Nr. 313. 33. Jahrg. Bezugspreis: «iett«r|fl6ti.5,40!IRf. Monat! 1,80 SRI, frei ins Haus, voraus, aOlbar.Sinzelne Nummern lv Pfennig, Pokbezug: Wonaiach, vom PolttSalier ab,»Voten l�O Mt. vom Briefträger ms Haus ge- brack» t.St Mi Umei«reu, band für Deuiichtar d und Oellerre�ch- Ungarn s.— Ml,, iür das übrige AuSlanb K.50 Ml. manatüch. Seriand ms Aeld beidirellcr Peflcllungmonaii 2,— Ml. Bolibeliellungen neomen an Däne- mar!. Holland, kuremburg, Schweden und die Schwei«, Singelroaen in die P-'t-�eimnos-BreiZIifle. Sricheint täglich. Telegramm- Abreise: .Sozialdemokrat Berlin�. Verlinev VolKsblctkk. (�10 Pfennig� ZlnzeigcnpreiS: T>!encbengcspllIlcneKolonelzciIekosfs> Kl Big,..Kleine Anzeigen", das I-llgedruSie Wo« SO Pfg. lzuläfj.g 2 fetlgedruckle Worte). ledes weitere Wort IS Psg. Slellengeiuche und Echlafslellcnanzeigcn das erste Wort 20 Pfg.. led-S weitere Wort 10 Pfg. Woric über lö Luchitaben zählen si'.r ipei Warle Tcuerlingszuichlng 300/o, Familien-Anzeigen, voliiiiche und gewerlichaiiliche Vereins- Anzeigen 70 Pig die Zeile. Rnzeigel! iür die nächiie Nummer müsien bis Z Ilfit nachmillags im Hauvleclchölt Lcrlm EW.S8, Lsndeniiraß« S. abiegeben «erden. Gcvftnei von S ilhr stüh bis 7 Uhr abends. Zcntralorgan äer fosialdctnohratt f Acn Parte! Deutfcblands. Neöaktion: Ew. 68, Linüenstrahe 3. sfernlvrecher:«mt Moriuvlaa. Str. 15190— 15197. Dienstag, den 13. November 1918. Expeüitioa: EN. 68» Linöenstraße 3. Herusprecher:«m» Mori«vla«f, Nr. 15190— 151 97. Die prcussiklK Dolksregicrung gebildet. Die Soldaten für Einigkeit! Zu den erfreulichsten Ereignissen der letzten Tage gehört das immer stärker zutage tretende Verlangen der Soldaten, die sozialistische Einigkeit unter allen Umständen hochzuhalten. Die Soldaten haben Vertrauen zur neuen Ne- gierung, weil sie auf dem Boden der gemeinsamen Arbeit steht, sie haben ebenso starkes Mißtrauen gegen jeden und jedes, das die Einigkeit zu gefährden scheint. Vom Geist der militaristischen Disziplin, des stumpfen Kadavergehorsams, baben sie sich gründlich befreit, aber der Korpsgeist, die Solidarität, die in Stunden der Gefahr nicht entbehrt werden können, sind um so lebendiger geblieben. Das kann als gutes, heilbringendes Zeichen begrüßt werden, Sind auch die Arbeiter in ihrer ungeheuren Mehr- heit für geschlossenes Handeln, so sind die Soldaten erst recht das einigende, ordnende Element. Durch jahrelanges Draußen- sein dem parteipolitischen Leben im engeren Sinne entfremdet, sind sie doch klar in der Ueberzengung, daß nur die Ordnung der Freiheit, nur die O r d n u u g d e r D e m o k r a t i cz die Lage retten kann. Sie seben auch vollkommen ein, daß es das ganze deutsche Volk sein niuß, das über die endgültige Gestaltung der Verhältnisse in Deutschland das letzte entscheidende Wort svricht. Ihr praktischer Sinn sagt ihnen, daß es jetzt ans das Notwendigste ankommt, Frieden zu schließen, die Le- bcnsmittelversorgung zu sichern, die Dcmobilisation nicht zum Cbaos ausarten zu lassen. Auf diesen Gebieten bestehen aber keinerlei Meinungsverschiedenheiten zwischen den Sozialisten der verschiedenen Richtungen, sicher nicht solche grundsätzlicher Art. Die neue Regierung arbeitet. Sie hat, wie wir ichon gestern mitteilten, den Waffenstillstand unterzeichnen müssen, hat aber narbher sofort Schritte unternommen, um die außerordentliche Härte der Bedingungen zu mildern. Da- für stehen ihr nalb dem Stande der Dinge nur moralische Mittel zu Gebote, die sie in einem eindringlichen Appell an die Völker zur Anwendung gebracht hat. Die Soldaten sind aber für brüderliche Einigung nicht nur innerhalb der Grenzen, sondern auch über die der- fallenden Schützengräben hinaus Der letzte Schuß im Weltkrieg ist verhallt. Der Frieden kommt. Und der Wunsch regt sich, daß� die Soldaten, die viereinbiertel Jahre lang miteinander Krieg führen mußten, nun auch Frieden miteinander schließen könnten. Das würde ein wahrer dauernder Frieden der Mensch. lichkeit und der Gerechtigkeit sein! Einstellung öer ßeinöseligkeiten. Amtlich. Großes Hauptquartier, 11. November 1918. Westlicher KrtegSschauplay. Bei Abwehr amerikanischer Angriffe-s-lich der MaaS zeichneten sich durch erfolgreiche Gegenstöße das bra-idcnburgische Rcicevc. Jnfantcric-Regiment Nr. 2«7 unter seinem Kommandeur Oberst. lrulnant Hcnnigs und Trnpve» der 192. sächsische» Infiiiiterlc- Division unter Führung des Oberstleutnants v. Zeschau, Kommandeurs des Jnfantcr e-RegimcntS Nr 183, besonders auS. Infolge Unterzeichnung des WasfcnstillstandSvcr- träges wurden henke mittag an allen Fronten die Feind- seligkciten eingestellt. Der Erste Genrralquarliermeistrr. G r o e n e r. » J Metz, 11. November. Tie dem hiesigen Arbeiter- und Soldatrnrat nnterstrhende Funlspruchstation fing folgenden Funkspruch auf: Marschall F o ch an die Obcrkommatzdiercnden: 1. Feindseligkeiten werden au der gnnzen Front am 11. November 11 Uhr französischer Zeit, ein- gestellt. 2. Alliierten Truppen erhalten bis weiteres Befehl, die an diesem Tage und zu dieser Stunde erreichten Linien nicht zu überschreiten. Marschall Foch. Haag, 11. November.(Hollandsch Nienwsbüreaus.) Aus Paris wird gemeldet: Der Termin für die Räu- m u n g ist um 24 Stunden verlängert worden, für das linke Nheinufer um 5 Tage, also im ganzen für diesen Strich aus 31 Tage bestimmt worden. Sechsgliedriges politisches 5?abinett. Der Lollzugörat des Arbeiter- und Soldatenrats hat zu Mitgliedern des politischen Kabinetts für Preußen folgende Genossen ernannt: Paul Hirsch und Heinrich Strocbel als Bor- sitzende, scrncr Otto Braun, Engen E r n st, Adolf H o f f m a n n. Ein sechstes Mitglied tritt noch hinzu. Mit der Wahrnehmung der Geschäfte des bisherigen Landwirtschastsministeriums sind die Genossen Otto Braun und Adolf H o f e r, mit der Wahr- nehmung der Geschäfte der inneren Verwaltung die Genossen Paul Hirsch und Emil Eichhorn, mit der Wahrnehmung der Geschäfte der Groß-Bcrliner Polizei Gr- nosse Eugen Ernst, mit der Wahrnehmung der Geschäfte des bisherigen Finanzministeriums Genosse D r. Albert Südekum, mit der Wahrnehmung der Geschäfte des bisherigen Kultusministeriums die Genossen Adols H o f f m a n u und K o n r a d Harnisch beauf- tragt. Tic Vervollständigung der Regierung erfolgt baldigst. ZrieöensbLÜinxungen öer Entente. Amsterdam, 11. November. Ei» Pariser Funkspruch lautet: Die ten deutschen Bevollmächtigten überreichte Note enthält auch gewisse Einzelheiten über die Friedcnsbcdingungen. So erklärt der Bcrband, daß die Besetzung von deutschem Gebiet, abgesehen von Elsaß-Lothringen, nur vorübergehend sein soll. Auch wurden bereits schätzungsweise Zahlen für die z u leistende Entschädigung für Nord-Frankreich, Belgien und die Verlfeerungen des Unterseebootkrieges genannt. Diese Entschä- digung soll nicht nur in Bargeld zu leisten sein, sondern auch in Gestalt von beschlagnahmten Schissen und zu liefernden Materials berechnet werden. Erzbcrger soll erklärt haben, daß Deutschland die Be- dingungen wahrscheinlich annehmen werde. Der Solöatenrat öer öeutschen Lront. Hindeuburg und Groener. Das Große Hauptquartier hat dem Hamburger Soldaten- rat folgendes mitgeteilt: An der Front ist ebenfalls ein Sol- dateurat gebildet worden. Die Bildung ist ruhig verlausen. Ter Soldatcnrat wird morgen mit Gcneralfeldniarschall v. Hindeuburg in Verbindung trete» und diesem die Forde- rungen vorlegen. Ter Kölner Arbeiter- nnd Soldatenrat teilt mit: General- seldmarschall Hindcnburg und Gencralquartiermeister Groener haben den Kölner Arbeiter- und Soldatcnrat bitten lassen, eine Vertretung zu einer wichtigen Beratung sofort ins Hauptquartier zu senden. Es sind am Montag früh abgereist ans dem Kölner Arbeiter- und Soldateurat: Fuchsins, Schulte nnd Sollmann. Wie der Kölner Arbeiter- und Soldatenrat zuverlässig er- fährt, hat Hindcnbnrg in einem Telegramm an die neue Rc- gierung sich mit der Ärmee zu ihrer Verfügung gestellt, um ein Chaos z« vermeiden. ♦ St. Avold, 11. November.