flOPfenngg� " t IUL V V W f w V t 9�4l7lUllv 8,B0 IRL monatlich Seriand mt Feld bei dtrekler Beitelluno monatl 2.— Ml. vostdeilellungen nebmen an DSne- marl. Holland. Luxemburg, Schweden und die Schwei«. Eingeiraaen in die Sr'Meitunad-BreisMte. «kricheinl täglich. relearamm. ildresle .«o,ialdemokra, Berlin'. Verlinev VolKsblnkk. «-ailniiieuenanjeilieil aas cr>le Wart 2a Pia. ledcS weücre Dort>a Pia. Körle über!5 Siichltobe»««bleu tiir »we> Worte Teuerungötulchlag 20"/» Famil>cn.?ln«elgen. volilische und gewerüchaiillche Vereins»?ln«'iaen 70 Pia die Zeile. Slnzetgc» nir die niirfrne Nummer münen bis■> ltlii nachlilitlagS im danvlgeichiiit Verlin SÄ.tiS. Lindenilratze 2.»b'eaeden werden. Beäiinei von a Uhr sriitz biä 7 Uhr abend?. Zentralorgan der fosialdemohratifcben Partei Deutfcblanda. Reöaktioa: EW. SS. Linöenstraße 2. Wor«kvretbe?: Am: Morikvlav,«r.!S! SV— 1SI S7. Expeüition: EW. SS» Linüenllratze 2. Zhernivreckie«: Amt Mortupia«. Nr. 15190—13197. Das Programm der Rdcbskitung. Vorbereitung der ftonftitukrenden Nationalversammlung. S3crlin, 12. November.(Amtlich.) Ter Rat der Volks- beauftragten veröffentlicht folgenden Aufruf: An daS deutsche Volk! Tic nnö der Revolution hervorgeaangene Rcgicrnng, deren politische Leitung rein sozialistisch ist» seht sich die Auf- gäbe, das sozialistische Programm zu verwirklichen. Sic der- kündet schon seht mit Gesetzeskraft folgendes: 1. Ter V e l a g c r u n g s z u st a n d wird aufgehoben. 2. Tas B c r e i n S- und B e r s a in m l u n g s r c ch t unterliegt keiner Beschränkung, auch nicht für Beamte und StaatSarbeiter. 3. Eine Zensur findet nicht statt. Tie Theater- Zensur wird ausgehoben. 4. Meinungsäußerung in Wort und Schrift ist frei. 5. Tie Freiheit der R c l i g i o n s ü b n n g wird gewährleistet. Niemand darf zu einer religiösen Handlung gezwungen werden. k. Für alle politischen Straftaten wird Amnestie gc- währt. Tie wegen solcher Straftaten anhängigen Verfahren werden niedergeschlagen. 7. Tas Gescp über den vaterländischen Hilfs- dienst wird aufgehoben, mit Ausnahme der sich auf die Schlichtung von Streitigkelteii beziehenden Bestimmungen. 8. Tie Gcsindeordnungen werden außer Kraft gesetzt. Ebenso die Ausnahmegeseve gegen die Landarbeiter. .9. Tie bei Beginn des Krieges aufgehobenen Ar- bciterschutzbestimmungcn werden hiermit wieder in Kraft gesetzt. Weitcrc sozialpolitische Verordnungen werden binnen kurzem veröffentlicht werden, spätestens am 1. Januar 1919 wird der achtstündige M a x i m a l a r b c i t s t a g in Kraft treten. Tie Regierung wird alles tun» um für aus- reichende Arbeitsgelegenheit zu sorgen. Eine Ver- vrdnung«her die Unterstützung von Erwerbs- losen ist fertiggestellt. Sic verteilt die Lasten auf Reich, Staat und Gemeinde.— Auf dem Gebiete der Kranken- Versicherung wird die Versicherungspslicht über die bis- berigc Grenze von 2599 M. ausgedehnt werden.— Tic Wohnungsnot wird durch Bereitstellungen von Wvh- nungcn bekämpft werden.— Auf die Sicherung einer gc- regelten VolkSernährnng wird hingearbeitet werden. — Tic Regierung wird die geordnete Produktion aufrechterhalten, das Eigentum gegen Eingriffe P r i- Vater sowie die Freiheit und Sicherheit der Person schützen.— Alle Wahlen zu öffentlichen Körper- schaftcn sind fortan nach dem gleichen, geheimen, direkten, allgemeinen Wohlrecht auf Grund des proportionalen Wahlsystems für alle mindestens 29 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen zu Vollziehen.— Auch für die konstituierende V e r s a m in l u n g, über die nähere Bestimmung noch erfolgen wird, gilt dieses Wahlrecht. Berlin, den 12. November 1918. E b e r t. H a a s e. S ch e i d c m a n u. L a n d S b c rg. Dittmann. Barth. Das Programm der Reichsleitung ist, kurz gesagt, gut sozialdemokratisch. Es stellt die konstituierende Ver- saninilnng in sichere Aussicht. Die Wahl erfolgt auf Grund des allgemeinen Wahlrechts, jeder VolkSgenosie nimmt an ihr mit gleichem Recht teil. Dasselbe gilt für i( I e Wahlen zu öffentlichen.Körpersclwsten. Tie persönliche Freiheit wird nach allen Seiten geschützt, soziale Reformen, darunter der Achtstundentag, werden angekündigt. TaS Programm ist ausgezeichnet, es wird der Welt zeigen, daß die neue Macht in Deutschland eine Ordnung der Freiheit und nicht die Gewaltherrschaft, nicht die Anarchie und das Chaos will.__ Die proßSeutsche Republik. Tcntschösterreicl, tritt jubelnd bei. Wien, 12. November. �Tie Nationnlversomm- l u n g hat in der heutigen Sitzung den vom Staatsrat dar- geschlagenen Gesetzentwurf betreffeud die Proklainiernng der deutschSstcrreichischcu Republik als Bestandteil der deutschen Republik unter begeistertem Beifall c i n st i m m i g an- genomme". Nach der Milderung der Waffenstillstandsbedingungen, der Verbcsterung der Aussichten für einen gerechten Völker» frieden, ist dies der zweite große Erfolg, den die deutsche Re» publik nach außen hin errungen hat. Wir grüßen die neue Bundesrepublik in heller Begeisterung. Die Demokratie hat ' Großdeutschland in den Sattel gesetzt, reiten wird es schon können! Die Rej)ortverteilung in üer Reichs- regierung. Die Verteilung der Arbeitsgebiete in der Reichsregieriing ist vorläufig wie folgt: Eberl: Inneres und Militär, Haase: AeußereS und Kolonien, Sweidmaun: Finanzen. Dittmann: Demobilisternng und öffentliche Gefnndheits- pflege: Landsberg: Presse- und Nachrichtendienst; Barth: Sozialpolitik. Ungarn— Republik. Ter ungarische Nationalrat biltei die lokalen Nallonalröte. sich noch vor der Wahl der tionmluaiilc übet die Slaatssorm zu ent- scheiden und schlägr die Republik vor. Der letzte ßabsburaer. Kaiser Karl ist von dem Throne seiner Väter gegangen und hat damit nun formell das preisgegeben, was er seit Wochen nicht mehr besaß. Wien, 12. Novembc-r.(Hallandsch Nieuwsbureau.) Aus Anlaß der Proklamierung Deutschösterreichs als Republik und des An fchlusseS an die deutsche Republik gilt der heutige Tag als Feiertag. die Reichsregierung unö Sie Arbeiter- unö Solöatenrätc. Von Friedrich Stampfer. Wie ein Schneemann in der Friihlingssonne ist der alte monarchisch-militärische Polizeistaat Preußen Deutschland zu- sammcngerntscht. Damit war für die aanze Sozialdemo- kratie, wie sie vor dem Kriege bestand, die Nötlvendigkeit gegeben, die politische Macht in ihre Hände zu nehmen. Tie Freude über die vollzogene Einigung— nicht der Orgauismimt, aber doch der Aktion— darf uns die Schatten nicht über- sehen lassen, die über den Weg huschen. Die Sozialdemokraten beider Richtungen hatten so- eben erst eine Aendernng der dcntschcn RcichSverfafsniig au- genommen, die bestimmt, daß keine Regierung, die nicht vom Vertrauen des Volkes getragen ist, im Amte bleiben darf Die Sozialöemokraten retten Deutschlanü. Eine dänische Stimme. Ter Kopenhagen-r„Sonctldemokraten" schreibt: Das neue völlig revolutionäre DcutsKIand kann und muß von den Völkern der Entente einen ehrenhaften Frieden erwarten, der seine Auf- nähme in den Völkerbund erleichtert. Tic Soziakdemokraten retten Teutschland und das deutsche Volk in der kritischsten Stunde. Die Partei wird sicherlich außer ihrem sozialen Programm politisch zur Wahl füe die Durchführung einer großdeutschen Republik aus allen deutschen LandeSleilen des Deutschen Reiches sowie aus Oesterreich gehen, Harte Feiten stehen dem deutschen Volke bevor. Aber das Volk ist tüchtig, fleißig, intelligent, organisatorisch veranlagt und recht ausgeklärt. Die Verhältnisse liegen ganz anders als in Nußland nach der Niederlage. Die Entente will Deutscblanö mit Gebens- Mitteln beistehen. Washington» 11. November.