rfi «2 2» -« i jfc343a* 33. Jahrg. -vezugSpreiS: 6.75 Ml. monall.2.25 Ml. in» Haus. öocouS jaljifior. Einzelne «jnnmctn 10 Pfennig. Poflbezug: Konarilch 2.25 M!.. exll. ZuslellungS. »lbühi Unier Kreuzband für Deutsch» iond n. Oesterreich-Ungarn 5.50 Ml. iür das übrige Ausland 6.50 MI. bei i�Iich cininallger Zufiellung 7.5 v MI. «olldestellungen nehmen an Däne- »arl. Hoüattd. Luxemburg. Schweden wld die Schwerz. Eingetragen in die Past-Zsimngs-Preislifte. Der.Zlonrärt»�«richeint wacheniäglich iivewral. Sonntags einmal. Delegramm-Adresse: »Sozialdemokrat Berlin�. Abend-Attsgabe. Vevliner VoMsblatk. ( 10 Pfennigs Anzeigenpreis: Die achtgcfpallen« Nonpareillezell« loftel so Pfg..Kleine Anzeigen�, das lcttgedrucktcSorl»0 Pfg. izulässtg L fettgedruckte Worte), jedes weitere Wort L0 Pfg. Stellengesuche und Schlafstellenanzetgen das erste Wort 20 Pfg., jedes weiter« Wort>5 Pfg. Worte über lb Puchstaben zählen für zwei Worte. Teuerungszuschlag 50°/» Familien-Slnzeigen. volltisch»»nd gewertfchaftlichc PereinS> Anzeigen S0 Pfg. die Zelle. Anzeigen für die nächste»itmnier nchssen bis S Ilde nachnilttags im Haichtgefchäst. Serlin SS. 69, Lindenstrage 3, ab tegeden werden. Geüsfnel von 9 Uhr früh bis 6 Uhr abends. Zentralorgan der fozialdemokrat» feben parte» Deutfcblande. ft�oföon und Expedition: SV. bS, Lindenstr.Z. Fernsprecher: Amt Moristplat?. Nr. täIS0-»i»tS7. Sonnabend, den 14. Dezember 1S18. vorwärts-verlag G.m.d. h., SA). öS, Lindenstr.Z. Fernsprecher: Amt Moristplast. Nr. 117 SS— St. pw»! » ie Cntente erkennt die Räte nicht a >"1 inr «IL Kreil s' 14. Dezember. Ter Arbeiter» und Soldatenrat m bei'est" � in Trier Mlgefraqt, ob für die vom Feinde kcb» �kbtctc ungehinderte Ausreise» und Rück» glich leiten der Delegierten gewährleistet wird, Ziiif» r e r I i u e r Tagung der Arbeiter» und Soldaten- kiivd ntn* Dezember entsendet werden sollen. Diese Frage 0pm?! tolt der Deutschen WasfenstillstandSkommission Pflicht» 6"" Ä".....«rrr::� weitergegeben. die Eröffnung der Reichsräteversammlung. .. Berlin, 14. D?zcmber. Die Relchsvcrsammlung der Ar- b--ter. und Soldatenräte Deutschlands wird am 16. Dezember l9l8 um 10 Uhr sriih im ehemaligen preußischen.lbgeordnctm- vause eröffnet.' Die Biitksbeiniflragtcn werden über ihre bisherige TStigkeit am �ldntgg v-r dem berufenen Forum d-r Zcntraltagung der deutsche» Arbeiter» und Soldatenräte und damit /«»ch vor der weiteren �effcntlichkeit Bericht erstatten. WassenstillstanSsverlängerung bis zum Friedensschluß! Lebensmittel, aber auch Rohstoffe und Kredit müffe« wir haben. . Bei den Verhandlungen der deutschen Waffenstillstandskom- Ulrss'.on mit den Vertretern der Alliierten wurde Vorsorge ge» ?l>ssrn, das: die Verhandlmigeu über die Lebensmittel» Nag, mit größter Beschleunigung begonnen werden. Es wird In Brüssel, Rotterdam und London verhandelt werden. In Trier ist gestern eine unbefristete Bcrlängerung des Waffen» müstandsvertrags bis zum Friedensschluß erreicht worden! Wort» � heißt es in dem Abkommen, daß der Waffenstillstmü bis " Ä-muar ISlS. ö Uhr vormittags" läuft...Diese Verlängerung einen Monai wird unter Vorbehalt der Zustimmung der alliier- ten Regierungen bis zum Abschluß dcS Präliminarfriedens aus. »edefmt." Da es aber gar keinem Zweifel unterliegen kann, daß ie Enten-teregierungen den Krieg faktisch für beendet halten, wird ihre Zustimmung als feststehend angenommen wenden können. Hls Druckmittel auf Deukschland, die Waffenstill- stanösbedingungen in dem von den Gegnern gewünschten Tempo � Erfüllen, ist in dem neuerlichen Abkommen ein Zusah zu dem �oaffenstiklstandSvertrage vom 1l. November festgelegt worden, der stlgenden Wortlaut Hai:.Das Oberkommando der?lMerten behält bch vor, von jetzt an, wenn eS dies für angezeigt erachtet, und um stch neue Sicherheiten zu verschaffen, die neutrale Zone auf dem ��ttrn Rheinufer, nördlich drS Kölner Brückenkopfes und bis zur h»l!iii-ch»sch«� Ar«»»«»« besetze». Diese Besetzung wird von dem �boeiommanp« per Aliioetc« S Tage wrher angegeigt werden." hinsichtlich p«r Ablieferung unsere» E i s e n b a h n t r a n S- p» r t m a t e r i a l S est«S den deutschen Unterhändlern gelungen, '«e Milder ii«, pnrch»erlilngrrmig per VblicfernngSfrtst zu er- Wunsch der Foanzos««ruf A liliefoean-t M küezester Frist d«,ng in der Kommission nicht dnrch. Ebenso stnd die W« stsretösischor Sott« voogeschlago««,«teosporschriften für d»n Fall. b»sl ritorMw«■Ktfc, für nicht gomigenJ �ttlort wird, gemildert»»od«*. Für den Panzerfreuzer„Mackensen", der nicht schleppfertig ist, 'st von den Engländern die Ablieferung des LunienschifftS.„Baden" gefordert worden. Und trotz deS Protestes der deutschen Wasfenstill» stanösdelegation ist diese Forderung von den Engländern nicht zu» rückgezogen worden. Das bedeutet, da eine Schuld Deutschlands in bcm Falle der„Mackensen" nicht vorliegt, eine Härte, die man bei loyalem Entgegenkommen hätte vermeiden können. Die für uns wichtigste Erscheinung der Verhandlungen war eine Erklärung d«S amerikanischen Lebensmittelkon» � r, l l e u r s chsorer über die Bersorgong Teutschland» mit Lebensmitteln. Diese Erklärung»urdc von Marschall F och im Namen Hooisc� zu Beginn der Sitzung abgegeben. Danach sollen die in deutschen Häfen liegenden ZVt Millionen Tonnen Schiffsraum„untrr Kon» trolle der Alliierten" zur Versorgung Deutschland» mit LcbcnS» mittel» zur Verfügung gestellt werden. Foch erklärt« sich dabei m. Prinzip»invcrspandon, dost diese Schiffe deutsche« Eigen- tum bleiben und mit deutschen Seeleuten als Be- M a n n u n g fahren. Deiitschleirrd soll also nun Lebensmittel bekommen. Man hat sich dirowch im Lager unserer Gegn« von d-r gestthrvollen Ernährungslage Deutschlands überzeugt. Unsere Schiffe werden in Kürze in fremde Häfen gehen können, um für Teutschland Lebensmittel zu laden. Aber wie sollen wir die Lebensmittel kaufen? Der Krieg hat uns von der ganzen Welt abgeschnürt. Wir haben seit mehr als vier Jahren so gut wie keinen Austausch mehr mit der übrigen Welt. Wir haben auch gar keinen Produktionsüberschuß, um damit Lebensmittel im Auslande einzutauschen. Wir haben aber infolge der Unterbindung unseres Außenhandels nirgends Kredit zu erwarten. Wir könnten mit Gold bezahlen, was wir jetzt für unsere Bevölkerung an Lebensmitteln nötig haben. Aber wir dürfen ja kein Gold ins Ausland abgeben. Uns sind die Hände völlig gebunden. Die Alliisrten müssen darum noch einen Schritt weiter gehen: Sie müssen uns einen Kredit gewähren. wenn ihr Entgegenkommen in der Lebensmittelfrage für uns praktischen Wert haben soll. Und dann noch eins: unsere Lebensmittelnot soll ge- lindert werden. Mon ist sich hoffentlich in den Ententeländern klar, welches Uebermaß von Arbeitslosigkeit das deutsche Volk bedroht, weil wir die wichtigsten industriellen Rohstoffe entbehren, um unsere Fabriken in Gang bringen zu können. Man ist sich wohl auch darüber nicht im Zweifel, daß r.".. e i ev«_ v r--"-~-- Um Tod und Leben unsrer Volkswirtschaft. Die ernste Lage verschärst sich immer mehr. Die Heere werden in beschleunigtem Tempo in die Heimat zuriickbcföcdcrt, viele Millionen Menschen ziehen den Soldatenrock aus und ver- langen, daß sie Arbeit und Lohn, daß sie Existenzmittel erhalten. Noch nie hat sich Deutschland einer so gefahrvollen Situation gegenüber gesehen, wie sie jetzt durch das Einströmen unge- heurer Massen arbeitsloser Arbeiter zu erwarten ist. Die allerwichtigste Aufgabe, die der öffentlichen.Körper- schaften jetzt harrt, ist den zurückkehrenden Millionenniassen Arbeit und Lohn zu beschaffen. Namentlich für die Großstädte dürsten durch die Anhäufung großer Massen von Arbeitslosen die fiirchtcrlichsten Notstände entstehen. Das deutsche Wirtschaftsleben hat nach dem Ausbruch deS Krieges durch die scharfe Einstellung auf die ausschließlichen Bedürfnisse der Kriegsführung eine sehr ernste Störung er- fahren. Es ist nicht nur nötig, eine längere Uebcrgangszcit ! vorauszusetzen, sondern insbesondere auch damit zu rechnen, daß entsprecheirden Werte erzeugt werben müssen" darum muß mit aller Eindringlichkeit verlangt werden, daß neben den Lebensmitteln uns auch Rohstoffe, besonders Textilfaser, Gummi und Oele nötig sind. Wir müssen nicht nur die physische Krast unseres Volkes schützen, wir müssen auch unsere völlig erschöpfte Wirtschafts- kraft wieder heben. ES liegt also im Interesse der Sieger uns auch Rohstoffe und vor allem einen Kredit zu gewähren. tzeiite ist Wahltag in Englanü! Die Wahlen zum englischen Parlament finden heute statt. Durch Nominieruug sind bereits 107 Mandate vergeben. Gesetz zur Gilöung einer freiwilligen Volkwehr. L Zur Aufrechterhaltung der östentlichen Ordnung und Sicher. Heft ist eine freiwillige Volkswehr zu bilden. 