Nr. 323. 35. Jahrg. Bezugspreis: Bierteljährl. 6,75 Wtf., monail. 2,25 DRY. frei ins Haus, borauszahlbar. Einzelne Nummern 10 Pfennig. Pofibezug: Monatlich 2,25 MI., exkl. Zustellungs. gebühr. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich- Ungarn 6,50 Mr., für das übrige Ausland 50 mil., bei täglich einmaliger Zustellung 7,50 Mt. Bostbestellungen nehmen an Dänemar!, Holland, Luxemburg, Schweden und die Schweiz. Eingetragen in die Bost- Bettungs- Breisliste. Der Bormårts" erscheint wochentäglich gweimal, Sonntags einmal Telegramm- Adresse: .Gozialdemokrat Berlin". Vorwärts Berliner Volksblaff. 10 Pfennig Anzeigenpreis: Diefiebengespaltene Rolonelzetle foflet 80 Big. Kleine Anzeigen", bas fettgebrudte Bort 30 Big.( zulässig 2 fetigebrudte Borte), jedes weitere Bort 15 fg. Stellengesuche und Schlafstellenanzeigen das erite Wort 20 Big., jedes meitere Wort 10 fg. Borte über 15 Buchitaben zählen für vet Borte Leuerungszuschlag 30% Familien- Anzeigen, politische und gemertschaftliche Bereins Anzeigen 70 Big die Zeile. Anzeigen für die nachite Nummer müssen bie 5 Whi nachmittags im Hauptgeschäft Berlin 28.68. Lindenstraße 3, ab jeben werden. Geöffnet von 8 lbr früh bis 7 Uhr abends. 6 Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutfchlands. Redaktion: Sw. 68, Lindenstraße 3. Berniureter: Amt Moriables, Str. 151 90-151 97. Sonntag, den 24. November 1918. Expedition: Sw. 68, Lindenstraße 3. Berufbrecher: Ami Morisving, Str. 151 90-15197. Gegenrevolutionäre Umtriebe. Achtung! Militärische Gegenrevolution!? Sirt v. Arnim der deutsche Alexejew? Hollandsch Nieuwsbureau berichtet aus dem Haag: Holländische Blätter melden aus Aachen: Der Oberkomman dierende der nach Aachen zurückgekehrten 4. Armee, General Sigt b. Arnim hat einen Befehl erlassen, daß alle rote Fahnen von den Dächern verschwinden müssen. Der Arbeiter- und Sol datenrat weigerte sich, dem Befehl Folge zu leisten. Ein deutfcher Offizier aus dem Gefolge des Generals erklärte in einer öffentlichen Rede, daß die deutsche Heimat die im Felde kämpfenden Armeen verraten habe. Er sehe es als die Aufgabe der bürgerlichen Parteien an, sich nicht mit den hiesigen Arbeiter- und Soldatenräten zu vereinigen, sondern danach zu streben, die Revolution zu vernichten. Die Arbeiter und Soldatenräte müßten davon gejagt werden, um die Ordnung des alten Deutschen Reiches wiederherzustellen. Die fürchterliche Desorganisation set das Kennzeichen aller bisherigen Handlungen der Arbeiter- und SolDatenräte. Es wäre ihre Aufgabe gewesen, die Beziehungen zwi fchen Soldaten und Offizieren wiederherzustellen, aber nicht Politif zu treiben. Terschiedene Bettreter der Bürgerlicher Barteien begrüßten die Rebe des Offisiers, der später noch hinzufügte, daß das deutsche Offizierforps fich nur unter dem Drud bringenber Umstände, nicht aber mit Herz und Seele sich den Dienst der Arbeiter- und Soldatenräte gestellt hätte. Dieser Geist werde erwachen, wenn die deutschen Armeen wieber zurüdgefehrt seien. Der Offizier wurde von dem Arbeiter- und Soldatenrat verhaftet, später aber auf Intervention des Landtagsabgeordneten und Generalvilars der Domkirche Kauffmann wieder freigelassen. Auch in anderen Städten der Rheinlande sollen ähnliche Neben öffentlich und geheim gehalten worden sein. Die Arbeiter- und Soldatenräte bemühen sich, der Bewegung Herr zu werden. Es scheint, daß alle Verrückten auf das arme deutsche Bolf losgelassen sind. Der General Sirt v. Arnim wird sich noch wundern, welche Wirkungen sein und seiner Offiziere telles Treiben im Reiche ausüben wird. Jedenfalls soll er heute schon wissen, daß jeder Versuch, das militaristische Raiserreich wieder aufzurichten, auf den einigen Wider stand aller Sozialisten stoßen wird, daß sie alle bereit sind, gegen die Wiederkehr des alten in Blut und Schmutz zusammengebrochenen Systems bis aufs legte zu kämpfen. Diesem Kampf fönnen wir in aller Ruhe entgegensehen, tenn uns dabei niemand in den Rücken fällt. Wer Uneinigkeit in die Reihen der Arbeiter und Soldaten jät, arbeitet für Sirt v. Arnim. * Die Regierung für die Nationalversammlung] Für die Einheit des Reiches! Erklärung Eberts. Berlin. Ebert äußerte sich gestern gegenüber dem Berliner Vertreter der Weser- Beitung" über die Einberufung der Nationalversammlung folgendermaßen: In ihrer ersten programmatischen Erklärung vom 12. Nobember hat sich die Regierung für die Berufung einer konstituieren den Versammlung erklärt, die auf Grund des gleichen, ge heimen, diretten, allgemeinen Wahlrechts und auf Grund des proportionalen Wahlsystems für alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen ausammengesetzt werden soll. Ich kann Ihnen nur erklären, daß wir an dieser Auffassung auch heute noch entschlossen festhalten Es sind mir gerade in den letzten Tagen von Arbeiter und Sol datenräten aus dem ganzen Reiche und aus den besetzten Gebieten und von Gewerkschaften und Parteiorganisationen Kundgebungen in großer Anzahl zugegangen, die sich alle entschieden gegen eine Dittatus Bon Philipp Scheidemann. Die Gefahr, daß das Reich zerfällt, steigert sich von Tag zu Tag. Wir haben noch vor wenigen Jahren gelacht über die Meldungen fremder Diplomaten an ihre Regierungen, daß die süddeutschen Staaten sich von Preußen trennen und damit das Reich sprengen würden, falls Deutschland in einen Krieg verwickelt würde, der einen unglücklichen Ausgang nähme. Die Prophezeihungen des Herrn Jules Cam bo n werden fich aber berwirklichen, wenn wir nicht baldigst zu klaren Verhältnissen kommen. Der König von Bayern soll der erste gewesen sein, der bereit war, einen Separatfrieden mit der Entente zu machen. Kaiser, Könige und Großherzöge können nun die Einheit des Reiches nicht mehr gefährden, nachdem das deutsche Volk sich radikal und für alle Zeiten von den n strumenten des Himmels" freigemacht hat. Die Gefahr kommt iegt bon ganz anderer Seite! und für die Berufung der Nationalverfamung auf Grund des allgemeinen Wahlrechts aussprechen. Wir Sozialdemo Aus Straßburg wird mitgeteilt, daß dort am fraten haben ja immer für das gleiche Wahlrecht gekämpft, geftrigen Lage Besprechungen mit der obersten getreu der Lassalleschen Devise:„ Das gleiche Wahlrecht ist das Heeresleitung der Franzosen stattgefunden haben Beichen, in dem wir fiegen." Die Berbereitungen für die sollen, deren Gegenstand die Schaffung einer Republik nonalversai aug sind vedet iglesideriüdich aus den Staaten und des Rheinlan Wege geleitet, bas Meichsamt bes Innern hat einen Ent- es gewesen ist. Die wunding for all wurf zum Wahlrecht der Regierung unterbreitet, der in ben falls nicht schnellstens die Sicherheit der gegenwärtigen Nenächsten Tagen im Nat der Boltsbeauftragten zur Verhand gierung gewährleistet werden könne. lung fommen wird. Allerdings darf man die Berufung der Nationalversammlung nicht über stürzen. Zur Zeit fluten unsere Truppen von allen Fronten zurück. Gleichzeitig vollzieht sich eine gewisse Verschiebung der in der Rüstungsindustrie beschäftigten Arbeiter: Hier muß erst wieder eine gewisse Festigkeit eintreten, damit auch wirklich alle Goldaten und Arbeiter in der Lage sind, ihr Wahl recht aur Nationalversammlung ausüben zu können. Die Regierung ist aber nach wie vor der Meinung, daß die National versammlung fobald wie möglich berufen werden soll, um die staatsrechliche Grundlage für die sozialistische Republik zu schaffen. Für meine Bartei handelt es sich hier um eine grund fägliche Frage, in der wir unter allen Umständen unerschütterlich feststehen werden. Ich bin sest überzeugt: für Deutschland ist die gefeggebende Versammlung eine Lebensnotwendigkeit. Weitgehende Amnestie. Auch für nicht- politische Bergehen geringerer Art. Der Justizminister hat folgende allgemeine Verfügung erlassen: Allgemeine Verfügung vom 23. November 1918 über Gewährung von Straffreiheit. Die Unsicherheit der Regierung folgert man aus der ungestörten Tätigkeit der Spartafus- Gruppe, die durch ihre Presse, durch Flugschriften und Reden besonders die Soldaten für den Bolschewismus mobil zu machen bestrebt ist. Mit großem Bedauern muß festgestellt werden, daß viele ungenügend informierte Männer und Frauen die Gefahr des Bolschewismus nicht erkennen und ihm bewußt oder unbewußt Vorschub leisten. Der Bolschewismus hat das unglüdliche Rußland vollends zu Grunde gerichtet. Der russische Bolscherismus arbeitet in der rücksichtslosesten Weise gegen alles und jedes, was nicht mit ihm ist. Die bei uns während der Kriegszeit ausgeübte 3ensur war eine findliche Spielerei im Vergleich zu der Presseknebelung in Rußland. In dem boliche wistischen Experimentierland der Herren Lenin und Nadel hungert, friert und leidet das arme Volk viel mehr, als unter der schlimmsten Schreckensherrschaft irgend eines der BlutBaren. Rußlands Handel und Industrie sind ruiniert- was aber bedeutet der Industriealismus in Rußland, wenn man ihn vergleicht mit Deutschlands hochentwidelter Wirtschaft? Eine Kleinigkeit! Die Republik wird aber gegen monarchistische Anschläge erst dann gesichert sein, wenn sich die Mehrheit des In Deutschland gibt es hundertmal mehr zu zerstören als deutschen Volkes in geregelter Abstimmung für sie in dem unglücklichen östlichen Nachbarlande. In unserem 1. Nach Ziffer 6 des Reichsgefeges vom 12. November Reiche also würden Elend und Not dementsprechend ausgesprochen haben wird. Bedenken wir, daß jeder Angriff 1918( Reichsgefebbl. S. 1303) ist für alle politischen größer werden als in Rußland, wenn der Bolschewismus von links auf das demokratische Prinzip, ieder einzelne Mig- Straftaten Amnestie gewährt; die wegen solcher größer werden als in Rußland, wenn der Bolschewismus die Oberhand gewänne. griff den Boden unter unseren Füßen untergräbt und der Straftaten anhängigen Verfahren sind niedergesch I aUnsinn zu behaupten: Bolschewismus ist Sozialismus." Gegenrevolution zugute fommt. Wollen wir die Gegenrevo- gen. Nähere Ausführungsanordnungen der lution befämpfen, fo müssen wir Dummheiten vermeiden und Reichsleitung sind noch zu erwarten. Schon jetzt werden die Sozialismus ist planmäßig zur höchsten Produktivität gesteigerte Sympathien für unsere Sache in den weitesten Kreisen des Strafvollstreckungsbehörden angewiesen, die Strafvoll- Arbeit und, weil nur die Arbeit Werte schafft, Verelendung. Arbeit, Bolschewismus ist Desorganisierung der werftätigen Volkes weden. Dann können wir der Zukunft stredung wegen Straftaten, deren politischer Chain Interesse des Sozialismus, für den wir arbeiten und getrost entgegenjehen aber auch nur dann! rafter unbedenklich erscheint, alsbald zu unterbrechen und neue Vollstreckungsmaßnahmen wegen solcher fämpfen, fönnen wir gar nicht deutlich genug sagen, daß er auch der Niederrhein erreicht. Nachdem in den letzten gungsbehörden haben Verfahren wegen Beschuldigungen der die Tendenz einer Trennung von Preußen durchbricht; wir Duffeldorf, 23. November. Die Fronttruppen haben jest Taben nicht mehr einzuleiten. Die Strafverfol- etwas ganz anderes ist als Bolschewismus. Wir fönnen es verstehen, wenn in den süddeutschen Staaten werke, Bferbetransporte und Kleinere Abteilungen Fußtruppen von in Rede stehenden Art nicht mehr zu bestreiten und Anträge halten es aber für unsere Pflicht, dieser Trennung auf das entder Etappe den Rhein überschritten haben, traf heute die Spite der auf Aufhebung anstehender gerichtlicher schiedenste entgegen zu wirken. Frankreich wünscht den Zerfall 4. Armee( Sigt von Arnim) geschlossen und in guter Ordnung hier Termine zu stellen. ein. Die Rheinbrüde und zahlreiche Häufer der Stadt trugen Be- 2. Auch wegen nichtpolitischer Straftaten ist des Reichs. Das ist begreiflich. Die wertvollste Errungenschaft grüßungsinschriften und Blumenschmud. Auf allen Straßen find ein Reichsgesetz über Gewährung von Straffreiheit zu des Deutsch- Franzöfifchen Krieges von 70/71 war die GründungFlaggen gehikt. Den Heimkehrenden wird ein herzliches Will erwarten. Schon jetzt werden die Strafvollitredungsbehörden des Reichs. Damit hörte die politische und wirtschaftliche Kräh kommen von der Bürgerschaft bereitet. Dank den getroffenen Maß angewiesen, die Vollstreckung von Strafen, die nicht regeln vollzieht sich der gewaltige Verkehr. der meist um die innere schwerer sind als drei Monate Gefängnis nicht Stadt herumgeleitet wird, ohne Störung. Nur der Betrieb der elck- mehreinzuleiten und bereits angetretene Strafen von trischen Borortbahnen über die Rheinbrücke ist seitweilig eingestellt. nicht mehr als drei Monaten alsbald zu unterbrechen. Berlin, den 23. November 1918. Die Franzosen in Budapest. Der Justizminister: Dr. Spahn. Budapest, 23. November.( Hollandsch Nieuwsbureau.) Beute trafen die Berbindungsoffiziere der franzöfifchen Die Arbeitervertretung auf der FriedensDivision, welche Budapest befeben soll, hier ein. Morgen werden französische Truppen bier erwartet. fonferenz. Nach anderer Meldung fommen drei Divisionen für Paris, 23. November.( Havas.) Ministerpräsident Clemenceau Budapest in Betracht. Jebe Division besteht aus acht bis neun hat einer sozialistischen Aberdnung, die ihn aufsuchte, um ihn au taufenb Mann. Eie umfaffen außer dem Stabe je drei Infanterie bitten, die Bertretung der Arbeiterklasse auf der Friedensvegementer, groei Detachements Artillerie, eine Estabron Stavallerie fonferenz zu sichern und die Ermächtigung zu einem und eine Stompagnie technischer Truppen. Von der italienischen internationalen Kongreg zu erteilen, geantwortet, daß Front werden je eine italienische und eine englische Division in diese Fragen den Ministerrat und ben alliierten Regierungen unter Ingarn eintreffen. breitet werden würden. winkelei in den deutschen Landen auf. Die Bahn wurde frei wenn wir politisch nicht Schritt hielten, so deshalb, weil in erster für einen wirtschaftlichen Aufstieg, der geradezu beispiellos war. Wenn wir politisch nicht Schritt hielten, so deshalb, weil in erster Linie das Bürgertum berfagte. So bildete sich eine Herrenkaste heraus, die das Reich in den Abgrund führte. Nun heißt es retten, was zu retten ist, nicht aber davonzulaufen in der irrigen Annahme, daß damit irgend etwas gewonnen werden könnte. Es wäre geradezu unerträglich, daß Deutschland sich nach nahezu 50jährigem Bestande in fleine Staaten auflöst, während alle übrigen Völker der Welt die letzte Kraft aufbieten, um alle ihre Volksgenossen einheitlich zusammenzuführen. Und warum schließlich die Trennung? Weil die neue Negierung, die eine fürchterliche Erbschaft bat antreten müssen, in zwei Wochen nicht hat schaffen können, was vielfach von ihr verlangt wird? Weil die neue Regierung den Bolschewisten gegenüber die Mittel nicht anwendet, die von den Bolschewisten gegen sie zweifeillos in Anwendung gebracht werden föürden. Izeigt, daß sie in den nächsten Tagen von Schlettstadt aus unseren wie sie in Rußland angewandt worden sind? Truppen unmittelbar gefolgt find." Ferner wurde mitgeteilt, daß Das politische Kabinett setzt sich aus Sozialdemo- noch am 18. November gegenüber der 4. deutschen Armee Barlafraten zusammen, die selbstverständlich sofort vollkommene mentäre, die die Uebergabe von Waffen vereinbaren wollten, abVersammlung und Breßfreiheit eingeführt haben. Die sozial- gewiesen wurden. demokratische Regierung fann gegen die Bolschewisten nicht mit bolschemistischem Terror arbeiten, aber sie hat die Pflicht, das Bolk auf die ungeheuren Gefahren des Bolscherismus aufmerksam zu machen. Bolscherismus heißt Bertrümmerung des Reichs, Zerstörung unserer Industrie, Bernichtung unseres Sandels, Arbeitslosigkeit, Hunger und Elend in schlimmster Wer helfen will am Auf- und Neubau des Reichs, der stelle fich an die Seite der sozialistischen und republikanischen Regierung, die entschlossen ist zu tun, was menschenmöglich ist, um unserem Volfe wieder eine bessere Zukunft zu sichern. Weise. Wie von einem Teilnehmer berichtet wird, tagte vom 20. bis 22. November die Kommission sur ueberwachung der Durchführung der Waffenstillstandsbedingungen Waffenstillstandsbedingungen auf meriti mem Gebiete in Antwerpen unter dem Vorsis des engfchen Vizcadmirals Sir Moger Aches und unter Beteiligung eng lischer, amerikanischer, italienischer, franzöfifcher, belgischer und deutscher Vertreter. Sierbei wurde von deutscher Seite der Auffaffung des§ 28 des Waffenstillstandsvertrages dahin Ausbrud ces geben, daß fämtliche übernommenen Schiffe, Wer it ätten und alles Material von uns an Ort und Stelle ge laffen und von der Entente in Verwahrung genommen werde. Der englische Admiral fimmte diefer Auffaffung zu, betonte aber, daß die endgültige Entscheibung bei der Fries Keine Milderung der Waffenstillstandslasten senstonferens liegen türbe. Die Franzosen bestehen auf ihrem Schein- Der Papst als Mittler. undurchführbar sei, in den festgesetten Fristen eine Armee von über gängen über die Rheinübergänge zurückzuführen, erklärte Gefünftig nicht mehr entgegennehmen werb e. Die lebensmöglicher Verhältnisse für alle Teile der europäischen Wölfer= tag bes Januars 1919 feftgefeßt. Das Berbeiführen der endgültigen Bereinigung aller durch das polnische Bolk bewohnten Länder oder solcher, die freien Anschluß an Polen fuchen wollen, beivad ten wir als eine der hauptsächlichsten Aufgaben. Die gesetzlichen Bes schränkungen gewisser Teile der Bevölkerung, die von unseren Unterdrückern ererbt sind, werden wir rücksichtslos tilgen und Streitigkeiten auf nationalem und fonfessionellem Gebiet zu vermeiden suchen. Die Einleitung und Aufrechterhaltung freundlicher Beziehungen zu allen Staaten wir erstrebt werden. Unsere Bertreter sind zu den Ententemächten entfandt worden, denen die Polnische Republif vor allem ihre Wiedergeburt verdankt und auf deren Unterstübung Bolen bei der endgültigen Festlegung der Grenzen rechnet. Für den Grenzschutz wird durch Bildung des Heeres gesorgt. Das Verhältnis zu den Nachbarn soll sich nicht auf Macht und Annegionismus ftügen, sondern auf die Erkenntnis der beiderseitigen Intereffen und auf friedliche Lösung der Streitfragen. Vorübergebende Grenzstreitigkeiten sollen nicht zu erbitterten Nationalkämpfen führen. Bolens, Litauens, Weiß- Rußlands, der Ukraine, f Wir hoffen zuversichtlich, daß die Demokratien des Tschecho- Glomatischen Staates, Ungarns und freien und gleichberechtigten Völker ermöglichen werden. Deutschlands ein friebliches 8usammenleben der