Ur SSS. 35. Jahrg. Vez»g«»ret», M6 KL morurtt. S.3B Rl. fitl w« Hau», voraussah war. NnzÄne > Nummer» l» Pfennig. Poflbczug: ManaUich 2£B Sit. ejfL Zustellung»- gebühr. Unter Rreuzband für Deutsch- lau» u. Oesterreich-Ungarn a.kv MI. für da» übrige Ausland f.60 Ml. bei täglich einmaliger Zuslellung 7.50 Ml. P-stbeiiellungen nehmen an Däne- Marl. Holland. Luxemburg. Schweden und die Schweiz Eingetragen in die Post-ZettungS-PreiSliste. Drr.Porwürts' ericheint wochenlügkich zweimal. Sonulag» einmal, relegramm-vdreff«: «Sozialdemokrat verliu�, Morgen Ansgabe. Devliner VolKsblati. (lopfennlv) AuzetgenpretSt Die achtgespalrene Nonvareillezeile lostet 80 Pfg..Kleine-anzeigen", da» iettgedruckte Wort 40 Pfg.(MSsstg L fetigebrullie Worte), lebe» weitere Wort LlZ Pfg. Siellengetuche und Schlafltellenanzetgcn das erste Wort LlZ Pfg.. icdei weitere Wort 15 Pfg. Worte über lb Buchstaben zählen für zwei Worte. Teucrungszuichiag 50°/» Familien-Anzeigen, volitifche und gewerklchaitiiche Lerein»- Anzeigen «0 Pfg. die Zeile. Anzeigen für die Xirächste Nummer. mülicn bis 5 Uhr nachniitiag» im Hauptgefchäst Lerlin SW.VL. Lindenstrafze Z. abiegeben werden. Geöffnet von g-Uhr früh b>» L Uhr abend», Zentralorgan der roztaldcmokratifchen parte? Deutfcblands. Reüaktion and Expedition: SW. 6$, Lindenstr. 3. �erutvrecher: Amt Moritzpla«, Nr.».»l 90— Dienstag, den 10. Dezember IN 18. Vonvärts-Verlag G.m.b. h.) SW. öS, tlindenstr.Z. Fernsprecher: Amt Morthplatz, Nr. II. 733— 2t. «S Euch heimkehrenden Kameraden gilt heute unser auS tief- stem Herzen dringendes„Willkommen!" Dies ist der Augenblick, den wir über vier Jahre herbeigesehnt, für den wir über vier Jahre gekämpft haben: Euch wieder daheim be- grüßen zu können! Man hat uns mit Eurer Heimkehr oft zu drohen gesucht. Die Alldeutschen auf der Rechten, die Ueberradikalen auf der äußersten Linken haben uns eine fürchterliche„A b r e ch- n u n g" prophezeit, welche die Heimkehrenden von der Front mit uns vornehmen würden. Wir haben darüber gelacht und wissen jetzt, daß wir recht gehabt haben. Die Schreier der Rechten sind verstummt und der- bergen sich selber ängstlich vor dem nur allzu berechtigten Grimm des von ihnen betrogenen Volkes, die Lärmmacher der äußersten Linken aber haben das so keck zur Schau getragene Selbstbewußtsein verloren und denunzieren Euch als„Gegenrevolutionäre". Wir misten, daß das eine Unwahrheit ist. Ihr kehrt zurück als. gute Sozialisten und Demokraten, als begeisterte Anhänger der jungen Republik. Ihr habt die furchtbarste Schule zur Reife durchgemacht, die nur je ein Mensch durchmachen konnte. Wer draußen in den Schützen- graben nicht den Haß gegen die Prediger der Gewalt lernte, wer dort nicht ein begeisterter Anhänger des Selbstbestim- mungsrechts des Volkes und der Volker' wurde, wer es dort nicht satt bekam, für fremde Ideale zu bluten, der müßte ja ein anderes als ein menschliches Herz in der Brust tragen. Wir können heute mit gutem Gewissen Reckfenschaft vor Euch ablegen. Wir sind keine Fremden, zum großen Teil haben wir selber lange Zeit an der Front gestanden und mit Euch Blutopfer gebracht. Soweit wir aber zu Hause tätig waren, galt der beste Teil unserer Arbeit, unserer Sorgen und Mühen Euch und Eurer Zukunft. Unablässig hat die Sozialdemokratie für eine menschenwürdige Behand- lung der Soldaten gekämpft, sie hat sich der großen und Die Verpflichtung üer �ägerüiviflon für üie Republik. Eine Rede Evcrts.— Der �all Lequis erledigt. Berlin, g. Dezember. Im Steglitzer Rachaus hat sich heute abend um 7 Uhr ein feierlicher Akt vollzogen. In Gegenwart der Vollsbeaustragten Gebert, H a a s e, Scheidemann und D i t t m a n n und de§ Kriegs Ministers haben Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der deutschen Jägecdivlsion und der Garde-Kavalleric-Schützendivisioa das feierliche Ge- löbnis zur einigen deutschen Republik abgelegt. Volksbeauftragter E b e r t leitete die kurze Feier mit folgenden Worten ein: Sie kehren ans dem Getümmel deS Krieges zurück uns sehen sich in der Heimat gewaltigen Veränderungen gegenüber. Das alte Stistem ist gestürzt, das deutsche Volk ist gewillt, neue Verfasiuizgssormen zu schaffen, die die schweren Wunden heilen sollen, welche unser Land in den Jahren des Völkerhasscs davon- getragen hat. Wir sind von unscrm Volk mit der einstweiligen Führung der Regicrungsgeschäste betraut. Frieden, Fre«- heit. Ordnung werden die Stern« sein, denen wir folgen werden. Wir dürfen hoffen, daß Sie uns bei der Lösung unserer schweren Ausgabe unterstützen werden. Ich bitte Sie, folgendes Gelöbnis abzulegen' Wir geloben, zugleich im Namen der von uns vertretenen Truppenteile, unsere ganze Kraft für die einige beutsckie Republik und ihre provisorische Negierung, den Rat der Bolksbeauftragtcn, einzusetzen. Daraus ergriff Generalleutnant Lequis das Wort und wiederholte die GelöbniSsormel für alle anwesenden Militärpersonen.— Die so auf Republik und Reichs- regierung verpflichteten Truppen werden am DienStag ihren Ein- zug durchs Brandenburger Tor halten. * Von WTB wind folgende Erklärung verbreibet: Die in der gestrigen Sitzung der Berliner Soldatenräte vorgebrachten Be- hauptungen des Vorsitzenden des Potsdamer Soldaienrats Heyne sind geeignet. Verwirrung hervorzurufen: Es sei daher folgendes festgestellt: Der feierliche Einzug der Gcrrdetruppen in Berlin entspricht dem eigen st en Wunsch der Truppen. Es dürfte sich kaum jemand finden, der den Truppen diesen berechtigten Wunsch verwehren wollte. Daß auch einige Truppenteile aller deutschen Stämme hinzugezogen werden, entspricht der Ueberlegüng,.daß sich wohl keine bessere Gelegenheit bieten könnte, um die Einigkeit des Paterlandes vor aller Welt darzutun. Dieses Gedanken folgend, hat auch d i e Reichsleitung dem Einzug zugestimmt. Um der großen technischen Schwierigkeiten beim Eisenbahntransport, bei iitHta In der kleinen Röte liebevoll angenommen, die Ihr draußen haktet. Unzähligemal haben sozialdemokratische Reichstogsabge- ordnete Eure Leiden, die Mißstände und Ungerechtigkeiten beim Militär in flammender Rede zur Sprache gebracht, und wenn Ihr diese Berichte in den Schützengräben laset, so war es Euch eine Erleichterung: Ihr wußtet, daß doch wenigstens eine Partei in der Heimat für Euer Recht eintrat und kämpfte. Ebenso hat die Sozialdemokratie unablässig gearbeitet für die wirtschaftliche Sickjerstellung der Kriegsbeschädigten und der heimkehrenden Kriegsteilnehmer. Das Recht der ar- beitsunfähig Gewordenen auf anständige Versorgung, das Recht der Arbeitsfähigen auf Arbeit, das waren die Leitsterne ihres Strebens. Vor allem aber hat die Sozialdemokratie wie keine andere Partei für den Frieden gekämpft. Sie hat gewußt, daß sie damit in Eurem Sinne handelte, daß jeder Tag der Kriegs- Verlängerung ein Verbrechen an Euch war. Unser Ziel war ein Frieden der Verständigung und Völkerversöhnung ohne Nieder- läge, ein Ziel, das leider infolge des alldeutschen Größenwahns nicht erreicht werden konnte. Ihr habt gekämpft für ein freies Deutschland. Während Ihr draußen standet, haben wir Deutschland im Innern frei gemacht. Wir hallen die volksbedrückende Monarchen-"und Junkerherrschast davongejagt, durch unsere Arbeit ist daS alte System, dessen wahres Wesen gerode beim Militär Euch schmerz- lich fühlbar wurde, vernichtet worden. Die Freude des Wiedersehens ist groß; aber kein langer Freudenrausch ist uns vergönnt. Das durch den Krieg zerstörte Deutschland harrt des Aufbaues. Laßt uns vereint ans Werk gehen. Schließt mit uns die Reihen: in den Worten Sozialis- mus und Freiheit liegt unser künftiges Glück umschlossen: helft uns brüderlich vereint an der Erreichung dieser hohen Ziele! der Unterbringung und beim Einzug Herr zu werden, mußte eine besondere Stelle geschaffen werden. Die Leitung wurde dem General Lequis übertragen. Es bedarf keines Hinweises darauf, daß diese Stelle und mit ihr alle Truppen entschlossen hinter der Regierung stehen. An der Behauptung, daß das Generalkommando die Soldatcnräte nicht an» erkenne, ist natürlich kein»vahreS Wort. Regiprung unü Vollzugsrat. Eine amtliche Bekanntmachung. Amtlich. In einer gemeinsamen Sitzung des Vollzugsrats der Arbeiter- und Sol- datenräte und des Rats der Volksbeauftragten wurde folgende Vereinbarung getroffen. Beide, geschaffen durch die Revolution, streben demselben politischen Ziele zu dem deutschen Volk die sozialistische Republik zu sichern. Der Rat der Volksbeauftragten hält u n b e- dingt an der durch d i e Revolution gegebenen Verfassung fest, die ohne Zustimmung des Vollzugsrats der Arbeiter- nnd Sold�tenrate nicht abgeändert werden kann. Aus der Stellung des V o l l z u g s r a t s ergibt sich daS Recht der Kontrolle, dem Rat der Volksbeavftragten liegt die ibm übertragene Exekutive ob. Beide sind überzeugt, daß ihre Tätigkeit nur durch vertrauensvolles Zusammenarbeiten ersvrießlich ausgeübt werden kann. Wir geben der Zuversicht Ausdruck, daß unser Volk in Anerkennung der schwierigen inneren und äußeren Lage uns dabei tatkräftig unterstützen wird. Der Rat der Volksbeauftragten. Der Vollzugsrat der Arbeiter und Soldaten. Der vöikerbunü. W8ie, wann, wo? Nach dem.Petit Journal" wird auf der Friedenskonferenz wahrscheinlich der Plan des Wilsonschen Völkerbundes nicht besprochen, sondern auf spätere Verhandlungen vertagt werden. Wilson hatte cm Bord de? George Washington verschiedene Konferenzen mit dem franzöflscken Botschafter Jussevand. Nach dem.Petit Parisien" erklärte Wilson, er werde an der Frie- denskonferenz teilnehmen, um in eigener Person seine 14 Punkte vorzuschlagen und außzufiihren, die bestimmt sein sollen, die Grundlage des ersehnten Völker fei edcns zu bilden. Hdmat! die Vorgänge vom b. Dezember. Eine Erklärung der Maikäfer— Bericht eines Angenzengen. Die ersten Nachrichten, die uns über die Vorgänge in der Chausseestraße am 6. Dezember zugingen, besagten überein- stimmend, daß sich die absperrenden Soldaten erst zur Wehr gefetzt hätten, nachdem auf sie geschossen worden sei. Da diese Darstellung von verschiedenen Seiten lebhaft bestritten wurde, gaben wir die Möglichkeit eines Irrtums zu. Seitdem häufen sich die Meldungen, mehren sich die Zeugen, die oersichern, von einer„friedlichen" Spartakus-Kundgebung könne keine Rede sein, die Soldaten hätten vielmehr in Abwehr ge- handelt. So geht uns jetzt folgende Erklärung der Maikäfer zu: Zu dem Artikel in der.Roten Fahne":.Das Blutbad in der Chausseestraße— Duw-Dum-Geschosse— Die helfenden Russen" vom Sonntag, den 8. Dezember 1913, wird uns von den Mai- käfern folgendes mitgeteilt: Daß der Zug fer Demonstranten unbewaffnet gewesen ist, ent- spricht nicht den Tatsachen. Beim Aufräumen der Straße wunde ein Nickel-Tcommelrevolvcr mit 5 Patronen und einer abgeschossenen Hülse gesundem Ferner fand sich eine Revolver- lasche, die an einem schwarzen Damengürtel befestigt war. Die ____.ß vexWndcten Gardx-FiW.