Ur.33Ä. 33. Jahrg. Bezugspreis: Licrteliährl.«.7S Mk_ monatI.S.2S Ml. frei ins Hcms. vorauszahwar. Einzeine Nummern 10 Pfennig. Poslbezug: Monallich 2,25 Ml., ejfL Zustellungsgebühr. Unter Kreuzband sür Deutsch« land u. Lesterrcich-Ungarn ä.bv LA, sür das übrige Aueland?.S0 Ml, bei täglich emmaliger Zustellung 7.60 Ml. Postbestcllungcn nehmen an Däne- Marl, Holland. Luxemburg. Schweden und die Schweiz. Eingetragen in die Post-ZettungS-Prcisliste. Der.BorwärtS' erscheint wochentäglich zweimal. Sonntags einmal. Telegrannn-Adrcffe: »Sozialdemokrat Berlin�. Margen-Ausgabe. Berliner Volksvlntt. Zcntralorgan der rozialdcmokrat» fd�cn partci Deutrehtands. ( 10 Pfennig") AnzeigeuprciS: Die achtgcjpaltcne Lloiipareillezeile loslct 80 Psg.„Kleine Anzeigen", daS fettgedruckte Kort 40 Psg.(zulässig 2 fettgedruckte Sorte), jedes weitere Wort 20 Psg. Stellengesuche und Echlafsteüenanzeigen das erste Wort 80 Psg., Ildes weitere Wort lö Psg. Worte über lb Buchstaben zählen sür zwei Worte. TeuecungSzuschlag 60°/<. Familien-Lnzeigeil, volitische und gewe-rschastliche BereinS- ilnzeigcn 80 Psg. die Zeile. Anzeigen für die ltächste Nummer müssen bis ä Uhr nachmittags im Hauptgeschäft. Serlm EW. LS, Lindenstrahe 3, abtegeben werten, Gebffnel bon S llhr früh bis 6 Uhr abend!. Ueüaktlon unö Expedition: EW. öS, Linüenstr. Z. Fernsprecher: Amt Moritzplatz. Nr. XSliS«-1SI.97. Dienstag, de« 3. Dezember Z.VI.8. vorwärts-verlag G.m.b. H., SW. S8, Linüenstr.Z. Fernsprecher: Amt Moritzplatz, Nr. SS KS u. 14K KA. Mas l>eutkckland zahlen foltl Haag, 2. Dezember.(Hollandsch NieuwSburekm.) Ter �arklmentarische Mitarbeiter der„Daily News" sagt, day fol- gende Vorschläge für Schadenersatzleistungen von den Alliierten gemacht wurden: 1. Während einer Reihe von Jahren soll Schadenersatz in Geld geleistet werden, und zwar sür sämtliche in Belgien und Frankreich angerichteten Schäden. Diese werden auf 2 bis -Ki Milliarden Pfund Sterling berechnet. 2. Sämtliche vernichteten Häuser in den Städten dieser lliebietc müsicu von deutschen Arbeitern aufgebaut und das zu dem Wiederaufbau notwendige Material von deutschen Arbeitern geschafft werden. 3. Soll Schadenersatz sür den vernichteten Schissban geleistet lverden. Dazu ist eine Vereinbarung Zwilche« den Alliierten und den Zentralmächtcn zu treffen, die dahingehen sollte, das, sämtliche deutschen Schiffe für Rechnung der gesamten Welt whreu, oder daß auf deutschen Werften neue Schiffe für die britische oder anderen Kauffahrtcisiotten gebaut werden. .. 4. Außer des Schadenersatzes für Belgien und Frankreich lst eine Entschädigung für sonstige Verluste zu zahlen. 5. Alles in Deutschland vorhandene Gold wird den Al- liierten ausgeliefert. fi. Von der Erzeugung der deutschen Kohlenbergwerke wird eine Abgabe erhoben, die eine Reihe vou Jahren beibehalte« üierden muß. Außerdem ist die deutsche Äohlcnerzcugung unter die Kontrolle der Älliierten zu stellen. 7. Tie Verheerungen in Italien, Serbien und Rumönirn lind gleichfalls wieder gutzumachen. Die Alliierten unö öer Exkaiser. Ein Entschluß des englischen Kriegsminifteriums. Amsterdam, 2. Dezember.(T. U.) Der parlamentarische Korrespondent der„Times" schreibt: Der Beschluß, Maß- nahmen gegen den früheren deutschen Kaiser zu treffen, ist augenblicklich eine Hauptfrage. In den letzten Tagen hat das K r i e g s m i n i st e r i u m die Angelegenheit untersucht und ist zu folgendem Entschluß gekommen: 1. daß es in der Befugnis der alliierten Regierungen siege, die Auslieferung des Kaisers zu fordern, 2. daß die englische Regierung alle notwendigen S ch r i t t e tun werde, um seine Auslieferung zu erlangen, 3. daß, wenn seine Auslieferung feststehe, der Kaiser sich bor einem Gerichte zu verantworten haben werde. Es wird weiter mitgeteilt, daß das Ministerium keine Schritte ergreife, ehe es sich mit den anderen alliierten Re- gierungen beraten habe. Es wird jedoch nicht daran gezweifelt, daß die französische und die italienische Regierung dieser Politik zustimmen. Es wird erwartet, daß diese An- gelegenbeit auf einer Konferenz besprochen werden wird, die heute in Downings Street zwischen Clemenceau. 8och, Orlando und S o n n i n o beginnen wird. Keine Anerkennung üer uns S.-Näte. Ein Funkspruch der englischen Flottenleitnug. Bon zuständiger Stelle wird der Telegraphen-Nnion mitgeteilt: �luf eine Anfrage ist heute aus R o s h t h von der englischen Flot- tenlcitung folgender Funchspruch an daß Kommando der deutschen Hochseeflotte eingetroffen:„Die Marinekommission der alliierten tklotten ist nicht beauftragt, mit dem Arbeiter- und Soldatenrat »der dessen Brrtreteru zu verhandeln." ilnftimmigkeiten in üer polnischen Negierung Anstritt preußischer Polen. Die in die polnische Regierung eingetretenen Polen Kor- santh, Schda und Bankier Englisch scheinen aus der Re- gicrung bereits wieder ausgeschieden zu sein. Die preußisch'» Polen sind bekanntlich nationaldemokratisch und klerikal, während Pilsudski und Garczinski Sozialisten und Dissidenten sind. Unsere Ukrainetruppen. Alles wohlauf— Heimtransport bevorstehend. Berlin, 2. Dezember. Zur Beruhigung aller Angehörigen der OtkupationStruppen aus der Ukraine, besonders, aus der Umgegend von Odessa, können wir mitteilen, daß nach' einem Funkspruch des Etappenkommandos 31 dort alles wohlauf ist Nirgends ist die Ruhe gestört.— DaS Stappenkommando 31, � die zweite schwere Funkabteilung Oberost, Swsfclstab 647, leichte' MunittonSkolonne 807, 079, 1025, Feldbäckireilolonncn 1/2, 224, 305, Flugzeug« 19 und 163 werden demnächst in die Gegend von Brest. Litowsk und dann in die Heimat befördert. Auch die Funker bei der Funtengroßstation Rikolajew sind wohlauf.! Englische MarinekommMon in Wilhelms- Häven. K i e 1, 2. Dezember. Wie wir von zuständiger Stelle er- fahren, ist gestern nachmittag eine Flottille von 12 englischen Z-rstörer», die durch den Sund in die Ostsee eingelaufen waren, in L i b a n angekommen.— Die englische Mo» rincko m mission wird morgen in Wilhelmshaven eintreffen. Für Friedenskonferenz. Weltpolizei! Haag, 2. Dezember.(Hollandsch Nienwsbureau.) Der „Dolly Telegraph" erfährt aus Washington Einzelheiten über Wilsons Pläne. Es steht jetzt ziemlich fest, daß die Basis der amerikanischen Pläne die Gründung eines Staaten- bundes der internationalen Seemächte für dieWeltpolizeizurSeeist. Weiter verlangt Wilson die Gründung eines Schiedsgenchtshofes, dem alle Mit» glieder des Völkerbundes sich anschl-retzen, ihre Zwistigkeiten diesem Gerichtshof zu unterbreiten haben, und die Entjchei- dung dos Gerichtshofes als Endurteil gelten lassen. Falls ein Volk sich weigern würde, dem Ausspruch des Gerichtshofes zu gehorchen, würde die internationale Polizeiflotte gegen dieses Volk vorgehen. Weiter wird vorgeschlagen, daß sämtliche ausgelieferten deutschen Kriegsschiffe den Kern dieser Polizeiflotte bilden sollen und zur Verfügung der Exekutionsgewall des Staatenbundes stehen. Großliberale Nischmaschpartei. Verschmelzung der deutschen demokratischen Partei und der deutschen Volkspartei. Wie WTB von beteiligter Seite erfährt, haben die über die Vereinigung der Deutschen demokratischen Volkspartei und der Deutschen Volkspartei geführten Verhandlungen unter den damit betrauten Persönlichkeiten zu einer vollen grundsätz- lichen Verständigung geführt. Die Abmachungen werden vor- aussichtlich morgen ihren förmlichen Abschluß finden. Mit dieser Einigung sind die Bestrebungen, einen neuen freiheitlichen und modernen Geist in die Politik des Bürger- tums zu bringen, endgültig gescheitert. Nach ver- heißungsvollen Ansätzen ist man wieder in den faulen Sumpf des Kompromisses herabgesunken. Ursprünglich hatten sich die besten politischen Köpfe, über die das Bürgertum verfügt, mit der Idee getragen, eine bürgerlich-republikanische Partei zu gründen, die alle wirklich demokratischen, sozial- fortschrittlich gerichteten Elemente des Bürgertums umfassen sollte. Der erste Aufruf konnte gewisse Hoffnungen auf eine Modernisierung der bürgerlichen Politik erwecken. Aber da die Sache Aussicht auf Erfolg zu haben schien, stellton sich auch sofort die Elemente ein. die eigentlich mit der Sache wenig zu tun hatten, aber hier ein besseres Unterkommen erwarteten, als wenn sie in den alten Parteien blieben. Sie wässerten aber gleichzeitig die Idee, das ominöse Wort„republikanisch" wurde aus der Firma gestrichen und nian begnügte sich mit einer„deutsch-demokratischen" Partei Immerhin blieb noch ein ansehnlicher Chor der Zurückgewiesenen, deren verhäng- nisvollen bisherigen Einfluß man nunmehr für ausgeschaltet hallen konnte. Die sitzgengebliebenen Herren K o p s ch, W i e- m e r usw. mußten sich noleas volens mit dem Mauerblüm- chenstüael der Nationalliberolen fusionieren, so entstand die „Deutsche Volkspartei". Aber die Trennung sollte nickst von langer Dauer sein. Schon nach einer Woche bat man sich wiedergefunden, unter dem Banner der„liberalen Einigung" wird die Verschwel- znng der beiden Gruppen vollzogen, in den Armen liegen sich beide— und wie früher sind die Herren Kopsch, Wiemer, Mugdan, Stresemann, Krause usw. obenauf! Auch den schwer- industriellen Flügel der Nationalliberalen hat man fürsorg- lich mitgenommen, damit auch ja kein Partikelchen an der Einiakell fehle. Der Liberalismus stebt geschlossen da— v o n Fuhrmann bis ,?