer inS Gedächtnis emgraoeu wostte, oder al» ob er es nicht verstünde. Denn plötzlich trat er in sein' Zimmer zurück, nahm etne kleine brennende Benzinlampe und ging in die Fabrik. (Forts, folgt.) Aufkliirmlg fiir Krillruliedürftige! Tngeniüäser find nulw�ndi�e für Ichlrchnebend« Augen und müssen daher sachkundig angepaht werden.—©riüenBebätfttgen und®tüfertragenben toiib der Hmwei» auf die ollbekannte 1887 begründete Opliker Klotz' Optisch« Anstaii dienlich sei». D>e Firma hat billigste Pieise, dir auch dem Aermste« er- schwmgiiÄ find. Luch bürgt ihr zurer Ruf!Sr ruchmännlsche und tusncdcnstellende Bedienung. Optiler Kios;' Kneifer und Brillen find bestcnZ bekannt. Kur Biqueiiiltliisert der»erehrilchen Kundichaft ist die Kinnchitmg getroffen, dafi eine llmiauichfrist>00!: 1. Wochen z-währr wird und Scrbürgt dret jedem den LüvnS eine» AuxriiglaseS, von welchem er auch wirklich praktischen Rutzea hat. 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Oktober..Tazette de Lausaane"»ecSsfrnt- lichte ein Telegramm stiS Paris, laut dem unter Leitu-iz der Ententemächte zwischen Rumänien und B«l> «arien Unterhandlungen für eine endgültige Regelnug der Dolirudschafrage begonnen haben. Tie Bulgaren hatten den Rumänen das Recht zuerkennt, eine» direkte« Ausgang zti» Zb.'eerc zu haben. Hierzu schreibt„thrmina*: Diese N a ch c i ch r de» Blatte», dessen Beziehungen zur französischen Regierung bekannt find, wird bei unS sicherlich den grösiten Eindruck machen. Eie bestätigt alle unsere Befürchtungen. SSäHeend die Entente Buh. gar?n znr Räumung des serbisckzen und griechischen DebieteS nötigte, hielt sie es für angezeigt, uns mit den Bulgaren über da? Gebiet unrerha radeln zu lassen, dessen Unversehrtheit sie ura» oer- bürgt hatte. Köstlich ist ferner, daz unter dem Schutz der Entente, das ist unserer Alliierten, an deren Seite wir den Krieg führten, die Bulgaren uns daS Recht znerlennen, einen Ausgang zum Meere zu haben.„Renastcra* bemerkt zur gleiten Meldung: Wir wissen nicht, waS für Uiiterbandlungen unsere Regierung mit der bulgarischen Regierung begonnen hat. Wir stellen nur fest, dah heute, statt von de? von alle» Fakturen der Entente feierlich vti- kündigten.Unversehrtheit des rumänische« Gebietes' von der »endgültigen Regelung der Dvbrudschafrage' die Rede ist, etn« Frage, von der wir berechtigt waren zu glauben, daß sie für die Alliiert«, Rumänien» nicht mehr besteht. Verwunderung ändert nichts an der Tatsache, dast Bulgarien seinen alten Rivalen Rumärne« nunmehr bei der Entente au»- gestochen hat. Dorof&euko unö Nakowski ln 5e?!!n. TaS neue ukrainische Ministerium.' Au? Kiew wird unterm 24. Oktober gemeldet: Nach längeren Verhandlungen ist da? neue Ministerkobinetl in folgender sfu» sammcnsctzung gebildet: Ministcrpräsideni Ltsogub, Krieg Ro- gv'a. Finanzen Rdepetzky. Ben'fleg'ing Gerbet. AeustereS To« roichenko, Verkehrswesen Burrnlo. Gesundheitswesen LiubiSIy. Neu treten in da» Kabinert a!S Verweser de» Innern Reindott. sür daS ArbeilSminis!er>um SlawinSky. sür KultuS Motozky. Justiz WjaSlow. BotkSaukllärung Eirbiutzty. Ackerbau Tschernhilb oder Leontowltlck, sür Handel und Industrie Merrng. Der StaalSkontrolleur ist nock- unbestimmt. Bor einigen Tagen htrtz