ün... geben übrigens das beste Zeugnis dafür ab, daß die Menge be- waffnet war. Die aufgestellte Truppe bestand aus einem Führer und etwa 72 Mann und nicht, wie im Bericht der Zeitung gesagt, auS 399 Weißgardisten mit 5 Maschmengewehren. An Maschinen- gewehren wunden nur 2 Stück mitgegeben. Von diesen beiden konnte. jedoch nur l Maschinengewehr in Aktion treten, da das an- dere schon beim Laden, bevor der Zug ankam, unbrauchbar wurde. Aus dem einen Maschinengewehr wurden nachweisbar nur.19 Schuß abgegeben. Der vom Oranienburger Tor ankommende geschlossene Zug wurde bereits m der Chausseestraße, bevor er die Invaliden- straße erreichte, zum Stehen gebracht und von den Soldaten auf- gefordert, ruhig auseinanderzugehen. Erst als den vorderen Mann- schaften die Holme hcrabgerisse» wurden und nachdem 2 Schüsse aus der Menge fielen, griffen die Soldaten zu den Schußwaffen und begannen sich zu verteidigen. Die Behauptung, daß der Zug erst hereingelassen worden fei, und dann beschossen wurde, ohne daß eine vorhergehende Warnung erfolgt sei. entspricht nicht den Tatsachen. Dann soll ein Offfzierstcllver- treter das Kommando zum Feuern gegeben haben. Es� ist vom Führer überhaupt kein Kommando zum Feuern gegeben worden. Ein Offizier st ellvertretec war nicht vorhanden. In dem Zuge der Demonstranten wurden einige Matrosen be- merkt. Daß von unserer Seite aus ein Matrose aus einer Pistole mit Dumm-Dumm-Geschossen geschossen hat, ist auSge- schloffen. Die Gardefüsiliere haben keine Matrosen bei sich ge- habt. Wenn von den Demonstranten eine Mausecpistole mit Dum-Dum-Geschosscn gefunden wurde, so kann sie nur auS dem Zuge selbst sein. Weitere Erörterungen über den Punkt erübrigen sich des- halb. Gefangene Russen, die mit ihren Leibern die Demonstranten deckten, wurden nicht gesehen. Der ganze Ar- tikel der„Roten Fahne" läßt der blühendste» Phantasie die Zügel schießen, beruht aber nicht auf Tatsachen. « Der Heilgehilfe Herr Paul K ö p k e. Mitglied der frei- willigen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz, erschien gestern abend auf Unserer Redaktion, um uns folgende Mitteilungen zu machen: .Am 6. Dezember kam ich zufällig durch die Chausseestraße. Ein Soldat, der vor den.Germaniasälen' stand, forderte mich auf, die dort tagende Versammlung zu besuche». Stach einiger Ueber- legung trat ich aus Neugierde«in. Ich hört« eine Rede eines Herrn Schulz, der eine Diskussion folgte. Plötzlich wurde diese abgebröchen, weil ein Herr hereinkam und den Herren auf der Rednerbühne eine Mitteilung machte, die diese dann au die Versammelten' weitergaben. Es war die Mitteilung von den bekannten Vorgängen in der Prinz-Albrechfftrrche und von der militärischen Absperrung in der Chausseestraße Die Versammelten begaben sich hierauf in großer Erregung aus die Straße. Ich wurde von einigen Herren aufgefordert mitzugehen, da mein« Dienste notwendig werden könnten. Es sei sonst keme ärztliche Hilfe da und solche würde dringend gebraucht werden, es würde heute noch Blut fließen. Als die Meng« an das Militärspalier kam, wurde sie von den Soldaten aufgefordert, auseinanderzugehen. Die meisten leisteten Folge. Jedoch wurde von andern erklärt:„Ach was. wir rennen die über den Haufen und klauen ihre Gewehre und ihre Kasten." Jnzwijcheu kam ein neuer Zug(wie ich später hörte von den.So» und versuchte, daZ MilitärspaNer einzudrücken. Tin üftitgliad des Soldaten ratS mit der roten Binde am Arm suchte durch sreundschastlichcS Zuroden die Menge von ihrer Absicht abzu- bringen. Plötzlich sprang ein Matrssen-Nutertiffizicr aus der Menge hervor, vis; die Facke �ruf, unter der ein breiter Patronen cuirt sichtbar wurde, und feuerte einen Schuß in die Luft ab. Der Zuz setzte sich dann vorwärts in Bewegung. Nun begann ein lebhafles Feuer, bei dem auch ein Maschinengewehr hörbar wurde. Um weiteres konnte ich mich nicht nicht fümmern, da ich für die Verwundeten sorgen muhte." Soweit Herr Köpke. der uns von Herrn Sanitcitsrat Dr. Magnus Hirschfeld als ein politisch völlig unparteiischer, ruhiger Beobachter empfohlen wird. * Nach diesen Erklärungen läßt sich die Behanptrmg von den„friedlichen Spartakus-Demonstranten" nicht mehr auf- rechterhalten. Es kann kaum noch ein Zweifel daran be- stehen, nxm«die Schuld an dein vergossenen Blut trifft, und wer frech gelogen und verleumdet hat, wenn er andere„Blut- h nnde" nannte. Die Schuld an dem vergossenen Blut trägt daS gvahnsinnige Treiben Karl Liebknecht Ll Alexandriner gegen Spartaknö. Gestern meldeten wir, die Spartakisten hätten bei ihrem abend-- liehen Rummel ausgerufen, die Alexandriner seien zu ihnen über- gegangen. Wir teilten zugleich an anderer Stelle mit, daß diese Behauptung unwahr sei. Gestern erschien nun eine Abordnung in unserem RedabHonSbureau, um uns namens des Regiments ihre schärfste Entrüstung über jenen Schwindel auSzu- drücken. DaS Regiment stehe selbstverständlich geschlossen zur Rci-chSloitung und loolle mit Spartakus nichts zu tun haben. Einbsrufung eines internationaieK So�alistenksnAire�es. Nach der Schweiz. N m st e r d a m, 9. Dezember. Wie das„AlleeMcen Han- dcleblad" aus Brügge meldet, erklart? H» y s m a n s, daß die VollzugSlcitung des Internationalen J o g i a l i st l» scheu Bureaus, in der sich auch Minister B a n d e r- Velde befindet, beschlosien bat, Ende Januar oder Anfang lvebruar, zu einem Zeitpunkte, wo die Verhandlungen des Friedenskongresses zwar begonnen haben, aber noch nicht bc- endet sind, einen Sozialistischen Kongreß nach ist e n f oder Lausanne einzuberufen. An die Hauptfach- lichsten Parteien im AnSlande sind Anfragen ergangen, ob sie zur Teilnahme an diesem Kongreß bereit sind, sobald hier- über Sicherheit besteht, sollen Ende Dezember die näheren Einzelheiten crwoacn werden. Es handelt sich eigentlich um zwei verschiedene Kongresse, die gleichzeitig stattfinden sotten, nämlich einen der G e w e r k s ch a f t e u und den der p o l i t i- schen Parteien. Dies geschieht, weil in gewissen Lau- dern gegen«neu politischen Arbciterkongrcß Opposition ent» stehen könnte. Die Vorbereitung ist dem Herrn van Kol über- tragen._ Aus ösr WaffenstMstanAskommMon. Die Universität Strasburg aufgehoben. Gäste iu�ZvPBtsrdlemd. Die Universität S t r a ß b u r g ist von de» Frau- zosen gesperrt worden. Sämtliche P r o f e s s o r en wnr- den ohne Pension und ohne Gehalt entlassen. Ein englischer Truppentransportdampscr passierte Swinemünde auf dem Wege nach S t e t t i n. Es handelt sich wahrscheinlich um die Abholung der englischen Krtegsgc- faugenen. In Danzig sind zwei Torpedoboote angekommen. Die c n a l i s ch e W a f s e n st i l l st a n d s k o m m i s s i o n ist gestern Montag in Hamburg erwartet worden. Im Hotel Atlantic in Hamburg ist eiue Flucht von Zimmeru für diese Kommission bereitgestellt.___ HftpuSTm---TAAiviM�nvi�» im n wur.'rjMWi'WiL—«if wi""wi mmt■WiMUWvw Die Mufesn als / fm öas Volk. Die AiuSführungen des„Vorwärts", die kürzlich unter der Naberschrist»Die Museen ausl" erschienen, wird jeder begrüßen, dem es darum zu tun ist. daß das Volk größeren Anteil au den gcästigen» Genüssen erhält, die durch die Museen geboten werden können. Es wäre zu wünschen, daß der froi« Eintritt sich auf alle Llag« erstreckte! die Museen müßten überhaupt reichlicher geöffnet werden. I-m Sommer un-d Winter sollten sie wie in einigen aus- ländischen Galerien bis Dunkelwerden, vor allem an Sonn- und Feiertagen, an denen der Arbeiter freie Zeit hat, offenstehen. Ist es wegen Mangel an Personal wirklich nötig, ein paar Stunden am Tag zu schließen, so wäre eS besser, die Mittagszeit zu wählen, statt wie jetzt endgültig schon am frühen Nachmittag zu sckilicßen. Die Museen an Feiertagen nickst und an Sonn lagen nur beschränkt öffnen, heißt die wichtigsten Gelegenbeiten, die während des Fahre? zur Bildung des Volkes imtch die Museen geboten werden, unbe- nützt vorübergehen lassen. Di« Statistik amerikanischer Museen lehrt, daß an diesen Tcrgeu mehr Menschen in die Museen strömen als an allen ülbrig-en Tagen des JahreS zusammen. Man braucht sich nicht zu scheuen, von den Amerikanern, die ja auf dem Gebiet der Propaganda und Volkserziehung Wichtiges geleistet haben, manche Anregungen für die Museumsleitung zu übernehmen. In New Dorf Hai die Oesfnung der städtischen Museen an einem Abend der Woche großen Beifall gesunden. Wenn eS bei uns auch im Augenblick auf Schwierigkeiten stoßen mag, die Haupträume der Museen mit«in paar g-.schick! angcbrachien Vogen- lampcm zu verseben, so sollte doch versucht werden, sobald wie möglich eine solche Einrichtung zu treffen, damit für Arbeiter der Be- such au einigen Abenden der Woche, besonders Sonnabends und Sonntag», ermöglicht wird. Im New Aorker Metropolitan Museum ist auch ein guter An- fang mit der Anstellung eines Kenners, der für Führungen von Schulen jederzeit zur Verfügung steht, gemacht. Dieser Ge- danke verdient verfolgt zu werden. In den Museen müßten mehrere, wissenschaftlich gebildete Führer, die gewandte Redner stnb, angestellt sein und ständig zur Verfügung stellen. Mit den Museen sollte auch stets«in Vortragssaal der- bunden sein, in dem abends Vorträge über Kunst mit Lichtbildern gehalten werden. Und schließlich müßte die Propaganda bei Neu- «rwerbungen, bei wichtigen Funden, bei wichtigen Umgestaltungen der Museen in ganz anderer Weise, über die Fachzeitschriften hin- au», betrieben werden, als eS bisher der Fall war. damit das Interesse des Puiblikums an der Tätigkeit der Museen dauernd UwchgefwHen wird. DaS Entscheidende ist damit jedoch noch nicht getan. Feder Museumsleiter weiß, daß das Publikum selbst bei geschickter Pro- pagauda nicht in größeren Massen in eine öffentliche Sammlung. die ihr Aussehen im wesentlichen nickst verändert, zu ziehen ist. Und gerade die größten Museen, die doch die besten Meisterwerke enthalten, werden vaHätouSmäßig am weuiosteu besucht. Was ist Verlin, 9. Dezember. Don zustandizer Seite wird mitgeteilt: Die Euieute hat die von der Mari nekom. Mission erbetene Exleichte- rung des AoffenstillstandSpertrageS abgelehnt und damit auch die Möglichkeit einer regelmäßigen Verbindung mit den Nordseeinseln in Frage gestellt, infolgedessen ist der Nachschub der Verpflegung auch aus Marinebeständen für ine Bevölkerung der Inseln nicht sichergestellt, selbst wenn die Ucbcrführung der Bevölkerung der Inseln von der Entente gestattet werden sollte. EKtSKtepoiiZT! fu? 3zdml Noch et« Ultimatum in Sicht. Kol n, 3. Dezember. Die„Köln. ValkSzftz." erfahrt ans Politlschen Kreisen: Biättcrmcldungen zufolge beabsichtigt der Vierverband Truppen zur Verrichtung des Polizcidicnstes nach Berlin zu schicken. In dem Falle ist mit der Möglichkeit des Einmarsches von Verbands- truppcn in Berlin zu rechnen. Wir das Blatt weiter erführt, wird befürchtet, daß der Vi erb erb and ein Ultimatum stellen loird, damit ans einer gesetzmäßigen Grundlage Ruhe und Orduung wiederhergestellt werden. Andernfalls sollen die Amerikaner Berlin mit drei Armeekorps zu besetzen. Es liegt Grund zu der Annahme vor,' daß dieses Ultimatum des Bterverbandes sehr kurzfristig sein wird, so daß die erst noch zu wühlende Nntlonalversammlung nicht ab- gewartet werden kann. Genf, 9. Dezember. Das„Echo de Paris" schreibt: Nach der Versicherung PichonS im Kammeransschuß sei F o ch z u m E i n m n r s ch i n D e u t s ch l a n d b e r e i t. Tic Frist der deutschen Vvlschcwiki zähle nur noch einige Wochen. Die»Großmacht polen. Imperialistische Wahnansbrüche. Lausanne, 9. Dezember. Da? litauische FnformationSbureau meldet: Aus autoritativeer Quelle hören wir, daß polnische Legio- näre in das Gonvernement Grodno eingebrochen sind. Sie ver- Ursachen durch ihre Plünderungen enormen Schaven und haben sogar ohne Erfolg dersuckst. Bialpstock zu besetzen Dos Gouvern«- ment Grodno gehört unzweifelhaft zum Staat Litauen. Das Vor- gehen gegen Vkrlystock beweist erneut' den polnischen Imperialismus. Ententetrüppen gegen öen SolftheWismus. Oder flogen Polen? Kiew, 6. Dezember.„Mir" schreibt: Gestern, Mittwoch, langten in Qd e s s o die ersten Laudunzstruppen der Entente an, die sofort nach Kiew weitergesandt warben. Es ist nicht ausgeschlossen, daß bei der starken Mißstlm- mung, die die Ententeregierungen wegen des erbitterten blutigen Kampfes der Polen gegen die Juden und Ukrainer und wegen deren fesscllosen imperialistischen Annektionsdraug nach allen Nachbargebicten, beherrscht, diese Truppen auch als Wall gegen Polen bestimmt sind. Der Umstand, daß diese Truppen nach Kiew weitergegangen sind, spricht sehr dafür. OegeK?evslutwN i?! Ungarn? Budapest, 9. Dezember.(Hollandsch NienwSbureau.) Die sozialdemokratische„Nepszavo" kündigt die Anzeichen e inerern st enGegenrcvolutionin Ungarn an. Tie sozialdemokratische Arbesterschaft sei aber darauf gefaßt inrd habe Mittel in der Hand, um jede gcgenrevotutionäre Bev)?ai,n� mifs schärfst? zu bekämpfen. DeutstbLsterreich unö Kz'e Tstbechen. Wien, 9. Dezember.