ilr.337. 35. Jahrg. vez«gSvr«t»t »lertcliaw. 1.78 9», monaB. 2. 28 IM. ftri Ins Hau«. vorau»zah«ar. Stnjelrr Rammctn 10 Psaimig. Postbezug: Monatlich 2,25 2RL, cjIL ZusteBungi-- B'büfjr Unter Kreuzband tstt Deutsch» lonb u. Oesierrcich-Ungarn 8,60 MI. für da» übrige Ausland 2,60 Ml. bei taglich einmaliger Zustellung 7,80 Ml. Vastbestellungen nehmen an Dlln»- Marl. Holland. Uuxemburq, Schweden und die Schweiz. Singeiragen in die Vost-ZeltungS-PreiSliste. Der.Fonvarls' erscheint wochentZglitH zweimal. SomitagS einmal, reiegramm-Adreff«: »Sozt-ldrmokra« Berlin�, Maraen-Anssol� Vevlinev Volksblatt. ( 10 Pfennig) AnjeincupreiS: Di« achrgespallene Ronvareillezei!« lastet 60 Psg.„NIcine Anzeigen". da« ietigcdrucsteWor!«0 Pig. izulässi s 2 idtigedruclie Äorie., lebe« weitere Km 20 Psg. Stellengesuche und Schlafstellcnanzeigen das erste Wort 20 Pfg» jedes westcre Wort 15 Psg. Worte über 18 Suchstaben zählen für zwei Worte. Teuernngk.'iischiag SO»> Kaniilion-Anzeigcn. voliliich« und «ewerkschaftilche Perein«- Anzeigen SO Psti. die Zeile. Anzeigen lür Sic nächst« Nummer müssen bis S Übe nachnnnags im Haulstgeschäst. Leriii, SS.6S,?iNdenstraZ« f. ab iccieben werden. Sebffnet San 9 Uhr jiülj bis I Uhr abend». Zcntralorgan der fozialdcmokratifcbeii parte» Deutfcblands. Neöaktton und Expedition: GW. HS, �indenstr.?. nernsprrcheri«mt Morttzplatz, Rr.»51S0-lS»t>7. Sonntag, den 8. Dezember 1VI8. v»nvärt«-verlag H.m.b. h«, SN). b8, Lindenstr.?» Pferniprecher: A«t Morltsplatz. Rr. u. ItK lilt. NM« heraus! tzsctz die SozlaldemoMe! Ein Sonntan ist antiebrochen. wie ihn Berlin noch nicht krlebt hat. Eine dumpf« Spannung liegt über der Riesenstadt. b:e wie ein geduldiges Tchlachtopfcr den kommenden Ereignissen entgegenharrt. Wir möchten auch in diesem Augenblick noch die Hoffnung nicht aufgeben, daß morgen ein befreiende? Ausatmen durch die Bevölkerung gehen wird, daß sich die Ruhe, die Besonnenheit, die das Berliner Proletariat stets aus- Zeichne� auch heute bewähren wird. Etovnstjmwendung ist sinnlos, weil sie an den bestehenden Machtverhältnissen nicht? zu ändern vermag. Ein konterrevolu- twnärcr Putsch, ein smrtakistischer Handstreich— beide sind Gleich unsinnig, denn sie können nur zu neuen Verlusten an Menschenleben führen, ohne ihren Zweck zu erreichen. Tie Abenteurer, die am Freitag Berlin unsicher machten und deren kstgestellte Zchnld niemand verkleinern, niemand beschönigen wird, wußten nichts besseres zu tun, als dem Genossen Ebcrt kine Rangerhöhung anzubieten, die dieser dankend ablehnte. Tw TpartakuS-Leiitc wissen aber, soweit sie noch einen Rest don Verstand bewahrt lwben. daß der Versuch eine? Handstreichs aussichtslos ist und daß selbst im ganz untvahrscheinlichen Fall kincs Gelingens eine Regierung Liebknecht— Rosa �uzemburg keine drei Tage Bestand ljnben könnte, weil nc das ganze Volk gegen sich hätte. ergib« siVs.' r?? Freitagereignisse angestellt worden ist S! u zw?«*Tl u9'!m txiör kleine Beamte des NaniiU' r"1'/, hochtrabenden aristokratischen Militär ��scherstrelch in Szene gesetzt und das haben. Mnn weiß nicht, ob n.an die ihre nnÄ � dieser Herrichaften mehr bewundern soll oder Üon�6 2�r Sckxiden. den sie angerichtet m ü st' unuberichbar. Dw sozialdemokratische Regierung be- .UZ' mit den Beamten des alten Regimes zusammen. Bostllt-d»' niitiirlich Gehorsam gegen die vorgesetzte imtne. Wb'tveritandliche Voraussetzung ist. Aber die beiden üw ��weten Deister haben nntck souveräner Hinwegsetzuna oehiti Strafgesetz dreist- Kbentcurerpolitik auf eigene Faust und damit ihren ganzen Stand in Mißkredit ae- SW'. F;0»olgen haben sie sich selber zuzuschreiben, soviel immheit vordient keine Sclwnung. tratschen Vorgänge in der Chaussee- 'jl." c bediirfen noch der Aufklärung. Wenn wir gestern be- We c t zuerst auf die Soldaten geschossen worden sei, ein I,.?01™ diese antworteten, so geben wir die Möglichkeit Tauschung zu. Uebereinstimmende Berichte sagen, es sei lvis tm fi" Schuß gefallen, und daraufhin hätten die Soldaten im« Mchchincngewehrfeuer eröffnet. Von vielen Seiten wird eilt y* ai"� versichert, daß daS Vorgehen des Militärs über- s» und unberechtigt gewesen sei. Es wird auch hier notwendig l".-.chuldige, deren Schuld erwiesen ist. zu bestrafen, noch n i'a'x, e'n festes militärisches O r d n u n g ö v e r h ä l t- � � herzustellen, ohne daS eS überhaupt keine geregelte Vcrant- MsUchkeit geben kann. Tie Regierung kann nur dann für das »cmtar verantwortlich sein, wenn das Militär auf seine Führer und diese wieder auf die Regierung hören. Hier scheint ' manches z» tun zu sein, und eS ist notwendig, cS rasch au tun. .. Rachdcm die Regierung Uiitersuchnng und Sühne der Vor- minge noni Freitag in ihre Hand genommen hat, wären neue sMalttätigkeiten, von welcher Seite sie auch kommen möchten, mwt zu rechtfertigen. Auch gegen sie müßte eingeschritten, auch Urheber müßten zur Verantwortung gezogen werden. Die -/W�tung kündigt an. daß sie„entschlossen ist. gegen jede An- royimg und Verübung von Gewalttätigkeit vorzugehen, von .sicher Seite sie auch kommen". Sie zeigt sich damit gerechter und tapferer als das Organ der Unabhängigen "reibeit". daS wieder einmal in seiner gewohnten Art �"men Regierung und Spartakus, Ordnung und Anarchie. nenj'isgosscn hin und herpendelt. Kein Wort der Berichtigung fn": Gegen die verbrecherische Lüge der Spartakiisleute, die u,I"okratischcn Regicrungsmitglieder hätten den Freitags- . un.ii angezettelt, dafür unterstützt es die Masicnstreikaktion Spartakisten, sei es auch vielleicht in der Absicht, auf jener kswaS mäßigend zu wirken. Wir finden diese Diplomaten- ------ z»»t —» � entschlossen Gegen Spartakus und ungerecht gegen nnS sagt— gegen Svar- wkus„hetzt", so tut er das in dem vollen Bewußtsein, daß er �annt etwas riskiert, aber die Erkenntnis der Gefahr kann ihn UM davon.abhalten, seine Pflicht an der Arbeiterklasse zu wn und sie nach Kräften vor der furchtbaren Selbstschädigung Gurch spartakistische Verirrung zu bewahren. Es gehört gar kein Mut dazu, gegen die Hanswürste und Abenteurer zu toben, die wie Walz und Colin-Roß noch vor acht Tagen als„Un- abhängige" im Vollzugsausschuß die Herren von ganz Deutsch- land spielten und die heute von der„Freiheit" als Häupter einer Gott weiß wie gefährlichen Gegenrevolution abgemalt werden, eS gehört vielleicht schon ettoas mehr Mut dazu, der bodenlosen Verhetzung von Spartakus die Stirn zu bieten, und wir bedauern sehr, daß dieser Mut am Schllffbauerdamm nicht zu finden ist. Im Gegensatz hiir„Freiheit", die sich schützend vor Spar- takus stellt, findet die ganze bürgerliche Picsse, die Sozialdemo- kraten und der„Vorwärts" behandelten Spartakus viel zu sanft. Die bürgerliche Presse scheint uns noch zu sehr im Denken der alten Zeit befangen zu sein, und in ihrem Glauben an die alll)ci!cnde Kraft von Polizei und Militär steht sie auch hinter dem englischen Liberalismus weit zurück. Wir betrachten die staatsbürgerliche Freiheit aller als ein so hohes Gut, daß um ihretwillen auch gewisse Unbequemlichkeiten und Gefahren mit in Kauf genommen werden müssen., WaS wir aber nie anerkannt haben und nie anerkennen werden, daS ist daS Recht einer Minderheit, mit Gewalt über eine Mehrheit zu regieren. Wo ein Versuch unternommen wird, eine tolcho Herrschaft aufzurichten, wird man unö bei seiner Abwehr vornean finden, während sich das stets vorsichtigere Bürgertum vielleicht in die Büsch: schlagen wird. Heute, am Morgen eines Tages, der unter trüben Vor- zeichen beginnt, rufen wir noch einmal zur Ordnung ui�d Vernunft auf. Möge die heutige M a s s e u d e m 0 n- stratiok» der sozialdemokratischen Partei zeigen, auf welcher Seite die ungeheure Mehrheit der werktätigen Bevölkerung Groß-Berlins zu finden ist! Es gibt, um c« wieder und wieder zu sagen, i ndiesen Tagen kein besseres Mittel, da? Volk und die Errungenschaften der Revolution zu retten, al? daS offene, tapfere Bekenntnis der Massen zur Sozialdemo« kratie! Mit Jubel hat die Arbeiterschaft Berlin? am N. November vernommen, daß sich die beiden sozialistischen Richtungen au gcni einsam er Aktion zusammengefunden haben, daß der Bruderkrieg zu Ende sein soll. Wir sind und blei- bcni Träger deS EinigkcitSgedankenS. lehnen aber da? �u- sammcnarbeiten mit Elementen ab. die den Boden des sozial- demokratischen Programms verlassen lxaben, die das deutsche Volk als nnreifc, willenlose Masse behandeln und ihm seine Gc- waltherrschait aufdrängen wollen. Mögen sie l>cute sehen, wie wenige sie sind und wie viele wir! Wir demonstrieren für Frie- den, Freiheit, Brot, sich die Festigung der revolutionären Er- rungenschaften, für demokratische Ordnung und Sozialismus. Massen heraus!__ Spartakus-Staatsstreich in Sapern. Nächtlicher Uebcrfall auf Auer. M ü n ch c n, 7. Dezember. Zu der lllachricht, daß Minister Auer von einer Gruppe revolutionärer I n t e r- Nationalisten zur Unterzeichnung seiner Abdankung gezwungen worden sei. meldet die Korrespondenz Hossmaun amtlich: Der Ministerrat des VolkSstaatcS Bayern spricht seine tiefste Empörung über den au dem Minister Auer n ä ch t l i ch v 0 r ü b t e n U e b r r s a l l ans. Die von ihm erpreßte Erklärung ist selbstverständlich null und nichtig und der Minister bleibt Mitglied der Regierung. I. A.: Der Ministerpräsident Kurt Eisner. Die Nachricht von»dem Ueberfall I3 bis Sllv Be- waffucte ei» und erzwangen unter Drohung mit der Waffe und unter grotzrn Beschuldigungen BucrS eine schriftliche Rück- t r i t t V r r k l ü r u n g des Ministers. Schließlich traf eine Abteilung deS Jnfantertc-Leib-Ärgimenls ein, dilizLsich dem Minister Auer zur Verfügung stellte. Auer vcrösfentlich« heute in der „Münchencr Post" eine Tarstellung über die nächtlichen Vorgänge unter der»Überschrift„M eine A b f e t> n n g", auS der hervor- gebt, daß er schon am Montag, de» 2. Dezember, fein Amt nieder- gelegt hatte, aber von E i S n e r ersucht worden war, eS weiter ,u führen. Im hcuttgrn Ministerrat, der gegen Mittag zusammen- trat, war auch Auer anwesend. Tie„München» Post" läßt ihr Be- dauern darüber erkennen, daß solche Putsche die Entente z» einer Invasion anreizen werden. Bei dem Nebersell ans den„Bayrischen Kurier" wurde crklört, beim nächster. Male mit Handgranaten gegen dt» Räumlichkeiten vorzugehen. Der Ministeepräsiden! Sisner hielt noch in der Nacht vom Ministerium des Acntzern an? an dir Dcmonsteanten, die ihm den erzwungenen Rücktritt Auers mitteilten, eine Ansprache, in drr er sein Bedauern über das Vorgehen aussprach und den Demonstranten den Vorwurf machte, dag sie ihm von ihrem Vorgehrn nichtS mitgeteilt hätten. Die Nachwehen des blutigen freitags. An die Bevölkerung VerlinS. Ter Rat der Viilkölleauftrasttni hat bis jetzt feststelle» können, daß der Auftrag zur Festnahme des Vvllzngsrats dem Vizeseldwrbel Fischer von einem qewissen Marten«nd zwei Beamte» des A n s w ü r t i g e u A m t r ö, Grasen Matuschka und v. Rhein baden, erteilt worden ist. Marten ist, ebenso wir Fjichrr, verhaftet worden, die beiden anderen sind flüchtig. Ihre Berhastuni» ist angrordiiet. Tie Truppen, die in der Ehausseestraste„esicii den Tc- monstrationszug das Maschinenstrw.ehrfeuer gerichtet haben, waren von einem Mitgliede des Soldatenrats beim General- kommando, namens Ä r c b s, aufsitboten worden. Auch siegen Krebs ist einsirschritten worden. Der Rat der BolkSbeauf- trnsitcn, der sofort alles sictn» hat, um dir Mitglieder de? Vvllzugsrats zu befreie« nnd die Antastung ihrer Freiheit >owic das entscblichc Blutvergießen in der Ehausseestraße zu sühnen, ist entschlossen, gegen jede Androhung und Bcrübung von Gewalttätigkeiten vorzugehen, von welcher Seite sie auch kommen. Berlin, den 7. Tczembrr 1918. Die V 0 l k s b e a n s t r a g t e u: gez.: Ebcrt, Haas«, Tittmann, Scheidemann, Landsberg. Cberts klare Antwort. Vergebliche MiftdeutungSversuche. Wie wir erfahren, wirb der von unS gebrachte Wortlaut der Antwort, die Ebert am Freitagaberrd bei den Vorgängen vor der Reichskanzlei zur Frage der Präsidentschaft der Re- publik gab. von bestimmten Kreisen geflissentlich dahin zu deuten versucht, als hätte Ebert seine Zustimmung zur Prä- sidentschaft von der Befragung seiner Freunde, und zwar seiner engeren Parteifreunde abhängig gemacht. Schon der nächste Satz unseres Berichts, nach dem Ebert sagte, die Entscheidung darüber läge a l I c i n in den Händen des Rats der V 0 l k S- beauftragten, schließt diese für ganz bestiiiimte Zwecke versuchte Deutung völlig aus. Wie unS zuverlässig mitgeteilt wird, hat aber Ebert die Wendung von der Befragung seiner Freunde in diesem Zusammenhang überhaupt nicht gebraucht. • Straßenöemonstrationen. Spartak in der Sicgcsallc?. Spartakus auf dem Lastauto. Friedlicher Verlans. ' Getreu dem Aufruf der„Roten Fahne" zum Protest gegen die bedauerlichen Vorfälle vom Freitagabend aus den Be- trieben herauszugehen, hatten einige Betriebe, besonders aus s erWe» LiebkneFt:m Automobil unb erstieg daS Denk- mal Albrechts des Bären. Im Augenblick bildeten die De- mtmstrcmten einen mächtigen Halbkreis, um den Worten des Ncd- ners lauschen zu können. Gleichzeitig erklommen andere Redner der Tpartakusgruppe die daneben gelegenen Denkmäler und hielten ebenfalls Ansprachen. Liebknecht führte etwa folgendes aus: Die Vorgänge dcS gestrigen Abends hätten die Regierung Ebert-Haase endgültig gerichtet. Die Massen mügien erkennen. wohin die Politik dieser Kaisersozialisten triebe. Es sei gar nicht zu leugnen, dass der Putsch des gestrigen Tages von der Regierung inszeniert worden sei, denn es müsse doch auch dem Harmlosesten ausfallen, daß die Ereignisse des blutigen Freitags alle niiteinander im Zusammenhang stehen. Zur gleichen Stunde habe man versucht, den Vollzugs-rat zu verhaften, Herrn Ebert zum Präsidenten der Republik auszurufen und zur gleichen Zeit hätten irregeleitete Soldaten wehrlose Denwnstroliten nicderkartätscht. Die deutschen Proletarier müßten init allen Mitteln versuchen, die Macht, die sie cnn 9. November mit ihrem Mute erkauft, wieder zu gewinnen. Man könne unmöglich noch Vertrauen zu den Männern der sehigen Regierung haben, diesen Ardeitermördern, denen die Schreckmittel der alten Regierung eben recht seien, zur Aufrechterhaltung ihrer Macht. Während der Rede Liebknechts erschien ein Lastautomobil der Deutschen Waffen- und Munitionswerke, das an der Ecke der Si�geSvllee und der Charlottenburger Chaussee auf- fuhr und mit einem provisorisch installierten Maschinen- gewehr die Straße nach allen Richtungen beherrschte. Gegen 2% Uhr ordneten sich die Demonstranten, die unterwegs starken Zu- kauf durch Neugierige orhielten, zu einem starken Zug, der die Straße Unter den Linden zum Schloß entlang zog. * Tie Arbeiter von Daimler, Werner, Stock und kleineren Betrieben nahmen gestern mittag zu den bÄlagenSwerten Vorkomm- nissen am Freitagabend Stellung. In einer zur Annahme gelangten Resolution ersuchten die Angestellten, Arbeiter und Arbeiterinnen der Daimlcr-Motoren-Gesellschast die Regierung um eine strenge Untersuchung der Ursachen, die zu jenem Blutvergießen ge- führt haben und sofortige exemplarische Bestrafung der schuldigen. Eine Niederlegung der Arbeit wurde von den Versammelten nicht für zweckmäßig erachtet. In Marienfeldc kamen von 12 lung zu: Zu der inzwischen vom Kricgsministerium für falsch erklärten Meldung des WTB, daß der„ganze Vorganz in der Chausseestraße auf einen Befehl des Generalkomman- . dos der Gardetruppen zurückzuführen sei.. wird festge- stellt, daß die bestrittene