|tt.69.»O.Jalirg. «ezagSvret», «ett«lta6rt.&76 JÄl. monocaa M. frei tn» Hau» ootouf�oli bai, Sinzeins Rummern 10 tireuma. toiibcmg: OKonaU'di r.26 Dil., er kl Zulielluna», gebübi Uiuet flttu'banb tür Demsid- anb u. Leiierreich-Ungarn'.60 DU. tih da» übrige rm»Um6« SO DU. bei lüpltd) e ninaliaci luiielluiia 7.60 DU. 'Caltbeneuuiiarn nehmen in Dane- mar. Holland Luremdura. Schweben unb die Schwei, itingetraaei. m b>» Bon- eiiuno»- ireielisie Der. Borwart»' eucheuu wocheniägltch , Weimar-oiMlaa- einma» leiearamni.üt aeHe ,So,ialdemokrai iier.in». Morgen-Attsgabe. Verliller OolKsblatt. (loptsnni«) An,e,i,envre>Sz Die achigcipaiicne RoichareMeteil» Io»e! i«! Big..»lein« rtnritaen-, da»-eil lebruSie üori tO Big.,uiässtg " rcttaebrudit lüone), lebe» w euere Kori ä> l>la. Siellengeiuche mib Schiailiellen an, eigen da» etile ffiott SO Big., lebe» weiiere«ori 15 Big. Vörie übet 16 Buch naben lübK" iflt zwei Sott:. Neuerung», uichiag 70°,«. i>amiiien-An, eigen, ooliltichc und gewertichaitliche BereM»- ämmgeu 60 Big. die.üMe.«n, eigen'ür tue nSchile Rliminer minien Dt» 5 litt nach»»»»«» im oaubigeubüft Berlin SÄ. 08. iitiioenittaBe 1 aoaegeben werben. KeSftnei on» Ubt früh bis 8 llhr abend», Zentralorgan der roztaldemokratifcben Partei Deutfchtands. Redaktion und Expedition: EW. 68, Lindenftr. Z. aernipercheri Amt i0torl>rplas, Nr. I.»I i>v— IZI 97. vorwärts-verlag G.m.d.£>., EW. öS, Lindenstr. Z. iterniftrrcher: Amt Mortvpiav, Nr. ll7ZZ— St. vis ertte Sitzung in Weimar. D?r große geschichtliche Tag ßat in Verlin keinen Raum l gefunden, Weimar hat ihn nun erlebt. Glockengeläut von den Türmen. Fahnen auf allen Tächein, im festlich-hohen � Haus des Nationoltheoters versammeln sich die Volksver- � treter der deutschen Republik. Noch ist es wie ein Traum, � in dem Furchtbares und Herrliches sich gehe'iunisvoll mischen. Tos Parkett füllen die Abgeordnelen: ganz links die Unah» hängigen, dann die Sozialdemokraten, die Demokraten, das Zonirum, ganz rechrs die Herren und Damen der Deutschen und der Deutichnationalen Volkspartei. Im ersten Rang die Presse, weiter h naus das Publikum, auf der Biihne der noch leere Platz des Präsidenten und die Sitze der Reichsregierung. Von unsichtbarer Hand gerührt klingt eine Glocke. E b e r t spricht. Erst ist es andachtsvoll still im weiten Raum, dann fallen die Zwischenrufe em, von ganz rechts und ganz links. Die Opposition. Reaktionäre und Unab- häng ige. gibt ihre Visitenkarte ab. Die Unabhängigen haben den ihnen angebotenen Eintritt in die Regierung HoHnrch abgelehnt: auch diese geschichtliche Versammlung soll nach ihrem Willen zum Schauplatz von kämpfen werden, die zwischen Arbeitervertretern geführt werden! Eberts Rede ist pon dem Gedanken getragen, daß nur im Sozialismus Heil und Zukunft unseres Volkes liegen, und die Zwischenrufe der Störer gehen im-stürmi- fchen Beifall der Linken unter. Seine Ankündigung, die deutsche Regierung werde einen Frieden der Gewaltnicht unterzeichnen, macht den stärksten Ein- druck und wird auch über das Deutsche Reich hinaus ihre Wellen werfen. Das Ausland erfährt aus ihr. daß es Grenzen der Macht gibt, die auch der Stärkste nicht überschreiten darf, und daß ein Volk, zumal ein so großes wie das deulsche. auch wehrlos immer noch Schutz findet an feinem Recht und an der Zukunft. Zum Schluß seiner Rede fordert Ebert den Alters- Präsidenten auf. die Leitung der Versammlung zu über- nehmen. Ter Zufall will es. daß damit ein zweiter Sozial- demokrat Redner des Tages wird, und wir dürfen