versicherungen gegen Arbeitslosigkeit, Krankheit und Alter vorDaß die Befürworter eines Gewaltfriedens gegen Deutschland auch in England zurzeit die entscheidende Macht haben, ist nach einer Aus Spaa wird vom Donnerstag gemeldet: In der heutigen mittelt wird, die Bedeutung des Rücktritts Lord Robert Cecils. Londoner Meldung, die dem Berl. Tagebl" aus dem Saag über Plenarsigung der Waffenstillandskommission teilte General Nu= dant mit, daß Marschall och die in dem Schreiben der deutschen Nach dieser Meldung ist keineswegs die Abneigung gegen Lloyd Wir werden den Verständigungsweg betreten. Waffenstillstandskommission erbetenen Milderungen der Waf- Georges Wahlforderung. Kirche und Staat in Wales zu trennen, die fenstillstandsbedingungen insbesondere also eine Verlänge Ursache des Rücktritts des Blockadeministers und ersten Helfers Innerpolitisch erachtet die Regierung für dringend, Entwürfe rung der Näumungsfristen abgelehnt habe, und Balfours im Auswärtigen Amt. Vielmehr soll Cecil die Verge für die Konstituante auszuarbeiten, die die zwangsmäßige zwar ohne irgendwelche Begründung für diese Ab- waltigung nicht mitmachen wollen, die Deutschland Enteignung des Großgrundbesives und Verteilung des lehnung zu geben. Als darauf nochmals an der Hand der Karte von den englischen Imperialisten zugedacht ist und als deren Vor- Bodens an das atbeitende Volt betreffen. Ferner find und unter Angabe von Zahlen ausgeführt wurde, daß es technisch bereitung die Umstände angesehen werden, unter denen sich die Aus- Anträge auf Verstaatlichung der Bergwerke, Salinen, der 3 Millionen Mann in Ordnung bei den schlechten Straßenüber. führung der Waffenstillstandsbedingungen vollzieht. Lord Cecil war, dustriezweige, die sich hierfür eignen, ausgearbeitet. Ferner Naphthagruben, aller Verkehrsmittel und anderer Inheißt es in der Hanger Meldung, einer der aufrichtigsten Freunde soll den Arbeitern in der Verwaltung in den nicht verstaatneral Nudant, daß er berartige Mitteilungen Wilsons; er sei gerade in letzter Zeit für Mäßigung und Sicherung lichten Industriebetrieben die Anteilnahme gesichert, ArbeiterschutSchwierigkeiten seien wohl bekannt, die Fristen feien aber un familie eingetreten und habe, wie sein ganzer Kreis, die militärische bereitet werden. Die Ginziehung berjenigen Vermögen, die wähabänderlich. Die Lage sei nun einmal so und nicht anders, Berschmetterung Deutschlands nie als Selbstzwed betrachtet, sondern rend des Krieges aus verbrecherischer Spetulation das sei unser schwacher Bunkt. Deutschland habe die Waffenstill- einen verständigen Wiederaufbau Europas gewollt. Es sei nur zu mit den notwendigsten Lebensmitteln entstanden so würde seine Lage nicht besser sein. General Winterfeldt verwahrscheinlich, daß Bord Cecil sich nicht mehr in der Lage füble, find, foll eingeleitet werden. Die sofortige Freiheit in religiöjen standsbedingungen angenommen, wenn es dies nicht getan hätte, las hierauf die bereits mitgeteilte Protest note. Auch in den die Abfichten seines Rabinetts zu deden, die sich in der durch die und völkischen Angelegenheiten, Wort, Brez und WerBeratungen der Sonderfommiffionen für Materialabgaben, Trans- Saltung der Breffe sichtbar werdenden Beeinflussung der Deffent fammlungsfreiheit sowie der achtstündige Arbeitstag werportwesen, Gefangenen usw. zeigen die Franzosen bas gleiche Bits lichkeit ausbrüden. Aus München teilt Wolffs Bureau mit: Auf die Bitte des Erz- wird organisiert. Es wird ferner an ausgedehnte öffentliche ArDen garantiert. bes Siegers, der rücksichtslos feine Macht außnütt. In der Protestnote, die General Winterfeldt berlas. hieß es: bifdhofs Faulhaber, der heilige Bater möge fich bei den EntenteTausende der tapferen Männer, die in Erfüllung ihrer Pflicht regierungen um die Aufhebung der Blodabe bemühen und werden vom Staate übernommen. Die Regierung verspricht eine beiten herangetreten werden. Domänen und Donationsgüter für ihr Vaterland gekämpft haben, werden infolge der ihnen auf- fich für die Einfuhr von Lebensmitteln nach Deutsch Vereinheitlichung der Nachtspflege auf dem gegezwungenen Gewaltmärsche als Opfer der Erschöpfung am Wege Ian 6 verwenden, ist nachstehende Antwort auf dem bäbstlichen famten Staatsgebiet durchzuführen. Die Regierung wird darauf liegenbleiben oder fura noch vor dem Erreichen der Heimat in Ge- Staatssekretariat eingelaufen: Seine Heiligkeit, weldje fich bereits binarbeiten, eine allgemeine fostenlose Staatsschule fangenschaft geraten. Es darf wohl die Frage aufgeworfen beim Bräfidenten der Vereinigten Staaten um die Milde einzuführen, die allen zugänglich sein wird. Alle Kunstschätze, werden, ob ein derartiges Ergebnis dem Sinn eines rung der Bedingungen des Waffenstillandes und für die Lebens- Archive usw., die fremde Mächte aus Polen entfernt haben, werden Waffenstillstandes entspricht, der doch den 8 wed mittelverforgung Deutschlands verwendet batte, hat auch jet von der Regierung zurücverlangt. Die Bevölkerung wird aufge haben sollte, die Einstellung der Feindseligkeiten herbeigu- sogleich bei dem amerikanischen und franzöfifden fordert, ohne Rücksicht auf Parteiinteressen sich dem Wohle der Geführen und Gpistopat sowie bei der englischen Regierung Schritte famtheit unterzuordnen, um ein unabhängiges Baterland und einen freien Arbeiterstand dem Bolf zu geben. einen Frieben der Bersöhnung und Gerechtigkeit anzubahnen, oder ob nicht vielmehr eine solche Erzwingung unmöglicher Bedin gungen eine nuklose Fortsetzung der Feindseligkeiten in besonders unerbittlicher und unmenschlicher Form darstellt." Zum Schluß erHärte die Brotestnote, es bleibe der deutschen Waffenstillstand3tommission nur übrig, noch einmal ausdrüflich au ecfläven, daß Deutschland auch weiterhin alles tun wird, bas in Menschenkräften steht, um das Waffenstillstandsablommen gewissenhaft zu erfüllen, bab her für die geordnete b pünktliche runa der getan. Amsterdam, 22. November. Ginem biefigen Blatte wird geArbeiter und Rüdwandererschu Dies Programm, das die Macht des polnischen Staates melbet, daß der amerikanische Lebensmittelkontrolleur Hoover am auf die breite Grundlage stellen will, die allein das Prole22, oder 23. b. M. in England erwartet wird. tariat geben fann, ist politisch höchst weitsichtig. Gelingt sein Weg, so wird Bolen im werdenden neuen Europa ein Faktor des Friedens, der die Entwicklung auch der Nachbarn Bolens auf das günstigste beeinflussen fann. Verständigung schließt gegenseitige Duldung und Förderung alles dessen ein, was erft die Breil commit. Das Programm der polnischen Volksregierung. in Meeft erständionng... " gmundje tongungen eine sewähr übernommen 3n der Grilärung der provifocischen Bolfsregierung der pol Die polnische Bresse unterstreicht, daß die Regierung ihre werben tann, und daß die Verantwortung für alle weiteren nischen Stepublik heißt es u. a.: Wir sind dem Bolf entnommen, Biele auf fonftitutionellem Wege erreichen will.„ Surjer Folgen, die schließlich Rückwirkung auf das ganze weftliche Europa haben die Gewalt von Arbeitern und Bauern überwiefen befom- Warisamati" bemängelt den Optimismus den Nachbarn haben werden, feierlich, und vor aller Welt abgelehnt wird." men, wollen eine Boltsregierung sein, die die Inter- gegenüber, denen polnisches Land erst zu entreißen ist. 23eiter wird jetzt ein Protest bekannt, den General effen der Millionen. Arbeiter verteidigt und Gazeta Warszawski",„ Gazeta Boranna"," Kurier Boranny" b. Winterfeldt in der Bollfizung am Donnerstag übergab; danach ihren Willen vollzieht. Wir sind eine provisorische Re- meisen besonders auf die Tendenz hin, die endgültige Formuind die Franzosen am 17. November abends verfrüht in gierung, die bis zur Berufung der konstituierenden Bersammlung lierung der Regierungsform dem Landtage zu überlassen. Slettstadt eingerüdt und haben dort Truppenteile, aum Woble des polnischen Velfes und Staates wirken will. Die Robotnik" begrüßt das Manifest im Namen der arbeitenden auch das Uebergabetommando, festgehalten und inter- tonstituierende Versammlung, die aus dem allgemeinen, gleichen, Klaffen, das der gute Aufnahme bei allen Arniert. Bemühungen um Freigabe blieben ohne Ergebnis. Daß diretten, geheimen Broportionalrecht aller Bürger und Bürgerinnen, beitern sicher fei. Die Beziehungen zu den Nachbarn die Franzosen an dieser Stelle nicht bestrebt waren, die Festsetzun- die das 21. Jahr beendet haben, hervorgehen soll, wird Anfang des sollen auf gegenseitiger Achtung und herzlicher Mitarbeit gen des Waffenstillstandes zu halten, haben sie auch dadurch ge- nächsten Jahres einberufen, der Wahltermin auf den legten Conn- fußen. Eine Vision. Von Else Fabian- Hosch. Sie war eine von vielen. Sie war eine von sehr vielen. Gie lehnte sich auf gegen neue Frauenrechte und pflichten; geboben worden und sie hat träftig geschrien." Das Jahr 1848 be mur Liebe und Lachen, Lust und Beichtsinn wollte sie. Da hatte sie eine Vision: " ordentlichen Steichtum der Startfatur gesehen. Für Deutschland aber ist die Entstehung einer wirklichen fünstlerischen Karifatur aufs engste mit der Revolution verknüpft. Wie Georg Germann in Teinem Buche über die deutsche Karikatur des 19. Jahrhunderts hervorhebt, ist das tolle Jahr das eigentliche Geburtsjahr ber deutschen Karikatur.„ Unter Kanonendonner ist sie aus der Taufe Seutet eine Glanzzeit unseres Bildwives; nie hat unsere Karikatur eine beweglere und reifere Zeit durchlebt, und fein anderes Jahr Gin grauer Herbsimorgen, wallende Nebel, welkendes Baub. ist für die geistige und fünstlerische Tätigkeit in dieser Hinsicht so befruchtend gewesen. Ein Bug kommt die Straße herauf,' ein Bug ohne Anfang, ohne In dieser Zeit entstanden die ersten deutschen Wisblätter. Ende. Taufenbe, Hunderttausende, Millionen, Milliarden Die Fliegenden Blätter" errangen sich damals ihren Plab auf Frauen, Frauen, Frauen, bergrämte, leidverzerrte Gestalten. Durch dem deutschen Familientisch, und in den Figuren des Barons Straßen, burch Städte, durch Länder, über die Meere kommen fie. Gisele und feines Hofmeisters Dr. Beisele, der Herren Bühlstumm in unfagbarem Leid. Tote führen sie mit sich, Jünglinge, huber und Sehlmayer, wurden die erften Triumphe einer allerleuchtenden Auges dahingegangen, um ihr Leben betrogen; Männer dinge noch zahmen politischen Satire gefeiert. Das Jahr 1848 von Weib und Kind genommen, Söhne dem Mutterherzen entriffen; ließ bann den ladderabatsch" entstehen; als„ Organ bon Bumm Blinde, Taube, Lahme, tvanke führen sie; Menschen, die zum Tier lern für Bummifer" wurde er herausgegeben und gestaltete sich so geworden; zarte Jugend, zur Sünde verführt, in Mord und Haß die Pilze schoffen damals die Bibblätter in Berlin hervor. Da gab recht zum Ausdruck der Revolutioneftimmung jener Tage. Wie gewachsen, fern der Sorge bes Waters, der Liebe der Mutter. es den„ Berliner Krafehler", die„ Tante Voz mit dem Besen", Frauen, Mütter, Ninder, gramgebeugte, leidberzerrte Gestalten, ein in der der wikige Glaßbrenner mit dem Spießbürgertum energifco endloser Bug. Vor dem Gerichtshof machen fie Salt, bor einen aufräumte. Weniger bedeutend waren Wikblätter wie„ Das Bergreisen Richter treten sie: Hier unsere Männer, unsere Bäter, liner Großmau!"," Der Teufel in Berlin"," Die ewige Lambe". unsere Söhne; gib uns den Mörder, den Berstümmler, ben Ver- Berliner Charivari" u. a. fünftlerisch am höchsten standen unter berber, wehe, webe dem Kriege, Rache, Rache!" all diesen Schöpfungen der Revolution ble Düsseldorfer MonatsDer greise Nichter beugt sein Antlitz vor unendlichem Leide; bekanntesten Düsseldorfer Meistern auch Senri Ritter und Adolf Hefte". Zu den Mitarbeitern dieses Blattes gehörten außer den Seherkraft kommt über ihn. Frauen, Mütter, Töchter, ein Recht Schröter, denen wir zwei populäre Tuben der Zeit verdanten. ift Guch geboren aus tiefem Jammer, ein neues, großes, heiliges Mitter erfand den„ Politischen Strutvelpeter", Schröter die Figur Recht; frei seid Ihr geworden, frei und gleich. In Eure reinen des Abgeordneten Piepmever, in dem die Laufbahn des aufgeHände ist die Rache an dem Mörder gelegt, an dem Verstümmler, blafenen Mitläufers geschildert wird. Wie prächtig schon die dem Verberber. Hütet Euer neues, großes, heiliges Recht! Und Interschrift mit dem Schnörkel voll aufgeblasenheit und Selbit blühende Felder fpcießen, wo letten Stampfes leptes Blut ver- überschäßung," so schildert ihn Georg Hermann, die Saltung, der gossen, friedliche Männer feiern an friedlichem Gerd, tein Waffen- riesige Mund, die Schleuse für Phrasen, die Furde von der Nase gellire ruft sie au grausigem Nampf. Liebe, Treue, Freiheit, berab, bas Beichen allet Beruferedner, die herrische Naie, felbit gellirr ruft sie zu graufigem Nampf. Liebe, Treue, Freiheit, bie ehrfurchtgebietende Glabe dieses Biepmeher, in deffen Stopf es Gleichheit, wo Menschenherzen schlagen. Frauen, Mütter, Töchter, Ihr habt ein neues, großes, heiliges Recht; hütet es für tommende Geschlechter!" Gin grauer Herbstmorgen; wallende Nebel, wellendes Baub, ein Gonnenstrahl durchbricht das Dunkel. Sie ward eine bon vielen. Sie ward eine von sehr vielen, eine Neue, eine Befreite! Auf zum Kampf für ewigen Frieden!. Revolution und Karikatur. Die Wirkung der Revolution auf die bildende unit hat sich fiets besonders in der Blüte eines Zweiges gezeigt, in der Karifahur. Das lebendige politische Interesse dieser Beiten, die Freiheit ber öffentlichen Meinung und des Ausdruds, begünstigen die Entfaltung des raschen Bildwißes, des fühnen zeichnerischen Gin falls. So hat schon die französische Revolution einen außer so wire wie in einem ramladen aussieht, dem Politit nur ein Geschäft ift, in das ihn sein Ehrgeiz treibt; ber stets die Kon junktur benukt und von ganz links nach ganz rechts schwentt, zum Schluß nach Berlin fährt, um dort Minister zu werden." Georg Kaisers" Brand" im Opernhaus. Die Uraufführung in den Rammerspielen" intereffierte start. Diese Dichtung lebt von der der Hamburger Shrif eines heißen Gehirns, von eisgefühlter Erotik. In orgiasti scher Nerventätigkeit werben Mann und Weib umeinander. Sie find feine Menschen mehr, sondern, das Weib insbesondere, nur noch Wirrfal und Giftafe. Das Ganze erwächst als ein Nachtstud voller Schaum, Traum, Gaufelei, aus dem molochistischen Furor des Pariser Opernhausbrandes. Gine fiebrige Sprache peitscht durch das Stüid: überberedsam im Beginn des ersten und in der zweiten Hälfte des dritten Attes. Ausgelassene Anetboten rahmen ein Bild der Leidenschaft ein. Die Dirne von Babylon und die seelenbafiefte Frau werden als verbrannte Leichen verwechselt, weil beide den Nontubinenring mit dem wüstgeschnittenen Stein tragen. Die bizarre organisatorische Prämiffe lautet: Die ganze Welt ist eine Bühne. Bu schwindelhoher Theatralit loht die Halluzination eines romantischen Jongleurs. Man spürt in dieser ernsthaften und tollen Gestaltung die fortreißende Triebkraft der Bretterbeherrscher, Dem Schluß fehlt die fünstlerische Durchbildung. Unter Erich Biegels Regie schälte sich der ursprüngliche Einn aus dem Luxuriösen rein und restlos heraus. Man terlegte sich, mas nabe genug lag, feineswegs auf grellen Schwindel und Aben teuerlichkeiten; auch das ruhelos Nasende befam noch Form und Grazie. Notizen. A. S. -leber Freiheitsbichtungen spricht Johannes Niemann am 1. Dezember, mittags 12 Uhr, im Meistersaal, Nöthener Str. 88. Auf dem Programm stehen Schöpfungen von Freiligrath, Herwegh, Büchner, Nietzsche, C. F. Meyer. Inmitten gelangt zum Vortrag ein Abschnitt aus Barbusses Feuer", diesem franzöfifchen Buch vom Kriege, das zum gewaltigsten Anfläger wurde und deshalb auch in Deutschland der Benfur verfiel. Goethebun d. Die am Sonntag im großen Saal Ser Böbow- Brauerei, Prenzlauer Allee, stattfindende Veranstaltung für Boltsunterhaltung findet um 7% Uhr abends statt. Nansen für den Völkerbund. In Kristiania hielt Fritjof Nansen einen Vortrag über Frieden und Völkerbund. Gr trat entschieden für einen Bund aller freien Völker ein, der zutünftige Kriege für immer unmöglich machen würde. Es gab ja in diesem tollen Jahr über gar vieles zu lachen, Ein Theaterrat für Deutschösterreich. In und so ist denn die Karikatur das echte Spiegelbild der ganzen Wien wurde die Bildung eines Theaterrates für Deutschösterreich Beit. Die Mannegiekerei und politische Unreife wird gegeikelt, beschlossen. Der Rat wird auf gewerkschaftlicher Basis organisiert die Verwirrung bei Fürften und Wolfsführern, die nicht wiffen, und foll in erster Linie für Sie wirtschaftlichen Intereffen fämtwas fie tun sollen und wie Wetterfahnen hin und her schwanken. licher Bühnenangestellten eintreten. Die Dichter werden verspottet, die glühende Freiheitslieder schrieNoch ein Demotrat"? Zu denjenigen, die sich der ben und deren Taten dann mit ihren Worten so seltsam ton- Deutschen demokratischen Partei" angeschlossen haben, gehört auch trastierten. Ein besonderer Riebling der Karifatur ist Lqla Montez, Prinz Friedrich Leopold von Preußen( Water), der sich damit auf die Tänzerin, die die Revolution in Bayern entfesselt. Durch den Boden der republikanischen Staatsform ftellt.