fi r. BOO* 35» I ahrg. ivrzagsprrt», 8tmtVlibi..a,t!l 1*1. nionatl IJOtel. fr?i»n« HauS, vorau��ahldar.Sinzelne Nummern lv Pfennig. Hollbe�.ug: Mona:«ch. vom Hoktschalter abzudolen l M iTcf. vom Briefträger cns Haue at» brackt 1,94 Ml Untei»treuftbano tü: 5DCiJ/"t. ai d und Dcfierte Ä• Unqam 4.- Ml, für da? übrtae AuSland 6,50 Mt Mona! tcb �erfand MS i�eld bei dtre�ler Bestelluno monali 2.— 9RI LoNbektellunyen nr&men an Dänemark ö»lland Luxemburg, sckweben und die Kazweiz Srngerroaen m die !t.-o''t"iestunas''Vreisltfte. Grichein, räqlich. ?e-»aramm- Ävresse .Gozzatdemvtrat-vrr.i»". K f. Devlinev Volltsblnkk. ( 10 Pfennig) AnzetgenpretS» DlkftkbengklPallcNkKownelzciletoftrt 80 PIz.KI«t»« it»«eigen", da« sellgedrucki» Won 30 Uij.(juMMfig L selige druikle Sorte), ,edee weitere Wort 16 Pfg Slellenges»»e uub CchlaMellenonteigen das ersle Wort SO-Lsg,, irdeS weiiere Sott 10 Uf«. Worte über 16 Buchsladen«üblen für jwet Worte leuerungSjtutlitlog SO«,» Ftimtlien-Anzetgen, volitllchc und gewertlchmtltche Sereins. e.n« eigen 70 Psg die Zeile ilnzeigen iür die Näctiile Summer müssen bis 5 Uht nachniitiags im Hanptgeichüfi Leritn KW 68, Lindknitroge 8, ob teeeben werden, Gcöisnet von 8 Uhr jrüh bis 7 Uhr abends, Zcntratorgan der fozialdcinohratirchen Partei Deutfchlande. ÄcAaftion:©IB. 68, Livöenstraße Z. rhernivreever! Amt Mortuvialt, ftt. 151 90— tRl Bf. Donnerstag, de» 31. Oktober 1918. kapeSMon;€tö. 68, �inöenltrahe 3. Heruivreeder; Nmi M»rr«vla«,«r. 151 SO— 161»7. elterreich räumt ftallra ui ßrieöensLusrufüer öanisthen Gewerkschaften Tie gewertschaftiillie Juicriiationale soll schnellstens zusammentreten. Die Vertreter der dänischen Fackwerbände haben in Kopen- hacien eine Konferenz abgehtilten und die Aeröffentlickung des folgenden �riedensanfrufes beschlossen: Tie Zusammenkunft der fachlichen Sertretrr der dänischen Slrbeiicrschoft. adurlialten am 28, und 29. Lttobcr t9l8, begrüßt mit Befriedtgung die neuen B e r s n ch e, die dieser Tage»an neutraler Seite und mit besonderem Ansporn sei- tcnS der organisiert cn Arbeiter in Frankreich und T e» t s ch l o n d gemacht wurden, um die Arbeiterschaft zu einer intcr nationalen Aktion für den Frieden zu vereinigen. Tie Zusammenkunft findet eö indessen nicht zweck- müßig, die Festsetzung von Zeit und Ort für den kommeoden Welt» fricdcnSkongreß abzuwarten. BiS die Vertreter der or>anisirrlca Arbeiterklasse zur Crörteung ihrer allgemeinen Interessen beim Friedensschluß zusammentreten, muß es vielmehr die Aufgabe der Arbeiterklasse sein, den Friedensschluss zu be- schleunigen und diesen nach den Linien geformt zu erhallen, die überall den Imperialismus stürzen und einen dauernden Frieden zwischen den Weltvölkcrn ermöglichen und garantieren. Tie Zusammenkunft appelliert daher an die or- ganisiertrn Arbeiter aller Länder und fordert sie auf, schnell- st e n ö d i e H a n d z u r e i ch e n, um sich zu sammeln zum Kamvfe Berten da« fottgcscvte Morden und gegen den Weltkrieg, der jetzt über vier Jahre gedauert und in dieser Zeit Sorge und Ylend in ■JZläwntn'Tyun ti-otutttm lit�"Btr7rz?kr�?rkl gN titch« i..i-wfc-fcis europäische Kultur zu ventichlen droht. Die Zusammenkunft wen- dct sich besonders an die fachliche Internationale mit der Aufsordernng, baldmöglichst zusammenzu- treten zu Vorbereitungen, die notwendig sind zur Wahruehmung der Interessen der Arbeiterklasse bei dem kommenden srricdrnsschlnh. Die dänische Arbeiterschaft appelliert daher an die organisierten Arbeiter der ganzen Welt, sich an die alte Losung anzuschließen: Nieder mit dem Kriege, nieder mit dem Imperialismus! ES lebe dir Solidarität unter den Arbeitern! ES lebe der Weltfrirdcn! Auf zum allgemeinen stampf für die Durchführung deS Sozialismus! Die Sonöerverhanöiungen öer Türkei. Sofortiger Zlbschlusi bevorstehend Leichte Bedingungen. Die Agentur Milli teilt, nach einer Konstantinoplcr Meldung vom Dienstag die o s f i z i r l l e Ausnahme der Sonderverhandlungen der Türkei mit der Entente mit.„Tasmir i Efkiar" bringt eine Unterredung mit dem Großwefir, wonach ein sofortiger Abschluß be- vorsteht. Wenn die weiteren Bedingungen keine Bericht- crnattung der Delegierten notwendig machen, werden die B e- diugungen leichter sein, als für Bulgarien; keine militärische Besetzung von Konstantinopcl oder sonstiger türkischer Gebiete; Jzzet Pascha begründet den Tonderschritt folgendcrniaßen: Nach dem Ausammrubrnch Bulgarien» unter- nahm die Türkei gemeinsam mit»eu Berbündctcn den Friedensschritt. Dann war cS zu Sondervcrhaud- luugen gezwungen, da Bulgarien vom Feinde besetz« war. Tie türkische Grenze ist exponiert und Deutschland nicht im Stande, die ver- sprachen e Verstärkung zu senden. Der Sonder- schritt wurde dem dcntichen nnd dem österreichischen Botschafter mitgctrtlt und von ihnen anerkannt. Tos Blail„Tctnait' biingl eine Unterredung mit Reitfitd, dem polniichen Tirekior des Auswärtigen AmteS. Er erklärt, die B e dingungen ieten nur dem Mintilerrai bekannt; gewiß sei allein, das) sie leicht seien,.Jkdnm" erlläil die leichten Bedtngitngen da- mit daß der Angrifs aus Konsiannnopcl doch leine Kleinigteit kür die Enienie sei. Das Blatt rät todann, die Zeil zwischen dem Wafr-iisiillsland und dem Flieden zu benutzen, um in den inneren Zuständen ouszuräumen, besonders im RechiSweien, damit sich die Türkei beitene präsentiere, Nebenher geben wetier die Hetzereieit gegen Dculichiand in Pressenotizen..TerditiMiin* tritt solchen Be- schiinpiungen enloegc», erklärt aber: Auch wir lieben die Deutschen nicht und werden sie nie lieben. Da» ist baupliächlich der FeKler der Dcui'chen selbst.V?m Ghueii" ttitt einer Deutschen Hetze entgegen. Die Beichimpiungeii eines geweienen Freundes set weder würdig noch den türkischen Interessen dienlich. Aus Anlasz der Rückkehr Begnadigter foidert.Wakit" diese aus, sie möchten sich auS Siaalsinieresse nicht in dem Haß lKlien das Komitee vereinigen. Auk Beioegungen zum Zweck des ÄufläumenS auö gewssien inneren Zuständen deuten folgende Meldungen: Der neue Mali von Smyrna, Reschid, der Abgeordnete für .Erghem, der frübcre Polizeidirekior Bedra und der Wali von Beirut.äzmi find bei der Abreise v�m Schiff ber- uniec v« r h a s le t, später aber wieder sreigelassen Heftige feindliche Nngriffe am Oise-51anal ,z»»rückgcschlagen— Kämpfe um die Stellun- gen nordwestlich Herpy. Berlin. 30. Oktober 1916, a de» d». Amtlich. 5ln der O i s e sind heftige Angriffe der Franzosen gescheitert. An der übrigen Westfront keine größere« Kämpfe. Amtlich. Große« Hauptquartier, 8V. Oktober 1918. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kroupc»«» Rupprecht. In der L Y s« N i e d r r u n g, zwischen der L y s und S ch e k d e, bei F a m a r S und Englesonlaine wurden heftige Teilangriffe des GcgnerS abgewiesen. Das englische Feuer gegen die Bor- städte von Toornai und die Ortschaften der Schcldeniederung forderte wiederum erhebliche Opfer unter der Zivildrvöltcruug. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Am O i s e- K a n o l scheiterten am frühen Morgen heftige feind- liche Angiiffe, Nach starlcm Rrtilleriekarnpf nahm der Franzose zwischen N i z y- 1 e- C» m t e und der A i s n e unter Einsatz zahl reicher Panzerwagen seine Angriffe mteder aus. Dir in den schivcrcn Kämpfen der letzten Tage bewährten Truppen der Armeen der Gcnciate won ist.xrhardt uild von Vclow haben auch gestern wieder einen vollen Erfolg in der Abwehr errungen. Sie schlagen den Feind aus der 18 Kilometer breiten Angriffe'tont nöliig zurück. In den Kämpsea am Nardt ande von tt l e i n- Q u c u t i n zeichnete sich das vrandendurztichc Leit.grc"adier-Regin,cnt Nr, 8, östlich von £l«-nogt.'•* 1* 9'' 5:1, it■"■>< den Aisne- Höhen da« Meckler-uurgischc Fksiiter-Rrziutsiit Nr 90 besonders onS. Teile der Stellung nordwestlich von Herpy, die vorübergehend verloren gingen, wurvcn im Gegenangriff wieder« gewonnen. In den Abendstunden stieß der Feind wiederholt zu heftigen Teilangriffen vor, die überall»or unsere« Linien scheiterten. Der Franzose hat gestern schwere Verluste erlitten; zahlreiche Panzer« wagen wurden zerstört. Beiderseits»ou B»»ji er« und üpllch der Ai«»««eil« weilig Artilleriekatnpf._ Wir schössen gestern L7 feindliche Flugzeuge und 6 Fesselballone ab. Leutnant Doerr errang in den letzten Tagen seinen 31. bis 34., Leutnant Frommherz seinen 30, Lustsieg, Leutnaut Racther seinen 25. Luftsieg. Der Chef de« Generalstab« de« Feldheere«. Die L'efterreicher räumen das besetzte ita- lienische Gebiet— Räumung Serbiens. Wien, 30. Oktober. Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplay. An der Tiroler Front nur geringe Gefechtstätigkeit, Zwischen Brenta und'tfiave haben frische teinbliche Kräfte den As». l» n e und den V! o n t e P e r t i k a mit Uebermacht angegriffen. Unsere dort mit beispiellosem Heldenmute und Soldatenlreur kam- senden Truppen haben alle Anstrengungen des Gegners zunichte ge- macht. In der veaezianische» Eden» stießen Engländer und Italiener weiter vor. Es gelang ihnen unter Einsatz aller Kampf« mittel, ihre Einbruch stellen nördlich und südlich des Mantel i« wesentlich zu erweitern. Unserem mehrfach zum Busdruck gebrachten Entschluß zur Herbei- kühruiig eines das Böllerringen adichließendcu Waffenstillstandes und Friedens Rechnung tragend, werden unsere auf italienischem Boden kämpsendcn Truppen da» besetzte Gediet räume». Südöstlicher Kriegsschauplatz. Der Oststügrl unserer In Serbien»perirrenden Streitkräfte hat bereit» den ll ebergang auf das nördliche Donauufrr vollzogen. Der Rückmarsch an die Save und Drin» geht weiter planmäßig vor sich. Der Feind drängt nirgends nach. Die Nachhuten uuscrer albanischen Streitkräfte hatte» nur vereinzelte Banden adzuwchren. Der Ehef des Generalstabe». worden. Der Fluchtversuch und die Berhastung de« früheren WaliS von Aleppo und de« Malis von Beirut, denen unlautere HandelSgeslbälle mit Zucker vorgeworfen werden, erregt Aussehen. ES handelt sich um Angriffe gegen das junglürkische Regime. Der Mbbau öes U-Doot-Krieges. Genf, 30. Oktober. Wie der„TempS" meldet, haben die deittsck)en U-Voote seit vier Tagen ihre Tätigkeit eingestellt. Es sei dies offenbar eine Folge des Eingehens Deutschlands auf die Forderungen Wilsons. Das Blatt beschäftigt sich mit den sogenannten Greuel. Meldungen und erklärt, datz im Gegensatz hierzu in Lille z, B. alle Archive. Manuskripte usw. vollkommen unversehrt vorgefunden worden sind. was wirö öer Kaiser tunk Sinnlos wäre es, in Zeitungsspalten von einer Angelegen- heit zu schweigen, von der Marft und Gassen voll sind. Vor ein prior Tagen war überall das Gerücht verbreitet, der Kaiser .und der Kronprinz hätten auf den Thron verzichtet. Als dieses Gerücht sich nicht bestätigte, wurde allgemein angenommen, es eile nur den Tatsachen voraus. Seitdem kann keine Nedaktwn,„ keine als irgendwie unterrichtet geltende Persönlichkeit sich niehr" vor den Anfragen retten, in denen immer die Worte wieder» kehren:„Schon?" und„Wann?" Man kann von einer stillen Bewegung reden, die durch alle Kreise des deutschen Volkes geht. Wer hier meint, noch mit den alten Gegensätzen Ordnung und Umsturz, Monarchie und Republik operieren zu können, urteilt falsch. Es gibt in dieser Frage im Volk kaum bedeutende Meinungsversch.icden- Helten, und wenn sie� vorhanden sind, so gruppieren sie sich keinesfalls nach dem Lcheuia der verschiedenen Parteirichtungcn. Der Kaiser hat im Reich viele politische Gegner, und in den letzten Jahren ist die Gegnersrchaft von rechts besonders stark hervorgetreten. Der Wun/ch der Rechten ging, genau so wie der der sozialdemokratischen Linken, nach einer einheitlich festen Politik, nur daß man sich den Inhalt dieser Politik drüben natürlich ganz anders vorstellte als bei uns. Dort ist man der Meinung, daß der Kaiser nicht militärisch, nicht preußisch, n i ch t a l l d e u t s ch genug gewesen sei und daß er deui akratischen Forderungen nichi genügend festen Wider- Laad eellüstet-hä'tk Di» ZiÄKei'tiickM ÄK« stch eifünd�r p'"- r.onservatidcn fühlen sich verlassen, Sie Stimmung ist'Srb tterr," Um erregtem Wioerspruch zu begegnen, fügen wir sofort hinzu, daß in ienen Kreisen die monarchische Gesinnung und das Treue- gefllhl keineswegs geschwunden sind, nur den Monarchen hätte man sich dort anders gewünscht. Will man das bestreiten? Mit uns Sozialdemokraten steht eS ganz anders. Wir stnd, wie jcdennann weiß, grundsätzliche Gegner aller ererbten Vorrechte und sind seit je für ihre energische Zurückdrängung eingetreten. Leider hat man uns kein Gehör geschenkt. Man stelle sich einmal vor, b-e Verfassungsreformen, die jetzt eingeführt werden und die wir schon seit 30 Jahren forderten, wären schon vor 10 oder 20 fahren zur Durchführung gelangt. Dann wären wir entweder ül??rhaupt nickst in den Krieg geraten oder eine Volksregierurtg hätte die auswärtige Politik vor dem Kriege zu verantworten gehabt, eine Volksregierung wäre für die ganze Kriegspolitik und die ganze Kriegführung verantwortlich geweseiu Im Falle eines unglücklichen Aus- ganges hätte niemand anders angeklagt werden können als diese nach dem Willen des Volkes gebildete Regierung. Der Kaiser wäre gänzlich außerhalb der Debatte geblieben.