itr.308.35.idn» BezugSpretS: 8tntenä6cl, 6. 10 SRI. monotl, USORl. frei in» Hau», voraus, ahliar. Einzelne Nummern 10 Viennig. Poftbezng: Deurlchlar d und Oesterreich- Nnoarn 4,— Mi. tflr da» adrige Ausland Mi. monatlich. Versand in» Feld »ei dtcelter Seslelluno monail. 2,— DU. Bostbesiellungen nehmen an Düne- Marl. Holland. Luxemburg. Schweden «md hie Schweiz. Eingetragen in die P»st-isettung»-Lret»IiKe. Eelcheim täglich. Telegramm. Adresse: »Sozialdemokrat Berlin�. ( 10 pksnnis) AuzetgeupreiS: DIeflebengespalieneKolonelzeilefoslet 80 Psg.„Kleine Anzeigen", da» setigedruckie Wort Zg Psg.(zulässig 2 fettgedruckte Worte), jede» weitere Wo« ld Psg. Elellengeiuche und Verlinev VolKsblakk. Zcntralorgnn der foztatdcmokrati fdicti Partei Deutfcblands. zwei Worte. TeuerungSzuschlag Z0°> Familien-Anzeigen. volitische und gewerlschastliche Berein»• Anzeigen 70 Psg. die Zeile. Anzeigen für die nächste Nummer müssen di» 5 Uhr nochmillaaS im Haiwtgeschäst. Verl in SSB.68. Lindenstrage 8, abgegeben werden. Seässnet von 8 Uhr srüh bi» 7 Uhr abend». Keüattion: SN). öS» �tnöenftratze S. Kernsvrerber: Amt Mortvplat,. Str. 151 00— 151 S7. Freitag, de« 8. November 191.8. Expedition: SN). 08, Linöenstraße 3. iferusprecher:«wr Mortttplatz. Str. 151 SO— 151 07. Lbert md SclKldtmaon beim Reklishanzler. fünf Forderungen. Gleises Mnner- und Frauenwablrecbt im Heid) und ISundesItaaten. durch Reichsgefetz. Arbeiter, Parteigenossen! . Der Frieden ist gesichert— in wenigen Stunden wird die Waffenruhe eingetreten sein. Nur jetzt keine Unbesonnenheiten, die das an der Front be- endete Blutvergießen im Lande wieder aufleben machen! Die Sozialdemokratische Partei setzt ihre ganze Kraft ein, Eure Forderungen schnellstens zur Erfüllung zu bringen! Deshalb haben heute die Vorstände der Sozialdemokrati- schcn Partei und der sozialdemokratischen Fraktion folgende letzte Forderungen an den Reichskanzler gestellt: 1. Freigabt der heute verbotenen Versammlungen. 2. Anweisung an Polizei und Militär zur äußersten Be- sonnenheit. 3. Rücktritt des Kaisers und des Kronprinzen bis Freitag- mittag. 4. Verstärkung des fozialdemokratischev Einflusses in der Regierung. 5. Umgestaltung deS preußischen Ministeriums im Sinne der Mehrheitsparteien deS Reichstags. Ist btS Freitagmittag keine befriedigende Antwort erfolgt, so tritt die Sozialdemokratie aus der Regierung auS. Erwartet weitere Mftteilunge» von«nS im Lauft des Freitagnachmittag. Die Vorstände der Sozkaldemokratisthen Partei und der Sozialdemokratischen Reichstags-Iraktion. Gleiches Männer- und Zrauen- Wahlrecht in Reich und Sundes- stauten! Gestern nachmittag fand eine Besprechung der MehrheitS- Parteien deS Reichstags und des Preußischen Abgeordneten- Hauses statt, um die im R e ich und in den Bundesstaate» notwendig gewordenen weiteren BerfaffungSäude. r u n g e u im einzelnen zu erörtern. ES wurde über diese Acnderungeu und ebenso über die schleunige Durchführung der Parlamentarisirrnng in Preußen volle Einigkeit �erzielt. Am Abend begab sich eine Abordnung zum Vlzeprasidente« deS Staatsministeriums Dr. Friedberg....» �. Damit nähern sich die sozialdemokrattschen Forderungen für das Wahlrecht(aleiches Wahlrecht in Reich und Staat für beide Geschlechter, Verhältniswahl) der restlosen Erfüllung. Der Beschluß deS Parteivorstandes ttägt die Reichen einer Zeit, in der die innerpolitischen Verhältnisse zum Zerreißen ge- spannt sind und unendlich viel, alleS auf dem spiele steht. Bürgerkrieg und Hungersnot bedrohen unser Volk mit dem Untergang. Weiteres Blutvergießen soll verhindert, die Volkscrnährung, wenigstens im allernotwendigsten sicher ge- stellt werden. Irgend eine Art von Ordnung muß sein! Zu diesen! Ziel gibt es nur Mei Wege: entweder den der Gewalt oder den des Appells an die Einsicht des Volkes. Die Sozial- demokratie hat entschlossen den ztveiten gewählt. Fünf Versammlungen der Unabhängigen, die ftir gestern abend angesetzt waren, sind verboten worden. Die Parier fordert Aufhebung des Verbots, das. wie wir hören, in letzter Stunde auch wirklich zurückgezogen wurde.(DaS Verbot war obne Vorwissen der Reichsregierung erfolgt, ebenso die Der- öffentlichung der gestrigen Warnung L i n s i n g e n S.) Polizei und Militär sollen zur äußersten Zurück- Haltung angehalten werden. Zugleich werden auch die Massen zur Besonnenheit gemahnt. Schutzleute und Soldaten gehören auch zum Volk: man soll sich miteinander verständigen und nicht aufeinander schießen. Die Demokratisierung der preußischen Regierung ist not- wendig, weil ihr die Polizei und der ganze Verwaltungsapparat unterstellt ist. Solange da nicht der reaktionäre Dunst ouSge- lüftet ist, ist die Herstellung der Ordnung mit Mitteln der De- mokratie nicht möglich. � � �„ Der sozialdemokrattsche Einfluß in der ReichSregierung soll verstärkt werden. Bisher gehört dem engen Kabinett nur e i n Sozialdemokrat, der Genosse Scheidemanu, an. der dringend kräftiger Unterstützung bedarf. Auch die bürgerlichen Parteien müssen einsehen, daß der Hauptteil der furchtbar schweren Arbeit, die jetzt zu leisten ist, von der Sozialdemokratie geleistet werden mutz. DaS mutz auch in der Zusammensetzung der Reichsregierung zum Ausdruck kommen. Schließlich wird erwartet, daß bis heute mittag dw Kaiser seine Abdankung, der Kronprinz' seinen Thronverzicht erklärt. Die Diskussion über dieses Thema mutz geschlossen, eine Entscheidung herbeigeführt werden. DaS sind die im Augenblick wichtigsten Forderungen. So- lange über sie nicht entschieden ist, könnte eine Attion der Ber- liner Arbeiterschaft nur störend wirken. Fällt aber die Entschei- dung günstig auS, dann ist für die demokratische Entwicklung freie Bahn geschaffen, und eS wird fortab die Hauptsorge der Bevölkerung sein müssen, ohne Chaos und Hungersnot in den Frieden hinüberzukommen. Dann kann daS Militär fortab nur noch dem Schutz der Demokratie dienen. Man mutz sich aber an allen Stellen mit dem Gedanken vertraut machen, daß das„Militär" im heuti- gen Sinne binnen kurzem nur noch zu den Begriffen der Vor- zeit gehören wird. In dem Augenblick, in dem der.Krieg endet, ist der Soldat nicht mehr Krieger, sondern ein Staatsbürger, der im Waffenrock auf seine Wiederkehr inS Zivil wartet. Es handelt sich zum großen Teil um ältere Leute, die dem Kom- mando jüngerer Offiziere unterstellt sind und die daS Joch deS schweren Dienstes, der harten Disziplin nur mit äußerster Selbstüberwindung getragen haben. Mit dem Ende des Krieges fällt die äußere Notwendigkeit dieses Zwanges fort, und daraus ergeben sich dann Erscheinungen, denen die alten� Militärs fassungslos gegenüberstehen. Darum wird es unmöglich sein, die Demobilisierung als eine rein militärische Angelegenheit zu behandeln, die von den Vorgesetzten nach Dienstregeln geleitet wird. Hier klafft eine Lücke, die schleunigst ausgefüllt werden mutz. Die Beteiligung von Staatsbürgern im Waffenrock an der Lösung dieser Aufgabe ist durchaus diskutabel. Dagegen würde eine Militärherrschaft ohne Offiziere dem Begriff einer geordneten Demokratie kaum weniger wider- sprechen als eine Militärherrschaft mit Offizieren. Die De- mokratie verlangt Unterstellung jeder Art von Militärgewalt unter die Zivilgewalt, die vom gesamten Volke auszuüben ist. Jeder Versuch, eine Minderheitsherrschast aufzurichten, ist verwerflich und über kurz oder lang zum Zusammenbruch der- urteilt. Die Schwierigkeiten der Verwaltungsarbeit dür- ftn nicht unterschätzt werden. Darum darf von der Teilnahme an ihr niemand auSgeschloffen werden, der im Geiste der neuen Zeit zu arbeiten gewillt ist. Wenn die preußische Verwaltung ausgelüftet wird, wird sich sofort ein fühlbarer Mangel an ge- eigneten Arbeitskräften herausstellen. Eine Partei oder gar eine Gruppe einer Partei kann die dazu notwendigen Kräfte nicht stellen. Ein glatteS Funktionieren der Verwaltung ist aber notwendig, wenn wir nicht rettungslos dem Zerfall entgegen- gehen sollen. Damtt kommen wir zu dem wichtigsten Punkt. Es muß z u- sammengehalten und zusammengearbeitet wer- den! ES geht nicht an. daß ein Teil Parolen ausgibt, die der andere nicht billigt, die er als eine Durchkreuzung seiner eigenen Aktion bettachten mutz. Alter Hader mutz vergessen werden. und die verschiedenen Gruppen der Arbeiterbewegung müssen gemeinsam vorgehen zu dem Ziel, daS ihnen allen gemein- sam ist. Jede kann zum Gesingen des Ginzen das Ihre beitragen, indem die einen ihren leidenschastsick vorlvärtSdrängenden Eifer, die andern ihre größere praktische Einsicht und Erfahrung zur Verfügung stellen. Aber diese Kräfte können nur dann ins rich- tige Gleichgewicht kommen, wenn gemeinsam beraten und nach demokratischen Grundsätzen entschieden wird. In wenigen Tagen wird daS allgemeine. gleiche, direkte und geheime Wahlrecht für alle iiber 24jährigen Staatsbürger, Männer und Frauen durch Reichsgesetz eingeführt. Verhält- niswahlen sollen jedeS Unrecht gegen einzelne Parteien auS- schließen. Damit wird auch jede sozialistische Maßnahme mög- sich in dem Ai, genblick, in dem die Mehrheit der Bevölkerung sie verlangt. Es beginnt eine neue Aera, die Probezeit für den praktischen Sozialismus. Er mutz sie in Ehren, zum Wohl des Volkes bestehen,- oder die furchtbar st e Reaktion wird die Folge sein. Wir marschieren! Alles kommt darauf an, daß der Auf- marsch in Ordnung vor sich geht! Auf, Soziasisten, schlietzt die Reihen! Erhöhte Srotration angekündigt „Der Irieöe in naher Mssicht." Berlin, 7. November. Amtlich.„Seit vier Jahren hat das deutsche Volk die Lasten und Entbehrungen des Krieges mit bewundernswerter Standhaftigkcit getragen. Jetzt steht der Friede und die Aushebung der Hungerblockcwe in naher Aussicht. Damit wird auch eine Entspannung unserer Er- nähningslage eintreten. Am 1. Dezember wird die Brotration erhöht werden, andere Erleichtern n- gen werden allmählich folgen. Boraussetzung dafür wie überhaupt für die Weiterversorgung der Bevölkerung ist u n b e- dingte Aufrechterhaltung der Ordnung. Jede Störung verhindert die regelmäßige Lebensmittelzufuhr und br- droht die Großstädte und die Jndusttiebezirke mit unsagbarem Elend. Wir wenden uns an das gesamte deutsche Volk, diese schwere Gefahr abzuwenden." Berlin,?. November. StaaSsekretär und Borstand deS KriegSernähningSamiS. Die Waffenstillstands- Verhandlungen. Die Oberste Heeresleitung an Marschall Foch und Fachs Antwort. verss», 7. November. Amtlich. Folgender Funkspruch ist diese Nacht von deutscher Seite hinausgegangen: Die deutsche Oberste Heeresleitung auf Anordunng der Regierung an Marschall Foch. Nachdem die deutsche Regierung im Auftrage des Prä- ssdenten der Vereinigten Staaten benachrichtigt worden ist, daß Marschall Foch ermächtigt ist, beglaubigte V e r- treter der deutschen Regierung zu enip- fangen, um ihnen die Waffenstillstandsbedingungen mitzuteilen, sind folgende Bevollmächtigte ernannt worden: General der Infanterie v. Gündell, Staatssekretär Erzberger. * Gesandter Graf Oberndorff, General v. Winterfeldt, Kapitän z. S. Vanselow. Die Bevollmächtigten bitten um Mitteilung durch Funkspruch, wo sie mit Marschall Foch zusammentreffen können. Sie werden begleitet sein von Kommissaren und Dolmetschern nebst Unter- personal, und im Kraftwagen an dem zu bezeichnenden Orte eintreffen. Die deutsche Regierung würbe eS im Interesse der Menschlichkeit begrüßen, wenn mit Ein- treffen der deutschen Delegation an der Front der Alliierten vorläufige Waffenruhe ein- treten könnte. Marschall Foch hat darauf gefunkt: An daS deutsche Oberkommando vom Marschall Foch. Wenn die deutschen Bevollmächtigten mit dem Marschall Foch wegen des Waffenstillstandes zusammentreffen wollen, mögen sie sich bei den französischen Vorposten auf der Straße Chimay— Fo urmies— La Capelle— Guise einfinden. Es sind Befehle erlassen, sie zu empfangest und an den für die Zusammenkunft bestimmten Ort zu geleitem_ Hroße Irieüenskunögebung üer französischen Sozialisien. Bern. 6. November. Die französischen sozialistischen Blätter treten energisch für die Einberufung eister internationalen sozialistischen Konferenz und für Einflußnahme der Sozialisten auf die künftige Gestaltung des Friedens ein. „Populaire" und„Humanit6" erklären, daß die Sozialisten unbedingt ein Wort bei den Friedenöverhand- lungen, welche nicht auf einen Ge waltrieden hinauslaufe« dürften, mitsprechen müßten. Der Sozialistenverbaüd dcZ Seinedcpartements beschloß, eine große Propaganda- kampagne gegen die Chauvinisten zu unter- nehmen und in ganz Paris Versammlungen ab- zuhalten. Der Vorstand der Sozialistenpartei hat sich der Initiative angeschlossen. SsziaMsthe Proteste gegen ttlemeneeaus Erklärung. V-rtraoensvotsm für Clemeneeau. 