Z!r. 338. 35. Jahrg. ÄezugSpretSl v «fsttft?a5rL«.7R m.. tnona;L2,28®a frei Inf Haus, vorouszahllxir. Einzelne Nnmniein>0 Plennig. Pvslbezug: MonnMch ZiB 2HL. n.tl?!>ilIolIungS- xedühi Unter Kreu-tand ißt Tenllch- .nnd u. C e flcrteiift»Unncnt',50 Kt, für hafl adrige ÜUJrlonb! ,60 M!.. Bei täglich einiraligct Zustellung 7.60 Mk. sLnslBeliellungen nedmen an Däne- tnar', Holland, lluxemdurg, Schweden und d'e Achweiz, Eingetragen in die Pnst- Zettung S-'Lrti- liste. Dar.Äorwärld' criche nt wochentägNch zweitnai. Loimtag« einmal. Delegrannn-Rdresset .Toziaidemokrai'ötr.'n', T Devllnev VolKsblAkk. �10 Pfennig J Nnzeinenpreis: DitneBengcicaltencfteloneizeneforiel 80 SSfg.„illcine Anleinen", BaS t«tae«nt<ßc San 80$fg. lzuläjstg 2 fMtgednicfte eerteV tedee- leeitcrs Kon 15 Psg Ttellengemche und EchiaMeHenanzeigen das erste Wort 20 S>g„ jede* weitere«ort 10 Pig. Worte»der Ib Luchitaden tädlen iür jwe!«orte Teuerungözuli'.tlag 80»/» Familten-Nn, eigen, voltlilche und gewerllcktaiUtche tLkdeinS» llnzeigen 70 Vkg die Zeil«. Anzeigen li-r d!- näcbite Runinter müssen dif ,6 Udr nachinittaaS im Hauvtgeschäft Serli-i EW. OS, Lindenlleasie 8, adiegeben werden, Keöiinei von 0 Ulir früb diS V ilhr ad tili i. Zentmlorgan der fozialdemokrati fehen Partei Deutfchlandö. Ncöaktion: EW. c-S, �inöenstcaße 3. Kernsfeefber: tim»??!ori»v!a«, fti. 151 90— 151 97. Freitag, den£9. November 1918. ExpsSitivn: EW. HS. lwSsnKrahe 3. isernlvreck»:«ml Mortl-Vlires. Rr. 15139—15197. '-* telau$$cl)u$$ für nationaloersammlUDg Ter Parteiailsschuß der Sois'aldemokrlitlschen Partei Deutschlands, der gestern hier in Berlin zusammentrat, hat einstimmig folgenden Beschluß gefaxt: Ter ParteiauSschuh der Sozialdemokratischen Partei Teutschlands erklärt: iriir die politische Gleichberechtigung aller Volksgenosse n hat die deutsche Sozialdemokratie seit einem halben Jahrhundert gekämpft. Sic erblickt in dem a l l- gemeinen, gleichen, direkte» und geheimen Wahlrecht aller erwachsenen Männer und grauen, getreu dcr seit jeher vertretenen Auffassung, die wichtigste politische Errungenschaft dcr Revolution und zu- gleich da? Mittel, die kapitalistische Gesellschaftsordnung nach drm Willen deS Volkes in planmäsjigcr Arbeit zur sozio» l i st i s ch c n umzuwandeln. Indem die Partei ihre Entschlosicnheit ausspricht, die Errungenschaften der Revolution gegen alle gegen rrvo- l u t i o n ä r c n B c st r e b» n g c n bis aufs lebte zu vertei- digen, wendet sie sich zugleich mit Entschiedenheit gegen alle, die dem deutschen. Volke daö S c l b si b e st i m m u n g S r e ch t Vorenthalten wollen, sei ,?s auch nnte? dem Barwand, es durch die Diktatur gegen seinen eigenen Willen beglücken zu können. Die Sozialdemokratische Partei fordert die schleunigste Einberufung der National- Versammlung? sie ist jeden Tag bereit, dem Volke über ihre bisherige Tätig- kc.l Rechenschaft zu geben und erwartet mit Z u v e r- i i ch t sein Uttcil. Tie Genossen im Reiche werden aufgefordert, für die schleunigste Einberufung der Nationalversammlung zu wir- kr n und durch rastlose Anfklärungöarbrit den Sieg der Demokratie und des Sozialismus zu sschcrn. Tie Aussprache ergab, daß in dieser Angelegenheit in der Partei überhaupt keine Meinungsverschiedenhelten bestehen. (Bericht siehe 3. Seite.) die Krise im Auswärtigen?fmt. Tie schwierige Lage dcr Negicrung infolge dcr Forderungen «ach einem gründlichen Personenwechsel im Auswärtigen Amt, ist noch immer nicht getlär». In der Presse sind schon Nachrichten auf. lWentcht, dog Staats, ekretär S-lf bereits um sein« Entlassung ge- beten habe. Auch der Rücktritt ErzbergcrS und Schridr- Manns fei nicht unwahrscheinlich. Dazu wird unS de« Frlgende mitgeteilt: Dir Beratungen über die S-lfschc Angelegenheit wurden heute Donnerstag nachmittag im Kabinett zurückgestellt, da wichtigere ilufgvbcn driingten. D>e Nachrichten, bah S o l f seine D r m i s- k i« n einzcrricht hätte, ist v ö l l i g u n r i ch t i g. Sollte er schlief,. «ch gleichwohl gehen, so wäre daS lcinrbfallv auf da« CiSnrrsche vorgehen sondern auf seinen Gegensat? zu Haase zurückzu» führen, den dieser bcrcitS aus dcr ReichSlonfcrcnz erwähnt hat und b-r durch daS Hervortreten des Auswärtigen Amte« in dcr Presse. konferrnz noch verschärft worden ist. In Bayern selbst soll übrigens daS EiSncrschc Borgehen lebhaste Mihsttm- m u n g hervorgerufen haben, von der f-g-tr die Arbeit«, und Sol- datenrbtc stark«faßt wrrdcn. An der Nachricht des„Loial-AnzeigerS-, daß S che i bemann sich mit DcmisstonSabsichtcn trage ist nicht das ge- Hingste wahr. Ccheidemann ist nicht als Person, sondern oli S-rtrauenSmann seiner Partei in die Negternng et». getreten und der Rücktritt Schridr mann« würde he- deuten, datz die ganze Sozialdemokratie s.ch von derRrgiernngzurückzicht........-... Tie Krise wird dadurch noch bedeutend verschärft, bah, wie dte P. N.' erfahren, sämtliche Beamte der poltt.schen Vbtrilung des AnSwärtigen Amte« sich mit dem Staatssekretär Sols soltdarisch erklart haben. S-e glauben zwrckmählg nur weiterarbeiten zu können, wenn etne einheitliche ReichSpolitik getrieben w.rd, die KatttnaU d c r s a m m l u n g baldigst zusammentritt und undwantmortlidje Kreis« nicht länger die deutsche auswärtige Poltttk f-orcu. Votbereitunflsn öer?ntc?nat;ona!s. Einberufung des Internationalen Sozialistischen Bureaus. Bern, 27. November...PrerreS de St)«- Se Habr-- Huysmang ho, bei ferner Ankunft m E-nyWnd do« �«wrtat der französischen Sozial isten�rtei denochr.chtigh er nmrde d««. «ende(Einladungen für die Zusmnimenkunft deS miertnatwnaie ©ozkrHstcnburMuS absenden.....,, Nach einet Pariser Meldung deS Hollandsch NisuwSburoS hat HuySmans die DeleHierten bereits zusammenberufen. Die Konferenz findet i« Brüssel statt. Oesthleuniglmg öe?§r!söenskonferenz. Haag. LS. November, stzollandsch NieuwSburcau.) Reuter meldet, daß die Friedenskonferenz wohl doch früher, alS man zuerst erwartete, einberufen wird, da die Vorbereitungen beendet seien. Die britische FriedenSdelegation wird aus 450— 500 Personen£k> stchen, die die Weisung erhielten, sich innerhalb 14 Tagen bereitzuhalten. Amsterdam, LS. November. In einer Besprachung über da? Schicksal der Friedenskonferenz schreibt die.Daily Expreß", daß man die Meinung, als könne die Friedenskonferenz innerhalb dreier Monate nach Eröffnung dcr Besprechungen die Bedingungen für die Unterzeichnung nicht vorbereiten, in englischen Ministerkreisen nicht teilt. Die Friedenskonferenz wcsde im Gegenteil so schnell wie möglich die Hauptpunkte deS Frieden Sv er- trage« feststellen. Dieser werde dann schnell st enZ unterzeichnet werdep. ES werde irgendeine Regelung für die Einsetzung einer Art internationalen Polizei getrosten werden, die für die Durchführung des Waffenstillstandes'Sorge zu lragen hätte. Die internationalen Kommtstionen würden dann noch dte Einzelheiten auszuarbeiten haben, was geeaumc Zeit in Anspruch ncbmen würde. Washington, 27. November.(Reuter.) Auf Wilsons Aws», forderung hin milderten die englische und französische Rea�e. runy die Zensur über Nachrichten und Depeschen, die an die Vereinigten Staaten über die FriedenSkonfevercz ge- richtet sind. Wien, 28. November.(Hollandsch NieuwSbureau.) DaS deutsch- österreichische StaatSamt für Aeußereb betraute den gewesenen Mi- nister Dr. Franz Klein mit der Leitung der vorbereiten- den Arbeiten für die Friedensverhandlungen. vor Friedensschluß keine Erleichterung öer IModtoAe. Haag, 28. November.(Hollandsch NieuwSbureau.) lieber die neuesten deutschen Bemühungen, eine Erleichterung der Blockade zu erzwingen, sagt die.Times": Die Alllierten haben keinerlei Int«- esse daran, ihre wichtigste Waffe, die zur Sicherung de» Friedens dienen soll, wegzuwerfen, besonders mit Rücksicht auf den heutigen chaotischen und unsicheren Zustand der deutschen Einrichtungen und Politik. H o o v e r hat außer Deutsch- land noch andere Böller zu ernähren, und wird die Deutschen nicht bevorzugen. Die.Times" beruft sich noch darauf, daß die„Köl- nische Zeitung" noch tneser Tage schrieb, c» gäbe selbst nach dem Waffenstillstand noch überflüssige Nahrungsmittel in Deutschland. DaS Blatt fährt dann fort: Amerika wird Deutschland während der Friedensverhandlungen soviel Nahrungsmittel senden, als die Menschlichkeit gebietet, und die Bedürfnisse der anderen zulassen. Aber die Blockade kann nicht aufgehoben werden, bevor dcr Friede unterzeichnet ist. Revo!ut!onsbraN')ung!n Cfralfon. Wien, 28. November.(Hollandsch NieuwSbureau.) Nach Blät, termeldungen soll die republikanische Bewegung m Jta- lien durch Vertreibung der Dynastien Habßburg und Hohenzollrrn außerordentlich gestärkt worden sein. Die Bewegung für die Ausrufung d« sozialistischen Republik und für die Absetzung der Dynastie Savoyen habe großen Umfang angenommen. Sie nahm bei der 6. italienischen Armee an der Front ihren Anfang und hat sich rasch im Hinteflandc verbreitet. Die Mai- länder Arbeiterschaft fuhrt die Bewegung und oerlangt Einberufung einer Nationalversammlung nach Rom zur Entsche!» dung über die künftige Regierungsform Italiens. In Rom fand ein Kronrat statt, der sich mit der Lage besoßw. Hinbet soll auch die Frage ausgeworfen sein, ob es nicht möglich wäre, die re- publikanifche Bewegung eventuell mit Hilfe der Truppen der Bundesgenossen niederzuhalten. Gegen diesen Vorschlag machten sich ab« ernste Bedenken geltend. Der König selbst habe sich sehr zurückhaltend ausgesprochen und er erklärte, er wolle unter allen Umständen den Willen de» Vol» ke» respektieren. Die wirtschaftliche Lage deS Lande« ist sehr ungünstig._ Moskau unter Sela�erungszuftanö. Haag, LS. November.(Hollandsch NiemvAbureauS.) Di« „Times" meldet ,auS Stockholm: Die Sawjetrogierung hat in Moskau den DelagerungSzustand proklamiert, weil sie gegen- revolutionäre Zerstörungen befürchtet. Die anti- bolschewistische Agitation nimmt in> Mo-kau und Petersburg wesentlich zu. Kürzlich wurden 200 Professoren, Lehrer und ander« Personen in Petersburg verhaftet. die Exkaiserin in tzollanö. Amsterdam, 28. November. Die frühere deutsche Kaiserin ist heute morgen in Maar» bergen bei Utrecht angekommen. Sie wurde am Bahnbof vom Grafen Bentinck empfangen und fuhr im Automobil nach Schloß Amerongen veiter. Mit uns öas Volk, .mit uns ös? Skß! Kann man sich etwas Komischeres vorstellen als einen „Nevolutionär", her Furcht vor dem Volk hat? Gewaltherrscher. Usurpatoren. Despoten mögen sich vor■ dem Volk fürchten, sie haben alle Ursache dazu. Eine Herrschaft, die nicht aus den Willen des Volkes, sondern a u f G e- walt gegründet ist, bleibt ein Koloß auf tönernen Füßen. Furcht vor dem Volk hatte Nikolaus, der Zar. Furcht- vor dem Volk haben di« gegenwärtigen Machthaber ?t« ß I a n d S. Diese gegenwärtigen Machthaber Nußland? sind die Re- volutionäre vom vorigen Jahr. Aber als sie noch Nevolutin- näre Waran, da beriefen sie sich aus das Volk und schrien sich den HalS wund nach der konstituierenden Natio- nalversammlung. Als aber diese gewählt war und ihren Wünschen nicht entsprach, ließen die Revolutionäre, die in- zwischen Machthaber geworden waren, die rechtmäßige Vertretung des russischen Volkes van bewaffneten Verbrechern auseinanderjagen. Seitdem regieren sie unter dem Schein einer Verfassung, die keine ist, Äs Selbstherrscher und für-.