Nr. 175. Erscheint täglich außer Montags. Preis pränumerando: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftr. Sonntags- Beilage Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartai. Unter Kreuzband: Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mt., für das übrige Ausland 3 Mt.pr.Monat. Eingetr. in der Post- Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919. Vorwürts 11. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochens tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin', Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Dienstag, den 31. Juli 1894. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Arbeiter! Partetgenossen! Trinkt kein boykottirtes Bier! Abonnements- Einladung. stiche und Revolverschüsse austheilten- so lange christlichen Nächstenliebe. Und nun meinte die Bande der hatten die kapitalistischen Zeitungen und Polis Spekulanten, Großdiebe und Panamisten, die Cafimir. titer nur ein Lächeln für diese wüthenden wüthenden Feinde Perier zum Präsidenten der Republik und Burdeau, Wir ersuchen alle unsere Freunde und Genossen, nach des Sozialismus, welche die Polizei unterhielt und unter den Lakaien Rothschilds, zum Präsidenten der KamKräften für die Erweiterung unseres Abonnentenkreises stützte. Die Anarchie war da eine interessante Theorie, weit mer gemacht hatte nun meinte diese Bande, zum 1. Auguft thätig zu sein. Es ist das eine Partei- vorzuzichen dem Kollektivismus, der die Erdrückung des daß der Augenblick gekommen sei, sich derer pflicht. Die Hauptstärke einer Partei liegt in ihrer Presse Individuums durch den Staat will; sie forderte die absolute zu entledigen, die ihre Niederträchtigkeiten ans Licht zogen. je mehr Lefer ein Blatt hat, desto größere Macht hat Freiheit des Individuums und bekämpfte das allgemeine Sie schmierten in aller Gile das Anarchistengesetz zusammen. es, und je größer die Macht der Parteipresse, desto größer Stinimrecht." Wie schön!" sagten sich die Bourgeois- Euer Gesetz ist ein Gesetz der Heuchelei", rief ihnen die Macht der Partei, wer dem Partei- Organ neue Leser kandidaten, wie schön wäre es doch, wenn alle Sozialisten Millerand zornig zu, unter dem Namen Anarchie zuführt, stärkt sonach die Partei. Anarchisten würden; wir wären in den Wahlfeldzügen unsere ge- wollt Ihr all Eure politischen Gegner fährlichsten Feinde los und könnten mit dem Staate machen treffen. Ihr seid eine Klique von Menschen, die sich mit allen möglichen Schmutzgeschäften besudelt, an allen Mit dem 1. Auguft eröffnen wir ein neue 3 Abonnement auf den „ Vorwärts" Berliner Volksblatt mit der illustrirten Sonntags- Beilage ,, Die Neue Welt". Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure, sowie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus, tböchentlich 28 Pfennige. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 2,20 M. für die Monate August u. September entgegen.( Eingetragen in der Post- Beitungs- Preisliste für 1894 unter Nr. 6919.) In unserer Nummer 71 begannen wir die Veröffentlichung des geschichtlichen Romans 390 Der Jude. Von Spindler. Neu eintretenden Abonnenten wird der bisher erschienene Theil des Romans auf Verlangen nachgeliefert. was wir wollten." Als die Anarchisten entdeckten, daß der Kampf gegen schmutzigen Finanzoperationen ihr Theil und ihren Profit die Sozialisten den Geldbeutel nicht füllte, und gehabt haben. Ihr wollt aus der Republit als fie ansingen, sich mit dem Bourgeoiseigenthum Frei Euer Gut, Eure Beute machen!" heiten zu nehmen, dachte man, daß sie die Freiheit des Diese vernichtenden Worte zwangen Dupuy auf die Individuums etwas zu weit trieben. Die Polizei empfing Tribüne zu gehen und zu erklären, daß keiner der Männer, Befehl, die anarchistischen Spitzbuben zu verhaften und die die Millerand gekennzeichnet habe, Mitglied des MiniGerichte: sie zu Gefängniß oder zu den Galeeren zu ver- fteriums fei. Aber sie sind seine Stüßen!" fertigte urtheilen. Die Kameraden" waren empört über diese Rouanet ihn ab. " Aufführung der Behörden sie hatten geglaubt, daß ihnen Die Panamisten waren so fest davon überzeugt, die alles erlaubt sei: sie richteten ihre Wuth gegen die Majorität durch die Furcht zu beherrschen, daß sie ihre Richter und die Belastungszeugen und traktirten sie Pläne gar nicht verbargen. Die" France" veröffentlichte mit Dynamit. Die Bevölkerung regte sich auf über die Unterredung eines Generals mit dem Kabinetschef des diese Attentate auf Personen und Eigenthum. Die Präsidenten der Republik, Herrn Paul Lafargue, den man fapitalistische Presse, für die jeder Dynamitschlag ein nicht mit unserem gleichnamigen Freunde verwechseln darf. Glücksfall war, der ihren Absatz verdoppelte und ver- Die Propaganda der That kann und darf nicht eine dreifachte, fuhr fort, mit den Anarchisten zu liebäugeln. Regierung beunruhigen, die diesen Namen verdient", sagte Der Figaro" erklärte, daß man die anarchistischen Bomben Herr Lafargue; die einzigen gefährlichen Anarchisten sind betrachten müsse wie die Gaserplosionen und Elektrizitäts- die Sozialisten, die Antisemiten, die Boulangisten, die hirn entladungen als unvermeidliche Uebel der Zivilisation verbrannten Literaten und Journalisten, die unzufriedenen am Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Die Politifer Geister in der Armee und Marine und in der Geistlichkeit. theilten diese menschenfreundliche Auffassung.. Soll Frankreich wieder ruhig und glücklich werden, so " Als aber der Kochtopf Vaillant's in dem Kammersaal genügt es, diese Anarchie, die einzig gefährliche zu platte, bekam die Sache ein anderes Gesicht. Wie! Statt zersprengen indem man erbarmungslos die Generalftäbe Nach diesem Roman werden wir einen anderen veröffent- die Sozialisten anzugreifen,( vergreifen die Anarchisten sich und die leitenden Personen am Kragen packt. lichen, der in Berlin spielt und die März Ereignisse an den Abgeordneten!" so hieß es jetzt. Haben wir mit einem tüchtigen, Fischzuge und sicherer, des Jahres 1848 schildert. Die Redaktion und Expedition des „ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Das französische Angstgesetz. Paris, den 27. Juli 1894. Nicht Herr Dupuy ist es, der die Mehrheit des Parlaments führt und die Debatten des Anarchistengesetzes leitet es ist die Ang st. So lange die Herren Anarchisten nur die Sozialisten angriffen, ihre Versammlungen störten, mit bewaffneter Hand ihre Redaktionsräume stürmten und ihnen MesserFeuilleton. Der Inde. Deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts. Von C. Spindler. " Das ist ja abscheulich! Flugs Vaillant den Kopf ab eiserner Faust 4 bis 5000 Unruhestifter und Hezer geschlagen! Flugs ein Gesetz gegen die Presse und die öffent- gefaßt und unschädlich gemacht, dann ist das gute lichen Versammlungen! Flugs das Polizeibudget erhöht! Werk gethan. In 6 Monaten denkt Niemand mehr Dynamit schütze!" Wir wollen, daß die Polizei uns gegen den anarchistischen an die Burschen, und auf 20 Jahre hinaus ist das Land von den Elementen der Unordnung frei." Der Dolchstoß Caserio's, der dem Mordversuch gegen Die Majorität, die nur die Anarchisten treffen will, Crispi unmittelbar folgte, trieb den Schrecken auf die erschrak über diese Zumuthung. Männer der Rechten wie Spize: Wir sind jetzt die Zielscheiben für die Dolche, Cochin, Dumas und Ramel enthüllten die Gefahren des Revolver und Kochtöpfe der Anarchisten. Beter!! Beter!" Die Anarchistengesetzes, das die Natur der Vergehen nicht feftAbgeordneten und Senatoren, welche die Verbrechen gegen stellte, für welche man die Deffentlichkeit der GerichtsPrivatpersonen und Beamte mit ziemlichem Gleichmuth betrachtet verhandlungen unterdrücken und jahrelanges Bellengefängniß hatten, wurden wild wie angeschossene Eber.„ Um jeden und lebenslängliche Verbannung dekretiren wollte. Preis muß die Anarchie zermalmt werden!" schrien sie. den Bedenken der Majorität Rechnung zu tragen, fügte Man käme zum Ziel, wenn man 2-3000 Individuen de- man in das Gesetz die Bestimmung, daß das zu bestrafende portirte" flüsterte Herr von Mun, der sanste Apostel der Vergehen die anarchistische Propaganda zum Um oder eingebildeten ruft, und Margarethe bemerkte, rasch gastliches Gemach auf, in welchem Margarethe einen fortschreitend, nicht den stillen Wolkenkampf am Himmels- langen Mann gewahrte, welcher soeben einen mäßigen Nachtbogen, nicht das dumpfe Wehen der näßlichen Luft. Es imbiß einnahm, und verlegen aufsprang, da Margarethe war ein seltsames Schauspiel, um jene vorgerückte Abend in die Thüre trat. Sich' da, Vollbrecht!" rief die 100 stunde ein Weib aus dem bessern Stande allein auf den Altbürgerin, schmerzlich und freudig betroffen von dem Gassen der Stadt zu gewahren, und mehr als ein zudring- Anblick des Knechts:" Du hier? Ei, sprich, wo ist Dein licher Junker bot der Gilfertigen seine Begleitung an. Herr, und kehrt er zurück?" Ehrsame Frau!" lautete Raum hörte sie jedoch die Begrüßung der Schüchternen, die die Antwort:„ Wir sind herumgezogen in der Frre, wie Frecheren wies fie mit harten Worten zurück, und verschloß Rolands Knappen, haben aber nichts erlauert, nichts erspürt. ihre Ohren vor den Spöttereien der Wächter am Wir haben zwar manchen Span bestanden mit den abligen Die aufgeregte Einbildungskraft zeigt uns oft, wenn Thore. Ein Ziel vor Augen habend, ging fie muthig Herren, die rundum an den Straßen und Flüssen die uns die Nacht auf Haide und Blachfeld überrascht, am hinaus ins Weite, und das Mondlicht sowohl, als auch Schlagbäume machen und von Freund und Feind den Zoll Saume der Wolken Schatten und Gestalten, die dahin dann und wann ferne am Feldweg aufzuckende Blize heischen, aber, die wir suchten, fanden wir nicht, und gleiten, wie in Flören und weit verhüllenden Gewändern leuchteten ihr mitleidig auf dem Wege zum Schellenhof. des Fräuleins leibeigener Knecht Rüdiger, nachdem er schwebend, Klagefrauen ähnlich, die um den in Meeres- Keine menschliche Seele war ihr vor der Stadt begegnet. uns lange links und rechts und kreuz und quer im Lande fluten begrabenen Tag trauern, und die Hände ringen. Züge von Dohlen und Krähen, die, vor dem fern dräuenden umher geführt hatte, meinte endlich, er werde doch nimmer das Frätts Also durcheilte Margarethe die Straßen der Stadt, über Sturm einen Zufluchtsort suchend, dicht am Boden das Schloß erkennen, in welchem sie gesteckt, - und glaube steif und fest, man welche der neu eingetretene Vollmond einen feuchten, vorüberflatterten, waren die einzigen lebenden Geschöpfe, lein, er und die Zofe, düstern Himmel gespannt hatte. Mit der Sonne hatte die sich zeigten. Frau Margarethe, trotz aller Standhaftig habe das Fräulein umgebracht, weil auch kein Laut mehr auch das schöne Wetter Abschied genommen, und gewitter- feit dennoch solcher einsamen Wanderungen ungewohnt, von ihr zu hören sei. Darauf haben wir uns auf den liche Wolken den Schauplatz bezogen. Wohl leuchtete der dankte dem Himmel im Stillen, als die Hunde des Rückweg gemacht, und wollten heut zur Vesperzeit in Mond, aber seine Scheibe war bleich, und diese blaffe Helle Schellenhofs bei ihrer Annäherung anschlugen, obwohl hier Frankfurt einreiten, als mit einemmale der Rüdiger krant Die wurde, und so bresthaft, daß er wohl nimmer erstehen deutete auf herannahenden Sturm und Regenguß, so wie erst der halbe Weg zur Gefahr überwunden war. die Mitternacht herankommen würde. Wann hätte jedoch Hunde tobten an der Kette, und der geschlossene Fenster- wird. Der Mensch hat sich so viel Gedanken um seiner des Firmaments Beobachtung einen Menschen abgehalten laden im Erdgeschosse ging auf. Crescentia, die nach der Herrschaft Schicksal gemacht, und sich so sehr darob gevon dem Vorsatz, zu welchem ihn der feste Wille treibt, Ursache des Gebells aussah, erschrak bis in die tiefste Seele, grämt, daß er sicher schon verschieden wäre, wenn er nicht oder die unerschütterliche Nothwendigkeit? Auch das schwächere als sie die Stimme der Dienstherrin vernahm, die auf einen etwas auf dem Gewissen gehabt hätte, das ihn, wie er Die Ve- fagt, feit geraumer Zeit gedrückt hat wie ein Fels. Der Weib zittert nicht vor den drohenden Schrecken der Augenblick den Eintritt ins Haus verlangte. Natur, wenn sein Herz zu höheren Pflichten, zu wirklichen schließerin gehorchte indessen auf der Stelle, und that ihr Junkherr hat ihm zugesprochen, wie ein Beichtherr, denn Sie schlug in Paris Plakate anarchistischen Inhalts an sezen. oder gar dauerndem Siechthum. Bret haben müßte. So ward die Tragweite des Gesetzes| Verwaltung 63 972 600 m.(+ 2 965 394 M.), Reichs- Eisenbahn-| gewehr, und daß die Ersehung desselben durch ein anderes einigermaßen beschränkt. Verwaltung 15 711 000 m.(+ 552 000 m.) Gewehr sich längst als militärische Nothwendigkeit" heraus Die Leute der Präsidentschaft geriethen in Wuth. Die Die zur Reichskaffe gelangte Ist- Einnahme abzüglich der gestellt hat. Rammer vereitelte ihren lichtschenen Plan. Man ließ also Ausfuhrvergütungen und Verwaltungstoften beträgt bei den nachDie Tobesmärsche sind zu einer Institution des das Gespenst der Anarchie umgehen, um die Deputirten zu bezeichneten Einnahmen bis Ende Juni 1894: Bölle 72 828 725 M.(+6778 028 M.), Zabatsteuer deutschen Militärreichs geworden. Seit Jahren bilden sie terrorifiren. Die Polizei kündete die Entdeckung eines 2 274 260 m.(+ 825 722 M.), Budersteuer 22 124 887. in den heißen Monaten eine stehende Rubrik der deutschen schrecklichen Komplotts an, das zum Zweck hatte, die(+ 3 854 220 M.), Salzsteuer 10 129 192 M.(+36 350 M.), Beitungen. Seit Jahren wirft in Deutschland Presse und eine ganze Nacht lang nach Bomben, und schnüffelte unter(+426 963 M.), Verbrauchsabgabe von Branntwein und Zu- Publikum die Frage auf: Ist das denn nicht zu versämmtlichen Sitzen, Bänken und natürlich auch unter der schlag zu derselben 24 464 301 m.(-1340 938 m.), Brausteuer meiden? Gehört es zum militärischen Geist, daß der Soldat Rednerbühne, ob fein Kochtopf verborgen sei. Sie verbreitete und Uebergangsabgabe von Bier 6 607 690 m.(-42 445 m.); bei glühendem Sonnenbrand eine Uebung zu machen hat, eine Flugschrift, gefüllt mit Todesdrohungen gegen Gott und Summe 144 102 574 m.(+ 10 032 900 M.).- Spielfarten die er bei Nacht oder am Abend und Morgen ebenso gut machen kann? Und seit Jahren um diese Zeit kommt aus die Welt, und um ihr einen anarchistischen Anstrich zu geben, Stempel 827 189 m.(+ 2540 M.). Unter der Voraussetzung, daß die übrigen Quartale Kreisen, die man für die höchsten militärischen zu halten bediente sie sich einer bei den„ Kameraden" üblichen ist, dieses Etatsjahres mit ebenso günstigen Resultaten ab- berechtigt ist, die Versicherung: die Militärbehörden wachen und druckte auf die erste Seite den philanthropiſchen Titel: schließen, würde sich eine Mehreinnahme von weit über über das Wohl der Soldaten, von denen jeder einzelne " Neue Gesellschaft der Frauen Frankrichs. 40 Millionen gegenüber den Voranschlägen ergeben. Man behütet wird wie ein Augapfel; es sind die umfassendsten Präsidentin Madame Casimir Perier." wird es dem deutschen Volke da nicht verübeln können, und wirksamsten Maßregeln getroffen, um jegliches derartige und bewaffnete einen armen Narren mit einem Messer, der wenn es die Steuervorschläge, die, wären sie zur Ausführung Unglück zu verhüten. Das Unglüd tommt aber. Es kommt fich seiner Waffe jedoch nicht zu bedienen wußte und sie dem gekommen, ganze Industrien zu Grunde gerichtet hätten, in unverminderter Bahl. Und in dem laufenden Jahr, sei sich seiner Waffe jedoch nicht zu bedienen wußte und sie dem als ein Mittel ansteht, wodurch dem Militarismus zu den es nun infolge der außergewöhnlichen Hize oder aus anderen Senatspräsidenten Challemel- Lacour vor die Füße warf. Die Abgeordneten wurden von neuer Furcht ergriffen, zahllosen alten Opfern noch neue gebracht worden wären. Gründen in diesem Jahre sind die Todesmärsche sogar zahlreicher als je. Kein Zeitungsblatt aus irgend einer und um diese noch zu steigern, drohte Le Soir", ein Ne- Die deutsch- russischen Handelsbeziehungen wurden Gegend von Deutschland, bas nicht irgend eine gierungsblatt, mit der Auflösung und die Polizeispiel in den letzten Wochen durch eine Reihe russischer Maß oder die andere Siobspoft dieser Art brächte. Im Nord, vertheilten an den Eingängen zur Kammer Bettel, die drei- regeln, wie Erschwerungen bei Ertheilung von Pässen, im Süd, im Ost und West überall dieselben Vormal das Wort Auflösung trugen, damit die Ab- Forderung von Zollvorschüssen und dergleichen erschwert. tommnisse: Marfchiren im Sonnenbrand, die Soldaten geordneten glauben sollten, das Volk verlange die Auf- Nun scheint man in Rußland wieder mildere Saiten auf werden schlapp", fie schleppen fich eine zeitlang mühsam lösung. ziehen zu wollen. Ein Telegramm aus Danzig meldet fort, dann fallen sie wie die Mücken". Die meisten erholen Unter dem Einfluß dieser doppelten Angst stimmte die hierüber: fich bald wieder, viele nicht, und von diesen erwacht Majorität für alles, was man von ihr verlangte, trog der Hier verlautet, daß die russische Zentralstelle zugesagt hat, mancher nicht wieder zum Bewußtsein, sein junges Leben energischen klugen und geiftvollen Opposition der Sozialisten, die von dem Zollamt Nieszawa erlassene Zollverordnung wegen ist geopfert die Anderen verfallen längerer Krankheit deren Verhalten über alles Lob erhaben war. Die Majo- Hinterlegung der Zollgebühren für die nach Rußland einrität schämt sich deffen, was sie gethan hat, so sehr, gehenden Schiffe zunächst auf einen Monat außer Kraft zu Nach flüchtigem Ueberschlag sind in der vorigen Woche daß kein einziger ihrer Abgeordneten die Tribüne zu besteigen infolge Higschlags gut ein Dußend deutscher Soldaten auf wagte, um die von den Sozialisten vorgeschlagenen Zur Kamernuschande. Aus Lagos( Westafrika) dem Fled toot geblieben, und zehumal so viel von mehr Amendements zu bekämpfen. Die Minister mußten einen ist die am 25. Juni d. J. abgegangene Nachricht ein oder weniger heftigen Anfällen betroffen worden wobek Magistratsbeamten, den Herrn Bulloche, kommen lassen, getroffen, daß sich Dr. Wilhelm Vallentin, der Verfasser des wir die einfachen Ohnmachten und das Zusammenbrechen der ihnen helfen mußte, sich gegen die Angriffe der bekannten Kameruner Tagebuches," welches die in der der sich bald wieder erholenden Schlappen" nicht mits äußersten Linken zu vertheidigen. Die Regierungs- deutschen Kolonie Kamerun eingerissene Mißwirthschaft rechnen. Abgeordneten schwiegen und stimmten wie Automaten. schonungslos enthüllte, auf der Heimfahrt nach Europa Muß denn das sein? Goll denn das Niemals hat man in Frankreich eine entehrtere Majorität befindet. Schon in den nächsten Tagen dürfen wir seine so fortgehen? Der Militarismus tastet wahrhaftig gesehen. Ankunft erwarten. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird er schwer genug auf uns; soll er auch noch das Das Gesetz wird für alle Zeiten das Brandmal der in dem gegen Kanzler Leist und Assessor Wehlau ein Recht haben, mitten im Frieden, ohne zwingenden Schande tragen. Es empört die ganze Bevölkerung und geleiteten Disziplinarverfahren als Beuge zu figuriren Grund einfach der Routine au lieb, Leben ich zweifle, daß die Cafimir Perier und die Reinach wagen haben. Es ist jetzt also die beste Aussicht vor- und Gesundheit unserer Söhne und Brüder aufs Spiel zu werden, sich seiner zur Unterdrückung ihrer Gegner zu be- handen, daß die, wohl infolge der heißen Sommertage, feßen? fast eingeschlafene amtliche Untersuchung wieder in Fluß Warum kommen in Frankreich, das uns doch von tommt. Wir fönnen uns nicht enthalten, einigermaßen unseren militärischen Autoritäten als must er militärischer neugierig zu sein, wie es den beiden Duodeztyrannen in Hingebung gepriesen wird, solche Todesmärsche nicht vor i derselben Das Verfether engeben wir öglich ist alles. a3 Ber: Warum verzeichnen die franzöſiſchen Zeitungen bloz trauen tönnen wir der Regierung mit gutem Gewissen deutsche Todesmärsche mit spöttischem Hinweis auf der entgegenbringen. Wenn beispielsweise die beiden Herren Werth des Soldatenlebens in der Wiege des Militarismus 1 Die Caprivi, Miquel, Posadowsky, Riedel und sich gegenseitig entlasten, dann ist ihre Unschuld ja schon und doch ist Frankreich ein heißere 3 Land, als Deutsch Genoffen werden fluchen über den güldenen Segen, der in gerichtshofe keine unerlaubte Konkurrenz machen oder daß seit dem 15. Mai keine Soldatenabtheilung bei Tag Genoffen werden fluchen über den güldenen Segen, der in erwiesen. Doch wir wollen" dem verehrlichen Disziplinar land. Aber die Militärbehörde hat dort Sorge getrager, diesem Jahre trop Noth und Arbeitslosigkeit aus den uns hier gar als allweises Reichsgericht aufspielen. Diese zwischen 8 Uhr morgens und 8 Uhr Abends einen Taschen der deutschen Steuerträger in die Kassen des Ambition liegt uns fern. Wir wollen hier nur konstatirt Marsch zu vollbringen hat. Das hat seinen Zweck erreicht. Reichsschaamtes fließt und damit die Steuervorlagen, die haben, daß uns das Ergebniß der disziplinarischen Wir fragen nochmals: Ist das Leben des deutschen dem Reichstage in seiner letzten Session vorgelegt wurden, untersuchung, wie es auch ausfallen möge, ziemlich Soldaten weniger werth als das des französischen? aufs schärfste verurtheilt und die Durchdrückung der ge- gleichgiltig ist. Was Staatsanwalt und Richter zu Und warum hat die deutsche Militärverwaltung nicht planten Steuervorlagen im nächsten Reichstage sehr er ben Thaten der Leist und Wehlau sagen, resp. nicht eine ähnliche Vorschrift erlassen, wie die französische? Muß schwert. Wir haben schon unlängst an der Uebersicht der sagen werden, das ist für uns viel interessanter. Bumal unser Deutschland in allem, was vernünftig ist, anderen Reichseinnahmen im letzten Etatsjahr die steigende Tendenz bie höchste, zulässige Strafe, auf welche in einem Disziplinar- Nationen erst nachhinken? der Reichseinnahmen nachgewiesen; nun wird diese Beob- verfahren erkannt werden darf, die Entlassung aus dem achtung durch den Ausweis über die Erträge der Bölle und Amte ist!- Gerade so, als wenn man das Verbrechen des Verbrauchssteuern im ersten Quartale( 1. April bis 30. Juni Schöneberger Frauenmörders mit einem freundschaftlichen 1894) des neuen Etatsjahres neuerdings schlagend bestätigt. Klaps auf den Poder sühnen wollte!!- Die betreffenden Zahlen lauten: dienen. Gallus. Politische Uebersicht. Berlin, den 30. Juli. Zölle 82 549 489 m.( gegen denselben Zeitraum des Vor- Schöne Aussichten! Aus Berlin wird nationaljahres+8 984 728 M.), Tabatfteuer 2 237 078.(+ 34853 M.), liberalen Blättern telegraphirt: Zuckersteuer 16 245 889 m.(+ 1389 316 M.), Salzsteuer Gegenwärtig werden in der Schießfchule zu Spandau 9 242 278 M.(+121 957 M.), Maischbottich und Branntwein- Versuche mit dem in der spanischen Armee eingeführten materialsteuer 3 607 481.(+ 941 632 M.), Verbrauchsabgabe Infanteriegewehre angestellt. Es sollen sich dabei so von Branntwein und Zuschlag zu derselben 28 761 687 m. unverkennbare Vorzüge dieses Modells ergeben haben, (+685 604 M.), Braufteuer 6 909 053 m.(-42 223 M.), Ueber daß eine Neubewaffnung der deutschen Armee gangsabgabe von Bier 863 940 m.(-8154 M.); Summe: mit einem ähnlichen Gewehre au erwarten 150 416 849 Mart(+12 107 708 Mart) Spielfartene he. Das Gewehr, dessen Raliber 7,9 Milimeter ist, sei ein ftempel 253 646 Mark(+ 17 217 Mark), Wechselstempelsteuer 2049 177.(+41 639 M.). Stempelfteuer für: Deutsche Infanteriegewehr, verbeffertes Mausersystem, etwas kürzer und leichter als das a. Werthpapiere 2 026 012.(+ 1140 298 m.), b. Kauf- und Wir wissen nicht, ob die Nachricht in allen Einzeln sonstige Anschaffungsgeschäfte 2 909 930 m.(+ 680 127 M.), c. Loose zu Privatlotterien 719 157 M.(+136 353 M.), Staats- heiten richtig ist. Was wir aber wissen, das ist: daß es Lotterien 809 456 M.(-23 600 M.), Poft- und Telegraphen- weit bessere Gewehre giebt als das deutsche Infanterie" " Vom Bund der Landwirthe hat sich der deutsche Bauernbund, der seiner Zeit dem Bund der Landwirthe mit seiner ganzen Mitgliederzahl beigetreten war, seit einiger Beit wieder abgezweigt, weil im Bund der Landwirthe zunächst die Interessen des Großgrundbesizers vertreten würden. Vom großen" Sohn des größten" Deutschen. Einen geheimen Erlaß des Regierungspräsidenten Grafen Wilhelm von Bismarck veröffentlicht der Volkswille", das Organ unserer Hannoverschen Parteis genoffen. Der Erlaß hat folgenden Wortlaut: " Hannover, den 18. Mai 1898. Geheim. Nach Inhalt des gefälligen Berichtes vom 8. d. M., Pr. No. 2235, haben Ew. Hochwohlgeboren den Anhängern yer fozialdemokratischen Partei zu ihrer Maifeier die nehmigung zu öffentlichen Versammlung einer unte das versteht er aus dem Grunde, und endlich hat der Knecht Deutschland sollen hunderttausend Dolche auf die Brust kommen," sagte sie ernst zu der Dienerin: ich werde viel fich drein ergeben und versprochen, ihm alles zu bekennen, des Geächteten lauern. Doch, was rede ich?" setzte sie, sich leicht nicht wiederkehren, denn meines Lebens bin ich nicht und sein Herz zu erleichtern vor dem Ende. Was befinnend, bei: ich sollte ihn wegscheuchen vom heimathlichen sicher auf dem Wege, den ich heute gehen muß. Versprich fümmert mich der Knecht?" schaltete Margarethe dringend Boden, ohne ihm erst zu sagen, wie sich alles gestaltet? mir aber Crescenz, daß, wofern ich morgen Jin des Tages ein: Wo ist Dein Herr? das will ich wissen." Ich bin Nein, nein, nein! Guter Vollbrecht; vergieb mir, wenn Frühe nicht zurückkehrte, Du meinen Herrn aufsuchen wollest ja gleich zu Ende," erwiderte der Knecht gehorsam:" Wir ich verwirrt rede, aber wiederhole ihm getreu meine Worte. und ihm melden: Ich hätte es nicht ferner tragen können, Ich waren gezwungen, in einer schlechten Winkelschente ein- Sie verrathen selbst in ihrer Verwirrung die Liebe, die meine Unschuld für böse Schuld abgewogen zu sehen. zukehren, nicht allzufern von hier, da der Rüdiger nicht dankbare Freundschaft, die ich für ihn empfinde. Er soll sei ihm immer treu gewesen und hold, Dagobert sei rein, weiter fonnte, vor Frost und Size, und wenn man ihn mir glauben, Vollbrecht, nicht wähnen, als sei es Bosheit wie das Sonnenlicht, ich hätte weder meinen Herrn und auf's Pferd gebunden hätte. Und da es den sterbenden einer Stiefmutter, die den Sohn erster Che aus dem Ehewirth zu morden begehrt, noch sein Herz zu zerreißen Mann drängte, meinem Herrn zu vertrauen, was ihn quält, Baterhaufe treiben möchte! Ich bin selbst geächtet,.... durch Wallradens Raub, den er mir ebenfalls zugeschrieben. und mir, dem Knecht, nicht nöthig und ziemlich ist, davon selbst verstoßen! Aber recht! reden muß ich noch einmal um ihn zu überzeugen, daß ich wahr und redlich gehandelt, zu wiffen, so hat der Junker gesagt:" Reit' Du indessen zu ihm. Ich muß ihn sprechen, obgleich ich nicht weiß, sei ich heut hinausgegangen zum Springlinsteine, um dort gen Frankfurt, Vollbrecht, und sieh nur, wie es dorten steht, ob ich morgen noch lebe! Sage ihm, treuer Knecht, sage zu verrichten, was Herr Diether, von Argwohn und Mißob sich vielleicht durch Gottes und eines anderen Bieder- ihm, daß er morgen, um diese Stunde hier erscheine trauen befangen, nicht unternehmen wollte. Er möchte mir mannes Hilfe die Schwester daselbst wieder eingefunden er würde mich finden, ihm Lebewohl zu sagen! bis dahin daher vergeben, was ich vielleicht im Leichtsinn der Jugend und wie es mit dem lieben Vater steht, der Mutter möge er jedoch verborgen bleiben; denn alles sei gegen ihn an ihm gefrevelt. Böses habe mein Herz dabei nie im Er möge mir auch verzeihen, was ich und dem kleinen Hans. Vergiß jedoch nicht, vorerst auf verschworen. Und nun mache Dich zur Stelle auf, und eile Schilde geführt. dem Echellenhofe einzusprechen, und der wackern Frau von dannen. Vielleicht ist jetzt schon Rüdiger des Todes, Schweres begangen, und mir nicht als Sünde zurechnen, Crescenz meinen Gruß zu bringen, mit dem Ver- oder genesen. Vielleicht geht jetzt schon der Sorglose, Un was ein irregeleitetes Gefühl verbrach. Er