Nr.3S1. SS. Jahrg. VezugSvretS: S>«r»eIiShrI.�75Mt. manaL.?.»!«. irri ins Haus, vorauszahibar. Sinzelu« «Ummern 10 Pfennig. Postbezug: �?ona!i>ch 2,28 Mi., cstl Zustellungs« gebühr Unier Kreuzband für Deuiich« >ond u. Ocsterrcich-Ungarn>.-0 Mi.. für des übrige ilusland 9.60 MI. bei liinlich einmaliger AuNellung 7.80 Ml. Pastbcliellungen nehmen an DSne- mar!. Holland. Luxemburg. Schweden und die Schweiz Eingetragen in die Vost-Zeitungs-Preisllll«. Der.VorwürtS' erscheint wochenlbglich . zweimal. TonniagS einnial. Xeiegralmn-AdrrS«: »Sozialdemokrat«erlirr». f;4� Bn-Iiiirr Volksblakk. ■% (�10 Pfennig) DazeigebipreiSt Di« achtgespaltene Sionparelisezeil» kostet SO Vfg...Kleine Anzeige»�. da» iettgedruchtc Wori 40 Psg. fzuiüsstg 2 fettgedruckte Gerte), jedes weitere Gort 20 Pfg. Stellengeiuche und kchiafstellenanzetgen daS erste Bort SO Pfg..>edee weitere Wort iL Pfg. Wort- über IS Buchstaben zühlen für zwei Wort«. Tenerungszuschlag SO«/». Namilien-klnzetgen, volUifche und gewerNchaftliche Verein«« Anzeigen SO Pfg. die Zeil». Anzeigen für die nüchste Kummer müffen bis 5 Uhr oachmitiag« im Haiiptgefchüft. Beriin GS. SS. itindenslratz« E, abregeben Geöffnet von 9 Uhr früh bis S Uhr abends. Tentralorgan Äer fo�laläemokratifcken Partei veutlcklanäs. ReSaktion unü ExpeSition: SV. öö, Änöenftr. 3. iyernfvrecher!«m« Mort�platz, Rr. t.»lS0-»S»S7. Sonntag, den 2Ä. Dezember 1918» vorwarts-verlag G.m.b. h., SV). öS, LinAenftr.3. Fernsprecher- Amt Mortyplaiz, Nr. 117 53—54. - zMMWW Internationale 8oz{aUfteiikonf'n die Sleppenhorden«sie»», die Reisdaueru Indiens und die Völker der Südsee. An die steinernen Dschungeln der Slädke, an den einsamsten Kamel- hirien der Wüste, der In seinem Zelle betet— Aus verschüttetem Brunnen heb« ich mein Herz und rufe Luch zu: trinkt! trinkt! Durch den zerrissenen Drahtverhau, durch das zerfetzte faulende �i-ifch der Lrde. die viutwelle der Meere: 5o lange sah ich Luch nicht. So lange entstellte haß Euer Antlitz, Seld Ihr das wirklich? Laßt mich herantreten zu Euch mit entblößtem Haupte, Ihr Völker. die Hände berühren, Euch ln die Augen schauen: lies. kies, wie die Liebenden nach langer Gelrennchelt. Ihr Einsamen, Ihr Menschenfreunde, die Ihr verschüttet tagt, die das Schweigen zerbrach, Ihr Vertriebenen, die über die Fremdheit der Erde irrten, Ihr Krüppel, Ihr S'.näug'gen. Ihr krftnowitwen. Ihr von Tränen geschwächten Mütter, Ihr alle, die Ihr besessen und belogen warst— o der Geruch der Lelchenselder der Erde. Der durch das Filter Eurer herzen steigt, Ihr Wicderbekchrten. ist süßer als IZaradteftsdüfte. Ihr Getstchtesten aus den Gefängnisien aller Länder. Denen wir die Letten v»m bleichen Strunk ihrer Hände lösten, Muß ich nicht niederknien in Fnudentränen. Eure Lende zu küfien? 0 Arme, die den Erdball umsp-nnen! Liebe strahlt aus meinen zehn Fingerspitzen. And aod) das haar auf meinem Haupts ist Flamme der Liebe. 0 Freu dp. daß ich zwei Augen habe auf Euch zu schauen, 0 Freude, daß ich einen Mund hebe zu sprechen, der nicht mehr oerschtossen ist, Mit Euch den Atemzug des Friedens zu spüren, den tiefen und »nhigen Pr's der Freundschaft— Ein zersprungenes Gefäß der Liebe, hinzuströmen W alle Aecker der Welt. Armin T. Wegner. Cojlma Wagner f Die ftpm* unerhört selisam begabt« Frau. LisztS wunderbares Ebenbild, nur inteS ktuell über ihn stehend"(Brief Wagner? an Elisa Wille aus dem Jahre 1SS4). Richard WagnerS zweite Frau. Italien besuchen, das Sani, auS dem so biete meiner Mit- bürger gekommen sind, und es interessiert und befriedigt mich zu hören, daß in der italienischen Armee so viele Männer sind, die wenigstens einen Teil ihres Lebens in den Vereinigten Staaten zugebracht haben. Auch dem Besuche Brüssels, das jetzt glücklicherweise auS den Händen der Feinde befreit und seinem Volke und Könige wiedergegeben ist. sehe ich mit besonderem Jnter- esse und besonderer Genugtuung entgegen. Wir in den Vereinigten Staaten fühlten für das belgische Volk wegen seines standhaften Vertrauens, ebenso wie für die Völker von Nordftankreich und Italien, denen der Krieg eine so tragische Last au fer legte, sehr starte Sympathie und versuchten, diese auch zum Ausdruck zu bringen." Der Korrespondent fragte den Präsidenten dann, ob er auch Zeit zu einem Besuche der großen Flotte haben würde, was der Präsident verneinte. Dabei kam Wilson auf die Rolle zu sprechen, die die britische Flotte bei der Aufrechterhaltung der.Freiheit der Meere für die freien Völker der Welt" während des Krieges spielte. Der Korrespondent fragte Wilson, ob er bei seinem jetzigen Besuche in Europa Zeit haben werde, nach England zu gehen. Wilson antwortete:„Es freut mich sagen zu können, daß ich England in allernächster Zeit zu besuchen hoffe. Ich gehe um so lieber dorthin, da ich weiß, mit welcher Einstimmigkeit und begeisterter Ueberzeugung die Völker Groß-BritannienZ und Amerika» dieselbe Auffassung von Freiheit und Gerechtigkeit hatten. Es ist von wesentlicher Bedeutung für die Zukunft des WeltftiedenS, daß zwischen den beiden englisch sprechenden Demokratien möglichst aufrichtige Zusammen- arbeit und großzügiges Verständnis herrschen. Ich glaube, wir verstehen und würdigen die schwierigen Probleme, die der Krieg für das britische Volk mit sich gebracht hat, und wir haben volle? Verständnis für die besonderen internationalen Fragen, die aus der Tatsache der besonderen Stellung Englands als Jnselrcich entstehen. Wilson gab seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß nichts die herannahende Konferenz daran hindern könne, wirklich solide Garantien für den zukünftigen Frieden zu schaffen. Der Korrespondent fragte den Präsidenten, ob er bezüglich des Ergebnisses der bevorstehenden Zusammenkünfte irgendwie besorgt sei, da eS Leute gäbe, die sagten, daß die Schrecken des Frie- d e n s betnahe noch schlimmer sein würden, als die Schrecken des Krieges. Wilson antwortete, er fühle keine Besorgnis und fuhr fort: .Ich bin im Gegenteil davon überzeugt, daß eS den Staats- männern der Welt möglich fein wird, fn gemeinsamer Berat- schlagung eine gerechte und vernünftige Lösung der Probleme zu erreichen, vor die sie gestellt werden und sich auf diese Weise die Dankbarkeit der Welt für den kritischsten und not- wendigsten Dienst zu erwerben, der ihr jemals geleistet wurde. 5offre weint. Paris, 21. Dezember, Die Blätter weifen darauf hin. daß die Aufnahme des Marschalls Joffre unter die Mitglieder der Aeadömie die sonst bei einer solchen Gelegenheit üblichen Veranstaltungen Ivegen der dabei anwesenden Persönlichkeiten und deS Inhaltes der gehaltenen Reden an Bedeutung übertreffe. Sie sei zu einer wahr. Haft interalliierten Kundgebung geworden, die in der ganzen Welt einen Widerhall finden werde. Joffres Rede wurde an den Stellen, wo er der Dankbarkeit gegenüber Den alliierten Heeren und Völkern gedachte, von begeistertem Beifall unterbrochen, so als er Belgien erwähnte und feine Bewunderung für das rumänische und das serbische Heer aussprach. AlS er Amerikas Hilft rühmte und den Namen des anwesenden Präsidenten Wilson erwähnte, kam es zu einer großen, begeisterten Kundgebung. Bei den Worten zum Preise des englischen Heeres war Joffre so erschüttert, daß er in Tränen ausbrach. Er weinte noch, als bereits R i ch e- pin ihn in seiner Rede als legendären Heros, als den Joffre der PoiluS und den Vater seiner Heere feierte. ßrcmz Zerömanös Sesitz. Prag, 21. Dezember.(Eigener Drahtbericht des„VscwärtS".) Gestern wurde durch Bevollmächtigte der tschechoslowakischen Re- gierung die Beschlagnahme des Schlosses und Großgrundbesitzes von Konopischt durchgeführt und dieser Besitz als Staatseigentum er- klärt. Konopischt gehörte bisher der Familie des ermordeten Thron- folgers Franz Ferdinand. Eosima Wagner ist beinahe S! Jahre alt in Bayreuth ge» storbeu. Einmal schrieb der Bayreuther Meister in seiner Überschwang- kicken Weife an Franz Liszt:„Ach liebster, liebster, einzigster Franz! Gib mir ein Herz, einen Geist, ein weibliches Gemüt, in daS ich mich ganz untertauchen könnte, da? mich ganz faßte— wie wenig würde ich dann nötig haben von dieser Welt." Und seltsam, Franz Liszt schenkte ihm in der Tat das ersehnte Wesen, in seiner natürlichen Tochter Cosima von der ftanzösischen Gräfin d'Agoult.ialS Schrift- ftellerin unter dem Namen Daniela Stern bekannt) Als Wagner die anfangs zitierten Worte schrieb, war Cosima Liszt noch seines Schüler? Hand von Bülow Gattin, dem sie zwei Töchter geboren hatte. Sie v-rl-cß/ von der» machtvollnc Per'önlichkeit ergriffen und von der zukünftigen Bedeutung des Werkes DVtgner? überzeugt. Bülow. um zunächst in fteicr GcwissenScbc mit dem größeren Künstler zu leben, bis der Staatsftempel daS Verhältnis und den inzwischen geborenen Siegfried l-gitimierte. Tie„gute Gesell- schast" warf freilich anfangs mit Siemen nach der Frau, d:e„die gute Sitte" offenkundig verletzte. Aber Cosima bewies ihre Herzens- große oder sagen wir weniger pathetisch ihre stahlbarte Energie in der Erreichung de? einmal gesteckten Ziele?, indem„sie jeder Schnmch trotzte und ftde Verdammung über sich nahm". Bis, nun bis der Bayveuther Gedanke die Welt erobert hatte und Fürsten und Könige in Villa Wabnftied antichambrierten. Da war die Verdammung der„Ehrfurcht" gewichen und die ehemaligen Lästerzungen küßten der Negerin die Sand, Leib und Seele, Wunsch und Wille der beiden bedeutenden Menschen flössen zu ein? zusammen. Und als au? den Bayreiuber Gedanken nach zener geheimnisvollen Venezianischen Nacht im Palazzo Vendramin vom 12. zum 13. Februar 1883 das Bay» reuthcr Vermächtnis geworden war, da wurde eS allen, die mit den Bayreuiber Festspielen nabe oder ferne zu tun hatten, mit einem Schlage klar, daß die Zukunft Bayreuths fest und sicher auf den schwachen Schultern dieser Frau stand. , In CosimaS Herzen glühte das Idol des Wagmuschen Kunst» wen? wie da? Blut im GrakSkelche. Ihre einzigartige Energie und Tatkraft im Verein mit einer seltenen künstlerischen Sachkenntnis. einem seltenen mniikalisch-dramaturgischen Verständnis hat da? Schwere fertiggebracht: nickt nur die nack WagrrrS Tode drohende Derome anfzuhaltcn, sondern„das deutsche Olympia" am roten Main zu stärkerer Blüte zu brinacn. Sie hat nickt allein den Ring und Parsifal gerettet, sie hat Tristan und die Meiftatfinger dem Spielplan binzugefügr, aber leider auch die drei Opern der roman- tischen Periode: Holländer, Tannhäuser und Lohengrin, für fest. spielsälüg erklärt.„ m Eosima, der allmacktige Intendant und Regisseur Neu-, Bayreuths, die vornehme Repräsentantin der die Festspielitadt zur| Sommerszeit besuchenden internanonalen Plutokratie, wurde in den neunzig-r Jahren der europäische Mittelpunkt der Kunstwelt, in deren' Pol nun immer sieghafter da? Wagnerdrama trat. Sie hat ihre Machtstellung weidlich auZgenübt und der tyrannifch-autokra- ftschen Seite ihres Wesen? nie einen Damm errichtet. Sie engagierte für die reichen Engländer und Amerikaner, di« ihr« liebsten Gäste Beschleunigung üer IrieöensverhanAlungen Ein Schachzug der Republikaner gegen Wilson'k Gens, 21. Dezember. Ueber Paris wird auS Washington gemeldet, daß die amerikanische Friedens- abordnuvg bestrebt ist, den Gang der Friedeusoerhcmd- lungen nach Möglichkeit zu beschleunigen. Um jede un- nötige Verzögerung zu vermeiden, sollen alle Probleme, die nicht unmittelbar mit dem Abschluß des Friedens im Zu- sammenhang stehen, von dem Verhandlungsprogramm a b g e- trennt und gesondert beraten werden. Diese Fragen, die, wie der Völkerbund und die Freiheit der Meere, von höchster Wichtigkeit sind, sollen in einer nach Beendigung deS Frieden?- kongresscs stattfindenden neuen internationalen Konferenz eingehend erörtert werden. Authentische Nachrichten über die Stellungnahme Wilsons zu dieser Verhandlungsfolgc liegen noch nicht vor. In diplomatischen Kreisen wird jedoch die'An- ficht vertreten, daß die Verwirklichung der den amerikanischen Friedcnsdelcgierten zugeschriebenen Bestrebungen eine Annähe- rung an den Standpunkt der Republikaner bedeuten würde, weil diese sich bereits seit der ersten Kongreßrcde Wilsons einer Ver- quickung der Beratungen über den Völkerbund mit den eigentlichen Friedensverhandlungen widersetzen. Wilson an öie sthweüische Erste Kammer. Für einen der europäischen Völker würdigen Frieden. Stockholm, 21. Dezember. Laut„Nya Dagligt Allehauda" ist cm dkn Präsidenten der Ersten schwedischen Kammer. Graf Hammtlwn, folgendes Antworttelegramm von Wilson ein- getroffen: Mit der größten Beftiedigung habe ich den Willkommengruß empfangen, welchen die beiden Kammern des schwedischen Reichs« tages die Güte hatten mir zu senden, und ich nehme ihn als äußerst willkommenen Ausdruck für das Vertrauen oiefer Kammern ent- gegen. Ich hofft und glaube, daß bei gemeinsamen Beratungen ein der Bestrebungen der europäischen Völker wür- diger Frieden gesichert werden kann und wird. Ich werde mit Freude und Stolz alles tun, was ich kann, um einen solchen zustande zu bringen. Keine allgemeine Msroeisung üer deutschen aus England. Nur die„Gefährlichen". Haag, 21 Dezember.