Nr. 167. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Viertelfährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret tn's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illuftr. Sonntags- Betlage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Defterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mr.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonns und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508, Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 21. Juli 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Partetgenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Arbeiterschutz und freisinnige Knüppelpolitik. " in durchblasen thut und selbiger Hof noch nicht einmal gepflastert ist, so würden wir also bei jeder Witterung auf bloßer Erde stehen, wenn wir uns kein Stroh unter die Füße legen könnten; da aber das Wasser vom Regen ungehindert unter den Plan tommt, so ist stets das unterste Stroh total verfault, so daß wir dabei immer falte und nasse Füße bekommen. Am schönsten ist es im Winter bei 10-15 Gr. Kälte mit blaugefrorenen und steifen Fingern Eisenwaaren einzupacken. Unsereiner muß dann zur Schnapsflasche greifen, um seinen Körper arbeitsfähig zu erhalten. Wird es talt, dann werden wir auf einen kleinen Flur geschickt; sowie Leute dann die Thür aufmachen, pfeift der Wind uns um die Ohren. In den Kellern der Weinhandlungen steht oft Grundwasser, die Wände triefen vor Nässe und bildet sich der sogenannte Schwamm. Die ganze Dauer der Geschäftszeit brennt Gasoder übelriechendes Petroleumlicht; überdies verbreitet die in vielen Geschäften noch übliche Lackfocherei zur Versiegelung der Weinflaschen einen unerträglichen Geruch, trotzdem darf nicht ventilirt werden, im Sommer weil es dann für den Wein zu heiß, im Winter zu kalt wäre." solcher Berarbeitung" muß man sie wirklich in Schutz nehmen, so Arges sie auch schon geleistet hat wohl fast alle Organisationen von Geschäftsdienern 2c., deren Adressen bei ihrer nicht allzugroßen Häufigkeit aufzutreiben waren, Großmächtiges Wehgeschrei erhebt Eugen Richter schon zu Worte kommen ließ, und zwar sozialdemokratische wie seit Wochen in seiner Freisinnigen Zeitung" über alle Be- evangelisch- soziale wie ganz ordnungsliebende", fogar halbschlüsse der Reichskommission für Arbeiterstatistik, welche amtliche Stellen, wie Orts- Krankenkassen. In der bedarauf hindeuten, daß eine gesetzliche Regelung der Arbeits- treffenden Druckschrift wird außerdem erwähnt, daß z. B. zeit für verschiedene Arbeiterkategorien nothwendig sein die Berliner Organisation den Zutritt zu den für Durch dürfte. Der alte Nichtswisser hat hier wieder einmal un- berathung der Frage bestimmten Versammlungen jedem bestritten im Schimpfen gegen die Polizeikontrolle", die Berufsgenossen ohne Rücksicht auf seine Verbands- oder im Interesse der Arbeiter ausgeübt werden soll, die Parteizugehörigkeit offen hielt. So etwas theilt der Volks" Führung". Er ist früh auf dem Plane, um durch sein Gackern mann Richter seinen gutgläubigen Lesern jedoch nicht mit. seine kapitalistischen Freunde und Gesinnungsgenossen zu Wohl aber läßt er eine Art kleiner Verdächtigung warnen, so lange es noch Zeit ist. Und wenn er diesen Zweck seinem Sinne einfließen, indem er schreibt, die Erhebung ficher und gut erfüllt, dann ist er zufrieden. Wie er sich sei auf Veranlassung einer sozialdemokratischen Vereinigung im übrigen mit den Dingen abfindet, um die es sich dabei in Berlin" beschlossen worden. Mit dieser billigen Wendung handelt, das ist ihm gleichgiltig. glaubt fich Eugen Richter jedes näheren Eingehens auf Nun besteht aber der geistlose Hauptwig aller Artikel die traurigen Einzelthatsachen überhoben. Die Geschäfts- Für die rührenden Klagen der Leute über die Undes freisinnigen Führers gegen eine Beschränkung der Ar- diener aus fast allen Städten klagen über die unglaubliche möglichkeit eines geordneten Familenlebens bei solcher beitszeit auch noch so geplagter Arbeiter darin, daß er Gefälligkeit der Reichspost gegenüber den Prinzipalen, Arbeitsverhältnissen hat die Freifinnige Zeitung" so wenig die von der Reichskommission für Arbeiter denen zu Liebe auf Bahn- Bostämtern noch Nachts 11 Uhr Raum, wie für den sittlichen Ernst, der aus den Beschwerden statistit im Zusammenhang festgestellten Packete angenommen werden, wodurch, die Arbeitszeit dieser einzelner Vereine über die Abschneidung jeder Gelegenheit Arbeitsverhältnisse einfach nicht mittheilt Geplagten ganz ungebührlich verlängert wird. Au Privat- für geistige Fortbildung der 16- und 17jährigen Laufund die übereinstimmenden Berichte aus den verschiedensten kunden müssen in Berlin oft noch gekaufte Sachen so spät burschen unverkennbar spricht. Städten und Vereinen, wie sie die Drucksachen der Reichs- ausgetragen worden, daß schon sehr häufig der Geschäfts- Unter solchen Umständen lohnt es nicht, sachlich mit fommission enthalten, einfach unterschlägt, diener während der Waarenübergabe an die Kunden dem Führer der Freisinnigen über die elende Kampagne vielmehr nur ein paar abgerissene Säge, die ihm seitens des Wächters in das Haus eingeschlossen zu rechten, die er jetzt in seiner Zeitung gegen die gesetzfür irgend einen seiner Zwecke passen, aus dem wurde". Eugen Richter hütet sich auch, zu erliche Regelung der Arbeitszeit verschiedener besonders schlechtBusammenhang anführt und sich den Teufel darum zählen, daß in Leipzig wie in Berlin zu Saison- gestellter Arbeitsklassen begonnen hat und mit der er den fümmert, seinen Lesern auch nur eine annähernde Dar- und Meßzeiten Ueberstunden bis Nachts 3 Uhr ohne jede Bestrebungen dieser Arbeiter im fapitalistischen Interesse stellung von dem massenhaften Material über die traurigen Bezahlung, ausnahmsweise für 30 Pf. Abendbrot verlangt Knüppel zwischen die Beine zu werfen sucht. Wer die ErArbeitsverhältnisse zu geben, welches trotz aller Mangel- werden, und daß die Bezahlung überhaupt, die ja leider flärung schuldig bleibt, ob solche menschenunwürdige Verhaftigkeit der Enqueten doch in den Berichten der Reichs- auch von der Reichskommission für Arbeiterstatistik nicht hältnisse im Interesse der einfachsten Kultur auch nur einen tommission zusammengefommen ist, weil es eben nicht um berücksichtigt wurde, geradezu jammervoll überall ist, bis Tag länger erhalten bleiben dürften, auf dessen seichtes gangen werden kann. Diese Taktik des wackeren Eugen, sei auf 10 und 12 Mart wöchentlich heruntergeht. Die auf- Geschwät über die Möglichkeit und Durchführbarkeit fie nun unbeabsichtigt und beabsichtigt, ist freilich nur die fälligen Krankheitsverhältnisse der Leute werden in der von Besserungsmaßregeln ist ernsthaft nicht einzugehen. eine Heuchelei, die eines Eugen Richter folgerichtige Fortsetzung der Geflisfentlichkeit, mit welcher Freis. 3tg." todtgeschwiegen, ebenso die skandalösen Dinge, Nur Freund Richter von jeher jedes sozialpolitische Zulernen die über Arbeitslokalitäten der Geschäftsdiener mitgetheilt würdig ist, muß aus dem Echluß des letzten freifinnigen" und thatsächliche Wissen vermieden hat. Die gleiche Un- find. Zu den letzteren gehört z. B. folgender Bericht aus Artikels noch herausgehoben werden. Es heißt da: fenntniß zeigt sich auch bezüglich der Erhebungen über die Berlin, den jeder einigermaßen mit den Geschäftsverhältnissen Arbeitsverhältnisse der Geschäftsdiener und Packer, über die Bekannte für ein Duhend anderer Handelsstädte bestätigen er in seiner Freis. Ztg." vom 17. Juli natürlich trotzdem fann: einen Artikel verbricht. Der Leser der Freis. 8tg." erfährt nichts davon, oaß die Reichskommission für Arbeiterstatistik gegenüber Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. Elftes Rapitel. Macbeth. " Da wir feinen geschlossenen Packraum haben, sondern einen Hof, der in der Ecke mit 6 Quadratmeter Leinwandplan überzogen ist, wo von drei Seiten der Wind und Regen lustig ,, Soweit hier Einrichtungen bestehen, welche Ueberlastungen einzelner Arbeiterklassen herbeiführen, ist die öffentliche Kritit dieser Einrichtungen von unschäzbarem Werth. Das Publikum wird daraus die Mahnung entnehmen, sich den Geschäftsleuten gegenüber ungebührlicher Anforderungen zu enthalten. Denn zu meist ist es die Anforderung des Publifums, nicht die Willkür der Geschäftsinhaber, welche eine erhebliche Aus meines gezwungenen Abschieds von meinen Theuern. In von der Rhön empor, befann sich aber schnell und sprach das Gewand der Demuth und Dürftigkeit gehüllt, 30g ich gemäßigt fort: Ich muß mich schämen, daß ich nicht nach den Wallfahrtsorten der Schweiz und fand an dem gelassen Euern Vorwurf erdulde, da ich doch die Schuld Fuße der Altäre keinen Ersatz für das, was ich zurück mit leichtem Muthe begangen, deren Ihr mich zeiht. Aber, gelassen. Durch das Elend ernannte sich aber mein Geist, Wallrade! des Menschen Zorn soll nicht durch Ewigkeiten der dem unmenschlichen Gebote zu widerstreben begehrte. dauern. Vergebt endlich; ich muß glauben, daß ein erZurück tricb es mich nach dem Wohnsitze meiner Lieben, schüttertes Herz Euch in dieser Kapelle Einsamkeit geführt, troh Deiner fürchterlichen Drohungen. Was empfand aber wo Ihr einen Priester des Herrn, einen Tröster zu finden mein Herz, da ich diesen Sitz des häuslichen Friedens hofftet. Laßt die seltene Regung in Eurer Brust nicht ganz verödet und verwaist fand, alles von dannen genommen, verschwunden sein! Laßt aus der Gefangenschaft, die uns was meinem Leben Werth zu verleihen vermochte, alle beide hier fesselt, die Vlüthe der Versöhnung entsprießen. Bist Du ein Weib? Du sollst mir keine Blüthen entwendet, durch die Hand, die von jeher mein war ich hart und ungerecht gegen Euch, so vergebt mir, Kinder gebären. Unglück machte, durch die Deinige. Lächle nicht so höhnisch. wie ich Euch verzeihe, was Ihr mir Böses zugefügt. Du fennſt die Bitterkeit dieser Empfindungen nicht. Du Laßt ab, mich zu verfolgen wegen dessen, was unwiderWallrade! kennst Du mich?" wiederholte der Mönch hingst nie aufrichtig und treu an einer Seele auf Erden. ruflich einmal geschehen, nicht mehr zu ändern ist." mit schmerzlicher Stimme, und Wallrade wand sich stolz Wohin? stammelte mein Mund, wohin? fragte meine Wallrade sah ihn verächtlich an:" Ihr traut Euch viel aus seinen umfangenden Armen. Wie sollte ich nicht, Bunge, und achselzuckend- denn meine Fragen klangen Werth zu," sprach sie, da Ihr glaubt, mein Haß fönnte Rudolph?" fragte sie bitter:" Ich finde Euch immer im absonderlich und verwirrt, wendeten sich alle, die ich wirklich niemals eine Grenze finden. Ich habe Euch es Gewande der Lüge. Trug ist Euer steter Begleiter, und fragte, von dem sinnverwirrten Pilger. Zu Costniß erfuhr gedroht, aber der Jammer, in welchem ich Euch muthlos nimmer stand ein offener Helm über Euerm Wappen. ich, daß Du zur Heimath gekehrt seist, zu den Deinigen versunken sehe, bewegt meine Brust. Konnte ich einst Euch Was sucht Ihr hier? wie kommt Ihr hieher?"" Weib!" nämlich, an Thüringens Grenze, daß eine Frau mit einem lieben? das frage ich mich selbst erstaunt, da ich Ench entgegnete der Herr von der Rhön, dessen bleiche Wange Kinde in Deinem Gefolge sei. Ein neuer Donnerschlag! winselnd um meine Gnade flehen höre. Ist das der Mann, fich höher färbte bei dieser schnöden Anrede: Weib! fieh Mein Weib, mein Kind in Deinem Gefolge! Nach der einst alle Schranken übersprang, um mein zu sein? selbst, was Du aus mir gemacht hast. Hab' ich denn so geschleppt an Deiner Kette, wie stumme Zeugen Deines Seines Vaters Befehl, meine eigene Abneigung gegen jedes schwer gesündigt, daß ich umherirren muß wie ein Flüch- grausamsten Sieges! Ich erkannte Deine Tücke, aber die feste Band? Ach, schon damals hätte ich ahnen müssen, tiger, dem Henter Berfallener? Du hast mich fortgetrieben Gegenstände meiner Zärtlichkeit Dir zu entreißen, beschloß was die Folge bringen würde. Ihr scheutet Euch, im aus meinem Hause, von allem, was ich liebte. Bu stolz, ich alsobald. Die Fluren, die ich seit Jahren mied, weil hellen Sonnenlichte mir zu gehören, und diese Scheu gefiel um mich einen Thoren schelten zu lassen von den Freunden, auf ihnen mir die Hölle erwuchs, betrat ich wieder, gestärkt meinen abenteuerlichen Gedanken, meiner gedemüthigten die mir auf dieser seltsamen Flucht begegnen möchten, durch den Gedanken an Katharinen. In jenem Hause, das Sprödigkeit, die gern vor aller Welt die Larve der Unzu schwach hingegen, ohne Scheu dem schimpflichen Tode meine Verblendung und den Ursprung unsers unseligen Zwistes überwindlichkeit vorbehalten hätte. Eure Flatterhaftigkeit, leer die Euer Wankelmuth enttäuschte mich fürchterlich. Der Segen entgegenzutreten, der von einem Worte Deiner Lippen ab- fah, suchte ich meine Lieben und fand sie nicht, hing, beschloß ich, auch den Namen des Unglücklichsten aller Stätte, wo ich mich einſt in den Himmel träumte, während des Priesters war ein Zauberwort gewesen, das unser Menschen von der Erde verschwinden zu lassen. Weg warf ich einen finstern Geist umarmite."-Redet deutlicher," Wohl vernichtet hatte. Laßt mich über jene Zeit hinwegich alle Zeichen meiner besseren Herkunft, weg die Erinne- unterbrach ihn Wallrade talt:" Ihr meint das Haus Eures gehen, wo Ihr mich überreden wolltet, ich sei plötzlich ein rung, daß ich einſt am Tische des Königs Platz genommen. Weibes, in welchem Ihr Euer unrechtmäßiges Weib und Teufel geworden, während Ihr mich zuvor den Engel Diese Erinnerung verband sich ja zu nahe mit derjenigen Eure Bastardtochter suchtet."- Wallrade!" fuhr der Herr Eures Lebens nanntet. Von Eifersucht und Unzufrieden dehnung der Geschäftszeit nach sich zieht. Wenn zur Beseitigung unterliegen oder die in einem Bundesstaate innerhalb der letzten| scheußlichsten Sittlichkeitsverbrechen mit Vers solcher Mißbräuche die Geschäftsdiener in der Lage zwölf Monate wegen wiederholten BetteIns oder brechen, die an schwachen Frauen verübt, sich fast alle find, sich auf die öffentliche Meinung berufen zu dürfen, so wegen wiederholter Landstreicherei bestraft schablonenhaft in der gleichen Weise vollziehen und deren werden fie aus eigener Kraft fich gegen eine worden sind, der Aufenthalt in jedem anderen Bundesstaate Urheber, selbst in der nächsten Umgebung von Berlin und mißbräuchliche Ausnutung ihrer Arbeitsverweigert werden kann. Es soll nun fünftighin solchen Ber: traft einzeln und gemeinsam wirksamer zu fonen der Aufenthalt in einem Bundesstaate nicht verweigert anderen großen Städten, zum Theil unentdeckt bleiben! schüßen vermögen, als es auf dem Wege der polizei- werden können, wenn sie in diesem Staate die Staatsangehörig- Diese Verbrechen sind hundertmal mehr als die soge= feit oder einen Unterstüßungswohnsitz befizen. Zur Verweigerung nannten anarchistischen Verbrechen geeignet, die Gesellschaft lichen Einmischung möglich ist." Dolitische teberlicht. Berlin, den 20. Juli. werben. " 1. in er= Die Schußrede für die Willkür des Unternehmers" des Aufenthaltes genügt eine einmalige Bestrafung innerhalb zu erschrecken. Und trotzdem ist Niemand auf den verzeihen wir einem Eugen Richter, aber daß er die Stirne der zwölfmonatlichen Frift, sofern vor deren Beginn bereits Gedanken gekommen, deßhalb ein Knebelgesetz gegen hat, sich noch als Freund derjenigen Arbeiterorganisationen eine Bestrafung stattgefunden hat. Die Ausweisung darf die Presse und die Deportation politisch mißliebiger aufzuspielen, die ihre Mitglieder aus eigener Kraft" oder die Dauer der von der Verbüßung der letzten Strafe Nachdenken können wir keinen anderen Grund entdecken nicht für länger als die Dauer der Aufenthaltsbeschränkungen Menschen zu fordern. Warum nicht? Bei genauem vor Unternehmerzumuthungen schüßen, das ist doch nach wegen Bettelns oder Landstreicherei zu berechnenden 12 Monate feiner Stellungnahme zum Bierboykott mehr als un verfügt werden. Aus Bundesstaaten, in denen auf grund landes- als ben, daß die Herren Attentatspolitiker es zu schwierig verfroren. Außerdem schreibt gerade der sozialdemokratische" rechtlicher Bestimmungen bereits nach einmaliger Bestrafung gefunden haben, diesen Verbrechen ein politisches Berliner Geschäftsdienerverein von der" Intereffelosigkeit" wegen Bettelns oder Landstreicherei eine Aufenthaltsbeschränkung Mäntelchen umzuhängen- weshalb wir z. B. auch und Verständnißlosigkeit" vieler Kollegen gegenüber den polizeilich verfügt werden kann, soll wegen einer derartigen Auf- niemals gehört haben, daß von Lockspiteln zu solchen Bestrebungen, die eigene Lage zu verbessern." Ist die enthaltsbeschränkung eine Ausweisung nicht erfolgen. Verbrechen aufgereizt ward. Aber es giebt wohl auch Freis. 3tg." vielleicht deshalb so plöglich für den Kampf Dennoch scheint der Bundesrath nicht der Meinung zu einen anderen Grund. Nämlich die von rrenärzten ber freien Organisation gegen die Unternehmer? Wir sein, daß die Ausweisung unseres Kollegen P. Braun aus und kriminalisten anerkannte Thatsache, trauen ihr es zu. Sachsen dem Geiste des Freizügigkeitsgesetzes entspricht. daß derartige Verbrecher in der Regel organisch nieDie Landtagswahl in Altena- Iserlohn( für vom brige, halb thierische Naturen sind, bei denen volle Seede) findet am 6. Auguft statt. Nationalliberale und Burechnungsfähigkeit nicht anzunehmen freisinnige Kandidaten dürften sich um das Mandat best. Es bringt nns dies ein eigenes Erlebniß in den Sinn. Schreiber dieses ward seinerzeit wegen Beleidigung eines Staatsanwalts zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt, und Der Reichstag soll, wie die„ Nationalliberale Korrespondenz" aus parlamentarischen Kreisen erfahren haben meister von Philadelphia hat sich geweigert, deutsche die Freilassung eines des abscheulichsten SittlichkeitsDas müffen wir uns gefallen lassen! Der Post- worin hatte die Beleidigung bestanden? Darin, daß wir will, in diesem Herbste ungewöhnlich früh, wahr Beitungen zu bestellen, welche Lotterie- Anzeigen verbrechens überführten Bankiers gerügt hatten. Die scheinlich schon mitte Ottober, einberufen werden. enthalten. Auf eine deutscherseits darüber erhobene Be- Freilassung Es ist der Reichsregierung sehr darum zu thun, eine volle, schwerde ist vom General- Postmeister John B. Thomas der ein Frrenhaus wohlgemerkt nicht Einsperrung war erfolgt, weil die Aerzte ausgedehnte Session vor sich zu haben, da eine ganze An: Bescheid ergangen, daß durch die Lotterie Akte vom den Mann für unzurechnungsfähig zahl wichtiger und schwieriger Gesezentwürfe, in erster Linie 19. September 1890 jede Beitung, welche eine Lotterie- tlärt hatten. Nun, und hier kommen Steuervorlagen, dem Reichstage zugehen werden. Anzeige oder irgend eine auf Glücksspiel bezügliche Anzeige wir zur Nutanwendung- nun sind aber die Henry, Nachwahl zum Reichstage. Nachdem das Mandat bringt, von der Beförderung durch die Poſt ausgeschlossen Vaillant, Caserio 2c. zum mindesten ebenso bes Reichstagsabgeordneten der deutsch- konservativen Partei ist. Unter jenen Zeitungen befindet sich auch der deutsche un zurechnungsfähig wie jener Bankier von Jagow infolge seiner Ernennung zum Landrathe des Reichs- Anzeiger". Hierzu bemerkt richtig die und das Groß der Sittlichkeitsverbrecher. Kreises Salzwedel gemäß Artikel 21 der Verfassung des Breslauer Morgen Zeitung" Die Amerikaner verstehen Warum ist man so erbittert, und schimpft so heftig auf Deutschen Reiches erloschen ist, hat derselbe nunmehr dem eben zwischen der Unsittlichkeit der Privatlotterien und der uns, wenn wir dies behaupten? Und wir verlangen doch Bureau des Reichstages die Niederlegung seines Mandats Sittlichkeit der staatlichen Spielveranstaltungen keinen nicht, wie im Falle jenes Bankiers geschehen, daß die angezeigt. Dem Reichstage gehörte er als Vertreter des Unterschied zu machen. Wie weit sind die noch in der Attentäter in Freiheit gesetzt werden. Warum köpft Wahlkreises Osterburg- Stendal( 2. Magdeburg) seit dem Kultur zurück! man zweifellos geistestranke anarchistische" Verbrecher, Jahre 1890 an. Nach§ 66 der Geschäftsordnung macht der Präsident des Reichstages nunmehr dem Reichskanzler fich, und natürlich auch die Post". Und da sie schreien wird? Warum dieses Halloh um jeden Narren, der nach Jeder Wurm, dem man einen Fußtritt giebt, windet während man Sittlichkeitsverbrecher ungenirt in Freiheit setzt, wenn deren geistige Gesundheit bestritten von der Mandatserledigung Anzeige, damit dieser in der und schimpfen kann, was einem gewöhnlichen Wurm nicht türzesten Frist die Neuwahl veranlasse. begetten Wahl am 15. Juni 1893 erhielt v. Jagow 9319, der gegeben ist, so schreit und schimpft sie auch. Außer Stand, Andrieur'schem Polizeirezept eine Bombe verfertigt und Wahl am 15. Juni 1893 erhielt v. Jagow 9319, der Kandidat der freisinnigen Vereinigung 5499 und der Sozial- fich gegen den Vorwurf der Unterschlagung und Fälschung wirft, oder zu werfen versucht? Und warum diese kühle zu vertheidigen, fügt sie heute ihrem Sündenregister die Objektivität gegenüber der jetzt graffirenden Epidemie demokrat 2989 Stimmen, ein antisemitischer Kandidat war renommistische Lüge hinzu, sie hätte uns aus dem von Sittlichkeitsverbrechen, welche an Scheußnicht aufgestellt. Fuchsloche herausgetrieben, und zu dem Geständniß lichkeit die von der anarchistischen Attentatsepidemie feit Die Ausweisung eines Reichsdeutschen Reichsdeutschen ans gezwungen, daß wir die Ermordung Carnot's, wie über zwei Jahren zu Tage geförderten Verbrechen weit überSachsen. Gestern Abend mußte unser Genosse Peter haupt die anarchistische Propaganda der That", nur aus treffen? Oder ist die Vergewaltigung und Abwürgung von Braun, Redakteur der Burgstädter Volksstimme", das un- tattischen Gründen mißbilligten. Nun- und wenn Frauen etwa nicht ein scheußlicheres, empörenderes Vergaftliche Sachsen verlassen. Das in Zwickau erscheinende dem so wäre? Die" Post" scheint gar nicht zu merken, brechen, als z. B. die Ermordung Carnot's? Sächsische Voltsblatt"" bemerkt zu dieser Ausweisung: welche Dummheit sie in ihrer ohnmächtigen Wuth gesagt Als seiner Zeit das Gesetz geschaffen wurde, war es Ge- hat. Statt, als konservatives Organ, sich darüber zu freuen, noffe Bebel, welcher bei den Debatten die Befürchtung aus- daß die sozialdemokratische Umfturzpartei", der die Philister sprach, man werde dieses Gesetz uamentlich bei sozialistisch ge alle möglichen Greuel zutrauen, aus tattischen Gründen finnten Personen anwenden; ihm ward aber von dem die Attentatspolitik verurtheilt- apropos, wo haben wir Berichterstatter erwidert, daß das nicht der Fall sein solle. erklärt, daß wir es blos aus taktischen Gründen thun? Auch der damalige Minister v. Nostiz- Wallwig meinte, daß man nicht daran dente, das Gesetz zur leichteren Ausweisung statt sich darüber zu freuen, wird die brave" Post" politisch mißliebiger, bestrafter Personen zu schaffen. Nun ist fuchswild und verräth dadurch, daß sie auf dem bees aber doch so geworden. Genosse Bebel hatte Recht und kannten Buttkamer'schen Polizeistandpunkt steht, und für die die Liberalen der Kammer, welche sich mit Gifer an das Attentatspolitik in heimlicher Liebe entbrannt ist. Gefeß machten, mögen sich heute schämen, wenn sie es vermögen. = " " urtheilen ja diese" Taktit". 