(Drahtbericht aus dem Haupt- auartier der 19. Armee.) Ter Soldatenrat des Armeeober- kommandos 19 hat sich am Sonntag konstituiert. Er ist ge- bildet von Vertretern der Abteilungen und Stäbe des Armee- oberkommandos. Der Soldatenrat stellte folgende Bedin- gungen: 1. Entwaffnung sämtlicher Offiziere. 2. Sicherung sämt- licher Lebensmittelbcstände in den Proviantämtern und in sonstigem militärischen Gewahrsam durch Besetzung. 3. Ueber- wochung des militärischen Nachrichtenverkehrs durch den Soldatenrat. 4. Tie Mitglieder des Soldatenratcs sind von jedem Dlcnst befreit. Das Oberkommando hat diese Bedingungen angenommen. Die Garnison St. Avold macht mit dem Soldatenrat der 19. Armee gemeinsame Sache. die Nej?ortminifter vorläufig im /lmt belafien. Amtlich. Berlin, 11. November. Die Staatssekretäre uns die Chefs der Reichsbchördeu sind von der Rcichsrrgiernng mit der vorläufigen Wetterführung der Geschäfte beauftragt worden. Das Eindringen unbefugter Personen in die Ge- schäftsräume der Rcichsbehördcn und die Uebcrnahme amtlicher Geschäfte durch solche Personen ist nicht gestattet. Die Rcichsregieruug. Ebert. Haast. Wien, 11. November. Genosse Dr. Viktor Adler, der Minister des Acußcrn für Dcutschösterrcich, ist gestorben. Die sozialistische Internationale betrauert den Tod eines ihrer Besten. Auch. iver von der sozialistischen I n t e r- nationale sehr wenig wußte, kannte doch die Namen Bebel, Jaurds und Viktor Adler. Ihr starker Drei- klang tönt uns heute noch als eine Friedensverheißung der- gangener Zeit. War Viktor Adler für die Internationale viel, so war er für uns Sozialdemokraten deutscher Zunge noch mehr. So wenig er in der Oeffcntlichkeit der deutschen Reichspolitik hervortrat, so gab es doch keine schwierige Lage der reichsdeutschen Sozialdemokratie, in der ihr nicht der alt- erprobte, vielcrfahrene Vorkämpfer des österreichischen Pro- letariats als Berater zur Seite gestanden hätte. Dieser Mann, der aus Herzensbedürfnis seine durchdringende Verstandesschärfe in den Dienst des Sozialismus gestellt hatte, der den deutschen Verhältnissen nahe genug stand, um sie gründlich zu kennen und doch wieder fern genug, um sich von Tageseindrücken und persönlichen Stimmungen nicht mit- reißen zu lassen, erfüllte hier eine Mission, von der die Ge- schichte wenig zu melden wissen wird, derer darum wenigstens heute noch an dieser Stelle mit tiefem Dank gedacht sei. Was Viktor Adler für die österreichische A r b e i- terbewegung war, das läßt sich erst recht in lvenige Worte kaum zusammenfassen. Der„Doktor" war ihr Grün- der, Führer, Vater: jeder, der in der Bewegung stand, cmp- fand in diesem Lande stärkerer GefühlSivärmc sein Verhält- nis zu ihm als etwas Persönliches. Das österreichische Prole- tariat liebte diesen Mann, der sich mit allem was er war, be- saß und konnte, ihm gegeben hatte, der restlos in ihm ausgegangen war, um es in seiner Person wie kein anderer zu der- körpern. Adler war vielleicht der beste Redner deutscher Sprache. Doch war seine Beredtsamkeit nicht von jener Art, die Schön- gcister in Entzücken versetzt, sondern von jener anderen, die fortreißt und zum Handeln anspornt. Mit den Schwierig- keilen eines Sprachfehlers ringend, schien jede seiner Reden ein Befreiungsakt, ein Sieg des Geistes über die Materie, der Ausbruch einer nienschlichen Energiequelle von anßerordent- licher Kraft. Auch diese Energie hat die schweren Probleme des ö st e r r e i ch i s ch c n N a t i o n a l i t ä tz e n k a ni p f e s nicht zu meistern vermocht. Sie zerrissen die österreichische Jnter- nationale und stürzten Oesterreich, die'ganze Welt in den Krieg. Es kam die Aera des österreichischen Militarismus und der Schuß seines Sohnes Fritz auf den Ministerpräsi- deuten Stllrgkh. Es schien mehr, als das kranke Herz des Vaters ertragen konnte, er hat es überstanden, weil Pflicht- gefühl ihn hielt. Es kam die Morgenröte des Friedens, der Tag der Be- freiung. Adler wurde Minister des Aeußern im neuen Deutschösterreich, das Schicksal schien ihm zu erlauben, an der Erfüllung seines Jugendtraums, der großdeutschen Re- publik an vorderster Stelle niitzuwirken. Sein Sohn kehrte frei, vom Volk umjubelt, aus dem Zuchthaus zurück. Nach so vielem Unglück zuvor, nach so vieler Freude jetzt, kommt die Nachricht von seinem Tod. Dieser Mann, dessen tiefstes Wesen Güte war, der treu zu den Seinen hielt, durch alle Wechsclfälle unwandelbar in Freundschaft blieb und sich afler leidenden Kreatur verbunden fühlte, war von eiskalter Härte gegen sich und andere, wo es sich um mehr als um ein Einzelschicksal handelte, um die, Partei, die Idee des internationalen Sozialismus. So schleppte er seinen todkranken Körper noch zweimal nach Stockholm, um dort für die Sache des Friedens zu wirken. Von den vielen tiefen und zielsicheren Sätzen, die er geprägt hat, sei hier nur einer angeführt, der sein Wesen widerspiegelt: „Wir, die wir für den Sozialismus arbeiten, sind die einzigen Arbeiter, die ein Recht haben, sich ausbeuten zu lassen." Im Sinn dieser Worte hat er gelebt und gewirkt bis zur endlichen Erschöpfung. So gehört Viktor Adler auch zu den Helden, die ge» fallen sind, getreu sich selbst und seiner großen Sache, getreu bis in den Tod. * Viltor Adler war am 24. Juni 1882 in Prag geboren. Er studierte in Wien Medizin und verlegte sich auf das Spezialfach der Psychiatrie. Er begann sich zugleich für Polink zu intere'fieren. wurde deutscher Demokrat und in den siebziger Jahren Sozialist. 1883 faßte er den Plan, Gewerbeinspektor zu werden, daraus wurde aber nichts, und Adler wandte sich endgültig der Politik zu. Die österreichische Partei stand damals, kurz nach ihrer Gründung, lvieder im Verfall. Eine gemäßigte Richrung stand mir einer an- nrchistischen im Kampfe, die, unbewußt in die Bande deS Lockspitzel- tum? verwickelt, vor terroristischen Mitteln nicht zurückschreckte. Infolgedessen kam 1834 der Ausnahmezustand, das öfter- reichische Sozialistengesetz. Adler bekämpfte den Terrorismus und brachte 1888 die Einigung von Hainfeld zu- stände, die erste große Tat feines Lebens. Auf die geeinte Partei gestützt kämpfte er dann gegen die österreichische Polizei« Wirtschaft und für daS gleiche Wahlrecht, zu welchem Zweck er die „Gleichheit�, später die„Arbeiterzeitung� begründete, die unier seiner Leitung daö beste sozialistische Blalt in deutscher Sprache wurde. Seine Tätigkeit brächte ihn wiederholt inS Gefängnis. 