>ello von Gerlachl Wir wollen dies schöne Bild der Einigkeit nicht durch weitere Betrachtun- gen stören. Nur eins muß festgestellt worden iwerirgend- wie zu den Erfolgen der Revolution stebt. für den ist in dieser Mischmaschgefellschaft g n ch nicht der mindeste P l g ß. Bei den künftigen Wablen wird es nur eine Partei geben, die das Vertrauen derwirklichdemokratischnndfreibeitkichden- kenden WäMer schichten beanspruchen kann: die Sozialdemokratie! Ja, wir haben die Kredite bewilligt! Seit Jahren lebte die deutsche Sozialdenwkratie mit einem Teil ihrer früheren Parteigenossen und noch mehr mit den Sozialisten des Auslands in Zank und Streit, well sie die Kriegskredite bewilligte. Besonders waren es die ftanzösischen Sozialisten, die sich über diesen angeblichen Verrat an der Internationale gar nicht genug entrüsten konnten. Sie selber bewilligten zwar die Kriegskredite, rieten aber den Deutschen, sich schlagen zu lassen und Revolution zu machen, dann würden sie schon dafür sorgen, daß der abzuschließende Frieden kein Frieden der Rachsucht und der Erniedrigung, sondern ein Frieden ohne Annexionen und Entschädigungen, ein Verständigungsfrieden, sein iverdS. Wir fanden diese Beweisführung nicht ganz eirckeuchtend, sondern meinten, in einem nun einmal entfesselten Kriege müsse ein jedes Volk sich seiner Haut wehren, so gut es könne. Auf den Verständigungsfrieden, den wir nach unserer Niederlage erhielten, wollten«vir uns nicht verlassen, sondern wir wünschten, dgß ein solcher Frieden geschlossen würde, noch ehe die deutsche Widerstandskraft erlahmt sei. So kämpften wir während des ganzen Krieges gegen zwei Fronten: gegen die Irrsinnigen, die glaubten, ein Krieg, den eine kleine Minderzahl gegen eine erdrückende Uebermacht führte, sei eine Gelegenheit, Beute zu machen, und gegen die Gutgläubigen, die meinten, es be- dürfe nur des Sieges der Entente und des Sdnzes der beut- scheu Machthaber, um das Glück der ganzen Welt, auch des deutschen Volkes, Herbeizuführen. Jetzt ist dos linke Rheinufer von den Gegnern besetzt, Deutsche stehen unter feindlicher Besatzung, General F o ch steigert mit jedem Tag seine Forderungen und droht mit Ab- bruch des Waffenstillstandes, d. h. mit der Besetzung des gan- zen widerstandslos gewordenen Deutschland. Das gestern 10 Uhr vormittags abgelaufene Ultimatum ist jetzt um 24 Stunden, bis heute vormittag 10 Uhr verlängert! In Jülich, wo die Belgier ein- gerückt sind, müssen Zivilpersonen beim Nahen belgischer Offiziere den Bürgersteig verlassen und den Hut abnehmen. Von den französischen Sozialisten hören wir aber nichts...! Dies alles ist vielleicht erst ein kleiner Anfang. Aber wir gestehen, das haben wir nicht gewollt, und darum haben wir die Kredite bewilligt. Unsere früheren Parteigenossen, die jetzigen Unabhän- gigen, sagten uns, wir zerstörten durch unsere Krcditabstim- mung die Aussichten einer internationalen Friedensaktion. Würden wir durch Ablehnung der Kviegskredite unsere Kriegsgegnerschaft dokumeufieren, so würden die Franzosen dasselbe tun, und dann tixivc die Möglichkeit gegeben, den Krieg durch eine sozialistische Aktion abzukürzen. Das war eine Auffassung, die ernster Erwägung wert war, aber ist es wirklich gerecht, über diejenigen, die sich ihr nicht anzuschließen vermochten, den Stab zu brechen? Das ganze bisherige Ver- halten der Franzosen zeigt, daß sie sich in ihrer Kreditbewilli« gung durch unsere Verweigerung nicht hätten stören lassen, und daß sie zu einer internationalen Aktion entweder nicht bereit oder nicht fähig gewesen wären. Clemenceau hatte ihnen jeden Verkehr nicht nur mit den sozialdemokrati» scheu Kreditbewilligern, sondern auch mit den imabhängigen Kreditverweigerern verboten, und bis heute hört man nichts davon, daß ihnen Pässe bewilligt würden, so daß sie mit den deutschen Sozialisten Fühlung nehmen könnten. � Die ganze Entwicklung seit dem Nioderbruch Deutsch- lands beweist, daß die Hosfinmg der Unabhängigen auf die internationale Aktion zur Verkürzung des Krieges Tran m und S ch a u in war. Die Gegner kannten ihre Ueberlegen- hell und ivaren entschlossen, von ihr rücksichtslosen Gebrauch zu machen. Wir deutschen Sozialdemokraten kannten diese Ueberlegenheit auch, betonten sie so oft und so scharf, wie dos unter der Zensur nur möglich war, und sahen in der Abivehr eines vollständigen feindlichen Sieges das Höchstmaß des Er- reichbaren. Dieses haben wir auch ehrlich und mit allen Kräften angestrebt, und darum haben wir die Kre- dltebewijligt. Man kann heute allerdings sagen: Hätte die Sozialdemo- kratie eine andere Haltung eingenommen, so wäre das e i n G l ück für Deutschland gewesen, denn dann wäre der Zu- sammenbruch, der jetzt eingetreten ist. früher ge- kommen, und wir hätten bei gleichem Ergebnis Menschen- leben und Güter gespart. Das ist logisch vollkommen richtig, nur würden wir nach gleicher Logik etwa auch Spione, die deutsche Truppen dem Tod und der Gefangenschaft ans- lieferten, Wohltäter SeS ösntsKen 5SoTTt?5 sei«. Nie ksnnte ein Sezialist einer ssls'en Ber-brect�rloüit Eingang in sein Denke« gewähren. Gegen die Niederlage kämpft man so lange man kann, sowie der Arzt gegen den Tod kämpft, der ja auch einmal komme« muß. Wir haben die Niederlage«'cht rewollt, und d« r u m ha»»« wir die Kredite be- willigt! Wir wußte« um die SchuS der deutsche« ffriegS- trMer, wenigstens viele von uns waren von ihr überzeugt. «sneilich waren w'�r alle zu gut se'chulte Sozialisten, um xlau- b?n zu können, daß einziz und aklein die Bosheit einiger Menschen einen sslchen Brand entfesseln könnte, und wir waren internatienal senug, um auch d a S klar zu sehen, was andere Zu dem großen Scheiterhausen beigetragen hatten. Ein« bMe AgitatianSPÜrase hat uns bescbukd'gt, wir dienten den derltschen Nkachsthabern, ober wir haben, sobald es mög- lich war, Wilhelm und leine Sippe davongejagt und über ihren Sturz Gesichelt. Was wir taten, tökn wir aus Liebe zu unsewm V»lk. Wir kannten eurch die Dehler nnd Verbrechen, die von den Machthaber« nach Kriegssusbrrich begaiwen wnr- den rmd laben fte bekämpft. In wem sahen die Begleiter zu allem Bösen, d« Annexionisten, Gewaltpolitiker, U-Boot- Skmd», ihr« einzig gesährliche« Gegner? In mis Sozialdemo- krat?«! Wir waren bei den hohen Militärs wirklich nicht be- liebt, man duldete unsere« Einfluß knurrend und wider- streb erb, weil man den offenen Bruch fürchtet;— der„Borwärt?" war trotzdem das meist Verboteue Blatt. Msr all dieses W' sse« und«II diese Erfabnmg konnten imfer« grundsätzliche Stellung nicht ändern. Warum nicht? Weil nns d»s, was seht furchtbare Wirklichkeit geworden ist, stets als schwarzer Schatten vor Augen stände und weil wir, w-nn»z kam, nicht ei« Quentchen von Schuld dawm mittragen nrochden. Darum haben wir Kredit« be- wiNgt, hsben wir daran mitgeholfen, die äußere imd die innsve Front vor dem Zusammenbrechen zu schützen. Wir Hab«« unssr Gut rmd Blut«ntzgeopfert, hch?