N' SS S0. Zakr«. «e,a«»pretS: !St«tteljädn.S.?b titl.cha� Tiniclne Nummi'rii lv i>>eum<>. P»ube,ug: !!)ion>iU>ch iiäö Ml erN. ZuitellungS» gcdü»� lliiici>ircu'da!ia mr Dciuich» lans u. Ceitmcidi-Unaani..6C MI. fflt da? übrac Ausland».nO Ml. bei ltallch e nmaliaei luiieüuna 2.60•Hü. Pollbe'iallunae» nehmen in Täne- mar.. voUano ilutcmbnta Schweden unb bte schwel» imaetraqei. in die lSoii« enunoS-�reik! lle Del.i!torwaas' eacheiul wochenuiglich zweimal ionmaa. einciai. XeleqiamnvSdtefle .Saztoieemofco: Vieriis'« MorgenAnsgaKe. ♦ berliner DolKsblAit. (lO Pfennig) AuzeigcnprelS: Die achtgelpallene Aonvaleillezeile Io»el sc lila,„il leine älneclnen', daS iettaebiudle Son 40'litg.> zulässig 2 lettgebrutHe fflonc). lebe; weitere Eon 20 itfg. Sielleng nuche und Kchlassiellenanzeigen das«sie Eort 30 Big., lebeä mei'.cte Sott 16 Big. Sorte über 16 Suchitaben zählen lür zwei Sorte. leuerungezuschiag 60% ssamillen-Anzeigen. ooltlilche unb gewerllchailsiche'B«cin#- Anzeigen 60 Big. Sie ,-icile. Anzeigen iür Sic nächste Hammer müssen bi- 5.ihr nachinitlage im nanvlgeichäsl Sellin SE.08. llinbenslraye 3, rbaegeden tonben. Peäftnei-on S Uhr(tfih bü 6 icht adenbS, Zentralorgan der fozsaldemokrat»rcben parte» Deutfcblando. KcdöEtion und Expedition: SA). 68, Linden stc. 3. Äcrninreeber: Amt iPIorttiflatt. Nr. 1.>I HO- 151 97. vorwärts-verlag G. m.b. h., Sw. 68, Lindenstr. 3. Fernsprecher: Amt Mortsiplatz. Nr. l»7 5Z— 54. !e ch e Bericht eilie« neutralen Delegierien gibt über eme neue Völlerrewt-verleyung dieier Art Ausschluß: .Dem Soldaten W. Sch. vom Houpldepor Carptgne wurden im Juni löl? auf dem Kommando Mol» Roche bei Nenne? Daumenschrauben durch den Geadarmen angelegt, als er sich weigerte, in die Gefängniszelle einzulrelen. Die Damneiischrailben, heißt eS in dem Bericht, wäie» nicht sehr stark angezogen,'sodaß er in der Felle ohne Schwierigkeiten seine Daumen derauszichen konnte. Später bat der Feldwebel de« Kommandos ihm die Daumenschrauben wieder angelegt, und zwar derart. daß er die Schrauben fest anzog, wäbrend der Gendarm ihm sagte. daß es nicht nörig wäre, die Schrauben iest anzuziehen. So waren die Daumenschrauben sehr stark angezogen nnd wurden während 12 Stunden beibehalten. Der Schmerz war sehr groß, nnd die Daumen waren ongeichwollen und wund; die Blasen brauchte» s-ü n f Wochen zur Heilung. Jetzt zeigen die Daumen des Sch. keine Spur von ben Dnumenichiaubeu mehr, auch keine Narben.' Der Bericht schließt mit den Worten:.Sch. wollte nicht in die Zelle eintüten und hat W'deistand geleistet, weil er die Zelle ichlechi gelüftet und u» hygienisch fand; er erklärte. man solle ihn in eine andere Zelle bringen.' Wegen der Anwendung von Daumenschrauben gegen einen deulichen Kriegsgesgngene» hat auf Grund des vorliegenden Be- richt? die deutsche Regierung Einspruch bei der fron- zöfiicken Neg'enmg erhoben und um strenge Bestrafung der Schuldigen nachgesucht._ Die Polen nehmen unsere Lebensmittel. Tie Gefahren für Teutschlands Ernährung. Angesichls unserer drückenden Lebensmitlelnot müssen wir sehen, daß polniiche Raffgier uns selbst das Wenige noch nimmt, das für die Ernährung uniereS Volles notwendig ist. Schon haben sie uns aus den von ihnen besetzten östlichen Provinzen die Zufuhr der starken Ueber'chüsie namentlich an K a r t o s i e l n und Getreide so pul wie abgeickiiitlen. In Oberschlesien bedrohen sie die für Deutichlaiids Industrien wichtigen Kohlen Vorräte. Die Not in Deuiichland steigt und trotzdem nimmt un« polnische Zügellosigkeit das, was wir zum Leben nötig haben. Fest werden auch die Vorräte der Zuckerfabriken im Osten von den Polen ergriffen und nach Polen ver'chleppt. Man fr>ßi an unterem Mark. Man kennt keine Rücksicht mehr aus die Lebensbedürsnisie des deutschen Volkes. Dürfen wir länger ruhig zu'ehen. daß man uns frevelhaft das zu unferens Leben Nöt'ge auS der Hand schlägt? Nein, e« gilt alle Widerstände zu organisieren und alles zu tu», um die Lebensmittelversorgung Teutschlands, dir ohnehin schon äußerst mangelhaft geworden ist» nicht noch weiter verschlimmern zu lassen. Die Ueberschüsie in den Provinzen sind für un? eine Lebensfrage und wir müssen sie mit allen Mtteln für uns sichern._ polnische Werbungen auf öeutschew Gebiete. Die Polen rüsten den Komps Iür die Beikleinerung Deutsch- landS und iür die Erschütterung der Ernährungs- grundlage unseres Volkes mir allen Mitteln. Besonders im Kreiie KarthauS werden nach Nachrichten, die hier ein- gegangen sind, die Werbungen für dos polniiche Heer mit Eifer beliieben. Die Beisprechungen der Agenien sind sehr verlockend. diejenigen, die iür das junge Polen tämpien. würden aus be- sonderen Fond« außer de» doben Löbnung reichliche Unierstützung erhalten. Auch Koben polnische Großgrundbesitzer sich erboten. aus ihren Besitzungen Ansiedlungen für polnische Heeres» anyebörige zu schaffen, um ihnen ein sorgenfreies Dasein zu ge« währen._ Dolschewiftische Paßverweigerung. Tie Menschewiki gehen nach Bern. Wie wir hören, besinden sich einige russische Sozialdemokraten meiischewistsicher Richtung auf dem Wege durch Deuls.tiland nach der Schweiz, um an der Berner internaiionalen Sozialislenkonferenz teil- zunehmen. Sie haben sich unler Ueberwindung der allergrößten Schwierialeiten aus Rußland fortge'chiichen— denn daß ihnen die bolschewistische Regi rung eine» Paß zur Teilnahme an der Berner Sozialistenlonsercnz ausgestellt hätte, war natürlich ganz un- denkbar I Woher droht die Gefahr! Die Nevolution hatte kaum Stunden gesiegt, als be- reitS Uebcrängstliche und Ueberelfrige nach nichts iMter als den Anzeichen der Gegenrevolution ausspähten. Und wie es bei solcher Nervosität geht: wer stundenlang mit aller Sinnes- anspannung auf den Anmarsch des Feindes lauert, sieht ihn schließlich von allen Seiten herannahen; nur dort, wo er wirk- lich kommt, erblickt er ihn nicht. Zu den nervös übereiztcn Revolutionswächtern gehört beispielsweise die unabhängige„Freiheit". Es braucht nur ein Leutnant ein Monokel einzuklemmen oder ein Direktor in der Schule über den Abgang Wilhelms zu weinen, dann schreit die „Freiheit":„Die Gegenrevolution ist auf dem Marsche!" Wenn zur Sicherung der Ostgrenze gegen das polnische Em- dringen ein Freiwilligenhecr aufgeboten wird, so ist das natürlich die Gegenrevolution; wenn zur Bekämpfung der immer größer werdenden Unsicherheit in Berlin die Schutzleute be- waffnet werden müssen, so ist dos erst recht Gegenrevolution. Hinter jeder Maßregel, die der Wiederherstellung einer etwas größeren Ordnung und Stetigkeit unseres Wirtschaftslebens dient, sieht die„Freiheit" die Gespenster der Gegenrevolution auftauchen. Und doch, wiewenigrevolutionären Glauben verrät eine solche Angst, die jeden Moment fürchtet, ein Boll von 70 Millionen könnte sich von einer Handvoll Gardeo,st- z'ercn, Schulgcwaltigen, reaktionären Zeitungsschreibern mit Hilfe von ein paar tausend Bewaffneten gegen seiner� ernsten und entschiedenen Willen wieder in die alte Unfreiheit zurück- zwingcn lassen. Wenn die Nevolution am 9. November trotz des damals noch intakten HeeresappamtS der Hohenzollern siegte, wie sollten dann die kläglichen Trümmer dieses Ap'pa- rats die Ncvolutum besiegen; es sei denn, daß der Geist und Wille des 9. Noyeniber vollkomm en vex- flogen ist! Daß der Geist und Wille des 9. November verslogen ist, da liegt der springende Punkt, dort die Gcfahrl Von der Revolution gilt das Dichterwort: Möhrs Geliebte kann nur durch Mohr sterben. Nur die Arbeiter- und Volks- m a s s e n s e l b e r, die am 9. Nsvembcr die Revolution machten. sind imstande, die Revolution wieder umzubringen. Das braucht allerdings nicht durch einen Willcnsakt von besonderer Energie zu geschehen; dazu genügt, wenn die Entschlossenheit, die Errungenschaften der Neoolutton zu verteidigen und auf- rechtzuerhalten, nachläßt oder ganz anshört; dazu genügt, daß die Liebe und Begeisterung für die neuerrungene Freiheit erlischt. Erst wenn diese Stimmung der Passivität und Gleich- giiltigkcit sich der Massen bemächtigt, erst dann, aber dann auch wirklich bedeuten hochnäsige Leutnants, monarchistische Schuldirektoren, hetzende ZeitungSreakt'onäre eine Gefahr. Solange das Volk treu zur Nevolution steht, kann man ihr Treiben mit Ruhe und Verachtung ertragen, wie der Bern- hardiner das Kläffen eines Zwcrgpintschers. An sich aber kann die Gefahr einer Gegenrevolution niemals aus den Trümmern der ehemals herrschenden Kaste kommen, sondern nur mrS der Stimmung der arbeitenden Bevölkerimg selber. Und daran sehen gerade die vorbei, die durch jede krampfhafte HockmiutSgcbärde eines Vertreter? de? asten Systems in Angst gesetzt werden. Aber wodurch kann die Stinimung der Bevölkerung umschlagen? Offenbar nur durch sachliche Enttäuschung. Jeder einigermaßen normale Mensch liebt die Freiheit und Selbstbestimmung; er gibt sie nicht kampflos preis, wenn er sie hat. Nur wenn die Freiheit ihm materielle Verluste einbringt, wird er geneigt sein, noch einmal den Versuch mit der Unfreiheit zu Wagen. Deshalb berußt die einzige reale Gefahr einer Gegen- cevolution in der Möglichkeit, daß es nicht gelinat, mit den Methoden der Freiheit die schwere Krise unseres Wirtschafts- leben? zu überwinden. In der„Freiheit" setzt Professor Ball od kAtlantieuS) in lockender Weise die besseren Versorgungsmöalichkesten des sozialistischen Wirtschaftssystems auseinander. Er weist nach, w'e mit verhältnismäßig geringer Arbeitsleistung unter dem Sozialismus die große Masse der Devölterung weit besser versorat und vervfleat werden kann, als die? im Frieden vor dem Kriege der Fall war.?lber auch nach seinen Darlea'mgen hängt dieses schöne Zirkunstsbild von einer unerläßlichen Voraussetzung ab. daß nämlich die Produktivität der Arbeit nicht wie im bolschewistischen Rustland auf die Hälfte bi? ein Viertel der früheren stnkt, und daß ferner wäh- rend der Ueberganszeit, die Ballod auf fünf bis sechs k«ahre schätzt, von der ganzen Bevölkerung sehr inten- siv und anfovfernd oearbeitet wird. Wir wollen hier keine A"�l'rnand?rsetz"ng Virffber beginnen, ob die vollständige Umgestaltung des WirtschastsapparatA Bereits in fünf Jahren vollzogen sein kann. Wir wei- sSn nur darauf hin. daß auch ein so großer Optimist des So- zialismuS wie Ballod für den Augenblick intensivste Arbeit für das einzige R e t t u n g s- und A u s- iunftsmittel hält. Und daS ist der springende Punkt. Wir können nur wei- ter kommen, wenn die Kanze Arbeiterschaft sich des Kernsatzcs der s�ialisti sehen Lehre erinnert, daß alle Werte durch dieArbeitund allein durch dre Arbelt erzeugt werden. T-urch alle Lohnstei gerungen, wenn stc auch für den Augenblick die Lage der Arbeiterschaft zu verbessern schei- neu. werden doch keine neuen Werte geschaffen. Jedermann ßönnt z. B. den Straßenbakwern höhere Löhne. Wenn aber dre Kehrseite der Lohnerhöhung sich darin zeigt, daß fedSr Arbeiter jetzt A) Pf. statt früher 10 Pf. für eine Straßen- Kahnfahrt zahlen muß, fo ist klar, daß die Kosten dieser Lohn- erhöhung vonderArbeiterklaiseselber�ste bildet doch den größten Teil des fahrenden Publikums— aufgebracht werden; die Arbeiterklasie, als Ganzes betrachtet, wird also durch diese Lohnerhöhung nicht um einen Pfennig reicher. Im Gegenteil, wir beobachten ja genau, wie die Perteuerung dcS Lebensunterhalts m mindestens dem gleichen Eenn» steigt, wie die Löhne wachsen. Das ist schließlich auch logisch. Wir leiden daran, daß wir zu wenig wirkliche G eb r a u chs g ü t e r produ- Hwren; wir haben zu wenig Anzüge, zu wenig Stiefel, zu wenig Möbel usw. Wenn beispielsweise nur für jeden zehnten Arbeiter ein neuer Anzug da ist. so dürfte man ruhig sämt- lichon Arbeitern die Löhne verdoppeln, deswegen kann jetzt dach nicht jeder Arbeiter einen neuen Anzug bekommen, denn die Anzüge sind ja nicht um einen einzigen mehr geworden. Tabei ist sogar sehr zweifelhaft, ob durch die jetzigen Lohn- steigenmgen(un Gegensatz zu den ssricdenZzeiten) wirklich baS Nenteneinkommen zugunsten des Arbeitseinkommens ver- mindert wird; denn die Abschneidung Deutschlands vom Welt- markt ermöglicht es in den meisten Fällen, die yesteigerten Lohnkosten in Gestalt erhöhter Preise auf das Publikum abzu- walzen. Vergleich! die Straßenbahn! � Vbensowenig vermag die Arbeitslosenunter- stütz ung, wenn ste auch dem einzelnen Arbeitslosen Hilst. uns als Gesamtheit reicher zu machen. Um sich das klar zu ntachcn, stelle man sich einen Augenblick vor. daß sämtliche Ar- bviter Arbeitslosenunterstützung beziehen würden. Sie hätten dann wohl©rfb, aber für des Geld gäbe es nicht« z u kaufen, denn es würde ja alsdann nichts heraestellt ircrten. Durch alle ArbeitSlosenunterstützuna kommt auch nicht ein einziges Hemd, nicht ein einziger Tisch oder Stuhl ueehr auf den Warenmarkt.., Di? vorstehenden Ausfli-hrimnen richten stch reineswefls »«gen Lohnerhöhung und Arbeitslosenunterstützung als solche; ste zeigen aber, daß sowohl der höhere Lohn wie die Arbe'tS- ldfenunterstützuna nur für den einzelnen ein Mittel fem kann um über die jetzige schwere.steit hinwegzukommen, aber niemglS für die Gesamtheit. DaS deutsche Vchk als Wirt- ichafts-aemeinschast betrachtet, kann auch durch MAliardenmif- Wendungen für Lohnzuschläge und Erwerbslosenunterstiitzung Kckst ouS dem fttzigcn Mangel herauskommen. Es gibt nur einen Weg. daS ist produktive Arbeit. Au der notwendigen Arbeitswilligkeit gehört«kW nur crne theoretische Zusage, arbeiten zu wollen, �sondern die ZZereikwilligkeit. gerade dort seine Arbeit zur Verfügung zu stellen, wo sie g ev r a u ch t wird, damit die ganze Produktion wieder in Gang kommen kann, also zunächst im Bergbau und in der Landwirtschaft. Versagt hier die Bereit- Willigkeit der Arbeiterschaft, läßt sich durch kein Zureden und keinen Anreiz erzielen, daß die Arbeitskräfte auS den bc- fchäftigungSloseu Zentren der verarbeitenden Jnustrie dorthin abwandern, dann— seien wir offen— ist die Revolution rn schwerste Gefahr I,„ Denn dann gehen wir einer notwendigen Verarmung entgegen, die durch keine MasienauSzahlung entwerteten Gel- des sich bemänteln laßt, dann muß die Versorgung n,?t den Notwendigen stocken, dann ist an eine Belebuna der fetzt feiernden Industriezweige nicht zu denken. Dann mutz die Arbeitslosenunterstützung an dem Uebermaß der ArbcitZlosen zusammenbrechen, dann können auch die höchsten Löhne den Mangel an vorhandenen wirklichen Gcbrauchsgutern nicht verschleiern. Tann ist die Enttäuschung da. die allein Abkehr der Massen von der Freiheit bedingen kann. Dort also lieat die wirkliche und ernste Gefahr für die Revolution, die Gefahr, zu der sich die Anmaßuna irgendeines Leutnants verhält wie ein Mückenstich zum Einschlag einer schweren Mine. Gegen diese Gefahr gilt es zu kämpfen, und jeder, der die Freiheit liebt, sollte wissen, daß der beste Schutz der Freiheit heute die Arbeit ist. Für ein ehrliches völkerbunösprogramm. 