diesem Znsall dankbar sein, denn w'i danken ihm das schöne Wort: „Die R a t i o n a l v e r s a m in l u n g ist die deutsche Demokratie selbst. Wer ihre unumschränkte Gewalt zu schmälern sucht, der frevelt an des deutschen Volkes Majestät und Freiheit." Unser Genosse Pfannkuch ist es. der so spricht, er, der in stiller Arbeit der letzten Jahr? dem lärmenden Streit der Rich- tungen rerngestanden hat und mit der reifen Erfahrung des alten Kämpfers für Volksrecht und Wohlfahrt das Ganze überblickt Tiefe gefestigte Ueberzeugung gibt seinen Worten Schwungkraft, und in ernster Bewegung lauscht das Haus. Aber das unvermeidliche Geschäft des Parlamentarismus sordi.'t sein Recht, und den trefflickren Worten Plannkuchs folgt die Proia des namentlichen Ausrufs Er ergibt, daß die Ver- fammliing fast vollzählig ist. alio beschlußfähig ist— und morgen wird der Präsident gewählt. Oderts Reüe. Weimar/ Vationaltheater, Donnerstag, den 6. Februar lglä. Übt nachmittags. i Der TitzungSlaal ist schon vor der Cröffnung voll besetzt. 'kimüiche Ziihörerräume sind übe> füllt. An den Tischen für die 'tzcltsb'ouftragten und Ttaaissekreiäre und für die Vertreter der! i>in,elünacr Revolution erhob sich da? deutsche Vo'f aegen eine veraltete, zusammenbrechende G e- waltberrschalt kZ'schen recht?.) Tobald daz Telbstbeslim- miin-'? echi de? Teutschen Volke? gesichert ist. kehrt eS zurück auf den Weg der Kesevmäßigkrit. Nur aul der breite» Heer- >»rabe der park am entarischen Beratung und Be- schluffassung lassen sich die unaufschiebbaren Veränderungen aus w'rtschafilichem und sozialem Gebiet? vollbringen, ohne Sa? Reich und feine Wirtschaft zugrunde zu richten.(Sehr wahr!) De?haib begrüßt die Regierung in dieser Nationalversammlung den höchsten und einzigsten Souverän in Deutschland. iVeifall.l Mit den alten Königen und Fürsten von Gatte? Gnaden ist e? für immer vorbei.(Lebhafter Beifall links, Zischen recht?, wiederholter starker Beifall links, Ruf recht?: Abwarten!) Wir verwehren niemandem eine sentimentale ErinnerungSfeier, aber so gewiß diese Nationalversammlung eine große re- publikonische Mehrheit hat. so gewiß sind die alten gott- gegebenen Abhängigkeiten fllr immer beseitigt. Da? deutsche Volk ist srei, bleibt frei und regiert in alle Zukunft sich selbst. (Zuruf bei den 11. Sog.; Mit No?ke!) Tiefe Freiheit ist der einzige Trost, der dem deutschen Volke geblieben ist. Wir haben den Krieg verloren. Diese Tatsache ist keine Folge der Revo- lution.(Rufe recht?; Oho! Rufe link?: Nein, niemal?!) ES war die Kaiserliche Negierung deS Prinzen Max von Baden, die den Wafsenstillsiand einleitete, der unS wehrlos machte.(Zu- ruf: L u d e n d o r f f hat es gemacht!) Nach dem Zusammen- bruch unserer Verbündeten und angesichts der militärischen und wirtschafllichen Lage konnte sie nicht anders bandeln. (Sehr wahr;) Tie Revolution lehnt die Verantwortung ab für das Elend, in das die verkehrte Politik der alten Gewölben und der Uebcrmut der Militaristen das deutsche Volk gestürzt hat.(Sehr wahrl Lebhafter Beifall bei den Soz. Widerspruch rechts.) Sie ist auch nicht vcrantworl- lich für unsere schwere LebenSmittelnot.