(Eigener Drahtbericht des.Vorwärts".) Der StaalSrat teilt mit, daß die Nachrichten über Verschlcch- ternng der Beziehungen zwischen Deutschöster- reich und der tschechoslowakischen Republik auS der Luft gegriffen sind. Die Verhanblnngen zioischen beiden Staaten haben sich im Gegenteil in letzter Feit leichter gestaltet; auch der Weg zur Klärung der schwierigen Frage der Sachdemo- bilisierung, welche Frage zuerst zum Konflikt geführt hat. ist ge- ebnet. die Ursache? Einmal finde! sich der Laie i-n den endlosen, nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten angeordneten Räumen nur schwer zurecht. Zum andeven— und das ist vielleicht wichtiger— eine Fahr und Tag geöffnete Sammlung reizt die Neugierde nicht wie eine vorübergehende Ausstellung. ES gibt also nur einen Weg, um das Volk in größeren Massen anzulocken: die w e ch s e l n d e A u S- st e l l u n g muß an die Stelle der wissenschaftlichen Dauerausstellung treten oder dach mit ihr als lebendes Element verbunden werden. Das kann so geschehen: in einem Hauptteil der Museen wird eine alle 2— 3 Monate wechselnde Ausstellung von Werken hervor- ragender alter Meister eingerichtet, die eine bestimmte kunstgschicht- tichc Periode in Gesamtbildern veranschaulicht. Das beste Mltenal an Gemälden, Skulpturen und kunstgewerblichen Gegenständen, daS dieser Periode angehört, wird dazu aus dem Kaifer-Friedrich» Museum, dem Kunstgewerbemuseum, den Schlössern und vielleicht auch aus einigen Privatsammluugen zusammengebracht: Wunder- volle ASstellungen ließen sich da in engem Rahmen ausbauen, wenn etwa die deutsche Kunst des Mittelalters, die holländische des 17., die französische des 18. Jahrhunderts oder die Kunst der Florentiner Frührenaissanee, der venezianischen Spätrenaissance oder der Blüte- zeit ftühäghpti scher oder persischer Kunst— um nur einige Bei- spiele zu nennen— dargestellt werden soll! Eine ganz andere Quelle des Genussos und der Belehrung würde für Laien und Kenner anS diesen Ausstellungen strömen. Gelegentlich könnte auch eine Ausstellung eines einzelnen großen Meisters, wie Dürers. RemlbraudtS, Tizians, veranstaltet werden, bann aber im Zusammenhang mit dem zeichnerischen Werk der Künstler, mit ein- zelnen Schul erarbeiten und kunstgewerbl i chen Objekten, durch welche die Umgebung des Meisters und die Kultur seiner Zeit an- gedeutet wird. Bon solchen Ausstellungen ließen sich im Jahre etwa sechs von Werken der nachchristlichen Kunst bis 1899, etwa drei von solchen der iwrckmistlichen Kunst veranstalten. Sie müßten reizvoll wie die besten modernen Kunstausstellungen angeordnet und wie diese durch Anschläge und Zeitungsartikel bekanntgemackit werden. Für gut illustrierte Führer und Führungen und— nicht das Unwichtigste— für gute Sitzgelegenheiten mutz Sorge getragen werden Man sage nicht, eS fehle für solche AnSstellungen an Raum. Es gibt kein größeres Museum, in dem nicht unbeschadet sine Reihe Säle durch Ausscbevdung eines Teiles weniger wichtigen, nur den Gelehrten interessierenden MateriÄS freigemacht werden könnte. Sollten� sich hier gleichwohl zu große Widerstände«-rackben, so wäre zu erwägen, ob für die wechselnden Ausstellungen nicht ein gut ge- logeneS staatliches Gebäude gesunden werden könnte. De? Ausstellung alter, traust in einem solchen Sondergebäude — etwa in der Nähe des Schlosses— müßte eine gleichfalls ständig wechselnde OualitätSau.Sstellnng moderner Kunst, etwa in der Akademie der Künste, am Pariser. Platz, entsprechen. Die Bildung eine? wahren Kunstgenusses ist nicht möglich durch MassenauS- stellungen, in denen immer daS Mittelmäßige überwiegen wird»nd das Ana« nack; Besichtigung weniger Säle übermüdet ist. DaS Beste ist gerabe gut genug, um dem unverbildeten Auge zur Gewöhnung §r!eAsnsksKfe--snI m 15. Jammr. Genf, L. Dezember.(TU) Am 15. Januar beginnen die Konferenzen über den Präliminarfrieden mit Zulassung deutscher Unterhändler. In Verbandskreisen glaubt man, daß das Ende deS Friedenskongresses Anfang Mai zu erwarte» fei. Unsere§!stte Wirö aufgeteilt! Amsterdam, 9. Dezember. Im.Daily Telegraph" wendet sich ArSidald Hurd gegen die Meinung, daß die auSgelieferien deutschen Sch'sss nach Unterzeichnung des Friedensverlr.iges an Demschiand zurückgegeben werden sollen. Es sei eine ausgemachte Sache, schreib: er, daß diese Schisse nie wieder die deutsche Flagge führen. Hurd schlägt vor, die ausgelieferte deutsche Flotte an die Alliierten nach dem Maße der von diesen erlittenen Verluste zu verteilen. Auslieferung öe? ehsmAligen tiirkißheu Minister vedangt. Im Auftrage ihrer Regierung ha-t die türkische Bot- s ch a f t i n Berlin bei der deutschen Regierung die Auslieferung des früheren Großwesirs Talaat Pascha, des ftüheren Krieg öm in isterS Enver Pascha sowie einer Anzahl anderer Mitglieder der früheren Regierung be» antragt, die nach Deutschlaich geflüchtet seien. Nach hier vor-, liegenden sichere» Nachrichten hat Enver Pascha zwar Ksnjmn- tinopel verlassen, ist aber nicht nach Deutschland gekommen. Eine Auolicscrung Talaat Paschas kommt nicht in Frage, da er als polltlschor F-lichtling zu brtracht"« ist. Bei den Übrigen Personen hart de st es sich nach den bisher vorliegenden Angaben nicht nur um politische, sondern auch um gewöhnliche Straftaten. Wegen der politischen Straftaten würde eine Auslieferung auch bei ihnen selbstverständlich ausgeschlossen sein, wegen der gewöhnlichen Straftaten würde dagegen ihre Auslieferung zu erfolgen haben, sofern nachgewiesen wird, daß die im deirtsch-türiischen Auslieferungsverträge vorgesehenen Bedingungen erfüllt find. Tis türk-sche Regierung hat die Beibringung der erforderlichen gcricht- iiche.n Urkunden in Aussicht gestellt und hat beantragt, den Aus- enthalt der Beschuldigten errnfeeln und sie vorläufig festnehmen zu lassen. Gegen öie versthärfte �ushungernng. Ein Protest der deutschen Neflierung. Berlin, 9. Dezember. Amtlich. Di« deutsche Regierung hat den Kegnerischen Regierungen auf diplomatischem Wege folgende Note übersandt: Marschall F o ch hat am 5. Dezember der WaffenstillstandS- kommission eine Entscheidung zugehen lassen, wonach der Lebens- mittelverkrhr und der gesamte Verkehr der geräumten linkSrheini- schen Gebiete mit der nrutralen Zone und dadurch mit den übrigen Teilen Deutschlands unterbunden wird, da die Ausrechterhaltung der Blockade in dem Wassenstillstandsabkommen vorgesehen sei. Die deutsch: Regierung ist verpflichtet, gegen diese Anordnung den schärfsten Protest zu erheben, weil diese einseitige Ent- scheid ung mit dem klaren Wortlaut deS WaffenstillstandZabkorirmeuS in unlösbarem Widerspruch steht. Die angekündigte und teilweis: schon durchgeführte Maßnahme gibt der bisherigen Blockade eine Ausdehnung auf Spcrrmaßnahmc» zu Lande In der getroffenen Entscheidung liegt jedoch eine ganz erhebliche Verschärfung und Ausdehnung der Blockade, unter welcher die deutsche Kinder- und Frauenwelt der rechtsrheinischen Gebiete besonders hart leidet; diese ist aus die Zufuhr von Milch und anderen unentbehrlichen rasch verderblichen Lebensmitteln aus den geräumten Gebieten um so mein angewiesen, als das deutsche Volk eine Versorgung von Lebensmitteln durch die Alliierten, wie sie in den erwähnten Blockadebrstimmun- gen deS Waffenstillstandes in Aussicht gestellt worden ist, überhaupt noch nicht erhalten hat. Die deutsche Regierung schlägt daher vor, diese Frage bei den bevorstehenden Verhandlungen über die Verlängerung des Waffen- stillstaudeS dahin zu regeln, daß unbeschadet des Aufsichtsrechts der Alliierten vollkommene Berkehrsfrszh-it zwischen den geräum- ten Gebieten und den übrigen Teilen Deutschlands gewährleistet ist. vorgeführt zu werden. N ir vor den höchsten Werken der Kunst—> wenn sie in einer gewissen Isolierung genossen werden können— stellt sich daS von allen Fesseln des Daseins befreiende Gefühl ein, das zu wecken daS Ziel der Erste nun� zur.Kunst sein muß, wenn anders die Kunst wirklich Erretterin von Alltagssorgen werden soll. — Deshalb müßte auch die Ausstellung der Werke älterer Kunst eine Qua i; tat ian ss teil arg von höherem Niveau, als es je in den Muisecn, als Ganzes genommen, geboten«erden kann, sein. __ SB. R. SSalen tiner. Müvcheaer TheaLer. Nach dem nur halb geglückten Vorgang in Dresden brachte auch die eifrige und treue P f i tz n e r- Stadt München des Meisters zu einer zwciaktigcn Spieloper umgearbeitetes Weihnachtsmärchen „E h r i st e l f l e i n" im Nationaltheater mit lebhaftem Erfolg zur Darstellung. Damit sind nun alle vier Bühnenwerke PfitzncrS im Spielvlan Heß Msinchener National t lnaters. Kein Zweifel, daß .Christelflein" ein schwacher Pfitzner auch in de? neuen Bearbeitung bleibt, de§ berühmten.Einsalls" entbehrt und als Gelegenheils- arbeit wohl auch nichts von.Ewigkeitswerten" haben kann. Der Komponist trifft bei weitem den Märchenton nicht so sicher w-e sein Vorgänger Humpeidinck. Er pendelt zwischen Romantik und reo- listischer Tonsprache einher und verläßt streckenweise, wie!m Vorspiel zum zweiten Akt, den Stil der einfachen Spielovcr, um mit der Gebärde deS großen Musikstromes zu erschüttern, was bei den schlichten Borgängen des Märchenspiels Ilse Stachs gar nicht am Platze ist. So poetisch und tief empfunden die Musik im Winter- walde, bei der Erschoin-ung der Elfe und des Christkindes ist, so trocken und geguält im zweiten Akt mit seiner Hannele-Stimmung. Hier flaut.das Interesse des HörerS von Szene zu Szene ab. Pfitzner sollte das Stück retten, indem cr nur den geschlossenen Slkt allein spielen läßt.____ m. Notizea. — Carl Hauptmanns„Krieg" wird für die Ordner- schaft der Neuen Freien Volksbühne von ElSbeth Bruck heute, Dienstag, im MusikervercinshauS vorgetragen. Wegen dieses Tedeums wurde die Vortragende von der alten Regien: ng längere Zeit in Schutzhaft genommen. Billets i 60 Pf. sind bei allen Oed» nern, in der Geschäftsstelle und an der Abendkasse zu haben. — Vorträge. Herwarth Jffiabden spricht am Mittwoch 7% Uhr, in der Kunstaus stell ung Sturm, Potsdamer Straße 134a, über expressionistisch« Malerei.— Für die„Frohe n Abende" des Berliner GoeihebundeS wurde eine Reihe von neuen Vorverfauitstellen eröfftret. ES sind im wesentlichen dieselben ivie die der Freien Volksbühnen.— Friedrich M o e st liest am Mittwoch, den 11. Dezember, abends 754 Uhr. im Seal der Reicherschen Hochschule. Fasanen- straße 38, Novellen des Dänen Otto Rung.— Im Beochovensaal liest Irene Triesch am 14. Dezember omS der Bibel, aus Homers Iii eis, Goethes Westösbl. Diwan und von Höltzerlm selten gehörte Dchtungen, tlr.ZZH ♦ ZZ.