16tht, 6. Die Sitzung der fcanzösischen Kammer ücm 5. Nodcmier nahm einen sehr erregten Verlauh Der Mauer- «» schlag der Tlemenceauschen Rede wurde unter lebhasrem Wider- spruch der Sozialisten beschlossen. Der Deputierte Mayera« be- «mtragte sodann eine Interpellation Sder den»enanen Sinn, den die fe««j*fifche SeiieruRi der»ntwort deS PrSsidenten Wilson a n vtaattsekretär Dr. S»lf beimesse. Kirch A e n a u d e l tei- iragte eine Interpellation über die Ecklärung der Regie» nwi und rügte, daß das Parlament über die Bedingungen de? KaffensriLftlmdes mit Oesterreich erst durch das.Journal d: Ge- tsise* unterrichtet worden sei, was Tlemeneeau damit erklärte, dah gemäß einer ihm seitens der englischen Regierung zugezan- geneti Mitteilung daS„Journal de Eencve' die Waffenstillstands� tedingungen von österreichischer Seite erhalten habe. M a h e r a S serlar�gte eine Erllärunz. ob die Nezieriiog die 14 Punkte Wilson? ü.uuihsre. Pichen rügte dies Verlangen, welche? nur dazu angetan sei, den Glauben zu erwecken, dag zwischen der französi- schen Regierung und Wilson Plnstimmigkeiten bestehen. Die Inter- pessotieuen Mover«? vnd Ärnoudel wurden daraufhin mit 420 zcgen &T»j». 410 zez n 6ü Stimmen unter lebhaftem Protest der So- Siulisten«bzelehnt. Die Regierung hatte die Vertrauensfrage gestesst, wo- gegen Renaudel protestierte unter dem Hinweis, daß es «izulästig sei, Lolksvertreter im unklaren zu lassen und die Vcr- toauenSsrage zu stellen, wenn fit Aufklärung verlangten. Englisthe Prestestimmen zur willon-Nvte. *Mke �rage ttati; der Freiheit der Meere. Haa«, 7. RoNember. Meldung des Hollandsch RieuwSbüroS.) R-ui-r meldet aus London, daß die«bendpresse vosskommen mit Wilson« Note«> Deutschland« i n v e r st a n d e n ist. Der.Star" schreibt: SEetw die deutsche Thesrie über die Freiheit der Meere i» Friedensteite«»Ngensmmei, wordeu wäre, so hätten die Per- rU-ixten Staaten sich nicht in den Krieg zu besessen brauchen. In hiesem Fasse wäre der Krieg bereits längst mit einem deutschen Sieg ,« Ende. Dilst-n erhebt lernen Widerspruch sgg,-en, daß die Alliierten sich in dieser Hinsicht ihre Freiheit vor- .•ehalten. Wir glauben, daß hiermit die gan-e Angetegenheit er- ilt.--„PallmaT Euzeite" sagt: Die Genugtuung, welche die Wtte lüug erweckt, ist d.- ch das Lesen der Wlson-Note an Deutsch- i.:nd nechl oeogrößert wo oen. Die Rote läßt die letzte Un° ruhe verschwinde, welche für die vage Frage nach der Freiheit der Meer« geweckt worden war und beweist, daß die«ssiierten die Frte den Sb? sprechung im vollkommenen Ein- verslstnÄnis beginne«.—.Westneinster Gazette" schreibt: Die Eni- scheidung der Alli'erten beweist, daß die Wünsch«, »nß Dentschland sein« Niederlage anerkennt, er- s t l t sin d. Die? itt-ine harte Notwendigkeit. Deutschland hat : miner die groß« Hoffnung auf d-Z Schwert gesetzt und hat sein ßnnze» Schicksal der Entscheidung dcZ Kniege? überlassen. Deutsch- l-.ch darf deshalb nicht die Gelegenheit haben, zu sagen, daß tein H:-: im ganzen Kriege ungeschlagen geblieben ist. Es ist keine Grundlage für-ine friedlrche Zukunft möglich, bis diese Zukunft auf 'Im Schlachtfeld-: entschieden ist. Hspeens Vextidütgiingsmaßnahmen. ftstrelev Protest gege» den Giumarsch bayerischer Truppe« k:»«che«, 7. Nevember. Der K e i e z 4 m i n i st e r erlöst sotLeteseu Arfruf: Die WaffrnfiiSstandkbedinounge«, die un- ftrem bstlderigru»fterreichischr« Aerbiindeten»uferlegt wurden, existsM« dem Feind die Möglichkeit, unsere Süd- und Ost- grenze militärisch zu bedrohen. Da» bayerische?ol?, de? in diesem Kriege einen bewundernswerten Opfermut seze!gt M?i, kenn«och dieser Mlslichkeit zuversichtlich entgegensehen. Zur Peunrnhignns liegt kein A n l« tz v»r. Vorkehrungen für den Schutz der Heimat sind getroffen und im Gange. Me?e- Völker nng darf da? höchste Pertreuen hebe», daß st« rückhamok- da- b»n unterrichtet wird, fell» wider Erwarten eine unmittelbare Otesstzrdnng des Landes eintreten sollte.- Deshalb Ruhe und Zu. »ersscht. gez. v. Hellingrath, General d-r Kavallerie, Kriegsminister. Au« Salzburg wird vom 7. November gemeldet: Heute »«chmittag trafen hier bayerische Truppen in einer Stärke ungefähr zwei Bataillonen«in, die ihre Fahrt rn» Gebirge sertsetzen wollten. Die FeldtrenSportleitung verweigerte y,r«eiterbesörderung. Hierauf begab sich ein bayerischer Sfnzier gu dem Militärstationtkommandanten und fordert« die FM-igab« te« Schtenemvege«. Der Nilitärstationskommandant '-'«weigerte die? und legte, al» der Offizier auf seinem«erlangen bedarrte, gegen den Durchzug bayerischer Truppen ? r° i e st e i n. Auch der Nationalrat legte schriftlich Verwahrung gegen den Durchzug bayerischer Truppen«in. Die Bayern setzten sodann die Fahrt in der Richtung Schwarzach-St. Veit fort. Di«.Jnusbrucker Nachrichten" bringen an der Spitz« ihrer Mittagsnummer vmn Mittwoch folgend« Meldung: Da« Daye- tische Kriegs Ministerium in München hat dem Präsi- tzenten de« Tiroler Nationalrats am d. November lOsti Uhr nachts folgende Depesche übermittelt: Die Waffen stillstandSdedinzungen zwischen Oesterreich und der Entente zwingen uns, zur Sicherung unserer Landesgrenzen Truppen ttuch Rvrdtirvl»n schickt». Gltichzeittg sollens tieft Truppcn mithelfe«, um den Abz«, abgelsster Teile de» öeitr. reichische» Heeee»»ech Osten»«»rtznen und das Send«"t Zucht- lefigkeit«u schütz m. Ansere«arhnten überschreiten nm d. Neyrmder die«rruge und starke Kräfte werde» felge«. Wir kemmen nl« Freund« und erwarten, daß uns bei untere» Bewegungen kein« Hindernisse van feiten des deutsch-öfter- reichischen Nationalrat» und der»sterreichischen Kammandobehör- den in den Weg gelegt werde«,. Sasste da« tratzdem der Fall sei», sa find unsere Truppen angewiesen, sich ipit Waffen- grwaltde» Weg zn bahne«. T-r Kammandierende General Krafft va» Delmensingen. Da« Blatt fügt noch hinssLt Der Waffenstillstand mit der Entente ist ab Erschlossen und der deutsch�sterreichische National- tat hat ihn mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Die Be- dinyungen find in Durchführung begriffen. Innsbruck hat danach bereits gehandelt, die Bevölkerung jedoch wird mit Rücksicht auf die bereit» tingetretenen schlimmen Ereignisse in vieten Orten Tirols to» Erscheinen deutscher O r d n u n g S m a n n s ch a st e n te» Fn.ieoesse de« Laude« und der hcranströmenden Soldaten, die fim, gleich welcher Nation sie angehören mögen, unter der Un- »rdnung schwer leiden, nur begrüßen, Zum Einmarsch bayerischer Truppen in Tirol teilt man den A P,», puftüntzit«« Steile mit: S» handle sich bei Einmarsch �rattzöfischerVsrstoh«orböftlkch Oud5tta«irbe zurückgeworfen— Heftige Angriffe im Nach- drängen zwi-fchcn Scheide uud Oise, Oise nnd AiSne— Beiderseits Rcthe! die Visne vom Feinde überschritten— Amerikanische Fortschritte am Ostufer der Maas bei Tun. Berlin, 7. November l9!8, abend«. Amtlich. Nu der Westfront ruhiger Tag. N m t l i ch. Wraßes Hanptynartier, 7. Navcmter Ivlß. Weftsicher KriegSschaupiatz. Nordöstlich vt!,: Ondenaarde stiegen Franzosen iter die Sche lde. In Gexenangrifi warfen wir sie zurS«. Zwischen Scheide und Oise suchte der Feind Vit pianniöziKt FartiShrung unseetr»« 4. 11. tingtleit-ttn Se»k,«nftt!i»nrch hestl-w An«rifft zn»erhindttn. Dte Schweep»� kt ihrer Nngrifst lag nardäfilich oan Baltnei tnoe» südlich der nach Man« fnhrtudtn Straße, bei Baaai und bei klrlnaye an der Dawvtt. In schweren,«rchstl- aellt« Kanlpstn hielten nnstit Ttuppen dem stindlichen«'istur!» Stand. Der Feind stand em Sb-nd bei Q u i e v r a: n, nm West- eande van B a v a i— ästlich»an Auluayt— westlich van L a Capelle. Zwischen der O i s e n n d R i s n e Hai der Gegner die Linie vevainZ— Razay erreicht. Beiderseits van Rethe! hat er die Nikne überschritte»»ich stand am Abend in Linie Wastgny- Navie» Parcien und nördlich van Taurteeo». Zwischen Aisne nnd Maas folgte er bis Brndresse nnd Mauzen. Auf dem Ostnfer de? MsaS setzte der Ame. ikoner sein« heftigen Angriffe jart. SS gelang i!>m, seinen Vrßckenkapf östlich v a» D n n z» erweitern. Wir brachien den Feind an den Wal- d»n.»en östlich»an SJJarvaujr nnd F a n t a i n e s zu« Stehen. Oeftüch von S i v r y bat die de»i-!rte brandeudnrzjiche 228.Jnsantcrie- Diaisian ihre Stellunge« voll behauptet. Der Erste Generalquartiermeister. G r o c n e r. deutscher Truppenkontingente lediglich um eine ganz borübe r- gehende Maßnahme zu dem Zwecke, die deutsche Reichs- grenze, insbesondere die bayerische Grenze gegen die in Auf- lösung und teilweise undiszipliniert zurück- flutenden österreichischen Truppenteile zu sickern. Den deuaichen Truppenteilen ist strengst« Weisung erterlt worden, die Demobilisation der österreichischen Truppen in keiner Weise aufzuhalten. D-utsckterseitS wird größtes Gewicht darauf gelegt, jeden Konflikt mit peinlichster Sorgfalt zu vermeide». Sächsifthe Truppen in Ege? eingezogen, Breg, 7. November. Heute sind sächsische Truppen in Eger ein- gezogen. Die drahtlose Verbindung zwisch.n Prag, Agram und dem Eiffelturm ist heute feriizgestellt und der Betrieb sofort aufge- nommen worden. Gesterreich nach den Siurmtaaen To? Bild, das die ehemaligen Lander der österreichisch- ungarischen Monarchie bieten, ist im allgemeinen u n v e r ä n- dert: Relative Ruhe herrscht im Hinterland, völlige Auflösung der Front. In Neicl>ciroerg wurden Militärmagazine geplündert. Schärfer zeichnen sich dagegen die Bemühungen der der- rätcrischen Habsburger t?b, sich von der Entente in ihre alte Rolle mindesten? in Deutschösterreich»wieder einsetzen zu lassem Die Habsburger innren Jahrhunderte lang da? größte Unglück Deutschlands, da? sie um ihrer lieben HauZmacht willen an der nationalen Einigung verhinderten. Sie haben ihren alier. schlechten Ruf in diesen Tagen wieder aufgefrischt. tf* • Da?„gemeinsame" ZRinisterium des Aru�eren unter Kontrolle. Wien, 7. November.(Meldung de? Hollandsch NieuwSbüroS.) Wie berichtet wird, beschloh der Staatsrat, daß alle M i t t e i- lungert, Einlaufe und Aktenstücke de? Ministe- riums d«S Aeuhern ohne Ausnahme«uf dem deutsch- österreichischen StaaiSamt für AeuhereS vorgelegt werben müssen. Zu diesem Zweck werben die Beamten de» ChifftedepartementS teS Ministerium« de» tterihern dem deuifch-österreichischen Staat au- gelobt. Die betreffende Beamtenschaflf erklärte sich bereit, dem deuisch-ösderr eichischen StaatSamt alle Einläuft zur Verfügung zu stellen, vertrat aber gleichzeitig den Standpunkt, daß da§ Mini- stertum t-S Aeuhern al» eine gemeinsame Institution ater natio- nalen Staaten der früheren Monarchie zu betrachten sei, in deren Namen im Ausland die Missionen Oester reich-UngarnS amtieren. Tie NrSeitSloscnunteistützung in tOesterreich. Wien, 7. November.(Meldung deS Hollandsch NieuwSbüroS.) Di« erste VollzugSanweifung de» Staatssekretärs für soziale Für- sorge, Harnisch, betvifst die Unterstützung der ArbeüSIosen. Da- nach' erhält jeder der KrankenversicherungSpfltcht unterliegen»« deutsch-österreichische Arbeiter ohne Unterschied des Geschlecht vom Tage d«S WirksatnleitSbtginn» der VollzugSanweifung an, d, t. vom 18. November ISIS bis zum Ib. Februar 191S einschließlich für jeden Tag der nachweisbaren Arbeitslosigkeit eine Arbeitslosen- Unterstützung in der Höhe de» TageSirankengeldes. Gemcinsantkeiteu zwischen Teutschösterreich und Ungarn. Der ungarische StaaiSltkretär 4on Beck hat mit den Präsi- tenten ie« Staatsrats Hauser, Dingboser und Seitz in Gegenwart des Staatssekretärs Dr. SWIer eine längere Aussprache über sie Notenbank gehabt.?r bracht« die brüderlichen Gefühle der Ungarn gegenüber dem deutsch-ö sterreichischen Staate zum Ausdruck und die Hoftr.ung, zwischen beiden Nationalstaaten werde das beste und freundl'ckste Einvernehmen hergestellt werben. Präsident Seitz erklärt«, künftig würden sich zwischen den beiden Staaten als Vereinigungen freier Völker sicher- sich die besten nnd berzliehsten Beziehungen«niwickeln. Ter deutschdöhmische Landtag. Am 8. November fand in Reichen borg die erste Sitzung de? Landtags von Deutfch-Böhmen statt. LandeShauptmann-Stellvertreter Seliger gab«ine TageZ- ondnung bekannt, in der die Landesregierung und ber LandeSauZ- schüfe ermächtigt werden, stir den Fall, daß der Landtag nicht in der Lage wäre, zusammenzutreten, Verfügungen zu treffen. Seli- ger berichtet, daß Landeshauptmann Pacher genötigt gewesen sei. seine Stelle al? Landeshauptmann niederzulegen, da er zum Staatssekretär für Unterricht berufen worden sei. Hierauf wurve einhellig L o d g m a n zum Landeshauptmann gewählt, der J)ic Herren, die di« Pilicht übernommen hätten, die Geschäft« zu führen, aufforderte, ganz Böhmen auf da? Feierlichste zu ver. sprechen, daß sie auf dem Platz ausharren würben, möge kommen, roaS da wolle.