(Sehr wahrl Wider- spruch und Zuruf: Soldaienräte!) Die Tatsache, daß wir durch die Hungerblockade viele Hunderttausende von Menschen- leben verloren haben, daß ihr Hunderttausende von Männern. Frauen. Kindern und Greisen zum Lpser gefallen sind tötet die Redensart, daß wir ohne die Revolution mit unseren Lebens- mittel» ausgereicht hätten. Nicderlage und Lebensmittel- not haben uns den gegnerischen Mächten ausgeliefert. Aber nicht nur unS, auch unsere Gegner hat der Krieg ungeheuer erschöpft. Aus dem Gefühl der Erschöpfung bei unseren Feinden entspringt ihr Bestreben, sich schadlos zu halten am deutschen Volke, wird der AuSbeutungSgedank? in das Friedcnswerk hineingetragen. Diese Rache, und VcrgcwaltigungSpläne sordern den schärfsten Protest heraus. (Lebhaste allseitige Zustimmung.) Da? deutsche Volk kann nicht auf Lä, 40 oder 60 Jahre zum Lohnsklaven anderer Landet gemacht weiden.(Erneuter lebhafter Beifall und Zu- stimmung.) TaS furchtbare Unglück de? Kriege? für ganz Europa kann nur wieder gut gemacht werden durch Handinhand- gehen der Völker.(Beifall und Zustimmung.) Angesichts de? Massenelend? der Völker, angesichts des Massenelends auf allen Seiten erscheint die Schuldfrage beinahe klein. Gleich- wohl ist da? dcntsche Volk entschlessen. selbst alle zur verontwor- tnng zu ziehen, denen ein absichtliches Verschulden oder eine ab- sichtliche Niedertracht nochgewirfen werden kann. Aber man soll nicht diejenigen straien die selbst Opfer waren. Opfer de? Krieges, Opfer unserer früheren Unfreiheit.(Sehr wahrl bei ven Soz.) WcSbalb haben, nach ihren eigenen Zeugnissen, unsere Gegner gekämpft? Um den KaiferiSmus zu vernichten. Es gibt ihn nicht mehr, er ist für immer erledigt. Tie Tatsache dieser National- Versammlung selbst zeigt e? Sie baben gekämvft. um.den Mili- tar!?miis zu zerstören". Er ist in Trümmer gestürzt und wird nicht mehr entstehen.(Zuruf bei Den U Soz.: Sie richten ihn wied'r auf!) Für.Gerechtigkeit. Freiheit und einen Tauer- frieden" haben unsere Gegner nach ihren feierlichen Prokla. mntionen kämpf"» wovon. Die Waffen still st andsbedin» g u n g c n aber sind hikber unerhört hart gewesen und lchonuna?» lo? durchge'übrt wv'.den. Elsaß- Lothringen wird ohne weitere? al? französi'cheS Land bebandelt. Tie von uns aus- geschriebenen Dab'en zur Nationalversammlung sind widerrechtlich verhindert wo den(Pfuirufe), die Deutschen werden aus dem Lande getrrben serneute P'uirafei und ihr Besitz wird seouesiiert. T/i? besetzte UnkSrheinischi Gebiet wird vom übrigen Deutsch- land abge'ch'ossen.(Zuruf bei den U.Soz.: Weimar wird auch abgedrängt!) Tie Bestimmung de? WaslenstillstandSvcrtragoS. daß keine öffentlichen Werie verschleudert werden sollen.' wird un- geheuer ouS-uweiten gesucht zu einer allgemeinen geldwirtschaft- lichen Ve:sk!avnng de? deutschen Volkes. Während wir längst außerstande sind, den Wafsengang zu erneuern, werden unsere 800 l>00 KriegSgesangenen noch Immer zursickgel, alten und sind vom seelischen Zusammenbruch und harter Zwangsarbeit aufs schwerste bedroht.(Pfuirufe. Rufe auf der äußersten Linken: Wir behalten ja die Russen auch noch!) An? diesem Akt der Gewaltl-olitik spricht kein Geist der Versöhnlichkeit.(Zu- stimmung.) Tie WaksensttllstondSbedingnngen wurden damit be- gründet, daß sie dem alten Regime der Hohenzollern au'erlept waren. Wie will man eS rechtfertigen, daß man sie der jungen sozialistischen Republik fortdauernd vorschärlt. obwohl wir alle Kräfte einsetzen, den unS auferlegten schweren Verpflich- tungen gerecht zu werden. Wir warnen die Gcgner, un? nicht zum äußerste« z« treibe«. Wie General Winterfeldt könnte eines Tage? jede deutfche Re- gierung gezwungen sein, auf weitere Mitwirkung an den Friedensverhandlungen zu verzichten und den Gegnern die ganze Last der Verantwortung zwischen Neu- gestaltung der Welt zuzuschieben.