�ahrgaag Seilaae öes vorwärts Dienstag, 10. Dezember 1 HA GroßSerlln Die Vorgänge im Hotel Bristol, über di« auch wir im gestrigen Abendblatt berichteten, scheinen in Wirklichkeit jeglicher Bedeutung zu entbehren. Von der Dtrek- tion des Hotels Bristol wird uns dazu folgendes mitge- teilt: Tatsach« ist, daß nn Hotel Bristol, wie es verschiedentlich in asten größeren Hotels vorkommt, Mannschaften erschienen, um nach politisch verdächtigen Personen zu fahnden; daß sie ferner einen Gast des Hotels, Dr. Sack, auf Zimmer 21t mit ca. 5 bis � Freunden in Haft nahmen, bereits Sonntag nachmittag aber wieder aus derselben entlassen muhten. Unrichtig ist, daß in einem Nebenzimmer oder sonst im Hotel ZA) Gewehre gefunden worden seien. lieber die Person deZ D r. Sack wird uns mitgeteilt, daß dieser Herr der Studentenschaft als Reaktions- f ü h r« r s e h r b e k a n n t ist. Er hat sich durch seinen.Korps"- geist— � er ist Vertrauensmann und Vertreter aller KorpSstuden- ten— in den Studentenversammlunqcn durch lärmende Zwischen- rufe, schneidige Ansprachen im„völkischen" Sinne und geschmack- wses Auftreten gegen den se:t der Revolution bei der überwiegen- den Mehrheit der Studentenschaft sich äußernden freiheitlichen Zug wiederholt recht übel bemerkbar gemacht. Vorläufig keine Gassperrstqnden. Bezüglich der Gassperiftunden kann mitgeteilt werden, daß diese in das gesamt« öffentlich« Heben tief einschneidende Maß- nabme nach nochmaligen dringenden Vorstellungen deS Kohlen ver- bände s Groß-Berlin leim Neichskohlenkommissar zunächst zu- rückgestellt werden soll. Die moßgebcndon Stellen sind sich aber vollkommen darüber Jlar, daß der Kohlen verbrauch bei den Gaswerken aus das äußerste eingeschränkt werden muß. Es'muß alio jeder einzelne die aus zwingen-den Gründen des All- gemcinMohls_ angeordneten EinschränkungSmaßnahmen g e- w i 1 1 e n b a f t b e a ch t e n und es ist Sache der Bevölkerung, nun zu zergen, ob sie ohne die Anapdnung weiterer Zwangsmaßnahmen von ftch aus die erforderliche Einschränkung des Gasverbrauchs durchpührt._ fkcinc Ausschaltung des Micteinigungsamtcs. Der Vollzugsausschuß des Neuköllner Arbeiter, und �oloatenrats bat burch BkHanntmachuny vom 5. Dezember angeordnet, daß jede M ietsieigeramg und Kündigung von" Woh- minyen venboten ist. Nach der Mieterschußverordnung vom 26. September 1918 hat lediglich das Mieteinigungsamt Aber Kün» drgnngen und Steigerungen von Wohnungen gu entscheiden. Da naai den wiederhosien Belann iniacku ngen der Reschsvcgierung die bisherigen Gesetze weiter bestehen und t-k ort- llchen Arbeiter, und Soldotenrät« zum Erlaß gesetzlicher Bestimmungen oder zum Eingriff in bestehende Gesetze nicht berechtigt sind, ist diese Be- kanntmachilng des Nenkölluer Arbeiter- und Soldatenrais un- gültig. Nach wie vor hat über Mietsteigerungen und Kündi- gungin: lediglich das MieteiniMagsamt zu entscheiden. Herstellung von Karbidspiritus. Zu den von uns in Nr. 827 wiedergegedenen Ausführungen aus der Zeirung des„Vereins deutscher Ingenieure" ü>l>er die Alkoholerzeugring schreibt un.S der Staatssekretär des Kriegsernährungsamts: Der Vorschlag. Spiritus ams Kalzinmkarbid zu erzeugen und sodann Kartoffeln für die menschlick?« Nahrung freizumackren, ist pvaktb'ch nickt von Bedeutung, weil Werke mit den erforderlichen Fabrikanlagen zur Herstellung von Karbid spiritus in Deutschland nicht vorhanden sind und auch vorläufig nicht fertig- gestellt wenden können._ Doch hat das Reichsernährungsamt die Absicht, sobald es uns möglich ist, diese Fabrikation in Deutschland einzuführen. Berliucr Lebensmittel. Dä« Vollmischkarten für Jaimvr lölst werden in den ■»irr Fettstclle Ctroß- Berlin gehörenden Gemeinden in den nächsten T.ugen ausgegeben, und-war nn Berlin für die Kinder im l. und 2. Lebensjahre am 11. und 12.. für die Kinder im 3. und 4. Lebens- fahre am tS. und 14., für dt? Kinder im 5. und 6. Lebensjahre am 16. und IT. Dezemiier. Di« Inhaber der Vollmilchkarten haben die Jannarkarten vis zum LI. einschließlich dem Kleinhändler vor- zulegen. Es dürfen sich Inhaber von A- und R-Kinder?arten und von Krankenkartcri über dt Liter, welch« mit A gekennzeichnet sind, nur in den durch ein Plakat gekennzeichneten A- und ss-Milch- gcfchäften, Inhaber der übrigen Vollmilchkarten und Vollmilch- bezugschetne nur in den durch Aushang kenntlich gemachten L-Mi!chgesckäs!cn zum Bezug von Vollmilch anmelden. Die Stadt genährt den Kindern, welche A II-Mi Ichkarte haben, je ein« Pfuwddosc Malzextrakt, und zwar auf Grund von Bezugscheinen, die von den Brvtkommisiionen mit obenerwähn- ten Milchkarten zusammen ausgegeben werden. Ameldung der Bezugscheine hat in den Kinder- und Krankenlkostverkaufsstellen bis zum 15. zu erfolgen. Ausgabe des Malzextraktes erfolgt dann vom 22. bis 31. in denselben Geschäften, in denen bic_ Anmeldeabschnitts abgegeben worden sind. Preis einer Pfuridöose 2,26 M. Vom 11. ab werden die A I-Milchkarten voll beliefert. Im übrigen verbleibt es bei der bisherigen Milchkarterfbelieserung. Die Stadt gibt 2 Pfund A e pf e l auf Abschnitt 24 der Lebens- mittelkarte der Stadt Berlin für Jugendliche ab. Eine nochmalige allgemeine Berte ilung an die GesamtbevAkerung läßt sich nicht durchführen. Die VoranmeSdung für den Bezug der 2 Pfund findet in den durch Aushang eines Plakates kenntlich gemachten Geschäften am 16. und 11. statt. Betriebsstörung bei den BorortS-ElektrizitStswerken. Infolge einer Betriebsstörung bei den VorortS-ElektrizitätSwerken waren verschiedene Teile Groß-BerlinS m der gestrigen Nacht in Finsternis gehüllt. Die zum großen Teil� mit elektrischem Licht versehenen Wohnungen blieben dunkel, ebenso die Straßenzüge, die auf Bogen- lampzn eingerichtet sind. Versuche, sich bei der in Steglitz gelegenen Zentrale der Werke über die Ursache dieser peinlichen Erscheinung telepbonisch zu erkundigen, blieben erfolglos, da auch in der Fern- sprechleitung eine Störung eingetreten war. Nach etwa einstün- diger Pause— die Störung hatte um 9 Uhr abends eingesetzt— begann ein Toil der Lichter wieder trübe zu brennen. ES handelte sich um einen Maschs nendesekt. Die weißen Binden der SichrrheitSmannschaft vom Polizeipräsidium Berlin haben nach wie vor ibre Gültigkeit, bis Wider- ruf erfolgt. All« anders lautenden Mitteilungen von der Kommandantur sind nach Vereinbarung mit derselben aufgehoben. Zum Besten der Soldaten rathUfe der Kommandantur und heim- kehrender Krieger des Regiments Franz findet am 11. Dezember, abends 7 Uhr, im Marmorsaal deS Zoologischen GartenS ein Wohltätigkeitstest statt, bei dem der Komponist Jean Gilbert, Herta Stolzenberg, Lucy Kieselhausen und Otto Rentier mitwirken. Tanz schließt sich an. Arbeiter-Samaritcrkolonne Groß-Berlin. Heute vormittag, 8)4 Uhr, treffen sich die Samaritevgen offen, welche frei sind, zur ' Besetzung der Wachem Brandenburger Tor und Nene Wache swah- read des Einzugs der Truppen) Melchiorstr. 15. zur Vertei- lung. Arbeiter-Samariter-Bund(Kolonne Groß-Berlin). Sama- ritergeuossen. erscheint vollzählig am Dienstag, dem 16. Dezember. abends 7)4 Uhr, im Vereinslokal Melchiorstraßc 15, zur Füllung und Ausgabe der Taschen. Alle Taschen und Armbinden müssen in sauberem Zustande sein. Der nächst« Lehrabend findet am 16. Dezember im obigen Lokal statt. Gustav Dietrich, Vorsitzender. Arbeiter-Wnsscrsportverband Kreis l. Dienstag, abends 7 Uhr, Damenübungsstunde im Stadlbad Neukölln. Uebung Wasserball- spiel, Sitzung 8 Uhr bei Franke; Neuwahl der technischen Kom- Mission. Eine am 9. November verlorene Handschrift. UnS wird von der Akademie der Wnsenschafien mitgeteilt: Bei der mit vielen Beschädigungen verbundenen Beschießung und Durchsuchung deS Gebäudes der Akademie der Wissenschaften am 16, No- vember sind aus dem Amtszimmer des Professors von Waldeyer- Hartz eine zur Drucklegung bestimmte H a n d s ch r i f t m i t etwa 4 6 dazugehörigen Zeichnungen und weitere 12— 15 Abbildungen, die zu einer anderen Veröffentlichung gehörten, forlgenommen worden. Die Handschrift ist die Arbeit eines holländischen Autors Doktor Woerdeman und betrifft den Bau und die Entwicklung des Repiliengebisses. Sie befand sich auf dem Schreib- | tisch deS genannten Arbeitszimmers und füllte 77 Folioseiten ' weißen Papiers. Die in Verlust gecaleaen anderen AddükrsM.i sind 12— 15 künstlerisch schön ausgeführie Figuren vom Schädel und Gehirn zweier Mikrozephalen und gehören zu einer Arbeit des Professors von Waldeyer-Hartz, die in den Abhandlungen der Aka- demi« demnächst veröffentlicht werden sollte. Sie lagen in der Schublade deS Schreibtisches nebst vielen handschriftlichen Notizen zu dieser Arbeit. Alle diese Papiere waren durchernandergewühlr; ob sie noch sämtlich vorhanden sind, konnte bisher nicht festgestellt werden. Die Abbildungen aber fehlen. Der Verlust der genannten Gegenstände wäre ein sehr schwerer und beklagenswerter. Sollten sie noch irgendwo vorhanden sein, so wird dringend gebeten, sie an den Pförtner deS Akademiegebäudes abzugeben oder einzusenden. ; Auch etwa noch vorhandene Teilstücke hätten ihren Wert. Gegebenen- falls wird eine entsprechende Belohnung zugesichert. Britz. Die Gemeindcvertretersitzung am Freitag tagte ge- meminsam mit dem A.» und S.-Rat. Man beschloß die Einrichtung einer Erwerbslosenunicrstützung, erledigte die Borarbeiten für die am Diensiag beginnende Massenspeisung, bewilligte die Mittel für einen vom A.- und S.-Rat vorgeschlagenen Sicherheitsdienst(Bür- gerwehr), die einmalige Teuerungszulage für die Arbeiter und Beamten der NmtS- und Gemeindeverwaltung sowie die Errichtung einer Gemeindefeuerwehr. Nach einer auf Wunsch deS A.» und S.» Rate? eingetretenen Pause erklärte G ö r n e r namens des A.» und S.-Rates,„mit Einverständnis des A.- und S.-Rates werden in Zukunft Gemeindevertretersitzungen nicht stattfinden". Die Er- klärung sowie die Begründang derselben führte zu einer längeren Debatte, in welcher der Gemeindevertreter Schröder(II. S.) ans- führte,„er müsse die Begründung, soweit sie sage, es sei äugen» scheinlich, daß die Gemeindevertretersitzung keinen Einfluß auf die Geschicke der Gemeinde ausübe, als für die Gemeindeverordneten beleidigend zurückweifen". Die am Schluß der Sitzung nochmals aufgenommene Debatte führte zu einem Beschluß der Gemeinde- verordnctensitzung, bei den zuständigen Stellen Beschwerde zu er- heben. Eine Anfrage, ob auch die Tätigkeit der Kommissionen mit der Erklärung Görners getroffen werden sollen, beantwortete dieser dahin, daß diese weiter tagen sollten. Wenn aber hierzu keine Neigung bestände, würden sie tun der Arbeiterschaft allein besetzt werden. Der Bürgermeister ersuchte die Kommissionen zur Weiterarbeit, da er bald eine Klärung erhoffe und im übrigen nur erklären könne daß alle Organe der Gemeinde im Sinne und im Austrage der neuen Regierungsgewalten ihre Tätigkeit ausüben. Grofi-Berlincr Lebensmittel. Lichtenberg. Ohne Voranmeldung Abschnitt 74 200 Gramm Murine- lade, Abschnitt 79 250 Gramm Marmelade(1 M, pro Pfund), Diese Ab- schnitte verlieren ibre Gültigkeit am 14. Dezember, Auf de» gelben Be- zuasabschnitt 77, welcher bis Weihnachten Gültigkeit behält, je 1 Pfund Weihnachtsäpsel, Aus Abschnitt 303 E, J.,G, K und S je 1 Päckchen Süßstoff ab 10, 12, Gegen Voranmeldung tus Tlbschnitt 307 E, I, G, K und S 1 Päckchen Vanilin-Sobeupulvcr<35 Pf, nicht wie aus den Päckchen verzeichnet, 45 Pf) Ferner auf Abschnitt 299 E, I,&, 5t: Frische Fluß- und Seefische, Abschnitt 2S3 E. I. G, 5t: Psuud Räucherwaren. RowaweS. Je ein Pfund Knochen(Lebensmittelkarte 32 001— 23 KOO) heute 8— 10 vormittags Goctheitr. 41.— Freitag von 8—12 und 3— 7 in den Verkaufsstellen der Gemeinde aus Ausweis Verkauf von Heringen,— 2,50 Gramm Kunsthonig(80 der Lebensmittelkarte), Abgabe des Ab- schnitts am 9 iind 10. bei den Kleinhändlern. Empfangnahme der War« vom 13. bis IS._ Grsß-Herlkner parteinachrichten. Zchlendorf. Heute abend 8 Uhr findet im Kagenhof eine Mit- gliederverfammkung'statt. Lichtenberg. Zahlvcrsammlnngen finden Mittwochs abends 3 Uhr, in folgenden Lokalen statt: Krüger, Crvssener Str. 19,. Ha mann. Crossener Str. 35, Kukowski, Psarrstr. 74. Tagesordnung: 1. Bericht von der Kreiskonfcrenz. 2. Die gegenwärtige polltische Lage. 3. Diskussion, Vereinsangelegenheiteu.— Neue Mi-tglieder werden im den Verfammtungem aufgenommen. Lichtenberg. Die letzte Mitgliederversammlung unserer �Par- teiorganisation in Kerns Festsäken nahm zunächst zwei Referate über die politische Umwälzung in Reich, Staat und Kommune ent- gegen. Die Versammlung war im wesentlichen mit den Darlegun- gen der Referenten einverstanden Zum dritten Punkt der Tages- ordnung betr. Stellungnahme zur Nationalversammlung betonte der Bezirlsleiter Gen Peterhansel, daß der Bezirk klar und un- ztveideuiig zum Ausdruck bringen müsse, wie er sich zur Ratio- nalversammlung stelle. Es gelangte eine Entschließung einstim- mig zur Annahme, in der betont wurde, daß die von der Regierung angesetzte Nationalversammlung zur Durchführung kommen müsse. Es sei unmöglich, große Teile unseres Volkskörvcrs in bezug ans ihre Staaisbürgcrrecküe dauernd gewaltsam niederzuhalten, weil die Entwicklung des Reick'? dadurch gehemmt werde und starte Er- bitterung die unausbleibliche Folge sei. Rofenthal-Nirderschönhausen-Wcst. Heule abend 7 Ahr findet im Lokal von Deutsckmann eine offen tl icke Versammlung stadt, in der Genosse C. W i n n« k über das Thema Demokratie und Sozialismus spricht. Genossen, sorgt für Massentesuchl ~ Ntirtiikenuvrs.