Ur. 303. 35. Jahrg. Bezugspreis: 9 Uttf naöcu 6.10 SRf. monatl l.soml. fxet tn« Hau», öoiau» iol)t6at.®njeIne Nummern 10 Llenniz. Lollbeiug: Monatlich, vom 9oMchalIer abjudolrn ILO MI.vom Brleflrüger m»Hau» ge> bracht 1,94 Ml llniet Kreuzdand ,Sr Deaitchlar v und Qellerreich. llnyarn MI, für da» fldript Ausland B,60 Ml. monatlich. Lerland in» Feld bei dirslter Bellelluna monail Z.— MI. Voltbeltellungen nebmen an lüne- Marl. Holland. Luxemburg, Achmeden Und die Schwei*. Singerroaen in dt« Polt->ieitnng»-Biei»IilI«. »elchetar iSgltch. Telegramm- Adresse: »Sozialdemokrat Berli»� Verlinev VolKsblcltk. (�lOPfcmiigj Anzeigenpreis: Die ssebengelvallenc Kolonelzeileloflet 80 Pia..Kleine Anzeige»", da» icttgedruSie Äort 80 Wg. iziitäiiig 2 letlgeSruckte Worte!, icdc» weitere Wort 18 Psg Stellengeuiche und LchlatiteLenaozeige» da» erite Won 20 Vtg.. tedeS wettete Wort 10 Pf!!. Worte ober 18 Buchktaden labten für iwei Sorte TeucrungSjiiülilag 80°.> Fainilicn-Anzeigen. doltniche und aewcrlickaitliche Perein»- Anzeigen 70 Big die Zeile. Anzeigen iiir die Nlichsie Rumnrrr müssen vi» ä Udr nachmiltag» im Hauvtgeichöit Berti» KS. 68, iitndenitratze 8. adiegeben werden. Gcöiinel von K Nhr jrüh bis 7 Uhr abend». Zcntralorgan der rozialdemokratifchen parte» Deutfchlanda. Neüaktion: Ew. 68, Linüeastraße 3. iyernivreNier: Jlmt Mortdvla«. Sir. 1SI 9&— 151 97. Expedition; SW. 68, �inöenstratze 3. idcinffcredict: Sim: Morissvla«, Sir. IM 90-.!5l. 97. Vor febweren 6ntfcbeidungen. Qnlcrc Stellung in der Kailerfrnge.- Einigkeit tut not! Die kurze Notiz in der gestrigen Nummer des„Vorwärts" zur K a i s e r f r a g e hat die Schleusen der Diskussion überall weit geöffnet. Tie Welt hat Kenntnis davon genommen, daß einer der Staatssekretäre, unser Genosse Scheidemann, es für notwendig hält, daß die Regierung dem Kaiser empfehle, zurückzutreten. Schon diese Tatsache allein zeigt den grundstürzenden Wandel der Dinge, der bei uns eingetreten ist, und es ist kein Wunder, daß sich die ganze Welt angelegentlichst mit ihm beschäftigt. Für die begonnene Erörterung in der Presse sind zwei Uni- stände kennzeickinend: erstens, daß auch in jenen Stimmen, die sich für das Verbleiben des Kaisers aussprechen, gewisse Unter- töne hörbar sind, und zweitens, daß sich die Stimmen für den Rücktritt einer gewissen.Zurückhaltung in der Form befleißigen. Schon gestern schrieb ein besonders kaisertreues Blatt, die Bestrebungen, den Kaiser zum Rücktritt zu bewegen, gingen n i ch t n u r von der äußersten Linken anS, ihnen sei aber nichts und niemand, entgegengetreten als das preußische Herxcnhcms mit einer„kaltherzigen Demonstration". Man müsse dem Kaiser die Treue bewahren„trotz nmncher Fehler und Irrtümer, die seiner Eigenart entsprungen sind". Aehnliche Zitate ließen sich häufen, ans denen allen klar wird, daß Bekenntnisse zum monarchischen Prinzip beliebter sind als Bekenntnisse zur Person des Monarchen. Beides aber läßt sich nicht von ein- ander trennen. Auf der anderen Seite, zu der wir uns zählen, zeigt mua sich bemüht, die ganze Frage mit leidenschaftsloser Sachlichkeit zu behandeln. Niemand wird den Eindruck gewonnen haben, daß in dieser Sache schon das- Stärkste gesagt worden ist. Bei weiterer Fortdauer der Diskussion würde eS nun schwerlich zu vermeiden sein, daß sie sich weiter erhitzt. Schon deshalb wäre es gut, wenn sie bald jene Erledigung fände, die sich ohne- hin mit der Zeit als unvermeidlich erweisen wird. Wir wollen unS nicht zu Anwälten einer Sache auswerfen, die nicht die unsere ist, meinen aber docki, es könne weder ini Interesse der Monarcbie noch des Monarchen liegen, eine derartige Diskussion über sich ergeben zu lassen. Wenn die Kaiserfrage einmal schon eine offene Frage geworden ist, über die in allen Zeitungen für und wider geschrieben, an allen Straßenecken für und wider geredet wird, dann liegt cS im Interesse aller Beteiligten, bald- möglichst zu einem Abschluß zu gelangen. Verschiedene Blätter, darunter die„Germania", deren ruhigeS Urteil wir schätzen, mackicn uns auf unsere demokratischen Pflichten aufmerksam: die große Mehrheit der Bevölkerung sei nun einmal monarchistisch, also müßten wir unS fügen. Wir wollen aber gar nicht über wältigen, sondern wir wollen über zeugen, und wenn ein Zwang vorliegt, was wir nicht bestreiten, so gebt er nicht von uns, sondern von den allgemeinen Verhältnissen au?. Gegen eine demokratische Regelung hätten wir selbstverständlich nicht daS geringste einzuwenden, und wenn man sich ans der Linie einigen wollte, die Angelegenheit sobald wie möglich zum Gegenstand einer Volksabstimmung zu machen, so wären wir durchaus einverstanden. Am häufigsten begegnet man dem Einwand, der Rücktritt des Kaisers würde die Reichseinheit bedrohen, die auf das Kaisertum gegründet sei. Dem ist zu entgegnen, daß die nationale und nationalwirtschaftliche Zusammengehörigkeit, die im Reichstag und in der R c i ch s g e s e tz g e b u n g ihren Aus- druck findet, das bei weitem stärkste einigende Band ist. Desto demokratischer das Reich ist, desto sicherer wird seine Einheit, desto stärker wird seine Anziehungskraft sein. Das Großdeutsch- Hand, das schon 1818 zu werden schien und dessen Umrisse sich heute-ion neuem zeigen, war als demokratisches Staatsgebilde gedackt.«?m Süden ist die Gegnerschaft gegen den Kaiser am ichärssten ausaevrägt, dort äußert sse sich in der temperament- voksst-n Weile. Und 7e"tschLstorreich strebt nickt danach, unter daS Secrt'T WilbelmS TT, zu gelangen, sondern es will in das kreie Deuts. bland hinein. Sind also d'e Gr"nde unserer Gegner wenig haltbar, so sind die unseren desto stärker. Kunst der Politck ist. Notwen- diges rechtzeitig zu tun. Bleibt der Kaiser im Amt und wird der kommende Frieden sckleckt. so wird es keinen Beweis gegen die Bessanvtung aeben, der Frieden bätte besser werden können. wenn man den SMickläaen der Sozialdemokratie rechtzeitig ge- folgt wäre. Der Verdacht, daß dem Interesse einer einzelnen PeHönlWeit das Interesse der Volbsavs�mtbeit aeonfert worden sei. würde die Monarchie als solche der denkbar stärksten Belastungsprobe aussetzen. Der ganze Widerstand gegen den sozialdemokratischen Ratschlag erscheint uns nl§_ ein Sträuben gegen etwas, was man auf die Dauer doch nicht verhindern kann, also als etwas politisch sehr Unkluges. WohlhabenwirSozialdemokratensehrviel von dem erreicht, was wir an Aenderungen der Verfassungfürnotwendighielten. Aber wir haben es immer rechtzeitig gefordert, und es immer schließlich nur zu spät erhalten. Es war oft, als ob man durch zähen Schlamm einen Berg hinaufmarschieren müßte. Gleiches Wahl- recht in Preußen, Parlamentarisierung, Unterstellung der Militärgcwalt unter die Zivilgewalt, Abbau der Zensur, Am- ncstie, ja schließlich ist das alles gegangen— aber warum nicht schon früher, wo es noch zehnmal mehr nützen konnte als jetzt? Uns will fcheinen, als ob die Reichspolitik in ihren alten Fehlern zurückversänke, als ob sie, statt weit vorausblickend, das Not- wendige rechtzeitig zu tun, sich das Unvermeidliche erst fünf Mi- nuten nach Zwölf vom Zwang der Ereignisse abpressen lassen wollte. Davor haben wir gewarnt, davor warnen wir auch jetzt! Die Frage ist, wie schon gesagt, offen, es ist noch nichts entschieden, weder für noch gegen. Die nächste Zeit wird die Entscheidung bringen müssen, deren ungeheuer weittragende Bedeutung niemand verkennen wird. Sie kann unter Umständen so fallen, daß die sozialdemokratischen Mitglieder aus der Re- gierung austreten, wozu sie zweifellos berechtigt sind. Ihr Austritt bedeutete aber den Zusammenbruch der Volksregierung und damit mich der Grundlage, auf der die angesponnenen Verhandlungen über den Waffen still st and und den F r i e d e n beruhen. Matt wird also begreifen, daß die'Sozialdemokratie uitd ihre in der Regierung stehenden Mitglieder nur mit reiflicher Ueberlcgung und ohne Ueberstürzung handeln wollen. Ihr Standpunkt ist klar, und ihre Stellung i st sta r k. Was wir für richtig halten, haben wir deutlich gesagt, alle Welt hat davon Kenntnis genommen, und alle Welt weiß auch, ioie oft es dem Reich Unheil gebracht hat, wenn unsere Ratschläge nicht oder nicht rechtzeitig befolgt wurden. Es ist ein schwerer Entschluß, vor den die bisher anders Denkenden gestellt sind, das erkennen wir ohne weiteres an. Wer er muß gefaß: ""rden, denn lange ist der gegenwärtige Zustand der Unklorhci: uichl zu ertragen. An die werktätige Bevölkerung Groß-Bcrlins und des Reiches richten wir die dringende Aufforderung, die ruhige und feste Politik der Partei zu unterstützen, indem sie sich geschlossen hinter sie stellt, und nicht den Ratschlägen unoer- antwortlicher Elemente zu folgen, deren Aufgeregtheit der Sache des Volkes nur Bärendienste leisten kann. Wenn durch naiuen- lose Flugzcttel oder von kleinen Gruppen der Ruf ergeht, d i e Betriebe zu verlassen und auf die Straß e zu gehen, so gebietet die Disziplin der Organisation, ihm nicht Folge zu leisten. In Zeiten, wie diesen, wo die ungehenersien Entscheidungen an einem Faden hängen, darf sich die Arbeiter- klasse nicht den Luxus erlauben, daß einzelne Teile, ohne die anderen zu fragen, einfach auf eigene Faust losgehen. Minder- heiten dürfen nicht vcrsuckcn. das Ganze zum Werkzeug ihres Willens zu machen, sonst fällt alles auseinander, und iie nationalistische Reaktion hat dann ein leichtes Sviel. Niemand kann leugnen, daß es im Reich mit großen Schritten vorwärts geht. Jeder hat daS Recht, ungeduldig Zu sein und zu größerer Eile zu mahnen: auch wir haben von diesem Recht Gebrauch gemacht und wollen keinesfalls für die Zukunft darauf verzichten. Wir alle haben darüber zu wachen, daß un- serc Genossen in der Regierung f e st st e h e n und vorwärts gehen, und wenn sie auf unüberwindliche Hindernisse stoßen, wollen wir ihyen sagen, daß sie ins Volk zurücktreten mögen, um dort ungehemmt für ihre Ueberzcugimg zu wirken. Aber Ordnung muß in dem Ganzen sein, es darf nicht jeder dahin laufen, wohin eS ihm beliebt! Zusammenhalt muß sein, und es muß beiss-'n: Einer für alle, alle für einen! Die ougenbl'ckssckic Situation stellt die Arbeiter- klasse vor die schwerste Probe ihrer politischen Reife. Sie muß bestrebt iein da? was sse brauckt, zu erMten, ohne ssch dabei ins eigene Fleisch zu schneiden sie muß für eine bessere, freie Zukunft kämpfen ohne die Gegenwart mit noch mehr Unglück zu belasten. Das ist der Weg. den w�i r Sozial-! demokraten mit ihr geben wollen. Daß wir un�er-' Ziele nickt ons dem Aug" verlieren, dns haben d'e lebten Wocken wabl jedem, der nickt ganz verblendet ist mit aller Teutlick- keit gezeigt. Wir hgben ein Reckt darguf von den Arbeitern zu o e r l a n g e n daß sie uns nickt im St i ck e l g s l e n. daß sie uns nicht in den Rücken fallen dasz sie nicht blendenden Schlagworten nachlaufen wie Kinder, die Schmetterlinge jagen. Wenn sich die Arbeiterschaft auf solche Weise ihrer Per- antwortnng bewußt bleibt, dann können wir mit desto große- rem Nackidruck auf die andere Seite wirken, daß auch sie ihrer i Verantwortung gewahr wird. Die große Umwälzung, in' deren Zuge wir uns befinden, läßt sich nicht aufhaUcn, sie kann! nur in ruhige Bahnen gelenkt werden. Das deutsche Volk muß zeigen, daß es die gewaltigsten Fortschritte vollziehen kann, ohne sich in das namenlose Unglück eines Bürger- k r i e g s zu stürzen. Dafür wirken wir. Dafür soll jeder an seiner Stelle das ihm Zukommende tun, daran soll j e d er. er stehe, wo er wolle, seinen Teil des Opfers tragen, wie es das Wohl des Ganzen erheischt. Der österreichzsch-itakienische Waffen- stiüstanö. Wien, 2. November.(„Franks. Ztg.".) Ter Wasfenstill- stand mit Italien scheint abgeschlossen zu sein. Wieweit der Waffenstillstand die Besetzung von Gebieten und Eisenbahnlinien durch die Truppen der Entente festsetzt, ist noch nicht bekannt. Hier ist alles ruhig, wozu auch das schlechte Wetter und der Feiertag beitrugen. Tie Nachricht von dem Eintreffen der Engländer in Laibach wird an unter- richtctcr Stelle bestritten. Man erwartet die Engländer erst heute in Trieft.__ Der WaffenMstanö mit öer Türkei. BcdingungÄlose Uebergabe. Der mit der Türkei abgeschlossene Wasseiistillstand, der die Feindseligkeiten vom 3l. Oktober, mittags 12 Uhr ab als. beendet erklärte, stellt das oSmanische Reich in denkbar weitestem Maß unter die Militärgewalt der Alliierten. Es ist keine bloße Waffenruhe, der irgendwann neue Feind- seligkeiten folgen könnten, cS ist die vollkommenste Kapitulation auf Gnade und Ungnade. Die Alliierten werden zu Herren des ganzen türkischen Gebietes von Konstantinopel bis Batum, und Baku, bis AlePPo, Mossul und fernen, ein schließlich aller Bahnen und aller türkischen Gewässer, also vor allem deS Schwarzen Meeres, und au?, der Be setzung von Baku dürste sich ergeben, daß die vereinbarte RäumungNordwestpcrsicnS, und der okkupierten Kankasnsgcbicte, die Besetzung dieser Landestcilc durch alliierte Truppen vor- bereitet. Die Türkei muß alle Kriegsgesangencn bedingungslos ausliefern, die türkischen Gefangenen aber bleiben„-ur weiteren Verfügung der verbündeten Mächte". Ein be- sondercr Paragraph zerschneidet das Bündnis jäh und ganz. das die Türkei irr den letzten Jahren an die Seite Deutsch- lands und der anderen Vierverbandsmächte stellte:„Die Türkei verpflichtet sich, a l lc Beziehungen z n d c n M ick t e I m ä ch t c n aufzugeben." Diese Ver pflichtung ist im gegenwärtigen Augenblick von besonderer' Bedeutung. Sie zwingt die Türkei zu Forderungen an Deutschland, die im Interesse der Kriegführung der Alliierten liegen. , Ans dem Inhalt des WaffcnstillstandSpaktcs teilen wir zur Ergänzung dieser Angaben folgende von Reuter gemeldete Bestimmungen wörtlich mit: 1. Ceffnunß der Dardanellen und deS Bosporus und freier Zugang zum Schwarzen Meer, Besetzung der Forts in den Dardanellen und im Bosporus durch die verbündeten Truppen. 5. Sofortig Demobilisierung der türkischen Armee mit Ausnahme solcher Truppen, die für die Bewachung der Grenz« und für die Aufrechterhaltung der inneren Ordnung erforderlich sind. Der Effektivbe stand des Heeres und seine Erteilung werden später von den Alliierten nach vor- heriger Beratung mit der türkischen Regierung festgesetzt wer- den. K. Auslieferung aller Kriegsschiffe, die sich in türkischen Gewässern oder in von der Türkei okkupierten Gewässern befinden. Diese Schiffe sind in'den von der Entente bezeichneten türkischen oder anderen Häfen zu internieren, mit Ausnahme solcher kleineren Fahrzeuge, die für den Palizeidstnst und ähnliche Zwecke in den türkischen HoheitZgeivässern notwendig sind. 7. Die Alliierten erhalten das Recht, alle strategischen Punkte zu besetzen, kalls eine Lage entsteht, die die Sicherheit der Al- liierten bedroht. 