� Wir Sozialdemokraten waren also, ohne es zu wissen und, offen gesagt, ohne e s z u wollen, die besten Ratgeber Wil- Helms II. Wieviel wäre ihm erspart geblieben, wenn man unseren Vorschlägen gefolgt wärel Umgekehrt, die Herolde der „starken Monarchie", die Gegner eines bloßen„Sckfattenkaiser- htins" haben ihrem König nicht geholfen, sie wurden ihm zum Unglück und Verderben.' Es ist schon ausgesprochen, daß die Sozialdemokraten dem Kaiser ihre guten Ratschläge keineswegs in der Absicht gegeben hatten, ihm zu helfen. Denn zwischen ihnen und ihm bestand schärfste, persönlich erbitterte Gegnerschaft. Im Gegensatz zu allen anderen Monarchen hielt es Wilhelm II. lange Jahre hindurch für seine Aufgabe, sich an die Spitze des Kampfes gegen die Sozialdemokratie zu stellen. Und da die Dinge damals so zu stehen schienen, als ob alle Macht auf der einen Seite, der des Kassers, alle Ohnmacht aber. auf der an- deren, jener der Sozialdemokratie, stünde, mußte dieser Kampf äußerst erbitternd wirken. Der Kaiser hat später seinen Fehler erkannt und ihn zu verbessern versucht. Aber es wäre unaus- richtig zu behaupten, daß es ihm gelungen sei, die Spuren des alten Grolls aus den Arbeitcrmasscn zu tilgen. Nur� du Ironiker, die die Sache nie tragisch genommen haben, vermöge» über sie hinwegzusehen. Die anderen, die sie ernst, allzu erns genommen hatten, kommen auch heute noch nicht über sie hinweg Von dem Bestreben geleitet, selber ganz objektiv un! leidensckzaftslos zu urteilen, können wir doch auch noch ein weitere Bemerkung nicht unterdrücken. Sieht man von parte! politischen Kämpfen ganz ab, so wird man doch finden, da zwisckxrn Wilhelm II. und breiten Massen des Volkes n i e ma l s ein richtiges Verstehen geherrscht hat. Chlodwi Hohenlohe sagte einmal, es gebe drei Menschenrassen: Schwarz Weiße und Fürsten. In diesem> Sinn erschien Wilhelm I immer als die Ausprägung einer Besonderheit, und es blu keine andere Wahl, man mußte ihn entweder für etwas ändert als einen gewöhnlichen Sterblichen, für unendlich mehr lK>lte oder man mußte bei dem Gedanken erschrecken, daß dieser Man den man als Menschen sah, eine solche Fülle der Gewalt in seirn Händen vereinigen durfte, und sah kommendes Unheil vor Für VernimftmsnMMe tocir da kein Sfoitm, mtr für' Regi e?n«g tn nZchstrr Jett«mf itefer Vorschlag«In- Glaubens Monarchie. Wilhelm II. war selbst ein Glaubens- gehen wird. Monarch und forderte Glauben an sich und an die Institution. die er vertrat, von seinen Untertanen. Doch ist es ihm niel't gelungen, bekehrend zu wirken, der monarchische Gedanke twt in den letzten dreißig Fahren nicht gewonnen, desto mehr ge- litten, und auch ohne diesen unglückliche« Krieg stände Wil- Helm II. vor einer gescheiterten Mission. Nun dieser Krieg I Ter Kaiser hat ihn nicht gewollt, er hat aber anch durchaus nicht die richtigen Nüttel gefunden, ihn zu verhindern. Die Ermordung des österreichischen Thronfolgers, seine? persiinliichen Freundes, gab seinem Verhalten eine unheilvolle Richtung. Für seine Weltanschauung mußte Fürslernnord mehr sein als gewöhnlicher Menschenmord. Wir anderen bedauern den gewaltsamen Tod eines Gekrönten genau so wie den eines armen Landbriefträgers, der ans der Straße überfallen worden ist Vaffenstlllstanösgeeüchte. WolffS Bureau teilt mit: Die Nachrichten über ein Ein- tresi n der Waffensli llsiandsbedingungeu sind falsch Die Fmmulieiung der Waffrnstillstandsbediiigungen. wie sie in Dentichland verbreitet wird, beruht aus Gerüchten, denen jede tatsächliche Grundlage fehlt. » Genf, 29. Cktebor. fGi gener Drahtberrcht des.Vorwärts�.) Der„TtnipS" nennt die deutsche Antwort heuchlerisch. Sie vermenge den Waffen st ill st and mit der Friedens? frage. Deutschland wolle ein» AuSeinandersetzunH über die Auslegung der Prinzipien Wilson?. Aber das sei unzulässig, solange. Geltung erlangen wird. J�'noch nie" ist'aus der Ermordung. keine m.litärischcn Garantien gegeben sind. Der.TempZ' fordert' eines LandbricfträgerZ ein Weltkrieg entstand ew Als dann der Krieg kani, hat sich der Kaiser in dankens- werter Weise. jctdcs Eingriffs in die militärisck)e Leitung ent- halten, leider nicht ebenso jede? Eingrüfs in das Gebiet der Politik. Dabei hat sich wiederholt gezeigt, daß er in seinem Optimismus die Nurkliche Sachlage verkannte und schlecht gewählte Parolen berausaab. wie z. B. die des eivigen Gegensatzes zwischen d e n ts ch e r p n d e n p l i s ch e r W e l t- anschaunng. Man erinnert sich, daß der Kaiser der Sohn einer englischen Mutter ist(was ibn in unfern Augen nicht um Millimeterbreite herabsetzt), daß er sich vor Fahren gerühmt hat, Englands fast einziger Freund in Deutschland gewesen zu sein und seiner Großmutter im Kampfe gegen die Vurenrepubliken stille Hilfe geleistet zu haben. Ja, wir feiern ein dunkles Jubiläum. Auf den Tag genau sind es zehn Jahre her, seit der„Daily Telegraph" sein unheilvolles Interview mit dem Kaiser veröfsentlichte und der N o v e m b e r st u r m begann. Zwei Wochen wil- bester Erregung der Presse. Am Ist. November Neichstags- fitzung. Basser mann:„Das gesamte Ausland spricht von einer Zwiespältigkeit der deuHchen Politik. Die einmütige Meinung des Inlands ballt wider in der ganzen Presse, in Tausenden von Zuschristen. Sie alle wenden sich gegen das persönliche Regiment. Die Konjunktur Gr Mase- Sstätsbeleidigungen ist so günstig, daß eine Beschlaanahme ihrer aller wegen der Masse nicht möglich ist... So geht es nicht weiterl" Wiemer:„Die komplizierte Staats- Maschinerie versträgt keine ungeschickten Eingriffe. Na- poleon 1. bat einmal gesagt: Ich brauche mehr Kopf und weniger Zunge."(Sehr richtigl links.) Singer:„Wie kommen wir aus dieser Politik der Konfusion heraus? Wir geben nichts auf Worte, sondern wir wollen Taten seben. Wir wollen gesetzliche Maßnahmen, die das deutsche Volk vor einer Wiederholung solcher Vorgänge schützen, dazu ist eine Verfaß sungsändernno notwendig, die' der Volksvertretung die Entscheidung über Krieg und Frieden gibt. In letzter Linie sind es doch die am Horizont auftauchenden Kriege, deren EWabr erhöht wird, wenn diese unverantwortliche Po- litik weitergeflihrt wird... Neitcr müssen wir verlangen, um den Einfluß der V o l k sp e r t r e t u n g auf die auswärtige Politik zu sichern, daß der Reichs- tag selb st bei der Ernennung der Mini st er mitzuwirken beruie In England und Frank- reich kennt man keine Mini'- r nicht das Vertrauen des vmtäpicata bep?en, sie luetrrr 9oit UM DU 1 MpUhest Wölf j gcndmmeni' Dielen Zustan i i wgendeiner Form auch in Deutschland iercheizusühren, nmß die Ausgabe des Reichstags sem.... Wenn Sie daS ii n wind es an unserer Mitarbeit nicht fehlen."— v. Heyheb rand findet den Vorredner neuerlich, daß man nicht nur mit den rerpreutztcn Reichsbehörden, sondern auch mit den Bundesstaaten ocrbandele. Mit der eristenz- losen Wiener Regierung un>d mit Ztvnstantinopel kann man nur über militärische Garantien und nirfrt über Politische« verhandeln. TaS„Echo de Poris" behanpuet, die deutschen Reformen genügen den W:lsonschen Bedingungen nicht. Dar- um müsse man auf dem militärischen Terrain bleiben und über- Haupt den Waffenstillstand und den Frieden ohne Einmischung in die inneren Verhältnisse Deutschlands defimeren. Senator Tarnet, der Vorsitzende der Armeekomrnission, fordert, daß der Feind niedergeschlagen verde. Die Deutschen verehren nur Knüppel; Mäßigung würde vielen als Sck'wäche erscheinen. .DetxrtS" schreibt, man dürfe nicht ein baldiges Ende erwarten. ES sei unnxihrsä>emlrch. daß Deutschland di« von den urstitärischen Befehlshabern gestellten ausschließlich militärischen Bedingungen annehme. Seine Armee sei noch sehr stark und könne starke Linien besetzen. Man wird Deutschland wicht befehlen kän- wen, ein« ganAe Reihe erstrangiger Stellungen und Festungen zu räumen, solange es nicht Garantien für den Frieden erhalten habe. Wir können nichl daran denken, sie zu geben, und der Feldzug wird fortdauern, bis Deutschland vom Süden gefaßt wird. Die österreichische Note an Wilson. Washington, 30 Oktober.(Reuter.) Die österreichisch- ungarische Note ist bei der schwedischen(S�sandtschcist zur Uebergabe an das Staatsdepartement eingegangen. Das Manifest eegen Sie franzSstschen Kriegsverlangerer. Der Nmfall der bürgerlichen Radikale». Genf, 89. Oktober.(Eigener Drahtbericht de»„vorwärts'.) C a ch i n erzählt in der„Humonite" die Geschichte des Manifestes der Linltgruppen gegen die Ehauvinistenkampagne, die bis in die Weckstätien hineingetrieben werde. Am Freitag erhielt da» Mani- fcstkomitee die Mitteilung, daß der Kongreß der radikalen Partei einstimmig beschlossen habe, an dem Aufruf mitzuarbeiten, worauf da» Komitee einging. AIS am Sonnabend da» von zwei Delegierten des Radikalen-Kongrcsses mitrcdigiertc Manifest dem Kongreß vorgelegt wurde, fiel e» nach einer wilven Chauvi- nistenrede Herriot» gegen die deutschen Sozia- I i st e n einstimmig durch. Sogar die radikalen Milredakleure»er- leugueten daS Der.Pcstoltä.«* fagt; Die ! Me Beseitigung her Monarchie fordern sollen, sagt aber dann: „T le Erregung ist auch in konservativen Kreisen gewallig... Ich spreche es offen aus, daß es sich für uns mcht nur um die letzte Verösfentlickmng bandelt, sondern um eine � ii ni m e von Sorgen, Bedenken und N n- ruhe, die sich im Lauf der Fuhre aufgespeichert hat."(Sehr wahrl rechts.) Das war vor zehn Fahren, und auf diese Dokimnmte genutzt, erheben wir Anklage. Kicht gegen den Kaiser, der so war, wie er durch Geburt und Erziehung geworden ist, sondern gegen das deutsche Bürgertum. Wir yatten ihm unsere Hilfe nngebeken, um Zustände zu beseiti- aen, deren unheilvolle Folgen der Mund unseres verstorbenen Führers prophezeite. Es hat sie abgelehnt, es geschah nichts. Und dann kam das Schicksal» Zehn Jahre sind vergangen, schwere Wolken stehen über Schloß Bellevus, in dem ein Mensch um den Entschluß des Handelns ringt. Wir Sozialdemokraten waren jetzt vor zehn Jahren nahe daran, ohne es zu wissen und zu wollen, sogar auch ihm zu helfen. Man hat'uns nicht verstanden, ja, wir haben selber nicht ganz verstanden, um was es ging hatten toir tonst nicht zu M, t t e I n de r V e r z w e i f l u n'a greisen müssen!? Nun ist's vorbei und gesckxchcn, und nichts kann mehr das Rcmnen und Rauschen im Volk zum Schroei- üen bringen:„Was wird der Kaiser tun?— Wann wird er es tun?" Keine tDegführunf? öer belgischen Wehr- Pflichtigen. Dentschcr Vorschlag»» ftstaHkreich»nd Belgken. Berlin, 89. Oktober.(WTB) Bei der Räumung eine« Teils e3 feindlickx'n Gebiet?» ist die oberste Heeresleitung vor eine ußerordentlich schwierige Frage gestellt warben. Es handelt sich die belgischen Wehrpflichtigen, deren An-ahl in den eräumten Ortsckasten sich bereits ar' weit über 109 Mg beläust. rotzdem unsere Gegner seit Anbeginn des Kriege? allgemein die icksichtStose Jnternicrung aller wafsensähigen Deut'cbcn beschlossen nd zum Teil in robester Weife dnrcbgeführt haben, möchte die erste Heeresleitung, wenn irgend möglich eS vermeiden, sich einem rartigen Vorgehen gegenüber diesen Wehrpflichtigen anzu- i zließen. Aus der aridern Seite ist es ihr aus militärischen Grün- verspottet die Radikalen, da sie vor Clemenceau ab- dankten. Cachin stellt fest, daß die große Demokratenpartei traurig versagte. Der„Poplilaire" sagt, die deutsche Antwort«n Wilson räume alle Ztrinr vom Wege cincö raschen Friedens hinweg. Die alliierten Kabinette mögen die Verantwortung vor den Prolewrier- Massen bedenken. Phedon schreibt im.Populaire": Die deutsche Umwälzung wird da« Feudalgebäube zerstören, wenn sie nicht von außen paralysiert wird. Der Weltfrieden ist erst gesichert, wenn der Kapitalismus überall zusammenbrcht. Indem fran- zösische Konservative die deutsche Revolutton leugnen, verteidigen sie vielleicht französische Interesse, aber sie beweisen eine Verachtung de? nationalen Interesses. Die..Bataille" veröffentlicht einen Leitartikel gegen die nnperialistische Kampagne und die Rache» Prediger. Tee.TempS" und seinesgleichen siien FriedenSfabo- teure, die radikale Partei bestehe aus Angstmeiern. unmöglich, den wafsensähigen Betgiern die Freiheit zu lassen, umgehend nach Räumung der Städte in den Kriegsdienst der inde zu treten. Es ist daher der belgischen unt auch der franschen Regierung mitgeteilt worden, daß die oberüe Heere?- tung bereit ist, die gesamte Bevölkerung de? geräumten und auch ichenveise noch zu räumenden Gebietes nicht zurückzuführen, n sie mit Einschluß der wafsensähigen Männer an i.b r e n ohnsitzen zu belassen, dafür erwartet sie aber die Zu- rrung, daß alle Männer zwischen 1? und 35 Jahren nicht in belgischen, französischen oder verbündeten Strritkraite ein» !ht pierben, auch wo es sich um freiwillige Meldungen handelt. stehtzuhoisen,dabdlebelglicheuudsranzöjijche>wünicht. Zusammenbruch in Gefterreich- Ungarn. Störungen im Eisenbahnverkehr.