»r.8.««.falp» Vezugsvret«» »lRt»WrL6.7B Ml. MMLUiMl ftdtat Hau».>OTint«|nl>n>«.«u�lu« Kammetu W Wnmtg. Postbezug: Ronaliich Z3b Ml.(jS. Austellunz». gtbichr. Onie Kreuzband>ür Deutschland a. ceslerreich- Ungarn 4,60 Ml. für daS übrige NuSIand UM Ml. bei tüglich einmaliger Zustellung IM Ml. Postbislellungeii nehmen au Düne» Marl, Holland. Luxemburg. Schwede, und die Schweiz Mngetrage» i» Mt V-it-ZettungS-Preiellsle Sex.Socwfct»* erscheint«ochenIügKch zweimal. Sonntag» einmal. retegramm-Ndeefs«: .Gozialdemotrar lverltu-, Morgen-Ansgave. vrrilnrr Volkslilalk. ( AszetgeupreiS: Die«chlgewalten««onvarewejei?« lostet SO Pfg. �tletu« Anzeigen", da» fettgedruckte Wort»0 Pfg.(zulässig 2 fettgedruckte Wort«), i«deS weitere Won i« Pfg. Stellengesuche und «chlasstellen anzeigen da» erste Wort »0 Pfg., jede» weitere Wort lS Pfg. Worte über 16 Suchstaben zähle» für zwei Sorte. Teuerungbzuschlag E'I-.v ffaulilien-Snzeigett,»olitische und gewerlschaftliche Verein«- Anzeigen 60 Pfg. die Zeile,«nzeige» für die nächste Stummer mülfen bi» S Uhr nachmittags im Hauptgeschäst. Perlin «W.SS, Ltndenstrasi» S, abregeken werden. Seäffnel von 6 Uhr früh bi» • Uhtabeak«. Zentralorgan der fozlaldemokratird�en Partei Deutfchlands. Reüoktioa und Expedition: SV. 68, Lindenstr. 3» Aentihrecherr«»« Moritfplau. Nr. tSI SV—»S»»7. Donnerstag, den Ä. Januar 1V19. vonvärtS'veelag G.m.b. tj., SV. 68, Ltnöenstr. 3. Aerusprechert«mt Moritzplatz. S!r. 117 iiS— Kl. Die neuen foräerungen der Lntevte. Die deutfeben Cruppcn und die Bolfd)ewiften im Baltikum. Nicht*nr der englische tihmixat der englischen Flotte im Aaltische» Meere, sonder» auch General: ssimusFoch hat verlangt, daß laut Artikel 12 de» WaffcnstillstandsvertvageS, der sich mit der Frage der Besetzung der Ostgebiete durch deutsche Truppe» befaßt, die deutsche» Truppen dort gelassen werden. I» seiner Note, dir der deutsche» WafsenstillstandSköm- Mission durch General Nudant am 24. Dezember V. I. überreicht worden ist, macht er die deutsche Regierung für alle Schäden haftbar, die der Bevölkerung der Ostgebiete dadurch e«tstehr«, daß de« zurückgehe»:»«» deutsche» Truppe« bi« Bolschewik! folge«. Kr folgert sogar au» der Zurückziehung der deutschen Truppen, daß Deutschland mit dem Bolschewismus unter einer Decke stecke, und gründet auf diese falsche Auffassung seine drohenden Forderungen. Die deutscheRegierunghatdieseSverlangennicht anerkannt und sich darauf berufen, daß Artikel 12 de» Waffen- still siandüvertrage» für Deutschland zwar ein Recht, aber kein« Pflicht begründe, seine Truppen im Osten zu lassen, und daß die deutsche Regierung auch nicht über ihr tatsächliche? Vermögen hinaus verpflichtet werden könne, Truppen, die kampfmüde seien. an den Kampfplatz zu fesseln. Die Verhandlungen, die«ruf die Note de» Generalissimus Fach Hitz- mit der Obersten Heeresleitung der Alliierten eingeleitet worden sind, find noch nicht abgeschlossen. Die Forderung der Alliierten nach Belassnng der deutsche» Truppe» im Oste« bezieht sich sowohl auf ystlaud und Litauen wie ans die Ukraine. Nunmehr hat neuerding« der Vorsitzende der Deutschen Waffen- stillstandZkommission, Dtaatssckretär E r z b e r g e r, die deutschen Vertreter in Spav gebeten, nochma» darauf hinzuweisen, daß die Auffassung, als 06 wir in Artikel XII dre Verpflichtung übernom- uien habe«, unsere Truppen solange im Ostgobiet zu belassen, bis die Miierten ihren Abzug für zweckmäßeg hasten, nicht der getroffenen Abmachung entspricht. .Wir haben seinerzeit*.— so lautet die Aeußerung de» Staat»« sekretär» wörtlich weiter al» von nn« die sofortige Räumung verlangt wurde, mit Rückficht auf die Unmöglichkeit ihrer raschen Ausführung wegen des Mangels an Vifenbahnmaterial und im Hin- blick auf das bedrohte Schicksal der besetzten Gebiet« darum gebeten, unsere Truppen noch länger dort lassen zu dürfen. Darauf wurde uns dies in Form der endgültigen Fassung des Artikels XII be- willigt, so daß die Worte»sobald die Alliierten den Augenblick für gekommen erachten* den äußerste« Zeitpunkt bezeichnen, bis zu dem wir die Gebiete besetzt halben können, und nicht etwa den frühesten, zu dem wir berechtigt find, fie zn räumen. Die Annahme der Antritte, al» ob unsere Truppe« eigenmächtig obre gar auf höheren Befehl dem Bolschewismus absichtlich Borschub leisten, sei e» direkt oder durch vehiadrrung antibolfchewistifcher Maßnahmen, ist nicht zutreffend. Auch wir und unser« Truppen sehen in dem Bolschewismus ein« außerordentlich große Gefahr und tun alle», um diese Gefahr abzuwebven. Die Entente wird zugeben müssen, daß diese G e» fahr für uns diel größer ist al» für sie selbst oder sonstige Staaten in der Welt, und kann davon überzeugt sein, daß wir schon im eigenen Interesse alle mögliche» Maßnahmen treffen, um da? Bordringen de» Bolschewismus zu verhindern. Daß unsere Truppen nach vierjährigem Kampf und in Anbetracht der Lag« nur noch den Wunsch nach Rückkehr in die Heimat hegen und daher dem Vorrücken der roten Truppen nicht überall den Widerstand entgegen. sed?n. der uns selbst erwünscht ist. können wir nicht bestreiten. Wir tun aber alle», wo» in unseren Kräften steht, um dieser Kampf. Müdigkeit der Truppen durch Ermahnung, Aufklärung und Ersetzung durch frischere Truppenkörper entgegenzuwirken. Wen« die Entente die Auffassung bat. de? Bolschewismus fei eine Gefahr, der»uf jede« Fall und mit alle» Mitteln entgegrngrtretr» werden müsse und wenn str de? Ansicht'st. daß nnle'e K?Ift« diese, Ausgabe nicht genügen, wäre e» zweckmäßig, wenn sie selbst ihre Lösung in die Hand nehme« oder wenigstens sich da?«« beteilige» würde. Jeden- fall» müßten wi? nochmals darauf hinweisen, daß wir vi« Aufgab« lediglich im Jmcresse der Allgemeinheit, der befetzten Gebiete und unserer selbst übernommen haben und auch gern weiter nach Möglich- keit übernehmen wollen, daß uns aber eine entsprechende V e r- pflichtung in Artikel XII. wie die Entstehungsgeschichte der jetzigen Fassung klar ergibt, nicht auferlegt ist. die Lebensmittelversorgung DeutschlonÜs. Tie Waffenstillstaudskommission für die Inangriffnahme zuständig. Berlin, 1, Januar. Tie Dentsche WaffenflillflandSkom» Mission gibt bekannt: Die Frage der Bersorgong Teutschlands mit Lebensmitteln w'rd gegenwärtig durch eine Kommission der Alliierten geprüft, welche ihren Sitz in London hat. Deutschlands bundesstaatliche Neugestaltung- Voll Prof. Dr. W. Vogel. Die Frage des inneren staatlichen Neuaufbaues der deut- Das Oberkommando de- Alliierten hat der Deutschen Wasfens.lll- standskommission mitgeteilt, dir Beschlüsse der LebrnSmittrlkonferenz würden der Deulschen Waffenstillslandskommission übermittelt, falls iaulMtnhangen. �le-lbsondernngsbeln�bun-gen von Preußen, diese für die Lebensmittelversorgung für zuständig erklärt werde, die stch in letzter Zelt tm Rneinlanb, in Niedersachsen und Daraufhin hat Staatssekretär Erzberger in Spaa die Erklärung andersivo bemerkbar gemacht haben, regen dazu