8. Allen alliierten Schiffen stehen sämtliche Häfen und Ankerplätze, die äugen l'Ücklich in türkischen Händen sind, zur freien Verfügung. Feindlichen Schüfen ist ein der- artiger Gehrauch zu verweigern. Aehnliche Bedingungen sind auf die Temohilisierung der Armee anzuwenden. 10. Die Alliierten besetzen die T a u c u S- T u n n e l a n l a g c n. IS. Alle Bahnen sind unter die Kontrolle alliierter Ossi- ziere zn s ellon, einschließlich der Teile der transkaukasischen Eisen- bahnen, die augmblicklich unter türkischer Herrschaft sind, und die zur freien und vollständigen Verfügung der alliierten Behörden zu stellen sind, wobei den Bedürfnissen der Bevölkerung in angemcs- sener Weise Rechnung getragen wird. Diese Bestimmung schließt di« Besetzung von Batum durch die Alliierten in sich. Die Türkei wird keinen Einspruch gegen die Besetzung voll Baku durch die Alliierten erheben. 16. Auslieferung aller Garnisonen im Hedschas, Assyrien.?1emen, Sy- r i e n, Mesopotamien an den nächstin alliierten Komman- danten und Zurückziehung der Truppen aus C i l i c i e n mit Aus- nähme derjenigen, die notwendig sind, um die Ordnung aufrecht zu erhalten. t7. Auslieferung aller türkischen Offiziere in Tri- p o l i S und der Chreuaika an die nächsten italienischen Garni- Tonen. 24. Für den Fall, daß in den sechs armenischen Vi- lajetS Unordnungen sich zeigen, behalten die Alliierten sich das Recht vor, irgendeine:? Teil dieser Vilajets zu be- setzen.' Heber die Deutschen t n der Türkei, deren Zahl bei der Anwesenheit von Truppenteilen als erheblich zu be- trachten ist, wird in folgendem Satz des Abkommens verfügt: , Alle deutschen und österreichischen Marine-, Militär- und Zivilpersonen müssen innerhalb eines Monats aus türkischen Gebieten ent- lernt werden. Die in entfernteren Distrikten befindlichen Personen müssen so schnell wie möglich abgeschoben werden." Wir werden anzunehmen haben, daß ihr Los zumeist Ge- fangenschaft sein wird, da die Alliierten schnell in die Darda- nellen und ins Schwarze Meer einfahren werden. S London, 1. November.(Neuter.s Das Mitglied des ftabi- neits, der Sozialist Barnes, sagte in einer Rede, die er gestern in London hielt, über den Waffenstillstand mit der Türkei: Wir hätten den Waffenstillstand früher unterzeichnen können. Wir hatten die Türkei in den letzten Wochen in der Hand. Sie machte Ange- böte, aber wir gingen nach Alcppo, dos die Hauptstadt des künf- uzen arabischen Freistaates oder des von den Arabern regierten Landes sein wird. Wir hatten keine Eile, die Türkei aus dem Kriege auszuschalten, ehe wir Alcppo genommen hatten. Wir haben an der Mündung der Dardanellen vor einiger Feit Schiffe konzentriert; wenn sie noch nicht e i n g e- fahren sind, so werden sie es sehr bald tun. Nicht? kann sie verhindern, durch die Tardanellen in das Schwarze Meer und donauaufwärt 8 Deutschland in den Rücken z?? gelangen. Wenn die Teutscben ihr Gebiet verteidigen wollen, so haben sie die furchtbare Aussicht, ihre Truppen zwischen der West- front und der Türe im Osten zu verteidigen, an die wir pochen werden, da uns die Dardanellen jetzt offen sind. Die Vereinigten Staaten und das türkische Problem. Als die ersten Mitteilungen von Sonderverhandlungen der Türkei durchsickerten, stellten sich bald auch Presseäuße- rungen ein, auS denen hervorging, daß die europäischen Alliierten das Ziel hätten, die Angelegenheit mit der Türkei als ihr- ureigene Sache noch vor dem allgemeinen Friedens- kongreß zu Ende zu bringen. Daß die Regierung der V e r- einigten Staaten diesem Ziel bisher nicht eben im Wege gewesen ist, läßt sich jetzt erkennen.� Staatssekretär Lcmsing hat nämlich erst am 3l. Oktober, also nach Abschluß des Waffenstillstandes mit der Türkei, dem spanischen Ge- sandten geantwortet, daß die Negienmg der Vereinigten Staa- teu das ihr am 17. Oktober durch den genannten Gesandten übermittelte türkische Ersuchen vom 5. Okwber um Wieder- Herstellung des Friedens auf Grund deS WilsonvrogrammS und um sofortige Schließung eines allgemeinen Waffenstill- standes zur Kenntnis der Reaieningen bringen wende, die sich im Kriege mit der Türkei befänden. Die amerikanische Mühle hat auffallend langsam gemahlen. Die Waffenstillstandsfrage ist jed-nfills ohne die Amerikaner erledigt worden. Es bleibt nun die Frage, wie Amerika sich in der Phase der Fricd-nsverhandlrmgen zu dem Problem der Türkei stellen wird. Auf das Verhältnis der Vereinigten Staaten zur Türken- Politik der europäischen Ententemächte fällt ein Licht durch folgende Meldung: � � London. 2. November. sNeuter.) DaS Auswärtige Amt ermächtigt zu der Erklärung, daß die Vermutung, daß der W a f s e n st i l l st and mit der Türkei mit irgend einem g c h c i m e n p o l i t i sch c n A b k o m m e n v e r b u u- d r n ik,» ich t d e n T a t s a ch e n e n t s p r i ch t. Die Veslimmungen des Waffenstillstcmdes werden einer derartigen Vermutung immerhin einiaermaßen entgegen- «rbeiteu. Sie stellen ein sehr offenes Abkommen dar. und zwar eins vom waschechtesten imperialistischen Annerionis- mus. Mit einem bedingungslos in solcher Form unterworfe- nen Staate braucht man kmim noch geheime Abkommen zu paragraphiereu. Aber die Erklärung des englischen Auswärtigen Amtes hat an sich politische Bedeutung. Welcher Art, wird sichtbar, lobatd man die Finge stellt, wie dieser Waffen still- stand mir der Völkerbundidee in Einklang zu brimwn ist. Er ist kurz aemgt ein dreidoppelter Faustschlag ins Antlitz dieser von Wilson als Kriegsziel proklamierten und von leitenden englischen Staatsmännern znerst mit lcru-' tem Beifall begrüßten Jdee�_ Politistbe Nsrüe in Kiew. NZilitims'che K»nzentration gegen Sowjet-Rnstland. Die Moskauer Presse erhebt lebhafte Beschwerden über p o l i- tisch« Morde, die in Kiew verübt werden. Sie schreibt diese Taten jenen militärischen Organisationen zu. die in Bildung be- griffen sind, um gegen daß bolschewistische Rußland zu operieren. Ein Mitglied der russischen F n ede nsde l egot i on, der Student Anton Ale xandrowi tsch P o t e m k i n, wundc in Kiew ermordet aufgefunden, der Mord soll von Angehörigen der Astrachaner Armee verübt worden fein. Ein anderes Mitglied der FriedenSdcIegettion, rmmen? S tz t i Ii, hatte einen Drohbrief erhaiben und ist seitdem spurlos verschwunden. Ein paar Tage darauf wurde der Versuch unlernom- inen, den russischen Generalkonsul Gründaum- KrzeminSky fortzuschleppen, der infolge des Eingreifens der deutschen Wache mißlang. Auch hier sollen Offiziere der Astrachaner Armee ihr: Hand im Spiele gehabt haben. Es wird weiter darüber geklagt, daß die Astrachaner und die Südavwee, die bieMawarchie iiiNußlcrnd wieder herstellen wollen, sich ,n der Ukraine ungehindert formieren können und in der Lage ssien, das Kospische Meer zu erreichen, was ihnen die Möglichkeit gebe, in sländiger Verbindung mit den anderen kriegführenden Mächten zu o leiben. Es wird die Forderung erhoben, daß Deutschland durch Ausübung seiner Okkupationsrechte in der Ukraine diesen Entwick- lung in den Arm fallen solle. Nach unserer Auffassung kann eS weder die Ausgabe der deutschen Regierung sein, diese Entwicklung zu hindern, noch sie zu fördern. Wir wünschten unsere deutschen Volksgenossen, die sich noch in der Ukraine befinden, baldmöglichst wieder daheim zu sehen! Das Verbleiben öer öeutfchen Truppen in öer Ukraine. Ein ukraimsches Ersuchen an die Entente. Kiew, 1. November. Der Ministerrat hat in der Sitzung vom N. OSober ein Telegramm aus Sofia zur Kenntrije ge:«mmen, in dem mitgeteilt wurde, daß die spanische Regierung auf Vorschlag des ukrainischen Gesandten Schulgin sich in einer Note mit dem Ersuchen um das Verbleiben deutscher Truppen in der llkratne bis zur Bildung einer eigenen nlvamischen Armee an Südlich von Deinze Ausweichen hinter die Scheide— Valeneiennes nach starken eng- tischen Angriffen geräumt— Schwere Kämpfe um den Ucbergang über die Aisne— An der Aisne-Maasfront amerikanischer Einbruch. Berlin, 2. November 1918, abends. Amtlich. Erveute Angriffe der Engländer südlich von Valeneiennes, der Amerikaner w e st l i ch der Maas brachte» dem Feind nur örtlichen Ge- läudegcwinu. An der übrigen Kampffront ruhiger Tag. Amtlich. Großes Ha»ptquartier, 1. November 1918. Westlicher KriegSschauplay. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. An der LySfront ist die Lage unverändert. Bei den letzten Kämpfen zeichneten sich hier daS baverische Infanterie-Regiment Nr. 11 und das Rejeroe-Jnfanterie-Regimcnt Nr. 13 besonders auö. Südlich von Drinzc haben wir unS weiteren feindlichen Angriffen durch Ausweichen hinter die Scheide entzogen. Die Bewegungen wurden während der Nacht von, Gegner unbemerkt durchgeführt. Nach starkem Feuer gegen die geräumten Linien folgte der Feind und stand am Abend östlich von Deinzc und wcst- lich der Scheide in GefechtZfühlnng mit unseren Vorposten. Starke Angriffe der Engländer südlich BalenrienneS. Bei A u l n o y drang der Feind in unseee Linien ein und stieß bis an den Süd- rand von ValencienneS, auf S a n l t a i n und über P r e s e a u hinaus, vor. Der von eigenen Panzerwagen und von Batterien de? Feldartillcrie-RegimentS Nr. 71 besonders wirksam unterstützte Gegenangriff badischer Regimenter im Verein mit örtlichen Kampf- truppen brachte unS wieder in den Besitz, der Höhen südwestlich von S a u l t a i n Wid deS Ortes P r e s c a n. Versuche des FcindeS, am Nachmittage in umfassendem Austurm von Westen über die Scheide und von Süden her ValencienneS zu nehmen, schei- tcrtrn. In der Nacht haben wir die Stadt ungestört vom Gegner geräumt. Heeresgruppen Deutscher Kronprinz und G a l l w i tz. Gewaltige Artillericschlacht leitete Angriffe ein, die der Fran- zosc und Amerikaner zur Ocffnung der Aisncfront und zwischen Argonnen und der Maas führte. Aus den Höhen westlich der AiZne zwischen La Sclve und Herpv sind die Angriffe des Fein- drS gescheitert. Ilnscre Truppen haben hier wiederum in schwerem Kampf einen vollen Erfolg übrr die Franzosen errungen. O e st- lich von La Selve konnte der Gegner in dem wirksamen Feuer bahrrischer Truppen nirgends unsere Linien erreichen. Auch bran- drnburgischr Regimenter bei und westlich von Klein- Q u e n t i n schlugen den Feind vor ihren Linien ab. Bei B a- nogne trug das Rcscrvr-Fnfanterir-Rrgimcnt Nr. 93 die Haupt- last de? Kampfes. Im harten Nahkampf warf eS auch gestern wieder den Feind zurück. Oestlich von Recouvrance schlugen Pom- mrrsche, vosensche und schlesischc Regimenter den Feind von ihren Linien ab. Aus den Höhen nordwestlich von Ehateau Porcten haben die bewährten Regimenter der 17. Infanterie- und 59. Rc- servc-Tivision auch gestern ihre Stellungen gegen schwere Angriffe behauptet. Tatkräftige? Handeln des Oberleutnant? v. Bclow vom Grenadier-Regiment Nr. 89 war für den Ausgang der Kämpfe von entscheidendem Einfluß. Die Höhe südwestlich von F e r g e u x die Ententemächte gewandt haH um das Lank) vor unvermeidlicher Anarchie und Zerstöruivg zu bewahren. Ter Ministerrat billigte vollständig TchulgtnS Vorgehen, der noch Instruktionen und entspre- chenden LebenÄnteressen der ganzen ukoainischcn Bevölkerung handelte. Ter Beschluß de« Ministerrats hat von Seiten aller Be- völkerungZschichten der Ukraine vollste Zliftinnnung gefunden. Die Staatsform in Ungarn. Freitag abend hat der Vollzugsausschuß des ungarischen Nationalrats im Rathause, dem Sitze de? Nationalrats, beraten. Ministerpräsident Gras Karolyi teilte mit, daß die Regierung durch den K ö n i g v o n ihrem Eide entbunden worden sei und in ihr Pro- gramm die Frage der StantSform nufgrnoinmcn habe, näm- lich, ob Ungarn künftig Republik oder Monarchie sein solle. Dann fand im großen VeratnngSsaal des Rashauses einVersammlung statt. Tiefbewegt ergriff Kriegsminister Leut- nant Linder das Wort und erklärte, die ungarische Regie- rung habe im Bewußtsein ihrer vollen Verantworilickskeit unter den schwierigen Verhältnissen beschlossen: Die Soldaten an den Fronten sollten überall die Waffen niederlegen, die Armeckommandos inbegriffen. Tie ArmeekonimandoS hätten an sämtlichen Fronten Befehl er- halten, daß die ungarischen Truppen sofort die Waffen niedre- legten,»:nd daß Verhandlunzen mit dem Feinde beginnen würden. Soweit der Feind Ungarn besetzen sollte, möge bei den Vcrhand- lunzen verlangt werden, daß englisch« oder franztfischc BcsatzungS- trupven borthin gesendet würden. Sodann sagte Ministerpräsident Graf Karolyi: Kaum 24 Stunden sind wir cm? Ruder, und sind bereits in dieser schwierigen Lage, in welcher die Regierung e? als notwendig angesehen hat, ihr Programm sofort zu erweitern. Nachdem die elementare Kraft der öffentlichen Stimmung verlangt hat, daß nicht nur die Demokratie und Unabhängigkeit durchge- führt, sondern au chüberdi« Staatsform eine Ent- s ch e i d u n g getroffen werde, und zwar durch daS gesamte Volk, wollten wir unS durch den dam Könige geleisteten Eid bei unseren freien Entschließungen und unserem Handeln keine Schranken ziehen lassen. Mit Rücksicht aus den Wunsch der Oesfentlichkeit sind wir genötigt gewesen, den König zu bitten, unS von unserem Eide zu entbinden, und haben die Antwort erhalten: der König hat die ungarische Regierung von ihrem Eide entbunden. Sodann Verla? der sozialdemokratische Minister K n n f i folgende, von der Regierung und dem Erekutivausschuß des Nationalrates einstimmig angenommene Entschließung: Di? Regierung hctt auf Grund der in den breitesten Massen deS Volkes geäußo:tcn republikanischen Gesinnung die Ausnahme der Frage in das Programm der Regierung beschlossen, welche StaatSsscm Ungarn haben solle, Monarchie oder Repu- b l i t. Die Entscheidung über dies« Frage vertraut die Regierung der Voifassung gebenden Versammlung an, welche auf Grundlage des allgemeinen, gleichem, geheimen, sich«uch auf die Frauen erstreckenden Wahlrechtes binnen kürzester Zeit, höchstens in sechs Wochen, zusammenlocten wird. Tie Inkraftsetzung dieses Wahlrechts wird die Regierung, wenn möglich, unter Einhaltung der gesetzlichen Formen, wenn � diese aber aus Hindernisse stoßen sollten, mit anderen geeigneten wechselte