(Meldung des Hollanvsch NienwSSurean,) Die Kommission, die im Namen der britischen Regierung die Frage der Ausweisung d«r deutschen Staatsangehörigen behandeln sollte, ist zu der Schlußsolgcrung gekommen, daß ein« Ausweisung der Deutschgeborenen in vielen Fällen unmöglich sein würde und eine große Härle für die betreffenden Per« sonen sowie großen Schaden für England selbst bedeuten würde. AIS Belveis für die Schwierigkeiten werden Fälle angeführt, in denen die Deutfchgeborencn über 30 Jahre in England wohnen, mtt Engländerinnen verheiratet sind und deren Frauen dann in einem fremden Lande ohne Erwerbs Möglichkeiten leben müßten. Das gleiche treffe für die Kinder solcher Eltern zu. In den md- sten Fällen können diese Kinder nicht einmal deutsch sprechen und wären dann gezwungen, in einem ihnen völlig fremden Lande zu existieren. Tie Kommission wünscht auf Grund dieser Talsache eine Regelung zu treffen, die darauf hinausgehen muß. daß nur die angeblich gefährlichen Deutschen ausgewiesen wer- den, die anderen aber in England bleiben dürfen. In diesem Falle müsse jede Ausweisung einzeln behandelt werden. die belgistbe Wehrvorlage angenommen. Wunsch nach Verkürzung der Tienstzcit. vrlisscl, 21. Dezember. Einer Havasmeldung zufolge nahm die Kammer einstimmig die Wehrvorlage an, wonach da? Truppenkontingent auf 350 00» Mann tu Kriegs- und 100 000 Mann in FriedcnSzeiten festgesetzt wird. Ter Sozialist Delvorte erklärte: Tie sozialistische Linke bat dieses Mal für die Vorlage gestimmt, weil wir un? noch im .Kriege befinden. Wir Kossen, daß die Dienstzeit im Frieden >v e r k ü r z t werden wird. in Bayreuth) waren, internationale OpernftarS, glänzende Sing. Vögel, die von ihr mit bemerkenswertem Schneid„gedrillt" wurden. Der Eigenwille Costmas verletzte nach und nach die führenden großen Wagnerdirigentcn. so daß zuletzt der erste.Kapell mci'ter Bayrcutbs— Siegfried Wagner war, den man nicht unwitziz „Richard Wagners schwächstes Opus" genannt bat! So kam c? daß seit bereits 10 Jahre vor dem Kriege ein reck, äußerlicher Geist am roten Main geherrscht hat. Freunde der ernsten Sache wurden mit dem Gespenst: die heilige Tradttion beschwichtigt. Doch e? sollen beute nickt diese starken Schatten aus das Licht- bild der genialen Frau fallen, die ein Organisationstalent bewß wie wenige Strategen. Wir wissen eS all«: Was sie«aj vt sie für das künstlerische und geistige Erbe ihres Manne?, da? sie zu kriitatli« sieren versuchte in idealer Erschließung auf jener sich io lanosam Bahn brechenden Rcformbübne, die nickt die kleinste Tat WagnerS war. Und wo sie fehlte, wo sie weh tat. da geschah eS dock im guten Glauben. Der Erbe der Erbin Richard WagnerS steht nun verwaist! Um die Zukunft Bayreuths braucht uns nickt mehr bange zu sein. Die Mission Bayreuths ist heute erfüllt. Der Gedanke, der"on ilint ausging, ist zu groß, um durch Familienmteresscnvolitik Monopol!» fiert zu werden. Er wandert fte! in die Welt und wird überall da zur Tat, wo man ihm eine liebevolle Stätte bereitet. Notizen. — Märkische Vorträge. Im Rachinen der märkischen Vorträge von Oskar Bolle findet am 20. DeHemder. 71h Ubr, im Kunstgeloerbemuseum. ein weihnachtlich gestimmter Bunter Abend mit Rezitationen, Musik, Vortrag und ca. 100 herrlichen Farben« lichtbildern statt. — D i e Schrift über Jean Jaure", die unser Genosse M. Beer 1915 zuerst erscheinen ließ, ist jetzt zum Buch erweitert im Berliner Verlag für Soztalwissensckast ersck-tenen. Eine we« sentlichc Bereicherung stellen Auszüge auS den Schritten und Reden JaureS' dar. die einen Einblick in dessen sozialistisches und allge- meinpolittsche? Denken gewähren. — Der Prophet de S Kubismus. Einer der leiden« schaftlicksten Vorkämpfer der neuen Kunst, der Lyriker G u i l l e a u m e Apollinaire, ist gestorben. Er hat d'-n Maler Picasso entdeckt. In einem ISIS erschienenen Bich stellt« er die theoretischen Grundlagen deS KubiZmuS auf.©?in»igent» l'chcr Name war Akbert Kostrowiecki; am A. August 1880 wurde er von volnichen Eltern in Rom geboren. _ Ein neuer Komet. Die Z.hl der bisher 1818 aufte. fundenen Kometen hat sich aus 4 erhöht. DaS jetzt von Pro-. Dr. R. Schorr, dem Direktor der Hamburger Sternwarte in Berge- dorf'm stmibtlde des Stier? entdeckte Gestirn erscheint als sehr sichtschwacher Nebel von d«r Helligkeit 14. Größe, nor'östlch vom Sternchen My des Stiers. Seine Vewegung ist nach Westen ge- ruhtet, Hc. 351 35. Jahrgang 1. Heilage öes vorwärts Kel�etzung öer Spmtskusop�er. Aachdom gestern die Feier in der SiegoSalle« beendet war. setzt» kick kar� nach ttüä'tf Uhr der Zug in 2kreefmnfl. iZr nahm(einen SRffl durch die Dellevuc-, Körnchrrätzer-. Prinz-AIbcecht-, Wilhelm- ftraße. Am Abgeo cdnctenhause war daS Wachriommando der Matrosen heraukffetreien und feuerte, als drc Toten vorüber- gefahren wurden, einen Ehren'alut ab. In der Wilhelmstrane »HKWen die Wacen nnt den Siraen vor dem Reichskanz ler- p s l a i» holt. Liebknecht bestiea ein A i o m o b i l und hielt folOendc Anspeao-e..Kmnoraden. Zu der Ttunde. da dt« Cpfn de» tt D»«enid«r stelen. standen vor diesem Hause Icharen irre»» leitet« T-idaten, um vbe« zum Brästdenten der NeMblik auszurufen. fP'ch.Nufs.i Tieie Soldaten sollten, ebenso wie das »eitern»usefn inderarganaone Parlmnent der Arbeiter- und Sol- doteoräte nur dazu Helten, die Diktatur Adens aufzurichten. Heul? ziebrn nun die Gefallenem hier vorbei. Ter Aua durfte aar keinen »nteren Wr« nehmen, als an dieser Hachburq der Konierreoolubion vorbei. Das Blut dieser Armen, die am 3. Dezember für ihre »rvletorischen Brüder gefallen sind, schreit zum H-mmel und vor dieicm Lmuse brechen die Wunden aufs neue auf. Dies« Toten f»L»n aber auch denen da oben eine Warnunn'ein, die da alauten, d»S 5?»ff unaestrast verraten und brtrüaen zu können. Die Toten Hollen ihnen sagen, da?, die Taae ihrer Herrschaft gezählt sind und bah chr Sturz um so fürchterlicher sein wird." Nach dieser Rede setzte sich det Zug nach den Linden zu weiter tn tkeweaung B»r der?l o m m a n d a t u r war ein Automobil «nüfteftellt Sobald die Wagen mal den vierzehn Särgen sich nähenen. bestieg Liebknecht da? Auw und sagte:„Wn iraaen die Cvrer vom 5. Dezember hier vorüber, wie wir sie am Reichs- kau-lerhaus vorüchergetraaen hohen, weil die Blutspuren von der K'bednstrabe nach der Kommandrtnr fiihren. Seit langem schon knidert der Schrei de? Volke? die Sntsernuna des Schuldiasn, des 5?«*.?lh?r noch immer sitzt er da drin. Das ist ein Reichen der WSväcl« der Revolution Sorgen wir dafür, datz sie stark werde. dann wird auch der Tag kommen, wo Wels bekeibiat sein wird." D-r Zug boq nun nach dem Schlotzplon ab und gekaricrie c"a:n drei Uhr nach dem Friedrichshain. Voran schritten der Robe Toldatcntzund. mehrere Deputationen Berliner Truppenteste, die VoKswehr der Matrosen und die Reihe der Krcmzdeleaationen. Sie führten weit über dreihundert Kränze mit sich. Der Vorbeimarsch des asnzen Zu«?» währte einundeinvierw! Stunden. An der öftesten Gruft lmtlen iich Arbeitersänger ein- ftestiuden, die durch entlvre«! erwe Chöre die Boisctznnasscier ein, leiteten und beschlossen. Vom Magistrat war ein« Abordnung unter Führung des StcuMrats Saksendach evschiewon. Nachdem die Särge der Cr de überIOden waren, erftriff ein Vertreter des Voklz nasrats das Wort. Er aloaibte unter Hinweis auf d'efe unn&'iaen Lp?»r noch weitere, vielleicht sogar gröstere. pro- phszeien zu müssen, bevor die Revolution vollendet sei. Nach ibin sprach ein Vertreter italienischer K o m m u n i st e n. Er dnVie die Hoffnung aus, da st di? ganze Menschheii bald dncck ein? W.sttrevolut'ion lefreit sein möchte.» Dann trat Liebknecht vor. Er'aale, die vierzehn Tara« seien vierzehn AnNogen gegen die jetzigen Gemalthaber und vierzehn Aufrufe an das deutsch« Vrole- toxiat, nicht zu wanken und zu weichen, bis das leuchtende Ziel der Revolution erreicht sei. Aber»'cht nur für das deussche Proletariat, sondern für das der ganzen Welt seien sie ein Ausruf zur internationalen Solidarität. Hierauf sprachen noch Röhn« für die Deserteure und S ch u l tz für den roten Sokdaienbund. Nach einem Dchkustzesang fand die Feier um 4 Uhr ihr End«. Ter Berliner Ticherheitstzje„st. UeBer die Mastnahmen zur Neuregelung des Sicherhei'tseoesens fsthrd- gestern Polizeipräsident Eichborn folgendes aus: Die Einrichtung des Sicherheitsdienstes ist«in« Notmastregel, die nur vorübergehenden Bestand haben soll. Der Eicherheits- dienst arbeitet im Rahmen der Schutzmannschaft. Da mit den Aus- weis w der DieherheiiSmänner häufig Unfug getrieben worden ist, habe» alle Angehörigen des Ticherheit�dieusteS neuerdings roie Armtindzn mit weister Inschrift erhalten. Namentlich bei Hans» fnchungen baden sich diese Beamten durch Armbinde und Aus- weis auszuweisen. Die im Sicherheitsdienst stehenden Matrosen tragen noch weihe Armbinden, doch werden auch diese jn nächster Zeit rote erhalten. Zwischen der Äommaiidantur und dem Polizei» Präsidium ist eine Abmachung getroffen worden, wonach die Kom» mandatur den lleberwachungSdienst für all« öffentlichen Gebäude, Bahnhöfe usw. bat, während der UeberwachungSdienst in den Privat- häus»rn usw. lediglich Sacl>e des Polizeipräsidiums ist. Präsident Eichhorn wies dann die Angriffe zurück, die infolge der Verhaftungen der Leiter der Snidentenwehr und der rheinischen Grostindustricllen g,gen ihn erhoben worden seien. Die Verhaftung der Stu. deuten sei notwendig gewesen, weil die Behörde nicht zulassen konnte, daß Zivilpersonen sich unbefugt bewaffnen. Es werde in den nächsten Tagen überbauvt ein Erlast der Regierung erfolgen, der Zivikversonen verbietet. Waffen bei sich zu tragen. In der An- gelegenheit der rheinischen Grostlndustriellen lmbe die Polizei lediglich die Einliefernng der Verhafteten in das Moabiter Untersuch» noSgefängnis zu leiten gehabt. Weiter wandte sich der Polizeipräsident gegen das sich letzt auSurnchfende allzu ge, täusch»eile Strastenleben Berlins, gegen den überhand- nehmenden Kleinhandel und die Nüldcn Börsen in der Selwnhirnser und Weinmeisterstraste. Er hoffe, dast nach dem Wethnachtsfest diese nnersreulicken Erscheinungen von selbst verschwinden würden. Da- xreacn herrschten im Gastwirtsgewerbe g radezu unglaub. lickv Ausfassungen von dem Gebranch der neuen Freiheit. Nament- lich die setzt wie Pilze ans der Erde schiestonden Tanzlokale hiektri, die ganze Nacht hindurch geöffnet. D-- Inhaber von Gast. wirtschaften und anderen derartigen Unternehmungen mühten sich darauf gefastt mach n. dast die Behörde gegen sie mit scharfen Mast. nahmen einschreiten werde. Schließlich kam Eichhorn auf di« in Ivetten Kreisen immer noch verbreitste Furcht vor Putschen oder ?!iiben»»grvmen zu spreckcn. Ssiner Ansicht nach liege ketn G r u n d z!, B e s o r g n i s>' e n vor, cS sei weder mit einem blutigen Wiederaufflammen einer Gegenrevolution nock etwa mit Pogromen zu rechnen. Falls«S zu irgendtvolchen ,AuS° schreiningen kommen sollte, werde man die Polizei auf ihren Blätzen fmven. Pokizeirat Henning t-Me mit. dgst das Polizei» Präsidium den Abschuß der in Berftn wobnondsn a n S l ä n d i» fche n Arbeiter übernommen und in den beiden letzten Wochen ßb-r 15R) Rnsssn abaefchoben hätte. Zum Schluß faird die Vor- !übrung der neuen f ichthstd-PrüfungSräume statt, die, ln vorbistj. icher Weif« erbaut. Unfälle fast ganz auk'-hliesten. im Bureau für Fleischvcrsorgung, Neue Friedrichstr. 1, Zimmer 7.' bewirken._ Ter Nationalwahlkvnimissar der Etadt Berlin. Für di« Wuhsen zur deutsche» Nationalversamminng hat der therpräsiden! für den : Stadikreis Berlin den Stadtrat L o e�h n, n g zum Wahlkommisiar und den Stadtrat M i e l? n z zum Stellvertreler ernonnt, Die Zahl der Arbeitslosen in Grast-Berli« beträgt für Berlin 65.000. Charlotten bürg 2500. Neukölln ls 500. Jchöneberg 1300, Wilmersdorf 1400, Lichtenberg 5800. Ueberaus deutlich tritt in diesen Ziffern zu Tage, dast die westlichen Vororte Arbefterwohnviertel und demgemah auch Unterkunft für N'.beilslose nur in sehr geringem Mäste besitzen. Anderer- sefts sind Berlin und beide östliche Vororte in einem Mäste in An- spruch genommen wie kein anderer Ort im Reiche, Weil»nccht?streik der Gastwirte'? Ein? Lokalkorrespondcnz ver- breitet folgende Nachricht: Seitens der Kellncrorganisaiion schweben seit längerer Zeit Verhandlungen mit den Ooganiiationen der Ar- beftgcoer zum Zwecke der Durchsetzung von Lohnerhöhungen. Am Freitag Hai ein Denionsrrationsumzng der Gastwirtsangestellien stattgefunden. Die Gehilfen gingen von Lokal zu Lokal und ver- lanoien die Entlassung der wsibkiel'en B dienung. Daraufhin haben die Gastwirte nun beschlossen, ihre Betriebe während der Weihnachtsfeiertage zu schliehen. Sie wollen zunächst einmal den Verlauf der Verhandlungen abwarten. Waffcnabliefernng. Eine dir Ablieferung von Heere?» Waffen und sonstigem HeereSgut betreffende Bekanntmachung ; findet sich>m Anzeigenteil dieser Nummer. Tie Delegierten der Soldatcnräte Grotz-BerNnZ beruft das Bureap der Soldatenrät? Grost-Benlin zu einer Vollversammlung ' für heute nachmittag 1 Uhr im Grossen Sitzungssaal des Reichs- 'agsgebäubes. Auf der Tagesordnung stehen zunächst folgende Punk:«: 1. Bericht des BnreanS. 2. Ergänzungswahlen zum i Bureau 8. Bericht über den Rcichskongrest der Arbeiter» und Soldatenräte 4 Bericht des Fünfzehner-Ansfchusses. 