Nr. 95. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin; Viertelfährlich 3,30 Mart, monats lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Boft- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Naum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Fefttagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Ein englischer Daniel und die deutschen Shyloks. II. Sonnabend, den 25. April 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. solchen Häuschen lebt, wem will Herr Whitman einreden, daß Arbeiter die Hoffnung auf Alles begraben hat, was bie entsprechenden Kategorien der deutschen Arbeiter es besser er nicht aus eigener Kraft und durch Beugung unter eine haben? Und darauf kommt es doch an. Der Schwig- eiserne Disziplin erreicht hat." Wie richtig der Schlußsaz arbeiter des Londoner East- End lebt natürlich schlechter ist, zeigt die mit jedem Tag mehr um sich greifende Be als der qualifizirte Arbeiter in Deutschland, ob er aber schlechter lebt als der Arbeiter der deutschen Hausindustrie, das ist noch sehr die Frage. wegung für das Achtstunden Gesez in England. Sie Auf das ökonomische Gebiet übergehend, entdeckt scheint Herrn Whitman unbekannt zu sein, denn nachdem er noch Verschiedentliches über die Unterschiede zwischen den Herr Whitmann, daß die Arbeiter fin England die ,, niederen Klassen" heißt es in der Allgemeinen 8tg." Herr Whitman möchte den deutschen Arbeiter nach Bestrebungen der deutschen und englischen Arbeiter gesprochen, zwar von direkten Steuern frei sind", aber durch die London, Edinburg, Manchester, Bradford, Sheffield oder weiß er zum Schluß für die Ersteren nur folgenden Rath: hohen Miethen, durch enorme Besteuerung von Hull führen" und ihn einen Blick auf das sonnenleere Ernstliches Studium des furchtbaren Kampfes, den die Alkohol und Tabat und durch verfälschte Lebensmittel in soziale Leben des englischen Arbeiters und auf dessen er- Engländer durchgemacht haben, sollte sie nicht nur mit ihrer direkt mindestens ebenso hoch, wenn nicht höher besteuert bärmliche, schmutzige Wohnungen werfen lassen", um ihn Gegenwart versöhnen, sondern ihnen auch den Weg zeigen, find, als die Arbeiter anderer Länder." Alkohol und Tabak zu heilen von dem Glauben an die Unfehlbarkeit, Allmacht das noch zu Erstrebende zu erkennen und zu erringen." find allerdings in England höher besteuert als in Deutsch- und Milde der englischen sozialen Methode". Nun, zu Für welchen guten Rath die deutschen Arbeiter dem Herrn land, das ist nicht zu leugnen. Was aber die hohen Miethen letzterem Zwecke braucht es jener Reise nicht, die deutschen sehr dankbar sind, leider kommt er nur etwas zu spät. Dem deutschen Unternehmerthum aber hat diese Schrift anbetrifft, bezw. die höheren Miethen", die die englischen Arbeiter brauchen nicht von einer Krankheit geheilt zu Arbeiter angeblich zahlen, so wird diese Entdeckung des Herrn werden, die sie nicht haben. Wenn aber Herr Whitman wirklich noch gefehlt. Sie ist das Siegel auf das Non Whitman am besten dadurch gekennzeichnet, daß der fach umgekehrt die englischen Arbeiter nach Berlin und anderen possumus, das die Herren selbst den bescheidensten Arbeiter mit ihren gesunden, forderungen entgegensetzen. Wie denn auch die Allgemeine verständige Herr als einen der Vortheile, die die deut- deutschen Städten" führen möchte schen Arbeiter vor den englischen Arbeitern voraus nach englischen Arbeiterbegriffen palaftähnlichen(!) Arbeiter Beitung" sie am Schluß damit eskomtirt, daß sie kurz und haben, die relativ leichte Möglichkeit" bezeichnet, au 3- wohnungen, mit ihrer Fülle von Einrichtungen zur Erholung leck von der ungleich günstigeren allgemeinen sozialen Lage besizer zu werden." Das hat in der That noch gefehlt. und Erquickung des Volkes, mit ihren Sparkassen, in denen unserer Arbeiter" im Gegensatz zu der der englischen ArNicht England, das Land der Cottages" und der Bau- der kleine Mann im armen Deutschland mehr Millionen an beiter spricht und Herrn Whitman zu hohem Dank" genossenschaften, sondern Deutschland ist es, wo die Arbeiter erspartem Gelde aufweisen kann, als der Arbeiter im reichen berechtigt erklärt für die Zerstörung der bisher in dieser ( ganz abgesehen davon, ob es für sie sonst ein Vortheil ist) England" so können wir ihm nur rathen, seine Gäste Beziehung verbreiteten Legende." Denn diese Zerstörung leichter„ Hausbefizer" werden. Wer so etwas niederschreiben nicht in die Hinterhäuser der palastartigen Arbeiterwoh kann ebenso wirksam werden wie vorher die Legende war, tann, tennt entweder die Dinge nicht, über die er schreibt, nungen" zu führen, fie könnten sonst Dinge zu hören und wenn sie mit aller Konsequenz erfolgt und nicht beein oder er ligt. zu sehen bekommen, die alle Vorurtheile, welche die interessirte trächtigt wird durch eine reformatorische Bresse ihres Landes über die schlechte Lage der festländischen Ue berhaftung, die anscheinend einstweilen Arbeiter in ihnen großgezogen, zehnfach verstärken würden. bei uns ihr Ende bereits erreicht hat. Es Genug! Wir können nicht alle Schiefheiten, welche war freilich hohe Zeit dazu." ein In der jüngsten Nummer der„ Weekly Dispatch", einem in Arbeiterkreifen sehr verbreiteten radikalen englischen Wochenblatt, heißt es in einer Rorrespondenz über den Pariser Bergarbeiterkongreß:„ Die französischen Bergleute die Allgemeine Zeitung" dem Elaborat des Herrn Hört man nicht Shyloks triumphirende Stimme? entnimmt, hier zurückweisen, es hier ist mein Schein, der englische Sachverständige und der Gemeinderath von Baris haben keine Ahnung, unter Sidney Whitman entnimmt, hier zurückweisen, welchen günstigen Umständen im Verhältniß zum Festland mag mit den vorgeführten Proben sein Bewenden Daniel, ein zweiter Daniel!- hat ihn für gerecht befunden. die Arbeit in den englischen Kohlenminen vor sich geht. Als haben. Was läßt sich auch z. B. darauf sagen, wenn der Gebt mir jetzt meine Beute!" Und es scheint wirklich, ich im Revier von Staffordshire war, besichtigte ich die biedere Herr die deutsche Militärdienstpflicht für einen als sollte er zunächst Recht behalten. Selbst die SozialHäuser der Kohlengräber und die Läden in den Kohlen- Segen, eine Quelle der ſittlichen Kraft des deutschen Volkes" reform im Schneckentempo war zu überhaftet", von jetzt ortschaften. Er wäre erstaunt über die guten Löhne und die erklärt? Wer mit Gewalt nur überall Gold sehen will, der an wird man wohl den Krebsgang einschlagen. große Kaufkraft des Geldes an jenen Plätzen. Kein fran- wird auch Blechmarken für Dukaten erklären. Nun, wir wollen abwarten, wohin die Herrschaften auf zösischer Bergmann würde glauben, daß ein Kohlengräber Nur in einer Beziehung hat Herr Whitman die Gabe, diese Weise kommen. ein Haus mit einem hübschen Parlour( Besuchszimmer), nicht blos Gold zu sehen. Die deutschen Arbeiterver einem Eßzimmer, drei Schlafzimmern, Küche, Waschraum, hältnisse sind sehr schön, die deutschen Arbeiter Reller, einem mit glafirten Biegeln gepflasterten Hof für aber das ist eine andere Sache. In moralischer Befünf Shilling die Woche haben kann. Ich habe in den ziehung lassen sie sehr zu wünschen übrig.„ Während sich Politische Leberlicht. Wohnzimmern der Arbeiter reizende Bilder in hübschen die Bestrebungen der englischen Arbeiter wesentlich in einer Rahmen, fast elegantes Mobiliar und oft gute Pianofortes praktischen, utilitarischen Richtung bewegen, zeigen die deutgesehen. Das hat der Freihandel und der Trade- Unionismus schen einerseits eine philosophische Idealität des Zieles, Vielerlei, nicht viel stand heute auf der gedruckten zu Wege gebracht." andererseits eine Gehässigkeit, die Jenen durchaus fehlen." Tagesordnung des Reichstags, die nicht weniger als Welche Faktoren diese Verhältnisse zu Stande gebracht, Dazu bemerkt der Rezensent der Allgemeinen Beitung": 24 Punkte aufwies und dritthalb Folioseiten lang war. das ist eine Frage, auf die wir hier nicht weiter eingehen Der Autor hätte hinzufügen sollen, daß grade die Unter den verschiedenen Puntten befand sich auch ein wollen, aber daß die Schilderung zutrifft, das kann man über eifrige staatliche und gesellschaftliche Musterschuß- Gese 3, welchem glücklichen Umstande es ohne Weiteres annehmen; ein Blatt wie das Weekly Fürsorge für die soziale Stellung des deutschen Ar- zu verdanken war, daß auf dem Tische des Hauses" einige Dispatch" darf seinen Lesern nicht blauen Dunst über ihre beiters die Ansprüche desselben und seine Unzufriedenheit seltsame Spielpuppen sich befanden, darunter auch Puppen, eigenen Verhältnisse vormachen. Und wenn es auch nur die steigern( das ist nach Friedrichsruhe gerichtet, welche auf einen Druck hin die Glieder bewegten, den Rücken günstig gestellte Minderheit der englischen Arbeiter ist, die in beileibe nicht an eine andere Adresse), während der englische beugten, und sogar J- a quiekten, also echte ParlamenFeuilleton. Nachdruck verboten.] Die Falkner von St. Vigil. [ 44 " " zum Anzünden des Tabaks bedient hatte, an seinem Pfeifenrohre aus. Berlin, 24. April. alle Bedürfnisse zu einer kaum noch erschwinglichen Höhe hinauftreibt. Nehmen Sie ferner die Verschlechterung des Darin ist ausdrücklich festgestellt worden", fuhr der Geldes, die hohen Steuern und anderen übeln wirthschaftlichen Landrichter fort, daß Tyrol bei seinen ererbten Privilegien, Maßregeln, das Stocken von Handel und Wandel infolge der Rechten und Freiheiten belassen, unsere ständische Verfassung, ewigen Kriegsunruhen, den tief erschütterten Kredit in Verunsere religiösen Juftitutionen und Gebräuche nicht an bindung mit dem schlechten Hypothekenwesen! Mancher getaftet werden sollen. Auf diese Bedingungen hin hat wohlhabende Mann in den Städten wie auf dem Lande ist Roman aus der Zeit der bayerischen Herrschaft in Tirol Tyrol dem Könige von Bayern Treue gelobt." dadurch bereits an den Bettelstab gebracht worden. Auch von Robert Sa, weichel. Ah", rief Hannes aus, indem sich sein Gesicht höher in unserem Thale häufen sich die Schuldklagen und frucht Moltenbecher hat erzählt, daß er zur Konferenz röthete." Und dennoch wagt man, unsere Bischöfe zu ent- Losen Exekutionen und ich kenne Manchen, der hart vor der müßte," erklärte der Oberförster, indem er seinen mit Silber sehen und zu bannen, unsere Priester in die Gefängnisse Gant steht." beschlagenen Meerschaum mit Tabak füllte. Die Ver zu stecken und verbietet man dem Bolte das Wallfahrten„ Aber das ist schrecklich," murmelte der Kurat. ordnung der Regierung in Bezug auf die Geistlichkeit steht nach den Gnadenörtern!" Schrecklich?" rief der Oberförster mit seiner tiefen, übrigens schon in dem Regierungsblatte, das Mutschleitner Geduld, Geduld, mein Bester, das ist erst der An- starken Stimme. Es ist viel schrecklicher, daß wir es uns gestern aus Bruneck gebracht hat. Auch die Erhöhung der fang," höhnte Planta ingrimmig.„ Auch dürfen Sie ja gefallen lassen. Himmlischer Herrgott, wenn ich so SonnTranksteuer für das neue Jahr ist darin puolizirt. Nur so nicht glauben, daß Bayern in den anderen Stücken sein tags die Büchsen am Stand knallen höre-". Er schaute fortgefahren: so gewinnt man die Tiroler!" Wort beffer gehalten hat und hält. Unsere ständische Ver- mit düstern Angen in die Rauchwolken. BeDarf man fragen, was in Enneberg beschlossen fassung existirt nicht mehr und obleich Tyrol nach wie vor Hannes machte erschreckt eine abwehrende worden ist, oder ist's Amtsgeheimniß?" fragte der Land- von der Konskriptionspflicht befreit bleiben sollte, werrichter und hielt sein halbgefülltes Glas gegen das Lampen- den unsere jungen Männer zum Kriegsdienst im wegung. Wehrt sich denn der Klerus etwa nicht mit seinen Interesse des Franzosenkaisers gezwungen und verwildern „ Ein Beschluß konnte von der Konferenz wohl nicht ge- unter den Rheinbundstruppen. Die Steuern werden uns Waffen?" fragte Herr Planta.„ Wo sollen wir denn faßt werden," äußerte Hannes, wenn wir auch Alle der nach fremdem Gutdünken auferlegt und wir haben nur Recht suchen gegen die Vergewaltigung durch die bayrischen Oberste, Kommissarien und Kreishauptlente, wenn nicht bei Meinung waren, daß die Kirche unmöglich diesen Eingriffen noch das Recht zu zahlen und das Maul zu halten." uns selbst. Treibt man Tyrol nicht zum Aenßersten?" in ihre uralten Rechte sich fügen könne." licht. " n " Die uralten Rechte!" sagte der Landrichter, indem ein Lächeln um seine Lippen spielte. Wenn überhaupt ein Recht vor Gewalt bestände in unserer Zeit, so brauchte der Klerus nur den Friedensvertrag von Preßburg für sich anzurufen." Ihr machet mich lachen, Freund Zenger!", rief der Oberförster Planta und klopfte den Fidibus, dessen er sich Er blies dichte Rauchwollen von sich. Herr Zengerl hatte unterdessen mit der Hand in seinem Haar gewühlt, wie es seine Angewöhnung war. Jetzt sagte er, sich räuspernd: " " Herr Zengerl, der finnend in sein Glas blickte, sagte, Als unsere Nachbaren, die Schweizer, einst von den österreichischen Landvögten vergewaltigt wurden, da er " Dazu macht sich die materielle Noth von Tag zu Tage hoben sie sich wie ein Mann. Draußen im Reiche is fühlbarer. Die Sperre zwischen Tyrol und Bayern ist zwar vor ein paar Jahren ein Dichter gestorben, Schiller hieß cr gefallen; dafür hat Napoleon das ganze europäische Festland der hat ein Drama daraus gemacht. Da heißt es an eine mit der Kontinentalsperre umklammert, welche die Preise für Stelle: tarier tarier. deutsche Reichs- Muster- und Zukunfts- Parlamen-| stimmen, wenn§ 153 nicht verschärft wird. Für die Verschärfung wird sich aber eine Majorität voraussichtlich nicht Bei Punkt 3( Gesetz betr. Prüfung der Läufe und finden, und so wird König Stumm" zum ersten Male in Verschlüsse der Handfeuerwaffen") ergriff Bod wiederholt seinem Leben mit den Sozialdemokraten Hand das Wort, um Maßregeln zum Schutz der bei den Prü- in Hand gehen. Er ist eben ein fabrikjunkerlicher Heißsporn, fungen betheiligten Arbeiter zu erwirken, konnte jedoch nicht der nicht begreift, daß die Regierung und die Reichstagsburchbringen, obgleich Staatsminister v. Bötticher zugeben Majorität seine und seiner Kollegen Geschäfte weit besser mußte, daß solche Schutzmaßregeln nöthig seien. Nachdem die besorgen, als er selber es versteht. Die Refünf ersten Kleinigkeiten der Tagesordnung erledigt waren, gierung 3 vorlage überspannte den Bogen, und tamen 17 Berichte der Wahlprüfungs- Kommission, von denen würde ihn zerbrochen haben.§ 153 in seiner jedoch keiner eine Debatte hervorrief, da es sich einfach um alten Fassung spannt ihn genau so straff an, Bestätigung der Kommissionsanträge handelte. Nur in dem wie es heutzutage nur immer möglich ist. Auch Falle des Abg. Grumbt, bei deffen Wahl die Krieger- für den Staat des Königs Stumm" gilt das Wort:„ eine vereine mit besonderer Energie ihren bekannten Unfug Grenze hat Tyrannenmacht", und innerhalb der Grenzen, getrieben, drohte eine ernsthafte Debatte. Da es sich jedoch die das Gesetz in seiner jetzigen Fassung zieht, hat die nur um Anträge auf Erhebung von Unter- Tyrannenmacht" wahrhaftig einen sehr großen Spielraum. suchungen handelte, die auf den Kriegervereins- Unfug Wie schon mitgetheilt, ist der Beginn der dritten Lesung ausgedehnt werden sollen, und da das Schreckenstind des sogen. Arbeiterschuß- Gesezes für nächsten Donnerstag in der Konservativen, Herr Mehnert junior aus Sachsen Aussicht genommen. Wenn keine Verschlechterungs- Anträge durch einen„ patriotischen" Kommers anderweitig in An- seitens des„ Kartells" eingebracht werden, dürfte die sozial spruch genommen war, so tam es zu keinen Reden nur demokratische Fraktion sich auf Anträge zu den entscheidenzu Abstimmungen, die im Sinne der Kommissionsanträge den Paragraphen beschränken; indeß ein Fraktionsbeschluß - gegen die Konservativen ausfielen. ist in dieser Beziehung noch nicht gefaßt. Werden längere Debatten nothwendig, so ist die Fertigstellung des Gesetzes, vor Pfingsten nicht möglich. Nächste Sigung morgen 1 Uhr: Hirsch's Antrag betreffs der eingetragenen Berufsvereine, Petitionen u. s. 1.Ein Berliner Korrespondent der Frankfurter Zeitung", die im Uebrigen in Sachen des Arbeiterschutzes eine durchaus korrekte Haltung beobachtet, spricht sich mißbilligend über den schleppenden Gang der ArbeiterschutzDebatten des Reichstags aus. Der Herr macht zwar den sozialdemokratischen Abgeordneten keinen direkten Vorwurf, allein, da ohne das Eingreifen derselben entweder gar keine der nur ganz unbedeutende Debatten stattgefunden hätten, so würde, falls überhaupt Schuld vorläge, die Schuld auf die sozialdemokratischen Abgeordneten fallen. Daß in den Debatten nichts Neues gesagt worden ist, nichts Neues gefagt werden konnte, geben wir auf's Bereitwilligste zu. Allein das Gleiche gilt von allen Debatten über spruch reife Fragen; was bei solchen Gelegenheiten in den Parlamenten gesagt wird, ist dem Sinne nach alles schon vorher in der Presse und in Versammlungen Dutzende und Dußende Male gesagt worden. Entbindet das aber der Pflicht, es im entscheidenden Moment nochmals zu sagen? Der Kaiser hat bei der Fahnenweihe a13 Soldat Der Fahnenweihe als Golbat gesprochen. Nach dem Wiener Fremdenblatt" geben wir folgende Stellen seines Trinkspruchs wieder: " Der Soldat und die Armee, nicht Parlamentsmajoritäten und Beschlüsse haben das Deutsche Reich zusammengeschmiedet. Mein Vertrauen beruht auf der Armee. Ernste Zeiten sind es, in denen wir leben, und schlimme stehen uns vielleicht in den nächsten Jahren bevor. Aber dem gegenüber erinnere ich mich an das Wort meines hochseligen Großvaters vor den Offizieren in Koblenz: Dies sind die Herren, auf die ich mich verlassen kann." Das ist auch mein Glauben und Vertrauen. Was auch immer kommen möge, wir wollen unsere Fahnen und Traditionen hochhalten, eingedent ber Worte und Thaten Albrecht Achilles', welcher gesagt hat: Ich tenne feinen reputierlicheren Ort, zu sterben, als in der Mitte meiner Feinde". Dies ist auch meine Herzensmeinung, darauf beruht meine unerschütterliche Zuversicht, auf der Treue, dem Muthe und der Hingebung meiner Armee, in erster Linie aller Kameraden, welche an den Grenzen stehen. In diesem Sinne bringe ich meiner Armee und den heute von mir beliehenen Regimentern ein dreimaliges Hurrah! Neun Zehntel der sozialdemokratischen Reden wären Wir zweifeln keinen Moment, daß der Trinkspruch des unterblieben, wenn die Majorität des Reichstags in Sachen Raisers in Uebereinstimmung steht mit den Gesinnungen des des Arbeiterschutzes nicht von vornherein einen Standpunkt Offizierkorps, aber ebenso sicher sind wir, daß die ohne vertreten hätte, ber sich fast ganz mit dem Standpunkt der Portépée ihr Leben verbringenden Menschen zum großen Unternehmer deckte, und den Interessen der Arbeiter Theile andere Hoffnungen und Sorgen haben als der in teinem wesentlichen Punkte gerecht wurde. Kaiser. Unter solchen Umständen hatten die Sozialdemo wie Dr. Meyer weiter erzählt, reblich Mühe gegeben, die agrarischen Hausse- Spekulanten gegen die Baisse- Partei zu unterstützen, indem sie zur Einlagerung des aus dem Ausland zuströmenden Getreides eine Kaserne und Soldaten zur Verfügung stellte! Dr. Meyer hat mit dieser Enthüllung ein werthvolles Stück zur Geschichte der Bismarc'schen Nera beigetragen. Fürst Bismarck spielt da förmlich den umgekehrten Pharao. Denn dieser überließ bekanntlich dem Juden Josef die Regierungsspeicher zur Abwendung eines drohenden altegyptischen Getreide- Korners. Fürst Bismarck, bezw. seine Regierung, dagegen eilte einem gleichfalls nicht- jüdischen Getreide- Haussesyndikate, gegenüber der siegreich vordringenden Baisse- Partei, mit einem Regierungsgebäude und Soldaten zu Hilfe, um es wenn irgend möglich noch zu halten. Doch das edelgedachte Wert fonnte nicht gelingen, weil es im Frühjahr 1871 noch feine Getreidezölle gab, daher die von der BaissePartei an der Börse herbeigezogenen Zufuhren aus dem Auslande schließlich dem Syndikat über den Kopf, bezw. über seine Geldmittel hinauswuchsen. Da hat, ähnlich mie beim Budapester Maisring, einmal das„ jenseits von Gut und Böse" liegende Werkzeug der Börse uns vor einem Getreide- Korner und einer Getreidetheuerung bewahrt. Heute brauchen die Agrarier teine Selbsthilfe, weil ihnen feit 1879 die Staatshilfe in Form der Getreidezölle zu Theil geworden ist. Diese hat selbst ihre schier maßlose Bereicherungswuth einigermaßen befriedigt. Weil aber jetzt die Getreidezölle da sind, hat das heutige Getreide- Syndikat an der Berliner Börse ein viel leichteres Spiel, als das agrarische vor 20 Jahren. Denn heute erschweren die Getreidezölle die Zufuhren aus dem Auslande, durch welche im Jahre 1871 der Ring von der Baissepartei gesprengt worden ist. In dieser Erfenntniß haben wir in dem neuen Berliner Weizen- Korner nur eine neue Unterstüßung unserer Forderung auf schleunigste Herabminderung der Getreidezölle gefunden. Je heftiger die agrarischen Blätter jetzt gegen jenen Korner wüthen, um so besser. Sie sind ja erprobte Sturmböcke. Vielleicht gelingt es ihnen diesmal, jene Mauer zu erschüttern, hinter welcher sich neuestens für die kurze Zeit eines Spiels einige Börsenspetulanten verschanzt haben, welche aber auch den dauernden Schutz, die„ Staatshilfe" jenen Herren Agrariern bietet, deren eigene Drgane merkwürdiger Weise die Sturmböcke bilden. Ueber die Folgen dieser Agrarwirthschaft, selbst nach dem Abschluß des deutsch- österreichischen Handelsvertrages, äußert sich Dr. Rudolf Meyer sehr wenig tröstlich. Er sagt: " Was uns nahe bevorsteht, ist eine Retorsionsmaßregel Rußlands, dessen Regierung sich vollkommen still verhält, während der Streit um 50 Pfennig oder 150 Pf. Differentialzoll zwischen Wien und Berlin so viel Lärm macht. Dies Schweigen ist mir unheimlich, und ich befürchte, eines Morgens zu lesen: Die russische Regierung hat einen Ausfuhrzoll von 1 Rubel Gold auf 1 Metergentner Roggen gelegt." Binnen wenigen Monaten würde ich dann sicherlich lesen:„ Die deutsche Regierung hat den Roggenzoll von 5 auf 22 Mart herabgesezt." Und da der Geschmack dem russischen Finanzminister beim Essen kommt, so wird er den Ausfuhrzoll nach einiger Beit wohl auf 2 Rubel Gold hinauffeßen, die deutsche Regierung aber den Rest von Einfuhrzoll aufheben. Mir scheint es durchaus, daß eine Zeit tommen wird, wo der russische Finanzminifter den deutschen Kornzoll beziehen, und für Ausführung der lex Huene fein Geld vorhanden sein wird." Charakteristisch für den Anstand der deutschen Presse ist fratischen Abgeordneten die Wahl, entweder die Flinte Großes Aufsehen erregt eine Veröffentlichung des be ins Rorn zu werfen oder zu thun, was sie gethan haben: fannten nationalökonomischen Schriftstellers Dr. Rudolph zu tämpfen um jeben Fuß breit, um jeden Zoll breit des Meyer, der troß seiner hochkonservativen Gesinnung mit den Rechts. Ob das langweilig war oder nicht das kommt Gerichten wegen Bismarckbeleidigung in Konflikt gekommen nicht in Frage den sozialdemokratischen Abgeordneten ist. Dr. Meyer veröffentlicht nämlich in Jörg's Historischwar's gewiß kein Vergnügen allein es war durch die politischen Blättern" eine Abhandlung über die Kornzölle, ihre Haltung in dem Streite. Brentano contra Marg. Nothwendigkeit aufgezwungene Tattit, und ihre geschichtliche Entwickelung und ihre Folgen. Wir wer: Als Herr Brentano seine Polemik veröffentlichte, erklärte mer seine Pflicht thut, darf sich im Nothfall auch nicht den auf diese wie Enthüllungen wirkenden halbvergessenen die Bourgeoispreffe fast ausnahmslos, daß Brentano Bresche scheuen, bereits Gesagtes zu wiederholen. Und ist denn das Thatsachen nächstens in einem Beitartikel zurückkommen und in das wissenschaftliche Gebäude des Sozialismus geschossen, Wiederholen etwas gar so Schlimmes? Wiederholung ist wollen uns heute begnügen, den Inhalt der Arbeit nach daß er dem Glauben an die Marr'sche Afterwissenschaft" das Geheimniß des agitatorischen Erfolgs", hat der Eng- der Zusammenfassung der Frankfurter Zeitung" wieder den größten Schaden zugefügt hat. Nun, nachdem Engels Brentano in der gründlichsten Weise widerlegt hat, länder Cobden einmal gesagt und der verstand sich zugeben: aufs Agitiren. Die Debatten über das Arbeiterschutz- Man sieht, daß es im Winter 1870-71 und im Frühjahr schweigt die ganze Gesellschaft. Das einzige Blatt, das Gesetz mit ihren vielen Wiederholungen waren für 1871 nicht die Getreidejuden" der heute so moralischen so viel Anstand besitzt, den Streitfall zu behandeln, ist die unsere Partei agitatorisch von außerordentlichem Nuken. Kreuz- Zeitung", sondern ähnlich wie vor zwei Jahren beim Züricher Post" In der legten ihrer trefflichen KorreAufklärung über die einschlägigen Fragen die wichtigsten Budapester Maisring, hochadlige Großgrundbesizer waren, spondenzen aus Berlin wird die Frage folgendermaßen unferer Zeit- ist in die breitesten Boltsschichten getragen, den heimkehrenden deutschen Kriegern eine leine behandelt: Hungersnoth oder mit anderen Worten eine große Getreideund der sozialdemokratischen Bewegung hierdurch mächtiger theuerung als Willkomm zu bieten beabsichtigten. Damals Borschub geleistet worden. Das Häuslein sozialdemokras allerdings gab es noch keine Getreidezölle. Der Staat war tischer Abgeordneten hat zwar im eichstag einen von noch nicht so freundlich, durch seine Gesetze und feine Zollvornherein aussichtslosen Kampf geführt, allein dafür hat beamten den Großgrundbesitzern hohe Revenuen zu garantiren. es im Volke, wo unsere Stärke liegt, moralische ErobeUnd darum griffen sie zum Getreidekorner, zur Selbsthilfe", rungen" gemacht, vermittelst deren es mit der Zeit gelingen wie Dr. Meyer spöttisch fagt. Die moralischen Bedenken, wird, von diesem Reichstag an einen anderen, welche die Kreuz- Zeitung" jest gegen die neueste Getreidebesseren zu appelliren. hauffe an der Berliner Börse aufführt, scheinen von den agrarischen Herren damals ebenso wenig getheilt worden zu sein, als von den heutigen Getreidejobbern. Auf dem Felde des rücksichtslosen Egoismus sind die Herren Großgrundbesitzer selbst dem ausgepichtesten Börsenjobber noch um ein gutes Stück Doran. Die damalige Reichsregierung hat sich, Wie gestern Herr von Stumm im Reichstage an kündigte, wird er nebst einem Theile seiner Kollegen bei der britten Lesung gegen das Gesammt- Arbeiterschutz- Gesetz bie " ... Es ist gar nicht zu verwundern, daß sich in unserem öffentlichen Leben fort und fort eine allmälige Verschiebung zu Gunsten der Sozialdemokratie vollzieht. Auch mit ihrer geistigen Bekämpfung", die sich so wunderbar entfalten sollte, wenn nur erst einmal das Sozialistengefeß gefallen war, steht es windig aus; neben einigen werthlosen Tagesschriften, die sich über die angebliche Theilerei" und ähnliche antediluvianische Dinge verbreiten, ist seit dem Oftober vor. Js. nur ein wissenschaftlicher Kämpe gegen die revolutionäre Partei aufgetreten, nämlich Professor Brentano in Leipzig, und der hat auch nur ein altes Gericht aufgewärmt, welches er vor beinahe 20 Jahren schon einmal aufgetragen hatte: nämlich ein Zitat aus einer Budgetrede Gladstone's, das Karl Mary, indem er es der Inauguraladresse der interleerer Klang nur für ihn? Hatte er denn ein anderes Weile. Jetzt stehen wir mit dem Klerus Schulter an Vaterland, als die Kirche? Eine Feuerflocke war in seine Brust gefallen und sie brannte fort. " Aber was hilft das Alles," seufzte unterdessen der Oberförster und klopfte seine Meerschaumpfeife aus, dem Schwerte fehlt die Faust und den Fäusten der Ropf." Sie halten das Schwert am Himmel für einen Rometen? scherzte der Landrichter, in seinen Haaren wühlend. brauchen, darin hätten Sie Recht." Freilich, Tirol könnte jetzt einen Michael Gaißmayer Schulter gegen Baiern. Da wird so manche gute Saat zerstampft werden. Wenn nur die von Baiern in unserem Lande eingerichteten und reformirten Schulen und Lehranstalten wenigstens ein halbes Jahrhundert älter wären!" Was tommt es darauf an?" sagte der Oberförster und stand auf. Für die Unabhängigkeit des Vaterlandes zahle ich jeden Preis." " Wenn der Gedrückte nirgends Recht kann finden, Wenn unerträglich wird die Last greift er Sinauf getrosten Muthes in den Himmel Und holt herunter seine em'gen Rechte, Die droben hangen unveräußerlich Und unzerbrechlich wie die Sterne selbst Der alte Urstand der Natur kehrt wieder, Wo Mensch dem Menschen gegenüber steht Bum letzten Mittel, wenn kein anderes mehr Verfangen will, ist ihm das Schwert gegeben." Wohl, wohl, aber was nachher kommen wird, das Er hatte die Verse nur mit halber Stimme und ohne giebt zu denken", versezte Herr Zengerl, indem er den Rest Pathos, aber doch mit Nachdruck gesprochen, indem er seines Weines austrant und gleichfalls aufstand.„ Sehen mit zurückgebogenem Kopfe in das Licht der Lampe über Herr Planta, und der Andere versette: " Michael Gaißmayer? Wer ist denn das?" fragte Sie nur, wie die Schwarzen in Baiern den Pöbel gegen die dem Tische blickte, als läse er dort die Worte Schiller's liberalen Institutionen der Regierung und die von ihr ab. Die Wirkung äußerte sich auf den heißblütigen Ober- Brigen und nachmaligen Böllner zu Klausen gehört? " Sie haben nie von dem Sekretär des Bischofs von berufenen Männer hetzen. Das giebt zu denken." förster darin, daß er seinen mächtigen schwarzen Schnurrbart Es sind allerdings dreihundert Jahre her, daß Michael rief der Oberförster lachend. " Sie sind und bleiben ein hartgefottener Voltaireaner, strich und rief: Gaißmayer sein Wesen trieb. Zur Zeit des deutschen „ Das ist mir aus der Seele gesprochen, das sind Bauerntrieges war es; er wollte nach dem Vorbilde der Mensch auch in Ketten frei sei", entgegnete der Landrichter, Ich kann mich nicht mit Schiller bescheiden, daß der goldene Worte. Und Sie sagen, der Mann ist todt? Das Schweiz aus Tirol eine freie Eidgenossenschaft machen, eine und als sie auf dem Kirchplatze von einander schieden, muß ein großer Mann gewesen sein. Trinken wir auf sein christliche Republik Trinken wir auf sein christliche Republik- ohne Pfaffen. Der Mann hatte fügte er hinzu: Wann wird der Retter kommen diesem Gedächtniß." Er erhob sein Glas und auch Hannes that ihm Be- meine Mann stand zu ihm von Junsbruck bis Trient. große Gedanken und eine gewaltige Thatkraft, und der ge- Lande?" scheid. Dieser fühlte sich von allem, was er gehört, wie von Nun, das Unternehmen scheiterte und wie Suwarow über einem Wirbelsturm ergriffen. Es war ihm erwünscht, daß die Schweizer Alpen, so zog er sich mit seinen Mannen Es schneite seit Mittag. Die Luft war unbewegt, und Moideli jetzt meldete, daß der Mann aus Bikolein ange über die unserigen und durch das Gaderthal auf das sanft und langsam sanken die weißen Flocken nieder. spannt hätte. Er mußte allein sein, um das Gehörte bei sich venetianische Gebiet zurück. Dort wurde er auf Anstiften Arigaya war mit seinem Sohne und den zur Hilfe zu überdenken und sich zurecht zu finden. Der Landrichter des Erzherzogs Ferdinand und des Bischofs von Brixen er- gemietheten Knechten in die Bruscia gefahren, um die lud ihn ein, bald wieder zu kommen: in dieser bösen Zeit mordet." während des Sommers dort gefällten und von den Bergmüßte man fich enger aneinanderschließen, um sich die bes drückte Bruft wenigstens durch Aussprache zu erleichtern. nicht durch Tiroler?" Ermordet?" rief der Oberförster. Doch hoffentlich flanken zu Thal gestürzten Baumstämme nach der Schneide mühle zu schlitten. Andere Wirthe von St. Vigil waren in Der Oberförster aber rief: Nein, zwei Spanier überfielen ihn zu Padua im ähnlicher Weise beschäftigt, das Nutz- und Brennholz auf Schlafe und brachten seinen Kopf nach Junsbruck," ant ihre Höfe zu schaffen. So herrschte denn, trotz des Schnees wortete Herr Zengerl. falles ein reges Leben unter den moosbärtigen Föhren des " 8 weites Rapitel. " Ja, ja, Herr Pfarrer, zum letzten Mittel ist uns das Schwert gegeben." Start athmend saß Hannes in dem rasch dahingleiten- Gott sei Dank, daß es nicht unsere Landsleute waren," Bannwaldes, und Jerg sorgte dafür, daß es auch ein lustiges den Schlitten. Droben am flaren Winterhimmel gligerten athmete der Oberförster auf und leerte fein Glas. die Sterne. Hannes schaute zu ihnen auf und dachte, wie der Klerisei wollte dieser Gaißmayer an den Kragen?" er selbst um seiner Liebe willen auf das unveräußerliche fragte er darauf mit gedämpfter Stimme. Menschenrecht sich hatte stellen wollen. Nun wiesen auch Der Landrichter nicte, in Sinnen verloren. diese Männer in ihrem Schmerz über die traurige Lage des Also war. Seine immer etwas stachelige Laune regte sich feit einiger Zeit frischer als je, und es war ihm gleichgiltig, ob er seine Scherze an einem herrischen Bauer, Bauerusohn oder Knecht richtete. Er gab jedem das Seinige, und man mußte gestehen, Vaterlandes auf dasselbe. Vaterland! War es nicht ein terer in die Zukunft blicken," sagte er nach einer Wäre ihm sein Stück gelungen, so könnten wir hei- daß er die Leute nach ihrer Weise zu nehmen wußte. ( Fortsetzung folgt.) übten. * nonmen arveteranostation einverterbte, zugleich gefälscht die Frauen mit 1 267 000 von 1950 000 und einem Lohn hatten wir sozialdemokratische Stimmen, 1881: 88, 1884: 44, haben sollte. Soweit darüber zu streiten war, wurde der Streit von 1,40 Mart pro Tag im Durchschnitt in der Mehrheit. 1887: 150, 1890: 393. So lange wir nicht stark waren, erhielten bereits im Jahre 1872 zwischen Brentano und Mary aus- Insgesammt tommen auf 10 353 000 arbeitende Personen wir Säle zu Versammlungen ohne Schwierigkeit. Jetzt aber, gefochten und zwar, wie Albert Lange in seiner„ Arbeiterfrage" 4 415 000 Frauen mit einem Jahreslohn von 2460 Millionen nach der Aufhebung des Sozialistengefeßzes, hat der„ Kampf mit ausführte, mit dem thatsächlichen Ergebnisse, daß es ein Streit begonnen. Wir erhalten feinen Saal mehr; die Wirthe möchten um des Kaisers Bart war. Was Mary richtig sitirt hatte, Franken. Dieser Betrag entspricht etwa 30 pCt. der Ge- geistigen Mitteln", nämlich mit der Saalabtreibung, auch hier war eine ziffernmäßige Angabe Gladstone's über die Erträg- sammtsumme an Löhnen und Gehältern, welche in Frank- gern, aber sie wissen, warum sie sich sträuben. Nun gehen wir nisse der englischen Einkommensteuer und die Schlüsse, welche reich gezahlt wird, d. h. mit anderen Worten, die Frauen, nach bremischem Gebiet, halten daselbst sozialdemokratische Verdaraus auf die berauschende Vermehrung von Reichthum und das sind über 42 pet. der arbeitenden Klasse, erhalten nur fammlungen für Hemelingen ab und haben am 15. b. M. dort Macht" der Eigenthumstlassen zu ziehen seien; was Mary weg 30 pet. des gesammten gezahlten Lohnes. Es bleibt zu auch einen sozialdemokratischen Wahlverein für Hemelingen gegelassen oder vielmehr nur in einem anderen Zusammenhange bemerken, daß es nach der Volkszählung von 1886 in gründet. Die hiesigen Wirthe aber, die uns ihre Säle nicht hermitgetheilt hatte, waren einige beweislose Redewendungen Glad- Frankreich unter Abrechnung der Personen, welche aus geben, laffen wir selbst tanzen und allein ihr Bier trinken. Wir ſtone's, welche die soziale Bedeutung jener ziffernmäßigen That schließlich von Renten leben, 10 375 000' Männer und besuchen weder ihre Restaurants noch ihre Tanzlokale. Schließfache vertuschen sollten. Was Herrn Brentano bewogen hat, biese" ollen Ramellen" nochmals in einer neuen Broschüre 4383 846 Frauen gab, welche einen direkten Beruf aus- lich werden sie einsehen, daß sie auf die Arbeiter angewiesen sind. ( Meine Bolemit mit Karl Mary," Berlin 1890) aufzuwärmen, ist nicht recht ersichtlich, denn selbst wenn Mary wirklich einmal etwas tendenziös sitirt haben sollte, wäre noch nicht viel gegen ihn, und noch ganz und gar nichts gegen die sozial demokratische Partei bewiesen. Inzwischen ist aber Friedrich Engels, der ebenso mit bewundernswerther Geistesfrische wie mit erfrischender Treue das Andenken seines verewigten Waffenbruders schirmt, schon mit einer Gegenschrift auf dem Plan ( In Sachen Brentano contra Mary wegen angeblicher Zitatsfälschung. Geschichtserzählung und Dokumente." Hamburg 1891), in welcher das mühsam aufgerichtete Kartenhaus gänzlich umgeblasen wird. Der einzige Fehler der kleinen Schrift ist, daß sie den an sich schon geringen Streitpunkt so gründlich beseitigt, daß sie dadurch selbst gewissermaßen überflüssig wird; als Zeugniß für den augenblicklichen Stand des„ Geistestampfes" zwischen deutscher Bourgeoisie und deutschem Sozialismus behält sie aber symptomatischen Werth. " Tiefer hängen muß man folgende Aeußerungen der nationalliberalen Berliner Börsen Beitung" über unsere, den Bergarbeiter- Streit betreffende Notiz. Das Blatt schreibt: Die Differenzen zwischen Portugal und England scheinen eine friedliche Lösung zu finden. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Sandgerichts wurde in der vergangenen Woche ein Preßprozeß Karlsruhe, 21. April. Vor der Straffammer des hiesigen (§§ 7 und 18 des R. P. G.) verhandelt. Die Anklage behauptete, der Verleger der f. 3. hier gedruckten Ausgabe des Offenburger Vollsfreund" habe einen sogenannten„ Strohmann" als verant wortlichen Redakteur eingesetzt, als der eigentliche Redakteur wegen Preßvergehens in Haft genommen wurde. Es wurde des= halb gegen den Verleger Ab. Gect aus Offenburg, sowie gegen den Buchdrucker und den in Vertretung zeichnenden Redakteur eine Gefängnißstrafe beantragt. Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung. Der als verantwortlicher Redakteur eingesprungene Die soeben erschienene Nr. 17 der Gazeta Robotnicza hat Herr war Mitglied des Preßkomitees der hiesigen Ausgabe des 3. folgenden Inhalt: Was brachte die Konstitution vom 8. Mai Volksfreund" und hat, obgleich er seinem Schneidergeschäfte obdem polnischen Volke? Die Konstitution und die Wiedergeburt lag, an der Redaktion des lokalen Theils der Zeitung thatfächdes Landes"," der achtstündige Arbeitstag", über Fabrifgesetzlich mitgewirkt. Es liege deshalb kein Vergehen im Sinne des gebung". Ferner enthält die Nummer eine Rubrik: Wie geht§ 18 R. P. G. vor. Wie Redakteur Geck in seiner Vertheidigung es unseren Arbeitern?", ein Gedicht: Meine Träume", eine ausführte, mußte die Staatsanwaltschaft konsequenterweise gegen politische Uebersicht und Notizen über die Arbeiterbewegung. Die meisten Kleinen Amtsverkündiger vorgehen, bei welchen oft Alte Nummern dieses Blattes stehen zu Agitations zwecken den Leute als verantwortliche Redakteure zeichnen, die an dem InGenossen zur Verfügung. Man möge sich deshalb an M. Kuhalte der Zeitung nicht mitarbeiten. rowsti, SW., Beuthstr. 