-- ten sich vor dem Volk. Unsere Berliner Bolschewisten haben diese ganzen Gnt- wicklungsstufen übersprungen. Sie sind noch lange isicht dif Herren von Deutschland, aber sie haben jetzt schon vor dem Volk gräßliche Angst. Die deutsche Konstituante ist noch gar nicht gewählt, kann also auch noch nicht auseinauderge zagt werden, sie soll nach dem Wunsch der Spartansten lieber erst gar nicht gewählt werden. Diese Tapseren, die des Dr- rannen Eichhorn Zwingburg berannten, fürchten sich per den Wahlen wie die Katze vor dem Wasser. Solche Furcht ist. wo sie besteht, immer begründet. Sw beruht auf einem untrüglichen Instinkt. Wenn eincS Tages alle Männer und Frauen Teutschlands ihre Vertreter wärkch wird man ja sehen, was Spartakus hinter sich hat, und dorr wird eine lang anhaltende befreiende Heiterkeit durch das deutsche Volk gehen. S o also sehen die aus, so diele sind ei gewesen! Kein Wunder also, daß sich Spartakus nach solchem Hei- terkeitSerfolg nicht sehnt. Er liebt, trotz Lirdendorss, die heroische Geste des Welteroberers und hält sich keinen Augen- blick bei der kitzlichen Frage auf, mit welchem N e Ä t ein Grüppchcn, das bei allgemeinen Volkswahlen noch kein Dutzend Kandidaten durchdringen könnte, die Herrschaft über daS deutsche Volk beanspruchen darf. ES ist Zeit, über solche Kindereien zur Tagesordnung überzugehen. Die Nationalvcrsanimlimg � ist fernst Frage, sondern eine Selbstverständlichkeit, und die Wahlen zu ihr dürfen keinen Tag länger hinausgeschoben werden, als zur Ueberwindimg der technischen Schwierigkeiten not- wendig ist. ES soll niemand glauben dürfen, daß die So- zialdemokratische Partei in solchen Fragen, die für sie Fragen der Ehrlichkeit und der programmatischen Grundsatz- treue sind, Spaß versteht. Sie kann sich da auf keine Kom- promisse einlassen und auf taktische Bedenken anderer Gruppen, so leid sie einem tun mögen— und sie können einem leid tunl— keinerlei Rücksicht nehmen. Eine sozialistische Skegiming, wenigstens eine sozialistische Regierung, in der unsere Parteigenossen sitzen, darf sich nicht dem entehrenden Vorwurf aussetzen, sie habe das Urteil des Volkes gefürchtet und sich ihm zu entziehen versucht. Ein solcher Vorwurf wirkt tödlich, und wenn andere„keine Lust zum Selbstmord" haben, so haben wie sie erst recht nicht. Ueberließen wir es den Bürger- lichen. die Nationalversammlung durchzusetzen, so wäie i h r Sieg gewiß. Setzen wir selbst die Nationalversammlung durch und beweisen wir damit dem Volk, daß w i r keine Furcht vor ibm haben, dann können wir mit Zuver- ficht unserem Sieg, dem Sieg de» Sozialismus, ent- gegenseben. Sollte also von anderer Seite der Versuch gemacht wer- den, den Termin der allgemeinen Volkswahlen unnötig hinauszuzögern, so erwarten wir von nnsmn Genossen in der Regierung, daß sie rund und nett erklären:„Das machen wir nicht mit!" Wir sind durchaus nicht konfliktslüstern und freuen uns, wenn ein gedeihliches Zusammenarbeiten auf der gegebeneu Grundlage möglich ist. Aber in einer Angelegenheit, die fiir uns eine Frage des Prinzips und Lebensfrage ist, kann es kein Kompromiß geben! Die Masten würden es� nicht verstehen, wenn unsere Genossen in der Regierung an- ders denken würden. Das ganze Volk will die Nationalversammlimg, sobald sie itgend möglich ist: die Sozialdemokratie will sie, die bür- KM'An VMiett Hjüßcn Ite, fln5 die Uttäbhattgsgen„lehrten sie nicht ab". Wir brauchen den Frieden, wir brauchen Le- bensmittel, wir brauchen Kredit, weil wir keine Waren zu erPortieren und nur entwertetes Geld haben. Das alles rönnen wir ohne Nationalversammlung nicht bekommen. Die Kindsköpfe, die das nicht begreifen wollen, finden sich im ganzen deutschen Volk nur in vereinzelten Exemplaren. Wenn die Unabhängigen plauben, auf"diese an Aahlfurcht leidenden „Revolutionäre" Rücksicht nehmen zu müssen, so ist das eine höchst unglückselige Fügung des Schicksals. Aber wir brauchen — dem Himmel sei Tankl— sie nicht zu nehmen, dürfen sie nicht nehmen, werden sie nicht nehmen. Aus der Hand der Revolution, aus der Hand der Sozialdemokratie soll das Volk dos Recht erhalten, frei sein Schicksal zu bestimmen. Und die Angst davor, welchen Gebrauch es von diesem Recht machen wird, überlassen wir denen, die begonnen haben, vom andern Ende her das Spiel der preußischen Junker wie- der aufzunehmen.»»,. Wir aber sagen: Mit uns das Volk, mit uns Ler Sieg! diTtzeimschaffANgöersnglischenGsfangenLn Ernste englische Beschwerde. Vkt-liit, 58. Navrinber. In Vr Ickten(Sitning der lSaffcru ftillstandÄonmiission in Spaa halben die englischen Vertreter na- ineitS der britishen Regierun-g ernste Beschwerde darüber erhoben, dag di-z britischen Gefangenen a n der W e st f r o n t nicht»tdnungsmäßiq übergeben würden, sondern ftalh vekhunzzert, krönt und ohne genügende Kleidung in den Linien der Alliierten. anlangten. Die EMSruny der deutschen Telezierien, daß die ordunngHmäßige� UebergaSe wegen der durch die, Warfe nst i llsta Ndebrldi ugungen aufgezwungenen überstürzten Räumung nicht möglich sei, daß ferner tnelc Gefangene entlausen oder von revolutionären Elementen be- freit wurden, ist don den englischen Vertretern nicht anerkannt worden. Sie haben brelmehc erklärt, daß sie hie deutschen Vebörde. n ohne Rücksicht auf die inneren Verhält- nisse voll verantwortlich machen, urtb daß die britische Regierung mit Rücksicht auf die Erregung der öffentlichen Meinung in England, wenn nicht Mhikfe geschaffen wende, die Feindselig- leiten wieder rrSssne» würde. Dennwaemiber ist daraus hinzuweisen, daß von deutscher Seite "ilsZ geschiteht, un? eine ordnu ngemäßioe Heienschafsung der eng- UichKn und der übrigen Kriegsgefangenen herbeizuführen und daß durch die daraufhin getroffenen Maßnahmen die Durchfiihru«!, eines gerexelten?lbtr«n?pirteS dieser Gefangenen ßchergestcllt und bereits in erheblichem Umlage bewerkstelligt wo.chen st» l, r' t'-e � Wf'• � Hestige Anllezen wurden in ttt französischen Kammer Bei Erörterung einer Interpellation, betreffend die Ausführung der WaffenitillstandSbedingungen über die Kriegsgefangenen, auZge- sprachen. Unterstaatssekretär Jgnace sagte u. a.: Man wird er- schreckt sein, wenn die Berichte der spanischen und der schireize- ri scheu Missionen bekannt sein werden, die uns so ioeridolle Diensie geleistet haben, und sobald man' wissen wird, daß tS eine Regierung gab. die derartig« Infamien befahl. Di- Berau- öuug von Postpaketen ist seit dem Waffen still- stand auf 8 8 Proz. gestiegen. Man muß diese Vee- vrecheu büßen- lasse??. Die Großmut des Siegers ist nicht mehr -in cm Feinde»egenüber angebracht, der nur noch Anspruch auf die Gerechttgstii Hai. Marschall F s ch hat einen ebenso klaren und katezorischea Protest«bgesantt, w;e die englische Regierung. Der Unterstaatssekretär gab bekannt, daß die Gesamt- zahl der«llrierteu Kriegsgefangenen in Deutschland S14 800 beträgt. j D«Z Schicksal der Ostafrika-Känihfer. Auf die Anfr»?« der deufiche?? WaffenstillftaudZkommissisn über die weitere BehsuMing der ideutfchen Truppen in Ostasrika, die gemäß Artikel 17 der WasfenstillstandSbcdi??gungen d«S Schuh- gebiet zu räumen Halen, hat das englische Kriegsministerium ge- DentM Revolution in Srüssel. Von Ku r t H e in ig- Decliur Der 18. Ztodombcc war ein schöne: Senntag. Die Brüsseler, shlwRe» gewöhnt, aus den? Boislevard Anspach«md in der R?r« Raune spazieren»?? gehen anstatt in? schönen BoiS, dräirzten und sta-uien sirb. Es irac ja so aimterhaltend. von den Straßenecken auZ die lebewdißje Weltgeschichte neugierig und vehsglich««zusehe??. Ei ?ogen Vagqp-v, Kolouuen, M.-G..Form«t?on«u vorüber. Plösplich bollerte über dem Getose des Verkehrs Geschrei und Pfeifen; ich lief nach: ein Trupp halbwüchsiger Hungen wid Kinver. mit belgischen Fahnen, marschierte vorüber. Von der Marsaillaise gelangen immer nur einig« Zeilen. An? Botanischan Garten wurde es«rusthasier. Einer braven Zeitun««* Häufer in, die den„Belgischen Kurier"— er brachte die WasfenstilstandSbedrngunge-i— verkaufic, geschah«S wie einer BienenkönUi«: im HandinndrcSen klebten an ihr hundert, tausend auslAerrgie Menschen. Zwei Offiziere versuchten ihren Weg fort- zusetzen— Soldate?? beachteten sie überhaupt nicht— tcrS Grüßen hatte in Brüssel seit«tiva vier Wochen schon a?l>fgebört— aber riiici Volk lief hinter ihnen her, neugierige Spazierer blieben stehen, die Dran? fuhr langsam, Jimgen kletterten hoch— es lag Elektrizität in der Lust..~, Von? Justizpalast fer war ein Riesenzug deusicher Soldaten. stark von Belgiern aller Schichten turchsetzt, zun? Eeneralgouverne- meut gekommen. Ti« vier Jahre hindurch gesperrt geive�cnc Straße wurde in loenige?? Sekunden schirMz, dar Kanonenplatz vor dein Heiupteingarrge der Regierung war die Arena verschede- »er Redner. Gerade hörte ich noch ein«« Soldaten, er sprach voin Auto herab: und freie Menschen wollen wir sein, und nicht mehr leben wie die Schweine... Ein Belgier neben mir übersetzte eifrig seinen Freunden. Es war hohe Zeit, sich nützlich zu niack-cn. C?in Matrv-si. Kurze Unterredung. Er führt mich. Wir kommen in ein Sitzungszimmer des Regie ru ngShauf es; es herrscht schäurneride Ausregi.'.ig. Ter Vorsitzende, Dr. Freund auS München, kämpft?rtn Ruhe und Ordnung. Nöben mir klebt vorn ersten Mo- rnent an ein merknmrdig-'r Mensch: völlig bandagierter Kopf. schwarz gefaßt es Monokel im Auge, unrasiertes Gesicht. Ich mache mich mit dem. Vorsitzenden bekannt, er auch. Ich melhe mich zum Wort, er auch. Merkwürdig.— Aeben mir steht plötzlich einer aus und bearüßt mich, wir schauen uns«inizermetzen verwundert an, es ist Genaße R-twbvcm? aus Dortmund. Leugsa«, entsetzlich langsam kommt etwas Ruhe in die köpfe- reich- Versammlung. Vertreter der belgischen Presse, hohe Beamte der alten d-utsck?» Verwaltung, Eelldate«, belgische Ar- heile? Vertreter, Offiziere, alles quirlt durcheinander. ES wird Nacht. Sie wird schlimm� Alle bösen Instinkte scheinen loSxelassei?. Ueoerall wird geschossen. Viele deutsche Ge- wehre sind verlauft worden. Tie ersten Zusammenstöße werden gemeldet, Schutz tvird verlangt. Der Sicherheitsdienst hat sich z.errckich restlos Msgvlöj� Pliunderungcn durch deutsche Soldaten äniworres, daß die Leittsch Sn T? ü p p? n in Stärke von Isib Europäern, 1165 Askaris und etwa 3000 sonstigen Farbigen, dar- unter 282 Häuptlinge, die Waffen gestreckt hätten. Ver- anlassung hierzu sei die Mitteilung deS feindlichen Ober- besehlshaberS m? den General von Lettow-Vorbeck über den A b- schluß deS Waffenstillstandes in Europa gewesen. Die Truppen würden in Wercsrn, am Südende des Tanganhika- SeeS gesammelt. Ten weiteren Abtransport veranlasse sodann die englische Regierung. Ob der Seetransport auf deutschen Schiffen erfoilgen werde, sc? noch nicht entschieden. Die Namen der Europäer, die bei General von Lettow-Vorbeck bis zuletzt ausgeharrt haben, sind noch nicht bekannt geworden. Ebenso ist die Frage der Postverbindung mit ihnen noch nicht ge- klärt. Veröffentlichungen hierüber weiden baldmöglchst erfolgen. Deutsche Waffenstillstandskommission. Der Vorsitzende: Staatssekretär Erzberger. �sUänök'sche Lebensmittel für Deutsthlanö. In der letzten Woche haben im Haag nach Informationen, die an der Schweizer Grenze angelangt sind, deutsch-englische Verhandlungen über die Freigabe von Lebensmitteln für Deutschland stattgefunden. England zoll grundsätzlich keine Einwendungen erhoben haben, daß die in Holland liegenden, unter englischer Kontrolle stehenden Lebensmittel zum Teil nach Deutschland ausgeführt werden. ffenZerson!m englischen Wahlkampf. den Akten der Stvlkholnler 5?onfcreuz. London, 27. November.(Reuter.) In einer Rede in Eastham erklärte der Arbeiterführer Henderson aus die Behauptung, daß er die Deutschen bei Gelegenheit der Frage der Stockholmer Konserenz begünstigt habe: Als ich nach Stockholm ging, war ich Gegner der Konserenz. Es gab nur ein Mitglied der Re- gierung, das für die Konferenz in Stockholm war, und das war der jetzige Premierminister. Wc?m noch einige Herausforderungen über, die Stockholmer Frage hervortretm?>, werde ich die T-okumenie veröffentlichen, die ich in meinem Besitz habe. Diese Dokumente scheinen nicht mehr besagen zu können, als daß Henderson dem internationalen Friedensgedanken der Konferenz gegenüber an dem Gesichtspunkt der englischen nationalen Politik festhielt, der ein llebereinkommen mit den deutschen So- zwlisten verhinderte. Dann hätten die Schriftstücke aber nur beeng- ien Wert. Interessanter ist, daß Lloyd George auf die Kon- ferenz eingehen wollte. Es ist insofern bernerienstvert, als die Ententeregierungen sich ihr gegenüber notorisch feindlich verhiel- ien. Wenn Henderson etwas weiß über die Intrige, die schließlich von enbontistischer Seite gegen die Frieden saktian losgelassen wurde, so sollte er zisc Ergänzung seiner Aeußerung über Lloyd Georges Haltumg rede??. �. Ksm Streik im Ruhrkohlengebiet. Eiitacgen den alarmierenden Nachrichten über de» Ausbrnch eines Streiks im Oluhrkohlengebiet kann erfreulicherweise mitgeteilt werten, das) das Ruhrgebict von der unsinnigen Streillust noch frei»it. Na h einem Telegramm aus Bachem sind alle Zechen am Arbeiten. « Der R-ichÄernmissar für die Kohlenverieilung teilt uns m?t, daß die in einem MütugSvlatt enthaltene Nachricht über die Lage im oberschlefischen Krch.envkvier n.i ch t zutreffend sei. Aus einzelnen Gruben sei gwar die Arbeit wieder aufgenommen wor- den, dagegen seien«ni anderen Gruben mehr Arbeiter in den Ausstand getreten, sodass da? Gesamtbild gegen den Vortag keine merkliche Besserung zeige. Für den Kohlen- Versand sind vorgestern 4473 Wagen bestellt, für gestern 4869 Wagen von Zichenverwaltwrxe:? angefordert worden, gegenüber einer normalen Wagenbestellung von täglich 12 069. Die Lage kann daher a?!ch nicht entfernt als normal bezeichnet werden. AuS den Anfarderungen der Zechenverwaltungen geht am deutlichsten hervor, mit welchen ungünstigen Versand- z i f s e r n borläufig noch zu rechnen ist. werden berichtet. Das schreckliche Telephon beginnt lebendig zu Ire üt an. Die Nacht ist fürchterlich. �_ Wir organisieren, instinktiv, vlilwdlmgS,"fieberhaft. Da muß «in Eiche rtheitsdienst gebildet. Warb an sollen geschickt. Verpflegung muß geschaffen werden. Dazu ist Brüssel immer noch in Dunkel- heit,«S besteht ja noch F!ie<,eraes<Äe. Die Magazin« müssen gerettet tVerden. Da liegen 59 099 Liter Benzol ohne Schutz, dort wird ein Tüte?ck«hnhof, der die Verpflegung einer