(Drahtlos.) In einer Ansprache auf dem Kongreß sagte Präsident Wilson: Tie Alliierten beabsich- tigcn, die Mittelmächte mit Lebensmitteln zu versorgen und sofort eine llnterstütznngSorganisation, wie früher für Belgien, inS Leben zu rufen. Paris, 11. November.(Agence HavaS.) Elemenceau sagte in einer Ansprache an Journalisten, Deutschland habe mit seiner Kapitulation bis zur Erschöpfung gewartet und sei jetzt außer- stände, seine Lebcnsmittelvorrätc aufzufüllen. Da die Lage in Deutschland und Oefterreich-Ungarn verzweifelt sei, würden die Alliierten soweit ihnen das selbst keine Schwierigkeiten bereite, ihnen bis zum Aenßersten beistehen, da sie für und nicht gegen die Menschlichkeit kämpften. Die Hewegung in Frankreich. Bern, lt. November.„PiogiöS de"hon" meldet auS Paris, taß Albert TbomaS, Nenaudel, Dnbreuilh und andere alle Mehr- beiiler ein Manifest abgefaßt haben, um den B o l s ch e- w i S m u S iowie diejenigen, welche den Bolichewi-Nmis naw Frankreich bineiinrcigen wollen, zu desavouieren. Sie fordern die Sozialisten auf. sich der allen Mehrbeiisstaklion anzuschließen. Die liomedöralio» Gonorale du Travail nahm in einer gestern abgebalienen Versammlung eine TooeSordnung dahingehend an, die Feeilassung der wegen poliiischee Vergehen verhaftete» Sozialisicn vurchzusetzen. Achtung! Schutz vor Arbeitslosigkeit! Ein NeichSamr für wirtschaftliche D e m o b i l» m o cb u n g ist errichlet worden. Im Interesse ihrer Aibeit ist von der KeichSiegierung angeordnet woiden, daß Beschlagnahmen von N o h n o s f e Ii durch Arbeiier- und Soldateuräle nirtn mebr vorgenommen werden sollen. Es soll für Arbeit bei auslommlichem Lobii und ErweibSlosenuiilerstiitzung geiorgt werden. Nur bei un- gestörter Orgamsaiioiualbeil kann dieses Werk gelingen, es stören heißt am Volke sündigen. Darum werden alle ousgekorderl, den noiweiidigeu Demobilifaiionsvorfchriften in Ruhe und Ordnung zu kolgen. Die Neicksregierung bat die Leitung des DemobllmachungS- amteS dem bisherigen Obeisileulnanl Koeih übertragen, der nach ihren Anordnungen arbeile», dessen Weisungen also auch mit größter Beschleunigung Folge zu leisten ist.- nnd daß die Mililärgewalt der demokratisch organisierten Zivilgewalt zu unterstellen ist. Diese Bestimmungen richteten sich gegen daS gefallenen System des Monarchismus. ES er- hebt sich aber die Frage, ob sie nicht nach allen Seiten hin Allgemeingültigkeit zu beanspruchen haben. Die Sozial- demokratic bejaht diese Frage, sie muß sie bejahen auf Grund des Erfurter Programms, das ja beiden Richtungen gemein- sam ist. Die Mitglieder der neuen Regierung nennen sich Volks- beauftragte. Das ist ein viel stolzerer Titel als der eines Staatssekretärs mit der Anrede Exzellenz. Aber sie müssen sich diesen Titel erst verdienen. Denn einen irgendwie geregelten Auftrag vom Volke besitzen sie rioch Nicht. Was ist das Volk? DaS Volk ist die Gesamtheit aller erwachsenen Staatsangehörigen männlichen und weiblichen Geschlechts. Auf welchem Wege kann das Volk geeignete Auftrage erteilen? Nur durch ordentlichen Mehrheitsbeschluß auf dem Wege allgemeiner Wahlen oder Abstimmungen, die gegen jede Fälschung, gegen jede ungehörige Beeinflussung sichergestellt sein müssen. Nur vom ganzen Volke kann die neue Regierung Aufträge entgegennehmen. Da sie solcher Aufträge noch entbehrt, muß sie nach meiner Ucbcrzeugung ihr Amt als ein vorläufiges auffassen, das noch der Bestätigung durch daS Volk bedarf. Dessen endgültiger Entscheidung darf sie nur insoweit vorgreifen, alS seine eigene unmittelbare LebenSnoiwendiglcit dazu zwingt. Bei jeder ihrer Handlungen muß sie sich fragen, ob sie in der Lage ist, für sie vor dem ganzen Volk die Ver antivortung zu übernehmen, so daß sie am Tage der Rechen- schaft und der Entlastung mit gutem Gcivisscn bestehen kann. Daraus folgt: sie darf nicht an Aufträge gebunden sein. die nicht ganz offenbar Aufträge des gesamten Volkes sind. Und sie muß die UebcrgangSzeit nach Möglichkeit ab- kürzen, sie muß so bald wie nur irgend möglich eine allgemeine VolkSverti ctung, eine k o n st i t n i e r c n d c Nationalversammlung, wählen lassen, in deren Hände sie ihre Macht zunicklegt, um sie nur auf deren Wunsch wieder an sich zu nehmen. Für die Einberufung einer solchen Versammlung hat sich denn auch die n e u e N e i ch s l e i t u n g in ihrem soeben ver- öffentlichten Programm mit dankenStverter Klarheit anSge- sprachen. Auch ganz Süddeutschlanch— Oesterreich, V Bayern, Baden, Württemberg. Hessen— hat sich für die kon- stituierende Versammlung erklärt. Dieser Auffassung steht eine andere gegenüber, die in ihrer schärfsten Form wohl folgendermaßen zusammengefaßt werden darf: Die Volksbeauftragten sollen nicht Beauftragte des ganzen Volkes, sondern nur der Arbeiter»nd der Soldaten 'ein. deren Organ die Arbeiter- und Soldatenräte sind. Diese bilden die eigentliche Gewalt, und ihren Befehlen hat sicv alles, auch die VolkSbcauftragtcn, die neue Reichsleitung, iinbedingt zu fügen. Der auf solche Weise geschaffene Zustand soll kein vor- übergehender, sondern ein dauernder seiy. Er bedeutet die Diktatur deS Proletariats", die Verwirklichung des Sozialis- iiins stn rücksichtslosem Gewaltkampf gegen alle Hindernisse, die ans Klassenintereffcu oder aber auch a»S Meinungsverschiedenheiten unter den Sozialisten selbst entstehen. Das also ist ungefähr der Gegensatz: Hie Demokratie durch die konstituierende Nationalversamuilung, da Diktatur durch die Arbeiter- und Soldatenräte. Gemeinsames Ziel: Verwirklichung des Sozialismus, aber für die einen durch den allgemeinen Volkswillen bedachtsam organisierend, für die anderen durch den Herrenwillen ihrer Partei, überS Knie brechend, ohne Rücksicht auf die Leiden, die aus etwa fehl- ffljcnbfn fPInlnafirticrt gersbe auch den Arbeitern enistehen können und in Nußlond auch entstanden sind. Die Entscheidung über diese Fragen und damit über die ganze Zukunft unseres Volkes liegt' bei den Arbeitern und Soldaten selbst, die sich in der Revolution aktiv betätigt haben. Ihr Sieg wird in desto hellerem vilanze erstrahlen. je klarer ausgesprochen wird, dast er ein Sieg nicht der Ge- tvalt, sondern des allgemeinen demokratischen Lolksrech ts ist, dasz ihn die Arbeiter und Soldaten für das ganze Volk errungen haben. Mögen also die Arbeiter und Soldaten sich der ungeheuren Verantivortung bewußt sein, die sie jetzt tragen und dafür sorgen, daß die so herrlich begonnene Bewegung nicht mit Verwirrung und unsagbarem Elend endet.. Ich glaube, eS muß ihnen so deutlich wie möglich gesagt werden, daß die sozialdcinokrati'cke Partei, die Ebert. Schcidcmann