an, die öffent- abgeben lassen, daß die Deutsche Waffcnsiillstandskommission auch: liche Erörterung über die letzie Seite der Frage in Gang zu für die Jnangriff n ahme der Lebensmittelversorgung z». j bringen. Der nachfolgende Vorschlag bezweckt, dieser Erörte- rung eine diskutable Grundlage zu geben, soweit dies im Rahmen einer Tageszeitung möglich ist. Das Staats, und Verfassungsleben Deutschlands unter dem alten System beruhte auf dem tatsächlichen, wenn auch nicht uneingeschränkten Uebergewicht Preußens. das seinen Ausdruck darin fand, daß der preußische Ministerpräsident zugleich deutscher Reichskanzler und der preußische König zugleich deutscher Kaiser war. Durch den Sturz der Monarchie ist dieses Band zwischen den zwei großen, gewisser-' maßen ineinandergebaute« Staatskörpern zerschnitten, und damit ist die Frage nach dem Verhältnis zwischen Preußen und dem Reich neuaufgerollt. Eine Fortsetzung des alten Zustandes ist in der neuen Republik unmöglich. Das IM) cm- gewicht Preußens kam im Bundesrat zahlenmäßig nicht voll zum Ausdruck. Während Preußen nach Fläche und Volkszabl fast zwei Drittel des bisherigen Deutschen Reiches ausmacht, zählte es im Bundesrat nur!7 unter 58(mit Elsaß-Lothringen 61) Stimmen. Wenn trotzdem die preußischen Stimmen den Ausschlag zu geben pflegten ,so beruhte das auf dem ge- flmerika plant öie größte Ilotte öer Welt. ständig ist. Di« weiteren Mitteilungen über die Lebensmittel- Versorgung Teutschlands werden also nunmehr an die Wafsenstill- standskommission erfolgen._ Posen völlig unter polnißbem Einfluß. Militärische Maßnahme« zwecktos. Berlin, 1. Januar. Der nach Posen entsandte Vertreter der Regierung, Minister Eugen Ernst, und der Bevollmächtigte deS Kriegsministeriums, Paul Göhr«, sind in der Rocht zum Mitt- woch nach Berlin zurückgekehrt, lieber seine Erlebnisse und Ein- drücke, die er in Posen empfing, gibt Minister Ernst der„Tele- gvaphen-Union* folgende anschauliche Scksslderullg: Unmittelbar nach unserer Ankunft in Posen begaben wir uns zunächst zu dem Oberpräsidenten von Eisenhardt-Roth«. mit dem wir uns eingebend über die augenblickliche schwierige Lag« vn der Stadt und in der Provinz Posen berieten. M» wir nach der aus- gedehnten Aussprache das Präsidialgebäude verlassen wollten, er- klärte uns die polnische Macke, die, mit Gewehren bewaffnet, ungefähr 80 Mann stark war, daß wir das Gebäude nicht ohne be- sondere Erlaubnis des Abgeordneten TrampezynSki verlassen dürften. Unsere Einwendungen gegen diese Gewalt blieben er. folgloS. Wir wurden im Hofe des Gebäudes festgehalten, trotzdem wir unS ausreichend al» Vertreter der preußischen Regierung legi- timierten und auch nicht unterließen, auf die möglichen Kons«- quenzen eines solchen GcivaltakteS hinzuweisen. Ungefähr nach einer Stunde erschien TrampezynSki selbst und erteilte der Wache den Befehl, uns freizugeben. Er entschuldigte sich, daß er von dem Vorgehen der Wache angeblich leine Kenntnis gehabt habe und daß er daS Vorgehen der Wachposten durchaus mißbillige. Heber die allgemeine Lage in Pose» selbst äußerte stch Ernst, daß man sich in Deutschland darüber unbedingt klar sein müsse, daß sich die Machtverhältnisse in der Provinz Posen in den letzten Tagen zugunsten der Polr« von Grund au» verschoben hätten. Bor 14 Tagen vielleicht, so erklärte«r, wäre e« unter Umständen noch möglich gewesen, mit militärischer Gewalt die Situation sür die Berliner Regierung zu retten und ihee Vormachtstellung in Posen aufrecht zu erhalten. Heute sei e« zu einem solche« Versuche zu spät. Selbst wenn eine ganze Division Truppen nach Posen gesandt würde, waS der Berliner Regierung kaum möglich fei, würde sich die Lage nicht mehr verändern lasse«. ES sei ein Unsinn, auch nur zu glaubra» daß man heute noch mit Gewalt etwa? ausrichten könnte. Bei dem Fanatismus der Polen würde dadurch lediglich ei» Bruderkrieg entfesselt werden, dessen furchtbare Wirkungen gar nicht abzusehen sind. Die Verhandlungen mit den Polen sei?« m der Hauptfache deshalb so unendlich erschwert, weil das Mißtrauen zwischen Deutschen und Pole» jede» Maß Übersteig«. Jedenfalls könne heute kein Zweifel mehr darüber bestehen, daß Posen und der östliche Teil der Provinz Posen sich völlig in den Händen der Polen befinden. In der Stadt Posen hätte der polnische Siadtkommandant alle Macht uu- einschränkt in der Hand.- Unter diesen Umständen mutz man, so bemerkt Ernst weiter. in Deutschland vor allen Dingen von dem Gedanken ausgehen, eine Verständigung mit den Polen auf gütlichem Wege zu erreichen. Di« Polen hätten ihm gegenüber ausgesprochen, daß sie zwar die feste Absicht haben, die Provinz Posen von Teutschland abzutrennen und mit Russisch- und Oesterreichisch-Polen zu vereinigen, um den großpolnischen Staat wieder in» Leben zu rufen, die deutsche Regie- sckt'chtlich begründeten, politisch-militärifchen und Wirtschaft- lichen Einfluß Preußens, auf der Abhängigkeit der nord- und mitteldeutschen Kleinstaaten von ihm»sw. Nach dem Ver- .schwinden dieser Kleinstaaten— denn eS ist klar, daß die Bs- fsitigung der Bundesfürsten ein gesondertes Weiierbsstshen von Schwarzburg-Rudolstadt und Reuß jüngerer Linie unmöglich macht— ist das ganze Stimmenverbälwis im Dun- desrat über den Hemsen geworfen. Der Neubau des künftigen Großdeutschland ist aber nach wi« vor nur auf f ö d e r a- tiver. bundeS staatlicher Grundlage möglich. Denn wenn auch in der deutschen Arbeiterschaft die Neigung zum Einheitsstaat vielleicht vorherrscht, so sind doch anderer- seits auch in ihr. besonders in West- und Süddeutschland, die Bestrebungen nach Wahrung der landschaftlickxm Sonderart lo lebhaft, daß eine rein zentralistifch-nnitarische Gestaltung der deutschen Republik, etwa nach französischem Muster, auf unüberwindliche Schwierigkeiten stoßen würde. Die Ereignisse lehren das schon heute joden Tag. Auch das neue Großdeutschland muß also neben dem Reichstag eine Vertretung der Einzelstaaten besitzen, wobei Name und Abgrenzung der Befugnisse hier unerörtert bleiben mögen. t DaS bisherige, künstlich abgewogene Stimmenver- hältnis in diesem Bundesrat(wie wir die Körperschaft einst» weilen nennen wollen) wiederherzustellen, ist, wie gesagt, nn« möglich. Es entspricht dem Geist? der neuen Zeit, olles auf einfache, den tatsächlichen Masseverhält- nassen entsprechende Zahlen und Mehrheiten zu gründen. Würde nun aber Preußen seiner Volkszahl und Fläehe entsprechend über die Hälfte der Stimmen nn Bundes- rat erhalten, so ergäben sich sofort neue Schwierigkeiten, denn dann würde eS ein« stand ige. nicht zu stürzende Mehrheit in dieser Körperschaft besitzen. Es konnte also eine D i k ta t u r ausüben, die naturgeniäß den heftigen Widerspruch der übrigen� Einzel st aaten hervorrufen müßte. Auch daS Neheneinanderbestehen des Reichstags und des fortan nach genau dem gleichen Wahlrecht zn wählenden preußischen Abgeordnetenhauses. das noch einmal über die Hälfte deS deutschen Volkes repräsentiert, könnte leicht zu scharfen Konflikten führen, wenn z. V. in einem Hause eine anders zusammen- gesetzte Mehrheit bmlcht ols im anderen. Eine Losung dieser Schwierigkeiten kann mir barin gesucht rung 06er solle dabei keineswegs vor vollendete Tatsachen gestellt werden, daß ein alter Gedanke der Demokratie von 1818 wieder »verden. die po'nischc Regierung würde vielmehr mit ihrem Vor- emfaenommen mnd den preußischen Provinzen, oder Washington»?1. Dezember.