es, die ukrainjirb« Ministerkrisis sei nur auS innerpolitrichen Gründen enistanden. Jetzt schreib.r »Kiewskaja Myöt: Die MinifterkrifiS ist hervorgerufen durch Gegensätze im Kabinelt auf dem Boden der äusteren Politik. Ueber die Beüehunge» zu den auswärtigen nichtruisiichen Mächten wurde eine Einigung dahin erzielt. daß die Ukraine Beziehnngen zu«Neu Mächren und»nch zu der Entente anknii? eu solle, um die A n e r l e n � n g z u e r st r e d e n, In der Frage noch den Beziehungen zum übrigen Ruh tan d fordenen die kadctiilchen und linksstehenden Minister eine Annäherung, die Mitwirkung an der Befreiung GrostrudlaadS von den Botschewiki und überreichten eine diesbezügtich« gestern(2l. Otioderj mrtgeteiUe Dentschrifr. Die Minderheit, bestehend au» den Ministen» Ltsogub, Kislia« kowSkl, Doroscher ko, Lulenko und Ljubineki, stand auf dem Bode« der«kratnische» TelbftSndtgkeit. Da der Ä'gensotz ltuübrrvräckbar erschetrrt, ees»lg'e die De«n>lüan deS KnbirretrK. Der biSixrige Miraistorpräsidrnt Asogub. mit �er Neubildung beauftragt, knüpft« Pert/andluiigen mit den verschiede,�. sten Gruppen, wie veibaud für H>indei, Industrie urad Firaanzen. Verbarvd der Grundbesitzer und dem ukrainischen Nationalbund an. Der linke Flügel de» letzteren lehnte den Eintritt in ein Koalition». Ministerium«vb. weitere Perhawdlungen mit dem rechte« Flügel gaben positive Resultate. ZuS dieser Torstevurag riigibt sich, dast di« Fürsprecher der An- Näherung an Grohrnstlamd. die ihr Fiel durch Einmischung in den Kampf gegen dir großrussischen Bolschewil, erreichen wollen, urarer« legehi und für den Augenblick abgetan sind EZ fragt sich nun. ob gleichwohl daS Ziel, vor, der Entente als selbständiger Staat ane» kannt zu werde«, erreicht werde» kann.* Wie gemeldet wird, machen nttomUche d l p t» m«> i I ch e M i i s i o n e» für dt« skandiimviichen Länver sich alSbaid auf den Weg und e»ne ihrer Ausgaben soll die.weitgehendste Informierung de« Auslandes über die Lage in der Ukraine und über die ukrainische Rrgieim'g' srin. Der Austen- wmister Voroschenk» ,st nach B e r l i o abgereist. » Brrlin, 25. Oktober. Der ukraiirische Mnsster des Aeiistern Doroschenko ist in Berlin einzrctrofl�n. um urit deru gleichzeitig hier antneseiiben nissifchen Kommissur Rakowski Fragen der russisch« ukrainischen Beziehun- gen zu verhandeln. Zur Ucbersrtzun, der Wilsinnetc. Bon verfchiebrue« Sellen werden mir darauf h«,, gewiesen, hast die von W.T.L. gcgedene Uebersetzung der Wilsonnot« an einer Stelle ungenau ist. verlangt nicht, daß zu treffende, swidern daß möglicher« weis« getroffene Berkiilbaruuge» ftlmi ni»y de entered) erzivu ragen werden sollen. Die Redewendung de« Gltn�cn be- zieht sich also nicht aus da», waZ werden soll, sondern auf da». wo» möglicherweis, bei den Frieder, SverHatvüungen vereinbart weiden urad»an» selbswersdäiidlich auch gehalten werden mutz. Dir bdse Bozioldemokratirk- Irgendwelchc veaktianären Kreise verbreiten in Berlin ein Flugblatt»Der Tozial�.enstaat', Vi'».ranz in Eugen Richterschrr Manier Schrectbilder au« dem Zukur.stsstag« zeichnet. An einer Stell« ereifert sich de: Verfasser �»eran: wortlich zeickmet ein Herr P. Krämer— mich über da» r ep u b l i k a» » i s ch« Ziel bei Sotzialdemukratie und schreibt in zentioieterhohen Lettern mit swutwerder Entrüstung: Daß vor allein un» uusrre Monorchtt zu« Bieg k�s�l.