mehrfach den Besitzer. Nach erfolgreichem Gegenangriff blieb sie in unserer Hand. Beiderseits von R c t h e l stieß der Feind bei N a n t e u i l und Ambly vorübergehend aus da? Nordufer der Aisne vor. Gegenstöße warfen ihn auf daS südliche Flußufcr zurück. Mit starken Kräften griff der Franzose in breiter Front beider- scits BonzierS, sowie zwischen der AiSne und nördlich von Grandpre an. Bei R i l l v nahmen wir unsere Borposten auf da? Nordufer der AiSne zurück. Bei Boneq stieß der Feind über die Aisne auf die Höhen auf dem östlichen Flnßufer vor. Versuche des Gegners, den Turchbruch auf L e C h e S n e zu erzwingen, scheiterten. Wir brochttn ihn bei Neuville et Dal) und bei T e r r» n an der AiSne zum Stehen. Die beiderseits von Von- z i e r S teilweise sechsmal wiederholten Anstürme de? Gegners scheiterten meist schon vor unseren Linien. Oestlich von Vandv wurde der Feind im Gegenstoß wieder zurückgeworfen. In F a- l a i s e an der AiSne faßte er Fuß. Zwischen der Aisne und Grand- pro wiesen wir die feindlichen Angriffe vor unseren Linien ab. Ter Franzose hat somit auch auf dieser Angrifssfront trotz starken Kräfteeinsatzes nur bei Voncq und Falaisc unbedeutenden Gelände- gewinn erzielen können. Aus der 19 Kilometer breiten Angriffs- front zwischen T e r r o n und F a l a i s e waren am Abend unsere Linien wieder voll in unserer Hand. An der erfolgreichen Abwehr deS FeindeS haben Württtmberger und Bavern, Regimenter der Garde, auS Hannover und Westfalen, thüringische und lothringische Regimenter, sowie Maschinengcwchr-Scharffchiitzcn-Abteilun»rn gleichen Anteil. Das Jnfantcric-Rcgimcnt Nr. 127 unter Oberst- leutnant Schwab zeichnete sich brsi'nderS auS. Auch die seit Wochen angespannt tätigen Krafffahrtruppen trugen durch rechtzeitiges Her- anführen der Reserven zu dem erfolgreichen Ausgang der geftrizen Schlacht bei. Zwischen der A i r e und der M a a S gelang es den in schmalen AngriffSstreifen angesetzten amerikanischen Divisionen in unsere Sttllungen zwischen Champigneulle und A i n c r e v i l l e einzudringen und beiderseits von B a>> o n v i l l r über unsere Ar- tillerielinien hinanS Boden zu gewinnen. Versuche des Gegners, von Vavonville auS unsere Front in Richtung ans Tb e- n o r g u c s und aus S t e n a v aufzurollen, wurden vereitelt. S7it Einbruch der Dunkelheit kam der Kampf in der Linie Ebampig- nenllc— Sivrv, östlich von Buzancl), südwestlich von BillerS devant Nun, nördöstlich von Aincrcville zum Stehen. Der Erste Generalguartiermeister G r o c n e r. Rückgang nber den Taqlinmento. Wien, 8. November. Amtlich wird vcrlautbart: An der italienischen Grbirgstront werden unsere Truppen in vlanmäßiger Durchführung der Räumiingsmaßnahmen die Stellungen wie zu Beginn drS italienischen Krieges beziehen. In der venezianischen Eben« ist dw Rückwärts- bewegung über den T a g l i a ni e n t o im Gange. Die Räumuag deS gesamten serbischen Gebietes steht unmittelbar bevor. Der Ehef des Generalstabes. » Die englisch-itakieniichsn Berichte sprechen von einer erfolgreich fortschreitenden Schlacht. Sie drängen nicht einem Feinde nach, der den Willen zur Räumung und zur Waffenruhe offen heluntzet, sondern behandeln seine Kolonnen als fliichiende Geschlagene, die so viel eben möglich geschädigt werden sollen. Die aus Livcuza marschierende Armee hat nach dem Bericht vom 1. November seit dem 86. Okiober, wo der Angriff begann, über IlkOOl) Ceianjene gemacht. Sncile und L venza werden als bcietzt gemeldet. Mitteln sichern. Sie wird dafür Sarge tragen, daß das Wahl- recht, auf Grund dessen die Verfassung gebende Versammlung zu- sammen tritt, entweder durch Abstimmung im Hause oder durch Oktroi bitmeil einigen Tagen von dem Willen des Volke? aus zu« Gesetz erhoben wende. Wir konnten mir diesen Standpunkt einnehmen, weil über die schicksalSschweoe Frage der StaatSsorm nur das ganze ungarische Volk und die Nation zu entscheiden berechtigt ist. Redner verlangte Wahrung der inneren Ruhe und Ordnung. Sodann leisteten die Minister den Eid in die Hand des Nationalrates. Unter enthusiastischer Begeisterung sang die Versanimlung die Nationalhymne. Tie Note(varde in Wien. Ter Freitag verlies im allgemeinen ruhig. Für 3 Uhr nachmittags nxlr zum Deutschmeisier-Denkmal eine Versammlung der Roten Garde einberufen worden. Etwa 539 Personen. Offiziere und Mannschaften mit roten Abdeichen, zu- weilen aber auch mit schwarz-rat-goldenen Abzeichen, nahmen an der Versammlung teil. Korporal Haller hielt eine Ansprache. m der er sagte, daß sich die Rote Garde vorläufig dem National- rate unterwerfe. Er bemängelte die Zusammensetzung des Staatsrates, weil er zu wenig Sozialisten ausweise. Andere Redner, darunter auch Deutschnationale, polemisierten mit dem Redner. Sodann wurde zum Parltment gezogen, w» die Rote Garde eine Abordnung zur Vorbriugung ihrer Wünsch« zum Staatsrat entsend:n wollte. Der Zug war mittlerweile auf mehrere tausend Personen angewachsen. Vor dem Vcrr- lament hielten die einzelnen Soldaten Reden, in denen sich di« verschiedensten Richtungen geltend machten. Die einzelnen Parteien gerieten wiederholt lrart aneinander. Alv eine Abordnung mit Korporal Haller längere Zeit im ParlanientSgebäude verblieb, waren die auf der Straße befindlichen Soldaten beunruhigt. Doch erschien.Haller schließlich, worauf die Teilnehmer abmarschierten und in Ordnung und Ruhe in ihre Bezirke ab- strömten. SoldntenversnmmlunUen— P«rteit«>ss«>»lnh— Fsrkedrich Adler in Fsreiyeit und im P«rteiv»rE«lnd. Wien, 1. November.(Eigener Driihtbrricht deS„Borwär«".) Huck) heute kernen den genzrn Tag zohlreiche Sold«tc»obordnungen »vr dos Borloment, welche mit Abgeordneten und Ettmtsräte» ver- handelten. In den Kasernen erschienen heute vormittag Abze- sandte des Staatsrates, welche die Beeidigung ans die?erf»ff»ng vornahmen. An einzelnen Kasernen erklärte ein kleiner Teil nicht schwören, sondern heimkehren zu Wollen. Stack) der Aufklärung durch die Abgesandten und andere Soldaten, daß der Name des Austenministers Dr. Viktor Adler für ernste FricdrnSabsichten bürge, fand eine allgemeine Eidleistung statt. An diesen Angelobunge» nehmen auch sozialdemokratische Abgeordnete teil, welche wie andere Reden hielten und meist stürmisch afflnmiert wurden. Neberhaupt halten die Soldaten viele Versammlungen ab. Sonntag findet die Wahl von Soldatrnrätcn in den Kasernrn statt. Sonnabend werden in Wiener Arbriterlokalen 15 So'- datenvrrsammlungrn abgehalten, wo AusNärnng über die Brdeutuus der Wahlen gcgebrn wird. Ter Parteita» wurde heut« geschlossen. ES kam eine einmütige Aussossung über die gegenwärtige Lage zum AuSdruck. In den Parteioorstanv wurde auch Friedrich Adler gewählt, kein Zerteidlger, Dr. Harpnrr, teilte mit, daß heute seine A m n e st i e erfolgte und daß er morgen wahrscheinlich bereits in Wien fein werde. Wien, 1. November.(Eigener Dcahtbericht des„Vorwärts") Der Parteitag hielt bereits heute ftine letzte Sitzung ab. Resc- Hr. 303 ❖ 35. Fahrgang 1. Heilage öes Vorwärts GewerffchaflsbewMM 5ft«gcn der Tclcgraphcnarbeiter. ©ett gevnimte S«rt petitionieren die Telesraphrnarbeiier und Ha«t»ive?k.r der ReichSprst und Telegraphenverwaltung nn dic Reick>SfuKbekIeii>ungZrt:?le und HeercSverwaltiü'.z uni Lieferung fcon Kleidung und Autzdekleidimg. vor einiger.�eit erhielten ini Lberpo�tre.'tiontbezirk Berlin einzelne Tclegrriphenarbeiter(Dnu- «rbteilung Charlottenknirg) zwei Telegraphenarbeitec Stiefel ge» liefert, alle üorigen wurden vertröstet auf spätere Lieferungen. Zum Erstaunen wurde bei der jetzigen Liefeuug von Stiefeln bon der HeereSLerwaltung nicht die Arbeiterschaft berücksichtigt, sondern dies« erhielt n die Beamten(Te!egr.»Bauf.) und Unter- beomt« lLeitungkaufsebsr), was in den Kreisen der Arbeiter und Handwerker grotze Erbitterung hervorgerufen hat. Die Tele- graphenarbciter und Handwerker sind der Meinung, da st die ge- lieferten Stiesel im Preise von ZO— gh M vor allen Dcngen für ste als die schlechst gelöhnt« Klasse in erster Linie in Betracht komnien müstten, da sie in Wind und Unwetter ihrem schweren Deruf nachgehen müssen und«ruf eine gediegene Fustbekleidung ougowiesen sind. Die Ardeiter und Handiverker haben ihre Orga. nisatronslcitung, den Br.nd der Telographengrbeiter, aufgefordert, t«yu Stellung zu nehmen und nn Beschwerdewege an W Kriegs- Ministerium, R-ichSfustbekleidungsstelle und an das Reichspostamt Berlin heranzutreten: insbesondere sv? um Untersuchung gebeten werden, von welcher Dienststelle Aniveisungen ergangen sind, hie jetzt gelieferten Ciiefe! an die Beamten anftaU an ldie Teie- graphenarheieer und Handwevker xu verabfnlgen. Ist ein No.� ein TtZertgexzenstand? Ter durch Gerichtsurteil« anerkannten Scltadenlersatzpflicht kr? Arbeitgeber» für Tiebfrahl« aris der ffabrikgardeobe glaubt« sich die stiruva Auer dadurch entziehen zu löunkn, daß sie in ihrer GarSerobenerdnung die Haftpflicht für Diebstäh!««blehnt und bo- stimmt, hast Vertzegenssande der stlardersbenfrati zur Aufbewah- rung übergeben werben müssen. Der erstgenannte Passus der Garvrrob.nordnung befreit nach dem bisherigen Slandpunkt der Rechtsprechung die Firma nicht von der Haftpflicht. Aber auf Grund der Bestimmung, daß Wertgegenstände der Garderobenfrau übergeben sind, hat ein LandgerichtSurtell auf Abweisung der Klägerin erkannt, tex das Berliner Gewerbcgericht den Ersatz des Wertes eine» gestohlenen Mantel» zugesprochen hafte, obgleich der Mantel, für den di« Klägerin über 100 M. forderte, nicht der ('Garderobenfrau übergeben, sondern im Garderobenschrant der Klägerin berlvahrt worden ist. Da? Landgericht ging davon«ni». daß ein so hoch bewerteter Mantel ein Wertgegenstand ist, den die Klägerin der Garderodenfran zur Aufbewahrung hätte Übet« g«ban müssen. Da sie es, entgegen d»r Bestftnurung der Gar, derobenx-rdnung, nicht tat, könne die Firma für den Schaden nicht haftbar gemacht werdon. Einer andersn Arbeiterin ist unter denselben Nmstä,ih«n ein Ro« gestohlen worden, für de» ste fetzt durch Klag« beim Gewerbe. gericht?!'> M. Schadenersatz forderte. Die Firma berief sich auf kos erwähnt« Landgerichisurteil und beantragte Abweisung der Klage, weil der Bor! nicht der Garderobenfrau übergeben war. Dagegen wandt« die Klägerin«in, als Wertgsgenstände im Sinn« der östrrdcrobenordnung könnten wohl Velzsachen und dergleichen ängefehen werden, aber nicht gewöhnliche Kleidungsstücke, auch wenn sie jetzt einen bähen Wert haben. Heut habe ja selbst daS Teuerungszulagen aus der Staatskasse unterstützt zu werden. sie aus letzterer nicht unmittelbar besoldet werden, ändert nicht» au der Tatsache, daß sie mit ihrer Arbeit lediglich dem Sie«« dienen. Es wäre mtt Freuden zu begrüßen, wenn dies« Anregungen Erfolg im besten Sinne haben möchten. Vielleicht führen sie auch dazu, was wohl in der Billigkeii läge, wenn endlich dazu über- gegangen würde, di« Kassengel i.'sen direkt aus der Staatskasse zu besolden und damft ihre Stellung und ihre Zukunft ango- messener und aussichtsreicher zu gestalten. Tie Llnshilfskräfte der ReichSbank nehmen in einer am Moniag, dem 4. Aovember, abends Lld Ahr, siattsiTchenden Versammlung in der Aula de« Fricdrichs-Werder» scheu Oberrealschule, Nieiderwallstr. 12, zur Gehaltzfrage, Rege- lung der Ucberswnden, Teuerungszulage und Wahl eines Ange- stelltcncrusschusses Stellung. Bei Berliner Großbanken beschäftigte Damen und Herren sind als Gäste willkommen. Ssiwtag, 3. NovembsL KU [«CT Dah' aus Anlaß der bevorstehenden Stajdtverovtzueteuwahl einbvrufeu war, in letzter Stunde untersagt. Di: Par?»: i>»t»i!igt sich dort zum »lstomit«! an der St»dir.»!ordn«z»«i>e»hl. Di« K«rf»ii-»mlnng wurde .nur s« Form eft,»r N gl>!»d«i«v-erstwnmta»»z'' gsstattok, d« im KorpS» tzezerk K-ncreil.»ff sei wiche pel>t«sche U»�sami«ksnf ivmaniw sich i»? M«ss»n in dem zroßon Sacrl, in dem Genosse M els bis bevvrfteivnd« Etadtder- obdneeeirwahl unter t?«i d»r füngfiaa psdiftfchen Er- «ignisse besprach. Sinstlimmig mwfce«'ine Steft-luiii««genommen. die zu der Arbeit dar s«e?r«n, die.tz»fs»»uhi«la«K, S..Beaut von Vtffme.',«.,«., Ii. 7.„.«obste m.d Li-be", 0.„Rck-her', 10.„Stalfois&Ml Tai".— De«»sck«s Opemh«»«? 8. 4., 6. ..ElSck-ben de» d.„vcl<->ntz»«>", 7.„O«id«ne Kreuz',„Änllett, «».»Ixri n"»..(hiata fcnnakt*. 10..PviHOm Mn aaninwecu. 5*ftt»tlj«?i>nt*c i. die", 7.„Der Erste" U.„Ä«wr".— ssiilg:»Marglns»Ac Keiid", 8.„Beer Vvut".— Kleines Dchauwiel- ;)«: S.. 6�& IL JhÄHRnf! wrersch«". 6., 7., 9 l».„Phädra, 4. ichl°«-n.—«SaiMiiS«: S. C., IL„Hauch im All' 4.. IS.„Srd. ne-st",(!.. 1., 8.„«etrijrtfbelm".— Xifiitw;„Ali-Rbrnds�", 4., 8. — SchlLsr ShctloUfHOur«; 5., 5., 7., 9.„Hamlet", 4.„Tiebcntc S«a"r 11.„Ps«r?» t-en Kirchfctd", 8.„lSc-ck Konzert', 10.„Braut von Mefsi"«-— Urania:«.„Aus Holzsland", 4.. 7., S., 9., 1».„Kcnciiasu» und seine Nslier', Z.„Äsa�Loihrinzm", ll.„Die Bedeutung des geschichtlichen Täglich: Berliner! 8..Mitzblau?» Blut'. 4.. st. EcMossen, ab B Sterne, die wieder leuchten".— KSnstler:„?!«ch«b»i«ucht!>ng".„Auf- c.nfochfle Kleidungsstück einen so hohen Wert, daß die Arbeile- abhängigen am ihre Niesenstimmcnzahl bon 513 Stimmen zu er- rinnen, wenn die Bestimmung der Gardcrobenordnung euch auf gewöhnliche Kleidungsstücke angewandt werden soll«, ihre sämtliche Kleidung der Garderobenfrau übergeben mutzten und die allgc- meine Garderobe leer bleiben würde. DaS sei aber gar nicht durchführbar, denn der Garderobenfrau stehe nur ein sehr kleiner Raum zur Verfügung, wo sich nur tvenig«rufheben lasse. DaS Gericht l Kammer Sf verurteilte die Firma, der Klägerin die geforderten 7ö lll zu zahlen, weil«in Rock, auch wenn er gegenwärtig hoch im Preis« stehe, nicht als Wertgegcustand an- gesehen werden könne, die Klägerin also nicht veranlastt war, den Rock der Garderobenfrau zu übergeben. Zur Notlage der Privat-Nngestellten. AuS den Kreisen der Forstkasscngehilfcn wird nnS geschrleben: Die Verwalter der Königlichcu KreiS. und Forstkasien crbal- ten Dienstaufwandkentstl�idtgungen, au» denen sie die Miete für die Diensträume, die K»f»en der Heizung, Reinigung uwd Beleuch- ftw.g der letzter?« zu bestreiten haben. Ferner die Kosten für die erforderlichen Kapsnbücher, Vordruck« und alle sonstigen Bureau- bedürfnisse sowie mich für die Denstreisen zum Zwecke der Wahr' nebnrunA von Ho»lzb«r!