Nr. 174. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei tn's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustr. Sonntags- Beilage, Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 8,30mt. pro Quartal. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreichs Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post Bettungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwärts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in ber Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonna and Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Bernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: ozialdemokrat Berlin Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Arbeiter! Sonntag, den 29. Juli 1894. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Parteigenossen! Trinkt kein Trinkt kein boykottirtes Bier! Abonnements- Einladung. Bezirken auch berichtet wird, daß nämlich nicht intlimatischer Verhältnisse eine gewisse ArbeitsMothstandsleugneret. folge einer falschen Wirthschaftsordnung, ſondern infolge Wir ersuchen alle unsere Freunde und Genossen, nach Zu den gewerbsmäßigen Verrichtungen eines echten, losigkeit eintritt, weil die Arbeiten im Freien, namentlich bei Kräften für die Erweiterung unseres Abonnentenkreises rechten Ordnungsmannes gehört seit einiger Zeit eine Art Bauten, eingestellt werden müssen. Der milde Winter von 1893 zum 1. Juli thätig zu sein. Es ist das eine Partei- neuer Thätigkeit, die man die Nothstandsleugnerei nennen zu 1894 hat diese kritische Zeit beschränkt, infolge dessen trat pflicht. Die Hauptstärke einer Partei liegt in ihrer Presse tann. Sie ist unentbehrliches Requisit der ganzen bürger- auch diese Frage meist nicht so in den Vordergrund, außer wo je mehr Leser ein Blatt hat, desto größere Macht hat lichen Gesellschaft geworden, wie etwa das schöne Behauptungen, daß z. B. in Lüneburg eine übermäßige Arbeitslosig sich die Agitation derselben bemächtigte. Auf grund von Bees, und je größer die Macht der Parteipresse, desto größer kleidungsmöbel, das man Frack nennt, denn der Zuschnitt feit herrsche, es sollten 400-500 Personen arbeitslos sein und die Macht der Partei, wer dem Partei Organ neue Leser und die Form sind bei verschiedenen Gelegenheiten ebenso sich in einer Nothlage befinden, die jeder Beschreibung spotte zuführt, stärkt sonach die Partei. verschieden. Der Minister handhabt die offizielle Nothstands fanden Untersuchungen statt, welche ergaben, daß diese leugnerei im Parlament mit eleganten Redewendungen und Beitungsnachricht den Thatsachen nicht entsprach. Vereinzelt verbindlichem Lächeln, der Philister übt sie roh und un- tamen allerdings Verhältnisse bedenklicherer Art vor; so geschliffen am Stammtisch und in der Praxis. Die Melodie mußten z. B. die Gemeinden Altona und Wandsbeck für wechselt öfters, das Lied ist immer dasselbe. Die seit wenden; allein es handelte sich dabei hauptsächlich um Arbeiter, Rothstandsarbeiten erhebliche Geldmittel aufAnfang der 90er Jahre dauernde Krise hat die Organe der die im Hamburger Hafen beschäftigt sind und in den genannten Bourgeoisie wortwörtlich gezwungen, aus der Noth eine Ortschaften wohnen, also um Saisonarbeiter, die auch sonst meist Tugend zu machen, nämlich aus dem Nothstand und seiner unter den Nothleidenden und Arbeitslofen die Hauptrolle spielen. Ableugnung, ein Lafter mehr im vollen Sündenkonto der Wenn man nun auch nicht unbedingt den Saß aufstellen fann, herrschenden Gesellschaft. der in Frankfurt a. M. ausgesprochen worden ist, der Lohn bei Mit dem 1. August eröffnen wir ein neues Abonnement auf den Vorwärts" Berliner Volksblatt mit der illustrirten Sonntags- Beilage Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Beitungsspediteure, fowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, wöchentlich 28 Pfennige. zum Preise von Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements 2,20 M. für die Monate August u. September entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1894 In unserer Nummer 71 begannen wir die Veröffentlichung des geschichtlichen Romans Der Inde. unter Nr. 6919.) Von Spindler. Neu eintretenden Abonnenten wird der bisher erschienene Theil des Romans auf Verlangen nachgeliefert. Nach diesem Roman werden wir einen anderen veröffentlichen, der in Berlin spielt und die März Ereignisse des Jahres 1848 schildert. Die Redaktion und Expedition des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Feuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler.. 99 99 Nun haben uns freilich noch immer die Thatsachen den Saisonarbeitern müsse so hoch sein, daß sie auch in der bedazu verholfen, die bürgerliche Lügerei recht jämmerlich schäftigungslosen Zeit davon leben tönnten, so muß man doch heimzuschicken. Und zu einem der schönsten Späße, wenn auerkennen, daß eine gewiffe Berechtigung für diesen Satz vorhanden ist, wenigstens insoweit, als die Arbeitslosigkeit der bei so traurigen Dingen überhaupt von Scherz gesprochen Saisonarbeiter von einem anderen Standpunkte aus zu bewerden darf, hat es gehört, als wir vor 2 Jahren einen der trachten ist als die aus schlechten wirthschaftlichen Verhältnissen Staatssekretär von Bötticher, mit den Aussagen seiner eigenen dagegen eine regelmäßig wiederkehrende, wenn auch bedauerliche ersten und geübtesten unter den Nothstandsleugnern, den hervorgegangene Arbeitslosigkeit; diese ist die Ausnahme, jene Unterbeamten, der Gewerbe- Inspektoren, heimschicken konnten. Erscheinung." zu haben, natürlich nicht dahin, daß sie jetzt die Wahrheit ihm aber sein Geschäft nur recht unvollkommen geglückt. Diese Erfahrung scheint die Nothstandsleugner jetzt gewißigt Soweit der neueste Nothstandsleugner. Zunächst ist bekennen möchten, sondern dahin, daß sie geschickter lügen. Eine gewisse" regelmäßige Arbeitslosigkeit hat er uns doch Sie wollen uns nunmehr zuvorkommen, und Einer von für die Wintermonate zugestehen müssen, für gewisse Geihnen hat sich schnell an die vor kurzem erschienenen neuesten genden und Städte sogar eine solche Noth, daß" NothJahresberichte der preußischen Gewerberäthe für 1893 ge- ftandsarbeiten mit erheblichen Geldmitteln" auch 1893 vormacht, um in der Schles. 8tg." eiligst folgendes zurück genommen werden mußten. Ob der Nothstandsleugner die zulassen, ehe wir wieder Waffen aus dem amtlichen Material Arbeitslosigkeit sodann als übermäßig" oder„ nicht überschmieden: mäßig" einschätzt, dürfte für das Hungergefühl der thatDie für das Jahr 1893 vorliegenden Berichte der Fabrik- sächlich Arbeitslosen ziemlich gleichgiltig sein; da er wohl inspettoren ergeben, daß von einer übermäßigen Arbeits- beffere Tage und gediegenere Ernährungsverhältnisse hinter sich losigkeit weder am Anfange noch am Ende des Jahres 1893, hat, als die meisten Arbeitslosen, so tann er sich bei der d. h. in den Wintermonaten, die Rede sein kann. Die Be Beurtheilung des Gefühls des Uebermäßigen auch sehr mertung aus Ostpreußen: Die alljährlich bei Eintritt der Winterszeit sich in einigen Bezirken wiederholende Arbeits- leicht irren. Also der Versuch des hochkonservativen Blattes, losigkeit bewegte sich innerhalb der gewöhnlichen Grenzen, den Stoff der diesmaligen Gewerbeinspektorenberichte, ſelbſt trifft ungefähr das, was sachlich aus allen anderen wenn er nur aus dem Angeführten bestände, uns vorweg Heiliger Gott!" stammelte Margarethe: die heimliche Geduld entgegengesetzt. Nun, da ein böses Geschick mir beschlossene Acht? armer Dagobert! welch' ein Teufel hat die Augen geöffnet, und mir selbst Duldung zur Pflicht Dich vor diese Schranken gefordert, wo der Kläger nur gemacht hat, danke ich Dir für Deine Nachgiebigkeit, welche Recht erhält? Hochwürdiger Herr! Um meinetwillen, immer mit der seltensten Treue gepaart war. Du hast o gewiß, um meinetwillen ist er in diese Verderbniß ge- treu bei mir ausgehalten, seit mich ein widriges Gestirn rathen? Wie soll ich mir jetzt rathen,... wie soll ich mir in die Tiefe des häuslichen Unglücks versenkte; nicht Dein helfen?" Der Mönch zuckte die Achseln, verwies die Mund, nicht ein Blick von Dir hat mich fühlen lassen, wie Klagende auf den Willen Gottes, und auf das eigene sehr die Gegenwart meine Vergangenheit in Schatten stellt. Schweigen, und begab sich mit dem Versprechen hinweg, bald Empfange dafür meinen herzlichsten Dank, und gieb mir wieder einzusprechen, und ihr sogleich zu wissen zu machen, Gelegenheit, Dir eine noch wärmere Dankbarkeit widmen Margarethe schlug die Augen vor den forschenden des wenn der gefangene Jude ein gefährliches Geständniß be- zu können. Willst Du, meine gute Else?"- Die Zofe Paters nieder, welcher nach einer Pause fortfuhr: Wie ich sorgen lassen sollte. staunte bei dieser ungewohnten und aufrichtigen Sanftmuth vernommen, hat der junge Mann sich von der Kirche, Eine unsägliche Angst bemächtigte sich Margarethens, ihrer Herrin, und versicherte sie ihrer Bereitwilligkeit. welcher er verlobt gewesen, lösen lassen. Meines Bedünkens da sie wieder allein war, und in ihrem erschütterten Geiste" Entsinnst Du Dich noch des Traumes, den ich Dir vor hat er übel daran gethan, und sogar sein hochmüthiger alles zusammenstellte, was sich in den letzten Tagen zuge- manchen Monden erzählte?" fuhr Margarethe fort:„ Ich Lehrer, der Predigermönch Johann, der, wie alle feines tragen, und ihr Schicksal auf solch entsetzliche Weise ver- spottete damals Deiner finsteren Ahnung, obwohl mir der Ordens, dem unsrigen nicht hold ist, weil er am Evangelium wirrt hatte. Ihres Fehls bewußt, drängte es fie, etwas Spott nicht von Herzen ging. Nun aber erwahrt sich das reiner hängt, denn alle andern, muß mir Recht geben. zu unternehmen, wodurch sie die Schuld ihres Gewissens Gebilde jener Nacht auf eine furchtbare Weise. Aus der Wäre der Jungherr Priester geworden, es wäre ihm nicht in etwas zum mindesten zu fühnen vermöchte, und dieses Beit ist eine Schlange erwachsen, aus allem dem, was ich geschehen, was seit heute Morgen das Gerede der ganzen etwas wurde, troß seiner gefährlichen Abenteuerlichkeit, für das Theuerste achtete, ist ein Ungeheuer entsprungen, ? Stadt ist."-" Um Gottes willen!" sprach Margarethe bald in ihr zum festen Entschluß." Ich will ihn zwingen, das mir das Herz abfrißt. Ich weiß, um diese Schrecken ängstlich: Was ist ihm geschehen? welch Unheil? redet." wenigstens nicht das ergste von mir zu glauben," sprach zu mildern, nur einen Ausweg, und diesen zu ergreifen, " Ihr wißt nicht?" fragte Reinhold entgegen: Da sieht sie zu sich selbst; nicht die Bosheit, Wallraden aus dem sollst Du mir behilflich sein." Else küßte der Gebieterin man wohl, wie sehr recht das Lied hat, welches sagt: Wege geschafft, noch die größere, Mörder gegen sein Leben die Hand, und fragte unter Thränen:" Was soll ich thun, Jenseits bin ich wohl bekannt, Fremdling doch im eignen aufgestellt zu haben. Jit es Gottes Wille, daß ich in ehrsame Frau, das Euch angenehm wäre, und das Mittel Land! Daß Eure Bofen aus Schonung Euch's verschwie meinem Vorhaben umkomme, so sei es darum;- wo darböte, den Frieden in Euer Haus und Herz zurückzugen haben, gebe ich zu, aber der Rachbegierde Eures nicht, so sei der Engel gepriesen, der mir diesen Weg ge- bringen? Wenn eine schwache Magd vollbringen kann, Eheherrn hätt' ich das Schweigen nicht zugetraut. zeigt, wieder etwas in der heillosen Verwirrung gut machen was Ihr begehrt, so zählt auf mich."" Ich muß fort," Heute Morgen hat Euer Knecht Eitel, als er des Hauses zu fönnen, worein meine leichtsinnige Verblendung mein sprach Margarethe mit gedämpftem Tone weiter,„ noch in Thüre öffnete, ein Pergament daran geheftet gefunden, Haus gestürzt hat."- Sie sammelte mit zitternder Hand dieser Nacht muß ich fort. Begünstige diesen Vorsay; hilf' und die drei Späne, die aus der Pforte gehauen worden die Kleinodien und den kleinen Schatz von Denkmünzen mir hinaus aus diesem Gebäude, wo mich Kummer und waren, entdeckten dem des Lesens Unkundigen gleich das und seltenen Goldpfennigen, die sie der Freigebigkeit ihres Angst tödtet."-" Fort?" fragte Else erstaunt:„ Fort? Wahre, wie auch dem Pöbel, der schon lange gaffend vor Gatten verdankte, und wählte aus ihr.m Kleiderschreine Ei, um unserer lieben Frauen willen? was wollt Ihr bes dem Hause stand. Eine Ladung der heimlichen Acht ist es, einen dichten, weitverhüllenden Regenmantel, welcher ihr ginnen? Wollt Ihr Euren Herrn verlassen, und Euren gerichtet an den Jungherrn Dagobert Frosch, welcher auf zu ihrem Vorhaben geeignet schien. Hierauf sagte sie zu guten Leumund zu Grunde richten? oder wollt Ihr Euch den nächsten Dienstag vorgefordert wird vor den Stuhl zu Elsen, die sich na dem kleinen Johannes bei ihr ein- ein Leides anthun? Ach, liebe Meisterin, unterlaßt doch Sachsenhausen, um sich zu verantworten über schwere Misse- gefunden hatte:" Se te Dirne! Du hast schon viele Heftig dieses Vornehmen! Ihr seid jung, Ihr seid Mutter und thaten, deren er angeklagt worden." feit von mir ertragen. und meinem aufbrausenden Zorn stille Hausfrau. Verzweifelt nicht an der Barmherzigkeit, die allen " zu nehmen, hätte gerade fein glänzendes Ergebniß für die beitslosigkeit im Jahre 1893 nach den neuesten amtlichen| ganze Bourgeoispreffe bläft selbstverständlich in das Nothstandsl engerei geliefert. Berichten der preußischen Gewerbe- Inspektoren zu unter- fapitalistische Horn. Nun ist aber diesem schnellschriftstellerischen Exemplar halten, z. B. über den eigenthümlichen Lüneburger Fall? Die Börsensteuer hat die Hoffnung ihrer Urheber von Nothstandsleugner Verschiedenes in der Gile entgangen. Wir halten es nicht für unmöglich. Denn wer es über sich nach keiner Richtung hin erfüllt. Wie aus dem amtlichen Es ist ihm entgangen, daß der Gewerberath für die gewinnt, in einer so tiefernſten Sache so leichtsinnig und Ausweise erhellt, ist der Ertrag der Steuer gut um die Regierungsbezirke Potsdam und Frankfurt a./D. berichtet, daß frivol mit dem Thatsachenmaterial zu verfahren, der wird infolge der miferabelen Geschäftsverhältnisse des Jahres 1893 in wohl auch die Stirne haben, trotz allem weiter zu leugnen. Hälfte hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Und die der Biegelindustrie sogar zu ungewöhnlich früher Zeit( im Dann soll die zweite Büchtigung folgen. Das ist ja eben angebliche Hauptsache: die Moralisirung" der Börse ist Monat August) Arbeiterentlassungen vorgenommen werden" der Humor an der Sache, daß uns unsere Gegner immer ganz ausgeblieben. Die Börse ist genau, was sie mußten, was also schon lange vor dem Winter, schon und immer wieder selbst die Ruthen reichen, mit denen wir vor der Steuer war, und nur die kleinen und vergleichslange vor Eintritt gewiffer klimatischer Verhältnisse" ihren feisten Rücken streichen, bei der Nothstandsleugnerei weise unschädlichen Börsenleute werden etwas geschröpft. zu wirklicher und echter Arbeits noth" für zahlreiche und anderswo. Bevölkerungselemente führte. Unser schnellschreibender Nothstandsleugner hat jodann übersehen, daß derselbe Gewerberath sehr wenig beruhigend Folgendes schreibt:" Dolifische tebericht. Die Herren Bierringler geben sich, wie wir aus verschiedenen Waschzetteln des Rösicke'schen Reptilbureaus ersehen, der leichtsinnigen Hoffnung hin, wenn fie nach einiger Zeit mit den Arbeitern Friede schließen, würde alles sofort in den Das übermäßig start hervortretende Angebot ungelernter Zustand vor dem Boykott zurückkehren, und würden insArbeiter in der Nähe Berlins und der größeren Städte sollte Berlin, den 28. Juli. besondere die alten Kunden sich sofort wieder einstellen, um diese Personen von dem Zuzuge in die Städte fernhalten, da der Zum Kapitel der Wohlfahrtseinrichtungen" der lang entbehrten Gnade und Wohlthat des Ningbieres Stamm der ungelernten und Tagearbeiter überall vollkommen und Fabrikanten Wohlthaten". Die Arbeiter ungefäumt theilhaftig zu werden. Das ist eine sehr falsche zur Deckung des Bedürfnisses ausreicht. Durch den bisherigen freundlichkeit hat immer den Schalk hinter ihr". Wieder und sehr alberne Auffassung der Dinge, die vielleicht auch Andrang gestalten sich die Lebensbedingungen ein Beispiel! Heute lesen wir in der Bossischen Zeitung", blos erheuchelt und zu dem Zwecke verbreitet wird, unfowohl für die zuziehenden, wie auch für die also einem echt bürgerlichen Blatte: ansässigen Arbeiter immer ungünstiger... Die also einem echt bürgerlichen Blatte: bequeme Konkurrenten abzuschrecken. Nun, die Herren wirthschaftliche Lage der Arbeiterbevölkerung ist durch die ge- Glasarbeiter Aus stand, der nun bereits vier Wochen ihre Hoffnungen unerfüllt bleiben. Die Arbeiter haben ein Oldenburg, 26. Juli.( Eig. Mitth.) Der hiesige große Bierringler dürfen überzeugt sein, in jedem Fall werden drückte Lage der Industrie vielfach nachtheilig beeinflußt dauert, hat einen eigenthümlichen Rechtsstreit im Gefolge gehabt. Die Fabriken arbeiteten zum Theil mit ein Die ausständigen Arbeiter, die der Glashütte gehörige Woh- gutes Gedächtniß. Sie vergessen nicht die Streiche, geschränktem Betriebe und mit vertürater Arbeitszeit. Dadurch wurde sowohl die Arbeit3: Die Arbeiter stüßen sich darauf, daß ihnen die Wohnungen die Freunde geleistet haben. Wenn die Herren Bierringler Arbeits- nungen nungen inne haben, weigern sich, diese zuräumen. die ihnen die Feinde gespielt, nicht die Dienste, die ihnen gelegenheit wie der Arbeitsverdienst beein nicht gekündigt feien, während die Direktion sich auf den Stand- glauben, diejenigen Brauereien, die in diesem Boykott zu punkt ftellt, daß die Arbeiter mit der Kündigung ihrer uns stehen, nach einem etwaigen Friedensschluß- der, worden. trächtigt." Aber von der Peripherie des Reiches wird nicht minder beitsverhältnisses gar nicht von den Arbeitern aus = Also Noth und Arbeitslosigkeit mit ihren nieder: Stellen in der Hütte auch auf die Wohnungen wenn nicht innerhalb des Bierrings selbst Revolution ausbrückenden Folgen selbst im gewerbereichen Mittelpunkt des verzichteten. Dem gegenüber hob der Anwalt der bricht, noch sehr lange auf sich warten lassen wird durch Deutschen Reichs für gelernte wie für ungelernte Arbeiter! Arbeiter wieder hervor, daß die Lösung des Ar erdrückende Konkurrenz niederwerfen und ihnen die während Schlimmes berichtet. Der Beamte für Bosen schreibt:„ Von gegangen sei, sondern von der Direktion der Glashütte, indem des Boykotts erworbene Kundschaft rasch wieder abjagen zu den außerhalb, in den westlichen Provinzen Arbeit diese die Herabsetzung der Löhne beschloß. Nachdem drei Ver- können, so haben sie ohne die Berliner Ar. suchenden Arbeitern tamen viele mit getäuschten handlungstermine in dieser Sache stattgefunden, hat das Gericht beiter gerechnet. Hoffnungen, ohne lohnende Arbeit gefun werden also die Wohnungen räumen müssen. jetzt zu ungunsten der Arbeiter entschieden. Diese Graf v. Moltke, dessen Mandat im Reichstags- Wahlden zu haben, zurück." Reicher sind diese Elenden Im übrigen verläuft der Ausstand in voller Ruhe. Die Aus- freise Pinneberg- Elmshorn durch die Mandats- Prüfungsdurch ihre getäuschten Hoffnungen doch sicher nicht geworden; ständigen erhalten viele Unterfüßungen, während die Hütte die kommission für ungiltig erklärt wurde, hat diese Niederlage sie haben offenbar ein weiteres Bataillon der riesigen Armee Defen bis auf einen ausgeblasen hat und, wie es scheint, ihre noch immer nicht verwunden. In seinem Schmerze ersann Nothleidender im Jahre 1893 gebildet. Aus Breslau Kunden nicht immer voll befriedigen kann. Der Gemeinderath er ein Mittel, wie der Durchfall von Edelsten der Nation heißt es amtlich:" Die Arbeitslosigkeit nahm... gegen der Vorstadt Osternburg wird sich jetzt mit der Frage der Unter in Zukunft zu vermeiden sei. Seine Erfindung hat er im Ende des Berichtsjahres einen ziemlich großen Umfang an. bringung der obdachlosen Arbeiter beschäftigen. Unter den von der Eisenbahnverwaltung( wegen„ kli- Wer noch über die Wohlthat" der Arbeiterwohnungen Deutschen Wochenblatt" in Form eines Gesezentwurfs matischer Verhältniffe"? D. B.") entlaffenen Arbeitern be- im Zweifel war, der wird jetzt hoffentlich belehrt sein. Die niedergelegt. Dieser sagt kurz und bündig:§ 1. Wer zweimal ohne zwingenden Grund sich der Ausübung feines fand sich eine Reihe von Familien vätern, die die Arbeiterwohnungen sind nur dazu da, den Arbeiter an politischen Wahlrechts enthalten hat, geht dessen verluftig. Ausführung jeder Arbeit und 3 u die Scholle zu fesseln und in Knechtschaft zu halten. Und jedem(!!!) ohne übernommen find natürlich gleicher Ansicht, wie die allgemeine, direkte und geheime Wahlrecht im Reiche haben die Gerichte sind natürlich gleicher Ansicht, wie die 82. Dies Gesetz bleibt so lange in Kraft, wie das würden, falls fich solche gefunden Herrn Wohlthäter. besteht." hätte!" Fürchterliche Bilder! Und damit unsere Die Knochen eines pommer'schen Grenadiers Danach scheint der Herr Graf auch den übrigen Nachlese zur Wanderung des neuesten schlesischen Nothstands- seien zu schade für das bischen Herzegowina- hinter Edelsten der Nation zum Durchfall verhelfen zu wollen, leugners durch die preußischen Inspektorenberichte für 1893 diesem Ausspruch deckte Bismarck seine Russenfreundlichkeit, denn wenn alle die noch wählen sollen, die durch ihr nicht einseitig erscheine, zum Schluß auch eine Schilderung die es nicht über sich gewinnen konnte, dem" Erbfreunde" Fernbleiben von der Wahl ihre Gleichgiltigkeit, aus dem gesegneten" Westen der Monarchie: Der Beamte in seinen ganz Europa bedrohenden Bestrebungen ein Hinder- gegen die tonservativen Versprechungen für Arnsberg spricht von der üblen Geschäftslage der niß in den Weg zu legen. Was aber das bischen Herzegowina, schon deutlich genug an den Tag legen, dann wird den Mehrzahl der Industrien seines Bezirks den Vers für der russische Weltherrschaftstigel, nicht werth war, das wird Profit am allerwenigsten der Adel haben, weil sich selbst die Arbeiter kann man sich dazu machen!, und der leichten Herzens verlangt, wenn es sich um den Profit des der gefügigste