-'t hat, dal kümmert die Svzin'.demvkralen wenig. Wir merden un» sofor? dctrum kümmern, wentt Herr Krämer uns mitteilt, welch«» Tieg er meint. Dir Politik der Vienschewiki. Nach einer Meldung de«.kliro MoSkwy' ha! sich da» Zeritralkommitee der russischen Soziaidemo» k raten f Menschewiki) gegen die I? n t« r st ü tz« n g der Ufa- Repierung seitens der dortigen Menschewiki erklärt.«D-ir Teilnahme könne nur eine informatorisch« kein. D-: /sentras'■&■■■* lmterstützt auch jetzt die Konsutuante, jetwch nicht eine Reg-erurag. di« uni-r der Flagge der Kmistiluant« und uijt sremd«» Trnp- p«» die Gegenrevolution unter stütze. Dir Crfgliuder uctzmen Iülilung in Toschkent. PekerSbur». L». Oktober..Jdwestja' schreibt in e-n?« Artikel..In Zentra!- Asien', dast die Engländer ganz SV.riht okkupiert und einen offiziellen Vertreter nach Taschkent geschickt hätten, um mit der Turkesmner Republik Fühlung zu nelmen, die örtliche Gewali sorglos zu machen und die wahren eragtifchen Ab- sichten bezüglich Turtejtans zu verschleiern. ZUahnung znr Yemttnft. Gegen frivole Piäne. Von zuverlössigsler Seite geht uns die sstochrW zu, daß eine gewisse Richtung imicrhüsb der„Unabhängigen" daraus aus- geht, um jeden Preis Konflikte zu säiaffen, dre die be- svnneneren Führer der Unabhängigen selbst nicht wollen. Sie will die Parole für sich erzwingen, dag„die Volksregirrung aus das Poll schieben läsit", und hofft, dtrtz dtiiin die Dinge von selbst weitertreiben würderi. Wohin,, das wissen diese Hrrrschuften wohl selber nicht ganz genau. •Der große Kainps der Zeit geht darauf hinaus, der m der Volksvertretung' verankerten demokratischen Zivilgewalt die voll? Herrschaft zu sicfcrn. das. was das Ausland mil Recht als MilitariSnius gcbrandinarkt bat. zu brechen und den F i t e d e n, nach dem sich alle Welt fchnt. herbeizuführen. In diesem Kampf gibt es nur ein Hüben und Drüben. DaS hat die große Masse der Arbeiterfchch! begriffen, und sie hat sich entschlossen hinter die Sozialdemokratie gestellt, die in die Regierung eingetreten ist, nicht um die frühe- ren Machthaber zu schlitzen, sondern mit ihren unheilvollen Einfluß zu beseitigen. Jede vernünftige Arbeiterpolitik muß daraus ausgehen, die Macht der Volksvertretung zu stärken, denn dieser Mackstzuwachs wird ja auch der künftigen Vertretung zugute kommen, die un- mittelbar nach KriegSscbluh vom Volke gewählt werden wird. Minderheiten, mögen sie nun auS• adeligen Generälen oder au§ Bolsclsrwiki bestehen, kommt nicht das Stecht zu, den HolkSwillen zu terrorisieren. Wir haben heute die berechtigte Hoffnung, aber keineswegs di? unbedingte Gewisihcit, d-rß sich der notwendige Uebergang zu? vollen Demokratie wie bisher weiter in ruhigen Bahnen vollziehen wird. Für alle kommenden Möglichkeiten muß sich die Arbeiterklasse einig und geschlossen halten. Bei jedem Versuch der früheren Machthaber, sich wieder igt den Sattel zu setzen, würde sie die ungeheure Vollsmehrhett hinter sich und damit die Sicherheit dcS Erfolges in der Hand haben. Darum ist es ein Verbrechen an der Arbeiterklasse, ihre Einigkeit durch sinnlose p u