113 diese Wuth? Das iſt entweder Als Anarchistenvater wird in dem Stöcker'schen Volk" der Bismarck- Anbeter und Sozialistenfresser Prof. Säckel hingestellt. " Sollte dem Professor Häckel in Jena tein Grauen antommen, wenn er sieht, daß die Anarchisten mit unerbittlicher Schärfe die Schlußfolgerungen aus seinen Jrrlehren ziehen? Wem man den Himmel geraubt hat, der reklamirt dann die Erde, denn Eines will der Mensch besitzen." Moralische Berkommenheit, so bezeichnen die Und hier eine Frage an die Poſt": Weshalb zetert Militärbehörden die von der ihrigen abweichende politische Die Burgstädter Boltsstimme" theilt noch das Fol Dynamit Mordthaten begehen. Gut, auch wir ver- Landauer, dem jetzt wegen Preßvergehen inhaftirten Res fie gegen die Anarchisten"? Weil diese mit Dolch und Gesinnung, wegen der dem unabhängigen Sozialisten Gustav gende mit: Warum also gegen bakteur des„ Sozialist", das Recht zur Leistung des ein„ Unserem Genossen Braun ist soeben vom tgl. preußischen Gesandten, Grafen Dönhoff in Dresden, die Nachricht zuHirn- jährigen Militärdienstes entzogen wird. Wir sind entgegangen, daß er nur auf Anweisung des Auswärtigen Amtes lähmung, oder es ist eine abscheuliche Komödie. schiedene politische Gegner des Herrn Landauer, haben aber in Berlin in seiner Angelegenheit eingreifen könne. Unter Spiegelberg wir kennen Dich!" Ja, Euere Taktik diesen Umständen ist es gut, daß Braun eine Abschrift des an stammelt Siegelberg nie zum Vorwurf moralischer Verkommenheit einen Aulaß - das ist Nebensache. Ihr habt gehabt. den Gesandten gerichteten Berichtes dem Auswärtigen Amte dasselbe revocutionäre Biel wie die Anarchisten!" " Nicht in Berlin eingereicht hat, indem er zugleich beim Reichstanzler dasselbe, edler Spiegelberg, aber wann haben wir je ge= die Beschwerde wegen Rechtsverweigerung führte. Von solcher leugnet, daß unser Ziel ein revolutionäres ist? Und was Rechtsverweigerung handelt der Art. 77 der Verfassung des hat das mit der jetzigen Hatz der Lockspitzel und Lockspizel Teutschen Reiches. Patrone zu thun? Spiegelberg, Du bist erkannt. Anarchistisches. Wir meldeten gestern, der inter nationale Dynamitspißel Baron Ungern- Sternberg sei vers haftet. Wie wir erwarteten, hat die Nachricht sich nicht bestätigt, und die Gesellschaftsretter von Profession, die ein Zum Freizügigkeitsgeseh. Der Antrag mehrerer paar Tage lang Blut geschwitt, können wieder frei aufBundesraths- Ausschüsse, betreffend die Auslegung und AnDie Epidemie des Verbrechens. Während die kapi- athmen. Beiläufig hat die französische Polizei der serbischen wendung des§ 3, Absatz 2, des Freizügigkeitsgesetzes fand talistische Reaktionspresse unter Heulen und Augenverdrehen übrigens gezeigt, wie man mit solchen Leuten verfährt, in einer der letzten Bollsigungen des Bundesraths dessen Tag für Tag von Dynamit- und anderen anarchistischen wenn man das Bech hat, sie einmal fangen zu müssen: fie Zustimmung. Ueber den näheren Inhalt dieses ges und Verbrechen erzählt, die meistens entweder auf gewöhnliche hat den fürchterlichen Anarchistenchef Tournadre soeben seine Deutung wird dem Hamb. Korr." geschrieben: Bubenstreiche hinauslaufen oder erlogen find, theilt die durchbrennen lassen. Tournadre ist bezahlter LockDer Antrag bezweckte," eine gleichmäßige Anwendung der nämliche Presse, ohne auch nur ein Wort besonderen Abipißel: er führte die ganze Korrespondenz der Pariser Bestimmung berbeizuführen, wonach solchen Personen, die nach scheus und namentlich ohne auch nur mit einem Wort nach Anarchisten, die natürlich den Brotherren überliefert ward Landesgesetzen in einem Bundesstaate Aufenthaltsbeschränkungen Ausnahmsmaßregeln" zu verlangen, Tag für Tag die darunter auch die bekannten Briefe Rothschild's und " " heit zerrissen, verließt Ihr mich und Euer Kind, um der Jssing überhäuft, verzeihe ich Eurem Gewissen, das schwin- ,, Möglich," antwortete Wallrade talt:" Gewißheit ist Gatte einer anderen zu werden. Wäre ich wirklich so böse delnd an dem Abgrunde steht und jeden Strohhalm fest- indessen besser als der Zweifel. Durch meines Herzens gewesen, als Ihr betheuertet, schon damals hätte ich unsere halten möchte, um nicht rettungslos zu versinken. Ihr seid Bezwingung erhielt ich Katharinens Freundschaft, allein Ehe bekannt gemacht, Euch und Ener Kebsweib der Schande fortan ein unwürdiger Gegenstand meines Hasses. Geht weder Trost noch Freigebigkeit konnten ihr Leben erhalten. preisgegeben. Ich that es nicht; nur mag mir vergeben hin!." Bilger hielt die zum Entweichen Gewendete Mit ihrem Kinde im Arm stürzte sie sich in die Fluthen werden, daß ich denjenigen nicht mehr in meiner Nähe zurück, und fragte mit Thränen der Angst im Auge: des Mains."- Der Herr von der Rhön saut langsam sank dulden wollte, dem ich's verdanke, daß ich mit dem Leben D, Wallrade! ich will ja gerne schweigen und glauben, nieder auf die Trümmer der Altarstufen. In die Fluthen zerfallen bin."-Bin ich es weniger?" fragte Bilger daß die Tugend, die Ihr heuchelt, eine wahre ist; allein des Mains!" wiederholte er mit der eisigen Kälte der Verentgegen, und sah sie durchdringend an: Weib, das durch nicht dieser kalte und leere Bescheid genügt mir. Seid zweiflung, die jedes Wort mit Zentnergewicht belegt, das seine gleißnerische Beredsamkeit meinen Fehler in eine un- nicht die Schlange, die in einem Augenblicke sich zahm mit es ja unerbittlich die Seele zerschmettere. In die verzeihliche Sünde verkehren möchte. Fräulein von Balder- um die Hand des Neugierigen wickelt, in dem nächsten Fluten des Mains? Das, unglückseliges Weib, war also grün! gedenkt des deutschen Herrn, Eures weitläufigen jedoch ihn tödtlich verwundet. Sprecht,... wo ist meine Deiner Tugend Biel? das das letzte Schlafstüblein meines Verwandten, Eures nahen Freundes! Laßt mich schweigen! Satharine,... wo meine Agnes?... soll ich beide nimmer Kindes? O, wahr ist es, wahr, daß die Sünde nimmer Seine Hilfe schloß unsern Bund, seine Hand hielt unsern wiedersehen?" Gedeihen bringt, aber nur der Teufel bringt die Sünde auf die Welt." " -OOO " Knaben zur Taufe,- sein tückischer Sinn vergiftete mein Wallrade sah mit einem stechenden Lächeln in das blasse Glück und gab Dir Muth, in Deiner wahren Gestalt auf- Antlitz des Geängsteten. Ich habe bewiesen," sprach sie ,, Laßt doch meine Hand los! sagte Wallrade zitternd, zutreten. Hier ein Bündniß, das mir nicht chrenhaft mehr langsam, indem ich Mutter und Tochter der Hilflosigkeit da sie sich von Bilgers eisiger Rechten erfaßt fühlte:„ Die schien, um es laut zu offenbaren, ein Weib, das ich, das entriß, in welche Euer Abschied sie verfekt hatte, daß Kälte des Todes zuckt in Euren Fingern!" Warum mich hassen gelernt hatte, ein Freund, der unter dem ich keinen Groll hege gegen sie, die ich doch wahrlich habt Ihr nicht recht?" jammerte Herr von der Rhön und Mantel der Blutsfreundschaft und der Sittenreinheit eine den Umständen nach nicht lieben fonnte." erleichternde Thränen schossen in seine Augen, wie der unumschränkte Gewalt über Dich und mein Kind ausübte," Ihr hättet in Gutem für sie gesorgt?" fragte von der Augstschweiß auf die Stirne. Warum liege ich nicht auch, kurz eine Zukunft voll Verzweiflung und blutigen Aus Rhön mißtrauisch: Ihr? Wäre es auch, wär's doch kein ein erstarrter Leichnam, im Abgrund des trügerischen Stroms? gangs; dort hingegen ein greiser Vater, der es in die Verdienst; Ihr selbst triebt ja den Gatten und Vater von Ach, ich habe ja doch nur sie geliebt. Was früher mein Hand seines Waffengenossen geschworen hatte, seine Tochter ihnen."" Schweigt!" herrschte ihm Wallrade zu: Jch Herz bewegte, war eitler Tand,.,. sie nur war das Juwel, nach dessen Tode zu erziehen, und seinem Sohne zu ver- fonnte sie verschmachten lassen, und that es nicht; ich konnte die Perle meines Lebens. Aber so wie die Perle schläft in mählen, diese Tochter selbst, ein Urbild von Sanftmuth sie dem Hohn der Welt preis geben, und that es nicht. der Tiefe der Fluth, so hat sie sich hinunter gesenkt auf und Unschuld, gegen deren Vorzüge Deiner Reize gefähr Nach Baldergrün wollte ich sie führen. Der Gedanke den kühlen Moosgrund, weil die Welt zu arm war, dies licher Zauber mich unempfindlich gemacht hatte, Schen, gefiel mir, gerade ihnen wohl zu thun. Allein... be- Kleinod zu kaufen und zu hüten." falsche Scham, dem Vater zu gestehen, was vorgegangen, gehrt Ihr ihr ferneres Schicksal zu wissen, " Ihr werdet wahnsinnig!" versetzte Wallrade, laßt das nagende Gefühl, kein Glück an Deiner Seite, nur Elend befürchten, wirklich der Schlange zu gleichen, von welcher mich!"" Nicht eher, als bis Du mich hingeführt hast zu finden, das Bewußtsein, daß Katharine um meinet Ihr spracht."" O sagt's heraus," unterbrach sie Bilger zum Grabe meines Weibes!" sprach Bilger: Wo ruht sie? willen vergehe in ſtillem Liebesgram,- mit einem Worte, schnell und verstört:" Ener Zögern giebt mir im voraus wo mein Kind? Osage es mir,-Du, ihre legte Pflegerin, ich war ein Mensch, und fehlte vor Kirche und Gesez, den Tod. D welches Wort sprach ich jetzt aus?" fegte er Du ihre Mörderin!" während mein Herz mich frei sprach." hinzu und schauderte: Mußte ich ihn nennen, den Tod? und steht er nicht in Verbindung mit dem, was ich von Eitle Reben!" erwiderte Wallrade streng:" Die Schmähungen, mit denen Ihr mich und den Herrn von Euch erfahren werde?" so muß ich ( Fortsetzung folgt.) vieler anderen abeligen und pfäffischen Anarchistenfreunde. Ide Boifferin, hat in der geftrigen Sigung nachgewiefen, daß dief Todtenliste der Partet. In Cottbus ist der ParteiIn Italien hat die Polizei etliche tausend beiderseitigen Motive kaum von einander zu unterscheiden sind, genoffe Hermann Paulo aus dem Leben geschieden. Er Anarchisten" als Kandidaten der trockenen Guillotine" ia, daß sich selbst die Worte gleichen. In Beiten des heimlichen, war ein braver, tüchtiger Rämpfer und hat besonders auf der auf die Verbannungsliste gesetzt. Unter den Geächteten be- erbitterten Krieges heißt es in dem von dem berüchtigten Landagitation, durch seine Beherrschung der wendischen Sprache, finden sich die sozialistischen Journalisten Podricca Serzog von Morny gezeichneten Motivenbericht zum Sicherheits- bei der Verbreitung der sozialistischen Ideen werthvolle Dienste und Galantora, die den Anarchismus auf's schärfste be- gefez vom Jahre 1858- muß die Regierung für die gemein- geleistet. same Vertheidigung bewaffnet sein. So haben es die weisen tämpft haben. Aber wie sagte doch Ehren- Puttkamer? Völker immer gethan; fie haben selbst um den Preis großer Opfer, Polizeiliches, Gerichtliches ze. Die Anarchisten sind uns weit lieber als die Sozialisten." die gegenwärtige Ruhe zu sichern und die Sicherheit der Zukunft Die Sächs. Arbeiterztg." berichtet aus Dresden: Der Anarchist" Lega, der Crispi den Gefallen that, einen vorzubereiten gewußt... die Komplotte zu entdecken, die Anarchisten Unsere Parteigenoffen Eichhorn und Findeisen befinden Schuß aus einem Hödel'schen Taschenpistol auf ihn abzu aufzuspüren, ist Aufgabe der Polizei; aber diese Armee der Un- fich noch immer in Haft. Gegen fie, sowie gegen Gradnauer feuern, ist vom Gericht blos zu 20 Jahren Gefängniß verordnung auseinander zu werfen, die anarchistische Partei an ihrem ist nunmehr das Hauptverfahren vom Landgericht eröffnet worden. urtheilt worden. Der Eindruck, den er machte, muß sehr Aktionsherd zu faffen, das ist der Zweck dieses Gesetzes. Die Termin für die Verhandlung des Erpressungsprozesses ist noch harmlos gewesen sein. Charakteristisch ist die Aussage des enigen, die es einzuschüchtern und zu treffen bezweckt, das sind nicht festgesetzt. Man sieht, in Dresden ist nichts mehr unmöglich. bie unverföhnlichen Feinde der Gesellschaft, die jede Regierung. Abgesehen von allen anderen Sonderbarkeiten dieses Verfahrens Waffenhändlers, der das Pistol an Lega verkauft hat. die Alles verabscheuen, was der Ordnung, was irgend einer erscheint ganz besonders befremdlich die dauernde Inhafthaltung Er beschwor, das Ding tönne auf 12 Meter einen Autorität gleicht." Man sieht, wenn es gilt, der Freiheit ein Eichhorns troß seines schwer angegriffenen Gesundheitszustandes. Er Menschen tödten! Im Uebrigen verlief der Prozeß Bein zu stellen, dann gleichen fich alle reaktionären Regierungen. hat aus dem Gefängniß heraus mitgetheilt, daß seine Krankheit schablonenmäßig.-In Mailand ist ein anarchistisches" Wird aber die Kammer der Regierung folgen? Wenn ja, dann täglich schlimmer werde, aber der Arzt der Gefangenenanstalt gebe Verschwörernest ausgenommen worden. Das Alter der um so schlimmer für sie, denn dann wird sie nur den Unwillen darauf nichts; als er dem Arzt einen Napf voll Blutauswurf Leutchen ist zwischen 18 und 22 Jahren. Sie haben sich der Bevölkerung steigern und die proletarische Revolution be- gezeigt habe, habe er gemeint, es wäre ein alter guter Ratarrh". wohl gegen die Vogelnester verschworen? Die Liste der schleunigen helfen." Und das alles wird heutzutage von Rechts wegen" in Dresden Anarchisten", denen am 6. August in Paris der Prozeß Die Debatte über die verbrecherischen vielmals vor ihnen gethan wurde, stets gesetzlich unanstößig Männern zugemuthet, die nichts anderes gethan haben, als was gemacht werden soll, liegt jetzt vor uns. Schriftsteller, Bublizist, Geseze dauert in der französischen Kammer erschien, die lediglich für die berechtigten Interessen eines Geschäftsagent, ehemaliger Beamter, Publizist, Kommis, n fort. Gestern sprach Guesde, der eine auf Verwerfung Arbeitervereins, auf dessen Bertrümmerung es eine großkapitagenieur faft feine Arbeiter. Unter den Angeklagten befindet sich der Geseze hinauslaufende Gegenvorlage einbrachte und in liftische Brauerei abgesehen hatte, eingetreten find! auch der famose Hochstabler und Falschmünzer Ortiz, wie denn scharfer, flammender Rede begründete. Natürlich umsonst.-Wo so ziemlich jedes sächsische Nest mit einem Verüberhaupt das gefährliche Verbrecherthum zahlreich ver. Die Gegenvorlage ward mit 394 gegen 82 Stimmen zurück- sammlungsverbot oder einer Vereinsauflösung paradirt, konnte treten ist. Und Seidenhemden tragen fie alle mit der gewiesen. Um die Debatte zu beschleunigen und die bas Städtchen Mittweida natürlich auch nicht unthätig nämlichen Gewissenhaftigkeit, wie weiland die napoleonischen öffentliche Abstimmung"( von der Tribüne herab, auf die bleiben. Der dortige Stadtrath verbot das weftsächsische ArbeiterLeibproletarier die weißen Blousen. Da Tournadre ein Kammermitglied nach dem anderen zu treten hat) zu werden sollte, dann löfte er den Gesangverein" Vorwärts" auf, Sängerfest, das in Mittweida am 21. und 22. Juli abgehalten bei Seite geschafft ist, hat die Polizei in dem großen vermeiden, will die Majorität die Geschäftsordnung der die Vorbereitungen des Festes übernommen hatte, was Anarchistenprozeß" des 6. August teine schlimmen Ueber- dahin abändern, daß statt 30 tünftighin 100 Unter- natürlich ein Inverbindungtreten" mit den übrigen Gesangraschungen zu befürchten. schriften zu einem Antrag auf öffentliche Abstimmung ge- vereinen nöthig machte und endlich beschlagnahmte er die Briefhören. Die Männer der verbrecherischen Gesetze" schämen schaften, Wohnungslisten und sonstiges Schriftliche des Vereins. Zum neuen französischen Anarchistengesetz wird uns sich. Als Grund des Festverbotes wird angeführt, daß das Fest nach aus Paris unterm 18. Juli geschrieben: Wie noch alle reaktionären Zur Einigung zwischen Grubenarbeitern und Zwecken zu dienen bestimmt" fei. Regierungen ihre eigenen Sünden der Presse aufzuhalsen suchten dem Konzertprogramm im wesentlichen sozialdemokratischen und diese zum Prügeljungen der von ihnen begangenen Nieder- Grubenausbeutern Englands liegt die folgende DeSeit 28. März ist der frühere Verantwortliche der trächtigkeiten machten, so auch die gegenwärtige französische pesche vor: ,, Schleswig Holsteinschen Volkszeitung", Ströbel, im StrafRegierung. Wie unter der Restauration nach dem Louvel'schen Die feit dem großen Streit im vergangenen Jahre zwischen gefängniß zu Glückstadt, und am 19. Juli mußte abermals ein Attentat, wie unter dem Bürgertönigthum nach dem Fieschi'schen den Grubenarbeitern und Grubenbesitzern schwebenden Streit- Redakteur dieses Parteiblattes, Klüß, hinter Schloß und Riegel und unter dem letzten Kaiserreich nach dem Orsini'schen punkte find von dem dazu eingesetzten Schiedsgerichte nunmehr wandern. Zwar nur auf vier Wochen, aber lang genug, um zu Attentat, foll nun auch jeßt nach dem Caserio'schen Attentat durch folgende Bestimmungen beigelegt worden: 1. Vom erkennen, daß die herrschenden Gewalten die Wahrheit nicht das freie Wort in Fesseln geschlagen werden. Wer aber, 1. August 1894 bis zum 1. Januar 1896 tritt eine fünf- hören wollen, am wenigsten, wenn sie den verhüllenden muß man sich angesichts der neuen Gesetzesvorlage fragen, prozentige Reduktion auf die letzten beiden Lohnerhöhungen juristischen Schleier entbehrt. Das Wort Voltaire's, daß hat denn die Anarchisten gezüchtet? Man hat in diesen ein. 2. Vom 1. August 1894 bis zum 1. August 1896 sollen Blättern schon zu verschiedenen Malen auf die Souvenirs d'un die Löhne mindestens um 30 pet., höchstens um 45 pet. höher préfet de police"( Erinnerungen eines Polizeipräfekten) hin- sein als diejenigen des Jahres 1888. 