(Reuter.) Daniels gehen die Entscheidung der Friedenskonferenz abwarten. igroßeren, anS mehreren Provinzen gebildeten Einheit««. erklärte in der Marinekommission, wenn die Vrrsaillrr Kon- 1 Den Eindruck, den die Stadt Posen auf den Minister Ernst eine größere Selbständigkeit als bisher zuge- feren, zu keiner allgemeinen lleberrinstimmung führe, lo ausübte, muß geradezu großartig genannt werden. Nie hätte er standen wird, eine Selbständigkeit, die bis zu selbständiger?5ti- Arne'S C* rt Ca<»«•?• a? ctä ft»» i rfii iT&4vf?-t(»Tv*r» fl—..*4.1-.-« s» ClÜ.» iO V. � f.. I i. � � f. �„ n*' L2_ CiT• i»V müßten dir Bereinigten Staaten ihre Energie zur Schassung der weitaus größte« Flotte der Welt«lsplumeu. eine Stadt so überreich� geschmückt gesehen. Es sei nicht übertrieben, struktion der BimdeSratsdelegierten zu geben hatte. Anderseits und gerade»,, s«rtschritft?indM. be- zu behaupten, daß in Posen auch nicht eine Wohnung zu finden sei, wäre es aber ein Und'm [int nicht toc rot-weitze polnische Nationalslagge besäße. � Istehsnbe Gesamteiiue uttge« des pwutzychen kdfMbsrS teHttfiöftfitfje itttb Vcrfehrsanstalten, aufzulösen. ©oldje Eiarlchumgen und»Großbetriebe", wie z. B. die prcu> ßisch-heffifck'en LwatSeisenbahnen, die Binnen zchiffahrtsgcsetz- geÄnnst, das staatlich geregelte Siedlungswcrk, das Hochschul» und vielleicht auch Teile des übrigen Schulwesens müssen viel- m. i r zu Ncichscinnchtungcn erweitert werden. Also: Ausbau und Weiterentwickelung der N e i ch s e i n h e i t in allen die Gc- famlheit des deutschen Volles betreffenden Fragen; Wahrung und uiüstigung der landschaftlichen Sonderart auf den Gebieten, die daS geistige und wirtschaftliche Eigenleben der einzelnen ZieichSstelle speziell angehen. Tie Frag?, welchen Teilen Preußens in diesem Sinne eine erhöhte Sdbstandig'it zu verleihen wäre, ist keineswegs neben- sächlich. Ter nachfolgende Vorschlag geht von dem Grundsätze aus, alles willkürliche Zerschneiden bestehender Beziehungen möglichst zu vermeiden, vielmehr unter engler Anlehnung an die bestehenden wirtsch... stüchen und historisch begründeten Verbält- niste sowie die Eigenart der Bewohner in sich lebenskräftige Gebilde zu schaffen. Diese territoriale Neugestaltung braucht auch durchaus nicht.an den preußischen Grenzen halt zu machen. Die übrigen deutschen Einzelstaaten, insbesondere die süddcut- scheu, sind zumeist vor einem Jahrhundert von Napoleons Gnaden geschaffene willkürliche Staatsgebilde, die zum Teil recht der- schiedenartige Teile unorganisch verbinden; gewisse Aenderungen liegen all» auch hier im Sinne organischen Fortschritts. Ferner ist darauf Bedacht zu nehmen, daß die einzelnen„Staaten"(um diesen Ausdruck beizubehalten) wder zu klein, noch zu groß, und-das! sie vor allem, ohne pedantisch? Durchführung, möglichst gleichmäßig der Bewohnerzahl nach sind. Dies hat den großen Vorteil, daß man, ähnlich wie bei den nordamcrikamschen Staa- ten, von einer Bemessung der Vertreterzahl im Bundesrat nach der Größe absehen, vielmehr sedem Staat die gleiche Zahl, etwa 8 oder 5, zuerteilen kann. Eine Durchschnittsgröße von 4 bis 7 Millionen Einwohnern dürfte eine gesunde Entwicklung am meisten gewährleisten. Tie einzelnen Gebiete wären wie folgt zu gestalten, wobei die äußeren Ncichsgrenzcn, abgesehen von dem Hinzutritt de? deutschostcrreichischen Gebiete, als unverän- dert angenommen sind; etwaige Veränderungen wurden daZ Grundsätzliche der Neugestaltung nicht berühren. 1. Preußen, umfaßt die Provinzen Ost- und West- Preußen, sowie den Regierungsbezirk Bromberg. 74 008 Quadratkilometer, 5,1 Millionen Einwohner. Hauptstadt: Königs- bsrg loder Danzig). S. Schlesien, außer der bisherigen Provinz den Regie- nmgsbezirk Posen und die von Deutschen bewohnten sudeten- ländischen Teile Böhmens, Mährens und Oestcrreichisch-Schle- stens umfassend. 05 000 Quadratkilometer, 7,5 Millionen Einwohner. Hauptstadt: Breslau. 3. Brandenburg, außer der bisherigen Provinz dieses Namens Pommern, die Altmark und womöglich die beiden Meck- lenburg. 90 000 Quadratkilometer, 8,8 Millionen Einwohner. Hauptstadt: Berlin. 4. Niedersachsen, nnisaßt die Provinzen Hannover rrnd Schleswig-Holstein, Oldenburg, die drei Hansastädte und den größten Teil von Braunschweig. Das Emsgebiet bis etwa Papenburg und das obere Leinetal fallen besser an West- bezw. Ostsalen. 59 000 Quadratkilometer, 0,3 Millionen Einwohner. Hauptstadt: Hamburg(oder Hannover). 5. O st f a l e n- T h ü r i n g e n, umfaßt die bisherigen thüringischen Kleinstaaten bis zum Kamm des Thüringer Waldes, die bisherige preußische Provinz Sachsen, ohne die Altmark und die Wittenberg-Torgauer Gegend, sowie Anhalt. Teile von Braunschweig und dos obere Leinetal. Do der Name Thüringen das Gelamtgebiet nicht deckt, der Name . Provinz Sachsen" zu Verwechslungen Anlaß gibt, wird als Zusatz der altp historische Name Ostsalen vorgeschlagen. 32 000 Quadratkilometer, 4,3 Millionen Einwohner. Hauptstadt: Magdeburg(oder Erfurt). 0. O b c r s a ch s e n, das bisherige Königreich Sachsen riebst den als landwirtschaftliche Ergänzrmg nützlichen früher dazu gehörigen Strichen um Wittenberg-Torgau und den nordböhmischen Distrikten östlich vom Egerland. 24 000 Qua- dratkilometer, 0 Millionen Einwohner..Hauptstadt: Dresden. __ 7. W/' st f a l en, die bisherige Provinz nebst den beiden Hesthovens Neunte vor Serlmer Arbeitern. Palasttheater.— Philharmonie. Seit dem Novembersiege der Revolution ist in der Berliner Arbeiterschaft der Wunsch lebendig, nun Beethovens neunte Symphonie, diesen menschlichsten Hochgesang dcZ Durchbruchz zur ewig siegenden schöpferischen Freude, diesen HhmnuS erlösender Menschenverbrüderung, vor Tausenden von Arbeitern ertönen zu lassen. Denn beide gehören wie Herz und Blut zusammen. Run ist gestern endlich in zwei großen Räumen diesem Wunsch ein« erste Erfüllung gebracht worden: im Palasttheater durch die Groß-Ber» liner sozialdemokratische Organisation, die daS Blüthner. Orchester unter Paul SchcinpflugS Leitung gewonnen hatte, in der Philhar- rnoTvie. durch den Verband der Freien Volksbühnen. Tausend« lauerten ergriffen diesem mächtigen Werke. Ihr Dank brauste zu den.Künstlern empor, die ihnen Beethoven» größte Offenbarung kämpfender Menschlichkeit vermittelten. Alle neuen Zeitspannen werden an dieser Neunten ihren herrlichsten Auftakt haben. Im Palasttheater leitete Heinrich Schulz die Wiedergabe des Werkes im' Anschluß an die L'eonoren-Ouvertür« durch eine Ansprache ein, die