33 Friedens- und Völkerbundesvereine der neutralen Länder verbreiten folgende Kundgebung: Die ganze Welt freut sich darüber, daß der große Krieg end- lich sein Ende erreicht hat. Alle Menschen erwarten nun ernstlich, dag der kommende Friede auf einer soliden und dauer- haften Grundlage errichte! werde. Die kleinen neutralen Staaten haben ihre Hoffnung für die Zukunft auf den Völkerbund gesetzt, dessen Schaffung die Re- grerungen aller kriegsührcnden Staaten angenommen haben. Wir fühlen den Drang in uns. alles zu tun. wa« in unseren bescheide» nen Kräften steht, auf daß diese» Programm ausgeführt werde. und wir unterstützen jede Bestrebung, welche uns dem großen Ziele friedlicher»nd gerechter Erledigung aller internutio» naler Streitigkeiten und allgemeiner Abrüstung nahe bringt. Wir hoffen zuversichtlich, daß der kommende Völkerbund allen Nationali- täten daS SekbstbestimmungSrecht sichern und allen Nationen Gleichberechtigung der wirtschaftlichen Entwicklung brin» gen wird, baß ein« auf Recht begründete Organisation die inter». nationale Anarchie überwindet. Die Wünsche und der Wille der Volke« unterstützen diese Bestrebungen. Eine Konferenz der Friedens- und Völkerbundesvereine soll sich möglichst unmittelbar an den internationalen Soziali st enkvngreß anschließen und eine permanente Konimission wählen, die Schlag auf Schlag alle Beschlüsse der Pariser Konferenz im Namen des Weltgswissens erwidert. die gegen die Idee eines gerechten Friedens und gegen die Grundsätze eines wahren VölkerbunbeS verstoßen. Wilsons Abreise nach Amerika. Genf, 3V. Januar. sMeldung der Delearapben.Kompagnie.) Wir auS P a r i S gemeldet wird, bat sich PrSsiden« Wilson cnt» schloffen, schon in den ersten Tagen deS Febrnar die notwendig gewordene Reife nach Amerika anzutreten. Das in Brest on- grlommcne amerikonische Kriegsschiff New Mexiko liegt auf der Reede vor Anker, um den Präsidenten an Bord zu nehmen. VoraussilÄlich begibt sich Wil'o« am 2. Februar im Sondcrzug«on Paris nach Brest, wo er adendS erwartet wird. Am 3. Februar wird dann die New Mexiko die Heimfahrt antrete». Anerkennung üer Regierung Cbert-Scheiüemann durch die Entente. Möglichst baldige Anerkennung der Regierung Ebert-Scheide- mann durch die Tnlente iordert in einem Leiiarnkel die„Times* im Interesse der Festigung der Lage und«ine» dauernden Frieden«. Nut Grund der Ergebnisse der Wahlen zur Rationalver- iammlung fei die Entente ohne weitere? in der Loa«, diese Anerkennung voll ou-°z»sprechen.„Daily News' lchl'eßl sich dringend der Forderung der„TlmeS* an. DaS von Ebert-Sckeide- mann aufgestellte Programm der Erfassung der Kriegs« gewinne wird von„Daily RewS* vorbildlich gelobt; daß der Erfassung zugrunde liegende Prinzip sei nicht nur gesund, sondern Lberbaupt das einzig Geiunde und der Lage Entsprechende. Seine Annahme zeige eine Einsicht und eine Fähigkeit zur Ersassmig der Tatsachen, die da» Beste tür die Zukunft erbosten laste. England müsse an die Lotung wirtschaftlicher Fragen nur mi« der gleichen Entschlossenheit herantreten, welche die Regierung Ebert-Scheidemann an den Taa gelegt habe. Noske über die Expedition nach öremen. Sicherung der Ledeusmittelzufubr. _____ Eim Vertreter der«P. P. 51." hatte am Donnerstagabend eine die j Unterredung mit dem Mitgliede der Reichsregierung Genossen Noske über die Gründe und die nächsten Ziele der Expedition nach Bremen. 51oSke sagte: Daß die Zustände in Bremen unhaltbar waren, war aller Welt klar, ausgenommen den Spartakisten. Bremen gehört zu den Orten, in denen sin« kleine Minderheit durch Gewalt- mittel oersuchte, ihre Herrschaft über die beträchtliche Mehrheit auf- rechtzuerhalten. Wie sehr Gewaltpolitik betrieben wurde, beweist der Ausfall der Wahlen zur Nationalversammlung, bei denen ganz abgesehen von den Spartakisten selbst Unabhängig« nur eine kleine Minderheit darstellen konnten. Bremen hat eine besondere Bedeutung alz unser zweitwich t i g st e r Handelshafen. Am l. Februar soll das Aus- lausen von LobenSmittelschiffen beginnen. Als eine endgültig? Aktion gegen Bremen in Erwägung gezogen wurde, erschien e? absolut ungewiß, ob das Auslaufen dieser Schiffe glatt vonstatten gehen werde. Bei der absoluten Unsicherheit der Verhältnisse in Bremen war als feststehend anzunehmen, daß das Einlaufen be- ladcncr Lebensmittelschiffe nach Bremen nicht unbedingt verbürgt sein würde. Selbst wenn die gestrige Meldung zutreffend ist. daß bei den Verhandlungen zwischen den Seeleuten und dem Reedern auch die geringe Minderheit von Seeleuten, die im Internationalen SeemannSbund organisiert ist. zufriedengestellt sein sollt«, bestand nach den letzten Erfahrungen, die in Bremen gemacht worden sind, ks:ne Bürgschaft dafür, daß beim Einlaufen oder Auslaufen der Schiffe Zwischenfälle oder Störungen nicht vorkommen würden. Die Zufuhr von Lebensmitteln muß aber ange» ficht» der außerordentlichen Knappheit unbe» dingt sichergestellt werden. Das deutsche Volk geht der größten Slot entgegen, wenn nicht hinnen kürzester Frist bcträcht« liehe Lebensmittelmengen ans Uebersee zugeführt werden können. Um da» sicherzustellen, sind Truppen von erheblicher Kampf. kraft nach Bremen in Bewegung gesetzt worden. Da» geschah selbst« verständlich nicht au» reiner Sdeigung. in die innar politischen Kämpf« mit Waffengewalt einzugreifen. Fügt sich die Minderheit, die jetzt in Bremen wider alles Recht sich in den Besitz der Macht zu halten sucht, so wird die Aktion in Ruhe vonstatten gehen. Von den RegierungStruppen, die in Bremen einmarschieren, wird gewiß kein Schuß abgegeben werden, wenn nicht von den Bremer Spartakisten oder Unabhängigen zuerst gefeuert wird. Nur für den Fall, daß die Minderheit, die in Bremen ihr Regiment ausrecht« zuerhalten sucht, gewaltsamen Widerstand leiste», wrrd durchge- griffen werden, dann aber auch mit rücksichtsloser Entschlossenheit. Geaeralversammlung der Geselljchasi für soziale Reform. Tarifverträge. In der gestrigen Sitzung der Gesellschaft für sozial« Reform sprach Gen. Dr. He i n e m a n n. Berit» über da« Tarisver« trag»wesen, wobei er mSbesondere auf die öffentlich-rechtliche Seite des Arbeitsvertrages einging. Er besprach die Schwierig. keilen, die sich ergeben, wenn sich die Grundsätze, die für Aus- fühyung und Allgemeingeltung aufgestellt sind, durchsetzen sollen. zumal der kollektive Arbeitsverirag oft von beiden Seiten heftig« Anfechtungen erfährt. Auch da» Fehlen einer einheit. lichen Arbeiterbewegung ist dem kollektiven ArbeitSver« trag nicht gerade förderlich. E» macht sich hierdurch ein gewisser Gewerk fchaftSpartikulariSmuS geltend, da jede Be« rnfSorganisation es am liebsten sähe, wenn sie ihren Sondcrtarif hätte. Unbeachtet der kommenden gesetzlichen Regelung de» Tarif. vertragswesen» kann heute noch praktisch der Vorschlag Professor Lujo Brentano» vom Jahre 1905 in Mannheim gelten: Fern davon, die Rechte des Arbeitnehmer» auf Anschluß an seinen Berus»- verband zu beeinträchtigen, bilden alle Arbeiter eine» GewerleS ein« lose Bereinigung, die den ausschließlichen Zweck versolgt. all. jährlich eine Arbeiiervertretung de» betreffenden Berufe» zu wählen. Di« Vertreter der Unternehmer üben das gleiche Verfahren. Durch Die Hekämpfung der Theaterpausen. Die mmrmgfalftasten Vorschläge, die zur Abänderung de» Aufbaue» und der Raumverteilung der Theaterbühnen gemacht und zum Teil auch ausgeführt worden sind, haben neben dem frei« lich wichtigsten Zweck der Erzielung möglichst wahrheitsgetreuer Bilder euch die Beschleunigung de» Szenenwechsels zu fördern gc. bicht. In der Tat ist eine Bekämpfung der langen und vielen Pausen der Theatervorstellungen der Mühe wert. Lange Theater« «benbc, die früh beginnen und. wenigsten? in gewöhnlichen Zeiten. M gegen oder nach Mitternacht dauerten, stellen für manchen eine übermäßige Anforderung an Zeitaufwand und Geduld. Auch leidet der Fluß einer Aufführnna unter dem häufigen Szenen« weckssel oft so stark, daß der künstlerische Eindruck wesentlich ge« schädigt wird, und manch«? gute Stück wird mit Rücksicht darauf selten oder überhaupt«ich! aufgeführt. Andererseits wird der Spielleiter in jedem Fall genötigt, erhebliche Kürzungen vorzu« rehinen«der die Auswechselung von Bühnenbildern durch eine «st wenig sinngemäße Zusammenziehung mehrerer Auftritte zu wäre gewiß ein großer Gewinn, wenn manche» Nassische Gkück in derkeloen Zeit unverkürzt gegeben werden lönnke. für da» jetzt eine mehr oder weniger stark verstümmelte Wirdergabe er« forderlich ist. Gegenwärtig würde wohl mehr au einer Ab'ürzung der Vorstellungen selbst gelegen sein weil dadurch an elektrischem Licht, an Heizung und noch manchem anderen gespart werden könnte. Bischer aber war das wünschenswerte Ziel in befriedigen« dem Grade nicht erreicht worden, und alle Bühncnreformen. die ha upisächlich in den letzten zwet Jahrzrbnten versucht worden sind und auch wohl einig? Verbreitung gefunden haben, sind mebr einer höheren Verschwendung an Raum und Ausstattung zugute gekommen, so die Schiebebühnen und auch die Drehbühnen. Außer!) cm wurden sie mit fühlbaren Mängeln erlanft. die Schiebe« bühnen durch da? Erfordern'» einer übermäßigen Breite, die dock nur den Aufbau von zwei Bildern gleichzeitig gestattet, die Dreb- Lilhn« burS mangelnd« Tiefe und durch Verzcrrnng des Aufbaues. Eine höhere Vollkommenheit boftt der Oberinsvektor de» Deutschen Opernbanse» in Eharlottenburg, Gustav Dumont, mit einer.G.D.-Bühne" zu erreichen � dt« in der Wochenschritt „Umschau* beschrieben und durch Abbildungen erläutert wird. Sie bildet gewissermaßen die Vereinigung einer festen Mitttlbübn« und einer Drehbühne, die sich um jene in einen: Ring herumlewegt. ?iuf dem beweglichen Ring soll Raum für zehn Bühnenbilder sein. von denen die Hälfte in gleichbleibender Breite gegen d'e Mittel. Mhne auslaufen, also durch deren Einschluß einen Fernblick ge« statten, wäbrend die übwgen Bilder spitzwinkelig gegen d'e Mitte abaegrenzt find. Trotz der bielfachen Ausnutzung versichert de? Erfinder dieser Buhne, dah sie nicht mehr Raum beanspruche, als er von anderen großen Bühnen anlagen erfordert wird, daß nur eine andere Raumderteilung nötig fei. Dazu kommt aber der außerordentliche Vorteil, daß für die meisten Aufführunaen samt- kich« Szenenbilder gleich mit einemma! im voraus ausgebaut werden können, so daß eine Schonung der Ausstattung durch vor« sichtige« Behandlung, daneben auch die Möglichkeit einer reicheren und prächtigeren AuS�staltung gegeben ist. Ten größten Vorteil aber würden selbstverständlich die Bühnen haben, die Wochen und Monate hintereinander dasselbe Stück geben und den ganzen Apparat für diese Spielzeit nur einmal aufzubaue» brauchen. Der Ursprang ües Mphabets. Einer der dunkelsten uub wichtigsten Vorgänge in der Kultur» gelchichte bei Menschheit ist durch neue, übcrratchende Funde auf- gekläri worden: die Entsiebung des Alpdabei». Schon Herodot bot die Aeoypier ol« die Vüier der Schrelbekunst gepneien. von denen die Phönizier und dann die Griechen die Scvritt gelernt bauen. Später siiwte man den Assyiiern dieie Ebre zuzutchtetben. Adet nunmebr tst eimesen, daß eine jede Lücke ausfüllende Zwischensure zwischen der ägyptischen und der phönizt'chen existiert. 1er Aegyi- ivloge Awii H. Galdiner bot wäbrend fc« Krieges I n s ch r i s t e» von der Halbinsel Sinai ve>öffe»tticht. die von der letzten gtoßeu Expedition des enaktichen Sichäologen Flinders Peiri siaiiiiiien. Er weisi noch, daß eine Reihe von Zeiche» dteier neuentdeckten Sinat- ichift mit solchen der Hieroglyphen übereinstimmen. Auf Grund dieser Feslstellungen hat nu» der Göitinger Gelebt te Se'he die Eni« strhung der iemitischen Schrift und den Uripiung de» Alphabet» über- Haupt in llnterkiichungen vaeaestelli. über die in der Teuiicheii Liieraiui« Zeitung belichtet ivird. Die Sgyptiiche Hieroglyphen- i(brist, die wir seit dem 4. Jabrtausend kennen, stellt zunächst nicht Wörter und Sätze dar. tondetn deutete nur Begriffe»nd Ge- danken rein zeichenmäßig au». Villmäblich entwickelte sich diese Schrift io weitet, daß sich damit beiiinimie Satz» und Woriiormen der Spioch« ausdrücken ließen. Das Bild de» Äuge» z. B. de- deutele nicht nur„Auge*. londern auch.sehe»*, da« der Kable auch„schivarz*. Die pboneiische sLcune wiedergebende) Schtifi der A ypier bezeichnet« aber nut die Konsononien. und da die Mehr« zavl der ägyptischen Wöiter drei Kankananten enthält, wurde ein Bild meist zur pdonetischen Daiitellung dieser drei Konsonanten. Daneben treten auch ichon Zeichen für einen ein, igen Kon'ononten ans. Doch wurde die« erst in der pböni zischen Schrift-ut Regel, bei der jede« Zeichen nur iür«inen Konsonanten galt Die Umst.ändliitkeii der ägyoti>chen Schreibung wurde also durch den Eissn�er dieser semiiischrn Srtnifi im fem lich vereiniacht. Schon daraus gehl hervor, daß die pböninich, Schutt eine Toitner der ägyptischen ist. Tie neuen Sinal-Inichiifien bicieii nun weiteie Bewene da iür. daß die semitisch» oder pdon'zische Schrift sich aus der ägyptischen entwickelt dar, denn sie liefern das lancgeiuchte Mittelglied, da« in dei Eniwicklnng zioncheii den Zchrttte» nach teblie. Die assyrisch« Tchriii tst rech Släuffg. die pböni,'sche link»« iänfig. D>e Kolgmiien der neuentdeck en Sinanchrift sind ienkrertit ang legt und find aui manchen Anschriften link»« aus andeien rechtSläufig ja auf ein und derielben Inschrift findet man zweierlei Richtung. Das nimmt nun diirckans ,u de, ä vvttsckeu Schritt, deren Hieroglyphen lediglich an» dekoranveu Rücksichten bald io und bald 'o gcr chttt find. Die Sinai-Jnschriften zeigen also einen alter- tünilickeren Charakter alS die sonstigen phöniziicken Inschriften, find aber, obwobi noch nichi linkslänfig, bereits eine Schreibschrift. Die 'päreren Inschriften der Phönizier tragen, obwohl in Stein gehauen. immer demlicher den Cycuatter der Schreibichlift. Danach muß der Erfinder der phönizische» Schritt die Bilder der Hieroalhoben übeinommen Kaden und die geschriebene Form die'ei Schuft tat immer wieder erneut En flnß au' die einaemettze!'« Schuft hei den Phönizier erhalten. Die Enisirbling der phöniztichcn Schrift aus der ägyptischen ist damit erwiesen. Künstliches Eröol. Die ersten Schriite auf dem Deae zum künstlichen Erdöl tat die Badische Äiiilin- und Sodafabrik. um veiflüisigeude Koblen« wafiersiofie'yniteii'ch henusielltM. Es wttd dabei unier bow-m Druck ein Gemisch von Koblenoxyd und Wasserstoff dem Einfliiße von Katalysatoren � auegesetzi. und zwar bei 300— 4S> Krad und 100—120 Ainiosphären Druck. Fe nach der Z»sammensev»ng de» GaSgemitcheS und nach der Ar! der angewandten Kaialysatoren entlieben dabei verschiedene verbindtingen. Benutzt man bei piels« Ire se nl» Katalysator A'best, der mit Kovali« oder Osmium- oxyd sowie mit elwa« Aetzuairon iniptäguieri ist, und letiet bierüber ein GaSgemi'ch. da« au« zwei Teilen reinem Kobienoxyd und einem Teile Wasserstoff Hestedt, so erhält man. wie der.Promettieii«" mitteilt, in der Regel unter gleichzeiiiger Kobleiiiiofsabscheiduiig und uiiler V>ldiiN> von Wnsser und ttodlen« känre der schieden« böhere Koblenwasserstasse sowie Sauerstoffver« bindunaen. Es wird dabei eine ölige Flüssigkeit gewonnen die zi'M größten Teile au« ge Sttigten und linae'ätitgien Koblenwasier« sioffen besteht; der S'ederunlt liegt bei 2ö0 Giad oder darüber. Verwendet man KobleniSure an Stelle des Koblenorbd». fa ertält man weniger ftoblenwasieisioffe: Wendel man stickstoffbaliiae oder schwekelbaliige Gasgemische an. so lasten sich auch slick'ioff-»nd ichwefelb.iltige oraani'che Berbindlingen beistelle». Auch Stoff« von erdölädnlichem Cbaratter'ollen sich ko gewinnen lassen ES bandel: sich biezk>e>. wie bervorgebaden ive>de» muß votlänfig nur „m Versuche; doch liegt eS dutchan« im Bere'che det Möglichleit, daß da« Velfabren sich tu den Großbetiteb umsetzen läßt. Nottzen. ----Fragen derTheaterreform standen auf der Tage». ordnung einer gemeinsamen Beratung der Präsidien de» Deutschen BiihnenvcreinS und der Genossenschaft. Es wurde ein weitgehende» Einverständni» erzielt besonders über Fragen de« Tarifvertrag«, der Koftümlieserun.z, der Stellenvermittlung und de» Unterricht». Tie Organisationen werden endgültig darüber enlsche-den.