Nr.349. 3S. Jahrg. BezugSpretS: Ml. num(rtI.2.2B9tt sreiln» Hau?, voiaut zahlbar. Sinzria« kimmnern>0 Vlennia. Paitbezug: Monatlich 2.25 Ml..«Zkl. Zustellung»- »»bllh�. Unier Kreuzband für Deutsch- land u. Lesterreich-Ungarn i.KI MI. für da» üinge Kurland«.50 Ml. bei täglich einmaliger Zuilellung 7.50 Ml. Poslbeitellungen nehmen an Däne- märl. Holland. Lurcmburg. Schweden und die Schweiz Eingetragen w die Josl-ZeltungA-Preielist«. Der.Lorwärt»' erscheint wochentägNch zweimal Sonntag» einmal. Delegramm-ildresse: . Sozialdemokrat'Berlin�. Morgen Ausgabe. (lOPfennia) Vevliner Volksblatt. Zcntralorgan der rozialdcmohrati fchen partei Dcutfchlands. AnzetgeupreiS: Tie achtgcspaltene Nonpareillezelle kvilet S0 Psg.„Kleine llnzeigru", da»-etlgedrurkte War,«Psg. lzuiüsslg i settgcdruikl» Sorte).'iede» weitere Wort 20 Psg. Stellengeluche und Schlafstelleganzeigen da» erste Wort »0 Big., iede» ineitere Wort 15 Psg. Wort« über 15 Suchstaben zählen sür zw«, Worte. TeucrungSzuschlag 50°/. Familien-Slnzeigen, dolitische und gewerklchaMiche Verein»- Anzeigen so Psg. die Zeile. Sinzeigen lür die nächste Nummer müssen bi» 5 Uhr nachmittags im Hauptgelchäst. verlin SS.6S, Lindenstraße 3, abiegebeu werden. GcSffnet von S Uhr srüh Vit » Uhr abend». Neöaktion unü Expedition: EW. 08, Lindenstr. z. khernsprecher: Amt Morihvlatz. Nr. tZtSV— lötS7. Freitag, den 20. Dezember 1S18. Vorwärts-Verlag G.m.b. SW. 08, Lindenste. Z. Ferusprechrrt Amt Morttzplatz- Nr. lt? NA— M. Mablen am 19. Januar. Sieg der Sozialdemokratie auf dem Kongreß. Mit erdrückender Mehrheit bat der Kongreß gestern be- schlössen, die Wahlen zur deutschen Nationalversammlung schon am 19. Januar stattfinden zu lassen. Debatte �und Be» schluß haben den Irrtum und die.schwäche jener Strömungen erwiesen, die entweder das Prinzip der Demokratie dura, russische Diktaturvorbilder ersetzen oder doch die Entscheidung des Volkes möglichst weit hinausschieben wollen. Sieghaft geblieben ist das sozialdemokratische Programm und der sozialdemokratische Wille, dem Volk>0 rasch wie mög» die Entscheidung über sein Geschick in die eigenen Hände zu geben, sieghaft durchgesetzt hat sich der sozialdemo- kratische Glauben an den Sreg!, Nun trennt uns nur noch ein knapper Monat von der entscheidungsvollsten Wahlschlacht, die jemals auf deutschem Boden geschlagen worden ist, und wir Sozialdemokraten kämpfen in ihr diesmal zum erstenmal um den ganzen Sieg der die politische Macht uns. und durch unS dem ganzen arbeitenden Volk in die Hand gibt. � Wir haben in den letzten Wochen leider nur zuviel zu tun gehabt, um einen für alle Welt deutlichen Trennungs- strich nach links zu ziehen. UnS verbindet nichts mit den Elementen, die russischen Wünschen Einfluß auf den Gang der deutschen Politik gewahren wollten, nichts mit den Verkünden, der Diktatur in irgendeiner Gestalt, nichts mit den wil- den Experimentatoren einer dilettantischen Soziolisierung, nichts auch mit den Zaghaften. Schwächlichen. Aengstlichen. die stch vor der Stunde des VolkSurteils wie vor einer Stunde der Nbrechnnnj, fürchten... � Wir stehen nur für unsere eigene Pout'! ein, nicht aber für die Politik kleiner Gruppen, die allen Boden unter den Güsten verloren haben. Wir erwarten aber von diesen Gruppen daß sto eS uns künftig ermöglichen werden, den Kampf so zu führen, wie er geführt werden muß. nämlich g e g e n r e cb t s. und daß ste unS. von deren Sieg heute für den Sozialismus alles abhängt, rncht in den Rucken fallen �"den....'..... Geaen-rechtS wollen wir den Kampf fuhren, gegen jeden Versuch. daS Volk um die Errungenschaften seiner Re» Volution zu prellen, den rein �demokratischen Charakter der deutschen Republik zu trüben oder daS deutsche Volk statt auf fon Weg vorwärtA zum DozialiSmus auf den Weg zurück rrach einer kapitalistischen Geldsackrepublik zu fuhren. r In diesem Augenbl-ck v°We�sich eme gewal�Sa�- kung aller nicht sozialdemokratischen E.emente. Gewiß n ird -S unter ibnen auch Elemente geben. deren Gegnerschaft geaen die Sozialdemokratie von keinem Eigennutz befleckt ist. ccher örese Elemente sind sich denen nicht dewusit, welchen Jnter> �Sie brönn"en sonst nicht Gegner der Sozialdemokatie sein, die sich da? Ziel gesteckt hat. die Lag« der arbeitenden Klassen zu heben, ohne dabei auf die gewohnten Beguemstch» leiten der besitzenden Klassen Rücksicht zu nehmen, �nn so blickd kann heute keiner mehr sein zu glauben, die �ozml- demokrati« wolle nur zerstören auS � llfM» den Besitz. Nein, bi« Sozialdemokratie will dw Interessen detz Volts ganzen wahrnehmen ohne Rücksicht aus ben Besitz. Jus oem Würzburger Parteitag sagte �ldemann... Wir müssen uns in Zukunft jede wirtschaMiche Maßnahme n'St nur darauf anheben, ob sie s°, i a l i st i s». sondern°u» ba�ut ob sie p r a k t i s» ist. Da» heißt: Wir werden mchtSwasich als.. sozial Jtisch" bezeichnet, unternehmen.ohne d,e�ch.r. be't gewonnen zu baben. daß eS auch vroktlsch Wohl der Allgemeinheit dient— haben wir aber dwe Sicherheit gewonnen, dann wird keine RstÄckit auf den Besitz uns hindern, das als nützlich Erkonnte durchzuführen. �• _ Die besitzenden Klaffen sebcn. aber die Sack� anders. «ftirer naiven Selbstsucht erscheint ihr eigenes Wohl al. dos Wohl der Gesamtheit, jeder Sozia jSmuS M'hnen als wirtschoftSzerstörcnder, gemeingefährlicher Bolsck�wiSmuS. Ja. sie sehen in dem systematisch, wissenschaftlich arheitenden. auf dem Baden der realen Tatsachen stehenden Sozialismus «'ne viel schwerere Gefahr, als in einem kurzsiaitigen �.ilet- tonten-Sozialismus, der rasch abwirtschaften und dann die Herrschaft wieder ihnen überlassen muß..._..... * Der Kapitalismus wird seine Stellung mit Gcldsacken verbarrikadieren, und nur die stckier arbeitende lozimpemo» kratifff* Artillerie vermag in diese Barrikaden Bresche zu fcsiicfäcn Darauf kommt eS an! DaS ist die weltgeschichtliche Ent- scheidung des 19. Januar., Im Interesse einer stetigen organischen Entwickeln� aus der Bahn der Demokratie und des Sozialismus braucht die deutsche Nationalversammlung ein« starke sozialdemokratische Mehrheit. Sie braucht sie aber auch im Interesse des Friedens, den wir abzuschließen im Begriffe sind. Die Sozialdemokratie hat während deS ganzen Krieges mit allen ihren Kräften das Verhängnis der Niederlage vom deutschen Volke abzuwehren versuckt, sie ist aber zugleich auch Vorkümpfcrin deS Verständi» gungSfriedenS gewesen, des gerechten, dauernden Friedens, der jedem Volk sein Recht auf sein eigene? Leben läßt. Der Sieg der Sozialdemokratie am 19. Januar wird un- seren Feinden von gestern zeigen, daß daS besiegte Deutschland ihnen ohne Haß und Rachegedanken gegenübertreton wird, wenn man es nicht zu Haß und Rache zwingt. ES wird ihnen zeigen, daß der uralte Traum der Menschheit, der V ö l k e r- Hund zur dauernden Wahrung deS Friedens Wirklichkeit wer» den kann, wenn nicht daS Schwert ihrer siegreichen Generäle das werdende Werk abermals in Trümmer schlägt. Wie wir die Niederlage bekämpft haben, so wollen wir jetzt versuchen, zu retten, was aus dem Bankerott der Monarchie und deS Militarismus zu retten ist, und bitten dazu bat Voll um seine Vollmacht. In den inneren Kämpfen der Revolution hat der Geist der Sozialdemokratie gesiegt. Der Erfolg war, daß die revolutio- naren Massen durch ihre Vertreter dem ganzen Voll so rasch wie möglich sein volles, freies SelbstbestimmungSreöht gegeben hoben. Die soviel