Landbewohner sagt, daß diese Gesellschafts Gewerberath für Roblenz schreibt:" Die an sich schon heiligen" Kapitals handelt. Da muß ein Erempel gegeben klasse von allen die wenigste Existenzberechtigung hat. niedrigen Arbeitslöhne wurden im Berichtsjahre werden". Die deutschen Spekulanten, welche den bankrotteften in einer Anzahl von Betrieben noch herabgemindert" Staaten mit Vorliebe das Kapital, das sie aus den Taschen Desterreich. Aus Wien wird telegraphirt: ( folgen nähere Angaben über acht bis zehnprozentige deutscher Bürger herauslocken, zuführen, verlangen von der durch welches die Verpflichtung zur Sinterlegung einer Wien, 28. Juli. Das Amtsblatt" publizirt das Gesetz, Lohnherabsetzungen in einer großen Reihe von In Reichsregierung, daß sie kräftig gegen Griechenland vorgehe, Raution bei Herausgabe periodischer Druckschriften aufdustrien). Welches Ueberangebot Arbeitsloser und welcher welches, ohne sich vollständig zu ruiniren, seinen Bergehoben und deren Verkauf erleichtert wird. Mangel an Arbeit für die in Stelle befindlichen pflichtungen nicht nachkommen kann. Einige Kriegsschiffe 8 น " Proletarier des Westens muß vorhanden gewesen sein, wenn sollen nach dem Mittelmeer abgehen, eventuell sollen die Der schweizerische Banerntag, welcher am letzten Sonnihnen diese Hungerfuren zugemuthet werden durften! griechischen Häfen blokirt werden. Welche Verwickelungen tag in 3 ürich stattfand, war von 150 Mann besucht. Er beWie der Beamte die grauenhaften Folgen für die Er- hieraus entstehen könnten, und wie leicht der an einem Haar schloß Unterstüßung des Beutezuges, ferner die Forderungen nach nährung der Leute ausmalt, mag im Bericht selbst nach hängende europäische Frieden einen Riß friegen fönnte, welche in ihre Hypothefargesetzgebung die obligatorische Amortis einer Bundesbant, Verpflichtung des Bundes, den Kantonen, gelesen werden. wenn an ihm gerührt wird, das ist ben kapitalistischen fation aufnehmen, zum gleichen Zinsfuß, zu dem er selbst seine Spekulanten gleichgiltig oder doch nur Nebensache, wenn Anleihen fontrahirt, Vorschüsse zu machen. die„ Ehre", d. h. die Bucherzinsen, bedroht erscheinen. Die Genosse Dr. Wassilieff tommt Anfangs Auguft neuerSollte der neueste Nothstandsleugner der Schlesischen Beitung" jetzt noch Lust haben, sich mit uns über die Ar" -" " " hilft. Ist der Kummer unverschuldet, der Euch drückt, schehen könnte, daß keine Magd und kein Knecht Euch Mütterlein; welch ein großer Schnauzbart, und den hat er und wie tönnte es anders sein? so wird er Euch nicht sähe?"" Welch ein Hinderniß!" klagte Margarethe: noch." Ei, wo sahst Du ihn denn, Hans? Am Fenster tödten, und der Allmächtige Euch nicht umkommen laffen. und heute, gerade heute muß ich fort! Sinne nach, stand er," fuhr der Bube fort, und ein schwarzer großer Die Wahrheit muß ja doch endlich ans Tageslicht kommen, kluge Dirne, finne nach und hilf. Schon steigt der neue Herr neben ihm, und sie sahen mich auch lange an; der und Eure Feinde verderben. Man lebt nur einmal, gute Mond herauf am Himmel; wir haben nicht lange Beit zu Mann hätte gewiß mit mir geredet, wenn er nicht im Frau, und was helfen Euch alle Ehrenkronen auf Eurem verlieren, denn weit ist der Weg, den ich unternehme." Hause gewesen wäre, und ich auf der Gasse." Gewiß," Grabe, sobald Ihr die Augen nicht wieder aufthun töuntet."" Es wird mir schauerlich zu Muthe," erwiderte Else," hör' versette Margarethe, leichter athmend:„ daß er aber nicht -Nicht doch;" versetzte Margarethe mit schmeichelnder ich Euch also sprechen. Ihr werdet doch nicht zu einer zu Dir herauskam, sei Dir ein Beweis, daß es doch nichts war, Ueberrebung: Gutes Kind, Du irrst. Ich will weder flüchtig Herenfrau gehen, um Euch die Zukunft deuten zu lassen als ein Traum, was Du Dir einbildest; ein Traum, von gehen, noch mir das Leben nehmen, und, wenn die Sterne durch verbotenen Bauber? Gute Frau,... das thut dem zu reden ich Dir ernstlicher verbiete als jemals; hörst mir günstig sind, bin ich morgen bei guter Zeit wieder nimmer gut, nicht hier, nicht jenseits über den Himmeln." Du? Wenn Du haben willst, daß ich nicht mehr zurückzurück. Sollte ich aber nimmer wiederkehren, so sage meinem Schwäßerin!" schalt Margarethe halb scherzhaft, ihr fomme, so magst Du thun, was ich verboten habe."„ D Herrn, daß er von Deiner Mutter erfahren würde, wohin auf die Wange klopfend. Vergiffest Du, daß Deine Mutter mein Mütterlein!" antwortete schmeichelnd der Bube: Wieder ich gegangen, und wie mein letzter Gruß an ihn gelautet. um die Sache wissen wird, und daß sie eine allzu fromme kommen! nichts sagen, gewiß nicht, herziges Mütterlein." Du aber bete dann für meine Seele, Mädchen!"-" Shr Christin ist, um sich mit Herenwerken einzulaffen. Sei ruhig, Da trat Else wieder in die Stube. Ehrsame Fran," wollt mich beruhigen, ehrsame Frau," begann Else nach und öffne mir einen Weg aus dem Hause. Höre aber vor- sprach sie, auf den Zeben heranschleichend: es ist, als ob einer kleinen Weile, in welcher fie die Gebieterin stumm erst, was das Geräusch bedeutet, das ich in den Gängen ein Zauberer Eueru Ausgang begünstigen wollte; wir haben betrachtet und dennoch mehrt sich meine Angst. Wohin vernehme." Besuch bekommen; der Bruder des Herrn, der Prälat aus wollt Ihr gehen, daß Ihr vielleicht nimmer lebendig wieder- Die Bofe ging hinaus, um den Willen der Gebieterin Welschland, ist soeben im Hause eingekehrt, mit einem gar tehren dürftet. D, liebe Frau, denkt an Euern Knaben!" zu thun. Der kleine Johannes näherte sich aber der in holdseligen Fräulein, das wohl seine Haushälterin oder Sie führte den wehmüthig die Hände faltenden Johannes Trübsinn versinkenden Frau, faltete nochmals seine eine Verwandte sein mag. Der Herr Schöff ist überrascht zu Margarethen. Die Altbürgerin betrachtete den Knaben Händchen und sprach: Lieb Mütterlein! Du kommst doch auf seine Stube ihm entgegen gegangen, und hat die tummervoll, legte die Hand auf seinen Kopf, und sagte: wieder? Du läsfest mich doch nicht allein bei dem finstern Gäste bewillkommt, und in den großen Garten geführt. Armer Junge! Du bist die Quelle des Unheils, das uns Manne, der uns nicht mehr sehen, nicht mehr hören will?" Darauf hat er dem Gitel befohlen, spanischen Wein heraufbetroffen, und doch unschuldiger, als wir alle! Traue auf Jch tomme wieder, Johannes!" versicherte Margarethe, zubringen, und ein Nachtmahl anzuordnen, wie es in der Gott, und er wird wohl an Dir machen, was Menschenfinn seine Hand streichelnd: und wenn ich auch nicht wieder- Eile fich würde thun lassen. Das Gesinde ist in Küche verdarb. Du wirst, wie auch Dein Geschick sich wende, an täme, so verzage nicht. Du bist ja ein unschuldig Kind. und Keller beschäftigt, die Thüre ist offen, das Glück und Herrn Diether einen Vater finden." Das walte Gott!" Dir werden sie nichts zu Leide thun."-Ach, dem fleinen die Nacht sind Euch günstig, wenn Ihr ferner bei Eurem seufzte das Mädchen: Was wird aber der rauhe, arg Hans ist schon viel zu Leide gethan worden," klag oer Bornehmen beharrt." Ob ich dabei beharre?" fragte wöhnische Herr an dem Knaben thun, da Jhr, die Mutter, Knabe: die schwarze Mutter hat ihn viel geschlagen, und Margarethe lebhaft: Hartnäckiger denn zuvor. Den Präs so talt von ihm scheidet?"-" Du schiltst mein Mutter endlich gar verlassen. Und Du bist so eine freundliche laten, welcher Wallraden liebt, wie seinen Augapfel, will ich bera?" fragte Margarethe heftig, und ihr Auge suchte wei- Mutter, und wolltest auch von mir gehen?"- Ei, Hans," nicht eher sehen, als bis ich etwas gethan, das unlengbar nend am dämmernden Himmel den Wohnsitz des ver zürnte Margarethe leise:" Wie magst Du denn schon wieder von meinem guten, aber schnöd verkannten Sinne zeugt. blichenen Sohnes. Sie faßte sich jedoch bald wieder, und an Deine Träume denken? Geträumt hat Dir von der Komm, Else, hilf mir, und Du, mein Junge, setze Dich fuhr gelassener fort: Die Nacht bricht ein, mein Kind. schwarzen Mutter... nichts weiter. Wie tommt es denn, dort in den Winkel, und weine nicht, und plaudre nicht. Seit Ich werde wiederkommen und Dir schöne Sachen mits Laß mich nicht vergebens bitten. Bleibe mir treu; ich daß Tu wieder an die Tollheiten kommiſt?" Haus that, wie ihm geheißen mar, und Else fordere es vielleicht zum letzten Mal von Dir. Berichte mir, heute Nachmittag, lieb Mütterlein;" erklärte der Bube ge- bringen." wenn Herr Diether heut Abend das Haus verläßt, und sprächiger:" Es muß am Ende doch wahr sein, was ich warf der Gebieterin den Mantel um. Gott schütze Euch!" öffne mir alsdann die Thür, wenn Du's vermagst. Ich geträumt habe. Else hat mich hinausgeführt auf die Gassen schluchzte die gute Seele, da sie die schweren filbernen selbst habe die Schlüssel des Hauses nicht mehr, da sie unter die anderen Buben, und wir haben gespielt. Und da Saten am Halse Margarethens zumachte, und ihr das mein Herr mir abfordern ließ, allein ich dente.. ich müde wurde und Else sich vor einem großen schönen Kästchen unter den Arm schob:„ Der Himmel gebe, daß „ Gute Frau," fiel Else ein: ich habe Mitleid mit Euch. Hause mit mir hinseßte, mir das Hütlein abnahm, und wir alle es nicht bereuen mögen, daß Ihr heute forts ja, da hab' ich den Mann gegangen von Euerm Herrn und Sohne. Das gebe Herrgott! so jung, so schön und reich zu sein, und doch den Schweiß abtrocknete, nicht glücklich! Das kann uns armen Leuten nicht recht gesehen, der mich gefunden hat, da meine schwarze Mutter der Himmel!" erwiderte Margarethe, und öffnete die Thüre zu Sinne gehen, wenn wir nicht in Herrendiensten sind. von mir gegangen war, und es ist just so vor mir ge des Gemachs leise und vorsichtig. Elje folgte der voran Ich sehe es aber hier deutlich, und will gerne die Hand zu standen, alles, wie damals, als es mir geträumt hat, wie schleichenden Herrin, wie ein lauschender Dieb, und der Welchen Mann?" fragte Margarethe mit Bufall wollte, daß kein Verräther über ihren Weg ging. einem Schritte bieten, von welchem, wie Ihr sagt, meine Du fagft." Der Knabe befann sich ein wenig; Die schwere Hauspforte wurde halb aufgezogen, und in die wackere Mutter weiß. Aber Ihr vergeßt, daß der ehrsame pochendem Herzen. Herr, so oft er Abends das Haus verläßt, die Thüre sperrt. dann versezte er: ich habe bei ihm geschlafen,... ganz braune Dämmerung entschwand Margarethe. ( Fortsetzung folgt.) Wie wird es möglich sein, zu entweichen, wenn es auch ge- gewiß,... und bin auf seinem Knie geritten;... ach " " " - antreten. Parteinachrichten: " dings vor das Schwurgericht in Bern; hoffen wir diesmal auf vor der Autorität nicht in den Gemüthern erschüttert und Der chinesisch- japanesische Krakehl beläftigt uns den Sieg des Rechts. hat man vergessen, wie viele blutige Selbstmorde, wie viel morali- noch immer. Telegramme aus Asien melden von In Basel ist die organisirte Arbeiterschaft mit den Vor- fcher Ruin, wie viele vernichtete Griftensen sich hinter den Schlachten und Blutvergießen. Telegramme aus London arbeiten zur Gründung eines Arbeiterjekretariats beschäftigt. finanziellen Katastrophen, wie Panama, bergen? Im Kanton Zürich kommen am 12. Auguft vier Referen- Liegt da weniger Mißachtung des menschlichen Lebens vor? Und widersprechen dem aber und bestätigen, daß die englische bums- Vorlagen zur Boltsabstimmung, wovon zwei aus dem da man den Herd der anarchistischen Reime sucht, sollte man ihn Regierung einen Vermittlungsversuch gemacht hat, dessen Lager des Bauernbandes hervorgegangen sind. Die eine bezweckt wohl auf dieser Seite suchen. Ein alter Dichter sagt:" Staub Erfolg ste mit Bestimmtheit erwartet. die Verminderung der Vertreterzahl der Städte im Kantonsrath ist mit Koth verbrüdert." Ja wohl, der anarchistische Staub ist Sollte es trotzdem zu einem blutigen Zusammenstoß und die andere die Abfchaffung der staatlichen Pensionen für der Bruder des finanziellen Kothes.( Erneuerter Beifall links.) gekommen sein, so ist unter den obwaltenden Umständen zu Lehrer, Geistliche und staatliche Polizeifoldaten. Die dritte Ne Da die öffentlichen Personen diese indirekte Provokation zur hoffen, daß es der englischen Regierung gelingen wird, das ferendumsvorlage ist das Arbeiterinnenschutzgesetz und die vierte Mißachtung der Autorität und des menschlichen Lebens üben, Ende der Feindseligkeiten bald herbeizuführen. betrifft die Revision des Gefeßes, betreffend die Behandlung der warum verfolgt man die Ginen und verschont die Anderen? Boltsinitiativen. Es stehen sich Fortschritt und Rückschritt gegen Man fonnte erwarten, daß Jene, welche hier des Panama Japanesen auf Korea die Chinesen angegriffen und den Nach den neuesten Berichten scheint es gewiß, daß die über und es ist leider nicht unwahrscheinlich, daß letzterer fiegt.schwindels beschuldigt oder verdächtigt waren, welche wußten, wie Rönig von Korea gefangen haben. Dagegen wird offiziell oft ein flüchtiger Brief mißdeutet werden kann, mehr Milde Das italienische Panama. Jm Banca Romana empfinden würden, gerabe sie blieben stumm. Trachten wir, versichert, daß noch keine Kriegserklärung erfolgt Prozeß sind heute sämmtliche Angeklagte freigesprochen die Republik den fünftigen Generationen makellos zu über sei. Es scheint, daß die russische Regierung hinter den worden. Das Publikum jubelte. Und mit richtigem Ge- geben. Gambetta batte sich von der Republit eine grandiose, Japanesen steckt und, ehe die europäische Diplomatie sich fühl, denn diese Freisprechung bedeutet, daß die Ange- aber gefährliche Konzeption gebildet. Er wollte ihr die alten wirksam ins Mittel legen kann ,,, eine vollendete Thatsache flagten zwar nicht unschuldig, aber nur untergeordnete dirigirenden Klassen wieder zuführen und neue Schichten schaffen will, aus der für Rußland der lang ersehnte Hafen Werkzeuge sind, und daß die Hauptschuldigen sich bis jetzt gründen, um gegen die Finanzaristokratie anzutämpfen. Herr in Korea herausspringt. der Anklagebant entzogen haben. Um der öffentlichen ouvier, ein so fähiger Finanzpolitiker, hatte das Unglück, Meinung eine kleine Genugthuung zu geben, soll nun ein fratie bereits herrschte und heute traut er sich nicht mehr die an das Ruder zu kommen, als die Allgewalt der FinanzaristoProzeß wegen Beseitigung des auf die moralische Autorität zu, um die fiskalischen Geschäfte Frankreichs Banca Romana- Diebstahle bezüglichen Bezu leiten.( Ronvier verlangt das Wort.) Man muß den kompro- Eine empfindliche Niederlage hat der freisinnige" Iaftungsmaterials eröffnet, und auch gegen ver- mittirenden Solidaritäten und den Korruptionsskandalen, welche Magistrat Nürnbergs in Beziehung auf die von ihm schiedene Politiker, darunter den früheren Polizeidirektor den Anarchismus erzeugen, entgegentreten. Schwindlerische beliebte feltfame Auslegung des bayerischen Vereinsrechts ervon Rom, einen früheren Staatssekretär, den früheren Polititer und morbenbe Anarchisten müssen mit litten. Unser Parteigenosse Gizinger hatte auf den 23. April Ministerpräsidenten Giolitti u. s. w. vorgegangen werden. demselben Schiff die Relegationsfahrt nach in den Sächsischen Hof" eine öffentliche Arbeiter und Arbeiterinnen- Versammlung mit der Tagesordnung einberufen. Die Unter den Angeklagten fehlt leider der Name des Haupt- der trockenen Guillotine schuldigen der Name Crispi. Und wir fügen hinzu: men nähnlich wie Roche Errichtung eines Arbeiterfekretariats und die Stellung der Ar bies beantragt alle Beamten, die jemals beiterschaft Nürnbergs hierzu". Diese Versammlung wurde von Geschwindigkeit ist keine Sererei- fagten sich die einen Lodipigel beschäftigt haben, mit auf der Polizei als eine politische betrachtet, wobei sie sich darauf ftüßte, daß Eizinger Sozialdemokrat ift. Man forderte deshalb französischen Senatoren, die allerdings keine das Verbrecherschiff tamen, dann wäre das Trio von Gizinger, der auch die Versammlung leitete, er folle die Serenmeister find, und nahmen im Handumdrehen das vollzählig und wir würden bald Ruhe haben vor dem Frauen und Minderjährigen hinausweisen, und als er fich Kuebelgesetz mit 205 gegen 34 Stimmen an. Die Unter- Anarchismus". weigerte, muthete man ihm zu, die Versammlung aufzulösen, schrift des Cafimir Perier wird natürlich im Nu gegeben Am meisten getroffen durch die Jaurès'sche Rede fühlte was er selbstverständlich ebenso wenig that. Dafür erhielt er und so kann das Gesetz denn schon diese Woche in Kraft sich der Erz- Panamist Rouvier, der überführte en Strafmandat im Betrage von 40 M. Er rief den treten. Empfänger von Panamageldern, der vor der Kammer seine Entscheid des Schöffengerichts an. Dieses sprach ihn frei, Daß die Senatoren eine so affenartige Geschwindigkeit Unschuld bethenerte, heilig und theuer schwor, er habe da es sich nicht um eine politische Versammlung gehandelt hatte. entwidelten, hat beiläufig seinen guten Grundein Grund zwar gestohlenes Gelb genommen, aber Die Stoften hat in der Regel, wo Behörden das Gesetz verlegen, der geschichtlichen Pietät. Die Herren ärgerten sich, daß nur um dem Vaterlande zu dienen, und dem Gerichtsentscheid ist im Rathhause nicht ohne Einwirkung ge der geduldige Steuerzahler zu tragen, d. h. die Staatskaffe. Der die Nationalversammlung den Jahrhunderttag des neunten schließlich die Majorität zujauchzte, so daß Millerand blieben. Eine nach der Verhandlung abgehaltene Versammlung Thermidor einen Tag zu früh gefeiert hatte; und spottend ausrufen fonnte: iegt hat die Majorität der Maler, Tüncher und Lackirer war polizeilich nicht ans fie wollten das hiftorische Versehen wieder gut machen, ihren würdigen Chef gefunden". gemeldet, sie war von Frauen und Minderjährigen mit indem sie das Schandwerk wenigstens, soweit sie daran Ja die Majorität ist des Rouvier und der Rouvier besucht, war polizeilich überwacht und wurde nicht aufbetheiligt find, am richtigen Tage vollendeten. Und ob ist der Majorität würdig. gelöst. Einige Redner, die das politische Gebiet etwas gleich der 8. Thermidor 1894 ein ebensolcher Tag der Sie stehlen alle für's Vaterland" biese sauberen streiften, wurden von dem Ueberwachenden ermahnt, dies zu Schmach ist, wie der 9. Thermidor 1794, so dient es doch Patrioten"! unterlassen, und so ging die Sache ganz prächtig. Es bleibt nun abzuwarten, sagt die Fränt. Tagespost", ob es so bleiben wird entschieden zur Vereinfachung und ist für die künftige Anarchistenprozeffe. Einem gewiffen Meunier oder ob man bei einer beliebigen Gelegenheit wieder anders vorSchuljugend, welche die Haupt Gedenktage auswendig zu warb dieser Tage in Frankreich der Prozeß gemacht. gehen wird. Lernen hat, eine große Erleichterung, wenn dem französischen Er war ein Freund Ravachol's und soll das Café Very Knebelgesetz der Name des 9. Thermidor aufgedrückt ist. in die Luft gesprengt haben, wobei ein Menschenleben ver- Echo", waren zu Mittwoch Mittag auf Anordnung des tommiffari v. Elm, Vater und Sohn, so berichtete das Hamburger Also es bleibt beim 9. Thermidor, dem Doppeltag loren ging. Der Mann machte jedoch einen so kläglichen Scho", waren zu Mittwoch Mittag auf Anordnung des kommissariEindruck, daß man ihn beim besten Willen nicht zum Tode Polizeibehörde geladen. Es handelte sich darum, festzustellen, ob schen Landraths des Kreises Stormarn wieder einmal vor die Die französische Kammerfession ist heute ge- verurtheilen konnte. Etwas interessanter wird der v. Elm senior schon vor der Annerion im Jahre 1876 von seinem schlossen worden. Der Mohr hat seine Schuldigkeit Prozeß Caserio's werden, weil der Vertheidiger, auf derzeitigen Wohnfiz Hamburg- Eilbeck nach Wandsbeck verzogen gethan und den Freiheitsmord verübt der Mohr kann das Gutachten des Professors Lombroso fußend, die Unift. Es wurde festgestellt, daß v. Elm senior, nachdem er 15 Jahre gehen. Das Knebelgesez wird noch heute im aurechnungsfähigkeit des Angeklagten als eines in Hamburg- Gilbeck gewohnt hatte, im Mai 1867 in Wandsbeck " Amtlichen Blatt"( Journal officiell) veröffentlicht Epileptikers und„ erblich Belafteten" nachweisen will. der Schande. werden. Ein Telegramm meldet: Ueber das Kammervotum, durch welches das Anarchisten gefeß angenommen wurde, ist amtlich festgestellt worden, daß die Mehrheit für das Gesetz aus 232 Republikanern, 20 Radikalen, 16 Ralliirten und 21 Mitgliedern der Rechten bestand, die Minderheit dagegen aus 53 Sozialisten, 90 Radikalen, Ralliirten und 15 Mitgliedern der Rechten zusammengesetzt war. 93 Abgeordnete haben sich der Abstimmung enthalten. Pfui über die 232 Republikaner"! Der Tag wird tommen, wo sie ihre Schandthat bereuen werden. " " Französische Antisemiten. Herr Drumont, das erfte und freiwillige Opfer des Anarchistengesetzes, schreibt über dasselbe: „ Eine gefährliche Vereinigung von Ber brechern, bie unter dem Befehl Cafimir Perier's und Dupuy's gearbeitet hat, vollführte in den letzten Tagen eine Reihe von attentaten, die jedenfalls Schrecken unter denen verbreiten werden, welche noch etwas auf Freiheit halten." über das Treiben seines anarchistischen Parteis und( wenigDem armen Stöcker werden die Haare zu Berg steigen stens 34) Rassengenossen. " seinen Wohnsitz genommen hat. Endgiltig festgestellt ist nunmehr, daß Reichstagsabgeordneter v. Elm preußischer Staatsangehöriger ist. Damit ist die letzte Hoffnung unserer Gegner auf Raffation der Wahl v. Elm's zu Wasser geworden. Aus Dortmund wird gemeldet: Infolge des sozialdemo fratischen Protestes gegen die Wahl des Herrn MöllerBrackwede und des Beschlusses des Reichstags, über die in dem Protefte aufgestellten Behauptungen Beweis zu erheben, haben in den letzten Tagen eine größere Zahl Personen vom hiesigen Amtsgericht Vorladungen erhalten, um in der Sache eidlich vernommen zu werden. A Von der Agitation. Im ersten meiningifchen Wahlkreise wird die Agitation zum Schaden der Gegner recht lebhaft betrieben. Gin Ort nach dem andern wird mit sozialdemokratischen Versammlungen„ heimgesucht". So hielt in diefem Kreise Reichstagsabgeordneter Reißhaus am 21., 22. und 23. Juli Versammlungen ab, und alle waren für uns von Die ,, Anarchisten von oben" sind nur durch ein Bur Charakteristik des amerikanischen Streikes Wunder Berzeihung, Wunder giebt's heute nicht mehr- veröffentlichen wir nachstehend eine Proklamation des Führers nur durch eine Fälschung der Deportation( Rele- des Eisenbahnarbeiter Ordens, des in neuerer Zeit viel gation" nennt es das verbrecherische Gesetz) nicht dem genannten Deb 3: gleichen Schicksal verfallen, wie die" Anarchisten von unten". In Anbetracht der Thatsache, daß von verschiedenen Orten Das Resultat der Abstimmung über den bekannten Rubestörungen gemeldet worden sind, halte ich es für meine gutem Erfolg. Jaurès'schen Antrag, foer dies bezweckte, wurde gleich nach Pflicht, Euch zu warnen, an teinen Verlegungen der städtischen, staatlichen oder Bundesgefeße Sozialdemokratische Presse. Mehrfach ist vom Verlag " der Abstimmung verkündet als: abgelehnt mit 42 während ber bestehenden wirren Theil zu der in Köln erscheinenden Rheinischen Beitung" ge Etimmen. Die Sozialisten hatten jedoch Zweifel, nehmen. Wir haben wiederholt erklärt, daß wir Gesez wünscht worden, eine Wochenausgabe dieses Tageblattes herausfie hatten bemerkt, daß so mancher des Panamismus Ver- und Ordnung respektiven und unser Benehmen muß zugeben. Begründet wurde dies damit, 1. daß viele Arbeiter in bächtige aus Scham oder Heuchelei für den Antrag gestimmt unseren Worten entsprechen. Ein Mann, welcher Gewalt der Proving keine Zeit haben, täglich eine Zeitung zu lesen, wohl hatte, und sie ließen nachforschen, worauf dann plöglich von in irgend einer Gestalt übt, follte, ob er unserem aber gerne ein gutes Sonntagsblatt hätten; 2. daß Viele den dem Bureau der Nationalversammlung entdeckt ward, Orben angehört oder nicht, fofort verhaftet Preis von 2,10 Mart vierteljährlich nicht erschwingen tönnen, daß die Majorität nur 6 Stimmen betragen habe. Und dies und bestraft werden und wir sollten die Ersten wohl aber ein billiges Blatt halten möchten, und 3. daß die wäre in Wirklichkeit schon gar keine richtige Majorität, fein, ben Gefeßesübertreter zur Rechenfchaft Rhein. 