5. Stellung- nähme zur Bildung eines Arbeiter- und Soldatenratei Groh-Berlin, Als Ausweise gelten die von dem Wahibureau ausgesteNen srÜMM Karten. Eingang durch Portal ls. Für die Rückforderung der dentfchen Kolonien hatte der Vok» datevrat des Kommandos der Schutztruppcn eine Versammlung noch : der Philharmonie einberufen, in welcher die Genossen Lensch und � Noske als Referenten anackündigt waren. Leider konnte Genosso Noöle nicht erscheinen. Die Ausführungen des Genossen Lensch wie wn aus die V rbindunn der Kolonialwirtschaft mit dem wirf» schastlichen Wicdevaufbau Deutschlands hin. Es sei aber selbstver, ständlich, dast Kolonialpoliftt nur Sozlalpolittk sein könne. In der Diskussion sprachen Farmer aus Ost- und Westafrika. Zum Jchkust fand eine Resokufton einstimmige Annahme, die unter Berufung ; auf den 5. Punkt des Wilsonfclien Friodensprogramms die Rückgabe � der deutschen Kolonien forderte. Hieran schlost sich eine Film- Vorführung des AfrikaforscherZ Selcomburgk yn. Ein passendes Weihnachtsgeschenk. Es gibt h'uie kaum etwas anderes, was man seinen Lieben zn Weihnachten schenken kann, als ein gute? Buch Dem jungen Arbeiter aber sei als besonders schöne Festgabe der soeben erschienene»Jungvolkkalender 10 10", der in der Vorwärtsbnchbandliing für 2 M. zu haben ist, zum Kauf empfohlen. Da sind Aufsätze über Sozialismus, über Partei und Gewerkschaft und einer über die proletarische Jugendbewegung— alles Sacken, die den sungen Arbeiter besonders angeben..Konrad Haenisch schreibt über Ferdinand Laffq.lle und Adolf Bcbne über den französischen Karikaturisten Honork Saumier. Von Sibirien weih Engelbert Gras viechWissenS- wertes eu erzählen. Von den Helden der russischen Revolution be« richtet Ksa Straster in einem Aufsatz, der zuerst verboten worden war. Dazwischen sind gifte Bilder und Gedickte von bekannten Ar- Seitsrdichtern, wie Map Barthel. Karl Bröger, Jürgen Brand, Lessen � u. a. verstreut. Dasi aber auch des Lustigen und Unterhaltsamen i nicht versäumt sei, findet man ein« arabisch« und eine litauische � Schnurre, die Legende vom Schwaben, der ein Lebersein gefressen, und sonstige Geschichten. Das Buch wird gefallen. ES braucht nur gekauft zu werden. Pferdediebstalil. Bei einer öffentlichen Versteigerung, die das Königin-Elisabeih-Rrgiment in Charlotieirbürg veranstaltete, waren nicht weniger als acht Pferde spurlos verschwunden, gss sie auS- geboten worden sollten. Wer sie in diesem abgekürzten Verfahren !»gekauft" hat, konnte noch nicht s ostgestellt perden. Sonntag, 22. vszsmber lHlS Beschwerde und der vom?lrbeiterrat erfolgten Berichterstattung fand im prcustisch'n Ministerium des Innern eine Besprechung statt. Diese harte als Ergebnis, da die Landgemeindeordnuna noch zu Recht besteht, ist auch ch? Gemeindevertretung befugt, noch zu tagen und Beschlüsse zu fasfon.— Diesen Standpunkt hat auch der Ar- hciterrat hier in seiner überwiegenden Mehrheit iminer eingenommen. --- Am Mittwoch, den 18., hat nun die Gemeindevertretung wieder getagt und hat zu der vom Arbeiterrat im Einverständnis mit dem Gemoindevorstand festgesetzten Tagesordnung Stellung genommen und sinngemäss beschlossen. Ein Mitglied des Arbeitcrrffts bat in dieser Eigenschaft mitgewirkt. Ter Verlauf ist ordnungsgemäss vor sich gegangen. Ruhestörungen sind nicht wieder vorgekommen. NiederfihSnhausen. Tie Gemeindevertretersi pung am Freitag bewilligte die Kosten für ch« Aufstellung der Wählerlisten für die Nationalversammlung, sowie für die ErlverdSlosenunterslützung, Einem Gesuch der Lehrverssuen und Gemeindebcamten um Er- höhung der laufenden Kricgsieuerungsbezüge wurde zugestimmt. Die Kosten betragen 44 141 M. Dem VolkSknchmpcrsonal wcird? ein? Lohnerhöhung bewikliat. die jährliche Summe beträgt 13 701 M. Die Entlassung der weiblichen Hilfskräfte soll mit tunltchster Schonung durchgeführt werden. Pankow. Zündhölzer werden von Montag, 2 Uhr nachm., ab auf A>. schnitt 5 abgegeben._ (Hroft-Berliner Lebensmittel. Eharlottenburg. 1 Pfund Acvsel auf 77(1.— 23!.). 250 Gramm Marmelade auf ßl<50 Pf.). 150 Gramm Kunsthonig auf 82(24 Pf.i. 150 Gramm Weizen griest auf 87<15 Pst). 100 Gramm Suppen aus 83. 2 Pfund Aepsel aus 24(je. 1.— M>. Wilmersdorf. Bis 81. ein Briefchen Süßfiost, bis 29. 250 Gramm Kunsthonig. 1)4 Pfund Marmelade und 1N0 Gramm Gerstengrütze, bis SC. für Personen über 05 Jahre 4 Päckch?« Keks. Ferner 7 Pfund Kartoffeln. Verkauf von MistMoaren wird softgcsctzt Bis«inschliesslich 28. für Kinder im 8.— 6. Lebensjahre Vi, Pfund HauShaiischokolad'. aus besondere Bezugschckne für Kinder im 7.- Lebensjahre Vi Pfund Havs- hal'fchokosade. im 8. Lebensjahre% Pfund Schoko ladenputver und für Kinder im 7.— 14. LebenSsabre?.tz Pfund"Bf«f{»rn;'■{{». Für Kinder im 1.— 6. Lebensjahre Milchsüßspeise, im 1. und 2. Lebensjahr« 1 Pfund Kindcrgerstcnmehl und Kinder im 8. und 4. Lebensjahre je 1 Rfnnd Sirich.—?ie durch das Lp? besiimmien Inhaber der Ncichsfleifchlarie . für Erwachsen« mit der Nummer 20 in der Einer- und Zebnersiell.' er- j hatten je eine Gans. Perlaus in der stSdiisede» Fleischhalle, Berliner Itrahe 42. am 20 auf die Flalschkarien Serie I lautende Nummer 50 029. 50 129. 60 229 usw. bis 99 938, am 28 auf die gleischtorte« Serie kl lausende Nummer 29. 129. 229 usw. bis 45 920— Wird das Vezugsrechi an diesen vorbezeichnelen Tagen während der Verkaufs- stunden nicht auS oeiiW, so ist es. erloschen. Kchöueberg. Am 22. und 28. Dezember werden gegen den von den Viotkommissionen ausgegebenen Bezuafchein eine halbe GanS oder ein � Gänfellcin mit Leber an alle Haushal-nneeu v?n 4 und mehr Personen bis zu ctnein Jahreseinkommen von 9500 Bit..ibaegebeuz ferner werden verteilt:>4 Pfund Sülze auf rote Lcbensmttlellcwtc in den sfloischerladen des 8. Arotkommisstonsbezizks. 500 Gramm Olkarmeiechc auf die Abschnitte ! 81 und 83 und 150 Gramm Kunsthonig auf?iUchnitt 82. ! Neukölln. 1 Pfund Marmelade auf die Abschnitte 81 und 82 und 209 Gramm Graupen aus die Abschnitte 84 nud 89.— Von Montag in den Brottommjssione» 1 und 2 aui Abschnitt HZ 1 Ei.— Fleischverkaus | in der Weihnachiswoche am Dienstag und Sonnabend. Treptow. Aus 85 und 80 je 2.0 Gramm Marmelade. Aür Jimend- liche auf 25 und 20 200 Gramm Nährmittel. Aus Ii 1 Päckchen Milch- ' süßspetse. Wild aus L(Nummeraujrusl. Frische Fische aus 20. Raucher- waren aus 19«Nummeraufnif). Martendorf. Auf Abschnitt 80 der Berliner Lebensmittelkarie 230 Gramm Kunstboing(39 Pf) in der Zeit von 8—1 und 4—7 Uhr in den drei Gemeindelädeu W zum 2t. rast.?-' Niederschlinhaift"... Lcbmsiufttel. Aus Abschnitt 14(fit? Äv.i bep bis zu 2 Jeihron) 2 Pfunh Gc-rstenmehs. An.stnidsr und Arc»«v>. hi« im Besitz einer Bollmilckknrte sind, gegen SUftrenniing von' 100 i Grmnm der Brolkarie 1 Pöckcken Keks. 2lus?scl>nitt 89 2 K norr- Suppenwürsel. bluSgabe der Aepfel auf Abschnitt 24(Jugemdlickmi: j Dienstag, den 24. Dezember, von 9 biß J2 Uhr vormittags bot , Pieckenhogen, Fische und Räucherwaren werden in Zukunft nuc 1 auf Kundenlisten verkauft. Eintragungen erfolgen' auf die Ab- fchniile 111—122 vom 21. Dezember bis 28. Dezember. *Bcrftwer?ebenKmittel. vom Montag ab werden folgend« M i l ch m s n g e n«usge. N-ben auf die Karten M: 1 Liter, Alt: Vi Liter. BT: H Liter, Olk: U Liter. CI und CTT; Vi Liter, 1 Liter Kranbenkarten: 1 Liter, sL-Lfter-Kiankenkarten% Liter, �.Liter-Krankenkarten: M Liter, V>-Liter Ktankenkarien:'4 Liter.— flleifchkarien können am >3.. 84. und 27 bei den BrotkommiiNonen gegen Bezugsche'N« auf Zirie? und Graupen umgcbnischl werden. Auf Vollkarten verden wöchentlich 850 Gramm, auf Kinde--kamen 185 Gramm ans. leaeb-n. Zum Umtausch berechtigt hie Eintragung vom 10. Oktober. Wer di« Anmeldung infolge Krankheit oder Abwesenheit versäumt hat, kann den Umtausch an den genanntes Tagen van 8 bis 1 Uhr Schöncberg. Die Stadtverordnetenversammlung beschäftigte : sich mit der Errichtung der Kleinhaussiedlung Lindenhof im Süd- � ostgelande.— Genosse Küter als Referent führt« begründend auS, der vom Wohnung»verba ii» eingesetzte SluSschutz hat sich auf den Standpunkt gestellt, dass die von dem Staatskommissar für Woh- nungswesen geforderten 8 Millionen Mark Zuschust noch nicht bx» > Willigt werden können, sondern es sollen mir 300 Wohnungen ge» haut und dafür 4 Millionen Mark bewilligt werden, jedoch dürfen , die Erdarbeiten für das ganz« Projekt bereits jetzt von statten l stehen. Dieser Beschluß ist nur mit ungeheuren Kosten durchführbar. Die Bodenbewegung muss sich über das stanze SiedlnngSaelände er» strecken. Di« Kanalisation, die Zuleitungen für Gas, Wasser und elektrisches Licht müssen insgesamt angelegt werden, da sonst un» wirtschaftlich. Der Unternehmer wird den Preis erheblich erhöhen, wenn nur die Hälfte auSgeftihrt wird, da für ihn kein Interesse inehr vorliegt. Die Kosten� für Unterhaltung der Schule und der allgemeinen Verwaltung würden erheblich steigen. Diß Strassen- Hahn würde nicht gelegt. Ein Apzj»nd eine Hebamme ziehen dort nicht hin, so dass die ganze Kolonie in Frage gestellt ist. Richtig wäre, den Zuschuss als erste Rate zu bewilligen, der in absehbarer Zeit die zweite folgen müsste. Daher soll das ganze Projekt sofort in Angriff genomm-n werden und wird die Versammlung ersucht, demgemäß zu befchlirssen. Mover(D. V. P.) erklärte, seine � Fraktion schliche sich dem. an. Es sei richtig, die ganze Siedlung zu bauen. Genosse Mobs wünscht, dass mit den Arbeite» schleunigst begonnen wird. Die bewilligten Mittel gelten als erste Rche. Dies ist auch der Standpunkt der Regierung. Die Stadt» verordne! en nahmen die Vorlage einfttmurig an. Desgleichen die Vorlage für Erwerbslosenfürforst« nach den Gross-Perliuer Grundsätzen.— Tie Umvflasterung der Kufsteiner Strasse soll als Not- stzandsvrbeit au?acmhrt werden. Dem wurde zugestimmt. Hierauf folgte geheime Sitzung._ i Neukölln. BolkZfürsorge. Am Freitag, 87.. gbepdZ 7% Uhr. findet in de» Passage-Festsälen. Bergstr..Ibl, eine BezirkSvcrsamm- lang für BertranenSleut« der Bokksfürforg« statt, Wichtige Taeed» srdnung. Alle Genossen urrd Gewerkschaftler, hie gewillt sind, Mit» arbeitvr zu werden, find hierzu«ingelade». Marlenborf. Ausgabe von Petswleummarken. MS Montag, de« 83.. werden an Heimarbeitenv«, landirftrischaftlickie Vetrieb«, ZeitungSboten und Inhaber von Wohnungen, die weder GaZ noch elektrische Aiftagen haben Peirsleum'ch�inc ausgegeben. Die Aus» gäbe erfolgt im Polizeidienstgebäudc, Zimmer 3, in der Zeit von 3—5 Uhr nachmittags. Zahlung ist an die Händler zu leisten: der Preis für 1 Liier belrägt 44 Pf. Es verkaufen verschiedene Händler nach Nummerii-Zuteilnng für die Nr. 5901 bis 9800. Maricndorf. Zu den Vorgängen, die fich am 5. Dezember hier abspielten und welche zur Sprengung d?r Gcmeindepertretersjtznna führt«,,, wird uns vom Arbeiter- und Soltz'tenrat Mariendocf fsl» gendeS berichtet: Auf Grund der vom Bemeindevorstand eingereichten Groß-Serliner parteinachrichten. Groß-Serlin. Die Fernsprechanschlüsse der Gvoss-Berliner Zentral- stellen der Sozialdemokratischen Partei sind jcht folgende! Bezirkssekretariat Gross. Berlin, SW. 08, Lindcnstr. 3(Theodor Fischer), Mpritzplatz sbs, Prypagantzgauhschuss für Gross-Berlin, SW. 68, Lindenstr. 114, Moritzplatz 103 80 und 150 7 4. Hie Zentrale des Ausschusses verbindet mit folgenden Ab- teilnngcn: 1, BeiriebSagiiation, 2. Frauenfragen. 3. Peanfteniragen, 4. Berfammkungsanzekegenheiten, 5. Flughlchttstelle. 6. Plakat- Propaganda, 7. Soldaienagitation. Sozialdemokratischer Verein fli» Berlin, SW. 68, Lindcnstr. 3 (A. Pattloch). Moritzpkatz 1 15 75. Sozialdemokratischer Verein iür Teltow- BeeSkow- Storkow- Eliarlottenburg, Berlin SW. 68, Lindcnstr. g(A. Pagcls), M o r i tz- platz 147 14. Sozialdemokratischer Berel« für Nietzcrbarnim, Berlin SW. 68, Lindensir. 8(Bruno Engel und Paul Gnrfch), Moritz- platz 14? SS. * Sammellisten zu m Wahlfonds für Gross-Berlin wenden im Bezirkssekretariat und in den Bureaus der fozialdcmo- kritischen Vereine ausgegeben. g r e i w i l l i g.« Beiträge send« man an Th. Fischer, Berlin SW. 68. Lindenstr. 8, Postscheckkoiftp Nr. 4 7 8 4 3. SeAkksstifemiz SranSenburg. Morgen. Monlag. den L3., vormittags Punkt 11 Uhr, findet im Gewerkichaftshaus zu Berlin, Engelufer 15, eine Bezirkskonfereizz diw Provinz Brandenburg statt. Tage»- ordnung: Di« Wahlen zur Nationalversammlung und die Aufstellung der Kandidaten. köpenicker Viertel. Monis«, den 83., abends 8 Uhr, Extra- 5 ab labend bei Fröhlich, Muökauer Str. 1. Tagesordnung: I. Wahl der Funktionäre für hie 11, und 18. Abteilung, 2. Ver- fchi-dencS. Die Viertelsleitung, Spondsu. Oessentttche Vcttammlung heule, r.ächwittags 8 Ubr, in »er JlchilSiimSturnhall«, Moltkestrasse. Ztticma: Auf zum Kamvk für die tzUtiimalvettammlunfl. Siesereitt: Heinrich Schul,. Berlin. Lichtenberg, Ln einer am Frettaa»bzeheltene» 0l Ftetttn und Mädchen dem Soüaldemokratlschcu Verein be! und crsuchicn auch um Zusendung der Gleichheit. «»semtznl. Nordend Heu,« nachutttt-a»»de im Lokal des Herr« Vniseberg. Roseitthal, Hauptsteghe. össeittllche Vsttsversammlung. Kicsc- reut: Volkskommissar Hermann Müller. 1 betr. Ablieferung von Heereswaffen und sonstigem Heeresgut Die Kommandautur Bcrlm veröffentlicht nachstehende Verordnung des Rates der Volksbeauftragten vom H. 12. 18 und die Ausführungsbestimmungen des Preußischen Ministeriums des Innern vom 19. 12. 18. Verordnung über die Znrücksührung von Waffen und Heeresgut in den Besitz des Reichs. Vom 14. Dezember 1918. Trotz aller ergangenen Aufforderungen und Kon trollmaßnahmen befinden sich noch immer zahlreiche auS den Beständen der Heeresverwaltung stammende Waffen sowie bedeutende Mengen an Heeresgut und Heeresgerät unbefngterweise im Besitze von entlassenen Soldaten und von Zivilpersonen. Diese Zustände können nicht länger geduldet werden. Die Reichsregierung sieht sich daher genötigt, ihnen entgegenzutreten. Wir verordnen mit sofortiger Gesetzeskraft: ßl. Wer sich unbefugt in dem Besitze von Waffen befin- det, die aus Heeresbeständen stammen, ist verpftichtet. sie innerhalb der von den zuständigen Behörden hezeich- neten fsrrist abzuliefern. Wer zuständige Behörde ist, bestimmt die Landeszentralbehörde. Unbefugter Besitzer ist, wer ohne den Willen der Regierung oder der ihr unterstellten Organe den Besitz solcher Waffen erlangt hat oder erhält. § 2. Di? gleiche Verpflichtung liegt demjenigen ob, der Heergsgerät und Heeresgut aller Art(Fahrzeuge, ins- besondere Kraftfahrzeuge, Pferde) in Besitz hat, ohne sich über den rechtmäßigen Erwerb dieser Gegenstände aus- weisen zu können. Handelt es sich um militärische Be- kleidungs- oder Ausrüstungsstücke zum persönlichen Gebrauche, so ist dem Besitzer der Nachweis des unrecht- mäßige? Erwerbes zu führen. Wer sich nach Ablauf der Frist noch unbefugterweise im Besitze von Gegenständen der in§§ 1 und 2 bezeichneten Art befindet, wird, unbeschadet einer nach den all- gemeinen Strafgesetzen wegen der unbefugten Aneig- nung etwa bereits verwirkten Strafe, wegen Unter- lassnna der angeordneten Ablieferung mit Gefängnis bis zu 5 Iahren und mit Geldstrafe bis zu einbunderttau- send Mark oder mit einer dieser Strafen bestrast. 