Nr. 340a. 33. Jahrg. «ezugsprets: MertiljZhrl. S.7S Ml„ monall. 2.25 ZA. frei tnS HauZ. vorauSzlchlbnr. Einzeln« Rummern 10 Pfennig. Poftbejug; Monallich 2.25 M:.. exll. Zustevungz. gebühr. Unier Kreuzband für Teutfch- iand u. Lesterreich-Ungarn>.SV Mk, für das übrige Aueland u.zo MI., bei lüglich einmaliger Zufiellung l.Bu Mk. Pastbeiiellungen nehmen an Töne, mari. Holland. Luxemburg. Schweden 'und die Schweiz Eingetragen in die Ptist- Zeuung s-Prei? lifie. Dsr.PorwärlS" ericheinl wochentügllch jweimat Sonntags einmal. Zlelegramm-lldrefie: »Sozialdemokrat Öerltn*. Abend Ausgabe. Derlinev Volksblatt. Zcntrziorqan der rozialdemohratifcben parte» Deutfchlands. ( 10 Pfennig) Anzeigenpreis: Die achtgespallene Nonpareillezell« »oilei so Pfg.„Kleine Anzeigen", das-ettgedruckte Wori tv Pfg. fzulässtg 2 fetlgedruckle Worle), fedes weiiere Wori 20 Pfg. Stellengemche und Schlafstellenanzeigen das crlle Wort S0 Pfg.. jedes weiiere Wort lb Pfg. Warle über 15 Buchilaben zählen für zwei Worte. Teuerungszuichlag 50°/«. Familien-Anzeigcn, volitiiche und gewerlschastliche Lcreins> Anzeigen 80 Pfg die Zeile. Anzeigen für die nächste Nunini er müssen bis Z Uhr nachinltlags im Hauptgeichäst. Serliu EW.W. Lindenstrage ü. abiegebcn werden. Geöffnei von 0 Uhr srith bis « Uhr abends. ReSaktion unü Cxpeöit-on: Sw. öS, Linüenstr.?. »ernsprecher: Amt Moripplatf, Nr. Vit— tStv?. Mittwoch, den 11. Dezember 1018. Vonvärts-Verlag G.m.b. h., SV. öS, Linöenstr. 5. Fernsprecher: Amt Morttzplah. Nr. II 753—51. Die Beseitigung des Achtstundentags. Weil die französischen Bergarbeiter noch IS Stunden arbeiten müsien. Die französische Besatziing des Saargebietes hat den Achtstundentag für Bergarbeiter aufge. hoben, mit der Begründung, daß sowohl in Frankreich wie in Deutschland Kohlcnnot herrsche, namentlich aber, weil die französischen Bergarbeiter auch IN Stunden arbeiten mühten. Auf den Einwand, dah in der Pfalz die AchtstundcnsKlcht bereits eingeführt sei, erwiderte der französische Befehlshaber, dasz sie abgeschafft würde, sobald die Fran- Zofen in der Pfalz eingerückt seien. Er könne die Achtstundenschicht nicht einmal in Aussicht stellen, wenn jedoch die Bergleute Kohlen lieferten, würde auch die V c r. sorguug mit Lebensmitteln für die Bergleute gut werden, die unter der Lcbensmittelnot sehr leiden. Man sieht auch daraus, dah die Massnahmen der Be- satzungötruppen ganz von der Sorge um die Ruhe der fran- zösischen„Herrcu-im-Hause" diktiert ist. Zoröerungen öer französischen Arbeiter. N-vzz!>kion«V�e�ot_ Bern, 10. Tezember. Purife: Blätter teilen mit dast Sonntag � nachmittag eine große Becsammlung im Pariser Gewerk- s ch a s t s h a u> e stattgefunden hat, in der der Schtstundentag, De» Mobilisierung uno allgemeine Amnestie gefordert wurde.>P o p u- das Um Sie Nationalversammlung. Termin und Aussichten. In Spartakuskreisen ist seit Sonntag eine starke Ernuch- terung eingetreten. Mag man sich auch dort noch der Hoff- nung hingeben, nach monatelanger Zerrüttung des Reichs durch Hunger und Arbeitslosigkeit die politische Macht erobern zu können, so sieht man doch wohl ein, daß in diesem Augen- blick nichts zu erreichen ist. Berlin hat allem Anschein nach die Krise überstanden, und die Regierung Ebert- Haase bekommt die Zügel immer fester in die Hand. Indes, in Zeiten wie diesen kann es nicht anders sein: Tritt eine Sorge in den Hintergrund, so treten zwei, zehn andere in den Vordergrund. Immer bedrohlicher klingen die Nachrichten von einem bevorstehenden Entente- Ultimatum über die Bildung einer ordentlichen, auf eine Willenskundgebung des Volkes gestützte deutsche Zentralge- streben mit aller Kraft zu Deutsch-! walt, ohne daß man zunächst unterscheiden kann, was an ihnen ...... � Wahrheit und was bloße Tendenz ist. Jedenfalls nützt die Rechte diese Nachrichten weidlich aus, um für eine Wieder» einberufung des Reichstags Stimmung zu machen, wie sie auch vom Kölner Oberbürgermeister Adenauer ge- fordert wird. NunetfLräi�V M-'g- daß der Reichstag, der vor sieben veraltet�!. li: ehlsystems cn°'ablt .-veriehr«mu lOlnut: /OLicuiuiuiy ort. unti. verfasiung sein Eri stenzrecht verloren hat. Wir haben aber auch nie ein Hebl daraus gemacht, daß auch wir hier den schwächsten Punkt deS durch die Revolution entstandenen Pro- visoriums empfinden, und daß wir die schleunigste Einbe- Die Irage Deutfckböhmen. Kantonale»Verfassung. Wie unS auS Prag gemeldet wird, soll der tschechoslowakischen Nationalversammlung in der nächsten Zeit eine Verfassung der neuen Republik vorgelegt werden, die eine kantonale Gliede- r u n g vorsieht. Es sollen etwa 25 Kantone gebildet werden, wo- von 4 oder 5 daS deutsche' Sprachgebiet umfassen würden. Den Kantonen soll weitgehende Selbstverwaltung verliehe» werden, und nur die Angelegenheiten, bei denen eine Trennung nicht möglich ist— Eisenbahnen, Post usw.— sollen gemeinsam sein. Auf diese Weise hofft die tschechische Negierung die Deutschen mit ihrem— von der Entente angebliöb schon beschlossenen— Verbleibe» im lschechischcn Staatenverbcmde versöhnen zu können. Man wird den Entwurf der tschechischen Regierung abwarten müssen bevor man sicb ein Bild von seiner vovausstchtlichen Wir- hing auf die Deutschböhmen machen lann. Aber viel ist dabei nicht zu erwarten, denn die Deutschböhmen wollen nicht zur tschechosso- wakischen Republik sondern BMI Österreich und damit zu Deutschland. Dazu haben sie, wie objektiv urteilende Tschechen zugeben, nach den Wilsonjchen Grund- sähen auch das Recht, nur wenden die Tsölzeckien dagegen ein. daß ihre Republik durch die Abtrennung Deutschböhmens ein lebens- unfähiges Gebilde wäre, so daß sie nicht dem Recht, aber den Tat- fachen nach ihr eigenes Selbstbestimmungsrechi dadurch verlieren würden. 'loir ocfb*-Ack cV« liche AbfchnürungSpolitik gegen Dcutschöstrrreich treiben Mährstü-Ostrau. daS Wien bisher mit Kohlen versorgte, fei in den Händen der Polen Das Brüx-Duxer Gebiet werde seine Ueberschüsse abliefern, sobald der Bedarf deS eigenen Landes gedeckt sei; mit der Lebensmittelversorgung sei aber Jnnerböhmen laire", das als einziges Blati weitere von der Zensur stark ge»...................»„ r- �> kürzte Mitteilungen macht, berichtet ferner, daß die Versammlung � nicht besser gestellt als irgendein anderer Teil des ehemaligen einer oroenilichen Vollsverireiung für önngcnö nor- m.-r.-r.i.—— �.r—..— v m-. i Oesterreich-Ungarn. toetihrn hnlfptt. Gerechtigkeit und allgemeine Verbrüderung verlangte und die Not vcndigkcit einer Aktion zugunsten der sozialen Revolution immer wieder betonte. Der Journalist Paul Faure bezeichnete den K a p i» taliSmuS als Urheber des Krieges und verurteilt« die Jntervenlion der Alliiert« aufs schärfste. Der Wortlaut der «in st immig angenommenen Resolution wurde von der Zensur vollständig unterdrückt. Hupsmans über üas belgische ßrieüensziel. London, 10. Dezember. Reuter. DaS in London erscheinende belgische Vlatt„La Metropole" teilt mit, daß der belgische Minister des Acußern H u y S m n n S am 2. Dezember in Beantwortung einer Anfrage erklärte, von Deutschland werde in erster Linie die Rück- er stattung deS Milliardenschadens verlangt werden. Lczliglich der territoriale» Beränderuage» könne er keine Erklärungen abgeben. Die Entente unü öle polenausschreitungen. Eine Untersuchungskommission.