1394 wurde eine Kurie des gleichen Wahlrechts eingeführt, aber bei den ersten Wahlen in Wien fiel Adler durch und erst später gelang cS, den längst zum anerkannten Führer gewordenen inS Parlament zu bringen, in dem er sich eine außerordentliche Hochachtung auch der Gegner erwarb. Elf Jahre später hielt daS gleiche Wahlrecht in Oesterreich seinen Einzug. Ueber die letzten Jahre seines Lebens unterrichten die vorstehenden AuS'ührungen. « Der reichsdeutsche Parteivorstand sandte nach Wien folgende Trauerkundgebung: Unser herzlichstes Beileid zum Tode Eures und unseres Viktor Adler, der seine Krait bis zum letzten der Sache des Frieden« und der Arbeiterklasse opferte und uns als ein in guten und bösen Tagen gleich treuer Freund und Berater unvergessen bleiben wird. Die stanZöfischen Sozialisten fordern! Tic französische sozialistische Partei veröffentlicht in der „Humamte" ein Manifcfst, in dem unter anderem verlangt wird: Aufhebung des Belagerungszustandes unmittelbar nach Abschluß des Waffenstillstandes, Annahme der Wahlreform, Neuwahlen, Aninestie, besonders für militärische Vergehen, Anwesenheit von Delegierten der Arbeiter auf der Friedenskon- f e r e n z und gleichzeitige Tagung des internatio- nalcn Sozialistenkongresses. Die internierten tzohenzollern. Nicht nur der ehemalige deutsche Kaiser ist nach Holland cnitvichen. Wie der Arbeiter- und Soldatenrat am Sonntag mitteilte, sind in Maastricht auch die Kaiserin und der K r o n p r i n z eingetroffen. Sie erwarten dort die Eni- schcidung der holländischen Regierung iiber ihre Zulassung in Holland. Des weiteren verlautet in holländischen Blättern, daß sich auch höhere Offiziere im Gefolge des Kaisers be- finden.— Inzwischen wird aus zuverlässiger Amsterdamer Quelle gedrahtet, daß die holländische Regierung die Internier ung des Kaisers beschlossen habe. Aus Eysden wird ge- meldet, daß alle deutschen Osfizierc in Begleitung des. früheren deutschen Kaisers in Arnheim interniert wurden. Bom deutschen Kaiser soll nicht verlangt werden, daß er sein Ehrenwort gibt. Es wird stillschweigend angenommen, daß er unter dieser moralischen Verpflichtung steht. Es wird ihm einiger- niaßen Belvegungsfreiheit zugebilligt. Die holländische Meldung, wonach auch Generalfeld- Marschall von Hindenburg in Holland angekommen märe, beruht auf Unwahrheit. Wölfls Bureau teilt mit: Hindenburg befindet sich im Hauptquartier und steht auf dem Boden der neuen Regierung. Auch das Hauptquartier des Kronprinzen Rupprecht befindet sich auf seinem Posten und ist nicht, wie die Meldung der„Nouwelles" behauptet, auf der Flucht/ Nach dem Amsterdamer„Maandags Ochterblad" kam es auf der Fahrt nach dem Bahnhof von Eysden zn Demon- strationen von feiten der belgischen Bevölkerung. Deutschö'sterreich Republik und Teil üer üer üeutschen Republik. Der deutschösterreichische Staatsrat hat einen Antrug eingebracht, der in seinen beiden ersten Artikeln lautet: „Artikel 1. Deutschöslerreich ist eine demokratische Repu- blik. Alle öffentlichen Gewalten werden vom Volke eingesetzt." „Artikel 2. Deutschösterreich ist ein Bestcmdteil der deutschen Republik. Besondere Gesetze regeln die Teilnahme Dentschöstevreichs an der Gesetzgebung und Verwaltung der deutschen Republik, so- wie die Ausdehnung des Geltungsbereichs von Gesetz und Einriß tungen der deutschen Republik aus Deutschösterreich." Wie Bayern und Baden hat auch Deutschösterreich eine konstituierende Nationalversammlung vorgesehen, die vom ganzen Volke' auf Grund des demakrati- scheu Wahlrechts gewählt werden soll. Die Wahlen sind im Januar 1919._ Die Soldaten für Einigkeit. In einer Sitzung des Soldatenrats gestern im Reichstage sprach Hauptmann v. Beerfelde unter stürmischem Beifall für Einig- keit. Auch Genosse Ledebour. der erst mit Rufen des Mißtrauens begrüßt wurde, warnte vor der Gründung von Nebenorganisationen die zur Desorganisation führten. Der frühere Kriegsberichterstatter C o l i n- N o ß sagte unter stürmischem Beifall:„Wir wollen keine Parteipolitik, Spaltungen führen uns rettungslos inS ChaoS. Die Gefahr ist nicht die Reaktion, sondern der Bürgerkrieg. Die ganze Versammlung gestaltete sich zu einer gewaltigen Kundgebung für die Einigkeit deS Sozialismus. Keine Mnullierung der Kriegsanleihe. Berliu, 11. November. In der Provinz wird das Gerücht oerbreitet, daß die gegenwärtig� Regierung, der Rat der Volks- beauftragten, die Absicht habe, KriegSanleihru zu annullieren. Die Regierung legt Wert darauf, diese Gerüchte auf das bestimmteste zu dementieren._ Ueber zehn Nilliaröen. Die neunte Kriegsanleihe hat ohne die Feldzeichunngen«ehr als z r h n Milliarden getragen. Annahme öer waffenstillstanös- beömgungen. Eine Protestnote au Wilson. Amtlich. Berlin, 19. November. Heute morgen fand eine Besprechung der Staatssekretäre statt. Nach Be- kanntgabc der Bedingungen des Waffenstillstandes wurden dieBedingungenaugenommen. Entsprechende Wci- sungen sind der Fricdcnsdclegation gegeben worden. Heute nacht ist folgende Note an den Staatssekretär Lansing nach Washington gefunkt worden: Herr Staatssekretär! lleberzeugl von der Gemeinsamkeit der demokratischen Ziele und Ideale hat sich die deutsche ReFierung an den Herrn Präsidenten der Vereinigten Staaten mit der Bitte gewandt, den Fri:den wiederherzustellen. Dieser Frieds sollte den Grunds ätze nent sprechen, zu denen Präsident Wilson sich stet« bekannl hat. Er sollte eine gerechte Lösuug aller streitigen Fragen und eine dauernde Ver- söhnung der Völker zum Zwecke haben. Der Präsident hat ferner erklärt, daß er nicht mit dem deutschen Volke Krieg führen und es in seiner friedlichen Entwicklung nicht Sehindern wolle. Die deutsche Regierung hat die Bedinzunzen für den Waffenstillstand erhalten. Nach einer Blockade vo» 50 Monaten würden diese Bebmgun- gen, insbesondere die Abgabe der Verkehrsmittel und die Unter- Haltung der Bcsabungstruppe« bei gleichzeitiger Fortdauer der Blockade die Ernährungslage Deutschlands zu einer verzweifelten gestalten und den Hungertod von Millionen Männern, Frauen und Kinder» bedeuten. Wir mutzten die Bedingintgeu annehmen. Wir machen aber den Präsidenten feierlich und ernst darauf aufmerksam, daß die Durchführung der Bedingungen im deutschen Volke das Gegenteil der Gesinnung erzeugen mutz, die eine Vor- aussetzung für den Neuaufbau der Völkergemeinschaft bilden und einen dauerhaften Rcchtsfrieden verbürgt. Das deutsche Voll wendet sich daher in letzter Stunde nochmals an den Präsidenten mit der Bitte, auf eine Milderung der ver- nichtendcn Bedingungen bei den alliierten Mächten hinzuwirken. Der Staatssekretär des Auswärtigen. Sols. die Thronschmelze m Deutschland Die deutschen Throne und Tbrönchen leeren sich einer nach dem andern in raicher Folge: Ter Grotzherzog von Oldenburg ist nach einem Wilhelmshavener Funkspnich abgesetzt worden, und wie aus Gera berichtet wird, hat Fürst Heinrich XXVII. vonRe u ß Jüngere Linie für sich und sein Haus den Verzicht auf den Thron ausgesprochen. In Hessen hat der Arbeiter- und Sol- datenrat am Sonntagnachmittag die Republik ausgerufen und den Großherzog für abgesetzt erklärt. In sieben Punkten faßt der Darmstädter Arbeiter- und Sol- daienrat seine Ansicht zusammen: 1. Der sozialistischen Fraktion der bisherigen Zweiten Kammir wird die Bildung des Ministeriums übertragen. 2. Der von dieser ge- bildeten Regierung wird aufgetragen, binnen drei Tagen ein Gesetz zur Wahl einer Landesversamml u n g vor- zulegen, das den Grundsätzen der Verhältniswahl entspricht Wahlberechtigt soll zeder großjährige Hesse sein. 3. Großherzog � Ernst Ludwig wird abgesetzt und das Großherzogtum als Republik erklärt. Die großherzoglichen Domänen verfallen dem Lande. 4. Alle S o n d e r r e ch t e der Geburt und der Standes werden beseitigt 4. Sämt- liche im Großherzogtum bestehenden F i d e i k o m m i s s e sind a u f z u l ö s e tt. 6. Vollständige Glaubens- und Gewissensfreiheit wird gewährleistet. 