8 4. Wer der angeordneten Ablieferung innerhalb der vorgeschriebenen Frist nachkommt, bleibt für eine etwaige vor der Ablieferung begangene, auf den abgelieferten Gegenstand bezügliche unbefugte Aneignung straffrei. Die Ausführungsbestimmungen erlösten die Lan- desZentralbehörden. Berlin, den 14. Dezember 1918. i Der Rat der Volksbeauftragten. Ebcrt. Haase. Berlin, 19. Dezember. Für Preußen wird die Durchführung der Verord- nung des Rates der Volksbeauktragten vom 14. Dezem- ber 1918 über Ablieferung von Waffen und Heeresgerät den Regierungspräsidenten übertragen, die sich mit den zuständigen Generalkommandos ins Benehmen zu setzen haben. Für Groß-Berlin behalten wir uns die Durch- führung unmittelbar vor. Die Regierungspräsidenten habctzr sofort die nach 8 1 der Verordnung zu setzende Frist zu bestimmen und mit der Aufforderung bekanntzuaeben, daß die Ablieferung der in der Verordnung bezeichneten Gegenstände inner- halb dieser Frist in den von ihnen zu bezeichnenden Orten bei den im einzelnen anzugebenden Stellen zu erfolgen Hab?.__ Ministerium des Innern. gez. Hirsch. Berlin. 29. Dezember. Anordnung über Ablieferung von Waffen und Heeres- gerät in folgenden Gemeinden Groß-BerlinS. Landespolizeibezirk Berlin: Adlershof. Baumschulenweg, Berlin-Britz, Dahlem. Friedenau, Friedrichsfelde mit Karlshorst. Grüne- Wald. Heinersdorf. Hohenschönhausen. Johannisthal. Lankwitz. Lichtenberg. Lichterfelds Marienfelde. Ma- riendorf mit Südende, Niederschöneweide. Nieder- schönhausen mit Schönholz. Oberschöneweide. Pankow. Neinickendorf. Rosenthal. Schmargendorf. Berlin- Steglitz. Berlin-Stralau, Berlin-Tegel mit Gutsbezirk Schloß Tegel. Tempelhof. Weißensee. Wilhelmsberg Wilmersdorf, Wittenau mit Borsigwalde. Halensee. Nikolassee. Nordend. Plötzensee. Rudow, Schlachten- see, Siemensstadt. Zehlendorf. Zur Durchführung der Verordnung des Rates der Volksbeaustragten vom 14. Dezember 1918 über Abliefe- rung von Waffen und Heeresgerät bestimmen wir hier- durch für die oben aufgeführten Gemeinden Groß-Berlins folgendes: A. Freiwillige Ablieferung bzw. Anmeldung. 1. Jede Person, die sich unbefugt im Befitze von Heereswaffen und Heeresmunition befindet, hat diese bis spätestens 24. Dezember 1918 bei einer der nach- stehenden Sammelstellen abzugeben: Berlin nördlich der Spree: Kaserne Regiment Alexander, Berlin C. 28, Alexander- straße 86, „ Garde- Füselier- Regiment, Berlin N. 4, Chauffeestraße 98— 98, „ 4. Garde<4llegiment z. F., Berlin NW. 82, Rathenower Str. 19. Berlin südlich der Spree: Kaserne Regiment Alexander(Ost) Berlin N. 24, Prinz Friedrich Karlstr. 1— 3, Republik. Soldatenwehr Depot XVI, Alte Bibliothek, Kaiscr-Franz-Josef-Platz.. Kaserne Regiment Augusta, Berlin SW. 29, Friesen straße 16, * Garde- Kürassier- Regiment z. F., Berlin SW. 29. August vpn Württembergstr. 3. „ 3. Garde-Regiment z. F., Berlin SO. 33, Wrangelstr. 9?— 99. Vororte: ist?;" i" iTT" Charlottcnburg: Kaserne Regiment Elisabeth. Königin-Elisabethstr. Wilmersdorf: Kaserne Schiffer-Ers.-Batl. Wilmersdorf, Wexstr. 32. Schöneberg: Kaserne 1. Ers.-Batl. Eisenbahn-Reg. 1, Schöneberg, General-Papestr. Neukölln: Kaserne Jnf.-Reg. 64, Kopfftr. 84. Lichtenberg: Kaserne Ers.-Batl. 6. Garde-Jnf.-Reg., Möllendorf straße 8. Zchlcndorf— Wannseebahn: Kaserne Ers.-Batl. 2. Garde-Ref.-Reg. Lichtersrlde: Kaserne Garde- Schützen- Batl., Berlin- Lichterfelde, Steglitzer Str. 52. Martendorf: Kaserne 8. Garde-Train-Ers.-Abt., Mariendorf, Dorfstraße. Lankwitz: Kaserne Kraftrad-Ers.-Abt. 1, Lankwitz, Marienfelder Straße. Tempelhof: Kaserne 1. Garde-Train.-Ers.-Abt., Tempelhof, Ber- liner Str. 42— 45. Niederschönewride: Kaserne Ers.-Batl. für technische Sonderfomationen, Niederschöneweide. Sedanstr. 86. Weißens« und Heincrsdorf: Kaserne Ers.-Batl. 1. Garde- Res.» Reg., Weißensee. Wilhelmstr. 142. Pankow: Kaserne Lehr-Jnf.-Rcg., Pankow, Neue Schönholzer Straße 35. Reinickendorf: Kaserne 5. Ers.-Masch.-Gew.-Komp. deZ Gardekorps, Reinickendorf. Baseler Str. 5. Tegel und Wittenau: Kaserne Ers.-Batl. Res.-Jnf.-Reg. 293. Tegel, TreSkow- straße 86. Jeder Abgabepflichtige kann diese Gegenstände in der seiner Wohnung nächstgelegene« Abgabestelle ab- liefern. 2. Die Abgabestellen sind von 9 Uhr vormittags bis 7 Uhr abends geöffnet. Sie geben über Zahl und Art der abgelieferten Stücke Empfangsbescheinigungen aus. � 3. Alles sonstige noch im Besitz unbefugter Personen befindliche Heeresgut. nämlich: Gelder der Heeresverwaltung, Kraftfahrzeuge, Zubehör und Betriebsstoffe. Pferde oder sonstige Reit- und Zugtiere, Vieh. Hunde, Fahrzeuge. Geschirre, Flugzeuge. Motore pp., Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenstände. Lebens- und Futtermittel, Rohstoffe usw., ist bis zum 25. Dezember 1918 einschließlich dem unter- zeichneten Ministerium mit der äußeren Aufschrift„Betrifft Heeresgut" unter genauer Angabe der Adreste schriftlich oder mündlich, jedoch nicht telephonisch, anzu- melden. 4. Wer der unter Ziffer 1 angeordneten Ablieferung bzw. der unter Ziffer 3 angeordneten Anmeldung bis zum 25. Dezember l9l8 einschließlich rechtzeitig nachkommt. bleibt für eine etwaige vor der Ablieferung oder Anmel- dung begangene den abgelieferten oder angemeldeten Ge- genstand betreffende unbefugte Aneignung straffrei. 5. Die zur Einziehung oder Beschlagnahme berechtigten Personen führen besonderen Ausweis der Kommandantur Berlin mit Dienststempel und Unterschrift des ersten Kom- Mandanten und sind mit Lichtbild und eigenhändiger Unter- schrift des Inhabers versehen. 6. Personen, welche ohne oder mit falschem Ausweis Beschlagnahme von Heeresgut vorzunehmen versuchen, sind nach Möglichkeit der Kommandantur oder der nächstliegen- den Kasernenwache zuzuführen, oder der Kommandantur derartig namhaft zu machen, daß ihre Bestrafung veranlaßt werden kann. B. Aussicht über Krastfahrzeugverkehr. 1. Alle militärischen Kraftfahrzeuge in Berlin und den Marken müssen vom 29. Dezember 1918 ab im Besitze eines von der Kommandantur ausgestellten Ausweises sein. Die von allen anderen Stellen, z. B. A- und S.-Räten. Aus- schüssen, Kraftverkehrsamt, Wumba usw. ausgestellten Aus- weise verlieren am 29. Dezember 1918 ihre Gültigkeit. 2. Alle militärischen Kraftfahrzeuge, welche nicht im Besitze eines vorgeschriebenen Ausweises sind, werden beschlagnahmt. Befugt zur Beschlagnahme sind die' Kraftfahr- Patrouillen der Kommandantur. Diese Patrouillen sind im Besitze eines von der Kommandantur ausgestellten, ab- gestempelten und vom 1. Kommandanten von Berlin unter- schriebenen Ausweises. Diese Ausweise tragen fortlaufende Nummern und sind mit Lichtbild und eigenhändiger Unter- schrift des Inhabers versehen. G. Wegen Einziehung des angemeldeten HceresguteS und wegen sofortiger Beschlagnahme der nicht rechtzeitig ab- gelieferten Gegenstände ergeht demnächst besondere An- ordnung. --' Ministerium des Innern. _ gez. Hirsch. Ministerium fol Innern. IIa 1968. In Ergänzung unseres Erlasses vom 19. Dezember 1318— IIa 1959— wegen Ablieferung von Waffen und HeereSgerät in den Groß-Berliner Gemeinden bestimmen wir hiermit folgendes: 1. Wo sich nach dem 25. Dezember 1918 noch HeercS- Waffen» HeercSmunition, Gelder der Heeresverwaltung, �so- wie ionfilge unter A. 3»nserer Verordnung vom 19. De- zember 1918— IIa 1959— aufgeführte Heeresgut im Besitze Unbefugt« befindet, wird die Beschlagnahme zwangsweise durchgeführt. Gleichzeitig kann gemäß Vcr- ordnung der Rcichsrrqi«ung vom 14. Dezember 1918, 8 3, Gefängnis bis zu 5 Jahren und Geldstrafe bis zn 199 999 Mark oder eine dieser beiden Strafen verhängt werden. 2. Personen, die nach dem spätesten Abaabetaae. also nach dem 25. Dezember 1918 iu der Lage sind, über im Besitz Unbefugter noch befindliche Maschinengewehre, Gc- wehre, Pistolen und sonstige Handwaffen bzw. Munition oder ganze Lager vorbezeick neter Waffen Angaben zu machen, derart, daß die Beschlagnahme tatsächlich durch. geführt werden kann,«halten eine Belohnung von 19 Proz. des Wertes d« beschlagnahmten Gegenstände. Bei Nach- Weisung von siscschützcn, Panzer-Kraftwagen pp. wird gleichfalls eine Belohnung von Fall zu Fall festgesetzt und ausge.znhft werden. 3. Tie zur Einziehung oder Beschlagnahme berechtigten Berionen führen besonderen Ausweis der Kommandantur Berlin mit Dienststempel und Unterschrift des 1. Kommandanten und sind mit Licktbild und eigenhändiger Unter- schrift des Inhabers versehen. Berlin, den 29. Dezember 1918.' gez. Hirsch. ••• I* etz e Puchskanlnkrcgen M. 4S.... poss Muff M. 59 Alaska färb. FUchs«........... von M. ßS an Kanin- Manlel longnaoria 110 em lang.... M 1500 Brsilschwanz-Aslraähan, neuesse ModeS- form...............».«.»»«,, M JÜSOO e 6 « fi t (A PCndergamifuren aus verschiedenen Pelzarfen Kragen........................ M. 2» Muff........................... M.30 Ofooe N ea�ic; sct�eigi. Kinder HS fei Öiguftivesofüsn von M. 59,©5 95 an RöoKe aus vesn�sie�en Ssoffers......,,. M. 45 M ti n 1 e 1 Baddlsch-HSnfel sssove Formen.... von M 55 an PalsiDl, hamasepg-JOfert............. M 25S Sea-P.üsch-Maniel, best: �ar-e, Freuerv Oen* e...................... Klnderklelder 'Wasd- kir-lder......... von M. 20. 35, 55 an Seidene Kleider.......... von M. 73 125 an Blusen Trikof-Selden-EMuse m oelsa. roaa, marine.. M. 55 Crepe-de-Chlne-BiUSe, gamien da weiss und rosa........................... 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Gala-Krieg ausgebrochen war, e-fchienen bei der Dummheit Beamte der Präfektur und erklärten fie samt ihren diversen Vorräten für amtlich beschlagnahmt. Ma> dsme Dummheit wurde puten-wutenrot: „Erlauben Sie, daS laß ich mir nicht gesalle»! Ich derklaye Sie auf Schadenersatz! Ich habe meine feste Kurtdschast, auch gute Iwlegentliche. I«!-, Ir-erde mich beim Stadtchauptmann beschwören!' Da war sie an bi« Richtigen ge'oninwn. �Machen Sie deine Zicken," gaben die Beamten tu verstehen, „Sie machen sich nur noch deö Widerstandes gegen die Staatsgewalt schuldig. Marsch!" Die ganz« Feistheit de: Madam« fauchte urid bebte zum Platzen. Nbve geheimsten Retvrien und Brutkästen wurden durchsucht und, wie getagt, amtlich örschlagnahmt. Madam« wurde vor die wgitmiüx; Kommission geführt, cht EurÄntS niit Inventar wartete inzwischen auf der Straße, auf zahl- sen freiwilligen stastau-tvi aufgestapelt. Die Boulevards kochten, tc® Publikum johlt« vor Gier. Dar Prn scheut begnnu: „Sind Sie Madrune Dummheit, geboren am sechsten Doye der Schöpfung?" ,.Acr denn sonst? Etwa Sie?" manite die Person. „Vvibrstrast?" „Haha! Soviel Haare hoben Sie alle zusammen nicht auf dem Kopf. Aber mich macht mau nicht bange!" Sie glühte. „Wir haben un« leider gezwungen gesehon. Sie mit Beschlag xu belegen, da durch den soeben angestochÄtem größten, prima, extra ff. Gala-Krieg wir von der Zufuhr so mancher wichtiger Geyen- stände obgeschnittea sind, andererfüitz andere Artikel rasch der- grilfen sind und wir daher den Beschluß gesaßt haben, Sl« in An- betrocht Ihrer— Ah— Ueppigkeii und Produktivität, die wir— äh—, natürlich sehr schätzen, als auch wegen Ihrer Jo oft erprobten sfähigkeit Inkognito zu wahren, Sie als Ersatz für knapp bowessen» Vorräte allerlei anderer Ratur öffentlich zu verteilen." Der Präfi- den! wisrle« sich dm Scheveiß von der Stirn und unter dem Kragen. „So!" zischte Madam« verstockt.„Da kann man ja manches Witchersehn feiern. Tiber etneZ sage ich Ihnen: für die Folgen über- nehm« ich kein« Verantoortung" „Räsminierm, Sie hier nicht, sonst werden St« raaSge warfen," ließ de? Präsideirt sein« Macht fühlen. „Da sind Sie schief gewickelt," klopfte die Person auf den Tisch. „S5o ich moss da bin, dringt mich kein ÄaS mehr wog. Kuchen I" „Vevpessen Si« nicht, daß Sie hier nichts zu sagen haben," droht««« Mncht. „Seht mal einer an. Da verleugnen mich dies« Herrschaften natürlich." Behielt sie das letzte Wort. Am Nachmittag erschien auf sämtlichen Zäunen und anderswo, wo Menschen gern verweilen, dir folgende AiMudigunq der Prä» fekmr: „Mrgerl Der größte, prima, extra, ff. Gala-Krieg ist ausgebrochen. Bürgerl All« für einem, jeder für alle. Wir sind geschaffen� die i Zukunft zu beglücken. Um die moralische und geistige Nederlegen- � heit unser einzig geliebten, einzig edlen, einzig tapferen, einzig � wunbedbaren, einzig einzigen BolkcS(im Eeyensatz zu unseren ge- ! meinen, feigen, tückischen, verlogenen Feinden) der gloriosen Zukunft zu erhalten, von morgen vormittag 9% zn-r unentgeltlichen Verteilung gegangen zu lassen: Begeisterung, Sach» und Fachkenntnis, Komvetenz, Aplomb, Selbstbewußtsein, Schwung usw., usw., usw. ohne Ansehen der Person, Klasse, Religion und msralischen Un» bescholtenheit. Das ganze(einzig geliebte usw. usw.) VvÄ ist feierlich geladen. Di« Präfeltur." Der Andrang grenzte anS Wahnwitzige, viel« hatten nur das Wort„unentgeltlich" erhascht. Die Organisation versagt« auch dieser HerSuIeSarbett gegenüber nicht.