angefeindeten Räte, deren vereinzelte Miß- griffe wir Sozialdemokraten schärfer und wirksamer bekämpften, als eS die bürgerlichen Zaungäste tun konnten, Hoben in ihrer Mäste ein Werk der persönlichen Selbstverleugnung vollbracht, das ilmen die Geschichte hoch anrechnen wird. Sie haben gezeigt daß sie nicht an den Stühlen der Macht kleben, daß sie dem Volle kein Titelchen seines Rechts nehmen wollen zugunsten ihrer eigenen Herrschaft. Ein Monat liegt vor unS, in dem es für keinen rechten Sozialdemokraten Ruhe geben wird. Es gibt kein Maß von Aufopferung, daS nicht durch die Größe der Entscheidung gerechtfertigt würde. Jeder muß bereit sein, an dem Posten, an dem er steht, bis zur Er- schöpfung zu arbeiten, auf daß es uns gelinge, aus den Trüm- mern dieser alten Well ein Reich neuer Freiheit und neuen VolkSaliicks aufzubauen. Nach dem eklen stumpfsinnigen Ge- metzel des Völkerkriegs wollen wir zum erstenmal wieder di« reine Luft geistiger Kämpfe atmen, die kein Blutgeruch der- peftet. Leben wollen wir, kämpfen, siegen! Neuer Sturm auf öem Kongreß. Um die Kompetenzen deö neuen BollzugSrats.— Der nene VoklzugSrat nnr mit Mehrheitssozialisten beseht. Leider blieb auch der gestrige Tag, der den Höhepunkt deS Kongresses bildete, nicht ohne Sturm. Anlaß dazu gaben die großes Mißbehagen über die lax Lüde m'ä n n zu erkennen legeben, in der Meinung, daß diese der Reichsleitung z u v i c I, inneren Auseinandersetzungen, in denen sich die Unabhängigen befinden. Diese hatten, wenigstens in ihrem linken Flügel, CftJ•-«•'it* 1• Ti rt•• SI« Isi«*» O i*l 5%»1»t-»' J m t*«, �______ .. oem neu zu wählenden Vollzugsrat zu wenig Rechte gebe. Es wurde dann in dieser Frage eine Vereinbarung getroffen. durch welche die Mehrheitssozialistcn den Unabhängigen sthr weit entgegenkamen und auf die der rechte Flügel der Unab- hängigen auch einging. Als aber Haase den Inhalt dieser Vereinbarung dem Kongreß vortrug, zeigte eS sich, daß er seine Fraktion nicht mehr hinter sich hatte. Im Gegensatz zu der Abmachung verlangte sie. oder wenigstens ihr turbulenter Flü- gel. volle Dcteillgung deS neuen Vollzugsrats an der Gesetz- gebung. Die Nichtbewilligung dieser Forderung durch die über- wältigende Mehrheit des Kongresses führte zu ihrem vorüber- gehenden AuSzug aus dem Saal und zu ihrer N i ch t b e t e i l i- g u n g an der Wahl des neuen DollzugSratS, der danach auS- schließlich mit Mehrheitssozialistcn besetzt werden mußte. Dieser Streit rnn die Kompetenzen ist an sich um so nich- tiger, als es sich um eine Regelung für wenige Wochen bis zum Zusammentritt der Nationalversammlung handelt. Ueüer- dieS bedeutet die Haltung der Unabhängigen gemde kein Ver- trauenSvotum ftir ihre Vertreter in der Reickisleitung. die. drei gegen drei stehend, doch jeden ihnen nicht passenden Beschluß verhindern können. Nachdem die Unabhängigen auf ihre Be- teiligung an der Wahl des Vollzugsrats verzichtet haben, bleibt ihnen immer noch der starke Einfluß innerhalb der Reichs- leitung. Wer eS gewinnt fast den Anschein, als ob die Unab- hänaigen es darauf anlegten, die Stellung: ihrer eigenen Vertreter in der Regierung zu untergraben. Jedenfalls müssen die gestrigen Vorgänge jedem ruhig Urteilenden zeigen, daß das Zusammenarbeiten mit den Un- abhängigen nicht leicht ist. da diese nicht einmal mehr m i t- einander recht zusammenarbeiten können. � Die Absicht. den Kongreß noch am gestrigen Tage zu schließen, die den Mehrheitssozialisten als ein Attentat auf die Soziolisterung ausgelegt wurde, entsprang wiederum nur einem Abkommen. das mit den Führern der Unabhängigen getroffen wurde, aus dem Einfachen Grunde, weil die auswärtigen Delegierten alle zur Arbeit nach Hause drängen und der Kongreß auseinanderzulaufen droht. ES war wieder ein Akt deS Entgegenkommens, wenn der Kongreß beschloß, die Tagung dennoch weiter fortzusetzen. Allerdings ist zu be- fürchten, daß dieses Entgegenkommen in der heutigen Sitzung von den L'inksradikalen mit neuen Tumultszenen belohnt werden wird. Aber an dem Ergebnis des Kongresses kann dadurch nichts mehr geändert werden, und Kernünstige werden nicht an neuen Zank und Streit und dramatische Effekts denken, sondern nur daran,-baß d« Sache der A r- beiterklosse und des Sozialismus aus dm end- gültig beschlossenen Wahlen zur Nationalversammlung sieg- reich hervorgeht. Internationale �rbeiterkcmferenz im Januar. London, 18. Dezember. Der parlamentarische Ausschuß des Gewerkschaftskongresses und der national« ausführende Ausschuß der Arbeiterparteien kamen heute zusammen, um über die vorgeschlagene internationale Arbeiterkonferenz, die gleichzeitig mit der offiziellen Friedenskonferenz abgehalten werden soll, zu beraten. Di« beiden Ausschüsse kamen überein, zusammen mit den Arbeitern und den soz'alistischen Parteien der anderen Länder eine internationale Konferenz für Anfang Januar einzuberufen. Die Ausschüsse würden eS vorgezogen haben, die Konferenz in Paris abzuhalten. Da c? sich aber als unmöglich herausstellte, so wurde beschlossen, sie in einem neutralen Laiche, wahrscheinlich in der Schweiz. einzuberufen. ES wurde ferner beschlossen, daß die britische Abordnung zur Konferenz aus 19 Mitgliedern, von denen fünf den Gewerkschaftskongreß vertreten, und fünf der Ar- beiterpartei mit den ihr angegliederten Organisationen entnommen sind, zusammengesetzt werden soll. Zum ersten Teil der Abordnung werden geboren: I. H. Thomas. Bill Thorns und Bovermann, zu dem zweiten C! y n e S, Romsay M a e d 0 n a l d, Artnr Henderson und Frau Snowden. Die Abordnung wird von einer Anzahl fach- verständiger Berater und von Sekretären begleitet sein. Di« Versammluno nahm eine Entschließung an. in der verlangt wird, daß alle Nachrichten und Artikel über den Friedens- kongreß und dm gleichzeitig stattfindenden Kongreß der Ar- beiterpartei zen für frei sein sollen. Der„NicllH« Rotterdamschs Courant" meldet au« London: Die Vcrsammluny der Leiter der englislben Ardeiterpartet und de« Arbsiterkongresse«. au sprechung mit den Arbeitgsbern über Verkürzung der Arb»tSz«it 4— 6 Stunden täglich entgegen. Veranlassung und Ziel dieser nvlicklicheii geringen Arbeit auf 4— 5 Stunden täglich entgegen. Forderung war. trotz der au elegen- züglich meiner geringen EntschäMgung des entstehenden Dohnau»- fall» zu veranlassen, und bei einer Verkürzung der Arbeitszeit unter sechs Stunden glaubten die Herren die Rentabilität ihrer Betriebe erschüttert. Nach eingehender Diskussion wurde folgende Resolution einstimmig angenommen:.Die heute im Gewerkschaft»- hause tagende, äußerst zahlreich besucht« Versammlung der Stukka- teure Grotz-Berlin» bedauert da» gering« sozial« Einsehen der Ar- beitgeber unseres Berufes in der Frage der Verkürzung der Ar- beitSzeit. Die Versammelten verpslichten sich, die Forderung bei Einsetzen einer besseren ArbeitSgrlegenbeit wieder zu stellen. Die Sektionsleitung wird beauftragt, an alle Staats- und Gemeinde- behörden Gresj-BerlinS da? Ersuchen zu richten, die in da» Stuckgewerbe einschlägigen, vor dem Kriege liegengebliebenen und wäh- rcnd deö KrtegrS zurückgestellten Arbeiten an öffentlichen Gebäuden und Unternehmungen sofort in Angriff nebmen zu lassen." Auf die unbedingte Hochhaltung und Benutzung des Arbeitsnachweises wurde besonder? hingewiesen, für Verstöße dagegen wird jeder Kollege persönlich verantwortlich gemacht. Achtung! Metlillformer und BerüfSgenasscn. Alle Kollegen, die jetzt vom HecreSdieust cnilasien sind uiid nockt keine Unierstiiyuag von uns erhalten(gleichviel, ob sie in Arbeit stehen oder nicht!. werden ersucht, ihre Unterstützung am Montag, den 23. Dezember, abends 7 Uhr, im Lokal von Radtke, Berlin. Admiralstr. 