( Zeitungsmeldung.) diese Glanzzeit der Raritatur ist das Jahr 48 überhaupt zu einer Blütezeit deutscher Kunst geworden, der auch mitten in aller Satire und Spötterei die dämonische Tragit nicht fehlt: Rethels Toten tang", die großartigste Leistung der deutschen Phantasie feit den Tagen Dürers und Grünewalds. Die neue Partei hat damit die recyte Weihe erhalten. Neuer französischer Nationalfeiertag. Der Abgeordnete Delaroche- Vornet bringt einen neuen Gefeßentivurf in Vorschlag: Der 11. November, als letzter Tag des Krieges, der die Menschheit befreit hat, soll als Nationalfeiertag anerkannt werden." Nr. 323 35. Jahrgang 1. Beilage des Vorwärts Entwurf eines Notgesetzes zur Sozialisierung. Sonntag, 24. November 1918 aus Anlaß der Demobilmachung entlassen find, haben den Nachweis ihrer Entlassung vom beere beizubringen. Im übrigen gelten auch für Berlin die von uns bereits beröffentlichten allgemeinen Grundfäße der Erwerbslosenfürsorge der Groß- Berliner Gemeinden. endlich die Spannung lösen. Sie erst nimmt denen, die aus Machtfigel, aus Revolutionsspielerei, aus Märtyrer- und Prophetentum, aus Klassenfampf- Doktrinarismus, den Bürgerfrieg verewigen wollen, den Wind aus den Segeln. Sie erst ebnet der Demokratie, der Freiheit, der Ordnung den Weg. Und wir brauchen das dringend! Die Hungersnot droht. Lebens- Einstellungen zum Sicherheitsdienst im Polizeipräsidium Von Prof. Dr. Robert Wilbrandt mittel von Amerifa und innerer Friede, Bolschewismus und werden wie die Leitung des Sicherheitsdienstes im Polizeipräsi 1. Die sämtlichen Produktionsmittel( alle Hungersnot samt Einmarsch der Feinde als Ordnungsstifter und dium bekannt macht nur noch nach schriftlicher Anmeldung mit fachlichen Bedingungen des Produzierens im weitesten Sinne, Reichszerfall: Man wähle! Und nur die radikale Erledigung Lebenslauf per Post im Polizei- Präsidium Zimmer 152 erledigt. von Nohstoffgewinnung und Verarbeitung bis einschließlich radikaler Wünsche und damit der Radikalen selbst ist Sicherung. Bei Einstellung erfolgt Benachrichtigung ebenfalls per Boft. Bei Transport und Verteilung, also z. B. Landgüter, Fabriken, BergDie vorgeschlagene Form: der heutigen Lage angepaßt, Nichteinstellung Burüdsendung der Papiere. toerfe, Schiffe, Eisenbahnen, Straßenbahnen, Warenhäuser, Berantwortungsgefühl zu weden berufen! Denjenigen, die jetzt Badeneinrichtungen) werden zu Nationaleigentum rücksichtslos Forderungen stellen, zum Bewußtsein bringend: erflärt.. der Ertrag muß bleiben! Ihr stellt ihn in Frage! Merft das am eigenen Leibe! Bringt die finnlos Feiernden, Debat 2. Bis zum Zusammentritt der Nationalversammlung, die das Nähere regelt, ergeht im Sinn eines Notgesetzes diese Verordnung, die den Prozeß sofort einzuleiten bestimmt ist. 3. Die Uebergabe in Nationaleigentum erfolgt, bei allen Objekten gleichmäßig, zu einem mit der Größe des Vermögens bis zur Hälfte steigenden Prozentsatz( durchschnittlich 3) unentgeltlich( Bermögensabgabe) in Land, Aftien und Geschäftsanteilen; bei Aktiengesellschaften wird ein entsprechender Teil der Dividende, bei anderen Unternehmungen ein entsprechender Anteil am Reinertrag ans Reich überwiesen, das daraus seine Schulden verzinst und abbezahlt, um dann dauernd einen entsprechenden Ertragsanteil für gemeinnügige Zwecke( Bildung, Erziehung, Fürsorge) zu beziehen. 4. Für den Ne it wird den beutigen Befizern zugefichert, daß eine Konfistation nicht bevorsteht, sondern eine allmähliche entgeltliche Ablösung derjenigen Vermögensbestandteile, die einen Produktionsmittelbesiz bedeuten. 000000000000000000 Der „ Vorwärts", das Zentralorgan der deutschen Sozialdemokratie, wird vom 1. Dezember ab den Abonnenten täglich zweimal ins Haus geliefert. Der monatliche Bezugspreis erhöht sich badurch auf 2,25 9. Verlag des„ Vorwärts". ( 3) 000000000 5. Diese Ablösung soll erfolgen durch eine Ablösungs. O rente, deren Höhe abzuſtufen ist je nach der Ertragssteigerung, tierenden, nur für sich immer mehr Verlangenden und immer die den Arbeitern und Angestellten im Einvernehmen mit den bisherigen Befizern gelingt; diese Ablösung soll zu steigender ( mit Höhe der Ablösungsrente um so schneller steigender) Beteiligung der im Betriebe Tätigen an seinem Ertrage führen, so daß dieser, soweit er nicht der Gesamtheit durch den Neichsanteil zufällt,& ulegt ausschließlich den Arbeiten. ben selber zugute kommt. Zur Erläuterung. weniger Leistenden wieder zur Vernunft! Ihr sollt die Genossen, die anteilsberechtigten Miteigner, jeder Einzelne, werden; doch nicht ohne Leiftung, nicht ohne Proportion zwischen Lohn und Leistung! Sonst seht Ihr den Euch zufallenden Ertrag sich in Nichts auflösen! Die Andreise der Engländer. Die Revolution hat auch im Engländerlager in Ruhleben umwälzend gewirkt. Als am 9. November die rote Flagge im Lager gehigt wurde und der sofort gebildete Soldatentat das Kommando übernahm, erschollen brausende Hurras. Der Soldaten. rat ordnete sofort an, daß im Lager wesentliche Erleichterungen in Straft treten. Allen Engländern, welche den Wunsch äußerten, wurde Erlaubnis zum Besuche Berlins und anderer Orte Deutschlands gegeben. In Berlin hatte sich in den letzten Tagen ein richtiges Informationsbureau im Café Bauer gebildet, wo alle Auskünfte an beurlaubte Engländer erteilt wurden. Freitag fuhr der erste Transportzug ab. Der 8ug berließ Ruhleben mit brausenden Hochrufen. Große Mengen Lebensmittel: Stafao. Nets, Mehl, Gemüse usw. wurden biesigen über. Wohlfahrtseinrichtungen unentgeltlich wiesen. Der Rest der Internierten folgt in stürze nach. Die Beim Verlassen des Lagers wird Baß- Stontrolle ist sehr ftreng. jedem Internierten mit dem Baß ein Brief in deutscher und englischer Sprache übergeben, in dem die entlassenen Engländer gebeten werden, dem deutschen Volte nicht nachzutragen, was feine Machthaber gesündigt haben, und ihren Landsleuten zu sagen, daß Deutschland bittere Not leidet und daß es richtig wäre, Deutschland sofort alles zu senden, was es braucht, um die gegen bärtig mo hochgehenden Wogen der Erregung au glätten; denn der error finde am meisten Nahrung, too am wenigsten zu essen sei, deshalb tönne man ihn am besten mit Nahrungsmitteln belämpfen. Einmalige Tenerungszulage für Beamte. Von einem Berliner Lehrer wird uns geschrieben: Durch die Den Unternehmern aber, die jest ibrerfeits Beitungen ging diefer Tage die Notiz, daß den Beamten neuerdings 6. Der Bejizer verwandelt sich so in den Be. beginnen, zu streifen( die Unternehmungen fommen nicht wieder eine sogenannte einmalige Teuerungszulage gewährt und bis späte triebsleiter; ihm ist derjenige Unterhalt, der seine in Gang, man ist veröngstigt), foll larbeit gegeben stens Weihnachten ausgezahlt werden soll. Bei dieser Gelegenheit Leistungsfähigkeit voll zur Entfaltung bringt ebenso wie die werden: So und so stest es, die Welt wird nicht wieder die fmüpften die Blätter allerhand Bemerkungen an die September entsprechend abzustufenden Gehälter und Löhne vorweg zu alte. Doch sollt Ihr sicher fe, daß man Euch nicht beraubt, aulage, wie sie getvirft und nicht gewirkt, mogu fie gereicht und nicht fichern, bevor der Gewinn gemäß 3. und 5. verteilt werden darf. sondern nur nimmt, was das Reich broucht, um seine enormen gereicht haben foll. Solchen Auslaffungen gegenüber sei hier fest7. Der Obereigentümer, das deutsche Boll, behält Berpflichtungen zu erfüllen. Alles Versprochene gilt. Die gestellt, daß die Septemberzulage heute, Ende November, noch lange nicht allen Empfangsberechtigten ausgezahlt worden ist. Ich selbst fich vor, durch die staatlichen und fommunalen Organe seiner wird geſchüßt. Der Ertrag wird nicht in Frage gestellt. Für über diese Bulage quittieren müssen. Was aus diesen Quittungen Kriegsanleihen find geheiligt durch Versprechen. Das Eigentum babe bereits mitte Oftober zum erstenmal und später noch einmal nun begründeten Gemeinwirtschaft diejenigen Maßnahmen treffen zu laffen, die zur Steigerung der ErGewinnmöglichkeit wird durch entsprechende Spannung von geworben ist und welchen gaveden fie bienen, weiß ich nicht. Ich träge nötig sind; die davon betroffenen Einzelnen werden voll Rohstoff- und Verkaufspreisen Sorge getragen; soweit nicht der weiß mur, daß ich die Zulage beute noch nicht habe. Und wie mit entschädigt und im Fall der Erwerbslosigkeit durch eine( mit angesammelte Bedarf ohnehin im freien Verfehr starke Nachebt es mdyveisbar vielen. Bevor man die neue Zulage in Andem unter 6. Gefagten übereinstimmenden) Erwerbslosenunter. frage, hohe Verfaufspreise und Gewinne, furz die schönste griff nimmt, sollte man bem steifbeinigen Amtsschimmel in den ftübung folange versorgt, bis ihre Verwendung in entsprechender tentabilität in Aussicht stellt. Produziert und gewinnt! An Schreibtuben des Magiftrate einen Fußtritt versehen, damit jeme Tätigkeit und zu angemessenem Entgelt das unnötig macht. der Arbeit der Arbeiter soll es nicht fehlen! Und so weit Ihr September, lage endlich gezahlt wird. selbst, als Betriebsleiter, Arbeitende seid, wird sich für Euch nichts Berliner Lebensmittel. ändern. Nur das Vermögenseinfommen wird allmählich, und Für die am 25. beginnende Fleischfartenperiode lönnen, die Durch diese Berordnung wird dem Reich 21 mit voller Entschädigung durch die Ablösungsrente, abgelöst. Ieisch farten in der Jam 23. bis 27, bei den zuständigen Obereigentümer die Möglichkeit eröffnet, ein- Banz wie bei der Bauer freining baseinonen det tuuttoman tonen gegenzugsgeme zugreifen, wo durch die beutige Befiber- herren aus der Unfreiheit der Bauern. Und langfam, nicht von umgetauscht werden. Auf eine Vollkarte werden wöchentlich teilung entweder die Produktion gehemmt ist beut auf morgen, nur festgelegt, nicht überſtürzt und gewaltsam, ( Land! Entvölkernder Großgrundbesitz! Spefulationsterrain- erfolgt diese Umwandlung in den Betriebsleiter: hr bleibt Begürtel um wachsende Städte, den Häuserbau hindernd! Un- fiber: nur ganz unmerklich wird der Uebergang fich vollziehen. benutte oder schlecht verwertete Ländereien, Ledland!) oder! Und das Bolk? Soweit es davon berührt wird: Arbeiter, in ökonomisch, technisch, bygienisch usw. rüd- Angestellte, die Mehrheit des Bolts jetzt fie werden das ständiger Weise erfolgt( Bäckerei Schlächterei! Vaterland wieder haben! Eigentum, das verlorene, in Konfeftion! Spielwaren! Tabafindustrie! usw. usw.-furz: neuer Form: als Gemeineigentum; am einzelnen Betrieb be. beraltete Produktionsmethoden in Handwerk und Hausindustriel fommen es die in ihm Tätigen, am Ganzen der ProduktionsMangel an Großbetrieb! Desgleichen auf dem Lande: Fehlende mittel das ganze Volt. Dann wird auch wieder empfunden Oberleitung, fehlende Verwertung der wissenschaftlichen Er werden! Schlaftrunken lassen wir unser Eigen in Fezen reißen. rungenschaften moderner Landwirtschaft! Fehlende Arbeits. Die Nation schläft. Erweckt sie durch Nationaleigentum! ersparnis in all der noch zu jehr zeriplitterten Bauernwirtschaft! Beraltete Betriebssystemel) oder aber die ganze privatwirtschaftliche Organisation bisbergewaltige und bei Gemeinwirtschaft zu vermeidende Rosten verursacht( Sandel! Reflame! Geschäftsreisende! Kurz: all die von der Absatznot zwungene Vergeudung von Milliarden! zu beseitigen mittelallmählich aufzubauender Be- so madyt der Magistrat Berlin belannt, fteht unmittelbar 8, 13, 28, 29, 34, 42, 102, 107, 115, 116, 125, 127, 172, 174, 204, darfsübersicht, gemäß der dann im Auftrag zentraler Organe bevor. Mit Flaggeln und Wimpeln sie zu begrüßen, wird allen 213, 218, 219, 226, 230 die Ausgabe von 5 Pfund Mohrrüben produziert wird, unter Vermeidung obgenannter überflüssiger Einwohnern tiefes Bedürfnis sein. Die Stadt Berlin hält es für und des zweiten bzw. dritten Pfundes 8wiebeln Zwischenkosten und ohne die Krisen infolge falsch gerichteter Aus- ihre Pflicht, die Ausschmüdung der Schulen, Kafernen, Bahnhöfe Die Abschnitte Ee und Jj der Berliner Bezugfarbe und die dehnung der Produktion!). Für alles das ist durch vor- and Durchzugsstraßen, soweit es in ihren Kräften steht, fünstlerisch Abschnitte 196 und 201 der Charlottenburger roten Nahrungsbereitende Ausschüsse sofort der Grund zu einheitlich zu gestalten. Darum Fahnen heraus!- Und alles, was mittelfarte werden mit dem 9. Dezember ungültig. Iegen. dem Stadtbilde feftliches Gepräge geben fann Teppiche, Fahnen, Blumen und Grün! Die Stadt Berlin beabsichtigt, neben den Reichs-, Bandes- und Stadtfarben möglichst viel roten Flaggen-, Wimpel und Bänderschmud zu verwenden. Die Einwohnerschaft wird gebeten, in gleicher Weise zu verfahren. Als Vorbild für die allmähliche Verwandlung der heutigen Unternehmerin die ersten Diener ihrer Werke, selbstverständlich mit absolut nötiger Freiheit der Initiative, ohne die feine filhrende Persönlichkeit das Ihre leistet, steht vor uns die Tat aweier Unternehmer: des Franzosen Godin, der nach den Ideen von Fourier und Confiderant seine Unternehmung in eine bis zum Kriege blühende Kommanditgesellschaft in der Hand der Arbeiter und Angestellten verwandelt hat( Familistère de Guise), und des Deutschen Ernst Abbe, der als Erster und Einziger durch das Musterstatut seiner Stiftung, des Beißwerks in Jena, sich selbst zum Betriebsleiter des bisher von ihm als Unternehmer geführten Werkes machte. Sein Musterstatut sinngemäß auf alle Unternehmungen Deutschlands zu übertragen, sollte die erste Handlung des Reichs als Obereigentümer sein. Im übrigen: Der Bauer, der Handwerker, der fleine Strämer, forveit sie nicht öfonomisch reformbedürftig, werden bon alledem nicht berührt, fie baben dazu zu wenig Vermögen, fie beziehen ihre Erträge als Betriebsleiter weiter. Zur Begründung. Bereits hat ein Ausschuß, mit Trägern erster Namen der Wissenschaft und der Praxis, die Frage der Sozialisierung zu Studieren begonnen. Seinen schleunigen Vorschlägen ist mit Spannung entgegenzusehen. Doch alle Spezialuntersuchung in Ehren die Lage drängt und verlangt ein Ganzes! Wird die Verstaatlichung der einen oder anderen Industrie, die man mit wissenschaftlichem Gewissen dafür empfehlen kann, die Krisis lösen? Die Revolution hat gefiegt. Sie gärt aber weiter. Denn das Proletariat will von seiner Macht nun Gebrauch machen. Jebt oder nie! Nur ganze Arbeit befriedigt und beruhigt. Erst eine grundlegende, den Sozialismus wirklich sichernde Soziali fierung oder Bergesellschaftung aller Produktionsmittel fann Groß- Berlin Die Heimkehr der Berliner Truppen, Aufstellung der Wählerlisten für die Wahlen der Nationalversammlung. Die Aufstellung der Wählerlisten für die Wahlen aur Nationalversammlung erfolgt in Berlin auf Grund einer Bersonenstandsaufnahme, die durch Eintragung aller wahlberechtigten Personen in Souslisten seitens der Hausbesitzer oder deren Stellvertreter bewirti werden soll. In diese Sauslisten sind alle in dem betreffenden Sause wohnhaften männlichen und weiblichen Bersonen einzutragen, welche im Jahre 1899 und früher geboren find, also auch die noch im Seeve befindlichen. Mit Rücksicht darauf, daß die Aufstellung der Wählerlisten in fürzester Reit und möglichst redyt vollständig geschehen unuk. wendet fich der Magiftrat an alle Bausbesiker, deren Stellvertreter und Eimpobner Berlins mit der dringenden Bitte, uns in schneller entgepenfommender Beise ihre Mithilfe bei der fehr umfangreichen Arbeit angebeiben zu laffen; die möglichst vollkommene Vorbereitung der Wahlen aur Nationalversammlung liegt im vaterländischen Interesse. Arbeitslosenunterstützung der Stadt Berlin. 250 Gramm, auf die Kinderfarte 125 Gramm dieser Nahrungsmittel ausgegeben. Bum Umtausch berechtigt find diejenigen, die fich bei ihrer Brotkommission zur Eintragung in die Liste gemelget baben oder nachträglich von der Abteilung für Fleischversorgung zum Umtausch zugelassen worden sind. Wer die Anmeldung ohne fein Verschulden verfäumt hat, fann den Umtausch ebenfalls in der Beit vom 25. bis 27. von 8 bis 1 Uhr im Buteau für Fleischber forgung, Neue Friedrichstr. 1, Bimmer 7, bewirken. In ben Bezirken der Brottommissionen Nr. 52, 76 bis 78, 85, 86, 89 bis 94, 105, 109 bis 112, 171, 176, 192, 193, 202, 203, 220 und 221 beginnt der Berkauf der Mohrrüben( fünf Pfund 8 wiebeln( 2 Pfund) am 24. In den Bezirken der Brotfommissionen Nr. 8, 8, 13, 23, 29, 84, 42, 44, 65, 66, 67, 68, 71, 80, 93, 94, 102, 107, 109, 112,115, 116, 127, 137, 139, 142, 143, 150, 152, 158, 166, 172, 174, 176, 180, 184, 185, 188, 193, 204, 213, 218, 219, 226, 230, 231, 236. 238, 240, 241 beginnt der Verfauf der Aepfel am 25. Mit dem gleichen Tage beginnt in den Brotfommissionen Nr. 137, 189, 142, 143, 150 152, 158, 166, 184, 185, 188, 231, 241 die Ausgabe des dritten Pfundes 8 miebeln und in den Brotkommissionen Nr. 6, schlechten Verkehrsverhältniffen auf der Eisenbahn will man dazu Schaffung einer deutschen Luftpoft. Bei Sen gegentvärtigen übergehen, einen Luftpoftdienst einzurichten, der Berlin mit allen größeren Städten verbinden soll. Es ist zunächst, wie wir hören, in Aussicht genommen, drei Binien festzulegen, die die Reichshaupt. stadt mit dem Süden, Often und Westen Deutschlands verbinden. Man wird zur Beförderung der Post die während des Krieges bewährten schweren Flugzeuge benutzen, die eine Nublast bis zu fechaia Zentnern zu befördern vermögen. Eine Mitgliederversammlung ber im B. t. 1. B. organisierten technischen Angestellten findet in Haverlands Festfälen am Don nerstag, den 25. November, abends 8 Uhr statt. Es foll Stellung genommen werden zu der brennend wichtigen Frage: Politische Neutralität oder Anschluß an die Revolution im Sinne eines ZuDie Entscheidung barf fammengebens mit der Arbeiterschaft. nicht mehr hinausgeschoben werden. ritergenossen, welche aus dem Felde kommen, werben ersucht, fich fofort wegen dringender Angelegenheiten bei dem Vorfibenden Guft. Dietrich, Klopstod str. 25, zu melden. Die nächste Generalversammlung findet am 29. November, abends 8 Uhr. bei Schulz, Am Königsgraben 2, statt. Arbeiter- Samariterbund, Nolonne Groß- Berlin. Alle SamaNeukölln. Lebensmittel. 800 Gramm Grieß werben auf die Abschnitte 70, 72 umb 73 im Laufe nächster Woche verteilt. 100 Gramm Graupen oder Grüße, 100 Gramm Roggenmehl und mitteilten, haben die Gemeinden Groß- Berlins eine neue Erwerbs. 