�10 PfennigJ Vevlillev Volksblakk. Zcntralorgan der fozialdemokratifchen parte! Deutfcblands. Neüaktioa: EW. 6S, Lwüeastraße 3. �erttftrrsrfier; Smt Moriövla», Rr. 151 90— 151 97. Dienstag, den'46. November 1918. Expeöitton: EW.»8. Linöenstraße 3. Hernivreeber: Umk Mort9vla.50 Mf, für das übrige Ausland ��0 Ml., bei täglich entmaliger Zustellung 7.50 Dil. Pvstdestellunaen nebmen an Däne- mar-. Holland. Luxemburg. Schweden und die Ocbweiz. Eingetragen in die Pask-Zettungs'Preieliite. Der�z/orwäNS- eriche nt wochentäglich zweimal. Sonntags einmal. Telegramm-Adresie: »Sozialdemokrat i&erAn*. AnzelflenvrelSi DlestebcngeivaileneKollinelzciloloflct 80 Üfg..SUelne ä'..neiflcn", das fetificarmlle Coti 30 Uifl, l�ulälsiz 2 fettfledrudic World),[cees Idciic« Wori 16 Psg Sielleniioluche und Kchlallldllenanzelgen da? erllc Wort 20 Bis., lede? wciiere Worr 10 Pig. World über>6 Suchiiaden rähldn für «wei World Tericrunliszulltlag 30%, Familicn.Slnzcigen. vollKichd und oewortichailN-dd Lerdtns- Änzetgsn 70 Big die Zeile ilnzeigen lür die näckiile Siunimer müiisn des ä Uhr nachmiiiarz? im voudlgcichlitl Serlin KW. OS. hindeniiratz« 3, ab,»neben werden. Gcöiinei von« Uhr trüh bis 7 Uhr abends. EMärzmg öes NrZsiöLnten Wiffon. Die deutsche Zlegicrunq hat durch Vermittelung der schweize- rischen Regierung in der Frage der Versorgung Teutschlands mit Lebenkmitieln nachstehende Antwort des amerikanischen Staats. sekretärS k'anfe-g erhalten. In einer gemeinsamen Sitzung der beiden Häuser de? Kon- grosses vom 11. November hat drr Präsiden! der Vereinigten Staatcm erklärt, das; die Vertreter der verbundenen Ncgierun- gen in dem Obersten KriegSrat in Versailles in einem einstimmig gefaxten Bcscrxust den Völkern der Biiitelmächte zugesagt hätten, dag alles unter den gegenwärtigen Umständen Mögliche getan werden solle, um sie mit Nahrungsmitteln zu versehen und um die traurige Not zu erleichern. die an soviel Orten ihr Leben bedroht, und deh sofort Sch i te unternommen werden sollen, dieses S i l f s- Werk in derselben. Weise systematisch zu organisieresi, w i e dies im Falle Belgiens geschehen sei. Ter Präsident gab ferner der Ansicht Ausdruck, das; es sich durch die Verwendung der brachliegenden Tonnage der Mittelmächte alsdann ermöglichen lassen sollte, der b.drängwn Bevölkeiiing der Mittelmächte die Furcht vor äußerstem Elend zu nehmen und ihr Gelegenheit zu geben, ihre Aufmerksamkeit und ihre Kräfte den großen und ge- fahrtollen Aufgaben des politischen Neuaufbaus zu widmen, denen sie stbt überall gegenüber steht. In diesem Zinne beaustragt mich der Präsident zu erklären, bast er bereit ist, die Versorgung Deutschlands mit Nahrungsmitteln in günstigem Sinne zu er wägen und diese Frage mit i-rn vrrbünbctcu Ncgicrur.gcn sofort anf-u- nehmen, vorausgesetzt, dasi er die Versicherung erhält, daß in Deutschland die öffentliche Ordnung aufrecht er- halten wird und auch weiterhin aufrecht erhalten bleibt, und dasi eine gerechte Verteilung der Nahrungsmittel unzweifelhaft garantiert wird._ gez. Lansiug. Die Zebeit muß uns retten! Eine Unterredung mit dem Staatssekretär des Temobiimachunftbamts. Ter Staatssekretär des Reichsamts für wirtschaftliche D?ni-»di?>n«chung, Dr. Koeth, machte heute einem Vertreter unseres Blattes Mitteilungen über die Aufgaben des De- mobilmachungsamts und über die gegenwärtige wirtichaft- liehe Lage, Für die wirtschaftliche Dcmvbilmachung, erklärte der Staats- sekretär, ist natürlich alles eingespannt waS wir cm alten und neuen, zentralen und lokalen Acmlern und Behörden, an Halbamt» tichen und privaten, wirtschaftlichen und sozialen Körperschaften und Vereinigungen besitzen. Um das Niesenwerk der Demobil- machung zu bewältigen— und seine Bewältigung ist jetzt schlechter- dings d i e Lelwnsfrage für das deutsche Volk und das Deutsche Re-ch—, müssen alle Kräfte unserer Wirtschaft zu einer lückenlosen. unter Hochdruck wirkenden A rb eitsgemeinschaft zu» sainmengeschlofsen werden. Alle Teile des ungeheuren Mccha- niSmuZ müssen ineinandergreifen, nirgends darf ein Nad auch nur einen Augenblick stocken oder leer laufen; denn jede Unord- nung, sedes Versagen an irgendeiner Stelle pflanzt sich fort und bedroht'-das Ganze. Für die? Zusammenarbeiten fortlaufend die einheitlichen Richtlinien auszugeben, die Arbcitsoraane zusammen.- zubringen und dauernd zusammuezul)altsn, ihre Initiative anzu- regen und lebendig zu erhalten, Hindernisse des Zusammenwirkens sofort au? dem Wege zu räumen, darrbber zu wachen, daß überall das Nötige nicht nur angeordnet, sondern auch mit intensivster Krafbanspannung ausgeführt wird— das ist die Aufgabe des Amtes. Wir wollen sie lösen mit Hilfe von Fachgruppen und Fachbeiräteu aller nichtigen Wirtschaftszweige, in denen überall Arbeitgeber und Arbeitnehmer durchaus paritätisch vertreten sind. Auch bei der Wahl meines engeren fachlichen Mitavbeiterstabes wird diese Parität grundsätzlich gewahrt. Ueber die gegenwärtige Wirtschaftslage befragt, führte der Staatssekretär aus i ES scheint, daß die meisten von uns sich den furStbnrcn Ernst unserer wirtschaftlichen Lage noch nicht hinreichend klar machen. Wir wandeln au Abgründen, die nnch tchft'cki zu verschlingen drohen, und nur größte? Pflicht- bcwußtsein. stärkste Arbeitsanspannung,»iserne Disziplin aller ki.nnen das Volk retten. Gelingt es uns nicht, der Volksgesamt- heit Nahrung, Licht, Wärme, Unterkunft, Kleidung zu sichern, sie trotz der ungeheuer erschwerenden Verhältnisse überall pyne linier- brechang mit dem zu oersorgen was sie dringend zum Leben braucht, dann sind wir verloren, dann habe» wir zuerst Hunger,' Anarchie. Bürgcrkncg. Zerfall des Reiches und nachher die In-; vasion rücksichtsloser Feinde.. Jedermann muh wissen, daß er jetzt ganz per-� s ö n l i cb d' e M• t v e r n t in o r t u n g trägt für Sein oder a; t s i? i» unseres V o lk e S und iu erster Linie auch se ner selbst. � Vor allem muß jeder arbeiten, sonst geben wir zu- gründe. In der ietzten Zeit ist vielfach die Arbeitsleistung gesunken. Das ist im Angesicht der ungeheuren Ereignisse begreif- lich; aber wir können es uns weiterhin einfach nicht leisten. Jeder muß sich aus Erregung, Ablenkung oder Unlust ber-auSreißen pnd unermüdlich sei»e Pflicht tun. Wenn z. B. ein Arbe-ter, der Rohstoffe. Halbfabrikate oder Nahrungs- mittet frsengl od«r Transporte bewegt, nicht mithilft, dann� kann das bedeuten, daß an anderen Stellen V o k I S- 1 und Arbeitsgenossen brotlos werden, hungern, frieren. Es müssen jetzt auch Arbeitseinstellungen vermieden werden. Jeder Streik kann uns nnmittelbar in die Katastrophe hineintreiben. Wenn wir keine Kohle haben, weil die Kohlenarbeiter streiken, liegen die Betriebe still, ruht der Eisenbahnverkehr, können wir keine Lebensmittel und keine H>eizstoffe mehr befördern. Das wäre das Ende, wäre der Tod für die VolkSge- meinschast und für zahllose einzelne Volksge- nassen. Es wird jetzt auch nicht gestreikt werden müssen, denn die Vertretungen der Arbeiter sind heute stark genug,.um jede wirtschaftlich überhaupt mög- liche Forderung durch zu setzen. Aus jeden kommt es heute an; jeder kann mitwirken, das Volk zu retten oder kann dazu beitragen, es in unsägliches Elend h'.nabzustohen. Ich glaube an die deutschen Arbeiter; ich glaube, daß sie besonnen, pflichttreu und unermüdlich aus der Not von heute dem Volke zu einer besseren Zukunft helfen werdeul Vorschläge Zur Wahl öer Nationalversammlimg. In Ein Ruf nach öe? Internationale. Bern, 25, November. Der.H u m a n i t b' zufolge ließ sich die sozialistische Fraktion von den russischen Sozialrevolutionären Luk- holinin, Russanow und A x c l r o d über die Z u st ä n d e in Rußland berichten. Die Genannten wandten sich sehr scharf gegen den Bolschewismus und erklärten, daß dieser jede AuSgestal- tung Rußlands heute unmöglich mache. Schließlich verlangten sie möglichst iu,.re Zusamtar..» ftc der I.. ö, rii m w die Zustände iu Rußland schon wesentlich bessern würde, während die milirärische Intervention der Alliierten nur die Reaktionäre in Rußland stärken wü rde. „Hymanite" sowie.Populaire' teilen diese.Ansicht und unter- stützen die Forderung der Sozialrevolutionäre. Das Amsterdamer Parteiblatt„Het SSoEf" teilt mit, daß die Schwierigkeiten, die der englische SeemannZverband der Ausreise des Genossen H u h s Wo n s bereitet hatte, überwunden sind. HuvSmans reist nach Belgien, um dort eine Sitzung des Jnter» nationalen Durcauö vorzubereiten. Sitzung öes VottZugsrats. Der VollzugSrat trat gestern nachmittag zu einer Vollsitzung zusammen. Der Vorsitzende eröffnete die Tagung mit der Miltoi- lung. daß große ArbritScinstellungrn in Groß-ZZerli« eingetreten und Weiler zu erwarten sind. Der Grund ist in den wachsenden Gegensätzen zwischen den Unternehmern und den Ar- beitern zu suchen. Die in Frage kommenden Unternehmer haben ihre in den ersten Tagen der Revolmion gemachten Zugeständnisse zum großen Teil zurückgezogen. Der Umwandlung der Akkord- in Lohnarbeit und der Verringerung der Arbeitszeit wird der größte Widerstand entgegengesetzt. Ein Redner begründet diesen Widerstand mit der Furcht der Unternehmer vor der bevorstehenden Sozialisierung der Betriebe. Allgemein kommt die Meinung zum Ausdruck, daß das Unternehmertum zur passiven Resistenz übergeht. Nach längerer Debatte einigt sich die Versammlung auf den vor- schlag, am Mittwoch, den 27. November, 10 Uhr, in den»Germania- Prachtfälen" eine Versammlung der Berliner Arbeitecräte cinzu- berufen, die sich lediglich mit den Bettiebsfragen beschäftigen und in der ein Mitglied der Reichsregierung referieren soll. Zwei Mitglieder der preußischen Regierung erscheinen und er- suchen den Vollzugsrat um Entscheidung, ob der Jnstizmitiister Spahn bestätigt werden soll. Aussprache und Abstimmung ergaben«in- mütige Uebereinstimmung, das; er nicht bestätigt wird. Dagegen werden bestätigt: Simon sHandelsministerium), Paul Hoff- mann und B r u n n e r(Eifenbahnministerium) und Woligang Heine neben dem bereits bestätigten Dr. N o i e n f e l d(Justiz- Ministerium). Der bayerische Ministerpräsident EiSner erscheint und be- richtet unter gespannter Aufmerksamkeit über den Verlaus der Re- Volution in Bayern, indem er gloichzeitig sein? Ansichten über den Ausbau derselben, lowie über die Stimmung in Bayern vorträgt. Er lcküoß mit dem Apvell zu demokratiickier praktischer Arbeit und zur Ausgestaltung der A- und S. Räte als Ersatz für den bürger Von Philipp Scheidemann. der ReichSkonferenz, die cmi Montag im R«chS- kanzlerpalais stattgefunden hat, habe ich mich in einer De- battenrede auch mit den Einwänden beschäftigt, die gegen die baldige Wahl der Nationalversammlung aus t e ch n i- s ch e n Gründen erhoben wurden. Es wird hmrptsächlich be- tont, daß es nahezu unmöglich sei, Wählerlisten aufzustellen, solange nicht alle Soldaten in die Heimat zurückgekehrt seien. Die Soldaten aber dürften— was für mich selbstverständlich istl— nicht von der Ausübimg des Wahlrechts ausgeschlossen sein. Ich halte die Wahl für möglich unterTeilnahme allerSoldat e n, ohnedaßindiesembesonderenFalleWähler- listen aufgestellt werden müßten. Ich machte Vorschläge, die meines Erachtens einen Weg zeigen, auf dem wir in kürzester Zeit zur Nationalversammlung kommen können. Mehrfach geäußerten Wünschen entsprechend unterbreite ich hiermit nieine Vorschläge einer größeren Oeffentlichkeit. _ Die Wahlen zur Nationalversammlung werden gleicT geheim und inreu lein, ölle und Frauen können nach dem Verhältnisivq� wählen. Die politischen Parteien, oder auch andeffc Gruppen, die sich für diese besondere Wahl etwa vereinige wollten, können Listen ihrer Kandidaten für alle Wahlkreise des Reichs