26, abzuholen. Die AgitationSkommijsieu dee Metallformer und Beruft' genossen. Hermann Mcerlei», eine markante Pedönlichkest in der Dachdeckerorganisation, ist, nachdem er den ganzen Klieg mitgemackt halte, jetzt in Glogau an den Folgen einer Verwundung gestorben. Zur Filiale Berlin gehörig, Sar Meerlein für die Gesamiorganiiation eine außerordentlich frnchibringende Täiigkcit entfaltet. Er hat lange Jahre al» BuSichußvorsitzender de» Verbandes gewirkt. Die »Dachdecker-Zeitunz" widmet dem Verstorbenen einen ehpenden Nachruf. Patteinachrichte«». Eine machtvolle Kundgebung für möglichst schnell« Einberufung der Rationalversammlung fand dieser Tage in Breslau statt. Noch einem mit stürmischem Bei- fall aufgenommenen Referat dcS Genossen Gustav Bauer ge- langte folgende� Resolution zur einstimmigen Annahm«: „Dl« im übervollen Saal« d«S SchietzwerderS verfammelie» Männer und Frauen Breslaus erklären sich mit den Ausführungen deS Staatssekretär» Bauer voll und ganz oinvrrstanden und stellen sich einmütig hinter die derzeitige Regierung Ebert-Haase. Sie erblicken die oinzige Rettung d«S au» tausend Wunden blutende» deutschen Baterlandes in der möglichst schnellen Einberufung der Nationalversammlung und protestieren energisch gegen die von unlauteren unverantwortlichen Elementen geplant« Diktatur von rechts und von link». Friede und Brot, Arbeit und Ruhe können Deutschland nur in einer sozialen Republik erblühen." �ugeaüveranftaltunyen. FabrikauSslhüff« der Jugend I Sonntag, den 52., vönnittagS 9 Uhr, i« Birchowsaal der Sophiensäle, Sophiensir. 13/19, Konferenz sämtlicher Vertrauensleute, Neugcwählt« Vertrauensleute erhalten Leaitimatione» in unserer GeschästSstell«: N. 68, Lychcner Sir, 127 III r.. Freitag und Sonnabend in der Zeit von 4—8 Uhr BellrittSerklärungen zum Verein Arbeiterjugend Groh-Berlin an obige Adresse und im Jugendheim SW, 68, Lindcnsir, Z, 2 Hof III,_ Verantwortlich für Volitit- Erich»uttner, Verlin: Mr den lldriarn Teil de» VlatteS: Alfrrd Scholz, Neulolln: für Anzeigen Tbcodor Ylloitc. Verlin. Verlag: Vorwärls-Verlag». m. 6. H., Verlln. Druck VorwürtS-Buchdruckerci und VerlagsanslaU Paul Slnaer u So in Berlin. Lindcnltratze Z. virrz» 1 Vellage. Dcuiclw lllekslstudelkei'-yerdznä Berwaltungsstelle Berlin. Den Mitgliedern zur Nach- ficht, daß unser ttollege der Klempner Richard Mahlke Neukölln, Ioh.-Hub-Etr. 8, am 11 d. Mts. gestorben ist, Dl« Beerdigung findet am Sonnabend, den il. b. Mt»„ in Königohorst, Kr. Nauen, statt. Den'Mitgliedern lerner zur Nachricht, daß unser» Kollegin, dl« Arbeiterin Elise Fieez Muokoucr Str. 52, am 16. d. MI», gestorben Ist. Die Beerdigung findet am Freitaa, den 20. b. Mio.. »Uchmitüig» 8 Uhr,»on der Leichenhall« be» ttm- maui-stirchhofg, Hermann. straße, au» statt. Regt Beteiligung wird erwartet. I2S/1S Nachrufe. Co starben: Paul Klebowski Echlosser, Ackerstr. 18, am 1. d. Sil». Julias Stoät Schlosser, Sieut, Äopffti. St, am 3. d. Mt». Artur Lehmann Schlosser, Martendorf, Kur- stlrstenstraße 17, am 8. t>. Mt«. e? Jonais Matthe? Dreher, Siii Dreher, Wiesenstr. 11, am 12. d. Mio. Ehre Ihrem MnOcofcti! Die Ortgverwaltung. Verband der Sattler und PorteJeulll�r. I OcfaoctiualfoBG OetRn Dm Scllegen hiermit zur Nachricht, daß unser I Mitglied, der Täschner Robert Schwarzberg sstrma H. Hoffman jr. verstorben ist. Ehra seiarm Sfohcnf*n t Site Beerdigung findet am Sonnabend, dm Zl.d.M., mittag«!>/, Uhr, von der Leichenhalle de» alten Luisen- Kirchhof«», Berg- mannstraß« 4S/S0, mi«sratr. Dt« Ortoverwalluug. ordnerschan der lleucn freien Volks- bahne. Hiermit die traurige Mitteilung, daß unser Ordnrrlollcg« Max Weinschenk| gestorben ist. 155/8 J Die Beerdigung findet I am Sonnabend, den2l d.M.. j nachm. 3 Uhr. von der Halle> des Neuwuner chemelnbe-> Ariedhoieo, Martrudorfrr z Weg, au» statt. Um zahlreiche Beteiligung I bittet. Orr vorstund. Mk. MZ«U! .larllcit-, Zmaktiig', tiobrack-, hrack->aillxe, staloiot», au« auteu Stoffen,«,« verarbeitet, offerieet»?«»' Türkischer, Prin,enstr.7S MortVpluh). Am 18. Dezember starb nach langem, schwerem Leiden men» Inniggsliebter Mann, unser herzensguter, treuforgendcr Bater, der Tischt« 101A Wilhelm Lauer im 88. LibMojaHre. In tieler Trau« Witwe Auctta Bauer und Kinder. Die Beerdigung findet am Freitag, dm 20, d. M., ra hmittag» 3 Uhr, von der LeichendNIe de» alten stitdt. Friedhose» ln der Rudow« Straß« au» statt. »« m p«, Vriginalfllllung, zirka 89 Prozent reiner Wein- brand, ferner Iamalea-Rum- Verschnitt sowie Likör«, Rot- weine, Weißweine und aute «ekimarken, mlt gucker genißt, geben ab 5782� Kirstein% Co., Weintellerrirn, verlin, Lchützonslraho S. _ Rentruin 1521 n. 2827. Grammo- pbons auf* ���JTfilMhinnj Ä» F.&H. Schmidt, Ptttriburgar Stnli LS. 1. Gitarrezithern ilnterleanotcn 28—, groß« rdige H8— sLadenvr ea. »), Mandollnrn, Sttm mit Iii Sattori so-eosslHHpHHP <5.—, rrstfl. 85.—, Konzertloutr 125—145,—, Schillerv totinen 45,—, Kanzertgeige m. Ein!«5.-. stiiniilervioline 1,5.-. Uut«r. richt 8.— Msnl!t»honorar. (lOstllndige Schnellkurse). Srast» Oraulmstr. 1«, S Tr. S grofis �erssmmwngsn ftrr 208/5- LeemliM«. MmlW««. weilil. WeWe am Freitaq. den SO. Dezember, abends 7�/, Uhr, in folgenden«film: Couicnius-Täle, O, Mcmclcr Str. 67, Grtverkschaftslians, Engelnfer 16, Humbotdt.Säle, 91, Husfitenftr. 40. Thema, Die berufstätige Frau n. die Sozialdemokratie. Rednerinnen: Frl. Hoppe, Frl. Lodahl, Art. Wacheuhelo» und zahlreich« Beamt» und Beamtinnen. voamtiunen, Cehtoctancn, weiblich« 2lngest»lli«t«rscholu« in wostonl .___ Der Werbemmschuß sür Bcamt« und Beamtinnen._ Ireitsg, Lv. Sczentker 1818, sdenös 7V- Uhr: Fünf große sozialdemokratischen Partei in kolken den Lokalen: Böhmisches Brauhaus, Landsberger Allee 12, Qermania«Sfile« Chausseestr. 110, Zcntraltheater>Sftle« Alte Jakobstr. 32, Boekers Festsäle, Weberstr. 17, Joseph Pranke, Badstr. 12. Tb e m a: Redner: Franz Büchel, Otto Franck, Emil Glrth, Gustav Heller, Otto Lewin, Fritz Matern, Hermann Müller, Paul Neue, Willi Ramsbrock, Gustav Rickelt. Arbeiter, Soldaten, Männer und Frauen erscheint In Massen! Der PropaRamla-An<«»chnß. «BS_____ MMV.tWgr., StelnDniö, ÜTÄ berufe MltelieUsrbaft Berlin. Sngelnsrr 15 III, Zimmer 67— f.. Di« Auszahlung der Weihu-chtsuntersülSnag«rfoiitt wie folgt: 1<>N7 /i-k am«. Dezember 191» von S— 12 Uhr vormittag», ll-S ,28. m 1818, 8—8, nachmittag», St— I. St.„ 1918. 9—12, vormittag», im v.rband»bur«au an atd? i,los« Berband»mitglt«der, dt« sich vi» 18. Dezember arb»it«io» gemeldet haben und an die Frauen der noch tm Heere befindlichen Mitglieder. vl« Orlnvermultnug. SsMMllSl. Uttel»UISW. Achtung! Mitglieder deS sozialdemokratische» Wahl- vercius Spandau! Bm gteitan, bau 20. ve-ember. obond» 7", Ahr, in der InblUdunoturnhull«, Molttestraß«: Mitgliederversammlnng. Lage»ordnuno Versammlung und Wahl von p Mitgliedern. fragen. Sie 1. Stellungnahme zur Kreis-Senerel. — z. Organisationsneuen Mitglieder Pinnen ihr« Mitgliedsbücher in Empfang nebmen.— Alle„Ltotwätl«•Leset und Freunde der 8.% D. stno zu d«r Versammlung eingeladen. 