8. Vom 1. Januar bis gewiesen, in denen der famose Andrieux, der von März 1879 bis zum 1. August 1896 wird das Schiedsgericht die Löhne innerMitte Juli 1881 an der Spitze der Polizeipräfektur stand, mit halb der Grenzen der zweiten Bestimmung festsetzen. zynischer Offenheit erzählt, wie er den Anarchisten zur Gründung eines Blattes verhalf und in welcher Weise er ihnen die AufArmes Italien! Unglück kommt niemals allein. munterungen des Polizeipräfekten" zu theil werden ließ." Aber Jetzt ist dem so schwer heimgesuchten Italien auch noch das man hätte Unrecht zu glauben, daß diese Aufmunterungen" nur Mißgeschick passirt, daß seine Kolonialtruppen einen„ großen Zit Andrieur Zeiten oder blos durch ihn erfolgten. Sieg" erfochten und den Arabern die Stadt Kaffala abges Nein, es ist dies bis in die jüngste Zeit hinein genommen haben. Das foftet wieder etliche Millionen! Und schehen, und zwar von den verschiedensten Seiten der wie viel Blut! herrschenden Klasse, welche die Anarchisten gegen das anstürmende flaffenbewußte Proletariat, gegen die Sozialdemo Wozu immer Geld da ist. Vor dem Bankrott steht tratie zu benutzen suchte, wie dies ja auch anderwärts lange Serbien, für Kulturaufgaben hat es kein Geld, seinen Begenug geschah und hier wie dort zum Theil noch geschieht. So amten schuldet es einen Theil der Gehälter, dabei veriönnte ich u. a. den Chefredakteur eines in Nordfrankreich er schwendet der Hof des 18 jährigen Burschen Alexander und Die Ausbeutung der Bäckergehilfen durch lange Arbeitss scheinenden opportunistischen Blattes namhaft machen, der nach des Buhälters Milan die vom Volke im Schweiße erwor- zeit übersteigt bekanntlich alle Begriffe. Es soll deshalb von der Wahl eines sozialistischen Abgeordneten in meiner Gegen benen und von den Steuererekutoren herausgepfändeten Das geht den braven Bäckermeistern gewaltig an die Nieren. Staatswegen auch diesen Armen etwas Schuh zu theil werden. wart erzählte, daß wenn ihm der Minister des Innern mehr Millionen und der Kriegsminister unterhandelt mit Krupp Sie agitiren aus Leibeskräften gegen die in Aussicht stehende Geld zur Verfügung gestellt hätte, die Wahl des sozialistischen Kandidaten nicht erfolgt wäre, weil er sich ein Dußend Anarchisten wegen Erneuerung des gesammten Artilleriematerials, Berbefferung des Looses ihrer Arbeiter und wenn sie sich hätte kommen lassen, die jede sozialistische Versammlung zu einer wozu der Restbetrag der letzten Pariser Anleihe verwendet auch selbst sagen müssen, daß es mit der ganz unbeschränkten Radauversammlung gemacht hätten. Und der Mann wußte, was werden soll. Ausbeuter Freiheit Matthäi am letzten steht, so suchen sie durch ihre Agitation gegen die gesetzliche Regelung der Arbeitsseit doch wenigstens zu erreichen, daß den Arbeitern möglichst flug wie sie. Sie werden eine Gegenpetition an den Bundeswenig Vortheil erwächst. Zum Glück sind die Gehilfen ebenso rath richten, worin sie wie früher vom Reiche fordern: 1. die höchst zulässige Arbeitszeit an Wochentagen auf zwölf Stunden, exklusive der zum Essen nothwenigen Pausen, zu beschränken und " V die Sprache seiner Zeit dazu da sei, die Gedanken zu verbergen, anstatt fie tlar auszudrücken, dieses Wort trifft unseres Erachtens auf die Zeit des wiedergeborenen deutschen Reichs" noch viel genauer zu. Wie wird im Lager unserer Gegner nicht Luther gepriesen wegen des Mannesmuthes, den er gegen Rom bewiesen habe! Wollte aber heute jemand in Deutschland auch nur annähernd so kräftig die Wahrheit schreiben, er käme aus dem Gefängniß gar nicht mehr heraus. Der Redakteur des Braunschweiger Bolts. freunds, Galwer, hat am 19. Juli die Gefangenenanstalt Wolfenbüttel verlassen, wo er 41/2 Monate der Freiheit beraubt war. Möge die Haft seine Gesundheit nicht geschädigt haben. " Soziale Uebersicht. Wird sich auch nur eine Regierung finden, die diese über. Gewerkschaftliches. er fagte. Er wußte ganz gut, daß nichts leichter fet, Bulgarischer Sozialisten- Kongreß. Der in Sophia als sich für gutes Geld ein Duyend anarchistischer Schreihälse tagende bulgarische Sozialisten- Kongreß hat beschlossen, an zu verschaffen, die, im Saale vertheilt, jede Bersammlung un allen Sobranje-, Gemeinde- und Generalrathswahlen lebhaft möglich machen können, zumal wenn sie zu diesem Behuse bereit sind, eventuell von ihren Fäusten Gebrauch zu machen, theilzunehmen und da, wo ein Erfolg möglich scheint, eigene wie dies häufig genug geschah. Man nenne doch nur eine einzige Kandidaten aufzustellen. opportunistische Wahl- oder sonstige Versammlung, die von Amerika. Die Herren Kapitalisten setzen jetzt Himmel listischen Versammlungen zu Hunderten giebt. Ja, um die Ursachen der jüngsten Vorgänge zu verhindern. Anarchisten gestört worden wäre, während es solcher ſozia- und Hölle in Bewegung, um eine amtliche Untersuchung der 2. die höchst zulässige Sonntagsarbeit auf acht Stunden festzusozialistischen Kandidaten leichter bekämpfen, leichter zu ihren Es graut feßen. Wahlversammlungen Zutritt finden zu können, haben sich nicht ihnen davor, daß das Licht der Deffentlichkeit in aus bescheidenen Forderungen ablehnt? felten anarchistische Redner- sie, die doch das Wahlrecht wie das Laboratorium eindringt, 100 die Millionen die sozialistischen Abgeordneten am heftigsten bekämpfen selber und Millionäre fabrizirt werden. Die Verhältnisse als Kandidaten aufstellen lassen. Und wenn es solcher Art drängen aber gebieterisch. Der Kapitalismus hat gelang, diese oder jene Versammlung zu stören, diesen oder jenen jetzt das Gemeinwesen der Vereinigten Staaten vor hervorragenderen Sozialisten in den Roth zu zerren und über die eine ähnliche Krise gestellt, wie es vor etlichen breißig stube in Budapest haben 40 Kollegen wegen der unhaltbaren Achtung, Steinarbeiter! In der Andreett'schen WerkAutoritären" im Allgemeinen herzufallen, waren es dann nicht Jahren die Sklaverei that. Wir erinnern uns bei dieser Zustände die Arbeit niedergelegt. Wir bitten beshalb die deutschen die Organe der herrschenden Kreise, die mit Wohlbehagen davon Meldung machten und alle anarchistischen Bubenstücke zu wahren Gelegenheit der von Mary in seinem„ Kapital" zitirten Kollegen, den Zuzug von Budapest fernzuhalten, damit den AusHeldenthaten ausschmückten? Gab es je eine Versammlung, prophetischen Worte, die nach Beendigung des Krieges gegen ständigen der Kampf nicht erschwert wird. Mit kollegialem Konferenz oder einen Kongreß, auf dem es zu irgend einer Aus: die Sklavenhalter der Vizepräsident der Vereinigten Gruß Die Geschäftsleitung der Steinarbeiter einandersetzung zwischen Sozialisten und Anarchisten fam, wo Staaten, Mr. Wade sprach: Deutschlands. J. A.: Ph. Thomas, Rigdorf bei Berlin, nicht die Ordnungsorgane" sammt und sonders für die An- Nach Beseitigung der Sklaverei tritt Faltstr. 5. archisten Partei ergriffen hätten? Oder erschien nur ein einziges die Umwandlung der Kapitals. und Grunds Achtung, Korbmacher Berlins! Die Bremer Rola anarchistisches Buch, und sei es auch so schal gewesen wie das eigenthums- Verhältnisse auf die Tages- legen befinden sich wegen zehnprozentigen Lohnabzugs im Malato'sche ,, De la Commune à l'Anarchie"( Bon der Kom- ordnung." ― Streit. Es wird deshalb ersucht, bei Unterzeichnetem Sammelmune zur Anarchie"), das nicht mindestens in einem der großen tapitalistischen Blätter an hervorragender Stelle behandelt worden Die Zollreform in den Vereinigten Staaten weicht listen in Empfang zu nehmen. Rasche Unterstützung ist noth wäre? Jmmer und überall haben die herrschenden Kreise den nicht von der Stelle. Die neueste telegraphische Meldung wendig. J. A.: Paul Brückner, Elisabethufer 55. Anarchismus gegen den Sozialismus auszuspielen gesucht und aus Washington lautet: Parteinachrichten. An die Schuhmacher Berlins! Kollegen! Am 22. August ihn darum gehegt und gepflegt, wie man nur einen treuen Das Repräsentantenhaus verwarf sämmtliche vom Senat wird der vierte ordentliche Kongreß der SchuhBundesgenossen hegen und pflegen kann. Auf sich selbst an- angenommene Abänderungsvorschläge und die Burückverweisung macher Deutschlands in Erfurt abgehalten. Auf fast gewiesen, wären die Anarchisten im besten Falle heute noch der Tarifbill an eine interparlamentarische Kommission. Im allen Kongressen macht es sich nöthig, alte Einrichtungen, die der wie unter Bakunin ein kleines Häuflein von Leuten, unter Laufe der Debatte wurde ein Brief Clevelands verlesen, in Beit nicht mehr entsprechen, durch neue zu ersetzen, und dies iſt und hinter welchem man vergeblich nach einem Arbeiter welchem dieser Wilson beschwört, in die demokratische Partei zu mehr denn je gerade jetzt bei uns Schuhmachern erforderlich. suchen würde. Die verschiedenen Parteien der herrschenden, der dringen, daß sie das in ihrem Programm gegebene Versprechen Jezt, wo die Kämpfe mit dem Unternehmerthum sich immer besitzenden Klaffe waren es, die für sie die Werbetrommel gerührt halte und eine Bollreform, berzufolge alle Rohstoffe 3oII- mehr zu Klaffenkämpfen entwickeln, wie die Burger Affäre und und sie gegen die Sozialisten, ihren gemeinsamen Feind, ins frei sein sollen, herbeiführe. Eine Zuckersteuer müsse zwar fest- der Berliner Bierboykott beweisen, jetzt ist es die allerernſteſte geld geführt haben. Sie waren es, die die eigentliche anarchistische gesetzt werden, doch müsse dieselbe innerhalb vernünftiger Grenzen Pflicht, daß wir Schuhmacher uns in ganz Deutschland einig Bropaganda betrieben, stützten und schützten. Und nun sie Schiff bleiben. In dem Briefe wird sodann die Einkommen werden, um den Angriffen der Fabrikanten und der noch bruch damit erlitten, der Sozialismus aber mächtiger denn je steuer verworfen und die demokratische Partei aufgefordert, fapitalfräftigen Kleinmeister widerstehen zu können. Dies dahinwogt, soll die anarchistische Propaganda und alles, was sie ihre Aufgabe schnell zu vollenden. alles zu besprechen, wird Sonntag, den 22. Juli, Vormittags dafür halten, ja, namentlich was sie dafür halten, mit Feuer 10 Uhr, bei Deigmüller, Alte Jakobstr. 48 a, eine öffentliche Ver und Schwert ausgerottet werden. Das Attentat von Lyon sammlung abgehalten. Die Agitationskommission wird dort ges ist nichts als ein Vorwand, um die Gegner des herrscheneignete Anträge für den Kongreß in Vorschlag bringen. Wir den Regimes im allgemeinen und die der kapitalistischen erwarten von Euch, Kollegen, die Ihr gewillt seid, den Be= Ordnung im besonderen zu treffen. Und darum sollen Von der Agitation. In Schlesien agitiren unsere schlüssen des Kongresses Geltung zu verschaffen und für das der Regierung die Mittel in die Hand gegeben werden, Parteigenossen fleißig für die Errichtung tommunaler Wohl Aller nußbringend zu wirfen, zahlreiches und pünktliches jeden auf ein unbedächtiges Wort hin, und sei es auch nur in Volksbäder. In verschiedenen Orten sind daraufhin Ver: Erscheinen.( Alles Nähere siehe heutiges Inserat.) Mit kolle= einem Privatgespräch gefallen oder in einer Privatforrespondenz fammlungen abgehalten worden, die sich mit diesem nüßlichen gialem Gruß. Die Agitations Rommission der hingeworfen worden, lebenslänglich nach Neukaledonien oder Thema beschäftigten und entsprechende Gesuche an die Magistrate Schuhmacher Berlins. J. A.: A. Fleischer, Höchste= einer anderen Straffolonie verbannen zu fönnen! Und wo man richteten. In gleicher Sache sprach kürzlich der Parteigenosse straße 11. dieses Wort nicht wird finden können, wird man es im Noth. N. Tige aus Breslau in Ohlau, und die Versammlung er- Die organifirten Metallarbeiter des Herzogthums falle fonstruiren. Wurden nicht beim legten Grubenstreit von flärte fich nach seinen Ausführungen bereit, für die Errichtung Braunschweig und der angrenzenden Städte halten am Pas de Calais Zeugen verurtheilt, weil deren Aussagen mit der eines Boltsbades fräftig einzutreten. Hoffentlich kommt das 12. August in Braunschweig im Prinzen Wilhelm". eines Gendarmen in Widerspruch standen? Wenn dies bei schlesische Bürgerthum wenigstens hierin dem Wunsche der Schüßenstraße, eine Delegirten Ronferenz ab, die sich öffentlichen Gerichtsverhandlungen möglich, warum foll dann Arbeiter nach. mit Organisations- und Agitationsangelegenheiten befassen wird. nicht hinter geschlossenen Thüren auf die Aussage irgend eines Die Delegirten der organisirten Metallarbeiter Sachsens agen am 22. Juli auf einer Konferenz in Wurzen in Stadt Wien. Mouchard( Spigel) hin jeder unliebsame Gegner verurtheilt, Die sozialdemokratischen Vereine Hamburgs spendeten verbannt werden können? Das Wort: anarchistisch ist leicht zur Unterstützung der streifenden Seiler in Schlotheim i. Th. zugefunden, wenn es gilt, die Freiheitsfreunde niederzudrücken. fammen 600 m. Hat sich denn das zweite Kaiserreich zur Begründung seines gegen den republikanischen Geist gerichteten Sicherheitsgesetzes Eine Maffenversammlung hält die Sozialdemokratie einer anderen Sprache bedient, als die gegenwärtige Regierung Brünns am 30. Juli auf dem Winterhollerplatz ab. Die zu ihrem sogenannten Anarchistengeset? Ein nichts weniger als Tagesordnung lautet: Was ift's mit unserem Wahlrecht? radifaler oder gar sozialistischer Abgeordneter, Pourquery " In Brünn streiten sämmtliche Hutarbeiter der Hutfabrik von N. Trollers Söhne, weil der Unternehmer die den Arbeitern gemachten Versprechungen nicht gehalten hat. Zuzug ist fernzuhalten. Ebenso nach Reichenberg i. B., wo die Bauarbeiter die Arbeit niedergelegt haben, und nach Böhmisch Kamuih, wo die Rothgerber der Firma Jeiner Braueret zurückbekommen. Redner bestreitet, daß die der arbeiterfeindlichen Parteien haben, neben dem hellen nicht Raimund Schiffer wegen eines neuen Wertführers streiten. Gastwirthe einen Schaden von dem Bontott haben; einen boykottirten Bier noch echtes zu führen. Einen Antrag, einen Das Dreherpersonal der Fabrik von Branicn in Schaden hätten nur diejenigen, welche fich nicht von vorne Schöneberger Gastwirths- Verein zu gründen, lehnte die Versamm lung nach längerer Diskussion ab. Zum Schluß empfahlen die Freinersdorf bei 3naim hat am 21. Juli wegen Lohn- herein ringfreies Bier besorgt hätten. Auf Verlangen mehrerer Redner nimmt hierauf Joë! das Kollegen Keßner und Behrend den Beitritt zum Verein zur streitigkeiten die Arbeit eingestellt. Das Personal zählt 22 Mann. Wort, vertheidigt aber nicht seine Saalverweigerung, sondern Wahrung der Interessen der Gast- und Schankwirthe Berlins bemerkt, daß er mit Rücksicht auf die bei ihm ver- und Umgegend. tehrenden fonservativen und nationalliberalen Vereine nicht ausschließlich ringfreies Bier führen könne. Er habe sein Geschäft noch unter dem Sozialistengesetz übernommen und damals ja auch ein gutes Geschäft gemacht. Seit zwei Jahren, wo die Kontordia eröffnet worden, sei aber sein Geschäft schlechter geworden. Versammlungen. Develchen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Im fozialdemokratischen Wahlverein für den 2. Kreis am Donnerstag Abend referirte der Parteigenosse Hansen über: Die christlich soziale Bewegung". Er gab den Zuhörern ein Bild der sozialen Bestreben der Kirche seit der 3ubeil erinnert den Vorredner an den Bruch seines Braunschweig, 20. Juli. Eine heute hier stattgehabte zahl Römerzeit bis auf unsere Tage, wo man auf der Suche nach Ehrenwortes, das er darauf gegeben hatte, daß er sich den Saal- reich besuchte Versammlung der Gastwirthe von Braunschweig und Mitteln, um die Sozialisten aus dem Sattel zu heben, auch die verweigerern nie anschließen werde. Hätte die Arbeiterschaft, die Umgegend nahm einstimmig eine Resolution an, in welcher der Kirche wieder mobil gemacht hat. Neben den Anläufen, die der dem Borredner zum Wohlstande verholfen, gewußt, daß Bierboykott als ein unberechtigter Eingriff in die Geschäftsbesser organisirte katholische Klerus in dieser Hinsicht macht, er eines solchen eines solchen Wortbruches fähig wäre, fo hätte führung der Brauereien bezeichnet und die Aufforderung eines schilderte der Redner vornehmlich die Taktik und die Prinzipien sie jedenfalls sein Lokal längst gemieden. Redner hält fozialdemokratischen Blattes, die Wirthe sollten sich gegen die der durch Naumann, Göhre zc. vertretenen evangelischen christlich dann den Versammelten vor, daß es an ihnen liege, ob Brauereien erklären, mit Entrüstung zurückgewiesen wird; die sozialen Richtung, die relativ groß in ihrer Kritit, aber fleinlich der Boykott schnell beseitigt werde oder ob er sich noch lange Wirthe erklärten vielmehr ausdrücklich ihre vollste Sympathie in den vorgeschlagenen Mitteln sei. Die Darlegungen des Refe- hinausziehe. Man solle wählen. Bei denjenigen, welche die mit den Brauereien. renten wurden beifällig begrüßt. In der Diskussion sprach der Unterschrift als boykottfreies Bier führende Gastwirthe geben, Danzig, 20. Juli. Nach einer Bekanntmachung des Staats. Parteigenosse seller. Der Vorsitzende Kizing bemerkte, daß werde die Kontrolle schärfer werden, als sie bisher war, nur so tommissars ist heute in Krakau( Kreis Danzig) eine neue choleras der Vorstand beabsichtige, eine Berufsstatistik der Wahlvereins ließen sich die Mogeleien vermeiden. Boykottfreies Bier laffe verdächtige Erkrankung vorgekommen. Gestern wurde bei Thorn mitglieder aufzunehmen, wozu die Beihilfe der Parteigenossen sich in ganz ausreichender Menge herbeischaffen. Freilich könne eine Schifferfrau und bei Kl. Sanstau ein Buhnenarbeiter auferbeten wird; ebenso sollen diese den Kassirer von jeder man nicht verlangen, wenn man zur Zwölfer- Kommission fomme, gefunden, welche choleraverdächtig sind. Wohnungsveränderung in Kenntniß feßen, damit Flugblatt fofort Bier zu erhalten. Es müsse Zeit bleiben, Baracke zu Schillno ist Cholera festgestellt worden; der Flößer Vertheilungen prompt vor sich gehen können. Die nächste Ver- es heranzuschaffen. Und reiche das norddeutsche Bier nicht, so in der Baracke zu Graudenz ist an Cholera gestorben. fammlung des Vereins ist eine Generalversammlung. Die strenge fei Vorsorge getroffen, daß innerhalb 48 Stunden Bier aus Laibach, 19. Juli. Der Brand in den Außenwerken der Beachtung der Boykottvorschriften wurde den Parteigenossen Bayern eintreffe. Trotz der Hilfe, welche die Kingbrauereien Pulverfabrik in Stein ist in der vergangenen Nacht durch Unters dringend empfohlen. durch das Verhalten der Polizei erfahren, gelinge das eine doch wassersetzung des brennenden Theiles bewältigt worden. nicht, die Bierzufuhr abzuschneiden. Kopenhagen, 19. Juli. Der Justizminister hat heute eine sofort in Kraft tretende Verfügung erlassen, nach welcher Provenienzen aus Danzig vor der Landung einer ärztlichen Untersuchung und der Desinfektion unterworfen werden. Die Einfuhr von Lumpen aus Danzig ist verboten. Helsingfors, 19. Juli. Durch die bakteriologische Untersuchung wurde bei einem in St. Michel verstorbenen Seemanne, sowie bei einem von Petersburg hier angekommenen und er trantten Manne Cholera asiatica festgestellt. In seinem Schlußworte stellte der Referent fest, daß niemand der Redner, welche hier das Wort genommen, Luft hat, an dem Wettfriechen vor Brauern und Polizei theilzunehmen. Redner empfahl folgende inzwischen eingelaufene Resolution: Der Wahlverein für den 3. Berliner Reichstags Wahlkreis hielt am 19. Juli bei Deigmüller, Alte Jakobstraße 48 a, feine ordentliche Generalversammlung ab. Laut Bericht des Vorstandes sind im verfloffenen Vierteljahr 51 neue Mitglieder eingetreten. Die Abrechnung wies eine Einnahme von 612,62 m., eine Ausgabe von 135,85 M. und einen Bestand Die heute im überfüllten Saale des„ Elysium" tagende von 476,77 M. auf; sie wurde von den Revisoren als richtig öffentliche Versammlung der Gast- und Schankwirthe erklärt, daß bestätigt. Hierauf hielt der Augenarzt Dr. Wurm einen mit es Pflicht aller zum größten Theile vom arbeitenden Volke leben Demonstrationen an einem künstlichen Auge verbundenen Vortrag den Schank und Gastwirthe iſt, in ihrem eigenen Interesse über die Erhaltung der Sehkraft", der reichen Beifall fand. energisch gegen die boykottirten Brauereien Front zu machen und Christiania, 20. Juli. In seiner gestrigen Situng nahm Ueber einen von der außerordentlichen Generalversammlung dem jede Verbindung mit denselben abzubrechen, nachdem der Bierring der Storthing mit 63 gegen 48 Stimmen das Budget für die Vorstande überwiesenen Antrag, der den Ausbau des Wahl- es nicht einmal für nothwendig befunden, zu den vom Ver- gemeinsame diplomatische Vertretung unter der Bedingung an, vereins betraf, erstattete Gottfried Schulz Bericht. Die bande der Gastwirthe angebahnten Friedensvermittelungen baß die Gesandtschait in Wien aufgehoben werde. Im Laufe der Debatte darüber endete mit der Annahme eines Antrages, wodurch zu erscheinen. Um dem Brauereiring eine geeinte Macht Debatte hatte der Staatsminister Stang diese Bedingung fürundurchder Vorstand ermächtigt wird, für jeden Reichstags Wahlbezirk entgegenstellen zu können, ist es die Pflicht aller kleineren Schank- führbar erklärt. Nach fortgesetter Debatte über das Konsulatsbudget je einen Hilfskaffirer zu ernennen. Diese Hilfskassirer haben, und Gastwirthe, dem tampferprobten Verein zur Wahrung nahm der Storthing in vorgerückter Abendstunde mit allen mit einer Legitimation des Vorstandes versehen, die Beiträge in der Interessen der Schank- und Gastwirthe Berlins und der Um- Stimmen der Linken gegen die Stimmen der Rechten und Modeden Wohnungen der Mitglieder abzuholen.