Darstellung dem WTB vom Poli- zeipräsidium, also von berufener Stelle zugegangen war, und daß, wie in solchem Falle stets, ihre Veröffentlichung ohne weiteres erfolgte. * Gefälschtes Telegramm. Bei der 5. E r s a tz- M a s ch i nc n- gcwebr-Kompagn'e in Reinickenldors traf Freiiag abend ein Telegramm ein:„Alarmbereitschaft aufgehoben, Siel' vertretendes Generalkommando, im Einverständnis mtt Komnwn' dantur." Da das Telegramm«in falchcs Stichwort enthielt und nicht von„Zentrum", fondern von„NO." aufgegeben war,� so fragte man beim Generalkommando an und es wurde festgestellt, da» auch dieses Telegramm gefälscht war. * Wer hat zuerst geschossen? Der Soldat Rothe vom Gardefüsilierreg'ment hat de« „Lokai-Anzeiger" folgende Darstellung gegeben:„Ich stand nach mittag mit den anderen Kameraden alarnrbeveit an der Ecke In- validen- und Ehausseestraße. Nach Ausgang der Versammlung in den Germaniasälen— wir wollten die Menge nach dem Lehrter Bahnhof abdrängen, nachdem wir sie aufgefordert hatten, sich ruhig zu verhalten— erscholl der Ruf, daß von Richtung Friedr.chstraße der ebenfalls ein Zug Demonstranten nahte. Ich stand mit fünf Kameraden zusammen, und wir baten wiederholt die Menge, ruhg zu sein. Plötzlich fielen aus der Menge Schüsse. Mein rechter Kamerad stürzte verwundet zusammen, ebenso gleich darauf mein linker. Ich trug beide zur Seite. Ich selbst hatte einen Schuß ins Bein erhalten. Erst nach diesem Vorfall wurde von unserer Seite geschossen. Von unserer Seite ist nicht provoziert worden." Der„friedliche" Spartakus. Gegenüber den Versicherungen der Spartakusgruppe, daß ihre Demonstrationen am Freitag ganz friedliche Ab- sichten gehabt hätten, teilt uns ein zuverlässiger Zeuge, der die Versammlung in den Sophiensälen besucht hat, noch folgende Episode mit: Als die Versammlung alarmiert wurde,'stand ein ihm unbekannter Mann auf und hielt folgende Ansprache: Genossen, wir wollen nach der Schöneberger Sicher- he its wache gehen. Die steht auf selten der Spartakusgruppe und wird uns sicher Waffen geben. Ob der Inhalt der Rede zutreffend ist, daß die Schone- berger Sicherheitswache auf feiten der Spartakusgruppe stehe, können wir im Augenblick nicht nachprüfen. Sicher aber ist der Vorschlag gemacht worden, sich bei der Schöneberger Sicherheitswache Waffen zu holen. Er wurde auch durchaus beifällig aufgenommen. » Kundgebung der Unteroffizier- Regierungsschutztruppc. Die Unteroffizier-Regievungsschutztruppe(Führer Suppe) er« läßt folgende Kundgebung: Wir sind keine weiße Garde aus Uiüeroffi zieren, die mit dem Popanz dcS Bolschewismus eine wahre Pogromatmosphäre m Berlin geschaffen haben, sondern wir sind treue Anhänger der Regierung Ebert-Haase, die mit ihrem Blut für dw VolkSdeauftragten dort einzutreten gewillt sind, wo diese Regie- rungZmänner bedroht sein sollten. Unser Umzug am S. d. M. durch Berlin sollte dies und nichts mehr öffent- lich bezeugen. Wir haben von der sogenannten Festsetzung deS VollzugSrateS erst erfahren, als sie schon längst erfolgt war. Wir mißbilligen jede Art von Bolschewismus, auch Eingriffe in die Preßfreiheit aufs schärfste. Wir sind für Ruhe, Freiheit, Arbeit, Ordnung, Brot. « Eine Erklärung de? SZer Ausschusses der Marine zu den Vor- gängcn am 6. Dezember in Berlin wurde von der Pollveriamm- lung am Sonnabend im Reichsmarineamt wie folgt beschlossen: Der 53er Ausschuß verurteilt auf das schärfste, daß in Soldaten- und Arbeiterkreisen gegenseitige.Hetz« nach den verschiedensten sozialistischen Richttingen mit Mitteln betrieben wird, die zu solchen bedauerlichen Vorgängen führen, wie sie sich am 0. Dezember in Berlin gezeigt haben. Keine sozialistische Richtung verfolgt Ziele, lvie sie mit dem Wort„Bolschewismus" in die Oeffentlich« keit hineingetragen und womit weite Kreise graulig gemacht werden sollen. Alle sozialistischen Massen vereinen sich in der Wahr- her Mefallindilstrie, wie D e u t s ch e W a f f e n- F a b r i k e n, Merkur- Flugzeugbau, Schwatzkopff usw. am Sonnabend die Arbeit eingestellt und sich in der S i e g e s a l l c e zir einem D c in o n st r a t i o n S z u g c vereinigt. Gegen 1 Uhr sammelten sich vor dem Hindenburg-Stand- biih am Königsplatz nach und nach mehrere tausend streikende Arbeiter und Arbeiterinnen und eine kleinere Menge Sol- daten an. Sie zogen mit roten Fahnen in stummem Zuge die Siegesallee bis zur Charlottenburger Chaussee langsam auf und ob: baraufgetragen wurde ein Schild mit der Auf- 'christ:„Wir protestieren gegen das Blutbad in der Chaussee- straße". Gegen%2 Ubr bestiegen Liebknecht. Dr. Duncker und ein dritter Spartakist die drei ersten Denkmäler rechts und hielten von dort aus Ansprachen. Liebknechts Rede war eine Kette von lächerlichen Anschuldigungen und Be- schimpfungan der Regierung Ebert-Haase, deren Parole sei: „Schutz dem G e l d s cb r a n k!" Sie seitzn die Platz- halterderzurückkehren den H o h e n z o l l e r n.(!) Das Blutbad fei veranlaßt wordSn nicht von dem General- kommando der Garde, sondern von der Kommandantur Ber- lin. don dem Kommandanten Wels persönlich(!l) und solle deshalb der Regierung Ebert-Scheidcmann zur Last. „Nieder mit den Bluthunden Wels, Ebert und Scheidemann!" Nicht eine Stunde länger dürften Ebert und Scheidemann auf ihren Plätzen bleiben. Im Anschluß an die Reden vereinigten sich die drei Gruppen zu einem Zuge durch das Brandenburger Tor und unter die Linden. Es mochten etwa 2500 Teilnehmer sein. In bester Ordnung, mit roten Fahnen, gelegentlich Protestriife gegen Wels, Scheidemann und Ebert ausstoßend, zogen sie „Unter den Linden" entlang. Ein Lastauto mit vier schußbereiten Maschinengewehren begleitete den Zug. An dem Platz neben dem Opernhaus, wo sich im alten Bibliothek- gebäude eine Wache befand, die bei Ankunft des Zuges her- austrat, kam es zu einer Stockung. Es sah aus, als ob ein Zusammenstoß folgen würde. I'Mge Soldaten, Anhänger der Spartaknsgnippe, sprachen erregt aus die Wache ein und nahmen' zwei dort aufgestellte Maschinengewehre fort, so daß das Auto nun mit sechs dieser Waffen ausgerüstet war. Die Erregung der Menge war sehr groß. Durch die Dazwischen- kunft des Polizeipräsidenten Eichhorn, der die Zusicherung gab, es werde nicht geschossen werden, trat wieder Beruht- gung ein. Der Zug setzte seinen Weg fort. Vor dem Kom- mendauturgcbäude ward Halt gemacht. Liebknecht- stieg auf daS erwähnte Auto und forderte die Beseitigung der Bluthunde, die Schuld an dem Blutvergießen vom Abend vorher feien. Vor allem müsse Wels entfernt werden. Aber auch die Regierirng Scheide mann-Ebert fei nicht länger zu ertragen. Dasselbe Thema wurde noch von einigen Rednern, wie Mieck, E b e r l e i n usw. variiert. Eberlein trat mit der BMauptung hervor, es seien am Tage vorher achtzig Matrosen entwaffnet und gefangengengesetzt worden, weil sie der Spartakusgruppe angehörten. Er schlug die Wahl einer Deputation vor, die eventuell die B e- freiung dieser Leute bewirken sollte. Als die Abgesandten zurückkamen, mußten sie allerdings mitteilen, daß die Matrosen ivegen Diebstahls ent- waffnet und verhaftet worden seien. Inzwischen hatten sich das armierte Lastauto und der Demonstrationszug nach dem Lustgarten weiterbegcben. Tort wurde abermals eine Versammlung unter freiem Him- mel improvisiert. Liebknecht bestieg wiederum den Kraft- wagen, um die Versammelten zur„Rettung der Revolution" aufzufordern. Ein anderer Redner forderte die Arbeiter auf, ständig Waffen mit sich zu führen, damit sie jeden Augenblick bereit seien, im Jnter- esse der Revolution einzugreifen, sobald der Ruf an sie ergehe. Nach einigen weiteren Ansprachen, woran sich auch eine Frau beteiligte, fand die Demonstration ihr Ende. Die Teilnehmer gingen ruhig auseinander. * Eine Lokekkorrespondenz gibt folgende Schilderung von der Demonstration: Gegen 12 Uhr erschienen Arbeiter und Arbeiterinnen in langen Zügen an der Siegessäule und zogen fast anderthalb Stunden lang auf und ab. Kurz nach I'A Uhr ging eine Bewegung durch die Masseu. Von stürmischen Hochrufen begrüßt,! Wir Muskoten". (Mein soldatisches Glaubensbekenntnis.) Kameraden, ihr ohne Tressen und Knopf, Jetzt reckt euch cmpor, tragt hoch den Kopfi Prahlen— nein, daß liegt uns nicht, NnS„Muskoten", die s ch w e i g e n d erfüllten die Pflicht, Und klagen nm das. was vorbei und tot— Klagen hat vcrl-rnt der Muskot! Wer als Soldat seine Pflicht getan. Ob Sicbzchnjähr'ger, ob Landsturmmann, Ob Pionier, ob Infanterist, Ob Kanonier, Flieger. Kavallerist, Ob Matrose, Trainsoldat, Maschinist. Ob Armierung?(oldat, ob Telegraphist, Jeder, der als braver Soldat Im Feld gewirkt und geblutet hat, Jeder, der tat, was die Pflicht gebot, Der sich selbst bezwang in L'id und Not, Jeder, ja selbst der dümmste Trrpf, Soll fren'n sich, daß fiel der alte Schopf! Vieles war morsch und vieles war schlecht, War nicht mancher von uns nur ein feldgrauer Knecht? Galt mancher nicht als moderner Sklav', Und noch dazu als„Esel" und„Schaf"? Das war einmal-- vielleicht war'S gnt Für den, der allzn dickes Blut... Prahlen und Klagen liegt uns nicht, Sprechen und Wirken ist jetzt«nsre Pflicht, Ist Pflicht und Recht und strenge? Gebot, Geheiligt durch Kamcradentod.— Wir sind schlichte Soldaten, keine Herr'», Wir kämpften nicht für Band und Stern. Wir kämpften für Heimat Kind nnd Weib, Wir darbten für sie an Seele und Leib, Wir kämpften im groben Muskotenfleid Bier lange Jahr' für dir n- n e Zeit, Nnd Taufende gaben mit Stolz und Mut Für sie ihr rotes Muskotenblut! Trum reckt euch cmpor, trogt bock den Kopf, Kameraden, ihr ohne Tressen und Knopf! Heinrich OellerS, Erfatz-Refervist, Riga. Der öürger unS öie Kunst. Ter Bürger ist.die Verkörperung deS Gewordenen. Kein Mehrer, sondern ein ängstlicher, aber getreuer Sachwalter ererbter oder vor lauger Zeit einmal erarbeiteter geisttger und Wirtschaft- .icher Güter. In jeder Hinsicht ein Angelangter. Daraus ergibt sich mit Notn>cudigkcit seine Stellung zur Kunst. Denn ist der Bürger ein Angelangier, so ist der Künstler ein Ringender oder, wenn man will, ein Klimmender. In ihnen beiden schuf der Welt- geist die reinsten Ansdrucksformen jener beiden Element«, deren Kampf den Inhalt der Weltentwicklung ausmacht: des ewig Be- harrenden und deS sich ewig Wandelnden. AIS die Natur den Künstler schuf, schuf sie im Bürger seinen Gegenpol. Jener ist der Gestalbende, dieser der Erhaltende. In dem Kampf zwischen Tasso und Antonio hat Goethe dem unversöhnlichen Zwiespalt zivtschen diesen beiden Menschheitstypen ldie ewig gültige Formung gegeben. Hat der Künstler aber alles. was in ihm war. aus sich herausgestellt, so pflegt er— und das ist seine Tragik— selber zum Bürger zu werden. Nicht mehr sieht er seine Aufgabe darin, auf den Altären der Kunst neue Opferflam- men zu entzünden, sondern er beschttdet sich damit, das Amt des Tempelhüters zu versehen. Gegenüber jeder neuen Kunst gibt es für ihn dann nur die unbeding-.e?lbwehr; denn da ied:r� neue Schöpfer ein neues Weltbild in sich trägt, führt sich der Künstler der hervorgehenden Generation durch ihn in seiner- geistigen Exi- stenz bedroht. Nur den Zerstöret seines Lebenswerkes vermag er in dem jungen Künstler zu erblicken.?lls Goethe Kleist gegenüber die bekannt« ablehnende Haltung einnahm, folgte er nur den Not- wendigkeiten seine? Wesens. Den Sinn seines Seins hätte er der- neint, hätte er in jenem den ebenbürtigen Nachfolger anerkannt. Nur abgftempeltes Epigonentum, das sich sklavisch in den von ihm selbst gewiesenen Bahnen fortbewegt, das ist die Kunst, die dem zu Jahren gekommenen Künstler förderuswert erscheint: denn nur in ihr glaubt er die Keime, die er einst gejät, fortwirken zu sehen. Jede anders geartete neue Kunst, die aus ihm unzugänglichen Ur- gründen des SeinS aufsteigt— die ein neues Ethos, ein neues Leb-nSgefühl verkündet, erscheint ihm alz Verneinung seines künstlerischen Ich Die� Frage, wie sich nun der Zeitgenosse, den man gemeinhin als„Bürger" bezeichnet, zur Kunft verhält, bedarf demnach kaum noch einer Beantwortung Auch ihm ist fede neue Kunst natürlich von vornbcrcin ein Greuel. Nur zur Knnstübung der Angelangten und ihrer Nachtreter unterhält er Beziehungen persönlicher Natur. Das revolut'onäre Element, dem jede neue Kunst ent- springt, scheint ihm— nebenbei' b-merkt, mit Recht— den Bestand einer Gesellschaflsform zu gefährden, die er seinerzeit selbst mit- geschaffen hatt Jeder jung« Künstler ist der Prophet deS Kommen- den. Das fühl' der Bürger d«S Heute sehr wohl, eben weil er selber der Revolutionär von gestern ist. Ter natürliche Bundesgenosse des jungen.Künstlers ist der Proletarier, der gleich ihm ein Ringender ist. nimmer der satte BürgerSmann, der kein Ziel mebr vor Augen hat. Liefert ihm die Kunst aus, und er wird nc entpeistigen. wie er die Politik ent- getstigt hat. Jede lebendige Kunst ist ihrem Wesen nack anti- bürgerlich; ihr Sinn ist es. den Bürger zu überwinden. In der Seele des Verbrechers kann der Künstler verwandte Quellen rauschen hören, weil er gleich ihm ein Feind des jeweils Bc- stehenden ist. Nie aber kann eine Brücke von ihm, dem Verküüdec des Morgens, zu dem Vertreter des Heute führen. Für den jungen Künstler gibt e§ daher nur einen Platz: An der Seite jener Mächte, die heute eine neue Gesellschaftsform herauifnhrcn wollen. _ Heinz Michaelis. Notizen. — Vorträge, lieber„Tie neue Kunst"(Futurismus, Ku- biSmuS, Expressionismus! hält Dr. Ernst Cohn-Wicuer drei Licht- bildervorträge am II., 18. und 21. Dezember, 7H Uhr, ttn Saale der Berliner Seyession, Kucfürstendamm 232.— In der Kant Gesellschaft spricht am 13. Dezember, 8 Uhr pünktlich, im Flugverband- Haus, Schöneberger Ufer 40, Professor Frischeisen übe rden jüngst verstorbenen Soziologen GcordSimmel. Dr. Buchenau spricht über„Pestalozzis Sozialphilosophie". — D c. Archenhold spricht Dienstag in der Treptow« Sternwarte über die„Vielheit der Welten". — Musik. Am 17. Dezember spricht der Musikhistoriker Siegmund Pisling über„Beethoven im Lichte der mo» deinen Mus: k", mit Erläuterungen am Flügel. — Konzert-Verlegung. Die Weingartner-Konzerte am 8. und 9. Dezember müssen wegen Zugsperre verlegt werden. Die Karten behalten ihre Gülttgkeit. — Theater. Im Opernhause, Unter den Linden, wird der seit März 1917 nicht gegebene„Ring des Nibelungen" wieder in Szene geben und zwar das.Rheingold" am DonnerS- tag, den 12. d. M.,„Walküre" am Dienstag, den 17. d. M.,„Sieg- fried" am Freitag, den 20. d. M. nnd„Götterdämmerung" am Montag, den 23. d. M. — Das Deutsche Theater verzichtet auf die geplante Wiederaufnahme des Teddy,„eines über lOOmal gespielten Repertoirestückes". ES protestiert dabei gegen oen beschränkten Stand- Punkt des.Goethebundes" und erklärt,„in Dingen der Kunft keine nationalen Grenzen anzuerkennen". Kenner des Teddy erklären, daß alle Parteien bei der Nicht- auftührnng de« sotanen Stücke? gewinnen. — Hundert I a b re„Stille Nacht, beilige Nacht". Am Weilmachtsabcnd dieses Jahres werden 100 Jahre verflossen sein, seitdem da? Wechelied...Stille Nackit" von Josevh Mobr gc- dickstet wurde. Der Lehrer Franz Gruber hat um die Verse die süße, vertraute Melodie geschlungen, und am 24. Dezember 1818 wurde in der St. Nikolanskirche in Oberndvrf an der Salzach daS Weihnachtslied zum ersten Male öftentli' gefungcn. �— D a n k t a g> n Amerika. Präsident Wilson hat in einem Aufruf bekannt gegeben, daß der 26. Nov. von nun an als nationaler Dank- und Bettag in ganz Amerika gefeiert werden soll. Die Ameri- kaner sollen an diesem Tage Gott für die Wohltaten des Friedens danken.