288,7 Der Vorstand. Z. V. lludich«. MM' Villi SSISM'M -les Aelses Zeile». Die nächst, Konferenz der Telessierten findet am 20 Ahr. Berlin W I«der Sonntag tm gro>,e Von 22. v Sittungsfaai «, tm aro„en SittUngsfai W 10, viltoriastr. 18, statt. er Arbeiterrat nich jeder er» der 1978. morgens Landrat,-mt»' de» Soldatenrat in ,«n dieser Konserenz je»inen Delegierten zu entsenden. Die Delegierten müssen mit einem von den Ertlichen Süllen gestempetten und unterschriebenen Mandat versehen Da sehr wichtige Dinge ■aältt DeloMMW» hat Zl«• 'ein. B � .m,„ zur Verhandlung stehen, ist das Erscheinen aller Delegierten dringend erforderlich. ZeutrulstoU« der«rdetser- und Sotdulou-SSt» des Merls«» Isltow. _ 3. A.: Alex f-ogel»._ 194119 Ungeahnte Erwerbs- ZKLeNstlksite« bittet die nlchst« Zukunft Eine tiefgreifende Aai derun? unseres ge«amtenWlrtscha(t«- lebens, ein gewoltlgcr Aufschwung unserer Industrie und des Handels steht bevor und es werd-n überall oeschulte Kräfte gesucht «ein. Ang»hflrl£ technischer e u. Handwerker«olle« Berufe i. nicht versstumen, ihre Kenntnisse und Fertigkeiten der kommenden Zeit anxupa sen. um t-llrunehmen an den wirtschaftlichen Erfolgen, die naturgemjß das Er-eBnis dca gewaltigen Ringens■ el» müssen. Das beste Mittel, rasch nnd gründlich, ohne Lehrer, durch einfach. Selbstunterricht eine gründliche Ausbildung In fechnl ehen Wlsscnschatten iu erwerben, sind die technischen Seihst- unterrlchtewerke„SysLKar- nack-Hachtcld», SüS. starke Broschüre kostenlos. Bonness ch liachfsld, Potsdam Postfach 167. Verband der �risenrgehilfen. Zwotgooroi» SotUa ach Eocovte. vltr. u. Ardeitsnachw.: Sngituser 18, Kimm. 89. Firnr.:MpL88tL SeSssnet 9—12. 2—4 Uhr. D«rm!ttlung nur vormittag». Versammlungen an» 20. vezenrber 101», ootmlftog» 11 Uhr, am 9. 3aaaat 1919, aheaha» Uhr. im«Bornortsehaftahaaa, Engelufer 18, 289/14 und Deutscher Jtrbetier- Sängerbund. •aa Beelin. Achtung, Säuger! 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Tagesordnung! n für die Lohn- und Arbeits- Wohl eiurr Beanchenkommlsslon. Deiche Srunblagen dedingmtgert anzustreben t 5. Branchenangeiegenhellen. Alle im Auto- und«agendou beschäftigten Sattler werden dringend um ihr Erscheinen gebet«». Di« EoEspeibe-Wiitebait, »«Ihgrnh«, mit Bsefferdergdier-Auz jchan? ist sofort billig ,u verkatisrn. Au«tunft erteilt padst, Berlin, «and»berger Str. 14(855»» Arbeiterräte l Am Montag, de« 23. Dezember 1019, vormittags 10 Uhr, in de» 821D» KoMnnIn-?rsoht8Aon.Vhsn8Svv»ti. 1 10: Versammlung aller Arheiterräte Groß'Berlins ragesoednung wird in der Versammlung dekanr.tgegeden. vor Vollaajorat. Z. gez. Franz tSfichol. to.SM ♦ ZS. Jahrgang OMage Ses Vorwärts 5re!tag, 20. dezember7y?s Kongreß öer%- und S.-Räte. (fifotffttaiw ml der arstrig?« UdendauSgabe.) l in Verbinduna sstzen: ick, stebe Ihnen oder dafür, das, Sie nicht i... Sin Nntrag Dr. Lauf«nb«rg. Hamburg will zur S-rbei.' im Such nelassen werden l Unmitewar nach Wiederaufnabme der .�rung einer sozialistischen Mehrheit in der Nationalversamm- Schun» werden wir mit Weser Erklaruii!, ubersallen. Ich ubec- «in« Tin i gung der' ozialistis<�n Zviasscn herbeiführen.' Vor. lasi« e« Ihrem Urteil, ob ,u dieser Mattnahm- de. V°ll,ua.°-teS .�setzung dafür aber soll lein, dall alle lompromittierten Fuhrer eme Veranlalluna vorgelaen hat. Muse! Nwnl) �...... �" ��Trippe fKasuerer des Voll�uaSratSs: Was Landsbera aesagt �treten, denn sie haben sich auf. schwerste am Volke versündigt. L.$enzrrling vom Soldatenrat bei der Obersten Heere.» I�tung: Wir find nicht so blind wie viel« meinen. Wir haben M unsere Stellung reiflich überlegt und treten für die Nationalversammlung ein. Da. ist ein« geschichtliche Notwendigkeit nicht auf irgend ein« Regie zurückzuführen. Unser« Wirtschaft .»t danieder. Der Feind besitzt in den Waffenstlllst«rnd.vcr» ein furchtbares Instrument gegen uns. Nur strengste 1 l�ftjucht des ganzen Volkes kann unsere Zukunft sicherstellen. der Feind noch weiter« Gebiete besetzt, dann Ist olles hin._ rÄW»T»ch"fi» r« t e n b« Funktion tu vergeben 7 hätte diesen Kongrch besser al« mit einem Bierabend od« lediglich b«rat« n d«-kunttio� zu �mevenl hat, stimmt, soweit eS meine Person betrifft. Ich habe ihn aber ausdrücklich gefragt, ob er mir xine Summe nennen könnte. Seit vier Tagen haben wir immer so unbestimmte Erklärungen bekommen, hast der Vollzugirat bereits gestern die Abgabe der vor» hin verlesenen Erklärung beschlossen hat. E. soll nunmehr in die Tagesordnung eingetreten werden. Lipin.ki-Loipzig fUnabhängige Fraktion, zur Geschäftsordnung): Der gestern angenommene Antrag Lüdemann überweist dem Zcn» tralrat die parlamentarisch« Ueberwachung des Rates der Volksboaustragten. Da? ist unklar: ist daninter Mitwirkung l. I° ovncn jiDrigicti v-urii u»»>>>"»>""" 5 l Bötzow mit einer Vorstellung im D-utichen Theater be» snn-n loifen sollen, denn der Geist Tolstois ist wertvoller al, des Herrn Ledebour und seiner Freunde. fSchr richtigl � der Mehrheit.) Leider ist e. schon so weit gekommen, das, I Madertiausende nicht mehr arbeiten wollen. Jedes Mied des Offizierskorps, das seine fünf Sinne beisammen bat. dost gegen den Willen de» Volke» zum Soziali.mu. nicht», 'ber auch gar nicht» mehr auszurichten ist. Aber das Volk muh »Wl sein und die Ordnung verbürgen. Nur durch O�nung und kommen wir zur wahren Freiheit. lLebhafter Beifall.) , Dr. Lanfenbcrg-Hamourg: Man mag über den Bolschewismus •Wen wie man will, er ist«in« große politische Erscheinung, die nicht nur verunglimpfen sollte. Der Kongreß Heck sich schon ?Urch Annahme de. Antrag. Lud-mann für die Nationalver» mninlutzg erklärt. Die Nationalversammlung ist wie alle», wa. , k'sh-r geschehen ist. eine Halbheit. Die Arbeiterschaft hat bis. xr nicht die politisch- Macht zu erringen gewußt. Schuld»st der Mner Vollzug.rat, weil er nicht in den allerersten Tagen den �atekongreß zur Ergreifung der politischen Macht-inberusen hat. M Gegenteil, d-n A.» und S-Räten ist das Ruckgrat ge» •'ochen. Die Nationalversammlung wird vielleicht ein« Mehrheit für Sozialisierung bekommen. das aber eine wirklich- sozialistische Mehrheit sein wird, ist L°elfelhaft. Der Wahlkampf, der jetzt beginnt, muh in möglichster �schlossenheit geführt werden. � vliigel-Berlin tzweiter Vorsitzender der demokratischen Frak. Im Namen unserer Fraktion erkläre ich. daß wir geschlossen �nter d-n Errungenschaften der Revolution stehen und gewillt sind, Voltsbeauftragter Haase: Der Rat der Volksbeauftragtcn vec- steht untxr der parlamentariseben Ueberwachung, dah alle Gesetz- entwürfe dem Zentralrat vorgelegt, und all« wichtigen Gesetzvor- lagen von ihm beraten werden. Der Rat der Volkßbeouftragten hält«S für ganz auSgeschlosfen, dah bei dieser Regelung Zerwürfnisse mit dem Zcntralrat entstehen könnten. Sollte in irgendeinem Fall cS nicht zur Uebereinstimmung kommen, dann wird allerdings in einer Zeit wie der gegenwärtigen ein Vakuum nicht entstehen dürfen, sondern es muh der Rat der Volksbeauftragten. solang- er das Vertrauen de» Zentralrats hat. der ihn ja jederzeit abberufen kann, da» Recht haben, cechtS- kräftige Gefetze zu erlassen. Fr. Geyer-Leipzig fUnabhängige Fraktion): Diese Erklärung stellt uns nicht zufrieden, sie verschiebt die Grundlage des Zusammenarbeiten» hier und anderwärts vollständig. Unter diesen Umständen mutz meine Fraktion die Möglichkeit haben, sich über die veränderte Situation auszusprechen, und ich 1 bitte daher, die Sitzung auszusetzen, um meinet Fraktiou die Ge» legenlwit dazu zu geben. Dieser Antrag' wird abaelehnt. fHeckert-EhemniiZ ruft: Dann ziehen wir nn» unter Protest zurück, und Sie könne» ohne uns weiter tagen.