Ur. 316. 33. Jahrg. Bezugspreis: Si»rl»[t!!hruo.«0M!. monatl 1.809II. frei ins onus, Boraus bei dire.'ler Seliclluna monail 2.- RH Poiibeilellunxen nekinen an marl. Holland Curemdutci, Schweden und die Schweiz. Srngerraaen m dt» ihsil- ieilunas-Pretsliile. «kricheini»äaUch. leieatomm-«Breffe »Tozialdemokrot®rr;4n* Zj' ♦ Vevlinev VolKsblatt. ( 10 Pfennig} Anzeigenpreis: DlcNebengeidalicneKolonelzelleroNel 60 Bffl...Kleine Anzeigen", das iennedrullie Äori 30 ptg. izuliiilig S iettfledrucklc Worle>. iedeS weitere Wori IS Psg Slellengrinche und Echlasstellenanzeigen das erile Won 20 Bs?, ledes weitere Sott 10 Pia JEorte übet 16 Puchiladen zöblcn für im« Sötte leuerungszuichlag 30°/» Faniilien.Anzeigen. dolililche und gewerlichaitliche Pereins» Anzeigen 70 Pia die Zeile Anzeigen iür die nächite Nunimer müffen bis 3 Ulli nachmitiaqs im Hauvigeichäft Berlin KÄ.6S. iliudenfiraire 3. abieaeben werden. Geökfncl don o Nhr früh bis 7 Uhr abends. Z�tiiralorgan der roztaldetnokrattfcbcn parte» Deutfcblanda. Riüaktisn: SM. SS, Linüenstratze Z. Ztzerninreeber: Amt Mortttvluv, Nr. IS» SV— 15197. Sonnabend, den 16. November 1918. Expedition: SW. Linöenstratze 3. aeratprerfitr: Aorr Morivvia». Nr. 151 SV— 15197. lMnL Msx zw Vorgeschichte der Revolution. Der frühere Neichskanzler Prinz Max von Baden hatte die Absicht, in der Ersten Badischen Kammer, deren Vorsitzen- der er war, über seine Führung der Reichsgeschäfte Rechen- schalt abzulegen. Da der Landtag nicht mehr einberufen wurde, konnte der Prinz die Rede nicht mehr halten. Sie wird soeben von der Redaktion der„Preußischen Jahrbücher" als Flugschrift veröffentlicht. Prinz Max erklärt, er sei sich bei Uebernahme des Reichs- konzleramts dessen bewußt gewesen, daß der Krieg ver- l o r e n war. Er habe Teutschland, sowiet dies noch möglich war, durch demokratische Umgestaltung und Völkerbundpolitik zu retten versucht, habe aber dieses Ziel nicht erreichen können. Ten Hauptgrund dieses Mißerfolges gibt er folgender- maßen an: Meine Friedenspolitik wurde entscheidmid gestört durch das W a f f e n sti l l st a n d S a n g e b o t, da« mir fertig vorgelegt wurd:, eli- ich in Berlin eintraf. Ich hrw« eS bekämpft aus Gründen der praktischen Politik. ES schien mir ein schwerer Fehler, den ersten Friedensschritt der neuen Regierung durch ein so überraschen- t:S Eingeständnis deutscher Schwäche zu begleiten. Weder dcS eigene Volk, ncch da? feindliche Ausland schätzte unsere militärische Lage damals so ein. daß ein derartiger BerzweiflungSschriit not- wendig wäre. Ich machte den Gegenvorschlag, die Regierung sollte ffl« ihre erste Handlung»in detailliertes Kriegszielprogramm coufstellen, das vor aller Welt unsere Uetereinstimmung mit den Grundsätzen des Bräsidenten Wilson deutlich machte und unsere Bereitwilligkeit, dreien Grundsätzen auch schwere nationale Opfer zu bringen. Tie militärischen Autoritäten erwiderten mir darauf, auf die Wirkung einer solchen Äundgrbung könne nicht mehr gewartet wer- den? die Lage au der Front erfordere binnen 24 Stunden ein WaffenstillstandSangebot. Wenn ich cS nicht abgäbe, so müßte es die alte Regierung herausbringen. Darauf entschloß ich mich, die neue Regierung zu bilden und doS nunmehr unvermeidlich gewordene WafscnstillstandSaneebot mit dem Namen der neuen, unbe- lasteten Regierung zu unterstützen. Nach einer Woche eröffneten mir die militärischen Autoritäten, daß sie sich in der Einschätzung der Loge an der Front am l. Oktober getäuscht hätten. Prinz Mar schildert nun die Wirkung des Waffenstill- stand sangcbots. Bei der Entente wurde der Siegesübermut gestärkt, die Sonderaktionen der Verbündeten wurden be- sckileunigt, weiterer Widerstand bot keine Aussicht auf Er- folg, es mußte nur bor den'Feinden die Möglichkeit aufrecht- erhalten bleiben, daß es bestimmte Grenzen gab, gegen die Deutschland selbst einen hoffnungslosen Kampf aufnehmen würde. Prinz Max geht dann auf die Ursachen des Zusammen- bruchs in der inneren Politik ein. Die Ausschaltung aller Nebenregiernnaen war im besten Gange, bei dem ersten Konflikt gab Ludendorff nach,� bei zweiten nahm er leinen Abschied. Da kam die Aufrollung der A b d a n- kungsfroge durch Präsident Wilson. Ter Prinz habe den Kaiser dauernd orientiert, dessen freiwilliger Entschluß, das Reich bor schweren Er'chütterungen bewahren konnte. Man dürfe das Zögern des Kaisers nicht faslch verstehen, es seien gewichtige Einflüsse am Werk, die ihn davon über- zeugten, daß seine Abdankung das Signal zur Auflösung der Front wäre. Dann säbrt Prinz Max wortlich fort: AIS ich nach den Kicler Vorgängen die Gefahr beS Bürger. kriegeS immer naherrücke» sah. fuck!- ich am Donnerstag eine Unterredung mit dm Abgeordneten Eberl und teilte ihm mit. doß ich noch am gleichen Abend ins Hanpiquartier reisen wollte. Er vecriprach mir. das Sein ige dazu zu tun. damit sein« Partei und die Massen daS Ergebnis meine? Besuches abwarteten. Am Nachmittag desselben Tages aber icherbrachten mir Herr Scheide- mann und Eberl das Ultimatum dar Sozialdemokratie, das mich zwang, meine Entlassung einzureichen, denn es bedeutete den Zusammenbruch meiner Politik, nicht zu vergewaltigen, sondern zu überzeugen. Sie werden es mir ersparen über die Schrine zu sprechen, die ich räch meinem Entlassungsgcsnch unternommen habe. Sie hatten nur den einen Zweck, den unvermeidlich gewordenen Umsturz sich ohne einen Bruderkampf vollziehen zu lassen. Ich will mit denen, die den Umsturz herbei- geführ: haben und ihn unterstützten, nicht rechten. Ich glaube noch heute, daß sich dr VolkSwill« ohne Gewalt hätte durchsetzen können auf dem Woge der gesetzgebenden Versammlung, die nach dem Zer- fall Oesterreichs eine Ehrenpflicht geworden war. Ich kann den Gedanken nicht loswerden, daß vkllckbt dach uns-re Arbeiter und Soldaten noch 24 Stunden Geduld gehabt Härten, wenn Führer aus ihrer Mitte ihnen die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung der Hei- marfront so deutlich gemackt hüten, wie dn Soldaten an der Front es deulich war, daß die Schlachtfront halten mutzte. Dann wäre nicht der Zusammenbruch gekommen einen Tag vor der Wösten ruhe. Der Umsturz bat sich unwderruflich vollzogen. In die Hönde der nouen Regierung ist eine ungehure Verantwortung gelegt. Sie kann uns als Nation retten, und sie kann uns als Nation zerstören. Ich habe den Reichskanzler Ebert a£s einen Mann kennen gelernt, der reinen Willens ist und dem es Ueberzeu- gungSsache ist, daß Deutschland nur seinen internationalen Pflichten genügen kann, wenn es sich als Volkseinheit erhält. Tie Regierung kann uns vor dem Bürgerkrieg bewahren, wenn sie demo- kratisch regiert, und ihr« erste, nicht aufzuschiebende Pflicht ist eS, sich durch eine verfassunggebende Nationalversammlung die RechiSgrundlage für ihre Macht geben zu lassen. Usurpierte Macht erträgt das neue befreite deutsche Volk ! nicht. ES hat sich durch die Bildung der Bolksrcgirrung am 3. Ol- ' tober von der Diktatur Lndendorff befreit: es wird keine andere . Diktatur einer MinderhejtSgruppe ertragen. Aber eine Schande | wäre es. für Deutschland, wenn uns die Feind«, die nur mit � einer recktmätzigen deutschen Regierung unterbandeln wollen, erst die Einberufung einer konstituierenden Dcrsammkung an de- fehlen müßten. Hier darf die Regierung sich nicht die Initiative nehmen lassen; wenn sie demokratisch handelt, dann kenn sie sicher sein daß ihr die freiwilligen Kräfte aus allen Lagern zuströmen werden um ihr bei der übermenschlichen Aufgabe zu dienen. _ Der frühere Reichskanzler sagt dann weiter, daß mili- tärischcr Widerstand unmöglich sei, aber moralischer geleistet werden müsse. Der uns zugedachte Friede sei viel schlimmer, als der„wahrlich nicht nachahmenswerte" Frieden von Brest- Litowsk. Würden die Wassenstillstairdsbednigunaen bleiben, wie iie sind, so fei der Völkerviind tot vor seiner Geburt. Kein Volk aber dürfe in Ketten an den Bcrhandlunastisch geführt werden. Der Prinz schließt mit den Worten eines Soldaten- briefes:„Gebe der Himmel, daß Deutschland nicht ch a» rakterloS ans diesem Kriege hervorgeht." Die Hauptbedeutung dieser Schrift des Kanzlers der zwischenrevolutionären Epoche liegt in der Klgrlegun der Umstände, unter denen das Waffenstillstgnd?anaebot zustande gekommen ist. Die alldeutsche Lüne, die Politik der demo- kratischen Regierung hätte dem gerühmten Militarismus das Rückgrat gebrochen, wird schonungslos enthüllt. Der Mili- tarisinus ist in sich selbst zusammengebrochen, Ludendorff bat zum Abschluß des Waffenstillstands und damit zum Frieden um jeden Preis gedrängt. Der Waffenstillftanö. -»yrcilassnng von Wilson. Die okliierte Kommission in Spaa Geiseln.