2, wenden. Karlsruhe, 22. April. Apotheker Theodor Luz von Baden, Stettin, 24. April. Der Volksbote" schreibt: In der am ber f. 3. wegen groben Unfugs" er hatte einen Kranz mit Da es notorisch ist, daß der Ausstand auf sozialdemo- 7. d. M. auf dem Bock" stattgefundenen Bolksversammlung rother Schleife auf den Gräbern der in Rastatt 1849 standrecht fratische Hegereien zurückzuführen ist, wird man des Doppel- wurde beschloffen, am Sonntag, den 3. Mai, einen Umzug durch lich Grschoffenen niedergelegt- vom Rastatter Schöffengericht Spieles gewahr, welches die Führung von jeher beliebte, wenn die Stadt zu veranstalten und das Bureau beauftragt, die man das angedeutete Entrefilet liest.... Die ganze tüctische Ver- nöthigen Schritte zu thun. Auf das Gesuch ist nun folgende su 25 M. Geldstrafe verurtheilt worden war, welches Urtheil Togenheit dieser Brandworte zu kennzeichnen, ist für Einsichts- Antwort ertheilt, die wir wörtlich zum Abdruck bringen: von der hiesigen Strafkammer bestätigt worden war, stand heute wegen desselben Vergehens, da das Ober- Landesgericht das Urvolle nicht nothwendig, und die Betrogenen wollen ja teines theil aufgehoben, vor der Straftammer. Diese bestätigte das Besseren belehrt sein. Noch nicht. Aber eines Tages werden vom Schöffengericht ausgesprochene Urtheil, und führte in der fie fich doch die Kehrfeite der Medaille betrachten müssen, und Begründung aus, daß der Gerichtshof bezüglich der Auffassung dann wird mit Denjenigen furchtbare Abrechnung gehalten des groben Unfugs- Paragraphen ganz auf der Rechtsanschauung werden, welche Taufende in's Elend stürzen, während sie stehe, wie sie in der letzten Beit üblich set. Der Friedhof fei andererseits scheinbar jesuitisch davor warnen, Unflugheiten zu nicht der Platz zum Niederlegen von Kränzen mit Inschriften, begehen." durch deren Inhalt die Politik auf den Kirchhof getragen werde. Die Belästigung des Publikums sei durch diesen Aft gegeben, benn Jedermann, der mit pietätvollen Gefühlen den Gottesacker betrete, dürfe und müsse sich dagegen verwahren, daß auf dem seirchhof Politik getrieben werde. Unter diesen Umständen sei das Publikum belästigt und der Thatbestand des groben Unfugs" gegeben. Jedes hinzugefügte Wort würde den Eindruck dieser charakteristischen Notiz gefährden. Bur Maifeier liegen aus dem Auslande folgende Meldungen vor, und zwar aus Wien: Für den Vormittag des 1. Mai sind bisher 87 Arbeiterversammlungen angemeldet, welchen 3 Resolutionen folgenden Inhalts vorgelegt werden: achtstündiger Arbeitstag, Revision der Gewerbe- Ordnung durch Einbeziehung des Kleingewerbes, Sicherung des Koalitionsrechts durch Aufhebung der bestehenden Beschränkungen, freie Meinungsäußerung in Wort und Schrift, allgemeines gleiches Wahlrecht ohne Unterschied des Geschlechts vom 21. Lebensjahre ab, endlich Aufhebung des Ausnahmezustandes. Mehrere Bezirks- Hauptmannschaften in Nord böhmen verboten jeben demonstrativen Umzug am 1. Mai. Aus Lille in Nordfrankreich wird telegraphirt: Die Arbeitgeber des Norddepartements haben gestern schlossen, die Werkstätten für die Arbeiter, welche am 1. Mai arbeiten wollen, offen zu halten. Stettin, den 18. April 1891. An das Bureau der Volksversammlung 3. H. des Herrn Georg Voigt, hier. Auf die Eingabe vom 17. b. M. erhalten Sie zum Bescheibe, daß zur Veranstaltung des am 3. t. M., Nachmittags 3/4 Uhr, beabsichtigten Umzuges durch die Straßen der Stadt zu Gunsten des achtstündigen Arbeitstages die diesseitige Genehmigung auf Grund der Bestimmungen der SS 9 und 10 des Vereinsgesetzes vom 11. März 1850 nicht ertheilt wird. E. zu Stolberg. Wie wir vernehmen, hat der hiesige Polizeipräsident seine Entscheidung erst getroffen, nachdem er an höherer Stelle Informationen eingeholt hatte." Stralfund. Hier erscheint seit 1. April ein Arbeiterblatt Riefa. Der Redakteur des Voltsfreundes", Genosse Diehl, Stralsunder Boltsstimme". Der Redakteur derselben, Photograph Drachholz, wurde, als seine Redakteureigenschaft bekannt wurde wegen Beleidigung eines Fabrikdirektors zu 80 M. Geldwurde, sofort von dem Vorstand des„ Vereins junger Kaufleute strafe verurtheilt. Der Direktor versprach, die Arbeiter alle wieder der Redakteur hatte einzustellen, hielt aber sein Wort nicht von 1887" ausgeschloffen, ohne daß man ihn zu der betreffenden dies eine Ueberlistung der Arbeiter genannt und die VerSigning eingeladen hätte, um ihn zu hören. urtheilung erfolgte, weil nicht nachgewiesen sei, daß der Direktor fchon beim Geben des Wortes beabsichtigt habe, dasselbe nicht zu halten(?). Auch der Ausdruck Lehrlingszüchterei wurde als be leidigend erachtet in fraglicher Fabrik sind 31 Lehrlinge bei 18 Gehilfen beschäftigt. Hamburg, 21. April. Nachdem der erste Wahlgang im benachbarten 19. hannoverschen Wahlkreise vorüber und das Resultat so ziemlich als das sich herausgestellt hat, was man er wartete, tonzentrirt sich das Interesse der Hamburger Arbeiterbefchaft auf die bevorstehende Demonstration für den achtstündigen Arbeitstag am 3. Mai d. J. Man kann wohl mit Recht sagen, zeigen sich der von den Arbeitern in Betracht genommenen Mai Aus der Pfalz, den 21. April. Die bayerischen Behörden der Arbeiterschaft Hamburgs, denn darunter versteht man In Rom sucht man noch immer die Schuld für die zugleich die in Gewerkschaften organisirte Arbeiterschaft, da die feier gegenüber toleranter wie die hessischen. In Kaisers. Schreckliche Explosion in der Nähe der Stadt, welche eine noch abseits versprengt dastehenden Arbeiter, welche feiner Ge- Lautern wurde ein Umzug am 3. Mai bereitwilligst genehmigt, Unzahl Tödtungen und Verwundungen, sowie Vernichtungen wertschaft angehören, der anderen großen Bahl gegenüber hier ebenso in Neustadt a. b. S., an letzterem Orte ist den Arbeitern auch ein städtischer Plaz zur Abhaltung eines Waldfestes vieler Kunstschäße zur Folge hatte, statt auf den Miliam Blake faum in Betracht tommen. Um die Einmüthigkeit der hiesigen Arbeiterschaft vor aller aur Verfügung gestellt. In Offenbach dagegen wurde die tarismus, auf die die Feier des Mai vorbereitende Melt darzuthun, war von Anfang an in den maßgebenden Kreisen Genehmigung verfagt auf Grund eines antiquirten Polizei- Straf gesetzes, das Aufzüge, welche Verkehrsstörungen herbeiführen Eine Depesche meldet hier ein Festzug geplant, und zwar sollte derfelbe sich vom Heiligen- önnen, verbietet. Was das wohl für Aufzüge sein mögen, Arbeiterschaft zu wälzen. über: geiſtfeld( St. Pauli- Stadttheil), durch die innere Stadt, den St. Die Tribuna" schreibt zu der Explosion im Fort Bra Georger Stabitheil, ferner durch die Vororte Hamm und Horn die keine Verkehrsstörung herbeiführen können? vetta, alle Boltstreife erwarteten eine schnelle Untersuchung, nach dem Horner Park zu bewegen. Dieser Plan ist nun aber damit die Ursachen des Unglücksfalles noch vor dem 1. Mai von der Hamburger Polizeibehörde nicht gebilligt, jedoch gestattet aufgeklärt und so die Kleinmüthigen beruhigt oder even worden, daß der Arbeiter- Festzug in St. Georg seine Aufstellung Da tuell jene Maßregeln getroffen würden, welche die Sachlage nehme und von dort direkt nach Horn marschire. gebiete. durch wird nun freilich verhindert, daß vom Massenschritt der Arbeiterbataillone die innere Stadt Hamburg, die City" er Effen a. d. R., 23. April. Laut der Rheinisch- WestEin weiteres Telegramm meldet hierüber: „ Trotz der entschiedenen Dementis der Regierung hat die dröhnt und es wird so der Demonstration in etwas die Spige fälischen Zeitung" streitt auch auf der dem Bochumer Verein ge ängfiliche Stimmung der Gemüther, namentlich der niederen abgebrochen. Es ist aber immerhin schon etwas, daß unser hörenden Beche Bereinigte Maria Anna" und Stände, in Betreff der Explosion, nicht abgenommen. Das Polizeigewaltige, Herr Senator Hachmann, den Zug über- zwischen Steele und Bochum der größte Theil der ungefähr Sozialistenblatt( 1) Momento" bringt die ganz unwahrschein- haupt gestattete. Auch muß man zugeben, daß bei den meist 1100 Mann betragenden Belegschaft. Auf den der Zeche„ Karolich klingende Nachricht, der Pulverthurm im Fort Bravetta engen Straßen und dem oftmaligen Kreuzen der Pferdebahnen linenglück" benachbarten Schächten von der Zeche Hannover", Eine ähnliche durch eine solche gewaltige Menschenmaffe, wohl begründete Be- die der Firma Krupp gehören, ist dagegen Alles an der Arbeit. sei von den Anarchisten unterminirt worden. Bermuthung läßt auch die" Riforma" durchblicken, indem denken vorlagen, um den Festzug von der inneren Stadt fern zu Auf der Zeche Zentrum" bei Wattenscheid mit einer Belegschaft sie mittheilt, die Arbeiter in der Umgebung des Pulver- halten; oder es hätte denn schon stundenlang jeder Wagenverkehr, von 1500 Mann sind die Belegschaften auf beiden Schächten austhurms seien eine halbe Stunde vor der Explosion gewarnt wie es freilich bei anderen Gelegenheiten üblich ist, polizeilich ständig. Auf der Zeche„ Bonifacius" sind von der heutigen Auf der Zeche worden. Dagegen steht fest, daß auch die Soldaten schon inhibirt werden müssen. Für so bedeutungsvoll und wichtig Morgenschicht 50 Mann nicht eingefahren. vor 5 Uhr von der bevorstehenden Ratastrophe verständigt haben nun die Hamburger Behörden die Maidemonstration der Hafenwintel" bei Dahlhausen a. b. t. ist Niemand angefahren, Arbeiter noch nicht erachtet und so müssen Letztere sich mit dem auf der Zeche Fröhliche Morgensonne" bei Wattenscheid sind nur 121 Mann und auf der Zeche Friedlicher Nachbar" bei ihnen Gestatteten begnügen. Dahlhausen nur 25 Mann angefahren. wurden." Arbeiterbewegung. " " Bu dieser Nachricht wollen wir nur bemerken, daß wir, Wie sich übrigens der Festzug gestalten soll, ist dem Schreiber die wir doch sicherlich die sozialistische Presse genau kennen, dieses noch ein Räthsel. Man spricht von 100 000 Theilnehmern. Essen a. b. Ruhr, 24. April. Der Ausstand im Wattennoch nie etwas von einem Sozialistenblatte Wenn es aber auch nur die Hälfte wird, so wird ein solcher geMomento" gehört haben. Uebrigens kann die waltiger Haufen von Menschen wirklich die ganze Organisationskunst scheider, Bochumer und Steeler Revier hat, wie die„ Rheinischan Intensität zugenommen. Regierung das alberne Märchen auch nicht mehr aufrecht der Hamburger Arbeiter, in der sie freilich, wie sie bisher bewiesen, Westfälische Zeitung" meldet, hin zugekommen die Belegschaften der Zeche erhalten, wie die folgende telegraphisch von Wolff's Bureau nicht Geringes zu leisten im Stande find, erfordern, um die Massen Heute sind von 350 Arbeitern nur 45 anfuhren; übermittelte Melding beweist: zu einem imposanten Festzuge mit den verschiedenen Emblemen, den Engelsburg", wo „ Das Amtsblatt veröffentlicht eine Mittheilung, welche zahlreichen Musikkorps u. f. w. zu formen. Wenn nicht in sehr der Zeche Vollmond", wo von 807 Arbeitern nur 10 an: besagt: Heute früh furz nach 7 Uhr ist ein Pulverthurm außer breiten Bügen marschirt wird, könnte es sich ereignen, daß die fuhren; der Zeche„ Bruchstraße", auf der von 400 Arbeitern nur halb der Porta Portese mit furchtbarem Krachen in die Luft Spitze des Buges bereits das Biel erreicht, ehe die Letzten sich in 40 anführen, und von" Schacht 2" der Zeche„ Hannover", wo geflogen, wodurch eine starke Erschütterung in der ganzen Bewegung setzen. Das wäre freilich anders gewesen, wenn der von 355 Arbeitern nur 110 anfuhren. Dagegen wird auf Stadt und die Beschädigung mehrerer Häuser in der Nähe des Bug durch die ganze innere Stadt hätte marschiren dürfen. Hier Schacht 1" der der Firma Krupp gehörigen Zeche„ Hannover" Pulverthurms herbeigeführt wurde. Die Art, in welcher die nun muß das Festkomitee eine wirkliche Meisterschaft in der und auf den Bechen Konstantin der Große und Bon der Explosion erfolgte, und die bisher vorgenommenen Ermitte- Drganisation entwickeln und die Arbeiter als Theilnehmer des Heydt" ruhig weitergearbeitet. Auf der Zeche" Eintracht auf beiden Schächten insgesammt 187, Lungen führen zu der Annahme, daß die Explosion aus eftzuges müssen eine Ruhe und Folgsamkeit in Befolgung der Liefbau" fuhren auf rein zufälligen Ursachen erfolgt ist". Anordnungen beweisen, die, wenn sie dem Ganzen zum guten auf der Zeche Zentrum" von 774 Arbeitern unter Tage Gelingen verhelfen, wahrhaft fiberwältigend wirken muß. Dazu nur 81, von 443 Arbeitern über Tage 357 an, es hat hier also In Paris scheint eine Ministerkrise ausbrechen zu fommt noch, daß die Polizeibehörde von Altona den Arbeitern die Zahl der Ausständigen seit gestern um 119 zugenommen. der Beche Bonifacius" fuhren von 573 Arbeitern wollen. Ob Constans geht oder ob er die ihm mißliebigen bort feinen Festzug gestatten will. So werden die Arbeitermassen Auf 354 unter Tage an. Ferner fuhren an auf den Kollegen aus dem Ministerium drängen wird, werden die von Altona Ottensen gleichfalls nach Hamburg strömen; nimmt nur man dazu die Genossen aus Harburg, Wandsbeck, der dem Bochumer Verein gehörenden Zechen Marianna" und nächsten Tage zeigen. nächsten Umgebung Hamburgs und die nicht direkt Betheiligten, Steinbant" von 476 Arbeitern nur 39, auf der Beche Eiberg" Aus einer vom zweiten Vorsitzenden der französischen aber Neugierigen in Hamburg felber, so wird das eine Arbeiter bei Steele von 823 Arbeitern nur 217, auf der Zeche Gröhliche Statistischen Gesellschaft besorgten Aufstellung, welcher die Bölkerwanderung geben, wie Hamburg fie taum bisher erlebte! Morgensonne" nur 38 Arbeiter unter Tage. Auf„ Schacht 3" der Fast alle Arbeiterorganisationen hier am Blake haben be- Beche Holland" bei Wattenscheid wird weiter gestreift. Dagegen Ergebnisse der landwirthschaftlichen Untersuchung vom Jahre 1882 sowie die amtlichen Erhebungen des Handels- schlossen, zum 1. resp. 3. Mai den vierten Theil eines Tagelohnes wird auf" Schacht 1 und 2" derfelben Zeche ruhig weiter geministeriums zu Grunde liegen, gehen folgende Gesammt au opfern und zum Generalfonds der Gewerkschaften Deutschlands arbeitet. zu steuern. Ausgenommen von dieser Opferwilligkeit sind freilich Bochum, 23. April. Heute früh sind die Belegschaften der zahlen über die Frauenarbeit in Frankreich hervor. Die wenigen Mitglieder der evangeliſchen Jünglings- und Männer Bechen„ Herminenglück- Liborius“ und„ Prinz von Preußen“ nicht Auf 3 435 000 landwirthschaftliche Arbeiter kommen etwa vereine, die eingefleischten Innungsbrüder, die„ blaclegs" angefahren. von etwas über 1 Mark; auf 601 000 Pariser Arbeiter sowie was sich sonst zu den" Aristokraten" der Arbeit zählt." tommen 299 000 Frauen mit einem durchschnittlichen Tagesverdienst von 1,85 Mark; in der gewerblichen Arbeit in " Sanan, 21. April. Auf Grund stattgehabter Kündigung hat gestern ein Ausstand der Schuhmachergesellen begonnen. Die Altona, 22. April. Der von den Sozialdemokraten für den Forderung der Gesellen ist gerichtet auf 7 M. Wochenlohn bei Stellung von Kost und Logis, auf 15 M. ohne Bertöstigung bei den Departements sind 3 172 000 Arbeiter, davon 1 050 000 3. Mai beabsichtigte Umzug ist verboten worden. 10 stündiger Arbeitszeit gegenüber der bisherigen 12 stündigen, Frauen mit 1,14 Mark täglichem Einkommen beschäftigt, Hemelingen( Hannover), 22. April. Unser Industrie- Ort wobei noch häufig Ueberstunden ohne besondere Vergütung ge und auf 1 132 000 Angestellte giebt es 327 000 Frauen mit mit seinen 4200 Einwohnern ist allmälig für die moderne Ar- leistet worden. Ueberstunden sollen mit 40 Pf. pro Stunde ver1,70 Mart täglichem Gehalt". Im Dienstbotenstande find beiterbewegung gewonnen worden. Bei den Reichstagswahlen gütet werden. Theater. Sonnabend, den 25. April. Opernhaus. Ein Maskenball. Schauspielhaus. Der neue Herr. Leffing- Theater. Die alten Junggesellen. Berliner Theater Rean. Deutsches Theater. Die Hauben Terche. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Saint Cyr. Wallner Theater. Des Teufels Weib. Residenz- Theater. Dr. Jojo. Viktoria Theater. Die sieben Raben. Bellealliance- Theater. Der Giftmischer. Ostend- Theater. Die Ahnfrau. Thomas- Theater. Der Millionen bauer. Adolph Ernst- Theater. Adam und Eva. Kaufmann's Variété. Große Spezialitäten- Borstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Herrn Karl Gråk, dem Springer, gratuliren zum heutigen Geburtstag Die Kollegen aus der Langenstraße: 457b] G. 2. R. A. M. Zuzug ist fernzuhalten von der Pianofabrik von Matz& Co., Muskauerstr. 34. 186/33 Die Kommission. Allen Freunden, Bekannten u. Ver wandten die traurige Mittheilung, daß Central- Kranken- u. Sterbemein lieber unvergeßlicher Mann am 21. b. M. nach langen schweren Leiden fanft entschlafen ist. Die trauernde Wittwe Dorothea Schmidt geb. Wegner. Beerdigung: Sonntag, Nachm. 2 Uhr, vom Trauerhause, Reichenbergerstraße Nr. 123, aus. der Maurer traurige Nachricht, daß mein Bruder, Allen Freunden und Bekannten die Joseph Marsiske am 23. b. M. verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, den 26. d. M., Mittags 1 Uhr, vom katholischen Krankenhause aus nach Weißensee statt, Der trauernde Bruder August Marsiske. Danksagung. Allen Denen, welche Theater der Reichshallen. Große meinem lieben und guten Manne Spezialitäten- Borstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große SpezialitätenBorstellung. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Bazenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. Bratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert ausgeführt von der Kapelle des MusikDirektor H. Sanftleben #unter Mitwirkung des Opernsängers u. Konzertmalers Signor Travieki aus Rom. 461b Kasse der Tischler u. anderer gewerblich. Arbeiter. ( E. H. Hamburg.) Oertl. Verwaltung Berlin H. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 26. April 1891, Vormittags 11 Uhr, Eingang zweiter Hof, Garten links. im Skalitzer Garten, Skalitzerstr. 54, Tagesordnung: Sozialdemokratischer Wahlverein des II. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Versammlung am Dienstag, den 28. April cr., Abends 8½ Uhr, in ,, Königshof", Bülowstraße. Zages Ordnung: 1. Bortrag über die sozialrevolutionäre Bewegung in Rußland". Referent: Genoffe Th. Glocke. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragetaften. 887/8 Die neuen Statutenbücher werden in dieser Versammlung ausgegeben. Zugleich ersuchen wir diejenigen Mitglieder, welche mit ihren Beiträgen auszuschließen. Die Zahlstellen befinden sich bei Otto Klein, Zigarrengeschäft, restiren, diese umgehend zu entrichten, da wir uns sonst veranlaßt sehen, sie Rottbuser Damm 14; Scheyer, Restaurant, Gneisenaustr. 35; Haugt, Restau rant, Boechstr. 12; Schmidt, Restaurant, Dieffenbachstr. 34; Luhm, Restaurant, 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1891. Brandenburgstr. 11; Ernst Wilschke, Zigarrengeschäft, Razbachstr. 1 u. Junker2. Beschlußfassung über den Anschluß straße 1; Schröder, Bigarrengeschäft, Kreuzbergstr. 15; Grube vorm. Schön an den Verband freier Hilfskaffen. feld, Restaurant, Mariendorferstr. 10; Riesel, Restaurant, Schwerinstraße 58; 3. Verschiedene Kassenangelegenheiten. Böhland, Restaurant, Bülowstr. 52; Graffunder, Restaurant, Schwerinstr. 9. Mitgliedsbuch legitimirt. Jedes Mitglied ist verpflichtet, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. 307/4 Zugleich weisen wir darauf hin, daß am Sonntag, den 3. Mai, ein grosses Arbeiter- Fest Anton Leitner bei der Beerdigung Vereinig. d. Drechsler Der Bereine des Arbeiter- Sängerbundes als: Gesang- und Musikverein Firmitas, die legte Ehre erwiesen, herzl. Dant. 434b] Frau Wittwe Leitner. Central- Kranken- u. SterbeKasse der Tischler n. anderer gewerblich. Arbeiter. ( E. H. Hamburg.) Oertl. Verwaltung Berlin A. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 26. April 1891, Vormittags 11 Uhr, im Lotale von Doberstein, Mariannenstr. 31. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1891. 2. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Jedes Mitglied ist verpflichtet, in dieser Versammlung zu erscheinen. 300/3 Die Orisverwaltung. Kartonarbeiter! Bereinigung der in der KartonEmpfehle zugleich meinen Frühſtücks brauche beschäft. Arbeiterinnen und reichhaltigen Mittagstisch, sowie 6 Billards, 8 Regelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Ver fammlungen. 703 F. Sodtke. und Arbeiter.*** Am Montag, den 27. April, Abends 8 Uhr, bei Säger, Grüner Weg Nr. 29: Castan's Panopticum. General- Versammlung Jetzt: Friedrichstr. 165. Jo Neu: Azteken. Prof. Dr. R. Koch im Laboratorium. Geöffn. v. 9hr früh bis 10 Uhr Abends. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Passage- Panopticum. Unter d. Linden 22/23. 11-1 u. 5-9 U. Knabe Des Gesammt Borstandes. 1. Geschäfts- u. Kaffenbericht. 2. Wahl 3. Ber: 131/5 schiedenes und Fragekasten. Um zahlreiches und pünktliches Erfcheinen ersucht Der Vorstand. Deutschlands. Ortsverwaltungen Berlins. Kombinirte Mitgl.- Versammlung am Montag, den 27. April, Abends 81/2 Uhr, Annenstraße Nr. 16 bei Behner. Tagesordnung: 1. Beschlußfassung über den Zu fammenschluß der Berliner Zahlstellen. 2. Wahl eines provisorischen Vorin der Berliner Bockbrauerei stattfindet, bestehend in Vokal- und Instrumentalkonzert, Lebensbilder und Tanz, unter gütiger Mitwirkung der Gesangvereine Freiheit, Frühlingsluft, Harmonia, Kreuzberger Harmonie, Liedesfreiheit, Treuerbund und Waldkapelle, zusammen 200 Sänger, mit reich haltigem Programm, wozu Billets à 20 Pf. bei den Vorstandsmitgliedern und in den Zahlstellen zu haben sind. Der Vorstand. Stuckateure! Festsälen( früher„ Orpheum"), Alte Jakobstr. 82, die diesjährige Am Sonntag, den 3. Mai, Nachmittags 4 Uhr, findet in Schmiedel's Maifeier standes. 