— Ter Bühnenverein tritt am 12. Februar zu einer Generalversammlung zusammen. — Die München«? Nattonakiheater haben da» Prinzregententheater, da» bi»ber nur zu Operniestspieken einmal im Jahre herangezogen wurde, in ihren Wirkungsbereich gezogen und werden dort täglich spielen. Wahrscheinlich wird man auch den Marstall zu einem Theater für Volksaufsührungen umgestalten. — Der fällige Druckfehler. �n N.b» wird.da» Ende der Tbeatenen'ur� behandelt, e« ttl aber die Tbeater« a g e n t u r gemeint. Vermittlungsstellen werden übrigens kür ganz Deulichiand eingefühn werden. Die Oraanifationen der Bühnen» direltoreu und der Künstler werden sie gemeinsam in» Leben rujen. fit. 56 ♦ 36. Jahrgang Seilaae öes Vorwärts 5reitag, 31. Januar 1H1 Internationale Soziaiiftenkonferenz. Endlich— nnch rnblofem Wütcn gräßlich logischen Wahnsinns Hönde, die Hände suchen, nichi Kchlrn, Menschen, die Wege suchen, nicht Deckungen und Worte und Liebe höher wägen als Pulver und Haß. Elegensiber Männer der lange schivrigenden Pölker, zu Stimmen geworden dem Willen;« schönerer Zukunft, tatgewoedenc Schreie nach besserer Ordnung, nach Wcltgemrinschaft,-Aiite und menschlicher Würde. So soll rö sa werden: Daß vor den denkenden Stirnen da? Prüllen der Menschen und Waffen für immer verstummt, daß wieder Lickit wird in Kövkrn, Straßen und Stuben und Brot gedeihe auf allen Jlurcn für alle! Noch liegt ja da? Schicksal Europa? im Zwielicht de? Morgen?, noch ziehen die �ebrl und rauchen die blutigen Aeckcr, noch rufen au? Tiefen Stimmen wie Schiffe in Seenot unbändig wild und des Sehnen? nach Landung so voll— doch wärmt Euch an Hoffnung, Erstarrte ans Teck der Geschichte, wir haben dir Lotirn. ki'hn wie Kolumbus, an Bord: bald fallen die Dünste, bald winken die grünen Gestade und hoch steht und herrlich die Sonne der Welt im Zcnith! _ St r t u r Z i ä l e r. GroßGerün. Die Attssösuug des Grofz» Berliner TicherheitSdiensteS, die vom Min'leriiim de? Fnnern ongeordnel isl, wurde gelirin in «mer äußerst siart besuchten Versammlung der Sicher» h e> i S m a n n s ch a i I e u erörtert. Der Re'erenl fs- r a n ck e vom Ebarlottenßurger Eicherheittdienst hob vcivar. mit Hüte der viel verlästerten Sich.'iheilsmaiinichailen fei es m» lich g»we'sn. wenigsten? einigermaßen die Ordnung auf» rechi zu erhallen. �E> erkräite. man wolle nicht Stellimg nehmen gegen die Änllö'ung d.s SicheibeilSdienste? dessen Bestand kein da lernder sein konnte Die Regiernng habe aber nictit ihre Zulage gcbalten, bei der?luiiösi»ig die M a n»> ch a s l e n nach Mög» tichkeii in die offenen Stellen der Schutzmann» scha st z» ü be i i, e b men. S'e stell' da gewisse Bedingungen. ä'"Jl* Mililä dienst. Nnleroifisicrckarge. Alters, ren�e. lGroä.e Entrnftiing! llnierbringiing in Arbeitsstelle» fe, ln>o ge der febi gione» �rb. itS'oii.'keit»nmö lich lleVcrtritt in die Freiwilligen« re i-nentsr iei iür d'e vielen Halbiiivaliden nicht gN'ä'gig, die Vol'Sii-eh, i»'-erl>n stecke de Maiiükchasteu in Kaiernen fGi'ächier) inid neb e nur l i? nim 2b. Lebensjahr o»'.«Bewegung.) Reteient beiint-agie eine Re'oiuiion: Die Ber'ommlung ersucht da? M»»stet»im de- Innein. bei Einstellung«ür die offenen Stelle» d?i Lchntzmannschail i»� Landesckdl'»eibeztrk Groß- Berlin folgende Z�oide'iin en zu bei ücknchiige»: l. Es ist nickt erioiderlich. daß die Einziiilellende» eine militärische Charge bekleidet haben; 2. als mstiläuche D'eiift.eit genügt Teilnahme am Krieg; 3. die Ein» ftellun tsallersgrenre nvird aui 4ä Jahre binaufgeieyl unter der Vornus'evniia. daß der Ei?:z»ileUende nach ärztlichem Giiiachten no«h«ehn Jabre Außendienst tun laiin; 4. der Einzustellende muß in den vi r Spezie? glail rechnen können und der deutschen Evrachc»I Wort und Schrill mächtig ie»i: s. die Regierung der- vslich'ei sich, alle Mai nf.uaiieu. die dielen Anfordeiuogen ent» fp-cchen, listennmßlg iür die offene» Stellen der Schutzmannichafi zu»"ernehin n. In der D i S l n' s i o n empfahl ein Redner einen D e m o n» straiionSzug iRnfe: Rein, neinl Hör' doch auf mit dem Äiurt, I) Auch die Schutzleute würden sich anschließe».(Wider- st'iuch.l E n andrer Redner erkläile:.Wir geben einlach nicht mir nicht? dir nichts ans un'ereni Posten raus!(SlüiM'icher Beifall.) Em Antrag vrotestieile gegen die Auslösung des Sicherbeiisdienstes. forderte d'e Heran», ieh mg der rereiw ll'qenregimeiiter ans Berlin und Weiierllbrrtraguiig des SicherheilSdienstes an die bisherigen Mann- fchafien Aiik eine Anfrage, warum die eingeladenen Minister Hirsch und PoUze'präsidentTiiiiinichl erich'.nen feien, amworielesürancke. sie seien aus geblieben.unter denr Borwand dienstli b verh Udert zu sein' lHeitiger. nnbaliel'.der Lärm.) In der werteren Debatte mahnte Osterinan». der Vorsitzende des ZentialaiisschusseS der Groß» Verliner S'cherhe'lemanii'chakien. sich zum noiwendiaen Schutz der Ost grenze zur VeifAgung zu stelle». lLärniende Unter- brechiingen andeierleils he'tige Proteste g-g-n die IIn!eib.ech»»aen.) Gegen dt« Täliakeil der beim Polizeipräsidium verbliebene» Be- amien Oberst gröblich und Regierungsrat Dogol kam liefe Miß» stimmnna ,um Ausdruck Nach lan.ien und ost sehr erregten NnSeinandersetzungen, bei denen die ver'chiedenstea Forderungen voigebrachr wurden, ern'gie nrau sich aur die von Francke eingebrachte, oben bereit? inNqeieuie R e> o l u> r o n, die einstimmig angenommen wurde. Einstimmig wuide auch der Zw atz augenommen. daß vre Ber'ammelien biiien. allen Sicherheiisleiiien, die, u r Schutzmann fchafl übertreten ein Treugels von 2lW M. und denen, die nichi überireten können oder wollen, ein Trengcld von blli) M. zu zahlen und die Mann- icha'te» in st n d n s ch e und staatliche Dienste zu über- nebmen. EnilasiungSanmg. Stiefel uiw. sollen E'gcnium der Enrlasienen bleiben, nur Anslv-sis. Binde und Waffe» sind abzu» geben. Wer krüber in ein geordneies Arbeitsveibäliiiis ein'riri. erhält gleichfalls 500 M Trengeld. Sänrtliche Mannicha'ten sollen im SichrrheilSdienst bleiben, bis ibnen vom Zeniralrar des Sicher- heilSdienfteS eine Stelle im S'ad!- oder SraarSbelriebe oder bei der Schilymannickafi verichaffl ist. Em Antrag, in einem De« m o ii st r a t i o n?, u g z» H'rfch und Nooke zu gehen, wui de ab« g e l e b n r. Angenommen wurde die schon eriväbme Prolest- reiolution geg>m die Auilönma, ein Mißtrauensvotum gegen Hirsch und Er»st wegen Nichierieveinens und eine die Absetzung des Obersten Fröhlich fordernde Eiitäiung._ Tie Bettstelle trjcljrt sich. Von der Fettstclle Groß-Berlin wird uns geschrieben: Hiesige Morgcnblättcr berichten über eine Versammlung der Milchinteressenten, in der gegen die leitenden Personen der Fett- stelle Groß-Berlin der Verwur! erhoben worden ist, daß sie sich unrechtmäßig mit großen Mengen Milch und Butter versorgten. Gegen die Verleumder wird Strafanzeige erstattet werden. Weiter ist in der Versammlung gesagt worden, die Fctlstelle verdiene soviel an Butter, daß die von den Händlern bewirkte Er- höbung ihrer Verdienstspanne eine Milchpreiserböhung nickt er- soiderlich mache. Auch diese Behauptung, die offenbar von den schädlichen Forderungen der Händler ablenken soll, ist völlig unbe« gründet. I« dem Gebirn der Redner spukte offenbar die Vor- stellnng, daß die Fettstekle. t.> allgemein bekannt, um den Milch- preis niidrig zu ballen, die HandelSZnschläge zur Milch zum großen Teil auf die Butte? geworfen bat. Aber seckstversländlich hat die? m't der jetzt neuerdings den Händlern gewährten Erhöhung ihrer Verdienstfpannen nicht da? mindeste zu hrn, und cS bleibt auch nichts anderes übrig, al? den neuen Mehrverdienst der Interessenten im Konsumprcis zum Ausdruck zu bringen. Der Betriebsrat der Fettstelle, Obmann Erich Heinrich, erklärt die Bebanptung, daß die dort ongestcllleu Damen sich reichlich mit Milch vermrolen und in allen BureauS Gefäße mit Milch herum- stehen, für eine Verleumdung. Tie neuen Gemeindewahken. In einer R a ck> t r a a s v e r o r d n u n g zu der Neuregelung de? Gl-memdewohlrecius wird beuene« b tie Einrichtung der Wablvor ichlöge bestimmtT'doß die Frist von 2 t Tagen vom Wahlnorsiand be,w. der Wablkomni'ision dabin abgeändert werden kann, daß ipälestenS am s i« b e n t e n Tage vor dem Wobltage die WahlvorschlSge einzureichen sind. Weiter wird erläuternd bemerkt daß auch die Mit, glieder der Magistrats- bezw. Gemeindevorständ� zur Stadlverordnetenvcrsamnitling beziehungs. weife Gemeindevertretung wählbar sind. Die Zahl der Siadiverordnele» bleibt der örtlichen Regelung derart vorbehalten, daß die Mindesizahl 6 irnd die Höchjtzaht 144 Mitglieder zu betragen hat._ « Die Vollversammlung aller A.- und S.-Rätc und der kommu» nalen Arbciterräte beginnt heute, Freitag, 9H Uhr vormittags, in der Philharmonie. Bernburger Straße. Die Lcbcnsmittclrcvisorcn, die auf nichtanonhme An- zeigen hin Nachsorschinige» in Hauihaltungcn anstellen, werden besondere Ausweise führen, die sowohl vom LebenSmiltclverban'd Groß-Berlin als vom Vollzugsrat des A.. und S.-Rates gestempelt und unterzeichnet sind. Die Ausweise werden auf Wasserzeichen« papier der Brotkarten hergestellt werden. Den bisherigen Rüstungsbetricben, den Kstht- und Lagerhäusern. Gastwirtschaften, HoicIS ufw. hat der LebcnSmitielverbond eine besondere Pflicht zur Anzeige der Lebcnsmiitclvorräte auferlegt. KricgSgesellschaftrn und Kriegsorganisatione«. In einer Zu» schrift des Angeslelltenausschusses beim Reichsausschuß für Oelc und Fette heißt es:..Die GeschästSlcitungen und die Regierung lehnen es durchaus nicht ab. mit den Angestellten und deren Ver- tretungcn zu verhoubeln. Sie haben nur bezioeiselt, dgß der so« genannte Aktionsausschuß totsächlich die Vertictung der Auge» stellten darstellt. Wer von Euch hat diesen jctzwen AktionSaus- schuß gewählt? Wer hat insbesondere diejenigen Elemente in ihn hinein gewählt, welche nur daraus ausgehen, Euch in einen völlig aussichtslosen Streik hlileinzuhetzen, um der Regierung Ebert« Scheidemann Schwierigkeiten zu bereiten? Wer-von Euch billigt das Austreten Richard Müllers in einer Vevsamm'ung Eurer Ver« treter? Laßt Euch vor diesem Aktionsausschuß undjeiner dunklen Tätigkeit warnen! Es wird aus den Angestellten raten ein neuer neunköpfiger Aktionsausschuß gebildet werden, der erneute Ver- Handlungen anknstvfcn wird. Die Verhandlungen des alten Aktionckausschusics sind infolge seiner Nnsähigkeit völlig gescheitevt. Wir dürfen nick» durch einen Streik das gesamte Wirtschaftsleben zum Umsturz bringen. Wir werden unser Ziel erreichen, aber nicht mit diesem Aktionsausschuß, der'sich Rechte angemaßt hat. die ihm von keine: Seite ver'iehen wurden!" Heute, Freitag nachmittag i'/i Uhr, findet im ZirkuSBusch eine Versammlung sämtlicher Angestellten der KriegSgescllschastcn und Kriegsorganisationen statt. Tic Plenarsitzung der O b l e u t e dieser Gescllschasten findet heitte, Freitag mittag i'A Uhr, in den Sophiensälen, Sophbanstraße, statt. Die Kohlensteile Groß-Berlin bat die Hergäbe von Strom zur Zrrki'sbcleuchtung während der Versämmlung verweigert. Die Versammlung findet trotzdem statt. „Heil dir im Siegerkranz"... Wie uns mitgeteilt wird, ver» anstaltrte die Oberin des V i rckowkra nienha» fe s ain Abend des 26. Januar eine Feier, zu der die SchN'estern ihre Medaillen an« legen mußten und wobei unter anderem auch.Heil dir im Sieger» kränz" gesungen wuvde. lieber'den Grad der Freiwillig-» keit der Teilnehme an dieser Feier sind wir nicht unterrichtet, aber daß dieses Lied nach jeder Richtung überlebt ist, dürste all« gemein anerkannt werden._ Zn der Schieftcrei in Lichterfelde-Ost. Bei uns ericknenen gestern zwei Mann von dem in der Ober» reallchulc liegenden Soleaten. S'k erkkäilen uns, daß sie alle durch» a»S naw dein Osten wollien und auch norv wollen. E? wäre Ihne» ga, nicki eingekallen, den TianSpori de? Baiaillons Allemann ver« dind-rn zu wallen. Die Swießerei sei von Unlero'fizieren des BaiaillonS Allemaim ongefan«,cn worden und erst daraufhin habe ein Posten den einen Unteroffizier er'ckosien. Schon in der N iwi ,um Mitiwocb hätten diese Unlcroksiiiere einen Feldwebel'in Ouarl'cr gesurvl. der die Koinvagme de? i Leutnant? Tboran an? Zehlcndon i>o>ß Lirbierfelde gcholl Halle. Die L- ine bä'len in Zedlcndori ktine Ordnung gehabt und auch ihre Löbnimg inwt erhalten. Mu d-m Leiiinant siebe die Kam« plante aus dem besten Fuße, der Leiiinant babe an den vedaner» lieben Ereignissen keuicilei Anteil. Daaeaen betriebe aegen den Major Allemann weg?, der Ärl scmcs Äu>l-er ns eine starke Ab» neigung. Die Soldaien sind jcyi in einer T-bnl? interniert, sie könnten nickiS tun. um den AbtranSpori naeb Osten zu erreichen, auch seien sie besorgt um ihren Leutnant, dessen Vetbletv thncn unbekannt ist._ Verhaftung des LandstrnhenranbmZrderS. Der Verüber deS neuen Raubinordanrschlags auf der Chaussee Maviendoos— Marien- selbe ist identisch mit dem Mörder, der auch die beiden schweren Bluttaten aus-den Landstraßen Groß-Machnow— Berlin und Zossen —Berlin ausgeführt bat. Die Ermitlelung.en der Kriminalpolizei haben Donnerstag vormittag zu feiner Verhaftung geführt. De«--» Mörder ist der Li Jahre alte Unterosfizier Pack Usch au? der MuSkauer Ttr. 18 zu Berlin. Er leugnet hartnäckig. Der Vex» haftete hat in Zossen, nlso in der?iähe des Schauplatzes der beiden� Morde gedient und er kannte die Wegeverhöltnisse genau. Weitere Fest stell ungen zu seiner Ucbcrsührung wurden noch in die Wege geleitet und der Verhaftete unter dem dringenden Verdacht des Doppelmordes und öersuchtem Mordes dem Untersuchungsrichter vorgeführt._ Raubüberfall durch Soldaten. In der Nawt zum 29. Januar trüb 8 llbr hörten die Polizei« und Sichersteuöbeameen de? Polizeireviers 33 loiue Hilieruie. So« fori eilten die Beamten unter Fiihiung des Poliz- tivachimetsteiS KaniewSl! out die Siraye und iahen auf dem Fahceomm eer von der Hcyststiaße einen Zivilisten und einen Solduten am Erv» boden riilgcn. Zwei Soldaien hatten einen Z-vilisten, den Bäcker Otto aus der Diesdeiiet Siraße. unter der Maske von.Re» gier ungs soldaien" überfallen lind veranbi. Der eine der 21 Stiiie Nlensthenkinö. Don Martin Andersen Nexö. Hier fraß das Meer nicht weiter. Es hatte den Boden de? Geschlechtes Mann satt bekonmien, da das Beste ge- nommen mar, und suchte sich anderswo seine kostbare Nahrung; hier sing es obendrein an zuzulegen. Es warf Sand an Land, der sich wie ein breiter Vvrstrand um den.Hang legte und an windigen Tagen zu stieben und den Rest der Felder zuzudecken begann. Unter der dünnen, struppigen Pflanzen- weit der Tllnenerdc konnte man noch die Züge alten Pflug- landS erkennen, das draußen am Abhang atier abgebrochen war, und olle Näderlpiircn. die nach draußen tiefen und jäh in der blauen Luft überm Meere m'chwandrn. Viele Jahre lang war es. nach bösen Nächten mit Sturm von See her, der regelmäßige Morgmspaztergaitg der Manns gewesen, Hinmisziigelheni und zu schauen, wieviel das Meer nun wieder genommen hatte. Es kam vor, daß ganze Stücke Ackerland mit Saat darauf aus einmal hinobbrockzen und mit den Merkmalen von Eggen und Walzen und einem grünen Winterlaatschimnier darüber dort unten lagen in dem