— Hoffenil ich wird der Friede so, daß man auch den Meuscheu dafür danken dann. flt. 337 ♦ 35. Jahrgang 1. Heilage öes vorwärts Sonntag, s. Dezember 1 91 s Muf, in Sie Versammlungen! Grofjc Kundgebungen der Sozialdemokratischen Partei finden heute vormittag M/s Uhr in folgenden Lokalen statt: Schlostbrauerci Schöncbcrg, Hauptstrafzr 121, Prachtsiile des Westens, Spichrrnstraste 3, Bolkshaus Charlottenvurg, Rosinenstraste 4, Patzrnhoser Brauerei, Turmstraste 25/26, Germania-Prachtsäle, Chausscestraste lll), Frankes Fcstsale, Badstrastc 19, Sophicnsälc, Sophicnstraste 17/18, Priulitsälc Alt-Berlin. Blumenstraste 16, Union-Festsäle, GrrifSwalder Straste 221/223, Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee 11/13, Deutscher Hof, Luckauer Straste 1o, Union, Schult- heist-Ancschank, Hasenhcide, Vereinsbrauerci, Hermann- straste 214 219. Tagesordnung: Sozialismus und Demo» kratie. Redner: Barth, Bauer, Braun, Breuer, Fbert, Crmmel, Ernst, Hcckmann, Heilmann, Heine, Hirsch, Frau Juchacz, Kabenstcin, Kröger, Landsberg, Frau Lodahl, Lüde- mann, Molkcnbuhr, Minis, Scheidemann, Schmidt, Schulz, Stückten, Fr. Vielhaber, Wels, Frmi fehler. . Soldaten, Arbeiter, Angestellte, Beamte und Frauen, er- scheine in Massen! Der Propaganda-Ausschust der Sozialdemokratischen Partei. GroßSerlln jNitglieöerversammlungen. Mittwoch, den 11. Dezember, 8 Uhr»bendS, finden in ganz Groß-Bcrlin die Mitgliederversammlungen der Sozialdemokrati- schen Partei statt._\ Arbeitslose I Die Wahlen zu m Arbeiterrat für sSnrtlich« Arbeits- losen Grotz-DerlinS finden Montag, den 9. Dezember, vormittags um 9 Uhr, in folgenden Lokalen statt: ZirkuS Busch, Germania, Chausseestrabc. Kön/gSbant, Große Frankfurter Str. 117. Stadt- theater Moabit(Alt) 47-48. Als Ausweis gelten die ArdertSlosen- kontrollkarten. Die Wahrkommission. I. S.: kP. Aeumamr. Selbstzucht oder Vevormnndung? Das Polizeipräsidium teilt folgendes mit: ES ist die Beobachtung gemacht worden, daß der neuerdings angeordnete SechSuhr-Laden schlug und die Neunuhr- Polizeistunde nur von einem Teil der Gewerbetreidenden innegehalten werden. Dadurch entstehen, ganz abgesehen von der Ungehör gleit dieses ZustanbcS. schwer« Gefahren für die Allgc. meinheit, auch wird die Unzufriedenheit derjenigen Kreis« erregt. welche die Verordnung gewissenhast befolgen. ES wird erneut auf die"totwendigleit b ngewicsen, den fraglichen Anordnungen unbe- dlngl Folg« zu leisten. Ter Polizeipräsidem hat absichtlich von dem Erlaß einer Polizeiverordnung Abstand genommen, weil er die feste Zuversicht halt«, daß die Gesamtheit sich der auS zwingenden Gründen des «ll�ememwodl» verfügten Einschränkung gewissenhaft fügen würde, Fruber ist in jedem derarligcn Fall« mit Strafandrohungen und ermchnerdcnden Zwangsmaßnahmen vorgegangen worden. Gerade dieses Vorgehon aber hat zur Verbitterung der Allgemeinheit und zu ihrem scharfen Gegensatz zur Polizei geführt. Jetzt ist e S "U". der Bevölkerung, zu zeigen, daß sie wirklicher Freiheit würdig und gewillt ist. von lich a u S c u« bit bisher�g� a m t l i ch e Bevormun« dung selbst die Ordnung zu hallen, die setzt mehr den n je geboten ist. Demnach ist eS nicht nur Pflicht der Gewerbetreibenden, die Bestimmungen de« Ladenschlüsse» und der Polizeistunde gewissenhaft zu beobachten, sondern auch Dache jede» einsichtigen Menschen, im Falle von Uebcrtrewngen seinerseits für Akbilfe zu sorgen— weniger durch Anzeigen bei der Behörde. als durch sofortiges Eingreifen an Ort und Stelle, je nach Lage de» Falle? Ist auf diese Meise nicht Ordnung zu halten, so wird sich jede Regierung schließlich gezwungen sehen, zur Durchführung der für da? Allgemeinwohl notwendigen Anordnungen wieder zu Strafen und Zwangsmaßnahmen zu greifen— ein Ergebnis, da» für die Allgeweinheit ebenso beschämend wie in seinen Folgen bedauerlich sein würde. Wo der Zucker bleibt. Der Magistrat Berlin schreibt un«: Mederholte Revisionen in Konfitürenlädcn, in denen sogenannte AuSlandsware zu den teuersten Preisen angeboten wird, haben ergeben, daß die Ge- schäftSinhaber vielfach mcht in der Lage sind, sich über den Ein- kaufipreis der Süßigkcften durch Belege auszuweisen. Es heißt dann gewöhnlich, daß die Ware von einem unbekannten Soldaten gekauft worden ist. In Wirklichkeit bandelt ei sich m den meisten Fällen gar nicht um ausländische Wa«, sondern um solche, d>e au« gestohlenem oder sonst unrechtmäßigerworbenem Zucker hergestellt ist. Die Methode, von unbekannten Per- sonen und ohne Rechnung Konfitüren und andere Waren einzu- kaufen, verstößt in grober Weise xegen die guten Sitten im kauf- männiischcn Verkehr, Sie rechtfertigt, da sie die kaufmännische Ilnztweriässigkeit des Geschäftsinhabers erweist, die Anwendung der strengen Maßnahmen, die die Birndesratsvcrordnung zur Fern- Haltung unzuverlässiger Personen vom Handel vorsieht. Die Preis- prüfungSsiell« Groß-Berlin sieht sich genötigt, bei Zuwiderhand- lungcn sofort in geeigneten Fällen ohne weitere? die Unter- sagung des Handelsbetriebes durch die Polizeibehörden zu Veramassen._ Die Magermilchkarte«. für Januar, Februar unKd März l91g kommen in den zur Feftstelle Groß-B rlin(Milch) gehörenden Gemeinden in den nächsten Tagen zur Ausgabe, Für jodeS in der Zeit vom 1. Januar I9lt kvS 31. Dezember IVIL geborene Kind wird eine rote mit„I' bezeichnet« Magermilchkarte verausgabt. Die Magermilchkarten sind für die Zeit vom 29. Dezember ISIS bis 29, März ISIS auSg- stellt. Um- mclldunven während der Gültigkeitsdauer der Karten sind nur bei einem Wohnungswechsel gestattet. Die Inhaber der Magermilch- karten haben die Karten spätesten? bis zum 21. Dezember ei» schließlich dem Milchhändler vorzulegen. Aus ein« Milchkarw soll, soweit die» möglich ist, wöchentlich je 1 Lüer Viager. oder Buttermilch bezirksweise abgegeben werden, Fall» infolge ungenügender Bestände ein Liter nicht verabfolgt werden kann, wird die zur PevauSoabung gelangende Menge durch ein entspreck'cndsS Plakat an der Eingannstür de» Milchgeschäft S bekannt gegeben. Die Magermilchkarken II und tll können zurzeit wogen Milck'mangelS nicht ausgegeben werden, Die MagermilcWarhen verblei den in Händen der Bezug,?- berechtigten und sind allwöch.mtlich beftn Bezug von Magermilch vorzulegen. Die Magermilchsarten sind m Berlin in der Zeit vom 11, bi« 17. Dezember einschließlich von den Brotksmnfissionen abzuholen, Da» Alter des für den Bezug In Betracht kmmenden Kinde? ist erforderlichenfalls durch Vorlegung einer amtlichen Urkunde nach- zuweisen._ KleitchnndelShSikiftpreise für Gänsefleisch hat der Magistrat festgesetzt. Danach dürfen für frisch« und gepökelte Ware folgende Preise für 1 Pfund nicht überschritten werden: Liesen. feft lt> Bauchhautfett 10,50 M.. Darmseti 12 M., Leber 13,50 M., Keulen 9,76 M,, Brust ohne Knochen 13,50 M., Stuckenfleisch 6,45M„ Rümpfe nril Brust und Keulen ohne Därme und ohne zum Klein zugehörige Teile 9.40 M, Brust mit Knochen 18,20 M,, Bruftknochen 0,08 M,. Klein: Kopf mit Hal«. 2 Flug«!. 2 Füße, Magen und Herz. gerupft auch ohne Spitzflügel 6,— pro Stück, Schmalz 21,— M., Grieben 15— M,. Gänsebraten 16,60 M., Gänseweißsaiier 15,— M,. Ganseleberpurst 12,— M.— Für geräucherte Ware grtten in gleicher Weise folgende Preise für 1 Pfund: Brust mit Knochen im ganzen 17,25 M,, Brust ohne Knochen im ganzen 18,75 M., Brust ohne Knochen im Ausschnitt 13,50 M,, Keulen 13,60 M. KSfevrrteiiung. In der Zeit bis Donnerstag wird w den Be» ztrken der 152., 153, 100.— 153., 165.— 168, 170, 173, 185, 188. bis 100, 206, 211. und 241. Brotkommission pro Kopf 126 Gramm Käs« verteilt. Ein Ei kann auf Abschnitt 53 der Eierkarte vom 3. bi» 20. entnommen weiden. Die in den Arbeitervierteln belegenen Geschäftsstellen der Er- werbslofrn-FUrjorge sind wegen der regen Inanspruchnahme von morgens 8 Uhr bis abend« 8 Uhr geöffnet. Dir erwerbslos« Be- völkcrung dieser Viertel wird daher ersucht, in eigenem Interesse bei starkem Andränge an den Vormittagen sich in den Nachnetttag�- stunden zur Aufnahme de» Antrages dort einzufinden. Bei der UnteroffizirrregierungSichutztrupp« werden wegen zahlreich eingelaufener Meldungen bi» auf weitere» nur aktiv« Kapitulanten eingestellt. Spartakus in Renkölln. Wir erhalten folgende Zuschrift: In einem Extrablatt gegen die SpartakuSgruppe ist folgender Irrtum unterlaufen. ES handelt sich bei der Zusammensetzung des A.» und S-'ÄatS nicht um 72 Spartakusleute, sondern nur um 58: da 14 Stimmen auf die republikanische Soldatenwehr fallen, die auf dem Boden der Regierung stehen. Der Soldatenrat der S4er. Neukölln. Arbeiter, Parteigenosse«, ArbeiterauSschüssrl Sorgt dafür, daß die Jugendlichen überall Fabrikausschüsse wählen. Es fehlen noch die Adressen von einer Anzahl Großbetriebe. Di« HilfSkräst« aller Dienststellen des Magistrat» Berlin werben von ihrem Lbmänncr-Ausschuß zur Bornahm« der Wahlen in den Arbeiterrat f»r Dienstag, den lll, nachmittag? 4 Uhr, in den Zirkus Busch ein- geladen. Zutritt haben nur die mit einem Ausweis versehenen Hilfskräfte. DI« Interessen der Kriegsbeschädigte» will ein verein wahrnehmen, über dessen Gründung im Jnjeratenteil dieser Nummer näheres an- gegebe« ist._ Groft-Berliner Lebensmittel. Neukölln, 1 Pfimd Marmelade von Ende nächster Woche ab(81 und 83 der Groß. Berliner Lebensmittelkarte). Drr verkauf»on Kunsthonig wird fortgesetzt. Bi« Mittwoch im Bezirk der 1, 14. und 17, Brot- kommisston je 125 Gramm Harzer Käje und bi« Donnerstag im Bezirk der � 6. Brotkommtssion Je 125 Gramm Fanstkäse. 1 Brletchen Süßstoff(Ab- � schnitt P der Hanshaltskarte), Auf 24 der Lebensmittelkarte für Jugend- ltch« kann 1 Pfund WeihnachtSäPfel enttioinmen werden,— Die Frist für die nachlrögltchc Anmeldung zum Bezüge von Wintervorratskartosseln ist abgelauken, Tie Wochcnmenge beträgt 7 Pfmid.— Für Kinder vom 1. bis � 6. Lebensjahre gelangt zum Ausgleich für die gekürzte Miichmenge im Dezember je 1 Pfund Grieß zur Ausgabe. Näheres wird noch bekannt- gemacht. Charlottendnrn. Lebensmittel. Es gelangen zur Ausgab«: Bis 13. Dezember 8 Pfund Kartoffeln auf Abschnitt Ha— g der Sonderlartofsellarte zur Schaffung eines eisernen Be. st a n d e s, desgleichen 8 Pfund auf Abschnitt 12a— g der Solider« kartossclkarte. 25 Gramm Pommerscher Weichtäse bzw. Polnischer Liptauer aus die». Zt. gültig« Speisesettkart« vom 7. bis 11. Dezember in den Bezlrten der 25, 2«, 2S, 31. und 32. Brolkommission. 1 Pfund Arpsel Abschnitt 77<1,— M.). 250 Gramm Marmelade Abschnitt 79 vom 5. bis 44. Dezember. 250 Gramm Kunsthonig Abschnitt 80. 100 Gramm Gerstengrütze Abschnitt 84 vom 12. bis 21. Dezember. Aus Groß-Berliner Nährmiltelzusatzkart« für Juaendliche 100 Gramm Teigwaren tzlbschnitt 23 vom 9. bis 14. Dezember. Note Nahrungsmitlelkarl« 14 Pfund Raucher- waren Abschnitt 207, sowie auf Abschnitt a— g der Berliner Bezugstarte. ti 1 Pfund frische See- oder Flußfisch« AbschnU! 21« sowie ans Abschnitt g und R der Berliner Bezugslarte. Abschnitt 200 behält sein« GAtigkeit und Ist vorzugsweise zu bedienen. Aus Abschniti 211 Weißkohl gemäß Poranmeldung zum Piundpreis von 12 Pf. Im Dezember wird einmalig ausgegeben: Kinder bis zum sechsten Lebeusiahre, die nach dem � 1. 11. 1912 geboren sind und eine„A i"„B i",„B u1, ,C i"»nb ,C n- Milchtarte besitzen, als Ersatz für ausfallende Milch je 1 Psund Kinder- gerftenmehl. an die in der zweiten Halste der Schwangerschaft besindüchen Frauen 2 Psund Weizengrieß, an die Kinder im zweiten Lebenssayre, welche ein».A v» Milchkart« besitzen, einmalig je ein« Pfunddose Malz- extrakt zum Preise von 2,20 M, Dt« Ausgabe der vorstehenden Lebensmittel erfolgt in den 33 pädti- ; schen Verkaufsstellen in der Zeit vom 1. bis 31. Dezember. Weißens««. An die Inhaber der Eierkarten von 40 001— 44 000 wird, sofern der Abschnitt 29 noch nicht eingelöst worden ist, in der BerlanfS- stelle Cafelerftraße 2 ein Ei verabfolgt zum Preis« von 01 Ps. Andere Eierkarten, al« die vorstehend ausoeiusenen, können nicht berücksichtigt werden.— In der Verkaussslelle Pistorinsstraße 24 wird der Verkauf von Irischen Rinderknochen, in den Berkaufsstellen Caselerftraße 2 und Lang- hanSstraße 106 der von Zwiebeln fortgesetzt. Treptow. 150 Gramm Kunsthonig(82 der Groß-Berliner Lebens- mittelkartes, iß Psund Marmelade iWZ, 2 Eier für werdende und stillende Mütter gegen Vorlegung einer Bescheinigung und für Kranke aus Grund ärztlichen Attestes, Abholung im Rathauf«, Zimmer 14 in der Zeit von 9— l Ubr, außer Mittwoch und Donnerstag. Aus Abschnitt 19 der Trep- tower Lebensmittelkarte iß Pftind Räucherwaren, ans Abschnitt 20 I Pftind frische Fische. Inhaber der allen Abschnitte 119 139 120, 140, die hierauf noch keine Fische erhallen haben, müssen von den Händlern vonngsweise obgeserligt werden. Markenfrei sieben zum Berkauf Zwiebeln, Weißkohl- sanerkrout, Gewürz«, Tafelsalz. Gemüsegroßverkanf Montag», Mittwochs : und Freitags in der Zeit von 9—12 Uhr in den Bürgerküchen. Weihensee. Holzvrrkauf. Minderbemittelt«.Kriegsteiknehmer erhalten vom Lagerplatz drr Gemeinde an der Franz-Joftf-Straß« Vrennbolz zum Preis« von 8,35 M, für«inen Zentner oder 33,50 Mark für einen Raummeter. Die Abgabe deS Holzes erfolgt nur im ungeschnittenen Zustande, Anweisungen zur Entnahme wer- den im LebcnSmittelamt, Berliner Allee 91, gegen Vorlegung von AuSweiSpapieven und Zahlung dcS Kaufpreise» verabfolgt. Groß-Seelkne? parteinachrichten. Treptow. Frnurnlescabcnd. Montag, den 9, abend» 8 llhr, im Restaurant Ringeltaube. Graetzstr, 1. Genossin Juchacz spricht über die Frauen wnd die Revolution. Lichterfelde. Heute Sonntag, nachmittags 5 Uhr, in der Aula des Realgymnasiums, Drolestraße 72, Versammlung der Haus- angestellten(Dienstmädchen, Stützen, Hausmädchen, Köchinnen usw.), Vortrag der Frau Käbler:„WaS tun wir in unserer Lage?" Aussprache. Gesellige? Zusammensein. Lichtcrfelde. Di« nächste Mitgliederversammlung der sozial- demokratischen BezirkSorganisation findet am 11., abend? 8 Uhr, in der Aula de? RealgymnastummS, Ddakestr. 72, statt, mft einem Vortrag de? Genossen Hcinig über: Die jetzige politische Lage. Reinickrndorf-Wrst. Heute findet nachmittags 4 Uhr in dem Lokal von Lüning, Scharnweber-, Ecke Schillingstraße, eine Mit- gftederversammlung statt, zu der alle Parteifreunde sowie»Vor- wärtS'-Abonnenten eingeladen sind. FriedrickiSfclde. Mittwoch, den 11., abend» 8 Uhr, bei Herr- mann, Caprivialle« 42. Fredersdorf-PcterShagen. Mittwoch, 11., abends 8 Uhr. Be- zirkSabend bei Zibell(am Bahnhof). Tagesordnung: 1. Vortrag und Aussprache über die Vorarbeiten zur Nationalversammlung. 2. Der Arbeiterrat. 3. Kassenbericht. Parteifreunde willkommen. Fredersdorf(Ostbahn). Sonntag, den 8. Dezember, nachmittag? 4 Uhr: Große öffentliche Volksversammlung bei Jeske, Schwarzer Weg._ ?uyenöveronstaltunyen. Jngendhelm, Lindenstroße 3, 2, Hof 3 Tr.: Heute Vortrag des Genossen Heilmann. Heimeröffnung 5 Uhr nachmittag?, Prenzlauer vorsiadt. Morgen, Montag, abend, bei Eichhorn, Danzigsr- straße 93: Literarischer Abend, Weißens««. Montag, abends 8 Uhr, im Jugendheim(Saal des Ledigenheims): Heimbesprechung mit wichtiger Tagesordnung, � Vreiswerte | | Gediegene reinseidene Erzeugnisse l Einfarbige glatte Seidenstoffe 1 Breit««9 cm..................... Meter 19.— M. | Breit« 88—90 ern.......... Meter 30.— M. bia 40.— M. | Ein farbige gekreppte Seidenst, ffe i Breit» 100............... Meter 28.— M. bi» 35.— W. 1 Eillfa blge lueiche XoffC Besonder« schmiegsam« Dewed« s Breite 88— 98 cm............. Meter 30.— bt» 40.