aus der erschütterten Gegenwart, in der eine Welt auS den Fugen scheint, der Seele der Neunten nahedrang. Er sprach von deutschem Geiste, der bisher noch immer olle Trümmer- zeiten politischer Erniedrigung triumphierend überwunden habe: „Kant schrieb in solcher UnglückSzeit sein Traktat vom ewigen Frieden. Goethe ließ seinen Faust das höchste Glück empfinden in dem Bewußtsein, auf freiem Grund mit freiem Vo!I zu stehen. Und B iethoven schenkte der Welt seine Symphonien, seine unsterbliche Neunte, seinen Hymnus auf Brüderlichkeit und Weltenfriedenl Ol, ick und Unglück wird Gesang. Mehr noch daS Unglück als daS Glück! Was ist das größte Sckytffcn dieser Männer anders als ein Ringen mit dem Unglück, als der titanische Kampf des Menschen- h.'rzcnS mit dem mitleidlosen, wilden Gewalten der Außenwelt, alz da» Suchen nach der Erlösung, nach der Befreiung von dem rüttelnden und schüttelnden Zwiespalt, den die große Welt der Er- fchsinungcn in der winzigen Seele des einzelnen weckt? Im ersten Satz der Neunten der wilde dämonische Trotz des Ungebändigten, im zweiten daS leidenschaftliche Vergessenwollcn in Weltlust und Freude, im dritten die sehnsuchtsvolle Klage und der Ruf nach der Erlösung, im vierten in wunderbarock Gedrängtheit noch einmal Trotz, Jauchzen und Klage bis zur tiefsten Niedergeschlagenheit, denn unauSschäpfbareZ Elend liegt über der Erde. Und in dieser Stimmung der Verzweiflung und de? tränenlosen Jammers setzen plötzlich die Instrumente aus, halten sie den Atem an) und wie ein Klang aus einer neuen Welt, wie eine Verkündung und Erlösung Lippe, Waldeck und dem unteren Emstal bt» Papenburg. 30 000 Quadratkilometer, 4,7 Millionen Einwohner. Hauptstadt: Münster(oder Dortmund). 8. Rheinland, die bisherige Provinz nebst Birken- seid. 27 000 Quadratkilometer, 72 Millionen Einwohner. Hauptstadt: Köln. 9. Pfalz-Hessen, das bisherige Großherzogtum Hessen, die preußische Provinz Hessen-Nassau, die bayerische Rheinpfalz und die altpfälzischen Teile Nordbadens. 33 000 Quadratkilometer, 5 Millionen Einwohner. Hauptstadt: Frankfurt a. M. 10. S ch w a b e n, daS bisherige Königreich Württemberg ohne die fränkischen Teile. Baden ohne die pfälzisch-fränkischen Teile des Nordens, die Hohenzollernsckien Lande. 29000 Quadratkilometer, 4 Millionen Einwohner. Hauptstadt: Stuttgart. 11. Elsaß-Lothringen, das bischerige?teichsland, dem die zugesagte Autonomie auf diese Weise erfüllt wird. Das Einverständnis der Bewohner vorausgesetzt/ wäre frei- list eine Vereinigung des Elsaß mit Schwaben, Lothringens mit dem Rheinland iu vieler Hinsicht zweckentsprechender. 74 500 Quadratkilometer, 1,9 Millionen Einwohner. Haupt- stadt: Straßburq. 12. F r a n k e n. die bisherigen bacherischen RegierungS- bezirke Ober-, Mittel- und Nnterfranken, Teile der Oberpfalz. Sachsen-Meiningen und-Koburg südlich des Rennsteigs, die frankischen Teile Württembergs und das böhmische Eger- land nebst den südlich angrenzenden deutsch-böhmi scheu Distrikten. 30 000 Quadratkilometer, 3 Millionen Einwohner. Hauptstadt: Nürnberg. 13. B a y e r n. der Rest des früheren Königreichs, einige angrenzende westböbmische Striche, sowie Salzburg, Tirol und Vorarlberg. 80 000 Quadratkilometer, 4,9 Millionen Ein- wohner. Hauptstadt: München. 14. O e st e r r e i ch, Ober- und Niederösserreich nebst den crrt grenzenden von Deutschen bewohnten Strichen Böhmens, Mährens und Ungarns, Kärnten und Steiermark bis auf die slowenischen Gebietsteile. 64 000 Quadratkilometer, 6 Millionen Einwohner. Hauptstadt: Wien. Eine nähere Begründung gedenke ich demnächst an an- derer Stelle zu geben. Man darf hoffen, daß ein solches Neben- einander von 13 bis 14 einigermaßen gleich großen Staaten dem Einheitsstreben der Nation förderlich ist imd die zirtage- getretenen Wünsche auf Absonderung von Preußen in gesunde Bahnen lenkt. Eine Bildung zu großer Staaten von ganz verschiedenem Umfang und Gewicht würde dagegen Anlaß zu Konflikten geben ,md einen bedenklichen einheitsfeindlichen PartikulariSmuS großziehen. Sitzung ües Aentralrats. Der Versammlunig liegen Anträge de» Eversten SoldalenratS von Hamburg, Altona und Umgegend vor. ES wuvd« beschlossen. die Volksbeauftragten um schleumge Vorlage der Ausführung»- bestimmumgen zu ersuchen. Die Verteilung des Protokoll» des Rätekongveffe« vom 10. bi» AI. Dezember 1918 wird der Zeirtralrvt übernehmen. Eine längere Aussprache fand statt über die Zuständigkeit des Zentralrates und der anderen Organe zur Ausstellung von Vollmachten. Allgemein herrscht die Ansicht, daß der Zentralrat keine Vollmachten ausstellt, sondern dieselben sind von den VolkSbeauft ragten und den zuständigen RessortS auszufertigen. ES wurde betont, daß auf alle Fälle Leute, die Vollmachten er- halten wollen, den Nachweis ihrer ordnungsmäßigen Wahl, ihrer Befähigung und eine Bescheinigung der Notwendigkeit einer Voll- macht beizubringen hoben. Hamburgs �rbefterschaft für öke Regierung. Die Massen bei der alten Partei. Hamburg, 1. Januar.(Eigener Drahtbericht des.Vorwärts") Die sozialdemokratischen Parteivereine von Hamburg-Allona hattcn am NcujahrtStag nachmittag eine Massendemonstration für die Re- gierung Ed crt-Schei bemann veranstaltet, die sich zu einer ge- erschallt die menschliche Stimme durch die Welt des Schmerze» und ruft zur Umkehr auf in Tönen, die freudenvoller sind. Durch schweres Gewölk bricht die Sonne: Beethoven reicht, Schiller die Hand, ein großer Prophet des Ewigen dem anderen: Fronde, schöner Götterfunken, Tochter auS Elysium... Alle Menschen werden Brüder, wo dein sanfter Flügel weilt." Und wieder knüpft« der Redner da» enge Band zwischen dem hohen Werk Beethoven? und der Gegenwart, das Band zwischen dem Werk und dem Wollen von unS Sozialdemokraten, die den Kampf ausgenommen haben, Deutschland au? dem Sumpf der inneren Zerrüttung zu retten.„Wieder soll wie einst in ähnlichen Zeiten der Geist über den Stoff siegen. Was ist der Sozialismus anders als fleischgewordenc Menschenliebe, als organisierte Brüder- lichkeit, als die Beseitigung und Fernhaltnng der Störenfriede, die Streit und Krieg, Mord und Totschlag. Lug und Trug in die Welt getragen babenl Im Sozialismus begrüßen wir die gcsellschaft- liche Erlösung. Schließt euch zusammen, ihr Menschen! Freude will der Sozialismus, Schönheit und fröhlick?