Nr. 326. 33. Jahrg. Bezugspreis: Li-rteljährl. K.7S MI., monall. 2.25 Ml. frei Ins HauS. dorauSzahIbar. Einzelne Shannmn 10 Pfennig. Postbezug: Monatlich 2,25 MI.. ejIL Zustellung�. gebühr. Unter Kreuzband für Deutsch- tand u. Ocsterreich-Ungarn 5,50 MI.. für da? übrige?lu?Iand p.bO Ml., bei täglich einmaliger Zustellung 7,50 Mb. Postbestcllungen nehmen an Däne- mart. Holland. Luxemburg. Schweden und die Schweiz. Eingetragen in die Post-ZettungZ-Prelsliste. Ter.VorwärtZ" erscheint wochentäglich jwcimal. Sonntag» einmal. Delegramm-Adresse: »Sozialdemokra» Berlin- Vevlinev Volksblntt. (l0pf«nnla� Anzeigenpreis: fbieilebingesdalteneKolonelzeileloflet 80 Pfg...Kleine Anzeigen", da» seltg-dru-lte Wort 30 Pfg.(luläljig 2 fettgedruckte Worte). ,-deZ weiter« Wort>5 Pfg. Stellengesuche»nd Echlafftellenanzeigen das erste Wort 20 Psg.. tedeS weitere Wort lg Pfg. Worte»bor 15 Buchstaben zählen iiir zwei Worte Tcuerungszulchlag 30»/» Familien-Lnzeigen. ootitische und gcwerllchaftliche Vereins» Anzeigen 70 Pfg die Zeile. Anzeigen iür die nächste Nummer müisen bis 5 Uhr nachmittag? im Haudtgeichäft Berlin 6®. 68, Lindenslraste 3, ab regeben werden. E-öffnet von 3 Uhr früh dl» 7 Uhr abend?. 2entralorgan cler fo�ialäemokrati fcken Partei Veutfcklancls. Neöaktion: SW. SS. Änöenstraße 3. Fernsdrechrr:«mt Dborivpla«, Str. 151 90— X5I 9T. Mittwoch, de« Ä7. November 1918. expeültion: 6tD. 68, Linöenstraße 3. gfernivrelSer: Lnrr Moritzplap, Str. 151 90— 15197. l>ie R.eicKsKonf«eenL. Ausführlicher Sericht Ser NachmittagsMung. North«rkläri, er sei nie gegen eine Konstituante gewesen, aber gegen deren Uebersrürzung, die er nicht für die wich- �gste Aufgabe b so lange sie s r e j Politik machen können. Unser So- paratismus stammt aus der Furcht, Berliner Stellen könnten über die Regierung eine Diktatur ausüben. Der Separntismiis ist nur mit der Nationalversammlung zu bekämpfen, die auch allein den Frieden bringt. Schcidemann bedauert, daß man die wirtschaftlichen Referate nicht an den Anfang gesetzt habe, weil dann die ungchenren Schwierigkeiten des Aufbans sich gezeigt hätten. Er unterstreicht EiSncrs Worte über die Sozialisierung. Wie könne aber gesagt werden, die Ententebedingungen gingen nicht gegen das deutsche Volk? Wer hungert und friert denn, wenn nicht das Volk! Das vorgeschlagene Präsidium hält es fiir�mptaktisch, hinter der heutigen Regierung stehe das Volk, aber den Beweis dafür könne nur die Nationalversammlung erbringen. Er macht dann seinen schon bekannten Vorschlag zur Vereinsachung der National- Versammlungswahlen Haas« erklärt den Vorfrieden als die erste Notwendig- keit. Die Regierung, die sogar die Unterstützung der Bürgerlichen habe, sei voll verhandlungssähig. Er zeigt die Schwierigkeit«! die Schuld. am Kriege. Eine Zuschrift von Prof. Hans Delbrück. Prof. Dr. Hans Delbrück schreibt uns: Ter Lerchenfeldsche Bericht wird vielfach und auch vom» „Vorwärts" so ausgelegt, als ob er eine bisher unbekannte Schuld der deutschen Regierung am Ausbruch deo Weltkrieges enthüllt habe. Ich bitte Sie um der Gerechtig- keit willen, auch eine andere Auffassung zu Worte kommen zu lassen. Zunächst ist klar, daß der Lerchenfeldsche Bericht fach- lich so gut wie nichts Neues enthält. Er bringt die Dinge nur in einer etwas anderen Beleuchtung, die allerdings sehr ungünstig erscheint, aber bei ruhiger Ueberlcgnng durch eine bessere ersetzt werden kann. Der Bericht sagt uns, daß die Reise des Kaisers nach Norwegen, die Beurlaubung des Kriegsministers � und des Chefs des GencralstabcS in Berlin und in Wien auf Tau- s ch u n g berechnet war. Das klingt sehr böse. Der Zweck dieser Täuschung aber war nicht etwa, den Krieg zu ent- zünde:', sondern im Gegenteil/WWM" im GegenteU, durch die Plötzlichkeit des die Schwierigkeiten, die l Vorstoßes gegen Serbien, dessen Unterstützung durch Ruß- eine Üeberstürzuug der Nationalversammlung mit sich' tand zu erschweren und dadurch den.Konflikt womöglich zu brächte, besonders noch den im Volk angerichteten Verwirrungen i lokalisieren. Ans demselben Grunde wollte man auch erst die der vaterländisthen Aufklärung und wem) ei sich dann zum Bcrline Vollzugsausschuß. Er betont die Notwendigkeit des Z u s.a m m e n- sch lu sse s aller Auch e i t e r- und S o I d a t e n r ä t e, denn es fei ein Mißstand, daß der Berliner Rat für alle sprechen müsse. Die Reichsleitung habe immer auf Beschleunigung bei der Zu- sammcnfassuna der Delegierten hingedrängt, der lk. Dezember sei aber vom Vollzugsrat festgesetzt worden. Die Aeußerungcn dcS Vorsitzenden Richard Müller vom Berliner Vollzugsrat, die in, Reich Mißstimmung hervorgerufen haben, seien mißdeutet worden. Wenn Müller gesagt habe, nur über seine Leiche gehe der Weg zur Nationalversammlung, so sei«Ms nur eine Warnung vor UeberstilrziniH g-ew-esen. Zwischen den Volksbenuftr-agten un�) Solf herrschten Meinungsverschiedenheiten, welche Solfs heutige Rede vertieft habe. Auch der Beigeordnet: Kautskh Hab- nicht alle Erlasse des Auswärtigen Amts gekannt. Staertssekreiär Wurm warnte davor, die Fehler der alten Durch- Halte-Regierung zu beschönigen, der wirtschaftliche Zusammenbruch sei ohne gleichen. Der Ausfall der KriogSgesangenen bei der Ernte von Hackfrüchten, die Grippe und der Kohlenmangel hätten«ruf die Bearbeitung von Zuckerrüben, auf die Mühlcnbetriebe usw. der- Heerend gewirkt. Daß der Ausfall von lleterschußbezirken(Elsaß- Lothringen, linkeS Rheinufer, Posen und Wcstpreußcn) und schließ- dich das eigenmächtige Vorgehen mancher Arbeiter- und Soldatenräte hätten den Verteilawi tralitätiproklamaiion interniert. AuS Belgien kom- menden Schiffen wird die Durchfahrt nach Teutschland ge- stattet, wenn diese Schtffe mcht belgisches Eigentum sind. öer Rückmarstb öe? 4. �rmee. Duisburg, R. November. Wie wir erfahren, sind in fester Formation etwa 88 000 Mann durchziehender Truppen der vierten Armee tn diesen Tagen zu erwarten, die überwiegend über Hom- knrrg— Ruhrort— Meiderich— Oberhausen marschieren werden. Die übrigen Teile der 600 000 Mann starken werten Armee werden über Düsseldorf auf die Hauptstraßen geleitet. Das Ziel ist Westfalen, wo die Armee sich verteilt und demobilisiert. Entwaffnung unZ?nte?mmms öer �temee Mackensen. Budapest, 26. November. In einer an die ungarische Regie- rung gelangten Depesche ElemeneeaüS verlangt die französische Regierung die Eniwaffnung der sich noch in Ungarn befindlichen Teil« der Annee Mackensen und ihr« Jnte-rnterung. Zur Klärung der Angelegenheit hat sich der deutsche Oberst Massow über Berlin nach Gpaa begeben, um mit dem dort weilenden französischen Komitee