Dr. 8. 36. Jahrg. vezugsvreiS- «lerteljShrl. S.7S Ml. avmatLZ��Xt. frei ins H-mS. tioraui gaäibai. Etnzew» Thumners 10 Cfenmo Csfibejug;, WonaUich 426 Ml«xkl. gustellunxZ. xebabr llnik, l��u-band wl Dnilsch» land u LtltcrreiÄ-lwoarn>.W Mi, fLi da» übrige«uslond»M SKL bei lügiich emmaliga Suneüuna 7�0®!t PollbrtteUanqen ne Urnen vi Diw» man Hollanb. Umrinbucg. kchwebr» unb die Schweiz«tngelrage» w bt» Bnsi.�etMnaS-PreisliÜe ver.Sarwa«»' erichwnl«ochemügSch jweimal. LomuagS eumuä. teicßtaimn»8l£>ceff« .Caiialbematzai©ent*". Serllnev Volksblcltt. ( 10 Pfennig) A»,etgenyretSl DI««chtßüfpaixcnt»wupareillezeN» toftei 30 Pfg JJIrtn« ilnz«tgea". 6a»'ettqtimütlc Sott 40 Cfa.«jUMsfi« S fettgebcuftc Sorte;, ,«be» weitete Eati 20 6ffl Stellengewche und Echlafftellenanzeigen da» erlte Wort »0 lede« weiter« S«rl 16 9fe. Gatte über 15 vuchstaben zählen für zwei Garte heiierungsjulchlag i«»/» FamMen-Vnzelzeii.»alttilche und gewetlfcharStdie äettin»• anzeigen 80 Pfg die Zeile Anzeigen Mi die nächste Kummet müssen bis ä litt nachmittag» im yaudtgelchäst Seclin ES, 13, Lindenstraße 3, abiegeüen werden.®eöffnci van 8 Uti früh bis « Uhr-dendS. Zcntralorgan der roztaldcmokratlfcbcn Partei Deutfcblands. Redaktion und Expedition: EW. öS, Linöenstr. Z. Kernsvrechcri Amt Stortvplas. Nr. l.äl 90— IXI i>7. Vorwärts-Verlag E.m.b. H., EW. SS, �inöenstr. 2» Frrtrkprrchert Amt Morihplotz. Nr. 117 53—04. Polizeipräfident Sichhorn abgefetzt. Ter preußische Minister des Innern hat, wie die „P. B. N." meiden, die Entlassuna des Polizeiprästdenten Eichhorn versügt. Minister Eunen Ernst hat sich bereit er- klärt, neben der Beibrhaltirnn seiner bisherigen srunktione» auch die Leitung des Polizeipräsidiums zu übernehmen. «- Einem Vertreter der„Tel..N«ion" erklärte PoNzei- Präsident Eichhorn aus die s�ra�e, ob er seines Amtes eat- hoben sei:„Wie Sie sehen, bin ich noch im Amte. Sie können nur mitteilen, daß ich mein Amt nicht niedergelegt habe." Die Lügner im Polizeipräsiöium. Auslage eine» Schwartzkopffscheu Vertrauensmannes. Der A.- und S.-Nat des Polizeipräsid'ums und die Lei- hing des Sicherheitsdienstes haben am Sonnabend eine Be- sprechung abgehalten und als deren Ergebnis eine Erklärung abgegeben, in der die Herren A n d e r s ch und N o st e r noch- mals die Bewaffnung der Schwartzkopfsschen Arbeiter und sonstiger ZivilbevAkerimg am 24. Dezember durch das Polizeipräsidium bestreiten und wiederum die Sache so hinzustellen suchen als l)abc es sich nur um die Bewaffnung neu- eingestellter Mannschaften gehandelt, die nach nicht im Besitz von Ausweisen waren. Ändersch und Noster haben die Stirn, die Berichte des»Vorwärts' als„unverantwortliche Ver- Hebung" und als„unglaublich? Gerüchte" zu bezeichnen. Auch Herr W o r l i tz e r beteiligt sich an der Ableugmings» kampagne, ebenso der mililärische Leiter Schulz. Dieser aber hat seinen Dienst erst um l U h r nachmittags an- getreten, während die Waffenverteilung an die Schwartzkopsf- säten Arbeiter nach unserer Feststellung bereits um 12 Uhr mittags erfolgt ist. Im übrigen erklärt Herr Schutz,„daß die Waffenverteilung am 24. Dezember ohne Wissen der Leitung des Sicherheitsdienstes erfolgt ist", gibt also damit die Tatsache zu Auch die Herren Gabel und K a»l ch leugnen ab, was sie können, und behaupten, daß die Parole zur Eirrstellung der Arbeit von«ner Neuköllner Ver- sanrmlung ausgegangen sei. Wir könnten den Herren eine ganze Reihe neuer Zeugenaussagen gegeniiberstellen— von Personen. die sich im Lause des Sonnabend aus unserer Redaktion ge- meldet haben. Diese haben die Bewaffnung der Zivilisten, namentlich der Schwartzkopfsschen Arbeiter im Polzeipräsidium beobachtet, ihre Zeugcnaus- sagen stimmen durchaus mit unseren Darstellungen iiberein und ergänzen diese vielfach noch in charakter�stiicher Weise. Wir nehmen aber davon Abstand, da die Herren im Polizei- Präsidium auch einem Dichend Zeugenaussagen gegenüber bei ihrem stunwfsinrnaen und verstockten Leugnen beharren wür- den. erkläre n hiermit die Herren Andersch, Noster und Worlitzer für drei sie Lügner und fordern sie auf. uns daraufhin zu ver» klagen. Statt aller weiterer Aussagen teilen wir die eines Ver- trmiensmannes der Firma Schwartzkopsf mit. Auf unterer Redaktion erschien am Sonnabend Georg Schmitt, der sich als Betriebsratsmitglted des Werkes Scheringstratze der Firma Schwartzkopfs legitimierte, und überreichte uns folgende Er- klärnng: Tie Berichtigimq de? Sicherheitsdienstes im„Vorwärts" vom st. Januar behauptet:„Eine Order zur Brwassnnng Schwardkopssscher Arbeiter ist imtrr keinen Umständen von irgendeiner Stelle des PosizeipräsidiumS gegeben worden." Ich erkläre dieses K'ir eine bewnsite Lüge und fordere hiermit die Unterzeichner der Bericlitigung Worlitzer, An» d e r k ch und H e i n i g öffentlich auf, den WahrbeitSbewriS daffir zu erlmngrn, daß meine nachfolgenden Aussuhrungen auf Unnwabrheit beruhen: 1. Am 24. Tezember vormittag» 11 14 Uhr erhielt der zweite Obmann des AerkcS Scheriugstraße den trlephonischen Anruf von Werk Ziunowffier Strafe ArbeiterratS-Bureau: Es solle sofort i» einer Betriebsratssitzunq Stellung genommen werden zu einem telephonischen Anruf des Polizeipräsidium», der dahin gehe, sofort die Arbeiterschaft de» Werke» nach dem Polizei: Präsidium zu beordern, nm dort Waffen in Empfang zu nehme«. Wir haben in dieser Sitzung, in der es sehr erregt zuginc:, mit graßer Mehrheit beschlossen, dem Rns keine Folge zn leisten, solange wir nicht wissen, wer hinter diestm Rns steht. Tie Sitzung dauerte bis t214 Uhr. 2. In der Betricbsratssstznng beider Werke am 27. Tezem- bcr wurde dazu Stellung genommen. Es wurde nnS erklärt, daß dieser Anruf tatsächlich von feiten des Polizei- Präsidiums erfolgt ist. Um sich genau? AnSkunft zu ver- schaffen, ob dieser Aurvf wirklich vom Polizeipräsidium aus- gegangen ist, habe man sofort ein BrtriebSratSmitglied("Hier kommt der Kollege O l t m a n« oder A l b r r ch t in Frage, beide Namen wurden in diese, Sitzung genannt) mit einem Kollegen des Werkes Zinnmaitzer Straße nach dem Prä- sidium beordert. Tiefe beide» Kollegen sind zurück- gekomme« und haben erklärt, daß sie den Genossen Eichhorn Persönlich gesprochen hätten. Dieser habe sie aufgefordert, sofort die Arbeiterschaft der Firma Schwartzkopfs unausfällig» soweit sie militärisch ausge- bildet sei, nach dem Präsidium zu beordern, nm dort Waffen in Empfang zu nehmen. Eine große Zahl Arbeiter deS Werkes Zinnowitz er Straße i st diesem Ruf gefolgt, hat im Polizeipräsidium Waffen erhalten und ist nach Schloß undMar- stall gezogen. Weiter hat der Politische Obmann de» Werke», namens Schling, in dieser Sitzung anfgrsordert, daß die Kollegen, soweit sie im Polizeipräsidtnw eine Waffe erhalten hätten« sofort Name und Adresse angebe» stillten,— wörtlich—„da- m i t die Waffen in uuserm Besitz bleiben, wen» man von anderer Seite ver suchen sollte, dieselben zu beschlagnahmen". Georg Schmitt, DetriebSratSmitgsied de» Werkes Scheringstraße, Finna Schwartzkopff. Auf Befragen erklärte der Genosse Schmitt noch, daß der Arbeiterschaft der Betriebe von den Vorgängen in den Betriebs- ratSsitzungen so gut wie nichts bekannt würde, weil von 33 Betriebsräten der Firma Schwartzkopfs 32 U.-Soz. oder Spartakusse sind und diese natürsich kein Interesse daran haben, die Intimitäten aus den Sitzungen an die Oeffentsichkeit gelangen zu lassen. Mehrere Betriebsräte haben sich aber gleich- wohl bereit erklärt, die Richtigkeit der obigen Angaben zu bestätigen. • Mit dieser Erklärung stud die dreisten Lügner im Polizei- Präsidium entlarvt und bis ans die Knochen bloßgestellt. ES ist nunmehr sonnenklar erwiesen, daß die Fäden der gesamten Verichwörung gegen die Regierung bei keinem andern als Eich- Horn zusammenliefen, dem Polizeipräsidenten von Berlin. Die Taffachrn reden eine solche Sprache, daß wir uu» jedes weiteren Kommentars enthalte». tWeitere Meldungen zum Falle Eichhorn auf der dritten Seite.) flrbtzit für Sie Zrbeitsiosen! Mehr Srot für Deutsch lanü ugö neue Existenz- msglichketteu. Beschleunigte Vortzerettnngen lm Stange. Die sortschreiteude Häusung der ArbeitSlosr» und die dringliche Notwendigkeit, Arbeit und dadurch Brot zu schassen hat, wie wir auS absolut zuverlässiger Quelle erfahren, die amtlichen Stellen zu allerschoellstem Eingreisen veranlaßt. Es ist eine Stelle gegründet, die sich auS hervorrage«. den Praktikern derArbeitsloseubeschästigong und namhaften Sozialpolitikern und Kultur- technikern zusammensetzt und von der aus mittelbar praktische Arbeit für die Massen von Beschäftigungslose» be- reitgcstellt und organisiert werden soll. Man hat, da die zurzeit fchos bereite« RotstandSarbeitcn nickt genügen, und weil unsere erschöpfte WirtschaftSkraff nach i erneuter Produktion— namentlich an Nahrungsmitteln— drängt, großzügige Kulturarbeiten im Sinne ' unseres Leitartikels von gestern nachmittag im Auae. llnsere arbeitslosen Brüder sollen um jeden Preis vor > dem Elend der früheren Auswanderer geschätzt werde». Man will ihnen die Möglichkeit zu einem neue«, freien, schönen Lebe», die unsere unglückliche» AnSwauderer srühere» Zeiten in kerne» Lindern gesucht und größtenteils nicht gefnnde« haben, im eigenen Lande schaffen. Di? Miklionen Hektar gnte«. aber noch nicht erschlossenen BodenS lnSen dazu diene«. Ein aroßeS KoloniscrtivnSwerk wird schnellstens vorbereitet. Die Arbeiten sollen unter Mitwirkung der Ar- beitßlosen selbst organisiert werde«. Sie sollen in kreinn demokratischen Zusammenwirken ein M i t b e st i m- mungSreckt im geosie» Stile erhalte». Die Form der Arbriterräte in den Fabriken soll der AnSgangSpnnkt für dir Oraanisatio» de» Mitbestimmungsrechtes der Arbeits- lofeu fem..„________„ Weichsel nnö Rhein. von Friedrich Stampfer. Der Weltbolschewismus schreit nach neuem Krieg. Er will eine Entscheidungsschlacht gegen die alte Welt am Rhein schlagen. Liebknecht, Antimikitarist von gestern, droht'dem Ententefeind mit der„eisernen Faust". Agenten reisen ge- schäftig herüber hinüber, die augenblickliche Lockerung der staatlichen Ordnung erleichtert ihr Treiben und erschwert den Ucberblick über ihre Tätigkeit. Immerhin ist soviel deutlich, daß die neue Kriegspartei Deutschlands, die die Alldeutschen in ihrer Rolle abgelöst hat, die Spartaknsgruppe, mit groß- zügiger Phantasie und ohne moralische Bedenken arbeitet und daßsievorderAnnahmerussischerStaatsgelder zur Entzündung des Bürgerkriegs in Deutschland und des neuen Weltkriegs nicht zurückscheut. Sie rechnet offensichtlich darauf, im Kampf gegen chre friedlicher gesinnten Volks- genossen von Rußland nicht nur mit Geld und Waffen wie bisher, sondern auch mit Armeen unterstützt zu werden. Riga, ' Wilna sind Etappen des russischen Vormarsches, das Ziel ist Ostpreußen und weiter Berlin. Gelänge es dem Spartakus- bund, in Berlin die Regierung an sich zu reißen, die Schienen- Wege des Ostens in seine Gewalt zu bringen und die deutschen Soldaten zum Fraternisieren mit den Russen zu bewegen, so würde, was uns heute als kühnste Phantasie erscheint, morgen greifliare Wirklichkeit, die Russen ständen nächstens in Verlin, und das geschichtliche Schauspiel von 1813 könnte seine Wiederholung finden— freilich, wie jede besonnene Ab- schritzling der Kräfte alsbald zeigt, mit dem entgegen ge- setzten Ergebnis. Der Bolschewismus stützt sich' auf die„Rote Armee" als sein militärisches Machtmittel. Die..Rote Armee" Rußlands ist seine einzige positive Leistung. Rußland, da? unter der Fahne des Weltfriedens in die Revolution zog, ist heute eine asiatische Militärdespotie mit scheinsoziaftstischen Emblemen notdürftig ausgeputzt. Handel und Wandel liegen danieder, das Volk hungert, aber die Vorräte reichen noch immer, um die Soldaten ernähren zu können, deren die gegen- wältigen Beherrscher Rußlands zur Durckfführung ihrer Machtpolitik nach innen und außen bedürfen. Die Industrie, soweit sie noch exfftiert, arbeitet wieder Kriegsbedarf. Ob sie leistungsfähig genug ist, um die Ansprüche einer modernen Armee befriedigen zu können, ob Führung und Organisation der Roten Armee, die bisher mir in Bandenkämpfen erprobt ist. den Forderungen einer Kriegführung großen Stils ge- wachsen sind, Muß stark bezweifelt werden. Immerhin, in Rusiland gibt es wieder so etwas wie eine militärische Organ:- sation. Wie stehen aber die Dinge in Deutschland? Die russische Politik arbeitet bier zunächst an der restlosen Zerstörimg des Bestehenden, erst aus der vollen Auflösung soll sich die neue Organisation bilden. Der neue Krieg würde also in einem Anaen blick ausbrechen, wo dnS deutsch» Volk seinem Gegner völlig wehrlos aegenüberstekt. Darum redjnet die russische Politik weniger mit ihren mssitärischen Machtmitteln als mit der revolutionierenden Wirkung die sie auch im Ententelager ausüben zn können hofft. Die bolschewistische Weltrevolution ist die letzte Karte, auf die sie ass-s setzt. Auch die Kriegssibrimg der alten Macht- haber hat bekanntlich ähnlich? Mittel nicht verschmälst, daS kriegerische Deutschsand bat für die Revolution in Rußland. die krieaerisch? Entente für die Revolution in Deutschland gearbeitet. Rur war damals die Kriegffibrung das Hau vi- mittel die Vessaluticmserung ein Hilfsmittel während es jetzt nach den russischen Plb'-en umge�ebrt sein soll. Träumt man im Oss�n von der Entscheidungsschlacht am Rbein. so rückt sie vom Wessen die Weichsel immer mehr in den Mittelpunkt mtlitänifcher Batrachtunoen. Dabei ist es merkwürdig daß man auf beiden Seiten mft Deutschland als einem möglichen Bundesgenossen rechnet und' eS als Mittel kür die eiaenen K-p-sfmaban a-n-�nckva ge- denkt. Aus beiden Seiten aber ist das Machtaefübs so stark, daß man Dcnftfchkand eigentlich nickst Für die BundeSgeno�n- schaff gewinnen, sondern in die Pasassitäi bineftizwinaen möchte. Das deutsche Val? ist in Gefahr, zu einem Hilfsvol? für fremd« Pläne berabzusinkent Rußland will die deuffche Reaierung mit.fiflfe feiner deutschen handlanger gewaltsam stürzen, Dentschland seine RegiermigSfarm antzwinaen. sein? Industrie zerstören. Hunger und Elend über sein Volk bringen, um dann mit ihm an den Rbein marschieren. Di? Entente macht? sich au der Weichsel der deutschen Hilfe bedienen, hält aber die Hnngeftblockabe aufrecht, stört Sur® S'rucfcnS'c WaffenstWstanSsbedmgüngen das Wirtschaft- lichs Loben, droht mit einem Gewaltfrieden und gestattet nttttkerweile den Polen, sich mit Gewalt anzueignen, was ihnen noch kein Vertrag zugesagt hat, kein gerechter Vertrag zusagen wird! Ja der Mitte steht das deutsche Volk, das sich weder vom EnLenteimpmaliSmus und) vom Weltbolschewismus als Mittel zu fremden Zwecken mißbrauchen lassen will, das sich von seinen alten Machthabern befreit, hat. um endlich seinen eigenen Willen haben zu können, nun aber in den Plänen zweier einander widerstrebenden Machtkomplexe als bloße Schachfigur behandelt wird. WaS will das deutsche Volk— sofern es ihm erlaubt ist, noch eigene Absichten zu hegen— selbst? Das deutsche Volk hat jahrzehntelang dem Vorbild der westlichen Demo- k r a t i e n nach- und über es hinausgestrebt. Ueber