— Unruhe.) vrah-Remfcheid fFraktion der geeinten revolutionären Arbeiter und Soldaten): Nachdem ti uns durch die Mehrheit unmöglich ge- macht ist, unsere Stellung zum Rate der Volksbeauftragten klarzulegen, bitte ich Die, den Kongreft zu verlassen und darüber schlüssig zu werden, ob wir weiter an der Tagung teilnehme« können. fGrohe Unruhe.). Ein Teil der Unabhängigen und die Linksradikalen erhebe» Phantasie, aber seinem Verstand kann ich keine Reverenz erweisen. �Heiterkeit) Tie Geyer, Hcckcrt, Vroh und Genossen sind die Alldeutschen der Revolution und Liebknecht würde ihr Lndcndorff sein.» wenn sie ihn an die Spitze stellen. fBeifall.) Wir wollen die Republik auf realem Boden, nicht im Wölkenkuckucksheim, das ein jeder Wind wegbläst. Soll mit unserem verhungernden Volk zum zweitenmal v» dangue gespielt werden? Dafür bedanken sich die Arbeiter und Soldaten. Die beste Sicherung der Errungenschaften der Revolution ist die schleunigst« Einberufung der Nationalversammlung, nach dem Vorschlag unserer Partei am 10. Januar. Lampel» Hamburg fSoldateufraktion): Die Mehrheit von uns ist der Ileb-rzeugung, dah das Räteshstem den Separatismus fördert und den Aufbau der sozialistischen Republik gefährdet. Wenn wir Soldaten fünf Jahr« dem politischen Leben entzogen waren, so haben wir unbefangenen Sinnes gesehrn, wohin der Bruderkampf der sozialistischen Parteien � führt. Wir haben die eroberungssüchtigen Generäle beseitigt, wir wollen sttzt nicht die Herrschaft der Minderheit. Wir wollen unsere sozialistischen Ideen nicht dem Volk mit dem Polizelkuüppel einbläurn, wir werden auch so siegen, mag eS auch länger dauern. Lcvinson. Westfront fSoldatenfraktion): Der größte Teil der Soldaten wünscht die Nationalversammlung möglichst bald. Gegen- über Haase weise ich darauf hin, dah da» Wahlgesetz eine Son- derbcstimmung für die nach dem Wahltag zurückkehrenden Ge- fangenen vorsieht. Kaul. Offenbach: Der Deutsche ist und bleibt Romantiker und die Anbänger der Rätediktatur sind es erst recht. Zu welchem Zweck ist denn die Revolution gemacht worden? Doch nicht etwa, um die Diktatur des Proletariat» zu verewigen. Demo- kraiie ist unvereinbar m't der Alleinherrschakt irgend einer Klaffe. Inzwischen ist die Minderheit von ihrer Beratung zurückgelehrt. VolkSbeaustragter Scheidemann: Karl Marx kann uns im Augenblick gar nichts helfen, wir müssen so entscheiden, wie die augenblickliche Lage eS uns aufzwingt. Tie Räte haben manches Gute geleistet, aber eine dguernd« Einrichtung sind sie nicht. Man hat uns hier Plakat- unter die Nase gehalten: Alle Macht den Arbeiter- und Soldatenräten! Aber man hat uns sogleich zu verstehen gegeben, dah man uns ranSschmeitzen will, wenn wir nicht so entscheiden würden, wie eS die Leute wollen, dir gerode von der Strohe hereinkommen. Ein dauerndes Bestehen der Arbeiter, und Soldatenrät« würde den tat 1 i jf Kirfir'i r fl(J n 1 Ii) r 0 si? n heit' �DeSha�!kkennen° wlr�mS sich unMchickcn sich an, den Saal zu verlassen, ein Teil von ihnen absolut sichren Untergang von Handel und Industrie, den iur Nationalversammlung. Wir brauchen sie. damit j bleibt JJJser aus tausend Wunden blutendes Volk Frieden bekommt, und ?'r sind der Ucberzeugung, dah wir den Frieden ohne die National- �riammlung nicht bekommen. Sehen Sie nach den besetzten Ge» Men. Dort sind die Arbeiter- und Soldatenräte aufgehoben. Auruf: ZeitungS schwindell) Sehen Sie sich das Vorgehen der Stinte in Rußland an! Wir brauchen die Nationalversammlung, **il wir Frieden, Brot und Arbeit brauchen. Wir stellen ?*« sit dem deutschen Volke al» WechnachtSgeschenkl(Lebhafter ««fall). . Molkenbuhr(vom vollzugirat) gibt gegenüber den Andeutungen Men der 460 000 Frank dm Erklärung ab. daß er selbst diese bei der Durchsuchung de» Schlosse» nach verdächtigen Per- !°nen einem Mann, der angab, im Schlosse zu wohnen, abge- . doch zurück, als nunmehr in der fortgesetzten Aus- spräche über die Frage der Nationalversammlung Volksbeauftragter Haase da» Wort erhält. Er bejaht die Frage nach der Notwendigkeit der Nationalversammlung. Auch da» Kabinett ist darüber einig. Die NAe werden ihre Bedeutung behalten. Strittig ist nur der Ruin de» Reiche» und unabsehbares Elend für unser Volk bs- deuten.(Lebhafte Zustimmung.) Wir bedanken unS für die Uebertragung der russischen Zustände.. Gewiß braucht nicht alle» so wie in Ruhland zu kommen, aber die Folgen würden eintreten, und zwar noch viel schlimmer al» in Rußland, denn in Dcuts-h- land gibt eS viel mehr zu zerstören.(Sehr richtig?) Wir wollen keine Diktatur, sondern die Demokratie. Der russische Bol- Zeitpunkt der Wahlen. Die Reaktionäre aller Schattierungen! schcwismus ist die Folge einer irrigen Pofttik. Ich bin für di« verlangen stürmisch sofortige Wahlen. Dagegen habe ich Bedenken, baldigste Einberufung der Nationalversammlung. Wenn daS ganze Man hat eine ganze Reihe von Gründen für sofortige Wahlen an- � Volk die Verantwortung mit tragen soll, muß e» auch mit bestim Wl-- tlJC. t � To«<■*>w&.«»»ai» O ro ff i' ttsytt«**..vT-i-vv» StA l'\' o. mi 1 1« Ä/ Td•• Tl I__________\ �_'._ r �<» t_* 1 C L* � O � � � w«" geführt, hie sich nicht als richtig herausgestellt haben, aber hie Gefahr in sich tragen, dah der Entente solche Gedanken suggeriert werden. Wir werden un» niemals gefallen lassen, dah sich fremd« Mächte in unsere inneren Angelegenheiten einmischen.(Beifall.) Degen zu frühe Wahlen spricht einmal, dah unser« Grenzen im Augenblick ganz ungewiß sind. Wir.ichien gewih das Selbst. b.'stimmungSrecht der Polen, aber wir verlangen für die Deutschen «ow.men un dem Ettisch übergeben haX der sie dem Vollzugs- gleichfalls dieses Recht.(Beifall.) Wir erheben schärfsten L* abliefern sollte. Hierzu erklären Weiler der Volk, beauftragte! E: ns p ru ch dagegen, dah d:e Polen gegenwärtig schon die Orth und das VollzugSratSm'tglied Ledebour. dah si« nichts: Wahlen für Gebiete ausschreiben, die zum Reich gehören!(Leb- � V" c su.K et)——-.rfi. �- to.. i_ i ♦ t/>Tf\ vt it vt S t rt Son w o s-» tri o ra AtflrvoTflyt Mw-v nT r»vt vt t ni davon gewußt Laben, daß da? Geld dem GeneralstaS gehörte.! hafter Beifall.) Dann sind in den besetzten Gebietern Wahlen nicht eo" �« i.ifi. VaC. s„... ern.» � f jt. I tWfVr.TIrT* Wrt* rtTTe»m rtT-iov wtr'T-.f /"»TTfl» frfirtrr fria , Vorsitzender L-inert teilt mit. daß entsprechend dem Wunsch mMich. Vor allem aber können nicht alle Soldaten schon so- dir Fraktionen der K-nareh noch heut« sein- Arbeit beenden soll, gleich wählen. E,n großer Teil der Soldaten ist sich über die tmch� l*"■•■------— v w:..> stgsten Fragen noch lM Unklaren. Wenn sogar der konservative Führer v. HcYdebrand vor einigen Wochen ausrief, �dah wir wird deshalb die Mittagspause verkürzt und die Nachmittag». Ichung auf Uhr anberaumt. Die Nachmittagssitzung. Vorsitzender Leinert verlieft ein Telegramm de» Generalkom» Wandos und de« Generalsoldatenrat» in Münster». W� worin im Gegensatz zu Ausführungen auf dem Kongrc« erklart wird, dah � Verfügung über Auflösung der Arbeiter, und Soldatenrate «diglich eine Weitergabe im Wortlaut der von der Obersten Heere». ?>tung übermittelten Bedingungen für die Besetzung der neutralen L°ne gewesen ist. Di« Bekanntgabe erfolgte, um die Arbeiter, und Soldatenrät« vor Verhaftung durch die Entente m der neu- *alen Z-me zu bewahren.