(Begeisterte Zustimmung.� ES sei klar, daß alle SZerfiigungen der LondeSreg ievung dte tatsächlick>e Willensäußerung ber Stefaivtregterung de? deutschen Bolle« darftelten. Lanbeshauptmann-Stellvertreter Seliger■ verwies darauf, daß e» Sache der Staatsregierung fei, die Einrichtung des Verwal- tungSap parates durchzuführen..Wir haben/ erklärte er,..nur «instoeUige Verfügung zu treffen, um so««ihr, als e» jich hier hauptsächlich darum handelt, unseren nattenalen Gegnern gegen- über llarzusteüen: Für unS ist- der Gedanke.Teutsch-DSHmen' nicht nur blanke Theorie, sondern auch ein wirkliche» und leben- digeS Wollen. Es soll ausgesprochen werden, da�wir es wirkiij ernst meinen,-um Neub---.! der Staatsverwaltung in proktift« Durchführung unserer-Selbständigkeit zu schreiten." Lodgman teil» noch mit. daß in Prag Berntunge« der Tsche- che« m-t der deutsch Österreichischen Regierunz statlsinden würden, zu deinen auch Vertr-rer der deutsch-böhmischen Landesregierung entsandt werden würden. Hierauf wurde die Sitzung geschlossen. Tas Dchirkfal Tentschösterreichs. In dieser Stunde, in der die Weg« nach Deutschösierreich dev- rammelt scheinen, ist«S den Unterzeichneten, die sich durch ihre Herkunft oder durch ihre Arbeit dem deutschen Volle in Oesterreich b-erbunten fühlen, ein unabweisbares Bedürfnis, ihren staailch obdachlosen, de-. Not und Ungewißheit preisgegebenen zeb» Mil» honen Brüdern in Oesterreich zu saften, daß sie nicht vergessen iindl Uralte Bande und lebendigst« Gegenwart verknüpfen un.Z miteinander. ÄlilsonS Wort müß.e in seinen krasseste» Gegensinn verkehrt werden, wen» in dsn Tagen, da Tschechen, Polen. Südslawen sich Zu nationaler Ein Vit zusammenschließen� zehn Millionen Teut- schen die Möglichkeit genommen n-ürde, ihr nationale? Selbstbe» ftimmungSrecht frei auszuüben. Bor aller Welt fordern wir die sic�rstellung diese» Recht», auch für di« derzeit schwer gefährdeten Gebtete Deutsch Böhmen», für die Sudeten- und Alpenländer. Mitten in tiefer Niedergeschlagenbeit ist an-5 dem Wiener Nationalra! die brausende Stimme bcrübergeklungen: Wir wolle» als Deutsche zlim deu-scben Ganzen kommen. Ter Ruf fall nicht ohne Antwort bleiben. Au» oeinz De-itich- mnd möge da? Echo schallen: Wir gehören zusammen, politiich«, kulturell«,, wirtschaftliche Notwendigkeiten drängen un» zueinawder. Eine Vewammlunq. d-e in Berlin am 13. Dezember im großen Saal der Hochschule für Muftk< Fasanenstraße i mit der Teoe?- ordnung:„TaS Schick sc l Deutschösterreichs" staii findet, und in der d:e Herren Professor H. Herkner, Stefan Großmann und Professor Alfred Weber fvrechen werden, soll die erst« starke Kundgebung für unser« deutschen Voltsgenossen in Oesterreich fein. Universitätsprofessor Alois Brandl. Dr. Ridhard Bahr. Auliuss Böhm. Siegfried B r h k. Dr. Karl Federn. Lugui!« H a u s ch u e r. Leo G r e i n« r. Stefan Großmann. Univerfi- tätSprosessor Heinrich Herkner. Professor Frantz Metzner. Hernuann Kienzl. Walter d. Molo. Dr. Max Pohl.' Tr. Felix S s m a r h. UniverfilätSprofessor Lrtur Spiethoff. Dr. Walter Schotte. Felix S t ö ß i n g er. T-r. Hermann Uli- mann, llniversitätsprofessor Alfred Weber. ?-----— Der peiniftbe MjrewLrr� Tom Nogentschafkörat ist o» noch nickt gelungen, liir das lvcgcn der Proklamation der Lolks'.cvublit ciillasseiic nat onal- demokratische Kabinett SwiczhnSki-GionibieSkl Er- satz zu schaffen. Die Bildung ciiwS A r l> e i t S m i n i ft e- r i urnS wird angestrebt, ist aber noch nicht erreicht. Tageaen ist der NegentichastSrat selbst von den' radr- kaken Strömungen bedroht, die ihren.Hauptsitz in Krakau und Westgalizie.n haben, aber auch tu Äongreßpoien Anhang finden. Die Warschauer Morgenbläticr berichten von oin-r neuen politischen Wendung in Polen. Mit dem Sitz in Krakau wurde ein Direktorat der polnischen Volks-» r e p n b l i k gebildcr, zu dem Vertreter der polnischen, der sozialistischen und der Volksparteien des Königreich» Polen und GalizienS gehören sollen. Diese fünfgltedriae Institution hat die.Aufgabe, baldmöglichst eine demokratiim« Nationalregierung in« Leben zu rufen. Die gesamte War» schauer Linke erkttirie. daß sie sich dem Direktorat unterstelle. Die Linke nahm in Anbetracht dessen von jegiichen Unter» Handlungen beim RegentschaftSrate Abstand. Nile Blätter enthalten die Vermutung vom Rucktrilt deS Re- g e si t s ch a f t s r a i s. Die Nachiichten sind in dieser an- scheinend abgeschlossenen Forin, wie man an amtlicher Stelle versicherr, zunächst alö noch vcrfriidt zu betrachten. Der Negentschaftsrat befaßt sich mit diesen Strömungen, welche durch seine Entschließung in legale Bahnen gelenkt werden dürsten._ Einstellung öer Jsinöseligkeiten an öer serblsch-unsansthen§ront. Ter Tnrchzuz» der deutschen Truppen aus Rumänien. Sudepest, 7. Novembe-r. Die durch Marschall KoeveSz für die serbische Front eingeleiteten Wasf-n sti ll stendSverhandiungen haben gestern zur Einstellung der Feindseligkeiten geführt. Minister- Präsident Karolyi und Minister IaSzy sind im Extrazug gester» abend wach Beigraid abgereist, um mit General Franchet zu verhandeln. Die Entente fordert von Ungarn die Zurückziehung feiner Truppen bis auf 1b Kilometer von der LandeSgrepze. Wie dte ungarischen Blätter wissen wollen, wird eine Besetzung Ungarn» durch feindliche Truppen nicht erfolgen. Die V e r h a n d- l u n g e ck wegen d?Z Durchgug« her deuftchen Trnpy-n au» Rumänien sind noch nicht abgeschlossen. Die Entente verlangt die En:- wasfnung und den Durche>ug der deutschen Truppen binnen 16 Tagen, event. Intern ierung aller deutscheu Truppen, welch« nach diesem Termin sich noch in Ungarn aushalten. Diese» Verlange« widerspricht den von General D»az gestellten Bedingungen, Weichs nur den einfachen Abzug der deutschen Truppen fordern. Budapest, 7. November. Die Räumung Belgrad» ist deute vollzogen worden. Die Stndt ist dem früheren Min strrpväfidente» Stesanawio übergeben worden. Nach dem Verlassen der Truppe» wurde die neue Donaubrücke niedergebrannt. Die Zerstörung der alten Eisenbahnbrücke Wurp» in An- griff genommen._ 6k KoNgreßwahsen in Amerika. Mehrheit der Republikaner? New Dsrk, S. November.(Nemer.) Die demokratischen Blätter »New Dort Time»' und.World' geben zu, daß die Republikaner im nächsten Kongreß die Mehiheit haben werden..New Fork Time»' bebauptet daß die Republiianer im Senat eine Mehrheit von vier und im Nepräseutantenharste eine Mehrheit von lg Be«- tretera haben werden. Amsterdam, 7. November. Au? den bis jetzt vorliegenden amerl- kamschen Wahlergeönissen geht hervor, dag die Verhältnisse ,m amerikanischen Repräsentantenhause»r»d un Senat nicht zweifelhaft sind. Im Repräsenraulenhause sin» bereit» 2 19 X e- publikaner und 16 8 Demokraten grtvählL Der Nest ist rmsicher. Aber die 219 Repuhl-kairer bilden bereits die Mehrheit� Im Senat errangen die D e m o k r a i e n 45 S tz e und oie Republikaner 44. In vier von sieben übrig bleibenden Staaten stehen hie Aussichten für die Republikaner gmfftig. Amtlicher Gericht von öe? Wasserkante. Bremen, Hamburg und Kiel in Händen von Arbeiter-- und Soldatenräten. Von zuständiger Neste wird über die Lage in den nörd- lichcn Provinzen folgendes mitgeteilt: Die Unruhen haben sich auf einige weitere Orte ausgedehnt. In Bremen wurden auf dem Marktplatz von einem unabhän- gigen Sozialisten, der vor wenigen Tagen aus dem Gefäng- vis entlassen worden war, und von einigen Militärpersonen Reden gehalten, die zur B i l d u n g einer s o z i a l i st i- siben Republik und eines Arbeiter- und Soldatenrates ausforderten. Der Befreiung von Militärgefan- g e n e n schloß sich die O e f f n u n g auch der Zivil- g? f ä n g n i s s e an. In den großen Werken ist olles ruhig, auf den Straßen berrscht Ordnung, Zwischenfälle sind bisher nicht gemeldet. Für �en Abend wurde in einer Versammlung Liebknecht als Redner erwartet. In einer Sitzung der Bürgerschaft stand ein sozialdemo- k r a t i s ch e r Antrag auf Einführung des gleichen. direkten Wahlrechts zur Erörterung. Der Senat soll sich seine Entschließung und seine Entscheidung v o r b e h a I- t en haben Aus Hamburg wird gemeldet: Das Zentralbureau des Arbeiter- und Soldatenrates teilt folgendes mit: Sämtliche AmtSgebäude und militärischen Gebäude sind de fetzt, die NahrungdHittelmagazine :rden bewacht. Pliinbmr werden mit sofortigem Erschießen l-estraft. X Zurzeit finden Verhandlungen mit dem Senat statt. Der Zugverkehr ist bis auf zwei Züge e i n g e st e l l t, Post und Telegravh waren bis zur Sünde nicht besetzt. Tic Leitung der Bewegung erließ einen A u f r u f an die Be° völkerung, Ruhe und Ordnung aufrecht zu er- halten. Nach vorliegenden Nachrichten ist dies indes nicht gelungen.?Z bat Ausschreitungen gegeben. Kleinere Truppenkörper, die sich verteidigten, wurden d u r ch die Massen der Auf ständischen gewaltsam aezwungen, ihlten Gefolgschaft z u leisten. An mehreren Stellen der Stadt sind Mißhandlungen und Morde vorgekommen, llnter anderem drangen Aufständische in eine Wobnung der Lincollnstraße,.ans der auf herumziehende Soldaten geschossen sein sollte, und töteten zwei Frauen als angeblich Schuldige, indem sie ihnen die Kehle durchschnitten Wahrscheinlich werden alle Theater und Re- stauronts vom 7. November ab geschlossen. Die ganze N�cht vom ki. zum 7. November fielen in ver- schst ebenen(hegenden der Stadt vereinzelte Schüsse. Das„Hamburger Ecko", das jetzt als Organ der Auf- ständischen unter dem Titel„Di? rote Fahne" erscheint, veröffentlicht folgend? Bekanntmachmng cm die Bevölkerung Hamburgs u:rd ÄltsneS: All« Zivilpersonen iniisten von heute, 7. November, ab um s stlst»bendS von der Straße sein. Jede Zivilperson, die in der Ze't von 5 Ubr cwenis bis 7 Uhr morgen? auf der Straße aufhält, wirb erfmossrn. In E u r h a f e n est es zu keinen ernsteren Unruhen oder Ausschreitungen gekommen. In Kiel ist der Stadtkommandant, Kapitän zur See Heine, in?er Nacht vom 5. zum 6. November von einer Patrouille, die Befebl hatte, ihn abzuführen, erschossen worden, da er stch angeblich diesem Befehl widersetzen wollte. Eine einheitliche politische Tendenz, die der Bewegung zu- gründe lieaen würde, ist nirgend? zutage getreten. Anmerkung der Redaktion: Der Vcricht läßt Klarheit und Ob- j-ktivität vermissen. Anstalt einzelner SensationSgcschichten hätte er mehr über Ursache und Zusammenhänge der Bewegung bringen sog-t. Verb rechen geschehen auch in rubioen Zeiten, und in jede «zroße Bewegung mischen sich leider auch hie-r und da unlautere Element«. Unsere privaten Berichte stimmen aber sämtlich darin überein, daß die aufständtseben Soldaten mit größter Energie gegen alle Ausschreitungen Front ge- macht und Versuche lichtscheuen Gesindel», die Gelegenheit zum Plündern zu benutzen, sofort standrechtlich unterdrückt haben. Das gilt namentlich auch für Hamburg. lieber die Ursache der Bewegung muß folgende? nachgetragen werden: Den Anstoß hat z-nieifells? ein Befehl zum A u?- laufen der Flotte gegeben. Di« Mannschaften waren der Ansicht, daß st« in einen aussichtslosen Vernichtung?