die Demokratie zum Sozialismus sollte sein Weg gehen. Durch Ein- setzung einer sozialistisdien Negierimg bat es einen entscheiden- den Schritt über den Stand der westlid)en Demokratien hin- auSgetan. es hat jetzt keine Lust, frenide Gcldsäcke zu schützen und die Schlacht des internationalen Kapitalismus zu schlagen. Auf der anderen Seite: daS deutsdie Volk ist heute durch und durch demokratisch, wahrscheinlich demokratischer als irgendein anderes Volk der Welt, weil es sich seine Demo- krfitis eben erst durcki die entsetzlichsten Opfer und im Kampf errungen hat. Es fällt ihm nicht ein, auf den Köder eines ScheiifozialismuL anzubeißen, um aus der Demokratie in die Mffitärdespotie zurückzusinken. Der VolschewiSmus wäre in Deutschland keine Gefahr-- wenn er nicht von der Entente geradezu künstlick) gezüchtet würde. Da ist der große Widersprudr Die Entente begünstigt den deutschen Bolschewismus, indem sie die Aushungerung Deutsch- lands betreibt, durch Störung des Wirtschaftslebens die Ar- beitSlssi«keit züchtet und durch imperialistische Pläne die kapita- listifchf Dnefcfcdcr ihrer Handlungsweise bloßlegt. Der demo- kratische Sozialismus Deutschlands steht zwischen dem schein- sozialistischen TespotiZmus Nußlands-md den kapitalistisch be- herrschten Demokratien kZ Westens isoliert, er findet weder rechts noch ImkS Wesensverwandtes, dem er sich cmZ Ueber- zeugung anschließen könnte. �. Wir 5önnen nicht aus Ueberzeugimg Vundesgenoswn Rußlands gegen die Entente sein, weil das iindemokratische Rußland trotz aller raten Fahnen daS r ü ck st ä n d i g e Element im p-Mschen Weltsystem darstellt. Wir können aber ebensowenig ans Usberzeugung Bundesgenossen der Entente werden, weil unS die Fata Morgans des gerechten WilsonsriedenS mit jedem D»ge mehr schwindet, weil uns der Glauben an das deniokratilche Rechtsideal der Westvölker und seine nalzende Verwirklichung fehlt, weil sich in der noch immer feindlichen Press? kopitalistiid� Eroberungsinstinkte gegen uns austoben. Siegen jede Art von Despotie— und auch kr BolschMis- muS ist eine solche— ist nur ein Kraut gewachsen: echte Demokratie, die im Wirtschaftsleben soziale, in der äußeren Politik aber internationale Gerechtigkeit heiyt. Indem wir deutschen Sozialdemokraten nach innen und außen alle Konseyyenzen«uS der Demokratie ziehen, sind»vir die ein- zieren, die den, Bolschewismus eine Idee gegenüberstellen. während die anderen ihn nur mit Kanonen bekämpfen wollen. Wir kämpfen für diese Idee, weit wir wissen, daß ihr Swg ein Sieg des dauernden Friedens ist, der kr Welt iSürgerkrieg und neuen Völkerkrieg erspart, und würde sich die verblendete Menschheit noch einmal in Blut uitd Brand verehren, sie müßte eines Tsges doch wieder, um weiterleben zu können, auf dm Weg zurückkehre!,. den chr das deutsche Volk sterbend gezeigt hat. —--—.. tin westfälistbes zreiwilligenbataMoa für öen Gsten. Münster, 4. Januar. Von feiten des siebenten Armee» k» r p S wird auf des Aufrufs der iKsichSregierung ein west- fMfcheS grenviiligenlxüaillon«uu, Schutz der Ostmark aufgestellt werden, DaS BataWcm wird sofort nach dem Osten abgehen, wenn sein MenrwschaftSbsftand komPlÄt und some krtogSmäß-ige AuS» rüstung voll«, rdet ist._ i Ii» De? letzte Zelöpostbrief. Von Berta Gradenwitz. Der letzte FeÄpostbriefl— Noch Tage nur und vier MM- lebte Jahre sind zu Enlde. Der letzte Feldpostbrief l Gr ist der traurigste von viel«, trau- tigei, urtfc sollte der seligst« seinl Ist daS mein stolzer, mutiger, nie vcmagender Liebster, der heimkehrt in sein Sownenhouv. zu feinem Bub und seine« Buben Mutter?—--- Ach, und de« Buben Mutter halt daZ Blatt Papier in zitternden Händen und jubelt in allen Donarten, der letzte, der letzte Fellpostbriefl— Je. wirklich in allen Tonarten, denn höre mir: Ich habe die drei Worte in Musik gefetzt, und es klingt gang prachtvoll, so eine Art WalzercnelobiL ist eS gaivorden, rwrWter habe ich e« noch einmal mnkompoawrt. und jetzt ist«8«ine Jubechtzmue! Begreifst Du eS? Dnl..?? Waü Du mir geichrieben in der Stund« tiefster Verzweiflung, bar wo««, wir im Kamin verbrennen, wenn Du wieder hier bist. und der Nitb so« kufttg in« Ferner Masen. daß die Junten stieben, und kein Fetzchen darf mir bleiben! Du schreibst, es ist alles, alle? verloren-- wir liegen am Böden— Ivofür haben wir gekümpft? Wofür sind unser« Toten gestorben? Schmach und Schande ein Deutscher zu sein! Ach Liobster. wo gerätst Du hin? WaS ist verloren? Macht und Geld, wirtschaftlich« Aorteike, falsche Ehr» begeisfe, eine überlebte StaatSsorm usw. WaS wir dafür bekommen hoben» fragst Du?! Selbste rkenntni« und damit Selbst. vertrauen und ungaahnte Mäglichkeiten, dem,!vir halvn die Ketten zerSrochen! Mehr, Liebster, verspreche ich Dir heut« nicht. Ich weiß, o» ist furchck«r wenig für einen, der eine Welt verloren! Ich sehe Dich vor den Trümmern sitzen, und cuS Deinen Augen schaut ein Weh, das nicht begreifen kann, genau wie beim Bub, wenn ihm sein Gebautes mit einem plötzlichen Ruck zusammen- stimgt« und gorabe wenn der höchst« und schönst« Zierstein zur .tdrönu«, auf die Spitze sollte l Ach Ihr hattet beide auf schlechtem Grund ssb«ii. beim Buben war» der wacklige Kindertisch und bei Euch, j» Bei Such war eben alle» feWeeht fundiertk! Lüg« und EikCeit und BefchrSn Scheit und Selbstbetrug, aus solchem Grund kann nicht» geraten, und selbst so ein Wundervolle» lsmmgeduldige» Boll wie da« deutsch« mutz da versinken und zerbrechen. Aber als das Volk den morschen Grund erkannt hatte, da wollt« es, gründlich wie es ist— Du tveißt wie oft Wir uns gerade Wer dies« Grünblichkeit gefreut haben— da Wollte«3 nun auch beim Grunde anfangen mit dem Neuaufbau, und wenn e« auch lange dauern wird, biß der Neubau steht, und wenn auch viel Schöne» und Wert» volle« mktverfchllttet wird— vielleicht für immer— et wird ei» fester, ein guter, est, klovgliedriger Bau! Und Du und ich, wir JeieöensbesprschLngen zn öen nächftenTaZen Tie Telegierten der Gegner. Gens, 4. Januar.(TU) Präsident Wilson wird, wie auS Paris amtlich verlautet, am 6. oder 7. Januar nach Paris Zurückkehren. Die ersten Besprechungen der in Paris ringe- troffencn Friedensdrlrgierten werden dann sofort im Ministerium des Auswärtigen beginnen. Wie „Echo de Paris" mitteilt, wird Lloyd George noch Ende dirsrr Woche in Paris eintresfem Poris, 4. Januar.(HavaS.) steter di« Zahl der an der Friedenskonferenz teilnehmenden Parlamentarier liegen noch keine endgültigen Beschlüsse vor, indessen Werden Frankreich, die Vereinigten Staaten, England, Italien und Japan je fünf, Belgien und Serbien je drei, Griechenland und Portugal je zwei Delegiert« entsenden. Dazu kommen noch di« neutralen Länder, die die Beziehungen zu den Zentralmüchten abgebrochen haben. Außerdem werden Vertreter der Tschecho-Slowaken, Südslawen und RumänenV 68, Lindenstraste 3, 2. Hof, 3 Treppen._ Adele Schreiber über die ftfrau als Wählerin. In Wilmersdorf sprach am Freitag die Genossin Adele Schreiber über die Frauen Qnd die Nationalversammlung. Aus ihren Worten klang immer wicher das eine heraus: wenn die Frauen als Frauen wählen, wenn sie für ihre eigenen Interessen eintreten wollen, dann, können sie nur der Sozialdemokratie ihre Stimme gebe». Wie rechtlos war doch die Frau im alten Deutschland! Sie durste ja nicht einmal ein Bantoder Postscheckkonto haben, ja nicht einmal arbeiten durfte sie ohne die Einwilligung ihres Mannes. Wieviel Sondergesetze gab es doch, die ausschließlich(jegen die Frau geschaffen find. Bei allen bieten Gesetzen ba b e n die Bürger« lichen versagt. Auch die Fortschrittliche Volks- Partei. Alle bürgerlichen Parteien haben ja nech bis kurz vor der Revolution gegen das Frauenstimmrecht gekämpst. Nur die Sozialdemokratie trat stets und überall für die Frauen ein. Sie ist dir Partei der Arbeiterin wie der kaufmännischen Angestellten. Die Partei der Krankenpflegerin, Lehrerin, Beamtin, Haustochter und Hausfrau. Sie ist die Partei der Mutter und des Kindes. Nur durch die Sozialdemokratie bekommen wir die sozialistische Republik. werden Wir der freieste und fortschrittlichste Staat der Welt, und nur als solcher können wir die Abneigung der anderen Völker über- winden. Minutenlanger Beifall dankte der Rednerrn. In der Aussprache trat Genosse Lüdemann warm für die Regierung ein. Zur Einsichtnahmr»n dir Listrn. Die Lokale sind nach Stadt- bezirken angegeben. Zu welchem Stadtbezirk Du gehörst, steht auf Deinem Steuerzettell Sämtliche AuSlegestellen für die Wahllisten sind heute, Sonä» tag, von 9 Uhr morgens bis 7 Uhr abends geöffnet. Der Vollzugsrat Grost-Berliu wird der nächsten Vollversammlung de» Groß-Berliner Arbeiter- und Soldatenrates Richtlinien für die Aufgaben und das TätigkeitS- gebiet des Arbeiter- mrd Soldatenrates zur Beschlußfassung vor- legen. Damit erfüllen wir einen wiederholt geäußerten Wunsch, dessen Berechtigung und Erledigung mit jedem Tage dringender wird. Um einerseits die nötigen Unterlagen für diese Richtlinien zu schaffen, andererseits auch den Wünschen aller Berufsgruppen Rech- uung zu tragen und uferlosen Debatten in der Vollversammlung vorzul'eugan. halten wir Vorbesprechungen mit den in Frage kommenden Berufsgruppen für erforderlich. Diese Vorbesprechungen finden statt im Abgeordnetenhaus, Prmz-Albrecht-Straßr. Für die Arbeiterräte der Kleinbetriebe, der Betriebe, die keinen selbständigen Wahlkörpcr bilden, Sonntag, den 5. Januar, vormittags 10 Uhr. Für die Arbeiterräte der selbständigen Gewerbetreibenden Montag, den 6. Januar, vormittags 10 Uhr. Für die Arbeiteräte der kaufmännischen Betriebe»DenStag, den 7. Januar, nachmittags 4 Uhr. Für die Arbeiteräte der Freien Berufe fRechtSanwälte, Aerzie, Schriftsteller, Künstler usw.) Mittwoch, den 3. Januar, vor- mittags 10 Uhr. Für die Arberterräte der Reichs-, Staat- und Kommunal- betriebe Mittwoch, den 8. Januar, nachmittags 4 Uhr. Der VollzugSrat das Arbeiter- und Soldatenrates von Grotz-Berlin. Richard Müller. Molienbuhr. 4 Das Moraengrauen. Von Henri Barbusse. — Nicht einmal wir, nicht einmal wir! schrie einer. — Ich glaub's auch, wir werden's vergessen, wir... werden's schon vergessen, Alter! — Wir haben zu viel gesehn! — Und alles, was wir gesehn haben, ist zuviel. Soviel Zeug kann man gar nicht aufbewahren; dazu ist man nicht geschaffen. Es entwischt nach allen Seiten; unsereins ist halt zu klein. — Und nicht zu knapp werden wir vergessen! Nicht nur wie lang's gedauert hat nlii deiy Elend, das unberechenbar ist, wie du sagst; nicht nur die Marsche, die die Felder Pflügen und überpslügen, die Füße abschinden, die Knochen abnützen unter der Last des Gepäcks, das in den Himmel hineinwächst, und die Müdigkeit, daß du deinen Namen nicht mehr weißt, das Rumstehen und die Unbeweglichkeit, die einen erschöpft, die Arbeiten, zu denen die Kräfte nicht ausreichen, die endlosen Wachen, wo du dem Feind auflauerst, der überall ist, und dich gegen den Schlaf wehrst und gegen das Mist- und Läusekissen. Nicht nur das, sondern die Hundsgeschichten mit den Platz- granaten und den Maschinengewehren, den Minen, dem Stick- gas und den Gegenangriffen. Im Augenblick selbst ist man voll vom Eindruck der Wirklichkeit. Aber das verblaßt in der Erinnerung und verfliegt, du weißt nicht wie, und weißt nicht wohin; und es bleibt nur der Name übrig, nur die Worte, wie in einem Generali'wbsbericht. — Er hat recht, sagte einer der seinen Kopf unbeweglich wie in einem Schandpfahl hielt. Als ich auf Urlaub war. hob 1 ich gemerkt, daß ich schon manches vergessen hatte. Ich Hab Briefe von mir wieder durchgelesen, dabei glaubte ich, in einem fremden Buche zu lesen. Und auch das Hab ich vergessen, was ich im Krieg gelitten Hab. Vergeß-Maschinen sind wir. Ter Mensch ist ein Ting, das ein wenig nachdenkt; vor allem aber vergißt er. Das ist der Mensch. — Wir nicht, und die andern werden's auch nicht wissen! Soviel Unglück ,st also verloren gegangen. Diese Aussicht erhöhte noch das Elend dieser Menschen und bedeutete für sie soviel wie di? Nachricht eines noch größeren Unheils, das sie noch tiefer in den Untergang zerrte. — Ja! wenn einem das alles in der Erinnerung bliebe! rief einer aus. — Wenn nian's nicht vergessen würde, sagte der andere, so gäb's keinen Krieg mehr! Ein dritter aber fügte feierlich hinzu: — Ja, wenn die Erinnerung daran bliebe, so wäre dieser Krieg weniger nutzlos, als er es ist. Da hob sich mit einen» Male einer dieser liegenden Ueber- lebenden auf die Knie, schüttelte seine schmutzigen Arme, von denen der Kot herunterfiel, und schrie dumpf und schwarz wie eine große klebrige Fledermaus: — Nach diesem Kriege darf es keinen aitdern Krieg mehr geben! Aus der kotigen Ecke heraus, in der uns Schwache und Machtlose der Wind anfauchte und so wütend anpackte, daß die Erde wie ein Wrack zu beben schien, drang der Schrei jenes Menschen, der davonzufliegen schien, und weckte andere ähn- liche Ausrufe: — Es darf nach diesem Kriege kein anderer Krieg mehr kommen! Die dumpfen, wütenden Worte dieser Menschen, die an die Erde gefesselt, von Erde durchdrungen waren, stiegen und flogen in den Wind wie Flügelschläge. — Keinen Krieg mehr, keinen Krieg mehr! — Ja, es ist genug! — Es ist zu blöd... zu blöd, murrten sie. Was soll das alles eigentlich oedeuten, all das, was nicht einmal in Worte zu fassen ist! Sie redeten alles möglich durcheinander und knurrten wie wilde Tiere, mit düsteren, zerfetzten Gesichtsmasken, auf ihrer Eisbank, von der sie die Element? zu oertreiben trachteten. Die Empörung, die sie aufpeitschte, war so groß, daß sie an ihr er- stickten. — Zum Leben ist man doch geboren und nicht um derart zu verrecken! — Die Männer sollen doch Gatten u'.rd Väter sein— Menschen überhaupt!— und nicht Bestien, die einander hetzten. erwürgen und verpesten. — Und überall, überall sind's Bestien, wilde Bestien oder zertretene Tiere. Schau, schau dich um! ... Nie werde ich den Aitblick jeuer grenzenlosen Felder vergessen, deren Farben vom Wasser zerfressen waren, und die Höcker, die. von der Fäulnis angefressen, allenthalben zerbröckelten, überall an den zerschlagenen Gerippen der Pfähle, der Drähte, der Holzgerüste— und über die finstren Endlosigkeiten des Styr die Vision, das Beben einer Vernunft, einer Logik und einer Einfachheit, die jene Menschen urplötzlich wie ein Wahnsinn erschüttert hatte. Man sah, wie� sie der Gedanke quälte: daß nämlich der Versuch, auf Erden sein Leben zu lehen und glücklich zu sein. nicht nur ein Recht sei, sondern eine Pflicht— ein Ideal sogar und eine Tugend; daß die Gesellschaft nur dazu da ist, jedem Innenleben niehr Lebensmöglichkeit zu verschaffen. — Leben!... — Wir!... Dn... Ich... — Keinen Kvicg mehr... Nein, nie wieder!... Es ist zu dumm... Schlimmer noch als das, es ist... Da kam ein Wort und antwortete wie ein Widerhall ihrem wirren Gedanken»iitd dem zerstückelten Gemurmel dieser Masse. Ich sah eine kotgekrönte Stirne sich erheben, und der Mund sprach am Rande der Erde: — Zwei Armeen, die sich bekämpfen, sind eine große Armee, die Selbstmord an sich übt! — Was sind wir denn seit zwei Jahren? Arme, unglaublich unglückliche Menschen, aber wir stnd auch Wilde, brutale Bau- diten, Hunde. — Noch mehr als das! knurrte einer, der keinen anderen Ausdruck mehr fand. — Ja. ich gestehe eS? In der trostlosen Stelle jenes Morgens begannen diese Männer, die die Erschöpfung gefoltert, der Regen gepeitscht und eine ganze Donnernacht erschüttert hatte, diese Ueberlebenden, die dem Feuer und dem Ertrinken entwischt waren, diese Men- scheu begannen zu verstchn, wie scheußlich der Krieg ist. mo- raiisch und physisch, und daß er»ticht nur den Verstand schändet, die großen Ideen beschmutzt und alle Verbrechen befiehlt— sondern sie erinnerten sich, wie sehr er in ihnen und in ihrer Umgebung die schlechten Triebe ohne Ausnahme entfesselt hatte: die Bösartigkeit bis zum Sadismus, die Ichsucht bis zur tierischen Wut, die Genußsucht bis zum Wahnsinn. (Forts, folgt.) „Die iJK'uc Welt" kann wegen Papier mangelZ heule nicht beigelegt werden. Krei-ctiguise Genicludc. Sonntag, den 5. Januar, vormittags 11 Uhr, tu der Klosterkirche, Klosterstr. 