7. Trennung von Kirche und Staat Ein vom Soldatenrat uttd Wohlfahrtsausschuß in KarlSruhr erlassener Aufruf erklärte:„Die neue Regierung wird in einer auf Grund des allgemeinen Wahlrechts hervorgegangenen Nationalversammlung darüber entscheiden lassen, welche StaatSsorm, ob Monarchie oder Republik, für Baden maßgebend werden soll. Ohne Rücksicht darauf, wie diese Entscheidung ausfällt, soll Baden für die Zukunft ein Bestandteil des Deutschen Reiches bilden. Der Manuheimrr Arbeiter- und Soldatenrat drängt aber in der Frage der«taatöforin zu schnellerem Entschluß. Er hat am Sonntag früh die Ausrufung der sozialen Re- publik beschlofien.» Die Verhandlungen über den Thronverzicht deS Fürsten von Waldeck tt n d Pyrmont find gestern durch den Kasseler Ar- heiter- und Soldatenrat nach einer Anfrage beim Kabinettsches in Arolsen eingeleitet worden, wie sich der zu der Frage verHolle. Der Kabinettschef vertrat die Ansicht, die Erledigung dieser Frage sei Sache des StaotsministeriumS und des Landtages. Im übrigen wifle man ja noch nicht, wie sich das Waldecker Volk zur AbdankungSfrage stelle. Mit der Bemerkung, daß eine freiwillige Ab- dankung aus naheliegenden Gründen zu em- pfehlen sei, brach der Arbeiter« und Soldatenrat die Erörte- rung zunächst ab. � * Die Revolution triumphiert heute in allen Teilen des Reiche?. Aus ollen Gauen, von Rord und Süd, von Ost und West liegen Meldungen vor, daß das Militär allenthalben zur Revolution über- getreten ist und mit den Arbeitern gemeinsam die öffentliche Ge- walt übernommen hat. Nirgends ist es zu bemerkenswerten Störungen gekommen. Die größte Revolution der Weltgeschichte, der völlige Riederbruch des festesten Militärgebäudes ist in völliger Ordnung und fast ohue Blutvergießen erfolgt. Von der See bis zu den Alpen weht heute die rare Flagge. Berlin, 10. November. Die deutsche Freiheitsbewegung ist in den westlichen Teilen des Reiches im weiteren Fortschreiten. In Altenburg, Hildcsheim, in allen größeren Städten Schleswigs, in Halberstadt. Duisburg, Essen, Dortmund, Mainz, Gelsenkirchen, Bielefeld, Aurich und vielen anderen Orten haben sich Arbeiter- und Soldatcnräie gebildet. Daraus ist ersichtlich, daß nunmehr auch die westlichen Industriegebiete in die Bewegmtg hineingezogen worden sind. Auch im Osten entwickeln sich die Dinge. Die Garnison von Ostrowo hat sich der Revolution angeschlofien. Aus der Provinz Brandenburg melden u. a. Trebbin, Perleberg, Jüter- bog, aus Schlesien neuerdings Glogau, Gleiwitz Beutben und Oppeln die Bildung von Arbeiter- und Soldaienrätcn. Auch die oberschlefischen Kohlenreviere haben sich also angeschlofien. Ferner sind Soldatenräte gebildet worden in Graudenz, Jarotschin, Schmiedeberg, Görlitz. Liegnitz, Sprotiau, Bcntschen, Kosten, Posen, Parchim i. Mecklenb.' Ueberall wird mit den Garnisonkommandos verbandelt. ES herrscht Ordnung. Auch im äußersten Osten hat die Bewegung Wurzel geschlagen. Königsberg. Allen st ein, Jnsterburg, Lützen. Posen und andere Städte sind in der Hand der At heiler« und Soldatenräte. In Königsberg wurde beschlossen, in den nächsten Tagen eine Abordnung nach Berlin zu schicken, um namentlich bezüglich der Ostgrenzensicherungen Befehle zu erhalten. Oberbürgermeister Körte . ,.st abgesetzt, von B a t o c k i hat sich zur Verfügung de« Rates ge« stellt. T h o r n sieht seit Sonntag unter Leitung des Arbeiter-'und Soldatenrates. In Laudsberg, Sagau und Lübbe» ist die zivile und militärische Gewalt ohne Zwischenfälle in die Hände der Arbeiter- und Sol- datenräte übergegangen. «-* Beginn der Waffenablieferung iu Bayer». München, 11. November. In einem Ausruf des Stadt- kom Mandanten wird die Bevölkerung Münchens aufgefordert, sämtliche Waffen und Munition unverzüglich an die Militärbehörde abznliejcrn. Am 13� November früh werden Haussuchungen nach Waffen beginnen. Alle Personen, welche nach dem genannten Termin noch im Besitz von Waffen sind, werden unnachsictnlich bestraft. * Dr. Heim hat sich, wie der„München-Nugsburger Aheiidzettung* gemeldet wird, der neuen bayeit'chen Regierung als Ernährungs» beirat zur Versügung gestellt. der Einöruck üer üeutscben Revolution im Auslände. Besorgniffe iti den Ententeländer». Bern, 11. November.(Eig. Drabibericht des„Vorwärts".) Ich böre vertraulich, daß die Vorgänge in Deutsch- l a n d auf englischer und amerikanischer Seite riefen Eindruck gemacht baben und Rückwirkung in England und Amerika befürchtet wird. Besonders herrscht Furch: vor der Verlündigung des Programms, welches die Sozialisieruug des wirtschaftlichen Lebens unter Äusrecknerhallung der Ordnung bedeuten würde. In der Schweiz hält die beunruhigte Stimmung über die boschewistiichen Tendenzen im Lande weiter an. Die cntentistische Schweizer Presse äußert Besorgnisse wegen der Wahrscbeinlichkeil des Uebergreifens der Bewegung nach Italien und Frankreich. Die Pflicht üer Gjflziere. Berlin, 10. November. Der Kticgsminister und der Unteüstaatssekretär G ö h r e haben folgenden Erlaß an die stellvertretenden Generalkommandos gerichtet: Im Interesse des Allgemeinwohls niuß von jedem Osfi- zier verlangt werden, daß er auch unter den jetzigen Ver- hältnissen seinen Dienst nach besten Kräften weiter versieht. Die Sicherheit und Ordnung sowie die Volksernähruug können nur gewährleistet werden, wenn alle Kräfte hierzu vereinigt werden. Allen Befehlen des stellvertretenden Generalkommandos ist auch weiterhin Folge zu leisten. Ucber Bildung von Soldatenräten folgt Weisung._ Stört nicht üie Kohlenwirtschast! Die Kohlenwirtschaft ist ebenso wichtig und gefährdet wie die Lebensmittelwirtschaft. Die Kohlennot wird trotz Ab- stellung der Kriegswirtschaft unverändert groß blei en, schon wegen der Verkehrsschwierigkeiten. Die Aufrechterhaltung der Kohlenwirtschaft ist abhängig von dem geordneten Weiterarbeiten der Organisation. Di« örtlichen Organe sind: für den Hausbrand die Städte und Kommunalverbände, für Gas, Wasser, Elektrizität und-die Äohlenversorgung der Fabriken die Kohlenabteilungen und Elektrizitätsäbteilungen bei den bisherigen KriegsamtSstellen. Diese sind bereits angewiesen, nach Gesichtspunkten der Friedenswirtschaft zu arbeiten. Die Arbeiter- und Soldaten räte, überhaupt alle durch den Uebergang der Regierungsgewalt in die Hände de« Volkes enrstandencn politischen Organe werden aufgefordert, i» die bestehende Organisation der Kohlenwirtschaft nicht einzu- greifen, sondern deren etwa erforderliche Umgestaltung der zen- tralen Volksregierung zu überlassen. Rur so kann dos schwerste Unheil von dem Volke und dem zurückkehrenden Heere abgewendet iverdeu. Eberl._' H a a s e. Eine Botschaft der Menschlichkeit. Uns wird amtlich mitgeteilt: Der Soldatenrat in Celle hat dem KrregSministerium in Rom durch Funkspruch mitteilen lassen, daß die im Ge- sangenenlager Celle untergebrachten Italiener sich bester Ge- sundheit erfreuen und den Wunsch haben, daß ihre Angehörigen um sie nicht Sorge zu haben brauchen. Die 4000italienischen Offiziere des L-agers haben sich am Sonntag dem Celler Soldatenrat unterstellt. Lette Nachrichten. Appell üer vereinten üeutflhen Sozialisten. Berlin» 11. November. Die Vertreter der beiden sozialdemo- krastschen Parteien richteten an den Reichstagsabgeordneten Branting, Stockholm, folgendes Telegramm: Werter Genosse! Die neugebildete sozialdemokratische deutsche Regierung hat die Waflensttllstandsbedingungen her Entente angenommen, damit das Blutvergießen nicht um eine Stunde ver- längert werde. Wir Sozialistcn der beiden bisher getrennten, jetzt in der Friedensarbeit verbundenen sozialdemokratische» Parteien richten einen Appell an die Proletarier in allen Ländern. Was die Führer der Entente gefordert haben, dient zum Teil nicht mehr allein der Sichcrung gegen eine Erneuerung der Feindseligkeiten, die ohnehin ausgeschlossen wäre, nachdem die Militärgewalt durch die glänzende Erhebung der revolutionären Arbeiter und Soldaten gestürzt worden ist. Einige der Bedingungen bedrohen vielmehr die physische Existenz des befreiten und friedensbereiten deutschen Volke«. Die Blockade soll fortgesetzt werden, Deutschland soll die Besatzungstruppen der Entente