8. Wahl des Ausschusses. statt. Sämmtliche Kollegen, Freunde und Genoffen werden dazu eingeladen. 4. Verschiedenes. Erscheinen ist Pflicht eines jeden Festrede, gehalten von Herrn Peus. Abstimmung denkenden Kollegen.. 136/13 Der Einberufer C. Dost, Staligerstr. 7. 448b der Mai- Resolution. Nachher: Tanz. Auftreten des beliebten Bolts- Gesangshumoristen H. Osang mit seinem felbstverfaßten Arbeiter- Festmarsch- Rouplet zum 1. Mai 1891. Arbeitslose Kollegen erhalten am Sonnabend, den 2. Mai, zwischen Billets à 20 Pf. sind daselbst auch zu haben. Lese- u. Diskutir- Klub 8-10 ur, Billets im Arbeitsnachweis bei Marzahn, Weinmeiſterſte. 19. Fenerbach". Heute, Sonnabend, den 25. April cr., Abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Schröder, Reichenbergerstraße Nr. 24: Sitzung.[ 854/15] Der Vorstand. Gauverein Berliner Bildhauer. Das Komitee. Leseklub ,, Karl Marx". Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 26. April cr., Abends 6 Uhr, im großen Saale der Bockbrauerei". Morgen, Sonntag, den 26. April cr., dem: Geselliges Beisammensein mit Tanz. Excursion Vortrag des Genoffen Päus über: Die Rede- und Preßfreiheit. Nach nach March's Thonwaaren- Fabrik. Treffpunkt: Thiergarten- Hof, Bormittags 9% br. Dienstag, den 28. D.: General- Versammlung. 116/17 Der Vorstand. Zusammenkunft ehemaliger Mitglieder des Allgemeinen Fachv. d. Feilenhauer.rbeitervereins Sonntag, den 26. April, Vormittags 11 Uhr: Versammlung im Latale des 150/6 Herrn Meissner, Gartenstraße 162. Eintracht Zürich 624L im Restaur. Gründel, Dresdenerstr. 116, am Sonntag, den 26. April, v. 2-3 Uhr. Wir Unterzeichnete haben unter dem Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. 854/16 Achtung, Sattler! Die heutige Versammlung des Vereins der Satt und Fachgenossen findet nicht bei Reyer, sondern unserem neuen Vereinslokale„ Dresdener Garten"( Bachmann), Dresdenerstr. 45, Ecke der Prinzenstraße Auch befindet sich daselbst die Bibliothek des Vereins. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Der Vorstand. Achtung, Metallarbeiter! Die Mitglieder des Allgemeinen Metallarbeiter- Vereins" heutigen Tage beschlossen, die Morgen- werden ersucht, ihre restirenden Beiträge sofort zu entrichten, da in den nächsten Das Erscheinen aller Kollegen ist noth- sprachen in dem Lofale: Am Ostbahn- Tagen die General- Versammlung stattfindet, wo die Auflösung des Vereins Der Vorstand. hof 4 bei Buschke abzuhalten. 623L und Ueberführung der Mitglieder in den neuen Verband beschloffen werden Berlin, den 22. April 1891. soll. Wer die Beiträge nicht bezahlt hat, kann nicht mit denselben Rechten in ben Verband aufgenommen werden. 225/5 mit 2 Köpfen. wendig. Esau- Lady. Zentral- Verein Im Spezialitäten- deutscher Böttcher. Theater 6-10 hr Sonntag, den 26. April, Bormittags 11 Uhr, Neu! Minnie Caß, bei Heise, Lichtenbergerstraße 21: 10jährige Soubrette. Gebr. Forès, Inftrumentalisten. Sgr. Rappo, Jongleur. Ilta Scherz. Laura Zimmermann. Sigmund Stein. Mr. Wrighton. Kheinländischer Tunnel, gen. Die fidele Nagelkifte" Berlin N., Elsasserstrasse 73, gegenüber der Bergstraße. Ausschant von vory. Lagerbier à Seidel 10 Pfg. bei guter musikalischer Unterhaltung u. aufmerksamer Bedienung. Urgemüthliche Kneiperei. Versammlung. Tagesordnung: 1. Berichterstattung der VergleichsKommission. 2. Vereinsangelegenheiten und Ver122/9 schiedenes. Der 1. Bevollmächtigte. Vereinigung der Drahtarbeiter Berlins und Umgegend. Am Sonntag, den 26. April 1891, Bormittags 10 Uhr: General- Versammlung bei Herrn F. Bemter, Münzstr. 11. Tagesordnung: 1. Bericht der Revisoren. 2. VerDie Puter des Ostens: 623Lol. Man. Müller. Raatz. Wabst. Prestel. Geschäftshaus S. Heine. Chauffeestraße 14 Die schönsten [ 588L Kinder- Kleider I für Mädchen jeden Alters, sowie Morgeuröde, Unterröde, Trikottaillen u. Blousen auch im Einzelverkauf sehr billig! Mass bestellungen u. Reparaturen Chanfeestraße 14 Geschäftshaus S. Seine. werden prompt erledigt! Der Vorstand. J. A.: J. Hartmann, Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter( Hamburg) Oertliche Verwaltung Berlin E. Sonntag, den 26. April cr., Vormittags II Uhr, im Saale Weddingpart", Müllerstr. 178: " Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1891. 2. Verschiedene Rassenangelegen heiten. Mitgliedsbuch legitimirt.- Nach Schluß der Versammlung: Kaffen bericht der Zuschußtasse. Jedes Mitglied ist verpflichtet, in dieser Versamm lung zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. [ 452b] Fachverein sämmtl. in der Musik- Industrie beschäftigten Arbeiter. Vereins- Versammlung am Montag, ben 27. d. M., Ab. 8 Uhr, in Deigmüller's Salon, Alte Jakobstr. 48a Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau über Invaliditäts- und Altersver H. Schultze( mit'n). fösung der Bereinigun Leipziger Volksbuchhandlung. ficherung. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheit und Verschiedenes. Bestellungen auf Mufit für jedes Vorkommniß werden im Lokal entgegengenommen. 565L " Walhalla" f Brunnenstr. 98. Täglich: Antich von Pfefferberger Lagerbier. Abends: Musikalische Unterhaltung. Gute Bedienung. " Vorwärts" und" Wahrer Jakob" liegen aus. 454b Fr. E. Kliemchen. Die Kollegen, welche noch mit der Zahlung der Beiträge im Rückstande find, werden ersucht, in der GeneralVersammlung dieselbe zu regeln, das mit sämmtliche mit vollem Recht in den Verband aufgenommen werden können. 139/5 Der Vorstand. Leipzig, Albertstraße 15. In unserem Verlage erschien soeben: Hochfluth. Sozialistische Beitgedichte. Eine Gabe zum 1. Mai. Preis des hübsch ausgestatteten Werk chens 20 Pf., durch Post per Kreuzband Central- Kranken- u. Sterbe- gegen Ginsendung von 23 Pf. in BriefKasse der Tischler u. anderer gewerblich. Arbeiter. ( E. H. Hamburg.) Filiale Berlin D. Mitglieder- Versammlung Allen Freunden und Parteigen offen am Sonntag, den 26. April, etwaigem in Bernan Vormittags 1012 Uhr, mein Weiß- u. Sairischbier- Lokal im Viktoria- Saal, Perlebergerstr. 13. nebst Garten und Kegelbahn. 1. Rassenbericht vom 1. Quartal. 2. Verschiedenes. Adolf Gartz, Wallstraße 2. Der Vorwärts", das„ Boltsblatt" Der Textilarbeiter"," Der wahre Da wichtige Sachen vorliegen, werden Jakob"," Glühlichter", Der Gast die Mitglieder ersucht, recht zahlreich wirthsgehilfe" sowie sämmtl. Beitungen au erscheinen. liegen aus. 620L 303/3 Die Ortsverwaltung. marken. Colporteure erhalten bei Partienbezug hohen Rabatt. 622L 186 Der Vorstand. NB. Die Kollegen werden auf§ 6 des Statuts aufmerksam gemacht. Achtung! Töpfer. Deffentliche Versammlung der Töpfer Köpenick's und Umgegend am Sonntag, den 26. April, Vormittags 10% Uhr, im Saale des Herrn Kautsch, Raiferhof". Tagesordnung: 1. Regelung der jetzt bestehenden Verhältnisse der Töpfer Köpenicks und In diesem Werkchen ist ein Cyklus von Gedichten geboten, deren Entftehung sich unmittelbar an die Zeit- Umgegend. 2. Verschiedenes. ereignisse, soweit sie in Verbindung mit Um zahlreiches Erscheinen bittet der Bewegung des Proletariats stehen, fnüpft. Eine Reihe von Gedichten be febt sich auf den 1. mai, Safire für Die Gegner, Genft für das Proletariat. Große Ernst Diese Gedichte machen das Werkchen zu einer Gabe für den Tag des arbeitenden Volfes geeignet, und der Autor hofft, sich die Sympathien weiter Kreise unter den Genossen zu erwerben, indem er 316/11 Der Einberufer. Reinickendorf. öffentl. Versammlung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter am Sonntag, den 26. April, Nachmittags 3 Uhr, im Saale des Herrn Lüdicke, Amendestr. 1. eine Gabe von den Augenblick über- lichen Hilfsarbeiter- Rongreß. 2. Diskussion. 3. Wie stellen wir uns zu den Tagesordnung: 1. Bericht des Delegirten vom Bau- und gewerb dauerndem Werth zum Geschenk bringt. Kongreßbeschlüssen? 4. Verschiedenes. Verantwortlicher Redakteur: Curt Baafe in Berlin. Druck und Verlaa van Max Bading in Berlin SW, Beuthstraße 2. Dar Einberufer. Hierzu zwei Beilagen 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 95. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. 107. Sigung vom 24. April. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Bötticher, Graf Hohenthal, Präsident des Reichs- Eisenbahnamts Dr. Schulz Eine Reihe von Petitionen wird zur Erörterung im Plenum nicht für geeignet erachtet und für erledigt erklärt. Sonnabend, den 25. April 1891. 8. Jahrg. Ebenso beanstandet das Haus die Wahlen der Abgg. wegen Abwesenheit eines Zentrumsmitgliedes, welches zu dem Gegenstande Anträge zu stellen beabsichtigte, von der heutigen Graf Arnim( 10. Liegnitz) und Adt( 4. Pfalz). Die Wahlen der Abgg. Graf Schlieffen- Schwandt( 4. Mecklen Tagesordnung abgesetzt. In zweiter Lesung beräth dann das Haus den Gefeßburg- Schwerin), Ackermann( 6. Sachsen), Pickenbach( Gießen) Entwurf, betreffend den Schuh von Gebrauchs- und Freiherrn v. Münch werden ohne Debatte für giltig mustern. Die XI. Kommission hat den Entwurf mit unerheb- erklärt, die Wahl des Abg. v. Colmar( 1. Bromberg) be lichen Menderungen angenommen. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Schluß 4 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 1 Uhr ( Anträge und Petitionen). Referent ist der Abg. Samhammer. § 1 lautet nach den Kommissionsbeschlüssen:„ Modelle von Der Vertrag zwischen Deutschland und Dänemark, betreffend Arbeitsgeräthschaften oder Gebrauchsgegenständen oder von Theilen die Aufhebung des Abschosses und des Abfahrtsgeldes, wird derselben werden, insoweit sie dem Arbeits- oder Gebrauchszwecke in dritter Lesung unverändert ohne Debatte definitiv ge- durch eine neue Gestaltung, Anordnung oder Vorrichtung dienen nehmigt. sollen, als Gebrauchsmuster nach Maßgabe dieses Gesetzes geschützt. Modelle gelten insoweit nicht als neu, als sie zur Zeit der auf Grund dieses Gesetzes erfolgten Anmeldung bereits in öffentlichen Druckschriften beschrieben, oder im Inlande offenkundig benutzt sind." Es folgt die zweite Berathung des Gefeßentwurfes, betreffend die Prüfung der Läufe und Verschlüsse der Handfeuerwaffen; Referent ist Abg. Wilisch. Die XIV. Rommission hat die Vorlage im Wesentlichen unverändert angenommen und demgemäß auch die obiiga= torische Prüfung akzeptirt. § 1 lautet: Handfeuerwaffen jeder Art dürfen nur dann feilgehalten oder in den Verkehr gebracht werden, wenn ihre Läufe und Verschlüsse nach den Vorschriften dieses Gesetzes in amtlichen Prüfungsanstalten geprüft und mit Prüfungszeichen versehen sind. anstandet. Herrenhaus. Nach§ 2 find Modelle, für welche dieser Schutz verlangt Einkommensteuer- Gesezes. wird, bei dem Patentamt schriftlich anzumelden und ist für jedes angemeldete Modell eine Gebühr von 15 M.( Vorlage 20 M.) einzuzahlen. Abg. v. Buol( 3.) weist darauf hin, daß von verschiedenen Seiten auch verlangt worden sei, die Bedingung einer ausführlichen Beschreibung des Modells in das Gesetz aufzunehmen; es empfiehlt sich aber, dem Patentamt zu überlassen, in dieser BeGeh. Rath Wermuth bemerkt, daß die Beschreibung des Modells in jedem Falle so genau sein müsse, um dem Patentamt und event. dem Richter die genaue Unterscheidung der neuen Gestaltung, Anordnung oder Vorrichtung an demselben zu er möglichen; einen bestimmenden Einfluß auf die Form der Beschreibung könne das Patentamt aber nicht ausüben, wenn es auch Bestimmungen im Sinne der Ausführungen des Abg. v. Buol zweifellos erlassen dürfe. 18. Sigung vom 24. April, 12 Uhr. Am Ministertische: Miquel und Kommissarien. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Berathung des Bei§ 7 führt Oberbürgermeister Struckmann- Hildesheim aus, in der Kommission habe der Finanzminister angedeutet, daß für die Gemeinden die Einkommensteuer mehr nebensächlich wer den solle. Er halte das für sehr bedenklich, da sie ohne Eintommensteuer bezw. die Zuschläge dazu nicht auskommen tönnen. Denn wenn ihnen auch die Grund und Gebäudesteuer überwiesen wird, so wird das doch nicht ausreichen, um den Einnahme- Ausfall infolge des Fortfalls der ganzen Einkommensteuer zu decken. Die Objektsteuern sind allerdings vorzugsweise für die Gemeindebesteuerung geeignet, aber das hat Alles eine gewisse Grenze. Es würde von Interesse sein, vom Finanzminister zu erfahren, wie weit daran gedacht wird, demnächst die Eintommensteuer für kommunale Zwecke nicht mehr zuzulassen. Dieser Gesetzentwurf wird, so große Vortheile er hat, ohne hin für die Gemeinden gewiffe Schattenseiten haben, denn die mittleren Klassen sind für die kleinen und mittleren Gemeinden die Hauptsache. Abg. Zangemeister beantragt eine anderweitige Faffung des§ 1, wonach die Prüfung nur für Lang- Handfeuer- ziehung Bestimmungen zu treffen. waffen obligatorisch sein, bei Kurz- Feuerwaffen aber nur auf Antrag stattfinden soll; für den Fall der Ablehnung will er deni § 1 folgenden Zusatz geben:„ Nach dem Auslande auszuführende Kurz- Feuerwaffen bedürfen der Prüfung nicht, wenn in dem betreffenden Staate ein Prüfungszwang nicht besteht. Abg. Graf Douglas( dk.) tritt für die obligatorische Prüfung ein. In Belgien, Frankreich, Desterreich blühe die Fabrikation von Hand- Feuerwaffen, ein Prüfungszwang bestehe §§ 1 und 2 werden unverändert in der Fassung der Komdaselbst nicht; die von dort ausgeführten Waffen wiesen vielfach Finanzminister Miquel: Es war unmöglich, alle Theile der ganz minderwerthigen Guß auf, und der Zweck des Gesetzes, die mission angenommen. größere Sicherung des Publikums gegen Gefahr, würde nicht er- Die Kommission hat einen neuen§ 8a eingefügt, wonach die Steuerreform gleichzeitig vorzulegen. Es blieb nichts anderes reicht werden, wenn die Prüfung nur auf Antrag zu erfolgen in Gemäßheit dieses Gesetzes geschütten Gebrauchsmuster auf übrig, als den hier vorliegenden erften Schritt, die Reform der braucht. Unglücksfälle, durch das Springen solcher minder- jedem Stück die Bezeichnung: gesetzlich geschüßt" tragen müssen, Einkommen- und Gewerbesteuer, erst für sich zu thun und das werthigen Waffen, Das feien teineswegs felten. Fort- und wonach jeder Entschädigungsanspruch Demjenigen verloren Weitere nach Maßgabe der Ergebnisse des ersten Schrittes vor und gehen soll, der es unterläßt, diese Bezeichnung anzubringen. zubehalten. bestehen der Unfitte, zu Neujahr, bei Hochzeiten Wir können heute garnicht wiffen, welche Einanderen Festlichkeiten den Reichszu schießen, könne Die Abgg. Adt, v. Buol, Goldschmidt, Hulbsch kommensbeträge aus den verschiedenen Quellen des Einkommens fließen. Man mußte deshalb zunächst nur den ersten Schritt tag nicht hindern, Gesetze vorzuschlagen, welche den hervor und Merbach beantragen, diesen§ 8a wieder zu streichen. getretenen Mißständen entgegenarbeiten. Abg. Adt( nl.) erklärt, daß er in der Kommission zu thun, der auch in sich seinen Werth hat, selbst wenn der zweite den Veranlassern dieser Bestimmung selbst gehört habe, fich nicht folgt. Ich habe es aber doch für richtig gehalten, einige aber nachträglich habe überzeugen müssen, daß deren Durch- allgemeine Gesichtspunkte aufzustellen, wie ich mir die Steuerführung aussichtslos sei. Man werde lediglich mit einer Un- reform im Ganzen denke, bin aber darauf nicht allzuweit einmasse von„ gefeßlich geschützten" Gebrauchsmustern überschwemmt gegangen, weil die Schwierigkeiten der Reform so groß sind, daß ich sie durch Doktorfragen der Zukunft nicht noch vermehren wollte. werden. Geh. Rath Wermuth: Dem§ 8a stehen rechtliche, gefchäft Jch bereue faft, daß ich in der Kommission etwas weiter geliche und internationale Schwierigkeiten entgegen. Der Verfuch, gangen bin.( Heiterkeit.) eine solche Bestimmung zu erlassen, ist in einigen Staaten allerdings gemacht, aber in anderer Richtung. Bestimmungen nach der Art des vorgeschlagenen§ 8a bestehen nur in den Vereinigten Staaten für Patente, und in England für Muster, aber auch dort nicht in dem vorgeschlagenen Umfange. Die verbündeten Regierungen müssen dringend ersuchen, von der Annahme des § 8a abzusehen. Abg. Zangemeifter befürwortet hauptsächlich im Interesse der Handfeuerwaffen- Industrie in Zella und Mehlis die Annahme seines Antrages auf Einführung der fakultativen Prüfung für Kurzfeuerwaffen, da für die allgemeine Einführung der fakultativen Prüfung im Reichstage doch keine Aussicht vor handen sei. Die obligatorische Prüfung der Kurzfeuerwaffen sei weder nothwendig, noch die durch das Gesetz vorgesehene Rontroue ausreichend. Allermindestens aber möge der Reichstag den Prüfungszwang für nach solchen Ländern zu exportirende Waffen fallen laffen, in welchen ein Prüfungszwang nicht bestehe. Bundeskommissar Geh. Rath Bartels bemerkt dagegen, daß de in Betracht kommenden Instanzen und Behörden sich für die obligatorische Prüfung ausgesprochen hätten, und daß es sich nicht fehle, sich mit einer halben Maßregel zu begnügen. Die AnAne des Eventualantrags Bangemeister würde die Kontrolle fenfalls außerordentlich erschweren. § 1 wird unverändert angenommen. § 3 schreibt die Unbrauchbarmachung der für unganz oder aufgebaucht befundenen Läufe oder Verschlußtheile vor. Abg. Bock( Soz.) befürwortet einen von der sozialdemokratischen Fraktion unterstützten Antrag, wonach der materielle VerLuft von dem Unternehmer allein zu tragen ist und in keiner Form auf den Arbeiter übertragen werden darf, und wonach ferner gegen diese Bestimmung verstoßende Berträge ungiltig sein sollen. Es müsse verhindert werden, daß der Fabrikannt den entstehenden Nachtheil einfach auf den Arbeiter abwälzt. Die von ihm vorgeschlagene Bestimmung ließe sich sehr wohl an dieser Stelle dem Geseze einfügen. angenommen. das Abg. v. Buol spricht gleichfalls gegen§ 8a. § 8a wird gestrichen. §18 bestimmt: Wer im Inlande einen Wohnsitz oder eine Niederlassung nicht hat, kann nur dann auf den Schuß dieses Gesetzes Anspruch machen, wenn in dem Staate, in welchem sein Wohnsitz oder seine Niederlassung sich befindet, nach einer im" Deutschen Reichs Gesetzblatt" enthaltenen Bekanntmachung deutsche Gebrauchsmuster einen Schuß genießen. Ober- Bürgermeister Struckmann: Ich habe diese Frage nur zur Sprache gebracht, damit nicht die Erklärung der Regierung unwidersprochen in die Welt hinausgeht und man später vielleicht darauf hin eine neue Vorlage aufbaut. Finanzminister Miquel bestreitet, daß der Kommissionsbericht dem Vorreoner zu seinen Befürchtungen Anlaß gegeben habe. § 7 wird angenommen. Zu§ 10 beantragt Frhr. v. Du rant, statt der dreijährigen Durchschnitte sechsjährige der Veranlagung zu Grunde zu legen; namentlich sei dies bei den Einnahmen aus Forsten und bei Handels- und Gewerbe- Unterneh mungen mit schwankendem Ertrage nothwendig. General- Steuerdirektor Burgh art widerspricht diesem Antrag, weil sechs Jahre für Forsten auch noch zu gering bemessen sein würden, während sie für Handel und Gewebe zu lang seien. Jedenfalls würde dadurch die Veranlagung erschwert. Der Antrag wird abgelehnt. " Abg. Schmidt( Elberfeld) beantragt, das Wort„ deutsche" Bu§ 16, Besteuerung der Aktien Gesell. zu streichen und dem Paffus Folgendes hinzuzusehen: und den schaften u. f. w.", hat Ober- Bürgermeister 3 weigert. deutschen Staatsangehörigen dieser Schuß in demselben Maße Effen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung beantragt, den von gewährt wird, wie den Angehörigen der mit Bezug auf Muster Herrn v. 3edlig in dritter Lesung im Abgeordnetenhause vor schutz am meisten begünstigten Staaten." Der Antragsteller führt geschlagenen, aber vom anderen Hause nicht angenommenen§ 65a Staatssekretär v. Boetticher: Jch verkenne gar nicht die aus, daß die jetzige aus dem Martenschuh- Gesetz übernommene in das Gefeß aufzunehmen. Er führt aus, daß bei der jeßigen gute Absicht des Antragstellers, dem Arbeiter einen gewissen Fassung die deutschen Interessen nicht genügend schüßt. England Fassung des§ 16 eine Doppelbesteuerung, unvermeidlich sei, die Schuh zu gewähren: aber dieses Gesetz befaßt sich mit privat- verweigert auf diesem Gebiet uns die Reziprozität, es gewährt namentlich für die Bergwerisgesellschaften eine große Ungerechtigkeit es foll nur die Prü- anderen Staaten Rechte, welche es Deutschland