73 a, Bortrag von Herrn Dr. M. B a e g e. Thema wird in der Versammlung betanntgegebe». Humanistische Gemeinde. Heute, nachmittags 3 Uhr, in der Äula der sl»tr»srich-WerdH!schen Oberrealschule, Niedcrwallsir. 12, Vortrag des Herrn Dr. R. P« n z i g über.Trennung von Staat und »l i r ch e"._ Schüler, Schüleriunen der höheren Lehranstalten Grost-Berlins! Der Sozialismus steht am Beginn seiner Verwirklichung. Er läßt sich nicht mehr mit Schlagworten abtun. Gerade die, welche sagen, das sei nur eine Parteiangelegenheit, wollen nicht den Blick über die Ziele ihrer eigenen Partei erheben. Glaubt ihnen nicht I Der Sozialismus geht alle an, die ihrem Volke und der Menschheit dienen wollen. Kommt zu uns! Wir wollen Euch mit dem Wesen und den' Zielen des Sozialismus vertraut machen, ohne Euch in die Hätz- lichkciten des Parteihaders hineinzuziehen. Sendet Eure Adresse zur Fühlungnahm: an den Sozia- listischen Werbeaus schuh für höhere L e h r-- anstalten. I. A.: Herbert Bcrger, C. 2, Große Präsidentenstr. 10. Tie Nationalgalcrie ist künftig an allen Wochen- und Sonn- tagen, mit Ausnahme von Montag, von 10—3 Uhr unentgeltlich zu besichtigen._ Berliner Lebensmittel. Tie bisherigen Fleischkundcnlisten verliere» mit dem ItUDianuar ihre Gültigkeit. Ab 20. Januar treten neue Flclschkunden- liflm in Geltung. Eintragung vom 9. bis 13. Januar, auch für die- 1 Icnigen, welche bei ihrem blSberlge» Fleischer weiter lausen wollen. Bei Fristvcrsäumnis bis auf weiteres keine Möglichkeit, Fleisch oder Fett regelmäßig zu beziehen. Zu der Auslegung der Fleischkundenlistcn ist «ine große Anzahl Fleischer n«u zugelassen worden. In der Mehrzahl der Fälle handelt es stch hierbei um Personen, die auS dem Feld« zurückgekehrt sind, und die sich jetzt wieder eine Eristenz gründen wollen.— Nachanmeldunacn zur Eintragung in die Kundenliste fiir Heringe werden von den Kleinhändlern nach wie vor fortlausend arigcwommen. Als Anmeldeabschnlit gilt der Abschnitt Vit der Berliner BezugAsrte. Die Abgabe von Heringen ersolgt dagegen von jetzt ab nur auf Abschnitt S.— Auf Nr. 8S 230 Gramm und auf Nr. SO 600 Gramm. also zusammen SSO Gramm Marmelade. Anmeldung am 0., 7. und 8. Januar.— K S s e v« r t« i l u n g: Bis Mittwoch Im Bezirk der 202. Brotkommifston 123 Gramm Käse.— KleinhandelShöchstprel» für all« Sorten weisien und farbige» Kandiszucker jetzt 0.64 M. für 1 Pfund. Hiernach dürfen höchstens gefordert und bezahlt werden für 373 Gramm 48 Vf., für 250 Gramm 9G Pf. Zuschlag für Verpackung darf nicht berechnet werden._ Grost-Berliner Lebensmittel. SchSneberg. Auch in den BroikommissionSbezirkcn g, 11 und 13 vom t>. bis S. Januar 125 Gramm Käs«. Wilmersdorf. 300©ramm Marmelade, 100 Gramm Graupen.— Voranmeldungen für Kinder auf Kindergerstenmehl, Haferflocken, Milch- süßspeisen, Malzextrakt. Der Verlaus von Fischivaren wird fortgesetzt. 5 Pfund Kartoffeln werden verkauft, 2 Pfund sind aus der Vorrats- meng« zu entnehmen. Allgemeine Ausgabe neuer Lebensmittelkarten vom 11. biS 13. Januar, Charlotten bürg. Fleisch Abschnitt 2a— K. Der Käufer ist der- pflichtet, soweit die Vvriäie et erfordern, auf«in« Fleischkart« SO Gramm Wurst zu entnehmen. Kartoffeln 4 Psund. Abschnitt 2a— g. 3 Psund aus der eisernen Ration oder für diejenigen, di« sie nicht er- yalwn haben, aus die Abschnitte 74— k der Eonderkartosfelkarte. Dt« Gültigkeit der Abschnitte In— lg und 7a— 7o werden bis zum 7. Januar 1919 verlängert. Zucker 9* Pfund. Butter und Ei wird beson- ders bekanntgemacht. Marmelade 300 Gramm. Haserslocken 100 Gramm auf 93. Weizengrieß 100 Gramm auf SS. R ä u- cherwaren ltz Pfund aus 217 und g. Frisch« Fische 1 Pfund aus StS, G« und Hr. Abschnitt 200 behält sein« Giiltigkstt und ist vor- zugsweise zu bedienen. Sauerkohl fteihändig. Im Monat Januar 1919 wird einmalig ausgegeben: a) an schwanger« Frauen im 1. bis 6. Monat auf besonderen Antrag oder so lange der Borrat reicht, eine Einheits kondensiert« Vollmilch oder Magermilch aus Grund von besonderen Berechttgungskarien. Außer- dem auf jede dieser BerechtigungSkarien 2 Büchsen Malzextrakt. An die Kinder im 2. Lebensjahr«, welch« eine A II Milchkart« sür Januar besitzen, einmalig 1 Pfund Malzektrakt. Neukölln. 600 Gramm Marmelade aus Nr. SO. In den Brottom- Missionen S, 4, 3 auf Nr. SS 1 Ei. Speisesettmenge: 40 Gramm Butter und 30 Gramni Margarine. Treptow. IVO Gramm Graupen aus Sb. Aus 20 1 Pfund frisch« Fische. Aus 19!4> Pfund Räucherwar«(Rum- mernausrus) nach Eintreffen der War«. Wcißcnsee. Auf 85 und 86 je 250, insgesamt also 300 Gramm Marmelade. Eicknahm» kann Montag und Dicdistag erfolgen. Entnahme in dem Geschäft, in welchem der Inhaber der alten Lebenö- mittelkarte zum Bezug« von Nährmitteln und Brotausstrich berechtigt war. Alte Lebensmittelkarte beim Einkauf vorlegen. Zugleich werden die Inhaber der alten Lebensmittelkarte ersucht, die ihnen etwa auf Ab- schnitt 83 noch zustehend» Marmelade in dem betreffenden Geschäft in Empfang zu nehmen.— Ter Gemeinde sind Eier zur Verfügung ge- stellt worden, die in der Verkaussstellc Easeler Str. 2 an Inhaber der Krankenmilchkarten, stillende Mütter und Schwangere abgegeben werden sollen. Jeder erhält ein Et zum Preise von 40 Pf. Beim Kauf haben die Inhaber der Kranrenmilchkart» ihre Milchkarten und di« Schwangeren und stillenden Mütter di« in den Fürsorgestellen erhältlichen Ausweis« vorzulegen. Di« Fürsorg« stellen w«rd«n dt« Ausweis« für stillende Mütter am Montag und Dienstag, vormittags von 9—10 Uhr, und sür Schwangere am Montag nachmittag von 2—6 Uhr verabfolgen. Reinickendorf. Aus Abschnitt 176 kSrnien tm Januar 2 Päckchen Süßstoff«ntnommen werden. Niederschonhausen. Aus Nr. 16 für Kinder bii zu 2 Jahren 1 Psund Seiften in ehl. Aus Nr. 26 sür Jugendliche 100 Gramm Graupen. Nr. 86 und 91 je lb Pfund Marmelade. ZuckerauSgabe am 6. Januar. Schöneberg. Bis 7. Januar Voranmeldung für 300 Gramm Mar- m e l a d« aus«3 und 86. ISO Gramm Graupen aus 87. In den Brottommissionsbezirken 1 bis 8. lO, 12 und 14 125 Gramm Käse. Weißkobl,-Sauerkraut wird freihändig verkaust. Bei der Haupttarten- ausgab« vom 10.— 14. Januar werden an alle Kinder und Jugendlich« bis ,« i? Jahren Bezugsscheine für 3 Paket« Milchsüß sp«ise«is- gegeben.___ Lharlottcnburg. Tie W ä hle rs i st«n liegen aus: 1. Bezirk westlich der Schloß- und Susrezstratze): Turnhalle der Luisen- Schule, DonkelmaNlNstr. 26/28. 2. Bezirk(nördlich der Spree, Nonnendamm, Plöüensee, Martinikenfelde, Kalos wer der): Turnhalle der V. Gemeindeschule. Kaiserin-Augusta-Alle« 74. 8. Bezirk(südlich der Spree, Halbinsel, Lützow, Knie, Grenze Mitte der Bismarck- straße bis Sophie-Chprlotten.Platz, Grenze Mitte der Schloßstr.): Turnhalle der Elistrbeth-Sehule, Kirchhofstr. 3. 4. Bezirk(nördlich der Bismarckstraße. Hardmfcergstraße bis Mitte der Knevcbeckitr., Grolmanstroße, Uhlandstraße, westlich vom Sophie-Charlotten-Platz bis Mitte der Stiarezstraß«): Wahlamt. Kantstr. 34, H. l. I. S. Bezirk(vom Knie, Hardenbergstraße, Mitte der Knesebeckstraße, Grolmanstraße, Uhlawdsdraße bit Schönederger Straß« und Ber- ltner Grenz«): Turnhall« der VI!. Gerneindeschule, Joachim»! Hai er Straße 31/32. Geöffnet bis einschließlich 6. Januar von 9—2 Uhr vormittags und 4—7 Uhr nachmittags. Versäum« niemand seine Pflicht. Soziald. Zerttzral-Wahlbureau: Sesenheimer Str. 29, ge. öffnet von 9—7 Uhr. Neukölln.(Seht di« Listen ein!) Die Listen liegen h« u t e von 1— V Uhr und morgen noch von 8—2 und b— 8 Uhr in noch- stehetlden Lokalen aus: 1. Turnhalle Kaifer-Friedoich-Str. 208/10 sür die Sdimmbe- zirke 17—25. 2. Turnhalle Berliner Str. 9/10 für die Bezirke 88, 89, 72, 73. 74 und 75. 3. Turnhalle Donaustr. 120/126 für di« Bezirkt 11— 13 und 71. 4. Turnhalle Weserftr. 12/13 für di« Bezirke 1— 10, 5. Turnhalle Boddinstr. 52/56 für die Bezirke 54, 56— 59, 61, 67 und 70. 6. Turnhalle Weisestr. 19/20 für di« Bezirke 49, 50, 53, 55, 60 und 62— 66. 7. Turnhalle Mariendorfer Weg 72/74 für bit Bezirke 37— 42, 45—48 und 62. 8. Turnhalle Richardstr. 35/36 für die Bezirke 26— 36, 43, 44 und 51,_ Grsß-öerlmer parteinachrichten. Adlerthof. Montag, 6. Januar, abend» 8 Uhr, findet bei Kaul, Bis- marckstr, 43, Generalversammlung des Mahlvereins statt. i W-ißenf-e. Mittwoch, 8. Januar, abends 8 Uhr, Mitglieder« ' Versammlung im„Prälaten", Lchderstr. 122. Beitritte und Beiträge werden entgegengenommen. ' Nöutgental, Buch«nd Zepernick. Montag abend 7 Uhr bei Marx, Röntgcntal, Bärwolfstraß« öffentlich« Wählerversammlung. Referent Redakteur Äenoffe Adolf Domnick spricht über:„Unsere Ans- gaben bis zur Nationalversammlung". I Zeuthen, Miersdorf. Di-nstag, den 7. Januar: Oeffentfiche Volks- Versammlung. Referent: Gen. E w a l d« Tempelhos. ! Nicdcrschöneweide. Üsioniag, den 6. Januar, abend» 714 Uhr, in der Aula der Gemeindeschule, Berliner Sttaße. Vortrag de» Gen. ; 6. Schul t-Steglitz. ! Johannisthal. Dienstag, den 7. Januar, im.Bürgergerten'. Sten- daler, Ecke Parkstraße: Oefsentliche Volksversammlung. Referent: Kandidat Franz G u t s ch m i d t- Berlm-Britz. Eggersdorf. Heute nachmittag>44 Uhr groß« öfientlich« Volks- Versammlung im„Lindwihos. «»senil, al L Die Zahlabende finden von jetzt ab bei Barth, vlftoria- straße 7, Ecke Prinz-Heinrich-Sti., statt.— Heute. Sonntag früh 9 Uhr Flugblativerbreitung. Treffpunkt: Hasenclever. Rosenthal, NIederschönhausen-Weft und Nordend! Heute Sonntag, vormittags 9 Uhr: Flugblatwerbreitung. Dt« Verbreitung findet vom Lokal« Hasenclever aus statt. Cöpenick. Montag abend 714 Uhr im Stad'tbcater öfientlich« Ber- sammlung. Referent: Franz Krüger.— Mittwoch, den 8. Januar, abends 7*4 Uhr, im„Schweizergarten", Lindenstr. 4, Versammlung der Reichs-, Staait. und Kommunotbeamien, Angestellten und Lehrer. Re- ferent Kriininalkommisiar Lehner t.— Im Laufe der nächsten Docke finden in allen 23 Wahlbezirken Versammlungen statt. Einladungen durch Laufzettel, Friedenau. Montag abend 7�4 Uhr im Restaurant„Hohenzollem" loderer Saal), Friedenau, Handjerystr. 64, außerordentliche Mit- , gliederversammlung, I Friedrichshaoen. Dienstag, 7. Januar, abends 8 Uhr, im Brauerei- Ausschank, Ceestraße, öffentliche Versammlung. Redakteur Georg Schmidt spricht über:„Die Wahlen zur Nationalversammlung". Fredersdorf. Mittwoch den S. Januar, abends%8 Uhr, Bezirksabend bei Zibell(am Bahnhof). «iederschönhauseu. Montag von ö Uhr an Flugblattvero breitung. Steglitz. Montag, 6. Januar, abends 3 Uhr, öffentliche Ver� sammlung im„Schloßpark". Bolksbeaitftragter H a e n i s ch spricht über:„Die sozialistisch« Republik'. Reinickendorf. Die Wählerlisten liegen heut« in allen Wahllokalen tm Dezember 1918 folgendermaßen: 402 männlich« Arbeitsuchende, 140 offene Stellen, davon 135 besetzt. 70 weiblich« Arbeiisuchenve, 17 offen« Stellen, davon 12 besetzt, Zchlendors. Wählerliste« für Schlachtcnsee Bezirk 1 im Bahn- Hofsrestaurant bei Jöl, Bezirk 2, 3 und 4 bei B. Miklev, Zehlcndors, Potsdamer Str. 25 und Bezirk 5, 6 und 7 Teltower Str. 2 bei Krclelcr. Hos I, Eingang parterre. Tcminaristeik, die sich für sozialifttsche Ausklärung interessieren, wer- den zu einer unverbindlichen Besprechung am DienStaa, den 7. Januar, vormittags 11 Uhr, in» Lehrervereinshaus, Alezandeivlatz. RestaurattonS- räum, berusen. I. A.: Malpricht, Lehrer. voraussichtliches Wetter bis Montagnachmittag: Ziemlich mild, vorwiegend trübe, mit zahlreichen, im Osten nreist geringen, im Westen stärkeren Regenfällen und lebhaften südöstlichen Winden. Dikiistilg, de« 1. Ißniiar, rinfc 7Mk, t» Charlottenburg, Rosinenstraße 4 und in den Andreas-Festfälen, Andreasftraße: OeMIiede Tagesordnung: grauen, auf zur flationalwai)!! R e f« r« n t e n: f�rl. Wangenheim, Frau Adele Schreiber-Krieger, f?rau Hamburger- Lndtvig, Hermann Lüdemann, Kandidat zum Preußenparlament. UP" Wählerinnen, folgt dem Ruf und kommt in Maffen in die Versammlung. axyg Der Propaganda-Ausschuß für Groß-Berliu. • im Gewerkschaftshaus, Engelufer 15, gr. Saal: öesfeiitlverlämmlimg der Heimarbeiter und-ardeiterinnen. Tagesordnung: Die L«ge der Heimarbeiter and was haben diese von der Neuordnung Deutschland» zu erwarte». Nefereniin: Gcrtmd Hanna, Kandidatin zum Preußenparlament. 26«, Der ProPaganda-TluSschttst. Sc&tEiisirepbandl öelMM'WMMW' u. verklMenulgs- mm qqo manotei smeide s.v. Unftte'erst» SRttjiIirtetnerfammll flnbit ün Seuffdien Hof. Berlin. Luckau«r Zt. Jannar, abends» Uhr, Im neun, Jahr» Str. IS, an Vir»Uten hierdurch alle »ten, d-rselbe» deizu- Znterestmten, d- Vtt vorstund. gez.£ooiturtq.»orsttzenier. strtiltla! Satda Sneia-Wem Kriftbrl Beliebte apeel elnerUe, aberall erhlltllcb. Oeiteralvertriob) Berlin JH., BercetrsSeS*. Für StMkatfcanrc und MoronIaldoAd» Or. 3. Schilers" phyjiol. Nährsalzahn« Diäbtvang, aczN «mpsohl. Prew M. 100 gr. gu haben in«o»> ihcken und de! 0«. ÜuIIu, Sctitter. Barme»«, Wertherstr.» Belehr. Broschüre«rutts. Ära nken- u. Sterbekasse der im allgemeinen Ber- kehrswesen beschäftigten Personen«. verwandten BerufSgen.„Eintracht" (L. a. G.) in Berlin. Bureau: Mnlackstr. 10. Donnerstag, S. Februar 1010, abend« TV, Uhr: Ordenü. Generalv ersammlg, im Restaurant„Dürgerheim", Alte Schönhauser Ettoße 23,24: Tageoordnung: 1. Berioalwng»- und Kasten» bcricht vom Fahre 101». 2. Wahlen der Mitqlieder für den Borstand, Austichtsrat und Schiedsgericht. 3. Verschiedene», Die Mitgliedsbücher miiflen am«ingOBg de» Saale» vor- gezeigt iserden. Um recht pvnttliche» tkrlche!» neu wird ersucht. 200/10 Der Vorstand. Z. Karl Wendt, 1. Vorsitz. Achtung! 3u|.-a«fl. 14ZI Wer ilbcc dm Verbleib de» Gest.»Isrod vstrsch-I. bisher Ins.-Rsg. 130, kam am 4. Ott. mit Hcuiptm. Wolf zum Inf.» Reg. 147, 2. Bali Stab, wird feit dem S. Ott. vermißt, etwa« weiß, wird herzlich gebeten, uns Mitteilung zu machen. Unkosten werden vergütet. 101A »ürfchel, IkeukSllv, Brusendorf« Str. I I. Lrfinüer große Erfolge! Rat rur Verwertung und Anmeldung von Erlindungcn kostenlos. IML" lonSdeotsebes Patentbüro, Berlin, Fricdrlcbstr. 9, 9— s, Sonntags Ii— i. Vermitzt wird Musletler wisti Thdn». bäh». Z.«all. 0, flomp. Snferot.• Agt. 20, feit dem 2. 9. 