$aSe«SenJ 7 Uhr finöci in'■ hv sälen, Provinzstr. 76/78, eine öfientliche VolkSversamMlung statt, in der Genosse Heilmvnn über die Fragen: Demokratie oder Diktatur, Sozialismus öder Bolschewismus sprechen wird. Alle Partei- genossen und Genossinnen sowie �ZorwärtS"leser sind besonders eingeladen. Mohlsdorf(Ostbalm). M itgckiedarveriamimlurig am Mittwoch, den 11., abends 8 Uhr, im Lokale von E. Anders, Bahntiofstraße. ! Gäste sind willkommen, neu« Mitglieder werden aufgenommen» � Karlshorst. Mittwoch, den 11., abends 7)4 Uhr, wichtig« Mit- , gkiederversvenmlung bei Poser, Döhnihofftr. 8. Alle.FZorwärts"» lefer sind freundlichst eingeladen. Nowawes. Donnerstag, den 12., abends 8 Uhr, Mitglieder- Versammlung im Eisewbahn.hotel, Eisenbahnstr. 11. Tagesord- nung: 1. Unsere nächsten Aufgaben. Referent: Genosse Osmer. 2. GeschäWiches. 3. Verschiedenes. Anhänger und Freunde der Sozialdemokratischen Partei sowie Leser des„Vorwärts" und der „Brandenburger Zeitung" sind hiermit eingeladen; auch werden neue Mitglieder ausgenoamnen. Boraussichtliches Wetter bis Mittwochnachmittag: Ziemlich mild und zeitweis« aufllärend, jedoch vorherrschend trübe, sehr nebelig, ohne erhebliche Niederschläge bei meist schwachen südwestlichen Winden leipziger sfra. sse Alex a nderplafz frankfurter Allee__ Glas Tafelae�chlrr„Hsriie" butii N" Sonntag, den t5>B s nd unsere ßäum von t Qllj ob geöffnet. Porzellan— Steingut Spciseteller S.vv Abendbrotteller..... 2.40 Kompotteller................ 1 70 Terrinen............. 34.50 45.00 DeckelnLpfe................ 22.30 Tunttenschiissek............. 1 8.00 Salz» und Yseffergefübe 2.05 MilchtSpfe......... Sag 6 Stück 2.73 Obfttcßcc.............. 2.1 0 2.0a Obstschalen, durchbrochen..... 5.00 5.03 Tassen................ 1.65 2.73 Glasvasen» geschliffen... 3.75 4.00 13.00 Likörstasche»............... 13.50 TrühstLcksserviee. �........ 7.75 Kafleeserolee.......... 14.30 20.00 Tafelserviee.... 100.00 373.00 300.00 Küchengarnitur 22teilig....... 55.00 Bowle» mit Gläsern...... 40.00 58.00 Römer................... 28.30 Le.pzlger SlraOe 2SleF«|i£iSeir Alrrncanirterplaiar DeutscK'bl3t>mlscti.es Falar J Rai in relct\er Aun-waKL Wirtschafts- Artikel BrotSlichse» 5.50 Brotschneidemaschinen......... 0.73 Wirtfchaftswagea......■ 15.50 10.75 Reibemaschine«..... 7.25 10.50 14.30 Gaspllitteu©arnifut 2 Plätten m. Erhitzer 22.30 Schirmständer........... 0.00 14.50 Eßbestecke......... Paar 5.25 5.75 Eßlöffel, versilbert......... 6.75 7.25 Tortenplatte» mit vem. Rand. 0.00 15.75 Körbe, vernickelt...... 4.50 5.75 7„30 Kakesdosen....... 8.75 Bntterdose»................ 0J30 Tablett» aus Holz......, 8.75 12.30 Handtuchhalter......... 3.75 4.30 Waschwanne« verzinkt..... 29.50 38,50 Sitzbadewannen........ 20.30 36.30 Würmflaschen.......... 6.75 7.50 Einkoch»Apparate........... 15.50 ?/sch?r,„Rosenmusier" Kaffeekanne».......... 0.30 l 2.00 Teekanne»............ 6.00 8.50 Zuckerdosen................ 4.00 Gießer............... 2.00 2.30 Brotkörbe................. 10.00 Butterdosen............... 7.30 Sassen................... 1,05 Kohlenkaste».......... 7.75 1 1.50 Kohlenschränke aus Holz.. 23.50 33.30 Putzfchränke........... 8.00 14.50 Schuhschrünke.......... 32.30 43,00 Küchenkomode»........ 12.00 13 00 Gaskocher......... 7.00 9.75 42.00 Direktion Max Reinhardt itcatMvhcs Tlicater. ? Uhr; Der leb. Leichasio. �Damcacrspiele. 7 Uhr: Michael Krämer. SO. Seiiiiuspinlliau». fasaneri'ür. 1, Port 4. Wj Uhr: Der Brana im Opcmhniii, Volksbühne Theater am BOiowplatz. Direktion Friedrich KavSler. 7Vj Uhr; Vftlhelui Toll. Lcssins-Theater. Direktion: Victor Darnowsky. 7Vi Uhr: Der Schüpier. Mittw, Dann.: Der SchBpfcr. JUctttBehe« Klinstler- Xlicater. Allebondlich 7Va Utir: Und. tSicäcci:.;! nagt Mittwoch 4 Uhr: Die Reise las EchiaraHenland. toter liiösisg�tzerslr. 7JC: Rosmersliolm« Ksmicäeshaus '/�S; Die tanzende Nymphe. ' EerHnsr Theater t/aS Uhr: Sterne, die wieder leuchten._ trianaa-TSieater. Biii.FriccJricnstr. Ztr. 4927�391 Täglich 7'/, Uhr; Der gute Eul von Hermann Sudermann. Ida Wüst, Bruno Kastner, Einnta Üebner, Hugo Flink, Gonla, Kchiinfcld, Tollen. Mittw. 3V»: Hänsel it.(irelel. Donnerst. 3Vi; Rotkäppchen. Freitag z>/,: Schneewittchen. Sonnah. 3'/« iiänscl u.Orctcl. Sonntag 3'/- Uc Rosmersholm. "lalhalJa-Theater. •p/j Uhr: iagast der Starke. Rose-Tlieater. Gastspiel des Friedr.-Wilh.- Theaters. 71/, Uhr; Ibas i> re 1 m it ilcrl h nnat "Casläo-Theater. Cothriiiß. GU.BT.Saflt'/.SUhc: N-ni Slcal eas breioftigt BoilostUck W Mlsm Mike. Vorher: erstkl. SpeztaNtäte«. Sonntag N/�t: Der Säugling. totei'§{ frleiichstadt Gde Friedrich- u. Cinicnftrahe. 71/, Uhr täglich: vre! toüs?AFö. Operette von gorlig. van Möllendorf, Cleron,(icorg. Sonnt.»: Uiinsei 11. Oretcl i. Z. Theater für Diensfa», den 10. Dezember. J P?Jasl-Theater 7./.U.: B6rikai!Qmi�aire Morg.&U' Der Struwc Ilster. Central-Tiieater Sil. Die Rase fGöStarM DoutsrUes Opcrnhansi 7 uhr: Bsr elserse EeSaut Friedr.-WIlhelmst.Tli. T'/a Uhr: Kaanerl« Das SreiiiiaiäerliieGS 2. Teil. Elefnes Theater u: Äfiaii!,[ta u, ß, Scillase 7>/- Uhr: Üuujiäche Oper LnstsploCItaan tjJr; Bis spaniselie Fliege. Ketropol-Theater ■uhr io: ßie Fasrölaosfee. kiies ßperetteniiaus Tt/jUhr; i>io,. uhr: Orai HaliEüiclits. Mittwoch, Sonr;ao., Sonntag 3'/. Uhr: Der Jlärcltenwaid. Ttfntional-Theater. CSpenicker Str. 68. Tägl. 71/, Prinzen liebe l-sUimes Theater l .mImm iptStZ, QUiovrstr. 6. Liltzow 2303. T1/. Uhr: Soldaten als Ehrengäste (wochentags) freien Eintritt Lnisea-Thaater. ,. Wenn man im Snttkeln köpt. S: Hai nrd Horltz. 8: Die Allsopäens. Anfang?>/- Uhr. Anita Berber Neue Tänze sowie der groBe Bjzefe-SsieMaii! Äpolio FriedrlChstr. 218 Dir.: James Klein. j 7". Sonnt. 3V.u. 74/, j Letzter Monat I Ole Weit Gilt unter! Senta Sänslanil Lnclc ßfaltnor usw. i'.onnt. 21/. Uhr jeder■ Erwachsene l Kind! freil I Unter d. Linden 14 S-Uhr- Tanz-Tee 7 Uhr abands tfet CroieFfoiraaiiD Reiohshallen-Theater. Allabendlich V'/i Uhr u d Sountag nachmittags 3 Uhr; Mtottiner Mftuorer Sonntag nachmittag 3 Uhr: Vorstellung z. ennäC Preisen. BLAUE LATERNE �e�re« tRudolf(Bkbeocfi MOZART J'AA.L Im ersten Stock Lehrenstr. 48 buhrllAnZ-RrRnTSKsu Gehenswerte Dekoration Mr Tnlppenempfang 2?. S 3. Schloßbrauerei Schöneberg HunplstraCe 122/123. ■■ TRgllchi i Ringkämpfe 4er UedentcnHutcn Btnncr der Welt« nKoffärsr,llBrffirstendaB)nil2~ Das gute Mttag-«. �hsAdssssn Schi Sunfal, helle» Vier, SefrSttle:' Konzert- Tanz-Kabsrett bis M/4. Dcatt»elie Aoisatelliing 296/4* „Sparsame Baustoffe" A"Äf- 1 Die Lösung der Wohnungsfrage, j Geöffnet 10— Va« Uhr. Eintritt 10 Uhr. Kataloc zerren Einsendunß von 2 Mark franko. MVL-VMVWWR Büsch Tägl. 7»/» Sonnt 3-/, u. 7'/, U. Das groSartigc Deiember-Proeramm u. a. Yunazettl-Truppe, Akrob. Max u. Moritz, 2 tust Künstler mit 8 Händen. Zum Schluß: Oberon Phantast Wasserpantomime. Sonnt, 3»/,: Hänse! und Grete!. ipoiio-lieiitspieis Charlottenburg Kalser-Frledrich-Str. 103. Vom 10. bis 12. Dezember Agnes Arnnu ued Ihre drei Prcler mit Henry Porten u. d. große Beiprogramm MWoclient. fcV„ Stg. 4 'Alexamler-Licliispleie* 12 Alexanderstr. 12 10. bis 12. Dezember: Entblättert mit Maria Widal u. d. gr.Beiprogramm \�,Anf. 6V. Sonnt. 4 Uhr�/ Dlda Ibsens Gcfchichle Ein rinole zum TdaeSjocSn einer Verlorenen Psychopfttholari- »chc Stuelie de« Sadisma« in fünf Akten v®n Slarj-arete Biihnio RcqIc i U.Os waUS Anlia Berber ■"Werner Krairaa-KonzVfeldf' A Auüerdsmi Ganz ohne Krause... FUmluzriplcl in i AKfen Regle: L. BKft Admlrals-Kino Lola Montez.| I Leopoldine Konstantin.« lMtimsfidlsg. wlwOmd�KÄr drallid» oixpi* Saibe«uftti Vlterta�diettt.Bol'niia�s fVteclrfchstrceeo H*i» n2M Maust M.1Z5 |?ttr(pofiftK unserer Tage! Vollendete Tatsachen 1914-1917 Ton THEODOR WOLFF Prds geb. M, i, geb. M. 5�0 a 20'(.TenenuigsewcMag RUDOLF MOSSE, BUCHVERLAG Berlin SW 68, Zimmers traso« 61 Berlin C Wallstr. IS ardin@n Spezlnlflrma; Cardlnanhau» Bornhard Schwartx iDaa WsSW tzinjzr~~ Repio Richa d Gsw�Sd Hauptroüc: crnaMorena, Konrac»etdt, Wain-r Krauts, lUinntlci SchknzM U.T Jtntffttttntbamm U.T Morrtzviatz ' M IA M Äy BÄÄ DieBettelgräfln Obs! Ö!swsai«iai Harry Lledtke Das sVIädel vom Ballai «C0'c EptisI Lubltsch P.T Kfüttdoffpi. U.T Fnetfrichslr. u.T AlexeadtrfL Die Waffen nieder i ; Stach dem Vornan von Berta v. Sullver __ U-T ä(eyanNftplo$ Qunnar Toinaes P.T yioUenbocimmi U T trieonctftr. Poia ÄSart" U.T �■ H.1 Hai rxhcw»� ©chötteberg Keimendes Leben PAUL CASSIRER VERLAG Sozialistisch« Schriften zur Revolution EDUARD BERNSTEIN Staatenbund oder Völkerbund Preis 1,50 Mark. Die Diagnose der Weltkrankhe't und das Rezept zu dauernder Gesundung. M1A»S Mantel aus Persianer- klaue, Qiocken- lona mU. QorUl 1350.- ManteliÄBOOO.- Krag Krai Alaskafuchs ICH volle Form echt Skunks CO frstklao�a« pelle iiiiSS» R, BL Oranienplatz Lcipzigcrstr. Vollmilch! Die Vollmllchkarien für Januar 1019 werden in den zur Fettstelle Srog-Berlin gehörenden Ec.'nctndcn in den nächsten Tagen ausgegeben. Es gelangen zur Äusgabe: »1 für bic. nach den: L Januar 1S18 qcdorcucn Rinder rate mit.AI" gekennzeichnete Mllchkarteii, b) für die in der Jett vain 1. Januar 1917 bis zum LI. Dezember 1917 geborenen Rinder lila mit»All" gekennzeichnete Milchkartcn, c) für die in der Reit vom l. Januar ISIS bis zum LI. Dezember 1910 geborenen Rinder grüne mit»VI" gekcnnzeichneie Milchiarten, >1) kür die in der gelt vom 1. Januar 1910 bis zum 31. Dezember 1915 geborenen Kinder ebenfalls grüne mit»Uli" gekennzeichneie Milchkarten, e) für die in der Jeit vom 1. Januar 1914 bis zum LI. Dezember 1914 geborenen R.nder brau»! mit„LI" gekennzeichnete Milchkartcn, kZ iiir die in der Feit vom 1. Januar 1913 bis zum 31. Dezember 1913 geborene» Kinder ebenfalls braune mit„CTI" ge?ennze:chnste Milchkarten. Die zu verabfolgende Litcrmenge ist auf den Kranken- und Conderkarten, nicht ober auf den Kindcrkarten auf. gedruckt. Welckie Bvllmilchmenge auf die k.indcr. arten ver» abfolgt wird, wird noch besonders bekanntgegeben werben. Auf den übrigen Karten ist die aufgedruckte Menge voll zu verabfolgen, soweit nicht ein« abweichende besondere Anordnung ergeht. Die Inhaber von Vollmilchkarlen haben die Jannar. karten bis zum 21. Dezember d. I. einlchiieftlirb dem Milchhändler vorzulegen. Die auf Erund dielcr illeuanmcl. duna erfolgende Belieferung gilt für die gel! vom 1. bis 81. Januar 1919. Di-»AI",»All", UZI« und„BII" Kinder- karten, ferner die durch ein große«„A" in der oberen rechten Ecke gekennzeichneten Krankeukartcn dürfen nur tn den„A. und B" Milchgeschäften, die„CI" und„CII" Kinderkarten, sowie die übrigen Pollmilchkarten und Voll- Iniichbezugsschein« nur in den„O" Milchgefchästen angemeldet werden. Die verschiedenen Arien von Geschäften sind durch ein entsprechendes Plokat im Schaufcnller kennt- lich gemacht. Der Milchhändler hat die Kontrollabschnitte abzuschneiden, den einen(links unten) hat er aufznbewah- ren, den anderen(recht, unlen) hat er wie bisber der Feit- stelle Groß-Berlin(Milch) einzusenden. Die Milchhändler werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Kontroll- abschnitte bis ,uni 24. Dezember d. I. bei der ssettstelle Eroß-Berlin(Milch), Perlin 0,2, Poststr. 0. eingegangen fein Müllen. Sine Verlängerung dieser Frist kann uütrr keinen UMstSnben stattfinden. Die Milchkarien dürfen von den Händlern nicht in Gkwahrsom genommen worden, sondern bleiben in den Länden der B.'"'