Ur. 43. B6. Jaksrq. vezugSpretS, SfacteQSSrL&TS Al. tnanaü. 225 SRt, fctltn« Hau« oorauäiab tkR. tHn*eln* Nummern 10«rennt«.«°!ibc,ux AanatlxS 225 Ml. exfl. Zustellung«. gebflöt- Untet streu>dand fflt Deutlch» «and u. Lesrerretch-Ungarn �.50 Mi. sllr da« übrige«usland st.SO MI. del täglich einmaliae, Zustellung 7.50 Mi. «ofttrciieUunqen nehmen in Däne» macu Holland Luremdura. Schwede» und die schwer, liingctragen tu die «ost-�euunaS-brei-Irste.' Der. Sorwär»«' ertchem» wach endlich «aemua Sonntag euunai. Morgen Ansgabe. lelegtanttii.aotefle .CeitalOcmafiai Ocrit«*, c ) w f Verl in er Volksblntt. SIitZetRCKDmä: Die achlgcspaltene»ionvareillezelle iostel dl)«ig.„itleine jtnttinrn", da«'etiaedtucklc Wort«0«ig. i,uläsfig 2 rettgebruiitc iiiorte), rebee wettere iL ort 20 l-fg. Sielleng stuche und kchlafstell-n«n>?tgen de« erste Wort 30«ig., rede« weitere Wort lö«r� Worte über lb Buchstaben tähien für zwet Worte. reiierttng«zttlchiag 50°> ffamtlten.Mn, eigen, voiittiche und gewertichaitliche iierein«- knitetge» 80«ig, die Zeile,«»zeigen iür Me nächste Stummer müiien dt« 5 Uhr nachinttiag« im Hauvigeichäft, Sctün KW.iiS, tlindenitralle i adieacden werden. Scostnei eon st IU» Irüh bis 6 Uhr abend«, Zentralorgan der fozialdcmokrati fehen parte» Deutfchlands. Redaktion und(Expedition: SW. öS,£indenftc. 5. »ertif»! edier: Amt Mortupla». Nr.».'«»»0—»S»»7. Freitag, den 24 Januar vorwärts-verlag G.m.b. h., SW. 68, Lindenstr.Z. Fernsprecher: Amt Diortisplatz, Nr. ll7»2— üt. elf Millionen ssÄsIdemokralische Dcr„ReichSttitzetger" vrröffentNcht eine vorlSuftge Zusammen- stellung der Wablergebnisse ausschließlich der Pfalz. Eine Zusam- menrechnung der dort angegebenen Stimmenzahleu ergibt vom Kräfteverhältnis der Parteien folgendes Bild: Sozialdemokraten...... 11 112 450 Unabhängige........... 21S6 305 Deutsche Demokraten........ 5 552 930* Vhristlicke BolkSpartei(Zentrum).... 5 368 804 Deutfchnotionole.......... 2 739 196 Deutsche Bolkspartei........ 1106 408 Bai> erischer Banernbund....... 273 718 Bayerische Mittelpartei....... 11 955 SchleSw.-Holst. Bauernbund...... 58 482 Brounschweigischer Landesverband.., 56 675 Danach wären 15 775174 bürgerliche Stimmen abgegeben worden gegen 13 298 705 sozialistische. Wahrscheinlich wird eine ge- uattere Aufstellung die Ziffern auf beiden Seiten noch etwas er- höhen, ohne jedoch am Kräfteverhältnis im Ganzen etwas zu ändern. Nack d»n vorläufigen ffestsielsungen der Wahlkommissare in 85 von 66 Wahlkreisen haben an Sitzen erhalten: Die Deiirdmaiiorale Bollspartei 40 Die Tem'dse Bold vanci............ 17 Tie Ehriftiicbe Bolkspartei............ 61 Tie Teufche dernoli atiiche Partei......... 71 Die Soziolbrmokratische Paitci.......... 163 Die Unabhängige sozialdemokraiische Partei..... 22 Die Bayerische Bolkspartei........... 16 Die Bayerische Mutelpaiiei und naiionalliberale Partei. 1 Die Deutsche Volksparlei in Bayern........ 4 Tci bayerische Bnucrnbund........... 4 Die württ.mdergische Bllrgervartei und der württem« bcrgiiche Bauern, und Weingärinerbund.... 2 Die kaiholiiche Valksparlei(Oppeln)........ 8 Die jchleswig- holsteinische Bauern« und Landarbeiter- drmokrolie.............. 1 Der braunidlvcigische San dct wa hlverband...... 1 Die Deutich-Hannoveriche Partei......... 4 Die Nonarchie in Portugal. Tie republikanische Garde für die, Regierung. Haag, 23. Januar.(Hollandsch Nieuw-Zbureau.) NuS Lissabon wird grmeldvt: Bon Oporto, das slart blockiert wird, sind vier Kriegsschiffe abgegangen. Die Nesrroen' der 1. und 4 Division sind wiederum unter die Waffen geruien worden. Tie Truppen der Lissaboner Garnison, die Marine und die r e p o b l i» kanische Garde haben-sich für die Aegierung erklär t. zusamiiten 41o Da die Bayerische Bolkspartei der Christlichen Bollspartei, die Deutsche BollSpartei der Deutschen demokratischen Partei zuzurechnen ist, werden die beiden Fraktionen nach dieser vorläufigen Zusatmnen» stellung in einer Stätte von 78 bezw. 75 Mann aujiteten. Regierung und Nationalversammlung. Nachdem die„Freiheit" wochenlang„Nieder mit der Ne- yicrung Ebert-Schcidcmannl" gebrüllt hat, stellt sie sich jetzt sehr betroffen gegenüber der Aussicht, dost die Regierung Ebcrt- Scheidcmann verschwinden und einer demokratisch-sozialistischen Koalitionsregierung Platz machen könnte. Sie ist jetzt ganz und gar dafür, daß die Regierung Ebert-Scheidenrann bleibt. und sagt darüber: Jetzt handelt eS sich um die Nationalversammlung, die zur Erfüllung ganz bestimmter Aufgaben gewählt ist: zur Schaffung einer Berfaffung, zur Erledigung der dringendsten Steuergesetze, vielleicht noch de? Friedensschlusses. ES ist nichi ein« zusehen, warum eine sozialistische Regierung vor Durchführung dieser Aufgaben daS Mandat, das fie von der Revolution erhalten hat, einfach wegwerfen sollte. Die genannten Fragen können in der Nationalversammlung durch MajoritätSbtschlüsse gelöst werden. die die Demokratie anerkennen mutz. Aber über die Z u s a m m e n- setzung der Regierung kann erst daS ordentliche Parlament entscheiden, daS auf Grund der neuen Verfassung zu- sammenberufen werden mutz. Bis dahin mutzte eine sozialistische Regierung und der Zentralrat im Amt bleiben. Der Unterschied, den die„Freiheit" zwischen der National- Versammlung und dem„ordentlichen Parlament" macht, ist ge- künstelt. Die Revolution hat dem Volk das Selbstbestimmungs- reckt gebracht: in dem Augenblick, in dem eine vom Volk ge- Wählte Vertretung da ist. geht die höchste Gewalt im Staate ohne weiteres auf sie über. Keine Regierung kann sich ihr entgegenstellen, ohne damit den Grundsatz dcr Demokratie selbst preiszugeben. Die Erhaltung einer rein sozialistischen Regierung wäre nur möglich im Einvernehmen mit den Demo- kraten, falls diese bereit wären, die Regierung zu unterstützen. ohne sich direkt an ihr zu beteiligen. Um die Tatsache einer parlamentarischen Koalition kämen wir damit nicht herum. ebensowenig um den Umstand, daß die Regierung genötigt ist. bei einer parlamentarischen Mehrheit Deckung zu jucken. In- dem die„Freiheit" diese simplen, jedem praktischen Politiker selMwerständlichen Tatsachen verdreht, bleibt sie nur ihrer Auf- gäbe treu, eine heillose Konfusion in Ärbeiterköpfe» anzu- richten. Die internationale Sozialiftenkonferenz. Belgien lehnt ab. Haag, 23. Januar. Au« Brüssel wird betickitet: Der allgemeine Rat der Sozialisti'chen Partei war am Mittwoch zusammen- getreten, um über die Frage dcr Teilnahme an der Internationalen Sozialistenkon'erenz zu beraten. Noch den Reden des Senators V i n ck und de» StaaiSinmisters B e r i r a n d wurde in negativem Sinne entschieden. Gleichviel glaubt man, datz der allgemeine Rai auf der am Sonnlag in Paris stattfindenden niternatioiiolen Kon- serenz vertreten sein wird. Die iranzönichen Kammermiig'ieder Renmidel. Mistral und der holländitche Senator van Kol wohnen dieser Sitzung nicht bei. Forderungen der Arbeitslosen vor dem vemobilmachungsamt. Eine Deputation von Arbeitslosen erschien gestern Nachmittag 3 Uhr im DemobilmachungZamt, nachdem sie vorher mit dem Ober- bürg.-rmeister Mermuth verhandelt halte, um dem Staatsickrctär Kölh eine Anzahl Forderungen vorzulegen. Die Hauptforderung bezog sich auf eine allgemein« Erhöhung der Arbeitlosenunterstützung, Der Staatssekretär erklärte, datz eine solch« Erhöbung Sache de? ReichSavbeitsamtS sei: er sei bereit, beim ReichSarbeitSamt für eine Heraussctzung einzutreten. Weiter wurden dann speziell an daö TemobilmachungSamt die folgenden Forderungen gestellt: 1. Nicht in Berlin ansässig« Arbeitslose sollen möglichst cniS Berlin entfernt werden— unter dcr Voraussetzung natürlich, datz ihnen ausserhalb Arbeit bereitgestellt wird. ZluSgcnommen von der Anwendung dieses Grundsatzes sollen die Ausländer sein. Ter Staatssekretär erklärte sich mit dieser Forderung grund- sätzlich einverstanden. 2. Tie Mindesttöhne für die Berliner NolstandSarbeiten sollen erhöbt werden. Der Staatssekretär erklärte sich bereit, diesen Punkt bei der zuständigen Berliner Stelle zur Sprache zu bringen. 3. Der Nebelstand, datz bei den Notstandsarbeiten aus der Zahl der Arbeitslosen nur die Jüngeren und Kriütigeren ausgesucht werden, soll abgestellt werden. cS sollen auch ältere Personen und insbesondere Familienväter berücksichtigt werden, Die Erfüllung dieser Forderung sagte dcr Staatssekretär zu. 4. Die Arbeitsnachweise müssen in der Lage sein, über die LebenSfedingtingen an den Stellen, wohin sie Arbeit vermitteln, Auskunft zu geben. Der StaatSsekreiär erkannte diese Forderung als durchaus be- rechtigt an und versprach alle; zu ihrer Erfüllung zu tun. 5. Eine Kommission vom Rat der Arbeitslosen soll sich in den einzelnen Oertlickkeiten. wo NolstandSarbeiten bereitgestellt sind, an Ort und Stelle ein Bild über die Verhältnisse machen, um hier in Berlin darüber Auskunft geben zu können. Der Staatssekretär stimmte zu unter der Voraussetzung, datz die Kommission paritätisch aus Vertretern der Arbeitslosen und des DemobilmachungsamiS zusammengesetzt werde. Er begrützt« eine solche Regelung als zweckmässig. 6. Die Frauenarbeit soll insbesondere bei den Verkehrsbetrieben schneller als bisher abgebaut werden. Nur Frauen, die schon vor dem Kriege im Berufe tätig waren, oder die jetzt die Familie zu ernähren haben, sollen von diesem Abbau nicht betroffen werden. Ter Staatssekretär stellte fest, dass diese Forderung durchaus in der Linie des vom Amte selbst Angestrebten liege. 7. Für die NolstandSarbeiten im Freien soll ausreichend De- kleidung und insbesondere Schnbwcrk bescktafst werden. Der Staatssekretär erklärte sich bierzu grundsätzlich in weitestem Umfange bereit; indes hätten die Revolutionsverhältnisse zu einer ganz ausserordentlichen Verminderung der verfügbaren Vorräte der Heeresverwaltung und der BekleidnngSstellen geführt. Insbesondere mangele eS jetzt an Schubzeng. Es weib« versucht werden. Abhilfe durch Lieferung von Holzschuhen zu schassen. 8. Oertliche Kommissionen von Arbeitslosen sollen sich überall von der Lage der Arbeitsbeschaffung yberzeugen können. Der StaatSsekreiär war damit einverstanden und erklärte, datz diese Kommissionen in Perbindung mit den. DemobilmachungSauS- schössen gebildet werden könnten, Endlich verlangten die Arbeitslosen, datz einer ihrer Vertreter ständig di« Verbindung zwischen dem TemobilmachungSamt und ihnen ausrecht erhalte.' Luch dies wurde ihnen zugesagt- Was muß jetzt getan werden! - Tie Arbeitslosigkeit.« Von Erwin Barth. Seit dem militärischen Zusammenbruch Deutschlands steht unS der wirtschaftliche Zusammenbruch vor Augen. Seit jener Zeit weist man, dast in den- deutschen Großstädten Hunderttausende von Arbeitslosen sich häufen und daß Millionen Männer und Frauen im ganzen Reiche ohm Er- wcrbsmöglichkeit und ohne Aussicht ans Arbxit auf der Straße stehen würden. Seit jsner Zeit beschäftigt man sich auch damit, das zu schassen, was zum Schutze der Arbeits* losen und unserer Wirtschtift nötig ist. Das D e m o b i l m a ch ii ii g S a m t hat einen großen Stab von Beamten, der sich dieser Aufgabe widmen soll. Geschehen ist bisher nichts Positives: man ist über da? Stadium der Beratungen noch nicht hinausgekommen und hat sich lediglich darauf beschränkt, durch Wort und Schrift moralisch auf die Arbeitslosen einzuwirken und die Arbeits- lofenfragc mit Hilfe dcr Arbeilsvcrmittelung und der Arbeit?- losenunterstützung zu lösen. DaS reicht aber heu�x nicht mehr aus. An die neuartige Erscheinung unserer Arbeitslosigkeit muß mit anderen als den gewohnten Mitteln herangegangen werden. ES ist eine Verkennung des Charakter? dieser kata- strophalen Arbeitslosigkeit, wenn man sie mit dem Maßstab, der bei früheren Industriekrisen gerecht war, behandeln will. Die früheren Jndustriekrisen waren Heber» flußerscheinungcn. Die regellose kapitalistifck)? Produktion und die ungeregelte AuStauschform kamen miteinander in Konflikt. Wenn der Markt mit Industrieprodukten über- sättigt war und die Aufträge für die Fabriken ausblieben, wurden Hunderttausende von Menschen ans dem Produktion?- Prozeß bermiSgeschlcudert. Die Heberfülle von Produkten, der große allgemeine Reichtum gerade in jenen Zeiten ge- statteten uns Gelduntcrstlltzungen in jedem Hmfange. Zudem hat die.Intensivierung unserer Wirtschaft auf fort- gesetzten Ausbau unseres Verkehrswesens gedrängt, und die Bereitstellung von Notstandsarbeitcn erschien als durchaus nützliche und notwendige Korrektur deS Mißverhältnisses zwischen Veschäftigungslosigkeit und Arbeitsangebot. Die heutige Arbeitslosigkeit ist aber nicht aus Heberfluß entstanden, sondern ist eine Folge der ungeheuerlichen Ver- a r m u n g und Erschöpftheit unseres Wirt- s ch a f t s l e b e n S. Vor allem mangeln die Rohstoffe. Tie Produktion im Kohlenbergbau ist so stark gesunken, daß selbst bei Vorhandensein aller industriellen Rohstofsc ein sehr großer Teil der Fabriken arbeitsunfähig wäre. Dazu kommt noch die Verkehrsnot, die die Situation verschlimmert. Es besteht leider auch gar keine Aussicht auf völlige Ge- sundung des Arbeitsmarktes. Denn was wir während der vierjährigen Abschniirung Deutschlands vom Weltmarkt»nd dadurch, daß im Ausland Industrien großgekommen und pro- duktionsfähig geworden sind, in denen wir früher ein Mono- pol für die ganze Welt hatten, an ausländischer Kundschaft verloren haben, wird niemals restlos wiedergewonnen werden können. Wir müssen also dauernd mit industrieller Produktionsver Minderung gegenüber dem Friv- dcnSstand rechnen. Sind wir nicht mehr in der Lage, indu- striellen Produktionsüberschutz in früherem Hmfange an daS AuZland abzugeben, so können wir auch nicht damit rechnen, daß pns das Ausland-den früheren Gegenwert in Lebens- Mitteln zuführt. Hnsere gegenwärtige landwirtschaftliche Produktionsfläche reickst aber nickt ans, ein Siebzig-Millioncnvolk zu ernähren. Der gegenwärtige Hmsang der in Deutschland erzcugbaren Landwirtschaftsprodukte muß zu den übelsten Hungererscheinungen und zur Zerstörung großer Tcilh unserer Volkskraft führen. Es gibt nur zwei Wege, diesem Elend auszuweichen:. vor dem Kriege babcn wir durch die großartige industrielle Entfaltung Deutschlands die AnSwandererziffern auf ganz unerhebliche Größe herabdriicken können. Wir haben nicht mehr Menschen, sondern die Produkts dcr Hände dieser Men- scheu ins Ausland geführt. Die Auswanderung von Industrie- arbcitern wäre also dcr eine Weg. aber der stblecktere und schl-mmere. Der andere Weg ist: den Heberfluß an Arbeitskräften, dcr in der Industrie nickt wieder untergebracht werden kann, mit dem Heberfluß an wild- und brachliegenden Ländereien, die kulturfähig gemacht werden können, in Ver- Hindling zu bringen und so die industrielle Verarmimg Deutsch» landS durch Erhöhung der landwirtsebaftlichen Produktion weit- zumacken. Man darf die Augen nicht vor der leider fertigen Tatsache verschließen, daß eine gewisie Rückentwicklung Deutsch- landS in der Richtung auf den Agrarstaat unausbleiblich wird. s Dieser Umstand läßt auch die Bereitstellung von Not- st a n d s a r b c i t e n zur Linderung der gegenwärtigen Krise als ungeeignetes Mittel und Kraftvergeudung erscheinen. Denn fiir den Umfang der künftigen industriellen Wirtschast Deutschlands ist daS, was zur Stunde vorhanden ist, vollkom- men ausreichend. Die einzige Möglichkeit/ nutzbringend die gegenwärtig brachliegenden Arbeitskräfte zu bescksästigen, und die weitere kolossale Wcrtvernichtung durch Arbeitslosenunterstützung ohne Gegenleistung zu vermeiden, ist, die Arbeitslosen zur Her- stellung neuer Felder und Wiesen und die Verbreiterung des NahrungSmittelspielraumes des deutschen Volkes nutzbar zu machen, und damit an Stelle von Arbeitslosenunterstützung den A r b e i t S I o h n zu setzen. Dazu ist aber nötig, daß man sich endlich von den Gebirgen verstaubter Aktenbündel und von der langatmigen VerHand- lungsweise professoralcr Untersuchungen frei macht. Hier muß frisch ins Werk gegriffen werden, wenn nicht uuer- setzbare Werte für immer verloren gehen sollen. Ein paar arbeitslustige, energische, unterrichtete und von Vcrantwort- lichkcit erfüllte Männer müssen diktatorisch und frei von allem ausgehäuften Aktenwerk eine-Organisation aufziehen. Ihre Vollmachten müssen sie in die Lage versetzen, sich sofort alles Notwendig an Plänen und Unterlagen zu beschaffen. Mit der Burcaukratic ist in dieser Angelegenheit nichts mehr zu er- reichen. Mit ihr verrennen wir uns immer weiter in die Sack- gasse und in den Zusammenbruch. Wer aber will den Zusammenbruch verantworten? Und wer von allen Mänern, die ein Herz im Leibe haben, erkennt in ihm nicht das Fürchterlichste und die Vernichtung aller Zu- kunftShoffnungen? Wir haben mehr als zwei Monate beraten, verhandelt, geredet, geschrieben und schöne Sätze gebaut. Jetzt aber heißt es handeln, handeln, handeln, ehe es zu spät ist._ Sühne für öi'e Chriftenmoröe kn öer Türkei. Haag, 23. Januar. sHR.) AuS London wird berichtet: Reuter meldet au? Konstantinopel, datz Marschall K i S m i l Ma tz m u d Pascha, Kommandant der dritten türkischen Armee, verbafwt und in Anllagezustand versetzt worden ist. Er wird der Ermordung von Griechen und Armeniern be- schuldigt._ Heimkehr aus Rußland. Abgabe von 70 Prozent der Waffen. Der Zentral rat der Ostfront in den Ostprovinzen veröffentlicht über die Heimkehr des 1. Armeekorps«in« Mitteilung, in der es u. a. heißt: Das 1. Armeekorps war in Char- low infolge von Bahnunterbrcchungen durch Banden und durch die innerpolitischen Kämpfe zwischen Petljuraleuten und von Bol- schewiki vom Westen abgeschnitten. Es wurde deshalb eine Ab- ordnung von vier Soldatenräten und drei technischen Mitarbeitern nach Moskau gesandt, um mit der Sotvjetrcgierung über den Abtransport durch Groprutzland zu verhandeln. Der Polksbeauftragte des Auswärtigen Tschitscherin und dessen Sekretär verhandelte mit dieser deutschen Abordnung. Die Kameraden gewannen den Eindruck, daß man mit dem größten Entgegenkommen auf ihre Wünsche eingeht. Es wurde ein Ver- trag geschlossen, der die ungefährdete Abbeförderung des General- kommandoS 1(etwa 8000 bis 10 000 deutsche Soldaten) sichert, und zwar in ILTranSportzügen auf der Strecke MurSk— Oroi— BrianSk— Snolcnik— Dünaburg— Wilna. Die Truppe wurde zur Abgabe von etwa 70Proz. ihrer Waffen als Entgelt für Fahrt, Transport, Brenn- material und Abnutzung der Waggon? und Lokomotiven ver- pflichtet, wogegen sie 30 Proz. Handfeuerivasfen sowie die Feld- küchcn, die dazu gehörige Bagage und sämtliches SanitätSmateriql mit sich führen darf._ Lolsckewiftenverhafiung in Warschau. Haag, 22. Januar.