zu verhandeln. Clemenceau,§müen und Sozialismus. Th. Ävolff ge�en Kurt Eisner. Gegen Eisner, der von Elemenceau eine Mpverung pazifistischer Vestrebungen erhofft, führt Th. Wolff im„Berliner Tageblatt" auS: Man darf vielleicht bezweifeln, daß EtSner trotz seinen persönlichen Berichten, Tlemenecau sehr genau kennt. Ich kenne ihn ein wenig und glaube, daß ei ih«n heute völlig gleichgültig ist, ob Solf oder ein Extremradikaler bei un» die Geschäfte führt. Oder e» ist ihm vielleicht nicht ganz gleichgültig, und er zieht wirklich vor, daß schwärmersch« Theoretiker unsere Angelegenheiten leiten, und daß die Regierung allmählich sogar bis>n dt« Spartakus- Tiefen hinuntergerät. Denn e r ist ein Realpolitiker, und ganz wie Bismarck in den Tagen der Kommune sieht er es nicht ungern, wenn Deutschland in unpraktischen Phantastevecen und u; auflösender Verwirrung sich immer weiter schwächt. Wir sind der Meinung, daß Wolff Elemenceau richtiger beurleilt al» EiSnet eS tut. Elemenceau. der jetzt hoch in den Siebzig ist, ist in seinem Leben nie etwas anderes als ein rücksichtsloser Gewaltpolitiker gewesen und alz solcher von den Sozialisten, besonder» von Jaur�s heftig bekämpft worden. Heilte sucht Elemenceau Frankreichs Größe in der möglichst weitgehenden Schwächung Deutschlands und geht, von keiner- lei Sentimentalität, angekränkelt, auf dieses Ziel loS. mit de« jetzigen Kriegsende die«eisten vollstänbtg auszuscheiden hasten werden au» ihrer sportlichen Bttzätiguna. Aber auch für di« fliegerisch« Betätigung in der Flugzeugsahrikattvn werden sssh nur noch geringe Möglickckeiten ergeben, einmal, weil die Fabri- ratirni auS den gekennzeichneten Gründen zunächst außerordentlich entgeschränkt werden muß.«ndercrseitS aber auch, weil die Fa- briken schon heute ibre eingeflogenen Piloten haben. Auch bei Durchführung der Pläne auf Post- und Reiseverbindungen mit dem Flugzeug-, die noch»ingehend« Dureharbeitung, umfangreiche und kostspielig« versuche nötig erschein»» lasten, wird die Zahl der beschäftigten Flieger gegenüber der heute vorhandene» nup eine gerlnge sein können. Wenn als« auch für viele die während de» Kriege» gewonnene« fliegerisch«« Kenntnisse nur sehr selten zu einem spateren Beruf ausgenutzt werden können, s« werden sich doch für dies« Kreise mancherlei Mögltchkeiten bieten, um die ge- machten technischen Kenntnisse und Erfahrungen durch praktische Mitarbeit im Werkstat tbctriebe usw. verwerten zu können. Gerade die Motoriudustrie, dir nach dcm Krieg« einen besonderen Auf- ichtr-ung zu erwart?» hat. wird solche technisch gut Vorbereiteteil Kräfte kn Anspruch zu nehmen wissen. Nottssen. — Di« Konzerte auf! Die Philharmonie hat der Theaterabteilung der Kommandantur eine Anzahl von Eintritt»- karten für die heimkehrenden Soldaten zur. Berfüzung gestellt. Äe gelten für die jeden Dienstag, Mittwoch und Sonntag stattfinden- den volkstümlichen Konzerte. — Deutsches Opernhaus. Die Direktion gibt am Sonnäiend, nachmittags 2H Uhr, für unsere heimkehren- den Soldaten eine Hondervorstellung ,,D«Z golden« Kreuz". — Einen.�kleingartenbau- Atzend" veranstaltet die, Deutsckw Garieubau-Gesellschafi" am Donnerstag. 6 ITfer, in der Landwirt fckastlichen Hochschule, Berlin, Fnvalidenstr. 42. — Harald K i d d e, der dänisch« Dichter, ist im Alter von erst 40 Jahren zu Kopenhagen an einer Lungenentzündung gestorben. Erst vor einer Woche erschien fein neuestes Werk, der große Roman „DaS Eisen",»er den Menschen im Kampfe mit dem Eisen und um da» Eisen, zugleich als dessen Ueberwknder und dessen Sklaven. schildert. Kidde war eine einsame, eigenartige Natur, nicht immer klar, aber tief in seinem Denken und Fühlen. — Ueber die Schicksale der Kunstsammlungen in der Eremitage zu Petersburg geben in Deutschland noch immer die abenteuerlichsten Gerüchte um. Die Eremitage ist keines- weg» zerstört, und die Sammlungen find auch weder geplündert noch sonst geschädigt, vielmehr haben auch die Bolschewiki für di« Erhaltung, ia sogar ftr die Verwahrung dieser herrlichen Samn»- langen da» Ihrige getan. Di, Hemmlungen««ren»um Teil nach Moskau gebracht, zum Teil an Ort und Stell« magaziniert. D»- durch find sie gerettet Iverp«, und werden jetzt von den alten Be- antten der Eremitage wieder ausgestellt und mit den Hauptwerk» der Privatsammlungen Stroganoff, Ponsonpoff, Orloff usw. der- einigt. Sie sollen schon in einigen Wochen dem Publikum wieder zugänglich gemacht werden, Die Reichskonferenz. (Schluß von der 1. Seile.)- Kzettz fährt fort: 0 Die Unkrbrinfr.Trij J>er Arbeitskräfte müsse i* erfter Line« in der t-« k b w t r t f(h« f t it«b im Holzfchlaz erfolgen. V a u p r o. '°'te, die keine Rohstoffe verlangen, werden in Angriff genom- ?�n. Gang große Projekte, wie Kanalbauten kämen erst später. Pord.rgrund stände der Kohlenbergbau, die Instand» �Hung der Zechen und Lokomotiven. Waggonbau und st Z b a u selbstverständlich entsprechend der Knappheit der �-.stosfe. keine politische Umstellung könne rasch gemacht werden, �2 wirtschaftliche sei Sache der Entwichlung. Aber alle sr» Gierigkeiten würden überwninden werden, wenn die Parole ?ur reden Rb.-nschen ausgegeben würde: arbeiten, arbeiten Uchd nochinalz arbeiten. Und»war arbeiten in dem Geist w-rküch brüderlicher Nächstenliebe. «...Jjür das RcichSwirtschaftSanit spricht Staatssekretär in r vV®s i4' fast nichts für die EoHislisterung gescheben. diese in einer Welt der Fülle verwirklicht«erden müsse. .:c lei für baldigen Anfang, aber erst Regelung und dann Sozial:- �ung. Zentralgewalt ju schaffen, fei die höchste Rot- iwss�'skeit. Sr weist aur manche lokale Uebergriffe hin. die in fvfisen ,u einer Katastrophe fübren. Visher baben wir � Rlilliarden durch Kredite der Banken und Groß- *duftrielle» bezahlt. Die sind jetzt gekündigt worden, und wir in G,!d zahle»«üsse«. find»ir bankerott. Hr warn« vor Eingriff in diesen feinen Apparat der Kreditbeschaffung. feht wondern Tepoteinlazen unge««hit von Rord- noch Süd- kuilchland. Daher sei alles nötig, was Beruhigung schaffen könne. �.Staatssekretär Schiffer vom ReichSschatzaont weist aufs 'acydrücklichstx darauf hin, daß unsere Finanzgebarung haute ohne cht und Gesetz fei. l5S seien unendliche Zahlungen wachen und zur Erhaltung von wirtschaftlichen und StimmungS- ??ten Millionen nötig. Gr entwickelt sein Finanzprogramm, da? � tjauptsächlich gegen alle unsittlich: B«reichernng �chtei, und betont, daß er aus rein praktischen Gründen für die -catroualversammluns fei.. tftn ihlO Uhr schließt Wert die Reichskonferenz. » . Wie wir hsrew, habe» sich i» der gestrige« Konferenz der «tusche« BrlndeSstaaten folgende Vertreter für dr? Einbe- �ufung der Tlationalverfammlung aust-r den Re- werungSvertretern ausgesprochen: Ullrich-.Hessen, H est- u- Württemberg, C r i sp i c n- Württemberg, Geist- -saden, E i S n e r- Bayern(bedingt), HaaS- Baden uiid ra d n a u e r- Sachsen; dagegen nur R c r g.e S- Braun- schweig und G e i t n e r- Gotha. Der Vorschlag, ein ReichSpräüdiu.