mahlenden Meer. � Ten Manns griff eS an? Herz. Zeugen des Unabwend- baren zu sein. Tenn so oft ein Tlück ihres Landes mit ihren Anstrengungen und ihrem täglichen Brot auf dem Rücken ins Meer wanderte, wurden sie selber auch kleiner. Mit jedem Zoslbreit. den das Meer sich näher an ihre Türschwelile lreran- fraß, ihre gute Ackererde benagend, verringerten sich ihr An« sehen und ihr Mut. Sie wehrten sich bis aufs äußerste, hingen am Boden mit harten Fänsten und zogen nur notgedrungen wieder aus die See. �ören war der erste, der sich ganz ergab; er nahm sich eine Frau ans dem Tors und wurde selber Fisckwr. Aber an der giilen Stimmung fehlte es stet?. Maren konnte nicht vergessen, daß ihr Sören einem Geschlechte angehörte, das einen Hof besessen hatte; und das steckte auch den Kindern im Kops. Tie Söhne machten sich nichts aus der See; in den Fäusten saß ihnen der Trang. den Acker zu bearbeiten, und sie strebten' nach den Höien hin. Sie wurden Tagelöhner und Grabenarbeiter; und als sie nach und nach etwas Geld erübrigen konnten, wanderten sie nach Amerika aus. Vier Söhne waren drüben bei der Landwirtschaft. Sie ließen selten etwas von sich hören; das Familiengcfühl schien während des Niedergangs verbraucht worden zu sein. Die Töchter gingen in Dienst, und allniählich verloren Sören und Maren auch sie aus den Augen. Nur die jüngste, Sörine, blieb zu Hause über die Zeit hinaus, wo sonst bei den armen Leuten die Jungen das Nest zu verlassen pflegen. Sie war schwächlich, und die Eltern hielten sie— als die einzige, die ihnen geblieben war. Es war eine weite Reise für Sörens Geschlecht gewesen, vom Meere vorzudringen zum bestellten Acker; verschiedener Generationen hatte eS bedurft, den Hof aus der Landspitze zu schaffen. Di« f�ahrt bergab ging wie immer schneller. Sören mußte das schlimmste Stück davon aus sich nehmen. Als er hinzu kam. waren nicht nur die Becker, sondern auch die letzten Reste ersparten Erbguts daraufgegangen: nun waren nur ArmeleutSreste übrig. Das Ende war in mancher Hinsicht dem Anfang gleich. Sören glich den ursprünglichen Manns auch darin, daß er wie sie ein Amphibium war. Er verstand sich auf alles, Land- Wirtschaft. Fischfang uitd Handwerk. Und doch war er nicht geschickt genug, feinen Lebensunterbalt zu verdienen, und nie behielt er etwas übrig. Das war der Unterschied, im Aus- stieg zu sein oder sich am letzten Ende der Dinge zu befinden. Ueberdies fiel es ihm— wie so vielen der Manns— schwer, die Hand auf das zu legen, was ihm zukam. Es war ein Geschlecht, das gewohn! mar. daß andere den Erlrag ihrer Arbeit ernteten. Don den Manns hieß es. sie seien wie die Schafe: je kürzer man sie'scWste. desto mehr wüche aus ihnen. Der Niedergang hatte Sören nicht tüchtig.er darin gemacht, sich zu behaupten. War das Wetter nicht danach, auf See zu fahren, und gab die kleine Dünenackerw'rtschaft nickt genügend Arbeit, so laß er zu Haus« und flickte Serstiefel für die Kameraden unten im Torf. Aber Geld für die Arbeit bekam er lelken.„Es kann wohl bis ein andermal stehn bleiben?" sagten sie. Und Sören hatte nicht viel einzuwenden gegen diese Ordnung der Sache; die war für ihn so gut wie ein Svarsckweinchen.„Dann hat man etwas für seine alten Tage." sagte er. Maren und das Mädchen waren deswegen oft hinter ihm her. aber Sören änderte sich in diesem Punkt io wenig wie auf andern Ge- bieten. Er kannte die Frauenzimmer; die wollten am liebsten alles sofort ausessen. 2. Die G es chwulst. Nun hatte man die Kinder von der Haud � alle acht. Sören und Maren waren nicht nteht jung. Zeit und Mühsal begannen in den Gliedern zu spuken, und es wäre recht schön geivcsen, wenn man etwas gehabt hätte, um Widerstand z» leisten. Auch Sörine, die Jüngste, hatte man insofern von der Hand, als sie erwachsen war und langst ans dem Nest hätte wippen müssen; wenn sie trotzdem zu Hause blieb und von de« beiden Alten zehrte, so hatte das seine besonderen Ursache». Sie war nicht wenig verwöhnt, das Mädvl— wie daS Jüngste es leicht werden kann; verzärtelt war sie. offen gesagt. und furchtsam vor Fremden. Na, und dann war es doch auch schön, wenn einer so viel Leben zur Welt gebracht hatte, selber eine kleine Probe davon zu behalten, fand Maren. Ein Nest ohne Junge wird leicht kalt! Sören war im Grunde der» selben Ansicht, wenn er auch etwas brummte und feststellte, e i n Fraucnz mmer im Hause ici mehr als genug. Sic waren beide gleich kinderlieb, und weil sie so wenig von den andern hörten. klammerten sie sich an das letzte. Das eine kam zum andern, Sörine blieb zu Hause und übernahm nur bin und wieder etwas fremde Arbeit im Dorf oder aus den benachbarten Hofen hinter der Diinenrelhe. Sie galt für ein schönes Mädchen, und dagegen konnte Sören nickts einwenden; so rßel aber sah er. daß sie nicht richtig gedieh. DaS rote Haar umgab wie ein Brand die reine, leicht sommersprossige Stirn, die Arme waren der rein? Puppenkrom. und es war nichts Festes an thr. Ter Blick wollte den nicht kästen, m't dem sie lvrach. kondern entwich ängstlich aussen herum. Sie konnte gut auS einem Herrschaft?- wagen gefallen lein. Die jungen Burschen deZ Fifcherd-orstS schwärmten m den Dünen um die Hütte— meist in den warmen Nächten; aber Sörine verbara sich än-rktlich vor ihnen.„Sie artet nach der nerkebrten Seite," sante Sä'en, der bemrilkte, wi« heet sie ihr Fenster aeschlesten K'elt. ..Sie artet nach der vornehmen Seite." sagte dann die Mutter.„Du sollst sekm. sie bekommt gewiß einen Sohn vor- nehmer Leute zum Mann." ..Plavhermmin" böbnt? Sören aistia tmd a!ng setner Weae.-- W'? konnte man nur sich trnd das Mädel mit sö dummem Zeug anfüllen! (Forts, folgt.) ?n(pr ftiar»ntTommpn. Der feslsienommene Däter ist der Gefreite Kurt B a l l t ii e ch l Nu» machien nch die Sichci heilS» {oldnten �rieblnnder, islsihling und George auf die«u»« und iolgicn der Spur bi« �um Poisdamer Play. Sie saneen den Tiiier in einer Kai'itieinme in der«ölbener Siroße. tdni'tcn ibn festnekinien und dralblen ibn rum Puti�enevier. Her verwcieene der Fenaenommene jepliltie Äuiknusl über seine Perion. Wlan toimie im Moment nur fesli.'ellen. daß er den Sp tznnnie» Esion sübri. Ve> ihm wurden die Zarden de» Beianbien bi« auk Uhr. GePlairftf mit 1H0 M und �igarreninsch? qeiunden. Darauf begeben siw Vaibimeisier Nl'x und die Si«crheiiesoibaieii nockm.rl? na» der Kafchemm«»»b fanden na» mehrmaligem Dnrcb'nnen au» tie no» fehlenden Geaenüände die auf die Ubr. die der 5£Ster forweivarien baden will Dabei konnien die Beamten no» weiter» drei vcrdä» ige Personen und die Liedste des RäuberS hiiuer Schlob und Riegel bringen._ Mige Berlin-Salle. Com 1. ftedrnar ri wird der Zug S.3S Udr ?e>Ii'-.Miälenhamichen b!S Hall« tuiKgesührt und gleichzeitig wle lolgt »erlrgi: Beil n ab 7.S.'> obendS lbiLber S�S abend«) Halle an 12 21 j abend«. WS Kegenzug wird vom 3 Februar ab Zng �3.? Kräienbalnllben ob 4.34 morgen«— Lerlin an 7A7 bereits von Halle au«(ab S-U) morgen«) gelaljvcn, NamenZgleichhelt. Der HilfSarSzIter im Kriegsministerium v. L o j e w s! i ersucht uns mitzuteilen, daß er mit dem fürzlich! in Spandau erschossenen CpartakistenMrer von Lojeivski nicht � identisch ist. Tie Zdusjball-Abteiluilg der sdreieu Tnrnersrliaft Neukülln» Brih dai nach Zlücklebr ibrci Mitglicder au« dem flelde den Svortbelrieb wieder voll auigcnommen. auch die!.'eichlatb'etil wird unier auter Liitnn., wieder bili eben,»v' e und sintcrcfscnien ünb in den Kibungen kerzlich wililemme». Zur Bildmiz einer singendableilunq sind ebeiisaN» iung« lieiilc derzlieb wililomnren. Sitzimgen bi« ans weilcre« Sonnabend« in der.sibeaUAlauie". Maicichur. l4. Biginn derselben L Uhr abends. Um regen Zuip uq wird gebcten. Ltbwinimverein»VonwSrs« Berlin 1827. stortlehung der �eneiaineiiamniluno Eovnlag, den 2.rebruar. nachiniliagt 2 Übt. im Kewerlschalisbau«. Saal>. Nachfolgend Tanz UebungSilunden süi männ» liche Mitglieder seden Züiitino» und streilag von S—'/j Udr im Sladibad Nenköün. Gangboferllrane, weibliche Milglieder sehen M tlwoch von 5-'/, 7 Uhr ebeudort. Auslunst erteilt P. Lehmann. Lv 33, Jeuzbossw. 21 IV. Tie Neuköllner Stadtverordnetenversammlung degrüsste in ihrer gestrigen Sitzung den S t a d t s ch u l r a t Dr. Buchenau, der in sein Amt eingeführt wurde. Oberbürger- meister Kaiser und Stadtverordnetenvorsteher Sander hoben hervor, dag an seinen Amtsantritt grosse Erwartungen für Neu- lLllnS Schulwesen geknüpft werden. Ter Siadtschulrat erwiderte mit dem Gelöbnis, feine ganze Kraft für die Lösung der ihm ge- stellten Ausgabe einzusetzen. Zu der Magistratsvorlagc über die Erhöhung der Gas» und Elektrizitätspreise, au» der das wichtigste im..Bor- wärtS" bereits mitgeteilt ist. beantragte die sozialdemokratische Fraktion die Bcrtagung. Genosse Heitmann begründete daS mit dem Hinweis auf die ausserordentliche Bedeutung der vom Ma- gistrat geplanten Preiserhöhung. Man solle der nach neuen Grund- sähen neu zu wählenden Stadtverordnetenversammlung die Eni- fcbeidung überlassen. Tie bürgerliche Fraktionen stimmten bei, und eZ wurde dann Vertagung beschlossen. Sine süntervellation der sozialdemokratischen Frak- t i o n fragte den Magistrat, waS er gegen die in Schulen ver» an ft arteten KaisergeburtStagSf eiern tun will. Ge- nosss Schulz knüvfte an die aus Gemeindeschuken gekommenen Meldungen über solSe Feiern an. Ob etwa gerade Wilhelm ll. geeignet fei. noch Gegenstand von Huldiaunaen zu werden. Er habe nicht den Mut gehabt, vor sein Boll hinzutreten und sich zu ver- antworten. Einlach aus gekniffen sei er. Fm Lngeum habe man Listen zur Sineei'chnung in eine EeburtagSadresse ausgelegt und so auf die Schülerinnen einen gewissen Druck auZg'übt. stm Kai�er-ssriedrick-Nealgvmnastum seien am 27. slanuar die Scküler einer oberen Klasse sozusagen in den Streik aetr'ten. indem ste da? Sckulzimmer verliefen, um den UnterricktSauSfall zu erzwin- gen. Oterküraermeister Kaiser antwortete, in den Volksschulen habe sich nichts von einer Feier feststellen lassen. Lehrer seien am 27. Januar noch mit der Ermittelung deS VahleraebnisseS beschäf» tigt gewesen, darum habe der Unterricht ouSfallen müssen, WaS dann Wohl als„Feier" gedeutet worden sei. Gegen KaisergeburtS- tagSieiern würde der Magistrat einschreiten. Bon dem Bor» gang im Lbzeum wisse er nicktS. Im Rcal-'vmnasium seien die Sckuler bestrast worden. In der weiteren Debatte äusserten die Redner der bürgerlichen Fraktionen kein« entschiedene Mibbilligung, zum Teil versuchten ste sogar eine Veschöniguna solcher Suldipungen. Tie Liebe zum HohenzollbrnbauS.steckt doch mal drin im Menschenherzen", meinte Herr Zoufall. Ein Zu- ruf au« den Reihen der Sozialdemolratie antwortete:.Ist reinge- hauen worden!" Genosse Sckolz stellte fest, dass die Kaiserae- burtStagSfeiern schon lanae vor der Revolution bei Neukölln» gross» tenteil» sozialdemokratischer Bevölkerung starke» Missfallcn her- vorgerufen haben. Er rügte, dass man auch unter den Beamten eine Hiild-iaungSadresse in Umlauf gesetzt bat. Den Bürgerlichen hielt Genosse N e u m a n n vor, dass sie solche Vorlommnifle noch beschönigen.___ Die„Borwi!?tS"-Zustellunq In Halensee und Wrunnwald wird nunmehr wieder durch Botenfrauen erfolgen. Bestellungen und Beschwerden nehmen entgegen die Geschäfte von Kämpfer, Georg-Wi.hclm-Str. 22, und Lippold, Paulsborner Str. 22. Grotz-Berliner Lebensmittel. Mariendorf-Tüdeiide. Diejenigen itinwobncr. welche neu zuge- z! gen sind und diejenigen, welche veiiäumi baden stch mit tlbschnilt 84 der fflioR.-Sfilinn Lebe«mitlcllgile zum Bezüge von Näbrmiiteln anzu- melden, können diese tn den beiden(Semeindelöden in ttmpsang nehmen, und-war 3l>t) Gramm IS raupen und>d0 Gramm Grieh. 'Auch aus Abitnitt 24 und L«> dei Inge! dilti enlarte, irweit Anmeldungen veriäumt woiden sind, ausnahmsweise 200 Gramm Graupen. Der Verlaus endet am a. Februar. Friedrichsfelde. Kinder, die lm Iabre llltS, IStZ, sowie die vom Januar bi« Juni ISl« eedoren sind, erdalten je nach Wahl eine Zasel Cwololade oder ein Päckchen Schekoladenviilver im«Sewivt von 135 Gr Tie zur Entnahme ei oidci lchen Bezu>«karten werden den Beteiligten zu- gestellt n erden. Die Ausgabe der Schokolade mutz Ipitelten» bi« Sonntag erfoiaen. tz o l z v e r k a u f. Die Gemeinde bat wieder mit dem Berkaul von Brennbolz begonnen. Die Breiie sind, wie bieder,«0 M. jür den Raum- meler Rundbolz und«5 2?. für den Raummeier Klobenbolz. Die Be- zablung kann ickon icht täglich im E nwobiier.Äeldeam». Dönbostilr. S>. sowie au» an der Gemeinbel auvltasse. Zchlorflr. 24. erfolgen. Die Ad. gäbe siir den OrtSteii KarlSdoill findet Fr-itag»ormit'ag« oon S—>2 Udr auf dein Hof der 4. Volksschule. Augu'le'Biltoria.Slratze. stall. Für den Oritieil KriedrichSselde wird die Zell der Abgabe noch bekannt ge- geben. Neiniitentors. Aut Abschnitt SS 2Sl> Gramm Kunltbonlg Die An- Meldung bat bi« cin'chlietziich 6. Fcbiuar zu«ftolaen. Bom t. Februar ab wird Mageimich nur aus Magcrmilchlarten abge-cben Familien bi« -u siilis HauSbailiingeangrbörieen erdallen eine MageimUcklart« und Familien mit wcbr a S lünl HalisballungSangebörige» zwei. Die Karlen lind in den amtlichen MilchverlaulSstellen abzustempeln und numerieren zu lassen. SIm Sonnabend von 1—4 Uhr gelangt wiederum ein Posten Burichen- litewkc», Pelzjoppen und andere.Kieldung' ücke in der ersten Gemeinde« schule-um Verlaus. Hosen sind nicht mebr vorbanden. Lranienbnrg. Aus Nr. 141 d r Lcdensmiilclkarte werden Nudeln bis deute abend abgegedeu. Aui Nr. 140 und 120 der L-bensmilteilarte wird je Kops 1 Pstüib Kunsthonig(78 Ps.) beut« und morgeu ab- gegeben._ Gro�-Serliner parteknachrichten. Mahlsdors lOftbabn). Milgliederverlammlnng beute Freitag 7-/, Uhr im Lokale von E.'Anders. Sabndasltrotze. Unter anderen Lusstellung der Äandidaien zu den Kememdeiuablen. Die Durnilbungeu dre A beiterwrnverel«« Tchönedcrg finden jetzt sta t: Turner: Tici«tag und Frrtag: Turnerinnen: llon« lag und Donnerstag abend» ss,8'/,I0 Uar! 2 ch ll I er: Dienstag und Freitag; Schülerinnen: Moniag und Doliner«iag, abends 6~-'l�s Uhr. Tuinialle Beichierer. sUlispseolies, MsiMik.siililis! j' Oi'e ßufü Spbistnwürze ..pfanlox' �iVy.„ Planf« erseht JlfUAnrtrort unft ist osa- V\} tn ErsatjnatoUifUe fiotabunj an li.5.13 firtwb.atlgr.[A \v Paraöuay-Flrifirtcxkrcct-Gfceöorftaff m.5 h r'* }} Hamburg[/ QV&cM Eilt hcrdci k Helft der Garde-Kavallerte- Division! Tie schirmt unser Vaterland und schützt die henttgc Rcgtcrung! Divkousch Garde- Kavallcrie-Divisio«. Hauvlmann P e l r i. Uniformen, tvenn vorhanden mitbringen! Beb ng»ngen: Freie Peipfle ung und Umer- kun't, mobile Löhnung. 6.— Marl tägliche Zulage. ISlt» Meldung: Freiwilligen Zevtra'e Garde-Kavallerie-Ttviston, Kurfürftcudamm 243 igegenübcr Zoolog-Barten). S-sucht Infanteristen Pioniere Kanoniere! Alte 24er, auf Euch rechne ich! v. Brandis, Hauptin. Im Zns.-Regt. 24. Freikorp, v. Brandl». ZIenroppln. Frledrich-Wilheimstr. 