«usS-, T»rf- und Wiesenverpachtungs- terminen. Auch sstid die Kasseirverwaltar verpflichtet, für die er- forderkiclwn Hilf»kräft« selbst zu sorgen. Die Kosten hierzu haben sie ebenfalls aus den Dicnstmifwandsgeldcrn zu bestreit««. Run find die letzteren aber nicht berat bemessen, dah sse. selbst in Friedcnszeiten,«in« zeitzemätz«, angemessene Besoldung der Kassenzchilfen gestatten. Sie gehören, ohne Zweifel, zu den schlechtest besoldeten Angestellten und befind«: sich unter den jetzigen jjeitverhältnissen in grotzer Rotlage. Während alle Beamten und Arbeiter TsuarungSzukagen er- halten, gehen die Kassengehilfen leer aus. Sie müssen viele nützliche und ersprietzliche Arbeit für den Staat leisten, die Kassen- W Verwalter dienstlich vertreten und hätten wohl berechtigten Anspruch In Schneidein üh l hatte das Generalkommando de» 2. Ar daraus, gleich den Beamten und Arbeitern durch Geivährlmg von! meekorp» eine öffentliche Wählerversammlung, die am 1. November Innern Ij Wa» mich die Versammlung etwa noch sagen ließ, schnitt mir der Vorsitzende als„wicht zur Sache gehörig" ad. Dabei lautet« das Thema»Die Stichwahl in Beilin l im Lichte der polit:- scher. Lag e", und der Referent H e r z f e k d hatte in seinen fünf- viertelstündigen Ausführungen kaum drei Sähe über die Wahl gesagt, Lioblnechk hatte sie überhaupt nicht erwähnt. Ich aber sollte nur„von der Wahl" sprechen, ohne die politische Lage zu berühren(wie man das- macht, ist Geheimnis der Unaöhängigsn) uich wenn ich auch nur Herzkeldö grobe Unwahrheiten widerlegen wollte— hatte dieser Mann ooch u. a. behauptet, die Sozialdemokratie stände im politischen Bündnis mit den Konservativen! — so gehörte das'nicht zur Sche. Nach einer Viertelstunde be- Haupte ie der Vorsitzende, ich kömil« nicht länger reden, weil der Wirt den Saal anderweitig brauche. DaS hinderte aber nicht, daß er nach mir noch einem weiteren Diskussionsredner 20 Minuten lang da» Wort gab! Das Wort wurde mir in dem Augenblick«nt- zogen, al» ich dem Resenmien darin beipflichtet«, datz die grotz« G«- falw eine« alldentsch-kons«rvat,»en Putsche» bestehe, aber anffortert«, do-v«:» di« richliig« Konse-n»snz zu««hon. Bei den Unabhäng'ge« ist»I also ein Worts mtzishungv�lum», w»ien ein Redner Aeutzerirngen H»S Referenten bestmcht!— Für solch» A«»- Isgnng der Redefreiheit von Leute», de« uu» mangelnd« Demo- lrätie vorwerfen, Hab« ich«llerdings nur den Ausdruck tief- st«r Verachtung._ Erich K u t t n e r. Für die Pokiklk der deutsch« Sozialdemofvntle. Fn Wittenberge sprach Rcich»tag»ahg«ordnet«r W«l» über die gegenwärtige Lage und di« Politik der deutschen Sozialdemokratie. Der grotzte Saal der Stadt war lange vor Beginn der Versammlung polizeilich abgesperrt. Hunderte fanden keinen Einlatz. Die Ausführung»« de» Redner» wurde« durch wiederholten stürmischen Beifall der Versammlung unterstrichen. üh l hatte das Generalkommando des 2. A Metropol:„Faschingfee".— Reue» OperetlenheuS:„Das fuß« Mädel".— Palaft-Theaier am Zoo:„Crraluucr Fischjug".— Fecedrich-Wilheftn- siSdtlsches!.Hannerl".__ — Bor trüge Urania. Sonntag? Helgoland. Mimiog. DtmtuwAag bis connalwnd: Der Kaukasus und ferne Völker. Diewsiag:'Was ist uns Ei scch-Loich' ringen?— Pros. F e rd. G r e gori spricht Miblwoch, ö. Nov., un Künstlerhaus über„Bedeutung umd Aufgaben des Spielleiters". — Kunst chronik. F'.ft» GurMt eröffnet«m Moataz sein? Novvmberauest-llung mii! Bildern von Bruno KrauSkopf und Plastiken von L. L. Wulf. — Gustav Landauer ist in dir A rbeii kg-m« i n s chaft deS Düsseldorfer Schauspielhauses als Herausgeber der„Masken" rmd Dramaftcrg eingetreten. — Die Forderungen der Schanspieler werden vom Direktovenverhand abgriehist. Tr lätzt verösfentliäien: Di« Gagen sind jetzt höher als in FriedeirSAeiten. Zudem haben d�« Sctxruspieler sehr hohe Nebeneinnahmen vom Filin(und vernachlässigen dmüber ihre Probe nverpflichtuu�en). Die Forderungcrl si?:d von vielen nur unter Zwang unter schrieben worden.— Zu guter Letzt will aber der Bühnenvereiu die.Bezüge der ininbor gut besoldeten Mitglieder erhöhen. Während also die Theaterkassen wahrhast glänzende Eleschafde machen imd die EiniritltSpreis« austenordentlich erhöht sind, sollen sich die Schauspiel er damit begnügen, datz ihvc Gagen höher als in Fl-icdensznten sind! Und wenn sie um dl« Hälfte oder auch doppelt so hoch wären, würden sie nicht hinreich ei:, um die allgemeine ProiSsteigernng für da» ASiig« weit zu mach««. Da ha» Ultimatum der Ech»»ispi«l»r am 5. atzlä-.ift, stehen— fall» nicht in letzter Stunde nsÄ) von aussen her Cimgung ge- lingt— enit scheidende Schritte bevor. — Da? geschont« Lille. Wahrend noch in den Nap«- lk»mus«h»n S£»w««), Kretretizitse ü'cxfftanj. 10% Ubr Frmilioirjor Ältr.«; Toftraq von Krau Marie Krtschc: Zur Z> uinnzaschichtc der Ehe. GZite wiZkRnmen. ?vo«»»ro«Sgcht»n ft»c da» lnittteee Narvveutsiglan» di» Montag»tittao. fistiiMttf istt«, jetrch vorherrsihmd««bell» oder »oltig, ohne»rheliNchc»Sssittjfcjjstrt. in den i.WthuUSw*« ziemlich mild. Sofort ttcfcrlmg: C. jyforUtts färrttl. Romane Ungekürzte Gesümtausgabe, 5 doppeibünöe in KlaAtkerformat, fest gebunden, 44 M. Inhalt: Goldelse— Do« Geheimnis der allen Mamsell— Da» Heidcprinzetzchcn— ReichS- gräsin Gisela— Die zweite Frau— Im Schillingshof— Im Hause de« Kommersten» ral«— Di« Frau mit den Karfunkelsteinen— amimann» Magd— Schulmelfter« Mari«. Alle Bände liefern sofort auf einmal gegen monatliche Zahlungen von UM» Wollbrück& Co., Buchhandlung, Serün, Gronienburge? Str. 59 Möbel I u. 2 Zlmnier- i Einrichtungen lief«™ in nur»oster Ausiahrem{azan M&v u. Ktro�li lliRO ä Turmstr. 58, I. ZWM'Mtz. •t'ogoetfonf— XltiROfftMi. Wkaverniti ere« u.n,im vtn.V., Hohenzolenidamm 18». �sgsfi.MekiFZfits!� ; zogen bar ext. selelebterle: Zahlunjswcise. Pelzliäus Aljoeo,! Leipziger Str. 5S. I. Kl Bas» Hftsi r c L. gut«rhelteuei ÄutzdauM- Ichlefjinitner»oent. Selon pret»> wert zu verkeilten. 137/8 Ungar. Asehattenkorgorstr. fi lÄites Hmi. Veit,»meou tierl, fftiedrichchr. 8. Ret f. Vcrwertma mid ücrneL bung koftenio«. Wir ve»- kaufte» auf nniore« P»I>»»U kürzlich die Patente zur 0ie- »amnunz»on Sleeithtn fSr i soo ooo M. S— i. GoniitagS 11— L wm Rski.-Zetta! 18.75 KHIO Bezugseheino V SS lOOO Kalll-Aahknger*0,- JBchdr Bund, feUsaäoiwt IWo SIS?»-; S-ßciftc» Der Unterwichneft bcfic?t hirnnit bft der vnch» Handlung A. iickS o l i b r i> rk Sk To,, Borliu, Oranienburger Sirahe 55: G. Marlitt Noma»te B Ztoppolbütide, fest geb., Vt. 44»— Der»ftraa— ist nachzunehm«!— feist nach Emp- sanz— wird mtt monatlich fünf Mark gezahlt. SihitlruigSvrt ist Berlin-Äitte. Name u. Ttnnd m. zsnauer Wohmingjangadei- i-- 25 Jahre to«e hraui Auud«» tu tantoK»« Ab KkmutxiMi höchst, ltznlftediu- bait fiiid an» dost« Hui«»'« J. meine gotanSiot uuichäduch« MKwe-hascfüsbo echt und lidtäriich jftrSwk. Kn -'S»« Zmbisn.v ni/Htfcch.— ssta'che 4,««.»St.«'.«u fleiekel, vestm 48, BijcniabvMwaijc 4 Boklsiündige ctekirftchc WMwVSMe Iku titiSa z» kostcei z-lucht. Offert, imiet H. 5S Hi>n,tnwe- iiiton»»«.«CM»««*.»?S4b. 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S. ein«it der.enauen Adresse de» Verlader» und mit 5 die fftt Berlin Freiwarke(18 Bf.) v ersehener»ri-fumschlaa, rli»»üllige»rüne Sondersartosselkart«, auf dt« im Falle bei Karlofse'bezuge» von auswärts Kartofscln nicht m-hr bezogen werden dürfen und die daher abzu- ,ehe» iß. Fer»cr mu» der Antragsteller den genaue» Bamen und ITobnim»»c» Erzeuger», von dem er die Kartoffeln zu be- iehcn wünscht und den Sandkrei», in welchem der Ort liegt, .über frstsl ellen und bei Stellung de« Antrage» angeben. uchzeilig sind it Bf. für Vermittlung, Portoauslagen und -*■<«(oKst;|tu Kosten für jeden beantragten Zentner Kar- offelK ju entrichüen. Aach den uns gegebenen Zusicherungen wird dem Selbst- vezug von Kartoffel» aus unseren Licsctkreisen, die jederzeit oncch Aachffage im Bureau der Kanoffelversorgung bekann»- ikaeb?» werben, keine Schwierigkeiten bereitet. Bei den >.i«e« Kreisen werden wir die Bewilligung der Ausfuhr be- irworten. t.i mit dem Eintritt von Frost im November und De- t-uder zu rechnen und ein Verderben der Kartoffeln auf dem -i-nSport zu bejürchten ist, werden wir den Antrag auf Selbst- . etug nur vi» l!t. Novcnlbcr ISIS entgegennehme». Für die Zeit der Selbstversorgung besteht«in Recht für v-n Selbst ve zieh er zum Bezüge von Kartoffeln auf Kartoffel- ..u« nicht, vielmehr sind unmittelbar nach Empfang der Ka». affeln die im Bcsill des Selbstbeziehers befindlichen Kartoffel- .'cnen der zuständigen BroÄommissio» abzuliefern, neue Kar- lofse Natten dürfen nicht mehr entgegengenommen werde». Selbubezieher, du ohne unsere Ecnehmiaun« Kartoffeln einfiihren»der trotz Selbstversorgung ihre Kaitoffelkarten nicht -..'geben, setzen sich ftrafgcrichtlichcr Verfolgung au»; auch wer- ert die bei ihnen vorgekundenen Kartoffeln ohne vrjatz des Werte« beschlagnahmt und der öffentlichen Bewirtschaftung zu- geführt.. �, De» Selbst»«, iehern wird nebe» den 7 Bftmd ,t Kopf und Woche et»»ngem�ene: Zuschlag für unvermeidlichen Lage- »ngSschwund zugebilligt, jedoch sind sie ebenso wie zeder andere Verbraucher an die j»we!lS von uns bekanntgegeben« Wochen- oerbrauchSntenge gebunden.„,. Alle diejenigen jedoch, die sclbsicrzeulltc Kartoffeln einzu- iähren wünsche», sind berechtigt, je 11» Pftind pro-cag und Kopf der Familie einzuführen und zu ocrbrmick'en. Die hier etngesllhrien Kartoffeln find sorgfältig zu lagern und ständig»u überwachen, da im Falle eine« Verlustes durch Zicbstahl ober Fäulnis eine frühere Ausgabe der Kartoffel- karten ol« nach Ablauf der Anrechnungszeit nicht stattfindet. Verlin, den 17. Oktober ISlö. Wagißrat Kouiglichen fi-iupt- und ZießdkNsöadt. W e r m u t b. Dg». Rr. 10U. Kart. IS. ./tvzzmaaaPtts r Spelsezimnier, Herrenzimmer, ScSjltfzi»Mer, Süclicn. 252/6* p- Apirts Farcua, gackleg Arbelt, preiawerl abzugeb.-�c I 4 9 der»jmuafBMer Brücke 6. I. F.tngc. ng-nux Dircksenstraße.)— Btsichvigring 10— vardan gewandat a.«oder*!- CTal ------ tzSV Jtarrt, Liatara.S— IS Tag«. Pr. tHI M. Hrta«üUrüT MkiSs id ilünf-mt-teziotB Fenirssetrl» rrM ickar lackt,-, ewthästiiiit vaa»-«bdr»line Pao-e. ßioss-BeiHnfir Werkstätten fCr Iterren-Gekteidung ZuKtral«: Barlin SO, 9un;-o«tra»ao 16. Bekanntmachung. I. Ts entfallen 100 Gramm Grieß auf Abschnitt 6S und 100 Gramm Graupen od. Grütze auf Abschnitt 70 der allgemeinen Lebensmittelkarte der Etadt Berlin, sowie 100 Gramm Graupen od. Grütze aus Abschnitt LI der Lebensmittelkarte für Jugendliche- Der Preis für Mrieh beträgt 48 Pj., für Graupen oder Grütze»t Pf. je Pfund. II. Unter Ausschlug nachträglicher Annahm« find die Am meidungen vom Sonntag, den 3. November, bis Witt- woch, den 8. November, bei den Kleinhändlern abzugeben Das Mittelftück der Karte ist sorgfältig aufzu- bewahre», weil es als Ausweis für die Beliefe. rnng mit Mehl in der nächsten fleischlosen Woche diene» soll. III. Di« Kleinhändler haben die Amneldeabschnitte zu den oben ausgerufenen Nummern am 7. Siovember bei den Großhändlern abzuliefern. Nicht abgeholte Ware verfällt mit dem 6. De- zember 1918. Berlin, den 1. November 1918. Magistrat der Königlichen Haupt- und Residenzstadt. Abteilung sür Nährmittel. Nr. 2004 915. S ermut- E&Sa&«ke PeSlin, süß 0!?st" Invaliden- I P Friedrich- SBEI£trafeel64 Ji Ji floJCllj ftrafee 11. To. Ansteckung(Grippe) Halsentiänduntj nsw. schützt man sich durch Gurgeln mit der Mund und Kaohon desinfizierenden Acteum-Lösung. (1 Eßlöffel auf 1 Glas Wasser.) Hygiena, Frankfurt a. M. NW« in allen stz o r m e n in bester, stärkster Ware bieten an 2572* OseleMo. 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Wagner, Otto, Schlosser, geb. 11. 9. 66 zu Kraulee, Nicdrr-Laufitz. Wittchow, Gustav, Klempner. geb. 13. 9. 86 zu Kallies. Ehre ihrem Andenken! 120/16 Die LrtSverwaltung. lSSSWZSS»? I Allen Perivandten und Bekannten die traurige Nachricht, dah mein innig- gclicbter.bcrzerisguterMann, unser lieber Schwicgeriobn und Schwager am DonncrS- tag, den 31. lO., an Lungen- cntzündung sanft entschlascn isl. 8lA DieZ zeigen ticjbctrlibt an loiianna Scbsils geb. Kiepert alz Frau, Gustav Kiepert nebst Frau als Schwiegereltern. Alfred Kiepert nebst Frau als Schwager u. Schwägerin Artur Kiepert als Schwager, Hedwig Kiepert als Schwägerin. Tie Beerdigung findet am l ö. 11. 58, nachmiiiagS 3Uhr, mj dem neuen PaulS-Kirch- bos statt. ülm Donnerstag. 31. Oktober, starb plötzlich unser iieocr Kollege, der Korrektor, jetzt Invalide Idol! Partuschke geb 19. 7. 45 in Koben a.D. 40 Jahre hat er Leid und Kreud des Berusslebens mit uns geteilt und rch ein gutes Andenken gesichert. Die Kollegen der Nordd. Luchdruckcrei. Beerdigung: Dienstag, 5. November, nachm. 4'/. Uhr. au! dem Luiscnsiädnschcn Knchbos in Neukölln,.vjet, mannnrasie. m ■culm Allen Freunden und Be- ! kannten die traurige Nach- ! richt, daß unser lieber Sohn > und Bruder, der Musketier � Nach vier Jahren lchwercr � I Strapazen und Entbehrungen siarb in Sofia unser! heißgeliebter Lohn und Bru- I der, der Waffenmeistergehilse j Alex Rappdahn im 28. Lebensjahr an Lungenentzündung. Dies zeigen tiesbetrllbt an Paul u.«Franziska Napp- Hahn als Eltern, HedwigNappliahn (Gertrud Büsfdorf Slla Eiierbeck Paul Büsidorfi als Art. Etserbeck/ Schwager, Berlin, im O'tober 1918, Stargarder Straße 62. Warum ist das Leben so ernst, so schwer? Wie in grauer Dämmerung geh ich umber, Ich weine in Leid und Not Mein Junge, mein lieber, nim bist du tot— Und fallen auch viele m blutiger Schlacht. Darum hat der Krieg den Tod Dir gebracht? Darum trifft der Blitz die Eiche, die stark? Warum nicht Stämme mit morschem Mark? Darum ist, was jung, dem Tode geweibt? Darum lebt noch lange, was zum Tode bereu? Frage und Klage werden nie stumm, Und immer wieder frag' ich warum, ach warum? Denn keine Trane schmerz- licher rinnt, Als eine Mutter weint um ihr Kind. Nim ruhe sonst, bis ich Dir folgen kann. 3783b i im Alter von 20 Jahren I als zweites Opfer m diesem j I Weltkrieg am 25. Oktober j 1 im Westen durch Bauchschuß| | gcsallen ist. Die trauernde Familie llo Verband der RureauaneellelUen Deutschlands. Ortsgruppe Groß-Berün. Unseren Mitgliedern hier. 1 durch zur Nachricht, daß unser Kollege, der Kranken. | iassenangestellte 47/6 Peter Horst J im 24. Oktober im Alter j von 43 Jahren verstorben ist. )(Sitte seinem Andenken l Die Beerdigung finde! am I 4.Nooember. nachm. 4 st, Hur, j aus dem Gemeinde-Fried- JM Treptow.Beum'wuien- 1 weg in Baumlchuienweg. j Kiesholzstraße, statt. 