und Landsberg in die Regierung entsendet hat, sich auf keinen Fall auf einen Weg mit fortreißen lassen wird, an dessen Ende sie nicht die Ordnung des Sozialismus,'sondern das russische Chaos sicht.J Tie Regierung der sozialistischen Einigung, kann nur im Amte bleiben, wenn sie von den Arbeitern und Soldaten als die eigentliche zuständige Zentralgewalt anerkannt und unterstützt wird. Sie kann alle ihre Maßnahmen nur darauf vrüfen, ob sie geeignet sind, die gegenwärtigen schweren Leiden der arbeitenden Devölke- rung zu lindern. Sie mutz vor allen vermeidbaren Ver> Handlungen geschützt werden, damit sie handeln kann; und sie mutz selber wissen, daß daS Volk von ihr nicht nur Worte, sondern entschlossene Taten erwartet. Sie mutz ichlicßlich jederzeit bereit sein, vor die Vertretung des ge- samten Volkes hinzutreten, um Rechenschaft abzulegen, und sie darf den Zeitraum bis zu dieser Rechenschaftslegung nicht »mllkürjich verlängern, sie muß ihn vielmehr nach Möglichkeit abzukürzen suchen. Alles hangt jetzt davon ab, daß jeder neue Vruderstreit unter den Arbeitern und Svldaten vermieden wird, daß kein wirres Durcheinanderreden und Gegeneinanderhandeln, kein allgemeines Tohuwabohu entsteht. Glaubt nicht, daß cS ein Wundermittel gibt, das dem Volke im Augenblick zu Glück und Wohlsein verHilst. Unser Volk gleicht jetzt einem Ver- wnndctcn, der erst wieder auf zivei Stöcken gehen lernen muß. bevor er wieder springen und tanzen kann. Wir müssen vor allem Frieden schließen— das kann nur die neue Regierung tun. Sie muß dafür arbeiten, daß wir einen gerechten, dauernden Frieden des Völkerbundes er- halten, einen Frieden, unter dem wir leben, atmen und arbeiten können. Sic muß für die Volksernährnng sorgen, eine ent- schlich'chwierige. Aufgabe, Ivis jeder weiß. der die Waffenstillstandsbedingungen kennt. Sie muß die Soldaten zu ihrer Familie und zu lohnender Ertversarbeit zurück- führen, dazu ist eine ausgezeichnete, in aller Ruhe ar- 'beiiende Organisation notwendig, oder es gibt eine allgemeine Katastrophe. Diese Regierung ist noch nicht die vom ganzen Volke beauftragte Regierung, aber wir müssen alles tun, damit sie es später wird. Lorläufig ist sie nur unsere Regierung, die Regierung der Arbeiter und Soldaten, die Regierung der Sozialisten, die sich in der Stunde der Rot zu' genleinsamem Handeln zusammengefunden haben. Von ihrer Lebensfähigkeit, ihren Erfolgen hängt alles für uns ab. Sic und ivir müssen mit gutem Gewissen dem Tag enigegengeheu— er kommt gewiß—, au dem das g.a n ze Volk'hi seiner konstituierenden Nationalversammlung Rechen- schaft fordern wird.! ßüc vorfneöen! ZKilderung der Wafseusiillstandsbcdingunge»—- Wilson warut vor Terror und Bolschewismus. Tie dcutsckie NeickZregierung Hat wegen der drohenden Leben?- nniiclnot sofortige Verhandlungen zum Abschluß eincS Vor- f r i e d c n S vorgeschlagen. Die LS a f f e u st i l l st a n d S b e d i n g u n g e n sind schon in Einigem gemildert worden. Tie neutrale Zone reckUS deS NHeinZ soll 10 Kilometer lsiait 30 bis 40) breit feilt. Die Frist für die Räumung rcckuS de? RheiuS ist von 14 auf 30 Tage verlängert. Die Blockade soll gemildert werden, so daß DeutsSland die Versorgung über See ermöglicht wird. Ter Wafsenstillsiand wird aus 3ö Tage verlängert und kamr weiter verlängert werden. Tagegen sollen sämtliche U-Boote (statt bloß 100) ausgeliefert werden- Das ist uns egal, wir brauchen sie nicht mehr. An LastautoZ sind nicht 10 000, sondern nur 0000 abzuliefern. Räumung im Osten erfolgt erst, wenn die Entente den Augenblick dazu für gekommen erachtet. Tie deutschen KricgLgcüangcnen werden bei Abschluß der Vor friedcuSverhand- lungeu heimgriandt. Daraus geht hervor, daß die Entente auf den Vorschlag deS VormebenS eingeht. Bleibt noch die Waggon- ablieferung und die Verpflegung der BesatzungStruppen, worüber noch gesprochen werden mutz. Wilson sprach sich in einer Proklamation über den Waffen- stillstand, den ganz Amerika begeistert feiert, nochmals für einen Frieden der gerechten Demokratie aus. Fn einer Botschaft an den Präsidenten deS Wiener Staatsrat', Keiioffen Seitz. wendet er sich gegen bolschewistischen Terror, dessen Eindringen in Deutschland den Abschluß eines gerechten Friedens verzögern würde._ Scheiöemann peaen Llopö Georse. Zu der letzten Rede Llohd Georges äußerte da? Mitglied der neuen deutschen Volk'regirrung. Scheiidemann: Llovd George Hanl de.a Triumph über d-e unglückliche Lage des deutschen Volkes auf zwei Gesichtspunkte auf: er predigt die Vernichtung des deutschen Volke?, weil eS an der Kriegspolitik seine? alten Regierung ein- hei ü ich mit schuld sei, und er preist die Einigkeit des englischen Volkes und de? Reiches, das ebenso einheitlich noch immer hinter der KricgSpolitik seiner Regierung stehe. Von diesen Behauptungen ist die eine so unwahr wie die andere. Llohd George weiß sehr wohl, daß weite Kreise de? deutschen Volkes und sogar ein große? Teil seiner alten Regierung die von der früheren Obersten Heere?- leitmig befolgten Grundsätze nicht gebilligt und dieser Mißbilligung auch vor der Welt wiederholt ungescheut Ausdruck gegeben haben. Lloyd George weiß ebensogut, daß Sie von ihm gepriesene Einigkeit d«S englischen Volkes in Wirklichkeit nicht besteht. Durch die englischen Völker und die englische» Heere und Flotten geht der. selbe scharfe Gegensatz zwischen e-.ner rm Dienste der kapitalistischen Eroberungspolitik stehenden Leitung und den Masten, die es müde find, sich von dieser Leitung den�fürchterlichen Kampf gegen Bruder- Völker weiter aufzwingen zu lassen, zumal dort die Erinnerung an einen Zustand noch frisch ist, wo die alten Freiheiten des Bürgers nach nicht der Einführung eines kontinentalen Militarismus zum Opicr gefallen waren. Lloyd George ist so unvorsichtig, diese Sst-ffen seines Volkes durch sein Trvumphgeschrei selbst auf den Grund feiner imperiakistischen Politik blicken Zll lassen. Er verkündet offen, die von Deutschland den Ententeländern b rüder- lich angebotene Versöhnung solange hinaus- gezögert zu haben, damit in Teutschland sie letzten Stützen der Ordnung unter der furchtbaren Not zusammenbrechen sollten. DaS deutsche Volk ist in diesen großen Tagen dabei. Lloyd George zu beweisen, daß seine selbstgegcbcnc Ordnung dieser furchtbaren Not voll standhält. An dem englischen Volk und den anderen Völkern der Entente wird eS sein, die Stunde der Weltbefrciung zu einer unzweideutigen Absage an den Imperialismus ihrer Regierungen zu benutzen. �bgelaote Neichstagssitzung. Tie bürgerlichen Parteien und die Revolution.— Elsasz-Lothrinocn.