Arme« enthält, von nur acht Mann bewackt, mitten in der Stadt werden Militär- toachen postewkeer. Die ersten Toten werden gemeldet. Die Weib- lichen Angestellten der deutschen Behörden müssen umgehend ab- tranSportiert werte». Es fährt kein Zug, alliiert« Flieger haben die Strecke arm Bcchrchof Löwen ganz gründlich zerstört. Es muß ern? frühen Morgen«in Aufruf«n die belgische Bevölkerung in 80 600 Exemplaren, in irr? Eprachcn fertig sein; der„Belgische Kurier" muß«f.; Blatt bei Sockdatenrat» erscheinen. So vergeht die erste Naedt. Ein? war Kar: die belgisch« Vevölkeruny war stark chauvi- nistisch, überall flatterten in den Straßen die drei Farben ihre? Landes. Der(Gegensatz war da. Jetzt galt es zuerst, Ruhe schaffen. Draußen staiden>ja noch sieben Divisionen, die zurück wollten, durch mußt:». In Brüssel-Teuisende von Marodeuren, Transport und Verpflegrmg der Truppen waren in Frage gestellt, Verbindung mit der deutschen Regierring war wicht zu erreichen. ES galt also zu bandeln, wir mutzten auis eigene Verantwortung die neue Politik der neuen deutschen Regierung machen. Belgien blieb ja der Brennpunkt für interrrat ionalle Verwickelungen. Wir brauchten einen Diplomaten: Der Mann mit dem verbundenen Kopfe, Dr. Einstein, machte es für und mit unS. So wurde cZ Dienstag. Wir erstickten schon beinahe im Geschäftsbetrieb. E? mußte Abhilfe geschaffen werden, oder wir waren verlöre??. Wir suchten?ind nahmen Helfer, ganz gleich, t.wS sie waren und woher sie kämest Die Verbindung mit den mili- tärischen VerwaltiunoSstellen durch eigene, zu??ns kommende Kommissionen wurden hergestellt, mir einem Ruck— eS war neckst' mittags 4.30 Uhr— dehnten wir nns im ganzen Generalgouverire- enent a>??S: jetzt waren wir kein Bureau mehr, sondern eine Ve- Hörde— die Regiexuna, mir fünfzig Zimmern und Sitzungssälen. Im großen feierlichen Senatssaal versammelte sich täglich der Soldatenrat zur straff geführten Sitzung. Die Psychose vom August 1914 feierte rtoue Triumphe. Unser Panzer«? t» mit dem forsch«,? Kameraden Ploio machte manch der? Löbliche Fahrt, viele Gewehrschüsse fielen nutzlos, leider trafen sie immer nocki 40 deutsche Soldaten zu Tod«. Und es hatten die Schieber und Schwindler ihre goldene Zeit. ES gibt auch Revo- lutionSgewinirer. Von einem der Veinae-'alleuen: Er kaufte vor dem Generalgouvernement von zwei Soldaten gegen bar für 80 000 Mark Waren. Tie Feldgrauen.gitugen ins Gebäude voran, um die Waren zu zeigen, uird verschwarrden— 80 000 Eurmchcn waren damit weggeflogen.» Galt c? Ruhe zu schaffen, aufzuklären, so schrien wir alle nach Horn oder Platzer. Das waren Zwei, auf die wir uns verlassen konnten. Neben und mit ihnen um uns sammelt« sich bald ein Stab, teil konnte» Personalsitzung im Senat chaat«b hatten. Ob wie öas Volk belogen wuröe. Tie Arbeit der Zensur. Der amerikanische KriegSminister Baker hat am 1. Juli d. I. dem Präsidenten einen Bericht über die Truppenver- schiffung unterbreitet, der auch in dq: Londoner„Times" | abgedruckt wurde. In den Hauptzahlen ergab sich daraus Folgendes: Es sind nach Frankreich gesandt im Juni 1317- 12 000 Mann, Juli 13 000, August 18 000, September 33 000, Oktober 38 000, November 23 000, Dezember 43 000 Ma??n, im Januar. 1918 47 000 Mann, in? Februar 48 000, März 84 000. April 117 000, Mai 247 000, Juni 276 000 Mann. Insgesamt 1 013 115 Mann. Auf der See verloren gingett nicht mehr als 291 Mann. Prof. Delbrück wollte seinerzeit diesen Bericht abdrucken. Darüber erzählt er setzt in seiner?„Preußischen Jahrbüchern": Dinsen gonzen Passus hat mir die Zensur gestrichen, und als ich daraus hinwies, daß die Zahlen aus der„Times" entnommen, also dem Feinde nichts verraten wäre, und man dem beut« schon Volke doch für den zugestandenen Rückschlag eine Erklärung gebe?? müsse, wurde mir erwidert: Tic Oberste Heeresleitung habe die Veröffentlichung dieser Zahlen ausdrücklich verboten; sie stehe aus dem Standpunkt, d-r Bakersche Bericht sei nichts als ein amerikanischer Bluff, tun un- irre zu führen; selbst mit dein Zusatz- sie seien unglaubwürdig, durften die Zahlen nicht vev« äffen tlicht werden. Der Fall ist typisch. Jede Redaktion hat jeden Tag ähnliche Dinge erlebt. Saperns Absage. «Der Tag' ist in der Lage, folgenden Brief nritzuteilen, den der bayerische Gesandte in Berlin. Dr. Muckst, in Uebereinstnn. wiung?mt dem bayerischen Ministerpräsidenten dem Rat der Volks» beauftragten gesandt hat, der aber bi? gestern, Donnerstag, abend 7 Uhr noch nicht in der Reichskanzlei eingelaufen war: «Es hat sich gezeigt, daß die führenden Persönlichkeiten de» Auswärtigen Amtes immer noch vom Geiste des alten Systems beherrscht sind und so, getreu den Methoden dieses Systems, in? höchsten Maße die Interessen Deutschlands schädigen. Untere Lage ist arrpenblicklich so, daß wir, versagt uns die E n t e n t e i h r e Beihilfe, in kürzester- Zeit in den Ab« grn nd ei?rer fürchterliche u Hungersnot versinken. So ist eS dringend geboten, daß die Entente mit Männern ver« barchelt, die nicht mit dem Makel des alten Systems de- haftet sind, und dcilen sie volles Vertrauen entgegenbringen kann. Daß die Entente nicht an eine Vernichtung-d-S deutübci? Volkes denkt, zeigt die Tatsache, daß die Vereinigten Staaten bereit sind, uns mit Nahrungsmitteln zu verleben. Um so reich- licher wird aber sicherlich diese Beihilfe fließen, je mehr die führenden Männer Deutschlands Vertreter eines neuen,.vertrauenerweckenden Geistes sind, und auch von diesem Gesichts- Punkt aus betrachtet, wird der Rücktritt der Vertreter einer Zeit verlangt, über die ein furchtbarer Richtspruch schon oc« fällt ist. Sollst diesen Vorsstllungen kckin Gehör geschenkt wer- den, so wird die bayerische Reaierung die Beziehungen zu?n Auswärtigen Amt abbrechen." Nach Mitteilungen, die wir von vertrauenswürdiger Seist er- halten, fcheirrt die Strömung gegen die Regierung Eisner in Bayern so stark geworden zu sein, daß die Neu- befrtzung deS leitenden Minist-rpostcnS in Bayern in den Bereich greifbarer Möglichkeiten gerückt ist. Eine Erinnerung en Gegrabenes. Der Präsident d-S gewesenen Preußischen Herr- n> hauseS, Graf Arnim-Boitzenbirrg, kann sich mit der ohne behördliche Erlaubnis erfolgten Revolution rioch immer nicht abfinde??. Er pocht noch auf die alte Verfassung u??d proststtert: „Nach ZeitungSnachrichien hat die revolutionäre preußische Regierung in Uebereinftimmung mit einem Beschlutz deS Vollzugs- ratS deß Arbeiter- und SoldastnratS von Berlin am 15. 11. bis Beseitigung deS Herrenhauses verordnet. Der Regierung wie dem VollzugZrat steht«ine gesetzgebe??de Getvalt, die das geltende Verfassungsrecht für den preußischen Staat zu ändern verrttockite, nicht zu. Namens de! Gesamt vor standeZ des Herrenhauses lege ich gegen die geplante Maßregel hierdurch Verwahrung ein." unsere Lage manchmal besonders unangenehm war? Gönz ehr- lich: wir haben keine Zeit gehabt, um darüber nachzudenken. Es tnußte mal einem der Revolver aus der Hand genommen werden, «euch sonst hats wohl mal gekris�lt, aber es ging immer gut. Ein anderes Mal: Wir hatten einen, überdies echten. Grasen Hoyas und zwei Fretrnde von ihn? eine Nacht in Schutzbafl genommen/ ibr« Sach- roch zu sehr nach Sck?iebur?g, es war alles zu gut zum Abrücken bereit. Am anderen Tage hält der brave Mann bor frisch eingerückstn Fronttruppen eine Rede und verlangt 40 ZKann und zwei Maschinengewehre als Rezept gegen unS. Plötzlich flog er ?n das schöne Sp r i nabiunn rnba ffin. es war da nicht tief, aber naß. Ein naßgemachter Putsch geht nicht mehr los, der Graf wurde aus- gelacht rn-Jd verduftete. Am gleichen Tag« fuhren wir vorm Stadt- haue vor. um eine Viertel Million Mar! als Anzahlung auf zu gewährende Entschädigungen für Plünderungen durch deutsche De- serteure und Marodeure zu uberreichen. Unsere Aufgabe ging zu Ende. Die letzten drei Frvntdivi- ssonen waren«ingerückt und zollten 24 Stunden später weiter, Brüssel wund? geräumt. In Deutschland jagten wir??ack Zeitungen. Wir waren acht Tage völlig abgeschnitten gewesen. Dst Journale kamen uns rechj nüchtern, ja trocken bor: so sieht dic� Revolution in der Zeitung auS! Aber es wäre schon gut gewese??, wenn sie wenigstens zu den Fronttruppen gekommen wären. Wir mußten täglich neu auf- klären, weil diese in den Arbeistr- und Soldatenröten ei was sahen, was sie gar nicht sind. Manchmal maz dieser Glaube auch von bestimmter Seite genährt worden sein. Aber gegen die klare?? Tatsachen kottnis niemand an. Dst Revolution hatte auch in Belgien gesiegt.__ Notizen. — Schrift st eller und Verleger. Ter SchntzverbanL Deutscher Schriftsteller ivill den Schriftstellern gegenüber den Ver- stgern nach dem Vorbild der Gewertschafstn zn größeren Rechten verhelfen. Erhebliche Eingriffe werden der geistigen Arbeit gegen« über dem Kopist! die gewünscht« Freiheit und den berechtigten Ge- winnanspruch sichern. Verleger und Theastrdirektoren sollen nur» mebr die verboten gewesenen Bücher und Stücke der Oeffentlichkeit zuführen. Als Delogierte für den Rot wurde:, Julius Bab und Robert Breuer gewählt. — Die Theater auf! Im Kleinen Schauspielhaus wird am Sonniag, nachmittags 21? Uhr, ein« Sonderv-orstel- lung von SchönherrS ,',W« ib Z t e u f« l" für die hemkehrendew Soldaten veranstaltet. — Neue Dramen. Walftcr Hafenclever? politischer Akt„Der Retter" wurde vom Kleinen Theater zur Wu-fführung ertimrben. D? e nächst« Neuheit d er Volksbühne sind die ..Armseligen Besenbinder� von Carl Haupt mann. Für die Regie dieses Stückes ist Dr. Paul L.oband gewönne??. — ZumHochschullehrer-Programm, da« wir gester« abend veröffentlichte??, fei berichtigend vermerkt, daß Professor Du Jacobsohn fettte Forderungen im UniversitätS d o z v nt on ver«« aufstellte. Sitzung öes fozialöemokratisihen parteiaussthusses. Der PartsiauZschuß war vom Partsivorstand gestern nach Berlin zu einer Sitzung zusammengerufen worden. Genosse Müller vom Parteivorstano gab eine Schilderung der Berliner Vorgänge während der Revolutionstage und der sich spater entwickelnden Dinge. Cr teilte mit, das; die Wahlen zu dem am 16. Dezember zusammentretenden Zentralkongretz der Arbeiter- und Soldatcnräte aus Grund der Volkszählung von 1316 bor sich gehen werden, und daß auf Lva 066 Zivilisten ein und auf 160000 Soldaten zwei Vertreter kommen werden. Es werden annähernd 400 Vertreter in Betracht kommen. Wieviele Vertreter in den einzelnen Be- zirken Truppen- und wieviel Arbeitervertreicr sein werden, das lätzi sich nicht durch Bestimmungen regeln. Die Delegiertenwahlen müssen in den einzelnen Bezirken nach einem von diesen Bezirken selbst zu schaffenden Wahlmodus vorgenommen werden. � Die Zusanimenarbeit mit den Unabhängigen ist dadurch erschwert, daß die Unabhängige Partei nicht ein- heiilich ist. Ledebour-Täumig-Zietz, Liebstiechl-Luxemburg- Mehring und Haase-Drttmann. Der Redner führt schließlich rn ausführlicher Darstellung die Gründe an, au» denen die baldige Einberufung der Konstituante eine zwingende Notwendigkeit ist. Unsere Aufgabe ist es, die Borbsrei- tuligcn zu den Wahlen der Konstituante sofort in die Hand zu nehmen Besondere Aufmerksamkeit muh den Bevölkerung- kreisen bei der Agitation gewidmet werden, die zum ersten Male Stimm- Settel in die Hand bekommen werden. Sodann ergreift das Wort Ebert: Die Initiative zu den Vor- gäugen in Berlm ist von der sozialdemokratischen P a v» 't e i auszegangen. Am Fraitag vor dem Revolutionssonnabend stellten wir da» bekannte Ultimatum, dessen Folge es war. daß wir die Leitung der Regierung in die Hände bekamen. Unter diesen Uurständeu nahmen wir Fühlung mir den Unabhängigen wegen ihrer Beteiligung an der Regierung. Erst am Sonntag kam es bann zu einer Vereinbarung. Da? muß festgestellt werden, wer! die Dinge draußen vielfach so dargestellt werden, als hätten die Unabhängigen die Revolution„gemacht" und hätten uns erst nach- gezogen. Nun sind Bestrebungen im Gange, eine Regierung Haase-Liebknecht einzusetzen und die Vertreter unserer Partei aus der Regierung herauszudiHngeu. So hat der Münchener Arbüter-, Soldaten- und Bauernrat einen Beschluß gefaßt, der diese Forderung erhebt. Demgegenüber stellt sich die Regierung durchaus auf«den Stand- Punkt der Abmachung mit den Unabhängigen, nach der die Prä- sentation der in die Regierung eintretenden Personen lediglich Dache jeder der beiden Parteien ist. Unsere Partei wird es nicht dulden, daß ihr b«i'den Auswahl ihrer Vertrauensleute von außen her Vorschriften gemachtwerden Ii hefan S'mne haben wir heute in einer Kabiuettssitznug g.'gen o!c Aeußerung der Mürichener Räte eine Entschließung Rr- beizu führe» ge suchst Für diese Entschltchung war keiner der Unabhängigen zu haben. Wrr werden uns mit den Kollegen, deren A u s sch e i d e n a u s der Regierung in der Münchener Entschließung gefordert wird, solidarisch erklärcu. | Die Kompetenzen der Regierung und des Vollzugsausschusses � find nunmehr endgültig abgegrenzt. Leider fehlt es aber euch ' jetzt noch nicht an Fällen, in denen die Ausschüsse in die Regierung 1 hineinregieren. Da- muß unbedingt aufhören, denn es erschwert der Regierung die Arbeit ungeheuer. Die Situation ist so ernst, ' daß sie nur gemeistert werden katm, wenn der ReichZrsgierung die Exekutive überlassen wird. Nur dann kann sie Initiative und Energie entfalten, ohne die eine Rettung unseres Lande- nicht möglich ist! In der Diskussion gaben Nimmerfall- München, König. Dortmund, L ö b e- Breslau. Dr. Braun- Nürnberg und G r o- g e r- Frankfurt a. M. Situationsberichte aus ihren Bezirken. Nach weiterer reger Aussprache wird die auf dsr ersten Seite tviedergcgebene Entschließung einstimmig angenommen. Ferner gibt der Parteiausschuß einstimmig folgende Er» klärung ab: Ter Vollzugsausschuß des Arbeiter-, Soldaten- und Bauern- rats München hat in einer Entschließung den VollzugSrat Berlin aufgefordert, den Sturz der R-ichsregicrung herbeizuführen, wenn stc weiterhin einer Reihe von Personen eine entsprechende Stellung einräume, unter denen auch Scheidcmann und David ge- nannt werden. Der Vollzugsausschuß München scheint ganz über- � sehen zu haben, daß die Bildung per bestehenden Regieruna auf einer Verabredung der beiden sozialdemokratischen Parteien be- ruht, die von den Arbeiter- und Soßiatenräten Groß-Berlins mit einer an Einstimmigkeit grenzenden Mehrheit bestätigt worden ist. Es liegt auf der Hand, daß keine der beiden sozialdemokratischen Parteien es dulden kann, baß ihr das Recht, ihre Ber- trauensmLnner selbst zu bestimmen, entwunden wird. Der Versuch, den einen oder anderen von ihnen aus der Regierung zu entfernen, muß daher die Abmachung der beideu Parteien erschüttern. Nuffehöt ttcSgtett dis- AllSfühttmgett von Walz, dsr hie Gründe seines Austritts auS dem Bollzugsrat darlegte. Er sagte, er sei überzsugter Sozialdemokrat und habe sich als Offizier an den Vorbereitungen ber Revolution beteiligt und er würde auch den Kampf auf Seite der Arbeiter mitgemacht haben. Einige Tage vor dem Ausbruch der Revoilution sei er verhaftet worden und habe dem Untersuchungsrichter Angaben über Personen gemacht, die er als Führer der revolutionären Bewegung kennen gelewrt hatte. Das habe er aus Dummheit getan, aber nicht, um die be» treffeniden Genossen anz-ugeten. Richard Müller verlas die UniersuchunigSaktett. Danach hat Walz angegsben,«c habe sich mit Personen, die die Revolution vorbereibeten, bekannt gemacht, um das, was er aus d i es e Weise erfahren könne, dem Overkommando mit- zuteilen, damit die Revo'kutiau niedergeschlagen werden könne. Müller kam mit der Verlesung der Akten nicht zu Ende, weil ein großer Teil der Vsrsiaumlut» dagegen protestierte.— Der Fall Walz wurde nicht weiter besprochen. Die Varsammlung setzte die allgemeine Debatte fort. Angriffe gegen den VollzugSrat wurden erhoben, wetl ex durch seine Ge- schästsführung viel Verwirrung, ja Schädigung der Allge- meintnteressen angerichtet habe. Es wurde gefordert, andere Ver- tretet der Soldaten in den Vollzugsrat zu wählen, auch solche aus Süddeutschland nst/d von der Front. Betont wurde, daß die Sol- baten nicht in die Rechte der Arbeitervertretung eingreifen wollen. Ein Redner bestritt der Bersammiung das Recht, neue Vertreter in den Vollzugsrat zu Wahlen, da dieser von den Arbeitern und Sol- baten gemeinsam gewählt sei. Zu später Nachtstunde wurde ein Schlttßantrag angenommen und eine Kommission eingesetzt, die den Fall Walz und die sonstigen dem Vollzugsrat gemachten Vorwürfe Prüfern und der nächsten Ver- sammlung Bericht erstatten soll. Ein Antrag, keine Offiziere in die Kommission zu wählen, wurde abgelehnt. lEin ausführlicher Vc- rtcht folgt.) « In der heutigen im Reichstag tagenden Versammlung der Sol- datenräte Grcß-Berlinz gaben die Delegierten der Ostfront, Oehme und Bergmann, folgende Erklärung ab: „In Verirre. ii ng von etwa viermal hunderttausend Kameraden der Ostfront erklären wir, daß die Versammlung uns geeignet er- ! scheint, durch ihr gewaltsames unpartamentarischeS Vorgehen i nicht nur die ReicbSeinheit aufs schwerst« zu gefährden, son- dern vor allem schwerste Unruhen in die Straßen Berlins zu tragen. Die Hoffnung unserer Kameraden an der Ostfront, die nur auf Er- Haltung der Einheit beruht, bricht damit zusammen. Wir bitten noch einmal alle Kameraden, die Folgen zu überlegen und Ruh« und Ordnung aufrechtzuerhalten." Die UnabhängigeA auf Zem Wege zum Nichts Spartakistifchc Liebenswürdigkeiten. Die„Rote Fahne" bringt zu dem unabhängigen Aufruf tür und gegen die Nationalversammlung einen Artikel mit der Ueberschrift„Der Weg'zum Nichts". In bilderreicher Sprache wird den Unabhängigen u. a. folgendes zu Gemüte geführt: Den fadesten G es chm ack in der langen Reihe nochrevo- luiionärer Wort- und Schaugerichte hat immer noch— di« alte Parteitradition muß auch in diesem Punkte in Ehren gehalten werden— die Unabhängige Bratensauce. Nach den alten Rezepten mit modernen Nährmtitelersatzpräparaten zube- reitet, schmeckt sie mehr nach Gummi und Spreewasser als die qualligste Berliner Kaffeetorte. Und das will viel heißen. Wir haben ja von den Herren Haase, Dittmann und K a u t s k y noch nie viel gehalten und schon oft während des Kriege? gesunden, daß sie zwar immer das Maul, aber ab und zu — besonders dann, wenn es galt— auch die Hosen voll hatten. Aun, ein Hase wird über Nacht nicht zum Löwen, ein politischer Bremsklotz, in den sich der Kreis um K a u t s! y und S t r ö- frei umgewandelt hatte, als der imperialistische Kurven schon längst den revolutionären Wolfsgruben zusauste, nicht zur vorwärts- kreidenden Dampfmaschine. Aber wir können nicht helfen, wer sich so gemütlich und be- häbig in den Dreck fetzt, wie unsere unabhängigen Freunde, der hat reichlich verdient, daß ihn ein wenig an dem Hintern friert. Man braucht nicht den Unabhängigen vorzuwerfen, wie es der '.Vorwärts" tut, sie trieben unklare Kompromißpolitik. Was sie die letzten Tage getrieben haben unld mit diesem Aufruf wieder leisten, das ist überhaupt keine Politik Das ist «bis Gebaren eine» allen Mannes, der den Orientierungssinn ver- Jvren hat, sich im Kreise bewegt und d'e alten Kindergebete in end- koscr Monotonie bor sich hinsagt. Noch mehr solcher Taten oder Aufrufe und die stolze Unebbängige Regierungspartet hat sich po- Filsch unmöglich gemacht, noch bevor sie von der nächsten Revo- «ttionswelle über Doch gefegt wird. Der Verfasser dieser Brüderlichkeiten nennt sich„Ju- denis". Der Ku�ge wird gut! Eine Abfuhr für öen„vorwärts*. „Oder für die Freiheit"'i . Die„Freiheit" bringt in ihrer Ausgabe vom Donnerstag- voend folgende Nachricht: London, 27. November. Zu dem Artikel d«S„Vorwärts" über die Verantwortung des Exekutivkomitees für den Frieden schreibt d:e»Westminster Gazette": Es ist leicht für den„Vorwärts", den Kaiser jetzt, wo man eS ungefährlich tun kann, als Lügner zu brandmarken. Aber wir dürfen nicht vergessen, daß diplomatische Dokumente schon bei Ausbruch des Krieges die Schrill» Deutsch- kands so klar, wie es nur irgend sein konnte feststellten Einige Einzelheiten sind neu. Aber im großen und ganzen ist dem nichts hmzugefügt, was wir nicht schon seitilangem wissen. Von Anfang an war jedem der Znsammenhang kl«, dem deutschen Volke wie uns, und eS ist nutzlos, zu behaupten, daß die ganze Ration irregeführt wurde. Das deutsche Volk begrüßte den Krieg, kokange es an Sieg glaubte. Es unterstützte die Militärpartei durchweg, und es ist nutzlos, zu behaupten, daß durch die Eni- hüllungen Bayerns seine Augen erst geöffnet wurden. Die„Freiheit" überschreibt das: Eine Abfuhr für den ..Vorwärts". Ganz recht, eine Abfuhr für den kriegsbe- llcisterten„Vorwärts" des August 1914, der von den— 1 etz j g e n Redakteuren der„Freiheit" geleitet würde! Georönete DeMobilisierung. Eine Mahnung Hindcnburgs. Genoraffesdimrrschall v. Hindenburg hat folgenden Aufruf an Feldheer gerichtet: Soldaten, die Ihr mehr als vier Jahre lang treu in Feindes- 'and ausgehalten habt, denkt daran, wie unendlich wichtig e- für Heer und Heimat ist, daß sich Rückführung der Armeen und Entlassung ihrer Verbände in voller Ruhe und Ordnung vollziehen. Rae wenn jeder einzelne von Euch treu auf seinem Posten bleibt, bis die Stunde der Entlassung au? den Rethen des Hc-tSs für ihn geUrnntea ist, wird es geltngen, di« jwnmigfachcn Reibungen zu überwinden, welche die Rückführung solch gewaltiger Heeresmassen mit sich bringt. Die Jhü so oft in Zeiten des Kampfes selbstlos Euer eig'neS Ich dem Wohle des Ganzen untergeordnet habt, vergoßt auch jetzt nicht, daß die Heimat in letzter Stunde von Euch Opfer fordert. Sie sind gering gegenüber all das, was Ihr in den vier langen ! Jahren des Krieges geleistet habt. Alles, außer den Jahrgängen 1806 bis 1883, die zunächst bei den Fahnen bleiben, soll so schnell als möglich entlassen werden. Laßt Euch nicht verführen, vorzeitig und eigenmächtig Euren Truppenteil zu verlassen. Bergegettwättigt Euch stets, zu welchen Schwierigkeiten bei Unterbringung und Berpfle- 1 gung sowie im Abtransport es kommen muß, toiut jeder e:nzelne | von Euch regellos nach Hause strebt. Ordnung und Zusammenhalten ist jetzt wichtiger denn je? Nur so wird glatt« Zurücksührung des Feldheeres nach den östlich des Rheins zunächst vorgesehenen Unierbringungsräumen möglich sein. Von dort ist die Leitung der Verbände mit Eisenbahn oder durch Fußmarsch zu den Ersatztruppenteilen vorgesehen. Mit Rücksicht auf die große Anhäufuttg von Truppen und die be- schränkten TranSportmögltchketten kann dies nur allmählich erfolgen Längere oder kürzere Wartezeiten bei oft bo- schränkt«! Unterkunft werden sich für manche Formationen nicht vermeiden lassen. Auch hier habt Geduld und Vertrauen; ! es wird jeder von Euch so frühzeitig zu seinem Ersatztruppenteil ! befördert werde«, alS die Umstände es gestatten. Keiner von Euch 1 wird vergessen! Seid versichert, daß die Oberste Heeresleitung in I Verbindung mit den Heimatstellen alles aufbietet, um Euch s o baldals möglich Euren Angehörigen zuzuführen. Doch ernS tut not hierbei: Ruhe und Ordnung? gez.: v. Hindenburg. Die politische Amnestie. Weitherzige Auslegung deS Begriffs politischer Straftaten. Nach Ziffer 6 des ReichSgosetzeS vom 12. November 1018 ist für alle politischen Straftaten Amnestie gewährt; die wegen solcher Straftaten anhängigen Verfahren sind niedergeschlagett. Nach einer Mitteilung, die das Reichsjustizamt an die Justizverwaltun- gen der Bundesstaaten hat ergehen lassen, ist der Begriff der polt- tischen Straftaten nach den Absichten der ReichSregterung weit auszulegen. Er umfaßt politische Straftaten jeder Art, gleichviel ob diese zur Zuständigkeit des Reichsgerichts oder der LcmdeSgerichte gehören. Unter politischen Straftaten sind alle Straftaten verstanden, die in unmittelbarem«der mittelbarem Zu- sammenhange mit Kämpfen um die staatliche, soziale oder Wirt- schaftliche Ordnung begangen worden sind, ohne Rücksicht darauf, unter welchen rechtlichen Gesichtspunkten die Strafe verhängt ist oder bei einer Niederschlagung m verhängen sein würde. Nicht etirbegrifsen sind Straftaten, bei denen der Täter, ohne daß ein solcher Zusammenhang besteht, lediglich aus eigennützige» Beweggründen gehandelt hat. Die Straffreiheit bewirkt auch, j>a% die Pflicht zur Kostentragung in Wegsall kommt. Die ReichSregterung hat sich vorbehalten, zur Ausfüh. rung des Gesetzes allgemeine AnorAnungen zu erlassen uüd in Einzelfällen Entscheidungen zu treffen. Vollversammlung öer Soläatenräte Groß-Serlins. Scharfe Angriffe auf den VollzustSausfchuff. Eins stürmische Versammlung der Bertiner Soldatenrät« kagte gestern abend i-m SitzungSsaake de? Reichstazes. Molken buhr erstattete den Bericht des Vollzugsausschusses. Daran knüpfte sich eine Debatte, die einen oft stürmischen Perlauf nahm. Die geschäftliche Tätigkeit deS BollzugSratS wurde, scharf verurteilt. Andererseits wurde esals unhaltbar bezeichnet. daß der BallzugSvat die oberste Gewalt im Reiche habe und die Regierung seiner Kontrolle unterstellt sei. Dem- gegenüber betonte Genosse Echeidemann, baß zwischen der Regierung und dem VollzugSrat ein Uebereinkommen ge. iroffco ssi, welches den geordneten Fortgang der Geschäfte der ReiibZieitun.g bis zum Zusammentritt einer Reichsverfammlung der Arbeiter- und So.dirtenräte gewährleiste. Zwischen den Soldaten und Arbeitern dürfe kein Zwiespalt entstehen. Einige Vertreter «uS Bayern und Baden führten auS, daß im Interesse der Reichs- einhett di« Zentvalgewalt ta Berlin««nf bi« RaichSkonfo- »enz übeiHcheu müsse. Eberl unö Wilson. Ein SvartakuS-Tchtvindel. .Die Rote Fahne" entnimmt dem„Temps" die Behauptung, der Volksbeauftragte Ebert habe den Präsidenten Wilson gebeten, Deutschland mit Nahrungsmitteln zu versorgen, aber»nur unter der Bedingung, daß die öffentliche Ordnung in Deutschland auf- rechterhalten und eine gleichmäßige Verteilung der Lebensmittel garantiert werde".