— M. Leichte durch- " t.»ewebe M. usw. Reinseiden. Schleier.undG tterstoff A »reite 100 cm........... Meter 15.— M.. 18.— Weiße Knf/S Seidenstoffe LVgVÄ�Ä -••••—...... Meter 16.— M., 18.- M, ukw. ..... Meter 22.— M.. 30.— M- usw. Brett« 48 em Breit« 88-110 cm Farbige u schwarze baumwoll Köper-Samte i für«leider und Blusen Breite«8—50 em Mir. 12.— u. 18.— M.| �lllliiimüililiUliüülil�JlllXilllMülillMIlllltlMlMItillllluiiiiiiiiiiMiiMiuuHiiuiiuiaiiiiiimiiiiiiiiiiiMiliiyHIIIIIIIIIIUUllia Rudolph Herhog Berlin C Vreiie Giraße' Brüderstraße Reuzeitiq« Karben und Webarien' Karierte Seideostvsfk. Breite« em............ Meter 14.50 M. bis 19.50 M.= Brett« 70—100 em......... Meter 30,— M., 35,— M. usw.'§ Gestreifte Seidenstoffe fe�„oUf|öbÄ1b� 1 »reite 48 em Mir 14.50 M.. Brett» 85-90 nu Mir' SZ-bi«� 50w. M K e ttd r u �. S t» I e» n Blumen, und Phantasie. Z �rltv, UU«V�clveN muster in lebhaften Farben Z - Ztette 4» cm..-......... Meter 19.50 M.. 25- M. usw. B |»reite 70—90 cm............... Meter 39,50 M. usw.= Z Gedruckte Hübsche Dru-tmustcr aus tlarcn.i. Z 3» �. l'�Il� dichten retnseidcnen Grundstoffen s s Brette 90—100 cm... Meter 19.50 M.. 22.50 M.. 25.- M. usw. Z D Schwarze Seidenstoffe m« Z«reite 48 cm............ Meter 19.- M.. 20.- M. usw. = Breit, 80—100 em........ Meter 30.— M.. 35.— M. usw. g SiiiHiiHiiiuiMMiiiiiniiHNuiiiiiNinii�iiminiiniiuiiniHiHinHiiiiiiiHiiMiiiiiiimiwiMiMniiHiiMimiiiitiiHiiiNimiiiiiwiiuiiiii� | Sch warze glatte Mantel. Samte Z W Brette 60-78 cm.......... Meter 42.— M. bi» 60.— M. h 1 Sonntag, den 8. Dezember vormittags 10% Uhr, Grosse Kundgebung der Sozialdemokratischen Partei in folgenden Lokalen: Schloßbranerei Schöneberg, Hauptstraße 121. Prachtsäle des Westens, Spichernstraße 3. Volkshaus Charlottenburg, Rosinenstraße 4. Pahenhofer Brauerei, Turmstraße 25/26. Germania-Prachtsäle, Chausseestraße 110. Frankes Festsäle, Badstraße 19. Sophienfäle, Sophienstraße 17/18. Prachtsäle Alt-Berlin, Blumenstraße 10. Union-Festsäle, Greifswalder Straße 221/223. Böhmisches Branhans, Landsberger Allee 11-13. Deutscher Hof, Luckauer Straße 15. Union, Schultheitz-Ausschank, Hasenheide. Vereinsbrauerei, Hermannstraße 214-219. Tagesordnung> Sozwltstnils und Demokratie. Redner: Zsrtk, Zsusr, Zfsun, Breuer, Sbert, Emme!, Ernst, Keckmann, Keitmann, Keine, Kirsch,?ran Suchacz, Katzenstein, Krüger, Eandsherg, Frau Ecdahl,£üdemann, jÄolkenbuhr, Mirns, Scheidemann, Schmidt, Schulz, Stückten, Fr. Vielhaber, Wclsy Frau Zepter. Soldaten, Arbeiter, Angestellte, Beamte und Frauen, erscheint in Massen! Der Propaganda-Ausschutz der SozialdemBkratischen Partei. Bezirk Grotz-Berlin, Lindcnstrahe'S. Mitec SoMeiln-iiell»!!!». verwaliung Berlin. l.: Amt Moritzplatz 10V2Z, 8578. Bureau: Rungestr. i Branchenversammlnngen: Rahmenmacher. Montag, den 9. Dezember, abends 6V2 Uhr, im Verbauds- hause. Rungestr. 89. Tag csordnung: Löhne und Arbeitsbedingungen. «V? Klavierarbeiter. Dienstag, den 10. Dezember, abend, 5 Uhr. im Sewerlschasts. Hause, Engeluser 15. Tagesordnung: 1, Bericht über die Verhandlungen mit dem Reichsverband der Musikindustriellen. 2. Berbandsangelegenheiten. Siockarbeiter. Dienstag, den 10. Dezember, nachmittags 4 Uhr. bei Staden, Rlichaelkirchstr. 21. Tagesordnung: 1. Aussprache über die jetzige allgemeine Lage in der Stock- blanche. 2. Wcrkstattangclcgcnheiten. Hart�nmmidrechsler. Montag, den 9. Dezember, abend« S Uhr, bei Hebmann .Zur Morgenioane�. Engewfcr 1a: Zusammenkunft aller in der chirurgischen und technischen Branche dcschäft. Drechsler. Tagesordnung: I. Arbeitszeit- und Lotznregelung. 2. ausfchüsse. 8. Verschiedenes. Wahl der Arbeiter- wllimliWLWer- vnsMÄNzeii: Modell- und Fabriktifchler. Dienstag. 10. Dezember, abends?>/, Uhr, bei Wald. Pflugstr. 5. Kamm- und Haarschmuckarbeiter. Dienstag, den 10. Dezember, abend» 9 Uhr, bei Stade», Michaciiirchstr. 24. Tischlerbezirk Südwest u. Westen. Dienstag. 10, Dezember, abends 8 Uhr, bei Mein. Hafenheide 89. Tagesordnung: 1. Bericht der Bertrauensmiinner. 2. Berbandsangelegen- betten. My Die Versammlungen beginnen pllnktlich zur fest- gesetzten Zeit, Es ist Psii-bt der Kollegen, dem Rnfe ihrer Aranchcnleiter Folge zu leisten und in den Versammlungen zu erscheinen. MmwvWM..MM" für Potsdam und Umgegend, e.®. NN b. H., � � N 0 w a w e s, Katzbachstr. 1— S.= Moning. den 16. vezember, obends S Ahr, im Restaurant yansimann, Potsdam, Saiser-wilhelm- Straste ZS: Uvnvi's�vsg'Sss?,mSung. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht und Bericht des Aufstchtsrates, De- nehmigung der Bilanz, Entlastung des Vorstandes. Beschlußfassung über die Verteilung des Reingewinne». 2. Wahlen zum Aufsichlsrat. 8. Vorstandswahlen. 105/8 4. Genossenschaftliches. Eintritt nur gegen Vorzeigung der weiften Legitimation-- karte. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Aufsichlsrat. Im Austroge: A.(5 t 0 0 f, Vorsitzender. MWlMMMMM ?envsltunaztlelle Sellin— N st, Cinienttr. LZ— 85. Geschäftszeit von S— 1 Uhr und von 4—7 Uhr. Telephon: Amt Norden 185, rr,9, 1937, 0714._ Mittwoch, den 11. Dezember 1918, abends 7 Uhr, ttranckeaverssmmlunx der Drahtarbeiter und-Arbeiterinnen im Lokal von lvsllfchliiger, Adoldertstr. 21. Tagesordnung: 1. Die wirlfchafkilchc Lage in unserer vranche. 2. Bericht und Neuwahl der Vranchenkoniniission. 8. Branchenangelcgenheiten und Verschiedenes. Sämtliche oresntiiertca und Nichtorganisierte» Kollegen «d Kolleginnen hnd hierzu eingeladen. PiinttUches Erscheinen ist unbedingt nöttg. 128/4 vi« OrtsTcrwaltung. Zentralverband der Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands. Filiale(vroh-Berliu. Freitag, den l'S. Dezember 1918, abends 5 Uhr. im Gcwerkschaftshause, Engelufer 15, Saal 1: Allgemeine Mitgliederversammlung Tagesordnung: 1. Bericbt über die Verhandlungen mil den Unternehmern betreffend Maßnahmen zur UebergangSwirticbaft und Abstimmung daiüber. 2. Antrag Rudolf Schcffler: Abschaffung der Akkordarbeit. Die Wichtigkeit des Vethandlungssloffes erfordert, datz alle Kollegen erscheinen.— Da der Saal um 8 Uhr geräumt weiden muff, wird die Versammlung ganz präzise ei öffnet. Der Borfiand Verband der Kausarztvereine. Vorsitzender: G. Jacob, Berlin, Waldenferslr. 5.— Tel.: Moabit 8915. Urbeiter! Frauen! Osten! Montag, den 9. Dezember, abends 7% Uhr, in der Löwenbranerei, Frankfurter Straffe 315: Große öffentliche Versammlung. Referent: iAcnosse Dr.«Julian lloMea.— Diskussion. gjy Männer und Frauen, erscheint tu Massen! 79/3 Die Einderufer: G.Jacob. A. Lehmann. Verband der Kausarztvereine. Vorsitzender. C. Jacob, Berlin, Walbenserstr. 5.— Tel.: Moabit 3915. Arbeiter! Frauen! CbarEottenburg! Dienstag, den 10. Dezember, abends 7> z Uhr, im Vollshause, Rosineilstraffe 3: Große öffentliche Versammlung. Wir fordern ein Ministerium für Volisgesundheit. Referent:(Äenosse Dr. �luliu» Nosv». Arbeiter und Frauen, erscheint in Massen.' 79/4- Die Einberufer: L. Jacob. G. Leupold. A Sie MßkNkteiiWslliW gu einer Besprechung der Lag« und zur yerbel- fllhrung einer, Äleinungsanstnuscheo zmisdien den An- gestellten Mroft-VerUns und Umgebung bitten wir Sie. je ein Mitglied zu einer am Donnerstag, den 12. Dezember 1918, abends 6 Nhr, in den Sophien-Sölen, Berlin C. 54. Sophienstr. 17 18 (Bahnhof Börse) stattsindenden Zusammenkunit zu entseudeu. Dir bitten, Ausweise mitzubringen. der Anxektrlitenauszcbuli Oer deutschen eiastzlühlicht Akt. Ges.(Auerges.) und ihrer Tochtergesellschaften, Berlin. 8?8b_ 3, A.: Der Lbmean: Dr. F. H. K a tz. Montag, den 9. Dezember, abends 8 Uhr, in den»Pharus- iolen', Mllllcrstr. 142: SeUiilUe ZolksiiersiiNiiilms. Die Diktatur des Kapitalismus Referent: Franz Pfeinfcrt. F-reie Aussprache. Der Einberuicr: A. S. P.-Gruppe Detatachlond. I. A.: Ludwig Säumer. 403b MI»»er vnllser SNlhSMer»»» SWtMer. __ NeNin SO Ib. engrlufcr WIS. I B. gnr Zurückmeldung der aus dem Heeresdienst entlassenen Kollegen Ist die Perwoltung vom Montag, den 9. d. Mts., ob läglich geöffnet vorm. von 10-2 Uhr, nachmittags Montags Dienstags, Donnerstags und Freitags von 4—0 Uhr, Mittwochs und Sonnabends von 5—7 Uhr. Die«u-,ahl»ng der Arbeitslosen- Unterstützung findet statt für die Anfangsbuchstaben: X— n Mittwochs, ä— Q Donnerstags, H— Z Freitag», vormittag» von 10—2 Uhr. Für alle übrigen Kassen- und Venvaltungsangelegenbeiten ist die Verwaltung wie bisher geöffnet täglich vormittags von 10—2 und außerdem Mittwochs und Sonnabend», nach- mittags von 5—7 Uhr. 27/J2 Der Gauvorstand. AWW M am Montag, den 9. Dez., abds. 7l/z Uhr, im(AewcrkschaftShaus, Engclufer 15. Tagesordnung: Das Franenwahlrecht— eine Katastrophe für die Sozialdemokratie? Referent: Fnill r nger, Herausgeber der Wochenschrist«Der Scheinwerfer-. Freie Diskussion._ Verband der Tapezierer Billnle Berlin. Montag, den 0. Dezember, nachmlllag» 2 Uhr, im «ewertschastshanse, Engeluser 15«aal 1): Mitglieder- Versammlung. 1. Bericht der >hl I Tagesordnung. Verhandlungskommisston. 243'w .------ y—-------------— 2. Diskussion. 8. Ersatzwahl zur Hauptoerwaittlng. 4. Verschiedene». Is— Set» Mitglied darf sehleu!"Wg 178/2 Die Ortsverwaitung. MI»« sAmWik'v«»»». Sonntag, den s. Dezember, im Lehrern erciushaus an Aiexanberplaii: VerlianilsincisteFSclialten im Ringen und Gewicbthsben. Entscheidungskämpte. 810b' Konzert und Tanz ab 8 Uhr nachm. Emtritt 1 M. Es ladet freundtubst ein_ Der Fest-Ausschuß. Blücherstr. 61. | Bernd Aldor J in �.IliAiebellezvanRnft" Dazu das Lustspiel iapacben jmaebt'nSoiiensprQng" Mus tun Rüden, mtt Fruchtzeschmack, Kleinoerkauf I Pfund Sö Pf., oerkaust Bugge, Zionskirchstr. 2. Wiederverkäufer gesucht* ÄllgEio. OFtstlraRkenkasse �eukö�in. Kassenlokal: Meichselstr. 8. Wir laden hiermit die als Ansschuß-Mitglicder gewählten Arbeitgeber und Versicherten zu der am Frettag, den 20. Dezember 1918, abend» 7 Ahr, L«asseukotoI,ri-ichseIflr. 8, Ausgong iL l! stattsindcnden ordcntliche» in�eblig-VekZarnmiling ergebcnst ein. 271/15 Tagesordnung: 1. Festsetzung des Voranschlages siir da» Rechnungs- jähr ISIS. 2. Beschlußsassung über den Beitritt zum Verband drr Krankenkassen im Bezirk de» Obern ersichernngsamt» Groß- Berlin. 8. Beschlußkaffnng über die Aendrrnng der ßA 84 und 98 der Setzung. 4. Berichterstattung Uber die Ablisiuna der aus dem Kassen- grundsttick eingettegencn erst- strlligen Hypothek v»n 201000 M. 5. Wohl einer Kommission zur Vertretung de» Ausschusses in Grundsiäcksangriegenhciten gemäß§ 102, Absatz 2 der Satzung. 6. Wahl des Rechnungs- Prüfungs-Ausschusse». 7. Bericht llber die Einigung«- Verhandlungen mit den Kassen- ärzten. 8. Verschiedenes. Neukölln, d. 5. Dezember 1918. Oer kassenvorskand. Gcschwindner, Vorsitzender. Zur Beachtung! Die den teeren Vertretern zugestellte inladuna gilt als Legitimation und ist beim Emtritt in die l Vcrsaminlnng zur Sintraguiiß in die Präsenzliste»°,zu,»Igen E» wird ersucht, Axirugen. Anträge»der Beschwerden, bei denen die Einsichtnahme in die Kassenaftrn ertorderlich ist, spätestens drei Tage por der Ausichußorrsammlung mitzu- teilen. 2l?L15 Name de» Bertrcters: Ardeitgeber»....... B-rsicherteu....... Alaskafuchs- Gamituran, echteSkunks- Garnituren, Kreuzfuchs- Garnituren, Echte WeiSfllchse. Blaufüchse, ZobelfCchse verkamt j, tzt billigst engros, auch einzeln.'* K. Siskos, Pelzwaren-Fabrik, Wallstraße 201. Untergrundbahn Spittel- markt 108 70 30 Origiiial-Aufsätze enthält d. neue Ziegelbrenner ZnnlWS'SMeMe der MAkl-WW zu Berlin. VkfienMDismii�Ilziing der Vertreter der Aussen- mitgliederundderZunung»- mitutieder a»: Montag, veu IS.»«swbor,»liend« 7 Uhr, im(»«we«4Ä»c>e4sha>»», Engeluser l»f>»al Iii. Tagesordnung: de« B.rswades. ßiostuag»we den vom ibe ausgefeilten Vor- für da» Jahr>919. 8. Wahl des R' fchusses zur PrÜsung der Ialiresrechnung 1918. 4. Vcrstbiedenes. 271/18 Der vorstand. Otto Gronau, Vorsitzender: Heyn. Ztätsdusch, Schriftführer. kovjW'.WWv'v. Wimm Seöienaorf und Ilmgegend. Einladung zur Ordentlichen Genrral- Vtrsammlung MII Sonntag, den lö. Dezem- der litt«, nachmittags 4 Uhr, im Lokal de» Hrn. B. Mickir», gehlendorf, P»tsdamer Str. 25. Tagesordnung: 1. Besicht de» Vorttandes. 2. Be»icht des Aufsichtsrates. 3. Entlastung für den Borstand. 4. Beschlußsassung über Bertei- lung d.N»»igewiimes.b.Wahlen zum Auftichtsrat. 6. Beschluß- fassung llber Satzungsänderung § 38, Absatz t, Erhöhung der Geschäftsanteile. 7. Genossen- schaftliches. istzll Oer Aukslebtsral. Vi. Jacob, jVcsiigcitber._ An der hiesigen stäSilsche» vberrealschule sind sofort S 0der!«jirer5tellLll zu besessen. An Lehrdcsithl- gung sind erforderlich: Fron- sUieie]ii»v v v: v w v v.• Q -i fisch» Englisch, Deutsch, Ge- sichte, Erdlunde, Ehemie, chnsi!, Maiheinatik. Die Besoldung richtet sich nach dem staatlichen Normal- - Preis! Zwei Mark.- Zicgelbrcnner* Verlag München 23/gS. Gramrco- pbona auf* F.&H. Schmidt, Petersburger Straße 23, 1. etat. 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Statt M. 3,60 für J QJ) Der seekundige Verfasser schildert getreu und scharf charakterisierend Helden von Kreta. Erzählung von Franz T r e II e r. Mit 4 Ton- druckbildern. Statt M. 8,— für......... nur 2,40 Bei den Fllbustlem auf Kuba. Von E. v. B a r f u s. Mit farbigen O AH Bildern. Statt M. 3,— für nur Ein höchst abenteuerlicher Zug mit den Freibeutern von Kuba, die nach dem Ende des Kampfes auf der Insel die fri< dlichen Pflanzer bei ihrer Kulturarbeit gefährden, zieht in bunten Bildern vorüber, Der Schatz der Inkas oder Im fernen Westen. Eine Erzählung aus dem fernen Westen. Für die röifere Jugend frei bearboitot von Otto Hoffmann. Mit 4 Tonbildem und farbig. Außenbilde m. 3. Aufl. 9 Äil Statt M. 3,— für... nur" Costa!, der Indianer. Szenen aus dem mexikanischen Befreiungskriege. Eine Erzählung fttr die reifere Jugend. Frei nach G. i erry, bearbeitet von Otto Hoffmann. Mit 4 Tonbildern und färb. Außenbild nach Originalen von Kurt Sohulz. O ift Statt M, 8,— fttr.... nur Welches Knabenherz schläft nicht höher bei den Indianererzählungen. dliHädchenschriften Deutsche He denmädeben, Geschichtliche Bilder au» schweren Zeiten von He n n y Helmens tre it. vlit bunten u. schwarz. Bildern O AC\ Statt M. 3,— für'... nur ä,1* J Opfenvilligkeit bi» zum Heldentum haben in den Befreiungskriegen viele deutsche Frauen und Mädchen gezeigt. Von denen, deren heiliger Zorn sich zum brennenden Wunsche steigerte, ebenso wie die Männer ihr Leben einzusetzen, wird hier trefflich erzählt. Die Frau In der Geschichte. Leben und Charakter der Frauen aller Zeiten sowie deren Einfluß auf die Kultur- ffeschichte dos M ens che nge schlechte. Von Ida Klockow. Mit 75 Textabbildungen und 1 Titelbild, O Cfl Statt M 4.— für..., nur Nicht allein tum Unterbalten, sondern auch zum Belehren und zum Denken regt das ausgezeichnete Buch an, das mit Re-cht großen Beifall bat. junge I 7. Aufl Die Cousinen. Erzählungen für Mädchen von T. ▼. Heinz. 9 7E Aufl. 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Böse& Co.,££ Umlslierjer Sir. SS. Zaiingebisse '"V.«V�FrauWüper Rttijttjtt. 