— Ter Standpunkt der deutschen Regierung. London, 11. Dezember. DaS Neutersche Bureau erfährt. daß die britische Regierung eine Mission nach Pole» schicken wird, um den Alliierten über die Verhältnisse in diesem Lande zu berichten. Der Militärattache in Kopenhagen, Oberst. lcutnant Wadi, wird als Kommissur auftreten. Gegenüber d-en polnischen Presseagenturen, die fort- fahren, die Schuld an den Pogromen in Polen und G a l i z i e n abzustreiten, und sie als Ausschreitungen von Banditen und Plünderern darzustellen, wird mit allem Nach- druck auf die Berichte der Augenzeugen hinzuweisen sein, die besagen, daß die Pogrome in den meisten Fällen von den polnischen Legionären vorbereitet und von den Be- Hörden geduldet wurden. Die jüdischen Selbstwehren wurden von den polnischen Legionen auf Befehl der Behörden vor dem Beginn der Pogrome entwaffnet. In Lemberg war den Truvprn bekanntgegeben worden, daß sie 48 Stunden lang das jüdische Viertel plündern dürften, wie denn auch die Verhängung deS Stondrechts erst am dritten Tage der fürchterlichen Ausichreitungen erfolgte. In Lemberg wurde die Wasserleitung während des Brandes des jüdischen Viertels gesperrt. Daß deutsche Umtriebe an den Pogromen schuld sein sollen, «ie polnische Presseagenturen behaupten ist eine so unsinnige Unterstellung, daß ihre Widerlegung sich erübrigt. Solange die deutsche Besatzung in Polen bestand, sind die auch damals unter- nommencn Versuche zu Pogromen jedesmal sofort unterdrückt worden. Tie deutsche Regierung verurteilt die fürchterlichen Pogrome aufs schärfste und weist sich darin eins mit der öffentlichen Mci- nung der gesamten Welt. Straßenkämpfe m Deutstbböhmen. Prag, 1 1. Dezember. In Aussig kam eS gestern nochmrttag und abends zu umfangreichen Plünderungen. Große Men- wendig halten. Der Termin fiir die Wahlen zur Nationalversammlung ist ans den 16. Februar festgelegt worden, vorbehaltlich der Bestätigung dura) die Rei chs Versammlung der A.- und S.> R ä t e, die am nächsten Montag in Berlin zu- sammentritt. Diese Reichsversammlung hat es also in der schenmengen drangen in die Käufläden ein. zerstör len und � Hand, den Termin innerhalb des technisch Möglichen noch plünderten sie. Die Polizei und die VolkZwehr waren völlig ohn- � etwas f r ü h e r zu legen, und sie würde hohe politische Ein- mächtig gegen die tobenden Massen. Geg.n 8 Uhr abends zog der sicht betätigen, wenn sie sich zu einer solchen Verlegung erst- Eine entsprechende Anregung ist vom A.» und Soldatsnrat Berstärkungen heran, doch vermochten sie den Plünde rungen keinen Einhalt zu tun. Es wurden Gewehre und Maschinen- gewehre in Tätigkeit gesetzt und bis in den späten Abendstunden stark geschossen, wobei bisher drei Tote und fünf Schwerverletzte zu verzeichnen sind. Die Zahl der L e i ch t v e r l e tz t e n ist sehr groß. Bis ll Uhr nachts dauerten die Plünderungen noch an. Auch in dem benachbarten Schönwiesen kam es bereits nachmittags zu Ausschreitungen, wobei das Militär von der Waffe machen mußte. Mehrere Personen wurden dabei verletzt. Dir Tschechen besetzte» nunmehr auch Lnuneritz. verschulöung Englanös gegenüber Amerika. London, 10. Dezember.(Reuter.) Churchill sagte in einer Rede, die er in Tundee über die finanziellen Fragen hielt, unter anderem, England sei an die Vereinigten Staaten schwer ver- schuldet; eS habe für 8 Milliarden Mark Gold und 16 bis 20 Mil- liarden Wertpapiere nach Amerika geschickt. Di« Zinszahlung für die Schulden und der Zinsverlust für die Wertpapiere würden während der folgenden Jahre England eine sehr ernste Bürde auferlegen. schließen wollte. S.-Rat in Cassel ergangen. Die Stellung der sozialdemokratisch-unabhängigen Regie- rung könnte nach außen und innen nur wesentlich gestärkt werden, wenn man sich darauf berufen könnte, daß sie den Wahltermin so früh als möglich angesetzt Hot. Damit erledi- gen sich alle ausländischen Beschwerden über den usurpatori- schen Charakter der gegenwärtigen RegierungSgewalt ebenso wie alle Bcstvebungen, den toten Reichstag zu galvanisieren. Es ist bekannt, daß der Mitte-Februartermin e i n K o m- p r o m i ß ist zwischen dem Mitte-Januartermin, den die So- zialdemokratie gewünscht hat, und den Mitte-Apriltermin, den der Parteivorstand der Unabhängigen in Vorschlag brachte. Wir denken aber, daß sich die Unabhängigen mit einem Be- schluß der A.- und S.-Räte, den Termin früher zu legen, leicht befreunden könnten. Denn wenn es auf der einen Seite voll- kommen klar ist, was durch die Versäumnis von vier Wochen aufs Spiöl gesetzt wird, so ist es auf der anderen ebenso unklar, was damit gewonnen werden soll. Man darf ohne weiteres zugeben, daß unsere früheren Genossen, die sich im Frühjahr l916 von uns trennten, in einer üblen Lage sind. Sie sehen, als abgesondertes Parteigebilde, den Wahlen nicht mit denselben hochgespannten Erwartungen -f.« ilxv.c».,.» entgegen wie wir. Ihr Wunsch, die Entscheidung noch etwas rn DerGeneralrat des fran z ö srsch e n � hinausschieben und inzwischen für ihre Sache arbeiten zu V- r b a n b e s d e r V o l k e r-'S°�- d e r t e n R eg, e- fischen drängen, daß mit dem Ende des Streits über die l f8* Vi Zuf«nmentv.tt der Fnedenskaryerenz �jegspolitik der Sozialdemokratie d i e p o l i t i s ch e K o n- feierlich bekunden sollen, dag„e die Grundsatz« und Ved.unungcn:„„ k t u r für die Unabbänaiaen vorüber ist. für den Völkerbund festlegen und stch verpflich�n, drese Abmachunzen Ihr Rckrntierungsgebiet waren diejenigen Kreise der sozial- �mmerdar �nzust.-iM Vor allem mune der Friedensvertrag demokratischen Partei, die mit. unserer Kriegspolitik unzu- das°b.gatvr.sche Sch.ed. ger.cht.Zverfahron und d.° Beschränkung f�den waren, und darum war die einseitige Kampsfront „Tb* rt* w'-* Alliierten� so llen slch�. ferner ver- die alte Partei die gegebene. Die läßt sich aber nicht � rf"'sJ01«• r» f-ensjchluß eine Konserenz abzuhalten. IN � mebr aufrecht erhalten, seitdem sich die Unabhängigen mit UN? der alle den Volke rbung beirestenden Fragen»-m allen slaate» � 0uf dieselbe Regierungsbonk gesetzt haben. Stärker alS Worte gemeinsam besproe�n werden.allen die m den Völkerbund e.n- wirken Taten, und die Tat der Unabhängigen zeigt den ■!"' � beschließen, welche Nationen Massen, daß der so hitzig geführte Streit um die Kriegskredite in den Volkerbund ausgenommen wertlen sollen. etwas geschichtlich Erledigtes ist, und daß das Bedürfnis nach einer Sondergrnppierung innerhalb der Arbeiterbewegung nicht mehr besteht. Das sind Umstände, die der alten Mehrhcitspartei ohne weiteres zugute kommen müssen. Sie ist heute die Hoff- nung deS deutschen Proletariats, sie ist, rund herausgesagt, Um öen Völkerbund. Die englische SchiffahrtSkommissio« in Hamburg ist gestern nach Bremerhaven abgereist Di« Veeeinigie Bu'sser- und Fracht» ichiffahriSgesellschall wurde beausiragt, für möglichst schnellen Ab- lransport der Fahrzeuge zu sorgen. Fuiitc auch die Hoffnung der