(Hollandsch NieuwSbureau.) Sonnabend haben die Militärbehörden in Warschau 140 bolschewistische Agenten gefangen nehmen lassen. Die Gefangennahm« ging ohne Unruhen vonstatlen. Weimar. Der Sitz der Nationalversammlung. Wenn am 6. Februar die Nationalversammlung in Weimar zusammentritt, so wtrd sie auf klassischem deulschem Boden tagen. Viele Gründe mögen für die Wahl Weimar« gesprochen baben: seine Lage mitten i» Deutschland, die Ruhe und Frieden der be- haglicken und doch liilturgesegneien Miitelstadt, seine gute ver» bindung mit Berlin, da» Vorhandensein eine« geeigneren Ber- sammlungkraumes. des neuen Theater?. Aber dem Äulrurdeutschen ichetnt die Bevorzugung Weimars doch durch einen ganz anderen Grund bedingt, ihm ist die Stadt Symbol und Programm der großen deutschen Vergangenheit, da von diesem überaus bescheidenen Slädtwen»in Strom der MenschheitSiörderung und-beglückung über die zivilisierte Welt ging— der klassischen HumanitSiSepockie des 13. Jahrhunderts. Ewig scheinen uns die hellsten Sterne jener Zeit zu leuchten: Goethe und Schiller: aber auch dt« kleineren Ge- stirne— Wieland und Herder haben noch ihren Glanz nicht ver- loren. Im Lager unserer Gegner hat man Weimar gegen Potsdam anSge'Piett. Die deutsche Sozialdemokratie läßt sich dadurch nicht beirre», sie bekennt sick immer noch zu Weimar, wie sie sich von jeher als Erbin und Vollstrcckerin dieser großen nationalen Tra- diiion. die zugleich»ine internationale war, gefühlt hat. Möge der gute GeniuS des OrteS dem neuen Deutschen Reiche, da? duf den Fundamenten vollkommener Freiheit und jeder Äewährieistung menichlicher Entwicklung errichtet wrrden soll, gute Patenschaft und glückliche» Gedeihen bedeuten! Vor dem Neuen Theater. daS erst vor einigen. Jahren geschickte Theaterbaumeister einfach und würdig errichtet haben, steht NietschcIS DoppelftandbUd Gorthe» und Schillers: die beiden größten deutschen Dichier Hand in Hand. Di« flammende Begeisterung für alle» Freiheitliche und Ideale, der tiefe, weltweite Blick der großartigsten menschlichen Persönlichkeit, die vielleicht je gelebt, sprechen hier zu den Vertretern de» deutschen Volke» und mahnen sie. der Ahnen würdig zu sein. Wa» in Enge und Dürftigkeit der menschlich« Geist und W!lle Große? geschassen hat, wird wieder lebendig und laßt un< nicht verzweifeln.. Wenn die Besucher Weimar? die wohlerhaltrnen Häuser der Weimarer Heroen besuchen, wird mancher staunen, an» welcher Umwelt sich hier höchste Schövferkrast rntsaltet hat. Die Verfechter neuzeitlichen ftomforts und großbürgerlichen LuxuS freilich müssen hier arg ent« läuscht sein, aber wir andern pflücken hier die ahnende Gewißheit. 'aß einem von seinem kapitalistischen MaterialiSmu? befreiten Deutschland ein neuer Flug in Hohe und Weite gelingen muß. Der sfarrer Herder, dem die düstere Stadtkirche Sonn« und Leben ver- --»nkelte, hat hier die tiefen Gedanken über menschliche Entwicklung edacht, die allen Darwinismus weit überragen. Herrlicher Künder ider nationalen Eigenart, die er in allen Volkspoesien ichürfte, war r zugleich der Prediger de? Völlergedankens, der Prophet einer ge» ein gten Menschheit. Ja semer großen Zeit findet Weimar seine Ergänzung und Zur Nationalversammlung für Preußen! Die Nationakwahl im Jahre 1848 ging aus allgemeinen. gleichen und geheimen, wenn auch indirekten Wahlen hervor. Doch nicht lange erfreute sich das deutsche Volk dieses Wahl- rechts. Durch einen Staatsstreich wurde diese National- Versammlung am 5. Dezember aufgelöst und am 30. Mai 1849 durch eine königliche Verordnung dem preußischen Volke das Dreiklassenwahlrecht aufgezwungen. Dieses Wahlsystem wurde mit Recht als das elendeste aller Wahlsysteme bezeichnet und die Zusammensetzung dieses Parla- ments war jederzeit ein Hohn auf die Demokratie. Im Jahre 1993 hatte die Sozialdemokratie die zweithöchste Stimmen- zahl der Urwähler auf sich vereinigt, erhielt aber keine Ver- treter. 1998 vereinigte die Sozialdemokratie die höchste Stinienzahl der Urwähler auf sich, konnte aber trotzdem nur 7 Vertreter in den Landtag entsenden. Das Volk war so gut wie ausgeschlossen an der Landesgcsetzgebung. Der sozial- demokratischen Partei gebührt das Verdienst, das Volk über den an ihm begangenen Betrug aufgeklärt zu haben. Sie hat durch ihre Äahlrechtsdemonstra- t i o n e n, allen Polizeiattacken zum Trotz, Sturm gelaufen gegen die Treiklassenzwingburg. Im Kampfe um das freie Wahlrecht für Preußen ist also die bisher entrechtete Be- völkerung angewiesen gewesen auf die Sozialdemo- k r a t i e, die sich noch immer als Vorkämpferin der Rechte und Forderungen der Unterdrückten erwiesen hat. Selbst die Freisinnigen waren keine zuverlässigen Freunde oder gar entschlossene Kämpfer für ein freies Wahl- recht in Preußen gewesen. Die Freisinnigen waren eS, die ein Bündnis mit den-Nationallibcralen zur Landtagswahl eingingen und die von dem sozialdemokratischen Parteitag für Preußen aufgestellten Leitsätze über die Taktik bei den kommenden Landtagswablen ablehnten. Nun hat auch die Revolution mit diesem Parlament ausgeräumt. Zum ersten Male wird eS möglich sein, datz die Staatsarbeiter, Unterbcamten usw. von dem preußischen Wadlrecht Gebrauch machen können, ohne Gefahr zu laufen, gemaßrcgelt zu werden. Es sind in der preußisch- deutschen Geschichte unzählige Fälle zu verzeichnen, daß Be- amte aller Grade und Dienstzwcige'gemaßrcgelt wurden, mit Disziplinarstrafen und auch mit Dienstentlassung, weil sie für eine Partei tätig waren, die der jeweils herrschenden Richtung nicht genehm war. Sie können nun jetzt der Partei ihre Stimme geben, die immer ihre Interessen wahrgenommen hat, und das ist die Sozialdemokratie. Preußen war von jeher die politische Vormacht und die eigentliche Militärmacht Teutschlands. DaS bisherige preußische Regicrungssystem hat dem Reich ungeheure Lasten aufgebürdet. Auf der anderen Seite hat es verhindert, daß die besitzende Klasse zu den Lasten des Reiches entsprechend herangezogen wurde. Der preußische Staat bat eS biSber verstanden, die Interessen der besitzenden Klasse auf Kosten der ReichSsteuerzahler zu schonen. Die Nationalversammlung hat die Ausgabe, ein neueS Preußen zu errichten. Da gilt es dafür zu sorgen, daß eine sozialistische Mehrheit erzielt wird, die allein Gewähr bietet, daß sie seder preußisch-partikularistischen Einflüsterung unzugänglich ist. Durch die Masse der abgegebenen Stimmen muß den bis zum Ausbruch der Revolution herrschenden Ge- walten klar gemacht werden, daß da? Volk nun seine Geschicke selbst in die.'irand nimmt. Jetzt heißt es nochmals: Alle Mann auf den Posten! Alle Mann an die Arbeit! Vorwärts nud durch! Gustav Heller, Mitglied des Zentralrats. Die preußenwehlen unü öle Krauen. In einer gutbesuchten Frauenversammlung im Königstadt- Kasino, Holzmarktftraße, schilderte Genossin Gertrud Hanna die weittragend« Bedeutung der Wahlen in Preußen, dem bisherigen Erweiierung in Jena. Ter geistige Zutommenbang ist damals ter allcrengste. Dem Kult der Peisönliwkeit und der Blüie der Künste gesellt sich die eng mit ihm veiknüpsic Pflege der Wissensckialien. Goethe vereinigt aus« glönzendsie beide Seite» in flch. Anregend und empfangend»ugleich ist er in Jena um die Natur- Wissenschaften bemüht— Schiller ist in Jena als Proscsioi der Geschichte tüüg. Die Erneuerung der Pbtlosopbic durch Kant findet in Jena überhaupt fruchtbarsten Boden. Fichlcs radikaler Idealismus hat hier seine Wurzeln. Die Romantik bat hier thr« Siätte. Weimar wird nach Goethe« Tode nachdem«Z zuvor die Stadt europäischer Besuche(Frau von SiaSl. Miettewicz, Andersen) gewesen, die Stadt der großen Toten,«ber noch einmal erhebt sich da? kleine, aber weilwlrkende Kultur- zentrum zu neuem Glänze: als Mustk» und Theaterstadt wird eS unier Liiz» und Dmgetsiedt führend. Hebdrl ist thr Gast und Fallersleben landet hier. Bor ollem aber: Woaner und die neue deut'che Musik gibt ihr die Weibe: der.Lobengrin' erlebt seine Uraustübrung in Weimar IvöO. Seit 1960 zieht die Kunstschule bedeutende Künstler an sich: Böcklin, Leubach lehren, noch 1900 sind als Führer zu neuen Zielen Ludwig v. Hofmann, Mackensen und besonder» wichtig sfiir» Kunstgewerbe van de Velde am Wirken. Erst in den letzten Jabren wurde eS dank dem testen Grotzherzog, der nur noch Jagd» Passionen kannte, merkwürdig still in Weimar. Räch der Revolution hat e? sein Theater zur Nalionalbüdne ekklärt, und io wird die be- rühmt« Stätte hoffentlich bald wieder für ganz Deutschland Be- deulung gewinnen. Tausendfältige Beziehungen verknüpken Weimar mit der großen deutschen Kulturgeichicht«. Nur die Träoer der größten Namen sind genannt worden, viele andere geringeren Range? könnten ihnen gesellt werden. Eranach» Hau» steht noch am Markiploy. der seinen alter- tümlichen Tharakter schön bewahrt hat. Bach(1703�1718) macht Weimar zu einem Zentrum musikaliicher Kniliir. Ter Schauspieler Sckhos iührt hier die ancifernden Beispiele aroßer Men'chengestaltung vor. 1773 wird hier die erste deutsche Oper gegeben. Kotzebue. ein Sohn der Stadt, bat lange neben Goethe in Weimar gelebt und von hier au» da? deut'che Tbeater beherrscht, populärer denn der Olympier. Durch keine Mmter, die den eisten bürgerlichen Salon in Weimar e»öffnete. ist Schopenhauer hergelommen. Der vielen Oiiginale und vorübergehend ansässiger OriginalgenieS nicht zu gedenken. Di« freundliche Jlmstadt bat keine politischen Erinnerungen. Erfurt war die wirtliche politische und wirichafiliche Hauplstadi Thüringen»— und hier finpet der Freund geschichtlicher An- knüpjungen vom Mittelalter vi» zum Erfurter Fürstentag«(1808) und deni Ersurler Parlament(18Ü0) genug der europänchen oder doch deutschen Ereignisse von Bedeutung. Aber zu Weimar gehört atS notwendige Ergänzung: Jena. Die Mederlag« der preußi- schen Armee bei Jena brachte 1806 Goethe in LedenSgefabr. Jena und damit da» wcirnarische Land wurden aber auch der Hort der Erneuerung. Die Burschenschast geht von hier au», und nach dem Siege über Napoleon belommt Weimar als erste» deutsches Land Bollwerk der verhaßten Reaktion. Die Ahsplitterungsbestrebungen müßten durch die preußische Konstituante vereitelt werden. Die Steuerpolitik und die Widersinnigkeiten deS alten preußischen Etats eingehend behandelnd, erläuterte die Rcdncrin ein Anzahl der wich- tigsten Programmpunkte der Sozialdemokratischen Partei. Hierauf ging Gen. P o e tz s ch näher aus die gesetzgeberische Tätigkeit des alten und des neu zu schaffenden Landesparlaments ein. Ausführ- lich behandelte er die gegen die sozialdemokratische Partei von renk- tionärer Seite so stark erhobene Anschuldigung der angeblichen Ver- gcwaltigung von Religion und Kirche. Er widerlegte schlagend diese haltlosen Verdächtigungen und setzte auseinander, wie die sozial- demokratische Partei für Glaubens- und Gewissensfreiheit wirkt. An die Referate schloß sich eine kurze Diskussion, in welcher besonders auf die undemokratische Haltung der Gigen» Parteien hingewiesen wurde. Festgestellt wurde, daß der auf der demokratischen Kandidatenliste als Zweiter stehende Justizrat Cassel erst vor wenigen Jahren erklärt habe, daß er und seine politischen Freunde für ein gleiches Kommunalwahlrccht niemals zu haben wären. Auch das Treiben der Unabhängigen wurde in der Debatte gebührend beleuchtet. Die chriftlich-üemokratische parte! und die Krauen. Alle Religionssystem sind frauenfernblich. Auch die christliche Religion macht davon— trotz aller schönen Worte— keine Ausnahme. So ergibt sich die Hallung des früheren Zentrums den Frauen gegenüber von selbst. Im alten katholischen Staats- lexikon heißt ei denn auch: es müsse vom.lalholischen Standpunkt aus das Streben der Frau nach voller politischer GIeichberech:igung neben dem Mann als unheilbringend für die Gesellschaft zurückgewiesen werden". Es fft.die natürliche Bestimmung deS Mannes, die Autorität in der Familie, wie in jeder aus der Fa- milie herausgewachsenen gcjelljchajtlichen Organisation an erster Stelle zu vertrelen". Erst 1906. ali die Frauen das VereinSrecht erhielten(die Hälfte der Zentrumsabgeordneten wollten ihnen sogar diese? Recht verwehren!), machte sich ein Umschwung bemerkbar. Weil die Gefahr vorhanden war, daß die Frauen sich den anderen Parteien zuwenden würden. Da heißt eS denn:.Für oder wider das Stimmrecht der weiblichen Personen in der bürgerlichen Gemeinde hat sich die katholische Kirche noch nicht entschieden." Was die christlichen D«mo?raten nicht verhindert, bei allen Abstimmungen gegen da» Frauenwahlrecht zu stimmen. Daß sowohl die Arbeite» wie auch die neue Irauensrcundlich- keil de? Zentrums nur Schein ist, beweist das Verhalten dieser Partei bei jeder Gelegenheit. Noch 1916 schrieb die.Germania", twß den weiblichen Angestellten unmöglich dieselben Gehälter gezahlt werden können wie den Männern. Selbst dann nicht, wenn die weibliche Kraft die gleichen Leistungen vollbringt! Auch eine Reihe von Schutzgesetzen ftir Arbeiterinnen wurde durch die Haltung des Zentrum» verhindert(u. a. die Krankenversicherung der Dienstboten). Weiter vereitelte diese Partei wegen»sittlicher Bedenken"(!) den Pflichtsortbildungsschulunierricht für Mädchen(180) und 1900). Freiherr v. Hertling sagte im Reichstag unter dem Beifall des Zentrums: Wie wir die Mädchen von den Gymnasien fern- halten, müssen wir sie auch von den heutigen Universitäten fern- halten. Ten Wöchnerinnenschutz auf dem Lande beschränkte das Zentrum auf 4 statt der notwendigen 3 Wochen,.weil der Gesund- heitSzustand auf dem Lande«in besserer sei als in der Stadt"!! Und was da» traurigste ist: Führende Zentrums- männer traten dafür«in, daß der Mann in der Eh« da» Züchtigungsrecht über die Frau hat! Und zwar um so mehr, je tiefer die soziale Stellung der Ehegatten ist! � So achten.christliche" Männer die.Würde de» Weide»", über die sie stets in so hohen Worten reden. Deutsche Mädchen und Frauen, wo sind E»re wahren Freunde? Endlich! Am 24. März soll der Prozeß gegen Villain, den Mörder unseres unvergeßlichen JarrrcS beginnen. Der Krieg ist vorbei, der Imperialismus dxüben bat gesiegt, jetzt kann allenfalls die Schuld de» Zarismus enthüllt werden! ein« Vcrfasiung; e» sucht die bürgerlichen Freiheilen vor Menenilch zu verleidigen. Der KapitaliSmu», der Fabriken und die Möglichkeilen forialen Alisslicgs nach Weimar brachte, bat ltim zugleich seinen Knllur« charakler genommen. Die große Lergonaenheil findet zwar idr« Pfleg« durch die wiflen'chaftlichen Peranstalliingen. die sich daran lnüpien. Die Goethe« wie die S dakk>pe.ire«Ge!ellschoft hält ibre Tagungen in Weimar, da» Goeihe-Schillcr-Archiv und auch da» Nietzlche-Archiv streut manche fruchibaren Saaien au». Ader: erst im Dunkel der Nacht erbebt die Eule der Minerva(die Wiflen- schast) ihren Flug. Weimar muß wieder wie olle die fillbeien Zentren deutschen Geisteeleb-n? ein lebendiger Ouell naiionaler Kultur werden. Der SozialiSmu» will bei eller Oekonomi- fiening der Wirtschaft die ftuchtbare Bielgestaliigkeit de« Lebens Da» Beste uniVer Vergangeiibelt. da» reiche dezenlroti« sierte Schaffen, muh mit ter forlschreitendin Eilüllnng de» Sozia» hSmliS neue Quellen sprudeln lassen. Weimar wird wieder eine Geaenwait und Zukunft, nicht blaß eine Vergangenbeil haben. Da» llasiisch« Weimar war eine Kultutsiät!« der Wenigen, aber da« ganz« Volk soll jetzt Kultiirträger und Stopfer ivei den. Die Naltonalveriamininng wird die politischen und ökonomischen Borau»« seyungen dazu-schassen. In Weimar— der Stadt, in der Hobe« Menichentum und freie Persönlichkeit sich auf einem Höhevunkte deutschen Leben« zusammenfanden— allen Zeiten zum Borbild I L.N. 0. Notizen. — Kilnstabende. Ludwig Hardt gibt Sonnabend seinen letzten.Frohen Abend".(Melsteriaal).— Jobanna Termin Veranstalter Sonntag einen Märchenabend iDechneinsoa». — Vorträge. Die zweite öfseiitl'che VoiiragSieibe von Dr. Betnoulli im Klinstgewerbemuseum(Begiin, am 24. Jann.rr, abend» 8 Uhr), behandelt nicht, wie iriiümlicherweise angegeben, da» Wandbild, sondern da» Weltbildchau»ng. Welt- aus'assllitg) im Spiegel der bildenden K»i»st und dc» Kunstgewerbe«. — Hertling-Memoiren. Der am 4. Januar ver» fiorbene vorletzte Reichskanzler, Graf Hertling. hat iimsangreiche Eiinnetungen au» feinem Leben htnierlafien, die der Verlag Koe>el in Kempten vei öffentlichen wird. Ein Band liegt in der dluck- fertigen Handschrift vor. Für den letzten Band soll eine Sperrfrist für da« Erscheinen vorgesehen sein. — D« r F ö h n. Unter diesem Titel erscheint fortan«in .sozialistische» Schulblatt' in München. Schwindstr. 9. Herautgeber ist Georg Mager, der in der ersten Rnmmer de« Blatte» iür die Gründung einer internationalen pädagogischen Zentralstelle in München eintritt. — Rest« der Neandertal-Menschen find nunmehr auch auf Malta, dieser Urzeit-Brückeninfel zwischen Europa und Airika, gesunden worden. Neben Resten von Hirschen und Eleianien fand sich ein Backenzahn und ein Mlichzahu jener noch sehr»irr- ahlUlchea Menschenlasse. Zur Groß-Oerliner Wohnungsfrage. Ter WohnungSverband rührt sich nicht. Die Gesundung und Förderung der Groß-Berliner Woh- nungsnerhoUnisse durch Hergabe umfangreichen fiskalischen Geländes zur Durchführung einer umfassenden Kleinsiedlung beschäftigt seit längerer Zeit die staatlichen und kommunalen BelTörden. Auch dos frühere vreugische Abgeordnetenhaus hat sich wiederholt mit der Angelegenheit beschäftigt. Dabei wurde zuletzt gegen daS preutziickie Ministerium für Land- Wirtschaft der Vorwurf erhoben, datz es durch eine über- mäßige Preisforderung den Erwerb des in Frage kommenden Geländes vereitle. In dieser Angelegenheit hat nun am l8. d. Mts. im Landwirtschoftsministerium wiederum eine Besprechung stattgefunden, zu der alle für die Durch- führung des Siedlungsplans in Frage kommenden Behörden mit Ausnahme des Wohnungsverbandes Groß-Berlin ver- treten waren. Ueber den Stand der Angelegenheit machte in dieser Sitzung der Preußische Landwirtschastsminister Braun u. a. folgende bemerkenswerte Ausführungen: Da ld nach AmiSaniritt der neuen Regierung ist dem Zweckver- band Äroß-Berlin zu erkenn» gegeben, daß das Landwirtschafts- Ministerium geneigt sei, Me Uebereignung der für die Siedlung Greh-BerliuS in Frag« kommenden fiskalisck>en Dodenflächen unter billigen Bedingungen an den gwcckverband oder an ei»« andere für die Durchführung deS Siodlungswerks gebildete gemeinnützige Körperschaft durchzuführen. Es habe dann auch am ttz. Dezember v. I. aus Veranlassung deS Ministers ein« Besprechunz stattgefunden,«n der er zum Ausdruck gebracht habe, daß im Hin« blick auf die große soziale Bedeutung der Wohnungsfrage und des geplanten Siedlungswerk» die Preisfrage kein HindernngSgruab für die Durchführung fein dürfe. Er hätte daher den Wohnung?» verband Grcß-Berlin gebeten, im Ben.hmen mit der Siedlung»- gescllichoft Niedcrbarnim und der für die Provinz Brandenburg einschl. Groß-Bcrlin in Bildung begriffenen Märkischen Heimstätte B. m. b. H. einen wirtschaftlich und juristisch geeigneten Träger für die Uebernahme des fiskalisch. n TicdlungsgcländeS schnellsten» zu bilden Da der WohnungSvcrband Groß-Bcrlin bis Anfang Januar diesem Ersuchen nicht nachgekommen sei, habe das Landwirtschafts- Ministerium mit den beiden anderen genannten Siedlungsgescll- schaficn die Verhandlungen fortgesetzt und zu diesem Zweck am 4. Januar eine Sitzung abgehalten, zu der auch der Wohnung». verband Groß-Bcrlin geladen war. Am Tage vor dies-er Sitzung hatte indes der Leiter de» WohmingSverbande» Groß« B.rlin. Herr Baurot B e u st e r. durch ein Telegramm ersucht, die Nnpeleeieiilkit noch zu vertagen, da die Gründung einer Sied» lungkliank für Groß-Berlin zur Uebernahme der staatlichen Ländereien bevorstehe. Diesem Wunsche auf Vertagung lonnte nicht statt- gegeben werden, da die Angelegenheit dränge und dem WohnnngS- verband Groß-Berlin hinreichend Zeit gegeben war. die von ihm tn Aussicht genommene SiedlungSbank zustand« zu brii�en. ES wurde daher die Verhandlung mit den beiden anderen Gesellschaften fort- gesetzt, indes noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Da der Wohmingfcvtrbaiid Groß-Berlin trotz des Telegramms de» Herrn Beustec bis Mitte Januar nicht» weiter von sich hören li ß. wurde zum lll. d. M. eine weitere Sitzung anberaumt, um die Sache zum Abschluß zu bringen. Einen Tag vor dieser Sitzung habe Herr Bcuster al» Vertreter de» WohnungSverbande» Groß-Berlin tvicbemm um Vertagung der Sitzung ersucht mit de? Begründung, er hätte keine Zeit zu erscheinen und zudem steh« ijit Aussicht, daß demnächst eine besonder« SiedlungSbank Groß- Berlin gegründet werden würde, die für die Uebernahme de» fi». kaiischen Baugeländes ollein in Frag« käme. In dem Schreiben ließ Herr Bcuster auch