- kämpf hineingetrieben werden sollten und haben sich einer solchen Hinopfcrung zu Prestige zwecken widersetzt. Daraus ist das Weitere entstanden. lieber den Umfang der Bewegung muh gesagt werden, daß sie sich keineswegs auf Hamburg, Bremen und Kiel beschränkt. Aehn- licke Meldungen wie von dort liegen vor aus Emden, Flen?» bürg, Warnemünde, Rostock, Lübeck. Auch in? Binnen- land bat die Bewegung schon übergegriffen und nach unseren Mel- düngen in Hannover und Vraunschwoig Erfolg gehabt. Di« Bemerkung deS amtlichen Berichts, daß eine einheitliche Politische Tendenz nicht zu erkennen sei, ist nur bedingt richtig. T:« Bewegung trägt überall einen freiheitlich-sozialisti- i ch e n Charakter. Vcrlchieden ist an einzelnen Orten nur ihr Verhältnis zu den einzelnen Richtungen der Sozialdemokratie. Meist haben sich die Aufstände keiner bestimmten Richtung ange- schloffen, londern bebandelt deren sämtliche Richtungen paritätisch, das gilt namentlich für Kiel, den Ausgangspunkt der Bewegung. Aeichstays'/itzung am MAwoch. Die nächste Sitzung des Reichstage? findet Mittwoch, den 13 November, nachmittags 2 Uhr statt. §oet mit Ensingen! Am 24. Oktober wurde im Reichstag die Auflösung einer Berliner Versammlung der FriedenSaesell'chafr zur svroche gebracht. Als Vertreter der Regierung erklärte Staats- sekretär Trimborn daß diese Auklölung nicht der Anficht der Regierung entspreche und dem Ob/rkommando in den Marken (wörtlich) z u r L a st f a l l e. Dvnn whr er fort: »Wir haben Vorsorge getroffen, daß das Programm der neuen Regierung in Sachen der Zensur und des Belagerung»- zustandeS streng durchaefühn wird. Personen, tn« sich nicht für geeignet Halter- oder nicht geeignet sind, energisch und gewissenhaft dabei mitzuwirten, haben auS ihrem Amte zu scheiden." Das war ein deutlicher Wink für Herrn v. Linsingen und seinen Adlatus in Polizeisachen, den Polizeidirektor Henningcr, dieses Erbstück aus der Zeit des verstorbenen v. Kessel. Die Herren haben nicht ihren Abschied genominen, aber sie denken auck nicht im entferntesten daran, in ihrer Amtsführung den Absichten, der Regierung auch nur im min- besten Rechnung zu tragen. Was sie allein in den letzten paar Tagen zustandebekommen Häven, das ist unerhört. In Kiel. Lübeck, Hamburg, Bremen. Han- nover, Emden usw. gehen seit Tagen die erschütterndsten Ereignisse vor. die für die deutsche Zukunft von unübersehbarer Tragweite sind. Tie Provinzpresse berichtet darüber in spaltenlangen Artikeln. Der Berliner Presse hat Herr v. Lin- singen einen Maulkorb vorgebun-den. sie muß schweigen übe? das, waZ tatsächlich seit Tagen in aller Munde ist. Tie Unabhängige Sozialdeniokratie bat auf den Tonnerstag abend fünt Versammlungen angesetzt. Die Ver- sammlunaen sind verboten worden. Dies, nachdem vor wenigen Tagen ein Erlaß des Obermilitärbefehlshabers er- gangen ist, nachdem grundsätzlich alle öffentlichen und nicht- öffentlichen Versammlungen zu genehmigen sind. Wie wir bören, wird dies Verbot von der Regierung in keiner Weise gebilligt, wir verweisen aus die energischen Schritte, die die Sozialdemokratie zu seiner sofortigen Auf- Hebung getan hat. Den Höhepunkt seiner Tätigkeit aber hat Herr v. Lin- singen mit dem an den Litfaßsäulen angeschlagenen Erlaß erreicht. Auch dieser Erlaß istobneWissenderRe- g i e r u n g herausgegangen. Herr v. Linsingen„verbietet" die Bildung von Arbeiter- und Soldatenräten. Herr v. Linsingen wllte sich einmal daneben stellen, wenn sein Anschlag in einer Werkstätte oder Arbeiterversommluna ohne jeden Kommentar verlesen wird. Dann würde vielleicht auch er begreisen, daß dieser Befehlshaberton genau das Gegenteil der be- obsichtigten Wirkung erreicht. Ein Mann, der so wenig mit der Wirkung seiner Amts- Handlungen zu rechneu weiß, ist nickst fähig, in bewegten Zeiten, wie den j-chigen, an»o verantwortlichem Posten zu stehen. Vor allem aber darf es die Regierung nicht dulden, daß in der Hauptstadt deS Reiche? ein General auf eigene Faust das alte System verewigen will. Es geht so keinen Tag länger. Die Tätigkeit de? Herrn v. Linsina-en wirkt, obsektiv betrachtet, schlimmer als zehn Flugblattkisten aus der russi- s ch en Botschaft. In ibrern eigensten Interesse raten wir der Regierung. Herrn v. Liusingen sofort zu de- s e i t i g e n.__ der Kanzler an Zie �usianösöeutschen. Ter Reichskanzler erlätzt folgenden Aufruf: ?tn die Deutschen im Auslände. In diesen schweren Tagen wird manchem von Euch Volks- genossen, die außerhalb der Grenzen de? deutschen Vaterlandes von Schadenfreude und Haß umgeben find, da? Herz schwer werden. Verzweifelt nicht am deutschen Volke! Unsere Soldaten haben bi? zuletzt so heldenhaft gekämpft, wie nur je ein He« gekämpft hat. Tie Heimat hat eine unerhörte Kraft de? Leiden? und Ausharren? bewiesen. Im 5. Jahre von seinen Bundesgenossen verlassen, konnte da? deutsche Volk den Kampf gegen die wachsende Neber- macht nicht mehr weite? führen. Der Sieg, auf den viele hofften, ist nicht unser geworden, aber einen größeren Sieg hat das deutsche Volk erfochten, denn eS hat sich selbst und seine« Glauben an da» Recht der Macht besiegt. Au? diesem Sieg werden wir für die schwere Zeit, die uns bevor- steht, neue Kräfte schöpfen, auf die mich Ihr bauen könnt. Denen von Euch, die während der harten Kriegöjahre für ihr deutsche? Vaterland gestritten und gelitten haben, wird auch das neue Deutschland seinen Dan? nicht schuldig bleiben. Soweit e? in der Macht der deutschen Regierung und deS deutschen Bolle? steht, die Leiden diese? Kriege? und ihre Folgen zu lindern, wird ihre Fürsorge ebenso den Deutschen im Auslände wie den Deutschen d« engeren Heim« zuteil werden. Der Reichskanzler: Prinz Max von Baden. Rücktritt öes wücttembergijchen ' Minifteriums« Wie der Stuttgarter„Staatsanzeiger" hört, haben sämtliche Mitglieder des königlichen Staatsministe- riumS gestern die ihnen anvertrauten Aeniter in die Hände des Königs zurückgelegt und um Entlassung auS dem königlichen Dienst gebeten. Der König hat von dem Gesuche Kenntnis genommen und die Minister ersucht. ihre Aemter bis zu der in Aussicht genommenen Neubildung deS StaatSministeriumS weiter zu verwalten. Die Stände- Versammlung ist zur Wiederaufnahme ihrer Sitzungen auf DienStag, den 12. November, einberufen. Als Ministerpräsident ist Abg. Liesching(Vp.) vorgesehen. Auch in Sachsen-Weimar hat da? gesamte StaaiSmini- stecium demissioniert. Der Großherzog hat die Demission ange- 'nommen. Das Ministerium fuhrt die Geschäfte bi» zu den Neu- wählen wert«. Dann wird ein Ministerium au» Volksvertretern gebildet. � BundeSratSbeschliiff«. In der DonnerStagsitzung des Bunde?- rats wurden angenommen: 1. der Entwurf ein-, Gesetze? über die militärische Inanspruchnahme von Grund- stücken und Gebäuden, Schiffen und Wasserfahrzeugen nach Eintritt de? FriedenSzustantn-S, 2. der Entwurf einer Bekannt- machung zur Ergänzung der Bekanntmachung zum B i e r st e u e r- ge se h e vom 8. August!9l8� 3. der Entwurf einer Bekanntmachung über di« Bildung von Wohnungeverbänden, 4. der E-ü- Wurf einer Verordnung über die wirtschaftliche Demodil- m a ch u n g, 5. der Entwurf ein« Verordnung, betreffend Tage- gelW der Unterbeamten der HeereS» und Marinever. w a l t u n g, 6. die Vorlage wegen Acnderuug der Verordnung über Tagegelder. Fahrkosten und Umzugskosten der Beamten der Militär- und Marineverwaltung, 7. der Enttvurf einer Bekannt- machung. betreffend AuSführungSbestimmungen zum Kapital- abfindungsge fetze für Offiziere. das Straßenbilö in Seriin. Wer gestern eine Streife durch die Hauptverkehrsstraßen machte, der sah manche Zeichen einer gestxmnten Situation, einer erwartungsschweren Zeit. Am Alexanderplatz und im Schloß- viertel einzelne Schutzmannsvostcn mit umgehängtem Karo- biner. Militärvosien in seldmätziger Ausrüstung, die namentlich alle nach der Sckstoßinsel führenden Brücken besetzt kjotten. Auch in den Großbetrieben waren Militärwachen untergebracht� und die Eingäbe durch Doppelposten besetzt. So ein kriegerisches Bild sehen wir in der A.E.G und den B.E.W, in der Voltaftrsße. Daß solche militärische Besetzung von Fabriken den Unwillen der Arbeiter erregt und keineswegs zur Beruhigung der Ge- müter beiträgt, kann man sich denken. Die Militärposten sollen denn auch— wie bürgerliche Blätter gestern abend mitteilten — auf Betreiben von gewerkschaftlicher Seite am Nachmittag zurückgezogen worden sein. Der Lehrter Bahnhof ist von Mili- törposten umstellt und der Verkehr eingestellt. Demonstrationen irgendwelcher Art fanden nicht statt. Ter Tag verlies voll- kommen ruhig. Die verbotenen Versammlungen. Die von den Unabhängigen zu gestern abend einberufene» fünf Versammlungen waren von der Polizei verboten worden. Dies«? Verbot war nur zum Teil bekannt, kein Wunder, daß sich gegen 1�8 Uhr vor den in Aussicht genommenen Versammlung»- lokalen Habel? Brauerei in der Bergmannstraße, der KönigZban! in der Gr Frankfurter Straße, in den Pharussälen, Müllerstraße sowie in Neukölln und Lichtenberg größere Menschenmengen ein- gefunden hatten. Gegen 8 Uhr abend-? wurde den Anwesenden von den Einb-rufern mitgeteilt, daß die Versammlungen polizeilich verboten worden seien. Die Anwesenden wurden jedoch von den Rednern vor Ausschreitungen uwd Umzügen durch die Stadt?«- warnt. Soweit wir unterrichtet sind, haben sich denn auch Vor- gänge besonderer Art nicht ereignet. Im übrigen waren für den gestrigen Abend die Polizei und Garnison konsigniert. In allen größeren Verkehrsadern waren starke SchntzmannSpvsien und reitende Schutzleute aufgestellt. Lettte Nacknckten. Die öeutftben LZnteehänüle? im französischen Lager. Rotterdam, 7. November. Der„N.R.G." erfährt, daß dir deutschen Parlamentäre bei Marschall Foch ange- kommen sind. Amsterdam, 7. Novembrr. Die �Taily Expreß" er- fährt, daß die deutschen Unterhändler gestern abend von den deutsche» noch den englischen Linien gekommen sind. Foch wurde von einer Anzahl Mitglieder der Admiralität begleitet.. Noch immer Pas'vntoeigmlng gegen die sozialistische Internationale? Haag, 7. November.(Meldung dcS Holländisch Nientoo- burccuS.) Ter Londoner Korrespondent des„Manchester Guardian" schreibt: Wie ich höre, ist die Frage einer Abhaltung eines internationalen Arbeiter- und Svziali- stenkoniircsses gleichzeitig mit dem Friedenskongreß dem ÄriegSmimster vorgelegt und von ihm stark bekämpft worden. Es steht fest, daß die Regierung für eine derartige Konferenz keine Pässe bewilligen wird. Ocstcrreichischcr Protest gegen den Durchmarsch der dentsche» Truppen durch Tirol. W i e n, 7. November. s„Frkf. Atz.") An hiesiger unterrichtet» Stelle wird bekannt, ha? österreichisch-unzerische Armee- Oberkommando Hobe gegen den Durck marsch der deutschen Truppen durch Tirol und nudere österreichische Gebiete bei der dcut- schen Heeresleitung protestiert. Da? östemichisch-ungarischr Ministerium de» A e« H e r n bat Hegen diesen Schritt, de- ihm»»r- her nicht brkannt gegeben»»rde» ist, ehe«fall? Einspruch erhoben. Tie deutsche Rczicrung habe durch diese Aktion eine schwere Verantwortung auf sich geladen, da dadurch ver von an» mit der Entente geschlossene Waffenstillstand gefährdet toerden könnte. Es ist Oesterreich und Ungarn unier den gegenwärtige« Umständen materiell nicht möglich, die Trutschen von der Durchführung ihrer Absicht abzuhalten. Dir tschechoslowakische Republik. Wien, 7. November. Die Blätter melden miS Prag:„Cefke Slodo" veröffentlichen eine Genfer Meldung, wonach die tschecho- sümxlki schen Derbandlungen beendet soten. E» s« beschlossen wor- den, eine Republik mit dem Präsidenten Dr. Masarvk a» der Spitze zu errichten. Dr. Kramarz solle Ministerpräsid-nt werden. Nach Prag solle sofort die Nationalversammlung zur Ratifizierung der Genfer Vertrage anberusen werden. Das Friedensersuchen der Sowjetregierung. Haag, 7. November. sMelduno deS Hollandsch Jlieu,,» Bureaus.) Der Korresvondent der„Daily New?" in Stockhvim meldet: Die Ankündigung der Tatsclchc, daß die Sowjet- regierung durch Neutral: zur U eberein st im- mung- mit der Entente zu kk,m m e n wünscht, bebe bei denjenigen, die den Lauf der politischen Ereignisse in Rußland beachtet haben, keine Verwunderung erregt. Es bestehen Gründe für die Annahme, daß sich die Ein- Wirkung gemäßigter Element: Bahn br:chen wird.__ Die Serben in Lerajewo. Laibach, 7. November.