aufstellen. Es könnte für die Herausgabe der amtlich her-, auszugebenden Stimmzettel genügen, wenn die Parteileitung — vielleicht um die Sektierern zu erschweren, unterstützt durch 500 oder 1000 Unterschriften— ihre Kandidatenlisten ein- reichten. Die Regierung müßte dann einen einheitlichen Stimmzettel für das ganze Reich drucken und verteilen laffen, der etwa so aussehen würde: Gewiß hat eine solchen Listenwahl ihre Mängel insofern, als die Wähler persönliche Wünsche zurückstellen und für alle Kandidaten stimmen müßten, die von den betreffenden Parteileitungen aufgestellt worden sind. Diese Mängel er- scheinen aber gering im Vergleich zu dem Schaden, der nach meiner Ueberzeugung durch eine allzu weite Hinausschiebung der Wahlen zur Nationalversammlung für das deutsche Volk entstehen kann. Die Berechnung der auf jede Partei entfallenden Man- date wäre verhältnismäßig leicht. Wenn z. B. auf Grund der für die Konservativen abgegebenen Stimmen 20 Mandate der Partei des Grafen Westarp zufallen würden, so hätten die auf der konservativen Liste zuerst aufgeführten 20 Kandidaten als gewählt zu gelten. Bei Todesfall oder bei Mandatsnieder- legung würde zunächst der 21.. dann der 22. Kandidat als Ersatzmann das freigcwordene Mandat übernehmen. Nach- Wahlen würden sich also ohne weiteres erübrigen. ES bleibt die Frage nach der Legitimation der Wähler zu erörtern. Ich schlage vor. daß alle Soldaten, gleichviel wo sie lichen Parlamentarismus, her bankrott pemocht bat»? Hieran ickiloß am Tage der Wahl sich aufhalten, sich durch ihren Militärpaß sich eine-ausgiebige Diskussion, in der sich proße Ucbercinstimmuna legitimieren. Der Paß müßte nach vorgenommener Wahl ab- mit den Eisne eschen Ansichten zeurre. vor allem über die Ab- gestempelt werden damit jeder Wahlberechtigte nur einmal I c h n n n a w e i t a- b- n d e r s o z i a l-st,! ch e r E x p- r i-' uwblen kann. Alle zivilen Wahlberechtiaten in der Heimat �* JnVn Äwn mrstf frÄ Uchrni» bn« Wort und � könnten?"f �'"d-meS Ausweises wählen der jedem Wahl- klär!. dasi nach leiner anthentische« Kenntnis der Tinge weder berechtigten auf Verlangen ausgestellt werden mußte. Die (>[rnuivsti noch LkoNd Georne noch Wi'son daran denken den... �'0 � oinem besonderen ohne 23üt)lerliftcn Frieden einer sazialistikch radikalrn Regierung zu verweigern und möglich. Wenn bei der Stimmabgabe jeder Wähler und jede diesen v«g der Einberufung der Nationalversammlung abhängig Wählerin in eine Liste eingetragen werden, so könnte diese für alle späteren Wahlen als Stammliste, die entsprechend zu er- gänzen wäre, benutzt werden. Dem Einwand, daß in den besetzten Gebieten die Wahl kaum vollzagen werden könnte, kann ich erhebliches Gewicht nickst beimessen. Wenn es sich in dem besetzten Elsatz-Lsthnn- gen darum bandelte, daß die Wähler für Deistschland oder Ur Frankreich votieren sollten, dann ließe ich den Einwand gelten. Darum aber handelt es ftch bei der Wahl zur Nccksnavzer- zu macben. Vielmehr komme es der Entente nur darauf an. mtt einer Reg-ierunzs zu verhand-ln. die d> e M a l l e n hinter sich habe. Sie wüaoe geradezu umgekehrt mit Leisten, die durch ihre Zu- sthnmunq zum Kriege kompromittiert seien, und die ihr daher immer noch als Stützen der früheren deutschen Anschauungen erscheinen. einen Frieden nur unter schtverstem Bedingungen schließen. Er füzst« hinzu, daß seine Stellung zur Nationalversammlung von der MettauS übenm.-g enden Mehrheit d«S bayerischen Volles geteilt werde, «kHt.Haase»tz« Wert Kimme« soll, der wird es auch in S oder S Wachs» nsch tnch-t wisse«. ES Hat doch niemals in der Welt «ne intensivare Wotzlasitati»« stattgefunden als in Deutsch- fand durch den Kriex rat die Revolution! Neixe UetzerkeuMnz, das; die Errungenschaften der Ne- dolwion um ss Keffer xaftchert werden können, je s ch n e l l e r die Wahlen zur Wat�Dnalversammlung stattfinden, ist von Tag zn Tag ßefestigt worden. Je schneller wir den Tag der Wei-ten zw Ratisnslv-ersammlung bekanntgeben könne«, um st? Wsefe«« wir auch Vrat und Trieben haben. �sitTrs VLUftbikbuvg öer Friedens- VechKKöliiKßeu! PiteaH 25. Ns!>?»«bsr.K kann td«« BeewalhvngSaustwben nur dann erfüllen, tvsmi ihre Msh-iachnen nicht durch Eingriffe lokaler Arbeiter, und Soldaten röte durchkreuzt werden. Diese Arbeiter- und Saltwtenrät« haben in ihrem Tätigkeitsgebiet gleichfalls da» volle Kontrollrecht; sie haben dafür KU sorgen, dafc des revolutionären Emmng«»schaften gesichert und au«P:b«« w«»»!«».' Äie haben sich aber««»Az-meinen jede« direkt«« KingrifseS i« die Scmvaitung zu enthielte«. I« d« ls�ten Zeit Hab«« ArWiter- und Soldatenräte aus rem fctoiw! Gestchtichnnkta» herau» selbständige Berfügun- gen i« de« EretächrunqtwesenS und der Rohstoff- öersol?guees«fw. getroff««. Dadurch werden aber dt« Mahnahmen der ftegter»«*! wirkungslos gemacht. Die Regierung hat unlcr ftlkn umständen da f sie zu sorgen, daß der Verkehr(Eisen- üohu ufw.) fSr das gottze Reich einheitlich geregelt, die Ernährung und die K-Hstoffserlmgung für da» ganze deutsche Boll gesichert wird, und da» um s» mehr, als die Demcchilifkcruna an den ganzen Verw«!t»:-.«-.t anderer Orte oder für das Heer bestimmt si»d, darf»ntrr keinen Umstände» erfolgen. 4 Gl«»eschlagnahm« öffentlicher Kassen. die i« Eiiwaestindni» mit der Regierung des Reiche» oder der de« G«m»i-chever«valtungen oder sorrstigen öffent- Ew KiTlLT RevokziieNstag. Aachd«« a«? Astend de« 8. R-Vember Bürger- und Soldaten- blut da« Pflastor»er«relor Ekoatzen gesiebt hatte, war es nur eine Frage vo« Siunden,«« die Flominen des Aufruhrs hell cinpartodern zu Utsten. Die Stlmmung war ungetvitz und gedrückt. Wm Rachmntag erklang da»«iarmsignal in allen Straßen. Aengst- lich ildloffen sich die Fenster und Häuier, blasse Furwt spiegelte sich in de« Minen der oberen stlasien. AaS ging vor? Die geiangenen Kwmeraden der Schaffe soüten, weil sie sich weigericn, das per- beecherische Vorhaben der Offiziere zu unterstützen, erschossen werden. Ei«« mrgeheure Kut erglisi dt« Matroien Kiels, und mit allen Mittel» wollten sie es verhindern. Blitzschnell griff die Bewegung um sich Im Wii-r-ti»sernement verließe« die Mannschaften demon- straliv die Kasernen,»der schon starrte ihnen an den AaSgängen ein Wall den Waffen eiitgegen. Aber nicht lange. Sobald die .id««w»e« HS«e«, NM was e« sich handelte, schloffen sie sich der Bowchl««««*-.Jeder bewaffne sich.'' lautet« di« Paiole. Im OcMvimtdmh«« w«r»« di« StzunitionzkSste« erbrochen, ebenl» die W»Ae«tammerlt. httffolo«. Gewehre und Eäde! flogen' auS den ft>!«stee«. Kittemdattz»'«er ha'ben Strmde bildet« die 10 000 Mann ftarfe©•»ei'o««i»o« stark-« Echust der st«w»g«az. Einige Käme- voktn httlteu»«ffj»««'««. Ei»« zu««iimde später verhandelten scho» M»drvi»««b»rdvM>«»« nttt dem Gonvernenr. D« an der Nkvle bestutSchm, roezedvboot, hatten Dampf ans- gemacht und wollte« w See«eben.»,mg« Gewchrsaiven liehen st? von ihrem Vorhaben Abstand nehmen. Auch weigerte sich das Heizerpersonat, weiter dt» Keuer zu bedtenen und riß diese heran«. tlnterdeflcn kehrten die Kameraden vom Gouverneur zurück. Der Führer der Kommission hielt eine Ansprache, die begeistert aus- »enommen wurde. Die Forderungen waren onerlarurt. Die Kr- irnflenen sollten noch am Abend entloff-n werden. E» wurde eine Denranstcolion betchlosien. M t etnein Hoch au» die rntrrnaitonale Eozialdemskratie wurde die Veliommlung geschlosien. Am Abend wurde» dre Einvrahner K-el« wrederum ims ihrer lsiri st Ischen Ruhe gefrört Der wnchtige Schritt»er«airvsen ballte durch Ik« Sir« ho«. Orpn«"g«mäs»ig w-e svnst in».«pvenkolvnnen schritt»« sie dat�e. um dwrch ihre Fahl«ffrer serechien Sache»od- druck zu.mpe«. Aurrm««ch die i-mmchttsteichen Elemenie ttrelS durch die nargsinae der letzten Tage in beflstndiger Auireannz und irrn idre Herrichaii beiorgt. io baiten sie jetzi durch den S-trrrti der Dansen»« die Ourrliiira iür da« Sude ihrer iRactit. Durw die l/aitenauer«nd Anitzsiratze pmg der sing Reck dem Bebäud» der O8ie»ii«ti»». Hrsr ste-.kp- er.Die Gefangenen derau«'. viel- tau endsiimmtg»rang dar Reff Mnesti m»St Frurmer der Admiiale und S«p«»ä««. Sc« Uiita tmn herem. Vor der Spitze de« FugeS bicl: e«, und von de« Da»« der starasiari« derab teilte ein Kamerad»«it. dost die G«?a-e»«« st»: wären. Jubelnd« Hoch- n ie! S» lebe die Arerheit, es lest« da» internattonal» Pcole- lnrint? Wetter ging der gug nach der Arresiansiapt,«m die befreiten Kamerad»« abruhvte«. Jetzt sähe« die Träger de» alten System» ein, dich ihr Gptal verlöre» war. Vor da« To« dar««estanstatl llchen Körperschaften verwattet werden, ist absolut«uzulllsffz, ebenso jeder willkürliche Eingriff in Bankdepots. b Alle E-rngviffe in lnm Schiffahris-, Eiseubahn- und Postverkehr muffen absolut unterbleiben. Für die Zeit der Demobilisierung h.rben die övtlichen Arbeiter- und Eoldcttenräte in Zusammenaiboit mit den zuständb;«n Behörden ihre Aufmerksamkeit auf fo'gende Maßiwlznien zu lenken: 1. Serge für die Einquartierung. ») Bereitstellurig öffentlicher Gebäude für ge- schloffen« Furmeitienen. v) Bereitstellung von Privatwohnungen, die in erster Linie für Frauen in Betrachf kommen. c> Bereicstcllung leerer GeschäftZräum« u. a. für woh- nnnGSlose Familien. ä> BereitfleÄijwg von Decken, Bettstelleu und der- Hänchen. 2, Vrnährnnß»fragen. *) Euericktung pon Massenspeiseeinrichiungen. b? Einrichturig von Feldküchen u.a. an allen größeren Bochnhofeu. &. Vesundheit liche Maßnahmen. a) Eiarichtmeg von Bädern und EnklausungS- a n st, l t e«. d) Einwnkung auf die entlassenen KrwgTteüirehnier, ärztliche Untersuchung m Anspruch zu nehmen. c) Verweisung kranker Soldaten an die Lazarette 6) Aufklärung über Krankheiten und Ansteckungsgefahr(Plakate). e) Den Anardmungen de? Sanität Samt? betr. Seuchengefahr ist unbedingt Folg« zu leisten. 4. Arbeitsregelung. s) Verweisung der arbeitslosen Kriceksteilnehmer und RüstungZarbeiter an die Arbeitsnachweise(Plakate). b) Sinwirkung auf die A rbeitAasen, sich bei den im Auge«- blick dringend erforderlichen Landarbeiten, ins- besonder« der Kartoffel- und Rübenernte, zu beteiligen. c) Hinweis der Arbeitslosen auf die Beteiligung an der drängend erforderlichen Be- und Entladungsarbeit der Güterzüge. d) Für die bestehenden Kviegsbetriebe gilt als oberster Grundsatz: Kein Mann und keine Frau darf arbeitslos werden. Betriebe haben sich so schnell als möglich auf Friedens- arbeit umzustellen. Eine Stillegung der Betriebe soll vermieden werden. Den Anordnungen de? ReichSamtS für wirtschaftliche Demobil! sation ist Folg« zu leisten. B. Allgemeine». Hinweis der heimkehrenden Soldaten darauf, daß der ordmlcigSgemäße Rücktransport mit der geschloffe- nen Fermatton und die vorschriftsmäßige S-ntlassung für sie fol- genda Vorteile birgt: 1. Unentgeltliche Pevabfolgnng eines EntlassnngSanzugeS. 2. 