durchblicken, daß, wenn da» Gelände nicht der noch immer i.ickl zustande gekommenen SiedlungSbank Groß- Berlin vorbehalten würde, damit zu rechnen wäre, daß der Zweck- verband dcn von den erwerbenden gemeinnützigen SicdlungSgesell- schasten ausgeslelllen Bebauungsplänen feine Zustimmung versagen würde. Der Ministcr stellte anheim, ob unter diesen Umständen über die Angelegenheit weiter verhandelt worden solle. I denfall» lege er Gewicht darauf festzustellen, daß er al» Vertreter der Slaatsrgicrung Iciiiöhi gewesen sei. die Bereitstellung de» für die Lösung ver Grah-Berliner Wohnungsfrage so wichtigen fiskalischen Geländes zu billigen Bedingungen zu beschleunigen, waS auch um deswillen noiwcndig sei, um bei d n in Angriff zu nehmenden Äufschl!cß!wg»a:bkile» für die große Zahl von Arbeitslosen schnell. stenZ Besänftigung zu schaffen. Wenn es gleichwohl bisher nicht gelungen sei. zu eimm Abschluß zu gelangen, so falle die Ver. antwortung lediglich auf den Wohnungsverband Grah-Brrlin, der durch sein an Verschleppung grenzende» Verfahren dt»- her da» Zustandekommen de» Kaufabschlusses vereitelt habe. Da sich alle Beteiligten für die Weiterberatung der Angelegenh.it aussprachen, wurde in die Einzelberatung der Siedlungspläne ein- getr-ten. Hapern gegen öie Zentralisierung. In der..Münchener Post" nimmt Minister Auer Stellung zum Entwurf der neuen Reickssverfasjung. Er schreibt unter anderem: Wenn Gesetzgebung und Verwaltung de? gesamten Verkehrs- Wesens völlig auf das Reich übergehen und die Bundesstaaten in der Steuergesetzgebung aus kleine Nebenstellen oder Steuerzuschläge beschränkt werden sollen, so bedeutet da» eben die Aufgabe de» bundesstaatlichcn Eigenleben». Die Verteilung Preußen« scheint uns damit sehr teuer, wahrscheinlich zu teuer erkaust zu sein, denn schließlich bleibt Preußen, auch in mehrere Frei- staalen aufgelöst, der überatächlig« Faktor nach wie vor. Die Bundesstaaten werden wohl das Recht für sich in Anspruch nehmen müssen, daß die Versossungen nicht au»- schließlich von der Nationalversammlung gegeben werden, sondern daß sie in der Frage der Abgrenzung gegenüber den Bundesstaaten auch von diesen mitbeschlossen wird. Die Reichs» regierung sollte zusammen mit den Regierungen der deutschen Bundesstaaten ein vorläufiges Grundgesetz mit den drin» gendsten Sicherungen der Demokratie aufstellen, daS die Vertretung und Mitwirkung der Einzelstaaten klar umschreibt und diese» Gesetz der Nationalversammlung unterbreiten. Auch der bayerische Verkehrsminister v. Frauen- dorfer nahm Stellung gegen die Uebernahme deS bayerischen Verkehrswesen« aus das Reich. » Heute will sich auch das preußische StaatSministerium mit dem Entwurf des Staatssekretärs Dr. Prcuß befassen, bei ihm bestehen, wie es heißt, gegen die geplante Zerlegung Preußens schwere Bedenken. Andererseits wäre es irrig anzu- nehmen, daß sich die R e i ch s l e i t u n g aus den Entwurf al« Ganzes oder auf seiye Einzelheiten schon festgelegt hätte. Die Hauptarbeit soll von der Nationalversammlung selbst geleistet werden, wobei der Entwurf de« ReichSomtS d«S Innern all Unterlage dienen soll. Die Grünüe für öle Verhaftung Leöebours. Antrag auf Haftentlassung. Ueber die Gründe zu der Verhaftung Ledebour» wird jetzt folgende» bekannt. Nachdem sich eine Anzahl Soldaten unter der Angabe, der frühere.VorwärtS"-Nedakteur Dr. Meyer wünsche Ledebour zu sprechen, Einlaß in die Wohnung verschafft hatten, wurde L., wie er behauptet, ohne Angabe der Gründe verhaftet und in einem Automobil noch der Kommandamur gebracht-, unter» wcgS gesellte sich der gleichfalls verhaftete, inzwischen aber wieder freigelassene Dr, Meyer zu ihm. Aus der Kommandantur habe, so behauptet L. weiter, niemand gewußt, weShalb die Verhaftung erfolgt fei, und ihnen anheimgestellt, wieder nach Haufe zu gehen. AIS sie sich mit der Begrünsung. man solle sie auch wieder im Auto nach ihren Wohnungen schaffen, weigerten, habe man sie nach dem KronprinzenpalaiS und am nächsten Tage nach dem Untersuchung»« gefängnis geschalft.— Gegen Ledebour schwebt zurzeit bei dem Untersuchungsrichter de» Landgerichts I, LandgerichtSrat Ziethen. ein Strafverfahren wegen Vergehens bzw. Ver- brechenS gegen die§§ IIB und 12B(Aufruhr und Landfriedenöbruch), und zwar soll sich L. als Rädels- führer betätigt haben, so daß das Schwurgericht für die Ab- urteilung zuständig wäre. Vom Rechtsanwalt Dr. Kurt Rosen- feld, dem bisherigen Justizministcr, der seine Anwaltspraxi» wieder aufgenommen hat. ist nunmehr cin Antrag aus Haft» entlassung Ledebours gestellt worden, der damit begründet wird. daß Fluchtverdackst überhaupt nicht vorliege, da L. sich nie ver- borgen gehalten, sondern sich stets in seiner Wohnung aufgehalten habe, ferner könne Ledebour al» Mitglied des VollzugSratS die JmmunitätSrechte eines Abgeordneten geltend machen. Dieser An- trag liegt zurzeit der Staatsanwaltschaft vor, ein Bescheid ist noch nicht ergangen. Die Dekämpfung der Arbeitslosigkeit. Die»P. P. 92." lchrriben: Di« unhaltba-en wirtschaftlichen Zustände haben im Kabinett den Entschluß reifen lassen, radikal durchzugreifen und Maßnahmen ins We.k zu fetzen, die der mehr und wehr p'atzgreifenden chaotischen Verwirrung unsere» Wirt- schaftSlcben» Einhalt zu tun geeignet sind. Ohne weitere» ist klar. daß der Hebel, an den hier anzusetzen ist. der A r b e i t S m a r k t sein muß. Bedenkt man, daß allein in der Landwirtschaft die Zahl der fehlenden Arbeitskräfte auf annähernd ltOOWXI Personen be- zisfert werden kann und schon jetzt die Frühjahrsbestellung unter solchen Verhältnissen al» ernstlich gefährdet gelten muß, erwägt man weiter, daß die Lebensmittelversorgung Deutschland» durch die Entente aufs engste mit einer höchstgesteige�ten Ausfuhr von Koh- len, Kali und Jnldustrieerzeugnissen verknüpft ist. so kann kein Zweifel sein, daß sich gegen die erschreckend anwachsende Arbeits« losigkeit in Bälde von selbst Zwangsmaßnahmen aufdrängen, von denen die eben veröffentlichte Verordnung vom 15. Januar 1919, nach welcher den Kommunen daS Recht zusteht, in allen Fällen, wo A beitSannahme unbegründet verweigert wird, die Erwerbslosen- Unterstützung zu entziehen, vielleicht nur den ersten Schritt be- deutet. Deutsih-polnisiher Geiselaustausch. Posen, 23. Januar. Der polnische VolkSrat Hai auf daS von ver preußischen Regierung wegen Freilassung der Geiseln gerichtete Telegramm eine Antwort«rleitt. in der er zunächst eine Rcihe von Fäll.n angibt, in denen Polen von deutsck?er Seite unmenschlich oder mit großer Härte behandelt, als Geisesn.ver- hastet, sowie polnische Orte und polnisches Eigcntuw durch deutsche Soldaten geschädigt worden waren. Sodann heißt eS weiter: Ter bedauerliche Unglücksfall im Kernwerk beruhte darauf, daß Gutsbesitzer von Haza Raölitz und seine Genossen die Wachtmaan. schosten überfielen. Obduktion der Leichen ist von gemischter Kam- misston von Polen und Deutschen vorgenommen, strengste gericht. llche Untersuchung im Gang«. Wir sind bereit, alle Geiseln und Internierten zu entlassen unter der Bedingung, daß sämtliche Polen auS Posen, W stpreußen. Ostpreußen und Schlesien und vi« polnischen Rückwanderer, Sie im Zusammenhang mit den letzten Vorgängen in der Provinz Posen, Brandenburg. Westpreußen. Ost- Preußen und Schlesien in Haft genommen wurden, entlassen werden.— Wir haben unsere Organe beauftragt, ein Verzeichnis ver von polnischer Seite festgenommenen Geiseln und Gefangenen anzufertigen und werden e» möglichst bald einreichen; erbitten gleichfalls Verzeichnis der deutscherseits verhafteten Polen. Maczclna Roda Ludowa.— Anmerkung de» MTB.: Gutsbesitzer von Haza Röblitz und seine Begleiter sind in da? Kernwerk von Posen al» Gefangene, also nachdem sie vorher entwaffnet worden waren, eingeliefert worden. Wie sie unter diesen Umständen ihr« Wachtmannschaft überfallen konnten, ist unerfindlich. Der Selagerungszusianö in Hamburg aufgehoben. Sämtliche Gebäude gesäubert. Hamburg, 2Z. Januar. Im Laufr der Rackit wurden die von den Spartakisten noch besetzt gcbaltenen Wachen und Gr- bände vollständig gesüufiert. Von den SichcrheitSmann. schatten wurden durch Schüssr vier schwer, mchrcrr leicht verletzt. Auf drr Grgensrlte sind bisher zwei Tote festgestellt, die Anzahl der Verletzte« ist noch nicht ermittelt. Heute früh 19 Uhr wurde der Belagerungszustand aufgehoben. Ter Hamburger Hauptbahnhof war heute früh noch von jedem Personenverkehr aus- geschaltet. Eine Demonstration von Seeleuten« Hamburg. 23. Januar. Di« Seeleute., die heute früh wieder vor da» Nathan» gezogen waren und dort den Bescheid er- halten hatten, daß die Beratungen über ihre Forderungen dazu geführt haben, daß der Arbeiter- und Soldatcnrat Hamburg der Nationalversammlung einen Antrag auf Aufhebung der See- m a n n» o rd n u n g unterbreiten werde, daß aber in bezug auf die anderen Fragen eine Verständigung noch nicht erzielt werden konnte, da die in Frag« kommenden Vertreter der Reedereien in Berlin wegen der Auslieferung der Schiffe verhandelten, ver- langten jetzt, daß der Vorsitzende der Exekutive H e r s e ihnen selbst Auskunft erteile. Als Hers« sich weigerte, erklärten sie, die Weige- rung könne zum Blutvergießen führen. Tarauf verlangte Herse von der Deputation der Seeleute die Zusicherung, daß Ruhe und Ordnung nicht gestört würden, worauf er sich zum Sprechen bereit erklärte. Seine Ausführungen wurden vvn den ver- sammelten Seeleuten mit lebhaften Zurufen d«S U n w i l'l e n s aufgenommen. Die Seeleute zogen schließlich in geordnetem Zuge ab. Nachdem noch einige Führer de» SeemannSbunde« zu ihnen gesprochen und für den bisherigen Vorsitzenden der Exekutive Laufenberg eingetreten waren, wurde vor dem Rathaus« auf einem Dcheiterhauf«» die SeemannSordnung ver- brannt. wie es in einer Revolution nicht sein soll. >vrcmcr Exzesse. Un» wird folgender Bericht zugesandt, den die B r e m e r Zensur für die Zeitungen in Bremen verboten hat: Am 14. Januar 1919 haben gelegentlich der Unruhen auf der Aktien-Gescllschcrst.Weser' bavasjnete Werftarbeiter elwa 79 An- gestellte am Verlassen dcS Wertes gehindert und sie im Derwal» tungsgebäute sestgehalten. Von dem Bremer Rat der DolkSbeauftragten waren aus der Werst anwesend die VolrSöeauftragten Henke und Kaiser sowie VaS Mitglied dcS Beirates vom Volkskommissariat für VolkSwohl- fahrt Jörn. Bei Beginn deS FeuergefechteS vor der Werft begaben sich die zurückgehatlencn Angejlellicn schutzfuchend in die Kellerräume. Sie wurden von den Bewaffneten unter Drohungen gezwungen, den Keller zu verlassen und sich in dem glaSüderdachten Hauptlonior zu versammeln. Wiederholt« Proteste wurden mit der Erklärung abgelan, daß 20 Angestellte al» Geiseln für die nicht aufsindbare, Direktion sestgehalten und daß für jeden gefallenen� Arbeiter drei dieser Geiseln erschossen würden. Aus den weiteren Hinweis, daß der Ausenthalt im Lichthos gesährlich sei, wurde erwidert:.Ja, gerade damit Sie zuerst erschossen werden, sollen Sie da hinein.' Die mit der Bewachung der Angestellten brauftragien Posten erhieUen den Befehl, von der Waffe Gebrauch zu machen, sallS jemand versuchen sollte, den Raum zu verlassen. Ferner wurde gedroht, daß die Beamten an die Fenster vor die Schützen gestellt werden sollten, um ein« Brustwehr für sie zu bilden. Ein« Voten- frau wurde mit Erschlagen bedroht, wenn sie nicht angäbe, wo die Diceklion sich befände. Die Befehl« gingen von einer nicht zum Werk gehörenden Person aus, deren Führung sich die Bewaffneten unterstellt hatten. Es war die», wie später seftgestellt wurde, der oben erwähnte Beirat im Volkskommissariat für VolkSwohlfahrt Jörn, ein Lehrer au» Nienburg. Di« Maschinengewehr« und Posten wurden gleichsallS nach seinen Anweisungen ausgestellt Alle Anordnungen von ihm wurden mit vollkommener Ruhe und Kaltblütigkeit getrosten. Tie Nr. 13 de».Kommunisten" vom 16. I. 1010 bestätigt, daß beschlossen war. für jeden gefallenen Ardeiter drei Geiseln auS den Kreisen der höheren Angestellten zu erschießen. Theaterrohekt. Am Abend de» Tages, an dem in Berlin Kork Liebknecht und Rosa Luxemburg ermordet worden waren, gab in Wilhelms- Häven der Tireltor eines Operettentheaters den traurigen Vor- fall seinem Publikum bekannt. Und zwar auf die Weise, daß er zwischen den Akten der Operette diese» neueste Ereignis durch«inen Trompetcniusch ankündigen ließ und e» dann dem Publiku» mitteilte. DaS p. p. Publikum selbst spendet« daraus lebhaft Beifall. Dieser rohe Vorgang erregte die Wilhelmshavener Arbeiterschaft derart, daß sie durch einen DemonstrationSzug die Schließung des ThealerS forderte. Ter Arbeiter- und Soldatenrat schloß das Theater für einen Abend, nahm aber dann von weiteren Maßregel» im Interesse de» Bühnenpersonals Abstand. Lazarettinsos?en, öie nicht wählen Surften. Vom Soldalcnrat deS Darackcnlazarctts Tempclhof gehl un» eine längere Darstellung zu. in der er seine Bemühungen schiloert. für die Kranken in diesem Lazarett die Möglichkeit der WahlauS- Übung zu den Wahlen zur Nationalversammlung zu sichern. Alle Bemühungen waren umsonst. ES ist sonach klar, daß der Soldaten- rat alle? für dtr Interessen der Lazaretnnsassen getan hat. wa» in seinen Kräften stand. Der Wahlkommissar ist berechtigt, für die bettlägerigen Wahl- berechtigten Kranken besondere Wahllisten auszustellen. Znöustrie unö hanöel. Die Börse. Nach einer leichten Abschlvächung. die wohl durch die triste Lage des VerlehrSwescn» hervorgerufen wurde, erholte sich die Börse rccht rasch und schloß in ziemlich guter Hallung. Auch Montanwcrte, die anfänglich teilweise unter Abgabeneigung zu leiden hatten, erholten sich meistens rccht gut. Recht fest waren chemische und EleltrizitölSwerte. Auch der K a s s a m o r k t war durchaus fest disponiert. Ko- lonial-, Zement- und GlaSattien waren ziemlich begehrt, aber auch auf fast allen anderen Gebieten überwogen durchaus die Kurs- bcsierungcn. Weitaus am wichtigsten waren aber die Kursbewegungen auf dem Kalimarkte. Deutsche Kali sind schon seit geraumer Zeit fest; hier wie bei Teutsch-Erdöl spricht man von einem Ver, kauf de« elsässischen Besitze» an Franzosen oder Amerikaner. Die Bewegung beginnt aber allmählich weitere Kreise zu ziehen. Die verschiedensten Kaliaklien und Kalikuxe stnd von ihr ergriffen worden. Wahrscheinlich steht im Hintergrund de» ganzen Rummel» da» Gerücht von unverbindlichen Besprechungen mit den Ameri» lauern über eine teilweise Verpachtung der deutschen KaliauSfuhr an die Amerikaner aus längere Frist zwecks Bezahlung der Lebensiniltel- und Nohftofflieferungen. Damit würde wohl auch sür die deutsche Kaliindustrie die Sorge vor dem elsässischen Weit- bewcrb fortsallen. Heimische Anleihen waren recht fest. Letzte Nachrichten. Der«Völkerbund. Pari». 23. J-nuvr.(Reuter.) Amtlich wird mitgeteilt, baß dt« Mächte beschlossen haben, eine au» zwei Vertretern— einem Zivilisten und einem Militär— bestehende K-mmisstvn nach den Prinzehinscln im Marmaramerr zu entsenden, um dort mit ruf» fischen Abgesandten zusammenzukommen. Eine ähnliche Kom- Mission wird nach D a n z i g geben, um mit den Polen zu ver- bandeln. Am 25. Januar wird eine Iffentliche Vollsitzung abgehaltr» werden, um über den Völkerbund zu beraten. Lloyd George wird bei dieser Gelegenheit eine au» einigen wenige» kurzen Klauseln bestehenden Antrag Uber die allgemeinen B e. ding ungen einbringen. Hierauf wird Wilson nach den Nnterredungen mit Leon Bourgeois, Lord Ereil und Smuts sprechen. Schließlich wird eine besondere Völker» bundkommlfsion darüber entscheiden, wie groß der vvn Deutschland angerichtete Schaden und wieviel Schavenocr- glltung Deutschland zu bezahlen imstande ist, ferner i» welcher Weis« die Zahlungen geschehen sollen. Ablehnmin eine« BorfriedenS durch die Slkliserten. Genf. 23. Januar.(Telunion.) Räch Meldungen an» Pari» ist der Antrag Deutschland», einen schnellen PrSli- minarfriedcn abzuschließen, von den Alliierten a b g e. lehnt worden. Die Entente könne mit Deutschland nur auf Grund eine» ordentlichen FriedeoSvrrtrage» verhandeln. Deutsch. land könne nur so zum Friede» komme». m«illSMU i Hl MMllükkSMW In Mi. Di« NluyblattverbrkitunA in?erlin findet heut nachmitta,»on 4 Uhr an von folgenden Lokalen aus statt: l.«toul. Reiier Markt. Ecke Bischofstrab«. >. kchirnt. Tharlottenstr. 7/8. 8, Cchntlhfife, Lühowstr. 27. 4. Schneider. Winterfeldtstr. 8. 8 K eigner. Hagelberger Str. SOt. 8 Schaidt, rkorimburger Str. 8 7. B ortmann. Blstcherstr. 6t, 8 Rode. Tikffenbachstr. 38. ?. TlWinp, Cranienftr. 187. 10. Tan». Lauscher Str. 46. 11.©filier, Ska Icher Str. 50. 12. Weister, LBranpelstt. 22. 18. Woneß, Prinzen str. 88. 14. Simon. Michaelkirchplatz 19. 16. Kl. GewerkfchastSbaus, Elifabethstr. 11. 16. Schuckert. Rüderldorfer Str. 3. 17. Wilhelm, Hohenlobestr. 8 18. Ehmielewlki.©udener Str. 45. 10. Vistos. Schreinerstr. 7. 80. Sckmltz. frankfurter Lllee 881. 21. Weber. Edertpftr. 45. 22. Bauer. Gr. frankfurter Skr. 1. 28. Gott. Bardelebenftrabe. Ecke Kniprodestraße. 24. Koch, klmmanuelkirchlkr. 13. g Mock. Reue Könlgstr. 24. Trescher. Rückerftr. 6, Ecke Linieustratze. 97. Todrohkaw. Swinemünder Str. 11. 28. ltzuthmann, Marlenduryer Str. 1. 20. Burg. Prenzlauer Allee 180. 80. Grünau. Stafltcimcr Sit. 80. 81. Goldschmidt. Stolpisch« Str. 8«. 32. Kom. Glcimftr. 10- 88. Hofsmann. Swinemünder Str. 47. 84. Golddach. Binetavlatz 7. 86. Bathke. Ackerstr. 81. 86. Hense. Bsnenstr. 10. 37. Hübuer. Wilknacker Str. 84. 88. ftnch. Werltstr. 4. 80l Kleiner! Levetzowstr. 21. 40. llanfte. Wielefstr. 46. 41. Behrend. Strom str. 26. 42. Voigt, Svrengelstr. 17. 48. Mev«r. Panlltr.«2. 44. Krrfin, Pankstr. 60. 46. Pole. Kolcmiestr. 16. 46. fuchi. Weddingstr. 8. 47. Senkel. Ulreckiter Str. 10. 46. Polziu. Müllerstr. 131. Pflicht jede! Parteigenossen ist es. sich an dieser Arbeit zv t«. tekNgcn._ Die sozialdemokratischen Kandidatenlisten für Grofz-Perlin. verlin: Hirsch. Paul Honn«. Gertrud Lstdemann Hermann vrnnner. Lvuio filcher, Tlieodor' Hcllee Gustav Tr. Heinemann, Hugo Cuna», Heinrich tmul. Otto oetzs». Hugo strälililv. Alexander flohn, Aldert HLbner, Offar Dittmer, Emil M-itieni, frch Rickeit. Gustav Tdurau, Wilhel« vrolat, fri» Kahler, Wilhclmme Kliiiglcr,»arl Zucht. Leonhard Teltow- Beeil««: Otto Hue, Arbeileriekretär. friedlich Bartels, Parleciekeelär. Emil Wutzkn, Gewe�licha'ISlkkrellir. frau Luise Kahler. Hausangestellte. stlcorg Schmidt. Gärtner. Heinrich faekel..-simmermann. Alfred Scholz, Re�atieur. fra», Guifchmidt. GenossenkchastSangestellter. KaSvar Wenzel, Kaufmännischer Angestellter. August Gebert, Gewerlichastsangeftellter. fra» Gertrud Lodahl. Tr Brun» Barchnedt. Schriftsteller. Frau Gertrud David. Schrrsistelleriu. Niederdarnim. Conrad Harnisch, Scku'itsteller. Max Bieth. Merallarbeirer. Willi fahnte, Mechaniker. Brrnhaid BrunS, Stadtverordneter. Friedrich Beintömpen,©ewerk'chastebeamter. Wildrlm Tierrna, GewerlschaiiSielretär. Hermann Müller, Paileilelretär. Adolf Wnschick. Merallari'eiier. Karl Hehschiiid, Getver k'chaflSangestellter. Anna Simon, Sekreiärrn. Gustav Fielitz, Konsumairgestelller. Alex Sailer, Ardenerielreiär. Karl Prieterl, Gewerklchafisbeamler. Philipp Zovf, Bttchdrucker Richard Schulz, Zrgarrenmacher. preußenWah! vm Sonntag! Dabldercchtig« ist jeder Deutsche, der am 19. gauuar in der Liste stand. Driit'chöstmeicher sind diesmal nicht wähl- berechlizt. Militärpersonrn, die nach den: K. Januar aus dem Felde entlassen sind, und solche Milrtärperfoucn, die zur Bc- wachuug der Wahlränme kvmmandirrt sind, dürfen wieder wählen, ohne in der Liste zu stehen. Sie haben aber wieder einen besonderen NerechtigungSschein von der Kommandanlnr Berlin oder von ihrem Drnppcnteil deiznbrin.qen, der abgegeben wird. Personen, die nach dem K Januar zugezogen sind und «Ine Bescheinigung dcS früheren Wohnorts beibringen, daß sie in der dort gen Wählerliste gestrichen sind, können»och nach- getrogen werden. Zur Bernnfachnng des WahlgefchäfiS rmp- siehlt rS sich dringend, daß Familienmitglieder oder Bewohner desselben Hanse» möglichst geschlossen au die Wahlurne gehen. Di« jüngsten Wähler. Am Sonntag kl> neu euch alle deutschen Männer und Frauen wähle«, die nach dem>9. Januar 20 Jahre alt geworden sind und dl» zum 26. d. M. daS 20. Lebensjahr vollendet haben, für diese jungen Wähler sind besondere Nachträge aniefmigt worden, woraus die Wahlvorpäude und Wähler usw. achte» müsicu. 