„Nicht drrrängen! Zunächst die Herren von der Press«! Antreten. Ruhe dahiDten! Also, die Herren von der Press«, bftt�." Dies« waren schon längst ganz vorne. Bekamen den fettesten Happen von der Chase und eilten auf ihre Stühlchen, um ihr Teil in Tinte zu verdünnen. Als zweite Gruppe wurden d» Herren Professoren vorgelassen. Si«.nahmen ihre erfletflick* Ration, man dach sagen,«in« drei- fache Ration, mit würdevoller Umständlichkeit, unbekümmert um die Ungeduld der Nachdrängenden, ironisch gekränkt und herablassend I lächelnd: die da von der P«ss« sind„nur so" als erste hereingelassen, ] man weiß schon, warum. Nur die wahrhaft echten sind sie, die j Professoren! „So! Und nun. wer schon bekommen hat, zurücktreten. Fix, ! etwa» fix, bitte! Jetzt liegen noch Bittschmstem vor von den Herren Zeichnern, Tänzern, Snobs und Fahles. Ferner von den behufs . Animiernng der Heimgebliebenen, Reklamierten. Dies« sollen auch als echte berücksichtigt werden. Also, antreten II" Und dann kamen herausgepreßt alle möglichen anderen Zi» vilisten. Immer zuecht, die sich am besten durchzupöbeln verstehn, sich durchzudrängen�' durchzuschreien, durchzular.rieren, dnrchzit» schubsen, durchzubWasen, kurz die Tüchtigen, die Deliebten. Und die Dummheit wurde geteilt und geteilt und geteilt. Die Etiketten wechselten, wurden vergriffen, ersetzt, überdruckt, die Dummheit blieb. Madame grinste:.Herrgott, was sich die Leute wie verrückt reißen. Wie oft mußte ich mich früher einschleichen. WaS doch sone Manager bedeuten. Nun, man sachte, ich werde ja nicht alle." Äbee die wurde dennoch alle. Als ziemlich ganz zuletzt und nachdem da? Volk sich längst verzogen hatte, die Schlemihle, die Trottel, die Degenerierten, die duseligen Nichtstuer aus den Cafe? und Stübchen herauSgechttelt kamen, war nichts mehr übrig ge- blieben. Denn einige Spekulanten hatten kurz vorher den Rest eingeramscht,»für nach dem Frieden". Sie wußten, wa» sie taten. Die Trottel bekamen ja eine Freikarte zu einem Kaffee und zogen wieder ab. Und nun brach eine heraisch-orgiastische Zeit an. Die ganze Nation war plötzlich eine groß« Familie von GeisteStitanen. Alle wußten alle», ein jeder am besten, am ehesten, am zuversichtlichsten, am übertrumpfendsten,«in jeder der edelst glühende, maßgebende Mensch. Und Selbstzufriedenheit lagerte sich speck- und dreckdick auf Bauch. Brust und Backen. Der leichtbeschwingte Sehmetterling Dummheit verpuppte sich und wurde die feiste, schwere Raupe Selbstzufriedenheit. Aber Ma- dame Dummheit hat nun mal ihr Schicksal. Wie putzsüchtig sie auch ist, sie bewegt sich so sehr san, gene, daß ihre Kleider bald fadenscheinig werden und man sie erkennt. Wie gewöhnlich dann auch gleich an verschiedenen Stellen. Und so begann es bald schief zu gehen. Doidaten kamen, kurz beurlaubt. auS den Schlachten heim. Waren erstaunt und sagten nur:.Wir verstehen euch nicht. ES ist ja alle? Dummheit." Die Schlemihle, die Trottel in den Tafts ivaren die ersten, die schnappten:.Na also, da seht ihr. Was haben wir gesagt? Wir wußten schon, warum wir un» nichts geholt haben. Natürlich ist der Plebs darauf reingefallen." Die Herren von der Presse schrieben auch alle:.........-Wie wir gleich gesagt haben......... dieser wiederholt darauf hin- gewiesen haben......... Wie lange werden die Herren von der Präfektur........" Bald war da» Volk zerwühli, man brauste zur Präfektur, man schrie. Madame Dummheit brauste mit, schrie mit. .Unerhört! Uebervorteilungll Schadenersatz!!! Der Präsident erschien aus dem Balkon: „Aber Bürger. Edelste der Nation, ich begreife euch mcht, Set eurer Klugheit. Es stand ja überall daS Vermerk„K- davor, d. h....Kriegs"...... „Ach so. Na, ja." Das Publikum zerstreute sich Verständnis. innig.— Die Präfektur aber kaufte den Rest vom den Spekulanten wieder auf und legte ihn als KriegSiondS an.—— Auch die vermasselte große Zeit wurde mal alle. Als die Lan- beSgrenzen dem Frieden wieder geöffnet waren, besuchten die Prä. fekten ihr« Kollegzn in den anderen Ländern. Sie erzählten, wie sie die Dummheit beschlagnahmen ließen. Da lachien die andeni:'- '.Also, Sie auch! Ganz wie bai uns." HERREN-PELZE H SPO&T-PEiZIE I PELZPECKUtFUSSSWaCE MDAM BEULST! V/ LEI pmERSTRASSE 27/23 Kaujsssiläucha und Ciutle fu�t als Velb.tverdrcucb« 178/18* Bßrnli&fil Üenraii für iBdustrlebeaart, Rantllagan. ielimliM, rnobrtB«ingerichtet. soktt dIMa zu»etfaufen 174/8 Brisrat» ort,«er Nu.«regst,. 34. i y Jtoppuwoslh ran&sS jetzt Lindenstrasie AU tu l>. llsrufalnsin kilrche' 5376* Jetzncn, Ocfacan«atij!effc. ttett« Papiertusftsn und Suchst» rnrpStfiS ntcismrri Ltthls, jrfte* Art, aenUl).._________________ Sc Ä-W Ti vewr.Scherze'SÄ BoB- u. RotUlenartltsI, Zsstdctorsiislic» u.«ufbsmksn. küllfüi d!ü!gs WsMnssNs- gsssksAks geeignet Herren. 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Uhr: Die IßstißE Witws. VI, Uhr: Die Dollarprinzcssln. Wallner- Theater 3>/z Uhr: Der fUrahenw.nld. vi, uhr: Grai tociclits. Morg. S'/et Der Märebenwaid. Theater am Kol'endorfplatz Spielplan von Weihnachten bis Neujahr: fnliraes Thealer am Nollendorfplatt. { Bblowstr.6. Lüttow 2303. 7V3 Uhrt liiCS Pfopra! Erstklassige SpaMlen. Soldaten als Ehrengäste r wo" henta�s) frei en El n t ritt Apollo Friediichslr. 218| Oir.: James Klein. I ) Sonnt. 3'/, u. Vi,! 018 Welt' gsiil unter! Senta Sciisiani! •Franz Baach usw. I Sonnt 2Vt Uhr)edet I Uta Erwachs-»ne I Kind freil = Nach mittags N/, Uhr= 25. Dezember: Eva. Ed. Lichtenstein, Ag.Wilke. 26. D zember: Drei alte Schachteln. Ed Licntcnstein, Li. WaP doff, Ag.Wilke. Rieh. Seriiis. 27. Dez mber: Drei alte SchachCetn. Or. Freund. CUre Waldofl, V Danger, Rieh. Senilis. 28. Dezember: Frau Hotte. Weihnachtsmärchen. = Abends 7 Uhr Der Juttboron. (neu einstudiert.) Or. Freund, AI. Hechy, Rieh. Senius, Hugo Fischer- Köppe. 29. Dezember: Eva. Ed. Lichtenstein, Ag. Wlike. 30, Dezember: Keine Nachmittags-Vorstellung 31. Dezember; Keine Nachmlttags-Vor- stellung. 1. Januar: Drei alte Schacbtelo. Tnanon-Theatsr. Bhf. Friedrichstr. Ztr. 4927�3 1 Nachm..P/jU. kleine Preise: Boikäppeheo. Täglich i'/j Uhr: Der gute Rai von Hermann Sudermann. Ida Wüst, Bruno Kästner, Emma Debner, Hugo Flink, Gonia, Scirönfeld, Toileo. Mittwoch 3!/j: AschenbrüJei. Donnerst. 31/,: Rotkäppchen. Freitag 31/,: Schneewittchen. Sonnab. 3'f, Hänsel u. Gretel. Theater öer Friedrietistaiil ßcfp>Yric5nd>» xl Sinsenftroftf. Täglich 7»/,: Norden 8650. Drei lolle Tage. Operette oon Zarlig. ton Möltendorl, Cleron, Georg. Sannt 8; Hansel u. Gretel i. L An beiben Feiertagen 8V, Übe gu fl Pr.: Drei tolle Tag«. laisea-Tlieater. 3; Die Waise aus Lowood. 711 täg-• Wenn man Im 12 llcn• Dunkeln küB:. Dienstag 3; SoeewHtcben. Mittwoch 3: Ehrliche Arbelt. Donnerst. 3: Die Allwördens. kEt rfc Beoe fletaat Der Juxbcron, Qr. Freund, AL Hechy, Rieh. Senius, Hugo Fischer- _ Köppe._ E, Lichtenstein; Ag. Wilke. Der Julbaron. Gr. Freund, AI hechy, Rieh. Senium, Hugo Fischer- Der Or. Freuntf AI. Hechy, Rieh. Senius, Hugo Fischer Drei altb Löhachteln. Or Freund. Cläre Waluoti, Ed. Lichtenstein, Richard S« ins. - Ber'JSgSm'roiü- Or. Freund, AI. Hechv, Rieh. Senius, Hugo Fischer- _ Köppe._ Eva. 888D mccs (HartS Mlörendort) iS6. AS�snleuer Dr. Humsons Lebeikswerlc Regle« R. Meir�ert * Auöordemr Vera Panlna Zlge«iiMe7>-Romant in 4 Akten. Hauptralle; Maria Widal. Anfand 4 Uhr RönlgfrätzerStraße Dir.: C. /Reinhard- R. tiemauer Nachm. 3 Uhr: Erdgeist. Abends 8 Uhr: Musik. Montag: Musik. I. Feiertag nachm.: Fünf Frankfurter. I. Fe ertag abend; Musik. 2. Feiertag nachm.: Erdgeist. 2. F iertag abend: Rosmers beim. Freitag: Musik. Sonnabend: Musik, Sonntag nachm.: Fünf Frankl. Sonntag abend: Erdgeist. Montag: Zum 1. Male: EsrleL Lustsp. in 3- kten v. K. Rößler. Silvester: Eselei. Neujahr: Eselei. KoiBodienhans an«er Marscnallbr jcke Heute u. an beiden Ptiertagen: Nachm. 3 Uhr: Die Ehre. 8 U.: Die tanzende Itymphe. Berilaer Tiieater Heute u. an beiden Feiertagen: Nrn. 3; Die tolle Komteß. •w uhr; Sterne« die wieder leuchten. Sonnabend, 28. t»cz, nachm. >/-4 Uhr: Ltsl's Märchenreise. �iöse-TSsife, (jastsplei des Prledr�Wilh. Theaters. VI, Uhr: Dm Drelm&oerUiann. . sJOLLEHPCP.R ' tcEDPitctt* JL»NO€N MffMW. Pracnlsäle Süd-Ost, SeT Säle von 20—800 Personen fassend. Gesellschaften, Hochzeiten. Kommerse, D«rein»sesMch- rellea, vrrsainmlunget� usw. An jedem Sennndend D» vuN Anfang 4 Uhr. und Sonntag: UI. Iftlil. Sonncbcnb 6 Uhr. gu den Feirrtagen: llir. voll mit oerstärtter Ranrlle. Im Tunnel: Gr. vninmel- and Schrotamel-Maflt. Ansang 4 Uhr. 3A 5SE525�SB2SBaE3B: SiüesMiiz i HS SiSI unter Mitwirkung von ANITA BERBER LUCY KIESELHADSEK Voikgoper Rose-Theater. Mittwoch, den 25. Dez., nad)M. Z Uhr: Der If a ienscittnied. DannersL,, 26.,« 3, Der Troubadour. 27. m ,3,1 Der Trompeter van 29.,, 3,/ Säkkingcn. L Jan,, 3, 1 Der Post il Ion von 5.,•, 3,/ Lonjumeau. ifiClUliiu Hi/iti Verwattungsstelle Berlin. Äclitimg, fiMor! Miftwocb, den 2S. Dez.(I. Weihnachtsfelerfag) f Gro�e Matinee ütar Feier der au« uern Felde zuruckjekefcrtco Kolleseis« Arrangier i von der Gürtler- layalidsnkasse und<;er Branche d. Beri. Gürtler im Qewerkscbaflshaas, Engeluier 15, Saal 4. Eröffnung II Uhr. Beginn Il'/aUhr. Antritt 1.Mark. Eintrittskarten Riud bei den Vertrauensleuten, stn den Kassen und P beim Koll. Krutnhorn, S59, Scbinkestr. U, zu haben.& MATRAY STERNA HILDEGARD IROPLOWITZ Klndenänze der GRL*BI" REITER- Schule 0 rolle» Orchester. Anfang 7l/i Uhr. Karten zu 10— I Mark bei Bote 4 Bock, A. Wertheim und Im Zirkus Dusch zu haben. üntcrhaltungs- Rcstaurant Wien-Berlin Jägerstr. 63 a. Carl braun Paul HoHmann Alexander Tyrkowski Ernst Petermann Viktor Ritter Max Peitini Kapella Gustav Gottschalk YoFZiijjliCiie Weine VorzliglieBe Kiictie �Anfang 5 Uhr EiHtritl fre� Komeii-Dlr.: Robert Sachs, W 50. Beettaovettsaal. Mittwoch, 25. Dez.(!, Feiertag), Blüllinersaal. Sonnabend, 28. Dcz� 8 L'hr. BLucy KIESELHAOSEli 5 Zwei Aööade mit acnen Tänzen. ♦ Karlen a 2— 10 M. Bote: ■ä Trianon- Theater. Kinüer- u. kNärchen-vorstsllung de! kleinen Pressen. Sonntag sizl Uhr: Rotttippchen. 2SZ/8 Wltirvoch'/J Uhr: aschcniwübcL Donnerstag Uhr: Siohapj Freitag 1 r» Uhr: Schnecwittck Sonaodrn»' A Uhr: Hänfrl i --gNch''!* Uhr: DeC gUtE Küf TubÄn.1 pchen. ycu, uRb Gretel. kämme: UCHT5PI M£R ML5" M r, i hiexanderolatt m i 1 mit ErlHlI GILBiiei Regie: Danny Kaden. «fr eozia tstlacbe Mo- n- men�alä'm von Sophus Michaeli» rn d Olo Olsen dt Cunner Totnae« unc Uli Jakobson. • nberfmf 8oWceb*rg as«n tids ßtiniC'« d rterstf. ttenny Pcrten in Bcbau�plel: „Oio b aae Laterne" Regt«- Rudolf Bicbrach .6AA] ! i Ii i il m mit EM ipeyst Fhantaktischer Film in 5 Akten Regie; Willy ,: runwald. Zielka's Rosendiele im Erdgeschoß des Kaffee Zielka(Equitable), Friedrichstraße 59/60, Ecke Leipziger Straße, eine Sehenswürdigkeit! ist eröffnet!"�g Passaoe- 8 Ttieater | Unter den Linden 22 g Dir. AL Solimta. 2 örsDliiruscen! Deickliv-äcbauiplel In 4 Akten In der Hauptrolle Curl Brenkendorf Wsiin die Lisde nicht war! Ein heiteres Filmapiel in 3 Akten mit Lu L'irronge. 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Ihre Frau Hai leider kciiic» Rechtsanspruch. Richten Sic Ihre Anfrage an die Rentralkommission her Krankcnkasie», Alexanderslr. 39. 3. Politisch- Parlamentarische Nachrichten, Lindeiistr. 3.— H. 51. 4. An den Truppen- teil. 2. AuS dem Adreßbuch II. Teil, Seite 283 ersichtlich.— K. B. 190. l— 3 Ja.— R. Ich. 35. Der Austritt isi nock ratsam und muß beim AmtSgerichi des Wohnorts des Austretenden erklärt werden. ES genügt eine einlache Erklärung unter Angabe der Konjession.— P. P. 409. Leider nicht.— A. O. 500. Nehmen Sie wegen sämtlicher Fragen Rück- sprach« bei Ihrer gewerkschaftlichen Organisation.— Wchrman» 100. l. Nein. 2. Kommt In Fortsall. 3. UnsoreS ErachlenS ja. 4. u. 5. New. MF» — A. N. 73. ES empfiehlt sich, ein Gesuch an die Eisenbahndirekliim zu richten.— I. hl. lOO. Die Auskunft des Anwalts trisf! zu. Auch daS Reich erscheint nicht bastbar.— A. V. 1. Ja. 2. Nein.— i 51. D. 1. Ztolk. Tie Hälfte ocS vcrdicnflauSsallS chjt dem Arbeitnehmer zu er- setzen. Davon trägt daS Reich 00 der Arbeitgeber 40 Proz. Für männliche Erwerbslose über 21 Jahre i M., für weidlich« 3 M., für männlich« im Alter von 16 bis 24 Jahren 3 M, fiir weibliche gleichen Alters 2,40 M., für jugendlich« männlich« 1,80 Tl., für weibliche i,40 M. pro Tag. — P. M. 74. Sie werden in Berlin beheifSmäßig entlassen. Die be- tresfcndcn Stellen sind seinerzeit verösstntlicht worden. Wenden Sie sich an da» Polizeires:«.- N. 7. Bearrsoruchcn Sic bei der LrmdeSvcr- sichcrungSanstalt Invalidenrente.— R. tl. 81. Ja.— H. 3. Naiurali- sationöantrag an da» Polizei.-räsidium.— 1U. F. Wenden Sie sich an das BezirtSlommanso wegen Erf,. rtung der Unkosten. Gegen einen ableh- »enden Bescheid steht Ihnen das Beschwerderecht zu.— E. B. 3. 1. u. 2. Rein. 3— 7.5Deswegcn müssen Sic pch an ein« Obersörsterei wenden.— M. B. 102. Ihr Schwager sott sich an das KriezSmtnistectum wenden. — A. 3. 9. Richten Sie an da»»ericht ein Gesuch um Niederschlagung. — F. E. Hochftr. Die Uebersendung d� Weher ist an sich zulässig, aber zurzeit nicht mehr anzuiruen, da mit der EitK»ssung in wcht allzuscrner Zeil zu rechnen ist.£»r Beurteilung der Frage, ob die Pücherbcstcllung rückgängig zu machen ist, reichen Ihre Angapen nicht aus.— ÖJochow Rosloclcr«ir. Die P.raulagrmg war zuiässtg, soseru Sie gleich in Arbeit getreten sind. Wege« der MictSsteigentw' wende» Sic sich an das PZietöeinigungSmnt, Himmorft«. 90.