— Oesterreich an Haag, 15. November.(Hollandsch NicuwSbüro.) Aus Paris wird gemeldet: Das alliierte Oberkommando hat den deutschen Oberbefehl drähiloS davon verständigt, daß die alliierte Kommission der internationalen perma- nentcn Wasfcnstillstandskommission am 15. N o v c m b e r i n Tpaa eintreffen wird. Die Stelle, wo die Kommission die Linien überschreiten wird, wird drahtlos durch jede der alliierten Armeen den Kommandanten der ihnen gegenüber- stehenden Armeen bekanntgegeben werden. Nack, Ziffer 3 und»8 der Wasssmstillfiam'dsbedinymigen ist die sofortige Durckiführung der Freilassung von Geiseln, Zivilintcrnicrten, im Anklagezustand befindlichen Personen und Ber- urteilten notwendig. Die Ausführung dieser Bestimmungen liegt � dem Kriegsministerium vb und ist von diesem bereits in die Wege geleitet. f Washington, l5. Rovomber.(Reuter.) Oesterreich hat den Präsidenten Wilson ersucht, er möge eine Abänderung der � türkische» Waffenslillstandsbedingungcn durchsetzen, damit es den | Oefterreichern und Ungarn ermöglicht würde, in der Türkei zu biet- ben. anstatt nachhause zurückzukehren und damit das Lebens- 'mittelproblem noch zu erschweren. In der Note wird gesagt, daß Oesterreich nicht länger als friedenstörend zu betrachten seü eS bestehe auch mcht die Notwendigkeit, die Entfernung der , Ocsterreicher aus der Türkei zu erzwingen. Budapest, 14. Nsvomber. Mirtfstcr Bela Linder, den die i ungarische Regierung zur endgültigen Festlegung des Waffenstill- ftandes nach Belgrad gesandt hatte, berichtet von einer besonders lebhaften Diskussion über folgenden Punkt: Die Serben wollten nämlich den Umstand, daß ihre Truppen vor der definiliven Aus- iertigung der. Waffenstillstandskonvention auf ungarischem Gebiete vorrückten, dazu ausnützen, daß si« auf den besetzten Ge- bieten eine serbische militärische Admini st ratio n in- stallierten. Schließlich gelang cS, si« von der Unrichtigkeit ihres StandpunkieZ zu überzeugen. So bleibt auf dem besetzten Gebiet überall die ungarische Verwaltung im ganzen Umfange aufrecht. Mit der Untrrfertigung der Konvention hörten seit gestern abend auch formell zwischen Ungarn und der S n- tente die Feindseligkeiten auf, welche Ungarn bereits am 1. November eingestellt hatte. Die Lebensmittelversorgung. Deutsche Dankesnote nach Washington. Berlin, 15. Novrmbcr. Die deutsche Regierung hat eine Note nach Washington gesandt, inder mitTankdavonKelliitniS genommen wird» daß Präsident Wilson gewillt ist, die Sendung von Lebensmitteln nach Deutschlaud in günstigem Sinne zu er- wägen. Es wird darauf hingewiesen, daß größte Eile not tut und daß die Annahme der drückenden Waffen- st i l l st i: n d ö b c d i n g u u g e n mit ihren Folge« die Lage bei nnö täglich nnerträglichcr mache. Tie Gefahr anarchischer Zustände könne nur bei schnellster Hilfe be- seitigt werden. Die deutsche Regierung bittet deshalb, so schnell als möglich Vertreter nach dem Haag oder einem anderen Orte zn cutfenden,«m dort mit dentscheu Bevollmächtigten die Einzelheiten zu beraten. Die Note regt an, daß die Angelrgriihrit vielleicht in die bewährten Hände dcö Herrn H o o v e r gelegt werden könnte. Englische Arbeiterpartei, �oalitions- regierung unö Weltarbeiterkongreß. Ter Te»min der englischen Neuwahlen. � Der Beschluß der Konierenz der Aifceiterpartd, die Begehungen zur Koalitionsregierung abuibrcchcn, wurde mit sebr großer Mehrheit gefaßt. Ter Beschluß hängt mit den bevorstehenden Neuwahlen zusammen, die eine neue Loge schaffen. Die Ar- beiterparlei braucht absolute Ellbogenfreiheit. TeS weiteren ober hat bei der Aufgabe der Gemeinschaft die Weigerung der Rc- gierung, die Arbciterschnit zur Friedenskouscrenz hinzrizuzichcu, eure Rolle gespielt. Aus einigen Mitteilungen über die Konferenz wird das deutlich. ThornaS, der Führer der Eisenbahner, der den Antrag, auS der Regierung auszutreten, uniersiüvie, erllärte, daß eigentlich die Ar- beiter den Krieg gewonnen haben. Wenn sie aui der Friedens« lon'ercnz nicht vertrelen würden, würden sie die einzige dort nicht vertretene Klasse sein. Die Arteiter hätten durch das. was sie ge- leistet, gas Recht erworben, ihre Stimme voll zur Geltung zu bringen und nicht nur als Teil der Koalition bei der Friedenskonferenz anwesend zu sein. Ramsay Maedonald betonte, wenn auf der Friedenskonferenz kein Vertreter der Arbeiter sich befinde, fei es keine Friedens- konferenz. Di« Weltarbeiterkonfercnz fei vielleicht von noch größerer Bedeutung. Ramsay Macdonald sagte weiter, wenn wir den Frieden sickern wollen, niüsscn wir eine Konferenz fordern, di« die Stimme der Arbeiter derart ertönen läßt, daß sie nicht miß- verstanden werden können. Der Präsident der Grubenarbeiter S m i l l i e sagte, daß die Arbeiter bei der Konferenz mindestens die Hälfte der Delegation ausmachen müssen. Der LebenSmittelkontrolleur ClyneS. der den ietzigen Zeitpunkt für den ungünsttgsten für d'e allgemeinen Wahlen er- ackteie und der Meinung war, daß die Mitglieder bis zur Unter- zeichnung des Friedens bei der Regierung bleiben sollen, stand in der Frage der Beteiligung an der Friedenskonferenz auf Seiten Thomas. Er sagte: Bei den Friedensverhandlungen'würden viele Probleme im Zusammenhang mit der Lebensmittelversorgung zur Sprache kommen. Dabei müßten die Arbeiter MitbestimmnngS- recht in den Rationierüngsverfügungen sowohl in England alS auch den feindlichen Ländern haben. Tie poiiiiicke Stimmung der Konferenz wird durch folgenden Vorgang scharf beleuchtet: Wiederholt wurde di« Forderung ge- stellt, John Maclean, der ehcmalig« bolschewistische Konsul in Glasgow, der noch mterniert ist, sollte freigelassen werden; ein diesbezüglicher Antrag wurde einstimmig au« g e n o m nr e n. Der Beschluß der Konkcrenz, die Verbindung mit dem Koali« tionsministkrium. die auf den letzijährigen Kongressen der Arbeiter- Partei unilämpft worden ist, nunmehr abzubrechen, scheint aber bei den Arbeiterministe rn auf Widerstand zu stoßen. Wenigstens berichte: Reuter:.Die acht Arbeitcrmitglieder der Regie- rang werden demnächst zusammenkommen, um nu dem Beschluß der Arbeilerkouierenz, daß sie nach Auflösung des PorlameniS aus- treten sollen, Stellung zu nehmen. ES verlautet, daß diese Minister nicht einsehen, warum sie auS der Regierung in dem Augenblick auStr«en sollen, wo die Arbeiter vollen EtNiluß auf di« Verwaltung haben sollen, zumal da sie mit voller Zustimmung ihrer Gewerkschaften in die Regierung eiugelmen wären." Mau wird Näheres über die Haltung der Arbeiterminister abzuwarten haben. In einer kritischen Stunde während deS Krieges, als die Regierung in der Wehrpflichlfrage einen energischen Schritt tat, haben die damaligen drei Arbeiterminister jedenfalls anerkannt, daß die Entscheidung der Partei für ihr Verbleiben im Amt oder ihren Rücktritt maßgebend sei. Sie zeigten zuvörderst ihren Rücktritt an und behielten dann ihre Posten, als Bie Paris? zustimmte. FnMischsn aver Hai Bis Parts? sich zu einem Gebilde gefestigt, da-? mehr als je zuvor die Gesamtheil der eiiglnckien Nrbeilcrschast vertritt und vcrkörpcrt� Es ist nicht anzunshmeii, dag der Einfluß der politisch-taktischeu Anschauungen der alten Getserkschaftcn sich nicht wesentlich gemindert halte durch diese Entwicklung der englischen Arbeiterklasse zur vollen Selb- ständigkeil des politischen Handelns. » Amsierda.'«, 12. November. B o n a r Law teilte im Unter- banse mit, daß da» Parlament in der nächsten Woche vertagt werde. Lloyd George habe dein Könige geraten, am 25. November eine Proklamation zu erlassen, durch die da? neue Parlament zusammeilberufc» wird. Die Wahlen werden am 14. Dezember stattfinden und die Stimmenzählung erfolgt ain 31. oder 28. De- zsmber. Juternatisndee firbeitersthutz notwendig Haag, 12. November.