11 Vermehrung der Wahllokale in Charlottenburg. folgende bisherige Sümmbezirk« sind geteilt worden r 6, 13, 14, 15. 18. 20. 23a, 33, 37. 43. 54. 67. 60. 62. 64 65, 09, 71, 75, 76. 78. 78», 89. 95, 99. Die Wähler, tue in dielen Siimmbezirlen gewählt haben, ersehen ihren neuen Strnrmbezirl und ihr neue» Wahllokal au» den B e k o n n» m a cd u» g e n. die sich am Sonnabend und Sonnlag an den Aiiichiagsäulen. befinden. Sie wollen hieraus bei»» der» achten, um nicht ein saticheS Wadllokal aiitzuiiichen. Ein bösartiger Wahlschwiudel. Bon einer Reih« Charlotten- burger Einwohner wird nnS berichtet, datz ihurn vor der Wahl zur Nationalversammlung aus der Straße die llcine sozial- demokratische Broschüre»Tie Augen auf!" überreicht worden ist, die zur Wahl sozialdemokratischer Kandidaten auffordert. In dem achtseitigen Broschürchen lag in allen fällen ein Stimm- zettel. Jeder, der nicht die sozialdemokratische Liste kannte, mußte annehmen, daß ei sich um den sozialdemokratischen Zettel handle. Tatsächlich aber lag die demokratische Kanvidaten- liste in der sozialistischen Broschüre. Ta niemand daran dachte, da? Hesichen gleich aus der Straße zu untersuchen wurde oer häßliche Schwindel erst später entdeckt, als e» nicht mehr möglich war. die Verteiler festzustellen und den nichtsnutzigen Urheber ,n ermitteln. Das Beispiel zeigt, wie richtig et war. den Berliner Stimmzetteln die Ueberschrift vorzuorucken:„Sozialdemokratische Partei Deutschlands". tfrofxe Vramtcnkundgebung. Henle Freitag. 8 lltjr abends, im Sportpalast. Hochbahn Bülowftr. Redner: Konrad H a e n i f ch, Hriorich Scholz. Groß-Serliner parteinachrkchten. Arbeiterräte. Partei- und VetriebsvertraucnSIcute der S. P. T.l Veriammluna am Sonnabend, den LS. d. im SitzunaS- iaale de» Herrenhauses. nachmiriagSzS Uhr. Treptow. Baomschutenweg. K I n g v l» t i v e r d r« i t u n g am Sonnabe, d von soloenden Lolalen at:S: Om Cnsietl Treptow- Sieb« Giaez.. Ecke Bouchestiaxe. natm. S'l, Uhr. CilS'cil Baumschutenmea' Erbe. B-umschnleiistrahe 14. Haß. Baumlchul-nlirage 72. nachmittag« t1/, Uhr. Lichtenberg. F-eit-g nochmiltag flngblatt- und Stimm. zettetverteilnng von nachlesenden rokalen: Hützel, Wütililch'tr. 30, 3dt Gabnel-Mar Stiane; Hamann, ftro'ftncr Str. 35; M-ger, Silfiiitch* strafte 7; Eläber. fimiftr. 2«; Zander eit, Seliingfir. 8; Tiefe, S-le MSitcn. darft- iinb Nittergiitsleafte: Kucke, frenenltr>4. Ecke Rosenselder Str.- KurkowSki, Plarellc. 74. Jedes Mitglied muft zur Stelle lcm. SW der V«bl om nächsten Soniltag sind sämtliche eingelcheiebenen ZSäbier wablbeiechiigi. Das Aentralwahlbureau bestndel sich wieder bet Kurtowssi. Psarrllr. 74. Ami Lichtenberg SS2. friedrlchSfelde. Alle Genossen unb Genossinnen, die am Sonntag bei der D a b t a r b e i t bebiiilich fern wollen, meiden sich von stütz 3 tlbr ab bei Habevlanb. Silfjtimitr. 38. cberschSi-rweide. feeitag. S5 stanuar. abend« 6 Uhr. von den Zahl- abendlotalen Ktugblattverbeettung. feiedrichSbagen. Heute abend, pünlllich 7'/, Ndr. lpiicht Minder kionrad Haenilch im Saale des twauerei. Äuesitiank. See- strafte, über:.Die Wadien zur preuftischen Nalioualvcriammluua.' Krauen und Männer cischeinl in Mafien! Reinickendorf. Okt. Heute, Freitag, abends 7>/, Uhr. i« .Schützenkau«". Nesidenzlst. t-2i Oessenlliche Bersam«. tun««urPreuftenwakl. Tempelhof. Freitag, den 24, fanuar tS!S. abend«? Ukr: Zwei üllenlllche Vollsocrlammlungen in der Aula der Gemeinde. ichgle, Manleusielllr. 03 5ie!,: F. au Dr, D>i v i d. und in der An a der Gemeinde! chule, Fricbrrch-Bilkelmur. 72/74. R-i.- Dr. Si-gstie» Nasen. I e l d. Jugenüveranstaltungen. vlrb elter-Jngend Nrutölln. Sonntag, den 23. Fanuar, Danderung nach Finlenliug, Tr-sioulitl>l,S Badntzot Ncuiöll»: Mr rltach«1glcr:>/,7 Ba»ndol Gejmidbrunnen. Unlosten t�v M. �Znftrumenle und»"ederbücher mttbringcn. X Sp'lzenRe&ic u. Abschniüe VolcDcienne4-> TQU-,? pachte!-, Zwirn- und Klöppel- Spitzen sowie Einsätze )o venchiedenen Längen u. Breiten int nor*ellh»ften Prelien Parffimerlen Magclpflcgegarnituren. 3.60 „ l Etuts 2.25 4.00 9.00 . a. 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Klugen find öer Seele Spiegel darum bewahre man sie davor, daß sie tiüve werden, daß rot enlzündeie Lider sie verunzieren, daß sie infolge Ueberanstrengung malt, glanzlos in die Welt itbauen, beim geringsten rauben Lsiit« che» träne» und daß sich schon im jugendlichen Alter in der Augengegend jene fällchen bilden. die eine folge de» nnwilltürlichen Ausammen. tneifenb der Äugen bei angestrengtem Sehen sind. Ueberangestrengte Augen vei Ursachen Kops- schmerz, vorzeitige Ermüdung und Rervosiiäi und geben dem Gefichi einen malten» neivöie» Zug. machen e» vorzeitig alt. Komme» Sie zu uns, wenn Ihre Augen über- anstrengt sind, wenn S>« bei'vielsiveiie bei fbrer gewöhnlichen Beleuchtung nicht mehr scharf sehen lönnen. Die Untersuchung ist kostenlos. Wenn Sie ciwa bereu» über 40 Jahre all sind und noch leine Augengläier hoben, so iollien Sie un» unbeMngl beiuchen, denn in diesem Älter brauchen, mit ganz wenigen Ausnahmen, selbst sehr gelundeAugen eineHiiierstßtzung durchA»geng!ä>er, wenn e* mit der Leistung nicki bergab gehen ioll. Gute Angetiglästr. die man ja durchaus nicht dauernd zu lrogen braucht, erhöben die Leistung Ihrer Äugen, sieigem Ihre Ärbeiistra!« unier llmstäiiden bis auf« Doppclie und hallen Ihre Augen klar und blank. Wir legen beionderen Wert au'guleSAufpasien der fasiungen.alio auf oilbozeniriich richliges und sicheres Sitzen, weil auck da» beste Glas nicht dal Beste leisten kann, wenn e4 schlecht sitzt. <« Optiker Ruhnke Berianaen 61» nach auherhaid tofteni o« unseren Oplomrler zum Selbllbeslimmeii pasien. der»liller nebst Berlandliste. 6t». UV, Mi MB, M» tzüiSiHk Friedenan:! S�-nöber der Rsifer-Cicht** a��Sto'jalSo»8' � Scbinebere: Wilmersdorf; NtukSiiat «, ob«ats»r�Stlh«lM.PI»tz«etBaa Str. t»,?, a» de» Uhlmrdsi»«er, str.«, gegenüber Mchardftr. *' SmoSeafr. IM, eckt Srmrneaste. KW, Frtedrtchstr. 130.«.«orottzeenftr Cbarlottenborg: »«uenziorsti. 15, eckt Ate* burger Strafte, Zoochtm-thaler Strotze Z. am Bahnhof Zoo. GroßGerün Weimar statt 9er!m. Also Weimar I Wir Berliner werden sie nicht so bald wieder . fcn KeichZmgSiaol seben und hören, die Dielen, die der Parlaments- Kiebitz von früher kennt und die nicht Wenigen, die zum erstenmal die Weihe des Volksvertraucns empfangen haben; Vor allem— wir werden nubt dabei sein können, wie zum ersten- mal auch Frauen an der Beratung des Schicksals des deutschen Volkes teilnebrnen. Kann man auch diesmal sagen, doh die Gewählten sozusagen aus dem Schmiedefeuer de« Wahlkainpses hervorgegangen find? Kaum I Ter Proporz hat den Wahlkampf erfreulich unpersönlich gemacht, es wurde ungleich mehr um Parteien und Programme als um Perlönlichkerlen gestritten, nur'die Unabhängigen gaben ihrem persönlichen Haß gegen Eberl und Scheidemann reichlich hlnsdruck und dadurch, daß sie Eichhorn an die Spitze ihrer Liste stellren, sorgen sie auch dafür, daß die Antwort nicht ganz un- persöntrch bleiben konnte, Nlio im Theater zu Weimar I Wenn sonst die Verlegung der Raiionalveriammlung auch schwerwiegende Nachteile hat, ganz be- sonders für die Arbeit de: Presse— die Zuhörer haben e? weil besser als in Berlin. Für sie wird weit mehr Platz da sein, 35 000 Menschen werden längst nicht einen TeU der Zuguckleute auf- bringen wie die Viermillionenstadt und die Abgeordneten werden nicht zu stöhnen brauchen über die Kartenjäger, die sie unter dem vorgeben böchst dringlicher politischer Angelegenheiten von der wichtigsten Arbeit und aus der spannendsten Debatte herauSzitieren. Natürlich: Weimar wild eins neue Blüte dcS Fremdenverkehrs erleben; wer zu feinem politischen Interesse da? nötige Geld und die Zeit dam, hat. wird dabei sein müssen—— wenn nicht für Steilen gerade nach Weimar ein besonderer Zwecknachweis ringe- führt werden sollte. Der RcichStagSiaal aber bleibt einstweilen verödet. Hören wird man ja in dem Tbeater besser. Aber Berlin wird- darin ziemlich einig sein: als Kaserne ist der PteichStog zu schade, ganz gleich ob für Spartakisten oder für SicherheitStruppen. Un» aber durfte doch wenigstens die preußische Konstituante bleiben. Von ihrer Verlegung etwa nach Nordhausen ist bisher noch nirgendwo die Rede gewesen. » In der Stadtverordnetenversammlung haben neben den So- gialdemokraten auch die ltnabhängigcn beantragt, gegen die Ver- legung der Nationalversammlung zu protestieren. Dazu gehört schrn einiger Nut? Sind es doch die Unabhängigen gewesen, die entweder durch Mitveronsraltung, laute Billigung, auch schreiende Verherrlichung oder mindestens schweigende Zustimmung all jene emporenden Gewalttätigkeiten einer lleinen Truppe mitgemacht oder wenigstens unterstützt haben, denen es zu danken ist. wenn die Regierung� die ungestörte Arbeit der deutschen Volksvertretung in Werlin nicht kür gesichert hielt. Da mögen die Unabhängig«» jetzt protestieren, davon beißt keine Maus einen Faden ab. Zum Eiektrostreik schreibt uns der Zentralverband der Maschinisten u. a.: Der Höchstlohn, der überhaupt gezahlt wurde, beirägt 2.03�, Mark pro Stunde. Die Organisationsleitung �ist sich voll und ganz der Bedeutung und Tragweite eines EleltrizitätSstreiks für das Wirtschaftsleben Berlins bewußt gewesen. Die OrganisationS- teitung glaubt alles mögliche aufgeboten zu haben, um den Strei! zu verhindern. Nachdem aber nur«ine Zulage von 1 0 P f. geboten war und die Arbeiter dieses ablehnten, war die Sache nicht mehr aufzuhalten und die Katastrophe unabwendbar. In all den vorhergegangenen Verhandlungen ist der Direktion und den Magistratsvcrtretern dieses eindringitch gesagt worden. Man zahlt den GaSarbcitern 3 M. pro Stunde vnd den Etektrizitäts- arbeiten: wollte mon noch nicht mal 2,50 M. geben. Das hat geradezu provozierend gewirkt. Von dem Augenblick der Arbeits- riiedeolegung an arbeitete die Steeikleitung fieberhaft, um schleu- nigst«in« Einigung zustande zu bringen. Des Nachlassen der Ar- beiter von ihrer ursprünglichen Forderung beweist ddch, daß den Streikenden daran lag, so rasch wie möglich den Betrieb wieder aufzunehmen. Die Forderungen der Maschinisten und Heizer waren von jeher immer fthr bescheiden, diesen bescheidenen Forderungen aber hat man auch gerade in städtischen Betrieden zu wenig Rechnung getragen. In den Kriegsjahren war es gang und gäbe, wenn die Leute mit einer bescheidenen Forderung kamen, ihnen mit dem Schützengraben zu drohen, und das rächt sich jetzt schwer. Verschiedenes in städtischen Betrieben macht immer wieder böses Blut, z. B. die niedrigen Löhne der Stadthai'.Sheizer. Trotz- dem schon längst um eine Ausbesserung ersucht worden ist. warten sie und die Organisation immer noch auf Antwort. In den Ka» nalisationSwerken XI und XII hat man Maschinisten resp. Heizer gekündigt und ihnen gesagt, sie können lcxtiier arbeiten, müssen aber 17,00 resp. 20,00 M. die Woche billige: arbeiten. MagistratuS möge sich freundlichst vor Augen fiihrcn, daß, wenn in dieser Weise weiter acwirtschastn wird, er dann gerade in städtischen Betrieben mit noch großen Schwierigkeiten, welche er herbeiführt, zu rechnen haben wird. Die Schuld an dem Streik trifft nicht die Organisation oder die Arbeiterschaft. llebrigenS ist es auch ganz falsch- haß Außen« stehende ihn beeinflußt hatten. Die Gasverteuerung. Charlottenburger Stadwerrirdnetenversammlnng. Jstn Mittelpunkt der Verhandlungen am Mittwoch stand die Magistratsvorlage betr. eine neue Erhöhung de-Z GaSpreiseS. Erst am S. Jan mir mar der GaSprciS dcbattcloS auf 30 Pf. für den Kubikmeter(32 Pf. bei Automaten) erhöht worden. Seither haben die Arbeiter der Gasanstalt unter Androhung des sofortigen Streiks neue Forderungen erhel>en. Sie verlangen nach dem Lorgang Berlins für Schichtarbeiter die fcchSsiünMe Arbeitszeit bei einem Stundenlohn von 3 M., für Handwerker 2.50 M., für Hofarbcitcr L M.. für qualifizierte Hofardeitcr 2.25 M., für Frauen 1,50 M. Der Magistrat hat diese Forderungen mit Wirkung vom 1. Januar an bewilligt, weil er die Verantwortung die Stadt ohne G«S zu lassen, angesichts der Tatsache, daß in Berlin dieselben Forde- rungen erfüllt worden waren, nicht glaübte tragen zu können. Da aber hierdurch eine �Mehrausgabe von fast IJ-i! Millionen Mar? jährlich entsteht und das(üoswerk mit einem erheblichen Defizit arbeiten würde, sollte der Preis des Gases erneut um 4 Pf. erhöht werden. Die Stadtverordneten wandten sich in scharfer Weise gegen die Forderungen der Arbeiter, deren Leistungen, wie Stadtv. Dunk betonte, bei den erhöhten Löhnen andauernd zurückgegangen seien. Genosse Richter(Polizeipräsident) betonte, die Arbeiter müßten in ihrem eigensten Interesse erkennen, daß wir unser.Vaterland aus dem Unglück nur erretten können. Inenn wir alle fleißig arbeiten und noch mehr arbeiten, wie vor dem Kriege. Mr könnten der GaSpreiSerhöhung auch nur zustimmen weil wir diese Ler- Hältnisse als vorübergehend ansehen. Genosse Gebert verurteilte als EewerkichaftSführor vor allem die ganz unmotivierte Streik- krohung und die entgegen früheren Vereinbarungen ohne jede? Einvernehmen mit den Gewerkschaften erhobenen Forderurgen. Bürgerliche Stadtverordnete, z. B. Tr. Evck, wollten in den Bor- ganzen ein Fiasko des Sozialismus erblicken. Dem trat Genosse Katzen st ein scharf entgegen, da wir eZ hier vielmehr mit den traurigen Folgen kapi.alistischer GcsinnunaZbildung auch bei den Arbitern zu tun haben. Zur Erklärung de? Vorgehenz der Ar- beiker wies Katzenstein auf die ganz ungeheuerlich gestiegenen und weiter steigenden Kosten der Lebenshaltung hin. ober gleichwohl verurteilte er den mrnz unsozialistischcn Egoismus bieler Arbeiter- schichten, die unbekümmert um die Wohlfahrt deS a l l g e- meine n-G a n z e n über alle? Maß hinausgehend: Forderungen für sich erheben, so daß die Gefahr entsteht, daß wir in den völligen Ruin hineingleiten. Die verlangte Erhöhung der GaSpreise wurde zunächst nicht angenommen, sondern die Vorlage einem Ausschuß überwiesen, in welchem auch den Vertretern der GaZarbeiter Gelegenheit gegeben werden soll, ihre Forderungen zu vertreten. Eine Reihe von Stadtverordneten richtete dann an den Ma- gistrat die Anfrage, ob er Vorsorge getroffen habe, daß die Miß- stände, die sich bei den Wahlen zur Nationalversammlung aus dem zu großen Umfang der Bezirk: und den zu kleinen Wahl- lokalen ergeben haben'viele Wähler haben 4— 5 Stunden auf der Straße warten müssen, ehe sie ihr Wahtrccht ausüben konnten), bei den Wahlen zur prcußh'chen Nalianalverfammlung enn 26. Januar vermieden werden. Der Direktor dcS Statistischen AmtS Dr. Badtke gab zu, daß«nzelne Bezirke eine zu große Wählerzahl aufwiesen. CS werden infolgedessen am 26. Januar mehrere Bezirke geteilt werden, so baß zu den vorhandenen noch 26 neue Wahllokale hinzukommen. Die VerkessrSnst. Neber die Gründe der Eiirstellung des Betriebes auf der Stadt- bahn übersendet unZ die EisenDahndirektion nachstehende Mit-� teilung: Di« Eisenbahndirektion Berlin hat sich zu ihrem lebhaften Be- dmiern aenötigt gesehen, den Stadtbahnverkehr zwischen dem Schle» siichen Bahnhofe und dem Bahnhof Charlottenburg einzustellen. Die Veranlassung hierzu ist in dem Mangel an betriebsfähigen Lokomotiven im Bezirk Berlin zu suchen, der auch bei sämtlichen andern preußischen Eisenlbahnverwaltungen eingetreten ist, fo daß auf eine Aushilfe von dieser Seite nicht gerechnet werden kann. Der. L-okomotiomangol ist einmal zurückzuführen auf die WafscnstillstandSbedingungeir, dann aber auch auf di- gesunken« urch noch stetig weiter f i n? e n d e Leistungsfähigkeit der staatlichen Reparaturwerkstätten. Während im Fachen ein ReparäturstanÄ von 20 v. H. der vorhandenen Loko- Motiven als anAmessen angesehen wurde, stieg er im Bezirk Berlin bis zum Qktotb-r l91S auf 33 V. y. und steht jetzt auf 43ch..H. Wenn auch eine der Ursachen dieser Erhöhung darin liegt, daß das Lokomotivmaterial im Laufe des Krieges überanstrengt worden ist und viele AuZbesscrutigen nur mit Hilfe umngelhaster Ersatzstoffe ausgeführt werden konnten, so ist da? Anwachsen des Reparaturstandes doch zumeist auf die gesunkene Leistungsfähigkeit der Aröeiterscheft zurückzuführen, denn obwohl die Zahl der Är- beiter feit dem Oktober 1018 nahezu verdoppelt worden ist, verlassen wemger wiednherpestell!« Lokomotiven die Werkstätten dlS vorher. Nachdem die Direktion Berlin 103 Lokomotiven an die Entente ahgpgeben hat, verbleiben ihr zur Bewältigung deS gesamten Ver- kehr? 806 Lokomotiven. Hiervon sind heute betnohsfahiz 401 Lokomotiven. von diesen entfallen auf den Stadt-, Ring- und Vorortverkehr 211, während zur Bedienung desselben 262 Lokomotiven erforderlich sind, so daß 51 Lokomotiven fehlen. Die fehlenden Lokomotiven auZ dem Güter- und Lcrfchiebedienst im weiteren Umfange als bereits geschehen heranzuziehen, ist nickt möglich, da sonst die Versorgung Berlins mit Lebensmitteln und Kohlen leiden würde. Die Direktion Berlin sieht sich somit Schwierigkeiten gegen. über, die nur durch erhöhte AstbeiWust der Werkstüttenarbeiter überwunden werden können, und kann für di« näehste Zeit eine W iederaufnahme des S ta dtb ah nb e t r iebe s wicht i n Aussicht stellen._ Von Sonnabend ab GaSsPerre. Wie die„B. Z.° erfährt, werden die von der Kohlenstelle Groß- Verlin getroffenen EinschränkungSmaspiahmen— die Einführung der GaSsperrstunden in der Zeit zwischen 8'ch und 11 Uhr vormittags sowie �wischen 2 bi! 514 Uhr nachmittags, die Fest» legung der Sperrstunden für Gastwirtschaften auf MüO Uhr, die Einführung der Theatersverrstunden für 10 Uhr, der Schluß deS StraßeabahnvcrkehrZ sctvie deS Verkehrs der Hoch» und Unter- grundbahn um 1034 Uhr— Sonnabend, den 25. d. 2L, in Kraft treten. Ueber die Erstettung der Fahrpreise van StadtbahnmvnatLkarten erfahren wir von der Eisenbahndireltion Berlin folgendes: Soweit infolge der VerkehrSeinstellung auf der Stadtbahnstrecke die für Januar gelösten Monatskarten nicht ausgenutzt werden können, kann den Inhabern daZ gezahlte Fahrgeld ganz oder teilweise erstattet werden, lvooei aber für die vor der Einstellung des Stadtbakmvcr« kehrZ ausgeführten Fahrten ein Teil des Fahrgeldes, jedoch höchstens für jeden Tag der Benutzung das gewöhnliche Fahrgeld für zwei einfache Fahrten angerechner wird. Für die Regelung der Er- stattung ist das der Lusgabesiation vorgesetzte Verkehrsarm zuständig. an welches entsprechende Anträge schriftltch, unter Beifügung der Monatstarte zu richten sind. Die Station, bei deren Fahrlarten- ausgäbe die Monatskarte gekauft ist, erteilt Auskunft, welches Verkehrsamt im Einzelfalle zuständig ist. Nachdem diei Tirektirni Berlin 108 Lokomotiven an die Entente abgegeben hat, verbleiben ihr zur Bewältigung des gesamten Ver- kehrö 806 Lokomotiven. Hiervon find heut« betriebsfähig 404 Loko- motiven. Von diesen entfallen auf den Stadt-, Ring- und Vorort- verkehr 211, während zu dessen Bedienung 262 Lokomotive» er- forderlich sind, so daß 51 Lokomotiven fehlen. Die fehlenden Lokomotioen auS dem Güter- und Verschiebedicnst in weiterem Umfange als bereits geschehen heranzuziehen, ist nicht möglich, da sonst die Versorgung Berlins mit LebenSmuteln und Kohlen leiden würde.. Die Direktion Berkin sieht sich somit Schwierigkeiten gegenüber, die nur durch erhöhte Arbeitslust der Werkstättenarbeiter über- wunden werden können und kann für die näehste Zeit eine Wieder» aufnähme des StadtbahnlwtriebeS nicht in Aussicht stellen. Zur Liebkncck'ttragljdir. Die„Freiheit" erklärt, daß sie di« ihr zugesandte Berichtigung der Gardeschützen.Aav..D>ioision ver- öfsentlicht und daß in ihrem Blatt Haas« auch die Behauptung der Division für unwahr erklärt habe, er hätte bei der Leichenöftnunz gesagt, der Fall lasse sick„leider" nicht' als AgitationSstoff ver- werten. Wenn uns diese Veröffentlichungen der„Freiheit" bekannt- gewesen wären, hätten wir die Zuschrift der Division kaum ge- bracht. Wir können uns aber nicht der Fahrlässigkeit anklagen. Seitdem die Freunde der„Freiheit" begonnen hatten, die Regel- Mäßigkeit deS Erscheine, lS der Presse in Berlin Und sonstwo nach Belieben zu unterbrechen oder aufzuheben, hat man es sich abge- wohnen müssen, jedesmal Rückfragen anzustellen, wenn eins der Blätter ausbleibt, zumal-S ja nicht verwunderlich wäre, wenn dann einmal gegen die preßfreiheitfeindliche Presse auck, mal nach dem Rezept„Wurst wider Wurst" gearbeitet würde.