t j ch i si is ch e T r e t b e r e i e n zu stören. Alle Arbeiter, mögen sie sich zur alten Partei oder zu den Unabhängigen rechnen, müssen sich heute ihrer geschichtlichen Verantwortung bewußt sein und müssen.'S ablehnen, sich von. geheimnisvollen Drahtziehern für ihre verworrenen Absichten mißbrartchm zu lassen 1 Reichstag. Auch die gestrige RcichstagSdebatt? drehte sich im welent- lichen um die Zukunft der nationalen Minderheiten im Deutschen Reiche. Der Pole Korfanty bemühte sich im Tone seiner Rede, seinen unglaublich provozierenden Zwischenruf vom DonnerStag vergessen zu niachen. Sachlich hielt auch er die polnische Forderung aus deutsches Land ausrecht, die deutsche Stadt Danzig soll a!S„Enklave' zum polnischen Staat gehören. Seine Ausführungen verdienten vom deutschen Standpunkt aus gewiß Zurück! oeisung. wie ja am Donnerstag auch sclwn L e d e- b o u r als deutscher Sozialdemokrat energisch gegen poltrische AnnexionSgelüste aufgetreten ist. aber die provozieteitde säbel- rasselnd« Art, in der der Abgeordnet!.- S ch i e e am Freitag ganz in- altpretißischem Tone übt? die Polen loSzog, fordert den schärfsten Protest heraus. Dieser„Natioitallibernle', der junkerlicher als ein Junker und unter dem tosenden Beifall der äußersten Rechten sein nlldeutsrlvs Sprüchlein hersagte, hat aus den Zeitereignissen nickst daS mindeste gelernt; er gestört zu jenen Raturen, die der Vizekanzler Payer tags vorlier als nicht gerade dir besten Elemente des detitschen Volkes gekennzeichnet bat. Ruch bei einem Tetl der Tridünenbesucher erweckte zur Zufriedenheit der Rechten diese antipolnische Hetzrede laute Demonstrationen. Als später ein anderer Teil der Tribünen- besucher die NuSsührnngen des unabhängigen Abgeordneten Cohn- Nordhaincn, der die Entfernung der Dynastie forderte, ebenso demonstrativ inil Beifall begleitete, war dieselbe Keckste über die Tribüne plötzlick, sehr entrüstet.. Was der Abg. Cohn über die Versucktc der Obersten Heeresleitung, ihren Anteil an dem Waffenstillstands- und Friedensangebot n ckiträglich zu ver- tuschen, ausführte, verdient ausmerkfanie Beachtung. �kusKebnung öe? Durch kaisetlichen Gnadenerbtß sind den Personen, die vom ReicktSctcrickst wcg-m politischer, mit den innerpoliiischrn KrieitS- Verhältnissen zusainmenhängender Versestl,?aaett, insbesondere wegen Herbeiftihrung oder Begünstigung von Streiks be- sttast worden sind, die gegen sie erkannten Freiheit- mid Ehren- strafen in vollem Ilmfaitg? erlassen worden. Die.Deutsch TageSzeituratz' tana sich uich- trotte», dietzu zu' schreiben: Es wird vvoanssichtlich noch dahin hzwnren, dich etz z i> in guten Ton und zu den vorauSseduragen für eine erfolg. r«tche tz» l i t i s ch e Karriere geböri.»«gen versuch- ten«der velleudeleu L a« tz e» v e r r a t« b»rbi- straft p» sein. D«? ist etwa« ttdemkt**. Ader sechrstalt« wird e» küntti« VormlSsetzung einer geachteten össentlchu Ttestimg in Deutsch lai'd sein, mit den Astt�uttchn der„Temschit Tageszeitung' während de» statrzrit Kriege» in k«i»e r l« i Verbindung gestaudon zu haben._ L):ß! �he, was Ih? Der„kedte der konservative»- Jede Rot? Wilson? ist sür die Konseruativen ein neuer Anlaß, dt» Eigngl zum„letzten VertweiflungSkampf' zu geben. Sie