— Bolschewismus in Ungarn. Durch die Proklamation des tschechoslowakischen Staates und die damit verknüpften Unruhen ist eine bedauerliche Störung deS Zugverkehrs eingetreten. Die Grenze von Sachsen nackt Böhmen war von gestern abend bis heute früh geiperrt. �Toch meldet bereits ein Telegramm aus Zittau. daß der Verkehr mit Reichendcrg wieder austzenommen ist und der über TeUchen— Bodenbach verkehrend? S ch n e l l- zug Berlin— Wien wird, wie wir erfahren, morgen wieder regelmäßig verkehren. Diese Unterbrechungen sind darauf zurückzuführen, daß die tschechischen Eisenbahner im tleberschsvang dieser er- rezten Tage eine willkürliche Zugkontrolle versuchen. Mehrere Lastzüge sind angehalten, die Begleilmanirchaften entwaffnet worden. Wenn auch der Güierverkehr vielleicht gewissen Einschränkungen unterworfen wird— es wird mit der Einstellung der Ausfuhr böhmischer Braunkohle gedroht— so sind das doch hoffentlich UebergangSericheimingen, die bald überwunden sein werden. Denn wenn die Bötftnen keine Braunkohlen mehr liesern. wird die dentsche Regierung mit Recht zu prüfen haben, ob sie ihrerseits die Steinkohlenlieserungen auS dem oderschlesischen Revier nach Oesterreich fortsetzen soll. Im allgemeinen scheinen sich die Dinge allmählich ein- zuordnen. Prag ist wesentlich ruhiger geworden. Der deutsche Generalkonsul Frhr. v. Gclbsattel hat unter Hervor- Hebung des musterhaften und würdigen Verlaufes der Demonstrationen am Montag daS Präsidium des tschechischen NaiionalauSichnsses zu r� Errichtung des selbständigen tschechischen Staates beglück trat i scher VolkSfouveiänität. Die gesctzgeck>enbe Gewalt wird von der Ratsonalverstnnmlulng, die RegienmgS- und VollzngSgcwalt von einem Staatsrat mi-Zqeübt, der die SaaMSselretäre wüblt. Dieser stellt die eigentliche Regievung dar. Da bi» zur vollständigen ll-rbernahme der Verwaltung Perlxrndlungcn mit der der- zeitigen Regierung nötig sind, wurden ebensoviele Staats» sekretäre als österreichische Minister bcftellk. Von zwanzig Mitgliedern deS Staatsrates sind vier den Sozialdemo- kraten vorbehalten, so daß diese, da auch die gewählten Präsidente-n der Rottonaiversamnilcmg derzu gehören, durch fünf Mitglieder vertreten sind. Die Stcttssekretäre sind noch nicht bestimmt, werden aber in der morgigen Klcchsitzung von den Parteien vorges-blagen werden. Die oberste Gewalt Wirt in Dentschöstcrreich bi« zum Zusammentritt der Konstituante von der provisoris.üen National- Versammlung ausgeübt. Der Konstituante bleibt selbstverständlich hie Wahl der definitiven Staatsform vorbehalten. Die Note an Wilson ist von dcn drei Präsidenten, dar- under auch von Seitz unterichrieben. Nach der Wahl der Regierung »nd der Absendung der Not« an Wilson ist die erste Penode der Konstituierung beendet. Nun steht die Anknüpfung von Verband- lnngen mit dem Auslände und mit den anderen Nationen bevor. Diese haben inzwischen ihre Selbständigkrit erklärt. Die Tschechen haben in Prag und Brünn von den alten Be» Hörden die Gewalt übernommen.' Der tatsächliche Zustand in Oesterreich ist der, daß die Nationen tatsächlich vollständig selb- ständig sind. Auch Deutschösterreich wird nun von den alten Be- Hörden die Nebertragung der RegierungSgewalt verlangen und auch ohne Widerstand erhalten. Verhandlungen mit den andern Natio- neu sind eingeleitet, wenn anch inoffiziell. Deutscklanü unö üte Veutschöfterreicker. Der VollzugSauSschnh der deutschenSsirmichikchen Nationalversammlung wird zweck? Wahrnehmung der Interessen der Deutsch. Ssterreicher einen ständigen Vertreter nach Berlin entirn. den, der die Fühlungnnbme mit den Parlamentariern d«? Deutschen Reiche? und der ReichSregirrnng wahrnehmen bzw. aufrecht erkal- ten soll. Tie Vertretung, die einem Parlamentarier DeurschSstrr. reich?' überteaarn werden wird, soll schon In den allernächsten Tagen mit ihrer Tätigkeit beginnen. Die„Neue Freie Prrsie" berichtet, daß die deutsche Reichvergie- rnnz bereit» die Veepslegung Drutschösterreich? mit Mehl kür 9 0 Tace zusichern wollte, al? im letzten«iigrnblick die Antwortnote drr Monarchie a« Wilson bekannt wnNi'. Tis Stimmuna in Verlin fei völlig»mgetchlagen,»rotzdem habe sich dir deutsche Rrichsregie. rnng bereit orklärt, vorläufig dir Mehllirfrrung aus neun Tnge zu »brrntbmen und habe ein weitere? Verhalten in der Frage der Lebrn?mittrla,i?hil»e an Teiitfchösterrrich von der Siellung. nähme der d e u» s ch ö st e r r e i» i I«- n N a t i» n- l v e r. sammlung zur Antwortnote an Wilsau und zur Bündnis fr age abhängig gemacht. deutsch-Söhmen als Provinz deutsch- öfterreichs. Die deutsch-böhmischen Abgeordneten versammelten sich am Dienstag im niederösterreichischen Landhause zur Konstitute»� rung Deutsch-Böhmens. Vorsitzender P a ch e r stellte in der Eröffnungsansprache fest, daß Drutsch-Böbmen zum Staate Es entspricht den deutschen Interessen, daß Fiet-I Deutsch-Ocsterroich gehöre und niemand da« Recht Hobe, eiu Ge- Hr. 300•> 35. Jahrgang Wärts Donnerstag, 31. Oktober 101 S »»--z Ii MmeSle. Der Geheimrat» ?cr Direktor d?S Berliner PoslzeilunitZlinitS Krüer niailit durch Aulchloti in den Dierifträumen leine Ünlcrgebcnen daraus airj- merisam, dax er schon seil sasl einem Vierlcijahr Geh. Poslrat sei und daher verlang«, als»Herr G e h c i m r a t' angeredcl zu werveu. „Da endlich zum Geheimen Frack es mir gelang zu steigen. Waat es das subalterne Pack, du: Wurde zu verschioeiaeu? Da soll doch gleich der Teufel drein mir allen.Wettern schlafen.. Mann, lassen Sie das Donnern sein. Ich kann den Grund Euch sagen: Die rätlicke Gehobenhcit leckt keinen Hund vom Ofen. Ein jeder fragt sicli heut gescheit: Wat kann ick mir für kooseu r ___ P a u I ch e n. iDic Temobilmachung und die Stadtverwaltungen. In der Vorsiaudsfiyung des Deutschen SlädieiageS wurde die Finge eröiirr:, welche Mahlrahmen tcl einer De- o b! l nr a ch u n g von Ilädiiicher Sene zu ergreisen sind, EL wurde � eine Eingabe an das RentiSwirticKastsaml und das Vieutzische Kriegsiiiiniiierlunr deicdlossen wegen Abänderung der bisher in Aussicht genommenen Bcstmimungen übet den Ort, ou welchem die Druvoen zur Entlassung lommen. Be» sonders eingehend waröe ferner die syr a ge der A r- beilöbeichaifiing, der Erwerbsloscniüriorge, sowie der ll e b e r l e i t u n a der!1t ii st u n g H b e t r i c b e in die F r i e d e n s w i r l i ch a s t bebandeli. Eine von dem Vor- stände einstimmig angenommene Entjchlseßung tonnte noch an dem- selben Tage bei einer Beiprechnng>m ReichSwiltichasiSchnl. an welcher eine Abordnung des Vvrstalides teilnahm, zum Gegenstände der Beratung gemacht werden. Der Vorstand beichloh einen be» sonderen DemobilmachungsauSichug einzu'eyen, um. wenn nöug, eine schnelle Prüfung und Enlicheidnng herbeiführen zu tönnen. Notstandskohleu. Für neue Kohlenkmiden, die noch nicht in eine Kuiidenliste ein- getragen sind, ist es ichwer, bei irgendeinem Händler d e Einiragung z» erlangen. Perionen, die von ousterhaid Zuziehen, und Kriegs- teilnehmer. die in die Heimai entlassen werden, können in schlimme Bedrängnis geraten, weil sie Wochen hindurch aus die Emiragung warten müssen. Aber mich Kohlenkunden, die längst in einei Knndcnliste sieden, erleben es bei der Kvhlenkiiavpheil, dag sie vom Handler im Stich gelassen werten und dann mchieine einzige Kohle im Hauie haben Vis zur Ueberwe sung ait einen anderen Händler vergehen meist Wochen, und im übrigen ist wenig Gewähr daiür gegeben, dast der andere'Händler besser bciie'ert wird und seine slunde» besser beliefern kann. Solchen Noisländcn will jetzt der Koblenverbaiid Groh-Berlin durch eine Noiaußhilfe begegnen die unter zeitweiliger Durchbrechung des Grund- 1 a y e s der K u n d e n l i st e eine g e tv> s i e Freizügigkeit schafft. Dem Notleidenden soll auf seinen Antrag von der Gemeinde ein Ausweis gegeben Werder� der il n beuchligV bis zu drei JZ< ii r n t v ätuiileu als u i 0) i eUtg echt a g e riet jt' a ifo'r zu kaufen. Etwa 120 Kohlenhändler sind ansgewähll, denen die für die Nost>»sbilie. voraussichtlich erforderlichen Kohlen- mengen zur Verfügung gestellt werden. Nur unter diesen Händler» dnri der zum Bezug der Notslandskohlen berechtigte Käufer wählen, und die Liesmmg erfolgt dann gegen Vorlegung jenes Aus- weises und der Kodlerilarie und natürlich mchi über die überhaupt frei- gegebei..i KlN lenabichuille hinaus. Für diese Vergünstigung, von cher übrigens jede Familie nur einmal im Laufe des Winters Ge- orauch niacheii darf, würden— so wird ongenommen— etwa 2 vom Tausend der Bevölkerung in Frage kommen. In Berlin er- fuide das bei üderbaupl L00 0O0 Haushaltungen etwa 1200 für daß ganze Jahr oder bei gleichmäßiger Verleilnng 100 für den Manat, doch wird in llmzugßmonaten auf einen Bedarf für eiwa ÄO Fa- milieii gerechnei. Jeder der zu dieser Noiaushilse ausgewählten Kohlenhändler loll für die nichieingelragene» Kunden einen eisernen Bestand von 50 Zentner bereithailen. der immer wieder aufqelülll wlrd. Tie Konfumgenvffcnschast Berlin und Umgehend hatte am DienStcrg ihre diesjährige Generalversammlung. Ter große Saal des Lehrervere.nshanseS war überfüllt, aber gegen- über der Mitgliedcrzahl von 110 000 stellen die Verfimmlungs- teilnehmer nur einen winzigen Bruchteil dar. Ter V o r ita n o s l, e r i ch t, den der Geschäftsführer Junger gab, schilderte die durch den Krieg verursachten Schwierigkeiten der LebenSmitlüversoraung. Trotz Warenknappheit ist es im Geschäfts- jähr 1017/18 zu einer weiteren Steigerung deS UinfatzeS auf über 20>ä Millionen Mark gekommen, die sich aus der Lebensmittel- teuerung erklärt. Tie Zunahme der Bctriebsunkosten hat einen Rückgang des Gewinns bewirkt, so daß der Rabatt auf 3 Proz. herabgesetzt werden muß. In dem Aufsichtsratsbcricht hob der Vorsitzende Guttler hervor, daß die Genossenschaft die KrrcgSzeit ohne Schaden überwunden bat. Die in der Uebcrgangs- zeit ihr bevorstehenden Särvierigkeiten werde sie ebenso über Winz den, wenn die Mitglieder zusammen halten. Aller Streit, der auf anderen Gebieten auszufechtcn ist, müsse ihr sernbleiben. Jn der Diskussion über die beiden Berich!« wurden dies- mal �Klagen über die Geschäftsführung, über die Warenverteiluw ixirnie stellte ............... L............------> nicht abgewiesen werden können. Ein Antrag Pontaw forderte, die ffic schäftsleitnng zu beauftragen, so schnell wie möglich die im Besitz der Gertofsenschakt befindlichen Kriegsanleihe Papiere zu verkaufen oder abzustoßen. Mit nicht einem Pfennig dürfe die Nenssienschait dielen.Staat unterstützen. Guttler teilte mit, im AnfsichtSrat sei ohnedies schon vor etwa sechs Wochen beschlossen, worden, bei Gelegenb- r Kriegsanleihe zu verkaufen, damit dieser Stein des Anstoßes beseitigt werde. Tie Gencralversaniin. lung stimmte dem Antrag Ponlow mit großer Mehrheit zu. Dem Vorstand wurde die vom Genossenschastsrat und vom Aufsichtsrai beantragte Entlastung einstimmig erteilt. Genehm.gt wnrde� nahezu einstimmig(gegen eine Stimme) die Bilanz, ein- stimmig d e Verteilung des nach Auszahlung von 3 Proz. Rabatt nock bleibenden NcingewinnS au? die Skeserbefonds und den Not- standkfondS rür KriegSteilnebmerfamiiien. Für die ErgönzungSwahlen zum Aufsichtsrat. auS dem satzungßgemaß ein Drittel auszuscheiden hatte, schlug der Genosiensckastsrat eine Liste vor. Er empfahl, hie ausscheidenden Mitglieder wiederzuwählen. Von der Opvosition wurde eine andere Liste entgegengestellt, die VollmcrShanS vorlegte. Er könne im Hin- blick auf die kommende Zeit, die den Sturz der heutigen Gesell- seba'tsordnung bringen müsse, die vom Genoffenschaftsrat borge- schlagenen Personen nrcht für die geeignetsten halten, die Genosien- schaft zu lesten. Scheppler erwiderte, die Genossenschast dürfe nicht zum- Tumrirelplatz parteipolitischer Auseinandersetzungen Montag, den 4. Äkoventber, abends 8 Uhr, findet in den „Svphicnsälen", Sophienstr. 17/18, ein? große Frauettversammlung statt. Die Tagesordnung heißt: Die Zrauen im neuen Deutschlanö. Rednerinnen sirid: Wally Wepler und Dl. tHosa SleinPf. Danach Ansprache von Männern und Frauen der ver- schiedensleti Weltanschauung und nachfolgende freie Aussprache. Hierzu laden Männer und Frauen ein: Tie sozialdemolratischen Frauen Deutschlands. A. A.: Marie I u ch u c z. Der Deutsche Reichsverband für Fraucnstimmrecht. I. A: Marie Stritt. Der Deutsche FraucustimmrcchtSbnnd. I. A.: Minna E ä u e r. Eine rege Propaganda für diese wichtige Veranstaltung ist notwendig. Eintrittskarten sind bei Th. Fischer. SW Lindrustr. B, LezirkS-Organisation Groß-Äcrtin, zu haben. ! ie G i ch e r u n y der VriecsStinleike und bleidt die erste L5l)rcn pflichl des Meiches. Darum zeichne! gemacht werden. Auch Weide warnte vor Zwistigkeiten, durch die nur 0 i e Genossenschaft geschädigt werde. Gegen einen Antrag auf Schhiß der Debatte wurde eingewendet, dt« Opposition müsse die Möglichkeit erhalten, aus diese Angriffe noch zu ant- Worten. Ter Tebattenschtnß wurde mit großer Mehrheit anse- nommen. Sodann wurden die Aufsichisralswahlen durch Stimm- zettel vollzogen. Tie Feststellung des Ergebnisses zog sich so in de Lange, daß sie bei Schluß der Bcrsaminluna noch nicht beendet war. Inzwischen wurde die Verhandlung fortgesetzt mit der Beratung des Antrages auf Erhöhung des G e s ch ä f t S a n t e i l S, der für das Mitglied statt bisher 30 M. künftig 60 M. betragen soll. Vorstand, Aussichtsrai und Genossenschaftsrat haben sich übercinst m- mend für diesen Schritt ausgesprochen. In der Generalvcrsamm- lung begründete ihn M i r u s mit der Notwendigkeit, die Eigen- Produktion der Genossenschaft zu erweitern, wozu mehr Betriebskapital nötch ist. Geplant ist unter anderem, den Bäckereibetricb zu vergrößern, eine eigene Müble zu bauen, � ein« Schlächterei, einzurichten. Specialgeschäft« für Obst und Gemüse �zu Kixryrcn, n?