(Bewegung.) Man stelle unS nicht vor die verhängnisvolle Wahl zwischen Verhungern und Schmach. Auch eine sozialistische Volksregierung und gerade diese muß daran festhalten: lieber ärgste Entbehrung als Entehrung! (Lebhafte Zustimmung.) Wenn zu den Millionen, die im Kriege alle? verloren habe« und nichts mehr zu vertieren befürchten, auch noch diese? igen kämen, die glaubten, Teutschland hat nichts zu verlieren, bann wird sich unwiderstehlich die Taktik der Ve r z w e i f l u n g durchsetzen. Im Vertrauen auf die Grundsätze deS Pcäsi- denten Wilson hat Deutschland die Massen niedergelegt. Jetzt gebe man unS den Wilson-Frieden, aus den wir Anspruch haben. (Beifall.) Unsere freie Volksrepublik, das ganze deutsche Volk erstrebt nichts anderes, als gleichberechtigt in den Bund der Völker einzutreten und sich dort durch Fleiß und Tüchtigkeit eine geachtete Stellung zu erwerben.(Allgemeine Zustimmung.) Teutschland kann der Welt noch viele? leisten. Ein Deutscher hat den Arbeitern aller Völker den wissenschaftlichen Sozialismus ge» schenkt. Wir sind aus dem Wege, der Welt noch einmal sozialistisch voranzuschreiten, indem wir dienen dem Sozialismus, der allein Dauer haben kann, der den Wohlstand und die Kultur des Volles erhebt, dem Sozia« lismus der werdenden Wirklichkeit. Wir wenden uns noch einmal an alle Völker der Welt mit dem dringenden Appell, dem deutschen Volk Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, nicht durch Vergewalti- gung unsere? Volles und unserer Wirtschaft zu vernichten, waZ sich trotzdem hofsnungSvoll bei vnö anbahnt. DaS deutsche Volk hat sich sein EelbstbestimmungSrech! im Innern erlämpft, eS kan» eS jetzt nach außen nicht preiSgeoen. Wir können auch nicht darauf verzichten, die ganze deutsche Nation in den Rahmen eines Reiches zu einigen.(Beifall.) Unsere deutschösterreichifcher Vrlldk? haben aus ihrer Nationalversammlung bereits am 12. November vorigen JahreS sich als Teil der großdeutschcn Republik erklärt , Beifall), jetzt hat die deutschösterrcichische Nationalversammlunh erneut unter stürmiseter Begeisterung unS ihren Gruß entboten und die Hossnung aukgesprocken, daß eS i'nserer und ihrer Nationalversammlung gelingen wird. daS-Band, da? die Gewalt 1 3 6 6 zerrissen bat. wieder zu knüpfen.(Beifall.) Teutschöstcrreich muß mit dem Mutterlande für alle Zeit ver» einigt werden(Beifall.) Ich bin sicher, im Sinne der gesamten Nationalversammlung zu sprechen, wenn ich diese historische Kund- gebung aufrichtig und voll Freude begrüße und sie mit herzlicher Brüderlichkeit erwidere.(Lebbaster Beifall.) Unsere SiammeS» und SchicksalSpenosscn dürfen versichert sein, daß wir sie im neuen Reich der deutschen Nation mit ofsrnen Armen und Herzen will» kommen heißen. iBeisall.) Sie gehören z u uns und wrr gehören zu ihnen.(Beifall.) Ich darf auch die Erwartung aussprecken. daß die Nationalversammlung der künftigen Reichs- regierung die Ermächtigung geben wird, baldigst mit der Regie- rung deS dculsckösterrcichiscbcn Freistaates über den endgültigen Zusamminschlnß zu verhandeln.(Beifall.) Tann soll kein Grenz- Pfahl mehr zwischen uns stehen, dann wollen wir wirklich sein ein einig Volk von Brüdern.(Lebhafte? Beifall.) Teutschland darf niebi wieder dem alten Elend der Zersplitterung und Verengung et, he im'allen. Kesebichw und Vergangenheit hemmen zwar die Bildung eines straff zentealisierten Einheitsstaates, aber die ver» schicdrne-i Siäi: rnc und T.alekte müssen zu einer Nation und zu einer Spraibe zusammen klingen.