(Hollandsch Nteuwüburemr.) Au? London wird gemeldet: E? fand eine große Versammlung zur Er- öffnung der Wahlkampagne statt. Der Arbeitar-Abge- ordnete A d a in s o n erklärte, daß keinerlei Betriebe, die wäh- rrnd des Krieges unter Staatsverwaltung gestellt worden waren, jetzt den Privateigentümern und den Privatverwaltungcn zurückge- geben werden dürften, das heißt also Bcrstaatlichung von Eisen- bahnen, Werften usw. Weiter wird verlangr, daß die Frieden?- bedingungen eins Bedingung enthalten müssen, die di« Kapita- listen, gleichviel ob deutsche oder andere verhindern muß, die deutschen Arbeiter auszubeuten. H e n d e r s o n, der einen sehr kühlen Empfang hatte drängte auf Wiederherstellung der internationalen Ar- beiterpartei. Sie rote Welle. Tie Bewegung in Frankreich. Bern, 11. November.„Populaire" meldet: Iu der sranzösischen Kammer rief am 11. November ein Sozialist:„Es lebe die deutsche R e p u b l i V." Ter Ruf wurde von allen Iiltcrnatianalisteu anfgcnommcn und wird, wie„Popitlairc" uinznsctzk, vom ganzen s r a n z ö- s i s ch c n V o! k e u n d W c l t P r o s c t a r i a t aufgenommen. „Heure" verössantlicht den vom geschästssührenden Ausschutz der �Confbdäratirm generale du trovail" an das organisierte Proletariat gerichteten Aufruf, in dem die deutsche Republik begrüßt wird.„Rappel" erklärt: Dieses historische Ereignis verlangt, daß der Friede auf de» Grundsähen der Freiheit de? VvlkcS, übe: sich selbst zu verfügen, abgeschlossen wird. Der Eroberung?- Militarismus und die brutale Gewalt feien endgültig n-icderge- worfen.?lixf neuen internationalen Grundlagen müsse die Welt wiederhergestellt wrpden. Bei dieser W:cdcrherstellung sollten alle Biflkcr aus gleichem Fuhe behandelt werden. Die organisierte Arbeiterschaft habe die Aufgabe, die er- wordenen Freiheiten zu wahren und die ihr zukommende neue Macht zu sichern, obwohl Frankreich hinter anderen Rationen zurückbleiben würde. Das Ende der imperialistisch- militaristischen Welt muß die vollkommenste Freiheit des Denkens, Redens und Schreibens sein, ohne welche die Sozialdemokratie nicht bestehen könne. Tie Resolution der französischen Sozialisten. CKns, 15.' November. sEig. Drahtbericht de»„Vorwärts".) Der Mündige VcrwaltungZauS schütz der sozio- Ii st ischen Partei Frankreichs nabm am Dienstag mit 13 gegen 11 Stimmen folgende Tagesordnung an: Der Wasfcnstillstaud ist untcrzrichnet. Tie sozialistische Part» als franzLsschc Sektion der Arbeiter-Internationalc gibt ihrer Freude Busdruck über daS Aufhijreu der Feindseligkeiten Als Vorspiel des nahen Frieden? begrüßt sie die Deutsche Republik und die Besihcrgreisung der EiaaatSgewalt durch die deutsche Arbeiterklasse. Wie im Rußland der Sowj-tö tritt der Sozialismus in ganz Mittel- Europa und überall sonst als der berufene Liquidator der durch den Krieg hinterlasscncn politischen und sozialen Lage auf. Tic Partei sieht so daS Vertraue» gc- rechtfertigt, daS sie immer auf die Aktion dcr Völker gcsevt hat. Sie erkennt au, daß gewisse Bedingungen des Waffenstillstandes der Befürchtung Raum geben, daß seitens der Regierungen der Entente die Absicht einer verbreche- rifchen. bewaffneten Intervention gegen da? revolutionäre Rußland näher gerückt ist, und ruft deshalb alle Kräfte des französischen Proletariats auf, um zu verhindern, daß der in Rußland, Teutschland und Oesterreich sich entwickelnde Sozialismus durch eine Koalition des fremden Kapitalismus erwürgt werde. Die Parte« fordert dringend die französischen Arbeiter aus, sich chrcn Gcwcrk- schaftcn und Parteigruppen anzuschließen, die Zeitungen ihrer Klasse zu»ntcrsiüven und sich bereitzuhalten, um den Sozialismus in Frankreich zum Triumph zu führen, wie in den übrigen Ländern Europa?. Ter Partciausschuß hat in der nämlichen Sitzung einstimmig Viktor Adler einen Nachruf gewidmet, und beschlossen, eine öffent- liche Feier zu veranstalten aus Anlaß des Abschlusses des Waffen- stillstandes und der Erklärung der Republik in Deutschland. Kcneralstrcik in Mailand. Bern, 11. November Wie„Corriere Bella Sera" erkennen läßt, wird in Mailand seit zehn Tagen kaum uoch gearbeitet. Nach „Secolo" sollen von der Mailänder Arbeiterkammcr zwecks Wiederaufnahme der Arbeit folgende sogleich zu erfüllende Bedingungen erfüllt werden: Amnestie für alle politisch Verurteilten, Aufhebung der Zensur, Wiederherstellung der Bersamm«ungsfrcihc:t.„Union Jtaliana dü Lavoro" verlangt von der Regierung, die anfangs des Krieges den Arbeitern gemachten Versprechungen zu erfüllen, wie Achtstundentag, soziale Versicherung, Neuwahl des Parlaments, absolute politische Gleich- bcit. Nur unter Gewährung dieser Garantien könnten die bcrech- tigten Kämpfe um die Freiheit in geordnete Bahnen gelenkt werden. Selbst die füürenden bürgernckzen Blätter„Corrierc" und „Secolo" vertreten in den Leitartikeln einzelne Teile dieser For- dcrungen. Verfasfitngsrcvision in Schweden. Stockholm, 12. November.(Svensla Telegrambvran) Die Regierung veröffentlicht-nne Erklärung, laut deren sie na» ge- nauer Prüfung dcr jetzigen Lage-iiie V e r f a s s u n g s r e v i 1 1 o n beschlossen hat. Bei dem jetzt versammelkn außerordentlichen Neictstage wird eine Regierungsvorlage über ein gleiches Ge- mc.ndewahlrccht für alle in ihrer Gemeinde Steuer- Pflichtigen eingebracht werden, das auch J>ci Rückstand in der Steuerzahlung nicht wegfällt. Tie Provinz-, Siadt- und Gemeinde- Vertretungen werden aufgelöst und Neuwahlen nach den neuen Grundsöven erfolgen..... �. Dam nächsten ordeiitlimen Reichstage wird die Regierung eine Vorlag- über die Aenderung am politischen Wahlrecht unter- brc ten dwg'stalt, daß die Frauech wahlrechtlichden Männern glcichbcstellt werden und gewisse Wahlrechtshindernissc wegfallen, so daß nur dauernd vom allgemeinen Armenfstr- sorgewesen unterhaltene Personen vom Wahlrecht ausgeschlossen bleiben. Durch weitere Grundgeseländerungen wird der Reichstag ein Mitbestimmungsrecht über Krieg und Frieden und eine wirksame Aufsicht über die äu ß e r c'Po l i t i k ero-Aten. Tie Erklärung schließt: Die Regierung ist fest entschlossen. alle Kräfte dafür einzusetzen, um dies Programm durchzuführen und Ruhe und Ordnung im Lande aufrechtzuerhalten, sie richtet an da? schwedische Volk d:e Mahnng, sie angesichts der jetzigen schwierigen Verhältnisse der inneren und äußeren Politik in der Arbeit zur Lösung dieser Ausgaben zu unterstützen. Nsformen in ffollanö. .tzeag, 12. November. Dcr Erste Minister wird, dem Korre- spondenzbureau zufolge, beute in der Zweiten Kammer im Namen der Regierung eine Erklärung � abgeben, in der eine Anzahl von Reformen angekündigt wird. Mit Rücksicht auf die Mög- lichkeit eines Eisenbahnerstreiks werden verschiedene vorbeugende Maßregeln getrosten. Trotz der Ruhe, die aus den letzten Depeschen über die Lage in Holland spricht, scheint tm Lande noch iinrner schwüle und gereizte Stimmung zu herrschen. Tie soztalrevolutionäre Propa- ganda beunruhigt offenbar. Urb er all im Lande propagiert man die Bildung von Abwehrorgarriscuioncn. Im Süden des Landes wurden Bauern mit Gewehren bewaffnet. Scheiöeniann übe? amerikanische Wfe. Tie furchtbare Untercruährung Teutschlands. Das Mitglied der Reichsleitung Scheidemann erklärte einem Vertreter der„Continental Time-": „Der Herr Präsident der Vereinigten Staaten hat am 11. No- vemüer oor dem Kongreß erklärt, daß die Alliierten beabsichligen, die Mittelmächte mit Lebensmitteln zu versehen. Das deutsche Volk anerkennt diese rüc Frieden-:.at und Heist auf schnelle Erfüllung des Versprechen?. Was wir dazu tun können, gsschiebt: eine Kommission wird sich unverzüglich zum amrr'lanischen Ge- sanStcn tm Haag begeben, um eine B c s«h l: u u>. g u n g der von dem Präsidenten in Aussicht gestellten llnterstirtzung zu ermög« lichen und vorläufige Sendungen in die Wege zu leiten; aber heute, in der hoffentlich ltchen Stunde unseres Mac'yi i.iin?» das angesichts der vernichtenden Waffenstillstand-- bedingungen vielleicht, nur durch ein neues ichlimmercS ab- gelöst wird, muß für immer vor aller W.'lt festgestellt werden: Noch nie ist ein Krieg grousamer mit) noch nie im Rahme» eine? Krieges der Kampf gegen Leben nud Gedeihen eine? Volle? ir unbarmherzig und nachhaltig geführt wordep«vir der Hungsrkricg gegen uilserc Frauen und Kinder ia cee Heimat. Tee Verlust- Ziffern sind selbst im Vergleich-, zu den blutigen Verlusten aller Völkca Mrhcilvoll. Was aber ans die Tauer an Gesundheit und Lebenskraft geschwächt wurde, ist kaum abzuschätzen.'Was der Krieg und smnc Folgen für unsere Zukunft bedeuten, das können Sie am besten au» den Beobachiungon ersehen, die bei- unseren Müttern und Säuglingen gemacht wurden. Sieh enzig Prozent aller Schwangeren' und Eebärrudeu sind unterernährt und kommen so ausgehunge r t in die Klinik, daß kein Esscnsrest vor ihnen sicher ist. Unterernährung und Blutarmut haben einen solchen Umfang angenommen, daß die jüngste Grippeseuche nahezu 2t) Proz aller Schwangeren und Wöchnerinnen hingerafft hat. Tie Kinder können von den Müttern nicht gestillt und mit dem Viertel Milch auch nicht mit der Flasche ernährt werden, so daß wir jetzt eine Stcrbkichkcit r?n mindesten?