22 und 23 für Jugendliche in den städtischen Verkaufsstellen. Wie wir im gewerkschaftlichen Teil unserer Freitag- Nummer 100 Gramm lose Suppen oder Suppenwürfel Abschnitte 21, losenfürsorge eingerichtet. Auch seitens der Stadt Berlin ist dies Der Verkauf von Marmelade wird. fortgefeßt. Vom Montag bis gescheben. Anträge auf Erwerbslosenunterstüßung werden in Mittwoch ist eine Nachanmeldung zum Bezuge von Winterborrat besonderen Geschäftsstellen entgegengenommen, die aus der Be- kartoffeln frei aus bei den zuständigen Brottom misfionen zu banntmachung an den Anschlagfäulen ersichtlich find. Für die Ent- lässig. Berücksichtigt werden nur solche Einwohner, die noch nicht gegennahme der Anträge ist es notwendig, daß der Antragsteller mit Winterborratfartoffeln versorgt sind. Die Vorratmenge be bereits vorher den städtischen Arbeitsnachweis, für den trägt pro Stopf 1% Bentner, der Preis für den Zentner 9,50 M. Fall, daß er organisiert ist, den Arbeitsnachweis feiner Gewert. Der Verkauf von 8 wiebeln wird fortgesetzt. chaft zmeda Arbeitsvermittlung aufgesucht hat, und dies Die Stüßen der Gesellschaft. Gintrittskarten zu der Beute burch Erlangung der Ginschreibe oder Kontrollkarte nachweisen nachmittag 3 Uhr stattfindenden Vorstellung im Bentraltheater, fann. Striegsteilnehmer, das heißt Heeresangehörige, die i Rommandantenstraße 57, sind mittags noch im Theater zu haben. Charlottenburg. Lebensmittel. Es gelangen zur Ausgabe| licher Neberteuerungsfoften bei dem Bau der Waldfiedelung, soweit| demokratischen Vereins sei hiermit besonders aufmerksam gemacht. außer Fleisch, Kartoffeln, Butter, Zucker: auf die Allgemeine die Kosten nicht durch Staat, Reich und Industrie gebedt werden Genosse Kazen ste in spricht über: 8 usammenbruch und Groß- Berliner Lebensmittelfarte mit Aufdrud Charlottenburg: fönnen. Stadtverordneter Hirsch fragt an, wieweit sich die Jn Aufbau". Der Saal ist geheizt. Die Revolution hat uns eine 100 Gramm Suppen( Abschnitt 72), 100 Gramm Weizengrieß( Ab- dustrie schon zu Zuschüssen bereiterklärt habe. Stadtverordnetenvor- Anzahl Mitglieder zugeführt, die wir zu überzeugten Anhängern fchnitt 73), 200 Gramm Marmelade( Abschnitt 74), je 1 Bfund steher Danneberg bemerkt hierzu, daß bei dem Industrieverein unserer Parteisache gewinnen wollen. Es werden zu diesem Zwede Zwiebeln auf Abschnitt 68, 76 und 78, 1 Pfund Aepfel( Ab- wenig Neigung zu solchen Beiträgen bestehe, weil die Waldsiedelung eine Anzahl von Vorträgen stattfinden, zu denen die Genoffen schnitt 77). Rote Nahrungsmittelfarte:% Bfund Räucherwaren nicht lediglich Arbeiterwohnzweden dienen soll. Genosse John be. Staßenstein, Dr. Conrad Schmidt, Genoffin Wally Jepler u. a. auf Abschnitt 201 sowie auf Abschnitt Ee und Ii der Berliner tont, feine Graftion babe nur unter der Vorausseßung der Wald bereits ihre Zusage gegeben haben. Gesinnungsfreunde willkommen. Bezugtarie. Abschnitt 194 behält seine Gültigkeit und ist vorzugefiedelung zugestimmt, daß ein erheblicher Teil der Wohnungen auch weise zu bedienen; auf letteren Abschnitt darf jedoch nur 4 Bfd. für Arbeiter geschaffen werde. Auch andere Redner bedauern den Teltow- Beeskow, Bezirk Alt- Glienide, Falkenberg. Außerabgegeben werden. Frische See oder Flußfische je 1 Pfund auf fozial engherzigen Standpunkt des Industrievereins. Die Kosten Klingenberg, Alt Glienice, Grünauer Str. 29. Tagesordnung: ordentliche Mitgliederversammlung heute nachmittag 4 Uhr bei Abschnitt 216 sowie auf Abschnitt Gg der Berliner Bezugfarte. dedung wird übernommen- Bum Bwvede der Entschädigung der Abschnitt 200 behält seine Gültigkeit und ist vorzugsweise au be Boltsfommiffare, au denen die Genossen Beder, Elias, John, Mirus, neuer Mitglieder. 8. Die gegenwärtige politische Lage. Referent 1. Bericht von der letzten Kreisgeneralversammlung. 2. Aufnahme dienen. 10 Pfund Weißkohl( Abschnitt 211). Groß- Berliner Beterhansel und Scheffel gehören, werden 25 000 m. bewilligt. Nährmittelzusablarte für Jugendliche mit Auforud CharlottenMaßnahmen für bie Einquartierung. Nachdem die städti Genoffe Kauffmann. 4. Mitteilungen des Arbeiter und Soldatenburg: 100 Gramm Weizenmehl Abschnitt 22). Charlottenburg. Neber die Sprechstunden der städtischen Be- schen Behörden Lichtenbergs während des Krieges für Militäramede tats. 5. Ergänzungswahlen zum Vorstand. 6. Vereinsangelegen. die Schulen Möllendorfstraße, Kronprinzenstraße, Abpodienstraße, beiten und Verschiedenes. ratungsstelle für Gefchlechtstrante finden sich im Angeigen Siegfriedstraße und Leopoldstraße zur Verfügung gestellt hatten, teil diefer Nummer nähere Angaben. find jekt wegen der bevorstehenden Ginquartierung infolge der Demobilisation seitens der städtischen Körperschaften weitgehende Maßnahmen getroffen worden. Für Ginquartierungs- und Lazarettawede sind neuerdings die Schulen Holteistraße, Wördenstraße, Marktstraße 12, 2 Turnhallen des Pestalozzi- Lhzeums in der PrinzAlbert- Straße und das Jahn- Realgymnasium in der Marktstraße bereitgestellt worden, so daß zurzeit etwa 337 Massenräume für militärische Zwede zur Verfügung stehen. Außerdem ist die Berliner Garnisonderwaltung mit 25 Lichtenberger Saalbefizern zweds Ueberlassung der Räume für gleiche Zwede in Verbindung getreten, so daß die Stadt das heimkehrende Kriegsheer in großzügiger Weise empfangen kann, Wilmersdorf: Lebensmittel. Der Verkauf von 1 Pfund Kindergerstenmehl für- Kinder im ersten und zweiten Lebensjahre und von Bubbingpulver für Kinder im 2. bis 6. Lebensjahre und von% Pfund Seringen oder frischen Fischen bato. ¼ Bfund Räuchertvaren wird fortgesetzt. Vom 25. November bis 1. Dezember 100 Gramm Weizengries, für Jugendliche 100 Gramm Weizen grieß und für alle 450 Gramm Marmelade, sofern die Waren in der gewünschten Weise eingehen. Es dürfen bödftens 7 Bfund Kartoffeln, ferner vom 29. November ab auf die Sonderkartoffel farte höchstens 8 Pfund Kartoffeln zur Weiterauffüllung der eisernen Ration entnommen werden. Weihnachtsgaben. Im Laufe des nächsten Monats erhalten Rinder im 7. Lebensjahre ¼ Pfund Tafelschokolade, im achten Lebensjahre 4 Bfund Schotolabenpulver, im 7. bis 14. Lebensjahre % Pfund Pfeffernüffe, auf Grund entsprechender Anmeldung und Bezugscheine, die durch die Brotfommiffionen vom 27. bis 30. No bember( 9-3 Uhr) ausgegeben werden. Geburts, Tauf-, Impfscheine find als Nachweis vorzulegen. Nachträgliche Aushändigung bon Scheinen erfolgt nicht. Notstandsarbeiten. Die Stadt hat eine Reihe bon Notstandsarbeiten in Aussicht genommen, die in möglichst turzer Zeit der Verwirklichung entgegengeführt werden dürften. An großen Bauten ist vorgesehen ein neues Dienstgebäude für das Reichsversicherungsamt, ferner ein Krankenhaus sowie eine Badeanstalt, außerdem werden die Fortführung der Untergrundbahn durch den Kurfürstendamm, eine Anlage des Breitenbachplates und verschiedene Straßenzüge geplant, für die der Flächenbauplan be reits vorliegt. Endlich soll brachliegendes Land, im Umfange von ettva 50 Morgen, rigolt und für die Bestellung mit Nußpflanzen borbereitet werden. Bei gleicher Gelegenheit werden auch Wirtschaftsgebäude herzustellen sein. Lichtenberg. Stadtverordnetenverfammlung. Genoffin Marta Schuster wurde als zweites Mitglied in die Kriegsunterstütungstommission gewählt. Einem Teil der Hilfearbeiter wurde eine Gr höhung der Teuerungszulagen nach den Berliner Säßen zugebilligt und die Einführung ber achtstündigen Arbeitszeit für die städtischen Arbeiter beschlossen. Der Magistrat beantragt die Uebernahme samt Rautabak! Papier- Fahrrad- Bereifung Jeder, der selbst Tabat gepflanzt hat, fann fich mit Leichtigkeit selbst seinen vorzüglichen Herstellen. Rautabak Z Durch Einsendung bon nur 2 D. fende ich ein Stark, Hildesheim, Steuerwalder Straße 84. Buchdruckerei, In einjähriger Benutzung, tausendfach bewährt. Leichter, geräuschlos. Gang, wie auf Vollgummi. Keine Reparaturen. Geringe Abnutzung. 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Recht zahlreiches Erscheinen wir erwartet. Gäste sind willkommen Briefkasten der Redaktion. liche Mannschaften für ungerecht. Sie müßten deshaib dagegen Beschwerde Frieben 111. Bir balten die Verweigerung des Uaubes für fam erbeben. G. F. 22. Die Frage bubon abbängig, wer für fchuldig erklärt wird. Ift ein Ehegatte allein für schuldig er Kreis Teltom. Die Arbeiter und Soldatenräte des Streises werben darauf aufmerksam gemacht, daß alle Verfügungen und Informationen, welche die Tätigkeit der Zentralftelle im Band. ratsamt betreffen, im Teltower Kreisblatt" veröffentlicht werden. In den letzten Tagen hat sich leider gezeigt, daß ein großer Teil der Arbeiter und Soldatenräte an diese Tatsache noch gar nicht gedacht hat und deshalb absolut nicht informiert ist. Es erscheint deshalb notwendig, daß fie die Kreisblätter vom 15. Nobember an noch nachträglich durchsehen. Das Streisblatt ist in flärt, fo fann der andere Ehegatte Schenfungen, die ihm während allen Gemeindeämtern zu haben und muß den Kontrollierenden des Brautstandes oder während der Ehe gemacht wurden, zurüdverlangen. auch zur Verfügung gestellt werden. lieger 100. 1. Der Sparawang der Rugenblichen wird in nächfter Eine Veröffentlichung der Verfügungen im Vorwärts" ist unmöglich.- Aleg Bagels Seil ficher aufgehoben werden. Beit Ein eventueller Antrag ist in Berlin an das Bormundshaftsamt der Stadt Berlin, Landsberger Strake, zu richten. Reinickendorf. Lebensmittel. Auf Abschnitt 23 der Bebens. 2. Die Staution wird Ihnen boransktlich zurügezahlt werden. 25 Mart mittelfarte für Jugendliche werden 100 Gramm Sago abgegeben. fchiebiit. 4 und 5. Sa. Untrag ist an die Unterstützung ommision Reichswerftigung, dazu die Gemeindeunterftigung, die in der Höhe unter Preis für 100 Gramm 24 Pf., Pfundpreis 1,20 m. oder Magistrat zu richten. 3. R. 1000. Nein. Treptow- Baumschulenweg. 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Richter, Berlin- Moabit. Balbitr. 33. Lungen leiden, Blutarmut, Nervenschwäche geheilt. 2. Herr Georg Heinrich, Baumschulenweg, Baum. schu enftr. 29 II. Lungenleiden geheilt. 3. Frau 6. Blödorn, Cöpenick. Aug. Bittoriaftr. 24. Herz. Leber und Nierenleiden wiederholt gebeffert. 4. Herr K. Gnete, Reftaur., Charlottenburg, Huttenstraße 12. Chronischer Mittelobrkatarrh geheilt. 5. Herr W. Bursche, Berlin- Adlershof, Helbigitr. 29. Bon Magengeschwüren u. Darmtatarrh geheilt.- 6. Frau Wt. Raffe, Berlin, Nollendorfitt. 40 I. Rheumatismus u. steife Schulter geheilt.- 7. Herr E. Ehrhardt, Gr.- Lichter. felde, Ringstr. 52a. Chronisches Hüftgelenkleiden wiederbolt erfolgreich behandelt. 8. Frau E. Ho. dorff, Berlin, Golbergerstr. 28/29. Nerven. u. Kuochen. hautentzündung vollständig gelähmt- geheilt. 9. Herr F. Nayda, Berlin, Brinzen- Alee 72/73. Bon Kopf und Kreuzschmerzen, trockener Bruftfell. entzündung nach Influenza gebeilt. 10. Frau Citernde 11. Herr E. Herzmann, Schöneberg, Feurigitr. 61. Fistel nach Blinddarmoperation geheilt. E. Ritter, Friedenau, Sponbolzitr. 56. Bon Knie gelenkleiden gebeilt. 12. Frau A. Rohrmoser, Berlin, Breslauerstr. 1. Altes fünfzehnjähriges Herzleiden geheilt. 13. Herr M. Außner, Meinidendorf- West, Antonienftr. 3. Stieferbereiterung geheilt. 14. Frau H. Hagel, Sachsenhausen b. Dranienburg i. M Unterl.- Blutungen und Nervenleiden geheilt. 15. Frau Ww. Fritichler, Berlin, Marienburgerstr. 48. Darmgeschwulst geheilt. 17. Herr Erich Bock, Berlin, Havelbergerirane 15. Bon Nieren. und Blafenleiben, Wasserind, t, allgemeiner großer Schwäche gebeilt. 18. Frau Restaur. Hering, Berlin, Schönhauser Allee 87. Bon Basedowicher Krankheit geheilt. 19. Herr A. Brose, Bln.- Tempelhof, Friedrich- Wilhelmstr. 14. Schweres Mückenmarkleiden mit Lähmung der Beine vollständig geheilt.- 20. Frau E. Vopp, Bin.- Lichtenberg, Gärtnerftt. 10. Bon chro. nischer Herzschwäche und Verstopfung geheilt. 21. Herr A. Schlabit, Berlin, Capriniftr. 24. Bon Gefichtslupus geheilt; vorber mit Radium erfolglos beband elt. 22. Herr A. Sellwig. Bln.- Borsigwalde, Ernststr. 25. Von Magengeschwulst, Verstopfung und Nervenfchwäche gebeilt.- 23. Herr Milchhändler Eckert, Berlin, Greijenbagenerstr. 26. Von gichtisch- rheumatischen Schmerzen in Bein und Fußgelenk gebeilt. Gastwirt C. Michaelis, Charlottenburg, Wallstr. 87. Bon chronischem Leberleiden und Gelbsucht geheilt. 25. Frau M. Knorr, Bln. Lichtenberg. Scharn. weberstr. 62. Bon Herzschwäche, Leberanschwellung und Magenkrebs gebeilt. 26. Soon Paul des Wei venstellers Herrn Wilhelm Saffner, Bin.- Westend, Beamtenhaus. Bon schwerem Beinleiden geheilt. Bein fullte abge 24. Herr 164 Briefliche Uriginal- Anerkennungen von uns geheilter Patienten stehen im Wartezimmer der Anstalt auf Wunsch zur Einsicht. Damen und Herren! 9-1.4-7 Getrennte Behandlungsräume für Sprech- und Behandlungszeit: Sonntag und Feiertag: 9-1. Die ärztliche Anstaltsleitung: Heilanstaltsbesitzer Professor P. 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Seltsam weich und schwerfällig bewegte sie sich, Grünspan lief im Zimmer herum, schrie und schlug mit wünsche! Der lacht und läßt mich seinen Misthaufen anSie reichte dem ebenfalls, und zur Abwechslung weinte sie vor Wut. Der gucken und sagt: das ist pures Gold, das ist ein Paradies. der Schwester herüber, bemerkte absichtlich die ihr von alte Landau saß am Tisch, mit einer großen Seidenmüze im Er wird es nicht billiger verkaufen als um vierzigtausend Großmann entgegengestreckte Hand nicht und ging ins andere Naden. Er hatte die Wachsleinwand des Tisches aufgerollt raich, sofort! Gott der Gerechte! Mela! Gib mir ein paar Rubel.. Daß dich.. daß dich die Best holt, aber und schrieb mit Kreide lange Ziffernreihen. Blaß und ermattet lag Großmann auf dem Sofa, hüllte sich melancholisch es mir nicht noch schlechter wird!" rief er ins andere die Großmutter beugte, die ewig im Fauteuil am Fenster Tropfen, Kind, mir ist sehr unwohl. Ich hab' Angst, daß Durch die offene Tür sah Moriß, wie sie ihr Gesicht über in Rauchwolken und blickte hin und wieder seine Frau es mir nicht noch schlechter wird!" rief er ins Zimmer. fab. Mit seinen Blicken verfolgte er ihre langsamen Be,, Um wen und um was handelt sich's denn eigentlich? wegungen und die edle Linie ihre Kopfes und fühlte, daß fragte Moritz leise. Er verstand nicht, was los war. ihm das Herz höher schlug, daß eine eigentümliche Erregung ,, Um Wilczet. Ein schlauer Junge... Für vier Morgen ihn überfiel. Er hörte nicht mehr auf die Klagen des Alten, noch auf das weinerliche Gejammer Reginas, die immer er vierzigtausend haben." ,, Und wert sind sie?" wiederholte, Großmann hätte sich vor dem Untersuchungsrichter schlecht verteidigt, er würde sie durch seine Dummheit noch zugrunde richten. ironiich an. Das ist ein Dieb, das ist der größte Lodzer Dieb! Der Schlag wird mich noch wegen ihm treffen... Er tötet mich!" schrie der Alte. 29 Wann bist denn du da rausgekommen?" Morig wandte fich zu Großmann. ,, Vor einer Stunde." ,, Na, wie war's denn? Sehr angenehm?" flüsterte Morig spöttisch. will 97 Wert sind sie heute fünfzig." ,, Die Pläge sind um dreißig Prozent geftiegen." ,, Eben, und man weiß nicht, wo das enden wird. Der Wirst dich davon selbst überzeugen können, das wird dir nicht erspart bleiben, nur mit dem Unterschied, daß du muß." für deine eigenen Sünden fitzen wirft und nicht für die Sünden des Schwiegervaters und der Frau, wie ich." Du, Albert, sei nicht dumm und red' nicht solche Sachen. Morig gehört zu uns, Moritz weiß, wie die Sachen stehen, aber wenn du so redst, dann fann er glauben, was man von uns in Lodz spricht, ist wahr." Wütend kam der Alte auf Großmann zu. 12 Was ich davon weiß, ist' ne andere Sache, jedenfalls bin ich zu euch hergekommen, wie zu den Meinigen, wie zu anständigen Leuten," sagte Moritz mit Nachdrud. Alte muß es aber kaufen, weil er doch die Fabrik vergrößern heiß? In ein paar Monaten wird er vielleicht das Doppelte Na, warum zögert er denn und macht euch die Hölle zahlen müssen.“ ,, Weil Vater ein kleiner Krämer ist, er tann seine Krambude in der Altstadt und das Handeln um jede Stopeke nicht vergessen," flüsterte verächtlich Großmann. Guten Tag, Mela!" Moriz sprang auf und ging auf 97 fie zu. " Guten Tag, Morig. Danke dir schön für die Blumen. Ich hab' mich sehr gefreut." Ein koftbarer Bausfchatz des Wiffens für alle Stände: Zinimer. ,, ẞst, pst... Still, Kinder, gerug! Alles wird wieder gut werden. Wir werden ein bissel verlieren, aber das ganze Geschäft bringt immerhin fünfundsiebzig Prozent. Ich mit dem Denunzianten einigen, wir fönnen uns da nicht einfahr gleich zu Großglück. mag er sich durch einrn seiner Leute mischen." dreißig Prozent nicht ,, Er muß sich dessen mächtig annehmen, wenn er für seine fünfe friegen will." ,, Natürlich, wenn es gut geht, dann friegt er doch fünfzehn, höchstens zwanzig," sagte Großmann zynisch, den Schwiegervater anblickend. Meyers Kleines Konverfations- Lexikon Siebente, neubearbeitete Auflage, durch einen Ergänzungsband bis 1914 erneuert. Mehr als 150 000 Artikel und Nachweise auf 6813 S. Tegt mit 6835 Abbildungen im Text und auf 680 Jllustrationstafeln( darunter 90 Farbendruck tafeln und 153 Karten und Pläne, fowie 133 felbständige Zegtbeilagen): 7 Bände in echtem Halbleder- Einband gebunden 192 m. 50 f. Bon mehr als hundert Fachgelehrten bearbeitet, ist der Seleine Meyer" ein zuverlässiges Nachschlagewerk des gesamten Wissens der Menschheit. Man schlage das Wert auf, um einer furzen Austunft willen, eines Namens, eines Begriffs, eines Fremdwortes, eines Greignisses, eines Datums, einer Biffer, einer Tatsache halber, wie sie sich beim Lesen, im Gespräch, beim Nachannen, Beschauen usw. so oft aufdrängen und im Gedächtnis oder Wissen eine Lücke füblen lassen; stets liefert es den begehrten Nachweis, furz, bestimmt und richtig. Es weiß für jedes Borfommnis eine Geflärung, auf jede Frage eine Antwort, auj jeden Zweifel einen Bescheid, in jedem Streit eine Entscheidung, für jeden Notfall einen Behelf. Lieferung zum Ladenpreise gegen monati. Zahlung von 10 M. bei sofortiger Zustellung des ganzen Werkes. N. Wolbrück n. Co., Buchhandlung, Berlin, Oranienburger Straße 59. Poftschedkonto 30517. Forti. folgt.) aus dem ( In Briefumschlag Bestellschein„ Borwärts" für 5 Pf.) Der Unterzeichnete bestellt bei der Buchhandlung N. Wollbrück u. 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Mit Wehmut gedenke ich der vielen rvackeren Männer, die mit Begeisterung hinauszogen und ihr höchstes Gut, das eigene Leben, für das Baterland einsetzten, die ebensowohl unter der Sonne des Südens, wie im Eise des Nordens, im unwegsamen Gebirge, wie in Schlamm und Sümpfen allen Gefahren trotzten. Sie haben sich um ihr Bakerland unvergängliche Berdienste erworben. Sanft mögen sie ruhen im fremden Boden, als schliefen sie in der heimatlichen Erde. Und ebenso, wie sie ihre Pflichten gegen das Bakerland getreulich erfüllten, standen sie auch treu zu meinem Hause. Mit goldenen Lettern werden ihre Namen auf der Ehrentafel meines Hauses prangen und der Nachwelt von dem, was sie bedeuteten, Kunde geben. Der gefallenen Helden werde ich stets in Dankbarkeit und in Ehren gedenken. Berlin, am Totensonntag lylS. Rudolph Hertzog Breite Straße. Ts starben für das Bakerland: Ernst Ansorg, Richard Ankelmann, Emil Arndt, Willy Backs, Hugo Bahr, Fritz Bauch, Johannes Berger, Hans Bergmann, Otto Blei, Wilhelm Blesfin, Friedrich Blessing, Emil Blödorn, Max Böhm, Ludwig Böker, Georg Böning, Paul Böttcher, Ernst Bork, Fritz Braun, Georg Braunert, Max Brockob, Max Broeske, Stanislaus Bryjak, Walter Dettmann, Paul Dietrich, Paul Domke, Otto Edelmann, Fritz Eggers, Hermann Eichten. jp.au� Eifnt V. ÄL«mmonch, L'.'