möge endlich melden: es stehe bis auf die getäuschte Hoffnung wohl befangene feinem Untergange entgegen, ohne Warnung, ohne meiner in Frieden gedenken, und von dem kleinen Hans seine Hand nicht abziehen, wie auch die Dinge kommen mit mir, und sie solle es nur weiter sagen. So bald Ahnung! Geh! geh! guter Vollbrecht!" des Rüdigers Zustand es erlaubt, fomme ich selbst." Um den schwankenden Entschluß des zögernden Burschen sollten. Verstehst Du mich, gute Crescenz?" Die Alte hatte zugehört, und immer aufmerksamer „ Um Gottes willen nicht!" fiel hier Margarethe eifrig ein: zu beschleunigen, drückte sie ihm ein Geldstück in die Hand, fliege zurück zu ihm, und bringe ihm diese Kunde! und diese Freigebigkeit, verbunden mit der aufrichtigsten Auge wie Ohr geöffnet. Nun aber, da Margarethe zu reden „ Ich Nur gen Frankfurt nicht. Die Heimath wird sein Grab. Anhänglichkeit an seinen Herrn, bestimmte den Knecht, sich aufgehört, starrte sie dieselbe unbeweglich an. Er bleibe fern, denn seine Feinde haben die tödtlichsten alsobald aufzumachen. Frau Margarethen für ihr Gescheut werde ausrichten, was Ihr befehlt, ehrsame Frau," sagte Pfeile auf ihn gerichtet. Die heimliche Acht hat ihn das Kleid küffend, Crescenzien für das Nachtmahl dankbar fie, in ihrer Bestürzung verharrend, aber ich will nicht vorgeladen, und von ihren Schranken kehrt kein Gerechter die Hand schüttelnd, sprang er hinaus, warf sich auf den getauft sein, wenn ich begreife, was das alles heißen soll! harrenden Gaul und suchte auf gut Glück in dunkler Nacht Hat Euch denn der liebe Herrgott Euer Sterbestündlein wieder." " Jesus Maria!" seufzte die Beschließerin und schlug den Weg, den er gekommen. Die Schaffnerin hatte kaum offenbart? oder welche Ursache habt Ihr dann, daß Ihr ein großes Kreuz. Der lange Vollbrecht faltete erschrocken ihren Ohren getraut, als sie die Reden vernommen, die solche bedenkliche Reden führt? Oder hätte Euer häuslich die Hände und sprach kein Wort. Wenn ihm sein Leben, Margarethens Mund, wie vom Sturme beflügelt, gesprochen Kreuz Euern Verstand beschädigt? Ich sollte Euch wahrlich wenn ihm meine Ruhe lieb ist, so bleibe er fern, so ver- hatte. Es schien ihr noch immer wie ein Traum, daß ihre nicht fortlassen in der dunkeln Nacht." berge er sich in entlegenen Landen vor den Schöffen der Meisterin jetzt, zu dieser Stunde in ihrem Gemache stehe, rede," befahl Margarethe herrisch, und Crescenz zog sich Behme!" fuhr Margarethe bewegter fort: Sage ihm, und eine ängstliche Neugierde bemächtigte sich ihrer, zu er alsobald in die Schranke der Demuth zurück: höre noch " Athme ich Bollbrecht, ich hätte gehört, daß der Kaiser allein die Ver- fahren, was der seltene und verstörte Gast hier begehre. das Letzte," setzte die Altbürgerin hinzu: vehmten zu schüßen vermöge. Er suche zu Sigmund's Die Altbürgerin ließ diese Neugier nicht zu Worte tommen, morgen noch, so werde ich am Abend hier mit meinem in Gegenwart Füßen die Lossprechung von jener furchtbaren Ladung. denn auch sie wurde von der vorrückenden Nacht gemahut, Stiefsohne ein Wort des Abschieds reden Er fliehe zu den Füßen des heiligen Vaters, denn in ihr Gewerbe hier zu Ende zu bringen. Der Tag wird Deiner beiden Augen, unter der Obhut Deiner verschwiegenen Keine Wider " freiem Gimmel und zu einem öffentlichen Tanzvergnügen|, Vorwärts" sozialdemokratische Provinzialblätter benennen, die feinen langen Bart mit Stolz und entgegnete: Das sagen Sie ertheilt. Dieses Verfahren steht mit der bortigen Sal- bei ihrer heutigen Leitung total unfähig sind, auch nur eine zu mir?"" Ja," fuhr Faucher fort, denn Sie find ja eintung gegenüber den welfischen Vereinen, benen sowohl die wissenschaftliche Polemit in anständigen Ausdrücken zu erledigen gefleischter Republikaner, Sie wollen also noch einen Staat! Erlaubniß zu öffentlichen Aufzügen abgeschlagen, als auch von persönlichen Affären gar nicht zu reden. Diese Organe ich aber will auch den Staat nicht, folglich bin ich weiter die Zuziehung von Frauen pp. zu den Vereinsfestlich drücken den Ton fürchterlich herunter, und der Umstand ist nicht links." Schlöffel hörte diese Paradoxen zum ersten Male und feiten untersagt worden ist, nicht im Einklang. Allerdings ohne Einfluß auf den allgemeinen Ton. Vielleicht seht der verfehte: Unsinn, wer faun uns denn vom Staate emanzipiren?" handelt es sich in den letzten Fällen um Unternehmungen unter Vorwärts" hier einmal ein. Das Verbrechen", war Faucher's mit Pathos herausder Firma eines politischen Vereins, während hier offenbar Wir glauben recht unbefangen" zu urtheilen, auch gestoßene Replit. Schlöffel drehte sich um und verließ ohne ein ein besonderes Komitee die Feier leitete, scheinen indessen diese Beranstaltungen gleichfalls von einem Alles gut zu finden, was innerhalb unserer Partei geschieht. war. Reiner aber vermuthete in der Aeußerung mehr als einen Thatsächlich innerhalb der eigenen Partei. Es fällt uns nicht ein, weiteres Wort die Kneipe. Die Zurückgebliebenen brachen in lautes Gelächter aus, weil der schroffe ſtolze Demagog abgeführt politischen Bereine, nämlich dem Sozialdemokratischen Wahl- Aber wenn ein Arbeiterblatt Unternehmern gegenüber ein- war. Reiner aber vermuthete in der Aeußerung mehr als einen vereine des 8. Wahltraises ausgegangen zu sein( vergl. meine die mal in einen zu heftigen Ton" verfällt, so hat die dialektischen Scherz. Feier des Geburtstages der Königin Marie betreffende BerWir können die Richtigkeit der Anekdote bestätigen. fügung vom 8. v. Mis. I 7158). Sollte solches aber auch Brest. Morgenzeitung" doch selbst indirekt zugegeben, daß In ganz ähnlicher Weise äußerte sich Faucher gegen den nicht der Fall sein, so würde es sich keineswegs recht auch auf der anderen Seite gesündigt wird. Wie es in Schreiber dieses und schalt in dessen Gegenwart Mary fertigen, einer ftaatsfeindlichen Bartei für ihre Demon den Wald schallt, so hallt es eben sprichwörtlich wieder einen furchtbaren Reaktionär". Julius Faucher, der den Schreiber dieses und schalt in dessen Gegenwart Marx ftrationen eine Form zu geftatten, welche geeignet ist, heraus. Und das kann die Bresl. Morgenzeitung" doch Anarchismus" zuerst in Deutschland eingeführt hat, trieb immer weitere Kreise der Bevölkerung in die Bewegung feinenfalls leugnen, daß wenn auf Seiten der Unterdrückten ihn auch theoretisch bis zu der tollsten Konsequenz der hineinzuziehen. und wirthschaftlich Schwachen ebenso wie auf Seiten der modernen Dolch- und Dynamitritter. Seine Theorie pom Indem ich bemerke, daß auf welfischer Seite bereits Be Unterdrücker und wirthschaftlich Uebermüthigen im Ton" Verbrechen" war kein bloßer Einfall des Augenblicks. „ Ton" rufungen auf das den Sozialdemokraten bortfeits ge über die Schnur gehauen wird, die Schuld der Lehteren Der Absolutismus des Individuums" machte das Ver gezeigte Entgegenkommen stattgefunden haben, ersuche ich Ew. Hochwohlgeboren ergebenst, in Bukunft fozialdemokrati unbedingt die größere ist. brechen gegen den Staat und andere die schrankenlose fchen gleichwie welfischen Komitees und einzelnen Unternehmern, sofern Parteidemonftrationen zu befürchten sind, die Selbsterkenntniß. In einem deutschen Blatt lesen Freiheit" verlegende Individuen zu einer Pflicht des I ch. wir nachstehende Charakteristik der offiziösen alias Reptilien- Natürlich bei dem lammfrohen Faucher nur in der Und Theorie. Presse: aus derselben„ Wurzel" wie Die Nordb. Allg. Beitung" müht fich in sehr umständlicher dieser verbrecherische Anarchismus entsprang in demWeise, darzuthun, daß das offiziose bandwerk, wie es selben Hirn die Theorie des absoluten Freis von ihr betrieben wird, ein einwandfreies Gewerbe fei. Wir handels, der unbeschränkten freien Konkurrenz. Und hätten keinen Grund, diese begreiflichen, wenn auch aussichtslosen klassischster Beweis für die wesentliche Einerleiheit der Es war uns unerklärlich, meint der Volkswille", wie Versuche zu beachten, wenn das Blatt sich nicht dazu verftiege, anarchistischen und kapitalistischen Weltanschauung! bas königliche Polizeipräsidium, ohne daß von der Arbeiter uns wegen unserer allerdings aus bester Quelle stammenden derselbe Julius Faucher, der- um einen jetzt üblichen schaft eine Veranlassung gegeben war, nun plötzlich der Information über die Ginberufung des Reichstags als feines Ausdruck zu gebrauchen den Dolch Caserio's geschliffen Arbeiterschaft gegenüber einen anderen Ton anschlug, gleichen zu reklamiren. Die Mittheilung richtiger Nachrichten und die Bombe Henry's gesegnet hat, ist auch der Lehrer daß sie die Zügel straffer anzog. Ueber ein zu großes auf eine Stufe mit der Selbstpreisgebung zu stellen, unseres Eugen Richter. Und wer des letzteren famose welche der Beruf der Nordd. Allgem. Beitung" ist, und Entgegenkommen" der Polizei tonnten wir uns zwar bis auf die fie nicht einmal" verzichtete, als sie gegen den ersten Reden über den Zukunftsstaat"( vom Februar vorigen bahin auch nicht beklagen, aber auch nicht sonderlich über Kanzler gebraucht werden sollte, ist ein Unterfangen, das Jahres) im Original lesen will, der findet es bei eine Anwendung des Gesetzes, die uns als nicht zutreffend fonftatirt werden muß, wenn wir ihm auch nicht entgegen Faucher. erschien. Bei dem geraden Charakter des Polizeipräsidenten zutreten brauchen. Was unsere Mittheilung über die frühere und da, wie gesagt, auch unseres Wissens nicht der geringste Einberufung des Reichstags betrifft, so wollen wir nicht für Wer hat den Dolch Caferio's geschärft? In Anlaß zu dieser veränderten Stellungnahme vorlag, mußten die Norddeutsche Allgemeine Beitung", wohl aber für die öffent Frankreich wirft eine Partei der anderen die Verantwort bir annehmen und nahmen wir an, daß der Polizei von lichen Kreisebemerken, daß wir erst neuerdings noch eine lichkeit zu wie einen Ball; und weiter oben erzählen wir, Bestätigung für unsere Mittheilung empfangen haben. Die Ver- daß Eugen Richter's Lehrer, Dr. Julius Faucher, irgend einer Seite her ein Wint mit dem Baunpfahl" tagung der Sessionseröffnung bis in den November würde bei unter den intellektuellen Urhebern" einer der gefährlichsten gegeben worden sei, dem sie mehr oder minder Folge geben der großen Arbeitslast, die dem Reichstag wieder zufallen wird, Sünder ist. Ein englisches Blatt hat einen Verbrecher entmußte und wir haben uns nicht geirrt, auch nicht einen abermaligen Verzicht auf eine gründliche Erledigung der deckt, der an der Ermordung Carnot's noch viel mehr in Bezug auf die Stelle, von der dieser Wint" aus Reichsfinanzreform- Frage bedeuten." gegangen ist. Schuld trägt, ja der That selber direkt„ dringend verdächtig" ist, wenn man dem konservativ- reaktionären frans zösischen Pfaffenblatt" Nouvelliste" glauben darf. In diesem heißt es wörtlich: Genehmigung zur Veranstaltung öffentlicher Versamm lungen unter freiem Himmel und öffentlicher Tanzvergnügungen nicht mehr zu ertheilen. Der Regierungspräsident. An den königl. Polizeipräsidenten Herrn von Brandt Hochwohlgeboren hier." -ON " # Wer für die Reptilpresse schreibt, macht sich der Selbstpreisgebung" schuldig. Selbstpreisgebung Was fehlt!" Unsere so betitelten Aufsätze über die Selbstpreisgebung" schuldig. Agitation auf dem Lande haben der nationalliberalen und heißt mit dem gebräuchlicheren Fremdwort: Prosti sonstigen Reaktionspresse Anlaß zu, Wizen gegeben auf die tution". Gewiß, uns aus der Seele gesprochen. Das das Reuleaux'sche Wort: billig und schlecht, vollste Wort ist ein Brandmal, aber es ist verdient. Anwendung findet. Daraus, daß in den Artikeln zugegeben liberale Correspondenz". ist, es feien mit der Landagitation viele Fehler gemacht " Und das Blatt, das dies schreibt? Die National " " Am 25. Juni sollte der Staatsrath zusammentreten, um den Gehalt des Erzbischofs von Lyon beträchtlich zu türzen. Aber Gott, welcher die Nieren prüft, traf seine Maßregeln so, daß die Sigung des 25. Juni, die für diesen Frevel bestimmt war, wegen der nationalen Trauer nicht stattfinden konnte, und vertagt werden mußte. Heute hat man den Beschluß gefaßt, dem ahrlich, wenn Gott will, ist er im stande, die Prälaten die Einkünfte zu lassen, deren man ihn berauben wollte. elenden Machinationen der Ungläubigen au Schanden zu machen." wir wollen blos daran worden, und dieselbe ſei ſehr schwierig- wird der Schluß Und der Mann, der es schreibt? Herr Dr. Bötticher, gezogen, die Sozialdemokratie verzweifle an einen praktischen Langjähriges Reptil des Fürsten Bismarc. gezogen, die Sozialdemokratie verzweifle an einen praktischen und Bismarck in seiner brutal- cynischen Menschenverachtung Erfolg der Agitation auf dem Lande. Die gedankenlosen verlangte von seinen Stribenten haben die Wahlstatistik ganz vergessen. Dienste als Caprivi! Proftituirten noch ganz andere Doch wir wollten diefe albernen Schlußfolgerungen nicht Dienste als Caprivi!-int widerlegen, das überlassen wir den Thatsachen. Wir Zur Geschichte und Naturgeschichte des Anarchie Dolch Caserio's geschliffen hat, nach dem französischen Das ist sehr deutlich gesprochen. Wer immer den wollten nur die jämmerliche Oberflächlichkeit unserer Gegner mus. In einem Artikel zur Geschichte des Anarchismus, Pfaffenblatt war die Ermordung Carnot's ein Gott wohlkennzeichnen, die einen Beweis der Schwäche darin den die" Neue Freie Presse" veröffentlicht, erzählt Max gefälliges Werk. Wir wollen hier nicht philosophiren, daß erblicken, daß wir sagen: wir haben noch zu lernen! Es Birth: fehlt uns noch viel! Menschen und Parteien, die so reden, Gin Schüler Max Stirner's, der Nationalökonomie Monopolisten der Frömmigkeit und des Christenthums haben die Zukunft. Hopfen und Malz ist nur an Denen Dr. Julius Faucher, der sich 1848 als Rebakteur ber die ärgsten Gotteslästerer find verloren, die nicht mehr zu lernen haben und denen nichts Stettiner Beitung" am Frankfurter Barlament aufhielt und erinnern, daß wir unmittelbar nach dem Verbrechen des mehr fehlt. Parteien, die sich selber die Wahrheit sagen durch seine geistreiche Bertheidigung des Freihandels gegen den 25. Juni ein Lyoneser Pfaffenblatt zitiren können und die nach Wahrheit streben, stehen in festen im Parlament heulenden Schutzöllner Eisenstock vielen An- konnten, das zur Ermordung Carnot's förmlich auf. Schuhen, während dagegen Parteien, welche die Wahrheit hang erworben, hatte sich erkühnt, die Fahne der gereizt hatte. Anarchie in einer Berlin ชิน zu scheuen haben und sich selber belügen, unrettbare Todes. kandidaten sind. Zeitung. Die Abendpost", an der auch Otto Michaelis Mit einer einzigen Stimme Majorität ist der Mitarbeiter war, aufzupflanzen. Das Blatt wurde indessen Jaurès'sche Antrag verworfen worden. Wenn bald unterdrückt, nachdem es die Nuglosigkeit des Berliner Die sieben Minister sich was Anstandspflicht war der Magistrats zu zeigen versucht und in einem Artikel Des Königs Abstimmung enthalten hätten, wäre der Antrag also mit über den Beruf des Staatsoberhauptes angestellt hatte. Ein Zwie- was nicht ist, kann noch werden. Wenn die französischen Rock" bei Gelegenheit einer Revue unehrerbietige Betrachtungen sechs Stimmen Mehrheit durchgegangen! Nun gespräch, das Faucher in einem Bierhause, in welchem die Linte am Reaktionäre so fortfahren, wird noch mancher von ihnen Frankfurter Parlament sich zusammenzufinden pflegte, mit die Reise ins Land, wo der Pfeffer wächst", mitmachen Schlöffel, bem starren Republikaner, eines Abends gehabt, schwebt noch lebhaft in meiner Erinnerung. Schlöffel liebte es, mit können. einen radifalen Gesinnungen zu prahlen, wie in jener Zeit überhaupt von Bielen mit Stolz darauf gepocht wurde, möglichst weit Rantner und Senat dasselbe angenommen haben, folgende Das französische Anarchistengeset hat, nachdem lints zu stehen. Schlöffel hatte sein Erstaunen darüber ausge drückt, daß Faucher fich von der politischen Bewegung fern halte. endgiltige Fassung erhalten: Weil Sie mir zu weit rechts find!" war Faucher's Antwort, ber die Leute durch Paradoxen zu frappiren liebte. Schlöffel strich Zum guten Ton. Die„ Breslauer Morgenzeitung" giebt in einer späteren Nummer ausdrücklich zu, daß dem Deutschen Unternehmer die Fähigkeit mit dem Arbeiter au verkehren größtentheils abgeht." Und mit bezug auf unsere Bemerkungen zu ihren Artikel sagt die Bresl. Morgenzeitung": Das Blatt urtheilt nicht unbefangen, wenn wir auch nicht leugnen wollen, daß seine Bemerkungen über die vorsintfluthliche Auffaffung mancher Unternehmer, die immer noch nicht begreifen können, daß sie auf gleichem Fuße mit den Arbeitern unterhandeln müssen, autreffend sind. Der„ Borwärts" fagt, die Arbeiter trügen teine Schuld. Gut, aber wie steht es mit den Organen der sozialdemokratischen Arbeiter? Wir können dem " 1850 erscheinenden " Art. 1. Die in Art. 24§ 1 und 3, und 25 des Gesetzes vom 29. Juli 1884, die durch das Gesetz vom 12. Dezember 1893 ab= geändert wurden, aufgezählten Uebertretungen werden vor die Buchtpolizeigerichte verwiesen, wenn diese Uebertretungen zum Bweck einen Att anarchistischer Propaganda haben. Art. 2. Vor die Zuchtpolizeigerichte wird jedes Individuum gestellt und mit Gefängniß von 3 Monaten bis zu 2 Jahren und den von dem vorstehenden Artikel bezeichneten Fällen überführt mit einer Buße von 100 bis 2006 Frcs. bestraft, welches außer in wird, zum Zwecke anarchistischer Propaganda durch Heraus forderung oder Verherrlichung der in dem Artikel aufgeführten Bunge. Hat jedoch der Herr des Lebens über mich geboten, Diether ihr Betragen. tam's zu Tage aufnehmen so sage dem jungen, unglücklichen, durch mich unglücklich würde, und bedauerte abwechseln die arme Frau, sich gewordenen jungen Manne: Bis zu meinem legten Athem selbst und den guten Junker Dagobert, den die Botschaft, zuge sei er mir der theuerste Mensch auf Erden gewesen. Die Margarethe feinem Knechte aufgegeben, unbedingt zum Die Beit, da ich ihn verstohlen liebte, wie ein unerreichbar Tode erschrecken müsse. Der biedere Junker!" sagte sie höchstes Gut, sei meine glücklichste; die Zeit, in der ich ihn vor sich hin, während sie ihr Nachtkleid überwarf:" Wie er haßte in verwirrter Leidenschaft, meine elenbeste gewesen. alles liebt, das ihm vertraut. Wie dankbar gedenkt nicht Handlungen eine oder mehrere Personen aufgereizt zu haben, BerSeine vergebende Freundschaft war Paradieseshauch in sein die Stiefmutter, die ihn haßte? Wie zart denkt er brechen des Diebstahls, Todtschlags, der Plünderung, der Brandmeinen häuslichen Jammer, sein Bild der Heilige, zu dem nicht aller, deren er sich angenommen! Wie werde ich das legung oder Verbrechen, die nach Art. 435 des Str.-G.-B. beich betete. Befenne ihm in meinem Namen, daß ich, die gute Judendirnlein morgen mit der Nachricht erquicken, straft werden, zu begehen; oder eine Aufreizung an Militärs Unwürdige, glücklich war, in der Erinnerung an ihn, und daß er gesund und wohl ist. Der lauge Knecht ließ sich's der Armee oder Marine gerichtet zu haben, um sie abwendig daß, wenn es möglich ist, mein Geist sich von oben herab- gewiß nicht träumen, daß der Gruß an die alte Crescenz fam, den sie ihren Vorgesetzten schulden, wenn diese sie zur Auszu machen von ihren militärischen Pflichten und dem Gehorneigen wird, um über seine Schritte zu wachen, daß ich auch noch jemand anderm galt! Wie aber in aller Welt führung der Gesetze und der militärischen Regeln und der Berihn aber bitte mit der verzweifelnden Liebe einer Mutter, tommt es, daß der biedere junge Herr vor die Behme ge- theidigung der republikanischen Verfassung kommandiren. Die sich selbst zu erhalten, und die Stätte zu meiden, wo öffent rathen ist, von der ihm nur der Kaiser Loshelfen mag? im ersten Paragraphen vorgesehenen Strafen werden selbst in lich und heimlich die höchste Gefahr ihm droht, wo selbst Ei!" unterbrach sie sich, gegen das Fenster lauschend: war dem Falle angewendet, wenn die gegen Militärs der Armee oder der eigene Vater von schnöder Rachluft entbrannt ist gegen mir's doch, als ob die Hunde sich wieder bewegten und leise der Marine gerichtete Aufreizung nicht den Charakter einer Handden Unschuldigen. Beschwöre ihn"... hier hemmten tuurrteu.' 3 ist aber wieder alles stille, und dennoch," lung anarchistischer Propaganda hat, allein in diesem Falle Thränen die Worte Margarethens, und mit einem schmerz setzte sie nach einer Pause hinzu:„ dennoch regt sich draußen strafe der Relegation nicht verhängt werden. Die Verurtheilung fann die in Art. 3 des gegenwärtigen Gesetzes verfügte Zusatzlichen: ich kann nicht mehr; lebe wohl!" stürzte sie aus etwas, und, ich höre die Hunde schnaufen und schmaßen, tann nicht auf die einfache Erklärung einer Person erfolgen, dem Gemach. Die angftvolle Crescentia folgte ihr er als ob sie etwas Röstliches zu fressen erhalten hätten." welche versichert, Gegenstand der hier näher bezeichneten Aufdu be mahnend, bittend und klagend. Die Altbürgerin war Schon griff die herzhafte Frau nach der Lampe, als eine reigungen gewesen zu sein, wenn diese Erklärung nicht bestätigt unerbittlich gegen ihr Flehen; noch unter der Hausthüre behutsame Faust einige Mal leise an den Laden klopfte. wird durch das ganze Anklagematerial, welches die Straffälligmußte ihr die Alte in dem ungewissen Dunkel die Richtung Da haben wir's!" flüsterte die Alte vor sich:" Das ist feit erweist und in dem Verdammungsurtheil ausdrücklich erbezeichnen, die sie gen Bergen zu nehmen hätte, und unter ein frecher Dieb, der meinen Hunden mit Gift das Maul dem Gebell der wachbaren Hunde entwich die kühne, aufs gestopft hat, und nun herein möchte." Sie erfaßte äußerste gefaßte Frau der alten Dienerin.- Kopfschüttelnd schnell eine Haue, die in der Ecke stand, öffnete das Fenster sah ihr die lettere nach, schob alsdann den Riegel vor und lein und sprach durch die Rize des Ladens hinaus: sendete das Gesinde, das durch das Hundegebell aufges Du diebischer, ungeschlachter Gesell, wer Du auch seist, schreckt worden war, wieder zum Lager zurück. Sie feyte pace Dich fort, denn meine Leute sind beim ersten Schrei sich hierauf in den Sorgenstuhl und dachte im unruhigen wach und hellmunter. Auch halte ich eine Haue in der Geiste nach über die Begebenheiten des Abends. Nach allem Hand, die Dir den Kopf zerschmettert, wenn Du ins Fenster Ueberlegen schien ihr endlich nichts klarer und gewisser zu einzubrechen wagst. Zieh darum ab. Ich bin' ne arme sein, als daß der angehäufte Gram und Unmuth Marga- Frau, und hier ist nichts zu holen, als ein blutiger Kopf." rethens Verstand in Unordnung gebracht habe, und sie be- Macht keinen Lärm!" flüsterte es von draußen herein: gann, sich die bittersten Vorwürfe zu machen, daß sie die„ Ich bin kein Dieb, sondern ein ehrlicher Mann. Ich Hirnverwirrte hinausgelassen in die einsame Finsterniß, wo konime doch nur, um Euch zu warnen, Mütterlein." ihr unftäter Fuß gar leicht in des Wassers Fluth gerathen, ( Fortsetzung folgt.) oder ein Blig ihr Haupt zerschmettern konnte. Sie schalt fich einfältig, daß sie gar nicht bedacht, wie ungnädig Herr! " härtet wird. Art. 3. Die Zusatzstrafe der Relegation kann über die Individuen verhängt werden, welche auf grund der Art. 1 und 2 Gefängniß verurtheilt worden sind und die schon zuvor entweder des gegenwärtigen Gesetzes zu einer höheren Etrafe als ein Jahr der in den genannten Artikeln aufgeführten Handlungen oder eine Verurtheilung zu mehr als drei Monaten Gefängniß wegen eine Verurtheilung zu Buchthaus, Einschließung in eine Strafanstalt, oder zu mehr als drei Monaten Gefängniß wegen eines gemeinen Verbrechens aufzuweisen haben. Art. 4. Die auf grund des vorliegenden Gesetzes verurtheilten Individuen haben ihre Strafe in Einzelhaft abzubüßen, ohne daß dieses Artikels find anwendbar bei Durchführung der Strafen der Einschließung in einer Strafanstalt oder Gefängnißftrafe, welche auf grund des Gesetzes vom 12. Dezember 1893 über die Verbindungen von Uebelthätern und den ungesehmäßigen Besitz von Explosivstoffen verhängt werden. " weiß nicht, woher er Art. 5. In den von dem gegenwärtigen Gefeße vorgesehenen| portschiffe begleiteten. G3 tam zum Rampfe; der„ Chenguen" Arbeiten auf dem der Frau v. b. Heyden gehörigen Gute Fällen, sowie in allen denen, in welchen die inkriminirte Handlung zog sich zurück, der„ Rotse" und sechs Transportschiffe enttamen, Bredenfelde. So schreibt uns ein Arbeiter, der seit längerem einen anarchistischen Charakter trägt, tönnen die Gerichtshöfe und die Japaner nahmen den Aviso fort und bohrten ein Transport- vergeblich Beschäftigung sucht. Die Abkommandirung von Gerichte ganz oder theilweise die Veröffentlichung der Verhandlungen schiff in den Grund. Die japanischen Truppen griffen an demselben Militär zur Verrichtung Landwirthschaftlicher Arbeiten verbieten, wenn eine folche Veröffentlichung eine Gefahr für die Tage die Chinesen bei Asan an, weitere Nachrichten über diesen wiederholt sich in jedem Sommer trok der großen Der Arbeiter öffentliche Ordnung sein könnte. Jede Uebertretung dieses Ver- Kampf fehlen. Der englische Kreuzer Porpoife" ist heute von Arbeitslosigkeit. bots wird in Gemäßheit der Vorschriften der Art. 42, 43, 44 Shanghai abgegangen, um die Engländer in Chefoo zu schützen. das Brot für seine Familie nehmen soll und hofft namentlich und 49 des Gesetzes vom 29. Juli 1881 verfolgt und mit Ge- Shanghai, 30 Juli. Ueber das Seegefecht, welches am auf Beschäftigung in der Erntezeit; dann werden Soldaten tom fängniß von sechs Tagen bis zu einem Monat und einer Buße 27. d. M. zwischen japanischen und chinesischen Kriegsschiffen mandirt und der Arbeiter fann zusehen, wie diejenigen, zu deren von 1000 bis 10 000 Frants bestraft. In gleicher Weise werden stattfand, wird weiter gemeldet: der chinesische Aviso wurde nach Erhaltung er ein Erfleckliches beizutragen gezwungen ist, ihm auch verfolgt und mit denselben Strafen belegt alle Veröffentlichungen hartnäckigem Rampf genommen, das chinesische Transportschiff noch den langersehnten Verdienst vor der Nase wegnehmen. oder Enthüllungen in den im ersten Paragraphen des gegen- Rowshung" wurde von den japanischen Schiffen mit Torpedos Wir hoffen, daß sofort die Militärbehörden angewiesen werden, wärtigen Gesetzes vorgesehenen Fällen, von Dokumenten oder beschossen und sant bei der Shopiont Insel(?) mit 1500 ähnliche Vorkommnisse tünftig aufs strengste zu vermeiden. Atten, wie sie im Art. 38 des Gesetzes vom 29. Juli 1881 an- Soldaten, wovon nur 40 durch das französische Kanonenboot gegeben sind. Lion" gerettet wurden. Alle an Bord des Rowshung" befindlichen Europäer fanden in dem Kampfe den Tod. Art. 6. Die Bestimmungen des Artikels 463 des Strafgesetbuches find auf das gegenwärtige Gesetz anwendbar. Die sozialistische Fraktion der französischen Rammer hat an die Wähler das folgende Manifest erlassen: Bürger! Die Kammer, welche Ihr erwählt habt, um das Werk der politischen und sozialen Befreiung, welches die Lebensbedingung der Republik ist, zu vollenden, beschließt eben das erste Jahr ihrer Thätigkeit. Ihr habt von ihr Reformen gefordert, ſie bietet Euch dafür ein Gesez, das treffend als verbrecherisches Gesez, als Gesetz gegen die persönliche Freiheit bezeichnet wurde. In 14 Sigungen hat die sozialistische Fraktion ganz ihre Pflicht erfüllt, sie hat dieses reaktionäre Gesetz in Schach gehalten, ohne daß irgend ein Mitglied der Majorität wagte, für daffelbe einzutreten. Mit stiller Verachtung werdet ihr das Gesetz aufnehmen, welches die volksthümliche Rechtsprechung durch Geschwornen aufhebt und dafür den Buchtpolizeigerichten das Recht giebt, einen Bürger auf grund einer einzigen Denunziation, wegen einer Rede, wegen eines Zeitungsartikels, ja selbst wegen eines Gespräches, wegen eines Gesanges, wegen eines flüchtig hingeworfenen Briefes, eines Wortes, einer Handbewegung wegen zu verfolgen, zu Gefängniß zu verurtheilen, nach Cayenne zu verbannen. Den Verfolgungen, die man gegen Euch im Schilde führt, werdet ihr Demokraten der Städte und des Landes das kalte Blut von Männern entgegensezen, die sich ihrer Rechte bewußt sind und die fest entschlossen sind, jede Falle zu vermeiden. Ihr werdet in Eurem gesetzlichen Widerstande auch künftighin nicht allein bleiben. Wir sind mit Euch. Wir fordern Euch auf, den sozialistischen Abgeordneten und Zeitungen jeden Mißbrauch der Macht der Regierung, jede Ungerechtigkeit, als deren Vorwand dieses Gesetz genommen wird, anzuzeigen. Der schmachvolle Bund des Panamismus mit der Reation wird den Siegeszug der sozialistischen Demokratie nicht auf halten. Hoch die soziale Republik! " = London, 30. Juli. Dem Reuter'schen Bureau" wird Seeres und der Flotte haben Befehl erhalten, sich auf ihre aus Yokohama vom 28. d. Mts. gemeldet: Die Reserven des Sammelpläge zu begeben. Die Chinesen verlassen Japan. Aus Tokio erfährt das genannte Bureau aus guter Quelle von demselben Tage, daß das Hauptkorps der chinesischen Armee am 25. d. Mts. die nördliche Grenze Korea's überschritten habe. Auch werde berichtet, daß die japanischen Kriegsschiffe neuerdings beschossen worden seien. V Vom Aschenbrödel Volksschule. In Wattenscheid werden, wie die Rheinisch- Westfälische Arbeiterzeitung" meldet, die staubigen und daher der Gesundheit nachtheiligen Schulplätze nicht besprengt. Ein Antrag, einen Wasserschlauch zur abgelehnt. Ebenso ein Antrag, für genügende Heizung und ReiBesprengung anzuschaffen, wurde wegen der großen Kosten" nigung der Schulräume die erforderlichen Mittel zu bewilligen. Selbst ein hervorragender" Vertreter der Schule soll erklärt haben, zur" Reinigung hätten die Lehrpersonen die Schulkinder zur Verfügung und mit den Kohlen müsse man sparsamer umgehen. In derselben Stadt hatte man aber natürlich die Mittel um Neubau der„ höheren Töchterschule". Zur rechten Zeit bringt der Braunschweiger Zur rechten Zeit bringt der " Sonn- und das Seegefecht bei Afan begaben sich die Japaner an Bord des Shanghai, 30. Juli. Nach späteren Berichten über das chinesischen Transportschiffes Kowshing" und verlangten, daß Boltsfreund" gegenüber den Heulmeiereien über den Braundas Schiff nach Japan gehen folle. Der Rapitän des" Row schweiger Bierboykott folgendes in Erinnerung. In der am shing" weigerte sich, die Japaner fehrten hierauf an Bord ihrer 14. April 1891 abgehaltenen Sigung des Vereins Braunschweiger Bierbrauereien, wozu 2 Vertreter der dortigen Generalkommission Schiffe zurück und eröffneten das Feuer auf den„ Rowshing". eingeladen waren, wurde mit den Brauerei- Arbeitern BraunDie amerikanischen Arbeiter beginnen sich nun schweigs vereinbart: 1. Bom 1. Mai d. J. ab wird 10 stündige Arbeitszeit eingeführt 2. selbständig zu organisiren. Der National- Zeitung" ent- die wird 4 Fefttags Stunden nehmen wir hierüber das Folgende: gearbeitet und In den sogenannten Neu England Staaten der Nord- für einen vollen Arbeitstag gerechnet; 3. die Ueberstunden amerikanischen Union, also in Maine, New Hampshire, Vermont, werden den Brauern mit 30 Pf. und den Arbeitern mit 20 Pf. Massachusetts, Rhode Island und Ronneftitut, hat sich eine pro Stunde vergütet; 4. Borderburschen und Personal im Sudbesondere Industrie Armee gebildet, welche bei den nächsten hause, die ein höheres Einkommen haben, sowie durch NebenRongreßwahlen gefchloffen vorgehen wird. Einflweilen hat bezüge beffer gestellt sind, sind nicht mit einbegriffen; 5. etwaige dieselbe an den Kongres folgende Petition gesandt: 1. Für Mißstände betr. der Schlafräume sollen beseitigt werden; 6. polis Farmen und Fabriken zu sorgen, wo die Arbeitslosen ihre tische und gewerkschaftliche Gewissensfreiheit wird jedem Arbeitfönnen. Arbeitskraft produktiv für ihre eigenen Bedürfnisse verwerthen nehmer zugesichert. 