- 30 Pro». bei den ehelichen Kindern und 50 Proz. bei den unehrlichen Kindern haben. Heute besteht in Deutschland tatsächlich der schreckliche Zustand, daß wir für die Mütter und Neugeborenen dcr ärmeren Bevölkerung eine vollkommene, die schwersten Opfer fordernde Hungersnot haben. S:e sehen daraus� daß für unsere bisherigen Gegner dcr Krieg mit dem letzien«sckutz tatsächlich vorbei war, während er für uns noch im Marke deS Volkes weiter wühlt. Einen wirklichen Frieden kann für uns erst umfassende Ernährung und damit Neubelebung der Ar- beitskraft bedeuten. Die.neue sächsische Regierung. Die Beauftragten der Arbeiter- und Soldakcnräte von Dres- den, Chemnitz und Leipzig haben eine«reue Regierung gebildet. Tic R.glcrung sttzt sich au» folgenden Volksbeauftragten zujam- men: Li pinski JnneveZ und Asußeres; Geyer Finanzen; Flcißner Militärwesen; Schwarz Arbeitsministerium: Dr. Gradnauer Justiz; A ck ck Kultus und Unterricht.— Die Geschäfte der Ministerien sind heute vormittag von den Volksbcauf- traglen übernommen worden. Die bürgerlich-republikümsche Partei. Eine neue Parteigründung. Tie Gründungsvorbcreitungen, von denen wir berichteten, haben zur Herausgabe eines Aufrufes geführt, dcr von bc- kannten bürgerlich linksgerichteten Persönlichkeiten, Männern und Frauen, unterzeichnet isl. Ter Aujiuf sührl aus, daß ani 9. November auch die alten Partetsormen zerbrochen und die alten Parteiprogramme gegenstandslos gewoi den sind. Es wird eine große d e m v t r a t i s ch c P a r t c i für das einige Reich ge fordert. Ansiellc eines Programmes proklamiert der Aufruf gemeinsame Grundsätze: Ter erste Eruudsal» besagt, daß wir uns auf den Boden der repuMikanischrn Staatssorm stellen, sie bei den Wahlen vertreien und den neuen Staat gegen jede Reaktion verteidigen wollen, daß aber eine unter allen nötigen Garantien gewählte National- Versammlung die Entscheidung über die Verfassung treffen muß. Der zweite Grundsatz besä::, daß wir die Freiheit sticht von der Ordnung, der Gesetzmäßigkeit und der politischen Gle:mbcreckuigung aller Staatsangehörigen zu trennen vermögen, und daß� wir jeden b o l s ch c w i st i s ch e n, reaktionären oder sonstigen Terror bekämpfen, dessen Sieg nichts anderes bedeuten würde als grauenvollste- Elend und die Feindschaft dcr ganzen zivilisierten, vom Nech:-gcdankcn erfüllten Welt. JflL Wir wissen, daß helft DUir kühne Mittel helfen können. und daß von allen Besitzenden große Opfer zu fordern sein werden, wenn mi» dem Trümmerfelde eine glücklichere Zu- kunsi sich erheben soll. Tic Zeit e.: fordert die Gestaltung einer neuen sozialen und wirtschaftlichen Politik. Sie erfordert, für monopolistisch entwickelte Wirischakts- gebieae die Idee der Cozialisierung aufzunehmen, die Siaats- domänen aufzuteilen und zur Einschränkung de? Gcoßgrundbe- sitzcs zu schreiten, damit da- Bauerntum g.stärkt und vermehrt werden kann. Notwendig sind' stärkste Erfayung des Kriegs- Gewinnes, einmalige progressive Vermögensabgabe, andere tief» «reifende Steuermaßnahmen, gesetzliche Garaniierung der Ar- beitcr-, Angestellten- und Beai.itrnrecht-:, Sickerung der Ansprüche der Kriegsteilnehmer, ihrer Wftwcn und Waisen, Stiitzung der selbständigen Mirtelschicht, F.eiheit für den Ausstieg der Tüchti- gen und die internationale Durchführung eines sozialpolitischen Mindestprogramms. Wir verwerfen den lebensfremden, töten- den ToktriNarismu- und sind überzeugt, daß alle Stände, Ar- beiter wie Bürger und Bauern, sich nur dann wieder empor- raffen können, wenn man die deutsche Wirtschaftspolitik vor bolschewistischen und burcaukratischen Experimenten bewahrt. Unter den Unterzeichnern finden sich eine Anzahl Per- soncn, die bisher teils dem linken Flügel der Fortschr. Volkspartei angehörten, teils als Jungliberale aus dem linken Flügel der Nationalliberale ii standen, teils als linksgerichtete Außenseiter bekannt waren, auch frühere Führer der Demokratischen Vereinigung. Bon bekannten Namen nennen wir: Frau Theodor Barth, Graf Bethusy-Huc, Frau Minna Hauer, Staatssekretär a. D. Dernburg, Justizrat D o v e, M. d. R., Preußischer Minister Fisch deck, Prof. Franke, Hellmuth o. G e r l a ch. Georg G o t h e i n, M. d. R.. Wilh. Heile, Professor Heinrich H c r k n e r. Johannes I u n ck. M. d. R. Paul Liepmann. Geheimer Juslizrat, M. d. A. Dr. L i st- Eßlingen, M. d. R. Professor F r a u z von Liizt, M.d.R. Justizrat L u d e w i g- Ersurt, M. d. A. F.Lusensky, Ministerialdirektor a. D. Bruno Marwitz, Justizrat. Dr. Rudolf M o s s e. Redakteur N u s ch k e(„Berliner Volksztg."). Hugo Preuß, Professor und Rektor der Handelshochschule. Freiherr v. N i ch t h o f e n. M. d. R. u. Bt. d.?l. Hcllmut Sarwey(„Münchener Neueste Nachrichten"). Prof. Alfred Weber- Heidelberg. Max W i e ß n e r(„Frankfurter Ztg"). Richard W i t t i n g, Oberbürgermeister a. D. Theodor Wolfs(„Berliuer Tageblatt"). Gustav H a r t m a n n, Vorsitzender des Verbandes dcr Deutschen Gewerkvereiue ir o. m. Tie Namen zeigen, daß es sich um eine crnstzunehinende Partciblldung handelt._ GrosiAeutsche öemokratistl�e Partei. �ortschrittlich-nationalliberales Wahlbündnis. Führende Mitglieder der Hcmptvorstände und Fraktionen der natioualliberalen Partei und dcr fortschrfttl.chen Volkspartei haben sich am Freitag, den 12. November, auf ein gemeinschaft- l i ch c s Vorgehen bei den Wahlen zur Nationalver- sammlung geeinigt. Sie setzten einen Ausschuß ein, der da? Programm für den Wab.kainps aufstellen und die Grundlage zu einer großdeutschen demokratischen Partei durch Zusammenschluß der beiden liberalen Parteien schaffen soll. Garantie der Guthaben, öer Kriegsanleihe, öer Gehalts- usN. Ansprüche. lim umlaufenden Gerüchten entgegenzutreten, erklärt die Reichsregierung: 1. Wir beabsichtigen nicht eine Beschlagnabme von Bank- und Sparkassenguthabcn, von Vorräten an Geld oder Banknoten oder Wertpapieren oder sonstigen offenen oder geschlossenen Depot- vorzun-el-men. 2. Wir beabsichtigen nicht die Zeichnungen auf die 9. Kriegsanleihe oder die Kriegsanleihen über- Haupt für ungültig zu erklären oder in ihrer Rechtsgültigkeit an- zutasten. Die Regierung beabsichtigt jodoch die grostcn Vermögen und Einkommen auf das schärfste zur Deckung der Ausgaben her- anzuziehen. 3. Die Gehalt?-, Pension?- und sonstigen Rechts- anfpaüche der in öffenftichen Diensten stehenden Beamten und Angestellten, der Offiziere und.der anderen Personen des Soldaten st anheS, der Kriegsbeschädigten und der Hinterbliebenen dieser Personen bleiben völlig unberührt und wrilrrhin in Kraft. Der bkat der VolkSÜoauftragtcn: Ebcrt. Hnase. Neuorönung ö�r KsmmanSoverhZltO.sie. Ilm eine vinbeitlickze Regelung der Demobilisierung durchführen zu können, iit eine Neuordnung der 5wmmandoverbältnisse nol- wendig. Die stellvertretenden Generalkommandos, der Generalstab nnd die Oberste Heeresleitung werden von jetzt ab dem Kricgsministerium unterstellt. Dessen Weisungen haben alle militärischen Kommandobehörden Folge zu leisten. Das KrtegSministcrium sowie alle RwchSbchörden unterstehen der Kon- trolle des VollzugSrats des Arbeiter- und Sol- datenratcs. Der Vollzugsrat des Arbeiter» und Soldatenrate?. Molkcnbuhr. Richard Müller. Zelüpoftfenöungen eingestellt. Bekanntmachung. Wegen der gegenwärtigen Babnvcrhältnisse ist im Einverr.ch- men mit dcr Heeere-verwaltung die Annahme sämtlicher nichlamt- licher Feldpostsendungri, nach dcr Westsrout ui.d die Annahme von Feldpostsendungen mit Wareninhalt(Päckchen) nach der Lstsront von sogleich ab eingestellt worden. Trotzdem noch aufgelieferte der- artige Sendungen werden d.n Absendern zurückgegeben werden. Nach dem Balkan, der Türkei, Rumänien und Oesterreich. Iln- garn bleibt dcr gesamte Feldpostverkehr gesperrt. Der Staatssekretär de- Reichspostamts. Riidlin. preuß Staatssekretär Ses Innern. Der Rat der Volksbeauftragten hat in seiner heusigen Sitzung ProfessorDr. Hugo Preuß zum StaatZsekreiär des Innern ernannt. Die Geschäfte des �ieichskolonialamtS führt Dr. Solf, der Staatssekretär de? Auswärtigen Amts, weiter. Ein Aecbzüxler. Der Für st Adolf von Schaum burg-Lippe hat für sich und fem HauS dem Tbrom enlsagt und alle Beamten von den ihn, geleisteten Treueid entbunden. Der Arbeiter- und Sol- datenrat in Bückeburg bat die Regierung im Lande über- nommen. Das Ministermin ist zuiückgeueten, ve« sieht aber vorläufig die Geschäfte weiter.