ernähren; eS soll aber zu- gleich einen großen Teil seiner Transportmittel(Lokomotiven. Waggons, Kraftfahrzeuge ausliefern. Alle diese Transportmittel sind unentbchrlich für den geordneten und schleunigen Abtransport der Truppen und für die Aufrechterhaltung der Volksernährung. Ihre Wegnahme steigert die Ernährungsschwierig- ketten ins Unerträgliche, sie bedroht zahllose Unschuldige, Frauen, Kinder und Kranke unmittelbar mit dem Hungectode. Der Tag der Freiheit und des Friedens darf nicht der Tag der Tötung von Millionen werden. Die Verständigung und das brüderliche Empfinden der Rationen können nicht zur Wirklich- keit werden, wenn der Einstellung des Kampfes mit den Waffeu folgen soll der Hungerkrieg gegen Wehrlose. Wir rufen die Genossen in den gegen Deutschland verbündeten Ländern aus, ihre Stimme mit den unseren zu vereinen. An Sie, verehrter Genosse Bransing, richten wir die Btiie, der Jnternatwnale diesen Appell zu übermitteln. Eduard Bernstein. Oskar Cohn, Karl K a u t s k h, Her» mann Molkenbuhr, Hermann Müller, Wilhelm P f a n n- kuch. GewersschaflsdWVMV Em Appell öee Eifenbahnbeamten- und ArbeiLerverbanöe an alle Eisenbahner, Seamte unö Arbeiter. Berlin, 11� November. Der B.md der Beamten der preuttiilb» hessischen Staats- und der Neich?e>>cnbabncn, der Deutsche Eiien- babnerverband. der Ällttemeiire Eisenbabnerverband, der Zentral» b rband denn'cher Eiienbabncr, Elberfeld, die Reich-kartelle der Siaalsanqestelllen. Elberfeld, und der Berbaiid preuftisch-besstschcr llolomoliviübrer, Kreis Berlin, erlassen folgenden Aufruf an alle Ehenbahner, Beamte und Arbeiter: Zur Sicherung der Bolksernährung ist es not- wendig, das; der Elienbabiiverkehr in dem bisberigen Um'aiige auk- rechterhalren bleibt. Wir richien deshalb in dieser ernsten Schick- sa.?siunde Teuischlaiids die dringende Mahnung an alle Beamte und Aibeiicr des E'ienbabnbeiriebes: Haltet Nuhc und Ordnung in, Betrieb uud tut Eure Pflicht als Eiscndahncr. In d e cm Sinne nrachl Euren ganzen Einfluß gellend, damit tiefe Mabiiung r e N los zur Durchführung gelangl. Glefchzeitig fühlen sich die Organisationen veirflichlet. das dringende Ersuchen an die Verioalliing zu richten, die Leiftuiigsiäbigkcil des Per'onals dadurch zu erhalten und zu fördern, daß ioforr geeignete Schritte zur Behebung der wiriichaiilichcn Notlage der Eiienbahnbedieiisteten geinn werden. Zur Verwirklichung dieser Zrele feven die oben ge» nannten Orgaiiiiationen ibre ganze Krail ein. In'olge Verlehrs» schivierigkcitcn war es nicht möglich mit dem Teuiichen Verkehrs« perionolverbond, S'v Nürnberg, in Verbindung zu treien. An die tcll n'sch-indnflricllen Nligcssclltcn Tcutschsands l D e tiefgreifenden Umwälzungen, die sich in unwrein öffeni- lichcu Leben vollrieben, zwingen auch uns zur Sielliingnahme. Es kann mchr Ail'gabe unseres Bundes sein, an der Neugestaliunq der politiichen Siaaisordiinng mitzuwirken. Der Kampf der denlichen Arbcilericha'l wird aber neben seinen polinichen Zielen auch au' wirlichaitlichcnr Gebiet die Voraussetzungen iür den sozialen Aus» flieg der bisher entrechleten Arbeilnehmer b- ingen. Wir haben stets in wirtschafttichen Fragen den Gedanken von der Gemeinsamkeit aller Arbeitnehinerinleressen verirclen. Daran balten wir feit! In dieier Zeit, d.e entscheidend ist iür unsere zu- kiiiiflige Stellung iin Wirtichaitsleben, müssen auch die technischen Angestellten sich p o l i l r> ch betätigen. Belseitesiehen heißt jetzt sich ausschalten. Wir müssen erwarten, daß jeder in reiner Partei dafür torgt, daß bei der Neuordiiung der Tinge die Jntereiien der lechiiischen �»gestellten mit aller Eniichredenhert ge- wahrt werden. Im Strudel der Err znisse der letzten Wochen hat sich auch tnebr denn je gezeigt, de Selbstzucht' und Ordnung zu den Not- wendigkeilen des VolksstauleS gehören. Die aewerkschafiliche Schu- lung in den Berussorganiialioneii mußte daher gerade in dicier; Sturm- und Dranaveriode gute Früchte tragen. Bundeskollegen. helft auch weiter mit für die Aufrechlei Haltung der Ruhe und Orb- nung im Lande sorgen. Angesichts der turmhohen Schwierigkeiten bei der bevorstehenden peberleiiung von der Kriegs- in die Friedenswitlschail werden aber auch an Eure eigene Geiveikschast Ausgaben von besonderer Tragweite gestellt. Techniker, stärkt, daher die gewerkichaftliche Or- ganisalionl Ter B o r st a n d des Bundes der technisch- industriellen Beamten. ES wurde ferner beschlossen: Die Angestellten werden auf- gefordert,— unbeschadet der politischen Machiverbälin'sie— die Aunechterbaliung bezw. Gründung von Angestelllen-Ausichüssen zu fordern, um eiueu entscheidenden Einfluß auf die Leitung der Be- triebe zu gewinnen. Der Bundesvorstand teilt noch mit. daß er sich dem Volks- ousichuß zum Schutze gemeinnütziger Einrichtungen zur Versügung gestellt hat. Tie Arbeiter der �irma*?• Werner A.-G- bielten am gestrigen Montag»n Hofe des Betriebes, Lüyowstr. ll, eine Betriebsversammlung ab, in der zunächst Z.ernrkow über die erste Sitzung des Arbeiter- und Soloatourates berichtete, Hierans veiwies Talling eindringlich auf die Pflicht aller Kollegen uns Kolleginnen, sich der volitischen Organisaiton anzuschließen und die Äugen offen zu halte», damit etwa einsetzenden gegenrevoluiionäben Strömungen sofort die Spitze abgebrochen Werden könne. Aus die boi der Firma vorherrschenden ungünstigen Arbeits- bediugnngen machte Wolter aufmerksam. Eine Besetligung derselben ioll in kurzer Zeit angestrebt werden. GroßiVerlin Der gestrige Montag ist in Berlin im großen und ganzen ruhig verlaufen. Die S ch l o h fr c i h ö i t. der Lustgarten, der Schloß- platz bis zum Marstall, der Platz Vor dem Zeug hause und vor der Neuen Wache sind noch immer im meiteren Umkreise durch Soldatenketten abgesperrt»nd für Passanten niizugäiiglich. Das Viktoria-Cafv ist von einer Wache doir-l Mann und einem Unteroffizier besetzt. Dort wurden am Sonntag z tu e i Offiziere festgenommen. Sie halten sich mit einer Anzahl Zivilpersonen im Keller per- steckt. Man nimmt an, daß diese Offiziere die Schüsse aus dem Biktoria-Cais abgegeben hatten. Zurzeit ist im Viktor.ia- Cafe etwas Verdächtiges nicht mebr zu finden. Zm Liktoriahotel, ivelches bisher die P r e s j e a b t e i l u n g de? Auswärt igen Amtes beherbergle. war in den Bureanräümen alles durcheinandergeworfen, die Schubfächer ausgeräumt, nrehrcre Möbelstücke, beschädigt, die Spiegel zer- brvchen. Der Zustand der Amtsräume ließ daraus schließen, daß die Offiziere der Presseabteilung ihren Dienst am Sonn- abend mittag in wilder Flucht verlassen haben. Die angekommene Post lag noch nneröffnct, darunter u. a. ein Telegramm, aufgenommen von Petersburg. 