— Ulrich hessischer Ministerpräsident. Die R e i cki s t a g S s i tz u n g. die für heuie angelacit war, findet niftt statt. Die Fortschrittler haben ihren geschäftS- führc»''«! Ausschuß einberufen, um zur neuen Lage Siellung zu nehmen. Wahrscheiulich werden sie eine republikaniicke Partei mit lozialreformerischem Programm bilden. Tie bayerische Z e n- trum spartet erklärt in einem Aukruf, sich den gegebenen Ver- bällnisscn fügen zu wollen. In Biyern ist ferner ein Bauermat von 50 Mitgliedern in Bildung begriffen. In E l s a tz-L o l h r i n g e n bat sich aus Miiglieder» der II. Kammer ein Nalionalral gebildet. Ministerpräsident in Hessen ist Genosse Ulrich. Gewalttätigkeiten in yo�en unüGberstbkesten ES liegen verläßliche Nachrichten vor, daß sowohl in Ober- schlesien als auch im Posenschen Gebiet polnische Legionäre und undisziplinierte Verbände eingebrochen sind und raubend und plün- derrtd Besitz von den Ortschaften ergreifen. Die Reichsregicrung hat gemeinsam mit dem Groß-Berliner Arbeiter- und Soldatenrat energische Maßnahmen beraten, um die Bevölkerung in diesen Gebieten zu schützen. Ferner erfahren wir: Die Polen sind im Vormarsch in Richtung aus B i a l h st o k. Sie wollen sich dann von Süd- litaucn gegen Wilna wenden. Mit diesen Zügen ist vielleicht auch die politische Absicht ver- Hunden, bestimmte Gebiete schon bor Friedensschluß gewaltsam Polen einzuverleiben. Dem gegenüber ist auf daS bestimmteste zu erklären, daß die Grenzregelung nach Recht und Vertrag in aller Ruhe und Ordnung zu erfolgen hat. Niemand in Polen wind glauben, daß die Reichsleitung der Deutschen Republik eine andere Lösung für zulässig erachtet. öilöet unverzüglich Sauernräte A» die deutsche Landbevölkerung! Die neue deutsche Reichsregierung ruft hiermit alle Schichten der ländlichen Bevölkerung obne Unterschied der Partcirichtung auf zu gemeinsamer freiwilliger Bildung von Bauernräten, um die Volksernährnng, die Ruhe und Ordnung aus dem Lande iow:- die ungehinderte Fortführung der ländlichen Beiriebe sicherzustellen. Die Reichsrcgierung hat den Wunsch, die staatlichen Eingriffe zur Sicherung der Volks- ernährung auf das absolut Notwendige zu be- schränken, in der Erkenntnis, daß Freiwilligkeit und Selbst. Verwaltung schneller und besser zum Ziele führen als die beste burcaukratische Organisation. Je mehr die läichliche Bevölkerung durcb freiwillige s e lJ'st g e s ch'af f e n e Ort'- und Ge° m e i n d e a u S s ch ü s s e dazu beitragt, daß schnell � und sortlaufend die erforderlichen Lebensmittel zur Sicherung der BoMernSbrung bereitgestellt werden, desto weniger wird es zu zwangsweisen Eingriffen kommen. Die ländliche Bevölkerung bat es also selber in der Hand, diese auf ein Mindestmaß zu be- schränken. Tie ländliche Betölkermg kann versichert sein, daß die Reich?- rsgierung sie nachdrücklichst schützen wird vor allen willkürlichen Eingriffen Unberufener in ihre Eigentums- und ProduklionS- berheiUnisse. Wenn der Hunger niemanden aus der Stadt auf das Land treibt und die von der Front zurückilutendcn Soldaten- masse» regelrecht bervflegt werden können, wnd es solcher Schutz. maßnahmen gar nickt bedürfen. Tezhalb ist die freiwillige Lieferung der erforderlichen Lebensmittelmengen das sicherste Schutzmittel vor Störungen der Rübe und Ord- n u n g auf dem Land« und garantiert auch am besten den ungestörten Fortgang der ländlichen Betriebe. Dieser Zusammenhänge möge die ländliche Bevölkerung sich bewusi: sei» und alle? tun. waS in ihren Kräften steht, da? deutsche Volk in dieser schweren Zeit vor dem Derbungern zu schützen. Niemand wird Unbillige? van ihr verlangen und sie veran-worilich machen, wenn Tror-port- schwrerigkeiwn oder andere Umstände Stockungen in der Versor- gung der Bevölkmina verursachen, aber im eigenen Interesse und in dem der VolkSgefamibeit muß die Landbevölkerung jckt ohne jeden Verzua die freiwillige Orgamsierung von Bauernräien in 'die Hand nekstnen. Erfreulicherweife haben die berufenen Organifatio- nen der deutschen Landwirtschaft sich bereit? mit einem solchen Vorschlag an d;c landwirtschaftlichen Körperschaften Deutschlands gewendet und sich mit der neuen Reichsregierung dar« Server st ändigt. Jetzt gilt e? schnell zu band-ln. sede Pamwtai ai,»,inchalsen und in freiwilliger, gemeinsamer Zummmenarbeit der Ba"ernrSte auf dem Sande mit dem KrieasernährunaSamt und den Arbeiter- und Soldatcnräien in d-n Städten alle Gefahren abzuwenden. die eine akute HunaerSnot über den einzelnen und über die Volksgesamtheit berausheschwören muß. Bauern. Sandarbeiter. Handwerker und Ge- werbetreibende auf d.em Sande:� Bildet unverziialich Bauernrate!. Der Rat der PolkSbemiftragten: Ebert. Haas-. Sand'berg. Scheidemann. Barth. Dittmann. Berlin, den IS. November ISIS. Die Aurückführunq in üie öeiitßbe Heimat. Telegramm bor L r> l kS r e g i e r u n g an die Oberste Heeresleitung. Tie BollSregierung ist von dem Wunsche beseelt, dah jeder unserer Soldaten nach den unsäglichen Leiden uud den un- erhörten Entbehrunqeu in kürzester Zeit nach der Heimat zurückkehrt. TieseS Ziel ist aber mir zu erreichen, wenn die Demobilisierung nach einem geordneten Plane vrr sich geht. Fall» einzelne Trupps willkürlich zurückfluten, so ge- sührden sie sich selbst, ihre Kameraden und die Heimet auf das schwerste. Ein EhaoS mit Hunger und Rot mühte die Folge sein. Tie BolkSregicrung erwartet von ruch strengste Selbstzucht. um unermeßlichen Schaden zu verhüten. Wir ersuchen die Obcrste Heeresleitung, da? Feldheer von vorstehender ErNärung der Volk?- regierung in Kenntnis zu setzen und folgende? anzuordnen: 1. DaS Verhältnis zwischen Offizier und Rann hat sich aus gegenseitigem Vertrauen aufzubauen. Willige Unterordnung deS Manne? unter den Offi'ier und kameradichaft- liche Behandlung deS Manne? durch den Borgesetzten sind hierzu Vorbedingungen.„..... 2. Da» Vorgesetztenverhältnis des OffrzrerS bleibt bestehen. Unbedingter Gehorsam im Dienst ist von entscheidender Bedeutung für da? Gelingen der Zurückfühvung i» die deutsche Heimat. Militärische Disziplin ntid Ordnung im Heere müssen deshalb unter allen Umständen itusrcchieeholten werde». 3. Tie Soldatenräte haben zur Ausrechterhaltung de? Vertrauens zwischen Offizier und Mann beratende Stimme in Fragen der Verpflegung, des Urlaubs, der Bcrhängung von Disziplinarstrafen. Ihre oberste Pflicht ist es, auf die Ver- Hinderung von Unordnung und Meuterei hiuzu- wirken. 4. Gleiche Ernährung für Offiziere, Beamte und Mann- schatten. 5. Gleiche Zuschüsse zu den Löhnungen. Gleiche Feld- zulage für Lfsizicre und Mannschaften. Bon der Waffe gegen Angehörige des eigenen Volkes ist nur rn der Notwchr oder zur Verhinderung vor. Plünderungen Gebrauch zu machen. Ebert. Haase. Scheidemann. Dittmann Landlberg. Borth. Die bayerischen Truppen haben Tirol verlassen. Wilhelm der Letzte i't mn 51 Perionen Ge'olge. darunier Falkcnbayn. im Schloß des Graten Beniink in Holland interniert. Auch sein ältester Sobn ist in Holland eingetroffen, er bitict die Königin um.ein kleines einsames Haus". Sein Bruder Heinrich ist in Vandruv in Dänemark Auch der Anhaiimer und der Lipper haben obaedanli. Ter Sachien-Meininaer ist eben dabei. Der bayerische König ist zurzeit nicht onisindbar, es heißt, er werde in einer P:o!lamai>on die Abdankunge oder Formationen bescyränkcn. bleiben nach wie vor besteben und sind auch weiterhin zu bilden. VollzugSgcwalt steht je- dlxu diesen Räten nur innerhalb ihres Betriebes bzw. ihres Truppen- teile? und nur bezüglich ihrer eigenen internen und lokalen Ängc- legenheiten zu. Bekannt»' achung. Von Beerkelde ist aus dem Vovzug-rat ausgeschieden. Zum zweiten Vorsitzenden,-st an seine? Stelle Genosse Molkenbuhr gewäblt worden. Sämtliche Perfügungen und Bekannimachungen des VollzugSrutes bedürfen nunmebr der Unterschriften. Richard Müller, Molkenbuhr. Ausweise oder Befehle, die nur die Unterschrist von Beerfelda tragen, sind ungültig. Ter SollzugSrot be? Arbeiter- und Soldatcnrate? gez. Richard Müller, Molkenbuhr. Anweisungen für die Wahlen der Angestrlltenvcrt�r zum örtlichen Arbeiter- und Soldatenrat. 