18 au» dem Gefecht bei Bagnicourt nicht zurückgekehrt.! Kameraden oder Elter», die Nachricht von Teilnehmern oder Angehörigen haben, werden »rieten, nähere» an Witwe dSnedSdn, Berlin, Klopslock- »trade 82, gelangen zu lösten. Unkosten werben vergütet. d Kranken- aJegrübnlskasse der Seifensieder und Bemlsgenossen zü Berlin. Sonntag, den 9. Februar 1919, in Wollfchlägers Feststilen, Landsberger Str. LS: Orb. tgciieralversammlung Tage» ordnun g: 1. Kastenbericht. 2. Bericht der Revisoren. 8. Vorstandswahl. L Etawtendnderung(Aende- tuna des{ 24 Abi. 3). 5. Ber- fchichene». 290/9 Der Vorstand. I.%: Karl Oeislcr, Kassierer, Cöpenicker Str. 123. Grofier Tanzsaal und SUstmeationttSuaie in belebter Segend Erotz-Berlino We'n Offenen an m. Nein, Berlin Reichenierger Straße 88. l«td Für lkrhaltung der Leistung� fäbtgkeit der 0ri»trane»n- rast« dar«vürtter wird auf Grund des h 891 der Reichs- versichormigsorduung vorläufig bis zur satzliug-müßlgen Neu- regelung verfügt: Di« Beiwage werden vom 8. Januar 1919 ad aus • Proz, de» Srundlohn» erhöht. Segen diesen Beschluß kann binnen einem Monat dehn Odcrverstcherungsamt Sroß- Berli», welche« endgültig ent- scheidet, Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerde hat keine aufschiebende Wirlung. Berlin, den 4. Januar 1919. OcrfUbccunflaami der Stadl orttla. Z.«. Dr. Meyer. Berflcherungsamt d.StadtBerlin Taged.Rr. Verf.«.a 19. Berlin, den 4, Januar 1919. c 2, Klosterstr.«-, 67. Waifen- _ straße 88. 27feo Kriegsanleihe! Ltändl« tülanteste K8u(er!;s,Äi.5;;. Offerten unter 10 OOB durch HaaaaDStalB« Vorler, PoUdamcr Str. M> Verloren am 1. 1. gegen 8 Uhr». 480 in Pavicrg-id, in einem»e- schtlftskuvert vervackt, von armer ersaßpfitchttger Konto- ristin, die dadurch im Verdacht einer dösen Handlung steht, aus dem Weg« von Boxhagener Straße 10 nach Neuköstn, Emser Straße 108/106, unter Benutzung der Sttttit Buhn bis Warschauer Brücke und der Stadtbahn bis Bahnhof Reu- tdUn. umgestiegen auf Bahn- Hof Treptow. Finder wird, um den T-rdacht auszuschalteii, gegen allerhöchste Betvhnuni, dringend um Rückgabe ersucht *,« Wolf, iÄT 1000 Wrk beü-wllg demjenigen, der eine braun« krolodttlodorn.««entasch». "nhait 8 gelbe Umschliige, für Inder wertlos, in einer ge- HIossenen Auto droscht» Don- nerstag abend gegen 8 Uhr oder später gefunden hat In- Haber geht au» Inhalt der «kten genau hcrnor. Mappe abzugeben Hol I Di;;to(. JßUitärsachen, Becken werden In 3 Zagen«adollos farbecht umgesiubt. Färberei Hanl!, Berlin C. I«, ScidcUtr. 80. «»gründet 1881_ 40/4 Graupenmühlen, kräftig gebaut verschiedene Gr, unenidehrt für Kanttne, Nestau- rant», Haushalt, und Kleintier- halier, verkauft K. Vrodlonskl, kerlin S, Lehniner Stt. 7, Näht Ha'euheid?. Schriftliche Anfr. werden beantwortet. 192/11' pisno IRL» »der Alftzol ev. Baruesalnm liftauf von Juwelen. I trotze Brillanten, tzcrlenkollierö u. onttig. Sbelftein- Bchmuck tmift .» grei chLo., L.m.d.ti. I Ncrltn.KanonierftO' I gelangen äußerst 1470 gediegene Speisezimmer, fchmergeschnidle Herren- zimmer. aale Schlafzimmer zu dillioen Preisen zum Verlauf. Besichtigung lohnt. 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Volkshaus Charlotten bürg, Rasinenstr. 4 Theater am Kottbuser Tor, Kottbuser Straße 6 Prachtfäle Att-Berlin, Vlumenstr. 10. Kindl-Äusschank, Neukölln, Hermannstr. 21o. Aula der Schule Belziger Str. 48/33, Aula der Schule Barbarossaplatz. Thema: «O/t« Sozialismus w der Nationalversammlung. Redner: Die KfiiidiWen M»ersastaggebeidt» NttsammliiW im Reich iiud Preußen Dittmer. R. Fischer. Frank. Fröhlich. Heilmann. Heimann. Heller. Hübner. Kohn. Krüger. Mirns. Pfannkuch. Poetzsch. Rickelt. Ritter. R. Schmidt. Uepuerzcds Sterte- nnd Kranken- Unterstützungs kasse No. 23. Am 11. 3anaar 1919, add». 7'/, Uhr, im Kafsealokoh Linienstr. 8; Ge«Ml'MsSW!W Tagksordnuiig: I. Ncchelischaftsbericht. 2. Wahl eines Vorsteher« und 8 Stellvertretern. 8. Wahl eine» Revisor« und 2 Stellvertretern. i. Abänderung der§§ 10, 26 und 37 der Sakunaen. S. Verschiedenes. 8396 See vorstand. KiniS®rhGiBn Kleinstadt i. Mectlbg.-Schwerin — viel Wald, See—, Bahn Berlln-Hambg., Zentral Heizung, elektr. 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Januar 1919, adeud, Vh»Hr. bei mein, Hafenheld» 89. Zageeordnung! 1. Bericht der Bertrauensieut» und der Kovnntfston. 2 Verbanbeangelegenhette». Flngzeugbctriebe. Mittwoch, den 6. Januar 1»19, abends 7 Ahr. im Arbeitoloseasaal, Rungestr. 89. Cs ist �sticht, das) all« Betrieb« Vertreter«ntseitden. Stellmacher. Mittwoch, den t. Januar 1910, abend» V»Hr. bei Huwwet, Sophiensrr. 2 Modell- und Fabriktifchler sowie Modelldrechsler. Dsnner-tog. den 9. Januar 1919, abend, 7»Hr. bei Wald. Pstugstr. 2 Branchen- Versammlungen: Bezirk Oderschöneweide. Dienstag, den 7. Januar 1919, abends•»Hr. »et Warneve. Wilhelminenhofstr. Ib. Tagesordnung! L Wahl de, Obmanns. 2 verband«> und Bezirtoangelegenheitrn. Stockarbeiter. Dienstag, de» 7. Januar 1919. nachMittaea 3»Hr. bei Staden. Micha, lfirchstr. 22 Knopf- und P erlmuttarb eiter. Mittwoch, de» S. Januar 1919. abend»>»he, bei ffleeioe(Verbandshaus), Rungcstr. 80. Tagesordnung: L Unsere Forderungen zu den bevorstehenden Tarif- Verhandlungen. Ref.: Kollrge Neumana vom Hauptvocstand. 2 Dwdission. 8. Brrdandsangelegenheiten. Bürstenmacher. Donueratag. den 9. Jana«» 1919.»beud» V/,»he. im Arbeitslosensaal, Rungcstr. SO(Verdandshau»). Tagesordnung: 1. Bericht vber hie Tarlfoerhandlungcn mit den Arbeit- gebern. 2 Branchen chtgelegcnheiten. 81)17 Di« Ortsorrwaltnng. kMe»' i. SMMe»er Naiierel- «rdeiler Ii Verll» lZ«lS»tzWe). Vonutag, den 2. Februar, vormittags 10 Uhr, bei Wilke, Gestustianstr. SS: General- Versammlung. Streiklokale de« SD,'S :j«r»biet. Schönebem. Hauptstratz». reih, Kurfiirstenbamm M5. r, Blllowstr. 58. vMMkSlielKllMklSiieWlI Die Kollegen aus den verschiedenen Stadtteilen treffen sich zur »oatrotle in der Zeit von 19—11 und S— S Ahe: Westen: Schwarzer »rufchwir ?Viem er, Srdmaan. KSthiner Clratz« 17. Wolter, Köthener Straß« 48. Friedrichstadtt «rtadet, Zimmerstr. 30. ArShtlch. Taubenstr. 42. ASset. Kleine Mauerstr. 6/7, Jestraw, MIttclstr. So, Müller, W-idendamm t. Brust, Manerslr. OL Rietz, Friedrichstr. 44. Zentrum! wegner, Seydelstr. 3L Walter(Holet zum LSweu), Iiidenstr. 55. aostee»ad»estauront. Neue Kßnigstr." »estauraul, Große Frankfurter Sl 52 92 Süden, Neukölln: Restaurant zur yondelsstOtt», Friedrichstr. 12 Aritz Taeger, Hasenhetde. Sonstige: «.«ei«. Ackerst?. 68. Ehorloltenbnrg. siaisor-Fri-drlch-Gtrsß« 32 Hör', deutsches Volk, Was wir Dir sagen: Noch enger werden soll Dein Magen. Wa« Tausenden noch frei zu taufen stand, Soll Dir entzogen werden.—, Das»otzflelfch war während»es Kriege» Das beste Fleisd),- weil es»u haben:--. Und wer nicht dumm— der tonnte sich— Mit Wollust daran laben l Da« Hungergespenst, ein Vostsdetrug l. Dorgcgaufell von den Herren,— Der Kapitals- und Krirgsgesellschasten, Die am settcsten vom Hunger— Des armen Volle« werden! Muß adgrschllttelt werden 1 Nieder mit den Kriegsgesel �. Nieder mit den Ansveutern l Nieder mit der Deutsche» Voll, rette und wehre' Noch ist»» siett i Che e, zu spät. Zerbrechen wir die Selten»er Stlaoeret, In Güte«der mit Gewalt ist einerlei, »ewerdefreihetl wogen wir habsa t Nut diese bringt uns Arbeit und Brot,— Und schätzt uns vor Elend und Tod I Wir tämpfen für alle,— die Hungrigen, Die Arbeits- und Brotlosen, Nur nicht für die Feinde de» Bolle«: »Die Drohnen und da« Schmarotzertum 1- zeit hat, erschein« am Dienstag Äter Z Aorwtttag 11»), aor'm tlehrernereinshau» Di« arbeitende. Sind besonder»«wgeiaden. Fleischergesell«» »), Ahr aar'« C MUtanöetplafa . wie arbeitslosen ____________ eingeladen. Schutzverband der Rotzschlachter Berlins Der vorstand._ Der vettzugurat. 7105 Sag esoednung: 7. ZftstceShtrläü dt» ersten Kassierers, de« Vorstände» und Ai'.sstchtsrate». 2 Ersatzwahl de» Vorstände«, ersten»afflerer», rcL'en Vorsitzenden, zweier Beisitzer und dreier Ersatzmänner. Znuere Kassenangelegenheiten, darunter Beschwßsafsung über da» sZublitationsorgan der Kaste. Di» Versammlung wird vllnltltch eröffnet.— Mtgliedsbu� Der verstaud. Z. h.«rtzte MM i>. SAM. SAeldellWeii M SöMMM«WMS. Sewemmtii dn MeiOei/, Uhr, im GewerlschaftShause, Engelufer 15, Goal I; WG-Grotze Versammlung'WU aler in der aef«ntten Heirenksnfektion be- schäftigtcn Zuschneider u. Zuschneiderinnen. Taaesorbnuna: Bericht und Beschlußfassung über die an die Arbeitgeber zu stellenden Forderungen. Nur Mitglieder, die mit l » Wochen Im Rllitsianb» sind, werden am Saalel gahlreiche»~ eder, die mit ihren Beiträgen nicht länger als Rüdfund, sind, baden gntritt- Aufnahmen 'j\TTai|B|Ml s"li|t9"'3fn°|>Uf9......... ig tzerwaltunflsltellc Berlin• kl. 54, tlnicnltr.$5—85 Geschäftszeit von 9—1 und von 4—7 Uhr. Telephon: Amt R-rdcn 185, 1239, 1287, 9714. Montag, den 6. Januar 1919, abends 6'/z Uhr: Gruppenversammlung der Wertzeugschleifer in den HumboldtsSlen, Husttenstr. 40. Tagesordnung: Bericht über den»olleNt»- vertrag. 125/1 Achtung I Jeder Kollege Ist verpflichtet, pünktlich zu erscheinen. DienStag, den 7. Jannar 1919, abend» 7 Uhr: Vranchenversammluttg der Autogeufchweister und-Schweistcrinncn im GewrrtfchaftSlsauS, Sngclufer 15WW..________ Grotze Versammlung 2 Diskussion. 2 Branchen- werden ersucht vünMich zu erscheinen, da erden mutz. ! Uhr geräumt wer Mittwoch, den 8. Januar 1919, abends b Uhr: Brancheuversammlung aller in der Tchraubenindustrie beschäftigten Ardeiter«. Arbeiterinnen in SraumaunS Festsälen, Nauuyustr. 87. Tagesordnung: 1. Ergebnis der Verhandlungen zum»oll«»»». '-----" 8. Verschiedencs. t Kollegen und Kolleginnen ist»a» Die 0rt»uee««lta»M. aertrag. 2 Dt, Das Erfcheit bedingt notwendig. Ae NasseLmjaMMluvgea der ArbellSlosev. Achtangl Arbeitslose Grotz-VerUn! drei Versammlungen aller ardeitsiosen Frauen und Männer statt »iege»ollce, Naierrnt: Denosie tiehüneedt. Treptower Spielwiese, Referent: Denoff» vunelcre. chnmbolbthGÜ, Neserent: Denoff» trdebe>ne. E» ist undedlufH Psltcht eine» leben Arbeitslosen, zu erschewe». Der Arteiterrat»er Arbeitslosen Stoß-BerUn». «36-_ s,«,! z. Weiß, Ali« Iakobstr. 72 Achtung i Buchdrucker!«chtuugt' Am Dienstag, den 7. Januar,»arm. 16 Uhr; Arbeitslose»- Versammlung Saphtea-Sll!»50 29,« Blusen tr» ÄÄ 19.50 25- 32.. Blusen a'ÄÄ 39- 48- 65.. Kleider"Li.frC"" 58- 85- 98.. Kleider S"SSÄi 75- 98- 125.. Kleider 125- 175- 260.. T)•• 1«u» Torrügl, aehwarz.<5 et 4 Q JlV.OCK.6 od. marineblau. Stoßen tO."» Mäntel:s� Ä'1": 65- 98- 185.- Jackenkleider... 195— 245— 312.» BERLIN C Spanctauer Str, 16 Seidenstoffe Bluscnscide ferbig Meter 9.75 Sckottisck karierte Seide...... Metei 10.75 Rems. Sckleierstoff i /- ye gemustert, 100 cm. Meter L�*C0 Glanzseide doppeltb�L 29.50 Gkmakrepp»chwarz.weifl-0„„ und farbig..... Meter Ol-KAJ Mantelseide 100 em. Mtr. 39.00 Astrackan 110 cm, Meter 12.50 Plusck gemustert.. Meter 29.00 Gegründet fSiS Tisthwäjche Weißes Leinen mit Dirchbrüchen b. 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Wie es ge- legenilid» notwendig wurde, von irgend einem Gutzstück«inen halben Zoll hevunter zu schruppen, wie man dafür die dickste und längste Strohfeile herbei holte, noch einen Kasten voll schwerem Eisenzeug darauf setzte und wie dann zwei Mann mit dieser Vorrichtung zwei Tage schruppten und dabei so manchen Kasten Flaschenbier vertilgten. Dies« Zeiten sind längst vorbei. Heute ist der Gebrauch der§reile bei nahe eine Ausnahmeerscheinung geworden, denn die Frais- und Schleifmaschine richten jedes Werkstück zur Montage fix und fertig her, sobald es nur einmal richtig in die Maschine eingespannt worden ist. Di« Wirkung dieser neuzeitlichen Arbeitsmaschinen ist einmal natürlich für den Unternehmer erfreulich, denn die Werkzeug. «Maschine leistet selbswerstöndkich schnellere und billigere Arbeit, als es der Betrieb von Hand je könnte. Sie ist aber auch für den Ar- bester von Vorteil, denn sie setzt an die Stelle einer aufreibenden und stumpfsinnigen körperlichen Arbeit eine Tätigkeit, die der Ab- tvechseluny nickt entbehrt und stellenweise sogar«cht bedeutende geistige Ansprüche stellt. Es sei beispielsweise nur an die Tätig- keit' der Anreitzer erinnert, welche komplizierte groste Gußstücke für die Bearbeitung mit der Werkzeugmaschine durch Anreißen «tnd Ankörnen vorbereiten, oder an die Einrichter, welche die Stücke für die großen Drehbänke einspannen. Der Arbeiter ist hier der Herr der Maschine, die ihm die grobe Arbeit abnimmt und nur ein« Beaufsichtigung und gelegentliche Steuerung verlangt. Ja, diese Arbeit wird beinahe zur Kunst, wenn wir uns der Präzi- sierungSschleife«' zuwenden und beobachten, wie Teile den moder- wen Kraftwagen auf tausendstel Millimeter genau abgeschliffen werden Leiber aber hat dieS erfreulich« Bild auch eine weniger schön« Kehrseite. Es gibt eine ganze Reihe von Werkzeugmaschinen, an denen die Avbei: so zieml'ch daS Stumpfsinnigste ist, was man sich denken kann. Dazu gehören die Stanzmaschinen und insbesondere die.Kleinstanzmaschinen, welche beispielsweise mit einem Schlage eine Zigarettenschachtel, einen Topfdcckel oder dergleichen herstellen. Die Bedienung bei diesen Ddaschinen besteht in der Hauptsache darin, aus einem vorhandenen Vorrat ein Stück Block zu ergreisen und auf die zehntel Sekunde genau in die Maschine einzuschieben. Es ist also eine Arbeit, die keinerlei Vorbildung erfordert und daher fast immer von Frauen besorgt wird. Aber diese einfache Arbeit wird durck ihre Wiederholung fürchterlich. Auch wenn die Stanze nur mit sechzig Stößen in der Minute arbeitet, so muß der Maschine im Laufe eines zehnstündigen Arbeitstage? 