(Beifall.) Nur eine große einheiilicbe Entwicklungsmöglichkeit unseres Wirtschaftslebens, ein .oltischeS, aktionSföliige? festgrsiiglr» einiges Deutschland ton kic Zukunft uniereS Volkes sicherstellen.(Beifall.) Die pro- visorisck' Regierung hat eine sehr üble Erbschaft angetreten. Wir iia.eii die Kon'urSverwalter deS alten Regimes.(Sehr wahrl links. Widerspruch rechts. Verstärkte Zustimmung links.) Wir haben, gestützt und gefördert vom Zentralrai der deutschen Arbeiter- und Soldotenräte �Widerspruch und Lachen rechts.- Eberl wieder» holt nachdrücklich die letzten Worte. Lebhafte Zustimmung linlZH unsere i rast eivgrsitzt, die Gefahr und das Elend der Heber» gangSzeit zu überwinden. Wir haben alles getan, um daS Wirts ckiaftSleben wieder in Gang zu brin» gen(Widerspruch reckitS.) Diele fortgrfebten Nnt-rbreckiungen (zur Reckten gewandt) lassen wohrlich erkennen, daß Sie in die'er schweren Zeit, die Teutschland in den letzten Wache« und Mo» naten durchgemacht hat, herzlich wenig gelernt haben.(Stürmische Zustimmung links.)' Wenn der Erfolg unserer Arbeit nicht unseren Wünschen entsprach, so müssen die Gründe gerecht ge» würdigt werden. Viele Unternehm er baben, verwöhnt durch die hohen sickeren Gewinne, die ihnen die Kriegswirtschaft in dem alten monarchiscken, protektionistiscken Staat verschaffte, eS verab» säumt, die notwendige Initiative zu entfalten. Wir richten deS» halb an die Unternehmer den dringenden Appell, die Wieder, lung kn Deutschland zur Wirklichkeit geworden ist. Wir stehen an einer Schicksalswendung des deutschen Volkes. Die alten Ge- walten, die Teutschland vor dem Krieg regierten, stützten sich nicht auf den ausgesprochenen Willen der Volksmehrheit, sondern er- hoben den Anspruch, auS eigenem Recht zu regieren, durch eine besondere göttliche Berufung. Jetzt ist das deutsche Volk sein eigener Herr, seine eigene oberste Gewalt geworden; es muh die große Prüfung bestehen, ob es reif ist, in Freiheit zu leben, oder ob ei wiederum unter die brutale Gewaltherrschaft einer Minderheit sich beugen muh. Diese Zlationalversammlung ist der Ausdruck des Willens der deutschen Ration, sie allein hat von heute in Deutschland zu entscheiden, sie allein trägt die Verantwortung für Deutschlands Zukunft. Von der Durchsetzung der allgemeinen Anerkennung der Beschlüsse dieser Versammlung hängt eS ab. ob das deutsche Volk in Zukunft sich selbst in Freiheit regieren wird. Die� Nationalversammlung ist die deutsche Demokratie selbst. Wer ihr die unumschränkte Gewalt zu schmälern sucht, der frevelt an des deutschen Volkes Majestät und Freiheit.(Zustimmung.) Wenn der Wille der großen Mehrheit de? deutschen Volkes ent- scheidet, dann muh eS diesem auch gelingen, sich in sozialer Hin- ficht au» dem schweren Sturz, den es erlitten, wieder zu erheben, um sich einen ehrenvollen Platz im Bunde der freien Völker zu sichern. Ungeheuer groß ist die Aufgabe. das deutsche Volk aus allen diesen Nöten zu erretten. Sie, meine Damen und Herren, sind die Bereiter der deutschen Zukunft. Was Deutschland wahrhaft groh gemacht hat, war nie das Werk seiner Fürsten, sondern stet» da« Werk leine» Volkes.