2. Die Vollmachten zur Aufstellung der Abteilungen dieser Volkswehr erteilt ausschließlich der Rat der Volksbeauf- tragten, der auch Zahl und Stärke der Abteilungen festsetzt. 3. Die VslkSwehr untersteht ausschließlich dem Rar der Volksbeauftragten. Sie verpflichtet sich der sozialistisch demokratischen Republik, durch Handschlag. 4. In die Volkswehr werden nur Freiwillige aufgenom- men. Sie wird außerhalb des Rahmens des Heeres stehen, Ge- richtS- und Disziplinarverhältnisse werden noch geregelt. b. D,e Freiwilligen wählen ihre Führer selbst, und zwar etwa 100 Frelwilljge(Hundertschaft) einen Führer und drei Zug- füh»«r, mehrere Hundertschaften bilden«ine Abteilung und wählen den AbteilungSführer und einen Stab. Ihm steht ein Vertrauens- rat von 5 Freiwilligen deratend zur Seite. «. J«d»r Freiwillig« ist im Dienste zum Gehorsam gegenüber seinen s,»st»»«»Whl»rn Kühr«-«»»rpflichtat. 7. Kür die Annahme der ZMwiKlg« ist Vorbedingung: a) ftn d« Rrgpf Zurücklagnng d«S lM, Seb«p»s»hre� h) Körperliche Rüstigkeit. c) Längerer einwandfreier Frontdienst. 8. Die Freiwilligen haben zunächst eine Probezeit von 21 Tagen zu leisten. Wird ihre Geeignetheit festgestellt, so sind sie zunächst auf g Monate zu verpflichten. Die Verpflichtung kann nach Ablauf dieser Zeit von 3 zu 3 Monaten verlängert werden. Frühere Lösung des Dienstverhältnisses ist bei schwerer Verletzung der durch dasselbe begründeten Pflichten zulässig. Sie erfolgt durch den AbteckungSführer unter Zustimmung deS Ver- trauenSrate». 0. D'e Freiwilligen sind wie Mannschaften deS Soldatenstandes zu bckleid««. au«zurüsten. zu bewaffnen und unterzubringen. Wegen besonderer Bekleidung und Abzeichen bleibt Bestimmung vorbehalten, Gebühcnifsc und Bersorgeingtansprüche sind noch festzusetzen. Früher erworbene Bersvrgunßsansprüche bleiben bestehen. 10. Da» Peiißische Kriegsministerium hat mit Zustimmung de» RateS der P»If»beauftragten die erferderlichen AuSführungSbe- stimmungen zu erlassen. Ter Rat d»r P-SSbeaustragte«. Die deutschen Truppen auS Syrien«nd Armenien stnd unter dem Kommando Liman v. Sanders in Stärke von 10 000 Mann gkückhich in Ko»sta»ti»opel anzelommrn. rung zu einem sehr großen Teil überhaupt hindern wird, an ihre frül>eren Arbeitsstellen zurückzukehren. Selbst dort, wo die erforderlichen Rohstoffe verfügbar sind, muß mit stark wer- mindertet Arbeitsgelegenheit gerechnet werden. Der Rohstoff- Mangel erdrückt uns, selbst die Kohle reicht nicht ans und wenn selbst alle Bergarbeiter aus dem Heere entlassen sind, ist mit einer Behebung der Kohlcnnot noch nicht zu rechnen. Die Kohlenbecken des Wurm- und Saargebictes sind zurzeit in der Hand der Entente, und auch das Stuhrrevier, das größte Kohlen- produktionsgcbiet Deutschlands, ist in seiner Freiheit, seine ganze Förderung für Deutschland zu liesern, ernstlich bedroht. Die industriellen Riesenbetriebe stehen vor einer fürchterlichen Krise. Die Firma Krupp hat, wie gestern berichtet worden ist, sich gezwungen gesehen, die Entlassung von zirka 200 000 Arbeitern zu erwägen, weil sie keine Beschäftigung hat und weil die Gefhhr besteht, daß das Werk infolge der Slufzehrimg deS Aktienkapitals zusammenbricht. Auch anderwärts werden in vielen Betrieben unter dem Druck der Arbeiter Löhne fort- gezahlt, ohne daß die Möglichkeit wäre, eine entsprechende Pro- duktion aufrecht zu erhalten. Die Zertrümmerung des Betriebskapitals aber muß die Not in späteren Tagen aufs ungeheuerlichste verschärfen, und eine unerträgliche Situation auf dem Arbeitsmarkt schaffen. Die Forderung der Entente nach 150 000 Eisenbahnwagen und 5000 Lokomotiven, von der sie sich trotz der eindringlichsten und besten Gründe nicht abbringen lassen will, hat für unsere starken Berketzrtbedürfniffe eine Kalamität geschaffen, die selbst für die LebenSmittelbeschaffung«ne ernste Drohung ist. Daneben müssen Rillionen Soldaten beschleunigt in die Heimat geführt werde«. Tie starken Anstrengungen und Ermüdungen der Truppe» schließen den Gedanken auS, sie zu Fuß in die Heimat zu schaffe». Die Zerrüttung unsere« Transportwesens muß aber such die Industrie in ihrem Bedürfnis nach Roh- stoffen und i» ihrem Versandbedürfnis schwer schädigen. Daz» ksmmt«»e heillose Derangstiaunß und Bcunruhi- flung»on Industrie und Gewerbe durch d»e üdeloerstandene Propaganda»inrS unsinnigen und phantastisch«, Wartkommu- uisnluS, die nmnantlich die Elemente aufgewühlt hat. die erst durch di« Griwg»mz dar RevoliitivnStage au» tiesstam stumpfen Verborge» sei» an die Oberfläche gestiegen sind. Tie Wahn- sinnigsten Lohnforderimgcn sind heute an der Tagesordnung und kein Mensch denkt daran, was morgen werden soll und wie sich das Los der großen Volksgesamtheit gestalten soll. Bei einem Teil der Arbeitcrsck>ist— und es ist nickst der. dessen musterhafte Selbstdisziplin, dessen Opfermut im organisierten Lohnkampfe wir früher so oft bewundert haben— ist eine blinde Jagd nach Geld ausgebrochen, die alles zer- stören muß, was für den Wiederaufbau unseres WirtschaftS- tsbenS notwendig ist. Asdentt man denn nicht, daß wir durch den Krieg voll- komme« mispepumpt sind und daß Teutschland unter der Last drückendster Armut seufzt? Heute muß man den Mut haben, den Rassen reinen Wein einzusckienken über das, was daS deutsche� Wirtschaftsleben jetzt leisten kann, ihnen Solidarität zu predigen, eine Solidarität, die sie auch befähigen soll,.unsere große Armut genteinsam zu tragen, gemeinsam a» der Schaffung neuer Werte mitzuwirken»nd da« Volk auf die Höhe des früheren Wohlstände» zurückzuführen, ES ist verbrecherisch, die Arbeiter anzureizen, mehr zu verlangen, alS die Armut unserer gesamten Wirtschaft allen gleichmäßig zu rteben vermag. Was einzelne Gruppen der Arbeiter heute an übertriebe««! Löhnen erzwingcll, muß bei der unvermeidlich k«m«sKd«n Krise Re Lbrige Masse der Arbeitet an ihrem Lebensnerv verletzen. 0 Diese Vropagantza musl bekämpft werden und es muß mutiz den Arbeitern die volle Wahrheit über die wirtschaftlichen Schwierigkeiten deS Reiches vorgetragen werden. Wir müssen aber Arbeit schaffen. Wir sind es den Männern schuldig, die in Dreck und Schlamm vier Jahre lang die Schrecken des Krieges von unseren Grenzen ferngehalten haben. Wir müssen ihnen, koste es, was es wolle, die Mittel zu chrer Existenz in die Hand geben. Grundsatz für den staatlichen Wirtschaftskörper muß sein, daß nach Maßgabe der vorhandenen nationalen Güter jedem, der arbeiten kann und will, das zur Verfügung zu stellen ist, was er zu seiner Lebensführung nötig hat. lkm aber diese Ler- teilung der Existengmitte! zu regeln und die Beschaffung des Nötigsten zn ermöglichen, muß ihm Geld gegeben werden. � Kann daS nicht erreicht werden, dann tritt der Hunger an jeden einzelnen heran«nd de? Hunger kennt kein Gebot. Hungrige Masten müssen eim? gefahrvolle Umgebung werden. Hunger muß Unruhen schaffen und das schönste sozialistische' Programm kann den nicht beruhigen, der einen hungrigen Magen bat. Avei Wege der Hilfe stehen offen. Man mutz entzveder die Arbeitslosen mit Geldmitteln unterstützen,»der man muß ihnen Arbeit beschaffen. Keldiinterstiitznngen in dem Umfange, wie sie jetzt nötig tverden, sind, wann man das Geld�nicht akS ein blotzeS wertloses Stück Patzier betrachtet, nur möglich bei einem Ueberschuß an Produktion, bei einer gewissen Reserve all der zur LibenSführung notwendigen Dinge, find nur mög- lich in einem toohlhabenden Staate. Tie sind aber bei unserer Armut nur in sehr beschränktem Umfange denöbar. Wir haben zurzeit weder Ueberproduktion, noch ausreichende Produktion überhaupt, und Produktion aLein bringt Geld. Der einzige Weg zu ausreichender Hilf- und Beseitigung der Rotlage-ist die Beschassu ng»on Arbeit. Daß bei der Rvhstoffnot in Deutschland nicht an industriell? Beschäfti- gung gedacht werden kann, ist wohl jedem klar. Es erwächst die unangenehme Notwendigkeit für viele, auf den Wunsch, zu ihrer früheren geivohnien und vielleicht ihnen auch liebgewordc- ncn