86 OOOmal ein Stück Metall in den ewig hungrigen Rachen geschoben werden. Der Ar- bester, der solche Stanz« bedient, muß selbst wie ein Automat ar- beiten. Eine allgemeine Betrachtung der Verhältnisse zeigt nun, daß die EntN'ickelung hier stecken geblieben ist. Die Gründe dafür scheinen mehr wirtschaftlicher als technischer Art zu sein. Denn eS gibt für eine ganze Reihe von Arbeiten bereits solch? Stanz. Maschinen, welche sich das einzelne Blech mit Hrlfe eines Pneu- matiscken Greifers lelbstiätig von einem Stapel nehmen und in die Stanze legen. Es givt für Sonderzweck« beifpielSweise für die Herstellung der gezahnten Nnkerblecbe sogar solcke automatische Maschinen, welcb« das einzelne Blech nicht nur selbsttätig einlegen. sondern auch während der Artest Zahn für Zahn Weiber drehen. Hier konnte man die Automatisierung bis zur Vollendung treiben, weil der Bedarf an solchen Ankerblecken derartig in die Millionen gebt, daß sich jede Anlage danir, welche Menschenanbeit spart. schließlich gut bezahlt macht. Hier hat also die Entwickelung bereits dahin geführt daß«ine durch ihre Eintönigkeit zermürbende � Arbeit fortgefallen ist, und daß d-rsur eine Anzahl sinnreicher und ! ko'nvlizKrie" Speziaimo c;:'.t hochstehende und entsprechend lstä bezahlte Arbeit an die Stelle geringwertiger und gering entlohnter getreten ist. Es wäre nun ein Ziel, aufs innigste zu wünschen, daß diese Entwickelung möglichst allgemein fortschreitet. Bei de» heutigen Stande der Dinge hat die Werkzeugmaschine im? zwar die grobe I mechanische Arbeit abgenommen, aber sie hat dafür vielfach ein« Eintönigkeit in die Arbeit gebracht, die geradezu demoralisierend wirkt. Wie ein Märchen klingt es uns heute beinahe, daß es ein- mal eine Zeit gab, in welcher auch der Handarbeiter an jedem ein- zelnen Arbeitsstück sein« Freud« hatte und«S mit Stolz aus der Hand gab. Aber diese Zeiten müßten wiederkommen, und sie können wiederkommen, wenn man die Automatisierung unserer Werkzeugmaschinen zielbewußt bis zu Ende durchführt, wenn man jede rein meckanische Tätigkeit der Maschine überträgt, und dsm Menschen nur diejenige Arben überläßt, bei der wirklich zu urteile« und zu denken ist. An sich lag diese Enstvickelung natürlich schon seit langem in der Lust und vielleicht wird sie durch die nouea polttischen und wirtschaftlichen Verhältnisse weiter beschleunigt. ES ist vielleicht nicht uninteressant, bei dieser Gelegenheit cineS anderen Gebietes zu gedenken, auf welchem die Automatisierung bereits große Erfolge zu verzeichnen hat, nämlich der automatische« Telefonie. Hier ist eS gelungen, alle Handhabungen des Ver« mittlungSpersonals. als da sind die Prüfung der gewünschten Leitung. die Gäbung des Besetzgeichens, falls sie besetzt ist, die Her- stellung der Verbindung, falls sie frei ist und die sofortig« Trennung der Verbindung nach GesprääbsfMuß in rein automatischen Weise geradezu mustergültig zu lösen. Bereits sind große aus- ländische Zentralen, wie Rom, Stockholm, Amsterdam und ander« nach dieser deutschen Erfindung automatisch ausgebaut, während in Preußen unter der alten Herrschaft dafür wenig Jntereffe war. Aber auch in Bayern haben wir bereits solche automatischen Aemter und ferner in großen Privatbetrieben, wie beispielsweise in de« Kruppwerken in Essen ein automatisches Amt für 10 000 Teil-, nchrncr. Auch hier würde die allgemeine Automatisierung dazu führen, daß die eintönige aber anstrengende und nervenzerrüttend« Arbeit der VermittelungSbeamtinnen künftighin wegfällt, daß da- gegen ein Stab von gutbezahlten AmtSmeckamkern sein Auskommen findet und daß die Verbindungen selbst ungefähr um 50 Proz. sicherer und schneller erfolgen, als bisher. Führen wir also die Maschinenarbeit wirklich konsequent bis zum End« durch, so werden die Nachteil«, die ihr heute noch anhaften, verschwinden und die Arbeit selbst kann dem Arbeiter wieder eine ästhetisch« Freude be» reiten, wie einst m den besten Zeiten de? deutsche« HandnerkeS. Cpernbaos Kößigskinder. Anfang 7 Uhr. Schaasnielhaus Oöielio, derffohrf.foDetjig. � Antang� Vi, Uhr._ Volksbühne Theater an Blilowrfatr. Direktion Friedrich Kaytier. Uhr: TV, Uhr; Stoß für Maß. Wfllielni Ten. Direktion Max Hemnardi Oeutaehns Th»ater. »Uhr: lltdia üeMer. 7>/z! Und das Licht tchclnet In der Flnaiemls. Montag 7,z: Die Büchse der Pandnra. Montag P/t U.: Die Büchse der Pandof»._ Theater L«f. TertanillffFr.TöMliiieii| Eoimtug, bot k. Januar rtlD Nachm. S Ubr: «olksbllhnr: MaS für Schlll-r-TH"'" TSetlfbtta.—«Ine 1 IqueL .:®fc Tilnufucha .iDyckeroatie Erben P. ftens: Sic$oüa prinjesfiit. Oochenlags abends ttent t. bis U Januar. I Ballsbühne: Die armseligen I Vesendinder.— Wilhelm> Teil.— StomBbic der Liebe.{ Leisetaa-Thester. H Direktion: Victor Barnowskv. ZU.: Perleberg-Partie Pikett.. V/t Uhr Der SchOpfer. Montag; Marquis ren Keltb. Dienstag; Der SciiOöter. Mittw„ Nonn.: Der Schöpfer. Freitag: Peer Ornf. Sonnab., StiJ.: Der Schöpfer. Montag; Hcrquls roa Keith. Deatsehes KOnstler- Theater. 3 Uhr: Der Blaufuchs. Heute u. folg. Tage TV, Uhr: Nacbtbcleuchtanc. Mittwoch nachm. 4 Uhr: Die Reise Ins Seblartflenlind. Dira C. Meinhard- R. liernauer Nachm. 3 Uhr:«rdxelst. Abends'/,H Uhr: Bielei. Montag: Musik. Dienstag: Musik. Mittwoch; Eseicl. Donne staq; Musik. Freitag: Musik. Sonnabend; Eselei. Sonntag abend; Musik. Sonntag nachm.: Erdgeist Montag: Eseief. EoaSteliaGS an«er Marscnallhrücka Nachm. 3 Uhr; Die Ehre, 8 Uhr: Berliiier Theater Nrn. 3 Uhr: Die tolle komteft. i/ti uhr: Sterne, die rrleder leuchten. Mittwoch nachm. Vif Uhr: Letzte Märchenvorstellung: Lläi's Mürchenreise. Trlaaon-Theaier. Bhl.Frledrichstr.Ztr. 4V27J3QI Nachm. Z>/, Uhr kl. Preis«: SchneeviUcbeo. Täglich V/t Uhr: Der gute Ruf ron Hermann Sudcrmann. Ida Wüst, Bruno Kästner, nuso Flink, Franz SchOnleld. Mittwoch ZV,: Aschenbrödel. Donnerst ZV,: Rotkfippchen. Freitag ZV,: Schneewittchen. Sonnab. 3»/,; tHiasel n.CreieL Residenz-Theater. Bhl. Jannow ubr. Kgst. 228. Täql.»/A« ute z. 408. Male: Eugen Burg Der Lebeisscliiilsr ron Ludwig Fulda. Mittwoch 4 U.: Rotkäppchen. Freit 4 U.: Hansel u. OreteL Sonnab 4 U.: Schneewittchen. Tftifäter für Sonntag, den 5. Januar. Mittwoch S i Cis 7 Eütisn. Rose-Theater. 3 Uhr: Der Waffeuschmlcd 7 Vi Uhr: Ita« DrolzBÜderlhann. Oastxp. d. Priedr.-Wllh. Theat Tfeeater ßer FHÄsMi dät Friedrich, u. Llnlenfltnüe. Sfelid) TV,: Sterben S650. Drei toHe Tage. Operette von gorlig. T.Mtllendorf, Hellniulh.Oeort. Casioe-Theater. Dtljcliifl. Str. 37. SSüL»/,« Ul>r: Der erfolgreich fie �chlaqer! Ii NÜßö. Borher erstki.rsflge EpezwNtSten und der urromlfeh» NÜgeti. Sig.'>i/,: Friede auf Erden. --- Tili r~i i im..............." --- Heute---- S Torntoilonigen 8 Passage- Theater Unter den Linden 22. Dir. M. Soliman. 2 Uraufführungen 2 Denn höher als die Liehe steht die Pflicht. Drama In 4 Akten. Hauptrollen> KU» Pankao friert rieh Kühne Hugo flink. Ein PäMil Lustspiel In 3 Akten mit Ilse-Bois In der Hauptrolle. Z-,z Uhr K'elnc Preise. Kind d.HS'fte! V Apollo' Theater Dlr.i jBtnea Klein. Friedrichstr. 318. r/4 7*/d Sonntno» S'/j und Persönliches Auftreten. d»»«Sliverllhmtsn Komponl»t»n VF a Derselbe dirigiert seine eigenen neuen Kompositionen bei verstärktem Monstrc-Orchester.— Komponist der„Polnischen Wirtschaft",„Keuschen Susanne",„Puppchen",„Kino-Königin" usw. sbwIe ein PJE�n-Var�8�■P�D5Fl!Il!nu�lterD�1�nuA6',s%Teuea"f,"1 1 Sonnt. SV, LTirJed. Erwachs. 1 Kind frei. Theater k. ab lOUhr.nunterbr. gcOftn. ■ D"'v DOM Donnerstag, d. 9. Januar, abends 8 Uhr: Orgel-Konzert von 715D* Walter Fischer. Mitw.; Sidney Biden(Barlton), Kontertmeister R. Oeman(v. Berl. Opernh.). Eintritt frei gegen Entnahme eines Programms. __ National-Theater_ ..openickcr Str.68. TägL?1/»; 5 Min. Jannowi zbr. opertS.enertoi g i Prinzenliebe. �■onMafi Po�se m't Ow.! KonzertaDir. H. Wölfl u. J. Sachs. Konzerts. Hockach. Donnerstag, 9. Januar, 8 Uhr: Konzert mit dem Phllharm Orchester Riefe Queling(vio« Dlrig.: Camillo Hildebrand. Vlol.-Koaz. v. Mozart, Braiuni. __ Bach; Partita E-dur für Violoncello._ U.T KorfOrBten lamm DI« dritte«acht mit nazshcuerem Erlslß CARMEN Rola Ho?ri. Harry Litdfk* Kegle: Ernst Lobltcch Anfangszeiten 6';» S'/4 Uhr (Sa.ntag 4, S, 8 Cbr) Vorverkauf an der Kasse 12-1 Uhr U.T Prledrlehstran« LeliSfl a Ten Ktüturfllm von Dr. Pool Helssaer und Georg Jaeoby mit Hanna Ralph, Emil Janningi , Ahlangszeltca d1/. th;, Üht (Sonntag 4, 8, 8 U kr) U.T Nollendorfplata Die Rivalin ■ohanaplel- 4 Akte mit Margarete he ff \ Canz-paiai jtheinisehe Winzevlanben Ml Tagiiclt: firoSer Bali. T' Dali- Orchester: Heinz Schmidt. Skandinavla May U.T Moritzplat« U.T liasenhcid» U. i BebSneberg ßis SfÄ�en nieder Sokts, c. Bar 1ha?. Sutlnert Boman U.T Unter den Linden üls F07:r!tia liiiöDlaljEr SAktb aus dem nsslseä. UaUebes U.T AlezsjidsrpUtz Maria Fein im Sehansplal „Cer Wahn ist kurz." U.T Wetnbergrrei Der Steilrerirefcr Stuart Wobbs 25. Abentener mit Ernst Rsleher U.T Betniekoadorf rstrasM Das Mäde! vsm flailet Luswpisi in 3 Akten Ossi Oswalds- Harry Liedtks Begle: Ernst Lubttseh 1 höSliBösiupu frei! In beiden Vorstellungen das gr. Jaiuar-Progr. und „Oberon". .PraBe'�/n 416X00518�1312 Crass Waiden— John vom Zlrkas Busch $8$* und das große Rlesenprogramm. gegenüber Bahnhof jKönigstadt-] Kasino Vcrgnügucgspalast {Holz(narktst.72i I Al�nnderetr. 21. 1 Igj�TiricbTUhri lim KabafenTl Das kolossal» jMnar-Pfögrairitn, iNachd.Vorsteliuog] Gr. Tanz-Reiinioii. [Dtimes Theater am Nollendoripiatz. | BQlowstr.ö. Lüttow 2303. ßas neue Januar- Programm. Erstklassige Spezialitäten. Soldaten haben Feien Eintritt. � Unterhaüungs- � Restaurant Wien-Berlin Jftgerstr. 63 a. Philharmonie. Freitag, 10. Jonnar, T1/, Uhr: Lieder- und Arien-Abend D u" X Arien von Mozart u. Pucclci! Schillings, Pfiarner, j Lieder von Schumann. Am Klavier: Kapcllm. Bruno j Sefdter-Wlnkter| Karten 8, ch 4, 2 M. I Beetliovensaal. Freitag, 10. Januar, TV, Uhr: n. Konzert mit dem PbUhann, Orchester FRITZ BUSCH fißax Pauer Roger, Slnfon. Prolog; Mozart, Klavier-Konzert A-dur; Brahma, Slnf. Nr. ♦.' Karten 6, 5. 4, 3, 2 M. Bcchsteinsool. Sonnabend, II. Januar, 8 Uhr: Konzert Margarete Wachsmuth(aesang) Magda Siemens(wa»� Stephen Heller, Liszt— _____ endclssoll Karten S, 4, 3, 2 M. BKtthnersaal. W«rUe von Herrn. Scholtz, l Lieder von Llszt, Mendelssohn, Franz. Sonnabend, U. Januar, TV, Uhr s A Tänze NITA BERBEK Neues Programm. Am Klav.- Egger Cleve.| Karten 8. 6. 5. 4 3. 2 M. Ernas Walter Viktor Ritter Willi Lille Georg Neumüllsp Ct. Xaufung . Kaoella Gustav Gottschalk Blülimör-Örehester LOtzuwstr. 76, Blütbuersaal, M. Konzert. Dlrig.: Paul Scheinpflug. ose Watter(Sop'-an) weioe Vorzüglfdie Kiirlie Anfang 6 Uhr EHitrln frei Alte Qarnlson'Kirche, Neue Friedrichstr. 46 Sonnalk, 11. Jan, 8 Uhr: Orgelkonzert Walter Drwenski mit dem Pbllh. Orchester Dirigent: BfaX»6016? Händel, Konzert B-dur f. Orgel u, Orch.,- Bach, Toccata e-dur f. Orgel; Sinfonie f. Orgel u. Orch.! Welncprtner, Qelilde d. Seligen; Drwenakl, Konz, C-moll f. Org. u. Orch. Karten 8, 6, S, 4, 3, 2 M. pefinstlcrhaus. Eigene Dichtungen Joseph PETERHANS (Theater in d. Kflnlggrätzer StraBe). Sonntag, 12. Januar, 7 Vi Uhr; Lieder zur Laute RANDOW Karten 8, 6, 4, 2 M. Liebeswirren. („Lache, Narr...") Hauptdarsteller: Friedrich Zelnik Charlotte ßöckiin. Eegie: Alex Heinz. Das vom Deutschen «TolT EdDard Kandl nhaus, Charlottenburg. Die letzte Liebesnacht der Inge Tolmein mit Leoniine Kuhnborg. Begi«: Bichard Eichbcrg. Aotaug 4 Chr. : Famillen-Kränzciien. Von 4 Ur ab: OroBer Ball. Königstadt- Rasino 72 JioIzmatftflraSe TL Qeufe Sonntag: Im Ballhaus— oberer par- lettterier Feftfaal: kfvw BallmuM unter Lelinna des Musildireflors Schlosser. TcnOeihiNd: Ballettniei'tcr Aiechttnann. Anfang S Uhr, ErZisnung 3 Uhr. Sealmäntel moderne Form, feinste» Seiden- fuiter, billig abnineben. Stauer Sazar üiaiscr-Wilhrlm-Str. Iii, am Alexandecplatz. 692* H:ai«nt«raitii)iuimtiiiitiiiiiiiiiiiuui(«iiiitiiiiHmiitiiiiiiiiiiiuniti)iiiimuHtiHB M.oza.i?t 83 a, a. X Die Edelsteinsammlung Detoklivschauspiol in 4 Akten mit Vlgoo]Lia,x*sen HoMilen-YeMiss-PaU mit Bruno Schenk (Eine Schaustellung «eitsamer Wunderdinge.! Willy Prager Neu« Vorträge. Dr. Angelos Lebender Marmor sowie der große Varietd-Spieiplaa! Kottbuser Damm 76 (Hohenstaufen-Säle) Philharmonie. Mo tag, 13. Januar, TV, Uhr t IV. Konzert mit dem Philharmonischen Orchester WEINQARTNER sol: Julias Sulp Weber, Ouvert z.„Oberen"; Montcverdi, Lamento d'Arianr.a; Schubert, Lieder m.Klav.-Segk; Tschalhowaki, Symphonie pathdtiqut. Oeffeatllche Hauptprobe: Sonntag, den 12. Januar, mittags 12 Uhr. '_ Karten hierfür ab Donnerstat. Singakademie. Mittwoch. 22. Jannar, 8 Uhrt III. Karamermuslk.Abend Fie de mann« Quartett Korten 6, 5, 4, 3, 1�0 M. Karten f. obige VeranstaUnngen bei Bote 4 Bock. Wertheim was Pbütaarnioale, Sonnabend, II. Januar, T' j. j Arten, und Duetten-Abend. Jadlowkep, Bronsge&st. ■o I CO Am Flügel: Bruno Seldlcr- Winkler.? Duette aus Iphigenie, Bohdme, Barbier von Sevilla, r Macht des Schicksals, Perlenfischer. n Heilinc-Arie(Bronsgcest), Romanze aus Perlenfischer Z (Jadlowker). s B lote Kart 3—10 M. bei Bot« 4 Bock, A. Werlhelm SShorsehale ESfÜS? B Pölert MitVvirk. b. Opernsurfflbrungen geg. Entschädig, s ■® Anmeldungen»erden an d. Ueburgsstunden Montags tv< M u. Donnerstags von 7 Uhr ab entgegengenommen» KWWW Neue vpemschule, Potsdamer Str. 3Y. SWWZU Hoaxert-Eeltullg Haas klflsr I Philharmonie. Freitag, den 17. Jan. l»,«dds. 7>/,Ubr Orekestersdend ' Leitung: ! ttcneralmuslklürektor Prof. Dr. SOlI«! Pro- I gram« EcichsiiiilirtfiaKP Heute nachmittag 3 Uhr und abenda TV, Uhr: Stettiner Sänger. Nashminin.Vomellutt| zu ermäSlgten Preisen. Kabarett Bibreostr. 53-58. 1 Otto Röhr I Betty Darmond| mit Partner! i Adolf Kernbacfa j u, a. m. 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Mts, nachmittags 8>/, Uhr, von der Lricheuhalle des Lutae.Mrchhotes in Brtft, Germania strafte, aus statt. Ferner starb unser Kollege. der Hausdiener Otto Sßwnranann am 2. d. Sita, im Astet von£ 5« Jahren. Ehra seine« Andenke» I Die Beerdigung findet I am Montag, den 8. d. Mts, I nachmistaas 8 Uhr, von der i Leichenhalle des Deihse-\ mane-stirchhoses, Nordend. I Blankendnrger Strafte, aus I statt.«5,14! DI» OezlrteaeRMUtuats, s Am 2. Januar verschied B nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser Stiesvater.Echwteger» vater und Großvater, der Monteur Hemana Sebniitz. Die trauernden Hinterbliebenen Friederill« Schmitz Familie Patvllll Pamlll« Krebs. Die Einäscherung findet am Dietttag, den 7. Januar, vormittags 10 Uhr, im Kre» matorium Serichistr. 87/38, statt S4A fftz die jal der herzlichen Job .reiche Beteiligung eerdiaung meines Vaters sage ich allen, besonders fewen Kollegen vom Feuer- werkslaboratorun», hiermit '"' en Dant L«Sb iliaones Tlnwermaap, Annahmestelle Illr U3L* Flamme- Bestattung. Kostenlose Beratung. BecrdigDogsiastltat Th. Steinrfick. Hauptgcschlft Zlegelstr. 2, Nähe Bhf. FrirdrichstraBe - Tel. Norden 235.— I. Zwclggcschlifi: Kantr.tr. 56 b Tel. Wilhelm 808, 2. Zw'iggesci'af'.; BrunncnslraCe 185 Tel. Norden UZ. Keine Voranszahlnng. ISSäB J. F. Aßmaiin ButtergroShanillyng 42 Ds'aiioeschäfta In Berlin 2lufctdef|!»6clcf« Aber Meraaft, pttfünL Magnetismus, Erfolg. Prosp. gr. d. 6 chließfach 25, W 0. Danksagung. Für die liebevolle und zahlreiche Teilnahme bei j der Einüschermtg meine» Neben Manne» und guten Vater» Am» MIM« sage ich auf diesem Wege allen Beianmen und I K stiegen onfftit aufrichtig Mi Dank, 870» I Witwe Berta Thleloinann, geb. Tchemmel, und Tochter. vnittAer lnef7'Iikd«>t«k-vekdZnd I verwaituagsstelle Berlin, f Den Mitgliedern zur Aach- eicht, daß unser Kollege der Mechaniker RnoppclißD mstr. 60 Roppenftt. gestorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 6. d. Mi»., nachmittag» L>/. Uhr, von der Leichenhalle desMarhis- Kirchofee w Hohmschdn- Hausen au» statt. Den Mstgiiedern ferner ßr Nachricht, daß unser llege, der Elektromonteur öemm Zelmiti Malplagueistr. 32 am 2. 6. 31»«. gestorben Ist. Die Etiutscheruna findet H am Dienstag, den?. o.M„ vomtttt'.gs 10 Uhr, Im Kre- matorium Serichistr. 31/33 statt. - Uill» Kachrof. Es starb die ArbeUertn Wittenau. Eharwtteuftr. 45. am T d. Mts. <2hre Ihre» Vabcatcat Bit Vrtsvertoastung. Am SL Dezember starb nach Ichwerem Kranken- Inner unser lieber Beubee, Schwager und Onkel, der Maurerp oller Max Schnntz. * Pamlll e C. ScbnaU Familie Kau er Familie Brnecke. Die Beerdigung findet am Montag, den S. 