— Daß u n S jede agitatorische Ausnutzung der Tragödie und ihrer Nachspiele fern- liegt, ersieht man daraus, daß wir die Erklärung der„Freiheit" aus freien Stücken wtdergeben. Der 27. Januar, an dem konst Reden, Biergläser und Wein» kelche geschwungea wurden, soll von den Reaktionären zu einem Demonstrationstag, allerdings einem stillen, für�die Monarchie ge» macht werden. Man sammelt Unterschriften für eine Huldigung an den Exkaiser. Auch unter den Eisenbahnangestellten in Liehter- selbe zirkuliert ein solches Schriftstück. Wir hätten die vorgesetzten Behörden mit dem Minister an der Spitze sehen mögen, wenn unter der Monarchie Unterschriften für di« demokratische und sozialistische Republik im Betrieb gesammelt worden wären. Daß die große Mehrheit deS deutschen Volke? tue Wiederkehr der Monarchie höchst entschieden ablehnt, hat ja de: Wahltag bewiesen.� Die Unterschriftenschnorrerei wird m zudringlichster Weise he- trieben. Sogar Schulkinder werden dazu mißbraucht un!, in d„! Wohnungen geschickt, die den Drahtziehern wohl wegen de? Hin» auSwurfrisikoS unheimlich sind. Die politischen Parteien in ihrer Stellung zum Weltfrieden, das ist der Gegenstand einer öffentlichen Versammlung, welche die Deutsche Frickdensgescllschaft Freitag, den 24. Januar, in der Lützowjtraße 846, abends HS Uhr, in der Aul« des Falck-öieal» gymnasiumS angesetzt bat. ES werden sprechen für di? Deutsche Volkspartei Geh. Rat Prof. Heymann, für die Ehxijtliche Volks» Partei, Staatsanwalt Dr. Fiegen, für die Demokratische Partei, Frau Regine Deutsch, für die Mehrheitssozialisten LHerl. Dr. Wirte, Für die Unabhängigen Sozialisten Minister a. D. Ströbel. Außer- dem ist freie Aussprach:._ Achtung, Arbeitertnrner! Zu der unter vorstehender Ueberschrift veröffentlichten Rvt�, wird uns von beteiligter Seite mitgeieiit, daß, von den zur S. P. D. gehörenden Mitgliedern des Turnvereins„Fichte" keineswegs eine Spaltung des Vereins beabsichtigt wird. Altersrieacntnrner Groß-BerlinS 1 Das nächste Zusammenturne» findet Sonnabend in der städtischen tSemeindeschül-Tutuhalle, Görlitz» User 1», von 8—10 Uhr sialt. Ein schwerer Einbruch wurde in der Rächt vom 20. z«!« 21. Januar in das Uhren- und Goldwarengeschäft Krwwitz, Warschauer Str. 74, verübt. Die Täter entkamen unbemerkt. Unter den gestohlenen Sachen sind auch gegen 50 alte, der Ku-w- schast gehörige Uhren. Eesamtschaden 25 000 M. Auf Mieder» herbeischafsung der gestohlenen Gegenstände ist eine Belohnung von 3500 M. ausgesetzt. Zweckdienliche Angaben webden angemessen honoriert. Eine Million Mar? beschlagnahmt. Den Breslau auS war die Kriminalpolizei auf ein« Reisegesellschaft von Katwwitz nach Berlin aufmerksam gemacht worden, die in ihren Abteilen 1. und 2. Klasse viel Gepäck mit sich ftihre. Zwei Soldaten oer republikanischen Soldoterrwehr, die mit der Zugkontroll« beauftragt worden vnrreu. erkundigten sich nach dem Inhalt und nahmen die Rersendew, als sie ihnen kein» Auskunft geben konnten fest. Äuf dem Polizei- präju'ium stellte mau fest, daß die Gepäckstücke mit deutschem, russischem und polnischem Geld gefüllt waren. Ein Fräulein Sarah Fertig aus der Kaiser-Wilhelm-Straße hier hatte außerdem noch eine sehr große Summe in Tausendmarkscheinen in einem großen, auZ Handtüchern zusammengenähten Beutel um den Leib geschlungem Weder sie noch die männlichen Mitglieder der Reife» gesell schast, Heinrich Wegschal, Aron Rabb unid Koschitzki, konnten über das Geld, insgesamt ungefähr 1 Million Mar!, nähere Angaben machen. Einen kleineren Teil wiesen sie als ihr Eigentum nach, alles übrige wollen sie nur zum Transport erhalten haben, ohne selbst zu wissen, wieviel die einzelnen Gepäckstücke enthiolben. Räch den Feststellungen der Kriminalpolizei scheint c£ sich um-inen großen G e l d s ch n: u g g e l zu handeln., der für da» Ausland bestimmt war. ES gelang bereit?, einen Galizstr, namens Metz, der in Holland wohnhaft ist und ohne Reiseerlaub». iiiS nach Deutschland gekommen war, festzunehmen der mit den anderen Verhafteten in Verbindung gestanden hat. Da» t>orit»-A fundene Geld wurde einstweilen beschlagnahmt und weitere Er» Mittelungen eingeleitet. Die bei den Reisenden vorgefundenen AbrechnungSgettel lauten über Beträge in einer Gesamthöhe von 0 6 Millionen Mark. Die Festnahme der Reisenden hatie sich bald in den Kreisen, die die Ankunft der großen Summen e» warteten, herumgesprochen und e? erschienen auch eine große Reche Personen, meistens Gatizier, auf dem Polizeipräsidium, um sich nach den Verhafteten zu erkundigen. Sie wurden gleich verhört und einige von ihnen ck-enfallS in Haft genommen. Auch mehrere Rechtsanwälte, die sofort von Angehörigen bestellt worden waren, bemühten sich schon am gestrigen Tage um die Freilassung der Reisenden. Diese wurden jedoch vorläufig in Haft behalten. Berein Arbeiter-J«gs;,d Grofz-Börlm. Durch die bekannten Vorgänge im„VorwärtS'hause ist eS unmöglich, unier Jugendheim noch in diesem Monat wieder zu eröffnen. Wir»offen bestimnch daß die Veranstaltungen im Fe« brnar wieder stattfinden können. Wir bitten, die Veranstaltungen der Abteilungen recht rege zu besuchen. SountagS steht Euch das Jugendheim Charlottenburg, Resineustr. 4(LollShauS). zur L«- fügung.___ Mir die deutschen Orient- und Schwarzweer-I'ruvpen. Am Sonnabend, abends 8 Hin, findet int großen Saal f. er Böife, Eingang Burgtlraße 25, eine Versammlung des. A n g e k ü r i g e n a u s f ch u s t e 4 der deutschen Truppen am Schwarzen Meer und in der Türkei stall. U. a. werden verjchiedene anS jenen Gebieten soeben zurückgekehrte Herren über die Lage der Truppen berichten und nach Atögüchlett AaSkunst er» teilen. »Der Wahre Jakob- ist erschienen und gelangt heute zur An»» gab«. Freitag und Sonnabend keine juristische Sprechstunde. Grost-Berliner Lebensmittel. Meinickrudorf. Abschnitt VI. SS und S3 je 250 Ercrnrn Marmelade. Anmeldung bis einschliejuich 29. Januar. Abschnitt 97 150 Sr.(«raupen, Abschmtt LS sür Jugendliche 100«ramm Krlefc. Anmeldung 6:5 ein« schlietzlich 1. Februar. In den amtlichen VerkausssteEen SKilcjüsjspcifc aus den Januar abschnitt der Kudertarte II. 0 und u. Aus jede Saite 3 Päckchen a 40 Pf. Der aufgedruckte Preis ist ungültig. Die Karten B werden am 21. und 25., die Karleu O und Ii am 27. und 28. Januar beliefert Pankow.(KranlemnUch.) Für Kranke und schwangere Frauen. welche über den 31. Januar hinaus noch Anspruch auf Bollmilch vaden, ßndet die NeuauSgabe der Mitchkarten vom 03. bis Lg. Januar m der MUchabteilung Neue Schünholzer Straße 35, 2 Treppen, tu den Zimmern St r. 87— SV, von 8— 2 und 6—7 Uhr galt und zwar je nach dem AnjangSbuchtlaben. Die allen Milchkartei,, weiche mit Namen und Vobnnvg dcS JnbaberS versehen sein müssen, sind vorzulegen. Zusendung der Miickkarten findet nicht statt Die neuen Milch karten ssnb dem biSbertgen Mllchhändter bi» tpätesten« FrDtag, den 81., vorzulegen. Aus beiden Abschniltcu muß Name und Wobnimg deö Inhabers vermerkt lein. Für verloren gegangene und abhanden gekommene Karten wird Ersah nicht geleillet Oranienburg. Freitag und Sonnabend gelangen ohne Boranmekdimg aus ftr. 183 und 119 je Kops 125 Gramm Heringe(1,10 M. je Pfund) zum Lertauj. Spandau. Ab heute, Freitag, in der Wilhelmkladt aus Feld 19S 'lt Pfd. e e l ch l ö I e.— Aus das MiUelsiück der Dezembor-BollmUchlarte 2 Päckchen Milchsützspeiten. Außerdem erhalten sämtliche m Span» dau wohnhasten Schulkinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahre 2 Päck» che« gegen Bezugsschein. Die Scheine«erden von den Schulen ausgegeben. — Heine, Freitag, von 7 bis 12 Uhr. un) dem Schiachthof Lerkau, von Chlorkalium. Atarirnborf Subendc. Auf ÄbfchiiiU 83. 85 und 56 je 250 Äiumm. zusammen 750 Gramm Marmelade, t M. dav Psimd. Die Karten sind bis zum sonnabenv, den 25. Januar, bei einem Händler»inzn» reichen. Der Verkauf beginnt Donnerstag, den 30. Januar, nach» mittags; die bis zum S. Februar nicht eingetöjteu Abjchmtta vcrjalleu. Operahans Schauspielhsas Peer Cynt. Anfang 6Vt Uhr. �ölkisböhne Theater am Baiowpl'atz. Direktion Friedrich KaySIer. Tj/. Die armsei. Besenblnder. Oirektion Max Keinhardl." Deutsahes Theater, ri, Uhr: Oed da» Licht scheinet In der FinsltnUa. Kammerophtle. Vh Uhr: Dar Sohn. Kleines Schauspielhaus Fasanen» tr. I, Port. 0. Frei tag Keine VorstellunS Theater L d« blrcC-Mflnhard• R. Dernauer ?>/, Uhr: Musik. Sonnabend:*üi"L_, Sonntag nachm.: ErdgnUk Sonntag abend: Kusik. Eomödienlians an der Marschallbrück# V,8 Uhr: Baelel. Sonnab.: Taoteode JljBtphe. Sonntag: Eieiel. Berlioer Theater w uhr: Sterne, die wieder leschtea. ' lesslnB-T'Heatejt Direktion: Victor«amowsky. VJ, Uhr: Der KSr'I«.. Sonnabend: Der Schöpfer. Sonntag: Der KSuig. Pentaehes Skttaatlss» Theater, Allabendlich VJ, Uhr: Hecht bcltuchtuoj� Sonnabend nachm. 4 Ohr: Die Heise In« Schlaraffenland. rrianon-fheater. Bhf. Frledrlchatr. Ztr. 4927�391 Nachm. 3»/, Uhr kl Prall«: Schneewittchen. TBgl. 8 U. Heute a. 130. Male! Der gute Hut aon Uenaann Sa derwaiw. Residenz-Theater. Bhf. Jansowitabr. K»tat 228 HA I Hertel. 427..Male: Bugen Bur�- Der IMmelM top Ludwig Fulda. ieatsf der frNricfeslaili CS» Fakbei»- u.«uUaftra»». TTgflch TV» gua 108. Prei tolle Tage. Obittttt»an gothj. T.M»ll«Bderl. Heltmrtli.aeerg. Casiäo-Theater. SoHrina. 6tt.»7. TbolV/Ubr De: njolzrelchst» Schlaget I Die goltae Me. Boibrt»t(Wloi(l8«®pnlaHtat«n unb btt aetomlsche»«gen. Slg. 3>V: Friede aal Nrdea. Ihester für Freitag, den 24. Janaar. ffalhalla-Theater. V/, Uhr i August der Starke. Bose�Tlieatsr. 7 Vi Uhr: Pas Drrlinttdorlhsns. Oasisp, d. Friedr�WIlh. Theat. Nafional-Theater. 7'/, Prinzenliebe« Lniren-Theater. T\s: Neue Heimat Sonn- Q, SchneewelBchen abend 0. und Rosenrot. sotongn 8: Nene Heimat SotäS' �1-: vis Räoher, Bruno Schenk (Eine Schaustellung selt- »amster Wunderdinge!) Willi Prager Neue Vortrage. Dr. Anoeios Lebender Marmor Erry und Mcrry Moderne Tlnae sowie der grobe Varlatb-Spielpltui I Theater Friedrichair. 218 Dir.: James Kiel». 7»/. Sonnt. ZV, u. 7V, PersöDlleli.AüftreleD d. weltb. Kontponlsteii I Gilbert I Oers, dirigiert seine I 1 eig. neuen Komposlt. I 1 b. verstärkt. Monstre- 1 Orchejter.Komponl»! I der„Poiulscben Wirt. schalt"—„keuschen Susanne"—„Pupp- I che»"--Klno-kani- n" usw. Das Rbtscl I die Welt-Sen- 1 |Äfra?f?i Sachen sowie d. Bbrige 1 gr.Varletd.Programm. 1 I sonnt ZV, U.)ed. Erw. I ' I Kind frei! rheaterk-abloU Central-Theater Jan Die Rose von StunbnL Peatsebca Opomhnun 7 Uhr: Das aibckchea des Eremiten. Erledr.-WIlhelmBt.l*]!. 7Vt Uhr: Hannerl, DasDreimäderlhans 2. Teil. Kleines Theater. ViS Uhr; Paul und Paula. Lottchens QebarUtag. Komlache Oper uih'r: SchwarzwaldmäiieL Stg. 3'/»: Scbwarswaldmidel. I,aeteplrlhanii iTtlf: Die spanische Fliege. Metropol-Theater. 7 u� u: Die Fasehingslee. Sonnt 3 Uhr: Wiener Blut. kenee Operettenhane Schifthauerd«a, Norden 281, u�: Die heosehe Snsanne. Ballett Charell, neue Tänze. Falast-Th eat er tu uhr: Der Mikado. SehlUer-Theat. Charl. 7V. Uhr: Thalia-Theater uhr; Polnische WlrtschalL Th. am Nollenderfplata r 7 U.: Theater de« Weeten« 7v« u.: Die lustige Witve. Sonnab. 4 Uhr; Aschenbrödel. HVaUn er Theater tu uhn Geisha. Sti Walhalla-Theatep, Welnbareatweg- Sonntag, den Zt. Januar, nachmittags 2 Ohrt See Troubadcnr Mltw.l Margret Pfahl, Anna Relchner-Pellen, Hans Bollmnna, Brich Beyer.- i Oral Habenichts. Schillersaal(1�:�*/.) Eingang Bismarcks tr. HO, Untergrundbahnn. Kala. »23. Jan, bis Ao anlag, 2. Fabr., abends 8 U. arceU Salzet 7/12» Heitere Abende. Karten 8, 4, 3. 2 M. b Werthelm u. Schlller-Th.-Ka«se Sohlilaraaal(Schlllcrtheater Charloitenburrt, Elng. Blsmarckstr.>10. Umergrundbahnh. Kala. Morgan Sonnab, 28. Jan, bis Sonnt, 2. Fehr, tägLIU- Marcel! Salzer Haltare Abende. ll'M Karten i Wertheim. Schltlertheaterkaue n. Abendkasse. ParkkLichtspiele, Vom»4. hla»?. Jaanar« Ferdinand Lassalle In der Hauptrolle: Brich Kalscr.TMa und das greOe Balproaraa ~ Aalaag t Uhr, Sonntags � a, Bärwald. atroKa«S. h vaaar i issalle r kalecr.TIta W aramaa._ k < v>". WWMW Metropol Kabarett! Behrenstraße 54*56# Dir. Alaa Braona. Kflnstt Leitung: Slcgtnaad Plate«. Das vorzflgl. Januarprogramm mit Anni Wilkens-Schulhoff Rorwitz-Spiro" Karl Stöhr | Rob.Ncsemann, ElliQläQner, OttoRShr j asaas Oylgyl» Konzerte.■«= Vorzügliche KOche und Oetrtnka K'I. Uhr t|zr% »MMMMMMMMMM Spieherusw- �. Gr. Sali 1 Jeden Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Sonntag: Sonntags Anfang t Uhr, wochentags Anfan��Uhr QRIENT das grHOte und aohBnata IKonzert-CaK-Kabarett in Berila 0. 1 Spielplan vom 16.-31. Januar i Lisa Fafibeader DaVOS- Duo KurtLHoda Riebard Heinemann iian» FaBbender. Geraldo- Gerda Die gute Musik. TotikUnstler-KonzeiT(10 Solisten). Anfang an Wochen acen>", Uhr. Sonntags 4 Uhr. im «TT Mozartsaal ic. Woche Henny Porten ttaLasispiel Die Dame, der Teufel und die Probiermamsell Vtrfmer R,Wlene Rigtt: R. ßitbrach Männliche Haaptrof er Alfred Abtl G U.T Kur. III raten. Ossi Oswalds im Lustapiel Meine r reu. die Filmseirauapielerin Kegle Emst Labltash ILT Nollendorfplat« WranderBrästjaBOildarBrnt tMlioir in S tili«» eil Mellta Fetrl, Leo Peukrrl, Herberl Pauliaflller (LT Krie rlehstrias« Dar Krön diene nl Detektivkomödie/ B Akte U.T Onter den Linden, Baten beide ERNST LUBITSCH im Lnstspiel Meier aus Berlin U.T Alexanderplstz, Wein berge- weg. Haritapista Der Kampf mit dam Drachen IntsplH>• 3 IHm oh Penl Heidemann U.T Ketnlokendorteretrasse vi« FaTorlUa de« Tlironlelgers b Aate a. dem rn setsehen Bofleben U.T SohBneberg Richard Alexander Im Lustspiel Papa'e Junge mit Mellta Petvl, Leo Peekert Kammerlichtsptele Wenn der Bräuljam mit der Braut.... Lnsupitl In 3 Akten mit Mrtita Petti Lee Penhort Herherl PaolmBllar Skandinavia ▼ORI Xlrkos BttfCb i ilexaider platz Hermana Wehling- John May und das R I es en* Programm. Tanz.Palast MT Rheinische Winzerlauben. Täglich großer Ball. Ä?ach Dlrcksen- »tr. 26 27( gagenüber Bahnhol Ball-Orehester: Idt. Büsch Heult kein* Venteilung. Morgen Sonnabend 7'/.: 2 Rolands 2 HandstandskOnstter. EzotiseDer Dressurakt vorgeführt von SSIBIB IIDCBQBi sowie dl« Ohr. Nummern. Zum Schlug; DI« bereits Ober 128 mal unter groB. Beifall aufgef. �foT„Oberon" m. d. groB. Wasser Effeku Die rles. Storzwellea. Tanz der Ellen aal den Wasserrosea. ♦♦♦3 Direkt.: Siegbert Goldschmidt Verlängert! Berlins Tagesgespräcli T-A In Ihrem T PBm Der T Todessprung. Um Krone o. Peitsche. Sine Sensation 1 ooo Potsdamer«tr. 2« Friedrich Zelnik Charlotte BScklla Im Schauspiel Liebesw irren („Lache Narr., ,") mh Oesangsvortrag. Tnrmetr. 13. Hella Moja In; Wundeream Ut da* Märcheq der Liebe, Friedenau, Rhelnstr. IL Alczanderplttz-Pass. Lotte Neumann Schwalgea Im Wolda _ n, Teil_ Umfärben von Militär- anderer kieiSlillg in kürzester Zeit. Eilsachen in 3 Tagen Or. Poften werden«ach»choellsten« erledigt FSrberel W. Schulze, VaT/Ä' Aal Wunsch Abholung durch mein Fuhrwerk Fernsprecher: Alexender 3526, KSalgstadl 3673. Annahmestellen werden noch vergeben Unter d. Und«. 14 5aUhr« Tanz-Tee 7 Uhr«band« Ganz Berlin staunt Riesen- Im SooMtien#* pro Könlgstadt-Kaslno- THBATBR, AloaanderelraBo 21, Nach der Vorstellung, »OTANzee Anfang 7 Uhr. i usstellungs- halle„ZOO" jlnsstellnng vollkommen eingerichtet. kleiner Familien- und Wohnhluser. Eintritt I Mark. 'tiemiiMMlsM' 12 Aloxandaratr. 12 24.-27. Januar: Dr. Schotte OroOes Drama In 4 Akten mit Alben Bassermaao o. d. gr. Beiprogramm. k�Anf. C Sonnt 4 Uhr�r Unterhaitungs- Restaurant Wien-Berlin JAgerstr. 63 a. Ernel Walter Viktor»Ittar Willi Ulla Oaorg NaumUllar Ci. Kaufung Kaoollo Ouafav Gatloahalh TorzDgilebe löchi Anfang»Uhr Eintritt frei Am BbnhLFrledrichatr. CoDtral-Park Tägt von 4, Sonntagt von 3 Uhr ab geöffnet Werktlglloh von 4—7 Uhr (Or Familien und Kinder ernMigt# Preiset» [otimes Theater am Nollendofipltts. | UOlowttr. 6. L&tzsw 2388. Das neuo Januar-Prograimn. Erstklassige Spezialitäten. -Theater. Allabendlich 7>/, Uhr o d Sonntag nachm. 8 Uhn Stettiner Sänger. Nachm. ermatigte Preis« I Argentinien. ? e ö e r, Befenbet« Auswanderer erhalten erschöpfende HuSlunf! über Land. Leute. Wirtschastäleben und Kalontsalion in dem Such« �rgentiale« von S. x. Echufter. L Bände m. üb. 400«bv, mehrere Karten und farbigen Bilder«. Preis gebunden stt/7) M t. SS.-. Das oosfübrlichste Weit über Argentinien, lMMMmMWWSliMI Verlag f. C. Huber, Tiesien vor München. ÄÄÄl SAMMIM elRrtcntunft. tags.®lanet,' ßübrrftt Strohe«ll Unis. 81)51 kauft aij.uiT�.�,� www � Freiwillige vor!™ Soldaten aller Waffengattungen! Offiziere und Mannschaften! 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Der weacrol» Dtreti Schäfer. thaü. 913D Genossenschaft Berliner DienstmSnnsT S.(B. m, u.£i.— Borsigftr. 25. Ketbilang f«t 53. Oaiembac 1038 »offenbestand............«o« MSSÄ» «ertoaltungsfoftenfort»....... 788JM «tt«tUftung»bnt8.......... 92,95 SLÜorkcnkont«............ 76,- ftautions{*nte........... 3000,— Banftonto............. Kkrrdeuntersttigungstanto....... e•♦••••••••••• 280/— Refervefondefonta.......... glnfentart»............ «15�8 668�0 #«,- 804,- »3,93 964,- 88,25 8213J58 jurtTlt�ls��nosserr* ieftorden ist L ausgefchieden.!. Dn Dorff an». C Petrl-L Rothenburg. Ianlfch TVVV Hilsnßs vSicknungZj Verloreu am 2«.«.»ta. abeab.>w!fchen vahreastroft« dt» Nhlaabftrahe,«odrfchelnlid, tm«uto, ein Collier, bestehend au. kfalaaa DrlOaalen In DIatinfctt, mit baran beftabllchao 2 Nohsageru«an I»«Inrm groftrn, Qriflanica nah.inm groftau Dorla,«d- titgebm gegen»big» Belohnung bei der 1T7/1 Pinaaag...tlachalt I6r Handel und Industrie, Wn Unter deo Linden 39 II. RechtsanwaU.�H���1�:; FWNWvaaoaa»aa OWoraaoo, � d EinseitlSkeii d. bisn. Berufes müde, lau. TSupkeit b Zeitung, Zeitschriit, Verlag od. dergl. Schiiftstellerisch befähigt, kritisch,' sehr ««;b»tdg. denkend, V. sicherem. poHt Urteil Parteilos. Tritt ein für radikalste geisilge, politische Befreiung durch Kulturpolitik, Demekrtue, energ. Sorlalism, I. Kommunismus:, geg. baischevism. I, Literatur u. Kunst bewand. Bes. Inl: Theater. Ang. u. W* 43 a. Oallu» t RummertJAnn.-Ezp. BraunschweiÄ. ffitr'suchen fahren« N. lüchttgnt HT der Im stand» Ist, rtr so. waauuo w s�mumaz' v�rvMii.-A.Kp. o- at chen|um mdgitchst' baldigen"SntHTr Redakteur dir Vertretung des pe! MG ittfchen«e «in» n er» 990/18» imifchn den übet eUes zu _ kfchi___________________ m______ steugniste bitten wir nur in Abschrift deizufllgen. Bnchdruckerri und Buchhandlung„Volkswacht", Bielefeld, Sckulstrahe 20. 