57. Bedingungen: die für Seen, schuh Oft oon der Regierung gegevenen. tiXIlb' Vi�orjA'küsSüei'e vor! Im Osten droht un« schwerste täilich wa»s-nde Geiadr l Au» wir pommeNchen Füsiliere sind erneut zum Schutz der beimat» lichen Grenze nötig. Für nn« gilt e» Vor ollen Dingen,»nsere Heiwat- Provinz Pommer« vor polnischer Vergewaltigung und Machtgier-u schütze» Da« Regiment ruft feme allen bewährien»ämpser low'» olle anderen treuen Pommern'ödne und deutschen Männer jeden Berufes zum sofortigen fleiwilllgen(muitt auf. Bedingungen: «) Der Freiwillige muss mindesten« iech« Monate gedient haben, seid- dienstsädig und moralisch einwandfrei fein; d) Verpfl-chiung ans einen Monat vom Tage de» Eintreffen« beim Regiment. tSrägige Kündigung am 1. und 1ü. de» MonatS: o» Unterordnung- unier die ein. eiehien Vorgeietzten, denen Soldaten» tVertrauens«) Räte zur Seite stehen, und unter die KriegSgesetze. Gebüdrniiie: ») Oistziere und Beamte mobile Mcbübrii'sse: d> Nntrrosfiziere un» Mannichaften mobile Löhnung na» den Dienst- (jtflbcn, mindesten» 30 M. monatlich. Außerdem h M. Zulage täglrch vom Tage der Einstellung ob. Verpflegung und Unterkunft frei. Berpflegungoanspiüche: Gemäss Mititärversorgungsgesetze iür aktiven Militärdienst. Famllieiiuiitelstützung. Invaliden- und AllerSverio.gung wie bei Dienst im aklive» Heer. EntlassnngSanzug ist mitzubringen, wird abgefchätzl und angekauft. Anmeldung: Weibestelle in der Bilioiia-Raierne I m Stettin. Köiner- strasse 7S. Srabsgldäude Zimmer b. Meisezelt von fi— 12 Uhr vor»>iltag«. 2.30—4 Uhr nachnillag«. Mtirtärpapiere und polizeiliches Führungszeugnis mitbringe». Fahrschein von nächster Dienststelle erbitten. 1002D Stettin, den 20. Januar 1010. SöfllMeflltGEHl MW Blftorifl von«eden öoininer'üjFS) Hl 3i Busch,«pidai iirai Krache, O-'erit und Re.>iiile»is>o:»»ia»de»l'. l ich c Piodiitiion bei vollem B irie'e ca. 000 Ztr Fernsprecher, Funker, Blinker, Fahrer vor! Meldestelle Stargard i. Pom. bei Nachrichten- Ersatz-?tbteilnng Ä, Kalkenber�str. 2, dort An- nähme, Einkleidnnq und Ausrüstung. Militär- papiere mitbringen. Bahnfahrt wird vergütet. Aufruf l 3äßUep kmT"'"• Bocb zum(ircnzschutz 0»t. Die Bäclerei-Kotonne S Q U vom Detochemcnt CflllrotH bmötiot noch Dtinaenh gelernter Bäcker. Mrlvung bei der Kolpnne im Sammellager Eu»»ei>, Mannschaftabaracke 8 oder in Tempelhof bei der l.(£»- tadron der>. Dardk-Tratn- Ikrlag-Adteil. Feldbäckerei- Kmmine SU ß, Sen.»Kom. S ll» I w> tz.»ren-schuti Olt. Zigarren IU<> RtUck v 40 Hk. an Zur Probe H- Slöck M. 4.—, 6— 12.-, 18.-. 20.-. Zigaretten vorrät. g. L.nannhcimor.Btrlln, Bargmannstl. I snahejtreuzb.l [ ssllr Ballonzllqe Im Grenzschutz Ollpreutzen und Schlesien werden nochgelraucht: veobachwng«osfl,l-z-. Zahlmeister, Ztaterosfizlere und Mannschaft-« mit Fronlerfohrurg. Bedinguneen wle allgemein für den Sreil-schutz betaimigegeben. Meldungen sobald al« m?g- lich für den Grenzschutz Ostoreufien bei Lnstichlfier. ! Bataillon 5. lt'önigsberg.—(?!>,- Grenzlchutz Schlesien 1 bei Lustschiffer-Batalllo» 1, Reinickendorf. Fablicheine vom BezirtSlommando ouSslellen lassen.! Mililätvapiere und Uniformfiücke mitbiingen. 120.18 Jnspeitton der Luftfchiffertruppcn. Ksmvf ssZvn! vis Heimat ist in Gefahr! Balier iüZllle Uli jeiler Ireiviii| wer lateresse dzl. jeile sjBwaitsinij LÄag vom üdiehe zq verbQteo. freii'ipsiieiiiW.-iisi.Miiriis.j Bl omberg:» Werbs-Bureau, Kaserne 2. Tnllslores• OnrAa», TBUdeck» vtrkluilich. 15/5*| Pankow, Berliner Str. 26, N Unk«.' Suche Pioniere nach vorn! Das fchwarze Korps ruft! Die l. Feldkomp. P.-B. 17 stellt ehemalig» Unter- offizicre u. Mannschaften der Pioniere u. Minen- Werfer in ihre Reihen ein. ebenso tüchtige M.-G., Schlitze». Rur solche deutschen Männer, welche taS Herz auf dem rechten Aleet haben, wollen sich melden. l. Feld-Kompagnir P.-L. 17, Grenzschutz-Ost zur Zeit iu R e» h e i m bei Strasburg, Westpreusicu iBahnstatiou Molke»). Piano. Kaer, ssl»n,durgee Strotz» 1. Set: Moabit 7310. f Bohrpasta1 fa.Bilorl.FeltgjhBk] hergEs'clit vorzügliche rREiniqungskroFt Grotzisten wollen Presse und Master einfordern. Bohrpasten in zwei vorzüglichen, fchmoizigen Quot Waschmitkel ganz vorzüglich für die Wäsche, vom Ä.-A. genehmigt. Cvafchpnlver in zwei Qualitäten, 1, und■/, Pfund» Packung, vom Zt-A. genehmigt. Chemische Fabrik Xltrack Bdenateln, nerlln dlv 38. arel>»»a>100/40 I«I und ab.ZwIekau ■beien. 1 itmn>190/10 j Jung& Simons, LkbedeVi�bdz.iekn.d.| Sendungen nur nach Schedewitz erbeien. Den besten Schutz gegen Sind euch, ptlludeeung und Mord bietet Ihne» mein»» Tfirschlofisichernno„Jana" Dt.R.patent Ohne Schlosser an teder Tllr leldsi anzubringen. Su beziehen bitftl vom Crfinbrr gegen Nachnahme zum Preise von 12,— M. pro SrUck franko. lI2Z' Walter Saoerbrag, Sohl U TW Operahans Tiefland« Anfana 7 Uhr. ScSäöspielhans nein« Prau. «Uo Hotachausplelerls. Anung 7 Ohr._ Volksbühne Theater am Bdiowrlati Direktion Friedrich KayBler. 7 Uhr: 2- I. Maie; Luther Direktion Wa.>. k'einnaroi Deutsches Theater. 7 Uhr: Zum I. Male: Von morften; bis mitternachts. Sornat).7 Uhr Und das lieht tehcloet m der Finsternis. Kammcrsplele. 7 Uhr: Uer äturt des Apostels Paulus. Sonnab. 7: Michael Krämer. Kleines Schauspielhaus Pasanenstr. i, Port S. Keine Vorstellunn, Sonrah. IVjUhr: Die BOchse der Theater I, d. Dir.: C. Meinhard-R. uernauer 7 Uhr: Zum ersten Mal«: Purp us. Schauspiel in oret Akten von Wim. StUcklen. Sonnabend: Musik. Sonnt, nm.: Der Katzensteg. Sonmas abend; Purpus. EomGJüenhans an uer Marscnallbrucke V Uhr: Erdgelat. Soni.ab nd: bsclei. Sonntaq: Erdgeist.* Uuiu: Mar a Orska. Momag: Tanzende Nymphe. Beriiner Theater 7.» Uhr; Sterne, die wieder leuchten. Iiesslsif.Tlisates Direktion. Victor Üarnowskj. 7 Uhr Der Schipter. Sonnab, Sonntag; Der KSnlg, Uentschen Künstleru Theater, AHabendi eh 7>/, Uhr: KschtbeUnehtuns. frianon-Theater. BhlPriedricnstr.Zlt.tyziüW'l Nachm. d>/, Uhr kl Preist! Schneewittchen. Tlgl. 8 U. Heute a. 137. Male: Der gute Ru! von Hermann Sudermann. Residenz-Theater. Bhi. Jaimuw tzbr. KäsuZM. TKill. g. H Ute r. 434. Males Eugen Burg Der leöeiisscliOier von Ludwig Fulda. Sonnabend, I, Febr. 1 Uhr: Zu aikenstein. Emma Debitor. IIKa Qiiining. Paui bilde Tlieatsp der Frledrlclislaill eckt Fzitbrilh- n. Simenittabt. Narben 8630. Xagtld) TV» Sinn UV. Mol«: Drei tolle Tage. Operette nun Heriig. r.MIHlenddrt, Hellmulh.Oeorg. Walhalla-Theater. 7'!, Uhr: __ Angnst der Starke. Theater für Freitaj. ccn 31. Januar. Ibeurs Opercttenhann Schiff' auerd 4a. Norden 28). 7: Cle keKclie Susanne. Oentral-Thcnter urh" Die fiese von Slanilinl. Deutsrhes Opernbaa» 7 uhn Tiefland._ iFi- 1 e/,: Die weiße Dame. Inisen-Theater. Let t* AuTünr. ngen: 7l|2: Nene Heimat a T'lg: Der Strom. Sonmag 7: Der Strom. Sonntag 3; Die Räuber. Sonntag b. Anlang imnier7U, Täglich Vit Uhr: Der große Januar- Spielplan Rauchen gestattet I Kutionai- l'lii-ulcr. Vit Prinzenliebe. Unter d Linden 14 5«Uhr. 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Friedrich Zelnlh in LUbaawirren mit Qesangsvonrag. Friedenau. Rheinstr. 14 Auf dringend. Wunsch Söhne desVolkes *% 15- �® Inh. Cmü Hotrrvann Cafe und Diele Unfer den Unaen,, Uhr jcd. Erwachs. I Kind frei. ThcaterR. ab 10 Uhr nunti-rbr. ccölfnet I DircKfion- Siegoert Goiaschmidt Der 4�cv»&miQste film aller Zeiren OAKTe verfanrr una inszenierr von Robert Reinert Die Handlung spielt in Europa- Indien- China Anfang: 8 Uhr kuentdlezv PAJLÄST Eva May StaatsanwBlf Jo rdan von H±nj LdLnd DoniiHaxJkr //dnJcirtßaxJa Am ihnhf.Frledrlctattr. Gentral-Park Tägl von 4. Sonntags von 3 Uhr ab geöfi»«l Wrrktäglleh von 4—7 Uhr litr Famliitn und Klndor ermä0l|l« Prelstl• Das Buch des Tages ist Heinrich Manns großer Roman Der Untertan Gebunden K JdiO 4 Geheftet MS.— Juli 1014 vollendet— fost fünf Jahre von der Zemur unterdrückt— gelangt heute, fünf Wochen nach seinem» Platin ,. höh. Preise.,. Zrim C. Wütig, Kamkurg 12, Soltuborfn goag» 5 III durch die Mundhöhle tlnfluenr.a, Grippe usw.) verhüiet mat) durch täglichen Gebrauch von __■ Chlorodont.,, 1 _-,-1 r-aiinpssu 2. trlangunr b:eiidcna wciüer ahne und Beseitigung von Zahnstein Uebe.ali zu hauen. KartOrstandsmin Lubitsch- UFclHig>I 1. Meier aus Berlin mitBrnst Lub lisch 2. Meine Frau, die Filmschauspielerin Lortsplei von Hon« KrBly and Ernst Labt lach mit Otai Oswalde U.T Priedrlclistraaar MIA MAY Ole ptatonlsoha Eh« Lustspiel In 4 Akten (LT Nolles dorlplata Die Lieblingsfrau des Maharadscha ErsUr Tall mit GunnarTolnaes Zwaitar Tall. Erataufttthruag am IS. Fabr. im U.l KurfUrstendarom klKudsretttt. üsld. Imd., ruitlrgtt» Olo. amo, dar Teufet unq die H oblermaensell mit HaNNY PORTEN Ü.T Mnritaplaic, ächöiii-berK Motor aus Beplfe mit Emst Lobitaeb U.T nasenbe dV Richard Alexander In La.tsplr„Papa'o Jonra" mit Haiita Patrl, Leo Peukert U.T ßaiuickendo. ieiwtraMw Oer Krondiamant Datektlvkomadl«/ b Akte Kammeriichtepiele Der Mann der tat dotr usrnei 10 4 Aku-n mit Hanna Ralph, Emil Janninga Angler, reuden Luitaplef von Frmaz Hetar,»Akt. Moaartsaal .'lienny Portent 10 UntssW »1, Mos. 4«r tislfi 1, 4» Sfobiifatwntfi Vtrftsu,; N.WIana. Rtgit; H.. i(.rach MaBnlteli, Hicctnlle; Ulrad«bat Irrt- Tutoren, Clyscs, Fräsen- Leibbinden, Unterlagen, Dame», binden usw. sowie alle Artikel z. Wochen- u-Kranken pflege. Diskret.: er. sand nach auswärt».|ii.z* Carl Klose, Leipzig 3 HainstraKe 17. Unferhaltungs-Redaurant Wien— Berlin 1 Jftgerstraße 63a. Ernat Walter X Viktor Ritter X Willi Lilie :: Georg Ncumüller X Cl. 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Ausstellung der Kandidaleu. kein IZerleimiialieS dar? kehlen. verioallnnossicNs Verl!»— N 84, Linie«! slr. 85—85. ©eftfiäitojcit von 9—1 Uhr rstd von 4—7 Uhr. Sclcphcu:?mi Störten IS5, 1239, 1987, 9714. Sonntag, den 2. Februar 191!), vormitlagS 10 Nhr: Brancheuversammlung der Einrichter im Logenrelianrnvi, Kleine Tuizuststraße 14. Tage»ordnuaa: 1 verichl and veichlagkagong äder nnfat AoOefTlo- abf otnman. 2. BronÄenimgelegenhelten. Zn Babeirochi der onberordenMrt wichNgen?age«. vrtnung ist zahlreiche» und pirnliiichr» Sirschelneu drhizeud er- jorderiich._ Sonntag, den 2. Februar 1910, vormittags 10 Uhr. Bremcheuversammlung der Maschinen-, Motor- und Autoschlosser w den Svphlea-Tüien, S-ohienstrah« 17/18. Tag»»« rdnu ng: Stellungnahme znm Kollektivvertrag. AoUeaen. es ist wichtig, daß Ihr in diel er Bersammwng oolltShüg ericheinl. Vhne Mitgliedsbuch kein ZulrUt. Die Koinmifstons- Liliglietsr sind mu 9 Uhr in dem- seiden Lolai._ Sonntag, den 2 Fctruar 1919, vorm. 9>, llhr: Branchcttv5rIantZtt!ttua der Maschincnarbeitec und-Ar- beiteriunen w den Phcrits-SLirn. MLiierftrage 142. Tagesordnung: Bericht über die neuen Verhandlungen mit den Unternehmern über den Kvlleitivvcriiag. Die Bemtthungeti der Ver�andlungskornmifston. dem Ner» trag eine andere Fassung zu geben, sind vergeblich gewesen. An Euch Legt es nun, wie Ihr Euch zu dem Vertrag stellen wollt. Es iü deshalb Pflicht eines ieoen Berufskollegen und auch jeder Kollegin, in dieser Versammiung anwesend zu sein, da Beschlüsse von weittragender Bedeutung gefaßt werden. In Fr�ge für dies« Versammlung kommen alle Habler, Vobrec. Stoße?, FrLser, Presse?, Stanzer, Zicher und die dazu- gehörigen weiblichen Berussungeh'örigen. Ohne eei» Aufcitt.——— Sonntag, den 2. Februar 1910, vormittag? 10 Uhr Bremchenversmttlulttttg aller i.d.Emaittirrbranche beschäst. Arbeiter und Arbeiterinnen Im G»w«t!chei!tohcns, Engelufer 15(Saal 3). Tagesordnung: 1. iSlcnaeifleinljni« jum kolleltlvvrrtrag. 2 SSahi der Dranchentjmmiiilnn und Verichieden�. gahlrcichc» und pilnUliche« Erscheine» Ist undedwgi erforderlich. Sonntag, den 2. Februar 1919, vormittag? 10 Uhr: Versammlung alle? in den Hutten- und Messing- Werken beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen(Wicflcrci) to Lokal Südost, Waldcinarstraße 7S. Tagesordnung: Stellungnahme znni Kollektivvertrag. Zahlreichen Bestich erwarte!. ffiß________ Die OctBvcrroallang. ifliilea- m mmt m Bra- Kteifet is letiüi lZMOW). Sonnlag, den 2. Februar, vormittag? 10 Uhr, bei Wille, kebasstailnr. i0: Genera!- Versammlung. T age.orbnung: 1. Zahre.bericki d«, rriien ttafNerer», des Vorstande« und Nutpch israle». 2 E-Iochirahl de« �oefionde». ersten Sasjierer». ocilwi forschenden, zweier'>.5:, er und dreier Srfatzmänner. Jane« stesfenangeiegenhriie». Darunter Peschluhfassung Uber das Pudliiatronsorgan der Kaste. Sie Derfammluiig wert pimMich eritsfnet.— Mitgliedsdui?> legitimiert. 141/20' _ Per vorstand. I H. SReKe_ veiwö m BsiD- 9. W«mlm>-sM MW m M MMM AMWSi. Ortsvrrwaitnvg Berlin. Wn> Sonntag, den 2- Jebruae 1919, vorm. Vi, Zthr: WeMM«WUMtMMM w den 3tnSrea»-AeftfL!>-n.«ndreasstr. 21. Tagesordnung: 1. Forl/ednng drr Diskufsto» lider die iediru Teuerung»- Zulagen. 2. Wahl de» Vrrsvorfiande». 3. Verschiedene», Anfang pstuklllch. Milgiied.dnch Icgttimicrt. Da auhersl wichiige Entscheidungen iider die weiiere De- stalwng unserer Berliner zahlst!:- in dieser Versammlung ge- troffen'werden, ist da» Eeuyeineu l«d»s Mitgliedes unbedingt no Mendig.»et Orfstntslaaö. S7/ri Ctl» Glsth, Vorntender. Fahrvertindnngsn: Siadibahnstarion Kchlestlchcr««hnh,f, Estranenbahnistiien 1,?. 8, 4, K, 18, 22, 3l, 48, 83, 87, 88,«9, 78, 71. 7S, 77, 78, 72, M, Vii.__ VzrciTTigte Irsciüer- a.lfaaqfcrerVueister(cv,\ L£ o. Sfifa d&Smjwpftzbnicke<3-$. •Heilte, Freitag, spricht abds. 8 Uhr Kr. Koilislkio. im„Wilhelmshof", Anhnllstraße 12 (Ecke Wilhelmslraße), llder da» Thema: tOOSb m..... ZMlMmmn«. 3«? Delllmg d. Unkosten wird ein EiutrUtogdd v. 1 M. erhoben. Kraiikea-, Sterbe- mid Zuselrnfkaiss�SÄ Berufe. OrrB-Bcrlln. fftellcg, SS.Jeittiac 1919, adeud» 7 Uht, Sopstlcnfic. S bei Hummel: KtziiLiier-VkrAWiaag. Tagesordnung: 1. Vorstand»- und stafsenverfcht. Z, Waist drs Borfiandrs. 3. 93abl drs Ausschusses. 4. Geichästlichcs. Um zghireiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Oer Dorfland. Zeülfzl'ii�ÄZükzszZ liöi' ümMx tei. .chrn, Idstein zur EinMteir" Verwaltung Hcustölln. Sooniag. den 2. Februar, rornnttag» 10 Uli:: M�iieiier-feanunlting bei Wolf, stirchdofstrahe. Kafjenderichi, Neuwahlen, Ber- fchiedenes. Di« örtliche Bermaitmig. 891/5_ I.: Krau s e. WUWMt» oerlauft Biuxr, Epitteimarit 7 Asts! Der Echiihe ijainr 5ciim!iler, Vi!«!. San.-Komp. 583. Dische, Feldpost 3052. am 12. April 1395 zu Dussesdors geboren, wird lest den:&. Ottoi-er 1918 vermigt, iegie Stellung zw. St, Luenlin >u Eambray, stameraden wert, gebeten. Nachricht zu geben an (szria Vetter geb. Schmitter in steblendorf(Wamneebabn), Schweige««. A. Fernspr. 13.4. Anfruf. Wer von den Kameraden, welch« gu» rnsjischer Defangen» sck.ast znriichgekehrt s.nd, iann Aus.unjl geben, wo sich der Kriegsgefangene Mtred Kaiser befindet,©:t n'te und legte Nachricht bekamen wir aus Stlchnemnilinskaa(Volofi), Douoernement Penn. Angebö« bat derselbe dem Ne>eroe-Inf.- Negi. 239, 4, Komp, Verwundet und gefangen am 23. Sept. 1915 bei Lokofchin. Sollten Käme- eaden fiber den Aufeuthall An- gaben machen tonnen, so b mich zu benachrichtigen. Un» losten werden sok, zitriiekvergiit. XcirZ Ltrunli, Berlin 0 IIS. 13/14 liig-nor Strafe 88. BekanntmachunlZ. «emöh z 4 ff, der Verordnung Uber Eemstse, Obst und Sstdsrllchie oom 3. Arrkl 1917 IN.E VI, S. 1971 hat die Neich»- stelle iiie(Remüfe und Obst ein S und ber Beschiii sse der zu- stLudigcn'brrisl mmifsion i»r die Provinz Btanbenbtirg und Berlin iolger.de Erzeuxerhichstprch'e sur Demüse und Obst stestgesestt: M, je sttr, Mairstben bi» 15. 2. 19........... 2 55 od ist 2. 19........... 2,79 Kohstabl. junge mit Lastb.......... 15,— Kohlrabi ohne Laub............ 8,_ Delbe Kohirstbei: einschl. AnsuhrprZmie bis 1,5, 2, 19 4,05 ab 13. 2. 19 4,20 Weihe Kohlrüben einschl. Anfuhrpeämi» bis>5. 2. l9 2,89 Xab Ist 2. 19 295 Bunleirllben einschl. Anfuhrpramie bis Ist 2. 19 3,05 ab 18. 2. 19 3,29 Weihe Mist«n.............. 4.25 Füller- und stoppelrstben bis Ist 2. i9 2,55 ad 13.2.19 2,79 Epinal................. 55,— Kürbis................. 