47,6 Um rege BeteUigung ersucht Die LrtSverwaltung- «uderverein..vonvZrts" Am 22. Oktober verschied 1 aanz plötzlich im Lazarett I in Bremerhaven unser | Sporlsgenosse Willi Grädler. Dir verlieren in dem so I irllb Heimgegangenen einen I lieben Freund und lang» I jährigen Richcrkamernden, o essen Andenken wir»ets in l Ebren hatte» werden. L'88f5 Der Vorstand. Statt Karten. Allen Frennden, Dekannten und den Kollegen der Orts- krankenkusie der Stadt Berlin die traurige Nachricht, daß mein einzig guter Mann KsrI Sirsie am 6. Oktober durch eine stliegeibombe ew Opfer des Wellkrieges geworden ist. In ticscr Trauer bttlct um stille Teilnahme L8l4b I nun Ottme- Iiin»>t« ncbst Angehörigen. vervanci der Laik- und ß! Zchaniiwsrte veulichlands. d' Zahlstelle Berlin. tz- � Den Mitgliedern zur Nach- richi, daß der Kollege ÜLlran Salomen Ritterstr. 118, Bezirk 5, am 30. Oktober verstorben ist. Ehre seinem Andenken l Die Beerdigung findet am Dienstag, den 5. November, nachmittags ist, Udr, aus dem Jakobi-Kirchhos, Neu- lölln, Hermaunstraße, statt jj Um rege Beteiligung ersucht F Dia Ortsverwaltung, a verband der Schneider, Schneiderinnen u. lilSiche- arheiter Deutidilands. Filiale Berlin, Sebasttanstraße 37—38. Unseren Mitgliedern Hiermit zur Nachricht, daß der Heri-enkonseltions- Schneider Prsni Kildner geb. 8. 10. 69 l am 29. Oktober 1918 der- «orben ist. s Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am ! Dienstag, den 5. November, nachmittags 2'l,»Hr. von p der Leichenhalle des Bariho- A > iomäus-Kirchboses inDeißen- 3 1 ice, Falkenöerger Straße, I auS statt. 163/1> 0is Ortsverwaltung. GeichästSstelle: ! dl 39. Schönwalder Str. 4 N.! Tel.: Norden 10787. ES verstorben solaende s | Mitglieder 301/17[ Fan! Ramiü Madaistr. 10, Heinr. Schreiber si Pankow, Florastr. 10, Paai Egssri, Eharloitenbueg. Schillerstraße 66. Einäscherungen im Krematorium Gerich lstraße: Ramin: Montag, den 4.'November, nachm. 6 Uhr, Schreiber: Dienstag, den 5. Ncvbr., nachm. i1/, Uhr, Eggert: Mittwoch. den >6. November, nachm. 2 Uhr Friede ihrer Asche! Allen Freunden und Le. i kannten die traurige Nach. richt, daß mein inniggeliebier k 1 lreusorgender Mann, unser I guter Vater, Schwiegervater> s und Großvater Mm\ Henke ! im Aller von 50 Jahren ! nach lurzrm, schwerem Lei- j den sanii enttchialen ist. Im Namen der trauernden Hinter- dliebenen \ Witwe Minna Heute uebit Kinder». Die Beerdigung findet am . November, nachmtttag- >5 Uhr, von der Halle des I Gemewde-Friedhoses Neu- Cölln, Mariendorser Weg, aus statt. 3817b s Du warst so gut. du starbst so srüh, »Wer dich gekani.l. oergißt __ dich nie. Verband der Sattler und Portefeaillcr. Ortsvencalluna Berlin. Den Kollegen hiermit zur j Nachricht, daß unser Mit- giied, der Sattler Gustav Schfidei, Firma E. de la Eroix, verstorben ist. Ehre seinem Andenken l i Die Beerdigung findet| am Dienstag, den 5. No j vember, nachmittags 41/, Übt,| von der Leichenhalle des z Neuköllner Gemeinde-Fried- hoseS, Mariendorser Weg, I auS statt, Die Lrtsverwaltnng. j Verband der CUhsyraphcn. Stein- driicher und verw Berufe. örtsvcrwaltung Berlin Den Mitgtiedern geben I wir hierdurch bekannt, daß\ unser Kollege, der Tiesdrucke: Frtti Vogel plötzlich am 29. Oltober an j Lungenkatarrh verstorben ist.! Ein ehrendes Andenken j ist ihm gesichert. Die Beerdigung findet am i Montag, den 4. November. nachmittags 3'/, Uhr, von der Leichenhalle des Ge- meindesriedhojeS in Neu- lölln, Mariendorser Weg, j aus statt. 109i4 Die Verwaltung. Deuticher Cranspcrtarbelterverband. Bezirksverwali. Groß-Berlin Den Mitgliedern zur Nach- richl, daß unser Kollege, der Industriearbeiter 64/15 Röder! Rath am 31. Ottuber im Alier von 65 Iah: en verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 4, November. nachmittags 4 Uhr, von der Lecchenhalle deSHcilig-K> enz- KirchMeS in Mmffendorj, »sisawch» Str.«S, au« stak, Den Miialicdern ferner tuv Nachricht. daß uni« Kallege, der«eschäskskutscher bttv lippoid em Ii. im IHtar»m IT ♦«»««« CtTfitcßM ist. Die S»«rbig>mt«iwtztt am Moni«, den 4. November, nachmstiagS 21/, Ufe, von dm, Leichenhalle desHelsta-Kreuz- KirchhoteS in Mariendorf, Eisenacher Str. 62, au« stall 0!a Bezirksverwaltung. , �_______, die traunge I > Nachricht, daß mein lieber, j I guter Mann und ireulor- s zender Baler 3818b j Hermann Donner am 80. Oktober nach kurzer, schwerer Krankheit sansi ent- schlafen ist. Er solgle seinem Söhnchen Gerhard nach drei Monaten in den Tod. Dies zeigen ttesbeträbt an Martha Donner». John. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 6. No»br.. nachmittags L'/,Ubr, von der Leichenhalle der vmmaus- Gememde in Neukölln, Her- mannsiraße, aus statt. Allen Bekannten und I Freunden die traurige Nach- i richt, dag am 19. Ottober l unser lieber Sohn, Bruder, I Schwager und Bräutigam, der Musketier | MW ftiagoti lim Alter von 20 Jahren I und 6 Monaten im Lazarett szu Gent(Belgien) infolge 1 seiner schweren Verwundung I verstorben ig; ein halbes I Jahr nach dem Tode feines s Bruders Richard. In ttcsem Schmerz I Wilhelm u.OätaricNagott als Estern, ] Paul, Otto u. LieSchcn, als Geschwister. Minna Nagott- als Schwägerin. | Elly Rauch fui!, als Braut. Nudow bei Berlin. I Lieber Willi nun schlos inRtch', ! Unsere Liebe deckt Dich zu > Vergessen werden wir Dich nie! �r dw Beweise herzlich« Tetlnadme beim Hinicheiden meines geklebten Mannes und VaierS sagen wir Herrn Dupvnt kon ie den Vertretern d-s Dahl. Vereins und Meiallarbcile.-Der- bandcs vielen Dank. Frau FriedaWolIschläger und Sohn. 38166 Als ichuldlosesOpjer dieses ! furchtbaren Krieges fiel m großer Sehnsucht nach dem I verlorenen Familienglück am 3. 10. 18 durch Artillerie- i geichoß mein über alles gc- ! i.ebler Mann und bcrzens- «uter Vater unseres Kindes, l Bruder, Schwager u. Onkel i Richard Seramler . Ins- Regt Nr. 21 j im Alter von 34 Jahren. In tiefer Trauer r'mmii Hommlei- geb Schulz i und Söhnchen Herbert. Du warst der Besten einer. Wenn Liebe könnte Wunder ! tun und Tränen Tote weck»», io würde Dich gewiß.:>'.»>-> S > Lieb, nicht kühle Erde decken. I Vorbei ist Hoffnung, Liebe. ! Glück. 78» Deine Sanne. I«ekl«r Dir»«, Ichlas in Ruh. I Meine Liebe deckt Dich jn. Dein Herbert. Unterem lieben Vereins. j kollegen Karl Hase 1 der im Felde gefallen ist. widmen wir hiermit den | letzten Nachruf., Wir werden ihm ei« j dauerndes Andenken be- wahren! 288/6 Rudervernio„Collegia", Charlottenburg. Nach längerem Leiden ver- 1 ! schied am Mittwoch. den l 30. 10. 18 mein lieber Mann.] ] guter Vaier, Schwiegcr- und\ 1 Gr oßvater, Bruder. Onlel,\ -chwager, der Gastwirt Hermann Lalomon! j im 51. Lebensjahre. 37986| Tics zeigt tiefbctrübt an Hie irauernde Lsttin nebst s Tochter und llnheiln. Die Beerdigung finde! am 1 1 n. 11. 18, nachm. 41/, Uhr. j Neukölln, Hermannstraße., ! neuen Jakobikirchhos, statt.> Danksagung. Für die so berziiche Teilnahme und reichliche Biunien'pende bei der Beerdigung meines ver- iiorbenen, beißinnigngelieblen Kalten und treu! orgen den BaterS feines einzigen geliebten Kindes sage ich meinen Ber- wandten, Freunden. Belannten, iowie dem Edes und Kollegen der Firma Baer, Weißensee, dem Metallarbeiter- Bei band, Linienstraße, und den Mielern des Hauses Maiplagueistraße 38 meinen innigsten Dank. Im Namen der Hinlerbliebenen Die tiestrauernde Gattin Witwe Frieda Sciiendei. Spezialarzt Dr. med. WockcnfaS FriedrleiSr, l!Ss°'"SS.5! fllrS/philis.Harn-u. Frauenleiden Blutuntorsuchungen. Schnelle, sichere, schmerzlose Hellung ohne BerufsstSrung. Teilzahlung rn�ie KrsegStrttT-WfHengeteBTchof» WB tm« mft, dach trotz II zahlreicher von den Behörden schon erlassener Bekannt» machungen immer noch viele Organisationen und Einzel» Personen bei ihr wegen Ucberweisung von Leder oder Schuh» werk vorstellig werden. Die Kriegsleder-Akiiengclellschast macht daraus auimerkiom. daß sie zwar den deutschen Gerbereien das Nobmaterial, all o die Häute und Felle, zuteilt und auch die sonstigen für die Gerbung nötigen Rohstoffe sicherzustellen sucht, daß sie aber weder die Ausgabe noch da? Recht Hai, irgend jemand— Zivil oder Militär— nach eigenem Ermessen Leder zuzuweilen. Von oll dem von der deittichen Lederindustrie für eigene Rechnung hergeslellien Leder fliestt griindiählich nicht eil» Kilo Leder wieder zur KrtegSledcr-Aitteiigesellschaft zurück, sondern daS wriige Leder wird eniweder von den zu» ständigen Stellen der Heeresverwaltung übernommen oder— sofern es für die Zivilbevölkerung bestimmt ist— von der Kontrollstelle für sreigegebeues Leder, Berlin, Leipziger Str. t23a. nach den für diese Stelle vom ReichswirH�tzastsamt erlassenen Bestimmungen verieilt. Iiis Z Mark __ 5 Msrh mit echtem 272/3 Friedesis- iCautschuk uoheFarLeatbo"i dreijähriger SGhritllicher Garantie. Zahnziehen mit örtlicher Betäubung nach bewährter Mclhcde bei Bestellung von Gebissen grati«! Spezialität: ohne Qsumen! iRodcrne erstklassige Gol.ltechnlk OoSdikrosisn, Brücken� SJmarfoeitnag schlechtsitzender CJebisse. Munduntersuchung und Rat kostenlos. Spezialarzt llr. med. Hascht, Friedrichstr. 90 jm Syphilis, Harn-, Frauenleiden, ipez.; chron. Fälle. 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Slillcrpi'liiv, 19/26..2 798 474,27 «d lezöbol, Bldmarckstratze.,.. 188 0.38.07 l/iihieiibria. lliilleiguiilr. 16/18.. 827 8g?,.?,8 Tempclbos......... 610409,— Troei, vahi hofstt ahs..... 141490,95 Lichtenberg, Boriiikiirahe 40/47.. 141918,98 . Elrare 32..... 104 117,88 Ve-Nlkktek« r/».. 114 460,7» CJIrnilff, fhilbilit&hacMtcv#fr... IS 898 6» ?i«ubau Tempelhal...... 1*19»89.4 2. Inventar nnb anderr Elurichtnngen- He!,,ung8» und Lichianiag« Ölle/fanlage..... Iwdöien....... tlnijüil«....... Uhren»«nd Telephonantage vlalchinen...... tlulemobtle PMnenIar. Wittnmirtisen..... ?7nfi/if........ Wer'zcnge...... 3. Brsiiinde au Waren und Materialien! Varenbeslünds....... 1 753 095,47 Faflagen......... 28 933 35 153 038,44 29 218 21 64 72447 18 109,08 I.— 102 53t, 58 1,— 447 207,83 1,- 1,— 1.— 4. 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Siufgeiiommene Gelder t »otaete«....... ■uuiflnleil« 143."19 3t 68 267.87 72 038,80 38 398,04 . 1»17 480,— . 1 880 860— »144! 38,87 77»12.92 . 62.758,23 . 200 994.68 Aggetket« i>mi »I-r'.nd» I....... Cparmarfe«....... ftaitlicncn........ Neservierie Spareinlagen II 4 Bririrbeschulden t Warcnichulden....... Jrachlen......... Spnrienb« ll(Slabott).., Krebilo en........ Noch einzulisende Gutschelne Geschiiieanteile ausgeschiedener Mitglieder......._______ K. Noch ,« zahlende Zinsen und Unkoiten t Personaloersichetung..... 2 811.25 Hansanteilzinsen....... 68849,77 Nicht abgehobener Siadatt... 4 418,18 k. Erüdriztmg.......... 251 678,13 1 843.00 746 700.11 2 4 28,18 7 312,35 28 933 68 1917/18 M, 2 217 914/17 790 587,62 23 251 087, 18 1 038 898,25 75 577,18 217 214,83 GeUgiierie jn b;ff tSJetrt» J für da» tri». 16, n/1.1 iniAauuii v Ziehang om G., 7. u. �iovet.ibc? iL Iii .»s.fk»6l!»le llt»»?4«inni im Geeint lt»4'NS5r von Vlail 400000 '.tmooo ? 80TM I WT« I ZOOM 1 10900 tifui. Nil». bar ohne Abzug»ahlbar. Vo\e Mark 3.30 und ftne 45 Ultnmc üveraU tr ählfu. H.(5. Kröger Voickeefa/ffie Verl!» W Q, Aritbrldis.ra';« It-St.lta. | 97 684»07,33 Tlusgeschiedrn durch Urbcitiajung 84 . 3ob.... 563 , KÄndigung. 2 005 Ausgeschlossen wurde..,.._> 2 883 Die Summe ber LlleschSslsauIbnven erchShle sich im Lause des Geschästsjahres.. um Die Halliumme oermehilo sich im Lause de« Keschäsisj, ihres........ um Di« Hajisnmme betrug am 80. Juni 1918., 263 649,87 ST. 71670,-. 3 315 330,-. MUgliedetbesiand am 80. Juni tatd 110 all Mitglieder Konsum-Genossenschaft Berlin und Umhegend Eingotrogeue Genooeeoaohal« mit beschränkter Haftpflicht. Der Vor« tan«1 R Junger. 0 Sebultre W Lamm. A, Mlru«. 106/2 P. M Dller. Kunsthaniliung Amt Meritzplate 10421. Oegründot 1378. Größtes SpszialQssciiättu. Lager laden Wf*" Tansonde von Anerkennungnohrerben,___ gatalcgniiszüge giatiB and fisnlco.— Versand nach AuBerhnlh. FriedriclisMOI. Kein an der 9 uviiiuou uuf KoctistraBe, In Oelg;emäIden u. 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Zintmer 1». Tüchtiger Getzer losart geiache. MokriMg 9—9. Verlag dir BSroea- aas älasn» literatur, stztegsttzor Gsratze 11. WM AkMk« sür H-oh. nu» Miede«- Cpauunn» mmmti VfiQeieöreHi stellt safaot mt iMck* S. MK M-Ses. Keritn vd»»sM«cv'e»e. NsLetzisegLe�sLSSP gesucht. ch.lwJtwwchwi'w'o-rb, Zioue K»l»bftr. 9. 999kt Ztsirer s»r Rlehet drnckleffei. Dampf- und] Rarmwafieiaetjorgvng zu los! «»trttt gesucht,«f. t. Vtlodel BwHio�ittz.___ 1060« WMltUW- 1. ZSklllAMMS sllr tzssart g�ucht.* %■. LSördel. Uastfabrit. «panda«, «lehewieueitbarier«See 6—11. Tlchtlier Beizer sllr Kabritgehäude sofort ge- sucht. Wieihnngen mit L-ug. wisse«»ei Pro DomoTLrvn- bs«di A<-fc.-«eo. fün Urtnsdbetslts, Leipziger "iwflik Bettttfef" tei Aontumoereinen.»«sthau- l«»n ich», echgeftlhrt. str Ge- wtaie g«?achl. Melduorge»«n FJH.»eu!t. Berlin,«eberskr.». Tstch». Untamapilmantenre str Heere»»ihe>te« sasari und !««'e,id gesacht. st. C. Rslrnara n» Klal,»aschinaasabiit und! «utomoioilzenn.aie. A»t. 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TonnttUile, ferner '/i Vrenncr für Defen mit überschlagender Flamme, einige iLcht. Giehcr für größere Hohl- und Flach- geschirrt, ferner zwei tücht. Z�ormengiefter s. Gebrauch», u. LuxuZgeschirre. Autzerdem einige lücht. Untertslasurmaler sür unsere Kunstab'.cilimg. PsnM!aWkramlltdt.-l!. Franreuth b- Werda» i. Sa. ..»d * verlangt lUMMlM k. Kzzhslt Berlin132« Berlin- Hobcnschönhaitseit. Milse Likher. SStWMlN Witt werden sofort eingestellt. l t3L« Lcet)-Wer!:ß Aküongüssüschff, AeiterefKulscherl bar*«' & m d«r»««t»uvertüista mib Zengntsfe desitzend, sucht loirz ihm Laeiäsbaraar Alle« 49 «aciielM«! Sonntag U— 19. Straßenhändler für den Aerkauf deS „Vorwärts" für Berlin und Bororte verlangt Kalixtk�edttjov des.Lonvalts", Fmdesflr. 3. Neparatnrschloffer und kräftige Arbeiter stellt ein Sauerstoffwerk Borsigwalde, Behrendtftraste S/7.' 338I-« ms auch.Kitefi»beitl)äblf|ten,_ als »wchinenmeiller auf giör.eier Gulsoeiwallung gesucht. Zeugnisse ein enden. Lohnanipr. nach i Gewährung der heut eutsprech. Deputate mit freier SSohnung. j Feuerung, Beleuchtung, beruhen ans Bereinbarungen. ID. Dr-Jasephyschc GutSvcrwaltg. Wedorau/Jaucr t. Schles. Anständiger, junger Mann als Bnreaubnrsche sofort gesucht. 234/10 Vorstellung 9-3 Uhr. ReichKstelle für Papierlzolz, Potsdamer Strave 128. frinchtig:«'fisch tor aus Eitzmöbel verlangen Lawrcnz«.enschö»l,n»,eii. nzz» Äaastraig-erliiiiem für den„Vorwärts" öesiin: 99 werden eingestellt, in folgenden Fihalen Bärwsläslr. 