— P. E. 100. Querst haben Sic Anspruch aus Erteilung de» SirmenattesleS Antrag b««m Gemeindcvorstond i» Tegel. Der Staat hast«! für die bereits entstatldenen Kosten nicht. Di« Höhe dcS UnterhaliSanfgeuchS richict sich nach dem soweinie« Verdienst. — P. P. 6. Rieh«» Sie ein tficsuch an die LairdcSveesichcrungSanstalt. — K K. 100. Wenden Sie sich an das LandwirtschastSiiiinistermm.— 8Ä8B8Ü0J.:- Für die W«hlen zur deuischen Natlonalversamm- lung habe ich für de» SlchKtreiS Berlin den Stadtrat Lmhninz zum A«stt?»mmlsi«r und den Etudtrat Mielenz zu seinem Slellsertrster ernannt. Charlol sorgu»g«r»gelung vom Eevlember uich 4. November l3l5 wird mit tdenehmigung der Aufsichtsbehörde für den lbemelndebeziri der Stadt Berlin angeordnet: « l. Dt» Verordnung de« Maglstrat» Berlin über den Höchst- preis von Salz vom 7. Februar 1918 wird ausgehoben. 8 2- Dtese Sierordnuug tritt mit dem Tage der Berklintung in straft. Berlin, den 15. Dezember 1918. vlogtstrat. Mermuth. J..Rr. tlM. A. I8. Prs._ 44. Reserve Division. Die Republik Sozlnlisllscbc Tngeszeita=g. Chefredakteur: Wilhelm Herzog. Die Republik wird kämpfen KCKen die Lflge gegfen die Opportunisten gejeen Beileckte und Belastete fäp die Sicherang der Revolution für die Internationale tUr Menocbenfreandschaft UeberaJU zu haben. Monatlich 9 Mk. Inserate finden die weiteste Verbreitung. Verlajr und Expedition Berlin Kchiirbaaerdaniin 19. Loebeii erschien das Wert: Bürgerliche moderne Möbel. «g T-frln mit erläuterndem?ert M. 12.- per Nachnahme. ü. Srb»srr St Co.. Verlagsduchbdl., Berlin, Dresbcner Str. M. Soeben erscbeint: �esn saures Sozialist und Staatsmann. Von M. BEER. Preis kart. 2,50 M., gebunden 4 M. Klar und eindringlich treten uns in diesem zeitgemäßen' Werke die Ursachen des Weltkrieges und der Klassenkampf des Proletariats in der erschütternden Schilderung eines der größten Denker der sozialistischen Ideen entgegen.«220 Verlag ilr Sozlnlwls-enicbalt 0. m. d. F., Berlin SW 68, Lladenstr. 114. RAUL CASSIRER VERLAG WM SCHÖMUM in diesen tlächien. Geheftet 4.riO Mark. Gebunden 6 Mark. fliese Gedlch'e find Form sewordene Gefühle des Proletariats. Der Name SchönlanK t ai In der deutschen Arbeiterschaft so guten Klang, daS man ihres Interesses an den Versen Bruno Schönlanks sicher sein cürfte, je, Lebimslauf. 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Dezember im Alter von 35 Iahren ge- starben ist. Die Beerdigung findet am Motttag, den 23. De- zember, nachmittags 3 Uhr. von der Leichenhalle des Wilmersdorscr Gemeinde- Friedhofes. BerlinerEtrage, au» statt. 65/10 Ztzre ihre«. Andenke«! Die Dezirksverwaltnng. WmmmmmKmmammm Verband der Galt- und Schankwirte veutlchl Zahlstell- Berlin. De» Mitgliedern zur Nach- richt, dag die Frau deo stollegen S-d. koküe Buttmannltr. 13, Bezirk 2. am 18. Dczbr. verstorben ist. Ehre ihrem Andenken! Die Beerdigung findet am Eonntaa, den 22. De- zember, nachm. 2>/, Uhr, von der Halle de« neuen Pauls-Kirchhofe», Plbgcn- jee, aus statt. 74/13 Die Orts Verwaltung. ttranken-. Sterbe, und ZulchulZkatte t. mannt. Pertcnen aller Bcrule Groß. Berlin, Am»».Dezember verstarb unser WItgiied Otto ttelbix sHutmocher). Ehr» seinem Andeuten I Die Beerdigung findet am Montag, den 23. Dezbr., nachmittag» 3'/, Uhr, von der Halle de» Ct. Simon- Kirchhofes, Tempelhofer Weg. au» statt. 283/20 Der Vorstand. verband der Kup{erid;mlede Deuildslands. Filiale s-rli». Am 20. Dezember starb nach langem, schwerem Leiden unser lieber Kolleg« und Mitbegründer unsere» Verbandes kFitz Pehlke im Alter von 82 Jahren. Ehre seinem Andenke«! Die Beerdigung findet am Dieustag. de» 24. Dezember, nachmstlags 2 Uhr, von der Leichrttlstule de» Himmel- fofta- Elia»- Gcoirwde- Fricdhofrs in Rieberfchön- Imuren-Nordcnd, Blanke». Unser Mitglied Auguste Boeker Tieckstrage 11 >fi verstorben. Die Einilicherung erfolat am Alontag, b-n 23. d. M„ nachm. 4 Uhr, im Krematorium Serichtstr. 37,38 Ehre ihrem Andenke« I 233,3 ver vorstand. Am 18. Dezember ver- schied nach kurzer schwerer Krantheit im«3. Leben». fahre unsere Kollegin Agnes Hermann weiche seit 25 Jahren eine fleihlge, aufrichtige Boten- frau des„Vorwärts� und ihren Kollegen stet» eine treue, liebevolle und von uns sehr geachtete Mit- arbeiterin war. Ihr Andenken werden wir hoch in Ehren halten. vis Sole« frone« der vormürt»- Spcdlllon, Wattstr. 3, Dir Beerdigung findet am 23. Dezember, nach. mittags 3 Uhr, von der Leichenhall« der Zions- tirch». Nordend au» statt. Vofli»-. Feufrucsöflirags- iVereinGroO-Berlin Freie 'nersoli SeuköllDiritz (M d.A.-T.-B.) Hiermit die traurige Nach- richt, daß unser Turn- genösse Max Rohr im Felde verstorben ist. Ehre seinem Andenken! 183/11 Der Vorstand. Allen lieben Freunden und Bekannten zur Nach- richt. daß mein lieber Mann und guter Vater, derTischler CtiFistopii Eacksciiat am 13. Dezember an Grippe und Echlagansall ver- storden tlt. 700b Fron Lnise vackschak und Sohn Hermann. Die Beerdigung findet am Montag den 23. Dezbr., nachmittags 3 Uhr, von der Halle des neuen Johannis- Kirchhoscz in Plötzensee au» statt. Achtung! Achtung! Hierdurch allen Ver- wandten und Bekannten dir traurige Nachricht, daß mein guter Sohn, unser lieber Bruder und Schwager kriedr. Haaneke im Gefangenenlager in Ahmednagar(Br.-Indien) am 13. Ottbr. an Influenza verstorben ist. 083b Die» zeigen tiefbetrlldt an Ww. Marie Hauneke, als Mutter Willi Haaneke, als Bruder Olga Haaneke als Schwester Anal Petcrmaun, als Schwester Ernst Pctrrman», als Schwager. Allen Verwandten und Bekannten hierdurch die traurig» Nachricht, daß am 13. Dezember nach kurzem. schwerem Leiden an Lungen» entzündnng meine innig- gellebte Frau, unsere gute Mutter, Schwester, Schwii- gerin und Tante Panline Zapf Im 36. Lebensjahre verstorben ist. 033b Um stille Teilnahme bitten Die trauernden Hlnter- dliebenen. Johann Adam Zapf nebst Kindern. Die Beerdigung findet am 24. Dezember, nachmittag» l'/i Uhr, von der Leichen- halle de» Markus-Kirch- hose« iu Bilhrlmsderg aus statt. J.flaer.Ä E. Prinz. Alie� Herren- und Knabenmaden Htrufskl., Ein- Scgn.-An llj-e, doppen. Oroü. iSiofflea, elee. MaOlul. BilL, feste Preise. Erfinder bedienen fid) zur Anmeldung u. Verlauf ihrer Erfindungen. 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UV: VersunimiunF Aller Ardeiterrsis Lro3- Berlins Tagesordnung wird In der Versammlung bekanntgegeben. Der Vollzugsrnt. I. 9L: gez. Franz Büchel. SeijWerlizelMMkiMvMWi! verwaltungzltelle Berlin— N 51, Clnienftr. 85— SS. Geschäftszeit von 3—1 Uhr und von 4—7 Uhr. Telephon: Amt Norden 183, 1233, 1987, 9714. Mechaniker. Uhrmacher, Optiker. Rontag, den 23. Dezember, nachmittag, 4 Uhr, im.Zentral. Theater-, Alt» Zakobstr. 32: Außklordtvil. VkrtraurlisieLtt- Konferku;. Mitgliedsbuch und grüne Karte lealtimiettl BÜF Ohne, diese kein Eintritt l Um S Uhr in demselben Vokal: Brauch ettversam ml u u g derselben Gruppe. � Tagesordnung: 1. Berichterstattung über die Verhandlungen mit der Unter- nehmerorganisatio» betr. Kollekiioertrag(Entlohnung). 2. Diskussion. 3 Beschlußfassung. Wir erwarten zahlreichen Besuch! Ohne Mitgliedsbuch kein Einlaß! Die Versammlung wird vilnktlich eräffnet 124/4__ Die Ortsverwaltnng. Achtung: Ardeiterräte. Achtung Sonnlog, den 22. Vezembee, nochrniNng» 6 Uhr, finde! im Herrenhon», kleiner SItznngssani, ein» VerZMlvIlllig sller Ariieilerräte GroS-ßerlins, M* ans dem Bode» d« U. S. P. stehen, statt. Es ist bei der Wichtigkeit der Tagesordnnnn notwendig, daß s-mtlichr Arbeiter- rate, die mit NN» sympathisieren, unbedingt erscheine». Oer Bindernker: P. N e u m a nn. SeBlKSEtlesoirSEiteröErSani) DtrwaltungsitflU Berlin— N 51, Clnlenltr. 85—85. Achtung! Achtung! Erwerbslose(Kranke). wegen der weihnncht». und Uenlahrsseiertoge finden folgende«euderungen in der Auszahlung d-e Unter- stützung statt: Di» Kollegen, deren gahitaa auf den 23. u. 24. Dez. fallt«rhatten am 23. vez. Unterstützung .. 23.. 26,.. mm 24... .. 30.. 31. mm mm 60... .. 1.. 2. Jon,. mm 31... Wegen 0nnr«ol»schlu«> bleibt da» Bureau bei Kranken- abtellung am 2. Januar ISIS den ganzen Tag aeschlnssen. Die tranken Mitglieder werden ersucht, ihre Unterstützung bi» Dienstag, den 3t Dezember, zu erbeben. Vorstehende» findet keine Anwendung bei solchen Mtt- gliedern, welche sich tn Krankenhäuser» oder Hellstänen befinden und die lhre Unterstützung erst nach Beendigung ihrer Krank- Heft abheben.__. Dl» MUnIiedobÖcher und«onkroklknrten müssen spätesten» zwei Tag« vor dem Auszahlungslage abgegeben werden. vle Anszahlnng erfolgt oormlNag» oon 0�12 Uhr. Am Dlensiag, den 24, Freitag, den 27. und Dienstag, den 8t Dezember, ist da, Bureau nur bis 12 Ahr geöffnet 124/3» vie vrlsorrmaitnng. WElMEM.WMElEll. «nteaa: Melchiorstraße 28, vorn parterre. Deössnet von 3—1 und 4— 7 Uhr. Die Zahlstellen de» verbände» der viaker nsrn.. In denen auch Aufnahmen, Beiträge und Rcuanmeldunge» sür dm verband entgegengenommen werden, flnd solgmde: Südosten: SkaNtzer Straße 3152 lm Restaurant Südmeslen: Lankwltzssraße 3., Westen: Eteinmctzstraße 36o»» Horden: Swlnemiinder Str. 35, m Osten: Große Frankfurter Str. 18,» Nordosten: Winsstr. 12 mm wedding: Malplaguetstratze 7»» Eharlottenburg: Rosinenstraße 3,» Lichtenberg: Echarnwederstr. 5,, Slegliy: Mppelstraße 7 mm In den oorstchenden gahlfrrue» finden die Zahlfkonden jeden Ulaatog adends van l bi» 6'/> Uhr statt In nachfolgendm Zahlstellen finden dl» Zohlabende jeden Sonnabend von 7 bis S1/: Ahr statt: Süden: Brandenburgstraße 23 im Restaurant Nordwesten: Stephanstr. 31., Nenkölln: Rosenftraße 24,• weihensee: Friedrichstraße 37.. Zehlendorf: Poled. Chaussee, Resiaur. Miclck. «dler»ho>: Bismar-kftt.>6 im Resiaurant «»peniik: Rosenstr. 13 im Restaurant Die Kollegen werden ersucht vorstehende Annonce au«. 5 uf»» Ikoanusa ial _ ÜBieniaitu. 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Dezember 1918 werden die Kasseubeiträge vom 1. Zannor ISIS auf sechs vom hnnderi des inaßzebenden Grundlohnes festgesetzt. 277, /20 Druckegemplare dieserSatzungs- änderung stehen von Anfang Januar n. Is, ab zur Verfügung. ver vorstand. Aug. Leip, Vorsitzender. Daechler, Schriftführer. 253/1' � I Möbel Schlafzimmer 675—«8S0M Speisezimmer 945—7120 n Herrenzimm. 992— 6SC0„ Wohnzimmer 738—4620„ Kflcheneinrlcht 367-1452„ 500 gedleg. Einrichtungen lielerlcrtig vorrätig. FranKo-Uefcning. Autklär. Drucksachen gratis. Höffner B Möbel-GroBfiäuser■ H Derl.43»Veterancnstr. 11-13 ß Wc hoachtsaufträge jetzt erbeten I la YelouriilUe 43 M. und Prima Reiher ffHHr Rest-Verkauf Lindek«, 2.Ce5ChäftGrunewaId5tr.56 Ecke Bayerischer Piatz.* Sealmantel moderne Form, feinstes Seiden- futter, billig abzugeben. Blauer Basar Kaiser- WUHelm-Str. 16, am Alexanderplatz, 33L- mit gutem ssnclidezug und gutem Pelzhmer senr preiswert zu verkauten. 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Dr. Starchlewski versicherte. daß soweit eS möglich sein wird, den Einfluß der Polen auS den preußischen Landctstcilen auf die polnische Politik geltend zu machen, eS ihr aufrichtes Bestreben sein wird, daß der Konflikt im Geiste der Gerechtigkeit der wechselseitigen Verständigung gelöst werde. Die fehlenöen 150SHD Franken. Auf unsere Frage nach dem Verbleib der Differenz zwischen iien im Schlosse beschlagnahmten 6 0 0 000 Frank und den vom Vollzugsrat verrechneten 4 50 00 0 Frank er- halten wir vom Vollzugsrat folgende Zuschrift: Vollzugsrat de? Arbeiter- und Soldatenrats Berlin, den 21. Dezember 1S18. An die Redaktion des.Vorwärts" Berlin SW., Lindenftr. 3. Sie wünschen über das Dunkel der fehlenden IM 000 Frank aufgeklärt zu werden. Hier beim Vollzugsrat find tatsächlich nur 450 000 Frank durch E tt i sch zur Wlieferung gelangt und dieses ist die Be- ftätigung des dem Ettijch durch mich übergebenen Geldes. Wegen der fehlenden IM MV Frank wird die gegen Et tisch geführte Untersuchung Aufklärung geben. Ettisch wurde gemäß meiner Erklärung von dem Kriminalkommissar Lehnert vor zirka drei Wochen verhaftet und m das Untersuchungs- gefängnis abgeführt. Ich bitte dieses zur Klarstellung in Ihrer werten Zeitung wiederzugeben. Hochachtungsvoll F. S i e w e r t. Nodenbevgstr. 37. Dam't wird endlich zugeben, daß 150 000 Frank v e r- schwunden sind, eine Tatsache, die der VollzngSrat zu vertuschen suchte. Denn Herr Diewert vom Vollzugsrat schrieb ja in seiner vorgestrigen Berichtigung an uns: .. sondern lediglich ich bin es gewesen, der dieses Geld, die 450 000 Schweizer Frank, im Schlosse einem Mann... abgenommen und sie dem Ettisch zwecks Ab- führimg an den Vollzugsrat abgegeben habe." � Diese Berichtigung stimmte also nicht. Herrn Müller aber, der sich bei seiner Berichterstattung vor dem Kongreß so brüstete,„nichts zu vertuschen", weisen wir da- mit nach, daß er über seinen Vorsatz noch leichter himveg- kommt, wie die Nationalversammlung über seine„Leiche". KonftituierunA ües Zentrairates. Der Zentralrat der deutschen sozialistischen Republik hat sich konstituiert und die Geschäfte für das Reich und Preußen übernommen. Sein Bureau befindet sich vorläufig im Herrcnhause Leipziger Straße. Ter Vollzugsrat der Arbeiter- und Soldatenräte Groß-Verlins führt die Gesckfäste für Groß-Berliner Ange- lcgenbeiten im Abgeordnetenhause weiter. Alle Vollmachten und Legitimationen, die vom Vollzugs- rat ousgeitellt worden sind, verlieren am 28. Dezember ihre Gültigkeit. Vollmachten für Angelegenheiten des Reiches und Preußens werden vom Zentralrat der Republik, neue Vollmachten tut Groß-Berliner Angelegenheiten vom Voll- zugSrat de' A.- und S.-Räte Groß-Berlin ausgestellt. �Bcrl.. ten 21 Dezember 1918. Ter Zcuirairot der deutschen sozialistischen Republik. Mar Cohen. Hcrm. Müller. Ter Vollzugsrat der A.- und S.-Räte Groß-Verlins. Nick). Müller.