1. Die Angestellten eines Bei riebe? mtt mehr als 500 Ancre. stellten wählen auf je l000 Angestellte 1 Delegierten in den Ar- beiter- und Soldatenrat. Jedes angefangene Tausend gilt als voll. wenn die ZabI 500 überschritten ist. 2. Die Angestellten in V-lrieb-n mit weniger als 500 Ange. stellten wählen auf?edes angefangene Hundert eine DerVmenS» Person. Die gewabtten VertrauenSpcrsonen verständigen sich über die Wahl van Delegierten zum Arbeiter- und Soldatenrat nach Matzgabe der unter Zifser l gegebenen Bestimmungen. 3. Wählbar und wahlberechtigt sind alle Angestellten He? Be» triebe? beiderlei Geschlechts. Anweisungen für die Wahlen zum BetriebS.Angestelltc»rat. Zur Vertretung der Interessen der Angestellten ist in all«, Be- trieben mit mindestens Angestellten ein DetvieHSangestelllenrat von mindestens 5 Mitgliedern zu wäblcn. In Betrieben mit mehr als 100 Angestellten entfällt auf je 20 Angestellte 1 Vertreter und 1 Ersatzmann bis zur Höchftzahl von 15 Vertretern und 13 Ersatzleuten. Wablbercchtiqt und waMxrc stnd alle Angestellten beiderlei Geschlecht?. GeZVNffchaflsbMMNg �vfrufe öer»MetaUarbeiter�Aeitung" unö öes Vsrbcmösvorstanöes. Vorstand uns VerbandZorcian der ffrögten EewerNcbafl TenisÄlands äupern stK bererls zu d?n revolutionären Um- tvälzuMcien TeutiKland-. Wie„nS ein P r i v a t l e l e g r a m m aus Srurrgari meldet ldie neueste Nummer der„Metall- Hrbeirer-Zriiiinn* liept noch nicht vor), enidalren die Aufrufe neb n emer politiichen Würdifliiiig der rcvolutmnären Ereiflniste einen Hinweis aui die wnlicbafiliehen Folgen. Deut'cdlond bedürfe der Wsrie ici'affenderi Arbeit, wenn'eine Bewobner nicht Hunger leiden sollen. Es werden indesten setz! ÄrbeiiSirnfle frei, die die Neu- ordnui'g der Tln�e in jeder Werse unterstüven. Eiwaige Urizufrredenbert mit nnoeimeiiilichrn Uebelständen der UebergangSieii darr auf keinen j?all zur UnOldniing veianlasten Taran. dast jetz! bereii-s iideiall Ordnung berricht. reizt sieb die xure Erziehnug der Arbeiterklaffe durch Partei und Gewerkschaft. Tis nuienegien Waffen st ilt st andSbedingunaen hiärrn verständl'ch wenn Deutschland noch einen Kaisei vo» abge- daiik'er?in bäite. Diese Zeilen sind vorbei. Dw Alliierlen verraten eine politische stu, rstchiigleit. ES gilt, d-e gegeiiwä'ilge Ordnung sobald wie möglich von niiverfälichter Temolraiie obzu'öien. Ter Au'rnl rorderi Ausbau der Tozial- pol l't und des Arbenerichuyes, pesevl'che Regelung und Betküruliig der AlbeiiZtelt. ein modeineS Arbeilerrechl und in einationale Ab- niacbllngen über sozialen Forlschrilt. T-e Pflicht der oiganinerren Metallarbeiter sei e?. mitzu- arbeiten im Geiste enis-'iedeneir Fortichrurs am Umbau des Deiilschen Reiches«um Boiksstaai. Die UebergangSze» ertordert starke und le'stun'S'äaige Gewerkichasien. Die bis jetzt erzielten pc.oerk'chafllicheii Erfolge gilt es, fest,»ballen und auszubauen. Weltbewegende Gedanken llnd Fardeiunaen baden über aliüberlie'erie An'ckouunge» und jabttau'endalre Gebräuche geüegr Tie Au'ru'e mahnen die Aibciiericha>>. den brsber'gen Sueu elUisustellen und gemeiniam am Ausbau de« Erfolges mitzuarbeiten. f-'rof'�nndel und Teurobilisternnji der Angestellten. Der Vorstand des Zentralverüandes des deutschen Großhandels hat n Würdi-gung der bevorstehenden raschen Demobilisation ein- stimmig beschlossen: Die Mitglieder de? Z.D.G zu ersuchen, alle aus dem Felde zurüchkehrenden Beamten und Angestellten grundsätzlich zunächst wreder aufzunehmen und ihnen mindestens dasjenige Gehalt zu bezahlen, das sie vor dem Kriege erhielten! Wir dürfen annehmen, daß es gemäß diesem Beschluß jede deutsche GroßhandelSfirma als ihre Ehrenpflicht betrachten wirb, alle ibre ehemaligen Mitarbeiter um» Angestellten, die im Heeres- dienst standen, nach ihrer Entlassung aus dem militärischen Per- hältnis sofort wieder einzustellen. Groß-Jkrlm An die Einwohner und Soldaten2. Nov mber l318. Für den VollzuaSrai des Ai berter» und Soldatenrats: Der Bevollmächi'ate sür das Ernährungswesen: - Emanuel Wurm. • Der Vollzugsausschuß d e S Soldatenrates teilt init: Die Magistrate und Gemeindebehörden von Groß- Berlin sind verxfl'chlet. die LebenSmuiclkarten aus ÄuSweis von den zu- ständigen Soldatenrälcn auSmhändinen. Tie Kriegsgefangenen. Das Mitglied deS SolsaienrateS Schlesinger ist in das KriegSmimster'um delegiert, um i» Angelegenbeiten der Kriegs- gefangenen alle Anordnungen ielbständig zu treffen. Alle Dienst- sielleir und Arbeiter- und Soldatcnräle werden gebeten, den vom Kiiegsminifieriuin lP-.mz-AIbiecht-Str.l in dieier Beziehung er- gebenden Anweisungen nachzuiommeu und sich mit Abteilung U. K. in Verbindung zu setzen._ Sicherung des Telegraphen- und Fernsprechbetriebes. Zur Aufrechterfaltung geordneter Verhältnisse und zur Durch- führung der Neuordnung der Regierung ist cS unbedingt erforderlich. daß der Telegraphen- und Fernsprechbetrieb in der bisherigen Weise störungsfrei abgewickelt wird. Alle im Telegraphendienst �.'�ausgebildeten Militärpersonen, die zurzeit nicht bereits auf einer a. PDelegraphentati�n beschäftigt sind, haben sich daher unverzüglich auf der Militärielegraphenstation deZ HaupttelegraphenamtS, Berlin, Französische Straße 33 b— c lMilitärtelegraphenabteilung. Heim) einzufinden. AuSweisvaviere sind mit-ubrrngen. Alle auf Wache oder Kommando befindlichen Telegravhisten sind durch die Truppenteile sofort abzulösen und für den Telegraphendienst frei- zugeben. Der Aktionsausschuß Groß-Berliner Truppen. Oskar Schäfer. Kretschmer. Jngelt. TLiederaufnahme der Arbeit. Am gestrigen DieuStaamorgen ist in sämtlichen Fabriken Groß- Berlin? nach dem Beschluß des Arbeiter- und Soldatenrats die Arbeit in vollem Umfange wieder äufgenomme» worden. Auch die Ruhe scheint in Berlin mit dein gestrigen Tage wieder eingekehrt zu sein. Nur die Umgebung de« Schlosses und deS MarstallS ist aus SicherbeltSgründen in weiterem Umfange ab- gesperrt. An mehreren Stellen sind Maschinengewehre aufgestellt. Geschossen wurde gestern aus dem Marstall nicht mehr. Tie 8-Uhr-Sperre aufgehoben. Ter Arbeiter- und Soldatenrat teilr mit: Da? Verbot des Aufenthalts auf der Straße„ach 8 Uhr abends ist aufgehoben. Allerdings wird erwartet, daß sich niemand zwecklos aus der Straße Migt. uiid daß diejenigen, die ihr Berns zwingt, zu später Nacht- Wide die Straße» zu betreten, sich unverzüglich nach Hause be- geben. DaS Schießen an gewiffen Stellen der Stadt, das nur durch die zwecklosen Purschveriuche bervorgerufen wnd. wird schnell auibören. da die Organisation der mtliiärischen Polizei in den '/ lins l/f z-Berlins tuendorf. Hans c Rstsch, Otto