«.«erlaubtesten zu mehre». In der ��»üfswtl rrotchchlrir fast sämtliche Redner die Anteilserhöhung, Nur Janeck riet von allgemeiner Erhöhung ab. Lieber solle man die Möglichkeit schaffen. daß einzelne Mitglieder mehrer« Anteile haben können. Di« Ab- stimmung ergab mit sehr großer Mehrheit(gegen nur jser- einzelie Stimmen) die Annahme des Antrages, den Geschäfts- anteil von 30 M. auf 60 M. zu erhöben. Tie Generalversammlung erreichte bei Eintritt der Polizei- stunde ihr Ende, lieber die erst später beendete Feslstellnng des Ergebnisses der A u f f i ch t s r a t s w a h l c n erfahren wir. daß gefallen sind 520—630 Stimmen auf die vom Genossen fchafts- rat vorgeschlagene List« lFlade, Güttler. Hensel, Königs, Thielert, Wichert und 6 Ersatzpersonen), 600—680 Stimmen auf die Liste der Opposition(Thielert, Spahn, JaeubowSki, H. Müller, Hubrich, Kahn und 6 Ersatzcrsonen), die somit gewählt ist. Berliner Polizeibeamte als Ganner und Einbrecher. Eine für die Berliner Polizei in mehr sackier Hinsicht höchst Pein- liche Affäre ist soeben ansgedeckl worden. Zwei uniformierte Polizeiwachlmeister. KalinowSki und Er d m a n n, wurden als Mitglieder einer Verbrecherbande ent« lorvt, deren Houvt ein Falinen flüchtiger namens Max B o r n a i war, der zur begiiemeren Austundichaslung von Diebstahlßgelegen- heilen in der Unitorm emeS Leutnants mit dem Eisernen Kreuz erster Klosie auszutrelen pflegte. Tie Bande nahm in mehreren Fällen.Haussuchungen' vor und.be'chlagnahmte*»ngeblich gestohlene Warenvoirät« oder AchleichbaiidelSware, die sie dann anderweitig verkaufte. Eine Wohnung in der Ganenstraße ließen sich die Herren SicherheiiS- beomien, da die Bcwobncr abwesend waren, durch einen Schlosser öffnen und stahlen dort für 20 000 M. Schmuck legenslände. Jnteresiaut ist besonders die Art, wie der Erdmann.verhaftet' wurde. Em Schutzmann hatte ihn bei einer Händlerin in der Blnmenslraße. wo er angebliche Schleichwaren beschlagnahmen wollte, auf frischer Tat ertappt, nach tällichem Widersland über- iväliigt und auf die Wache gebracht. Hier aber war er nach Feststelluna des Sachverhalts wieder entlassen worden. Er verschwand rmtüritch ouS Berlin und tauchte erst vor wenigen Tagen in der Rolle eines GeisieSlraiikcn wieder auf, worank er dem UnrersnchungSrichler vorgeiübrr wurde. Kurz vorher war auch KalinowSki verbaslet worden, während er in der Kaftanien- allee einen Wagen mii Heblerwaren sonschaffen lassen wollte. Ei hatte den ibn onbalt nden Schutzmann gebeten, ihn.aus kameradschaftlichen Gründen' sreizutasten, fand aber keine(Öegentiebe. Kalniowsti und Erdmann waren dem Polizeirevier in der Swinemünder Straße zugereilr. Kohlrüben als Konkrollyemüse. Die Reichsstelle für Gemüse und Obst har die Perordnung über Herbsrgemüie rür daß ganze Gebier des Deutschen Reichs auch auf Kohlrüben ausgedehnt. Damit sind die Wruken ebenso w e Weiß- und anderer Kohl einer Abiatzbeichränkung unterworfen und'dürsen n»r nach Genehinigling als Kontrollgemnie versandt werden.— Wie die Reichs stelle kür Gemüse und Obst ferner mit- teilt, kauten die Ginkeneinlegereien Kürbiffe, um sie nach Senk- «urkenart zu verarbeiten. Die Reichsgemüsestelle macht daber daraus aufmerksam, daß die Haltbarmachung von Kürbiffen in nicht luftdicht verschlossenen Behältnisien verboten ist. Neue Zuckerhöchstpreise. Der Preis für Zucker in, Kleinhandel darf nach einer Bekannt- michnng nicht übersteigen: für Meliß oder gemahlenen Kristallzucker 52 Ps, für gemahlene Ra'finade. Würrelzucker, Brodzucker 54 Pf. für je ein Pfund. ES dürren hiernach höchstens gefordert und ge- zahlt werden: bei einem Pjundpreis von 52 Ps. für je 375 Gramm, 39 Pf. und bei einem Piundpreiß von 54 Ps. für 375 Gramm P„ für 750 Gramm 81 Pf., für 1l25 Gramm 122 Pf. Em Zuichiig für Verpackung darf nicht berechnet werden. Käsevertcilnng. Von heute biß Montag, den 4. November, wnd an diejeni-en Kunden, die in de» jäfpeisesetthmdenttsten der in den Bezirken der i—>26. und 209. Brolloinmisnoiien und vom Frei- lag, den 1. Roremb��� bis Dienstag, den 5. November, der in den Bezirken der 132., 182.,' 196, 211,, 218., 226. und 229. Brolkovimiisionen ZKegenen Geschäften eriigerragen si»0, pro Kops 125 Gramm Käs« verleitt. und unter dem Tisch verftmt. Es waren dann auch' soaleich mehrere Käuferinnen zur Stcr� an die der Schiachter das begehrte Geflügel abgab. Mit freudiger sieberraschung bemerkte das eine Arbeiterfrau, die nach„Fetngteir für ihren Mann und ihre beiden Söhne ausschaute. Hatten sie doch Ö ejem Tage alle drei, weil nicht der geringste Broiauistrich mel> jm Hause war. mit trocknen Stullen zur Arbeit gehen lassen müssm. Ein« Gans zu kaufen— ja, das war ein Gedanke! Die Gelk�Kgabe ist ein bißchen viel auf einmal, aber wenn man dafür eine-..ntgermaßen fette Gans kriegt, ist das auch für einen ArbeiterhaH%,lt«in vorteilhafter Kauf. Die Frau trat a» den Schlächterstand d�ran und stellte sich zu den vier oder sünf Käuferinnen.„Und was itollcn S i e 1" fragte der Schlächter.„Ich möchte, bitte, auch eine ÄanS."„Be- daure, die Gänse sind bestellt."„Bestellt!?" Die Fra»(ah. daß einige der Käuferinnen sogar je zwei Gänse„bestellt" halte» und in Empfang nahmen. Rasch entschlossen sagte sie:.Dan» möchte ich auch eiiie bestellen."„Jetzt ist Schluß!" erklärte nunmehr der Schlächter in dem kurzen Ton, der in der Kriegszeit üblich geworden ist. Die Gänse waren wohl sämtlich schon„bestellt". Emem Schutzmann, der in der Markthalle stand, trug die abgewiesene Frau die Sache vor. Sie memie, Cr werde den Schlächter zwingen. seine Gänse„unbestellt" sofort an seden Kauflustigen abzugeben. Aber der Schutzmann antwortete gleichmütig:„Dagegen ist heute nichts zu machen, das ist emmol.nicht anders." lind dabei blieb es. Die Frau fragt nun, wozu der Schutzmann dori Wacbe stand. War er ausgestellt" gegen diejenigen, die ihren Unwillen über ein solches Verhalten eines Händlers etwa aus zu stürmische Art bekunden würden? lieber Elmb-Lothrinzen hielt am DienStaa Prost Dr Paul Hildebrandl einen Vortrag n»i Lichtbildern in der„Urama". Wabrend er durch die Bilder die Schönheit der früheren Reichs- lande, beionders von Siraßburg und Mey, vergegeiiwä.Iigte, schilderte er überzeugeiid die wirlichafttiche Beibundenheit des elsaß- loibringsschen Volkes mit dem demicken, die nur durch eine verkehrte Politik abgeschwächt wurde, für deren Wiedergutmachung eS nun vielleicht zu ipöt ist. Tanenhirn.Valast. Am Freitag gelangt ein neuer Film„Wo ein Wide, iit ein Weg' zur Nrautsührung. Daß Detektiv-Luitspiel„Eine toll� Wette" und Bilder aus Finnland ergänzen den Spielplan. Der Frieden»«« Nciubübcrfall, dem. wie wir ber''ch>eten, ein Beamicr der Optischen Anstalt P. C. Goerz zum Opker gefallen war. ist jeyt teiiwerie auiaekläit ivoi den. Man bat die geraubte Summe— 30 000 M.— aufgefunden, und zwar 300 Meter vom T'tort. in den Schießständen der Lichlerfclder Kadetten urstalt, wo der Täter sie in einem Sandhauken vergraben balle. Die Ermitttung des Räubers soll angeblich unmittelbar bevorstehen., Friedrichsfelde. Gemc'ndevertreter-Erkahwasil. Morgen Freitag, nachmittag« von 8-8 Uhr, findet eine Suatzw.ahl für die dritte Abteilung statt. Da die U,, abhängigen in ibren«itK.fcti den An, schein erwecken, alß wäre der von ihnen an»' este liste Kanin»»r ein von uns ausgestellter Parleigcnosse, so achte jeder Wühler auf den Namen des von uns aufgestellten Genossen, Gastwirt 5>-rltz Haberland. Die Wahl wird pünttlich 8 Uhr geschlossen. Cbarlotteuburg. Eine unabhängige sozialdemokratische Fraktion bat sich auch in der hiesigen Stadlverorrneiciiveliaamilnng gebtlder. Sie besteht aus den Heiren Hoter, Klick und Z a e i n. — Kundenliste für Fische. Um die Unzuträglichkciten im der i Belieferung der Bevölkeiung mit Fischen und Räucherwaren zu be» I seitigen, die sich aus der völlig umzureickienden Zufuhr ergeben. ! beabsichtigt der Magistrat die Einführumg der Kuiidenliste. Der ' Berkaals soll dann so gehandhabt werden, daß je nach der Menge | der eingetroffenen Ware eine eirtspnechmde Anzahl von Nummern der Kundenliste für die Belieferung aufgerufen werden. Reinickendorf. Lebensmittel. In den amtlichen Vorkoussstellei! gelangen ob 2 November auf de» Novemberabichnitt und Ab- ichniit 7A der Nährmilteikarlen A für Kinder im erste» und zwe ien Lebenßjabie 1 Pfund Geistenmehl und 2 Pakete Zwieback(a 40 Pf) zur Ausgabe.__ Grsß-Ssrllnsr partewachrichten. Groß-Vcrlin. In der Reibe der Vortrüge des Genossen Molke» buhr über die Geschichte der deurichen Sottaldemoliaiie findet beule abend 8 Uhr im Jugendheim, Llndenslr, 3, der vierte Vortrag statt: „Unter der Herrschaft des Sozialistengesetzes". Eintrittskarlen sind für neue Teilnehmer noch am Saaleingang zu haben. CSpenick. Der sozialdemokratische Verein nabm in seiner letzten gulbciuchlen Mitgliedelversainn,Inng zu den bevorstehenden Stadt- verordnetenwohler Stellung. Geuosie Woick eistattete den Tätig- keirsbericki der Sladtverorbneienirakiion. Er behandelte eingehend die reichen Aufgaben, die in den letzien Jahren die Stgdiverord« nelen beschänigt halten und den Anteil, den die iozialdemokranichen Stadtverordneten an dieser Tätigkeil genominen baden. Tiefe Aus« füdningen wurden von der Beisammlnng zustimmend zur K imtnis genommen. Als Kandidaten wilrden sodann einstimmig ausgestellt: Schlosser Pani Herbst, Gastwirt Juiiiiklaiis, Reichsra �.abgeordnete.' Käppler, Händler Niccke, Schlosier Gustav Hcibbeck, Gastwirt Reckzrh. Die Genossen wuiden criucht, bei der am II., iL. und 13 November stattfindenden Wahl dafür zu soraen. daß diese Kandidaten mit möglichst großer Stimmenzahl gewählt werden. Lichtenrade, Kreis Telww, In ermer von etwa 200 Männern und Frauen besuchten Versammlung referierte am Sannaben» Genosse Fritz Bartels über:„Die Demokratisierung Deutich- londs und der F rüden" Nach dem mit Beifall ausgenommenen Vortrag wurde einstimm-g eine vom Genoffen Groß eingebrachte Entschließung angenommen, in der die Parlamcntarisierung der Regierung und die Demokratisierung Deutschlands sowie der Ein- tritt unserer Genoffen in die Regierung begrüßt wird. Es wirk ferner erwarrtet. daß alle H'ndernisse einer freiheitlichen Entwicke- lung beseitigt werden, und die Negierung in ihrem Sireben zu, Erreichung des heißersehnten gerechten Friedens so weit geht, ab eS die Lebensbedingungen Deutschlands nur irgend zulassen. rverrrrauSstchren ttir da? wirttere viorddriitt-tiiand dt Freitag Mitraa. Im Nsrden zeitweile nebelig, sonst trocken und grSs'ten teils beiter, im Süden vorwiegend wollig, ohne erhebltche Zkicderjchlägi in den Tagesstunden ziemlich mild. Gericktszektung. Brest-LltowSk vor drm Schöffcn�rricht. Drei jimfje �muen nuö ein junges Mädchen Wien von» Amtsgericht Pirnkow Ttrcrfbcßehle über je 2tX) M. erhcrlten, wnl sie im Meli INS mit rufjifcfcn KriegsgefmiPensn in einer die guten Sitten verstoßenden Werse V?r5cl>>r gepflogen" haben Angeklagten l?atetn gegen die tSrafbefehle Einspruch ein gel In der Verhandlung ergab sich, baß Mei der Angeklagtem ir e'ncm Sota! bedienten und daß sie sich von den dort amnesenden»'usi'sicheti Gefangenen eines Sonntags ein Glas Bier hatten ipe�viereu las- sen. Alle vier Angeklagten hatten ferner unter? inpader getanzt, tnabnud die russischen Gefangenen von einem JW«*aM«n>« zu- lernen und sich über den Tanz der Angeklagten amüsierten. Tie? der Tatbestand. Aus Vorhalt des Vorsitzende-« Amtsgerilsn>t Kienitz erklärten die Angessagten, daß doch w>t Rußland Frieden geschloffen sei. Der Amtsanwalt beantrag, gegen zivei der Angeklagten eine Erhöhung der Strafen ouf ie SCO M.. weil strafschärfend in Betracht zu ziehen sei, daß ii-� Ehemänner deutsche Soldaten seien, gegen die beiden andere Angeklagten eine Herab- setzung ans pe 100 M.— Der Vertexe r?iechtSanwalt Dr. Kurt Nosenseld berief sich auf den d-utsch. russischen Frie- de ns vertrag, in welchem avgteivrocbcn fei, daß Deutschland und Rußland fortan in Friede«nd Freundscbafj miteinander zu leben entschlossen und daß die beiderseitigen Kriegsgc'sangenen m � e Heimat zu entlassen sei?