Unabhängigen. Wenn Eon Set Möglichkeit oder Wahrscheinlichkeit einer sozialistischen Mehrheit in der Nationalversammlung gesprochen wird, so denkt dabei doch niemand an eine unabhängige Mehrheit. Nicht zwischen Sozialdemokraten und Unabhängigen, sondern zwischen Sozialdemokraten und Bürger- ! i ch e n fällt die Entscheidung. Wenn wir in diesem Zusammenhang von Sozialdemo- "raten reden, so meinen wir damit nicht nur die Mitglieder der alten Partei, sondern auch die früheren Parteigenossen, die als Unabhängige dem Erfurter Programm treu geblieben sind. Unser Sieg wird auch i h r Sieg sein, und jede Wahl, die zu ihren Gunsten aussällt, werden wir auch als unseren Erfolg buchen können. Dagegen kommen diejenigen Unab- hängigen, die sich zu Gegnern der Demokratie bekehrt haben, bei den Wahlen praktisch kaum in Betracht. Denn das Volk wird nicht Leute wählen wollen, die ihm noch vor ein paar Wochen ins Gesicht geschrien haben, daß es„nicht reif" zum Wählen sei. Wie will man aber zwischen diesen beiden Sorten von Unabhängigen einen deutlich sichtbaren Trennungsstrich ziehen? Die Sozialdemokraten der Sonderpartei sind in Gefahr, mit den Spartakisten in einen Topf- geworfen zu werden. Daß sich die alte Sozialdemokratie vor dieser Gefahr schützt, indem sie gegen Spartakus einen entschlösse- nen Kamps führt, wird vielleicht auch von jenen noch einmal als ein großes Glück betrachtet werden. Es ist zuzugeben, daß in der S'tuation der Unabhängi- gen etwas Tragisches liegt. Aber sie können keine Politik machen, indem sie bloßen Gefühlen nachhängen. Es wird ihre Aufgabe sein, aus einer Lage, die vielleicht schlimmer ist,' als sie selbst nach der Me'nung ihrer schärfsten Gegner in der Sozialdemokratie verdient ist und die sie selber ganz gewiß nicht verdient zn Haben glauben, den befreienden Ausweg zu finden. Dagegen ist u n s e r Weg klar vorgezeichnet, er geht, �etreu dem alten sozialdemokratischen Programm über die Demokratie zum Sozialismus, und so ist unsere Parole nicht ' n Gefahr, ihre Anziehungskraft zu verlieren. Die Dinge stehen demnach so, daß wir neue Anhänger gewinnen und die Unabhängigen die ihren verlieren. Die Sozialdemo- r raten unter den Unabhängigen verlieren aber dabei nichts, sie werden uns stets willkommene Mitkämpfer sein. Die anderen aber mögen sehen, wo sie bleiben, es ist politisch nicht schdde um sie!_ GsgenreVslutionZrs? Putsch w �gram. Eine Strahenschlacht. Budapest, 11. Dezember.(Meldung des Hollandsch Nieutos- BateouO Wie aus A g r a m gemeldet wird, hcrt ein gegenrrvolutis- närer Putsch stattgefunden. Die Soldaten der ehemaligen Regi» utenter 25 und 63 haben eilten bewaffneten Putsch gegen den Nation«rlrat versucht. Der Nationalrat war von dem Versuch instruiert und hat die Teilnehmer mit Maschinengewehren ansein- - es..getrieben. Es kam zu einer Schlacht, in der es viele Tote - ,.nd Verwundete gab. Nach der Schlacht fanden Plünderungen statt. Es gelang aber bald, die Ruhe wieder herzustellen. Auf Grund dieser Vorgänge wurde die'P r e s s e nz en s u r wieder emgeführt. Mklags gegen öen Ex?m'se?. Ii. Dezember. U"-"sburer'-si Der . Tei mf" meldet-'*• Gin- lütter'. e ..bm tue �nttinttsc zn einer getMnsam n Anklage gegen den früheren Kaiser ergriffen. Die Anklage lautet folgendermaßen: In Anbetracht dessen, daß die deutschen Arm-eobcrkommanduntcn während der Ereignisse im April 1916 minderjährige junge R ä d ch e n ihren Familien entrissen haben, ihnen ein» s ch L n d- lich« Behandlung zufügten«nd sie mit Frauen schlechten Lebenswandels und Soldaten in Verbindung brachten, mit Rück- sicht darauf, daß die Chcfs der deutschen Armeen sich auf diese �US ysrMünn Lens' AachlgK. Aus Hermann LönS Nachlaß hat der Verlag Ad. Sponholtz in <>annover das Wesentlichste gesichtet und e? in drei Büchern ge- sammelt. Zwei Bände Tier- und Je gdge schichten und eine größere Erzählung. Hermann Löns ist bereits im ersten Kriegsjahr vor ReimS gefallen. Sem Tod, der dem unseres Ludwig Frank sehr ähnelte, hat starken Anlaß dazu gegeben, daß seine Bücher auch in wetteren Kreisen bekannt wurden. Und daß.— wir wollen es nicht übersehen— auch manches, was aus der Feder dieses Sonderlings stoß, ziemlich kritiklos hingenommen wurde, obwohl eS diese Gunst nicht verdiente. Heute, wo wir die literarische Lebensarbeit des Hannoveraners übersehen können, müssen wir konstatieren, daß er vor allem in der Tier- und Jagdskizze stark war. Nicht so in seinen Romanen. In tiefen kommt er meist über das Alltägliche gar nicht hinaus. Seine Bauerngeschichte„Der letzte. HanSbur" dünkt uns geradezu trivial, nur in den Kapiteln, in denen er den Wald schildert, pulsiert es lebenSwarm und heimatecht. Auch sein häufig gerühmter geschicht- licher Roman„Der Werwolf" ist, obwohl in starker Sprache ge- schrieben, nicht ohne Schwächen. Wenn dreißig Jahre voll Blut und Brand, voll Raub und Schändung durchs Land ziehen, dann ist • 3 sehr natürlich, daß auch Religion und Sitte in den Herzen lüne- eurgischer Bauern keine Stätte mehr haben. Zumal wenn diese selbst sich jahrzehntelang nur noch aufs Morden und Brandschatzen verlegten. Das Herausstreichen des Lanbesvaters steht im Wider- spruch mit der Geschichte und das Zusammentreffen deS Helden des Büches, deS Wulfsbauern, mit dem Herzog und dessen Mätresse gibt dem Roman, der uns sonst ein leidliches Kulturbild jener Zeit gibt, einewstarken Schutz Kolportage. Entschieden, höher sind Hermann'Löns Tiergeschichten zu be- werten. Schon sein Erstling auf diesem Gebiete, das Tierbuch „Mümmelmann", bewies sein starkes Können. Das gleiche gilt von den beiden aus dem Nachlatz gesichteten Tierbüchern, dem Buche „W idu" und den Jagdskizzen„Ho R ü d' höh". Löns war ein Freund des Waldes, der Natur überhaupt. Er, der in den Bezirken der Menschen rechtes Glück nie fand, hatte keinen größeren Genuß, kannte keine reinere Freuds, als wenn er das geheimnisvolle Leben und Weben in Feld und Wald beobachten konnte. Vom bloßen hinterhältigen Abschießen des Woldes war er kein Freund, er stu- dierte das Wild, und die Ergebnisse dieser Studien hat er in seinen Büchern gemütvoll-plaudernd erzählt. Was Inhalt und Form be- trifft, so sind diese Naturskizzen wahr« Perlen, und wir wüßten keinen, der es verstände, da? Leben und die Eigenarten des Wildes, deS Raubzeugs, wie überhaupt des Getiers in Wald und Flur dem Leser so nahe zu bringen als Hermann Löns. Unstreitig hat dieser Schilderer in"seinen Stimmungen dem Volke auf diesen Gebieten mehr zu geben, als' ein halbes Dutzend in den einschlägigen Fächern ergraute Professoren. Und darum möchten wir die beiden Nachlaß. Weise der Entführung ber Minberjährige» und her Ausreizung der Minderjährigen zu liederlichem Levenswandel schuldig gemacht haben, mit Rücksicht darauf, daß sie diese Taten immer im Namen des Kaisers vorgenommen haben, reichen die unterzeichneten Frauen eine Anklage ein«nd fordern die Vcr- folgung von Wilhelm II. MMng bei ft.