§ 5 des Statuts gegend als Mitglieder beizutreten." raten den Kommissionsantrag an, wonach die Ausgaben für das wurde dahin geändert, daß Ergänzungswahlen zum Vorstand gemeinsame Konsulatswesen für das laufende Jahr bewilligt vom 1. Januar 1895 ab halbjährlich vor sich gehen sollen. Für werden mit dem Hinzufügen, daß eine Trennung des Konsulat die bevorstehende Lassallefeier ein geeignetes Lotal ausfindig zu wesens vom 1. Januar 1895 ab eintreten soll. machen, wurde dem Vorstande überlassen. Als nächste Broschüre kommt die von Bebel über den Antisemitismus und Sozialis mus" geschriebene zur Vertheilung. Eine Anfrage, weshalb nach " M wie vor im„ Vorwärts" ein Inserat des„ Schweizergarten" stehe, beantwortete ein Mitglied der Preßkommission damit, daß der Saai dieses Etablissements zu sozialdemokratischen Versamm lungen zu haben jet und daß der Dekonom dieses Lokals von der Brauerei gleichen Namens vollständig unabhängig wäre. Aus der Vereinskasse wurden zu Agitation zwecken 300 m. bewilligt. Einstimmig nahm die Versammlung diese Resolution an. Mitgetheilt wurde dann noch, daß es vorgekommen ist, daß Wagen von den nicht boykottirten Brauereien stundenlang vor einer Polizeiwache angehalten worden sind, weil Diebstahls- Verdacht vorliegen sollte. Paris, 20. Juli. Die Deputirtenkammer begann im Fortgange der Sitzung die Berathung des Artikels II des Gesetztagte sich alsdann auf morgen Vormittag. entwurfes, betreffend die Unterdrückung des Anarchismus, und ver des Ackerbauamts, Gardner, es werde die Herausgabe eines amtLondon, 19. Juli. Im Unterhaus erklärte der Präsident lichen Ackerbau- Journals beabsichtigt. Der erste Theil solle Anfang September erscheinen. Das Oberhaus nahm die erste Lesung der Budgetbill an. Teplitz, 20. Juli. Ein furchtbarer Wirbelsturm richtete in hiesiger Gegend kolossalen Schaden an. " umgegend hielten am 19. Juli in Keßner's Salon eine öffentliche Die Gaft und Schankwirthe von Schöneberg und Versammlung ab, um über ihre Stellung zum Bierboykott zu berathen. Kollege J. Henke, der das Referat übernommen batte, gedachte kurz der Ereignisse, die der Arbeiterschaft die Verhängung des Bierboykotts aufzwangen, und wars dann die Frage auf, ob die Saalbefizer einen Anlaß hatten, sich in diesem Kampfe auf die Seite der Brauereibesitzer zu schlagen. Er ver( Deveichen des Bureau Herold.) Die Gastwirthe Berlins und der Umgegend hatten sich neinte diese Frage und wies dabei auf die so wenig entgegen- Köln, 20. Juli. In einem Petersburger Telegramm der am 20. Juli im Elysium zahlreich versammelt, um folgende fommende Haltung hin, die die Brauereibesitzer den Gastwirthen Könischen Zeitung" wird versichert, es werde nunmehr energisch Tagesordnung zu erörtern:" Der gegenwärtige Stand des Bier- gegenüber stets einnähmen. Vor fünf bis sechs Monaten hätten die gegen die noch immer anhaltend im Steigen begriffene Cholera boykotts und das Verhalten des Brauerei- Ringes gegenüber den Gastwirthe Berlins und der Umgegend den Beschluß gefaßt, von vorgegangen. Die Schutzmaßregeln seien bedeutend verschärft. von dem Verband der Gast und Schantwirthe Berlins und den Brauereien die Aufhebung des Flaschenbierhandels, Abschaffung Eine Anzahl Schnapsbuden, welche das Polizeiverbot umgingen, der Umgegend angebahnten Einigungsverhandlungen, und wie des Spundgeldes und Einführung geaichter Gefäße zu verlangen. sind für immer geschlossen worden. Der Residenzpresse. bringen wir den Bierboykott zur schnellen, für die Gnstwirthe Die Brauereibesitzer seten nicht auf eine einzige dieser im Interesse wurde verboten, eigene Choleramittheilungen günstigen Entscheidung?" Kollege Friz Wilke referirte hierzu. der Gastwirthe dringend gebotenen Forderungen eingegangen und zu bringen infolge eines Artikels der„ Nowoje Wremja" Er hob die rücksichtslose Haltung hervor, welche der Brauerei hätten erklärt: fie fönnten es nicht, das Futter wäre so theuer, über das höchst gefährliche Karpowka- Flüßchen, welches durch ring zu dem Vermittelungsversuche der durch den Boykott Ge- und was dergleichen Ausreden mehr waren. Diesen felben stehendes Sumpfwasser einen Choleraheerd hildet. Die Fälle schädigten, der Gastwirthe, sowie bei der Verhandlung vor dem Herren hole jetzt die große Mehrzahl der Gastwirthe die Kastanien von Erkrankung und Tod infolge der Seuche sollen weit zahlVorsitzenden des Gewerbegerichts eingenommen hat. Diese Rück- aus dem Feuer! Dabei habe der größte Theil der Gastwirthe reicher sein, als amtlich angegeben werde. sichtslosigkeit auf der einen und die von den Gast Berlins und Umgegend seine Existenz von den Arbeitern.( Sehr wirthen verübten Mogeleien auf Der anderen Seite richtig! Freilich die Brauereibejizer hätten den Gastwirthsfang haben die Ausdehnung des Bierboykotts auf die sämmtlichen sehr schlau. angefangen. Sie hätten vor allen Dingen die Vor- Prag, 20. Juli. Die in Pilsen anläßlich der verbotenen Ringbrauereien nothwendig gemacht. Wenn die letzteren izenden der Gastwirthsvereine zu gewinnen gewußt, die einen Reskriptfeier in flagranti ertappten Remonstranten gegen die glaubten, an den Saalverweigerern eine Hilsstruppe großen Einflußuf die übrigen Kollegen haben. Diese Vorsigens deutsche Vereinsschule sind zu einer Arreststrafe von fünf bis elf in diesem Kampfe zu erhalten, so haben sie darin jedenfalls ge- den ständen an der Spitze der Saalverweigerer, gleichviel ob Tagen verurtheilt worden. Unter den Verurtheilten befinbet irrt; sie hätten wissen müssen, daß mit dieser Waffe der Ar- fie Säle befißen oder wie Kuckenburg- gar feinen haben. sich auch der Landtags- Abgeordnete und Stadtrath Czernotorsty beiterschaft nicht beizukommen ist. Die Brauereiprozen werden Redner fordert die Kollegen auf, in ihren Vereinen bei der Vor- aus Prag. von den Saalbesitzern keine Hilfe, sondern nur einige Zentner standswahl der Handlungsweise dieser Herren zu gedenken. Wie Prag, 20. Juli. Gegen die Veranstalter und Theilnehmer Bleigewicht an den Füßen haben und der ganze weitere Effekt die Brauereibefizer den Gastwirthen ihre Anhänglichkeit zu lohnen der Huß- Feier in Pluschna ist die Strafuntersuchung eingeleitet wird der sein, daß viele Existenzen ruinirt werden. Redner ver- gedächten, das hätten sie ja neulich gezeigt, als sie der Einladung worden. las den Bericht über die letzte Versammlung der Saalverweigerer der Kommission, die der Verband der Gast- und Schankwirthe Klaufenburg, 20. Juli. Ein Redakteur des rumänischen und bemerkte dazu, daß die zu dieser Sorte von Gastwirthen nicht ge- Berlins zur Vermittelung in dem Kampfe eingesetzt hatte, teine Blattes Tribuna", welcher dem Minister Hieronymi einen Be hörenden Kollegen sich durch die dort ausgesprochenen Drohungen Folge gaben. Die Herren würden aber auch ebenso wenig im fuch abstattete, gab die Erklärung ab, daß, wenn der Minister ebenso wenig wie durch die lahmen Versprechungen der Brau- Stande als Willens sein, den Wirthen den Nachtheil zu ersetzen, sein Versprechen halten würde, das ungarische Wahlrecht auf herren imporiren lassen. Würden die Herren Eaalverweigerer nicht den die Saalverweigerung ihnen einträgt und den die Arbeiter- Siebenbürgen auszudehnen, sich die maßgebenden Rumänen zu fich den Brauereibesitzern zu den Handlangerdiensten zur Ver- schaft sie auf Jahre hinaus fühlen lassen werde. Ziehe man frieden geben würden. Dieselben würden sich der Regierungsfügung gestellt haben, dann wäre es wohl möglich gewesen, die dies alles in Betracht, so sei es doppelt unverständlich, wie man partei anschließen. von den Gastwirthen geforderte Vereinheitlichung des Maßes die die eigene Existenz gefährdende Heeresfolge einem Rösicke leisten Lemberg, 20. Jali. Wie aus dem Bezirk Grzymalow nach und Preises der Bierlieferungen durchzusetzen und andererseits fönne, der seine eigenen Kollegen durch ärgste und ausgedehnteste Kon- hier berichtet wird, ist dort der Flecktyphus epidemisch aufwürden die Brauereien eher geneigt zu Verhandlungen furrenz aus dem Felde zu schlagen suchte, wie das erst kürzlich der getreten. gewesen sein. Die Saalverweigerer haben also gegen Brauereibefizer C. A. Müller zu Potsdam geschildert habe. Der Nizza, 20. Juli. Das hiesige Schwurgericht verurtheilte das eigene Interesse gehandelt. Unter den obwal Referent verweist sodann auf die Zwölferkommission in Berlin, gestern den italienischen Arbeiter Bonardo zu sechs Monaten tenden Umständen bleibt daher für die Gastwirthe nichts die die Aufgabe hat, für die Zufuhr boykottfreien Bieres zu sorgen, Gefängniß, weil er sich über die Ermordung Carnot's dahin übrig, als aus der Parteilosigkeit herauszutreten und den Herren und hebt hervor, daß der Boykott deshalb auf die sämmtlichen geäußert hatte, daß Caserio richtig gehandelt habe, man solle anzukündigen: wenn sie nicht bald für Aufhebung des Boykotts Ringbrauereien ausgedehnt worden ist, weil die Gastwirthe zu Gewalthaber, auch Grispi umbringen. sorgten, werde man aufhören, ihr Kunde zu sein. Durch die neun Zehnteln unehrlich waren gegenüber ihren Gästen, indem sie Paris, 20. Juli. Libre parole" beschäftigt sich eingehend Gleichgiltigkeit einer großen Anzahl von Gastwirthen werde der anderes Bier führten, als diese verlangten. Diese Wirthe sollen mit den in voriger Nacht angeschlagenen, polizeilich bald wieder Kampf nur in die Länge gezogen. Daher liegt es im Farbe bekennen; wollen sie die Kundschaft der Arbeiter haben, entfernten anarchistischen Plakaten. Die legteren tragen die aufInteresse aller Kollegen, Stellung gegen den Ring zu nehmen. so sollen sie das diesen genehme Bier balten; führten sie es nicht, fällige Unterschrift: Stadt Paris. Gemeinderaths. Beschluß ( Beifall.) so müßten sie auf die Kundschaft der Arbeiter verzichten. Redner vom 20. Juli 1894" und enthalten folgendes: Die vom In der Diskussion hob Kollege 2ange hervor, daß es sich empfahl schließlich die Wahl einer Bierkommission für Schöne- Parlamente angenommenen Gesetze zur Unterdrückung der vermögen die Anarchisten für Rösicke offenbar darum handle, die kleinen Brauereien auf berg. Gutes Bier stehe genug zur Verfügung und nicht theurer menschlichen Handlungsfreiheit zureiben, um den Gastwirthen den Bierpreis vorschreiben zu als das hiesige.( Beifall.) In der Diskussion nahm der Parteigenosse feineswegs zu entwaffnen. Der Bourgeois sucht unter dem Vorfönnen. Weniger Bier für zehn Pfennig als jetzt tönnten die Schubert Gelegenheit, zu erklären, daß unter den angeblichen wande der Wertheidigung die Freiheit auszurotten; aber auch Wirthe den Arbeitern nicht mehr anbieten. Darum müsse die Parteigenossen, die ein Wirth Schönebergs durch eine Annonce der Proletarier wird im Namen der Vertheidigung sprechen. Kollegenschaft in diesem Kampfe auf Seite der Arbeiter stehen. im Vorwärts" am legten Sonntag an ihre Schulden erinnert Wir werden wie wilde Thiere aufs Gerathewohl darauf losStabernad verlangt von den Kollegen, die von der habe, kein irgend bekannter Arbeiter Schönebergs sei, wovon schlagen! Vor unserem Gift, Dolch und Dynamit bist du Arbeiterschaft leben, daß sie auch bereit sind, einmal Opfer zu Redner sich durch Einsicht in die Bücher des betreffenden Wirths niemals sicher, Bourgeois! Du willst mit dem Wort unsere bringen. Sezze sich dann der Wirth mit seinen Gästen ins Ein überzeugt hat. Den Ausführungen des Referenten fügte Schubert Propaganda unterdrücken, wir werden aber durch die That reden." vernehmen, so werden diese auch bereit sein, mit Rücksicht auf den noch hinzu, die Arbeiterschaft habe ein gutes Gedächtniß; sie Das Plakat, welches auf weißem Papier gedruckt war, machte unter bestehenden Kampf, einmal mit Bier, das etwas zu wünschen übrig werde sich diejenigen Wirthe merken, die ihr jetzt nicht entgegen- der täuschenden Unterschrift einen durchaus harmlosen äußeren läßt, vorlieb zu nehmen. Die Gewerkschaftskommission sollte fommen. Sorgten die Gastwirthe für gutes boykottfreies Bier, Eindruck. Libre parole" hält das Manifest für ein Werk der dafür sorgen, daß sämmtliche Stiftungsfeste, so weit sie nicht in dann habe die Arbeiterschaft auch so viel Ehre im Leibe, daß Polizei und meint, daß die Anarchisten nicht so dumm sem jetzt freien Sälen abgehalten werden können, für ein bis zwei sie die Wirthe nicht werde untergehen lassen. Nach kurzer fönnten, schon jetzt ein derartiges Plakat zu verbreiten. Dagegen Jahre ausgesetzt werden. weiterer Diskussion, wobei sich Gegner nicht meldeten, wählte die tönne es die Polizei zu dem Zwecke publizirt haben, um die unDer Vorsitzende, Kollege Lorenz, stellte hierauf eine der Versammlung die Kollegen Keßner, Hoffmann, Klaute, veränderte Annahme des Preßgefeßes im Regierungstexte herbei. letzten Lügen des Intelligenz- Blattes" als solche fest und er Schindler und Pinzer als Bierkommission und nahm zuführen. sucht im Anschlusse daran die Berichterstatter, objektiv zu folgenden Antrag einstimmig an: In anbetracht dessen, daß es New- York, 19. Juli. Die in Merito verspürten Erdstöße referiren. vielen Kollegen bis jetzt nicht möglich ist, ein den Arbeitern wiederholten sich gestern in St. Louis, Kairo- Illinois, Fulton Gallasch Alt- Glienicke führte aus, wenn der Ring in genehmes, ringfreies Bier zu erhalten, beschließen die Kollegen, und New- Madrid; Verluste an Menschenleben sind nirgends zu diesem Boykott siege, so hätten die Gastwirthe daran Schuld, hier in Schöneberg eine Niederlage zu errichten und empfehlen beklagen. welche boyfottirtes Bier unter falscher Flagge geführt haben. als hierzu geeignet die Kellereien des Kollegen Reßner." Kollege Rio de Janeiro, 19. Juli. Die brasilianische Regierung Tausche bestätigt als Mitglied der Lokalkommission, daß Schindler erzählte hierauf, daß am legten Mittwoch der hat die Auslieferung der 500 von der argentinischon Behörde eine Menge Mogeleien mit dem Bier vorgenommen werden, und Gastwirth Hermann, Golz- und Barbarossastraßen- Ecke, ein Viertel gefangen genommenen Insurgenten verlangt. fordert die Kollegen auf, ein scharfes Auge auf den Nachbarn Radeberger Bier nebit drei Plakaten und eine halbe Stunde Washington, 20. Juli. In industriellen und Handelszu haben und eventuell Unterschiebungen sofort der Deffentlichkeit später Bier von der Norddeutschen Brauerei in Moabit erhalten freisen hat die Verlesung eines Schreibens des Präsidenten Clevebabe. Schubert rieth den Gastwirthen, die nur ringfreies land im Repräsentantenhause und die daselbst gehaltene Rede zu übergeben. Trittelwit bemerkt, daß offenbar zum Zwecke der Bier schänken, sich das Plakat der Boykottkommission zu besorgen; des demokratischen Abgeordneten Wilson die lebhafteste BeBiermogelei den ringfreien Brauereien Fässer gestohlen die Arbeiter seien daran gewöhnt, nur in den Lokalen, wo es friedigung hervorgerufen. Man hofft nunmehr allgemein, daß Kollege Sente empfahl denjenigen die neuen Tarifgesetze im freihändlerischen Sinne umgestaltet werden. So hat die Brauerei Müggelschlößchen von zwei- aushängt, zu verkehren. hundert ihr abhanden gekommenen Fässern nur zwei von Wirthen, die zweierlei Gäste, nämlich Arbeiter und Anhänger werden. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Drud und Verlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. = " " Gierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 167. Sonnabend, den 21. Juli 1894. Arbeiter! Parteigenossen! 11. Jahrg. Die Einigungsversuche vor dem Gewerbegerichte sind an dem Widerstande des Bier- Ringes gescheitert. Der barbarische Akt des kapitalistischen Uebermuths, die unerhörte Maßregelung der völlig schuldlosen Brauereiarbeiter ist nicht zurückgenommen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Bierproben die einzig mögliche Antwort ertheilt. In zweiunddreißig großen Volksversammlungen ist der Bierboykott auf fämmtliche Ringbranereien ausgedehnt worden. Arbeiter! Parteigenossen! Eure Ehrenpflicht ist es, nicht zu dulden, daß Hunderte von Klassengenossen der Unternehmer- Willkür zum Opfer fallen, daß der Brauerring in brutalster Weise seine ökonomische Macht mißbraucht. Zum Kampfe gedrängt wird die Arbeiterschaft Berlins ihre gerechte Sache mit aller Energie führen und mit rücksichtsloser Entschloffenheit diejenigen Mittel anwenden, welche den Sieg verbürgen. Arbeiter! Parteigenossen! Sorgt dafür, daß nirgends Ringbier getrunken wird. In keinem Hause, in keiner Werkstatt, bei keinem Ausfluge darf ein Tropfen Boykottbier getrunken werden. Alle Feste und Vergnügungen in Lokalen, in denen nur Ringbier geschänkt wird, sind zu unterlassen; alle etwa bereits getroffenen Verabredungen rück. gängig zu machen. Den Gastwirthen muß klar gemacht werden, daß sie zu wählen haben zwischen der Kundschaft der Arbeiter und der Gunst der Bierprotzen. Wir wollen jede Schädigung der Gastwirthe vermeiden, indem wir dieselben auffordern, sich Bier aus boykottfreien Berliner oder auswärtigen Brauereien anzuschaffen, dann werden die Arbeiter nach wie vor bei ihnen verkehren. Weder Maßregelungen noch Saalsperre schrecken uns; wir kennen keine Furcht und wissen, daß an der Solidarität der Arbeiter das Unterfangen des Brauerrings scheitern wird. Mit unbeugsamer Entschlossenheit halten wir den Bonkoff über lämmtliche Ringbrauereien so lange aufrecht, bis unsere gerechten Forderungen erfüllt sind. Arbeiter Berlins, thut Eure Pflicht, meidet das Ringbier und die Lokale, in denen Euch Boykottbier vorgesetzt wird. Und auch Ihr, Arbeiter und Parteigenoffen in Deutschland, helft uns, indem Ihr fein Bier aus den boykottirten Brauereien Berlins trinkt. Der Boykott, dessen Ende nicht abzusehen, ist den Berliner Arbeitern durch einen Akt unerhörter Brutalität aufgezwungen. Wir appelliren an das Ehrgefühl aller klassenbewußten Arbeiter und wissen, daß ihre Solidarität sich stärker erweisen wird als die Zufallseinigkeit des dividendenlüsternen Unternehmerthums. Vorwärts, Arbeiter und Parteigenossen! Trinkt kein Boykottbier! Meidet die Lokale in denen Ringbier ausgeschänkt wird! Kauft kein Flaschenbier, welches aus Ringbrauereien stammt. Letzteres empfehlen wir besonders den Frauen zur Beachtung. Hoch die Solidarität der Arbeiter! Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Char lottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Kinz u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Die Boykottkommiffion. Helle Freude empfanden die Saalverweigerer darüber, daß| Verluste sachgemäß entschädigt wird. Die Aufbringung des nunmehr die Polizei, die so arg verkannte, ihnen hierfür erforderlichen Summen wird durch Umlage bewirkt, zn aus der Patsche zu helfen bereit sei, indem sie die der jede kontrahirende Brauerei im Verhältniß zur Ausdehnung bösen Sozialdemokraten auf grund der§§ 152 und 153 der des Betriebes herangezogen wird, soweit nicht durch Uebernahme Gewerbe- Ordnung unter Anklage stellen wolle die Edlen. der Kunden der boykottirten Brauereien eine direkte VerAuch der Minister des Innern soll mithelfen, den Saal- pflichtung einzelner Brauereien erwächst. Außerdem hat der verweigerern wieder Gäste zuzuführen und die armen Gastwirthe Verein der Brauereien Berlins und Umgegend( dessen Mitglieder schützen gegen den Bierboykott. Wir müssen gestehen, bei aller Achtung fast identisch sind mit denen des Verbandes") noch einen vor unseren Ministern will uns doch nicht recht einleuchten, wie Garantiefonds in Höhe von 100 000 m. aufgebracht, um kleine, ein Minister diese Aufgabe lösen sollte. Erst wirst man die unter dem Boykott besonders leidende Brauereien zu unterstützen. Gozialdemokraten aus den Sälen heraus, schimpft auf sie, will Außer in Berlin sind, wie Ihnen gleichfalls bekannt sein von ihnen nichts mehr wissen und doch jammert man nun, dürfte, seitens der sozialdemokratischen Partei Verrufserklärungen daß die Säle leer bleiben. Sonderbare Räuze, diese Gast über einzelne Brauereien auch in Braunschweig. Dresden und anderen Städten beschlossen und durchgeführt worden. Auch ist Geschimpft wurde auf die Rothen, was das Zeug hielt; der über die Magdeburger Brauereien vor einem Jahre verVorschriften wollen sie machen bezüglich der Musik, die sie hören hängte Boytott heute noch nicht aufgehoben. Die Gründe für wollen, von Kellnern wollen sie bedient sein, die beim diese Kämpfe sind verschieden; in dem einen Fall handelt es sich Kommissionär, der in der Regel ein guter Gaft der Wirthe, nicht um Lohnfragen, im andern um die Hergabe von Sälen und in erst seinen Obolus abgeladen, einen Theil des Ueberschusses einem dritten Falle um die Feier des 1. Mai. wollen fie abhaben, kurz der Gastwirth ist nicht mehr In allen diesen Fällen handelt es sich nicht etwa um Fordes Herr in seinem Hause. Aber warum dann die Aufregung? Seit Verweigerung ihrer Säle sind sie ja unsres rungen, die im Intereffe der besseren Stellung der Arbeiter ere Wissens nie mehr von diesen Unholden, den fozial- hoben werden( in solchen Fällen würden wir sicherlich nach sorg. demokratischen Arbeitern belästigt worden. Bezeichnend ist, daß fältiger Prüfung der Verhältnisse bereitwillig soweit als möglich Herr Keller, Röpnickerstraße, dessen Lokale seit Jahren schon entgegenkommen), sondern es handelt sich um die seitens der von den Berliner Arbeitern nicht mehr entheiligt wurden, am Parteileitung erhobenen Ansprüche auf Stärkung ihrer Stellung den Arbeitgebern gegenüber, auf Hebung ihres Einflusses bei den wüthendsten sich geberdete. Brauerei in Wusterhausen. Exportbrauerei Rathenow, Niederlage bei Max Denn wirthe. hardt, N.W., Hannoversche Straße 18a. Bürgerliches Brauhaus, Dresden. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frank. furt a. D. Gustav Spiekermann, Weberstraße 66, Niederlage des Bürgerlichen Brauhauses Luckenwalde. Phönix Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße. Tokales. = " Stellung zu nehmen, ist aber in erster Linie Aufgabe der Vertretung des Brauerbundes, der zum Schutz der Interessen des Standes s. 3. ins Leben gerufen worden ist. Verbände Herr Feuerstein, der Vorsitzende des Berliner Arbeitnehmern, kurz um eine Machtfrage, um einen Versuch, Gastwirthsverein, wohl wissend, daß er durch Arbeiter sozialdemokratische beliebige Forderungen auf jede denkbare Weise reich geworden, fand es für gut, etwas abzuwimmeln. Durchzusetzen. Er war gnädig genug, den Arbeitern zuzubilligen, ebenfalls Interessen zuwiderlaufendes Gebahren mit aller Entschiedenheit Gegen ein solches, dem Gemeinwohl und unseren speziellen ihre Rechte aut vertreten. Außerdem gestand er ein, Achtung! Schöneberg! Den Parteigen offen als auch den daß die Entlassung der 20 pSt. Brauereiarbeiter ungerecht Gastwirthen von Schöneberg diene zur Nachricht, daß alle war. Hatte Herr Feuerstein im selben Augenblick vergessen, daß Buschriften und Wünsche bezüglich der Bestellung von boykotter Inhaber einer ganz respektablen Zahl von Attien der Rixfreiem Bier zu richten sind an E. Keßner, Grunewaldstr. 110. dorfer Vereinsbrauerei ist? Wenn nun auch in Berlin und an anderen Orten gegenüber Außerdem nimmt jedes der nachstehenden Kommissionsmitglieder Die grimmigen Saalverweigerer unterhielten sich schließlich den dort bereits zu Tage getretenen sozialdemokratischen Ueber Bestellungen entgegen: Klaufe, Golzstr. 43. Hoffmann, noch über Zukunftsmusik. Es sollen nämlich Statuten aus hebungen und zur Abwehr der aufgestellten Forderungen und als Sedanstr. 10. Schindler, Hauptstr. 22. Pinzer, Nollen gearbeitet werden, in denen bestimmt wird, wie die sozialdemo- Gegengewicht gegen den willkürlich und zwecklos verhängten dorfstr. 16. fratischen Vereine später zu behandeln sind; sie sollen für ihren Boykott zum Schutz gegen diese Maßrege Den Saal müssen sie lung gebildet worden sind, so erscheint es uns doch Die Saalverweigerer unter sich. Ein eigenartiges Ge- Uebermuth" gezüchtigt werden. angehaucht dürfen die Feste nicht mit Rücksicht darauf, daß ähnliche Zustände jederzeit präge hatte am Donnerstag Nachmittag der Moritzplatz ange- bezahlen, politisch anderen Orte ebenfalls sonst löst der Wirth als Saalpolizei einem sich einstellen können, nommen Droschte auf Droschte rollte heran, um vor ,, Buggenhagen" mehr sein, ihre wohlbeleibten Fahrgäste abzusetzen. Es waren die noth das Vergnügen auf. Kurz, das Fell des Löwen wurde hier schon dringend geboten, den uns aufgenöthigten Kampf rechtzeitig vors eidenden Saalverweigerer", die dem Rufe ihres jüng- vertheilt, den Löwen haben sie noch nicht. Aber, seien wir nicht zubereiten und ist es Aufgabe des Bundes, die Mittel zur Aba ften Apostels, Hubertus Jacobi, gefolgt, hier zusammen famen, gebässig, gönnen wir ihnen ihr Vergnügen, mögen sie sich über mehr in zweckmäßiger Weise zu zentralisiren und in dem den einzelnen Bezirken aufgenöthigten Kampfe durch Schaffung eines um ihr Herz auszuschütten über den Terrorismus der Sozial- diese trostlose Zeit hinweg träumen und trösten. demokraten. Herr Jacobi ermahnte seine Leidensgefährten, voll- Streng vertrauliche" Schreiben versenden jetzt nicht nur Garantiefonds den erforderlichen Rückhalt zu gewährleisten. Nur hierdurch ist eine energische Abwehr möglich und eine ständige Diskretion zu wahren über die Verhandlungen. Um die königl. preußische Landräthe und Minister, sondern zur Zeit des fozialdemokratischen Schnüffler" fernzuhalten, wurden nur die durch Bierboykotts thun dies auch die hohen und höchsten Würdenträger jede angegriffene Brauerei, sofern sie sich an der Garanties Karte Geladenen zugelassen. Der Presse wurde ebenfalls der Zutritt im Königreich Nöficke. Aber merkwürdig! Diese geheimen Mit- zeichnung betheiligt, hat damit eine Sicherheit, bei ihrem Widerverweigert, ausgenommen dem Berliner Polizeiorgan, genannt theilungen, aus welchem Reich sie immer kommen mögen, unfere stande auf die thatkräftige Unterstützung des gesammten Bundes Intelligenzblatt", und dem„ Lofalanzeiger". Daß auch ein Brieftaubenpost befördert sie schnell und prompt an unsere rechnen zu können. Dies vorausgeschickt, haben wir beschlossen rother Gastwirth" sich Eingang verschafft hatte, und zwar auf Adresse. Gestern fanden wir ein Schreiben vor, das wir zur ganz natürlichem Wege, sei nur nebenbei bemerkt. Schlimm schnelleren und besseren Verbreitung in unserem Staatsanzeiger Brauereien im Deutschen Reiche, welche im Jahre 1893 mehr als 5000 einfache Zentner Malz verschroteten, mit Ausnahme der waren diejenigen Mitglieder der großen Berliner für geheime Erlasse hiermit zum Abdruck bringen; Budikervereine dran, die nicht in der glücklichen Lage sind, Frankfurt a. M., 8. Juli 1894. jenigen, die ausgesprochener Maßen zu den Sozialdemokraten einen seit dem Bierboykott verödeten Raum, einen Saal, ihr halten, mittels dieses vertraulichen Rundschreibens, die Aufs eigen zu nennen, auch sie wurden ohne Erbarmen zurückSehr geehrter Herr! forderung zu richten, sich an der Bildung eines Garantiefonds zu betheiligen, der die Möglichkeit bietet, bedrohte Brauereien wirksam zu unterstützen bezw. wenn die Mittel der Verbände in den einzelnen Städten oder Bezirken nicht mehr ausreichen, diesen zu Hilfe zu kommen. " " Streng vertraulich. gewiesen. Die Gastwirthe, die sich der Gefolgschaft Jacobi- Der unterzeichnete Ausschuß erlaubt sich heute Ihre AufRösicke nicht angeschlossen haben, wurden in Acht und merksamkeit auf die Vorgänge in Berlin zu lenken, wo, wie Bann erklärt und es wurde ihnen angekündigt, daß sie später, Ihnen bekannt sein dürfte, zwischen der Sozialdemokratie und nach Beendigung des Boykotts, tein Bier wieder aus anständen dortigen Brauereien ein Kampf ausgebrochen ist, dessen Entdigen" Brauereien erhalten sollten. Daß das von den Bescheidung maßgebend sein wird nicht nur für alle Brauereien treffenden garnicht verlangt wird, daß außer ihnen noch in Deutschland, sondern auch für alle sonstigen industriellen eine ganze Masse von Gastwirthen ihren jezigen Betriebe. Lieferanten treu bleiben werden, daran dachten Es ist nicht erforderlich besonders hervorzuheben, aus welchen die Braven nicht. In seinem Bericht über den Unterstüßungs- geringfügigen Ursachen die Arbeiter sich zur Herbeiführung dieses fonds" drehte sich Herr Jacobi nach seiner Art im Kreise muthwilligen Kampfes veranlaßt gesehen haben. herum. Es seien demselben viele Gelder zugeflossen( die Summe Glücklicherweise hatten diesmal die sämmtlichen untergährigen verschwieg er); die Gesuche find aber meist abgelehnt Brauereien( die obergährigen schlossen sich unter Bezugnahme auf worden, die Gesuchsteller nicht lange genug die Thatsache, daß ihr Bier fast ausschließlich von Arbeitern Mitglied des gewesen Weißbierwirthe Vereins waren. tonsumirt wird, von der Vereinigung aus) fich zu einem Die Brauereibefizer, für die man doch ins Feuer gegangen, hätten Verbande solidarisch zusammengeschlossen, so daß sie in nicht genügend gespendet. Nun sollen auch die Lieferanten zur der Lage waren, mit vereinten Kräften ihre Interessen zu Zeichnung von Geldern herangezogen werden. Die Kasse muß vertheidigen. Die einzige nennenswerthe Brauerei, welche in der That recht schwach sein, da ein Bittsteller bedauerlicher sich der Vereinigung feindlich gegenüberstellte, ist das Münchener Weise" abgewiesen werden mußte, trotzdem er vom Boykott hart Brauhaus, an dessen Spize der auch Ihnen wohl bereits aus betroffen und Vater von 6 Kindern ist. Zu bestreiten ist nicht, dem Jahre 1890 bekannte Herr Arendt steht. weil W daß der Boykott schon" barte Berlufte" geschlagen hat, so In dem Verbandsstatur ist bestimmt, daß jede in Verruf ermeinte Herr Jacobi, und wir glaubens ihm aufs Wort. Klärte Brauerei während der Dauer desselben für die erlittenen Was die Höhe des Garantiefonds betrifft, so haben wir 5 Pf. für jeden einfachen Zentner Malz, der im letzten Sudjahr verschrotet wurde, festgesetzt. Damit dieser Garantiefonds erst in Angriff genommen wird, wenn andere Hilfsquellen nicht ausreichen, haben wir bestimmt, daß Unterstützungen seitens des deutschen Brauerbundes in der Regel nur für die Verluste gewährt werden, welche den betr. Brauereien erwachsen, nachdem der Boykott bereits 3 Monate gedauert hat. Endlich verfehlen wir nicht, Ihnen mitzutheilen, daß der Berliner Verein bereits in Gemeinschaft mit andern Vereinen benachbarter Städte ein Statut ausgearbeitet hat, um einen Zentralverband gegen Verrufserklärungen deutscher Brauereien zu gründen, zu dessen Beitritt vertraulich demnächst Aufforderung ergehen wird. Indem wir noch bemerken, daß sich der unterfertigte Ausschuß freie Verfügung über die zu gewährenden Unterstützungen vorbehält, bitten wir unter Ausfüllung des verschroteten Quantums Malz beifolgenden Garantieschein mit Ihrer werthen Unterschrift versehen an F. Henrich, Neue Zeil 68, Frankfurt a. M., gefl. Igeniren tönnte. Der Schankwirth, welcher die Autorität des Konjunktur in erhöhtem Maße dazu, auszuziehen und ein zu retourniren. Mit aller Achtung Der Ausschuß des deutschen Brauerbundes. F. Henrich. Für den Fall Sie sich bei der Garantiezeichnung nicht betheiligen, bitten wir ebenso dringend als ergebenst, dieses Birkular in geschlossenem Rouvert zu retourniren. Wiederholt achtungsvoll Garantie Schein. Der Obige. Die unterzeichnete Brauerei beziv. Firma verpflichtet sich, Herrn K. in Bierfragen nicht anerfennen wollte, ist daraufhin andere Wohnung zu suchen, da angesichts der gestiegenen vom 1. Juli ab um 300 m. jährlich gesteigert und hat seine Zahl der leeren Wohnungen und der Miethsermäßigungen die Rundschaft, soweit sie Herrn Kollani direkt unterthan ist, auch Aussicht, eine noch billigere Wohnung zu finden, größer ist. Es eingebüßt. Damit ist das Kapitel, wie Berliner Hauswirthe ihre giebt eben auch unter den Miethern Spekulanten, die sich auf Miether behandeln, um einen neuen Zug vermehrt. Die beiden Hauffe und Baisse verstehen. Diese Spekulanten sind allerdings geschilderten Fälle zeigen, welche Mittel man zur Bekämpfung harmloserer Art. Sie wollen nicht, wie die Hausbesitzer, anderen des Boykotts für erlaubt hält. Der Effekt wird freilich ein an- Leuten möglichst vollständig das Fell über die Ohren ziehen, derer sein, als ihn die überklugen Herren voraussehen: Die fondern nur möglichst viel an der Miethe sparen. Aus dem Arbeiter werden das als Ansporn betrachten, um selben Grunde wagt namentlich der Unbemittelte in Zeiten des nun erst recht den Boykott wirksam zu machen. Wohnungsmangels weniger leicht, auszuziehen, weil er fürchten Die Schultheiß- Brauerei- Aktien- Gesellschaft hat ihren muß, eine noch theurere Wohnung zu bekommen. Die den eine Vertheuerung ihres Bieres angezeigt und zwar auf Grund und seßhafter. Die folgende Tabelle kann als Beweis dafür Spandauer Biersteuer. Wie verlautet, wollen sich die Span- dienen. G3 kamen auf je 1000 im Mittel des betreffenden Jahres bauer Schultheiß- Wirthe diese Bertheuerung nicht gefallen lassen leere( im 1. Quartal.) Steigerungen. Ermäßigungen. Umzüge. in Berlin überhaupt vorhandene Wohnungen: und es soll die Absicht bestehen, nun auch ihrerseits die Schult- leere( im 1. Quartal.) Steigerungen. Ermäßigungen. Umzüge. heiß- Brauerei zu boykottiren, bis zu einem Gesammtbetrage, der gleichkommt dem Betrage von Runden in Spandau ganz gegen ihre sonstige Gewohnheit Birthen günstigere Konjunktur macht die Miether vorsichtiger 5 Pf. für jeden im Betriebsjahr 1. Oktober 1892 bis 30. September 1893 von ihr verbrauten Zentner Malz, diejenigen Beber träge an den Präsidenten des deutschen Brauerbundes, Herrn F. Henrich in Frankfurt a. M. zu dessen freier Verfügung jeber zeit sofort in baar einzusenden, welche von diesem auf grund des Rundschreibens vom 8. Juli 1894 eingefordert werden. Vom 1. Oktober 92 bis 30. September 93 habe verschrotet einfache Zentner Malz werden würde. Dem Verdienste seine Krone. Wie gemeldet wird, ist das für Unteroffiziere und Mannschaften hiesiger Garnison be standene Besuchsverbot der Germania- Säle in der Chauffeestraße nunmehr, nachdem Sozialdemokraten dort nicht mehr verkehren bezw. Versammlungen abhalten, aufgehoben worden. Ordnung " " " 26,7 519,9 1881 50,3 1882 1883 39,0 43,9 45,0 24,8 $ 27,9 491,2 29,9 18,9 474,1 1884 32,8 46,8 15,8 472,7 1885 23,5 86,4 12,0 461,6 1886 22,1 101,4 9,6 448,6 1887 20,8 132,9 6,6 432,2 1888 21,8 108,7 6,1 429,8 1889 23,5 93,5 6,4 455,3 64,8 7,2 457,9 42,2 12,4 471,4 1890 26,1 1891 Eine Stimme aus der Wüste. Das Wettkriechen um die Gunft der hochmögenden Herren vom Ringe, was wir feit geraumer Zeit in der gegnerischen Presse beobachteten, zeitigt nummer hatten wir davon Mittheilung gemacht, daß ein Herr Rösicke als Wohlthäter. In unserer Sonntagsmanchmal absonderliche Blüthen. Fast möchte man annehmen, getreuer Schildknappe des Herrn Nösicke, Herr Restaurateur und daß die Redaktionen mancher Blätter das Lesen sozialdemokratischer Borsitzender des Vereins der Händler für Ober- und Unter39,1 Organe überhaupt eingestellt haben; schrieb doch die, natürlich früchte", Herr Maybauer 200 Billets zum Stiftungsfeste des Diese Tabelle zeigt eine in allen Rolonnen übereinstimmende nationalliberale" Magdeburgische Zeitung" kürzlich, daß, falls Vereins übersandt habe mit der Bitte, durch Abnahme dieser Bewegung. Bis 1887 beziv. 1888 fiel die Zahl der leeren die Arbeiter fiegen, von ihnen die Entlassung der Braumeister Billets den Verein zu unterstützen. Diese Unterstützung ist denn Wohnungen, stieg die Zahl der Erhöhungen des Miethspreises, und sogar der Brauereidirektoren als Siegespreis gefordert auch thatsächlich gewährt worden, wenn auch nicht in dem Maße, fiel die Zahl der Ermäßigungen und fiel die Zahl der Umzüge. wie erwartet wurde. Herr Rösicke hat sich nun dazu verstanden, von da an trat überall die umgekehrte Bewegung ein. Für Angesichts solcher Exaltationen berührt es förmlich angenehm, 75 Billets à 30 Pf. zu entnehmen, was einer Summe von 22 m das Jahrzehnt 1871-81 ist etwas ganz ähnliches nachzuweisen, auf einen Gegner zu stoßen, der unbeschadet seiner fonfequenten 50 Pf. entspricht. Die Inhaber der Freibillets zierten denn auch aber infolge der außergewöhnlichen Verhältnisse während und feindseligen Haltung doch anständig genug ist, anzuerkennen, das Fest der Händler und traten sichtbar in die Erscheinung. nach der Gründerzeit" möchte dieses Jahrzehnt als weniger was ist: nämlich, daß der Bierverruf" gewirkt hat- und beweiskräftig angesehen werden. In dem mit 1891 begonnenen wirkt. Troß der vielen günstigen Nachrichten über den Boy Eine Post zu spät traf, wie wir bereits vorausgefagt Jahrzehnt hat sich die für die Miether günstige Entwickelung Tott", so lesen wir in der Konservativen Korrespondenz", scheint hatten, eine Berichtigung der Kutscher des Herrn Bolle bei zunächst noch fortgesetzt, aber es scheint, als ob bereits wieder uns aber der Sieg der Brauereien noch keines- uns ein. Die braven Leute drohen, falls wir die von über eine neue Wendung eintreten will. Die Liebenswürdigkeit gegen. wegs fest zu stehen. Wir halten sogar die vielfachen 100 Kutschern unterzeichnete Berichtigung nicht veröffentlichen, sie über den Miethern und Wohnungssuchern dürfte daher bei den Schönfärbereien(!) für höchst bedenklich, weil sie die sich an andere Zeitungen wenden würden. Obwohl das ganze Hausbesitzern bald wieder ebenso abnehmen, wie sie von 1887 an Energie der Industriellen, deren Hilfe die Brauereien Schreiben, welches mit solchem Nachdruck von uns Kutschern" zugenommen hat. bedürfen, wenn sie siegen wollen, einschläfert. Die Berliner Ar- spricht, daß man anzunehmen geneigt ist, es stünden noch andere beiter folgen in der überwiegenden Mehrzahl dem Befehl der Leute dahinter, alles andere, nur teine Berichtigung darstellt, leuchtung bei der vorgestrigen Borstellung der Ibsen'schen Gespenster Die Bildung der Gebildeten zeigte sich in bekannter BeSozialdemokratischen Parteileitung. Wir wissen beispielsweise, wollen wir einiges daraus hervorheben. Die bei Herrn daß in der Kantine eines föniglichen Betriebes, wo bisher von Bolle üblichen Strafen werden in der Weise, wie wir im Alexanderplatz- Theater. Eine Reihe der Parquets war be 1000 Arbeitern täglich 2500 Flaschen Schultheiß- Bier getrunken sie veröffentlicht, durchaus zugegeben, aber auch als sezt mit studentischen Grünschnäbeln, die in oftentativer Weise find, seit Wochen täglich nur höchstens 300 Flaschen davon ver- berechtigt hingestellt, denn müsse sein. ibre boeufstückzerhackten Gesichter zur Schau trugen. Dem rohen fauft werden. Die„ Genoffen" bringen sich ihr nichtboykottirtes Bier Reinlichkeit und Pünktlichkeit müsse sein, denn gerade durch die Aeußeren entsprach ihr gefühlloses Innere. Ohne Rücksicht auf feitdem selbst mit. Dieses Beispiel allein ist ein Beweis der Energie, große Reinlichkeit und Pünktlichkeit und das Interesse, die Empfindungen Anderer gefielen sich diese späteren Stüßen der mit der der Boykott ausgeübt wird; es zeigt aber leider auch, welches jeder von uns Kutschern" hat, ist das Ge- Gesellschaft darin, während der ganzen Vorstellung, hauptsächlich daß selbst Staatsbetriebe gewissermaßen in den Händen der schäft zu dieser hervorragenden Höhe gekommen, wie fein zweites bei den das Gemüth der übrigen Theilnehmer tief bewegenden Sozialdemokraten find, eine Erscheinung, die vor einigen Jahren in ganz Europa. Dieser Satz ist bemerkenswerth und fann Momenten in widerwärtiges Lachen und Richern auszubrechen, noch fast unmöglich war." nur unsern Beifall finden. Sache der Kutscher ist es, diese Wahr ähnlich wie man es an Leuten wahrnimmt, die ihrer fünf Sinne Aus dem hier zitirten Nachsatz sowohl als aus dem nun heit ganz zu begreifen, dann werden sie auch einsehen, daß ihre nicht mehr mächtig sind. Offenbar waren diese blasirten Rowdys folgenden begeisterten Appell an die Klasseninstinkte der bürger- Interessen andere sind, als die eines einzelnen Mannes, der niedrigen Preise halber gekommen, um sich einen billigen lichen Elemente zwecks Einigung in dem Kampje gegen der sein Geschäft durch fie, die Kutscher, zu so hervor. Jur" zu machen. Und diese Flegel sollen die Repräsentanten die Sozialdemokratie von Moral und Bildung sein. geht unzweifelhaft hervor, daß ragender Höhe" gebracht hat. wir es in der That mit einem Gegner zu thun haben. Mangel an Richtern scheint auch beim Reichs- VerMan merft aber sofort, daß Der Verfasser seine ficherungsamt vorhanden zu sein. Wie einige Blätter bekannt Informationen aus einer befferen Quelle geschöpft hat, als aus geben, soll während der Dauer der Gerichtsferien( vom 15. Juli den Waschzetteln des Ringes, mit denen alle Blätter, die Herrn bis 15. September) auch die Spruchthätigkeit des Reichs- VerRöfice unterthänig, gespeist werden. Soweit, daß die Staatssicherungsamtes ruhen, da für diese Zeit die Mitwirkung der an betriebe infolge des Boykotts gewissermaßen" in den Händen der Rechtsprechung theilnehmenden richterlichen Beamten ausgeder Sozialdemokraten sich befinden, sind wir freilich noch nicht; schlossen ist. Die in Unfall wie in Invaliditäts- und Alters- richteten, eine aus Petersburg hierher zurückgekehrte Frau Stir Der erste Cholerafall in Berlin, der, wie wir schon be die Ueberzeugung wird aber durch nichts erschüttert werden, versicherungsfachen schwebenden Rekurse und Revisionen erfahren betrifft, ist nach dem bisherigen Verlaufe durchaus ungefährlich daß dieser ganze Kampf gegen die Arbeiter, der den Namen dadurch eine nicht zu vermeidende Verzögerung". Die Ver- und giebt zu weiteren Befürchtungen gar keinen Anlaß. Die Bierboykott führt auch wenn sein Ende anders sein sollte zögerung wäre sehr einfach dadurch zu vermeiden, daß mehr Erkrankte befand sich zwei Stunden nach ihrer Ankunft bereits als wir mit Sicherheit erwarten gewissermaßen" unser Ziel Richter angestellt würden. Hier, wo es sich um die Austragung im Moabiter Barackenlazareth und es sind ungefäumt alle Abnäher rückt, wo die Staatsbetriebe thatsächlich in unseren von Rechtsstreiten handelt, die den Wermsten der Armen, den wehrmaßregeln getroffen worden. Die Patientin befindet sich Händen sind und die Arbeiter ihre Geschicke selber regeln. verunglückten Arbeitern ihre färgliche Rente bringen soll, ist heute Mittag schon auf dem Wege der Besserung und wird Gegen die Befchuldigung, ein Sommerfest in einem jedenfalls die schnellste Erledigung am Blake. voraussichtlich schon nach einigen Tagen wieder aus dem boykottirten Lokal abgehalten zu haben, rechtfertigte sich der Vor- Neber den Betrieb der hiesigen Genossenschafts- Hut Krankenhause entlassen werden können. stand der hiesigen Filiale des Verbandes der in Buchbindereien, fabrik schreibt man uns aus gutunterrichteten Kreisen folgendes: der Papier und Lederwaaren Judustrie beschäftigten Arbeiter Angesichts der verleumderischen Anzapfungen, die in der am In der Schöneberger Mordsache verfolgt die Kriminalund Arbeiterinnen in einem umfangreichen Schreiben an uns, Donnerstag stattgehabten„ Saalverweigerer Bersamm polizei noch unausgesetzt die Spuren, die auf eine Thäterschaft wobei er sich darauf stüßt, daß 1. der Boykott gebiete, nur solche I ung" gegen die Hutfabrik gemacht wurden, die dahin gingen, oder Mitwissenschaft des wegen Hehlerei inhaftirten Schloffers Lokale zu meiden, die lediglich Ringbier ausschänken, was bei daß die in diesem Etablissement angelegten„ Arbeitergroschen" Meyke hinweisen. Die Angaben, die Meyke macht, um einen dem Lokal, wo das Fest abgehalten wurde, nicht der Fall ge- verloren seien, dürfte es angebracht sein zu" betonen, daß das Alibibeweis zu führen, stehen bis heute auf sehr schwachen wesen sei, und daß 2. auf dem Fest tein tropfen Ringbier ge- Unternehme im Gegentheil eines guten Geschäftsganges sich er- Füßen; sie bestätigen sich durchweg nicht. trunken worden wäre. Wir veröffentlichen dies hiermit, um den freut. Beta.mtlich gründete der Unterstüßungsverein deutscher Hut- Einen schauerlichen Fund machte in der Nacht zum Verein vor unbegründeten Anfechtungen zu behüten. Das macher zum Zweck der besseren Durchführung des Systems der 19. d. M. der städtische Wächter Klotti, der im 40. Polizeirevier Schreiben selbst fandten wir der Boykottkommission zur Infor- Arbeiter- Kontrollmarke eine Hutfabrit. Gelegentlich der General stationirt ist. Als R. furz vor 4 Uhr den Dönhoffsplay abmation zu. versammlung des Vereins, welche vorige Woche hier abgehalten patrouillirte, fand er in einem dem Hause Jerusalemerstr. 