« geraten, xe- Holsen, zewortet, wie wir konnten, eS war alles umsonst! Man Hot u«s wegen unserer Haltung mit dem Volks- stnm gedroht, dor uns hinwogfeae«, mit dem internationalen Kongreß, der uns ausstoßen würde. Wir stehen vor den Wahle« zur Natisnelversammlung und er- wart«« dm Spruch des Volkes, wir fragen täglich, wann Clemen«gÄU unseren Ankläger« gestatten wird, über und Ge- richt zu halten. W;r vertreten unsere Sache überall und sch-nisn kein Urisil. Wir schreien es ei�ch ins Eestcht: In, wir haben die Kredite bewilligt, weil wir unser B«lk liebe«, und jetzt, wo es im tief st en E I e« d ist, wissen w i�r e r st recht, lv i e s e h r w i r es liebe«! Wir haben die Kredite bewilligt, weil wir nicht nur internationale Sozia- liste«, sondern auch Deutsche sind, weil wir als Deutsche lebe« und sterben werden, komme, was da will! Das wKffZds�s? öe? rusiMet? Sotfchaft. Tie Rechmungen««fKefunden. Dmsch WTB wird i»nt«ci»ikt: ZTie- sich weiter he«»rsstellt, hat die fobhooe«»sfische Botschaft sich hie? nicht nur die Verbreitung von tostchewiMche« HMpaG«md«scheiften, sondern auch die Beschaffung von Waffen anGebcgen sein lassen. In dem Zuge, der die Botschaft an döe Grenze'beachte, hat sin Mit»lied der Rtsfion ei» Pitzitchen tati Papieren lioten lasso«. Darin ibefcrnden sich 21?!ech««ascn fifcrt Ankäufe kleiner Mengen von Waffen imd Munition. See erftrr der Erde".„Auf Sellanraa sprach nbsmand von seinen Grfithlen, und niemand bekannte seine Fehler". In den beid-n Roman«,„Kinder ihrer Zeit" und„Die Stadt Segelfotz" gab Hamftuu die Geschichte eines kleinen GctueiimusenZ, das die Unterneh««n>»»lu» eines amerikanische« Geschäftsmannes z» einer fthnelle« Kch«inHIsiie treibt. Aber der Geist dieser Grün- düng, dcirchauZ v-ipernatürl ch ime er ist, tränt de« Verfall i« sich selber, Dauer holen«ur Gebilde, die au« den ewigen und un« terändeWlch«! WaohstumSkräft-n doZ Leben», der Erbe sich speisen. I»»Tege« der Eode" setzt Hamsun d?m modernen Grünlder den o.k'e« Kolontzsatar pogenüber, der hinausgeht m die Raiur und mit setnor Hchch» Ardeit auf jrmasrsiu sich«» Bode« sei« Reich gründet; den Mensche«, der selber Natu? ist. e'n Stück Wiftmi»>md, ursprüngliche Erdkoaft. ES ist Geschichte vom ersten Menschen und seinem Kamps mit den Möchten, ft« ist, durch ,Hamsun» ge- wältige», schöpferisch»» Dichterwm. dte Geschichte der Menschheit. Ein?» DapeS wandert ein Mann, den Rucksack mit Mundvorrat und Handwerkszeug auf dem Rücken, gen Norden, in die Wälder. Er sucht unbetretene Wege, den Flüssen und Mooren entlang. Wo em überspringe über Fe!» Schutz bietet, nächtigt er. Aber an einer offenen'Stelle b-mnnt er /u kimen. Seine Wanderung hat ihr Kiel gefunden, Eise vrimiii»? Hütte entsteht. Erst lebt der Waldnaensch alt Iäaer und Fischer. Dann holt er sich-ine Ziege. Er wek-it-t im W«w-, fällt Bäume. Lappen kommen vorbe? auf ihre», Wauderungen und staune« de« Fremdling un» sein Werk an. Und ein«» Tages iotmi cm Weck da» SSegaÄ. Zsak, der Andrei Mitgliedern der Ost- und Westfront und der Marine, zusammen 19 Mitgliedern. In der Sitzung des Bollzngsrats vom 39. November sind die preußischen Mitglieder gewählt worden. Erschienen sind ferner als Vertreter Bayerns Haederich und Elsaß-LotbringenS Lemke. Die übrigen Vertreter müssen erst von den Bundes- staaten delegiert werden und sind Hiera« telegraphisch er- innert worden. Gärung unö Klärung in Sapern. Der Schweizer bayerische(Nesandtc gegen die Politik EiSnerS. Der Gesandte der bayerischen Republik in der Schweiz, Professor Dr.?r ö r st e r, veröffentlicht in der„Rünchener Post" einen Artikel, in dem er weit von GnSner abrückt. Er habe den Eesandtenposten auf Verlangen EiSnerS nur ange- uommen, weil er glaubte, daß die neue Regierung auf breitester demokratischer Grundlage arbeiten werde. Darin habe er eine Enttäuschung erfahren. Er habe noch die gleiche Hochachtung vor dem selbstlosen Charakter EiSners und halte viele seiner grundlegenden Ideen für ausgezeichnet und hatte„nicht? mehr gewünscht, als daß er deren Autorität durch seine Politik gestärkt hätte". Den Methoden ihrer Ausführung könne er aber seinen Namen auch nicht von ferne verbinden. Eisner wolle die Umgestaltung Deutschlands nur von einer bestimmten Klasse autokratisch ent- scheiden lassen. Darum kämpfe er verzweifelt gegen die Nationalversammlung. Dann appelliert er an das Gewissen und die Intelligenz der Arbeiter- und Soldaten röte: „Wir gehen aste miteinaader hzsfnnnzSloS zugrunde, tvir kommen i» einen Bankerott hinein, wie ihn die W-sttgrschichte noch nicht gesehen ha», wenn wir Deutsch? jetzt beim Wirderaufba» unserer Wirtschaft und Kultur nicht in wahrhaft gleichem Geiste zusammenhalten CS geht jetzt nicht an, daß weite Kreise in das verbitterte Gefühl getrieb-n werden, daß sie bei diesem Aufbau nu»Aefchaltet werden sollen Tie Fdee der Nati»ualvers«mml»ng ist da» Svnibol für die unrntbehrliäte AersShnung aller Klassen zum Werke der Rettung unseres Vaterlandes, vor Auflösung und schimpflicher Vevormundunz von aussen her." Förster schreibt, daß er in den letzten Tagen Eisner alles offen vorgelegt habe und daß er dieS nun der Oeffentlichkeit mitteile, um an alle„diejenigen zu appellieren, diein diesen Tagen die leitenden und kontrollierenden Funktionen in Händen habe n". „Zum Schluß ist zu bedenk«— und ich rede hier au» innerster Kenntnis der Sachlage— daß die Entente mit uns weder Frieden mache» noch uus Nahrung senden, sondern aller Vorausficht nach DrutschlandnachAblaufdeSWaffen- st i l l st a n d e S m i l i t 8 r i sch besetzen wird, wenn bis da, hi« keine Anzeiche« für die E i n s e tz u n g einer dauerhalten, den Willen de» ganzen deutschen Volke» zum Ausdruck briazende«! vertragSfShigrn Regierung zu bemerken find. Tie Verla ngerunz be» Waffenstillstandes und der Präliminarfrieden werden zweikell«» nur einer R'iierung bewilligt werden, die alles in« Work letzt, im beschleunigten Tempo die N a t i o u a l v e r- sammlung einzuberufen, wobei gegenüber der bringenden weltpolitischen Bedeutung dicker bcschlrunigtru Einberufung alle technischen Vedenffen zurücktreten müssen." Alle Anzeichen sprechen dafür, daß diese eindringliche Sprache in Bayern von den Arbeitern gehört wird und daß eine ruhige innere Entwicklung Bayerns nur gesichert werden kann, wen« Eisner rasch zur vernünftigen Würdigung der realen Erfordsrnisie sich entschließt. Der Termin öer Nationalversammlung. Kautsky für rasche Einberufung. In der Wiener„Arbeiterzeitung" setzt sich Karl Kautskq mit jenrn schwächlichen Kompromißtaktikern in den Reihen der Unabhängigen auseinander, denen ouS Rücksicht auf die bolschewistisch« KeisteSverwirrunz mancher ihrer Anhänger der Wahltermin zur Naftonalversammlung grm nicht weit genug hinausgeschoben werden kann. KautSktz findet, daß sich die sozialistische« Wahlaussichten durch HinauSzögerung des Termin? nicht veibessern, sondern verschlechtern. Er glaubt an die sieghaft« Kraft deL sozialdemokratischen Programm?, meint ober: siedle?, bietet ibr EBbaeh, und sie bleibt bei ihm. Und nun sind Fna-r und Fswk die beiden ersten Menichrn. B»n Fuger und Flak, den Gründer« von Selairraa, den Ctamnwlrern eine» neuen Belkes, handelt Hamsim« Roma«, Es ist nrciu ganz klar, wober Fnger dsS erste Hmaf genoiumen, da» sie in d e Einsamkeit bUngl, und da» d?r Grundstock ihrer Herden wird. Ueberhaupt nimmt mm et zuerst aus Eelamraa nickv ganz genau mit dem Gesetz. Man vertraut der Natur, die die Dinge alle»n Ordnung bringt, die besser Ordnung schafft, al» alle Gesetz?. Fn�wischen gedeiht Selanraa im Zusammentv-irken der beiden Menschen mit der Nosirr. Au» der ärmlichen Holzhütte wird ein mächtiger Hof und Selaunaa tritt in das Zeitalter der Geschichte. Die Kinder wachsen heran. Fsak, der Geschlecbwrgründer, steht sicher und Hoheitpoll da in natürlich«? Würde als Herr des Bodens und als der Schöpfer einer neuen W-lt, geadelt durch d e Arbeit und das Gewicht seiner Per'önlichkeit, Andere Zeiten kommen. Glück und Unglück kommt. Di« Me nicke« gelang,« in die Höhe hinauf und bringen die Segnungen der Zivilisation und den Raub- geist des Gründe riurus mit. Aber all da» kann Fsaks erdfester G cherheit nicht» anhaben. Er ist unbezwinglich wie die Natur, in der er mit seinem Werk» gegründ-ff ist. Er ist der Bleibende, der Unvergänglich-:„Ein Wiedererstandener«u» der Borgeit, der in die Zukunft hiuaukdeutet, ein Mann au? der ersten Zeit de» Acker- baue», ein landaus, landab bekannter Mann, neunstuntdert Fahre alt und doch wieder der Mann d S Tage?." Zu feinen Füssen treibt die Menfckengeschühte ihr'wandelbare?, vergängliche» Wesen; um fein Haupt-cher weht der Atem der Etviykeft. Fsak von Selaiwaa ist die Erde selber, das erdhafte Wesen de» Menschen, Nr»3 alle» andere überdauert und da» die ewig ja nee Kraft nens« Anfang» ist, Roman nennt Hamsun die Sage von Fnk von Selanraa, Man muß diese Dftbtuna böh-r bewerten in ihrer um- fassenden Kraft, Sie ist mehr als Roman, al» GesestsckaktSbild; sie ist ein Epe»?: da» Ero? de» Urmenschen, da? Epo» der Tckolle. Nickt