«- Außerdem würden die im Saale e,'ve senden rrrssischer BotschäktSnat Kopp und Hauptmann Wen- je! vom KriegLminfsteriun befunden, daß nach dem am 24. Juni lSIS gefcbloffcnen deutscl'.r�lchen Vertrag über die Grundsätze für den Aiistausch der betdersiitgen Kriegs�! csangenen diese vom Rehme- Staate wie Sc-.'daien des eigenen Heeres zu behandeln seien; es sei den russische* Gefangenen jetzt sogar erlaubt, in Deutschland zu heiraten, mitbin müsse ihnen auch d* Möglichker: geyeben werden, h er Bekanntschaften anzuknüpfen. Deshalb sei die Freisprechung geboten.— Das Gericht verurteilte zwei der Angeklagten zu je I 1 0 0 R., die beiden anderen z« je 50 SR. Geldstrafe. Der Vorst.ende wies darauk hin, daß die Angeklagten sich würdelos be- nc-meien hätten. Wenn im Friedensvertrag mit Ruß- lau» d»n Friede und Areuubschast He Rede sei. s, s�iee daS nur Worte; außerdem sei der Vertrag erst mi Auni publiziert, mithin bestand er für das Vossk im Mai noch gar nicht. Di« Russen hätten sich bei ihrem Einbrechen in Ostpreußen I so benommen, daß daS nationale Empfinden verletzt weiche, wc.rn jetzt deutsche Frauen, insbesondere Kriegeirfrauen, mit russischen («iefangritn Beziehungen anknnpfien. Xirr auf Grund der b». herigen Unbescholtenlxstt der Angeklagten habe daS Gericht von einer Freiheitsstrafe Abstand genommen. Arbeiter-Samariterdund. Kolonne Mrob-Verlin. Montag, dm 4. November, abend« Punki 8�/, Uhr, in Echulzes Festfäleu, Am SÜnigS. graben Sit 2, am?ller«»d«rplatz: Bor trag. Nach dem Vortraie dratt'lchi VerbaudSSbungem Säfte batben eimnaligen sreim Zulrilt. Humanistische Gemeinde Berlin.2. ein Vortrag des Herrn Dr. Rudo! V e n ztg fiter:.Ich und daS Vaterland' statt. Gäste, Damen und Herren, willlommeu. Sriefkastsn üer Rfcöaktton. AgneS.€» find zur.HohJuna der Kirche tisteucrn für ihre chrcii! ver- pflichtel.— Sch., Göpcuick. Abzug»on der Miete ist nickt zulässig; Eie müssen Ihre Forderung einüooen.— Potsda m. Bei Arbeitsurlaub daben Tie kcinen Anspruch aus tzSdniing und Veivkiegung.— R. P. Horn. Tic baben die dculicke Staat«,-ncehöligkeit nicht verloren, die Bestimmung, dah jemand nach tvjä'nigcm douein-eu Zlusciitbalt im Zluslande die Slaatsangrbörigteit veiliert, befieht nicht mehr.. TtaatZanaehörigleit wird nur verloren durch SUiSlritl au« dem Zwo!« verband.— Kart tist. Die geringe Versirai« wird Ihnen zur Erlangung der Stelle nicht bebindcrlich lein.— Hilfearbeiter. Anspruch ans eine>v!che Zulage haben Sie nicht. wenn sie Ihnen nicht KeitmBig gewährt wird, körnen Sie nichts dagegen unternedntcit— A. 9. l©©. Der Frau wird llnterstüsung geznblt, wenn sie intolge Tckwangerlcrast nicht mehr oder nicht voll erwcrbsjäbtg ist.— &. 80. Wenden Tie sich an da« Ernwobnernieldeamt und ersuchen Sie um schristliche Ziückanlwoii unter Nocknagmee, dcbnng der Auskunft«. gebühren�— Präpa and. Wegen einer Tribüuenkgrte zum Reichstag wenden Sic sich an den Sie ckstagsabgeordnrten Etvgld, Berlin 3.. Schön- teinür. ß.— E. F. Li. Ein solche« LcihtnstituI ist uns nicht bekannt. Wenden Tie sich an die össcnltiche Bibliothek und Leiebolle Adalbertstr. 41. — W. 4t. Sie sind pem Schaden er? ah vecMIchlet.— H. S. Die Ver- lodung«geschenk« brauchen dann nicht zurückerstattet werden, wenn der Bräutigam ohne Grund da« Verhältnis elön vgl, wa« nach Idrm An« gaben anscheinend der Fall ist.— E. tz.»00, Nein.— Parteigenosse 4. Tic brauchen sich nicht zu melden, aus Grund de« besonderen Ver- merk« m Ihrem Passe; einem evcntucgen SlcllunqSbesedl aber müssen Tie nachkommen,— Z. N.. Feldpost. 1, An'pruch aus AuswandS- entlchädigung besteht nicht. 2. Die Erddhung i'l für die Altersrente nicht eingetreten, nur für Invaliden-, Winien-, Bail-n->md Unsallrente. — SS. M. Nach Ibrer schriftlichen Darssebimg lägt sich mit Sicherheit nicht jagen, od eine Klage Aussicht aus Erfolg hatte. E« wäre doch rnög- lich. datz der Streit mit der Dienstherrin dieier Veranlassung zur sojortigen Entlassung gegeben bat. Nach den Schwierigleiten, die Sie selbst zur Er- Hebung der Klage angeben, würde e« sich viellechi doch emoschlen. die Sache auf sich beruhen zu lassen.— E. Pion. Nt. W. Der Vater be- kommt nur für einen Sohn Unterstützung, und zwar für den. der nach- MWMMWW�MMat. die eiu steuerpflichtiges Einlommcn haben, so werden doch auch diese eventuell zur Zahlung der Kirchensteuer oeranlagt.— Freier Turner. Deswegen tann Ihnen der Urlaub nicht entzogen werden, Sie haben ober teilten absoluten Anspruch auj Urlaub, besonders nicht nach so lurzer Zeit. WasserstandSnachrichten der SandeSanftalt für Gewässerkunde. mitgeteilt vom Berliner Welterburcau. und Osrlehenskassenscheine, handelt töricht. Sie find zinslos, bei Brandföllen und Diebstählen iriit völliger Verlust ein. Wer Kriegsanleihe zeichnet, handelt klug. Sein Geld ist ebenso sicher angelegt wie in Danknoten, und noch nützlicher, denn er erhält halbjährlich totsicher seinen Zins. ZpiZilezZmmel', Herrenzimmer, Sclilalzimmer,- Xaehen. a-/6'j 0©- Aparte Formen, gerfler Arbeit, preiswert afczBjod.'�S Ao 4er Hpmodavtr BrOcKe 5. 1. Ktiice>. Einjnmg Dirckeenotralie.)— Besiehtiyuag 10— 8 j Vermißt wi d seitNachtvorftoss 15 /ttz.Juni 44-18 am Stemmet Äustetier Hm Philipp! Res.-Jns-Rgt. 208, 3. Komp. lngehörige von Tellnebmern an diesem Verstoss von obigem Tiuppenicil, welche schon Nach- n.,,t au« der Gelange,»chajt hadcn. werden gegen Vcrsütmig aller Unkosten herzlichst um Nach- ri cht gebeten, 234/.'« I. Piiilippi. WilinerSdorf, Traut enaustr. ÄU. GkUßei-VelkSl!! Fettenten. Vtaftbüh ier, Mastkantnichen, Maftziegen. täglich frisch, in grosser Auswahl m mmt nahe Eöpen�ckcr Strasse.* 2. Gejchäjl: Uhlandstr. 124. lilstiz-s Ilaare a. nnlieb-nauen grellen de-eir. rectikal vis aai ö.Wn-xel kür immer nur mein ,Depli3,»r'lInsnhidl.,prefahi'l. absol.sich.Pr.M.3.-. Drojrorr- hnus B.ltocatioM, SerÜnN. 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November, nachmittag« 6 Uhr, im Krematorium Kerustlstras« statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Soaillsdtwsfit'at. Verein Berlin Vi(S. P. D.). Allen Kenoficn die traurige .stnchrichr, dag unser alte« Stilglied kermsirn Kveh Am Fattplah t. im 67. Leben«- jahr-e verschieden ist. «hrc seinem Andenken! Die Einäscherung findet am Freitag, den t November, abend« 6 ildl. im Kiema- lorium, Gerichtstrave, stall. Zahlreiche Beteiligung er- ivattct 224/9 V«>->»«»»ei. vetvstnd aee karesuzstscittitten vettliaialld«. vrügeup?» tZrol-Serttn. Nnseren Mitgliedcio hier» durch zur Nachricht da» unser Kollege, der städtische Angestellte 47,5 Willi Reetsch »m 26 Otiodcr im Aiicr von 31 fahren verstorben ist. Ebre seinem Andenkrn! Die Becrdsgunq stndet am 31. Oktober, lachm.'/t3 Uvr auf dem alten Luisen-Kirch. hos, Bergmannslrafi«. statt. Um rege Belciligung criuch! Dio Ortdvorwallnng. I�scdOuko. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht,. dafi unser Kollege, der Mechaniker Wilhelm önozke Kopvcnstr. 74 am 8, Oltober gestorben ist. Den Mitgliedern serner zur Nach licht, daß unscr Kolleg«, der Mechaiiitrr Karl kASile? Frledeiiiru,«chwaiback«rstr.7 am>8. Oktober geiiorden Ist E-Hre ihrem Andcnten l t20>tS Ole Orts«erw»l{Bitj verband der Lait- and -chankwirte DeutlAlands. Zahlstelle SchSneberU. Ten MitgNedern zur Nach- richt, dag der Kollege llZka? Veinderg »m 28. Oktober der- storbe» ist. Ehre seinem Andenke»■ Die Beerdigung findet am Freitag, den l. November, nachmittag» 81/, Uhr, auf dem zweiten Echöncberger Fitedhos iBlaiike Hölle) statt. Um rege Beteiligung ersucht vee Voretench SeullKer i Ci-arHp»rka!deIlerverkand. | veztrkZverwalt. Äros-Berlin Den Mtigiicdern zur Nach« l rich!, dag unser Kollege, der I Biersadrer WiU8 MU von der Fi ma«roterjahn, Pimzen-NLe«, am 25. Olluber im Aller von 32 Jüchen vcrsloibcn ist. Ehre sriurm Andenken l " Die Beeidigung findet am Frei tag, den t. Noueinbcr. oor-'ttag« IG'/i Uhr, von >t: L.Mchenhalle des i'laifu«- Kirch ,ose» ut Wilhetmöber« au» i cM. Um zahlreiche DeleUignug ersucht 64/14 Uiv»««Irkseernnil-aiiH Site kerlin. Lege. ISttS. Am 28. Oktober»erstarb unser Mitglied, der Friseur Ottc Bcftr Neukölln. Ehr« feinem Andenken! Di« Einäicherung ftudei am Freitag, imchm 3 Uhr, im jtremaloiiinn Treplon» Baums chuieuiueg, statt. Um zahlreiche Betellignno eriuchl 299,9 vor V»»-»t»in«l. Am 23. ONobor verftaib meine wniggcliedlc Frau I&32I geb. Krsaae. Die« zeigt, um stille leit- narme biilcnd, an AtQi'l ScdvlT nebst Sind. JuliuS Krause u. Fran al« Ellern. Gustav, Ma/r, Willi Krause al« Geschwister. Die Beerdigung stndet am Freiiag,' den t. November, nachm. 3'/, Uhr, von der Leichenhalle de« Aolgalha- K-.r»hose« in derBarsuSsirailr »u« stall. 77« Allen FriUnbeu und Be- kannten zur Ztachricht, dag mein lieber Mrnn kerma«! Koed am 27. Oktobe, verstorben ist. Die Einöshernng findet Freitag, den 1. November, abend« 8 Ufr, im Krema- toiium Gerihtstraste ilatt. Um stille« Beileid bittet Frau A nw a Koch Falblatz 4. Am 2-j. Cflobcr 1918 ent- schties nach kurzem Leide» mein Hrr/en«rn»«r Sohn, unser Ileker. guter Linber. Sa'waeer und OntrO der Gefreit« 135/6 Baus Blmbaoni S-g-r-Bail. Rr. 5, Hirsch- birg i. Schi, Inhaber dt« Eis. Kr. 8. Kl gm Niimcn der trauernden Hmleidlievcnen WIMre Ida Blrnbatm geb Kasten. Berlw V. PaUasstr. 6. Die veisehnng findet au! dem Sbrensrlcdhos in Hirsch- bergfiall__ Danksagung. Für die tiedevoUe Teilnahme und die zahlreichen Kranz- spenden bei der Beerdiguiig meiner lieben Frau und Mutter Emma Schmidt Inge ich allen Berlvanbten, den Mielern im Haus».>»mie mehit« ttrbeilötollegen, Meister, Freunden und Beiannlen nitincn ani- richtigsten und heizlichste« Danl. stinr Scinniät a,«,t 7«c!itereh»i>, ____»üggtiiiias« U._ bifl Feizkraacn � und Mnss>» uiii cheiM, iKei|c> n utile v lü bi4 100 M, euizein zu verlaus«Rikan. tia««tr. U M, vorn 4 Treppen hFahrstuht). Sie- »fiiiel von 9—2 Uhr. 135/9 IßßOO Reki.-Zettsi 18.75 194>0 ützugicbtino 7,00 lÜOO Kolli-Anninjer»4). Bohdr Rvnd, k'»iia»ä»uar. 103« Sehr preis�ertt Pelzgefütterte Mäntel Oortx aul Hamster, aus cMton praWlscHen Sfoflen Am 2>, Ott. verstarb nach Iiirzen. schweren Leiden meM« i ede Frau und unser« ltebe M»!ler Lerta Woyld im 38. Leben»sahre. Die« zeigen tief betrübt an Hoinrich'rfojnh nebst Kindern Wallilr. 1«. 81 fl Die Beerdigung findet am Freitag, den 1. November, iiachinillag« 3 Udr, von dei Leichenhalle der Himmel- snvrl«- iOemclilde, Nledei- lchSnhausen- Nordend, aus statt. trnmßmmmmmmmmmmm Adlershos— S-chöneberg. Danksagung. Für die vielen Beweise herz- lichster Tetlnahn� ueid reichen Uranzsdenden bei dem Hm- scheide» nvserer lieben Tochter .«.»»r» sagen wir allen, die ihrer so UebevoR gedachten, unicren innigsten Danl. Zkllv»llll Adterehas, den 2». 10. 18. Oanksagung. Für die Beweis« herzlicher,| Tcuriahme bei der Beerdi«ung unsere« muiggeiieblen Sohnes � laqcn wir ,3-n Freunden,! «on>men.,�'.ll''7?s der Ber- f .u,tqe|5. Grippel.■ schalt unteren herzlichsten Danl. F. Gärtner a. Frao, Berlin, Schulfhr. 48. V.M. H. Lospiig«r Str. 42, f. Mit. fflp*sil»lp*eehRrt für IThr««». leachl�nd« tn-sfi i Ii t Ar- Ankeruhr 5 in" _»ew« Wm4r«brf««I. n,M| »cn ewtach» pritziii«konstr a. stn» prntistch n«iveri« NN ichri aei»n»»ch.».»ahM »«t„0.est»a-Ihren fstr da« gr«he !fc.abBfuw aeivuev»«; B» Ua» m. JR«« Beii»»»e«»«Nischen NrniM j 1|»1 Neu erl*S«»we zur roiua iMrieeenhetl im«»vranch Man ist« Nch vlirch N»»>eil»nq«»- »n>re.lhee«»rien nich,*»« 1«,. wiche st», dnNe nichi mehr •3».ote'.iH AiHaeffthTi 4f»i II«n« iwtMt»««ttitetnoe dt» ■Blittfel Mtf dre in«, stch>!». »edingl I>ei°io«ea»»»«.»erinvge in«,»« Seniae»» WNHlAvr. j «ein« Vsliuöz.tti-chi nbren st»-. I t» ItStrt 17,50 in«»vivran>»rn o» Stahtornb IS,,!»». erhSlitich.» lt Swthstrfißo 14 («etrnirt nnr im»aveai Segestnd er IM Schönheils- mi GssuniüisiüspfiDgs!1 Verlan en Sie rosteiifret aaofnhrltche iirzrit-he Broschüre über raiionelle und bewährt« Körper-, Haut-,»esichtS-, viundpstcge ui». !ßs. kedkZsij Lb ßis.. B!r!inW118, UllOCi Eine üsöerrascliong-> biet«« jedem TABAK Baneher 51. Wuttnusnn» ,,ioher u.sehaierx- len ehre Iteralsatöruns: .: Or i �,»>■ kau« l�ber. f. Bluanutoe«, FUdoa iaa Rem aevr. Lotterie(fir die Deutscher. Im AKslande. Zlohunfr 6., 7-, S.JSar. Uauptgawinn« Mark 100000 50 000 30000 550 000 10 000 1058 3,50 �°� Krcar-Lot terie für die Vcrwundetea. Zlahanff 15-, IS.Ifov. Gesamt- U-Hauptg-ew. kk. 100 ODO 50000 10 000 #-5000 10-5 000 Porto a. Laste 1 60 PI mehr. ll.KSS; fl aeereaaber Uss 3 M. 