18 l, Alexauderplatz. inhmung der Intereisen der arbeitenden Kreise und sind sich im' Liels� klar: Sicherung der sozialistischen Republik im Sinne der proletarischen internationalen Bewegung. Zersplitterung nützt nur ter Reaktion und schädigt die Zukunft der neubegonnenen Arbeit. �!s Einberufung der Nationalversammlung wird möglich sein— vnd daZ haben die gestrigen bedauerlichen Vorgänge wieder einmal w recht erwiesen—, wenn erst durch einheitliches Wirken der Soldaten- und Arbeiterräte die ruhigen Grundlagen für einen Aufbau im Sinne des Sozialismus gegeben sind. Das� Hinein. schgen gegenseitiger sozialistischer Strömungen in die Militärkreise Vt ein Verbrechen ort der heutigen Zeit. Wenn im Gegensatz alle »nlitärischcn und Arbeiterkreise für die sozialistische Republik ein- �eten, so ist eine Verhetzung gegen einzelne Richtungen— wie * gegen die Spartakusgruppe bon unverantivortlicher Seite ge- Mrtjrird— durchaus nicht der Sache und der Zukunft nützlich. Aufklärung in diesem Sinne tut gerade nach den gestrigen Vorfällen "'ehr denn je not. Wie kam es zumKampfinöerlthauj?eeftraße! Genosse Wels schreibt uns: Am Freitag, den 6. d. M., gegen%4 Uhr nachmittags wurde Kamerad Krebs, Mitglied des Soldatenrates des Generalkom- inattbos, vom Kameraden Kretschmann(?),, 2. Vorsitzender des Sol- datenrms Berlin, antelephoniert. Kretschmann teilte mit: um � Ahr fänden drei Deserteur-Versammlungen statt; die Teilnehmer beabsichtigten nach den Versammlung Demonstrationen veranstalten, um ihre Forderungen mit Waffengewalt durchzn» drücken Kr e b s ging zur Kommandantur. Dort wurde die Trnp- penstärke und die Absperrungsmöglichkeiten besprochen. Während dieser Verhandlungen liefen bei der Kommandantur Zu gleicher Zeit die Meldungen darüber ein, daß im Abgeord- "etenhaus der Vollzngsrat verhaftet sei und daß die Züge der Deserteure im Norden der Stadt sich bereits in Be- Regung setzten. So mußte der Eindruck entstehe«, daß im Abge- "rdnetenhaus die Reaktion von rechts am Sturze der Regierung "rbeite, während auf den Straßen die Deserteure von links gegen die Regierung anstürmten. Unter diesem Sindruck erging der Be» fchl zur Abricgelung der Chaussee st raße von der In- dalidenstraße an, das heißt: dicht vor der Füsilierkasernc. Hierbei ist noch folgendes zu bemerken: Der Polizeiprä- ' ident hatte den Deserteuren zugesagt, daß' sie nach den drei Versammlungen ungestört Umzüge machen könnten, wenn die Teil- "ehmer unbewaffnet wärm. Diese Vereinbarung wurde von den Deserteuren nicht innegehalten. Die Soldaten erklären be» stimmt, daß am Freitag die ersten Schüsse ans den Reihen der De- Mvnftranten gefallen sind. Der Koniamndantur war von der Ver» einbarung mit den Deserteuren keine Nachricht gegeben, sonst wäre die Abriegekung der Straße bestimmt unterblieben. Vor dieser Abriegelung wurde der Führer der Gardefüsiliere ausdrücklich daraus hingewiesen, daß nur in höchster Not und in Notwehr geschossen werden dürfe. Es sind Absporrungssoldaten derwundet worden. Außerdem ist ern von den Demonstranten ver- korener Revolver gefunden worden. Der Weg öer Irieüenskonferenz. H a a g, 7. Dezember.(Hollandsch Nieuwsburwm.) Der "Nieuwe Äotterdamsche Courant" meldet aus Paris, daß die Vorkonfer'enzderAlliierteu am 17. Dezember im Mlnistcrium des Aeußeren in Paris eröffnet werden würde. Tie französischen Delegierten werden aus der Mitte der Regie- "ung gewählt werden. Die Vorkonferenz dürfte bisMitteJanuar dauern. Tann sollen die Friedensvorbesprechungen beginnen, zu der die Hinzuziehung der deutschen Delegierten lhre» Anfang nimmt. � Die Schlußkonferenz soll Ende April oder f a n g Mai stattfinde«. Das �Journal des DedatS� beklagt die HittanSfchie- bung der Friedenspräliminarien. Für diese sei der °inzig strittige Punkt Pole»; hierfür müsseDeutschland eine Fntcrcffenverzichtlinie anerkennen. Danzig bedürfe besonderer Untersuchung, überall müsse da» Prinzip herrschen, einen Zu- Sang zum Meere zu schaffon. Daß dieses Prinzip überall herrschen soll, ist ein« anerkennenswerte Forderung des französischen MatteS. Das Maß von sfreihsit. da» in dieser Beziehung zuzugestehen wäre, müßte notür- im Verhältnis zur Größe der einzelnen Länder stehen. Ge- "echt wäre, jedem Lande alle Zugänge zum Meere freizugeben und öu eröffnen, auf die es durch sein« geographischen Möglichkeiten, die durch politische Gesichtspunkte, z. V. Grenzen, nicht beengt werden dürften, Anspruch hat.-Debuls* sagt dann noch: Deutschland dürfe sich der Meorgamsatton Europa» nicht wider- fetzen und müsse sich jeder Einmischung in Angelegenheiten seiner Nachbarn, auch Deutschösterreichs, enthalten. Die Regelung der finanziellen Wiedergutmachung miste in dem Sinn« gelöst weiden, daß die Herausgabe alles Geraubten, Haftbarmachung und zehn» fache Buße für den Inhaber des gestohlenen Gutes festgesetzt werden. Wo also Raub angenommen wird, soll zehnfach wieder geraubt werden dürfen. Bestie Imperialismus will sich herrlich offenbaren. In dem Antwortmcmovandum auf den vorläufigen Bericht der Zweiten holländischen Kammer über den Etat für auswärtige An» Gelegenheiten schreibt Minister van Karnebeek, daß der kom- wende Friede wahrscheinlich nicht s» sehr den Charakter eines Ber» haudlungSfriedcns, sondern mehr den eines Fviedens haben werde, bei dem die Neuordnung vor allem von der einen der kriegsühren» den Parteien festgesetzt werde. Es liege im Interesse Hollands, sich, was die Reformen auf dem Gebiete des ZusammenaclieitenS der Staaten betrifft, im Prinzip zur Mitarbeit bcreft zu erklären und 'n hie näheren Verhandlungen mit der Ueberzeugung und in dem Pertrauen einzutreten, daß seine Lebensinteressen auch als Kolonial. wacht in der möglicherweise zu erwartenden Staatengemeinschaft keine geringere Sicherheit finden würden als jedem anderen Teil- nehmer daran garantiert werden könne. Die Anknüpfung von diplomatischen Beziehungen mit der Sowjctregierung in Moskau und die Aufimhme einer diplomatischen Vertretung dieser Regierung in Holland würbe nicht für wünschenswert gehalten. Die fiufrolluna üer Schelöefrage. Haag, 7. Dezember.(Hollandsch NieuwSbureau.) Der„Nieuwe Notlerdamsche Courant" meldet: Nachdem der Brüsseler„Cercle Maritime" schon in einem Deschlirß eine Gebietsvergrößerung Bei- gienS auf Kosten Hollands durch Angliedcrung der Scheide und Zee- landS und des GcbictS von Maastricht geforder hatte, erhebt jetzt die Brüsseler Handelt kammer den Wunsch, auch die Insel Beever- l a n d und W a l ch e r c n mit dem Hafen von Blissingen in Belgien einzuverleiben. Daß während des Weltkriegs die Schnldfrage von der Entente scharf im Auge behalten wurde, trat mehrfach, z. B. einmal in Acutzerungen Churchills, die Holland schwer bc- unruhigten, zu Tage. Sie stellt einen Teil des Wirtschafts- krieges dar, den der britische Imperialismus gegen Deutsch- land führt. Jetzt wollen, wie man sieht, die belgischen Kopi- talisten das Amt übernehmen, den wichtigen Ausgang Deutschlands zum Meer unter ihre Obhut zu bringen. Die Lage öer Kriegsgefangenen. In der Unterkommission für Kriegsgesangenenfragen der Internationalen Waffenstillstandskommission wurde von selten des französischen Vorsitzenden Oberst Demain größer« Freiheit für die in Deutschland befindlichen Kriegs- gefangenen verlangt. Nach den Bestimmungen des Wafsen- sti llstanbsventtages hätten sie umgehend heimbeförbert werden müssen. Da dies nicht möglich gewesen sei, müsse der Wunsch nach größerer Freiheit als berechtigt angesehen werden. Der Vertreter des Kriegsmimsteriuins Major von Pahst schlngvor, daß diese Angelegenheit durch gegenseitige Zugeständnisse geregell wer- den wöge, indem auch die Lage der in den Ländern der Entente be- findlichen kriegSgefangenen Deutschen eine Erleichterung erführe. Ties wurde von Oberst Demain abgelehnt mit dem Hinweis daronf, daß der Wafienstillstandsvertrag sich lediglich auf die in Deutsch- land befindlichen Angehörigen der Entente beziehe. Den in den Ententeländern befindlichen gefangenen Deutschen würden durch den Waffenstillstandsvertrag keine nl ei Rechte eingeräumt. Sic würden deshalb weiter mit derselben Strenge wie bisher behandelt werden müssen. Dagegen stellte er anheim, bei den am 12. und 13. Dezember in Trier stattfindenden Verhandlungen über eine Verlängerung des Waffenstillstandes die Aufnahme von Bestimmungen über die BeHand- lung der kriegSgefangenen Deutschen zu er- wirken. Der deutsche Vertreter nahm von diesem entgegen- kommenden Hinweis Kenntnis und sagte zu, daß er sich in der vom französischen Vorsitzenden angegebenen Richtung bemühen tot che. Dke Kriegsentsthäöigung an Großbritannien. London, 7. Dezember.„Daily Mail" erfährt. Lloyd George wird heute mitteilen, daß Großbritannienund die Dominions von Deutschland eine Geldentschädigung von acht Milliarde n Pfund Sterling 16« Milliarden Mark verlangen werden. Diese Zahlung würde eine Herab» setzung der Steuern um vierhundert Mil- lionenjährlich ermöglichen. Die Forderung wurde von einer Kommission unter dem Vorsitz des australischen Premier- Ministers Hughes aufgestellt. Unstimmigkeiten zwischen k>oUanö unöChma Die diplomatischen Schwierigkeiten, die für Holland in seinen Beziehungen zu China und auch zu S i a m entstanden sind, haben ihre llrsache in dem Eintreten der holländischen Geschäftsträger in den Hauptstädten dieser Länder für die Interessen der deutschen und österreichischen Internierten. Holland hatte deren Schutz über- nommen. Die Haltung dieser Diplomaten wird von jenen Regie- nu ngen und auch von der Entente sehr übelgenommen. Man macht ihnen Deutschfreundllchkeit zum Vorwurf. Der Ausgang der An- gelegen heil ist noch nicht zu übersehen. Die Kölner �rbeitersthqst protestiert! Gegen den klerikal-kapitalistischen Verrat an der Volkseinheit. Aus Köln wird unter dem 9. Dezember gemeldet: Eine vom Arbeiterrat in Köln einberufene Versammlung im Gürzenich erhob schärf st en Protest gegen den Plan bürgerlicher und klerikal-kapitalistischer Kreise, die r h e i- nisch-westfälischeRepnblik auszurufen. In diesem Bestreben, nnterdemSchutzederOkknpationsmächte, diewestdeutschenProvinzeuindieGefahr der Loslösung vom Reiche zu bringen, ganz gleich in welcher Form eS geschieht, erblickt die Versamm- lung cinenBerratderdcutschcnVolkseinheit. Die Vcrsammlnng ist der Ansicht, daß großkapitalisti- s ch e Kreise einen selbständige« rheinisch-westfälische» Staat nur erstreben, um sich vor der drohenden So- z i a l i s i e r u u g der Produktionsmittel zu schützen. Die klerikal-feudalen Kreise verfolgen kirchenpolitische Interessen und fallen dem deutschen Volk in der Stunde schwerster Not in den Rücken. Die Versammelten er- klären, daß nur der großdeutschc demokratische sozialistische Einheitsstaat aus der Grundlage des deutschen Sprachgebiets einschließlich Dentschösterreichs Ge- währ dafür bietet, daß das deutsche Volk in seiner kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung zur höchsten Stufe empor- gehoben werden kann, jeder Separatismus und Partikularismus wird mit Entschiedenheit abgelehnt. Die Versammelten geloben, mit allen zu Ge- böte stehenden Mitteln die volksfeindlichen Loslösungsbcstrc- Hungen zu bekämpfen. Der baperisthe /l.- unö S.-Nat gegen Solf unö Erzberger. Ein Rückzug. Das Pressebureau des ArbeiterrateS meldet aus München: Der Aktionsausschuß des Provisorischen Arbeiter-, Soldaten- und BauernrateS für Bayern fordert von der bayerischen Regierung daß sie gegenüber der Reichsregierung folgende Erklärung abgibt: wenn 1. an Stelle Solfs ein u nko m p ro m it t ier t« r Mann getreten ist, 2. die Zusicherung gegeben wird, daß Erzberg er an den Friedensverhandlungen nicht teilnimmt, hält sie das Auswärtige Amt wieder fürverhandlungsfähig. Diese Erklärung stellt insofern einen Rückzug dar, als die früher erhabene Forderung nach dem Rücktritt Scheide in annS und Davids nunmehr ofsciisichiiich fallen gelassen ist. Rechtsverbinölichkeit öer Tarifverträge. Gesetzliche Festlegung der Arbeitsbedingungen. Auf Anfrage au» Kreisen der Jpdustri«, wie sich dieselbe zu verhalten hat gegenüber den Anordnungen dei�okalen?lrbeit«r- und Soldatenräte bezüglich Einrichtung von ArbeitevauS- schössen, teilt das Reichsarbeitkamt durch Herrn Unterstaats- sekretär G> e S b e r t s folgendes mit: Im ReichsarbettSamt wird eine Verordnung ausgearbeitet, welche die Rechtsverbindlichkeit der Tarisver- träge das Einigungswesen über Arbeits streitig- leiten sowie die Bildung von Ausschüssen der Arbeiter und Angestellten in den Betrieben für daS ganze'Reich einheitlich regelt. Die Vorarbeiten für diese Verordnung sind nahezu abgeschlossen, so daß die Veröffentlichung in nächster Zeit zu erwarten steht. Es empfiehlt sich, bis dahin Umbildungen und Neuwahlen von ArbeiterauSschüssen zu unterlassen, auch wenn solche von Arbeiter- und Soldatenräten, die nicht im Auftrag per Reichsregierung handeln, angeordnet werden. Der /lrbeitsveröienft bei Verkürzung öer Mbeitszeit. Eine Verordnung des Demobilmnchungsamtes für die Grost-Verliner Metallindustrie. DaS RsichSamt für die wirtschaftliche Demobilmachung(Reichs- demobilmachungsamt) macht die folgende Verordnung bekannt: Verordnung betr. Arbeitsverdienst bei Verkürzung der Arbeitszeit in der Groß-Berliner Metallindustrie. Z 1. Soweit für das Gebiet des Zweckverüandes Groß-Berlin in der Metallindustrie seit dem 2. Dezember ILlS eine Verkürzung der Arbeitszeit von acht auf vier Stunden unbedingt geboten ist, soll den Arbeitnehmern die Hälfte des durch die Verkürzung ent- stehenden Verdien st ausfalls durch eine Sondervergütung ersetzt werden. Von der Vergütung trägt das Reich(5v v o in Hundert, der Arbeitgeber 40 vom Hundert. Der vom Reich zu tragende Teil wird jedoch nur insoweit gewährt, als der Verdienst einschließlich des vom Arbeitgeber zu tragenden Teils der Sondervergütung den vierfachen Betrag des ortsüb- lichcn TagelohnS der Betriebsgemeinde nicht erreicht. § 2. Die Desttmmung de?§ 1 gilt nur solange, KiS eine Ver- ordnung über das Verfahren, durch das die Zahl der in einein gewerblichen Betriebe zu beschäftigenden Arbeitnehmer geregelt wird, tn Kraft tritt, eine solche Verordnung muß spätestens am 1. Januar 191g in Kraft treten. tz 3. Andere Abmachungen, die zwischen Arbsitgebern und Arbeitnehmern ber Groß-Berliner Metallindustrie über eine Vergütung für die vorgenommene Verkürzung der Arbeitszeit ge- troffen worden sind, werden durch die Bestimmung dieser Berord- nung ersetzt. § 4. Diese Verordnung hat Gesetzkraft und tritt mit dem Tage ihrer Verkündung in Kraft._ Die Aussichten öer Drotverforyung gebesiert. Günstige Wirkung des frostfreien WetterS. Die Aussichten unserer Brotversorgimg haben sich in den letzten Tagen dadurch gebessert, daß infolge frostfreien Wetters die Hackfruchternte teilweise rascher als er- wartet beendigt wurde. Dadurch sind viele Arheits- fräste freigeworden, so daß die Bemühungen der Reichsgetreidc- stelle und der Konimunalverbände den Erfolg hatten, daß mehr Getreide als erwartet wurde, zur Ablieferung gelangte. Wenn der Güterverkehr in vollem Umfange aufrecht- erhalten wird, werden sich die Eingänge an Brotgetreide derart steigern lassen, daß dich Brotversorgung über den 7. Fe- bruar 1919 hinaus gesichert ist. Die Jahrgänge 96-99. Znrückbehaltung nur für die Uebergangszeit. Von dielen Seiten werden beunruhigende Nachrichten über das Festhalten der Jahrgänge 96— 99 beim Heere laut. Hierzu teilt das KriegZministerium folgendos mit: Die Zurückhaltung der Jahrgänge 96—99 dient lediglich den Bedürfnissen der U e b e v» gangSzeit. Die Entlassung der Jahrgänge 96— 99 ist selb st verständlich und wird sich den übrigen Jahrgängen an- schließen. Sie sollen keinen Tag länger gehalten werden als der Gang der Demobilmachung und besonders auch der Abbeförderung der Gefangene« ersordert. Es ist zu hoffen, daß mit der Eni- lassung des Jahrgangs 96 Anfang Januar begonnen wird und auch die Entlassung dos Jahrgangs 97 noch im Januar b«- ginnen kann, lieber die Jahrgänge 93 und 99 Witt» die Regierung dann befinden. �_ Einschränkung öer Z>reßfreiheit. J Anregung von unabhängiger Seite. Gegm die Verbreitung reaktionärer, judenhetzerischer Flugschriften wendet sich die„Freiheit" mit folgenden Worten: Wir dürfen die Verbreiter der Hetzblätter nicht laufen lassen. Die Sicherheitsmannschaften müssen belehrt werden, was Pressefreiheit ist. Uns ist bekannt, daß SicherheitSpattmnllen es ablehnten, Berbrstter von Flug- blättern zu verhaften, mit dem Hinweis darauf, daß Presse- freiheit sei. Pressefreiheit bedeutet aber nicht Freiheit von Halunken, Frerhoit von Mordbubon, Freiheit von Verbrechern. Wenn wir recht verstehen, meint die„Freiheit", daß gegen Flugschriften, die in verleumderischer Weise Hetzen und zu Ge- walttaten aufreizen, eingeschritten werden soll. Dies könnten aber nicht die Patrouillen auf eigene Faust tun, da sie dann je nach ihrer politischen Auffassung einmal die Verbreiter von antisemitischen, das andere mal die von spartakistischen Flugblättern verhaften müßten. Das könnte zu erheblichen Unzuträglichkeiten führen. Wenn die„Freiheit" einen solchen Eingriff in die bisher ganz schrankenlose Preßfreiheit befür- mordet, so wird sie schon positivere Vorschläge machen müssen. Wilhelms Bermögen beschlagnahmt. Der„Staatsanzeiger" veröffentlicht eine Bekanntmachung, betreffend Beschlagnahme deS Vermögens des preußischen KönigshmifeS. Die Zulage« zu Invaliden-, Witwen- und Witwerrentcn aus der Invalidenversicherung und zu Verletztenrenten ans der Unfall- veosichorung werden unter den bisherigen Voraussetzungen bis Ende des Jahres 1919 weitergewöhrt werden. Die Zulage soll künftig auch solchen Verletzten gewährt werden, die mehrere Unfall- renten von je weniger als zwei Dritteln der Vollrente beziehen, wenn die Vomhundertsätze zusammengerechnet mindestens die Zahl 66?h ergeben.