— Diese Behauptung ist vollkommen unwahr. Die Telegramme, die der Volksbeauftragte Ebert an den Präsidenten Wilson gerichtet hat, sind stets tn vollem Umfange veröffentlicht worden. Weder in ihnen noch in irgendeiner sonstigen Kund- gebung ist eine solche„Anregung" enthalten. Sie findet sich einzig und allein in der Depesche Lansings an die deutsche Regierung vom 13. November. Wie unerhört die Verleumdung ist, die RrichSreg'erung habr aus der schrecklichen Ernährungslage ihres Volkes politisches Kapital schlagen wollen, mag aber nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten und Erfolge bewiesen werden, welche die Neichsregierung im Kampf um eine bessere Versorgung unseres Volkes erzielt hat. In dem von den Gegnern ausgearbeiteten Entwurf des Waffen- stillstandsvertragS war die Lebensmittelversorgung Deutschlands nicht nur nicht berücksichtigt, sondern waren Bedin- gungen vorgesehen, welche die Ernährungskatastrophe unausblciblich gemacht hätten. So verlangte der Artikel 6 das unbeschränkte Recht der Requisition für die Entente in allen besetzten Gebieten. Die Beauftragten der Regierung«rreichlett eine wesentliche Beschränkung der Requisition und sofortige ordnungsmäßige Ab- rechnung. Artikel 14 verbot Requisitionen, Beschlagnahmungen und Bei- trerbungen von Lebensmitteln für Deutschland in Rumänien uns Rußland. Wir setzten den freien Einkauf zur Ausführ nach Deutschland durch. Artikel LS behielt die Fortsetzung der Feindseligkeiten fite England vor, bestimmte also die Auftechterhallung der Blockade. Nach langen Verhandlungen genehmigten die Gegner die Hinzu- fügung des SatzeS:„Die Alliierten und die Vereinigten Staaten nehmen in Aussicht,' während der Dauer des" Wassenstillstun ds Deutschland in dem als notwendig erkannten Maße mit Lebensmitteln zu versorgen." Ehe diese Erleichterungen noch zugestanden wurden, kam die Nachricht von der Abdankung des Kaiser? und dem Wechsel der deutschen Regierung. Die Alliierten erhoben sofort die Frage, ob die Negierung, die den Waffonstillstmid unterzeichne, überhaupt in der Lage sein würde, seine Bedingungen zu erfüllen. Diesen Bedenken gegenühec war es nur die Versicherung unserer Unterhändler, daß auch eine Regierung Ebert, wenn sie den Waffenstillstand unterzetchne, die Macht hätte, seine Bedingungen durchzuführen, tste verhinderte, daß sich die Verhandlungen zerschlugen. So sieht die Stellungnahme der Reichsregierung und damit deS V.-B. Ebert zur Lebensmittelversorgung Deutschlands in Wahr- heit aus. Sie hat um Brot und Fleisch die Ergebnisse der Revo- lution nicht verraten, wie die„Rote Fahne" behauptet, sondern wird durch ihre Bemühungen, wenn Volk und Organisationen zu- sammenhelfea, bei Schrecken einer Hungerrcvolution hintanhalten, durch die allein die revolutionären Errungenschaften gefährdet werden können. Das beweist auch wieder der„Petit Parisien", der unter dem 17. November schreibt:„Die Antwort Wilsons auf die Solfschen Jeremtaden ist kategorisch:„Wir werden euch erst dann mit Lebensmitteln versehen, wenn ihr die Ordming bei euch auf- rechterhaltet." Leiste Nachrichten. Gegen öke Schulüigen öes Weltkrieges. Veröffentlichung der migarischen Geheimdokumente. Budapest, 28. Nsvenrbec.(®. K.) Auf den Borschlag der sozialdemokratischen Mitglieder des Kabinett» hat die ungarische Ra- gierung die Bildung eines Ausschusses befchssssen, der aus den vor- liegenden Geheimaktsn festzustellen hat, auf welche Persönlichkeiten in Ungarn die Mitschuld für den AuÄbruch deS Weltkriegs fällt. Zum Detter dieser Kommission wurde der sozialdeutokrai i sche Minister Kunfi ernannt. ES wird beatbstchtigt, da« gesamte Matortal der Oesfentllchkeit za übergsve» vns di«»«hnldtzu, vor»in»« SenchtShos zu stellet» GWAkschastsbeVWng Donnerstag geringer. Geldrenten sowie WWWWWI>>>MI dUifruf an die Gemeindcbeamten. Zu nni'enen gestrigen Ausführungen erhalten wir folgende T-:r Vorstand des Zentralverbandes der Genreii�eheamten!«.,.,...... Preußens E. V.(36 0C0 Mitglieder) Hai an die E-meindcbeamten. �mrrS,0rfÄ�t'"J'J-28, fchrerben Tjiu r' St«, da? das Charaktcristlkurn der Börse eme evidente.Ktrprial» schazt folgenden �u>rUi erlaben. S�ajere Zesten ftnd hcrem- � fiueh� szi, weil Exoten eine märchenhafte Höhe erreicht haben. gebrochen. T'e polittiche Umwälzung stellt die Gemeindebeamtan. j Ez ist wohl richtig, daß Exoten einen außerordentlich hoben schaft auf e'ne harte Probe. Die Not des Vaterlandes erheischt je-! 5turSstand erreicht haben; so standen beissti-chswets? gestern Sproz. doch die Beistitestellung aller GewistenSbedenken und fordert unsere Argentinische Anleihen bis 138 Proz., Sproz. Chinesen 121 Pro?., tatkräftigste Mitarbeit an der A u f r ich t e r h a l t u n g Iapanersogar 13S P�z. �EZ�lväre aber durchaus unrichug. der öffentlichen Ordnung, Fortführung des Wirt-..r"....."" r zer. Doch wurden� österreichische und ungarische l längere Zeit Beschäftigung haben. Ueber die Aussichten läßt sich M, ruffische und rumänische Renten noch eifrig gc- den gegenwärtigen politischen Vcrhältnisicn elwaS Bestimmtes nicht sagen. Sofern nicht besonders ungünstige Ereignisse eintreten, du:- fen wir auch für das laufende Geschäftsjahr auf ein zufriedenstellen« de» Ergebnis rechnen. SosmSes. Rtlchsansschusz der KriegSüeschädlgtcnfursorge. vom 0. November 1918 hat der Reichskanzler«nr «. � na ssta% '"'«•«-»>?- st"»st-»«»--«st«?—>»- MtSuC tS Ä«SÄe» Ä die gegebenen Lerhaltnasfe nach nue vor ihr« Amis- und Dienst. 39 Pf. beträgt, der Frank aber j-cht beinahe 110 Pf. kostet, so or- � �uchnirsor�sr�ni atwnen die d� pflichten in vollem Umfange zu«rfü«en. Seien wir uns bewußt, gibt„ch ohne weiteres, daß das m Berlin nach deutscher Usance ge- mit allen Mitteln' daiür Sorae zu tragen" daß d-e r-ibunasiose daß-in Versagen der Boamtenschast unabsehbare Folgen haben �ufte Wertpapier im Kurs. ent,prechend �r«a�ut�Mrung, WeiterarSeit der amtlichen bürgerlichen.siricaSbefchSdigtenkürsorze würde. Die Gemeindcbeamten schuft darf aber auch«rwarten. daß � Vaiuta smbet lediglich sichergestellt ist. Die Schwierigkeiten, welche sich in der kommenden die neue Regierung und deren Organe unsere wohlerworbenen � g.� �1° Zeit gerade für die Durchführung der KricoNbeschRiigtensstrforge bei Rechte in jeder Beziehung hochhalten umd unsere Jnterejsen för»' Lt M|f cVfoU � 3 � ��A�ilmachun� ergeben werden, müllen alle nnt der Kriegs. � Umgekehrt liegen die V« und weiteren verbänden der Gemeinde- � ist der feste Umrechnungskurs dern wivd. Den Ortsvereinen • m c-,x.'f � � beschadigtenfürforge betrauten amtlichen Stellen, und zwar beson- re Verhaltinsse mst Oesterre, �Ungarn. Hier, b.rS die im Einzelfalle zur mmiitelbaren Dätigkeit berufenen ört- ...... � �< Ki. b. m-i-"ll dvr oftettetch iföhtn ftwne Lo Pst. lichen Fürsorgestcllen. veranlassen, eine schnelle durchgreifende und beamten wird empwhlen. sich in den. neuen örtlichen Raten und d« Krone ist zurzeit aber nur etwa SS Ps. im-rt. Di- o,terr«rch!,che � richtigen fetale» Empfinden entsprechende Fürsorge au»zu- sonstigen Körperschaften eine entsprechende Vertretung zu sichern. Renie hat hl«r aus diesen Gründen nur ernen Kurswert von etwa üben. ES dürste selbstverständlich sein, daß die Hauptsürsorge- t.—-»■-- ri. Lm r.i�.. �.--- 1-*"«** �- ä«. � x— i.-——■--—•—----- � r■-- c.*. v.-- p—»—— r jt.__ 1-- v\- 1-' wie dieS in verschiedenen Orten bereits geschehen ist. organsscrtinoen in weitem Umfange die dazu erforderlichen Milte! Amtliche VertcilnnflsfK'lle für die Braunkohleuwerke rechts der Elbe. Berichtigend teilt uns der AngestelltenauSschriß der Amtlichen notierten g.... Bcrte�unasstclle ti'-r die Braunkohlenwarke rechts der Elbe mit. Nicht der deutsche Kaptiastst ist schuld an dielen Wirkungen, sondern daß die in Nr. 327 veröfsentlichte Notiz nicht von ihm ergangen sei. i die Ursachen liegen tiefer und sind begründet in der allgemeinen In d-r Beratung der Angestellten am Montag, den SS. d. vi., ist wirtschaftlichen Lage Deutschlands. Wenn von einer„Flucht" die nicht über die traurige Lage de: kausmännischen Angestellten der Siede ist. so ist es dt« panikartig« Flucht der ganzen Welt aus teilungSstelle. sondern ül-cr die traurige Lage der: deut,ch»n Renten und deutschen Banknoten. In Heute(27. Ngvember) s�� in Berlin Holland von 289 auf 290, h<,�üstellen und daß sie dabei insbesondere die Mittel der Reichs- Ror�a� von 178 auf l�.Schcheiz von 187 auf Iii. rrieie weuere spmde für Kriegsbeschädigte(Ludendorff-Tpende) m Ansvruch Verschlechterung der deutschen Valuta fand prompt ihren Ausdruck � nsbmen. Da die Hauptfiirsorgcoraanisationen von jeher bei ibrer m einer außergewöhnlichen Cto.gerung von fremden Werden T« � Tätigkeit unbeirrt nur da» Wohl der KriegSbeschöd- glrn im Auge B. Mexikaner 119 nach 198, Maridwnal I2o pack) l91.! geh�Ht haben, so werden sie daS in sie ges'vte Vertrauen aewch Wh rt u-mhar**'..r, r,-. T 1 Ä J Amtlichen Verteile kaufmännischen Angestellten im allgemeinen gesprochen worden. In den Beschlüssen dieier Angestrlltenversammlung wurde zu Punkt 1 einstimmig festgestellt, daß das Verhältnis zwischen dem Leiter und den Angestellten der Amtlichen Verteilungsstelle ein durchaus gutes ist. Tie EnsatSschsRchtergcsellcn nahmen in einer zahlreich besuchten Versammlung Stell>uig zu den noch herrschenden Lohn- und Ar» bestSbedingungen. Bergmann behandelte in seinen Ausführungen d'e Verhältnisse, die jchi unhaltbar geworden. Tie meisten aus dem Felde Zurückgekommenen finden keine Arbeit, während die Arbeitgeber eine 12. und 13stündige Arbeitszeit verlangen. Ein- stimmig erklärte die Versammlung, daß die Arbeitszeit er- heblich verkürzt werden mutz. Beschlossen wurde, eine sieoenstündiac Arbeitszeit zn verlangen, einen Wochenlohn von 139 M. und für Helfer einen Taaclohn von 89 M. Ferner die Schaffung eines paritätischen Aiib ei tS nachweise?. Die Arbeitgaber können diese Löhne sehr gut zabien, denn sie erhalten pro Stück Vieh einen sehr angemessenen Schlachtpreis und ihr Wachenein- kommen beträgt obne jede? Risiko«z'hrfjlich mehr als das von einigen Gesellen. Ein Arbeiigobcr erklärte, daß er gern bereit sei, mehr Gesellen einzustellen und auch die Löhne zu zahlen. Wenn das von allen geschehen würde, dann wäre es leicht möglich, die Gesellen unterzubringen. Eine große Anzqhl Mißstände kamen zur Sprache; deren Abhilfe wurde verlangt. Die Stadtverwaltung w,rd sich mehr um die Verhältnisse kümmern müssen; sie darf den Fleischermeistern nicht alle» in die Hand geben. Die Engro». schlkichter baden setzt begriffen, daß sie nur durch die Organisation ihre Lage verbessern können und haben derselben die Vertretung ihrer Interessen ü'wrt ragen. WW>WW>> WWWIW letzter Linie sind diese Fragen Kredilfragen. und es wäre verhängnisvolle Selbst- täuschung, nicht zu sehen, daß Teutschland keinen Kredit mehr im Ausland genießt. lind ebenso verhält eS sich mit allen hier genannten Werten. Von einer Kapitalflucht?-ann hierbei in keinem Fall eine Rede sein, sondern die Entwicklungen der Kurse erfolgen ganz auto- matisch Mit der Verbesserung der deutschen Valuta werden die rechtfertigen, um auch in der kommenden Zeit die der KwiegS-be- schädigtcnsür�orge harrenden Aufgaben'N der Erkenntnis ihrer Wichtigkeit für das gesamte Wirtschaftsleben de» Volkes zur Durch- führung zu bringen.__ Bleibt die Augestelltenstersicherung? Trotz aller Umwälzungen scheint da? Direktorium der Reich?- vsrsicherungSan stall für Angestellte der Meinung zu ssein. daß die Angestelltenverstckerung alssselbständiger Zweig sser S�ialverstche- ..."Mi! Znöustrie und Handel. rilng erhalten bleibt, wie daraus hervorgeht, baß ihr Plnsident kürz« lich in der Sitzung der WilmcrSdorfer Stadtverordneten erklärt«. x..,x.» i i rr r--l■ fi■ �_,.. i daß demnächst als Notstandsarbeit der Bau des auf 19 Millionen AuSlaiid�iAen fallen, wahrend ste weiter steigen, wenn sich die � oeranfchiagteu VerwaltungögebäudeS in Angriff genommen werden Vastuta tmiter verschlechtern soll. j sollte. Dagegen muß entschieden Einspruch eingelegt werden Ernst- «» Ft''ssTr'f�'ss' � tnj•A.r. WvbnmffJpan.ai den üjj denkt jetzt wohl kein Mcnlch daran, die Angestelltenvcrsicherung Kauf der Txoten anregt. Aber ebenso richtig.st es. daß sie bisher> per bisherigen Weiss aufrechtzuerhalten. Ihre Verschmelzung nur noch eine Frage der Zeit. Wozu Vit erneute Verschwendung Die Börse. Die Börse war am Donnerstag wegen Befürchtungen über die Erhaltung der ReichSeinheit ausgesprochen matt. Zu dieser Hal- tung trugen auch Blankoverkäufe bei. Besonders schwach waren Montanwerie, so Bochumer Guß, Phönix, Caro-Higenscheiidt, Deutsch-Luxemburgcr. Entsprechend dcZ Kurssturzes der Reichsmark stiegen die ausländischen Zahlungsmittel erheblich, so hovän-, � m.