..... Berlin, den S. Dezember 1918. Fcttsielle Groß-Berlln(Milch). Die Pollmllchkarfen für Januar 1919 sind in Perlin von den Protkymmisflonen für die Kinder Im l. und 2. Lebcnsfabre am Mitt- woch. den U. und Donnerstag, den 12. Dezember 1918 für die Kinder im 5. und 4. Lebensjahre am Freitag, den 13. und Sonnabend, den 14. Dezember 1919, für die Kinder im ß. und 6. Lebensiabre an: Montag, den 10. und Dienstag, den 17. Dezember 1918, abzuholen. Jedoch find den Haushaltungen, denen Karten für verschiedene Altersstufen zustehen, sämtlich« Milchkarten an einem Tag- auszuhändigen. Karten für Kranke werden wie bisher von der Zentralstelle für Krankenornäbrung zugesandt. Soweit sie sich bis zu den vorstehend festgefshten Anmelbunasterminen bereits in den Händen de- Emvfänaer befinden, ist die Anmeldung innerbalb de- sseist zu bs- wirken. Die nach Ablauf der Frist übersandten Karten tragen den Stemvel»Nachanmeldung" und länncn jederzeit angemeldet werden. Den am l. Januar 1917 und sväter geborenen Kindern werden im Monat Januar 1919 Nährmittel, und zwar i« ein Pfund gewährt? außerdem erhallen die Kinder, welche in der steit vom 1. Januar 1913 bis 31. De-ember 1917 ge. boren sind, i« 1 Pkunb?täbrmittel-um Ausgleich für die verfürzte Milckvortion. Auf die»AI",.DI",..NN",„01" und..011" Kinderkorten werden daber Be.-uasscheine über je 1 Pfund, auf die..>11" Kinderkarten Bezugsscheine über je 2 Pfund Nährmittel(Haferflocken, Grieß oder Gersten- mehl) zur Ausgabe gelangen. Di- Ausgabe der Bezug». scheine erfolgt zusammen mit der Ausgabe der Januar- Milchkarten. Berlin, den 9. Se-ember 1918. Tg». IT, 40. F. Mi. Magistrat. Leo Frank Berlin C 19 Beuthstraße 4 [ Vorsicht Etxf Eingang achien, üa Verwechselungen tnögl. Tasclnta Änobandiilireii in allen Preislagen in Gold, Silber u. Metall] Welhnachts» Gelegenheitskau! Armhandahr f. Herren a. Damen 14 Karst Gold Garantie-Werk. Solange Vorrat nur 75 Mk. An Sonntagen vor Woilmacliten geSUnet. K T Vcrmögensopfer, Steu erfragen der nächsten VCUCI Zukunft und über die ErbBhang der deut- sehen VolUswirtscbuft nach dem Pricdeusscbluß unterrichtet Sie das Werk Professor Jastrows: GdI und Blut ffirsVateriand Preis 6 M. Verlag Oeorg Reimer, Berlin VV 10._ StnMiiiiscIie Bücher für die Praxis, L Glettrtjüiitälehrc mit 02 Abbildungen! II. Schwadistrom- Dcholwngsschema»(Telephonanlagen usw.). 34 Tafeln und 19 Addlld.! Iii. Funkeni.icgraphie in. 70 Abbild.; IV..Handbuch für Glektropraktiker 1919- 2 Teile m. 483 Abbild.: V. Alias mi! 3 großen farbigen zerlegbaren Modellen. Alle d Bände aebd. »nfammen nur 24 Warf. Postfchccktonto 4439.3 Berlin.-Z0D Verlag Scbran 3t Co., Abt. 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Rosenthaler Hof, Rosenthalcr Str. 11/12. Tobrohlaw, Swinemünder Str. 11. Burg, Prenzlauer Allee 189, Ecke Raumerfir. Lcyscr, Carmen-Sylva-Str. 5. Goldschmidt, Stolpische Str. 86. K folgenden Lokalen: W. Blesfin, Stargarder Str. 8. G. Hoffmann, Ewinemünder Str. 47. Obiglo, Stralfunder Str. 11. Goldbach» Vinetaplatz 7. Bathle, Ackerstr. 81. Paul, Gartenstr. 191. Friese, Birkenstr. 16, Ecke Pcrlebcrger Str. Moabiker Stadttheater, Alt-Moabit 47/48. Bauer, Birkenstr. 29». Sachse, Lindower Str. 26. Maier, Pankstr. 82. Schwedcnzelt, Ecke Exerzier- u. Schwedenstr. Pose, Koloniestr. 15. Lewandowski, Seestr. 194. kWlllkkMi. K« N MW- VMw-ZWW-WWMW. Adlershof: Jeh. Feuerstein, BiLmarckftr. 82. Alt-Glirnicke: Fritz Bahr, CLpenicker Str. 48. Banwfchulenwcg: Erbe, Baumschulcnftr. 14. Bohnsdorf: Hkimaun, Ricdelstraße. Britz-Buckow: TienLtag, den 19. Dezember, 7'/, Uhr, bei Raddatz, Britz, Chausfeeftr. 89. CharlottenSurg: Volksha«?, Nostnenstr. 8. Neukölln: 1. u. 2. Bezirk bei Schulz, Neuterfir. 47. 3. Bezirk bei Bfdring, Pannierstr. 54. 4. Bezirk bei Karl Müller, Weserstr. 299. 5. Bezirk bei Schittler, Weichselstr. 5. 6. Bezirk bei Roack, Weserstr. 41. 7. Bezirk bei Robert Aden, Boddinstr. 58. 8. Bezirk bei Weber, Wildenbruchstr. 81. 9. Bezirk bei Nitzfche, BcrtelLdorfer Str. 8. 19. Bezirk in den GambrinuS-Fcstsälen, Kaiser- Friedrich-Str 86. 11. BezirkWolfs Gesellschafikh-mS, Kirchhofst.41 12. Bezirk bei Kukutsch, Saalestr. 5. 13. Bezirk bei Rink. Knesebeckstr. 185. 14. Bezirk bei Ponte, Hcrmannstr. 114. 15. Bezirk bei Müller, Emser Str. 27. 16. Bezirk bei Kulzki, Hermannsir. 78. 17. Bezirk Hermannstraßc Ecke ThomaLstraße. 18. u. 19. Bez. bei Gricgcr, Lessingstr. 9. 29. Bezirk bei Nichnow, Prinz-Handjery-St. 69. 21. Bezirk bei Hentschel, Herrsurthstr. 27. 22. Bezirk bei �alkenhayn, Mahlower Str. 3. 23. Bezirk bei Brcitkrevz, Reuterstr. 11. 24. Bezirk bei Bähr, KarlSgartcnstr. 4. Schöneberg: E. Obst, Martin-Luther-St. 69. Steglitz: lÜouis Clement, Düppelstr. 7. Tcwpelhof: Oestl. d. Berliner Str. b. Schade, Berliner Str. 121. Westl. d. Berliner Straße: bei Uckennann, Kaiser-Wilhelm- Ecke Werder Straße. Treptow: Ebcrt, Graetzstr. 1. Wilda»: Otto Schumann, Schwartzkopsfst. 129 Wilmersdorf: Max Schäfer, BrandenbP- gische Str. 69. " ssM«MMet Braia Ii MklMllU. Erkner: Brodts GrsellschaftöhanS. Frederödorf-Petcrshag.: Ziebell, n. Bahnh. Friedrichsfelde: Hermann, Caprivi-Allec 42. '/Hriedrichshagen: Brauereiausschank, Seestr. Lichtenberg:'l. Krüger, Krossener Str. 19. 2. Hamann, Krossener Str. 35. 3. KtirkowSkh, Pfarrstr. 74. Oberschönewcide: Ladewig, Lanfenerstr. 5. Rosenthal-Niederschönhansen-West: Deutschmann. Abends 7 Uhr. Weißensee: Stärke, Charlottenburger Str. 3. UM' WMStt Wcheim bei CerMen Mv(BenciM ist DdugeßD MAUk. Heue WWM ineröen flßfsencnnsra.„Böcisiil5a'£e{er üiiö GSske ßüöea Müll"MI Die Vorstände. Vs!ks> Ecschäfiostell«: N 39, Cch.'nwaldcr Str. 4 II. Sei.: Norde» 10 787. Am 6. Dezember verstarb unfee 1. Kaisenfllhrer, Herr Paül GOallier Landsberger Allee 52. SBlr verliere» t» dem Verstorbenen«inen eifrigen Mitarbeiter unseres Ver- eins. 2V5/S Die Einäscherung findet Mittwoch, i", ii. Dczdr., nachm. 5 Ui>r» im Krema- iorium Gerichistr3?/2S statt. Ferner verstarb unser Mitglied, Frau Schoneberg, Da haste. 33. , Die Einäscherung findet j Mittwoch, den IL Dezdr., f nachm. 3 Uhr, Im Krema- ! turtum Geeichtste Ü7/93 statt. Slatt Kerlen! Allen Freunden»nd De» kamtten»!e iraueige Nach- richt, dafj mein ti-brr, gni-e i Mann, Schwiegeevaice, I Großvater und Beudee UlidgZzzz kZZiZ'löZ'. am K. De-embee nach i langem, schwerem Leiden j saust entschlafen ist. Dies zeigt ticfbctrllbt an Frau Ilelcae ffisrten. Die Einäscherung findet i am Donneroiag, den 12. De-] zember, nachmittags 3 Uhr, im Arema iorium Gericht-! straste 37/?z statt. 422b j U MM WWW! Parteigenossen, die anS dem Heeresdienst entlosscu sind, werden zur Verbreitung von Flugschriften verlaugt. Nur solche, die sich durch Mitgliedsbuch deS Sozial» demokratische« Vereins Eharlotteubnrg ausweisen kZnnen, möge« sich melden. Meldungen in der Geschäftsstelle des Volkshauses Charlotte«» bürg, Nostnenstr. 3, li. Eingang 3 Tr., zwischen 7—8 Uhr abends. Verein der Berliner iuchdruGker und SeltriftgieOer. Freitag, den 13. Dezember, abends pünktlich 7ftz Uhr, in de« Sophie«- sälen, Sophienstr. 17/13: General-Versammlung. Tagesordnung: 1. Berichterstattuast über die Berhandlungen der gewählten Kommisfien. j2. Fortsetzung der Tagesordnung vom Donnerstag, den 28. Novbr.: Wahle» usw. ä. Mitteilungen über die Beschlüsse der Gauvorsteherkonfereuz. 4. Verschiedenes. Zu dieser Versammlung sind außer den Delegierlen auch die Verlrauens« männer und Druckereikassierer eingeladen. Ohne Legitimation lein Einlaß! 27/l3 Der Gauvorstand. «--i! wl« nÄ MUMek. �i-tti Morgen Mittwoch, den II. Dezember, aachmittaxs 5 Uhr, im vetverischaftshMis«, Engelufer 15: Oeffcntliche Versammlung. Siagesordnung: 135/S Mahl der Arbeitevriite für den MalerSeruf. MZir' stu dieser Versammlung müssen all« Uollege erscheinen, die bei Malermeister Grog-Berlins beschäftigt stnd. De» Beausirigte: yerm»»« Utirtz. yenosltlingitkelle Kessin— ki 5tz. ciaienkts. 8!— 85. Geschäftszeit von v— 1 Uhr und von 4—7 Uhr. Selevhon: Amt Norden 185, 1239, 1967, 9714. L Allen Perwandten und I ! Bekannten die traurige? I Nachricht, daß meine liebe j ( Frau und unsere gute! i Mutter Fsum Erlmann ! 82 Jahre alt, saust ent- I schlafen ist. Um stilles Beileid bitten s Die trauerndeu Hinter- bliebewcn. Sie Beerdigung findet e ! D!enutagnach:n>ttagZ'/»Uhr i I von de: Seichenhalle des l I NeuköllnerDemeinde-Frie�! i Hofes, Alariendorfer Weg,! I aus statt. 72?!\ Dealfcher r-uchdinäer- Vcrband. Den Mitgliedern zur ! Nachricht, dafi unser lang- ! jähriges Mitglied, der I Lederarbeiter Mi Zander plöglich gestorben ist. Ehr« seinem ünbenken! Die Beerdigung sind ei Mittwoch, den 11. Dez., nnchniittag«>84 Uhr, in Zeuthen i. M. statt. Zahlreiche BeteiNguno erwartet 24/13 Cie OnjTcnealNjng. Aus dem Feld- zurilck 1S3/5 8k. Mb äsjmp, ptatitichcr Arzt. Srbönedera, JttUftjit. W. s-sPS. Dounrrstug, den 12. Dezember 1918, abends 7l/j Nhr Versammluisg aller in der(Srost-Bcrliner Metallindustrie beschäftigten Arbciteriuneu in den So�hiensSle«, Eophienstraste 17/13. Tagesordnung: Die Arbeiterinnen in der gegeuwärtixen Zeit. Die überaus wichtige Tagesordnung macht es jeder Arbeiterin zur Pflicht, in dieser Bersammlung zu erscheinen. Vi« versennmlueig wird ptiotilieh erSffnct. Donnerstag, de» 12. Dezember 1S18, abendS 7 Uhr Branchenversammlung der Graveure und Ziseleure im G«voor!s«hat!she»>», Engeluser 15, Saal 3. I. Tagesordnung: Bronchoimngelsgenhoilen. 2. Liallviignahv,» zum aoUcrtiaDccitaQ. Das Erscheinen aller Kollegen ist unbedingt notwendig. Donnerstag, den 12. Dezember 1918, abends 7 Uhr «s mmm MWN'MßMMg m den Audrseus-ZestILlo«, Andreasstr. 21. Tagesordnnng ieaelung der Lohn-' Branche. 2. Aussprache. 3. t. Nea und Arbeitsverhältnis« in unserer Verschiedenes. Gleichzeitung ersückien wir die Kollegen, in dieser Bei» sammiuug dt« Billetts vom Herdftvergnügen abzurechnen. Donnerstag, de» 12. Dezember 1918,«ach«. 4 Uhr Oruppenversammlung; der Zigarettenmaschinenführer Gr.-Berlins in den wufltrrsäl««, Kaiser-Wilhelm-Sir. LI. Tagesordnung: l. Jahresbericht der Kommission. 2. Neuwahl der gesamten Kammlsfion. 3. Terscht von der Lchlichtungblommission. 4. Be- triedsangetegenheiten und Bersckisedene,. 122/5 Die ausserordentliche Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das pünktliche Erscheinen sämtlicher Kollegen. vis OvtsrvrwnltuuA!, Wahl zum Arbeiterrat. Achtung: �tuuF! «Uttvooch, Vau 11. Vezewbev, vavrn. 10 Ah«: Große öfftllüichk Msifikkr-ZZersammlous im Ulusiter-Verainahous, Kaiser-WUHelm-Str. 31. Tagesordnung: 1. Allgemeine Aussprache über die mihaltbaren Zustände in unserem Berufe.— 2. Wahl de« Arbeiterrat». 42lb Der Einberufer: P> Vlauschrjoit, Siemtitendoft, SUWstr. 19. Lerün-Usikevseg. DI« näckiste ordanflkich» Ausschuß schuttK findet am«> t« w o ch, dou IS. Vettmbct 1018, abends? Ahr, im Restaurant »Zum Eriiteiism", zu Berlin- ttiHfjeafc«, CchOceJSt. 122, mtt folgender Tagesordnung: statt. 271/17 1. Bericht der gahresrechnungs- prüfet. 2. Beschlustfastmia über die Entlastung des Vorstandes und des Rendanten. 3. Bericht des Kassenvorstanbes über den jegiaen Stand der Kasse. 4. Beschwfifrffung über Aende- rnng der 19, 20, LS, 43 und 83 der Kaisensahnngen. 5. Beschlnstfassung Uber den Beitritt zum Verband der Krankenkassen Droß-Berlin. 8. Wahl von 3 Rechnung»- Prüfern(1 Ardellgeb ei, 2 Arbeit- nehmer). 7. Kassenaugeleqenbetten. Zum Eintritt berechttgt Nnb nur die mit einer Legitimation versehenen Ausschußmitglieder. Mtt Rücksicht aus die umfang- reiche Tagesordnung wird um püuktliches Erscheinen gebeten. v«r Aoefiernd iter XIIxem. OrKkraakcBtam fterlin-Weiflcnsev. Fendel, vorfitzender. WM ses M« beesl««» bildet in allen Orten Sozialbcmvkratifche Wahlbezirke, einer find« sich In jedem Orte bereit, fordere Aufnahmescheine, Schriften, Flugblätter, Referenten. Rührt Euch. Zuschriften richtet an H. Jeiekel, Call low,«reis Seoskow. 