__ Lette Nachrichten. Die Bestruf, mg der Schuldigen. verlin, 7. Dezember. Gegen die beiden Mitglieder des Auswärtigen Amts, die durch Aussage deS wegen der gestrigen Vorfälle im Abgeordnetenhause verhafteten Vizeseldwebel Fischer belastet sind, hat der Staatssekretär Dr. Solf das UntersuchungS- verfahren ringclcitct. Es handelt sich um zwei jüngere zeitweilig im Auswärtigen Amt beschäftigte Beamte. Metternich zurückgetreten. Der Kommarddant dar VolkSmarine-Division Her- mann Metternich ist freiioillig von seinem Posten zu- rückgctreten. Bis zu der vom HauptauSschitß vorzunehmen- den Neuwahl wurde Kamerad Ii a a s k e, bisher Führer der ersten Abteilung, zum Kommandanten bestimmt. Colin Roh, daS ehemalige Mitglied des BollzugSrateS, ist eben- falls verhaftet worden. Er Wird noch in der Franzerckasernc fest- gehalten. Ein Aufruf an öle Arbeitslosen. Die Arbeitsgemeinschaft der industrielle» und gewerblichen Ar. beitgeber- und Arbeitnehmerverbrinde wendet sich mit folgendem Aufruf an daS wrrktStigc Volk Deutschland«. Was kann un« retten? Uns allen droht der Untergang! Unerhörte feindliche Waffen- stillstandsbedingungen und überhastete Temobvlmachung haben das Räderwerk unserer Wirtschaftsmaschine aufs schwerst« geschädigt. ArbeitSgaist und Ordnungssinn sind gelähmt; viele verharren in Untätigkeit. Der Uebcrftillnng der Großstädte siebt Arbeitermangc! in den Jndusiriebezirken und in der Landwirtschaft gegenüber. Arbeitermangcl herrscht im Bergbau. Die Kohl« isi die Kraftquelle der Volkkwirtfchast. Die Kohlen not isi auf» höchste ge- stiogen. Dt« Fabriken müssen feiern. Wir müssen frieren und warme Nahrung und Wohnung entbehren. Arbeit»»»se, helft Kohle fördern! Arbeitermangel herrscht in der Eisen- und Stahl- i n d u st r i e. Eisen ist da» Rückgrat de» Erwerbsleben. Ohne � eisernen Pflug und Spaten keine Ackerbestellung, kein« Ernte, da- her keine vtahrung. Ohne eiserne Maschinen keine Textil-! indusiric, daher kein« Kleidung. Ohne eiserne Werkzeug« und Geräte keine Bautätigkeit, daher keine Wohnung. Ohne Eisen käme Lokomotiven, keine Eisenbahnwagen, kein« Schiffe, daher kein Verkehr. Arbeitslose, helft Elsen schaffen! Arbrttermangel herrscht diolcrort» im TranSportge» werbe. Das Tran sportgewerbe ist das Triebrad des Volksleben». Unsere Verkehrsmittel sind obgsnuht. 60C0 Lokomotiven und 150 000 Güterwagen hat unS die Entente weggenommen. Mit dem verbliebenen Rest müssen wir wirtschaften. Ohne schnelle Eni- ladung kein geregelter Güterumlauf. Arbeitslose, helft den Güterverkehr beschleunigen! Avbeitermangel herrscht in der Land- und Forstwirt- schaft. Die Landwirtschaft ist unsere Nährmutter. Kartoffeln stecken noch in der Erde und droben zu verderben. Dem Milchvieh fehlt die Pflege. Getreide bleibt ungedroschen, und da» in einer Zeit größter Nahrungsmittelknappheit l Bäum« werden nicht ge- fällt, cS fehlt an Bau-, Brenn- rmd Grubenholz. Arbeitslose, geht in die Land, und Forstwirtschaft! Ausgleich der Arbeitskräfte ist da» Gebot der Stunde. Ar» boitsloft. bleibt nicht in den Großstädten! Arbeitsgelegenheit wird noch lange fehlen, weil Roh- und HrlfSstofft nickst herankommen und Aufträge ausbleiben! In die überfüllten Fabriken der Groß- städte strömen jetzt die Feldgrauen hinains die ein Recht auf ihren alten Platz haben. Arbeiter, ihr habt euer Schicksal in der eigenen Hand! Wer arbeitet, nutzt sich selbst und seinen Volksgenossen. Der nicht arbeitet, versündigt sich an der Allgemeinheit und schadet sich selbst. Noch nie in seiner Geschichte war da» deutsche Volk auf Gedeih; und VerÄrrben so aus gemeinsame Arbeit angewiesen, wie in den nächsten Wochen und Monaten. Volksgenossen, erkennt und übt wahre Bolidaritütl Stärkt den Arbeitswillen rmd da» Verantwortungsbewußtsein, sonst macht ihr euch mitschuldig am Untergang unseres Volkes. Arbeitslose, meldet euch bei de« Arbeitsnachweisen und holt euch Rat bei den DemobtlisierungSanöschüssen in de« Vtnd«. und Landkreisen. Bei Arbeit Swrckckcl" ist freie Vifenbahnfahvt an« öffentlichen Mitteln gewährleistet.__ Selverkschchsbelveglmg Das neue öetttfche Arbeitsprogramm. Berlin, 7. Dezember. Durchdrungen von der ErleimtniS und dir Verantwortung, daß die Wiederau frichtnng unserer lbikdet, die von den Fachgruppen aus der Zahl ihrer Mitglieder zunächst für drei Jahre gewählt werten. Ferner treten dem Zen- tralauSsckuiß bei je 6 Mitglieder,-die von den Zentralstellen der Arbeitgeber- und Arbcitnebmerverbände abgeordnet werden. Tie gegenwärtige Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft besteht darin, in engem Zusammenarbeiten mit dem Temobilmachungö- amt bei allen Fragen der Arbeitsoedingimgon, der Slrbeiter- und ZliiftragSbeschaffung. kurz bei der Umstellung und Wiederir.gang- fttzung unserer Industrie und unseres Gewerbes mitzuwirken. Für die Zukunft ist die Gründung der Arbeitsgemeinschaft eine soziale Tat twn weittragendster Bedeutung. Anfragen, die Arbeitsgemeinschaft beireffend, sind zu richten: an das Bureau dcS»ZentralauSschusse» der Arbeit»- gemeinschaft, Berlin SW.", As kan ischer Platz 4. Zur LohnbclLtgung in den Hamburger GenofsenschastS- betrieben. Eine Personalversammlung der GroßeinkanfSgesellschast Deutscher Konsumvereine nahm kürzlich zu einer Lohnforderung der genossenschaftlichen Transportarbeiter Stellung. Di« Versammlung kstellte vorläufig einen besonder?!: Ausschuß, der den Auf- trag erhielt, im Einvernehmen mit den zuständigen Gewerkschaften folgende Fragen zu klären: 1. Sowrchl mit den Transportarbeitern als auch mit den außer Tarif arbeitenden Kollegen der Groheinkaufsaefelkschaft soll vor- einbart werden, daß sie bezüglich ihrer wirtschaftlichen Forderungen grundsätzlich gemeinsam mit der Gesamtheit de» Personal» vor- gehen. 2. Mit den Betriebsausschüssen der übrigen Hamburger Ge- nossenschaftSbctriede soll sofort eine Verordnung angebahnt werden zweck» Herbeiführung einheitlichen VovgebenS in wirtschaftlichen Fragen. S. Entsprechende Vorverbandlungen auch mit den BetriebSauS- schössen zunächst der größeven auswärtigen Konsumvereine deS Zentralverbande? sind einzuleiten. 4. Ein« Denkschrift ist auszuarbeiten, welche die wirtschaftliche Loge der Genossen sck�aftsarbcit er vom volkswirtschaftlichen Stand- Punkt ans klarlegt und untersucht, innerhalb welcher Grenzen wirtschaftlich« Forderungen derselben berechtigt sind und durchführ- bar erscheinen. Demnächst soll eine neue PersonaÄersammkung stattfinden. deron Aufgabe eS sein wird, über weitere Schritt« zu beschließen. Volkswirtschaft dtc Zusammenfassung aller wirtschaftlichen und geiftgen Kräfte und allseitiges einträchtiges Zusammenarbeiten verlangt, haben sich dtc Organisationen der industriellen und ge- werblichen Atbeitgeber und der Arbeitnehmer zu einer Arbeit»- gemeinschast zusammengeschlossen. Die A rbeitSgemeinschoft bezweckt die gemeinsame Lösung aller die. Industrie und da» Gewerbe DeutschlantS berührenden Wirt» schaftlichen und sozialen Fragen sowie alle diese betreffend«» Ge- fthgeSungS- und VcrwaliungSangelege-nhetten. Die Organe der ArbritSgemeintchaft sind der Zentrdlauksckmß und die Fachgruppen, die sich wiederum auf sonderfachlicher, be. zikkltchee und örtlicher Grundtag« in Untergruppen organisieren. Die geiamlen Organe werden paritätisch au» Arbeitgebern und Arteili'ehmern gebildet. Die Aufgab« de» ZentrakauSschusse» besteht i« der Beratung und Regelung aller derjenigen Fragen, di« sämtlichen Fachgrup- pen. also der gesamten Industrie und dem gesamten Gewerbe Deutsck>lanbS gemeinsam sind, sowie derjenigen Fragen, die au» dem Bereich«wer swzelnen Fachgruppe l*ra>iSyeheit. Die Fach. gruppe ist die ZentralarbettSgemeinschaft der organisierten Ar- beiWeber und Arbeitnehmer de» besonderen Fndm'trie- und Ge- wrrbezweiycS. Der ZeniralauSschuh wird a"S Abgeordneten ge. Welche Nntzanwendnng ziehen die PostauShelfer au? der Revolution und wie gcstaltrin st« ihre Interessenvertretung k Diese? Thema behrnideiee in einer von Postauthelfern und Helferinnen zablretch be- suchten Versammlung in den Habcrlandfestsälen. Neue Friedrich. ivraße, Werner vom TranSportarbeiterverb-nid. Der Redner betonte, durch die Revolution sei auch daS KoalftionSrecht für alle Staatsbetriebc eingeführt. Nunmehr können diejenigen Berufe. welche sich bisher nur unter sehr schwierigen Verhältnissen organl- sieren konnten, ihre wirtschaitkickic Lage verbessern. Auch Sache der Vostaushelrer müsse e» sein, sich sofort dem Transportarbeiter. verband anzufchltcspm, denn niemand werde ihnen Schwierigkeiten machen dürfen. Bei der Post herrschen sehr verschiedene Lohnsätze. Trotzdem die PostauShrlkerinnen dieselbe Arbeit zu verrichten haben nüe früher die Männer, erhalten sie weniger Lohn. Nur durch Organisation sei e» möglich, durchzusetzen, daß für gleiche Arbeit auch der gleiche Lohn bezahlt wird. In vielen Postämtern handeln d'e Vorgasetzten genau so rücksichtslos wie vor der Revo- kiftion. Die Arbeitszeit werde noch immer vielfach verlängert. ohne daß bierfür eine Eztrobezalllung«tntritt. Die Urlaub»ertei. lung ist sehr ungerecht und willkürlich. Redner geht dann noch ausiübrlich auf ein« garue Anzahl Mißstände ein, loelche befeitiat werden können, wenn dafür gesorgt wird, daß auch der letzte Kol- lege und Kollegin sich dem TranSvortarbeiterverband anschließen. Einige Kollegen stinrten in der Diskussion dem Referenten zu und forderten ebenfalls, daß auf allen Postämtern die Kollegen und Kolleninnen sich organisieren. Vertrauensleute sind sofort auf allen Postämtern zu bestimmen und deren Adressen im Verbands- bureau zu übermitteln. Das Verbau dSburean befindet sich im GewerkschaftShau», Engelufer 1 ländischen Zahlungsmittel notiert wurden. Es scheint, daß f"1 nicht alle Stellen über diese Erscheinungen volle Rechenschaft gebe«, wir denn auch die Erklärungen des Präsidenten der Reichsbcnk über das kolossale Anschwellen des Notenumlaufes nicht bei allen den Personen, die heute eine schwere Penantwortrmg zu tragen hoben. die gebührende Beachtung und daS nötige Verständnis gefunden zu haben scheinen. AuS dem Berliner Wirtschaftsleben. Die Engelhardt Vraucrci-A..G. in Berltn-Pankow weist eint» Ertrag au» der Bicrproduktion von 7 gegen 0 Millionen Mark i>« Vorjahre auf. Die Gcschäftsunlosten sind von b,1 auf SL Millionen Mark gcsticgcn. Die Abschreibungen ivurdcn von 550 llG Mark auf bSOOOO M. erhöht, besonders mit Rücksicht darauf, do« die zu teuren Preisen gekauften Pferde in absehbarer Zeit viel weniger wert sein werden. Der Reingewinn ist von 464 Ofr' Mari auf 720 000 M. gestiegen; aus ihm wirb eine Divtbcnde in der BcrfahrShöhe verteilt. Dabei ist zu bemerken, daß sich � Steiger« ng tes Rcingctrinn» zum Teil aus der Erhöhung d?! werbenden Kapitals und der Erweiterung des Unternehmens er- klärt. Im ganzen wurde da» Kapital um zivei Mllionen Marl auf 4 Millionen Mark erhöht, einmal um 1.55 Millionen und einmal um 0,65 Millionen Marl. Die Gesellschaft bat im Geschäfts- jähre d-ie Viktoria-Brauerei A.-G. in Derlin-Stvolau erivorben- ferner die sämtlichen Aktien bor Brauerei Oswald Berliner A-� und die Anteile der KünigSbergcr Dampf-Braucrci HanS Engelle G. m. b. H., sowie sich an der Hotclaesellschast Alexander-Platz bc- teiligt � Die Patzenlivfrr Vraucrei A.-G. schlägt, wie im Vorjahr, eine Dividenb: von 14 Proz. vor. Die Heldt«. Francke B.-G. in Berlin schlägt vor, eine Dwidendt von 15 Broz.(im Vorjahr 14 Prvz.) und außerdem einen Bon»» von 12 Proz. zu verheilen.___ Frankreich» Kohlenvcrsorgung. Laut«Petit Partsicn" wurde in der Kammer anläßlich der Gesetzvorlage über die Bergwcrksrcgic in Frankreich die Kohlen- frage im Hinblick auf den Frieden eingehend vom Mtmster Louchcur erläutert. Dieser erklärte, die Kohlenira« sei die Grundlage dcr ganzen Jr�Zustrie Frankeichs. Der wichtigste Artikel dct Friedensvertraaes werde diese Frage zu behandeln baben lEwie Anmeldung der französischen Ansprüche auf das Saarremerö Vor dem Kriege labe Frankruch ein Defizit von 25 Millionen Tonnen jäblich gehabt. Fetzt betrage e» 40 Millionen. Infolge der V-awüstungen in den Kohlenbergwerken Norbfronkncich» werde die Minderproduktion 20 Millionen Tonnen jährlich ausmachen. Frankreich müsse im Friedensvertrag den Grundsatz der Entschädi- gnna und Wiedergutmachung in Anwenduiig bringen. Der fran zöstlche Staat werde in jci�n Bergwerken Aktionär werden.«>! denen früher der deutsche Staat finanziell b.ckeisigt gell'cscn fti- Mus aller Welt. Vrand der skölner Workbundausstellun«,.. Köln, 7. Dozenrber. Tie umfangreichen Gebäude der WerkblindauLstelliinss in Köln-Deutz stehen zum großen Teil seit ein Uhr nachmittag» in Flammen. Tie Feucrivchr ist machtlos. Die Brandursache ist bis jetzt unbekannt. Sriefkasten Ser Keüaktion. Zeder fvr den D r I« f t a st» n bestlmmlsn Aiiftaq» ist et« Buchstod» und »in» hadl ei» Merkzeichen beizusU»»». Briefliche Antwort wird nicht»r>»m- Bnftnoen. denen keine«bciinem»nl«r,»l!tung delqesllqt Ist, werden tnon dcaniwortet. stMge ssrnqen trnfl» man In der Äorrchstund, vor. BeekreS«- «chelHiriiifc and derotrichr» bring« man in die»peechstnnd««>t. Gralew«. Ten Anspruch aus Zahlung de» Verpsleanngesseldet habe« ?!e bei Ihrem lkrsatztrnppcnletl, tcssen Eiondvrt un» le>dcr nicht beloum ist.— I. 8. R. SO. 8ie müssen süb an den Arbetierrai Jhrc; Vctrtcbe» wenden.— R. S.»». tzc'der nicht.— F.«. 7. Fass» Sie si» Deckung der Untvst«» nicln delnndsi�»ervu-ibtel haben, brnnche« Sie auch nicht zahl««.— W. IX. 18. Etwa 1844 Millionen. Anzohl der Süler nim bekannt.— veeeinSIazareit. Ja.— P. K. 44. Wenden Sie sich an de« Arbeiter- imd Soldaienra«, Herrendan».<— Stettlser. Dagegen könne« wir nick'» tun. L« mühte der«rbeiterrat angegangen wcrdeni Eventucl ist Beschwerd« an da» En'cnbahnministerium»ulosssg.