86 Werkstätten Agitation. Die unter dieser Spigmarke in wurde, erstattete die Geschäftsleitung Bericht, nach welchem in gegenüberstehenden Gebüsch die Leiche eines neugeborenen geftriger Nummer gebrachten thatsächlichen Angaben, daß eine den vier Jahren, welche das Unternehmen hinter sich hat, der Mädchens. Die Leiche war in weiße Leinwand und graues große Anzahl von Arbeitern, die im Gewerbe Hof", Waarenumsay 51 000 Dutzend Hüte betrug. Der Werth, welcher Papier eingewickelt und zeigte bereits Spuren der Verwesung. Krautftr. 52, befchäftigt find, noch Schultheiß- und Borussia- wurde in derselben Zeit bezahlt 441 041,72 M. Dazu an Ge- duktion nachweifen. hierfür erzielt wurde, betrug 1470 000. An Arbeitslohn Ob eine Kindestödtung vorliegt, kann erst die gerichtliche DbBier trinken, find nicht der Wahrheit entsprechend. Aus ganz hälter 71 447,50 M. ficherer Quelle wird uns mitgetheilt, daß die Arbeiter der beDie Arbeitszeit beträgt neun Stunden. Beschäftigt werden durchschnittlich 75 männliche und 50 weibliche Ueberfahren und auf der Stelle getödtet wurde vorgestern treffenden Werkstätten sich es zur Ehre anrechnen, schon seit dem Arbeiter. Neben dem Hauptabfazgebiet Deutschland, werden Abend um 7 Uhr der 5 Jahre alte Knabe Dtto Charlet, der Beginn des Boykotts überhaupt keinen Tropfen Kingbier ge- Waaren versandt nach Belgien, Dänemark, die Schweiz, Holland, Grüner Weg 84 bei ſeinen Eltern wohnte. Als der Knabe den Fahrdamm vor seinem elterlichen Hause überschreiten wollte, tam Arbeiter dieser sämmtlichen Fabriken( wohl 6-700 an der Bahy) Kleinasien und Japan. = trunken zu haben. Es wird uns weiter mitgetheilt, daß die Der Bierboykott bedroht die Grundvesten unseres so wohl geordneten Staatslebens, deshalb muß alles, was friechen tann, Staatsretter spielen. Auf welche Weise gewisse Leute diese verantwortungsvolle Rolle auffassen, dafür wollen wir heute zwei weitere Beispiele bringen. " = Aus der Charitee wird uns wieder ein unliebfames Borkommniß gemeldet. Dortfelbft ist ein an Diphtheritis verstorbenes Kind ohne Vorwissen der Angehörigen obduzirt worden. Dieselben fanden es im Zeichenkeller in einem entsprechenden Bustande vor. empört seien über unsere gestrige Notiz. Wir bedauern um so Das Wohnungfuchen ist jetzt wieder an der Tagesordnung. ein Geschäftswagen dahergejagt, stieß das Kind um und zermalmte mehr, dupirt worden zu sein, als gerade die Genossen des Ditens Wer am 1. Juli zum 1. Oktober gefündigt hat oder eine Kündi: ihm den Brustkasten. in solch energischer und thatkräftiger Weise den Kampf geführt gung erhalten hat, muß sehen, daß er sich baldigst eine neue Juteressante lebungen im Fernsprechwesen werden haben, daß in diesem Stadttheil die Bierwagen der Ring- Wohnung sichert, Ein neues Heim" pflegt man das poetisch gegenwärtig in dem Uebungsfaal des Fernſprechamts in der brauereien höchstens noch durchfahren, um ihre leeren Fässer zu- zu nennen, aber weite Kreise der großstädtischen Bevölkerung, Oranienburger Straße ausgeführt. Es handelt sich um Hersammen zu holen aus besseren Zeiten. die, wenn nicht durch Miethssteigerungen oder Einkommensver- ftellung von Fernsprechleitungen auf Entfernungen von über minderung, so doch durch häufigen Wechsel der Arbeitsgelegenheit 100 deutschen Meilen. Bevor Fernsprechanschlüsse auf große gezwungen find, alle 12, 6 oder 3 Monate umzuziehen, wissen Entfernungen hergestellt, müssen in dem Uebungssaal Proben auf faum, was ein Heim" ist. Sie fommen aus dem Wohnungsuchen die Durchführbarkeit der Leitungen und Verständlichkeit der Ge und Umziehen nicht heraus. Wer jetzt für sich oder andere eine spräche angestellt werden. Selbstverständlich können in dem Wohnung sucht oder mit Wohnungsuchern dieses zeitgemäße Thema Uebungsfaal die Leitungen nicht zu lang hergestellt werden und bespricht, tann dabei allerlei lehrreiche Dinge erfahren. Daß muß daher die naturgemäß bei großer Entfernung entstehende Die Frau eines Genossen in Steglitz hatte eine sogenannte man vom alten Miether meist mit mürrischer Miene empfangen Stromabschwächung auf tünstlichem Wege herbeigeführt Aufwartestelle bei einem Ingenieur B. Am letzten Sonntag be- wird, ist am Ende begreiflich. Niemand läßt gern Leute in seine werden. Dies geschieht dadurch, daß auf Entfernungen fuchte die Frau in Gemeinschaft ihres Gatten, wie schon oft, das Behausung hineinblicken, die oft auch vor der Besichtigung der von je zwei Metern, weiche je zwei Meilen vorstellen, Kurhaus in Friedenau, tehrte gegen Abend nichtsahnend nach verborgensten Winkel nicht zurückschrecken. Seltsamer berührt Gummibolzen Seltsamer berührt Gummibolzen eingeschaltet werden, welche der elektrische Steglitz zurück und begab sich, um ihre gewöhnliche Arbeit zu be- dagegen die Liebenswürdigkeit, mit der man vom Hausbesißer Strom überspringen muß. Um die nothwendige Verstärkung des forgen, in die Wohnung des gestrengen Herrn B. Hier zog sich oder seinen Vertretern, von seinen Angehörigen bis hinab zum Stromes wieder zu veranlassen, werden auf größere Entfernungen, nun ein furchtbares Gewitter zusammen. Der Mann mit den Hoffeger, beim Wohnungssuchen in der Regel bewillkommt wird. welche je eine Station bilden, Stromverstärker eingefügt. Die sonst gar nicht so sagen wir strengen Sittenbegriffen entdeckte Gs wird uns mitgetheilt, daß die Hauspaschas von der leutselig bis jetzt gehabten Erfolge bei den Uebungen sollen außerordentnämlich plöglich sittliche" Bedenken, weil die Frau ein solches entgegenkommenden Haltung, deren sie sich seit einigen Jahren den lich günstig sein. Lokal", wo- man denke öfter Sozialdemokraten verkehren Wohnungssuchern gegenüber befleißigt haben, vorläufig immer sollen, besucht hatte, und hielt sie von Stunde an nicht mehr für noch nicht viel verloren haben. Die Leiche des Handelsmannes Schweichel, welche von Das kann man entweder so der hiesigen Staatsanwaltschaft mit Beschlag belegt worden, ist würdig, für seinen Komfort zu sorgen und sich abzurackern; sie deuten, daß ihnen immer noch eine Menge Wohnungen leer steht, von der Behörde nunmehr freigegeben, nachdem sich herausgestellt, wurde deshalb entlassen. oder auch so, daß die Miethslustigen sehr wählerisch sind und fönnte man den zweiten Fall betiteln, der sich gegenwärtig in Beides geht übrigens meist neben einander her und steht augen Charlottenburg und Bahnhof Börse und hielt dabei, um seinen Die Boykottirung eines Miethers durch seinen eigenen Wirth sich nach der Besichtigung meist als Mieths un lustige erweisen. daß eine dritte Person an dem Tode des Sch. keine Schuld hat. Schweichel benutte vor längerer Zeit die Stadtbahn zwischen dem Hause Lindenstraße 25 abspielt, wo sich die Kollani'sche scheinlich auch mit einander in ursächlichem Zusammenhange. Militäreffektenfabrik befindet. Der in dem Hause des Herrn Je mehr Wohnungen leer stehen, desto länger wird gesucht und infolge scharfen Gehens erhitzten Körper zu fühlen, den Kopf zum Rollani wohnende Schantwirth Schuster hatte bis zum Beginn desto später wird zugegriffen; das erscheint ohne weiteres ver- bes Handelsmannes, derselbe erblindete fast gänzlich und konnte Fenster hinaus. Durch den starken Luftzug erkrankten die Augen des Boykotts Habel'sches Bier und schaffte dann ringfreies Bier ständlich. Man kann aber auch den Saz aufstellen: je mehr feinem Erwerbe nicht mehr nachgehen. Sch. soll sich schon seit an. Wegen dieser Frivolität wurde er jedoch alsbald vor Herrn Wohnungen leer stehen, desto größer ist die Neigung, einiger Zeit mit Selbstmordgedanken beschäftigt haben und wird R. zitirt, der auf Grund eines 3irtulars, das die überhaupt umzuziehen. Wenn man bas Letzte Jahr Habel'sche Brauerei an ihn gesandt, feinen Miether zehnt rückwärts überblickt, dann findet man, daß im allge aus diesem Grunde eine Selbstvergiftung des Händlers anin barschem Tone deßhalb zur Rede stellte. Nach der Meinung meinen die Zahl der Umzüge desto höher war, je höher die Zahl genommen. dieses Herrn, der sich durch sehr niedrige Entlohnung feiner der leer stehenden Wohnungen, je böher zugleich die Zahl der Polizei- Bericht. Am 19. d. M. stürzte Nachmittags in Arbeiter bereits einen Namen gemacht hat, soll sein hochkonser Miethsermäßigungen und je niedriger die Zahl der Mieths der Prenzlauerstraße ein Handwerker plößlich zu Boden und, vatives Haus" ringfreies Bier nicht vertragen können; wir steigerungen war. Das erscheint zunächst sehr widerspruchsvoll. erlitt eine nicht unerhebliche Wunde über dem linken Auge. erinnern uns aber noch ziemlich genau, daß früher an derselben Man ist eher geneigt, das Gegentheil zu erwarten, da man doch Abends wurde eine Frau in ihrer Wohnung, in der CampStelle, wo jetzt Herr P. Kollani das Szepter führt, annehmen muß, daß jeder froh ist, wenn er seine Wohnung haufenstraße, erhängt vorgefunden. Ein Schlächter stieß im übel berüchtigtes Absteigequartier befand, behalten kann, ohne eine Miethssteigerung befürchten zu müssen. Streite mit seiner Ehefrau mit einem Küchenmesser nach dieser ein hochkonservatives Haus" vielleicht auch noch Aber augenscheinlich ermuthigt gerade eine den Miethern günstige und verlegte sie am linken Arme.- In der Nacht zum 20. d. M. fich was ein choß sich ein Bäckergefelle in seiner Echlafstelle, in der Ritter| anbringen, welches auf dem Bauplan nicht vorgesehen war.| glaubte eine derartige Rohheit bei einem Manne der besseren straße, zwei Revolverfugeln in die Brust und verletzte sich an- In der bereits aufgeführten Mauer mußten die Steine Gesellschaft besonders streng ahnden zu sollen. Das Urtheil scheinend schwer. Im Laufe des Tages fanden zwei Feuer für die Fensteröffnung wieder herausgebrochen werden. lautete demgemäß auf drei Monate Gefängniß und statt: es brannte Wollinerstr. 60 der Dachstuhl und Rochstr. 15 Es geschah dies von innen, die Steine fielen auf den Hof herab, eine an den Nebentläger zu zahlende Buße von der Inhalt eines Cigarrenladens. Außerdem leistete die Feuer- ohne daß an der Mauer ein Schutzdach zur Sicherung der auf 300 M., wobei das Bedauern ausgesprochen wurde, daß der wehr bei einem Dachstuhlbrande in Friedrichsberg Hilfe. dem Hofe sich bewegenden Arbeiter angebracht war. Ein Stein Nebenkläger nicht eine höhere Buße verlangt und nicht auch fiel dem Maurer Schüße auf den Ropf und tödtete ihn. Die Strafantrag wegen Sachbeschädigung gestellt hatte. beiden Angeklagten Rosetti erklärten sich frei von jeder Verant wortung, die lediglich der von ihnen mit der Aufsicht betraute Polier Hartmann zu tragen habe. Der Staatsanwalt beantragte Witterungsübersicht vom 20. Juli 1894. Stationen. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Swinemünde. Hamburg. Berlin Wiesbaden. 756 • München Wien Haparanda Petersburg Cort. Aberdeen Paris • . MSM Windstärke (-) 6624522BIL Wetter Celsius Temperatur 50 G. 4° R.) ( nach 5 wolkig 16 758 Q halb bedeckt 14 759 wolkig 15 763 SW . wolkig 15 765 wolfig 14 762 bedeckt 15 752 halb bedeckt 17 758 WSW wolkig 17 759 SW 3 woltig 14 756 . 764 WSW 23 1 wolfig 14 1 wolfenlos 14 Wetter- Prognose für Sonnabend, den 21. Juli 1894. Etwas wärmeres Wetter mit schwachen südwestlichen Winden und veränderlicher Bewölkung ohne erhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Gerichts- Beitung. Vermischtes: auch nur gegen den Letzteren eine Gefängnißstrafe von Wegen Sittlichkeitsverbrechens wurde, wie die Burgsechs Monaten, gegen die beiden Angeklagten Rosetty die Frei- städter Volksstimme" berichtet, der Lehrer Klipsch aus sprechung. Der Vertheidiger der Letzteren, R.-A. Leop. Meyer, Seiersdorf, eine Säule der dortigen Antisemiten, in machte noch weitere Ausführungen, woraus die Straf Nummer Sicher gebracht. Noch vor wenigen Tagen war er als losigkeit der beiden Rosetty's zu begründen sei, R.-A. Höniger, Anwalt der„ bürgerlichen Sittlichkeit" und" chriftlichen Ordnung" der Bertheidiger des Hartmann, plädirte für ein niedrigeres gegen die Sozialdemokratie aufgetreten. Der Brave! Nun ist er Strafmaß. Der Gerichtshof erklärte alle drei Angeklagte für am Drt des Schweigens, und man sagt ihm sogar nach, daß er verantwortlich und schuldig. Es sei eine beliebte Manier der " ausführenden Bauherren, die ganze Verantwortlichkeit auf den ganz unglaubliche Schweinereien" begangen habe. Polier zu wälzen, der nicht nur beaufsichtigen, sondern auch noch mitarbeiten solle. Es sei schon eine Fahrlässigkeit seitens der beiden ersten Angeklagten, daß es ihnen entgehen konnte, daß der Mitangeklagte Hartmann die in Rede stehende Arbeit ausführen ließ. Die Anstellung eines Poliers fonnte sie nicht von der Verpflichtung entbinden, selbst ein wachsames Auge auf den Bau zu haben. Die Angeklagten Rosetty wurden zu je drei Wochen, der Angeklagte Hartmann wurde zu 14 Tagen Gefängniß verurtheilt. Briefkaffen der Redaktion. mir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( Swet Buchstaben oder eine Zah anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. H. K. Zahlungsbefehle gegen in Berlin wohnhafte Personen sind beim Amtsgericht Berlin L, Neue Friedrichstraße, zu beantragen. $. 2. Ihr eheliches Kind können Sie sich ohne Prozeß holen, tönnen auch auf Herausgabe klagen. Auf eine exemplarische Strafe erkannte das Schöffen gericht am Amtsgericht II in gestriger Sizung wegen einer Briefkaffen der Expedition. Brutalität, die einem Radfahrer gegenüber ausgeübt worden Für die Brauerei- Arbeiter gingen ferner ein: war. Angeklagt war der Rentier Karl Herzsprung Arbeiter der Firma D. R. Nitsch 1. Rate 9,50. Von einem aus Wilmersdorf. Am 1. Februar fuhr der Berliner Gemeinde- Studenten 1,-. Von den Arbeitern der Stieghahn'schen HolzLehrer Kindler von Schmargendorf mit seinem Fahrrade nach leisten Fabrik, Waldemarstr. 14 6,20. Vom Bezirk 500 7,-. dem dortigen Bahnhofe. Der Angeklagte tam ihm mit seiner Rothe Kindtaufe beim Bierschnüffler Nante, Eperzierstr. 4c 2,35. Um ein Bau- Unglück handelte es sich in einer Anklage Frau und seinem Hunde entgegen. Das Thier, ein großer Jagd W. G. Köpenick 2,-. Von den Kellnern des Reichsgartens, Friedenwegen fahrlässiger Tödtung, welche gestern vor der hund, sprang wüthend dem Radfahrer entgegen. Dieser rief straße 3,50. G. 4,-. Von dem Verein Arbeiterschutz, Hanau 24,95. fiebenten Straffammer des Landgerichts I gegen den Maurer- dem Angeklagten zu, er möge doch seinen Hund zurück Die Rothen, Alte Jakobstr. 118 4,40. Boldampf gesar.imelt meister Franz Rosetty, dessen Sohn, den Maurermeister rufen, statt dessen schrie der Herr des unvernünftigen 14,65 M. von Alb. Krause am 15./7. D. P." 14,65. Werein„ Ge Gustav Rosetty und den Maurerpolier May Hartmann Thieres: Du Lümmel verfl., was willst Du?" und hieb selligkeit", Hennigsdorf, darunter ein Mitglied extra 5 m. 14,95. verhandelt wurde. Die beiden ersten Angeklagten ließen auf dem gleichzeitig verschiedene Male mit seinem Stocke auf den Rad- G. K. in 2. 1,-. Statklub Tourné, Wrangelstraße 84 22,-. Grundstück Yortstr. 54 einen Neubau aufführen. Die Be- fahrer ein. Obwohl außer ihm selbst auch das Fahrrad durch Schneiderwerkstatt Ellrodt, Behrenstraße 24 8,50. Gesammelt bei aufsichtigung hatten sie dem Mitangeklagten Hartmannn über- bie Stockschläge beschädigt worden war, stellte Herr Kindler nur einer Geburtstagsfeier R. H. 1,80. tragen. Am 3. Januar d. J. ließ der Letztere aus eigenem Strafantrag wegen Körperverlegung und schloß sich dem ein- Summa 127,80 M. Bereits quittirt 4326,-M., in Summa Antriebe im vierten Stock des Hintergebäudes noch ein Fenster geleiteten Strafverfahren als Nebentläger an. Der Gerichtshof 4488,80 M. 4 Für den Inhalt der Inserate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, den 21. Juli. Bellealliance- Theater. Das Herenlied. Die Nürnberger Puppe. Berliner Theater. Serpentine. Alexanderplat- Theater. spenster. Se National- Theater. Ein Feft auf der Bastille. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Parodie Theater. Vorstellung. Spezialitäten. National- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Novität! Novität! Ein Fest auf der Bastille. Schauspiel in 3 Atten von Fr. Held Regie: May Sam ft. Das tgl. Polizeipräsidium hat mir die öffentliche Aufführung des Schau spiels ,, Ein Fest auf der Bastille" nur Mittwoch Nachmittag 21/2 Uhr ver ſchied nach kurzem, schwerem zeiden Drechsler_und_Berufsgenossen meine innig geliebte Frau Bertha Nagel, geb. Puder. Nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle Berlins. Große öffentliche Verband aller in der Metall- Industrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Herrn Rau, Skaliberstr. 124: Beerdigung findet Sonntag, 22. Juli, Versammlung sente, Sonnabend, den 21. Juli, Abends 8½ Uhr, im Lokale des des Neuen St. Michaels- Kirchhofes bei Abends 8 Uhr, im Lotal des Herrn Konferenz der Vertrauensleute des Südens. Mariendorf aus statt. Dieses zeigt tiefbetrübt allen Freunden und Bekannten an der trauernbe am Montag, den 23. Juli, Ehrenberg, Annenstraße 16. Tagesordnung: Gatte und Vater der hinterbliebenen fung. Referent Genosse Hilpert. 1. Der Bierboykott und seine Wir. Sonntag, den 22. Juli, Vormittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Heise, Lichtenbergerstr. 21: Kinder. Paul Nagel, Kürschner. Berlin, 21. Juli 1894. Allgem. Kranken- n. Sterbekasse der Metallarbeiter. ( E. H. 29.) Filiale Berlin 1. Sonntag, den 22. Juli 1894, Vormittags 10 Uhr, bei Poppe, Lindenstraße 106: Versammlung Tagesordnung: Raffenbericht und Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 176/1] Die Ortsverwaltung. J. A.: F. Bötticher. Deutscher Holzarbeiter- Verband Bahlstelle Berlin. 141/8 Den Mitgliedern zur Nachricht, daß mit der ausdrücklichen Bemerkung ge die 3 ahlstelle 17 von der Jakobstattet daß, falls Theaterbesucher und Hollmannstraßen- Ecke bei Schubert, fich bei den in dem Stücke zahlreich nach Simeonstr. 23 bei Flick verenthaltenen revolutionären Schlag legt ist. wörtern zu lärmenden Rundgebungen politischer Tendenz sollten hinreißen Die Ortsverwaltung. 2. Vorschläge der Standidaten zum Branchen- Versammlung der Nagelschmiede. Gewerbegericht. 3. Abrechnung des Vertrauensmanns. 4. Verschiedenes. Sämmtliche Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 108/6 Der Vertrauensmann. Verband aller in der MetallIndustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Todes- Anzeige. Am Mittwoch, den 18. Juli, ver starb nach längerer Krankheit unser Mitglied der Klempner Franz Neubert. Montag, 23. Juli, Abends 81/2 Uhr, in der Berliner Resource, Kommandantenstraße Nr. 57: Ordentliche General- Bersammlung. Tages- Ordnung: 1. Raffenbericht, Abrechnung vom Sommerfest und Bericht der Revisoren. 2. Bericht des Vorstandes über die Angelegenheit Beer. 8. Berichte der Kommissionen und Ergänzungswahlen zu denselben. 4. Wahl eines Beisigers zum Vorstande für die Branche der Metallschleifer. 5. An den Vorstand gelangte Anträge. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet 172/7 Der Vorstand. Achtung, Textilarbeiter! Die Beerbigung findet am Sonn- Oeffentl. Versammlg. aller Textilarbeiter, abend Nachmittag 5 Uhr vom Trauer hause, Rixdorf, Biethenstraße 65 aus als Weber, Wirker, Posamentire, Färber, tatt. Im rege Beteiligung bittet 172/6 Der Vorstand. Damen und Herren, welche geneigt find, einem Arbeiter- Gesangverein( gem. Chor) beizutreten, können sich jeden Dienstag, Abends 9 Uhr, Beughofftr. 8 im Restaurant melden. 