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Vor dem Kriegs wobnten wir in einem Hauie. Er im Garlenhonje. ich vorne. Damals be» trieb er manckerlei Gescbäfle, veriaßle Blllschriften, Kiagebcani- workunc�en, holte Inieiaienaufträgc ein und reiste auf Wäsche gegen Abzahlung. Milunler traf ich ihn in der Kneipe an der Ecke, wo er mit Lebbaitigkeit Slnt einem halben Pfennig ipielie. Politi' sieren war eine Leidenschafl von ihm. und man muß sagen, er konnte ruhige Gemüter erfchiccken mit Ausbrüchen von wildem Radikalismus. Sie er gegen Behörden, Staat und Kirche,»ichi minder aber gegen alle Parteien, von rechts nach links, von links nach rechts schleuderte. Es war ihm niemand entschieden genug. Nach Beginn des Krieges wurde Herr Maschinke seltener. Schlteßlich verschwand er ganr. Es war wodl zu Anfang des zweiten Kriegsjahres, als mich meine sxrau beauflragte.'eine Rinder« zunge einrukauien. Damals gab es große Schlächtereien für Miiitärbedaif, Zungen, Köpie und dergleichen brauchte man nicht zu HecreSzwecken. So standen die nabrhaiien Dinge dem Privat- Publikum zu billigen Preisen zur Verfügung. Fast sah es aus wie Verschleuderung. Wer dachte an einen langen Krieg? Als ich in den Laden trat, wer stand da an einem Stehpult und überwachte mit Generalsblick, die dampfende Zigarelte in der Linken, die Veikänicrinnen? Herr Maichinle. Er begrüßte mich freundlich, ohne Herablassung, ließ mir eine besonders seine Zunge aussuchen und sprach:.Na, sehen Sie, was habe ich immer ge- sagt? Unsere unüberivindliche Armee, uiisere herrlichen Führer! Es geht vorwärts wie 1370. Noch ein paar Wochen und England ' biitel um Gnade, Frankreich ist schon jetzt kaput. Und Rußland baben wir in der Tasche" Auf die Frage nach seinen geschäftlichen Erfolgen, meinte er mit Wüide:.Gott' es geht, es lohnt sich ja, aber auf die Dauer ist das nichts für mich. Ich habe gute Beziehungen nach oben, und die Herren brauchen tüchtige kauf- männische Kräfte— der geschickte Kaufmann gewinnt diesen Krieg." .Bei diesem Krieg", versuchte ich unüberlegt zu scherzen. Da zogen sich in Herrn Maichiukes Gesicht ernste Fallen und er er- widerte scharf:.Bitte sehr, ich bin Patriot. Sie doch hoffentlich auch."— Geknickt schlich ich davon. Meine Frau mäkelte nachher, die Zunge sei etwas anrüchig, aber wer kann es einer Frau recht machen?- Ein Jahr später kam ich an einem schönen Morgen in ein Calo der inneren Stadt, um eine Stärkung zu nehmen. Die Kost ai*5 der Volksküche verdiente gewiß einiges Lob doch schien sie mehr für Hein beschauliche Tätigkeit eingerichtet zu sein. Kurz und gut, mir war flau zu Mute, und so wagte ich trog moralischer Bedenken den kühnen Schritt. Vom Nebentisch, von einem Kreise eifrig diskutierender Herren strichen wohlgefällige Havaiinadüfte an meine bescheidene Naie. Der Kellner, ein aller Bekannter aus glücklicheren Zeiten, begönnerie mich:.Bchis meinen Sie wohl, ivas an dem Tisch dort umgeht? Mit lvv 000 schaffen Sie das ir.chl. Der Dicke da"— eine Taumenbewegung zielte auf den in der Milte thronenden Herrn Maschinke—.liefert einen Waggon Zucker. eine Fuhre Seife, einige Dutzend Schweine im Handumdrehen. Außerdem ist er an einer Granaten- drcherei beteiligt. Sehr nobel, unter einem Taler Trinkgeld gibt er nie..Aber die Gesetze und Verordnungen," warf ich ein..Das ist doch alles außer der Granatendreherei verboten." Mein Freund, der Kellner, lächelte geringschätzig:.Für Sie vielleicht. Der läßt sich nicht kriegen, der»bat gute Beziehungen". Als ich auf« stand, bemerkte mich der behäbige, in funkelneuem Anzug und Zwanzig-Mark-Krawatte prangende Maschinke und winkte mich mir ringgcschmiickier Hand heran:.Also, wie gebl's? Was denken Sie, wie die Kriegsanleihe aussallen wird? Ich habe 50 000 ge« zeichnet. Man kann ja schließlich nicht allzuviel festlegen. Skandal. baben U'e den ks�umachxr- Artikel heute, gelesen? Da« ist cinfaa' Werte wag'': den Väl>,.?yt auf die standriiwe Küste und auf Longwy und Brieh anzudeuten. Die sollte man hängen, nicht wahr?" Ich fand angesichts dieser mächtigen Persönlichkeit nicht den W'-zp zu widersprechen und zog mich zurück. Dann sah ich Herrn Maschinke noch einmal auf dem Sattel- platz beim großen Nennen, zu dem ich ein Freibillelt erhalten halte. Er stand im Zylinder und hellen Gamaschen zwischen Offizieren und Munokelträgern. Der Svortredakteur vom Abendblatt klärte mich aus:.Ach der! Feine Nummer, dicker Millionär. Biel Geld ver- dient im Kriege. Eine Bllla>m Grunewald mit angeblich echtem Bismarckbild von Lenbach, Ehrenvorsigender eines Vereins gegen die Friedensenlichließung, wird wohl nächstens einen höheren Orden bekommen, kleinere hat er schon. Hat das beste Auto heute noch draußen stehen. Eine Säule übrigens für rncksichlslose AuSnützung der Machiverhältniffc... Gesiern gehl nur Herr Maichinke doch auf der Straße ent« gegen, ohne Zylinder, im Schtappbut. Gibt mir strahlend die Hand und rede! hölllich:.Lieber Doktor, wie ich mich freue. Sic zu sehen. Warum tiasen wir unS denn eigentlich io lange nicht? Und was sagen Sie? Endlich loiiimen wir zu dem, was wir immer gewollt haben. Sie waren zwar stets etwas bedenllich und ängstlich, aber einem allen Teniokiaien wie mir können Sie es nicht verdenken, wenn sein Herz lacht. Was brauchen wir Eroberungen, haben wir nicht genug im eigenen Lande zu in»? Freies Bürgertum, dazu müssen Sie sich auch bekennen, freie Entwicklung für jeden Stand, keinerlei Vergewalltgung, das ist die Forderung der Stunde. Besuchen Sie mich einmal, recht bald, ich bobe mir ei» kleines Haus gekauft. In ja, eine neue Zeil bricht an, da muß mau mitgehen. Auf Wiedersehen, aus Wiederjehen!" Heinrich GoereS. Reger-Konzert. sJn der Garniionktrche.) Zum Gedächtnis Max Reger«, des vor min 2 Jahren allzu- früh dahingerafften Komponisten, veranslailct der Potsdamer Orgel- virtuose Otto Beck:r— auch den Besuchern unserer Aibeiler- konzerte kein Fremder— zwei.Reger-Abende", deren erster am Dienstag stattgefunden bat. Als Schöpser moderner Orgelmusik hatte Reger schwerlich seines- gleichen. Wohl kaum ein früherer, geschweige zeitgenössischer Kirchcnkomponist ist Johann Sebastian Bach getsiig so nahe getommen, wie Reger. Seine.Phantasie und Fuge über den Namen Bach" ist ein bedeutendes Werk. In allen Registersarben erklingt das an sich einfache Vier- Buchsloben-Moriv, daö sich ja jeder, der Noten kennt, sehr leicht vor- stellen kann, umraiikl von unzähligen Figuraiionen, die die strenge Gothik deS allen Thomas- Kontors üppig nm flechten., ES ist eine Bach würdige Hnldtgung tn Tönen, stark in Ersindung. Geiühk und Schwung der Phantasie. Machtvoll in der Zusammenfassung aller Gedanken znr Fuge als Ausklang. Das zweite Stück:.Vanaiionen und Fuge über ein Oiiginalihema" wirkt, so dankbar es für den Or- gantslen sein mag, durch seine Weitgesponnenheil etwas ermüdend, Als ein durch den Krieg eingegebenes Produkt erweist sich die Schöpfung.Trauernde zum Gedächtnis der Gefallenen". Ergreifende Klagerute ouS tieisiem Schmerz geboren, wie schwere Tränen aus Millionen Särge herniedertollend. Bis alles Web, zur sauften Melodie gedämpft, in dem bekannten Choral.WaS Gott tut, das ist wohl- getan" bibelgtäubig zwar, doch nicht eben n e u gedanklich, aus- klingt. Die andere Seite RegerS offenbarten verschiedene geistliche und balb weltliche Gesänge für eine Singstimmc mit Orgelbegleiiung. Unter ihnen möchte ich»Am Abend" und.Trost", besonders aber .Maria",„Wiegenlied" und.Aeolsharfe" bervoi beben. Hier wird die Begleitmusik wie ein Filigran von Harienklang, Pfeifen. Vogel- stimmen und säuselnden Lüsten um die köstliche Melodie gebreitet In diesen Liedern erwies sich Frau Anna Erler-Schnaudt sMünchen) als eine Sängerin und Voriragsmeisterin hohen Ranges. Es war schade, daß der gsnußretche Abend so wenig Zuhörer fand. Hoffentlich erfreut sich das zweite Reger-Konzert sam 5. Dezember) eine« regeren Zuspruchs. vL. Schutzmasren gegen Hrkppeansteckung. Oberarzt Arnold Josefson, Dozent der inneren Medizin in Stockholm, sendet uns eine längere Zuschrift, worin er uns zum Nutzen für die deutschen Wäiterimien und Aerzte,.denen wir Schweden lo viel Da'.k ich'.-ldig sij?k. ein neues Schutzmittel oeqen olc'i Gttppeu..rtiug-� i.l i-.uM'.cju.-----:x a l schutzmaSke, die Herr Josefion und andere mit Eisolg bei den besonders von der Ansteckung bedrohten Krankenwärtern verwendeten. Die damit geschützten Perjonen sollen durchweg vor der Ansteckung bewahrt geblieben sein. Herr Josesson gibt von der MaSke und ihrer Anwendung folgende Darstellung: Um einer Ansteckung vorzubeugen, soll der Wärter eine Nasen- mundbinde während seines Aufenthaltes bei den Kranken tragen. Dadurch werden ansteckende Spcicheltröpfchen verhlndert, in die Naie und den Mund des Gesunden einzudringen. Die Binde wird aus einer doppellen Lage von Gaze, Leinen, lein Taschentuch, taugt auch) oder Papier lsür zufällig? Besuche) verfeitigt. Die Gazebinde wird viereckig pcschniiten und in jeder Ecke mit Bändern verieben. Ihr oberer Rand wird über den Nasenrücken gelegt, ihr unterer unter das Km». Die Binde wird hinter den Obien gebunden. Die Binde muß dicht an die Wangen anschließen. Sie wird höchstens zwei bis drei Stunden gelragen und dann in Walter gelegt, gelocht und wieder in Gebrauch ge- nommen..» Der Mund wird tüchtig ausgespült, wenn die Binde ab« genommen ist! Die Papierbinde wird aus Crepepapier gemacht<50 Zentimeter breit), der Länge nack gefaltet lbis zu ein Drillet Breite) und dann vor Naie und Mund befestigt. Die Binde wird rings um den Kopf irniiels eine« feinen Gammibandes beiesligl, das zwei in den Papierenden eingesetzte Kravaitenhaller vereinigt. Gebrauchtes Papier wird verbrannt oder ins Wasser geworfen. Sprich io wenig wie möglich, wenn die Binde angelegt ist! An der Außenseite der Binden boilet die ansteckende Moierre, die Husten iröpfchen. Man darf deshalb die Binde an dieser Seite nicht berübicn. DUt»«'•©»«"nxcr»a»n>oi. «ffAtefft*: .................'TJBSSiSi.1 WZKWMW« rr— rsdci— gncr.cr-anwdt. Deutsches Theater 7U.: Oer leb. Lelelinam. Kammerspiele 71/, Uhr; Oer Erste. Kleine« Schaaspielbaot Faasnenatmße 1, i'ortal 5. 7 D.: 7.1 Male: 1*1; U Urft. Tlieater lür iLronnersl�j;', ä«. w�..otier. Central-Theater uh'/; Bie Rcse tob ZtWdill. Volksbühne Theater»m Bulowplata. Diroktion Fnodrich KarUler. 7'l, Uhr: 71 aU r«i� Muß. Lesslng-Tlieater Direktion; Victor Barnowsky. T), LT.; Oer Marqul« von Kaith. Freitag: l'eer Cynt. Scinnab.: Marquit von Kelth. Bonnta�: Marquis von Reith. fleatseiies Riiosilor-iseaur. 7'f, Uhr: 1,1, K«.__ Dir. C. Meinhard— K Bernauer. Tlieater< Königgrärterstr. '/ß Uhr: Resmersholm. Komödienhaus 'Iß U.; Di« tanzende Nymphe. BerlinerTheater 'Iß Uhr: Tolle Komteaw. Casino-Theater. Sotbringtr£tT.S7. iöfll.*(.8 II: J?ur noch wtnigt huffübrungin de« SiTltnet Poff�n- Schlager» niaiilaüficiliolriiet! vorbei bnlgrofteOitobn- Troer. "nCorb.: Xlr astfernc ttrftifr. onnL 8'l,: Ei« tldelei Huhn National-Theater. 'Iß Ohpenioker rttr 08.'iß l>er grolie Opereltenertolg I Prinienliebe. Sonnt H'l,: SlMdenlenliebchen. Trianon-Theater BW. Frtedrtehetr.Ztr 4!K7.2!»1 Nachm. d Uhr, ki Preis«/ Rotkäppchen. Tftgliob»cht Uhr: Der gute Ruf Ton Hermann Sndermann. Ida Wüst, Bruno Katlner. Emma Dabner. Hsqa Flink. Gonia. Klein. SchdWeid. Freitag 4; Sehneewitiehen. Sonnan. 4: Hbneel und GreleL ßo na tag 4: iotaanflltfeuor. Dentaehee Opernttmas j vhr; Der eiserne EeDast Friedrich- Wilhelmet. r&eater pi. uhr; Bannerl. Kleines Theater PI.™*: äii-Ntirnlierg. ItumlHclic Oper 71-0. ÄdvzmnMllsI. Stg. 3'lt; Schwerzwaidniüdol. 7»/. Uhr Easisptelhnns : Die yzMe Fliege. Metropol-Theater 7,oT; Die Faschinoslee Sonntag 3 Uhr: Wiener tilul. Palast-Theater Hövel OpEföttenttSQS 7',.Uhr, Das söSe Mädel. Stg. 3'/,; Oer Soldat der Mario. Uenldpns-Th.-at�r pi, otr Ulli Grün. Meblller-Th. Churl. pi, in.r Hamlet. Tlmila-l tirnlrr Plti Unter der blühenden Llsde Sonn»l,end>'/, Uhr; Die Reite ine Schlaralienland. Theater am Nollendorfplatz SV. Uhr! Der Herr Senator. 7 Uhr Theater de* SVeHlenn pi, ühr; Die lustige Wiiwe mit Guido Thielseher Sonnab. 31/, U.: Aschenbrödel pi, Uhr Jer Stralauer fteg. Wallner-Theater uhr Crai teiclits. Sonnt. 3V. Uhr: Frühlingtluft. Theater des Westens. Jeden Banntag. nachm. H'lt Ehr: Sie 2)oUarprmzessin. Operotto von l.eo EnII. Muslk- ms/ru-rrenf WÄ. ist der besYa GeaeiLscl-u Af iex ttn langen WmseR a.b«rulorw Graxnmopfiort-Sperteir-iaiS Ci.m.bft W&.nux Fiiedrichser. 189. fevUiriimistvSt ta allen Piiialaaen von, dOMkeuMrft wridea rern vot&avieil FkeioBai« aal?/imBcK bervhwillvgit Ro»e-ThÄer. TU Uhr; OaMtap.. hier in 15 Min. ca. zu Fuß z Bon ub. Karlahorst. Strnßenbahnvorb. 1. v. Schies. Bahnh. üb. Stralau- Treptow n. Oborschöneweide 2. v. Bahnh. Niedorachöneweido nach Hennb. Karl«- hörst; 8. vorn Alexanderplau nach Fnedrichsfolde: 1 .4. von Prifdrichsfolde nach Konnhahn Karlshotai ZSdne m eehteui FrieüensRauisciiuk 4.- //l. «Katen ü.tnbre ßi.irantte. toOBae Zabuzicbei; m. Setdutung »ci-i-c.enunn o.(SebiHen grnli� tAoibfronen o. 20 tli?. an. Fvez. H«™?' Zannpraxis Hai?ani,- AliererUes Spezialgeschäft for billige Üb en! Kell leuchteudeilrrocc-Anksrutaren 15 Jl i (lewolmiiche'I u.rhcnuhrcn Z von 7 60 M. m; vorrätig. 