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Ehre seinem«ndenlen l Di» Beerdigung findet heut» Freitag, den 24. Januar, nachm. SV-i Uhr, auf dem Friedhos der Elia»- Gemeinde, Nieder-Schön- Hausen-Rardend. Blanken- selber Straße S, statt. Rege Beielliguna erwartet 169/7 Der Vorstand. Kranhen» Qnterltlliz.* Bund der Scbneider. Aerwaltung»ftelle Berlin. Am 2l. d. M.»erstarb »iSßlich unser Kollege, der Kawerer lS»/l, üllWSt Alm im Alter»an SS Jahren in- iola» Artertenverkalkung und Kerzleiden. Ueber SU Jahr« hat er die Kassengeschäfte in der gewistenhaftesten Weise gc- ftthr« und bi» zum letzten läge, obschon er bereit» litugere Zeit leidend war, lein» Aroeil zu unserervoll- sten gusrjedenheit erledigt. Sein leutselige» Wesen sichert ihm in den Kreisen seiner Kollegen ein dauern- de» Angedenken. Die Bcerdiaunz findet heute Freitag, den 24. d. M.. nachniiiteg» VI, Uhr, von der Kalle de« Z. städtische» Fried Hof» Schijnedcrg.Eyth. »troße(Blanke Hülle), au» statt. Wir ersuchen um zahl- reiche Beteiligung. Die Orteoerwaltung verband der Schneider, Schneiderinnen und VSicheärdeilerinnen veutkch>..flIiaIeSek»n. Sedastianstr 37—33. Unseren Mitglledern hiermit zur Nachricht, daß unser langsähr! aro Mitglied, der Kassterer der Freien Kils». kass» der Schneider, Kollege äuguzt Alm ged. ZV. S. lSSg am 21. Januar pltztzlich verstorben ist. lA/l? «hre ieinem Andenke»! Die Beerdigung finde« heute, nachm. ld, Uhr. aus dem Z städtischen Friedhos in S-diineberg. Egthstraß» (Blanke Hülle), statt. Die vrt»«-r«altung. Vai-alo e�l< lür der Feuer- Frei- be- dcnkcr stattung Slb Berlin. Begr. 1903 GeschtiftosteS«: Hermann Willi er, UV) 23, Cutzhavener Straße IS. ««n 81. ü. SR. starb unser Mitglied, der Tischler Oostav Klinger Weißen I.,Dustav.AdoIs.Sl.g «hre seinem«»deute» I Die«iniischeruna findet am Sonnabend.den W.dch0i. nachm. 2'/, Uhr. in der Serichtstraße statt. nerVoniind, 1S2/3 Deutfcbcr Hucbblnder* verband. Zahlst.a« Beta«. Den Mitglieder» die traurige Nachricht, daß unsere Kollegin Anna Finbe nach langem Leiden ae- jtorden ist. Ehr« Ihren,«»denken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 24. d. Mi»., nachmittag» 2 Uhr, in Ahrensfelde statt. Zahtreich, Beteiligung er- wartet 24/16 Die OmrenrtltuBZ. Deutfcher metallarbciter-Oerband verwaltnug-stell« Berlin. Xachrnfe. Den Kollegen»ur Nach- richt, daß unser MUgliev. der Dreher am G d. M. gestorben ist. E» starben: Beinrieb Janitsebke, Arbetter, Kottduser Ufer SSa, am 17. d. M. Beinrieb Bimnenberg. Schlosser, am>4. d.M. Mlllielm Lggett, Dreher, Perlederger Str. S7, am ü. d. M. 125/11 Harle Kraftschick. Arbeiterin, Küniao-Wuster- Hausen, am 28. Novemher. Silax 8!egerl, Werkzeugmacher, am S. d.M Alse«vldes. Arbeiterin. Norweger Str.S. om 19. d. M. Erich Raddatz, Mechaniker, Feilnerstr. Sa, am 2Z. Dezember Ehre ihre»«»denken Sic Orksvemvaltnng. Oeutlcher Cransporlarbelter- verband. Bezirk,»erw. Gr.- Berlin. DenMttgliedern zurZiach- richt, daß unser Kollege, de? Hausdiener 65/18 Varl Reich om 21 b. Mt». im Alter»on 69 Jahren»erstorben ist. Ehre seinem Andenken I Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 25. d. Mi»., nachmittag» 127, Uhr. von der Leichenhalle de» Luisen-S!rchhos»».Neutülln. Hermannslr. ISS. au» statt. Dl» Bezirksoerwal! ung. M.-9. Januar lvl9 ver- schied nach langem Leiden meine langjährig, Mit- arbetterin. Frau Verla kvth und wird ihr Andenken stet» In ehrender 2 rinne- rung Meiden. 9676 Paul Hentscbko, Schraubensadrih SO 83. Dle Einäscherung ersoigt am 25 Januar, nachm.4 Uhr, >m Krematorium Gerichtsir. Erben gesucht! Am 15. Juni 191$ Ist zu Forst(Laust») der Rentner, früher» Sdlnnm elfter August Lorenz verstorben. AI« nächst» Erben de» Berstordenen lomme» in Frag» dessen Brüder: der Schuhmacher Jnlliis Ernst Lorau, der Tuchmacher Johann Traugott Lorenz oder deren«ngehürige, und werden diese ersucht, sich bei dem Unterzeichneten zu melde». Karl Pitzha, Forst(Lausitz). 9120 Achtung! Flieger! 5.Hark täeliche Xn\age Eni- mobilen Ltthminc, freie Wolinung and Verpflegung(jg?/?) erhält derjenige, welcher sich zum Eintritt in die FUegerverbände der Regierungstruppen meldet. Bevorzugt werden Motorense-hlo.sner, Handwerker. Heldentelle; PotMdam, 4. Garde- Feldart.-Kaiieriie, Fliegerbnrean Freitag, den 24. Fanuar, abenSs 7'/, Uhr: IS gr. Wählerversammlungen Union-s?estsäle, XO Greisswalder Str. 221—223. Böhmisches Brauhaus, NO Landsberger Allee 13. Aula der Schule, 0 Hohenlohestr. 11. Königstadt-Kasino, C Alexanderstr. 21. tabel-Ausschant, S Bergmannstr. 5—7. entral-Theater-Säle, SW Alte Jakobstr. 82. Lessing-Gymnasinm, N Pankstr. 19. Reform-Realgymnastum. Friedenau, Homuthstr. 4. Aula des Lyeeums, Steglitz, Rothenburgstr. 8. Paulsen-Realgtimnasium, Steglitz. Arndt-, Ecke Flemmingsir. Bittoria-Luisenschule, Wilmersdorf, Gasieiuer, Ecke Udlandstr. Restaurant Stadtpark, Wilmersdorf, Kaiser-Allee 50/51. Thema: „Das alte und das neue Preußen." Redner: vittmer, lieiimsnn, Heinig, Hetnemann, Heiler, HQbner, Klingier, Kühler, Poetzsch, Rickelt, Wuschick, Weiß. 207/1« Der Prvpaganda-Ausschnh. ii ii ii n ii ii ii n SozialdEinokraiiscIiB Partei Deutschlands Heute, Freitag, den 24. Januar, abends& Uhr, im„Sportpalast"(Hochbahn Bülowstraße): Große Massenkunügebung See gesamten Leamtenßhaft für die Sozialdemokratie gegen die Lügen der Gegner. Redner: Konrad Haenisch und Heinrich SchnZz. BtT" Ansprachen der Vertreter der verschiedenen Beamtenkategorien. Beamte! Erscheint in Massen! 207/13 Es geht Sssv.„w. Zukunft! _ Drr Propagandaausschust. Sozialdemokratische Partei Deutschlands. am Sonnabend, den 25. Januar, abends 7'/, Uhr, in der Aula der(Semeinbeschule, Osteuder Str. 39. Tag»»«ednu ag! Vor der Entscheidung! Referent: Genosse Fritr. ßrolai. gvaia Llussprochs 2 Sie Mitglieder der 47. Adtillunz find befer.bct« eingeladen. �7/19___________ via MtiellnngBleltung. Betllm MKiHswptt! Innen- und Au�enbeamte. Sonntag, den 29. Januar ivIS, vormittags 10'/, Uhr: Mk AWIIllMi-NMI« im Kaisersaal deS„Rheingold", Berlin. Aufgang Bellevuestrage. Generalsekretär iDf. VoHbreckt spricht über: .Sie SehuiisdmWW»er VelUMugsWeMlei 1« Grsk-bkrlili." Kollegen und Kolleginnen! Erscheint in Massen! Früh zeitiges Kommen wegen zu erwartender Ueberfüllung geboten.«>7» WerN'anN BctQgtiO m MMn KelfidjkNlNkSdksmlm e. v. Freitag, den Ä4. Januar, abends 7V, Uhr, in den Comenins- Festsälen, Memeier Strajze 67: SWW Zmei-Msl«llU Thema: Sozialdemokratie und Familie« Refer.: Frl. Hanna, Theodor Mischer(Kandidaten zur Preußenwahl). Um zahlreichen Besuch bittet__[207/15)_ ver prapa»nn»a.«n»schnv. Bankbeamte! 2 otsbe BetioRiiiiianoen am Freitag, 24. Januar, abends 71/s Uhr In folgenden Sälen: Sophien-Lhzenm, Berlin L, Weinmeisterstr. 16, Aula der 92. Schule, BerlinW, Winterfeldtstr. 16. Thema: Was erwarten die Bankbeamten vom Sozialismus? Redner: Bern stein, Kollo kl, Katzen stein, Strien» er. Um zahlrelchen Besuch bittet Per Propagaadz-AtisschuB. hol 2081 imiiiraDsciram Sonnabend, den 25, Zonnor, abend: In der Gemeinde- Dnrohalle. Hacker Oeffentlichr UolKsversammlung. Tagesordnung: VI« Wahl znr prentzlschen Nnllanaloersammlnno. Fteie«»»spräche. 195/4 Genossen und Senosstne» I Sorgt für zahlreiche» Besuch dieser Versammlung. ver Vorstand. Militär-Schnür- Schuhe nmttndern— verkleinern.(W) ARENA, Sebubbetlarilabrikalioii. ilehaelklrehsif.lb Achtung! JßotoreusöhlossQv, Kandvöcrkev jeder Ar! meldet Euch zum Eintritt in die ?Uegerverbättde der Regicrungstruppen.(159/6) H eidesteile: Potsdam, 4. Garde- Feldark-Kaoerne, Fliegerbureaa Slerveksffe ehmgiign WügMek Meile! (Setzeische Süsse.) Sonntag, den 26. Januar 1919, vormittags 9>/, Uhr, im im Cogea- Reflaaconl (OTcnjal), Kleine August- straße 14: 290/11» Genera versmmlmll. —— W W| WO OOS wo o• WM WM o Tagesordnung t L Kassen- und Jahresbericht. 2. Bericht der Revisoren. Z. Wahl von drei Borstand»- Mitgliedern(1. Borsttzenden, Rendanten und 2. Schrift- ftihver). 4. Wahl oon drei Revisoren. 5. Antrag auf tkrhühung der Borstaudseut- schiidiguna. MttgUeb»buch legitimiert. ver vorstand. vollstSnbtg kostenlose ;«'i für Zrtsenre. Meister u.»ehilfe Nl 5!Sii6ig oüene Nklleii kllr Camcn- Jrifanta, Qecren.AcIfcnce, Posti cheurc usw. u. gtiftnftn. Stellenvermittlung b. Deutsche» Allgemeine» Frtsenr-ztg., Berlin« 5», Augsdnrger Straße 47, Gurtenhau» hochp. Woitverdreltetste» und ge- iesenste» gachbft d. Friseur. u. PerUckeumacherbranche. Abonnement pr.Bi-rtcIjahr tmentpr.Bio Mar? 8L5. Freitag, den Ä4. Januar, abeuds 7� Uhr: 18 grojle MerversaRitnlungen Union-Festsäle, Berlin NO, Grelfswalder Str. 221/223. Böhmisches Brauhaus, Berlin NO. Landsborger Allee 13. Aula der Sdsule, Berlin 0. Hohenlohestr. 11. Königstadt-Kasino, Berlin 0, AlexaNderslr. 21. f abel-Aus schaut, Berlin L, Bergmannstr.. 5/7. entra>theater-Säle, Berlin SW, Alte Jakobstr. 82. kssing-(Aymnasium, Berlin N, Pankstr. 19. Uiesorm-Realghmuasium, Friedenau, Homuthstr. 4. Aula des Lyeeum I, Steglitz. Rothenburgstr. 8. Paulsen-Realgymnasium, Sieglitz, Arndtstratze, Ecke Flemmlngstraße. Viktoria« Luise- Schule, Wilmersdorf, Gasteiner Straße. Ecke Ublandstraße. Restaurant Stadtpark, Wilmersdorf, Kaiserallee 50/51. Schützenhaus, Schmargendorf. Hundekehlestr. 20. Aula der Schule, Tempelhos. Manteuffelstr. 66. Aula der Schule, Tempelhof. Friedrich-Wilhelm-Str. 72/74. Lustgarten, Treptow, Parkstr. 2. Lindenpark, Zehlcndorf, Berliner Str. 8. Restaurant Steter, Lichtenrade. Am See, Dorfstraße. T' h e m a: „Jas alte und das neue Preußen" Redner: Frau Dr. David, Dittmer, Dr. Flotow, Heitmann, Heiuig, Heinemann, Heller, Hübner, Kahler, Klingler, Pötzsch, Ridelt, Dr. Rosenfeld, Nnger, Wuschick, Rostmann, Dr. Meißner, Rechtsanwalt Dr. Halpert, Wutzky. Der Propaganda-Ausschuß. 207/30 wehrfähige Männer! Erfüllt die dringende Pflicht der Stunde! Kürger! Arbeiter! Studenten! Soldaten! Wenn wir Ruhe und Ordnung aufrechterhalten»vollen, so gebrauchen wir dringend Luhrniiige iw Fttimiiigkii-RcWeilt Rcichsrd. Hauptbureau: Moabit Neues Kriininalaericht, Rathenower Str. 79. _ Aukwetepopiere. llnisorw«libriugen._ 902D* Mfruf! Soldaten! Kameraden! Die Rriilidllliliiilsllik Slhiihhiippe (im Neichstagl stellt noch Kameraden ein für den Außendienst l«.od Es gilt unsero Grenzen zu schützen l Es gilt Deutichlands Zerstückelung zu verhüten! Es gilt für die ungestörte Arbeit der Regierung Ruhe und Ordnung aufrecht zu erhalten I Es gilt den Willen der Lolksniehrheit gegen jeglichen Terror zu schützen I Darum tretet ein in dle Republikanische Schutztruppe.— Die Bedingungen sind günstig? Das Werbebureau im Reichstag(Portal V). Achtung! ZlkllöWk!Sl DOS tMsMMW. Vom 23. Januar ab befinden si» in Berlm nur noch folgende Werbesiellen de» LandeSskdüyenkorpS: K. Joachimsthaler Straße 38. 2. tliktoria-Luise-Platz 4. 3. Biktoriaschule Prinzeustraße 51. 8» fehlen immer noch Infanteristen. Feld» und schwere Artilleristen, Pioniere, Minenwerfer und Scheinwerfer, ferner gediente Eiienbahner und zahlreiches Lazaretlperfonal sowie technisches Fliegerperional. Gemeinsames Abzeiche«: Silberner Eichenkranz am Krage». u/u Landesschützenkorps. Garde-Grenadier-Regiment Rr. 5 bildet ein zum Schut» der Reichsgrenze»nd zur Aufrechtcrhaltung von Ruhe u. Ordnung. Hobiva'inakm- Wie de! den llbeiaen frelwilliaen For- dromuauueu» malianen(mvbile Lühnung, 5 Mari täg- iichr Zulage. 14 täglge KllndiAungssrist usw.) ZenlWeMmr. MM ill MW! Eile tut not! Werbe-Barean: Spandau, Neue Kaserne, lpokadainsr Platz. llchmlM- n. anodelsdarffslratz») StadsgedSnda. 8973)* Wegen«Inrllcher Au'gabe d. Geschifte» versteleere frelw. Sonoflt)en(i.25.3an..w�:®i SranthitieiffLlZS, den Bestand eines Galanterie-, Bijouterie-, Spielwaren, Wirtschafts-Artikel-Geschafts, sowie die gesamte Einrichtung desselben, einzeln auch Postenwelse, event. en bloc gegen sofortige Barzahlung. Ufilholm I prrh beeidigter u. öl entft angestellt, Ver VlllilclOl kCfvll, steigerer, Taxator für Fahrwesen, Möbel mw., Palkenbargeir Str. 129t WcUenaee 274. Die WerbcftcBc B be» Garbekorps itellt vvm 25. L ab wieder Freiwillige zu den Üblichen Bedingungen ein.— Ausweispapiere unbedingt et» forderlich.— Meldezeil int tBeebe- Bureau JIcutOHn, Schule. Cesflngsltahc 12. in der Seit oon 9—5 Uhr. Ber von den Kameraden vom «reuadler- UegL II, 2. BatlL 2. ftamrapal« a Armeekorps, Znft-Diotsion, kann Auskunft geoen Uber den Seenadiee 958b KlUi llallvLNau» zuletzt geschrieben Westen 16. f. 1916. Nachricht erbittet ?rait Hannemann, Biesdorf . Berlin, Fllrstenstr. 52. Granpenmühle», kräftig gebaut, verschiedene Gr, unentl>ohrl.ftlr Kantine, Restaurants, Haushalft und Kleiutirr- Halter, verkauft g. Vrodlewstzl, Berlin 5. Lehniner Str. 7, Näh« Hasenheide. Schriftliche Anfr. werben diantwoNeft tl/Sfi KllcSitopf Zuckerdose u hübscher Eluir.envcrslerungJ PoneDml 1,95 Tünkenschüsssl Feo7n«l-®5 AJandorf&G xe'ile-Misüce-Zttszse 5r. fraak�rter Slrassc Bruanea-Strasse Katths« Sama WilaersSorJer Sirassc eigglllg 1 Kasserolle mit Stiel 1 Schaumlöffel roa.. 1 Butterdoso«n oeehet. 1 Wasserkessel. 2 l¥]i!chtöpfe'r-B,SS11"-1.95 1.95 1.95 1.93 1.99 TMoea«chu-ercs PrefTiuster» 1 o« Vdbu verschicdeno Formen•• 4 Likörliecher........ 1.99 4 Likörschaien....... 1.95 1 Butterdose......... los 1 Wasserflasche..... 1.95 1 Wasserflasche m. Glas I.05 I Sa!a'sDhüss8lveF�dneae1.9ö F 1 KOehenkonsol..... I.95 1 Likörscrvico...... I.95 1 Putz- od. Wichskasten Los SttremaHiren I BriOfhiOCk Ooirtferm,) rn?smme« 1.93 . 1.93 50 Kanfumschläge j 1 Kassette Briefpapier 25 Blies», 25 Uswchi'ift.... 1 Postkarten-Äfbum. b geichmickvonem Gisbasd.. A." 50 BeriinarÄnsichtskarL I.95 4 Rollen Tcilcttepapier. l.vs 1 Schreib-Behälter I.95 100 Sogen Briefpapier.. l.ss 100 Umsohiäge�urc�cäfli 1 95 6 Kinder- becher «ütKiade.'bi'idcrn, Porrclis* 1 Milchtopf Por.| � 1 Zuckerdose"11"1 1"ima- 6 Wassergläser...... l ößj 5 Einmachegläser---- I.95| 1 Maschlnanlopfemim» I.95 Parfasnerlgn 1 Flasche Mundwasser l.ss 1 Flasche Parfüm.... I.99 1 Zahnbürste........ l.ss 6 Rasterkfingeri...... l.vs BMZMgkMj ■.•.gmii. i., ijw w MCUHm■ j. a-pgt-yf 1 Torienblech........ l.ss 1 Kopfbürste......... I.93 1 Kleiderbürste....... l.ss 1 Scheuerbürste...... l.ss 5 Teelöffel.......... l.ss 2 E51ßffal.......... l.ss 8 Kleiderbügsl........ l.ss 2K:ndsrtassenm.Untert.1. reich dekoriert, Porzellan....«S»� 2Tass9n m, Untertassen, Porrellan, verschiede«« Formen. A.93 2 Hyazinthentöpfe poneuen l.ss 6 Kaffesbecherweu od. bunt I.95 t Gebäckkasten veÄä- l.ss 1 Könlsskuchenform.. l.ss 1 Besieckkastsn�»??" 1.9s 1 Sprinzfrrm....... l.vs 6 Eierbecher Porzellan, mit Perzella.itatilett. l.SS 1 KartoffelschHssel l.ss 1 SlraSenbesen. I.95 Kh bin liche Mütter-, Säuglings- und Kleinkinder� f ü r s o r g e(Einrichtung von Mütterberatungsstellen. Schwangeren- Anstalten, Gebäranstalten, Säuglings- fürsorgcstellen. Kleinkinderheimcn und Kinderbewahr- anstalten für das Alter von 2 bis 4 Jahren). 2. Die Schulgesundheitspflege(Anstellung von Schulärzten, Schulzabnärzten, Schulschwestern, körper- liche Erholung und Ertüchtigung der schulpflichtigen und fortbilvungsschulpfljchtigen Jugend, Hygiene der Schulränmc, Waldschulen, Ferienkolonien, Erholungsstätten, Svielplätze). 3. Die Fürsorge für leidende und schwächliche Kinder(unter anderem Anstalten für krüppelhafte, rachitische, psychopathische, blinde, taubstumme Kinder. Wichtig ist die Stellung der gesamten staat- lichen Fürsorgeerziehung unter ärztlicher Leitung. Das uns vorschwebende Ideal ist Uebernahme der Kosten� für die gesanrte Kinderaufzucht durch den Staat ohne Beeinträchtigung des elterlichen Verhältnisses. Es ist eine alte fozia- listische Forderung, die Ehe immer mehr zur Privat- fache, die Nachkommenschaft dagegen zum G e- ni e i n g u t zu gestalten. Die IL Abteilung deS Gesundheitsministeriums ist die Abteilung zur Bekämpfung der Volkskrank- h e i t e n. Hier kommen 4 Unterabteilungen in Frage: 1. Die Bekämpfung der Schwindsucht(Ein- richtung von Lungenheilstätten für schwere und leichte Fälle, von Erholungsstätten, Pflegeheimen, Liege- hallen, Sonnenbädern, Unterbringung gefährdeter Kinder ans dem Lande). 3. Die Bekämpfung des Krebses (Institute für Krebsforschung und-Heilung). 3. Die Be- kämpfung der Geschlechtskrankheiten(Einrichtung unentgeltlicher Untcrsuchungs- und Behandlungsstellen, un- entgeltlicher Wassermann-Stationen, Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten durch Aufklärung, Bekanntgabe von Mitteln zur Verhütung von Ansteckungen, Bekämpfung der Pro- slitutionsursachen). 4. Die Bekämpfung der Rausch sucht (Bekäinpfung des Alkoholismus, einschließlich des Kampfes gegen den Brau-, Wein- und BcanutweiakapitaliSmus: Schaffung von Trinkerheilstätten. Abwehr der anderen Rauschmittel: Morphium und Kokain: unentgeltliche Entziehung»- anstalten, Verbot der direkten Verabfolgunz von Morphium und Kokain an Patienten). Die HL Hauptabteilung: Die Seuchenbekämpfung(neben Durchführung des Seuchengesetzes Einrichtung von Desinfektionsanstalten und Jsolierspitälern sowie baktenologisch-diagnostifchen Untersuchungsanstaltcn und Schutzimpfungsanstalten z. B. gegen Tollwut). Auch die Reform des Jmpfgcsetzes(Einführung der Gewifsens- klause!) gehört hierher. Anzugliedern wäre auch eine Ab- teilung für Tropenkrankheiten, besonders Malaria. Auf diesem Gebiete wie auf vielen andern wäre die Her- stellung einer internationalen Gesundheits- pflege.wichtig. Die IV. Abteilung: die staatliche Berufs- Hygiene(Regelung und Durchführung des gewerbe- ärztlichen Schutzes und Dienstes in den Fabriken, Werk- stätten. staatlichen und anderen Betrieben, in Land- und Forstwirtschaft: Verhütung und Bekämpfung der Berufs- krankheiten, z. I. der Staubkvnnkhesten; Erholungsstätten für die einzelnen Berufsgruppen. Erholungsurlaub«für die g e- samte werktätige Bevölkerung, Einschränkung oder Aufhebung der Heimarbeit, besonders Vorschriften über Frauen-, Kinder- und Jugeudlichenarbeit). Die V. Abteilung: für Kriegsbeschädigte (Nachbehandlung der Verletzten und innerlich Geschädigten, Speziakanstalten für einzelne Krankheitsgruppen. Prothesen- Werkstätten, Prothesenverteilung. Beruf'sberatung und wenn möglich auch Bcrufsnachwcise sür Kriegsbeschädigte, Schassung von Kriegcrheimslätten). Die Vi. Abteilung: die Gemeinde-Hygiene (Versorgung aller Ortschaften mit gutem Wasser, mit Kanali- sierung, Badeeinrichtung nicht nur für Wohlhabende, sondern für jeden Volksgenossen; Volksbäder. Beseitigung der Ab- fallstoffe, Wohnungs- und Siedelungshygiene, gesundheitlicher Kleinwohnungsbau, Wohnungsaufsicht. Gartenstadtsicdelungen, Hrizungs- und Belenchtungshygiene, Volksernährung, Unter- suchungsansralten für Lebensmittel, Bekleidungshygiene, damit verbunden Aufklärung über naturgemäße Kleidung; sani- täre Beaufsichtigung öffentlicher Vcrfammlungsstätten, Vcr- kchrshygicne, Gefängnishygiene). Die VII. Abteilung: Staatliche des Bestattungswesens(gleiche, Bestattung sür jedermann, je nach Wunsch: oder Beerdigung; Ausbau der Einrichtungen Regelung unentgeltliche Verbrennung für Leichen der Verbrennung, Beaufsichtigung des Obduktionswesens. Leichenschau und der Lcichcnschauhäuser, eine sorgsame S e l b st m ö r d e r st a t i st i k). Die VIII. Abteilung: Heil- und Pflege anstalten(Verstaatlichung des Wach- und Rettung? wesens, der ersten ärztlichen Hilfe, des Krankentransports; Oberaufsicht über alle Gruppen von Krankenhäusern und Behandlungsstätten für bettlägerige und ambulante Kranke, möglichst Verallgemeinerung der Krankenhausbehandlung; Siechenhäuser und Altersheime, aber keine Armenhäuser, da diese mit dem Begriff