(Ein Zuruf:.Hlndenburg-Schwindel!) S-heimbe richte der Oberbürgermeister. Landrat« und Polizeipra. "denten über die Arbeiter- und Soldatenräte sind tm Kocpsbrretch ' �icht angeordnet, sondern nur am 16. November im Benehmeu �it dem Deneralsoldaienrat ein einmaliger offener Bericht über da» Zusammenarbeiten der Soldatenrät« mit den Behörd-N ein- llrsocdert tporden, um reibungslose Mitwirkung der Soldaten rät« ,«>l« einem Bericht der MandatspntsungZkommission ergibt sich, d»ß einige meSerrbeinisch« Delegierte di« Reise nach Berlm über Holland gemacht haben . verlesen wird weiter ein« Erklänmg des Kassierer» und de» internen Ausschusses de» vollzug»rats Berlin, wonach der Rat der Bokksbeaustragten für den Kongreft 100 000 M. zur Berfügung »-stellt habe. Davon sind fiir Diäten. Reisegelder usw. SV 000 M. dereit» verbraucht. Di« verbleibenden b000 M. sind für dl« son- silgen Kongr«ß ni g u n g sind infolge der Lohnerhöhungen, der Rückkehr von 1100 Mann aus dem Felds und der Einführung des Achtstundentages neben den bereits bewilligten 2 300 000 M. noch 2 775 000 M. für 1918 erforderlich. Die Bewilligung erfolgt ohne Erörterung. Die Vorlage, wonach für die bei den sieben»staatl:chen Ghin- nasien und Lyzeen Berlins bestehenden Elternbeiräte je fünf städtische Vertreter abgeordnet werden sollen, wird auf Vorschlag »des Vorstehers Michelet dem Ausschuß für Unbesoldete über- wiesen. Den in der BlindenbeschäftigungSanstalt arbei- i enden Blinden, die seit Monaten infolge Rohstoffknappheit und Mangel an Bestellungen in besonderer Not sino, wird eine ein- malige Teuerungszulage von 75 M. für Ledige. 100 M. für Verheiratete, 25 M. für jedes Kind, sowie die Erhöhung der Kriegs- zulage von 10 auf 20 M. vom 1. Oktober 1918 an zugebilligt. Dem Anschluß der auf Neuköllner Gebiet belegenen Baulich- ketten deS GarnisonkirchhofS in der Hasenheide an bie Kanalisation von Berlin und dem Abschluß eine? Pachtvertrags mit dem Vcr- banid Groß-Berlin behufs Erweiterung der Brunnenanlagen des Wasserwerks Müggelsee stimmt die Versammlung zu. GroßSerlin fiuf der Tribüne. Die Arme schmeißend in die Lust Spricht Spartakus zu seinen Söhnen: Wer nicht mit uns, der ist ein Schuft! Die Bretter stöhnen. Wie er nach Ebert-Haase fletscht! Sie müssen fliegen! Das Publikum fühlt sich gequetscht. Die Pfosten biegen. Er holt zum letzten Hiebe aus. Die Luft beginnt, sich zu verkalken. Die Hörerschar erfaßt ein Graus— Da krachen schon die Balken! _ Paulchen. Die Feldgrauen und die Partcispaltung. Wir werden um Veröffentlichung folgender Einsendung ge- beten: Die im Jahre 1916 vollzogene Parteispaltung erfolgte ohne Befragung und Einwilligung der im Felde befindlichen Partei- genossen. Um deren Ansicht zum Ausdruck zu bringen, findet am Sonniaa. den 22., vormittags 9�, Uhr, in den Con.cordia- Festsälen, Andreas st raße 64. eine Versammlung stalt, zu der jSmtliche auS dem Felde zurückgekehrten Mitglieder beider sozialdemokratischen Parieieu eingeladen werden, um Stellung zur Parikispaliung z» nehmen. Eduard Bern st ein, U. S. P. D., und Georg David söhn, S. P. D.. referieren über dos Thema: Deutsch- landS Lage und der Bruderkanipf in der Sozial- d e m o k r a t i e. Anichlicßend freie Aussprache. Zuiritt gegen Legilimation durch Mitgliedsbuch-iiier der beiden sozialdemo« kralischen Parteien und MilitäraukweiS. Wir machen auf das Inserat iu der morgigen Nummer auf- merljam.____ Mißbrauch oder Fälschung? Zu den N e u k ö l in e r Vorgängen geht iinS von den sozial- demotialischen Stadträten Conrad und Wutzky nachstehende Er- ktärung zu: Ii, der Sitzung des Neuköllner Arbeiter- und Soldatenrates am 18. d. Mis. sind neben anderen guch unsere Namen mit den Vor- gängen im Ralhauie am Montag, den 16. d. Mls., in Verbindung gebracht worden. Aus den, in e'iier Neuköllner Druckerei betchlag- nabinlen Manuskript eine» Flugblattes soll der Beweis dafür hervor- gehen. Demgegenüber stellen wir fest, daß uns weder von der ganzen Geschichte am 16. d. M. noch von einem darauf bezüglichen Flug- blan irgend etwas bekannt war. Wenn trotzdem unsere Namen auf den, Flligblatt-Maiiu'kripl stehen sollten, so kann nur grober Mißbrauch oder gar Fälschung vorliege»». Conrad. Wutzky. »Für die Nationalversammlung. H haben bereits darauf hingewiesen, daß ein großer Teil der Demonstranten am Montag vor dem Abgeordnetenhaus nicht gegen, sondern für die Nationalversammlung demonstriert haben. Dazu teilt nun auch der Angcstelltenrat der Maschinenfabrik Karl Flohr mit:. „Bezüglich der Teilnahme an der MowtagSdemonstratton sntenS der BesckMftigten der Firma Karl Flohr ersuchen wir dringend mit- guteilen, daß die dem Zuge angeschloffenen A n g e st e I l t e n ge- nannter Firma durch VorspiegelungfalscherTatsachem an dieser Demonstration teilgenommen haben. Wir erklären auS- drücklich im Namen aller Angestellten, für die Nationalversammlung eingetreten zu sein, sowie voll und ganz auf dem Standpunkt der Mehrheitspartei zu stehen, nicht aber der gestern veranstalteten Sache, wie sie sich nachträglich herausgestellt hat. zu dienen.' Tie Bestattung der Toten von der Chausseestrasfe. Die Bestattung der Opfer deS 6._ Dezembers erfolgt am Sonnabend, den 21. Dezember im Friedrichshain. � Van den sechzehn Opfern sind bereits zwei beerdigt worden. Die Trauerfeier beginnt in der'siegesallee, wo die vier- zehn Leichen aufgebahrt werden, pünktlich 12 Uhr. Berliner Lebensmittel. Die Nenanmcldung zum Zuckerbezuae für die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni läuft vom 27. De,eiV'erbiS„im 4. Januar. Im eigenen Juiereffe der Karteninbaber ,st es ersordsrl.ch die Karte» urbü den beiden Kontrollab'chnitten vor der Änmelduiig beim Kleinhändler mit Namen und Wohnung in demlicher Schrift auszuiüllen. Bis Sonnabend, den 22., wird in den Bezirken der 44.. 46., 60.. 201.. 222. und 239. Brotlommi'sion pro Kopf 125 Gramm Käse verteilt. Im Gemcindebezirk Berlin dürfen Kleinfrfche(mehr als 6 Stück aufs Pfund) ohi« Marken entnommen werden, nur von Berliner Einwohnern, die sich durch die Berliner Bezugskarte auSweiien._ Streik bei der WirtschaftSgenvssenschaft Berliner Grundbesitzer. Di« kaufmännischen Angestellten und die gesamten Außenbeamten der WirtschaftSgenossenschast Berliner Grundbesitzer sind in den Streik getreten, weil Verhandlungen über gefordert« TeuerungS- zulagen mit der Direktion und dem AufstchtSrat der Genossenschaft zu keinem Ergebnis geführt haben. AusländerpLsse. ES ist in letzter Zeit wiederholt vorgekommen. daß Ausländern ihre Pässe angeblich im Auftrage des Soldatenrats abgenommen wurden. Der Goldatenrat des Sicherheitsdienstes erklärt hiermit, daßderartigeBefehlenichterteilt sind. Ter Soldatenrat ersucht vielmehr, daß bei derartigen Fällen, wenn irgend möglich, die Festnahme zu veranlassen ist und der Be° treffende dem nächsten Polizeirevier zugeführt wird. Schutz der KriezSteilnehmer gegen ZwanzSvvIlstreckung. Tie Zwangsvollstreckung gegen einen Schuldner, der Kriegsteilnehmer ist oder war, ist nach einer Verordnung des Rats der VolkSbeauf- tragten bis zum 1. Juli 1919 nur mit Bewilligung des Voll- strsckungSgerichtS zulässig. Diese darf nur erteilt werden, wenn ihre Versagung offenbar unbillig wäre. Vor der Bewilligung ist der Schuldner zu hören. Gegen die Entscheidung findet die wfortige Beschwerde statt. Kriegsteilnehmer sind mich Angehörige der im- mobilen Truppen und Personen im vaterländischen Hilfsdienst deS Auslände». Gerichtsgebühren werden nicht erhoben. Der ReichSbund der Kriegsbeschädigten hält morgen, abend?