2. Schritte zu treffen, daß die Bundesverfassung Diese sechs Zugeständnisse haben die Brauereibefizer als den Grundsatz des Rechts auf Arbeit ausspreche. berechtigt anerkannt; sie haben sie ohne Vorbehalt ein= 3. Abschaffung aller zinsgebenden Scheine; 4. sofortige timmig angenommen und um ihre Durchführung kämpfen nun bauten im ganzen Lande; 5. Berstaatlichung der ſind den Brauereibesitzern nicht etwa abgenöthigt worden, Arbeit für die Arbeitslosen durch StraßenArbeit für die Arbeitslosen durch Straßen die Brauereiarbeiter fchon an 3 Jahren! Diese Zugeständnisse sich der tulturfähigen Landes seitens folcher, welche es bebauen wollen hatten Bertrauen zu den Herren Brauereibesitzern; sie glaubten Eisenbahnen, Telegraphen und Bergwerte; 6. Bebauung alles auch der rücksichtsloseste Arbeiterfeind wird sie nicht anders als bescheiden und berechtigt nennen können. Die Arbeiter 7. Einsetzung einer Kommission, um zu untersuchen, ob die Trusts" nicht nationalisirt werden sollten. Das Programm der daß sie, wie es Ehrenmännern geziemt, diese zugestandenen Forderungen auch in ihren Betrieben durchführen werden; sie neuen Armee" hat also starke sozialistische Beimischung. glaubten um so mehr daran, als die Brauereibefizer selbst die Zum nordamerikanischen Eisenbahnarbeiterstreik. Bertreter der Arbeiter zu den Verhandlungen einluden und sich Präsident Cleveland hat John Dr. Kennan von Newyort entgegenkommend gezeigt hatten. Aber die Bugeständnisse und Nicholas Worthington von Illinois aufgefordert, in blieben auf dem Papier; die Forderungen wurden nicht durchgeführt; die Arbeiter waren die Verrathenen. Staaten, Caroll Wright, Erhebungen über die Umstände, friedliche Verhandlungen dazu zu gelangen, daß dieſe Gemeinschaft mit dem Chef des Arbeiteramtes der Vereinigten und troßdem fuchten fie Jahre lang möglichst durch welche zu dem kürzlichen Eisenbahnstreit führten, anzustellen.-Bugeständnisse vom April 1891 auch praktisch wirksam würden. Aber die Brauereibesitzer zeigten weder den Willen noch die gute Absicht, auf die Forderungen der Arbeiter einzugehen; fie suchten vielmehr durch Androhung von Gewaltmaßregeln die Arbeiter davon abzuschrecken, die Durchführung der Vereinbarung zu erreichen. Und ein solches Vorgehen wagt dann noch der Brauerei- Ring, gegen den nunmehr der Boykott erklärt ist, zu rechtfertigen! " In Chile hat der Senat eine Amnestie für die ( Folgen die 45 Unterschriften der Mitglieder der sozialistischen politischen Verbrecher" angenommen, Fraktion.) Die Boulangiften zu begnadigen, scheint nun für die französische Regierung nach der Annahme des schmachvollen Anarchistengesetzes die dringendste Aufgabe zu sein. Eine Pariser Depesche meldet hierüber: Ein heute vom Stapel gelassenes Torpedoboot fehrte mit worden. 11ur " Gewerkschaftliches. not m 90531 Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Von der Franen- Agitationskommission werden am Mittwoch, den 1. August, mehrere Bersammlungen einberufen, Infolge der von Cassagnac gemachten Enthüllungen über die fich mit dem Bierboykott beschäftigen. Nicht die Frage: das boulangistische Komplott, bei welchem Baron Mackau und Wie stellen sich die Frauen des Proletariats zu dem Boykott?" Graf de Mun betheiligt waren, soll die Regierung entschlossen foll entschieden werden, denn diese Frage ist für das halbwegs fein, Rochefort und Graf Dillon, als die weniger Schuldigen, aufgeklärte weibliche Proletariat entschieden, sondern es kann sich Effen a. d. Ruhr, 30. Juli. Wie die Rheinisch- Westfäl. zu begnadigen. darum handeln, größere Kreise für den Boykott Beitung" mittheilt, tagten heute in Essen die Vertreter der beSchwimmende Särge. Eine Depesche aus Brest, zu gewinnen, damit auf die Zwischenhändler, Kaufleute, deutendsten am Dortmund- Rheinkanal interessirten Städte, BeGrünframhändler und Bierverleger u. f. w. eingewirkt wird. einem der wichtigsten Kriegshafen Frankreichs, meldet: zirte und wirthschaftlichen Körperschaften. Einstimmig wurde In dent 1., 2., 3. und 5. Wahlkreise, wo es den Genossen, beschlossen, nach wie vor an der Südemscher- Linie( Projekt 4) schweren durch die Explosion eines Kesselrohres verursachten Be- wie die veröffentlichten Listen ergeben, noch nicht im genügenden festzuhalten und in einer Denkschrift der Eingabe von Dortmund, schädigungen zurück; ein Heizer ist bei dem Unfall schwer verletzt Maße gelungen ist, die Gastwirthe in größerer Zahl zu veran welche sich für die Lippe- Linie ausspricht, entgegenzutreten. laffen, boykottfreies Bier zu führen, will die Frauen- AgitationsKlausenburg, 28. Juli. Der im Memorandum- Prozesse tommission ihre Agitation beginnen. Die ersten Versammlungen verurtheilte Dr. Lucaciu ist hierher gebracht worden und wird in im Süden werden abgehalten und zwar: 1. bei Karb, Schön- das Staatsgefängniß in Szegedin überführt werden. Die Blätterleinstraße 6; 2. bei Poppe, Lindenstraße; 3. bei Möhring, Admiralstraße; 4. in den Oranienballen, Dranienſtr. 51. meldung, Lucaciu sei von Gendarmen erschossen worden, ist vollständig unbegründet. Die Genoffinnen und Genossen werden ersucht, dafür Sorge Brinn, 30. Juli. Der Reichsraths- Abgeordnete, Bürgera zu tragen, daß diese Versammlungen insbesondere zahlreich von den Frauen besucht werden, sodaß auch die noch Indifferenten meister Winterholler, ist gestern früh 5½½ Uhr gestorben. in diesen Kampf als Mitstreiter eintreten und der Boykott an wärtigen, Grey, erklärte im Unterhause, daß die englische Wirksamkeit gewinnt. Regierung eine Vermittelung zwischen China und Japan nicht Die rheinisch- westfälischen Knappenvereine befchloffen, angeboten habe, fie habe nur in Uebereinstimmung mit wie der Generalanzeiger für Dortmund" berichtet, auf ihrem anderen Mächten in Peking und im Interesse Delegirtentage in Bitten, von der Gründung eines christlichen des Friedens freundlichen Rath ertheilt. Der Schatzunparteiischen Knappenbundes abzusehen und die Sache des alten fanzler Harcourt fündigte an, er werde morgen eine Resolution Verbandes deutscher Bergarbeiter zu fördern. zur Beschleunigung der Berathung des Gesezentwurfs betreffend die ausgesetzten irischen Pächter beantragen. Französische Kolonialfrenden. telegraphisch gemeldet: Aus Paris wird Aus Saint Louis am Senegal wird gemeldet: Alikari der Marabout von Bosso im Süden von Bandjagara, welcher den heiligen Krieg predigte, brachte der ihm entgegen tretenden französischen Truppenabtheilung eine Niederlage bei. Der Kommandant von Segu schickte hierauf Verstärkungen ab. Diese eroberten Bosso und tödteten im Ge fecht Alitari mit 500 seiner Leute." Auf französischer Seite fielen ein Europäer und acht eingeborene Tirailleurs. Außer: dem wurden 6 Offiziere, 15 europäische Soldaten und 128 Tirailleurs verwundet. " ( Dieser Beschluß ist ein gutes Zeugniß für die Intelligenz der Bergleute Rheinland- Westfalens. Zugleich beweist er, daß das Muckerthum unter ihnen keinen Boden hat. # London, 30. Juli. Das Oberhaus nahm die Budgetbill in dritter Lesung an. Bastia, 30. Juli. Lucchesi, der Mörder des Redakteurs Achtung, Maurer! Zuzug ist fernzuhalten von Oster- Bandi, wurde heute Vormittag den italienischen Behörden ausa burg, Freiburg i. Br., Schwedt a. D., Danzig, geliefert und an Bord des nach Livorno gehenden Dampfers und in Wandsbek von dem Koch'schen Bau in Hinschenfelde. Palestina" gebracht. Achtung! In der Schuhfabrik von Rosenthal[ u. Groß, Neue Grünstr. 30, sind die Vorrichter und Stepperinnen mit ihrem Fabrikanten in Lohndifferenzen gerathen. Es ist daher der 3uzug fernzuhalten. Barcelona, 30. Juli. Das Verfahren gegen die Anarchisten Vaccherini, Nombiela und Esteve, welche der Urheberschaft an dem Attentate gegen den Marschall Martinez Campos bezichtigt wurden, ist wegen mangelnder Beweise eingestellt worden. Petersburg, 29. Juli. In den ersten vier Monaten des Jahres betrugen die ordentlichen Einnahmen des Staates Die englische Wahlrechts- Bewegung kommt ebenso wenig zur Ruhe, wie die österreichische. Am nächsten Sonntag, den 5. August, findet auf dem berühmten Trafalgar. Square ein großes Meeting( Voltsversammlung) statt mit der Tagesordnung: Allgemeines Wahlrecht, Stichwahlen, Diäten für die Abgeordneten. Besonders werden zu dieser Bersammlung die Trades Unions, die radikalen Klubs und die Arbeiterorganisationen eingeladen. In der Einladung heißt es, daß die Versammlung in Uebereinstimmung mit den Beschlüssen des internationalen sozialistischen ArbeiterAus Oldenburg berichtet das Norddeutsche Boltsblatt": Kongresses vom vorigen Jahre ist, welcher die sozialistischen Im Glasarbeiterstreit hat sich nichts geändert. Die 812 810 000 Rubel gegen 258 627 000 Rubel im gleichen ZeitBarteien aufgefordert hat, für die Einführung des all- Mitglieder der verschiedenen Gewerkschaften haben sich zur raum des Vorjahres, die außerordentlichen 16 761 000 Rubel gemeinen Wahlrechts in allen Ländern mit voller Kraft Unterstützung der Ausständigen folgende wöchentliche Steuer gegen 98 642 000 Rubel im Vorjahr. Von den Ausgaben in der= einzutreten. auferlegt: Bildhauer pro Mitglied 1 M., Tischler, Buchdrucker felben Zeit beliefen sich die ordentlichen auf 216 106 000 Rubel gegen 206 243 000 Rubel im Vorjahre, die außerordentlichen auf und Metallarbeiter 50 Pf., Schneider und Schuhmacher 25 Pf. Die Tischler Budapests beabsichtigen, sich türzere Arbeits- 17 678 000 Rubel gegen 13 665 000 Rubel im Vorjahre. Die zeit und höheren Lohn zu verschaffen. Wahrscheinlich werden fie Verzinsung der öffentlichen Schuld erforderte in den ersten vier das durch Streit erzwingen müffen. Sie bitten deshalb, fchon Monaten 66 020 000 Rubel gegen 84 414 000 Rubel im gleichen Zeitraum des Vorjahres. est jeden 8uzug fernzuhalten. Schutzöllnerisches aus Bulgarien. Eine Depesche aus Sofia meldet das Folgende: Der Ministerpräsident Stoilow gab in seiner Rede in Philippopel die Erklärung ab, daß die Regierung, nachdem sie hierzu die Bewilligung der betheiligten Staaten eingeholt haben werde, bei Einfuhrzöllen einen Zuschlag von 15 pSt., sowie eine Gewerbesteuer von den Angehörigen fremder Staaten zu er heben beabsichtige. Aus Paris schreibt man der Köln. 3tg.": 350 Arbeiter der Spinnerei Detraux bei Arras sind ausständig, weil die Arbeitszeit um zwei Stunden gekürzt wurde und entsprechende Lohnabzüge stattfanden. ( Depeschen des Bureau Herold.) Jferlohn, 30. Juli. Die vereinigte nationalliberale Wahlmänner Versammlung hat, dem ferl. Tagebl." zufolge, einstimmig den Landrichter Nolle- Elberfeld als Kandidaten aufs Paris, 30. Juli. In der Gemeinde Quarante haben in Der Krieg zwischen China und Japan soll noch gestellt. Der internationale Kongreß der Textilarbeiter in immer nicht durch eine formelle Kriegserklärung beglaubigt sein, er wüthet aber schon ganz ernsthaft, wie die nach- ondon erklärte sich in ſeinen weiteren Verhandlungen für eine den legten Tagen Haussuchungen stattgefunden, wie es heißt, um internationale Verbindung der Textilarbeiter und beschloß, daß Briefpapier aufzufinden. Präsident Casimir Perier erhielt folgenden Depeschen beweisen: Shanghai, 28. Juli. Nach Nachrichten aus Soeul hat nächstes Jahr in Gent eine internationale Konferenz abgehalten nämlich am 13. Juli aus Quarante einen Drobbrief, in welder japanische Gesandte bei der koreanischen Regierung beantragt, die Zurückziehung der chinesischen Truppen zu verlangen. Auf die Weigerung der foreanischen Regierung fand ein turzer Kampf in Soeul statt, infolgedessen die japanischen Truppen den Palast, in dem sich der König befand, in Besitz nahmen. Der Lettere hat sich an die europäischen Vertreter mit der Bitte um Bermittelung gewandt. Shanghai, 29. Juli. werden soll. Boziale Meberlicht. " " chem es hieß: Vier Tage nach Caserio's Hinrichtung dürfte Ihnen die Lust vergehen, Präsident von Frankreich zu sein." Die Polizei fonstatirte, daß am 12. Juli ein gleiches Briefpapier, wie das zu dem Briefe von Casimir Perier benutte, in Quarante verkauft worden ist; der Verkäufer fonnte sich jedoch nicht mehr entsinnen. London, 30. Juli. Eine hervorragende japanische Persönlichkeit theilte einem Journalisten mit, daß auf Korea eine vollUeber die Verwendung von Soldaten zu landwirth Drei japanische Kriegsschiffe fchaftlichen Arbeiten berichtet die Mecklenburgische Bolts stießen am 27. d. M. bei Asan auf die chinesischen Kriegsschiffe Beitung" unterm 24. Juli aus Stavenhagen: Soeben traf ständige Anarchie ausgebrochen sei. Die finanzielle Lage sei eine Chenyuen" und„ Kotse" sowie einen Aviso, welche sieben Trans- eine Abtheilung Soldaten hier ein zur Verrichtung von Erntel äußerst schwierige, in allen Kreisen herrsche Korruption. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Pöhich in Berlin. Druck und Verlaa von Maz Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Sierzu zwei Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 175. Dienstag, den 31. Juli 1894. Arbeiter! Varteigenollen! 11. Jahrg. Die Einigungsversuche vor dem Gewerbegerichte sind an dem Widerstande des Bier- Ringes gescheitert. Der barbarische Akt des kapitalistischen Uebermuths, die unerhörte Maßregelung der völlig schuldlosen Brauereiarbeiter ist nicht zurückgenommen worden. Die Berliner Arbeiterschaft hat den Bierproßen die einzig mögliche Antwort ertheilt. Ju zweiunddreißig großen Volksversammlungen ist der Bierboykott auf fämmtliche Ringbrauereien ausgedehnt worden. Arbeiter! Parteigenossen! Eure Ehrenpflicht ist es, nicht zu dulden, daß Hunderte von Klassengenossen der Unternehmer- Willkür zum Opfer fallen, daß der Brauerring in brutalster Weise seine ökonomische Macht mißbraucht. Zum Kampfe gedrängt wird die Arbeiterschaft Berlins ihre gerechte Sache mit aller Energie führen und mit rücksichtsloser Entschlossenheit anwenden, welche den Sieg verbürgen. diejenigen Mittel Arbeiter! Parteigenossen! Sorgt dafür, daß nirgends Ringbier getrunken wird. In keinem Hause, in keiner Werkstatt, bei keinem Ausfluge darf ein Tropfen Boykottbier getrunken werden. Alle Feste und Vergnügungen in Lokalen, in denen Ringbier geschänkt wird, sind zu unterlassen; alle etwa bereits getroffenen Verabredungen rückgängig zu machen. Den Gastwirthen muß klar gemacht werden, daß sie zu wählen haben zwischen der Kundschaft der Arbeiter und der Gunst der Bierproben. Wir wollen jede Schädigung der Gastwirthe vermeiden, indem wir dieselben auffordern, sich Bier aus boykottfreien Berliner oder auswärtigen Brauereien anzuschaffen, dann werden die Arbeiter nach wie vor bei ihnen verkehren. Weder Maßregelungen noch Saalsperre schrecken nus; wir kennen keine Furcht und wissen, daß an der Solidarität der Arbeiter das Unterfangen bes Brauerrings scheitern wird. Mit unbeugsamer Entschlossenheit halten wir den Boykott über lämmtliche Ringbrauereien so lange aufrecht, bis unsere gerechten Forderungen erfüllt sind. Arbeiter Berlins, thut Eure Pflicht, meidet das Ringbier und die Lokale, in denen Ench Boykottbier vorgesetzt wird. Und auch Ihr, Arbeiter und Parteigenoffen in Deutschland, helft uns, indem Ihr kein Bier aus den boykottirten Brauereien Berlins trinkt. Der Boykott, dessen Ende nicht abzusehen, ist den Berliner Arbeitern durch einen Akt unerhörter Brutalität aufgezwungen. Wir appelliren an das Ehrgefüh aller Klassenbewußten Arbeiter und wissen, daß ihre Solidarität sich stärker erweisen wird als die Zufallseinigkeit des dividendenlüsternen Unternehmerthums. Vorwärts, Arbeiter und Parteigenossen! Trinkt kein Boykottbier! Meidet die Lokale in denen Ringbier ausgeschänkt wird! Kanft kein Flaschenbier, welches aus Ringbrauereien stammt. Lehteres empfehlen wir besonders den Frauen zur Beachtung. Hoch die Solidarität der Arbeiter! Bonkottfreies Bier liefern: Brauerei Carlsberg, Friedrich Reichenkron, Charlottenburg. Brauerei Wilhelmshöhe, E. Lehmann, Berlin. Brauerei Pichelsdorf, Direktor Hoffmann. Münchener Brauhaus, Attien- Gesellschaft, Berlin. Süddeutsche Brauerei, Karl Kink u. Ko., Berlin. Brauerei Müggelschlößchen, Friedrichshagen. Nordstern- Brauerei, Berlin. Brauerei in Wusterhausen. Die Boykottkommiffion. Wegelagerer festzunehmen und ihre Namen festzustellen. Es stellte Getränkes bedeute den Anfang der Rerevolution!- Was die sich heraus, daß alle vier in der Vereinsbrauerei Beschäftigte Partei der gewerbsmäßigen Rüpel in alle Winde schrie, sprachen ihrer eigenen Aussage nach, diejenigen erwischen, welche die wird der Philister, der vielgelobte, präparirt, damit er das find. Und der Grund ihres nächtlichen Treibens? Sie wollten, die Anderen etwas leiser in verschiedenen Variationen nach. So Plakate: Hier giebt's Boykottbier" ankleben; die Schläge Fiasko" der Sozialdemokratie, die nicht einmal durch den mit den lebensgefährlichen Waffen waren denen zugedacht, Bierverruf" die bürgerliche Gesellschaft aus den Angeln heben die für den Boykoft in ihrer Weise Propaganda machen wollten. konnte, voll und ganz würdigen kann. Sonderbar, höchst sonderbar, Es mag hier eingefügt werden, daß die Ueberfallenen nach dieser wie der Weg zur Hölle mit guten Vorsägen, so ist der Weg zu Richtung hin ganz unschuldig waren. Mag man nun über das unserem Ziele mit lauter Niederlagen" und" Fiasko's" ge" Ankleben" denken, wie man wolle: diese Art der Selbsthilfe muß pflastert. die Verurtheilung aller Bürger finden. Die gerichtliche Untersuchung, die jedenfalls nachfolgen wird, muß ja ergeben, ob die Betreffenden auf eigene Fauft gehandelt oder ob es gedungene, portation dieser amerikanischen Spezialität würden wir uns sehr bedanken. Exportbrauerei Nathenow, Niederlage bei Max Denn etwa nach Pinkertons System Gedrillte waren. Für die Imhardt, N.W., Hannoversche Straße 18a. Schloßbrauerei, Fürstenwalde. Bürgerliches Brauhaus( in Firma Müller), Frankfurt a. D. Gustav Spiekermann, Weberstraße 66, Niederlage des Bürgerlichen Brauhauses Luckenwalde. Phönig- Brauerei, C. Radon, Lichterfelde. Brauerei Jagdschlößchen, Eberswalde. Niederlage Edm. Renter, Swinemünderstr. 45. Brauerei Tivoli, Strausberg. Niederlage Stabernack, Mühlenstraße. " " Mit wenig Wig und viel Behagen werden die nichtigsten Dinge manchmal mit sehr ernsthafter Miene erörtert. Ueber die verbreitet, der weiter nichts Thatsächliches enthält, als daß sich letzte Zusammenkunft der Saalkommission wird ein Waschzettel die Vorfämpfer der Saalreform" sehr ärgern, ihre Pläne der Deffentlichkeit schon so frühzeitig enthüllt zu Unverschämt gelogen. Die Reptilien des Bierrings ver- haben, wodurch in weiten Kreisen selbst die Freisinnige breiten über die letzten Bierboykott- Versammlungen die alberusten Zeitung" hat davon Notiz genommen das Mißtrauen gegen Rügen; die Versammlungen seien nur schwach besucht gewesen; die Fünfzehner- Kommission noch verstärkt ist; sonst enthält der in der Singer'schen Versammlung„ blos 500" 1. f. 1. Nun Bericht nur belanglofes Gerede. Wenn dort gesagt wird, es u. s. w. die Herren brauchen ja blos einmal ihre Säle zu öffnen, und wurden wieder nur einige" Unterstützungsgesuche bewilligt, so Wolf der Boykotter. Eine Extralüge leistet sich Herr Richter in wirklich nichts anfangen und das„ Konstatiren", daß die Ges wir werden dann sehen, ob sie groß genug sind für das läßt sich mit einer solchen abgeschmackten Redewendung doch der Freisinnigen Zeitung": wertschafts- Versammlungen nur mäßig besucht Besonders auffallend war der geringe Besuch einer waren, bedeutet in der That nichts, als eine nach Versammlung im Elysium in der Landsberger Allee, trägliche Sanktionirung der Berichte, welche von den in welcher Liebknecht sprach. Derselbe erklärte offen, daß es sich Ringorganen schon veröffentlicht waren. Warum schweigt die um einen Machtstreit gegen das Kapital handele. Er wiegt sich Ringpresse, wenn sie nun einmal so bedenklich am Stoffmangel in die Hoffnung, daß die kleinen Brauereien infolge des General- leidet, sich über die lange Liste der ringfreien Wirth Bierboykotts aus dem Verein der Brauereien austreten würden schaften aus, welche der Vorwärts" am Sonnabend brachte? Die Lokal Kommission von. Friedrichsberg giebt und auf diese Weise die Sozialdemokratie siegen werde. Die große Anzahl von Namen, welche eine nicht mißzuverstehende Eierdurch bekannt, daß Schulz und Pallas in Bürger- Welche Wirkung die Ausführungen Liebknecht's auf seine Zu- Sprache reden, hat unsere Gegner förmlich betäubt. heim nach wie vor Böhmisches Bier mit ausschänken, hörer gehabt haben, beweist der Umstand, daß, wie die„ Post" Statt sich hierüber zu äußern, knabbern die bürgerlichen Die Genoffen werden hiermit darauf aufmerksam gemacht. feststellt, nach Schluß der Versammlung im Elysium za hlreiche Beitungen an den Zahlen herum, die über den Besuch der Steppin, Wartenbergstraße, schänkt Münchener Bier. Genossen einer unweit gelegenen Stehbierhalle zueilten, wo Freitags- Versammlungen vorliegen; diese zu verkleinern, ist Ring bier der Paßenhofer und der Böhmischen Brauerei verzapft wird." Tokales. Gastwirthe und Biktualienhändler, welche boykottfreies Bier führen, in die Listen aufgenommen werden und sich der Kontrolle unterziehen wollen, können sich melden bei D. Schulze, Friedrich Karlstraße 34 und B. Lange, Warten bergstraße 67. J. A.: Anton Kopp, Friedrich Karlstraße 4. Die Lokalkommission von Rigdorf theilt uns mit, daß in der Liste derjenigen Wirthe, die nur boykottfreies Bier ausschänken, der Gastwirth Babenstein, Hermannstr. 118, aus Versehen herausgeblieben ist, " " Die zahlreichen Genoffen" aus der auffallend gering besuchten Versammlung" sind natürlich Steifleinene" des FalstaffEugenius, der die drei öffentlich Geheimen" in Zivil, welche sich von den Strapazen der Versammlung in einer benachbarten Kneipe erholten, in zahlreiche Genossen"( Eugen's?) verwandelt hat. ihr größtes Vergnügen. Als ob es darauf ankäme, daß alle Säle abgesperrt sein mußten! es scheint ganz vergeffen zu sein, daß es bei diesen Veranstaltungen im Wesentlichen darauf antam, auf die Indifferenten zu wirken und das ist erreicht daß eine ungeheure Masse überzeugter Arbeiter gezungen theils, und auch freiwillig den Versammlungen fernblieb, braucht wahrhaftig nicht noch besonderer Erwähnung. Uebrigens ist der Einwand von jener Seite, daß nicht alle Säle polizeilich gesperrt wurden, in gewissem Sinne darum tomisch, weil die Lachen ist verboten wenigstens während der Dauer des Beiten, wo eine beliebige andere Partei von ihren eigenen AnBierboykotte. Brauereibesitzer, Saalverweigerer, die Spießbürger Kenntniß, daß Herr Albert Schlüter, Verl. Wilhelmstr. 33, ent- der That angebracht erscheint, emen Paragraphen gegen das hören konnten, nur ca. 4000 Personen in den ca. 40 Sälen Groß- Lichterfelde. Wir bringen den Genoffen zur aller Schattirungen sind dermaßen nervös geworden, daß es in bängern einen großen Saal nur füllen konnte, auf immer vorüber sind. Vorher hatten, wie wir dies bei den Antisemiten gegen seinen wiederholten Versicherungen, er führe nur Phönix Lachen ins Strafgesetzbuch einzufügen, besonders, da die Zu- play, jetzt sind's schon 10 000 vielleicht wird diese Bier, auch Bier aus der Viktoria- und Josiy- Brauerei in seinem vernicht und damit natürlich das Lachen der Sozialdemokraten immerhin bedenkliche Differenz für einzelne unserer Gegner Lokale schänkt. Wir werden Schritte thun, daß Herrn Schlüter im Steigen begriffen ist. Vor einer Fabrik in der Pantstraße die Veranlassung sein, sich beim nächsten Mal durch Augendie Plakate der Phönir- Brauerei, welche zur Täuschung der Ar- hatte dieser Tage eine frevlerische Hand es gewagt, das schein zu überzeugen, daß die sozialdemokratische beiter herhalten müssen, entzogen werden. Trottoir mit den Worten in rother Farbe Zu be= Schätzung der Wahrheit am nächsten kommt. Friedrichsfelde. Richtigstellung der Boykottliste vom malen: Arbeiter, trinkt fein Ringbier! Diese Worte Daß unsere Gegner in diesem Rampfe ihre beste Waffe eins Sonntag den 29. d. M. Boykottfreies Bier verzapft nur veranlaßten einen Schuhmann mit höchst bedenklicher rosten lassen, erwarten wir keineswegs wir haben uns an C. Schulz( Familienheim) Lichtenberg- Friedrichs. Miene siehen zu bleiben, während ihm gegenüber der Portier der das Lügen ihrerseits, und dasselbe gilt zum großen Theil von felde, Prinzen- Allee 6. Alle übrigen Saalbefizer haben sich Fabrik Stellung genommen hatte, der bald die Ordnungsstüße, denen, auf die es berechnet ist, schon gewöhnt. Man stellt das den Saalverweigerern angeschlossen. Die Berliner Arbeiter und bald die inhaltsschweren Worte musterte. Da erscheint ein als einen gegebenen Faktor mit in Rechnung und könnte nur Genossen werden ersucht, dieses streng zu beachten. dritter auf der Bildfläche, ein Arbeiter, der den Vorgang überrascht werden, wenn darin plößlich eine Aenderung eintreten beobachtet und mit lächelnder Miene zwischen beiden hindurchgeht. würde. Lachen! Das durfte nicht ungerochen bleiben. Der Mann mußte zur Wache folgen, sein Name wurde festgestellt und das Strafgericht wird nachfolgen. Im Auftrage der Lokaltommission. G. Junge, Prinzen- Allee 28. Die Nervosität der Ningbierbudiker ist noch immer in Binkertonslente in Rigdorf? Unser Vorort Rigdorf Steigen begriffen, die große Hiße der lezen Wochen mag da em scheint amerikanischen Verhältnissen entgegenzutreiben. In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag passirten drei junge Leute, Ein wenig Logik, wenn's gefällig ist! Die Beruhigungs- gut Theil zu beitragen. Amlegten Sonnabend, so wird uns von zuverlässiger Seite berichtet, fehrten einige Arbeiter in Bremers von einem Vergnügen kommend, die Jägerstraße. In der Nähe pulverchen, welche dem Berliner Bierphilister in gewissen Zwischen Bierhaus", Alvenslebenerstr. 