__ Nnabhängiger Unterfiaat? ekretär. Zum UuIetsiaalSsekretär im preußischen Finanzminliterium ist der unabhängige Sozialdemokrat Hugo Simon, Mmnhaber einer Bantfilma, ernannt. Lekts Nackricktsn. Die auSgewiescve Schweizer Sowjctkommissiou. Konstanz, 18. November. Heute trüh~A0 llör ist die au? der Schweiz ausgewiesene Sowjetkommission auf der Durchreite»ach Deutschland hier crngetrossen. Tie aus 32 Peisoncn bestehende Koinmirston wird indessen zur Prüfung der Legitimation hier i e st g e h a 1 t e n. Es befindet sich darunter die bekannt« Sievolutionärm Balabano,,. SewerkschaWmWng Die Vereinbarungen zwischen Gewerkschaften unö UnternehmerverbLnöen. T'ie gießen Arbeitgeberverbände berben gestern mit den Ge- tverkslHaften folgende Vereinbarung für die Uebergangswirtschaft getroffen: 1. Die Gewerkschaften werden als berufene Vertretung der Arbeiterschaft anerkannt. L. Eine Beschränkung der Koalitionsfreiheit der Arbeiter und Arbeiterinnen ist unzulässig. 3. Die Arbeitgeber und Arbeitgcberverbänd? werden die Werkvereine(die sogenannten wirtschaftssnedlichen Vereine) fortab voil- komm'-n sich selbst überlassen und sie weder mittelbar, noch un- mittelbar unterstützen. 4. Sämtlicbe au- dem Heeresdienst zurückkehrenden Arbeit- nehmcr haben Anspruch darauf, sofort nach Meldung rn die Ar- leitsstelle wieder einzutreten, die sie vor dem Kriege inne hatten. Die beteiligten Arbeitgeber- und Arbcitnehmervervänd« werden dabin wirken, daß durch Beschaffung von Rohstoffen und Arbeits- oufträgen diese Berpflichhing»n vollem Umfange durchgeführt werden kann. 5. Gemeinsame Regelung und paritätische Verwaltung des Arbeitsnachweises. 6. Die Arbeitsbedingungen für alle Arbeiter lind Arbeiterinnen sind entsprechend den Verbältnissen des betreffenden Gewerbes durch Kgllektivvereinbarungen'mit den Berufsvcrdnignngen der Arbeitnebmer festzusetzen. Tie Verhandlungen hierüber sind ohne Vorzug aufzunehmen und schleunigst zum Abschluß zu bringen. 7, ftiir jeden Verrieb mit dner Arbeiterschaft von mindestens hl) Beschäftigten ist ein ArbeiterauSschuß«inzusetzen, der diese An vertreten und in Gemeinschtst mit dem Betriebsunternehmer dar- über eu warben hat, daß die Verbältnisse deS Betriebes nach Maß- gäbe der Kollektivvsreinbarung geregelt werden. 8. In den Kollektivverewbarunzen sind TchlichtungSausschüssc bzm EinigungSämter vorzusehen, bestehend aus der gleichen An- zahl von Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern. g. DaZ Höchstmaß der tätlichen regelmäßigen Arbeitszeit wird für alle Betriebe auf 8 Diunden festgesetzt. Verdienstschmälerun- gen au? Anlaß dieser Verkürzung der Arbeitszeit dürfen nicht statt- finden. - 10. Zur Durchführung tzeser Vereinbarung sowie zur Rege- lang der zur Demobilisierung, zur AnfrechterHalhtrg de? Wirtschaftslebens und zur Sicherung der Eristenzmoglichkert der Ar- beiterschaft, insbesondere der Schwerkriegsbeschädigten zu treffen- den weiwrcn Maßnahmen wird Von den beteiligten Arbeitgeber- und Arbe'tncbmer-Lrgonisationen ein Zentralausfchuß ant pari- tätlicher O'rnndlage mit berurlich gegliedertem Unterbau errichtet. It. D-em Zentralansschuß liegt ferner dm Entscheidung grundsätzlicher Fragen, soweit sich solche namewlich bei der kollektiven Reaelung der ssobn- und Arbeitsverhältnisse eraeben. sowie dm Schli Atzung von Streitigkeiten, die mehrere Beruf-gruppcn zugleich betreten. Seine Entscheidunaen haben für die Arbeitgeber und A'-beit- nebmer verbindl'ch? Eteltunq. wenn sie nickä innerhalb einer Woche von einem der in Frage kommenden beiderseitigen BcruiSverbände angefachten werden. 13. Diese Vereinbarungen treten gm Tage der Unterzeichnung in Krgtt und gelwn, vorbehaltlich anderweitiger gesetzlicher Rege- luna. bis auf weitere? mit einer gegenseitigen dreimonatigen Kündigung. Diese Vereinbarung soll sinngemäß auch sur daS VcrbältniS zwischen den Arbeitgeberverbänden und den Angcstclltcnvcrbändcn gelten.__ Wegen die Lane» und Alanen. Zu einer Abrechnung mit densenigen Anarstellten, die noch beute den Geist der Zeit nicht begrissen baben, gestaltete sich die Mahl des ArbeiterrateS bei den Angestellten der KriegSwirt'chastSstelle für daS Deuifche ZeitungSaewerbe in Haber'aiidS Festtälent Versuche des SyndikliS lind VersonaschefS der Gesellschaft, die Leitung der Versammlung an stch zu reißen und dadurch die Angesiellien ivie bisher zu bevormunden, icheiiertcn. Unsere Genossen F. Nteyer und Brilli« voin Arbeiierrat bei der KriegSmelallaktien- ge'ell'chgkt machten in packender Weite die Angestellten mit den Forderuiigin der neuen Zeit bekannt: Alle Aiigelegenheiten der An- gestellten sollen in Zukunft von dem Prinzip feitgeliMt.und entschieden werden, daß als oberster Machirgfior der Wille der Mo- jorität zu euikcheiden hat. Genosse Klemz, Angestellltr der Krieg?- wirtichafleslelle für daS Deutsche Zeiinngkgemcrbe. wie? da? Personal ans den Ernst und die Traaiveite diekcr Wahlen bin. Rur Leute, die der Partei und Gewerkichait an» gehören, sind zu wählen, nicht ober Leier deS„Lokal- onzeigerS' und der.Morgenvosi*. Jeder Angestellt« müsse sich beul« organisieren. Die Proletarier im Slebkiagen dürften nicht mebr binter ihren Schwestern und Brüdern in den Fabriken zurückiteben. Ebeiiso schlimn! seien aber die Laiieü und Flauen, die in den büraerlich-kausmänuifchen Verbänden. Vcr- eiiichenS und Klubs sich ,»''ammenae:an haben. Es gibt kür die HandlungSgebil'en und Gehilfinnen nur eine Organisation, die ans dem Boden de» modernen Klassenkampfes steht und da? Wobl und Webe der Ängestellien vertritt, die« ist der Z e n t r o l V e r b a n d der Handlungsgehilfen und Gehilfinnen Deutsch- l a n d S._ 160 000 Nuflage der„Bergarbeiter-Zeitung"! Die neueste Nummer der.Berflarbeiler-Zeituiig' ist in einer Auklare von über 160 000 gedruckt. Tarin kennzeichnet sich eben- fall? der erfreiiliche Aufschwung deS BergarbeiterverbandcS haupr. fächlich in den letzien 20 Monaien. Di- Aussage deS Verbands- organs belies sich bei Kriegsausbruch auf-!wa 108 000, sie ging bis M'tie 1015 ank zirka 58 600 zurück. Ter jetzige Stand bedeutet ol'o eine glatte Zniiahme der Aussage um medr als 100 000 feit Mute>015 und gegen KriegSbcginn stellt sie sich beute um über 50 000 höher. DaS ist ein erfreuliches Ergebnis der organisatorischen Werbearbeit>ür den Verband.__ Eiue überaus stark besuchte Bersamnilunz des ZentralverbandeS der HandlungSgevtlfen»ahnt>u den Germaniasälen Slellung zu de» Wahlen zum Arbeiter« und Soldalenrat. � Der Sicicrcnt Schmidt begrüßte das neue revolutionäre Deutichland und er- mahnte die kaiiimnnnischen Angestellten, am Alisbau desselben gemeinichaiilich mit der Handarbeilericha't mitzuarbeilen. Kem P dürfe in den Arbeiter« und Soldatenräten für diejenigen Elemeiue«ein. die vor der Revolution die Einmütigkeit der An« g-stelllenbewegung belämpss haben und die anch jetzt wieder am Werke ieien. iin Sinne der Arbeitgeber zu wirken. Sache der HindlnugSgehilie» i»n Gehilfinnen muß eS jetzt fein, die gcwerk- schafilichc und sozialistüche Beweaung stärken und ihre ArbeitSkraii in den Dienst deS sozialistischen Deutschlands zu stellen.