(Beifall und Widerspruch.) Davon zeugt die Entwicklung Weimar? zur Kunst- stadt. Auch des Volkes politische Größe, die nur bestehen kann in vorbildlicher Freiheit und in mustergültigen sozialen Zustände» konnte und kann nicht das Werk des GotteSgnadentumS sein, daS deutsche Volk mutz sich seine Größe selbst erarbeiten. Dazu sind Sie berufen, und die ganze deutsche Nation innerhalb und außerhalb der alten Rrjchsgrenzen blickt erwartungsvoll auf dies« Versamm- lung. Seien wir würdig unserer ungeheuren Aufgaben und tun wir alle unsere Pflicht mit der Liebe zum deutschen Volke und zur deutschen Freiheit, die unser aller Herzen und Köpfe erfüllt. Deutschland soll wieder groß werden in der Welt, nicht durch Gewalttaten in Kriegen, sondern durch die be- fveiende Gewali des Friedens. Mögen Ihre Beratungen dazu bei- tragen. Deutschland» SelbstbcstimmungSrecht nach innen und nach außen zu netten und zu bewahren. Lasten Sie sich in Ihren Be- rawngen und Beschlußfassungen stet» leiten von dem Grundsatz: Alles für da» Volk und alle» durch da? Volk. Da» ist der Segens« wünsch, mit dem ich die Tagung der Nationalversammlung erösfne. (Beifall.) Meine Damen und Herren, ich schlage Ihnen nun bor, die Ge- schäftSordnung de» Reichstage» einschließlich der in der Verfassung enthaltenen Bestimmungen der Geschäftsordnung als provisorische Geschäftsordnung anzunehmen unter Fortfall der Bestimmungen über die Abteilungen. Ein Widerspruch erfolgt nicht, mein Vorschlag ist angenommen. Nach Z l der Geschäftsordnung ernenne ich zu provisorischen Schriftführern die Abgg. F t sch e r- Berlin(Soz.). Dr. Neumann- Hofer(Dem.), Dr. Pfeiffer(Zentr.) und M a l k e w i tz(deutschnatl.) Ich bitte die genannten Herren, hier oben auf dem Präsidium Platz zu nahmen.— Nach§ 0 der Geschäftsordnung haben wir nunmehr den Namensaufruf vorzunehmen, um die Anwesenhc.t der beschlußfähigen Anzahl von Mitgliedern der Nationalversammlung festzustellen. Ich bitte die Herren Schrift. führer, diesen Namensaufruf vorzunehmen. Der Namensaufruf ergibt die Anwesenheit von 807 Abgeord- neten; die Mehrheit beträgt 211, die Nationalversammlung ist da- her beschlußfähig. Alterspräsident Pfannkuch beraumt die nächste Sitzung auk Freitag 8 Uhr an. Tagesordnung: Wahl des Präsidenten, der Vize. Präsidenten und der Schriftführer. Schluß gegen b Uhr. Die Unabhängigen gegen Einigung. Unbelehrbar! Die Anfrage der sozialdemokratischen Fraktion, ob die Unabhängigen bereit seien, unter Ablehnung ihrer Trutztaktik nach den Grundsätzen der parlamentarischen Demokratie a n der Regierung mitzuwirken, ist von den Unabhängigen durch folgendes Schreiben ablehnend beantwortet worden: »Aus Jbr Schreiben vom S.Februar erwidern wir folgendes: Für die Fraklion der U. S. P. D. lommt der Eirnrili in die Regierung solange nickn in Frage, vi» die pegenwänige Gewalt« Herrschaft beieitigl ist und bis die iämilichen Mitglieder der Regierung nickt nur daS Bekenntnis ablegen, sondern auch den enNcklosienen 28 Den beiäiigen, die demokratischen und iosia- listischen Triungenschaslen der Revolution gegen die Bourgeoisie und gegen die Militörauiokratie sicher zu stellen. Die Fraltion der U. S. P. D. Fritz Geyer/ Diese Sprache führen d i e Leute, die durch ihr unver- antwortliches Treiben den bürgerlichen Parteien die Mehrheit verschafft haben, die nie ein Strrbcnswörtlein gegen die wirkt, che Geivaltl�rrschaii der Spartakisten zu sagen ivagten, die durch ihr Kokettieren mit der bolschewistischen Anarchie die demokrati'chcn und sozialistischen Errungenschaften der Revolution gefährdeten und täglich neu gefährden. Ter Fall zeigt aufs neue, wie durch und durch unehr- l i ch die sogenannte..Etnigungspolitik" der Unabhängigen ist. Die Einigung ist eine gute Sache, aber in ihrem Munde bleibt sie doch stets nur eine Verwirruugsphrase. Tie Einigung ist nur möglich, wenn die unabhängige Verietzungstaktik gegen die Sozialdemokratie