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Vorsieh? auf Eingang acnien, da Verwechselung möglich BEirtB auf den tschechischen Staat zn Perfcuyiu Die VersanrmtanH» nahm einstimmig eine Entschließung an, in der gegen die An-s nexionsabsichten durch die Tschechen Protest erHoden wird, uitd beschloß bis zur Regelung der Verfassung und Verwaltung Teutsch-Lesterreichs auf demokratischer Grundlage eine vor- läusige Verfassung für Deutsch-- Böhmen, worin festgestellt wird, daß der Provinz Dentsch-Böhmen im Verhältnis zum Staat« Deutsch- tDesterrrich alle Rechte und Pflichten zukommen, welche für das Königreich Böhmen im Verhältnis zu den übrigen im RcichSrat vertretenen Königreichen und Ländern in der böhmischen Landes- ordnung und in dem österreichischen Berfassungsgesetz niedergelegt sind. Die Versammlung aller jetzigen deutschen ReichsralSabgeordnelen Böhmens bildet den vor-) läufigen Landtag der Provinz Deutsch- Böhmen. Der vorläufige Sitz der Landesvertretung ist die Stadt Ncichenberg. Der vorläu- fige Landtag bestellt aus seiner Mitte einen LandeSauSschuß und eine Landesregierung mit dem Landeshaupt- mann an der Spitze. Die Verfassung sieht dl« Errichtung einer Volkswehr für Dentsch-Böhmen vor. Zum Landeshauptmann wird Pacht r gewählt. Ter Landesbaupimann wird beauftragt, sich unverzüglich mit dem dsulsch-öster reichlichen Vollzugsausschuß ins Einvernehmen zu setzen, um die Verwaltungsgeschäfte der bisherigen Behörden der böhmischen LandeSverwaltungSkommission für daS Gebiet Teutsch-Böhmen zu übernehmen Bezüglich der gemischt nationalen Gemeinden de, Landes möge der Landes- Hauptmann sich über die Errichtung einer besonderen Verwaltung daselbst bis zur endgültigen Lrdnung der Verhältnisse mit den Ber- tretern des tschechischen Volkes ins Einvernehmen setzen. Der Landeshauptmann wird ertnächtigt, ein Darlehen bis zu 100 Millionen Kronen aufzunehmen. Eine schamhaste Irreführung. Da! K. K. Tclegraphen-Korr.-Bureau meldet: Gegenüber den von verschiedenen inländischen Blättern gebrachten Mitteilungen, von denen sich eine auf eine Unterredung mit dem hiesigen deutschen Botschafter beruft, sind wir ermächtigt, nachstehendes festzustellen: Tie kaiserlich deutsch« Regierung war durch wiederholte Mitteilungen der maßgebenden Stellen Oesterreich-Un- garns seit längerem in Kenntnis, daß die Monarchie den Krieg höchstens bis zu einem bestimmten Zeitpunlr werde fortführe» können. Unmittelbar nach dem Amtsantritt des Grafen An- d r a s s h, am 26. Ottober, hat der Kaiser dem Deutschen Kaiser in einem freundschaftlichen Telegramm in unzweideutiger Weis« mit- geleilt,, daß Ocsterreich-Ungarn nunmehr veranlaßt sei, den entscheidenden Schritt zu unternehmen. In einer Unterredung zwischen dem Minister des Aeußeren und dem kaiserlich deutschen Botschafter in Wen am gleichen Tage war letzterer gleichfalls auf den bevor- stehenden Schritt der Monarchie vorbereitet worden. Noch vor der Nbsendung der Note an den Präsidenten der Vereinigten Staaten fand am 27. Oktober eine hieraus bezügliche Unterredung zwischen dem Grafen Andrassy und dem Grasen Wedel statt. Dazu bemerkt WTB: Durch das Friedensangebot an Präsident Wilson war dem Wui sehe der österreichisch-ungarischen Regierung auf einen baldigen Friedensschluß in vollem Umfang« Rechnung getragen worden. Der Schwerpunkt der Demarche de? Grafen Andrassy aber liegt in dem Angebot eines'.Separatfriedens". Daß ein solche» Angebo.„innerhalb 24 Stunden" beabsichtigt sei, hat Kaiser Karl dem Deutschen Kaiser am 26. Oktober als einen „unabänderlichen Entschluß" mitgeteilt.' Die kaiserlich« Regierung wurde damit vor eine vollendet, unabänderliche Tal- fache gestellt, ohne daß ihr die Möglichkeit geboten worden war, dazu Stellung zu nehmen. Di« Darstellung deS K Ä, Telegraphen» Ö.cer.-taifiw««* muß brrf»» alz irrefiltarnb»uriV n' r%[«.Neu« Frei« Presse" stellt fest, daß di« K. n. K. Regierung über die Antwortnote an Wilson, welche dt« Bereitwilligkeit zum Sonderfrieden aussprach, mit Deutschland keöp Einver- nehmen gepflogen hat, und sagt: Die Note hat die Lage Deutsch- lands in den mit den Feinden schwebenden Verhaildlungen geändert. Diese Politik der gemeinsamen Regierung mußt««inen Nückschlag -auf Deutschland ausüben. Die gemeinsame Negierung hält« daher die Rücksicht haben müssen, Deutschland in einer Zeit von dieser Absicht zu verständigen, in welcher eS die Möglichkeit gehabt hätte, sickß den veränderten Verhältnissen militärisch und politisch anzupassen. Da? waren wir den Verbündeten, das sind wir unserem eigenen Ansehen und unserem eigenen Wort« unte allen Behält- nissen schuldig. Die ersten NenierungshanKlungea im tschechischen Staat. D«S tschechoslowaische Preßbnrean meldet: In der heittigen Vollsitzung des NalionalanSschusseS berichtete der Vorfitzen-de Svehla über di« gestrigen Ereignisse und über die VerhandUingen mit den politischen, Gerichts-, Eisenbahn- und Postbehürden sowie über die Maßnahmen deS Naiionalraies zur Sicherung eines regelmäßigen Amtstätigkeit dieser Behörden. Stribcrnv berichtete über VerHand lungen mit den Militär- und Polizeibehörden. Scheiner über die nationale Verteidigung und die gesamt« militärisch« Lag«. Auf Antrag von Modravel wurde ein Ausschuß für Landesverteidigung eingesetzt. Das tschccho slowaki s che Preßbureau veröffentlicht ferner einen Aufruf an das tschechische Volk, am morgigen Tage überall d: e Arbeit bedingungslos wieder aufzunehmen. Em weiterer Aufruf an das Eisenbahn- und Postpersonal«nnahnt, Ruhe und Ordnung sowie die Sicherheit im Eisenbahn, und Post- betrieb zu bewahren und die Opferwilligkeit und Leistungsfähig keit, de sich im Kriege so glänzend bewährt habe, nun auch dem neuen Staate zu widmen. Zwischen der mährischen Statthalterei imb dem tschechoslotoa» kischen Nationalaukschuß als Repräsewanten der tschechoslowakischen staatlichen Oberhoheit wurde ein Uebereinkommen über die ge- mcinsamc Führung der Verwaltung getroffen. Zur Mitführung der Geschäfte der Statthalterei wurde vom National- aukschuß eine Vcrwaltungskommission eingesetzt, in. der den Deutschen ein« angemessene Vertretung ringe» räumt wurde Hinsichtlich der Personalverhältnisse blcibl dre bis- hörige Vertvaltung unverändert. Ter Statth-ilicr Fleiherr von Heinold hat einen Urlaub an- getreten.. D«S Ifchechoflowakische Prcsscbureau teilt die Einsetzung einer provisorischen Kommission fiir auswärtige Angelegenheiten mit. die den Bertvedern der fremden Akächte im Bereiche des ischechoslowa- kifchen E'aateS die Uebernahme der Leitung der öffentlichen An» getegenhciten durch den Nationatausschuß notifiziort«. Die Nebergabe der NegicrnngSgewalt. Wie die Wiener Blätter melden, vollzog sich die Ucbergabe der stemtl ictan Behörden an die tschechoslouxikischen NationalauS. schösse in Böhmen und Mähren in allen Ressorts ohne Zwischen- fall und ohne Reibungen. Di« FrettaenkunSgebungen dauern fort, ohne daß eS zu einem Zwischenfall gekommen wäre, auch der Streik der Arbeiterschaft in Prag vor der Feier der Neu- ordnung des tschechischen Otaales verlief ruhig. Am Mittwoch ist die Arbeit überall wieder aufgenommen. rtne VoUkSred«. Der„Tonttneni Times" wird aus Wien gemeldet: Vor dem Ministerium des Aeußem auf dem Ballplatz in Wien fand eine von der radikal-demokratischen Partei veranstaltete Massendemon- stration statt. Nack dem Äbqeordnetan, Ze n k e r, der zunächst zu den Massen über die poiitisehe Situation sprach, ergriff der Mi- nister des Aeußern, Graf Andrassy, zn einer Ansprache das Wort. Er führte ans: Tuvine verehrten Wienerl Dank, daß Ihr erschienen seid! Ich kann und will tn schicksalsschwerer Stunde nicht lange Reden halten. Ith verspreche Euch einen den Um- ständen angemessenen guten, vor allem schnellen Frieden. Es lebe der Krtedenstaiferl Es lebe das deutsche Volkl Es leben die Wiener! Von nndene? Seite wird gemeldet, daß bei dieser Kundgebung Polizisten die Hauptrolle gespielt haben. Die öeuL) leisten, daß sie die Pläne der feindlichen Armeen begünsiiglen. Der ElaatSanwall taidctie den SlaalsgerichtShok aus, gegen d>« genannten Angeklagten und eventuell gegen alle anderen das UulersucvuugSoersahrcn em zuleiten GS soll jetzt reformiert weiden, aber di« Pläne, die der Minister v, Wussow am 2V, Okrober in der Kommitkion emwickelte. ent» täuschten durchaus. Danach soll in 23 Wahlkreisen zwar nach dem allgemeinen gteichen Wahlrecht gewählt werden, aber dazu sollen 16 Abgeordnete ouf Grund eine» berusS ständischen Wahlrechts lommen. Außerdem sieht die Borlage sür Ber« sassungSänderungen eine quaitsizieile Mehrheit vor. Unter diesen Umständen gaben unsere in der Kommiision fitzenden Genossen eine Ertlärung des JnbaliS ab, daß sie eS ablehnen, noch weiter mit dem Staatsminister zu verhandeln und einen Wechsel im StaalSministerium fordern. Hierauf verließen sie die Si-jung und ließen die Rumpflommrsfion unter sich. Unabhängige miö Polen. Die unabhängigen Sozialdemokraten Haase, Ledebour und Okkar Cohn haben bekanntlich im Reichstag gegen die übertricbekstn allpolnischen Ansprüche auf deutsches Gebiet,»nsbe« sondere die Wcichsclniederung mit Danzig, lebhaften Ein- s p r u ch erhoben. Eine Zyschrift auS dein Reichstag an einige Parteiblärtar macht indessen darauf aufmerksam, daß di« Unab- hängigen Geyer, Vogtherr und I a c ck e l Lcbebour durch Zwischenruf« störten und erklärten, dieser Protest sei nicht in Uebereinstimmung mit dem Standpunkt der Fraktion. Außerdem ist bekannt geworden, daß der un- abhängige sozialdemokratisch« ReichStagstaiididat Eisner in München sieh für di« P r e i S g a b e D a n z i g S an Aolen auSge- sproclien hat. Es wäre giff, wenn di« unabhängige Sozialdemokracki« nicht in diesen wie in allen wichtigen Fragen Unklarheit über ihre Stellung li«ße, sondern authentisch sagt, was sie will. Weitere Soldatennnruhen in Holland, Amsterdam, 29, O't. „Algemeen Handelsblad" meldet, kaß es geiiein in Vlrsiingen zu einer ernsten sotfaieiidcnu'iisuatioii lam, wobei an einigen Gebäuden die Feiisier ckeiden eiiigetalcigen wurden. De: Polizei und imei berittenen lvillttärpalrouille gelang es, die Ordliung wlederherziistelleii.__ Ciiie konservative tiun Hebung. Die konservative ReichStagSfraktion veröffentlicht schon wieder eine Kundgebung an de» Reichskanzler, in welcher, der Wille zum Ausdruck kommt,„den zu erwartenden Frieden der Vernichtung nicht ohne den äußersten Kampf auf sich zu nehmen". Der Reichskanzler wird ersucht, die jetzt schwebenden Verhandlungen abzubrechen, wenn in der bevorstehenden Antwort der feindlichen Mächte Bedingungen gestellt werden, die eine völlige lltttertverfung und WehrloSmachung bedeuten. Die Regterung falle die NeichStagsersabwahl in Stralsund L Wie die„Ostsee-Zeitung" meldet, liegt der sortschr.ttliche ReichstagZabgeordnete Pastor Heyn sein Mandat aus Gesund he US räckuckten nieder, AIS fem Nachfolger ist der Redakteur der„Hilfe", Heile, ausgestellt. DaS amtliche Wahlresnltat von Verlin l. Der Wahlkommissar für de» Reichslagswahlkreis Berlin l veröffentlicht da» Ergebnis der gestrigen Stickvoahl, Von 12 465 Wahlberechtigte» stimmten g ltig 4834 Hiervon für Geh, Justizra! Maxiniillan Kempner 266 l, Stadn»-Vorst, Stellv. Hugo H e i m a n n 2233. Gewählt ist souril Geh. Justizcat Kempner. Was schulde! ihr der neuen Z«it? Dies Thema, als Aufru-f an die A r b c i j c r d c ö G c i st e s und an die I u g e n d, soll in einer öffentlichen Versammlung am Freitag, dem l. November, .n den Prachtsäleii des Westens. Spichernstr� 3, behandelt werden. Redner werden sei»: die ReichStagsalgeordneten Wolfgang H e i n e.. D r. Fr, Naumann und Herr Dr. Gustav Whuek'en. Nach den Vorträg«« ist ein« Besprechung in Aussicht genommen, Rücktritt WahnschasfcS. Wie die„S, K," meldet, wird klnter- staatssetrelär Wahn schaffe, der zeitweilig die Leitung der Reieiistanzlei übernommen hat, von diesem Amt in den nächsten Tagen wieder zurücktreten. Als kein Nachfolger ist Geheimrat Simons, bisher vortragender R«t in der RechtSabte ilung des Auswärtigen Amte», in Aussicht genommen. Verfrüht? Wie W.T B, von gut unterrichteter Seite vernimmt, ist die Nachricht, daß der Landtag am 12. November zusammentrete» soll, verfrüht, und eS dürfte mit einem späteren Zusammentritt zu reiftnen fein.— Ist ditjer ZusauulurntrUlt nicht am Ende verspätet} GmerffchaMoMmg Maffcnkündignn,, in der Nordstcrn-'verfichcrnngs- Akriengescllschaft. Unter dieser Neberschrift veröffentlichten wir in der Sonntags- nummer des„Vorwärts" eine längere Darstellung über die Eni- lobnunq �dcr Angestellten bei der Nordstern Versicherungs-Mtien- ge sc lisch oft. T-ie Direktion derselben sende! uns darauf folgende Erwiderung: Mt Be�ug auf den in Nr. 2W Ihrer Leitung ent- balt'.nen Artikel„Massenkündigung ffi der Nordstern Versicherungs- Aktiengesellschaft", welcher den Eindruck erweckt, als ob die durch den Ientralverband an die Direktion gesandte Resolution von der Gesamtheit der Beamtenichaft aller drei Gesellschaften veranlaßt worden ist erklären die unterzuchnetcn Direktionsbeamten der Nordstern c u e r verficherungs-Aktiengesellschaft namens der über- wiegenden Mehrzahl der Beamten ihrer Gesellschaft berichtigend folgendes: l. 12S Angestellte der Direktion, darunter fast sämtliche älteren Beamten, sieben auf dem Standpunkt, daß die allerdings durch- aus notwendige, von der Gesellschaft auch schon wiederholt vor- genommene und seht abermals beabsichtigte Neuregelung der Ein- kommensverbältnisse eine innere Angelegenheit ist, die ohne In- ansvruchnahme eines öffentlichen Verbandes nur zwischen ihnen selbst und der Gesellschaft zu ordnen ist. Sie baben auch der Di- rektion gegenüber gelegentlich der jüngsten Erörterungen über eine weitere Aufbesserung der Einkommensverbältnisse auf ausdrückliches Befragen betont, daß sie eine gleichmäßige Erhöhung aller Gehälter, die aiff eine gleichmäßige Bezahlung der jüngste«, noch ungeschnften Hilfskräfte mit den älteren eingearbeiteten Leuten hinauslaufen würde, nicht für angbracht halten. 