-n zu schaffen, wurde nur "sr Ke«»t«i» genommc«, eine Abstim«'.!»« darüber erfolgte Enthüllungen öer bapsriscken Negleeung Protest des Auswärtigen Amteö. .. Gegen die bekannten Münchener Veröffentlichungen über j?'e Schuld am Kriege wird da? Auswärtige Amt Protest er- bobsn. Es macht darauf aufmerksam, daß diese Deröffent» uchungen im gegebenen Moment mir zur Freude unserer .�gner erfolgt sind. Der Vertreter Bayerns in Bern sei �°kt mit einem Vertrauensmann ClemenceauS zusammen- �kommen, der ihm sugoeriert habe, ein Bekenntnis Deutsch- wndz zur Kriegsschuld könne unsere Stellung bei den Frie- ��Verhandlungen verbessern. ES gehöre ein außerordentlich wcher T?ad von Gutgläubigkeit dazu, dem Vertrauten Cle- mencecms auf den Leim zu gehen. .. Außerdem haben diese Beröfsentljchi.moen dazu geführt, man jetzt im Auswärtigen Amte die über die vor dein �'egSauSbruch geführten Verhandlungen vorliegenden Akten uachprüfen läßt. Mi»ister, die vo« nichts wustt?». Die Korrespondenz Hoffmann meldet: Im Stinistervat des �olksstaateS Bahern lag beute folgende mündliche Erklärung der rrren StaatSmmistpr von Thelemaun, von B r e u n i n g und K u i lli ng vor: Wir erklären hiermit, daß wir von dem liftteril durch die Presse bekanntgegebenen Bericht de» bayerischen t'sndten in Berlin und de» darin behandelte« Tatsachen bisher d er amtlich noch privat die geringste Kenntnis gelten oder hatten. Dieser Erklärung der drei Herren hat fich j�-ch der frühe«: BerkehrSminister von Seidlein angeschlossen. Ministerrat hat ü-schiosse«, diese SrNärung zu deröfkcntlichen. die Weftutrainische Volksrepublik. Nirn, n.«ovember.(Hollandfch Rieuwbureau.) In der in -iinberg abgehaltenen Bersammlung d-S ukrainischen Rational- �cU'.S wurde ei» Grundgesetz beschlvssen. Danach heißt der Staat Testukramiscke Bolwrepudlik und setzt fich seographijch«it de« ukrainisch«« Territorium innerhalb de» Staate» Oesterreich-Nngarn -iusomme». also«ali-zien, die Bukowina und mehrere ukrainische K-Mitate. Die Herrschaft namen» der«olksrepublii übt d'« gel (a«te Bevölkerung durch ihr« auf»rund des allgemeinen, gleichen. direkten und geheimen Proportionalwahlrecht» gewählten Vertreter aus. wie StaatSfarbe ist blaugold. Kür die nationale Minorität der Deutschen, Juden und Polen werden »at.onalr Sekretariate geschaffen, deren Leiter der Regierung an- ll'hcren. i Der Staatsstreich Koltsthaks. Haag, Lg. Rovember. fHollandfch Rieuwbureau.) Die •XintcS" meldet vom 18. au» Omsk, daß hier ein erfolgreicher Staatsstreich unternommen wurde. Admiral Koltfchak habe die tlrschj an sich gersssn und sich zum Dtftator de» sibirischen lliuss- '»»»? ppoklanlicri. Dem Chef der englischen Milft-rmissi-n �enüber erklär!« er, daß er die Regierung zur Rettung Ruß- -and» übernommen habe. Er beabsichtige, �eine kräftige Regierung �ssd ein difziplin'erteS Heer zu schaffen. Er strebe aber nicht �'e Wiederherstellung der Monarchie an. delegiertenoersammlung öer Arbeiter- unö Golöatenräte am 1H. Dezember. � Berlin, 25. November. Der Vollzu�Srat gibt bekannt, oaß die Delegiertenversammlung sämtli ch e r Deutschen Arbeiter- und Soldatenräte nur für v.kü Ift. Dezember nach Berlin zusammengerufen ist. Samt- "che anderen Bekanntmachungen, die von örtlichen Ar- b»'tir. und Soldatenräten oder v»n ssnstigen Stellen«tt° st�he«, stutz irreführend. Der W«lzug»r«t gibt foener»eftrnM. Hotz dt,»o« ch« Horn» Attisch erteilte Vollmacht erloschen ist.»r»sucht Migleich, oder Abschrift sämtlicher Verfügungen St tisch« sowie sonstig« �ksbezdgi-ghx Aitteilnngen an. da-Z 55ek?etari«t de» Bollzug» rat» »u fcnhen,___________, Die wahlsrönAKg zu? NstionalVersammiung 40 Verhältniswahlbczirke? Wie wir bereits im„Abend-BorwärtS" mitteilten, ist am Dienstag früh der Entwurf über die Wahlordnung zur Nationalversammlung beraten worden. Eine Entscheidung ist no ch nicht gefallen, da die Verhandlungen mittags ab- gebrochen wurden und erst Mittwoch früh fortgesetzt werden, doch scheint der Entwurf eine freundliche Aufnahme gefunden zu haben. Die Zahl der Wahlkreise steht noch nicht genem fest, doch rechnet man mit 40 Verhältniswahl- bezirken, auf die dann eine entivtsÄende Anzahl von Abgeordneten entfiele. Ihre Zahl soll lo ermittelt werden, daß auf durchschnittlich 1.50 000 Einwohner ein Abgeordneter entfällt._ Spsrtskus im Leibe.> Die schfcrierijje Lage der Unabhängige». Die„Freiheit" schreibt: lieber die Unumgäuglichkeft der Ei-nberufung der Ratimvolvec- '»mmlilng herrschte auf der Konferenz Einmütigkeit; alle, auch die Vertreter der Unabhängigen Sozialdemo- kratie, haben sich auf diesen Boden gestellt. In derselben Nummer berichtet die„Freiheit" über die vorgestrigen Versammmngen der Unabhängigen. Darau» er- gibt sich, daß in der Diskussion die meisten Zstedner gegen die Nationalversammlung sprachen. So heißt es im Bericht über die Versammlung LedebourS: Seine Darlegnngen fanden lebhaften Widerhall. Die Dis- kussion war sehr anregend. Gezen die Rationalversommlunz sprachen fich alle Redner an». Große Erbitterung kam auch hier gegen den Stadtkommandanten Wels zuin�AuSdruck. Tuch Feldgraue sprachen gegen die Rationalversammlung. Wir möchten jedem Diskussionsredner, der gegen, die Nationalversammlung redet und über Wels„erbittert" ist, zurufen:„Sviegekberg, ich kenne Tirl Oder bist vielleicht nicht auch Du nachts um die zwölfte Stunde auf dem Alexanderplatz gewesen?" Die Unabhängigen geraten durch dsS spartakistische Treiben in ein« immer schwierigere Lage. Sie sehen die Nationalversammlung kommen und müssen damit rechnen, daß ihnen die Wähler eines TageZ sagen:„Ihr habt ja g a r nicht gewollt, daß wir bmiken werden, wie könnt Ihr also verlangen, daß wir Euch wählen?" Wir glauben, vor den Folgen einer solchen unglückseligen Taktik warnen, auf alle Fälle aber betonen zu müssen, daß der Ruf nach der Nationalversammlung von unserer Partei ausgegangen und daß da? allgemeine gleiche Wahlrecht eine Errungenschaft der Revolution und insbesondere der sozialdemokratischen Tätigkest in ihr ist. Wir sind überzeugt, daß eine midere weniger klare und feste Stellungnahm« der Revolution und dem Sozialismus schadet._ provozitt'enöe Offiziere! Gm Seilt»««} beim Herabreisten roter F«hne« erschofse«- Aus Kassel wird geweidet: Bereit» vor einigen Tagen hatte ein Offizier mit zwei Unftrofizieren eine der vom Triumphdogen vor dem Bahnhof wehenden roten Fechnen herabzureißen versucht. Heute früh Uhr erschienen Leutnant Krüger, dir Ritt- meister LtreSka und ein dritter Offizier, dessen Ram« uicht festgestellt werden konnte, und rissen beide rote Fnhnen herab, um fie zu zerreißen. Ruf die»vn dem Pssten alarmierte Wachtmannschaft. schoß Leutnant Krüzer«tt einem Gewehr und wurde darauf von der Wache tödlich verletzt. Der Rittmeister wurde gestellt und abgeführt, der dritte Offizier ebenfall». Der Zenttal-Arbeiter- uwd Soldat-»rat warixt in einem Aufruf vor Beleidigungen der rote» Kahne, die unnachsichtlich ge- ahndet werden müßte«, und verweist auf da» Beispiel der Sozialdemokratie, die trotz ihrer Ansichten die schwarz- weiße unld schwarzweißrote Fahne unbeanstandet lasse. Auch hier muß festgestellt«erden, daß bis jetzt fast alle» Blutvergießen au» Anlaß der Umwälzung auf Konto gegenrevolutionärer Elemente kommt. Für da« Per- halten der Offiziere, die rote Kähnen herunterreiße» und auf die Wachmannschaft, die sse pflichtgemäß daran verhindern will, fchftßen. ist kein Wort des Tobel» scharf genug. Besonnener« Element« auch de» Bürgertum», da« nicht auf feiten der Revolution steht, werden selber zugestehe» müssen, daß mit derartigen Provokationen ihrer Sache der denkbar schlecht« st e Dien st erwiesen wird. Die revolutionären ZRassen haben bisher mustergültig« Ruhe und Ordnung bewahrt. Persönliche Racheakte siud nirgend« vorge- kommen, obwohl in»tele» Köllen Zündstoff genug angehäuft war. Wir erinnern z. B. daran, daß bei der Besetzung de» Berliner Plckgeiprästdium» keinem der leitenden Beamten, die früher die Sogialdemokratie auf da» schwerste verfolgt haben, mich nur ein Härchen gekrümmt werden ist. Wir wollen nicht, daß da» ander» wird, auch uns ist die Revolution ei« geschichtlicher, kein Person- licher Akt der Vergeltung. Wer derartige unbesonnene Hand» lungin einzelner müssen die Nasse in Erregung versetzen. Alle Folgen, die sich au» den Wiederholungen solcher Dtreiche ergeben sollten, haben allein die Urheber zu verantworten. Gefangenenfragen vor öer Waffen- ftillftanöskommWon. Ueber die Verhandlungen der WaffenstillstandSkomniisston vorn 24. d. M. wird noch gemeldet: Zur beschleunigten Regelung der Gefangencnfrage luden die deutschen Vertreter die Vertreter der Alliierten zu vesprechun- gen nach Berlin ein. Die Einladung wurde angenommen. Vertreter Frankreich«, England» und Amerika» sollen in einigen Tagen � in Berlin eintreffen. Der sranzöslsche Vertreter wird vorher>n Spaa mit den G-fangenenkommissionen Fühlung nehmen. Von deutscher Seite wurde ferner die Erlaubnis zum Ab- tran Sport einer Division deutscher Truppen auS der Krim-auf dem Seewege Sewastopol-Nikolajcw erbeten, da die eisenbahntech- nischen Schwierigkeiten einem Abtransport zu Lande im Wege stehen. Den Vertretern der Alliierten ist weiter mitgeteilt worden: Man versucht jetzt, ihren Wünschen entsprechend, in Deutschland Bahnpersonal sür den Betrieb der den Allierten ausgelieferten Linien zusammenzuziehen,— Di« drei- tausend Lokomotiven, die sich noch im Osten und auf dem Balkan t«- finden nn» von un»»n Erfüllung der Waisensttllstandtbndingunge» «ngebvren worden sswd, find nicht Ueuwlvkomotive«, svndovn durch- Kg deutscher Herkunft. Ter englische Vertreter öberMb im Anstrnee der»ng- zi scheu Regierung eine sehr scharf gehaltene Erftärnng üaer die jKlicht» üsjjtsbUHg d,r driZjjchg« S*ian£itifiB,. . Dezember im ReichStagSgelttude aufgefordert hal'en. Eine weiter« Entschließung wendet fich gegen die Schmarotzer der Revalutio«, die bei de« Rückmarsch der Armeen »* Ost und West plündern. Die Urbeiter- und Soldatenräte sollen durch Funkspruch«ufgesorstert werdon, die schärfsten Maßnahmen zegien dt« uwehtliche« HiereD-angehöriHe« und die Hehler zu er- Sveifen. Y« dor Mtzung a« Mittivoch soll zu der B er äffe nt, lichung de»« n» w ä r t i g e» Amte» betr. Clemens c e« u Stellung gen»«»?» werden. Walz ist«u» dem BvllzugSrat anSgefchieben. Die ihm vom vollzugSrat erteilte Brillmacht, inAbesondere die auf Segenzcichuuug der Erlaffe de» KriagHvlMesterS, ist«wschefil. Sozl'alüsmokeatSfche vsefammluttgen. In Berlin fände gestern wer stark besuchte sozialdemokratische Versammlungen statt. � In den Sophien sälcn sprach Genosse W u s ch i ck vor einer zahl- reichen Zuhörerschaft. Lebhafte Zustimmung und gelegentlicher Widerspruch verriete« da» lebhaste Interesse der Anwesenden an seinen Ausführungen, denen sich eine kurze sachliche Diskussion an- schloß. I« Lichtspielhaus in»er Schönhauser Allee hatte Gen. Wer- muth da» Referat. In der Debatte kam namentlich de« Wunsch auf.baldige Wiedervereinigung dar Arbeiter» bewegung zum Ausdruck.__ Eine vernirnftize Maznahme zuguusrin der Kriegsbeschädigte» hat die Deleaiertenversammlung der Arbeiter- und Soldatenräte der Provinz Hannover beschlossen. Im Bereich de« lll. ArmeeborpS sind bei den ärztlichen Untersuchungen zweck» Rentenfestsetzung vom Arbeiter- und Toldatenrat bestimmte Vertrauensleute bin- zuzuziehen, welche bei Festsetzung der Renten mitzuwirken haben. Diktator Hindenburg? Die»Deutsche Zeitung", bekannt durch ihre alldeutschen Exzentrizitäten, verlangt ernsthaft ein« Diktatur Hindenburg» bi» zur Nationalversammlung. Wa» hat Hindenburg der„Deutschen Zeitung" getan, daß sie ihn auf dies« schreckliche Woise zu kompromittieren sucht?! Die Zerstörungen de» Nntcrseebovtkrirge». Die„Daily NewS" steben die Zahl der versenkten englischen Echisfe während des dcut- ichon Unterseebootkrieg» cnif durchschnittlich pro Monat> 20 000 Sonnen an. Tic englischen Seestreitkräfte versenkten«der zer- störten 68 deutsch» Nnterseebvvt» un gleich»» Zeitabschnitt. Ter«rneriksnifche LehenSmittelkontrvllene Hoover ist m l»»»!! gelnndot nnd i«»utomvbil n««h Pnoi»«eiteoseretfi. Ein- aklrnssische Z-ndwirtschastSkrnferen« findc-t«m 18. Ae- zencher statt; Haapiaezenswnd dieser Tagung rst die Fr-rgr der Verbesserung her landwirtschasttichen Arbeit durch Ueberganz voy d« ötvseil».»rtsch«tt Ptk K»mstntz«.»sixtscha.tt. Erhaltung oöe? Abschaffung öer Heimarbeit. Don H. S t ü h m e r. In der Nummer 323 des„DortvärtZ" fordert Herr Tr. W il- b r a n d t, dafz vernltcts Produktionsmethoden im Handwerk und Hausindustrie beseitigt werden. Man hatte kaum erwartet, daß diese milde Form der Verurteilung in der jetzigen Zeit noch Gegner gefunden hätte/ Trotzdem wird bereits in einer Zuschrift an den „Bqrwärts" eine Lanze für die Erhaltung der Heimarbeit ge- brachen, und zwar angeblich aus volkswirtschaftlichen Gründen. Wenn solche Aussllhrungen unwidersprochen bleiben, könnte der Anschein erweckt werden, als wären die gewerkschaftlichen Organisationen, die die Heimarbeit seit einem Menschen- akter bekämpfen, nun auch mit kleinen Reformen auf diesem Ge- biet zufrieden. Wir möchten aus diesem Grunde folgendes darauf erwidern: Wer Jahrzehnte im praktischen Leben steht, weist sehr gut. daß alte ProduktionSmethoden nicht mit einem Schlage zu be- seifigen sind, wenn dies auch noch so dringend notwendig ist. Es wäre aber dock ein vollständiges Fiasko der Revolution auf wir!