des Sozialismus unvereinbar sind). Die IX. Abteilung: das Jrrenwesen(Ver- staatlichung der Anstalten für Nerven-, Gemüts- und Geistes- kranke, Verbesserung der Sicherungen gegen ungerechte Jnter- nierung in Irrenanstalten, EntmündigungSwcsen, Sorge für geeignete Beschäftigung von Psychopathen und Irren nach ihren Fähigkeiten, Spezialanstalten für Epileptiker. Alkoholiker und unheilbar geisteskranke Verbrecher). Ein wichtiges Er- fordernis ist auch, daß nicht, wie bisher, nur ivohlhabende, sondern sämtliche Angeklagte von Staats wegen auf ihren Geisteszustand untersucht werden. Der Jurist hat die Tat. der Arzt den Täter zu prüfen. Die X. Abteilung: Vereinheitlichung und Verstaatlichung der gesamten Kranken-, IIn- fall-, I n v a l i d i'r ä t s- un d Altersversicherung (Mitwirkung des Gesundheitsministeriums bei dem Ausbau und der Zieform des Versicherungswesens überhaupt, Familien- Versicherung nach dem Vorbild der Hausarztvereins, damit auch Ausdehnung der Versicherung auf Witwen und Waisen; Bemessung der Unterstützung in einer Höh?, daß der Renten- empfängcr auf alle Fälle vor Not geschützt ist; Mitwirkung bei der Ardeirsloienversichcrung, die auch eine hygienische Forderung ist, da Arbeitslosigkeit sehr häufig eine Ursache von Krank- heiten ist). Der organisierten und vereinheitlichten Krankenversicherung, wie dem staatlichen Gesundheitswesen überhaupt, muß eine nach Art anderer gewerkschaftlichen Ber- bände organisierte Aerzteschaft entsprechen. Die Xl. Abteilung umfaßt alle Sanität'- Personen deS Staates; Acrzte, Apotheker. Zahn- ärzte, Krankcnxflcgennnm, Masseure, Krankenschwestern, wissenschaftliche HilfSarbeiterinncn, wie Vaktciiologinnen. Hebammen, Desinfektoren usw., ebenfalls die freien Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz, die Vereine zur Be- kämpfung der Geschlechtskrankheiten, der Schwindsucht, der Trunksucht usw. Mit dieser Abteilung muß eine Art Stellen- Nachweis für Sanitätspcrsonen verbunden seiil und hier wie überall im sozialistisches Staat muß an die Stelle der bisherigen planlosen Produktion und D i st r i b u t i o n von Arbeitskräften eine planmäßig dem Zweck der Gesellschaft angepaßte treten. Zu erstreben ist' die Vcr- staatlichung der Aerztcund des gesamten H e i l p e r s o n a l S. Die gewählten Vorstände der Äerztegewerkschaften treten als die natur- gemäße Vertretung der Aerzce an Stelle der heutigen Aerztekammern. Die Standesgerichte der Acrzte- kammern sind zu beseitigen, da cS nur eine allgemeine nren schliche und keine Standesehre gibt. Tie XII. Abteilung:.Sanitüre Unter- r i ch t s a d t e i l u u g*, hat die Ausbildung und Fo. t- bildung aller Sanitätspcrsonen zum Ziel(Reformiernng der Lehranstalten, des Fortbildungswesens; Einrichtung von Sonderkurstn. von Forschungsinstituten; größere Förderung und BerücksichiiAmg der freien Forschung als bisher; Zu- gänglichmachung des ärztlichen Studiums und vor allem der UnivcrsitätSlaufbahn für jeden Befähigten; Erlaß und Bcaussichtiguiig von PrüfungSvorschriften und Besähigungs- nachweisen; Ausklärung des VotkeS über allgemeine und per- sönltche Gesundheitsfragen in Schulen und Volkshochschulen, soivie in breiter Oeffentlichkcit mit allen Hilfsmitteln der modernen Volkserziehungstechnik, z. V. AusklärungSfilmS; insbesondere Mütterkurse, sexuelle Aufklärung, Herausgabe von Merkblättern und Flugschriften über epidemische und andere Erkrankungen, Schaffung sozial-hygicmfclier Museen und Wanderausstellungen, Veraustaltungeu von Ausstellungc» nach dcm�Vorbild der Dresdener Hygiene-Aussteflung. Die XIIL Abteilung: das Heilmittelwefen (Verkehr mit Heilmitteln in Apotheken und Drogerien, Ber- gesellschastung der Apotheken, Vorichriften über den Gebrauch von Gift und gcstnidheitsgefährlichen Stoffen, Kontrolle der diätetischen und koSmetiscben Mittel, sowie der Verbandstoffe, Einrichtung phanmHeujischer Prüstuigs- anstalten. Herausgäbe staatlicher Arzneimittelbücher, V e r- Hinderung der Heilmittelspekulation, Volks- sanatorien, Förderung der physikalischen Heilmethoden sowie das Heilquellen- und Kurortwefcn). Die XIV. Abteilung: die BevölkerungS» Politik oder richtiger Sexualpolitik, vor allem' die 7] Das Morgengrauen. Bon Henri Barbusse. Und jetzt bedeckt sich der Himmel. Dichte, bläuliche Wol- ken bePanzern ihn nach der Erde zu. Darüber fegen Niesen- streifen feuchten Stoubes durch den zinnernen Glanz deS schwachen Lichtes. Ein düsteres Wetter steigt ckllf. Es wird noch regnen. Der Sturm ist noch nicht zu Ende und auch die lange Leidens-eit ist noch nicht vorbei. — Und das wird man sich fragen, sagte der eine: JBeShalb schließlich wird Krieg geführt?" Weshalb, man weiß es nicht; aber für wen er geführt wird, das kann man sagen. Schließnch wird man notgedrungen erkennen, daß, nachdem alle Nationen dem Kriegsgötzen die frischen Leiber von fiinfzehnhundert jungen Männern täglich als Schlachtopfer bringen, es nur im Interesse einiger Führer geschieht, die man an den Fingern abzählen kann; daß sich ganze Völker herdenweise zur Schlachtbank führen lassen, damit eine goldbetreßte Kaste ihre Prinzennamen ins Buch der Geschichte schreiben kann, und damit die andern, eben- falls goldgeschmückten Leute, die zur selben Gesellschaft gehören, mehr Geschäfte machen können— aus persönlichen Rücksichten und im Interesse einzelner Krämer also.— Und den sehenden Augen wird es klar werden, daß die Trennung, die zwischen den Menschen besteht, nicht diejenige ist. die man annimmt, und i daß jene, an die nian bisher glaubte, gar nicht besteht. — Horch! unterbrach ihn plötzlich einer. Man verstummt und hört in der Feme daZ Donnem der Kanone. Dort erschüttert ihr Rollen die Lust, und das feme Gewitter schlägt schwach an unsre vergrabenen Ohren; um unZ aber dringt die Ueberschwcmmung immer tiefer in die Erde und zieht langsam die Höben mit hinein. Es geht wieder los... Dann meint einer von unS: — Herrgott, wogegen werden wir nicht alles noch an- kämpfen müssen! Schon spricht eine Angst, ein Zweifel aus der tragischen Unterredung, die sich unter diesen verlorenen Menschen wie ein ungeheures Meisterwerk des Schicksals verbreitet. ES be- ginnt nicht nur daS endlose Leiden wieder und die Gefahr und die elenden Zeiten, sondern auch die Feindseligkeit der Dinge und der Menschen gegen die Wahrheit, gegen die aufgestapelten Vorrechte, gegcn die Unwissenheit, gegen die tauben Ohren und den schlechte» Msign, gegen sie vorgefaßten Meinungen und- die Starrköpfigkeit der bestehenden Zustände, die nicht ins des Krieges, ihr. die ihr den ganzen, großen Krieg mit euern Schwanken zu bringen und deren Knoten nicht zu lösen sind, eignen Händen vollbracht haSen werdet, du Allimcht, die der 14 vtS Srt-»» i»n-» S n-y t v« t n f» v» � V /TJ.. r.______.'jflj<:___ j<• C! y Und der tastende Traum der Gedanken gehl tn jene Vision über, in der die ewigen Feinde aus den Schatten der Ver- gangenheit hervortreten und in die wütenden Schatten der Gegenwart hineinstürmen. Da sind sie... Als fahre am Himmel die Vision über die Kämme deS Gewitters, das die Welt in Trauer stürzt; sie kommen, die reitenden Kämpfer, im blendenden Galopp— Schlachtpferde und Rüstungen, Tressen und flatternde Federbüschc, Kronen und Schwerter... Man sieht sie deutlich, sie wälzen sich vorüber und blitzen in prunkender Pracht, und hängen voller Waffen. Und die kriegerischen Reiter spalten mit ihren alt- modischen Gesten die Wolken, die am Himmel stehn wie auf der Theaterbühne. Von allen vier Ecken des Horizontes wogt eS heran über die fiebernden Blicke hinweg, die von der Erde aufsteigen, über die Leiber, die der gemeinste Kot der Erde und der zertretenen Felder überhäuft, es verdrängt die Unendlichkeit des Himmels und verdeckt die blauen Tiefen. Und es sind Legionen. Nicht nur die Kaste der Krieger, die zum Kriege brüllen und ihn anbeten, nicht nur die. denen die allgemeine Knechtschaft eine magische Macht verleiht: die erblichen Macksthaber, die hier und dort aufrecht stehn über der kniefälliaen Menschheit und plötzlich.auf die Wage der Gcrechtig Erfüllung des Guten noch nicht dient, du irdischer Haufe, dar- unter jedes Antlitz eine Welt voll Schmerzen ist, ihr, die ihr unter, dem Himmel, wo lange Wolken zerreißen und wie böse Engel sich wirr entfalten, träumt gebeugt unter dem Joch eines Gedankens!— Ja, ihr habt recht. Alles das ist gegen euch. Alles das ist gegen euch, gegen euer großes, allgemeines Jnter- esse, das in der Tat eins ist mit der Gerechtigkeit,— und nicht nur die Säbclraffler, die Hamsterer und die, die im Trüben fischen, sind eure Feinde. Es hat nicht nur die verruchten Anteilhaber, die Geldleute, die großen und kleinen Geschäftemacher, die eingepanzert in ihren Banken und in ihren Häusern vom Kriege leben und während des Krieges in Frieden davon leben, mit ihrer ver- steckten Doktrin, die ihre Stirnen vernagelt, mit ihren Gesich- tem, die wie ein Geldschrank verschlossen sind. Es hat solche, die die Blitze der gekreuzten Klingen be- wundern, und wie die Frauen von dem bunten Tuch der Uni- formen träumen und schreien. Solche, die sich berauschen an der Militärmusik oder an Liedern, die man dem Volk eingc- schenkt wie Schnaps, die Geblendeten, die Schwachen an Geist. die Fetischistcn, die Wilden. Die, die von der Vergangenheit leben und deren Wort im Munde führen, die Traditionellen, für die eine Vergewaltigung keit drücken, weil's gilt, für sie zn einem bedeutenden Schla"g Gesetzeskraft hat weil sie von jeher besteht; die die sich von den firf, vi- nrnfc- vi- Taten regieren lassen und die Zukunft und den leidenschasil:ch-n, auszuholen. Ihnen gesellt sich die große Masse, die bewußt oder unbewußt ihren fürchterlichen Privilegien dient. — Es gibt, schreit in diesem Augenblick einer jener finstern und dramatischen Zwischenredner, und streckt dabei die Hand aus, als ob er's sähe, es gibt solche, die sagen:„Wie ist daS alles schön!" — Und solche, die sagen:„Die Rassen hassen einander!" — Und solche, die sagen:«Ich werde fett vom Krieg, und mein Bauch wächst dabei!"' — Und solche, die sagen:„ES hat von jeher Kriege ge- geben, also wird eS auch fürderhin Kriege geben!" — Dann gibt es sslche, die sagen:„Ich sehe nicht weiter als meine Rasansvitze r«d»«biete den andern, weiter zu sehn!" — ES gMt solche, die sagen:„Die Kinder kommen zur Welt mit roten oder blauen Hosen am Hintern!" — Es gibt, fluchte eine heisere Stimme, es gibt solche, die sagen:„SMagt die Augsn nieder und glaubt an Gatt!" Jawohl! Recht habt ihr, ihr arme, Krhllofe Handwerker bebenden Fortschritt den Geistern der Verstorbenen und den Ammenmärchen unterwerfen. Zu ihnen gehören alle Priester, die euch aufreizen und mit dem Morphium ihrcS Paradiese? einlullen möchten, damit allcS beim Alten bleibe. Dazu die Wvokatcn— National- Ökonomen, Historiker und weiß ich noch was allcS!— die euch mit theoretischen Phrasen verwirren, die den Kampf der nationalen Nassen unter sich proklamieren, wobei doch die geographische Einheit der modernen Nationen nur willkürlich durch die abstrakten Linien ihrer Grenzen bestimmt ist, und aus künst- lich zusammengewürfelten Rassen besteht; und die zweifelhaften Genealogen, die der Eroberungssucht und der Raubgier falsche, philo opbache Attest-' und«rsimdene Adelsbriefe ausstellen. Die Gelehrten sind»ielsach in einer Hinsicht Unwissende, die die Einfachheit der Tinge aus dem Auge verlieren und sie aus- wischen und durch Formeln und Einzell>eiten verdunkeln. I» den Buch«« lernt man die kleinen Dinge, nicht die große». (Schtutz folgt.) ©rBurfcnfrct�c In quantitativer und qualitativer Hinsicht, also in bezug auf Zahl und Ä e s ch a f s e n h e i t der Geburten. Hier müssen ganz andere Gesichtspunkte maßgebend werden als unter dem alten System, in welchen: bewußt und unbe- wuszt der militaristische Standpunkt, der drohende Soldaten- missall das ganze Probleni beherrschte. Wr den tiefer Forschenden ist das Zwei- und Dreikindersystein nur eine Stufe in der fortlaufenden Entwicklungsgeschichte der mensch- lichen Familie, ähnlich wie der Uebergaiig der Vielehe zur Einehe. Will man gegen den Geburtenrückgang vorgehen, dann darf man nicht, wie daS alte System, die Mittel, sondern muh die Ursachen bekämpfen. Vor allem ist hier auch das grohe Gebiet der Eugenik zu berücksichtigen, d. i. die Hervorblingung gesunder. lebenStcyiglicher Menschen durch Ersoiichung und möglichste Befolgung der Vererbimgsgesehe. Tie XV. Abteilung: die a ni t l i ch e S t a t i st i k des Gesundheitswesens sowie Mitwirkung in allen anderen Angelegenheiten, in denen die Volksgesundheit in Frage kommt. Wahrlich eine Fülle von Aufgaben, wie sie kein Mini- sterium höhere zu lösen hat. Dem Arzt in der sozialistischen Republik wird aber damit eine Bedeutung zuteil, die weit über die hinausreicht, die er im altcu MiUtärstaat Preuhen- Deutschland eingenommen hat. Tas Ministerium für Volksgesundheit darf kein Mini- sterium von Juristen und Bureaukraten, sondern muh ein Ministerium von Fachleuten sein. Es ist bein Zufall. dah derselbe sozialisliiche Staat, der die Trennung von Staat und Kirche als Grundsatz aufgestellt hat, einen engeren Zusammenschluh von Staat und Heilkunde anstrebt. Hierzu gehören aber Aerzte, die sich als mit dem Volksorganismus unlöslich verbundene Organe fühlen, für dessen Erhaltung sie ebenso notwendig sind, wie er für ihre Erhaltung notwendig ist! Aerzte, die gänzlich frei sind von Ucberhebung und Dünkel, die erfüllt und durchdrungen sind von dem Geiste der neuen Zeit, von dem Geiste der Zusammen- gehörigkcit und genossenschaftlicher Einordnung, der Opfer- bereitschaft und der Opscrsreudigkeit, kurz von dem Geiste des Sozialismus. SMWffchsDbcWWKg Die Ausschaltung öer Gewerkschaften in öer Revolution unü ihre folgen. Dieses Thema behandelte in der neuesten Nummer der»Sozia- listischen Monatshefte" der Vorsitzende des Buchbinderverbandes, Emil K I o t h. Er verweist am Eingang deS ArtilclS darauf, dah zu derselben Zeit, in der den Gewerkschasten ungezählte neue Zebn» tausende zuströmen, sich besonders revolutionär dünkende Kreise bemühen, daS Ansehen der Getverkschaften zu untergraben und sie bei der Neuordnung auszuschalten. Der MchrhcitSpartei könne man den Vorwurf nicht ersparen, nicht genügend die alte Waffen- brüderschaft mit den Gewerkschaften grwabrl und sie gegen die vielen unberechtigten Angrifie in Schutz genommen zu haben. Tie Wewertschasten befinden sich einerseilS m der verzweifelten Lage, der außerordentlich verieuerten Lebcnrvaltung Li-echnung tragen und darum hohe Löhe fordern zu müssen, obwohl infolge de? KohIenmangelS und der ungünstigen Produktionsbedingzingen die Arbeitszeit verkürzt ist, sind aber andererseits doch von der Er- kennt ms durchdrungen, dah ein Land, dah so arm geworden ist wie Deutschland, solche Forderungen aus die Dauer nicht erfüllen könnte, und wenn all« Produktionsmittel bereits verstaatlicht wären. Dazu stelle noch? der wirkliche und wahrhastige Unvcr'stisnd bisher unorganisierter Massen, von unkundigen und gewissenlosen Leuten aufgestachelt, wahnwitzige Lohnforderungen, die binnen kurzem zu einem völligen Zusammenbruch unsere« ganzen wirtschaftlichen und politischen Lebens führen müssen und die inimer höher»erden, je geringeren Widerstand sie finden iiveShalb diejenigen die Saupt- schuld an unserem wirtschaftlichen Zusammenbruch tragen, die sich oiesen Forderungen nicht entgegenstellen, sie gar aus Schwäch? tolerieren, statt die schärfsten Maßregeln gegen dieses Treiben zu ergreifen). Eine planmäßige llektersührung der arbeitslosen Massen in die Landwirtschaft, den'Bergbau und in andere ProduktionSgebiete, in denen Arbeitcrmangel herrscht, sei drinaend und schnellstens notwendig, soll nicht die gesamte städtisch« Bevikkerung dem Hunger- tod überantwortet werden. Besitze die grqhstädtiiche Arbeiterschaft nicht selbst hlersür die notwendige Einsicht, so müsse die allgemeine Arbeitspflicht eintreten, freilich im Verein mit möglichst weitgehen» den Fürsorgeeinrichtungen.« Soweit die Darlegungen KlotchS. Auch wir haben«S bisher nicht verstehen können, dah da» unverantwortliche Treiben wilder Elemente sich so ungestört vollziehen konnte, ohne auf den schärfsten Widerstand der gewerkstbaftlick organisierten Arbeiterschaft zu stohen. Di« Genossen, die während der KricgSzeit alles daran gesetzt haben, den Einfluß der Gewcrtschafden zu stärken, deren Mitgliederzahlen zu mehren, dursten nicht so mit verschränkten Armen den Wortführern einer zwar äusierlich recht radikalen, im Grunde gewjmmcn aber verderblichen, unser WirtsckkiftS- leben aufs höchste gefährdenden wilden Lohnpolitik gegenüberstehen. ES kommt für die im GewerkschaftSkampf erprobten Genossen einer Blamage gleich, wenn sie sich von radikalen Maulhelden inS Bocks- Horn jagen lassen. In der Siegel handelt es sich bei ihnen um Leute, die im Organisationsleben noch keine organisatorische Arbeit geleistet haben und die gerade deshalb, weil sie nicht wissen, wie schwer daS Aufbauen ist, mit den skrup ulösesten Mitteln arbeiten. Dies«n Elenienten müssen unsere erprobten Gewerk'chastSgcnosscn mit aller Energie gegenübertretcn. Ihr ganzes Leben war eine Arbeit ausbauender Kultur, und sie sollen jetzt machtlos zusehen, wie daS von ihnen Geschaffene zerstört wird? Dah wir die Tinge nicht falsch beurteilen, beweisen uns Mitteilungen alter ernster Genossen aus größeren Betrieben. Sie erklärten, dgh eS in der Regel nur eine kleine Clique fei, die mit ihrem organisierten Radau den übergroßen Teil der Arbeiterschaft beherrsche und somit deren Handeln beeinflusse. DaS bewcist nur, daß diese grohe Mehrheit der Energie ermangelt, um mit triftiaen Argumenten hyperradikale Maulhelden auf den Boden realer Tatsachen zurück- zuführen. Diese Energie, der eiserne, entschlossene Wille, der Per- nunft zum Siege zu verhelfen, muh in jedem unserer zielbewußten Anhänger mit einer gewissen Urkraft sich Geltung zu verschaffen suchen. Gewiß, man wird diese Genossen mit Hohn Und Spott überschütten, sie mit radikalen Schlagtovrten iraknercn, mit denen man noch immer mit Erfolg an die niederen Leidenschaften appelliert hat. Aber daS muß man ertregen, in�dem stolzen Bewußtsein, die Vernunft und das Reckt auf seine Seite zu haben. sind Schmähungen und Verdächtigungen unter Umständen eine Sfire._ WiedereinsteNunq vor 5krieqSteisneBn,Tr.