1, ein. Sie frugen, da sie nicht der Vereinsbrauerei stießen sie auf einen in das Dunkel der räumen verabfolgt werden, sind mit verblüffender Einfachheit und Wie bei jeder gewillt waren, jedes beliebige Bier sich einschänken zu lassen, Mauer hineingedrückten, anscheinend schlafenden Mann. Neben alle nach einem Rezept zusammengestellt. in aller Höflichkeit, welches Bier da verschänkt werde. Diese vollfich hatte derselbe einen aus Draht geflochtenen Todtschläger größeren Aktion der Arbeiterschaft, so wird auch hier wieder kommen berechtigte Frage versetzte den Wirth in eine unbeschreibliche liegen, den die Drei mit sich nahmen. Einige Schritte weiter lag ein verfahren; man pufft das, was getroffen werden soll, muth und er überschüttete sowohl die Arbeiter, als auch die Führer je größer desto besser zweiter, der ebenfalls den Schlafenden martirte, und noch weiter ein zu einer imaginären Größe auf der sozialdemokratischen Partei mit einer wahren Hochfluth von britter, mit der gleichen Waffe in der Hand. Als die harmlosen man hat dann die beste Gelegenheit, diesen infamen Sozis Schimpfworten. Die beiden Genossen mußten, um einer regelPassanten bei dem dritten angelangt waren, erhoben sich die drei eins ordentlich zu versehen, wenn ihnen vordem viel mehr anunheimlichen Gestalten, denen sich noch eine vierte, bisher unbe- gedichtet werden konnte, als wie sie nachdem erreicht haben oder rechten Prügelei zu entgehen, eiligst das Lokal verlassen. Aehnlich merft gebliebene, zugesellte und stürzten sich auf die drei. Der überhaupt erreichen wollten. Das war die bewährte Taktik bei behandelte der aufgeregte Wirth einige Gäste, die ihn etwas später besuchten. Dieser Vorgang zeigt wiederum, wie vorsichtig Schlag des einen, der als ein Hilfskutscher aus der Vereins- jeder Wahlbewegung; dasselbe Schauspiel, das sich alljährlich Biertrinker in der Wahl ihrer Wirthe gegenwärtig sein müssen. brauerei erkannt wurde, den dieser mit dem oben beschriebenen zur Maifeier zeigt, wiederholt sich in diesem denkwürdigen Bier- Meide man darum lieber solche nervös veranlagte Naturen und gefährlichen Instrument gegen den Kopf des einen jungen friege. Mannes zu führen versuchte, konnte noch glücklich abgewehrt werden. Natürlich war es wieder das enfant terrible der bürger- schone, indem man sie unbehelligt läßt, deren Gesundheit. Solidarität. Einen schönen Beweis von der Solidarität Die Angegriffenen, die vollständig ohne Waffen, waren diesen lichen Koalition, der Bier Antisemitismus das Wort Megelagerern gegenüber natürlich machtlos, sie ergriffen die ist antisemitischen Ursprungs der mit der Weisheit heraus der Arbeiter lieferte das Personal der Buchdruckerei von Flucht. Durch einen herzueilenden Nachtwächter gelang es, die platte: der Boykott des meist euphemistisch Gerstensaft getauften J. Sittenfeld gelegentlich einer vorgestern veranstalteten Dampfer " " im Beutel von " 1890 Partie nach Neue Mühle". Behufs Einnahme des Frühstücks I was werden die Eltern sagen, wenn sie erfahren, wie es mir Mutter oft nicht viel besser daran und daher gleich war beabsichtigt, in Grünau zu landen. Dies geschah auch, und geht? Jetzt wird mir flar, weshalb Bater so besorgt bei meinem falls start gefährdet sind. Das wird zutreffen; sonst wäre nicht zwar im Wendenschloß". Bevor jedoch einer der Theilnehmer Weggang Den Landungssteg war." Es ist bekannt, daß im städtischen Gast zu verstehen, wie trotz der verhältnißmäßig kleinen Zahl der betrat, wurde Der hier anwesende haus Wirth des Lokals interpellirt, wie er sich zum Berliner Quartier aufgeschlagen haben. Im Gegensatz zu den gastfreund- ehelichen so groß sein fann, wie sie nach den ermittelten Zahlen leider auch Jünger der heiligen Hermandad ihr von Fremden Verpflegten die Lebensbedrohung der UnBier Boykott stelle. Der Herr bemerkte, er schänke lichen Wilden, die den Gast nicht fragen woher wohin? thatsächlich ist. Schon die Todtgeburten sind bei den unehelichen ., Böhmisches", jedoch wolle er ihnen Echtes pro Seidel unterwarfen diese ihn vor seinem Fortgang einem Examen über im Verhältniß 1/2 mal so häufig als bei den Ehelichen. Aber mit 20 Pf. verkaufen. Unter diesen Umständen verzichteten die die schwierige Frage, weshalb weder Arbeit noch Wohnung auch wenn sie lebend zur Welt kommen, haben die unehelichen Theilnehmer( 240 Personen) auf das Frühstück in diesem Lokal, habe. Darüber belehrt wird wegen Arbeitsscheu weniger Aussicht, am Leben zu bleiben. Die Sterblichkeit der und fuhren ihres Weges weiter, den Wirth mit einem langen in Untersuchungshaft genommen. Endlich, nach Unehelichen unter 1 Jahr ist in Berlin beinahe doppelt so groß Geficht auf der Landungsbrücke stehen lassend. Nebenbei sei be- 14 Tagen, am 21. Juli, steht Termin an. Der junge Mann wird( natürlich immer im Verhältniß) als der Ehelichen. merkt, daß der Wirth auch Weißbier anbot, doch mußten die freigesprochen; wie viel Hundert sind froh gleicher Unschuld in starben hier von 100 Ehelichen 23, von 100 unehelichen 42. Theilnehmer, da hier den Arbeitern nicht genehmes Bier ausge- Preußen verurtheilt? irrt wieder umher- keinen Pfennig wäre die Sterblichkeit der Unehelichen nicht größer, so wären schänkt wurde, verzichten. um Arbeit zu erhalten. Vergeblich. Des Nachts in Berlin 1881-90 von Kindern unter 1 Jahr 12 039 weniger Entlassungen von Brauereiarbeitern. Wenn von Seiten das gastfreundliche" städtische Asyl aufzusuchen hat er eine be- gestorben. Der Unterschied bleibt selbst unter den ungünstigsten des Bierrings in Abrede gestellt wird, daß der Boykott seine greifliche Angst; er kampirt bei Mutter Grün. Wie lange wird Berhältnissen. Auch wo die Mutter bezw. die Eltern ArmenWirkung ausübe, so möge folgendes Beispiel das Gegentheil be- der junge Mann noch umherirren müssen? Die Klage auf Ent- unterſtügung bekamen, starben die unehelichen doppelt so zahl= weisen. In der Böhow'schen Brauerei wurden zwei schädigung und Herausgabe der Papiere gegen den wohlhabenden reich; nach den Mittheilungen zweier Armenärzte von Ehelichen Brauer entlaffen. Der Grund ist Mangel an Arbeit und Folgen Gutsbefizer wird er nun wohl von Berlin aus anstrengen. beinahe 17 pet., von Ünehelichen über 39 pCt. Pflege- und Er. des Boykotts. Wenn also der Geschäftsgang ein derartiger ist, wird sie noch in diesem Jahrzehnt entschieden werden? ziehung sind bei den Unehelichen augenscheinlich in jeder Lage daß immer wieder Leute entlassen werden, so ergiebt sich hierin, und weiter mit welchem Recht ist der junge Mann extra mangelhaft. Andererseits ermittelte Dr. N., daß auch bei daß die Verluste enorm sind. Die Pazenhofer in Untersuchungshaft genommen? Wer ent- den im Kinderschuh- Verein" in gleichmäßiger Weise Verpflegten Brauerei entließ am 14. Juli infolge des Boykotts 10 Mann chädigt ihn? Mit welchem Recht halten die Ghelichen eine Sterblichkeit von 26, die Unehelichen von und am 21. Juli 2 Schmiede, die 5 und 6 Jahre in diesem Be- Polizeibeamte sich in dem nicht von der 34 pet. aufwiesen. Die letteren brachten vermuthlich von vorntriebe thätig waren. Polizei unterhaltenen Asyl für Obdachlose herein geringere Lebensfähigkeit mit. Schließlich bleibt selbst bei auf? Findet die Polizei wirklich nicht außerhalb des nicht für Ernährung mit Bruſtmilch, ohne Zweifel aus demselben Grunde, Bravo! In Rixdorf murde am Sonnabend Nachmittag fie und nicht von ihr errichteten Obdache Beschäftigung Giebt die Sterblichkeit der Unehelichen 11/2 mal so groß als die der bas neuerbaute Gemeinde- Schulhaus in der Kaiser Friedrichstraße es feine Mörder, keine Sittlichkeitsverbrecher, feine Spieler, Ehelichen. gerichtet. Zur Feier dieses Ereignisses sollten die Bauhandwerker teine Wucherer, feine Gummischlauchleute, teine mißhandelnden Zu den hier bestehenden Schuhmaßregeln für Uno feitens des Bauherrn mit Ringbier trattirt werden; doch man Beamte in und um Berlin, auf die die Sicherheitspolizei zu eheliche und deren Mütter führt Dr. N. aus, die Fürsorge für hatte die Rechnung ohne die Arbeiter, und namentlich die fahnden verpflichtet ist und die nicht zu finden sie ein von Ledigschwangere sei unzureichend, die Anstaltspflege für Gebärende Maurer gemacht. Als nämlich die Kneiperei beginnen sollte, ver Jahr zu Jahr größeres- Mißgeschick entwickelt? Wünscht die desgleichen. Krankenkassen gewähren nur kurze und dürftige ließen sämmtliche Bauhandwerker und Arbeiter den Bau, ohne Bolizei statistische Beläge?- Weiter: weshalb ist gegen den Hilfe, Alimentation erfolgt felten, spät und unzureichend, Armenfich um das bereitstehende Ringbier zu kümmern, so daß dasselbe Gutsbesiger weder Untersuchungshaft noch irgend ein pflege und Privatwohlthätigkeit lassen namentlich in den besonders seinen Beruf gründlich verfehlte. Strafverfahren anhängig gemacht? Ist es der sonst so gefährdeten ersten Lebenswochen im Stich. Die durch WaisenDie Matinee zum Besten der ausgesperrten Brauerei- findigen Juristenkünftelei noch nicht gelungen, in der ge- verwaltung und Polizei( Schußmänner!) geübte Aufsicht über Arbeiter, welche der Theater- Verein" Freier Wille" unter Mi- ber Nothlage etwas gegen die Gesellschaftsordnung Verstoßendes feit dieser Kinder besonders im ersten Jahre und bei Berschilderten Vorenthaltung Urkunden und Ausbeutung die Haltekinder ist unvollkommen, wie denn auch die Sterblich wirkung der Gesangvereine Gerechtigkeit", Froh Hoffnung", Olympia"," Frisch zur Freiheit", Freiheit I" und Rothe Nelte zu finden? Nennt das die heutige Gesellschaftsordnung gefeßlich dauungskrankheiten noch größer ist als die der anderen Un Schöneberg" am letzten Sonntag im Elysium veranstaltete, fand erlaubte Unterschlagung und erlaubten Bucher? Oder find ehelichen. außerordentlich großen Zuspruch; nicht nur, Spintisirungen nach Konstruktionen von Interpretationsdaß Der Der Verfasser sagt schließlich mit dürren Worten, ein Gemeins weite Saal sich bis auf den letzten Platz gefüllt hatte, auch nothwendigen Bestrebungen der Arbeiter unter Straf- und seine unehelichen Kinder verkommen zu lassen". Troß dieses Maschinen werthvoller, welche die durchaus berechtigten und wefen wie Berlin fönne es unmöglich für anständig halten, vom daranstoßenden Garten aus fuchten noch viele Personen Bolizeigeseze pressen sollen, weil diese Bestrebungen geeignet sind, berben Urtheils ist zu befürchten, daß seine Befferung. den Piècen, welche das abwechslungsreiche Programm bot, zu Die Lage der Arbeiter in etwas zu heben und der Beseitigung vorschläge wenig Beachtung finden. Er erklärt ausdrücklich, folgen. Und es lohnte sich, ihnen zu lauschen. Die starke der heutigen Ausbeuteordnung vorzuarbeiten? Können vielleicht daß er keine Pflicht des Staates anerkenne, fich bedingungslos Rapelle, welche die Freie Vereinigung der Zivilberufsmusiker die Spigen der preußischen Justiz und Polizei Auskunft er eines Kindes anzunehmen. Auch Findelhäuser verwirft er. Aber gestellt hatte, erefutirte einige gewählte Kompofitionen, wie theilen? Oder sind diese vielleicht im stande, dem jungen Mann er fordert dennoch ziemlich weitgehende Zugeſtändnisse, namentMeyerbeer's Festmarsch, Suppé's Ouverture" Jerfahrt ums Arbeit nachzuweisen? U. A. w. g. Glück", E. Bach's Finale aus Ariele, die Tochter der Luft" 2c., lich Zufluchtstätten für Ledigschwangere, Entbindung in Anunter Leitung des Herrn Gartmann mit bekannter Acuratesse, stalten, Unterkunft nach der Entlassung, Geldbeihilfe zum und der stattliche Chor, Stillen u. s. w., für die Kinder Ueberwachung durch Aerzte und welchen die Gesangvereine bildeten, wußte durch sechs sorgfältig einstudirte der Aufnahme in obengenannten Pflegerinnen, freie Behandlung und Arzenei, Erleichterung Wir ein Krankenhaus u. s. w. und exakt zum Vortrag gebrachte Männerchöre Begeisterung zu warten, wie gesagt, sehr wenig von diesen Vorschlägen. Als entflammen für den Freiheitskampf, den das Proletariat auszuKlippe, an der sie scheitern müssen, bleibt nach Beseitigung fechten hat. Statt des Genossen Bebel, der eine Ansprache zu des jetzigen Mangels an Einrichtungen die sich ,, sittlich" dünkende, gefagt hatte, aber sie, da die Matinee wegen der Saalfperre aber in Wirklichkeit lieblose Engherzigkeit und der Geldpunkt. Des Feenpalastes, in welchem sie schon vor einer Woche statt finden sollte, verschoben werden mußte, nunmehr wegen Abwesen Nach der Schilderung von so viel Elend berührt es seltsam, heit Don Perlin nicht halten konnte, Die Zahl der unehelichen Kinder kann, wie auch Dr. wenn man als Schlußfaz des Auffahes lieft: Wenn wir einen hob Genosse Neumann betont, nicht als sicherer Maßstab für die Größe der an und für sich vollkommen hilflosen Menschen Wagner in zündenden Worten die Bedeutung des Kampfes herrschenden Sittenlosigkeit angesehen werden. zumal unvers Das geschieht hervor, welcher durch die Aussperrung unschuldiger Arbeiter trotzdem in gewissen Kreisen, und namentlich für Berlin wird schuldet in einer Lage ſehen, in der er mehr als irgend ein verursacht worden ist, und feuerte die Anwesenden, deren oft auf die Zunahme" der unehelichen Geburten hingewiesen. Dem Untergange preisgegeben ist, so hat er auch in höherem anderer- infolge des Unvermögens der Nächstverpflichteten stürmischer Beifall ihre Zustimmung an den Tag legte, zu bre Bahl ist auch von 12 750 im Jahrzehnt 1821-80 auf Grade als irgend ein anderer auf die Unterstützung durch die energischer Durchführung des Boykotis, bis der Sieg unser ift, 38 740 in 1861-70 und 63 258 in 1881-90 gestiegen. Aber im Allgemeinheit ein Anrecht." Jedermann weiß, wie weit dieser an. Den zweiten Theil der Matinee nahm fast ganz die im Vergleich zur seitdem bedeutend allgemeinen gelungene Ausführung des Schwankes von Max zahl ist sie thatsächlich gefallen. gewachsenen Einwohner: Grundsatz unter der heutigen Ordnung" der Gesellschaft zur 1821-30 tamen auf Geltung fommen kann. Regel„ Die Tochter des Staatsanwalts" ein, während den dritten 10 000 Personen der durchschnittlichen Bevölkerung etwa 58, Theil neben der zweiten Hälfte der bereits erwähnten Männer 1861-70 fogar 60, aber 1881-90 nur 48 uneheliche Geburten. Beschlagnahmt wurde auf Verfügung der Staatsanwalts chöre einige leichtere Musifpiècen ausfüllten. Der Gesammt Das erklärt sich nicht blos daraus, daß 1881-90 auch die Zahl schaft die Leiche des 18jährigen Sattlerlehrlings Karl Kreßmann, eindruck des Gebotenen dürfte bei allen Zuhörern ein durchaus aller Geburten verhältnißmäßig abgenommen hat, nachdem sie der am Sonntag Morgen gegen 5 Uhr in die elterliche Wohnung, vortheilhafter gewesen sein. in den 60er und 70er Jahren verhältnißmäßig zugenommen hatte. Greifswalderstr. 228, heimfehrte und schon gegen 9 Uhr als Magiftratliche Weisheit. An der Schillingsbrücke, neben Selbst im Vergleich zur Bahl der ehelichen Geburten haben die Leiche aufgefunden wurde. Es handelt sich um Feststellung der der städtischen Badeanstalt für weibliche Personen, hat der Ma- unehelichen abgenommen. Auf 100 eheliche fanten in den 60er Jahren unbekannten Todesursache. gistrat einen Rettungstahn placirt, zu welchem der Zutritt indeß 14-15, in den 70er Jahren 13-14, in den 80er Jahren 12-13 Den Maurer Julins Thiede, der unter dem Verdacht des nur am Tage, so lange die Badeanstalt geöffnet, möglich ist. uneheliche. an der Krankenpflegerin Helene Schweichel verübten Mordes Abends, nach Schluß der Badeanstalt, wird auch Zur Abstammung der unehelichen Kinder bringt Dr. N. steht, soll ein Geständniß abgelegt haben; freilich nicht dem der Eingang zur Treppe, welche den Zugang zum Rettungs- nach Ermittelungen, die theilweise nur unter gewissen Ein- Untersuchungsrichter, sondern einem Strafgefangenen, der jetzt fahn ermöglicht, durch eine hohe eiserne Thür verschlossen, schränkungen zu verwenden find, Zahlenangaben, wonach unter in Plößensee sitzt. Dieser hat an die Staatsanwaltschaft ein so, daß der Zutritt zum Rettungstahn unmöglich ist. Dabei steht den Bätern nicht die Wohlhabenden und Gebildeten, sondern Schreiben gelangen lassen, in dem er anzeigt, Thiede neben der verschlossenen Thür wie zum Hohnder bekannte Arbeiter, Handwerker, fleine Gewerbetreibende, unter den schwarz- weiß- rothe Mast, dessen Spitze eine Tafel ziert mit der Müttern die Arbeiterinnen ohne nähere Angabe, die in der Gait habe sich ihm gegenüber zu der Thaterschaft bekannt und auch den Hergang der Ausführung genau ge= Dienstboten, Näherinnen, schildert. Aufschrilt: Rettungstahn. Dem Schutze der Bürger wirthschaft Beschäftigten, die Danach soll Thiede mit dem Denunzianten empfohlen."- Kopfschüttelnd ob der Weisheit unseres Schneiderinnen, Wäscherinnen, Plätterinnen, außerdem die ohne eines Tages in derselben Belle zusammen gewesen sein und bei Magistrats staunen allabendlich die Bürger diesen Maft und- Berufsangabe in der Mehrzahl jeien. Er widerspricht der An dieser Gelegenheit mitgetheilt haben, daß er nicht blos den Uebers den eingeschlossenen Rettungskahn an. sicht, daß es sich meist um geheim oder öffentlich Prostituirte fall, sondern auch den Mord ausgeführt habe, weil er bei Helene handele, oder daß die Mütter in der Regel den VerführungsEin Beitrag zur elenden Lage des Randarbeiters. fünsten der Reichen oder dem Druck der Noth erlägen. Bon Schweichel seine Absicht nicht erreicht gehabt habe. Als er auf der Schweichel gekniet und den Mord begangen habe, sei Frau Bierzehn Tage lang mußte der Arbeiter. unschuldig den Arbeiterinnen glaubt er das„ troß ihrer gedrückten Lage" Büchtemann aufgetaucht. Er habe schleunigst die Flucht ergriffen in Haft figen, ist augenkrank geworden, obdach, brot- und am wenigsten. Warum? sagt er nicht; aber er bemerkt, daß es und das Messer im Laufe von sich geworfen. Bei der Schwur= arbeitslos. Wie kam das?. ift 18 Jahre alt, braver Württem- wenigstens theilweise die ungünstige materielle Lage ist, welche gerichtsverhandlung wird sich herausstellen, inwieweit der Sache berger Kind, die schlecht und recht sich ernähren. Auf der Suche besonders in diesen Kreisen den freien Geschlechtsgenus häufig Glauben zu schenken ist. Merkwürdig wäre, wenn Thiede einem nach Arbeit kommt er nach Berlin, erhielt dort im städtischen als dauernden oder vorläufigen Ersatz für die Ehe gelten läßt", unbekannten Menschen, mit dem er wenige Augenblicke zusammen Asyl für Obdachlose Ende Mai 1894 einmal nächtliches Obdach. und daß es sich hier oft um ein Zuſammenleben in wilder The war, den Mord eingeräumt hätte, den er dem Untersuchungs. Bei seiner Entlassung wird er von der Polizei, die nach unserer handelt, die unter günstigen äußeren Verhältnissen in eine richter gegenüber hartnäckig bestritten hat. wiederholten Darlegung im Asyl für Obdachlose nichts zu bürgerlich anerkannte Ghe umgewandelt wird". Dr. N. betont B leber die unehelichen Kinder Berlins und ihren Nationalökonomie und Statistik" einen Aufsatz, der für das GeSchnk bringt Dr. H. Neumann in Conrad's" Jahrbuch für meinwesen Berlin wenig schmeichelhaft ist. Er zeigt, daß die hier bestehenden Einrichtungen zum Schuße unehelicher Kinder höchst mangelhaft find, und erweist die Nothwendigkeit eines befonderen Schutzes solcher Kinder aus der besonderen Gefährdung ihrer Eristenz. " " ersuchen hat, ermahnt, sich binnen fünf Tagen Obdach und Arbeit auch, daß unter den in der Charitee und Universitäts- Für die Versuche mit der Müllverbrennung und für zu verschaffen!! Wo Obdach und Arbeit zu finden, tlinit Entbundenen die Arbeiterinnen am häufigsten schon die Konstruktion des zu diesem Zwecke zu erbauenden Ofens find verräth die heilige Hermandad dem armen früher geboren hatten. Das dürfte sich, unserer Ansicht nach, folgende Feststellungen ausschlaggebend gewesen: Das Berliner Arbeitsuchenden nicht. Dem jungen Mann glückt" es, eben aus dem Ueberwiegen der wilden Ehe" erklären. Im Müll enthält nur wenige Bestandtheile, welche brennbar find; bei dem Gutsbesitzer Karl Otto zu Buckow bei Berlin als Dienst Uebrigen ist es noch lange fein sicheres Zeichen von„ Unschuld", man schätzt seitens Sachverständiger nach den dieserhalb an fnecht gegen 40 Thaler Jahresgehalt Anfang Juni angestellt zu noch kein Kind gehabt zu haben. Die Kellnerinnen hatten( nach gestellten Ermittlungen das Brennmaterial im Berliner Müll werden. Durch die Nachtruhe in dem zugigen Stall oder durch denselben Feststellungen) auffallend felten schon früher geboren. auf fnapp 1 pGt. In denjenigen englischen Städten, wo die andere Ursachen zieht der Knecht sich ein noch jetzt nicht be- Soll man sie deshalb für unschuldiger" halten? Alle diese Müllverbrennung mit Erfolg eingeführt ist, betragen aber die hobenes Augenleiden zu; er bittet, ärztliche Hilfe ihm zu Theil Bahlen sind ziemlich werthlos, weil in ihnen der finderlos brennbaren Bestandtheile des Mülls gegen 10 pCt. Es ergiebt werden zu lassen. Die Bitte wird ihm abgeschlagen. Die gebliebene außereheliche Verkehr unberücksichtigt bleiben muß. sich daraus für die Berliner Müllverbrennung die Nothwendigs " Herrschaft" richtet aber an den Kranten die Aufforderung, Bielleicht ist hierbei gerade die wohlhabende und gebildete Klasse teit einer Beimischung von Brennstoffen zu dem zur Verbrennung fchleunigst den Hof zu verlassen, widrigenfalls ihm alle Glieder( das Warum fann hier nicht erörtert werden) unter den Mädchen bestimmten Müll. Die Verwendung von Kohle zu diesem Zwecke taput" geschlagen würden. Demüthig ersucht der junge und auch den Männern am zahlreichsten betheiligt. Unferes Er dürfte sich zu theuer gestalten; es ist deshalb auf die Ver Mann, ihm das verdiente Geld und seine, vom Dienst- achtens ist eine ehrliche wilde Ehe" hundertmal ſittlicher", als wendung leicht brennbarer Nebenprodukte aus chemischen herrn an sich genommenen Papiere( Seefahrtsbuch, Paß, das Treiben gewisser Herren und Damen befferer" Streife. Fabriken und auf Abgänge aus anderen Fabrikationszweigen Arbeitsbuch, Bürgerrechts Urkunde, Krankenhaus Bescheini Wohlberechnete Vorsicht ist feine Sittlichkeit". Bedacht genommen worden; diese Stoffe sollen mit entsprechenden gung und dergleichen) herauszugeben. Die Herrschaft Der Lebenslauf der unehelichen Kinder fann, wenn Müllmengen vermischt und diese so verbrennbar gemacht werden. weigert sich. Der junge Mann wendet sich an den Amts- die Mütter meist Proletarierinnen sind, selten ein günstiger sein. Besondere Beachtung foll auf die Benutzung des Ofens vers vorsteher, um durch diesen wenigstens seine Papiere zu erhalten. Sie bleiben, abgesehen von den Findlingen", d. h. den ausgesetzten wendet werden. Hier hat sich eine gleichzeitige Benutzung Auch die Vorstellungen der Obrigkeit prallen an dem festen Vor- Kindern, bei der Mutter oder deren Angehörigen oder kommen mehrerer Brennzellen als zweckmäßig erwiesen, da beim Brande fatz des Gutsherrn, nichts herauszugeben, ergebnißlos ab. Der in entgeltliche Pflege, das letztere nach Ermittelungen im Berliner einer einzelnen Belle die Temperatur schwankend ist und die Arbeiter, frank an den Augen, nichts im Magen, geht von neuem Kinderschutzverein" am häufigsten im 2. Lebensmonat. Aber die Verbrennung ein weniger günstiges Ergebnis liefert. Der hiesige auf Suche nach Arbeit. Er hat das Glück, bei dem Gutsbesitzer G. Bahl dieser Haltekinder" ist klein, 1890 nur etwa 21 pet. aller Versuchsofen soll deshalb mit drei Brennzellen angelegt und in Fredersdorf Stellung zu erhalten. Da aber auch auf ein Auf- unehelichen unter 1 Jahr. Unter den Müttern der Halte- diese sämmtlich gleichzeitig im Brande erhalten werden. Ueber forderungsschreiben des G. hin Herr Gutsbesiger Carl Otto zu finder" überwiegen nach Ermittlungen im„ Kinderschutzverein" Einzelnheiten des Verfahrens, so namentlich über die Beseitigung Buckow bei Berlin die Papiere und Bücher des X.nicht einsendet, und in Dr. N.'s Poliklinik die Dienstboten, dort 57/2, hier der Asche von solchem Müll, das beim ersten Brande nur in unmuß G. den Arbeiter entlassen. Der aufs neue arbeitslos Gewordene 40, pet. Unter den Müttern der zu Hause oder bei Ver- genügendem Maße vernichtet wird, müssen praktische Ergebnisse wendet sich an einen Berliner Rechtsanwalt mit der Bitte um wandten unentgeltlich verpflegten Kinder überwogen nach erst abgewartet werden. Eine Sonderung des Mülles nach Rath. Ihm wird gerathen, in Teltow gegen Herrn Otto in Beobachtungen in der Poliklinik die Arbeiterinnen mit leichter und schwerer brennbaren Stoffen soll jedoch, wegen der Buckow flagbar zu werden.. begiebt sich auf die Gerichts- 512, nächstdem die Näherinnen, Wäscherinnen 2c. mit 33 pet.; mit solcher Arbeit verbundenen Ansteckungsgefahr, gänzlich vers schreiberei in Teltow, um seine Klage zu Protokoll zu geben. die Dienstboten waren nur mit 11 pt. vertreten. Die mieden werden. Ihm wird mitgetheilt, er müsse einen Vorschuß zahlen; da X. Unterschiede erklären sich aus Art und Einträglichkeit der Geldmittel naturgemäß nicht besitzt, steht er seinem Berufe und daraus, daß wilde Ehen" vorwiegend bei Abeite- Die Explosions. Angelegenheit im Thiergarten ist jetzt Plan, den Am 6. Juli rinnen u. s. w. üblich, bei Dienstboten aber nicht gut möglich völlig Klargestellt und erweist sich als durchaus harmlos in bezug Dienstherrn" zu verklagen, ab. wird X. im städtischen Obdach gastlich aufgenommen. Nachts find. Die Lage der meisten Mütter von Haltekindern" geftattet auf Entstehung und Verlauf. Dem verletzten Hausdiener Schloita träumt ihn etwa, die Behörden sind nur der Reichen wegen tein hohes Pflegegeld. Eine gute Säuglingspflege tostet aber in wurde von dem Hausdiener Grosse ein kleines, etwa fingerlanges da, der Arbeitslustige und Arme sei zum Leiden geboren, es gebe Berlin jährlich 180-216 M. ohne Kleidung. Billigere Pflege- Fläschchen mit dem Hinzufügen übergeben, daß Groffe, der in der Dur zwei Klassen: eine der Ausbeutenden und eine der Ausstellen-- es giebt auch solche für 108. tönnen wenig tähe der Belte im Thiergarten zu nächtigen pflegt und inzwischen nebeuteten. Wenn alle Ausgebeuteten dessen sich klar würden, leisten, da allein die Milch auf 54 M. pro Jahr zu schäßen ist. wiederum wegen obdachlosen Umhertreibens polizeilich aufgaß sie als rechtlose Menschen, vielleicht schlimmer als Alimenten und Armenunterstüßung find meist gering, gegriffen worden ist, es furz zuvor im Thiergarten gefunden halb aus. manches Vieh, behandelt werden können, so sei hoffentlich das helfen also nur Dr. N. meint fogar, daß habe. Der Inhalt bat nach Schloita's Angabe ausgesehen, wie ausbeutende Reich der Reichen am Ende seiner Herrlichkeit auch die zu Hause Berpflegten bei der Nothlage der abgefeiltes Eisen. Um nun au untersuchen, was die Flasche ents " " hielt, entnahm der vorwitzige Schloika einen Theil des Inhalts den er in den Fingern über ein brennendes Streichholz hielt In demselben Zlugenblick erfolgte ein weithin hörbarer Knall. nnd Schloika wurde in der bereits früher geschilderten Weise ver- letzt auj gefunden und nach der Charitee gebracht. Dort sind die Wunden an de» Händen bereits geheilt, während der rechte Ober schenke!, aus dem ein größeres Stück Glas herausgeschnitten werden mußte, noch entzündet ist und längerer Zeit zu seiner Heilung bedarf. Schloika, der sich freut, daß er sich im Kranken hause ausruhen kann, hatte Furcht vor Strafe und ist äußerst erfreut, daß ihm aus dem Vorfall kein Nachspiel erwachsen wird Polizeibericht. Am 28. d. M. Vormittags fiel in der Gitschinerstraße ein Kutscher von der Deichsel, auf welcher er während der Fahrt entlang gegangen war, unter die Räder und erlitt einen Bruch des rechte» Oberschenkels.