1876b Die gegen Frau Lavalle geund Appreteure Berlins am Montag, den 23. Juli, Abends 8½ Uhr, bei Heise, Lichtenbergerstraße Nr. 21. Tages- Ordnung: 1. Der Bierboykott und feine Gegner. 2. Bericht der Gewerbegerichts- Beifißer und Aufstellung zweter Randidaten. 3. Bericht der Gewerkschafts- Kommission und Neuwahl derselben. 4. Der Streit bei Feibisch. 248/11 NB. Unser Stiftungsfest findet nicht am 12. Auguft in Ronkordia, laſſen, die Wiederholung der Auffüh, alles, algbalb unterfat is be Alte Stiefel grup. Rep. u. Beſt machte Beleidigung nehme ich hier sondern am 11. August im Elysium, Sandsberger allee, flatt, reel und billig.[ 1882b mit zurück. Ausw., statt. rung wird." Ich bitte daher das verehrte Publikum, sich während der Aufführung des Stückes jeder störenden Kundgebung zu enthalten, da sonst die weiteren Aufführungen in Frage gestellt sind. Kaffenöffnung 5/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Im Garten: Großes Konzert. Runge, Neuenburgerstr. 6. 1879b Wittwe Kuschke. Der Vertrauensmann. Achtung! Schuhmacher! Verband der in Buchbindereien, Große öffentliche Versammlung Arbeiterinnen Berlins Auf der Sommerbühne Aufführung aller in der Schuhindustrie beschäftigten Arbeiter und von Possen und Lustspielen, sowie Auftreten von Spezialitäten ersten Ranges. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Castan's Panoptikum. Hawaiische zur Stellungnahme zum diesjähr. Schuhmacher- Kongress in Erfurt am Sonntag, den 22. d. M., Vorm. 10 Uhr, im Lokale des Herrn Deigmüller, Alte Jakobftrahe 48 a. Zages Ordnung: 1. Wie gedenken wir in Zukunft das Schiedsgericht zu gestalten? 2. Anträge zum Kongreß und Wahl von Delegirten zu demselben. 3. Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist pünktliches und zahlreiches Erscheinen erwünscht. J. A.: A. Fleischer. 223/3 der Papier und Ledergalanteriewaaren-Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen. Mitgliedschaft Berlin. Montag, den 23. Juli, Abends 81/2 Uhr, in Deigmüller's Salon, Alte Jakobstrasse No. 48a General- Derlammlung. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung von der Maisammlung. 2. Geschäfts- und Kassenbericht. 4. Wahl der Rechtsschutz- Kommission. 5. Wahl von Vertrauenspersonen für 3. Wahl des 1. und 2. Vorsitzenden, des 1. Schriftführers und der Beisitzerin. die Kontobuch- und die Kartonbranche. 6. Mitgliedschaftsangelegenheiten. Die Versammlung wird pünktlich 1/29 Uhr eröffnet. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Vorstand. Sonnabend, den 28. Juli, Abends 82 Uhr, bei Ehrenberg, Annenstr. 16: Lederarbeiter- Abend. 74/2 König szerinnen. Zentralverein Deutscher Böttcher. Verband der Sattler und Tapezirer. Königs- Tänzerinnen. Das schwerste Ehepaar der Welt. Verein zur Wahrung der Interessen der Versammlung Sonntag, den 22. Juli cr., Borm. 11 Uhr, bei Heise, ichtenbergerstr. 21. Heute, Sonnabend, den 21. Juli, Abends 8% Uhr, Um zahlreiches und pünktlich es Erscheinen wird gebeten. im Lokale des Herrn Wienecke, Alte Jakobstr. 83: H. Winter. Knopfarbeitern. Arbeiterinnen Achtung Metallarbeiter Schönebergs! Berlins und Umgegend. bei Wilke, Andreasstr. 26: Montag, den 23. Juli, Abends 8 Uhr, Große öffentliche Versammlung General- Versammlung. aller in der Metallindustrie beschäft. Arbeiter n. Arbeiterinnen Zagesordnung: Schönebergs und Umgegend Vierteljährlicher Kaffenbericht. am Sonnabend, den 21. Juli, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn 2. Wahl eines Revisors. 3. Verschiedenes. Kessner( früher Jacob), Grunewaldstr. 110. Die Mitglieder werden ersucht, recht Tagesordnung: 1. Arbeitslohn und Unternehmergewinn. 2. Diszahlreich und pünktlich zu erscheinen. tuffion. 3. Verschiedenes.( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) Der Vorstand. 174/1 Der Vertrauensmann der Metallarbeiter Schönebergs. 157/3 Versammlung. Vortrag des Genossen Wels über: Idealismus und Materialismus". 2. Kassenbericht. 3. Verschiedenes. [ 213/3] Der Vorstand. Möbelpoliver. Die Dampferpartie am Sonntag, den 22. Juli, früh 7 Uhr, von der Jannowigbrüde, findet des Bierboykotts wegen nicht nach Schmöchwik, sondern nach Käppel's Restaurant in Hankel's Ablage statt. 199/2 Ausschank von Wusterhausener Bier. Billets à 1 M. 25 Pf. und für Kinder 50 Pf., find noch bis Sonnabend Abend bei Wiedemann, Blumenstr. 38, im Restaurant zu haben. Freunde und Kollegen ladet ein Das Komitee. Achtung, 1. Wahlkreis! Achtung! In meinem Lokal wird nicht Um den Parteigenossen eine Liste derjenigen Wirthe, die boykott- boykottirtes Bier aus der Brauerei freies Bier führen, geben zu können, fordern wir alle Kollegen, die tein von Lehmann verzapft. Ferner ist ein Ringbier führen, auf, Zwecks der Veröffentlichung Unterzeichneten umgehend Bimmer für Vereine zu vergeben, sowie Mittheilung zu machen. 960/1 zwei Regelbahnen. 1878b ,, Bum gemüthlichen Hugo". Weczerek's Restaurant, Elbingerstraße 14. Feldschmiede, kleiner Ambos und Schraubstock billig 3. verkaufen. Stralfunderstraße 47 4 Tr. Tripke, Jägerstr. 10.| Sommer, Grünstr. 21. Wendt, Claudiusstr. 19. Buchhandlung des Vorwärts" Berlin SW., Beuthstr. 2. * Neu erschienen ist soeben: Leipziger Hochverraths- Prozeß Heft 6. Aus dem reichen Inhalte des eben erschienenen Heftes heben wir hervor die Begrüßungsrede des Staatsanwalts Bruhin am internationalen Kongreß zu Basel, den Bericht über Deutschland, in dem die Zwistigfeiten mit Schweizer, der Barmer Generalversammlung, der Austritt Bracke's, York's und anderer aus dem Allgemeinen deutschen Arbeiterverein, der Eisenacher Kongreß und die Gründung der Eisenacher Partei behandelt werden, dann die lange Auseinandersehung Liebknecht's über die Gewalttheorie und Bebel's Plauener Programmrede. Preis pro Heft 20 Pf. Bestellungen nehmen noch jetzt jede Buchhandlung, Kolporteure und Zeitungsspediteure oder die Verlagsbuchhandlung entgegen. 1874b Achtung, Schankwirthe! 1881b Alle Schantwirthe des 3. Wahlkreises, welche tein Boykottbier führen und gewillt sind, sich der Kontrolle der Arbeiter zu unterziehen, werden ersucht, behufs Aufstellung einer Liste sich umgehend zu melden, betreffs der Veröffentlichung, bei Götte, Brandenburgstr. 18.[ Schöning, Stallschreiberst.29. Lenz, Alte Jakobstr. 69. Schönemann, Stalizerstr. 7. Böhm, Dresdenerstr. 57. Achtung! Parteigenossen! Jm 4. Wahlkreis( Südost) schänken folgende Schankwirthe Bier aus nicht boykottirten Brauereien: Cuvryftr. 46, Schäßick. " 4, Reichstein. Dresdenerstr. 3, Strahle. 5, Klusti. Falckensteinstr. 5, Rümpfel. 7, E. Trittelwig. Reichenbergerstr. 100, Hübner. 103, Finger. 97, Dugig. 164, Schutsch. Schlesischestr. 15, Seeplig. 36, Poblandt. 37, Schröter. 38, Pauhs. 13, Opig. 41, Suckert. 44, A. Steinicke. 9, Ecke der Falckensteins straße, Hanwig. Staligerstr. 41, Holz. 75, Otto Joft. 104, Winter. 107, Runstmann. " 13 Adalbertstr. 82, Paetsch. Manteuffelstr. 9, Nowack. 74, Roubr. 3, Lamprecht. " " " 71, Feiler. 116, Schober. " 67, Schmidt. " 5, Vogt. 68, Schröder. 11, Taube. " 4, Herschleb. " 34, Bringmann. 15, Leichert. 41, Bertram. " 16, Schmidt. " 86, Preuß. 56, Hartig. 48, Ließ. " 95, Schulze. 57, Weidner. 60, Wirg. " Eisenbahnstr. 36b, Liebe. " 59, Tschitschmann. 12, Ritter. 62, Liebisch. " 11, Garn. 19, Denner. " " 10, Priem. 29, Krone. " 41, Bertram. 0 " 2 274/6 20, Siegismund. 34, Bringmann. " 18, Eickendorf. 46, Liewald. 112, Kläne. " 51, Zawadzky. " 123, Spaar. " 11, Osw. Klopsch( Bier53, Fürstenau. 117, Dettke. " verleger). 46, Gent. " 110, 3ollag. " 15, H. Bowiz. 71, Hartmann. " 29a, Frau Kunsmann. 21,. Stahnsdorf. Mariannenftr. 18, Schulze. 57, Oskar Kießling. 30, G. Schulz. 53, Neumann. 59, R. Gerhardt. " " " 33, F. Schöps. 16, Richter. " 65, P. Krause. " 27, R. Krüger( Bierver2, Lange. 69, W. Mahn. " Leger). 17, F. Habermann. 70a, A. Ruchta. " Mariannen- Play 17, Wwe. Terpenowitz. " 25, Schüler. 13, Strometer, " 28, Kunze. " 19, Krüger. Mariannen- Ufer 4, Gehlhoff. 35, Schleue. " " 23, Tilgner. Mustauerstr. 14, H. Korneffel. " 1 125, Hübner. " 40, Tuguntke. 44, Meißner. 36, Knobel. " 49, Wucke. " Naunynstr, 6, Kühne. 38, Petereit. " Görlitzerstr. 44, Seraphin. 10, Müller. " " 39, F. Ebel. " 14, Schäfer. 38, Seifert. " 23, Nicotrig. " " 37, Volte. " 31, Schulz. " " " 35, Wanzlike. " 65a, Mauff. 33, Robelig. 16, Schmidt. 38, Neumann. Sorauerstr. 27, Nowiyki. 9, Karl Felske. 23, Gust. Schumann. 4, W. Seefeldt. Waldemarstr. 75, Ullrich. " " 32, Waber. 78, Rohr. " 74, Schilling. " " 45, Rode. 19 77, Nitsch. " 10, Fengler. 46, Chriftians. 83, Köhn. 12, Redich. " " 50, Siewert. " 86, Zubeil. 16, Tauchert. " 52, E. Vogel. 88, Vogler. 62, Sommerfeld. " " 55, Utte( Ecke Oppelner Oppelnerstr. 5, J. G. Rose.. 64a, Schubert. " 68, Bandel. straße). 8, F. Preuß. " 58, Toltsdorf. 13, G. Boden. " " 61, Tschenschev. " 29, Fischbach. 62, E. Wesenburg( Ecke 21, M. Brandenburg. Lübbenerstraße). 33, W. Henkel. " " 63, W. Meyer. 44, M. Ruft. " " 43, Otto Baumann( Bierverleger). 18, Rachfal. 15, Hieronymus. 61, Hoffmann. 60, Herr. 51, Heinze. Wendenstr. 1. Scholtz. 2, Donner. " 4, Metze. Achtung! Parteigenossen! Zum Besten der ausgesperrten Brauerei- Arbeiter Grosse Matinée erſte. 7. Bemte. im Landsberger Allee 40/41 Elysium Landsberger Allee 40/41 am Sonntag, den 29. Juli, Mittags 12 Uhr, arrangirt vom Verein Freier Wille, unter Zustimmung der Vertrauensleute. Mitwirkung der Gesangvereine ,, Gerechtigkeit"," Froh Hoffnung", ,, Olympia" ,,, Frisch zur Freiheit" ,,, Freiheit I" und Rothe Nelke Schöneberg"( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes), sowie der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker( Dirigent Gartenau). Ansprache, gehalten Reichstags- Abg. A. Bebel. vom Zur Aufführung gelangt u. a.: Die Tochter des Staatsanwalts. Schwant in 1 Att von May Regel, dargest. von Mitgl. d. Vereins Freier Wille. Der gesammte Ueberschuk fällt den ansgesperrten BrauereiArbeitern zu. Die Billets vom Feenpalast am 22. Juli haben hierzu volle Giltigkeit und find à 20 Pf. bei Wiedemann, Blumenstr. 38; Wilke, Andreas7, 17, Dierberg. 60, Frau Schramm. traße 26; Alte Linde, Kottbuser Thor, und in allen mit Plakaten Görliger Ufer 2, W. Fichte. belegten Handlungen zu haben. Des guten Zweckes halber bittet um zahlreichen Besuch Ausschank von Nürnberger und Weißbier. Das Komitee. 18736 Avis! Für die Gesangvereine Sonntag, den 22. Juli, Vor mittags 11 Uhr, Probe in den Arminhallen, Kommandantenſtr. 20, Control Arbeiter Marke deutscher Schutz- Werke W1590 Ausgegebe Hulmacher in Berlin der Arbeiter Control Commission Die Marke ist grün auf weißem Bapter gebrudt. Solidarität! Arbeiter! Nur Hüte, welche nebenstehende Marke unter dem Schweißleder tra gen, bieten Garantie, daß den Berfertigern gerechter Lohn wurde! Ranft nur Hüte mit dieser Marke! In folgenden Geschäften find Hüte mit Kontrollmarken zu haben: H. Aertsens, Prinzenstr. 28. G. Köpke, Prinzenstr. 60. W. Alschäfsky, Gr. Frankfurterfir. 44. Ph. Krull, Zionsfirchstr. 55. 0. Arnold, Dresdenerstr. 116. A. Fuchs, Manteuffelstr. 35/36. Rud. Beisse, Chausseestr. 70. W. Bracklow, Schönhauser Allee 29. E. Dittmer, Ackerstr. 68a. Max Eckard, Alexanderstr. 16, Oranienstraße 57, Kommandantenstr. 20, Spittelmarkt 13, Alexanderstr. 1. F. Antoni, Chausseestr. 60. 0. Gerold, Dresdenerstr. 2. Th. Gerlach, Linienstr. 39. H. Girsabeck, Ruppinerstr. 4. E. Grünbaum, Badstr. 44. Ad. Graffert, Rummelsburg, Thürschmidtstr. 1. G. Gottmann, Große Frankfurterftr. 130. Ph. Haase, Reinickendorferstr. 64. R. Haase, Raftanien- Allee 36. P. B. Hansen, Münchebergerstraße 26, Beuffelstr. 18. A. Holtze, Rummelsburg, Schillerstr. 11. 0. Jörs, Pantstr. 5 a. J. Kock, Raftanien- Allee 80. W. Kliem, Bernauerstr. 108. G. Knaake, Andreasstr. 24. A. Klinge, Röpenick, Grünstr. 34. L. F. Koschel, Charlottenburg, Sophie- Charlottenstr. 27. Arnold Lange, Brunnenstr. 181. A. Lemaitré, ilmersdorf. H. Meissner, Neue Hochstr. 43. J. C. Otto, Chausseestr. 22. C. Pimpl, Straußbergerstr. 30. C. Polvogt, Gleditschstr. 52. E. Rieck, Badstr. 64. W. Rother, Arndtstr. 31. E. Radloff, Charlottenburg, Berlinerstraße 5. H. J. Stoboy, Oranienstr. 170. Carl Stark, Neue Königstr. 73. W. Scholtze, Weberstr. 58. Carl Scholz, Hochmeisterstraße 6. G. Schaudt, 28eißensee, Langhansstraße. A. Schumann, Gerichtstr. 20. W. Wolf, Steinmegstr. 40. C. Wolter, 3ionsfirchplatz 2. Rud. Wegener, Moabit, Stromstr. 59. A. Wittenbecher, Lübeckerstr. 4. W. Zapel, Staligerstr. 131. A. Zechelius, Manteuffelstr. 17. Es ist immer nach der Marke zu fragen, das EinKleben derselben beim Kauf ist Betrug. 1885b Die Kommission. J. A.: C. Kempe, Weinstraße Nr. 12. " 6, Fechner. Grünauerstr. 3, Golg. Oranienstr. 181, Buckow( Pommersche Wienerstr. 24, Melior. Küche). 30, Lüdeke. 27, Gehrhardt. " 180, Hoffmann. " 31, Schröder. 30, Wolter. 183, Cobin. " " 18, Liepsch. " 35, Rabeliz. 176, Bezz. 34, Peisfer. Rottbuserstr. 6, Ende. 24, Frau Erdmann, " 10a, Gimmler. 197, Mohn. " 35, Wolgast. 36, Scheel. " " 8, Stehr. 14a, Wolff. " 4, Wendt. 14, G. King u. Co. " 37, Rug. 45, Reim. " 12, Wendel. 189, Heinze. 44, Schmidt. " 25, Kamphausen. 184, Aepler. 22, Sauer. " 50, Fechner. 52, Eckert, 192, Gahl. " 196, Weier. Rottbuser Ufer 45, Liepe. Köpnickerstr. 191, C. Fooge. 23, Haurz. 22a, Beiffert. Lausitzerstr. 44, Scholze. 9, Jachmann. 11, Pezke. 35, Roßberg. 15, Gottschlich. 49, Bussi. Pücklerstr. 58, Meyer. 54, Hans. 55, Schmidt. 56, Walter. 1-6, Hauptmann. 9, Werner. Wrangelstr. 32, Karl Lucas. 190, Backhaus. " " 181, Nitzsche. 3, Arndt. 181, Glaser. " 57a, Zierrath. " 2, Müller. 175, Jonas. " " 63, Felske. 55b, Schilling. 171, Schmidt. " " 49, Schumacher. 172, Borchardt. " " 68, Schulze. " 12, Schulz. 20a, Köppen. " 145, Theer. " 10, Singel. 7, Schaletzte. 156, Grüttner. 30, Karl Schmidt. " 146, Leonhardt. 26a, Seeburg. " 53, Purbs. " 48, Franz Leuschner. " 16, Herzog. 88, W. Tancrée. " 24, Schwaning. Ratiborstr. 16, Seidler. 91, Kind. " Reichenbergerstr. 11/12, Ehm. " 99, Wagenschütz. 54, Scheyer. " 100, Schäfer. 142, Schnell. 105, F. Busse. " 143, Halle. " 95, Wwe. Splitt. 145 146, Wallach. 136, Beyer. " 149, Gumlich. 2, Huschke. " 49, Manzey. " 4, Betit Jeans. 154, Melzer. 11, Baum. " 157, Berger. 72, Rudolph. " 52, Schubert. 160, Weiland. " 74, Fietz. 2, Scholz. 170, Beyer. 80, Sarnow. " 15, Travel. " 80, Hein. Laufiber Platz 2, Bieberstein. 18, Werner. 17, Hahn. " 16, Hoffmann. " 84, Redanz. " 24, Tauschke, 141, Schmidt. " " 133, Kube. 63, Paul. " 56, Liebelt. 65, Reschke. " 18, Grubert, 21, Spinweg. " 61, Lorenz. " 116, Lamprecht. 123, Schmidt. " 124, Manzey. " " 38, Wieck. 63a, Groth. 123, Bardt. " " . 122, Brandt. " Zeughofstr. 3, Fähnrich. 18, Altmann. 118, Spindler. " 20, Ernst Eckert. " " " 74a, Hirseland. 22, Karl Hubrich. 110, Grimm. 24, Otto Schröder. " 107, Bichmann. " 27, Karl Rudo. 106a, Lange. " 30, Wilh. Meyer. 105, Günther. 時 können sich melden bei: 50, Grande. Liegniterstr. 9, Wunsch. Lübbenerstr. 9, A. Lehmann. 3, M. W. Walter, Kolonial. waaren- Helg., Flaschenb. 6, F. Maaß, 8, F. Behlendorf. 9, A. Thierling. 21, C. Wolff. Diejenigen Schankwirthe, welche sich in diese Liste aufnehmen lassen wollen, Spindler, Reichenbergerstr. 118, Zubeil, Naunynſtr. 86, Schayer, Reichenbergerstraße, Ecke Lausitzerstraße, Schilling, Pücklerstr. 55b, Lucas, Wrangelstr. 32, Tolksdorf, Görligerstr. 58, Trittelwitz, Falckensteinstr. 7. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pötzsch in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 263/5 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 167. Sonnabend, den 21. Juli 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt hein boykottirtes Bier! Versammlungen. zu bezahlen und auch die Versammlungen des Vereins reger zu besuchen. Es wird ferner nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß Sonntag, den 22. Jli, Nachmittags 4 Uhr, bei Teutschbein ein gemüthliches Beisammensein für Mitglieder und Gäste stattfindet. Die Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins hielt am Sonntag im Vereinslokal, Andreasstr. 26, eine Mitglieder verfammlung ab, der zunächst folgende Abrechnung über das zweite Quartal vorgelegt wurde: Einnahme 90,30 M., Bestand Im Frauen und Mädchen Bildungs- Verein( Filiale vom 1. Quartal 116,10 M., Gesammtsumme 206,40 W., Ausgabe Weißenfee) sprach am 16. d. M. Frau Greifenberg in im 2. Quartal 77,35 M., bleibt Bestand 129,05 M. Die hierauf einem gut ausgearbeiteten Vortrage über die bürgerliche und vorgenommene Vorstandswahl hatte folgendes Ergebniß: 1. Vor proletarische Frauenbewegung". Schröder machte dann darauf fizender: Carl Deredder, Falkensteinstr. 29; 2. Vor- aufmerksam, daß noch sehr viel Flaschenbier aus Ringbrauereien sigender: Georg Heinemann, Fidizinstr. 15; 1. Echrift verkauft wird, und ersuchte die Anwesenden darauf zu achten, führer: Carl Rahner, Linienfir. 20; 2. Schriftführer: daß auch der Kauf solchen Bieres aufhört. August Ilmann, Memelerstr. 42; 1. Rafsirer: Oskar Friedrichsberg. Ter zahlreiche Besuch der Volts. Sprenger, Wrangelstraße 2. Kaffiter: Otto versammlung am 18. Juli in dem äußerst entfernt gelege Kahuer, Petristr. 31; 1. Revisor: Emil Kiefeber, nen Lokale Zum Fürsten Wolfgang" bewies, daß das Juteresse Pallisadenstr. 75; 2. Revisor Paul Schmidt, Grüner der Arbeiterschaft an dem bereits acht Wochen währenden BierWeg 85; 3. Revisor 3iegler, Liegrizerstr. 5. Für die boyfott immer reger wird. Der mit lebhaftem Beifall auf Streifenden Schuhmacher wurden 10 M. bewilligt. Diese sind an genommene Vortrag Mattatat's über den Bierboyfott erlitt die Agitationskommission abzuliefern. Die Wahl der Fach- insofern eine Unterbrechung, als sich die Versammlungsbefucher fommission mußte wegen vorgerückter Beit bis zur nächsten Ver- außer der Ueberwachung die Anwesenheit von noch drei Gensammlung, die am 14. Auguft im Norden stattfindet, vertagt darmen werden. Zum Schluß ermahnte Kollege Gaßmann die Mitglieder, ihre Frauen darauf aufmerksam zu machen, daß sie bei Kaufleuten, wo boykottirtes Bier geführt wird, auch keine anderen Waaren kaufen. 57; -100 Ab: nbs 9 1hr bei Echulz, Brunnenſtr. 116. f". der 2 eintreten mußte, der 9 Uhr im Restaurant von O. Wils, Mariannen- Ufer 2. Geselliger Berein Vers * 274 3601 Sermann- u. Gerrfurthfiraßen- Ece 49. 2nranta, Landsbergeritraße 31 acter str. 123 bet Etümte.- Esmeralda, Tilsiterstraße 82 bet Häide. bet Musehold.- Ganges Echo, Naunynftr. 86, bei Bubell. Glüd ju Siebertranz in Brandenburg, Mengert's Boltsaarten. Hand in and 2, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 11 bet Heinecke. Gesund brunner Männerchor, Gefundbrunnen, Prinzen- Allee 10. Frisch auf 1, Friedrichsberg, Nummelsburgerstraße Nr. 23. Borwärts 7, Immer Rummelsburg, Goethe- und Kantfiraßen- Ecke bei Greinert. grün, Segel, Spandauerstr. bet Rentner.- Frisch auf 2, Schönwalde in der Mart bet Restaurateur Schulz. Sangesfreund, Dragonerstr. 32, bet kamlowsty. Deutfche Eiche 2, Brandenburg a. H, Hauptfiraße, Gesangverein Sängerbain Reichenbergeritr. 16, bei Wintel's Salon. Hoffmann. Sängerluit, Luckenwalde, Beeligerstr. 34, bei Schüße. Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend alle Bufchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend find zu richten an: P. Gent, Adalbertstr. 95. Sonnabend: Theaterverein Aurelia, Mendelssohnftr. 9 bei Mie he Abends 9 Uhr. Bergnügungsverein Ginigtett, Manteuffelstr. 67, Abends 9 Uhr. Bithertlub Gemüthlichte it, Lindenstr. 105, im Bürgergarten. Geselliger Verein Deutsche Eiche, Kohlen- Ufer 2, bei Pech. Nordklub Ge= fettigteit, Brenzlauer Allee 26, bei Drühler, alle 14 Tage. Theaterverein effing. Langenr. 9, bet kiezewski. Midel'icher Mufitverein Allegro bei Spindler, Reichenbergeritraße 118, Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabend. Paul Gate Forñerfraße. Gemischter Chor Gleichheit, Zwingliftr. 6a, 8-11. Neue Mitglieder werden dafelbft aufgenommen. Turnverein Gesundbrunnen. Die 2. Männerabtheilung turnt heute Don 8-10% Uhr in der Turnhalle, Freienwalderstr. 39. nicht gefallen lassen wollten. Ter Saal ist Bühnenverband Normania jeden legten Sonnabend im Monat bet ähnlich angelegt wie der große Saal der Arminhallen. Leichniß, Königsbergerir. 24. Privattheatergesellschaft Schneeglödchen, In dem kleineren Raume, der selbstverständlich zum gemietheten är jeden Sonnabend nach dem 1 und 15. Abends 9% Uhr, Köpenickerstr. 65a. Theaterverein Berlinei Versammlungslokal gehört, und weil durch keine Thüren davon Privat- Theatergesellschaft en eta, Cigung mit Damen jeden Sonnabend, getrennt, auch mit Zuhörern dicht gefüllt war, befindet sich der Abend 9% Uhr bei Pape, Kolbergerstr. 22.- Theatergesellschaft Edelweiß, Die Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Ausschank. Die an dieser Schänke verweilenden Gendarmen onnabend 9% Uhr, eigung mit Damen bet Ravul Adree, Chorinerir. 58. Bultania, 9 Uhr, Sigung in Täger's Gesellschaftshaus, Gartenstr. 