nur am Bild von Zustände«, die sistsam'h-it de? Leben» über- bauvt ist hier er-aßt. Der Roman wird zur Geschichte; Fftik, der H'ft de» Roman». Nnrd zum Bertrestr der Estcktunq, Da» Werk er- ssält etwas von der Würde und Erhabenheit der alttestamentariscke« Berffhte au» der Patriarchenzeit. Hinter dem Buche steht eine be- stimmte Tandem' aber unter Hamsun» Bildnerhawd wird alle» Leben, ursprünglichste? Sein. Und da» ist ganz wundersam, wie Hamsun die Dino« bildet, wie da? Leben unter keinen Händen sließ'nd wird. In seiner Gestaltung ist etwa? Unerschövflichr?, das sich ebenso wenig ml Slawen läßt tvi- die Raiur selber. Hier ist auch im Dichterischen eine Rückkehr zur Natur, wie sie nur den ganz Grassen gegeben ilt, zu einer Einfalt de? ftühlen» und de» S'henS, die hvchste» Dübtertziim beben det. Alle» ist gmiz wnlach und»och ba« stärkster fteistiger Kraft durchlauchtat. H amecher. Durch das Warten wind diase sieghafte Kraft mchi gestärkt. sondern geschwächt, weil e» den Eindruck der Unsicherheft, der Zaghaftigkeit, be? Mangel? an Zlstrauen in die eigene Kraft her- Vorruft, und da» ist da? Schlimmste dort, wo e! gilt, schwankende, unschlüssige Elemente zu gewinn««. Man will dee kanstituiermide Nati»n»l»erfammlu«g erst zusammenrufen, nachdem man sog!«- liftische Maßregeln durchgeführt bat. Wie will man aber solche durchfübrem mit der bislwrigen Et�oatlmaschinerie? Und»ie will man deest! einheitlich und gründlich für»a» ganze Reich ändern ohne kanstftuierende Natianalverfammlung? Das Veranlaßt unS, nochmals sestzustelle«, daß in der Frage des Wahlterm'ms die Sozialdemokraten immer die treibende Kraft, die Unabhängigen stets die Brewiier gewesen sind. So wie die Unabhängigen jetzt gestellt sind, ist es im Zusammenarbeiten mit ibnen wahrlich nicht leichter, der Vernunft zum Durchbruch zu verhelfen, als seinerzeit im Zusammenarbeiten mit den bürgerlichen Parteien. Die Un- abhängigen sind eine selbständige Partei, sie legen sogar sehr großes Gewicht darauf, es zu sein, für ihre Fehler tragen sie also allein die Verantwortung, die Sozialdemokratie hat daran keinen Anteil. /tos öem Wahlgesetz zur Nationalversammlung. Die Jeftfteliuna öes Eraebnißes. Den Beröffeutlichungen über das neue Wahlgesetz»ntnehmen wir noch folgendes: Fn i-.e Wählerliste sind alle Wahlberechtigten� nach Zu- und Bornamen, Alter, Gewerbe und Wobnunnen in alphabetischer Ordnung einzutragen, ES können nach A.'schlrchtern getrennte Wähler- listen angelegt werden. In den Stödt n dürfen die Wählerlisten auch in der Art angelegt werden, daß die Straßen nach der alpha- betischen Reihenfolge ihrer Namen, innerhalb der Straßen die Häuser«ach ihrer Nummer und innerhalb jedes HauseS die Wahlberechtigten in alphabetischer Reihenfolge eingetragen«erden. Nach dem Ablauf der AuSlegungSfrist können in die Wähler- l' st« Wahlberechtigte nur in Erledigung rechtzeitig eingebrachter Einsprüche aufgenommen werden. Verlegt ein Wahlberochtigtcr nach diesem Zeitpunkt seinen Wohnsitz nach einem and ten Stimm» bezirte, so ist er berechtigt, sich nach Löschung seines Namen» in der Wählerliste feine» biehengen Stimmbezirkes auf Grund einer hierüber von der Gemeindebehörde auszustellenden Bescheinigung im Stimmbezirke seines neuen Wohnsitzes nachträglich in die Wählerliste aufnehmen zu lassen, Jeder Stimmbozirk toll durchschnittlich 2500, höchstens 3300 Einwohner nach der Volkszählung vom 1. Tezember 1010 umfassen. Die Wahlkommissare sind unverzüglich nach dem Erlasse dieser Denordnung zu ernennen; die Ernennung ist öffentlich bekannt- zugaben. Den Wahlkommistar ernennt für die preußischen Wahl- kreise, fall» sie mehrere Regienungsbezirke umfassen, der Ob.'r- Präsident, sonst t-erpieaeru netzt Präsident. Gehören zu diesen Kreisen die Gebiete anderer Bundesstaaten, so sind zuvor die beteiligten Landesregierungen zu hören, Der Volkskommissar hat spätesten« 4 Wochen vsr dem Wahl- teg zur Einreichung von Wahlvorschlägen durch eine Bekannt- machung in den zu amtlich n Aeröffentlichunaen dienenden Vlät- kern de» Wahlkreise» aufzufordern. Wahlvorsckläge können einge- reicht werben, sostald der Wahllomm siar ernannt ist. In jedem Wahlvvrschlagr soll ein Vertrauensmann bezeichnet lveeden, der für die Berhandli-neen mit dem. Wahftsmmissar und dem WatzlauSfchuffe zur Zurücknahme des Wahlvorfchlagrs fotrie zur Abgabe und Rücknahme von Verbinduna-kerkläruagen I» voll- m ächtigt ist. Fn derselben Weise kann ein Si-llvertre!er deS Bor- frauen»m«n«s b-nzeicknet werden, stehlt die Bs-eickmung deS Vcr- trau-«»man n»� so ailt de? erst« llntenzeichner als solcher, Fader Wahlvorschlag darf nur einer Gruppe v»n verWndenen Wahlv»rs«bläae« angehören. Fn den Wablporichlögen werden die Namen der Bewerber gestrichen, derer. Persönlichkeit nicht feststeht. deren ZustimmungSerkläruug fehlt, die nachgewiesenermassen nicht wählbar find oder die auf mehreren Wahlvorschlägen desselben Wahlkreis?» genannt sind, Bewerber, die auf demselben Wgblvor- schlag mehrnralS genannt sind, gelten als nur einmal vorgeschlagen. Bleiben danach auf einem Wahlvorschlage mehrere Namen stehen, als nach den Reich»«ahigesetzen zulässig sind, so werden die Namen gestrichen, die in der Reihenfolge der Benennungen der gesetzlich zugalaffeuen Zeit nachfolgen, Di« Wahlhandlung beginnt um 0 Uhr vormittag?. Der Wahlvorsteher lädt d»e Mitglieder des WahlvorswndeS spätestens am dritten Doge vor dem Wahltag ein, bei Beginn der Wahlhandlung zur Bildung de» Wahltwrsiandes im Wahlraum zu erscheinen. Die Bestimmungen über die Wahl entsprechen den bekannten de» ReichSwahlzefetze». Wa» glaubt Ihr. wie es tut, wenn so ein Rücken, Daran gewöhnt, sich vor dem Herrn zu bücken, Sich straffen kann, Wenn ein» Hand, die nur im fremden Lohn« werfte, Den eignen Bau im stuudwmente stärkte Und ungehindert an ihm schaffen kann. Was glaubt Ihr. wie e» tut, wenn, was für Traum gehalten, Zu Lebe« wird und Dinge sich»estalten, Die schattenhaft Bor heißen, tiefen SehnsuchtVblicken schwammen Und die ein Volk aus einem Meer von Flammen Erlösen half duch seine eigene Kraft.... LeoHellcr. Notizen. — Vorträge, Die Berliner Sezassion veranstaltet am Sonnabend, fs? Uhr, einen Vortragsabend deS Schrfftst-llerS Adoft b. Hatzfeld. Der erblindete Dichter wird u. a. aus seinem Prosa- werk„Franziskus" vortragen. — Musikchronik. Ein Ottv-Nicolai-Abend findet Mittwoch, den 4. Dezember, im Lessingmusenm statt. — Max K re tz e r s großer Berliner Sitienroman„D i e verkommene n", ein bezeichnende? Werk he? deutschen Natura. liSmuS, ist soeben in 10. und 11. Auflage im Verlage von Elischer Nachfolger in Leipzig erschienen. — Der Verlag Alber tLangen in München konnte am 1. Dezember auf 25 Jahre erfolgreicher Tätigkeit zurückblicken. — Da» Nordische Institut der Universität GreifSwald. da? am?1. Juni 1617 ins Beben gerufen wurde, soll eine Brücke de? Berständmsse» bilden zu den vier nordischen Staaten Schweden, Norwegen, Dänemark und stinnland. Uebcr feine Entwicklung im ersten Jahre seine? Bestehen? berichtet Prof, Dalman in der„Internationalen Monatsschrift", Der Gegenstand der Arbeit de» neuen Jusiituis umfaßt die staatlichen und rechtlichen Verhältnisse der vier Länder, ihre politische und Wirtschaft- liche Gestaltung, ibr künstlerisches Schaffen und ihre Wissenschaft, dirS alles auf dem Grunde der natürlichen DorauSsetzungen. die sich bis auf das geologische Werden ihre? Erdbodens erstrecken. Als Schlüsse! zu dem geistigen Wesen der Nordländer müssen ihre Sprachen betrachtet werden, die in höherem Maße als bisher Est- meingut der Gebildeten NorddeutfchlandS werden sollen. — K un st I u r ii 8 st e n e r in Amerika und England. Nicht nur in Teutschland, sondern auch in Amerika und Enuland wird nun die Besteuerung der zum Verkauf gelangenden Kunstwerke durchgeführt werden, und zwar wird die Stenerschraub- dort«och nachhaltiger onoezogen als bei u»S: die«nnerikamsche sieht 20, die englische 16>l Prvz. vor. Uer Berliner Asyl-Verein für Obdachlose hat einen tlefschmerallchen Verlust erlitten.' Der Vorsitzende des Vereins, Herr Alfred Boehm ist am 2g. evember d. J. gostorb*«. Der Verewigte hat jederzeit sein» reiche Erfakrjntf I und seine ganze Arbeitskraft in den Dienst daa j Vereins gestellt und sich mit seinem warmen, friüh- [ liehen H»rzen die Liebe und Freundschaft seiner Mft- | arbeltcr erworben. Sein Andenken wird In derOeschiehte des Vereins in hohen Ehren mitleben. 