3tg." Manches enthält, was für zahlreiche Arbeiter in der Prozu bringen. Wir müssen als Bürger, die das Gesetz achten, vinz ohne Intereffe ist, also in der Wochenausgabe wegbleiben könnte. weil die sieben Minister mitgestimmt hatten, triumphiren oder gar nicht. Aus zuverlässiger Quelle haben wir Der Verlag der Rhein. 3tg." hat, um im Intereffe der Propaganda benen der einfachste Anstand dies hätte verbieten müssen. erfahren, daß Raufbolde und Tagediebe angestellt worden sind, diesen Wunsch erfüllen zu können, an die Parteigen offen im VerAllein unsere Genoffen glauben, daß die Abstimmung um Unruhen anzuftiften, um das Publikum gegen unsere Sache breitungsbezirke des Blattes die Anfrage gerichtet: 1. ob die auch mit den Stimmen der Minister that- einzunehmen. Die Echurken sollten in jedem Falle die Strenge Betheiligung an einer solchen Wochenausgabe genügend start fächlich eine Majorität für den Antrag ergeben des Gesetzes zu fühlen bekommen. wäre, um die Kosten zu decken; 2. ob nicht durch die Herstellung hat. Und dies wird jetzt von einer besonden Kommission Ich beschwöre Euch, ordentliche und gesetzliebende Männer einer billigen Wochenausgabe viele bisherige Abonnenten der untersucht.zu sein. Unsere Sache ist eine gerechte; die große Masse des täglichen Ausgabe veranlaßt würden, dieses Abonnement aufzugeben, sodaß die heinische Zeitung" durch ihr Wochenblatt Bublikums ist mit uns und wir haben nichts zu fürchten. wenn sie Leute erhalten können, um ihre Züge zu bemannen, ein würde; endlich 8. ob nicht die Wochenausgabe bem bekanntlich Laßt uns nicht vergessen, daß die Eisenbahngesellschaften, einen allzu empfindlichen Ausfall an Abonnementsgeldern erleiden Recht dazu haben. Unsere Beute haben das Recht, die Arbeit ebenfalls wöchentlich erscheinenden Parteiorgan„ Sozialdemokrat" niederzulegen, damit aber endet ihr Recht. Andere Leute haben Konkurrenz machen würde, was unter allen Umständen zu vermeiden das Recht, deren Pläge einzunehmen, wie immer man auch über wäre. Die Wochenausgabe soll zwei Bogen im Format der täglichen Daß alle politischen Männer, Minister, eine folche Handlungsweise denken mag. Haltet Euch von den Rhein. 3tg.", also acht Seiten umfaffen, jeden Freitag Abend zur Senatoren und Deputirte, welche sich be- Eisenbahnhöfen und Geleisen oder sonstigen Plätzen, wo große Versendung kommen und je das Wesentlichste und namentlich für stechen ließen oder an schwindlerischen Ge- Menschenhausen sich anfammeln, fern. Es ist am sichersten, von die ländliche Bevölkerung Interessanteste aus den fecha leyten Nummern der täglichen Ausgabe enthalten. Der Preis würde schäften theilnahmen, wegen Aufreizung Plätzen, wo Ausbrüche wahrscheinlich zu erwarten find, wega 90 Pf. vierteljährlich, fürs Ausland 1,55 M. betragen. In Köln und seinen Bororten könnte auf die Wochenausgabe nicht abonnirt werden. Diejenigen Genossen und Freunde der Rheinischen Beitung" außerhalb Kölns, die das in Rede stehende Nunds fchreiben nicht erhalten haben, werden gebeten, es von der Erpedition der Rheinischen Zeitung", Hämergaffe 37, Köln, ju verlangen oder ihr Adressen solcher Genoffen mitzutheilen, die fich für die Sache intereffiren. Unter Vorbehalt einer eingehenderen und zusammenfassenden Besprechung der großen französischen Anarchisten Debatten der letzten 14 Tage theilen wir nachstehend einige Sauptstellen aus der Rede von Jaurès wieder. Derselbe hatte, wie man weiß, beantragt: 3uanarchistischen Handlungen in Anklage zustand gefeht werden sollen." Seinen Antrag begründete Jaurès also: bleiben. ( gej.) " Die Betriebsleiter der Eisenbahnen suchen den Anschein zu erwecken, als ob ihre Züge nicht laufen tönnten, weil die Streifer ihnen Hindernisse in den Weg legten. Diese Darstellung ist voll Um den Anarchismus zu suchen, dringt das vorliegende fiändig falsch und Niemand weiß das besser als die BetriebsGefeß mit einer Härte, welche die Dezember Gesetze über- leiter felbst; sie bedienen sich derselben blos, um einen Vorwand trifft, in die geheimsten Falten des Gewiffens. Man will den zum Aufbieten von Truppen zu haben. anarchistischen Reim neutralisiren noch ehe er gelegt ist. Das Achtet das Gesez, benehmt Euch wie es Männern Unternehmen ist fühn und vielleicht chimärisch. Unter dem Vor- geziemt und unsere Sache wird mit Erfolg getrönt werden. wande einer moralischen Hygiene will man die seltsamfte Tyrannei Eugene V. Debs. Wie gelogen wird. Die freisinnige Sonneberger Zeitung" üben. Man vergißt aber, daß das Gefeh die fürchterlichste Ver- Hiermit vergleiche man das brutale Handeln der brachte aus dem Orte Lich te folgende Korrespondenz zum Abwirft sich auf: welche Kreise denn die Geister zur Aufnahme der und es planmäßig zur Gewalt trieben! urtheilung der Gesellschaft selbst in sich schließt und das Problem Pullman- Leute, die jede Verhandlung schroff zurückwiesen bruck: Am 22. Juli wurde hier der Kaufmann Gustav M., aus Sonneberg stammend, beerdigt, der sich hier erhängte. Früher anarchistischen Keime geeignet machen. Die Einen lagen die und es planmäßig zur Gewalt trieben! wohlhabend und in geordneten Verhältnissen lebend, wurde er Und diesen Aufruf halte man neben die Berichte der eifriger Anhänger der Sozialdemokratie. Das brachte ihn ge= Wissenschaft, die Anderen die Unbildung, wieder Andere den Eozialismus an, welcher jedoch erklärt, das Uebel liege nicht an Kapitalistenpresse über den Streit! Wie monströs und uns schäftlich rückwärts, derart, daß er jetzt zum Strict gegriffen, um den Menschen, sondern in den ökonomischen Zuständen. Die verschämt hat diese Presse gelogen! aus der Mifere, in die ihn diese Anhängerschaft hineingedrängt, Christen machen den Materialismus, die Ungläubigen machen Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß Pullman einer herauszukommen. den Mystizismus verantwortlich. Aber darin ist alle Welt einig, jener amerikanischen Fabrikanten ist, welche bei der letzten Dem gegenüber ftellt das Saalfelder Boltsblatt" fest, daß wissen umstoßen, Haß erzeugen und zu verzweiflungsvollen Ent. Schutzöllner zis stimmen, und die im Frühjahr dieses Wahlen aufgetreten ist, sonst aber an der Agitation feinen Andaß die von oben gegebenen Beispiele der Korruption die Ge- Präsidentenwah ihre Arbeiter zwingen wollten, für den der Kaufmann, um den es sich handelt, anfangs der siebziger Jahre ein einziges Mal als Kandidat bei den Gemeinderathsschlüssen drängen.( Beifall links.) Hat nicht Herr Dupuy hier auf der Tribune erklärt, daß der Anarchismus in der Miß- Jahres die Corey- Expedition gegen den Kongreß in Betheil genommen hat, niemals Mitglied der Partei- Organisation achtung der Autorität und des menschlichen Lebens bewegung setzten, um einen Druck zu Gunsten der Schutz- war und nie einen Pfennig Parteistenern bezahlte, außerdem fteht? Nun, wenn die nationale Vertretung fich in zöllnerei auszuül. Also auch ein Demagoa und Aufrührer schon früher, in Souneberg, wiederholt geschäftlich Schiffbruch schwindlerischen Affären tompromittirt, wird die Achtung gemeinster Sorte. gelitten hat, A " permann Kraffer's Gedicht Anti- Syllabus" ist in Butareft in Rumänien durch Gerichtsbeschluß tonfiszirt worden. Begründung: die Sozialisten benutten das Gedicht als Agitationsmittel. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. endete für die Arbeiter nur mit einem halben Siege, da eine Anzahl von ihnen nicht wieder eingestellt wurde. Der Krankenunterstüßungsbund der Schneider hielt folgung ab, weil nach ihrer Meinung noch auf ein reichsgerichtliches Erkenntniß ftüßen und fie konnte fich dabei lich hausindustrielle Beschäftigung vorläge. Also selbst hier ledig bei vorhandenem guten Willen ist der Fabrikinspektor nicht in der Lage, einer solchen unerhörten Ausbeutung von wehrlosen in deu Tagen vom 16. bis zum 20. Juli in Braunschweig Kindern, die mit 1-1,20 m. Wochenlohn abgespeist wurden, seine diesjährige Generalversammlung ab. Die Ver-In Magdeburg ist den Parteigen offen Vater und zu steuern. Das Arbeiterschuß- Gesez ist hierin in Wahrheit ein handlungen betrafen im wesentlichen folgendes. Ein Antrag, Meyer ein Strafmandat zugegangen, wonach fie wegen Aus- Arbeitertruß- Gefeß, und der Wunsch des Fabrikinspektors: die die Kaffe aufzulösen, wurde abgelehnt, weil es jedem Mitglied gebens von Parteimarken, was eine öffentliche Rollette wäre, Gesetzgebung möchte doch Mittel und Wege finden, einer solchen frei steht, zu jeder Zeit auszutreten. Ein anderer Antrag, weib15 m. bezahlen sollen, Natürlich ist gerichtliche Entscheidung Ausbeutung der Kinderarbeit baldigst einen Danim entgegenzustellen", weil eine Krankenkasse für Frauen und Mädchen in Offenbach liche Personen aufzunehmen, fand ebenfalls keine Zustimmung, beantragt. wird so lange ein frommer Wunsch bleiben, als die Stumm und KonIn der Redaktion der in of erscheinenden Ober- forten die erste Geige spielen. Zu demselben Kapitel gehört besteht und die Ortskaffen auch verpflichtet sind, weibliche fränkischen Bolts- Beitung" wurde eine Haussuchung die gesehwidrige Beschäftigung schulpflichtiger, zum Theil Personen aufzunehmen, besonders aber, weil der freien Hilfs vorgenommen. Es soll sich um die Veröffentlichung der Quittung noch nicht dreizehnjähriger Kinder in einer Glasfabrit des taffe fein Nußen durch die Aufnahme der Frauen erwachsen für eingegangene Parteigelder gehandelt haben. würde. Aus Sparsamkeitsrücksichten wurde beschlossen, die Hagener Bezirkes. Es fiel dem Schullehrer die besondere öffentliche Versammlung dieser Partei wird in Schleißheim Die Nachforschung ergab, daß diese Kinder sogar zur wie bisher 300, jet 500 Mitglieder einen Delegirten wählen. Die " Mir kommt nichts herein, was sozialdemokratisch ist, eine Schläfrigkeit einzelner Kinder während des Schulunterrichts auf. Generalversammlung anstatt aller 2 in Zukunft aller 3 Jahre ab zuhalten und die Babl der Delegirten zu vermindern, sodaß statt ihren Angehörigen in der Fabrik hatten Eine Glashütte im Bezirk Beiträge bleiben wie bisher bestehen: 1. Klasse 35, 2. 40, 3. 45 Pf. unna beschäftigte 15 jugendliche Arbeiter in den Sommermonaten Dafür gewährt die Kasse im ersten Vierteljahr nebst freiem Arzt, von 4 Uhr Morgens bis 4 Uhr Nachmittags als Gla 3 bläser. Apotheke, Brillen und Bruchbändern eine wöchentliche BaarIn vielen Fällen ist es natürlich lediglich die Arbeit 3 wuth unterſtügung von: 1. Klaſſe 9,10 m., 2. Klaffe 10,85 m., ber Kinder, die die Unternehmer in Verlegenheit setzt. Go 3. Klaffe 12,60 M. Im zweiten Vierteljahr wird den Kranken berichtet der Grubeninspektor von Liegniß, daß die Beschäftigung 1. Klaffe 11,20 m., 2. Klasse 12,95 M., 3. Klasse 14,70 M., und ohne freien Arzt und Apotheke folgende Unterstützung gewährt: von schulpflichtigen Kindern und Kindern unter 18 Jahren zu im dritten Vierteljahr der Krankheit beträgt die Unterſtügung weilen durch die Eltern(!), welche in Biegeleien sowie für die 1. Klasse 6,15 M., 2. Klasse 7 M. und die 3. Klasse am Glasofen arbeiten, ohne Löhne und oft gegen den I nicht geduldet und damit punktum." So erklärte der Bürger- Nachtzeit müffen. meister dieses bayerischen Ortes. Für diesmal sette er seinen Silfe leisten müssen. Willen durch. Kein Wirth getraute sich, uns seinen Saal zu einer öffentlichen Parteiversammlung zu überlassen. Aber auf geschoben ist nicht aufgehoben. Wurde diesmal noch verhindert, daß Reichstags- Abgeordneter v. Vollinar die Schleißheimer darüber aufklärte, welche Politik das Volk treiben" muß, so wird's bei der nächstbesten Gelegenheit um so gründlicher geschehen, mag das dem Bürgermeister in den Kopf wollen oder nicht. Soziale Ueberlicht: Georgenthal war der Bau der Wasserleitung zur SubNachahmenswerthes Beispiel. In dem gothaischen Orte mission ausgeschrieben. Von den eingelaufenen Offerten forderte die niedrigste ca. 30 000, die höchste 42 000 m. Man übertrug den Bau einem Unternehmer, der 32 000 m. gefordert hatte, und betonte dabei, man wolle nicht das niedrigste Gebot annehmen, sondern ein solches, wobei den Arbeitern noch ein ordentlicher 2ohn gezahlt werden könne. Hoffentlich handelt der Unternehmer danach. Die preußischen Gewerbe- Inspektoren sind angewiesen worden, der Frage, ob und in welchem Maße die Beschäftigung von Gefangenen die freie Arbeit be einflusse, dauernd ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden. Sie sollen insbesondere etwaige Klagen freier Arbeiter über Beeinträchtigungen durch den Wettbewerb der Gefangenenarbeit auf ihre Berechtigung eingehend untersuchen, gleichviel, ob es sich dabei um Außenarbeit der Gefangenen oder um ihre Beschäftigung in den Anstalten handelt. Die Gewerbe- Aufsichtsbeamten haben zu diesem Zweck nach vorheriger Verständigung mit dem Gefängnißvorstande auch die Arbeitseinrichtungen der Strafanstalten, sowie die von den Unternehmern verwandten Maschinen zu be: fichtigen und über ihre Beobachtungen den zuständigen Stellen zur Prüfung und Beseitigung etwaiger Mißstände Bericht zu erstatten. Ihres Koalitionsrechts beraubt wurden in Weißen: fels die Arbeiter der Bigarrenfabrik von Seyfert und Stegler. Sie hatten die Wahl, ihren Austritt aus dem Unterstüßungsverein deutscher Tabakarbeiter den beiden Fabrifanten schriftlich anzuzeigen oder die Arbeit zu verlieren. Vier Bigarrenarbeiter und eine Wickelmacherin unterwarfen sich dem dreisten Begehren, ein Zigarrenarbeiter lehnte es ab. Nach 14 Tagen lag er auf der Straße.- So achtet das Unternehmer thum die Absicht des Gesetzgebers! Kennzeichnend für die im Schulwesen wieder in Schwang tommende Begünstigung der Geistlichkeit ist eine Mittheilung der Preußischen Lehrerzeitung", wonach an einer Reihe von Lehrerseminaren die angehenden Lehrer verpflichtet werden, ihre Semesterzeugnisse den Ortsgeist lichen vorzulegen. Als solche Seminare werden das fatholische Lehrerseminar in Braunsberg und die evangelischen Seminare in Karalene( Ostpreußen) und Franzburg( Bor pemmern) genannt. Die Vossische Zeitung" bemerkt zu dieser Meldung: Da die Geistlichen nicht in irgend welcher amtlichen Beziehung zu den Lehrer- Bildungsanstalten stehen, so ist diese Praxis schwer zu verstehen. Es scheint fast, als ob die theologischen Seminardirigenten bereits den in der Ausbildung begriffenen Lehrern begreiflich machen möchten, daß sie in ihrem späteren Amte den Geistlichen untergeben sind." " in = Willen(!) oder ohne Wiffen des Arbeitgebers stattfindet". Die 7,85 M. Das Sterbegeld beträgt bei einer Mitgliedschaft bis armen Unternehmer, die nicht Herr im eigenen Hause sind, können 32 Jahren 60 M., bei längerer Mitgliedschaft 90 M. Die Bahl der Mitglieder beträgt 19 000, der Reservefonds ungefähr deshalb nicht einmal zur Bestrafung herangezogen werden. Als und als dessen Vorfißender P. Hüttenberger gewählt. Besonders wüst ist die Ausbeutung der Kinder und jungen Leute in 250 000 M. 13 Si des Vorstandes wurde Braunschweig, als 3iegeleien. Dann und wann erfolgt wohl auch eine Strafanzeige, Borsigender D. Peplies, als Siz des Ausschusses Elberfeld die Strafe vermag aber wegen ihrer Geringfügigkeit von weiterer und als dessen Vorsitzender P. Hüttenberger gewählt. Uebertretung nicht abzuhalten. Der Gewerbe- Inspektor in Mülheim Ueber den internationalen Kongreß der Textilarbeiter, schreibt deshalb refignirt:„ Ich habe diese Anlagen( Biegeleien) der am Dienstag in Manchester eröffnet wurde, berichtet zu jeder Tagesstunde besucht und junge Leute und Kinder stets die Londoner„ Allgemeine Korrespondenz": Von Großbritannien beschäftigt gefunden. Bei allen Fragen wurde mir natürlich eine waren 150 000 Arbeiter durch Delegirte vertreten, von geringere Arbeitszeit, aber doch meist über 10 Stunden aus- Amerika 15 000, von Frankreich 7500, von Desterreich gerechnet.... Von einer Strafanzeige wurde Abstand genommen, 3000, von Belgien 2500, von Dänemark und und Holland weil der Nachweis der Uebetretung nicht erbracht werden kann... 500. Der Engländer David Holmes gab einen RückUmgangen werden die gesetzlichen Bestimmungen schon da blick über die bisherigen Leistungen der Organisation Die Stundenzahl Der durch, daß bei Anfragen alle Kinder und jungen Leute der englischen Textil- Arbeiter. als über 16 Jahre alt hingestellt werden, wenn man Arbeit sei von 72 auf 561/2 ermäßigt worden, während der Lohn ihnen auch ansieht, daß sie höchstens 13 oder 14 Jahr alt sein um 381/ 2-44 pet. gestiegen sei. Ueber die Verhältnisse der tönnen. Die Ausnutung der Arbeitskraft der Kinder und Textilarbeiter den Vereinigten Staaten berichtete der jungen Leute ist eine so unmenschliche( 16-17 Stunden), ihre Amerikaner Howard. Die Löhne der Textilarbeiter in den VerLebensweise eine so traurige, daß eine Aenderung mit allen ge einigten Staaten feien wenig höher, als die englischen; aber fetzlichen Mitteln versucht werden muß. In vielen Fällen wird die Stundenzahl und die Arbeitsleistung sei auch etwas größer. zum Raffeetrinken und Brotessen die Arbeit nicht unterbrochen, Im allgemeinen arbeiten die Textilarbeiter im Norden Die Textilarbeiter im Norden den Kindern wird buchstäblich der Biffen bei der Arbeit in den Amerika's 66 bis 72 Stunden. Die Tariffrage( Mac Kinley- Bill) Mund gesteckt. Wegen der Geringfügigkeit der Strafen hat der Textilindustrie bös mitgespielt. Soward gab an, daß wurde in einzelnen Fällen davon abgesehen, eine gerichtliche von 750 Mann seines Gerverkvereins 100 Unterstüßung wegen Bestrafung herbeizuführen." ES fann in der That den Arbeitslosigkeit bekamen. Der Belgier Hardijns berichtete über Gewerbe Inspektoren die Lust vergehen, die Gerichte anzurufen, die Lage der Flachsspinner in Gent, daß sie 79 Stunden die wenn diese, wie der Gewerbe- Inspektor von Köln berichtet, auf Woche in einer Hiße von 40 Grad Celsius arbeiten müßten. Freisprechung erkennen, weil der Ziegeleibefizer die Uebertretung Colette von Verviers berichtete ähnlich über die Lage der dortigen einfach ableugnete, der Eid des Gewerbe- Inspektors aber nicht Wollenarbeiter: lange Arbeitsstunden und Bevormundung. Der als vollgiltiger Beweis angesehen wurde. Das sind so einige Vorsitzende Garette theilte über die Verhältnisse in Roubaix mit, Musterbeispiele von Fällen, die den Gewerbe- Aufsichtsbeamten daß von 120 000 Einwohnern 55 000 Ausländer wären. Häufig zufällig bekannt geworden sind; wie viel hundert Fälle kommen hätten die Leute 16-18 Stunden täglich zu arbeiten. aber gar nicht an das Tageslicht, weil die Zahl der Gewerbe- berichtete Dupied über Lille, Miller über Dänemark und Benninck Aufsichtsbeamten nicht ausreicht und die wenigen vorhandenen über Holland. ihre Aufmerksamkeit mehr der Kesselrevision als der GewerbeAufsicht nidmen müssen!? Gewerkschaftliches. Aufruf an die Arbeiterschaft Deutschlands! Danach Der Kongreß nahm einstimmig eine Resolution an, die alle Regierungen Europa's und Amerika's auffordert, in Textilfabriken den Achtstundentag einzuführen. Den Arbeitern wird gerathen, nur Arbeiterkandidaten in die Parlamente zu wählen. Versammlungen. สิน Der Burger von uhmacher streit dauert bereits 15 Die Kutscher hatten in der Nacht zum 26. Juli eine öffentWochen. Infolge von Ereignissen, die wir hier nicht erörtern wollen, weil sie erst auf dem im Auguft d. J. in Erfurt stattliche auch von Frauen besuchte Versammlung, in welcher Genosse findenden Schuhmacherfongreß zur Klärung gelangen werden, Alex Sailer über den Klassenkampf des arbeitenden Volkes fühlen sich die foalirten Schuh- Fabrikanten als Sieger. Um diefer referirte. Redner schilderte die miserable Lage des Proletariats Siegesfreude einen Dämpfer aufzusehen, sind schon die nöthigen und stellt dem gegenüber die ungeheuren Gewinne, welche die Schritte gethan. Die Vorbereitungen hierzu sind soweit gediehen, Kapitalisten aus der den Arbeitern schlecht bezahlten Arbeit daß wir bereits heute versichern können: es wird den noch Ausziehen. Mit der Mahnung, die neueste Episode dieses Kampfes, stehenden geholfen werden, und die Siegesfreudigkeit der Fabri- den Bierboykott, auf das Nachdrücklichste