50 M. Entlassungsgeld. S. Marschgebührnisse. Berlin, den 83. November 1918. Der VollzugSrat de» Arbeiter und Goldaienrats Grotz-Berllm. Richard Müller, Brutus Molkenbuhr, Berguiairn, Felix Bernhagen, Franz Büchel, Max Cohen, Ernst Dämnig. Heinrich Dennecke, Paul Tckert, Eh. Gelbe vg, Gierth, Gustav Heller, Ernst Jülich, Georg Aodebour, Mar Meynz, Ernst Robicndt. Hermann Müller, Paul Reuendarf. Ob ach. HanS Pansche, Walter Portner, Colm-Roß, Ott« Kucsch, Otto Skrobel. Friedrich Tripp«, Welz. Pa-ul Wegmaniu Die Delegierten Baden»: Kraver. Buer. Der Delegierte Bayerns: tzädrich. De? waWeg in Dresöen. DaS amtliche Ergebnis. DaS amtliche Wahlergebnis für die Wahle» zum Arbeiter- und Soldateurat i» Dreddc» liegt jetzt vor: EL entfielen: 117 586 Stimme« auf die Mehrheitssozialiste», 8 4«) Stimme»»uf die Unabhä«gigea, 2 4l4 Stimmen tvarc» ungültig. Die Mehrheitspartei erhält demnach 4? Sitze»ud die Usabhänzige Partei 3 S'tze im Arbriter« und Soldateurat. I« Arbeiter,»nd Soldatenrat find außerdem»och 5V S o l- d a t e» vertrete», die auch zv vier Fünftel»»oserer Richtung augehöreu. war abermals Halt. Aller Augen richteten sich gespannt out da« Hau«. Jeden Augenblick mußten ja die Befreiten erscheinen. Da tarnen sie. Trommeln wirbeln und gleich darauf hell einsetzende Fanfaren. Dieselben, die oft bei Paraden und militärischen Per- eriftalrungen die Macht de« alten morschen System« verkündeten, sie schmeiterlen hier den Anbruch des Pölkerfrübling« und den Sieg der sozialen BvlkSrepubltk. Und dinier ihnen die befreite» Kameraden, wohl blaß von der Einwirkung der öden Zellen, aber frrich und ungebrochen, und d>e Begeisterung des Siege» leuchtete au« ihren Augen. Unendliche Hockruke empfingen sie. D'e Kapell? an der Spitze, setzie sich der Zug wieder in Bewegung. Tie Musik ging bald in einen flolien Marich über, die Sehnsucht noch der Heimat macht« sich gellend. Der Gelang.In der Heimat, da gibt'S ein Wieder- lehn' erschallte. Manch nasse« Äuge iah man. Hiiigenssen von der Begetsteiung deZ großen politischen Werkes, und getragen von den Gedanken der baldigen Vereinigung mit den Lieben in der Heimat floß eS über. Auf etnem Umwege wurde da« GewcrklchaslSbau« erreicht. Hier schloß sich die organisierte Arbeiierscpa't Kiel« an. Wieder vermehrle sich der Zug um einige Tausend Köpie. So näherte er sich dem Bahnhof. Wieder eine Stockung. Dort war vor wenigen Minuten ei» Zug eingelau'en. Vollbesetzt mit In- kanlerie. die zum Schutze der alten Gewalt autteboie» war. Feld- ßrane O'fiziere erschiene« o«»er Rampe, von entrüsteten Psuiruf-n empfangen. Bronsend» Hechruf» galten den im Zug sitzenden ckome reden, und sie wurde««widert. Sine neue Niederlage der SWbengen Machthaber, ei« Zeichen dafür, daß der Stein bald un ganzen Lande ins Rollen kommen würde. Auf dem Wilhelmsplatz war unter einer einzigen BaSlaterne die Rednerbüdne err'chte: worden. Ueber ihr webre siol, das Banner der Revolution. Die Ankommenden überfluteten den Platz, und immer neue Massen dläugion hinzu. Die rührenden Käme- roden nahmen nacheinander das Wort. D>e Freude und das Ge- lingeri de« großes Werke« fand in ihren Reden begeislerlen Ausdruck. Ein Auio, die Straelen seiner msichiigen Scheinwelier weit voransendend, kam heran. Durch die zurückweichende Menae stibr e» br» zur Tribüne. Genosse NoSle, der von Berlin kam. ent- stieg ihm und ergriff da« Werr In feiner Rede über brach re er die Grüße de« geigmien iezralisii'chen Deurichland», da« mii Sivlz auf sein? Kieler»laue?>«««en bl'cke. die da« Greste gewaqi und durchge'etzi öäiien. Er sidrle Weiler aus. daß j-tzi die Masse den Bewe,» erbringen müsse, ibrer sellst Herr zu sein. Dann felgre ein Novell an alle, für Ruhe»nd Oidnung zu sorgen, und mir einem Heck aas die freie uns soziale BolkSievablil ichloß er die veriammlung. Lonoiäm»nlsereite sich die Menge. Au« eimien Häiiiern wurde plötzlich auf die Gerfanemelre« geschoffen. G'niae K.rme- rade« sank«« getreffen zuieminen. Eine wilde Panik brach au«. Da« Feuer wurde ia'orl erw'derr. Frackend rollre« die Salve« über de« Play, der si« nun schnell leerte. Der Tieg der Reveluriem solle doch nickt ganz kampstoS erfochten setn Nur langsam verlies sich die Wenge. Noch spät in der Nackt wogte» Wenicheamassen»arcb die Straßen. Hin und wieder«in paar vereinzelre Tcküfle Dichter Nebel fiel und langiam wurde e« stiller. ZU die Storgensonne durch die Wollen brach, lagen die Gsnerake unZ%* und S.-Rats. Ein arntlicvcs Dementi. Amtlich. Berlin, 25. November. Gegenüber tzpch Mitteilungen in der holländischen Presse über Maßnahme» von Stellen deS Feldheeres gegen Arbeiter- und Soldat- räbe roird amtlich mitgeteilt: Nach dienstlichen Feststellungen hat der General Sixt von Arnim den ihm zugeschriebenen Befehl gegen die Ar- beiter-� und Solbatenräte nicht gegeben, auch hat kein Offl- zier seines Stabes eine Rede gegen die Neuordnung gehalten. In Jülich ist der Arbeiter- und Soldatenrat nicht beseitigt «orben. In Neuwied waren aus dienstlichen Anlässen Rei- bmdgen entstanden, die aber behoben sind. Der Arbeiter- und Soldaienrat besteh! dort unverändert. Auch in Koblenz ist der-Coldatewrst nicht aufgehoben worden. Der Befehl, der rote Mzeichen verbietet, ist nur irrtümlich, auch auf Heimatbehörben und. Bevölkerung bezogen worden. Eiire Richtigstellung ist veranlaßt Wegen des Be- fehles selbst finden noch Verhandlungen zwischen Raichsregie- rung imd Heeresleitung statt. Alle Kommandobehörden wer» den für den Verkehr mit Arbeiter- und Soldatenräken ernet-4 Anweisung erhalten, so daß ein Absetzen von orst« nungsmäßig gewählten Räten nicht er folg,N »lrd._ Oesterreich wiü die s�kten über den Kriegsausbruch veröffentlichen. Der in Berlin eingetroffene Vertreter der deutschäst?> reichischen Republik, Dr. Ludo M. Hartmann, erflnte eii.«s Vertreter der Presse gegenüber im Nuschh'f- an die EnthülltM» gen der bayerischen Regierung:. ,�s steht z-u erwarten, daß in den nächsten Wachen eine M» sirmwenhängende Berilffeullichung als Ergänzung zu de« bisherigen Dokument«» üllvr den Krieg und über bäS litt ima tum erscheinen wird, soweit sich dies« Ereignifl« in!qt» österreichischen Akten widerspiegeln. Es werden alle Akten v»-.'- Afscntlirlik werden, so daß an der Ankhenzitäi und?ollsiöndigkettz kein Zweifel sein ffrnit T« wind ein« wertvoll« Ervairzung»itz dem österreichischen Rotbuch werben, bas nach alltem dip'omansa�-., Brauch kein hiftolisch un-bsbiiigt verwertbares Dokunient ist, so«, gern nur die sufijektiv« Meinung der Reyisrung wilde»» spiegelt. Als seine eigentliche Aufgabe in Berlin bezeichnete Dr. Hartmann, den Beschluß der deutschösterreichischen Nationa!» Versammlung über den Anschluß D e n t s ch ö st e r r e i ch S an Deutschland wabrzuniachen. Man dürfe sich hie? durch keine Quertreiberei irreführen lassen. Jür Deutsch» österrcich stehe der Anschluß an Deutschland vollkommen sefi. Eine andere Lösung könne nur durch einen Gewaltfrie» den diktiert werden, der nicht nur dem Geist der Wilsonschen Prinzipien widerspräche, sondern auch den Anlaß zu unübetz» sehbaren europäischen Komplikationen geben würde. Die Sockspeünge Vilhekms öes Letzten. Der Onkel über den Neffen. Im Verlag von Karl Curtins(Berlin)«rschoitet soeben eine Schrift des früheren deutschen Botschaftsrats in Lowdon, v. E ck a r d- stein, in der di« Versuche von lS0l geschildert werden, ein deutsch» englisches Bündnis zustande zu bringen. Mitten in diese Verhandlungen platzte nun ein Brief Wilbelms II. an seinen OnkeJ Eduard VII. hinein, worin jener die englischen Minister als.Erz- schofsköpfe'(unrnitigated noocilez)beschlmpste. EckaiDstein, dem der König den Brief vorlas, bat diesen, daS ganze als einen Witz des Kaisers zu betrachten, worauf der König laut lachte und sagte, solche .Witze' habe er von seinem Neffen schon oft erlebt und noch schlimmere. Er sei ein Freund de» Bündnisses mit Deutsch» land—.aber die fortwährenden Bock spränge d« S Kaisers können wir nicht mitmachen." aa»» Ulm U!.l in-»—"»■.■■...■»—. Ecvlffe der dculichen Flotre, die gestern no» den alldeutschen Jm» verialiSmuS verlörperlen, unter der roten Flagge der Nepuvlik. Bcz sozialistische Gedanke hatte sich als Wiikllchkeit erhoben, und sttta war der Sieg. Parfifal-Nvsik in ös? Volksbühne. Wie Brahmö am Bußtag, so Wagner am Tolen'onntag. auS Parfifal, dem«chliitznein seine««unst'chaffeiiS. er'üllwn t»neS gesamten Werki�aff-n« bczeicknete. Wa« Wunder,»aß*.i auch jetzt wieder unsagbare Zaubelkcaft ausstiömtej eU JvOfSfipn. — Der Arbesterrat setzt einen T h e a t e r d i r« ss» t»r ab. Aus Sruech van Anklagen»on Witgliedern des B>�> damer Stadkibeater» wurde»«r dartiz« Direktor A»«< Delmar gesetzt und die Theerteeleituna eteee« LuSkchiiß übertragt!. — kkeaterchronii. I»..Nalner-kheater" wird Märcbensiück.Der Märchenwald' allwWieuSkich am MlltwtzM Donnerstag. Freitag und Ssrrrrcbend aufgeführt. — Bacträge. lieber..Gchavenhauer» Stellung zur Ph�flö und Astrcmarnie" spricht Dr. SS. E»Ocltza»idt am Adttewoch, 8 lÄtztz in der T repic»£i»ta»o»i«i, Rc.325 ❖ Z5. Jahrgang Dienstag, 2S. November 191 S »WM!! Mmnelöungen zum Eintritt in die Sozialdemokratische Par- tei werden im Bezirtssekrctariat, Linden- strnste 3, II. Hof, 3 Treppen, und in allen durch Plakate gekenn zeichne»?!, Zahl st eilen entgegengenommen. Zu? fiusgsftaituuz öer Nevolutionsfrieöhöse ha! der Architekt BrunoTaut folgenden schönen Plan ent- worfen: Der Friedhof der 4Ser Märzgefallenen im Friedrichs- Hain ist im Sommer mit den wuchernden Blumen und Blü- tensträuchern und singenden Vögeln unter den hohen Bäumen eine Statte friedlicher Ruhe inmitten der Großstadt und be- darf keiner bcmnderen Umwandlung. Höchstens könnte das Sfcichern de? Pflanzenwuchses von einer liebevolleren gärtne- rischen Hemd geleitet sein. An Stelle seines Holzzaunes wird er v»« einer schlichten, zirka jy2 Meter hohen Steinmauer umgeben. D», wo sich die Stätte der Novembergefallenen an ilm anschließt, in der ganzen Breite dieses neuen Friedhofes, bleibt diese Mauer offen. An die beiden so entstehenden Endpfeiler schließt sich die Umwehrung des neuen Ruheplatzes au. Diese Wand unigibt in freier, nicht einfach geradliniger Fübnmz die acht neuen Gräber. Wie im alten Friedhof sind auch die nicht durch Grabhügel betont, sondern' eine einfache Steixkmate umzicljt sie alle, einschließend in etwas vertiefter Fläche e« reiches, vorwiegend rotßi�chendes Pflanzenleben von SyamtM und Sträuchern um denrschönen alten Baum. Auch hier bagsichnen schlichte, im Boden liegende Steintafeln die R«nen der Toten. Die diese» Platz mit Freilassung eines Weges und eines Streifens für Biinnen in bauerngartenhafter Anpflanzung einschließende Wand, weiche ebenfalls an der Seite deS alten Friedhofes offen bleibt,— nur leichtes Gesträuch bildet die Tre:«ung— diese Wand ist nicht aus Stein, sie ist eine Wand aus t i e f r o t e m— Glas. Nicht glatte, dünne Schetben, die zerbrechen, sondern gebuckelte, besonders ge- sonnte Prismen von etwa 6 Millimeter Stärke mit Eisen- betonrahmen zwischen jedem Glasstück, ähnlich fest wie bei Kelleroberlichtern, über die man geht, so daß sie fest wie eine Steinmauer wird. Nur hat sie ganz anders als diese einen eigenen Glanz in sich. Dre Lichter der Sonne brechen sich und funkeln in ihr in vielfachen Reflexen, und zwischen dem Grün der Bäume und des Nasens blitzen purpurrote Lichter in ihr auf. Sie ist nicht einfach glatt gezogen, sondern vielfach gebräche» und geformt. Ein Geranke von Wildrosen mit weihen BlLien iiberspinut sie und macht ihr heimliches Leuchte» zu einem tiefen, unaufdringlichen Hintergrund. Ein Zeichen de? BlmeS. das für die Freiheit geflossen ist. Kein Denkmal, ksin Erinnerungszeichen sonst! Nur Kvilpw* beiden Ru bestritten, da. wo keine Wand siebt, stehen in Abftänben drei hohe Pfeiler, ebenfalls aus purpurrotem GlaS. aber dicker als die Wand. Von ibne» träot jeder, fest mit goldenem Ueberfangglase einge- süßt, ein TSart: der eine„F r e i h e i t", der andere„G l e i ch- b e i t". der dritte..B r ü d e r l i ch k e i t". Dies verbindet die alten und»«wen Kämpfer. Ein einfaches Eisentor schließt die Stätte ab, wo nicht mehr geliimpft wird.