verweigert. Des- in sich schließe. Daß die Gemeinden jetzt schon die Aktiengesellschaften rechtlichen Vorschriften nicht; fung der Hand Feuerwaffen nach der Seite des öffent halb ist eine möglichst vorsichtige Fassung diefes§ 13 eine Be- besteuern, sei kein Grund dafür, daß der Staat auch eine solche lichen Publikum bingung für das gedeihliche Wirken dieses Gesetzes. Sehr er Steuer einführen müsse. Nur der Umstand, daß Aktien von AusInteresses hin geregelt werden, soll geschützt, das Waffenfabrikations- Gewerbe konkurrenzfähig ge- freulich wäre es, wenn die Regierungen zu einer inter- ländern besessen werden, rechtfertigt eine Heranziehung der AktienVereinbarung auf diesem Gebiete gelangen gesellschaften. Aber nach der Vorlage bleiben auch von diesem macht werden. So sehr ich wünsche, daß dem Arbeiter, welchen nationalen Da die Fassung des Antrages aber auf Be- Attientapital 32 pet. steuerfrei, was nach dem Antrage des feine Schuld an der mangelhaften Herstellung einer Waffe trifft, tönnten. fein Nachtheil erwächst, so wenig tann ich zugeben, daß es recht denken gestoßen sei und es sich überhaupt besser empfehle, Redners nicht der Fall ist. Wenn es ungerechtigkeiten auszuwäre, den Arbeiter auf Grund des Prüfungsresultats überhaupt darauf zu bestehen, daß die Gegenseitigkeit verbürgt wird, so gleichen giebt, dann ist dazu das Herrenhaus berufen( sehr gut!), nicht heranziehen. Hat er die Waffen mangelhaft hergestellt, so zieht der Antragsteller für jetzt den Antrag zurück, um ihn in mag das nun den Grundbesitz oder das mobile Kapital beveränderter Fassung zur dritten Lesung wieder einzubringen. treffen. trägt er auch die Verantwortung dafür. Geh. Rath Wermuth: Die Frage des internationalen Camphansen: Ich kann es verstehen, daß man der Be Abg. Bock: Bei der Ablieferung der Arbeit hat doch der Unternehmer selbst sofort die Arbeit zu prüfen; unfer Antrag will Schußes ist ja bei Gelegenheit der Berathung des Patentgesezes quemlichkeit wegen die Steuer von der Attiengesellschaft direkt nur verhindern, daß der Arbeiter herangezogen wird, wenn bei ausgiebig berathen worden, sie ist von großer Wichtigkeit; die nimmt und nicht erst wartet, bis die Einnahmen von den Aktioder späteren Prüfung durch die Anstalt das Rohr zerspringt oder Absicht der verbündeten Regierungen ist nach wie vor dahin nären deklarirt werden. Aber die juristische Person der Aktienge gerichtet, eine solche Verständigung herbeizuführen. Es darf auch sellschaft wird nicht besteuert, sondern immer nur die Aktionäre. sich als unbrauchbar erweist. Unter Ablehnung des Antrages Bock wird§ 3 unverändert die bestimmte Hoffnung gehegt werden, daß es gelingen wird, Wenn der Tarif des Abgeordnetenhauses, den ich nicht so sehr eine Abschließung einzelner Staaten oder Staatengruppen zu ver- loben kann, wie vielfach geschehen ist( hört!), angenommen Nach§ 8 erfolgt die Errichtung der Prüfungsanstalten hindern. Für jest genügt für den Schutz der deutschen Gebrauchs- würde, so würden die Aktiengesellschaften und die Aktionäre burch die Landesregierung. Die Prüfungsgebühren, welche er- muster und für die Verhinderung einer Benachtheiligung der besteuert werden. Deswegen müsse man Mittel und Wege suchen, hoben werden können, dürfen die Kosten der Prüfung nicht über- deutschen Industriellen die Vorschrift des§ 13 vollständig; die um die Doppelbesteuerung zu vermeiden. fteigen. Wünsche des Antragstellers werden zweckmäßig ihre Erledigung Finanzminister Miquel: Daß die Aktiengesellschaften nur Abg. Bod beantragt:„ An jedem Orte, in welchem über bei der Berathung einer Novelle zum Markenschuh- Gesez finden. juristische Personen sind, die kein Fleisch und Blut haben, ist nicht 40 Arbeiter oder Kleingewerbetreibende mit der Handfeuerwaffen= Abg. Hammacher schließt sich dieser letzteren Auffassung an. Die Hauptsache, sondern die Hauptsache ist, daß sie Einkommen Fabrikation beschäftigt sind, ist eine Prüfungsanstalt zu errichten."§ 18 wird unverändert angenommen, ebenso der Rest des haben.( Heiterkeit.) Die Aktiengesellschaften geben allerdings an Die Motive des Gesetzes schließen ausdrücklich die Annahme aus, Gefeßes. Die eingegangenen Petitionen werden für erledigt ihre Aktionäre ihr Einkommen weiter ab, aber sie haben auch gewisse Rechte, über ihr Einkommen zu verfügen: fie tönnen Abdaß der Großhandel mit diesem Gesetz besonders geschützt werden soll, erklärt. schreibungen machen oder Dividenden vertheilen u. f. w. Namentsondern daß auch das Kleingewerbe gefördert werden soll. Letzterer Es folgen Wahlprüfungen. Zweck wird aber nicht erreicht, wenn nur wenig solche Prüfungs- Betreffs der Wahl des Abg. Grumbt in Pirna war von lich müssen aber die auswärtigen Aktionäre in Betracht gezogen anstalten errichtet werden und die Kleingewerbtreibenden der der Wahlprüfungs- Kommission die Aussehung der Beschlußfaffung werden, die weder Gewerbetreibende noch Grundbesitzer in Preußen fleineren Orte genöthigt sind, ihre Fabrikate auf weite Ent- über die Giltigkeit und die Anstellung von Erhebungen vor- find, also weder zur Gewerbe- noch zur Grundsteuer herangezogen fernungen zur Prüfung zu verschicken, sie würden diese Mehr geschlagen worden. Die Erhebungen sollten sich nach dem An- werden können. Aktiengesellschaften sind neueren Ursprungs und ausgaben gar nicht tragen können und an Konkurrenzfähigkeit trage der Kommission auch auf die behauptete Beeinflussung der deshalb noch nicht recht unter die steuerlichen Begriffe subsumirt; einbüßen. Ich wünsche nun nicht für jeden Ort, wo auch nur Wahl durch das Auftreten eines Kriegervereins erstrecken. Die da ihre Entwickelung aber immer mehr zunimmt, so müssen wir ein oder zwei solcher Gewerbetreibenden vorhanden sind, aber Diskussion über diese Anträge der Kommission hat bereits vor der Sache näher treten. Um die Doppelbesteuerung zu verwenigstens für Orte mit über 40 Arbeitern oder Gewerbtreiben- einer Reihe von Wochen stattgefunden. Der Abg. Mehnert meiden, werden ja schon 3½ pSt. des Kapitals von der Einden die Errichtung eines Prüfungsamtes. Staatssekretär v. Bötticher: Durch die Annahme des An- Punkt nicht auszudehnen. Die Abstimmung über diesen Antrag Abgeordnetenhause vorgelegen hat, hat zwei Vorzüge: er zieht trages würden für die Landesregierungen unverhältnismäßige hatte bei der damaligen Berathung zur Konstatirung der Be die auswärtigen Aktionäre heran und giebt die Möglichkeit, jede Doppelbesteuerung zu vermeiden, aber die Wirkung des Antrages Roften entstehen. Andererseits werden die Landesregierungen schlußunfähigkeit des Hauses geführt. Heute wird unter Ablehnung des Antrages Mehnert, für wird eine sehr große Schreiberei, verwickelte Verwaltung und allen berechtigten Anforderungen der Kleinindustrie Rechtann man zu den welchen die beiden Parteien der Rechten, die Nationalliberalen eine Umgehung des Gesetzes sein. Schließlich werden die großen nung tragen, das Landesregierungen haben. Die Prüfungsgebühr wird auch und eine fleine Minderheit des Zentrums stimmen, der Kom- Aktionäre von dieser Abrechnung am ehesten Gebrauch machen eine Erschwerung der Kon- missionsantrag in allen seinen Theilen angenommen. Die fönnen. Dem gegenüber ist die Regierungsvorlage das Einfachste sehr niedrig bemessen sein; Wahlen der Abgg. v. Janta- Polczynski( 4. Danzig), Pieschel und Beste. Eine Feindseligkeit gegen die Aktiengesellschaften liegt kurrenzfähigkeit ist also nicht zu befürchten. § 8 wird unverändert angenommen, ebenso der Rest des Ge-( Sondershausen), Hastedt( 17. Hannover), Stößel( Essen), Pfähler bei dieser Besteuerung nicht vor. ( 5. Trier), v. Bennigsen( 18. Hannover) werden für giltig will ich nicht beseitigen, aber ich halte die Regierungsvorlage für Camphansen: Die Besteuerung der Aktiengesellschaften fetzes nach den Beschlüssen der Kommission. Die Betition der Gewehrfabrikanten Sauer und Genossen in erklärt. Die Beschlußfassung über die Wahl des Abg. v. Stumm nicht gerecht, namentlich ist bedenklich die Steuerfreiheit von Suhl wird für erledigt erklärt. Die zweite Berathung des internationalen( 6. Trier) wird ausgefeht und die von der Wahlprüfungs- 3½ pet. des Kapitalwerths; die Aktiengesellschaften werden die Uebereinkommens, betreffend ben Eisenbahn- Kommission vorgeschlagenen Ermittelungen beschlossen, welche bei ihnen beschäftigten Kapitalien möglichst vermehren, um die fracht Verkehr, wird auf Antrag der Abgg. Schrader gemäß einem Antrag v. Hellmann noch auf einige weitere Protest- Steuer zu vermindern. Die progressive Scaer, welche das Abgeordnetenhaus beschlossen hat, ist der erste Anfang, um dem und Bödicker jen Heiferkeit des Referenten Abg. v. Bar und punkte ausgedehnt werden sollen, Vertrauen = Sozialismus die Wege zu bahnen.( Bustimmung.) Wenn man sagt, I ist mit einer großen Mehrheit angenommen worden. Aber der eine übermäßig lange Arbeitszeit ist nöthig, um einen sehr ge Jemand, der 100 000 M. Einkommen hat, kann von 96 000 M. Tarif, den das Abgeordnetenhaus angenommen hat, widerspricht ringen Wochenlohn zu verdienen, die Arbeiterinnen müssen auch ganz gut leben, warum sagt man dann nicht gleich: mit den Grundsägen der Gerechtigkeit. Denn es ist ungerecht, daß von diesem geringen Lohne noch Garn, Wolle und vieles von 80 000 Mart fann er auch noch leben.( Sehr richtig!) Deshalb ein Tausendmarkschein nach einem anderen Grundsay versteuert den bunten Zierrathen kaufen, mit denen diese Bilder ausprincipiis obsta! Gerade der Beruf des Herrenhauses ist es, in werden soll, wie der andere. Hier tritt eine progressive Ein- geschmückt werden. Daß solche fittliche und religiöse Sprüche solchen Fragen festzustehen und dem Sozialismus die Wege nicht tommensteuer ein. Die Normalmenschen mit 10 000 bis 30 000 m. durch diese Art der Arbeitslöhnung bei den Arbeitern nicht zu bahnen. Einkommen sollen mit den historisch gewordenen 3 pet. besteuert gewinnen, leuchtet wohl ohne Weiteres ein. Ober- Bürgermeister Bräsicke Bromberg: Die Besteuerung werden. Ueber diesen Normalmenschen stehen die bösen Reichen, der Attiengesellschaften ist allerdings eine Doppelbesteuerung, die Millionäre, die vorläufig mit 4 pt. besteuert werden, aber Das Trinkgelder Unwesen in den hiesigen Badeaber eine sehr gerechte Besteuerung. Denn die Aktiengesellschaften die Sache wird bald weiter ausgebaut werden. Die Annahme Anstalten scheint doch verbreiteter zu sein, als wir anfänglich anerfreuen sich des großen Privilegiums der Kapitalfraft, durch der 4 pet. greift der besonderen Besteuerung des fundirten Ein- genommen hatten; wenigstens sind uns aus Anlaß unseres welche sie die einzelnen Unternehmer weit übertreffen. fommens vor. Die Annahme der 4 pCt. widerspricht dem par- neulichen Artikels zahlreiche Zufchriften zugegangen, von denen Ober- Bürgermeister Zweigert- Essen: Die Besteuerung der lamentarischen Usus, denn in Preußen ist es noch niemals vor- die eine besonders lehrreich ist. Aktiengesellschaften wollen wir gar nicht beseitigen, sondern nur gekommen, daß die Voltsvertretung der Regierung mehr gegeben In dem Bad Alexanderplat"( Filiale Admiralsgartenbad, dafür sorgen, daß die Doppelbesteuerung vermieden wird. Die hat, als diese forderte. Bedrückend sind also die 4 pбt. gerade Att. Gesellsch.) sind seit dem 1. April die Badepreise erhöht, Rapitalien, welche fluttuiren und oft den Besitzer wechseln, trifft nicht. Aber es handelt sich hier um eine Prinzipienfrage, und nämlich von 2 M. pro halbes Duhend oder 50 Pf. pro Einzelbad mein Antrag viel schärfer, als die Vorlage. Wenn der Antrag da sage ich ebenfalls: principiis obsta. auf 2,40 m. pro halbes Duhend oder 60 Pf. pro Einzelbad. dahin wirken wird, daß die kleinen Leute ihr Geld in AktienMan schreibt uns hierzu: gesellschaften zu stecken verhindert werden, dann wäre das der befte Erfolg. General- Steuerdirektor Burghart bleibt dabei, daß die Vorlage das bessere sei, sie nehme namentlich auch auf die Aktionäre Rücksicht insofern, als sie 32 pCt. der Einnahmen freilasse. Graf Mirbach: Ich stehe den Aktiengesellschaften nicht sehr sympathisch gegenüber, aber habe mich nicht überzeugen können, daß hier eine Doppelbesteuerung nicht vorliegt und bitte deshalb, dem Antrag Zweigert den Vorzug zu geben. Es wird sonst ein gefährliches praejudicium fonstruirt hinsichtlich der Besteuerung der fundirten Einkommen. B Graf Pfeil spricht seine Freude darüber aus, daß der Finanzminister in durchaus konservativer Weise eine feste Ebene Ich glaubte nun, daß diese Preiserhöhung vielleicht für die gegeben habe durch die Festhaltung der 3 pet. Wenn man von Badediener und Angestellten eine Lohnausbesserung im Gefolge Dieser Ebene abweiche, fomme man auf eine schiefe Ebene und gehabt habe oder vielleicht gar lediglich zu diesem Zwecke durchwisse gar nicht, wohin man geführt werde. Gewiß thut Mancher geführt worden sei; da theilte man mir zu meinem größten nicht genug für die Allgemeinheit, aber ihn auf dem Wege der Erstaunen mit, daß die Badediener dort überhaupt keinen Pfennig Steuer dazu zwingen, das hieße, dem Sozialismus den kleinen Lohn erhielten und völlig auf die Trinkgelder angewiesen wären. Finger zu geben, damit er sich bald die ganze Hand nimmt. Von der Trinkgelder- Einnahme, die sich nicht gerade besonders Finanzminister Miquel ist dankbar für die Unterstüßung, hoch stellen dürfte, da wohl kaum Jemand mehr als 10 Pf. giebt und jeder Wärter nur eine beschränkte Zellenzahl zu bedienen hat, welche die Regierungsvorlage in diesem Hause findet. v. Helldorff- Bedra: Ich würde der Sache anders gegen- muß jeder Wärter dann noch eine Hilfswärterin bezahlen; beide überstehen, wenn nicht das Abgeordnetenhaus die 4 pCt. an- müssen sich auch das Essen selber kaufen. Kurz und gut, genommen hätte. Die Mehreinnahme daraus ist als eine Unter die Admiralsgartenbad- Aktiengesellschaft läßt ihre Wärter von Graf Bieten- Schwerin: Exzellenz Camphausen hat sehr un- ftüßung bei der Durchführung der weiteren Reform zu betrachten. den Gästen bezahlen und leistet sich zu diesem Zwecke folgenden, berechtigt die Sozialdemokratie ins Feld geführt. Ich halte es Aus diesem Gesichtspunkte bitte ich die Frage zu beurtheilen und besonders in seiner ersten Hälfte recht charakteristischen Badenicht für richtig, ihr allgemein eine folche Bedeutung beizulegen. nicht von dem Standpunkte auszugehen, daß wir hier die Ber- Ordnungs- Baragraphen: Wenn ich für die 4 pct. ftimme, lehne ich es ab, daß ich dadurch treter und Vertheidiger des Besizes sind. Die Zahlung der Trinkgelder an die Badediener wird ganz der Sozialdemokratie die Wege ebne. Gerade die kleinen Leute v. Wedell Piesdorf: Es handelt sich nicht um 4 pet. in das Ermessen der geehrten Badegäste gestellt( wehe dem, der haben das größte Interesse daran, ihr Geld möglichst hoch ver- und 3 pet.; im Herrenhause würde Niemand widersprechen, sich drückt. Der Einsender); der Badediener, der einen höheren zinst zu sehen; dazu sind besonders die Aktiengesellschaften wenn die Regierung 4 pet. verlangt hätte und wenn nach Betrag fordert, als der Gast freiwillig giebt, wird streng bestraft. geeignet und man sollte die kleinen Leute nicht zwingen, ihr gewiesen worden wäre, daß 4 pCt. nothwendig find. Aber Ich bemerke noch, daß die Wärter in diesem Bade, im Gegensat Geld in den niedrig verzinsten Staatspapieren anzulegen. das ist nicht geschehen.( Sehr richtig!) Ich habe nichts zu jenen der Natur- Heilanstalt, mit 10 Pf. Trinkgeld recht zuv. Helldorff tritt für die Regierungsvorlage ein. Den dagegen, daß man die unteren Stufen entlastet, aber zu sagen, frieden sind oder scheinen." Aktionären die Steuer zu erstatten, ist zu schwierig. Die Um- daß die Personen mit höheren Einkommen die Steuern tragen wandlung vieler großer Betriebe in Attiengesellschaften ist recht können, das ist keine Begründung.( Sehr richtig!) Darin liegt bebauerlich und es ist nicht unerwünscht, daß durch die Be- nur der Anfang einer Progression, und wo das Ende sein wird, steuerung eine solche Umwandlung verhindert wird. ist dabei gar nicht abzusehen. Eine Frage von so essentieller Bedeutung, daß daran die Vorlage scheitert, liegt hier nicht vor; wäre das der Fall, dann würde ich mich für den Beschluß des anderen Hauses entscheiden. Damit schließt die Diskussion. Stadtrath Theuue( Stettin) tritt für den Antrag Zweigert ein, weil die Regierungsvorlage eine offenbare Doppelbesteuerung enthalte. Nach den Abschlüssen der Attiengesellschaften im Reichs- Anzeiger" hat sich ergeben, daß 1889 ein Aftienkapital von 4866 000 000 M. vorhanden war. Der Reingewinn betrug In namentlicher Abstimmung wird der Antrag der 9,91 pt. Rechnen wir blos 91/2, so bleiben nach Abzug von Kommission( 3 pet. als höchster Steuerfat) mit 100 gegen 31/2 pet. zu versteuern 6 pCt., oder 292 000 000 m. steuer- 56 Stimmen angenommen. Damit ist die erste Abweichung von pflichtiges Einkommen, das macht bei 3 pCt. Steuer 8 758 000 m., dem Beschlusse des Abgeordnetenhauses herbeigeführt. und mit den Kommunalsteuern also über 16 000 000 m. Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 12 Uhr. ( Fortseßung der Berathung.) General- Steuerdirektor Burghart: Diese Zahlen bezogen sich auf das ganze Reich, sind also für Preußen sehr viel niedriger, und dabei ist auch nicht in Betracht gezogen, was die Aktiengesellschaften bisher schon den Gemeinden bezahlen mußten. Referent Graf Udo Stolberg erklärt, daß der Antrag Zweigert bereits in der Kommission gestellt, aber abgelehnt sei, namentlich mit Rücksicht darauf, daß im§ 17 die Steuer nur bis 3 pt. erhöht wird. Der Antrag Zweigert wird abgelehnt und§ 16 unverändert angenommen. § 17 enthält den Tarif; er ist von der Kommission dahin abgeändert worden, daß die Steuererhöhung bis auf 4 pt., welche das Abgeordnetenhaus angenommen hatte, wieder ge strichen ist. Parlamentarisches. Die Wahlprüfungs- Kommission beschloß in der Sigung am Donnerstag Abend die Wahl des Abgeordneten Büsing( Schwerin- Wismar) für giltig zu erklären. Kommunales. Die Steuer deputation des Magistrats für Mieths, Graf Udo Stollberg erklärt, daß die Kommission sich Haus- und Hundesteuer hat am 21. April beschlossen, daß die namentlich durch die Staatsregierung habe leiten lassen. Der Hundesteuer vom 1. April 1892 ab anstatt wie bisher 9 M. Finanzminister hielt es für unrichtig, im Augenblick der Ein- 20 M. zu betragen hat. Von demselben Datum ab unterliegen führung der Deklaration zugleich den Steuersatz zu erhöhen. Denn mit der Höhe des Prozentsazes steigt auch die Versuchung zur Ungehung. " Lokales. " In der That, dieses Verfahren der Direktoren, für die armen nothleidenden Aktionäre zu sorgen, ist allerdings bezeichnend und verdient in weiteren Kreisen bekannt zu werden. Das findige Kapital. Auf jede Weise weiß das Kapital seine Vortheile zu erspähen, selbst der geringste Vortheil entgeht seinem Spürsinn nicht. Ein Beispiel wird uns soeben in Fol gendem geliefert: Ein hiesiger großer Schuhwaaren- Fabrikant, dessen Fabrikation sich jedoch nur auf hausindustrielle Herstellung erstreckt, hatte bisher für die Anfertigung von Schuhen den Arbeitern 2 M. ge= geben; dafür hatten ihm aber auch diese die vollständig fertigen Arbeiten zu liefern. Jeht nun brauchen die Arbeiter die Stiefelsohlen nur in rohem, nicht sorgfältig abgeputztem, polirtem Zustande abzuliefern, erhalten dafür jedoch nur 1,90 M. für das Der Unternehmer hat an Stelle dessen in Baar bezablt. feinen Lagerräumen einen Werkstattraum eingerichtet, in welchem er einige Arbeiter siten hat, welche ausschließlich mit der Endherstellung der Stiefel, Schuhe 2c., also dem Abpußen und Boliren der Sohlen, beschäftigt sind. Für diese Arbeitsthätigkeit zahlt ieht der Unternehmer einen Akkordlohn von 7 Pfg. für das Paar. Es würden ihm mithin an einem jeden Paar Stiefel oder Schuhen aus dieser Einrichtung allein 3 Pfg. Gewinn abfallen, jedoch muß man auch noch eine Kleinigkeit für die Auslagen hinzuschlagen, welche die Unkosten des Arbeitsraumes und der Arbeitswerkzeuge hervorrufen. Es verbleibt dadurch zwar nur ein verschwindend fleiner Ueberschuß