- unö S-�sts-wahlen. Lastt Euch nicht überrumpeln: Die Notiz in unserer heutigen Morgennummer hat uns eine Anzahl Zustimmungserklärungen eingetragen. So wird uns ein Fall geschildert, in dem bei einer gemeinsamen Versammlung von etwa 29 kleineren Betrieben der Metallwarenbranche, dt« am 19. Dezember im LehrerveretnshauS stattfand, durch Ueberrumpe- lung der Versammlung ein radikaler Unabhängiger in den Ar- beiterrat gewählt wurde, während sicher die große Mehrheit der Wahlberechtigten auf dem Boden der alten Partei stand. Es waren zu der Versammlung zahlreiche Arbeiter anderer Betriebe (z. B. von Schwartzkopff) crsch'enen, die mit dieser Wahl gar nichts zu tun, sondern sich einfach eingedrängt hatten. Am Ein- gang des Saales wurde keine Legitimation verlangt mit der Begründung, es solle noch gar nicht gewählt, sondern erst Kandidaten aufgestellt werden. Trotzdem wurde nachher einfach abgestimmt, wobei sich auch die Nichtwahl- berechtigten der anderen Betriebe an der Wahl beteiligten. Leider fehlte es den Versammelten an der nötigen Energie, sich gegen diese Ueberrumpelung zu schützen. Gegen derartige Machen- schaften muß die Arbeiterschaft aber mit aller Kraft auf der Hut sein. Wenn irgendein Spartakus sich als Kandidat aufzudrängen sucht, so muß ihm rund heraus erklärt werden:„Dich iijählen wir nicht, wir verlangen einen Vertreter, der unserer An- s ch a u u n g entspricht." Und dementsprechend ist zu handeln. Das Programm öer Sozialisierungs- kommWon. Die Kommission für Sozialisierung betrachtet es— wie sie in einer Kundgebung mitteilt— als ihre Ausgabe, jene Maß- nahmen vorzubereiten, die geeignet sind, die Ucberfsihrung von Produktionsmitteln in die Verfügungsgewalt der Gemeinschaft her- beiznführen. Sie ist sich bewußt, daß die Vergesellschaftung der Produktionsmittel nur in einem sänger währenden organischen Aufbau erfolgm kann. E Voraussetzung aller wirischastlichm Re- organisation bildet die Wiederbelebung der Produktion. Vor allem erfordert die wirtschaftliche Lage Deutschlands gebiete- risch die Wiederaufnahm« der ErPort industrie und des auswärtigen Handels. Die Kommission ist der Ansicht, daß für diese WirtschastS- zweige die bisherige Organisation gegenwärtig noch beibehalten werden mutz. Ebenso erfordert die Jngang- setzung der Industrie die Aufrechterhaltung und Er- Weiterung des ZirkulationSkveditS und damit die ungestörte Funktion der Kreditbanken. Im Interesse unserer Lebensmittelversorgung wird auch nicht vorgeschlagen werden, in die bisherigen Besitz- und Betriebsver- Hältnisse der bäuerlichen Bevölkerung einzugreifen. Hier soll durch der Landwirtschast angepaßte Maßnahmen und durch Unterstützung der Genossenschaften die Produktivität ge- hoben und die Intensität gesteigert werden. Dtigegen ist die Kommission her Ansicht, daß jene Gebiete der 'ft-y lA?. � s rii-jM• e jh'. . m mwrje»»-»! W-W» A*. ft i» ul t» fl U p v» l i st i s ch e H e r r s cha ftsver Hältnisse herausgebildet haben. für die Sozialisierung in erster Linie in Betracht kommen. Ins- besondere muß der Gesamtheit die Verfügung über die wichtigste« Rohstoffe wie Kohle»nd Eisen zustehen. Es muß geprüft werden, welch« anderen Zweige der Produktion und der Kraftaewmnung infolge der erweiterten Kon- bände sowohl in die Hände recht vieler erwachsenen als auch jugend- lichen Leser wünschen. Sie verdienen eZ, ebenso wie„Mümmel- mann" und noch das eine oder andere seiner Tierbücher eS ver- dienteu. I. K l i ch e. �rbeitsrat für Kunst. In der Neberzeugung, daß die politische Umwälzung benutzt werden' mutz zur Befoeiung der Kunst von jahrzehntelanger Be- vormundung, hat sich in Berlin ein Kreis einheitlich gesinnter Künstler und Kunstfreunde zusammengefuuiden. Er erstrebt die Sammlung aller verstreuten und darum sich zersplitternden Kräfte, die über einseitige Bevufsinteresse» hinaus am Neuaufbau unseres gesamten Kunstlebens entschlossen mitwirken wollen. In engster Fühlung mit den Nogierungsgewalten und Vereinigungen ahn- licher Teudonz wie der Kunstkammcr in München. Dresden ufw. hofft der Arbeitsrat für Kunst seine nächsten Ziele, die in folgendem ProgrammauSzug angedeutet sind, in nicht zu ferner Zeit durch- fetzen zu können. An der Spitze steht der Leitsatz: Kurtft und Volk müssen eine Einheit bilden. Die Kunst soll nicht mehr Genutz weniger, sondern Glück und Leben der Masse sein. Zusammenschluß der Künste unter den Flügeln einer großen Baukunst ist das Ziel. Fortan ist der Künstler allein als Gestalter deS VolkZempjindens verantwortlich für das sichtbare Gewand des neuen Staates. Er muß die Formgebung bestimmen vom Stand- bild bis hinunter zur Münze und Briefmarke. Auf dieser Basis werden zunächst sechs Forderungen gestellt: 1. Anerkennung des öffentlichen Charakter» aller Bau- tätigkeit, der staatlichen und privaten Aufhebung aller Beamten- Privilegien. Einheitliche Leitung ganzer Stadtteile, Straßenzüge und Siedlungen, ohne daß die Freiheit im sinzeinen beeinträchtigt wird.. Neue Aufgaibcn: Volkshäuser als Vermittlungsstätten alle: Künste an das Volk. Ständige Experimentiergelände zur Erpro- bung und Vervollkommnung baulicher Wirkungen. 2. Auflösung der Kgl. Akademie der Künste, der Kgl. Akademie für das Bauwesen und der Kgl. Preußischen Landeskunstkommission in ihrer bis- herigen Gestalt. Ersatz dieser Körperschaften bei neuer Abgrenzung ihres Arbeitsfeldes durch solche, die aus der produktiven Künstler- schaft selbst ohne staatliche Beeinflussung geschaffen werden. Um- Wandlung der privilegierten ZuirstauSstellungen in frei«. 3. Befreiung des gesamten Unterrichts fiir Architektur. Plastik, Malerei und Handwerk von staatlicher Bevormundung. Umwandlung des künstlerischen und handwerklichen Unterrichts von Grund auf. Bereitstellung staatlicher Mittel dafür und für Meistererziehung in Lehrwerkstätten. 4. Belebung der Museen als Bildungsstätten für da? Volk. Einrichtung ständig wechselnder, durch Vorträge und Führungen dem ganzen Volke, dienstbar gemachter Ausstellungen. Ausscheidung deS wissenschaftlichen Materials in Zweckbauten. Ab- sonderung technisch geordneter Studiensammlungen für Kunsthand- werker. Gerecht« Verteilung der staatlichen Mittel zum Erwerb alter und neuer Werke. 5. Beseitigung der künstlerisch wertlosen Denkmäler sowie aller Bauten, deren Kunstwert im Mißverhältnis zu dem Wert ihres anders brauchbaren Materials steht. Verhinde- rung voreilig geplanter Kriegsdenkmale und unverzügliche Ein- stellung der Arbeiten für die in Berlin und im Reich vorgesehenen zenlvaftvn geeignet sind, itt Ge mein Wirts Hast übergeführt zu wer» den, welche Wirtschaftszweige sonst ihrer Ratur nach, wie z. B. das Versicherungswesen und die Hypotheken- danken, für die Sozialisierung in Betracht kommen. Die Kommission ist sich bewußt, daß der Erfolg der Sozurli« sierung abhängt von der Erhöhung der Produktivität, die durch die beste Organisation der Betriebe und Er sparung aller unnützen Zirkulationskosten unter Leitung bewährter Techniker und Kaufleuie erzielt werden muß Sie wird sich durch diesen Gesichtspunkt auch auf dem Gebiete der Landwirtschaft leiten lassen, wo die Verfügung über die Latifundien und die großen Forste der Gesamtheit zustehen mutz. Die Kommission ist der Ansicht, daß eSbonderNaturder Wirtschaftszweige abhängt, welche Maßnahmen für die Sozialisierung