Arbeit zurückzukehren, zu verzichten. Die Hilfe kann nur durch NotstandSarbeiten geschaffen werden, und Notstands- arbeiten sind nun einmal eine Beschäftigungsweise, die aus dem Rahmen deS Normalen herausfällt. Das preußische Ministerium bat sich bereits mit dem Plan befaßt, durch Herstellung v»n Kleinwohnungen Arbeit und zugleich die s» notwendige Wohnungsgelegenheit zu schaffen. Aber eS ist nur ein beschränkter Kreis von Ar- beitern, denen damit geholfen werden kann. Denn dieser.Plan fordert m d»r Hauptsache gelernte und angelernte Gpezial- arbeitsr, und außerdem ist die Bereitstellung«llsr notwendigen Baustoffe ein? Angelegenhüt, die Zeit fordert. Die Haupt- mästen der Arbeitslosen sind bisher in«nderen Berufen tätig gewesen und für sie müssen Arbeiten bereitgestellt werden, die ohne besondere Borkenntnisse ausführbar sind. Das sind S t ra ß e n a rb e i t e n, B a h n a r b? i t e n, K a n a l i- sierungsarbeiten für neuzuerschließendeS Gelände, landwirtschaftliche Arbeiten, die jetzt besonders im argen liegen, und insbesondere die Kultivierung der ungeheuren Moor- and Heideflächen Deutschlands. Eine unermeßliche stsükle von Arbeitsmiiglichkeiten bieten die tzreußischen Mvsre, die ein Gebiet von etw« Millionen Hektar umfassen und die zu einem T-i! schon während des Krieges durch Kriegsgefangene bearbeitet worden sind. Da- durch wird zugleich eine für unsere Ernährung außer- ordentlich nützliche Arbeit geleistet. Denn alles gewonnene Land kann Landwirtschaftlich nutzbar gemacht� werden, kann unsere LeüensmitielproduktiOn vergrößern und kann zugleich einer erheblichen Anzahl von Arbeitern eigen« Scholle und ständige wertvolle Arbeit bieten. Mir haben uns immer dageßen gewendet, daß die Arbeiter gegen ihren Willen zu RotstandSabbeiten in andere Gebiete verpflanzt werden. Es muß auch jetzt versinkst werden, alle Hörten z« vermeiden. Aber wir kommen nicht darum herum, den Arbeitern mit aller Dringlichkeit zn raten, sonst berechtigte BedenEn jetzt zurückzustellen und daS große Werk, Arbeit für Ukö öas Licht stheinet in öer Zinsteems. Deutsch«» Theater. SS ig m» ßtett-ömi M bsgMchen, daß foefc« naSO-lass«« Dwtwia Ta l st» i S—>« Dtchiun,. die den»nmMekkarsten und den tiefsten S'ntztick m die Serientdatw« Ävei Gchötzfer« gewährt — nach, der Johee»u>rS-Niegenden.«werHehltchen Aufftihrnng de» Klein«, Th««!««» rmt' Katztzl« in der Titelrolle, nun, mrf der Reinholstjbüh««,»«W ein i5««e*Bfcet Befitz im dem hautztstAdti scheu Eipielpia« werdeu wird. All dt« yerhüllunKen. Meter de?«« die Dichter sonst von ihre« Setzdst zn sprochen tzfleH««, stnb im dicse», stSerte aidge streift. Tolstoi vc»s««näht die«erdotzvolnug in«i« andere», zu«, mindesten durch »utzor« Urnllänve»an ihn, geschiedenes t>ch. Kr spricht»on sich mit Ramen und führt d«, Kreis der«einen vsr. Die Suinnerumg am dt« Kämpfe, die»r iu seinem Hoi« i standen, ssthot ihm die �cder. So taucht hior bereit», und zwar lange lstchr« vor dar endlich«« Avtfttbrung. der Godanbe«uf. sich durch Klucht a\\t dem Miliau rnftstofemtifch«, Pavasttentum« zu seit«,, das»»n chm aA unlSS- lichor Wtdersip'ntch znai götilichon, de« m«, schlich«, Sewiffen»i«- Setzstlanzt«, Goiot d«' Vt«nsch»nliebe»mtzsundon«t»d: V»r Sedanke —«md zu Gleich die Hemmung, die ihn damat»«'• der«lande der vutschotdung zurtickAelt. Dex Abscheu»or der Umvohrtzaftigkeit. dte, da man doch einmal in einer fich christlich nennenden Sosell- fchaft geboren ist, das Bekenntnis zu Jesu Worten nachplappert und ihren Sinn im Selbslbetnup? bequemer Kompromiffe zum Usqenteit« umfätscht, verbiudet stch in ihm mit«tner Scheu, den Seinen weh zu tun, in welcher©übe und Unvermögen der Gnt- schließ,>ng seltsam tnorchelnanter schimmern. Wir dee Veschtvbrungen der einst gekobteu Fwm, der sein« GrwiffensnSte als bloße Sin- btldung.«rfchelwe«, ihn dazu brinGen, zu blrtben, so ist et früher schon vor ichr xurüstDewichen, hat et den ttandbesttz, den«r den ärmen Bauern geben wollte, auf ihm, Nennen überschveiben losten. Eine Hekbheit. durch die or die Benanwoertung für dte luxuriöfe LebentführuirG der Familie stch»«n C wissen zu schieben dachte. tva» aber sein unbestechlicher Wahrbeitvsinn dann selbst sofort«tl» leeres ZugeHändni» durchschaut. Furchtbar testet aus ihm. der wie Ibsen»»Brand" im Anschauen de» stttlich-relißtösen Handeln» von der Wahrheit dal Wahlspruch»:»Alle»»der nichts" durchdrungen ist, dar Fwiespast zwischen do,� ethischen Forderung und den Un- zutänglichkeiten sein»« vigenen Tun«. Eine menschliche Tragik, die, ganz gietchgültig. wie man sich zu Tolstoi» Forderung einer E?n«l«mng de« urchristlicheu Seist«» stellt, in dieser dichtedsch«, Wled«vspiegelu«z mä neachtigor«ewast e»greift. Dem Bild, das man vom alt«, Tolstoi hogt/hat einst K«chtzl»»s «lSnvlich kusorcge Heubhstt st» wunsteoba«» Wetje entsprach««. Millionen Menschen zu schaffen, und zugleich an der Erhöhung unvres Wohlstandes zu wirken, mit aller ernstester Eindring- Uchkeit vorzustellen. Die Not ist so groß, die Gefahr so ernst, daß sie alle Be- denken und Einwände zum Schweigen bringen. Selbstdisziplin und klare Erkenntnis dessen, was ihnen als Einzelpersonen wie der Gesamtheit allein zu dauerndem Nutzen dienen kann, müssen den Arbeitern den Weg zeigen, der zur Wiederbelebung unserer zu Tode ermatteten Wirtschast und damit zur Rettung des ganzen Volkes führt._ Tßhechljche Truppen an üersächjißhenGrenZe Tctscheu— Vvdtubach besetzt. Am Freitag find die beiden Städte T e t s ch e u und Boden- b«ch von den tschechischen Truppen besetzt worden. Bor dem Einmarsch der Truppen wurde den Bürgermeistern der beiden Städte durch einen Kurier ein Schriftstück in englischer Sprache überbracht, in welch-cm ein englischer Major und em frangosischer Hemp*,««» Mitteilung machten, daß die Abgesandten der Erste ntc am nächsten Tage um ö Ahr stütz i« der Stadt eintreffen würde«. Die städtischen Funktionäre hätten sich zum Empfang einzufinden. Die» geschah cmch. Di« beide« Offizier« kamen im Automobil an und teilten dem versammelten Ameinderat»rit, daß Tetschen und Rodenbach von tschechischen Truppen besetzt werden würden. DaS nationale Gefühl der deutschen Bevölkerung werde aber dabei in keiner Weise verletzt werden. Bald daraus rückten tatsächlich die tschechischen Truppen in Tetschen und Bodenbach ein«nd besetzte» alle öffentlichen Gebäude. Llopü George für�bfthassungüerdt'enftpflicht in allen Länöern. Die Hausttstttfgabe der Zsfriedcnskvnferenz. Lvndon, 18. Dezember. In einer Unterredung mit eine« Vertreter des Reuterschen Bureaus sagte Lloyd George: Am Vorabend dieser wichtigen Wahlen, die für das Land so viel bedeutm, wünsche ich, jeden Zweifel darüber zu ent- fernen, daß ich für die Abschaffung der Dienst- Pflichtarmeen in allen Ländern bin. Ohne diese Abschaffung würde die Friedenskonferenz ein Mißerfolg und ein Betrug fein. Diese großen»militärischen Maschinen sind für die Leiden verantwortlich, die die Welt dnrchzlimachen hatte, und es wäre ein armseliger Abschluß für eine FriedenSkonfe- renz, wenn ihnen erlaubt würde, weiterzubestehen. Alle Tele- gierten, die Großbritannien auf dieser.Konferenz vertreten, müssen irns das von mir auSgegebsne Ziel Hinarbeiten. Gm Programm öes Spartakusbunöes. Bekehrung zur Demokratie? Die„Rote Fahne" veröffentlicht ein Programm des Spar- takuSbundes, das folgenden bemerkenswerten Passus enthält: Der EpartakuKbiino wird nie ander». t>,e Regierung S- gewalt ü b e�r« e h m e n.«(» durch den klaren unzweideutigen Willen der großen Rkchrheit der proletari- scheu Mass« in ganz Deutschland, nie'anders als traft itzror bewußten Zustimmckng zu den Aussichten, Zielen und Kaonpftnettzvdon de» EpartakuSlbundeL. Wäre eS dem Spvrtakiisbnnd mit diesem Bekenntnis ernst, so müßte er sich auf den Boden der demokratischen Ordnung stellen und alle gewaltsamen Auflehnungsdersuche gegen sie unterlassen. Daß er feinen Ideen Anhänger zu gewinnen sucht, wird ihm niemand übel nehmen, auch der nicht, der dicche �deen bekämpft. Wie groß die Anhängerschaft von Spartakus mch wie nahe oder wie fern er der Regierungsgewalt ist, wird stch bei den a l l g e m e i n e n B o l k s w a h l e n zur Ratio- nalversammlunq zeigen. Daß heute der„Aare unzweideutige Wille der großen Mehrheit der Proletarischen Rassen" das .SpartakuStreiben aufs entschied-nste ablehnt, unterliegt nicht dem geringsten Zweifel. Solange der Spartakusbund aber eine kleine Minderheit ist, würd«r sich such den Ge- setzen, die v»n der'Mehrheit erlassen oder betätigt werden, f ü» e n müssen. Moissi gab der Fipur statt dessen»ine kindlich weiche Sinsalt, die in anderer Weis« aber darum nicht»oucger zum Herzen sprach. Das blasse Antlitz auf dem magern kleinen KSrper erinnert etwa« a« die PHstfi«qtt»mie eine» überiuichtiGton Geletzchen, verklärte sich aber in den Moments« der fihrrogttng zum Aiivvrnck glaubiGfter Hmpaie.