« Arbeit. Vertraut ihm, ihr Menschen I Sozialismus ist Freude!" Wuchtiger Beifall dankte dem Redner, und dann setzten die bezwingenden Töne Beethovens ein, die Paul Scheinpflugs klare Arbeit bemeistert entfaltete. Wir haben diese Arbeit nach der WeihnachtSaufführung. im Blütbnerfaale(der natürlich mehr al? der Raum des PalafttheaterS der groß aufwachsenden Kraft deS Werkes dient) schon gewürdigt. WaS damals gesagt wurde, gilt auch jetzt. An dem Quartett Adelheid P i ck e r t, Annemari« Cranz, Waldemar Henke und Herrn van der Wyk, wie an seinem Chor(der leider, vielleicht aus Raumgründen, nicht vollzählig mitwirkte) hatte Scheinpflug sichere Helfer Wir hoffen, daß er ein«? Tage» die Arbeiterschaft im Blüthnersaale zu neuen Weihe» stunden der Neunten in dichten Scharen versammelt sehen wird. Zu gleicher Stunde ging die Aufführung für den Verband der Freien Volksbühnen in der Philharmonie vor sich. lieber diese Veranstaltung sagt unser Berichterstatter Ernst KreowSfi: Gleichsam ein Bote mit einem Palmenzweig, gleichsam ein Freudengrutz auS Alt-HcllaS: so schwingt die Neunte Symphonie als grandioser Schlußakkord des Beethoven sehen Schaffens in unsere SchicksalSiage hinein. Nicht pessimistisch zu klagen und zu ver- zichten. nicht chaotischen Sinnengenüssen sich hinzugeben, sondern empor zu streben nach des Lebens Krone, die auch des Menschen- daseinS hehrste Freuden lehrt: diese We'Shcit tönt in wunderbaren Melodien zu uns her. So war'S schon in dem Augenblick, da �ies Werk auS Beethovens Schöpfergeist entsprang. Nur verstanden ward eS damals nicht, zum wenigsten nicht von allem Volke. Man liest von großem Jubel der Wiener anläßlich der ersten Aufführung und steht daneben den kläglichen Reingewinn von ganzen 60 Gulden. wältigen Kundgebung gestaltete. Von zwei Uhr ab ström- ten aus allen Stadtteilen Züge von vielen Tausenden mit Fahnen und Standarten heran, die sich auf der Wiese vor dem Dammlor zu einer Niesenversammlung vereinigten. Ihre Teilnehmcrzahl betrug mindestens 150 00 0. Von zwölf Tribünen wurden An- sprachen gehalten. Alle Redner beglückwünschten die neue Regierung, verurteilten dos SpartakuSlreiben und die zwiespältige Haltung der Unabhängigen und forvvrten zur lückenlosen Wahlbeteiligung auf. Nachdem die Redner unter Hochrufen auf die neu« Volks cegierung. den Völkerbund und den Weltfrieden geendet hatten, bildete sich ein Zug nach der inneren Stadt. Sein Vorbei- marsch dauerte über zwei Stunden, er löste sich in voller Ordnung und Ruhe aus dem Jungfernstieg auf. Eine Gegendemonstration der Unabhängigen brachte kaum 1000 Mann auf die Beine, die sich in einer Ecke des Heiligengeistfeldes um Dr. Laufenberg und noch einen Redner herumstellten. Die Massen waren bei der alten Partei und schwuren ihr aufZ neue die Treue. Gegen die Vergewaltigung des„Hamburger Echo" hat der- Hamburger Arbeiter- und Soldatenrat öffentlich Stellung genommen und erklärt, daß er aus dem Boden völliger Preß, und Meinungsfreiheit steht. Preßfreiheit oüer Diktatur! Die„Freiheit" billigt«S, daß die Soldatenräte von Breslau konservarive Hetzplakare lurzerhand beschlagnahmt und vernichtet haben. Sie schreibt: ES ist durchaus richtig, wenn gegen Lügenflugblättcr und Plakate in dieser Weise vorgegangen wird. Die Konlerva- tiven haben unter der alten Herrschaft so viel Unheil und Ber- brechen angestiftet, daß es nicht angängig ist. ihnen die rück- sichtAose Fortführung ihres erbärmlichen Handwerks unter dein Signum der Preßsreiheit zu gestatten. . Das ist ganz die Begriffswelt des alten Systems, daß Preß- fteihcit nur für die„Guten", nicht aber cur die..Böisn" vorhanden sst. Begibt man sich einmal auf den Weg der„Freiheit", dann gibt eS kein Halten mehr, dann iit Sparlakus durchaus im lliecht, wenn eS ihm uiitzli obige Zeitungen überfällt und schließt. Bereitet' die Stellungnahme der„Freiheit" eine Annäherung an SvartakuS und seine Methoden vor?_ Verhältniswahl oüer Parität! Der Soldatenrat des 3. Garderegiments zu Fuß pro- testiert in einer längeren Erklärung gegen den am 30. Dezember gefaßten Beschluß der Soldatenrät« Groß-BerlinS, die Wahlen zum VollzugSrat nach dem Grundsatz der Verhältniswohl vor- zunehmen.(Auf Grund dieses Beschlusses find bekanntlich 6 Mehr- heitSfozialisten und 2 Unabhängige in den Vollzugsrat gewählt war. den.) Er fordert Neuwahl nach dem Grundsatz der Parität. In dem Protest heißt eS: Schon jetzt wird infofge dieser bedauerlichen Vorgänge die Forderung laut, Neuwahlen zum Soldatenrat innerhalb der Rc- gimenter vom parteipolitischen Standpunkl aus vorzunehmen. DaS Abweichen vom Paritätsverhältnis bei den Soldaten bedroht die mühsam errungen« Ordnung und daS kameradschastlick»« Verhält- niS in den Kasernen aufs höchste und ist nur zu sehr geeignet, uns, die wir viereinhalb Jahr unter den sclgvierigsten Verhältnissen Seite an Seite gekämpft haben, in einen Bruderkrieg. Kamerad gegen Kamerad, hineinzutreiben, und uns auch noch um die Früchte der Revolution' zu bringen. Wir können nicht finden, daß durch den Grundsatz der Parität da? parteipolitische Moment auSgeschaltvt wird, denn auch bei seiner Befolgung spielt die politische Stellung der zu Wählenden eine Rolle, nur daß das Stärkeverhältnis der Parteien von vornherein festgelegt wirb ohne Rücksicht auf da? wirkliche Stärkeverkältiiis. Nach allen bisherigen Erfahrungen begeistern sich die Unabhängigen fiir den Grundsatz der Pwritäl nur dort, wo sie selber in der Minderheit find. Die Jnternierung Mackensen» durch französische Truppen wich dementiert. (Glänzender Erfolg der Deutschösterreichischen Anfeide. Wien, 31. Dezember. Wie die„Wiener Allgemeine Zeitung" erfährt, wurde der aufgclegie Betrag von 500 Millionen Kronen der Deutsch- österreichischen Anleihe überzeichnet. Aber auch vor Musikern selbst, zumal einflußreichen Kapellmeistern, fand die Neunte lange Zeit wenig Gnade. Wagner erzählt darüber ergötzliche Dinge. Und er, der die Partitur bereits als junger Musikstudio.für sich, doch auch zum allgemeinen Wohle für Klavier übertragen hatte, war eS denn auch, der sie dem Verständnis des großen Publikums erschloß. Heute nun darf man sagen: die.Neunte" ist die rechte Er» rurrgenschaft unseres sozialistischen Zeitalters, wie sie einst im Herz- vulkan eines Republikaners geboren wurde. Und wenn Wagner noch beklagen mußte, daß eS selbst seinen Bemühungen kaum ge- lang, das Werk als einzigen Gesang durch da» Orchester darzu- stellen— gegenwärtig kann dicS Ziel im allgemeinen als erreichbar, ja in vielen Fällen als erreicht angesehen werden. Zinn mindesten triffst dicS zu auf die beiden gestr'gen Aufführungen im Palast- kheater am Zoo und in der Philharmonie: dort mit dmn Blülbner- Orchester durch Scheinpflug: hier mit dem Philharmonischen Orchester durch Kvpellme's.'er S t i e d r y. Unbeschadei vonein- ander in etwa? abweichender Auffassung, trat bei der Wiedergabe im Blüthncrsaal am letzten Frrtag wie nun gestern mittag in der Philharmonie daS heiße Bestreben zutage, die abgründige Schönbeit und Gedankentracht dieser unsterblichen Musik auch gerade an ver- schiedcncn. dem Kenner als Scylla und Chorybdis für die Ausführenden vcrtraülen Stellen nahezu restlos geltend zu machen. Mit dem Berliner Volkschor wetteifeiten hier auch die Solisten: Lotte Leonhard(Sopran), Ida Harth zur Rieden lAlt), Rudolf Laubenthal(Tenor). Schi. eh Bidcu(Baß) in schönem Jubelwn. Der.Neunten" voran ging Beethovens Egmonl-Ouverlüre und MozavlS edle» Violinkonzert C»-Dur, dessen himmlische Melodien Professor Michael Preß mit ebenso viel Tiefe als überlegener Virtuosität vermittelte. Notizen. — Vorträge. Ludwig Hardt gibt Sonnabend lind Sonn- tag, 8 Uhr, im Meister-Saal. zwei»F robe Abende": Liliencron. Reuter. Claudius, Daudet..Hasi un Swinegel"-, dazu zehn.Poc- träts" Berliner Schauspieler. — Zwischenseme st er. Die Technische Hochschule zu Berlin Charlottenburg schaltet nach Abschluß des Wintersemester» l31. 