durchzuführen und alle fanten wird einen Stoß erhalten. Unseren Plan heute schon zu Arbeiter, alle Kollegen, zum gemeinsamen Kampfe anzufeuern, Hungerlöhne erbärmlichster Art, schreibt der Gewert: veröffentlichen, halten wir aber aus bestimmten Gründen noch schloß Redner unter dem Beifall der Anwesenden. Droschken= schafter", werden den Arbeitern und Arbeiterinnen der Zabat- für verfrüht; in 1-2 Wochen wird das Nähere der Deffentlichkeit tutscher Rang referirte hierauf über die Lohnverhältnisse im industrie in Orb( Hessen- Nassau) zu Theil. Die Urbeiter unterbreitet werden. Die Hauptsache jedoch ist, daß die Arbeiterschaft Fuhrgewerbe. Bei 16. bis 18stündiger Arbeitszeit giebt es Der Arbeitskutscher und ebenso verdienen wöchentlich gewöhnlich 6 bis 7 M. und können es nur Deutschlands wenigstens daffelbeSolidaritätsgefühl bethätigt, welches den jämmerlichsten Lohn. um 3 Uhr Morgenz im Stalle bei 14- bis 16 stündiger Arbeitszeit mitunter auf 12 bis 15 m. die Fabrikanten bei der Wahrnehmung ihrer J..tereffen walten der Rollkutscher muß 6 Uhr foll er Den Stallmann, bringen. Der Durchschnittsverdienst der Frauen stellt sich lassen. Seht die schwarzen Listen! Ihre Wirkung ist, daß sein, um wöchentlich auf 4 bis 5 M. Das Abrippen des Tabaks wird Dutzende der bravsten Kampfgenoffen noch in ihren alten Tagen der den Herrn spazieren fährt, muß der Kutscher mit monatlich die Landstraße bevölkern, und, feine Arbeit erhaltend, Burg 7,50 m. bezahlen. Hier sind viele Kutscher, die ihrer Familie von Frauen und Kindern besorgt, erstere erhalten pro Pfund wieder aufsuchen mußten. Arbeiter, Ihr seid im stande, auf nicht einmal mit zehn Mark die Woche dienen können. Meistens 5 Pf., lettere 3 Pf. Es sind 1/2 bis 2 Stunden erforder lich, um ein Pfund der sogenannten„ Einlage" abzurippen. Diese schwarzen Listen die nöthige Antwort zu geben, indem Ihr sind sie nicht im stande, das Schuhwerk, die Pantinen, für die kaufen, und so müssen diese barfuß Bei 12 stündiger Arbeitszeit stellt sich also der Tagesverdienst der den Wiederverkäufern der in Frage kommenden Fabrikanten einhergehen. bei Anschaffung von Schuhwaaren aus den Filialen und von Angehörigen Redner fordert die Anwesenden auf, diese mit Abrippen beschäftigter Frauen auf 20-30 Pi. Da in Orb nicht kauft. Das ist zwar bereits in einigen Orten, z. B. Verhältnisse den Kollegen vorzuhalten, damit die letzteren die Wohnungsmiethe ziemlich theuer ist, so muß in einem Salberstadt, Staßfurt, Brandenburg und auch anfangs in Berlin in Halberstadt, Staßfurt, Brandenburg und auch anfangs in Berlin in die Organisation und in die Versammlungen fomeinzigen Zimmer zusammengepfercht, wo gefocht, gewaschen, gefühlbar geschehen, aber im Allgemeinen bleibt noch viel zu men, wo eine Besserung der traurigen Zustände angestrebt schlafen und gearbeitet- Jung und Alt der Arbeiterfamilie schuften. Das Elend der Orber Proletarier ist hochgradig, weil wünschen übrig. Arbeiter, unterstützt uns in unserer gerechten wird. Nach kurzer an diese beiden Referate anschließender DisSache! Die Parole muß sein: Kampf gegen Kampf. Die fussion, in welcher u. a. den Kollegen gerathen wurde, sich hier die Tabakindustrie als Hausindustrie betrieben wird, so daß Namen der gegen uns verbundenen Firmen sind: Konrad Tack während des Boykotts, um nicht in die Verlegenheit zu kommen, Arbeiter und Arbeiterinnen des schwächlichen Schußes entbehren, den das Gesetz den Arbeitern der Fabrikindustrie gewährt. Der David u. Hömen. Wir ersuchen die Genossen in Deutschland, Bier selbst mitzunehmen, gelangte folgende Resolution zur einKo., Determann u. Hömen, Gleiche u. Grabow, Kroganter, unterwegs Ringbier trinken zu müssen, von Hause Kaffee und Profitgier der Kapitalisten find somit keine Schranken gezogen, und die Herren nußen ihr Recht" aus, im Namen des" freien Firmen auf das schärfste durchgeführt wird, und daß wärtigen Bierboykott den Ausfluß der Klaſſengegensätze der dafür zu sorgen, daß der Boykott gegen die genannten stimmigen Annahme:" Die 2c. Versammlung steht in dem gegenArbeitsvertrages", die Arbeiter und Arbeiterinnen bis auf die hierzu die Arbeiterpresse möglichst mitwirkt. Firmen auf das schärfste Außerdem heutigen Gesellschaft und verspricht, im gegenwärtigen Kampfe fest zu Knochen auszubeuten. ersuchen wir, die zirka 100 Ausständigen mit 86 Kindern den Prinzipien der Arbeiter zu stehen und die Lokale, in denen Vom armen Dorfschulmeisterlein. In dem thüringischen noch kurze Zeit zu unterstüßen und den Zuzug nach Burg fern- Boykottbier verschänkt wird, zu meiden." Fürstenthum Schwarzburg Rudolstadt muß jeder zu- zuhalten. Im Auftrage der Lohntommission der Vergnügungsverein Bonita. Fidelitas mit Tanz bet J. Palacz, fünftige Lehrer, wenn er die Aufnahmeprüfung ins Seminar ab Schuhmacher Magdeburgs: Wilh. Meyer. Im Raupachstr. 6, Anfang 6 Uhr. Gäste willkommen. gelegt hat und im Alter von mindestens 17 Jahren steht, erst auftrage des Streitkomitees der Schuhmacher einige Jahre als sogenannter Präzeptor" eine Schulflaffe ver- Burgs. W. Vogt. walten, ehe er seine fachmännische Ausbildung auf dem Seminar Alle politischen wie gewerkschaftlichen Arbeiterblätter werden erhält. Von den Verhältnissen dieser Präzeptoren entwirft die um Abdruck dieses Aufrufs gebeten. " Preuß. Lehrer- 3tg." folgende Schilderung: Der Präzeptor leber den Seilerstreit in Schlotheim i. Th. ist zu berichten, erhält sein Mittagessen im Dorfe reihum; das ist der sogenannte Reihe oder Wandeltisch. Als Behausung ist ihm ein elendes daß sich jetzt die im Haus beschäftigten Arbeiter ebenfalls den Rämmerchen angewiesen, das gleichzeitig zum Wohn-, Schlaf, Streikenden angeschloffen haben. Die Zahl der zu Unterstützenden Studir, Speise, Kleiderzimmer 2c. dient. Viele Präzeptoren beträgt 72 männliche und 61 weibliche Personen. Die Produktion Paris, 28. Juli. Der Sozialist Grouffet beabsichtigt, austehen infolgedessen mit den Ortsarmen auf einer Stufe. ist völlig lahmgelegt und die Vorräthe sind erschöpft. Die gesichts der Erklärung Cassagnac's, daß das monarchistische Das Gehalt eines Präzeptoren würde jeder Knecht als ungenügend Streitenden verhalten sich musterhaft und geben keinen Anlaß zu Sechser- Komitee, darunter de Mun, Macau und Cassagnac, zurückweisen, jedoch für einen Jugendbildner müssen 130-150 m. behördlichem Einschreiten. Auswärtiger zuzug ist nicht zu be- feiner Beit mit Boulanger wegen Ausführung eines Staatsfährlich genügen. Fast unglaublich aber ist es, daß der Erzieher fürchten, denn bis jetzt hat sich noch kein einziger Streitbrecher streiches unterhandelten, heute in der Stammer eine Interpellation und Verkünder ethischer Grundsäße an manchen Sommertagen eingefunden. Nach Lage der Sache ist unser Sieg ſicher, voraus an die Regierung zu richten, ob sie die Genannten strafrechtlich nach dem Unterricht an der Spike seiner Jungen in den Wald gesetzt, daß genügend Mittel aufgebracht werden. Dank der von 1- uchen und dann mit ihnen zu zerkleinern. Dieses Verfahren Solidarität find die Streifenden bis jetzt ausreichend unterstützt das Dekret, durch welches die Session für geschlossen erklärt wird. Varis, 28. Juli. Senat. Der Justizminister Guérin verlas zieht, um den eigenen Bedarf an Brennmaterial zusammen zu feiten der übrigen organisirten. Arbeiter an uns bewiesenen zu verfolgen oder eine allgemeine Amnestie zu erlassen gedenke. ist zwar traditionell geheiligt" und jeder rechtlich" denkende worden. Wir bitten alle Arbeiter, uns auch fernerhin ihre Darauf wurde die Sigung aufgehoben. Ortseinwohner läßt seine Wälder anstandslos von den Jungen Unterstützung angedeihen zu laffen, damit wir nicht furz vor der Darauf wurde die Sigung aufgehoben. auch schon vorgekommen, daß die jungen Holzhauer vor dem Adresse: H. Schlüter, Altona- Ottensen, Bahrenfelder Stein durchforsten, hat er's doch ehemals auch mitgethan; doch ist es Entscheidung wegen Mangels an Munition tapituliren müssen. Eigenthümer flüchten mußten, erst recht, wenn sie auf fremde damm 48, II. Fluren geriethen. 8% Büglerverein Südost. Sigung Montag, den 30. Juli, Abends hr, Naunynftr. 54a, bei Diege. Aufnahme neuer Mitglieder. Geselliger Verein Frohsinn" gegründet 1894. Sonntag, den 29. Juli, abends 5 Uhr, im Lokale von W. Schulz, Brunnenstr. 150: Sizung. Nach der Sigung Fidelitas und Tanz. Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Burean.) ( Depeichen des Bureau Herold.) am 9. Auguft die Schwurgerichtsverhandlungen beginnen, in die Paris, 28. Juli. Gestern sind 25 Anarchisten, gegen welche Concierge gebracht und in Einzelhaft genommen worden. Die Zuzug von Sinngießern nach Salzburg ist wegen Anarchisten sind von jedem Verkehr mit der Außenwelt volls Arbeitertruk. Aus dem Gewerbe- Inspektorat zu Priz- Maßregelung dortiger Zinngießer streng fernzuhalten. ständig abgeschloffen, auch mit ihren Vertheidigern dürfen diewalt meldet in dem letzten Berichte der Gewerbe- Aufsichts- In Wien hatten sämmtliche Eisengießer der selben nicht zusammenkommen. Diese scharfen Maßregeln stüßen beamte folgenden unerhörten Fall von Kinderausbeutung. Firma Grillemayer, XVI. Bezirt, Lange Gaffe, wegen sich bereits auf die Bestimmungen des Anarchistengesetzes. In einer Bilderbogenmalerei traf der Gewerbe- Inspektor während Maßregelung eines Kameraden die Arbeit niedergelegt. Diese extraparlamentarischen Kommission von Mitgliedern des Senats Washington, 28. Juli. Nachdem die Verhandlungen der der Schulferien 18 Kinder im Alter von 9-14 Jahren mit dem Einmüthigkeit wirkte. Die Maßregelung wurde rückgängig und der Kammer über die Tarifbill zu keinem Ergebniß geführt Ausmalen von Bilderbogen beschäftigt, die Arbeitszeit betrug gemacht. haben, hat der Senat das ganze Gefeß wieder der interparlamenzehn Stunden täglich. Auf grund des§ 146 Abs. 1 Nr. 2 Beendet ist der Streit der Arbeiter der Neuretten- tarischen Konferenz überwiesen und seinerseits dieselben Mitglieder wurde gegen den Unternehmer Strafantrag geftellt, die Staatsanwaltschaft in Neuruppin lehnte jedoch die strafrechtliche Ver- dorfer Seidenfabrit bei Königinhof in Böhmen. Er ernannt. Berantwortlicher Redakteur: Hugo Pötsch in Berlin. Drud und Berlag von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 174. Sonntag, den 29. Juli 1894. Arbeiter! Parteigenoffen! 11. Jahrg. Die Einigungsversuche vor dem Gewerbegerichte sind an dem Widerstande des Bier- Ringes gescheitert. Der barbarische Akt des kapitalistischen Uebermuths, die unerhörte Maßregelung der völlig schuldlosen Brauereiarbeiter ist nicht zurückgenommen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Bierprozen die einzig mögliche Antwort ertheilt. In zweiunddreißig großen Volksversammlungen ist der Bierboykott auf sämmtliche Ringbranereien ausgedehnt worden. Arbeiter! Parteigenoffen! Eure Ehrenpflicht ist es, nicht zu dulden, daß Hunderte von Klassengenossen der Unternehmer- Willkür zum Opfer fallen, daß der Brauerring in brutalster Weise seine ökonomische Macht mißbraucht. Zum Kampfe gedrängt wird die Arbeiterschaft Berlins ihre gerechte Sache mit aller Energie führen und mit rücksichtsloser Entschloffenheit diejenigen Mittel anwenden, welche den Sieg verbürgen. Arbeiter! Parteigenossen! Sorgt dafür, daß nirgends Ringbier getrunken wird. In keinem Hause, in keiner Werkstatt, bei keinem Ausfluge darf ein Tropfen Boykottbier getrunken werden. Alle Feste und Vergnügungen in Lokalen, in denen Ringbier geschänkt wird, sind zu unterlassen; alle etwa bereits getroffenen Verabredungen rückgängig zu machen. Den Gastwirthen muß klar gemacht werden, daß sie zu wählen haben zwischen der Kundschaft der Arbeiter und der Gunst der Bierproben. Wir wollen jede Schädigung der Gastwirthe vermeiden, indem wir dieselben auffordern, sich Bier aus boykottfreien Verliner oder auswärtigen Brauereien anzuschaffen, dann werden die Arbeiter nach wie vor bei ihnen verkehren. Weder Maßregelungen noch Saalsperre schrecken uns; wir kennen keine Furcht und wissen, daß an der Solidarität der Arbeiter das Unterfangen des Brauerrings scheitern wird. Mit unbeugsamer Entschlossenheit halten wir den Boykott über lämmtliche Ringbrauereien so lange aufrecht, bis unsere gerechten Forderungen erfüllt sind. Arbeiter Berlins, thut Eure Pflicht, meidet das Ringbier und die Lokale, in denen Euch Boykottbier vorgesetzt wird. Und auch Ihr, Arbeiter und Parteigenoffen in Deutschland, helft uns, indem Ihr fein Bier aus den boykottirten Brauereien Berlins trinkt. Der Boykott, dessen Ende nicht abzusehen, ist den Berliner Arbeitern durch einen Akt unerhörter Brutalität aufgezwungen. Wir appelliren an das Ehrgefüh aller flaffenbewußten Arbeiter und wissen, daß ihre Solidarität sich stärker erweisen wird als die Zufallseinigkeit des dividendenlüsternen Unternehmerthums. Vorwärts, Arbeiter und Parteigenossen! Trinkt kein Boykottbier! Meidet die Lokale in denen Bingbier ausgeschänkt wird! Kauft kein Flaschenbier, welches aus Ringbrauereien stammt. Lehteres empfehlen wir besonders den Frauen zur Beachtung. Hoch die Solidarität der Arbeiter! Boykottirt sind die folgenden, dem Ring angehörenden Brauereien: Aktien- Brauerei- Gesellschaft Moabit, Berlin. Attien- Gesellschaft Schloßbrauerei Schöneberg, Schöneberg. Bergschloß- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Bockbrauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Kronen- Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Berliner Unions- Brauerei, Berlin. Böhmisches Brauhaus, Kommandit- Gesellschaft auf Attien, A. Knoblauch, Berlin. Brauerei Oswald Berliner, Berlin. Brauerei Julius Bözow, Berlin. Brauerei Borussia, Aftien- Gesellschaft, Niederschönweide bei Johannisthal. Brauerei Gambrinus, Aktien- Gesellschaft, Charlottenburg. Brauerei Carl Gregory, Berlin. Tokales. Die Boykottkommiffion. " wenn Die Wahrheitsliebe der Rösicke'schen Preßtrabanten erscheint wieder einmal in recht glanzvoller Beleuchtung in der Wundermär, daß 500 Arbeiter der Schulz'schen Möbelfabrik Achtung, Parteigenossen! Um Verzögerung zu vermeiden, auf einer Landpartie sich an Vereinsbier gelabt hätten. Ein Aktien- Brauerei Friedrichshain, Berlin. ersuchen wir alle auf den Boykott bezüglichen Schreiben direkt paar Hundert, die in der Ringpresse bei dieser Zahl hinzu geAttien- Brauerei- Gesellschaft Friedrichshöhe, vorm. Payen- an Paul Singer, Lindenstr. 44, oder Herm. Mattutat, logen find, wollen wir ihr gern schenken. Es waren nämlich von den 250 Arwie uns aus sicherer Quelle mitgetheilt wird hofer, Berlin. Wrangelstraße 124, zu senden. Die übrigen Mitglieder beitern der Fabrik nur etwa 140 betheiligt, ein Theil der Verder Boykottkommission sind: Millarg, Lehrterstraße 22, heiratheten mit ihren Frauen und Kindern, fodaß gegen 300 PerGumpel, Weinstr. 31, und Hilpert, Rixdorf, Karlsgarten- fonen an der Partie Theil genommen haben. Ebensoviel Arbeiter straße 1. haben sich von der Landpartie ferngehalten, und diesem Beispiele wäre ohne Zweifel der Rest gefolgt, wenn ja wenn die Der Bierboykott wird mit vermehrter Energie Arbeiter sich nicht gewissermaßen gezwungen fühlten, bei der= fortgeführt, so tönt's von Mund zu Mund in jeder artigen Komödien mitzuhelfen. Zu welchem Zweck derartige Werkstatt und an jedem Arbeitsplay. Die Bier- Landpartien, bei denen der Herr Chef einmal gnädigst herabprozen sind noch nicht mürbe, es ist ihnen noch zu früh für die steigt zu denen, die das ganze Jahr für ihn schaffen, wer wüßte Beendigung des Bierkrieges. Die Herren von der Malzdarre das nicht. Kann es eine schönere Reklame geben, als die, wenn wollen den Krieg weiter führen, nun, den Arbeitern fann's recht am nächsten Tage neben dem tostspieligen Juserate auch im fein. Heute am Sonntag bietet sich die beste Ge= redaktionellen Theile Tamtam geschlagen wird? Wie legenheit, die Solidarität der Arbeiterschaft fühlt sich da der Herr Fabrikant geschmeichelt, machtvoll zu beweisen. Wenn es sich jeder Arbeiter er beim Morgenkaffee seinen Namen gedruckt sieht, zur strengen Pflicht macht, teinen Tropfen Ring bier von den fervilen Tintenfulis angepriesen als Wohlthäter" zu trinten und die Lokale und Gärten, in und außerhalb seiner Arbeiter, denen er, man denke, außer ihrem Lohn auch Berlins, in denen Ringbier verzapft wird, zu meiden, dann noch alljährlich einen Tag zur Landparthie giebt. An diese werden die Ringbrüder fühlen, was es bedeutet, die Berliner schließt er sich selbst an, zahlt auch selbst eine Kleinigkeit zu den Arbeiter in so brutaler Weise, wie es geschehen ist, zu Kosten, maßt sich dafür aber an, den Theilnehmern Vorschriften provoziren. zu machen. In unserem Falle hatte jeder der Theilnehmer 3 M. Arbeiter! Parteigenossen! Dentt an die zu zahlen, die Lehrlinge, welche 4,50-6,50 M. pro Woche er Hunderte von Gemaßregelten, denkt an die halten, trugen 50 Pf. zu den Unkosten bei. Das Bier, Arbeitslosen, an die durch den Hochmuth des was unterwegs( je 1/8 pro Kremser) getrunken wurde, Bierrings ausgesperrten Brüder, denkt an die war allerdings aus der Rixdorfer Vereinsbrauerei. Diese Doppeldezimirung der Brauerei Arbeiter und Brauerei liefert an die Kantine der Fabrik handelt, wie es klassenbewußten Kämpfern für die Rechte der Schulz ständig das Bier und laut Kontrakt darf der KantinenArbetier zukommt, meidet die Lokale, in denen Ringbier aus wirth ein anderes Bier nicht führen. Die Ausflügler haben denn wohl oder übel das Bier, das in diesem Falle die Brauerei zum Es gilt unverbrüchlich daran festzuhalten, daß kein Ringbier Besten gegeben, zum Theil trinken müssen, zum Theil ist fonfumirt, fein Lokal, was seinen Gästen Ringbier vorfekt, auf es auf andere Weise abgeflossen. Im Lokal in Wannsee, gesucht wird. wo die Arbeiter der gnädigen Fürsorge des Wohlthäters" nicht Wird diese Maßregel energisch durchgeführt, dann wird sich in dem früheren Maße unterstanden, versicherten sich die Arbeiter zeigen, daß die Einigkeit und Entschlossenheit der Arbeiter denn auch sofort eines Bieres, das ihnen mundete. Das beweist Berlins den Uebermuth des Brauereiringes zu überwinden jedenfalls, daß wir Recht hatten, wenn wir behaupteten, daß es vermag. danur der wirthschaftliche Druck ist, der die Arbeiter in Vorwärts also! Gebt überall die Parole aus: derartigen Fällen veranlaßt, an Vergnügungen theilzunehmen, auf Niemand darf Ringbier trinken, und die Lokale, in denen Ringbier geführt wird, dürfen nicht besucht werden! Brauerei F. Happoldt, Berlin. Brauerei Königstadt, Aktien- Gesellschaft, Berlin. Brauerei Pfefferberg, vorm. Schneider u. Hillig, Berlin. Brauerei A. Werm, Berlin. Bürgerliche Brauerei, Berlin. Bürgerliches Brauhaus, Otto Müller, Berlin. C. Habel's Brauerei, Berlin. Gebrüder Josty, Berlin. Norddeutsche Brauerei, Aktien- Gesellschaft, Berlin. = Schultheiß Brauerei, Aktien Gesellschaft, Berlin, Abth. I geschänkt wird, und trinkt tein Ringbier. Schönhauser Allee. desgl. Abth. II Tivoli. Brauerei Schweizergarten, Berlin. Spandauerberg- Brauerei, vorm. E. Bechmann, Westend bei Charlottenburg. Vereinsbrauerei Rigdorf. Versuchs- und Lehrbrauerei, Berlin. Vittoria- Brauerei, Aftien- Gesellschaft, Berlin. Germania- Brauerei, David u. Martin, Berlin. Brauerei Stralau. Boykottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichentron, lottenburg. von denen man ihnen zumuthet, gegen ihre Ueberzeugung zu handeln. Mitgetheilt sei nur noch, daß Herr Schulz den Rest der Untoften, etwa 300 Mart, aus seiner Kasse deckte, in der That eine billige Reklame. Und wir wiederholen, um eine Sache, die mit solchen Mitteln verfochten wird, muß es sehr traurig bestellt sein. Arbeiter! Parteigenossen! Die 2otalfommission von Weißensee ersucht die Berliner Genossen, bei ihren Ausflügen nach Weißensee streng den Bierboykott aufrecht Gleiche Brüder gleiche Kappen. Jezt hat nun auch Char- 3 erhalten und nur solche Lokale zu besuchen, wo kein RingHerr Maximilian Harden die Feder höchst eigenhändig in's Tinten Folgende Saallokale sind wegen Ausschank von Boykottbier faß getaucht, und im Interesse des Berliner Bierringes einen gesperrt: Ehrhardt's Elysium, Langhansstr. 24-26; Raum von einer ganzen Seite in seinem Wochenblatt Zukunft" Geduld( 3um Prälaten), Königs- Chaussee 42; Barth geopfert. Der Herausgeber dieser Wochenschrift, des führenden u. Schent, vorm. Sternecker's Brauerei; Sengbeil, Blattes der Patrioten die hie Bismarck allewege" schreien- ist, Königs Chaussee 49; Dewein's Gesellschaftshaus, seitdem er der Schauspielkunst Valet gesagt, dem großen Publikum Königs Chaussee; Café Rettig, Berlinerstr. 11; Rothe bekannt geworden durch seinen furchtbar" originellen Wiz und ( Seeterrasse), Berlinerstr. 144; Backhaus, Prenzlauer die nicht gewöhnliche Fertigkeit, alles von oben herab zu be Chauffee; Benndorf, Rölfestr. 20. handeln. Der größte Ehrgeiz dieses Mannes aber besteht darin, Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Kinz u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Brauerei in Wusterhausen. Exportbrauerei Nathenow, Niederlage bei May hardt, N.W., Hannoversche Straße 18a. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. furt a. D. = 3u empfehlen sind folgende Lokale: Häbling, Lang- ein Original zu sein; man beleidigt ihn tödtlich, wenn man, wie hansstr. 