- schaftlichem Gebiet, wenn, die Heimarbeit in dem neuen verbesserten Staatswesen verewigt werden sollte. 2ie technische Rückständigkeit der Hausindustrie ist durch Reformen, die doch immer nur Flickwerk bleiben, nicht zu beseitigen. Ebenso ist das Zwischenmeisterspstem fast unlöslich mit der Heimarbeit verbunden. Es ist wohl nicht notwendig, alle damit verbundenen llebelstände, die seit dem großen Konfektion?- arbeiierstreik im Jahre 1896 immer wieder öffentlich gegeißelt und durch wiederholte Heimarbesterkongresse und Heimarbeitsansstel- langen der gesamten Bevölkerung vor Augen geführt worden sind, hier im einzelnen aufzuführen. Es handelt sich nicht nur um die geringen Löhne, die meistenteils den Heimarbeitern und insbe- sondere den Heimarbeiterinnen bezahlt werden, sondern anch um die miserablen Wohn u ngS'verhält nisse, unter denen sie namentlich in der Großstadt zu leben gezwungen sind. Wir ver- weisen hierbei auf die diesbezüglichen Veröffentlichungen der Ber- Ii wer Allgemeinen OrtSkranlenkasse, Wir bestreiten ganz enfschie- den, daß durch die Heimarb.it das ffamilienleben gebessert und die Säuglingssterblichkeit gehindert wird. Wenn das richtig wäre, dann müßte die Heimarbeit ja derart erweitert werden, daß alle verheirateten Frauen die ErwerbSarbeit in ihrem eigenen Heim verrichten könnten, um nur nicht in die Fabrik gehen zu brauchen. Wxnn der neue Staat mit seinen wirtschaftlichen Maß- nahmen Erfolg haben wird, dann wird er eS anch ermöglichen, daß die Arbeitszeit für erwerbstätige verheiratete Frauen auf ein solches Maß beschränkt wird, daß diese nebenbei ihre Wirtschaft führen und ihre Kinder erziehen können, ohne übermäßig belastet zu werden. Ferner werden Einrichtungen getroffen werden müssen, daß die Mütter ihre Kinder während der Arbeitszeit in gut geleitete Kinderheime unterbringen können, die den Schu- len gleichzustellen sind. Heute sind aber nicht nur Frauen, sondern noch Zehn tau- sende von Männern in der Heimarbeit beschäftigt, Wie sollen diese der achtstündigen Arbeitszeit teilhaftig werden? Welche Garantie ist vafür gegeben, daß diese nicht nach wie vor 11! bis 12 stunden arbeiten? Warum soll in allen diesen Fällen den Ilniernchmern, d'e sich Fabrikanten nennen, die Errichtung von Werkstätten oder Fabriken abgenommen werden, damit sie die ihnen dadurch eniftebcnden Unkosten sparen? Zahllose Zwerg- betriebe würden verschwinden, wenn sie verpflichtet würden, nur in eigenen Werkstätten und Fabriken arbeiten zu lassen. Da? ist aber doch anch wohl ein Weg, der mit zur Sozialisieruug der Gesellschaft führt. Behauptet wird, daß die Heeresverwaltung angefan- gen hat, dip HcimarbeitSproblem« zu lösen. Diese Lösung, deren gu'e Wirkung wir nicht verkennen, hat darin bestanden, daß dem letzten Arbeiter bei den Heeresnäharbcitern ein bestimmter Lohn garantierk war, den der Unternehmer von Heeresaufträgen ode■ der Zwischcnmeister zu zahlen vertraglich verpflichtet war. Tiefe Maß- nähme war gewiß ein Schutz gegen Lohndrnck, wie er bisher von der Gesetzgebung nicht erreicht werden konnte. Sie hat aber trotz der für die Uebertretnng dieser Vorschrift angedrohten Strafe nickst v rhindcrn können, daß den Arbeitern und namentlich den Arbeiterinnen. Millionen Mark an Arbeitslohn ver- loren gegangen sind, von denen allerdings einige Hundert- tausende durch die Einrichtung der Schlichtnngskommissioncn wie- der eingebracht wurden. Wissentlich und unwissentlich wurde von Unternehmern, Zwisck'enmeiftern und Arbeiterinnen gegen diese Be- stimmnngen zuungunsten der letzteren verstoßen. Ter Hinwrs auf einen eventuellen Verzicht der Uebernahme weiterer.Heere?- Aufträge seitens des Uniernchmer? oder Zwischenmeisters gegen- über den Arbeiterinnen genügte meistens schon, um letztere davon abzuhalten, den ihnen zustehenden Lohn zu fordern, und meistens wurden die Klagen erst cinaere'cht. wenn das Arbeitsverhältnis bcreits gelöst war. Wenn die Durchführungen dieser für die Ar- bester äußerst günstigan Bestimmungen bei den HecreLlieferunaen schon äußerst schwierig war um wieviel schwieriger ist eS nicht. solche Bestimmungen bei Privataufträgen durchzuführen, wo eZ sich nicht um gleichmäßige, sondern um stets wechselnde Arbeit verschiedener Auftraggeber handelt. Gewiß kann und muß die Gesetzgebung auf diesem Gebiet zu- nächst scharfe Bestimmungen erlassen, die aber nur mit Hilfe der Gewerkschaften durchgeführt werden können; aber das weitere Ziel muß die vollständige Beseitigung der Heimarbeit blechern SMerkßhHsbewVuns HeZmkehrenöe! hinein in Sie Gewerkschaften! Tie Umwandlung Deutschlands in einen freien Volksstaat mag vielleicht unter den ljennl ehrenden Volksgenossen der Auffassung Raum geben, als ob die gewerkschaftliche Organisation nunmehr überflüssig sei. Die so denken, meinen, daß in Zukunft die zwischen Unternehmern und?lrbeitern zutage tretenden Konflikte in anderer als der bisherigen Art ausgekämpft und entschieden werden. Selbst wenn diese Armahme voll mnd ganz zuträfe, so wäre die Notwen- digkdt der gewerkschaftlichen Organisation auch für die Zukunft nickt widerlegt. Solang« nicht die restlose Umwandlung der kapi- talistifchen Produktionsweise in eine sozialistsche eerfolgt ist, werden die Gewerkschaften die wirtschaftlichen Jntereffendertretungen der Arbeiterklasse bleiben. Aus den im„Vorwärts" wiederholt dar- gelegten Gründen kann vorläupg an eine Sozialisierung unseres völlig daniederliegenden Wirtschaftslebens nicht gedacht werden. Es erwäckst unseren Gewerksckaftsorgamsationen daher jetzt und in Zukunft ein ungeheures Gebiet sozialer Tätigkeit. Diese gewaltige Avteit des wirtschaftlichen Wiederaufbaues und der sozialen Fürsorge kann aber nur restlos und schnell erfüllt werden, wenn die Heimkehrenden wieder in die Reihen ihrer Or- ganisationen treten, aus denen sie bei Ausbruch des Krieges ge- rissen wurden. Tie Dabeimgebkiebenen haben wäh reich der ganzen Kriegs» dauer ihren Stolz und ihre höchste Aufgabe darin erblickt, die Ge- werkschaftsbcwegung aktionsfähig zu erhalten. Und