— In der Chaussee- straße fuhr ein von einem Kutscher geführter Schlächterwagen gegen einen Pferdebahnwagen. Zwei beim Kutscher auf dem Bock sitzende Kinder wurden beim Anprall auf die Straße ge- schleudert, anscheinend ohne verletzt zu werden, wahrend ein auf dem Vordertheil des Pferdcbahnwageus stehender tandwerker leicht am Oberschenkel verletzt wurde.—@e„ iittag wurde in der Elisabethkirchstraße eine Frau durch ein Stück Mauerputz, welches von dem Hause Nr. 12 abgeschlagen worden war und über das angebrachte Schutzdach hinaus au die Straße fiel, am Kopfe verletzt.— In der Frankfurterstraße wurde ein Handwerker durch einen Geschäfrswagen umgestoßen und am linken Arm erheblich verletzt.— Am 29. d. M. wurde Nachmittags im Nordhafen die Leiche eines seit einigen Stunden vermißten Schifferbnrschen aufgefunden. Aller Wahr- schcinlichkeit nach ist er von dem Kahn, auf dem er bedienstet war, ins Wasser gefallen und ertrunken.— Abends wurde in der Wallstraße ein fünfjähriges Mädchen durch eine Droschke uberfahren und innerlich schwer verletzt.— Am 28. und 29. d. M. fanden lö Brände statt, von denen nur einer aus dem Grundstück Steglitzerstr. 7 erheblich war. Dort war im vierten Stock in einem Badezimmer Feuer entstanden, welches eine Menge Wirlhschaftsgegenftände und Holztheile der angrenzenden Baume zerstörte. Außerdem leistete die Feuerwehr am 23. d M bn einem größeren Feuer in Reinickendorf, Lette-Allee 13, Loschhsife. Witter,„ig in Deutschland am»0. Juli, 8 Uhr Morgen? Nachdem in den letzten zwei Tagen wieder erhebliche Er. wärmung eingetreten war und gestern überall heiteres Wetter ge- herrscht hatte, hat im Süden und in, nordwestlichen Binnenlande bei schwachen südlichen Winden die Bewölkung aufs neue zugenommen. In Bayern finden heute Morgen Regenfälle statt, wobei die Temperatur zu München auf 15 Grad Celsius gesunken ist. Dagegen ist nordöstlich von der Elbe sowie längs der ganzen Küste das Wetter noch heiter, trocken und sehr warm. Berlin Swinemüude und Breslau melden 22 Grad Celsius. Wetter-Prognose für Dienstag, den 3». Juli»8V4. Etwas kühleres, zunächst ziemlich trübes, regnerisches, nachher aufklärendes Wetter mit mäßigen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. pttukerncliftrichkeu. Der Schriftsteller Bommeli sollte thatsächlich aus Württemberg ausgewiesen werden. Die„Schwäbische Tag wacht" berichtet in ihrer Sonnabend- Nummer darüber:„Am 20. Juli wurde der sich z. Z. hier aufhaltende, auch in weiteren Kreisen durch seine naturwissenschaftlichen Werke bekannte Schrift- fteller R. Bommeli, ein Schweizer Bürger, auf die Stadtdireklion Stuttgart vorgeladen, wo ihm eröffnet wurde, daß diese Behörde seine Ausweisung aus dem Königreich Württemberg beschlossen und Bommeli das Land binnen 43 Stunden zu verlassen habe. Veranlassung zu der Ausweisung bot der Behörde ein von Bom- meli am 13. Juli im sozialdemokratische» Bezirksverein Heslach gehaltener Vortrag über„Die Steinkohle", der angeblich einen politischen Charakter gehabt haben soll, sowie die polizeiliche Meldung: Bommeli sei Anarchist. Bommeli protestirte ausS Energischste dagegen, daß er Anarchist sei, wohl aber sei er Sozial- demokrat. Aus sein Gesuch verlängerte die Stadtdirektiou die Dauer des Aufenthaltes aus acht Tage. Eine beim Ministerium des Innern eingereichte motivirte Beschwerde gegen die verfügte Ausweisung halte den Erfolg, daß das Ministerium nach ein- gehender Prüfung der Akten die erlassene Ausweisung Bommeli's aufhob und dieser sonach auch fernerhin in Württemberg seinen naturwissenschaftlichen Studien obliegen kann * ♦ ♦ Eine Parteikonferenz sür den Wahlkreis Gießen- Grünberg-Nidda wurde am 22. Juli in Ortenberg abgehalten. Aus den Verhandlungen ist von weiterem Interesse, daß durch die Entstehung der„Mitteldeutschen Sonntagszeitung" der Grund zu einer regeren Agitation gelegt worden ist, daß man sich sür die Errichtung einer einheitlichen Landesorganisation aussprach, die sich den Landtagswahlkrcisen anpassen soll, daß die nächste Krciskonserenz in Watzcuborn-Sleinberg abgehalten wird und daß zum Frankfurter Parteitag, wofür als Delegirter O r b i g aus Gießen gewählt ist. folgende von Katzenstein und Genosse» verfaßte Anträge gestellt werden sollen: I. Zur Landagitation. Es ist eine Kommission einzusetze», die das Material über die Lage der landwirthschast- lichen Bevölkerung in den einzelnen Theilen Teutschlands, sowie über die Wirkungen der verschiedenen Arten der Grundbesitz- Vertheilnng und Betriebstechnik zu sammeln und zu prüfen hat. Diese Kommission hat dem nächsten Parteitag Vorschläge zur Aufstellung eines agrarpoliltfchen Pro- g r a m m s sowie zur zweckmäßigsten Betreibung der Land- agitation zu machen. Die Kommission hält ihre Sitzungen nach Bedarf; wenn nöthig, in verschiedenen Theilen Deutschlands. Sie kann Unterkommissionen nach sachlichen oder örtlichen Ge- sichtspunkten eniennen und diesen besondere Berichte übertragen. Sie ist berechtigt, auch außerhalb der Partei stehende Fachleute gutachtlich zu hören. II. Zur Thätigkeit der Fraktion. Die Fraktion wird beauftragt, dem Reichstag einen Gesetzentwurf vor- zulegen, betreflend einheitliche Gestaltung der ge- sammten Arbeiterversicherung auf Grundlage der organisirten Orts-Krankenkassen. Von der Agitation. Daß beim deutschen Bauern von wirklichem Rassenhaß gegen die Juden keine Rede ist, sondern ihn nur schlimme wirthschaftliche Erfahrungen, die er mit jüdischen Spekulanten gemacht hat, zum Anschluß an die Antt semiten bestimmen, was um so näher liegt, als er den jüdischen Stamm gewöhnlich nur in der Person des Wucherers kennen lernt und nach diesen, Blutsauger alle anderen Juden beurlheilt, das zeigt sich sofort, wenn ein Jude, der an der Ausbeutung des Volkes nicht theilnimmt, in einer Bauernversammlung den Anti- semiten entgegentritt. Hierfür ist der Verlauf einer in Langen- selbold bei Hanau abgehaltenen antisemitischen Volksversamm- lung sehr lehrreich. Unser Genosse Hoch, Redakteur der Frank- furter„Volksstimme", ging hin. Als man angefragt hatte, ob auch ein Gegner des Antisemitismus das Wort erhalten werde, wurde dies von den Bauern bereitwilligst zugesagt. Diese Zu- sage wurde sowohl von dem Vorsitzenden, Herrn Wilh. Betz aus Langenselbold, wie auch von den anderen Bauern auf's beste gehalten. Nachdem der antisemitische Reichstags-Abgeordnete Hirsche! seinen Vortrag gehalten hatte, bekam Hoch das Wort. Die Bauern hörten ihm aufmerksam zu, niemand von ihnen störte ihn. im Gegentheil war der Eindruck der Situation der, daß wenn auch die Bauern natürlich noch keineswegs für die Sozialdemokratie gewonnen waren, ihr Verhalten doch zeigte, daß die Aktien des Antisemitismus heute in dieser Gegend nicht mehr so hoch stehen wie vor vier Jahren, wo man von unserer Partei noch niemand dort sprechen ließ. Dieser Verlauf der Ver- sammlung war dem antisemitischen Reichstags-Abgeordnete» nichts weniger als angenehm. Er unterbrach öfter den Redner unserer Partei und beleidigte ihn in einer Weise, daß ihn dieser als einen Verleumder bezeichnen mußte. Schließlich wurde die Ver- sammlung aufgelöst. Selbst jetzt blieben die Bauern und ganz besonders auch der Vorsitzende Betz vollständig ruhig. Der ein- zige, der den Skandal verursachte, war der genannte antisemitische Reichstags-Abgeordnete, der schließlich in den Saal hineinrief, mit einem„polnischen Juden" rede er überhaupt nicht. Das sagte der Herr, nachdem er 3 Stunden lang mit unserem Genossen de- battirt hatte! Gegen dieses Verhalten stach wohlthätig ab das der Bauern, die sich uns gegenüber anständig, selbst freundlich verhielten, ja vielfach sogar ausdrücklich ihr Bedauern über die Störung aussprachen-! An Stelle der Frau Zetkin, die ihre Agitationstour in Rheinland erst im Herbst unternehmen kann, wird in nächster Zeit der Reichstags-Abgeordnete Schumacher auf dem rechten und Dr. L ü t g e n a u aus Dortmund,-"'k»>-n> linken Rheinuser agitatorisch thälig sein. � � AnS Hagen wird uns geschrieben: Um Ihnen ein Bild davon zu geben, wie sich in Hagen, der„Hochburg" Eugen Richter's, die Arbeiter für unsere Parteibewegung interessiren, theile ich Ihnen mit, daß als die„Hagener Zeitung" die irr- thümliche Meldung gemacht hatte, Liebknecht wolle hier einen Vortrag halten, die Straße vor dem betressenden Versammlungs- lokal förmlich von Arbeitern belagert war, bis den Leuten klar gemacht wurde, daß sich die„Hagener Zeitung" geirrt habe.. ** In Stettin erklärte sich eine Volksversammlung, wo Reichs- tagsabgeordneter H e r b e r l über die verflossene Reichstagssession Bericht erstattet hatte, mit der Thätigkeit Herbert's und der Fraktion einverstanden und nahm dann eine Itesolution an, worin gegen den Beschluß des Magistrats protestirt wird, der die von den Arbeitern Stettin's beantragt gewesene Erweiterung des Gemeinde-Wahlrechts ablehnte, wodurch eine große Zahl von Gemeindeangehörigen nach wie vor rechtlos bleibt. Das Bureau der Versammlung wurde beauftragt, alle gesetzlich zulässigen Mittel zu ergreifen, um den Arbeitern die Rechte zu verschaffen, die ihnen der feindselige Beschluß des Magistrats verweigert. »* Wurst wider Wurst. In F l e n s b n r g hat die Militär- behörde den Soldaten den Besuch des Tivolis aus bekannten Gründen verboten. Die Arbeiterschaft Flensburgs hat darauf in einer Versammlung beschlossen, alle Lokale zu meiden, wo Militär- musiker spielen, und die von der Militärbehörde boykoltirten Lokale in jeder Hinsicht zu unterstützen. » m „Der Sommerfeldzua der Sozialdemokratie." Unter diesem Titel macht in den Kreisblättern ein Artikel die Runde, worin unter Benutzung einiger Stellen eines die Landagitation behandelnden Artikels des„Vorwärts" vorn seelenverguügt festgestellt wird, daß unsere Partei keine Aussicht habe, die Landbevölkerung zu gewinnen, während einige Zeilen weiter hinten diese Siegeszuversicht bereits der schwarzen Ahnung gewichen ist, daß dereinst auch auf dem platten Lande so ziemlich überall das rothe Banner wehen werde. Der konfuse Artikel schließt mit der Mahnung, daß bei der im mecklenburgischen Kreise Rostock erforderlichen Ersatzwahl— wegen der jüngsten Erfahrungen in Sachsen und Schleswig- Holstein— die bürger- lichen Parteien bei Zeiten auf der Hut und von vornherein ein- müthig sein möchten. Unter anderen Blättern hat den Artikel auch das Ueckermünder Kreis- und Tageblatt gebracht. Dort steht es um die ewige Herrschaft der Konservativen auch man soso. Der sozialdemowatische Wahlverein ist 200 Mann stark nnd alle drei bis vier Wochen werden von unseren Parteigenossen Volks- Versammlungen abgehalten, die Bresche um Bresche in das Boll- werk konservativer Volksbelämmerei schießen. Natürlich bleibt das auch auf den Gedankenkreis der Landbevölkerung jener Gegend nicht ohne Einwirkung. Der Landbewohner, der eine dieser Volksversammlungen besucht hat, trägt die dort empfangene Erkenntniß wie ein heiliges Feuer der Urzeit wohlbehütet in das beimathliche Dorf und dort erhellt dann die Flamme einer neuen Weltanschauung die Hirne der von den herrschenden Klassen in jeder Beziehung vernachlässigten arbeitenden Bevölkerung. Der katholische Geistliche Dr. Winterstein, von dessen Kampfesführung gegen uns neulich die„Unterfränkische Volks- tribüne" eine humorvolle Schildernna entwarf, treibt das Metier der Sozialistenvernichtung nicht in Bamberg, wie wir neulich irrthümlich meldeten, sondern in Würz bürg. In sozial- deniokratische Versammlungen zu gehen getraut sich der Herr übrigens nicht. DaS„Hamburger Echo"'schreibt:„Der„Sozialist", Organ„aller gievolutionäre" l„in Schlafrock und Pantoffeln" könnte man getrost hinzufügen), läßt sich den Bären aufbinden, eine hier abgehaltene sozialdemokratische Versammlung habe be- zlossen, die Redaktion des„Echo" solle keine Annoncen und erichte der Anarchisten mehr ausnehmen. Das Gegentheil ist der Fall, wie die Gewährsleute des„Sozialist" sehr gut wissen könnten. Ein diesbezüglicher Antrag wurde von der erwähnten Versammlung abgelehnt.'' Daö Krasser'sche Gedicht'„Anti-Tt>llab»s" ist auch im freien" Ungarn konsiszirt worden, und zwar in Budapest. In demselben Lande also, dessen liberale Regierung jetzt mit der Kirche im Kampfe liegt, um— wie sie mit vollen Backen verkündet— die„Gewissensfreiheit" zu schützen. Wie windig es um diese liberale„Gewissensfreiheit" bestellt ist, zeigt die Konfis» katio» des Anti-Syllabus. Polizeiliche». Gerichtliches ,e. — Die Lorbeeren des Mittweida'schen Bürgermeisters haben das stellvertretende Stadtobcrhaupt R i e s a.' s, den Stadtrath Schwarzenberg, nicht schlafen lassen. Verbot jener das west- ächsische Sängersest, so schleuderte dieser sein Anathema gegen daS m i t t e l s ä ch s i s ch e Sängerfest, das am 29. Juli in Riesa abgehalten werden sollte. Dabei ist der Veranstalter des ' festes» der Risaer Männer-Gesangverein«Alpenglühen" seit 8. Juli im Besitze eines vom Bürgermerster Klötzer ausgefertigten Erlaubnißscheins, wofür 8 M. S0 Pf. bezahlt wurden, Außerdem hat Herr Schwarzenberg durch einen Ukas im Amt?- blatt säm m t li che Versammlungen und Vergnügungen, nämlich ein Militärkonzert zu gemeinnützigen Zwecken. den Stiftungsball des Gesellen Vereins und eine öffentliche Ball musik verboten. Daß diese schneidige Auslegerei des Vereinsgesetzes selbst vom Philisterthum nicht gebilligt wird, bedarf keines Beweises. Die bittere Stimmung, die das Vorgehen der Polizei unter der Bevölkerung hervorrief, wird voraussichtlich unserer Partei zu gute konimen. p GettrerkfÄtsfklirhev. Die Berliner GewerkschaftSkommisston hat über ihre Thätigkeit in der Zeit von Anfang Januar bis Ende Juni dieses Jahres einen Rechenschaftsbericht gegeben, woraus folgende An- gaben von allgemeinem Interesse sein werden. Das G e w e r k» fchaftsbureau, für dessen Errichtung 72 Gewerbe stimmten, wahrend sich 4 dagegen erklärten und 3 der Stimme enthielten, hatte mit dem früheren Bestand eine Einnahme von 4104,77 M.. die Ausgabe betrug 2536,61 M., demnach blieb ein Bestand von 1533,61 M. Unter den Ausgaben befinden sich 487,10 M. Streik- Unterstützung. Zur Deckung der Unkosten des Bureaus sind 34 Gewerbe mit zusammen 3160 M. Jahresbeitrag veranschlagt. Das Bureau erlheilte insgesammt 2233 Arbeitern Auskunst; darunter befanden sich 191 Frauen. Die Auskunft betraf in 740 Fällen Kündigung, in 647 Fällen Restlohn, in 131 Fällen Unfallsachen, in 103 Fällen Krankenkassen-Angelegenheiten, in den übrigen Fällen andere Sachen. 1683 Personen wurde zur Klage gerathen, 393 von der Klage abgerathen. Mit der Klage wurden 1203 Personen an das Gewerbegericht, 174 an die Land- und Amtsgerichte, die übrigen an andere Behörden gewiesen. In den 151 Gcschäftstagen wurde das Bureau täglich im Durchschnitt von 15 Personen benutzt, am meisten am 3. Januar(von 54), am wenigsten am 12. Mai(von 1 Person). Nach der von dem Bureau aufgenommenen Statistik waren anBerlinerStreiks oder Aussperrungen betheiligt 750 Brauereiarbeiter, 538 Droschkenkutscher, 520 Arbeiter der Fabrik von Kunheim in Niederschönweide. 440 Schuhfabrik-Arbeiter. 55 Glasschleifer 22 Bildhauer, 9 Zinkgießer, insgesanimt 2324 Personen. Der Droschkenkutscher-Streik dauerte vom 1. bis 24. Ja- nuar und mußte dann, da sich ein großer Theil Streikbrecher gefunden hatte, sür beendet erklärt werden, ohne daß die Strei- kenden ihre Forderung durchgefochten hätten. Diese betraf, wie bekannt, Aufhebung der Polizeiverordnung, wonach sich die Kutscher der Taxameter-Droschken trotz ihres geringen Lohnes weißlnckirte Hüte anschaffen müssen. Da alle Instanzen, auch das Ministerium des Innern, den Kutschern nicht halfen, griffen sie zum Streik. Unterstützungsgclder gingen für sie 8300 M. ein, unterstützt wurden sie mit zirka 3100 M. Ein Streik der in fünf mechanischen Schuh- waarensabriken beschäftigten Personale, an Zahl 224 Köpfe. wurde vornehmlich durch überaus schlechte Behandlung der Arbeiter durch die Unternehmer hervorgerufen. Nach neun- wöchentlichem Ausstande errangen die Arbeiter in allen fünf Fabriken eine im Einverständniß mit ihnen hergestellte Arbeits- ordnung und die Einrichtung besonderer Umkleideräume und Klosetts für beide Geschlechter. Die daneben geforderte Lohn- erhöhung von 15—25 pCt. wurde vollständig nur in zwei Fabriken, theilweise in einer Fabrik durchgesetzt. Die 22 Bild- Hauer setzten ihre Forderung, Einführung des Zeitlohns an Stelle des Akkordlohns nnd Mindestlohn von 6 M. täglich, nach zwölswöchentlichem Ausstand durch. Sie nahmen die materielle Hilfe der Gewerkschafls-Kommission nicht in Anspruch, da sie von ihrer eigenen Gewerkschaft genügend unterstützt wurden. Die 9 Zinkgießer wurden wegen ihrer Betheiligung an der Mai- feier entlassen. Dieser Streik ist noch nicht beendet. Die 570 Arbeiter der K u n h e i m' f ch e n Fabrik in Nieder» schönweide legten die Arbeil nieder, um eine 10— 20prozentige Erhöhung ihres zwischen 2,50 und 3 M. schwankenden Tages- Verdienstes und eine Verbesserung der in der Fabrik befindlichen Bade- nnd Wascheinrichtung zu erreichen. Nach einwöchigem Ausstände nahm das Personal infolge der vielen Streikbrecher die Arbeit zu den alten Löhnen wieder auf: der 34fache Millionär Kommerzienrath Kunheim be» willigte nur die Verbesserung der Bade- und Wascheinrichtung. Die 55 Glasschleifer streikten. weil der vereinbarte Lohntaris nicht mehr bezahlt werden sollte. Die Fabrikanten weigerten sich, mit der Kommission der Arbeiter zu verhandeln. Dieser Streik schwebt noch. Der Streik der S ch u h w a a r e n- A r b e i t e r von F ü r st e n h e i m und Morösse, dessen Ursache die Entlassung eines Theils der Ar- beiter war, ist ebenfalls noch nicht entschieden. Zum Streik an sich nimmt der Bericht der Gewerkschaftskommission wie folgt Stellung:... Die Unternehmer versuchen in fast allen Gewerben die jetzige schlechte Geschäftskonjunktur durch Herabsetzung der Löhne und Zerstörung der Arbeiterorganisationen auszunützen. Die Arbeiter sind nur zu leicht bereit, diesem Vorhaben der Unternehmer zuvor- zukommen, und es ist ihnen auch garnicht zu verdenken, wenn ihnen durch die immerwährenden Drangsalirungen, Maßregelungen und Lohnkürzungen die Galle überläuft und sie den Unternehmern den Krieg erklären, d. h. in die Lohnbewegung eintreten. Es giebt jedoch Zeiten, wo es Selbstmord an der Arbeiterorganisation verüben heißt, wenn die ZIrbeiter eines Berufs in die vom Unter- nehmer durch Maßregelungen und Löhnkürzungen provozirte Arbeitseinstellung eintreten. Ist eine genügend starke Organisa- tion vorhanden, so mag es ja sein, daß die Arbeiter die Lohn- kürzungcn abwehren können und daß sich Streikbrecher nicht finden. Aber allein durch das Fehlen der Streikbrecher ist in der schlechten Geschäftszeit wohl selten eine Lohnbewegung zu gunsten der Arbeiter beendigt worden. Soll eine Lohnbewegung günstig ausfallen, so ist die erste Bedingung, daß der größte Theil der Berusskollegen der Organisation angehört. Zweitens kommt in Betracht, daß die Saison im Gewerbe gewählt wird. Nichts ist verkehrter, als in einer schlechten Zeit in eine Lohn- bewegung einzutreten ohne den Rückhalt einer guten Organisation nnd wenn es auch nur zu Abwehrzwecken wäre; denn der Unternehmer braucht die Ar- beiter in einer solchen Zeit garnicht. Er hat ja g e n ü g e n d Maaren auf Lager, hat in der Saison überproduzirt und kann in der schlechten Zeit zum Theil ohne Arbeiter fertig werden. Wenn ihm die Arbeiter nun infolge der Lohnreduktwnen den Gefallen thun und streiken, so spart er überhaupt die Arbeitslöhne. Gerade für die Schuhwaarenfabrikation kommt das zuletzt Gesagte in Betracht; denn mit den wenigen Streikbrechern sind die Unser- nehmer dieses Gewerbes in der schlechten Zeit immer, in ocr Lage, die größte Zahl ihrer Arbeiter entbehren zu können. Die vielen kleinen Werkstättenstreiks in diesem Gewerbe beweisen das. Eine beachtenswerthe Arbeiterorganisation im Schuhmacher- gewerbe hat das Unternehmcrthum hier auch nicht zu fürchten, da die Arbeiter, statt daß sie die Organisation kräftigen, sich lieber um die beste„Organisationsform" herumstreiten und dabei dann den„Anschluß" verpassen.— Nebenbei gesagt, trifft das auch für verschiedene andere Berufe zu. Zur Zeit wird in Berlin für sechs verschiedene Lohn- bewegungcn gesammelt, und es ist klar, daß an das Solidaritäts- gefühl der Arbeiter nicht geringe Anforderungen in pekuniärer Beziehung gestellt werden. Wenn die Opferwilligkeit der Arbeiter in den Fällen, wo es sich um die Wahrung der Rechte des Arbeiters handelt, keine Grenzen kennt, so ist es doch taktisch un- klug, den Unternehmern gerade in dieser Zeit den Gefallen einer Lohnbewegung zu thun. weil wir damit erstens das thun, was die Unternehmer wollen, zwe�ens, weil infolge Mangels au Mitteln die Lohnbewegungen verloren gehen und die Organi-| widersprochen, aber von den Berliner Arbeitern wurde gewünscht, in Mobilem 1 bezw. 1, vom 15. bis 18. d. M. in Orel 1 bezw. fationen geschädigt werden. Leider reißt bei den einzelnen Ge- daß sie die Grünauer Boykottliste besser beachten als bisher. 1, vom 8. bis 14. d. m. in Pstow 1 bezw. 1, vom 15. bis wertschaften immer mehr der Brauch ein, bei jeder Lohnkürzung Nachdem die Versammlung die Berliner Resolution einstimmig 21. d. M. in Jaroslaw 3 bezw. 2, vom 15. bis 22. d. M. in in eine Lohnbewegung einzutreten, ohne daß man sich angenommen hatte, machte ein Genosse auf das am 26. August Smolenst 1 bezw. 1. vorher davon überzeugt hat, ob man auch eine starte, gut- stattfindende Vergnügen des Lese- und Diskutirklubs aufmerksam. organisirte Gewerkschaft hinter sich hat. Nein! Man proklamirt Ganverein Berliner Bildhauer. Dienstag, den 31. Juli, Abends den Streik ,, und nun, Gewerkschaftskommission, stempele 8% Uhr, bei Ehrenberg, Annenstr. 16: Bersammlung. Tagesordnung: Stein uns' mal die Sammellisten ab!" Dienstag, den 31. Juli, Abends 8 Uhr, 1. Bortrag und Diskussion. 2. Vereins: Restaurant Stühler, Neue Grünstraße 38: Ohne zu fragen: Ist die Zeit auch danach angethan? Ohne die einfachsten Erwägungen vorzunehmen, ob der Erfolg auch nur scheinbar in Aussicht steht, gehen die Arbeiter in einzelnen Gewerben den Unternehmern auf den Leim. bildhauer- Abend. Fachverein der Tapesirer. bei Freigang, Schüßenftr. 18-19. angelegenheiten. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe. Dienstag, den 31. Juli, Abends 8 Uhr, im Vorstandssigung. Finden in einer schlechten Geschäftszeit Lohnkürzungen statt milan k und sind in anderen Gewerben schon Lohnbewegungen vor handen, nühe man dann die beste Geschäftszeit, die Saison Sprechsaal. Petersburg, 29. Juli. Die Cholera- Epidemie scheint hier seit einer Woche im Rückgange begriffen zu sein. Der heutige Krankenstand ist 679, der gestrige 715. Konstantinopel, 28. Juli. Die mit der Eisenbahn kommenden Reisenden unterliegen in Mustapha- Pascha einer 24stündigen Quarantäne. Pera, 29. Juli. Für Reisende aus Europa auf der SalonikiLinie ist in Zibeftsche eine 24 stündige ärztliche Beobachtung angeordnet. Briefkaffen der Redaktton. dazu aus, das in der schlechten Zeit Verlorene wiederzugewinnen. Die Redaktion ftellt die Benutzung des Sprechsaate, soweit der Raum dafü Wo träftige Gewerkschaftsorganisationen vorhanden sind, wird abzugeben ist, dem Publitum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( 3wei Buchstaben oder eine Zahl anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. durch deren Macht freilich das Unternehmerthum auch zum Intereffes zur Verfügung; sie wahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Theil in der schlechten Zeit von Lohnkürzungen abgehalten werden. Inhalt desselben identifizirt zu werden. Piuskirche. Die betreffende Kirche, von der wir in Wo sie aber nicht vorhanden sind: Nun, da müssen die nr. 171 vom 26. d. M. habe ich zu erwidern, daß es eine Un- Versöhnungskirche: Sie selbst legten ihr aber in Ihrer Anfrage Erwiderung: Auf den Artikel im Sprechsaal des Vorw." Nr. 174 sprachen, heißt allerdings nicht Piuskirche, sondern Arbeiter sich mit dem Revanchenehmen bis zur vom Saison gedulden, da erfahrungsgemäß die Organisationen wahrheit ist, daß das betreffende Komitee in Sachen der Jakob- den unrichtigen Namen bei. dann meist an Mitgliedern zunehmen und der Unter- schen Lokalitäten bei mir angefragt hat, ich habe von dem Ver- P. 30. Uns ist von einem Schreiben Ihrerseits nichts nehmer dann auch alle Hände" braucht. Also auf: Südost Kenntniß erhalten und deshalb an Genossen Faber ge- Becker, Rigdorf. Ihr Bericht enthält nichts, was nicht gnügen der Buchbinder 2c. nur durch Genossen vom Klub bekannt. geschoben, nicht aufgehoben, sollen derartige Lohnbewegungen werden; nicht zur ungünstigen Zeit in schrieben, weil ich von dessen Einfluß mir mehr versprach, als schon in Kürze in dem von uns gebrachten enthalten wäre. diese eingetreten, das wird für die Arbeiter die beste Tattit sein. wenn ich als unbekannte Person mit dem Komitee unterhandeln Greifenberg. Leider durch ein Versehen zurückgestellt. Der Ausschuß sieht sich demzufolge veranlaßt, in Zukunft würde. Genosse Schmidt behauptet, für mich scheine das Leser der Münchener Neuesten Nachrichten". Warum nur noch dann Listen abzustempeln, nur die Abreffenverzeichniß der Gewerkschaften nicht zu existiren, er hat informiren Sie sich über den Boykott nicht lieber im VorStreits zu fanttioniren, worüber vorher sein aber einen weit gröberen Fehler begangen, indem er die Lokal wärts"? Uns ist von der Verweigerung des Saales des Gutachten eingeholt worden ist. fommission umging. Was die Sperre über das Jakob'sche Lokal| Müggelschloß nichts bekannt. Es bedarf keines Beweises, daß der Ausschuß der Gewerk betrifft, so datirt diese von der Zeit der Veröffentlichung privater schaft: Tommission Berlins hiermit auf dem richtigen Wege ist, Briefe, auch ist Herr Jakob seit dem 16. d. M. laut eigener und es ist nur zu wünschen, daß seine Mahnung auch in den Aussage durch Unterschrift als Saalverweigerer zu betrachten. übrigen Orten Deutschlands beachtet werden möchte. Aus dem Bericht sei weiter erwähnt, daß am 1. Mai Vormittags 59 Berufe 8 Gruppenversammlungen abhielten, weiter fanden, ebenfalls zu dieser Zeit, 8 Versammlungen einzelner Gewerkschaften statt. Nachmittags wurden 5 Versammlungen einzelner Berufe abgehalten. Durch Arbeitsruhe feierten den 1. Mai ca. 12 000 Arbeiter. Die Böttcher wurden deshalb bis zum 7. Mai von der Arbeit ausgeschlossen. Die Brauereileitungen hatten ihnen den Tag deshalb nicht freigegeben, weil der Mälzereibetrieb die Arbeitsruhe der Böttcher nicht zulaffe. Als fie trotz dem feierten, ließ derselbe Mälzereibetrieb sogar eine sechs- oder fiebentägige Arbeitsruhe derselben Arbeiter zu! Diese eine Thatsache genügt, um zu erkennen, mit was für Leuten man es bei den Brauerei- Magnaten zu thun hat. Gegen das vorige Jahr hat sich die Zahl der in der Gewerkschaftskommission vertretenen Berufe um 9 vermehrt, nämlich von 75 auf 84; die Zahl der Delegirten stieg von 82 auf 90. Mit Ausnahme der Metallarbeiter, die 5, der Tischler, die 2, und der Fabrik und Hilfsarbeiter, die ebenfalls 2 Dele: girte haben, hat jeder Beruf nur einen Delegirten. An den Verhandlungen der Kommission nahmen durchschnittlich 71 Delegirte Theil, 5 mehr als im vorigen Jahre. Versammlungen. Otto Noa c. Vermilchikes: FILT lauten wieder bedenklicher. Wir geben hier die vorliegenden Cholera- Nachrichten. Die Nachrichten über die Cholera Nachrichten wieder: Danzig, 28. Juli. plehnendorf erkrankten Holzwächter aus Bohnsack ist die Cholera Bei dem am 26. Juli in Kleinbakteriologisch festgestellt. Choleraverdächtig erkrankt sind je eine Frau in Thorn und in Flotow. " " A. P. 444. Der Boykott über die betreffende Brauerei in Dortmund ist schon vor längerer Zeit aufgehoben. Damit ist wohl die andere Frage gegenstandslos. Fräulein A. M. Bitte sprechen Sie doch einmal bei uns vor. J. T. 6. Nein! Der lokale Theil unseres Blattes wird jetzt von P. redigirt, da unser Kollege Schr. auf Urlaub. Der Testere hat wahrscheinlich Ihr Manuskript; fragen Sie deswegen in 8 Tagen nach. 5. B. 111. 