157/i| üfFÜBET Asyl-Vereia fiir ßb�aclilßse. i1»»esi.MA»MnS«W. Alllale Verlin. e-bostirntür. m-g». 1 Unseren Mltglledcm Hiermit zur Nachricht, deß der Kalcx». A»stümschneid«e orothee«s«r. Haut-, Maro-, letchiechit-, Frauenleiden, ■ex. N-urasthcnle. Kurze Be landla. ohne Berutsitürung. "eilz.HarB- u. Blutuntersueh. IprechsL I»-I, 6 8. Sonntats 0-1. Tel Zcntr. 8879. 1173L* Haut., Harn-, EeschleMs-, Frauenleiden. Schnell«, stdirre Behondlung, »hne Berussftilrung, ITjiihrige Podli«, 5175» KUKN Aiidrrasftrafir 75, eiutf!!, keke Breslmter Gttoße, dicht am Schiefischen«ahnh»f. Sv-echsh l« I. b-».«onnt. l« l». Aus dsm?esd zurfttk Zahnarzt Orbacii Alexander«tr. it. Telephon t Alexander 8548. "Ausliem Felde zurlcit Dr. Paul ßeieh. NW, Lev- teaavatr. II, M M ÄUMg! Diejenige Person, welche am Sonntag oben» im Apollo- Theater die schwarze vrirf- taschr eufacbahfu hat, ist er- kannt worven. Da wstrgrnbe» Geld VlUitärrigenhim, Hl bie Tasche an der Kaffe de,«p«>o» abzugeben, anbernsaU, Anzeige erstattet wird. W4b .74. k»rl«V«Ior. Mmaek Spezialarztaeylr; •ypnill«. Haut-, Harn-, Oe- chtcchts-, Frauenleiden, Bein- rankc,Biutunier«u«aung,B- taadl. sich., schmerzt, u. ohne lerulsstdi.Teilz. Sep Dament. 'rledriclistr.iai 4-8.(Sonntag» 1H Uhr.) SK-ÄMl Sc. med. Caao« >rh. schnell, gründlich, möglichst dimerzlos u. ohne Berufostör. icschlcchtskrankh., geheime laut-, Harn-, Frauenleiden, 'Cbv. Sehe, erprobteste Dletqob. hm- und Blutiintersueliung, (öislpJm�Äi £pr. 10— 1 u. 5—8, SonntlO— L Aus dem Felde zurück. Df. mi Freymaan, Cbaribg, Koebelsdarflstr. 4. Angebot für Private | Vollendete Nachahmung der echten Perle | la allen Farben u. echter Fassung.[284/6' JmarbellnnBu.Reparatur 6«Idirerkstatt. A. v. tirienhelm, BERLIN W 168, Dadcnlche Str. 42 I (Bayer. Ptafc). | Fei; Uhl. 3684. Kein Laden. 100 Postbarten fft: Alle Satter, Muster gratis. lil»Brie!m«ppen•(«»• n.M. an. F. Wagenknecht Verlag _ Leipzig. j43.__ Zabngebisse JMonn.Sr.TAe.fraaWapPP Jtotferftea Ii L«lexande�la�. Elegante IHfcrpen- Spoitpelze solange Verrat Ist, nnr' |450 Mark Felzwareubaus- Hackescher Markt- RosenthalerSlraBe«);41" SllklvcheN'Zelie. andere Felle, roh». zn» 8udr. EnUr.\i Leibig, Scbiükiiipta 22 28. Piefcert, UoM. 128b, Wollstein, lietenaifflstp. 0 m, Zucht, teanaeikirelistp. 13 m, Rösner, IsiKanÄiist?. 25. SpMemknkiM Mm Wut- Pocaii(9.?. 3.) Bezirk LiÄtenderz. SRotjtn Mittwoch, den 4. Dezember, abends 8 ilhr, in Kerns Feftkalen, Rntmnelsburg, lücrfchmtdlstr. 4S! Mitglieder-Versammlung. Suis. Wüste,»i Wiflzar,(Mtüffr St. 9, Stitzky, ßliflsItafpF Str. 28 1. Schwacherz, fisupitf Str. 8. fardin, Bossraairasfr. 11 n, Friedemana, Essemaonslr. 8 r. Tee Vvrstaud. mv !r I Untsr d, Linden 14 5-Uhr- Tanz-Tee 7 Uhr Bhenda das GröSePnifaiga LedusMrdsrLi in 4 bis, Sage* 948»' Markgrosenstrasr- 2». T»ges»rh»u«g! hiiill >»____. 248/10 L Sir poNttsche n*t»e'»u*i hn BeichsSioa! undKommunrn. Zlrferent: Denoffe Hrrm. Wüllca, kreisoeetretrr, und Otto John, Stadtorroriinrtre. g. Anesprach'. 8. SteUungnahm» zur Nationolversgnnnlnng. 4.«vrichirdenes. ML?- S, ist unbedingt Pfilcht der Mitglieder in dieser wichtigen Sfrianunhmg zu erschrin«». »Torwürto-lrser und Aon-ifraindr find ringoiaden. _ Sic Bcitrtgtcitnnfl. Z. A.: tu PetrrhaiisrL SesMSetsSikbeilmkrvsiib Ocrwailunasttellc Berlin— N Sk, CinlenJtr. 83—85. Geschäftszeit von ft— l Ubr und von 4—7 Uhr. Telephon: Amt Norden M, I»ZS, 1367. g71L Mittwoch, de» 4. Dezember 131?, abend? 8 Uhr. im GrwerkschaftSbavS. Engrlufcr 15(großer Saal): Verfammlnnst der Mechaniker, Uhrmacher, Optiker, sowie aller in den mechanischen Betrieben be- schäftigten Kgllexen und Knklezinncn. Togesirdnung: l2?-1l L Die gegenwärtige Cituaticc. 8. Siclnngnahtn« hierzu. Ss wird dringend ersucht, fllt einen guten Besuch dieser Ber- sammlung zu sorgen. Die Versammlung wird pünttL eröffnet. Mitgliedsbuch legitimiert. Die Octoecnailung. ÄnJLl Schmikde der ßleinbetnebe! Donnerstag, den 5. Dezember, abend? 7 Uhr, in BötrrS.Festsäle», Weberfte. 17: Versammlung aller in den Jnnunzs-Karofsericbetrieben, Wagen- und kleinen Maschinenfabriken Beschäftigten. Tagessrdnung: QHahl cles Hrbeitcmte. Die OrtsoeetpnUung. 121/17 Regen Besuch erwartet Neukölln. Mittwoch, den 4. Dezember, ebenta S Ahr, finden in der Kindl- Brauerei, Hermannstraße, und Karlsgarten, Karlsgartenstraste Dki UMe WMÄWkg statt, in der die Genossen S. 41»««« und Ar. Krüger. Köpenick über da» Thema fiuf zur Nationalversammtung! sprechen«erben. Freie Diskulfion. Beitrittserklärungen FBr die Sozialdem»kratische Parte! werden in den beide»„«onodrU�-Spedituum Sltäatflr. firnhe entgegengenommc«. Sie ScjUtalcifuag. ttche Partei werdi. rstr. 3 u. Siegfried. setM msrntn p.ZprM». Ortsverwaltaui Berlin. Treibriemensalllsr! Fabrik- und Betriebssattler! Donarrstaa, den 5. D«ember, abend» 7 Uhr, im lokal von <£. Olbötcr, llsedomfte. 38; Brauchenversammlung. T«ge«»rh»nng: L Sie StrlbricmcnSta»che in der Uebergangszeit. i. Zst ein Nrichstartf erstrebenswert 7 8. Brtmchenangclc-enheiten. B»hlreich«s und pünltliches Erscheinen»wariet 118,5 Dir Brauchenlettung. MSeÄWSWKkel Bsn einem»iw-kannten«ahlausschufi werden Giniah. karten zu einer Uhr abends Gas od. elektrische Arbeft zu Belouchtunaszw ecken entnehme' Sollte die Polizeistunde früher als 10'ch Uhr festgefti werden, so ist dtcse maßgebend. Der Verbrauch an Gas und elektrischer Arbeit; Beleuchtnngszw ecken darf 60 v. H. des Perbrtitchs t dem entsprechenden Kalendervierteliahr 1910 nicht iibe: steigen. § 8. In Lichtspiel-Theater» darf sür Vorsührunaszwee nur in der Zeit von 0,16 bis 10,15 Uhr abends elektrische Strom verbraucht werden. Sonntags in der Zeit vi. 4 Uhr nachmittags bis 10 Uhr abend». Sondervorsic lungen jeglicher Art find unzulässig. Für Zwecke der Beleuchtung, die jedoch anf ei Mindestmass einzuschränken ist, darf eine halbe Siuni vor und nach der angegebenen Zeit elektrischer Stroi verbraucht werden. Der Verbrauch an Gas und elektrischer Arbeit da' CO v. H. des Verbrauchs in dcni entsprechenden Kalutdei dierteliahr 1810 nicht übersteigen. ss ck. Für Theater ist der zulässige Etromverbrauch vo 80 v. H. aus 00 v. H. des Verbrauchs in dem etr sprechendem KalendervierteljaHr 1910 eingeschränkt. § 5. n Wohn- nnd Tchlasröiimen pars! bei elektrischer Beteuchinng nicht mehr ak ein Glühlampe von höchstens CO ifetzen Sc-uchrfea «der 2 Glühlampen in einer Stärke von höchsten je 32 Li erzen Leuchtkraft, 2. bei Gasbeleuchtung nicht mehr als eine einzig Flamme sür den einzelnen Raum verwendet werden. Elektrische Glühlampen, deren Verwendung hierr.a. imzutässig ist, müssen aus den Beleuchtung Zörpeni ein fernt werden. § 0. Für alle, in den§§ 1—5 nicht erwähltte« Set brauchet, inSebesonders Behörden, Bauken, industriell, g! werbliche und HandelS-Unternehmimges bleiben die dt stehenden EinlchränkunaSbestimmungen in Geltung. B: weiteren EinschränkimgSntassnahme:-. wird für si« znnäch Abstand genommen in der Voraussetznug, den de: De. brauch von Gas und elektrischer Arbeit zu BelinichMugs zwecken mit Nücksicht aus die ollge«eit» Kobsannot an ein für die Beiriebsverhaltnisse erträgliches Miudsstmo eingeschränkt wird. S 7. Für Sichechefts-Belencktnns bleibt di« Eftl«.!« von GaS imd rlektrilch-r Arbeit auch zu and«-�«»Zt. zulässig. Bie ist auf ei» Windesimaz eiiinschrheckcn.' ?srllüi«8vart«n Vrevtov» An iedsm mitfworf:, tar.ncrafaa und Sonnlag 23üb W Tanz"NF Ansang Wochentag»» Ahr. Sonnlag, 3«Hr. gerichtet, laust Pelzwazenfabzik A"NS! ftehtung, Hausirauen! „Wir bieten Ihnen die Hand zur Gas- ii, Kohlen-Ersparnis" Desichtigen Sie unsere rahrih— Ausverkauf zu Engrospreisen.— Kompl. Kochkisten mit Pa. 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Recht auf Btabrhett und Äisse».— II. Ein vernichtetes Fraucnwven.— III. Bruta- lttüL— XV. Viele Schilderung:« au* bem Loben, deren Tragik na» Reaüstit jeden argreifen.— V. Eharalierrstische-«estandnls einer f-ingebii. beten Fron, die durch free alhotte Keäfteoergenduug snft zugrunde gerichtet worden und der Bar- .''vriflunq nahe war.— VL 9fa» die Frauen wissen müssen.— Vll. Frevel, durch die die Frauen. kraft gesdchd'gt und aernichtet wird.— VJTI. fthibcr. sorge nverhüten Goraenkinder.— TT. Da» Storch. uuirchen und seine Folgen.— I. Die Erhaltung der Gesundheit, da, Sheglürk» nnd btr trenestea tiici« in der«he.— Tl.«raftaaNe fi-srimmung?. err�trunge» NN* drin PabBcnmrilre.se» Die Auf. sassnng de, freien, unbefangenen»enscher.