2. Die Gesellschaft hat keineswegs, wie der Artikel den An- schein erweckt, nur eine einmalige, sondern schon vor drei Iahren eine laufende Teuerungszulage gewährt, die bald darauf zum Gehalt geschlagen und durch eine abermalige pro.zentweise Teuerungszulage erseht ist. Außerdem wurde in den lebten Iabrcn abgesehen von der Weihnachtsgratifikation und den Auf- bessenmaen dw Grundgehälter mehrfach i« ein Monatsgehalt au-weschüttet. sferner wird in der letzten Zeit eine weitere er- hebl'cke lausende Sonderzulage gewährt, die, da sie in der Haupt- fache für den seßhaften Bcamtenstamm gedacht ist, vierteliährffch nachträglich zur Auszahlimg gelanat. Dieser Modus entspricht durchaus den Wünschen fast aller älteren Beamten. 3. Die an den Generald'cektor gerichtete Bittschrift vom Auanst d. I. ging nicht, wie es nach dem Artikel den Anschein gewinnt, von sämtlichen oder auch nur einer größeren Zahl, sondern nur von wenigen Angestellten der L bensver- sicherunosgesellschaft auS. Ein Eingehen auf sie wurde nicht wegen ihres sachlichen InlxfftS sondern hauptsächlich wegen deS unpnüenden, sogar drohenden ToncS von der Direktion aboelehnt. Dagegen ist unsere Beamtenßhast zu einer Aeußerung «her ein« beabsichtigte weitere Aufbesserung der Besoldunaen be- sonders aiffoeford'rt und«ine bezügliche, recht weit, zehende Vor- schläge enthaltende Bittschrift durchaus wohlwollend aufgenommen . worden. Auf die übrigen, in dem Artikel enthaltenen Behauptungen, die zum Teil die Tatsachen nicht richtig wiedergeben, znm Teil in dem durch die heutigen Zeitverhältnisi« begründeten Ueberwiegen des jüngeren Hilfspersonals ihre Erklärung finden, erübrigt es sich für uns einzugehen. Lediglich darauf möchten wir noch hinweisen. eaß bei rmserer Gesellschaft keine Darlebnskasse, Wohl aber eine von der Gesellschaft subventionierte Nnterslütznngskasie besteht. Im Auftrage der Beamtenschaft der Nordstern Ieuervecsicherunas-Aktiengesellschaft. H. llkggel. Steffen. B. Hoppe. C. Heinrich. E. Simon. H. H. Schröder. Burg Hardt. Dazu wird uns geschrieben: 7 AbtcilnngZvorfteher müssen zwar zugeben, daß eine Ncur gelung der Einkommen„allerdings durch- <-d-: notwendig" ist. Sie betrachten dies als eine innere?ln- gele gmheit. di�ohne ��z�r�ck�ahm- ein° ftli-ßm V'"-Handes z.., aWlr ueii cuzzcliumeii unu na'sfJIiclT lU* �- spricht allemal der Verein der VcrsickzerungSbeamtcn, i-ne gelb Lwgmrisafton, die von den Nnternefrnrern ausgehakten wird und den Zweck hat, die gewerkschaftliche Bewegung der AmKst.llten meSer- zukämpfen. Wenn die Angestellten aber daraus warten sollten, bis den Arbeitgebern die Einsicht kommt, dann wärm sie längst verhungert. Bei dieser Lohnbewegung der Angestellten bandelt es sich nicht darum, nach Leistungen und Iähi,gke-iten die Gehaltshöhe festzustellen, sondern durch eine generelle laufende Ge- haltserhöbung einigcrmaßen einen Ausgle:ch herbeizuführen. Wir können uns vorstellen, daß die Herren Abteilungsvorsteher davon nichl erbaut sind, wenn die Angestellten nur Unterschiede zwischen Ledigen, Verheirateten und Verheirateten mit Kin.dern machen, weil die Herren mit den hohen Gehältern dabei schlechter weg- kommen als f'Jher, mo die Direktion nach ibrem Ermessen Gehaltsaufbesserungen austeilte. Die Teuerung besteht aber für alle An- gestellten gleich. Zu 2: Die Nordstern VersichcrungS-Aktien gesell schalt zahlt gegenwärtig an ihre Angestellten Teuerungszulagen, die im Mo- natsdurckischnitt bei Verheirateten von 5 bis 12 Proz., bei Ledigen von 3 bis 8 Proz. des sehr geringen Grundgehalts betragen. Es wäre schon besser gewesen, die Einsender hätten einmal aus- gerechnet, Ivas alle Teuerungszulagen insgesamt den Angestellten einbringen. Diese Teuerungszulage ist aber von der Firma über- Haupt nur für 2 Ouartalstermine bewilligt gewesen. Die An- gestellten wehren sich abcr dagegen, daß eine nachträgliche, am Quartalsschluß auszuzahlende Teuerungszulage weiter� bestehen bleibt. Einmal ssnd sie darauf angewiesen, dieses Geld für Leb.ns- mittel täglich auszugeben, das andere Mal soll das Personal durch diesen Modus an den Betrieb gffesieU werden. Zu 3; Es mag den SWbcn sebr gut stehen, von einem un- passenden, sogar drohenden Ton der Angestellten zu sprechen. Fest- steht, daß die Eingabe vom 3t. August in höflichen aber bestimmten Worten das zum Ausdruck brachte, was notwendig war. daß die Beamtensch>aft auf diese Eingabe von der Firma keine Antwort erhielt. Vielleicht ist das auch auf das Betreiben der gelben.Aänvt- linge zurückzuführen. Die Zusckwist gibt auch zu. daß eine Pump» lasse bei der Nordstern-Versicherung ebcn'alts besteht, nur wird sie zufällig nicht Darlehns-, sondern UntcrstübungSkasse genannt. Von den Angestellten de? Betriebes wird mitgeteilt, daß die Nnterzeichnec der Zuschrift während der Geschäftsstunden eine Versammlung ihres Personals al'gehalten haben, in der die ihnen Ikntergcbenen einen Beschluß fassen mußten, durch den da? Man- dat erteilt wurde, die Einmischung der gewerkschaftlichen Organi- sation abzulehnen. Mit rollenden Augen versiilgten dabei die Abteilungsvorsteher„ihre" Angestellten. Wehe demjeninen, der in dieser Versammlung seirnm Herzen Luft gemacht hätte. Wir bedauern außerordentlich, daß unter den Augen der Di- rektion in der heutigen Zeit solch? Komödien noch möglich ssnd. Den Angestellten rufen wir aber zu: Näumt mit diesem Plunder auf. indem Ihr durch gewerkschaftliche Qrganisalion und Anwendung gewerk schgftlichec Mittel aus eigener Kraft Eure Lage verbessert! Achtung! Mitglieder deS MetalkurbeiterverbundeS! Die nächste ordentliche Generalveriammlung finvet am Sonntag. den 8. Dezember, statt. Anträge hierzu müssen bis zum 10. November in den Händen der Ortsverwoliung iein. Die Ortsverwaltung. Dachdecker! Der Stundenlohn erhöbt sich vom Sonnabend, den 2. November. nicht aui 180 M.. sonvern durch Veieinbariinq mir den Arbeit- gebern ans 1,95 M. Firmen, die dieien Abmachungen nicht nachkommen, sind sofort der Leitung zu melden. partelnachrichten. Ein Gewaltstreich der Nnabhängigeu. Hamburoer Pa>''""''Isen wird u>« geichrieben: Eine .......k 1....Hjiigev-.■■-e-cV' Hambiirg-Aitonoer Si mmrechltverem nncb dem WeiverkichaflSbaus einberufene, von über 5 0 9 0 Perkonen besilchte Versammlung«-'r eine wirlinme und wuchtige Friedensdemonstration geworden, wenn nicht die Unabhängigen durch ihr erbärmliches Verbalien die Per- iammtung unmöglich gemacht hätten. Seil Sonnabend wurden von jener Seile»n allen Betrieben, ipeziell auf den Werften. Zettel verteilt mit der Aufforderung, zahlreich>.nd rechtzeitig zu ericheinen. Gleichzeiiig wurde der in der Versammlung vollzogene Ngdau organüieit. Jugendliche beiderlei Ge'chtechlS im Aller von 16 vis l8 Iahren waren gewonnen worden, um im geeigneten Moment mit dem Radau ein'ehen zu tönnen. Lange vor Beginn der Veriammluiig hatte die von den.Führern' der Unabbäiigigei Hcnle-B> emen, Ziev-Berlm, Dillmann«der Bruder des Reichstag?- abgeordneten Dillmann), Rieper. Kallweil u.a. organiiierle Masse gut der Galerie, vor der Bühne und bei den Auigänge» zur Bübne Play genommen. Der Coup ivar wie folgt organisiert: Bei Eröffnung der Veriammiung mußre die aus Berlin er- schienen? Frau Zieh durch einen Geichäftsordnungsanirag eine Bnreau- wavl erzwingen. DaS Bureau ivllle von den Ilnavkäiigigcii evtl. mit Gewalt veietzl werden. Als erste Rednerin ivllle Frau Ziezj caS Wort er- ballen. Als Fiau Reitze in einer wirkungsvollen Ansprache der Sebniucht des Volkes noch Frieden Ausdruck gegeben haue und hieran anschließend der ersten Referenliii, Frau Berdendeuer aus Bremen das Wort erte.lte. sprang die Unabdängige Zietz ans und verlangte das Wort zur Geschäftsordnung, das lbr noch poilamen- lorischem Biouch nicht mehr erteilt werden konnte. Nun'etzle von icucn der lluobbängigen ein Rodau ein. wie wir ihn selbst bei den leidenichosilichslen Auseinanderselzungen während de§ Krieges, als eine Spaltung der Partei noch nickt vollzogen war, nickt erlebt baben. Die von den Unabhänoigen zur Nicktswnrdigkcil geworbenen Jugendlichen ichnen und johlten, daß es der Referentin iininü'lieg war mit dem Reierot zu deginnen. Erst als der beionnene Teil der Veriammlnng sich ernstlich gegen dieses schmäbliche Treiben wandte. trat allmählich Rüde im Saal em. Frau Reitze nab belonnr, daß beide Reserentinnen je eine balve Sinnde reden würden, um der Möglichkeit einer fieien Aussprache de» weiieiien Spielraum zu gewähren. Auch dieie Mitteilung wurde niil den unqnolifizierlesien Zwiichenrufen begleitet. Die von Flau Bai den Heuer gemachten AnSiühningen, die einen gewaltigen Eindruck und sichtliche Bewegung bei den veriommelteir Frauen auslösten und für die Franenbewegnng sicherlich Er'olg versprechend gewesen wären, wurden durch dieieS Geboren der Unabhängigen verwiicht. AiS Frau Bardenheuer geendet und Genossin Iiickae, da« Wort ergreifen wollte, versuchte Frau Ziee mit Gewalt o»S Redneipnll zu kommen. Behilflich waren ihr dabei die Unab- häi'gi.ien Nallweii«nd Rieper. wobei es noch zu TnUichkeile» kam und letzten Endes die Versammlung vorzetiia geschlossen werden mußte. Der größte Teil der Veriarnmelten bewies bei allei Provo- kalion ein inbiges und besonnenes Verhallen, die»nabhänaigen Drahtzieher lounten daher nicht aui ihre Rechnung kommen. Henke stand, solange die Unabhängigen lärmten abseits, um das Toben und Treiben ieiner Geireuen z» überschauen. Als ibm von einem jungen Menschen gemeldet wurde. eS kommt zum Klappen, drückte er sich langsam duich den ieitlichen Ausgang des Saales. So haben es die Hamburger Unabhängigen fertig gebracht, eine wirkungsvolle Demoniiration für den Flieden und das Frauen- Wahlrecht kaput zu machen. Mancher, der bis jetzt nock mit ihnen ipnipalhisierlc. wird aber sich nach den Borgängen am Montag mit Abjcheu von ihnen wenden. Ter erste sozialdemokratische Stadtrat im Jndustriebezirk. Die Stadlverordnelenveriammlung in Dortmund wählte am letzten Montag den Stadtverordneten und ReichStagSabgeord« rieten Genoüen Mar König zum unheioldeten Siadlral. Damit ziebi der erste Sozialdeniokiat in den Magistrat ein: zugleich ist König der erste sozialdemokratische Stadtrat im ganzen»bemisch- westfälischen Jndustrierevier. vrruniwortlt» ffrtrtj Shittnrt»trlin. fflt 6cn Dvriflcn Teil des cklo Jä miTip_. Zlcul.inn. Mr»neeigen rurjbüt Wurft, vortin'Serlao: *"C•-i ,1.rft. 6. xcuu s-orn irt-j.f u.nfru.., VerlaaSanN, UI Uniil Eine.er u.«o in'p erlin Cindenftrahe 3. _€>icr*n 1 Ncilage nub UntcrftnltunflöWött. } unO Verordnung über Zttlkerhöchsipreise im Kleinhandel. Aus I?nlnd der Veroi dming deS Bundesrats über den Verkehr mit Zucker vom 17. Ollober 1917 sJi.-G85/ Zu. 18. � Wermuth. Bekanntmachung. !L'n:ro'?c coa MW an sWUMW. Aus Gl und von z 2 Adinh 2 der Bekanntmackiung des Maginrats vom 28. Juli 1916 übe, cen Perkeiir mir Süfriioff und über Peichräntung des gewerviiche» PervrauckiS Von Zucker wird beialiiltuegeben, dag der Adlchnilt 38 d« Slißnost- lorie H im November 1918 einneiön neiden tonn. Aui dielen Ab chnill ist ei» Päckchen Süßstoff tt-Packung zum Preise von 2.» Pr. zu verausgaben uud zu entnehmen. Die.'ibjchnilte 1—37 dürjeii im November nicht mehr eingelöst weide». Perlin, den 28. Oktober 1918. Milgiflrat drr Keiijyl. haiipt- nnd Ktfidenzstadt. Zt65/Zll. 18. Zuckervcrsorgungsstclle. Dr. R« I m a n n. Tsil-. wöclientl. 1 M. Plomben 1.59. Golilin- " krönen 18 M. Zahnziehen m. Einspr höchst 'an sohmenlmd. L'marb..•jchloohts.Oobisoa. Kop. ZfttloarziVa'uil aoL Potsdamer Sir. 55. Hooieb. äprecha. 9-7* 0: «ZV A WERT HEIM Beleuchtungskörper für Gas und elektrisches Licht in den verschiedensten Stilarten Kristallkronen, Bronzekronen für saion, woh*. und Spc/s«/mm« Zug krönen mit eleganten Seidenschirmen In diversen Aasführungen Tischlampen mit eUran?m Seidenschirm, in Metall and vcschielenen Holzarten Cj" 7__)„„„„ reich geschr.itzt, verpoidet, Schmiedeeisen, mit einfarbigen und ötanderlampen larAen Seidemchirmin Seidenheleucllinngen in künstlerischer Ausführung Kunstge werbe Leipziger S ir aß t, L Stock Echte Bronzen, Marmor skulpturen, Kleinmöbel, Kunsiporzellane, Keramiken B. sonders re'che Auswahl in künstlerischem Eljenbein- u. Siiberschmuck, B soschen, Halsketten, Ringe Graphische Abteilung L e i p z i g e r 3 t r a ß e, L S t o c Je Original- Radierungen* Original- Holzschnitte namhafter Künstler n. a. Fliegerhauer, Lager, Oesterle, Maaß, Thiemann. Juwe en, Krillanten. 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