-dimo MZ» Fritz.Fseschack� Ernst Findeis, Ernst Frank, Paul Franzke, Frieda Friedrichs, Gustav Fritsche, Karl Gaebel, Willi Gollln, Max Grawe, Ernst Hähnel, Aichard Hartwig, Gustav Häschke, Otto Hansche, Otto Haseloff, Wilhelm Hattendorf, Hermann Heese, Friedrich Heidemann, Egon Heintze, Louis Heise, Paul Hennig, Hermann Henschke, Heinrich Hercher, Richard Hergesell, Eugen Herrfurth, Georg Herwig, Emil Hiller, Georg Hilmers, Heinrich Himmelfiotz, Johann Hinz, Johannes Hoffmann, Paul Hoffmann, Paul Hubrig, Robert Hübner, Richard Jochmann, August Ioschko, Richard Irmer, Georg Karsch, Otto Kempke, Max Kissel, Paul Klammer, Willy Kleindienst, Richard Klopprogge, Willy Kluth, Paul Kniepcke, Arthur Koenig, Johannes Koeppe, Oswald Kochinke, Karl Krämer, Gustav Krause, Friedrich Krisch, Otto Krybus, Gerhard Kühl, Friedrich Leim, Richard Liebrenz, Richard Liebe, Ernst Lingnau, Paul Loppe, Ernst Lucas, Paul Mahn, Paul Matzke, Rudolph Meyer, Otto Müller, Waldemar Müller, Ewald Ricke, Johannes Otto, Paul Pahnke, Ferdinand Pauls, Gustav Peiszau, Friedrich Peter, Heinrich Pfroepffer, Willy Preißel, Theodor Preiser, Otto Prochnow, Fritz Raeschke, Georg Rathnow, Josef Rieger, Walther Riese, Hermann Riethmüller, Adolf Roeseler, Franz Rosenthal, Cur! Roth, Kurt Walker Roth, Wilhelm Rummel, Johann Rümpel, Otto Rusch, Felix Schaumburg, Willi Schiller, Wilhelm Schlief, Paul Schmidt, Gustav Schnarr, Heinrich Schönefeld, Otto Schönwald, Gustav Schoppmeyer, Gottlieb Schubert Wilhelm Schubert, Waldemar Schulz, Otto Schulze, Georg Schwarz, Rudolph Sichardt, Walker Siewert, Willy Sonnenburg, Reinhard Soor, Rudolf v. Stockhausen, Eduard Storch, Albert Strahl, Wilhelm Stumpe, Otto Tell, Fritz Teske, Julius Thiede, Willi Tietze, Franz Tornow, Andreas Urban, Hugo Bogel, Kurt Wagner» Otto Weidner, Adolf Weihe, Franz Wendland, Richard Winterfeld, Albert Wittig, Wilhelm Wolter, Emil Worm, Eduard Wuttig, Otto Wuttig, Joseph Zimmermann. Bermitzt: Paul Ecklebe, Arthur Einhorn, Paul Quade. STI Sr. 323 35. Jahrgang Theater der Woche. 3. Beilage des Vorwärts " COWAR Sonntag, 24. November 1918 Trianon: Der gute Ruf". Theater des Westens: Lustige Witwe". Sprechen Sie auf Ihrem Polizeirevier bor. Be Ka Be. Wir raten, sich Bustspielhaus:„ Spanische Fliege". Rollendorf: Drei alte Schachteln". jest erneut an die Regierung in Schleswig, ebtl. an den dortigen Arbeiter29. Eva". Bentral: Rose von Stambul". Thalia: Unter der und Soldatenrat zu wenden. St. 35. Ja. E. R. 19. Sie haben Anblühenden Linde". Komische Oper:„ Schwarzwaldmädel". Metropol: spruch auf Zahlung des Lohnes. Faschingfee". J. D. Sie sind zahlungspflichtig. Einen Nenes Operettenhaus: Glocken von Corneville". Balaft- Theater am 800:„ Mikado". Anspruch auf besondere Verpflegung hat Ihr Vater nicht. Tegel 6779a. Friedrich- Wilhelmst.:„ Hannert". Theater in der Friedrichstraße:„ Drei tolle Tage". Arbeiter und Soldatenrat, Herrenhaus. Rheinsberg 308 B. Reichsmarineamt, Königin- Augusta- Str. 38/42. R. S. 100. Wenden Sie sich an den Transportarbeiterverband, Michaelkirchplatz 1. Wilhelm 41. 1. An den Erfahtruppenteil. 2. U. E. nicht. R. G. 100. Wir verweisen auf die Notiz in der Morgenausgabe des Vorwärts" vom 20. November ,, Soziale Amnestie". M. D. 91. 1. An das Amtsgericht, das für den Wohnsitz zuständig ist. 2. Etwa 3 Mr. A. D. 99. Ja. Neue Bestim mungen sind noch nicht erlassen. H. St. 56. Ja. C. S. 46. Eine gesepliche Verpflichtung zur Wiedereinstellung besteht für die Firma nicht. Wenden Sie sich an Ihre gewerkschaftliche Organisation. Sveifel. Ein Es kommt also die gesetzliche Erbfolge zur Anwendung. rechtsgültiges Testament liegt nicht vor. Gine Bersammlung technischer Angestellter findet vergleiche Anzeigenteil dieser Nummer Montag abend 8 Uhr im Kaisersaal des Rheingold" statt. Jugendveranstaltungen. Wolfsbühne: 24., 27., 30. irschgarten". 25., 26., 29., 30., 1. Bilhelm Tell". 28. Maß für Maß". 2. Komödie der Liebe". Opernhaus: 24. Tiefland" 25." Carmen". 26. Maskenball". 27. Meistersinger". 23. Fidelio" 29. Sinfonie- Konzert. 30. Barbier von Sevilla". I.„ Troubadour". 2.„ Tannhäuser". Schauspielhaus: 24., 27., 1. Judasglocke". 25. Peer Gynt". 26. Journalisten". 28.„ Egmont". 29. Heimat". 30. Judith". 2. Flachsmann". Deutsches Opernhaus: 24., 25., 26. " Parsifal". 27. Sugenotten". 28. Postillon von Lonjumeau". 29. Mignon". 30. Carinen". 1. Troubadour". 2.„ Bar und Zimmermann". Deutsches: 24., 2. Fauft I". 25., 26., 28., 30., 1. Saufmann von Venedig". 27. Don Carlos". 29. Bebende Leichnam". Kammerspiele: 24., 26., 28., 29., 1. ,, Sohn". 25., 2.„ Scheiterhaufen". 27., 30. Rosmersholm". Leffing: Der Schöpfer". 26. Marquis v. Steith". 2." Beer Gynt". Kleines Schauspielhaus: 24., 27., 30., 2. Frühlings Erwachen" 25. Geschlossen. 26., 28., 29., 1. Der Brand im Opernhaus". Königgräber: 24., 1. Erdgeist". 25., 28. Hauch i. All". 26., 2. Rosmersholm. 27. Fünf Frankfurter". 29. Staßensteg". Kleines: Adam, Eva und die Schlange". 28., 30., 2. Hans im Schnatenloch". Schiller Charl.: 24., 25., 27., 30., 2.„ Hamlet". 26.„ Das Konzert". 28.„ Der siebente Tag". 29. Boltsfeind". 1. Pfarrer von Kirchfeld". Urania: 24., 1. ,, Werden und Vergehen im Weltenraum". 25. Uvagromie". 26., 28., 30. Heimat liebe und Heimatland". 27.„ Weltgewissen und Baterland". 29, Stautafus und seine Völker". E. W. und R. E. 28. Die Grundsäße für die Demobilisierung finden Täglich: Berliner: Sterne, die wieder leuchten". Künstler: Sie im Morgenblatt der Nr. 320 des Vorwärts". Ob und inwieweit eine Nachtbeleuchtung". Residenz: Dyderpotts Crben". 25. Lilli Grün".| Dienstpflicht noch bestehen bleibt, unterliegt fünftiger Gesetzgebung. Komödienhaus: Tanzende Nymphe". Wallner:„ Graf Habenichts".| W. 8. und O.. 50. Ja, sofern Bedürftigkeit angenommen wird. Unionstr. 3. Abt.: Gesundbrunnen: Georgi, Schwedenstr. 2. Abt. PrenzBerein Arbeiter- Jugend Groß- Berlin". Abt.: Moabit: Lokal Stebiler, Abt. Süden: im Jugendheim. Abt. Bankow: Sütte, Breitestr. 16. A lauer Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Eichhorn, Danziger Str. 93. Weißensee: Charlottenburger Str. 3. Abt. Neukölln: Berliner Str. 86/87 ( Kriegsnotstandsküche). Abt. Cöpenid: Schönderlinder Str. 5( Jugendheim). Briefkasten der Redaktion. 1. Januar zur Lösung kommt, so sind Sie auch verpflichtet, das Land zu 3. S. 73. Nein. F. V. 23. Lassen Sie Pfändung vornehmen durch den Gerichtsvollzieher. C. R. 94. Da der Pachtvertrag zum räumen und wenn der nachfolgende Besitzer die Bäume von Ihnen nicht laufen mill, so find Sie auch zur Entfernung der Bäume verpflichtet. B. C. 15. 1. und 2. Es wird nur vom siebenten Monat an/ Liter Milch täglich und eine Brotzusagfarte gewährt. 8. Sie haben feinen Anspruch auf Verstümmelungszulage. 4. Stapitalabfindung erfolgt nur beim Erwerb eines ländlichen Grundstückes. 5. Wenden Sie sich an die Reichsbekleidungsstelle Berlin, Kommandantenſtr. 88. 3. 39. müssen bei der Steuerbehörde Den Antrag auj Aus ber Steuerzahlung zwischen beiden Gemeinden stellen. Sie gleich WEIHNACHTS- BÜCHER Die Rektorsbuben 12 Erzählungen aus der Lateinerzeit Von Karl Kohl Mit 12 Abbildungen von Prof. Ant. Hoffmann Preis geb. M. 2,65 inkl. Sortimenterzuschl. Die ie 12 Erzählungen sind im Schützengraben geboren. Sie sind Kinder des Krieges, und zwar derbe, grobknöchige Kinder. Im Schützengraben in den Vogesen lag der Verfasser und dachte der Heimat. Wenn man die anspruchslosen Geschichten liest, die von den bösen Streichen der Pennäler gegen Professorenzopf, von Jngendeseleien und Jugendtrotz erzählen, wird man inne, daß in Kohl uns ein Humorist mit fröhlicher Lust entstanden ist Absolvia 12 Pennäler- Geschichten Von Karl Kohl Mit 12 Abbildungen von Prof. Ant. Hoffmann Preis geb. M. 2.65 inkl. Sortimenteraufschl. Ein in Urteil der Presse: Ein Herr in Amt und Würden, Rechtsanwalt und Landtagsabgeordneter, hat die Muse im Schützengraben dazu benützt, Lausbübereien aus seiner Gymnasiastenzeit zu erzählen, die er und sein Bruder als Söhne des gestrengen Rektors verbrochen haben. Das geschieht mit so viel Humor und solcher Originalität des Stils, daß man sich freuen kann, wenn man diesen neuen Rivalen Ludwig Thomas kennen lernt. Ehre, Freiheit, Vaterland! 12 Geschichten aus der Studentenzeit Von Karl Kohl Mit 13 Abbildungen von Prof. Ant. Hoffmann 2 Bände geb. à M. 2.65 inkl. Sortim.- Aufschl. Der er Verfasser schreibt im Vorwort: Zum drittenmal, lieber Leser, komme ich zu Dir. Den Lateinschüler( Die Rektorsbuben") und den Gymnasiasten( Absolvia) kennst Du; hier ist der Student. Erwarte ja keinen gebügelten und gestriegelten Stutzer, keinen Pandektenfresser und keine Hörsaalwanze, sondern ein einfaches Rauhbein von Anno dazumal.. Auch dieses Büchlein entstand größtenteils im Schützengraben , Wer derbe Hausmannskost verträgt, mag mitiöffeln." Musikalisch- historisches lustiges Anekdoten- Büchlein aus der Zeit von Bach und Händel bis Richard Wagner, Dr. Richard Strauß und Caruso Origi Gesammelt und herausgegeben von Josef Seiling sen. Preis 3 Bändchen à M. 1.75 inkl. Sortimenteraufschlag riginell ausgestattet mit achtzehn allerliebsten SilhouettonIllustrationen von L. Bechstein. Es bringt kleine humoristische, aber auch ernstere Züge aus dem Leben berühmter Musiker von Bach und Händel an bis zu den Gegenwartsgrößen, darunter Beiträge von Ernst von Possart, Karl Ettlinger, Moritz Rosental, Leo Slecak. Dr. Kienzl u. v. a. m. Das Lieblingsbuch der deutschen Frauenwelt: Marie Gabrielle Kronprinzessin von Bayern Ein Lebensbild von Dr. E. Huber Mit 150 Bildern und 2 Faksimilen Das Zwanzigstes Tausend Preis gebunden M. 5.30 inkl. Sortimenteraufschlag as Buch behandelt das Leben der Prinzessin von ihrer Geburt bis zu ihrem tragischen Tode, Es ist wohl kaum eine Episode im Leben der Prinzessin enthalten, die hier nicht in feinsinniger Weise zur Darstellung kommt. Die Eroberung von Mexiko durch Ferdinand Cortez 1519-1921 Zum 400sten Jahrestag nach geschichtlichen Quellen in Wort und Bild gsschildert von K. Professor u. Maler Anton Hoffmann, München Ein Prachtwerk mit 176 Textbildern, 2Karten, 4 farbigen Bildern und farbigem Einband Preis gebd. M. 8,80 inkl. Sortimenteraufschl. Die Eroberung von Mexiko durch Ferdinand Cortez, die sich 1919 zum 400 sten male jährt, jene abenteuerliche geschichtliche Episode, deren Verlauf uns bis heute meist nur aus den Nachdrucken der Rapporte des Eroberers an Kaiser Karl V. und der Denkwürdigkeiten seines Mitkämpfers Diaz bekannt ist, schildert in Bild und Wort der Münchner Künstler Anton HoffDie sich gestellte Aufgabe hat der Verfasser glänzend gelöst. Die Fülle packender Kampfszenen und prunkender Kulturbilder hat der Künstler zu einem farbenprächtigen Gemälde vereinigt and diesem in flüssigem Stile einen temperamentvollen Text beigegeben. mann. Eine prachtvolle Weihnachtsgabe für die reifere Jugend! Bayrisches Komödiebüchl Gegen böse Stunden und die lange Weil geschrieben von Georg Queri Mit vielen Bildern von Paul Neu Preis gebunden in farbigem Einband M. 2,65 inkl. Sortimenteraufschlag. 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Nadm. 3 Uhr: 1001 Nacht. 3 Uhr keine Vorstellung. 7%, Uhr: Der Kirschgarten. 7, or: August der Starke. Theater für Sonntag, 24. November. Lustspielhaus Central- Theater 7 Die Rose von Stambul. 7, Uhr: Nora. Uhr: Deutsches Opernhaus 6 Uhr: Parsifal. Friedrich Wilhelmst. Theater 7% Uhr: Hannerl. Kleines Theater Adam, Eva u. die Schlange 7% 2 Komische Oper Residenz- Theater 74, Uhr: Dyckerpotts Erhen. Schiller- Th. Charl. 3 Uhr: Wilhelm Tell. 74, Uhr: Hamlet. Thalia- Theater 7%, Uhr: Der Hüttenbesitzer. Mittwoch 31, Uhr: Die Reise Ins Schlaraffenland. 7. Schwarzwaldmädel. Theater am Nollendorfplatz 3 Uhr: Schwarzwaldmädol. 8%, Uhr: Eva. 7 Uhr: Theater des Westens Metropol- Theater alte Schachteln 10: Die Faschingsfee Neues Operettenhaus 7%, Uhr: Das soße Mädel, Palast- Theater 7 U.: Der zerbrochene Krug. Hierauf: Klassische Tänze Lessing- Theater. Direktion: Victor Barnowsky. 7, Uhr: Der Schöpfer. Montag: Der Schöpfer. Dienst.: Der Marquis von Keith. Mittwoch: Der Schöpfer. Donn.. Freit.: Der Schöpfer, Sonnab., Sonnt.: Der Schöpfer. Montag: Peer Gynt. Deutsches Künstler- Theater. 7: Nachtbeleuchtung. Auferstehung. Montag u folg. Tage: Nachtbeleuchtung. Auferstehung. 7, Uhr: Dollarprinzessin. Mittw. 4 Uhr: Aschenbrödel. Wallner- Theater. 3 Uhr: Frühlingsluft. 7, U: Graf Habenichts. Mittw., Donn., Freit.. Sonnab. 8, Uhr: Der Märchenwald. Busch Heute Sonntag nur eine Vorstellung, abends 7, mit dem erstklassigen Zirkus- Programm. Zum Schluß: „ Oberon" Phant. Wasser- Pantomime. Theater Königgrätzerstr. Rose- Theater. 7 Uhr: Erdgeist. Komödienhaus Gastspiel des Friedr.- Wilh.743 U.: Die tanzende Nymphe. BerlinerTheater 7 Uhr: Sterne, 3 Uhr: Der Freischütz. Theaters. 7, Uhr: Das Drelmäderlhans. Luisen- Theater. die wieder leuchten. 7: National- Theater. Sonntag: Prinzenliebe. Das goldene 72: Prinzenneve. Friedelmen. Theater der Friedrichstadt Montag: Ehrliche Arbeit. Ecke Friedrich- u. Linienstr. 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Hurrah, sie hat's erreicht Lustspiel in 3 Akten. In der Hauptrolle: Ilse Bois. KammerLichtspiele Potsdamer Platz Söhne des Volkes. Film der Zeit von Ole Olsen u. S. Michaelis mit Gunnar Tolnaoz. Vorführung 6 u. 8 Uhr. Pelzwaren Gr. Lager in Montag, 2. Dez. 7, Uhr. IV. Philharmonisches Konzert Emmi Arthur NIKISCH Sol: LEISNER Schumann, Ouvert. zu„ Genoveva"; Bruckner, Sinfonie 8; Wagner, 5 Gesänge; Meistersingervorspiel Oeffentliche Hauptprobe Sonntaarten ab Donnerstag. Sonntag, 1. Dezember, mittags 12 Uhr. Singakademie. Dienstag, 3. Dezember, 8 Uhr: 11. Kammermusikabend Fiedemann- Quartett Mitw.: Leonid Kreutzer. Streichquartette v. Debussy, Beethoven. quartett A- Dur, Brahms. Bechsteinsaal. Klavier Karten: 6. 5, 4. 3, 1.50 M. Mittwoch, 4. Dez.. 7, Uhr: Alice I. Klavierabend Hassler- Landolt Singakademie. Karten: 5, 4, 3, 2 M. Mittwoch, 4. Dezember, 8 Uhr MOISSI Moderner Autorenabend. Neues Programm. Karten: 6, 5, 4, 2 M. Singakademie. Donnerstag, 5. Dezember, ab. 8 Uhr: III. 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Eingesandte Vorschläge, Zeichnungen und Modelle werden nur dann zurückgegeben, wenn Von Montag, den 25. November ab beträgt die tägliche Arbeitszeit ausschließlich Pausen 8 Stunden. Ueber alle anderen Beschlüsse des Tarifamts Ausführungen. In der am Donnerstag, den 28. November, stattfindenden Generalversammlung erhalten die Vertrauensleute weitere Mitteilungen. Alle arbeitslosen Stollegen haben sich zur Erlangung der städtischen Unterstützung, unter Vorlegung ihrer Arbeitsnachweisfarte, an die durch Säulenanschlag der Stadt Berlin bekanntgegebenen Stellen zu melden. Der Gauvorstand. Berlin, den 24. November 1918, 27/11 Achtung! Angestellte, Arbeiter und Arbelferinnen genügend Rüdporto beiliegt. Nicht angenommene Vorschläge, Zeichnungen und Modelle, denen kein Rück der städtischen Betriebe und Werte der Stadt Potsdam. porto beiliegt, werden vernichtet. Für brauchbare Vorschläge, die zur Annahme kommen, soll in einer bon der zuständigen Bes hörde festzustellenden Weise eine Vergütung erfolgen. Mein Unternehmen arbeitet ausschließlich nach der Sozialreform Goßweiler, deren Grundsatz behördliche Festlegung und behördliche Kontrolle von Löhnen, Unkosten und Verdienst ist. Zentral- Stelle nach der Sozialreform Goßweller, Bekanntmachung. Inhaber: Karl Goßweiler, Schwarzenberg, Sa. Umtausch von Fleischkarten gegen Bezugscheine auf Grieß oder Graupen. Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Spandau. Arbeiter! Soldaten! Sente Sonntag, den 24. November, nachmittags 3 Uhr, im großen Saale des„ Roten Adler", Botsdamer Straße: Oeffentliche Volks- Verfammlung. Tagesordnung: Alle Berliner Einwohner, die sich auf unsere Betanut machung vom 10. Oftober 1918 zieds Umtausches ihrer Fleischfarten bei ihrer Brotkommission zur Eintragung in die Lifte gemeldet haben oder nachträglich vom Magistrat, Abteilung file Fleischversorgung, zum Umtausch zugelassen worden sind, tönnen die auf die Zeit vom 25. November bis 22. Dezember 1918 ausgestellten Fleischkarten in der Zeit vom 25. bis 27. November 1918 bei der zuständigen Brotfommission umtauschen. Für eine Voll- Fleischkarte wird ein Bezugschein auf wöchentlich 250 Gramm, für eine Stinder- Fleischfarte ein solcher auf wöchentlich 125 Gramm Grieß oder Graupen ausgegeben. Ein Anspruch auf eine bestimmte Art dieser Waren besteht nicht. Tel.- Amt Morigplak 10623, 2578. Die Ware fann in den 93 in den einzelnen Stadtteilen ge kenntlich gemachten Bertaufsstellen Die Sozialdemokratie und die deutsche Revolution. Referent: Reichstagsabgeordneter Georg Schöpflin. eingeladen. Alle Männer und Frauen find zu dieser Versammlung 3. 2.: Jahnke. Deutscher Holzarbeiter- Berband. Verwaltung Berlin. Donnerstag, den 28. November 1918, abends pünktlich 8 Uhr. im Café Bismarck, Potsdam, Waisenstraße 50: 33/ 18* Versamminng Tagesordnung: 1. Die Angeftellten und Arbeiter der städtischen Betriebe im modernen Deutschland. Refererent: Kollege Paul Strunt- Berlin. 2. Freie Aussprache. 3. Verbandsangelegenheiten. Werte Kollegen und Kolleginnen! Zu dieser äußerst wichtigen Versammlung laden wir alle in den städt. Betrieben beschäftigten Handwerker, Arbeiter, Hilfsarbeiter und Angestellten ein. In Anbetracht dieser dringenden, der Zeit entsprechenden Der Einberuser: Berband der Gemeindes und Staatsarbeiter. 1. Strunt, Berlin W 57, Winterfeldtstr. 24. Telephon: Lügom 2746/2747. Fragen erwarten wir vollzähliges und pünktliches Erscheinen. Keiner darf fehlen! Bekanntmachung. Deutscher Metallarbeiter- Berband. Betriebs- Krantentaffe Berwaltungsstelle Berlin. N 54, Linienstraße 83-85. ber Stadtgemeinde Berlin. Einladung zur ordentl. Ausschußsihung der Betriebs- Krankenkasse der Stadtgemeinde Berlin Geschäftszeit von 9-1 1hr und von 4-7 1hr. Telephon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Montag, den 25. November 1918: Bezirks- Veriammlungen am Mittwoch, 4. Dezember, für die gesamte Verwaltungsstelle Berlin abends 6 1hr, im Sigungssaal Nr. 63 des Nathauses zu Berlin, Königstr.15/ 18. Bureau: Rungeftr. 30. Eingang Jüdenstraße, 1. Aufg. Tagesordnung: Abgabe des für die betreffende lode giltigen Beaugen Bezirks- u. Branchen- Versammlungen: abschnittes getauft werden. Wer ohne Verschulden( z. B. infolge Krankheit oder Abwesenheit) verhindert war, sich rechtzeitig bei der Broffommission gute Eintragung zu melden, kann den Umtausch in der Zeit vom 25. bis 27. November 1918 von 8 bis 1 Uhr im Bureau der Abteilung für Fleischverforgung, Neue Friedrichstr. 