10,— ÜKceieettich: a) wenn 199 Stangen mehr als 59 Pfd. wiegen. 45.— d). i'»... 3.5... ist— c) leichtere Ware............. 20,— Sellerieknollen ohne Kran!.......... 40,— do. mu Kraut.......... to,— Bs) Lieferung auf Erund eines von m her R.D.O. obge- schloffenenoderolin ihr genebmigieu Lieferungsoer tr,: Dirueewcihkohl......... 8,75 7.— Daucrrolkohl......... 1050 11,— Daueiwlrsinglohl........ 10,— 19 50 Drstr.kebl........... II 50 12,- Ziot: Lveifeinöhren u. stingl. Karotten 7,7Z 8,25 Eelde Sveiiemohrcn...... 6,— 3L5 Stunde, lltine Karoiten..... 13,25— Rote«üben(rote Beete).... 8,25 9.25 gwiebeln, lose......... 18,50 19,- Bergütuna beiragt bei Dauetweifiiohi, Noitohl und Dirfinakohi 8 M, iiir den Zetr.ner, bei roien Speuemohren und iangfichen Karetien, gelben Speisemöbren. kleinen.«Inden Karotten, roien Niideu und weihen Möt reu i,25 M. iiie den Zentner, bei Mai- rstben, Kohiriiben, Nnnkelrüben, Futjer- und Stopreiriibon bis ist 8,>!> 1,95 an, ab IG. 2. 19 1,90 M. für den Zentner, Die Bergiituna ist nur dann zu zahlen, wenn der Anbau er nach- weist, dag er besondere Au Wendungen an Arbeit oder an Kosten iiir dir Anibewahiung gehabt hat. Die Bretse treten mit dem l, Februar 1919 In Kraft und gelken, soweit nicht» anderes bestimmt ist, dis aui weiteres. Die obigen pwchstvre: e werden mit dem Bemerken bekaunt- diejer Strafen drftraft weiden. Berlin, den 23. Januar 1919. Der Voisioende der Staatliche« Vcrteitungssiclle für Grosi-Bcrli«. I. A.: Dierig. Nach Borschrift und unier Anwendung der Grundsätze der SiekstssleUe iiir Seniüie und Obst über die Qestaitnng der Srog- und Kleinhandeishochstpreiie lestgrseg«: Drechhandrl Kleinhandel M. je Pfund Vrtirllben........... 0,94 0,07 Kohiradi, ftmgt mit Laub,,.. 6,20 0,28 Kohlrabi ahne Laub....... O.OÖ1/« 0,09 K-H!r!li>eu.......... 0,07 0,19 Siuukc. rüden.......... O.Oö'/t 0 93 Weiße Währen......... 0,07 0,10 Futter- und Stoppciriiten.... 0,94'/« 0,01 Sphigt............ 6 44 6.55 Kstrb!»............ 0,14 6,19 Stirbt», int Ausschnitt......— stA Meerrettich: o) wem: iOOSi. mehr als.59 Pfd. wieg. 0,54 935' d)., 109„.. 35.. 0,4? 0,55 c) leichicre Ware....... 0,27 0/ 5 SeiiKietncllen ohne Kr.nti.... 0/2 0,85 €eU?tuiiiolleii mu Kraut..... 0,14 0,19 Dauetweißcohl.'........ 0,11 0,16 Daurrroikohl......... O.lS1/, y,2i Dauerw.rfingsohl........ 0/5', 0,21 Grün.ohi........... 0,237» 0,30 Nole Ebeisemöhren u. längt, Karotten 0,127, 0,13 Seide Sveisetnähren....... 0,10 0,14 Bunde, klein» Saro ten..... 0,18 0,24 Slote Subcit(rote Beete)..... O.iiP/, 0,18 gwiebeln, lose......... 0,25 0-35 Sämtliche Preise irrten am 1. Februar 1919 w Kraft. Berlin, den 29. Januar 1919. M«, Zs-at die Abschnikk« Ikr. 01 nnd 02 der erben«. mll!ci?arte der Stahl veciin enisoNen je 280(Drainm TNormeiade. Set Kieinhandelshüchlborris berrägi I SR. für ein fi and, iiir 250 Gramm a so 0,50 Sil. Eine Ileberschreftung dc» Höchstpreise» ist strafbar. 2. Die Slbfdinitte Nr 91 und 92 stnd nur in den durch ein Aushängeschild: „Verkauf von Marinelade aufLebcnsmittel» karten der Stadt Verlin" gekennzeichnrien Goschäfien gegen Empfangsbescheinigung ab- zuliefern, und zwar cm Donneretag, den 30. Januar, Freiiag, den 31. Januar und Sonnabend, den 4 Februar 19191 Stach, Irogliche Anmeldung findet nicht statt. E» ist unzulässig, die Knrienabschnitte in Geschäften abzugeden, in denen nicht da, vom Magistrat ausgegeben« Aushangefthtld angebracht tft. Geschäften, dt« nicht im Besitze des Aushangeschlide» find, ist die Annahme von Karirnabfchnitten verboten. 3. Die Sleinhanbeisgeschäs!« haben ü::e oon ihnen ange- nommenen Knrieuchfchnftie an einen der ihnen bekamii» gegebenen. Großhändler b!» tiim Mootaei, den 3. Februar 1919 rit. d'ließlich atzulietern. Jeder Klrtnhandler muß, sobald die Ware zur Stelle ist. mit dem Berkauf beginnen nnd dies durch Au ch-g anzeigen. Äg die /tarmelabetobrlten häufig nicht In der Lage find, die vollen Mengen auf e:nmal zu liefet», ifi es möglich, daß in einzelnen Kleinhandelsgeftbäfien sich der Verkält' der Mannelabe binanszligert. Auch bei einer lotchen Verzöggruiui der Liefetu.iq ist jedoch eine Nichlbelieferung leinssjalls zu vcfstrchicn. Birlin, den 23. Januar 1919. Magistrat. Abteilung für Obfl- und Geinllfeoersorgnng. Runge. I. Rr. 4543 Sem 19. Vekanntmachnng. Auf Grund de» ß 10 der Berortnuna des Reichsantt» lüt die wirlichafiliche Demobiimachung oom 13. Januar 1919 erhält der jj 9 des Elaiul» betreffend die Erwerdswienilleforae Groß- Berlin für da» Gebiet der Brottartengemeinschaft ioigendcn Zusatz: »Jugendliche Erwerbslose beiderlei Geschlecht» im Alter vom vollendeten 14 bis zum vollendeten 17, Lebensjahre, welche Erwertslosenuniersliizung beziehen,' sind verpfiichtei, den bi» aus wcchenliich 20 Stunden'estgesebten Unterricht in einer Fach» oder Fortdilduiigsichuie ihrer Gemeinde oder, falls in dieser eine solche nicht bestehen sollte, an dem Unierrichl einer in einer anderen(Gemeinde der Brollanengemeinschasl eingerichteten Fach- oder Fortbiidungsichule ieilzunebmem Die Durchführung dieftr Anordnung bleibt den zur Brotkarten- gemeinfdiaft gehörigen Gemeinden vorbehalten. Bei unenifchuidigler Versäumnis des Unierrichts sowie bei unangemessenem Verhalten während der Unierrid isftunden kann die Erwerbslosenunierstirtzung ganz oder teilweise cur- zogen werden." Berlin, den 85. Januar 1.919. Ser SModilMSmßkkMvß Sroß-Sellln. Xttccmn't}, Auk Grand vorfiebendon Beschlusses de» Demobiimachung»- ausschusses Groß-Brr!in wird iür die Slabtgemeinde Betiin folgendes angeordnet: »Erwerbslose Perkonen beiderlei Geschlechts Im Alter vom vollendeien>4 bis zum vollendeten 17. Lebensjahr, welche bereits Erwerbsiofenunterfititziing beziehen oder die Gewährung von Erwertslolensntersiiituiiy be.cntrogen, sind rerps.ichiel. wöchentlich 26 Siunden den Unierrichl in den städitscheu gadt- oder Fortbiidungsschulen»u besuchen. Sie daben üch un- veozllgtich bei Ibrer Geichilltsstelle-werk« lichcnveifunii und Etnidiuwllg in eine Fach- rder Fortbildungsschule zu melden. Seiten» der Fach- oder Forthtldmigsschuien wird den Geiebäsis- steilen sowohl über die erfolgte Emschuitmg wie iider den regci- mäßigen Bestich und da» Pe-Haiieit während der Unterrichtsstunden Meldung zugeben. Das Unterlassen der Anmeldung sowie der unregelmäßige Besuch de» Unletrirfis oder unangemessene» Verhalten wahrend der liiu-rrichisfiimden bat die Entziehung der Erwerbsiosenunlerstiitzung entweder gani oder teilweise zur Folge." Dteie Anordnung tritt sofort'w Kraft. Berlin, den 25, Januar 1919. jTcr Massistratekommissar für die Crwerboloscnsürsvrge. _ Sassevbach._ Die Ausza�lun� der B5vidcnde pro 1917 18 findet mit 80 M, sowie einer Soodeo ergutuag mit 100 M. pro Aktie an unStrCf KasSC sowie bei der Com- merz- und Disconto-Bank, Berlin, stau. Berlin, den 27. Januar I9I9i I90'4 Schrauben- und Mullernfabrllt vorni. S. niehm& Sohne, Akl-Cesellschafl Fischer« Tzeut»chler. Schüfoa's- .•l g?, fr Zu heben in Apcihf tan aDrogen'Sn '' In Packungen von M. 1.50 Bis M.)2.?.5j ■Von ffrzren u. Publikum eiripfohien! 1 Nerwen-uGsfriüfileiden, 3:eichst;ctir u-ülut-armut i KrSfrevcrfall im vorgerückten Altefj Sltrofulose u. engl Krankheit bei Kindent; f Magen-, Dannleiden a ähnl. ErkrankungerL� f Audi stillende Prousn u.Wcchnfirinnere wandten ViSSitit� mit hesrem Etfciine art.'ss? i-r« �<5* AIcxaader-LichtsplcJe, Alexuuderstr. 12. 1075b| Geister, �5'.. j— 8— c®o— ss— c» Die Ortsgruppe Berlin des Zeiitrtiivcrbandcö dcr Haus- � angestellten sud)t möglichst sofort eine Ges chäftssührerin. ES wird nur nuf eine agitatorisch und orgaiiisatorisch tüchtige 5kraft reflekliert. Meldungen sind schnsilich unter „Bewerbung" an Luise Köhler, Berlin 80 16, Engel- ufcr 21 III. zu richten. �.g. � —»Wf—«a—«QgS jstfSI fjT Fnl'o Bunde I. W estl.» B.f UßSf Almtstras;? 52. iCBlHU« od'wä? veriangi. Adolf Neuwlrtb, Schmicoemstt.(Schmied rrei m. Scaflbetr.), Marwitz, Selten L9Jt Schulmädchen al» Gesellschaft für Dam» ge- sucht. 8>raascülltz.KIopsstora»e.. 201/3 Tüchtiger Partci-Setretär für Eoziald. Verein Nirderbarnim gesucht. Derselbe»all so«««»<«» Nedaer und vrgaatsatar sein. Keantniä'e»er V-ohät-aifi«>» Nein«, L»-»ge««lndeu er- forderlich,»e'ällig? Angebote nnier Angab- der»ehalt»- a»,, r äche und de« schnellsten Ant-ittot-emia, find an Nerninnn dilNler, verki» so.>3, Lnfieluler>5 Iii zu senden.__ 843 17* > zeitunftshündler ik SeLslZWskMM 4 her Jtllca Nesse" ZU PcnncfSiaQiiochm.ltag xesuchk. WpIlttln nrKi 7. 4 Is 6 IliififeiEiten mäalichst der polnischen Sprache mächtig,:ilr Bau- nnd Mädel- tljchlerei nach Breft-Litowsk gesucht. Dauernde Artest vorhanden. Für Verpflegung und Unterkunft Ist gesorgt. NSIT- Hcifcpas) er!ord-r!>ch.-hj-gn Sofortige Meldungen an Max Reich, Sauget«hfffk. Bromderg, Fisch-r/ir. 9.__;0u7 D* Werstzrugfabrik st-llt gelernte T�crkzeugdrehcr (Gewindebohrer ausschließlich »rehbtlukeu aller Admessungrn nnd Steigungen schneiden können. Ansftihrliche» Angebot'"' pedition dteie» Blatte«. an Ceilfpkahel. _ g-r unter Ehiffre C 8 an die Er- 10107) iiiiiihs* zum Vertrted e.ne« leftbivertäussichen Grdrauchsarttlel» gesucht. hoher Derdicnstt Zu melden 0—1 Uhr bei H. Dortn-n-r, Berndurger, Straß? 21/25,' 32�! 'KMisr-'UwmMLr für Werkstatt, weidie cms feine DIediardeitrn m Messing und Bronze für Muster artettrn tänncn. bei solortiger Einstellung g?sud:t. Me düngen an vveisj& Satcct, Berlln-BUnters- doch Babelsberger Str. 41.__ 17/11 kaaiionsfaliil. Sinkassferer, mit Fahrrad zeucht. Verlag für Sozial« Isscnachal, 44. m. b. H., Ivcrlln 6W. 68. Lindcostr. IM III. 190/12 Tüchtige Schirrmerfter, dir dnrehau» salbfbstndlg arbsiien kLiineu, nebst Anschlägern und Hammerführeru 7efU sosorr ein 10969 Metechinentabrik Karl Vogscler, AitaMoRbH I, am Lehrter tiauptbahnhof. Ii Meister oder Vorarbeiter such» 1802® Otto Jachmann- Abteilong Stalilgießerei, Iter lln-ltur alzc w alüc, Pathetsow. Tüchtiger Tchäftcmacher sowie eine tüchtige Stepperin sofort gesucht. ILrtuotisr Oi Hecht, fUUwnov. gaxewsaine Beratungen beider KZrPerschaften Verden hierauf die Lohn» und Arbeitsbedingungen festgelegt. DaS Eimgungsatni, das im Kall eines Konflikts eingreift, ist berechtigt, eidliche Vernehmung von Sachverständigen und Zeugen usw. vorzunehmen. Sein Urteil hat bindende Kraft. Dann sprach der christliche GewerkschaftSfekretär Becker über »Die gesetzliche Regelung der Tarifsrage". Er führte im wesentlichen aus: Trotz einer teilweise über zwei Jahrzehnte langen Erprobung der Tarifverträge stehen wir auch heute noch nicht vor einem abge- klärten Urteil über ihren zweckmäßigsten Aufbau, ihre notwendig« Ausgestaltung und über ihr« restliche Wirkung. Nur über ihre günstige soziale und wirtschaftliche Wirkung herrscht Einstimmig, keit. Im Vordergrunde der Erörterung steht, ob entspreckzend der bisherigen EntWickelung die Gewerkschaften und Arbeitgeberver» bände die Träger der Tarifverträge bleiben sollen, oder einem Bor- schlage de» Professor Dr. Brentano folgend, auf einer auS allge» meinen Wahlen des betr. Berufes hervorgegangenen Vertretung»» körper» aufgebaut werden sollen, wie es beim Buchdruckerlaris der Fall ist. Tie Entwickelung während der Revotul.on hat bewiesen. daß solche Wahlen leicht unter politische Einflüsse ge- langen können, die einer gesunden gewertschafllichen Tarifpolitik abträglich sind. Tie Verordnung der Reichsleftung vom 23. Dezember über die Tarifverträge hebt die Tarifverträge aus der bisherigen rechtlichen Unsicherheit heraus und stellt sie auf ein« fest« Gundlage. Sie erkennt prinzipiell die freien wirtschaftlichen Organisationen der Ar. beiter und Arbeitgeber alS Träger der Tarifverträge an. Zwei Kardinalpunkte haben in der Verordnung Verwirklichung gefunden: Die Unabdingbarkeit der Bestimmungen des Tarifvertrages beim Abschluß von Arbeitsverträgen und die allgemeine Berbindlichkeits- erllärung abgeschlossener Verträge. TaS Außenfeitertum wird damit beseitigt. Tie Unabdingbarkeit ist in einem Sinne geregelt, der einem sozialfortgeschrittenen Standpunkt entspricht. Di« Tarif» bestlmmungen erkennt die Verordnung nur als Mindestbedingungen an, soweit die Parteien nicht selbst Ausnahmen zugelassen haben. Im übrigen bleibt es den einzelnen Arbeitgebern und Arbeitern überlassen, günstigere Arbeitsverträge abzuschließen. Besondere Leistungen und besondere wirtschaftliche und soziale Verhältnisse können auf diesem Wege Berücksichtigung finden. Tie allgemeine DerbindlichleitSerklärung abgeschlossener Tarifverträge vach erfolg. ter Prüfung durch daS ReichSarbeitSamt schasst die Grundlage für ein allgemeines Arbeitsrecht. Tie Quelle zahlreicher Arbeitskämpfe und der Schmutzkonkurrenz aus Kosten der Löhne wird damit verstopft. Wenn die Verordnung auch noch kein abgeschlossene» Tarifrechi bringt, sich vielmehr absichtlich aus nur wenige Paragraphen be- schränkt, um der freien und gesunden Erweiterung keine Kesseln aufzuerlegen, können die Gewerkschaften sich mit ihr einverstanden erklären. Sie erhoffen von ihr, daß die tarifliche Regelung der Arbeitsverhältnisse einen neuen Aufschwung nehmen, um unser Wirtschaftsleben jene Stabilität zu verleihen, die es zu einer ge» sil-iden Entwickelung dringend bedarf. Im Verlaus seiner Rede wandte sich Becker sehr kritisch gegen die A.. und S.»Räte, dt« sich immer mehr in die gewerkschaftlichen Interessensphären be- gäben und dort in unheilvollem Sinn« wirkten. Ihr Auftreten sei schon fast diktatorisch zu nennen, die Arbeltsbedingungen würden dem Unternehmertum in einer Weife aufgezwungen, die nicht gut- zuheißen fei und wirtschaftlich zu den bedenklichsten Kölzen führen müsse. Geh« es so weiter, so sei zu überlegen, ab die deutsche Wirt. schaft nicht ein Streik- und Aussperrungsverbot auf etwa 10 Jahre dringend notwendig brauche. Die Gewerkschaften müssen die Träger de» TarisverlragSwesens bleiben. An der Diskussion beteiligten sich eine Reih« von Rednern. K n o l l von der Eeneralkommission zeigte unter anderem, daß viele Arbeitergruppen früher immer sehr lasch waren und nicht? für ihre Rechte taten, sogar die Gewerkschaften in chrer Arbeft hinder» ten. während sie heut« Forderungen stellen und auch durchsetzen, die man nicht billigen kann. Arbeitgeber-SqndikuS Dr. Baum forderte die Beseitigung de»§ 152 der Gewerbeordnung, während Dtegerwald einen Ausblick in das künftige Wirtschaftsleben gab. Man könne gefetz- geberisch nicht alle Arbcitergruppen gleichmäßig behandeln. Nachdem auch noch Dr.un sel(Töpser) in die Debatte«inge- griffen hatte und auf die Auswüchse in den letzten Etreikbewe- gungen eingegangen war. war der Kongreß am Schlüsse seiner Verhandlungen angelangt. Vollversammlung öer Solüatenräte Groß«rSerlms. Die gestern abend im Abgeordnetenhause abgehalten« Per- sammlung beschäftigte sich mit der vom Kriegsministerium am lg. Januar erlassenen Verordnung, welcbe die R e u r e g e l u n g der Kommandogewalt betrifft. Die Achterkommission hat in dieser Angelegenheit einen Beschluß getaßt. der in der Hauptsache sagt, an sich könne an der Verordnung nicht? geändert werden, ihr Geist entspreche aber nicht den vom Reichskongreß der A.» und S.-Näte einstimmig angenommenen sieben Hamburger Punkten. Daher werde die sofortige Einberufung eines Kongresses der Sol- datenräte sämtlicher Armeekorps gefordert, der zu der Angelegen- heit Stellung nehmen solle.