•,_ dilche Gulden NM s M. schwcdissbs Kronen um 3 M„ schweizerische 11-2 8� M. IN 19 19/ 17 pa.turiert. iet IN das neue Gel' aftsiahr Franken lim 2. M. DaS Geschäft in Ausland»werten war am, hereingenommene Auftragsbestand ist erheblich, so daß wir für der Kapitalflucht nicht deutlich werden zu lassen. Wir haben de?- halb keinen Anlaß, von unserer gestrigen Darstellung ein Wort zurückzunehmen._ AuS dem Berliner Wirtschaftsleben. Die Berliner A.-G. für Eiscngiehrrci und Maschinenfabrik«!!»« (Freund) in Charlottrnburg hat in den drei letzten Jahren ihren Rai n gewinn von 289 999 M. auf 339 999 M, und schließlich auf 789 iTO M., ihre Dividend« von 4 auf 6 und 12 Proz. gesteigert. Im Gc'chäftebericht heißt eZ u. o.;.Die Wirkung der bereits im letzten Geschäftsbericht vermerkten Umstellung des Betriebes auf Massimartikel und auf wirtschaftliche Produktion hat sich im abge- laufencn Geschäftsjahre in verstärktem Maße bemerkbar gemacht. Der lebhafte Eingang von Aufträgen hat während des ganzen Iah- res angehalten, wir konnten daher unsere Werkstätten stark beschäk- tigen. Für den Fall eines baldigen Friedens hckben wir Borkey. rungen getroffen, unsere Betriebe sowohl auf die lohnenden Erzeug» Nisse der früheren FriedenSzcit wie ans neue, inzwischen erprobte Fabrikate umzustellen, von denen wir eine günstige Entwicklung erwarten. In der Eisengießerei wurden produziert 4132 Tonnen Rohrformstücke, Lutomobilguß und andere Süßwaren, hauptsächlich Kriegsarbeiten, gegen 8761 Tonnen im Vorjahre, und abgesetzt 4378 Tonnen im Werte von 2 871 916 M. gegen 3906 Tonnen im Werte von 1390 470 M, in 1016'17. In der Maschinenfabrik wurden für 6 981 987 M. Maschinenbau- und Äesselschmicdcarbeiten gegen stiinnmngen.— Irrlicht 94. Lösst sich H. L. 10». Bis setzt noch nicht. Tie Ai Sr!ef?«sten der Re�oPffön. CCHartoUtabar« 100. Für llbarlettenburg bestehen kein« Sonderbe- ... noch nicht sogrn.-» mnestie ist�aber in kurzen, zu er- ..... jbiguTtB de4 preu- Gtrafvcllstreckuiig. ich«. E. Anspiuw auf frei« Fabrt. Zur tzeaitiwotion benutzen Ci« Ihre Mililäipapie'c und eine Bescheinigung der Ortipollcnbchörde.—(•'. SO. 1. Ab 1. Ievuet 1919 die Sölste. Reklamation heim Gemeindekirch-nrat, 2, De? Ans» tritt ist noch ratsam.— O. A. 7. Für den Fall Ibrer Bedürftigkeit, die Sic dem Trupp-rteil dartnn müssen, haben Sie schon jetzt Slistpruch. — R. K. 17. Blenden Sie sich an da« Vrei'fitstb? KileqSMmisterinnr, — Möl'««. r-citenhause«. Sie baden an pcvrn Aaibach Anlprnch aus Er- satz des Schadens.— Lipsstziitz. Die Reil« wird zurzeit nicht möalich sein. Auskunft und eventuell Meisepaß«rbalten Sie auf dem Präsidium.— M. G. 21. Der Impfzwang bestei-t noch.— Fritz S'w'dt. Das Hilksdienstgelktz ist m>fgeh,'ben. Noch ordnungSnemäßer Kündigung können Sie die Stellung verlassen.— K. D. 2. Vcrlnchen Sie es mir einem Gesuch um Erhöhung,— Schweis Zurzeit nicht,— G. Ä, 59. 1. Ja. 2. Sit sind noch tahlimgSpslichtig,— E. Di. Ivos. Wenden Tie sich an das Note Kreuz, Dorotheenstrahe.— 2t O. S. Darübzr besteht Streit auch bei dm Kachle, iteu,— W. K. Z. Ja.— 61. H. LlchicwSerg. Nein.— O. L. Neukölln. 1. Ja. Di« Angelegenheit wl'd am besten im Arbciterrat beraten. 2. Die ssinna, bei der Sie vor Kriegs beginn de- schüstigt waren.— Jüterbock SO. Rechtsanwalt Hein« ist nicht gefallen. Nerontwortll!» stlr?olltlk' Ert» llattner, Berlin! tür ven Lvrloen?etl de» Blatte« Aitrc« Sit>ol». Keukgan! wr?ln,e>a«n Mieodor 0II«lke,'verlin, Virla«, LorwärtS-dierlag St, in. b, H, ivcrli«, Truck VcrwSriö-pu.tidruikeret und veilagSanstoU Baut Slnoer u So In Nerlm. Cinbiitfärnhe 9. Hierin 1 vetlage. ■ II«, II-- I M,. J I■IJII■!____'■LJ.11,!1 f — g mmmSxMgm Die in der Heimat und im Feld« befindlichen mit Dienst- tzimdeu belieferten Truppenteile haben Anweisung«rhalten, die Hunde unmittelbar ihren B-sitzc�n gegen EmpfangSbescheini- ging zuzuführen, lieber den Zeitpunkt der Nücksuhrung können nähere Angaben nicht gemacht werden. ES sind hier die gleichen Schwierigkeiten, wie bei dem Rücktransport der Mannschaft«» ?.u überwinden. Immerhin ist damit zu rechnen, daß in An- betracht der schnellen Räumung der besetzten Gebiete und wie gesagt unter Berückstchtigung der Transportschwicrigkciien, die- Irr oder jener Hund nicht oder erst später zurückgebracht werden foni'.. Hunde, die pon den Besitzern ,ur freien verfüxunz ge- st- d. wulden, aus deren Rückgabe also ton nornherein verzich» tr, wurde, gchcn in den Besitz der HeereSperwaltnnp über. ES wird gebeten, Anfragen der Hundebesitztr, wann di- Rücksührnng ihres Hundes erfolgt, wo sich das Tier befindet usw., nicht ergetzrn zu lassen, da die Nachrichten-MittelprüfungS- Kommission Abteilung Kricgshundc unter den heutigen Ber- Hältnissen selbst nicht! Näheres weiß und daher bestimmte An- gaben nicht zu machen vermag. Die Nachrrchten-MUirlpriisinigS-Kommissian spricht bei die- ser Gelegenheit allen Hundcdesitzern, die ihre Tier« zur Ler- fügung stellten, chren besten Tank au». Die Hund« haben viel Gute» geleistet. MstWN'WMMlIliilS-MÄsW Lltzteilung KricgShnnde lfrllver Inspektion der Nnchrichtrutrnppe«) Charlottenburg. Auarezstr. 1Z, 4. Stage. LZS/19 tMmaasmmmmasmtmmmm tTnniimninininimeitiiiiiirniiiiiiniiriiiiiiia'iii'm'iinwnnrwiWiin Wer JeUl kauft, kauft billigt' etxwaren Iss win Skonks, Marder, Nerz, Alaska-, Blan- und i i Kreazfflehse. Herren-aihnelzc, Reise-, Wogenpelze. Große Auswahl in Kcrren-Sportpclzea. Ankanf and Verkauf: P'Z llrtllnntcn.i iiiiren, Uin««-. ailb. 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Anträae bierfür stnd mög- oder dem Vaterländischen Fraucnverein. Wer in Berlin bleibt und üon bstlX) M. stenerfrel zu lassen und den Ausfall dadurch zu decken,■ umaeb�nd bei der C-tadtbekle-dungsstelle G?eseler Straße 7 III bier kein« Wohnung hat. komm, zunächst in eine der Berliner datz sämilicfte Säuser in Neukölln sofort v-rstad!licht würden. Die!'- DmS chuhoSl«nver kauf findet Schulen. Beamte de? Magistrats und der Kommanoantur forgtN.'»m-.,, s�iriF, iür» Äs.,».-'„w Per]ßnl?»u'K.UtTl-_ D>sr« r�n y, o y l e n v e r ra» � pno« bier für Ordnung. In der Schule ist der Soldat in einem warmen. mailm untergebracht, bat eine Lagerstätte und erhält jede Aus- llcn für gestrichen zu erklären wären l Ein anderer Anhänger dieser , r. i"' i- mr-.-..* Gruppe. e;n junger Mann von einn n zwanzig Iahren. der aber der Sipe, da ja die zwölf Vertreter der Urlauber in einer Urlauber» rarzsikung aus 24 Personen bestehend gewählt wurden, während du Garnen von 4000 Mann ihre Vertreter durch allgemeine Wahlen gewählt hatte. Im übrigen ist es überall so üblich, daß als Ver- treier der Soldaten nur die Mannschaften der bestehenden For- niation n anerkannt wurden. Auch hier vollzog sich dasselbe Schauspiel: alle Anträge wurden Eharlottenburg. Bolköspeisnng. Montag, den 2. Dezember, wird Spreestraße II eine neue Abendspeiseaukgabestelle eröffnet. An- Meldungen für die Wmbe vom 2.-7, Dezember werden daselbst am Sonnabend, 30. November, zwischen)46 und%8 Uhr abends entgegengenommen. Die Ausgabe der Speisen erfolgt werktäglich zwischen 4�6 und W Uhr abends. Wilmersdorf. Kleider und Schuhsohle». Von der ReichSbe- iiraft, die er braucht. Groß« Plakate geben darüber Auskunst, wo ' A w?° vor' w B�eau der Aad�i-�sMe." Gi'e e� an dle Stadt abzutreten haben�wabrcnd alle Ht)p?the?enfordernn- i fg— 12 Ul)r), stall. _ vnivS nTitttf Snnron«trThii «r Äpbeit erhalten kann. Von den Maffenfpeiseanstalten wird' das �!n.9'tcn Sidhcn als Führer gilt, könnte gar nicht oenug auf die Egen in die Schulen gefahren und hier ausgegeben. Sollte der Andrang noch größer werden, so ist bereits mit den Hotelbesitzern und Gastwirten in Verbindung getreten worden, deren Säle jeder- zeit zur Unierbringung größerer Massen in Anspruch genommen werden können. Als letzter Behelf bleibt die Einquartierung in Bürgerquartieren.____ Tie Tchaffung von Bildungseinrichtnnae» für Arbeitslose bezweckte eine Besprechung, zu welcher der Vorsitzende der Arbeits- lofenfürsorge de» Magistrats. Stadtrat Sassen dach, eingeladen hatte. Allgemeine Zustimmung fastden die Darlegungen Sassen- bachs. daß sich die Fürsorge für die gewaltige Zahl der Arbeitslosen nicht nur in der Gewabrung der Arbeitslosenunterstützung erschöpstn dürft, daß die Vorkehrungen im Interesse der Arbeitslosen auch dahin geben müßten, ihnen Gelegenheit*a allgemeiner und beruf- Iicher Fortbildung zu verschaffen. Die Bildungseinrichtungen für hie Arbeitslos«, sollen bestehen in Vorträgen(Sinzeloorträgen und Kursen,, i u nstl erischen Veranstaltungen(musikali- schen, Theater, B'.ldungssilm»), Sande rveronstaltungen für die jugendlichen Arbeitslosen und in Haaswirtschaft- Iicher Ausbildung. ES wurde ein Haupiansschuß gebildet, der nch aus Vertretern der Gemeinden, von Wissenschaft und Kunst her Bereine und Organisationen, die sich bisher.mit der Arbeit der Ausbildung befaßt haben, und Angehörigen der Verireiungen der Arbeiterschaft und der Angestellten zusammensetzt. Weiter wurden sofort Unterausschüsse gebildet, die die Vorbereitung der wissen- Ichaftlichen Vorträge, der künstleriscken Veranstaltungen, der Ein- Achtungen für die bauSwirtlckmftliche Ausbildung der Veranstal- Zungen für Jugendliche und schließlich tne äußeren'Angelegenheiten lVereitstellung der Lokal«, Aufbringung der Mittel, zu besorgen haben. Die Ausführung dieses Planes soll alsbald in Anariff ce- kommen werden.»-u v jetzigen RcgierungSmitglieder, vor allein auf die Unabhängigen. schimpfen und bezeichnete wiederholt Emil Barth alS«inen der schlimmsten Renegaten. Da sich Sozialdemokraten und DvartakuSleuie gleich stark KLfe wird ohne Voranmeldung von jetzt bis zmn 2. Dezember aus- gegeben. Lichtenberg. Lebensmittel. Die angeordnete Voranmeldung von Weih- uachtZöpfeln wird ausgehoben. Die Aepfel gelangen lediglich gegen Ab- trennmig der gelben Bezugsabschnitte Nr. 77 der gemeinsamen Leben»- mittelkarte zum Verkauf,»nd zwar in der Zeit vom iffi, November bis gegenüberstanden, so konnte kein Antrag angenommen werden, und! 25. Dezember, ausschließiich durch die Vemiise- und Obsthändler. Soweit ging die Sitzung unier allgemeinem Radau a»Se!nand«r. Einige bereits aus die roten Bestell-bichnittt 77 Vo Spar'akuslcut« schienen besonders geneigt, ihre»geistigen Kräfte" im Faujtkampf auSllingen zu lassew Besonders der Genosse Dr. Silbe kstein, der den Leuten in der Debatte heftig zugesetzt hatte. schien solche Liebenswürdigkeiten erwarten zu dürfen. Eine besonders nihrselig. komische Haliung nimmt der Voll- zugSauSschuh der U. S. P. D.zu diesen Vorgängen ein. Am Schluß seines Berichts in der„Freiheit" schreibt er: »Von dem Verhalten der Proletarier im Waffenrock, den Vertretern der 64cr, waren nstr doch befremdet. Die Aufklärung wurde nnS«rst nach Schluß der Versammlung, als einige von ihnen zu uns kamen und mit Tränen in den Augen<1, dersicher- ten, zu der Abstimmung von ihren Vorgesetzten gezwungen worden zu sein. Eine Erklärnng. di« si« abgeben wollten, wurde ebenfalls von den alten Befehlshabern unter Drohungen hintertrieben." Dieser Porgang ist doch rührend naiv. Tieselben Leute, die sich durchweg in lebhaften, von Erregung zeugenden Ztoiselenrnfen über das Trcikien der SpartakuSleute äußerten und auch ihre An- � träge niedcrgestimmt habey. sind nachher zu ihnen gegangen und � sind ihnen mit Tränen um den Hals gefallen. Zu naiv, um wahr zu sein. Am Schlüsse seine? Berich!? erklärt noch der Vollzugsausschuß der U.S. P.D., daß sie an die arbei'endeu Klassen nmd die Sol- daten appellieren werden. Recht sol Sie begegnen sich damit durch- auS den Wünschen uyferer Neuköllner Parteigenossen. Tie Ein» wohner sollen also danach zu entseheiden haben, wer künftig im Arbeiterrat Sitz und Stimme haben soll. Kleidung für Arbeiter. Marmelade Auf Abschnitt« 7v imd 84 der Lebensmittelkarte der Stadt Berlin gelangen je 250 Gramm Marmelade zur An»- gab«. Die Anmeldung findet am 29., 30. November und 2. De- zember statt. J—---------->.. 7,-~-.-v. v-,- orr HecreScigentum, baS sich im Besitz unhefugtrr Personen be- T�sU'lchm Industrie, Bauinduitrie, Jndustoi« für Steine und Erbe � findet, muß zur Airfrechterbalwng geregelter Intendanturverhalt- wisse im allgemeinwirtschaftlichen Interesse erfaßt und kontrolliert werben. Dazu ist be! der Komma ndanw? ein« besondere Abteilung „Heereseigentmn" gebildet worden. Personen, die Anzeigen über derartiges HeereSergentum fKraftwagen und ander« Fuhrwerke, AuSrüstungsgegenständc, Waffen, Munition, Lebensmittel, Vor- räte jeder Art usw.) machen können, werden im Interesse des Gemeinwohl«? gebeten, sich an die Kommandantur, Abteilung Heeres- e i g e n t u m, O b e r w a l l st r. 22, Fernsprecher, Zentrum 27. zu wenden. Wird entwendete? Heereseigentum dadurch tatsächlich er- griffen, so ist Belohnung zugesichert. Der Ehef des Sicherheitsdienstes im Polizeipräsidium. Prinz, ist dieser Tage von seinem Amt dispensiert worden. Die Zeitungen verbreiten sensationelle Einzelheiten über dieses Ereignis, die— 'wie wir mitteilen können— unzutreffend sind. Es steht übrigens ein« grundlegende Neuorganisation des gesamten Polizei- tichen Sicherheitsdienste» bevor. 