__ Tcmobilisation und Notstandsarüciten. Dfl �eugebild-te Deputation von 10 MagtstratÄniiysisdern und 20«�.dwero�neten trat gestern unter dem Vorsitz des Oberbürger. meist»,« Wermutb zu ihrer 1. Sitzung zirsammon. PS wurde d-S »c'amw Gebiet der Maßregeln zur D e m o b i l i s a t i o». zum (? m p f a n g und zur Unterbringung der heimkehrenden Krieger, fttrne zur Arbeitslosen unterst ützung besprochen. ES wurden dem MaaPnat die erwrdcrsichen Mittel bewilligt, um die Not- standksrbeiten sofort in Dnsriff zu nehmen: zugleich aber wurde mit b«s»*be?em Nackdru-k die Notwendigkeit betont, daß neben ben übrigen Eraß-verliner Gemeinden und dam Slnate vor ellern bie ffi.'taS-Berliuer Industrie sich opferwillig zur Beschäfti- gung sagst Arbeitsloser in denllxrr weitestem II in fange bereit zeigt. Die ReiatssUitung soll angegangen werden zur Beseitigung der Hmdermffe in der Zufuhr von Kohlen nach Groß-Berlin und zur Auffülnng der Groß-Berliner Kohlenvorräbe schleunigst Maßregeln-u ergrvifen. sichr d«, Empfang der Krieger wurden für jetzt 100 000 Mar? tewtliat: der gleiche Betrag für die Sammlung zugunsten notleidender Krieger._ ZwanASewqnartiernng in SSle». ES ist beabsichtigt, Bürgerguartiere erst als letzten Behelf in Anspruch zu nehmen. Dagegen werden Säle und ähnliche Räume vorcwZGchtlich schon bald Einguartiecung erhalten. In einer großen Reihe von Fällen haben SaalMitzer ihre Säle freiwillig zur Ber- fügung �gestellt. Da? Angebot genügt aber noch nicht: eZ werden sich auch alle, die sich nicht gemeldet haben, schon jetzt auf eine Zdv angSeinquartierung einrichten müssen. Ko»zertsäle werden bei ihrer Bedeutung kür das künstlerische Leben der Haupt- sdcht zu EinguartierungS�wecken nicht verwendet werden. In jedem einzelnen Fall erhalten die iSaalbesitzer vom Magistrat Berlin, Militärbureau. vorher Nachricht, wann ihr Saal in Anspruch ge- nommen wird._ Abbau der Bczugschelnordnuug. Die ReichsbekleldungSstelle ist imstnnde. mit dem Abbau des Bezugscheinverfahren? zu beginnen. Zunächst wird außer den be- reitZ bezugscheinfreien Sachen eine Reihe weiterer Gegenstände schon jetzt vollkommen?on dem Bezugscheinzwange be- freit: Diese Gegenstände sind u a. die folgenden: Scheuertücher, Manschetten.?«schinlücher, Korsette. Schlafrücke für Männer, un- gcsütterte Betlüberdecken und Steppdecken, leinene undichte Gewebe, lemeae Stickerei- und Spitzenstoffc und alle Tülle sowie Gegen- stände daraus, Spielwaren, abgepaßt gewebte und abgepaßt be- druckte Tischzeuge,.i>ragen, Manschetten und Vorstecker, Handschuhe, Gürtel jeder Art, Grmaschen, Herrenwesten, leinene Stickcreistofie, alle sonstigen leinenen undichten Gewebe, Wachstuche und alle dar- aus gefertigten Gegenstände, Stoffstücke bis zur Länge von 50 Zenit- meter ohne Rücksicht auf den Kleinhandelspreis. Bett- und Badewäsch: konnte bisher nur für Kranke, Wöchne- rin»en und Säuglinge bowillogt worden. d»SgI»ichen Aandßubcr. Einzelpersonen(nicht Gasthöfe, Penstonate usw.) ausgesprochen. Ebenso ist das Bezugscheinvcrbot für Matratzen und Matratzendrelle wieder aufgehoben. Eine besondere Erleichterung wird dadurch gewährt, daß für die Zeit bis S. Januar 19IL für jede weibliche Person zwei Bezug- scheine für Frauen- und Mädchenoberkleidung auf Antrag erteilt werden. Ter eine kann lauten— nach Wahl entweder auf Fertig- Ware»der ans Stoff— aus ein Kleid beliebiger Art, als solche? auch Rock und Bluse oder auch ein Teilstück einer Oberrkidung ge- technet. Der zweite Bezugschein ist zu erteilen für einen Mantel (Einzeljakett oder Umhang). Während derselben Zeit ist ferner auf Antrag für jede zu versorgende männliche Person ein Bezugschein auf«inen Männer- oder Knabenwintermantel lWintcrüberzieher oder-uwihang) oder Stoff dazu zu erteilen. Diese Bezugfcheinertei- lung wird im übrigen an keine Bedingung geknüpft, insbesondere nicht an eine DestandZversicherung oder an die Hingabe einer Ab- gabebescheinigung.'_ Tie Berliner Kohlenkrise. In einer Besprechung zwischen den Vertretern dir Behörden, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganiscntionen über etwa ersorder- liche EinschrnnkungSmaßnahmen auf dem Gebiet der Groß-Berliuer Elektrizitäts- und Gasversorgung ist es bisher zu endgültigen Beschlüssen noch nicht gekommen; vielmehr wird der Kohlenverbcmd Groß-Berlin wahrscheinlich erst heute seine Ent- scheidungen treffen. AIS zweckmäßige Maßnehnien wurden dem Kohlenverband zur Durchführung empfMen: die Verkürzung de? Polizeistunde auf shll Uhr, der S-Uhr-Ladenfchluß mtt Ausnahme der Lebensmittel, und K»hlengeschäfte, sowie eine Einschränkung der Straßenbeleuchtung, der elektrischen WirtschaftSbeleuchtung in den Privatwohnungen und Rcst«ir«ntS. sowie die Einführung der fünfstündigen ArbeiiSschicht. Bei letzterer Maßnahme bedarf die Lohnfrage für die Berkürzung der Arbeitszeit einer be- sonderen Regelung, die bereits in Borbereitung ist. Küchsnhontztiicher, GefArntöcher mit m befmdwten AuSnohmesällen. Jetzt wird die Zulassung der Erteilung bpn Bezugfcheiss, Sa Ter„Kindersegen" des BSohnungSsuchcrS. Wie es kinderresthen Familie» der mind«!be»»ittelten Bedölke- runq bei der Wohnungfuchc ergehen k«nn, ist im„Borwärts" oft geschildert worden. Ein soeben vom Heere entlassener Arbeiter, jder sieben Kinder von tz bis 13 Jahre» hat, klagt über | ähnliche Erfahrungen. Die- Wihming wurde ihm gekündigt, nach- � dem seine Frau, weil sie zusamme» mit fünf ihver Kinder an Grippe erkrankt war, die ihr übertragene HsuSroinigunsstzarbeit hat!« her- naehlässizen müssen. Alls der Mann zu seiner Fsmilic heimkehrte, wurde ihm vo» seiner Frau der am vorhergehe»�-» Doge cinge- jr>»ffe»e Kündimingsbrief als Willkonimen de; über däe HauS gesetzten AdminisirMoiö überreicht. Wie eS bei HouStvariistelleu die Regel ist, war für Arb»sts- und Wohwai�tveriraa nur einnronatjgc . BsrtraqSdauer mit viorzchntigiger Künb-giingSfrsst Vereinbart wor. ! den. Zum 1. Dezember soll nun die Familie sich schleunigst eine midere Wohnung beschaffen, aber bisher ist chr doS nicht gelungen. Immer wieder muß sie von HauSwivten oder Hausverwaltern sich nech- der Kindcrzahl fragen lassen, und wenn dann bekannt wird, d«ß sieben Kinder vorhanden find, ist die Wohnung nicht zuhaben. Im„Vo»wär!s" wurde schsn früher und mehrfach gefordert, daß Schritte getan werden, kinderreiche Fami- lien vor Obdachlosigkeit zu bewahren. Die letzte VundesratSvcrondnung über Maßnahme» zur Bekämpfung deS Woh- nungk-mangels schuf bereits eine Möglichkeit. HauSeigen- tum er» das Recht selbständiger VeemFetung zu entziehen. M. Hauswirt« scheinen es geralü�'. anzulegen, daß schärfer vorgegangen wird. Nötig wär'§1 Tie rote Binde deS Schutzmanns erregt einstweilen noch Aufsehen. Zu denken gibt eine Aeußenmg, mit ber ein Schrttzmann sich gegen eine überflüssige Bemerkung wehrte, di e über diese? Mzmchen gemacht Wu t de. In einem Laden, den er betrat, begrüßte fhn eine anwesende Kundin:..Na. Sic trarie» ja eine rote Binde am ArmI" Er antwortete ausweichend: .,T«S ist ja eg«I, w«? man tpägt." ,.Na ja. mit den Wölfen muß ma» heul«»," fichr sie fort' Da erwiderte der Schutzmann:„Ich will ihnen wa? sagen: Bisher waren wir Knechte, jetzt aber hoffen wir Menschen sein zu können." Wie aus befreiter Brust kommend klangen diese Worte. Offenbar hatte der Mann bisher„mit den Wölfen heulen" müssen.__ EimmartirrungsauSwcis kür Bürgerquarticre haben nur Gül- tßcheit. wenn sie mit dem Dienststempcl„Militärbureau des Magistrats Berlin" und der Unter, ebrirt eines Konirollbeamten vorsehen sind. Wer entgegen dieser Bestimmung Militarpersonen oder Heeresruilassene bei sich aufnimmt, kann Anspruch auf Quartier- entschädigiing nicht erheben. Dir Arbeitslosen Grvß-BerfltiS nahmen am Montag in vier Versammlungen den Bericht einer ISlöpsigen Kommission entgegen, die sich mit der Regierung über Arbeitsbesbbaffuiig ins Einver- nehmen gesetzt hatte. Dem Bericht entnehmen wir folgendes: Der Vollzugsrat habe sich bereit erklärt, f» großen'Betrieben, die noch mit lausenden Aufträgen versehen sind, die Arbeitszeit auf vier Stunden pro Tag herabzusetzen, um Reueinstellungen Beschäfti- gunaSloser vornehmen zu können. Die Stadt Berlin will 10 bis 15 Millionen Mark für die Arbeitslosen bereitstellen und durch AuS- führung von Erdaibeiten usw. der allgemeinen Not steuern. Be- merkenswert ist auch, daß die Stadt Derlen der A.E.G., welche sich um finanzielle Unterstützung zur Durchführung der Untergrund- bahnbauten an dav Stadtparlament gewendet hatte, mitgeteilt hat, daß die Firma sehr wohl aus eigenen Mitteln größere Austvendim- gen machen könne, andernfalls die Stadt Berlin die Sozialisierung dieses Betriebes in die Wege leiten werde. Die Grotz-Borliner Otsgruppe» für Franc, istimmrecht vee- enftaltcn eine Kundgebung heute abend s Uhr im groben Saale des Rheingold. Gine deutsche Frauenpartei ist in Gründung begriffen. Der Werbe- auSschuß wird in einer Neide öffenilichcr VeilaNtmwngen, deren erste am Donnerstag, den 28.. abends 71/. Ikr. in den Peachisälen des Westen?, Spichernstr. 3. staltsindet, tkre Ziele beiannt machen. Kuiideiebung der Vansbramten. Der Allgemeine Verband der Deuisgeii Banlbeamlen veranstaltet eoonniag. den 8. Dezember, vormittags st, II Uhr. im Zin'uS Bulch eine Massenkundgebung der Groß-Berlin er Bankangestellten. »ober die Derordunug betr. Zparmrlalle während der Ueber- gangszcit vcrösieiitiichi die Reichsstelle sür Sparmclalle eine Bekanntmachung im StiTjcfgcntril dieser Nummer. ' stelle.— Sämtliche in Privatquartiere gelegte Soldaten werden voe- her in der städtischen Volksbadeanstalt entlaust und ärztlich j u n t e r s u ch t und erhalten einen GesundheikSschein. Em E m p- fangSauSschuß wird dem Elisabeth-Regimcnt bei der Ankunft aus dem Bahnhof den Willkommensgruß entbieten. Am folgenden Tage soll daS heimgekehrte Regiment m den Festsälen des Rat- . Hauses von der Stadt bewirtet werden. - Steglitz. Die Gemeindevertretcr-Sitzung wurde vom Bürger- � meister Bu h r ow mit einem kurzen Hinweis aus die eingetretene j Neuordnung der Tinge eröffuet. Der Steglitzer Soldateurat(in dessen Auftrag unser Parteigenosse Oswald und der Unabhängige Wiese der Sitzung beiwohnten) hätte in der kurzen Zeit seines Wirkens schon Ersprießliches geleistet. Die sozialdemokratische Fraktion ließ durch Genossen A g m a n u eine auf die Neuordnung der Verhältnisse bezügliche Erklärung abgeben und auch die HauS- besitzerfraktion ließ erklären, daß sie sich auf den Boden der gegebenen Verhältnisse stellt. Von den Beschlüssen der Versammlung sei erwähnt, daß für Erweiterung des Friedhofes weitere 30 000 M., für Wiederherstellung deS Platzes cm der LukaSkirche 5000 M., für Neueinrichtung des vierten Kinderheims und die weitere Erhaltung der Heime 13 000 M., zum Ausbau von Dach- und Kellergeschossen 100 000 M., für Anlegung des Breitenbachplatzes L0 000 M. und für Räumung dez Klärbeckens 40 000 M. bewilligt wurden. Hier- Kirch wird die Gemeinde Gelegenheit haben, einer Anzahl Arbeiter Verdienstmöglichkeiten zu beschaffen. Demselben Zweck dient der Beschluß, schon vom 1. Dezember ab für alle bei der Gemeinde be- schäftigten Arbeiter und Arbeiterin»en den Achtstundentag einzuführen. An einmoligen Teuerungszulagen für die zum Heeres« dienst eingezogenen Beamten und Arbeiter der Gemeinde und die UntersckßedSbeträge an Lehrpersonen der Volksschulen wurden vitnd 64 000 M. bewilligt. In die Ausschüsse ssür Arbeitsnachweis und EriverbSlofenfürsoroe wurden unter anderem Genosse Aßmann und der Unabhängige Wiese(als Bürgcrdevuiierter) gewählt. Der Arbeitsnachweis nimmt am Montag seine Tätigkeit auf. Tie be- anfragte Erhöhung deS ElektrizitätSpreisez wurde in der ge- meldeten Form genehmigt._ Lichtenber». Lebensmittel. Auf die Abschnitte 78t 1 Pfund Zwiebeln(32 Pf.). Gegen Voranmeldtma: Abschnitt 73: 100 Gramm lofe Suppen 120 Pf.): Abschnitt 23 I für Jugendliche: 2 Suppenwürfel(a 10 Pf.); Abschnitt 77, welcher bis Weihnachten Gültigkeit [ behält: je 1 Pfund WeibuachtSäpfel ll M.).