das ist ihnen, wie wir wiederholt an dem erfraukichen Erstarken der Gcwerk- schaftsbewrgung in den letzten l'A Jahren zeigen konnten, ge- I u n g e n. Unsere in der Heimat verbliebenen Gewerkschaftsgenossen er- warten nün aber auch, daß sie die heimkehrenden Kameraden wieder begrüßen können als Mitstreiter für ihre Ziele. .Heimkehrende Gewer?schaf!ssreun>de! Euer«n'ter Weg führt Euch zu Euren Lieben. Der nächste Weg aber gelte Eurer O r- ganisation. Stellt Euch ihr zur Verfügung und zeigt Euch würdig der Errungenschaften unserer Zeit. Mir Verschmelzung der Technikcrverbände. Kundgebung des Vorstandes des Bundes der technisch- industriellen Beamten. Ter Ernst der Stunde macht es der deutschen Technikerschaft zur Pflicht, ihre organisatorischen Kräfte zu einer geschlossenen ge- werkschaftlichen Bewegung zu vereinigen. Die Mitgliedschaften des Bundes der technisch-iudustriellen Beamten und des Deutschen Tcckp- nikcrverbcmdes dränge» deshalb mit erhöhtem Hochdruck auf die baldige Verschmelzung dieser beiden Organisarionen. Es wird mit Recht betont, daß, durch die revolutionären Borgänge im November 1913 der wesentliche Streit- Punkt beider Verbände als behoben angesehen werden kann, da der bisher vom Deutschen Technikerverband für die öffent- lichen Betriebe ausgesprochene Verzicht auf das Streik- recht in der Republik Deutschland hinfällig geworden ist. Wir können uns dieser Auffassung voll und ganz anschließen. und sehen daber jetzt den Weg geebnet, um die beiden Verbände auf streng gewerkschaftlicher Grundlage— d. h. der I n a n s p r u ch- nahm aller gewerkschaftlichen Kampfmittel— zu v c r e: n> g e m Ter Vorstand des Bundes technisch-industrieller Beamten hat heute dem Vorstand des Deutschen TechnikerverbandcS den Vorschlag unterbreitet, unverzüglich in Verhandlungen über eine baldige VenchnK'lzung beider Organisationen einzutreten. Berlin den 2b. November 1918. Der Vor st and. « Zwischen dem Bund der technisch-iudustriellen Beamten und dem Deutschen Werkmei st erverband ist ebenfalls insofern eine nähere Fühlungnahme erfolgt, als der Werkmeisterverband mit der Arbeitsgemeinschaft freier Angestellten- verbände zwecks Aufnahme in das Kartell bereits in Verhandlungen eingetreten ist. Die Arbeitszeit i» den Bäifereien und Konditoreien darf nach einer Verordnung für die Gesellen, Gehilfen, Lehrlinge und sonstige Arbeiter 8 Stunden nickt überschreiten. Den Arbeite- rinnen und jugendlichen Arbeitern(Lehrlingen) müssen an jedem Arbeitstag, an dem sie länger als vier Stunden beschäftigt werden, Pausen von einer Gesaentdauer von mindestens einer halten Stunde gewährt werden. Werden sie länger als sechs Stunden be- sckäftigt, so muß die Gesamtdauer der Pausen mindestens eine Stunde und eine der Pausen mindestens eine halbe Stunde be- tragen. Unterbrccknngen der Arbeit von weniger als einer Viertel- stunde kommen auf die Pausen nicht in Anrechnung. In den Be- trieben müssen an den Werktagen all- Arbeiten mindestens von 19 Uhr abends bis 6 Uhr morgen- vollständig ruhen. An die Mitglieder des Verbandes der Schneider! Die allgemeine Miigliederversammlung findet nicht am Frei' tag, den 29. November, im Gewerkschaft-Hans, sondern am M on' tag, den 2. Dezember, im„Deutschen Hof", Luckauel Straße, statt._ Parteinachrickten. Um die„Rote Fahne". In einer Mitgliederversammlung der Linksradikale« Partei Hamburgs gelangten Leitsätze zur Annahme,>« denen unter Bekundung bolschewistischer Forderungen die Eirkbe- rufung der Nationalversammlung abgelehnt wird. Auf eine Katzbalgerei in der Pressefrage zwischen Unabhängigen und Spall takusleuten deutet die Annähme folgender Resolution hin: „Die Versammlung fordert, daß die„Rote Fahne" in ihrer redaktionellen Haltung nach wie vor den Grundsatz der sozial«« Revolution zu vertreten hat. All« Versuche, der.„Roten Fahne' ein« andere Ricktung zu geben und sie in den Dienst der Konter' revolntion zu stellen, sind entschieden abzuweisen. Di«„Rote Fahne" soll die Revolntion weiter treiben und soll dahin wirke«, sie vollständig in bolschewistisches Fahrwassers« lenken. Dem aussckließlichen Anspruch der Unat häng igen auf die„Rost Fahne" widerspricht die Versammlung mit allem Nachdruck." Diese Resolution läßt die Vermutung aufkommen, daß da? GbebündniS zwischen den Hamburger Unabhängigen und Spar« tafussen eines schönen Tages in die Brüche gehen wird. Erwiderung. Heitmann kann meine Angaben über meine Be- kämpfung des„Vorwärts" nicht widerlegen, beruft sich vielmehr nur auf einen aus dem Zusammenhang gerissenen, noch dazu hyph' the tischen Satz meines Artikels. Auf diese Methode reagiere Ä nicht, muß aber ncme Unwahrheiten Heitmanns berichtigen. De« von ihm sogar in Anführungsstriche gesetzten Ausdruck..Prinzipien' Verräter" habe ich nie gcbrauckt, er ist meinem Sprachschatz fremd. Noch krasser ist die Unwahrheit, daß ich mich vergeblich um die Z«' lassung zur Mitarbeit an der„Glocke" und an der„I. K." beworben hätte. Daß Heilmann, mit dem ich vor zehn Jahren ständiger Mit' arbeiter ds Bernstein schen Moniagsblattes war, hier bewußt die Unwahrheit sagt, möchte ich nickt gern glauben. Auf alle Fäll« schließe ich meinerseits hiermit die Diskussion. Dr. Broh. » Herr Dr. Broh will sich nicht vergeblich um Mitarbeit, an der ,�J. K." und der„Glocke" beworben haben. Wober rühren die u«' veröffentlichten Artikel von ihm, die wir liegen haben? Sein voll- ständiger Aufsatz, um den es sich hier haickclt, liegt in unser«« Bureau zu jedermanns Einsicht aus. Ihn ganz abzudrucken, wür!« der„Vorwärts" wohl ablehnen. Broh macht darin im Gegensatz zum„Vorwärts" für den Sonderfrieden mit Rußland Propaganda- Aus welchen Gründen dieser„Brest-Litowsker Sozialist" plötzlick im vierten Kriegsjahr Unabhängiger geworden ist, darüber darf sich jeder seine zollfreien Gedanken machen. Schwamm drüber? Ernst Heilmann. « Wir schließen hiermit diese Diskussion. Red. d.„Vorw.", Die Wahlen der Bankbeamten zum Betriebsrat. Wie in allen Betrieben, so gehen auch jetzt in den Banken die Wahlen zum Betriebsrat, vor sick.> In der Dresdener Bank ist der Liste des Allgemeinen Verbau- !