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Die» bringen wir hlcrdurch zur Sfsetlichen Kenntnis. Gleichzeitig machen wir daraus aufmerksam, daß fllr die Wahlen zur verfassunggebenden preußischen Landes- Versammlung am A. Januar d. 9. die Wählerlisten fllr die Deutsche Notlonalversammlung maßgebend sind. Zn diese Listen sind aber nur männliche und weibliche Personen auf. genommen, die am lg. Januar d. tst. das 20. Lebensjahr vollendet haben. Da auch sllr die Wahlen zur preußischen Landcsversammlung die Wähler am Wahltag«— also am 2». Januar d. I.— das 2g. Lebensjahr vollendet haben müssen, so wird es den Wahlberechtigten im 20. Lebenslahre, die in der Zeit vom lg.— 20. Januar lSSS geboren find, an- hclmgestcllt, für ihre nachträgliche Eintragung in die Wählerliste fllr die preußische Landesversammlung bei unscrm Wahlbureau, Stralauer Straße<»'45, und zwar bis spätestens lg. Januar d. I., Sorge zu tragen. Die Angc- hörigen des Heere, und der Marine, die vom 7. Januar Iglg ab aus dem Felde heimlehren, sind ohne Eintragung in die Wählerliste auf Grund einer Bescheinigung über ihre Heimkehr dort zur Wahl zuzulassen, wo sie sich am Wahl- tage— 20. Januar d. I.— aufhallen. Berlin, den 4. Januar lglS. sJ.-Nr. g Wahl. 1Z.> Magistrat. Bekanntmachung, Auf Grund der unter dem 21. 12. 1918 ergangenen Verordnung des Reichsamtes fllr die wirtschaftlich« De- Mobilmachung betr. Bendcrung der Berordnung Uber Er- werbslosenfllrsorge vom 1Z. 11. 1918 sind die 88 7 und 8 des Statuts betr. die Erwcrbslosenfllrlorge Groß-Berlin fllr das Gebiet der Brotkartengemelnschaft mit Wirkung vom tz. Januar ISIS ab wie folgt geändert worden: « 7. Die Hölie der Unterstützung bei gänzlicher Srwerbslofig- keit beträgt fllr jeden arbeitslosen Wochentag: «1 sllr männlich« Personen über 17 Jahre 4,— SB. b) sllr männliche Personen zwischen 14 und 17 Jahren 8,—, c) fllr weibliche Personen über 17 Jahre S,—» d) sllr weibliche Personen zwischen 14 und 17 Jahren 7, SO, Fllr die Ehefrau, fllr jedes Kind unter 14?. hren und für sonstige im Haushalt lebende erwerbsunfähige Per- sonen, zu deren Untc-halt der Unterstützte gesetzluh ver- p�ichtet ist, wird ein guschlag von 1 M. sllr den Arbeitstag gewährt, welcher nur bei Unterstützung des Hanshal- tungsvorstandes und in der Regel an diesen zu zahlen ist. Erreichen in einer Kalenderwoche Arbeitnehmer infolge vorübergehender Einstellung oder Beschränkung der Arbeit die in ihrer Arbeitsstätte ohne Ueberardeit Übliche stahl von Arbeitsstunden nicht und treten deswegen Lohnkllrznngeii ein, so erhalten die Arbeitnehmer, soser» 70 vom Hundert des verbliebenen Wochenarbeitsverdienstes den Unter- stlltzungsbetrag der Woche bei gänzlicher Erwerbslosigkeit nicht erreichen, Erwerbslosenunterltlltzung in Höhe des fehlenden Betraaes, jedoch an Arbeitsverdienst und Er- werbslosenunterstiltzung zusammen nicht mehr als den Be- trag des bisherigen Arbetlsverdienstcs bei voller Arbeits- zeit. Die Arbeitgeber sind verpflichtet, über den Arbeits- verdienst Auskunft zu gebe». 8». Ist ein Erwerbsloser auk-Grund der Reichsversicherung zur Fortsetzung oder Aufrechterholtuna einer Versicherung gegen Krankheit bei einer Krankenkasse, knappfchaftlichen Krankenkasse oder Srsatztasse berechtigt, so wird eine wei- tere Versicherung in der bisherigen Mitgliederklasse oder Lohnstufe durch die Gemeinde herh-iae'i'hrt. Sie hat zu diesem stwecke die erforderlichen Meldungen zu bewirken und die vollen Beiträge für den Erwerdsl-sen zu zahlen. Verliert der Erwerbslose durch Verschulden der Ge- ineinde den Ansvruch(in' Krankenhilfe, so hat die Gemeinde ihrerseits dem Erwerbslosen die gleiche oder gleichwertig« Krankenhisse z» gewähren. Kann die Gemeinde die ärztliche Vehandlung selbst nicht beschaffen, so hat sse dem Erwerbslosen dafllr sechs Achtel de» aesctzlichen Krankengelde» zu gewahren. Von diesen Leittunarn können nur die Veitrssg, als Kosten der ErwcrhsloscnfUrsorg« gegenüber Reich und Staat angerechnet werde». Reben Krank-ngeld oder krankeuhausvilege, die dem erkronkten Erwerbslosen gemährt wird, erhält er nur die stuschläge für Familienmitglieder nach 8 7 Abs. 1. ErMerbslosen, die Erwc-h«losenunterN1!tzung beziehen und nicht unter vorstehrnde Bestimmungen fallen, wird im Falle der Erkrankung die volle Unterstützung weiter ge- währt. Die den Arbeitgebern anferse"!« Berv flichtung zur Berechnung und Auszoblunq der teilwetien Ermsrhslolenunter- stützung Infolge Berkllrzun« der Arbeitsiei» bleibt bettehen. Reue Listen und Formular« hierzu kännen demnächst in dem Bureau der Erwerbslofenfürsorge, Berlin ct., Kaiser- Wilhelni-Straß» 45, in Emvsanq genommen werden. Berlin, den 2. Januar lglg. Der Magistratskommissar für die Erwerltslose«. simorge. Kafsenbach. »gb.-Nr, 1 Erwerbl.-?. 1,1»._ Soeben erschienen: DIE ERDE Pollttsdte and katiarpo litis die Halbmonatsschrift Heraasgeber: Watt her Rtlla Erlitt Hift tili Beitrögtn vom tlax Herrmann, Kurl Hiller, Hanna Johtt, Erich Kunik, Wall her Riüa, er/ Hermann Steht«l. o. r/r Za beziehen dardi jede Bachhandlang oder direkt vom Verlag*DIE ERDE» Breslau Lutherstraße 20 Bekanntmachung über Anmeldung für die neuen Fleischkundenverzeichnifse. 8 l. Die Kundenverzeichnisse, welche nach der Bekannt- machung vom 14. Scptember Iglö zu der Verordnung vom 27. September ISIS über die Regelung des ffleischverbsauches lReichsfleischkart») aufgestellt sind, verlieren nach dem Ab- lauf der gegenwärtigen Fleischkartcnperiode, und zwar vom 20. Januar ISIS ab ihre Dllltigleit. 8 2. Jeder Berliner Einwohner, der»am 2». Januar 1»1» ab bei einem Fleischer oder Fleischvcriäufer kaufen will, muß die Anmeldung für das.neuauszulegende Kundcnverzcich- nis bei demjenigen Fleischer oder Fleischverkäufer, von dem er sein Fleisch beziehen will,, in der Zeit vom 9. bi, 15. Ja- nuar ISIS bewirken. stu diesem stwecke hat der Karteninhaber oder der Haus- Haltungsvorstand seine oder die aus den Haushalt ent- fallenden Karten.(Voll- und- Kinder-Fleilchkartenl dem Flei- scher oder Fleischverkäufcr vorzulegen, und dieser Hai die an den Karten befindlichem Anmcldeabschnitte abzutrennen und an sich zu nehmen. Der Fleischer oder Fleifchverkäufer hat die Anmeldung aller zu einem Haushalt gehörigen Karten unter einer Rummer in das Kundenverzeichnis einzutragen, und zwar Namen und Wohnung des Anmeldenden oder des von ihm bezeichneten Haushaitungsvorstandc«, stahl und Art der vor- gelegten Fleischkarten lBoll- und Kindcr-Fleischkarten) so- wie deren Serie und Nummern.. Der Fleischer oder Fleischverkäufer hat die bei Ihm zur Borlaae gelangenden Karten, welche vor der Anmeldung mit dem Namen de» Bezugsberechtigten versehen sein müssen, nur auf der Rückseite mit der Nummer des Kunden- Verzeichnisses sowie seinem Deschäftsstemvel zu versehen und dem Anmeldenden über die ihm zugewiesene Nummer und die Anzahl der eingetragenen Personen«in» Be- scheinigung auszustellen. Die Eintragung in da« Sundenverzeichni» hat fllr jeden Eingetragenen die Wirkung, daß er bis auf weiteres Fieisch oder Fett nur von diesem Fleischer oder Fleischverkäufer beziehen darf. Wer die im Absatz 1 angegebene Frist ver- säumt, kann bi, auf weiteres Fleisch oder Fett von einem Fleischer oder Fleifchverkäufer nicht beziehen. 8 3. Das Kundenverzeichnis muß gebunden, fortlaufend mit Seitenzahlen verschen sein und dem nachfolgenden Muster entsprechen:_ Nummer de» Kunden- verzelchnlsses »45 Name Lehmann Vorname Wohnung, Straße, Stummer V o l l l a r t e n Serie lauiend« Stummern Anzahl KInderkarteu Serie laufende Nummern Anzahl IX 2804-2307 Matz«rautstr. 85 IX j 8400-3407� 2 8 4 Anzahl der darin enthaltenen Abschnitte anzugeben. Das eine Ercmplar des Kimdenverzeichnisses ist von dem Flei- .scher oder Flcischverkäufer am Montag, den 20. Januar ISIS, wieder abzuholen. 8*. Wer ohne Verschulden tz. B.«rankheit, Abwesenheit) verhindert war, rechtzeitig sein- Eintragung in das Kunden- Verzeichnis, eines Fleischers oder Fl-ischverkäusers zu er- langen, kann gegen Borlegung der laufenden Fleischkarte in das«nndenvcrzeichnis des von ihm benannten Fleischers oder Flcischverkaufers nachträglich-ing-traaen werden. Der Antrag ist beim Magistrat, Abteilung fllr Fleisch- Versorgung, Neue Friedrichstraße l, einzureichen: die llm- stände, wel»- die rechtzeitige Eintragung verhindert haben, sind glaubhaft zu machen. Der Magistrat erteilt dl- Er- Der Fleischer oder Fleischverkäufer ist verpflichtet, zum stwecke der Eintragung in das Kundcnverzcichnis vom Dan- ncrstag, den S. bis Mittwoch, de» 15. Januar 1919 seine Geschäftsräume an den Wachentagen von 8 Uhr morgen» bis 8 Uhr abends und am Sonntag, von 8 bis 10 Uhr vor- mittag, offen zu halten. Er hat außerdem vom Dienstag, den 7. Januar lglg bis Mittwoch, den 15. Januar ISIS in seinem Schaufensler nnd in seinem Geschäftslokal an deutlich lesbaren Stellen folgenden Anschlag anzubringen- »Reue Fleischkundenlistcu. «am 0. bis 15. Januar ISIS erfolgen hier die Ein- tragungen in die ncuaufgelegte Fleischkundcnliste. Auch die- jcniqen P-rson-ii, welche bei ihrem bisherigen Fleischer oder Fl-ischoerkäuser weiter taufen wollen, müssen in dieser steit die Neueintragung durch thn vornehmen lassen. «er diese Frist versäumt, hat bis auf weit««» hin« Möglichleit, Fleisch»der Fett von einem Fleifcher»der Fleifchverkäufer zu beziehe».* 8 5. Di« Kundenimrzeichnisse sind in.doppalter Auefertigimg anzulegen, aufzurechnen, mit der Unterschrift d«» Fleischers oder Flcischverkäufer» zu versehen und zugleich mit den von den Flcischkarten abgetrennten Anmcldcabschmt- tcn am Donnerstag, den 10. Januar WIS von 8 bis g Uhr vormittags dem Magistrat, Fleischverteilunassiellc iTrichinenschaugrdäudcs Echweineschlachthof, Eingang Lands- b-rg-r Allee) zur Prllfung cinzur-ichen. Auf dem Um- schlag- der nach Voll- und«inderfleischkarten g-trenut ver- vackten Anmeldcabschnitte ist der Name sowie das Ge- schäftslok-l des Fleischer» oder Fleischverkauser» und die Sekanntmachmtg bell. WMiM 058 MWissl«« (Ot die Mira zur onWiggcMtg ureuMeu{MesimMwig in Betiin Nachdem der Termin fllr die Wahlen»nr Verfassung- gebeiiden preußischen Laudesversainmluiig auf Sonntag, den 2«. Januar ISIS, festgesetzt worden ist, fordere llp die Wahl. berechtigte» der Stadt Berlin hierdurch aus, W.ihlvorsihlage an mich(Wahlbureau des Äinaifirats, Stralaucr Straße 44/45 l, Berlin 0. 2) bi, fpäteiten» U. Januar 1919 zur Prüfung durch den Wulstausschuß und zur öffentlichen Be- lanntgabe der zugelassenen Wahlvorschläge einzureichen. Verspätet eingereichte Wahloorschläge finde» keine Vceück- sichtigung. Die Wahlvorschläge müssen von mindestens 100 im Wahlkreis zur Ausübung der Wahl berechtigten Per- fönen untcrzeichnct fein. Die Unterzeichner sollen ihren. Unterschriften die Angabe ihres Berufes oder Standes und ihrer Wohnung beifügen. Gleichzeitig mit den Wahlvor- fchlägen flnd Bescheinigungen der Gemeindebehörde»(Wahl- durcau des Atagistrat») vorzulegen, daß die Unterzeichner in die Wählerliste ausgenommen worden sind. Auf Grund der Verordnung über die Wahlen zur ver- fassunggebenden preußischen Landesvcrsammluna vom 21. Dezember 1918 bildet die Stadt Berlin einen Wahlkreis und Hai 21 Abgeordnete in allgemeinen, unnilttelbnien und geheimen Wahlen»ach den Grundsätzen der Verhältniswahl zu wählen. Die Wahlvarfchliiac dürfe» nicht mehr als 21 Namen enthalicn. In den Wahlvorfchlägen fallen die Bewerber mit Ruf- und Familiennamen aufgeführt und ihr Stand oder ihr Beruf sowie ihr Wohnort so deutlich angegeben werden, daß Uber ihre Persönlichkeit kein stweifcl besteht. Sie sind in erkennbarer Reihenfolge aufzuführen.... Von jedem vorgeschlagenen Bewerber Ist eine Erklärung über seine stustiminung zur Aufnahm« in den Wahlvor- schlag anzllschließen. In der Stadt Berlin darf der Be- Werber nur cimal vorgeschlagen werden. Mehrere Wahlvorschläge können miteinander verbunden w..d-n. Die Dcrdinduna muß von den Unterzeichnern der beircssenben Wahlvorschlag- oder ihren Bevollmächtigten übereinstimmend spät-si-ns am 19. Januar 191» bei mir schriftlich erklärt werden......... Verbundene Wahlvorschläge können nur gemcinsckastliih Die verbundenen Wahlvorschläge zurückgenommen werden. gelten den andern Wahlvorschlägen Wahlvorschlag. Jeder Wnhlvorschlag darf nur einer Gruppe von ver- gegenüber als«:» bundcncn Wahsvorschlägen angehören. -■-— w• mädHauna zur Eintragung in das Kundenverzeichnis.-----------—--------------------„, Entsprechende- gilt für Personen, die nachträglich zu- In jedem Wahlvorfchlag- soll e.n«ertrauensmann de .!.W zeichne, werden, der für die Bcrhandlungcn mit dem Wahl VW*' tz 7.■ V■ kommissar und dem Wahlausschusse zur Rücknahme des Meitckmerkäuser. der diesen Vor- Waylvorschlage» sowie zur Abgabe und Rücknahme von tcki ritten»lwiderhandelt' insbesondere salssbe'Eintragungen Verdindungserkläningen bevollmächtigt ist. In derselben ���Ä»Ä.i?ch'�?r°Fe..»ich. versargt. stu- W-sis. kann-in Stellvertreter des«ertrauensmann» bc gleid, unterliegt er der Str°fbeMmm.n.g des der V.r. zeichnet,«erden, ordnung vom Sevtember 191« über die Regelung des Fleischverbrauches(Rcichsfleiicksarte>. 8 0- Diese Bekanntmachung tritt mit der Bcrkllndung in Kraft. Berlin, den»1. Dezember 1918. Magistrat. Steide. J..N?. 861 V. S. U. 18.___ Bekanntmachung. Nähgarn für Krieqstei'nehmer. Dem Magistrat Berlin IN von der ReichsbeNcidungs- stelle eine kleinere Menge Nähgarn mit der Auflage Uber- wiesen worden, diese nach Möglichkeit zugunsten der heim- kehrenden Krieger zu verwenden. Es ergeht daher hierdurch an alle entlassenen Kriegs- teilnehme« Berlin», soweit sse nach dem 10. September 1918 au, dem Hreresdienst ausgelchiedcu find, die Auf- forderung, sich in der steit vom 6. bi» IL Januar 1919 zum Bezüge von Nähaarn anzumelden. Die Anmeldung ist unter Vorlegung der Militärpapiere sowie eines polizeilichen Wohnungsausweises bei der fllr die Wohnung des Antragsteller» zuständigen Ausfertigunqs- stelle fllr Bezugscheine in deren Geschäftszeit von 9 bis 4 Uhr mündlich zu bewirken.... Es wird den Antragstevern später schriftlich bekannt- gegeben werden, ob die vorhandenen Bestände ihre Be- rücksichtigung zulassen oder nicht. Ferner werde» die an» dem Seeresdlenss zlirstckgekchr- ten gewerblichen Vcrarbciter von Nähgarn, soweit sse seit dem l«. September 1918 entlassen sind, aufgefordert, sich in der nlciSen steit noch besonders bei den zuständigen Bezugscheinstellen zum Bezüge von Nähgarn anzumelden. Die Antragsteller haben unter Vorlegung ihrer Militär. vnpicre und Wohnungsausweise den Ansfertigungsstellen schriftlich« Anträge auf Bewilligung von Nähgarn ,u über- geben, denen Ausweise über die selbständige gewerbliche Tätigkeit(Gewerbeschein oder Innungsauitwng) sowie etwaig? Krankenkassenrechnungen oersscherungsvffichiger Ar- beiter bcigcsUgl lein müssen. Die Antragsteller werden nach Durchsicht ihrer Anmeldungen schriftlichen Bescheid erhalten..... Es wird darauf blngewiesen, baß Anmeldungen, die nach dem 11. Januar 191» vorgebracht werden, nicht berück- sichtint werden können. Berlin, den 80. Dezember 1918. Mttffistrttt. Bekleidiinssssielle. Abteilung für Bekleidungsbcschasfuug. Maas. Nr. 1781«M. n/18, Verordnung über Kandishö zstpreise im Kleinhandel Aus Grund der Berordnung de, Bundesrat« llb-r den Verkehr mit stuckcr vom 17. Oktober 1917(R.