am geeignetsten erscheinen, ob die Verfügung dem Reiche, den Kommunen oder anderen SelbstverwaltungZkörpern zu. stehen soll, ober ob für einzelne Produktionszweige die Ausdehnung der Eigenproduktion der Genossenschaften das geeignete Mittel zur Ausschaltung des kapitalistischen Profits darstellt. In gleicher Weife werden auch die Mittel der Sozinlisicrung je nach der Natur der Wirtsehaftszweige sich verschieden gestalten müssen. Neben der völligen Ucbernahme kommen noch andere Formen der Beteiligung und der Kontrolle durch die Gesamtheit m Betracht. Die Kommission glaubt, daß die bisherigen Besitzer für die Uebergabe ihrer Betriebe durch AblösungSrcnten entschädigt werden sollen, damit Härten und Unregelmäßigkeiten in der Heranziehung des Besitzes zu den Aufgaben der Gesamtheit vermieden werden. ES unterliegt dann der politischen Eni- scheidung. in welchem Umfange, vor allem auf dem Wege der Vermögensabgabe und der Besitzbesteuerung, die allgemeine Heranziehung der gesamten besitzenden Klassen erfolgt. Di» Kommission ist gewillt, von dieser allgemeinen Grundlage auS ibre Arbeit zu unternehmen und mit aller Beschleunigung ihre Vorschläge für die einzelnen Zweige der Wirtschaft zu erstatten. Keine �.Gegenrevolutiokäre"! Ertlärnug! Die versammelten Soldatenräte der Deutschen Jäger- d i v i s i o n und deS Infanterieregiments Nr. 189 er- klären hiermit, daß sie und alle ihre Kameraden treu zur Re- gierung Ebert-Haase stehen, sie nach allen Kräften unter- stützen wollen, um Ruhe und Ordnung im Lande zu erhalten. Alle Gerüchte über gegcnrevolutionäre Absichte» sind völlig «uS der Luft gegriffen. Keiner unfercr Kameraden würde sich für solche Zwecke gebrauchen lassen, falls wirklich irgendwo derartige Pläne beständen. Die Deutsche Jägerdivision hat bis zum Schluß an der Front ihre Pflicht getan, wenn sie jetzt in ManncSzugcht und Ordnung in die Heimat einzieht, um unserem schönen Berlin ihren Gruß darzubringen, so braucht dies für niemand Veranlassung zu sein, zu glauben, daß ein reaktionärer Geist in ihr herrscht. Im Auftrage der versammelten Soldatenräte der Deutschen Jägerdivision und des Infanterieregiments 189: Gefr. Mentke, Gefr. Äühlow, Res.-Jäg.-Btl. 1. Für frühere Wahle« zur Nationalversammlung! Ter Arbeiter- und Soldatenrat Kassel hat an den Reichskanzler Eberl eine dringende V o r st e llÄn g gerichtet, in der er darlegt, daß der Ter- mm'für die Wahlen für die Nationälvcrsammmng unter allen Umständen bedeutend früher als auf den 16. Februar gelegt werden müsse, und bat den ersten Sonntag im Januar als spätesten Wahltermin vorgeMagen. Ein Borschlag. Ein Lehrer schlägt der Regierung vor, falls die Aufstellung der Wählerlisten zur Nationalversammlung andernfalls nicht schnell genug erfolgen könne, die Lehrer zu dieser Arbeit mit heranzuziehen. Die Lehrer würden sich gern im Bewußtsein der Dringlichkeit der Aufgabe zur Verfügung stellen. KriegSmuseen. 6. Bildung einer Reichsstelle zur Sicherung der Kunstpflege im Rahmen der künftigen Gesetzgebung. Unterzeichnet ist dieser Aufruf von folgenden Persönlichkeiten: Otto Bartn-ing. Rudolf Bauer. W. C. Behrent. Josef Bloch. The» v. Drockhusen, Präsident der Freien Sezession. A. E. Brinckrnann. Heinz Braune. Ewald Dülberg. August Griscbach. Wilhelm .Haufenstein. Franz Heckendorf. Carl Georg Heise. Fritz Hellweg. Ernst Herzfeld. Willy Jaeckel. Walter Kaesbach. Cesar K'ein. Käths Kollwitz. Leo v. König, 2. Vorsitzender der Berliner Sezession. Bruno Koauskopf. Mechtrlde LichnowSiy. Paul Mebes. Hans Meid. Herbert Muelber. Julius Meier-Graefe. Heinrich Nauen. Wilbe!« Aiemeyer. Rudolf Oldcnbourg. Eruft Osthaus. Friedrich Paulsen. Ma� Pechstein. Friedrich PerzynSki. HanS Poelzig. E. Pottner. Heinrich Richter. Chr. Rohlss. Iran SchlkowSki. E. E. Schlieper. Hermann Schmitz. Rich. L. F. Schulz. Erft-Ernst Schwabach. Preuß. Finanzminister Hugo Simon. Milly Steger. Georg Swar- zenSki. Georg Tappe rt. Bruno Taut. Mar Taut. Heinrich Teste- now. Arnold Topp. Wilhelm 9k. Balentiner. Hermann Voß. Lud- wig Wolde. Wilhelm Worrinaer.— ZustimungSerklärun- gen werden erbeten an den Arbeitsrat für Kunst, Berlin NW. 49. In den Zelten 19. Notize«. — Architekten-Reform. An der Akademischen Hock- schule für die bildenden Künste in Berlin-Charlottenburg wird die Einführung einer Abteilung zur Ausbildung von Baukünstlern ge- plemt. — Theater. In der Volksbühne wird in Wanderung deZ Spielplans am Freitag„Wilhelm Tcll" gegeben. — Vorträge. Der für morgen festgesetzte literarische Abend von Christine N e:che n b ach(„Ein Geschlecht" von Unruh) wird abgesagt. Gekaufte Karrep werden zurückgenommen. — Erpressionistische Wortkunst in der Volks« b ü h n«. Im Vortragsabend der Freien Voltsbühne, der Sonntag in der Aula des Grauen Klosters stattfand, machte Dr. Rudolf B l ü m n e r. der bekannte Meisterinterpret neuer Wortkunst, einem Teil der Berliner Arbeiterschafi mit Werken der expressionistischen Lyrik bekannt. Ein paar einleitende Worte bereiteten die Hörer auf das fremdartig«, von allem Herkömmlichen Abweichende der neuen unst vor und wiesen darauf hin. daß es eine nationale Eigentümlichkeit gerade des deutschen Publikums ist, jeder künstlerischen Neu- erscheinung, die die alten Formen sprengt, mit billigem Hohn und Spott zu begegnen. Dieser warnende Hinweis war gegenüber dem Publikum der Freien Volksbühne überflüssig. Die schwere, heiße. bilderreicke Sprache eines H c y n e a e und Runge, die stürmen- den Rhythmen Herwarih W a l d e n s fanden ebenso verständnisvolle Hörer, wie die bis zum Aeußersten konzentrierte Wortkunst August D t r a m m S, die die formalen Tendenzen der expressionistischen Poesie am reinsten verkörpert. Der Beifall, der erst zögernd einsetzte, wuchs mit jedem Stück und steigerte sich bei Hehncckes„Angriff" und Stramm?„Ter Letzte" zu Kundgebungen spontaner Begeisterung. — Die Kokoschka-Ausstellung bei Paul Casfirer wird Freitag, den 13., um 4 Uhr geschlossen.— Sonntag, den IB., beginnt die Weihnacht s-VerkaufsauSstellung von Moderner Graphik. Spartakus gegsn 6arth. Wie kam die Reichsleitang zustande? In seiner Fensterreie vom 8. Tezember macht? der Volks- beauftragte Barth folgende Enthüllung: Daß er in der Regierung sitze und daß er zugegeben habe, daß die Regierung und der Vollzugsausschuß paritätisch zusammengesetzl sind, das sei geschehen, weil im Zirkus Busch am 10. November nicht Scheidemann, sondern Karl Liebknecht auf ihn eindrang und sagte: eS muß geschehen, wenn die Revolution nicht gefährdet werden soll Dazu bemerkt nun die„Rote Fahne": Ms die ZirkuS-Busch-Verfammlung vom 10. November begann, war das paritätische Kabinett— bis auf die Bestätigung— bereit» fix und fertig, und Barth wohlbestalltes Mitglied dieser illustren Körperschaft. Bei der Debatte über die paritätische Zusammensetzung des Voll-ugSrateS bemerkte Liebknecht auf Befragen zu Barth: er selost. Liebknecht, lehne den Eintritt in einen paritätischen Vollzugsiat seibstverständlich a limine ab; wer fre:l ch, wie Barth, an einem paritätischen Kabmett teilnehme, gerate in einen Wider- spruch mit sich selbst, wenn er den Eintritt in einen