>cS der Deutschen Bankbeamten eine gegnerische, hauptsächlich von Prokuristen und Tepositenkasscnvorstehern protegiert«, gegenüber- gestellt worden. Um gegen diesen Versuch, die organisierte An- gestelltenschaft zu spalten und zu bevormunden, Front zu machen, lädt der Verband alle Angeft eilten der Dresdener Bank zu einer im Sitzungssaal der Bank, 3 Treppen, am 27. d. M.. abends 7 Uhr, stattfindenden Versammlung ein. Es ist Pflicht aller Angestellten, in dieser Versammlung zu erscheinen. Industrie und Handel. Tic Börse. Die Börse war am Dienstag wieder eher„fest", was bei dem minimalen Geschäft allerdings nicht viel sagen will. Diese Festig- keit bedeutet nur, deck die Aktionäre bei den jetzigen Tiefkursen nickt mehr verkaufen wollen und zum Durchhalten entschlossen sind, und daß auf der anderen Seite eine ziemliche DeckungSimchfragc besteht- Der Kassamarkt war Dienstag im Gegensatz zu den"Vortage» fester. Das Charakteristikum der jetzigen Börsen ist die evidente K a- p i t a l f l u ch t. Exoten haben eine märchenhafte Höhe erreicht. Tie ibbprozcntige rumänische Staatsanleihe hat keine höhere Ren- tabilität mehr als die bprozentige Kriegsanleihe. Sogar ungarisch« Renten sind gesucht.___ Gefährdung der Zuckerindustrie. Durch die plötzlich eingetretene Demobilisierung befindet sick die Zuckerindustric in einer sehr ernsten Krise, die leicht zu einem völligen Zusammenbruch der Zuckerkampagne führen kann. ES fehlt vor allem an Kohle und an Transportmitteln für die Rüben, die durch die plötzlich eingetretene kalte Witterung dem Verderben au?- gesetzt sind. Di« Herausziehung der Kriegsgefangenen au- de» Betrieben ruft einen Arbeitcrmangcl kervor, der bisher durch di« Neuheranführung von demobilisierten Arbeitern bei weitem nicht ausgeglichen werden konnte._ Eine Arbeitsgemeinschaft des deutschen Einzelhandels wurde gestern unter Mitwirkung von 43 Verbänden des Einzelhandels, die in Berlin Sitz oder Geschäftsstelle haben, in einer auf Einladung deS Verbandes Berliner Spezialgeschäfte im großen Saa! der Handelskammer tagenden Versammlung gegründet. Zum Vorfitzen- den wurde Herr Heinrick Grünfeld gewählt. Die Geschäfisstelle befindet sich in den Geschäftsräumen deS TtxtilreichsbundeS, Charlottenstraße 96. Zierannvoi-tli« für Lolltif- Erl» Kuttner, Berlin: für den übrigen Teil de» PlatleS� Alfred Sit»»», Neukülln: für Anzeigen Theodor«locke, Berlin. Verlag: BorwärtS-Verlag G. in. b. H.. Berlin. Struck. Vorwäriz-Buckidruckerci und Verla gZanlialt Paul Singer u. Co in Berlin. Lindenlirabe 3. Hierzu 1 veilaac. A. 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K SA,?i»io«stratze 8t— K64 di>e�chäit»,»tt s»n 9— I Ndr und»an 4—7 Uhr. 7c>«»don: Amt Korden 186. im, 1087, 9714. Achtung: Achtung! Tonnerstag, den 28. November ISIS, adcnd, 1 ,8 Nhr: Branchen-Versammlung der Glektromonteure und Helfer Orofz-Berlins in den Handwerke» sälen, Gophienstr. 18(Hochzeitisaal). Tagesordnung: 1. BcitSt der RomMtsHon Sber de» Kollcktwvertrag i«d Etellungnalnne dagn, t�. Berbands« und Jranchenangelegendeiten. Sämtliche Kollegen«erden ersucht, bestimmt gu erscheine». Mittwoch, den 27. November ISI8, nachmittags 5 Uhr: Versammlung aüer Militäreffekten-(Snrt!er im Lokal vou«ottlird Schulz. Vrautenftrafte KV. Tagesardnung: 1. Stellin'g'izhnii zu der wntschaiitich«» Rage der vranche. L. Tittussion. iiilt S'e überaui wichtige Tagesordnung nferber: da» vrscheinen «llcr Kollegen. Hl«t»v«i�r«»lii,n>r. kMk\ GroS-Berlins kommt ,» der am Mittwoch, de» 27. NoveMbrr. nachmittag« C Uhr. im Schnltdrih. Slcoe Yakobstr. 24/2.1. staltfiudendcn IZId ' WM" Versammlung."WI �9-218, abeud, t'l, Uhr, im Saal 4 de»«ewerkschaftSdauked» Sngelnfer lG: AliWi/MlW ÜMlSN-MWÄM Tagesordnung: 1. Tie Sierhandl«naen de» Zentraltarifamte» über die Tarlfverdandiungen wätzreu» der UedergangSzcit. 2. Vranchenangelegendeiten. Kollegen! SS bondeN fich mn seht wichtig« Fragen. RSir erwaiten oolltidlige« Si scheinen. Da der Goal um 8 Uhr««» räumt sein mutz,»itlcn nur, auch»ünMtch ,u erscheinen, da dt« Venammiung untedmgt um tll, Uhr criffnct wir». 1SS/10 vl« Nrt»»»«l»«nl«ltanx. UWTWWr WMMU ssktle Ctverlilchsft.) Verwiltintg»roh-Verli«. Berlin Sbeil«!obn und«libiit«,-it geregelt werden 7 Kescrenl: Kollege Walter Kwasnik. i.«erichterllaltung von den Bei. Handlungen über die Schaffung eines parilänschen Arbells» nachweiles siir«reh-verltn.___ LV Zu beiden Bimlten freie«usfprache.-M» Kollegen I Kelleginnenl«it diefer veriammlung degtnne« wir einen neuni Wichligen Olblchnitt der Kibeit für die ver« desferuug unseres Daseins. Kommt darum alle. Auch die bi«. her Unorganisierten find eingeladen. 988/18* Alle Frauen werden hierdurch»«»tu« ÜItlrfHchtl AtklllUkllllllA am Donnorsiag, den 28. Riovember. abends 7'/, Uhr. in den R?rachtsalen de» Westen»» Berltn-Wilmersdorf, SPtchernftr. S. eingeladen. Siniritt sreil Sinieil ender Bortrag: DküSk Zalsssl Ml«es Zm M7. Borlragender; Krtedrlch Weber-Viodtne. Schrislfteller. l»l/»j Der Werbeaudichufi s.».«llgemein» Urauen-Pariri. Bureau: Charloltenb.Joachimstdaler Skr.R7, gcruspr Bsalzbg.42Sd Die Waiie»dnu»verwaltu»g in«harlottenburg such« »ine grS«cre Anzabi geeigneter Pfirgestellen Mr Knaben und Mädchen. Zureetl betragen die Kormalpflegclöhe einschlietzilch Tcuerungszuschiag slir Kinder im 1. und 2. Lebensj ahr 8S M. moualiidi. im 8. Lebensjahr 88«DJ, monai.ich, im 4.— 14. Lebens- iaor 30 M. monilich. Dies««rböhien Sätze hat die Depulalien Mr die vaisenvfiege in idrer letzte» Sitzung mit ihrer virlung »om 1. November et beivilltgt. Die Bstegegelder weiden indnat- >ch nachher gezahlt. Auiierdem wird volle Bekleidung, zurzeit WU der durch de» Sloffinangel bedinglm Stntchränlung, frei« ärzliiche vedandlung und Arznei gewährt. Meldungen weiden »aidigst an die vieichästs ieve»et«tosteneerwalluna. Kirchhof» fd-i- S. erbeten. Mfiadtiche Kusknicht wir» int im Zimmer 21. imv, an|(R»echettS«,»«, in de» Zech»en 13 bi» Hinterhaij, pnrtem, 2 Ntze«»«lt. »4M» Achtiinq! NZeUKe. MM mh MMmes sssli ver Bit Idee Betiiele nv Serie ver SM MvM. /. Sa» LS. Zlwrrawelee'i- ISIS.»Idanch« pKaktlial» S VI»»-. übl Cafü» JBiaaaarrk, P• t•<1 a m, TT alsueiKtraßu 80: 48/11* Versammlung klogesordnnng: 1. Di««»gestellten km»«rteiter der städtisch«« veiried« st» mad erneu D?«tsch7a»d. ««serereat: Kollege Paul ch t r u» k.«erim.». Freie«uslprache. 8. Berbandsaiizelegenh iwn. Werte Kollegen und Kolleginnen! Z« dieser äußerst wichtigeu Bersammlnng lasen wir alle in den städt. Betriebe« beschäftigte» Handwerker, Arbeiter, Hilfsarbeiter nnd Ungestellte» ei«. A« Anbetracht dieser»ringenden, der Zeit e«t, brechenden Frage» erwarten wir»aLzählige« nnd pünktliche« Erscheine«. Seiner darf fehle»! Der Tinb ernser: Verband der«Yeinrinde- und Ttaaitarbciter. _ B Strunk. ÜsetUn W 57, Wiiiieiscldttt. 24. telcpöon; Lützow 2746/2747. erlskriileela Ii? las Eäsrerpi'rt kh See lin 0.£8, HcBk»ttr.4 Einladung zu In am ftzreitag, de» st. Da- zemder 121«. at'eiid« 8 Nhr. im viestanraat Hindendnrg. Verlin, Hautesttasie 4(«er« waltungsgetäiide der Kaffe. am Schlnhauier Ter— Bltlowdlatz gelegen) stattfindenden ordentliche» Sv5sedsL-8i!iiinz der Vertreter der Arbeit- gebet und Kaffenmitglieder. Tagesordnung: 1. ffefiietzung und ve'chlutz- fafiung über den dem Ber. fi cherungse.mt einzureichenden B oranichlag der Einradnien und Äusgoden für das Geschösts- jähr 10l». 