— Tie Achterkommission bat sich mit dem KriepSminifterium in Verbindung gesetzt. Dasselbe ist mit der Einberufung des Kongressc» einverstanden, die Achterkommission soll die Vorbereitungen zum Kongreß»reffen. Ter erste Diskussionsredner Seligkohn bezeichnete die Verord- nung als geeignete Grundlage für die Neuregelung der Kommando» gewalt. Er wünscht aber, daß neben den bestellten Führern auch den Vertrauensmännern der Soldaten eine gewisse Mitwirkung, wenn auch nur mit beratender Stimme zugestanden werde.— Lauben- beim sagte, die Verordnung sei der erste Schritt zur Wicderein- sübrung de? alten Militärsyst'me. Wer die Esrungenschaiten der Revolution wabrcn wolle, der müsse sich gegen den Geist d-cser Ver- ordnuna erklären.— Tost fübrte au«, aus Grund der Verordnung se-en schon Solbatenräte aufgeboben oder hinmiSaedrängt worden. Wenn die Vererdnung auch nur kurze Zeit noch besteben bleibt, dann sei zu befürchten, daß sie al» Handbobe gegen die Soldatenräte be- nuW werde. Darum mülle die Verordnung sofort aufa boben werden Sie dürfe nicht noch bis zu dem geplanten Kongreß der Soldotenräte begeben bleiben. Im Saufe der D Skulfion wurde bekanntgegeben, daß der Tele- gtertentaa der Soldotenräte de» 4. Armeekorps keschlogrn tat. die Verordnung sei aukzu�eken. bis zur gesetzlichen Reg<-lung der Stellung der Sokdaterräte durch den Kongret�der Soldatenräte solle die ausübende Keirmandopewalt in den Händen der KorpS-Ssl» d�tenrate ruten. Offiziere, welche sich dem widersetzen, sind zu eut. lallen. Ferner wurde bekannt gegeben, daß sich der Zentrai-Tol- datenrat de? Fliegertruppen dem Protest gegen die Verordnung angeschlollen bat. Nachdem die Diskussion fall drei Stunden gedauert hatte, wurde die soloende von Mitgliedern der U. T. P. beantraote Resolution in namentlicher Abstimmung mit 148 gegen 47 Stimmen enge- nomin en. Di« Versammlung protestiert auf da» schärfste gegen die V�r» ordnung de? KriegSministermmS. betreffend die Neuregelung der c. t* i___i- n. v i �-d. � rv& x«mm.-i � w � Ti• � mm Verordnung entspricht nicht der revolutionären Auffassung, welche der im Dezember abgehaltene Rätclongrch zum Ausdruck gebracht hat. Tie Versammlung fordert die sofortige Einberufung eines Reichskongresses der Coldatenräte sämtlicher Armeekorps und die Außerkrastsctzung der Verordnung biZ zur endgültigen Stellungnahme und Beschlußfassung deS Kongresses. Ferner wurde m schlössen, daß die Zentralbehörden, die keinem Armeekorps angehören, durch Delegierte auf dem Kongreß vertreten sein sollen, um ein einheitliches Handeln zu g.währleisten. Die auf. der Tagesordnung stehende Beschlußfassung über die von der VollzugSralSkommission für militärische Angelegenheiten ausgearbeiteten Richtlinien für Soldatenräte wurde vertagt, bis die Fraktionen dazu Stellung genommen haben. Auf Antrag von PeterSdorf beschloß die Versammlung, daß ein Zentralrat für da? ganze GardrkorpS gewählt werden soll. Tie Ausführung de» Beschlusses wurde einer drei- gliedrigsn Kommission übertragen. Annahme fand eine Resolution, welche gegen den Erlaß über den Waffengebrauch der Truppen protestiert und seine Aufhebung fordert. Ein weiterer Antrag verlangt im Interesse des TanitätSperfo- nal» und den in den Lazaretten liegenden Kriegsbeschädigten, daß nicht nur altive Militärarzte, sondern auch Zivilärzte, die sich in der Lazarettbehandlung bewährt haben, in den Lazaretten beschäftigt werden. Der Antrag wurde angenommen. Konflikt üe? Solüatenräte. Zentral-Toldalenrat und Regierung. In der letzten Telegiertenversammlung der Soldatenrate des 3. A. K. wurde ein Flugblatt verbreitet, das den heftigsten Unmut der„Freiheit" erregte. Sie sah in dem 1. Vorsitzenden des Soldatenrats deS 3. A. K.. De la Croix, den intellek- tuellcn Urheber, gegen den sie heftige Angriffe rüfttete. Der Angegriffene schreibt uns nun: .Wenn m dem fraglichen Flugblatt, dessen Anfertigung oder Verbreitung mir oder dem Generalkommando unterstellt wird, be- hauptet ist, daß der Zentral--Soldcuenrat nicht der Spiegel der poli» tischen Ueberzeugung des 3. A.-Ä. f«i, und ferner, daß die dem Zentral�oldatenrat gefährlich erscheinenden Delegierten der Truppenteile bei der vorletzten Telegiertenversammlung in rafft- nierter Weis« durch zu späte Einladung ausgeschaltet wurden, so sind das Tatsachen, die der Zentral-Soldalenrat nicht widerlegen kann, sondern durch sein Stillschweigen zugibt. Zur Aufklärung der Oesfenllichkeit und der Angehörigen des 3. 3UK. stelle ich fest: 1. In der SpartaluSwoche verweigert« der Zentral. Soldatenrat der Regierung jede Hilfe unter der Begründung, Blutvergießen vermeiden zu wollen. Dadurch ließ er e» zu. daß auf unbewaffnete demonstrierend« Kameraden de» Generalkommandos in der Leipziger Straße geschossen wurde. 2. Ter Zcntval-Soldatenrat hat erklärt, daß er Weisungen der Regierung nicht auszuführen gedenkt, trotzdem er von den ihm unterstellten Soldatenräten Gehorsam verlangt. 3. Der Zentral-Soldatenrat hat bis in die jüngste Zeit die A n» Werbung von Freiwilligen für den Heimatschutz Ost verhindert und gibt somit unsere Provinz Brandenburg der Gefahr de« PoleneinfalleS, der Aushungerung und der Kohlennot preis. 4. Der Zentral-Soldatenrat verweigert die Heraus- gäbe der im Gewahrsam de»3. A.-K. befindlichen Waffen und Munition an den Rat der Volksbeauftragten, den er ebenso wie den Zentralrat der deutschen Republik vor ei» Forum aller Soldatenräte zerren will, um dort.Rechenschaft' über ihr revolutionsschädliches und unsoziale» Verholten abzulegen. Derartige Element« spielen sich als Hüter der Errungenschaften der Revolution aus. während sie tatsächlich nur zersetzend und revo- lutionsfeindlich wirken! 5. Der Zentral-Soldatenrat macht tatsächlich, wie schon in dem FluMatt behauptet wird, i h m unbequem« oder gefähr- lich erscheinende Gegner mundtot. So hat er jetzt auf Grund dies« bloßen Verdächtigungen hin meine Eni- l a s s u n g aus dem MobilmachungtverhÄtniS beim Unterstaat«- sekretär Göhr« beantragt. die neue Lanüarbektsorünung. Der Reicksbauern- und Landarbeiterrai, den die Verbände landwirtschaftlicher Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Berlin ge» schaffen haben, hat nachstehende nunmehr von der Regierung mit Gesetzeskraft erlassene vorläufige Landarbeitsordnung auf- gestellt. Ihre wichtigsten Bestimmungen sind: In land- und forstwirtschaftlichen Betrieben, für die ein Tarifvertrag nicht besteht, sind Dienftverträge mit mehr al» halbjähriger Dauer schriftlich abzuschließen, sofern darin Be- züge, die nicht allein in Geld ausgedrückt find, zugesichert werden. Die tägliche Höchstarbeitszeit beträgt in vier Mo- naten durchschnittlich acht, in vier Monaten durchschnittlich zehn und in weiteren vier Monaten durchschnittlich elf Stunden. Dar- über hinaus geleistete Ueberstunden find besonder» zu ver» güten. Die Ucberstundellvergütung soll mindesten» ein Zehntel de» ortsüblichen Lohne» mit 50 Proz. Aufschlag betragen. In die ArbeftSzeit sind die Wege rom Hofe zur Arbeit und von der Arbeit zum Hofe einzurechnen. Während des Sommerhalbjahre» sind täglich mindestens zwei Stunden Ruhepause zu gewähren. Der Barlohn ist in der Regel wöchentlich zu zahlen. Wo Naturalien als ein Teil des Lohne» verausgabt werden, sind Waren von mittlerer Beschaffenheit der Ernte zu liefern. Die Lieferung soll in der Regel vierteljährlich erfolgen. Ihr Wert ist nach dem amtlichen Erzeugerhöchstprei« bzw. nach dem Marktpreis de» nächsten Marktortc» zu berechnen. Wohnungen, Landmihung und andere Leistungen, die keinen Marktwert haben, sollen, wenn sie al« Teil der Entlohnung zugesichert werden, m ihremGeldwcrt schriftlich festgesetzt werden. Lohneinhaltungen für Sicherung de» Schadener- satzcS bei widerrechtlich)« Lösung de» Vortrage» dürfen da» fünf» zehnfache des ortsüblichen TagelohneS nicht übersteigen und dürfen bei den einzelnen Lohnzahlungen nur bis zu einem Viertel des fälligen BarlobnS in Abzug gebracht werden. In Betrieben mit ArbeiterauSschuß ist nach dessen Anhören eine Arbeitsordnung zu erlassen. Arbeiterinnen, die ein Hau». wefen zu versorgen' haben, sind so früh von der Arbeit zu entlassen. daß sie eine Stunde vor der Hauptmahlzeit in ihrer Häuslichkeit eintreffen. An den Vortagen d« Hauptfeste find sie von d« Arbeit entbunden. Tie Wohnungen fokken in sittlicher und gesundheitlicher Beziehung einwandfrei und für Verheiratete unter Berücksichtigung der Kinderzahl und Gesckl cht« ausreichend fein. Wohnungen d« Ledigen sollen heizbar und»«schließbar kein. Für die LösungdeSArbei tsvertrage» gelten im all- gemeinen die Bestimmungen d« Gewerbeordnnng. Dienftvervssitk. teten mit eigenem Hausstand steht bei vorzeitiger unverschukdet« Auflösung de» TienstvertrageS für sich und ihre Familie die Be- Nutzung d« vom Arbeitgeber gewährten Wohnung bis zu drei l�fie p«ionft' ist��SoGa�r� �r völligen Wo-en na« V«>g»-nde�hne V«�,«.. Ist die dorzettige Macht, und BedeutungSlosigku herabzudrücken. D« Seift d«! Auflösung d-S Arbeusoerhaltmsse« vom Dwnstverpfluhtet« ver- ] s�uldet. ko kann er noch zwei Wochen lang die Wohnung gegen �ieiyunrug benutzen. Bei vorzeitiger Beendigung deS Dienstverhältnisses sollen den Dienstverpflichteten von den ihm vom Arbeitgeber gewährten Lande die Früchte in einem seinen bisherigen Leistungen ent, sprechenden Anteil unter Zugrundelegung de« TurchschnfttscrtrageS der Fläch« zustehen. Renten irgendwelcher Art. insbesondere Kriegsbeschädigten, und Hinterbliebenenrenten dürften auf den Lohn nicht angerechnet werden. In allen Streitfällen entscheidet der SchlichtungSau»- fchuß. wodurch jedoch der ordentliche Rechtsweg nicht au»- geschlossen wird. Gefälschte Ginberufungsbefehle. Im Norden BerlmS werden dauernd falsche Gestellung»- h e fe h l e bernmaezeigt. um ,u bewerten daß die ver'chtedenen Dementi« sal'ch seien, w. nach weder die RelchSrepierurg noch irgendwelche militärischen Stellen an eine Z« o n g S einvebung denken. Er?'st ielbstve stänbl'ch. daß diese GestefliingSbeftbl? g e- iälicht find und lediglich bezwecken, den Spartakisten Zutreiber- dienst« zu leisten._ Staötverorönetenversammlung. Prokeft ssffjfn Weimar. Vor Eintritt in die Tagesordnung wirst der Vorsieh« Mich» let die Präivdizfrage auf ob nach drm Ersad d-r Vrrrrdn"'m betr. die Auflösung und Neuwahl der Gemeindevertretungen die Verfammliing liberharpt noch zu tagen und zu beschließen berechtigt sei. Die Frage wird von sämtlichen Reimern.. Stadt«. E a ssel ftirnW. D". Rosenfeld fll. Soz.i und S e i m a n n(Soz.i be. saht; Rokenfeld bem«kt« noch, daß die Unabhängigen schon deshalb rn die Regierung mit hinein müßten, damit d«gleichen unklare Erlabe wicht porkämen sisswsiWkeitO Die Vorlage wegen Einfsthrnnq ebne? Einheit»tische» für da? Personal der städtischen Seil». Pflege- und Crziehun�San- stal'en gelangt noch längere D'bgsse znr Annahme. Ebenso finden die Vorlagen betr. die wettere Ausdehnung der Eon ntag»- rnbe in den offenen Vsrkr'fSst'-llen der Leben«' und Genuß- mittel-'ruppe, bett die Aufnahme einer Anleihe von 400 Millionen Mark und betr. Erhöhung d~S Teuerung»-«» schlage? auf die Tarife der StäV'sch'n Elektrizitätswerke Berl'n die Zustimmung d« Versammlung._ D» Zahlung ein« Vera«tun" an die Beisitzer der MieteinigungSamter wird gleichfalls zugestimmt. Der am 23. d. M. eingereicht- schleunige Antrag der U. Soz.» und Swi.-Fraktion Dr. Wehl. Heimann geht t rhin: namen» der Berliner Bürgerschaft gonen die Einhermkung d« D e n t s K en Nationalversammlung nach Weimar bei den zuständigen Behörden schärfsten Protest zu erheben. Ein Antrag der bürgerlichen Fraktionen ersucht den Magistrat. 1. nochmals nachdnickl'ch auf Einberufung der Deut» Wien NgtionaGerfammlung nach Berlin zu dringen. 2. gegen rde Zerstückelung Preußens und Beseitigung Ber- l i u» als dessen Hauptstadt mit Entschiedenheit vorstellig zu werden. Stadtv. Dr. Rosenseld<11- Sozi: Die Tagung m Weimar ist Furcht der Regierun" vor Berfin. wo sie sich nicht sicher füMt. Diese Furibi ist lächerlich: lächerlich auch, daß die aus der Re- voluiion geborene Deutsch« Nationalversammlung in einem THn-n abgelegenen Provinzstädtchen tagen soll. Will mau die vre"ß!sche Versammlung nun etwa in Kalau tagen lassen?(Heiterkeit.} Stadtv. Cassel tritt fiir den Aufruf der Bürgerlichen ent. Di« Politik gehöre nicht hierher: die Versammlung sei nicht das Tribunal, vor welchem die Regierung zu erscheinen habe. ES bleibe übergenug sachliches Material, welche» gegen Weimar und fiir Berlin spreche. Di« überwiegende Masse der Bevölkerung B«lm.S wünsch« Ruhe und Frieden. Aus daZ Ausland müsse diese Ver- legung nach Weimar einen höchst befremdlichen Eindruck machen. Der zweite teil de? Antrag» sei nötig geworden, nachdem die Durchführung des Gedankens deS deutschen Einheitsstaates sich als untunlich erwiesen habe. Ein« Zerstückelung würde nicht nur Preußen, sondern auch DcutsMand gefährdon. An dem. waS tu Preußen gut ist, müsse festgehalten werden.(Beifall.) Stadtv. Heimann: Nachdem trotz MagistratSproteste» die Wahl Weimars feststeht, können wir mir noch dokumentiere», daß wir geschlossen hinter dem Magistrat stehen und erwarten, daß diesem Schritt nicht weitere verfehlte Schritte derart folgen. Zur Wahl Weimar» sollen Rücksichten auf da» Ausland, Wünsch« dar Süd- deutschen und die Hoffnung auf ein ruhig««» Arbeiden gleickmäßig den Ausschlag gegeben haben. Wir sehen diese Gründe nicht al« durchschlagend an. Die konstituierende Nationalversammlung Deutschlands gehört an den Sitz der Regierung. � Ungestörte» Ar- bei ten d« Versammlung muß sich überall, auch in Berlin«mög- lichen lassen. Der Beschluß, in Weimar zu tagen, bedeutet dach etwa» wie eine Strafe für Berlin. Hätten die Unaibhängßien nach links nur einen Teil der Energie aufgewendet, wie sie sie gegen un? bei jeder Gelegenheit haben spielen lassen, so wäre e» zu den Berliner Exzessen gar nicht gekommen. Dr. Rosenfeld hat die Ge- legenheit benutzt, um de? jetzigen Regi«ung Furcht Angst usw. öor�un>cxfeTi, wo fctef« Regierung doch nurst sür die nachträgliche Auf- Hebung bereits erfolgter Kündigungen dieselbe F-.ist zur Stellin g eines entsprechenden Antrages bc>m Aibcitgeber vorgesehen. Da nun die Verordnung das Datum vom 24. Januar trägt und erst ein'ge Tage später den weiteren Kreisen der AngcsUlllen bekannt geworden ist, so blcibi für die groste Tdcbrzabl der Nngesiellien knapp eine Woche, um die erforderliche» Auiräge auf Wiederei»« stellung bezw. auf Aushebung crioigler Kündigungen stellen zu lönnZn. Wie uns die AlbejtSge meinschaft freier An- gestelltenverbände mitteilt, ist diese ftnst viel zu knapp bomeslen, um den Tausenden von Angestellten, zu deren Schutz die Terordnlnig bestimmt war, wirklich auch zu ihrem Recht zu verhelfen. Die Arbeitsgemeinichaft hat deshalb beim Demooil- mochnngsamt den dringenden Anirag gestellt, die Meldesrist zu den ßZ 2 und La der Verordnung um weitere 14 Tage zu ver- lcrngern._ KewerkschaftSzersplitterer in Stuttgart. Die Spartakisten in Stuttgart sind über den Mißerfolg bei den Vahle» zur württcmberglslbeu Landesversammlung und der Na- tionalveriammlung so sehr erbost, dag sie auf Rache sinnen und glauben, diese an den lSewerksthasteit nebmin zu sollen. Weil sie bei bin Latideswal'len trotz ihrer grosgrn Worte von lölZ Mandaten rüli vier�bei der Nationalwahl keines von 17 erlangen konnten, aber «inen empfindlichen Stimmenverlust hatten, rufen sie nunmehr zur Gründung einer polilisch-gcwcrkschastlichen Einheitsorgan kation auf. Durch Inserat im Stuttgarter»Social demo- trat" Nr. 18 vom 23. 