Brutus Molkcnbnhr. Richard Müller, Paul Paaschs. Walter Portuer. ColiiA Roß. Di Strobel, Waltz, P. Wegmann. »> Dieie Bekannti«achung. soweit sie die Außerkrastsetzung von Ar- boster« und Soldaienräten betrifft, könnte vielleicht zu dem Miß« verstänsnis yeranlaffung geben, als ob alle Labien � eer von de» Betrieben nn» d-m Miltlär gewählten Verlreter zum Arbeiter- und Soldo-enral nu.»mehr für unaültig eiklärr worden finde Das ,st "tckit der Fall, t» ist nur gemgl. daß die provisorisch gewählten Körpers»«',?», die den N«meir Arbeiter- und Soldatenrar sühre», fvloi, außer Kr«fl gesetzt werden. lowen sie VerwaltungS- Maßnahmen ausgeführt haben. Tie Bestattung der RevolutionSopfer. Die in den Kämpfen der letzten Tage innerhalb Groß- Berlins Gefallenen sollen auf dem F r i e d h o f d e r M a r z- gefallenen im Friedrich Shain gemeinsam bestattet werden. Angehörige, welche eine solche Bestattung für ihre �vmilienmitglieder wünschen, wollen Nachricht darüber un- verzüglich an den Magistrat Berlin. Generalbureau Rathaus. richten. Ebendahin find alle weiteren Mitteilungen über svlche Gefallenen zu geben, deren Personltchkett bisher nicht siHgestckllt werden konnte._ (Segen unberechtigte Reffuisttioneu. Ter Vollzugsral deS Arbeiier- und SoldaienrateS hat alle Behörden bcaiiiiroat ihre Täligkeit unter seiner Kornrolle weitet- .zuführen. Niemand bot daher das Recht, �Rcquiut onen Irg'-nd- weicder Art vor«ni!ebinen. Etwaigen Regiiin>t0>'svcrsucken ist mit «Üer SnilchiedenHeit. unier Umständen mit Zuhilfenahme deS Gnderheitsdiensre» entzegenzulreten. TaS Bezugscheinverfahren bleibt in Kraft. Nach- einer an den Anschlagsäulen veröffentlichten De- stmntwachuug bleiben alle über das Bezugscheinverfahren er- kaffcnen Bestimmungen vorläufig unverändert in Kraft. Vor käulern wie Käufern ist es daher bei Vermeidung strenaer Bestrafung verboten, bezuascheinpflichtige Gegenstände(Web-, Wirk- und Strickwaren, Schuhe) ohne Bezugschein zu ver- sttiffen oder zu kaufen._ SebentvlitteitartenauSgabe für Soldaten. 1. Für die in Groß-Berlin sich aufhallenden nicht gemeldeten Soldaten: Diejenigen Mili'ärpersonen. die in Groß Verlin ohne mili- tärifche odei polizeiltche Meldung sich aufhalten und wohnen, haben Bierth, Gustav Heller. Ernst Jülich. Georg Ledebo� Maynitz!'®,miben' a6« 6i# wirksam sein wird._ Tie„Kouigstreue" sucht Trost bei Schulkinder«. Der Unfug, die Schule zu dynastischer Agitation zu miß- braucben. scheint trotz ollem Um'ckwung der Dinge noch nicht ganz aufgeböit zu haben. Wir erfahren, daß in einigen Gemeinde- schulen Berlins der Veriuch gemacht worden ist. die Kinder in gegenrevolulionärem Sinne zu becinfluffen. In der t8i. Knaben» Gemeinde schule lReichenberger Straße) bat am Montag eine Lehrerin die Kinder ihrer Klaffe zur Stellungnahme für oder wider den oewesenen Kaiser veranlaßt. Als nur sieben oder a»t Kinder sich für ihn erhoben, bekundete sie ihre Entrüstung. Sie lchimpste. der neuen Regierung sei es gleichgültig, ob die zurückkehrenden Krieger beide Beine oder nur eins bäiten und ob für das Volk etwas zu effen da lei. Mancher wird sich über dieses Treiben ent- rüsten. Andere werden darin mir ein.kindliches Vergnügen" sehen. das man belächelt. UniereS EracktenS erfordert das Wohl der Schule und der ihr onveitrouten Jugend, daß die unentwegt .KonigSlreuen" unter den Lehrern und Lehrerinnen sich ,'olcher HerzeuSergüsfe enthalten. Mögen sie ihren Schmerz dabeim in, ktillen Kämmerlein ausweinen, unsere Kinder aber sollen sie uns in Ruhe lasten!____ Berliner Lebensmittel. In d-n Bezirken der Brolkommiisiouen Nr. 3-22. 30—43. flg. 31. 174. t7g. 195. 197 beginnt der Verkauf der Zwiebeln,— Bis Donnerstag wird in den Sveifesetlgeschäsien der 4.-7., tl bis 15.. 17.. 18.. 20., 21., 172. und 177. Broikommüston und bi? Freitag der 8.— 10. und 19. Brolkommiiston 126 Gramm Käl'e verleil». Tie Milchzufuhren nach Groß-Berlin haben sich weite,- bin gebeffert. Es w-rd daher bcst'mmr. daß abzuaeben ist: auf die .AI-Karlen 1 Liter Vollmilch, A II- Karten s/4 Liter, B«Karten ' j Liier. O-Kanen V« Liier, au' die Krankcnkartcn und die Karten kur werdende Mütter die volle Menge. Keine Stadtverordnetensitzuogen in dieser Woche. Die kür Dienstagabend in Aussicht genommene außer ordentliche Sitzung der Berliner Stadls. rordneterveriommlung und d»e ordentliche S'tznng der Siadiverordneienversammlung, die am Donnerstag- abend stattfinden sollte, finden nicht statt. Die Stadwerordneten-Ersatzwahl jnt 48. Gemeindebezirk findet nicht statt, da Wablcn zu öffentlichen Köiper'chasten nicht mehr nach dem Dieislasienlystem statlfinden tönnen. Geldbriefe und Wertpakete werden in Groß-Berlin wieder zur Beförderung angenommen. Kaffee-Ersatz, D>e Anmeldefrist läult in Berlin und Vororten morgen Donnerstag ab. Die Ab's�e auf Abschnitt tS erfolgt vom Fienag an. In einem größeren Teil der Geschäste erst später. Eine Zusammenkunft aller ans de« Boden der U. S, P. ficheiiden Mitglieder des Ardeitcrrats findet, wie im Anzeigenteil dieser Nummer mitgeteilt wird, heute nachmittag 2 Uhr im Gewerk schastsbause statt. Der Bund NeueS Vaterland veranstaltet heute 5'/, Uhr in den „Prachtsälen des Westens". Splchernstr. 3. eine Vollsveriammlung mit dem Thema:.Die gesetzgebende National- Versammlung". Redner sind Freiherr v. Eckardstein, Abz. Ströbel, Hauptmann b. Beerfelde u. a. Eine öffentliche Versammlung sämtlicher Angehörigen der Reicks- Po st- und Telegraphen- Verwaltung findet am Sonn'ag,"en 17. November, vormittags 9 Uhr. in den Germania« Vrachtiälen, Ebauffeestraße 110. statt. Jedermann willkommen. Thema:.Die Gegenwart und wlr�. Ter Arbeitsausschuß der städtischen Beamten- und Lehrrrvereme Berlins lädt die Beamten, Lehrer und Angestellten der siadt Berlin «u einer Versammlung am Donneislag, den 14,, nackm, 3�« Ubr, ins Lebrerveren, SHaus. Tagesordnung: I. Wahl von Beilrelern m den Arbeiter- und Soldnienral. 2. Schaffung gesetzlich anzuerkennender Beamtenausschüste. Die Versammlung sür die Vereinigung von Teutschöstcrrcich mit Teutschland loni, nicht st a t t f> n d e n. Der Tag der Ver- samm ung wird noch bekanntgegeben werden. Ter Künstlerrat der ehemaligen lönizjichcu Bühne». Im Sckati« »p elhauie fand gestern eine Bolloeisammluilg iämtlicher Mitglieder des Opern- und Schalilpielban'eS statt, tn der die Wahlen des Künstler, a'.S endoüliia iestgestellt wurden, welcher das Mandat ei- dielt, mit der neuen Regieinng und den anderen zuständizen Siell-u betreffs U-bernabme beider Theoler Fühlung zu nehmen. Der Künstlerrat besteht ans den Herren Buch, D:. Bruck, Maunsiädt, Pairy, Dr. Rickard Stiauß Edmund von Strauß. Die ehemalige königliche Bibliothek und die UniversitätS- b i b l r o r h e k bleiben in dieier Woche g e> ch i o l s e n. Standrechtlich erschossen wurde gestern mittag ein Räuber, den man aui iriiwer Tat enavpre. Ein Ruiie drang in der Hol,- markt st raße in einen Gemüseladen ein und versuchte, der Ge- schänssrau Geld und Waren zu raube». Auf ihren Widerstan" ver- letzte er sie durch einen Pistolenichuß und ergriff dann die Flucht. Er wurde bald von Soldaten des Arbeiter- und Soldatenraies fest« genommen und nach dem Polizeipräsidium gebracht. Hier wurde er nach Feststellung deS Tatbestandes erschossen. Der Toppelmord in der Gcrichtstraße ist aufgeklärt. Der Täler wurde verhane:. ES ist der Robicklächiergeselle Boleslaw S i- w i n S k i, der die Tal aus Rache verübt hat. Euttvark eines kommunalen Org auis ationspro gramm s. In Wilmersdorf ist nach folgendem OrganisarionSPIan verfahren worden: 1. Die Stadiberordnebenversammlung und alle Depilationen sind aufgehoben. Die gesamte Gemeindeverwaltung untersteht der Kontrolle der zur Durchführung der Revolution gebildeten Organe. 