— In den städtischen ' Ftschtzallen und bei den hiesigen Fischhändkern und Räucherwaren- geschaiten: Au? Abschnitt 2*2(2, I. G. K: Frisch- Fluß- und See- ! fische;?lbschni!t 283 E, I G. K:'A Pfund Räucherwaren: Abschnitt 281 E. I, G. K: Fischt-nserven. Auf jede Urlaube cbezugSkarte entfallen in der nächsten Woche 100 Gramm Nährmittel. Martendorf. Lebensmittel. Auf Abschnitt 22 der Jugendlichen- Lebensmittelkarte: ItO Gramm Weizenmehl zum Preise von 7 Pf. ' Verkauf vom 26. bis 28. Abgetrennt werden die beiden Abschnitte j 22 der Iugendkichen-Lebensmittelkarte.— Ausgabe der auf Abschnitte 74 und 75 entfallenden Marmelade bis zum 28.— Bis zum 29. wird au die in den Kundenlisten der Geschäften ein» getragenen Haushaltungen Nähgarn verkauft. ES erhakten Haus- Haltungen mit 1— 2 Personen 1 Rotte, 3— 4 Personen 2 Rollen, ! 5— 7 Personen 3 Rollen, 8— 10 Personen 4 Rollen, 11— 12 Personen i 5 Nossen. Die Abgabe erfolgt nur gegen Vorlage der Lebensmittelkarte Marienderf gegen Abtrennung der Zlbschnitte F und G. Der Preis für ein« Rolle beträgt 32 Pf. Wer sich in eine Kunden- liste bisher noch nicht bat eintragen lassen, kann dieses noch nach- — Die GeschäftSstekte deS ArbritcrratZ befindet sich jetzt HauS, Zimmer 29 Auflagen und AuLkünste in offen ilich-polstischer Angelegenheit werden in der Zeit von 10—12 Uhr vormittags und 3—5 Uhr nachmittags erledigt. Grsß-Serliner Partemachrichten. vier MitgiseServerfammlungen Sozialdemokratischen Partei finden heute abend statt. Elmrlottenburg. Empfang der heimkehrenden Truppen. Unteckuns! wird den Truppen in ersw« Linie in 25 Schulen mit 8080 Lagerstätten geboten. Dazu treten die Privaiguartiere, von denen bisher üOer 1000 dem Magistrat angemeldet sind. Es ist wünschenswert und ist zu erwarten, daß»och weitere M,Mungen er lolgen. Außerdem sind Säle und Läden für die Unterbringung vorbereitet: in den Hotel? und«kzastwirtschaften ist die Hälft« der Betten vorbehalten. AIS letzte Reserve bleiben für die ÜnterKin« gung noch die Kflchen übrig.— Auf Bahnhöfen und in deren Nähe sind EcsrischungSh allen und Berpflegungs st eilen eingerichtet. Die Perpsteaung der Gfl.gumitierton erfolgt in d«, GimnisrHmnwiflflfDlcn tziÄft, wo die Msssenspmsung alle Borbeosi- tunaen getrofs�i hat. Die in Pripatqua rtteecm untergebrachten Sfldaten echaltsl Gr« AervLegung in der nächsten Spstsungü- der Sozialdemokratischen Partei finden heute abend Näheres im Inseratenteil! Sammellisten für den Wahlfonds der Sozialdemokratischen Partei können bei den 5kasstelern der Sozialdemokratischen Vereine in Empfang genommen werden: Berlin I: Max Bolzmann, Lindenstr. 8(Laden) Berlin ll: Gustav S ch m i d t, Värwaldnr. 42 Berlin III: Georg FelSmann, Lindenstr. 2 Berlin IV: AlbanWelker, PersiuSstr. 1 Berlin V: HugoSnhr. Mulackstr l9 Berlin VI: H e i n r i ch U m l a u f. Putlitzstr. 17 Teltotv-BeeLkow: Älex PagelS, Lindenstr. 8. Niederbarnim: FranzSchlemminger. Weißen- see, Ptstoriusslr. 2i BezirlSsekretariat: T h. Fischer. Lindenstr. 3. Genossen und Genossinnen! Beteiligt Euch rege an den Sammlungen! Wilmersdorf. 2)icr«tiifl, den 20., abends 8 Uhr, im Restaurant„Stadtpark', Kaijerallee 51/52: Mitgliederversammlung. Vortrag des Matrosen Genossen Gucker:„Amerikanische Freiheit"- — Frei« Aussprache.— Di« Ueberwachung der Gemeindeangelegen- hciten. Gäste willkommen. Steglitz. Am Mittwoch, den 27., abends 3 Uhr: Versamm- lung der sozialdemokratijchen Partei im Gymnasium, Ein- gang Heciestraße. Genosse Franz Krüger spricht über „Deutschland in der Revolution". Treptow-Vaumschulenweg. Heute abend 3 Uhr: Oeffeutliche Versammlung im„Sprecgartcn" in Treptow. Tagesordnung: „Nationalversammlung oder Bolschewismus?" Redner: A. Gr tisch und Ernst Heilmann. Die Mitglieder und Anhänger der Sozial- deinokraritcken Partei Deutschlands werden ersucht, sich sehr z e i» tig einzufinden! Wciffcnse«. Heute 8 Uhr: Volksversammlung in der Borussia- Brauercr. Tagesordnung„Deutschland in der Revolution." Reinickendors. Heute Dienstag, abenps 8 Uhi, finden zwei Öffenilichc vom Arbeiter- und Soldatenrat ein- berufene Vertammtungen. und zwar in den H u b e r t u S? ä l e n, Netn'ckendors--Osi. Pcovinzstr. 77 79. und bei GördeS, Reimckendori-West. Waldstr. 5»,61. statt. � Wir criuctien untere Genossen und alle.BorwärtS"-Leser, diese Veriammlungen zahtreicki jii beiuch n. Die Sozialdemoklotischen Vereine für Reinickendotf-Ost- lind Wcs! (S. P. D.). ?ugenüoeranftaltungen. Berein Nrbeiterjugeud, Abt. Nenkölln. HcM» BienStagi abends 8 Uhr, im Pugendyrim, Berliner Str. 86/87 pt., autzerordentllchc Mitgss cderveflamvilmr g. Vortrag deS Genossen Rüdiger:.Die gtgtnrototci Sttuatiou. Bireltilon Max Roinliardt. Deutsches Theater 7: Der Kaufmann van Venedig. Kamnierspiele VI, Uhr: l>ep SoSm. Kleines Schaavplciisaas Foti»n»na*r*l» 1, PorOal 5. Bnin«flWn Mal», 7 IThr Der Brerü tat«pernfean». Theater fflr Dienstag, 26. November. Palast-Theater *'/. ühr: Ber fiikajlo. Centrai-Theater Uhr r,,: Sie Euse m Stastel. Volkiböhne Th»«iK»r mm IHlI«irp DMV!iei»n rri»I7SstDck M Mi i!tt. Vorher erftfi. Spezialitäten. Sonntag 8'),; Ter«äugltng. Oeatsche» Opernnaa» 6 ühr: Parsifal. Frledricli-Wtlhelaist. fbeater ti, mm: Hannerl. Das Dreimäiderlhaas. II. Teil. Kleines Theater N?MEm.it!öÄkW Kotnivehe«per 7%�.: SetiffsnwililffläilsL 7\ Uhr l.astaplcihttnn : Sie spüüiscöe kW. Metropol-Theater : Bie Faschlngslee 7U. 10 Iie»ldenx-Theater m.mir: Sjekerpolts ErSea. Nehllier-Th. Chart wir- gas KoHzerl. �Thalla-Th eater 7V.: üntor tier hiDhenden Linde. Mictwoeh SV, Wir; Die Rais» Ins StUaiHtriMltnd. Theater am Nelleridorfpiatz SV.Dhr: iphlMnie auf Tauris. 7 Üh Ihr: k.4- Theoter des Westens ?'/. mu: sie tiistfp Witi9e Morgen tühr: ftsehenlirCdel. T�ater dsr Frisdriciistad} E»ke Friedrieh- n Uriesttr. Nwiden«40. T&glieh 7'),: »on HSHendor?, Cleron, Georg, Ougustin. Holms, Laskowski.«, Sonnt. 3'/,; Hansel u-Gretel 1.2, 7V- Uhr: joggst der Starke� Rose-Theater. Gastspiel des Friedr.-Wilh.- Tlionters. 7V, Uhr: Das Preimiider Ihans. Luisen-Theater. Lehre Nussübrnnnen I 7V,: Khriiehe Arheit. Sonnab 3: AMeheahrSdel. SonnI.S: Ferien d.cggeniireolits Bon Eonnt. 1. Dez. ah addS.?V,: Wesu w»u im .Hifc.*.-,; Wv-'iifc � —--- National-Theater. CöpenicVor Str. 68. 71/, Per groBe Opcrettenerfol«! Keoes Opsrettsnliaos 7V, Uhr: Die Glocken von Cornevllle. Wallner-Ttaeater. 7V, Ua Gral(SabeniehtM. Mittw� Donn, Freit„ Sonnab. 81/, Ohr: Der M&rckenwatd. �onnt. 3V. Uhr: Fröhllnaslaft. ISchlllerMaal(Schilleitheater Charlottenbrirg). King. Bieraaiekstr. HO, Dntergrnndbahnhof Knie. Heute Oleiislag bis 29. Novemutir inkl. täglich 8 Uhr: MARGE LL SALZER HeltereAbende ♦ Zweite neue Äuslosa der heiter»tcn Stücke! Karton 5, 4, 3, 2 M, b. Wertbeun, Hchillerth. Tagee- kasse sowie Abondkadso ab 7 und Amt U bland 139 Sonntag. 8. Pexcniber. 7V,: Beethovensaal Oi'öi Iß!l8 Tdpv i| DircPttonCogt tNeinHarA/NuüolfSernauer Sonnt. 3'/,: Käneel u. Grete! I. Z, L Walhalla-TheateL i' NSMZzMMyaUS Morgen, Mittwoch, öea 27. Noobr. t9tS» Uhr» Aum SS. Male: Af IlljN» UsAf ILufrsplel In z Uhren von Kuctolpb Scbnnter und kmft llltlllcb. Hauptdarsteller: �2 Erika Glaeßner, Hrete viercks, Olga IT-J,, Emil Strron, Eugen Sarg, SeonHacA Kastel, Ernst pröckl, ReiuH. SchünzeL kl-ioievlieds. Vorverk. r. 10— 2 n. ab C Uhr. JSiai& Ä-Ä Cf? Lr» Sonnt. SV,: Sludsntenliabchen r--- p czn PIc-ÜEndorfplcl'j� ' OüIo�t. s Lü ytj?v 2305 ?-/- Uhr j ErsikSassig© Spezialitäten Satnelen haben freien Eintritt. T&gl.?V,. Sonnt. 3V,a-TV, Das eretklaasige Zirkos-Programm. Znm SoblnO: ©bereis, Phantaatisohe TFaaaer-Panlomlme Sonntag 3'/, Uhr: Hhnael und Gretel. l.etxte Woche! Henry Bender Gisa Kolbe Otto Röhr Humorist am Flügel sowie der greSe bante Noveraber-SpicJplan 12 Kunslkrätls 12 Äpilo Priednohstr 218 Dir.. Jaraes Klein 7V. Sannl SV, u. 7*,! 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Di« Koliegeo de« Firm Paul Mcydauer. Die vinischerung findet s a« Miitmoch, den 27. S». cwdti, nachmitlaz« S i» ideemaiernun „«che»»n. W»»» «i« — Dchirr diese« 1? / lllrchierstchei»©«aerraerde«. Z aiv»ach über nniftkvigvm.: 'cdioetcni»»»;; iU»« Mann, un er liebet! gmer Daier, Eobn und chroder, der Landsturnrmnnn 1 IfiShQlmEKS®! !nrz vor seinem 47. Leben«. jähre om Eonniag, d. 17. Sio. j oember, morgen» 8 Uhr, iq Rc'.-Lazare» tllin«boi( t.® In firfer Bctrllbni«. Anna Eue geb. Schlnch»«r«M teik*» 1 r in».«.'«fit K«, u»fm M»«< I.'A'mser, Tocht«.! and SrotzinnNcr, Frau Klara Möller geb.<>i»ede. Im Namen der Hinter. bliebenen i-Job «udoll Malier nebst»Indern. Beerdigung: Donn er« rag. SS. d. Ml«, nawm.!i>/, Uhr, nov der Leichenhalle de« ' Hcstig- Mreuz» Zirrchhos« m !ls«rie»»»rs. Tanksaftnu�. Für die vielen stranz pendrn und die überau« starke Teil- naijne bei der Beerdigung rneine« bebe» rdatten und B«!erS vtto WlrkteSi age ch bietatit««»» Ter»»«,». n, xrenuden,»rii»,en UN» Siekwide*, mdbeiendere kw tduchvWtden Kund an stall»r. e«U« n. So,«ewen deiHlichlttn Darrt. Im Äoree« der HinierAkchcnen Ftm Ejirnbekk Viihn» geb. PrMOitar, nedft Tochter Erna. UOD £ Sozialdemokratischer Vereis für Verlm Arbeiter, Parteigenossen und Parteigenossinnen des G. Kreises! Leider ist eS uns nicht gelnnge»� mehrere grotferc Lätc heurc zu �ersanimiun�cn zu betomM�'«. Wir crsnchen los ohne BerofsstOrung j j in Or HomeTwr& Co.; > konz. Labor, f•lutuntora. Fäden im Haan osw. iFriedriÄSlS"�. I HvAiror mS 1 m. i-m. Smma. «n«. I«-l. »'Se&taU MM MWMMMM ZZcrwaltungSftrllr Berlin— Iii S4. Linienst«. Fl!— 85. ©rfchäjtajcft von 9— 1 Hbr und Bon 4— 7 Nbr. Teitphon: Amt Norden 185, 1239, 1987, 9714. Tonnerstag. den L8. November 1018, abends 7'/, Uhr,, »Versammlung der Metall- und Nevolverdreher sowie Dreherinuen. ftn GewertschafiSbans, Engewser 15(Saal 10): Tagesordnung: 1. Bortrag de« ttollegen F. Carl. L. SSahi des Arbctterrates« s. LcrlchiedoneS. Kollegcn und Kovegwnen I In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist e« Pflicht aller, zahlreich und pünktlich zu erscheine»._ Achtonc! Achtens: t Schmiede der Kleinbetriebe Donnerstag, de» 28. November, abends 8 Uhr, Versammlung"WD w BökerS Feftsäien, Deberftraze 17: Wahl zuin ülrbeiterrat. Da« Erscheinen aller ftollegen an« den Innung«-. Karosierte. i lonsttaen jtieinbciricben, auch der bi« seht unorgalitfielten. drnigeni» crsoidcrtlch. 122/4 Die OrtKvcrwaJtans. S�löträtT ani) Öftafs jtnoffa! Grobe Versammlung am Mittwoch, den 27. November, abends 7 Uhr, im Nordpalast, trösliner Str.«. Tagesordnung: 1. Die Lohn» und Akkardbcdmgungen in unserrr Branche. L. riSsuision übe: die SluSschag/rage. g. Verschiedene«. 122/0 8« ist Pflicht aller Kollegen, pünktlich z« erscheinen. __ Die I«r«ncheiiUo>nn»l»>al»»»»rcidcn am Vonnadend. den S«. No- vom»er. 2 ltdr uaehmötiag«. nach der neuen tzelbartiltreie- Kake-'w w.k.n, MazajW»- ftr.g feien die A>P«ria»!«i. jzimmer) zu»rJ�taeen. Der ver-eiflig« SluSschnh: EodeSt«?. Gomteit. Soldaten� Täglich hohen Berdienft fv« keldalen u»t H/i»bl»r mit der otBrtea MlStlMeii „KeLi Arw*itsr-a. Seieatenral*1. iL Horot A Co.. KO, Dehmannstrefi« 28.• �r. Pohl, Alltf.ZMckWRktzkiw;, v»r&yg*m hier®«- l.ntWor- Strate J9,»rJr« M«t.:-tra8a, 10-11.4%-«. Sonnt.voTheTAB- raeW. 11.-12. 1«L lAtzow THrlü. Speziaiarzi Di*, med. l.aabs d-ch. Wliiell. giündt., vz�gl. ächmCTuls« iL oauc®ern4€?ret. Geaehisristekrsnk/stn, phtkno N»nt> Horn-, fma«P.t»t«er.. Sehwiioho. Nomwlchwlt Weich od«, Hepa- und MeKunzorstickuno. Ach-It. m. m°,TA Sur. 1 0— 1 iL 4—8, t onnt. 1 0— 1 Spesrfalarzt De. med. Daach«, Haacieo, Filsiriikstr. fifl WWU WWWWWMMI>*»••* ffr IgKtUO«, Ham-.l'iaiKenlt!«/;«, feisg.: ftren. Aölle Cchmml»*, Si-iHde Pftwadl«.»b»c Bernit» ftteung.dd«rach!; zoh.reioii pochdcftrllnnzcn hewofttn»»»**»ni« ne« die Srauchb.grkcit. Bertaiddprei«! Pmhet JOOfir. 1,S«. Drobcuost- JHRhet JIO Fnok& 1.