2. Wahl des RechnungZaus- schusse« zur Plüfung der �«hlesrechiillng iür da»<»e- ichäitsjadr 1018 gemih j Ol der Kafiematzung. 30i 8. veschlutziasilms über die Setzung des Verbandes der Krankenkeffen im Lezirk de» Obriveisichernngsoml» Trog- Berlin und Bcitrittserllärnng zum Verband. Berlin, den 27. November 1918. Der Vorstand der llrteliraokealceeeo tvr da» dlaureegeaerde ro Saeliv. «.Bogel, R. Freund, Bor fitzen der. Schri/ljllhrer. Läuse- KopfHut« mll örol(Kltse) bewltigj men«m»Ichcrtt«* mit dem»chneil- wirk«nd«R Redlkslmlti«! lekna". Men meise daher Ersab- mttleJ und aohta auf das Sdiutcweri .Uuo�elnd.fl;75 ff.«1.5» Gaßao K!«ld#r!ftusa Ruii�i-Oel FL 1 58 KdrparläUMt Rusteipud-r M. t,-. 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KtHelsslkDigk EnüchNß hs Hktlksailgkhgngk». t.i Die vorläufige TntiafflM, der sti Berlin eingetroffen hier«nfäffigen, oder Vrotz-Verlinrr E, atz-Tiupdenteilen u angeberigen Ma-inichafltiruppen dp wird den Berliner Erl.. Truptzenteilen ddeilragen. und zwar meiden fich die AkRegt. z. F., .„, 2./Re>.«,>ns.-Rtnt. 64, ,., S./l. Siardc-Feida.-Negt. „,„#./3. Narde-Felda-Regt., „,, E./Kaldc-Piouiere, ,,, C./2. Garde- oioniere, .„. E./2. Wardt- Ulanen, 2 13. S�aide-Dragoiier, S./l. Kaldi'Dragoner, E./Regt. Eii abelh. lfigen Snllassung ist von den genanitt' Urfetz-Ti upvenieilen den Mo K t M 17 O, P, Q E.S T.U. T W.X.Y, 2 t. Bei der vorlilnff. anuschasien«ul Wunsch eine Borschu zabUing bis zu iO,— M. aus da« zusläudige EuttajjungSc von.0,— lll. nach Prllsung ilrer Papiere zu zahlen. 8. Tie endgültige Entlaffung ist aus Grund dieser v läufigen Entlassung ausgenommene Verhandlung abgeben, alsba in die Wege zn letten. 4. Den bereits«rdnungsgemäfi von ihren Sruphenleil-ii am 9 Nooemdcr 1918 nnd später nach Berlin und Boro: entlaffeuen. aber m» der Entlaffungsgeduhr vou 6»,—?.l!. ik! nicht adgesundenen Heeresangehöri gen haben die genamu- Ersatz-Truppenlette die Beträge aus Brund der Enttassüngsschcir auszuzahlen. 8. Slannschaste», die kemerlii Bkililärpapiere besitzen, erba!' den zur vorläufigen Sntiaffunq nöligen Ausweis gegen? legmig genügender Zivilleguimaticuspapiere sMiclskont, Steuer, Heiraisurlunde, hebensverficherungspolice u. der!> durch die Kommandantur Berlin. Gcorgenstr. 47, 2 Treppen. B. S. d. St. G. K. Unter Aufficht de» VollzugSratS. Der Arbeiter« und Soldatenrat. ,»,.«viz. gez. r. Lehr. Im Felde wie in der Heimat hat sich als beste Fahrradbereifung hewftlirt. dis boi den Prnfungsfahrten mit den eruten Preluen und Dlplomon ausgezsiclinete verboBserte ji Loc» Bereif uiij� i Klantmerinodell IM18. 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Her- mannftrafie, aus statt. Rege Leteiligunz wird er- wartet. Den Mitgliedern ferner iur Nachricht, datz unser Kollege, der Schlosser ;Hennann Gromkowskl, Stralsunder Str. 15, , am 28. November je- I ftorben Ist. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 28. Na- vember, nachmittags S't.Ube, von der Leichenballe de» i SlifabethkiichhoseS, Wollank- strafie, au» statt. Rege Beteiligung wird er- fi wartet. �ackruks. ! Den Mitgliedern ferner! 1 zur Nachricht, datz unsere i Ä Kollegin, die Arbeiterin l Äaloüie Beimlg ■ am Ll.November an Lungen- !i enizündung gestorben ist. Den Mitgliedern serner i i zur Nachricht, dag unser\ | Kollege, der Dreher Geniel y, am 22. November ge- st starben ist. iEhre ihrem Slndcukenl Die OrtSverwnltuiiz. Deutsches Kuchbinckes-Vesbsnch (?sk!Lts»s Berlin.) 3 Den Mitgliedern die trau- � Sf rige Nachricht, datz unser£ e" langjähriges Mitglied, der -i Kollege � Ednmni} Voigt st kurz vor ffriedensschluh an y seiner schweren Verwundung /■ im Lazareit gestorben ist. )!«hre seinem««denke» l Die Beerdigung findel f! Donnerstag, den zs.Revem- f. ber, mittags 1 Uhr, aus dem fj Garnison- Friedhos in der S.tzasenhcide statt. Zahlreiche Beteiligung er- S wartet 24/16 via lli t»oer«Litvag. 8pe!l!»!»r!l stl-n. i»o6. l sh. schnell, grllndl., mbril. chmerzlo» u. ohne DerusSstor. cß«od!eo!it»!iraiilt. er- bäht wird. SS ergeht an alle Arbeitgeber die Auffardening, daS bei ihnen bcschäsligte Personal, welches durch obige Be- stimmungcn berührt wird, so- fort bei unS anzumelden. Berlin-Tchönederg, den 25. November 1918. Ilde»' Voi-ni-tireZ. fi. Krukow, Fritz Sans», Vorsitzender. Tchrislsührer. AW. NlWMM W ZkhIMgls mS IImgeM. Die Mitglieder de» AuSschuffiS werden zii einer ocke 1l. Ansfchvßßhnng am Freitag, de» v. Trzcm- der tvlbi, abends«'/, Uhr, in der Sluin der Gemeinde- ichule hicrieibst, Potsdamer Slratzc 7, hierdurch ergebenst eingeladen. Tagesordnung: 1. Jlbnal.medcr.InhrcSrechnung für da» Jahr 1917. 2. Wahl de» NechmingSanS. schusies zur Prüfung der Rechnung des taufenden Jahres. 3. Festsetzung deS Voranschlages für 1919. 4. Nach Bewilligung der bisher überschrittenen Pofitioucn deS Voranschlages jür 1913. 5. Veschlutzjafsung über den Bei- tritt der Kasse zu dem Ver- bände der zirankenlasscn im Bezirke dcSOberversichcrungS- amieS Siroß-Berlm. 6. SatzungSändeinng. Schient an, den 25. Nov.(.91?. Ter Vorsitzende Zt. Richter. Kräkt.g! ianta Sucia-Wein™£j /Beliebte SpeEialiuarke. Uberall erbgltlich. Generalvertrieb: Berlin As.. Bepjfstr. 34.' Schreiboiasch-Arbeilen .Farbband-Vervielfaltigur.geu übernimmt " Jf.€!riinmaR«lel. W 50, Nürnberger P!atz 4. 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Tagesordnung: 1. WabI deS RcchnungS-Prü- sungSauSschuffeZ sür das Rech- nnngsjahr 19 IL. 2. Besastustfaffimg über den Beitritt zum Verband der Kranlenkasscn im Bezirk deS, Oberverficherungsamt» Grog- � Berlin. 3. Verschiedenes. 271/7 Berliu'Friodrnau, den 25. November 1918. Bauer, Ullrlcb, Vorsitzender. Schrisliügrer. ip@2la!arit 3r. med. Wockenfuß �riSdrf�Str.l�preclTsUM�tz| '3rSyphlils,Harn-u. Frauenleiden 0 lutviotoreuohunjen. Sohnelle, sicher«, sohmerzlosu Heilung oluie BerufssiSrung. Teilzahlung Spezlalarzt, Dr. med. liasehS, rieirlchslr, SO ÄX, ii SypfciH«,>larn-, Frauenleiden, irj.: chron. Fälle. Schmerzlose, irzeste Jehandlz. ohne BerusZ. örung. Blutuntersuchung. Mätz. reise. Teilzahlung,«pr. 10—1 nd t— 6, Sonnt. 11—1._• Spezialarzt )?. MSÄ. eoleman •fiedrieh-Slraßc 91, 32, an der Oorotheenstr. Hau!-,Harn.Ga- ohleohts-, Frauenleiden. Sex. laurasthenie.KurzeBehondlg ihn» Beruf sa törurj. Teüz. l-m-«.Blatuntersuchunf en areehi*. 10-1, US Sonntar# M. Tel. 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