106; Abel's Vereinshaus, Charlottenburger wir das jeht thun wollen, seiner Originalität zu nahe tritt, straße 150; Hannemann„ Zur Flora", Gustav- Adolf- Im Grunde aber bekümmert sich niemand mehr um diese Dennstraße 142; Klebs, Charlottenburger- und Rölfestraßen- Ecke, Einzelforderungen( Einstellung der Gemaßregelten 2c. 2c.) Die 3um Pfeifen Müller, Königs Chauffee 38, Verkehrs- Masse fühlt ihre Macht und die Lust tigelt sie, den lokal. sonst allein Mächtigen diese Macht einmal zu zeigen. Die Arbeiter, Parteigenossen! Es kann Euch nicht oft genug aus Führer und die Elitearbeiter(!) wissen zwar ganz genau, Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frank Herz gelegt werden, fein Bontottbier zu trinken. Denfet an daß der Versuch scheitern( 2) und höchstens zu Gunsten Eure Pflicht, die Ihr Guch selbst durch Zustimmung der Rejo der großkapitalistischen Unternehmungen die kleinen Betriebe lutionen, welche lautet: Kein Boykotibier zu trinken", aufopfern wird, denen im Kampfe zuerst der Athem ausgehen muß; auch darüber täuschen sie sich nicht, daß die Koalition der SaalDarum, Arbeiter und Parteigenossen, tragen wir unsere fauer- befizer und das Abbröckeln manches für die Agitation wichtigen verdienten Nickel nur dahin, wo wir auch sonst gern gesehene Gäste Gastwirths(!) schon erste Niederlagen bedeuten; aber man sind und Aufnahme finden, wenn wir unsere Parteiangelegen mußte der erschlaffenden Partei endlich wieder die beiten zu regeln haben. Reigen wir ihnen, daß wir sie dadurch Möglichkeit der Begeisterung bieten, man mußte in der Unterunterstützen und nit zu Grunde richten. Mögen fich diejenigen stüßung der lange vernachlässigten Gewerkschaften Eifer prästiren Schankwirthe, weldre unsern Wünschen nicht nachkommen, und( zeigen) und zugleich der murrender Masse doch zeigen, wohin sich an die versprochenen Millionen festgebissen haben, nur recht diesmal die Bestrebungen der Gewerkschaften führen."- So ost die Zähne schärfen, damit sie auch was abkriegen und nicht verkündet Herr Harden mit geheimnißvoller Miene. Ist das dem zu Grunde gehen.- Arbeiter, Parteigenosen, trinkt Sinne nach etwas anderes, als die von ihm so innig gehaßten tein Boytottbier! liberalen Blätter schon vor Wochen auspofaunten? Die Sozial Gustav Spiekermann, Weberstraße 66, Niederlage des erlegt habt. Bürgerlichen Brauhauses Luckenwalde. Phönix- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße. bis " durch eine Brille 3 : demokratie brauchte einen frisch frei fröhlichen Krieg, geführten aufgestellt sind. Hierdurch will wohl Herr Aschinger, I sich durch Zuckersäure zu vergiften. An der Schillingsbrücke darum hat sie Herrn Richard Rösicke so lange getißelt, der Praktische, seinen Küchenfeen die Gelegenheit des Turnens wurde die Zeiche eines etwa 20 Jahre alten Mädchens aus der er ihr den Gefallen that und einige Hunderte von nicht vorenthalten, im Fall eine derselben ihre Knochen am Spree gezogen. Nachmittags wurde ein Kutscher, der seitwärts von den Brauereihöfen jagte: ist dieser Tage nicht genügend ausgearbeitet hätte. Der Raum ist dort auf seinem Wagen sitzend und ohne die Bügel in der Hand zu Schluß nicht verdammt einfach und streng logisch selbst aber so beengt, daß sich die Insassen des Morgens halten, den Spreeweg entlang fuhr, gegen einen vorspringenden Das Geplärre des großen Nichts als Bismarckmannes zum Theil auf ihren Koffern und Reiseförben ankleiden Baum gedrückt und ihm das rechte Bein mehrfach gebrochen. chaeatterisirt sich demnach als ein einfaches Wiederkäuen liberaler müssen. In demselben Hause schlafen auch noch 16 Mamselle Einem Arbeiter, welcher auf dem Neubau Schliemannstr. 3a ein Schlagworte, aber es zeigt noch mehr die innige Seelen- in einem Raum; diese haben aber den Vorzug, nicht über, bereits in Bewegung befindliches Arbeitsfuhrwerk besteigen verwandtschaft der Kapitalistenschreiber. Mögen sie in Atlasschuhen sondern nebeneinander schlafen zu dürfen. Daß derartige wollte und dabei unter die Räder gefallen war, wurde der linte oder in langen Stiefeln dabergetrottet kommen: sie sehen alle Maffen- Schlafstellen mit ihrer ungefunden, faulen Luft auf die Arm und das rechte Bein schwer verletzt.- Ein zehnjähriger die des Kapitalismus. Gesundheit der daselbst Wohnenden schädlich einwirken, braucht Knabe gerieth beim Baden im Spree- und Schifffahrts- Kanal, in Nur in etwas unterscheiden sich diese konservativen Anti- wohl hier nicht erst erörtert zu werden. Daß aber Herr der Nähe der Kieler Brücke in den Strom und ging unter. Ein boykotter vom Schlage eines Harden vertheilhaft von der libe- Aschinger, der gelegentlich einmal die Aeußerung gethan, er vorübergehender Militärinvalide sprang ihm nach und brachte ralen Gevatterschaft; sie verschleiern die Motive ihres Handelns werde, wenn ihm Mißstände in seinen Geschäften unterbreitet, ihn, allerdings schon bewußtlos, heraus. Mit Hilfe zweier nicht so sehr als jene." Nur vom Standpunkt der Klassen- dafür Sorge tragen, daß diese sofort beseitigt werden, anderer Personen gelang es nach längeren Bemühungen, den moral fann man den einen Theil unsittlicher als den andern von all diesem nichts weiß, fönnen wir nicht an- Knaben wieder zum Bewußtsein zu bringen. In der Nacht nennen", meint der Verfasser zum Schluß. Das Wort werden nehmen, da die Räume doch wohl zu diesem Zwecke von ihm zum 28. d. M. sprang an der Waiſenbrücke ein Dienstmädchen in wir Denen zu kosten geben, die immer gar zu gern unter falscher gemiethet worden sind. Für Personale, die mit Getränken und die Spree, wurde aber alsbald wieder herausgezogen. Auf Flagge auch beim Boykott Geschäfte machen möchten. Eßwaaren umzugehen haben, ist aber schon im Interesse des dem Grundstück Wilhelmstr. 124 brannte in einer Tischlerei Der Höchstkommandirende des Berliner Bierringes wird konsumirenden Publikums die peinlichste Sauberteit geboten. In Nugholz und einige Zeit später der Dachstuhl des Quergebäudes. es jedenfalls dem Autor nicht nachtragen, daß er, einem solchen Loch aber ist Reinlichkeit ausgeschlossen, sodaß die Auch in der Chausseestr. 67 brannte der Holzvorrath einer indem er zu Anfang von fanatischer Begeisterung Gesundheitspolizei hier wohl ihres Amtes zu walten haben Tischlerei und der Dachstuhl des Gebäudes. Sonst fanden nur der Arbeiterschaft".sprach, sprach, dem Ringe fein besonderes würde, wenn.... noch zwei unbedeutende Brände statt. günstiges Prognostikon stellte. Die unbefangene Anschauung", Die Herrn Harden einzig vor allen anderen Ring" tämpfern aus zeichnet, seht ihn in den Stand, seinem Gönner Rösicke am Ende tröstend zu versichern, daß der meist ziemlich thöricht(!) beurtheilte Bierkrieg nur eine längst nicht mehr neue Form der fozialen Auslese ist, in deren Bereich... der Streit immer herrscht und die Stärke nur fiegt". Der Bierkrieg zeigt uns die ganze Schaar der Gegner unter einer Flagge tämpfend; Konservative und Liberale, Manchestermänner und Christlich Soziale gebrauchen dieselben Argumente gegen uns gleiche Brüder, gleiche Rappen; das wollen wir uns recht fest einprägen. " Aberdeen Paris · Witterungsübersicht vom 28. Juli 1894. Barometers stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung NNW 763 766 • SSW 765 M 765 766 SW 764 763 SSM 756 761 767 765 GO N Windstärke ( Stala 1-12) 8123322241H Wetter heiter wolfenlos halb bedeckt heiter bedeckt Regen Temperatur 50 E.= 4º R.) ( nach Celsius 19 18 19 16 15 15 wolfenlos 18 Regen 13 wolfig 16 bedeckt 13 heiter 18 Wetter- Prognose für Sonntag, den 29. Juli 1894. Zeitweise heiteres, vielfach woltiges Wetter mit schwachen nordwestlichen Winden und wenig veränderter Temperatur; teine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Briefkaffen der Redaktion. wir bitten bei jeber Anfrage etne Chiffre( Zwei Buchstaben oder eine gaŋ anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Druckfehler- Berichtigung. Im geftrigen Bericht über die über alle Borsichtsmaßregeln hinwegsehen, findet die Bossische Die Leichtfertigkeit der Arbeiter, mit welcher fie fich Beitung" so erstaunlich, daß ihr das beliebte Wort„ Arbeiter risiko" fast frivol flingt". Nun sind wir die letzten, die den Arbeitern nicht die größte Vorsicht zur Erhaltung ihres Lebens und ihrer gesunden Glieder empfehlen. Sollte wirklich hier und Stationen. da eine zu große Leichtfertigkeit vorkommen, so fragen wir nur, wer die Schuld darau trägt. Die Arbeiter sind gezwungen, bei ihrer Arbeit so sehr alle Vorsichtsmaßregeln außer Acht zu setzen, daß sie auch oft, wo der Zwang nicht vorliegt, an die Swinemünde. felben nicht denten. Selbst wo Borjichtsmaßregeln von Hamburg dem Unternehmer angebracht sind, wird die Benuhung Berlin Auf dem Kriegspfade gegen die Sozis befindet sich derselben nicht gern gesehen, wenn fie eine Ver= Wiesbaden. der ehrsame Gastwirth Jänide in Wilhelmsberg bei zögerung der Arbeit herbeiführt. Arbeiter, die gewiffenhaft München Weißensee. Daß er, um den Boykott zu paralisiren, Ring- darauf achtert, daß alle vorgeschriebenen Sicherheitsmaßregeln Wien bier und zwar Böhmisches ausschänkt, ist selbstverständlich. Aber stets getroffen werden, fönnen sicher sein, nicht lange auf der Saparanda auch sonst stellt Herr Jänicke seinen Mann im Bernichtungs- felben Arbeitsstelle zu bleiben. Von allen den unzähligen VorPetersburg tampfe gegen die Umstürzler". Wurden doch schon verschiedent- schriften, für deren Uebertretung die Fabrik- oder Arbeitsord- Cort. lich, begünstigt durch das Dunkel der Nacht, von unbekannter nungen Strafen vorschreiben, wird es mit der Uebertretung der Hand an verschiedenen Stellen des Ortes rothe Plakate an Vorsichtsmaßregeln am wenigsten genau genommen. Wenn die geheftet, auf welchen diejenigen Wirthe verzeichnet standen, welche Unternehmer nur halb so scharf darauf achten würden, daß alle von den Arbeitern unter allen Umständen zu meiden feien; Sicherheitsmaßregeln strenge durchgeführt werden, als sie darauf darunter in besonders dicken Lettern auch der Herr Saalbefizer sehen, daß ihre Arbeiter kein ringfreies Bier trinken, dann würde Jänicke. Doch ein findiger Kopf" weiß sich zu helfen. man nicht Anlaß haben, von der Leichtfertigkeit" der Arbeiter In holder Eintracht mit dem Herrn Nachtwächter und mit noch zu reden, mit der sie ihr Leben aufs Spiel segen.anderen Gleichgesinnten wurden Nachtwachen eingerichtet, um doch endlich einmal diefer Uebelthäter habbaft zu werden. So auch Einzustürzen droht das große Gebäude an der Michaelin der Nacht vom 14.- 15. Juli. Nachdem der Herr Wache: firchbrücke 1, das dem Bücherrevisor Simon in der Subhastation habende gegen 2 Uhr noch Alles in bester Ordnung befunden, zugefallen ist. Das Haus, das eine große Front hat und mit dem linken Flügel an die Stadtbahn und damit an das unter un ba auch gerade an jener Zeit der Regen in Strömen floß, den Stadtbahnbögen errichtete Germaniabad stößt, ist erst vor glaubte man für diesmal die feindlichen Mächte gebannt etwa 3 Jahren neu erbaut worden, Der Einsturz droht nur der haben. Aber o Schreck! Als gegen 3 Uhr der Herr Jänicke linten Hälfte des Hauses, dessen Miether in allen vier Stockwerken auf Wache zog, glaubte er ſeinen Augen nicht trauen zu dürfen des fraglichen Theils im Ganzen 7 Familien bilden. Schon vor Dortmunder Boltsversammlung muß es heißen:„ Bereits gerade vor seiner Thür prangte leuchtendroth ein solch ver haßter Zettel, and der Teufel schien seine Hand im Spiel Jahresfrist zeigten sich die ersten Risse in den inneren Wänden nach 49 Minuten"( nicht 59) wurde die Versammlung wieder gehabt zu haben, der ganze Ort war wiederum bis in die und lenften die polizeiliche Aufmerksamkeit auf sich. In den eröffnet." R. G. Sie wünschen umgehende Drahtzusage nebst entlegentsten Winkel verunziert". Wie ein gewisses Thier, das letzten Tagen erweiterten sich die Schäden in bedenklicher Weise, die rothe Farbe nicht vertragen fann, stürzte Herr I., bewaffnet und auch die Vorderseite des Hauses wies fast in allen Stock Honorarfendung für einen Artikel über das Fiasto der Herkka mit Schrubber und Waſſereimer auf diesen Bettel los, dabei einen werken treuz- und quer laufende Spalten auf. Das 45. Polizei- schen Freiland. Expedition. Sie haben's ja eilig! harmlos feines Weges gehenden Arbeiter die Worte zurufend: revier drang nunmehr auf eine fachmännische Besichtigung des Ja, wenn Sie Frrenarzt wären und uns Aufschüsse gåben über Die das Hirn der Personen, die diese Narren- Expedition mits Ihr verdammten Spizbuben! Lumpen! Verbrecher! Wenn ich Gebäudes, die auch unverzüglich vorgenominen wurde. ach einmal erwische, holt Guch der Teufel;" und lauter ſchöne Untersuchung hat nun ergeben, daß das Hauz jeden Augenblick macht haben, dann hätten wir vielleicht einen Bericht genommen. Sachen mehr. Es ist auch zum Verzweifeln, die ganze Nacht in sich zusammenstürzen fann, und die gefährdeten Miether er- Da Sie aber nicht rrenarzt sind, tönnen Sie uns nichts mitso nutzloser Weise wachen. Für Herrn J. war dies sicher ein hielten deswegen am Freitag Abend die polizeiliche Anweisung, theilen, was wir nicht schon gewußt hätten, ehe die Expedition Beweis, daß die verdammten Sozis mit dem leibhaftigen Teufel die Wohnungen bis Sonnabend Mittag 12 Uhr zu räumen, widrigen abging. im Bunde stehen müssen. falls der Auszug zwangsweise durch die Feuerwehr bewerkstelligt Piuskirche. In dem Knopf des Pius- Kirchthurms ist allerwird. Das Haus felbst wurde nach allen Seiten hin abgesteift, dings auch der Vorwärts" vom 27. d. Mts. niedergelegt; auch Nach längerem Leiden starb im 49. Lebensjahre an der und es besteht die Absicht, den Theil der Straße, der durch einen wenn die firchliche Behörde eine dahingehende Anordnung nicht Proletarierkrankheit der Schloffer Albert Tittel. Tittel war etwaigen Einsturz in Mitleidenschaft gezogen werden könnte, ab- getroffen hat, hat selbstverständlich der" Borwärts" als erstes ein langjähriges Mitglied des sozialdemokratischen Wahlvereins für zusperren. Obgleich das Germaniabad gleichfalls polizeilich ge. Dokument Eingang auch dort gefunden. Wenn Sie es nicht den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis und auch der Verband schlossen werden mußte, so verkehren doch nach wie vor die glauben wollen, dann, bitte, überzeugen Sie sich durch Inaugenscheinaller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Büge auf der Stadtbahn zwischen Jannowihbrücke und Schlesischem nahme. Umgegend hat in dem Verstorbenen ein langjähriges Mitglied Bahnhof. Erfolgt der Zusammenbruch, so wird die anliegende Arbeiter. Jawohl, Gaftw. Säger, Grüner Weg 29, ſteht Mitglied der Krankenkaffe der Ban und gewerblichen verloren. Sein am Donnerstag stattgehabtes Leichenbegängniß Stelle des Bahnkörpers arg gefährdet werden. Die Ursache des gestaltete sich zu einem höchst ehrenvollen; einige hundert Genossen und drohenden Zusammenbruches muß zunächst in dem schlechten ebenfalls auf der Liste der Saalverweigerer( sogar mit Genofsinnen hatten sich eingefunden, um dem Verstorbenen das letzte Baugrund gesucht werden, der durch die nahe Spree weniger Sternchen). Ehrengeleit zu geben; die beiden oben genannten Vereine, sowie widerstandsfähig geworden ist. Dazu kommt die Erschütterung, Vineta K. Ein Wirth, ber bontottirtes Ring auch die Mitarbeiter des Verblichenen, der Allgemeinen Elektrizitäts- die fortwährend durch die vorüberfahrenden Eisenbahnzüge ver- bier schänkt und feinen Saal au Arbeiter, Gesellschaft hatten prachtvolle Kränze mit großen rothen Schleifen ursacht wird. An eine Ausbesserung der Baulichkeit dürfte kaum Bersammlungen nicht hergiebt, hat er gewidmet und unter Vorantritt eines Musitforps, geschlossen mehr zu denken sein; denn das Sachverständigen- Gutachten lärt er fei mit dem Rücktritt unseres durch eine längere Reihe von Trauerfutschen, bewegte sich lautet auf Abtragen des Hauses. Der Auszug der in Frage Vereins von dem Plan, in seinem Rotal der Leichenkondukt vom Trauerhause, Swinemünderstraße 55 aus, tommenden Miether dauerte Sonnabend Nachmittag noch fort; der fein Stiftungsfest zu feiern, nicht ein. nach dem Friedhofe der Freireligiösen Gemeinde. Eine Anzahl Eigenthümer wird in den nächsten Stunden von auswärts verstanden und begehre eventuell Schaden= Sangesbrüder vom Gesangverein" Nordwacht" fanger an der zurückerwartet. Die Straße ist unter polizeiliche Aufsicht gestellt Biele derartige Fragen sind bereits mündlich von uns erledigt; ersa B. Hat der Wirth ein Recht hierzu? offenen Gruft dem todten Proletarier wehmuthsvolle Weisen. worden. Herzbewegend war der Abschied von dem theuren Todten auf da aber auch die Zahl der schriftlich Aufragenden wächst und die Nimmerwiedersehen, leblos wurde die hinterbliebene Wittwe vom von der Maschinenfabrit Hummel, Südufer, nach Beuthstr. 2, an dieser Stelle ausführlich behandelt werden. Liegt eine Verloren gegangen sind einem Arbeiter auf dem Wege Beantwortung der Frage allgemeineres Interesse hat, so mag sie Grabe fortgetragen. Ehre seinem Andenken! zwei Rotationsmaschinen- Messer. Falls einer unserer Leser über so Ein Beitrag zum Fabrikpafchathum. Das siebzehnjährige ben Verbleib der Messer Ausschluß geben kann, fo bitten wir ausdrückliche Verpflichtung auf Seiten des Bestellers so liegt die Sache in den meisten Fällen so fann hübsche Fräulein war in einem Geschäft in der Ritterstraße denselben der obengenannten Fabrik oder uns mitzutheilen. der Besteller zweifellos jederzeit zurücktreten: irgend feit Februar dieses Jahres als Lageriftin gegen ein Gehalt von Die Leichentheile des im Sammelbassin der Pumpstation eine Schadensersatzpflicht besteht dann nicht. Aber selbst wenn wöchentlich anfänglich 8, dann 10 Mark engagirt. In welchen in der Gitschinerstraße aufgefundenen Kindes sind am Freitag der sehr seltene Fall vorliegt, daß- etwa in einem ansdrück Beziehungen sie außerhalb des Geschäftslagers zu ihrem Chef Mittag durch die Gerichtsärzte Mittenzweig und Straßmann auf lichen schriftlichen Vertrage der Besteller die Verpflichtung fiand, zeigt folgender Brief, den wir wegen seines cynischen In- die Todesursache hin untersucht worden. Die Art des Ablebens übernommen hat, dafür Sorge zu tragen, daß eine bestimmte balts und deshalb veröffentlichen, weil ähnliche Fälle der Aus- habe nicht mehr festgestellt werden können, sodaß sich die Aus- Personenanzahl das Fest besucht, widrigenfalls er sich zur Zahlung beutung des weiblichen Körpers außerhalb des Geschäfts im fage der Mutter, das Kind sei todt zur Welt gekommen, nicht einer bestimmten Summe für Unkosten( Gas u. f. w.) verpflichten, Deutschen Reich typisch find: widerlegen läßt. Trotzdem ist die Voruntersuchung noch nicht ist der Besteller zum Rücktritt unter den jetzigen Umständen beabgeschlossen, und die Polizei sucht nach Zeugen, die bekunden rechtigt, ohne Schadensersatz leisten oder die im Vertrag überfönnen, daß das Kind gelebt hat. Dagegen hat sich bezüglich nommenen Verpflichtungen erfüllen zu müssen. Im Gegentheil der auf dem Dönhoffsplatz durch einen Wächter im Gebüsch ent- ist der Gastwirth ihm schadensersaßpflichtig, denn nach§ 377 beckten Kindesleiche ergeben, daß der Tod durch Erstiden ein- bis 881, I, 5, Allg. Landrecht, kann ein Vertragschließender von getreten ist. Hier liegt also anscheinend ein Verbrechen vor. Die einem Vertrage zurücktreten, wenn durch unvorhergesehene Schuldige ist aber noch nicht ermittelt worden. die Umstände Erreichung des erklärten ausdrücklich oder alts der Natur Des Vertrages sich ergebenden Vertragszwecks unmöglich gemacht ist. Eine solche Veränderung der Umstände ist durch die jeden Arbeiter offensichtlich schwer beleidigende Erklärung des Wirths, feinen Saal für politische Versammlungen von Arbeitern nicht mehr hergeben zu wollen, erfolgt. Der Wirth selbst hat also durch seine Erklärung, die in den meisten Fällen mit einer vor Abschluß des Vertrages ab gegebenen in direktem Widerspruch steht, den Vertragszweck zu Seinen Eltern in den Tod gefolgt! Am Donnerstag erreichen unmöglich gemacht. Er haftet nach§ 379 I, 5 A. 2. 9.) Nachmittag wurde auf dem Dachboden des Hauses Bergstr. 112 dem Besteller für allen etwa dem Besteller zugefügten Schaden. Das Talent des Herrn Aschinger auf dem Gebiete der in Nigdorf die Leiche eines etwa 17jährigen jungen Mannes, Er hat tontrattbrüchig, dolos und beleidigend gehandelt, als er Gastronomie zu bewundern, hat der Berliner überall Gelegen- des Lederarbeiters Hermann K. bei Verwandten in obigen Hause( entgegengesetzt seiner früheren Erklärung) seinen Saal zu heit, denn in allen Stadttheilen schießen jetzt echte und imitirte wohnhaft gewesen, aufgefunden. Der junge Mensch, der bis vor Arbeiterversammlungen nicht mehr hergeben zu wollen erklärte. Aschinger- Bierquellen aus der Erde. Der Komfort, den das turzem in einem Ledergeschäft als Arbeiter thätig war, hatte sich Der Wirth hat also unter feinen Umständen einen Anspruch auf Bublifum in jenen Lokalen findet, läßt denn auch nichts zu erhängt. In einem zurückgelassenen Schreiben gab der Lebens- Schadenersas. Ob er stets abgewiesen werden wird? Wir wünschen übrig. Im Gegensah hierzu freilich steht die Ver- müde an, daß er die That aus Verzweiflung über den türzlich leben in Preußen, einem Rechtsstaat." pflegung, die das Personal genießt. Herr Aschinger hat die erfolgten Tod seiner Eltern begangen habe; dieselben haben ihn Einrichtung getroffen, daß alle Gläserspüler, Bierzapfer, Meffer gerufen und er gehorche. Der letzte Wunsch des Lebensmüden puger und Geschirrträger sämmtlicher Geschäfte in ein und dem war, mit seinen Eltern auf dem Begräbnißplay der Thomasfelben Hause wohnen und zwar in der Filiale Friedrich- gemeinde vereinigt zu werden. ftraße 151. Dort schlafen nicht weniger denn etliche zwanzig Unter der Maske eines Malers tritt ein Dieb seit Personen in einer Stube, in welcher die Betten kasernen einigen Tagen auf und macht besonders den Stadttheil Moabit üblich übereinander aufgestapelt sind. Die Fenster dieser unsicher. Bisher sind drei Fälle bekannt geworden. Der Stube, welche täglich net werden, um etwas frische Gauner fragt in Wohnungen an, ob Fußböden zu streichen find Luft für den Schlafrau. ewinnen, münden aber nur nach und hält sich, wenn ihm Ginlaß gewährt wird, so lange mit dem Hof, auf welchem sin Pferdestall nebst Dunggrube be- Vorarbeiten auf, bis er auf furze Zeit allein gelassen wird. finden, so daß die Atmosph in diesem Schlafraum größten Diese Gelegenheit benutzt er, um Werthgegenstände zu sich zu theils eine förmlich unertragliche ist. In dem Hause, stecken und damit zu verschwinden. um Werthgegenstände zu sich zu Kölnischer Fischmarkt 5, in welchem sich auch das Bentralgeschäft stecken und damit zu verschwinden. des Herrn Aschinger befindet, wohnen in einer fleinen Stube 9 Polizeibericht. Am 27. d. M. machte Vormittags eine oder 10 Dienstmädchen, deren Betten ebenso wie die oben an- Frau in ihrer Wohnung, in der Weißenburgerstraße, den Versuch, 1 Herrn Y.! Ihrem Wunsche gemäß erkläre ich Ihnen hiermit, daß ich, nachdem ich mit Fräulein X. das erste Mal verkehrt bin( im Original ist an dieser Stelle ein weit roherer Ausdruck gewählt. Red. d.