1., 2. Ja. 3. Beleidigungen, die zwischen in demselben Gemeindebezirk wohnhaften Personen vorgefallen sind, Schiedsmann erfolglos Sühne versucht hat. 4. Wer unterliegt, fönnen nicht im Wege der Klage verfolgt worden, bevor der hat die Kosten zu tragen. Danzig, 30. Juli. Der Staatskommissar für das Weichselgebiet giebt bekannt: Bei der in Thorn choleraverdächtig erkrankten Arbeiterfrau und der in Flatow unter choleraartigen Briefkaffen der Expedition. Symptomen erkrankten Frau wurde bakteriologisch festgestellt, Für die ausgesperrten Brauerei- Arbeiter gingen ferner daß nicht Cholera vorliegt; hingegen hat die Untersuchung das ein: Schneidemühle Alte Jakobstr. 20 10,15. Agitations Vorhandensein von Cholera bei dem am Freitag in Thorn ver: fommission der Vergolder 100. Aus dem Refervefonds des storbenen Schiffer ergeben. Der am Donnerstag bei Bohnsack deutschen Metallarbeiter- Verbandes, Zahlstelle Stettini75. Zentra an Cholera erkrankte Holzwächter ist Sonnabend gestorben. Aus| lifirte Lederarbeiter Berlins 50. A. Hecht 4. In Johannisthal Schönsee( Kreis Kulm) ist von gestern ein verdächtiger Todesfoll gesammelt durch Lange 1. Schneiderwerkstatt Cohn, Charlottenstr., 6. gemeldet worden. Gesammelt von Genossen in der Brüderstraße 3,20. J. Roll, Lübeck, 30. Juli. Auf dem von Petersburg gestern in Aurich 3,73. Ueberschuß einer amerit. Auktion für eine Cigarre Travemünde eingelaufenen Lübeckischen Dampfer Trave" ist der b. Lohnstengel, Seidelstr. 16, von d. Puzern, die kein Boykottbier Heizer Evers unter choleraverdächtigen Symptomen gestorben. trinken 6,80. Elberfelder Parteigenossen 100,-. R. H., sechs Die Passagiere und die gesammte Besatzung sind zur Beobachtung Personen 3,50. Tischler- Werkstatt H. Martens, Thurmstr. 58 5,50. in die Cholerastation des allgemeinen Krankenhauses überführt. Gesammelt bei einer Landpartie vom Arbeiter- StenographenIn Grünan beschäftigte sich am 29. Juli eine öffentliche Der Dampfer wurde desinfizirt. verein„ Gintracht", Berlin 3,03. Puzer vom Oberbaum, Boltsversammlung mit dem jetzigen Stand des Bierboykotts. Petersburg, 28. Juli. An der Cholera erkrankten be- F. Schröder, 3,10. Von der Tischlerei Bormann, Genosse Dr. Heymann aus Berlin referirte hierüber und ziehungsweise starben vom 22. bis 28. d. M. in Petersburg 463 3offenerstraße 10, 5,50. Herrmann, Krausenstraße, 5,60. forderte die anwesenden Frauen und Männer auf, diejenigen, die bezi. 126, vom 20. bis 26. d. M. in Kronstadt 33 bezw. 19, 2 Freunde Walter G., Max G. 1, Rothe Verlobung diesem Kampfe noch gleichgiltig gegenüberstehen, aufzuklären über vom 15. bis 21. d. M. in Warschau 120 beziv. 61, in den Gouin der Frankfurterstraße 2,25. Ueberschuß von einem die Ursachen desselben und über die gefährlichen Absichten, welche vernements Petersburg 415 bezw. 60, Warschau 366 bezw. 183, Referat in Schöneberg 19. Juni 1894 3,- Bauarbeiter, Bau die Bierproben und die ganze mit ihnen sympathisirende besigende Lomsha 5 bezw. 4, Grodno 20 bezw. 11, Rowno 60 bezw. 33, Rosenbaum, an der Brunnenstraße durch Gaßmann 7,30. Klasse in diesem Kampfe zu verwirklichen streben.( Beifall.) In Nowgorod 10 bezw. 8, Tula 3 bezw. 0. Vom 8 bis 14. b. M. Schraubendreherei von S. und H., C. W. 4,20. Arbeiterverein der Diskussion, an der mehrere Genossen theilnahmen, schilderte in den Gouvernements Kielce 115 bezw. 90, Plotzt 74 bezw. 35, Weißensee 30,-. Rothe Buxbaumplatte, Brandenburgstr. 2,30. ein Mitglied der Lokalkommission von Köpenick, wie in dieser Livland 0 bezw. 1, Aftrachan 4 bezw. 1. Vom 8. bis 21. d. M. Kindtaufe bei M., Tempelhof 2,90. Von der Malerwerkstätte Heinr. Stadt die Polizei sich auf die Seite der Ringbrauereien geftellt hat. in Kurland 44 bezw. 23, in Estland 57 bezw. 28. Vom Schulz, Simeonftr. 13 7,-. Die Zielbewußten bei 3. u. B. 12,85. Ein weiterer Redner schlug mit Rücksicht darauf, daß Grünau 16. bis 27. d. M. in Olonez 29 bezw. 11. Vom 16. bis Unglücksstelle 15,40. Vom Verein der Einsetzer( Tischler) Berling ein beliebter Ausflugsort der Berliner Proletarier ist, vor, 26. d. M. in Gjedley 4 bezw. 2. In folgenden Gouvernements und Umgegend 5,-. Amerikanische Auktion eines Herings, Ge Sonntags am Bahnhofe Zettel zu vertheilen, auf welchen die erkrankten bezw. starben aus Petersburg und Warschau zugereiste müthliche Laube 2,20. Lokale, in denen ringfreies Bier geschänkt wird, verzeichnet Personen, während die lokale Bevölkerung gesund blieb. Vom Summa 481,51 M. Bereits quittirt 5243,51 M.; in Summa stehen. Diesem Vorschlage wurde wegen gesetzlicher Hindernisse 11. bis 21. d. Mts. in Kiew 3 bezw. 2, vont 14. bis 16. d. M. Für den Inhalt der Inierate über nimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 31. Juli. Bellealliance- Theater. Die Hugenotten. Alexanderplah- Theater. Verbotene Liebe. National- Theater. Wilhelm Tell. Apollo Theater. Spezialitäten Vorstellung. Kanfmann's Variété. Spezialitäten Borstellung. Parodie Theater. SpezialitätenVorstellung. National- Theater. Große Frankfurterstr. 132. Unserm Freund u. Genossen Richard Habrecht genannt Piepel, zu seinem Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler 1. 1. 1. heutigen Wiegenfeste ein donnerndes Hoch. P. K. Dusedann. 532L Unserm Pfropfenbruder Wilhelm Neumann zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch! Der Pfropfenverein Wedding. Dein Wille geschehe. 2070b Oertliche Verwaltung Berlin C. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Zahlstelle von der Wartenburgftraße 16 nach der Bellealliancestr. 74 bei Kitzing, Gde Bergmannstraße verlegt ist. Danksagung! Allen Verwandten, Freunden u. Be fannten, sowie dem Centralverband der Maurer Deutschlands, der Zahlstelle I ( Putzer), dem 6. Berliner Reichstags- 42/ 3 wahlverein, dem Vergnügungsverein ,, Bavaria" und insbesondere dem Gefangverein Gemüthlichkeit für die bewiesene Theilnahme und reichen Kranz2074b spenden danken Ww. Höniger nebst Kindern. Eine alte deutsche Feuer- Bers.- Gesellschaft sucht für Berlin u. die Proving thätige Haupt- u. Spezial- Agenten. Hohe fortlaufende Bezüge event. auch festes Gehalt werden zugesichert. Ans eigener Kraft. 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Die Strafbarkeit des Boykotts daß sie ausschließlich zur Erreichung eines doppelten Zwecks be$ 152 billigt das ist fein Zweifel im weitesſten Umfang Iungen des Reichstags des norddeutschen Bundes ergiebt, folgt, I den Gesetzgeber, den unerhörtesten Nonsens verordnet zu haben. nach geltendem Reichsrecht. woher dieser so stimmt waren. Man wollte einmal mit einem Schlage alle die das Prinzip der Koalitionsfreiheit. Nehmen wir nun einmal an, jenigen Bestimmungen gründlichst beseitigen, die aus einer Zeit$ 153 wolle alle diejenigen mit Gefängniß bestrafen, die unter übrig geblieben waren, in denen noch Niemand daran dachte, Anwendung der daselbst angegebenen Mittel die Arbeitgeber zu Den folgenden interessanten, überaus zeitgemäßen Artikel dem Arbeiter politische Rechte zu geben, insbesondere ihm das bestimmen versuchen, den auf Erlangung günstiger Lohn- und entnehmen wir der eben erschienenen Nummer des„ Sozial- gleiche politische Recht mit dem Arbeitgeber einzuräumen. Es Arbeitsbedingungen gerichteten Verabredungen Folge zu leisten! politischen Zentralblattes": wurde allseitig und auch von konservativer Seite anerkannt, Sehen wir uns nun ein wenig die Mittel an, die geeignet sind, Nach einer in der vergangenen Woche durch die Zeitungen daß eine Beschränkung des Koalitionsrechts schlechterdings mit das fragliche Delikt zu bilden. Da sind neben törperlichem gegangenen Notiz hat Herr Hubertus Jacobi in einer Versamm möglich in einem Staate mit allgemeinem Wahlrechte für einen nannt. Was heißt dies? Lassen wir hierauf Reichsgerichtsrath dieser Gleichberechtigung unverträglich sei, daß man un- 3wang, Ehrverletzung, Verrufserklärung Drohungen ges lung der Saalbesitzer von Berlin und Umgegend die Mittheilung Theil der Wähler ein ungünstigeres Recht auf Gebieten, welche Weve 3 antworten. Er sagt in seiner Schrift„ Die strafrechtgemacht, daß die Staatsanwaltschaft nunmehr gegen die sozial das Zivilrecht berühren, statuiren könne als für den anderen lichen Bestimmungen der Gewerbeordnung":" Es genügt hier jede demokratische Verrufskommission auf grund der§§ 152 und 153 Theil. Hinzu kam ein wirthschaftlicher Gesichtspunkt: Es sollte Drohung, also nach dem Begriffe der Drohung jede Inaussichtder Gewerbe- Ordnung und des§ 21 des Preßgesetzes gegen die dem Arbeitgeber stets die Möglichkeit vor Augen stehen, daß die stellung irgend eines Uebels. Der Paragraph macht keinen UnterDrucker einschreiten werde, die Flugblätter mit Verrufserklärungen Arbeiter ihm den Dienst kündigen, und daß der Staatsanwalt schied nach der Schwere oder der Art des angedrohten Uebels. anfertigen. Zugleich forderte Herr Jacobi alle Kollegen, die auf dann nicht mehr zu seiner Verfügung ist, um die Arbeiter in Daß es für den Bedrohten einen Nachtheil im Gefolge haben muß, diese Weise in ihrem Geschäft geschädigt werden, auf, Strafanträge bei der Staatsanwaltschaft zu stellen. Wir hoffen zu: wurde den Arbeitern dieselbe Freiheit gewährt wie dem Der Nachtheil kann ebenso wohl dem Vermögen wie der Ehre, den Dienst zurückzuschrecken. Um diese Zwecke zu erreichen, folgt aus dem Worte Drohung im Gegensatz zum Versprechen. versichtlich, daß, die Richtigkeit dieser Notiz vorausgesetzt, es Arbeitgeber: sich mit Genossen zusammenzuthun, un, da die dem Leben oder der Gesundheit in Aussicht gestellt werden. fich hier lediglich um einen frommen Wunsch des ge= nannten Herrn handelt, zumal nicht recht erfindlich ist. Einzelnen zu schwach find, mit vereinter Kraft, vereinter In- Auch darin macht das Gesetz keinen Unterschied, ob er telligenz und vereinten Geldmitteln auf die Herstellung des wirklichen ein verdienter, also ein den Handlungen des Bedrohten ange vorzüglich über die Absichten Der Dieses Prinzip ist in dem messener sein würde oder nicht. Staatsanwaltschaft unterrichtet sein tann. Sollte diese Behörde Lohnes ihrer Arbeit hinzuwirken. Die Drohung kann direkt sich aber wirklich mit der ihr imputirten Absicht tragen, so wäre ersten Absatz des§ 152 zum Ausdruck gebracht. Sein zweiter, oder indirekt gegen den Bedrohten gerichtet sein. Es genügt, wenn dies ein Schritt, der gar nicht tief genug beklagt werden könnte. auf ein Amendement Laster's zurückzuführender Theil, sowie der sie in der dem Paragraphen bezeichneten Absicht und in dem Wir lassen hier ganz dahingestellt, ob es politisch klug und den Abs. 1 des§ 152 zu sein und die Koalitionsfreiheit gegen jede drohten gelangen werde und wenn sie wirklich dem Bedrohten § 153 sollten lediglich dazu dienen, eine starke Schuhwehr für Bewußtsein ausgestoßen wird, daß sie zur Kenntniß des BeGeboten der Gerechtigkeit gemäß wäre, daß die Staatsgewalt Anfechtung zu sichern. Sie wollen die Willensfreiheit derjenigen hinterbracht wird." Gegen die Richtigkeit dieser Definition wird fich als einseitige Vertreterin der Unternehmerinteressen aufspielen Arbeiter, die an einer Koalition oder an einem Ausstande sich sich ein stichhaltiger Einwand nicht finden lassen. Und nun er und den Versuch unternehmen würde, den Händen der Arbeiter nicht zu betheiligen wünschen, gegen den Zwang ihrer Genossen wäge man: diejenige Waffe zu entreißen, welche schon Mill als das unent und insbesondere gegen die Anwendung widerrechtlicher Mittel geringfügigen, noch so wohl verdienten Schadens am VerDas Juaussichtstellen irgend eines, wenn noch so behrlichste Mittel bezeichnet hat, um die Arbeitverkäufer zu zur Erzwingung des Beitritts schützen. Mit anderen Worten: mögen ist Drohung, eine solche, gegen den Unternehmer ge= befähigen, bei freier Konkurrenz ihre eigenen Interessen wahr§ 152 wie§ 153 sind, wie auch Lasker bei der Begründung richtet, genügt aber nach der hier bekämpften Ansicht, um den zunehmen. Diese Punkte lassen wir ganz bei Seite. Tenn seiner Anträge anerkannte und Herr Minister v. Berlepsch**) in Arbeitsausstand strafbar zu machen. Was heißt dies anders, hier sind, je nachdem man sich der einen oder der an unseren Tagen wiederholte, lediglich zum Schuße der Ar- als jede auf Verbesserung der Lage der arbeitenden Klassen gederen politischen und wirthschaftlichen Anschauung zuneigt, ver- beiter bestimmt. Wir verlangen mit ihnen, sagte Laster wört- richtete Verabredung ist strafbar? schiedene Ansichten denkbar. Aber selbst diejenigen, welche in lich, das Anerkenntniß der gefeßgebenden Fattoren, daß die Risiko zu übernehmen, ruhig verpflichten, den höchsten Preis dem Man kann sich, ohne ein Arbeitseinstellungen und Boykott nichts anderes sehen, als den bloßen Uebermuth des durch faullenzende Agitatoren aufgehegten Bürger, welche zur Ausübung der höchsten politischen Rechte und jenigen zu zahlen, der im stande ist, in der Vergangenheit einen bloßen Uebermuth des durch faullenzende Agitatoren aufgehegten der höchsten politischen Pflichten herbeigerufen werden, auf dem Streit nachzuweisen, bei welchem diese Voraussetzungen nicht vorrohen Haufens, der nur verdienen, aber nicht mehr arbeiten sittlichen Niveau der Gesellschaft fiehen, daß wir fortan gegen handen gewesen sind, oder einen Fall zu konstruiren, bei dem ihr will", werden nicht umhin können, zuzugeben, daß für die oben keine Klasse der Bürger Verbote zulassen wollen, welche in anderen Nichtvorliegen in der Zukunft denkbar ist. Man wird sein Geld genannte Anregung des Herrn Jacobi nicht legislative Wünsche, Gesellschaftsschichten für nicht mehr zulässig gehalten werden". nicht Forderungen an die Gesetzgebung der Zukunft maßgebend behalten. Denn das Wesen der Arbeitseinstellung, ihr absolut sein dürfen, sondern lediglich der Wille des positiven, geltenden heute plötzlich zu gunsten der Arbeitgeber gegen die Juter- dadurch günstiger zu gestalten, dem Arbeitgeber einen Theil Hieraus ergiebt sich nun flar, daß, wenn der§ 153 nothwendiges Kriterium liegt ja gerade darin, den Arbeitsvertrag Rechtes. Mit diesem aber steht das Verlangen der Saalbesitzer effen der Arbeiter angewendet werden soll, diese Auslegungs- des Mehrwerths abzuringen, ihn durch das gemeinſame, entin entschiedenstem und schroffstem Widerspruch. Wir ziehen tunst sich nicht mehr auf der Grundlage des Gesetzes bewegt, schlossene Vorgehen der Arbeiter zu veranlassen, sich ihren For es daher vor, die in Nede stehende Frage lediglich von sondern eine Zwangsinterpretation des Rechtes ist. Die in Rede derungen willfährig zu zeigen. diesem Gesichtspunkt aus mit einigen Worten zu beleuchten, stehende Bestimmung dies lehrt ihre furz angedeutete Ent- recht eigenartige Ergebniß:§ 152 gestattet in großherzigster Weise Somit erhalten wir das da damit jeder Zweifel, wie die Staatsgewalt sich in dem stehungsgeschichte mit absoluter Evidenz hat mit dem Schute alle Verabredungen und Vereinigungen zum Behufe der Gr gegenwärtigen Bierfrieg zu verhalten hat, sofort im Reim er ber Arbeitgeber gar nichts zu thun. Sie sucht die Koalitions- langung günstiger Lohn- und Arbeitsbedingungen",§ 153 erklärt stickt wird. freiheit der Arbeiter zu sichern, und zwar gegen ihre Genoffen aber das Ergreifen jedes hierzu tauglichen Mittels für strafbar. Die Paragraphen der Gewerbe- Ordnung, welche angeb nicht minder wie gegen die Arbeitgeber, indem sie ihren Daß der deutsche Gesetzgeber solchen Unsinn festgesetzt oder derlich dazu bestimmint sein sollen, den Arbeitsausständen ein Charakter als Freiheit wahrt. Jede darüber hinausgehende artige Taschenspielerkunststücke betrieben haben soll, ist eine belei energisches Halt zuzurufen, lauten: Alle Verbote und Straf- Interpretation ist Willkür und Macht, nicht mehr Slecht und digende Annahme. Der Fehler liegt denn auch gar nicht bei bestimmungen gegen Gewerbetreibende, gewerbliche Ge- Gerechtigkeit, fie trägt aus rein politischen Gründen einen Ge- dem Gesetzgeber, sondern bei den Interpreten seines Willens. hilsen, Gesellen oder Fabrikarbeiter wegen Verabredungen danken in das Gesetz hinein, der ihm ganz fern liegt, an den Die Worte: oder ihnen Folge zu leisten" beziehen sich gerade so und Vereinigungen zum Behufe der Erlangung günstiger bei der Schaffung der Bestimmung Niemand, weder ein Ab- wie die unmittelbar vorhergehenden: an solchen Verabredungen Lohn- und Arbeitsbedingungen, insbesondere mittels Gin geordneter, noch ein Regierungsvertreter gedacht hat. Der Vertheilzunehmen" nicht auf die Arbeitgeber, sondern auf die stellung der Arbeit oder Entlassung der Arbeiter werden auf such, hier ein neues Universalstrafmittel gegen die Arbeiter nach Arbeitnehmer. Die Theilnahme an einer Verabredung geschieht gehoben. Jedem Theilnehmer steht der Rücktritt von solchen dem Vorbild des berüchtigten Groben- Unfugs- Paragraphen zu aber entweder durch Betheiligung bei dem Atte des Berabredens Bereinigungen und Verabredungen frei, und es findet aus schaffen, entbehrt auch des leisesten Scheins einer gesetzlichen oder durch Mitwirkung bei der Ausführung der verabredeten legteren weder Klage noch Einrede ftatt"(§ 152).§ 153 fügt Grundlage. Maßnahmen, das Folgeleisten durch ein der Verabredung entsodann hinzu:„ Wer andere durch Anwendung förperlichen sprechendes Verhalten. Um nun zu verhindern, daß hierzu Zwanges, durch Drohungen, durch Ehrverletzung oder durch VerArbeiter wider ihren Willen von den Genossen gezwungen rufserklärung bestimmt oder zu bestimmen versucht, an solchen werden, dazu lediglich soll der§ 158 dienen. Er will, wie nicht Verabredungen(§ 152) Theil zu nehmen oder ihnen Folge zu oft und nicht scharf genug betont werden kann, ausschließlich die leisten, oder andere durch gleiche Mittel hindert oder zu hindern Willensfreiheit der Arbeiter schüßen, die ihm angedichtete versucht, von solchen Verabredungen zurückzutreten, wird mit freundliche Sorgfalt für die geschäftlichen Interessen der Unter. Gefängniß bis zu drei Monaten bestraft, sofern nach dem allgenehmer liegt ihm dagegen sehr fern.*) meinen Strafgesetz nicht eine härtere Strafe eintritt." Bu ganz dem gleichen Ergebniß fommt man aber noch aus einer anderen Erwägung. Wer, wie es vom Ober- Landesgericht zu Celle***) und wiederholt von sächsischen Gerichten geschehen ist, die Worte des Gesetzes: oder ihnen Folge zu leisten" auf die Arbeitgeber bezieht, beschuldigt damit stillschweigend Erste Legislaturperiode, Session 1867, G. 389 ff. **) Siehe Reichstags- Verhandlung zu dem Entwurf von 1891, ***) Vergl. Goltdammer's Archiv Bd. 38, S. 377. Aus der Entstehungsgeschichte dieser Paragraphen, wie S. 2476. fie fich aus den stenographischen Berichten über die Verhand Nachdruck verboten.] Boykottirt! ( Alle Rechte vorbehalten. indem er seiner schwankenden Haltung einige Festigkeit zu geben bemüht war. Humoreste von Ludwig Henneda ( Schluß.) " *) Dieser richtigen Ansicht scheint sich auch das Reichsgericht zuzuneigen. Vergl. Entsch. in Straffachen, Bd. 14, S. 387 ff. Jetzt wollte er nach Hause eilen. Ab und zu versuchte er durch eine halblaut gepfiffene Melodie feine Gedanken zu bes täuben; aber die bösen Geister wurden seiner immer von neuen Herr. Nur jetzt keinem Menschen begegnen," dachte Herr Clemens. Es war doch fast zum Wahnsinnigwerden. Sich so zu täuschen! Und das war das Schlimmste noch gar nicht. Er, der Aktionär, hatte selbst den Sturz seiner Aktien herbeiführen helfen, hatte Bravo! gerufen zu all dem wüsten Gerede, das solche Sozialistenversammlungen ja auszeichnen soll! Nein, nein, wie war das nur möglich gewesen! Und wie eifrig er mitgerufen hatte, als Als ob Del ins Feuer gegossen sei, wirkte dieser Ausruf auf den Wirth und die Arbeiter. Hurrah! Der Boykott ist Saufgehoben. Hoch leben die Herren Aktionäre!" so rief's durcheinander. Herr Clemens Steigerer wußte gar nicht wie ihm Herr Clemens war wüthend geworden. Seine Augen bohrten geschah. Fast hätte er die Leute für verrückt halten mögen. fich fest auf die lachenden Gesichter. Er meinte, es müsse ihm Alber," sagte er nach einer kurzen Pause, wobei alle GeJemand einen Schabernack gespielt haben. Als er aber auch mithlichkeit aus seiner Stimme verschwunden war, Ihr habt den Beamten mit lächelnden Mienen vor sich stehen sah, begriff doch vorhin selbst die Aufhebung des Boykotts beschlossen?" er immer mehr, daß er in der Zerstreuung und auch wohl unter Die Arbeiter schauten sich eine Weile gegenseitig verdutzt der Einwirkung des so herzhaft vertilgten Stoffes die Pfeffer- an. Jezt war's an ihnen, an der Zurechnungsfähigkeit des das Pfui durch den Saal tönte da hatte gewiß solch ein schale für die Schnupftabats dose seines Nachbars gehalten haben dicken Herrn zu zweifeln. Wollte der sich mit ihnen einen Spaß Volksverführer die Lügen eines der Brauergesellen aufgetischt, tönne und das Malheur selbst verschuldet habe. Doch mit seiner machen? die da behaupteten, von ihren Meistern an die Lust gesetzt zu guten Stimmung war's vorüber.. Feierabend! Ich bitte, mir keine Unannehmlichkeiten zu sein. Aber denen wollte er's eintränken sie hatten ja verursachen." Mit diesen Worten versuchte der Wirth dem immer noch keine Miethe gezahlt. tretend. heftiger werdenden Disput vorzubeugen, und gleichsain be- Herr Clemens Steigerer war in einer furchtbaren Aufruhigend fügte er für Heirn Clemens Steigerer hinzu: Aufregung. gehoben! Nein, lieber Mann, der Boykott hat heute erst so recht Plöglich fühlte er, daß er sich nicht mehr auf dem harten, angefangen!"-gepflasterten Boden der Straße bewegte. Hier und dort sah er Jest war's mit Herrn Clemens' Selbstbeherrschung vorbei. hellgligernde Wasserpfüßen er hatte sich verirrt. Vor und Wachmeester, helfen Se mir' raus aus die Bude!" jammerte hinter erhoben sich dunkle Häusermassen in der Ferne, er, die Hand nach dem Beamten ausstreckend." Jck versticke wenigstens schien ihm das so und er strebte hastig vorwärts zu man blos raus!" „ Achtzehn Mark 60 Pfennig meinte der Wirth näherAcht zehn Mark wiederholte Herr Clemens gedehnt. Das war ihm ein theurer Abend geworden; aber er hatte doch gehörig seinen Grundsay, gegen den Bierboykott Propaganda zu machen, ausgeführt. und Herr Clemens Steigerer war ein Mann von Grundsätzen! Der Wirth gab auf das hingeworfene Goldstück heraus. " Hören Sie mal", meinte Herr Clemens plöglich, een famoses Bier aus welche Brauerei is denn det?" # Der Wirth nannte das dem Ring nicht angehörende Brau haus, von dem er das Bier bezog und sagte: Sie denken doch nicht, daß ich boykottirtes Bier führe?" Wat? Boykottirtes Bier?." Herr Clemens schaute fragend auf die anwesenden Arbeiter. Na, aber jetzt tönnen heiß... He!?" Der Schußmann zog den Armen aus der Thür heraus und begleitete ihn bis zur nächsten Straßenecke. Hier mußte er den vor Biergenuß und Aufregung franken Herrn Clemens seinem Schicksal überlassen, nicht aber ohne daß er es nochmals seinem Schüßling zu versichern nöthig gehabt hätte, daß der Bierboykott immer noch und mit verstärkter Wucht fortbestehe! Se doch wieder anderes anſchaffen. Wat meenen Se zu Schult Die Gäile be3 vetben 2 IV. " " Aber warum denn nur, mein Lieber!" fragte der Wirth zurück. Soll ich denn meine Kundschaft selbst herausjagen. Und denn gar Schultheiß! Na, zum Kuckuck, warum denn nich," fuhr Herr Clemens dazwischen. Schultheiß jrade... Sehen Se, ich bin selbst Aktionär davon und ich fann Ihnen versichern Toller wie zuvor, als Herr Clemens Steigerer fein Riech organ mit Pfeffer anstatt Schnupftabat füllte, brach jetzt das Lachen der übrigen Gäste hervor. Die Gäste des rothen Proletariers hatten längst das Schankhaus verlassen. Hinter den vorgezogenen Gardinen flacferte noch ab und zu ein einzelnes Lämpchen auf, dann verlöschte auch dieses und das Haus lag in tiefster Mitternachtsruhe, wie die übrige Straße. Von einem der letzten Häuser löfte sich plötzlich ein Schatten ab; eine hin und herschwankende Gestalt bewegte sich langsam vorwärts. fommen. Auf einmal rutschte ihm der Boden unter den Füßen. Herr Clemens machte einen großen Luftsprung, dann fiel er der Länge nach hin. Er machte die verzweifeltsten Anstrengungen, sich zu erheben immer mit demselben Mißerfolg. Es tam ihm voi, als müsse er in einen Graben gefallen sein; er tastete mit den Händen hin und her, überall griff er das frische Gras, das in dicken Büscheln um ihn herum wucherte. Wo war er denn jetzt? Herr Clemens war schon von Natur ein ängstlicher, ja feiger Mensch. Er zitterte am ganzen Leibe und vergrub die Hände krampshaft in das nasse Gras. So viel glaubte er noch erkennen zu tönnen, daß er sich auf den städtischen Wiesen befand. Mein Gott!" seufzte er laut, muß ich denn hier umfommen." Er erinnerte sich, in der Zeitung gelesen zu haben, daß hier eine Menge obdachloses Gefindel zur Nachtzeit sich aufhalte. Wenn er dem in die Hände fiel. Herr Clemens Steigerer hatte in der Nische des Eckhauses abwarten wollen, ob er von den Vorübergehenden nicht noch Trüber und trüber wurden die Gedanken des Herrn Clemens, Aber Schultheiß ist doch boykottirt", flüsterte schließlich einige Worte erlauschen konnte. Bu fragen und sich zu er- er versuchte es nochmals, sich aufzurichten. Ein dicker Baumein Arbeiter, welcher den Ausgelachten zu bedauern begann, Herrn fundigen, vermochte er nicht mehr. Sein Versteck hatte ihm stamm, der zu seinen Füßen gelegen, follerte eine Strecke fort. Clemens zu. denn auch noch manches Wort der vorbeigehenden Arbeiter zu Aber was war denn das? Erhob sich nicht dort, wo der Quatsch nich, Krause!... Boykottirt is nic... Der erhorchen gestattet; aber es waren nicht gerade tröstliche Nach- Baunstamm gelegen, eine dunkle Gestalt und wieder eine und Boykott is uffgehoben!" donnerte Clemens jeht wüthend los, richten gewesen, die au sein Ohr geklungen. noch eine? Auf der ganzen Wiese schien es lebendig zu werden. Uebrigens fei beiläufig noch bemerkt, daß die Begrün- schäftigung erhielt, sofort die Arbeitsstätte verlassen und über Vereinigung bei. Hierauf erledigte die Versammlung die Bor bung zu dem Entwurf eines Gefezes, betreffend die Abänderung fich frei verfügen fönnen. Wenn er es nicht that, standswahl. Es wurden gewählt: Dröhmer als erfter, Legin der Gewerbe- Ordnung, von 1890 die in Rede ftehende Besondern sich vertrösten ließ, hätte er auf feine als zweiter Vorsitzender; Raasch als Kassirer; Bagels als erster stimmung auch durchaus nur in dem hier vertretenen Sinne Roften so gehandelt. Unseres Erachtens stand und Michaelis als zweiter Schriftführer. ausgelegt hatte. Gerade weil man den§ 153 in seiner bis- dem Kläger die beanspruchte Entschädigung zu, weil er de m Die öffentliche Generalversammlung der Maurer, eine herigen Faffung als ungenügend zum Schutz der angeblichen Beklagten zur Verfügung stand, woran nichts ändert, öffentlichen Interessen" ansah, machten die Regierungen daß er erit Nachmittags um 8 Uhr nach Hause ging, um seines berufen vom Vertrauensmann Ueckert, welche am 19. d. M. infolge Saalverweigerung bei Haberecht nicht abgehalten werden damals den mißlungenen Versuch, seine Abänderung durchzu- Leibes Nothdurft zu befriedigen, und das ganz zufälliger- fonnte, fand nunmehr mit derselben Tagesordnung am 25. d. M. fegen. weife" gerade in seiner Abwesenheit Arbeit für ihn war. Der in den Armin- Hallen statt. Der Vortrag des Genossen Wagner Endlich aber und damit kommen wir auf den letzten Kündigungsausschluß ändert ebenfalls nichts daran. In dieser über der Bierboykott und seine Gegner" fand den lebhaftesten Punkt kann in dem hier in Frage stehenden Falle von Weise hat sich die Kammer III häufig ausgesprochen, natürlich nur Anklang. Wie B laur ock mittheilte, ist auf dem Schloßbau seitens einer Anwendbarkeit des§ 153 schon deshalb feine Rede wenn, wie im vorliegenden Falle, auf Berfein, weil er sich ausdrücklich nur auf die im§ 152 erwähnten anlassung des Arbeitgeber sich diesem der betreffende der tönigl. Bauinspektion der strikte Befehl ergangen, daß fortab an ftelle des dort von den Arbeitern tonsumirten Rathenower Bereinigungen bezieht. Dies haben auch die höchsten Gerichts- Arbeiter für einige Zeit zur Verfügung gestellt hatte, ohne daß Bieres nur noch Schultheißbier geführt werden darf. Dessen höfe, das preußische Obertribunal sowohl wie auch das Reichs- er beschäftigt wurde. gericht, in fonftanter Praxis anerkannt und damit lediglich das- Nicht substanzirte Schadenersazansprüche ungeachtet sei dieses Vier nur von 2 Kollegen" getrunken worden. jenige wiederholt, was ber Wortlaut des Gesetzes selbst klar find hinfällig. Das mußte auch der Wäscherei- Juhaber Folgende Resolution fand einstimmige Annahme: Die Versammlung hält ihren gefaßten Beschluß, fein Das also heißt: der§ 153 der Gewerbe- Ordnung Franzte erfahren, der einer Lohnreftforderung der Plätterin P. Ringbier zu trinken, aufrecht. Die Versammlung erblidt in hat es ausschließlich zu thun mit den„ Verabredungen und Ver im Betrage von 14 M. Schadenersatzansprüche entgegenseite. Diesem Boykott einen Theil des allgemeinen ökonomischen Kampfes. einigungen zum Behufe der Erlangung günstiger Lohn- und Er legte nicht dar, wieso er einen Schaden gehabt, Deshalb verpflichten anwesenden Kollegen, nicht Deshalb verpflichten fich alle Arbeitsbedingungen". Wie man hierunter aber die Formel: worin derselbe bestand, sondern fagte nur immer: früher zu rasten, des Prozenthums gesprengt und Trinkt fein boykottirtes Bier" subfumiren kann, ist schlechthin Ich mußte gewärtig sein, daß infolge der mangelhaften Arbeit sämmtliche Arbeiterforderungen bewilligt find. Die Versammlung unerfindlich. Dies fertig zu bringen, fertig zu bringen, dürfte selbst den der Klägerin mir die Kundschaft wegblieb; dieselbe arbeitete ist der Meinung, daß innerhalb eines Jahres feine Vergnügungen dialektischen Seiltängerfunststückchen schwer werden, von denen nicht sauber, weil sie furzsichtig ist. Den Versuch, den Schaden oder Festlichkeiten abgehalten werden. Sollten aber Ausnahmewir in den legten Dezennien der modernen Jurisprudenz nachzuweisen, unterließ der Beklagte vollends. Wegen nicht gefälle stattfinden, so dürfen nur Vergnügungen dort abgehalten so herrliche Proben erleben durften. Die Aufforderung, fich des nügender Begründung seiner allgemeinen Einwände gegen werden, wo kein Ringbier ausgeschänkt wird. Die Anwesenden Genusses eines bestimmten Bieres zu enthalten, ist so wenig ftraf die Klägerische Forderung ließ das Gericht dieselben bei der erwarten, daß jeder ehrenhafte Berliner Maurer diese Resolution bar, wie leider auch die gegen die Koalitionsfreiheit der Arbeiter sich Urtheilsjällung ganz außer Betracht und verurtheilte zu seiner eigenen macht." in mind richtende Verrufserklärung, insbesondere die Aufnahme gewisser Franzke, da die Forderung der Klägerin an sich bei Streits hervorragend betheiligt gewesener Personen in die für berechtigt gehalten wurde, zur Zahlung der schwarzen Listen. 