(Hovandsch NieuwsCmreau».) Nach einer Meldung au? Budapest sind die serbischen Truppen in Sern- jewo eingerückt. Die Wahlen in Norwegen. Kristiania, 7, Novcmber� Bei den am 4� November in IS Wahlkreisen abgehaltenen Enischiit>ung?wa.)ien zum Stvrting sind ge- wühlt zehn Oppositioiielle RcichSparteilec, zwei Sozialisten, ein RegierunpSpartriler- in den letzten 55 Kreisen finden die Entschei- durigSwahIcn am lt. November statt. Bwher sind gewählt 35 Ep- Positionelle Rechtsparteiler, 21 Regierungspartciler und 14 Sozialisten, Die Regierungspartei hat bisher 16 Kreise verloren, die Rechtspartei 17 Kreise erobert, die Sozialist»* 3 erobert und 2 verloren Da? Ergebnis d-r letzten Dah- len zeigt ein« weitere Verschiebung nach recht? und läßt die Stel- lung der Regierung als ernstlich bedroht erscheinen. Eine Ententenote an China. Amsterdam, 7. November. Au? Peking wird unter dem 2. November gemeldet: In einer Not« der'Alliierten Gesandtschaften an China wird die Enttäuschung über die Tatsache auSge- sprachen, daß China die freigekommenen Zölle, die früher für die Bezahlung, der Boxerentschädigung gebraucht wur- den, für inneren Streit ausgegeben, anstaa sie für die Entwicklung der industriellen HilfSguellen de? Lande? zu ge- brauchen. In der Note werden viele Punkte aufgezählt, nach denen China feint« Verptlichlunge» de« BundeSzenossen geztollber»ich« nachgekommen ist, wie diese seine Haltung gegenüber feindiiü-u Fremden, Agenien, Intriganten usw. beweise. Da? Kabinett hat beschlossen, die Nordmanbschuret zur Krieg?- zm zu erklären, um di« militärische Kontrolle zu erleichter». StaAtverorönetenverfammlung. VcrsammluugSverbote.— Aendcrung der Geschästsordming.— Schulen als Lazarette.— Erhöhung der Krirgsunterstützung. Die neuacwahlteu Mitglieder Guttfeld und Ladendorff(Linke) werden cingcfiüjrt und verpflichtet. Von den Unabhängigen ist ein schleuniger Antrag gestellt, gegen da? Verbot der auf gestern abend einberufenen Volks- versanimlungen Protest zu erheben und den Magistrat aufzufordern, Gegenmahregln zu veranlassen. Der Antrag konnte nur verhandelt werden, wenn niemand widerspricht. Stadtv. M o in m s e n lffr. Fr.) erhebt diesen Widerspruch, da er und seine Fraktion nicht informiert seien. Stadtv. Dr. Wehl(II. Soz.) bedauert, daß sich die eine Persönlichkeit gefunden hat(lebhafte Zu- rufe aus der bürgerlichen Mehrheit), die gegen die Beratung Wider- spruch erhebt. Auch die„Voss. Ztg." habe das Verbot für äusserst bedenklich erklärt und � verlange, daß auch die Bürgerschaft pro- testiere. Stadtv. Cassel(Linke) tritt dem Widerspruch Momm- sens bei. Stadtv. Mommsen will mit seinem Widerspruch über die Zweckmässigkeit des Verbots kein Urteil abgegeben haben. Stadtv. Dr. Wehl: DaS Verbot ist erst heute vormittag erfolgt? der An- trag konnte also nicht früher vorgelegt werden. Die Verantwortung für alleS,>vaS kommt, fällt auf Sie!(Grosse Unruhe.)— Die Verhandlung des Antrages muss für heute unterbleiben. Der Antrag der Unabhängigen aus Abänderung der Ge- schäftsordnung hat in folgender Form im AuSschuss Annahme gefunden:„Will der Vorsteher einen von 5 Mitgliedern unterzeichneten Antrag nicht auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung fetzen, so hat er dies den Antragstellern unter Angabe der Gründe mitzuteilen. Die Antragsteller können dann schriftlich Einspruch erheben, und die Versammlung entscheidet nach Begründung und Beratung des Einspruchs. In der Beratung-über den Einspruch ist nur über dessen Berechtigung, nicht über den sachlichen Inhalt des Antrags, der dem Einspruch zugrunde liegt, zu verhandeln." Der letzte Satz ist vom Ausschuß hinzugefügt. Die neue Bestim- mung soll dem 8 16 der Geschäftsordnung am Schlüsse hinzugesetzt werden.— Ohne Debatte wird nach den Ausschußantcägen be, schloffen.' Am 31. Oktober haben die Stadtv. BarkowSki, Jeimann und Genossen(Soz.) folgende Anfrage eingereicht: Nach ZeitungSmeldungen sollen städtische Schulgebäude für L a z a r e t t z w e ck e von der Militärverwaltung angefordert sein. ES wird gefragt, ob diese Meldungen den Tatsachen ent- svrcchen und welche Schritte der Magistrat zu tun gedenkt, um den schon so vielfach gestörten Schulbetrieb nicht noch weiter schädigen zu lassen. Nach Begründung der Anfrage durch den Stadtv. Koblenzer (Soz.) geben die beiden Schulräte R e i m a n n und Fischer Er- klärungen ab, denen zu entnehmen ist, dass einige höhere Lehr- anstalten zu diesem Zwecke auf Grund des KoiegSleffwngSgesctzeS hergegeben sind, dass aber weitere Schulen nicht mit Beschlag belegt werden und die belegten tunlichst bald wieder geräumt werden sollen. Weitere Volksschulen seien überhaupt nicht hergegeben, war- den. da diese ohnehin schon in weitestem Umfange und sehr zum Nachteil des SchulbetriebeS in Anspruch genommen seien. In der Besprechung treten Cassel und R o s e n o w(Fr. Fr.) nachdrücklich für die Entlastung der Schulen ein. Stadtv. Dr. Wevl: Die Schulvcrwaltung hätte sich der Zumutung der Militär- behörden nicht beugen dürfen: das sehe nicht aus, als ob der Obrig- keitsstaat schon abgewirtschaftet hätte. Man soll« doch die Palais in der Wilhelmstcasse, auch das Königliche Schloss. ferner die grossen Cafe? und dergleichen als Lazarett« einrichten, und die Stadt- Verwaltung sollte den Bürgerstolz auch vor den Militärbehörden be- währen— nicht vor Königsthronen, denn der Inhaber des ThronS komme nicht mehr in Betracht.(Grosse Unruhe: Vorsteher Mische- le t weist den Redner darauf hin, dass eS in der Versammlung üblich sei, von der königlichen Familie mit etwa? mehr Achtung zu sprechen. .Lebhafter Beifall bei der Mehrheit.) Von den Stadtvv. BarkowSki u. Gen.(Sog.) liegt der Antrag vom 11. Oktober vor: „Den Magvstvat zu ersuchen, dir Unterstützungssätze für Kriegerfamilien mit Wirkung vom 1. Oktober der- art heraufzusetzen, dass die Unterstützungen für fede Ehefrau wie , für jedes Kind um mindestens 16 Mark erhöht loerdea, sowie eine Neuregelung der Unterstützung solcher Kinder eintreten zu lassen, deren Väter im Heeresdienste stehende Witwer sind. Auch die Unterstützungssätze für unterstützungsberechtigte Familien- anyehövige, Eltern der Kriegsteilnehmer, sind um mindestens 16 M. zu erhöhen." Eine Magiftratsvorlage vom 26. Oktober enthält die gleichen Vorschläge; die erhöhte Unterstützung soll vom L November ab gezahlt werden. In der Beratung erklärt Stadtv. Brückner(Soz.) den An- trag seiner Freunde für erledigt und bedauert nur, dass die Er- höhung nicht schon vom 1. Oktober an Platz greife. Den UnierstützungS- kommissionen müsse mrmer wieder eingeschärft werden, nicht eng- herzig, sondern wirklich liberal und wettherzig zu verfahren.— Stadtv. L ei d(U. Soz.) schlicsst sich im letzteren Punkt dem Vor- redner unter Vorführung reichen Materials an.— Stadtrat D o f- lein verwahrt die Verwaltung gegen die erhobenen Vorwürfe.— Auch Stadtv. Ritter(Soz.) befürwortet noch die vorliegenden Anträge.— Die Vorlage wird angenommen, die vorliegenden An- träge gehen an den UnterftützungSouSschuss.� Zur Fortsetzung des Betriebes der Kriegsbeschädigte n- fürsorg« der Stadt Berlin werden weitere 266 666 M. bewilligt. Stadtv. Brückner dringt darauf, dass endlich da? Reich seiner Verpflichtung auf diesem Gebiete nachkomme, und Stadtv. Dr. Wevl ersucht um Nutzbarmachung de» reichen Anteil» von SVi Mlillioneu, den Berlin, zur Ludendorffspende beigetragen habe. für diesen Zweck.— Stadtrat Dr. P r e u h: Diese Spende soll nur die ergänzende Fürsorge ermöglichen, nicht aber darf sie die offemlichen Mittel ersetzen. � Di« städtischen Fürsorge- Einrichsungen für die Ar b e i t»- losen in der BefleidungSindustrie sollen mst Wirkung vom 1. Oktober d. I. ab auf die Angehörigen der T a b a l ir.dustrie au». gedehnt werden.... Dem„KriegSauSschuss zum Schutze aufsichtsloser Kinder wird nach längerer Debatte eine foeiters Beihilfe von 66 666 M. bewilligt. Stadtv. Ritter hält die Sumn« für nicht ausreichend. Stadtv. Dr. Rosenfeld kritisiert nebenbei den Erlass des Stadt- schulrats Fischer, der die politische Agitation in die Schule getragen habe. Stadtschulrat Fischer verteidigt seinen Erlaß, der fcfon vor vier Wochen unter ganz anderen Verhältnissen ergangen sei. Stadtv. Heimann erklärt es für unbegreiflich, wie man auch vor vier Wochen noch mit dem Gedanken der„nationalen Ver- tetdigimg" spielen konnte; gerade der Leiter des Volksschulwesens bätte den Geist, den er in den? Erlass gepredigt, von den Schul- lindern fernzuhalten die Aufgabe gehabt. GroßSerlln Mobilmachung der auf Urlaub befindlichen Offiziere. Das Obeikommando macht bekannt: Säiniliche in Gross- Berlin auf Urlaub befindliche Offiziere haben sich am Freitag, den 8. November, mitlag» 12 Uhr— soweit möglich feldmarschmässig ausgerüstet— auf der Kommandantur, Berlin 0 2.«chinkelplatz 6, zu melden..~~ Wir verweisen ausserdem auf den Artikel:„Fort mst Linsingen" im politischen Teil unsere? Blattes. Spandaus Haltung gegenüber dem Wohnungsverband wird die nächste Sitzung der Spandauer Stadtverordnelen be- schäftigen. Der Magistrat hat die Versammlung in einer Vorlage ersucht, dem ablehnenden Standpunkt bezüglich beS Beitritts zum Wohnungsverband Gross-Berlin beizupflichten. In den Gründen des Spandauer Magistrats heißt eS: Der Magistrat ist der Anficht, daß die Massregeln gegen die zu erwartende Wohnungsnot Ver- zögerungen erleiden, wenn sie einem Verbände übertragen werden. Mit der Begründung des Verbandes werden die Gemeinden die von ihnen bereits ergriffenen Maßregeln voraussichtlich einstellen und sich abwartend verhalte». Der Verband aber kann naturgemäß nicht lo schnell arbeiten, wie es erforderlich ist. Die Stadt Spandau will aber nicht warten, sie hat seit Beginn des Kriege? 351 Kleinwohnungen fertiggestellt, zurzeit sind 166 Kleinwohnungen im Bau und»00 Kleinwohnungen im Entwurf. Dach- und Kellerwohnungen sind und werden eingerichtet. Eine Polizeiverordnung für die Er- richiung von bewohnbaren Gartenhäusern steht zur Beratung. Die Stadt hat während de? Kriege» über ö'/z Millionen Mark für Kleinwohnungen ausgegeben und wird für die auSgekührten Bauten auch weiterhin den Kleinhausbau fördenr. Sie wird aber auch die für diesen Zweck bereitgestellten Staats- und Reichsmittel in Anspruch nehmen. Eine Sicherheit, daß der zu gründende Verband auch die Aufbringung der schon aufgewandten Geld- mittel in den Kreis seiner Tätigkeit ziehen wird, ist nicht gegeben. Der Magistrat Spandau hält es ferner für richtiger, wenn jede Gemeinde ihr WobnungSbedürfmS selbst prüft und befriedigt, auch darüber entscheidet, wo und wie gebaut werden soll. Der Magistrat will die Stadt Spandau nicht eines Mehr- heitSbei'ckilusieö ausgesetzt sehen, der ihr aufgibt, Wohnungen in übergroßer Zahl herzustellen, wodurch die Stadt erhebliche Armen- und Schullasten zu übernehmen hat und der späteren Gefahr eines WohnutigSüberflusieS ausgesetzt ist. Der Magistrat ersieht ouS dem Vertragsentwurf des WohnungSverbarssdeS Gross-Berlin nicht, in welcher Höhe der zu gründende Verband an den Kosten deS Wohnungsbau» beteiligt ist. Eine bindende Zusicherung der Be- teiligung von Staat und Reich liegt nicht vor. Als richtigen Mass« stob für die Verbandsaufgaben sieht der Spandauer Magistrat nur den Massstab nach der Steuerkraft an. Schliesslich hält der Span- dauer Magistrat die zwangsweise Heranziehung von Gemeinden zur Ausführung der Beschlüsse deS VerbandSauSschusse» nicht für durch- führbar. AnSsiabe der VoNmilchknrten. Die Vollmilchkarten für Dezember werben in den zur Fett- stelle Gross-Berlin gehörenden Gemeinden in den nächsten Tagen auSgeystben. und zwar in Berlin: für die Kinder im 1. und 2. Lebensjahre sin Sonnabend und Montag für die Kinder im 3. und 4. Lebe tiSj ohne am Dienstag und Mittwoch, für die Kinder mt 5. und 6. Lebensjahre am Donnerstag den 14., und Freitag, den 15 November. Die Inhaber der Vollmilchkarten haben die Dezeinberkart-n bis zum 26. November einschließlich dem Klein- Händler vorzulegen. ES dürfen sich Inhaber von„A*- und„lO-Kinderkaiien und von Karten für werdende Mütter nur in den durch ein Plakat ge- kennzeichneten„A"- und..