ivarte» nicht ab. waS die Regierung au» dem Stand de, Verhandlungen folgert, denn sie wollen die Per- haudiunzen unter allen Nmstänven zum S ch eitern bringen. �?o haben Sie auch jetzt wieder dem Neichtkänzler eine Er- klärmtg überreich/, in der e» heißt: Tie de, Iii-:,- Dhre gebietet, dost dir Regierung solch« si». mutnng zurückweist; di» Sicherheit de» Reich-» er'tzrdert.»ah sie da» deutsche B,'!? zum letzten K a m u'« n t r a t t. Wissen die Koniekbativen auch, waS sie'ordern? Solche le-a.de»r, mukme ist ja de» ölte-en in der Gesobichte dagewesen, aber sie begann stets damit, daß das Volk sich nriiiidlich D i e Arme zum gerechten Kampfe freimachte und aus seinen Reihen ausmerzte, was nicht hinein- gehörte. Da» französische Volk erhob sich fTssL gewalkig gegen die Jnvasioil. Zuvor aber beseitigte eS den Feind iip Junern: Ludwig XVI. wurde auf die Kutllotiue geschickt und etwa I(XX) Äriftokrateu tn den berühmten Septembertuge» zum Tode befördert. 1870 iei!, te Kumbetta die nationale Berteldtgruig etn. Zuvor aber erttürte er Napoleon III. für abgesetzt und Frankreich sür eine sti e p u b l i k. Selbst KcrenSki tonnt? seine Offensive des SommerS 1V17 erst beginnen, nachdem Nikolaus Romanow abgedankt war izud et daS Land der Aristokratie den Dauern versprochen hatte. Muß daS deutsche Volk sich wirklich um seine nackte Existenz bis zum letzten schlagen, dann wird für diesen Kamps um daS Recht auch unS daS Wort der Marseillaise gelten:„Etn unreines Herz fliehe unsere Reiben". Daun wird das Volk mit gutein iKewissen in den Kampf gehen, aber erst, nachdem es alle aus feilten Reihen a uSge merzt hat. die wie Flecken auf dem reinen Schild tviikrn ivürden: die Kriegs- und SiegcSschreier, die E r o b?- rungSpollttker�nnd KriegSverlütt gerer. die Leute, die den Ausbruch des Krieges bejubelten und gegen den ehrlicher, VerständigungSsrieden tobten. So. mein? Herren Koitjervaliven, wird der„letzte Kampff ausjehen. Wühlen Sie, ob Ste ihn haben toolleii. Großss Nwifterstsrden Sachsen» Dr. Beck und TeydewiN deurifsionierrn. Die sächsische.StaatSzeidung' meldet: Mit Rücksicht auf die Neugestaltun-z der Negicruug haben die Herben St-cxiaSmi irisier sämtlich den Köirig zebeleu. ihre Armier zur Bersügung sielte« zu dürfe». Der König hat darauf allem Herren SwarZaumstern seines vollen Vertra uenS vorsichert, sich aber in Wätdiguug der hpn ihnen vorgetragenen Grückbe bewogen gesehen, den vor- sitzenden Herren Staatemmistern im ÖS e sem, t staatSn i i iristeri um, Dtaol» minister de» Kukeit» ut>d des Oesfeut-üchen Unrerricht» Dr. Beck und dem Herrn TwaiSuiinistor der Firaangen von S e v d e- Witz aus deren erneute S Ansachon don von ihnen zu seinem großen Badauern erbetenen Uedertritt in den Ruhestand unter Belassung, do» Titel und Rang alS Staat» minister zu be« willigen. ltrad Goos V ttz thu« v. Eckstädt--- 1 Neuorünung In Meckienburg. Auch die mecklenburgische Verfassung— bisher di? rückständigst« der ganzen Welt— soll dem Zuge der Zeit«ratsprecheiu, cuo» dernisien werden, natürlich mt,f mecklenburgische Weis«, Man will zivrar eine zweite Kammer auf Grund de» gleichen W-rhlrechiS— mit oder ohne Sicher, nrqen. da» steht noch mcht fest— bilden, aber die jetzig« fatnose Stäiideverttetung wird deSioogen mcht oet> schwin-den, sondern sie setzt sich crl« erste Kammer hübsch kern- troll iereiid und mäßigend über da» demokratische Parlament, Solange die Rraktion in Mecklenburg herrschte, war auch si«, mit dem Einkommersustem sehr zufrieden, für die Demokratie mutz schleunigst da» Zwetkaerunerstzstem eiragrsührt wecke». WZ rttembürg im poüti�sn KortschriÄ. Der„Wärt lembergische EtaatSanzeiger' schreibt: Daß di« im Reiche eir.