13-14. Friseure 2c. Berlins und Umgegend hielt am 16. Juli brauch machte, den Raum zu verlassen, und motivirten die tant von Krone, Mother fir. 11 Mach der Sigung Bibeltoff weigerten sich, als der Einberufer von seinem Hausrechte Ge- Fidelitas. Berein Morgenstern, 9 Ubr, Sigung mit Damen im Restau= Theaterbei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, ihre Generalversammlung ab. de ein Bohemia bei Kummer, Ackerstr. 13, Sigung und Aufnahme neuer Nach dem Bericht des zweiten Vorsitzenden hat der Verein Weigerung damit, daß dieser Raum nicht zum Saale gehöre. Mitglieder. Borussia, Sigung 8% Uhr, bet Schröder, Wienerstr. 81. 41 Mitglieder, welche geringe Zunahme gegen früher sich dadurch Erst das Herbeirufen des Neberwachenden vermochte die drei Geselliger Verein Freundschaft, jeden Connabend Abend 9 Uhr im Theaterverein erklärt, daß der größte Theil der selbständigen Barbiere und Gendarmen von der Nothwendigkeit des Verlassens der Restaurant Bauß, Blumenfir. 10, Sigung mit Fidelitas. Friseure trotz seiner traurigen wirthschaftlichen Lage nicht zum Lustige Brüder 2, Sigung mit Zamen jeden Sonnabend Abend 9 Uhr Versammlung zu überzeugen. Nach Verlauf von zehn bei Krüger, Planufer 84.- Theater- u. Artisten- Club, u mor", Fidelitas und Tanz bei Echö: wälder, Oranienstr. 163, part. Privatiheater Gesellschaft Anschluß an eine Organisation zu bewegen ist. Ta sich die Minuten, während welcher Vertagung Toni Com abend 9% Uhr bei Günther, Brunnenstr. 30. Privat TheaterFreie Vereinigung dem Zentralverband selbständiger Barbiere, war die Ruhe wieder hergestellt; nunmehr konnte Friseure 2c. Deutschlands angeschlossen hat, der außer einer weit Referent ſeinen Vortrag zu Ende führen. In der Diskussion berein 881 a ue Schleife, Sonnabend Abends 9 Uhr bet Michaelis, genannt Meyer, Weifenburger- und Tresdomstraße- Ecke, Gigung, nachher Fidelitas.verbreiteten Fachzeitschrift auch über eine leistungsfähige erklärte D. Schulze, daß nach Verhängung des partiellen Gefelliger Berein" Anna- Marte". Jeden Sonnabend Abend 9 Uhr im Kranken- und Sterbefaffe verfügt, so steht ein bedeutendes Wachs Boykotts sich von 170 Lokalinhabern 35 zur Arbeiterfache be- Restaurant des Herrn Pietsch, Dresdenerstraße 116( früher Gründel), Siyung thum der Berliner Organisation in sicherer Aussicht. Nach dem kannt hatten. Nachdem der Boyfott über alle Ringbrauereien mil Bibelitas und Tanz. Bergnügungsverein Azalia Abends 9% Uhr bei D. Heindorf, Barnim Bericht des Kassirers hatte der Verein 137,96 M. Jahresein- verhängt ist, sind es nur 6 Lokalinhaber, die zur Arbeiterfache in aße Nr. 16. Bergnügungsverein Luftige Becher Abends 9% Uhr Bergnügungsverein Carmen Sylva Sigung nahme; die Ausgabe betrug 128,74 M. Die Zahl der vom Vor- tehen. Redner maß die Schuld hieran den Arbeitern selbst zu, Mendelssohninraße Nr. 9. stand abgesandten Schriftstücke belief sich auf 167, die Zahl der indem er erklärte, daß sie die Boykottbeschlüsse nicht scharf genug einde jeden Gonnabend 9 Uhr bei Grawe, Brunnenſtr. 147. an ihn eingesandten auf 19. Aus der Neuwahl des Vorstandes aufrecht erhielten; sie hätten einfach sämmtliche Lokale konsequent gnügungsverein armlos, Sigung mit Damen Sonnabend, Abends 9 Uhr, Vergnügungsverein gingen E. Freyer als 1. Vorsitzender, C. Ludwig als zu meiden, die Ringbier verschänken, und dürften sich nicht damit Blumenstraße 46 bei Went. Mitglieder pünktlich. bei Falbe, Reichenberge str. 149. 1. Schriftführer, G. Ruschte als 1. Kajfirer, G. Sa a Iman, entschuldigen, daß sie nicht Ringbier, sondern Weißbier und Sufig, Cigung Abends 8½ Uhr, Rauchflub Blaue Quaste, Sonnabend 9 Uhr bei Mücke, N., Wöhlertstr. 2. 2. Lehmann und M. Klarbaum als Stellvertreter hervor. Kümmel tränken. En gel verlangte, die Boykottkommission solle Nauchflub Dornröschen, Sigung Abends 9 Uhr, bet Krüger, Fenne Rauchklub 28eiße Wolfe, Bernauerstr. 14, bei Henoch. Zum Beisiger wurde Wollmann gewählt, zu Revisoren ihre Kontrolle auch auf die Kaufmanns, Grünfram- und sonstige C. Schlonzki, 2. Böhm und A. Ha ase. Das Stiftungsführte Fälle an, wo die Ausfahrer des Böymischen Brauhausnickerfir. 23a, Restaurant Haun, taat Sonnabend und Montag Geschäfte ausdehnen, wo Flaschenbier verkauft wird. Lange Weinert, Adolffir. 20, Abends 8 Uhr. Rauchklub Eiferne Pfeife, Mittwoch und Sonnabend Sigung bet Schieß- Klub ein Korn, Köp= fest wird wegen der Saalsperre nicht abgehalten. Dafür wird Rauchtlub Montag den 23. Jnli ein Familienausflug nach dem Müggel- Bieres versichert hätten, daß dieses Bier troz strengster Kontrolle Rothe Nette, Abends 9 Uhr bei Albrecht, Wein- und Gollnowftraße- de. -Rauchklub Blaue Woltell Sigung jeden Sonnabend 9 Uhr im Restaur. Schlößchen in Friedrichshagen unternomnien. Schneider theilte mit, ami lebten F. Steuer, Weiniir. 22. Der Vorsitzende doch unterschoben werde. teter, Metafir. 29, 10 tentem, jeben Sonnabenb» Ulbr bet start machte noch bekannt, daß sich der Arbeitsnachweis der Gehilfen- Sonnabend feien bei Patzenhofer 12 und in der Brauerei Königstadt 2 Arbeiter entlassen worden, die dort 4 bis 6 Jahre geschaft von jetzt an Neue Friedrichstraße 20 bei Preuß befindet. arbeitet hätten. Der Redner knüpfte hieran die AufDer Verband deutscher Korbmacher, Filiale Berlin, forderung zu reger petuniärer Unterstügung der Ausgesperrten. hatte nach dem in der Versammlung am 16. Juli gegebenen Dann wurde kritisirt, daß der Verein der Maschinenbauer, der Kaffenbericht in der abgelaufenen Verwaltungsperiode eine Ein- ja auch nur aus Arbeitern besteht, nach Aussage des Herrn nahme von 54,75 Mt., der eine Ausgabe von 38,71 Mf. gegen Liebing( Firma Th. Liebnow) Boyfottbier verlange, sodann daß überstand. Die Revisoren bestätigten die Richtigkeit der Ab- der Nummelsburger Musikerverein„ Crescendo" sich dazu herrechnung. Da der Wirth des bisherigen Bereinslokale, Herr giebt, bei dem Saalverweigerer Westphal zu dem Benefiz zu Roll, kein boykottfreies Bier anschaffen will, so beschloß die spielen, was dieser Herr wohl, um sein Boykottbier an den Versammlung, ihm fern zu bleiben, und beauftragte den Vor- Mann zu bringen, am Sonnabend dem Oberkellner, den Kellnern stand, ein anderes Lokal zu beschaffen. Dann wurde die Frage und sonstigem Personal geben will. Die großen Schwierigkeiten, des Eammelwesens besprochen. Mehrere Redner betonten, daß die der Boykottkommission durch die Lokalinhaber bereitet endlich andere Maßregeln getroffen werden müßten, damit nicht werden, und die verschiedenen Betrügereien mit Bier, die an's die bekanntesten Werkstätten fortwährend in Anspruch genommen Tageslicht gezogen worden sind, wurden eingehend geschildert. a Ite, von& art marr und Friedrich Engels 1846 mitbegründere würden, während die Mehrzahl der in fleinen Werkstätten Um der Ausrede entgegen zu treten, daß boykottfreies Bier nicht kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach arbeitenden Kollegen niemals zu den Sammlungen heran. zu haben sei, hat sich eine viergliedrige Kommission gebildet, wie vor 49 Tottenhamn Street, Tottenham Court Rd., W. London. gezogen werden fönne. Es sollen nun in nächster durch die allen Lokalinhabern, die sich an sie wenden, schnell und Versammlung Vertrauensmänner gewählt werden, die die Listen genügend nichtboykottirtes Bier zugeführt werden soll. Die Mitsammlungen in den einzelnen Bezirken vorzunehmen haben. Da glieder dieser Bierkommission find die Genossen Heinecke. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffree( Zwei Buchstaben oder eine Bahn Briefkaffen der Redaktion. in Bremen die Kollegen wegen 10 prozentigen Lohnabzugs in eine Kopp und Schulze, in der Friedrich- Karlstraße wohnhaft, Lohnbewegung eingetreten sind, wurden die Berliner Kollegen und Genosse Lange, der sein Domizil in der Wartenburgerum träftigste Unterstützung der Bremer ersucht. Man beschloß straße hat. Im Schlußwort führte der Referent folgenden Fall dann, Sonntag, den 22. Juli, einen Familien Ausflug nach aus Berlin an. Ter Lokalbesitzer Drischler in der Wienerstr. 13 stelle Schmargendorf zu unternehmen. Treffpunkt bis 12 Uhr in seinen Kellerraum zur Kontrolle frei, doch nur den, wo boykott Eanssouci. Für die Rudolph'sche Werkstatt wurde ein Ver- freies Bier zu finden ist; nach genauerer Forschung habe sich trauensmann gewählt. Die Werkstatt von Angion u. Co., wo herausgestelit, daß er in einem zweiten Keller doch boykottirtes nach dem Bericht über die Maiversammlung dieselben Mißstände Bier zum Ausschänken liegen hat. Zum Schluffe wurde beherrschen sollen, wie in den dort genannten anderen Werkstätten, fannt gegeben, daß Freitag Abend eine Flugblattvertheilung wurde vom Kollegen Frank vertheidigt und gewünscht, daß stattfindet; die Ausgabe geschieht 8 Uhr bei den Parteigenossen dessen in diesem Bericht erwähnt werde. Mehrere Redner er einecke, Schulze und Lange. Ein Antrag mußte zur tlärten demgegenüber, daß die Werkstatt- Verhältnisse bei Aurion nächsten Versammlung zurückgestellt werden, da der überwachende u. Co. thatsächlich verbesserungsbedürftig seien, wobei man be- Beamte das weitere Tagen der Versammlung wegen eingetretener dauerte, daß die Arbeiter jener Firma fich trotzdem niemals in Polizeistunde inhibirte. Mit einem dreifachen brausenden Hoch der Versammlung sehen lassen. Zum Schluß wurde das Kinder auf die Sozialdemokratie schloß die imposante Versammlung. H. Neumann. 1. Ja. 2. Grobe Verbrechen gegen andere, wagengeschäft von Mehner besprochen und beschlossen, sich Allgemeine Kranken- und Sterbehaffe der Metallarbeiter. Filtale wegen welcher ein Ehegatte harte und schmähliche Strafe nach hierüber mit der Preßkommission in Verbindung zu setzen. Berlin 3. Sonnabend, den 21. Jult, Abends 8½ Uhr, Manteuffelstraße 46: Urtheil und Recht erlitten hat, berechtigen den daran un= Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Jahresbericht. schuldigen Theil, die Scheidung nachzusuchen. Ob Verbrechen 3. Berschiedenes. Rosenthalerstraße 38: Vortrag des Herrn E. Vogtherr über: Heldnische scheiden. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 22. Jult, Vormittags 10% uhr, und Strafe grob und schmählich, ist von Fall zu Fall zu ents Sittenlehre. Der Fachverein der Bilderrahmenmacher Berlins und Imgegend hatte sich fürzlich in einer außerordentlichen General: versammlung mit einem Antrage zu befassen, wonach das Statut zu gunsten der Unterstüßung arbeitsloser und franker Mitglieder abgeändert werden sollte. Während der Vorsitzende Loßberger fich dagegen erklärte, weil die Kaffe hierzu noch zu schwach sei, wurde der Antrag von den Kollegen Brandes, Peters und Kellermann u. a. mit der Begründung befürwortet, daß die Vereinstasse teine Sparkasse wäre. Da die Versammlung zu schwach besucht war, so konnte über den Antrag nicht endgiltig entschieden werden und er wurde deshalb von dem Kollegen, der ihn eingebracht hatte, bis auf weiteres zurückgezogen. Hierauf wurde eine Agitationsfommission gewählt, deren Aufgabe es ist, die indifferenten und sonst säumigen Kollegen heranzuziehen und auch nach außen hin für die Gewerkschaft zu agitiren. Der Kommission gehören die Kollegen Jeanneret, Nöthen, Brandes und Gost an. Vom Vorstande ist, dem Wunsche der Mitglieder gemäß, die Verlegung des Vereinslofales beschlossen worden. Die nächste Versammlung wird deshalb heute, Sonnabend, den 21. Juli, Abends 81/2 Uhr, bei Flick, Simeon firaße 23, abgehalten. Marieudorf. In der am 15. Juli im Teutschbein'schen Lokale in Marienfelde abgehaltenen Generalversammlung des Arbeiterbildungsvereins für Mariendorf und Umgegend gelangte folgender Antrag zur Annahme:„ Um bem starf um sich greifenden Restantenunivefen vorzubeugen, beschließt die Generalversammlung, diejenigen Mitglieder, die mehr als sechs Reste haben und diese nicht bis zum 15. August bealeichen, unweigerlich von der Mitgliederliste zu streichen." Die Mitglieder werden daher nochmals aufgefordert, in der ihnen gestellten Frist die über sechs Monate hinausgehenden Beiträge Verein Berliner Schirmmadjer. Sonnabend, den 21. Juli, Abends 9 Uhr, im Lotale von Kollig, Neue Friedrichstr. 44: Generalversammlung. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E.$. nr. 29), Filiale Berlin 1. Sonntag, den 22. Juli, Bormittags 10% Uhr, bei Poppe, Lindenstr. 106: Versammlung. ftraße 5. fraße 65.Echi ling, Püdlerfir. 65. Verein ehemaliger Schüler der 30. Gemeindeschule, Abends 9 Uhr, Reñaurant Freitag, KoppenWoite, Solbergerir. 23. Geselliger Wer ein Italia, jeden Sonnabend im Restaurant Eta ttlub Kreuzbube bei Steuer, Weinfir. 22. Abends 8 Uhr, Grünauerstr. 17 bet Deez. 1 Statklub Revolution tagt jeden Sonnabend und Montag im Restaurant Humboldhein, Hochstr. 32a. Kartenklub Mulle Etattlub Blaue Blouse, jeden Sonnabend bei Wuttte, Graudenzer ftraße 2. Etattlub Gintgfeit bei Grube, Mariendo ferstraße, Ecke Solmsstraße. Echafstopftlub Brudertette, jeden Sonnabend Abends Touristenverein Wanderlust Abends 9 Uhr im Restaurant Märkischer Tambourverein Ruf Sonnabends 9 Uhr bei Jakob, Inselstr. 1. Sonore 314 Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Ber= Deutscher sozialdemokratischer geseklub in Paris. fammlung; reiche Bibliothet, Beitungen, franzöfifcher Unterricht. London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Verein Londons, der s uhr Sigung bei Herrn B. Wie fegarth, Krautftr. 38. Sof, Admiralstr. 18c Rite St. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. A. B. 47. Sprechen Sie zwischen 12 und 1 Uhr vor, oder legen Sie das Sachverhältniß selbst schriftlich klar. slash E. W. 7. Das Strafgesetzbuch bedroht in§ 360 Nr. 10 nur den mit Strafe, der bei Unglücksfällen oder ge= meiner Gefahr oder Noth von der Polizeibehörde oder deren Stellvertreter zur Hilfe aufgefordert, feine Folge leistet, obgleich er der Aufforderung ohne erhebliche eigene Gefahr genügen konnte. 21. G. Keins. A. M. 11. Nur wenn die Krämpfe nachweislich Folge eines Betriebsunfalls sind: das ist leider sehr selten nachzun eisen. Gaftw. St., Hussittenstr. Das müssen Sie durch ein Inserat bekannt geben. 97 2. B. Die Haftbarkeit der Wirthin für einen dem Schlafburschen gestohlenen Anzug ist zweifelhaft; sprechen Sie wischen 12 und 1 Uhr vor. A. G. 100. An das Kriegsministerium. Nr. 29 zu Hamburg). Sonntag, den 22. Juli, Vormittags 9½ Uhr, bei Röllig, beträgt, wie Ihnen mündlich mitgetheilt ist, mangels anderer Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe der Metallarbeiter( E. H. A. O. 34. Die Kündigungsfrist bei ländlichem Gesinde Neue Friedrichstr. 44: Bersammlung der Ortsbeamten Berlins und um Vereinbarung ein Vierteljahr, hätte also spätestens am 1. Juli gegend. Sonnabend, den 21. Juli, Abends 8% Uhr, bet Flick, Simeonfir. 23: Ver- am 1. Oktober begonnen hatte. Fachverein der Bilderrahmenmacher Berlins und Umgegend. zum 1. Oktober ausgesprochen werden müssen, wenn der Dienst fammlung. Hatte das Dienstverhältniß nicht vom Borstand des Vereins eingeschickt worden, sondern Musterzeichner- Verein. Die für Freitag angekündigte Versammlung tit etwa am 1. April begonnen, so kann nur zum 1. April gea von einem der bekannten„ Gönner" desselben. unzweifelhaft fündigt werden. A. L., Teltow. Wer Achtung, Rixdorf! Freie Vereinigung der Bau- und ge als Schachtmeister oder als Unter werblichen Silfsarbeiter von Rirdorf und umgegend. nehmer durch Fahrlässigkeit die Körperverlegung eines anderen Sonntag, den 22. Juli, Vormittags 10% Uhr, im Lofale des Herrn Schüß, verursacht, kann mit Geldstrafe bis zu 900 M. oder mit GePrinz Handjeryir. 7: Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht der fängnißstrafe bis zu 3 Jahren bestraft werden, wenn der Thäter Revisoren und Kaffenlegung. 2. Wahl des gesammten Borstandes. Nr. 29 zu Hamburg), Filiale Berlin VI. Infolge der Saalsperre findet die feines Berufes oder Gewerbes verpflichtet war, der Bestrafte Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. S. zu der Aufmerksamkeit, welche er aus den Augen setzte, vermöge Berfammlung nicht bei Keller, Bergstr. 68, sondern Sonntag, den 22. Juli, haftet dem Verlegten unter Umständen anch zivilrechtlich. Der Bormittags 10% Uhr, Ackerstr. 123 bet Stümle statt. Tagesordnung: Kaffen- Schadensersatz fann nach Wahl des Verlegten im Strafverfahren Orte- Krankenkasse der Klempner. Montag, den 23. Juli, Abends oder im Zivilwege durch Klage geltend gemacht werden. Der gesordnung mithallen, Kommandantenftr. 203 Mitgliederversammlung. Anspruch auf Schadensersa verjährt innerhalb 3 Jahren : Wahlen und Besprechung über Bentralisation fämmtlicher nach erlittenem Unfall. Im Allgemeinen steht dem Verlegten Arbeiter Bildungsschule. 2. und 4. Sonnabend im Monat, Abends jedoch nur ein innerhalb 2 Jahren ausführbarer Anspruch gegen to be orb.@chule, Müllerstr. 1794, und Süd- Ost- Schule, die Unfall- Berufsgenossenschaft zu. Was in Ihrem Falle zutrifft, -10% uhr: Distuti- vertenti nen unterrichtsb in Monat, Abends läßt sich Mangels Darlegung Ihres Unfalls nicht mittheilen. beilnehmer, Tamen und Herren, jeder Zeit aufgenommen. A. 2. 20. Der Wirth kann die Sachen auch dann retiniven, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Vorsitzender Ad wenn Postnumerandozablung vereinbart ist. Neumann. Alle Aenderungen im Beretuskalender find zu richten an Friedrich koutum, Dianteuffelfmaße 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends M. M. in O. Als Akzeptant eines Wechsels haften Sie uetungshunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Grüne Eiche, Rirdorf, aus demselben 2 Jahre lang. bericht und Berschiedenes. Kaffen. Bei allen Unterrichtsfächern werden neue 9 Uhr: Erwiderung. Die fortgesetzten ,, Bekanntmachungen" des Vereins der Brauereien Berlins und der Umgegend" in der hiesigen und anderen Zeitungen, zwingen uns zur Abwehr der darin auch gegen uns gerichteten Angriffe folgendes zu erwidern: au3 der Es ist eine Unwahrheit, wenn in der Bekanntmachung gesagt wird, daß aus den Veröffentlichungen des Vorwärts" hervorgeht, daß wir zu denjenigen Brauereien gehören, welche sich der Boykottkommission ,, ue Verfügung gestellt haben". Wie sich Jeder überzeugen kann, sagte die betr. Veröffentlichung des Vorwärts" von unferer Brauerei wörtlich nur ,,, daß sie dem Brauerring nicht angehört" und machte sogar den Zusatz, Aeußerungen über die Durchführungen der Arbeiterforderungen liegen aber nicht vor". Wir tonstatiren hiermit ausdrücklich, daß der absichtlich gewählte, recht dehnbare Ausdruck ,, zur Verfügung ftellen und der ganze Sinn der Bekanntmachung nur den Zweck haben fann, uns bei allen nicht sozial demokratischen Kreisen" zu denunziren, um uns durch einen Hillen Boykott" von dieser Seite zu schädigen. Der Verein der Brauereien" wendet also selbst ein Mittel an, welches er täglich durch die ihm zur Verfügung stehende Presse verdammen läßt. Metzner's Korbwaaren- Fabrik, 1. Gesch.: Andreasstr. 23, H. pt., gegenüb. Andreaspl. Berlin, 2. Gesch.: Brunnenstr. 95, gegenüb. Humboldtshain größtes Lager Berlins. MusterKinderwagen, Bücher gratis. 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Dranienstr. 8 hieran zu denken, als wir im Winter 1889 den Schaden des Boykotts empfunden haben, ohne irgend welche Untertühung zu finden; andererseits konnten wir auch kein Vertrauen zu der Einigkeit des Vereins der Brauereien Berlins haben, der es im vergangenen Winter nicht einmal fertig bekommen hat, über die Pfandfrage im Flaschenbiergeschäft eine Einigung herbeizuführen. Was die gegen uns und unsere gleichdenkenden Berufsgenossen aufgerufene Meinung aller nicht sozialdemokratischen Kreise anlangt, so glauben wir, daß diese nicht Sympathie hegen können für das auf dem Wege der rücksichtsloseßen Konkurrenz ermöglichte Anwachsen des Großbetriebes und der damit verbundenen Auffangung des Mittelstandes, wie es besonders durch die Thätigkeit des Herrn Kommerzienraths Rösicke, des Generaldirektors der Schultheiß- Brauerei, der ehemaligen Tivoli- Brauerei- Berlin und der WaldschlößchenBrauerei in Dessau, charakterisirt wird. Man kann von den mittleren und fleinen Brauereien nicht verlangen, daß sie jetzt die Kastanien aus dem Feuer holen helfen, ohne daß Garantien dafür geboten werden, daß der Vernichtungskampf gegen se feitens der Großbrauereien in Zukunft eingeschränkt wird.] Friedrichshagen, den 18. Juli 1894. Wallburg& Jansen, Brauerei Müggelschlößchen. Zur Beachtung! Mit dem heutigen Tage übergeben wir den Vertrieb für Berlin unseres ring freien vorzüglichen hellen Lagerbieres sowie dunklen Bürgerbräu's dem Restaurateur Herrn Edm. Renter, Swinemünderstr. 45, und ersuchen wir, Bestellungen an denselben zu richten. Helles Lagerbier inkl. Spundgeld 21 Mit. Bürgerbrän inkl. Spundgeld 26 Mt. Telephon- Anschluss: Amt III 2702. Brauerei Jagdschlösschen 486L MACHT STARK GESCH Eberswalde. GESETZL EINIGKEIT SCHERFU DEUTSCHE Möbel, Arbeiter Berlins! Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt werden jetzt, außer in den bekannten Verkaufsstellen, in der eigenen Niederlage Roh- Tabak A. 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