pari- täti'chen VollzugSrat grundsätzlich ablehne. Äuch die übrigen Behauptungen Barths sind auS der Luft ge- griffen. ES wird die'em würdigen Mitglied der Regierung Eberl nicht gelingen, die Verantwortung für seine zweideu- t! g e Rolle durch solche eindeutige Manöver aus andere zu schieben. Räch imicrcn Informationen verhält sich die Sache folgendermaßen: Am 9. November hatten die Unabhängigen den Eintritt von �aase, Tittmann und Liebknecht in die Regierung vorgeschlagen, ob'mit Liebknechts Emmilligung willen wir nicht. Am 10. November änderten die Unabhängigen ihren Vorschlag dahin, daß an Stelle Liebknechts Barth in die Regierung eintreten solle. Es war mittlerweile nicht über Versonenfr-agen, sondern lediglich über die sachlichen Grundlagen der Regierungsbildung verhandelt worden. Gegen Mittag kam die Einigung zustande, und nachmittags tagte die Versammlung im eiirkus Busch. Da die paritätische Vertretung in dem do: t zu wählenden Vollzugsrat den Wünschen Barths nicht entsprach, erklärte dieser, wieder aus der Regierung auszu- treten. Haas? und T.ttmann erklärten, daß unter diesen Um- ständen auch sie wieder austreten müßten, und damit schien das Kabinett gesprengt. Hier icheint nun Liebknecht in einem lichten Augenblick mit seiner Vermittlertätigkeit eingesetzt zu haben, indem er meinte, wer A gesagt Hobe, müsse auch B sagen, r�etzt ist ihm aber diese vorübergehende Vekun- düng soe'alpel'tischcr Einsicht peinlich, und er will es nicht mehr gewesen sein. T'e Slenbahntarz'fe. Erhöhung in Au« ficht. Au« der preußischen Cisenb'hnverwaltung wird für ISIS nach den vorläufigen. Schätzungen au? dam gesamten Verkehr ein Fehl- betrag von i% Milliarden Mark erwa.tet. Das siran» ziclle Ergebnis ist unter ar.dcrm dadurch sehr ungünstig beeinflußt worden, daß in diesem Jah.e infolge der Wendung auf dem Kriegs� schauplatz unsere Eisenbahnen sehr stark für Hecresziveck« in An- spruch genommen wurde., und dementsprechend den Personen- und Güterverkehr einschränken mußten. Damit man dem Gleichgewicht zwischen Einnehmen und Autgaben wieder nähnkomm«n kann, soll eine einstweilige Tarif er höhung durchgeführt weiden. Dcr neue Eisenbahnminister Hoff hält jetzt ein« noch stärker.- Er. höhung für nötig als diejenige, die bereits von seinem Amtseor- gänger beabsichtigt war. Er denkt an einen Zuschlag bis 60 Proz. für den gesamten Güterverkehr, nöügenfollß mit Ausnahmetarisen für Kartoffeln und G.treide. Für den Personenverkehr, für den bereits eine Tariferhöhung von durchschnittlich 2c» Proz. in Aussicht genoznmeu war. wird letzt eine Staffelung als richtig areesehcn. Danach soll d.r Zuschlag betragen in der vierten Klasse 20 Proz., in dcr dritten Klasse 2S Proz, in der zweilen Klasse W Proz., in der ersten Klasse t00 Proz. Bessert sich da» finanzielle Ergebnis wieder, so sollen die Zuschlüge ermäßigt oder ganz be- seitigk werden. Ter reue Eisenbahnminister ist übrig nS Gegner de? Vierklassensystems im Personenverkehr und möchte höchstens zwei Klassen zulassen, hält aber zurzeit die'e Reform für noch nicht möglich. AuS den Personlen- und den Eiligen ist die erste Klaff: ja schon beseitigt worden. Minister Hoff hat seine Pläne, Wie wir hören, in einer Sitzung deZ StaatS- minstieriumS vorgelragen. Er ist ermächtigt worden, mit säml- lichen deutschen Bunvesregierungcn unverbindlich darüber zu der- bandeln, ob Einhrillichkeit in der Tarifbemessung zu empfehlen ist. Er selber hält sie für unbedingt notwendig, wenn nicht der Ver- kehr erschwert werden soll. Die preußische Sioatsregierung hat sich zunächst noch in keiner Weise festgelegt. GeweeffchcObewVMV Gsneralversammiung öer Metallarbeiter. Der ordentlichen Generalversammlung der Verwaltungsstelle Verlin des Teulschen Metallarbeiterverbandes lag zunächst der Kassenbericht für las 3. Quartal 1018 gedruckt vor. AuS ihm geht hervor, daß im 3. Quartal 1018 die Einnahmen der Hauptkasse 831 020,07 Mk. betragen haben. Unter den Ausgaben befinden sich 252 803,30 Mk., die an die Haüptkasse eingesandt lind. Dcr Lokalkasse sino überwiesen 70 814,70 Mk. Für Ärankenunterstützung sind «uSzegeben 127 708 45 Mk. Die Lokalkasse hat inkl. cineS Bestandes von 2 318 557,71 Mk. eine Einnahme von 2 564 264,47 Mk. Dcr Kassenbc'tand der Lokalkasse am Ende des 3. Quartals betrug 2 356 408,17 Mk. Dem Kassierer wurde ohne Dsbatte einstimmig Entlastung erleilt. Nunmehr wurde der Punkt Errichtung cineS paritiitischcn Arbeitsnachweises für die Metall- industrie Groh-BerlinS derhandekt. Tie 14 Tag« früher stattgefundenen Bezirksversamm. lungcn hatten sich fast einmütig für den Arbeitsnachweis auSgc- fprochen. Nur an einigen Stellen waren gegen einige Paragraphen 1t'ücn.en erhoben Dieie Z edenten wurden auch jetzl wieder in der Generalversammlung vorgebracht, es wurde vorgeschlagen, die Sache zu vertagen und eine Kommission zu ernennen, die die einzelnen Abäriderungsai, träge prüfen und behandeln soll. Tie Generalversammlung entschied sich auch, nachdem sie sich zunächst im Prinzip für den pari:Ztischen Arbeitsnachweis auSge- sprachen hatte, für den Antrag der Vertagung. AIS jedoch bei der 'Wahl der Kommission und der Erledigung der Aufgaben dieser Kam- Mission sich herausstellte, daß hierbei besondere Schwierigkeiten und längere Verzögerungen wahrscheinlich seien, tauchten bei verschte- denen Mitgliedern Befürchtungen auf, daß damit den gegenwärtigen Vedürfnissen aus dem ArbeitSmarkt nickt entsprochen würde, wes- halb ded Vorschlag aus dcr Mitte der Versammlung kam, den Be- schlug auf Vertagung aufzuheben. Cohen empfahl nunmehr, zu beschließen, daß der pari» täiifche Arbeitsnachweis für die Metallindustrie Groß-BerlinS so bald wie möglich in Kraft triti und etwaige Aendcrungen in den einzelnen Paragraphen späteren Verhandlungen vorbehalten bleiben. Abänderungen der einen oder- anderen Bestimmungen Äinnten natürlich immer beantragt und verhandelt werden. Sollten solche Vorschläge gemacht werden, müßten sie tunlichst bald dem Bureau des Rketallarbeiterverbandes übermittelt wedcn. Dieser Borschlag wurde gegen wenige Stimmen angenommen. Damit ist de? Inkrafttreten des paritätischen Arbeitsnachweises für die Metallindustrie Groß-Berlins seitens der Metallarbeiter gntgchcihen. Wenn all- Vorbereitungen erledigt werden � können, wird der paritätische Arbeitsnachweis für die Metallindustrie Groß-Berlins mit dem 16. Dezember d. I. feine Tätigkeit auf- nehmen. Ein weiterer Antrag von der Arbciterinnenkommission auf Anstellung einer weiblicken Sekretärin wurde nach kurzer Begründung durch die Kollegin Bauer gegen«ine Stimme angenommen Es wurde gemäß dem Statut sofort eine Kom. Mission gnählt die in Verb ndung mit drei von der OrtSvcrwäl- tung zu b-ltimmenden Vertretern die Wahl selbst vorzubereiten bat. �Ter Pesten w-'rd ausgeschrieben. Unklarhg'cn in den Betrieben. Durch die versch'edensten Umstänv? veranlaßt, herrschen zur- zeit so v'-cl: Ilnklg'-beiien unter den Metallarbeitern Berlins, daß ein? strikte Weaweiiung notwend'g ist. AlZ erster Redner nahm zu dem Kapitel dcr BolkSbeauftrante Kollege Barth das Wort, der zunächst betonte, daß zurze t Arbeitsnieder- legi'ngen auf alle Fälle unterbleiben müßten. DoS wir joßt brauchen, feien Leber? �:l, Rohstoffe, Kohlen und bor allen Dingen F r i e d e rn D-r Krieg habe einen großen Trum. merbai'fen hinterlassen: aus ihm gälw eS jetzt ein wohnliche? Ge» bäiPe zu errichten Wenn da jemand glaube, daß dies von heut: auf rnorecn oescheb-n kö-me sei er im Irrtum. ES werde deZ größten Ideelismi'S der Tolodarität und der Entsagung bedürfen. wenn w'r durch die geAenwärt'ge schwierige Zeit hindurch kein» -■en wollen. Do'-'re der gogenwärti�e Znstand noch längere Ze't. dann werde in'- iitschlg-'d alle» zugrunde geben. Darum müsse oeg-n de in eiri!''irn Belieben unfp'-nommenen Versuche., für sich ol-n- Rücksicht auf dch Ja-ee der Ge>ämiheit etwaS herauSzu» bo'en. entschieden verrr'oilt werden. D'e deutsche Industrie habe kciren ner-erS-erten Krcd t mehr im AuSland� Der nnent�ehr» li�-e Kr di» aber sei nur zu s-chrfken. wenn wieder Exportgüter für''aS Ausland produz-ert w-rden. Bar 5 ging s-'dg''n o-k die Bor'ommniss- am FreHacr de- 6. Degen. her, ein und er?'