9. November 2.43 mofgens. von der Auslandshilssstelle Petersburg, angekommen in Berlin am 9. November mittags 1 49 Uhr. Das Telegramm hat folgenden Wortlaut t«Nach hiesiger Besprechung scheint nunmehr Aussicht, daß wir heute oder morgen mit Kom- Missionen über Orscha absafireir. Endgültige Nachrichten nach Eintreffen Tschitscheriiis definiliver Entscheidung vorbehalten." Das Berliner Stiaßenbild erhielt durch zahlreiche Kriegsgefangene, die seit Sonntag frei ausgehen dürfen, ein neues Gepräge. Sic ivnrden vom Publikum vieljach ins Gespräch gezogen, denn Unterhaltungen mit ihnen gelten nicht mehr als„landesverräterische Handlungen�. An verschiedenen Stellen der Stadt fanden zwischen Rätetrnppen und russischen und französischen Gefangenen Verbrüde- rungsszenen statt. Im Laufe des Nachmittags ist eS dann leider doch wieder zu vereinzelten Schießereien der abgesägten Ordnungöstützen gekommen. Gegen 3 Uhr zogen Matrosen mit Maschinengewehren vom Brandenburger Tor her durch die Linden, als plötzlich Schüsse fielen, die mehrere Matrosen niederstreckten. Zivischen 3 und 4 Uhr war die Gegend zwischen der Börse und dem Alten M n> s c u ni der Schauplatz eines besondeis bemerkenswerten Attentats. Straßenpassanten und Fohrgäste der Straßen- bahnlinie 54 wurden plötzlich durch Mafchinengewebr- seuer beunruhigt. Man forschte nach und entdeckte das Geschütz cn> f der K n v v e l d e-5 D o m S. Zu einem lebhaften Feuerkampf kam es dann noch gegen 5 Uhr am Alexanderplatz. Hier wurde auf Soldaten von den Dächern herab geschossen. Eins der Gebäude wurde im Sturm genommen und, wie eine Lokalkorrespondenz meldet, sollen dort zehn Mitglieder der Jugendwehr dingfest gemacht worden sein. Aber auch an rührenden Szenen fehlte es innerhalb des Berliner Straßenbildes trotz der harten Zeit nicht gänzlich. Jedem zart empfindenden Menschenfreunde mußte es zu Her- zen geben, wenn er gestern vormittag die Linden passierte und an zahlreichen Fassaden eleganter Geschäftshäuser fleißig: Hände in Tätigkeit sah. die im Auftrag der Inhaber die dort angebrachten Hoflieferantenwappen zu entfernen eifrig bemüht waren, um an ihrer Stelle rote Fahnen anzu- bringen. Es sind das dieselben tüchtigen Geschäftsleute, deren Häuser bei Kaisergeburtstags-Jlliiminationen am prunkvoll- sten zu glänzen pflegten und die bei Kriegsbeginn nichts eiligeres zu tun hatten, als alle französi'chen und englischen Vokabeln aus ihren Firmenschildern zu tilgen. Damals, vor vier Jahren, leidenschaftliche Nationalisten, heute fanatische Bekenner zum internationalen Nepublikanertum. Geschäft bleibt Geschäft, und angesichts solcher rührenden Ueberzeu- gungstreue bleibt kein Auge trocken! Bürger«nd Bürgerinnen BerliuS! Der Arbeiter, und Soldatenrat hat mit dem heutigen Tage die Verwaltung der Stadt Berlin übernommen. Der Herr Oberbürgernreisier, der Herr Bürgermeister und der Magistrat sowie der Herr Stadtveodnetenvorstehcr haben erfreul'cber- weife ihr Weiterwirken an den bisherigen Stellen zur Ver- fügung gestellt. Wir Unterzeichneten erwarten mit Bestimmtheit, daß auch die übrigen Beamten und Ehrenbeamten unserer Stadt zur unge st örtenAufrechter Haltung der städtischen Wirtschaft in allen ihren Verzweigungen ihre Mitwirkung nicht versagen werden. Mitbürger I Von dem geregelten Fortgang aller Arbeiten im größten Gemeinwesen Teutschlands hängt nicht nur das Geschick der Berliner Bevölkerung, sondern zum nicht ge- ringen Teil auch das Wohl der Bevölkerung im Reich ab. In Eure Hand ist damit die Sicherung der Errungenschaften dieser großen Zeit gelegt. Helft alle an diesem Werk mit. Berlin, den 11. November 1918. Volksbeauftragte für die Stadt Berlin, Hugo Heimann. Hermann Wehl. Bernhard Bruns. Kurt Rosenfeld. Neuorganisation des Landespolizeibezirts Berlin.> Bekanntmachung. Im Eillverständnis der für die Vororte gebildeten Arbeiter- und Soldalcnräte habe ich die Leitung der Polizei des Landespolizeibezirks Berlin übernommen. Die Zensur und alle die Vereins- und Versanimlungs- freihcit beschränkenden Vorschriften sind hiermit aufgehoben. Alle Gast- und Schankwirt- schalten haben gleichmäßig um'/J2 Uhr abends zu schließen. Alle bisherigen sonstigen gesetzlichen und polizeilichen Bestimmungen bleiben bis auf weiteres in Kraft. Das unbefugte Tragen von Waffen seitens der Zivil- bevölkeiung ist verboten. Zuividerhandelnde setzen sich strengster Bestrafung aus. Sämtliche Beamten der Polizei des Landespolizeibezirks Berlin und der Feuerwehren bleiben bis auf weiteres in ihren Aemtern. Ihren Anordnungen ist unbedingt Folge zu leisten. Ich bitte die Groß-Berlincr Be- völkcrnng, im Hinblick auf das eigene Wohl und das Wohl des Ganzen, diese Anordnungen gewisscnhait zu befolgen und dazu beiziltragen, daß Sicherheit und Ordnung gcivahrt bleiben. Der Arbeiter- und Soldatenrat gez. Eichhorn. Volksbeauftragter für die öffentliche Sicherheit. Ter Sicherheitsdienst in Groft-Berlin. Die gesamte Schutzmannschaft von Groß- Berlin einschließlich aller Beamten des inneren Dlenstes haben sich heute dem Arbeiter- und Soldatenrat unterstellt. Die Leitung des gesamten Sicherheitsdienstes ist in die Hände des Volkskommissars für den öffentlichen Sicherheitsdienst übergegangen. Ruhe und Ordnung werden in kürzester Frist hergestellt sein. Plündern, Ranben. Einbruch, grobe An- griffe auf die persönliche Sicherheit eines jeden Bürgers wer- den mit sofortiger Erschießung bestrast. Wir bittpn die werk- tätige Bevölkerung Berlins dringend, abends nach 8 Uhr, möglichst aber schon früher, alle Straßen verlassen zu haben. Kinder sollen tunlichst während des ganzen Tages von den Straßen ferngehalten werden. Der Arbeiter- und Soldatenrat: I. A.: Der Volkskommissar für öffentliche Sicherheit. Eichhorn. Unverantwortliche O.» rtreibcreien. Amtlich wird bekanntgegeben: Der Befehl eines angeblichen Arbeiter- und Soldatenratcs, daß die Offiziere bis 6 Uhr bestimm. ten Anzug haben müßten, ist völlig zu Unrecht von unverantwort- licher Seite gegeben, Der Vollziigsrat des Arbeiter- und Soldaten- ausschusseS. Richard Müller, von Becrfelde. Tie Kriegsmetall-Äktiengesellschaft Dem Aufrufe de? provisorischen Arbeiter- und Soldatenrates folgend, hatten die kaufmännischen und gewerblichen Angestellten der Krtegsmetallaktiengesellschast sick am Sonntagvormittag ver- sammelt, um den Arbeiterrat— 3 Mitglieder— zu wählen. Die Gewählten nahmen Sonntaa nachmittag an der Vollversammlung der Arbeiter- und Soldatenräte im ZirknS Busch teil und stellten Montag früh einer inzwischen einberufenen Versammlung des gesamten Personals der KMA ihre Mandate zur Verfügung. Diese Versammlung an der mehr als SOOO Personen teilnahmen. fand unter freiem Himmel im Bayernhof statt. Es wurde auf die Bedeutung der Revolution und auf die Stellung, die die An- gestellten zu ihrer Festigung und enidgültigen Durchführung einzu- nehmen haben, hingewiesen. Die Ausführungen aller Redner klangen aus in die Losung: Demokratie innerhalb und außerhalb des Betriebes Einberufung der Konstituante, unbedingte Bekamp- fung des TerroriSmus, ungesäumte Ueberführung des kapitalisti- sehen WirlschaftSprozesses zum Sozialismus. Für die Regelung des Arbeitsverhältnisses zwischen Angestellten und Arbeitgebern wurde der Grundsatz festgelegt, daß in Zukunft das ohvrste Prinzip der Wille der Mehrheit der Angestellten sein müsse, Ter Arbeiter- rat machte hiervon dem Vorstand der Gesellschaft Mitteilung, wel- eher sich bereit erklärte dieses Prinzip ohne Einschränkung anzu- erkennen. CS trmrden drei Arbeiterräte definitiv gewählt. Der Montag galt als Revolutionsfeiertag. Die Arbeit wird Dienstag wieder aufgenommen._ Tie juristische Sprechstunde findet bis auf wettcres nicht statt. Genosse Robert Lampe der erste Metteur des„Vorwärts", kann am beutigen Tage auf eine LSjährige Tätigkeit im Dienste unseres Blattes zurückblicken Seinen Mitarbeitern ein guter Kamerad, den Redaktionen ei» unentbehrlrcher Helfer, hat er die ereignisvolle Geschichte unseres Blattes miterlebt. Auch in dieier wahrhaft großen Zeit bleibt es Herzenspflicht, ibn an diefer S'ell« zu grüßen und ihm zu wüns-ben. daß ihm noch ein langes Wirken in der deutfchen Revublik unter den siegreichen Fakten der Partei und ihres ZentralorganS des„Vorwärts" gegönnt;il Die Lebeilsmittettarteii-AuSgabestelle für Urlauber irrtumlich beschossen. Im Gebäude Scbinkelpcatz 6 befindet sick in der zweiten Etage die Aut-gabeftelle der Lebensmiiielkarien an Urlauber, tzestern sind nun die Fenster der Räume vielsack beschoffen worden. Wie imS auf das bestimmteste versickert w'rd, ist ans diesem Hanse kein