1. 19, neuerdings von dem Spartakisten aft en sind zum Teil NichtMitglieder von Gewerkschaften; auch vcfindct sich der frühere Vorsibende des Bäckerverbandes darunter. Ächnkiche Bestrebungen sind schon im Dorjahre zutage getreten, tzamalS aber über das Stadium der Erwägungen nicht heraus- gekommen. Bezeichnend für die Verhältmsie in den Stuttgarter Organisationen der Unabhängigen ist, daß in sämtlichen der lieber- tritt zu den sog. Kommunisten fSpartakisten) eifrig ge, ordert und Voraussichtlich beschlossen werden wird. Zurück zur Hauswirtschaft! Vom Zentrolverbanb der Hausangestellten wird unS geschrieben: Das ,Vc lmer Togeblaii" bring' am 8l>. Januar eine Mit- teilung. dost 230 000 Aibeitclose vorbanden sind. Darunter werde der Andrang von stellenlosen Frauen tä liu stäiler. Die Nachfrage nach weiblichem Haucper>t"'al, Dienstmädchen und Au''>vollefranen sei ziemlich grost und war«e ständig. Der Nachfrage könne indessen nicht genügt werden, da die Frauen in der Mchr-abl nicht daran dächten, sich ol» Dienstmädchen zu vermieten, sondern lieber die Iürsorgegelder annehmen und in der Feit nach der vorgeschriebenen taglichen Meldung andere kleine Aibeiten verrichten, die ibnen etwa« Geld enibiingeu. Das seien ungesunde Zustände, die sobald als möglich beseiligl werden müsiien. Ja— io sagt auch der Zcntralverband der Hausangestellten, aber wer bat Sauld? Will man denn in HauSfrauenkreisen eine Besseistellnng? Will man eine Verlürzung der Arbeiuzeit? Will niqn die Hancangcstellien wirk-ick als freie Arbeiterinnen anerkennen? Bit!« wenige find darunter. Ter Verband hat die allcrtrübcsten Ersabrungen gemacht, denn gerade die christlich. m Hausfrauen wollen. dag die Hanc angestellten eine neunslündige Nnhezeit bei einer füiiszebnstündigen Arbeiisbcreiischost haben sollen. Treie der vor, der iinler solchen Umständen inu Freuden zugreift und io- fort zur Hauswirt'Äaft znrücklchrl. Hinzu kommi»och, dasz der 13. November—»Audeikrasiietzung der(Jjeiinömbmmg*— bei so manchen. s ch I a g t e r> i g e n" Hau uieii gar leinen Eindruck macht, sie piügelu nach wie vor ihre Hausangeilellten. Das Kuiatorium des Facharbeitsnochweiies bot einen Vertrag ausgeo, bettet, aber Wiedel ist der Monat Januar vergangen und noch immer ist er nicht zur Ausgabe gelangt. Ein Notbebels wird er sowieso nur sein; fügen werde» sich die Hausfrauen nur, wenn «ine gel etzliche Ätbeüszelt eingcsührl ist. Tr Streik der Viktoria-Einnehmer und-Elnnehmerinnen ist durch Verhandlungen beigelegt. Die Arbeit wurde am Mitt- früh einmütig wieder ausgenommen. Die Branchenleitung der Einkassierer und Kassenboten. Um das gleiche Mitbestimmungsrecht der Angestellten in den Betrieben. Der ber Ausschuß der Fachgruppe Elektro-Industrie ersucht unS um Aufnahm« folgender Entschließung: '„Die am 24. Januar versammelten Obleute der Elektrobranche, welcki« insgesamt 40C00 Angestellte von Groß-Verlin vertrete», fordern die Arbeitsgemeinschaften der freien Nitgeslelltengewcrrschaslen dringend auf, mit aller Entschiedenheit das Mitbestimmungsrecht der Angestclltcnausschüsse in den Betrieben zu fordern und alle Maßnahmen zu tresscn, die Durchsetzung dieser Fundamenialsorde- rung aller Angestellten mit größter Beschleunigung durchzusetzen." Vom Angrstclltcn-Ausschusi der„Wilhelm«" in Magdeburg, All- >em. B. A. G., Eubsireltion Berlin I. weisen wir um die Mit- teilung«rfncht, daß die Angestellten de« h'cstgen Bureau» der .Wtlbelma' die Entichulduitgsiummen geinäst den Bereiitburungen zwiilden dem Zetitraloervaild der Handtiingsgedilten und dem Verband der deutschen Pnvalvcrstcheruitgsgesellschaflen bereits ausgezahlt erhielten. Viehkommisfionäre und Notlage deren Nngestellten. Die wirtschaftliche Not hat auch die Angestellten der auf dem Berliner Zeniralviehhof domizilierenden Kommissionsfirmcn ver- anlaßt, ihre Lage zu verbessern, ohne jedoch bisher den geringsten Erfolg zu erzielen. Vor Ausbruch des Krieges galt aus dem Vieh- hos der freie Handel, und jede Firma zahlte ihren Angestellten ein Monatsgehalt von durchschnittlich 200 bis 230 M. Als während des Krieges der freie Handel ausgeschaltet und die Kommissionäre angewiesen wurden, für die Viehverteilungsstelle Groß-Berlin die Verteilung des Viehes zu übernehmen, erhielten dieselben anfänglich 1 Proz., später nur 15 Proz. Provision zugebilligt, während der Magistrat für sich 1 Proz. in Anspruch nahm Tie Kommissionäre kürzten deshalb die Gehälter ihrer Angestellten teilweise bis zur Hälfte dcS FriedensaehalteS. Allerdings stand nun das jetzige Ein- kommen der Kommissionäre hinter dem FriedenSeinkommen derselben zurück, aber es bezifferte sich immerbin noch aus durch- fchniitlich 21 000 M. im Jahr«. Tic Angestellten haben während deZ Krieges auch nicht die geringste Teuerungszulage erhalten. Mit ihren gerechten Forderungen wandten sich die organisierten Ange- stellten an die vereinigten Viehkommissionäre Berlins sowohl als auch an die denselben vorgesetzte Behörde, an Herrn Stadtrat Berndt, von beiden Stellen wurden sie jedoch glatt abgewiesen. Die Kommissionär« weigern sich jetzt sogar, Kriegsteilnehmer wieder einzustellen. Es wäre zu wünschen, daß sich nun einmal maßgebende Kreise mit diesen Zuständen etwas näher befassen und auf die ein« oder andere Weise Abhilfe schaffen würden. Lohndiffcrcnze» in den Bcklcidungsümtern. Der vpm Oberkommando in den Marken unter dem 10. Januar d. I. veröfsentlichte Entwurf über Neuregelung der Lobniätze bei ben Belleivunasämlern ist nach einer Besprechung, die zwischen den Verbänden und dem Oberkommando unter Botsitz ocs Herrn Sckövfliit stattfand, zurückgezogen worden. E? finden nntt unter det Leitung deS Krie.'.sministeruims in nächster Zeit neue Verbandlun.ren statt. In der letzten Veröffentlichung ist insoscrii ein Irrtum unter- lausen, al« der Stundenlohn von 1,75 M. für Hilfsarbetlerinncn festgesetzt wurde. Der Verband der drutsihcn VersicherungSbcamten sendet uns ein Schreiben, welches Ausstellungen an unserem Bericht über die von dem genannten V.'rband am Sonntag abgebaltene Vcrsamm- lung macht. Insbesondere wird bestritten� daß die Versammlung dem Zcntralverband der Handlungsgehilfen den Auftrag erteilt habe, die Bewegung der VersichcrungSangestelltcn in Berlin zu führen. Ohne unS in die Kompetenzstreitigkeiten und die sonstigen Gegenfäste der beiden Organisatinoen zu mischen, stellen wir über das Abstiimn'ungkcrgebnis folgendes fest: Es lagen mehrere Resolutionen und Anträge vor. Der Vor- sitzende ließ zuerst über den Antrag abstimmen, welcher einer aus Mitgliedern beider Verbände zu bildenden Kommiflion die Leitung der Gehaltebcwegung übertragen wollte. Dieser Antrag wurde nach unserer eigenen Beobachtung mit sehr starkrr Mehrheit abgelehnt. Taraus behauptete der Vorsitzende— nach unserer Wahrnehmung ohp.e Grund— diese Mehrheit sei nickst die Mehrheit, denn violc Abstimmende hätten beide Hände erhoben. Tann erklärte der Vor- sitzende die Versammlung sür geschlossen. In diesem Augenblick ließ Scktstidt vom Zentralverband der Handlungsgehilfen über die Resolution abstimmen, welche diesem Verband die Führung der Bewegung überträgt. Die große Mehrheit stimmte für die Ne- solution. - DaS Schreiben de? Verbandes der deutschen Versichcrungs- angestellten stellt diesen Vorgang so dar, als sei diese Abstimmung erfolgt, als die lärmende Versammlung bereits auseinanderging. DaS ist nicht richtig. Die Versammelten protestierten zum Teil stürmisch gegen die überraschende Schließung durch den Vorsitzen- den. Sic waren aber noch vollzählig zur Stelle, als Sckmid! die Abstimmung vornahm, und da er mit lauter, im ganzen Saal verständlicher Stimme sprach. Mutten sie auch, um was e? sich handelt. Daß die Resolution tatsächlich mit sebr großer Mehrheit angenommen ist, lässt sich nicht wegdeutcn. Wie man nach Lage der Ilmstönde das tzlbstimmungkergebnis bewertan will, das ist eine Frage, die die Beteiligten unter sich ausmachen mögen. parteinacdrichten. Entlassungen als Folge der SyartakuSwoch«. Nach der gewaltsamen Besitzergreifung des..Vorwärts"-tzauscS durch Spartakus beschloß da? gesamte Personal des Betriebes, sich den neuen unrechtmäßigen Gewalthabern auf keinen Fall zu unterstellen. Leider haben einige Personen gegen diesen Beschluß gehandelt, unter ihnen auch der langjährige und sonst— trotz aller politischen Meinungsverschiedenheiten— im Hause allgemein beliebte Nacht- expcaicnt Zubeil. So wurde eine Trennung unvermeidlich, denn Leute, die ebenso gern und gut sür Spartakus arbeiten wie für den ..Vorwärts", gehören nun einmal nicht ins..Vorwärts"-HartS. Das schien auch Zubeil einzusehen, der mehr als zwei Jahre nach der Wiederübcrnnhme des..Vorwärts" durch die Partei als Un» abhängiger, ohne die geringste Anfechlung zu erfahren, im Betrieb des„Vorwärts" tätig sein konnte. Wenn er jetzt in der„Freiheit" eine Darstellung der Vorgänge gebt, au» der ein leiser Vorwurf durchzuklingen scheint— und daß ihn die„Freibeit"-Redakt!on kräftig unterstreicht, ist selbsiverständlich—, so ist das einiaer- maßen erstaunlich. Wenn sich Zubeil den Spartakisten zur Ver- fügung stellte, den gewalttätigen Feinden eines Arbcitcrunterneh- mens, dem er seit mehr als 20 Jahren diente, so geschah baS au« einer BcarifsSverwirrung heraus, die nicht mehr zu entschuldigen ist. und die Konsequenzen, die daraus entstanden, waren ganz unvermeidlich._ Unabhängige und Spartakusleute. In der letzten Generalversammlung der U. S. P. Stuttgart haben die Spartakusleute ihren Austritt aus der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei und ihren Beitritt zum Spartakusbund vollzogen. Es handelt sich dabei um den Austritt von 3.33 Mitglie- dern. an deren Spitze Klara Zetkin und W a l ch e r stehen. Während Crispicn bei den Unabhängigen bleibt. Wie die„Schwä- bische Tagwacht" mitteilt, hatte die„Fraktion" der Unabhängigen in der Landcsversammlung Klara Zetkin zu ihrer Vorsitzenden ge- wählt. Nachdem sich min die„reinliche Scheidung" vollzogen hat, über die Crispiens„Sozialdemokrat" hohe Befriedigung empfindet, darf man gespannt sein, wie die Gruppierung in der LandeSver- sammlung vor sich gehen wird. Unser Parteibiatt wirft die Frage auf: Kann Klara Zeikin Vorsitzende der„Fraktion" der Unab- bängigen sein, wenn sie dieser Partei nicht mehr angehört? Kann sie ein Mandat ausüben, das ihr von einer Partei übertragen worden ist. aus der sie ausscheidet? Steht sie in der„Fraktion" der Unabhängigen als Spartakistin allein oder ist Herr Hoschka ihr Sekundant? Wird das Ouartett der bisherigen unabhängigen „Fraktion" sich in zwei„Fraktionen" spalten? Interessante Fragen. Inöustrie unö Handel. Die Börse Die Börse war am Donnerstag recht schwach. Die Börse lfti an einigen Schwächeanfällen vor Spartakus und unter der Nach- Wirkung des überaus düster gefärbten Berichtes, der in der Mitt- Wochsitz u rig des Kalisyndikates erstattet worden ist. Eine erhebliche KurZeinbuße von 19 Proz. erlitt Rheinmetall. Bis auf wenig« tzluSnahmcn, zu denen auch die Jutewerte zählen, war auch der Kassamarkt schwach. Von Zahlungsmitteln bröckelte der Kurs der weiter stark angebotenen österreichischen Kronen auf 51,70 ab. Ter ArbeitSmarkt. Die Lage d?S ArieitSwiarkteS im Reiche hat sich durch die setzt recht fühlbaren Wirkungen der Transport-, Kohlen- und Rohsioff- not ganz erheblich verschlechtert. Ueberall sind Betriebsein» schränkunaen und-einltell'ingen nötia geworden, wodurch da? Ar- bcitSlostnkontingen! ständig anwächst. Ein wesentlicher Faktor der industriellen Lähmung ist ferner in der Verteuerung der Pro- duktion zu suchen, die durch die hohen Lohnforderungen der Arbeiter herbeigeführt wird und ein Nacklassen der Aiift'�a- zur Kola? hat. Arbeiierbedarf ist nack wie vor nur in der L�dwirtschakt und im Kohlenberghan, aanz vereinzelt auck in der Industrie. Da die Abneigiing der städtischen Arbeitslosen eegen jode Arbeit im Freien anbäli. außerdem die Abneigung ö"r Industriearbeiter, im bau Gelbst bei 1ieh''rwaearheitenl tätig zu sein, ist mit einer Besse- runa der Verhältnisse vorerst nickt zu rechnen. Selbst Steinbruch» arbeit-'o sowie alle Arten von Ngtstandsordarhefteu können nicht ausgeführt werden, weil dos Aiwebot von Arbeitskräften»n oering ist. Aus Kreisen der Londwirtickaft sow?e des Brounkohl-'uherg- hgu? wird geklagt, daß die auS d�r Stadt vermitiefteu Arbeitskräfte sckon noch kurzer Fest ihre Stellen wieder ausgehen Da? Verhältnis von tzlnoebot und Nacksroge in der Loodwirt» sckaft sei an folgenden Zisrern verdeutlicht: In der Provinz Brandenburg betrug gm 25. Janugr die Zahl der bei Arb-itS- uockwoisen gemeldeten offenen St-llen in der Lcmdwirftchast 1207 Personen, v�s Angebot von Arbeitsuchenden jedoch nur?ä8. In der Proviut Pommern hatte die Lgndwirftchgft einen Be» da'f von 851 Arbeitskräften. In der Provinz W e st k g l e n von 022. Da? Oteoengnoebot bezifftrte sich guf 304 Nw. 205 Arbeitsuchende, die sich sedach in der Hguptsgcke a''a lssiiter'-o-'-'t-n und Ekwen zukmn m en setzten. In Baden beträgt die Zahl der ge- meldete« offenen Stellen in der Landwirtschaft nur etwa 100 biS 150. Hier ist denn guck die Arbeitslosstckeit in den Land�«»'"??» etwas zurück-eoan-en. In Württemberg waren 334 offene Stell n sin der Borwoche 484). Auck hier ist eine Besserung des ländlichen Arhfttsrnarktes eingetreten. Im Kohlenberghan kann die Nachfrage nach Arbeits- kräften auch nicht annähernd h-k-mdW werden. Allein in We st- falen werden noch rund 8005 Ber-arbe'ter angefordert, im N b s in l o n d ist d'e Zahl noch erbeblich größer. In der Braun- kohlenindnstne besteht ebenfalls nack wie bor eine ungedeckt? Nach- frage nach?gu senden von?lrbe*to?räften. Jedoch konnten von den märkistlion Nrbcitsnachwcistn bei'ptclsweise in der letz'cn Woche nur 00 Arbeiter dortb'n vermiitekt werden. Eine LluSnahme macht der Waldenburaer Bezirk, wo ein« größere Anzahl Arbeiter im Bergbau untergebracht w-rden konnte. Die Zahl der Arheitslosen im Handel und in der Jndull-ir ist ständig im Steig-n beariffen. und zwar hrnivtsächlich im Metallnewerbe. in der Teriilindustri«. in den grgnhi sehen B-rufen. im BaugÄverbe. Gast- und Schankgewerbe, Nabrnnasmitteloewerbe und in aanz Hobe in Maße— im Handelsaewerbe. Arbeits» oeleaenbeit für männliche Arh-it�k-äfte findet sich in Handwerk und Industrie mw noch bei den TiickWn und Schuhmachern, in beschränktem Maß? auch h-i den Stellmachern und Schno'dern. Auch der weibliche ArbeitSmarkt bat sich durck<"-8�.,.,.�(Snt, � lolluiigcn in der Industrie erheblich verschlechtert. ArbeitSgeleg«»- heit von größerer Bedeutung findet sich für d-s m-ckliche Element nach wie vor nur in der Land- und Hauswirtschaft. liernniworil,» für«Polittr Orbt ffttttnit,•Pcrlin: lür Ben flunneti Ten tei Wirtie# ernrtB eciotj, Neuwlln. für".ruoiron Tvk.uxrt giloae. üerlin.".erlag: l'ocroättM'rrlnti« in ft f>. Berlin Druck•r-onnÄrr»--Pti,tirru o» unseren Optometer zum Selbstbestimmen passen- der lvütler nebst Afr'mbliüe. W, CbnuPeeftr. 72 Friedenau:! Jm.-liveuiir.lU. Ecke Brnnn-nstr. Rhetusir. 18. Ecke Kircklstr. s 10, nahe «W, Friedrichstr. 130, E. Dvrotheenstr. gegenüber der Kaiser-Tiche Aarengaus Iandorl ScstSnederx: Wilmeradorl: Neukülui t Ha-ptstr. 21, am»atser-Wllhelm-PIatz Berliner Str. 132/3,. an der UHIandstr. Bergstr.«. gegenüdee Richard str. Ldsrlottendarz: Tauentzieristr. 13, Ecke Mar- bürge: Straße. Joachtmsthaler Strasi« 2, am Pahnhos Zoo.