� In der Diskussion richtete die Kollegin Bobm-Schuch den gleichen Sovell an die weiblichen HandlnngSangestellrcn, dabei ans die manni., lachen Ausaaben verweisend, die der Erfüllung harren In ieinem Schlußwort«mvfahl Schmidt, daß densenigen An- geitellie». deren Bei'.iebe weniger wie 20 kausmänni'che Angestellie baben. sich für die Wahlen nnr den geweiblichen Ängestellien oder Arbeilern zusamnieiizuichließen. und den Obmann auS derjenigen Gruppe zu wählen die am stärksten vernelen ist. Er weist darauf diu. daß die Ängestellien der neuen Regierung durch ibre Deruss» eriahrung weltvolle Dienste leisten können,.z. B. im Finanzministerium und anderen Institutionen. Der Schuhmachervcrband bat seit dem 1. Ouartal 1017— dem Tiefstand der Mngliedjchafl wählend des Krieges— eine Gesamt- zunähme von 5504 Mitgliedern zu verzeichnen. Es waren am Ende des 3. Quartals 1013 11054 männliche und 11260 weibliche, insgesamt 22 314 Miiglieder vorhanden. Bei Ausbruch des Krieges zählte der Verband 43 520 Mitglieder. Von diesen wa>en am Ende des 3. Quartals noch 18 200 zum Heere gemeldet. An Unter- st ü tz u ii g c n zahlte der Verband vom 2. Quartal 1014 brS Ende 2. Quartal 1918 436 591,36 M. ArbeitSlotenunlerstützung, 355 700,03 Mark an Kriegerfamilien und 574 012,64 sonstige Unterstützungen aus Haupt- und Lokalkaflcn, da? ergibt rine Gesamtsumme von 1 166 253,03 M. 1 WWW MW M Sie Wel.! D Weite Kreise der Bevölkerung möchten ihr Interesse w | für die neue Ordnung auch durch materielle Bei- v !) Hilfe zum Kampffonds Ausdruck bringen. Frei- v5 Ii willige Beiträge richte man an das Sekretariat � 3 für Groß-Berlin 0 I Ii ZWß Zerlili 5® 63, ülidehslrOe 3. 1 GroßSerün Zuschüsse für die Instandsetzung von Wohnräumen. Die Zu'chüsse, die iür die Wahnreifmachnng leerstehciidcr Woh- Illingen und GebrauchSrälime gewährt werden, sollen beiragen: l. bei Wohnungen, denen zur Mietsreise die Beleuchtungsanlage fehl::-r) bei Einziehung von Gas— zugleich für Kochzwccke— 35 M. für den Wohnraum, b) bei Einziehung van clcktrt'chem Lichr— ein LichiauSlaß für jeden Wohnraum— trägt die Siadt- gemeinde die vollen Kosten. 2j Bs: Wohnungen, die an sich nüelSieif mi: Licht, Wasserleiiung und Abort versehen, wegen völliger Abgewohnheit aber unvermietbar sind, für die Ausbesserung von Fußböden Decken. Fenstern. Türen. Oefen, Herden uiio. 7,50 M. für jeden Quadrat- meter Wohnungsfläche. 3. Bei Wohnungen, wie unier 2, völlig ab- gewohnt und unverm'elhar, bei denen, aber noch für die Veriniet- varkeit der Ausbau ergänzt bezw. erneuert werden muß, insbesondere bei den Lichlleuungeii, TZasserlenilirgen und Aborten. 15 M. für jeden Ouadratmeier WohnuilgSflächc. 4.. Bei Wohiiun len, wie unter 3, die durch Aenderungcii in der Rauniteilung mietSreif herzu! ichlcn sind, damit geordnete Zugänge zur Wohnung und zu ihren Teilen gewonnen werden. 23 M. für jeden Quadraiinster WohnungSflächc 5. Bei Fabrik-, Lager-, Wcrtstäiten-, Dienst-, GefchätiS- uiid ähn- lichen Räumen, die zu Wohnungen aufgeteilt uiid mit dem crfordcr- ltchen Zubehör eingerichtet lverden sollen, die Hälfte der nach- gewiesenen städtitchcrseitS nachgeprüften Kosten, jedoch nicht über 5 0 0 Mark für jeden Wohnraum. Ueber den Einbau von Dachwohnungen wird weiteres noch initgeteilt.' Anträge, die sich aui die Gruppen 1—4 beziehen, sind fvätsstenS bis znin 1. Dezember, soweit sie die Gruppe unter 5 betreffen, bis zum 1. Januar bei dem Wohnungsamt Berlin O 2, Schicktcrstr.'.2, einzureichen. BelfügungSberechtigte. die sich an diele Frist«ich! halten, köiinen unicr Umständen später zwangsweise hcianaezogen werden. Etwa eriorderliche baupolizeitiche Genehmigung für die Gruppen 4 und 5 ist rechtzeitig aufzubringen. Soweit sie für die übrigen Gruppen liotwendig ist. bleibt es dem Antragsteller übet« lassen, sie rcchi-cilig jclber nachzlltuchen. T:e Tätigkeit des Wencralkonniiandos. Obsrloutnanj Walz vom VollzugSrai de? ArTesser- und Sol- daicnralS bat die Ausgabe übernommen, in Berlin die vom Gene- ralkommantzo besorgten Arbeiten wieder in Gang zu brin- gen. Gestern hatte er Vertreter der Presse zu einer Konferenz eingeladen, in der er über das bisherige Ergebnis seiner Betuühun- gen berichtete. Beim EardekorpS ist cS bereits erreicht, daß die Geschäfte wieder im Gonge find. Tic Offiziere Haren ihre Tätig. keit größtenteils wieder aufgenoanmen und führen die Arbeiten jetzt unter Aufsicht des Arbeiter- und SoldatcnratS aus. Die Jntendan- tur deS Gardekorps hat vorbildlich gehandelt, mdemi s t e überhaupt ohne Unterbrechnng weiterarbciierc. Daß überall Ordnung ge- schaffen wind und erhaltm bleibt, ist von höchster Wichtigkeit für die Truppen, die demnächst von der Front zurückfluten werden. ES sollen besondere Vorkehrungen getroffen wenden, daß für die van der Westfront kommenden Truppenmasscn die Lebensmittel- Versorgung nick: stockt. Züge mit Lebensmitteln sollen mög- lichst bald nach dem Westen abechen, auch sind dort bereits Sanmicl- lagrr für Lebensmittel geschaffen worden. Fursorjsezöglinge. Es ift nicht zulässig, die der Fürsorgeerziehung überwiesenen Kinder aus den Anstalten und Pflcgcstcllen berauSzunchmcm Die Entlassung Berliner Zöglinge kann nur auf Anordnung der Waisendcputaticm erfolgen. Die Waisendepukation wird veranlassen� daß die Zöglinge wieder nach der Anstalt oder Pflegestelle zurückgebracht werden. Umwandlung der beiden Hofbühnen in Ttaatsthenter. In den letzten Tagen wurden seitens sämtlicher Angestellten- gnippen des ehemaligen Kgl. Opernhauses Ausschüsse gewählt. �.irse wurde» gestern vom Finanzminister Dr. Sndekum emp- tilgen. Ter� Minister teilte mit. daß die beiden ehemaligen Kgl. -r beater als Staatstheatcr übernommen tverden sollen, ferner daiz die dem Generalmusikdirektor Dr. Strauß übertragene Leitung de? Opernhauses eins provisorische sei. Die endgültige Regelung ler Leltung und anderer Fragen werde unter Hinzuziehung der uu.-schutse und Berufsorganisationen in einigen Tagen erfolgen. Ablösung der Kellnerinnen und Abschaffung des Trinkgeldes. . Aeber die Unterbringung der Kriegsteilnehmer unter den An- gechellten de 3 GastwirtSgewerbes fand gestern eine Beratung des Vorstandes des Zentralverbandes deutscher W'.rtcvcrcinigungen mit sämtlichen Vertretern der Angestellten der Gastwirteverbände statt. In Anbetracht dessen, daß die weiblich« Bedienung in den Restaurants nur ein AuShilfSmittel gewesen sei, wurde beschlossen. die K el l n e r i n n e n m sämtlichen Gastwirtschaftcli nach und nach zu entlassen, damit dies« Stellungen wieder von den Kriegs- teilnehmern eingenommen werden können. Zur Regelung der Unterbringung de» zurückkehrenden Kriegsteilnehmer, dte zum (AastwirtSaewerbe gehörten, ist«ine besondere Kommission eingesetzt worden,_ bestehend aus Arleitgebern und Arbeitnehmern. Dieser Ausschuß ist dem paritätischen Arbeitsnachweis angegliedert. Alle Kriegsteilnehmer, die in dem Gastwirts-zewerbe Arbeit haben wollen» sind verpflichtet, sich zuerst bei dem paritätischen Arbeitsnachweis. Gormannstr. 6/7, zu melden. Von dort aus werden sie den ein- zelnen Arbeitsnachweisen zur direkten Unterbringung überwiesen. In einer gestern von mehr als 1000 GastwirtSangestellten be- suchten Versammlung in den Germaniasälcn wurde die Ab- lösung des Trinkgelds durch Gewährung eines festen Gc- haltS verlangt. • Berliner Lebensmittel. .In nächster Woche wird als Ersatz für Fleisch Weizenmehl ausgegeben, für Erwachsene 250 Gramm, für Kinder>25 Gramm. Die �Ausgabe erfolgt auf die 10 Fleisch niarken der 47. Woehe unter gleichzeit ger Vorlegung der Lebensmittelkarte oder der Berliner Bezugskarte bei demjenigen Häntdler, bei dem die Anmeldeabschnitte Nr. 69/70 der Lebensmittelkarte abgegeben worden sind. Voranniel- dnng nicht erforderlich. Wer die Abschnitte 60/70 nicht angemeldet hat, kann das ihm zustehende Mehl unter Vorlegung seiner Le- bensmittelkarte und gegen Abtrennung der 10 Fleischkarten Nr. 47 der Berliner Fleischkarte in den durch Säulenanschlag angegebenen Geschäften beziehen. Der Preis für 256 Gramm Weizenmehl beträgt 16 Ps. Der Magistrat erklärt die Fleisckmarken der 47. Kalenderwoche der Reichsfleischkarte für den Fleischbezug im Stadtbezirk Berlin für ungültig. Diese Fletschmarken sind indes aufzubewahren, da hierauf der Ersatz für Fleisch in der nächsten Wache ausgegeb.n wird. In der Zeit bis zum 19. wird an diejenigen Kunden, die in den Speisefettkundenlisten der in den Bezirken der 29., 31. und 32. Brotkommission gelegenen Geschäfte eingetragen sind, pro Kopf 125 Gramm K äse verteilt. In den Bezirken der Droikommissio- nen Nr. 60, 62. 63, 64, 65, 66, 67. 68. 