Sckuß ae allen. Tie irriumlrcke Be'ckießnng der bezeichneten Räume ae'ährdet die ordnungsmäßige Abfertigung der Urlguber auf? böckste: sind dock am gestrigen Bormi'tag nickt weniger denn' 5009 Milirärper Ionen dort mit Lebensmittelkarten ver- rehen worden. Ucber 19 099 Eiscnbahnarbeiter und Angestellte tagten gestern im Zirkus Busck nnb an einer anderen Stelle.und nabmen ein- »rülig folgende Resolution an:«Die deutfcken Eifezibakmer erklären, mit allen Kräften für die Aufrechterbalinng des Verkehrs Sorge zu tragen. Sollten sich gegenrevolutiorräue Regungen zeigen, so wird der Verkehr sofort eingestellt werden. Beschränkungen im Pakctvcrkehr. Die Annahme von gewöhn- Ifcheri. Werl- und dringenden Prwatpaleicn rrack den Ober-Posl- Oirektioimbezfiken Aacken, Trier, Koblenz, Köln, Düsie dorf. Dorr- mnird, Münster und Minden w d innerhalb dreier Bezirke voreist für drei Tage<12., 13. und 14. November), feiner vack und in den Bezirken Metz und Srraßbura>s> b s auf weiteres eingestellt Ein Doppclmord ist im Haus« Gerichtstrasze 15 verübt worden Ter dort wohnhasie Roßschlächter Jos. Erbacher und seine Braut Minna LüderS wurden durch Revolverschüsss so schwer verletzt daß beide im Krankenhause verstarben. Als Täter soll ein Pol Kollek, der vor kurzem einmal 3 Tage bei Erbacher gearbeire hat, in Betracht kommen. Gcrauot wurde nichts. Eine Kasseln mit 29 999 M. wurde nach der Tat vorgefunden und auch von den sonstigen in der Wohnung befindlichen Wertsachen fehlte nichts. Charlottenburg. Lebensmittel. Allgemeine Berliner Lebens mitielkart« mit Aufdruck Charlottenburg: Weizengrieß 199 Gr, Abschnitt 70 vom 7. bis 19 zum Preise von 19 Pf. Kunsthonig oder Marmelade 259 Gr. je nach Vorrat auf Abschnift 75 vom 14. bis 23. November 1918, Kunsthonig zum Preise von 38 Pf. für Pakesivare und 37 Pf. für Ausstichware. Marmelade zum Preise von 69 Pf Zwiebeln 1 Pfund auf Abschnitt 76 zum Pfundprcise von 32 Pf Rote NahrungSmittelkarte: Räucherwaren K Pfund auf Abschnitt 29 I sowie auf Abschnitt„E e" und„I i" der Berliner Bezugskarte Abschnitt 199 behält seine Gültigkeit und ist vorzugsweise zu bedienen; auf letzteren Abschnitt darf jedoch nur je% Pfund abgegeben werden. Frische See. oder Flußfische je 1 Pfund auf Abschnitt 216 sowie auf Abschnitt„G g" der Berliner BezugSkarte. Abschnitt 299 behält ferne Gültigkeit und st vorzugsweise zu bedienen. Brotaufstrich 299 Gr. aus Abschnitt 219 vom 5. bis 19. zum Preise von 59 Pf., in den besonders bekannt- gemachten Buttergeschäften. Weißkohl 19 Pfund auf Abschnit 211 gemäß Voranmeldung zum Pfundpreise von 12 Pf. Groß Ber- liner Nährmittelzusatzkarte für Jugendliche mit Aufdruck Char- lottenburg: Weizena-reß 199 Gramm auf Abschnitt 21 vom 11. bis 17. zum Preise von 19 Pf. Im November wird emmalig auS- gegeben: 2) an die Kinder bis zu 2 Jahren 1 Pfund Kinder- gerstenmehl; d) an die über 79 Jahre alten Personen 1 Flasche sterilisierte Vollmilch zum Preise von 2,59 Mk,; c) an die in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft befiMichen Frauen 2 Pfund Weizengrieß._ Marienborf. Berkauf von Käse. Bis Mittwoch erhalten alle Personen, die in den Sveifefellkunvenlifleri einaetraqen sind, je 125 Gramm Kuhkäi'c zum Preise von 2,79 M. je Pfund. Das Kopf- stück der laufenden Speisefettkarie wird gestempelt. Neinickendorf. Lebensmittel. Aus Abschnitt 22 der Lebens- mittelkarte für Jugendliche werden 199 Gramm Krankenm bl ab- gegeben. Die Airmeldung bat nur in den amtlichen Verkaufsstellen zu erfolgen, und zwar bis einfchtreßlick 13., Der Verkauf findet vonr 16. ab statt. Die Preife betragen für 199 Gramm 7 Pf., für 299 Gramm 13 Pf. und kür 1 P'und 33 Pf. Das Mehl muß bis einschließlich 22. entnommen werden, wer später kommt, hat kein Anrecht mehr._ Kreis Nicderbarnim. Das LandrSamt ist gestern von Beauf- tragten des Arbeiter- und Soldale nrats besetzt worden. Der Landrat bleibt in Fnnkiron, dock bedürfen alle feine Verfügungen der Gegenze'cknung der beiden Kommissare Albert Baumeister und Hermann Müller. Groß-Serliner parteinachrickten. Wilmersdorf. Mittwoch, den 13., abends 8 Uhr, Mitglieder- Versammlung bei Sckäfer, Brandenburgische Str. 69. Zahlstelle bei Paul Goldberg. Uhlandstr. 79. Lichlerfeldr. Die zu morgen angekündigte Mitgliederverfanim- lung kann nickt stallfinden; für die spätere Versammlung erfolgt besondere Bekanntmachung. Pankow. Sozialdemokratischer Wahlverein. Heute abend 8 Nbr Mitgl'ederverrammlnng. Tagesordnung: t. Vorrrag, 2. Diskufsion. 3, Verschiedenes. Das Erscheinen oller Milglieder ist erwünscht. Gäste sind willkommen._ ?ugenüveranstaltungen. Verein Rrbeiterjngend Grotz-Berlin. Unsere Veranstaltungen!nr Iugenddcim, Linden ir, 3, müssen in Anbetracht der gegcuir'ärtigen außer- ordentlichen Verhältnisse vorläustg aussallen, 9ln nächster Zeit sindel eine öffentliche �ucreiidversammlung statt,, Einzelheiten werden an dieier Stelle bekanntgegeben, lowie über die Wiederaufnahme de, Veranstaltungen, Alle Heiser werden dringend ersucht, zwecks 9n>o,matic>nen sich baldiast bei den Genossen Kluge, SW, Varulbcr Str. 16, Frltzsche, W, Culmstr. 25, Rüdiger, N, Lychener Str. 127, zu melden. rveereraosiicvte«'»e das mittlere Siorddeattciirand vis Mittwoch mittag. Zunächst ziemlich mild, vorwiegend trübe, mit weiteren Regentällen, später im Westen beginnende neue Ausheileruirg und Ablüblung. Verantworttia, Illr Politir Örlrti Sntinrr, Verlin: für den lldrigen Teil des Blattes� Alfrrd Scholz, Ntutelln: tür Anzeigen Theodor otlocke, Verlin. Vertag: Vorwärls-Vertag m. b, H., Verlin, Druck VorwärtS-Vuchdruckerel und BeilagSculftaU Paul Singer u. So. in Berlin, Lindeirstraste 3. Uirettion Max Peinhardt. T Deutsches Theater 7 Uhr: ünoiiet, Kammerspiete • 7 Uhr: Slusmcrshoini. Kitines Scliauspicihaus FafanonstraB® 1, Fortal 3, 71/» Uhr: GcspenstBrsoiiaic. Volksbühne Thcator am Bülo-.vplat?,. Ilirolttion Prieilrich Kavßler. "'/j Uhr: Knmädio der Liehe. LessWij-Tiiealer. Uirokt.: Viktor BarnOTrsl-.y. 7U.; BnaBieiste» tiotncö (Albert BaSsermann I ßeüÄ KiBstler-tefer. ,4]labondlich VI. Uhr: Si.vchS bclecohln n g. \«t a.is,-. Thsater f Xöriiggfätzgfstf. 7'° Uhr: Kt>��r«zr«b. *!ta U.: Die tarze'nde Nymphe. BerflnerTh eater 7 Uhr: Stern 7'« ,11« wivdor IcnchCcn�_ Casino=Theate r. Lothringer Str. 37. Tägt."Iß il.: S?eu!"Jlcu! .Das dremitige üoltiftücf Ei?. Vorher crflli. Spezialitäten. Sonnt. 3-/� Ter Säugling. ftieslsl i!k.' MslliickLigil'i Boks Briediie.'» u. I.inisnstr. Tfa Uhr Tägl.; Nord 8650 "! WS Mdilendorf— Clerroi: A- Georg Sonntag nachm. 3'/- Uhr: Hansel u. GreteJim ZauoDrwr.id Mittwoch, d. 13.. UrauSühr: Kürei tolle Th Uhr Xägl.: imfM 1, r t'7: i �>\ f ci v* Walhalla-Theater. V,, Uhr: Ängost der Slarke. Rose-Theater 7l(., Uhr: Gastsp. d. Fricdr.- WilhnlmstSilt. Thooters: 1Ö©W. Äuftühriinft: Iso» Dreiitsttderlhaa«. Heisry Bender Gisa Kolbe Otto Rehr Humorist am Flügel sowie der Große bante November-Spielplan Apollo Ptiedriohstr. 2)8 Dir.; James Klein. 7'/4 Sonnt, S'�u. 73, Die Well gellt unter! J Bild a. d. großop No- j 1 rember-Vanote-Aus- 1 ] stattungsschau mit j Ssnta SDneiand Ernst Lüliitssii usw. . Sonnt. S'i'i Uhr jeder 1 Erwachs. 1 Kind frei!] D!e NcichSleiiung krauftragi ben SoTbaienrai der Fliegertruppen zur Umgestaltung der bisher in den Dienst des Krieges gestellten Organisationen de» (vlngwesens in eine Friedensgliedcrung unter dem Nämen: D e n t s ch e s L u? t a m t. Dieser Betrieb hat die Aufgabe, sich in den Dienst deS Volkes zu stellen, aus den Gebieten von Handel. Verkehr. Post. NahrungSmittcltranSPorte und Wachdienst. Tie Adresse ist: Deutsches Lustamt, Charlotten- bürg. Suarezstr. 