__ Molkenbuhr. D»s Dearadnis Aer Spartakus-Gpfer. IBiele Tau sende von Berliner Arbeitern folgten gestern den Särgen derer, die am 6 Dezember als Opfer der gewissenlosen SpartakuShctze in der Chausseestraße gefallen sind. Sie folgten damit zugleich de? menschlichen Empfiirdung, daß die Toten selbst unschuldige Opfer de? Bruderkampfes waren, wo immer sie Schuld an ihm gelegen haben mochte. Und neun Zehntel von ihnen hätten gewiß freudig zugestimmt, wenn an den offenen Gräbern gesagt worden wäre, daß mit den Opfern zugleich auch der Bruder- kämpf begraben werden solle. Liebknecht aber hat dreimal gesprochen und dreimal bewußt gelogen, wenn er sagte, daß die sozialistische Regierung an diesem traurigen Vorfqll die Schuld trage. Nachdem das deutsche Volk durch Lügen in txn Weltkrieg gehetzt worden ist, soll eS jetzt durch Lügen in den Bürgerkrieg gehetzt werden. Liebknecht ist um kein Haar besser als die Kriegshetzer von 1314. Wiederholt ist in GpartakuS-Versammlungen öffentlich gedroht worden, man werde öffentliche Gebäude mit bewaffneter Hand ftür- men. Ein solcher Sturm wurde tatsächlich von einer Spartakus» Versammlung gegen dzS Polizeipräsidium unternommen, und dabei ein Sicharhritsscldat erschossen Am ß. Dezember wurde in der Cbavsserstraße auf die Soldaten wcdn geschossen, sie er- wider ren, ohne vor irgendeinem dazu Befehl erhalten zu haben. daS Feuer, und das Ergebnis waren die Toten, die man gestern be- graben hat Wenn in dem Zuge eine Tafel getragen wurde, auf der die Worte standen: Soldaten, schießt nie wieder Auf Eure Arbei-tsbrüder so kst darauf zu»rwidern: Das werden die Soldaten gewiß nicht wn. wenn nicht auf sie geschossen wird,, wenn man sich nicht Wied»? mit dem Rufe:«Brüder, nicht schießen!" an sie heranmachen wird, um sie zu schlagen zu treten und ikmen ihre Waffen zu ent- reißen, wie das am 8. Dezember geschehen ist. Auch die Soldaten sind Menschen und haben das Recht, als Menschen behandelt zu werden. W i r wollen die ftme. demokratische Ordnung der Republik. Liebkneckt hetzt mit Lügen zum Bürgerkrieg und klagt dann über die Opfer die doch nur die Opfer sein es eigenen gewissen- losen Treibens sind. E r ist nicht zur Vernunft zu bringen. Aus die vernnnfi. die Besonnenheit, den Gerechtigkeitssinn der Berliner Arbeiter aber hoffen wir! Die Durchführung üer Desthlüjle ües /l.- unü S«-Konßrei?es. Ausführungsverordnungen so schnell als möglich. Der Zcntralrat der Arbeiter- und Soldatsnräte hat nach Schluß des Kongresses mit den, Rat der Volksbeauftragten über die Durchführung der auf dem Kongreß angenommenen Anträge beraten. In der Sitzung lagen Erklärungen, der Obersten Heeresleitung, der militärischen Mitglieder der Wafsenstill- standskommission, des Kriegsministeriums, des Staatssekretärs des Reichsmarineanits und andereer Stellen vor. wonach die Zurllckführunz der Truppe in die Heimat und die Durchführung der Bestimmungen des Waffenstillstands auf das schwerste ge- fährdct sein würde. Der Zentralrat stimmte darin überein, daß gesetzliche Verordnungen zur Ausführung der Kon- greßbeschlüsse erforderlich sind. Diese Verordnungen, nebst Aus- führungsbestimmungen sollen so schnell wie möglich er- lassen werden. Bis dahin bleibt es bei den bisherigen Zu- ständen. » Seit dem Beschluß des Rcichskongresses der Arbeiter- und Soldatenräte über das Ablegen von Orden, Ehren- zeichen und Rangabzeickien geht bei der Reichsregierung eine außerordenttich große Anzahl von Telegrammen großer und kleiner Formationen ein, die alle gegen diesen Beschluß pro- testieren und in ihrer Mehrzahl ihn als einen Angriff auf die Ehre und eine Herabwürdigung des Einzel- nenundderFormat ionbezeichnen. Es muß auZdrück- lich daraus hingewiesen werden, daß es sich um einen solchen die Ehre berührenden Angriff weder handeln kann noch daß ein solcher beabsichtigt war. Die Orden und Rangab- zeichen, für deren Ablegung sich der ReichSkongreß der Arbeiter. und Soldatenräte entschieden bat, sind Kennzeichen des einstigen, heut nicht mehr bestehenden M i l i t a r i s m-u s. Die Verdienste des Einzelnen und seine wohlerworbenen Rechte sollen auch unter den neuen Verhältnissen unangetastet bleiben. Gründung eines fozialiftischen Heamten- bunües. Uns geht folgender Aufruf zu: Nachdem die große Mehrheit der Besucher der Vemntenver- sammlung vom vergangenen Sonntag den Eintritt in die Sozial- demokratische Partei vollzögen hat, gilt eS, den Gedankcn- gchalt des Sozialismus unter den Kollegen und Kolleginnen zu ver- breiten und zu vertiefen. Unser Platz in der Reihe der Kopf- und Handarbeiter bedingt, daß wir uns mehr und mehr erfüllen lassen vom Ideal der freien Vollsgemeinschaft. Wir müssen uns durch- dringen lassen von dem Bewußtsein, daß wir als freie Söhne und Töchter des Volkes diesem unsere Volke dienen, wenn wir den Ver- waltunysstellen des Staates und der Gemeinden unsere geistige und körperliche Kraft zur Verfügung stellen. Darum fort mit der falschen Vorstellung, ein Beamter sei ledig- lich der Vollzieher der Anordnungen seiner Behörde, seiner Vor- gesetzten. Auch diese Vorgesetzten, vom Minister herab bis zum letzten Leiter einer Dienststelle, sind Arbeiter im Dien st e des Volkes. Tretet also heraus aus dem engen Gehege der StandcSvomrtcile, öffnet Hirn und Herz jenen sozialistischen Ge- danken und Gesühlens die den leider so lamge versperrten Weg zu unsexen Brüdern und Schwestern im Volke freigeben. Der einzelne, innerlich längst auf dem Boden des Sozialismus stehende Kollege, scheut sich vielleicht noch immer, offen seine Heber- zeugung zu bekennen. Bemerkt er aber, daß die große Mehrzahl der Berufskollegen ebenso denft wie er selbst, so bedarf es nur noch der Geioißheit dcS GeborgcnseinS im Schöße einer Ge- meinschaft politisch gleichgesiiinter BerufSgenossen, Diese politische Gemeinschaft zu schaffen ist daS Ziel einer Bewegung in den Kreisen der Beamten aller Behörden und Klassen, die bereits seit längerer Zeit eingesetzt hat. Das Ziel dieser Be- wegung ist die Gründung des Deutschen sozialistischen Beamtenbundes. Dieser Bund vermittelt seinen Mitgliedern durch Flugblätter und Broschüren die Kenntnis der sozialistischen Gedankenwelt. Kollegen in Stadt und Land die dem Bunde beitreten möchten, werden gebeten, dies mitzuteilen an Stadtsckretär Fritz Matern, Zehlendorf bei Berlin, Machnower Str. 15. Weitere Auskunft wird sofort und bereitwillig erteilt_ §iir verbunöene sozialüemokratische Disken. Ein Vorschlag der„Freiheit". In der„Freiheit" berechnet Dr. Siegfried Ne- st r i e p k e. daß durch das Mittel der L i st e n v e r b i n- d u n g eine ganze Reihe Mandate für den Sozialismus geholt werden können, die andernfalls an das Bürgertum verloren gehen. Voraussetzung dafür ist nur, daß die beiden soziak>emokratischen Parteien in ollen 37 Wahlkreisen ihre Listen als verbunden erklären. Der Art'kel befürwortet leb- Haft, daß die? ge'chehe. Nestriepke schreibt: Keine der sozialdemokratischen Richtungen würde sich damit das geringste vergeben. Es brauchte kein gemein- samer Wahlkampf stattzufinden, die Gegensätze brauchten nicht vertuscht zu w-rden. die Anhänger der Mehrheit?- sozielisden braucksten nur für eine ans MehrheitSsozia- listen zusammenges tzte Liste zu stimmen, die Anbänger der Unabhängigen nur für eine Liste, auf der ausschließlich die Namen von Unabbängigen stehen. Vorteile, die durch die Verbindung d�r Listen erzielt würden, kämen beide n Richtungen gleichmäßig zugute. Tbcovetisch besteh! die Möglichkeit, durch eine derartig« Listen- Verbindung in den 37 Wahlkreisen insgesamt 74 Sitze für die so.'ialdmotratischen Parteien mehr zu erobern als ohne diese Verbindung. 74 Sitze w-nner in Mi-�ersi+em Besitz— was das beißen will, wird sich aber schließlich jeder selbst klar- ma�en können Es wäre perßchlt. wollte man aus einem son- dertzaren Port e i e i g r n si n n heraus diese Möglichkeit aufs Spi-1 setzen, bloß weil von den so �ewinnbaren 74 Sitzen einige auch der anderen Richtung der S-"'aldemo» krati«, nicht der eigenen Partei zufallen könnten. Man mag gegen die Mehrheitssozialisten einwenden was man w ll: ihre Anhänger stehen uns näher als irgendeine bür- gerlich'e Partei, und wir können uns besonders in dieser Zeit, wo es oikt. d'e Revolution zu sichern, nickt den LuruS er-. landen, die Boureeoisie zu stärken auf Kosten irgendeiner sozia- listikchen Parteirichtung. In den Reihen der soziasdemokrasilchen Mehrheit?- Partei dürfte der Vorschlag Ncstriepkes wohl nirgends auf Widerspruch stoßen._> verftaatlichuns eines Elektrizitätswerkes in Daöen. Karlsruhe lBaden). 21. Dezember. Wie die..Dadische Landes- zeiwng" hört, hat die Badischc Borläufige Volksregierung besck'osscn, den Vertrieb de? Murawerkstromcs nicht der Mittel- badischen Gesellschaft lbestehend auS den Städten Karlsruhe. Bruch. sal. Rastatt und drei Privatgesellschaften) zu übertragen, sondern ihn durch den Staat selb ft-z u besorgen. EinmalkgeZuwenüungenanMÜtärperfonen in besonüers verantwortlicher Stellung. Von gut unterrichteter Seite wird uns mitgeteilt: Me nicht dem Friedensstande angehörenden Beamtenstellvertrctcr und sämtliche Gehalt empfangenden Unteroffiziere erhalten, wenn sie nicht Reichs-, Staats» oder Gemeinde- Zivilbeamte sind, mit Rücksicht aus ihre beamtenähnliche Tätigkeit und ihnen obliegende Verantwortlichkeit eine außerordentliche einmalige Zuwendung in Höhe von 3M Mark für Verheiratet«, 2M Mark für Lcdige. Gleiches ist in Aussicht genommen für kommandierte Militärpersonen, sobald sie eine.beamtenähnliche Tätigkeit ausüben. Das Nähere wird im Militär-Verordnungsblatt bekannt gegeben. Gin Gewaltftreich m Dremen. Besetzung unseres Parteiorgans. Bremen, 21. Dezember.(TU.) Heute morgen gegen 10 Uhr erschienen auf der Redaktion der Bremer„Vürger-Zeibung" Mitglieder dez A.» und S.-RateS mit Waffen und zuxmgen die Redakteure und den Verlagsdirektor, die Arbeit nieder» zulegen. Vorläufig beherrscht die Redaktion der unabhängige Sozialdemokrat K l a w i t t e r. Vor ungefähr 14 Tagen hat der Soldatenrat noch erklärt, daß er jedem Gewaltstreich gegen die .Bürger-Zeitung" sich widersetzen würde. Wie heißt eS doch im Sozialistenmarsch?»Nicht mit dem Nüst» zeug der Barbaren..." Zwangsfeierschichten in Gapern. keine kohlen für Sie Inöustrie. Wegen der in Bayern herrschenden K o h l e n n o t sieht sich der bayerische Tcmobilmachimgskommissar gezwungen, eine zehntägige Arbcitsruhc für alle gewerblichen Betriebe mit mehr als zehn Arbeitern vom 23. Dezember bis 1. Januar onznordnen. Tic betroffenen Arbeiter erhalten für den Vcrdirnstausfall eine Entschädigung von 90 Prozent ihres Verdicustcs zum Teil aus Rechnung der Staats- bzw. der ReichSkasie.._ Kanüiüatenaufftellung in Mederbsrnim. Der KreiZwahlverein Niederbarnim(S. P. D.) hielt gestern Abend eine Generalversammlung ab, welche Kandidaten zur Natio- nalvci sammlung ausstellte.— In dem einleitenden Referat sagte Genossin Juchacz, sie habe zunächst Zweifel gehabt, ob das' Fraucnwahlrecht günstige Erfolge für die Sozialdemokratie bringen werde. Aber der Wahlausfall in Anhalt und Mecklenburg habe sie überzeugt, daß die Frauen m unserem Sinne gut wählen. Nach ihren persönlichen Erfahrungen könne sie sagen, daß die Frauen, wenn sie erst einmal zur politischen Betätigung herango- zogen sind, auch sehr bald soweit politisch irrteressien sein würden, daß sie zu einem bedeutsamen Faktor im politischen Leben werden. Hierauf nahm die Versammlung St-llung zur Kandidaten» frage. Die endgültige Aufstellung der Kandidatenliste für den Wahlkreis Regierungsdezirk Potsdam erfolgt demnächst in einer Konferenz dieses Wahlkreises. Für diese Liste schlägt der Reichs- tagswahlkreis Niederbarnim nach dem Beschluß der gestrigem- Ver- sammlung die Genossen Wissel! und Hermann Müller und die Genossin Juchacz für sichere Mandate vor.— Ferner wurde� beschlossen, die Regierung um eine Verordnung zu ersuchen, die eS* ermöglicht, den Wnhlkommissaren einen Beigeordneten zur Kontrolle der gesamten Geschäftsführung an die Seite zu stellen._ Der Zentrums-tzochverrat in Gberfchlesien. Abrücken der„Germania". Der Alifruf der oberschlesiiefan Zentrumspresse zur Bildung einer unabhängigen Republik Oberschlesien ist, wie weiter bekannt wird, in deutscher und polnischer Sprache erschienen. Das Ziel ist in folgendem Satz ausaeivrochen:„Nur eine selbständige Stellung, eine pollkommene Glesch- stellung mit den anderen Nationen des Staates, unter dessen Schutz es sich beg'bt— sei es des deutschen oder pol- nischen oder tschechischen—, kann Oberschlesien die langersehnte friedliche Entwickelung und freie Entfaltung ver- bürgen, die vielen sozialen Wunden heilen und den benach- barten Reichen zum Segen gereichen." Die Berliner Presse aller Richtunaen— von der alldeutschen„Deutschen Zeitung" bis zur unabhängigen„Freiheit"— wendet sich mit der größten Schärfe gegen diese verräterischen Machenschaften. Da? Berliner Zentrumsblatt. die„Germania", sucht in ziemlicher Ver- legenheit von der Sache abzurücken und schreibt unter der Heber-. schrift„Eine falsche Berechnung": Die Kreise in Oberlchlesien, die da? Land nach Art der Schweiz zu einem selbständigen Staat machen möchte», geben sich über die bestehenden Möglichkeiten schweren Tä» sch u n g e n hin. Sie glauben da? Land auf diese Weise von den schweren Kriegskosten, die Deutschland zu bezallen haben wird, befreien, zu können, überscben dabei aber, daß die Entente ber-its an Elalizien erklärt bat. es werde trotz des Anschlusses an Polen die österreich-unaarischen Lasten mittragen müssen. Erreicht wipd durch die oberschlesisefym Absvlitterunosbestrebungen nur. daß die Entente die Uneinigkeit in Deutschland wachsen siebt, unsere Hilssosigkeit sich zunutze macht und mi-t täglich erhöhter Anmaßung auftritt und schwerere Forde- r u n g e n stellt. Das Zentrum tut vergebens, als habe es mit der Sa'be nichts zu tun. Es svielt in Okwnchl-'sftn dasselbe verräterische Sviel wie in Rheinland-Westfalen und in anderen katholischen Gegenden. Lette Nackrickten. Streik de? Ncstanrantangcstelltcn im LehrervrreinShiruS (Jnh. Sarger) Alexanderplatz. Sämtliche Anacstellten d's obengenannten Betriebes legten am Gommbend, 21. Dezember, die Arbeit nieder, weil Herr Sacger die Forderungen seiner Angestellten, wozu die'Verbands- leitung bea»f!ragt war, mit dem Bemerken abl bn'.e, dies bedeute seinen Ruin. Di- dort Beschäftigten sind der Meinung, daß sie end- sich einmal den besteben.