�"-Milchgeschäften, Inhaber der übrigen Vollmilchkarten und Vollmichbezugscheine nur in den durch Aus- bang kenntlich gemachten„�"-Milchgeschäften zum Bezug von Vollmilch anmelden. Die zu verabfolgende Litermeng« ist auf den Kinderkarten nicht aufgedruckt. Wieviel Vollmilch auf die Kmderkarten für Dezember verabfolgt wird, wird besonders be- kanutgogebeu werden._ Im Auftrag der ruffifchen Botschaft. Zur Deckung der Gehalte der etwa 156 in Deutschland blei« benden Angestellten der ftriegSgefangenenbureauS und der übrigen Institutionen der Russischen Botschaft, serner zur Deckung der lausenden Verbindlichkeiten wirtschaftlicher Art hat die diplomatisch« Vertretung ihrem RechtSbeistand. dem ReichStagSabgeordneten RechiSanwolt Dr. Oskar Cohn. Berlin L! 25, Landsberger Str. 58, die notwendigen Geldmittel zurückgelassen. Di« WirtschaftSliefe- ranten u. a. können dem genannten Anwalt ihre Rechnungen«in- senden. Neufestsetzung der Tachbezügr. Da» VersichervngSamt der Stadt Berlin hat den Wert der Sachibezüge für Lehrer. Erzieher und BetviehSbeaurte, Arbeiter und sonstige Angestellte und für jugendliche Arbeiter, für Schwestern und Schülerinnen in Kranken» Häusern zum 1. Dezember neu festgesetzt. Di« Dienstkleidung für BetriebSbcamte, Arbeiter. Angestellte und jugendliche Arbeiter ist mit 146, 166 bzw. 66 Mk. bewertet. Für Lehrer, Erzieher und BetriebSbeamt« beträgt der Wert der freien Beköstigung 1296 M., für Handlungsgehilfen und HauSbeamtc 816 M., für Arbeiter und sonstige Angestellte 726 M., für jugendliche Arbeiter 636 M., für männliche Dienstboten 726 M. und für weibliche Dienstboten 666 M. Der Wert der freien Station ist von 1543 M. bis 703,50 M. gestuft, der der freien Wohnung von 253 M. bi» 103,50 M. De Sachbezüge der Schwestern und Schülerinnen in Kranken- Häusern(Kost, Wohnung, Heizung und Licht, Dienftanzug, Wäsche und deren Reinigung, ärztliche und arzneiliche Versorgung) ist mit 1324,56 M. bewertet, die tägliche Mietentschädigung mit 6,66 M., der Wert der Familienwohnung für Betriebsbeamte mit jährlich 661,25 M„ für Arbeiter, Gesellen, Gehilfen und sonstige Angestellte mit jährlich 362,25 M. Auch die Heizung und freie Be. leuchtung ist neu abgewertet, und zwar für Familienwohnungen (mit Küche) der Betriebsbeamten auf jährlich 66-p 66 M., der Arbeiter, Gesellen, Gehilfen und Angestellten mit jährlich 37,50 M. plus 37,50 M., für einzelne Zimmer auf jährlich 15 M.+ 15 M. Einzclmahlzeiten für Arbeiter und sonstige Angestellte find bei voller Beköstigung für da» Jahr mit 726 M., für den Tag also mit rund 2.25 M. angesetzt. Die neue BerbandSdircktorwahl. Der bisherige Direktor des Verbandes Gross-Berlin Fifchbeck hatte sich, solang« er nur mit der Wahrnehmung der Geschäfte deS HandelSministfr» betraut war, beim Verband Gross-Berlin lediglich beurlaubt, nach seiner jetzt erfolgten Ernennung zum StaatSnu nister hat Reichstags- abgeordneter Fischbeck sein Ami alf V-rbandSdirektor niedergelegt. Im VerbandSauSschuß Gross-Berlin wird der Vorsitzende Ober/ bürgcrmeister Mermuth in der nächsten Sitzung am Montag van dem Freiwerden de« Posten,» Bericht erstatten. Die Tntscherdung über eine Neuwahl oder«ine Vertagung der Neubesetzung de» Postens, die im Hinblick auf die kommend« Neugestaltung der Ding« auch in Gross-Berlin von vielen Seiten befürwortet wird, liegt bei der verbandöversannnlung. über deren Zusammentritt noch nichts feststeht. Mord und Selbstmord? In der Stargarder Straße 19 wobnte ieit längerer Zeit ein 66 Jahre alter Büchsenmacher Emil Bär zu'ämmcn mit einer 32 Jahre alten Frau Pauline Bültner die von ihrem Manne gelrenni lebte. Bei dem Paare beiaud sich auch ein kleine? Töchterchen der Frau Büttner. Mittwoch nach« mittag hörte man die Kleine andauernd weinen. Weil man sonst in der Wohnung nichts vernahm, so ließen HauSgenosicn öffnen und fanden nun Bär und Frau Büttner tol auf. Beide find augenscheinlich vergiftet. Die Frau wurde feit dem vergangenen Sonnabend schon nicht mehr gelehen. Bär daaegen lebie später noch. Man nimmt deshalb an, dass wohl nicht«in gemein- samer Selbstmord vorliegt, sondern dass Bär erst die Fron und dann nachträglich siw selbst veigiftet bat. Nach den Beobachtungen von Ha uSge» offen ist Bär wahrscheinlich durch Eifersucht zu der Tat getrieben worden. Frau Bär lag mit ihrem Mann in Scheidungsklage.__ Wilmerldorf. Demokratische AuSgestaNung de««tadtver- waltung. In der letzten Dtadtverordrietiensitzung wurde über ein« Erweiterung de» Stadtparlaments sowie de» Magistrat» verhandelt. In beiden Fällen soll di« Vermehrung der Kopfzahl dazu dienen, den» jenigen Volksschichten, die dank der veralteten Städteordnung deS ihnen gebührenden Einflüsse» entbehren, eine stärker« Mitwirkung an der Kommunallarbeft zu«omögliehen. Der Antrag auf Ver- Mehrung der Stadtverortmeten um 6 wurde von» Geheimrat Droefe begründef, der hervorhob, daß die Anregung zu diesem Plan von dem Stadtverordneten Lüdemann(Soz.) xesebcn worden sei, und als Ziel die stärkere Mitarbeit der arbeitenden Bevölkerung bezeichnete. Durch ein« Verständigung mit den Wahlvereinen hoffe man zu erreichen, daß trotz der vielfachen Schwierigkeiten, die sich aus den Bestimmungen der Städteord- nung über die Klassenwahl und die vorgeschriebene Aufstellung von HauSbesitzerkandtdaten ergeben, sämtlich« 6 Sitz« der So- zialdemokratie zufielen. Gen. Lüdemann erklärte, daß die Ueberlassung von 6 neuen Sitzen nur eine unzulängliche und vorläufige Erfüllung berechtigter Ansprüche darstelle, als erster Versuch, der Arbeiterschaft eine stärkere Mitarbeit an den Ge- meindevufgaben zu ermöglichen, aber zu begrüßen wäre. ES sei jedoch nötig, der neuen sozialdemokratischen Fraktion eine über den zoblenimäßiHen Anspruch hinausgehende Beteiligung an den AuS- stbüssen nnid Deputationen zu gewährleisten, außerdem müßten zu allen Deputationen mehrere Arbeitervertretcr als Büigerdepu- tierte zugezogen werden. Die namentliche Abstimmung ergab die Annahme des Antrages mit 36 gegen 5 Stimmen. Dr. Lewtneki begru redete die von der liberalen Fraktion geforderte Erweiterung des Magistrats um ein besoldetes und zwei unbesoldet« Mitglieder mit dem Hinweis, daß eS bis jetzt nur ein liberales Magistrats- Mitglied gebe, aber auch mit der Notwendigeit, die Leistungsfähigkeit der Stadtverwaltung zu erhöhen. Die Folge war eine Aus- einandersetzung über die Frage, ob die vorliegenden Arbeiten eine Vermehrung der MagistratSmitglieder erforderten und ob diese gerade jetzt, wo die Umgestaltung der gesamten Groß-Berliner Kommuuawerwaltung vor der Tür stehe, angezeigt sei. Gen. Lüdemann vertrat den Standpunkt, dass eS in erster Linie darauf ankomme, der jetzt sehr einseitig zusammengesetzten Stadt- verwaihing neues Mut und neuen Geist zuzuführen, und sie da- durch in den Stand zu setzen, den au» der Umwälzung der gesamten Verfassung sich«rgckccnden Aufgaben gewachsen zu sein. Der An» trag wurde Nnem Ausschuß zue Weiterberatung überwiesen.— Di« jetzt stark zersplitterten Bestrebungen zur Förderung der Ju- gendfürsorge und-Pflege sollen durch Errichtung eine? Jugendamtes zufammvnyefasst werden. Die von Stadtrat Junghans gegebene Bogriind-ung sowie die in einer aussühr- lichcn Denkschrift von ihm niedergelegten Grundsätze entsprachen durchaus den Forderungen, die von sozialdemokratischer Seite an die Verwirklichung solcher Pläne gestellt werden müssen.— Ein« vom Gen. Lüdemann gestellte Anfrage verlangt Aufklärung darüber, ob der Magistrat nunmehr, nachdem der ReichSkommissar für da» Wohnungswesen bestimmt« Erklärungen über di« staat- lichen Beihilfen abgegeben hat, ohne weiter« Verzünerurg, d. h. ohne das Zustandekommen eine? Gross-Berliner WöbnungSver« band«? abzuwarten, di« Vorarbeiten für oie Errichtung v e» Kleinwohnungen befchkeunigt in Angriff nehmen werde. Di« Antwort dürfte in der nächsten Stadwerordnetenversammlun» gegeben werden.___ Neukön. Käsevertcilung. Von heute bis Dienstag, den 13. November, wich an diejenigen Einwohner pro Kopf 125 Gramm Harzerkäfe verteilt, welch« in die Speifefettkun- denlrste der in dem Bezirk der 4. Brotkommission gelegenen Ge- schäfte eingetragen sind.___ Pankow. Honigverteilnng. 160 Gramm Kunsthonig gelangen vom 7. Novcm'der äb in den bekannten Geschäften gegen Abtren» nung deS Bezugs- und OuittungSabschnitteS 71 von der allgemeinen Lebensmittelkarte zum Verkauf. Noch Ablauf einer Woche verliert dieser Abschnitt seine Gültigkeit. Weißensee. Lebenzmittel. Aus Abschnitt 71 der neuen all- gemeinen Lebensmittelkarte entfallen 156- Gramm Kunsthonig. Die Entnahme kann am 8. und 9. November erfolgen. Rrbelter-Samariterbund. Kolonlie�tyrofi-Berltn. Montag, den 11, November, abends Punkt SV. Uhr, in Schulzcs Feslsälen, Am König»- graben Nr, 2, am Zllexanderplah: Vortrag, Nach dem Vortrage prallische Verbandsübungen. Käste haben einmaligen irricn ssutritt,— Ausgabe von Sammellisten zur Weihnacht«- be scherung der Kinder im Felde verstorbener Sama- rttergenosl-n. Der«llgemeine Stcrband der Dentschen Bankbeamten ver- anstallet am Moniag, den 11. Novemlcr, abend» 8'/, Uhr, in den Geimania.Prachtsälcn'Chaufseestr, 110, Weißer Saal, eine große DeuerungS- tundgcbung aller AuihilSange st eilten der Reichsbank mit folgender TageSo, drnmg: 1. Dl« Teuerung»nd die Aushilssbeamten. 2. Freie Aussprache, Da die GehaliSverhÄltnisse bei der Reichsbant sehr viel zu wünschen übrig lassen, ist zu erwartcn, daß diele Beriammlung zu einer machlvollen Willcnslundgcbung wird, all der die Direltion nicht achtlos vorübergehen kann. Der Arbci«er-2chwimmverci» Neukölln(Mitgl. deS Arb,- Wasser- sport-Verbandes) hält am Sonntag, den 16.. nachm. 3 Uhr. sein vierles, bossentllch lehicS lftlegi-Schauschwimmen im Stadtbad Neulölln ab.?ln dem Programm beteiligen sich fast alle Vereine be« 1. ZkreiseS des A-W.-V. und es liegen auch zahlreich« Meldungen au» Dresdtn, Leipzig, Magde- bürg usw. vor. Einlaßkarten find schön jetzt an der Kasse deZ Stadtbad e» sowie bei allen Mitgliedern zu haben. ZlUgrmeine Krauken. und Sterbekaste der Metallarbeiter. Filiale Baumschulenweg. Sonnabend, den 9. d. M., abend» von 8'/,— 10 Uhr, wird im Lokal von Borch, Elsenstr. 101, Ecke Klcsholz- straße, iasfiert._ vriefkasten öer Redaktion. M.D. 78. Brief unverschrt.angekammen.— K.F. 28. Sendung erhalten. Lv. B. 23. 1. Rein. 2. Ja.— F. H. B. 1. Anipinch aus vesSrbermig baden Sie nicht. 2. Fa.— Piefteritz. Da bier unzweiielhasl ein grobe» Perlcbeu der Tparlassc vorlieat, so märe diele zum Schadenersatz ver-- pflichtet.—<£. 91. 90. Anspruch aus Beförderung beliebt nicht— Zt. L. 101. EZ ist dem betreffenden Lieseranten natürlich srei» gestellt, an wen er seine Waren abgeben will, er lönnte da« eventuell von der Bedingung abhängig machen.— Agfa. B-rlüustg sind Sie noch an die Voischristen de» HilsSdienstgesetze« gebunden, Sie können deshalb die Arbeisstätt« nickt ohne Abiebrschein wechseln. — kriegsinvalib« 1888. Wir haben bereit« im.Vorwärl»' auf diesen Mißstand wegen«uSzahlung der Rentenerhöhung hingewiesen. Wenden Sie sich mit einer Beschweidi an di« Kassenoerwatlung, von der Si« di» Rente erhalten.— Rauchware. 1. Nein. 3. Ja.». Nein.— 8. Z. t. Die Frau hat keinen Anspruch aus Unterftützunz. Sie könnten aber bei der KrlegswoblfabrtSpstege eine laiche beantragen. Zur RückbehaUung der Sachen bat die Schwester kein Recht. 8. Fragen erie detm Truppenteil Ihre» Mannes darüber nach.— tV. B. 49. Zcillich dienstuntauglich. Erkranlung der UntcrleibSorgane.— Krankcukaffe. Während der Krank- hell sind Sie Mitglied der Kasse, nachdem löuncn Sie sich als Selbstzabicr melden.—«. 2. Nicht Sie, tondern der beluffende K. müßle gegen eine solche Behandlung Beschwerde sühren.— O. W. 37». Nein. — Tch. B. 70. Wirr-et Sie von Ihrer Heuernte abliefern müssen, richtet sich nach ben B�kpimungen tzes Landrais, die wir nicht kennen—- Dentsch-Sibirie». i.-W. die Kaniinenübcrlchüsse tollen zum Besten der Mannichast Deiwrndung finden. 2. Dergleichen S�riftilucke fertigt Jbncn die RechtsauSkunslsstelle deS.Vorwärts» eventuell an, in der Hauptsawe aber nur dann, wenn persönliche Rücksprache«rsolgen kann. 3. Eine Ver» doppelung iit nicht eingetreten. 4. Nein.— SS. L.®. 25. V Die Ver- oiduung destebt wohl noch, sie bat aber nicht den Sinn, den Sie ihr an- sckeincnd unterlegen. 2. Welche MusterungSzeichen sllr Sie zutreffend sind, tonnen wir nickt bestimmen, da« bestimmt der Mtllläiarzt. 8. Die Ziffer bedeutet Kurzsichtigkeit. 4. Sine Rckiamation würde namentlich wegen de». aerüigen tSradunlerschiedcZ»wecklo« sein.— G. O. Dotzheim. Wcni« Ihr Berdieiist jetzt nochweiSüch um die Hälfte gesunken ist, i» stellen Sie Antrag bei der EteueretnIchätzungSkomnilfsto« aus Ermäßigung.