42. Prlnjtenstr. 81. MarknsBtr.'-6. Hetereburfiper Plate i. Lausitseer Plate 14, Ii. Linden- thaC»» Wültelmaharener Ssruße 48. Oreifeabai/ener 8»r. 2ll. Bastianssr. 7. Stelpmana, Weaten. Blunienthal»k/,e,II.fk. Scniailn; 2 Sie�friedstr. 28/29. SC&ßEgberg I üaininffet Straße S. ClmrlOUea&Bni: eeseaheimer Str RelnlckendcrNO-, ProTinMto � ed#r bei Gnraoh. Kamekestaaße 12 SiegiitZ Barnaee. bfammaenstr. 59. flimersdoH: Ober-Schöneveide; Falkenberg: üsbtenberg: i Wilhelmeaue 27 bei Sebuberl Paul, Mathil- denekraße I. Salemann. Gartarm'sdt- »or. 10. für Alo-Glioniek». liiclitige Heizer ] 106L« D»»«"»/»>-» für 1000 PS Lokomobile werde» sofort eingestellt. Hiebe Ku�Hager- u. Werkzeugfabrik �» Berlin-Veitzenlee. Niebe iiatze.' l y-vw OOOOOOOOOGEEODvSOGGHDchVS�DSGDGHGGG and Altr-BcxhagoB 6t. ! repiOU I Gramen». Kiefkelrttr. 413. Frledricbshagen: C6pmack.r8ir.i8 WeiOeaSee: Borliner Allee 11 bei Wasilewsü Meldeaeit ron 11 bis l1/, Ubi und 4'/, bis 7 ühx. Vi werden einjtoeteUt. Meldunjfen werktags 9— 1 Uhr.<& Große Berliner Straßenbahn| | W O, IMstn 14. Kkmnior 85. � m�m Hanii-Slielierinßen MQSlersilckerinneu I mit Probearbelt und Ausweis. erhallen im Hause dauernd« Idungen 37Ssb« z_' Fischbein& Mendei, 44/47. renten über die letzten polrtischen Ereignisse waren Dr. D a n e r und S e i tz. Am Vormittag wurde ein Antrag von Julius Deutsch angenommen, der den Proletariern im Soldatenkleide brüderliche Grüße entbietet und verlangt, daß Arbeiter und Sol- datei gemeinsam am Aufbau des demokratischen Staates arbeiten. Es wird ein« Volksmiliz verlangt, welche gleichzeitig mit der rasch durchzuführenden Demobillsierung geschaffen werden soll. Ter sozialdemokratische Parteitag über Teutschösterreichs Znknast. Der Parteitag der deutschösterreichischen Sozialdemokratie faßte eine Entschließung, in der das unbeschränkte Selbstbesiim- uiunssrecht der anderen Nationen anerkannt und da? gleiche Recht auch für das deutsche Volk gefordert wird. Der Parteitag bc- schließt daher die Bildung freier Volksstaaten und wünscht, daß die Beziehungen zwischen den neuen Volksstaatcn auf der Grund- läge des Selbstbestimmungsrcchts der Völker so geregelt werden, daß alles vermieden wird, was zukünftig Feindschaft zwischen den Nationen erzeugen und den Frieden der Völker gefähvden würde. Der Parteitag fordert weiter, daß jeder Volksstaat Gebiets- boheit über sein geschlossenes Sprachgebiet habe, daß die Grenzen der neuen Staaten durch Vereinbarungen zwischen den Völkern festzusetzen sind, daß die Aufteilung der bisherigen Behörden und Anstalten auf die Nationen und die Aufteilung des Staats- dermogenS und Staatsschuld durch Vereinbarungen zwischen den Nationen geregelt werden, sowie daß die Reckte der nationalen Minderheiten und Sprachinseln durch Verträge zwischen den Nationen sichergestellt werden. Der Parteitag begrüßt die Bildung ein«? deutschösterreichischcn Staates und fordert, daß der Staat«ine demokratische Republik werde, daß die Verfassung deS Staates durch eine konstituierende Nationalversammlung baldmöglichst auf Grund deS allgemeinen, gleichen Wahlreckts aller Männer und Frauen fest- Ersetzt werde, und betont, daß wenn die Nationen sich von Deutsch- »sterreich vollständig trennen oder einen Staatenbund mit uns nur unter den Bedingungen begründen wollen, die Deutsch- »sterrcich zu wirtsckaftlicker Verkümmerung verurteilen und deutschösterreichischc Gebiete slawisckcr Fremdherrschast unter- tuerfen würden, Deutschöstcrreich als selbständiger Bundesstaat dem Deutschen Reiche beitreten müßte. Schließlich fordert der Partei- lag die Arbeiter und Soldaten auf, Ruhe, Ordnung und Diszi- tzlin zu wahren. Tfte Ereignisse in Mühren und Schlesien. Brünn, ü. November. In O l m ü tz ist der Kaifer-Wilhelm*. Platz in Wilson-Platz umbenannt worden. Bei allen landesfürst- I'chen Behörden Mährens ist die tschechische Amtssprache eingeführt worden, die Parteien können sich jedoch im Amtsverkehr beider Landessprachen bedienen. Troppau, 2. November. Dem LandeSprästdenien ist nachstehende Depesche zugegangen: Dxr Polnische National- rat für das Fürstentum Tesche« als Organ der polnischen Regierung übernimmt mit dem 2g. Oktober die Negierung über das Fürstentum Teichen. Wir benachrichtigen Sie hiervon mit der Bitte, der BezirkShauptmann in Neschen möge dies ver- lautbaren. In Troppau hat der Tschechoslowakische 5iationalausschilß das Telegraphen- und Telephcmamt unter Kontrolle genommen. Der Platzkommandant Generalmrejor Ur- banek Hai dem Nationalausschuß seine Unterstützung zugesagt. Lemberg und Przemysl von Ruthenen eingenommen.— Der neue Balkan. Warschau, 2. November. ExtvablSiber Warschauer Zeitungen bringen aufsehenerregende Berichte über den Ausbruch von Feindseligkeiten zwischen polnischen und ruthe- nisch-ukrainischen Truppen in Ostgalizien. So wird gemeldet, daß in der Nacht auf den 1. November Lemberg durch Regimenter deu t schöste nrei chischcr und ukrainischer Nationalität eingenommen worden ist. Infolge zielbewußter vorheriger Eva- kuierung der dortigen Regimenter aus der Stadt war ein Wider- stand unmöglich General Puchalski wurde von der anderen Seite des San-FlusseS angegriffen, und zwar von Truppen, die vorher in Zorawiea standen. Eine Honvedabteilung hat dem General Puchalski den Gehorsam verweigert. Den Angriff aus Przemysl hat PüchalMki zunächst einen ganzen Tag lang an der Spitze früherer Legionäre und einer Anzahl Studenten abge- wiesen. Die Eisenbahnlmücke über den San ist in die Lust ge- sprengt, Przemysl ist tn den Händen der Ruthenen. Nach der „Godzina Polski' ist eine besondere österreichische Armee unter dem Oberbefehl deS Generals Haus, bei der sich Erzherzog Wilhelm befindet, im Vormarsch auf Rawaruska und Z a m o s k. Das polnische Ministerium tagt in außerordentlicher Sitzung, um Beschluß zu fassen darüber, ob dem Obersten Smiglh die Stellung eines Vizekriegsministers übertragen werden soll. Die Ermordung TiszaS. Budapest, 2. November.(Meldung des Ungarischen Corr.- BureauS.) Die Untersuchung in der Angelegenheit der Ermor- dung deS Grafen Tisza hat folgendes ergeben: Der Postenkübrcr der sieben Mann starken Wache, welche vor dem Hause Tiszas stand, sagte ans, daß eine Menge, die aus sechzig bis siebenzrg Personen bestand, sie angriff und überwältigte. Hieraus wurde die HauSlür erbrochen und sechs Soldaten drangen in Begleitung einer Zivilperson in die Wohnung ein, w« sie das Attentat ver- übten. Außerordentlicher Sowjetkenireß einberufen. In der Sitzung des �eninri-Exekutiv Komitees und d«S Moskauer sowiers wurde beschlossen, einen außerordentlichen SdN'jet Kongreß für den d. No- , vember einzuberufen, so daß die I a hst e S f e i e r d e r Oktober- Revolution in die Zert dieses Kongresses fiele. Nach einer Meldung der„Jftvestiia' findet Archang Novemcker eine Kon f e- r e n z der Vertreter der auslandischen kommuni- stischen Gruppen m Moskau über dir DiÄnrrig eines Welt- trie»».Ne»»luti»n«r,miteeS und über üt Einberufung einer Welt- ionferenz statt. SchWwöel! Ein«nonymeS Flugblatt, das in den Fabriken verbreitet wird, iucht die Arbeiter gegen die DolkSrcgierung mit der un- glaublichen Nchauptimg aufzuhetzen, sie führe die Waffcnstill- st.indSaerhondlungen nur zum Schein. Wir bedituern den Geisteszustand dessen, der etwas Der- artiges glaubt. Offener und ehrlicher, als die Deutsche Ne- gierung in ihrer Zlutwoitnote an Wilson vom 27. Oktober gesprochen hat, kann überhaupt kein Mensch sprechen. Sie hat die Entente ohne Vorbehalt aufgefordert, die Beding un- gen deS Waffenstillstandes bekanntzugeben. Wenn die Entente diesem Ersuchen bisher nicht nachgekommen ist, so kann die Deutsche Reg-ening wirklich nicht? dafür, ihre Schuld ist die Fortdauer des Blutvergießens nicht. Es gehört schon ein äußerstes Maß von Böswilligkeit dazu, das deutsche Vorgewt als �Betrug" zu bezeichnen. Cm Erlaß Wilhelms II. Berlin, 2. November. Amtlich. Der Kaiser hat bei dem Inkrafttreten der Verfassungsänderungen folgenden Er- laß an deu Reichskanzler gerichtet: Euerer Großherzoglichen Hoheit lasse ich in der Anlage den Mir zur AnSfcrtigung vor- gelegten Gesetzentwurf zur Abänderung der Rcichsverfassung und der Gesetze, betreffend die Stellvertretung des Reichs- kanzlers, vom!?. März 1878 zur alsbaldigen Veröffentlichung wieder zugeben. Ich habe den Wunsch, bei diesem für die wei- tcrc Gcschichu deS deutschen Volkes so bedentungsvollen Schritt zum Ausdruck zu bringen, was Mich bewegt. Vorbereitet durch eine Reihe von RegicrungSakten, tritt jetzt eine neue Ordnung in Kraft, welche grundlcgendeNcchtevonderPcr- sondesKaiscrsauidasVolkübcrträgt. Damit wird eine Periode abgeschlossen, die vor den Augen künftiger Geschlechter in Ehren bestehen wird. Trotz aller Kämpfe zwi- scheu überkommenen Gewalten und emporstrebenden Kräften hat sie unserem Volke jene gewaltige Entwicklung ermöglicht, die fich in den wunderbaren Leistungen dieses Krieges unvcr- gänglich offenbart. In den furchtbaren Stürmen der vier Kricgsjahrc aber sind alte Formen zerbrochen, nicht um Trümmer zu hinterlassen, sondern nm neuen Lrbens- gestaltungcn Platz zu machen. Nach den Vollbringungcn dieser Zeit hat das deutsche Volk den Anspruch, daß ihm kein Recht vorenthalten wird, das eine freie und glückliche Zukunft verbürgt. Dieser lleberzengnug verdanken die jetzt vom Reichs- tag vorgenommenen und erweiterten Vorlagen der Verbündeten Regierungen ihre Entstehung. Ich aber trete diesen Beschlüssen der Volksvertretung mit Meinen hohen Verbündeten bei, in dem festen Willen, was an Mir liegt, an ihrer vollen Auswir- k u n g mitzuarbeiten, überzeugt, daß ich damit dem Wohle des deutschen Volkes diene. DaS Kaiscramt ist Dienst am Volke. So möge die neue Ordnung alle guten Kräfte frei machen, deren unser Volk bedarf, nm die schweren Prüfungen zu be- stehen, die über das Reich verbängt sind, und nm aus dem Dunkel der Gegenwart mit festem Schritt eine helle Zukunft zu gc- Winnen. Berlin, den 28. Oktober 1318. gez. W i l h e l m I. R. ggez. Max Prinz von Baden. Dieser Erlaß, der uns in letzter Stunde zugeht, ändert nichts an der Stellung, die wir im heutigen Leitartikel unseres Blattes dargelegt haben. der �lbbau ües Selagerungszuftanöes. Erlaf� des ObermilikSrbefehlShabcrs an die stcklver- tretenden(Generalkommandos. Berlin, 2. November. Der Obermilitärbefehlshober hat den stellvertretenden Generalkommandos. Gouvernements und Kommandanturen nachstehenden Erlaß zugehen lassen: Dem Grundgedanken der Neuordnung unseres Staatswesens entspricht es, wenn dem deutschen Volke in weitherzigster Weise da? Recht zur freien Meinungsäußerung in Wort und Schrift gegeben wird. Ungehindert soll es seine Wünsche und Klagen zum Ausdruck bringen können. Beschränkungen sollen ohne Rücksicht auf die Parteien nur nach Maßgabe der fol- yenden Bestimmungen eintreten: 1. Lersammlungcn: 1. Alle öffentlichen und nichtöffentlichen Versammlungen sind zu gestatten. Ein Verbot darf nur eintreten, wenn ihr Zweck den Strafgesetzen zuwider läuft, oder wenn es das Interesse der Kriegführung, des Friedensschlusses oder der Auf- rechterhaltung der öffentlichen Sicherheit erfor- derlich macht. 2. All« Versammlungen, in denen öffentliche Angelegenheiten erörtert werden, sirtd anmeldepflichtig uno vom Einberufer mindestens 48 Stunden vor Beginn der Versammlung unter Angabe des Ortes, der Zeit, deS Ver- Handlungsgegenstandes und der vorgesehenen Redner bei der Pol:- zei schriftlich anzuzeigen. Aussprachen im Anschluß an die Ausführungen der borge- sehenen Redner sind zuzulassen, sofern sie sich in den Grenzen deS angemeldeten Gegenstandes halten. Gewerkschaftsversammlungen sind von der A n- Meldepflicht befreit, sofern sie sich im Rahmen der Bestim- inung deS Gesetzes vom 26. Juni 1916 bewegen. 3. Alle Versammlungen, in denen öffentliche Angelegenheiten erörtert werden, können überwacht wenden. Sie sind aufzu- lösen, wenn zur Uebertretung der bestehenden Ge- setze aufgefordert wird, oder wenn es zu Ruhestörungen oder Gewalttätigkeiten kommt. Im übrigen bleiben die Bestimmungen des§ 14 deS Reichs vereinSgesctzeS vom 13. April 1998 maßgebend. 4. Personen, die wiederholt Anlaß zur Auflösung ton Versammlungen auS Gründen der Ziffer 3 gegeben haben, können durch Entscheidung des ObermilitärbefchlshaberS vom Auftreten als Redner in Versammlungen auS- geschlossen werden. Im Falle des Zuwiderhandelns ist die Versammlung aufzulösen. 1 5. Von den vorstehenden Richtkinien darf nur abgewichen wer- den, wenn es fich um eine mildere Handhabung deS VerfammlungS- rechtes handelt. Aus außergewöhnlichen Verhältnissen sich ergebende außergewöhnliche Maßnahmen dürfen nur unter sofortiger Benachrichtigung des Obermili- tärbefehlS Habers ergriffen werden. 6. Alle bisherigen Richtlinien und Anordnungen auf dem Ge- biete deS Versammlungsrechts, die zu Vorstehendem im Wider- spruch stehen, werden hiermit aufgehoben. II. Zensur. 1. Zensurmaßnahmen gegenüber Zeitungen und sonstigen Druckschriften dürren nur ersolgen, wenn es das Interesse der Kriegführung, deS Friedensschlusses oder der Aufrechterhalt»ng der öffentlichen Sicher- heit unbedingt erfordert. Soweit Mai-nahmen der Kriegführung in Bc- tvacht kommen, ist die Zensur de? redaktionellen Teil? von Zei- tungen und sonstigen Druckschriften lediglich im Sinne der Bekannt- machimg des Reichskanzler» betreffend das Verbot von Ver- öffentlichungen über Truppen- oder echiffs- bewegunge* und Verteidigungsmittel vom 6. Fe- bruar 1918(»Rrchsanzeiger" vom 3. Februar 1918) auszuüben. 2. Die Vorprüfung füc alle Nachrichten und Auf- sätze militärischen Inhalts bleibt bestehen. Streng muß darauf geachtet werden, daß nur wegen Verletzung von Interessen der Kriegführung eingegriffen wird, mit» daß die Vorlage von Veröfftntlichungen, die neben militärischen auch politische Fragen behandeln, nicht Veranlassung gibt, Streichungen auch in den lediglich politischen Teilen vorzunehmen., 3. Die Verhängung der Vorzensur über Zeitungen usw. darf in Zukunft nur noch mit Einwilligung des ObermilitärbefchlshaberS erfolgen. 4. In Kraft bleiben vorläufig: ») alle die Bestimmungen über Behandlung von Rohstoff- und Ersatz st offragcn, Ausfuhr, Einfuhr, Durchfuhr von Zeitungen und Druckschriften, Behandlung der Anzeigen in Zei- tungen und Druckschristen; b) rm Interesse der Presse getroffenen Bestimmungen Wer fachwissenschaftliche Veröffentlichungen und der Nachdruck aus den Berliner und Provinzbläitern. 