>43 Uhr, inEchineberg drill. Verg, Feurigsir. 1«, eine öffentliche Versammlung ab. Kamerad Schumacher spricht üb«: Der Kriegsbeschädigte in Industrie und Landwirischast. Eine öffentliche Kanzleibeamtenversanmilung beruft der Deutsch« Kanzlribeamtenbunb zu Sonniag, den 22., 10 Uhr vormittag», nach Havelland» Festsillen, Neu« Friedrichstr. Zö. Eine AnwaltSversammlung findet am 22., vormittag» 1014 Uhr, im AnwallShauS, Schöncbergn Us« 40, statt. Eine«llgemciue Aerztcversammlung will am Tonnabend, den 21., 8 Uhr abend», im Danketisaal de» WeinhauseS„Nheingotd* Potsdam« Straße Z, zu wichtigen ärztlichen Fragen Stellung nehmen. Jed« Groß- Berliner Arzt hat gegen DuZwei» Eintritt. Eine Organisation dcr Acr-tc. die an städtischen, privaten und Kreis- krankenhäusern, Jrrcnansialten. Heilanstalten und ähnlichen Instituten an- gestellt sind, ist in die Wege geleitet. Die Gründ'.ingSvcrsammlung findet heute, abends 8 Uhr, im Langenbeck-Virchowhause(Saal neben der Garderobe) statt. Die Rene Philharmonie bringt vom 20.— 26. Dezember iiaS Filmwerk„Das Schweigen im Wald» mit Lotie Ncumann in dcr Hauptrolle. Ein unaufgeklärter Todesfall beschäftigt die Behörden. Ter Kraftwagensührer H. aus der Naugarder Straß« kaufte von einigen Tagen am Schlcsischen Bahnhof Konfekt und nahm eS feiner Frau mit nach Hause. Tri« Frau aß davon und klagte später über Un- Wohlsein und starb kurz danach. Ein später hinzugezogener Arzt konnte die Todesursache nicht feststellen, vermutet aber, daß sie mit dem Genuß des Konfekts im Ausammenhang steht. Eine Unter- suchlung ist eingeleitet worden Die Leiche wurde beschlagnabmt. Raubmord anf dcr Landstrofie. Di« Kolonialwarenhandlung von Muchell in Zossen beauftragte Mittwoch ihren 21 Jahr« alten Kutscher Kasimir Katagewitsch, einen Polen, eine Wein- ladung von Berlin nack Zossen zu holen. Der jnnge Mann fuhr 'mit einem feldgrauen Federwagen, der mit zwei schwarzen Stuten bespannt war, ab. Gestern vormittag fand man den Kutscher tot wieder.» Katagewitsch lag in der Nähe von Glasow neben der Land- straße mit eingeschlagenem Schädel auf einem Komvostbaufen. Da? Fuhrwerk mit dem Wein im Gesamtwerte von 10 000 M. ist spur- tos verschwunden. Der Wagen trägt ein Firmenschild mit der Auf- schrist:„P. Muchell, Zossen. Telefon 55." Notstandöarbei!en und NahrnngSmittelvcrsorgung in Neukölln. Die Neuköllner Stadtverordneten konnten gestern end« lich wieder eine Sitzuiig abhalten. Der Andrang zur Tribüne war ungeioöhiilich stark. Me Eine Reihe Vorlagen wurden ohne Debatten genehmigt, dar- unter die zur K-nntniSiiabnie vorgelegte Mitteiluiig. daß die Stadt nach den Vorichrisien deS WohnungSgesctzcS einen WohnungS- Nachweis eingerichtet hat. und der MagistrotSantrag auf Bei- tritt Neuköllns zuin Ausschuß der Groß-Berl>ner Arbeits- nachweise. Beim Voranschlag der Sparkasse für 1910 bemerkt« Siadtverordneler Abraham, hier könne man„mal etwas Angenehmes über Neiilölln berichten". Er wies auf den guten Siand der Sparkasse hin, auf die Mehrung der Einlagen und der Gnihaben. Sic seien der Beweis, daß die Bevölkerung Mrtrauen zur Sparkasse hat, wenn Ruhe und Ordnung herrscht. Die soziakdemokratische Fraktion richtete an den Magistrat eine Anfrage loegen dcr Berciistellung von Not st andSar Veiten iür die Arbeitslosen. Stadtverordneter Genosse K l o I h wie« auf den Arbeitsmangel hin, den die Erschwerung des Robstoffbezuges steigert. Wir müssen aber, führte er aus, dafür sorgen, daß wir wieder produzieren können. Nur der Fleiß unserer Arbeit kann die Zukunft wieder besser für uns gestatten. WaS kann der Neuköllner Magistrat dazu beitragen, die Be- völkerung möglichst vor Arbeitslosigkeit und Not zu bewahren? Wir müssen linier Jndustrievieitet ansbaucu, um Arbeiten durch vanicn Zu schaffen und dann durch Ansiedeliing der Jndusirie die Arbci'lS- geksgenheit zu mehren. Wir müssen die WirlschaftSbctriebe der Stadt möglichst erweitern, baldmöglichst unsere Koblentelder in der Niederlnusitz in Betrieb setzen und die Bi!kelifabi>kaiion in Gang bringen. Neukölln muß mit Groß-Berlin ge meinschaft- l i ch vorgehen, i»n Arbeitsgelegenheit zu schassen. Die Regierung wird dafür sorgen müssen, daß der Landwinichaft übe: schüssige ArbeilSkräfle zugesührt werden. Freilich müssen wir eine auf den Volkswillen sich stützende starke Regiertlng haben, und eS muß Ordnung und Sicher- beit eintreten, sonst ist eine geregelte Produkiion unmöglich. A»ch der Aibeiterschast droht schwerer Schaden, wenn die Produkiion mcht baldigst wieder in Gang kommt. Stadtrat Genosse Wuyth antwortete für den Magistrat. Er teilte mit. daß Neulölln bereit» mit den, DemobilmachuiigSauSi'chuß für Groß-Berlin gemeinsam arbeitet. In Beiprewungeu mit Vertretern der Industrie und dcr Schnellbahtiunternebmen sind die Möglichkeiten der Arbeitsbeschaffung erörtert worden. Neukölln ielber wird durch Kleinwobniing«- bauten, durch Reparaturen städtischer Gebäude, durch Ausführung von Siraßenbauten ftir Arbeit zu sorgen suchen. Aber«» bat jetzt schon 12 000 Arbeitsloie. die'Untcistützuiig erhalten. Die Neuköllner Industrie ist besonders zur Beschaffung von ArbeilSgelegenheit auf- gefordert worden, doch fehlt?S an Rohstoffen. Die Schwierigkeilen sind groß. Sie liegen, schloß Wutzky, auch in der Stimmung der Aibcileii'chaft. Zun, Teil ist ihr nicht klar, daß die Republik auf der Arbeit ausgebaut werden muß. Siadirat Zizler und Stadt- baural Hahn ergänzten diese Mitteilungen. ES soll alles aizf- geboten werden, die peplaitten Arbeiten baldigst in Angriff zu nehmen. In einem Schlußwort betonte Genosse Kloth, daß die Gemeinden ohne entschlossenes Eingreisen der Regierung wenig aus- richicn tönnen. Eine andere Anfrage der sozialdemokratischen Fraktion ersuchte den Magistrat um Auskunft über den Stand der ErnäbrungS- frage. Hierzu führte Stadlverordneter Genosse Heitmann aus: ES ilt unsere ernsteste Pflicht, dafür zu sorgen, daß in dieser schweren Zeit und in den nächsten Monaten die Bevölkerung ge- nügend Nahrungsmittel hat und auch die Preise sinken. DaS ist besonders nötig angesichts der Arbeitslosigkeit und der Per- Minderung de» LohneinkominenS, die den Weiterarbeitenden droht. Stadtrat Mi er hob hervor, daß die Hauptaufgabe der LebenSmilteiveriorgung nicht bei den Gemeinden, sondern bei der Reichsorganilatiösr liegt. Ob die Brotration in der jetzigen Höbe aufrecht erhalten werden kann, sei fraglich. Davon abgesehen dürfe Neuköllns Mehl- und Brotveriorgung tür die nächsten Monate als gesichert gelten. Mit der Kanoffelveriorgung hoffe man durch- zukoinmen. aber die diesjährige llarioffel werde wohl nicht so halt- bar wie die vorjährige!e»r. Die Brotauistrichnriitel seien wenigsten« bis Mai gesichert. Auch mit den Nährmitteln werde man in Neukölln durchhalten können. Die Versorgung mit Gemüie werde inlolge guter E»ideckliug genügen. Leider werde die Feilveriorgiing infolge geringer Milchvrodukiion noch immer dürftig sein, von denNi Neukölln ersolgien LebenSnmlclbe'chlagnahmen sagte Mi er, der gut? Wille sei a» zuerkennen, aber die beschlagnahmten mäßigen Mengen fallen für die Versorgung einer Siadt wie Neukölln nicht inS Gewichl. Er faßte iein Urteil dabin zu'ainmcn: Neukölln wird mit den S e b e n s m i t r e ln einigermaßen durch- »kommen, wenn die Reichsstellen da» Ihrige leisten. Eine Der-. Billigung glaubt er nicht erwarten zu dürfen, solange die duktion so gering wie jetzt ist. Für den Wohnungsverband Groß-Berlin wurde gewählt Vertreter der Stadtverordnete Genosse PolenSke, als Er':! mann der Stadtverordnete Volk. AuS dem Neuköllner Arbeiter, und Soldatenrat haben wir üß die letzte Sitzung nachzutragen, daß der A.