210 und 246 beginnt der Verkau-f der Mohrrüben s5 Pfund) und Zwiebeln(2 Ps'd.) am 16. Die Bezugsberechtigten erhalten bei ihrem Klemhäudlcr Bescheid. Sicherung der Verpflegung und de? Eigenlüm?. Im Berliner Polizeipräsidium ist eine Abteilung für Beratung und Verpflegung der Bevöllerrmg eing-ricblet worden. Sie ist im Polizeipräsidium Zimmer 152, Telephon 10, bei Tag und Nacht zu erreichen und wird Auskünfte über die allgemeine Verpflegung geben, Bkel- düngen über Mißstände wie ungerechiferligre Reqiii- j i t i o n e n, P l ü n d e r u M e n, Erpressungen und der- gleichen entgegennehmen uniM ofort Abhilfe schassen. Der erste TruppenrüiktriinMatzug durchfuhr gestern in der vierten Rachmiltagsstunde die Berliner Siadibahnhöi- von Eharlottenburg nach Lichtenberg. Der lange Zug bestand aus 16 Durchgangs- und mehreren Personenwagen. Er war übeistari besetz:. 10 daß das Gepäck der Soldaten zum Tess in den Wagen selbst nicht mehr uiilergedracht werden konnte. So sah man Tornister, rl eilte Kisten, Sandsäcke und mehreres Handgepäck an der Außenseite der Tagen und auf den Dächern bcfestigi. Viele Saldalen standen aus den Trittbretter» de? sich in langiamcr Fahrt bewegenden Zuge?. Nach gemeinsamer Verpflegung in Lichtenberg fuhr der TranSporlzug. der ZolSaten aller Waffengattungen brachte, nach dem Osten weiter. Folgenschwere Pistvlciischiesterer eines geistc' kranken Kapitän- leutnauts. Ein höchst bedauerlicher Vorfall bar sich in der Nacht zum Freitag ereignet. Ein offenbar geisteskranker See- o s f i z i e r erschien auf einer M a t r o s e n tv a ch e und ich o ß dort nach irren. Reden planlos mit der P i st o l e u nr i i cd. Es handelt sich um den K a p i t ä n l e u tzu a n t Bre.ttjchneider, dessen Mitarbeit der Kominandant von Berlin, der Abg. Wels, be- reit« abgelehnt halte, weil der Kapitänleutnanr einen geistig ge- störten Eindruck machte. Bei der Schießerei wurde ein Matrose und der Seeottizier getöter. Keine unterirdischen Gänge im Mars. oll. Die Gerüchte, daß sich im Marstall oder in seinen Nebengebäuden unterirdische Gänge befänden, in welchen Personen und Vorräte verborgen sein sollen, tauchen immer wieder von neuem auf. Die Grundlosigkeit dieser Behauptungen ist durch eingehende Untersuchung einer Kommission de? Arteiter- und Soldatenrats erwiesen worden. Um den wieder- holt austretenden Gerüchten endgegentreten zu können, hat sich der Letter dcS MarstallS, Graf Wrstphalen, bereit erklärt, ein« noch- malrge Untersuchung dieser Gebäude durch eine Kommission von Fachleuten vornehmen zu lassen. Der Lesesaal der bisherigen Königlichen Bibliothek wird vom 10. an wieder geöffnet sein, die Leihstelle vom 21... der innere Dienst beginnt am 18. morgen?. Tie Wärmehallcn in der Dirksenstraste, Stadbbahnbogen 07/166, sind heute vormittag um 16 Uhr geöffnet worden. „Zur Stärlung des nationalen Willens". Von einem Westöst- lichen Kulturbund, Berlin- Wilmersdorf, Ptalzbnrgcr Straße 26a, wurde bis vor kurzem durch seine„Abteilung für den AiiiklärungS- und Wcrbedicnst zur Stärkung de? nationalen Willens" eine rege Agitation enlsattet. Von mehreren größeren industriellen Betrieben wird bei uns Rachfrage gehalten über die Nufgatzen dieses Bundes und über seine Zuverlä'sigkeit. Wir glauben, daß dieser Bund jetzt wohl seine Tätigkeit eingestellt baben wird, möchten aber nicht ver- ieblen, auch hier öffentlich davor zu warnen, irgendwelche Geld- spenden für ihn zu zeichnen. Eine öffentliche Jugendversammliing, zn der die Jugendlichen aller Richtungen geladen sind, veranstaliei der Verein„Arbeite r- j u g« n d Groß-Berlin" am morgigen Sonnlag in den Sophien sälen. Sopb'enstr. 17—18. Anfang 16 Udr. Tage?« ordl'.migi„DaS Gebot der Stunde�. Freie Aussprache. Die Richter de? Amtsgerichts Bcrlin-Mitte baben die Amts- gericklSräie Dr. Rehmer und v. T r e S ck o w als Dcailitragte in den Arbeiter- und Soldatenrat gewählt. Tie Preußischen Jilstizkanzleiangestellten veranstalten durch ihre Organisationen am Montag, den 18., nachmittag? 4 Uhr, in Häver- landS Festiälen in Berlin, Rene Friedrichstr. 35. eine öffentliche Kundgebiing. Tie Mitglieder de? KamtnergerichiS nnd der Oberstaatsanwalt- fch oft, d. h. die miilleren, Kanzlei- nnd Nnlerbeamlen beider Bs- Hörden baben Vertrauensmänner gewählt, die sich mit d-r Regierung und dem Arbeiter- und Soldatenrat in Verbindung setzen sollen. Beschlossen wurde, der neuen Regierung alle Kräfte im vollsten Maße zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig wurde zum Ausdruck gebrachr, daß auch die materiellen Interessen sänitlickier Beamten einschließlich der Pensionäre dauernd gewährleistet werden müssen. Gleichartige Eiiinchlimgen sind nicht nur bei den übrigen Gerichten l» Groß-Berlin. sondern auch in ganz Deutschland g-- troffen.. Die Angestellten der Vonkgeschä/te wählten in einer Versamm- lung, in der nahezu 1660 Angestellte von Berliner Bankgeschäften vertreten waren, die Herren Benno Marp und Hau? SkoniertSki als Delegierte in den Arbeiter« und Soldatenrat. Dir Bereinigung Tcutschösterreichs mit der deutschen Republik. Die cnitwlüi-digte Versammlung über daS Schicksal Deutschöstcr- reichS findet Sonntag, nachmittag Zf 5 Uhr, in der Hochschule für Musik(Fasanenstraße) statt. Tie Reichsregierung ist zu der Versammlung geladen. Eintritt frei. Neukölln. Hier hat sich ein au? 2l Personen bestehender Arbeiter- und Soldalenrat gebildet, der au? 7 Mitgliedern unserer Partei, 7 Unabbängigcil und 7 Soldaten besteht. Dem Ausschuß ist die Kontrolle über die kommunal« Verwaltung und die unmittelbare Ausübung der Polizeigewatt übertragen worden. Schönebcrg. Ter Achtstundentag. Für die städtischen Arbeiter beantragt der Schöneberger Magistrat bei der Stadtverordneten- Versammlung die Einführung der achtstündigen Arbeitszeit. Ferner sollen auS der Masse zur BsichaffuNg von Lebensmitteln auch Mittel zur Beschaffung von Kleidung entnommen werden. ??etrrrirnSKidten tvr da» mittlere Narbdentsclilond»i» Sonntag»»»trag. Zeitwesse nebelig, sonst gtoitte»'-'» trocken und tri-l« fach heiter, in der Aaait zu sonntag Frost, auch in den Tagesstunden kühl. Vermmrorttibi für»Foiitif: Kri-d ttitttner,«erl!-,: ftlt den m.rigei! Teil des Mattes: Altred Schirl*. StfuioDn: fflr Anzeige!, Tdredi» Moikc, Berlin,»«rla«: Lorwärts-Verlag«. in. b. H., Berlin. Druck. VllrwärtS--p!lchdnickerct und VerlagSanstalt Paul Singer u. So. m Perlin, Lindeiistrabe Z. tfircfction Müx HeinTlardt. Deutsches Theater Uhr: Clavijjo. Kamtuerspiele 6 Llir: Oer Welbstcafel. iiiein» Schanspielhaus FnsanenstraSa l, Portal 5. 7'/f ühf; FfüMIng« Erwachen. Volksbühne Theator ain Bölowjjlati. Eiroktion Friedrich Kavüler. 71/. übr: Kowädie der Liebe, Lessing-Thsater. Jjlrekt.: Viktor Bamowsky. T'-;, U.: Der Martiuis«n Keith. Sonntag; Martjais ven Keith. tM® Ifestfef-IMer. Allebondlieh 7V, Uhr: Karhtbelenchtanff. AnterBtehnng._____ Ttißatorli. Königiratzsrstr. T'�TThr: Kosmereliolm. Komödlenhaus •J.8 ü.; Die tanzende Nymphe. BerlinerThe ater 7 Uhr: Sterne, die wieder leuchten. Trianon-Theater Bhf. Frledrichetr.Ztr.4927. 2391 Nachm. 4 Uhr, kl. Preise: Maasei und Gretei. Täglich acht Uhr: Per guls Ruf rfin Hermann Sndermann. Ida Wüst. Brunn Kaetner. Emma Dehne, r. Hugo Flink. Gonia. SehBnfsId. Tollen. Sonntag 4: iohsrniefauer, Mittw. 4: Hinsel und Grete!. Donnerstag 4: RetkSppchen. Theater für Sonnabend, 16. Nov. Friodri,chstr. 218 . Dir.; James Klein. 'iT'U Sannt B'l, tu TV,| Die Well geht urder I 1 Bild a. d. greSsn No-: 1 vember-Vaneta-Ane- 1 1; tattnngsschau mit] Senta Sönsland Emst Lubitsch nsw. Sonnt. 31;, Uhr jeder Erwachs. I Kinci frei!___ Casino-Theater. Lothringer?tr. 37. Tägl.'jß U.: Neu 1 Neu.' DaS dreiaktige VottSitück Vorher erst!!. Spezialitäten. -onnt. 8-!,-. Ter Töngltn«. Kose-Ttieater. VI, U.: Schneewittchen. 7'/,. Uhr: Gastsp. d. Friedr.- Wilheltnatiidt. Theaters; H>n«»relmildcrthaua. Luisen-Theater. SctmeewittcheD. 3: Sonntag 3; jJßfljllEr KliltlSr. ISiisdi� Tägl. 7'/,. Sonnt S'/,n.7>/, Katzensprung ans d. Klrtcnsbappel. Ols hast. Drahtseilk.3 Veras. sowie das übrige große Zirkns-Programm. „Oberon� Pliant. Wasser-Pantomime. Sonntag S'l, Uhr: Hansel ii nd Gretcl. National-Theater. CSpenicker Str. 63. Mpl.9844. Tl, Großer Operettenertolg! 7'/, Prinzenliebe. Musik von V/alter Bromme. Sonnt. 