an jedem Stiefelpaar, aber bei der Massenherstellung, wie sie dort erfolgt, häufen die wenigen Pfennige boch einen erflecklichen, mühelosen Gewinn für den Unter nehmer an. Am Sonntag Nachmittag fand unter starker Betheiligung Biehhunde überhaupt feiner Besteuerung mehr, müssen aber, sowie die Beerdigung des Genossen Friz Krebs( Rohrleger) vom sie außer Dienst" sind, auf der Straße an der Leine geführt Krankenhause Moabit nach dem Johanniskirchhof in Plößensee werden. Hunde, die tauben oder blinden Personen gehören, sind statt. Der Fachverein der Rohrleger und Gehilfen Berlins, fo= v. Kleist- Rehow: Bei aller Anerkennung der gründ- ebenfalls frei von der Besteuerung, dürfen aber die Straße nicht wie die Kollegen der M. Schady'schen Firma, hatten prachtvolle lichen Durcharbeitung der Vorlage und ihrer geschickten Ver- betreten. Hunde, welche von Viehtreibern benutzt werden, fallen Kränze gewidmet, die dem Sarge nachgetragen wurden. theidigung durch den Finanzminister ist es mir um fo im Gegensatz zu jezt unter die Besteuerung. Wachthunde( auf schmerzlicher, in einem Punkte von ihm abweichen zu müssen. Bauplägen 2c.) bleiben von der Besteuerung frei, sind aber tags- Leichenzug war bis zum Kirchhof gelangt. Hier fragte ein Leider sollte die Feierlichkeit nicht ganz uhig verlaufen. Der Der Finanzminister wird uns vielleicht Dant wissen, wenn über in einem Zwinger zu halten. Alle diese Bestimmungen treten Gänger des Gesangvereins Unverzagt(( S.O.) den Kirchhofs- Inwir den Steuertarif bis zu 4 pet. nach dem Beschlusse vom 1. April 1892 ab in Kraft. des anderen Haufes annehmen gegen feinen Willen. Wenn der spektor nach dem betreffenden Grabe. Der Beamte fragte das Grundsatz: Gleiches Recht für Alle" in seiner ganzen Nacktheit gegen, was der Fragesteller dort wolle. Es wurde geantwortet, bestehen soll, würde dann ein Herrenhaus mit seinen verschiedenen daß der Gesangverein an dem Grabe singen wolle, worauf der Berechtigungen vorhanden sein? 3 pet. ist einmal zufällig das Inspektor nach der Genehmigung der Kirchenbehörde fragte. Als Bedürfniß für die Steuer gewesen, und das soll nun etwas man ihm erwiderte, daß man eine solche nicht besize, da dieselbe Historisches sein? Warum soll dabei Salt gemacht werden, und nicht nöthig sei, fragte er nach den Liedern, die gesungen werden zwar bei Einkommen, bei denen die Höhe der Steuer eigentlich Der sogenannte Saussegen" ist ein in neuerer Zeit sollten. Hierauf erhielt er die Antwort, daß das Lied Im feine Rolle mehr spielt? Daß die Besteuerung mit 4 statt mit wieder sehr in Aufnahme gekommener Bimmerschmuck. In kunst- Reich der Gräber" gesungen werden sollte. Der Beamte fagte: 3 pet. die Leute vertreiben werde, ist durchaus nicht anzunehmen. voller Stickerei werden Sinnsprüche, je nach dem Bildungsstand. Das dürfen Sie nicht fingen" und ging weiter. Die Sänger Das eine Prozent mehr wird für sie nicht so drückend sein, daß punkte des Familienoberhauptes, ausgeführt, in eine werthvolle begaben sich darauf nach der Gruft und nahmen dort Aufstellung. fie deswegen alle geselligen und sonstigen Brziehungen aufgeben. Umrahmung gebracht, und dienen in dieser Gestalt zur Berzierung Als sich der Trauerzug dem Grabe näherte, begann der Gesang, Wenn Sie die 4 pet. nicht annehmen, begehen Sie eine große der Zimmerwände. Auf den Inhalt dieser Sinnsprüche braucht der aber von einem durch den Inspektor herbeigerufenen Ungerechtigkeit gegen das Land, indem dadurch die Beseitigung hier nicht näher eingegangen zu werden; diese knüpfen gewöhn Gendarmen unterbrochen wurde. Dieser verbot dem Dirigenten der Doppelbesteuerung verlangsamt wird. Ich kann es nicht verlich an wichtige Lebensereignisse ihres Besizers an, oder bringen das Singen. Der Dirigent entgegnete hierauf, daß auch ohne stehen, wie das den Finanzminister hindern fann an der Unter- Lebensgrundsäße deffelben zum Ausdruck, so daß die Bezeichnung sein Dirigiren weiter gesungen werden würde. Nach einem Wortscheidung zwischen fundirtem und unfundirtem Einkommen. Es Saussegen" nur sehr mit Vorbehalt aufzunehmen ist und eigent wechsel, bei welchem darauf hingewiesen wurde, daß der Beamte mangelt mir an dem Verständniß dafür, daß die Steuer von lich nur für den andelsartitel" Berechtigung hat, mit nicht berechtigt sei, in dieser Weise in die Feier einzugreifen, 4 pet. eine fozialdemokratische Maßregel sein soll. Die dem wir uns hier, so weit er zugleich Arbeitsprodukt ist, einige notirte der Beamte die Namen von zwei Genossen, die sich bereit Sozialdemokratie will das ganze Einkommen haben, ihre Macht Augenblicke beschäftigen wollen, erklärt hatten, die Verantwortung für das Singen übernehmen beruht darauf, daß die besigenden Klassen es vergessen hatten, Die Herstellung der sogenannten Haussegen hat fich in zu wollen. daß das ihnen gegebene Einkommen ihnen von Gott als ein lekterer Beit in Berlin als blühende Industrie entwickelt, blühend Fibeikommiß gegeben war, welches im Intereffe der Allgemein natürlich nur für den Unternehmer, der bei dieser Anfertigung Görligerit. 53 54, 3 Tr., ist ein Verfahren wegen Aufreizung Zengen gesucht. Gegen den Tischler Paul Böhm, heit verwendet werden muß. Deswegen ist es die Pflicht des eine größere Anzahl Menschen beschäftigt. Genannter Herr beHerrenhauses, die Bestimmung, welche das Abgeordnetenhaus an Wer die schönen Ausführungen der Inschriften, das Um zu Gewaltthätigkeiten eingeleitet worden. genommen hat, aufrecht zu erhalten. Es hatte eine solche Be- rändern derselben mit glitzernden Gold, Silber- und Kupferdraht, theiligte sich an der Diskussion, die in einer am 22. März d. J. stimmung aufnehmen müssen, wenn sie nicht in den Beschlüssen die bübschen Blumen- und sonstigen Verzierungen bewundert, stattgehabten Versammlung in der Oranienstr. 180, bei klein des anderen Hauses enthalten wäre.( Beifall.) der denkt wohl kaum daran, daß für die Arbeit ein unglaublich stattfand. Genossen, die sich des Wortlauts der dort gefallenen Graf Mirbach: Auf dem Gebiet der direkten Besteuerung niedriger Lohn gezahlt wird. Aeußerungen genau erinnern, werden gebeten, ihre Adressen bei fann ein fozialer Ausgleich wohl faum gefunden werden.( Sehr Es ist aber mit diesem Artikel, wie mit jedem anderen Herrn Böhm abzugeben. richtig!) Anerkennung hat die Vorlage nur gefunden in den neuen; anfänglich wird einigermaßen verdient, nach und nach Kreisen des Parlaments, aber nicht in der Bevölkerung; nament- geht die Theilung der Arbeit vor sich und schließlich ist auch gende: Es steht den Arbeitern in Grünau nur ein Lokal zur Die Grünauer Lokalkommission sendet uns das Fol lich gilt dies auch vom Tarif. Wenn schon eine beffere Einschätzung dieser Erwerbszweig auf das Niveau der erbärmlichst bezahlten Berfügung bei Robert Schmidt, Köpenickerstraße 108, Boltsgarten, eingeführt wird, so liegt in der Erhöhung des Steuerfaßes ein heruntergedrückt. Einkommens. " großer Fehler. Denn darin liegt ein Anreiz, das Gefeß zu um- Hierzu kommt bei dem in Rede stehenden Artikel nun noch wo der Vorwärts" ausliegt. Derfelbe liegt ferner bei Gustav gehen. Daß reiche Leute dem deutschen Baterlande den Rücken der so oft gerügte Umstand, daß Beamtenfrauen, Töchter der so- Rerger, Bigarrenhändler, Friedrichstr. 7 aus. fehren würden wegen der Steuern, genirt mich nicht; die Leute genannten besseren Stände, arme Vornehme und vornehme Arme Friedrichshagen! Bezugnehmend auf unfern Aufruf in können ruhig gehen. Aber es wäre leicht möglich, daß Jemand sich gern gereit finden, zu schlimmsten Lohnbrückern zu werden. Nr. 83 des" Borwärts" machen wir noch Folgendes bekannt: aus anderen deutschen Staaten ginge und namentlich wird sich Frauen und Mädchen, die eine solche Arbeit als Erwerbszweig Das für die Maifeier gewählte Komitee hat beschlossen, die Feier eine Verschiebung herausstellen von den kleinen Städten mit ergriffen haben, müssen dann bis 12 und 1 Uhr Nachts arbeiten, in Form eines großen Volksfestes zu begehen. Am 1. Mai große hohen Zuschlägen nach denen mit niedrigeren Zuschlägen, z. B. um einen Wochenlohn von 8-10 M. zu verdienen. Zum Be Volksversammlung im Restaurant Gisteller. Am 3. Mai von nach Berlin. Das ist aber sozial sehr bedenklich. Die 4 pet. weise führen wir hier die Löhne an, welche von einer Fabrit in Morgens 7 bis 10 Uhr Konzert an der Bahn. Mittags 12 Uhr sind doch schon ein Anfang zur höheren Belastung des fundirten Nieder- Schönhausen gezahlt werden. Der Vers: Besteht dem Festzug vom Restaurant Waldkater( an der Bahn) aus nach Das hat aber die Regierung nicht erklärt und Herrn Deine Wege und hoffe auf ihn, er wird's wohl machen", wird Bellevue am Müggelsee, woselbst Stonzert bis 8 Uhr. Nachmittags auch nicht erklären können. Dann aber sollte man auch jest in der bekannten Stickerei- Ausführung mit 38 Pf. pro Stück bezahlt; 4 Uhr Beginn des Festes auf Müggelschlößchen im Walde, mit noch nicht mit dieser höheren Besteuerung hervortreten. Ich halte der eine katholische Anschauung wiedergebende Vers:" Beschütze, Chorgesang, Festrede, Feftrebner Reichstagsabgeordneter Mag das Odium, welches das Herrenhaus auf sich nehmen soll, wenn o Maria, dieses Haus und alle, die da gehen ein und aus" wird Schippel, wieder Chorgesang, Vorträge des Gesangvereins 2c., es die 4 pt. streicht, für vollkommen für vollkommen bedeutungslos. für 82 f. hergestellt; die Herstellung dieses Verses ist durch die dann Konzert bis Abends 8 Uhr. Die Festordner find fenntlich Das Urtheil aller ruhig denkenden Männer werden wir Verwendung einer großen Menge von Blumen, die alle mit an weißen Schleifen, und bitten wir, den Anordnungen derselben Dabei hinter uns haben; das Urtheil aller Anderen existirt für Brokat ausgenäht werden müssen, besonders schwierig. mich nicht. Trachtet am ersten nach dem Reiche Gottes und nach seiner genossen recht herzlich ein, sich an unserm Feste e Folge zu leisten. Wir laden nochmals die Berliner Bartei Frhr. v. Durant hält die Wiederherstellung der Beschlüsse des Gerechtigkeit, so wird Euch solches alles zufallen" wird mit betheiligen, und erfuchen besonders die Abgeordnetenhauses für nothwendig im sozialpolitischen Interesse. 55 Pf. bezahlt. Einer der bestbezahlten ist noch der Vers, den welche dem Arbeiterfängerbund angehören, Durch die Erhöhung der Steuer auf 4 pCt. werde eine sozial- wir zum Schluß geben wollen: Glück auf, so tönt des Berg- Friedrichshagen kommen und gewillt sind, uns das Fest reformatorische Wirkung ausgeübt, und es werde der weitere manns Rus, tehrt er zum tiefen, dunklen Schacht; er weiß, Gott, verschönern zu helfen, uns vorher Mittheilung davon zu machen, Schritt der Steuerreform, die Ueberweisung der Grund- und der die Berge schuf, hoch über ihm im Himmel' wacht." Dafür Damit wir für genügenden Platz für dieselben forgen fönnen, Gebäudesteuer, erleichtert und beschleunigt. werden 60 Pf. bezahlt. Bis jetzt sind etwa 350 Sänger gemeldet. Buschriften find 3 Fürst Hayfeldt: Troz vieler bedenklicher Bestimmungen hat Man wird nach diesen Lohnfähen verstehen, was dazu richten an M. Wartmann, Zigarrenhändler, Friedrichshagen der Entwurf sich der allgemeinen Zustimmung zu erfreuen und gehört, um sich von diesem Erwerbszweige zu nähren. Nicht nur Friedrichstr. 122. Mit sozialdemokratischem Gruß: Die Partei Gefangvereine und nach genoffen von Friedrichshagen. Im Auftrage: F. Stetefeld; der Herr Staatsanwalt an, und läßt die größte Milde walten. M. Martmann. Zu einer Freisprechung kann es nicht kommen, da der Zettel auf den Rücken und die Bibel eine Schmähung der Religion enthalten. Das Urtheil lautet auf zwei Wochen Gefängniß. 45 Herein„ Gemüthliche Geifter". Große Theatervorstellung am Sonns abend, den 25. April cr., bei Meier, Ackerstr. 63. Hierauf Kränzchen. Anfang präs. 9 Uhr. Billets find zu haben bei Boß, Bergstr. 80, 2 Tr. Sozialdemokratischer Lese- und Diskutirklub Freie Denker". Polizeibericht. Im Hause Neue Roßstraße 2 fiel am 8 Uhr, in Kliem's 1. Stiftungsfest am Sonnabend, den 25. April Abends 23. d. M. Nachmittags einem Arbeiter eine mit Giern gefüllte Boltsgarten, Hasenhaide. Freunde und Gönner des Klul find herzlich will Kiste auf das Bein, so daß er anscheinend einen Knöchelbruch er- Mainz, 22. April. In dem letzten Ausstande der Schuh- tommen. litt. Er wurde nach der Charitee gebracht. Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer( E. S. Nr. 8, Zu derselben macher im Mai v. J. fand eine Versammlung der Arbeiter statt, Samburg), Bezirk 4. Bersammlung am Sonntag, den 26. April, Bormittags Beit wurde eine Frau in ihrer Wohnung in der Andreasstraße in welcher zwei derselben erklärten, es sei das Beste, die Arbeit s uhr, im Zotale des Herrn Manite, Waldemarstr. 12. Tagesordnung: im Bette liegend todt aufgefunden. Nach den Feststellungen des sofort niederzulegen, wenn die Fabrikanten die Forderungen 1. Abrechnung vom 1. Quartal. 2. Innere Staffenangelegenheiten. 3. Wahl Arztes hat dieselbe sich anscheinend mittelst Oleum vergiftet. der Arbeiter nicht annehmen wollten. Wegen dieser Aeußerung eines Bertreters zur Krankenkassen- Kommission. 4. Berschii denes. Achtung! Schneider und Schneiderinnen! Die Fili ale 3 des deutschen Vor dem Hause Breslauerstraße 29 gerieth gegen Abend ein wurden die beiden Arbeiter angeklagt, zum Ungehorsam gegen Schneider- und Schneiderinnen- Berbandes hält am Dienfang, den 28. April, 10jähriger Knabe unter die Räder eines vorüberfahrenden Pferde- die Gefeße aufgefordert zu haben; das Landgericht erkannte aber in seller's Festfälen, Bergstr. 68, eine Mitgliederversamma ung ab, wozu alle bahnivagens und erlitt einen Bruch beider Beine. Eine 60jäh- auf Freisprechung, weil sie höchstens zum Kontraktbruch auf- Sollegen und Kolleginnen freundlichst eingeladen sind. Vertrag des Kollegen rige Frau wurde zu derselben Zeit vor dem Hause Triftstraße 40 gefordert hätten, aber nicht zum Ungehorsam gegen Gesetze. Auf Lese- und Diskutirklubs. Sonnabend. Lese- und Diskutirklub von einem Geschäftswagen überfahren und am Unterleibe bedeu- eingelegten Rekurs hob das Reichsgericht das Urtheil des Land- Feuerbach" im Lokale des Herrn Schröder, Reichenbergerstr. 24. tend verlegt. Abends fand in der Königsstraße 27 ein Schau- gerichts auf und verwies die Sache zur nochmaligen Verhandlung eine" Abends 9 Uhr, im gofale des Herrn Bechlin, Hornstr. 11. Lefe- und Distutirflub des Arbeiterbildungs- Vereins in Wißensee, Röllfe- u. fensterbrand statt. an die Straffammer zurück. In der heutigen Sigung derfelben Charlottenburgerstraßen- Ecke bei Klebs. Gäste haben Zutritt. Paris Ecke Nue Monteignete sich das Gericht die Anschauung auf Aufforderung zum Deutscher foztaldemokratischer Befetlub. Ungehorsam gegen Gesetze an; beide Angeklagte wurden deshalb martre und Rue Ettenne- Marcel. Jeden Sonnabend öffentliche Versammzu je 20 M. Geldbuße verurtheilt. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Eonnabend. Abends 9 Uhr: Uebungsstunde, Aufnahme neuer Mitglieder. Gesang rerein, Freund= fchaft", Friedenstr. 48 bei Zollkühn. Gesangverein Sanges Echo," Staligerstraße 142 bet Greifer. Gefangverein 8yranta", Landsbergerstraße 81 bei Musehold. Grüne Giche", Nixdorf, Senesebeck- und Hermannstr.- Ecke bet Beiler. Gefangverein Glückzu" bet Bergmann, PrinzenAllee 10. Gesangverein Treuer Bund" bet ulrich, Arndt- und Friesenftraßen- Ecke. Gerichts- Beitung. geften vor Arbeiterbewegung. ausgerückt. V. Rogge über: Blüthen der Ordnung!" lungen. Bitherflub, ar= Tambour monte", 9 Uhr Uebungsstunde, Kaiser Franz- Grenadierplz: 7. " " Die Abzahlungsgeschäfte wurden wiederum in eigenartiger Weise in einer Verhandlung beleuchtet, welche gestern vor der 92. Abtheilung des Schöffengerichts stattfand. Die Wittwe Schmitz war der Unterschlagung beschuldigt, der Pfandleiher Linden. Heute fand hierselbst im Lokale des Wirthes Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Sonnabeni. Männer- GesangLeppert der Hehlerei. Die erste Angeklagte hatte von einem Th. Scheidmann eine von 1100 Bergarbeitern besuchte Versamm- verein" Bhonir", Steinmesstr. 76, bei Lemm. Aufnahme neuer MitgliederHändler eine Nähmaschine gekauft, welche ihr mit 125 M. ange- lung statt, in welcher Bauer Weitmar über den Pariser Berg- Mufitverein or wärts", Ab. 8-10% Uhr, Annenfir. 14, part. Bitherklub rechnet wurde und die nach dem üblichen Leibkontrakte erst ihr arbeiter- Kongreß referirte. Redner stattete in einer 14 stündigen Waldrose"," Abends 9 Uhr bet Kleemann, Lausigerstr. 41. Eigenthum werden sollte, nachdem die verabredeten Theil Rede Bericht ab, welcher mit großem Beifall aufgenommen Berein ,, Deutsche Eiche", Sigung 9 Uhr im Restaurant Techow, Waterloo- Ufer 14. zahlungen mit der letzten Rate erfolgt waren. Zu Neujahr konnte wurde. Eine Resolution wurde angenommen, welche lautete: Aufnahme neuer Mitglieder. Berliner Turngenossenschaft. 6. Männer- Abtheilung Abends von fie die Miethe nicht erschwingen, um Geld zu erhalten, verkaufte" Die heutige Versammlung erklärt sich mit den Beschlüssen des 8-10 Uhr, Turnlofal Mariannenplas 1a. 8. Männer Abtheilung. Abends fie die Nähmaschine für 40 M. an den Mitangeklagten Leppert, internationalen Bergarbeiter Kongresses voll und ganz einver- 9-11 Uhr. Lübeck'scher Turnverein. Die 1. Lehrlingsabtheilung von dem die Anklage annahm, daß er habe wissen müssen, daß standen. Sie bedauert und verurtheilt ganz entschieden das furni Abends 8-10 Uhr. Der Turnsaal befindet sich Königstädtisches Gymdie Maschine nicht Eigenthum der Verkäuferin war. Leppert be- schädliche Vorgehen einiger Belegschaften, jezt partielle Streits nasium, Glisabethstraße 57-58. Statklub Ram fch", gegründet 1. Oktober 1890. Abends 9 Uhr, Sigung ftritt dies, er habe die Frau gefragt, ob sie über die Maschine zu inszeniren, die im Einzelnen sowie auch im Ganzen verderb in Wily Schmidt's Restaurant, Wrangelfir. 141. Genoffe find freundlichst Stattlub, Ramsch", Fürstenbergerfir. 10. Humoristischer verfügen dürfe, welches bejaht worden sei. Mit 40 M. fei die lich werden können. Die Versammlung hält das strikte Festhalten eingeladen. Privat gebrauchte Maschine auch hinreichend bezahlt gewesen. an den Pariser Beschlüssen für unbedingt nothwendig und ist klub Adonis" bet Beib, Stoppenſtr. 75. Gäfte willkommen. Theater Gesellschaft Schneeglöckchen" im Lokal VeteranenDer Staatsanwalt Bettin. Giaconda", Abends beantragte Angeflagte nicht gewillt, davon abzulassen; andernfalls wäre ja Organisation fraße bet Theater- Verein gegen die 9 Uhr, Sigung. Abends 9 Uhr, Berein Lustige Brüder", Schmitz eine Woche bie und Beschlußfassung vollständig zwecklos." Gefängniß, gegen Leppert Brüderstr. 26. Vergnügungs- Verein Rustige 18", Abends 9½ Uhr, bei Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. CoßFreisprechung. Charleroi, 23. April. Vergnügungsverein Sorgen= Die befürchteten Ruheftörungen in Stebzeit, Wrangelfir. 30. Gäste willfom. mann, wies auf die ungesunden wirthschaftlichen Zustände den Walzwerken von La Louvière( Hennegau) sind nicht ein- brecher Mendelssohnſtr. 4, Sigung mit Damen. Göfte mitommen. Roller'scher Stenographen Berein Süd- West Berlin", Abends stehe der Preis, der den Abnehmern angerechnet würde, zu dem getreten. Es herrscht Ruhe; weder Polizei noch Gendarmerie ist 8% uhr, im Reſtaurant„ Bürger- Garten"," Sindenſtr. 105, unterricht unb Uebung. Rauchklub„ Goldene Quafte", 9 Uhr, Lothringerstr. 