5. Alle anderen bisherigen Zcnsurbestimmungen treten außer Kraft. gez. S ch e ü ch, Generalleutnant. Durch die neuen Bestimmungen sind zwar eine Anzahl Einschränkungen des Belagerungszustandes zum Wegfall ge- bracht, sie sind aber in den wichtigsten Punkten v i e l z u d e h n- bar gefaßt, als daß sie einen sicheren Schutz gegen Ucbergriffe einzelner Militärbefehlshaber gewahrem Alles wird darauf an- kommen, in welchem Geiste sie gehandhabt werden, und hier zwingen uns leider reichliche Erfahrungen eine starke Dosis Mißtrauen auf. Sollten wir angenehm enttäuscht werden, s» werden wir uns freuen, aber heute erscheint es uns verftüht, besonderer Befriedigung Ausdruck zu geben. wann tritt öas ftbgeorönetenhaus zusammen� Besprechung der Parteiführer. Im Abgeordnetenhaus fand am Sonnabendmittag 12 Ubr eine etwa einstündige Besprechung der Parteiführer statt. Wie wir hören, wurde darüber gesprockeu, ob es ratsam sei, die auf den 15. November festgesetzte nächste Vollsitzung des Ab- geordnetenhauses schon vorher einzuberufen. Die Be» sprechung über diese Angelegenheit hat jedoch noch zu keinem Ergebnis geführt. Wie verlautet, soll in den ersten Tagen der nächsten Woche der Aeltestcnrat zu- sammcutrcten, um über eben diese Frage zu beratschlagen. die Kartoffelversoraunq gibt in diesem Jahre wieder Anlaß zu einiger Besorgnis. Die Wintercindeckung für die Städte ist gegenwärtig noch sehr zurück- geblieben, wir hatten im Vorjahre eine erheblich bessere Versorgung. Als Ursache wird im wesentlichen geltend gemacht die Störungen im Eisenbahntransport. Die Eisenbahnberlvaktung ist nicht in der Lage, das nötige Wagenmaterial für die Kartoffelzufuhr zu stellen, und damit stockt die ganze Versorgung. Sollte sich Frost einstellen, so bat man auch nicht die Aussicht, daß daS Versäumte nachgeholt wird. Auif den großen Gütern, die die Hauptlieferanten sind, ist man auch mit dem Ausnehmen der Kartoffeln weit im Rückstand, weil eS a n Arbeitskräften fehtt. Hier versagt wieder die Militärverwaltung, die wohl in der Lage wäre, aus den Gefangenenlagern und, wenn es fein muß, ans den Garnisonen die Arbeitskräfte freizumachen. ES ist hohe Zeit, daß daS KriegSernährungSami an beiden Stellen mit dem nötigen Nachdruck vorgeht. Bei der sehr mäßigen Ernte mächien wir schon jetzt davor warnen, den hohen Schweine- b e st a n d aufrechizucrhalten. Die nahezu 11 Millionen Schweine. die wir bei der letzten Zählung hatten, erfordern mindestens 8 Millionen Tonen Kartoffeln zur Verwendung als Futter. DaS wäre der glatte Zusammenbruch unserer Kar- t o f f e lver f o rg u n g. ES ist die höchste Zeit, daß hier ein- gegriffen wird. Weiter muß, sobald der HeereSbedarf an Spiritus zurückgestellt werden kann, sofort der Brennereibetrieb e i n g e st e l l t werden. Hier wären noch über ein« Million Tonnen Kartoffeln für die menschliche Er» nährnng bereitzustellen. Aber Eile tut notl DemiPon ües bapensthen Ministeriums. Neubildung auf parlamentarischer Grundlage. Die Korrespondenz Hoffmann meldet: Der König richtete an das Gcsamtministerium ein Handschreiben, in welchem er es erforderlich erachtet, daß die durch daS Vertrauen der Krone bcru'encn StaatSmmister zugleich dauernd vom Vertrauen des Landtages, als der verfassungS- mäßigen Vertretung des bayerischen Volkes, getragen werden. Um die Neubildung des Ministeriums nach d i e s e n Grundsätzen alsbald zu ermöglichen, baten sämtliche Minister die Krone um Enthebung von den Minister- st e l l e n. Daraufhin beauftragte der König Staatsminister von Dandl in einem zweiten Handschreiben, die Neu- b i l d u n g deS Ministeriums einzuleiten, und eijuchte alle Minister, die Geschäfte vorläufig weiterzuführen. Letzte Nackrickten. Reu»rtznung in Baden. Karlsruhe, 2. November. DaS StaatSmimstcrium in Baden hat beschlossen, sofort Gesetzentwürfe ausarbeiten zu lassen über Einführung der Verhältniswahl für die Wahl zur Zweite» Kammer und über Abschaffung der Klassenwahl in den Gemeinden. Hock, Vorsitzender des ungarische» NationnIratS. Budapest, 2. November. Ministerpräsident Graf Karolyi hat da» Amt als Vorsitzender des NationalcatS niedsrg.Iegt. weil die 3 für unvereinbar mit per Stellung eines Ministerpräsidenten ge- halten wurde. An seiner Stelle wurde der Abgeordnete Stadt» Pfarrer Johann Hock, der sich als ParlamentScedner sehr hervor- getan hat, eingesetzt._ Die österreichische Front. Wien, 2. November. DaS k. u. l. KriegSpresseguarticr teilt arti sich mit: In der deutschen und neuiraten Presse sind in den letzten Tagen vielfach Nach-ichten einhalten, die Österreich s.h-ungarische Front befinde sich in Auflösung. Demgegenüber muß fcstaestelll werden, daß die k. u. k. Front vallkammen intakt ist, daß ihr Rückzug nicht strategisch erzwungen, sondern bestimmt war. den Friedenswillen der k, u. k. Regierung zu manifestieren,»nd daß der Rückmarsch der Truppen in völliger Ordnung' vor fich gegangen ist. Tie Italiener in Skntari. Lugano, 2. November. Eine Trahtmeldung ans Rom be. sagt, die Italiener haben Skntari eingenommen. GroMerQn Zur Zrauenkunögebung am 4. November. Auch die Frauen sehen in atemloser Spannung, wie das Rad der Weltgeschichte sich in rasender Eile dreht. Jeder Tag bringt neue Dinge. Deutschland hat eine parlamentarische Negierung bekommen und schickt sich kräftig an, die Umwandlung zu einem wirklichen Volksstaat zu voll- ziehen. Tie deutschen Männer, die schon seit der Gründung des Reiches nach einem demokratischen Wahlrecht wählen dursten, werden von jetzt ab wirklich Einfluß auf die Ge- schicke des Reiches ausüben können, weil durch weitgehende Verfassungsänderungen der Einfluß des Reichstages auf die Regierung gesickert wurde. Ader wo bleiben die Frauen? Wenn die neue Regierung als einziges Ziel den Frieden hätte, so hätten die Frauen nur den einen Wunsch, daß die gepeinigte Menschheit so schnell wie möglick von der Kriegs- geißel erlöst würde. Weil aber auf dem Wege zum Frieden sich die Freiheit des deutschen Volkes entwickelt, dürfen die Frauen nicht mehr schweigend daneben stehen. Laut und vernehmlich müssen sie ihre Forderungen an das neue Deutschland stellen. Keine Frau sollte deshalb die am Montag, den 4. November, abends 8 Uhr, in den Sophien- s ä l e n, Sophien st raße(Hackcscher Markt), st a ttfindcnde Frauen Versammlung der- säumen. Eintrittskarten sind noch im Sekretariat der Sonaldemokratische» BezirkSorganisatio» Groß-Berlin, Sekretär Th. Fischer, Äcrlin SW 68, Lindenstr. 3, zu haben. Staatsbeihilfe für den Wohnungsbau. In einer gestern abgehaltenen Besprechung mit Vertretern der Press« ließ der ReichZkommissar für das Wohnungswesen mitteilen, daß die preußische Regierung infolge eines von der WohmmgSkom. Mission des Abgeordnetenhauses angenommenen Antrage» aller Parteien� dem das?lbs>eordneienbanS voraussichtlich zustimmen wird, 210 Millionen Mark als Beihilfe für den Bau von Klein. und Mittelwohnungen bereit stellt. Dies« Summe soll i« folgender Weise verteilt werden: Al» Zuschuß zu der vom Bundesrat(vorbehaltlich der Zu- stimmung des Reichstage?) bewilligten ersten Rate von 100 Milli- nen gewährt der preußische Staat 150 Millionen. Weitere 10 Millionen sollen den Staat in den Stand sehen, sich noch mehr als jetzt mit Stammoinlaaen an gemeinnützigen Baugenossenschaften zu be- teilgen. 10 Millionen sollen als Staatshüvgschaften für Ahvo- theken verwandt werden und t0 Millionen werden bereitgestellt für Darlehen an gemeinnützige Baugenossenschaften und private Bau- Unternehmer. Wie der Vertreter des RcichökvmmissarS ferner mit teilte, ist eS nunmehr erreicht, daß die Beihilfen für die N e b e r t c u«- rung dtr Baukosten zur Hülste vom Reich und zur anderen Hälfte von den Einzclstaaten und den Gemeinden getragen ivcrdcn. M? Uebertsuerung gilt nicht die Ttsterenz zwischen den jetzigen und den Friedenspreisen, sondern die Differenz zwn'chcn den gegen» tn artigen Preisen und dem Veeikstand der nach Eintritt des Be- harrungSzustandeS erreicht sein wird. Den Gemeinden wirb man nabcleaen, zur Aufbringung ihres Anteils an der staatlichen Bei- bilfe fick die Betelligunq großer Arbeitgeber zu sichern, die ja ein Interesse an der Herstellung von Wohnungen für ihre Angest'llten und Arbeiter haben. Für Beihilfen an private Bauunternebmer ist Voraussetzung, daß auch Sie Gemeinde an den betreffenden Bau» ten beteiliat ist, und dast für eine R.ibe ron Iahren die Mi et»- höbe:n den durch B-itWen entstandenen Häusern durch die G e- w e i n d e-oder da? zuständige M ictSeintgungSamt fest- gesetzt wird. Bei all dielen Maßnahmen ist nickt nur an Archei- tenn.ihnungen gedacht, sondern auch an Wohnungen für den Mittel- stand.___ Verlin und die SonntagSrnhe. Rnch d-w Neuköllner Bcispstl haben jetzt wohl fast alle Groß- Berliner Gemeinden ein OriSstatnt über die Sonntagsruhe in Läden und oficnen GeschäktSstellen erlassen. Der Magistrat von Neukölln brt nun bei der Stadt Berlin angeregt, gemeinsam auch die Sonntagsruhe in der Leben», und Genuß- mittelbrancke derart zu regeln, daß die BcschästigumaSzeßt für Gehilfen, Arbeiter und LebrHng« auf die Zeit von 8 bis 10 Nbr vorinistagS be'ckränst wird. Berlin hat der Anregung Neuköllns gegenüber sich jedoch a b l e b n« n d verhalten, so daß virie einheitliche Regelung nicht stattfinden kann. Firischobst für Groftstädte. Tie Reichsstelle für Gemüse und Obst teilt mit. daß sie, nachdem die Hei stell mig ausreichender Marmelade gesichert sei. alle» Tafelobst, da? noch, durch die öffentliche Bewirtschastung erfaßt wird, dem Frischderbrauch zuführen werde. Für eine Betieferuirz kämen im ellAemeinen nur Stadtgemeinden in Frage. Allzu große Hoffnungen dürfen indes— wie die Reich». stell- gleich hinzufügt— im Hinblick aus die vorgerückte Zett nickt geb-gt werden.. Wir Berliner würden unS auch ohne amtliche Warnung von jedem übertriebenen LptimieniuS freigehalten haben. Falls aber wider Erwarten ein Apfel sich in da? Weichbild unserer Stadt verirren sollte, möchten wir dringend bitten, daß nicht wieder— wie in der letzten Zeit an einxelixn Stellen— minderwertige Ware zu.E d« l o b st". Preisen zi-r Verteilung gelaugt._ Berliner Lebensmittel. Auf Abschnitt 09 der allgemeinen LebenSmitieffarle der Stadt Kerlin entfallen 100 Gramm Grieß, auf Abschmtt 70 derselben Karte 100 Gramm Graupe oder Grütze und auf Abschnitt LI der Lebensmittelkarte für Iustcke 100 G r a m m G r a u p e oder Grütze. Der Pveis für Grieß beträgt 43 Pf» für Graupe oder Grütze 44 Pf. je Pfund. Die Abfcknitte find in der Zeit vom 3. bis 6. November in den Kl-ir-haudelSgefchäftcu abzugeben. Die Räucherwaren gelten im.nier noch die Abschnitte lll e und) i, für frffckie Fislle immer noch G g. Heringe werden in den aufgerufenen BrotkammIssionSbezirken vom Moniag. den 4. R wemb-'r verautoabt. Die Brotkommissionen, die nicht ausgerufen find, erhalten Heringe ck nächster Zeit nachgeliefert. Das neue ftädti'ckic Meld ist fcrtie-estellt und ge'angt nunmehr zur Ausgabe. ES wird ü n f z i g p f e n n i g s ch e i p e. Fünfmarkscheine und Z w a n z i"g m a r k s ch e> n e geben. Die ersten haben tu: r«ri>z der Ho"nunz: grün. d> zweiten die der Treue: lau, und die"::abelstrn. die Zlvaiizigmarkscheme, na- tnrlicl, die Farbe, die heute Trumpf ist: rot Wir wünschen un. fern Lesern, daß namentlch von der letzten Sorte«cht viele Exem- place in ihrn Besitz kommen mögen Kundenliste für den Schulwerkeuf. Unt-er Bezugnahme auf die gestrige Bekanntmachung der Verordnung zur Regelung de» Schuh- Verkaufs macht der Berliner Magistrat besonders darauf aufmerk- fam, daß zunächst nur die im Zlpril'und Mai d. I. ausgestellten SchuhbcdarfSschein« zur Eintragung in die Kundenliste angemeldet werden dürfen. Der erste wethliche GewerbcaufsschtZbeamtr in Berlin, � die Königl. GetverbeinspektionSassistenbin Anna Reichert, ist dieser Tage gestorben. Sie Haffe ihren Dienst am 1. Aprff 1000 angetreten, ihr Ami also länger als 13 Jahre oerwaltet. Eine falsche Mititärstreife. Im Laden de» Altsachenhändlers Aron David Blüher in der Hermannstraße 177 zu Neu- l ö l l n erschienen ein Unteroffizier und ein Mann, die erklärten. vom Kriegswucheramt mit der Durchsuchung bei ihm beauftragt zu sein, weil angezeigt worden sei, daß er LebenSmittelwuchcr be- treibe. Sie holten schließlich einen»Kriminalbeamten" hinzu, durchsuchten di« ganze Wohnumg und raubten eine Menge Geld, Wertsachen, Lebensmittelkarten. Lebensmittel und Zigarren. die sie in einem Kinderwagen entführten. Zu spät erkannte der Händler, daß er Gaunern in die Hände gefallen war. Wie Krfegsanseibe ffebt an g der Spitze aller mündel« "v sicheren Papiere. .Oenn für die Kriegsanleihe haftet das Tkeich mi» allem, was es an Werten einschließt, haftet dos deutsche Volk mtt seinem ganzen vermögen, seiner ganzea Arbeits- und t�teuertraft. Darum zeichnet die Krtegsanleihel Polizriwachtmeister KalinowSki, Ramler st ratze 15. bittet uns mitzuteilen, daß er mit seinem an den von unS geschilderten DicbeS- und Einbrecherfahrten beteiligten Kollegen gleichen Na- mens, der Etargarderstraße b, wohnt, nicht identisch ist. Im Zoologischen Warte« tostet heute der Eintritt wähvend deS ganzen Tages 50 Pf., für Kinder die Hülste, ebenso für txrS Aquarium; Soldaten zahlen wie immer 10 Pf. Von 4 Uhr nach- mittags bis 10 Uhr abends: Konzert. tilrine Siachrtchten. Der HiUSauSschuß der Reichs- de u t f ch e n aus Frankreich Hai seine nächsten Bcsprechungsabende am 5. November, abends 8 Uhr, im Lehre rvereinshaus am 211 cxanderplatz, und am S. Dezember.— Vereinigung .Deutsches Recht' zur Verbreitung von Rechlstunde: Gemeinvetsländlicher Rechisvortrag über.Rcchlsgesühl und ISesetzesrechl- von AmlsgerichtStat st a b e am Mittwoch, den S., abends 8 Uhr, im Hörsaal I der Laiidwirljchiisliichen Hochschule, Jnvalidenstrage 42. Eintritt frei. Geschäftliche Notizen. Die Vaeuum-Kascher-To. zeigt im Fnseialenieii der beuligen und in der Millwoch-Nummer die Vor- iührung ihres WaschapparaleS om Montag, Dienslag, Millivoch, Donners» lag und Freitag den Hausjraucn an. Neukölln. Lebensmittel. 200 Gramm Marmolade gelangen auf Abschnitt 74 der Lebensmittelkarte zur Verteilung. Die Abgabe von Zwiebeln(1 Pfund auf Abschnitt 76 der Lebens- mittcUarte) wird noch fortgesetzt. Der Verkauf von Heringen erfolgt von jetzt ab auf Abschnitt 137 der WarenbezugSkarte. Auf jeden Abschnitt entfällt Z4 Pfund. Auf den Abschnitt. O der Haushaltungskarsen wird 1 Briefchen Süß st off ausgegeben. — Für die Belieferuna mit Winterkartofseln bestehen zurzeit folgende Verteuungsstellen: 1. Erlangerstr. 