1.) ein 2. Wintersemester vor dem Beginn d.-» Sommer» semesters ein. Es wird für die Prüfungen als volles Semester gerechnet werden Ebenso l.-gt die Dresdener Teclmisch? Hochswuie ein Zwischrnsemester vom 3. Februar bi» zum 10 Mai ein Da» gleiche ist an der Danz-ger Technischen Hochschule geplant. Die Braunschweiger Technische Hochschule beginnt ein vollwertig?» Se- mester schon am 7. Januar und trifft Vorsorge, daß auch olle bi» 1 20. Januar eintreffenden Studierenden den Vorlesungen folge» können. » Eichhorn Will im bleiben. Ter„unpolitische Poitzeipräsident. �nen Berichterstatter des„Lokal-Anzeigers" hat der Polizeipräsident Eichhorn davon in Kenntnis gesetzt, daß er seinerseits seinen Rücktritt nicht bewirken wird. Eichhorn betonte, daß dazu für ihn kein Anlaß vorliege. Allerdings seien seine engeren Fraktioirsgenossen aus der Regierung aus- geschieden; es sei abcr�ein Unterschied zwischen Regie- rungS- und Verwaltungsbeamten. Daß er unabhängiger Sozialdemokrat ist, sei bekannt und nie von ihm geleugnet worden; in seiner Ticnsttätigkeij als Polizeipräsident aber sei er nur Verwaltungsbeamter und nicht Poli- tj k er. Eichhorn betonte, daß er auch keinen Anlaß zur Demission sehen würde, wenn die unabhängigen Sozialdemo- rraten, die noch in der p r e u ß i s ch e n Regierung sitzen, eben- falls wie ihre Kollegen in der Reich-regierung zurück- treten würden, denn auch dies« seien eben politische Be- amte. Was die Besetzung des„Vorwärts" anlangt, so seien die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen mcht richtig. Die Von der Redaktion des„Vorwärts" gegen ihn vorgebrachten Beschwerden in dieser Sache beruhten nach seiner Meinung aus Mißverständnissen. Er sei.immer nur bestrebt gewesen, für die Sicherheit Verlins und seiner Einwohner zu sorgen. Tränen der Rührung steigen dem Leser bei soviel Bieder- sinn und Treuherzigkeit auf. Wer wird in diesem„un- politischen" Polizeipräsidenten den Mann vermuten, der am L-l. Dezember die Arbeiter der spartakistisch organisierten Be- triebe wie Schwartzkopff usw. telephonisch auffordern ließ. sofort die Arbeit einzu st eilen und sich beim Polizeipräsidium Waffen zu holen? Der dort die Massen enisig an Zivilisten austeilte, die sich durch Mitalsedsausweis des Spartakusbundes als„zuverlässig" legitimierten?— Dergleichen Tinge gehören anscheinend auch zur unpolitischen Amtsführung eines gänzlich unpolitischen Beamten._ Nackklänoe zum 24. Dezember. Eine verlorene Strasieuschlacht. Unter diesem Titel brachte ein hiesiges Mittagsblatt eine Dar- sieklung der Kampfe am 24. Dezember, welche nicht nur ungenaue Angaben enthält, sondern auch die regierungstreuen Truppen herab- zuwürdigen geeignet ist. Dazu übersendet unS die Gardekavallerte- Division folgende Erklärung: „Das Schloß ist nicht von Tausenden von Mannschasten angegriffen worden, sondern von einigen Hunderten, welche von der Lustgartenseite her die Portal« IV und V angriffen, und um 8,5 Uhr vormittags beide Portale stürmten, wobei 3 Mann verwundet wurden. Alsbald wurden die Räum« bei den Por- talan durchsucht, dabei 85 Matrosen ohne erneutes Gefecht gefangen genommen. Der größte Teil de» Schlosses mar gegen 9 Uhr von den Matrosen gesäubert. Wählend inzwischen der Kampf um den Marstall begann, hatten sich am Dom hinter dem Spalier der republikanischen Soldaten» mehr große Massen, darunter Frauen und Kinder, angesammelt. Die Kette der Soldatenwehr gab nach und die cm> Portal stehenden Ulanen sahen gegen 10 Uhr vormittags Tausend« von Menschen, vielfach bewaffnet und laut rufend, gegen die Por- tal« angehen. Schmähungen und Drohungen wurden laut, die beruhigenden Auskünfte der Offtztevc, auf Befehl der Regierung gehandelt zu baden, wurden niedergeschrien, kurz, die Truppe, die ihre Pflicht tm Gefecht voll erfüllt hatte, geriet in die schwierigste Lage; zudem zeigten sich die wieder freigekom- menen Matrosen in ihrem Rücken. Da man davon Abstand nahm, auf Frauen und Kinder z u schießen, so wurden zur Beruhigung der Massen die Bajonette abgenommen, die Waffen entladen und schließlich, als die Matrosen im Einvernehmen mit der Menge die Wache an den Toren übernahmen, gegen Bescheinigung im Schlosse abgegeben. Mit Rücksicht auf die Wut der tobenden Meng« legten die Ossi ziere die Rangabzeichen freiwillig ab, von einem Herunterreißen durch die Matrosen ist kein« Rede. Es steht demnach fest, daß die Waflenabaabe lediglich infolge deS Eingreifen» der Volk»- menge freiwillig, nicht durch die Matrofendivision erfolgte. ES geht nicht an. brave Truppen, die stet» im Feuer ihren Mann gestanden haben, eines mangelnden Kämpfergeistes zu zeihen, weil sie nicht aus Frauen, Kinder und Hube« waffnet« schießen wollten." Nochmals die Bedrohung von WelS. Gegen die Feststellungen des Zentralrat» beteuert der Rat der Volksmarinedivision nochmals, daß ein« telephonisch« Mit- teilung des Inhalt», daß da» Leben von WelS bedroht set, von ihrem Kommandanten Radke nicht gemacht worden sei. Da da» betreffend« Gespräch stenographisch in der Reichskanzlei aufgenommen wurde und das Stenogramm die Aeußerung RadkeS in aller Deutlichkeit enthält, so muß angenommen werden, daß Radke in der iritischen Nacht zu aufgeregt gewesen ist. um sich seiner Aeußcrunqen nachträglich erinnern zu können. Getan hat er sie trotzdem. �rbeZtslosenforüerunaen kn Mannheim. Täglich zehn Mark ttnterstützung. Di«„Frankfurter Zeitung" meldet: Eine stark besuchte ArbeitSIosenversammkung in Mannheim beschloß, dem Bürgermeister in Form«ine» Ultimatums eine Reihe von Forderungen zu unterbreiten. ES wird ir. a.»er- langt, die Arbeitslosemnuerstützung auf 10 M. für den verheirateten Mann und 8 M. für den ledigen Mann, auf 6 M. für die weiblichen Arbeitslosen und 1 M für jede» Kind zu erhöhen. Im Falle der Nichterfüllung dieser Forderung soll ein« Straßendemonstratiori stattfinden, an welcher sich auch die stellungslosen Angestellte» de- teiklgen werden. ES ist höchste Zeit. Arbeit zu beschaffen. ES ist ganz unmöglich bei der zu erwartenden RiesenarbeitZlosiakeit, Unterstützung ohne Gegenleistung zu geben Wir können unS bei unserer Armut keine großen Arbeitslosenunterstützungen leisten. Wir müssen die Ar- beitslosen beschäftigen, damit die für sie nölia-m Summen als werbendes Kapital angelegt werden tönneu. Ein ftppell öer Garnison ßrantfurt a.e, wo durch eine Deputation dem Ratskellerwirt die Frage vorgelegt wurde, ob er zu gegebener Zeit bereit sein würde, wegen der Beseitigung deS Trinkgeldsysterns zu verhandeln. Da der Unternehmer, Herr Falkenberg, keinerlei Aussicht auf die Möglichkeit von Verhandlungen machen konnte, zogen es die im Betriebe tätigen Kollegen vor, die Arbeit einzustellen, worauf der Berlin er RatSteller geschlossen w-�rde. Der Zug bewegt« sich dann die Linden entlang nach der Friedrichstraße, wo sich die wenigen Betriebe, die noch inchl bewilligt ooer geschlossen hatten, zumeist dem Vorgehen des RatslellerS anschlössen. AuS Solidcrrität mit den Cafebesitzen, hoben am NeujahrStog bereits eine größere Anzahl Speisehäuser tzcschchjje». Im s�entraliustitut für Erziehung und Unterricht beginnen die Vorträge und Vorlesungen am 7. Januar. Behandelt wird„Schule und Elterichaus"(Geh. Rat Kaestner und Gär ich), „Schule und Wettgeltung",„Berufsberatung"(Geh. Rat Stich.