«eine Güte hat den Tonfa« einer zärtlich warmen bestrickend«, Herzlichkeit, ine boi uner.schstdterstchem»rnst dach die BorFellimg einet rührend weltstemdei,«etzrloftqkeit erweckt. Und daS ale» trug wieder, nur in anderen Formen, als«an»S nach den Tolstoi bildern erwartet, spezffisch ruffische Färibun«. Sine be- deutsawe und große Leiftim». die. wie MoisfiS viel diskutierter Hamlet, bei aller Unterschiebenheit vo« der Gestalt, wie ste der Dichter selbst gesehen haben ma®, em Aigens besitzt, den Hörer überzeugt«nd fortreißt. Höchst lebend i, trnt auch da» gange Treib«« in dem gräfftchsn Haufe im de« Verein samten hervor. Lucie Höflich» wetz- latdig klagende Gattin, Siezelmann» im Sohlsein strahlen. dar Schwager, Rosa Berte»?«rrsgante plappernde Berwaichte, Herrn ineKirner« Fürstin und pie Ech« der jungen lustizen Leute, Der zur Veiehrung RieolaiS herbeizitierte Priester und der junge Sohn der Fürstin, in da« Tolstais»etzae zündet un-d dar die weigenmgi. nn Haer ja dien»«, mit der«infortanmg m chner Zrvenan statt büßt, eichielwn. ferner dmzch Gregori, dtasor durch deutsch«ne chmraitsrtstische Bertöchoernng. _ Conrad Schmidt. ves Krieges Urgesicht. Das Bsrkinar Künstlerhaus zeigt jetzt Mllibald K r a i n S stehen Bilder„Krieg, die bisher sirn Verlage Orell Füßli- Zürich als Mappe erschienen, 7 M.) m allen kriegführenden Län- den, verbeten waren. Die Bild-r selbst wncksn al? machtvolle Bekenntnisse und auS den, Innersten puolvall gebore«« Bisionen,»u» greller Phantasie und unerbittlicher Denlkrast psviüt, in der EmpsinäungSwucht mesrnSvenvandt den, Cbaraktor»el�er» und Kubin», ist Krain «ffen sichtlich bemüht, Massen wirttiria zu«rzwinze«. So erreicht er einen Stil von momMnentaler Plastik, lärmend eindringlicher Ge- bürde und der zwingerden Gawait lauter, packender, unvergeß- ckicher Plakate.. Die sioden Blätter—.allen Völkern sewidmot"— gliedern sich st, ein« historische Folge dor Kriegsgeschehnih«: Pw�eschichte, stiedrrbruck» d«S ülrsch ck»«, die Kataftropoe, da« End«. »in Titelblatt gestaltet da« schreckstasie ÄHeichn�s; ein msiger Büffel, schwarz, gen« iter stark, mit biltteoten, breiten Hvfsn, statt d«S Kovchs menschlichan Körper tvaqend, ungeftigig tierisch mit hornbewehrtem Haupte und»Werl ich brock veoeeert«, Züge«, blutgeiser«: bestialische lltter. De.Kabinette": Durch«nhvimltch lastond« Nacht spinnt sich enger und eng« em?totz von Drähten; es beginnt zu ekchen, Wahlaufruf öer deutsthen Demokratifthen Partei. Ein Volksaufruf der„Deutschen Demokratischen Psrfcn", den das„Berliner Tageblatt" heute morgen veröffentlicht, stcm! sich im allgemeinen auf den Boden der demokratischen Republik. Er hat einen gewissen sozialpolitischen Einschlag, enthält ab« eine scharf antisazialistische Spitze.'Im einzelnen führt er aus:| Der ordentlichen Arbeit gebührt als Lohn ei« auskömmlich�' s lebenöwerteS Dasein und Teilnahme an den Güter« der Kulw:. Staatliche Anerkennung der Arbeiter- und A n�?s te kl te n ve c bäAde, s obligatorisches Schiedsgericht sowie Gewährleistung der durch Töch* Verträge festgesetzten Arbeitsbedingungen, stisbcssndere auch dm rn- einbarte» Mmdestlötzne und Mindestgehälter, müsse« hierzu vev- helfen....] Aoiwondiz ist eine wirklich soziale S t e u e r p S l i t i kl Em' � l malige progressive Vermögensabgabe, auf angemessene Zmt ver> � teilt. Gestaffelte viokornmensteiwr unter möslichfter Schonung der: kinder reiche« Familie», des Arbeitseinkommens und der kleinen mögen. Allgemeine Erbschaftssteuer für jeden größer Rachlaß. Vor allem aber schärfste Erfassung der K r i e g» S Winne. An diesem Kriege darf kein Deutscher stch beresthe» haben. Solche Laste« können aber nur zstvageii werben bei A»ck rechterhaltung des PribateigentumZ und einer schnftsordnung, die daS Interesse des einzelnen am Srwerb lobent'Z halt und ihn zu höck'fter Tätigkeit anspornt. Die cm erhörte SX' i schuchung, der Mangel an Rohstoffen und die Zerstörung unscrel Außenhandels bedrohe« uns mit einer Wirtschaftskrise sondcl' gloichcn. Nur die gemeinsame Anspannung aller Krafte von nehmern und Arbeitern, von Sekbitändig«, und Angostelwn k«n» -den Ausammcnbriich verhindern. Darum verwerfe« wir die vo» der Soziakdemokratie angestrebte Nebersllbrung aller Prsbuktioa� mittel in da» Eigentun, der Gesellschaft. DaS Beispiel der Krieg'' geseklschnften schreckt! Die Frag« der Soginlis'wung ist rei� sachlich für jeden Einzelfall danach zu entscheiden, ob«ine gerung der ErwerbStnöglichkritcn der brs!A« Massen und ei»? höhung de» Produktion«««trage» erziekt werd«« kann. Ke!ne»st>W dürfe« StaatSorngriff« in der Fori« der Bureaukoariskeruag � WirtschaftNebenZ erfolgen._ Im Gegensatz zum Pcwtoiprsgrcrmm der Sozia kdemokratie siw wir von den, Wert und der Rnentbehrlichkeit des Handnivlk und Kleinhandels überzeugt. Wir erstreben die Wiederenß richwng deS Handwerks tuirch schleunige Zuführung von Rohstoff«� Kreditbeschaffung und Fürsorge für das LehrlingSwese«. Auch die Soziglüemokratie will bei dep" Soziolisierimg mir nach rein, sochsichen Erwägungen«uSgehen. Tut das aber � „Deutsche Demakratische Partei"? Sie macht eine tiefe B«- beuffunss bor dem Unternehmertum, den Handwerkern uno Klcinlländlern. deren Stimmen zu gewinnen ihr wichtiger zu sein scheint, als alle„sachlichen Erwägungen". Deutsch-öemokratifchs 5'tbäugelei mit§eh?snbsch. Die eigenmächtige Einbornffunz deS Reichstages durch den Präsidenten Fetzrenbach findet zwar in einigen linkslibcralcN Plätrern Widerspruch, nicht abor in der ,D. P. K.", dem offiziellen Organ d«r„Deutschen demokratischen P«r- tei". Diese beschwert sich vielmehr darüber, daß die ReichSregio- rcmg die Nationalversammlung nicht rasch genug einbcnife u:>d fragt dann:„Will eS die Re-ichsregicrung darauf ankommen lassen, daß Herr Foch die Einberufung des Reichstage» durchsetzt?" Den«, so fährt die„D. P. K." fort: So und nicht anders liogen die Dinge. Der alte Reichstag ist gewiß heute nicht mehr dos Spiegelbild der wahren Bolls- Meinung. Er ist aber immer«och da» beste von alle», die wir heute m>g«blich besitze«. Bis zum 16. Februar können wir auf .die Ratioimlversauurlluug nicht mehr warten. Man tonn au» diesen Sätzen nur sntnetzimn, daß die ,D. P. K." mit der Einberufung d«Z llteichZtageS, als» einem gogsnrevoluti»- nären' Schritte, einverstanden sei» würde. Diese Haltung ist ei» erneuter Beweis föe die Anguberlassigkeit des neuen Par-teigebilde» auch auf rein demokratischem Gebiete. zu achten, Fouer zu sprühen»o« der siüudkoast der Worte, die in »tznen hin und tzor jag««; Funko« tropfe« biutschwor herab— und dies wotwt in duwvfmn Wleichoniu die endlas« Masse de» Bcckk«». die Wenschheit, unbekanntem Berbanpn-iS entpem«.— „(ierüchtc": Flederneäuse hasten lauilo«>«« die ickzueige«,« den Fonster. Die Daenmoruag wi»d zur»norträgtiteo« Quasi Kew sticht, kein«tote.— Gespenstisch sslatterf« durch alle Traume. „Ä e b e t« m Sie g": Mut starrt vom Himmel, graue Walk?« wander« Wer»«tzlas«« Hcerschare«. Aste Frau«, und Kinder stnke» zu Füßen de« Kreuze» inte beb?« tzbr Bobet zu den beitigen Wundmalen. Da» Antlitz de« Eolösers aber ist ibnei, in Wofltn de»borge«.— Rsi«! tt» ist nicht der E'-lrser! Auch er ist verwandelt' Äu» de« Aolken reckt sich die scheußliche Tobärde iörperter Blutgier, da« Kauai des Zstoltonb�mdo» als»letwlc ms pranenlwst« Haupt!— »Bl utra« sch": Die Erde purpurn Äberschwevunt, aufge» rissen bis auf die bteichen Knochen, wolkenlwch auf ihr bingereckt ein Tiger, der blöd binauSschnoibert i« die Welt nach«ouen Opfern», naue«, Rausch. Höstische Vision der netckwn Tiorhait ut Blut.—• „Die Krauen": In maßlos« Weite, b,» zu d»« Horizonten h:« Hügel an Hiigol; auf chnon Mütter und Kvauan an die Kreuze namenloser Qual g« ich lagen. King»«u die ganze Erde Kreuz im. Kreuz.—• „®i« F a tz n e n": Erioitest du«S ni«? Wen« du einsame Ttraß««äck?