1, Zimmer 7, bewirten. Die Umstände, die die rechtzeitige Anmeldung verhindert haben, find glaubhaft zu machen. Entsprechendes gilt für Personen, die nachträglich zuziehen. Berlin, den 19. November 1918. Magistrat. 3.-Nr. 691. V. S. Ia. 18. Wermuth. Die Ausführungsbestimmungen bett. Die Anmeldung bes Räucherlarenbezuges und die Anlegung einer Kundenliste vom 30. 10. 18 werden in§ 1, Sat 1 und§ 11, Saz 2, bahin abneeubert: §1. Bom 9. November 1918 bürfen ble in Berlin maefaffenen aucherwarentleinhändler Räucherwaren aller Art an Verbraucher nur abgeben und Verbraucher Räuchertaren nur entnehmen, wenn die Verbraucher sich vorher bei dem Händler zur Kundenliste angemelde: haben. § 11. Mit dem 9. Dezember 1918 verlieren bie Abschnitte Ee und Ji ber Berliner Bezugstarte und die Abschnitte 196, 201 der Charlottenburger roten Nahrungsmittelfarte ihre Gülfigfelt. Berlin, den 23. November 1918. Magistrat. Abteilung für Fischverforgung. Loehning. Allgem. Deutscher Gärtner- Berein. ( Freie Gewerkichaft.) Verwaltung Groß- Berlin, Berlin S 42, Luisen- Ufer 1. Sernruf: Mori plag 8725. Tischler des Bezirks Often. Montag, den 25. Movember, gleich nach Feierabend, in den„ Prachtsälen des Oftens", Frantfurter Allee 48. Tagesordnung: 1. Bericht von der Generalversammlung. 2. Der Achtstundentag. 3. Berbandsangelegenheiten. Tischlerbezirt Süd und Südost. Mittwoch, den 27. November, abds. 5 Uhr, im„ Neichen berger Hof", Reichenberger Straße 144. Tagesordnung: 1. Bericht von der Generalversammlung. 2. Der Achtstundentag. 3. Verbandsangelegenheiten. Stellmacher. Sementing, Sch 20. Robemtes, abends 8 Uhr, im ojenthaler Hof", Rosenthaler Str. 11/12. Rahmenmacher. Montag, ben 25. November, abends 6 Uhr, bei Wühlisch, Staliger Str. 22. Kamm und Haarschmuckarbeiter. Mittwoch, den 27. November, abends 8 Uhr, in ,, Stadens Bierhaus", Michaelfirchstraße 24. Tagesordnung: 1. Die Bertretung in den Werkstätten nach der Nenordnung. 2. Bericht von der Generalversammlung. 3. Berbandsangelegenheiten. Vergolder. 1. Festsetung des Boranschlages für 1919. 2. Beschlußfaffung über den An schluß an den Verband der Groß- Berliner Krantenfassen, 3. Berschiedenes. 4. Wahl des Rechnungsaus. schusses zur Prüfung der Jahresrechnung für 1918. Anfragen oder Beschwer den, zu deren Erledigung Atteneinsicht oder ander weitezeitstellungen erforder. fich sind, müssen mindestens 3 Tage vorber beim Vor. sitzenden des Vorstandes eingereicht werden. Berlin, 22. November 1918. Der Borsitzende des Borstandes der etricbs- Krankenkasse der Stadtgemeinde Berlin. v. Schulz. 271/2 Montag, den 25. November, abends 8 Uhr, im Rheingold, Staisersaal: Veriammlung der Techniker aller Berufe. Tagesordnung: Dienstag, den 26. November, abends 8 Uhr, im Ver. Zechnifer in Regierung und bandshaus", Rungestraße 30. Tagesordnung: 1. Die Aufgaben der gegenwärtigen Situation. 2. Branchenangelegenheiten. Nationalversammlung. Raberes Montag an 755 den Anschlagsäulen. Gärtner! Gartenarbeiter! Gartenfrauen! Oeffentl. Korbmacherverfammlung Invaliden UnterstützungsBonnerstag, den 28. November, abends 8 Uhr, in Haverlands Festsälen, Neue Friedrichstr. 35: Bersammlung für alle Arbeitnehmer der gärtnerischen Betriebe von Groß- Berlin. Tagesordnung: 1. Die zulinitige Stellung der Arbeitnehmer in der Gärtnerei Wie sollen Arbeitslohn und Arbeitszeit geregelt werden? Referent: Sollege Walter Kwasuif. 2. Berichterstattung von den Ber handlungen über die Schaffung eines paritätischen Arbeitsnachweises für Groß- Berlin. Zu heiden Punkten freie Aussprache. Kollegen Kolleginnen! Mit dieser Bersanumlung beginnen tuir einen neuen wichtigen Abschnitt der Arbeit für die Ber beffering unseres Daseins, Stomint darum alle. Auch die visber Unorganisierten sind eingeladen. 288/ 13* Zentralverband der Hausangestellten Deutschl. Crisgruppe Berlin. SO. 16, Engelufer 21. Rat und Austunft bei allen Streitigkeiten die aus dem Arbeitsverhältnis entstehen. Daselbst Aufnahme neuer Mitglieder. Achtung! Wasch- und Reinmachefrauen. Dienstag, den 26. November 1918, abends 8 Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelnfer 15( großer Saal): Versammlung. 81/3 Mittwoch, den 27. November, abends 8 Uhr, im Gewertschaftshans"( Saal 5): Sagesorb nung: kasse der Gürtler zu Berlin. abends 6%, Uhr: 1. Wie gestalten sich unsere Berhältnisse in der Friedenszelt? Mittwoch, den 27. Novbr., Referent: Nollege Brückner. 2. Bericht von der Generalversammlung. 8. Branchenangelegenheiten. Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Berband. Verwaltungsstelle Berlin. N 54, intenstraße 83-85 Geschäftszeit von 9-1 11hr unb von 4-7 Uhr. Telephon: Amt Norben 185, 1239, 1987, 9714. Mittwoch, den 27. November, abends 6 Uhr: Große Versammlung der Metalldrücker Berlins und Umgegend im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15( Saal 1). Tagesordnung: 1. Welches sind unsere nächsten Aufgaben? 2. Diskussion. 3. Branchenangelegenheiten. 122/3 Generalversammlung im Lofal von Gottlieb, Cranienstr. 69. Tagesordnung: 1. Wahl der Prüfungsfommission. 2. Neuwahl des Borstandes. 3. Festsetzung der Rente für 1919. Wa Die Mitglieder werden gebeten, zahlreich zu erscheinent. May Maynz, Borsigender. 288/12 Junungs- Krantentasse der Bereinigten CadiererJunung zu Berlin. in folgenden Lokalen: Norden: Pharusjäle, Müllerstr. 142, abends 81, Uhr. Norden: Büttners Festsale, Echwedter Str. 23, abbs. 8 Uhr. Norden: Bittoriagarten( Fritsch), Badstr. 12, abends 8 Uhr. Moabit: Cands Festsäle, Beusselstr. 9, abends 8 Uhr. Charlottenburg: Boltshaus Rosinenste. 4, abds 8 Uhr. Westen, Schöneberg und Steglitz: Staiser- WilhelmGarten, Friedenau, Rheinstr. 65, abends 8 Uhr. Osten und Nordosten: Andreas- Festsäle( Inh. Scholz), Andreasfir. 21, abends 8 11gr. Lichtenberg und Stralan- Rummelsburg: Blume, Alt- Boghagen 56, abends 8%, Uhr. Weißensee: Restaurant Masche, Berliner Allee 251, abends 8 Uhr. Südenbezirke: Gemerffchaftshaus, Engelufer 15, abends 8 Uhr. Neukölln: Jdeal- Feftfäle, Weichselfir. 8, abends 7%, Uhr. Tegel- Reinickendorf- West: Lehnhardt, Tegel, Ber liner Straße 84, abends 6, Ubr Oberschöneweide, Niederschöneweide, Johannisthal u. Umgegend: Restaurant Barnecke, Oberschöneweide, Wilhelminenhofstr. 18, abends& Uhr. Spandan: Steinmez, Bismandstr. 8, abends 5 Uhr. Cöpenick- Friedrichshagen: Lehmann, Copenid, Bahnhofstr. 44. abends 8 Uhr Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Berichterstattung bon ber außerordentlichen Generalversammlung. 2. Stellungnahme zu der am 8. Dezember 1918 statt. findenden ordentlichen Generalversammlung der Ver waltungsstelle Berlin. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt! 90 Bahlreiches und pünktliches Erscheinen wird erwartet. Die Ortsverwaltung. 120/ 20* 222/15 Welche Firma übernimmt große Mengen Stanz- u. Prägewerkzeuge, in der Hauptfache Gravier- Werkzeuge zur Herstellung von Nidelwaren. Angebote unter R. 443 an Gerstmanns Annoncen Burcan, Berlin, Alexanderplat. Bom. u.... genehmigt. Achtung, Parteigenossen! Buchhandlungen und Wiederkäufer. Soeben erschienen: ,, Der Sozialistenmarsch der Toten!" Bertaufspreis 10 Bi. Jeder Soldat, Arbeiter und Arbeiterin M. M. Schmidt, Leipzig, Kolonnadenstr. 26. Bouhedt. Leipz 54826, 99 fauft es. Berfäuser zum Vertrieb gesucht. Zu beziehen durch: Friedens- Artikel, Apparate oder Kleinmaschinen, evcut. Gu artikel werden von gut eingerichteter Appavate. Fabrit mit Metall, Aluminium und Zink Gießerei( 300 Arbeiter) gesucht. Ausführliche Angebote erbeten unter J.. 5955 an Rudolf Hosse, Berlin SW 19. 148/ 4* # 11 89 44 Wer mit II. Anzahlung zweds Ansiedlung in einer Kolonie nahe Beelis Heilstätten, im Balde geleg. Boden- Parzellen erwerben Stotlegen! In Unbetracht der überaus ernſten Zeit, in der wir Bekanntmachung. will, schreibe noch heute S.0.923, Rudolf Mosse. Biener Str. 1/6. uns befinden, ist es Pflicht jedes einzelnen Kollegen, in dieser Bersammlung zu erscheinen, damit jeder einzelne die genauesten Informationen erhalten kann. Die Ortsverwaltung. Verwaltung Zu der am Montag, den 2. Dezember 1918 im Kaffen, lofal, Ackerftr. 133 II, statt. findenden Ordentlichen Tagesordnung: Hoch der Achtstundentas. Zentralverein der Bildhaner, Berlin. Ausschuh- Sihung Referentin: Nebafleurin Frau W. Kähler. 48/4 Mittwoch, den 27. Nóvember, abends 8 Uhr, labe ich biermit die Vertreter Arbeitgeber ein. Tagesordnung: Alle Tätigen in der Hauswirtschaft, in Bureaus, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 14, Gaal 3: Der Arbeitnehmer und der Kriegsgesellschaften, Stianfen- Versicherungsgesellschaften, Polizeipräsidium u. f. 10., ebenfalls die Frauen und Mädchen, die in ten Bürgerlichen beschäftigt find, haben in Wassen zu erscheinen. Torgt alle für guten Besuch. Die Ortsleitung. Versammlung der Holzbildhauer. Tagesordnung: 1. Die gegenwärtige Lage und die fünftige Ge Suche für bewährte näh- und nagelbare, biegsame staltung unseres Arbeitsnachweises. 2. Verschiedenes. elastische, wasserdichte( kein Papier) 149/11 Die Kollegen vom Gewerkverein sowie die unorgani fierten Kollegen find bierzu eingeladen. Der Vorstand. Fasersohle Schreibmasch- Arbeiten Großabnehmer und Vertreter. Farbband- Vervielfältigungen übernimmt Fr. Harbach, Offenbach a, M. J. Grünmandel, W 50, Nürnberger Batz 5. Uhl. 3503. 1. Bahl des Rechnungsaus schusses für die Prüfung der Rechnung des laufenden Jahres. 2. Fensehung des Boranschlages für 1919. 3. Sonstige heiten. Kaffenangelegen 271/3 Der Vorstand. 3. A.: Dtto Koch, Borfiyender. ,, Sitzen Sie viel?" Mein neues Sitzkissen Triumph schont Ihre Kleider und erleichtert das lange Sitzen bedeutend. Preis gut Brl.- Friedenau, Kaiserallce 114.[ 4221 ab Berlin. Adresse gepolstert 650 Mik. Hans Bähr. der Bedienes Erfinder. Wir suchen für unsere Apparate- und Metallwarenfabrit geeignete Artikel. Erfinder, welche glauben, einen guten Artikel zu haben, mollen uns nähere Angaben zukommen lassen unter N. G. 1755 durch Rudolf Mosse, Nürnberg. 148/ 5* Deuter Metallarbeiterverband. Verwaltungsstelle Berlin. Dem Audenken unserer im Felde gefallenen und verstorbenen Kollegen gewidmet. Bonge, Otto, Rohrleger, geb. 11. 5. 83 zu Berlin. Brinkmann, Karl, Stempner, geb. 24. 2. 87 zu Berlin. Brudlowski, Johann, Schloffer, geb. 27. 12. 86 zu Schwerin. Dittrich, Fritz, Widler, geb. 2. 3. 94 zu Berlin. Fromke, Willi, Revolverdreher, geb. 4. 7. 86 zu Berlin. Gießmann, Otto, Gürtler, geb. 3. 9. 81 zu Rigdorf. Gundermann, Alfred, Gleftromonteur, geb. 21. 7. 85 zu Leipzig. Kluwe, Karl, Buyer, geb. 10. 7. 84 gu Sosleim( Oftpr.). Kroohs, Oskar, Rohrleger, geb. 24. 7. 79 zu Berlin. Lutz, Max, Bohrer, geb. 16. 11. 74 zu Berlin. Paschke, Otto, Rerumacher, gcb. 6. 2. 83 zu Berlin. Pilch, Karl, Glektromonteur, geb. 8. 9. 94 au Berlin. Rege, Alfred, Mechaniker, geb. 27. 8. 96 zu Berlin. Schneider, Wilhelm, Schlosser, geb. 4. 6. 89 u Groß- Särchen. Schröder, Erich, Schlosser, geb. 4. 5. 99 zu Berlin. Stratemann, Richard, Schlosser, geb. 14. 2. 95 zu Groß- Besten. Tenz, Gustav, Schlosser, geb. 2. 12. 78 zu Lauff( Westpr.) Tude, Hermann, Schloffer, geb. 27. 1. 98 zu Adlershof. Walther, Georg, Schlosser, geb. 26. 2. 85 zu Berlin. Wetzel, Fritz, Mechaniker, geb. 10. 5. 97 zu Berlin. Woock, Wilhelm, Arbeiter, geb. 80. 4. 80 zu Fidbichow. sago Shre ihrem Ardenfen.! 122/2 Deutscher MetallarbelterVerband. Verwaltungstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Stollege, der Dreber Gustav Krüger Oberschöneweide, Barjeval Strage 9, am 21. Novbr. gestorben ift. Die Beerdigung findet heute Sonntag, den 24. November, nachmittags 4 Uhr, von ber Veichenballe des Ge meinde- ricabofes in Oberichoneweide aus statt. Rege Beteiligung wird erwartet. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser #ollege, der Schmied Joseph Samereler Alt- Stralan 13, am 20. Novbr. gestorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 25. No. cember, natomittags 24, Ubr, von der Wohnung auf dem Gemeinde- Friedhof statt. Rege Beteiligung wirb erwartet. Den Mitgliedern ferner zur Nachricht, daß unser scollege, ber Gürtler Richard Teschner Tegeler Str. 87, am 21. lovbr. gestorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 26. Stovember, nachmittags 3 Uhr, van der Leichenballe des alten Nazareth- Kirchofes in der Sceftraße aus statt. Nege Beteiligung wird erwartet. 122/11 Nachruf. Den Mitgliedern fernet zur Nachricht, daß unsere Stallegin, die Arbeiterin Hedwig Heuer Grokgo: schenstr. 27, am 13. Novbr. gestorben ist. Ghre ihrem Andenken: Die Ortsverwaltung. Aus dem Felde zurüd. Dr. Loewenberg, Frauenarzt, Martin- Luther- Str. 10, Sprechst. 4-5, Münzetr. 30, Sprechst. 6-7. Die Ortsverwaltung. Verein der für Feuerbestattung. Freidenker Sitz Berlin. Gegr. 1905. Am 19. d. m. verstarb unser Mitglieb Frau Anna Leuschner geb. Lange. Ehre ihrem Andenken! Die Einäicherung erfolgt Montag, den 25. b. te., vormittags 10%, Uhr, im Srematorium Gerichtstr. 37. Um zahlreiche Beteiligung erjudit 299/14 Der Vorstand. Infolge schwerer Vermun dung starb am 14. Oftober Striegslagarett unfer lieber, guter, treuer Freund und Kunngenosse im Robert Spiller. Sein offenes Wesen und lein aufrichtiger Charalter fichein ihm ein ehrendes Andenken. Karl Tornowo, Margarete Tiebed, Wargarete Schulz, Dora Brunte, 718 Elie Roch als Turn genosse und Turnschwestern. Deutler Bauarbeiter- Verband. Verein Berlin. Bezirk Schöneberg. Am 22. Rovember starb unser Mitglieb, der Buger Johann Schimanski. am Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet 27. Rosember, nachmittags 2, er, auf dem Gemeindefriedhof Hölle statt. Blanke Bezirk Charlottenburg. Am 23. November starb unser Mitglied Ferdinand Keinẞ. Ehre feinem Andenken: Die Beerdigung findet am Montag, nadm. 4 Uhr, auf dem Südwest- Friedhof in Stahnsbort statt. 141/14 Der Borstand. Agen Verwandten, Freun ben und Bekannten die trau rige Nachricht, daß mein lieber Manu, unter bergans. quter, treuforgender ator, Schmieger und Großvater. der Butter Johannes Schimanski Freitag, den 22. November, früb 7 Uhr, na langem. schwerem, mit Geduld er tragerem Reiben im Wter Don 61 Jahren sanft entichlafex ift. Die tieftrauerde Battin Frau Johanna Schimanski Hedwig Dielas gb.Schimanski als Tochter Frieda Schimanski als Marta Schimanski) Töchter Emil Dielasals Schwiegerjohn Willi Dielas als Enkel. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 27. b. Mts., nachmittags 3 Uhr, von der Leichenballe des städtischen Friedhofes, Blanke Hölle, Cytostraße, aus statt. 1065 Im Stampfe für die Frei heit fand mein lieber Mann, unier guter Coin und Bruder, Vater feiner bler unmündigen Kinder, Landiturmmann Willi Müller, der geboren am 19. Febr. 1886, am 6. November in Ham burg den Heldentod. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Martha Müller geb. Sauber. Neufolln. Bring- Handjerh Straße 58, 19. November. 21m 21. November verstarb unser lieber Faktor und Solfege Hermann Woschee. Wir verlieren in tým einen guten und humanen Mitarbeiter. Ein ehrendes Andenken bewahrt ihm Das Personal der Buchdruckerei May Kettembeil. Die Beerdigung findet am Montag, den 25. b. Mts., nachmittags 8 Uhr, auf dem alten Bauls- Stirchhof, Seeftrage, ftatt. Aus dem Felde zurü Amenarzt Dr.Tobias, Starter glee 50. Sprechstunden 8-11, 4-7 116r. Zurück 50b⭑* Dr. Weißenberg, Charlottenburg, Kaiser- Friedrich- Straße 76. Der Augenarzt des Kriegslazaretts Jarny 6D* Prof. Dr. Krusius aus dem Felde zurück und zur Verfügung all. Patienten. Sprechstunde 4-6. Kaiser Allee 23 IV. Teleph.: Uhland 5011. Zurück! 0000000 C. F. Wienstruck, Leipziger Str. 82 bietet aus seiner Weinliste folgende Marken als besonders empfehlenswert an: 1917 ungarischer Rotwein. 148/ 15* " 0 9.70 15.00 11.70 21.50 23.30 1012 franz. Rotwein( Chat. 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M viers, Greifenhagener Straße 17, und der IX. Polizei- Hauptmannschaft, Kastanienallee 2, zu erfragen. Angebote mit els angaben und Zeichnungen bei der gedachten Hauptmannschaft einzureichen. Berlin, den 7. November 1918. Der Polizeipräsident. J. M.: von Neubell.( 242, S. II, 18). Bekanntmachung. In der Woche vom 25. November bis 1. Dezember d. J. gelangen in der Verkaufsstelle der Genteinde zur Abgabe: Berliner Lebensmittelfarte. Auf den Abschnitt 74 sollten 200 Gramm Manuelabe ab gegeben werden, doch ist dieselbe bis heute noch mit eingef fen. Da auch noch teine Aussicht besteht, ob die au in nächster Zeit liefern fönnen, werben statt Marmelabe 200 Gramm Kunsthonig je Person auf diesen Abschnitt verabsolgt Briker Lebensmittelfarte. Auf den Abschnitt 74 und gegen Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung für werdende und stillende Mütter 2( b. Nährmittel je Berson. Auf den Abschnitt 75: 2 Bfb. Frischfische oder 2 Dojen Brot aufstrich Lebertvurstart, je Haushalt. Auf den Abschnitt 76: 1 Batet Streichhölzer je Saushalt. Auf den Abschnitt 77: Sonderzuteilung. Freihändig gelangen in der Bertaufsstelle Gewürzucken, Salzgurten, Klippfische und Schmierseiseersatz zum Bof. Die Abgabe der Waren erfolgt auf die Lebensmittelausweise 1-900 am Montag, 901-1800 am Dienstag, Nr. . 1801-2700 am Mittwoch, 2 # 2701-3700 am Donnerstag, 3701- Schluß am Freitag. Berlin- Briz, den 23. November 1918. Der Gemeindevorstand. Ghmiebigen, Bürgermeliter. Siedelung Woltersdorf im landschaftlich schönsten Teile, am Kalksee und Stolkanal stellen wir an genehmigten Straßen belegene Stellen zum Proce von 1,60 M. pro Quadratmeter an bei kleiner Anzeldung zumi Verkauf. Auf Wunsch kann bei Bebauung Hypothek is 00 Próz. des Wertes gesichert werden. Wiener& Co., Berlin W 8, Taubenstraße 15. Straßenhändler 905 Guter Verdienst. Melbung bei Schulz, Friedrichstr. 8 IIL Händler. Händler Täglich hohen Verdienst finden mit ber neuesten Militärfarte Hoch Arbeiterund Soldatenrat. 916* G. 