— Der Segen de,«Iffens-«ttder mtt der Unwissenhnt. — Bewuhie, Höherhtt.inf»der— Ltmurerliche, »afein unb ftMettiae- sser fallen. Unzädlize schrieben atr» dem Felde Hier i wenise Reifen eine, Inngen CSzicrj: ez _____■„............en Offiziers.... Wortr sind ivnhr nah stahrn in mrifter Serie atz M nur s&Ft ________________________.jrü m!» In Mermoz ewnelasse»! grldene Zettrrn.' Der Preis!>es Werleo ist rerläufl« noch 2 M. (Porto schon Mit eingeschloyen, nur Äachn. 80 Pf. mehr). Später musj er auf 3 M. erhöht merden. Aaskulap-Verlag, cannsw« 406. leckslr. lt. £. I 1 In besanderen Fällen kau» bie Kablenstesse Grass Berlin AnZnabn-en h»n den Bestnmkitttgen dieser B: kannimschtntg festsetzen. 8 9. SuwiberHandliingen gegen hi« Besiiimeltkügetz btes-. Bekanntrnochn'Ng oder gegen An»rb4>nnz«.»dl»-»i ssoblenstelle Grass- V-'-stn(» Kemätztzeit des I 8 hieie Bekanntniack'iina erlösst.»erden»tt Gefäna-'ä Vt8 f einem Jassv und mit Geldstrafen big»u 1ÜÖ98 M.»de mit einer tziosar eira'e» bestraft. Di««iersolgiang tri! nur ans Antrag der KoHfenff-lle Gross-Berlin am. z 10. Bvrstebende Bestihttmnngen treten niit de»! Tag ihrer Verössentlichuna in Kra!t. Der Itohlellverband Eftoss-Berlin. Wermut h. ......------' Vfi'S— Bekanntmachunq. Ausgabe von Süssstosf an Haitshaltunoen. Aus Grund van ss S Abs. 8 der BefamilntoAtHtg Afi Magistrats vom 28. Jttlt 1918 über den iPvrfcchr»i Sübstoff und über Beschränkung dos«ewerblich»*«.■ branlbl von Zucker wird bekanntgeasben, daß der Ab schnitt 39 der Süsssloffkarte H i« ibetembth 1913 ein aelöst werden kamt. Auf diesen Abschnitt ist ei» Väckchei Süssstvss H-Packung»um Preise von 20 Pf. zu derauS gaben und zu entnehmen. Tie Abschnitte 1—33 dürfen im Dezember nicht ineh, eingelöst werden. Berlin, de» 30. November 1918. Magistrat. ZuckerversorgnngSstelle. 3S0Z/.Zu. 13. Dr. St e i m a» it. -�muifiiinnn�TrWmmmmmmm'ir'TrT"'''ö' Fflr Großabnehmer and SladlTerwaltnngen! 50 lackierte Schlafzimmer, Schrank mit Facetttspieoeh zweitürig, Waschkouttnode mit Mamiar, 2 Bettan neis Patentrabinen,«usieoemalrat�'» und«eilen, a M. 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PWiWirvraa- FeuerfchswutWen W VoZ-TiS-TtunmidHeunotLed 7.7» CcüStSö= 2JlC&lev'. AmnlM des Rani......... tt». T.!»5 «nzel,«.»athrw.«od IS.Sl NKn»fer.vgr»z«Ie,«g» 9,t« RtV.tv, M»*u»«iu* gü». 8.55 9w verloreni CSIulttr, «e's. 1A«5 V&lHtiyi Si» ährenreiche, gb 7.70 Etratz. De? freie Meer. geb.?)35 Herzogs». Iungdruünes.ßdd.V.IS ZoSeliitz. Sie Zunter, zeb. S LS AWeriKft. Populäre Schilderungen von einst und jetzt TilLtenlcise der schönsten und iineressantrstcn?kov:l!cn. Buch der?lieas«i»2n W»rte, Zitate, S?rü6)e und Redensarten. Asien. Populäre Schilderungen und Lebenerseise, Sitten und End? suche der Emgedorenen. Fportbuch. Erotzes illustriertes Handbuch eller mod. Sportarten. soszmann. Poetischer Hausschatz v. Wolff. Wunder des LKssres. All--------- Lebens und Treibens in, zenicmverständliche Darstellung des Äkeere. SZ5 Illustrationen. Werke. neuiänd«................ ReMr, Fr., Werke. Mit dixrr biA�sp�schsu Anlo�yng»on (§. Krause. Atö Portritt. L Lenke«- Stinke oö See Kt«sM»e»»kKU.®>. orrSihrWi* Wtüchict». Sn«.?» �rrelaüfr. ---- 3jmS«,ss»Hf»e-:i».<*jgO 3taic: da.—-cht Sä SBti-., 191t e tnlI)iüteR». Nuwerfol- VeL-fsteksr ... S.«.«»ler. 4?» S.ik. �7S Kwdselsst. Scheel. IungdsuLschlsyd- buch Sleaee deRtschee Lugend- fecund(S-anz Hosfmann) Sjr U»t..»»llu!,z u. Biit fcfr Suatn'j Ii!!5cSr5|f. eis!.. Auturcn K.l. ISuprim. Band 62, 05, 6», 86 a. G7 S?; 1 Stt,i v.u»..............<ä ß.lt g.butcK Die Physik r*S*?%*n- S Sita Aibiid. u. 1» fatbij. e-fel».« pzeg ei«utW.c. jcdcu.iv....... Eä firtausc.gctc. SNdn Schanz. K »»» n n. lt. Äd�aulit.«onb«E 75 (Sttittl«»dnb-.>ch fntWf WplCl«Sa,» S-IrfutH. Auf»'.iftO »«»« Bant«............ Ö Ilwßrierie prachiwzrlke Ehamiff», Frauenliebe u. Leben,«leg.«eschenkban». Früch 7.— Z.SS Heine. Buch»er Lieder,«leg. gebunde». Früher 7.—..... 3. SS viülkert, Liebesfrühling. veschenlba»». FchZher 7.—...... 3.50 'Beiträge zur Poelie«it besonderer �i»»eistinz auf Soethe non Z. P. eckermamt, gebunden. 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Äber Wahlvorschlag erhält so viele Äbaeordnetcniltze. wie auf ihn �chftzahlen entfallen. Wenn die cm letzter Stelle stehende Höchst- Ems Gewerkstbaft � öer Gfsizisrel Im Rheingold tagte am Montag eine stark besuchte Versamm- lung der Osfiziere und Militürbeamten. die sich mit der Gründung eines deutschen Offizier-BundeZ beschäftigte, der nach den Aus- führungen d-S Hauptredner? als Gewerkschaft zur Vertretung der BeruiSinteressen der Offiziere und Militärbeamtcn gedacht ist. Bon.„ �. F r... den Rednern wurde darüber Ringe geführt, daß in« Offiziere setzt| Unfähig, die Mehrheit des Volksganzen auf sich zu vereinigen, als Geächtete im neuen Deutschland herumliefen, währeno sie doch muß sie die Mehrheit der Maschinengewehre auf ihre Seite promiß mft der bürgerlichen Welt bekämpfen. An den Arbeitern ist eö, sich die Organe für ihre Diktatur zu schaffen. Die Frage der Nationalversammlung ist ein gutes Kampfobjckt dazu. Wir geben zu, daß das eine sehr klare Parole ist. Weil angeblich die Arbeiternassc durch das gleiche Reclst aller nicht siegen kann, muß sie eine Gewaltherrschaft ausüben. Dablvorschläge zugloich entfällt, entscheidet das 3®hl auf mehrere Los. „ Sind verbundene Wahlvorschläge vorhanden, so wird bei der , Heilung der Abgeordnelensitze auf d:e einzelnen Wahlvorschläge l»! Gruppe verbundener Wahlvorschläge als ein Wahlvorschlag 5�Msehen und ihr die ihrer Gesamtstimmenzahl entsprechende Zahl Abgeordnetensitzen zugewiesen. Ist so die Zahl der Abgeord- Uetensitze festgestellt, die auf jede Gruppe verbundener Wahlvor- lchläge zusammen entfallen, so werden d:e Abgeordnetensitze auf die st'Gelnen miteinander verbundenen Wahlvorschläge unterveriestt. hfinn eln Wahlvorschlag oder ein Gruppe verbundener Wahlvor- Mag? weniger Bewerber enthält, als auf sie Höchstzahlen cnt- lallen, so gehen die überschüssigen Sätze auf die Höchstzahlen der �veren Wahlvorschläge über. Das Ergebnis der Wahl wird von dem Wahlkommissar sofort "�ch seiner Feststellung unter Angabe der Zahlen der auf die ein- SAnen Wahlvorschläge und auf jede Gruppe verbundener Wahlvor- schlage entfallenden gültigen Summen, sowie der Namen der Ge- �Uilten verkündet. Der Wahlkommissar hat die Gewählten von auf sie gefallenen Wahl zu benachrichtigen und sie aufzufordern, i'ch binnen einer Woche nach Zustellung der Nachricht über Annohme der Wahl zu erklären. Schweigen oder Annahme utUer Vorbehalt oder Verwahrung gilt als Ablehnung. D!e Gerüchte über öie Besetzung üer§unkenftatlonen. Amtlich wird mitgeteilt: Da trotz der bisherigen Richtigste!- stvig bezüglich einer angeblichen Beschlagnahme der Funkenstationen durch die Unabhängigen oder die SpartakuSgruppe in der Oeffent- ''chksit eine tiefe Beunruh gung besteht, die geeignet erscheint, große as>rtschafjljchx und politische Werte zu gefährden, stellen wir noch «inmal mir aller Deutlichkeit fest: Keine der deutschen Funken. Kationen befindet sich in den Händen irgendeiner besondere» politi- ichrn Gruppe; alle sind nach wie bstr im Betrieb der Männer, die 'dre technisch? Verwaltung auch schon während deS Krieges inne Wten.— Ebenfalls unwahr ist das Gerücht. Amerika habe d»s UebergangS untrer Funkenstationen in die Hände einer Itimmten politischen Richtung den funkentelegraphischen Verkehr out uns abgebrochen. » Zu derselben Angelegenheit erhalten wir eine von Ledebour � R i ch. Müller unterzeichnete Erklärung, in der dargetan >v>rd, daß die den der Korrespondenz des Herrn Bruno Socha- �Zewski verbreitete Darstellung der Angelegenheit vollkom- � e n unrichtig ist. An zahlreichen einzelnen Punkten wird ei:S nachgewiesen. Wir haben diese Details des Sochaczewskischen �rich�z seinerzeit gar nicht gebracht, weil wir von vornherein on der Glaubwürdigkeit dieser Darstellung die stärksten Zwei- fei hegten. Wie wir seit einiger Zeit beobachten, treibt Herr SochaczewSki überhaupt eine wüste Hetze gen. der fich einer den Anorbniingen der Vebörben oder den Gesetzen der Mensch- lichleit widersprechenden Vebandlung KriegSgefangenee schuldig g'macht bat. Der Geist unbeugsamer Strena« und lauterster Obsektiv tat wird die Verbandlungen der Kommission leiten. Darauf übertrug der Staatssekretär den Vorsitz' an Professor S ch ü ck! n g- Marburg. esse daran, durch eine starke Partei vertreten zu sein, die nicht bloß ein Anhängsel der Mehrheitsfozialdemokratte ist. Daß diese große bürgerliche demokratisch« Partei entschlossen auf dem Gebiete der wirtschaftlichen Politik und der Sozialpolitik für den Fortschritt und für die Bekämpfung jedeSf UeberkaPitaliSmuS austreten muß. ist selbstverständlich. Aber sie kann aus innerer Kr alt nur d-mn etwas letften, wenn sie wirklich alle dem Fortschritt überhaupt zu- geneigten bürgerlichen Element« umfaßt; sonst wird sie die Partei f r a n z ö s i s ch zu drucken. 