194/11__ F�A.: H. Jnekol. Auch für kleine Sparer! S pros. ddUvationen sichergestellt durch Hypothek auf dem vollskunfthause der Ueuen freien Volksbühne. Auslosung zu 100 Proz. von 1919 ab. Vc-ngsprelS Stücke 200 M. und 50U M. Berlikillich durch Ä. Hirtc, Markgraftustrasie 76. Tel.: Morixplah 8944/5._ 95 Proz. »I« xiULkUvIl« CrCbart ein«:! gesunden, kraltigen Stairimhaltcrs hocherlreat an Alfrod I�BUllrlj and Fron Ute geb. HoinrlcU. Charlottenbure 9, den X Dezember 1918. Akazien-Allee 31. zeigen 3DD ¥® P i 0 1»© Dl am B. 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Z25D Die Broschüre ist durch iede Buchhandlung oder direkt vom Berlage Vita, veutscheo Verlan, hau», Berlin-Etzarldtten. !mrg, Hardenbergstr. Ich zum Preise von l M. zu beziehe». isliäta! welche zutkiekkmnmen, finden, Handel leicht vertäust. Artikel in der I durch k ■mHiif ■rtk"'' sära Berlin 0 27, MersllllisstraSe II. Besidftlgung 8—6, außer Sonnaden d._ ?oMi2Sks ff. II) 7>ostkarlen-pd!k-hen a 6 Stüv*.'. Bthiat wächeuttüch die neuesten Taaesereignisse der PoNtll w der Karikatur, s Weihnacht»- uud« Nou!ayr»«arten er- schetnen am lO. Dezember. 332D' Gtrafteuhändler und Soldate« für den laufenden Vertrieb, sowie vertcelar, welche in Berliner Pavierwarengeschästen eingeführt sind, sofort oesneht. Mospon-verlag,»erlin SV) 11.«chdneSttrger«tr.»10. MUtt MWllMbM. LsOOlMe. Mm* Dtttkooch, den 11. DeAembse, nachm. 5 Ah?, ün(Scwcrlfchaftö- Haufe, Sugelufe? 15, Saal 4(Großer Saal): Brauchen- Versammlung eller in den Berlii:?? Karton-, jkartounagen-, Wellpappen- und FaZtschnchtel-Fabrikeu beschäft. Arbeiter nnd Arbeiterinoeu. Tagesordnung: t Stellungnahme zur Reorlpna der Arbsisszeit und »'he.— �.-v.f.y.ni'"•*•"•• � 2. Branchen angelegenheUen. wWWiMMx. BÄ Donnerstag, den IS. Deiemb::, nachm. 5 Uhr, tm Geworlschafls- hause, Engelufer 15, Saal 4(SroS-r Saal): Branchen- Versammlung aller in den Berliner Luxuspapierfabriken, chrowolithossraphischcn Anstalteu und Film- herstcllllngs'dcttiebclt beschäftigte« Arbeiter und Arbeiterinnen. Tagesordnung: 1. Stellungnahme zur Regelung der Arbeitszeit und Ab- schlusj von Tarifverträgen. 2. Branchen angelegenhellem ___ via granchanlcltnno. Z. A,: Trust Klar. Ileiiteclior Hstndlcrverband. Vorv/altunjosiietteBcriiii. Sti-rdcnbändicr! A'.nrkthäadlcrl ZeitunKshändlert linuslererl Am Mittwoch, den 11. Dezember, findet in der Zeit von 10 Uhr vorm. bis 9 Uhr abd«. im Lokal v. Söttling, PrenzlauerStr. 29, die ktkto 1 Lic Verwaltungsstelle Berlin des licutschen 1. Handlerverbandes. F. A.: Fr. Rothtroff, für technische und industrielle Zwecke, vorziigl. vSoxt, tadellos reinigend, in grofien».kleine» Mengen sofort lieferbar. cdsm. v. f. SehHsfcy,?;S; Saelin-Schllr-abarz. Tanaflstr. S. An» Liitzo« 8009 und Nollend ort 8880. Epä ßrmSites SeFlm-Weißeasee. 4. Rnchtraj; zu den Kassensatznuzen der Allgemeinen Orrsttenkenkasse Berlin- WciBensec. Dee§ 48 erhält folgende �„Aii�si linde werden wi« Se> meindendgaben beigetrieben. DenlDeittttbungsversayren geht eine schriftliche Mahnung oor- aus. An Mahngebühren werben erhoben: bis zum Betrage v. 3 M. lO Pf. von über 3 M. bis 15. 20 von über 15 M. bis 150.40 über IM All..... 75. Der z 39 erhält folgenden Zusatz al« Absah ll: „Die Miigl'eder de, Ausschusses erhalle» für die Bs- ieUigung an den Ausschuß- Amngen den Betrag von 3 A!., sissern diese an dem betreffenden Tage einen Zeitverlust von wenlger al, 3 Stunden verur- sacht und 8 M., wenn der gell- Verlust mehr als 3 Stünden beträgt" Bei Berechnung dieser Ent- schädigung bleibt die Zeit der Hin- und Rückreise außer Be- trachll" 271/18 Bttu-Weißens«, 3. Dezdr. 1917. Vor oopfieer.» dor ANxri». Ortsstrae-Konünsse Berlin- �viLensea gez.: Bernhard Werner, ®. Peukcrt Otto Schäfer, M. Ölen, W. Erarve, T. Schelier, Karl Thiede, Paul Schneider, Fendell Denehmiat Ebartvtte-.ibnrg. d. 2. April IM«. AsniglichDberoersicherungsamt Eroß-Berlnt gez. von lSostkowskt. (L. SO Nr. 11 B. K. 30/18.- 3. vor Vorstand der Attrmi- Ortskrankenkcsse Berlin, WelBtcsee. Fendel, Korfiheud«. Vsrsaillitilusg aller bei der deutschen Militär- Mission m der Lliriei be- schtiftig! gewesenen Arbeiter, die vor Auslosung derfelben nach Deutschlatid entlassen worden sind, am Donnerstag, den 12. d. M., abend» 0 Ilhr. im Lokal von Sit, tat tv. Alte Echdnhauser Str. 23—24, WkikSW! Eimnaligo, Angok!»tt Avrosso nottoran! Srnossen. Soldaten, erzielen zuien Verdienst durch verkauf 5es.Sozial! sirnmarsch und ArbeirermarseUialse" in Per- abrckm ust smnmlunaen. Perkaussprel. für LM, M All für Zctzödor, Ellpenicker Sir. 55A, 4 Tr. ?«« Stück. M. Ssldateniioime' für heimkehrende Krieger befinden sxh: Potsdamer Platz, Kaifee la; Koppenstrch, Schiet. Bahnhof; DuekseiictraSe 29, Alexanderpl.; Friedrichstr.SO, an der Behrenstr.; Invaliden- straBe 124, Srettiner Bahnhot; Alt-Moabit 133, Lehrt, Bahnh.; Zoo.KaffecJosty; Charlottenburg: Kaiser-Friedrlchstr. 43 und KantstraEc 54. In den Heimen werden Getränke und Suppen verabreicht; de- nagll Tages-Au'sntiialt bieten Lese-, Schreib- n. 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Frauen u I dergl, in Originaldos. 2.25, 1 4 25. 7 50 erhältlich in der 1 „Elefanten-Apotheke" Berlin SW 1', Leipziger I Straße 14 Millionen Mark, von denen in der letzten Zeit soviel die Rede war, in die Taschen der zahlreichen neuen RegierungSorganc geflossen sind, so ist doch tatsächlich sehr viel Geld verausgabt worden, daö selbst unter Berücksichtigung der anormalen Verhältnisse nicht hätte oer ausgabt zu werden brauchen. Die Arbeit versagt und damit versagt auch der Kredit i>m In- und Ausland. Sehr hoch stand früber das Ansehen des beut- schen Wirtschaftslebens und damit sein Kredit. ES ist tief traurig, Umsatzsteuer ein wichtiges Steuer objclt bieten, und z>var� hier auch daran gedacht, die Besteuerung von LuxuSerzeugntssen und ähnlichen Gegenständen zu erweitern. Alle Steuern, so groß ihre List« auch ist, werden freilich nickst ausreichen, um dem Reiche die Tragung der Lasten zu ermöglichen. Vielmehr wird eine unmittelbare Beteiligung des Reichs am Wirtschaftsleben notwendig sein. Die Regierung hat wiederholt zum Ausdruck ge- bracht, daß die So zi a l i s ie ru ng nur schrittweise durchgeführt wenn man jetzt hört, daß Bankkredit gekündigt, deutsche! werden soll, daß nickst an Experimente gedacht wird und individuell Wechsel zurückgewiesen werden. Wir müssen werden wird, ob die in Frage kommenden Projekt« reif Ruhe und. Ordnung. Recht und Gesetz schaffen,!�,;, �er nicht. Ausgeschlossen ist ferner eine Konfiskation ohne nicht bloß aus politischen, sondern auch aus finanziellen Gründern! EirtMpstM'ng. Als Monopole komnwn vielleicht das Bcrsichc- sLebbafte Zustimmung.)! rungswesen, Wasserkräfte, Teile der elektrischen Versorgung usw. Erwünscht wäre, wenn man dem Wirtschaftsleben sehr bald � in Betracht. Die Sozialisierung braucht aber nicht immer in dce mitteilen könnte, was für Steuern im einzelnen'kommen werden;' Sch-ftsung von Monopolen zu bestehen, man kann an Beteiligungen denn ich habe das Gefühl, daß DentschlandS Volkswirtschaft über> peg Staates denken, also an die gemischt-wirtschaftliche Unter« jede Steuer hinwegkommt, wenn man nur erst ihren Umfang und nehmung, an die Bildung von Syndikaten und Kartellen, wobei der ihre Art lennt. ES ist indes nicht möglich, schon jetzt Steuergesetze. sich hierbei aus der Verbilligung der Produktion ergebende Sonder- zu erlassen. Ausnahmen sind allerdings möglich. Ein neues gewinn dem Reiche zufallen könnte. Kriegsfteuergesetz wird, insbesondere unter rückwirkender Kraft vom Jachre 1914 ab. die großen KnegSgewiirne restlos erfassen, die kleineren Ersparnisse hingegen nack) Möglichkeit schonen. Neben der Kriegssteuer wird eine BcrmSgensabgabe ZivSstNeii, die sich nicht nur nach der Verschiedenheit der Objekte(ob bares Geld, ob Wertpapiere, ob Grundbesitz, ob Fabrikanlagen) richtet, sondern auch nach der Verschiedenheit der Subjekte(Alter, Arbeits- Der Staatssekretär wies darauf hin, daß wir uns nur bereit erklärt hätten, Frieden im Sinne der Wilson schen Friedensvorschläge zu schließen, und er betonte weiter, daß es im eigenen Interesse der Feinde liege, uns rächt zu vernichten; denn Hin Schiildiier iöuinä«ur iiipü» leiste«,...ji utOft-.-ckc keit gebe, sich neu zu entfalten. Nach dem Siegesrausch werden auch unsere Feinde zu der Einsicht kommen, daß der Sieg auch dem Sieger Pflichten auferlegt. masBrna ftusz über feme Absetzung. Der Vrownin- als Ersatz für Parlamentsmeljrhcit! Unter der Ueberschrift„Meine Abdankung" berichtet Ge- nosse Auer in der„Münchener Post" über den Gewaltakt, den die Spartakuskorona gegen ihn verübte, u. a. folgendes: München, 7. Dezember. Heute morgen kurz nach Mitternacht kennen 399 bis 499 bewaffnete junge Soldaten und einige Zivilisten vor meine Wohnung. Nach. Pfstfeii, Johlen, Schreien und groben Beschimp- fungen wurde von einem Redner von der Straße auS an mich die Aufforderung gerichtet, daß ich als Minister des Innern zurückzutreten habe. Bald daraus wurde an meiner Woh- nungstüre gepocht und Einlaß gefordert, widrigenfalls g e w.a l t- sam geöffnet werde. Als ich öffnete, wurden mir Gewehr- und Browningläufe vorgehalten. Die Bewaffneten forderten meinen sofortigen Rücktritt. Ich verlangte, daß die Ge- wehre abgenommen und die Brownings eingesteckt werden, was auch sofort geschah- ES wurde ungestüm verlangt, daß ich als Minister abzutreten habe. Darauf schrieb ich sinngemäß folgende Erklärung nieder: „Am 7. Dezember 1918 nachts 12.15 Uhr bin ich von unge- fähr 399 bewaffneten Männer» in meiner Wohnung überfallen Sozialpolitik im KrieöLNSVertrage. Eine regelmäftige internationale Arüsiterfchutzkonfercnz. Die„Humanite" teilt mit, daß die Arbeitskontmission über die internationale Arbeiterschutzgesetzgebung im Friedensverträge sich zu folgenden Vorschlägen cm die Friedenskonferenz entschlossen hat: A) Proklamation des Willens der Vertragsmächte, durch eine internationale Arbeitergesetzgebung zu verwirklichen: Menschliche Arbeitsbedingungen durch Schutz des allgemeinen und gewerblichen Unterrichts der Kinder, der Mutterschaft, des Familienlebens, des sozialen Lebens, der physischen und moralischen Gesundheit und durch. Entwicklung der Bevölkerung. Folglich spricht sich der Friedensvertrag auS: 1. Für die Reformen, die die Konferenz von Bern im Jahre 1913 angenommen hat: Unterdrückung der Nacht- arbeit der jungen Industriearbeiter, die Fest- setzung d«S ZehnstnndentageS für die Frauen und für die jungen in der Industrie beschäftigten Arbeiter. 