67 bet Brückner. eigentlichen Werth des Gegenstandes in gar keinem Verhältniß. Rauchklub, Dornröschen", Abends 9 Uhr, bet Restaurateur Pietsch, Hennigsdorferstraße 24. Auch im vorliegenden Falle sei der Preis ein viel zu hoher. Der Reisende habe der Angeklagten die Maschine fast mit Gewalt aufgedrungen. Frau Schmitz habe sich lange geweigert, den Kontraft zu unterzeichnen und schließlich, um den Reisenden los zu werden, erklärt, sie besige nicht einmal die 6 M., welche zur Diejenigen Zimmerlente, welche noch Gelder oder Marken ufer 14. Anzahlung gefordert würden. Nun habe der Reisende sein von dem früher bestehenden Gesellenausschuß haben, werden erPortemonnaie gezogen, zwei Thaler herausgenommen und das sucht, es bald an unterzeichnete Adresse abzugeben. Geschieht Geld der Angeklagten troh ihres Sträubens in die Tasche ge- das nicht, dann werden die Namen öffentlich bekannt gemacht steckt. Jedenfalls verdiene der Reisende durch den Verkauf einer werden. Der Vorstand. W. Zippke, Grüner Weg 14. Die Berliner Volts- Tribüne" erscheint jeden Sonnabend Maschine zu dem erwähnten hohen Preise weit mehr wie 6 M. Aufruf an die in der Musikindustrie beschäftigten Arbeiter früh. Abonnementspreis für Berlin monatlich 50 Pf. pränume und bringe deshalb das kleinere Opfer, um sich den größeren und Arbeiterinnen! Laut Beschluß der öffentlichen Versamm- rando( frei ins Haus). Ginzelne Nummer 15 Pf. Durch jede Verdienst zu sichern. Diese Ausbeutung des Publikums verdiene öffentlich festgenagelt zu werden. Der Gerichtshof zog diese Um- lung vom 20. d. M. ist der Streit über die Fabrik von Matz Postanstalt Deutschlands zu beziehen.( Preis vierteljährlich stände in Berücksichtigung und verurtheilte die Angeklagte Schmitz und Komp. aufgehoben, und an deffen Stelle beschloffen worden, 1,50 M.) Redaktion und Expedition SO.( 26), Elifabeth- Ufer 55. stände in Berücksichtigung und verurtheilte die Angeklagte Schmit den Zuzug fernzuhalten. Von den Streifenden sind noch elf zu Ausgabe für Spediteure:„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Beuthnur zu einer Geldstrafe von 30 W., der Angeklagte Leppert unterstützen; es richtet daher die Kommission an Euch die Bitte, straße 3. Nr. 17. Sonnabend, den 25. April. Inhalt der wurde freigesprochen. Der Kommis der herrmit den Sammlungen noch weiter fortzufahren, bis der letzte etten Nummer: Aus der Woche. Mann untergebracht ist und bis die Kommission an dieser Stelle fchenden Klaffe.- Die Börse als Heimstätte des modernen Raubritterthums. II. Etwas Berliner Statistit. Ein Ref: Agrarkommunisa die Listen einfordert. J. A.: J. Meyer, Andreasstr. 12, mus.- Vom freien Amerika.- Wie das Arbeitsprodukt vertheilt wird. Lite Die Ginkommen in Preußen. Europa verarınt! rarisches.Gedicht. Novelle. Sybel's Begründung des Deutschen Reiches durch Wilhelm I. IV.- Der australische Dockarbeiterstreit. Ein Haushaltsbudget. Der Triumph der Sittlichkeit. Vom Reichstag. mann war aber des Stanislawski Soziale Uebersicht. Versammlungen. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Sonn abend: Vergnügungsverein Bustige 18" 10 Uhr bei Siebzeit, Wrangel ftraße 30. Theatertlub, Selmerding" 9% Uhr bet Hanf, Tempelhofer Ufer 13.- Tambourverein, Deutsche Giche" 9 ühr bei Techow, Waterloounverändert. Literarisches. Isili Depeschen. Zwei höchst gemeingefährliche Einbrecher, deren dritter Genosse durch Selbstmord geendet hat, standen gestern vor der III. Straffammer des hiesigen Landgerichts I. Es waren Johann Friedrich Karl Hamann und dessen Bruder Ernst Hamann. Der dritte Komplize, Georg Nikolaus Stanislawski, ist der Kriminalpolizei durch Zufall entkommen und hat sich, wie s. 3. berichtet wurde, unmittelbar vor feiner Ergreifung in Leipzig eine Kugel durch den Kopf gejagt. Der letztgenannte war ein Der Fachverein der Steindrucker und Lithographen äußerst gefährlicher Einbrecher, der immer einen geladenen Re- hielt am 16. d. M. bei Feuerstein eine General- Versammlung ab. Von der Bibliothek politischer Neden( Berlag von volver bei sich trug. Er hatte unter falschem Namen eine Vor Eintritt in die Tagesordnung legten die Kollegen Mescha, Wörlein u. Comp., Nürnberg) ist soeben Heft 5 era Schlafstelle gemiethet, dem Kriminal Kommissarius eß. Neumann und Wilte ihr Amt im Vorstande nieder, da dieselben schienen. Dasselbe enthält: Sarro- Harrings erste Rede zu Ohren gekommen, daß der Vater in den Vorstand der Zentralisation resp. Filiale der Lithographen an die Nordfriesen über den Geist der Bewegung unserer Zeita ein alter Berbrecher gewählt find. Kollege Witzel gab den Kassenbericht. Die Ein- Epoche. Reden von Siebenpfeiffer und J. G. A. Wir th. verschiedene Male in dem betreffenden Wohnhause, wo nahme betrug 958,70 m., Bestand 871,63 M., Ausgabe 1596,54 m.,( Gehalten zu Hambach bei dem Nationalfest der Deutschen am der angebliche Schulz in Schlafstelle lag, verschwunden war und bleibt Bestand 283,79 m. Die Revisoren gaben den Bericht ab. 27. Mai 1832.) Rede von Theodor Curti über die Landeses wurde deshalb ein Polizeiagent mit der Beobachtung des daß sie Bücher und Rasse in Ordnung gefunden haben. Dem verweisung der Herausgeber und Redakteure des Züricher SozialHauses beauftragt. Nach tagelangem Warten bemerkte der Agent Kassirer wurde einstimmig Decharge ertheilt. Zum zweiten Bunft demokrat".( Gehalten im schweizerischen Nationalrath am den alten Stanislawski, welcher nach Verbrecherart erst in mehrere sprach Kollege Friedewald, und die Versammlung nahm den 20. Juni 1888.) Biographische Notizen über Harring, SiebenNachbarhäuser hineinging und dann das Haus betrat, in welchem Antrag an, für den Monat April feinen Beitrag zu pfeiffer und Wirth. Preis des Heftes 20 Pf. fein Sohn untergebracht war. Nun stellte ihn der Polizeiagent erheben. Zum dritten Puntt wurden die Ansichten und nach längerem Zögern gestand ihm der alte Stanislawski erörtert, den Fachverein sofort aufzulösen und eine zu, daß er zu dem im zweiten Stock des Hinterhauses wohnenden Liquidationskommission zu wählen, welche die verschiedenen AnSchulz wolle. Der Agent setzte sich nun in der Wohnung des gelegenheiten des Vereins zu Ende führen sollte, oder den Verein, betreffenden Vermiethers fest, um die Rückkehr des augen- laut Beschluß, noch drei Monate bestehen zu lassen. Es wurde ( Depeschen des Bureau Herold.) blicklich abwesenden Schulz abzuwarten, er ließ aber beschlossen, den Verein noch bis Monat Mai bestehen zu lassen, irrthümlich den alten Stanislawsti laufen und dieser fand und hierzu folgende von Kollegen Schädlich gestellte Resolution Gelsenkirchen, 24. April. Die Mittagsschicht des ersten und Gelegenheit, seinen Sohn von der ihm drohenden Gefahr zu be angenommen:" Die heutige Generalversammlung beschließt den zweiten Schachtes der Zeche Holland" ist heute nicht angefahren, nachrichtigen und zur schleunigen Flucht zu veranlassen. Der Fachverein noch bis Monat Mai bestehen zu lassen, jedoch für Bei den übrigen Zechen des Reviers Gelsenkirchen ist die Lage felbe ging nach Leipzig und hielt sich dort unter fremdem Namen Monat April feinen Beitrag zu erheben; innerhalb dieser auf. Durch ein Telegramm des Kommissarius Keßmann wurde Beit hat der Vorstand alle Geschäfte zu regeln um bann gemelbet: Außer der Beche„ Vollmond" streiken die Bechen Köln, 24. April. Aus Bochum wird der Köln. Volksztg." die dortige Polizei zur Verhaftung des Verbrechers aufgefordert, die letzte Versammlung einzuberufen, wo über Alles in demselben Augenblick aber, als der betreffende Polizeibeamte ein Rechenschaftsbericht gegeben und die Auflösung des Bruchstraße" bei Langendreer," General" und" Erbstollen" bei ihn festnehmen wollte, zog Stanislawsti einen Revolver aus der Fachvereins vollzogen wird. Der Unterstügungskommission Weimar. Im Ganzen sind 19 Bechen ausständig. Tasche, schoß, ohne zu treffen, auf den Beamten und tödtete sich bleibt es überlassen, ihre Geschäfte nach bestem Ermessen inner- stand auf den Walzwerken in Baume( La Louvière) wird am Brüssel, 24. April. Der seit sieben Wochen dauernde Ausdenn nur die beiden Angeklagten als seine Komplizen unter An- such an alle Kollegen gerichtet, welche noch Billets u. s. w. ab- Montag beendet sein. Die Arbeiter werden an diesem Lage wieder flage gestellt. Es handelt sich um eine Art von Banden zurechnen haben, dies unverzüglich zu thun, da die verschiedenen einfahren. diebstählen, zu welchen sich die drei Verbrecher vereinigt Kommissionen sich bereit halten müffen, bei einer Zusammen- diesem Jahre jegliche Rundgebung am 1. Mai unterfagt. Gent, 24. April. Der Bürgermeister von Gent hat auch in haben: sie gingen in der Weise vor, daß sie bei hellem Tage, berufung, welche innerhalb vierzehn Tagen stattfinden wird, Die Sozialisten bereiten trotzdem Demonstrationen für diesen diesem Jahre jegliche Rundgebung am 1. Mai untersagt. nämlich in den Vormittagsstunden, in der kurzen Zeit, ihren Bericht zu geben. Zum vierten Buntt macht Kollege wo die in den Wohnungen anwesenden Dienstmädchen kleine Friedewald bekannt, daß am 14. d. M. der Kollege H. Knoblich Tag vor. Wirthschaftseinfäufe machten, mit äußerster Recheit einbrachen verstorben ist. Die Versammlung ehrte den Verstorbenen durch Bukarest, 24. April. Ueber die bisherigen Wahlergebnisse and bort plünderten. Es lagen drei solchec Diebstähle vor: Am Grheben von den Sizplägen. Es wurde noch eine Revisions ist zu melden, daß 102 Ronfervative, 36 Liberale und 9 Unionisten 3 November v. J. sind dem Stellenvermittler Inliß aus seiner fommission, aus folgenden drei Kollegen bestehend, Schüß, Schäd- gewählt wurden. 40 Stichwahlen sind erforderlich. Wohnung, Mittelstr. 25, Gold- und Silbersachen im Werthe von lich und K. Schulze, gewählt. London, 24. April. Vier meuterische Soldaten vom 87. Ba 500 m. gestohlen worden, einige Wochen vorher hatten die taillon wurden heute vom Kriegsricht in Portsmouth zu zwei Spizbuben bei dem Kaufmann Meyer, Landsbergerstr. 40, einen In Nigdorf tagte am 12. d. M. eine öffentliche, gut be- Jahren Gefängniß verurtheilt. Diebstahl im Betrage von 585 M. ausgeführt und am 20. Df- fuchte Versammlung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) tober war in die privatwohnung des Restaurateurs Kraemer, für Nixdorf und Umgegend unter Vorsitz des Genossen Steinmar. Effen a. d. Ruhr, 24. April. Wie die Rheinisch- WestFriedrichstr. 128 eingebrochen und daselbst Werthgegenstände im Genoffe W. Schweizer hielt einen Vortrag über Zweck und Ziele Betrage von 150 W. gestohlen worden. Die Angeklagten be- der Gewerkschafts- Bewegung. In der Pause ließ sich eine große fälische Zeitung" meldet, hat sich heute Nachmittag auf denstritten ihrerseits, von den Diebstählen etwas zu wissen, der In- Anzahl Kollegen in den Verein der Bau- und gewerblichen Hilfsienigen Bechen, auf welchen der Streit ausgebrochen ist, und Bei Ber- welche noch Nachmittagsschicht haben, die Zahl der ausständigen halt eines aufgefangenen Raffibers beseitigte aber die von den arbeiter für Rigdorf und Umgegend aufnehmen. Bertheidigern, Rechtsanwalt Böger und Dr. Hermann angeregten schiebenem wurde an den Leiter der Versammlung eine Auf- Arbeiter durchweg vermehrt. Auf den meisten Zechen betrug bie Zweifel und der Gerichthof verurtheilte Garl Hamann zu forderung gerichtet, sein Amt als Vorsitzender des Vereins nieder- Bahl der anfahrenden Beute nicht über ein Zwanzigstel der fälligen 22 Jahren, Ernst Hamann zu 1 Jahr Gefängniß zulegen. Als der Vorsitzende den Schreiber dieser Aufforderung Schicht. Zu den Streifenden sind heute Nachmittag noch die Beersuchte, sich zu melden, ohne daß diesem Wunsche entsprochen legschaften der Schächte 1 und 2 von Beche Holland"; bei es streitt also dort bie Ein Maskenscherz brachte einem bisher völlig unbescholtenen wurde, fritisirte er ein derartiges Verhalten. Da dadurch eine Wattenscheib hinzugekommen Eisenbahn- Beamten eine Anklage wegen Beschimpfung der christ- erregte Geschäftsordnungs- Debatte entstand, wurde die Versamm ganze Belegschaft der drei Schächte, ungefähr 1400 Mann. lichen Religion ein. Derfelbe hatte auf einem Maskenball in lung von dem überwachenden Beamten aufgelöst. Die Gesammtzahl der Streifenden übersteigt jetzt 12000. Die Lichtenberg einen Priestertalar angelegt auf dem Rücken trug meisten Bechenverwaltungen haben die dringende Mahnung an er ein Platat mit der Inschrift: Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 26. April, Bormittags 10 Uhr, ihre Arbeiter ergehen lassen, binnen fürzester Frist zur Arbeit " affet die Kindlein Rosenthalerstraße as. Herr 2. Henning: Jesus Christus im Lichte der zurückzukehren, widrigenfalls sie als entlassen betrachtet werden zu mir tommen, aber nicht unter 16 fahren!" Wahrheit. Außerdem hatte er eine Attrappe in Form einer Bibel, die eine Bormittags is üht, sichtenbergerjir. al bet Betse eine General- Bersammlung bau und Gußstahlfabrikation haben diese Frist bis zum 27. April Der Verein Berliner Nagelschmiede hält am Sonntag, den 26. April, würden. Die Firma Krupp und der Bochumer Verein für Berg mit Spirituosen gefüllte Flasche enthielt. Nach Aussage der ab mit der Tagesordnung: 1. Bierteljährlicher Kaffenbericht. a. 23te ſtellen Zeugen war das Benehmen des Angeklagten durchaus nicht ver- wir uns aum Berband jämmtlicher in ber Metall- Industrie beschäftigten festgesetzt. Die Firma Krupp will die Arbeiter nicht wieder bea legend, von den Gebräuchen auf Maskenbällen feineswegs ab- Arbetter. 3. Verschiedenes. schäftigen, welche schon an den Streits von 1889 und 1890 theils weichend. Der Staatsanwalt erblickt in dem Gebahren des An- fammlung Brenabler. 33. gortua, ben gepr. s 1 bergenommen haben und bis zum Montag die Arbeit nicht wieder geklagten eine grobe Verlegung des§ 166 und beantragt vier fonft und jetzt. Nachdem: Gefelltge unterhaltung und Tanz, Gäste, Damen aufnehmen. Monate Gefängniß. Der Vertheidiger führt für seinen Klienten und Herren, willkommen. Entschuldigungsgründe an, namentlich weist derselbe darauf hin, Wagenbauer Sefirk 2. Sonntag, den 26. April, Bormittags 9% Uhr, im Briefkaffen der Expedition. daß solche Masten, speziell Mönche und Nonnen durchaus nichts voral instruct, Acterfir. 115: Abrechnung des ersten Quartals. Geltenes find, daß eigentlich doch nur ein dummer Streich vor- umgegend. Große Bersammlung am Montag, den 27. April, abends 8 Uhr, Für die Ausgesperrten gingen ferner ein: liege, daß eine Gefängnißstraße den Angeklagten um seine Stellung bei Bemter, Münzstraße 11. Zagesordnung: Bortrag. Distuſſion. Bereins- Unterstützungsbund der Hausdiener am Bußtage, Auktion bringen würde und daß unzählige andere Fälle von Religions- angelegenheiten. Berſchiebenes. eines Liederbuches in Johannisthal bei Senfileben 5,60 Mart. Vereinigung der in der startonbranche beschäftigten Arbeiterinnen beschimpfungen in Kouplets und dergleichen straflos ausgehen und Arbeiter. Wtontag, ben 27, the baftigten reiteranum Ertrag einer amerikanischen Auktion des Rauchklubs Urban Der Gerichtshof sieht denn auch die Sache etwas gelinder als tung bet Seeger, Grüner Weg 20. Ethische 26. April, Abends 7 Versammlung der Zentral- Kranken- und Sterbekaffe der deutschen Verein der Filfchuh- Arbeiter und Berufsgenossen Berlins und 21,10 m. " Gegründet 1873. Verlag des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 3. Wir halten auf Lager und empfehlen den Männer- Gesangvereinen zur Anschaffung: Clem. Zahn.„ Aufruf". Gedicht von Georg Herwegh. Auch für eine Singstimme mit Pianofortebegleitung eingerichtet. Erschien zum 1. Mai 1890, wurde von vielen Arbeitervereinen gesungen und fand begeisterte Aufnahme. Part. u. Stim. 1 M., jede Stimme 15 Pf., Lied 80 Pf. La Marseillaise v. Rouget de Lisle. Deutscher Text. Artangirt von E. Kirsch. Umdichtung von Andorf. 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Erster Wahlkreis. wenn nächst " abgeordneten Genossen Förster entgegen und zollten dem über als einzige und wirkliche Vertreterin der Interessen des anerkennenden Beifall. Förster sprach über die ohnehin schon genug gefnechteten Proletariats auch hier wieder Quittung über eingegangene Gelder bei der Generalfom Arbeiterbewegung, biefelbe vom kulturhistorischen Standpunkte die sozialdemokratische Partei sich erwiesen bat mission der Gewerkschaften Deutschlands in der Zeit vom 9. bis aus beleuchtend. Ueber den Vortrag ist bereits in Nr. 88 erklärt die heutige Versammlung, daß sämmt bürge 16. April. Kupferschmiede Berlins, durch M. Caffadelli 30,-des„ Vorwärts" ausführlich berichtet worden. durch Dr. Singeriffen lichen Parteien bas Recht abgesprochen werden muß, sich Deffentliche Tischlerversammlung, Glückstadt 8,70. Arbeiter: Bildungsverein, Friedrichsfelde 30,-. Won den Gutmachern in von den vortrefflichen Ausführungen, fah sich ein Genosse veran- volts vertretende Parteien zu nennen. R Dolhein( Belgien) 4,80. Allgem. Arbeiterverein, Bergedorf 20, laßt, dem Vortragenden besonderen Dant abzustatten die Ver- Die Versammlung er blidt nur allein in ber Die Vergnügten", burch Stromeier, Hamburg 45, Gesammelt fammlung aufzufordern, und dies sollte geschehen durch Erheben sozialdemokratischen Partei die Partei des durch die„ Volkswacht" von Arbeitern und Arbeiterinnen, Biele von den Sigen, eine Dankesbezeugung, welche Förster entschieden Boltes, und es verpflichten sich daher sämmtliche Anwesenden, ablehnte mit dem Hinweise darauf, daß der schönste Lohn für mit allen ihnen zu Gebote stehenden Kräften und mit allen feld 160,59. Ueberschuß einer Geburtstagsfeier, Samburg 2,30. marin bestehe, daß seinen Ausfahrungen gemäß gehandelt, die Mitteln die Bestrebungen der internationalen, Bigarrenarbeiter Buenos- Aires( Argentinien) 75,-. Verein der Gaft- und Schankwirthe Berlins 30,- Ueberschuß der Kommission Lehren der Sozialdemokratie in immer weitere Kreife getragen revolutionären Sozialdemokratie zu verwirt. zur Beseitigung des denaturirten Spiritus nach Beschluß der würden. Von einer Diskussion wurde im Interesse des gehörten lichen. öffentlichen Versammlung vom 11. März, Berlin 10,70. Weiß- Vortrages Abstand genommen, jedoch trat nach demselben eine Weiter besprach Genosse Miecker den Werth und Zweck der gerber Durlachs 15,-. Kommission der Tabatarbeiter Berlins längere Pause ein, in welcher zahlreiche Beitrittserklärungen zum Beschickung des internationalen Arbeiterkongresses in Brüssel und 240,-. Vertrauensmann der chirurgischen Branche, Berlin 100,- Vereine erfolgten. 3um Punkte Verschiedenes" nahm zu- auch Seitens der kaufmännischen Angestellten, welcher Ansicht sich nacht Genoffe Tas das Wort, um die Parlaments- die Versammlung anschloß und Kollegen Auerbach zum Bertreter Berband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzplätzen be merhandlungen der Neuzeit einer scharfen Kritik zu unter der Berliner Handlungsgehilfen und Gehilfinnen bestimmte. Bug schäftigten Arbeifer, Berlin 50,-. Gewerkschaftskommission, Stutt werfen und die sozialdemokratischen Abgeordneten gegen Aufbringung des Geldes wurde eine Rommission, bestehend aus gart 15,62. Drechsler Kiels 10,-. Ortsverein der Weißgerber, den ihnen von gegnerischer Seite gemachten Vorwurf, daß sie Ver- den Genossen Hinze, Penn und Lesser gewählt. petnom Karlsruhe- Mühlburg 20,-. Verein Arbeiterschutz", Hanau 100, Schneiderversammlung. patensi Th. Flafsig, Finsterwalde 11,47. Die lustigen Riempier Riels 6- hezer und Auswiegler der unteren Boltetlaffen feien, in Schußolonia zu nehmen. Redner hob hervor, daß die sozialdemokratischen In einer öffentlichen Versammlung der in der Bekleidungs120. v. weit radikaler 1,20. Durch H. W. v. B., Cellé-50. A. Dammann, Raffirer, rubifater feien, als ihre Beauftragten. Dies solle teines Montag Abend unter dem Vorsitz des Kollegen Rogge diesmal Kol's Bau, Winterhuderweg, durch Dempzin 10,55. H. W., Celle abgeordneten die Beauftragten der Arbeiter und diese vielfach induſtrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen, welche mal gols de llawegs ein Vorwurf für die Abgeordneten fein, sondern nur den in der Friedrichstadt tagte, besprach Rollege Täterom in einem lmost nou gegnerischen Vorwurf widerlegen und solle zugleich eine Mah- längeren Vortrage die Zustände in den sogenannten besseren Ge 9 marbled no mung an die herrschenden enthalten, bei Zeiten einzuschäften und führte darüber aus: Man sehe, daß die besseren" at now Tenken, da die Abgeordneten leicht in die Lage versezt werden Geschäfte immer mehr zurückgehen, um der Konfektion Platz zu fönnten, der in den Kreisen ihrer Auftraggeber bereits vielfach zu Tage getretenen Stimmung Rechnung tragen zu müssen.