�aretencn inner pol» tischen V«ve«rta Kuvstf W i s s e I l. Er beya-n» mn««ner Keiinzoichrtung der Gegner um- sere» Kaaid-chalen, die sich ja nun durch b* Stich«»hlparvl« der Unabhängigen auf etner L-iiri« beffodort. Di« Bvhaqrp- tv.>-g de«.McheilangSÄürtte»'. daß sich der.AUig-ievung-lsozmliS« aaitJ" nulzt nicht vom LchctoliSmuS tmtcrsche Ä«, Wii'rll mit guSsührlichrr Dvgru!»betrag zurcick. In der faztiricn Betrachtung der llloik-Snöte kann sich di« unaWubngigr Soz aldenwkvatik gar mcht von rara» uralerscheideet Es hat stch crnnrfttv, daß bei der prrrf« tr schon sazia»-» Arbeit di« Berlreter bet decken Archeitrrpurieie« nur euiea. dev richn-zen Weq.«ehen könnt«». Herr ftempnw aber. steht dieser(jem-ernsapien ttckeil feindlich gegenüber. Genosse H e i m a n n führte«1t zweuer lsteLner»niter«»derern au»:. Di« Unübhäugigrn haben für sät»inich tbaltnrag� d. h. bei der Loge gegen UN», skr Kempntr«»ischledrn. Vir wuttn diese-» Verholten«»cht besande»» M bed-suer» duruche«. e» w»»d manchem Arbeiter hie Augen öfsnei». In der Trbatte sprach Tr. Dresin v-m der..Aeiren Nichturaz der Fvrtschritilicben Volktparie»'. Nachdem er dem Genosse« Hei. mann seine Gunst vor Herrn Kempner erklärt bäte«,»»einte er, die bürgerl-chen Demokraten sei«« eigentlich radikaler al» die Rehe- heiissogki listen, Hofsenilich ziele die sozialdemokratisch« Partei endlich die' Konsegueitzr» der Wilsonnst«. wie«? der»P s r- wärt?' ankündigt. Lange genug habe es geheißen:«ckl« für einen,»un solle der Ei n« sein« Pslicht für alle tun. tti« Di:. Bresin dann»veiter vom..Admiral de» Atlantischen L z e a n S' sprach, erktarte der übeciracheeck« Berurave U« Perjam«- li.ug sür >nifc>klöfl4 Dieser neue' ÄaflZsangSstre.ch der Pokizes««»cht de« Eindruck eine»«ahlvorderr.c,«» TchlagZ gcggn dt« neu« dlezie- rung Tie Herren wollen zeigen, dcß sie die Ankündtguns ieü StoflUfefretär» trimbor» nic-i im mindesten respektieren, e» wird als» unmilieldae zu ihrer Auiführung gkkchr.tte« werc-on müssen. Dt« Polizei kr.nn nur dann verlangen, daß man i tz r gehorcht, wenn sie selber gehorcht,-»«tz wenn sie de» nicht Ui-a», muß man sie t» lehre«! Dr. siremtb Kraf-.-rsiosi�trkrrtSt. Der W'jristeiicftircTtet De. Freund ist zum UickerstootSfekresii: im Kini.fietiMi« de» Inraar», st« iwtnnt»«rde».• Der« prentzische Herrexh«»» ist.rnt Freitrag noch raichj z», dee von de« Konservativen geplante:»„Aktion" gegen den Wilson ff» eden gekommen. Kaum ziisainmengeircten, vertagte e» sich sofort loie» der aus Sonnabeitd 4 Uhr. Bis dahin werten die Konservative« Wohl schlüssig geworden sein, ab sie sich noch.ein Rai mc.bt larbertich stachen wollen. Der Zccheavecbanü onerkeont üie Sergacbekter' organisationen. Drcsc horübet>l?utol:le in weiten Abständen der Lohn. Alle diese Nachweise verfangen