14. Tic ganze Zivilbevölkerung muß die vor ü der- gehendeuOffizieredurchÄbnahmederKopf bedeckuuggrüßen und dabei dcnBürgcrsteigvcr- lassen. 15. Wer diesen uteineu Befehl übertritt, wird fesigc- nrnnmen und durch Verfahren erschossen. Den betreffen- den Einwohnern sowie der Stadt wird außerdem eine Geld- geschäfte der MehrheitSsozialdemokroten besorgen, und den Ruhm auferlegt. des Fortschritts werden nur die Mehrheits-oziatdemokraten ernten,!�" Es gibt'leinen Zweifel mehr, daß die Gegner entschlossen während alle?, was fedensalls zu tun noch Üstrig vletbt, der bürget-! sind, uns aufs tiefste zu demütigen, uns zu verletzen, jeden lichen Anhangfelpartm zu Lasten gebucht werden wistd. Di« große! Lunken von Würde bei unS zu zertreten. Der ungezügelte �irgerlich« demokratssche Partei wird wahrscheinlich in sehr"ielen �riegLhaß will seinen Triumph voll auskosten. Und da gibt lebenswichtigen Fragen den Nation Schulter an Schulter mtt den I eg �och Leute, die durch tolle Treibereien die Gefahr eines Die berliner �rbeiterratswahlen. �ristverfänaernni» um einen Tag. Berlin, 2. Dezember. Amtlich. ArbeiterratSwahl für Groß- Berlin. Wir machen nochmals auf die Meldungen aufmerksam- Der Meldetermin wird um emen Tag verlängert. Letzter Melde- termin Mittwoch, 4. Dezember l!?I8, nachmittags 6 Uhr. Die Orte Mariendorf und Marienfeldc sind-n der Liste noch nachzutragen. Die Wahlkommission. I A.: Neumann. J Mehrheitssozialdemokraten zu arbeiten haben. Aber damit Licht und Schatten gereckt auch für da? Bürgertum verteilt werden, muß eine strenge parteimäßige Scheidung zwischen der bürgerliche« De- mokratie und der MehrbeitSfozialdemokratie eintreten. Die„Vossislhe Zeitung" irrt. Im Partei interesse kann es uns nur recht sein, wenn durch den geplanten Zusammen- schluß der bürgerliche Klassencharakter der neuen Partei zu scharfem Ausdruck kommt. Vor antisozialdemokratischen SammlungSbcstrebiingen haben wir nie Angst gehabt, am allerwenigsten haben wir sie jetzt. Selbstverständlich aber ist es, daß wir die neuen Parteibildungen mit Interesse verfolgen und uns vorbehalten, zu ihnen Stellung zu nebmen, je nach- dem sie ausfallen, und daß wir mit einiger Spannung ab- warten, ob sich die„Deutsche Demokratische Partei" wirklich durch die Aufnahme aller abgelegten Neste des büraerlichen Liberalismus kompromittieren will. Was inzwischen ja geschehen istl Sie pfeifen aus Demokratie. „Revolutionäre" Wahlrcchtsfcirde. Die Hamburger„Note Jahne" schreibt in einem Artikel über„Bürgerliche Nationalversammlung oder proletarische Diktatur" u. a. dos folgend«: Für die Arbeiterklasse aber war der Reichstag des allgemeinen Stimmrechts im günstigsten Falle die Tribüne. von der aus sie durch den Mund ihrer Vertreter ibre Klassenansprüch« anmeldete; im schlimmsten Falle war er der Boden der parlamen'arisch-politiscken Korruvtion. Rur pvlitischen Herrschaft kennte die Arbeiterklasse mit Hilfe de» allze- meinen Wahlrechts nicht gelangen. Dies« Demokratie gab der Bourgeoisie die Möglichkeit der völligen Entfaltung ihrer politischen Macht Über di« Arbeiterklasse. Der Krieg bat daS Wesen des allgemeine» Stimmrechts in aller Kraßheit offenbart. Er hat den Reichstag in seiner totalen Unfäh.gkeit, die Klasscninteressen des Proletariats zu vertreten, rn seiner Nacktheit enthüllt. Für d:e Arbeiterklasse gibt es nur diese Folgerungen: Keine Nationalversammlung; keine bürgerlichen Räte; alleinige Diktatur der Arbeiterräte; ihre immer konseguentere Entwicklung zu klar ausgeprägten Klassenorganen des Proletariats. Arbeiter- räte. die der Nationalversammlung zustimmen, sind keine Arbeiterräte. die im revolutionären Kampf zu gebrauchen wären. Die Arbeiter müssen alle Elemente ans den Arbeiterräten entfernen, die sich kür di« Ein- rufting der Nationalversammlung aussprechen. Sie müssen diese Elemente ersetzen durch klassenbewußte Arbeiter, di« jedes Kom- feindlichen Einmarsches in Deutschland vergrößern helfen. Eine englische§loüe vsr Libnu. M c m e l, S. Dezember. Das„Memeler Tampfboot" meldet ans Libau: Ein leichtes englisches Geschwader, bestehend au? 4 ge- schützten Kreuzern, 1 Minensuchboot und 6 Zerstörer» ist heute hier eingelaufen und blieb im Antzenhafen liegen. Bis Nachmittag hatten die Engländer keine Verbindiiug mit dem Lande aufgenommen. Anscheinend sind Landungstruppen an Bord, jedoch glaubt man, datz die Streitkräfte für den zur Bekämpfung der B o I- f ch e w i k i von der Entente geplanten Feldzug bestimmt sind und das Geschwader demnächst wieder auslaufe» und sich nordwärts wenden wird. Iuösnhetze in Prag. Prag, 2, Dezember. Um die Mittagsstunde sammelten sich auf dem Graben mehrere hundert Personen an, die vor einigen Häusern, in denen sich Geschäftsleute befanden, die Herausgab: der jüdischen Besitzer verlangten, und zwat mit der B-e- gründilng, daß die Juden an dem Elend schuld sei:». das der Krieg gebracht habe. Es gelang ihnen auch, mehrerer Gr- schäftSleutc habhaft zu werden. Diese wurden tätlich insultiert. Das rasche Eingreifen von Soldaten und Sokols verhinderte wei- ters Ausschre!tung:n. Man brachte die betreffenden Geschäfts. leute in die JosefSkascrns und hielt sie dort in Schutzhaft. Um 342 Uhr wurde der Josefsplatz abgesperrt. Die Menge zog unter stürmischen Rufen: Richtet die Juden! Hängt sie auf! Sperrt sie ein! Gebt ihnen Kraut zu fressen und KriegSbrot! vor da? Deutsch« Hau?!v dem sich angeblich mehrere jüdische Ge- schäftSleute verborgen halten lollten. Dem Militär gelang cS, die Menge wiederum gegen den Pulverturm zurückzudrängen und den Graben abzusperren. Verschärfung öe? SkockaSe? Haag, 2. Dezember. lHollandsch Nievwebnrean.f Der Tele- graaf teilt mit, daß die offiziöse AnSfuhrgesellschast den Expor- teuren, den Kontrolleuren und den anderen zuständigen Stellen ein Zirkular gesandt hat, in dem sie zur Kenntnis gibt, daß von Sonn- abend ab bis auf weiteres keine Erlaubnis zur Ausfuhr von Waren nach den Ländern der Zentralmüchte erteilt wird. � � Die„Fcanki. Ztg." meldet, daß der Handelsverkehr zwischen Schweden und Deutschland, abgesehen von Kohle, Kali und Salz, jetzt einem neuen Kontroll- und Genehm igungSsystem unterworfen wird. Zu diesem Zweck bildet die Entente eine besondere Kom- Mission in Stockholm. SeWerffchsMeNGiMg die VereinbaruKßen in öer Sedmer MetaUinöustds. KoNektivabkommenüber Lohn- und Arbeitsbedinguugcv. Gen. Adolf Cohen sendet>Utrs in Ergänzung des Berichts üöer die Versammlung der Arbciterräte am Fveitag folgende Dar- stellung: Wir stehen zurzeit mit den Arbeitgeberverbänden, besonders mit dem Verband Berliner Metallindustriellcr, in Verhandlungen, um entsprechend der Vereinbarung, die zwischen den leitenden Per- koren der Arbeitgeber- und Arbdtnebm erVerbände vor kurzem getroffen sind, zu einem Kollektivabkommen über die Lohn- und Arbeitsbedingungen in der Berliner Ms- tallindnftrie zu gelangen. Tie Frage des Arbeitsnachweises, eine Frage, die unS feit einem Menschenalter beschäftigt, ist soweit geregelt, daß voroe- haltlich der Zustimmung unserer Generalversammlung am 13. Te- zember die Tätigkeit deZ paritätischen Arbeitsnach- iveises beginnen kann. Es sind sofort zwei A b t e i l u n» gen vorgesehen, und zwar Abteilung 1. Linienstr. 83/83, und Ab- teilung 2, Wusterhausencrstr. 15/16. Weiter ist vorgesehen, dag in den wichtigsten industriellen Vororten Filialen des Arbeits- Nachweises errichtet werden, so daß alle berechtigten Ansprüche erfüllt werden können. Es werden zu gegebener Zeit Veröffent- lichungen erfolgen, aus denen Slröeftgeber und Arbeitnehmer sich genügend informieren könneri. Die Frage der Arbeitsvermittlung kann damit als geregelt angesehen werden. Des weiteren ist noch die Frage der Arbeitszeit bereits besprochen und auch bekanntgegeben. Danach darf die wöchentliche, reine Arbeitszeit nicht mehr"als Stunde» pro Woche betrafen. Die Vmteilung auf die einzelnen Tage bleibt den Betrieben üoer- lassen, jedoch mit de? Maßgabe, daß pro Tag nicht mehr als 8 Stunden gearbeitet wird. Anfang und Ends der Arbeitszeit sowie auch die Einlage etwaiger Pausen bleibt der Beratung zwischen'Arbeiterschaft und Betriebsleitung überlassen. Des weiteren Hai auch bereits eine Vorbesprechung sonstiger allgemeiner Fragen, die zu regeln sind.