-''-te. es sei festgestellt, daß weder Ebert noch Scheidemann noch LandZherg iraent'wie mit den Borkovimnissen in Verbin. dura stehen. Das könne er auf da? Bestimmteste erklären. Wenn auch nur die entsernteste Möglichkeit vorläge. tmß ein Zi!ssmm-nh"ng zwi'chen d'c'en Genossen und den Vor» kommnisscn am Frei'aa b's�ndo. würde er nicht eine Minute läng-r»n-ßer R�i-rung bleiben. Nach Barth kam Richard Miller 'um Wort der me'nt', daß er von den verschiedensten Seiten tä?» l'ch an-'-egrifsen w«rde Da'' die? ociche�e. beweise ihm. daß er auf dem richtigen Weg? sei. Durch den Krieg sei daS Nationalvermögen zum o- ös'ten Te I vergeudet. Der verbsiebene Rest müsse dcr Arbeiterschaft-ur Verfügung gestellt werden. Die weiteren Ausfübninaen Müller?«ofh'-lten zumeisi h-f< tige Angriffe gegen die Regierung, die se'ner Meinung nach von der Absicht deS PutscheS am Freitag, den 6. d. M.. vorher gewußt und nichts dogeg'n getan habe. Nack einigen weiteren Anariffen gegen die Tätigkeit der Regierung erklärte Müller, wenn«S zum Platzen komme dann solle d'e O.'ffentlichkeit wissen, wodurch e? zum Bruch gekommen sei. Die bürgerliche Presse, die in den erssen Tagen nach der Revolution sehr zllrückbaktend war. habe ß'ch na?» und nach wieder bervoraewagt und demoagenübe-r sei es seiner M einuna nach nötig, daß die Arbeiterschaft demonstriere. um zu ec'.gcn, daß sie sich die Errungenschaften des 0. November nicht wieder nehmen lassen. Barth t-at den Angriffen MüllerS aus d:e Regierung entgegen und erklärt- daß von den PolkSbeauftragten nie» wand von den Vorgängen am Freitag, den 6 d. M.. etwns ge- wüßt fgbe Jede ge-onteilig? Behauptung treffe emfach nickt zu. Barth»Woß m't d'n Worten, früher war der wirtschaftliche Kampf. der Streif eine Tat heute wäre er eine Dummheit. Mit Rücksicht auf die vorgeschritten« Zeit wurde nunmehr die Versammlung vertagt. Großtzverlln der Einzug üer eisernen Jäger. Am heutigen Mittwochmittag ist durch daS Brandenburger Tor die Deutsche Jägerdivision eingezogen. Diese Truppe, die sich aus Westfalen, Pommern, Westpreußen und Brandenburgern zusammen. setzt, ist eine der jungen Divisionen, die im Laufe des Krieges an allen Fronten gekämpft hat. Die Division, die in den italie- nischen und englischen Heeresberichten oft erwähnt wurde, und die zuletzt im Westen gestanden hat, ist diejenige, welche den berühmten Durchbruch an dcr Jsonzo-Front erzwungen hat. Dicht vor der Grenze CharlottenburgZ an der Halenseer Drücke nahmen die Jäger heute morgen Aufstellung. In mustcrgültiaer Ordnung, mit Blumen und Tannenzweigen reich geschmückt, rückten zur angegebenen Zeit die Kolonnen heran. Zuerst die Garde- Reservc>chützcn, dann die Garde-Rcservejäger, dann das aktive Jäger- Bataillon 1, Graf Uorck, die 1. Reservejäger, das Jäger- baiaillon 7, dann das der Division zugeteilre Brandenburger Jnfanteriereziment 180, eine Abteilung der Mecklenburger 24. Feld- aritllcrei und schließlich die Pionierabteilungen 5 und 0. Wie auch gestern, hatten sich Tausende und aber Tausende von Menschen angefunden, um den Anmarsch der ruhmreichen Jäger mitanzusehen. Viel bestaunt wurden die von den Alpenmärschen her mit- gebrachten Tragtiere, die Maulesel und kleinen Pferde, die im ruhigen Paßschritt mit ihren aufgeschnallten Maschinen- gewehren und leichten Gebirgsgeschützen den Kurfürsten- bamm ebenso gelassen entlang zogen. wie damals über die vereisten Alpenpässe. Die Mannschaften, in ihrer tadel- losen GebirgSauSrüstung, machten einen prächtigen Eindruck. Am Kurfürstendamm herrschte heute ein lebhaftes Treiben. Die Mittel- Promenade war ebenso wie die Bürgersteige von einer dichten Menge erfüllt, die die Jäger freudigst begrüßte. Kurz vor 12 Uhr erreichte die Spitze die Hofjägerallee und den Großen Stern, wo, wie auch gestern, viele Tausende der Ankunft der Truppen harrten. Bei dem heutigen Einzug der Deutschen Jägcrdivisson. die aus Truppen aller deutschen Stämme gebildet ist, hielt der Volks- beauftragt« Hugo Haast am Brandenburger Tor die folgende Ansprache: Soldaten, der Rar der Volksbeauftragten, die Regierung der sozialistischen Repu- blik, begrüßt Euch auf das wärmst« bei Eurer Rückkehr in die Heimat. Eure Leiden und Mühsale während der qualvollen Kricgchahr« haben wir mir Euch gefühlt. Als die Regierung die Gewalt ergriff, war es ihr fester Entschluß, di« sinnlose Massen- schlächterei auch nicht um eine Stunde zu verlängern. Euch aus den Stätten des Grauen? und der Zerstörung ohne Gefahr zu friedlicher Arbeit zurückzuführen, war ihr Bemühen. Jetzt seid Ihr auf heimischem Boden. Volksgenossen eines freien Volkes, nicht mehr herrscht das eiserne Szepter der Militärdiktatur, die jede Regung eines freien Gedankens niederdrückt. Die alten Machthaber, die Euch in den Krieg hineingetrieben und Elend auf Elend gehäuft haben, sind gestürzt, unter ihrem fluchbeladenen System ist unser Volksleben verwüstet, an seiner Wiedergeburt mitzuwirken, seid Ihr berufen. Eure Kameraden in den'Kasernen tragen rote Abzeichen, auf den Amtsgebüuden weht die cote Fahne. Dieses Rot ist das Sinn- bild der MenschbenSverbrüderung. zu der sich die sozialistische Re» publik bekennt. Vielfach sind Euch nur Zerrbilder vom Sozialismus entworfen worden und von den Männern, die für»eine Veew'rk- lichung kämpften. In Wahrheit vermag nur die sozialistische Gesell- schast Rivalitäten der Völker auszuschalten und damit ein für alle- mal einen Krieg unmöglich zu machen. Und wer wollte nach J)?!» fürcherltchen Erfahrungen dieses Krieges, daß noch einmal Brüder gegen Brüder die Waisen gegeneinander ergreifen? Auf dem Trümmerhaufen, den der Krieg zurückgelassen� eine Welt geordneten Zusammenlebens ohne Ausbeutung des Menschen durch den Men- scheu, ohne Massennot und ohne Unterdrückung zu schaffen, das ist die Ausgabe der sozialistischen Republik. Von Euch, Soldaten, wird eS wesentlich abhängen, ob diese Bewegung, die glückverheißeird ein- gesetzt hat, erfolgreich vertäust. Nicht mehr dürfen die dunklen Möchte der Vergangenheit das Aufwärtsstreben zur Menschheits- kultnc verhindern. Unser