31. Telephon: Wilhelm 7230. Zoldaikilrat drr Flitseriruppeii: Klapper. Pirncr. Hildebrand. Ii» Aiisirngt der Rkichsleitvng: vtöhrc. msern, Xägl. 71/s. Sonnt| Katzensprung 8 aus d. KiFku�kniipi-l. Kekanntmachnng. M m SIMM, f ßWanoliDaffea önö Ndettgever. 1. Die SdcflSgciiinnencn ticibkibcn in ihren Arbeitsstellen. 2. Die KrieciSgesangenen erkalten von Montag(11. II.) die Löhnung der freien beul chcn Arbeiter. 3. Sie lind wie bisher zur Arbeit verpflichtet. Wer nicht arbeitet, hat leinen Anspruch aui Verpflegung. 4. Ter Arleitgeber in wie bisher verpflichtet, die ge- schlosscncu Verträge einzuhalten. o. Tic Wadtmanirschailen der Kriegsgefangenen bleiben bewaffnet und Haben mit den gleichen Mitteln wie bis- Her die Ordnung unter den ÄriegSaefangenen gufrrcht- zirer ballen. 6. Nad) dlrbntSfchlufl verbleiben die Kriegsgefangenen in ihren UntertunstSräumen., Berlin. 11. November ISlZ. Der Aktionsausschtttz. Colcr. Wels. Wolf, kirctschmer. Kaffee-Ersatz. Artikel l. In der Zeil vom Iv. Novcmder bis 14. November ISIS eunschiiefilich ist jeder in Bcrlm. CHatlolicnburg. Scriin- Lludlenberg, Neukölln, Bcrlin-Sit'öncbcrg, Verlm-WrimerSdors und in den Krciien Teltow und Niederbarninl wobndafte In- Haber- einer kiafsee-Enabkarte berechtigt, unter Vorlage des Be- nellahschrulleS Sir. Itt der Kaffce-Eriaytarle bei einem Klein- Händler sich zum Bezrrge von Kafs-c-Ersatz anzumelden. Z--r Emoeqeimabme der Beslellabrchnitt- find nur solche Klciudat-dler berechtigt, die schon früher mit Kaffee. Er iah gc. handelt haben. Artikel II. Ter Kleinhändler bat bei der Anmeldung Bestell- und Empfangsabschnitt der Karte mit feinem Namen und ieincr Ad'. esse zu verscbeil sowie den Bcstellabschuitl abzutrennen und an sich zu nehmen. Artikel III. Tie abgcirennicn Bestellabschnitle sind, zu 200 Stück genau abgezählt und verbackt. ipälcstcnS bis zum 18. November 1018 curnrr zum.vnrröcl mit Kofsce-E: iah zugelassenen Großhändler ein zusenden. Außer den in den Bekarrntmachrrngen vom 1l. 1., 4. 4. und K>. 10. KJlS angeführten.Krmen sind noch die Firmen Kasfee-Rblteret stiaricr«. Co.. Berlin e Sl, Nene Tchoniinnser»traflc 3, und «Ir..(äerbralid,u agitieren und zu crichcinen. Tie� Haiipibibliothek ist bis auf weiteres nur bis 7 Uhr abends geöffnet. 121/5 Die Ortaverwaltung. _ Trabrennen zu Berlin-Marientlorl Dicnstae cion IS. Kov., niittagM US Uhr. 7 Bonnen im Worte von Ol ObO ffl.. darunter:| von Gynz-Rekowski-Erinnsruflgs-Banren M.I2Q00U. Ehrenpreis. Preis v. Riga M.I2000 Fr eiheitGleichhei t Srftdsriiehkett Ü DersrroßeVerbrüderungsfilmvon| j Josef Richards u. Dr. Gg. v. Mendel s .-------------.. jn Vorbereitung----- Katimal Ulm AUt-8es. Berlin, Iriedrichstv. 2S5 dpeziaiarzi Dp. med l.anbs otl). ichncll. grünbl., mögt IchmerzlvS u. ebne VerniSstör Gesohleohtskravkhelt, geheime Haut-. Harn-, Frduenleiden. Schwäche. 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Tie BolkSkommiffare: äldeel Sauinoistee, ftcrrnaini kölllter. Tie Bcauftrogten:. peanr Schiemmingee. pksn: llämmg, Gagen Grosche Am 9. November verschied I nach langem, schwerem, mit I Geduld ertragenem Leiden! meine innigilgelievte, un- vergeßliche Frau 38Z4b[ Minna Grotbe geb. Pussmann im 33. nebenSjabre. Dies zeigt in tiefstem| Schmerz an Julius Ärothe. Charlottenburg, d. II. 11. 18. Mohstr. in. Bon Beileidsbesuchen bitte i dankend abzusehen. Die Beerdigung findet| am Donnerstag, den 14 No- vember, nachm. 2 Uhr, von I der Leid/enhallc des neuen! Zwöis-Ävostet-Kirchhoss in Schönebcrg, Tcnrpclhoscr! ! Weg, ous statt. Allzusrüb nid fern von\ 1 der Heimat fiel im Westen I I durch c neu Volltr effer nach\ J drei Favreir schweren Stro- s pa-.eii am 24. Oktober 1918 s I unser berzeusguler Zolin! rmd Bistlder, Nesse, Enkels j r-nd Cousin mein lieber' Freuirp, der Gcneüc fax Uew-rt trrr Sie'-Fns.-Zi t. 006, im bJübcrdc« Alter von 22 Iabren. UÖAj Dies zeigen an im!rcrcn s Schmerz all. Hivterbliebenei: Emil Wriner» und Frans geb. Wünsth. Erna und Erich ms(Sc schwister Lieschen Pasternack als I Freund n ncdit Eltern. Wer ihn gekannt, wetß was wir verloren. Sellticdek istttsllai'veilek- yerdsiu! Verwallungssrctte Berlin Den Mitgliedern zur Nach- Iricht, daß unser Kollege s der Dreher Gilll Paiei | am 7. Novbr gestorben ist. , Die Beerdigung findet\ 1 beule Dienstag, den 12. NoM | ucmntr, nad mittags 21/, Ulrr, j j von der Leidrenballe bei! j Ebren r iedhoieS in Marzahn] | aus statt. Siege Beteiligung wird j erwartet. 121/6 f Nachrufe. Den MrliUicdern ferner uv Nachricht. dar unier] Kollege, der Schlosser ! frieih'iek filüi'ei'.! I Alte Schönbamer Str. 38, | irra 6. Novembergestorben rfl.[ Den Mitgliedern serner! ! zur Nachricht, daß«nie- es j Kollegin, die Arbeiterin Frieda Vc», Manleuffelstraße lül, j am 4. Ztovember gestorben i ! Ehre ihrem Andonkeu Tie Ortsverwaliung. SlhIllffklitMil mit sechs Schlüsseln vcriorcn. Wiederbringer erhält 100,— M. Belobnung. Abzugehen beim Portier lintcv den binden 63 o. üeulfchüt > Ci-auspsrtai'dkKci'veiDsii!'. | BezirkSverwalt. Groß. Berlin Den'Mitglieder n rur?lach- l> ich:, dnn unier Kollere, der > Kohlenarbeit, r 64,20 Franz: 8etae l am 0. November im Alle: 1 von 58 r>al) en verstor ben ist. Die Beerdigung findet nm j MilNpoch, den Iii. November,! nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des r tahnsdorfer Kirchhoses aus statt. Um-ablreiche Beleiligrin-' wird ersucht. Den Mitglrederrr ferner ! zur Nachricht. daß unier | Kollege, der Arbeitskulscher KSttL von der Firma Schldelan- am 8. November in: Atter von 33 Jahren verstorben ii: Die Beerdigung findet an: Mtllivoch, den>3. November. nachmiltnas 3 Ubr, von der Lelcherilralle deS Oberschöne weide:(riehreinde-Fricdhvsee aus statt. Um rege Beteiligung wird ersucht. 9" Ehre ihrem Airdenkm'. Die Eezirksve, wallurg. Volks-' FeuerbeslJÖimg's- jS�rein GroS-Berlin WWM Danksagung. Für die vielen B.webe berz- lrchcr Teilnabme r-nd die ichönen Kranz-peiidcn b-i der necrdr- gung meiner lieben B am Klara Ooli| sage rch allen Freunden. Verwandte» und Bekannten, und im Namen der trauernden I Hinterbliebcuen rnsllc ondere der Koniüm- Gergssenschosl s Berlin und Umgegend und dem i Verkausspersonai meinen rnuig, stcn Dank. 9IA /�clolk Kort?. Berlin G, Tbaerstr. 19. dmfiSfiy EeschästSstellc: 1 K 39, Schöirwaldcr Str. 4 II. fl icl.: Nerven 10787. I Am MlUwech. den 6. No. veml-ct, verstarb unser Mit- glicd övZUZle Guern Latdemarslr. 28. Die Einäscherung findet ! am DicnSrag, den>2. No- vember, nachmstta- S 2 Uhr, im Krcnralorimn(öerrchl- z s irraße stall. t 301 19 ,. J-rirde ihrer Asche. Talinpraxis Kl. Löser BrunnenstraEe 185 Spr. 10— l, 3— 8, Sonntags 10— 12. Tel. Norden 9283. SQnsti. Zäliue, Kronen, Brücken usw. Schonendste Bchnnrilung;. Milse AgWöMSeilel oils-ürllz. (M d. A.-T.-B) Sicbcr baden wir alt Opfer dieses Wclltneaes den Tod eines»nserpr Mstgliede. zu bc'lagen. Der Tilti genosse Ködert Lcdiller starb kurz nach seine. schweren V rwundung bei den Kämp eu im Westen. Ehre seinem Andenken! 185/3 Der Borftand. werden sofort eingestellt. 409L' I llfillnt»» IlIohen»chönh»n»>en. nUIllz VL, Werneuchener, Ecke Goockeftrasie � Danksaguilq. Für die herzliche Teilnabme und reichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines un- vergeßlichen, lieben ManneS und treusorgenden Vater-» Hermann Tonner sage rch allen Vrrwandten, Freunden und Belani len sowie der Direktion, den Beamhen und Arbeitern der Norddeuiichen Kabelwerke, den Vertäriseriiuien und Mitgliedern der Konium- genosseirichast, 54 Verlauseslelle, Wrangelstrage. den Mietern des Sau es Sch estiche Str. 24 urrd Taboistr. 19 meinen herzlichen Dank. Die trauernde Gallin Witwe Martha Donner un» Sohn.