— rve««»r»uSftct>»eu fftr da»»ittlerr Norddrutfedland dt« Sonuabenv mittag. Zeitweise heiter, ledoch überwiegeud bewölkt und nebelig mit leichten Regenlägen, langiam« IWlühlunz. Berantwottlick tür Polittf: Erl« Ruiwet, Berlin! kür ben übrigen Teil de» Blattes: Atsred echot», Neukölln: für Anzeigen: Theodor Molte, Berlin. Verlag: Borwärts-Verlag 18. m. b. H., Berlin. Druck: Borwärts-Buchdruckeres und VcriagZanstait Paul Gtnger u. Co. tu Berlin, Liubenftrap« 8. Hierzu 1 veUage. Nr>zs«> ZZ. Jahrgang Lreltag.».NovemteelchlS GewerffchasisbewMng Ter«eue Vertrag der Berliner Damenhntarbeiter und-arbciterinuen. Seit längerer Zeit standen die Berliner Damenhntarbeiter und Arbensrinnen in einer Lohnbewegung, die nunmehr als abge» f-Mossen gelten lann. Zwischen dem Arbeitgeberbund der Hut« ind'istrte und dem Verband der Hut» und F'Izwarenarbeiter und -tubeiterinnen, OrtSvcrwaltung Berlin, find für die Sommersaison l9l8/1S Vereinbarungen getroffen worden, wonach auf alle vor« jährigen Wochen-Zeitlöhne ein Teuerungszuschlag von 45 Pro,, gezahlt wird, ftür Männer abgerundet auf 100 M. wöchentlich. Die Wochen-Zeitlöhne der Hilfsarbeiter und«arbeite« rinnen, welche leine Facharbeiter find, werden den Zeitverhältnisien entsprechend aufgebessert. Bei eventuell verkllrzter Arbeitszeit, so« wie auch in Wochen, in welchen Feiertage fallen, ist der Wochen« lohn unverkürzt voll zu zahlen. Dort, wo bereit» höhere Löhn- und Zuschläge bestehen, werden dieselben weiter gezahlt. Auf alle vorjährigen Aikordstücklöhne wird ein Lohn« aufschlag von 20 Proz. gezahlt. Alle Arbeilerinnen, gleich welcher Teilarbeit fie zugeteilt sind, haben denselben AHordsiücklohn zu er« Kalten, wie er für gleiche Arbeit für die männlichen Arbeiter ge- zahlt wird. Werden Akkordstücklohnarbeiter oder«arbeiterinnen während der Saison vorübergehend auf Zeitlohn beschäftigt, so ist ein dem Durchschnitt der letzten 4 Wochen ihres bisherigen Stück« lohnverdienfteS entsprechender Zeitlohn zu zahlen. Auf alle Akkord- stücklöhne wird der bestehende Teuerungszuschlag von 26 Prozent weiter gezahlt. Dort, wo bereits höhere Akkordstücklöhne oder Zu« schläg« bestehen, werden dieselben weiter gezahlt. Die Nähzutaren find an alle Arbeiterinnen kostenlos zu liefern, wie auch an Maschinennäherinnen die Maschinennadeln und Haken. Die Arbeitszeit' ist eine neunstündige; da bereits für Berlin die achtstündige Arbeitszeit üblich rst, bleibt dieselbe besteben. Sie dauert von früh 8 Ubr bis nachmittags ö Uhr einschließlich einer Stunde Pause. An Sonnabenden und den Tagen vor den gesetz« lichen Feiertagen erfolgt der Arbeitsschluß' 2 Stunden früher. Arbeitsstunden, welche über diese Zeit hinausgehen, find Ueber- stunden und find für dieselben ein Zuschlag von 76 Pf. für männliche und bv Pf. für weibliche pro Stunde zu zahlen. Die wöchent- liche Lohnzahlung hat Freitags zu erfolgen. Für alle Betriebe bzw. Beschäftigten gilt die tägliche Kündigungsfrist. Alle Sonder« «bmachungen, Saison« oder Einzelverträge find unzulässig. Während der Musterzert ist der Wochenlobn unverkürzt zu zahlen, wenn nicht die Arbeiter oder Arbeiterinnen selbst eine Per- kürzung der Arbeitszeit verschulden. In letzterem Falle erfolgt dt« Kürzung deS Wochenlohnes wie deS TeuerungSzuschlageS prozentual der verkürzten Arbeitszeit. In den Betrieben, in denen die Muster in Akkord gefertigt werden, wird außer dem bisher schon gezahlten Munerzuschlag der Teuerungszuschlag von 45 Proz. gezahlt. Wird zuzüglich der Zuschläge in der Musterzeit nicht der vorjährige Wochenlohn plus 45 Proz. verdient, ist die Differenz bis zu diesen Sätzen draufzuzahlen. Die Musterzeit endet mit dem 81. Oktober. Bei nicht genügender Arbeitsmöglichkeit bleibt der Begriff der Musterzeit bis zum Eintritt der vollen Beschäftigung bestehen. Diese Vereinbarungen treten am 1. November in Kraft. Wenn auch nicht alle Forderungen bei den Verhandlungen durchgesetzt werden konnten, so sind durch den Abschluß de« Ver- träges doch ganz erhebliche Vorteile für die Berliner Hutarbeiter- schaft zu verzeichnen. Mögen nun alle, die bisher den Weg zur Organisation nicht gefunden, gleichwohl aber an dem Errungenen teilnehmen, sich nunmehr ihrer Berufsorganisation anschließen. Aufgabe der Hutarbeiterschaft Berlin« wird eS sein, darüber zu wachen, daß der Vertrag in allen seinen Teilen voll zur Geltung kommt. In der Generalversammlung des Verbandes der Brauerei- nnd Mühlenarbeiter �Zahlstelle Berlin) erstattete der BezirkSleiler Tröger den Geschäfts« und Kaffenbericht vom 8. Oartal 1Sl7. Die Erhöhung der Teue« rungSzulage habe wiederum zu vielfachen Verhandlungen mit den Unternehmern Veranlassung gegeben. ES wurden für die männ- lichen Arbeiter in den Brauereien eine weitere Erhöhung um 10 M. pro Woche und für die weiblichen um S M. erzielt, mit der Maßgabe, daß diese Erhöhung ab 2. August nach- gezahlt wird. Die Zuschüfie zu den Ueberstundensätzen werden für männliche Arbeiter auf 61 Pf. und für weib« liche auf 87 Pf. erhöht. Für die weiblichen Arbeitnehmer wurde auch ein Abkommen geschaffen, das diese des Urlaubs und eines Teil« der für die männlichen Arbeitnehmer getroffenen Ab« machungen über ß SIS B G.B. teilhaftig werden läßt. Die ring» fteien Brauereien haben fich den Vereinbarungen angeschlossen. Lodz. 134] Das gelobte£anö. Roman von 23. St. R e y m o n t. „Was sagen Sie zu meinem Plan?" unterbrach ihn Moritz. »Ihre Frau Mutter war eine Kusine don mir, wiffen Sie das?" „Baumwollreste hat sie in der Piotrkowerstraße derkanft. Und bißchen auf Pfänder geliehen... „Sie sind ihr sehr ähnlich. Sie war eine schöne Frau. umfangreich, große Frau. Ich werd' Ihnen was sagen, Sie haben einen Kopf, Sie gefallen mir... und weil ich rS gern Hab', wenn junge Leute Verstand haben, weil ich gern Hab', Klugen zu helfen, so werd' ich Ihnen helfen. Ihr Plan gefällt mir." „Wüßt' ich doch, daß Sie ein kluger Mann find." „Wir machen's zusainmen." „Geben Sie Geld her?" „Ich fleb's Ihnen." „Großen Kredit?" ..Verschaff' ich." Eingehend besprachen sie nun die einzelnen Punkte des zukünftigen Kompagniegeschäfts und legten ein Programm fest, wie sie vorgehen wollten. „Das war' das eine Geschäft, jetzt kommt das zweite, ich geh' mich verloben," sprach Moritz. .Mitgift?"> „Mela Grünspan." „Warten Sie. bis die Sache mit Großmann erledigt ist." „Jetzt werden wir grab schneller einig, ich iverde ihnen Helsen." „Du gefällst mir sehr. Moritz, du gefällst mir so. daß ich dir meine Marry geben würde, wenn sie erwachsen wäre, und sie hat zweihunderttausend." „Zu wenig." „Zwcihundertvierzig würd' ich geben, warten Sie ein Jahr." „Kann nicht, in einem Jahr dreihundert, billiger kann ich nicht warten." .IS' schon gut, kommen Sie Sonntags zu mir zum In den Mühlen hat eine Lohnbewegung stattgefunden, die gleich« falls weitere Lohnaufbesserungen zeitigte. So in der Salomon- mühle um 5 M.. in der Viltoriamühle um 3 M. pro Woche. Die Humboldl« und Bertheimmühle machten ebenfalls weitere Zu« aeständnifie; nur in der Schüttmühle ist es noch nicht gelungen, die Belriebsleitung davon zp überzeugen, daß auch ihre Arbeiter ein Recht haben, als Menschen zu leben. Diese Ueberzeugung wird ihr beigebracht werden, sobald die Arbeiter auch dort von der Pflicht, sich zu organisieren, ergriffen sind. Von dem Direktor Köhler der Deutschen Bierbrauerei Pichelsdorf wird gesagt, daß er die Frauen von Kriegsteilnehmern zwingen will, in seinem Betriebe zu ar- beiten, gleichgültig, ob dieselben in Berlin wohnen und zu ver« sorgende Angehörige haben oder nicht. Betont wurde aber, daß dies der einzige Betrieb sei, in welchem den Frauen der Kriegs« teilnehnier die paar Mark Unterstützung in dieser Weise vorenthallen werden sollen. Der Mitgliederbestand ist seit dem 2. Quartal um 172 auf 17S8 gestiegen. Der Einnahme von 14 823,70 M. steht eine Ausgabe von 12 344,16 M. entgegen. Der Hauptkaffe wurden 2476.54 M. überwiesen. Gegen 1613 sind die AuSgaben für Krankenunter- stützung um 33Vk Proz. gestiegen, sie betrugen im BerichtSquartal 5271,26 M. In der Lokalkasse stehen 4524,46 M. Einnahme 3431,56 M. Ausgabe gegenüber; das Lokalkaffenvermögeu beträgt einschließlich der 1662,86 M. Mehreinnahme 46 808,41 M. Jnöustrie und Handel. Die Berliner Elettriz'tötSwcrke A.-G. verteilt auf die Stamm- aftien 16 Proz. gegen 8 Proz. im Porjahre und auf die Vorzug«- aktien wie bisher 4'/, Proz. Der Reingewinn ist von 4,6 auf 5,5 Millionen Mark gestiegen. Im Geschäftsbericht heißt es: Wir überließen zum EinstandSwerte nom. 566 666 M. Aktien der Braun« kohlenwerke und Dampsziegeleien Grube Auguste bei Bitter- feld an die Grube Leopold bei Edderitz A.-G. zum Zweck einheit« licher Verwaltung. Unserem im wesentlichen unveränderten Besitz an Effekten traten 4 666 666 M. Aktien der Felten«.Guil- leaume Carlswerk A.- G. hinzu, die wir von einer der All« gemeinen ElektrizitätS« Gesellschaft nahestehenden Gesellschaft zu mäßigem Preise erwarben, und 566 666 Kr. Aktien der Tramway- und ElektrizitätS« Gesellschaft Linz-Urfahr, eines gesunden Unternehmens, das für 1617 8 Proz. Dividende verteilt«. Unsere Beteiligung am Konsortium Bayerische Stickstoffwerke A.-G. ist mit Nutzen begeben; wir übernahmen Konsortialbeteili- gung an Straßenbahnen und EleftrizitätS-Gesellschaften in Brüx und T r i e st zum Buchwert von 275 615 M. Durch Abstoßung des Elektrowerkegefchäfts waren wir in den Besitz von 16 666 666 M. AEG-Aktien gelangt, die einem Konsortium über- laflen wurden, weil es nicht in unserem Plane lag, dauernd Groß« aktionärin der AEG zu bleiben. Im Berichtsjahr wurde ein Teil- betrag abgerechnet. Die ElektrizitätS-LieferungS» Gesellschaft und die Sächsisch« Elektrizität«- LieferungS-Gesellschaft haben Tariferhöhungen erlangt. Sie haben für 1617 wieder 16 Proz. Dividende verteilt. Der Ge- schäftSgang deS lausenden Jahres entspricht dem deS Vorjahres. Die in guter Entwicklung befindliche Grube Leopold bei Edderitz. Aktiengesellschaft, erhöhte die Dividende von 8 Proz. aus 16 Proz. Der Aufschluß de» zweiten Tagebaus, der Ausbau der Britettfabrik und der Kraftstation in Holzweißig werden den Ertrag de» laufenden Geschäftsjahres günstig beeinfluffen. Die Elektro« chemischen Werke m. b. H. konnten ihre Dividende von 12 Proz. auf 15 Proz. erhöhen und arbeiten mit gutem Erfolg. Kgl. Schausplelhaus: ,vie Iuüasglocke�, van Hau» Knobloch. Ein grob Kus.um SO. Tedurtslag unsere? Wieden Sohne» und guten j Sruder», de» Kanonier» psv! LflikiZes U«'allen am 16. Juli 1018. Sewidmet von sein:« nntröstiiche» Mtern und j rHeschwilier». 1A »erlin, Cvpeuickcr Zttr.il». Warum ist da» Leben so ernst, so schwer? Die in grauer Tömmttung geh' ich nmo-r. Ich weine in Leid und Not. Mein Junge, mein �ebe>, nun bist Du toi— Und fallen auch viele in Ilmiger Schlacht, Darum i>al der Krieg den Tod Dir gebracht? Warum triff! der Blitz die Eiche, die st�rri? Darum nicht Stämme mit morschem Mark? Darum ist, wa« jung, dem l Tode geweiht? Warum lebt noch lange, was l zum Tode bereit? Zrage. und Klage werden nie stumm, Und immer wieder frag' ich warum, ach worum? Denn keine T'.iue schmerz- licher rinnt. «l» eine Mutler weint um ihr Kind. Nun rub« sankt, bi» ich Dir folgen kann. »»»»««•«»««*«•&»»•«#<»«« Oegea Husten, Heiserkeit und die katarrhalischen Begleiterscheinungen der Grippe werden ärztlicherseits Snccolan-Tabletten Marke Dr. Fahlberg empfohlen. � In allen Apotheken und Drogerien erhältlich, Saccharin-Fabrik, Aktiengesellschaft, vorm. Fahlberg, List& Co., Magdeburg-Südost.- wwmnMMMWMiiMiBiBtiiBnrMMgaatniiiBHiiiiiiiiiiBii II i iii II»I■wmmi i una i i iniiiii iiiwiiiiii iinain— mnaiiiinw w Spezia'arz! 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B6676j -r' f' dfutlch«r RiftalUrtelttr- Verdevä Den Mitgliedern zur Nach- richt, daß unser Kollege der Zeugschmietz !?»?« WSttl Admiralstr. 2?.. am 4. Novbr. gestorben ist. Die Beerdigimg findet beul« Freitag, ten 8 No- vemver, nachmittag? 8 Uhr. von der Leichenballe d-t St. Simeons-Kirchdose? tn Neulölln, Mariendorser Weg, au? statt. Rege vcletligung wird erwartet. �aotDruko. i Den Mitgliedern ferner | rur Nachricht, daß unser ? Kollege. Oer Klemstner l«V AMlM Neukölln, Schudomastr. 6, am 26. Oktober gestorben ist. Den Mitgliedern serner! zur Nachricht, daß unier c> Kollegin, die MetaUarbeiterrn! MS« Alsmiil Neulölln, Weferllr. 308, am 29. Ottoder gestorben t'i. llfihre ihrem Andenken l 12111 VI« Vriieveviltuag Allen Verwandten ! Bekannten die traurige 1 i richt, daß mein lieber Mann. j unser guter Dater derHändler\ Bermann Nelzel | am 6. November nach j schweren Leiden im Atter von 57 Jahren verstorben ist. Die« zeigen schmerzersüvt i an Frau.Aitern Wcigcll und Tochter, verlrn, Febmarnstr. 11. j Die Beerdigung findt! morgen Sonirabend, den/ 9. Nooember, nachmittag»! '/,4 Uhr, aus dem Alten f Pauls-Kirchhos in der See-- straße stalt. SIAj LpsÄstsrzi gff. Mölt. UaekenlkZß Iil!-SrDstiiia.1t»!-!,.u.8avuvnio ro» giutunterourlrongoa. Sobaatto, »iodoao,»obmorrlsts ltolivog obno Soautsetlli-rmg. roilrvlttung !