14 M. Zu bemerken ist, daß die 14 m. als Lohn für 14 volle sprucht wurden, die Beklagter mit Effen, Trinken und Schlafen" Arbeitstage( nicht für 2 Arbeitswochen von je 6 Tagen) beangenügend bezahlt erachtete, während der Gerichtshof 1 M. Lohn pro Tag noch dazu für angemessen hielt. ausspricht. fache bleibt: sofern eine gegen die Unternehmer sich richtende Doch dieser Punkt ist nebensächlicher Natur. Die HauptMaßregel, um ihnen einen bestimmten Antheil vom Arbeitsertrage zu entreißen oder andere günftigere Arbeitsbedingungen zu er langen, nach dem allgemeinen Strafgesetzbuch nicht faßbar ist, ist fie straflos.§ 158 der Gewerbe- Ordnung gewährt dem Arbeit geber nicht den geringsten Schutz. Berlin. Hugo Heinemann. Für einen selbständigen Gewerbetreibenden erklärte das Gericht den Schneider Rzepka, der als Heimarbeiter auf eine vierzehntägige Bohnentschädigung gegen die Firma Simon Grät tlagte, und wies ihn mit der Klage ab. Die Versammlung war weiter berufen, Stellung zu nehmen zur Wahl von Delegirten zur Gewerkschaftskommission. Bereits felben ein Mandat auszustellen, so wurden dieselben nicht anim vorigen Jahre sind die Kollegen Decker und Wilte als Delegirte gewählt worden. Da aber verabsäumt worden war, denerkannt. So blieb die Sache. Aus taktischen Gründen waren der Gewerkschaftskommission, während Knöppchen, Bieliceu.a. Blaurod, Legeler, Hagen( Töpfer) u. a. für Vertretung in entschieden davon abriethen. Das Resultat des diesbezüglich gepflogenen Meinungsaustausches war der mit großer Majorität In der Verhandlung wurde festgestellt, daß der Kläger für überzugehen. Zum Schluß erfolgte die Bekanntgabe der Adressen angenommene Beschluß, über die Angelegenheit zur Tagesordnung einen anderen Schneidermeister hin und wieder auf vorherige der Vertrauensleute. Diefelben sind: Wilhelm Ueckert, Anfrage" Kleidungsstücke während der Zeit fertigte, in welcher Thurmstr. 28; August Matull, Rüdersdorferstr. 50, Karl er für den Beklagten thätig war. Einmal, so führte ein bei Schulze, Bergmannstr. 27; Heinrich Golzow, Wörther Gräß noch in Stellung befindlicher Beuge aus, hätte Kläger einstraße 21; Stück für Gräß nicht zur gewünschten Zeit fertig gehalten, weil straße 21 Herrmann Schwabe, Forsterstr. 38; Her= er einen Baletot für den erwähnten zweiten Auftraggeber mann Schulz, Swinemünderstr. 33; Fri Freydant, Rammer VI. Borsigender: Assessor Alberti. Sigung bei der Annahme des Gr.'ichen Auftrags gerade in der Arndtstr. 31; Hermann Hurras, Soldinerstr. 50. In einer gutbesuchten Schifferversammlung, die am Gerichts- Beitung. vom 23. Juli 1894. Gewerbegericht. Verdienst eines Monats und Mache" hatte.( Die im vorigen Jahre betreffs der KündigungsDie Kammer verhandelte einen Prozeß des Brauers bezw. frist der Heimarbeiter gefällte prinzipielle Entscheidung geht 22. Juli in Reichert's Lotal, Müllerstraße 7, tagte, hielt Genoffe Bierfahrers H. gegen den Brauereibesiger Lehmann, Bel- dahin, daß Heimarbeiter Anspruch auf die für Ge- Kleinschmidt einen intereſſanten Vortrag über„ Die Mißforterstraße. Der Kläger verlangt von Lehmann, der weder werbegehilfen geseglich festgesette vierzehn- stände im Echiffergewerbe". In der Diskussion befürworteten die felbst im Termin erschien, noch sich vertreten zu lassen tägige Kündigungsfrist haben, daß unter dem Schiffer Riehle und Kleinschmidt die Gründung einer für nöthig hielt, den ihm angeblich vorenthaltenen Begriff Heimarbeiter aber nur Personen zu verstehen Organisation. Letterer besprach noch eingehend die Machinationen entschädigung wegen unrechtmäßiger Entlassung. Kläger, der einem Arbeitgeber Beschäftigung erbalten. feinem Schlußwort betont der Referent, daß die Schiffer durch eine vierzehntägige Lohn- feien, die zu ein und derselben Zeit nur von des Zentralverbandes deutscher Strom- und Binnenschiffer. In bei Lehmann als Bierfahrer beschäftigt wurde, ließ sich sehr ab. Die gelegentliche Herstellung einzelner Kleidungsstücke die Rücksichtslosigkeit der Kaufleute in ihren Erwerbsverhält fällig über denselben aus. Lehmann sei immer nicht zu haben für Privatleute soll nach jenem Urtheil den Charakter niffen tief herabgedrückt werden, damit aber zugleich die Ergewesen, wenn es sich um die Auszahlung seines( Klägers) Ver- der in Frage Kommenden als Heimarbeiter fenntniß Heimarbeiter fenntniß der sozialdemokratischen Anschauungen sich immer dienstes handelte; er wolle wohl selbst verdienen, möge aber nicht verwischen und ihre Kündigungspflicht Im Laufe der letzten Woche sind und ihr mehr Bahn bricht. nicht gern bezahlen u. s. w. Betreffs der Entlassung führte der Kündigungsrecht ihnen nicht beeinträchtigen.) dreißig Fahrzeuge zum Verkauf angeboten; das heißt, Kläger aus, dieselbe sei erfolgt, weil er angeblich die Pferde zu Weil der Schneider B. angeblich schlecht, die Besiger mußten ihren Beruf aufgeben und suchen Eine gute Echanden" gefahren haben solle. Das sei aber nicht der Fall. Wenn sehr schlecht, arbeitete, will der Schneidermeister Hiller nun als Fabrik- oder Handarbeiter Beschäftigung. die Pferde so mager gewesen, habe das neben der schlechten Fütterung berechtigt gewesen sein, denselben plöglich zu entlassen. Das Organisation wird den Schiffern gegen die Uebermacht des Großwohl auch an ihrer großen Anstrengung in der letzten Zeit Gericht verurtheilte den Beklagten zur Zahlung der ver- fapitals den nöthigen Schuß gewähren. Nach Annahme einer Ne gelegen. Daß die Pferde so angestrengt wurden, sei aber nicht langten Lohnentschädigung für 7 Tage, indem es anerkannte, folution, die ihr Einverständniß mit dem Referenten ausspricht, und feine, sondern Schuld der Betriebsleitung gewesen, vom frühen das derfelbe mit dem Kläger nicht besonders sich für die Gründung einer Organisation auf sozialistischer Bafts Morgen bis zum späten Abend babe er, Kläger, mit den Pferden gut antam", trobem aber ihn beim Nichtaus.erflärt, wird eine Kommission, bestehend aus den Schiffern unterwegs sein müssen. Gegen Beklagten wurde ein Ber- ich luß der Kündigungsfrist zu kündigen hatte. Biedtmann, Kleinschmidt, Freier, Ehrhardt und D. Schulz, fäumnißurtheil gefällt und dem Kläger die im Laufe der Ver- Statt 4 M., wie verlangt, wurden dem Kläger nur 3 M. pro Handelsmann gewählt, die den Auftrag erhält, die Statuten zu handlung ermäßigte Klagesumme( er hatte nicht 14, sondern nur Tag, als für ihn angemessen, zugebilligt. 11 Tage lang nach der Entlassung keine Arbeit, außerdem hatte er bereits einen Theil des eingeklagten Monatsverdienstes erhalten) zugesprochen. Kammer I. Vorsitzender: Assessor Tech ow. Sigung vom 25. Juli. berathen. Der Verband der Geschäftsdiener, Packer und Berufs979 genoffen tagte am 22. Juli in der" Ressource". Der Vorsitzende gab u. a. befannt, daß am 12. Auguft ein Ausflug nach Johannis18thal stattfindet, ferner, daß der Verein der Möbeltransportarbeiter Versammlungen. fich gemäß dem Kongreßbeschlusse aufgelöſt habe, und nun mit Weil berkonfettionärLandsberger ihn vier Tage hingezogen" habe, ohne ihn zu beschäftigen, ver- seine diesjährige Generalversammlung ab. Nachdem der Kassirer Der Kassenbericht ergab eine Einnahme von 10 220,17 M. und Der Verein Berliner Schirmmacher hielt am 21. Juli feinem ganzen Inventar dem Verbande beitreten werde. Weiter find mehrere Bahlstellen wegen des Bierboykotts verlegt worden. langte der Schneider Kr. eine Lohnentschädigung für vier Tage. feinen Kaffenbericht der Versammlung unterbreitet hatte, erledigte eine Ausgabe von 6203,84 M., Kassenbestand am 1. Juli 4016,33. Während der fraglichen Zeit hielt sich Kläger, was der Beklagte man die Neuwahl des Vorstandes. Gewählt wurden: Schwarz, Im Bureau gelangten im legten Vierteljahr 1327 Schriftstücke erster Arbeit werde. Als an einem der in Betracht kommenden Tage Knappe, wohnhaft Alte Leipzigerstr. 18/19, Hof I, Arbeitsnachweis zur Erledigung. Ferner wurden 302 diverse Auskünfte ertheilt, der Beklagte nach dem Kläger verlangte, um ihm Arbeit zu Vorsteher. Tas Stiftungsfest, für welches die„ Konkordia" in 11 Kollegen beim Gewerbegericht vertreten. Aus dem Bericht 48 Klagen, Reklamationen, Gesuche 2c. angefertigt und außerdem geben, war derfelbe zu Tisch. Es war zwischen 3 und 4 Uhr, Aussicht genommen war, ist abbestellt. um 3 Uhr war Kläger gegangen. Die ihm zugedachte Arbeit erdes Arbeitsnachweises geht hervor, daß 133 Stellen, davon 30 hielt ein anderer. In der Werkstatt auf Beschäftigung gewartet zur Aushilfe, gemeldet wurden. Davon konnten besetzt werden hatte Kr. auf Veranlassung des Beklagten. Die Kündigungsfrist 45 für fest, 30 zur Aushilfe. Bei 13 Stellen waren die gewar ausgeschlossen. wünschten Branchen Hausdiener nicht vorhanden. 15 Stellen fonnten wegen zu niedrigen Lohnes nicht vergeben werden. Das niedrigste Lohnangebot war 9 M., das höchite 22 M. Die Arbeitszeit betrug 10-161/ 4 Stunden, durchschnittlich 13/4 Stun Unter folgender, nicht stichhaltiger Begründung erfolgte Abweisung des Kläger 3. Da die Kündigung aus geschlossen gewesen sei, hätte der Kläger, sowie er teine BeEine Menge unheimlicher Gesellen versammelte sich um Herrn Clemens Steigerer. Dann hörte er seinen Namen nennen und fühlte sich bald an den Armen ergriffen und emporgehoben. Er schaute sich verwundert im Kreise um. Seht, da ist der Lump!" schallte es ihm entgegen. Clemens erkannte, daß es die Aktionäre der Ringbrauereien waren, die ihn drohend umstanden und ihm ihre Aktien, die er selbst herabzudrücken geholfen hatte, tlatschend um die Ohren schlugen. Bringt den Kerl um!" hörte er einige flüstern und er fab wie fich Verschiedene ihm in heimtückischer Weise zu nahen be mühten " Mein Gott, wer ist denn das? hörte er's auf einmal wieder von der anderen Seite rufen. Das ist ja der Steigerer, der mich vor 4 Wochen an die frische Luft gesetzt hat!" " " W Die Defateure hatten am 22. Juli eine gut besuchte Versammlung einberufen, in der Genosse Hübsch über Zweck und Nußen der Gewerkschafts Organisation referirte. Im Anschluß an das Referat verpflichteten sich die Anwesenden, dem Verbande aller in der Textilindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen beizutreten. 63 Berufsgenossen traten sofort der leuchten in wirrem Glanze und die vom Regen durchnäßten Haare hingen ihm in langen Strähnen in das Gesicht. Der fürchterliche Traum, den er gehabt, ließ ihn keine Nuhe er fühlte sich tief unglücklich. Und dazu waren ihm alle Glieder wie zerschlagen. Herr Clemens eilte so schnell er fonnte auf dem weichen Grase vorwärts; von weitem bemerkte er auf der Chauffee eine Droschke, die er mit weiten Säßen ein zuholen versuchte. Der Kutscher bemerkte auch endlich den Nacheilenden, er hielt eine Weile an und erwartete den Haftenden, der nach Nennung seiner Wohnung schlaff und ermattet in die weichen Kissen niederfant. Jetzt erst bemerkte Herr Clemens, wie sehr seine Toilette durch sein Lager im Freien derangirt war. Er zauste in der Eile an Rock und Vorhemd, um nur den kurzen Weg von der Troschte zur Hausthür ohne Aussehen unter den frühen Passanten zu erregen, zurücklegen zu können. Dann betrat er seine Wohnung. Es ist am nächsten Vormittag. Und mich auch mich auch!" rief's verschiedentlich durch einander. Dann fühlte sich der zitternde Clemens ergriffen und heftige Schläge auf seinen dicken Buckel niedersausen. Er wollte um Hilfe schreien, aber ein schwaches Ballen war Alles, was er Herr Clemens Steigerer hatte sich einigermaßen von den hervorbringen konnte. Aufregungen der bösen Nacht, die wir beschrieben, erholt. Von Die unheimlichen Gesellen trugen einen großen beklebten der Verschärfung des Boykotts brachte nunmehr auch seine BeiReifen herbei, wie sie im Zirkus die Klowns benutzen. Herr tung die Bestätigung und die Laune, die dieser Vorgang bei Clemens schauderte und zitterte. Ringsum fab er seine Herrn Clemens hervorbrachte, steigerte sich fast bis zur Raserei. hübschen, theueren Aktien mit ihren bunten Binskoupons auf In dieser Aufregung stürmte er hastig im Zimmer auf und ben Bogen gespannt und dann wieder feine ellenlangen Mieths ab, als ein lautes Klopfen an der Thür ertönte. kontrakte mit den vielen mühsam erdachten Paragraphen. Auf das barsche" Herein" des Hausherrn erschienen die " Hollah- hopp!" fommandirte einer der Ermittirten und beiden Brauergesellen in der Thüröffnung. Herr Clemens Herr Clemens mußte durch seine Aktien mitten hindurchspringen Steigerer warf ihnen wüthende Blicke zu, die tanien ihm gerade und seine Miethskontrakte selbst zersetzen er schluchzte und recht. weinte wie ein Kind. Guten Morgen, Herr Steigerer!" grüßten die Brauer freiNun?" Hierauf wurde er, ohne Rücksicht auf seinen schwißen- müthig. den Zustand, in einen tiefen Graben geworfen, um erfäuft zu werden. Herr Clemens Steigerer merkte, daß das Waffer ihn immer mehr und mehr ergriff. Er machte verzweifelte Anstrengungen, fich zu retten und schlug die Augen auf. V. Die Sonne entfandte bereits ihre erfien Strahlen über die üppig grünende Landschaft und der feine Regen, der eine furze Weile herabgefallen, hing noch in glitzernden Tropfen an den Blättern der Gräser und Wiesenblumen. " Wir kommen, um Ihnen die rückständige Miethe zu zahlen." " So!" meinte Herr Clemens gedehnt, haben Sie denn schon wieder Arbeit bekommen?" Leider nicht; aber unsere Kameraden lassen uns deshalb noch nicht im Stich. So, fo!" sagie Herr Clemens Steigerer etliche Male. Eigentlich ging ihm doch heute alles verkehrt. Nicht einmal an den Branergesellen tonnte er seine Wuth auslaffen. Am Nachmittage desselben Tages beauftragte Herr Clemens Steigerer seinen Bantier, alle von ihm deponirten Schultheiß Zwischen zwei aufgeworfenen Erdhaufen bewegte fich eine dunkle Gestalt heftig hin und her und fuhr bald mit starrem Aktien für jeden Preis zu verkaufen. Entsetzen in die Höhe. Es war Herr Clemens Steigerer, der hier am gestrigen Abend zu Fall gekommen war. Seine Augen I : Literarisches. 242 Natürliche und soziale Religiou. Von Franz Lütgenau. Stuttgart. Verlag von J. H. W. Diet. 1894. Neben den politischen und wirthschaftlichen Kämpfen der Gegenwart, beeinflußt durch sie und wiederum auf sie einen Einfluß ausübend, vollzieht sich ein religionsgeschichtlicher Entwickelungsprozeß. Auch wer sich frei gemacht hat von den bestehenden Religionsgesellschaften, wer felbständig sich, von der Wissenschaft belehrt, seine eigene Weltanschauung gebildet hat, kann die Religion und die Religionsgemeinschaften nicht unberücksichtigt lassen. Er ist gezwungen, ihr Wesen verstehen zu lernen. So geht es auch den Genossen, die an der sozialdemokratischen Bewegung theilnehmen. Wäre es nicht ihr eigenes Wissensbedürfniß schon, der Kampf, in tem sie stehen, würde sie antreiben, sich mit den Fragen zu beschäftigen: Was ist Religion? Wie hat sie sich entwickelt? Welchen Einfluß hat sie auf die Menschen ausgeübt? Wie haben wir uns zu ihr zu stellen? Ein sehr dankenswerthes Unternehmen ist es deshalb, daß Lütgenau vom Standpunkte der materialistischen Geschichtsauffassung aus, der Hand der wissenschaftlichen Ergesuisse verschiedener Disziplinen, eine Antwort auf diese Frage zu geben unternommen hat. Sein 254 Seiten Text um fassendes handliches Buch zeichnet sich durch eine flare, leichtverständliche Sprache aus. Die vielen Zitate aus fremden Sprachen sucht er möglichst durch Verdeutschung dem Verständnisse der Leser nahe zu bringen, so daß ein jeder, durch die sozialistische Literatur geschulte, Arbeiter ihn verstehen wird. an Zur Betitelung seines Buches veranlaßten ihn die nach einander auf die Religionsbildung einwirkenden Elemente, die zum Theil in den natürlichen Verhältnissen, unter denen die Menschen leben, zum Theil in den sozialen Zuständen zu suchen sind. So unterscheidet er, im Anschluß an ein Wort von Fr. Engels, natürliche" und soziale Religion". Man könnte statt des letzten Ausdruckes auch sagen Naturreligion". In seinen Ausführungen über die Entstehung der Religion schließt er fich wesentlich den Schriften des in England lebenden deutschen Sprachforscher May Müller an, unseres Erachtens etwas zu eng. Nenere Forschungen haben Müller's Deduktionen vielfach überbolt. Müller und mit ihm Lütgenau glauben den Ursprung der Religion in der Verehrung verschiedener Naturmächte sehen zu müssen. Weil die Sonne die einflußreichste dieser Naturmächte iit, nennt man diese Anschauung auch wohl die Sonnenhypothese. Sprachliche Forschungen, die bis auf die arische Ursprache der meisten europäischen Völker zurückführen, wiesen von den Büchner verurtheile ent" den. Außer 17 Kollegen mußten Alle des Sonntag3 arbeiten. 1 Süden Berlins 332, Norden 307 und im Stadttheil Moabit dem Fehlen wirthschaftlicher Organisationen die Klarheit Mittagspause war durchschnittlich 11/4 Stunde. Hierauf wurde 264 Bände. Ausgeliehen wurden im Süden 748, Norden 482 zu schaffen vermögen in den verschiedensten Produktionszweigen, Kollege Plath als Kassirer und Stellenvermittler, Sollege und Moabit 327, insgesammt 1557 Bände, während der Zeit ähnlich wie bei den Industrieproletariern. Da die AbhängigDreher zum zweiten Bureau Angestellten, Kollege Raßler vom 1. Januar bis 1. Juli 1894. Un Leihgelder für nicht ver- feit des ländlichen Proletariers diese hindert, thätig in die zum 1. Vorsitzenden und Kollege Wangenheim zum 2. Vor- längerte Bücher wurden in demselben Beitraum 67,75 m. ver- Agitation einzugreifen, wird es Aufgabe der weniger abhängigen fizenden gewählt. Nach Erledigung einiger interner Angelegen einnahmt, verausgabt 36,10 m., verblieb ein Bestand von 31,65 M. Industrie- Arbeiter sein, die Landagitation in die Hand zu heiten wurden dann die übrigen Punkte der Tagesordnung bis Bekannt gemacht wurde, daß aus der Bibliothek entliehene Bücher nehmen. Als Vorbedingung einer zweckmäßigen Landzur nächsten Versammlung zurückgestellt. nicht länger als sechs Wochen in Händen der Mitglieder ver- agitation erachte er folgende Punkte: 1. Theoretische und Der Unterstütungsverein der Kupferschmiede Deutsch Gelegenheit haben, die Bücher lesen zu können, dann müssen Berhältnisse bleiben dürfen; sollten die Kollegen während dieser Zeit nicht praktische Untersuchung der sozialen und wirthschaftlichen Tands nahm in einer am 21. d. M. im Vereinslokal, Wein- diese unbedingt zurückgeliefert werden. in den einzelnen Diftritten. Die Partei Länger ausstehende leitung hat dieses in zweckmäßiger Weise zu veranlassen. ſtraße 11, tagenden Generalversammlung die Abrechnung vom Bücher werden nicht mehr schriftlich zurückgefordert, son- 2. Eine anschauliche Kritik der herrschenden ländlichen Wirthlegten Quartal entgegen. Diese weist an Einnahmen 950,78 M. dern und an Ausgaben 887,86 m. auf; bleibt bemnach, nach Abzug gezogen; Mitglieder, bei denen dieses geschehen muß, wie auch unsere Endziele aus dem Auge zu lassen. 3. Schaffung einer Kommissionsmitgliedern persönlich der Delegirtenbeiträge( 39,45) und 50 pct., welche der Zentralbiejenigen, welche mit Leihgeld restiren, werden von Benutzung Arbeiterpresse, die in gemeinverständlicher Form die Zustände tasse eingesandt werden, ein Reservefonds von 11,73 M. Bestand der Bibliothek ausgeschlossen. In die Bibliothekkommission der ländlichen Arbeiter behandelt. 4. Wird das so gewonnene Einnahme 54,90 M. Un 8. om vorigen Quertal 11,08 m. In der Sterbefaffe beträgt die wurden für den Süden, Norden und Moabit die Kollegen. Menzel, theoretische und praktische Material den in der Landagitation Zentralfaffe abgeliefert 54,90 M. Näbiger, Zippel, Peisiger und Schleyer gewählt. Betreffs des thätigen Genossen das nöthige Rüstzeug geben, die ländlichen Die Filialtaffe hat eine Einnahme von 1120,35 m. infl. des Arbeitsnachweises berichtete Kollege Ziegler, daß die Bücher all- Berhältnisse zu erfaffen. Köhler erklärte, daß der Referent den Bestandes vom vorigen Quartal, und eine Ausgabe von 740,50 M. monatlich revidirt worden seien, Beschwerden lägen nicht vor. rechten Leitfaden angegeben habe, auch er fiimme für ein ländliches Hierauf werden der Wittwe eines verstorbenen Kollegen 15 M. Roll. Ziegler wurde dann wieder in die Arbeitsnachweis- Kontroll- Drgan gleich den Fachorganen der Gewerkschaften, in dem die und einem kranken Kollegen in Leipzig 15 M. aus der Filialkaffe fommiffion gewählt. Der Rendant erhielt die Ermächtigung, zur Landverhältnisse zu behandeln feien Boliß ertlärt sich voll bewilligt. In Betreff der Bibliothek wird mitgetheilt, daß alle Vertretung des Arbeitsvermittlers allmonatlich auf eine Woche und ganz mit dem Referenten einverstanden und will die Sache Bücher eingezogen werden, um ein neues Verzeichniß aufzustellen. einen Stellvertreter aus dem Kreise der arbeitslosen Kollegen zu auf der hier in Berlin abzuhaltenden Konferenz für die Proving Ferner werden die Kollegen ersucht, mit ihren Beiträgen nicht entnehmen, damit es ihm möglich sei, die Neueintragung von Mit Brandenburg verhandelt wissen. länger als 13 Wochen im Rückstande zu bleiben, da sie sonst den gliedern wie auch die entrichteten Mitgliederbeiträge ins Hauptbuch ſchieden die Klimbim- Agitationstouren", verspricht sich vielmehr den Anspruch auf Unterstüßung verlieren. zu bewerkstelligen. Dem Vertreter wurden pro Tag 5 M. zugebilligt. sichersten, wenn auch langsamen Erfolg von der Agitation von Der Fachverein der Musikinstrumenten Arbeiter hielt Gin aus der Mitte der Versammlung gestellter Antrag, das Ge- Mund zu Mund. Bohn liefert an Spezialfällen aus seiner am 21. Juli eine Wanderversammlung in Brühning's Lokal, halt des Rendanten auf 150 M. zu erhöhen, wurde bis zur Heimath Beweis, wie selbst in Distrikten, in denen der KleinRosenthalerstr. 11/12, ab. Nach Erledigung einer kleinen Diffe- nächsten beschließenden Versammlung vertagt, jedoch wurde dem besiß noch dominirend ist, derselbe binnen einigen Jahren nach renz mit dem Wirth, die zur beiderseitigen Zufriedenheit bei Rendanten eine Vergütung von 30 M. pro Monat bis dahin und nach vom Großbesitz aufgefogen wurde, und verspricht gelegt wurde, vollzog die Versammlung zunächst die Wahl eines bewilligt. Betreffs der vom Streit bei der Firma Willing ich einen Fortschritt für die Landbevölkerung von dem Beisitzers für den Norden. Alsdann hielt Genosse Mattutat u. Violet noch ausständigen Hilfearbeiter wurde beschlossen, den Erfolg des nächstens erscheinenden Werkes über die Gesindeeinen beifällig aufgenommenen Vortrag über das Thema:" Zur selben noch 4 weitere Wochen Streitunterstützung zu zahlen, als ordnung, woran er die Erklärung knüpft, daß wohl unsere Geschichte des Kapitalismus". Auf eine Anfrage, wie sich die dann aber die Unterstüßungen einzustellen, da hier bereits Fraktion in allernächster Zeit den Antrag auf Aufhebung der Lage der Arbeiter in der Pietschmann'schen Fabrit nach der 13 Monate Unterstützung gewährt ist. Die in Arbeit stehenden Gesindeordnung im Reichstage einbringen werde. Ein anderer wärtig die Frauenarbeit eingeführt wird und der Fabrikant stellen frei seien, dieses dem Arbeitsvermittler mitzutheilen, damit wenig agitirt werde, und diese auch zu wenig Beachtung wohl einen Mangel an Arbeitskräften haben muß, da er bereits die Ausgesperrten wieder untergebracht werden können. Den in unter hiesigen Genossen finden. Er schlage vor, daß die Vers mehrfach durch Annonce Arbeiter fuchte. Die nächste Versamm- Berlin im Streit befindlichen Schuhmachern bewilligte die Ber- trauensleute außerhalb sich mit dem Vorwärts" in Verbindung lung für den Norden findet am 18. August statt. sammlung 200 M. Einem in Noth gerathenen Kollegen wurden setzen, und im Vereinskalender eine ständige Rubrik eingerichtet von der Versammlung 15 M. überwiesen, jedoch soll der Vor- werde, unter der die Landversammlungen bekannt gegeben werden, Eine öffentliche Konfektionsschneider Versammlung stand die Sache zuvor untersuchen. Die Bahlstelle von Bartelt, damit ehemalige Mitbewohner jener Orte, die gegenwärtig ihrDomizil vom 23. Juli beschäftigte sich mit der Frage, ob die lokal- Flottwellstraße, ist nach Grunewaldstr. 110 bei Keßner, und die in Berlin haben, Kenntniß von solchen Versammlungen zugehe, organisirten Schneider Berlins sich auf dem im August statt Bablitelle von Sühnhold, Rottbuser Damm, nach Schönleinstr. 6 und sie, da solche Versammlungen meist Sonntags stattfinden, findenden Bekleidungsindustrie- Kongreß vertreten lassen wollen. bei Kraatz verlegt. Bellealliancestr. 