—. Bei Nehrrnwaoms höheren B»»»N. mgr«Senscrtrehnn mik ftodviBai«: Kivwrs G»ss.WMmmtU»Zz�tb°i ' Gioftisten und Benreter gesucht. lleat» yusliiät electris ICanl«. Beste Oiizliillt Soa'bliam. la Porsiaaer Klaue, la Aitracl.ta Sehp prelawert. Alle Arten Faishs von 250 JJ. an. Sknnkä, Seal, litis. Feh, Steinmarder.• Fsselie Pelz-fißle iedtrlalcM von'7S JEnrk an. «ianlelkracefl alle Fsilaptsn»on TS TS. bil BssStza. Einzains Faü«. Wiener Felzhans leipzipr Str. gegenllherd Seidenhaue Micholt Spssklarst Or. med. ioedeDtall ftWrtdnlr.BMÄatJ/; {Cr9)rphHl»,Hani-«.l»mdMiiol8»« HlutuntereiiWiuRgcn. Sehualfa, sisetiro, eekmertldM Neilvng ohne Baruittiflrmif. TaHmiü�g� Sp�eslaJarint D?. msd. 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IM»•■• MftvtMs dor rech Ä«iP»««»»ndnt«.-.»S« ete chv«s»üst ie*i" w�liiiiwoiat, we.A«0.««cf ÄLig»er AetaSe kuoch vach «u e» w»» �voW i«°a.� > fid»'««-ml t>Mb fe« der Peisftdeanstragt«» vom IS. �cceMkec 1918 WMchaeddeoe« tiS dßch,»erf da« A««drn K«ch«ch der Vtti utkPb&KH geoechnel: gthr aste am lt. Ziovewllrr derhartrntn Battube.«n n-ch nkcht Derfr>Mtf!?n stWnttm i.rtti n«>W»!>ender VirWWßws, die atrl Btii.jSinng ife«rtw««tc»»agunaüi de» /veichzfiSiuS«4-uf*tar«,[ewe.i trs IStiollt tu'.)!»ochiveisiich ja dem' 4« t» Xuatechuus auSgew och«,«, gwerf inzwischen und tkrtat/e* teerte« fiud bezw. noch»drnrciidet wah wOfj;. Kstrt-Kr fiftrn ZNchfl Mek Whtminiuin SB. vj, A sij. M. «8r|no«b>Te!S sth IfWlff»i« W» 12«, M 430 ©«tTkUi«. 1IW,(/;.? V»>6 ISTch lifl B30 Swaach.Aiwfinyeer. flu 188 lej.... SBoefttteeiii«?W,rdn düngen, Knote«es all« genannten Mctate, z. B. gern 5« In UmocnSuiez ffu »tq«m>en Jftrmw;, 100 800 800 SO 100 aal Segimmgeit und Veichin- Jeftatisn Soeu« der vorstehend ZuiEiech, Löiziun ujw- sinn- n nug ist(U "äzXi ;u dr sttge». die nicht gewill! find, die von dieser Berordemn, bee»«»encn SodMN. Seatenm«* und«er- Mttbaftfcw zum Gö»»dpert« zu oerwenden, habe» beh»s§ kSstviM!«,!« der Me«s»„ zuin nrDmSnaltchr« Zv- me/Sser/reipretS au die!trt»a«ni«stakl''Ä!:»engefrllschaft et�-fAriebou«« Vrieft?» bi« zu« 10. Dczcmivx IM«««-»-«0» an die«4»»«»>»ve>'o«dastc da» Srl�iSrol!- *Kftr.i>«e*"ng«ll4d.4e-lA.li,, H),»«iin W 9, yotchvamer «»«che 10/11. in» MfcMtf ru, m„ »«fwten, die dioft«doaerlwunfl betrefft«, find an die Metall. Meldestelle der«lrie�re-.fer-zoblMUi», �oesKüvstM, Bttliu Vf 0, BotSdamer®tr. 1#/ 11, Berlin, den 18. Reotasdec 1918. cht ÄeoOrdnung !ioW>echa«>ftlnni l, ja vichhwk Kevtmdee MW JcichsM fSr die VirMsMiche ffttrtllnülnttg. y», MtUpi Pfcrdeverkmif. STm Mittwoch, den»7. Reveniber, dorm. Xv Illir, ihihet im Griatz-Bflerdsdevat da« GardetorpS in Berlin, Be«ne.Ansr!ft.»oi,>ti»S»dk»mbera-Drras?e, ein» ZerßeiserMg vo» Melde» ailek Klkffe» gegen Barzahlung statt. 282/12 Zngelafsen werde» n«? Bandwirt««uh Gewerbe- treibend«, dt« im Best» eines amtlich beglanb-zten RachwetseS fi-d, Hündle« find nicht»ngelaffe». Der Ver- »auf findet in dw Meschinengewehr- Udtselung in der RricfCMfiTolzc, gegeKÄko» der«lugufta»«< ftajewic stall. Swag-nhschn-S-tdft'-fte« der AKien 43 und IM. Der Soldatenrat. B a n d» l 8 k tz. B a»« d»«n. SjieÄslsrxt 5?. meZ. KejkhK7lil. ßi Kennen Sie � P die Wohltat p- eine: i.eibhlndeT Sfimtliche System© am La�. reep nechMälianlerüR. eowie ßfiichöandagen � Artikelz.llielt»- unee/ch A«80!., nach außerhalb»eeschiefim 1, W SpälalarsS Dr. niesl. Maedick«* Haut-, Harn-, Geechiechtal.. Bluitinteronchff. Frlodrlchsir, 187-188(«k. d. r.ohrenetrnfie, ü»t«rgrdh.)H-t.d-T. Sch 11-1. Wie ein Wunder! fÄ;ahr.Baussalbi j jed. 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Gleich. stellung der kaudwirljchaft« lichcn mit den indns'rictlen Arbeitern und Eihöbuug dcr Boütöge aus L vom Huudcit. 2. Festsetzung deS Voranschlags für dos Jahr ISIg. 3. Wahl des NechnimgSauZ» schusseS sür die ylüfuug der JabreSrechnung jür das Jahr 19!8. 4. Beitritt zu!* Verband der Krantenkasjen im Bezirk de» Oberversicherungsamts Gr.- Berlin. DieHerren Ausschuhmilglicdcr werden zur Teilnahme an dieser Sitzung crgebeust eingeladen. Ber lin, den 21. November 1918. Allgemeine.OrtSkranken- lasse Niederbaruim. Kühn. moderne ss-orm, seinslcS Seiden- sutler, billig abzugeben. sggL* Bit:»:«?»' lituzsn Kaiser- Wlibeim- Sirahe IS am Alerandervlad. Zi�ai*eHen OEF liefert preiswert 4812* Zigarettenfabrik, Schwcdtcr Strahe 13. Tel. Norden 1366- Zahügabisse, Platin, Gr. 7,80, kauft m, kr im VVajfner, Kalseritr. 18 I(Alexandcrplutz Zlgaretlen lOOO StHok I r. o. M. M. 175.—. Zigarren von 56 Stück an zu bel. 700—, 1000.—. � Nur an Verbrancher und Siestaurateuro. 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Vmtschafitich« Beziehungen der Glredsdxaten zum Reich. Da»«Oh«öf< nicht er«rt«rt. sondern entschieden und ab«» schliffen»erden. ?«rsitze»der Ebert dringt mit dem Vorschlag durch, daß mit d«« Referat zu beginnen und dann eine Gruppierung vorzu- nehmen sei. wie fie EiSner vorschlägt. Staatssekretär Golf: Da die Teilnahme der Vcr. einigten Staaten am Krirge sich als ausschlaggebend erwiesen hob«. hätten wir unS mit unserem Waffenstillstand»- und Friedcndange» bot auch an sie gewandt. Außerdem habe Wilson als einziger ein ehrliche» pazafistifchcS Programm vertreten, während alle anderen Gagner Imperialist-.,, feien. In unserer Lage sei aber die einzige Retlung eine entsehieden« pazifistische Politik und damit Emdäm- «ung d«S Imperialismus Amerika» Forderung sei, daß jn Deutsch- istmd Ruh- und Ordnung aufrechterhalten werde, sonst drohe«S nach den Worten Taft» mit dem Einmarsch. Eben jetzt sei eine Antwort Wilson? eingegangen, welche Versorgung in Aussicht stellt, weu» die öffentliche Ordnung aufrechterhalten wird. In England habe die hochfahrende SiegeSstimmung gesiegt. Herrsch« w England EiegeSjubel. so sei in Frankreich der Sieges- taumel au der Tagesordnung. Seine öffentliche Meinung dränge vor allem auf Unterdrückung jeglichen Bolschewismus, aber es scheine fast, als wolle man in Poris gar leinen Frieden, sondern hoffe durch Förderung deS Separatismus das Reich zu zerstören. Jn Polen sei das Bestreben der Regierung, die Liguidation der deutschen Ok- bupation ohne Blut zu erleichtern.obwohl die VolkSstimmung an- der» gerichtet sei. Jn der Ukraine scheine sich der Gedanke de» ruf- fischen Föderativstaat» durchsetzen zu wollen, wenn fich auch Gegen- bestrebmigen bemerkbar machten. Rußland sei von der alten Re- gierung im Interesse des notwendigen Friedensschlusses anerkannt worden. DaS Ende der Sowjetregierung scheine bevorzustehen. Zu'ammenfaffend kommt Solf auf den unbedingten VernichtungS- tmllen Frankreichs zurück, dem separatistische Eigenmächtigkeiten im eigenen Land« in die Hände arbeiten, so. wenn der A.- und S-Rat m Hamburg selbständig Beziehungen zur Eowjetregierung an- knüpfe oder wenn von anderer Stelle unser Kurier des AuSwär- tigen Amts auf der Reise noch Wie«-erhaftet würde. Er habe mit seinen Beamten loyal unter der neuen Regierung gearbeitet, aber der Vernichtung de? Reichs könne er nicht ohne Protest zusehen. Sein« einzige Hoffnung sei dies« Konferenz, denn die heutigen Vcr- hSltnisie zerstörten alle FriedcnShofsnuagcn.(Mehrfacher Wider- spruch) Die Konferenz müsie unbedingt dreierlei beschließen: l. Die Zentralgewalt darf keiner Kontrolle unterstellt sein, welche die Einzelstaaten nicht anerkennen. 2. Die Auslandsgeschäste dürfen nur der Reichsregierung ob- liege«. ». Für die Nationalversammlung, die nicht w Berlin, sondern an ei««« zentrwl gelegenen Ort zu tagen habe, mutz ein baldigster Termin festgesetzt werden, denn was heute vorhanden sei, könne nur als Provisorium gelten. Solf schließt mit den Worten, daß er dann an eine glückliche Zukunft der Revolution glaube und fie nicht um ihce Früchte bringen wolle. Hierauf erstattete StaatZsekretär Erzberger sein Referat: Er berichtet zunächst über den Entschluß deS KriegSlabinettS, am 8. November dem französischen Oberbefehlshaber die Kapitulation Deutschlands auszusprechen. Die Verhandlungen führten zu dem Ergebnis, daß Elsatz-Lothringen entgegen den von Fach mitgeteilten Bedingungen nicht als besetztes Gebiet, sondern als selbständiger Steat bezeichnet wurde. Die Punkte, in denen die Bedingungen eine Milderung erfuhren, waren: die Verlängerung der Räumung». fnst von SL auf 38 Tage, die Ablieferung von 5000 Lastkraftwagen statt 10 000, die Bestimmung, daß die Rückgab« der deutschen Kriegsgefangenen im Piäliminarfrieden geregelt werde, endlich die Zufichcrung der Versorgung mit Lebensmitteln. Vorläufig wickle fich die Erfüllung der Bedingungen verhältnismäßig gut ab. DaS Kriegsmaterial werde ordnungsgemäß übergeben, dagegen konnten nur 3000 Lokomotiven und 100 000 Wagen abgeliefert werden. Die Abmachung über die deutschen Kriegsgefangenen mildern zu können, erscheine hoffnungslos. Die Rückkehr der Gefangenen voll. zöge sich normal, unmöglich sei dagegen die Rückführung der ge. fangen«» Russen vor dem 1. Februar ISIS. Jn der Lebensmittel- frage fei gestern zum ersten Male eine entgegenkommend gehaltene Depesche von Clcmenceau eingetroffen. Er verspreche fich auch viel von der Ankunft HooverS in England. Er zweifelte aber entschieden an der Möglichkeit, die RäumungStermine innezuhalten, und be- fürchte, die Entente suche einen Rechtstitel, um in Deutschland einzurückeu. Hieraus ergibt sich nach sein«« Anficht d« dringende Notwendigkeit deS Präliminarfrieden«; feverer»rt»fft er von einem solchen endgültiges Aufhören deS Blui» vergießen. Heimkehr der deutschen Kriegsgefangenen. Wahrung der Rei«bSeinhek. Im Fall« seiner Verzögerung befürchtet er Nach- teile durch längere Besetzung der linksrheinischen Gebiete und durch Verwirklichung der polnischen Ansprüche in Posen und Oberschlefien schon während deS WasfenftillstandeS. EiSner erklärte daraus: Die Referat« von Solf und Erz. berger lassen wirklich nicht? davon merken, daß inzwischen die Re- volution ihre Arbeit getan hat. Sicherlich wollen wir den Frieden, aber ihn erreichen werden wir nur durch völlig un- kompromittierte Männer. Man fasse sich an den Kopf, wenn man die Namen der WaffenstillstandS-Unterhandler lese. An ihrer Spitze ständen Leute wie Erzberger, welche die Welt- Vergiftung der öffentlichen Meinung orgamsiert haben. Solf hält Berbandlungen mit Wilson für angebracht, ohne zu bedenken, daß er dadurch die anderen unserer Gegner für minderwertig erklärt. DaS muß ja beide? den Frieden zum Scheitern bringen. Er könne die Tängleit dieser beiden Männer ncht anders als Konter- r e v o l u l i o n nennen. Er kenne die Entenie nickst aus Zeitungen, sondern mi» persinlick�n Berichten. Ihre Fordernngen find: Mit Männern zu»erhandeln, die nicht zum allen System gehören. Etemenceau hat erst neulich erklärt, die Ursprünglichen Waffen- stillftandsbedingungan gälten nicht de« dentschen Volk, sondern Wilhelm II Der Kaiser fei gegangen, ihm mühten all die kam- prvmrttierten Männer nach Holland folgen, wenn fie nicht wegen Lande», und Volksverrat« angeklagt werden sollten. Solf, Erz- berger und ihresgleichen seien für alle Zeiten erledigt. Die zweit« Forderung dar Enteute sei, Männer an dar Spitze der deutschen Um das wirtschaftliche Leben Drokschkcrii&Z aufveHßzusrhslien, die nngestörte Versorgung dz» SaitbeS mit Lebensmitteln und Rvfi. j stoffen aus dem Ausland zu sichern und die deutsche VolkSrepuiÄk I kn In. und AuStand kreditfälhig zu erhalten, ist das Ford» arbeiten aller Banken, Sparkassen und sonsti- gen Kreditinstitute erst der bisherigen Enrndleg« und in der bisher-stw»! Form un-bedc ngt erforderlich. Jn Uebereinstim- nmnq mit den Vertreter« der deutschen Evnzelstaaten erklärt daher i die Reichs regierung, daß jeder Eingriff in die geschiistliche Tätig» ! Zeit der chreditanstalie» in unterbiete«« hat. Etaatesekvetär Schiffer vo-m Reich« schatzami weist aeckf dir? ,, K e s e tz I« s e der Fina-Aggrchdarid« deS Reiche« hin. Z« lam»e iWet sei rr* d«S deutsche»»5k und nicht gegen«nen«ngelnai Unte»- 1 r�fetfote*•-ichcwb-e« mußte Jim Zusammenbruch der Awanzen Händler.! führen. Daher fordert er an«»ein Praktischen Gründen die Na- Eberl bittet um die Srlsubnis, den Gesandten Deutsch- tt« na lv er sammln ng.