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Die Kruppen, die jahrelang den Heimatboden be= fchikt baben, fehren zu friedlicher Arbeit zurüd. Die Geben Groß- Berlins werben sie freudig und mit fest lichem Schmid empfangen. Mitbürger, helft uns hierbei, beflaggt und bekränzt Euze Säuser, gebt Liebesgaben und Geld zur Berteilung an die bedürftigen Kameraden! Der Flaggenschmud beginnt am Sonntag, den 24. d. M., und dauert einige Wochen. Der Schlußtag wird bejonbers befannt gegeben. Die Numeldung von Liebesgaben wird schriftlich erBelen en bée Sommandantur ben Bolin, Abteilung Y ( paplang). Berlin C. 2, lah am Beughause 1. Insbesonders beef sehofft mecben, daß Me Botriebe thre als Belfinaistumaan fir hesten Gaben den Balanoben Artagem gumenben. Deganisationen, die ähnliche Biele besfolgen, toollen fi ca Me genannte Abteilung der emmanbantur Weber. egon pan rumlung er Gelbenban foitb auf ben untentorben Befenbocen Auferf vertiefen. Die Berteilung ber ens fineten Set- Beeliner Gemeinden eingehenden Gabor tib gleieäßig für alle in Groß- Berlin einineffenben auppen erfolgen. Berlin, den 23. November 1018. Der Erfte Kommandant. Otto We[ 3. Wir bitten Euch, Mitbürger: Oeffnet Sergen und Sände und gebt schnell und reichlich. Zur Annahme von Gaben r die heimkehrenden Krieger sind bereit: Die Stadthauptfaffe, die städtischen Steuerfaffen, Bank für Handel und abuftrie, Berliner Handelsgesellschaft, S. Bleichröder, Commerz- und Diskonto- Bant, Delbud, Schickler u. Co., Bonische Bank, Diskonto- Gesellschaft, Dresdner Bank, Hardy u. Co., 3. W. Krause u. Co., Mendelssohn u. Co., Mitteldeutsche Creditbank, Nationalbank für Deutschland, Preußische Pfandbriefbank, mit ihren Filialen, und die nachfolgenden Banthäuser: Krons u. Walter, Französische Str. 14, Emil Ebeling, Jägerstr. 55, C. N. Engelhard, An der Schleuse 13, A. Faltenburger, Xeubenfte. 16/18, Georg Scomberg n. Co. Bagocitr. 9, Sen. Se., Nuter ben Binden 52, Jasqulee n. Soeur, n bee Siechbahn 3/4, & Seculmer, gabe 9; 6. 2. 2and@ bonger, Chewballstr. 20a, 3. Mener, Biabria W3, Nachmel n. Boellert, gefie. 59/60, Abraham anger, Dibelfie. 2/4, Gdware, min. G., Inter ben den 12/13, 2. E. Waffermann, Buc. 23, Wiener, Sevy#. Co., Chaletbenfte. 60, Central- Biebenarts- efel- Bank, Sponholz, Chestädt u. Co., agambers. 43, Deutscher Grebit- Berein, Köthener Str. 44, zum Konto Gelbatenhilfe. Beträge lonxan auch bei jeder Bostanstalt zum Bostschedonio der Stabthauptfaffe Str. 22 mit dem Vermerk: " Jur Sinderung der Not der heimkehrenden Strieger" eingezahlt werden. Berlin, den 28. November 1918. Magituat und Stadtverordnete. ermuth. Michelet. 2er Grfte Nommandant. Otto We I s. Bollebeauftragten für bie Stadt Berlin. 8. Heymann. Dr. Wey I. Bruns. Dr. Rosenfeld. Demobilmachungsausschuß für Groß- Berlin. Die 23 ermuth Freiwillige Wirtschaftsstelle des Soldateurates ( Soldatenratshilfe). Bant- Konto Deutscher Kreditverein E. G. m. b. H. Geschäftstelle: Berlin SW 11, Dessauer Str. 39/40. An alle Mitbürger, Genossen und Kameraden! Das erste Gebot der Stunde ist die Linderung der Not. Die vornehmste Pflicht eines jeden Deutschen muß es sein, dafür Sorge zu tragen, daß unsere in Berlin sich befindenden Saueraden und diejenigen, welche auf ihrem Wege nach ihrer Heimat Berlin passieren müssen, nach Möglichkeit unterstützt werden. Diesem 8mede widmet sich die Freiwillige Wirtschaftshilfe des Soldatenrates ( Soldatenratshilfe). Nur durch) elke Berartige, der Not der Stunde entspringende Organisation fann man unseren Stameraden fofort helfen und verhindern, daß Lebensmittel gewaltsam beschafft werden. Wir richten daher an jeden einsichtigen und hilfsbereiten Mitbürger die bringende Bitte, eh ber ihm obliegenben licht voll und ganz bewußt au fein uns uns zu helfen. Es wird herzlicht gebeten, Geld unserem Bankfanto beim Deutschen Kreditverein( E. G. m. b. H.), Berlin W 9, Köthener Ctr. 44( Reichsbankgirokonto oder Poftscheck. tonto Berlin NW 7 Nr. 572) Freiwillige Wirtschaftsstelle des Saldatenrates Berein Fr das Benim in Musiaude. für Rechnung„ Soldatenratshilfe" überweisen zu wollen. Bankonto: ( Soldatenratshilfe). Douf Der Kreditverein C. 6. m. b. g. Geschäftsstelle: Ben SW 11, Defauer Str. 39/40 Mu alle Mitbürger, Genoffen und Kamerabon! Das erste Gebot der Stunde ist die Linderung ber Rot Die vornehmste Pflicht eines jeden Deutschen muß es fain, balar Corge zu sagen, daß unsere in Berlin sich befindenden Kamer rabant und diejenigen, welche auf ihrem Bege nach ihrer Heimat Berkin paffieren müssen, nach Möglichkeit unterstügt werden. Diesem Zwede widmet sich die Haussammlungen sind strengstens verboten. Die Uebermittelung der Beträge an die Bedürftigen wird durch die Kommandantur erfolgen. Landesverbände, Ortsgruppen und Mitglieder. Fast vierzig Jahre lang haben wir gearbeitet für bie Erhaltung und Stärkung das Deutschtums im Ausland und damit bes Deutjatums überhaupt. Jekt ist feine Schidfalsstunde hersin gebrochen: zu Tode geje macht, ringt es um sein Leben. Da gibt es für uns nur einen Gedanten, Einen Billex, Eine Bright: ile Sakte einzusehen zu seiner Gerettung. Das, was an erker Stelle not tut, ist die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, Ruhe und Sicherheit unter voller Babrung der gleichen Rechte für alle. An fämtliche Landesverbände und Ortsgruppen vidhte ich daher die dringende Bitte, für diese Aufgabe den in Betracht formenden Arbeiter und Goldatenräten oder den fenft zu sichert halten. belab mituirlex, sobald die verfatimcha ational periourslung bele terben jou Freiwillige Wirtschaftshilfe des Soldatenrates ständigen Behörden ihre Mitarbeit zur Verfügung ay be ine( Soldatenvatshilfe). Nur durch eine derartige, der Not der Stunde entspringenbe Deg din fann man unseren Stameraden sofort helfen und verhindern, buß Lebensmittel gewaltsam beschafft werden. te Mitberger die dringende Bitte, sich der ihm obliegenden Pflicht voll und ganz bewußt zu sein und uns zu helfen, Charlottenburg. richten dader an jeden einjichtigen und bilfsbereiten Beratungsstelle für Geschlechtstraute! Es wird herzlichst gebeten, Geld unserem Bani- Konto beim Deutschen Kreditverein( E. G. m. b. H.), Berlin W 9. Köthener Str. 44( Reichsbankgirokonto oder Postscheckkonto Berlin NW 7, Nr. 572) für Rechnung„ Soldatencatshilfe" überweisen zu wollen. Haussammlungen find frengstens verboten. Die Uebermittelung der Beträge an die Bedürftigen wird durch die Kommandantur Berlin erfolgen. Eile tut Not! Alle Dpferwilligen tönnen sich. des Dantes unser braven Soldaten varsichert halten. Der erste Kommandant von Berlin. Dtto Bela, M. d. R. Freiwillige Wirtschaftshilfe des Soldatenrates( Soldatenratshilfe). Der Borstand. Otto Bollbehr. Ministerium des Innern, Qirsch. Dr. Rud. Breisteid. L* Die Sprechstunden der städtischen Beratungsstelle für Gefchlechtstrante im Charlottenburger Stranfenhause, Kirchstr. 19/20, finden von jetzt ab sowohl für Männer wie für Frauen nach Beschlechtern getrennt, wochentäglich von 12-1 Uhr, augerdem Montags und Donnerstags bon 8-9 Uhr abends statt. Beratungsbedürftige werden bier unentgeltlich untersucht und beraten; eine Behandlung findet nicht statt. 4702 Schreibmaschinen fast alle Systeme in jeder Preislage sofort versandtbereit. Großes Lager in Durchschlagu. Kohlepapieren sowie Farbbändern. Ver. vielfältigungs- Apparaten und deren Zubehöre. Reparaturwerkstatt für alle Systeme. Berliner Schreibmaschinen- Gesellschaft, Leipziger Strate 19.( Zentrum 9311, 9230, 9701.) Gile tut Not! Afle Dpfartolligen können sich des Dankes unserer braven Soldaten verDer erfte Kommandant von Berlin. Otto Wels, Wt. d. St. Frekviffige Wirtschaftshilfe des Soldatenrates ( Soldatenratshilfe). Der Borstand. Otto Bollbehr. Ministerium des Innern. Hirsch. Dr. Rudolf Breitscheid. Behandle ohne Berufsstörung Haut-, Beinleiden und Flechten. Flammberg. Der Fellenhauer. Fichtelgebirgsroman aus den Sagen der Königin Luise. 4 bis 6 Tauf. Geb. 7 M. Das Buch legt niemand unbefriedigt aus der Hand. Berlag G. Kohler, Wunsiedel( Bag). 230/ 13* 2 radrige Hand. 100 Stan wagen, 6 Seniner Homöop. Ambulatorjum. Berliner Straße 78. agirait berfanit R. Hauf, Sprechst von 0-4 a 5%, Sonntags 9-12. Chalottenbg., nobelsdorfstr.18. Deutsche Volkspartei. Verschmelzung der liberalen Reste. Erneuter Protest gegen die barbarischen augenblicklich so, daß es der Anspannung aller Sträfte bedarf, wenn Waffenstillstandsbedingungen. auch nur das allerschlimmste abgewendet werden soll. Nachdem sich die lintsgerichteten Teile der beiden liberalen Berlin, 23. November. An die gegnerischen RegieParteien zu der bürgerlich- radikalen„ Demokratischen VolfsEin Matrosenvat, der sich unter dem Vorsiz des Oberlandesgerichtsrat Schröder gebildet hat, übt, wie die partei" zusammengeschlossen haben, hun fich die Ueberbleibselungen ist folgende Note gerichtet worden: beider Parteien auch ihrerseits zusammen. Die neue Partei einigten Staaten verkündeten Grundsäte eines Rechtsfriedens Curhaven, Wilhelmshafen und Hantburg, einen verhängnisvollen Im Bertrauen auf die von dem Präsidenten der Ver- P. P. N. melden, in einigen Hafenstädten, besonders in Lübeck, führt den Namen„ Deutsche Volkspartei". Ihren Aufruf unter hat sich das deutsche Volk um Vermittelung eines Waffenstill. Einfluß aus. Er hält die Matrofen davon ab, die Echiffe zu den zeichnen die ehemaligen Fortschrittler Wiemer und Stopsch standes an Präsident Wilson gewandt. An Stelle des er- Werften heranzuführen und verhindert dadurch, daß sie für die und die ehemaligen Nation alliberalen Rießer, Strefe. warteten, von den Grundsäten des Rechts und der Billigkeit Wiederaufnahme des mann, Friedberg und Schönaich- Carolath sowie und von dem Wunsche einer zukünftigen Versöhnung der Amerila feetlat gemacht werben. Auch hier gilt das oben Frau Klara Mende Völker. Ueber die Forderungen der Völker beherrschten Waffenstillstandes ist uns neuen Partei sagt der Aufruf: gefagte. Lebensmitteltransports DD 11 ein Waffenstillstand der Bergewaltigung Neues Rechtsmittelverfahren für Kriegsgeworden. und der Vernichtung beschädigte. Wir fordern alle Anhänger freiheitlicher Staatsauffassung, Sie jegliche Reaktion entschieden bekämpfen, aber auch jeber politischen und wirtschaftlichen Verge waltigung entschlossen entgegentreten wollen, zum Beitritt Die Bestimmungen dieses Waffenstillstandes bedenten in zur deutschen Voltspartei auf. In schwerer Zeit rufen wir das ihrer Durchführung nicht eine Brücke zum Frieden, sondern deutsche Volt auf, über die Zukunft der Nation selbst au ent- Die Fortsetzung des Krieges mit anderen mittelverfahrens für In naher Aussicht steht die Anordnung eines neuen Rechtsscheiden. Der Rusammentritt der Nationalber= Mitteln. die riegsbeschäbigten und fammlung ist die erste Voraussetzung der demokratischen Staatsentwicklung, die wir erstreben. Ohne Volksabstimmung Die Forderungen des Waffenstillstandes werden der Welt dem bisher die Entscheidung oblag, sollen Spruchinstanzen in An. Kriegsinterbliebenen. Statt des Kriegsministeriums, tein Friebe, fein Brot, feine Wohlfahrt. dea ersehnten Frieden nicht bringen. Sie sollen die Wie- lehnung an die Schiedsgerichte und Organe der Arbeiterversiche Auf dem Boden der durch die Umwälzung ge- derherstellung frieblicher Ruhe in Deutsch rung geschaffen werden. Außerdem sollen die Renten er. fchaffenen Tatsachen fämpfen wir für ein Großland und eine geordnete Demobilierung un- höht werden. deutschland vom Brenner bis zum Belt, für Freiheit, Crd- möglich machen, sie sollen das schwergeprüfte Land dem nung und Gemeinwohl. Chaos und der Anarchie preisgeben. Unsere feier Mit dieser Parteinenbildung scheint die liberale Um- lichen Brotefte gegen diefes der Menschlichkeit han gruppierung einen gewissen Abschluß erreicht zu haben. Es besprechende Berfahren sind ungehört verhallt. Mag ftehen nach wie vor zwei liberale Parteien, aber in anderer die Härte der Waffenstillstandsbedingungen mit der Not Zusammensetzung als vorher, indem sich die Teile des Fortschritte wendigkeit begründet worden sein, dem Deutschen Reiche den und der Nationalliberalen, die sich miteinander verwandt fühlen, Biederbeginn der Feindseligkeiten unmöglich zu machen, so ist Mit der Verwirklichung dieses Planes würde eine Forderung in Erfüllung gehen, die von den organisierten Kriegsbeschädigten schon lange mit aller Energie vertreten wird. Das bisherige Rechts. verfahren in Kriegsrentensachen war ein Monstrum, es stand, in Widerspruch mit sämtlichen Grundsägen der modernen Rechtspflege. verſchmolzen und gleichzeitig von den ferner stehenden Elementen doch unseren Feinden inzwischen klar geworden, dah diese Vorläufig keine Gemeindewahlen in Preußen der eigenen Partei getrennt haben. Die Umgruppierung der Rechten. Deutsch Nationale Volkspartei. Begründung nicht mehr stichhält, benn das dentse Wolf will die Feindseligkeiten nicht wieder beginnen und kann es nicht. Die Deutsche Regierung ficht in der Aufrechterhaltung der harten Bestimmungen ein Attentat gegen die Grundsäge der Zivilisation Die preußische Regierung hat unter dem 18. November folgendes angeordnet: Ergänzungs- und Ersatzwahlen zu den Gemeindevertretun gen, Stadtverordnetenversammlungen( Bürgervorsteher- Sollegien), Kreistagen( Amtsversammlungen), Provinziallandtagen und vorstehenden gejeklichen Regelung des fommuVertretungen der Zwedverbände finden bis zu ber be. nalen Wahlrechts nicht statt. Berlin, 23. November. Gine Anzahl rechts unb mittelparteilicher Reichs- und Landtagsabgeordneter sowie sonstiger Persönlichfeiten erlaffen einen Aufruf zur Gründung einer Deutsch und muß den Schluh ziehen, daß es den Regierungen der Nationalen Bollspartei. Der Aufruf fordert die Rückfehr von der alliierten Länder auf nichts anderes ankommt, als auf die BerDiftatur einer einzelnen Bevölkerungsffaffe zu der nach den letzten gewaltigung und Vernichtung des deutschen Volkes! Greignissen allein möglichen parlamentarischen Die Wahlzeit für diejenigen Vertreter, für die eine GrRegierungsform, Wiederherstellung von Recht und Ordnung, hat sich die Deutsche Regierung wiederumanden Prägesetzlichen Regelung erfolgten Wahl verlängert Sofort nach Abschluß der Waffenstillstandsverhandlungen gänzungowaht nötig gewesen wäre, wird bis zu der nach der neuen Einigfeit, Freiheit und Selbständigfeit des deutschen Wolfes gegen fibenten der Vereinigten Staaten mit der Bitte über fremden Einflüssen und äußeren Mächten, Schutz des gewandt, so schnell wie möglich Verhandlungen über einen Hirsch. Privateigentums vor den von der Sozialdemokratie ge- räliminarfrieden herbeizuführen. Bis heute ist planten Angriffen, Abbau der im Kriege geschaffenen die Deutsche Regierung ohne Nachricht darüber, to ann 3 wangswirtschaft und Auflösung der Kriegsgesellschaften. endlich bie Regierungen der alliierten Län. Ferner tritt die neue Bartei auf den Boden des gleichen bermitbem Friebenswertben Anfang machen Wahlrechts und verlangt Freiheit der Person und des Ge- wollen. toiffens. Um das heilige Eigentum zu retten, merden die Herren fogar „ demokratisch" und beten an, was sie früher( gleiches Wahlrecht, parlamentarische Regierungsform) verflucht haben. Abkehr von der Spartakus- Politik. gemeldet: diefer Verzögerung des Friedens nicht die Absicht der Feind: Das deutsche Volf beginnt zu ameifeln, ob sich hinter verbirgt, die gehetten und ermüdeten deutschen Truppen durch Nighterfüllung der unerfüll. baren Waffenstillstandsbedingungen ins Unrecht zu setzen und damit für die Alliierten einen Titel zu schaffen für eine tiesurit 8. Dr. Breitscheid. Versammlung der Frontsoldaten. Spartatistisches Zohuwabohn. Die Diskussion über das Referat Riebknechts, das wir in unferer Es war deutlich zu erkennen, daß ein großer Teil der Bersammel geftrigen Abenbausgabe brachten, gestaltete sich äußerst stürmisch. ten, namentlich die unvoreingenommen erschienenen Frontfol. baten selber, mit Liebknecht durchaus nicht einverstanden maren. Die Spartakus- Männer bemühten sich eber, durch jede Art des Versammlung terrors, die Opposition niederzuhalten. Zunächst ließen sie nur ihre Leute reben, die in mistester Weise und vom Beifall ihrer Anhänger unterstübt gegen die Regierung der beiden fozialdemokratischen Parteien zu gelde zogen. Nachdem sich die Debatte zwei Stunden hingezogen hatte, erhielt endlich Genoffe Simon Nabenstein das Wort, die Spartatue Tregen Kiel und Bremen gegen Diktatur. Die jüngsten Putschversuche der Spartakusleute haben bod gebavi, weiten Streifen die Augen über das wahre& diefer Bewegung zu öffnen. Selbst in ihren Wenn der Friede als ein Rechtsfriede gefchloffen werden wir alle gegentevolutionären Bepreebungen, wie sie sich belo bisherigen Hochburgen ist die Politik der Spartakus- Gruppe foll, so darf den Entscheidungen der Friedenskonferenz in den auf dem Bande zeigen, niederhalten müssen. Er vecwies auf die erschüttert oder gestürzt. Aus iel wird uns telegraphisch rechtlich strittigen Fragen nicht vorgegriffen werden. Angaben Wurms, daß unsere Ernährung ohne Hilfe vom Die Deutsche Regierung muß diesem von dem Präsi- Auslande zusammenbrechen müsse.( Burufe: Schwindel.) Kiel, 23. November.( Eigener Drahtbericht des Vor- denten aufgestellten Grundfah gegenüber feststellen, daß die Wir sind die Besiegten, die Gegner fönnen mit uns machen, was sie märts".) In einer Versammlung der Vertrauensleute von der Französischen Regierung in Elfak- Lothringen wollen.( Burufe: Laht fie doch, wir haben es ja jo lange aus der Marine foldaten von Riel und Umgegend, die getroffenen Maßregeln, ebenso wie das Verfahren ber halten müssen, schlimmer fann es nicht werden.) Die jetzige Beit bon 700 bis 800 Obleuten aller Schiffe und Polen in den östlichen Grenzgebieten Deutschlands und ist nicht dazu angetan, um so schnell zur sosialistischen Gesellschaft Formationen besucht war, wurde im Auftrage mehrerer großer eingeine Maßnahmen der nichtdeutschen Bestandteile des che- find bodi nicht die Sozialisten, sondern die imperialistischen Gegner au lommen.( Widerspruch.) Mit dem deutschen Imperialismus Formationen scharfe Rfitit daran geübt, daß fünf Mit- maligen Desterreich- Ungarns gegen die Deutschen, nichts an- Deutschlands fertig geworden. Von deren Gnade find wir jetzt ab glieder des Soldatenrats vor einigen Tagen einen Aufruf beres find, als Veriudhe, den Entscheidungen der hängig in bezug auf unsere Ernährung. She die große Weltrevo Betr. Erklärung der Banken und Großbetriebe als National Friebenstonferenz mit Gewalt eigentum erlaffen haben, ohne die Vertrauensleute greifen. borzu- lution fommt, fönnen wir in Deutschland längst berhungert borher zu fragen.( n der Roten Fahne" war dieser Jein.( Beifall.) Wir haben doch jetzt eine parlamentarische Stegie Gegen alle diese Verfuche, wie gegen die Berzögerung des rung.