— Sinderl««. Rein. — Kohtz 77. Tie Zwiebeln brauchen Sie nicht nehmen.— Schmidt. Neu- kölln. 1. Un» nicht bekannt. S. Srtmiern Sie an die Erledigun«. Der Brief dürfte auch ohne OrtSangab« eintreffen. X Zurzeit noch nich>- — R. H.«. Sine Rückforderung kann erfolgen, fall» die Verlobung ebne aesepiichrn Grund aufgehoben ist. Di« eventiiell.löttg« Klage ist bei» Amtsgericht ,u erheben.— Ott». Lunächst erscheint»ine Reklamation aus- sschlSlot. Wir ralen, sich etntge Monate zu gedulden. Berunnvortiich für Poiitlt! Sri«, Ruinier, Beiim; für den fi(innen Seil d«4 SJi�r 6'1-°'*■ IR � 8 nf"''ä' �n1"ac' pro»»» Berlin,- erlog! vorwaris-nerlag«. m.». H.. Berlin. Druck BorwlNis.ü-uchdruckeret und varlogsolistolt Boul«tnaer u. t». In Netltn, ÜmSenfitaß» 3 _ Hierzu 3 veUogcn. ■ II■■ IIBIWiaMI«Hl II II-------. nr- .IPertßeim Wir bitten infolge des frühen Ge- schäftsschlusses Einkäufe in den ersten Vormittagsstunden vorzunehmen, Seidenstoffe Seiden-Schotten'Lr Blusen......... 14.00 Selden-SchlelerstoR, innei.?»ed«n. tooembr. 14.50 MeSSaiill,(«rblg. kü, Blu»«n und BetStze... 15.75 tastet, rveikordi«, erue,>00 om dran...... 35.00 Ferlseide, schwarz, etwa 00 cm breit..... 38.50 Taflet, schwarz, etwa 100 cm breit....... 42.00 Taflet, farbig, etwa 100 cm breit, für Kleider.. 45.00 China Krepp, et*« ,0� era m Vielen vardea 51.00 Gabardin,i->'ersc,LFarb*'8chw Qull,f Jsck--Kieid. 58.25 Neuanfertigung von Herren-, Damen- und Kinder-Kleidung mu zugegebenem Material T)amen°Wäsche Garnituren mit«eraehiedenen Stickereien Damen- Hemden.. 25.00 27.75 29.75 Damen Beinkleider-?» 21.50 24.50 25.50 Damen-Nacferhemden 54.00 59.50 63.00 Damen-Hemden, 57.50 ttTKSf 39.00 Unlenaillen mu Siickerei-Ein u. 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Ii..Maß[üt Maß".— LKcrnhaus: ».Siolte Dame". 8,.Martha" 10.»Carmen' 1!..Barbier", 12..Rhein. firid" 13..Tiesland' Ii ,,;!edcrmaii>1, 15..Holländer", 16.Piolctta"— «chanspielhaus: 8., 11., 11..Othello". 9., 16..Peer Gynt", 10..Judas. gloile", 12., 15..Kaier Lampe", 13..Heimat".— Tcutiches Opernhaus: «...Rignon", L..Postillon", 10..Eiserne Heiland", 11., Ii, 16..Der pol» Nische �>ude", 12..TannhSuscr" 13..Figaro", 15..Rtgoletto".— Deutsches: 8., 12., Ii.Kausmann von Venedig", 9..Hamlet", 10..Le- bender Leichnam", 11..Clavigo", 13., 15., 16..Und daS Licht scheint in der Finsternis".— Kammerspiclc: 3., 10., 13., 15..Michael Kramer", 9., 12., 14., 16..Sohn", Ii.„Ziosmershoim".— Lcssing: 9..Marquis V. Keich", 13..Peer Gynt", sonst.Der Schöpfer".— Lieme« Schauspielhau«: 8., 9., 11., 13., Ii.Frühlings Erwachen", 10., 12..Brand im Opern- Haus", 16. Keine Vorstellung.— Königgrttz«,: 8..Fünf Frankfurter", 9..Schwester und der Fremde", 10..Rosmersholii!", U., 12., Ii, 15. .Musik". 13., 16..Erdgeist".— kleine«: 8. 11..Hans im Schnakenloch". 9., 12..Liebelei", 10., 18..Adam", Eva und die Schlange", Ii, 15. 16. .Frei« Knechte".— Schiller Charl.: 8. 15..Alt-Heidelberg�, 9., 16,,.Hantlet", 10., Ii.Sappho", Ii.Konzert", 12., 13..Siebente Tag". Täglich: Berliner:.Sterne, die wieder leuchten".— Künstler: .Rachtbcleuchtung".— Residenz:.Friedensverhandlungen".— Lomödien- hau«:.Tanzende Nymphe".— Wallner:.Gras Habenichts".— Tcianon: .Der gute Rus".— Theater de« Westen«:„Lustige Witwe".— Lustspiel. hau«:.Spanische Fliege".— Nollenvors:.Drei alte Schachteln", 10.. 13., 15.Eva".— Zentral: Rose von Siambul".— Thalia:.Polnische Wirt- schalt".— Somlschc Oper:„Schtvarzwaldmädel".— Metropol:.Fasching- jee".— N. Opeccllcnhan«:.Glocke» von Corncville".— Palap-Th.: am Zoo:.Mikado".— Friedrich.Wilhcmst.:.Hannerl'.— Walhalla: .August der Starke".— Rose:.Dreimädcrlhans.— Th. L b. Friedrickstr.: .Drei tolle Tage".— Rational:.Prinzcnliebe".— Kasino;.Die golden« Brücke". As es U.7SFSZVZ?ÄSASt «zielen Strafteuhändler und Soldaten durch verkauf unserer neuen konkurrenzlosen«nsichis-pofi- karte» ssarvige llllnstlerdruckr). GrSstler Schlager! PcrfBniiche vorspräche von 10 bis 1 Uhr täglich. Jlfreti Polverrnaeher& CoM s Spandauer Straße 10 Ecke Kaiser- Wilbelm-Stralle VitaMkbiirkMf Deutsclteleppiclie :: Cardinen ss Vorhänge:: Tisch«» und Diwandecken Dekorationss u. 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Wir verkauften«mf unserem Bureau kürzlich dr, Paten,« zur»«- wwnuna van Lecithin fllr 16S, Zweiggeschäft Berlin, Gr. rrankfurter Str. 148 Zweiggeschäft Bln.-Schönebci g, Haupts'r.lS?. •loacbijusthnler Str. 9, am Zoo. kriegsbeschädigtelT] Die Maske der alten Regierung Ist nun gefallen II Hoflnungsfreudlger denn je sehen wir Kriegs- invaliden in die Zukunftl Jetzt gilt es. sich zusammenzuschließen, um auch unser Los zu ziehen, damit wir nicht, wie die Krieger Anno 70, mit dem Leierkasten betteln gehen müssen 1— Zwecks Gründung eines Vereines zur Wahrung der Interessen Kriegsbeschädigter betr. Renten oder sonstigen beruflichen Prägen, werden diejenigen Kameraden, die gesonnen sind, diesem Verein beizutreten, um gell. Mitteilung bis 20.[)e- zerab. d. J. gebeten.— Versammlungstag in Kürze. [ Ludwig Fischer, Redakt., Beilin W, Culmstr.Züa IL| ?«r(poftfift unserer Taqe! Vollendete Tatsachen 1914-1917 ▼oa THEODOR WOLFF Prel» geh. M, 4,-, geb. M. 550 n. 20"/.Teoerongsznechtag RUDOLF MOSSE, BÜCHVERLAG Berlin SW 68, Zimmers trasse 61 cMafs Einen großen Posten ScMaJaiimticr! iHKSfißlt'n allen Farben von 375 51 an Wohnzittuster von'«5roHM.2anni S0|33'n peima Plüsch von 8*3 M. an sowie Sittzel- ItlewmLdel aller Art! zu verkaufen, solange Vorrat. 130L" Möbelhaus N. Stolzmann, Berlin SW, Ballc-AlliaRce-Streao 100. j Sriepanleiiien Md SparkasssabSElifir"Äg j Auf Wunsch auch Zahlungserleichterung. B H Zcntralvfrband der �ausangestdlten Ortsgruppe Berlin. Den Mitgliedern die traurige Nachricht, daß unsere lieb« Kollsgin, Freu Berta Boß am S. Dez. verstorben Ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 9. Dez., nachm. 4 Uhr, von dem Kirchhof der Andrea»- emeind«, Landsberger ce(Wlhelmsberg) statt, g Die Kollegln war in der 117. Verkaufsstelle der Konsumgenossenschaft Ber» lin und Umaeaend lange Jahre tätig. Wir erwarten deshalb eine rege Beteili- gung. 48/5 vir Ortslcltoiig. gen Lllli Verband der Maler, Lackierer uSw. Filiale Berlin. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege. der Maler 13o/8 Heinrieh Möller am 4. Dez. verstorben ist. Ehr« seinem Andenken l Die Berdtgung findet am Montag, den 9. Dez., nachmittags 8 Uhr, auf den, Fritohpf in Marien- darf, Friedenstraße, statt. Die 0r>»veru»alwng. Tief erschüttert erhielt ich I die tcaurige Nachricht, daß mein heißgeliebter, unver- geßlicher Mann, der Kano- nier Alfred Gundermann im 84. Lebensjahre als Opier des Weltkriege» am !. Oktober ISIS bei Reims durch Volltreffer gefallen ist. Im tiefsten Schmerz Elise Dundermann geh. Schellpeper. S olStzlich und unerwartet in meinen Armen mein geliedier. I 1 treuer Mann, Schwiegersohn und Schwager, unser guter' Onkel, der Kaufmann lYauxott Olscha Im 55. Lebensjahre. In tiefstem Schmerze Betty Olscha geb. Kalchoer Berta Kaschner geb. Bratzkr Famllic Ludwig~ FmnUie Cilfabetfi Pelzwarea Berstn O 112, Frankfurter Allee 54. 3816, wlg Bcthge W Richard Bethgc lsabeth Schrunrmann geb. Bethge! Familie Georg Dirße. findet am Dienstag, 19. Dezember, j Uhr oon der Leichenhalle des Lichtntbsraer Fried- �"""Inten W, 79, 1 Die Beerdigung um&/i Hofe», aus statt. Straßenb.-L>nie» k , 1W. i -■ i' v-s,. u,. V-,-. G Am 8. Dezember vcrfchird nach kurzer Krankheit unerwartet mein guter Mann imd mein über alles ge- liebter Sohn, der Kraft. wagenfahrer vom Roten Kreuz Hermann Weder Inhaber de. Roten Verdienstordens im 41. Lebensjahre. Frau 3al>. Webe«, Weißensee, Plftorinsstr. 28. In unsagbarem Schmerz dir Mutter Frau ist. yuiel, Berlin W, Potsdamer Str. 77a. Dte Beerdigung findet Montag, 9. Dezember, nach- mittag» 8 Uhr. auf dem Ehren-Friedhof in Weißen- fee, Falkenberger Str., statt. Nicht alle find tot, deren Hügel sich hebt. Wir lieben. und wo» wir geliebt, das; lebt. Es lebt, bis auch! unser Leben zerrinnt. Nicht! alle lind tot, die begraben 1 sind.» S21b I Allen Freunden und Be- kannten die traurige Nach-> richt, daß mein innigst- 1 geliebter Mann, unser guter J Väter. Großvater, Schmie* P geroater uud Schwiegerlohn, der Kassendeamren- Abtellungsvorsichcr Hermann Werner! Im Mter VON 52 Jahren an den Folgen einer Leingen- entzündung»ach kurzem schweren Leiden am Sonn- abend früh verschieden ist. Im tiefsten Schmerz im NameuallcrHimcrbliebenen Frau lstaist« Warner geb. Barse. Berlin-Karlshorst, d. 7. Sc- zember1S18,Dunhclfingenir Straße 25. Dte Beerdigung findet am Dienstag, den 19. Dezemb., nachmittag» 3l/i Uhr. von der Kapelle des Karlshorfter Friedhof» ans statt. iv lstarttee Skunk», 4>az>lawck» v. allsn«on- stipon billig. Pelaarten. üm- arbeitungen. Ii1 Iii Kürschner- meister Cr. Frankfurter 8:-. 97, am Stransbergsr Plaba. Fe -il Scfcmenen in'FOßen und Beinen»er.en sehne!) u. dauernd besettigt d. Ä Fnß-Bei!-Einlagen. Auf Wunsch Maßanfertigung, auch aus Zelluloid. Hühneraugentod. giitfrei, hilft sicher auch bei Hornhau». Schuhcreme, Schnürsenkel, Einlagesohlen, Frostsalbe usw. Fuü-Heil-Einlagcn-Mfktr., Neue Wintcricldisr. 46, Laden. Aeltest. 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Die Einführung der Einheits-; :cn nnp fehlen wir die � »aaschules-. Freie Bahn de? dentschrv Jugend oon Dr. Max Apel, Dozent der Freien Hochschule Huinboidt-Akademt». Der Beriasser. der al, Krccgsoberlchree an der Bolkobiidung prattisch mitgearbeitet hat. tritt mit Eni- schiedeuheit für die Einheitsschule ein und widerlegt die da- gegen zahlreich crhodencn Einwendungen. Da« aktuelle Problem einer Reform de» murren und mittleren Schulwesen» ist fesselnd dargestellt. 325D Die Broschüre ist durch fcde Buchhandwng oder direkt vom Perlage Vitts. Crufstchec BerlagsljatlS, Berlin-Eharlotten- totfl, Hardenbergstr. Ii zum Preiie oon 1 AL zu beziehen. fsd«r Art preiswert Grofio kiviwnhl ÜiJULi U'J'Jli Ii• ItrunnonstniOp 7, Nähe Kosenthaler Platz. Teilzahlung gestattet. Am Donnerstag. l Ä.Dez. 191S, normittao,, findet In Spandan, Hoonstroß«, beim MilttSr- Briestaudenschlag eine verfleigelvvg m 530 JtontürieflliüOen gegen fosorttg« Sezahlang statL_ 293D Kriegsgefangene! Wer hat noch Angehörige al, Krieg-gesangene in Rußland und längere Zeit keine Nachricht von dort? 342D Nähere Auskunst erdillrt£p.,| «erltn R. 39, Müüerstr. 181. ÄllgrmI:] Drehbänke Fräsmaschinen Bohrmaschinen Hobel-u.SbajJlng- Maschlnen sowie alle anderen lerkzeipasc&iieii neu u.gcbraucht l.gr.Ausw. H. MAWUS, Bcrllf C. 25,• U DJrck«en»traOe / Zur Beschäftigung* unserer Arbeiter � übernehmen wir für unsere Betriebe Hf l. Lederwaren Fabrik, Geschirrfahrik H W 2. PJan-u.Zellefatrik.Segeltuchnäherel a W 8.Meta!lwarea;abrik,G!lrUerein.!Jr8hsrji S VR Arbelt, wenn die Preis« event. auch£3 ■rSi nur die Unkosten o ecken. fg � Edmund Boehm& Co � Berlin C � Wusalcmcr Str. 21 100®.. Instnuaente vorwiegend Friedensware. Musikiiaus Münzsir. 18 Vi Minute vom Alexanderplatz« SeffMA ZMMllAllg. MsirniieiiWer-Miilillig« fär öss WMjM 1919. Auf Grund des K LS des Einkommensteuergesetzes wird hierniit jeder bereits mit einem Einkommen von mehr als 3000 Marl veranlagte Steuerpflichtige in der Stadt Berlin ausgefordert, die Steuererklärung über iein Jahreseinkommen nach dem vorgeschriebenen Formular m der Zeit vom 4. bis einschl. SO. Januar 1919 dem Unterzeichneten oder dessen Stellvertreter schriftlich macht sind. oder zu Protololl unter der die Angaben nach bestem Versicherung abzugeben, daß Wissen und Gewissen ge» Die oben bezeichneten Steuerpflichtigen find zur Ab. gab« der Steuererklärung verpflichtet, auch wenn ihnen eine besondere Aufforderung oder ein Formular nicht zugegangen ist. Die Einsendung snirtstlimer ErNärimgen durch die Post ist zulässig, geschieht aber aus Gefahr des Ab- senders und deshalb zweckmäßig mittels Einschreibe- briefes. Mündliche Erklärungen werden von dem Unter- zeichneten oder dessen Stellvertreter während der Ge- schästsstunden von 12 bis 2 Uhr im AmtSgebäude, Juden. straß« Nr. 58— GO, zu Protokoll entgegengenommen. Wer die Frist zur Abgabe der ihm obliegenden Steuerklärung versäumt, Hai gemäß 8 31 Absatz I des Einkommeusteuergeseyes neben der im Peranlamings- imd RechtSniittelversahren endgültig sestgestellten Steuer einen Zuschlag von 5°li zu derselben zu entrichten. Wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben oder wisienlliche Perschweigung von Einkommen in der Steuererklärung find im§ 72 des Einkommensteuer- gesetzes mit Slrase bedroht. Gemäß tz 71 des Einkommensteuergesetzes wird von Mitgliedern einer in Preußen, Hessen, Sachsen, Lippe (Detmold), Hamburg steuerpslichtigen Gesellschaft mit beschränkter Haftung derjenige Teil der auf sie veranlag- ten Einkommenstencr nicht eihoben, welcher aus Gewinn. vnteile der Gesellschaft mit beschränkter Haftung ent- fällt. Diese Vorschrift findet aber nur auf solche Steuer- pslichnge Anwenvung, welche eine Steuererklärung ob- gegeben und in dieser den von ihnen empsangenen Ge- siböftsgewinn besonders bezeichnet haben. Daher müssen alle Steuerpflichtigen, welche eine Berücksichtigung ge- maß ß 71 a. a. C. erwarten, mögen sie bereils im Bor- jähr nach einem Einkommen von mehr als 8000 Mark veranlagt gewesen sein oder nicht binnen der oben be- zeichneten Frist eine die nähere Bezeichnung des emp- sanyenen Geschäftsgewinns aus der Gesellschaft mit be- jchränkter Haftung enthaltende Steuerklärung einreichen. Die vorgeschriebenen Fonnulare zu Steuer- erklärungen werden den Steuerpflichtigen durch die Post zugesandt werden. Soweit dies in einzelnen Fallen niss geschehen sollte, können Formulare auf Verlangen rend der Geschästsstunden von 19— 2 Uhr im A gebäude Jüdenstraße Nr. 58— 60, Erdgeschoß, Zimmer Nr. 63, ferner bei den städlischen Sieuerkassen und im Bureau der Sleuerdeputation des Magistrats, Ab- teilung II, Stadthaus Stralauer Straße, Erdgeschoß. Zimmer Nr. 6— gegen Vorlegung entweder der letzten Eil�mmeast-uerveranlaZungS. venachrichiigung, der lejWi Einkommensteuerguittuna, oder de» bereits zu- gesandt erhaltenen(bei der Aussertlgung»nbrauchbat gewordenen) EteuererklörnngssormularS— kostenlos verabfolgt. Berlin, den 12. Dezember 1918. Jüdenstraße SS, 66. igM likk BOlUlenlK Ski«MMiil>eim-i>miilUiiWk»iii iffion Fromme, Oberregierungsrat. Verordnunli üher die Abänderung der Verordnung, betreffend die Festsetzung von Höchstpreisen für den Verkauf von Gänsefleisch in Teile» und von aus Gänsen hergestellten Erzeugnissen. Auf Grund der Verordnung über den Handel mit Gänsen vom 2. Mai 1918(R.G.Bl. S. 373) und der dazu erlassenen AuSsübrungsanweisung vom 12. Juli 1918 wird unter Aufhebung des§ 1 der Verordnung vom 22. August 1918 betreffend die Festsetzung von Höchstpreisen flir den Verkauf vost Gänsefleisch in Tei» len und von aus Gänsen bergestellien Erzeugnissen imt Zustimmung des Vorsitzenden der Staatlichen Per- teilungsstelle siir Graß-Berlin folgendes bestimmt: und gepökeltem isänsen berge- 1, Beim Verkauf von srischem Gänsefleisch in Teilen und von aus G stellten Erzeugnissen dürfen in Berlin bei Abgabe an Verbraucher solgende Preise für 1 Psund nicht über- sdirilien werden: Liesenfett 15,— 9)1., Bauchhautsett 10.50 M., Darmfett 12,— M., Leber 13,50 9JI., Keulen 9,75 M., Brust ohne Knochen 13,50 M., Slückensleisch 6,45 M., Rümpfe mit Brust und Keulen ohne Därme und ohne zum Klein zugehörige Teile 9.40 M., Brust mit Knochen 13,20 M.. Brustknochen 0.08 M., Klein: Kopf mit Hals, 2 Flügel. 