„ Vorw.") ihr schon ein Geschenk von 1 M. gegeben habe mit dem Bemerken, daß sie, wenn sie weiter freundlich zu mir sein wird, außer dem Gehalt 1 M. bekommen wird, was auch geschehen ist. = Ein Packet Kuchen und ein Pfennig Geld wurden bei Nachdem die Gesinnungen des Fräulein X. zu mir einer Leiche gefunden, die am Freitag Vormittags in der Spree infolge Neckereien des Personals sich änderten, hörten diese bei Friedrichshagen angetrieben und gelandet wurde. Der Todte Geschenke selbstredend auf. Erst später und in legter ist etwa 30 Jahre alt und gehört allem Anscheine nach dem Zeit bekam Fräulein. eine öffentliche Zulage von 1 M., Arbeiterstande an. Ob Selbstmord oder Unglücksfall vorliegt, die indeß mit den Privatgeschenken durchaus richts zu fann erst nach der Rekognoszirung, die in der Leichenhalle zu thun hat. Friedrichshagen erfolgen kann, festgestellt werden. Hochachtend! ( Unterschrift.") vor " Hamm 20. Für den Reichstagswähler ist nicht vorges schrieben, daß er eine bestimmte Zeit an einem Orte wohnhaft gewesen sein muß. Er muß in dem Wahlbezirk zur Zeit der Wahl seinen Wohnsiz haben. 3. 93. Abwarten. Adam Riese. Sie hätten sich erkundigen müssen, G. W. Sprechen Sie mit Kontrakt zwischen 12 und 1 Uhr vor. 1000 2. 1. Der Vertrag muß gerichtlich abgeschlossen werden und ist, wenn die Sachlage der von Ihnen geschilderten entspricht, nicht anfechtbar. 2. Nein. H. Br. Der Gehilfe fann nach 10 Uhr nach Hause kommen, wenn nichts anderes vereinbart ist. A. Ranthut. Ist zur Veröffentlichung nicht geeignet. 3. J. 100, H. W. 23: Nein. Spandau 99. 1. Sie Ihre Geburtsurkunde. Ihre Braut bedarf! der eigenen Geburtsurkunde, der Urkunde über den Abschluß der ersten Ehe, des Todtenscheins bezüglich des verstorbenen Batten und, da sie unter 24 Jahren, der Einwilligung des Waters,( falls dieser verstorben, der Mutter.) A. D. 60. 1. 8ieht das Mädchen vor dem Ersten, so macht sie sich schadensersatzpflichtig. Sie thut gut, sofort zum 1. August zu fündigen. 2. Den Bogel müssen Sie dem Eigen thümer gegen Ersatz der Futterkosten und sonstigen Auslagen zurückgeben, wenn Sie den Fund innerhalb 3 Tagen dem Gericht mitgetheilt haben. Haben Sie die Mittheilung unterlassen, so haben Sie auf Ersatz feinen Anspruch. B. B. 1000. Will ein Ehemann nach dem Ausland mit seinem Vermögen ausrücken, Frau und Kinder hier in Stich lassen und sich vor Alimenten drücken, so kann die Ehefrau unter Angabe und Glaubhaftmachung des Thatbestandes einen Arrest gegen den Drückeberger erwirken. Für den Inhalt der Zuierate über P. Sch. Wenden Sie sich vielleicht an Herrn Bauermeister, Saarbrückerstr. 6. C. F. 137. Wer die ihm obliegende Aufsicht über Kinder unter 7 Jahren vernachlässigt, haftet für den durch Handlung der Kinder verursachten Schaden. Hat das sechsjährige Kind mittelst Beils einem anderen Kinde einige Finger abgehackt, so hat diefer Vorfall ohne Vernachläffigung der Aufsicht wohl schwerlich stattgefunden. Es haftet deshalb der Water. A. W. Anmeldung des Gesangvereins genügt. Legen Sie Beschwerde ein. 2. 2. 34. Nein. 3475. Wenn ein zweijähriges Kind einem vier Jahre alten Rinde einen Finger der Hand abschlägt, so hat der Vater des Kleinen vollen Schadensersatz zn leisten. P. W. Der Weltumfegler Drate hat die Kartoffeln zuerst nach Europa gebracht, er starb den 5. Janitar 1596, E. B. Paul Höpfner, Stralsunderstr. 69. Sozialdemokratischer Wahlverein F. S. 75. Bestrafung wegen Hausfriedensbruchs, Rörver verlegung, Widerstandes gegen die Staatsgewalt, Gefangenen=" befreiung u. s. 1. steht der Ertheilung einer Schanktonzession nicht entgegen, weil die Art der Strafthaten die Annahme nicht zu rechtfertigen vermögen, daß der Nachsuchende sein Schankgewerbe zur Förderung der Völlerei, des verbotenen Spiels, der Seblerei oder der Unsittlichkeit mißbrauchen werde, und da nur das Vorhandensein solcher Thatsachen nach§ 23 der GewerbeOrdnung zur Versagung der Erlaubniß berechtigt, aus der Stillung Durstender ein Gewerbe zu machen. M. B. 1000. Wir können Ihnen leider keine Auskunft ertheilen; schreiben Sie doch an den Vorstand des Klubs, abzugeben in dem jezigen Lokal, das Sie angegeben haben. P. B. 333. London hat gegen 5 Millionen Einwohner. Die Einwohnerzahl Pekings ist nicht sicher festgestellt; die Einen behaupten, Beting habe nur 1/2 Million, andere, die Stadt habe über 2 Millionen Einwohner. timmt die Redaktion dem Bublikum für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Usr, bas theure deben meines the gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, den 29. Juli. Bellealliance- Theater. Der Trou badour. Montag: Der Trompeter von Satfingen. Alerandervlah botene Liebe. Theater. Ver Montag: Dieselbe. Borstellung. National Theater. Wilhelm Tell. Montag: Dieselbe Borstellung. Theater. SpezialitätenApollo Theater. 9 Vorstellung. Kaufmann's Variété. Spezialitätens Vorstellung. Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. Frdl. Schlafft. f. 1 Gen. 3. verm. bei Nach langen schweren Leiden endete Merkowski, Grüner Weg 41, v. 4 Tr. Zod Nachmittag 31/2 un Möbl. Balkonz. als Schlafft. a. H., Dienstag, den 31. d. Mts., Abends 82 Uhr, im Lotale des Herrn vergeßlichen Mannes, unseres Bruders, sep. Ging., 7 M., bei Schumann, 2015b Meissner, Linienstraße 143: Schwagers und Onkels, des Buyers Manteuffelstr. 69, 3 Tr. Carl Streich, Möbl. Schlafft. für 2 Herrn, nach vorn mit sep. Ging., bei Schaffmann, Adalbertstr. 4, 4 Tr. 2016b General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Abrechnung ( Raffenbericht) pro 2. Quartal. 3. Sonstige Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. NB. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich bei folgenden Genossen: H. Achilles, Greifswalderstr. 210; F. Weber, Landsbergerstr. 41; Fr. Krüger, Sirtenftr. 10; A. Richter, Neue Königstraße; E. Witchow, Rleine Hamburger straße 27; L. Schmidt, Louisenstr. 5. Sozialdemokratischer Wahlverein 282/ 2* 2048b im Alter von 43 Jahren. Um stille Theilnahme bittet bie tiefgebeugte Mr. Agues Streich geb. Melcher, nebst Verwandten. Nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhause Die Beerdigung findet Sonntag, Nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhause Memelerstr. 51 statt. 2 Genossen erh. Schlafft. bei Lütstte, Langestr. 71, liufer Seitenfl. I. 20176 Frdl. Schlafstelle bei Ka Imusti, Brizerstr. 40 v. 2 Tr. 2018b Möbl. Schlafft. z. v. Annenstr. 21, III. für den 6. Berliner Reichstagswahlkreis. 3entralverband der Maurer möbl. Schlafft. Simeonftr. 7, II. lints. Dienstag, den 31. Juli, Abends 8% Uhr: Zwei Versammlungen. Th. Metzner. Paul Jahn. 1. Schneider's Salon, Belforterstraße 15. Vortrag: Die Boltsschule, wie sie ist und wie sie sein soll." Referent: 2. Viktoria- Salon( Kranz), Badkraße 12. Vortrag:„ Die Kommunisten des 18. und 19. Jahrhunderts." Referent: In beiden Versammlungen Diskussion, Vereins- Angelegenheiten und NB. Den Abtheilungs- und Bezirksführern zur Nachricht, daß die Be sprechung mit dem Vorstand am Montag, Abends 8/2 Uhr, in Reichert's Salon, Müllerstr. 7, stattfindet. Bezirksbuch legitimirt. 283/5 National- Theater.get Große Frankfurterstr. 182. Aus eigener Kraft. Schauspiel in 5 Aufzügen nach dem gleichnamigen Roman der Wilhelmine von Hillern, von May Hagelweide bearbeitet und in Szene gefeßt von Rohde- Ebeling. Kaffenöffnung 51/2 Uhr. Anfang 71/2 Uhr. Der Vorstand. Achtung! Rerumacher. Achtung! Dienstag, den 31. Juli 1894, Abends 8½ Uhr: Oeffentliche Versammlung Deutschlands ( Bahlstelle I, Berlin, Puzer) Den Kollegen sowie dem Gesangverein Stollege Carl Streich am 27. Juli, Gemüthlichkeit zur Nachricht, daß der Nachmittags 31/2 Uhr, gestorben ist. Nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhause Die Beerdigung findet am Sonntag, 190/3 Memelerstr. 51 aus statt. Frdl. Schlafft., 6 M., für 2 Genossen od. Genossinnen, Grüner Weg 37, vorn 4 Zr. I. 2021b 3. verm. bei Eckhardt,( Eingang fep.), Prinzessinnenstr. 7, 3 Tr. r. 2008b Eine f. möbl. Schlafstelle für Herren Frdl. möbl. Schlafft., fep. Gingang, für 2 Herren, bei Reichert, Friedrichsgracht 44, v. 1 Zr. I. 2009b Schlafstelle für 2 junge Leute in einer möbl. Stube, à Berson 7,50 M., Reichenbergerstr. 2, Hof 1 Tr. 2010b Möbl. Schlafft. für 2 Herren, sep., bei Dabinnus, Mariannenstr. 23, vorn 2 Tr. 1. 20055 Am 27. d. m. verschied sanft nach schwerem Leiden mein innigst geliebter Mann und Bater, unser theurer Bruder, der Schankwirth Wilhelm Renner, im 29. Lebensjahre. Dieses zeigen statt besonderer Meldung an Die trauernde Wittwe nebst Kind 20466 und Geschwister. Kl. frdl. Zimmer als Schlafft. für Die Beerdigung findet Montag, 1 Herri, Wrangelstr. 140 v. 2 Zr. r. Nachmittags 4 Uhr, vom Urban2 frol. Schlafstellen für Herren, bei 3m Garten: Großes Konzert. der Kernmacher u. sämmtl. i. den Gießereien besch. Hilfsarbeiter Krankenhauſe nach dem Emmaus- Kirch- Richter, Morisstr. 17, of t. 1 St. Auf der Sommerbühne Aufführung von Poffen, Luftspielen sowie Auftreten von Spezialitäten ersten Ranges. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Castan's Panoptikum. Hawaiische im Lokal von Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tages Ordnung: 1. Wie können wir unsere Lage verbessern? Referent: Otto Naether. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Vertrauensmannes. 4. Wie stellen sich die Kollegen zum Bierboykott?- Kollegen! In Anbetracht der unwürdigen Zustände, unter denen Ihr zu leiden habt, erscheint Alle in der Versammlung, damit wir Abhilfe schaffen können. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter: Otto Naether, N, Anflamerstr. 44. Verein deutscher Schuhmacher. 108/9 hose statt. Todes- Anzeige. Genossen, Freunden, sowie den Mitgliedern des Verbandes der in der Kürschnerbranche beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen zur Nachricht, daß meine Frau 2006b Bertha geb. Lehmann, am 25. d. M. verstorben ist. Frdl. Schlafft. f. Herren, sep. Eing., bei Schulz, Reichenbergerstraße 11-12 2001b am Kottbuser Platz. Eine möbl. Schlafst. ist zum 1. zu verm. bei Wwe. Kirsch, Manteuffelstraße 57 v. 2 Tr. 2003b Frol. Schlafft. f. H., sep. E., Marien dorferstr. 2, H. p. r. b. Fr. Grzeskowiak. Möblirte Schlafstelle zu vermiethen, Die Beerdigung findet Sonntag, den 29. d. M., Nachmittags 5 Uhr, von der Leichenhalle des Krankenhauses am Fürstenstr. 6 b. Kählte, 8 Tr.[ 20246 Wilhelmsberg W. Behnisch. Königs- Tänzerinnen. Montag, den 30. Juli 1894, Abend& 8½ Uhr: Friedrichshain nach eher statt. 2 Schlafft. b. Schaar, Sebaſtianſtr. 21 I. Das schwerste Ehepaar der Welt. Berliner Aquarium. Unter den Linden 68a, Ecke der Schadowstrasse. Eingang Schadowstr. 14. Heute Sonntag Eintrittspreis: 25 Pf. Reichhaltige Ausstellung von Landund Seethieren, wie: Affen, Riesenschlangen, Krokodile, Hai- und Tintenfische, Quallen etc. Derlammlungen. Filiale I bei Feindt, Weinstr. 11. Filiale II bei Brüning, Rofenthalerstraße Nr. 11/12. Filiale III bei Werner, Bülowstr. 59. Tagesordnung: Vortrag über Kapital und Arbeit". Diskussion. Abrechnung vom 2. Quartal. Vereinsangelegenheiten. In Filiale I Ersahwahl des ersten Bevollmächtigten. 222/2 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Hiermit die traurige Nachricht, daß unsere Mutter Donnerstag, den 26. d. M., nach längerem Leiden verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 2 Uhr von der Charitee nach dem Charitee- Kirchhof statt. [ 5282 Karl Jäusch. Gustav Jäusch. Frdl. Schlafft. f. Herrn, sep., 3. Alleinbewohnen, Lindenstr. 75, v. V Tr.[ 2026 Möbl. Schlafft. f. Genoffen, à 7 M., b. Lindner, Admiralstr. 20, v. 1 Tr. I. Möbl. Zimmer, 1 o. 2 Herrn oder auch Schlafft., Generowsky, Marianens ftraße 28, v. 8 Tr. [ 2028b Eine saubere Schlafstelle ist bei Ww. Achtung! Töpfer. Achtung! Allen Freunden, Bekannten, Partei Fechler, Schleiermacherfstr.7, of.[ 20295 Große öffentliche Versammlung aller Töpfer und Berufsgenossen Berlins und Umgegeng genossen und Genossinnen für die bei der Beerdigung meiner lieben Frau Möbl. Schlafstelle für 1 Herrn zu mir bewiesene herzliche Theilnahme, verm. Fürstenstr. 23, v. 1 Zr. b. Hofsowie dem Herrn Waldeck Manasse für mann. [ 20386 feine trostreichen Worte am Grabe der am Dienstag, den 31. Juli, Abends 6 Uhr, im Lokale des Herrn so früh von uns Geschiedenen sage ich Breuer, Große Frankfurterstraße Nr. 74. Zages Ordnung: hiermit meinen herzlichen Dank. H. Metzke, Maurer, Dberbergerstr. 10. Zentral- Kranken- u. Sterbekasse 1. Berichterstattung ber in der lezten öffentlichen Versammlung ge- 5242 der Tischler u. 1. w. Oertliche Verwaltung Berlin B. Mitglieder- Versammlung am Montag, den 30. Juli, Abds. 8 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c. Zagesordnung: wählten Behner Kommission. 2. Der Bierboykott und die Gewerkschaften. 3. Berschiedenes. 244/1 Kollegen und Berufsgenossen! Es ist Eure heiligste Pflicht, in dieser Bersammlung Mann für Mann am Plage zu sein. Die Vertrauensmänner: Gustav Melzer. Wilhelm Hesse. Oeffentliche 1. Abrechnung vom 2. Chartal 94. Versammlung der Bureau- Angestellten 2. Verschiedene Raffenangelegenheiten. 284/1] Die Ortsverwaltung. Beutral- Kranken- u. Sterbekasse d.Tabafarbeiter Deutschlands. Oertliche Verwaltung Berlin I. Mitglieder- Versammlung und verw. Berufsgenossen am Donnerstag, den 2. August cr., Abends 8% Uhr, bei Kelle, Schönhauser Allee 28. Zages Ordnung: " 1. Bortrag des Genoffen Naether. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Ver 95/1 trauensmanns. 4. Verschiedenes. Der Einberufer: Robert Knukel. am Dieuſtag, den 81. Juli 1894, Große öffentliche Protest- Versammlung Abends präzise 81/2 Uhr, Andreasstraße 26 bei Wilfe. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1894. 2. Wahl des gesammten Borstandes, 4. Verschiedenes. der Schneider und Schneiderinnen in der Herren- und Knaben- Konfektions branche am Montag, den 30. Juli, Abends 81/2 Uhr, 20626 Frol. Schlafft. für Herrn, 7 M., Preußner, Waldemarstr. 46, vorn 2 Tr. Schlafft. n. v., Ww. Gesch, Adalbertstraße 84. 20406 Freundl. Schlafst. mit sep. Ging. für Herrn Grünauerstr. 25, v., bei Dieter. Frol. Schlafstelle 3. verm., NaunynSchlafft. Eubenstein, Fürstenberger traße 90, IV b. w. Meyer.[ 20426 straße 8, 2 Tr. Schlafft. Peemüller, Rüdersdorferftraße 44. Schlafft. Möschte, Königsbergerstr. 1, 2064b v. 4 Tr. Schönhauser Allee 177c, 2. Hof II 2063b b. Engel, Schlafstelle für Herrn( allein) 7 M. 20426 Schlafft. f. H. b. einzelnen Leuten, Freundl. Schlafft. Straußbergerstr. 5, Schönhauser Allee 177c, 1. Querg. II. H. r. 3 Tr., Hanisch. 20656 b. Pauls. 2056b Schlafft. f. H. sep. Fidicinstr. 8, r. Seitenfl. 4 Tr. bei Köpfel. Schlafft. Brunnenstr. 6, Querg. 1 Tr. I. Schulz. Eine möbl. Schlafft., sep., zu verm. G. Schröder, Ritterstr. 110, 4 Tr. I. Möbl. Schlafft. f. Herrn, fep. Eing., im Saale des Herrn Schneider, Belforterstraße Nr. 15. b. Frau Thomas, Manteuffelstr. 44, 3 r. Tages Ordnung: 219/4 der Revisoren u. Kaffenkontrolleure. 3. Berichterstattung über die General Versammlung. 1. Proteft gegen die gefaßte Resolution der Agitations- Ronmission des 239/8 deutschen Schneiderverbandes. 2. Diskussion. Die Militär- Bügler- und Stepper- Vereine sowie die Agitationskommission Die Mitglieder werden aufgefordert, wegen der Wichtigkeit der Tages- Dib: des deutschen Schneider und Schneiderinnen- Verbandes laden wir hiermit be. sonders ein Die Lohnkommission. nung zahlreich zu erscheinen. Frol. Schlafft. f. 1 Herrn, Prinzes Grünanerstr. 25 freundliche Kleine finnenfir. 7 v. 4 Tr. b. Meyer.[ 2035b Wohnungen preiswerth zu vermiethen. Die Ortsverwaltung. Spandau, 518 Frobenstraße Nr. 12 find Wohnungen von Stube, gr. Küche, Keller u. Boden, mit Wasserleitung, zum Preise von 56, 58 u. 60 Thlr. zu ver miethen. Otto Hallecker. Eine Schlafstelle bei Wittwe Scholz, Roblantstr. 12, 2 Tr.( 6 m.)[ 2086b Einf. möbl. Borderzimmer, sep., bill. 3. verm., Rottbufer Ufer 53, 2 Tr. L., 1908äb Admiralbrücke. 2060b 20436 Arbeitsmarkt. Kaufmännischer Leiter. 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Bobrys. 90116 Einem Theil der Auflage der heutigen Nummer unseres Blattes liegt ein Prospekt der Firma Otto Reichel, Berlin S.O., Eisenbahntraße 4, bei. Achtung, Parteigenossen! Wir ersuchen die Parteigenossen, bei Ausflügen nur in den hier angeführten Lokalen zu verkehren, da in diesen Lokalen boykottfreies Bier verzapft wird. Gleichzeitig ersuchen wir die Vereine und Fabriken, welche Partien unternehmen, sich mit den Lokalkommissions- Mitgliedern, deren Adressen bei jedem Ort angegeben sind, in Verbindung zu setzen. Die Berliner Lokalkommission. Adlershof. Wöllstein's Luftgarten. Ackermann, Bismarckstr. 3. Soltyspat, Hachenbergstr. 4. Boranzke, Hachenbergstraße. Miserra, Bismarckstraße. Schubert, Grünauer Chaussee. Lokalkommission: Alb. Hannemann. Beelitzhof. Wilhelmshöhe, A. Meyer. Lokalkommission: Otto Bielke, Zehlendorf. Bernau. Brauerei Schulz, Bürgermeisterstraße. Elysium, Hussitenstraße. Gasthof zum Kronprinzen, Feder, Berlinerstraße 113. Kluge, Kronenstraße. Eggert, Breitestraße. Beeger, Am Markt. Hering, Mühlenstr. 4. Krause, Mühlenstraße. Zernikow, Tuchmacherstr. 102. Stowe, Viktoriastraße. Reuter, Chauffeestraße. Wünsche, Wallstr. 2. Dietrich, Weinbergstr. 18. Lokalkommission. 2. Werner, Weinbergstr. 23. Birkenwerder. Burgemeister, Paradiesgarten. Lokalkommission. A. Rosenfeld, Reinickendorf, Hoppestr. 4. Deutsch- Wilmersdorf. Nabinski, Badensche Straße 18. Land, früher Züllich, Berlinerstr. 47. Lieball, Günzelstraße. Lokalfommission. Friedrichshagen. Friedrichstraße: Kautsch, Kurtke, Erdmann, Rüger, M. Lerche( Rundtheil); Elcht, Handke, Zademack. Seeftraße: Kemperling, Noad, Rönig, Wegener, Berenstecher, Hohensee, Kuhlmann, Baumgart, Becker. Wilhelmstraße: Eigendorf, Büttner. Scharnweberstraße: Reinh. Lerche. Die Lokalkommission. J. A.: Wilh. Henfelder, Ahornallee 31. Grünau. G. Lindenhaim, Friedrichstr. 3. N. Liedke, Friedrich u. Wilhelmstr. Ecfe. Mattee, vorm. Schölz, Röpenickerstr. 105. Douchaufour, Gravelottestr. 79. Schuchholz, Wilhelm- u. KöpenickerStraßen- Ecke. Lokalkommission. Frizz Wüstenhaagen, Friedrichstr. 7. Hennigsdorf a. H. Gastwirth Fr. Brose. Gastwirth Wolter. Gastwirth Hartge( Neubrück b. Hennigs dorf. Die Lokalkommission. J. A. Richard Schmidt. Herrenwinkel bei Erkner. Restaurant zum Dämrißer See von H. Uposch. Lokalkommitfion. E. Fischer, Erkner, Neu- Buchhorst. Johannisthal.) Senftleben's Boltsgarten. Die Lokalkommission Gustav Behrendt, Gasteinerstr. 29. von Nieder- Schönweide und Umgegend. Friedenau. J. A.: Otto Noack. Kalkberge Rüdersdorf, Spremberg, Kurhaus( Saal u. Garten), Restaurant Glückauf von Köppen. Rheinstraße. Hohl, Kirchstraße. Hentschel, Nied- u. Lauterstr.- Ecke. Weber, Rheinstraße. Lokalkommission. A. Schwerife, in Stegliz, Hubertusstr. 7. Friedrichsberg- Lichtenberg. Asche( Fürsten Wolfgang), Lichtenberg, Dorfstraße. Fuchs, Lichtenberg, Dorfstr. 2. Neumann, Rummelsburgerstr. 23, Selnow, Frankfurter Alee. Lokalkommission. Edm. 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Schulper's Familienhaus, Prinzen Allee 6. Belden, Frankfurter Chaussee 1. Stübbe, Frankfurter Chauffee 3. Dorens, Prinzen- Allee 35. Momber, Wilhelmstr. 10. Lokalkommission. G. Junge, Natty, Schüßenstr. Wiesinger, Straße 15. Günther, Marksteinstr. Neukam, Schildhornstr. Lokalkommission. A. Schwerife, Hubertusstr. 7. Stolpe a. d. Nordbahn. Bergmann. Lokalfommission. " " " " Kersten, Mühlenstr. Thomas, Louisenstr. Conrad, Louisenstr. Ingel, Kurzestr. Hennife, Breitestr. Müller, Viktoriaftr. Arndt, Friedrichstr. Beyer, Wilhelmstr. Louisen Destillateur Tornow Viktoriaftr.- Ecke. Zolchow, Viktoriaftr. Brauerei Waubke, Friedrichstr. Kaufmann Puchert, Lindenstr. Jofiel, Mühlenftr. R. Nandiko, Bergstr. Konsumverein Velten. " Lokalfommission. B. Bräuer, Bergstr. 3. Werder a. H. St. 7 Pfg., Dyd. 75 Pf. Eine Partie Damenstrümpfe, engl. lange( übers Knie zu tragen), garantirt echt diamantschwarz, statt 60 Pf. für 30 Pf. Paar, Dyzd. Paar 3 M. 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Besprechung über Beschidung des Fußbekleidungs- Industrie- Kongresses. 5. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Vereinszimmer Der Vorstand. Sonntag, 29. Juli, Abends 8 1hr, in Schmiedel's Festfälen, Alte Jakobstraße 32: Versammlung. Eine Parthie Herrenkragen, ( garantirt 4 fach Leinen) in allen Weiten. Steh oder Umlegekragen, die sonst mit 5 bis 6 M. per Duhend vera fauft, für nur 2,40 M. per Dhd. Beste Manschetten per Duzend 3,50 M. Französische Wachsstreichhölzer, 5 Minuten- Brenner, ftatt 10 Pf. für 5 Pf., per Dyd. 50 Pf. Parthien Sonnen- und RegenSchirme pottbillig statt 3 Mark für Nachtlichte, statt 10' Pf. für 3 Pf. 1,75 M. und 2 M. 1/4 Jahr, pro Schachtel Cigarren, Sumatra neuester statt 4 M. für 2 m. 50 Pf. pro Kiste = 100 Stück. Ernte, ,, Sofiègo", jedes Stück in elegantem Ring,( Habanna non plus ultra), echt amerikan. Tabat, hochfein, in eleganter Packung, 9 Ctm. lang, 5 Ctm. start, per Riste von 50 Stück M. 2,50. 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Die Schultheiss- Brauerei zu Berlin versendet Zirkulare, welche, wie aus dem Inhalt derselben klar hervorgeht, vorwiegend Reklame- Zwecken, formell aber als Entgegnung auf die Erklärung der unterzeichneten Brauerei gelten sollen. Der letzere Umstand ist es, der uns zu folgender Erklärung Veranlassung giebt: D 1. Herr Happold ist allerdings offizieller Leiter des Vereins der Brauereien Berlins und der Umgegend; der genannte Herr wird aber wohl selbst in seiner bekannten Bescheidenheit das Verdienst der geistigen Leitung der genannten Vereinigung Herrn Rösicke zugestehen. 