— Schutz eg en Massen en t l a si«nq en. In den Kreften der kaulmännischen und technischen An-'estekften herrscht lebhafte Mißstimmung darüber, daß hinsichtlich der Wieder- einstellung der Kriegsteilnehmer wie der gesetzlichen Einschränkung von Kündigungen die schon seit Wochen aiigeküiidigte Verordnung immer noch nicht herausgekommen ist. Die Arbeitsgemein» ich oft freier Angeftclltenvcrbände macht m einer Zuschrift an unS darauf aufmerksam, daß daS Rccht der Wieder- einstellung seitens der beteiligten Organisationen schon seit Anfang llSlö in zahlreichen Kundgebungen inimer wieder gefordert worden ist und auch bereits mit der früheren Regierung Einzelberatungen über die Möglichkeit der Durchführung stattgefunden hatten. Man hätte erwarten sollen, daß diese Frag« unmittelbar nach Beendigung des Krieges als eine der dringlichsten sofort in Angriff genommen worden wäre. Nach vielem Drängen hat schließlich das Demobil- machungSamt im Dezember mit den Interessenten den Entwurf einer Verordnung beraten, der dann dem Rat der Volksbeauftragten vorgelegt werden sollte. BiS heute aber warten die Angestellten vergeblich auf eine Verabschiedung diescS NotgesetzeZ. Inzwischen haben sich die Kündigungen schon in bedenklicher Weise gehäuft und auch die Unterbringung der heimkehrenden Kriegsteilnehmer ge- staltet sich immer schwieriger. Wenn die Verordnung jetzt nicht so- fort mit rückwirkender Kraft In Wirklichkeit gesetzt wird, so müssen sich auf dem Stellenmarkt der Angestellten unerträgliche Zustände herausbilden und es wird bei einem verspäteten Erlaß der Verord- nung überhaupt nicht mehr möglich sein, die wachsende Verwirrung über die Rechtslage der Angestellten zu beseitigen. Die Un?u- friedenheit der Angestcllten ist um so verständlicher, als für die Ar- beiter bereits eine gesetzliche Verordnung erfolgt ist. Neuer Konflikt im lSaftluirtSgewerbe? Zu den Forderungen der Angestelltenverbände der Kellner nahmen die Gastwirte in einer am gestrigen Donnerstag nach drm Wintergarten einberufenen Versammlung Stellung. Wie wir einer Korrespondenz entnchmcn, erstattet« Direktor Racbwalski Be- richt, daß die Kellner jetzt die Forderung ausgestellt haben, sofort in allen Betrieben das Trinkgeld abzulöten, und nicht, gemäß dem, Schiedsspruch vor dem Gewerbegericht, erst am 6. September d. I. Die Gastwirtsangestcllten begründen ibre Forderungen damit, dah die teilweise Abschaffung des Trinkgeldes zu Un�uträglickkeiten ge- führt habe und daß in den Betrieben, wo die Kellner bisher noch darauf angewiesen wären, da? Publikum dielfach mit dem Hin- weis auf die Neuregelung sich weigere, es zu zahlen. Um dem zu begegnen, haben sie durch ihre Vertrauensleute den Arbeitgeber- verbänden bis Freitag, 1l Uhr vormittags, ein Ultimatum gestellt, dahingebend, ihre Forderungen zu bewilligen, widrigenfalls sie sich nicht mehr an den Schiedsvertrag gebunden halten und sofort in einen Streik eintreten würden.— Alle Redner waren darin einig, dah man, um daS Publikum nicht wieder solchen Unannehml'ch- leiten auszusetzen, vor verschlossenen Türen zu stehen, den An- gestellten entgegenkommen und eine allgemeine Ablösung de? Trinkgeldes schon am 1 Mai«intreten lassen wolle. Im übrigen sei der Schiedsspruch kür»Arbeitgeber und Arbeitnebmcr als bin- dend und zu Reckt bestehend anerkannt worden und müsse die darin festgesetzte dreimonatige Kündigungsfrist eingehalten werden. Die bestehende Kommission wurde beauftragt, den Angestclltcnver- bänden obiaen Vorschlag in den morgigen Verhandlungen zu unter- breiten. Sollten die Kellner trotz deS Entgegenkommens der Ar- beitacber doch diesen Vorschlag ablehnen, so falle die Verant- wortung für die daran» entstehenden Konsequenzen nur auf sie allein zurück._ 100000 organisierte Textilarbeiterin«««. Die letzte Mitgliedenäblung im Tertilarbeiiervcrband hat er- geben, daß mehr als hunderttausend Textilarbeiterinnen der Orgaui- saliou angehören. Im Januar t9I2 betrug die Zahl der im Ver- bände organisienen weiblichen Mitglieder bOOOO, ES hat sich also unter de» Einwirkungen der Kriegs, eit diese Zahl verdoppelt. Tie derfloflene Losinbewegunq der Versicherung?. angestellte». Zu diesem Kapitel erhalten wir nachträglich noch eine Zuschrift, auZ der wir daS Bemerkenswerteste dier wiedergeben wollen: Vor nicht longer Zeit ging durch die hiesige Presse die Milteijung. die Groß- Berliner BeisichsriinnSgeiellschahen hätten sich mit den An- gestelltenverbänderi auf Zahlung einer nambafte» EntichulbungS- -ulage(die sich bei Verheirateten bis auf M. bezifferte) geeinigt. Jeder Fernstehende muß dabei mit Neid auf die tonst so bescheidenen .BersicherungSbeamten' geblickt haben, denen mit einmal so reicher Segen in den Sckoß fiel. Aber nicht nur die Fernstehenben, svn- dern ein erbeblicher- Teil der Groß'- Berliner Versicherung«- nngestelllen selbst mußten sich mit diesem Neid begnügen. Denn, wohlpemerkt, die Abmachungen mit den NnaesirUteir- verbänden lZentralverband und Münchener versicherungs- Beamten« Verband) waren nur von den Berliner Gesellichasren getroffen worden und die Tausend« von Angestcllten der Zweig- stellen lGeneralagenturen) der außerhalb Groß-Berlin? domizilie- renden Gelellichaiten gingen leer an». An diese Angestellten denen gerade«me besondere Zulage am nötigsten war, denn be- kanutlich werden die Generalagentur-Angestellten noch schlechter be- soldet als die sogen. DireltionSbeamten! an diele ballen beide Kontrahenten in threm Ei'er nicht gedacht. DaS Beriäumte soll toohl. wie der.Zentralverband'' zugesichert bat, noch nachgeboli iverden, aber wenn man die raftkie Eatschlußsahi rkeit der Veisiche« rungSdirellionen in Geldfragen berücksichtigt, wird eS wohl wieder Weihnachten werden, bis diese EnikchiildungSbeträge vereinbart'find; dtelleichl ist in,iviichen die Berstaarlichung gekommen, und die Direktionen, die eS verstanden, die Lohnbewegung ihrer Angestellten durch leere'Versprechungen und Vertröstungen hintan ,uhalien. beholten ihr Geld und die Angestellten haben das Nachlchen. Gibt es nicht ein Mittel, atil diese saiimielige» Gesellschaften einen nicht ganz gelinden Druck auszuüben, damit diese etwas schneller ihre Entschließung zn den a!S berechtigt anerkannten For- derungen ihrer Angestellten soffen? Sie. werden mir antworten: Wenden Sie sich an Ihre Organftation I Darauf muß leider ge- antwortet werden: Wir haben kein«. Bisher haben sich die Ver- stcherungSangestellten in dt« verschiedenen Handliingsgebilten- Verbände zenplittert, bis sich endlich zwei tpeztelle Verbände der Jiiteresten der VcisicherungSangestellten amiahmcn; der HandlungSgehilfcn-Zentralverband und der Versicheren, tSbeamtcn- VerbanS München. Erstcrer arbeitet aber, wie die bisherigen Erfolge beweflen, lediglich für die Berliner DircktioirS- beamten, letzterer verlritt die Ailgestelltenforderungen nu- insoweit, als sie den Direktionen genehm find. Wo gehören nun die Generalägentur-Beamten der auswärtigen Geiellichakten hin? Auf eigene Faust ist die Angettellicuschatt e> u e r Gcncralagentur nicht imstande. Forderungen durchzudrücken, also bleibt dielen wohl nichts» weiter übrig, als weiter in aller Bescheidenheit ihr armseliges Dasein zu fristen und zuzusehen, wie die glücklichen Direktionsbeamtrn Fettlebe mgchen. Denn wcnn selbst die Angestelltenverbände dw auswärtigen Direktionen zu ein- maligen Beihilfen veranlafien,!o siebt zu erworten, daß dtete Abmachungen wieder nur für den zuständigen DireltianSntz getroffcn weiden, also die Berliner Generalagenltirbeamten abermals ans- ichliehen. So wie so. die Berliner kriegen nichts. Daß die Direktionen sich freiwillig dazu entickließen könnten, Gerechtigkeit walten zu lassen und ihre Angestellten gleich zu behandeln. ist bei den bisherigen Grundsätzen der Getelltchaften auSget'chlossen, liehen doch manche Getelltchaften den zeitgemäßen Forderungen ihrer Angestellten völlig verständnislos gegenüber, was am ella- taniesten damit bewiesen wird, daß eine solche bei ihrer General agentur eine Kürzung der jetzigen Gehälter angeregt hat,' weil duick die rücklebrenden Kriegsteilnehmer ein übergroßes Angebot an Kräften vorläge. Eine AusbeutungSpolttik, wie sie unter dein alten Shitcm gang Und gäbe war. will alio ein graßfapitalistüches Unternehmen auch in einer so,ialistisch»n Republik weiter fort- setzen l Wäre es nicht Zeit, diesen Herren Diretioren, die jähre- lang Ministergedälier, Riesentaniiemen und Rie'endiv dendcn ge- -ogen baben, während ihre Angestellten mit Hungerlöhncn abge- speist wurden, mal von regierungswegen den Standpunkt klar zu machen 1_ Reaktionärer Geist in den Gemeindeschttichtereren. Vom Zentralverband der Fleischer wird unS folgendes geschrieben: Wir find im Fleischergewerbe jetzt glücklich so weit, daß wie den reaktionären Geist der Fkeischermeifler gebrochen haben, Es sind tarifliche Abmachungen für alle Branchen festgelegt. Dieser Geist scheint jetzt in den Magistratsbureaus, die für die Fleisch- Versorgung in Frage kommen, eine Stätte gefunden zu haben._ Nachdem fast samtliche Wurstfabriken den korporativen Arbeit?« vertrag untersch icbcn haben, drängten die Gehilfen in den städti- schen Wurslfabriken darauf, daß auch in diesen Betrieben der Tarifvertrag zur Einführung komme. Der geforderte Lohn beträgt für Junggesellen 7 ö M., für Gesellen in nicht verantwortlicher Stellung 9 0 M. die Woche. Also ein Lohn, der bei den jetzigen Verhältnissen als seh: bescheiden angesehen werden mutz. Trotzdem können verschiedene Gemeinden, vor allem die Stadt Berlin, nicht zur Anerkennung des Vertrages kommen. Ter Vertrag ist dort seit dem L. d. M. eingereicht, ohne daß die Organisation bis jetzt einer Antwort gewürdigt ist. Erst der Hin- weis, daß mit einer Arbeitsniederlegung zu rechnen ist, veranlaßt« den Güterdirektor Rusch, jetzt eine Beschleunigung der Sache zu- zusagen. Die Stadt Berlin zahlt ihren Schlächtergesellen in Hobrecht?» selbe einen Wochcnlohn von üs bis 5K M., und jene Gesellen, die aus dem Felde zurückpckch.st sind und in der Schlächterei keine Aufnahme fanden, erhalten auf dem Sägewerk einen Wockenlohn inklusive Teuerungszulage von 4 4 M. Einem kriegsbeschädigten Schlächtcrgcscllen, der im Betriebe eine volle Arbeitskraft ersetzt, werden von seinem Lohn die 25 P:oj. Rente abgezogen. Würden die Schlächtcrgesellen der Stadt Berlin ihre Stellung aufgeben und die städtische Erwcrb?losenunters!ützung beziehen, so würden sie ihr Einkommen um 29 bis 39 M. pro Woche erhöhen. In Pankow fübrt ein Meister Jessert ein sehr strenges Regt- ment. Der Mann sucht mit Drohungen, die auf die Entlassung hinzielen, die Gesellen einzuschüchtern und von der Organisation fernzuhalten. Als ein Vertreter deS Verbandes den Vertrauensmann sprechen wollte, wurde ihm von I. erklärt, daß er sich die Aufwiegelung der Leute verbitte. Auch hier ist bis jetzt die Organi- sation ohne Antwort auf die eingereichten Forderungen. Die Ge- sell-n erhielten dort einen Stundenlohn von nur M. In den letzten Tagen ist etwa? zugelegt, aber man will auch hier nicht mit der Organisation verhaniteln. Der Direktor Gärtner von der Fleischabteilung redete persönlich den Leuten zu. ohne den Ver- band über die Lohnsragen sich zu einigen. Hier wird der kommunale Arbeiterrai ein ernstes Wort mit diesen Herren sprechen müssen, wenn ein Konflikt vermieden werden soll.» In Reinickendorf ist eS jetzt durch daS energische Ein- treten deS ArbciterraiS zu einer Einigung gekommen. Auch dort hatte der Gemeindesekretär L a u r i g die eingereichten Forde- rungen trotz Erinnerwng vier Wochen unerledigt liegen gelassen. Auf lelephonischcn Anruf erhielt der Flertcherverband von einem Sekretär im Ernähiiinqsamt die verblüffende Antwort»ES müsse erst geprüft werden, ob der Verband die Berechtigung habe, die Gesellen zu vertreten; eS gäbe doch in Groß-Berlin noch Fieischer- gesellen, die nicht VerbandSmitglieder seien." In Schöneberg werden bei der Fleischverteilung im städti« schen Betrieb noch 6 Fleijchermeister beschäftigt, die nebenbei ein osfen-S Ladengeschäft betreiben. Während auS den Allgemeiw- mitteln die ardeitslosen Scklächtergesellen, die auch SÄönebcraer Bürger sind, die Arbeitslosenunterstützung erhalten, verschafft der Magistrat den Fleische. meistern eine Doppelexistenz. Seit 14 Tagen werden von der Verbandsleitung mit dem zuständigen Dezernat Verhandlungen gepflogen, die jetzt mit der Erklärung ihren Ab- schluß fanden, daß der Obermeister der Schöneberger Fleischer- inwung als Leiter des Betriebes erkrankt»st und daher nichts geändert werden könne. Bei anderen Gemeinden sind gleichfalls die Forderungen ein- oercickt. Von deren Verhalten wird«S abhängen, ob wir dort die Verhältnisse der Oeffentlichkeit unterbreiten müssew Wenn eS zu Arbeitseinstellungen wegen Löhnen von 75 und 99 M. kommt, wrrd mau den Gesellen keinen Vorwurf machen können. Recht inter» essaift ist bei diesen Dingen, die Frage, weshalb man bei den kommunalen Deputationen für Fleisch- und Wurstverso.gung nicht Bettreter der A''bcitnehmerorganisation hinzuzieht und lediglich mit den Obermeistern der Fleischerinnungen arbeitet, die dock neben dem rückständigen Geist vor allem die Interessen der Schläck-er- meister in den Vordergrund schieben. Die Arbeitnehmer der Branche besitzen doch auch Fachkenntnisse und würden zunächst immer die Konsumenteninteressen berücksichtigen. Welche Gründe sind da süc da» Verhalten der Kommunen in Rechnung zu stellen? Streik und Nnssperrnnst im Berliner Gastwirtsgewerbe hatten bekanntlich damit geendet, daß von beiden Parteien ein Schiedsspruch deS EinigungSamlZ des GewerbegerichtS angenommen worden war. Die wichtigsten Bestimmungen diescS Schiedsspruch? besagen, daß die achtstündige Arbeitszeit durchgeführt und daZ Trinkgeld ist st, mi grundsätzlich beseitigt werden muß. Die erst« Be- stimmung ist am 16. Januar allgemein, die zweite nur teil« weise in Kraft getreten, mämlich für Hotel-, Wein-, LuxuS- und �asehauNbetriebe, während für die BierrestaurantS zunächst als Beginn der testen Entlohnung der l. September vorgesehen war. Inzwischen Hai nunmehr die im Schiedsspruch vorgesehene Echlichtungskommission getagt, in welcher der Schiedssvruch hin. sichtlich einer Reihe von Punkten einer Revision bzw. Ergänzung unterzogen wurde.-Als wichtigste Bestimmung wurde diesmal fest- gelegt, daß auch für BierrestaurantS daS Trinkgeldjystcm bereits b:d«u!«nd früher durch festen Wocheniohn abgelöst sein mu�'und zwar am l. Mai d. I. BiS zum Inkrafttreten der festen Entlohnung erhalten die Kellner das Recht. 19 Proz. als ServiS zu berechnen. Ter AnstellungSvertrag der Zcchenangestellten. Kürzlich traten die Vertreter des ZechenverbandcS mit den Vor- treter der Angestellten zu einer Besprechung der bei diesen vor- liegenden Wünsche auf dem Gebiete deS Anstellungsvertrages und der Bezüge der Angestellten zusammen. Es wurden alle Forde- rungen eingehend erörtert. Der Zechenverband sagte zu, in nächster Zeit zu den aiisgeworfenen Fragen Stellung zu nehmen und als- dann erneut mit den Angestelltenverbänden zu verhandeln. Die zu treffenden Abmachungen sollen rückwirkend ab 1. Januar gelten. Soziales. Die Voskssürforge im letzten KriegSjahr. Als der Weltkrieg ausbrach, hatte die Volksfürsorge gerade ihr erstes Lebensjahr vpllendet. Ihre ganze Organisation steckte noch in den Kinderschuhen, ihr Bestand an Versicherungen und Kapital war noch gering. Die katastrophalen wirtschaftlichen Folgen de» Krieges ließen anfänglich daS Schlimmste befürchten. DaS Neugeschäft stockte, und der Abgang von Versicherungen wurde immer gewaltiger. Tie alten Mitarbeiter eilten unter die Fahnen, neue traten an ihre Stelle und gingen wieder. Aber der mühevollen Arbeit oller gelang es doch, die junge Oraanisatian nicht nur auf- rechtzuerhaltrn, wildern sie allmählich noch weiter auszubauen und von Jahr zu Jahr ein günstigeres Neugeschäft zu erzielen. Während im Jahre 1916 nur 19 569 Anträge eingingen, war im Jahre 1916 ein Neuzugang von 2 3 7 2 4, im Jahre.1917 ein solcher von 38 966 Versicherungen zu verzeichnen, und das Geschäft»- jähr l9lL brachte sogar ein Neugeschäft von 70 665 Anträgen! Da- oon ent sollen 67 130 Anträge mit 28 536 626 M. Versicherung� summe aus die Kavitalversicherung, 3385 ans die Spar- und 159 Anträge auf die Risikoversicherung. Hierzu kommen noch etwa 4499 Wiederinkraftsetzungen alter, stornierter Versicherungen, so daß der gesamt« Zugang rund 7 6 000 Bcrsickc rungen beträgt. Dieser schöne Erfolg deS letzten KriegSsahrS ist»in Beweis dafür, daß die Volksfürsorge auf gesunden Füßen steht und das Vertrauen zu ihr in der deutschen Arbeiterschaft ständig im Wachsen begriffen ist. Oeffentlicher Verkauf vsn Keftbeftäncten der Rriegdledcr-Hbttengerelirchaft am Leipziger 8ammeUager. Zum verkauf werden gestellt: l. etwa 500 Nacktpeize, 2. etwa 13000 peizeeffitterte Joppen und Mäntel. Beschreibung der unter 2 genannte» Narr: ik» handelt sich um Bekleidungsstück» in mnnittelbaren und mittelbaren Heeresdedorf verichiedenfarbig. wie � �. teil» ou» Etilckenfutter, vorwiegend jedoch au» ganzen Fellen. Zum Verkauf gelangen u. a. etwa loooo Stück Joppen und MSntel urit Sanwtutter, 2 0«>.,,, Lummfellfutter und kleinere Mengen mit Futter au» Astrachan. Murmel, Opoifum, Mufflon, Hafen, Balladg, Ziegen, Bisam, stutzen. Tibet, Fuch», Schuppen. chag»rplatz: Leipzig, im Sammellaaer der Srtegsiedcr-Attiengesellschaft. auf dem chelSnbe der Bugra, Reitzenhamer Straße(Haltestelle der Straßenbahnen P[»am Hauptbahnh.j und B). Die B«fi(f)ligung ist den Interessenten vom 27. Januar bi»«. Februar 1818 einschließlich von 81 U1/, und 1—1 Uhr gestattet. Verkauf-bediagungeu: U. Die«ar» Ist w einzeln« Los»»»n durchschnittlich>, 200 Stück eingeteilt. Die Lose können beliebig dedoten werden; die striegsledec-Ätttengesell- schuft behält sich den Zuschlag, auch für Teil» de» Angebote»»ckch ihrem Srmeften vor. - Die Dosten nillslen übernommen werden wie ste lagern, Beuiänzelunaen»ach Srhalt der Ware(auch über Sortiment, Maßangabe usw.) werden nicht berllcksuiniat, da an den Be» Iichtigung»iagen den Interessenten Selegenheft gegeben ist, die War, nach Belieben in Augur- schein zu nehmen. w normalen Wännergrößen, die ursprünglich für ______________________________ beschafft worden roarrn. Di» Bezüge(reilweise �rtedensware) find verschiedenfarbig, wie schwarz, dunieldiaii, braun, graugrün usw. Die 1 Di» Bczablung!,ät ohne jeglichen Abzug Nechnung und oor Absendung der Ware zu erfolgen. innerhalb Dt» dreier Tage nach Erhalt der iser Frist de- der Schaden- W(w auf Mark IWWWWW_________...tegsairleihe oder Reichslchatzscheme ge- liesett werden. Sie werden zum Reiniwert unter Verrechnung der aufgelaufenen Zinsen in Zahlung genommen. Die restlich» Hälfte muß in bar beglich-n werden. 5. Zahlungen bzw. Lieferungen von striegsanleih» bitten vir für Rechnung der striegv- leder-Aktiengesellschast, Abteilung Leder-Pelzfelle, bei der Tommcrz- und Diekomo-Banh Berlur, oder der Diremon der Diskonto-Desellschaft, Berlin, vornehmen zu losten. st. Angebote sind unter alagefchrieh-nem Amschiaa mit der �leesschrlst.Tin- schreidang- schriftlich abzugeben und müssen bi» spätesten» Montag, den 10. Februar 1919, abend», in den Händen der striegsl-der-Attlengesellschast, Verls n,«udapcsler Str. 11/12, sein. 7. Die Sedai» sind für jede» Lo» getrennt abzugeben, und zwar in der Weise, daß auf bem dafür zur Verfügung aestellren Vordruck angegeben wirb, wieviel Reichsmark(ohne An- gab« von Pfennigenl für die Sinheii(also da» wtück) geboten wird. Werden andereliuitend« D-dot- abgegeben, so werden lediglich bi» Martbeträg, berückstchltgt. Dies, S-bvte lausrn er Umständen Aefahr ouszufallen. lschast behält sich»or, von den Bittern zur Sicherstellung der also unter Die lkrieg»leder-Aki>enaet»tllchc abgegebenen Gebote eine Kaution einziifordern. S. Eisern Ang-dote auf Teile'von Lose» eingehe», Möglichkeit durch Austeilung van Losen grsellschaft vor, ste nai ig der»wgegangene cht gegeben werden. Uebcr Annahm» oder Bdiehnuni,.WH möglichster Beschleunigung brieflich Nachricht gegeben r 10. Wegen aller Streitigkeiten unterwcrfeu sich Landgericht» i bzw. de« Amtsgericht» Berlin-Mitt» zu Erfllllii»g«ott sür Lleftrung i Leipzig, behält stch die Krieg« Isen m berückstchtigen. ien itbcU wird den ledtt-AMen- Bittern mit beide Barrrien bau Gerichtsstand« de» zu Berlin. für Zahlung: Berlin.__ 120/10 Besonders vorteilhaftes Speiseziniiiisr b«el»b»ack»a»i 1 Billett Eiche 1 Kredena, 1 Aovtiehtiaoh, S Stühlen zosammen »> 2850 Herrenzimmer bosUhacd.tu i 1 Bibliothek Biohe 1 Sehreib ti«eh, 1 runden Tisch_ 1 SohreibsewMl, S Stühlen m 2450 Schlafzimmer bailoh.cd»n, i 1 Sahrank mit Spiegsol, Eiohe 1 Waeohtoiletta mit Spiegel und Marmor 2 Nachteobrüuken mit Marmor 2 BeUetoüon 2 Patentbö Jen* 2 StelUffen Anflegemntratwen mH geHMeaen 2 Stühlen 1 üandtuchhaltar__ »nrinmmea 11 IST 5 Ständig große Ausstellung e°. ca 300 ftorrenzfmniern. 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