«ich gingest und sähest die Falm«, d,e Nogeö» ige scharuel«, dachtest d« dann nie: die» ist ein Festschmuck, und doch bedeutet stec Faime ,i« Menschenleben? Dann konnte»S wohl geschch«« im wtero« Spuk der Jlacht, daß che Fahnen sich schreck- Haft verwandelten, und tei sähest bangen, loise wiegend i«n Winde, vor jedem Haus« ch« Opfer der Furie Krieg.— Das Bude, grimmig bonannt„T i e g"— ein breit«» Schwert ins Blutmeer gestoßen, so tief der«rund, daß kaum der Griff noch hervorragt.— hoch eben win,ftg stein ei« Böglein, verzagend, flatternd, der Sanne harrenb. die so lange»arten läßt: che bange Seele der Mensckcheit, erbärmlich ßftvacher Ruf zu Gott«? Throne! Müßten solche Bikder nicht wie eherne Gesetz«St«sein warnend bsicken»vn de« Womden der RegierungSsiste, der BoUstzäuser. ja, der Schecke«?— K. B. Notizen. — R e l i g i o n und Schule. Gin BerpestbniS von Schriften über Religion und Schule hat die Buchhandlung Vorwärt», Berlin SW 66, ssobo« horaioizogeb«». Da» Verzeichnis«ivd tost»«i«» der- schickt. — Di« Malerin und Dichterin Hermion« v. V r« u s ch e«, doven Natur sich w Bild und Mort auf do« Wogen cmer ausschweifend»haniastischen sstomentik auslebte, ist i« ibrem Wohnorte Sichteniade gesterben. Sie war die Gattin Konrad Tel« wann», des»eattstiiche« Romanschriftsteller», von dessen»enfchasten Werk»« seit den ncunz-gcr sschh-eg uianche» durch Abdruck in den sozialdemoteatftch«, Lel-iunge« in wette Kstoteviceise geteage« wurde. Hr. 343a» 35. Jahrgang Sie Ssamten vor öer Seilage öes Vorwärts Sonnabend, 14. Dezember 1 41 S Entscheidung.. Ein Vorwort zu den morgigen Veamtenversammlungen. Von A. Heyn. Lehrer. Vor dem 9. November d. I. hatten die Beamten, beson- derS die Staats- und Gcmeindebeamten, bei ihrer politischen Stellungnahnie nur die Wahl zwischen den bürgerlichen Parteien. Wenn hier und da ein überzeugter Heißsporn mal die gefährliche Scheidewand nach links in Wort oder Schrift übersprang, so spürte er bald am eigenen Leibe, daß er sich in die Nesseln gesetzt hatte und Frau Sorge ihn fortan begleitete. Aus ist es mit dieser empörenden Geistes- k n e ch t u n g der Kopfarbeiter seit der Revolution, und wie von einem erdrückenden Alp befreit müßten diese Kreise des Volkes aufatmen, entschlossen, die Rückkehr der alten Zeiten mit allen Kräften zu verhindern. Wie jeder Deutsche, so kann auch der Beamte jetzt frei seiner Meinung Ausdruck geben, er kann sich offen zu jeder Partei bekennen, ohne um Amt und Brot fürchten zu müssen. Das hat die Sozialdemokratie der Beamtenschaft, ge- bracht und wird sie ibr zu erhalten wissen. Durch ihre So- zialpolitik will sie alle bisher unterdrückten, nicht nur die werktätigen, sondern auch die geistig tät-gen Arbeiter wirtschaftlich und gesellschaftlich heben. Wie die k a p i t a- l i st i s ch g Bourgeoisie ihres übermäßigen Besitzes und Rechtes enteignet werden soll, so wird freilich auch die B e- amtenbourgeoisie manches bisher besessene Recht abtreten müssen. Fort mit allen Kriechern von verantwort- lichen Stellen! Fort mit denen, die nicht allem. waS Men- schenantlitz trägt, gleiches Recht zuerkennen wollen! Nicht länger sdllcn die oberen Stellen denen zufallen. die sich als Söhne reicher Eltern ohne Rücksicht auf ihre Veranlagung und Begabung durch Schulen und Universitäten hindurchgequält, oft durch ihre guten Beziehungen, ihre Zu- gehörigkcit zu feudalen studentischen Verbindungen, durch Eramina gewürgt herben und die, aus cinör anderen Klasse geboren, dem wirklichen Leben fremd gegenüberstanden und blind und taub waren für die Nöte ihrer Untergebenen! Nur dem wirklich Tüchtigsten gebührt der Aufstieg, nur wirk- liche Arbeit und Leistungen sollen entscheiden, und nur dem, der sich das Vertrauen seiner Kollegen zu erwerben gewußt hat. soll der Beamte sich freiwillig unterordnen! Die Kapi- talistenordnung hat bisher den Beamten seiner einfachsten Menschenrechte beraubt! Durften doch bisher die Beamten nicht einmal in ihrer Freizeit tun, was ihnen Freude machte-, auch durften sie nicht glauben, was sie wollten. Tics und das verbot ihnen die reaktionäre Behörde, zumal wenn die Farbe des Beamten etwas rötlich schillerte. Dann war ihm überhaupt jeglicher Aufstieg verschlossen. Dafür sorgte das entwürdigende Svstem der. geheimen Personal-! .akten! Das wird aufhören: über seine Freizeit und seinen Glauben entscheidet in Zukunft der Beamte ganz allein. Niemand hat das Recht, da hinein zu schnüffeln! Wann gab man bisher den Beamten ein auskömmliches Geb alt? Wenn die Hauptkraft verbraucht, wenn die Kinder sich schon allein ernähren konnten. Wann erhielten sie die wohlverdiente Pension? Wenn ihnen schon der Kopf wackelte und sie am Rande des Grabes standen! Und wie- viel ungezählte Tausende haben überhaupt nicht dies Ziel der wohlverdienten Ruhe erreicht, weil es zu weit am Ende des irdischen Taseeins lag?! Auch da will die Sozialdemo- kratie helfen. Löbne und Gehälter müssen dann am höchsten sein, wenn der Mensch in der Blüte seines Lebens steht,. wenn er sich des kurzen Lebens freuen möchte, wenn er seinen Verdienst braucht zur Erhaltung und Erziehung seiner Kin- der, die ein Recht haben auf höchste Bildung, wenn ihnen das Geschick auch nicht Titel und den gefüllten Geldsack, wohl aber gut entwickelte geistige Anlagen mit in die Wiege legte. Wo die«Sozialdemokratie regiert, hat für die Standesschulen die letzte Stunde geschlagen. Die Einheitsschule ist das Mittel zur Bildung bis zur höchsten Stufe für reich und ann auf Staatskosten! Und wie jämmerlich steht es mit dem heutigen Koa- litionsrecht der Kopfarbeiter, der Beamten! Die werk- tätigen Arbeiter sind ihnen unter der Führung der Sozial- demokratie mindestens um 19 Pferdelängen voraus- gekommen. Freilich haben auch die bürgerlichen Parteien stets in tönenden Worten ihr Wohlwollen für die Beamtenschaft be- kündet. In Worten wohl, aber nicht in Taten!-Von den konservativen Gewalten, die im Staat bisher herrsch- ten, konnte man schon nichts anderes erwarten. Aber auch die liberalen Parteien, die sich seit dem 9. November mit so geflissentlichem Interesse Demokraten nennen, be- haupten ja, daß all dies alte demokratische Forderungen seien. Was aber haben sie, die Liberalen, die doch in vielen Großstädten die Macht in Händen hatten, zur Verwirklichung dieser ihrer angeblichen Forderungen getan? Nichts! Sie schwelgten in Worten und waren taub für die berechtigten Wünsche der Beamten! Nur die Sozialdemokratie sehte alles dran, um ihren Zielen näher zu kommen. Noch als sie in der Minder- heit war, erreichte sie manches. Kaum aber war sie Regie- nisigspartei geworden, so fiel eine reif gewordene Frucht nach der andern den Unterdrückten in den Schoß. Sie hatte es nicht nötig, ihre Firma zu ändern und sich ein neues Mäntelchen umzuhängen, um nach der Revolution lebens- fähig zu bleiben. Den bürgerlichen Parteien ging nadh den Stürmen der Revolutionstage ihr politisches Schiff m Trümmer. Um nicht zu ertrinken, griffen zunächst ihre linksstehenden Gruppen nach dem Rettungsring, der Demokratie. Allein hätten sie daran noch lange und leidlich schwimmen können. Aber nur zu bald klammerten sich immer mehr Unberufene an. Was soll daraus nur werden? Das muß wieder Unglück geben. Jeder politische Sturm mit hochgehenden Wellen muß diesen Ring mit in die Tiefe drücken, und wenn er wieder an der Oberfläche erscheinen sollte, werden die noch daran hängenden Parteien sovie� Salzwasser geschluckt haben, daß alles, WaS sie noch für aie Unterdrückten hervor- zubringen vermögen, stark verwässert und versalzen sein wird. Wer möchte und kann dafür garantieren, daß die alten bankerotten Parteien unwr neuer Firma mit fast den-! selben Führern und demselben AZersonal von nun an wirklich demokratisch und nicht wieder kapitalistisch regieren werden,! wenn sie später ans Ruder kommen sollten? Natürlich werden jetzt Reaktionäre oder unwissende Angstmeier den Beamten allerlei Gespenster von der Sozialdemokratie an die Wand malen, wie z. B.: Wenn diese Partei die Herrschast behält, müssen alle Beamten auf Pension verzichten, die Ferien fallen fort, täglich mindestens acht Stunden Dienst. Wer Kapital besitzt muß es mit den Arbeitern teilen und ähnlicher Schwindel mehr. Lese jetzt nur jeder Beamte einschlägige sozialistische Schriften, gehe� jeder in sozialdemokratische Versamm-. l u n g e n, so