beute, wie gesagt, schon aar nicht mehr. Die Aibeuer tollen einfach zu hohe Löhne verdienen, sie sollen a» der Tcue- rung schuld'ein. Z-» wird der Arbeileriodi« zum MiNelvlmkt ioziater Verärgerung und Verhetzung. Die Folge ist, daß den Organitalionen der Lrbdlerbeweäimg die Hebung deS Lohne« immer schwerer fällt— und da? ist es ja levten Ende«, was die Juteresienien von der anderen Seite mit ibrer Hetze erstieben. Ans all dem ergibt sich, daß der Einfluß der Arbeiterbewegung auf die öffentliche Meinung noch einer wesentichen oerstärkung bedarf." Die»Deutsche Arbeit" erklärt eS für eine der wichtigsten Ob- liegenhciten der Arbeiterbewegung, wenigstens für dte Zeit der UebcrgangStoirt'chaft eine andere öffenil che Atmosphäre zu schaffen. Die bürgerliche Presse babe unter dem Eindruck der leidenichaft- lichen Verhetzung der Oesfentlichkeit gegen dt« Arbeiterschaft fast paeteinacktrichtsn. Eine Riesenkundgebung tu Köln. Köln bat viele Vollslundgedunzen ge-ehen. doch nie eine von so gewaltigen Ausmaßen wie die, dl« am Muiwoch im Güi un ch stattfand. Die Kölner Sozialdemolrane halte sie auf 8'., Uvr«tn- berufen, über schon gegen 7 Uhr wurde der große Saal gewerit, Tauscnde standen Kops an Kvvf im Bötiensaal. eben-o viele in allen Fluren und Treppengängen des geiäumigen Gebäude»; wettere Massen stauten sich auf der Strotze, wo stürmisch nach Rednein verlangt wurde. Die AuSsübrungen SellmannS wurden mit Äusmerk'amke t und sich ort wiederholendem Beifall angehört. Einige Unabhängige betätigtet sich in Zwiichenrufcn, die dem Ernst der Siunde in schmählicher Weise höbnien. Ihr Treiben ging in rauschenden Gegenkundgebungen unter, und in der Aussprache fielen sie volliomme» ab. Der Chrsiedakteur Ju ig de«»Stadl-Anzeigers" zur.Kölnlichen Zeitung", legte sür weite Kreiie de? liberalen Bürgertum« das Bekenntnis ab. daß fie sich gemeinsam mit der Sozialdemolraiie allen Versuchen der Neu« detebung der alten Ncgierungsmetboden widersetzen würden. Alster Leiter de? Krei?lriegervcrbandeS, Major o. d. H. yde, mililäruch-inon- archrsilsche Knschatiungen vorbrachte, erhob fich die Versammlung stüimisch gegen ihn. In de» Parallslveriammliingen, m drangvoll stürmischer Enge sprachen die Parteisekieläre Zörgiebel und Runge. Im ganzen mögen elwa lSOOO Menschen, darunter auffallend zahlreiche bürgerliche Elemente zum Gürzenich geströmt iein. Die Polizei» und Militärbehörden hielten sich zurück; zum ersten Male hatie man von der Maßregel abgesehen, den Soldaten den Zutritt durch Festimgsgendarmen au verbieten. Die machtvolle Kundgebung für da» neue, freie Deuffchlan». dl« ohne besondere Lgllalion zu- stände kam, machte einen ungeheuren Eindruck. Sngsgsngene Vruck�riften. s M. Der Valrrschutz von Dr. M. Paerttng. Dresden A. IS. siiiegdwietrecht von Dr. für. eroatd Ziern. Ar AiteNui Verla:', i». m. d. H.. Berlin V SS. tziUflands poliitiche Seele von Elia« Hurwiez. weh. 450, 4M.