2. Die unter lZ vorgesehene internationale ArboitSkonferenz und gezwungen worden, das Ministeramt niederzulegen. Der prüft folgende Reformen: Verbot der Lohnarbeit für Kinder unter Gewalt weichend, estläee ich hiemit, daß ich das Amt als Minister deS Inner» niederlege. M ü n ch e n,'4. Dezember 1918. E. Aue r." Ein Teil der jungen Soldaten, unter denen sich Leute der Land- tagSwache befanden, benahm sich bei der Besprechung anständig. Einige entschuldigten sich, während«in anderer Teil der Soldaten und einig« Zivilisten— einer erklärte, im Namen des ArüsiterratL anwesend zu sein— böse schimpften. Als ich meine schriftliche Er- klärung abgegeben hatte, wurde verlangt, daß ich die gleiche Er- klärung vom Fenster aus auch mündlich abgebe. Nach langcrem Streiten zogen die Demonstranten unter Mitnahme einiger Gegen- stände und nach Durch st öberung meiner Arbeiten im Arbeitszimmer ab. Was anderes! Ja, Lauer, das ist ganz Die„Freiheit", das Organ der Berliner Unabhängigen, schreibt über die Köpenickiade im Abgeordnetenhause folgendes: Wer, wi« die MehrheitSsozialisten, jetzt die Dinge so dav 14 Jahren, Beschränkung des Arbeitstages für Erwachsene, so- I fortige Einführung des Achtstundentages in den Tag und Nacht arbeitenden Fabriken und in den Bergwerken, in jeder Woche eine � Ruhepause von einuudeinhalben Tag, Organisation und Gegen- � seftigkeit der Krankenversicherung, Invaliden- und Altersversicherung, der Arbeitslosenversichc- �rung und der Arbeiterschutzgesetzgebung. Gleichheit j des Lohnes und der AvbeitSbedingungsn zwischen ausländischen und inländischen Arbeitern. L) Einrichtung einer periodischen internationalen Arbeits- konferenz zwischen den Vertragsmächten, zu der die Staaten, die den Vertrag nicht unterzeichnet haben, Zutritt haben und die Dele- gierte der Arbeiter- und Unternehmerorganisastonen umschließt. Der Zweck dieser Konferenz soll sein, durch fortschreitende Ver- träge die internationale Arbeitsgesetzgebung zu e n t w ick e l n. Sie hat aus sich heraus eine Kommission oder einen Schiedsgerichts Hof zu bilde-n, vor dem alle sich erhebenden stellen öichlrlS�' ÄSÄ" � Ä einiger unreifer Burschen gehandelt, der ist sich der schweren««-.. d« U-b««mr-m�nS zu bringen sind. Der Tag des Zusammen- antwortung für die Sicherung der Revolution nicht bewußt So zu lesen auf Seite 2 der Montagmorgen-A usgabe. Auf Seide 3 derselben Ausgabe wird dagegen das gewaltsame Vorgehen der Münchener Spartakisten gegen den Minister Auer folgendermaßen ck/arnktz-rtfiert: ES handelt sich bei dem ganzen Vorgehen um einen Dummer»- jnngensteeich, wie er bei Umwälzungen, wie wir sie jetzt erleben, leicht vorkommen kann. Di«„Freiheit" sollte doch ihre intimen Freund« von der Spar- takuSgruppe nicht so sehr beschimpfen, daß sie sie für noch dümmere Jungen erklärt als den irrsinnigen Herrn M a r- .rten und Konsorten. tritt« dieser internationalen Konferenz ist durch de» Friedensver- trag zu bestimmen und muß spätestens innerhalb von sechs � Monaten noch seiner Unterzeichnung bestimmt sein. In dieser j ersten Sitzung der Konferenz sind die unter A 2 erwähnten Reformen zu prüfen und die Organisation und ArlieitStvoise in jedem der BertragSstaaten durch eine ArbeitSinspektio» zu sichern. Es wird ein internationales A r be i t s b u r e a u geschaffen, dessen Budget von den Vertragsmächten und den beigetretenen Staaten getragen wird. Dieses Bureau hat sich vor allein mit der Statistik, mit sozialen und technischen Erhebungen und mit dem • 1 Vergleich der Berichte deck nationalen ALbeitSinspektionen zu be« kschäsckgen. GeKwffchHsbeNVlmg Zur Verodnung betreffend Arbeitsverdienst bei Ver- kürzung der Arbeitszeit der Grost-Berliner Metall- industrie. DaS NeichSatut für die wirtschaftliche Demabilmachung er- sucht-um die Veröffentlichung folgender Berichtigung: In dem auch zur Weitergabe an die Presse verwendeten Text dieser Verordnung ist irrtümlicherweise im ersten Satz des§ l ein Wort ausgelassen worden. Dieser Satz muß lauten: «Soweit für das Gebiet des Zweckverbandcs Groß-Bcrlin in der Metallindustrie seit dem 2. Dezember 1918 eine Verkürzung der Arbeitszeit von 3 bis auf 4 Stunden unbedingt geboten ist usw." Die Vorschriften der Verordnung gelten also auch dann, wenn die Arbeitszsit um weniger als 4 Stunden gekürzt wird. Die Erneuerung des Tarifvertrages der Tapezierer. Die Tapezierer hatten ihre Verbandsleitung beaustragt, mit den llnternebmeni KveckS Erneuerung des Tarifvertrags zu unter- handeln. Das Ergebnis wurde in einer Versammlung am Man- tag mitgeteilt. Danach ssnd die fsorderungen der Organisation fast restlos anerkannt worden. Der oesorderte Lohnzuschlag von 29 Pf. pro Stunde, rülk.oirkend ab lö November, ist zugestanden. Eine weitere Lohnerböhung um 19 Pf. soll ab 15. Februar gewährt werden. Näherinnen erhalten 19 bzw. 5 Pf. Nurbesserung. Der Zuschlag wird auch Akkordarbcitern zuteil. Die Arbeitszeit ist auf täglich 8 Stunden festgesetzt, doch wird in Rücksicht aus die Herr- schewde Arbeitslosigkeit vorläufig täglich nur 5 Stunden gearbeitet iverden. Da eine gesetzliche Regelung zu erwarten ist. hat die ffrage der Enticbädimmg für die ausfallende Arbeitszeit keine Ent- scheidung gebunden. Künstig darf nur Arbeit durch den paritätischen städtischen Nachweis vermittelt werden Diese Ergänzungen haben mit dem im übrigen unverändert bleibenden Tarifvertrag bis zum 15. Mai 1919 Geltung. In der AuLsvrache spielte auch die Abschaffung der Akkord- arbeit imd die Beseitigung des stwischenmeisterunwefens eine betrübliche Rolle. Von einem Redner wurde verlangt: Arbeitsangebote dürfen nicht mehr durch sseihingsanzeigen erfolgen. Die Tarifvereinbarungcn wurden gegen eine Stimme gut- gebeisten: die Abübafsting der Akkordarbeit mit Mehrheit beschlossen. Ein Antrag, die shrnge des Insertion sverbots für Arbeitsuchende und Anbei wcrqebendc der Berliner Gewerkschastskommission zur all- gemeinen grundlegenden Regelung zu überweisen, wurde mit großer Mehrheit angenommen. Zum Mitglied der Sauvtverwaltung wurde an Stelle des ver- storbenen Horst Schulz gewählt. Lage haben sich daher die Assessoren � des'OberkandeSgerichtsbezirks ssvankfurt a. M. zu einem Verein zusammengeschlossen, der die so- sornge Gründung eineS alle preußischen Oberlandesgerichtsbezirke umfassendm Verbandes erstrebt. Unser revolutionäres Zeitalter weckt den Gedanken der Organi- sation in Kreisen, die noch vor kurzem das Ansinnen, sich zur Ver- besserung ihrer wirtschaftlichen Lage zusammenzuschließen, weit von sich gewiesen hätten. Eine öffentliche Versammlung der Flcischergcscllen, Engeos- schlächter, Tarmschleister sowie der in den Konservenfabriken be- schästigten Personen findet am Mittwoch, abends 7 Uhr, im„Rosen- thaler Hof", Rosenthaler Str. 11, statt, in der die Vornahme der Wahlen zum Arbeiterrat erfolgen soll. Zentralverband der fslei scher. Alle bei der Deutschen Militärmisston in der Türkei beschäftigt gewesenen Arbeiter, die vor Auflösung derselben nach Deutschland enttcssen worden sind; Donnerstag, den 12. d. M., abends 6 Uhr, im Lokal von Schräder, Wie Schönhauser Str. 23'24: Versammlung. Ein„Bund der preußischen Gerichtöasscssoren". Die Zahl der preußischen Gerichtsassessoren beträgt zurzeit rund 4999. Mit ge- ringen Ausnahmen müssen diele voraussichtlich unentgeltlich tätig sein, zum Teil mit einem Dienstalter'über l9 und einem LebenS- alter von über 49 Jahren. Zur Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Parteinachrickten. Lösung der ZcitungSfrage in Bremen. Für die in Bremen vorhandenen drei Parteirichtungen, die linksradikalen Kommunisten, die Unabhängigen und die Mehrheits- sozialsten ist jetzt die Zeitungsfrage gelöst. Wie wir unserem Parteiblatt, der„Bremer Bürgerzeitung", entnehmen, haben sich die bisher gemeinsam handelnden Unabhängigen und Linksradikalen jetzt in der Zeitungssrage getrennt Seit voriger Woche geben die LinkSradikalen ihr eigenes Organ, den„Kommunist", heraus. Am Mittwoch war eine Kommission der Unabhängigen bei der Ge- schäftsleitung der„Bremer Bürgerzeitung", um wegen eines Druck- auftrages betreffend die Herausgabe einer unabhängigen Tages- zsitung zu verhandeln. Die Geschästsleitung erklärte sich zum Druck bereit, fertigte eine Kostenrechnung an und stellte Räume für die Redaktion und Expedition zur Verfügung. Somit ist die Zeiwngsfrage für die orei Partcivichtnngen in Bremen entschieden: die Linksradikalen haben ihr Organ(„Der Kommunist"), dazu ihr wissenschaftliches Organ, die„Arbeiter- »wlitik": d-e Unabhängigen geben ein eigene? Blatt heraus und die Mehrheitssozialisten, die Anhänger der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, behalten die„Bremer Bürgerzeitung". bandest feine Erklärung, wobei aber zu bemerken ist, daß diese Sorten sast� ausschließlich aus inländischem Tabak angefertigt sind. Die veränderte Lage hat aber das Gute, daß die Auswüchse des auch in Zigarren auszurottenden Kettenhandels beseitigt werden. Trotz- dem muß zum Bedauern des Tabakgewerbes noch auf längere Zeit mst hohen Zigarrenpreisen gerechnet werden, da es noch mehree Monate dauern wird, bis auch nur geringe Mengen Tabak aus den überseeischen Pcoduktionsländern nach Deutschland kommen. Dieser geringen Einfuhr steht eine enorme Nachfrage in ganz Europa gegenüber, so daß für uns namentlich auch bei dem schlechten Stand der deutschen Währung noch auf längere Zeit hohe Tabakpreise er- wartet werden müssen-, dazu kommt die gewaltige Steigerung der Löhne und Unkosten bei in-folge der Kontingentierung sehr einge» schränktem Umsätze. Andererseits hat schon vor einiger Zeit der „Deutsche Tabakverein" in der Tagcspresse erklärt, daß Zigarren in normaler Größe im Preise von mehr als 999 M. pro 1999 Stück, also 89 Pf. Ladenpreis, in daS Reich der Phantasie gehören, und er hat den Rauchern den viel zu wenig befolgten Rat gegeben, unberechtigte Preisforderungen sofort den Behörden zur Anzeige zu bringen. Soziales. Znöusteie unö kanöel. Die Borst war am Montag recht fest, und zwar sowohl am Markt der fortlaufend notierten Werke, wie am Kassamarkt. Die Kurserböhungen waren zum Teil sehr groß, ja sogar sprunghast. Nickst ganz so gut war de: Umlagemarkt, wo Kriegsanleihen etwas' schwächer tendierten._ Die Zigarrenpreise. lieber dieses jetzt so vielbesprochene Thema bringt die„Süd- deutsche Tabakzcitung" einen ausführlichen Bericht, dem wir sol- gendes entnehmen: Bisher waren 75 Pcoz. der gesamten Produktion für Hoeresliesevungen beschlagnahmt, und. zwar mußten neun Zehntel in Sorten zum Fabrikpreise bis zu 129 M. pro 1999 Stück geliefert wenden. Die Beschlagnahme ist für den Monat November aufgehoben worden, aber für die folgenden Mono'- wurde die Ein-; fordcrung der licferungSpflichtigen Mengen aus ickliJ noch vor-' behalten. De für November erfolgie Freigabe gestattete den Fa-! briken, die für das See: bereit gestellten Zigarren, also Sorten zum Ladenpreise von 15—29 Pf. ihren Händlerkunden zu überlassen',> hierdurch findet das neuerliche Angebot dieser Preislagen im Klein- 1 Lohnzahlung bei Streiks. Beim Aussetzen einer Arbertcrgruppe infolge Streiks einer anderen Arbeitergruppe ist der Unternehmer verpflichtet, den Lohn zu zahlen.(Spruch des Einigungsamtes des Gewerbegerichts Ber- lin vom 18. November.) Dem Urteil lag folgender Sachverhalt zugrunde: Die M-a- schinenführer der Firma Dianoli stellten, obwohl in einem Tarif. Verhältnis stehend. Forderungen. Als diese nich, bewilligt wurden, wurde weniger geleistet resp. die Arbeit ganz eingestellt. Durch diesen Vorgang hatten die Packerinnen, mehrere Hundert, keine Be- schästigung, sie mußten demzufolge die Arbeit aussetzen. Lohn für diese Zeit wurde ihnen nicht gezahlt. Entsprechend den Verein- barungen wurde das Einigungsamt des Gewerbcgcrichts angerufen, das die Firma zur Zahlung verurteilt. Das Einigungsamt stützte sich dabei auf die§§ 292 und 615 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, nach welchen der Gläubiger in Verzug kommt, wenn er die ihm an- gebotene Leistung nicht annimmt, und der Dienstverpflichtete berech- tigt ist, die vereinbarte Vergütung(Lohn) zu verlangen. Der Ein» rede auf Grund 8 323 B.G B wurde nicht stattgegeben. Auf Grund dieses Paragraphen wird der eine Teil der Vertragschließenden von der Leistung befreit, wenn er an der Erfüllung des Vertrages durch einen Grund, den er nicht zu vertreten hat, verhindert wird. Tas Einigungsamt nahm an, daß die Firma den Schaden durch die Er- fülliing der Forderungen der Maschinenführer hätte zunächst ab wenden können, wobei es ihr dann freistand, die in den tarifliche� Vercii'baningen vorgesehene Schlichwngskommission anzurufen. Dieser Spruch steht in Uebereinstiinmung mit einer ganze- Anzahl Enisch'idungen der Gewerbegerichte. Deutsche WofiniingSämt-r. De dieser Tage geplante Tagung der Vereinigung der deutschen Wohnungsämter konnte der Verkehrs- Verhältnisse halber nicht stattfinden; sie ist aus unbestimmte Zeit hinausgeschoben. Ncruntworilicb iör Politik Ecicki Shiltttcr. Berlin: für den übriaen Teil des BlnttcZ Alfred enwl,. NeukoNn: fßr Aneeiaen Theodor ffllofft. Berlin Perlao LorwürtZ-Berlag(8. m. b. H.. Berlin Druck PorivSrl? l.iarB»d tn ItHnjim* j6remmap!ton"-„©ramolffi- BrOhilehe Weihnachten! Sptetft«chva bstnrossiSron««» kesrx« ZbR. 6»»„Oremmepbon'* MMrbiM«O« für ein« Z*ll4w»"4 vUkt «nfclwUch. w«c5rt Lieb« und VarsUedst»<ür HuHk illuKbri«it« Preälist« tvcüwinifn VmAHtsqq et InstrvinMt« obn« Kiuti»MM Omnmophon-SpeEleähaus«.m-a. it. 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