2. Das Zirkular führt aus, daß es sich für die unterzeichnete Brauerei bei ihrer Stellungnahme in der Boykottfrage nicht um die Fortsetzung ihrer bisherigen Verbindungen, sondern um die Ausnutzung des Boykotts zur Erwerbung neuer Kundschaft handeln, ein Verfahren, welches die Schultheiß- Brauerei fo überaus verwerflich findet, daß sie dasselbe zu unserer Kennzeichnung ausdrücklich hervorhebt. In demselben Zirkular erklärt sie jedoch, daß es nur in den Augen der Konkurrenz als ein Vorwurf für sie gelten fönne, wenn sie ihren Absatz auch in der Provinz durch möglichst koulante Bedienung" der Herrn Gastwirthe auszudehnen sucht. Wir begnügen uns damit, diese sonderbare Ausführung tiefer zu hängen. Unter der„ koulanten Bedienung" der Herren Gastwirthe versteht die Schultheiß- Brauerei augenscheinlich den Verkauf bis zu 45 Flaschen Bier für 3 Mark an die Konsumenten, also die natürlichen Abnehmer der Herren Gastwirthe. 3. Die gute Meinung, die am Schluß des genannten Zirkulars die Schultheiß- Brauerei über die Qualität ihres eigenen Bieres äußert, scheint sie übrigens nur an dieser Stelle zu beseelen; es wäre doch sonst wunderbar, daß sie dieses Musterbier billiger als ihre sämmtlichen Konkurrenten ausbietet, also nicht durch Qualität des Bieres, sondern durch Preisdruck Absatz zu erzielen sucht. Der ,, tief beklagte Boykott" dürfte außerdem Herr Röside sehr gelegen gekommen sein, um den verhängnißvollen Fehler zu verdecken, den die Schultheiß- Brauerei mit der Erwerbung der Tivoli- Brauerei begangen hat. Der sichtliche Rückgang des Erträgnisses der Schultheiß- Brauerei findet wenigstens in diesem Jahre durch den Boykott eine bequeme Erklärung. Im Uebrigen haben wir davon Notiz genommen, daß sich Herr Rösicke von nun an jeder weiteren Provokation uns gegenüber enthalten wird. Münchener Brauhaus, Aktiengesellschaft. Arendt. Berantwortlicher diedatteur: Hago Pönsch in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW Beuthstraße 2. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 174. Sonntag, den 29. Juli 1894. 11. Jahrg. Arbeiter! Parteigenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Der Bierboykott und die Gewerkschaften. Nachdem wir bereits gestern ein Resumee über die 38 Gewertschaftsversammlungen gegeben haben, fügen wir heute die Berichte im Einzelnen an. Bei der Gleichartigkeit des zur Ver handlung stehenden Themas geben wir nur ein Referat ausführlich wieder, da ja der Gedankengang bei den anderen so ziemlich der gleiche ist: die mit der Ehre der Arbeiterschaft verträglich sind, den Kampf| urtheilte Kollege Feder die Handlungsweise der Arbeiter der zu beenden. Die Arbeiter tönnen ruhig warten, für sie Schulz'schen Fabrik, welche um eines Vergnügens willen zum steht nichts auf dem Spiele. Die Situation ist eine für Berräther an der Arbeiterfache wurden und beantragt der Resodie Arbeiter außerordentlich günstige. Dessen ungeachtet müssen lution das Amendement beizufügen, daß der Boykott erst dann immer mehr Mitkämpfer angeworben werden, um den Boykott aufzuheben sei, wenn sämmtliche Arbeiterforderungen bewilligt noch wirksamer zu machen. Und diesem Zwecke sollen die seien. Nach einer anregenden Diskussion wurde die Resolution 38 Versammlungen dienen. Thue daher jeder seine einschließlich des Amendements einstimmig angenommen. Schuldigkeit! In Folgendem geben wir eine Uebersicht über die einzelnen Versammlungen. In allen Versammlungen wurde die schon gestern mitgetheilte Resolution angenommen. " Als Referent bei den Möbelpolireru, die ihre Versamm lung im Wilfe'schen Lokal, Andreasstr. 26, abhielten, trat der Genosse Balduin Frante auf. Troydem anscheinend im Saale noch Raum vorhanden war, hatte die Polizei die Absperrung desselben verfügt. 200 Personen stimmten über die ResoIution ab. Die Lohgerber, Lederzurichter, Weißgerber und Lederfärber hatten eine überfüllte Versammlung im Granz'schen Lokal, Badstraße. Viele standen. Mit größtem Interesse folgte man den zu energischer Durchführung des Boykottes an feuernden Worten des Referenten, Genossen Vogtherr, denen lebhafter Applaus folgte. Die Fabrik- und sarbeiter hielten ihre Versammlung im Solberger Sa.u ab; ca. 800 Personen hatten sich eingefunden, die in drangvoll fürchterlicher Enge zusammensaßen und standen. Hier referirte Genosse Riesel. Die Steinarbeiter( Steinmetzen u. f. w.) hatten sich etwa 500 Personen start bei Reichert( Müllerstraße) versammelt. Nach dem mit großem Beifall aufgenommenen Vortrage des Genossen: F. Wilke entspann sich eine animirte Debatte. Lebhaft applaudirt wurde der in Form einer Resolution gemachte Vorschlag, die Frauen zu veranlassen, in feinem Grünkramteller, bei feinem Viktualienhändler irgend welche Waaren zu kaufen, der Boykottbier in Flaschen führt. Große Heiterkeit folgte der Mittheilung, daß von den Rösickebier auf dem königlichen Bau jetzt nur zwei Kästen Abnehmer finden, obwohl der jetzige Bau meister das Bier eindringlich" empfohlen habe und 500 Arbeiter dort thätig sind. Die Droschkenkutscher hatten sich in einer Anzahl von gegen 200 im Wedding Kasino eingefunden, um auch ihrerseits zum Boykott Stellung zu nehmen. Genosse Täterow legte den Stand desselben dar und forderte unter Beifall zur Agitation für denselben auf. Die Die Stellmacher waren in einer Stärke von 400 Per sonen in Schneider's Salon, Belforterstr. 15, zusammens gekommen. Das Referat hielt Genosse Trittel wit. Versammlung gab durch ihren Beifall und durch einstimmige Annahme der Resolution ihrem Einverständniß mit den Ausführungen des Referenten Ausdruck. Für die im Holzbearbeitungsfach beschäftigten Personen war der Saal bei Bolzmann, Lichtenbergerfir. 16, bestimmt; die Gewerkschaft hatte sich 200 Mann start eingefunden. Stadt verordneter Hente legte, öster beifällig unterbrochen, die Nothwendigkeit der von der Arbeiterschaft eingeschlagenen Haltung dar. Tie Böttcher tagten, ca. 300 Mann start, in ihrem gewöhnlichen Versammlungslokal Lichtenbergerfir. 21. Genosse Die Tabak- Arbeiter und Arbeiterinnen versammelten Hansen hielt ein sehr beifällig aufgenommenes Referat über sich Schönhauser Allee 28 im Lokal von Kelle. Stadtverordneter das Thema des Abends. Bernhard Bruhns referirte, und erntete stürmischen Beifall. An der Diskussion betheiligten sich vier Kollegen, worauf außer der oben angeführten noch eine weitere Resolution zur einstim migen Annahme gelangte; sie lautet: Berlin steht seit Mitte Mai unter dem Zeichen des Bier- Bei den Maurern und Putern( Lokal Nieft, Weberfrieges. Dieser wirthschaftliche Kampf ist der Arbeiterschaft auf- firaße 17) sprach Genosse Ledebour, dessen Ausführungen gezwungen worden, und ist in den letzten Wochen in ein weiteres lebhaft applaudirt wurden. In der Diskussion wurde mit Recht Stadium getreten. Eine Lüge ist es, daß der Bierboyfott ein gerügt, daß die Kollegen ihre Nachlässigkeit in dieser Frage auch Ausfluß des sozialdemokratischen Terrorismus ist, wie die Gegner durch mangelhaften Besuch dieser Versammlung dokumentirten. tolportiren. Die Wahrheit kann nicht oft genug wiederholt Die 500 Anwesenden gelobten sich mit Annahme der Resolution werden, damit sie auch in den verbohrtesten Köpfen Eingang finde. unverbrüchlich an den gefaßten Beschlüssen festzuhalten. Nicht der Böttcherstreit ist die Ursache des Boykotts, sondern die Die in der Schuhindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbrutale Entlassung unschuldiger Arbeiter. Der Boykott war die beiterinnen hatten den Fiebig'schen Saal in der Frankfurter Antwort hierauf, der kapitalistische Hochmuth hat der Arbeiter- Straße bis in den letzten Winkel gefüllt; man kann die Zahl der schaft den Bierkrieg aufgezwungen. Die Parteileitung Anwesenden wohl auf 1000 Personen schätzen. Das Referat Der deutschen Sozialdemokratie hat feine Veranlassung des Genossen Millarg, der sich mit der Entwickelung der gehabt, auf Kommando der Brauereiproßen den Rixdorfer Berliner Brau Industrie eingehend beschäftigte, wurde beifällig Boykott rückgängig zu machen. Vielmehr hätte sie sich ihrer begrüßt und in der Diskussion von mehreren Rednern noch erverantwortlichen Stellung unwürdig erwiesen, wenn sie anders gänzt. Im Lokal und als sie dort entfernt waren vor gehandelt hätte, als geschehen Vor den Drohungen des Herrn demselben, bemerkte man die charakteristischen Gestalten mehrerer Röfice ins Mauseloch zu friechen, habe die Arbeiterschaft nicht nichtgentlemen". nöthig. Es wäre das erste Mal, daß ein den Berliner Arbeitern aufgezwungener Kampf nicht aufgenommen würde, aus Furcht vor einer etwaigen Niederlage. Die sozialdemokratische Partei ist nicht gewillt, bei jeder geringfügigen Gelegenheit den Boykott zur Anwendung zu bringen. Wir sind uns der Schwierigkeit der Durchführung wohl bewußt. Was uns diesmal in den Kampf getrieben, ist der Umstand, daß 700 unschuldige Arbeiter dem Hunger preisgegeben wurden, bestraft für etwas, was sie nicht begangen. Wir sind auf einen langen Kampf vorbereitet. Der jezige Bierkrieg ist nichts anderes als ein Klaffenkampf. Unterliegen die Arbeiter in diesem Kampfe, so würde der tapitalistische Uebermuth noch mehr schwellen, andere Arbeitsbranchen würden an die Reihe fommen. Deshalb haben die Gewerkschaften alle Ursache, fest zusammenzustehen und für die Rechte der Arbeiter zu fämpfen, die indifferenten Kollegen über den Charakter des Bierkrieges aufzuflären, sie heranzuziehen und auszubilden zu tüchtigen Mittämpfern. zu Aus jedem Versammlungsbesucher muß ein Apostel für unsere Sache werden, an allen Arbeitsstätten muß die Parole erschallen: Bis der Sieg erungen, wird fein Tropfen Ringbier getrunken! Die verhängte Eaalsperre genirt uns gar nicht. Der nächste Winter wird zeigen, welche Antwort die Arbeiter den Saalverweigerern geben werden. Wir sind uns des Ernstes des Kampfes wohl bewußt, haben aber nichts anderes zu thun, als den Boden unseres Rechtes nicht zu verlassen. Gegenüber den Bestrebungen vieler Unter nehmer, den Arbeitern Ningbier aufzuzwingen, ist höflich und Jm Elysium, Landsberger Allee, hatten sich alle in der bestimmt zu erklären, daß sie dazu fein Recht haben. An der Schmiederei beschäftigten Personen versammelt. Ungefähr Einigkeit der Arbeiter werden auch diese Bestrebungen machtlos 1000 Personen füllten den großen Saal, der bis auf den letzten abprallen. Mit der Dauer des Kampfes werden auch die zweck Platz besetzt war. Genosse W. Liebknecht referirte über das dienlichen Mittel immer zahlreichere. Ohne Opfer geht es nicht einheitliche Thema. Seine treffenden Ausführungen wurden von ab. So haben alle Feste zu unterbleiben im Interesse der Versammlung mit großem Beifall aufgenommen. Da sich baldigen Beendigung des Kampfes in allen den kein Gegner zum Wort meldete, so wurde von einer Diskussion Lokalen, welche für Versammlungen nicht zu haben sind. Wo| Abstand genommen. Berträge nicht rückgängig gemacht werden können, sollen sie Die Former hatten zwei Versammlungen. Im Süden ruhig abgehalten werden. Niemand kann aber gezwungen tagten sie im Gartensaale der Arminhallen, der bis auf den werden, derartige Feste zu besuchen. Den Saalverweigerern muß letzten Platz besetzt war. Leider faßte der Eaal nicht mehr als flar gemacht werden, was sie für einen Fehler begangen haben, 150 Personen. Nach dem mit Beifall aufgenommenen Referat als sie sich auf Seiten der Brauereien stellten. Die Gewerk des Kollegen Stör it en stimmte die vom besten Geiste bescelte schaften haben auch die Frauen für die Arbeiterfache zu ge- Bersammlung der Resolution einmüthig zu. winnen. Gerade die Frauen könnten viel wirfen, besonders in Rücksicht auf den Flaschenbier- Verkauf. Auch hier müsse der Boykott tonsequent durchgeführt werden, wie auch bei Ausflügen und überall. Mit gutem Muthe und mit voller Ueberzeugung tönnen wir an die Fortführung des Rampfes gehen, der lediglich geführt wird im Interesse der Gewerkschaften, der Arbeiter organisationen. Die Chancen für die Arbeiter stehen durchaus günstig. Selbstverständlich sind wir zu jeder Stunde zu Schritten bereit, der Sonntagsplauderei. In der Versammlung der Stockarbeiter und Färbereiarbeiter und Arbeiterinnen, die in der Rüdersdorferstr. 45 tagte, referirte Genosse Dr. Heimann, oft von zustimmenden Beifalls äußerungen unterbrochen. Die Anwesenden konnte man auf 500 Personen schätzen. Für die Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäschefabrikation tagte die Versammlung in der Weinstr. 11. Bereits um 8 Uhr war der Saal von 200 Personen gefüllt, während im Garten noch mancher einen Play fand, um von hier aus dem Referat der Frau Greifenberg zuzuhören. Die zweite Formerversammlung fand im Norden bei Stümte, Aderstr. 123, statt. Gegen 300 Personen füllten den Saal, wo Genosse A. Hoffmann sprach. Nach lebhafter Debatte fand die Resolution einstimmige Annahme. Die in der Lindenstraße bei Poppe tagende Versammlung der Tapezirer war bis auf den letzten lat befeßt. Dicht gedrängt, Mann an Mann, standen ca. 400 Personen und hörten dem Vortrag des Genossen Gerisch zu. In der Diskussion ver: Die heute tagende Versammlung verpflichtet sich auch in den Vororten Berlins streng den Bierbontott aufrecht zu erhalten und Sonntags bei Ausflügen nur Lokale zu besuchen, wo fein Ringbier verschänkt wird. In Orten, wo fein Lokal frei ist, hat fein Genosse zu verkehren und die Lokalliste streng zu berück sichtigen. Die von ca. 300 Personen besuchte Bersammlung wurde. bereits um 10 Uhr mit einem brausenden Hoch auf die Solidarität der Arbeiter geschlossen. Die Arbeiter und Arbeiterinnen der chirurgischen Brauche hielten ihre Versammlung bei Röllig, Neue Friedrichstr. 44, ab. Hier referirte Stadtverordneter Theodor Meyner vor etwa 300 Personen. Der Resolution wurde mit Begeisterung zugestimmt und hierauf die Versammlung mit einem Hoch auf die Solidarität der Arbeiter geschlossen. Die Steinseher und deren Frauen waren bei Hübner, Swinemünderstr. 35, zahlreich versammelt. Das über 600 Per sonen fassende Lokal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der von beißender Fronie und trefflichem Sarkasmus durchwürzte Vortrag von Frl. Agnes Wabnit erregte wiederholt stürmischen Lacherfolg und Beifallssalven. Die Annahme der Resolution erfolgte einstimmig. Die Sattler waren bei Rebih, Bergstr. 12, versammelt, wo Genosse Augustin referirte. Anwesend waren gegen 250 Personen. Die Resolution fand einstimmige Annahme. Von den in der Schneiderei beschäftigten Arbeitern und Arbeiterinnen hatten sich in den Arminhallen gegen 500 Per sonen, darunter sehr viel Frauen, versammelt. Das Referat hielt Genosse Timm. gegen den deutschthümelnden Sozialismus". Man beachte danke, nicht ein einziges originelles Kampfmittel wußten wohl den deutschthümelnden Sozialismus! die Helden der Pariser Reaktion zu ersinnen. Als wären Die Reaktion ist niemals schüchtern und blöde gewesen. Der sozialistische Gedanke tritt hente in Frankreich sie direkt aus der Mitte unserer liebivert hen Bourgeoisie Das muß man sagen. Neun Tage lang hat sie in der immer mächtiger als geistiger Eroberer auf. In den jüngsten auf französischen Boden verpflanzt, genau so sprachen, so Bariser Kammer ihren grotesk verächtlichen Tanz aufgeführt; Tagen, da bängliche Angst das Gewissen der französischen handelten fic. Wo nur irgend ein muffig gewordenes Vorund was an feigen Instinkten, was an jämmerlichen Vor- Bourgeoisie lähmte, und da die republikanischen Gewalt- urtheil stecken mag, da setzt man beherzt die Hebel an. Ein urtheilen in den Gemüthern der staatserhaltenden bürger- herren von heute so viel Schmach auf sich luden, da war es bischen heuchlerische Sentimentalität dem armen Bruder lichen Gesellschaft schlummert, das hat sie weidlich der verhaßte Sozialismus, der den Hort für die bedrohte Arbeiter gegenüber und ein bischen hochgeschwollener aufzurüttelu verstanden. Es wäre ein Wunder ge- Gedankenfreiheit abgab. Seine Vertreter waren es, die nationaler Dünkel, das ist das Rezept, nach dem gewesen, wenn ihre Vertreter nicht zum Echluß das Gewissen der Nation wachzurütteln versuchten. Sie arbeitet wird. Aus dem Elend der Arbeiter, so deklamirt noch, da ihnen alle Gründe ausgegangen waren, wiesen auf den Widersinn hin, der von dem Augstprodukt Herr Deschanel mit thränenerstickter Stimme, habt ihr eure in die nationale Lärmtrompete geblasen hätten. In dem der Anarchistengefeße ausgeht, die den anarchistischen Aber- Deputirtenfchärpen gewoben. Es ist derselbe Kunstgriff, der bejammernswürdigen Schauspiel, das der Hort repu-| wiß nicht ausrotten, wohl aber jegliche freiheitliche Ent- bei uns längst bis zum Ueberdruß geübt worden ist; allblikanischer Freiheit", die Pariser Kammer, in ihrer Mehr- wickelung brutal- barbarisch hemmen können. Gerade die täglich begegnet man ihm in bürgerlichen Blättern verheit bot, sollte auch der nationale Tamtamschläger nicht Rede des Sozialisten Jaurès wurde zu einer Mahnung schiedenster politischer Färbung; wer kennt die sauer erfehlen, und Herr Deschanel war es, der im Feuereifer seine hohen Stils, vor der die Reden der Staatsmänner", iparten Arbeitergroschen nicht, von denen die gewerbsRolle übernahm. Aus dem Elend der Arbeiter", so die gegen den Anarchismus lediglich zu keifen wissen, vermäßigen sozialistischen Hezapostel und Agitatoren ein kreuzs donnerte er dem sozialistischen Abgeordneten Jaurès ent- blaßten. Suche zu begreifen, so erklang das Grundthema vergnügtes Herrenleben führen? Auf den einen Trumpf, gegen, habt Ihr Eure Deputirtenfchärpen gewoben", aber darin, suche Alles zu verstehen und erkenne das Verhältniß den die vom Schlage Deschanel's ausspielen, folgt gleich das Frankreich Montesquieu's wird niemals zum deutsch zwischen Ursache und Wirkung. Wer die Verzweiflung gejät hat, der andere. Wenn alles nicht verfängt, nicht Schmeichelei, thümelnden Sozialismus herabsinken!" darf sich darüber nicht verwundern, daß einzelne zum Tod nicht Drohung, da spekulirt man auf chauvinistisch- vorurtheils Also sprach Herr Deschanel, der Prophet. Das war verzweifelte Fanatiker sich schließlich zum mephistophelischen volle Hoffahrt und Eitelkeit. Nach berühmten Musteru einmal eine volltönende Phrase. Herr Deschanel beschwor Grundjazz bekennen: Alles, was besteht, ist werth, daß es schafft man sich Reichsfeinde. Schaudernd gewahrt man die den längst dahingeschiedenen scharfsinnigen Montesquieu, zu Grunde geht. Das aber wollen Jene nicht einschen, moralische Macht, die Jaurès und seine Genossen gewonnen der wahrscheinlich, wenn er heute lebte, über den Geist der die selber mit Schuld tragen an der Untergrabung der haben und während man noch die Geißelhiebe, die aus Anarchistengesetze, wie sie jetzt zur That geworden sind, die Volkskraft. Sie müßten selber zu heftigen Anklägern gegen getheilt wurden, am eigenen Leibe verspürt, ruft man mit bitterste kritische Satire ergöffe. Aber was thut das? sich und das System, das sie stüßen, werden, wollten sie nichts weniger als edler Dreistigkeit aus: Ach was! Ihr Nationale Phrasenhelden liebten es von jeher, sich mit ge- die Ursachen eingestehen, die im legten Grunde zu anarchistisch seid nicht einmal Vollblutfranzosen, Ihr! Ihr seid uns hobenem Stolz auf ihre startgeistigen Vetter zu berufen. wahuwißiger Eytase geführt haben. würdig des Frankreichs des glorreichen Montesquieus. Das Jeder nationalistische Schwachkopf fühlt sich geehrt, wenn Darum toben die vom Typus Deschanels und Rouviers, verhaßte Deutschland hat Euch großgesäugt. Zu deutschman die Zeugenschaft eines stammverwandten großen Todten des viclgerühmten Ministers, so wild durcheinander. thümelnden Sozialisten seid Ihr herabgesunken!" für ihn ausspielt. Man könnte wetten, daß faum ein Darum geberden sie sich mit doppelter Keckheit als So pflegt sich mancher Boltron, dem man die Thüre ge Drittel derer, benen die plumpe, faustdick auf Retter der Ordnung und der Gesellschaft. Sie suchen das wiesen hat, noch vor der Thüre umzudrehen und lant getragene Schmeichelei vom Frankreich Montesquieu's erwachende Volksgewissen mit Lärmen zu übertäuben; schilt er dann: Ach was! Du kannst mich nicht beleidigen. galt, auch den Geist dieses Schriftstellers aus den Ver- genau wie man einstmals dem angsterfüllten deutschen Wer bist Tu, wer bin ich? Du bist nicht meinesgleichen. hältnissen seiner Zeit heraus begriffen oder zu begreifen ver- Philister die Hölle geiß machte, um ihn für eine über- Jaurès und die Seinen werden über Deschanel's emphatische sucht habe. Aber man ist doch wer, wenn man zum Frank mächtige Polzeigewalt fügsam zu erhalten und ihm Ruhe Weissagung: Nie wird Frankreich zum deutschthümelnden reich Montesquieu's sich mitzählen darf, zumal wenn dieses und Bequemlichkeit zu versprechen, so geschah es jetzt in der Sozialismus herabsinken!" nur lächeln. Sie wurden überFrankreich zugleich in schroffen Widerspruch gesetzt wird' französischen Bourge, Republik. Nicht ein origineller Ge- stimmt, nicht besiegt von einer Wiehrheit, der die heilloſe " Die Schriftgießer tagten bei Möhring, Admiralstraße, wo Genosse Jahn referirte. Anwesend waren gegen 500 Personen. Die Holzarbeiter hatten sich ca. 2000 Personen in Sanssouci verfammelt. Bereits um 81/2 Uhr wurde der Saal polizeilich abgesperrt. Genoffe Glode referirte unter großem Beifall. Eine lebhafte Diskussion folgte dem Referat. we. Die Der deutsche Metallarbeiter- Verband hielt am 21. b. M. Tie Versammlung der Steindrucker und Lithographen, Ebenfalls gelangte eine zweite Resolution aus der Mitte der? welche in der Oranienstraße bei Hoffmann tagte, war von un- Versammlung zur Annahme, deren Inhalt sich mit der erjien deckt. eine sehr gut besuchte Generalversammlung ab, in der der Quartalsbericht für das 2. Quartal 1894 gegeben wurde. gefähr 400 Personen besucht. Das Referat hatte Genosse Eine dritte Hesolution hatte folgenden Wortlaut: Sillier übernommen. Durch die Saalverweigerung der Gastwirthe der Berliner Einnahmen betrugen 868,89 m, die Ausgaben 753,94 M., fomit Arbeiterschaft gegenüber, infolge des Boykotts bat unser Beruf ein Kassenbestand von 114,95 M. Die Mitgliederzahl war am am schwersten zu leiden. Viele Vergnügungen find schon abbestellt Schluffe des vorigen Quartals 314. Neraufnahmen 167 männ worden, weitere Einschränkungen in dieser Hinsicht stehen uns noch liche und 4 weibliche Mitglieder. Bugereift 72, abgereift 222. bevor. Die Saalverweigerer tragen hier die volle Verantwortung für Bestand am Schluffe des 2. Quartals 335. Hierauf trat die diesen Zustand; wir erklären uns mit der Arbeiterschaft vollständig Bersammlung in eine Tistusfion über die Durchführbarkeit und Die meisten solidarisch. Vergnügungen und Versammlungen finden nicht mehr statt, Zweckmäßigkeit einer Arbeitslosenunterstützung ein. die Säle bleiben leer, und wohl oder übel müssen sich die Gastwirthe Redner sprachen sich gegen eine Arbeitslosenunterstützung und für bequemeu, ihre Säle wieder herzugeben, wenn sie nicht zu Grunde eine Beschränkung oder Abschaffung der bestehenden Reifeuntergeben wollen, wir haben in Suferent Berni einen Durchschnitte fügung mit der Begründung, daß die Hauptaufgabe der verdienst von monatlich 32 bis 36 M.; unmöglich ist es uns. Gewerkschaften nicht das Unterstützungswesen, sondern der Kampf einen noch höheren Druck zu ertragen; wir stellen deshalb die für die Ziele der Arbeiter und die Erziehung derselben zum Forderung: 1. Diejenigen Gastwirthe, welche ihre Eäle infolge Stlaffenbewußtsein sei. Die Anhänger der Arbeitslofenunters des Boykotts bergeben, verpflichten sich, in ihren Räumen nur stützung wünschen eine nochmalige Diskussion. Es wurde be. gewerkschaftlich organisirte Musiker spielen zu lassen. 