- und S.-Rat die von t' vcrhandttingskcmirrrission getroffenen Vereinbarungen mit der? gierung nicht uneingeschränkt gebilligt bat. Uns-rew richterstatter war eS durch die im Saal und auf der Tribüne ft'"] schende Unruhe erschwert, dem Gang der Verhandlungen genau 5 folgen. Der A.° und S.-Rat hat durch seinen Beschluß erklärt, y er gegen die Neuwahlen zum A.- und S.-Rat grundsätzlich kft Bedenken hat. lieber Zeit und Ort soll aber erst später entschtt�j werden. Der A.» und S.-Rat ist bereit, die in die Exekutive � Regierung eingreifenden Verfügungen sofort zurückzunehiw* wenn die Regierung sich verpflichtet, bis spätestens bis 1. Jau»� 1919 ein Dekret in gleichem Sinne zu erlassen. Er bleibt aber der Erklärung, die Arbeiten der Stadtverordnete»'! Versammlung übernehmen zu wollen, deren Tagung ditfft überflüssig sei.' Neukölln. Sofortige erste ärztliche Hilfe in dringenden ist zu jeder Tages- und Nachtzeit in Neukölln auf der Rettung wache, Kirchhofftr. 20/23, zu erhalten. Wilmersdorf. Eine Märchenvorführung mit Lichtbilicrvort» findet heute nachmittag um 3 Uhr in den Lichtspielen des Reste! rantS„Kurfürstenpark', Kurfürstcndamm 119/120, statt. Kind sind mit Eltern«ingeladen. Eintritt 10 Pf. Die Eintrittskarten der Veranstaltung im Bismarck-Gymnasium haben Gültigkeit. Dcr LrldrmgSauSschuß._ Groft-Berliner Lebensmittel. Pankow, vom 20.— 27. Schokolade für Kind«, welche in der vom 1. Oktober 1915 bis 30. September 1916 geboren sind, auf Bezoi-'I scheine in mehmen Geschösten. 1 Tafel(Vi Pfund) 2,95 St., 2 Tafeln ge% Pfund) 2,95 M. Mariendors. Auf Januar-Milchkarten E. N 125 Gramm I ladenpulv«(1,60 M.); C. I und C. II eine Tafel 125 Gramm Hau»M» schakolade(1,50 M); oder eine Takel 125 Gramm Eßschokolade(190 Äül oder eine Tafel 100 Gramm Eßschokolade(1.50 M.>: oder zw:i Ta'�l je 50 Gramm Eßschokolade(1,50 S5). D« verkauf findet statt im bauS. stimin« 10, und-war für B. II Milchkartcn am 19., C. I Stilvs karten am 20., C. II Milchkartcn am 21.,?— 12 Uhr vormittag». Groß-Serlmer paxtdnachn'chten. „Ratekonsire� und Nationalversammlung." Honte abend 7'/, Uhr-findcn in fünf groston Sälen öffenl'I ftche Versammlungen über das Thema:„Nätekongrcß Nationalversammlung" statt. Als Redner sind folgende TciN nehmcr am Rätekongreß gewonnen worden: Franz Büchel, Otto Frank, Emil Gierth'I Gustav Heller, Otto Lewin, Fritz Mater»- Hermann Müller. Paul Neue, Willi Ramsbrolkij Gustav R i ck e l t. Näheres ist auS dem Anzeigenteil zu ersehen. Schwerhörige! In Berlin soll ein« besondere Gruppe für die schwerhörigen I Genossen der Sozialdemokratischen Partei gebildet werden, in deren I Zusammenkünften durch Apparate(sogenannte viekhörer) eS ermäZ'! licht werden soll, daß alle«ine jed« Rede verstehen können. Wir bitten all« schwerhörigen Parteigenossen, sowie die EH werkschaftSmitglieder und.,vorwärtS"leser, die auf dem Boden de» Sozialdemokrtttischen Partei stehen, sich vollzählig zu einer vorbereH tenoen Versammlung am Sonnabend, den 28. Dezember, abend? ih8 Uhr, im Jugendheim, Lindenstr. 3(am Belle-Alliance-Platz- 2. Hock, 3 Treppen links, einzufinden. Genossen, die an diesem Abend verhindert sind, werden»«' I Emseirdung ihrer Adresse an das Bezirkssekretariat(Lindenstr.-i gebeten. Wir bitten die GewerkschaftSzeitungen um Abdruck dieser Nvtih| Niederbarnim. Sonnabend, den 21. d. M., abends 6'/, Uhr, Sir eis' konferenz in den Sophionsälcn, Sophionstr. 17/18, 3 Tr-I Tagesordnung: 1. Die Wahlen zur NationalveriammluNij- Refercntin: Genossin Juchacz. 2. Ausstellung der Slandidatcnl zur Nationalversammlung. 3. Verschiedenes.— Wo insolges Ungenl.uigkeit der Adressen oder infolge Mängel in dcr Postz beslellnng keine besondere Zuschrift ergangen ist. bitten will darum, trotzdem Mandate ailszustzllcn und Vertreter z 1 senden.— Zur Stärkung der Parteiorganisation und zur 3(H schleunignng dcr Vorarbeiten für die Nationalversammlnnzl hat der Sozialdemokratische Verein Niederbarnim ein Bureau I errichtet>ind die Genossen Engel und Kvrsch mit der Er« ledignng der Geschäfte beauftragt. Die Adresse deS Bureaus ist: Sozialdemokratischer Verein Nicderbarnim. Berlin 63, s Lindeirstr. 3. 2. Hof IV. Telephon: Moritzplatz 14 838. Dcr Vor st and. I. A.: Hermann Müller. Neukölln. Heut« abend 6 Uhr Flugblattv«breitunz von den be- I kannten Bczirwlokalen auS. Schmargendorf. Di« für heute angesetzt« Versammlung muß infolge Verhinderung de» Referenten ausfallen und wird am Sonntag, vormittag» 10 Uhr stattfinden. Lichtcrfelde. Zu rincr großartigen Kundgebung für die Sozialdemo- kratie gestaltet« stch dt« öffentliche BolkSversammlunz, die am Mittwoch nach dem großen Saal der Aula im Rcal-tühmnasium«inbcruscn war. Genosse Löbc-BreSlau sprach über Deutschland» Znkunst und erntete an» Schluß stürmischen Beifall. Die Di»wffion, an der sich auch einige An- bänger bürgerlicher Parteien beteiligtei,. gab dem Referenten Gelegenheit, m seinem Schlußwort mit den Gegnern abzurechnen. Genosse Wenzel schloß die Versammlung mit einem Appell an die Zlnwesendcn zur voli« tischen Mitarbeit Im Sinne d« Sozialdemokratie und betonte die schwer- wiegende Bedeutung d« kommenden Nationalwahlen und die Aecant« Wartung der Frauen alz wahlberechtigte Staatsbürgerinnen. Lankwitz. Heut«, abends Uhr, findet bei P. Ebel, Schul» straße, eine öffentlich« Frauenversammlung statt. Genossin Martba Hoppe spricht über die Stellung' der Frau zur Nationalversammlung. Spandau. Mitgl!ed«v«sanlmlunfl am Freitag, den 20., abend? 7)4 Uhr, In der JubiläumZ-Turnhalle. Moltkestraße. Tagesordnung: tz Stellungnahme zur KreiZgeneralversammlung und Wahl von drei Delegierten. 2. OrganisaiionSfiagen.— Die neuen Mitglieder können ihr« Mitgliedsbücher in Empfang nehmen, alle vorwättsles« und Freunde d« S. P. D. sind zu der Versammlung eingeladen. tzl?beit«'Eamarit«.vund Solonne Graß-Berlin. Sämtliche Arbritcr- Samariter werden dringend ersucht, am 21.. morgens 9 Uhr, in der Wache am Brandenburger Tor zur Dienstleistung bei dcr Beerdigung d« Revo- lutionZops« sich einzufinden, desgl. die Kursuzteilnebmer zur weiteren Verteilung. Die Mitglied« w«den ersucht, die Armbinde sofort anzu- legen. Di« Teilnehmer haben zum Ausweis ihre Karle vorzuzeigen. Arbeiler.Turner.Bunv. verein«, die gewillt sind, sich an den Fuß- ballspielen zu beteiligen, können sich melde» bei Paul Schmidt, R. 20, Grünthaln Str. 9, Gb. I l. Die Freie Tnrncrfchaft WilmerSdors-Schmarscndorf veranstaltet am l, 2veihnachtssei«tag im Sladtpark. Kaiser-Alle« eine vegrüßunasfri« d« aus dem Feld« zurückgekehrte» Mitglieder, wozu Freunde m» Gönne« eingeladen fiab. Beginn 4 Uhr.# Mrerrranssirtir»'ftr da«, nrtttlrre viorbBeutlrtiinn»»t« Sonnabend mtreag. DuuSchlt o'trvötts sorlschreffeude Abkühlung und zcüige Aufl!rit«>mg. hcsond«S östlich der Oder ösler Niedeischiäge, striche mennche bis nordwestliche Winde, späler stinückdreheir des Winde» nach Südwest; wieder etwa» wärmer und im Westen neue Ztegensäller