>.». med. Uaticnö, Frisrfriöhstr. SO Iü> Sjrphill», Ham-.F�rjsnloidsn, ipez.: chron. Fälle. Schmerzlos, tilizeste Bch.rndlg. atme Beruf?» / störung. Bluiunlersuchnng. Mäß. Preise. Teiizahlung Tpr. Itt— 1 und 5—8, Sonnt. 11— l._ Dr.ÄlfredSImonsoiiii InvaHde-üktr. LH' ist von 4—5 ,il iprechcri. 2TVsts? „�SfelißtterÄSciiSizel, Berlin, Neue Jakobstratze 5 Krdflkfr-iWtadrf? OffSfira|tj»f Cffifl- Sonntag abend entschlief a» Lungenenlzündung un- iere langjährige Sport»- genoffin, Fem« 9/2 /Wartha Kinzel. #fere ihre«««denke«! i Die Deerdigung Hai am j Donn«r»tag stattgefunden. Die«rnppenleiiung. I �yCa��rTr �SS-OnUr� l ttBockn.GiSMl •r»RiWkT»WMOa.S&CMtX.a+ £ Lstefliiiiirieia mit niechspitBea, 70 cm i*.nR. 1 DUd. 8 M,, 2 Dmd. 9 M., gegen N»ch- nahm«, solange Vorrat reicht C. Sandmann, ViuTirf 11 Langgaoa» 12. 1 1 1Z Ziegen-Jagdwursl ZleyeD-leberwurst Ziegen-Wieaer paflenb für Gastwirte iiegan-Bodwurst, Ztegen- eisch empfiehlt 1 39/ r9 l. Pfisk«,"SK'IS* Tel.: Pfalzburg 4364. * i. SeslSzelSerls«! Rrttff.te«, Viasthüstxer. Diastkantnchen, Maktzirgen. täglich frisch, in großer Au?wabl m nahe Töpenicker Straß».' 2, Gefchäst: llhtandftr.?-it. Lovckoranzodct in bodeuoe-, Zedmuti-, vkRtoh-, kiagvl- vn» st-osthllatte» tllapidgr,«»») uvel llodruhhaea. Uan»««> pr«iv> Luei llnebliiioti, Stelrstr»«# 0, Orettlon-A. rervspreehar 19429. Zigarren von 750 S. Mille an, an Seldst- veibraucher, Kantinen und Diederverkäufer abzugeben. G l m«n. Kttwbntcritr.lg. 1 EleyaDfa H«rr®a- Sportpeize 1 so lange ▼errat ist, nur"G*G USOMarfclS Pelz�aren-Haus� Unckcsch. 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Die velfetzung findet am Montag, den t>. November, nachminaa» 3 Uhr, von der L-iwenhalle de? Auf- erstehung?- Friedhofe? in Weinenfee au» statt. sSLÖbb Danksagung. ftür die vielen Beweise herz- licher Teiln chme bei der ö«- erdrgwrg meine« geliebten Manne», nnjere« guten Dater« sagen wir hiermit allen De- leiligten unseren t-efgesühltesten DauL»lA Mi«. LIl8»de!d Xliog «tbft ftittbem. Meine Fleckte ttv Irrt* 8el«iit,inn» !«nn-Wai«i*t,nni!n»l»rt€4'!— Otto oiclsal, Berlin 43 Wer Bächer zur Weihnacht schenken will, verlange sofort das neue reichhalt. Bücher- verxeichnis(mehrere 100. meist stark im Preis her abgesetzte Geschenk- und Unterhaltungsbüchor, fast durchweg gute Drucke aus Priedenszeit) MW. ohne Preisaufschlage TÜB grell* uvit franko vorn Vorlag Sehwefaer 4fc Ca., Abt SC5. iiertstn NW 87. Wouopvlsrag« an» Arbeiter- flafie»vv grinrith ffunen-a a. Dürste bald im Vordergrund der politischen Erörterringen stehen Pres» gebunden r,— broslh. 4,— M. 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Oktober 1912 bi? zum 80. September 1913 eeborcncn Kinder edeufirllS brr.u«e mit„GII" gekennzeichnete Mtlchkarren. Die zu verablolgende Liternrenge ist auf den Kranken- mid Sonderkarten, n cht aber auf den Kwdcrkarlen aufgedruckt. Welche Lollmtlchmenge auf die Kindertarleu verabsargi wird, wird noch besondeis bekannt gegeben werderi. Die Inhaber von Bollmilchkarien haben die Dezembcrlarten bi» zu« ZV. Sivvember d«. I».-inschlienttch dem Ski-* Händler vorzulegen. Die aus lilrund dieser Sicuainneldung erfolgende Belieserung gilt für die Zeit vom 1. bi? 3t. De- »ember 1313. Die„AI",.All",.BI" und ,BII" Kinderkarten serner die curch cm grogc?.A" in der oberen rcchien Ecke ge- kennzeichneten 5Uantentcrten dürfen nur in den ,A— mrd B1* ZIkilchge chästen, die ,01" und.Oll" Kinder karten sowie die Übrigen Dollmilchkarten und VollmilchdezugSschcine nur i.i den ,C' Zllrlchgeschäslen angemeldet werden. Die verschiedenen Arien von«Seichästen find durch ein entiprechendc? Plakat im Schausenster kenntlich gemacht. Der Rilchbändler hat die Kontrollabichnittc abzuschneiden, den eine«(link? unten) hat er auHudewahrc», den anderen (recht» unten) bat er wie bisher zur Fett'lelle Groß- Berlin (Milch), einzusenden. Die Milchhändler werden daraus aus- merkstrm gemacht, daß die Kontrallabichnitte biet zum!?;>.-JJo« vemver dS. I?. bei der Feltllclle»roß-Berl,n(Milch). Berti« 0.2, Poststr. 5, eingegangen sein müssen,(ftaic Vertänavrnng dtescr Frist kann unter keinen Umstäuddr. stattfinde«. Die Mitchtarten dürien von den Häublcrn nicht tn Ke- wahriom genommen werden, tor.dern btciben in den Händen der Dczugsberechtigten. Die Mrlaikarten sind lärttch vorzulegen, der Muchbändler hat täglich den gültigen TageSabschnitt abzritren.ien und an sich zu nehmen. Berlin, den 4. November 1918. K-ttfteUe Grrch-Verliu(Milch). Die vollmtlchlarten für Dezember 1918 find in verlin so« den Droltommiifionen sür die Kinder im 1. und 2. Lebensjahre am Sonnabend, den 9. und Montag, den II. November 1318, sür die Kinder im 3. und 4. L-bensjabre am Dienktag, den 12. und Mittwoch, den 13. November 1318, sür die Kinder im 5. und 5. LebenZsabre am Donnerstag, den 14. und Freitag, den 15. November 1318, abzubolen. Jedoch find den Haushaltungen, denen Karten>ür verschiedene, vilersstusen zustehen. sämttime Milchlarten an einem Tage auszuhändigen. Karten sür Kranke werden wie bisher von der Zentralstelle für Krarckenernäbrung zugesandt. Soweit fie fick bi» zu den �vorstehend settgefezt.n?tmneldu>!gs« lermine» bereit» in den Händen der Empiänger befinden, ra Me Anmeldung innerhalb der Frist zu bewirken. Dle nach Ablauf der Frist übersandten Karten tragen den Stencpei.Nach- anmeidung" und können jederzeit angemeldet werden. Den am 1. Ottober tSlt und tpätcr geborenen Kindern werden im Monat Dezember Nährmiirel und zwar je ein Ptund gewährt. Au! die.AI"..All",.BI" und„Btl" Kinder arten wer dt n Dezugslcheine über je ein Psitnd Nährmittel,(Hafer- stocken, Gerslenmehi oder Driefi) zur Ausgabe gelangen Die AüSgabe der v-zugSfcheine ersolgt zusammen mit der Ausgabe der DezembermUchkarten. Lerlin, den 4. November 1313. Magistrat der Königlichen Hanpt-»nd Residenzstadt. Tgb. I?,41. F. Mt.________'___ Ei�en Posten Sehlafiiffisaer™ 1 Köchen*"§/§ solange Vorret. stn verkanfen. MäbeShausK.Sioizmaim si. an 33QL 100 Belieaiiiancesiraße 100. Iterlln fSW. ZeMer KelSHM-MSmü. ©ccJoaltutififiicfle Verlin.* 54, t'inistiftrcfjc SS— 85- lÄeichästZzeit von 9— 1 Ufjr und von 4—7 Uhr. Tclevhon: Am! Aord-n ISS, 1239. 1S87, 3714. Bauanschiäger. K<>nr>ti»x. den I O. Koveiniber.•vormittnc:« IC l.'hr, Im fjokal von Unmincl, fSophlcnairallo Zkr. 5: RMeWrWM« sc ZemMgki. Tagetoidnung: 1. ZZerbondZ« und Srnnchknon-ieltgeiihtiien. L. Diikussimr 3. Verichtrdeue«. CS ist Pflicht aller Kovezen, pünkiüch und iohlrelch zu erscheinen. 120,'20 Die Ortavei-vraltMus- IMe Probe yl&nxen«l bestanden bst die „Hansa Gloria" TahakZhnlichft tm Aussehen. Prond u Gelchmaik, PehSrdltch genehmtsit n,»erfteuect. Un'trelrig eine? der delten Erzeugnisse, die dither aus dieiem Kebiete' dcruuSgebracht: zabirei-ue Aackbeslellunqen beweisen Msiich aus« neue die vrauchdarleit. P«rkauiSpreiS:,l''nllet IvS Sr. I.»5. Drobepoit- psb.»« SIC Psteb» t—. Bei Mchrentnaome höheren Dabatt,»iile'nvertrewnz und AnbriAager: jttshazü 6182 1, Wsidmannsluaf V. tSrasfisien und verlreter geiuchi b«i S»e»n, �»E �aknpraxi« M, Löser Brunnenstraße 185 zwthr.Ä j Spr. 10— 1, B— 8, Soartivjfs 10— 12. Tel.: Norden 9233. {KQfistl. ZMns. Eranen, Brücken üsw. Schonendste ßehmidlnR�. SM«» Der MipSe Oonpekoller der lel! der Firm» JUllüS LätZ>» POSCn. G®Fr 181T Patentantl. reschätitee Wareneeir.hen a. D. R. Gr. M W) cm= 8 M.. 65 cm- 8.äO ffl.,«Z ein-- v BS.. 65 cm= O.SO M., 70«ir.— SO ZI.(feg. 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Kleines Schanspielhans Fasanenstraßo 1, Portal 8. 7'/, Uhr: Frühling« Erwachen. Volksbühne Theater am Bülowylnte. Direktion Friedrich KayDIer. 7'/, ühr: Klrachyarten. Lesslng-Tbeater. Direkt.: Viktor Barnowsky. 7 Uhr: Peer<«ynt. Ebd.: Der Marqul* ton Reith. Deutsches Künstler-Theater. Allabendlich 71/, Uhr: Srachtbelcaehtanc. Anfcratehnnc. Theater'„-.Königgrätzerstr. '1,8 Uhr: Erdgeist. Komödienhaus '1,8 U.: Die tanzende Nymphe. BerlinerTheater 7 Uhr: Sterne, die wieder leuchten. Casino- Theater. lothringer Str. 87. Tdgl.'/.S U.: Rur noch bis 11. November her»rsoizreiche Poffen-Schloger Dienst., 12. Nov.. zum l. Mal« Die goldene Brüde. Sonnt. Z'/.: Der Siingling. TMrlFMrichslällt. Ecke Priedrioh- u. Linienstt 7'/, Uhr. TägL: Nord. 8660. Kaiserplatz 3, 1 Tr. *. Möllendorff. Georg. L. Holm». Sonnabend u. Sonntas ö'f«: Hantel u. Gretal Im Zauberwald. National-Theater. enioker Str. her grotle 7'/, Oöjenioker Str. 68. 71/i Operettenerfolg i Prinzenliebe. Bonnt. S'f,: StudeBtenllebohen. Theater für Freitag, 8. November* Palast-Theater Oentral-Theater vÄ- Die Hose m Stambol. Deatscbea Operatama* 7 uhr: Der Zigeunerbaron, Prladrlcb-Wllhelmst. Theater ri. uhr. Hannerl. Kleines Theater « uhr. Liebelei. Reichshallen-Theater. Allabendlich 7'/, Uhr and Sonntag nachmittag» 3 Uhr: Stelliner Sänger. Nachmittag* armU. Prelac I Komiwehe Oper T�tr�SehvarzwaldiDilde Btg. 8'f(: Sohwarzwaldm&dal Xjnwtwplelhans Die spanische Fliege. Metropol-Theater Die Fasehlngsfee Neues Opereftenhaos 7i/,uht! Das sOOe Mädel. Otg. J1!,: Dar Soldat dar Marie. TV. ühr: Healdenw-Theater t«/, uhr: Lllli Grün. Sehlller-Th. Oharl. 7v. uhr: Ds8 Konzert. Thalia-Theater 7V«: Unter dar blflhanden Undo. Bonnabend SV, Uhr: Die Relao Int Sohlaraffenland. Theater am Nollendorfplatz 7 Uhr: Theater den Weatens Tf. u�r: Die iDStige Witwe mit Guido Thielacher. Wallner-Theater tv. uhr Gral Habenlelits. Sonnt. 8*/, Uhr: FrflhMngduft GewcrM(l)aft$l)au$. • Im große« Gaul Sonntag, den 10. November 1018: IrMMWM'ZlM«. Moniert der JngendkapeNe. Namenlos. Gesungen wird »mfte nnb Heitere vortrige. Mllwirtung des MdnnrrchorS von 40 Sängern: Die Himmel rühmen..... Der Frühling naht mit Brausen. v. Beethoven. v. Mendelssohn. Im Restaurant Ms Jmncn-üDatmi jmnmrlD" nnb humoristischer Vortrag des Frl.«va Senftenberg. Sonntag mittag: OchsenIchwanzsuHpe... 0,60 Lach« hellandaise... 4,— Zanderfilet ta Meihweiv. 8,— Psesserlinge..... 2,— Hermgsliopse..... 8.— Sauerbraten mit Klötzen Steyrlsche Pul«.... b,— Kaninchenrüden..,. 6,— Kompott— Salat Speis«. Heute Verteilung von Fettenten und Hühnern a Pfund V Mark. Heute und morgen: Hühnerbrühe, a Liter 60 Pf., und darin gekochte Fetthühuer V» Huhu 10 Mark. In der Concordia. Andreasstr. 64, Der Film zur richtigen Stande: Ferdinand Lassalle. Anfang: Wochentag» 5 Uhr nntf S1/« Uhr. Walhalla-Theater. TV, Uhr: ingnst der Starke. Trianon-Theater Bbf. Frledrloh.tr. Ztr. 4927,2391 Nachm. 4 Uhr, kl. Preiae: Schneewittchen. Tftglioh acht Uhr; Der gute Rn( von Hermann Sudormann. Ida WDot. Bruno Kaatnor. Emma Dabner. Hugo Flink. Kenia. ScMnfeid. Tollen. Sounab. 4: Hänsel und Grote). Sonntag 4: iobanntstouer. Kabaret iÜraimesj Diele Alernnderftraste SS «lexanderplatz Elsa Kronen Wallh Lyr Willy Horwtv Ada Krugmann Wolff-Scheele Douy n. Chica. I�ose-Tkeater. TL Uhr: Qantnp. d. Priedr.- Wilhclmat&dt. Theaters: Du DrelmEderlhM«. Kükük lilehtaplcle Große Mtnrter Str. 28, a. d. An.lrcaaatrallo. Ernst Reicher als DctebtlT Stuart Web» in Der Teufelswalzer. Anfang S Uhr. JBüscK TaÄI. 7'/,. Sonnt. S'/.u.T'/, Zoolog. Potpourri. Kutacnaprung au» der Zlrknaknppcl. 8 Vera«, bosto Draht« ••ilarbtit. Die Clhrtnerlu mit ihren Blnmanpferden, in dar hohen Schale gor. von FrL Adele Althofl. Corty• Altbotl» neue FrelheHedretlurem Oberon. Phantastisch. Wasser-Pant Henry Bender Qisa Kolbe Otto Röhr Humorist am Flügel sowie der Große bunte November-Spielplan 12 Kunstkräfte 12 Admlralspalast Die Prinzessin von Tragant. Wer Iii die Schönste? Kajdah. 7'l Uhr. ilexaoiier-Lietitspiele 18 Alexandoratr. 18 vom 8.— 11. November: Die Btfraenkttnlgin mit Asta Bilsen und da» groie Beiprogramm. �Woohentgt.8, Sonnt. 4 D. � Apollo Friednohatr. 218 Dir.: James Klein. 1?»/, Sonnt. 31/, u. 7'/, I Die Welt geht unter! Qrofle Varietö-Ans- stattangbschsa in vielen Bildern mit| Senta Söncland Ernst Lubitsch usw. Sonnt. S'/i Uhr jeder I 1 Erwachs! Kind frei 1 1 ISr tiefte Brat, und Euppenhühuer, Maftenten und Pute». Kantuchem und Dauben, gu»e Milchziegc. Sckiuldt vorm Tunclic, Planuler Lt. am Hallelchen Tor undKosenthalkrZtr.öö. moderne fterm, selnfle« Seiden» futler, billig abzugeben. s9SL* Uluncr Baaur Kaiser- Wilhelm» Straste IS am Alexanderplatz. SuIlWdssuösöi Scliouebura— ta— 128 Hauptstr. 122-123, Täglich ab Sonnabend, d. 9. Hoyeraber Gr. Ehren-Ringkämpfe u. a. Weltmclster-Rlnger Hau» Schwärs vorher da» hervorragend» Variott-Programm. K«»»en-Er8flnunf 7 Uhr, Verhau! in?lasehen au Private. 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