1:, z, V werden. Es und feiwohl neue Anzüge sowie wrederinstandgcsetzii. Anzüge und Mantel vorrätig. Da» Quantum ist ausreichend, so daß ieder Ar- fcittr beliefert werden kann. Berechtigt»um Einkauf ist joder in Mengen anntvii Betrieben tätige Arbeiter, der außer einen, Bezug». schmn auch«inen Ausweis seiner Firma bringt, bei welcher er tätig lii oder sein wird. Di« VerkaufSstell« befindet sich K 0 m man d a n t« n- �rahe 82. Hof. Erbgeschoß. Der Verkauf findet wochentäglich bvn MO bis 12 Uhr vormittags und von 3—6 Uhr nachmittags statt ,. Es wird besonders daraus aufmerksam grmgcht. die Weder- 'tsrilellung und Besohlung von Stiefeln m-t Kernlederiodl»« Sestfetzung der Preis« ist in Gemein. lchast mit der GewerksehaftSkommistion erfolgt. Spartakus spektakelt. und Deserteure waren zu einer Versammlung ge- joctn, bie gestern vormittag ,n den Soph-ensälen tagw. Redner k0- Karl L i e b k n- ch t. Er drückte starke Zweifel«uS. daß di« putsch« Revolution als gesichert gelten könne. Wenn man daS Erhalten der Regierung sich vergegenwärtige, komm« man zu dem «stauben, in einem Tollhause zu sein. Daß die Entente- stjiw« nur dann Deutschland mit Lebensmitteln beliefern wollten, !°knn die Ruh« und Ordnung erhalten bleibe, sei Schwindel. Lieb- ''echt lehnte den»imoeriallstischen Frieden" ab. Ein dauernder friede sei nur der. den eine Weltrevolution herbeiführe «ozialisikrung der Großindustrie, des Verkehrswesens und der .-'koßgrundbesttzer müsse dringend verlangt werden. Vor dem Krieg« ?aiten Scheid-monn»nd Genossen aewine Krien»n,�k,„„r.„,� mjj aber. man der ircrung Pinoerniiic.-vvin-pturioenlen Wilson sau che hie deutsche Arbeiterschaft kein« Lebens- ?'ttel. DaS Problem der Volksernährung sei ganz einfach die st'age der vollen Durchführung der Revolution. Vollenden wir die l boluiion. so werden wir alsbald Rohstoffe und Nahrungsmittel .w1 unseren französischen, englischon, amerikanischen und russischen rvei«rbrüdern besommen.(Stürmischer Beifall und Gelächter., Ein« Anzaht Diskussionsredner bewegten sich mit ihren AuS- /'eru»� wesentlich im Gleise d«S Sauptredner». Unter anderem .W eig Antrag vor. nach Schluß der Versammlung in die Wilhelm- e-»u ziehen, um die Abdankung der Regierung zu fordern. Der «.."�s'den.de bal di« Versammlung. �dieser Anregung nicht zu i f-n. ES fieae ihm fern, von Demonstrationen abzuraten. Aber "�waffnet falle man der Regierung keinen Besnch machen. . Von der Praxis, ihre Vutsck-verfuch« in öffentlichen Skr- «mmlungen zu beschließen, scheinen die Sparkatisten nach ihren "olgen am Llexanderplatz abgekommen zu sein. Scheidemsnn und Genoffen gewisse Kriegsmaßnohmen r*™ Ausrufe begrüßt: Sozialismus, wohin wir öltckenl, heute i IS0?8 mit dem Sozialismus Ernst werden solle, bereite p'Uzialisterui-� Hindernisse. Vom Präsidenten S �'ss«renzen im Neuköllner Nrbeiter- und Svldntenrat. .lni Montagabend kam eS in der Vollsitzung de? Arbeiter- und �WcnratS zu lebhaften Streitigkeiten Sei der Beratung einer a,, f a s s u n« für diese Körverschaft. Die SpaetakuSleul« hatten QlMlItSToAA*« K... ClX-if+t«♦» tv» t f S\ � � Q(» Kr« v I4*«S- Der„Arhelter-Rotizkalender" für 1919 ist soeben ersehien«n. AuS dem reichhaltigen Inhalt sei besonders hingewiesen auf einige kleine Aufsätze: I...Ueber daS Gedächtnis", 2.»Schutz dem Auge", 3.»Schützt Euch vor Ruhr". Neben den Adressen d«r Partei- und Eewerischastsverände. der sozialdemokratischen und GewerkschastS- vresse Deutschlands usw. enthält der Kalender Tabellen für Ein- nä'nnen und Ausgaben. Notizblatt für Personalien. Eisenbahnfahr- preise, Gepäcktavif, Pastgebühren, Münztabelle und Zentimetermaß. Eine Reihe freier Blätter kann als Tagebuchblätter benützt werden. PreiS 1,50 M.. Porto 10 Pf., erhältlich in jsder Parteibuchmrndlung und vom Verlag: Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW. 58, Lindenstraße g. Schweres Eisenbahnunglück. Ueber das neue Unglück, dos sich hinter der Treptower Brücke in der Richtung nach Bau w.schulenweg zu eveignele, erfahren wir folgendes: Ein Zug. der vom Görlitzer Bahnhof kam und um 3 Uhr 39 Min. in Dauinschulenweg eintreffen sollt«, fuhr in eine Rotte Arbeiter hinein und tötrte acht auf, dar Sielle. Zwei kamen mit dem Leben davon, einer von beiden mit einem Nervenschock. Der Rottenführer Brumm hatte zur rechten Zeit da« Warnungssignal für einen Zug nach der Richtung Görlitzer Bahnhof gegeben. Die Arbeiter ttaien dann auch auf das Nebengleis, übersahen aber, da der Rauch der Lokomotive niederschlug, das Herannahe» des Zuges vom Görlitzer Bahnhof in der Richtung nach Grünau. Im falben Augenblick fuhr der Zug in die Arbeiter hinein. Getötet wurde der Rottenführer Brumm, ein älterer, schon lange im Eisenbahndienste stehender Beamter, di« Arbeiter Deldenhaucr. Karl' Lang«. Engelmann, MerttnS, Hensel. Sa- ivatzki und der Arbeiter Feierabend. Eine Krri'ökonferen, der«rbriter- und Soldatenräte Nieder- barnim» findet an, Sonntag, den 1. Drzembei, vormittags 10 Uhr. im LehrerverrinShaus«. Berlin, statt. D«, Bund d-r K-ufassi-uSl-s-n H°N beiiie, abends 7* Uhr. In den Sophimsälrn. Sophfanstr. 17, eilte öffentlich- Versammlung ab. ____ M---_____ W, Voranmeloungen erfolgt sind, werden diese hienuit fnr ungültig erklärt.— Vopi Donnerstag ab werden den.Kindern im l. und 2. Lebensjahre als Ersatz stör dir gekürzten Milch- Portionen, soweit der Vorrat reicht, im Gewicht von t Pfund je nach Wahl folgende Nährniittel verabfolgt: Kindergerstenmchl, Haferflocken, Pemln. Die Ausgabe erfolgt in den hiesigen städtische» Bertaufshallen auf Ab- schnitt LWS der Lebenimittcllarte. Niederschönbansrn. Kartofselversorgung. Für die nächsten 4 Wochen soll versuchsweise jedermann mit Ausnahme der Volksküchenteilnehmer die Gesamtmenge von 26 Pfund Kattoffaln im voraus bestehen können. Nach- lieferung erfolgt nicht. Die Teilnehmer der Bolksspeifung müssen für jede Literportion 6 Nfischnitte und für jede halbe Portion 3 Abschnitte jeder Woche reservieretl.._______ Groft-Serlkier partelnachrichten. Vozic-ldemokratlscher Verein für Berlin VI. Wir ersuchen un- ser« AbteilungSleiwngeu, in unseren ZeiwngSspedltionen di«»Vor- wärtS"- und Aufnohmeplakate umgehend in Empfang zu nehmen und sie zweckmäßig im Kreise zur Verteilung zu bringen. Partei- genossen! Werbt �ür neue„Vorwärts"-Abonnenten und Milgsfader der Partei. v Der Vorstand. Neukölln. Heute abend 8 Uhr findet in der Kindl-Brauerei, Herrmannstraße, eine Mitgliederversammlung statt, in der Bericht über die lebten Verhandlungen des Arbeiter- und SolbatenraiS erstattet wird. Mitgliedsbuch oder Aufnachmequittting legitimiert. — Zwei graste Fraurnpersauimliingen fanden am Mittwoch in der Dereinsbranerei und in den Passagcfeffiälen statt. Beide Ver- sammlungen nahmen, trotz größter Mühchvaltung der Dpartakuss«, einen glänzenden Verlauf. Die Anwesenden waren durchweg ciner Meinung mit den Vortragenden. Referentinnen waren Genossinnen Bohm-Schuch und Juchaeg. TaS Thema lautete: Die Frauen und die Revolution. Tchöneberg. Am Sonntag, vormittag? 11 Uhr, finden zwo: Volksversammlungen statt in der Schloßbvanerei Schönebeeg Hauptstraße 121/29, sowie m den Rheinschloß-Lichtspielen, Rbeinstr. 00 (Friedenau,. Die Genossen C z e m i n S k i und T h i e l i ck« sprechen über Die Sozialdemokrat� und die deutsche Revolution. Steglitz. Bis auf weiteres werden joden Mbenid von 7—-9 Uhr im Lokal von Clement. Düppelstr. 7, Anmeldungen zur Sozialdemo. kratischen Parte! und Bestellungen auf den.Vorwärts" entgegen- genoimnen. Auch werden dort die MitgliedRmcher für die neu« eingetretenen Mitglieder ausgegeben. Eine Mitgliederversammlung hielt der Wahlverein am Mittwoch ab, in der Genosse Franz Krüger über daS Thema „Deutfchlanö in der Revolution" sprach. Schon eine halbe Stunde vor Beginn jvar die große Aula des Gixmnasiums überfüllt, so daß Hunderte unitchren mußten. Nach dem mit großem Beifall aufg«- uiommenen Vortrag sprach u. 0. ein Vertreter der Sold«»eäte der Ostfront, welcher mitteilte, daß die Soldaten dieses Heeres in über» wältigender Mehrheit auf dem Boden der Sozia lidemokraiie stehen. Es erfolgten eine große Anzahl Neuaufnahmen. Wilmersdorf.- Heut« abend 8 Uhr findet ein« öffentliche Vev-- sammlung in der Viktoria-Luisenschulc(Aula,. Gasteiner Str. 21, Eck« Uhlandstr., statt. ES spricht RsichSwgSabaeordnetcr Heinrich Schulz über Revolution und Erziehung. Nachher frei« Aus- spräche. Äufnahnve In' den Ortsverein Wilmersdorf der Sozialdemo- kratischen Partei findet täglich im Partoibureau, Uhlandstr. 08/09, von 5—8 Uhr statt. Ebenso werden daselbst Abonnements auf den »Vorwärts" cntgogcngenommen..Mitgllcderanfnahm« findet auch im Restaurant Stochert, Prinzregentenstraße 90, statt. Erkner. Ter Arbeiter- und Soldatenrat hett u. a. eine ein- gehende Nachprüfung der Gemeindeverwaltung ein gel« stet. Schon jetzt kann als erwiesen angesehen werben, daß die Einwohner in der ärgsten Weise, besonder» bei der LebenSmittelverteilung. benach- teiligt wurden. In zwei großen Versamrnlungen berichteten die©e» nossen B i e t 1 ch und Weber über zahllose Einzelhetten, die noch ein ernstes Nachspiel haben werden. In beiden Versammlungen referierte Genosse Baumeister ü-ter..Da» neue Deutschland" mit dem Erfolge, daß der Wnhlvevein rund(00 neue Mitglieder gewann und die Mitgliederbcrsammlung die Wiedererrichtung einer Parte! spedition für 01« schon rund 150 Abonnenten des»Vorwärts" beschließen konnte. Angesichts des regen Interesses der Frauen an allen öffentlichen Angelegenheiten soll demnächst ein« besondre Frauenversamnilung stattfinden. 5ugenöveransta!tunyen. Verein Artettcrjue.end„Drost-Berlin." Jugendheim. Heute abend 8 Uhr: Heimbesprechnng. Tageö- orlmuiig: Bericht der Heinikommission und Neuwahl derselbe». Abtq. Cöpcnick: Sonntag, den 1. Dezember, nachmittags 5 Uhr Im Jugendheini Schönkinderstrahe T" de« Genossen illüdigeri Die gegenir... den Kampfsond. Gilds-ndungeii sind Lychenerstrasto 127, g. Etg., r. Arbeite:- Tamari!«»- Bund: Kolonne Groß- Verlin. Montag, den 2. Dezember, abend» pünktlich SZt Nbr im Restaurant Melchlorstr. Rr. 15 . A«« V| m■ 11 nn 1 r)«a«* f» V"" U CT Ii 1/9 073 I Ut teil i'lt jlUillUIll»t/IL 11� IX> r| i l. ITll.» LwJ , grundlegende Bestimmung beantragt, der Arbeiter, und Jol- Die SchntzzebietSbeamten und Tk!ruyvem.n,,c �izen pa- Bortran. Nach dem Bortrage provisorische Verbandsübungen. Gäste haben fet bildet dic Sfa Ä der S?a'dt Neukölln Von unfattn sstt in Verlin ö.�Dezember. abends W einmal�.. freien Znfritt., Ii. Vorträg�md Nebu--gen ftnden vom 2. De- � Woss-n wurde al? Ergänzung beantragt, solang«, bis eine auS uhr«u �ssemeineN' geheimen, gleichen und direkten Wablen aller«Ser,"»&»«..........................__________________________..___________________ 1 werden vebeien, juv weiteren Jiisornttitilm sich beim Vorsitzenvei! zu ..'nen. geheimen, gleichen und direkten Wahlen aller über Be»mist»ab« tvä«! 1'� alten Einwohner hervorgegangene Stadtvertremng ge- T�r,,................ WWWWW» o«-' ist. Tie'e beiden Anträae wäre» eins Widerspirqeiung de«:'.'..-• v», Baiadere bcikt der Film, der Heu«, melden. ireitetz«in Rotlonalversammlung oder �Diktatur Unsere.« u�stichrung'-el-bsi"" I �umanistifch« Seßtetzide. Hm Sonntag,� nachwitt«�«« M, shtdzif in I. Jm�AdmiealStheater wird heute der Film„Stier von Saldanka"»um.irag de« Herrn Dr. Ri Penzigss'b« ütan» sich unser BoU selbst»»»»rchÄ' für fad«», Nntiw, nur Sfi Stimmen abazaebon. insolaedenen i I ir�r. oun BCUK.lU'tuMC»>.>> �-v. t II �">" Vn.■ t lUr jeden Antrag nur 36 Stimmen abgegeben, insolgedessen i ersten Male geic.gt. der Äula der Friedrst . trag de« Herrn Dr.... l statt. Gaste willkommen. Oberrealichüle. NiederwaWr. 12, Vor- Direttion ifax Reichof* Deutsches Tlifi0m. Kanjin/ip söhn. 7-/» fi5chaospi«lhaus �'eimfcraße 1, Portal 5. ifp%ier Brand im Opernhaus. Volksbühne Theator am Bfllowmlatz. Direktion Friedrich Kavßler. 7'/- L'nr; Wilhelm TToü. Lesslng-TliealiL Direkt.: Viktor Barnotvslty. T1/, Uhr: Der Schöpfer. Sonnab� Sonnt: Bor Schöpfer. ßeiitsefies iosfler-fligatep. Allahendlich TU Uhr: Xachtbeicnchtnng. Antersteii ang. Theater für Frettaj, 29. November. Rose-Theater. Ceniral-Thenter Uhr-, öle Soso m StaslißL Deutsches Opernhaus 1 Uhr: MlgOOD. PriedHift-W i'lfettnSt. thealer 7',. Uhr: HasaeFl. Das DreiTEliderähans. II. Teil. Metropol-Theater \o: Die Fasellingsfee Sonntag 3 Uhr: Wiener Blu*. Kleines Theater T8:ißai3,E?aDJe5Äe Tlieater Jj. KöniggFilzerstr. 7" U.: Der KatJiensteg. Kom5dienhaus 7 U.: Dia tanzende Nymphe. BerlinerTheater 7 Uhr: Sterne, die wieder lenchten. trianon-fheater Bhf.Friedrichst. Zentr. 4327, 2331 Kaehm-dUir kleine Preise: Schneewittchen. Täglich 8 Uhr: Der gute Eni von Horraann Sudsrmann. Ida Wüst, Bruno Kästner, Emma Dcbner. Hugo Flink, Gonia. Schönfeld, Tollen Sonnab. 