— Ztn Te.itsch'and« Jugend ovn Walter Siathenau. Geh. 2 M. Beide im Verlag s. fischer. ÄertiN W 57. VollShhzienischer vertag- Der Zirkel« geb. veraalwortltiv für Voilttl Srtch aurnut, vertut: für gen Höngen Seil de» S liUie} Nlirr» KUot», sieutetln, tür An.eigen Theodor vii«tt:Z.?»li:Sruckerri niüi tVcrlagSanstaU V»! kinger n So. m Serttn. Liiidenstrabe i. t-iitzn e«rtlagro U irektioD Max Rfünbardt, DeutschesTlieatcr Vlt Uhr: ClnTljro. Kamtnersplele 7 TJhr: Roamcmholtn. Kleines hcliaospielhas* Piwanenstnilfa 1, Portal S. V'f, LThr: FrShims« Eneachoa. Volksbühne Thoator am Bätowjjlat«, DiroHion Friodri eh ICtty Olor. 7'/, ühr�_ Kirucbputrtcn. "Lessmö-Theater. Oiroktlan: Visier Barnowrlcy. 7'/, U.: 0«r Harqui«»on Kenh. Sonnt.; Oer Karqul»»on Keitti. Mont: Oer MBiqui« von Kctth. Egdisüles KSistfer-Tlieater. VI, Uhr: L-iobe. Sonntair, Montaze: Listi«. bir.C. Meinnan)— 8 Bcrnauor. Thistaf Ii, KllRiigrälZßrslr. Vj,: Der ISnnch im JlII. Komödienhaus 'Ifi U.: Di« tanrenil« tl/inpns. �erlinerTheater 7"U.: Illttxblaa«-« itlnt. Casino-Theater. twtbrwger£tr 37 Tägl.'1,8 U,: Nur»och wenige«nffiünnitaen de» öertwer Posscn- Scytagcr» KSZ lSÄ«-l«71! Boi bc- das große O tober-Proar. In Bord.; Dir golvrne Brn-t«. Sonnt,-ist,; nur tis«!«» iluho eki' Kok» Fri»n:ral-Thru4«r mk: Sie Esse m StiElal. Dentoeix-n Op«ritiii*aii 7 Uhr; Fidello. Friedricch- W ilbeiact. rheate; 7'/. uhr: Eannerl. Kleines Theater 8 �r- Liebelei. Itoml«c)ie Oper T'U.iScIwnw�irÄ Moiff. Sst,: Schwar-.Hatdin&dBl. 7',. Uhr I.cidtBpicthnnN - üü pilsde Füese. Metropol-Theater 7J: Die Fsscblnüsfee Morgen 3 Uhr: Wiener Blut. FalaKt-Tbenicr LZ\ 8er Stralauer fixtunt. öst. Uhr: Phi!o«aa. Der zer- farochane Krag. Reoss Operetlsnitaos 7st.uhr! Das sfl£e Mädel, M)?. Dor Soldat dor Maria. SÄTIONAL-TflEÄTEB Cöporäoker Str. Oö. Thgl. 7'l,: ü Mm. Jaimow.-ßr. nmm" iioslrli'n«, TbooLt.-r Tst, ühr; Lüli Crßn. d»rhUJop-Th. Chuarl. Vi, Uhr; l'.ANtsstj Znoi 1. Mala: COaUCI. ThaHni-Th�ater R«ita las Scliiaraljenland. 3»), Tst. Uhr: Z. 8iitfftli!8tefil linde. Zum � w' 0 Male bfliOtgHoh total arm v«-'- U nufti-m Ransa Ps'iisKenlielß©. 3er grolle OparettonsobUgor». Wultar Bromme ■Ujt 3'/,: StudcnenUebclisa(Oporetto.) Ki Prei.o V'otvk. v. 10 U ununterbrochen Preise: 2, 3, 4. ß, 6.50, 8, 10 M FreirfiiijBl Monrsg. der 28. Oktober, Theater an Nollendortplntz 3'U Kceraa o. der Liebe Wallen. 7 Uhr: Theater dem We«i«-«ia VI, Uhr: ß;3 �ilWB mit Guido Th:el»chsr Wallner-Theater 7'/. uhr Oral MsMT Mörz;, tzst. Uhr: FrOhlingsbfU. Mi abends 8 Uhr: SMttfeUthr-Vortrag t. Hrn. flud. Maler, HriTiitzcelohrt.»os Uöriil». im Lehrer»areiaehaus, Alexander platz le Lisßi t WÄ Die JSeehatilk der WeltMHhataaa und«lea Wckta;o»ckoljer>». Kintritt 50 Bf. 53/1 Truile Eeaterberg Inge f.eury Die Slos«-niiin<5p{' soorie der Tissatsr as�tlssser Tut. Kotl: uursi.Sr�it.F.Wegner Tftf-i ich 7't, Uhr: Die Groda Varleti Soba«. Dekorat ionremw. Meuir- Zille.— Anne MOIIer-Linclie. Voivark I OL,— Ist, o. ab bei VV( a S. 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IIIS tri« Verlag, Secklioghauaae U. Trianon-Theater «hf. FHcrfriohstr.Ztr 4SL7.ÄV1 Nachm. 4 Uhr. kleine Preiee; gSnssl und Grciel. T&glich acht Uhr: Der gnie Huf von flermaon Sndflminim. Ida#üf-. Snino Kit nor. Emma Daancr. Hugo Flin*. Bonia. Klein. ScbSniKld. Sonntag 4: Jo'-annltlaasr Mittw. 4: Hänaal und GrnteL Donnerstag 4: Kotküppchon. « h'aien.fMan.MSnu,: | jagsn bar od eriaichtanc: Zahiunjrswcis«. Psiziiaus übtico.i Leipzijfer Sir. 58. 1. iir Aeiololdalen! ' venffch-polnijch. lSvs. t Deatsch.Ar-njSfischlSVs. 0i>