-S.-Bl. S. 914) in der Fassung der Verordnung vom 80. September 1918 /R.-ffi.-Bl 3. 1217) und den dazu ergangenen Aus- führnngsbestimmungrn, wird unter Aufbebling der Bcr- Ordnung vom 1. Februar 1918 fllr de» Bezirk der Stadt Berlin angeordnet: 8 �* Der Preis fllr«andi, im kl-inhmtd-l darf nicht über- Nctaen: Für alle Sorten weißen und farbigen Kandis Ml. 0,04 für je-in Pfund. 6 2. höchstens gefordert und sezahlt iLESSUMCHSCnOLI Festsasl Charlottenburger Rathaus, Berliner St. 70/73 I.Doniierstaz, 9. Jan., 2. Dienstag. U.Jan., Z. Donnerstag, 16. Jan., abends 8 Ubr: ADELE SCHREIBER Zur Vorbereitung aDtdie Nationalversammlung Es dürfen hiernach werden: für 875 Gramm 48 Pf. für 750 Gramm 96 Pf. Ein Zuschlag für Verpackung darf nicht berechnet werden. 8 8. «leinverkaus ist der Verkauf unmittelbar an ver» braucher in der i» offenen Läden üblichen Art. 8 4. Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschriften werden auf Grund des Gesetzes betreffend Höchstpreis« vom 4. August in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember 1914 (R.-G.-Bl. s. 510) in Berdindung mit den Bekannt- machnngen vom 28. September 1915(R.-G.-Bl. S. KOS) vom 23. Mär, 1916(R.-G.-Bl. S. 183) und vom 22, März 1917 (R..G..Bl. S. 258) beslrast. 8 5. Diese Verordnung tritt am Tage der Vekkllndung in Kraft. Berlin, den S. Januar 1919. Magistrat. __ Mermuth._ .lt die Bezeichnung de, Vertrauensmann», so gilt der erste Unterzeichner als solcher. Glsi», eltig bringe ich zur öffentlichen K-nntiil», daß ich zu Beisitzern des Wahlausschusses: l. den Stadtverordneten Herrn Loefer, Alt« Jacob- straße 120d, 2, den Stadtverordneten Herr« Bruns, Görlitzer Straße 75, 8. den Stadtverordneten Herrn Ullstein, Llltzow-Ufer 14, 4. den Stadtverordneten Herrn Hintze. Pankstr. 57, und zu deren Stellvertretern: 1. den Stadtverordneten Herrn Rofenthal, Stralau« Straße 44/45.„ � �. 2. den Stadtverordneten Herrn Manasse, Friedenstr.«, berufen habe. Berlin, den 8. Januar 1912. Der Wahlkommissnr für den Wahlkreis Berlin für die Wallten zur verfassunggebenden preußischen Landes- verfamuilung. Loehning, Stadtrat. (3.-91 16 Wahl. 19.)___ Q« erlin C. Wallstr. 13* ardinen Spezialfirma: Gardlnenhaus Bernhard Schwartx| Gebrauchte Pianos In eigener Reparaturwerkstatt wie neu hergestelltl Große Auswahl! Bolle Garantie I 802* Klavierstimmer Adam,»».16. 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Hochb.Sprcchz. 9-7.» OtSde-Ngstaiteii J Cratol-Bsd aSK. muM-fiadÄMar Passage-Bad Oacjdar. aaniwiw.fr RaDaakt, ätrtUuer Str. 66, Ao E« Lany» Brnnnenstr. 166 Carl Jung, Stromstr. II. Rfrh 1 m« h n ,P., M M 11 ep 1 4 0 V, R. Ste« t I Timner'Essig .gbemll«phBIHIchl �Bierbrauerei JBlerhaneig"� Braoemi •mpfi.hlt •rztea Banges.| 4 Buttep,' Inr. K»*a> I Wilhelm GSbe 25 eigen» FillaTen. 1 August S Flelach- u, Wupatw. d Otto Eongel, Ali» Jaceltlr, 29. 4 inhlhnnriluiwn» BethKe, Georg, sS','»!"" Kiiknu, Btwtt.U, IzUir- frUlr.- Str. 14, Wusrett. 119. PrieMttr. II, InittY, flriu-Binl» Ii Pichelbräu MoRiitigiSlB S'Hösa 13 ü. 112 Weissbier.CBreitlianpt, ftlitslensir. 97 Ttl.Eg». 2421,3(81 4 Herren-». Knabtngard. V Jz�gakP Cjdstr.«, Eck# . LdCr Prinun-kUM. 4 Hllto, Hetzen, Pelawar. d Vpctpr F Kottbuse* VCSICr, U. Daann 19/19. zu haben in Apothef.n. Droger. oder direkt bei W. A.«filier S Co. Betlln-Jtiedenau, «aiser. Alles 103. 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Der BorsitzenV« der ameritani- scheu Lebensgnttelksu'.mission Hoover gab einen Bericht über vie Ernähru ngSlcg« Europas, in dem er sagt«: Wir haben über die Lage in Deutschland Untersuchungen angestellt, sind aber biSber noch nicht s o weit, um irgendwelche e n d- gültigen B« s chl ü s s« jiu fassen. Die Bevölkerung Deutschland» hat sicher genug Vorrate, um ncch eine Zeit I ang aus- zuhelten, abgesehen von der Versorgung mit Fett, das ohne Zweifel sehr knapp ist, wodurch die Entsiehu,� von Krank. heilen und viel sozialer Unzufriedenheit gefördert wird. Damit in der LerenSvnttellieferung während der Zeit der Unter- suchung iwd der Schaffung der Organisation keine Verzögerung 'entsteht, haben wir durch gemeinsames Zusammenwirken des Kriegs- omteS und der Lebensmittelberwaltung bis heut« etwa 150 000 Tonnen Nahrungsmittel nach verschiedenen europäischen Häfen ge- sandt. Daneben geben'wir bisher monatlich ISO 000 Tonnen nach Belgien und Nordfrantreich. Die Ernährung Europa? während der nächsten sechs Monate bildet ein großes ökonomisches Problem. Sie ist auch von aller- größter polltiscker Bedeutung, wenn wir 2 narchie verhindern wollen. An Deutschland und einig« Alliierte und Neutrale können wir die benötigten Nahrungsmittel in der Form eines rich- tigen Handelsgeschäfts gegen angemessene Be- zahlung in annehmbaren Werten verkaufen. ES erscheint den Alliierten und der amerikanischen Regierung Nur Krccbt. daß, da ein großer Teil der Schwierigkeiten der be- freiten Länder durch die rucks ichtslosen Handlungen der deutschen Armeen verursacht ist, die Deutschen veranlaßt wer. den sollten, Schiffe für den NohrungSnlitteltranZport nach diesen Gebieten zu stellen. Es wird zweifellos eine Vorbedin- gung für die Gewährung von Lebenkimiielsendungen an Deutschland lein, daß deutsche Schiff« für die Versorgung aller befveiten Länder benutzt werben. Der Eichhorn-Skanöal. Die Vorgänge vom 24. Dezember. Zu der Bewaffnung der Zivilisten durch das Polizeipräsidium am 24. Dezember erfahren wir noch, daß diese ans die Stichworts .Oftermann" und.Laub" offiziell Eintritt in da? Präsidium hatten. Ostermann ist übrigens nicht, wie wir gestern irrtümlich mit- teilten, Schwager von Eichhorn, er hat eS aber seinerseits fertig gebracht, feinen Bruder und sonstige gute Freunde in seiner Ab- teilung unterzubringen. O. ist vorstand des 0. Bezirk» de» Sparta- kuSbunde» und hat im Betriebe sofort nach seiner Einstellung mit einer intensiven Spartakuspropaganda begonnen. Der militärische Leiter des Sicherheitsdienstes, der Spartakus» Matrose G e h r k« n. hat am 23. Dezember abends vom Schloß au» telephonisch alle SicherheitSmannschaften dort- hin alarmiert. Diese rückten auch an und blieben teilweise die Nacht über im Marstall. Der Polizeipräsident Eichhorn gab dann Gabel den Befehl, di« Leute zurückzuholen, da er offiziell von der Sack« nicht? wissen wollte. Was Herrn Gabel anbetrifft, der leugnet, die Betriebe an« telephoniert zu halben, bestätigt jetzt noch ein weiterer Zeuge, daß Gabel dies tatsächlich getan hat, er hat sich sogar gerühmt, jetzt habe er Huntrrttausende hinter sich. Auf die telephonischen Anrufe GabelZ hin sind am 24. mar- gen« Hunderte von Arbeitern erschienen und habe» auf dem Polizeipräsidium Waffen empfangen. Noch in den letzten Tagen baben Zivilisten, sogar Frauen, versucht, von der Wnffcnkawmer de» Polizeipräsidiums Waffen zu bekommen und haben sich, dabei auf Ostermanu berufen. • Der Arbeiterrat der Deutschen Waffen- und Muni- tionStabrik übersendet uns eine Berichtigung, in der er er- klärt, daß seine Fabrik vom Polizeipräsidium am 24. Dezember nicht aufgefordert worden sei, sich Waffen auf dem Polizeipräsidium zu holen.— ES ist möglich, daß die Angabe dieses Betriebes mif Irr- tum beruht. Einzeln« Arbeiter der Firma sind jedenfalls am 24. auf dem Präsidium gewesen und haben sich Waffen geholt. Er ftüvt sich ans die(ftehtalt. WeShakb geht der Polizeipräsident Eichhorn nicht? Diese Frage wurde der T. K. K. von mehreren Sicherheitssoldaten und anderen Personen, die- sich mit dem Genoffen Eickhorn duzen, dahin beant- wartet: Für Eichhorn liegt gar keine Veranlassung vor zurückzu. treten. Hinter ihm stehen über 42 000 bewaffnet«-Schutzmänner und CicherheitSjoldaten, darunter zahlreiche Spartakisten. Keine freien Wahlen im besetzten Gebiet. Unterdrückung der sozialdemokratischen Propaganda durch die Ztzranzosen. Wie un» ein au» dem linkSrHeindschen Gebiet nach hier zurück- gekehrter Genosse mitteilt, kann im ganzen linksrheinischen sitebiet keine srzialdemokratische Zeitung erscheinen. Die.Nieberrheinische Volksstinune", die bisher in Duisburg gedruckt wurde, darf nicht mehr in dies Gebiet«ingeführt werden. Auch die Gründung einer eigenen Druckerei in Trefeld hat nicht zu m Z te l g e fü h rt, da den Genossen trotz alle» An- suchen? bei allen maßgebenden Stellen in Trefeld und M.-Gladbach nicht dir Druckerlaubnis erteilt wurde. Jetzt ist das Erscheinen der „Niederrheinischen Volksstinune" überhaupt verboten war- den. wie eS heißt, wegen ihrer Tendenzen. Dabei verbreiteten die in Crefeld zensierten Zeitungen schon am 80. November«. a. folgcnde Erleichterungen de» Marschall Joch zur Wahl: 2. Die Presse- und Versammlungsfreiheit werden von den alliierten Armsen gewährt in dem Maße, daß sie mit der Aukrechterhaltuna der Ordnung und dem einwandfreien Ver- Balten der Bevölkerung gegenüber den alliierten Armeen in Ein- klang steht. Trotzdem hat bi» zum 2. Januar in Crefeld seit der Besetzung nech keine sezialdewekratische �versammlnnz stattfinden und noch keine lozinkdrmskratische Zeitung erscheinen können. Dagegen können die bürgerlichen Zeitungen, insbesondere die Zeutenmvblätter, erscheinen und di« Sozialdemokratie täglich mit Schmutz bewerfen. Daran beteiligt sich jetzt sogar die g e- samte katholisch, Geistlichkeit durch Herausgabe von Flugblättern gegen die Sozialdemokratie. Den Genossen find in der Wahlagitation vollständig die Hände gebunden. Die Wahlen am linken Niederrbein müsse« deshalb wegen Be» Hinderung einer Partei an aller Wahlarbeit angefochten und für unsölftg erklärt«erden. Wechsel i.i der Leitung der Neichsbekleibungsstelle. Dem Ge« Heimen Rat Dr. B e u i I e r ist die aus Gesundheitsrücksichten be- reits Ende Oktober für Ende 1013 nachgesuchte Entlassung aus dem Amt« als Neichskommissar für bürgerliche Kleidung b e w i l- l ig t worden. Zum Reichskomyitssar für bürgerliche Kleidung ist der Geheim« RegierungSrat Dr. Temper aus Dresden er- uannt worden« Saperns vorläufige verfafiung. Müuchrn, 4. Januar. Tie Regierung hat ein vorläufiges Staatsgrundgesetz siir Bayern erlassen, das folgendes bestimmt: Bayern ist Republik. 1. Bayern ist Mitglied der Vereinigten Staaten Deutschlands(Deutsches Reich). 2. Die Höchstgewalt des bayerischen Staates liegt beim Volk. 3. Das Volt äußert seinen Willen durch Wstimmungen und Wahlen der Staatsbürger und die durch die Verfassung ein. gesetzten Organe. Staatsbürger ist ohne Unterschied dcr Geburt, des Geschlecht», 'des Glaubens und des Berufs jeder Angehörige des bayerischen Staate?, der das 20. Lebensjahr vollendet hat. 4. Durch Wahlen der Staatsbürger wird der Landtag gebildet, der aus einer Kammer besteht. Die Wahl ist allgemein, gleich, un- mittelbar, geheim, noch dem Devhältnis vollendet hat. S. Wahlberechtigt sind alle bayerischen Staatsbürger. Wählbar sind alle Staatsbürger über 25 Jahre. 0. Die oberste vollziehende Gewalt wird vom Gesamt- m i n i st« r i u m ausgrübt. 7. Das Gesamtministerium hat das Recht, Beschlüsse de? Landtages spätestens innerhalb vier Wochen der BalkSabftlmmnng (Referendum) zu unterbreiten. In solchen FÄlfcn werden die Beschlüsse de» Landtage» erst wirksam, wenn sse in der VolkSab- stimmung mit einfacher Mehrheit der abstimmende» Staatsbürger bestätigt sind. Entscheidet die Volksabstimmung gegen den Landtag, so ist sr aufzulösen. Entscheidet sie gegen da» Gesamtniinisterium, so hat eS zurückzutreten. 3. Der Staat sichert die Unverletzlichkeit der Person, Freiheit deS Glaubens und der Meinung in Rede und Schrift, Freiheit der Lehre, Wissenschaft und Kunst. 0. DaS Eigentum ist unverletzlich. Die Enteignung von Ver- mögen kann nur zum Zwecke des Gemeinwohls auf Grund von Ge- fetzen erfolgen. 10. Bor dem Gefetze sind alle Einwohner gleich. Niemand darf feinem gesetzlichen Richter entzog«, werden. Die Rechtsprechung wind durch unabhängige Gerichte ausgeübt. heraus! Leute, raus euS den Quartiere«! Nun noch einmal angetreten! Nicht zum Beten, nicht zum Bete«— Nein: um gründlich zu quittieren! UeSer Lug und Trug von Jahren, Elend, Hunger, Not und Schande. Kauft sie euch, die Schweinebande! Denkt, was ihr von ihr erfahre«. Auf der Hut vor be« Parteien, Die mit neuem Namen prangen, Um euch wieder etnzu fangen, Eurer Dummheit sich zu freuen! Kauft sie euch, die Schmachgefellen, $i|. jeytül im Trübe« fischen. Steht ihr nicht vor leeren Tischen? Lght euch nicht noch einmal prelle«. Wühlt Vertreter, dir entschiede« StetS für euer Recht gestritten, Und nach dem, was ihr erlitten, Wird euch Freiheit, Brot und Friede»! 11. Alle Vorrechte der Geburt und des Adel» so- wie Titel, die keine Berufsbezeichnung sind, werden aufgehoben. Nene Aibeikommiss« dürfen wicht errichtet wevden. Die bestehenden sind durch besonderes Gesetz aufgehoben. 12. Die öffentlichen Lasten sind ansteigend nach der Leistungsfähigkeit zu verteilen. 13. Die Gemeinden und Gemeindeverbände haben da» Recht weitgehender Selbstverwaltung. Die Wah. len zu den gemeindlichen Vertretungskörpern erfolgen nach den Grundsätzen de« LandtagSwahlrechte». 14. Di« Glaubensgesellschaften sind unabhängig vom Staat« und unterstehen dessen Schutz. All« GlaubenSgesellschasten sind gleichberechtigt und frei in ihrer Betätigung.-Niemand kann zum Eintritt in eine Glaubensgesellschaft, zur Teilnahme«m ihrem KultuS oder zum Verbleiben in einer Glaubendgesellschaft gezwungen werden. Bestehende Reckte der Glaubensgesellschaften können nur auf dem Wege der Gesetzgebung abgelöst werden. lS. DaS UnlerrichtSwrsen ist eine staatliche Angelogenheit. Die Erteilung des Religionsunterrichtes obliegt den Glau- benSgesellschaften. Staatliche Lehrpersonen können zur Erteilung de» Religionsunterrichte« nicht gezwungen werden; die Erziehungs» berechtigten können von Staats wegen nicht gezwungen werden, die ihnen anvertraut« Jugend zur Teilnahme am Religionsunterricht oder an religiösen Hebungen anzuhalten. 16. Die Beamten haben da» unbeschränkte Recht, ihrer staatsbürgerlichen Betätigung. Die Rechte der Beamten bleiben un, angetastet. 17. MS zur endgültigen Erledigung des Verfassungsentwurfes, der dem Landtag sofort nach seinem Zusammentritt vorgelegt wer- den muß, übt die revolutionäre Regierung die gesetz- gebend« und vollziehende Gewalt aus. 'Diesen VcrfcissungSbcstimnuingen ist eine längere pro- grammatische ErNärung vorangestellt. d;e polnische Hoktchr. D a n z i g, 4. Januar.(TU) Die Polen haben sich durch di« deutschen Proteste in ihrem Bormarsch auf deutschem BSden nicht aufhalten lassen. ES hat vielmehr den Anschein, als ob dieser Bor. marsch ein heschlennigterrz Tempo angenommen hätte. Die ver- kehrSverblndungen mit Schneidemühl, dem wichtigsten KreuzuugS- Punkt im Osten, sind bereits unterbrochen. In Gnese«, wo die Pole« bereits das Feld beherrschen, bat dir polaische BolkSanwerbung begonnen. Die Polen machen kein Hehl daran», zu gestehen, daß das jetzt in Bildung begriffene Heer für die„Befreiung" Westpreu- henS bestimmt ist. Gegen Tborn sollen polnisch« Trupven mit Ar- tillerie unterwegs fein. Wie verlautet, sind die Polen bereits stark im Anmarsch auf vromberg. DI« Eisenbahn von Bromberg»ach Gnesen ist von den Polen besetzt. Die Meldung eines MendblatteS, daß die Deutschen fluchtartig Bromberg verlassen, soll, wie unS telephonisch mitgeteilt wird, nicht zutreffen. Neus Unruhen in Konigshutte. Königshütte, 4. Januar.