2. Reine schlossen, von den am 1. Mat für den Lokalagitationsfonds geMilitär-, Beamten- und Lehrlingskapellen zu beschäftigen. Wir sammelten 44,80 M. den Betrag von 20 M. den ausgesperrten hoffen, daß uns die gesammte Arbeiterschaft Berlins und Um- Brauereiarbeitern zu überweisen. gegend zur Erlangung dieser nur gerechten Forderung unterfüßen wird. Nach Aufhebung des Boykotts verpflichtet sich die Arbeiterschaft, darauf hinzuwirken, daß die Gastwirthe zu den Vergnügungen nur Musiker beschäftigen, die auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehen." Für die Kistenmacher tagte eine von über 200 Perfonen besuchte Versammlung bei Dobberstein, Mariannenfir. 81/82. 243 mit lebhaftem. Beifall aufgenommene dieferat, bielt hier Das Genosse Regerau Rixdorf, der nochmals die in Riydorf entsprungenen kleinen Ursachen zu dem gegenwärtigen Streit flarlegte und zum Schluffe ebenfalls obige Resolution empfahl, die nach kurzer Debatte einstimmig angenommen wurde. Gegner eldeten sich nicht zum Wort. Die für die Zinkgießer in Aussicht genommene Ver: fammlung konnte nicht stattfinden, weil die Polizei in letter Stunde herausgefunden hatte, daß der Saal bei Sauermann, Adalbert ftraße 8, wieder einmal zu einer öffentlichen Versammlung nicht geeignet sein sollte. Die Textila beiter beschäftigten sich in ihrer Versammlung am 23. Juli mit der Besprechung des Bierboykotts. Das Referat Die Klempner- Versammlung bei Roll, Adalbertstraße 21, Darstellung jener Handlungsweise gab, die von den Ringhatte Genoffe Millarg übernommen, der eine eingehende war überfüllt, gleich nach 8 Uhr mußten die Tische, um 1/9 Uhr die Stühle herausbefördert werden, zu welchem Zwecke die bereits In Rigdorf fanden zwei Versammlungen statt. Die bei brauereien gegen die Arbeiter geübt wurde und den gegenwärtigen eröffnete Versammlung 5 Minuten vertagt wurde. Anwesend Appold tagende war von zirka 300 Personen besucht. Das Rampf zur Folge habe. In einer Refolution verpflichteten jich hierauf die Anwesenden, fein Hingbier zu trinken. Ueber den waren über 300 Personen, um 9 Uhr wurde abgesperrt. Das Referat hatte Dr. Zadeck übernommen. Hier meldete sich in der Stand des Streifs bei der Firma Feibisch wird berichtet, daß Referat über:„ Der Bierboykott und die Gewerkschaften", hielt Diskussion ein Herr Mohnike( derselbe, der als Referent in 7 Arbeiter, darunter 3 organisirte, in der Fabrit angefangen der Genosse Hilpert- Rigdorf. Eine Diskussion fand nicht der famosen Feenpalast- Versammlung des Herrn Laue auftreten 7 Arbeiter, darunter 3 organisirte, in der Fabrik angefangen haben. Da die Arbeiter mit der ihnen überwiefenen statt, und einstimmig nahm man die Resolution an. sollte) zum Wort, um gegen den Boykott zu protestiren, wobei Die Musikinstrumenten- Arbeiter hielten eine Verfammer große Heiterfeitserfolge erzielte. Er sprach von der französischen Beschäftigung an der Maschine gar nicht vertraut sind, so werden diese Streikorecher dem Fabrikanten faum einen Tung mit Frauen im Klubhaus Südon" ab. Das Lokal war Revolution, Robespierre und manchem anderen, wurde aber von nennenswerthen Nutzen bringen. Die organisirten Kollegen werden gedrückt voll. Anwesend etwa 500 Personen. Den Vortrag des den nachfolgenden Rednern gründlich heimgeschickt. Die Resolution über ihr Verhalten noch besonders zur Rechenschaft gezogen Abends hielt Reichstags- Abgeordneter Singer, welcher mit wurde einstimmig angenommen. werden. Die Versammlung erklärt sich sodann mit den Streifenden rauschendem Beifall aufgenommen wurde. Die Resolution fand Die zweite Versammlung bei Kummer, Berlinerstraße, einstimmige Annahme. war von zirka 250 Personen besucht. Wer nicht im Innern solidarisch und verpflichtet sich, dieselben nach besten Kräften zu unterstützen. Der Bericht des Gewerbegerichts- Beifizers wurde Blatz gefunden hatte, hörte zum Fenster herein dem Referenten von der Tagesordnung abgesetzt. Sodann ernannte die Ver Genossen Wagner zu. Die Resolution fand einstimmige An- fammlung den Kollegen A. Masch und A. Hier zu Kandidaten nahme. Um 11 Uhr wurde die Versammlung aufgelöst, da nach für das Gewerbegericht und zu Ersaßmännern die Kollegen J. Meinung des Beamten für das Lokal die Polizeiſtunde einge- Janz und P. Fleischer. In die Gewerkschafts- Kommission wurde einstimmig der Kollege Reimann wiedergewählt. Die Goldschmiede, Graveure und Ziselenre tagten im Eaale von Ehrenberg, der sich gegen 9 Uhr bis auf den letzten Play von Damen und Herren gefüllt hatte. Nach dem mit Beifall aufgenommenen Referate des Genossen Daftig, stimmte die Versammlung einmüthig der Refolution zu. getreten wurde. treten war. Gerichts- Beitung: Die Stuckateure und Bildhauer hatten sich mit Damen etwa 300 Personen start mehr hatten in dem Saale nicht Play bei Teigmüller versammelt. Kollege Dupont referirte Abend eine von etwa 800 Personen besuchte Volksversammlung Ju Charlottenburg beschäftigte sich ebenfalls am Freitag unter dem Beifall der Anwesenden, die auch der Resolution nach im gofal Bismarcke höhe" mit dem Bierboykott. Der Referent kurzer Diskussion begeistert zustimmten. Wilhelm Pfannkuch gab seinen Zuhörern ein anschauliches Wegen Theilnahme an einer Zusammenrottung Die Handschuhmacher waren mit Frauen etwa 100 Per- Bild des gegenwärtigen Standes des Bierboykotts. Der brausende und wegen Aufreizung einer Menschen men b sonen start in dem hinteren Saale der Berliner Reſſource zu Beifall am Schluß seines fünfviertelstündigen Vortrages und die zum Angriff auf die bewafinete Macht hatte ſich fammengekommen und nahmen mit lebhaftem Beifall das Me- einstimmige Annahme der Berliner Desolution bewiesen zur gestern die verwittwete Kranzbinderin Sophie Cristine Franz, ferat des Genossen Stabernack auf. Einmüthig ertheilte man Genüge, daß die Begeisterung für den Boykott immer festeren geb. Erdmann aus Friedrichsberg, vor der zweiten Straftammer der Resolution die Zustimmung, worauf in eine furze Diskussion Fuß in der Arbeitermasse faßt, sodaß die Behauptung gegnerischer om Landgericht II zu verantworten. Die 41jährige Angeklagte Zeitungen der Boykott werde bei guter Zeit verjumpfen, nur war früher die Vorsigende des Arbeiterinnen- Bildungsvereins in Für die im Handelsgewerbe Angestellten und Be als ein sehr schwacher Trost für die„ Ringprozen" anzusehen ist. Friedrichsberg; fie ließ es durch die ganze Verhandlung hindurch schäftigten war der große Saal der Berliner Ressource fest- Gine sehr erregte Debatte entspann sich über die Mittheilung des Ge- flingen, daß fie fehr stolz ist auf ihre rednerische Begabung und gemacht worden. Derfelbe füllte sich von Männern und Frauen nossen Sellin, daß der Inhaber des Lokale, Herr Krause. ihr Mitgefühl für alles, was zur unterdrückten und leidenden bis auf den letzten Play, so daß schließlich an 900 Personen außer ringfreiem" Bier auch das der Berliner Unionsbrauerei Menschheit gehört. Nach der Anklage und der Befundung anwesend waren. Unter großem Beifall referirte hier Rollege führe." Anträge, dieserhalb das Lokal Bismarckshöhe sofort zu der Gendarmen Klettke und Wolff II soll sich die Angeklagte in Türk, und begeistert stimmte die Versammlung der Resolution sperren, wurden abgelehnt, dafür aber dem Wirth- trotzdem folgender Weise gegen die Geseze aufgelehnt haben. Am 22. Januar einmüthig zu. Die in Buchbindereien beschäftigten Arbeiter und derselbe in einer die Versammlung verlegenden Weise erklärte, dieses Jahres wurde durch den Gendarmen Klettke in der Arbeiterinnen hatten sich etwa 300 Personen stark in dem das Bier der Unionsbrauerei für eine bei ihm verkehrende und Friedrich- Karlstraße ein Erzedent verhaftet, der seiner Abführung einen Gartensaale der Arminhallen versammelt und zollten dem größere 3eche" als die Arbeiter machende Studenten- Korporation denkbar energischen Widerstand entgegenseßte. Mit Mühe und unter allen Umständen beibehalten zu müssen bis zum nächsten Moth brachte der Beamte den Arrestanten bis zur Ecke der Referate des Genoffen Mattutat begeisterten Beifall. Die Reso- Mittwoch Bedenkzeit gegeben. lution fand nach kurzer Diskussion einstimmige Annahme. Die in Buchdruckereien beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen füllten zeitig den großen Saal der Arminhallen bis auf den legten Play, so daß es 650 Personen sein mochten, welche dem Referate des Kollegen Massini folgten und ihrer Zustimmung wiederholt durch Beifall Ausdruck gaben. Nach turzer Diskussion nahm die Versammlung die Nesolution einstimmig an. " Derlammlungen. aufzurichten fuchte. Dieſer ſtieß mit Händen und Füßen um sich, von in M M " Wenn Frankfurter Chaussee. Hier warf sich der letztere zur Erde und war nicht weiter zu bringen. 300-400 Menschen sammelten sich im Handumdrehen an, aber Niemand leistete dem Gendarm Hilfe; endlich tam der Gendarm Wolff hinzu, der den Erzedenten fodaß Gendarm Kertke sein Seitengewehr zog, um durch Hiebe mit der Der Verein zur Wahrung der Interessen der Gast- flachen Klinge den Widerstand zu brechen. Er konnte aber nicht und Schankwirthe hielt seine Generalversammlung am Donners einmal zum Schlage ausholen, denn die Zuschauer bildeten einen tag Nachmittag bei Ullrich, Waldemarstr. 75, ab. Nachdem zu eng gefchloffenen Kreis. Dieselben wurden daher wiederholt In einer von zirta 200 Personen besuchten einige Unterstützungsgesuche erledigt waren, verlas der Kassirer aufgefordert, sich zu entfernen, aber vergeblich. Die den Beamten Versammlung der Gastwirthe Gehilfen, die am Nach: Spiekermann den Kassenbericht für das II. Quartal; intl. eines aus ihrer früheren Thätigkeit in Versammlungen bekannte AnBestandes von 1944,24 mittag 4 Uhr bei Ehrenberg, Annenstr. 16, tagte, referirte Ge- früheren Mark beträgt Die geklagte rief vielmehr:" Der Beamte darf doch nicht mit dem Mart. nosse Wagner über:„ Der Bierboykott und die Gewerkschaften" Ginnahme 2860,19 Die Ausgabe erreicht die Säbel schlagen! Ihr seid doch mehr Männer, Ihr werdet doch unter lebhaftem Beifall und recht regen Zustimmungsbezeugungen Höhe 851,29 Mart, an Bestand verbleibt somit die beiden Gendarmen unterkriegen! Reißt doch den armen Kerl der Versammelten, indem er an der Hand des Flugblatts der 2008,90 M., der Unterstützungstaffe find 174,89 M. raus!" Die Angeklagte war nicht die einzige Person, die dieses Brauerei Interessenten die darin enthaltenen Unwahrheiten und vorhanden. Die Decharge wurde ertheilt. Nach einer ziemlich oder Aehnliches äußerte, Rufe ertönten: Ja, wenn et man nich sie war aber die Einzige, die erkannt traffen Widersprüche gebührend kritisirte. Nach dem Referat lebhaften Diskussion wurde beschlossen, die Angelegenheit des so helle wär'!" Ganz energisch be empfahl er die einstimmige Annahme der bereits mitgetheilten Kollegen Schulze in Friedrichsberg, der auf grund einer vor wurde, und sollte nun allein büßen. Resolution, die nach furzer sachlicher Diskussion einstimmige An 60 Jahren erlassenen Verordnung sein Lofal während der stritt sie ihre Schuld.„ Ich wollte blos zu Krausen gehn und nahme fand. Kirchzeit gefchloffen halten muß, bis zur höchsten Instanz zu ver- Draht holen! Nicht drei Minuten bin ich stehen geblieben, weil Die Musiker tagten am Vormittag bei Nöllig, Neue folgen; daß die sozialdemokratischen Wirthe sich der besonderen ich feine Zeit hatte und die Sache nicht mit ansehen konnte; es Friedrichstraße. Besucht war die Versammlung von ungefähr Fürsorge der Polizeiorgane erfreuen, wurde von verschiedenen fann nur eine Personen- Berwechselung vorliegen oder eine faliche 150 Personen. Das einleitende Referat, dem eine recht rege Seiten bestätigt. Man trat dann in eine Besprechung Aussage der Gendarmen. Ich verlange daher, daß die Aussage ein, an der Lorenz, Wilke, der Gendarmen protokollirt wird!" Der Vorsitzende, LandDebatte folgte, hielt unter lebhaftem Beifall Genosse Ja h 1. des Boykotts Gegner waren nicht anwesend. Zum Schlusse stimmte man ein- en te, Zubeil, Trittelwig u. f. w. theilnahmen. gerichtsrath Herzog, erklärte einfach:" Darüber wird der Gerichts. müthig der vom Referenten vorgeschlagenen Resolution zu. Lorenz führte lebhafte Klage über die fortwährenden Angriffe, bof allein befinden, was protokollirt wird!" Die von den Anwelchen besonders die Mitglieder der Zwölferfommission ausgeflagten geladenen Entlastungszeugen konnten nur erklären, die setzt seien, es würden Gerüchte über 100 M. Epesen u. s. 1. und inkriminirte Aeußerung nicht gehört zu haben, ob sie dieselbe in Furcht With und Esprit benommen hat, und die auf die zwar gerade von Kollegen in die Welt gesetzt, denen man befferes den allgemeinen Tumult hätten hören müssen, verinochten geheimften aufrührerischen Gedanken Jagd machen zu können zutrauen sollte. 3u beil verlas einen Brief, an den Genossen sie nicht zu behaupten, dagegen bestätigte ein anderer Beuge der Gendarmen. Der Staatsanwalt wähnt. Wem wollen die Deschanel mit dem vermeintlichen Singer gerichtet und von fünf bekannten Genossen unterzeichnet, die Wahrnehmung Vorwurf noch imponiren: Laudsleute, Franzosen sind so der eine Untersuchung der Hundert Markspeien Angelegenheit beantragte 4 Monate und 2 Wochen Gefängniß. Nun hielt verächtlich geworden, daß sie sich eines deutschthümelnden fordert, andernfalls mit Einberujung einer Volksversammlung die Angeklagte eine längere Bertheidigungsrede. Sozialismus befleißen? Mit dieser kindischen Auflage baut Absender" dieses Briefes wurde die Fälschung der Unter- fönnte, dann würde ich nicht anders sagen können, als: es iſt gedroht wurde. Durch die in der Versammlung anwesenden ich" so schloß sie als Angeklagte vereidigt werden man keine Dämme mehr gegen das Emporwachsen soziali- fchriften festgestellt. Man will nun versuchen, in Erfahrung zu nicht wahr, was die Gendarmen gesagt haben. Man würde stischer Weltanschauung. Die Phrase kann vielleicht einen bringen, wer sich dieses schuftige Stückchen geleistet hat; verschiedene mich dann freilich wegen Meineides bestrafen, den Gendarmen oder den anderen im Chauvinismus verstockten Bürger Redner gaben ihrer Ueberzeugung dahin Ausdruck, daß die Sache aber passirte nichts! Aber auch so kann ich nicht anders sagen. blenden. Der braucht aber nicht erst vor dem sozialistischen der Gegner sehr faul stehen müsse, wenn sie solche Mittel nicht Ich habe keinen Grund zu streiten und zu lügen; wenn es fo Gift gewarnt zu werden. Ihm ist der Sozialismus ohne verschmähten. Aufgenommen wurden 11 Kollegen und vom wäre, würde ich sagen, ja, es ist so! Denn warum? Finanziell dies ein Buch mit sieben Siegeln. Vorsitzenden mit den Tendenzen des Vereins bekannt gemacht. fann mich Reiner schädigen! Mein Kind erhält die Gemeinde, Für jene Franzosen aber, die sich zur sozialistischen system einzuführen, gelangte zur Annahme. Ausgeschlossen alles! Ich kann es aber nicht sehen, dazu habe ich zuviel MitEin Antrag, zur Erleichterung der Beitragsleistung das Martens und mich?- Na mich sperren Sie eben ein! Das ist Auffassung durchgerungen haben, hat die Verdächtigung, wurden, weil sie Kingbier führen, die Gastwirthe Scherret, gefühl, wenn ein Mensch bestialisch behandelt wird daß sie Deutschthümler wären, nicht mehr Werth, als das Liegnigerstr. 41, ch ma lowsky, Treptow, Elsenstraße, und nun ist es genug, wir werden uns zur Berathung zurückHeßwort von der Reichsfeindschaft, das seiner Zeit von den Maug fch, Brandenburgstr. 20. ziehen!" so schnitt der Vorsitzende den weiteren Redeguß ab. Deutschthümlern und dem Blut- und Eisenmann, ihrem Die Filiale II des Tegtilarbeiterverbandes( Posamenten- Das Urtheil lautete auf 14 Tage Gefängniß. Lächelnd verlies Abgott, gegen die deutsche Sozialdemokratie verwandt branche) bielt am 18. d. W. eine Versammlung ab, in der Herr Die Angeklagte den Sigungssaal, um sich nach der Gerichts worden war. Für sie sind nationale Vorurtheile längst Dr. Bernstein einen Vortrag über Zungenkrankheiten hielt. fchreiberei zu begeben und sofort die Revision anzumelden, denn eingerissen. Ihnen fann man nicht, wie irgendwelchem Die Versammlung folgte mit großem Intereffe den Ausführungen ich gehe bis au's Reichsgericht!" erklärte sie. fiumpfsinnigen Spießbürger von Chauvin, einreden, eine des Referenten, was sowohl der lebhafte Beifall als auch die Der frühere Posthilfebote Carl Schmidt hatte sich umfassende Weltanschauung, wie der Sozialismus, sei der nachfolgende rege Diskussion bewies. Als bemerkens werth ist aus gestern wegen versuchter Unterschlagung im Amite vor der Deutschthümelei entsprungen. Sie kennen die Gesetze des der letzteren hervorzuheben, daß die Arbeitsräume in den Posa siebenten Ferienstrajkammer des Landgerichts I zu verantworten. geistigen internationalen Austausches zu wohl, dieses un- mentenfabriken Berlins größtentheils durchaus nicht den hygieni- Der Angeklagte war eines Tages mit dem Abstempeln von wägbare, vou teinem Polizeischnüffler faßbare Dahin- schen Vorschriften entsprechen, daß namentlich die Reinigung der Briefen beschäftigt. Einer seiner Kollegen beobachtete, daß fluthen, ein ewiges Geben und ewiges Empfangen. felben eine febr mangelhafte sei. Der Reierent erwähnt in Schmidt einige der abgestempelten Briefe unter den Deckel des einem Schlußwort, welche dankbare Aufgabe die Arbeiter Stempeltastens, der neben ihm lag, fchob. Als Schmidt mit Hat doch auch Herr Deschanel, der Muster Fran Sanitätskommission vor sich habe, wenn sie eine Untersuchung seiner Arbeit fertig war und die Briefe zu einem Packet zuzose, ohne daß er sich dessen vielleicht selbst be der Arbeitsräume auf ibre Beschaffenheit in gesundheitlicher sammen band, nahm er die unter dem Teckel liegenden nicht mit. wußt wurde, feine Sprüchlein genan der Beziehung vornehmen würde. Eine Anfrage bezüglich der Heil- Jeyt holte fein Kollege die Briefe hervor fie verstedt habe. Nach an Weise und im Stil der bravsten Bürgerpatrioten aus den barkeit der Lungenschwindsucht beantwortete der Referent dahin, Schmidt, räumte Leugnen Schmidt ein, daß Tagen Bismarck's und seiner Ausnahmegesetze hergeleitet! daß diese wohl möglich sei, aber namentlich in Arbeiterfreisen die fänglich ein habe bei Seite schaffen wollen, um Mögen Rouvier, der geniale Finanzpolitiker, wie ihn die begleitenden Umstände eine solche in der Regel verhinderten.-bie Briefe tapitalistische Klasse mit Vorliebe nennt, mögen die Die zu Beginn der Versammlung vom Kassirer Schein vor sie auf ihren Jubalt zu untersuchen. Er habe Papiergeld oder Deschanel und alle die übrigen Geisteshelden, die, geheimen gelegte Abrechnung wurde als richtig befunden von den Revisoren Freimarken in denselben verm thet. Im Termine legte der Angeklagte ebenfalls ein offenes Geständniß ab. Er habe 75 Mart Jugrimms gegen die Preffe voll, um Alles in der Welt Die Freie Vereinigung der Lokal- und Straßen monatlich gehabt und es sei ihm schwer geworden, hiervon sich, von den Gazetten und den infamen Kerlen den Zeitungsschreibern, nicht genirt werden möchten, unter dem Schutz Händler beschäftigte sich in ihrer letzten Sigung am 20. Juli und seine Familie zu ernähren. Es sei in den letzten Tagen des mit der Erörterung des Bierboykotts. Das Referat hatte das Monats gewesen, als er der Verfuchu g unterlag; er babe keinen der herrlichen„ Anarchistengeſetze" in Ruhe weiter schnarchen. Mitglied 2uther übernommen, der in kürze die Veranlaffung Pfennig Geld genabt. Der Staatsanwalt beantragte vier Monate Der Sozialismus der Franzosen wird dadurch in seinem tes Boykotts, sowie den gegenwärtigen Stand desselben farlegte. Gefängniß, der Gerichtshof erkannte mit Rücksicht auf die NothErobererschritt gleichfalls nicht aufgehalten werden. Nicht Besonders empfahi Hedner seinen Berufsgenossen, bei der Aus- lage des Angeklagten auf zwei Monate Gefängniß. feige Tücken, nicht chauvinistisches Brahlhausenthum werden übung ihres Beruis tein Ringbier zu trinken. Die Diskussion Alpha. bewegte sich im Sinne des Nejerats. ihm zu Leibe rücken. = in bestätigt. warum er und -„ So, fragte er 01450913 Achtung, Arbeiter Schönebergs! Nachstehend verzeichnete Schantwirthe, welche sich einer Kontrolle der Arbeiter unterwerfen, fchänken kein Ringbier: Akazien- und Belzigerstr.- Ecke, Meyer. Grünewaldstr. 115, Brüber. Bahnstr. 10, Remniß. 12, Reinsberg. 23, Pommerente. N 42, Dornbusch.is Bülowftr. 101, Gbel. Colonnenstr. 2, Schulz. 8, Niemar. 64, Manthey. Eisenacherstr. Sc, Döple. Frankestr. 28, Schulz. 116, Krebayn. 128, Paul. Hauptstr. 7, Poble. 22, Schindler. 42, Werth. 146, Vesper. H Helm u. Erdmannstr.- Ecke, Lucas. Kaiser Friedrichstr. 9, Landenberger. Kyffhäuserstr. 1. Slein. 14, Wlodarschuh. 16, Jestel. Maystr. 7, Due. 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