74 bei Kizing ist eine neue die Gelegenheit benußen tönnen um hinzufahren und als BeDer Referent Wiesemann bejahte diese Frage und führte als Sahlstelle errichtet. tannte zu den Landarbeitern in der Diskussion zu sprechen. SämmtBegründung an, daß man dort Gelegenheit habe, die Berliner liche Diskussionsredner erklärten sich somit bis auf einige zentralisirten Kollegen wegen ihrer schroffen unsolidarischen Die Drechsler und Berufsgenossen hatten am 23. Juli fleine Abweichungen für die Ansichten des Referenten. Stellungnahme gegen die anderen Organisationen lokaler Richtung eine öffentliche leider nur schwach besuchte Versammlung, in Diefer erklärte einzelnen Aeußerungen, gegenüber da in der eine nur in entert zu geißeln. Damit war wieder das Signal zu einer welcher in einem Referat des Genossen Hilpert über den Diskussion vom finanziellen Standpunkt einige Bedenken geäußert Organisationsform- Debatte gegeben, welche sich, unterbrochen von Bierboykott und feine Wirkungen den Kollegen an's Herz gelegt wurden, daß der finanzielle Punkt nicht derjenige sein werde, persönlichen Angriffen, fehr lange hinzog. Timm vertheidigte wurde, die unter dem Sozialistengesetz so bewährte Agitation von woran die heute behandelte Frage scheitern sollte, im Uebrigen ich, into die Stellungnahme des Verbandes, die allein geeignet sei, dem Mund zu Mund für den Boykott zu betreiben und namentlich hielt er es für selbstverständlich, daß fich die Parteitage mit dieser Durcheinander in der Berliner Schneiderbewegung ein Ende zu auch die der Sozialdemokratie noch fernstehenden Arbeiter über Frage eingehend beschäftigen. Zum Schluß wurde bemerkt, machen und ermahnte die Anwesenden, sich die Schuhmacher als die Ursachen des Boykotts aufzuklären. In der Diskussion daß die Abschaffung der Gesindeordnung vor dem Landtag gehöre, Beispiel dafür anzusehen, wohin der ewige Formenstreit führt. theilten die Kollegen, welche das Wort nahmen, verschiedene hier aber unsere Partei keinerlei Einfluß habe. Sodann wutde Der Saal hatte sich schon sehr gelichtet, als die unerquickliche sowohl dem Boykott günstige als auch ihn schädigende Thatsachen mitgetheilt, daß die angezeigte Matinee für die ausgesperrten Debatte gefchloffen wurde. Als Delegirte wurden Wiesemann mit, die sie zu beobachten Gelegenheit hatten. Folgende Reso: Brauereiarbeiter nächsten Sonntag im Elysium, Landsberger Allee. und Rulid gewählt. Die anderen Punkte der Tagesordnung mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und ver- Die Knopfarbeiter und Arbeiterinnen hatten am lution wurde einstimmig angenommen:„ Die Versammlung erklärt stattfindet. wurden vertagt. sich emme lawpflichtet sich, mit Energie für die gerechte Durchführung der Arbeiter 23. Juli eine Generalversammlung einberufen. Zunächst verlas Der Verband aller in der Metallindustrie besforderung einzutreten, und zwar für Meidung fämmtlicher Lokale, der Kassirer ben Kaffenbericht, der ohne Einwendungen von der fchäftigten Arbeiter Berlins und Umgegendsin denen Boykottbier verzapft wird, oder deren Säle den Versammlung gut geheißen wurde. Frau Krause und Herr bielt am 28. Juli eine ordentliche Generalversammlung ab; in Arbeitern nicht zur Verfügung stehen. Gleichzeitig fordert die Pratsch gingen bei der Wahl als Revisoren hervor. Inbetreff derfelben wurde zunächst das Andenken des verstorbenen Kollegen Bersammlung die Gewerkschaften Berlins auf, die Bahlstellen des Bierboykotts fam es zu einer lebhaften Debatte, die damit eine in w. Asmus( Rohrlegergehilfe) und Neubert( Klempner) in der der Organisation nur bei denjenigen Restaurateuren üblichen Weise geehrt. Zum 1. Punkt der Tagesordnung er zurichten, die nachweislich auf den Boden der modernen Arbeiter die in den Gewerkschafts- Versammlungen zur Annahme gelangt bei denjenigen Restaurateuren ein endete, daß die Versammlung dem zustimmte, die Resolution, stattete der Rendant Kollege Pehold den vierteljährlichen bewegung stehen." Der Vertrauensmann Dost gab hierauf ist, streng zu befolgen. Raffenbericht wie folgt: folgende Abrechnung für die Zeit vom 19. September 1893 bis Ausgabe: Der Verein deutscher Schuhmacher( Filiale II) tagte 23. Juli 1894. Die Einnahme betrug sammt einem vorhanden am 16. Juli im Lokale des Herrn Feind, Weinstr. 11. Die Ver1281,25 m. Dit gewesenen Bestande von 24,07 M. im Ganzen 54,77 M., die fammlung beschäftigte sich, da von dem Vortrag Abstand ge Ausgabe 41,12 M., so daß ein Bestand von 13,65 M. geblieben nommen wurde, mit der Stellung des Vertrauensmannes Bock. ist, wozu noch 2,55 M. von der Tellersammlung dieser Ver- Besonders lebhaft diskutirt wurde der Berichi des Kollegen Ber lebhaft Fachblatt". Die Versammlung nahm hierzu Aus dem Jahre 1891 find noch vier Dittmar im Summa 5536,60 m. fammlung tommen. Demnach verblieb von der Einnahme in diesem Quartal die inzwischen 91,60 m. gezahlt hat, also noch 68,60 M. reftirt, dem Artikel des Kollegen Dittmar im Fachblatt vom 16. Juli, Restanten, nämlich Lutz, der von den 160,20 M., die er schuldete, folgende Resolution an: Die Versammlung erklärt gegenüber Hierzu der Bestand vom 1. Quartal in Höhe ferner Hildebrand, der noch 119 M., Stein, der 9 M., daß derselbe nicht das Recht hat, wenn er Meinung ausDie Abrechnung des Sommerfestes in Wilhelminenhof ergab eine Bestand überwies die Versammlung den ausgesperrten Brauerei Absicht vorhanden, daß der Sig des Vereins nach Berlin verlegt Ferner Einnahme von 3101,60 M., der eine Ausgabe von 2130,80 m. gegenüberstand, fodaß ein Ueberschuß von 970,80 M. erzielt wurde Decharge ertheilt. arbeitern. Dem Vertrauensmann, der sein Amt niederlegte, werden soll, und erklären wir den Titel" Gernegroße" für eine wurde. In der Angelegenheit des Kollegen Beer wurde vom Insulte gegenüber den Bereinsmitgliedern in Berlin. Im Vorstand berichtet, daß auf Wunsch der letzten Generalversammlung die Sache in einer Borstandssigung nochmals durch Zeugen Wahlkreises tagte am 24. Juli eine Wahlvereins- Versammlung Antrag zur nächsten Generalversammlung angenommen: Der Für die Genoffen des ersten Berliner Reichstage. Uebrigen erklärt sich die Versammlung nicht mit der HandlungsReichstagsweise des Kollegen Bock einverstanden." Alsdann wurde der vernehmung untersucht worden sei, leider habe auch diese kein bei Nöllig, Neue Friedrichstr. 44, um darüber zu berathen, wie Berein gewährt Rechtsschutz in gewerblichen Angelegenheiten. Resultat zu Tage gefördert; nach längerer, sehr lebhafter Dis die Landagitation zu fördern sei. Dcs einleitende Referat hierzu An Stelle des abgereisten Revisors Kollegen Telle wurde Kollege Tussion wurde befchloffen, dem Kollegen Beer die seiner Zeit hielt Genosse Timm. Redner beleuchtete die Schwierigkeit der von ihm gezahlte Summe nicht zurückzuerstatten. richt der Bibliothekkommission erstattete der Obmann derselben. heit der ländlichen Distritte Deutschlands in wirthschaftDen Be- Landagitation, deren Ursachen einmal in der Verschieden. Falkenberg gewählt. Die Bibliothek umfaßt 908 Bände, hiervon find vorhanden im licher und sozialer Beziehung zu suchen seien, ferner in guns, bo " Einnahme: Monat April 1800,- m. solljustijo Mai 1601,80 " Juni 2134,80 " " 1276,69 699,49 3257,43 M. Sumine von " von 5540,21 Meb ein Gesammt- Kassenbestand von 7819,38. und Jannack, der 10 M. schuldig ist. Den oben angegebenen spricht, das Wort wir" zu gebrauchen ist nicht die diefen Weg. Nun waren aber die Arier ein, am Zustande der Wildheit gemeffen, bereits sehr hoch entwickeltes Volt, das eine vieltausendjährige Kulturentwickelung hinter sich haben mußte. Die vergleichende Völkerkunde lehrt uns aber, daß niedriger stehende Völker nur sehr selten gu einer jolchen physikalischen Religion zur Berehrung von Naturmächten, Sonne, Mond, Simmel sich aufgeschwungen haben, und wenn wir hochstehende Thiere beobachten, die mit den Menschen vor seiner Entthierung und Vermenschlichung etwa auf einem geistigen Niveau stehen, so sehen wir, daß sie Naturerscheinungen, wie allen Erscheinungen nur dann eine in Furcht ausartende Beachtung schenken, wenn sie ihnen ungewohnt sind. Die Sonne ist ihnen angenehm, aber sie fürchten sie machen sich über sie teine Sorge. Die Gewohn heit der Erscheinung stumpft das Thier wie den unentwickelten Menschen völlig ab. Um ein schlagendes Beispiel zu erwähnen, werden wilde Thiere schließlich völlig gleichgiltig gegen Eisenbahnen, während jede zu ungewohnter Zeit an ungewohnter Stelle auftretende fremde Erscheinung ihnen Entsetzen einjagt. Da die Religion aber mit Bewußtseinszuständen verInipit ist, die bis in die Thierzeit der Menschheit zurückgehen, fnüpft zu genöthigt, der Die Ergebnisse der Gewerbe Aufsicht in Bayern, Württemberg und Geffen für 1893. Von Dr. Mar Quarct. Der Talmud". Von J. Stern. Bon J. Stern. Notizen: Streits in Defterreich. Die Unterbeamten der Post Feuilleton: Von Unten nach Oben. Eine Novelle von Karonin. Fret nach dem Russischen.( Fortfegung.) Betitzeile 20 Pf. " Das 7. Heft enthält u. a.: Moriz Adler: Die allgemeine Wehrpflicht Die Nationalität". Friedrich Stampfer: Cosgelaffen". „ Die Der Bauarbeiter Verein der Rosenthaler- Vorstadt hielt am 22. Juli feine regelmäßige Mitglieder- Bersammlung ab. Bunächst gab der Kassirer die Abrechnung für März und April. Nach Erledigung einiger interner Vereinsangelegenheiten machte Kollege W. Gaßmann der Versammlung von dem Beschluß des Festkomitees Mittheilung, nach welchem das diesjährige 20. Stiftungsfest, welches zum 28. Juli in Zimmermann's Deutsches Klubhaus" stattfinden sollte, bis nach Beendigung des Bierboykotts ausfällt. Die verausgabten Billets sind einzuziehen und dia Plakate zu entfernen.( Siehe Erklärung in der Sonntagsnummer des Vorwärts" vom 15. d. M.) Die Gleichheit. Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen.( Berlag von J. H. W. Dies in Stuttgart.) Soeben ist uns die Nr. 15 des 4. Jahr ganges zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Das Proletariat und das Wahlrecht der Frauen. Noch einmal reinliche Scheidung". II.- Zwei Jlluftrationen zum Bereins- ,, Recht" der Frauen. Amerikanische Fabritinspektorinnen über die Kinderarbeit im Staate In der Arbeiter- Bildungsschule( Nord) hielt am 25. Juli Jalinois. Feuilleton: Ein Stteffind des Lebens. Aus dem Schwedischen Herr Schriftsteller Fränkel einen Vortrag über das Thema: von Gustav Bichtenstein. Arbeiterinnen- Bewegung. Kleine Nachrichten. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf., " Entsprechen die Geschworenen-, Schöffen- und Gelehrtengerichte durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste für 1894 der Rechtsanschauung des Volkes?" Redner erörterte zunächst unter Nr. 2060) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestell: den Zweck der Strafrechtspflege, der in de der Aufrechthaltung geld 35 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inferatenpreis die zweigespaltene einer guten Rechtsordnung gesucht werden kann. Diese tönne Die Zeitſchwingen", Monatsschrift für Boltsbildung, Aufklärung und aber nur dann geschaffen werden, wenn die bestehenden Gesetze Unterhaltung. Berlag von J. Beranet, Reichenberg, Böhmen, Friedländer finngemäß und gerecht angewendet und die reine Wahrheit erfiraße 12. Brets pro Heft 40 Seller gleich 40 Pr. Soeben erschien das mittelt werde. Die Strafgerichte sollen nun diese Aufgabe er7. Heft, 5. Jahrgang. Inhalt: Die Kunit und die Arbeiter." Bon Manfred Wittich.„ Der Fortschritt in der Geschichte." Bon N. Mogilewsti. füllen. Wenn auch eine Vollkommenheit nie erreicht werden V. Die Möglichkeit des Fortschritts. 3ur Geschichte der Arbeiter wird, so böten nach den gemachten Erfahrungen die Strafbewegung." Von A. Behr. VII. Philosophie für Arbeiter." Von Leopold Jacoby. Was ist eine Jdee?. Die Urfache der Sonnenwärme." gerichte der heutigen Gesellschaft in allen drei Formen nur Schule die Schule und nochmals die Schule." Statistisches. geringe Garantie, daß das wirkliche Recht gefunden wird. Feuilleton: Die Menschheit." Gedicht.- Die Rettung." Soziale Stizze Redner führt eine Anzahl von Rechtssprüchen aller drei Arten von Karl Oheinta.. Neues aus dem Gebiete der Wissenschaft. Die Waffen nieder! Monatsschrift zur Förderung ber Friedensbewegung: Dies sei hauptsächlich dem Umstande zuzuschreiben, daß dem ung von Gerichten vor, an denen erwiesener Maßen fehlgegriffen sei. Ernst Almsloh: Richter, dem alle menschlichen Schwächen anhaften, durch Die Volksschullehrer und der Militarismus". Otto Ackermann:„ Die Schaffung der schrankenlesen Beweiswürdigung eine zu große Neutralität der Preffe". A. Gundaccar von Suttner:" Die humane Gewalt eingeräumt sei. Dem gleichen Fehler seien die in per Waffe" Karl Maria Heidt: Wluß es so fein?" Auch der Seelenkult oder besser Ge-„ Die Wohlfahrt", Zeitschrift für voltsthümliche Heilweise nnd foziale jetzigen Art ausgewählten Geschworenen und Schöffen unterGefundheitspflege. Berlag von Josef Beranet, Reichenberg, Böhmen, Fried: worfen. Die Beweißwürdigung müsse eingeschränkt werden und länderstr. 12. Abonnementspreis pro Jahr fl. 1,50 gleich 3 M. Einzelne Hefte 15 fr. Probehefte gratis. Weitere Annahme eines 2. Heftes wird als Kollegien geschaffen werden, in denen her= Abonnements- Buiage betrachtet. rufsrichter vertreten ist. Durch das Laienelement werde frisches in vorgehende Laienelement in überwiegender Zahl neben dem BeLeben hineingetragen, der Laie kann sich praktisch richterlich verschwinden. ausbilden und die Einseitigkeit der Richter wird mehr und mehr Der Frauen und Mädchen- Bildungsverein hielt am Annales de L'Institut des Sciences Sociales. Comité de Direction 26. Jult im Viktoria- Garten, Badstr. 12, eine gut besuchte VerGuill. Degreff- H. Denis- Ernest Solvay Emile Vandervelde. Bruxelles. fammlung ab, i in der Herr Dr. Weyl in einem interessanten Vortrage über die Ernährung des Kindes" sprach. Cine Diskussion über den Vortrag fand nicht statt. Fräul. Koschnitty empfahl den Vereinsmitgliedern die Benuzung der Bibliothek. ihren Bedarf an Lebensmitteln nicht in solchen Geschäften zu beZum Schluß wurden besonders die anwesenden Frauen ersucht, ziehen, wo boykottirtes Flaschenbier verkauft wird. An Stelle der erkrankten Schriftführerin Fr. Ludwig wurde Frl. Wedding gewählt. der Religion in eine vorgeschichtliche Zeit zurückfällt, in der die Menschen sich noch keine Gedanken über die gewohnten, wenn auch großartigsten Naturerscheinungen machten. Blitz und Donner waren sicher ursprünglich viel einflußreicher auf die Religionsbildung als Sonne und Himmel. fpenfterkult, troydem Lütgenau diese Hypothese verwirft, fann als ursprünglich religionsbildendes Element nicht außer Acht gelassen werden. Das ganze Forschungsgebiet ist übrigens noch höchst dunkel, und deshalb würde Lütgenau besser thun, nicht mit solcher Entschiedenheit für die Müller'sche Hypothese Partei zu ergreifen. Bon derartigen nebensächlichen Ausstellungen abgesehen, tann das Buch indeß nur dringend als belehrende Lektüre empfohlen werden. Ge enthält eine Fülle von Thatsachen und richtigen Urtheilen über die Entwickelung der heutigen Religionen, und erörtert auch in ganz zutreffender Weise die Stellung, die die Sozialdemokratie zu ihnen auf grund ihrer wissenschaftlichen Grundanschauung zu nehmen hat. gl. Eingelaufene Druckschriften.in 9 Die Neue Zeit.( Berlag von J. H. W. Diez in Stuttgart.) Das 43. Seft Des 12, Jahrganges ist foeben erschienen. Aus dem Inbalt heben wir hervor: Ein Jubiläum. Bwet Kapitel aus dem britten Bande des Kapital". Bon Karl Marr. Bur neueren Robbertus- Literatur. Bon F. Mehring. einige Worte zur Tuberkulose und Krebsbehandlungsfrage. Von Dr. Severin Robinsti. Berlin, Verlag von Robinsti u. Go. Die Wirksamkeit der Goldklausel. Bon Carl Bulling. Berlin, Verlag von Rosenbaum u. Hart, Wilhelmstr. 47. Preis 1,50 m. Religion innerhalb der Grenzen der Humanität. Ein Kapitel zur Grundlegung der Sozialpädagogit. Bon Paul Natorp. Freiburg t. B. Letpzig, Berlag von J. C. B. Mohr. Au Siège de L'Institut. Rue Ravenstein II. Verlag von Wörlein u. Co. Bas Rechtssykem der Sozialdemokratie. Bon A. N. Serlin, Nürnberg. Der Anarchismus und das Recht der Schwachen. Von Dr. Ed. Loewen thal, Berlin. Werlag von H. Brieger. Illustrirtes Familienbuch der Naturheilkunde. Von Ludw. Rer häuser. Heft 20-28 a 20 Bf. Leipzig, Verlag von G. Schremmel. Die heilige gehme des Militarismus. Von Friz Kunert. Nürnberg. Verlag von Wörlein u. Co. Soeben ist die vierte Auflage erfchienen. Das Schriftchen, das nun 6% Rozen ftort aeworden ist ( früher 4%, bann 6 Bogen), foftet so Pfennig. " aus Sozialdemokratischer Wahlverein Achtung! Vier große Achtung! für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. Volks- Versammlungen Buchhandlung des Vorwärts“ Dienstag, den 31. d. Mts., Abends 8/2 Uhr, im Lokale des Meissner, Linienstraße 143: General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Abrechnung ( Raffenbericht) pro 2. Quartal. 3. Sonstige Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorkand. NB. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich bei folgenden Genossen: H. Achilles, Greifswalderstr. 210; F. Weber, Landsbergerstr. 41; Fr. Krüger Hirtenftr. 10; A. Richter, Neue Königstraße; E. Witchow, Rleine Hamburgerftraße 27; L. Schmidt, Louisenstr. 5. 282/ 2* Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstagswahlkreis. Dienstag, den 31. Juli, Abends 8½½ Uhr: Zwei Versammlungen. 1. Schneider's Salon, Belforterstraße 15. " Vortrag: Die Volksschule, wie sie ist und wie sie sein soll." Referent: Th. Metzner. 2. Viktoria- Salon( Kranz), Badstraße 12. Vortrag: Die Kommunisten des 18. und 19. Jahrhunderts." Referent: Paul Jahn. In beiden Versammlungen Diskussion, Vereins- Angelegenheiten und Fragetaften. Der Vorstand. NB. Den Abtheilungs- und Bezirksführern zur Nachricht, daß die Bes sprechung mit dem Vorstand am Montag, Abends 82 Uhr, in Reichert's Salon, Müllerstr. 7, stattfindet. Bezirksbuch legitimirt. Achtung! Achtung! 283/5 am Mittwoch, den 1. August, Abends 8 Uhr, in folgenden Lokalen: Oranienhallen, Oranienstr. 51, Mähring, Admiralstr. 18c, Kartz, Schönleinstr. 6, Poppe, Lindenstr. 106. Tagesordnung in allen Versammlungen: 1. Die Frauen und der Bier- Boykott. 2. Diskussion. Referenten: 118/7 Genossen Georg Wagner, Daftig, G. Timm und Frau Greifenberg. Um zahlreichen und pünktlichen Besuch, besonders der Frauen, ersucht Die Frauen- Agitationskommission. Zur Nachricht. Nachdem meiner ersten Erwiderung auf die Rezension des Herrn gl über mein neues Buch Die wahre Natur des Menschen die Aufnahme im Vorwärts" versagt worden war und auch die abgeänderte Fassung von der Redaktion noch erheblich verkürzt worden ist, theile ich hierdurch den Lesern des Vorwärts" mit, daß ich eine ausführliche und nach Gebühr abgefaßte Erwiderung gegen die Rezension des Herrn gl, sowie auch Antworten auf etwaige sonstige Angriffe, die in Anbetracht des grundlegenden und radikalen Inhalts meines Buches zu erwarten sind, dem letzten Hefte gratis beilegen lassen werde. Oswald Köhler. Gegründet 1871. 529L Frauen- und Mädchen- Bildungsverein des arbeitenden Solfes Berliner Schneider Akademie für Berlin und Umgegend.( Filiale Moabit.) Donnerstag, den 2. August, Abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn von Lange, Stromstraße 28: Vereins- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Die Ernährung des Kindes in erften Lebensjahr." 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. 118/6 Tellersammlung findet statt. Herren und Damen als Gäste willkommen. Die Bevollmächtigte. Metallarbeiter! Mittwoch, den 1. August d. J., Abends 8½½ Uhr: Große öffentliche Bersammlung im Konzerthaus ,, Sanssouci, Kottbuserstraße Nr. 4a. Tages Ordnung: 1. Die Zustände in den Fabriken von Mix& Genest, Frister& RossSchneider- Akademie de Gegründet 1871, Rudolf Maurer, Berlin SW., Krausenstr. 47. Erstes u. größtes Lehrinstitut der Fachwissenschaften d. Schneider. 1881 Preisgekrönt 1879 Berliner Gewerbe- Austellung. Preisrichter in Halle. Ehrenmitglied der Münchener SchneiderJunung. Anerkennung des Kriegsministeriums. des Direktors von Lehrern ertheilt, welche in dem, neben der Schule seit Der Unterricht wird im Gegensatz zu anderen Instituten unter Leitung 34 Jahren bestehenden Schneidergeschäfte praktisch herangebildet sind, durch den immerwährenden Verkehr mit dem Kundenpublikum in der Schneiderei auf dem Laufenden bleiben und so auf praktische Erfahrungen gestützt, den Unterricht wirksamer gestalten.( Die Lehrbücher zum Selbstunterricht 20 Mart.). Am 1. und 15. jeden Monats beginnt ein neuer Kursus. 530L* Alfred Maurer, Direktor, Schneidermeister. Frucht- Säfte Himbeer-, Kirfdy, Johannisbeersaft, vorzüglich, Literflasche 1,30 Mk. Eugen Neumann& Co., 781M 6a Belle- Allianceplay 6a. 81 Neue Friedrichstr. 81. 8 Dranienstr.8. schmerzlos eingesetzt, festsißend. Reparaturen sofort. Weniger mann, Neue Berliner Messingwerke vorm. Dorchard, Aktien- Gesellschaft füstl. Zähne Bemittelte Ermäßigung. Kreslawski, Spittelmarkt 13. vorm. Butzke, Joseph, Beermann, Reiss& Martin, Gebr. Naglo, Schulz ( Hasenhaide), Falbe( Manteuffelstraße) und der Gasmesser- Abtheilung der Englischen Gasanstalt. 2. Disfuſſion. 3. Wie verhalten sich die Kollegen Bestes Pugmittel der Welt! Kinderwagen, Größe, age, binafte zum Bier- Boykott? Die Arbeiter und Arbeiterinnen oben genannter Fabriken werden ersucht, vollzählig zu erscheinen. Kollegen! Es gilt die Wahrung Eurer Interessen! Zu dieser Versammlung sind die gesammten Arbeiter und Arbeiterinnen der Metallindustrie eingeladen. 174/2 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter: Otto Näther, N., Antlamerstr. 44. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Vertrauensmänner- Versammlungen: Westen Mittwoch, den 1. August, Abends 81/2 Uhr, bei Raumann, Kulmstraße 35. Südwesten: Donnerstag, den 2. August, Abend3 8½ Uhr, bei üdtke, Boffenerstraße 10. Tagesordnung in beiden Versammlungen: Besprechung über Lohn und Arbeitsverhältnisse. Zahlreichen Besuch erwartet Die Ortsverwaltung. 141/10 auch Theilzahlung. 128L* VERSAL TARPUTZ POMO 6 Schutzmarks ADALBERT VOGT& CO BERLIN FRIEDRICHSBERG goldene u.sibs U. billigste Preise, v. 10 M. W. Holze, Oranienstraße 3. Pfund Albrecht's Brot für Bäckerei, 50 Pfennig liefert Wrangel- Strasse 8, Langestr. 26, Falkensteinstr. 28. Kinderwagen, Reiseförbe Diese Universal- Metall Putzu Fabritpreisen, auch Theilzahlung. Pomade ist von uns zuerst im E. 2. Herrmann, Gneisenaufstr. 115. Jahre 1876 eingeführt und das Fabrikzeichen ,, Helm durch gesetzliche Eintragung zur Schuhmarkte gelenn zeichnet worden. Alle ähnlich ansSehenden Erzeugnisse sind deshalb adjahmungen unseres unübertroffenen Pugmittels. 308L* Empfehle mein Geschäft in friscaen Blumen und Kränzen. 5441 L* Blumenhandlung. P. Abromeit, Blücherstraße 69, Berlin SW. 55472* Kränze, Bouquets, Topfgewächse, Guirlanden u. s. w. Billigste( Markthallen-) Preise bei geschmackvoller Ausführung. Rummelsburg. Arbeiter- Bildungs- Schule. Robert Meyer, les feieren Gates put StadLehrplan für das Sommerhalbjahr Montag Dienstag Mittwoch. Donnerstag. Freitag. Sonn- 12. u. 4. im Monat) 1894. Nord- Schule. Müllerstr. 179a. Nationalökonomie. Volksthümliche Medizin. Gesezeskunde( fpez. Arbeiterrecht). Geschichte( neuere). Deutsch( Logik u.Rethorit) Naturerfenntniß. abend( 1. u. 8. im Monat) Diskutir- Uebungen. 1 Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu vermeiden, bitte ich meine Freunde und Genossen, genau auf meine Adresse zu Südost- Schule. achten. Waldemarfir. 14, Nationalötonomie, Boltsthümliche Medizin. Gesezeskunde( spez. Arbeiterrecht). Geschichte( ältere). Deutsch( Logiku.Rethorit). Naturerkenntniß. Diskutir- lebungen. Der Unterricht wird des Abends von 81/2 bis 101/2 Uhr ertheilt. In größeren Lokalitäten werden in bestimmiten Zwischenräumen große Versammlungen abgehalten, in welchen wissenschaftliche Themata's in volksverständlicher Weise behandelt werden. Die Theilnahme an dem Unterricht steht Jedem, auch Nichtmitgliedern an einem Abend im Semester unentgeltlich frei. Für sämmtliche Lehrjächer werden zu jeder Zeit neue Theilnehmer, ( Damen und Herren) aufgenommen. 54371.* ВЕУГІЙ HECH R. HECHT BERLIN Stempelfabrik CG von R. Hecht BERLIN S. Oranienstr. 55 liefert schnell und billig alle Arten Stempel. für Wiederverkäufer. billigste Bezugsquelle Sophastoff Reste Meinen früheren Gästen zur Nachricht, daß ich von heute ab ringfreies Bier führe. Um gütigen Zuspruch bittet Rudolf Kleiber, Schillerstr. 26. Berichtigung. Daß ich aus dem Verein ausge fchieden bin, um Singbier zu schänken, it unwahr. Beweis liefere. 20756 C. Lauge. J. Jablonsky, Naunynftr. 37 empfiehlt feinen fräftigen Mittags- u. Abendtisch zu solid. Preisen. Ausschant des Münchener Brauhauses, sowie von ff. Weißbier u. Gräßer Export. Bierverlag Kl. Andreasstr. 9. Emfehle 38 Flaschen Bairisch Bier ( Kaiserbrauerei) für 3 Mt. 45 kleine Weißen 23 große Weißen für 3 Mt. Liefere täglich nach allen Gegenden Berlin SW., Beuth- Straße 2. Schriften Züber ozialismus und Landagitation. Sosialis Soeben erschienen: Das platte Land und die Sozialdemokratie. Bon Emil Effner. Preis 20 Pfg. Porto 3 Pfg. Noch immer herrscht in unserer Partei literatur ein Mangel an brauchbaren Schriften für die Landagitation; in vor liegender Schrift giebt uns der Verfasser in zwölf Kapiteln in populärer Darstellung Klarheit über die wirthschaftliche Entwicklung des platten Landes, Einsicht in. den tomplizirten Mechanismus des länd lichen Wirthschaftsgetriebes und legt dar, warum es nicht angeht, die industriellen Thatsachen einfach auf das platte Land zu übertragen. Die tleine Schrift kann den Genoffen aufs Beste empfohlen werden. Junker und Bauer. Bur Entwicklung unserer Agrarverhältnisse Bon p. Kampffmeyer. Preis 15 Pfg. Porto 3 Pig. Eine furze Geschichte des deutschen Bauernthums im Spiegel sozialistischer Auffassung, eine mit Bahlen belegte Anflageschrift gegen die feit Jahrhunderten von Adel und Regierung betriebene Bauernvertreibungspolitik. Soziale Frage auf dem Lande. 1. Die Lage der ländlichen Lohnarbeiter in Preußen. 11. Der Ruin des ländlichen Kleinbetriebes durch die landwirthschaftliche Großproduktion. Preis 20 Pfg. Porto 3 Pfg. Diese Schrift ist eine werthvolle Ergänzung von Junker und Bauer", fie schildert Entstehung und Entwicklung des Landproletariats und die Ursachen, warum der Kleinbetrieb zu Grunde geht. Soziale Frage und Bodenverftaatlichung. Von Conrad Schmidt. Preis 15 Pfg. Porto 3 Pfg. Die Halbheiten der Bodenverstaatlichung, wie sie Flürscheim nach Henry George schabloniftrt, werden fritisch dargethan und eine ökonomisch- wissenschaftliche Klarlegung der Grundrente gegeben. Deutsche Zucker- Industrie und ihre Subventionirten. Ein Beitrag zur gandagitation. Von May Schippel. Preis 15 Pfg. Porto 3 Pfg. Neben Vorführung reichen 8ahlenmaterials giebt diese Schrift eine turze Geschichte der Umwälzung der Landwirth schaft und der Expropriation des Klein bauernthums, der Plünderung der deutschen Steuerzahler und der Interessenpolitit der Reichsregierung zu Gunsten der Großgrundbesitzer. Zur Landagitation. Preis 10 Pfg. Porto 3 Pfg. In Parlien billiger. Betcht verständlich geschrieben, bespricht diese Agitationsschrift die herrschenden Mißstände in den ländlichen Bezirken und eignet sich deshalb zur Massenverbreitung. Bei Bestellungen von Auswärts bitten wir den Betrag inclusive Porto in Briefmarken der Bestellung beizufügen. Charlottenburg. Ein gangbares Materialgeschäft mit Schnaps und Spirituosen, Milch und Backwaare, Porzellanund Steinguthandlung, sowie Jungbier- Verkauf krankheitshalber sogleich oder zum ersten Oftober billig zu vers 528L* faufen Wallstr. 6. Ehrenerklärung! Die von mir Der erste neue Lehrkursus f. Damen Schmidt nehme ich hiermit zurück u. erDer Mitgliedsbeitrag beträgt 25 Pf. monatlich. Das Unterrichtsgeld in Rips, Damant, Crêpe, Fantafe, der Stadt.( 20786) F. Nachtigall. beträgt monatlich für jedes Unterrichtsfach 25 Pf.; für den Sonnabends Gobelin, Plüsch und bunten Unterricht wird fein Entgelt erhoben. Die Zahlung der Beiträge und Aufnahme neuer Mitglieder erfolgt an endstehenden Zahlstellen, deren je rine auch in jeder Schule errichtet ist. Die Zahlstellen sind folgende: S. Schöning, Stallschreiberstr. 29. SO. Südostschule, Waldemarstr. 14. Schulz, Admiralftr. 40 a. SW. Grabe, Mariendorferstr. 10. Windhorst, Junkerstr. 1. 0. Tempel, Langeftr. 65. 50/1 C. Drescher, Linienstr. 50. Wernau, Rosenstr. 30. M. Nordschule, Müllerstr. 179a, Gnadt, Swinemünderstr. 120. Gleinert, Müllerstr. 174. NO. Mamlock, Barnimstr. 42. NW. Vogtherr, Stephanftr. 27a. Der Vorstand. Die Bibliothek ist allabendlich geöffnet und steht jedem Mitgliede zur unentgeltlichen Benutzung zur Verfügung. 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