4 U: Hänsel ii Gretel. Sonntag 4 U.: Johannisfeuor. Cäsino-Theater. Lothringer Str. 37. Tägl.'/.S U.: Reil! Neu: das breinttige SoltäftüJ Vorker erftll. Spcjialilätcn. -Sonntag 3'/,: Der Säugiing. Tiioatsr der Friedrichstadt Ecke Friedrich- u. Linienstr. TTordsn 8650. Täglich 71/.: Komlaehe Oper 7%v.- SstflßmMiM. Stg. 3'/.: Schwarzwaldmädel. Bie spjsßöe Fliege. Neuas OpsreftCRhsüs TU Uhr: Die iftlochen von Corncvilie. Stg. 31/,: Oer Soldat dar Harle Resident- Th«'ctcr 7«/. Uhr.- ügtepotts Erlien. Palast-Theater 7'/, uhr: DerlUlkado mit Cläre Dnx. Schlller-Th. Chart. 7*/» u.:. Ein Volksfeind Thaüa-Th enter Tlf: Unter der blühenden Linde. Morgen 31;, Uhr: Die Reise Ins Schlaraflenland. Theater am Nollendorfplatz 3-/, Uhr: Iphigenie aufTauris 7 Uhr: Eva. Theater des Westens 71/, Uhr: Hergen 4 Uhr: Aschenbrödel. Wailner-Theater. S'/u Uhr: Der Märchenwald. T'/jü.; Crai Habe nichts. •Sonnt. S1/. Uhr: FrOhlingsluft. ................................. SchiÜersaal(Schiüerth. Charibg.), | Eing. Eismarckstr. HO, Untergrundbahnhof Knie. Rente(verlängert v. 1. bis 6. Dez.) tägl. 8 Uhr: MARCELL SALZER Keitcre jlhsr.de Zweite neue Analese der heitersten Stücke! Karten 5,4,3, 2M. b. Wertheim, Schillerth. Tageskasse j sowie Abendkasse ab 7 n. Amt Uhland 139.[152/12| Sonntag 8. D»ichr.. 71U U. Ilccthevensaal KurfOrstendanira 12 1 Gutes Mittagessen 7,50 und 5,— Weine acch glasweise I SO. exkl. 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Luisen-Theater. Lvbte MuFffifivnttnen! 71/,: Khrlleha As-boit. Sonnao 3: Aoche-nbrödel. Eomit.3: Perlen d.Egganbrachts Von Sonnt. LDcj. ab abbS.TI,: Wenn man im Dntttte« küsit. BHdöEbrauerii�chönebei� Kanptstr. lTZ 1Ä!!. TSgllch: Ringkämpfe der be teilten ueten Rinser der Welt.• HQlhner-ßrchesler. VorletBter Tag! Henry Bender Gisa Kolbe Otto Röhr Humorist am Flügel sowie der große bunto November-Spielplan 12 Kunslkräfte 12 ■ Apollo Priednokstr. 218 Dir.: James Klein. S";, Sonnt. S'j, u. y.'. j Die Welt geht unter! Bild a. d. großen No- vomber-V unetA-Ans- stattüngssohan mit Senta SDneland Ernst Luditscl) nsw. PS| Sonnt 3'/, Uhr jeder> tri 1 Erwachs. 1 Kiaa frei t ß«» ' MARMv.-' HAUS. Sündige Militär I(Slr»roe»cl» 3 21«) Kulfurnim von Oswald aDuponl unier Mll»rl>ec von H | Dr- Mäohu» HirXäcWeld j Reßie: El.OswaS/,u.7-/. Das erstklassige Zirkus-Programm. Zum Schluß: Oberon. 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Sonntag, den 1, Dezember, vorm. 11 Uhr, im großen Saale des„Rhemgold", Bellevuestraße 20: Gr. politische Kundgebung Die Volksbeauftragteu IPHts Ebert»«» Otto Braun sprechen über: „Ziele und Wege der Revolution." 202,17'___ Der Bezirksvorftand. IMMii Stt NAIMWiltt NlIlWÄS. Bartflechte Hautausschlag,"Wundsein der Kinder, ärztlich erprobte Salbe durcl Viktoria« Apotheke. Tube 2,50, Probetube 1,75. Frledrlchstr. 19, 1. Hallesehen Top, neben d. Markthalle. Bureau: Engelufer 15. Telephon: Morchplatz 11443, Jeinuns! Chemische Industrie. Sonntag, den 1. Dezember 1918, mittags I NHr, im GewerkschaftshanS, Engelofcr 13, Saal 1: PUP* EConferenz"�r| ßßeimelcfßBifÄJeiirsneRslealeunDmöeilet- MU Der setMea Betrisöe(Sioß-deritns, Tagesordnung: 1. Bericht über die Verhandlungen mit der Unternehmerorganisation, s. Miteilungcn. DWt-«lle Funktionäre nniffeu bestimmt erscheiuen. SSchcre Einladung erfolgt nicht. 55/13 Die Ortsveevaltnak?. MWi NeWKeiler-ZerSmil Verwoltungsftelle Berlin— dl 54, Linien, tr. 83—85. GeschäitSzeU um, 9—1 Uhr und von 4—7 Uhr. Telephon: Amt Norden 18b. 1239, 1987, 9714. Rohrleger und Helfer! Tonntag. den l. Tezeenber 1S18. vormittags io Uhr. im oiewerkichaftslmns. Engclnfcr 15, Taal 1: MWeiM LlMeS'VelillMlW. Tagesordnung: 1. Bortrag des ReikbStagSabzcoidneten Otto Bgchner iider:.Ilopergaiigswirtichaft«. 2. Branchenangelegenheiten. 3. Verschiedenes.. Zahlreiches und pünltticheS Crscheinen wird erwartet Sonntag, den 1. Dezember X918, vormittags io Uhr, in Bölors Aeftiälen, Weberstr. 17: ZrLne!fen-?ErZAmmlung der Einrichter«nd Einrichterinnen. Tagesordnung: 1. Unsere Wirtschaftslage. TiSlussion. 2. Branchen- Angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Anbetracht der aiisierordeutlich wichtigen TagcS- ordnung ist zahlreiches und pünUliches Erscheinen dringend er- forderlich.__ Battemschläger! Sonntag, hen 1. Dezember 1918, vormittags 10 Uhr. im Cofsl von Hummel,«ovhienftr. 5: iMtkUkliM-M tklkMIKWl. Tagesordnung: 1. Bericht der Üvmmilsion über die Verhandlungen mit den Arbeitgebern. 2. Ditkiilsion. 3. Verschiedenes. In Anbetrachl der vichtigen Tagesordnung ist es Pflicht. daß jeder Kollege die Versammlung besucht. Sonntag, den 1. Dezember 1918, vormittags io Uhr, im Lokal von Karl Döbiing, Brunnenstr. 79; Lrene'nen-Vsrssmmwng der Wickler, Wicklcrinnen«nd Isolierer Berlins und Umgegend. Tagesordnung: . 1. Wie ficht es tu den Wickelcibctriebeu auS» L. Verschiedenes. Zahlreicher Besuch wird erwartet Montag, den S. Tezemher 1918. adendS 7'/, Uhr, in den Pftarussälen. Müllerstrafte: Z'Mms litt Sezlrls-Mmiillliig m 16.«sg 17. WM WA 25. llMAder. Zahlreicher Besuch wird erwartet Montag, den L. Dezember 1918, adendS 0 zthr, im Eewerkschafishausr. Cngelufer 15. Saal IV: Große Versammlung �ller Gürtler, Kroneuschlosser, Schleifer, Trücker, Metallsormer, Metalldreher, Ziseleure, Arbeiter und Arbeiterinnen. Tagesordnung: 1. Mgemcine Richilinien zu unseren Lohn- und Arb-US- »edingungen. 2. DiStusfio». vEd" Zahlreichen Besuch erwartet "2/lz vi« OrtAVcro-uItiiitzr. Heraus das Kapital! V#n Fritz Johannes. 1. Tolksbapital nnd Staatakapltal. 3. Unsere Banken. 164b 3. Die si-o.e Verbrauchssteuer. 4. CFuMer AnBcnhandel. Sperialhandler gesucht; zu melden bei den Grossisten. Preis 30 PI», bei den StraScnhlndlero, 4311,' Siraßenhändler! Billigste Bezugsquelle sür* * Schnürsenkel O Klnlescsoiilen n i. Boscntrüecr Ä Uarkf tauchen im Schuhwaren. EngroshanS Kais-LUH.-St. 39 1 Ecke Münzstr. Nord. 1837.— Vorm. 10-1 Uhr. $ne®cv£c&v\ �riefiUherOntwrWvfc,, �Bltinchl v.Boehn. Cassel -i- PfllVAT HANOaSSCtlUltT Es reiftt keine Bapicrichliur mehr bei schwersten Paketen mit Rauchs Trazxriik„vrsus''. 7Must.lM. nett.Nchn. Bertr. ges. M. Rauch, Giuitgart Liidwigst26 ' Lskbiälaiiipen m:! masflvem Hesslngtroptventil jetzt Bcbeuicni billiger. Ctait 16.— nur R. 12— und 4.80 licserbar sofort 12 000 Stöif. ® a r s ti t i e sür jede Lampe. Händler hohen Rabatt. Ver. treter«'acht. 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Krankenlager meine liebe t Frau imd gulc Mutter Vltjljg fT\\l2 geb. JIccke* !;m 60, Lebensjahre. A. Fd Uk-' und Gvh« nebst Braut. Die Beerdigung findet am z Montag, den 2. Dezember, s uad.in. 3'/» llfir, von der Halle de» Sl. lvcorgen-Kirch- , Hose», Landsberger Allee. \ ans statt. 1756 Speziaiarzt l>r. med. Laatas beh. schnell, grfindL, wSal schmerzio» u. ohne Berujsstor. Oasoilloodtskrankhelf., gohoim« Haut-, Harn-, Frauenleiden, Sthwaeho. ärpi oblefte Methoden Harn- und Bluturtersuchung. sd-W. Ii!».«Ä, Gvr. 10— In. d— it. Sonnt.lO— 1 Auf Wunsch erleichterte Zahlungsbedingung.| WISIy Kiii�e Cbarlottenbarg, Wilmersdorter Straße 19. EleklrMn. Biicher f, d, Praxis. I. ElettrizikäfSlebre m. Sil Nbbildg.; II. Schwachstrom-Schnltiing«. 'chemas lTelcvhonanIagen usw.t. 31 Tafeln und IS Ztbb-.Id.; III. Fnntentcicgrapbie in. 76 Bbb.; IV. Handbuch sstr Sieltro- praltiker ISIS— 2 Teile nr. 183 Abb.: V. Atta« m. 3 grosze» färb, zellegbaren Modellen. Alle b Band« gcbd. zusammen nur Mark 21,,—. Vostscheik-Konto 14593 Berlin. 10D Verlag Schrid« dt Co.. AM. III Berlin, Steinmetzstr. 25. Bekanntmachung. Marmelade. (ScmSH§ 5 der Verordnung Ober Lebensmittelkarten vom 18. Oktober 1916 wird jür den Dcmcwdebezftt der Stadt Berlin bestimmt: 1. Ztul die Slbschnitie Nr. 79 und 81 bor Lebensmittel, karte der Etadt Berlin e«tf»Nen je SSV(Sramin. also znsamnien»00 tSramm Rtarmetade. Der Klein- banbeisböchitprets beträgt I Marl lür das Pfund. Eine Ueberichreitung der Höchstpreis eist strasbar. 2. Die Ab'chnitte 79 und 81 find nur In den durch ein kW». hängetchild: »Verkauf von Marmelade ans Lebensmittelkarte« der Sfad« Berlin« gekennzeichneten Gefchäiten gegen Empfangzbefcheiniqung abzuliefern, und zwar am Freitag, de» SO.. Sonnabend. den 30. Nov. und Montan, den 2. Dezember 1918. Nachträglich Anmeldiing findet nicht statt. Es iil unzn- läffig. die Karlenablchnilte in Gfefibästen abziigeden in denen nicht das vom Magistrat nnsgegebene Aus- bangeschiid angebracht ist. Gcschästen, die nicht im Befihe de» AusdüngesibildeS find, ist die Annahme von Kartenabichnitten verboten. 3. Die KlemfiandelSc-elchäftc baden die von tbnen angenom. mcnen Kartennblchnitie an einen der tbnen belannl ge- gebenen Mrobbä'chler bl» zum Mittwoch, den d. De- zembee einichiienlich abzulicsern. ?kdrr ktteinbändler must. sobald die War« znr Stelle ist. mit dem Verlans beginnen nnd ihn durch AnMiiag anzeigen. Da die MarmMadenfabriten häufig nicht in der Lage find, die volle Mcnac aus«iimial zu liefern, ist e» möglich, das, in einzelnen llileinb mtrlsgeichästen sich der Verkälts der Marmelade btnanszögelt. Auch bei einer solchen Ver> zSgerung der Liekernng ist jedoch eine Siichtlirserung keinesfalls zn befürchten. Berlin, den 28. November iSIS. 2!> Magistrat. Abteilnag für Obst- und Gemüseversorgaag. Runge. Pferdeverkauf. Am Sonnabend den 80. November, vormittags iO Uhr, findet im Erlati-Pierde-Depoi des(starde- korps in Berlin, Prinz- diu tust u. Württemberg-«rr.. eine Versteigerung von Pferden aller Klasse» gegen Barzadlung stall. Zugelassen werden nur Landwirte und Gewerbetreibende, die im Befitz ciue» amilich vegiatibigten Ausreise» find Händler sind nicht zngetassen. der Verlaus findet in der Malchinen-Ketveor-Ableitung m der Frienm. 'lrahe gegenüber der Augullaner Kaierne statt. 233/2 StrasjenbabN Endstatwn der Linie 12 und 111. Ter Soldatenrat. Bandolsky. Hagedorn. Visiss iotxi�r nledtimstrr. andoros selten, dos meiste bloß noch in ,Ers»ta*-Porm, edles nur eu hohen Preisen ru haben. Am begehrtesten werden als hochwiUlccnnmono Qeschenlio 9SL* Weine, Liköre, Rum, Kognak und Sekt sein. Wer diese in Weihnaohtsgaben wählt, ver- Jnno-e sobrlfljich oder tolophonisch direkte Offorte von' der We njfroßhandlung J. F. Hauch, Haupt- fcontor Berlin JS 1. Bergstr. 31, Amt Norden 8211, oder trekTe seine Wahl in einer der Filialen der Firma: Invalidenstraße 184, Priedriohstraße Ii, Große Frankfnrtor Straße 112, Brunnenstraßa 174._ Nebenverdienst! — auch Hilfe beim Wiederaufbau der Existenz— dauerndes- hohe» Einkommen. Keine Verfichcrimgi Kein Verlaus an Bekannte! Keine Schreibarbeiten: Bequem im hasue l Ganz neue vege I Viele Anerkennungen. B.rlangcn Kie Prospekt Nr. 108 von Adresse: Schlteftfach 134. Dresden A. 1,_ mg* PeSz�arerc bei bequemer Zehlweise Boi Bftrz&klung auf voreeschri ebene Preise 10 Prosoot NacJ.Iaü, K rieft nnleiho wird in Zahlung genommen. Pelzwarenfabrik Kallis Berlin NW 87, Tlle-Wardenberg-Str. II nahe Baknhof Tiergarten. TeL Moabit 7632;G23. Verordnung über Brotttienge nnd Brotpreise sowie den Fortfall der Znsatzbrotkarten. Auf Grtind der g? 58 nnd folgende der Reichtgetr-ide- ordnung für die Grnle 1918 vom 29. Mai 1918 sNelchsoesetzblatt Seite 135) wird für den Bezirk der Stadt Berlin mit Zustim- immg de» Herrn Bevollmöchliglen für da» TrnährungSwesen w Groß-Berlin folgende» angeordnet: l. Artikel I KZ 3, 6 nnd Artikel II Z I der Verordnung de» Magistrats vom 9. ssebriinr 1917 werden wie folgt geändert: 1. Arlilel I Z 3 erhält solgende Fassung: Siede Brolka'rte cnihält Abschnitte, die insgesamt für ew Gewicht von 2350 g gelten. Demgemäß berecht'gen'bis zum 19. Januar 1919 dl« über 200 e Inuiendrn Slblchnitte der Brotkarte zum ve- zuge von je 250 g Brot; soweit auf sie Mehl entnommen werden kann, berechtigen sie zum Bezüge von je 1,0 g Mehl. 2. Artikel I§ 6 Abiah a erbält folgende Fasiimg: Brot darf nur im Gewicht von 2350 g hergestellt werden. Absatz 6 fällt weg. 3. Artikel II Z t erbält solgende Fassung: Der Brotprei» darf Im Kteinverkans nicht übersteigen: bei Schwarzbtok im Gewicht von 2350 g.,. 1,25 M. bei Weihbrot,,» 2350 g.,. 1,31, bei Kranienbrot,,, 2850 g... 1,62, Bei Abgabe de» Gebälk» in Teilen dürfen Bruchteile von Pfennigen al» volle Pfennige gerechnet werden. II. Die MagiflratSverordmmg vom 27. September 1218 über Brotmeng« und vrotprrise wird ausgehoben. IN. Di« Maglftratsverordnnng über Zusatzbrotkarten vom 1. Ok« lober>915 tn der Fassung der Magiiiratsverordnuna vom 13. Febiuar 1918 zu II wird ausgehoben. Brot darf aus Brot- zusatzkartrn nicht mehr abgegeben oder entnommen werden. IV. Diese Berordnunz tritt zu III mit dem 30. November 1218, zu I und II mit dem 2. Dezember 1918 in Kraft.. Bevit«, den 27. November 1918. Zu 12170 Br. 1. Magistrat. Wermuth. Ner gäeder zur Weihnaehl schenken will, verlange sofort das neue reiohhalt. 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