2 Füße, Magen und Herz, gerupft, auch ohne Spitzflügel 6,— M. pro Stück, Schmalz 21,— M., Grieben 15,— M., Gänsebraten 16,50 M., Gänsetveißsauer 15,— M., Gänsclebrrwurst 12,— 3)1. Gänseleberpastete darf nur zu den durch den Verband der Hersteller von Gänseleberpasteten sestgestz- ten und aus der Packung oder dem Behältnis durch den Hersteller angebrachten Verkaufspreisen an Verbraucher abgegeben werden. 2. Beim Verkauf von geräuchertem Gänsefleisch in Teilen und von aus Gänsen hergestellten Erzeugnissen dürfen in Berlin bei Abgabe an Verbraucher solgende Preise für ein Pfund nicht überschritten werden: Brust mit Knochen im ganzen 17,25 M., Brust ohne Knochen im ganzen 18,75 M, Brusi ohne Knochen im Ausschnitt 19,50 M.. Keulen 13,50 M. 11. Die übrigen Bestimmungen der§§ 2—4 der Vor- ordnung vom 22. August 1918 beiressend die Fest- setzung von Höchstpicisen für den Verkauf von Gänse- fleisch in Teilen und von aus Gänsen hergestellten Er- zcugnissen bleiben unberührt. m, Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Ver- kündung in Kraft. Berlin, den 3. Dezember 1918. listrat. ezembe ES 25« I-Rr. 1682. L.d. H. 18. ermuth. Bekanntmachung. Auf Abschnitt 53 der Eierkart« kann vom 9. bis 20. Dezember ein Ei abgegeben und entnommen werden. Abholung vom Händler fosort nach Eingang der Ware. Berlin, den 6. Dezember 1918. .Aa T-gd.-Nr. 547.«j 18. Lagistrat. Wermuth. Handbücher A Rf* Ratgeber für für alle Kontore I rVDW alle Angestellten! der Buchführungspraxis 8.50 m. j der Handelsbriefe 1 ie 3,75*• Z\ beide zusammen < der Wechselkunde J 7,— m. b Vorzüglich beurteilte fachtechnische HHfs- u. Nach- schlagbücher in alphabetischer Anordnung! ipCSf"" Da» Gesuchte sofort auffindbar I 4UHI • Die bes.en Schlü sei bei der praktischen Tätigkeit. a Bei Voreinsendung des Betrages portofrei, Nachnahme 28 Pf. mehr. re.M n0nl/ ßücherrev, Leipzig-.H. 441, Eckardstr. 7. Utßrg llUlA, posucheckkonto; Leipzig No. U497. betreffend Msemm m ßWWreisen ffit W. Aus Grund des Erlasses des Herrn Staatssekretiles des Kriegsernährungsamtes vom 24. Oktober 1918— A." 10 502—• werden für den Bezirk der Staatlichen B«' teilungsstelle für Droß-Berlin in Abänderung des§. 1 gimmer II Nr. 5 meiner Bekanntmachung vom 23. vemder 1917 die Preise für Weichkäse nach Limburger An wie folgt festgesetzt: Weichkäse noch Limburgcr Art iBom stein- und Ziomadurkäse) mit einem Fettgehalte von we»W ftrns 10 p. H. der Trockenmasse, HersteUcrpreis für 50 k? 120.— M., Großhandelspreis für 50 kg 130,— M., Klein- Verkaufspreis für 0,5 kg 1 ,50 M.: in Stücken von 80 oder 120 Gramm u?-packt sFrühstücks- oder Delikoleßkäse) wt. einem Fettgehalte von wenigstens 10 o. H. der Trockenmasse, Hrrstcllerpreis für 50 kg 144__ M., Großhandels- preis für 50 kg 154,— M., Kleinverkanfspreis für ts 1,72 M. n. Diese Bekanntmachung tritt am 8. Dezember 1918>-> Kraft. Berlin, den 7. Dezember enrber IM, Nl SlMkSe itirnm MMsül Zroß'ZM derSlaallWellvertL In Bertrewngt gez. Kämpf., Vorstehende Bckaiiniinachuiiz brmgen wir hierdurch zur öffentlichen Kenntnis. Berlin, den 7. De-ember 1918, Magistrat. ermuth. J.-Kr. 20! 1. Fkö. l. 1«. Magermilch! Die Magermilchkarten für die Monate Januar/März iW kommen in den zur Fettsteüe Droß-Berlin(Milch) hörenden Gemeinden in den nächsten Tagen zur Ausgoo«. Für jedes in der geit oom 1. Januar 1911 bis 31.-ü«' zember 1912 geborene Kind wird»ine rote mtt ,1' bezeichnete Megermilchkarte verausgabt. Di« Magermilchkarten find sür die Keit vom 29. Dezent- der 1918 bis 29. Mar, 1919 ausgestellt. Ummeldung'» während der Gültigkeitsdauer der Karten find nur bei einem Dshnnngswechsel gestattet. Die Inhaber der Magermilchkarten haben dl« Karl» spätesten» vi» zum 21. Dezember 1918 einschließlich dew Miickhändler vorzulegen. �. Der Milchhändler hat dt« Kontrollabschnitt« adzuschnkt- den: der Abschnitt llink» unten) ist von ihm aufzubewahres, den Abschnitt(rechts unien)„Kontrolladschnitt für dte Fettsteüe" hat er bi» zum 24. Dezember d. z». einschlteßli« der Fcttstellk Droß-Berlin(Milch). Abteilung Magermilch, Berlin E. 2, Posistratz« S, . einzusenden, Auf eine Magermllchkarte soll, soweit die» nach de» zur Berfüaung stehenden Beständen möglich ist, wächenmch je»in Liter Magtr-»der Buttermilch bezirksweise adz>- feben werden. Ft!Is infolge ungenügender Bestände et» iter nicht verab,olgt weiden kann, wird di, zur Verausgabung gelangende Menge durch ein«nlsprechende» Platoi an der Emgaugslür de» Mllchgeschäfle» bekanntgegebeil. Die Magermilchkarten II und III können zur Seit wegnl Milchmangels wicht ausgegcben werden. Der Milchhändlcr hat aus sede Mtlchkart» zu oet- merken, zu welchem Bezirk und Unterh-ztrk der Kunde»e- hört und an welchem Wochentag« er Magermilch oon Buttermilch erhält. �„ lM Die Magermttchkarten dürfen von den Händlern otflp In Gewahrsam genommen werden, fondern perdleiben>» Händen der Bezugsberechtigten. �„... ontra-t.--.--iirniiA.-.»«* beim Bezug i Bezug» hat der abzutrennen und an sich zu nehmen. »crlln, den 5. Dezember 1913. Fettstclle Gros;-Berlin(WO. Di« Magermilchkarten für die Monate Januar, Fedruot r, 1919 find in Berlin in der geit oom MittmoG dl» Dienstag, den 17. Dezember 1918 einschließlich ölen. Da» Atter de» für und Mätt den 11. bi» Dienstag, von den Brotkomm-.sfionen abzuhosen... den Bezug in Betracht kommenden Kinde« ist»rsorderlicheU' sall» dutch Loelegung einer amtlichen Urkunde nachzuwetsrn- Berlin, den 5. Dezember 1918. Tgb. IT. 48. F. Mi. Dezember 191». Magistrat. In der Woche vom A. bis 15. Dezember d. Is. gelangen in der Verkaufe stelle der Gemeinde üir Abgabe: Berttv-Beitzer Lebensmittelkarte auf Abschnitt 85 S Dosen Leberwurst je Haushalt und n-4-«- Ia(XA.tA&rtTf„,,5 SA Annh*nilf»Tl3tna. ___ Haushaiiwurze, in giuiuj.n, aemüfi, Backpulver, Lorbeerlaud, Gewürz-Stärkemittel. lN Paketen, und Schmiersris-nersatz., Die Aiiagab« der Waren erfolgt aus dl« Lebensmilte!- answeis« Rr. 1—999 am Moniag, Nr. 901-18«> am Dienstag, Nr. 1801—2700 am Mittwoch, Nr. 2701—8799 a« Donnerstag, Nr. 8701 bis Schluß am Freitag. »ertta-Britz, dcn 7. Dezember 1918. � Der Gemeindevorftanv. 534� e ch m i e d i I« n, Bürgermeister. kerlia 80, vl-gaieastrske!65a Eck« Oanienplaiz « Lall!' iiill! ZüIiMSlöa —=—= Uhren===— Reparaturen prompt und geerlawenhaft; Benzolbrenner, auf jedes vorhandene Lampenbassin passend, sofott ab Lager lieserdar. Wiederveriimser resp- pändier angemessenen Ncdatt- Benzol-Betteilung-stelle. 5t7L' lkichsrd� acher, Herila 8W bS,!iwmersir. 03. ZFegr�Abresse: BrnzolMtzrr, Bettln. Tel.: 3tr- 292� Lvlästvll! welche zurüillommcn, finden sofott Beschäftigung durch Straßen- Handel l-tcht vettäufl. Artikel in der Sabril 3'� killiii l> 27, Marslllusstrafie II. Besichtigung 8—5, außer Eonnadend. Preiswertes Angebots W Kognak, Marke Montpellier lin(Cusenier) 30.- /iL, VrUter-Flasche.. Kognak-Vcrschniu. Kognak-Weinbrand lost... Uler 35,— M. Liter-Flasche 38,—, lose Uter 40,—, '/rUter-Flasche 40,—, lose Liter 45.-, Bltterllkär..........»/4-Litcr-Flasche 24,—, lose Liter 30.-. PlcflermOnr(Friedensware) •L-Liter-FlaEchc... 24,— M, lose... Liter 30.—, Punsch-Heißgelränke Glühspom I..........., 4,—, Haeffo-GIOhsporu.........„ 2,—, Außerdem auf diese beiden Steuer pro Liter I,— M. Hermann Führer, croße Fr£&0Si«B. � Tekuihon: Königstadt 2949. BOT Niederlage: Samaritersir. 34. AM« slle SMMSger! Nachdruck verboten. Nicht der Gründung eines neuen, überflüssigen Ber- eins gilt dieser Ausruf, sondern um wichtige Jnteresien handelt es sich. Tragen Sie nicht eine Brille, sondern einen Kneifer. Das ist zwar das Gegenteil von dem, was früher die Aerzte anrieten aber Umstände ändern die Sache, und die Aerzte haben ihre bisherige Ansicht auch ge- ändert. Früher war die Brill- das vollkommenste Augenglas, besonders wenn es darauf ankam, nicht nur einen Not- behclf� für altersschwache Augen zu haben, sondern um komplizierte bauliche Fehler der Augen zu korrigieren. Nur die Brille hatte einen genügend festen Sitz bei Zeder Arbeit oder körperlichen Anstrengungen. Nur die Gläser der Brille paßten so genau vor die Augen, daß diese bei richtiger Zusammenstellung der künstlichen Linsen ungcsähr dasselbe leisten konnten wie normale, schlersreie Augen. Nur die Brille wurde deshalb der- ordnet. Der Kneifer war verpönt, und damals mit .üccht. Er war bei der Arbeit unbequem, weil er schlecht saß; insokgedessen wurde er vielfach abgelegt, wo es zur Schonung der Augen besser gewesen wäre, Gläser zu tragen. Er fiel beim Lesen vornüber und ergab dann ein verzerrtes Bild und überanstrengte die Augen. Die Glaser hingen nach außen seitwärts herab, und auch, wo das(bei einem besonders breiten Nasenrücken) nur in geringem Maße der Fall war, paßten sich sich doch dem Abstände der Augen voneinander nicht an; die Vupille stapd, statt genau hinter dem Brennpunkte des Glases, hinter dem oberen oder seitlichen Rande und oft von dem einen Glas weiter entsernt als von dem anderen. Hierdurch aber wurden wiederum die Augen in eine unnatürliche, schielende Stellung gezwungen, was Neberanstrenguna, schnelle Ermüdung, Nervosität und Kopsschmcrze», besonders aber eine schnelle Verschlechte-' rung des Sehvermögens verursachte. Das trifft heute alles nicht mehr zu! Der Lohmann-Knaifer sitzt bei der an- gestrengtesten körperlichen Tätigkeit so fest und sicher wie eine gutpassende Brille und ohne jeden lästigen Druck. Er sitzt auch genau so richtig, und jeder Arzt, der ihn kennt, wird erklären, daß er gegenüber der Brille keinerlei Nachteile, aber manche Vorzüge hat. So schreibt uns ein langjähriger Berichterstatter: „Ich freue mich sehr über den erhaltenen Knesfer. Er sitzt sehr gut, drückt uicht und ist trotz der scharfen Nunnner äußerst leicht. Ich werde nun wohl die Brille, die ich seit 30 Jahren trage, ganz ablegen imd mich nur noch Ihres Kneifers bedienen. L. Herold, Gr.-Ujefchütz." Frail Staatsrat Ada G., Weimar, schreibt: „Nachdem ich mich an diese so sehr angenehmen, leichten Gläser mit der drucklosen Mechanik gewöhnt habe, ist mir jede andere Kneiferart unerträglich geworden." Weitere freiwillige Zuschriften lauten: „Mit dem Lohmann-Knciser bin ich außerordentlich zufrieden, denn beim„Reiten" oder„Laufen" sitzt er völlig fest, was ein großer Borzug ist. L e u t n a n t B. B c r n d t, z. Z. im Felde." „Verbindlichsten Dank für den Klemmer; er sitzt la. Ich habe mehrere Klemmer getragen, aber keiner hatte diesen guten Sitz, wie der von Ihnen gekaufte, welcher besser als jede Brille sitzt. Kanonier D u l l i n, z. Z. im Felde." Der L o h m a n n- Kneifer ist die empfehlenswerteste zurzeit existierende Konstruktion, lind jeder, der sich jähre» lang mit seinem alten Kneifer herumgequält hat, ist er- freut und beglückt über den bequemeren, festen und guten Sitz. Für Militärs, Jager, Sportsleutc und im Bureau Tatige ist er ebenso un-entb-hrlich wie für Damen, welche von ihm seines un auffälligen, eleganten und gar nicht entstellenden Ausschevs wegen entzückt sind. Es werden nun allerhand Kneifer als„ortho- zeu irische"� oder unter ähnlichen Benennungen an- geboten; dieselben dürfen aber nicht mit den patentierten „Lohmann-Kneifern" verwechselt werden, die nur direkt von der Alleinverkaufsstelle Ortho- z e n t r i s ch e K n e i f e r- G e s e l l s ch q f t m. b. H., Berlin, Potsdamer Straße 134», bezogen werden können. Man beachte genau die Hausnuinmer 134» mit der Kennmarke„Lohmann-Kneiser", da häufig dadurch Irrtümer vorkommen, daß sich ein ganz in der Nähe und viel anfsälliger gelegenes optisches Gcschäsi eine ähnliche Benennung beigelegt bat. Die Ortho- z e ii t r i s ch e Kneifer-Gesellschaft Bertin unterhält keine Niederlagen oder Filialen, sondern liefert nur direkt an das Publikum. Gründliche Auaeuprüjung wird jederzeit kostenlos gewährt, ohne jeden Ztaufzwang. Answärfige Abnehmer werden gebeten, Prospekt 2l- zu verlangen, und bekommen dann gleichzeitig Mit- teilung, welche Angaben erforderlich sind, um einen unter Garanfie tadellos sitzenden L o h in a n n- K n e i s e r zu erhalten. tiexräaUot 1864 Pete-Sf? waren cn xrvs' Einzel yerküii! wie alljährlich zu hiliigsten Preisen Schlesinger Bealönigst.210rdh0anunsanz" Kein Laden, II. Stock, Bitte genau auf Firma g-J 1 und Hausnummer zu achten. m 12000 St. meiner gutbewZhrtrn LardicHampen Mit massiven Messing-Tropf- Ventilen wieder frisch eingetroffen. M. 16.- per Etilck. Sauglampcn M. 5,30.— _ SSaniler Rahatt. wnrnntie: stähle Seid zurück, falls Lampe nicht brennt. Drenner, Zladcln billigst. Prolp.«rat. En gros, en detail. sim!l.t.arbi ! Reinickendorter Str. 109.! Andreasstr. 78. 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Bon chronifcheni coberteidenund Gelbsucht geheilt.— 25. Frau III. Snsrr, Berlin- Lichtenberg, Scharnweberstr. 82. Von cherzschnutche, Leberonfchweftnng und M-rgcukreds gebeut.— 26. Sohn Paul des Weichenstellers Herrn Wilhelm yastner, vln.-W-stend. B-amtenhaus. Van schweren, Geirrteiden geheil«. Bein sollte abgenommen werden. sgV' Brietilche Original-, tnerl.cnaco»eo van uns ge-| heilter Patienten stehen im Wertezlmitjer der Anstalt a»! Wunsch zur Einsicht• Getrennte EtehancLuSgs- räume iür Damen u. Kerrcn!* Sprech- u-behandfeugs- 1 zeit: 9-1, 4—7'/�— Sonn- und Feiertag; 9— l, Die ärztliche Anstaltsleitung: HellanstallsbestHer 243/18' j Professor P* Mistelsky graduiert mid approbiert im Nusland Berlin 50. 16, Brückenst!-. 10� nm Itnhnliof Junno'a ltzbrUokp. 77 für Wsiljnadjfen preiswerte| | ßriikal in allen �Heilungen| NMW!II!MIM!I!I>IInMMMMWY!MIM>>MW!!IIMlIIWI!li»MMWMWIMIWMMWMIMWMMI>? Girumpfvaren. 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Dezemb, abds. 7>/, Uhr; Vortragsabend TI r e n e r i e s c h ßibel, Homer, Hölderlin, Goethe _____ Karten: 6, 4, 3, 2 M.________ Philharmonie. Sonnabend, 14. Dezember, abds. 71/, Uhr; II.!Liederabend "Hf Emmi Brah e 1 s n e r hms, H. Wolf, Cornelius, Reger, Schübe Beethoven:„An die ferne Geliebte•, Am Klavier und an der Orgel: Prof. K. Straube. Karten: 6, 5, 4, 2 M. '�'stersaal, Sonnabend, den 14. Dezember, abds. 8 Uhr: Klavierabend Bertha Bnsse _____ Karten � 4, 3, 2, 1 M._ hllharmonle, Montag, 16. Dezember, abends?>/, Uhr; V. Philharmonisches Konzert Arthur Wilhelm 1VIKISCH KEJäPFF Beethoven-Abend hverture zu„Coriolan".— Klavierkonzert Nr. 4, G-Dur, op. 58.— Sinfonie Nr. VI, F-Dur(Pastorale). Oeifentliche Hauptprobe Sonntag, 15. Ikezember, mittags 12 Uhr. Karten ab Donnerstag.__ eoh.teln.aal, Tüömag, 16. Dezember, abds. T1/, Uhr: Liederabend Cwiidrun Gtalie Am Lt ��Humann, Korngold, Brahms, H. Woll. 'H Ki avler: Coenraad V. Bos.-r- Karten: 5, 3, 2, 1 M. eothovensaa>. ÄVittwoch, 18. Dezember, abd. TVaühr; Vortragsabend Wü i 1 1 n e r Schiller— Homer • ,..(Hektars Bestattung;). Am Klavier: C, V. Bos.— Karten: 6, 4, 3, 2 M. AlindworthsaalTlVlitiuoch, 18. Dezember, abends S Uhr: __ I. Konzert Franz Friedl(vioim.), gm Fldgcl: Wilhelm Scholz.- Karten: 5, 4, 3, 2 M. i'uS�hadomie. Mittwoch, 18. Dezember, abends 8 Uhr: Kammermusik-Abend(Beethoven-Abend) Rlinsler-Qnartett �ur> Op. 18, Nr. 2; C-Dur, op. 59, Nr. 3; Cis-MolL op. 131. g____ Karten nur bei Bote i Bock._ h"l,armQnle. Montag, 23. Dezember, abds.?>/, Uhr: (verlegt vom 22. November) Arten-Abend ITaV WhK Joseph H W AR� � Klavier; C. V. Bos.- Karlen: 8, 6, 4, 2 M. für obige Veranstaltungen b. Note A Bock, Werthelil. Schubertsaal. Mittwoch, 11. Dez., abds. 8 Uhr: Sascha Sant„.ÄÄidt Morgenstern, Nietzsche. Arno Nadel. Mit- Ida Eduard Uunä Bassler �es), Hörike(Ki»n Am Meisterharmonium: Paul Schmidt. Kart. M. 5,4,3,2b. Bote& Bock, A.Wcrthelm uAbdk. K&nstierhaus. 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