heißer Wunsch gilt dcr Freiheit und dcr Brüderlichkeit. »• * Einzuzk einer Gardedivision. Morgen wird die 4. Gardeinfantericdivision in Berkin ein- ziehen. Mit der Division kehren die eisten Gardeinfanterie- reg'menter— daS 5. Garden, fanteriercgiment und das vom 4. Garderegimcnt bei Kriegsbeginn aufgestellte Referveinfanterie- regiment 03— zurück. Der Einmarsch führt über die Frankfurter Allee. Ka-serstraße, Alexanderstraße, Königstraße, Spandauer Straße, Schloßplatz, Unter den Linden, S-'egeSallee. Königsplatz, MI-Moabit, Strom straße, Pullitzstraße, Birkenst aße, Ouitzow- streße. Tie Gardeinsantericdivision wird um 11 Uhr vormittags am Brandenburger Tor durch die Reichs- und Stadtbehörden feierlich empfangen._ EifenbaßunnfaTl auf dem S«k>kcs»'icken V-fl-ubofl Von einem Zugzusammenstoß. der leicht unübersehbare Folgen hätte haben können, wird uns berichtet. Der beute morgen 0.54 von Strausberg abfahrende Personenzug fuhr bot seinem Eintreffen auf dem Schlcsischen Bahnhof auf den ncch dort haltenden D-Zug Hannover-Essen-Köln, der 10.46 vom Sch lest scheu Bahnhof abfabren sollte, auf., Nach Mitte'lungen des LokrmotivführerS des StrauS- berger Zuges war die Einfahrt freigegeben. Da daS Gleise eine starke Biegung an der betr. Stelle macht, so kennte er nicht mebr rechtzeitig den vor ihm haltenden Zug bemerken und fuhr trotz aller Bremsversuche auf. Zum Glück ist ein größeres Unglück n'cht ein- getreten. Nur der Gepäckwagen deS SirauSberger Zuges wurde stark demoliert und in dem letzten Wagen des D-Zuges erss'f-n einige Soldaten nur leichtere Schnittwunden. Manmng vor Tkoßn als Tah.iTcrlaft. In verschiedenen Händleranprcisungen sind auch die B'ätter, Stengel und Kapseln deS im Inland« gebauten Mohns als Tabak- crsatzftosfe empfohlen worden. Gegen ihre Verwendung müssen aber, wie on amtlicher S ite betont wird, gesundheitlich« Bodenkcu erhoben werden, da die Pslanzentcil« Ablömmlänge de? Opiums enihalten, die in den Rauch übergehen und ähnliche Giftwirkungen zur Folge haben können, wie sie beim Rauchen on Opium be- obachtet werden.__ Verkehrsstörung auf dcr Hochlebn. Eine mehr als 1 14 ständige VerlehrSunterbrechun»! entstand heute vormittaa gegen 148 Uhr im Betriebe der Hochbahn auf der Strecke von Leipziger Platz aus westwärts. Ein von Bülowstraße aus Bahnhof Gleisdreieck ein- laufender Zug erlitt einen Schaden du:-ch Auslaufen der Ach?buxe. Die Auswechselung de? schadhaften Teile? dauerte etwa�ltz* Stunden. Während dieser Zeil ruhte d r-rerrehr inäch teui Sifitil ßcU- kommen. Die Nord- und die Oststrecke wurde von dieser Störung nicht berührt, dagegen brachte ein Aussetzen der Srromzuiübruiig dort eine viertelstündige Deiriebsunterbrechung. Da die Störung vor Geschäftsbeginn in der Zeit des groß n Verkehrs au? den Vor- orten nach dem Innern der Stadt einsetzte, spielten sich cm den Haltestellen der Äraßenbabn, die in dcr Nähe der Hochbahn'''öie lagen, wahre Kämpfe um einen Platz in der Sirai-enbahn ab. Die Wagen waren bis auf die Trittbretter, Kuppeluu.gsstangcn und Außcnränder cm den Hinteren Plattformen mehr als voll besetzt. »Im Interesse der ReichSbank." 13 Silberbarren im Werte von 13 000 M. erbeuteten Veschlagnahmeschwindlcr am Kottbuser Ufer. Bei der Inhaberin eines Silberwarengeschäfts, deren Mann noch im Feld: steht, erschien ein Soldat und ein Zivilist, stellten sich als Beauftragte des KrirgSwuckeramtS vor unh wiesen sick auch mit gefälschton Papieren diese? Amtes und des Polizei» Präsidiums aus. Sie erklärten, dem Kriegswucheramt sei an- gezeigt worden, daß das Geschäft nicht einwandfrei erworbene? isilber verarbeite. Dcr noch vorhanden« Bestand müsse im In- teress« der Reichsbank beschlagnahmt werden. Von der Verhaftung der Frau wollten sie Abstand nehmen, da sie alletzn im Geschäft sei, sie müsse ssch aber am nächsten Morgen um 9' Uhr auf dem Polizeipräsidium melden. Die beiden„Beamten" trugen sodann das Silber in eine Droschke und ftihrcn davon. Gestern morgen erfuhr die Frau.auf dem Polizeipräsidium, daß sie SchwiiUlorn in die Hände gefallen war. Das vierte Opfer bat Unt Fikmexplosion gefordert, über die wir berichteten. Frau Klimmck selbst ist jetzt im Kraukenhause an ihren Brandwunden gestorben. Niedcrschönhavsen. A»S der Gcmcindcvrrtrctung. Die Sitzung am DienSlag bewilligte eine einmaiige Zulage an die Geniciudc- beamten. Arbeiter und sonstigen Angeiiellien sowie den Lebrpcrioncn an de» böheien und Volksschulen in Höbe von insgesamt 1l>2 170 M. Zum Sicher heilSdienst sollen die vom Heere enilassenen Gemeinde- ongeböiigen laut Beschluß des A.- und S-Rais vciwcndcl werden. Die Kosten dafür bclragen pro Monat 2700 M. Samariter für die(ssinzugsfelerlichkelten. Der Arbelter-Sama- rtter-Bund schreibt unS: Sämllichc Arbeltcr-Lamniitsl sind vcivivchtct, sich an de» EinzugStaqen fnihviO Uhr am Brandenburger Tor iWachc) zur Verfügung mit Tasche und Armbinde zu stellen. In dcr NniversitStskllnik für Ohren» und Nasenkrankc in der Charitä beginnen für ertaubte und gehörgeschädigte Sol» baten Kurse im Absebeu de« iSesplocheucii und zur Erhaltung dcr Stimm- und Sprachsunttlon unter sachärztlicher Leilung Meidnng-n Moniag. DienSlag, DonnerSlag, Freitag um 10'/, Uhr im MSnncrtageraum der Klinik, Luisenstr. 13a. Der sozialdeinokratifcki« Aerzteverein veranstalici am Moniag, abends 8 Nbr pünitiich, im tlcincii Saal des L rngcnbeck-Lirchow-HauscS, Lnisenslr. 2?/ög, eine sreie AuSsp-.achc über da? Thema:„Der Arzt in der sozialen Republik'. GSäe willlommen. Reinickendorf. Lebensmittel. Aus Abschnitt 80 SS0 Gramm Kunsthonig('/, Psuiid.Palet 40 Ps.) Anmeldung hat bis einschließlich IS. d. M. zu crsolgen. Schönebrrg Nähgarnvcrtcilung. Die Kleinverarbelter können daS ihnen zugebiliigtl Garn von Donnerstag, den 18. Dezember nö nach einer besonderen AuSgabcverteilung in der Städtischen Berlaussstelle, Haupt- slrage 11, hochpt., in Empsang nehuieu. Groß-Serliner partesnachrkchten. LvllmrrSdorf. Die bente abend tagende Ml gliederver'ammlung findet in der Aula der Goelbe-Schule, Wcslsälische, Ecke Münstersli atze statt. Friedricholmgen. Heute abend 8 Uhr spricht im BrauereiauSschanl Seestraße Genosse Rudolj Wijjclt fider:»WaS will die SoznüScino- kratte.' Säst« willkommen. Rataly von Lschitruths gesammelte Romane in vier Abteilungen z;« fe 3 Dovvelbändcn, jede Abteilun«, Mark 41,23. 1. Abteilung: Hoflust. In Ungnade. Sterne des Glücks. Jung gefreit. Der Mojoratsherr. 2. Abteilung: Polnisch Blut. Frühlingsstürme. Die Regimentstante. Komödie. Von Gottes Gnaden. 3. Abteilung: Gänseliesel. Nacktschatten. Hazard. Der verlorene Sohn. Ungleich. Kle liefern jede libteilung gegen lonatszafjlung von h ISarH A Wollbrück& Co., Buchhandlung. Berlin, Oranienburger Straße 53 4. Abteilung: Die Bären von Hohen-Esp. Am Ziel. Im Schcllenhemd. Frieden. Jedem das Seine. zss�-S�Z« ,~-rl o X»i> ' cr."S. c c-s-gf- fsacs '*£*» ö liefet Si«l| |SP| zwei Abteilungen gegen S Mark, drei Ableitungen gegen 3 Mast, alle vier Abreilungen gegen 10 Mar! monail. �nK-ä t'SJ»_£ c S ZvE s Ji48Sii £7� S B er» �eliiiiaciiisiieseiienid Pttnlr»«! 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