3'l,: Sludentenllebchen. Operette i. 3 Akt(KI. Preise). Bons u.Vmgsk. r. vor. n. dies. Woche bonalten bie zum 20. November ihre Gültigkeit Central-Thea.ter übr: Bie Rose tob Siaaiial. ÖentHCiien{hpernlmuH 7 Uhr: FideliQ. Friedrich-Wilhelms!. Tteater tu übr: Hannerl. Kleines Theater 7'/, Uhr: Zum 1. Male Adam, Era und die Sohlanoe. Ivontische ttper 7i2u.: SeiiwarzwaiMt'ei. Morg. 3'f-,: Schwarzwaldmädel. Metropol-Theater �o: Dtle Faseiiingstee Morgen. 3 Uhr: Wiener Blut. Neues Öperettenheus 7>/.ubr: Das sOile Mädel. Mg. S1/«: Oer Soldat der Karle Palast-Theater S*/,: Derzcrbr.Krug u. Philotas. 7»(4 Uhr: Der zerbrochene Krug. Hierauf Ballett. 7% Uhr EustHoleihauh : Die spgüisefse Fliege. ttealdonx-Th«-nter v.uhr: LÜH Grün. hichlller-Th. Chnrl. 3 Uhr: Weh' dem, der lügt. ti, uhr. Famlel. Thalin- Theater 3V4: Reise ins Schlaraffenland. uhr*- Soier d. WM IM. Theater am NoU'endorfplatz 3'/,: Der Kaufmann von Venedig. 7 Uhr: wamiiffi Theater des Westens ?'/. uhr: Dia lache Witwe mit Guido Tbielscher. 4 Uhr: Aschenbrödel. Wallner-Theater S'/s Uhr: Im Märchenwald. tv." uhr ßral RaiieEieists. Thealer der Fnedricfistadt'l Ecke Friedrich- u. Linicnstr. Ti, Uhr Z, 3. M.: Nord£650 Drei iolle Taoe. Sonntag nachm. 31/, Uhr: Hänse! u. Gretei im Ze.u'berwald. Singabademle. Heute Sonnabend. 8 Uhr; Konzert mit dem Philbarmonischeo Orchester: Tossi Splwakoi�skjr» Dirigent; Professor Willi Keß. ~ Bach; Violinkonzert E-dur; Mozart: Violinkonzert A-dnr; Mentlelsohn: Violinkonzert C-moll. Karten: 6, 5, 4, 3. 2 M. bei Bote& Bock, Wertheim und Abendkasse. 96L Henry Bender Gisa Kolbe Otto Röhr Humorist am Flügel sowie der Große baute November-Spielplan 12 Kunslkraite 12 Aktentasche aus braunem Leder, Uni ergrund- bahnhof Bayrischer Platz ab- banden gelammen. Gegen Belohnung abzugeben. Richter, Annsdrultcr Skr. 5. Gib. II. Im Serlinec Theater wiederum täglich: Sterne, öie wieder leuchten. Eroge Operette. Musik von Watter rtollo. DaZ mit ausierordentlichem Erfolge bei Presie und Publikum aufgenommene diesjährige Repertoirestiili, dessen Urau'führung am Niiiwoch. ö. November, staltgefunden Hai und dessen Wiederholungen am S. November durch die großen Ereignisse unierbrochen wurden. Schillersaal(Schillertbeater Charlottenburg), Eing. Bismarckstr. 110. Üntergrundbahnhof Knie. Heute u. täglich 8 Uhr.(Verlängert bis 19. Novbr) MARC ELL SALZER Heitere Abende* Karten 5, 4, 3. 2 M. b. Wertheim. Schillerth. Tageskasse sowie Abendkasse ab 7 und Amt Uhland 139. Sonntag:, 17. Sot., VI,, im Bcethoveniiaal. MMMMMM ZM Hiesetwi S. P. T. Bezirk Lichtenberg. Tonntag, vormittag 10 lllir, auf rem Plah a« der Park- nue, gcgeiliider dem RathauS. Mölleudorfftrasze: Ach?'im. VMselsMWlW. Tagesordnung: Bestätigung des Arbeitcrrats. Parteimitglieder! Erscheint vollzählig. •24313 Si. A.: Dir Bezirfelelrung. R. Peierbansel. \ jdangvcrdnCicderireundc lohannisttial. M. d. D. A-S.-B. ZIm 3. d. M. starb im ! LazareN in Posen als Opjer I des Weltkrieges unier Zangesbruder i kermüliv HsuieKe im Aller von 38 Jahren. Wir verlieren in ihm eines unserer ältesten und latkrästigllci! Mitglieder. Ter Geiangvcrem war ibm alles und noch wr Felde de- tätigte er sich mit leinen Ziame raden bis zu semet Peiletzung in der Pstege des KcsangeS sein Too reiht eine schmerzliche Lücke innerbatb nnwres PercinS. Lieber Hermann, an der & Wiege des BolsSstaateS, sür den Du strebtest und sangest. trat Dich bei Tod. Du wirst uns unvergeßlich bleiben. 58/5 Tlumm schläft der Tanger l Die Beerdigung findet am Sonntag, den t7. November, nawmittagS 3 Ubr, von der Halle des Ge- meindesriek haieS Jobannts- lhat auS statt. Um rege Teilnahme bittet Der Vorstand. Jllehung 5.— 1t Deibr. 1918 im Ziehungssaale derKönigli 3ben Geuerai-Lotterie-Direktion Role Kreuz- Geiü-Lolleriß 545 454 Lose 17 851 Geldgewinne bar ohne Abzus zahlbar im Gesamtbetrage von M. Beethovensaal. Dienstag, 19. November, 71/, Uhr: (Verlegt vom 0. November) Konrert 961, HUBERMAfl unter gütiger Mitwirkung von Or. Richard Straisss Am Klavier: Paul IVcnkel. Karten: M. 6, 5. 4, 3. 2 b. Bote& Bock. Wertbeim. Hochii.tcitffOtttca Vortrag bält in den nächsten Tagen der aus dem Felde zurückgekehlt? Haupt- mann Hossmann über die die Greueltaten eines Polizei- batlPtmanneS aus Neukölln. NäbereS wird an den An- Ichiagsäulen bekannt gemacht. 3t 57b Kart PIcI. 600 COQ Hauptgewinne Mark 100000 50000 .30000 I ne VI 1 Ifl Postgebühr und LUS fi. J.JÜ Liste 35 Pf. Ueberau erbätUich 9. Kollinn, Hanr und Berlin W 9, Lennästr. 4 Statt A ntten! Allen Frem den und Be- kannten hiermit die traurige Mitteilung, dah meine treu- sorgende Gattin FmwA ksumsim geb. Klayn am 11. b. M. Plötzlich und unerwartet aus dem Leben geichieden ist. Um stilles Beileid bittet Ctnstuv Xuamann. Temvelhos, tb. Nov 1918 Die Beerdigung findet am Montag, den 18. November. nachm. 3 Uhr. von derLeichen- balle des Tempel ojer Ge- meindesriedbo'eS, Germania- ttraxe, aus statt. 3961 b Allen denen, He unserem einzigen geliebten Sohn und Bruder die letzte Ehre erwiesen baoen. sowie gir die zablreiche Äranzsveude, sagen wir aus diesem Wege unseren tiesgifibt- testen Dank. 3935b Franz u. Therese Schounomann nebst Tochter Erna. Einjährigen- Anii.Sr.Sadclmmn SSln.W., Hohenzollerndainm 198. Hermann Soettoher LiedorzurLauio Schubert. Jüngst, Richnau. Hellström u. a. Volks- und Soldatenlieder. Karten 6. 4, 3, 2 M. Boto Oc Bock. Wertheim. Lichtspiele WWWW Knknk| GrJrankliirt.Str.ZB� an der Andreasstraße Residenz Blnmensir. 10 neben Residenztbeater FERDINAND LASSALLE 7., Beginn 5 Uhr, AKte. gi, 8 y|ir grhjhia pggizg. 7 Akte. „Kurfürst", KurlörsiemSamm 12 Gutes Mittagessen 7,50 und 5,- Weine noch{rla»wcl«e 1.50. exkl. Steuer. Preiswerte Abendkarte! 428L* Weine: Karaffe von 4,— an, exkl. Stauer. Sehr unterhaltendes Kabarett! Asimiralspalasl. Die Prinzessin von Tragant. Wer Ist die Schönste? Kajdah. Tl, Uhr. ilhalla-Theater. Ti, Uhr: just der Starke� lichshallen-Theator. tbendllch Tl, Uhr und mtag nachmittag» 3 Uhr: werden von Jetzt an auelt am Sonnabend um 7 Ubr geseblossen. A. Wertheim Q. m. b. H. Deutscher Metallarbeiter• Derband � Verwaltungsstelle Berlin Den Mitgliedern zur Nachricht. dafi unsere ilollegin, die Arbeiterin Klara Gebhardt Wrangelitr. 25 am IL Noobr. gestorben ist. � Die Beerdigung findet am Tonnabcnd. den IS. Novbr.. nachmittags l>/4Ubr. von bei LeichcnbaUc des Emmaus- KirchboieS, Hermannitrafie, auS statt._ Den Mstglicdern lernet! zur Nachrtch�, dag unser Kollege, der«chlosser Thoknaz Nowacki »chöneberg, Mciuiiiger Str.g am 12. Noobr. gestorben til Die Beerdigung findet am Zonntag, den 17. November. nachmittags 3'/, Uhi, von der Leichenhalle des Mattvias- Kirchbatcs(Blanke Hölle) auS statt. Rege Beteiligung wird erwartet._ 121/10 Nachrufe. Den MdgUedern jerncr zur Nachricht, dafi mucr Kollege, der Werkzeugmacher Franz Büke Lichtenberg. Dofiestr. 23 am 28. Dtlober gestorben ist. Ten Mitgliedern terner zur Nachricht, dag unser Kollege, der Former Fan! Tiflks Soibiner Str. 72/4 am 9. November gestorben ist Den Mitgliedern lernet -vr Nachricht, dag unsei Kollege, der Härter Richard Voigt om 11. November an Gesäg- oerkallung gestorben in. Ehre ihrem Andenken. Die Orrsverwaltung. Hachmittag» crmllO. Preise! K-Icbtfpide in der CotlCOrdia, Andreasatr. 64. Elite-Woche."DU Der grobe Propagandafilm zur Bekämpfung des Mädchenbandels. Der Weg, der zur Verdammnis lührl: L Teil: Haa Schicksal der Anna Wolter. 4 Vorspiel and v Akte. MI» May in;. Ihr großes Geheimnis. Schauspiel in 4 Akten. Bekanntmachung. i Die Fleischmarten der 47. Kalenderwoche(18. bis 24. November 1918) der Neichssleischkarte werden hiermit m Versolg der Anoi dnung, wonach sür die erivöhnte Woche Mehl statt Fleisch ausgegeben werden soll, sür den Fleitchbezug im Bezirk der Stadtgemeinde Bernn sür ungültig erklärt. Aus diese Fleischmarien dürfen Fletsch und Fletschwvren vom Berläuser nicht abgegeben und vom Berbrauchrr nicht entnommen weiden. Die bezeichneten Fleischma.ten sind nicht zu vernichten, sondern auszubewahren, da hierauj der Ersatz sür Fleisch in der nächsten Woche ausgegeben wird. Berlin, den 13. November 1913. Magistrat. ' J.-Nr. 744. L. S. In. IL. W o rmu ttz. Kartonnagen- Bezi-herinnen, nur oertekte. sucht 335bb Boebwe. Hasenheide 5/ö. Prie Abzugeben gegen Belobnung J. lüclinittz Hotel, Spitlelmarkt. Zimmer 29. Fahnenstoffe Armbinden in Nattunai- farbc empfiehlt 4202 Tuchlianfiluny Becker, Zeydelftr. 32(spilteimarti). ZklliielllltS«. Hr-abncrt, Neukölln. 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