�stattgefunden, so die Frage der llechte der Arbeiterausschüsse, ihre Sicherstellung usw. Auch in bezug auf die Frag? der Ferien und Fort» zahlung dez Lohnes hat bereits dem Grunde nach eine Ver- fiändiguug stattgefunden. Desgleichen ist auch die Frage der noi- wendigen Verkürzung der Arbeitszeit bei cintre- j e n d e m A r b e i t s m a n g e l besprochen. Allerdings sind die lebten Fragen noch nicht in feste Form gebracht. Das wird in den allernächsten Tagen geschehen. Wenn die allgemeinen Fragen geregelt find, sollen die ein- zelnen Gruppen der Metallindustrie gruppenweise zu- sammcniretcn, ihre Spezialfragen erörtern bezüglich der Ver. dienste usw., und dann wird aus jeder Gruppe eine paritätische Kommission, bestehend aus Arbeitgeber, und Arbeitnehmer- Vertretern, zusammentreten, um auch diese speziellen Fragen in feste Vereinbarungen niederzulegen. Sobald das Ganze durchgearbeitet ist ist die Tätigkeit, die aus- zuüben ist, eine von selbst gegebene, d. h. es find in den Betrieben die Lohn- und Arbeitsbedingungen generell ge- rzgsit. Streitigkeiten werden, soweit dies möglich ist, durch Verhandlungen zwischen Arbeiteraus schütz und Direktion beseitigt. Gelingt das im Betriebe nicht, dann tritt die bsireffendö Gruppenkommisswn zusammen, uni ihrerseits die Disferenzeu zu regeln. Sollte auch hier keine endgültige Regelung zustande kommen, dann tritt eine für die gesamte Metallindustrie eingesetzte Hauptkommission zusammen, die dann den be- treffenden Streitfall endgültig erledigt. In der Versammlung der Arbeiterräte habe ich ausgeführt, datz dieser Aufbau durchaus nicht etwas U e be r fl ü f s i g e s ist, wenn unsere gegenwärtige Wirtschaftsweise in eine sozia- l i st i s che übergeleitet wird, sondern im Gegenteil, dann ebenso wie gegenwärtig zu gebrauchen ist mit verhältnismäßig geringen Abänderungen. Um aber in Ruhe und mit genügender Ueberlegung daS Ganze aufbauen zu können, ist schon allein aus diesem Grunde, ganz ab- gesehen von anderen wichtigen Gründen, es nötig, datz jetzt zunächst einmal auf der ganzen Linte gearbeitet wird und datz im Augenblick kerne Lohnforderungen in den einzelnen Betrieben gestellt wer. den. Es bedeutet für die Gesamtheit wenig, wenn cS tatsächlich gelingt, in dem einen oder anderen Betrieb jetzt euvas mehr Lolra herauszuholen. Diejenigen, die da meinen, datz das jetzt das Noi- wendigste iit, scheinen des öfteren der Meinung zu sein, wenn sie eine kleine Aufbesserung erhalten haben, sei für sie die soziale Frage gelöst. Wie aber das Ganze dabei fährt, das spielt für sie keine wesentliche Roll?. Von diesem Gedanken aber dürfen>mr uns nicht leiten lagen, sondern müssen eben das tun. ivaS den Jn- tressen des Ganzen dienlich ist. AuS dieser Situation heraus habe ich erklärt, daß Streiks zurzeit eine große Torheit darstellen, und empfahl, datz loa derartige Streiks sind, sie so schnell wie mög- lich ausgehoben werden. Im Augenblick geht eben das Interesse der Gesamtheit vor, und deswegen müssen sich dem die einzelnen Kollegen fügen. Achtung l Vertranensmänner der H>eiver!schastctt und Obmänner der Betriebe. In Versolg der am Montag in der Morgen zeitung des-Bor- wärts" ausgeschriebenen Wahl von Delegierten zum Arbeiterrat. ersuchen wir alle Dbmänner der Betriebe, im Laufe des 3. Dezember danach zu sehen, datz die Amneldung ihrer Betrieb: unter Angabe des Berufs mit der Anzahl der Wahlberechtigten irnd der Adresse des Obmanns noch am selben Tage an das Zentral- bureau im Lehrervereinshaus, Alexariderplatz, oder in einer der gsnannten Atelde stellen zur Anmeldung gelangt. Der Ausschuß der Gewerkschafiskommission Berlins und Umgegend. I. A.: A. K ö r st e n. Tie �riseurgehilfe«, mSbesandene auch die Gehilfinnen, sind noch sehr schivach organisiert. Unter dem Einfluß der aus dem Heeresdienst zurückgekehrten Gehilfen und dem allgemeinen Umschwung der Dinge macht sich aber jetzt auch unter diesen Arbeitern und Arbeiterinnen ein Vorwärtsdrängen benrerkoar. Die heute, Dienstag abend, im Gewerk schastshaus stattfindende Dersamm- lung wird sich hauptsächlich mit der Zusammenfassimg der vordem neben der Organisation in einem Dutzend Vereinen zer- splitterten Kollegen befassen, weiter ober mit einer gründlichen Neuregelung der Arbeitszeit, wie sie die gesetzliche Einführung dcS Achtstundentages bedingt. An erster 2 irrte steht die Forderung der vollständigen Sonntagsruhe. Entgegen der vom Verband märkischer Arbeitsnachweise ver- breiteten Mitteilung, nach Friseurgehilfen herrsch: starke Nach- frage, ist festzustellen, daß die Arbeitslosigkeit großen Um- sang angknommeu hat und sich»fit jedem Tage verschlimmert. Inöustrie und Handel. Die Börse. Die Börse ivar am Markt der variablen Kurse auf Deckungen etlvas fester. Dazu kam die InterventionStätigkeit der Groß- bank-n. Der Kassamarkt war bis auf einige wenige Ausnahmen schwach, worunter auch Bankaktien litten. Deutsche Anleihen e:was abgeschwächt. Ungarn, Japaner und Rumänen sester. Die auslän» dischen Zahlungsmittel stiegen weiter.„», Hamstert keine Note»! An der Sitzung des Zentralausschusses der Reichsbank sprach der Vorsitzende, Präsident des Reichsöar.k-DirektoriumS Dr. Häven- stein, folgende beherzigenswerte Worte: Die Nachfrage nach Zahlungsmitteln hielt in dem abgelaufenen Berichtsmonat infolge der ungeklärten politischen Verhältnisse weiterhin in verstärktem Maße an. Der Gesamtumlauf der pa- jriwrcn Zahlungsmittel stieg in der Zeit vom 2t. Okiober bis 23. November d. A. um den gewaltigen Betrag von 2095,5 Millionen Mark aus 28 017,9 Millionen Mark, und zwar mußte die Bank 1484,6 Millionen Mark Banknoten, 4,9 Millionen Mark Reick>s- kassenscheine und 606 Millionen Mark Dahrlchnskassenscheine neu in den Verkehr geben gegenüber einem Dedarf an papieruen Zahlungsmiiieln ühelhaujst von nuv 481,3 Millionen Mark in de' vorjährigen Bergleichszeit! Daneben mußten zur Lftiderung der ZahlungSmitrelnot die bei der Bank angesammelten BeflanX an Scheidemünzen herangezogen werden, die von 112 Mfllwr''' Mark aus 20,3 Millionen Mark, also um 91,7 Millionen Man zurückgingen, so datz insgesamt vom 1. Oktober bis 23. Novcawa an Papiergeld und Scheidemünzen nicht weniger als 3653,0 Millionen Mark gegen Nur 307,7 Millionen Mark im Vorjahre, mst wtederum fast das Zehnfache in den Berkehr gegeben_ Wwnn mutzten, nachdem bereits das dritte Vierteljahr rund 4 Milliarde» abgezogen batte. Diese Ziffern bieten jedoch kein zutrefseute-' Bild des Zahlurrgsmittelbegehrs, da den Anträgen auf Heraus- gäbe von Zahlungsmitteln nur zum Teil entsprochen werden konnte: trotzdem daneben durch Kupons, Privatbanknoten un? Notgels der Kommunen in der gleichen Zeit noch Iveit über eine Milliarde und damit insgesamt vom 1. Okiober bis 23. Novcmte- rund 5 Milliarden Mark in neuen Zahlungsmitteln dem Verkehr zugeführt wurden. Eö ist hohe Zeit, baß unsere Bevölkerung zur Brsonnenhm zurückkehrt. Daß diejenigen, die in dieser Weise das bare Gelo aufspeichern, sich selbst schädigen, Zinsen verlieren und sich eincai Verlust durch Diebstahl und Brand aussetzen, mag ihre Sache I«n- Aber sie schädigen aufs schwerste auch die Allgemeinheit. Wemi ft in diesem Kriege das Gebot„dem Ganzen dternnt" Erfüllung heischte, so jetzt in der schwersten Not unseres Vaterlandes. D c deutsche Wirtschaft kann nur leben, wenn sie ar- bettet. Das ist beute doppelt nötig. Dazu braucht sie den Der- mittler alles Verkehrs, das Geld. Wer es ihr aus falscher Eigen- sucht entzieht und einsperrt, lähmt dte deutsche Arbeit und srcvcn am Vaterlande. Dieses Zurückhalten des barenfi nnS nicht ersichtlich. Ob es etwas gar so Rühmenswertes ist,„im asslgc meinen' den im Feindesland stehenden Renten- cmpfängern die Rente zu belassen, will uns doch recht zweiselhast erscheinen. Selbstverständlichkeiten hebt man nicht hervor. ! oewiltwartlia» fiic Politik: Erich Kutturr, Sellin: für den übrigen Teil de« ! Blattes: Ms red Schot», Nenliilln: Kr Anzeigen Theodor Glocke. Berlin. Verlag: ] ZterwärtS-Verlag®. m. b. H., Berlin. Druck. BorwSrtS-Buchdruckcrci»»« LerlagSanItalt Paul Sinnet u. Co. in Berlin, Lindcnstratze 3. ' Hierzu 1 Sriloge. A. 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