-.e und Frau Levy-Rachenau),„Psychologie und experimentelle Päd.:» gogik"(Geh. Rat Stumpf und Dr. Bobertag),„Musilalische Volks- erziehung"(Prof. Thiel),„Vorirag deutjeher G.dichte"(Ludwig Hardt)., Anfragen und Kartenbezug schriftlich und mündlich in der Ge- schäftsstelle des Zentralinstituts, Potsdamer Str. 120. Christliche Straßenkundgebungen gegen Adolf Heffmcmn gab eS am NeujahrStag im Anschluß an sehr star! besuchte Veesamni» langen im ZirkuS Busch und im Lustgarten. Nach dem Aufmarsch mit Gesang über die Linden drang man, nach bewährten SvartakuZmustern, in das Kultusministerium ein und wollte Adolf Hofsmann herausholen. Er war aber nicht da ui o mit seinem Geist wollte man sich nicht begnügen. Der Zentrums» abgeordnete Dr Pfeifsar brachte noch ein„Nieder mit der Sozial- repubirk, es lebe die demokratische Republik" aus und dann zog man zur Reichskanzlei, wo wieder geredet wurde. Nach weiterem Umzug zei. streute man sich unter einer ordentlichen Katzenmusck vor dem Kultusministerium, versprach aber, wiederzukommen. Herr Adolf Hoffmann hat es übrigens fertiggebracht, die Libe- ralen und die Positiven wieder zu vereinigen. Wir gratuiiierenl Der Rückmarsch aus der Ukraine. Die 8. Batterie des Landw- Feldart.-Rcgiments 15 teilt mit, daß sie wohlbehalten in Pawunst bei Kowol«inge troffen ist. Samariter ft, Bolksv rsammlnngen! Der Arbeiter-Samariter- Bund ersucht alle Einbcrufer von öffentlichen Versammhmgcn, stets auch für einen geeigneten Raum do�usorgen, in dem plötzlich Er- krankte behandelt �werden können. E» liegt das im Interesse der Versammlungen und ihres ungestörten Verlaufs, zumal leider Ntouch« Krisssteilnehmer mit Krämpfen usw. behaftet heimge- kehrt sind. Tauenhirn-Palastl Brnrw Ktstner wird Freitag, den 8. Ja- miair, mit einem großen Lustspiel zur Uraufführung kommen, das den Titel„Der Gottes- Stellvertreter" führt. Käte Hauk, Senta Söneland und Fritz Beckmann unterstützen ihn in den Haupirollen. Regie: Adolf Gärtner.— Ein während der Dauer deS Krieges verbotenes Lustspiel in S Akten mit der unvergeßlichen Dorrft Weixler in der Hauptrolle führt den Titel„Malheurchen Nr. 3". Erkner. Den hiesigen Arbeiterturnern ist sozusagen als Wem- nachtSgeschenk die Gemeinde-Turnhalle zur Benutzung freigegeben ivorden. Noch 1913 war ein gleiche» Gesuch ohne j.•gliche Begründung abgelehnt worden. Am Sonntag, den 5. Januar, vocmittazz 9 Uhr. findet nnn das Anturnen statt. Treffpnnkt im Lokal der Frau Brodt. Di« Parteigenossen wenden gebeten, sich recht zahl- reich daran zu beteiligen. Wilmersdorf. Tie erste IffentNche Sitzung de» Arbeiter- und Soldatenrates ftndet am Freitag, den 3. Januar 1919, in der Aula der Viktoria-Luife-Schute um 7 Uhr abends statt. Auf der Tages- Ordnung stehen: 1. Mitt.ilungen. 2. Bericht über die Sitzungen der Kommission de» Zweckverbande» Groß-Berku,� betr. RechtF. stellung der tommunalen Arbeiter- und Soldaten rät«. 3. Ber cht der Leben» mitte ldeputation. 4. Erwerbslosen fürsorg«, 5. Woh- nungs fragen. 6. Verschiedenen, Lichterfalde. Lebensmittel. 875 Gramm Zucker auf Nr. 54, Fische auf Nr. 18 und 20, noch 12 Uhr markenfrei; für Kinder bis zu 8 Jahren 1 Pfund Gerstenmehl und 5 Pakete Zwieback auf Nr. L. Wahsversammkuuize«. Nkederfchiinewelde. Freitag, 8. Januar; abends 7H Uhe, Berliner Str. 97/98, Ecke Rudower Str., M! t g l i e d e r v e r> fammlung. Vortrag des Kandidaten Gen. K ü t e r- Schöne- berg. Montag, 6. Jairuar, in der Aula der Gemeindeschule, öffentliche Versammlung. Alt. Glienicke. Heute, Donnerstag, abend» 7# Uhr. öffentliche Volksversammlung bei Bahn, Grünauer Str. 55. Lleferent: Kandidat Gen. K ü t e r- Schöneberg. KönigS-Wusterhausen. Heute, Donnerstag, Äends 8 Uhr, im„Siegektranz", Versammlung der Genossin- n e n. Kandidatin Genossin R y n e ck spricht über die Notwendige' t- der politischen Organisation. Rudow. Sonnabend, den 4. d. M., abend» 754 Uhr, im Lokal von Wedler, öffentlich« V o l kS v e r s am mlu ng Re- ferrnt der Kandidat Gen. Krüger- Cöpe nick. Teltow. Freitag, 3. Januar, abends 7 Uhr, im„Weißen Schwan", öffentliche Volksversammlung. Referentin Kandidatin Genossin R h n e ck- Baumschulenmcg. Dabendorf. Sonnabends 4. Januar, abends 7% Wjt, Mit- gliederverfammlung. Reinickendorf-West. Donnerstag, 8. Januar 1919, abends 7 Uhr. in HartmannS Brauerei, Scharnweberstr. 100/104, groge öffentliche Versammlung, ParteivorstandSmitglied Ge- nossin I u ch a c z spricht über„WaS erhoffen wir von der National. Versammlung?" Arbeiter, Bürger und Frauen, kommt in Massen zu dieser Versammlung Die Revolution hat den Frauen dstS- höchstc Recht, das Wahlrecht gegeben.— Beitrittserklärungen zur Sozialdemokratischen Partei sind zu richte« an Gustav Schärft, Antouienstr. 46. Wilmersdorf. Beamtenversammlung, Sonnabend, 4. Januar, pünktlich 8 Uhr abend», in der Aula des BtSmarck-Gvm- nasiums, Pfalzburger Str. 30. Dr. Lohmanm spricht über /.Der Beamte und die Nationaldersammlung". Nachher freie Aussprache. Wilmersdorf. Heute, Donnerstag, 8. Januar 1919, abends 3 Uhr. wichtig« Mitgliederversammlung. EZ spricht Genosse Lüdemann über den Wahllamps. Gäste will» kommen. Wilmersdorf, Halensee. Freitag, 3. Januar 1919, 8 Uhr abends, zwei große Ftauenv«rsammlnngen. 1. Restaurant Stadt« Part, Kaiseralle« 51/52, großer Saal. Referentin Adele Schreiber. 2. Aula der Goetheschule, Westfälische Ecke Münstcrsche Str. 24. Referentin Martha Hoppe. In beiden Versammlungen freie Aussprache. Eharlottenbnrg. Sonnabend. 4. Januar, abends 7� Uhr, für die Mitglieder der 6. Gruppe im Lokal von Gantke, Schillerstr. 84, Gruppenversammlung, zu der alle aus dem Felde zurück- gekehrten Parteigenossen(S P, D.), die eine Einladung nicht er- halten haben, hierdurch freundlichst eingeladen sind. verantwonNit für Velltw ffrirti Ruttitft, Bei lim für den üdritien Teil de« Glanes«(frcfc Schol», Nniv'ltn, für fliueiqen Theodor Mloite, veclin.? erlag! Lorwärts-Zteriag ra m b. H.. t-erlin. truif iU-rirArtä.'Pu.tihniietoi und BerlagSonftall Paul Singet u. Sa. in Lerttn. Slnbenftrafc 3. O'rektloB Max Reinhardt,( Doutsches Theaton, I f Vit L'.: Und das Licht scheinet fo der Finsternis. Freitag VI,; Und das Liebt i achelnci In der Finsternis. 