(Meldung der Telegraphen- Kompagnie.) Tie Unruhen in Königshütte lebten gestern in den Abendstunden wieder auf. Die Ausschreitungen begannen damit, daß das Leben» mitteldepot der Jäger am Bahnhos von der Menge ausgeplündert wurde. Schlichlich gelang e», den Wachtposten des Soldatenrats, weitere Plünderungen zu»er- hindern. Die Erregung der Menge richtete sich besonders gegen die Jäger, weil einer von ihnen, der verfolgt wurde, in die Menge hineinschob und eine unbeteiligte Frau tötete. Tie Opfer der gestrigen Unruhen bestehen in der Hauptsache aus Personen, die den Ausschreitungen gänzlich sernstauden, und nur auS Neugier auf die Straße gegangen waren. DaS Gerücht, daß Liebknecht nach' KönigShütte gekommen sei und den Putsch inszeniert habe, bestätigt sich nicht. Königshütte, 4. Januar. Nack einer bisherigen Zusammenstellung sind bei den gestrigen Unruhen 16 Personen getötet und 21 verletzt worden. die �rbeiterräte üer Berliner Großbetriebe haben einstimmig nach lebhafter Diskussion folgende Grundsatze angenommen, die der VollzugSrat der Arbeiter, und Sotdotenräte bei Aufstellung der Richtlinien zu berücksichtigen hat: 1. Die Arbeiterrftt« haben innerhalb der Großbetriebe eni- scheidenden Einfluß auf ProduItionS-, Lohn- und Arbeits. Verhältnisse auszuüben. Sie haben in der UebergangSzett für die A u f re ch t e r h a l- t u n g d e r Produktion zu sorgen und ihre Aufmerksamkeit und Energie ans die schleunige sozialisier ung lder industriellen Großbetriebe zu richten. 2. Der Arbeiterrat jedes Großbetriebes ist der Direktion und dem AufsichtSrat mit Sitz und SUmine bei allen zu erledigenden technischen und kaufmännischen AnHelegcnhciten gleichberechtigt beigeordnet. 3. Der Arbeiterrat hat da» Recht, geeignet« Personen für die Besetzung der Ressorts heranzuziehen.(Ressorts: Kalkulation. Korrespondenz/ Registratur, bebriebStechiiische Bureau» usw.) 4. Der Aibeiterrat ist für die Arbeiterschaft seines Betriebes die höchste Instanz. Außerdem wurden noch folgend« zur Diskussion gestellte Res»- lutionen einsttmung angenommen: l. .In dem Bewußtsein, daß die Durchführung der Sozlalistcrung im revolutionär-sozialistischcn Sinne unbedingt die Mitarbeit der Arbeiterräte erfordert, in der weiteren Erkenntnis, daß die Jnsti- tution der Arbeiterräte eine ans der Revolution heraus geborene notwendig« Einrichtung ist. appellieren die Arlxiterräte der Berliner Großbetriebe an die Einsicht der revolutionären Ar- boiterschaft und fordert sie auf, sich den einsetzenden Bestrebungen zur Beseitigung der Arb-eiterrät« mit allen ihnen zu Gebote stehen- den Mitteln zu widersetzen." II. .Di« Arbeit« rrät« der Berliner Groschetriebe protestieren auf das entschiedenste gegen die Verordnung de? NeickSarbeitSamtS vom 23. Dezember ISIS, betreff» Tarifverträge. Arbeiter, und An- gestellte nauSschüsse und Schlichtung von Nrbcitsstreiiigkeiten. Diese Verordnung ist vorbereitet und erlassen worden ohne Hinzuziehung der Vertreter der A r b e i te r r ä t e und ist geeignet» diese zu be- .sei-tigen. Di« Arbeiterräte üben ihre Tätigkeit kraft revolutio- näven Rechts aus und werden sich dieses Recht nicht nehmen lassen. Sie werden sich auch dem Abschluß irgcndwelä>er Kollektivverträge energisch widersetzen, die geeignet find, di« Tätigkeit der Arbeiter- rate lahmzulegen.""_ Die tommlmalen lmü S.-Rate GroZ- Her!ms. In einer am S. Januar abgehaltenen Kouferenz der Vor- stände der kommunalen Arbeiter- und Soldatenräte Groß-BerlinZ, zu der 46 Mtschaftch» 66 Vertreter entsandt hatten, entspann sich eine lebhafte Diklusfion über die Frage, ob die Arbeiter- und(im- datenräte als dauernde Institution beibehalten werden sollen. ES wurden Vorschläge zur Aufstellung von Richtlinien für die Aufgaben und daS Tätigkeitsgebiet dieser kommunalen Aiboiter. und Soldatenräte erörtert. Nach Schluß der Diskussion wurde sol- gen de Resolution mit Mehrheit angenommen: »Die Konferenz der Vorstände der kommunalen Arbeiter- und Soldatenräte ist durchdrungen von der Erkenntnis, daß den Ar- bettet, und Soldatenräten als Vollzugsorgane de? revolutionären Proletariats alle politische Macht gebührt, und daß die Arbeiter- und Soldatenräte berufen sind, insbesoiidove die Verwaltung der Gemeinden un Sinne de? revolutionären So- zialiSmuS durchzuführen. Deshalb muß dde Macht der kommunalen Arbeiter und Soldatenräte durch das revolutionäre Proletariat fcorort gesteiger: werden, daß sie nicht nur da» Kontroll- recht, sondern die u nln i t t e I ba r« � V o l l z u g S- gewalt in kommunalen Angelegenheiten auszuüben vermögen. Um ein möglichst einheillichs» Zusammenarlieiten aller Groß-Ber. liner kommunalen Arbeiterrät« mit dem Ziele der Durchführung der sozialen Revolution zu ermöglichen, sind Richtlinien aus- zuarbeiten. Hierzu wird ein« Kommission gewählt, die sich zu- sammensetzt aus je sieben Vertretern der beiden sozialistisckcn Parteien. Diese Kominission wird ergänzt durch zwei Mitglieder des VollzugSratS, sie ist beauftragt. Richtlinien auszuarbeiten und einer demnächst einzuberufenden Bollversammlung der kommuna- len Arbeiter, und Soldatenräte zur Beschlußfassung vorzulegen. Diese Richtlinien werden der Vollversammlung de» Groß, Berliner Arbeiter- und Soldatenrates zun Beschluß- sasjuna u»t««brettet verde». Letzte Nackrichten. Zur Kcllnerbklvcguug. Nach fast achtstündiger Daum wurde die Sitzung gegen Mitler- nacht vertagt. Am heutigen Sonntag mn_%'2 Uhr wird da» VilrigungSamt den Schiedsspruch verkünden. Zwei Versammlungen dar GastwirtSgehilfcn, w denen da? Resultat der Verhandlungen bekanntgegeben wird, werden heute Wittag 12 Uhr UN Lustgatten und am Bismarck chhenlmal abge- Haltern_ Rusfische Hoffnunge«. TU H««0, 4. Januar. Englische Blätter melftkn au? Sttck- Holm, im Petersburger Sowjet sei den BolkLbeuuftragten be- knnntsrflsben worden, daß die Bolschewistcu die Hoffnung hätte», bi» spätesten» März auf den Sie« d«S Bolschewismus in Deutschland zu rechne«. Da» russische Nattanalver- mögen stehe den deutsche« Kommunisten für ihre Prapadanda aha» Einfchränknng zur Verfügung. England gegen den deutschen Bolschewismus. TU Amsterdam, 4. Januar. Die„Morningpost" schreibt: Die Vorgänge in deutschen Hafenstädten, die �znr Bewaffnung de» Proletariat? geführt haben, halten die Mobilisierung der englischen Flott« aufrecht. Di« englischen Wahlen haben der Regierung«in« erhebliche Mehrheit für jede Art von Be- setzung in Deudschlaird gegeben, um den Bolschewismus von den alliierten Nationen joxvsiu �a l ten. SeweckschHzbewWlV Gewerkschaftömitglicder. Die Direktion dcS„Polast-Theater�, Hardendcrgstraß«— mn Zoo—, hat uns in etitgegenknn tuender Weise für Mittwoch, den 8., und Sonnabend, den 11. Januar. Einlaßkarten zum Vorzugspreise von 2 M-(sonst 4— 8 M.) zur Verfügung gestellt. Zur Äufsührung gelangt Emil Rosenows.Die im Schatten leben". -? Die Karten können von Montag, den v. Januar, in unserm Bureau, Berlin SO. 16, Engelufer lö, 1 Treppe. Zimmer 16, vor- ini-ttagS von S bis 11 und nachmittags von bis 6 Uhr in Empfang genommen werden. Der Ausschuß der GewerkschaflSkommission Berlin und Umgegend. I. A.: Ä. Link. Die Lage in den Kohlenreviere». Wie sehr die Förderleistungen der Bergwerke infolge der Unruhen unter den Belegschaften gesunken sind, zeigen nach. stehende Zahlen über die Eisenbahnwagengestellung in den Bergwerten in der ersten DezemberlKIft«. ES sind dabei die Jahre 1917 und 1918 gegenübergestellt, wobei zu berücksichtigen ist. daß auch daS Jahr 1917 als KriegSsahr unter großen Schwieriglciden zu leiden hatte. An den 12 Arbeitstagen der ersten Dezemberhälft« find ge- stellt worden: im Jahr« 1917 im Jahr« 1919 auf Steinkohlen- bcrgwerken. 422 127(Ausfall 266 260) 293 622(Ausfall 6664) davon in Ober» Glesien.., 113 620 sAuSfall 65 003) 68 878(Ausfall—) aus Braunkohlenbergwerken... ISO 798(Ausfall 109 699) 92 873 sLuSfall2S64) Zu beachten sind hierbei auch die in Klammern angebencn Zahlen über den Ausfall, d. h. das Zurückbleiben der Wagengr- stell ung hinter den Anforderungen der Zechen. Die Anforderungen der einzelnen EKuben richten sich noch ihrer Förderleistung. Wäh- «nd im Jahr« 1917.erhebliche Ausfälle von mehreren Hundert- lau»enden zu verzeichnen waren, also die Gruben wesentlich mehr lotsten konnten als abgefahren werden konnte(so daß ein reichlicher Ueberschuß auf Stapel gelegt wuedc), zeigt die erst« Tczcmbcrhälfte 1913 nur gang minimale AuSfallziffcrn, die sich durch örtliche Zu- fälligkeiten erklären. Daraus, daß im Jahre 1913 die Wagewm- fordern ngen der Gruben so äußerst gering gewesen sind, ist erficht- lich, daß die Förderleistung und. die Leistungsfähigkeit in der ersten Dezemberhälfte 1918 gegen das Vorjahr ganz erheblich zurückge- blieben ist. Ein Vergleich mit Friedenszeiten würde natürlich da» Bild für 1918 rnxb trüber erscheinen lassen. Der Zentrakverbanb der Tchuhmachtr Deutschlands zählt gegen- wärtig 32 000 Mitglieder, doppelt soviel als im vorigen Jahre. Noch ein kräftiger Vorstoß, heißt es im.Schuhmache» Fachblatt", und wir haben die Höhe wie vor dem Kriege. Die traurigen.Arbeitsverhältnisse der HotclportierS beleuchtet � eine längere Zuschrift, der wir folgeiideS entnehmen: Unter welchen Bedingungen gerade in den großen Aktien-HotelS die Portiers an- gestellt sind, spottet jeder Beschreibung. Die gesetzgebenden Körper- schaften können von diesem schändlichen Treibcn der Hoteldirektionen bis jetzig keine Ahnung gehabt haben, sonst würden solche, gcgSst die guten Sitten verstoßenden Arbeitsbedingungen durch Gesetz schon längst au? der Welt geschafft sein Von den Hotelportiers werden alle möglichen Kenntnisse und guien Eigenschaften verlangt WaS zahlen aber unsere Arbeitgeber für ein Gehalt? Keinen Pfennig, im Gegenteil, wir müssen noch an unsere Arbeitgeber zahlen, daß wir bei ihnen arbeiten dürfen. Mancher Laie wird sich sagen, wie ist da? möglich? Wir sind einzig, waS wohl bei keinem zweiten Berufe auf der Welt der Fall ist. auf freiwillige Gaben(Trink- geld) von feiten der Gäste angewiesen. Gibt der Gast, so ist eZ gut, gibt er nicht?, so haben wir für unsere Arbeit eben nichts. Dabei ist zu bemerken, daß gerade die großen Aktienbotekdirektionen sich nicht schämen, uns Portiers zu zwingen, einen gnoßen Teil des Trinkgeldes an die Direktionen auszuhändigen. Wohin kommt nun dieses dem Arbeiter abgenommene Trinkgeld? Es wird am Ende des Jahres cm die Herren Aktionäre(Kapitalisten) in Form von Dividende mitverieilt. Außer uns Portier? gibt es aber noch ver- schieden« im Hotc!gew.rbe Angestellte, die sich einzig und allein mit den paar Trinkgelbgroschen zufrieden geben müssen, so die Hausdiener, Pagen, LiftierS usw. Alle hier Genannten sind be- kleidet mit prachtvollen, mit goldenen Borten besetzten Uniformen, die genau nach Angaben und Vorschriften der Direktion und beim ersten Hofschneidermeister bestellt werden müssen und auch dem- cntsvrecher.de Preise kosten. Und wer bezahlt diese Umformen? Wiederum sind eS die betreffenden Angestellien. die gezwungen werden, die nirgend anders verwendbare Kleidung zu bezahlen. Tritt einer au? seiner Stellung aus. so hat er gar keine Per- Wendung mehr dafür und muß den Verlust tragen. Ich war lange Jahre in Paris und London als Portier tätig und habe, obgleich ich fetzt 4% Jahre gegen Engländer und Franzosen gekämpft babe. alle Hochachtung vor denselben Eine englische oder französische Hoteldirekiion würde sich schämen, mit den von armen Angestellten bezahlten Uniformen Reklame zu machen, aber noch viel weniger wurde sie verlangen, baß die Angestellten ihr« mühselig verdienten Trinkgcldgroschen abgeben. Der Einsender verlangt gesetzgeberische Maßnahmen, welche ein solches gegen die guten'Sitten verstoßendes Arbeitsabkommen aufs stvena'ie verbieten und zur Unmöglichkeit machen. Vielleicht denken dir Portier» einmal darüber nach, ob nicht auch hei ihnen der Gedanke der gewerkschaftlichen Organisation Wurzel schlagen kann. Parteinachrickten. Königsberg und die Spartakns-Konferenz. Unser Parteiorgan, die„Königsbcrger Volkszeitung", enthält folgende bemerkenswerte Notiz: Nach der sparkakisti scheu„(Roten Lahne" war auf der Berliner Reichskonfcrenz der Spartakus-Terro. risten auch Königsberg vertreten. Der Vertreter wird aber nicht genannt. Von befreundeter Seite werden wir um den Hinweis ersucht, daß es sich um eine Vertretung Königsbergs unter keiner Umständen handeln kann. Es gäbe hier wohl ganz vereinzelte An Hänger des SpartakismuS. Von einer Gruppe, die sich Vertreter lassen könne, zu reden, könne jedoch erfreulicherweise in keiner Hin ficht die Rede sein Bei der Angabe deS Berichtes handele es sicl also um gröbliche Irreführung der Oefsentlichkeit. Personenwechsel. in der rheinischen Partcipressc. Genosse Richarc W o l d t ist aus der Redaktion der„Freien Prosse", Elberfeld, aus geschleden. um zunächst in seinem Wahlkreis Duisburg als Kandida zur preußischen Landesversammlung die Redaktion der„Nieder r Heini scheu Volksstimme" zu übernehmen. Genosse HanS Marck wald von dar dortigen Parteizeitnng ist für die.Freie Presse' nach Düsseldorf verpflichtet worden. Zugleich ist zum l. Januar Genosse Woldt vom Regierung» Präsidenten in den engeren Beirat für Demobilmachung auf Antra, der Gauleiier und Ortsverwaltunaen der freien Gewerkschaften sui Rheinland-Westfalen berufen worden. Di« Handelsgefellslbast und Preßkommission der„Freien Presse" haben dem Genossen Artur Molkenbuhr den politischen TeU . der Zeitung übertragen. Genosse Wilhelm Pfannkuch kann heute auf«ine SSjahrtg. Tätigkeit im Vorstand der Sozialdemokratischen Partei Deutsch lands zurückblicken. Da» Schicksal hat es ihm gegönnt, nicht nu, die Entwicklung de? deutschen Volkes an jener Stelle miterleben � zu dürfen, wo ihr Pulsschlag am lebbaftesten pulsiert, sondern auch als immoi Tätiger, ewig Reger am Werden unserer Volksgeschicke mitzuwirken. Ein Vierteljahrhundert im Parteivorstand, das ist nicht nur ein ungeheurer Schatz geschichtlichen ErinnrrnS, ei ist auch eine gewaltige Summe Arbeit. Als Genosse Piann.. kuch vor 26 Jahren in die Leitung unserer Paitei eintrat, hat er kaum geahnt, daß er auf demselben Posten noch den Aufstieg der Partei zur höchsten politischen Macht erleben, noch weniger, unter welchen traurigen Umständen sich dieser Ausstieg vollziehen würde. Und so wünschen wir dem alten, tieuen Vorkämpfer, daß er noch hellere Tage erleben möchte,«r hat sie verdiem. denn sein ganze» Leben war dem Kamps« um sie gewidmet! Leraniwonll» fflr Politik Srich Ruttntt, Perttn: ffit den a driften leti des Blatte« tUIred Schul». Neukölln! für Jlnseiuen Tdeodor Mlacke, Berlin. Verlag Vorwarts-Verlag«. in. d H.. Berlin. Druck Vorwürts-Buckidruckerei llnd VerlaaSanstaU Paul'Einaer u To ln Berlin Andenstrab»» Hier»» 2 Beilage». 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