16 für die 14. Vrotkom Mission, 2. Prinz Handjerystraße 78/80 für den Bezirk der 2. Brotkommiifion, 8. Maybackufer an der Hobrechtbrücke ab Kahn für die 8. Broikommission, 4. Turnhalle der Gemcinde- schule am Rickiardplatz, Eingang N�ckwrdstrasze 47, für die 16. Brot- kcmmission. Die Bevölkerung wird gebeten, die bestellten Kar- toffeln von den VcrteilungSstellen möglichst umgehend abzuholen, da der Verkauf an den genannten Stellen nur kurze Zeit durch. geführt werden kann. Geöffnet sind die Verteilungsstellen vor» miitaas von 8— 1 Uhr und nachmittag? von 2 Uhr bis zum Ein- tritt oer Dunkelheit. — Wohnungssürforge. Neukölln hat bekanntlich bor einiger Zeit 3 Millionen Mar? zum Bau von Häusern in eigener Regie zur Bekämpfung der Wohnungsnot bewilligt. Die Wohnungskom- Mission hat nun beschlossen, diese Regiehäuser zum Teil in der Gcngcrstraße, zum Teil im Wohnviertel Jtöllnische Heide zu er- richten. Die Pläne für die Häuser sind fertiggestellt und in aller- nächster Zeit wird mit den AuSschachtungSarbeiten begonnen. Außerdem werden sofort etwa 800 Wohnungen durch Herrichtung und Umbau von gewerblichen Räumen geschaffen. Schöncberg. Lebensmittel. Vis zum 5. November findet Poranmeldung für je 100 Gramm Graupen auf Abschnitt 70 der Groß-Berliner Lebensmittelkarte und Abschnitt 2l der Ju- gendlichenkarte. vom 4. bi» 6. November für 1 Pnmd Zwiebeln auf Abschnitt 76 und l Pfund Aepfcl aus Abschnitt 77 der Groß-Berliner Lebensmittelkarte statt. Ausgegeben werden in der nächsten Wocke 150 Gramm Kunsthonig auf Abschnitt 71 der Groß-Berliner Lebensmittelkarte. Ferner sind auf die Sonder- kartoffelkart« bis nächsten Sonntag noch 3 Pfund Kartoffeln zu entnehmen, die als eiserner Besttmd gelagert werden sollen. Die Vorratskartoffeln kommen nach Weihnachten mit 3)4 Pfund wöchentlich zur Anrechnung._ Reinickendorf. Lebensmittel. Auf Abschnitt 60 der Lebens- mitlelkarte werden 100 Gramm Graupen und auf Abschnitt 21 für Jugendliche 100 Gramm Grieß verteilt. Die Anmeldung hat bis einschl. 5 d. MtS. zu erfolgen. Auf Abschnitt 11 der Süßstosffart« können im Laufe de» Mo- natS November 2 Päckchen Süßstoff entnommen werden. Weißenfce. Lebensmittel. Die zum Verbrauch für die Woche vom 11. bis 17. November destimmten 7 Pfund Kartoffeln sind vom Montag, den 4. November ab, bis einschließlich Sonntag, den 10. November, zu entnehmen, jedoch sorgfältig zum Per- brauch für die Woche vom 11. bis 17. November aufzubewahren. Mit Sonntag, den 10. November, verlieren die betreffenden Abschnitt« ihre Gültigkeit. In den Verkaufsstellen Easeler Str. 2 und PistoriuSsir. 24 wird biS zum 0. November der 2Zerkaus von Zwiebeln sortgesetzt. Auf Abschnitt 76 wird l Pfund Zwiebeln(32 Pf.l verabfolgt. — Ein ncneS Jugeiffheim. Der hieswen Arbeiteringend sind rwei Klasscnräume in der in der Wörthitraße gelegenen Schule zur Errichtung eines Fugendhe'ms überlassen worden. Die Rä.'.me können an jedem Montag, Dienstag. Donnerstaa und Freitag von Z bis 10 Uhr abends und an jedem Sonn- und Feiertag von 4 bis 10 Uhr nachmittags benutzt werden. Friedrichkfckde. Gemeindrwablergrbnl». Bei der am Freitag abgehaltenen Wahl zur Gemeindevertrening wurde der Kandidat der Unabhängigen, Schuhmacl?ermcister Otto Frentzel mit 109 Stimen gewählt. Auf unseren Kandidaten, Gastwirt Fritz Haberland, entfielen 40 Stimmen._ AuS dar Gemeindevertretung Johannisthal. Die Sitzung am Donnerstag hat beschlossen, einer gemeinnützigen Baugesellschaft Johannisthal mit einem Kapital von 50 000 M. beizutreten, die auf dem Gckände der Jobannisthaler Bodengesellfchaff eine Klein- haussiedlung errichten will. Die Gemeinde wird im Aufsichtkrat der Gesellschaft vertreten sein— Ferner beschloß die Vertretung den Ankauf eines Grundstücks in der Jobannes-Werncr-Straße zur Erweiterung d«r BetriebSvewaltungen der Gemeinde. Den Gemeindebeamten und Angestellten wurde eine einmalige Teue- rungszulag« nach de« staatlichen Grundsätzen bewilligt und ferner beschlossen, den Lehrpersonen an den Gemeindeschulcn den Unter» schiedsbetrag zwischen den staatlichen Sätzen und den der Groß' Berliner Gemeinden zu zahlen Mariendorf. Gcmeindrvcrtretcrsstzimg. In der Sitzung aw Donnerstag wurde an Stelle deS unbesoldeten Schöffen Freiherrn v. Hünefeld mit 17 von 18 abgegebenen Siimmen der Gemeinde- Vertreter Weber(U. Soz.) gewählt.— Die einmaligen Teuecungs- zulagen für die Beamten, Hilfsarbeiter und Angestellten wurden auf 1000, 900, 800 und 700 M. festgesetzt, für Kinder 150 M.: Ledige erhalten 70 Proz. und die im Kriegsdienst Stehenden 50 Prot- dieter Sätze. Für die Gemeinde- und Hilfsarbeiter werden 300, 250, 200 und 150 M. gezahlt. Den Volksschullehrern soll als Dii- ferenz zu den staatlichen Sätzen eine Unterstützung nacfc- gezahlt werden.— Eine weitere Ausgabe von ungefähr 15000 M. wurde für die den Kriegern zu gewährenden Weibnachtspakcte bc- willigt. Ein Antrag, denselben an Stelle von Paketen Geld zu senden, wurde gegen die Stimmen unserer Genossen und der Un- abhängigen abgelehnt. Ein weiterer Antrag, auck ieber Krieaer- frau ein Weihnachtsgeschenk von 5 M. und für jedes Kind 2 M zu bc> willigen, wurde von den U. Soz. und unseren Genossen eingebrackt. Demselben wurde im Prinzip zugestimmt und zur weiteren Bc- ratung einer Kommission überwiesen.— Ein Antoag der Aerzia auf Erhöhung des Honorars mr Behandlung der der Fürsorge der Gemeinde unterstellten Patienten wurde genehmigt. Grosi-öerliner parteinachrichten. Cöpenick. Montag, den 4. November, veranstaltet der Bil- dunaSausschuß seinen ersten dieSjähriacn Theaterabend. Zur Aufführung aclangt„.Heimat" von Sudermann. Billetts sind noch bei Wißler, Kietzerstr. 6, und auch an der Abendkasse zu haben. ?ugenöveranstaltungen. Jngenbbrim. Llndenbr. 3. Heute Sonntag, abends 8 Uhr: Bor- trag und Diskussion über Versafsungssrageu. vriefkasten Ser NeAaktion. Ein lliiwillrnver. 1. Die Schweizer Geiandtichast besindet sick in Berlin, Ftiedrub-Wilbelm-Siraite Ii. 2. DaS ist kaum noch anninetmen. 8. DaS Altttt mäsien Sie sich aut Ihre Kosten be'orsen.— Sl f. 19- Wenden Sie sich an die Kleitrrverw-tiungsstelle Mi osi-Berlln. Kamman- danlenstr. 80/81.— 9. ff. 105. Birl!ei*t vcrittchen Sie es mit einer Altttage an da« deutlcke ckeneraltonsttlat in Kristiania.— Iv. 3. D»nzia und Elbinq gebirien srsiher Nim Köiiiqreich Polen.— H. Z. NkklnSdorf und'1>. M. 2714. Ist uns nitbi bekannt.— 8*>nffcttor 70. Vendeu Sie sickt an die Koblenstelle der Stadt Berlin, Spandauer St-aste 10.— Zlnni 41. Wenden Sie sich an den Allgemeinen Arbeitsnalbwais. Berlin, Owrmattnstr. 13.— Helgoland 90. 1. Es bandelt sich um den Zenlralverband deut'chcr Bäckerinnunaen. der Organliaiiott der Bäckermeister. 2. Verband der Bäcker und Kondtiorctt. Berlin SO 16, Enael« user 14 111. We-en des Näberen ircnbcn Sie sich direkt an dielen. —(f. T. 100. Wenden Sie sich an da« Ebcrkomntaitdo, Bikloriastr. 25. — t»e Le III. Wir nenueit Jdnen da« Buch t Denlsche Erammaük!ür Arbcilcr von Poensgeu-Aibelip. Verlag Buckbattdiunq Vorwäit«, Berlin SV 68, Lindenstr. 8.— OJk.(s. 2. 1. Das Mtetcinlgnnosamt befindet sich beim Wemeindeborftand R?ientbal. 2. Wendet, Sie sich an die Kgl. Hebammenlrbranstalt Neuköllit M-riettdorser Weg 23.— H. 71. und andere Anfragen. Em Lltmecvctbol sür den.Vorirärls- beliebt nlck't. Wir eisuchcn daher in allen Fällen, in denen die unlcren Mililärbcdörden elgcumächlia das Lesen unseres Blalics vcrbielen, um nähere Mckteilunq. damit wir sür 2Ibh!Ije surgen können.— M. 91. 35. Die Krtegsbiltskasie besiudei sich Postltr. 5.— Z. lSkttn. 1. Durch d»S Bureau d« Reichs- ia-tS, Beilin NW. 2. Wegen sozialistilcher Lilerawr wenden Sic sich au die Vatwärls-Buchbpitdlun.t, Berlin SW 68, Ltndenltr. 3.— Tegel 42. Zenit awachwciicbiireau des Kriegs ministe rtums. NW 7, Dorolbecnstr. 4< — 61. L. 100. Sladhtit Sassenbach, Berlin SO 13, Engel, iscr 13 l3si — Alter ,Öornirirt«".8cset. Für b;'• S-ueck gibt ti keine Kapilal- abfindung,— Qberbeizer.König 7 Anspruch aus Sluiwanfsj eniichädigimg besteht nicht, da keiner der aieär aktiv dienl. Sie sin8 doch Kapitulant oder Rclervilt.— I. to- l aben sür die»wei Ta-'e weder aus Verpftegunq noch aus Bekö'ligunzsgcld Anspruch.— 101. K. K- Nein.— m. 9. 32. I Ja. 2. Nfitt.— H. L. 20«. Tie F.au bat Anspruch aus Ulilerstüpung nur noch sür einen halben Monat vom nächsten Zahllag ab.— F/eldpost 3011. Nein erheben Sie dagegen Besch'?« de. — K. 100. Vir neni en Ihnen die Kinooorillbreilchule des Vereins Ber- iiner Kinobcsitzer, Friedrichstr. 207.— Haindnrg-Vorgfr de. Von dielcr Aeutzerung i>t uns nichts bokonnt— 2S). 0». 104. 1 Ftt» Eberl. Berlin LW 68. Lindenstr. 3 ,ParIkiporliaitd) 2. Den Wahlkreis Tcllow-Beeslow veitrili der Ab. Frid Zubetl, Berlin SO, Grünauer Str. 32— Ol. K. 77. 1, Amtsgericht Zleutövn. 2. Ein Kind, das n cht gcla-,lt ist, aedörl der Kirche nicht an.— G. O. 87. l. Ja. 2. Die noliona'e Vertcidi»unq bc« beulet den Ausruf und Eiusad aller Kräste zui- Vcrleidiauug des Vater» landcS. 3. Ein Minister ebne Portcfrutlc vermaltet kcw Einzelgebiel. lau- dern nimmt nur an den allgemeinen Beratungen des GelamimuiisteriiimS teil.— L. At. IS. Wenden Sic sich an einen?irit, wir lönuen in laichen Dingen leine SRalichiägc erteiim.— 911. F. 100 und N. K..513. Wissen wir nicht.— Krebs 3.5. 1. ZeMraiinstiliit sür Erziehung und Unterricht, Potsdamer Str. ILO kein Verein diele« Namen« ist uns nicht bekannt. 2. Fiaiu Enimy Stock. Betlin-Krunewald. Wanzenheimstr. 3. — R. K. 500. Wenden»ie sich an den Haupiausschusi sür Krieger- beimiläNen, Berlin NW 23, Lessnigstr. ll.— K. K. 31. Ist uns incht belanm.— Falke nhagen 17. 1. Zuständig ist da« Landraisami. Richten Sie nochmals ein dringen»«« Äewch dahin. 2. Wenden Sie sich an die Kommandattlur.—®. B. 9kg. Da» Oberkommando dii eine ioichc Ber- ordnung biSbcr nicht crlaflen.— S. R. 300. DaS haben wir uns ,o genau ttichl uolierl.— ttö. 91. 006. 1. Ein Mandat kauu Lieblnewt wieder annehmen. 2. Als nandibal der Partei kommt er nicki in Detrochl. — ff. 9. 459. Die dieijähriac Diensizeii wurde im Jahre Igl3 in ,7rottk- reich eingesübtt.— ffrluri 100. I. Das b,S»ciige Treiklassenmahlrecht war nichl geheim, sondern ösjenliich. 2. Vctiag Paul E., sirer. Berlin W 10, B>ltorial:r«j>c 33.— L L 01. Wenden �ie sich an den Verpand der D-uilchen Banlbeatnten, Beilin W 8, Finuzösischc Str. 21.—(s>. T. 34. Liebknecht winde am 1». An-ust 187l zu Leipzig geboren. In Potsdam Hai er nie gewohni.—. Ak. 1400. Weuden Sie sich an die BozirlvorganilaNon. Herrn Theador Filchcr, Berlin SW 68. Lindenstr. 3. — N. B». Neuksll». Bei Wiederoeibeiealung kommt die Wilwemeiue in Segsal. Der Frau kann bei Bedürftigkeit eine Abfindungtsumme dtS zu 1000 A. lezakil werden.— Altrppe�. Es würde sich empsehlen, die Ware zutückzuiiehmen. Bei einer gerichil chcn Eulscheidung würden Sie jedensalls d-zu verurteilt werden: auch tönaten Sie sich noch «ine Strafe wegen Ueberschreiiuug de» Höchilprei-cS zuzieben. — W. D. 00, M erzig a. Z. Die Gründe erscheinen uns ausreichend zur Ehescheidung. Sic müsseu sich jedoch au einen Rewlsanwalt wenden, — I. St. 36. Srbberechügi in Ihr Mündel nicht, wohl aber mutt notf dem nichl unerheblicheu Aacklait bat lli>letdalt«itgs»eld sichergczclll werden. Sie als Vormund sind veipslichlel, descn Anspruch geitend ,u machen. — C. P. 20. 1. Jdre Frau»rot lL. Ihre Kinder•/,. 2.®,c erden die Wirischall im voraus, vom übrigen Rachlasj die Häisle, die andere Hl iie die Eii-iii de, Fram de,.' d.e oscichiv uer. 3. W e uni r>.— I..i>. Die Wiitschast ctbcn Sie iin voraus, vom übrigen A.ichiag c.dcn die Eticr.i die Hälltc._ BSaifersiand. nactirtck»ru der Laudccanstait für(üewatl-. rkunve, nii, tctciii vom Be Itnel Wellet du, cau.''X veranlworllich iür Polil», Otlch Rrmiitr, Berlin: für den übrigen T,il des Blattes,«lltrd Sch-lz, Neuk.'lln: kür Slnrciect, Tdrodor«locke,®eciB#: Vorwärt«-Verlag W. vi d. H., Berlin Druck. vorwärrs-Buckidruckerei und BerlagSanstaU Paul Cinger u. To. in Berlin, Lindenstr ab« S. Hicrzu 2 vrilageu. 'erpzfy&rsfrsiss* Ucxönderpl-Qj'z r&nkfarfer Alice »a J[>ie Spielwarenschau füv Weihnachten ist eröffnet Seidenstoffe Oamenkleidung pelzwaren Blusen !l«sen«Seide xeift, in Auswahl... ilufe«. 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Spitz»............ Q*" Mat-osenbrage«»>'»««« Ki>acht« 45«« Korsette HorftWe°u» n>el[«ni Band g»r. bettet, killt Halter............. 10 Stccfst�c OU® moit Ctintn mit Spitze_ und HnUer.................. 27 Korsette w"li-»> D-m»st. � sitzende Fern:, mit Halter......... tfcö Korsette°u-«rU- slarkcm c-Inm. mit Spitze und Holter..........• iJw VSstenhntter----... S25 T Skandinairia W Fritz Steidl Max Härtung;, Frltzi Fron, Hischa CaltEolT, Thea Bayer, Joocph HorwitE, Fbou Tlton. 2 Kapellen. Außerdem jeden Sonntag Konzert der Musikabt. dos Ersatz-Bataillon» des II. Garde-Repiments zu Fuß unter pcrsNnllchcr Leitung des Königlichen Obermusikmeisters Max Graf. ■ Reines Öesidtit olütcncarer Teint n-ird in kürzester Zeit eneiebt d;rch meinen«Ifbow. unübertroff. Krem nPnra. Sommertproosen, Mitesser, Pickel. Runze'n u. FÄ-t»hen verschwinden. Ro u.»roßporlce Haut wird«cbn'il beseitigst Tube 2.06. Hoppel- doB/ 0 Oronr MluaR» V. BocatJn*, teriinN. Schönhauser Allee 132. Zahngebisse. 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Der Aauraiseb« I?. Di« s».>a«ur>2. ssormeln und Davelleii f. Baubandwerter 8. Bau-« slolllebre 870. Bauiormiebr«< tSantoichimiioaNc»»« Iii. ffesti»re!i»l»bre Ulld Stallt 8.35. Hau uöij. Treppen 10,70.® Bau ftet* Dreppen K) Ha* eil Drevue» 10. Der Ouujiiiei, lo. Itait, Semem u. liiip« 6, Der®iullaJ»ttt u.®tpicv 1< S Der Bildsoimer u. SipSoießei 3�13 Deirazj«» r.nrau»,,»««« 7H3 Dad Paikeit 13 8» Die ßiegeisavrikaiion 17N!5. Der Sr löauqlaierg Der»ratitute lilchU-r S53i Mo» Bau»>ch»«rei 18 W»». BarnNchlerarbeiidn 18. Der Schee liier 18. Der* Nandilschier 10. Die TIschierichuie i< Die DiichlerioerNioil 7.35 D«r Modelliischier 8. Dec,MSdeiiischier 13.33. StnfachME«: Möbcl i* med etil 10«ad Mibe! 10. Mbbei 1 Imeuvsiil�IO. Model i. Rdloko 8'Jltlocuoche u.(soUiche ZiMlneWN K S: ~ e S' «• " F S S s P?S Berliner -4- Volks-Liehtheiianstalt InvalidcnEtraße ISO. Tora 11. Stcttlner ßahnh.) Vollkommenste und modernste Kureinrichtung für möglichst Operations- und arzneilose Behandlung. 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