1 Kammersplele. Vi, Uhr- Michael Kramer. Freitag ZU, Uhr: Der Sohn. Kleina* Sohausplelhaua Pasanenstr. I, Port. 5. TV,: Die Büchse der Pandnra. Freitag Vi, Uhn Die Buchse der Fander«. F/esalne-Tlirater. Direktion: Victor Barnowsky. VI, Uhr Der Schfipler. Freitag; Peer Cynt StxL, Sonnt: Der SchBpler. Peatacbes Kttnatler- Tbcater. Allabendlich Vi, Uhr: Nacbtbeleuchtang. Fleute nachm.« Uhr: Die Reise Ins Schlaraffenland. :v/,■':'•'v-*.::/'• Apollo: Theater Dlr.i Jamaa Klein. Frlodrlchatr. 218. 7�/4 Sonntags 3'/j und Persönliches Auftreten 7'/g Achtung, Arbeitslosen! Frauen und Männer! Do»»er«tckg, de» 2. Januar 1919, nach«. 8 Uhr, i» Zirkus Busch VeisWMWlillerMelWei! Nrhetlernst der Wcbeflslates. des woltberOhmtan Komponlston Derselbe dirigiert seine eigenen neuen Kompositionen bei verstlrktcm Monstre-Orchester.— Komponist der„Polnischen Wirtschaft",„keuschen Susanne",„Puppchen",„Kino-Kttnlgln" usw. sowie ein Riese�-YaJiel�P�ugrara!n.UnterDaan,d��„�'��PT.iV0�tae,! il.3>/,UbrJed. Erwachs. I Kind(rel. Theaterk.ab 10 Uhr ununterbr. geöffn. H WA M EoWlsgeWii TÖcnler der Frletfriclislaiit f Admiraispaiast I Tlgllcli abends• Ubr| und jt fftfr Feiedrich- u. CinirnitroSr. Täglich V/,; Norden 8630. Drei tolle Tage. vpereLr oon Sertia. too Mölleodcrl. Cleron, Georg. gönnt 8: llgnsel u.Cretel Lt. Rose-Theater. TV, Uhr: Das Drelmnderlbsas. Qastsp. d. Frfcdr.-Wilh. Theat Büsch Tgl. T/s Sonnt. S>/, u. TV, Das gr.januar-Piogratnm SsiHlB h'DCHORi exotischer Dressurakt 3 Ballotta, Cquilibr. a. der rotierenden Leiter. Zum Schlug; Pbant Wasser-Pantom. �OPERON" ! und jeden Sonntag auch{ nachmittags 4 Uhr 1 Die Prinzessin von Tragant War tat die ScMnte?| Sajdah. am« Speise» s», I slle» PIAUea. lariel I Braune'5 Diele «IscoDberflt. SS VU(anbrrplat* Jlury Waller I Otto Ncollcke I PoraCasiella I Illorwits-Hplrot I(Duett) jltella t'ranUhl Karl(Stuhr I Unter 1 Linden 14 Ö-Uhp- Tanz-Tee 7 Ohr nkenda dae Zigarren IOO Miück v. 40 91k. an. Zur Probe 10 Stück M. 4.—, ö»— g, IZs~» IS»— g JO»——• Zigaretten vorrltis li.ffannhelmer.Berlln, Bergmanns! 1. 1(nuheRrntzd.) Klent» A KIntnkkkikrrintxen! I�iedesiv irren* („l�clie, Xvr.. Sobaatplsl tos Hans Oaae. Hanptdarstetler; Friedrich Zelnik Charlotte Böcklin. Die Llebesnacbt der Inge Tolmein. FUnsctaausplel von Robert Heymana mit Leontine KQhnberg. Eegie: Kirhard Elchbers. Kabarell Eehrenstr. 53-56. {Otto Röhr I Betty 0.innand j mit Partner lAdoli Kernbacb ■. a. m. Schlußtanz 1 Gyigyl-KonzcrtS Untcrhaltung»- Restaurant ffien-Berlin Jfigerstr. 63 a. Ernst Wullsr Viktor Rittor Willi Llllo Ooorg NoumUllor Ct. Kaulung Oust KopoMe ■v Colts oltseholli ßfslsepllegte Wtloe TorzSiiliciie Bc!» �nlan�UbrEtolrltHlre� VieciVMer beseitigt DÄrsHaussalbe jed. Flautausschl, Flechu Haotjack„ bes. Betnscbad., Krampfadern d. Frauen u dergl. in Origlnaldos. 2.85. 4 25 7 50 erhältlich In der Jclefamcn-Apotheke" Berlin SW l», Leipziger Strage"4(a. nnnhoffpl) Palast-Theater. Direktion i Frlts Frledmann-FredrldL Sonnabend, den 4. Januar, abends 75/, Uhr: Zaus ersten Unle: Die im Schatten leben. Ein Drama auf der roten Erde. Von Emil Rosenow. Haaptdarsteller: BiVndPn�te" d�A": Ferdinand Bonn, Willi Kaiser, Fiils Rasp, Julius Sulll, Armin Schweizer, Jacob Ticdlke. Sptellettnng r Oeorg John. Dekoratlo» i Paul Ual. Wlcderholiingen:"•■•'.S;?»" iV*' •uÄ Der Mikado'S,6:�:';; OesEhälts-RiiTeris auch rote. Heftet Buchdruckerei C. GOtzkc, Dresdener Str. 88. Osknr KArret, S.'titial-.uactt- hall», Reihe 9, Stände 13, 14, 16, X Torf 5? 173/17*) markenfrei SpejialDanblasg Slcgmund EUner, ®. m. b. SQarlsIfcDOnrg, fficlpantjfc 13 gern für.: Amt Wilhelm 4847 u. 3300. Die Torkfeuetung war not Clnfllijrutio der Brt- tett. in Lettin allgemein. Altes Ballhaus JoachlmstraA* Tägllcll Gl. Ball Anftretea moderner Solotaaser. Kein Bisnwang. Anfang• Ubr. ( tQvfrobte)' fHet/nc/Mr.JQtOMtelafiiqmM Konzert JKabarctt Anfang 7 01 Morues Ines Pasteur Erna Koschel Wolf Scheele Else Qerell Kaolmäcnlsche A'JSbQdang. Dcckcrbildting. Rriegsbefchädigt» Ermäßigung. Beste Empfehlungen. Kaulmünn. Prltattctaul« RelL ZnH. Gustav Jahn, Berlin, BDIowsir. 24. «nomArflue brieflich Sehe- plan J. fordern.___ AB/SO* Ersatz für öattßgnunl und Am! «benholzortlg horch gefdebfe yolz-TNnflvn- srtltel nebtvbf. g«|rd()l obre(enflrol« bearbeitet, liefern In osrzSgllcher Aus- ftthcnng* W-DölIkcnfiCo.,?!'!!: Abt Hntzbearhcllungsscrke, WerUen Ruiir. Irrigatoren. Clysos, Fraueii- icDtheii ■StraufbefRcrJ das gröftfo und schönstn Pitts Renzert Cafd-Kabareti in Berlin 0 Spielplan vom I.— 18, Januar I9i9i l.lsaa Fadbender Hens Fatibcnder Mlzsl Herold Richard Hclncmano Duett FaSbendef Hertha Gostoo Anna Ktüler-Llske Olo gute Musik. I oakünst ler Konzen 1 10 Solisten i. tnlang an Woch.niager B'/, Uhr, Sonntags 4 Uhr. Leibbinden, Unterlagen, Damen binden usw. sowie alle Artikel z. Wochen u.Krarikenpf'ege. DlskretVer- sand nach auswärts. flt.'Z* Carl Klose, Leipzig 3 HalnatraBe 17. rrrrrrTtTM vnn Licht- itnb)!atnrhcilanfta!t • letlve-phglllallfdi*«eltzobe Dr. N. SchleDnaer. 50. TteaiiOrrftr. 26|(nab* 9t*Hg- pUtgy. 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Einäfcherung: Sonn» abend, 10V,Uh»P4mlttage, im Krematormm, Gericht» strai« 87/84 LpeÄslNrzt vr. med. ÄssliLgliau kilLlli'ieliÄr. IZS. 0�"b- Sprechst. ll-l, 6-8, i. Syphilis, Harn- u. Frauenl., Blutunt. Sei neile. sich, schmerzt Keil ohneBerufsstör. Teilzahl'jng. Spezialarzt Vr.msü.Loiemsu Frtedrictastraße 91/92, en der Dorotheenstr. Haut-, Hars-, Geschlechts-, Frauenleiden, Sex. Neurasthenie. Kurze Behandig. ohne Beruisstörurg. TeiU. narr.- u. Blutüntersuch. Sprechst 10-1, S 8. Sonntags IQ-l. Tel Zentr. 8879. 11731« Freie Tmerselialt lenkfiUö Britz H 4. A.-T.-B. tnnU Mt traurige Nachricht, daß unser lang- Shriges, treues Mitglied, /er Turngenoffe . Karl Pfaffe perstarben ist. Die Einäscherung findet am Freitag, nachm. 8 Uhr, hn stremaiarim» Berlin, Gerichtstr. 87/88, statt. Di» Turnschwestrr» und Turngenossen«rfchetzten in Sitrnerkleibung. Der Verttaad. Dr. med. Cacb beb. schnell, gründlich, mvglick.st schmerzlos u. ohne Dernsshor. 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Der Zwlebelllschi In Jeder Nummer vor Job. j Fischart das wohlgetroHene Bildnis eines Politikers, darunter glänzend.- Proben der Mentebendarslcllung; dann Theaterberichte des Herausgebers Siesiried Jacobsohn, der auch In seinen.Antworten' oft Meisterwerke der Spreche, knapper Klärung oder behaglichen Witzes, Je nach Anlafi, darbietet; ferner Alfreü Polgars geist- »prübende wiener Berichte; und Alfons Qoldscbmldts scharfe Beitrüge Ober Börse und Handel. Wen nnr einmal der tiefe Kammer Ober den Sprach- und Stil- Bankrott auch in Zcilsetariften, Ja In den Werken der Dichter und Gelehrten gepackt hat, der wird all- wllcbentllcb diese Helte mit Ungeduld erwarten. Sie| sind blühende, streuende und bereichernde Oasen liebevoller Sprachpflege und strenger Sechilchkeii. Vierteljihrllch 450, fAhrlich 22 Mark, Einzelnummer 60 Pfennige. Proben ummer gratis vom Verlas; Char- I Ottenburg;, Doroburgstraße 28(Wilhelm 1443.|