( Stürmische Rufe der Liebknecht- Anhänger:" Wo denn?" Aufruf als Sieg der Spartakus- Gruppe in Riel mit großen Friedensschlusses, legt die Deutsche Regierung den schärf- Judas"," Strolch".) Wenn Liebknecht sagte, die Revolution habe Worten gefeiert worden. Ned.d. Borw.".) Auch sa chlichten Protest ein. Aus der Gesinnung, die aus einem uns noch nichts gebracht, so erinnere ich baran, daß fie uns den wurde der Aufruf fritisiert. folchen Verfahren spricht, fann ein Friede von Dauer nicht tämpft haben.( Unbändiges Lachen der Liebknecht- Anhänger und Achtstunden tag gebracht hat, für den wir seit 30 Jahren gehervorgehen. Das deutsche Wolf kann vorübergroßer Bárm.) Der Redner verlas eine Resolution. Der erste gehend vergewaltigt werden, es wird nicht Gab: Die Bersammelten lehnen alle bolichemistischen Bestrebungen aufhören zu leben und sein Recht zu fordern. ab", wurde mit Beifall und Widerspruch aufgenommen. Nach VerBerlin, den 23. November 1918. Gouverneur Genoffe Noste berichtete über den letten Handstreich der Spartakusleute in Berlin und schilderte die Art, wie eine Handvoll Leute sich anmaßen möchte, der Regierung ihre politischen Ansichten aufzuzwingen. Die Versammlung gab ihrer Empörung über die borgefommenen Eigenmächtigteiten und Gewaltstreiche in stürmischer Weise Ausdruck. Mit allen gegen bier Stimmen wurde folgende Entschließung angenommen: gez. Solf, Staatssekretär des Auswärtigen Amtes. Wilde Streits im Bergbau. Wat Entrüstung nehmen die Vertrauensleute der Rieler Stellen in Köln und Düsseldorf mit der badischen BoltsMarine von den Vorgängen in Berlin Kenntnis. Gie regierung durch den Landesausschuß der Arbeiter und Soldatenverurteilen die Gewaltstreiche fleiner Minderheiten auf das aller- räte dahin verständigt, daß fie unter allen Umständen geentschiedenste. Die große Revolutionsbewegung darf nicht millt find, gegenüber den maßlosen Forderungen der Berliner seriplittert werden, sondern ihre Einheitlichkeit und Ent- Liebknechtgruppe zusammenzustehen und im äußersten Falle nicht schlossenheit ist zu bewahren. Die Regierung ist bei ihrer Politit vor einer selbständigen Regelung Süddeutschlands zu unterstüben, die bezweckt, den darbenden Volksmassen mög- und des Rheinlandes Halt zu machen. lichst rasch Frieden und Arbeit zu sichern. Dazu ist die Einberufung der Nationalversammlung auf den Zeitpunkt erforder lich, bei dem ordnungsmäßige Wahlen möglich sind. Den Gedanken an die Aufrechterhaltung einer Gewaltherrschaft darüber hinaus lehnen die Vertrauensleute auf das nachdrücklichste ab. Die Kohlenversorgung wird durch Streits in Oberschlesien Auch in Bremen ist nach einer Meldung der Expreß- wesentlich beeinträchtigt. Die Streite sind ausgebrochen drei Rorrespondenz ein vollständiger Umichwung der Tage nachdem eine Vereinbarung zwischen den Unterage eingetreten. Die Garnison verweigert den radi nehmern und sämtlichen Gewerfichaftsgruppen zu kalen Führern, die mit Schlagworten Bolichewismus", Kom- ftandegekommen war, bei der alle Forderungen der Ar munismus und Rote Garde arbeiten, die Gefolgschaft. Nach beiter bewilligt worden sind. Jetzt werden bis zu 25 m. den Beschlüssen des Arbeiter- und Soldatenrats vom Diens. Schichtlohn verlangt. Die Bewegung steht nicht unter dem tag, die für eine Diftatur des Proletariats eintraten und Einfluß der Gewerkschaften, ist auch nicht einheitlich. Wahlen strift ablehnten, traten Vertrauensmänner der ber- hat aber schon den größten Teil des oberschlesischen Sohlenreviers fchiedenen hiesigen Stompagnien am Donnerstag und Freitag erfaßt. Bei ihrer Fortdauer würde die Kohlenversorgung, nament zu Besprechungen zusammen. Es gelangte einstimmig eine lid Groß- Berlins, aufs Schwerste gefährdet. Die bisherigen Entschließung zur Annahme, die für die sozialistische Ginigungsversuche, auch unter Mitwirkung der Regierung, find Republif eintraten, die Reichsregierung unter ohne prattischen Erfolg geblieben. Die Bewegung st it, die Ausschreibung der Wahlen nach er wird anscheinend von den fohlenhungrigen Tschechen und Polen folgter Demobilisierung verlangt und die Bildung Noter ins Land getragen. Garden entschieden ablehnt. Auch in Rheinland- estfalen find Streifs mit politiDie Volligung des Arbeiter und Soldatenrats vom Frei- fchem Hintergrund ausgebrochen. Sie find augenscheinlich noch tag beschäftigte fich gleichfalls mit dieser Frage. Der Abge nicht sehr umfangreich, breiten sich aber ständig aus, und ordnete Henke, der bisher einer der entschiedensten Vertreter die Gefahr i vorhanden, daß auch sie den ganzen Kohlenbezirk des Diktaturgedankens war, erklärte, daß man nicht unter ist allen Umständen darauf bestehen werde. Die Angelegen- erfaffen. Die Folgen für den Waffenstillstand, die Ernährung, den heit wird auch die am Sonntag in Bremen stattfindende VerVerkehr und das ganze Wirtschaftsleben wären unabsehbar. sammlung der Arbeiter-, Soldaten und Bauernräte von ganz Nordwestdeutschland beschäftigen. In mehreren mitteldeutschen Städten mußten die Gasanstalten be. reits gelöscht werden. Die Arbeiterschaft muß bringenb ermahnt werden, bie ungeNach der Franff. 8tg." haben sich die Volksregierun- beuer schwierige Lage Deutschlands burch wilde Streifs nicht lefung des zweiten Sakes: Die Versammelten haben Vertrauen zur sozialistischen Regierung", erhob sich ein ungeheurer u. mult. Rufe:„ Staus, raus"," schmeißt doch den Sterl raus" fchwirr. ten durch den Saal. Der Redner, sprach noch einige Worte, die aber in dem Lärm völlig verloren gingen. Nach Schluß der Debatte wurde über die Resolution abgestimmt, welche sagt: Alle in Berlin eintreffenden Frontsoldaten werben aufgeforbert, fortlaufend Delegierte für den Rat der Frontsoldaten zu wählen. Die erste Forderung der Delegierten ist, Aufnahme in den Groß- Berliner Soldatenrat. Sollte sich dieser gegen die Aufnahme aussprechen, so erklärt die Versammlung, daß fie sich unabhängig von ihm eine Interessenvertretung der Frontsoldaten schaffen wird. Die Resolution tourbe gegen eine starke Minderheit angenommen. Sofort nach der Abstimmung betrat ein Soldat das Bodium und protestierte gegen die Abstimmung. Die Mehrheit der Versammlung antwortete darauf mit einem ungeheuren Lärm. Der Soldat versuchte seinen Protest damit zu be. gründen, daß die Versammlung wegen der Art ihrer Einberufung und Sufammenfebung nicht kompetent fei, eine Bertretung der Frontfoldaten einzusehen. In dem Lärm fonnten die Worte des Redners, ben ein Versammlungsteilnehmer vom Podium zu zerren suchte, nur von den Sächsischenden berstanden werden. tatus- Mehrheit angenommen. Hierauf wurden noch mehrere Resolutionen von der Spargramm Liebknechts erklärt hatten, als Rat der Frontsoldaten. Die Versammlung wählte zehn Delegierte, die sich für das ProEine große Anzahl Frontsoldaten, die an der Versammlung flärung übergeben: teilnahmen, haben der Redaktion des Vorwärts" folgende ErGine Anzahl der in der Versammlung antvefend gewefenen Frontfoldaten protestiert dagegen, daß die Versammlung dazu mißbraucht worden ist, sich als Bertretung ber Frontfoldaten aufzuspielen. Die Wahl von Solbatenräten hat im Rahmen der einzelnen Formationen zu er folgen, da sich dort nur feststellen läßt, ob es sich wirklich um Angehörige der Frontformationen handelt. Sameraben, die nur gana borübergehend in Berlin anwesend find, fönnen nicht die dauernde Eingliederung von Vertretern in den Groß- Berliner Arbeiter und Soldatentat berlangen. G3 wird erwartet, daß die in der Versammlung Gewählten beim Groß- Berliner Arbeiter- und Soldatentat nicht zugelaffem werben. Die Abgabe dieses Protestes in der Bersammlung wurde durch gen in Stuttgart und München, sowie die maßgebenden noch schwieriger zu gestalten. Die Verhältnisse liegen die Versammlungsleitung beteibelt Gewerkschaftsbewegung Der Vertrag mit den Unternehmerverbänden, ben die Generalfommission unter Beitritt anderer Gewerkschaftsrichtungen abgeschlossen hat, erfährt im Corresponbengblatt" der Generalfommission folgende Würdigung: Mit diesem Vertrag ist ein gewerkschaftlicher Sieg von feltener Größe errungen worden, denn er bedeutet seitens der Unternehmer die völlige Breisgabe des Herrn im. Sause Prinzips, gegen das so viele und erbitterte gemortschaftliche Kämpfe geführt werden mußten. Die absolute Gleichberechtigung der Gewerkschaften mit den Unternehmerorganisationen ist durch die Vereinbarung anerkannt, und die Stellung der Arbeiter im Betriebe wird durch ihre Bestimmungen freier sein als zuvor. Der Acht stundentag fällt ihnen wie eine reife Frucht in den Schoß. Der alte Geist des Scharfmacherbums hat dem neuen Geist gegenseitiger Achtung und Vertrogsfähigkeit Plaß machen müssen, und die gelbe Sorrubtion wandert in die Rumpelkammer. Auf diesen Erfolg fönnen die Gewerkschaften mit Befriedigung bliden; sie werden aber nicht vergessen, daß nunmehr die Arbeit für die Durch führung des Vertrages beginnt." Von gewiffen Kreisen, die gegenwärtig eine lebhafte Propaganda für die sofortige Sozialisierung unserer Wirtschaft verlangen ohne der sich daraus ergebenden Konsequenzen für unsere Volkswirtschaft eingebenk zu sein, wird dieser Vertrag als eine fleinfiche Errungenschaft betrachtet werden. Wer die soziale Revolution indeffen als einen langsam, aber sichher fortschreitenden Prozeß zur fozialistischen Gesellschaft betrachtet, wird in dem Abkommen einen Sieg des fozialistischen Prinzips erbliden. Grundlagen für die Berringerung bes Berfonals gum Biele Baben.| eine Beruhigung ein.- Bon Dentag an rieb ein Rursgette! ber Wir bitten die Angestellten der Striegsgesellschaften, sich bis zur end- gehandelten Aftien und Kurse, nicht der Senten. veröffentlicht. gültigen Regelung, von der wir rechtzeitig Renntnis geben werden, zu gedulden. Die Auszahlung der einmaligen Teuerungsulage wird in nächster Zeit erfolgen können. Bentralverband der Handlungsgehilfen, Ortsgruppe Groß- Berlin. Verband b. Bureauangestellten Deutschlands, Ortsgruppe Groß- Berlin Bräunig. Friß Schmidt. Die Aufhebung der Beschlagnahme von Eisen. Durch Bekanntmachung der Mobstahl- Ausgleichstelle vom Ot. tober v. 3. ift die Beschlagnahme aller Eisensorten erfolgt. Diese Beschlagnahme ist nun als eine der ersten Friedens maßnahmen aufgehoben. Durch diese Maßnahme ist eine große Gefahr für die Eisen verarbeitende Mittel- und Kleinindustrie injoEin deutsch- demokratischer Gewerkschaftsbund. fern heraufbeschworen als dieser Industrie die Wiederaufrichtung Der Gesamtverband christlicher Gewerkschaften, der Verband ungemein erschwert, oder gar unmöglich gemacht wird. Bekanntlich deutscher Eisenbahnhandwerker, der Verband deutscher Gewerfber- find während des Krieges die weniger leistungsfähigen Betriebe eine Hirsch- Dunder, der Deutsche Technikerverband, das Reichs- auch in der Eiſenindustrie stillgelegt. Insbesondere find von der Bartell der Beamtenverbände usw. haben sich zu einem deutsch- Stillegung betroffen die Betriebe in den Landstädten und auf dem hielt am Mittwoch im Lehrervereinshaus eine Versammlung ab. gezogen wurden und nicht in der Lage waren, Vertretungen zu be demokratischen Gewerkschaftsbund vereinigt. Die Neuorganisation platten Lande, weil deren Inhaber entweder zum Heeresdienst ein Der Vorsitzende Gegerwald beleuchtete Bwed und Biele des Bun- schaffen, oder es fehlten die Arbeitskräfte und auch das notwendige Die Weltrevolution führe zur Herrschaft der Demokratie Rohmaterial zur Aufrechterhaltung der Betriebe. auf allen Gebieten. Gine Storrektur der hochkapitalistischen Entwicklung durch den Sozialismus fei eine Notwendigkeit; dagegen Betriebe, die nicht stigelegt wurden. haben während des Krieges Diejenigen Maschinenfabriken und sonstige Eisen verarbeitenden narismus unsere Bolkswirtschaft zugrunde richte. Ueber die nächsten große Aufträge hereinbekommen und glänzende finanzielle Ergeb dürfe nicht geduldet werden, daß der sozialdemokratische DofiriForderungen sprach Hartmann, der Vorsitzende der Hirschy Dunder- niffe erzielt. Diese sind jetzt, nachdem das Eisen im freien Sandel Er verlangte bolle Anerkennung der Koa- erhältlich ist, vermöge der ungemein großen Kapitalansammlungen litionsfreiheit für Organisationen aller Art, ein neues Land- in der Lage, das Eisen aufzulaufen und auf Lager zu legen. Dieses arbeiterrecht, obligatorische Arbeitslosenterficherung, Aufteilung der werden sie um so mehr tun, als zurzeit noch Unflarheit bestebt, infistalischen Landgüter und internationale Festlegung des achtstün- wieweit die heimische Erzversorgung durch den bevorstehenden bigen Arbeitstages im Friedensvertrag Friedensschluß berührt wird. des. schen Gewerfbereine. Die miserable Lage der Versicherungsbeamten wird uns erneut in einer längeren Buschrift geschildert. Schuld daran, daß die Versicherungsangestellten in dieser gärenden Zeit noch so willfährige Ausbeutungsobjekte ihrer Gesellschaften sind, tragen fie Mit einer vernichtenden Niederlage selbst. An modernen Gewerkschaftsorganisationen, die sich die des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes und sämtlicher Wahrnehmung ihrer wirtschaftlichen Interessen angelegen sein mit ihm verbündeten Harmonieverbände endete die am 22. diefes lassen würden, fehlt es doch wahrlich nicht; sich ihnen anzuschließen, Monats stattgefundene Wahl zum Angestelltenausschuß der, ist daher jedes Bedrückten Pflicht. Rriegsmetall. Attiengesellschaft. Troß eines überaus gehässigen Wahlkampfes und geradezu unglaublicher Lügen Brachten die Reaktionäre es auf 106 Stimmen, während die Liste der im Zentralverband der Handlungsgehilfen organisierten und der ihm nahestehenden Angestellten 1139 Stimmen erhielt. Bon den 15 zu wählenden Ausschußmitgliedern stellt die Reaktion somit 1 Mitglied, während die übrigen 14 Mandate auf die Anhänger der Revolution entfallen. Die großzügige Aufklärungsarbeit des Zentralverbandes hat fich also in hohem Maße als erfolgreich ertwiesen. Parteinachrichten. Die Inhaber der stillgelegten Betriebe und insbesondere die Inhaber kleiner Schlossereien und Schmiedewerkstätten, welche zurzeit entweder auf dem Anmarsch vom Schüßengraben zur Heimat oder als Angestellte in großen Betrieben tätig sind, sind, in der Heimat angekommen, vor ein Nichts gestellt. Wenngleich sie mit den besten Vorsätzen ausgerüstet, ihre Betriebe aufzunehmen versuchen werden, wird ihnen dieses wahrscheinlich nicht gelingen, weil fie die Rohmaterialien nicht erhalten. Diese werden vielmehr von den im Betrieb befindlichen Fabriken aufgekauft sein. Die Folge davon wird sein, daß diejenigen Betriebsinhaber, die während dier Jahren nicht nur ihren Betrieb stillegen mußten, sondern auch meistenteils ihre Ersparnisse aufgegehrt haben, vor den gänglichen Ruin gestellt werden, indem ihnen die Wiederaufnahme des Betriebes aus Mangel an Material genommen ist. Die weitere Folge ist eine mit Sicherheit zu erwartende Unzufriedenheit nicht nur in den Kreisen der Inhaber der geschädigten Betriebe selbst, sondern auch in den Bevölkerungsfreisen, die mit ihren Aufträgen auf die oben bezeichneten Betriebe angewiesen find. Es erscheint daher als eine dringende Notwendigkeit, Maßnahmen zu treffen, durch die eine sichere Versorgung der stillgelegten und der aus dem Felde heimkehrenden Betriebsinhaber mittlerer und leinster Betriebe mit Eisen gewährleistet wird. Zweckmäßig dürfte es sein, die Beschlagnahmeverfügung vorläufig noch bestehen au lassen und Maßnahmen in dem angedeuteten Sinne vorzuWir erhalten folgende zuschrift: Soeben werde ich auf den Bericht in Ihrer Zeitung über die Jugendversammlung, die am Sonntag in den Sophiensälen stattfand, aufmerffam gemacht. Hiernach hat Genosse Heilmann erflärt, er hätte in seiner Mappe einen Artikel von mir, in dem ich vor einem Jahre den Vorwärts" als zu radikal bekämpft hätte, während ich je i Unabhängiger sei. Berhielt es sich wirklich so, so läge darin auch lein ernsthafter Widerspruch. Die angebliche Tatsache ist aber un richtig. Es verhält sich gerade umgekehrt: In dem Artikel habe Ueber die Gewährung einmaliger Zenerungszulagen ich den Vorwärts" bekämpft, weil er die Politik Kerenatis zum für die Angefiellten der Kriegegesellschaften mindesten vom russischen Standpunkt aus für gerechtfertigt erklärte, find den Vertretern des Zentralverbandes der Handlungsgehilfen während ich diese Politit, vor allem die militärische Offensive und des Verbandes der Bureauangestellten bei der heutigen Ver- Kerenskis als unsozialistisch, unflug und verbrecherisch bekämpfte, handlung nähere Informationen erteilt worden und ist eine vor die notwendig zum Zusammenbruch Rußlands führen müsse. bereiten. läufige Grundlage aufgestellt. Die Organisationen betrachten diese Regelung als eine borläufige und behalten sich bor, nach Rücksprache mit den zuständigen Ausschüssen über die einzelnen Grundsäße, die für die Gewährung dieser Zulagen festgesett wurden, alsbald weitere Verhandlungen zu führen. Es bestehen nur noch Differenzen bezüglich der Berücksichtigung derjenigen, die meniger als 6 Monate tätig sind und der Zuschläge für uneheliche Die Börse war am Sonnabend im Anfang schwach, weil Be= Rinder. In beiden Punkten ist bereits vom Reichsernährungsamt fürchtungen wegen der Volfsernährung und wegen separatistischer zustimmend geantwortet worden. Des weiteren sind auch Berhand- Bestrebungen bestanden. Im toeiteren Verlauf trat unter Berufung fungen eingeleitet, die eine Berhütung von Gnilaffungen darauf, daß nach autoritativer Erklärung Gingriffe in das Mirts chaten nicht L. türlug von lofalen Gerbatten erfolgen fouen zgu. gr.vic. wy ng Dr. Brob. Industrie und Handel. Die Börse. CL.Wertheim Knabenkleidung aus gemustert. Kittelanzug Bachf. 2 Jahre 15.75 jede weitere Größe 75 Pf. mehr Blusenanzug m hochgeschl. m.schwarzer Schleife aus grau meliertem Stoff für ungefähr 3 Jahre. Jede weitere Größe 1.50 mehr hochgeschl. m. 25.00 Schulanzug Schleife aus br. cheviotart. 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Verantwortlich für Bolitik Erich Kuttner, Berlin: für den übrigen Teil des lattes: Alfred Schols, Neukölln; für Anzeigen Theodor Glode, Berlin. Berlag: Borwärts- Verlag G. m. b. S., Verlin. Drud Vorwärts- Bucherer und Berlagsanstalt Bauf Singer u. Go in Berlin, Binde. Hierzu 3 Beilagen. Berrenkleidung Herren- Anzüge grau gemustert, mod. Formen Herren- Anzüge 195.00 dunkelblau und grau, teils mit 250.00 Gurt u. Falten, Umschlaghose gute Herren- Anzüge P. 295.00 Paßf. 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