wird er bald hinter die plumpen Manöver i kommen, mit denen man Gimpel auf die Leimrute zu locken versucht! Jetzt ist es an der Beamtenschast, durch Agitation und Stimmzettel zu beweisen, ob die bewährte reine sozialdemo- kratische oder die neue verwässerte demokratische Partei � regieren soll. Hier hilft kein Maulspitzen, es muß gepfiffen sein! Hinein in die Parteiorganisation! Rusilsche HefängnHe. Aus dem gelobten Land der Diktatur. Mit Begeisterung haben wir alle einst die russische Re- Volution begrüßt. Sie verhieß Freiheit für jedermann. Aber das gegenwärtige russische Regime hat diese Freiheit nicht zu ! verwirklichen vermocht, im Kampf gegen seine wirklichen oder , vernreintlichen Widersacher hat es zu den alten Mitteln des � Zarismus gegriffen, und nachdem diese schiefe Bahn einmal i betreten war, gab es kein Halten mehr. Von den grauenvollen � Zuständen, die sich aus diese Weise entwickelt haben, gibt der � folgende Brief eines Deutschen an einen Landsmann aus der berüchtigten Pcter-Kauls-Festung ein erschütterndes Bild: Bitte mich zu entschuloigon, baß ich Sie mit einigen Zeilen be- lästige. Em Gesuch-Protest an das Deutsche Generalkonsulat in betreff meines ungesetzlichen Arrestes habe ich am 2J9. durch den Kommandanten der Festung abgesandt und eine Kopie meinem .Bruder übergeben.(Bemerkung: Ist nie eingetroffen.) Wir leben hier in sehr schlechten Verhältnissen. Ich bin arre- tiert, ohne daß man mir den Grund angegeben hätte, in der Nacht von Freitag auf Sonnabend, und bis jetzt habe ich nur einmal H Pfund Brot erhalten. Sonntag wurde verboten, sogar die Sendungen mit Eßwaren vom Hause zu empfangen. In der Festung bin ich von Montag früh an und meine Kammer, zirka tS Personen, hat bis jetzt außer gekoch- tem Wasser nichts zu essen erhalten, wobei noch nicht erlaubt ist, die Eßwaren m der Bude für sein eigen«? Geld zu kaufen. Vom Hause habe ich nichts bekommen, so existiere ich von dem, was meine Nachbarn in der Kammer aus ihren knappen Vor- räten mir abgeben können, um nicht vor Hunger zu st erben. Ich bin froh, daß meine Kollegen in der Kammer intelligente Leute und Kaufleute sind(einige über 60 Jahre all, au» okkupierten Gegenden): ein gew. Gouverneur, 2 Rechtsanwälte, Priester usw. Keiner von uns kann begreifen, weshalb wir sogequältwerden. Einig« befinden sich in der Kammer über 26 Tage und sind bis jetzt noch keinmal verhört worden. Ich ersuche Sie ergebenst, etwas zu meiner Befreiung tun zu wollen und bitte Sie, dafür schon im voraus meinen besten, herz» lichsten Donk zu empfangen. Roch grauenvoller als in der Petrs-Peult-Fefttmg womöglich die Zustände in K r o n st a d t. Die Ration, die für die Insassen der Gefängnisse gesetzt ist, beträgt 59 Gramm Brot und 3 Heringe in Wockfe. Diese Ration wird meistens nicht geliefert, wenn aber, so genügt sie wider alles Erwarten doch, um Atmung und Pulsschlag, Wachen, Schlafen und Hindämmern unverbält- nismäßig lange zu fristen und das Ende hinauszuziehen. Seit Jahresfrist unterernährt, werden diese hilflosen Ge- stalten oft bereits in beklagenswertem Zustand eingebracht. Nach wenigen Tagen sind sie fahl, hohläugig und energielos geworden. Das nächste Stadium ist das der Apathie. Das blutleere Zentralnervensystem wird reaktionsnnfähig und er- spart dadurch den wochenlang Hinsterbenden und tagelang in der Agonie Liegenden das Gefühl ihres Leidens und das Be-' wußtsein ihres Zustandes. Es ist, als ob der Tod mit metho- disch langsam verstärkter Gewalt sie in endlos scheinendem Spiel über die letzte Schwelle zöge. Unter Verendenden ist es schwer zu unterscheiden, daß dieser noch lebt, dieser gerade stirbt und dieser bereits tot ist. Aber die soeben Gestorbenen sehen aus, als hätten sie schon jahrelang in Gräbern gelegen. Sie werden verscharrt oder ins Meer geworfen. So war es kaum unter der zarischen Schreckensherrschaft. So ist es aber jetzt! sin» fest- der 080 Glühkörper! Hüchslcr Uchtelfckt! Friedensqualltit— ktin Ersatz! H5nKCiiclit-Prol>v'stück90PL Slehlichf-Probc- stück 90 Pk, 100 Stück 75 M. inkL Steuer. Preise auch bei 50 Stück Probe-Dtzd. 9*1. Gr&Cere Posten hoher Rabatt. 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Buchmann, Bans, G'««». geb. 28. 10. 93 zu Potsdam. Dannliaus, Adolf,«chl-sser. geb. 28 2. 96 zu Osnabrück. Darraana, Willi, Schleifer. geb. IG. 12. 85 zu Berlin. Eltner, Fritz, Schlosser. geb. 26. 4. 92 zu Berlin. KrZff, paill, Gürtler, geb. 27. 1. 82 zu Berlin. Belllag. Emil,»'empn-r. gcb. 21. 7. 78 zu Bahrendorf. Japke, Emst, geb. 19. 1. 88 zu ZIackibitz. Kalmns, Georg, Dreh... geb. 28. 7. 91 zu Berlin. Rlockow, Georg,**«««* geb. 7. 3. 87 zu Berlin. Leschig, Braao, M.schi»enf°rmer, geb. 21. 5. 83 zu Boxborf-Drcsben. Meyer, Otto,«»fchiage». geb. 29. 2. 76 zu Berlin. Nagel, Gastav, Schi-sser. geb. 4. 11. 89 zu Rlxdorf. Paepke, Johaaa, Schi-sser. geb. 21. 6. 86 zu Parstein. Ramlaa, Kart, Arbeiter. geb. 8. 3. 87 zu Berlin. Rettelbacli. Georg,«p°ngl.r. geb. 23. 4. 94 zu Ludwigshafe». Rledard, Artar, Schmi-v, geb. 9. 3. 86 zu Baubeli» b. Greifswald. RcllllzlO. FlltZ, F°rm-r. geb. 22. 2. 82 zu Ziosoorren. Eedmldt, Alfred, Drücker. geb. 20. 4. 93 zu Deube« b. Dresden. 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ISj Kriegsanleihe u Spareinlagen nehme In Zahlung. *-10, ii-i hlung. EB wm öie Heimkehr öer amerikanischen platte. B«shingtvn, 13. Dezember.(Aeuter.) Marinesekretär Sjoitiels teilte mit, daß alle Troßkampfschiffe der ameri- Aschen Flotte, die sich jetzt in Europa befinden, mit Ein- der Dreadnouphtgeschnxcher, die mit der britischen ti'x zusammenarbeiteten, in die Heimatgewässer zurück- und N e w A o r k am 23. Dezember erreichen würden. ßehrenbach unö sie �ohenzollern. Ein Dementi des Reichstagspräsidenten. , Gegenüber einer Meldung der„Freiheit", Fehrenbach habe bar Sehreid cn an die Abgcordaetei» in der Villa des Pri«sen . � Friedrich nrit der früheren Kaiserin verhandelt, erklärt dieser �„Deutsche« Allgemeinen Zeitung": '-Ich habe die Kaiserin«»ch nie gesprochen, ei««rso- den Prinzen Titel Friedrich. Wo die Aila deS �-wzen Eitel Friedrich lisch, ist nrir unbekannt, ich habe sie Je betreten. Auch habe ich nie in Dechehuetg zu«Jendeinem ks>»zeA des Hahengallernhauses gestände». Art de« Kaiser habe �*ur ein Mal, und zwar am 30. Fnli 1S17 gesprochen, .J~ Jtnchtirnäfüchecr genvsr.saru nach der Jatnals vani Reichötae �■♦funen Friedens res»ludi«« empfangen wurden. Die ganze t��g dar„U»eih«it" ist sbselnt auS de» Fisgern ze sagen. Mit � Einberufung das ReuhSiagss h«t kei» Prinz und i*m Mitgticd HahanzaSsrnchnis ss auch nur das gerrrizste zu tun." Sie hsdeK keine Politik! Um den Terari« der Nationerlchgrsammlmtg. „ Das Bekenxtnis Breitscheids„Wir haben k«i«e Politik" r'ei im heutize» Mmegenblatt der„Frei Hai k" seins Bestäti- Das Blatt der Uxabhängigen ist selx: unchifneden mit 3m ,, Vorwärts", weil er gestern angekündigt hat, die Wahlen iff VatianolversamrnluRO würden vermutlich vor dem - �ebniar strrttfirede«. Es schreibt höchst unwirsch: j, ist nicht einzusehe», welche Amstände jetzt ach«ine J«änfc;i;:;ng der gefaßte« Vorschläge hindrängen soAt«. In jedem � muh die endgültige Tom ru Festsetzung dem Zentralrat bleiben, der j« in wenigen Tagen seine Beratungsu Wenn der„Vorwärts" sich so aukdrüikt, als ob die i�ber: Termlinfestsetzung bereits so gut wie sicher sei, so ist d«5 �« t; 1!» g. .. �ec Zeniralrat wird abwägen müsssa, od wirklich schwer- tende Gründe für einen baldigen Wabltermin sprechen »b sich nicht in, Interesse einer möglichst weitgreifenden Auf- und«ner ztüuWicherwi Vorbereitung der Wahlen eine �ansschiebunz des Wahltages jvniigstcnS bis zu dem vom Kabinett ins Auze gefaßten Termin empfehlen sollte. ,,£*3 ist dir«Iis hinhaltende, hinauszögernde, schwankende unsichere Taktik. ES ist das Benehmen eines nicht sehr Nagen Patienten, der im Wartezimmer des Zahnarztes sitzt. � kann man in solcher Stimmung hoffen, Siege zu erringen? �na was Hilst eß, um fünf Minuten Aufschub zu bitten, wen« " la doch sein muß. . Durch den raschen Aus«m«s»«rstt der Patisnalbsrsamm- »irö der politische imö wtrtsckxistliche Aufbau der junzen putsche« Republik, wird die FriedenSarbest gefördert. Die xnrojhcht» st?hi gchsr»»ch imm-r nickst ein uf«. Wir fürchten, � �ird zu spät einsehe«, daß man mit Unentschlossenheit , am gerinzsten in«»« Zeit wie der gegenwärtigen An- �nser zenchnmt._ Liener für bunsesftkKtiichs Seibftünöigkekt In der Sröffnungositzung des bcihrischen provisorischen Ratio- hlrats g,b am Freitag der Vorsitzende im Mrnisteorat E i s n e r Programmatische Darloga uz der Politik der Regierung. Wir �«Nen und wolle», so führte er«u», nur demokratische, . 