�n schlechten Zuständen b«l. des Kost, und LogiSzpKtngeS und de? Trinkgeldbettels ein Ende machen müssen, um auch als vollwertige Arbeiter angesehen zu werden. Das im Lokal befindliche Publikum brachje den Streikenden aroßc Svmpathie entgegen, indem es demonstrierend in großer Zahl die Räume verließ. Verband der GaftwirtSgehikfen, Ortsverwaltung Berlin. *€ des Krieges getrm hätten, ob s i r denn Wohl!n der glücklichen Lage gewesen wären, nicht arbeiten zu müssen? Man solle doch die von L-rganisativnS wegen eingeleiteten Massnahmen zur Wiederein- AJJ ölt»" stell ung der Kriegsteilnehmer abwarten, und könne unmöglich ver- Mit diese?» Worten wiesen noch vor dem Krieg Arbeitgeber um Arbeit Anfragend«' ab, sobald dieselben das 40. Lebensjahr über-|"1t; dI� /' �« r, wotterer lsbh«rster schritten hatte:«. Wie ein Blitzstrahl durchzuckten sie das Seelen. �«»»spräche wurde nachstehende Resolution �nstunmig ange- leben des Arbeiters, der seine beste Kraft im Dienst des Kapitals j nommen: verwendet hatte und nun mit einmal überflüssig und brotlos werden! ,Die in der Philharmonie tagr-nde, von Wer 4000 Angestellten sollte, bloss weil dem Unternehmer seine Arbeitskrast nicht mehr des GastwirtSgewerbcL besuchte öffentliche Versammlung beauf- «llwertig erschien. Vitleren unauslöschlichen Hätz gegen dieses»ragt den Verband der GastwiriSgehilfen, sofort Massnahmen zu fluchbeladene System der kapitalistischeii Ausbeutung rief diese?.�greifen, um am 1. Januar in allen Berliner gasttvirtschaftlichen „zu alt" hervor. Nnd� doch fühl! sich ein Mann in �cn vierziger■ g�tridben den ununterbrochenen Sstündigen Arbeitstag einzu- ->- zeit wie ein fressendes Gift. Wer einen. Menschen, der jahrelang auf Verband der GastwirtSgehilfen organisiert ist." dem Schlachtfeld feig Leben aufs Spiel gesetzt, die grössten Stra>_ pazcn und Entbehrungen erduldet hat, fernhalten will au? dem Kreise der schaffenden Hände, bloss weil er sich im fortgeschrittenen Der VergarbeitcrnN'h stand. SkanneSaltcr befindet, der versündigt sich nicht nur an dem Ad. Vu« dem Ruhrgebiet wird rms telegraphiert: Auf Zeche geunesencn, sondern an der Aligem anh«t in der ichw�swn Weise, jst bie Belegschaft eingefahren. Ans den Prospcrschichtcn 'r!"it- mn* Verzicht«? können, wenn es feinen Platz im Leben der Völker ein- if i erfotfsn fet, ist mmchtifl, ntrt die 6«w lc ist nehmen will. Daher sollte jader. der jetzt oder später über die An- �»nter Wasser und wird entsumpft. Es handelt sich in der Haupt- „ahme von Arbeitskräften zu verfügen hat, nach dieser Richtung sehr lache nur»m klein« Teile der Belegschaften, die durch terroristische vorsichtig sein. Akte versuchen, die übrigen in den Ausstand hineinzuziehen. Von Vor uns liegt ein Brief eines 44 Jahre alten Manne?, der über LLO Schichten sind ettva 10 noch in Ausstand. Die Gewerk- SM Jahr« an der Westfront gestanden hatte und der nun, nachdem fchöstcn arbeiten mist Erfolg im Einvernehmen mit den A.- und er wiever dalstim war, sich um eine Ranaiercrsiclle ander Bahn, � iZ.-Afsten an der Beenbigu??g der ArbertSeinstcllung und einer Warschauer Brua«. bewerben wollte. Er meldete sich bei dem; �.st�digung urit den Werksverwaltungen. Die gewaltige Mehr- dortigen ol'eren Beamten und als er auf die Frage, wie alt er sei. K, w„ ♦ �» v?«?»; ♦>.«.«„- geantwortet ixrtte. erhielt er den Besche-1>.- E, tut mir leid! �-t d« DergarHmter cht von der Notwendigkeit der Auf. Diese Antwort muhte den um Arbeit Fragenden tief verletzen. Auck> �rechterhaltung und der St ho hu ng der Kohlen- wir wissen, daß der Eiseubahndicust und insbesondere der des forderung in der jetzigen Zert fest uberzeugt. Ncmaieren? starke Anfviherungen m, Körper und Geist stellt. Und Streik bei Moritz Tobrin! Nach mehrfachen ergebnislosen Verhandlungen haben sämt- kiche Angestellte bei der Firma Moritz Dobrin die Arbeit eingestellt. Die Kellner erhalten einen MonatSlohn von 30 M., die weiblichen Angestellten einen solchen von höchstens 60 M. Für letztere besteht LogiS- und Kostzwang; über beides wird lebhaft Klage geführt. Herr Dobrin lehnt die Anerkennung der Organchation rundweg ab. Die Arbeitszeit beträgt auch jetzt noch in seinen Betriedeu 12 bis 14 Stunde». Gefordert werden: 75 M. Monatslohn für Kellner, 100 bis 150 M. Monatslohn für weibliche Angestellte, Ab- schafsting der Kost und deS LogiSwescnS, Anerkennung des pari- tätischen Arbeitsnachweises unter Ausschaltung der gewerbS- massigen Stellenvermittlung, anständige Behandlung durch den Buchhalter Hafk« und den Backmeister Erler, der Beamte wag von der besten Absicht geleitet sein, wenn er zu diesem Dienst nur junge Leute heranzieht. Da? bättc er aber dem um Ansiellung ersuchenden Arbeiter klar machen können. Wir führen dieses Beispiel nur an, um zu zeigen, wie falsch«S ist. wenn Men Eine stark besuchte Versammlung der Wäsche, und Krawatten. arbriter»nd-arbcitcrinncn nahm zunächst ein Referat von Schaertl über:„Ilnfere Massnahmen und Aufgaben nach dem Kriege" entgegen. Redner betont, dass im Inland nur noch gc- scheu die n, dest Jahren deS Kriegs �Genm-ti�S erl�t. unfägach Mengen" Rohstoffe und die von der Militärverwaltung auf» gelitten baben, in der kalten nur auf Gewinn berechnenden Form des � �.�chxrten Bestände vorbanden seien; letztere mühten unserer Unternehmers abgew>e,cn werdem ,Jader Men.ch Hai nicht nur em �?,°„�tschast sofort zugeführt wert*«. Während der KriegSzeit ,«t s• � Jn j f em: habe der Veiband die Lohnverhälinisse de? Kollegenfchast für die sozialift: sther Grundsatz. Und pher �.tSsah.ge Mann auch Imnn• na4 unb nad} im m Proz. und für die er wrlc-stbwttenen Alte�'A. kann, wmn er an den ncht'gen Platz �rrcnmasslwa:� in derscilwu Frist um ,10 Proz. verbessert. gestellt wird, der Gelellickml-'etn' �se-ingt es letzt auch Demgegenüber bleibe die Wäschebranche Berlins mit der Zülage nicht, allen freien Händen Beschäftigung zu gewahren, so muss doch!. ü iL. t-—-«.-.v... i parteinachrichten. Neue Partciblätter. Vom A>. Dezember ab erscheint für den oberschlefischen In» dpstriebezirk eine neue sozialistische TageSzeiinng unter dem Titel: .Oberichlesischer Volts wille". Die gesamten polnischen Verhältnisse OberschlesieuS und dessen Zulunst haben dir Gründung des neuen Blattes zu einer-wingendenRoiwendtgkrit gemach«. Die .Breslauer Boltswachl" eriuchl in einem Austuf ihre oberschleftsche Lcserichast. von nun an ibr neues Heimatsblait zu abonnieren. Auch die Parteigenossen in Apolda haben ein neues Par- tnblatt, die»Apoldaer Volkszeitung", ins Leben gerufen. die ehemalige verletzende Form der�Abwerlnng für alle Zeit der schwinden. Denn in einer von 6 M. und 10 Proz. in der Woche sehr stark im Rückstand. £T.■ tT;� Wäre die Kollegenschast. besonders die Kolleginnen, in höherem «n 11 i'w r* Masse organisiert, so wäre auch bierin mehr zu erreichen gmvesen. Allgemalnb-it, da» ihr mcht entrissen m�n ornaWA«,��_ i-v. rin unschätzbares Gut der Allgemeinheit, werden darf._ 3« einer machkvvklen lDemonstration fsir den Ncht- ftundentng im GastwirtHgewerbe gestaltete sich die am 10. Dezember in der Philharmonie stattgefundene öffentliche Versammlung deZ Verbandes der Gast. wirtSgehilfen. Dem Resserat deS Genossen P o e tz s ch folgte ein: feh? lebhafte freie Aussprache. Eine Kollegin meinte, dass die Kellnerinnen bereit seien, zugunsten der aus dem Felde zurück- Kämmenden Berufskollegen die Lvbettsplätze �zu räumen, nicht ftdoch den während des Krieges im GastwirtSgewerbe beschäftigt gewesenen oder jetzt darin Unterschlupf suchenden berustfrem- llieichdr Beifall ftrlgte seinen Ausführungen.— Nach einer lebhaften Diskussion wurde die Wahl der Branchenkom Mission vor- genommen. Es gehören derselben an: die Kolleginnen Rosen- stengel, Leusch, Joseph, Krüger, Mossny und die Kollegen Trink?. Salewskq(Otto) und Schumacher(Fritz). Zum besoldeten Branchenleiter wurde Kollege SalewSky der OrtSverwaltung in Vorschlag gebracht._ Der Streik in der Großlmchbinderei von Schoß ist beigelegt. Die Firma hat die von den Ardoiteru gestellten Forderungen be- willigt. Zum'Streik der BranerelbSttcher. _, Der Verein der Berliner Ringknanereien will sich zu einer den Arbeitskräften Platz zu machen. Den Nagel auf den Kopf wöchentlichen Zulage von zirka 30 M. verstehen. Die Böttcher der traf jedoch wobl der Diskussionsredner, der da ausführte, dass e? Berliner Brauereien bceben daraufhin die Arbeit aufgenommen. doch nicht angängig sei, die Kellnerinnen ohne jede Rücksicht auf; Aeusserst �erschwerend siir � die_ Durchdrückung unseres von den hie nun einmal gegebenen Verhältnisse beiseite zu schieben, da man ja sonst Gefahr laufe, eben diese Kellnerinnen bei den bevor- stehenden Kämpfen um die Durchführung des Achtstundentages zu Streikbrechern zu erziehen. Ein anderer Dis- kussionSredner fragte die noch in feldgrau anwesenden Kellner. welche sich am meisten gegen die weibliche Bedienung im Gast- wirtsgewerbe ausgeregt hotten, waS denn ihr« Frauen währcrid übrigen Böttchereien. Fasshändlern, Fabriken bereits unterzcich- neten Lohntnrifs wirkte in der letzten gemeinschaftlichen Verhandlung das Austreten de« Angestellten Schmitz vom Brauerei- arbeiterverband. Die am 21. Dezember tagende Streikversamm- lung nahm von dieser sehr bedauerlichen Tatsache mit Entrüstung Kenntnis.und erivartrt bestimmt weitere Schritte gegen den ge- nannten GewerkschcrstSbeamten. Verband der Böttcher. Weinküfer, Hilfsarbeiter, Filiale Berlin. Industrie und Kandel. Gleiches Wahlrecht für die Berliner Handelskammer. Die Handelskammer zu Berlin hat beschlossen, unverzüglich ein« Aenderung ihrer Satzung vorzunehmen, derzufolge die näch- sten turnusmässigen Wahlen zu der Kammer nach gleichem Wahl- recht und Verhältniswahlsystem stattfinden sollen. Zur AuSfüh- rung dieses Beschlusses, insbesondere auch zur Beratung der Frage. ob und gegebenenfalls in N'elcher Weise eine Bildung von Wahl- abteilungen nach der Zugehörigkit der Wähler zu den wichtigsten Haiiptgruppen von.Handel und Gewerbe— Industrie. Grosshan- del, Kleinhandel, Bankgewcrbc usw.— erfolgen soll, um deren angemessene Berücksichtigung bei der Zusammensetzung der Kam- mer zu sichern, ist ein Ausschuß gebildet worden. Die Börse eröffnete auf den Beschluss der Zenbraltagung deutscher Arbeiter- und Soldatenräte schwacher, befestigte sich aber, obwohl der Kassamarkt überwiegend schwach war, gegen End«. Die Bewegung nahm ihren Ausgangspunkt vom Montcmmarkt. wo die aussor�eivöhnlichen Preiserhöhungen für Eisen stimulierten. Schon wieder gewaltigste Preiserhöhungen. In den am 20. und 21. Dezember abgehaltenen Sitzungen der Blechwalzwerke wurde, um einen teilweisen Ausgleich der gewal- tigen Vermehrung der Selbstkosten durch die Einführung des Acht- snwdentaacS, der dadurch bedingten Erhöhung der Robstoffpreise und ausserdem der eingetretenen Lobnsteigerung herbeizuführen. eine Erhöhung der Preise bei Grobblechen um IM, bei Feinblechen in.HandlungS- und Svezialgualität um 150 M. beschlossen. Die erhöhten Preist gelten für alle Verkäust ab 1. Januar 1919. Jugenüveranstaltungen. «chSnrberz. Eine WethnachtSseter mtt anschllchendem Tanz findet heut- nachmittag Z Uhr in bei« kieucn Raihaussälen, Marttn-Luther- Striche 69, statt.____ yrrtrrNgigse Gemeinde. Heute, vormittags llF4 Uhr, Meine Frank- surfet SN. 6, Vottrag von Herrn Srust DSumig: Die reltglSfen SNö- mungen im Aufstand der Niederland«.— 25. Dezember, vormittags KW Uhr, in der Klosterkirche, Klosterstr. 7.1 z, Vortrag von Herrn Dr. Arrino Wille: Friede auf Erden. Gäste willkommen. Verantwortlich tilr Voliiw Erich Anita er. Berlin: fllr den vdriaen letl de» BiniteS«lsrrd Scholz, Neukölln: wr Anzeigen Tdrodor«locke, i'erlin Verlag: BorwüriS.?>erIag e«. IN. b. H., Verltn. Druck vorwärrs-Duchdruckeret und verlagtanslalt Paul Singer n Co in Berlin. Lindenslrahe Z. Hierzu 3 vcUasra. Breite Straße Bruder- straße Dam tzn- und Herren-Schirme Damen-Handtaschen und Beutel Korsette, Schürzen, Handschuhe Damen- und Kind er-Krag en Straußfeder-Nüschen tu Kragen Damen- und Kinder-Strümpfe Damen-Reform-Beinkleider Pelz-Muffen und Pel�-Kragen Kinder- und Back sisch-Kleidung Herren-Anzüge, Westen, Überzieher Pelze, Herren-Hüte und-Mützen Schals und Tücher, Moll«, Seide, Kunstseide Gestrickte Damen-Iacken und-Westen DaMSN- und Mädchsn-Wintermäntet Sonntag, dem 22. OszemSer, sind die VertaufSkäume von t2 llhr an geöffnet.- Alleö AWslien sÄf Alenflik? Sezugfchein�relZ Veifustscheinfrei! •-'—i- Heute 1 Uhr Sonntag' von an geöffnet. Seidenstoffe "Blasen Blusenschotten...... Mtr. bch'eierstoff eiwa lOOctn breit in eielen Farben....... Schwarzer l äffet..... Mtr. BediucKte Schieierstoffe etwa 100 cm oreit.." Messaftne eins.«ivaSScm breit Mtr. 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