®n- entwickelt ein groß?» Fnianzpro- Oester, eich«, Lud» Hertmann vorstellen zu dürfen, der als Gast gramen, in dem sckärsste Bekfiaip-ung der Sdiuerscheu, große Regierung zu sehen, di« das Vertrauen der Masse genießen. Wir' brauchen eine ReichSregierung, die ohne Hemmung eine demokratische und soziale Politik treibt. Außerde« schlägt er die Ei« sühnung eines provisorischen PräfibiumS an Stele de» Bunbesrat» vor, das alle Verhandlungen nnt der Entente führt. Nur«uf Grund dieser seiner Vorschläge könne der Separatismus unterbunden werden, den er in Bayern bekämpfe, der aber stärker sei denn je. Heine-Nnhalt setzt sich für Erzberger ein, der immer «in Mitkämpfer gegen den Militarismus gewesen sei. Die Entente der Versammlung beiwohnen werde Hartmann dankt für die freundlich« Begrüßung und be- tont, eS dürfe kein Präjudiz fein, wenn er heute als Gast hier weile, er fühle sich schon völlig zugehörig.(Bravo I) Geitner-Kotha sindet die Verteidigung HeineS erklär- lich, da ErAbergerS Sünden auch HeineS Sünden seien. Er sieht das Programm in der Frage: Ist un? der Frieden lieber als der Sozialismus? Wir müssen für Sozialisierung sein, selbst dann, wenn wir uns dadurch eine feindliche Besetzung zuziehen. llnS steht da» Volk über dem sogenannten Vaterland und dem Volk kann nur der Sozialismus Helsen. LipinSki-Sachsen erklärt: Solf wollte im Interesse de» Friedens all« Sozialisierung hintan stellen, wogegen schärfste Ver- Währung einzulegen sei, ebenso wie gegen die Einschränkung der !?l.» und L.-Räte durch die Zentralstelle. Die Nationalversamm- i lung kirnne zurückgestellt werden. Bis die Vorbedingungen für sie | geschaffen seien An eine Einberufung des Reichstags fei nicht zu ! denken, denn er sei mit dem alten Regime gefallen Die sächsische Regierung will zur einkeitl'ck.en deutschen Reuubksts kommen, und zwar unter Anschluß von Deutschösterreich. Alle» andere sei als . Provisorium zu betrachten. Eine Aufschiebung des Sozialismus i zugunsten des Frieden» dürfe keinesfalls stattfinden. Beigeordneter im Auswärtigen Amt KautStY unterstützt EiSnerS Forderung einer Regierung, die vom MehrheitS« 1 willen getragen fei und keine kompromittierten Männer enthalte. i Die Fried'nSbedingungen würden nicht so hart sein wie die Waffen- � stillftandSbedingungen. Pazifismus sei allerdings die Aufgabe der j Männer der Regierung, dürfe aber nicht von einstigen Kriegshetzern getrieben werden. Er bedauert, daß die noch nicht festgenommen feicu, die durch die eben veröffentlichten bayerischen Bericht« so schwer kompromittiert seien. DaS würde dem Frieden wahrhaft dienen. ll l I r i ch- Hessen erklärt, da» alte Regime sei durch die Sol- d-rten gestürzt worden, denen sich dann die Arbeiierräte anschlössen. Der Kapitalismus müsse liguidieri werden, aber erst handle e» sich um den Frieden. Unkolnpr»m!tti«rte Leute zu seiner Herbeisüh- rung seien gut, aber selbst unter den Unabhängigen schwer zu finden. DaS Reich muß bleiben, aber eine Berliner Diktatur gefährdet eS aukS schwerst«. Wir wollen nickt von Berlin loS, sondern mit Berlin gemeinsam arbeiten. BiS zur Nationalversammlung seien dir Arbeiter- und Goldatenrät« d.oen Ersatz. Daß die Reaierunq dw alten Manne, zun, Teil im Amt behält, wäre doch selbstverständlich, eibenso wie die Bcibehal- tung mancher BundesratSmidgliev-r als Informatoren der Einzel- staaten. Süddeu tschland fei für größte Beschleunigung der National- Versammlung. Jn Bilden seien die Wahlen zur Landesvensammlung aus den 5. Januar festgelegt, Württemberg beeilt sich ebenfalls und in Hessen wird der Termin Mitte Januar sein. Gegen das von visner vorgeschlagene Präsidium hätte er nichts einzuwenden. » Die Nachmittagssitzung wurde eingeleitet durch den VolkSbe- aus trag wn Borth, der die jwnstituaxrte für notwendig erklärte, aber vorerst die A.- und S.-Räte als Vorparlament berufen will. Präsiden! M e r g e s- Braunschweig wendet sich scharf gegen die Konterrevolution, die schuld sei, wenn ein Tropfen fließe, und gegen die KerenSki-Taktik der Regierung. Die Regtermig müsse vom VolkSzorn weggefegt werden. Ebert verweist darauf, daß die Regierung vom Vertrauen der Parteien und der A.» und S-Räte getragen sei, und daß an dem angeblichen Befehl des General» von Armin, den der Vorredner zitiert hatte, nicbt ein Wort wcchr fei. E r i s p i e n- Württemberg warnt vor übertriebener Hetze�gv- gen scheinbaren Bolschewismus, erklärt sich aber uneingeschränkt für die Nationalversamm lung. Er wünscht einen Ge- richtShos für die Schuldigen am Krieg. Geis- Baden spricht für baldigste Nationalversammlung, weil ohne fie kein Friede möglich sei. Ei! n e r warnt vor Durchführung deS Sozialismus im Augenblick der Zerrüttung. Er bezeichnet die Arbeiter-, Soldaten- und Bauernräte als die Grundlage der künftigen Arbeit. Die National- Versammlung müsse Krönung deS Gebäudes, nicht Grundlage sein. Die Regierung sei rein sozialistisch umzuformen, das AuZwärttae Amt mit iinvelasteten Männern zu besetzen und schkteß- lich ein Präsidium zu wählen, das Deutschland vertrete und mit der En irrte ve rhandl«. Er verliest seinen schon veräsfentlichten Protest gegen Hindev.burg.. Ebert verwahrt sich gegen di« Angriffe«ms die Regierung, deren polilisch, Leitung rein sozialistisch sei, und d»«?aen. d«ß man mit Redensarten über die große Arbeit der V,ff»beauftr->yt«n hinweggehe. Jn der wei en Debatte protestiert Haas sKcrrlSruhe gegen jede Diktatur von Berlin und erklärt die Nationalversammlung für das einzige Mittel gegen den Separatismus. Scheidemann unterstreicht EiSnerS Ansicht, daß man im Augenblick der Zerrüttung nicht sozialisieren könne, wendet sich gegen ein Klassenvorlament. wie eS die A- und S.-Räte au» die Dauer wäre»! und nennt die technisckwn Schwierigkeiten der Na- tionalverlammlung löck'erliche Zwirnsfäden. Gradnauer(Sachsen) schließt sich ihm an und nennt die Nationalveclammlung eine Schicksalsfrage. Beiaeordneter H e r z f e l d spricht für die unbedingte Beibehal- tung der L.- und G-Räte, di« die wirtschaftliche Revolution weit trenn, vorgetrieb»« sei. l Pols�beauftrogier P,« s e»eist die VerhandlungSsLbigkeit der fetzigen Regierung nacfi, zu deven llntrrstützung sich sogar die Bür- aerlicken bereiterklärt dälten. SchetdemannS Vorschlag billigt er i nicht und betont die Eck» ieri gleiten.». B. ob in de« okkupierten G»- bieten frei«bgeslimwt»erden könne und wie es m Posen geHand» badt»erden kolle. Die Rationalveriammlunge« m den Bunde»-> ftaaten bittet er zurückzustellen..F»ischen Eolf und d«n Polls- deausttagten herrschten«llerdinq» Meinungsverschtodendeiten. welch' die teiitige Rebe nocd v«eiies< h«i»j««i. Giaatssekreiär«« r« vani Reick»?», ckdrungsamt. Dr. K r« t H vom DemodttiswrungSaMt u»tz Dr. Müller vom ReichSwirtschaffS- amt erstatteten Berrckck. Müller warnt vor allem eor rMbei'echtcgt«» Eingriffen in den feinen Apparat de« Geld- und Kredit- KriegSgewinnfieuer, Desteueumg de« MchrgewinnS und VerwögenSackgahc eirth-stt??! find. In der EcklutzarckragSidteatt? bsdauert Minister Hirsch, nicht im Namen Preußens gegen LoSlöfting preußischer Gebiet? teil? pro- testieren zu können. Nach 9 Ah: spricht Ebert da» Schlußwort: Wenn die deutsche Nepudlik leben soll, so bedarf sie der A r- d« i t. S o z i a l i S m u S i st A r b e i tl Er appelliert a-n die Ar» beeiter und Soldaten, damit die deuistbe flvbeiterschast der Weit zeige, daß 50 Jahre der Erziekpung zur Selbstzucht durch die Sozial- demokratte nicht verloren gewesen seien. Die Beschlüsse der heutigen Sitzung machen es allen zur Pflicht, für'di« nau« Repu-Aik die staats» rechtliche Festigung in der Nationalversammlung zu schaff M. linier lebhaftem Bravorufen danA ueck schließt er die Reichs- konserenz. Das Ergebnis. �ür Rcichseiuhcit.— Zzür die Konstituante. Zum Schlüsse der Ncichskonserenz wurde auf Borschlag iSbertS folgendes Resümee als Ergebnis der Berhandlun- 'gen angenommen: 1. Die Zlusrcchterhaltung der Einheit Deutsch- landS ist ein dringendes Gebot. Alle deutschen Stamme stehen geschlossen zur Deutschen Republik. Sie verpflichten sich, entschieden im Sinne der ReichSeinheit zu wirken und separatistische Bestrebungen zu bekämpfen. 2. Der Berufung einer konstituierenden Nationalversammlung wird allgemein zugestimmt, ebenso der Absicht der Neichslcitung, die Bor- bcrcitnngcn zur Nationalversammlung möglichst bald durch- zuführen. 3. Bis zum Zusammentritt der Nationalversammlung sind di e R.- u n d S.- N a t c die Repräsentanten des Volkswittens. 4. Tie ReichSleitnug wird ersucht, auf die schleunige.�er- beiführung eiueS Präliminarfriedens hinzuarbeiten. De? oberschlesische Se?gttrbdterstce,k «... t,.. U*t flt'yJvif.j«;»!» Aus Natibor kommt die Nachricht, daß der Bergarbeiter- streik in Oberschlesien b e e n d e t ist. Am Montag find fast alle im Rybniker Revier wieder eingefahren. Die EinigungSvcr- Handlungen werden fortgesetzt. Jn Gleiwitz wurden heute zwei Einbrecher erschossen und zwei schwer verletzt._ Versammlung alle? �rbelterrZte Serlins. Arbeiter! Parteigenosse»! Am Mittwoch, den 27. November 1918, vormittags 10 Uhr, fin- det in den„Germania-Prachifälen', Chausseeftraße, eine Ber- sammlung aller Arbeiterräte von Groß-Aerlin statt. TageSordrucng: Di« wirtschaftlichen Fragen innerhalb der Vctrcebe uwd die Stellung der Unternehmer. Referent: Genosse Emil Barch. Der BollzugSrat der Arbeiter- nnd Soldaten- röte von Groß-Berlin. I. A.: Franz Büchel. Paul Ncucndorf.. Aufhebung öer Zusatzbrstkarten. Die Umgestaltung der Brotversorgung am 2. Dezember wM> stch nunmehr in folgender Weise gestalten: Die Zusatzbrotkarte für Schwer, und Schwerstarbeiter wird auf Wunsch der Berlin.? Ar- beiterfchast ausgehoben, und die hierdurch freiwerbende Menge Mehl wird dazu verwendet, d i e allgemeine Brotration einheitlich und gleichmäßig auszugestalten; dementsprechend wird die Wockenmenge vom 2. D zember ab auf LZtzll Gramm festgesetzt. Zunächst behalten die für die Zeit noch dem 2. Dezember susgegebenen Brotkarten ihre Gültigkeit; die über 200 Gramm lautenden Abschnitte werden, wie noch näher bekannt gegeben wird, für 250 Gramm angenommen. Vom gleichen Zeit- Punkt ab wird für die auf ReichSreisebrottnarken entfallende Tu» geSbrotmenge 800 Gramm betragen. Wtrd eine Reise vor dem 2. Dezember angetreten nnd dehnt fich über diesen Zeitpunkt auS, so erhält der Reisende für die Zeil bi» 1. Dezember einschließlich 5, für d« spätere Zeit täglich 6 ReichSreisebrotmarken. Industrie und Handel. Die Börse. Die Börse war am Montag kür fortlaufend notierte Werte eher fest, besonder» für Meman werte, so B�marckhütte. Auch Tiektri» zitätswerke, vor allem Felden u. Guillea-ume, wurden recht rege ge- tauft. Der Kassawarkt ist nicht?Ie ichmäßig gewesen, doch waren die Absckwöckungen in der Mehrzahl. Zum erstenmal seit KriegSbeginn wurde ein Kurszettel für Aktien und Kuxe, aber nicht für Renten veröffentlicht. In Zürich stürzte der Pr«i, für lvv M. von M.10 auf 63,75 Fvcknsen. AuS dem Berliner AirtschnftSleben. Der lWsebluß des Geschäfts sehr?? 1817/18 der Berliner Ma- Minerrbau A.-G.»orm. L. Echwartzkopff ergibt bei wesentlich gestei- ßerten Umsätzen einen Reingewinn von« 287 SiZ(i. V. 4 50? 00?) Mark»»raus eine Dividente»en 56 Proz.