2. Zur Regelung und Ucberwachung der kommunalen Ange- legenheiten der Stadt Berlin-Wilmersdorf während der Revolu» tion wird ei« Rat von Arbeitern und Soldaten gebildet, der aus 45 Mitgliedern nämlich 15 Vertretern der Soldaten und 80 Ver- tretern"der Arbeiter besteht. Die Vertreter der Arbeiter werden je zur Hälfte von der Sozialdemokratischen Partei und der Un- abhängigen sozialdemokratischen Parter gewählt. Tie Sitzungen dos AuSschufies sind öffentlich. 3. Zur Führung seiner Geschalte und zur Erlediguug aller allgemeinen Angelegenheiten wählt der Arbeiter� und Soldatenrat die Volksbeausiragten für die Stadt Derlin-WilmerSdorf. 4, Für die verschiedenen Zweige der Gemeindeverwaltung werden Kommissionen gebildet, die in der Regel auS 9 bis 15 Mit- gl-edern deS Arbeiter- und Soldatenrats, 3 bis 5 Mitgliedern des Magistrats und 3 bis 3 Bürgerdeputierten bestehen. 5. Zunächst wird die Bildung folgender Kommissionen in Au?- ficht genommen für: 1. Lebensmittelversorgung, 2. Arbeits- fragen, 3. Wohnungswesen, 4., Soziale Fürsorge, 5. Bildung und Erziehung._ Potsdam. Der Arbeiter- und Soldatenrat, der sich am Sonn- abend gebildet bat, veranstaltete gestern nachmittag am Stadtschloß im Polsdamer Lustgarten eine öffentl'che Versammlima, in der nach dem Vorsitzenden des Arbciteirats. Wilhelm St�aak, d-r über die politische Lage sprach, auch die dem Rate angehörenden O'fiziere daS Wort nahmen. — Auflöjuna der Jugendwrhr. Der Magistrat mackt bekanni, daß die Ju»endwehr aufgelöst worden sei. Die Ausrüstungen müffen bis morgen bei der Regierung in Potsdam abgegeben werden. Britz. Lebensmittel. Auf die Berliner LebenSmitielkarte Ab« schnitt 72 werden 100 Gramm Grieß verteilt; auf Karte für Jugendliche Ab'cknitt 23 100 Gramm Sago und au' die Britzer Lebeysmittelkorle Abschnitt 37 und gegen Vorlage der Milchkarte sür Kinder im 1. nnd 2. LebenSsahre 1 Pkund Kindergeritenmebl. auf Abschnitt 68 1 Doie Fi>chkon>erven nnd 1 Pfund Blockwurst im Darm je Haushalt und auf Abschnitt 69 Sonderzuteilung. Groß-Serliner parteinachrichten. Zehlcndorf-W.-B. Am Donnerstagabend, pünktlich um 3>/z Uhr. treffen sich die Parteigenoffen und Gewerkichahler zwecks Be- sprechuna der örlirchen Verhältnisse bei B. Mikley, Potsdamer Straße 25. Spandau. Sozialdemokratischer Wahlverein. Heute Mittwoch, abends 8 Uhr: Mitgliederversammlung bei Steinmetz, Bismarck« straße 8. ES sind wichtige Maßnahmen zu treffen und bitten wir alle Mitglieder, pünktlich zu erscheinen. Gäste willkommen. KarlShorst Heute Mittwoch. 8 Ubr: Extra« Zahlabend i» dringender Sache b« Poser, Dönhofslraße. ?ugenöveranftaltungen. verein Rrbetrerjugend Groß-Berlin. Nachdem die versisglM? über den Nnfkiithalt aus der Straße ausgehoben ist, finden von heute ab in sämtlichen Abteilungen die Verawiallungen wie im Programm an- gegeben, statt DaS Heim bleibt noch weiter geschlossen. Die Mttglieder werden gebeten, au den Veranstaltungen der anderen Abteilungen teil- zunehmen. B o r a n z e i g e: Am Sonntag, den 17„ vann. 10 Ubr: Oefsenllich« Sugendversammlimg in den Soobienlä.eu. Sopbiem'tr. 17113. Bortrag: .Das Gebot der Stunde". Agitiert eifrig sür die Veranstaltung und er- scheint in Massen, Der Aktionsausschuß sür Berlin: I A. WaUer Rüdiger, N 58, Lychener Str. 127.«Idol! Joseph, KW 6, Stromstr. 36. Arbeiter-Samariterbnnd. Koloune Grotz-vcrli». Heule abend 8 Uhr bei Schulz. Am Königs zrab:» 2: Außerordentliche Gne« raloers ammlung. Sehr w'chlige Tagesordnung. Wer ohne gc« nügenden Grund schll. hat die Folgen selbst zu tragen. B-rgeßt nicht, die Armbinde anzulegen. rserrerausitltite»»Nr tat- rntnlrxe vJorddrBffeftmnd»l» Tounerktng mittno. Vielsach heiter, aber lübl und unbeständig, östlich der Oder ziemlich zablreicte, werter w. sllich mehr verenzelle, grögtenreilS gelinge Regemälle, in der Nacht zu Donnerstag steltenweile Frost, Deramworliicd sür Polttil Eriid«uttarr, Berlin: wr den üdrtgen Tel! de« Blattes Alsrcd SNiolz, Neukölln: Er Anreigeo Tdeodor«loike,'Verlin, Verlag» TorwärtS-Zterlag«, ir, b. H,. Berlin, Track Sorwärks-Buckidruckeret und SerlagSanslau PaiU Singer sl L». in Lerlm, Llndeustraße S. Direktion Max Reinhardt. Deutsches Theater 1 XJ.: Der Kaufmann von Venedig Kammerspieie S Uhr: Schclterijaufcn. Kleines Schauspielhaus Fasancnstraße l. Portal ä. Tlt Uhr: Frühlings Erwechen, Volksbühne Theater am Bülowjlata. Direktion Friedrich Kavßier. 71/, Uhr: Komödie der Liebs. "Lesslng-Tiiiater. Direkt.; Viktor Barnovrcky. 7VSU.: Der Marijuis von Keilh, Donnprst.; Stein unter Steinen� (Albert Bassermann.) Deiitseles iusk-taler. Allabendlich Tl. Uhrr Kacbtbelrnchtnns- Aafcrstcl n:> g._ Theater � Käniggrstzefsfr, 7" IT.: Der Katzcnsstcg. Komödienhaus 'ltS IT.: Die tanzende Nymph?. BerlinerTheater 7 Uhr: Sterne, die wieder lenchtcn. Berliner FilmvManufaktur FiXm-Koman in 4'. Akten EEGIE: H. FR ED ALL Hauptrolle: Ghariolts Gorday Das Heldonmädchen der (französischen Revolution n. d. Roman v. H. Gaus REGIE: FRIEDE. ZELNIK Hauptrolle: Lya Mara gehen ihrer VoSienduiig entgegen!! Sltiihttiiorsaal. Dienstag, den 19. November, 8 Uhr: n ■»«»- Eist.ibribiir 11. Stralaner Viertel: bei Fr. Kirnit». Simon» Tach-SIr 94, Ecke Renaler Strohe. GörliNer und(köpenicker Viertel: be! Fröhlich, Mirelaner Siran, e i. 5g;!atdemol!e. Terein tue Uerlin V. In den Unio»s> S ötr n. Greissmalderstr. 221/223 Zochtdemokr. Uerein f»r Kerlin VI. 1.— 7. Zlbt. im Reiw irant»U 0«. Sckönbauscr Zlllce. an der Hochbahn. Danziger Änhndos. 8. Oibt. bei Hoffmann. Swineulünder Str. 47. 9. 2!bt bei Obiglo. Slralinnder Str. 11. 10.:,?ib!. bei CarnS, Vollastr. 37. 11.?'.bt. bei Panl. Gsrlenstr. 101. 12. u. 15. Abt. bei Bauer. Birkenstr. 30. 13. u. 14. Abt. bei itletnert. Leoctzowitr. 21. 16., 17.« 20. Abt. bei Sachie, Lindoiverstr. 26. 18. und 19. Abt. im„Zniwcd nieU", Ecke SchwedenNraste und Ererzienlrase. 21. u. 22 Zlbl bei LcwandowsN. Seestr. 104. bei BiSniarckilr. 82. -Vit-<4Ite»!eIce-FnIkendn»ck»pk be! Helmanu. Riedelstraste. KpitD-NnpIrnve bei Otto Vahr. Britz- Werderar. 37. Cliitpintteiiknpx. im Bolkshaus. Rosinen straste 4 l kleiner Saoll. Tlai-lendorf, im SPorrrestauraut. Chaussee- ! stratze 44. ?kQ,,k«>in. in den.Passage-Aestsälen', Berg- !«ratze 151—152.- Sclitixchevz» bei Ernst Obst, Martin- Lutber-Stratze 69. Stegllt, bei Louis Element. Däppelstr. 