3* a l i st i s ch« Politik treibe». Teuischland, das bisher mstt» Volk, will daö f r e i e st c Volk werden. Die konnncndc �ti»»«loers««iinlu»i, zu der nach dem frcieste» Wahl- zowahtt wird, soll eine souverän-, gesehgebend« F�perschaft s»«,>« de« Arbeiter-, Bauern- und Soldaten* aber Hozt hie mooattsche Kraft,»o« der der Gedanke der 7�«»kratj« un» do« So»>«ii»mu» in die Masse» hmeingetrag'en �rdc« f»r. y« bezu« aus hie auswärt»«« Politik erklärte Srsner, pf sich hie»erhälinsts« i« Reiche konsolthiere»«üstte» in der üst. Mnächht hj« Gi»z,lZiaatin m stch selbst erstarke». Wrr Ich-n kei» Heil haoin,»mm hurch eine Berliner Zen- �1« hom»«ich imfc ha« Sinz-lsiaaten me nationale Barfaff'.»� 8e«e4«« Da» neue Reich»nuß zusasueunwachsen aus er- 1 k t e n selbst-nhi,«» Gliedstaaten. Der deutsch« �ude», vtcharn»t» sich sei»« Si«e»tümlichkeiteu b»° �l»«. Zjt»r»ole» mcht die Vorherrsahaft irgend»meS DtaateS. «onaains»«- Arbeit aller Staate». . Ts? Wmister de» Inner», A»er, emtwickelte in«rosten Züge» NiotschastSproGoaa»«,»ie«S im»eue» Staate Festaltst»erdo« »ie« auf die Bedeutun« h«« Zusammentritts der Prornsori- fch-n lltavanalaersaNtmluag hin und forderte die Vorsaiaintemg aus, " Ntmk dor Aooelutio«»oitor aakguvautn. Mmifterreise nach Po)en. $Meie reiste hoc p«ntz»sch« Lfeatst« H«S.ttzmeo«. Hirsch,« dos kniorstaat-tsotootäo» Gerlach»od He Boigooch- 5***« K«g»a Ernst sowie«»«vk»»rt«tor dos»rontzst-lvu -Zsoildmjntstojiu««»ach Pos»», ltihor», AIonstoim, D«azi«. Die '�'e bezwoÄ nicht mit, hie Huvm 0o«c hie Polatsch« Showajrmg hv in ss,«>e»«,. faubewi«ach eine Reihe oo» HUmi z» aat,»suche«, J"; p««9« Mthertriffe h«, Arboit«»- und Solhatonasthe totis Palm- teil« houtschor Nationalität hotlagt worden. Tie HHtHrmöffnitKg her Nrtiffelee Börse vorftstobs». Brüssel, �dezemher. tNruter.) Amtlich. TS wurde beschlossen, die Wieder- fcj. Pgxs« aus hie erst«. Tage deS Januar zu ver- 'chieden.> „ In die Presseabtcikms de» RetchSmatoS de? Jn»»rn wurde der StaWeecocb»«,« Eod««»i»tHörser berufen. fi Dt? Aeroth»»«! Über die Abliefernns HeereZzeriiteS, daS � i» Hä«Kst» Unheruse»»r besindot, wtcd i» ku»»er Zeit verÄsene- «an iv-rp», Die Prsvianthiebstöhle iet Dk«t!ch.E>»l»«. über die wir Serichtrt vormckaff«, Ht Beamten hei Pr,»ia«tamt-S Deutsch-Eylau zu h<..x Witteilunz, dag e» sich dabei um Aeute handelte, die«««rn zurii�kehre»»tn Feldtruppe-tetl«»zehörte». K»i«e Krise iu der»»,,risch,« Nezior»»�«it Bozag«est dt« «erlich� iibor die Gozeniatze im Kab'neN Karat m erklart dor Mi- �fi»r h,« In« em Goas Thoodor Battln»«»,, hast keinerlei Krise de- fchr. sg.e Ansichten über di« Durchführung her Bodenreform feie» verschieden, doch werde es gelingen, diesbezüglich ein Kam- pi»mist zu jchafi«,. SeMMMMWM Der Streik in den Zeitungsbetrieben beenvct. Der Streik der Buchdruckereihikfsarbeiter in den Zettung?- betrieben von Ullstein und Masse ist beigelegt. Die Arbeit wurde wieder aufgenommen, daZ ungchtörte Weitererscheinen der Zeitungen ist gesichert. Wiederaufuahme der Arbeit bei Wertheim. Zwischen der Firma A. Werthcim und den durch de-n Zontral- d«ch««d der HcmdlmrgSsohilfen»ortretone» Ausständigen ist gestern aus Tm»«d boidoeseitigen SntiegentoUM'.sns eine Voreinbarung zu- staichegrkonmnon. Heute snüh wurde die Arbeit wieder auf- geueAnnen. Forderungen der Kraulenkaffenangesisllten. Der Vorband dor V«r«a>.mngcfteklte» hatte den Äravicutajsen die Forhsrurq eingeieicht, die tägliche Arbeitszeit, die jetzt 8 Stun- de« hrtcöch, auf 6 St,mt>s« zu vcrkürzd», die KriegsteilnciMcr i vi«her»«zusteilen und die noi-woDdig werh««h«n iSntlassnngen nach hsstimmoon Äru»hsitz«n crsotge« zu lasse». Die Zsntralk««- Mission der Kraukcatafien hat sich mit he», Berhaoch h« Baweau«»- gestelltem dahin K»eir»zt,»aß vom 1. Januar bis 1. April 1012 die tägliche AAbeitSzolt 7 Stunden beträgt. Die ZratralkomMisfion giaubw eimor B«äS!�ang her A«hcitt>zsü zusti»«»«» z» wüfian, mw ArbeitSgolezorchott für Beschästiau«sSlose zu schashon, sie halt aber eine Verkürzung u« täh�ich 2 �Ninds» fiir untinolich, w«tl dad»»ch dc-r Auk-gaaeuetat d«r Kranke« last«« ins» Ige Einstellung mnor s»hr großen A«V van Srsatzl»«ch«n z» stark beichtet Würhe. Ferner ist vereinhart»»»»hon, dost die«iL hom Fache zuoückpchrend»,: Lcam- to« und Hilfsarbeitev, die vor d«n 1. August 1S14 an- ge»»««>»e», bei ihocr Sinheiufung minhchtens Z Monate heschäftigt utti HÄnerkschastlich otgwustoot war«,, wi»her einz»stellt toerhen, «e«» sie sich z«!«i Wochen nach chrer Eslttassung aus dem Heaae wieder zur VerfSgung stelle». Aiibg»ve«l«eN sind hichoaigeu Hilfe. »rbeiter. denen vor her Siniboeusuna eröffnet morde» ist, dast sie nach Kriegsende nicht woitor befchäsicht weehen kö«»er«e.— Kimit- gunzgni uni EntlassunO»« hürfe» bis zu« Sl. Tezeenber ISl» nicht »orgencn»«!« w»»h««. hinSge»»,»«-« st»h Fra«en von»»tvez-be- tätigen Ron»»ru sowie die nach de« 81. AuMst 191! auf tätliche nach Kriegte ut>: aicht weitor beschäftigt werden können. Kundi- »uirga» dürfen früheste»» zum LI. Januar 1919«folgon, mW zwar in der Reil)«» folge, daß z'.wrst die wechlichc«, dann hie zuletzt»,ng«- stellten uuinnliche« Hit iÄ Wiste nah arm sehe« d»r beide» Teile wssk die Ledig su, dar»» d« Verboiraicl»» gekuahigt werde». Du och«>«ie Reihe tacibsaor BeftiMmunge» wir» festgelegt, unter wolch«. Vor- «ussotzuWge« StülastunK«, um« Emstclluust»« v»« Hilfskoccht»« asr- fe»ai*n«» weeden dürfe» und schließlich wird befimont, haß weitere' Einstellungen von BaooauhilfSkaafte» mir durch den ArbeitSnach- weis des Verbände? dor Briaoauamgeftellte» oder in besonderen Fällen nach Verständigtlnst mit he« voevaad erfolg»« sollen. Sirer am Froitag e.agehalioaen Vcrs»»««k,»ag her Kranken- kasse»a«ftäi»d« legte die ZentoallwAmissio« hie vorstehende» Verein- baruna»« wit dem Verband dar Buavauangeitell'e» zur vnifchei- dung vor.— Die Versammlung stinimt« her Berkürzung dor Ar- beitchzeit wif 7 Stsnh»» mät 7S»«ge« 42 Sw»»«en zu, lehnte aber »inen nachträglich gestklt»» Antoag he» Verbandes der Bureaucmge- steAten, die ArfceitSzait an den Sonnabenden um eine moitere Swndc zu verkürzen, ernsti«mig ab, weäl diese Forderung mit Rii�sicht aus die ori)»«»gS«i»stive Abfertigung der Kassemnitgleeder in den Bureau« hör Kassen nicht durchgeführt werden könne. Im übrige» tourde» die Bercinbarungen angenommen nrit AnZnohnre dor B>esti«»!NWg,»onoch Hitfokräfte nur durch den Arbeitsnachweis d« Verbandes dar Brireauangestellten eingestellt werden sollen.— Beschlossen wurde noch, daß die virre-awzoit in«llvu Krankenkasse« Fleichnräßig um ll Uhr beginne» soll, Zwei neuerdings gestellte Anträge des Verbandes der Burea,l- angestellten, die die Kommission noch nicht beraten hat. fordern, daß die letzte Tniwinch�zulage auch de« jetzt wieder eingestellten Kriegs- teiluedmern bewilligt«nv allen Angestellte» eine neue einmalige Teueruirzszulege nach den Grundsätzen der im Oktobsr b«oMigt»»i, aetoährt> ver den soll. Gegen diese V«t»ä,«»acht»» einige R»h»»r ha» Snmxnch, die Kr««k?,ik«llm, seien nicht alle so gestellt, hall sie deWirtige Be lastun- gen ahne Nachteil für ihre soziale» Anigabe« tragen konnten. Es könne doch de» fi»«»gieU lchmä«Heren Kasse« nicht zregenrutet wer- he«, ihre Mitglieher zu iolaste» oder ihre Joistungcn hexckzusetze», danrit die Forderung»» der B»re«-.rav,gest-'llten erfüllt werden.— Die betten Anträge wutt»«»it groß« Äkchrheit abgelehnt. Lohttbewexung der Vchskolade«- und Zuchgr»va»en- g rbeiter. D»r geoßc Saal h*& rkscha ftShansoS war am Fraillagaderit von einer Kopf an Kopf gcfcaängtt« Menge big in hie äußarstan AirikÄ gefüllt.««»«»»« di« i» h»n SthaZaiah««- tmfo Znlleiaveren- swbsiksn beschäftigt eu Arbeiter rntt Avdwt««»»>»«. h«««« Hetzsckoch Baoicht erstattot« itber hie Aehichvloeg!.»»»- Es L-rnche« sich dar,!