(2», 36, 18 und 18 P>»z. stz ste m 6 und schlägt foigontze vor, die chnfinnmig««- in den vier Vorjahren) verteeiki werden soll, bei eirwm Bortrag ttr genommen wird: s gleicher Höhe wie im Vorjahre(901639 M.). GeweekschasisbeMZUng GeNeraiverfamMiuNg ösr �oZzsrbslter. In. der Generalversammlung der Verwaltungsstelle Berlin v«m Deutschen Holzarbeiterverband wurde zunächst einigen An- trägen über die Entschädigung der Obleute und der BertragSkas- sierer sowie einer Gehalt-aufdesserung der Angestellten debattelo? zilgestimmt; desgleichen einem Antrag über tünstige Wieder- und Neuwahlen von Angestellten. Von der Verwaltung lag ferner der Antrag vor, den.„Vorwärts* wieder und jetzt auch die„Freiheit" als Publikationsorgan zu benutzen. Dazu stellte ein- Delegierter den ErweilerungSantrag, auch die„Rots Fahne" fjinzjigunefjmeu. Nach längerer Diskussion beschloß die Versammlung gegen eine starke Minorität, in den 3 Zeitungen zu inserieren. Hierauf ging Glocke kurz auf die letzte mit dem Arbeitgeber- Echutzderband in Berlin vereinbarte Teuerungszulage ein. Nach Abschluß der schwierigen Verhandlung sollte die Zulage sofort durchgeführt werden, deshalb hat die VerhandlungSkonimission eine VrrtrauenSmännerversammlung einberufen. Diese hat der Ver- einbarung zugestimmt. (?5 kamen dann Beschwerden darüber zur Sprache, daß sich immer noch eine Anzahl Unternehmer im Holzgewerb? weigern, dcn Lohn für die beiden Generalstreikwae zu zahlen. Die Dele- gierten stsllten durch Handcr heben fest, oatz dreiviertel von ihnen für die Streiizeit den. Lohn erhalten haben. Die Verwaltung be- richtete, daß die Vertreter der Holzgewerbetreibenden die blannte Verordnung als ungesetzlich bezeichnet haben, sie wollten sich jedoch einer Entscheidung de? TaeisümteL für das Holzgewenbe fügen. Die Arüeitcrvertreter haben dieser Verschleppung einstimnrig und entschieden widersproÄen; daZ Tarifamt könne die Verordnung nicht aus der Welt schaffen, und über ihre Gültigkeit zu enchheiden, sei e? niclt kompetent. Tie Versammlung beschloß, daß alle Holz- arbeite aufgefordert werden, die Bezahlung für die beiden Streik- tage sofort und unter allen Umständen durchzusetzen. Glocke berichtete, wutcr, daß auch die Arbeitszeitverkürzung mit de« Unternehmern bcsp«ochen worden sei. Die UnterhandlungS- kommission der Arbeiter forderte, daß die täglich- Arbeitszeit in keinem Fall über S Stiwben dauern dürfe, am Sonnabend solle die seither' üblich; JWboi�»«! bestehen bleiben. Dagegen wandten di« Unternehmer ein, sie vseftänden die Vereinbanung so, daß wö° chenkkich 4Z Stund« geaobeiwt werden müsse. Der Vorschlag der Jlrberter, am Sonn«bend di? seitherig« Arbeitszeit beizubehalten, könne nicht angenommen werden, sonst würde ein Teil der Arbeit- gebor ungerecht behaltest werden, da am Sonnab'nd oft nur wertize Stunden gearbeitet werde. Auf den weiteren Vorschlag, die Zeit für den Sonnnabend einheitlich auf vielleicht b Stunden zu vereinteren, ginern die U»trnehmer nicht ein. Dazu hätten sie keine Vollmacht. Ebenso könne der LolmauSgleich� dem sie sonst zu- stimmten, nur auf die iSsiündiae Arbeitszeit erfolren. Sie wollten jedoch diese Fragen in Khrer Mitgliederversammlung am Montag besprechen, so daß bi? zinn Wochsnfchluß noch eine Uebereinkunft znstnnde tmnmon könne. Die?inbeiter erklärten, daß jedenfalls, soweit eS noch nicht geschehen sei, Montag, den 2S. November der Achtstundentag beginne. In der DiSbuffion über den Bericht verlas ein Delegierter die Vereini&aruTiz«ir tes Nte�rkl-zowvrbe, die eine wöchentliche Arbeits-' zelt von 4&U: Stunde vnrfehe. Er verglich damit den Krämersinn der Holzgawervler. Ein MitaNed der VevhandtungSkommission gab ein Beispiel zum Besten für die Einsicht, die einer der Herren erkennen liest Dieser meinte, die Arbeite sollten begreifen lernen, daß nicht eine Verkürzung, sondern ei?!e Verlängerimg der Arbeitszeit im Interesse der Arbeiter läge. Der Versammlung nahm eine Resolution an, wodurch die Ver- ivaltung beauftragt wird, schnMstenZ mit den Unternehmern wegen —--_—_=___——- �'Z---__———— Abschaffung itx Akkorbarbelt fc verh«n«dkm,g jn treten. Aus dem Bericht der Verwaltung ging welter hervor, daß nötigenfalls wegen einer weiteren Arbeitszeitverkürzung verhcwdeft werden solle. Die Einstellung von Arbeitskrästen soll nur durch den Arbeitsnachweis evfolgen mit Ausnahme der rückkehrenden Sol- daten, die ihre akten Arbeitsplätze wiedcr einnehmen sollen. Ge- meinsam mit den Unternehmern sollten Schritte zur Beschaffung v von Rohmaterial getan werden. Als Beisitzer zum Hauptvorstand wurde Bertz gewählt. Achtung? Betriebsausschüsse a!ler Knie-sgescZIschaften! Zum Zwecke der Zusammenffasiung aller Kräfte sowie der Vor- besprechung und Aufstellung geineinscnner Forderimgen zur Rege- lung des gesamten AtteitSverhMnisseS, auf Grund deren demnächst Verhandlungen mit den ReichSbehörden stattfinden sollen, die stch ebenfalls auf die Regelung der Entlastungen und evtl. Wwder»m- stellung von Kriegsteilnehmern erstrecken, werden hierdurch die Ausschüsse aller KriegSgefellschoften ersucht, je zuwi Vertreter an einer am Mittwoch, den 27 November, abends �3 116t in Häver landö-F-efisälen, Netie Friednichstraße 8S, stattfindenden Be- sprechung zu entsenden. Als Ausweis ist ein Dtehl Protokoll mitzu- bringen. Eberrso sind evtl. schon formulierte Forderungen der ein- zehren Betriebe vorzulegen. Zentralverband der HandlüngZgehilfen, OrtS,gruppz Groß-Berlin, i. A Fritz Schmidt. Gewerkschaftsansschuj; und Betriebsräte. Ein« ca. 7000 Arbeiter und Angestellte vertretende Vertrau enS- männerkonferenz der Firma Berliner Maschiiwnbau-Dktiengesell- fchaft vorm. L. Schwartzkopff nahm in ihrer Sitzung vom 25. d. M. folgenden Antrag an: .Di« Vertrauensleute der Arbeiter und Angestellten der Firma Schwartzkopff verlangen, daß der Ausschuß der Berliner GowertschastSkommission durch Betriebsräte erweitert Ivird, und zwar so, daß derselbe paritätisch aus beiden Parteirichtungen zusammengestellt wich." Die Ansicht der Vertrauensleute ging dahin, daß sie in der jetzigen Zusammensetzung des Ausschusses nicht die in der jetz.gen Zeit notwendig« Vertretung erblicken können, aber nicht etwa au? feindlicher Gesinnung heraus, sondern auf Grund der Tatsache. daß di- jetzigen Ausschußmitgkieder nicht die nötige Verbindung mit den einzelnen Betrieben und Arbeitern haben. Nur so ist eS erklärlich, daß die Maßnahmen und Verfügungen des Ausschusses geradezu lähmend auf die Tätigtet der Fabrikarbeiterräte wirken./ In diesem Sinne wünschen die Vertrauensleute dir Nnter- stützung ihres Antrages durch die gesamte Arbeiterschaft Berlins. Uebergabe seines gesamten Betriebes an eine Arbeitergenossenschast. Grandenz, 25 November, In einer Versammlung de? Grau- denzer Bürgertums teilte Geheimer K&mmerzienrat Ventzki mit, daß er seinen gesamten Betrieb einer Arbeitcrzenossenschrft über- geben wolle. Alle Vorräte sollen der Genossenschaft wert imte Tagespreis angerechnet werden. Auch sollen ihr einige hundert- tausend Mark als Betriebskapital übergeben werden, das nur mit drei Prozent verzinst werden soll Den übrigen Gewinn sollen Arbeiter und Angereilte teilen. Ter Bergarbeiter-Ausftand. gegen ist her Ausstand ans den Testbrückschächten and in Knnrow kaum abgeflaut. Auf dem RHeinbabenschacht ist die Hälfte der Be- legschaft ausständig._ parteinachrickten. Waffenstillstand mit den Unabhängigen. In der Magdeburger.Polksstimme" lesen wir einen .Schließt die Reihen!" überschriebenen Ausruf des Vorstandes des DezirkSverbandeZ Magdebura-Anhalt, in welchem di« Arbeiterschaft zum Beitritt in dir alle sozialdemokratische Partei ans«eft>cdert wird. Von dem kesten Willen beseelt, die Revolution in ruhiger und sicherer Entwicklung zum Wohle des Proletariats fortzuführen. h»ben die beiden Richtungen in der Scsialdemokratie jetzt die Streitaxt begreben Es h ißt in dem Ausruf: Mit der Unabbängrgen Parte haben wir für unseren Bezirks- verband Aafsenstillstand vereinbart. Wir sind entschlossen, ebrlich zu halten, waZ wir vereinbart baten, solange von der anderen Seite daSs-lbe geschieht, Wer deshalb mit seinen Neberzeugungen zur Unabhängigen Sozi«kde»w?r«tee neigt, der möge sich auch dort arnanisieren, Wer aber auZ tleber-eugung fiir dt? sorialdemokratiiche Partei eintretan will, der säume nicht»ehr, sondern vollziehe seine An- Meldung zur alten sozialdemokratischen, Partei. Was in Magdeburg-Andalt möglich, sollt? wo ander? nicht un- möglich sein. Wer die bisherigen Errungenschaften der Revolution sichern und die Unterdrückten und AuSg beuteten einer besseren Zeit entgegenfübren will, muß in der Geschlossenheit des kämpfenden Proletariats das erste Ziel?eken. Ein auSstchtSloser VerteidignneSversnch. Der RechtsertigungZ- versuch des Herrn Iustizrat Dr. B r o h ist aussichtslos. In dem Aussatz, den er am W. Juli 1917 der„lltz." einsandte, polemisiert er gegen den„Vonvörts" u a. in folgender Weife: „Würde denn etwa der Weltfrieden dadurch gefährde! sein» daß der bisherigen englischen und der zutünstigen englisch-ame- ritenischen Weltterrschrft das mitteleurop Lisch« I m p e- r i ii m der Zentralmächte gegenüberstände und da? Gleichgewicht hielte. Ist nickt Bietete r der angelsächsische aus die Um- spannun« der ganzen Welt gerichtete Imperialismus seit jeher eine ständiae Onell? der Kriege?" .Herr Vr,b bat sich vrrqebstch inn die Zulassung zur Mit- arbeit an der„Glocke" und an de? ,TK.* tetvorben. Jetzt preist er sich als üh?r»eu�t>?? Nnabbänrnger, als guter Freund Karl Lieb, fneck ngcsci/iebten v�n Woaol 5 M in'llopvband. — Tie Vlewagrn-Sngii von Han« GAmw, Geh, 3 M.. geb. 5 M.- beide im Verlag von lllberl Langen, München. Slrb.-it. Disziplin nnb Ordnung werden die soziaiisttsche Zotvieiretinbli? rette» l Bon D, Trotzki Berlagsbuchdandlung de» Arbeltei bundes Valcl. Ter stanivi nm das Brot.— Tie näck-tea Ankgaven der Son-iet.M nebt, beide von N venin VromochoS-Vcrlag. Belp-Bern, Tie deutsche Ingend und der Weltkrieg von Fr Will), Foertter. Geb, 3,60 M, Der Aeue-Geilt-Berlaq, Vetvziq. Tindbenlorg i\. Verlinlwortllch fftr tgolltik Cfriid Baitiiet, Verlin: für den llbriaen Teil deS Blattes Allrcd Scholz, penlolln: ilir Nncelgen Tdeodor Klo-tr, Berlin 7>»rlag: B-nttien gg Rovennber Ans Berainsvesfl�n eins nnd»nte BorIvSrlS.-?erIaa G, m, d H„ Nerltn Dru-t SorioSrls-duchdru-tcrel und «euryen,-w. ocovomoer, NUf. scrgMIPMlion eins und zwei, xerwgsanll-u Paul-inner u Ne w Berlm Sindenwake z und der Guidogrute der Berginipektum i st ulles angesatjreil, da- i H!cr,;-! Brilage. Vergrsberte Abteilungen Puppen und Spielwaren Ausläse vieler Neuheiten scliaffs-Äriikel Gasöfen... 41.00 63.00 76.00 Gaskoclier 2 Loch.... 35.00 Gassparringe..... 2.C0 2 25 Caseisen gSiückm.ErhiUer 22.50 Oasanzumier........ 27 pf. 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Kaffeetrichter........ 1.15 Milchkocher...... 5.40 6.75 Milchtöpfe....... 1.15 135 Zuckerdosen.... 1. Svisl.SO feekauneii...... 5 4 bis 7.75 W asser tr ichter,.70 f. bis 1.40 feiler tief...... 65pt. b s 1 05 1 ei. er dach..... 60 PI bis 1.25 Gamüsslöllel......... 1.20 lopfdeckei..... 100bu3.15 Tahletis eckig... 1 60 bis 12 15 Tabletts oval.... 2.00 bis 7.20 Eimer........... 1.70 2.70 Wasser krüre dek�iert.. 6.75 Bh müssen kl« setzen� NM Ihren Beruf wirklich gut ausfüllen zu iönlisn, um Ihre©Itzdlwg voll zu genicjjan a*0 um eine richtige klare Borstellung von der«»l! zu erhalten! Daru müssen Sie gut« Augen haben— oder gut passende Gläier tragen! Wenn Ihre Augen Ihnen irgendwelche De- schwer den verurfachen,. enn Sie nich! nah und weil gleich gu! sehen lönnen, wenn Jlop'f tmerzen S«» häufig am Arbeiten hindern, wenn Sie am iangeien Lften kein Vergnügen mehr Ii» de» können. so lassen Sie na»»ersuchen. 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