( Beifall.) machen. Während früher das Hauptgewicht und der Hauptwerth Gine längere Aussprache jand über das„ Komplott gegen die auf die Werkstätten gelegt wurde, zeige die Produktion heute schon geradezu horrenden 8um Rontrattbruch der Arbeiter. An einigen deutsche Arbeiterklasse" statt, und dasselbe wurde in gebührender fast ausschließlich einen kaufmännischen Charakter; um die Antrage im Wahlverein des ersten Berliner Wahlkreises der Genosse diesjährige Maifeier in die Debatte gezogen. Die Versammlung ständig abnehmen und daß die Kosten für diese auch noch dem Weise gewürdigt. Im Anschluß hieran wurde nochmals die fertigung fümmere sich der Unternehmer heutigen Zages weniger. Eine Folge davon sei es eben, daß die eigenen Werkstätten be Kotosty, welcher Art die kontrakte seien, deren Bruch man werlich darin einig, daß die Arbeiter dem Unternehmerthum Arbeiter aufgebürdet werden, indem dieser die Arbeiten in seiner ben Arbeitern zum Verbrechen mache und wohin die Strafbarkeit gegenüber sich politisch wie gewerkschaftlich fest zu organisiren eigenen Wohnung anfertigen müsse. Aber dort, wo noch eigent des Kontrattbruches führen müßte. Er führte nur solche Fälle an, die gerichtlich konstatirt sind. hätten. Wie der Vorsitzende bekannt gab, finden am 1. Mai d. I. Werkstätten existirten, da seien dieselben häufig in einem Zustand wurfährte So wurde in einer Konservenfabrit ein Wiädchen, daß anerkannterim Gisteller" zwei Versammlungen statt und zwar Vormittags maßen über hundert Stunden in der Woche gearbeitet hatte, als es für" diejenigen Genossen, welche den 1. Mai durch Arbeitsruhe anzutreffen, der jeder Beschreibung spotte. So sei es türzlich erst Hoflieferanten- Firma Faßkessel u. Münzmann, Unter den Linden, am 5.( oder mitter wie der Fabrikant behauptet am 4.) Sonntag Nachu feiern vermögen, und Abends für die anderen Genossen. vorgekommen, daß bei einem der feinsten Geschäfte, bei ber mit tag von der Arbeit fortblieb, ain anderen Tage ohne weiteres In der Abendversammlung wird Genosse 2iebknecht sprechen. Die Werkstätte polizeilich wegen der in ihr vorherrschenden ungefunden entlassen und ihr etwa 18 M. zurückbehaltener Kaution und rückständi- Der General- Kommission der Gewerkschaften Deutschlands wurden Beschaffenheit geschloffen sei. Viele Geschäfte hätten zwar ebeneinem gestellten Antrage entsprechend, aus der Vereinskasse zurückgewiefen; sie hatte sich verpflichtet, zu jeder Zeit, wenn es aufmerksam gemacht hatte, daß die Vereinsversammlungen Schultern auf die breiten Schultern der Arbeiter abgewälzt feien. gen Lohnes nicht ausgezahlt. Mit ihrer Klage wurde das Mädchen 100 m. bewilligt. Nachdem der Vorsitzende nochmals darauf falls eigene" Werkstätten, doch häften diese es auch so einzus daß die Vereinsversammlungen richten gewußt, daß die Erhaltungskosten derfelben von ihren verlangt wurde, zu arbeiten, und war also tontrattbrüchig. In einer großen Jute- Fabrik, die etwa 1500 Arbeiter be- vierzehntägig Dienstags stattfinden und daß die Ginladungen In den Geschäften von H. Hoffmann und Solms und Hußfeldt, schäftigt, ist es wiederholt vorgekommen, daß Arbeiterinnen, zu denselben nur durch Zeitungsinserat, nicht durch Säulen beide in der Friedrichstraße, finde man beispielsweise eine Art welche nach ihrer Niederkunft nach Ablauf der ersten Wochen anschlag erfolgen, schloß er die Versammlung mit einem welche nach ihrer Niederkunft nach Ablauf der ersten Wochen dreifachen Hoch auf die internationale, völkerbefreiende Sozial- Pächter, Kontraktoren, der Werkstätten. Hier müßte nun in allererster Linie Wandel geschaffen werden. Die Forderung, daß den nicht wieder zur Arbeit famen, die vom Lohn abgezogene bemokratie. d Arbeitern die Maschine und der Werkstattraum zum Mindesten sd pho Raution wegen Kontrattbruchs einbehalten wurde. In mitating einem Falle hatte das Mädchen einjährigen Kontrakt, der still- In einer öffentlichen Versammlung kaufmännischer An unentgeltlich geliefert werden, fet doch wohl nicht mehr wie billig. schweigend für ein weiteres Jahr als verlängert galt. Während gestellter, welche Dienstag Abend unter dem Vorsitz des Genossen Bei dem Neberhandnehmen der Konfektionsarbeit greife die Hausdieses Jahres heirathete sie und gebar nach 6 Monaten ein Kind. Lesser tagte, tam es zu ziemlich tumultuarischen Auftritten, welche industrie mehr und mehr Platz und da müſſe man auch mit ber Ihr Mann wollte hierauf nicht, daß seine Frau noch ferner in durch einige etwa 10 an der Zahl- Vertreter des neuge- sehr naheliegenden Forderung an die Unternehmer herantreten, die Fabrik gehe, da der Haushalt und zumal das Kind der persön- gründeten deutsch, freisinnigen" Handlungsgehilfen- Vereins wahr- Betriebswerkstätten in größerem Maßstabe, welche der modernen lichen Pflege der Frau bedurfte. Die Kaution wurde auch hier scheinlich als Resultat dieser neuen Organisation herbeigeführt Produktionsweise Rechnung tragen, einzurichten. Gerade die einbehalten und die Klage wegen Auszahlung derfelben zurückwurden. Zunächst hielt Genoffe Auerbach einen längeren mit hausindustrielle Produktion sei am meisten geeignet, den Arbeiter gewiesen. In dem Erkenntniß spricht der Richter es wörtlich aus, fehr großem Beifall aufgenommenen Vortrag über die Arbeiter auf das Aeußerste auszubeuten, ein Umstand, der vom Großkapital daß die Klägerin aller Wahrscheinlichkeit überhaupt keinen schuß- Gesetzgebung im Deutschen Reichstag, wobei er in seiner sehr bald erkannt worden sei und der nach Kräften ausgenutzt Grund gehabt habe, nicht wieder in Arbeit zu treten. eingehenden Besprechung des Verhaltens der einzelnen Parteien werde. Die Hausindustrie habe es auch ermöglicht, daß das SchneiderAlso die Fürsorge für einen Säugling ist kein Grund, der eine die bürgerlichen Mehrheitsparteien insgesammt nicht sonderlich gewerbe in die heutige traurige Lage herabgedrückt sei. Aus einer Mutter von der Fabrikarbeit fern halten sollte. Man traut glimpflich davonkommen ließ. Die kaufmännischen Angestellten fürzlich herausgegebenen Statistik der preußischen Strafanstalten Die fordert Redner auf, dahin zu streben, daß sie sich ebenfalls ge- gehe hervor, daß diese in der Schneiderei mit der Privatindustrie Fabrikdirektion hatte sich ihrerseits das Recht vorbehalten, meinsam mit allen anderen Arbeitern eine beffere Lebensstellung nicht mehr mitarbeiten könnten. Während früher die allgemeinen die Arbeiterin, wenn sie wieder in Arbeit treten wollte, erfänipsten und daß sie zu diesem Behuf von ihrem Dünfel ab- Klagen darüber gingen, daß die Gefängnißarbeit erhebliche Konnicht anzunehmen, denn in der Fabrikordnung nimmt sie außer lassen und erkennen, daß sie nichts weiter als Lohnarbeiter im turrenz mache, sehe man jetzt das ftritte Gegentheil, es mache nunmehr umgekehrt der gewöhnliche Arbeiter den Gefangenen allen ihr in derselben eingeräumten Rechten auch noch die der Dienste des Kapitals seien. Gewerbe- Ordnung ausdrücklich in Anspruch, und nach dieser ist In der Diskussion sprachen sodann Frau Reißner und die Konkurrenz. Ein schlagenderes Beispiel von der Schädlichkeit ein Krankheitsfall für sie ein Grund zur Lösung des Vertrages. Kollegen Holzmann und Mieder in ruhiger und fachlicher Weise der Hausindustrie könne wohl kaum noch erbracht werden! Da Ausnahmslos fast find alle Arbeitsverträge auf längere Dauer im Sinne der Ausführungen des Referenten. Der nächste Redner zeige ich eben wieder einmal, daß dagegen das einzige Mittel fo gehalten, daß der Fabrikant jeden Augenblick den Arbeiter entlassen aber bemühte sich aus Leibesträsten, sich der Vertretung des sei, die weitgehendste Benutzung des Koalitionsrechts.( Lebhafter kann, während der Arbeiter durch Rautionen und einbehaltene deutsch- freisinnigen" Handlungsgehilfen- Vereins würdig zu er In der Diskussion beleuchtet Rollege Pfeiffer noch einige Löhne an die Fabrik gebunden ist. Besonders machen sich die weisen und suchte, was ihm auch auf das Glänzendste gelang, Härten geltend in den Industrien und landwirthschaftlichen Be- die Bersammlung in bauchfellerschütternder Weise zu belustigen. Mißstände im Beruf und meint, daß man verlangen müsse, daß rufen, deren Arbeitskräfte sich aus den östlichen Provinzen rekrutiren. Auf seine zwischen den Ultereien versteckten heimtückischen An- erstens das Fabrikinspektoren- Wesen auch auf die Hausindustrie Die wenigsten Arbeiter wissen, wozu sie sich verpflichten, und griffe und Berleumdungen und offenbar wissentlichen Un- ausgedehnt werden müsse, und daß ferner mindestens ein Theil fallen ihnen selbst einige Härten auf, dann werden sie von den wahrheiten sowohl auf die sozialdemokratische Partei als auch der Fabrikinspektoren aus den Reihen der Arbeiter genommen Agenten und anderen Seelenhändlern damit beschwichtigt, daß auf den Referenten, was aber stets in so dummer und plumper werden müsse, wenn anders eine Aenderung in den Mißverhält man dieselben als nur der Ordnung wegen aufgestellt wissen will Weise gemacht wurde, daß die Absicht von Jeden, selbst dem Un- niffen eintreten solle.( Beifall.) Kollege Timm unterwirft das und daß der humane Arbeitgeber gegen ordentliche Arbeiter erfahrenditen gemerkt werden mußte, gab der Genosse Auerbach Berhältniß der Zuschneider zu den Unternehmern einerseits und davon nicht Gebrauch machen wird. Vom Kontraktbruch der ihm die gebührende Abfertigung. Da es jedoch nicht möglich war, den Arbeitern andererseits unter großer Zustimmung der VerArbeiter fann nur in den ersten Wochen die Rede sein; da kann diesen Menschen, die stereotype Ultfigur der Manchesterleute in den sammlung einer scharfen Kritik. Bum zweiten Punkt der Tagesordnung berichtet Rollege er sich noch ohne großen Schaden losreißen, da ist er wohl selbst faufmännischen Versammlungen, ernit zu nehmen, so war die dem fortwährenden Kriegsgeheul der Timm, daß die im vorigen Jahre gewählte Agitationskommission noch im Vorschuß. Später aber, nachdem er den Vorschuß und Zurückweisung unter die Reisekosten abgearbeitet und eine beträchtliche Raution fich wenigen" Freisinns" jünglinge eine mehr satyrische, darob aber sich gleich nach ihrem Busammentreten darüber klar geworden hat abziehen laffen müssen, ist er durch die Gefahr, diese desto gelungenere. Ihrer Wuth gaben die Freifinnigen" dahin fei, daß in erster Reihe eine Regelung des Arbeitsnachweis sowie sonstigen rückständigen Lohn( bei der Lohnzahlung wird Ausdruck, daß sie durch ein anderes Mitglied ihres Vereins unter Wesens erforderlich sei. Redner legt den Werth eines in den gewöhnlich ein Wochenlohn und noch mehr zurüdgehalten) zu der Form der Geschäftsordnung" eine Fluth von persönlichen Händen der Arbeiter befindlichen Arbeitsnachweises ausführlich verlieren, an den Kontrakt gebunden. Angriffen und Schmabungen über den Vorsitzenden und den dar und streist dann auch die jüngsten Enthüllungen im VorDie meisten Kontrafte find pacta leonina( 2öwenverträge, Referenten ergießen ließen. Als dann der Vorsitzende, nachdem wärts" über die Machinationen der Eisenindustriellen, welche fanamennt nach der Faber up, Berträge, in denen ein Theil alle jener Redner sich ausgetot batte, benfelben berichtigen wolte, gegen die Arbeiter zu gehen Arbeitsnachweis fich eine Sabbat wenigen schaffen Aber ebenso wie dort die Jagd gingen), im Hintergrunde des Saales Rechte und der andere Theil alle Verpflichtungen übernimmt, sogenannten" Freininnigen" einen derartigen Tumult, daß die würden auch im eigenen Beruf von den Unternehmern allentBerträge, die schon nach dem alten römischen Recht ungiltig offenbare Absicht herausleuchtete, die Versammlung zu sprengen halben ähnliche Maßnahmen getroffen gegen die Arbeiter. G Der Arbeitgeber, der solche Verträge abschließt, das Mittelchen mögen die Herren wohl in ihrem neuen Verein habe sich daraus mit Nothwendigkeit ergeben, daß Wandel ges darf sich nicht über Kontrattbruch beschweren, tout er dieses doch, bereits zur Bethätigung ihrer geistigen Bekämpjung" ausgeheckt schaffen werden müsse; vom 1. Mai ab werde daher ein Arbeitsso zeugt das nur von der bodenlosesten Heuchelei. haben. Ihr edles Vorhaben wurde jedoch durch eine Bertagung nachweisbureau, verbunden mit einer Herberge, errichtet werden. Der Kontraktbruch der Arbeiter, unter Strafe gestellt, gäbe der Verhandlungen vereitelt. Nach dem nach Wiedereröffnung Neben dem solle dann dort auch noch ein Auskunfts- und den Arbeitgebern die Möglichkeit, eine wirkliche Leibeigenschaft die Genossen Fischer und Lamprecht darauf aufmerksam gemacht Agitationsbureau geschaffen werden.( Beifall.) Es sprachen dazu einzuführen. Jeder Nothstand der Arbeiter gäbe ihm Gelegen hatten, daß man mit Absicht eine Auflösung der Verfamm- noch die Kollegen Zäterom und Rogge und wurde dann Kollege heit, Berträge von längerer Dauer, aber nur für die Arbeiter lung herbeiführen wolle, welcher Eindruck sich ihnen, da sie in der Timm einstimmig zum Vertrauensmann gewählt. bindend, einzuführen. Nähe der freisinnigen" Radaumacher faßen, aufgedrängt hatte Der Vortrag fand lebhaften Beifall. fi und nachdem sie den Vorsitzenden aufgefordert hatten, bei einer Unter Verschiedenem macht der Vorsitzende bekannt, daß der Wiederholung der Lärmszenen die Rubestörer aus dem Saale zu Verein zwei Zahlstellen eingerichtet hat und zwar bei Salzwedel, weisen, konnten die Verbandlungen fortgesetzt werden und es geKlosterstr. 88, und bei Gyner, Fischerstr. 8. Außerdem wurde langte folgende Resolution gegen 10 Stimmen die der Frei bekannt gemacht, daß am 3. Mai auf dem Bock ein Arbeiter sinnigen" zur Annahme: Der Verein Berliner Milchpächter hielt am Dienstag Maifest abgehalten wird und forderte der Vorsitzende zu recht Die heutige öffentliche Versammlung aufmännischer Arbeiter schließt sich der von dem Referenten gegebenen Abend unter Vorsitz seines neugewählten ersten Borfißenden Herrn reger Betheiligung auf. Genosse Täterom macht auf eine Anregung des Genossen Stritit des sogenannten Arbeiterschuß- Gesehentwurfes, wie Karl Bolle feine diesmal auch für die Allgemeinheit außer Gaffeler hin bekannt, daß in nächster Zeit eine öffentliche Volts- es der Regierung und den vereinigten Bourgeois ordentlich wichtige Monatssitzung ab. Als von weittragender Ferner wurde bekannt gemacht, daß das Lotal Belt 1 für partei en ihn anzunehmen beliebt, in allen Punkten an. Sie iſt Bedeutung stellte sich der Beschluß heraus, den Berein der Milchder Meinung, daß man in einer Verurtheilung dieses viel produzenten, dessen noch junge Geschäftsstelle sich Blumenstr. 70 Versammlungen nicht mehr zu haben ist. Zum Schlusse forderte eher den Namen Arbeitertrug- Gesez oder auch Arbeit befindet, wegen mehrfacher Lieferung von nach den Untersuchungen der Borsigende die Genoffen auf, in der nächsten Bersammlung geber fchu z= Gesez verdienenden Gesezes, welches noch dazu der Gerichtschemiker Dr. Bischoff und Jeserich durch Beimischung zahlreicher zu erscheinen; darauf wurde die Versammlung ge- in einer Zeit fommt, in der man in gewissen Kreisen vor Ar- von Kokosbutter verfälschter Butter bei der Staatsanwaltschaft beiterfreundlichkeit scheinbar förmlich überfließt nicht zur Anzeige zu bringen. Die betreffende Denunziation ist inzwischen schon durch den Rechtssynditus des Vereins, Rechtsfcharf genug vorgehen kann. In der Erwägung, daß alle bürgerligenparteien anwalt Dr. Freudenthal, erfolgt. Gegen den immer greifbarer Die Bersammlung, welche der sozialdemokratische Wahlverein für den sechsten Berliner Reichstags- Wahlkreis am 21. d. M. in des Deutschen Reichstages der sogenannte Deutsch- hervortretenden Plan der Wiilchproduzenten, durch Gründung Snebels Salon( Gesundbrunnen) abhielt, zeigte wiederum eine freisinn" Hand in Hand mit den anderen reaktionären Parteien, eines Hinges von Genossenschaftsmeiereien um Berlin die Milch höchft erfreuliche Betheiligung, wenngleich auch die Mitgliederzahl gemeinsam mit Butikamer, Stumm u. f. w. eifrigst bestrebt zu vertheuern, soll mit aller Energie vergegangen und demnächst des Vereins, wie der Vorsitzende, Genosse Giesboit, bemerkte, waren und noch sind, für die Unternehmer möglichst viele Vor eine Dentschrift in Bezug auf erforderliche Sauberkeit bei ber den Arbeitern dagegen möglichst Milchgewinnung ausgearbeitet und den Produzenten übermittelt noch immer hinter den berechtigterweise zu stellenden Anfor theile herauszufchlagen, ngen zurückbleibe. Die sehr zahlreich versammelten Genossen viele Fesseln zu schmieden, in der ferneren Erwägung, daß dieser werden. waren. schlossen. • 6. Wahlkreis. " Beifall.) Kollege Pfeiffer gab bekannt, daß am 1. Mai Abends eine öffentliche Versammlung bei Drschel, Sebastianstraße, stattfinde. Am 3. Mai Nachmittags 2 Uhr sei Treffpunkt das Lokal des Genossen Gründel, Dresdenerstr. 116, von wo aus man dann nach der Hafenhaide im geschlossenen Buge marschiren wolle, wo ein Gartenkonzert stattfinde. Arbeiter- Bildungs- Schule. Bis jetzt sind folgende Unterrichtslokale eingerichtet: I. Nord- Schule: Kastanien- Allee 53, II. Müllerstr. 179a, Süd- Schule: Hagelsbergerstr. 43, Südost- Schule: Reichenbergerstr. 133, Ost- Schule: Markusstr. 31, 1081 Evorabräu( à Glas 10 Pfg.) in Flaschen und Gebinden von 17 Liter an außer dem Hause empfiehlt 483L Otto Linke, Forsterftr. 45. Empfehle mein 529L Weiß- u. Bairisch Bier- Lokal. 0. Witzke, Stalizerstr. 61. Empfehle meine Destillation. Vereins- und Billardzimmer steht zur this Verfügung. Heinrich Sah, mas maito356L Markgrafenstraße 102. West- Schule: Stephanstr. 45, and festgesetzt ist folgender Lehrplan: Für die Ost- und Westschule: Sonntag: Bormittags 9-10 Uhr: Buchführung. 10-11 Stenographie.) " 11-13eichnen. Abends 81/ 2-10%/ 2 Uhr: Deutsch. 81/ 2-101/ 2 " Montag Dienstag Mittwoch 81/ 2-10%/ 2 Donnerstag: 81/ 2-101/ 2 Freitag: 81/ 2-91/ 2 " " " Sonnabend: 91/ 2-101/ 2 81/ 2-101/ 2 " " " " 10-11 11-1 " Naturwissenschaft. Geschichte. Rechnen. Allen Freunden u. Gen. empfehle mein Weiss- u. Bairischbier- Lokal. C. Nestle, 247L Wolliner- Straße 2. Empfehle allen Freunden und fannten mein Herren- und Knabenund KnabenGarderoben von R. Götze& Co. 168 Oranienstr. 168. Spezialität: Mittel- und feines Genre. Preisverzeichniß fertiger Gegenstände. A. Anzüge. 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Für die Südost- Schule Sonntag: Vormittags 9-11 Uhr: Nationalökonomie. " 11-12 12-1 Rechnen. Rechtschreiben. Montagabends 82-10%/ 2 Uhr: Geschichte. Dienstag: 81/ 2-91/ 2 " 21 91/ 2-101/ 2 " " Mittwoch: 81/ 2-101/ 2 群 " Donnerstag: 81/ 2-101/ 2 " 19 Freitag: 81/ 2-101/ 2 " # Sonnabend: " 81/ 2-101/ 2 " Buchführung. Stenographie. Naturwissenschaft. Geschichte. Zeichnen. Deutsch. Für die II. Nord- Schule: Sonntag: Bormittags 9-11 Uhr: Deutsch. " Abends 8/ 2-91/ 2 Uhr: Rechnen. Fr. Fröhlich, Naunynstraße 43. Empfehle den Genossen nnd Freunden 307L mein Weiß- und Bairisch Bier- Lokal. W. Zippke, Grüner Weg 14. Maitrant, st. 75 pf. Med. Ungarwein, s.1,50,2, Roth- u. Portwein, s. 1,50. Franz Beyer, 553L Prinzessinnenstraße Nr. 15. 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Stellungnahme zum Metallarbeiter- Kongreß zu Frankfurt a. M. event. Wahl von Delegirten. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Debatte. 8. Ergänzungswahl der Lohntommission. 4. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht, daß ein jeder Kollege erscheint. 429b Der Einberufer. elegante wollene 490 L 554L Stoff- Hosen Mode 1891. Wegen Aufgabe der fertigenGarderobe verkaufen wir die noch) am Lager: 2000 eleg.Sommer- Balet. von 7, 12, 15, 18 bis 20 Mart. 5000 el. Jaquet- Anzüge von 10,75, 15,50, 20 bis 25 Mt. 8000 vorz. Rock- Anzüge von 15, 18, 20, 25 bis 30 Mart. 3000 naben- Anzüge von 2,50, 3,75, 5 bis 8 Mart, verschiedene schöne Muster. eleg. Einfegnungs- Anz. von 12, 15 bis 20 Mart. von 500 Knaben- Hosen 1-4m. Gebr. Neustadt, Jerusalemer strasse 41. Ecke Krausenstr. am Dönhoffplatz. Tricot- Anzüge in blau, braun, grau oder mode 3-8 Mart. Burschen- Anzüge sowie Confirmanden- Anzüge sind stets in reichhaltigfter Auswahl vorräthig. F. Diverse. 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Man achte genau auf die an jeder Sohle anges bachter Rontrollmarke. Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2.