7, Tcinpplliot bei Paul Schade. Berliner Llratze 121. ÜVitiln» bei Otto Schumann, Schwartzkopss. slratze 120. IVliiiivpxdlnpl bei Max Schäfer, Branden- bnrgische Str. 69. Aonaldrmokratischkr Urrein für Ujtdrrbarniui. F.pknep, bei Eichhorn, Wilhemstrahe. FpcdsPNilopI. Petepuhngen-llruch- niühlo bei Ztvell in ziederSdors(am Lahnhos). KarlHhorst, bei Poser. Dönhoffitr. 8. Kanlsckopk. bei Schwarz. Hönower«tr. S. lilektvnkepjr. CafS B- llebue. Haupistr. 2. ObepscIiOnewcide. bei Track-, Land- stuimmaun. Wilheiminenhosslr. 4ta. Nclnlekeircknpl-Nat« bei H. Naa ch, Rc- sidenzstratzc 127, Ecke Raichdors irage. Weiaennee, bei Stärke. Charlottenburger Slratze 3. 2>!ontag,den II.Nooembcr, cnlschlies nach langer Krank- aeit mem lieber Sohn, unser guier Bruder. Schwager und Qntel. der Aialchinenschlosser üllrell«ritllseli im 29. Lebensjahre. In licier Trauer Vlilvit Friederike Kralisch und Kinder. DleBcerdigung erfolg! am Tonnerstag, de» 14. Nooem- oer, nachmiNag» 3(, Uhr. vo» der Lcichcnballc des Garnison- Friedhoscs, H nen- Heide. 3907b Zillen Freunden und Belannlen die traurige Nachricht, datz meine liebe Frau, unsere gute Mutlcr, die Lager- Hallcrm Mse'tSis Lielselt [cm U.d.M. inso'gc eines schweren LeberleidenZ sansl[ entschlasen ist. In licser Trauer Der Gatte nebst Kindern und Verwandten. T ie Beerdigung jinde! am Toimerstag. den 14. d. M.. nachmittags 3 Uhr, vom Traue: hau e, Borsigwalde, Ernst- stratze 1. aus stau. I Tanksafmng. In allen Versannulun-ien werden Aufnahmen vollzogen und Beiträge entgegengenommen. Die Vorstände. S.hristliche Anmeldungen znr Mitgliedschaft in der sozial- demokratischen Partei und freiwillige Veiträge sind für tvroh- Berlin zu richten an Th. Fischer, Berlin 8W 68, Lindcnstr. 3. I Ziehung 13. a. ID. Hovember S Ziehung 21. ,22 u,23.»ovhr. B Ziehung 22 u. 23. November i tfn Für die vielen B.wciie herz- lichcr Teilnahme bei dem Hin- scheiden meine« lieben Mannes und gnien Vaters, deS' Ser- geanlcn Robert I.ebm3nn sage ich allen Bekannten und Vet wandten, den Kollegen d-s 37. R.vicrs der Städt. GaS> werke, der Adlig. U. K., den Be- wohncrn des'Hauses Kiesbolj- stratze 12. dem Herrn Zleichs- tagSabgeordneten Winell nebst Gatrtn, mSbesondc/e Herrn Gtrbig, Vorsieendcm des Glas« arbeite! rclbandeS, sür seine tiebcoollc und trostreiche ZIede am Sarge des teuren En!- schlafenen meinen herzlichsten TllNll 18421 Etiima r-plimaun nebst Tochicr u. Sodn. Die Zukunft unreren Kindern! Dantfagnttg. Fm die vielen Bcweiie der;- llcher Teil» hme bei der Bc- erdigung unserer Neben, guten Mnlter, Schwester, Schwägerin und Tairlc, sagen wir den Mietern des Hauics Schul- iiratze 116 sowie allen Beteilig. tcn Miseren tiesgesühltcstcu Dank. Die trauernden Hinterbliebenen Karl und Otto Grunwald, zurzeit im Felde. 8121 Oesamtw. d. Gewinne Hk. IM 600 .§0 090 { 10000 Losezüiy�Ätßcrd lßLoseiJe:n.hrieIi8sclie33M. einech ließi. Postgeh..n. Lst Ceid-LoUerie Hauptgewinne von Mk. 100000 50 000 30000 EeimsieMiiltn ;amtw. d. Gewinne Mk. 80000 30000 20000 Postgeb. n.L 50 Pf außerd. lßLosei.!B!n.BriEltascl!e30M. einschließl. Postgeb. n. Lst. Lose zu MJ50Äc�erd 10 Leset, fein.[rieltaselieOSH. einschließl. f�ostgcb.u. Lst. Eine feine Brieflasclre m. 4 Rote Kreuz-, 2 Geld- u. 4 Keimstätten-losen 33 M. einschüeOlich Postgebühr und 3 Listen. Inhaber lÄarz. Vli«OVIIIIC«IIVI | Gustav Haase Nfg., Oorlin Neue Köaigstr. 86. 3Ci lill, Neanderstr. 38 lelegranme; Schwärs Uerlln, Xoue KOnigatr. 80. Ortskrankenlmlse Für die Seioerlle Ott Mlei md üüicoiüüefiiötiiet zu Verl».!. Tonnerstag. Ben Ä8. 0lo> I bember 1918. abds. 7 Uhr. ' sindei im Grwertichaftdhnus, : Eugetuser 15, Saat 3, eine mentl.AuMuß Wg - halt, zu welcher die Berlreler \ d.r Arbeitgeber und der Ber- j iidicrlcii hierdurch eingeladen sind. 270/8 i Tagesordnung: � 1. Beralung und Fcsvetzring des i Boranschlagcs sür das Rech- nmigSjahr 19! 9. ' 2. Wavl des SIechnnngSens- IchusseS für die Prüsnirg der Rechmi»g des tausciiden Lahres 1918. N>-p Vorstand Emil B oe S k e. Borsitzender. Fritz Zinke, Schristfnhrer. �shnsnstvkke .Vpinhlndcn tu National- färbe empfiehlt<202 Inotitianlilung Becker, Seybelstr. SS(SptUelmacU). Zcntralverband der Gliier Deutschlands. Zab.stclle Berlin. Ten lliiitgllcdcrn zur Nach- richt. datz Ulster College und BoritandSmiiglicd psu! vsmdlie am 8. Nooembcr im Allci von 36 Lahren nach lurz m Krankenlager tmo.gs Lim- gcnentzüiicung vrrimrben.iii. Ehre seinem Zlndenken! st Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 13 November, mittags 12 39 Uhr. ans dem Karnisoi:-Friedhof, Hasen- hr'dc, itait. Um zadt� eiche Beteiligung wird ermcht. Die Ortsverwaltung. I.W, Zum schmerzlichen EcbcnJcn! ! /SA llnierm lieben tut- |-igen Sobne. dem schütz n «Allel' eiAN! gefallen am 13. Hic.o. 1917 gewidmet von seine» Ehern Berlin, Beusselstr. 46. Warnm ist das'ckeben so leer, so schwer. Nie m grauer Tdmmentng gehen-tinr umher. Wir fasse« suchend an mnere Stini,'»rübetn.quäl«: uiiscr lieber. tdcs Hirn. Wir meincii zu vergeben in Leid und?!ot. Unser Sohn, unser einziger, warum bist du tot? Und saNcii nuck viele in blutiger Schi.cht. Warum hat die Ritgel den Tod dir ge- bracht. Warum trissl de: Btttz die Etchcn. die stallen Watum nicht die Stämme mit moiichemiNark. Warum ist was jung dem Tode gc- weiht? Fi agen und Kiogcn werden nie stumm. Und immer lönl'S wieder warum. ach warum? Ach könnte la noch einmal meinen Lungen leben; kenn keine Trane schmerzlicher rinitl. Als wenn j eine Mutter weint um>br l Kind. wl« Deutlcher Metallarvelttr- verband Verwaltung«»tel!s llorltr. TenMitgtiedern zur Nach vicht. datz unsere Kollegin. die Arbeile: in Klara Winter Zorndorser Sir. 50 am s. Novbr. gesiorblit ist. Tie Beerdigun> Nudel am „ Mlltawib, den 13. November nachmittags 2 Ubr. von d i Leichen balle de« Tbomae- Kirchhotes, Hermannstratze. aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Site Berlin. 51m 8. d. M. verstarb unser Mitglied, der Schuhmacher Wilitefm Decker Eharlolienburg.' Ehre seinem Andenken: Die Eiaäscherung finde! am Mittwoch, den 13. d. M.. vormittags 10 Uhr, im Kre- matoriuui in der Geriw!- stratze statt. 293/11 Uin zahlreiche Beteiligung ersucht Nep Vorstand. Den Mitgliedern ferner 'in Nachricht. dag uulei stollege. der'«Urtier Enii! Schulte Neukölln, Prinz- Hart djery- Stialle 55 am 5.Novc!nbcrge>!orbc:: ja. Die Beerdigung sindei nm Donnerstag, den 14. No- vcmbcr, nachmittags t' ,11 tu'. uoit der Leichenhalle des Neuköllner 6>c neindc-Frtcd- hoscs, Maricndorser Weg ans statt. Rege Beteiligung wir- erwartet. 121/7 PtackDuks.- Den Mitgliedern feine; zur Nachricht, datz unser stollege, der Rohrleger Bruno v. CiOewski Rordkausener Str. 5 am 24. Oktober gestorben ist. Den Mitgliedern ferner znr Nachricht, datz nittei' Kollege, der Fetletibaucr Witltetm Flueij Dron bcimer Str. 2 am 7. November gestorben ist. Den Mitatiedern fern r zur Nachricht, datz unser Kollege, der Elcklromottteur »llltolt frtetji'icd Wlcherlstr. 53 am 24. Oktober gestorben ist. Tcn Mitgliedern .ur Nachricht, dag lerne, unlc: .Kollege, der Mctalldi ücker ottv Malze Rcichcnbcrgcr Str. 164 am I.November gestorben ist. Den Mitgliedern zur Nachricht, datz Kollege, der terner unser Schmied gLKac Schulze Ackerstr. 112 am 1. November gestorben ist Ehre ihrem Andenken Tie Lrisverwationg.