«, daß fiir diese»oanchc, her«, Kohu. und«»beiiSveochäSmsse bisher iei»»e»w«g0 glinsti« mtt tallieuun«, angTOaett««»♦«,»inon Ta«f zu fchafßm, dar che A obeitOtechnzp! �«» chstlagt. D«c Veobatch dar Bäcker und.ftandidm«"hat hie Xaaichunegung»ingelaitet und cht zu diele«. Zweck«it der zuständige« N»t.'en«ü««e»sa»iisati»n»i Veohandlmsg getoete». Die Fordrruwgen sind Wn«ltjf»,*tn»n ifte- fekbe«, wetthe die ktowSwso»«» kürzlich gestellt haben: 8 ständige Ar- baitSzoit. U.lech?»l»h» oa« Ii SR. für gelernt« Kandtia»«»f«., 78 M. für Hilfbacheitrc, 4t SR. fü- Hil ssmckch i>«»i n««,.— An den näcksM» Tagen ftnden zeutvaie Verhanhiueige« der bettersr'üa»» Orgawssat innen statt. 11« chr bnlsrzenko.nanen zu boknndan, Hab«« die Bselinsr Fabchlant«, vaelittchige Zulage» bwniSigt, nnd zwar wöchentttch i ft. fft,- Arbeite ri»»««, 7st0 SR. fftr khitsSaebeitor, 1« M. für gsleeute»rbeitbtraft-. Diese Zulage« solle« bis zu« Ai ichlich der afcrW.Mwifen»'S»schlag auf hie ueum S5h»e#•- zähst werde«. Auch soll«inftnwilou rm Seeiaabenb, den 14. d. M., ei«« V»»tü»g!iutz i>w: LoboäSxeft«« ls6 Stmech«, ttwfteeim. Tag»weg dar«obotterräte. In Sä« Veonrawiasäl«, traten am be-üize« Sonnabensteaaeggn dt« Arbeite»-««d Solchbenräte Gr»g-Berlt«I zusammen, um die Zfcrhl für da« Zemoeäwt oeejumhmtn. 0* war ursprünglich De- absichtigt, zu der Tsgttorhnung dar D»l»gi»rten»?rsaM«lung nm 1«.»ezeinber Btelrmg z« n»hme», doch lagen so biete Wahl- Protest- ver, d«ch«an sich lohchÜch«it den Wahle« beschäftigen könnt». Im Saal herrschte lebhalt« SReinunglouJkusfch. V«r alle« beaechtaetteten hie ZRehrheithsegrakisien. daß stch ti«t«r de» Ka«chldat«n dar NnahhäwgiGc» 4«p«»t«kuSleute befand»«,»ft als, imiet falscher Florgge fe selten. S» häufte* sich denn hie P«teste aegen die Bahlen bei« BersanuulunHlleiter Richard Müll«, Der Nörsstzeitte hell V»llgi»g«r«tse Richard?!üller erifsnete die ÄeriammliUig gegen 11 Uhr und begründete die Nstw �Ziakeit der Sinberufuwz de, Zentralrat»« für ganz Deutschland. Er wies daraus b'«. daß die Snftnirfltinc der»»ner- und auß:iwvlit«schi.n Berdältnissc de» vollzugohat z«r UkberK-ugung gebracht habe, bah »r»ine»eitere Tätigkeit ohne Anhiintng ex Arbeiter- mn» Sol- datenräw de, ganzen Reich«» niebt weiter reoantwsrten kenne. Er schtri, S»r.« der heutig«, Sihu»« Stellung der dekaiut ge- geben«» Tagttardnuug he, Zentralrate, nicht zu nehmen, sondern sich auf die Beiätigrmg der DelswM7t weede und die bis dahin g«»ä«e»en Delegierten nicht ausgofchlsss«, werten dürft».— Vk a l z« h n von btx Wahlkommission gab einen Be- rieht über die Art und Weift der Wahlen und rtioS inSbescmdeoe auf di««»ßoawrieeftlichw, Echwieristoiben hin,.hie in der Imgen Zeit vo* drei Aachen zu übtrimwiea waren. Ate AahKowmisKo» hat di« Wahle« gsna-u nach de» B-stünmunssn der Nttoiteewfte und des Bollzugsawsschuffes vorgenonmuen uich sich honollht, all« Hand- und Kopfarbeiber, alle schoffeetton Berufe zu echasson. lläwa 1 Millio« Wähler waren zu orga»is>««u. Dabei haben sich groß« Schooieochfeite» ergeben, hln verftbftbeue« Ttaaas- mvd Nei«� behÄcken hoch«« Resso-rtchejV derfuM, ihoe B»«i>t>en an der Ton- nchftae zu d«u Wehion ffe die Aobeitocräte zu hindsrn. ÜNr Roheiee wies i)«k« noch auf die so f.»ng andere ZusMueueaseizmeg der heutige» Vsofanruiftneg im Gegensatz zu den fockhcw«! Awwfter- ratsvechantmolumg« hin, wobei er heoöaichob, doch all«*, die Reich,» noch StssiM«»ch»« und dre Angestellten dor Kaie-HSzef«ll?chafftn ZSSbchb Willi or zählen. Die S»giald«m«ki.adie wolle nftt Kftdung und Mss«�chwlt'zustWwir«?wck>«stön, Cr habe d«S Botte«,«« zu den Reichs- und SiiuitÄbcawto», dag sie sich von mtfarx Beein- ffwßuwg fc« bw.H««st sich zw* TaziaRsm».,; chrschoingm wcr- don. I* JaftwcKe im ÄllGoenoftchait aber müsse jeher Wchesierte sich der grtzßten Objektivität befledßiaen. D Aieafteimheit aus- zuaobeit»», der schar« der beaiiesten OeffenLichftft und alle« in .Betracht kommenden Nexüeruugsstellen mit allem Nachhouck vorgu- legen ist. � Der Borstand der„Ctubeiltenwehv-. Ashausen. Dr. Sack. Wosff. Protcstversammlung in NeukSlln. Morgen,»ormiftag» IS Mft, ftnbea in den Hoh«rft«tf»n-SAen, Hottbnser Tamm 76, Kinbi-Brauercß Hermannstr. 210/13, Stern- Liihtspiele, Hermann ftr. 40, u«d LSelsg tzlesellschsst�hanS, ftirchhof- st raste 41, chfcntlichc Vcrsa«ml«»«en statt. Tagesordmulg: Bus 3nm Protest>gexen die Gewaltherrschaft! Tolv�en! Auf«bmwch der»osetzliche» Befiftennungon haben die zur Eni- lassung ftaanenbe» HecreWeüinefaner die Berechtigung, sofern sie sich nicht schan vor sthner Kinheims im, als freiwilliges Deiiglicd der Kranftnftrsie ge«v1det hafte*, sich innerbeckb 6 Wochen nach der Rückkehr aks ftemftliges Rftslft» zu««Iben. Die SRettirnz muß bei fc«r Kvaeekerckasse erfolgen, welcher der Betveffeett« vor seiner Einberufung angehört hatte. Die Aufrecht- erhaltu«, der Mitgliedschaft ist für sehen von großer Bedeutuno. da st» Falft der kckr««bu*g die voklen Ansprüche an die Kvaniken- kasse gegeben sind. Lasset nicht die Frist verzfteichen! Sinzng der i. Infant« riebivifien. Montag, den IL. d. M., zieht di« 5, Jsnfaeiier.cbUJisior in Berftn ei»,«S« das Saen�ftr- «sginitmt B» i. da, Crenadieroeziewent Rc, IL, F«»daattll.'rle- regftnMft Rr. IS, Pwkne«egime«t Rr. 3. Der G*nn«»fch geht durch die Hauptstraße, P»tSda«>er Etraßc, Budagoster S«ia>«e, Brandenburger Tor, Unter den»inden. Am Zeughm»,, simoftr- grabe», Marchijatipiatz, Qranieirbu�er Dor, Hannovsrfche Strotz?, �xbalidenstratze. D-ft Bcsrützu»z dar Tnivstsir stndet um 1 Ahr am B*e»de«!xr»ger Tor siast. Zur Bozeützung tverdser tviedeauni »ehr«»:« lsiattert VoltSschnftintzar Lieder fingen. »ichtrrfeSd«.«ne öffentliche K ri eg'Sb« fchii big- te«vers«««l»»g veraeestattei der ReichSh«ch her. Kriegs- heftWttigte« wtt ehemalig«* Kriegs toklnehni-r morgen v»««iitag Ist«hr st, her Aula he» R»aigwM»asii»ns, Drakeft»«� svcke Belle- vwafwaße). A««eoah Karl Tiebt spricht Über:„Seiiem und Sorgen der Kgi e g» b e s chä d i gt en jetzt ft.n> in Zn- k u n f t."__ Leiste Nackricktea. Mlss» m Zrsnkrsich. Die 14 munftt Wtls»«S bloibe« bs�hsn. Der Z." wiest �dvahftt: Der KovoeHeeetteng bx„Assoftattt Pvetz" dittchtat aus Srvft Met hie»nlnwfi AstiksanS« f raafteeich; Sr»unc»cht steirug vor A-ibeisteehbungen lieMoon. Der PoSstbent iwtt iic ihn b«gieiie«den B»»»L«ächtigtt« sei«« stch voll?»««»»« bstsntzt, bax bft Welt vo« her grepu« Bodeift»� der icminorti-m Konsarenz erfüllt foi. DuS Poozxan*» Wiffowö habe fiir die Kenfeoenz heu große«%*mdl des? alle vierzehn Punkte mit 3tw?aeh«e der ftrfttlgen AvSles«», dor Froiheit zur See akö positive Bajlö für alle llistetHsuWwner» fihoa 仫o«ramcu sei-«. Im übvizen seien nach bor Meft!*«g beS Präsident« die ü Prmve nicht n v r ven den Kriea-- fkihrenden, sondern weich von den Ueutratt�.««nge- NSUUMM. »er A»Mest»e»tz«it Mhrt swobt«ft sei««uächÜPi zw vdikäcm, datz der»ilkerbnnb Mnc nviaewüee»asis für jststan. zu uMcx- nehmenden Vfthwft fei.- eile n", lift lere n> «ort stg. f-ü l"/-. md icn die Im Im en uS W f. Die fß? Ew- berufung öer MstlKKeblsesksLMMilZN-?. S,n« Be�anunftarg w?« vortretern der von dsr Front «ach Berk« zurückgjttbtten T«ip»e», d« heuft vornftttag im ZftckuS Bufth tagte, fatzoe s»nst»«o«og f»lg»»d« K�schkess»,�: „Mir stell« vm« geschless« hinttr eine feste sozialistische Regier«»«. Wir st«d e»nstlich gewiA. dft. Ott»«»« und die die Einheit de» ReicheZ»nfrechtgu erhalten, Air dntte« Urne ntnen eingrifft st, dft Gewalt der BoSdheansttazt«'-!. Air vw'langc» «»twaftnang derjenige«, welche sich»nsechimästi.g m W«-ff»»besitz gesetzt haben. Wir wertzo» jeden Terrorilum, uirdorhskt««. Jeder versuch, ds»«lte ReKime wieder«ufzu- richten, wird von««» zerschmettert werden.. Froi und si-ftk wolle» wir fei», aufbaue» und nicht zerst-br«! Rar hee be s ch l e u« i g t e Einberufung der Raiienalver- sammlung kann die freie Deutsche sozialistische Republik auf sichere Truittlage stelle«, dem deutschen Volke die verdiente Ruhs «tt dg« Fchtzd«»ch«n« gaeize»«ftch Atts«." Z" f' o- >u ie .u t- i: ]■ n t- q i' l. ki Z f Fa n die PH Mo Sc! w Pr« Anf f He f ö i sc K> Verkäufe off bn 8ci);Saas Nsscuthalcrt«, Einten iica�e 2(3/4, Eck« Ro- scuthalerftcl-ße, nur 1 Trepp«, «onssn Sie Pd�Uagen, fcn, ecunfs, Nerz, Etlaste, !p!!>«fiichs« und e;j«nfttree fecljirten, Tr«n. Stil- i Stand Bitten, znie Sosns, � T/v—, Chaiselongues, S5,—, : Nuhdanm-Äleiderschranl mit 1 Sätil«», 2 RUnftltrgotMnnt, Seigmannfttchc ST. ZO-»..____..Haq �1«», Siliev/afdiffR, Alp«?«' ■Bfi&i'' asch-n, neue iwm.iiMtft'tt. ml zu z« 19. i ÄZi», P-eser,«t« ' Hi«ai«n« l'.l»i *-&SsUu»erbeten. 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