aushört-- oder aber wenn kein Arbeiter mehr aus sie hereinfällt. Sozialüemokratischer Antrag zugunsten üer üeutschen Kriegsgefangenen. Die sozialdemokratische Fraktion hat folgenden Antrag ein« gebrocht: .Die deutsche Nationalversammlung erheb« am Beginn ihrer Beratungen P r o t e st gegen die Zurückhaltung der beut« schen Krieg»« und Zivilgefangenen über den Abschluß de» Waffenslillstande« hinau«, während die Gefangenen der Alliierten dt» zum letzten Mann in die Heimat zurückkebrien. Sie ruft da» Gewissen der Welt, sie ruft die Neutralen und alle menschlich Denkenden auf, sich mit ihr zu veteinigen in der Forderung, den Geiangenen die Heimat, den Familien den Galten und Barer zurückzugeben die. jahrelang von den Angehörigen getrennt, mit Ungeduld der Erlösung aus der Gefangenschaft harren. Die deutsche National« vemulnilung sendet den Brüdern jenieil» der Grenze ihren dank» boren Gruß und die ernste Versicherung, daß sie nicht ruht, bis ihr Recht zur alsbaldigen Befreiung anerkannt ist. Die Lebensmittelbelieferung Deutschlands. Kopenhagen, 0. Februar. Der amerikanische Lebentmittel« kontrolleur MagnuS Svension, dem die Verieilung der amerikanischen Lebensmittel für die nordiichen und baliischen Länder übertragen wurde, erllärte bezüglich der Veriorpung Deutschland« mit Lebensmitteln den hiesigen Journalisten, Amerika könne Deutsch« land ohne gustimmung der Entente keine Leben»« mittel liefern. In Amerika habe man die Luffasiung, daß die Lebensmitielnot in Deutichland zum Teil auf unge« nügende Organisation der Verteilung der Lebensmittel zurückzuführen fei. Da« Land fei nicht von Vorräte» entblößt. Die Reichen könnten sich genügend Lebensmittel verickasien, nur die ärmeren Bevöllerungsklasien müßten hungern. Diese Zustände müßten geändert werden. Daß Deusich« land schließlich LebenSmittelzufuhren ei Hollen werde, sah Svensson für sicher an, da Amerika einsehe, daß Deutschland ionst vollständig dem Bolschewismus überliekert werde. 5el«5ung der Produktion mit allen Kräften zu fördern. (Beifall.) Auf der anderen Seite rufen wir die Arbeiterschaft auf, alle Kräfte zur Arbeit anzuspannen, die allein un» retten kann.(Zustimmung.) Wir haben Verständnis für die seelischen Stimmungen derer, die,'nach übermäßiger KraftauSgabe in der KriegSzeit, jetzt eine Entspannung suchen; wir wissen, wie schwer es denen, die jahrelang im Felde gelebt haben, sein muß, sich wieder in die friedliche Arbeit hineinzufinden. Aber es muh sein. Wir müssen arbeiten und Werte schaffen, sonst gehen wir zugrunde.(Zustimmung.) Sozialismus ist nach unserer Auffassung nur möglich, wem, di« Produktion eine genügend hohe Stufe der AvbeitSleistimg innehält. Sozialismus ist uns Organisation, Ordnung und Solidarität, nicht Eigenmächtigkeit, Widerspenstigkeit und Zerstörung.(Sehr richtig I bei den Sozialdemokraten.) Auch der alte Staat hätte eS nicht verineide-n können, zur Deckung der ungeheuren Kriegsschulden die StaatSwirtschast weiter auszubauen. In der Zeit der allge« meinen Not darf eS für Privatmon-opole und mühelosen Kapital Profit keinen Raum mehr geben.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Deshalb wollen wir planmäßig den Profit da ausschalten, wo die wirtschaftliche Entwicklung ein Gewerbe zur Vergesellschaftung reis gemacht hat.(Bravo links.) Sorgenvoll blickt un» die Zukunft an. Wir vertraue« aber trotz alledem auf die unverwüstliche Schaffenskraft der deutschen Nation.(Beifall.) Die alten Grundlagen der deutschen Macht« stellung sind für immer zerbrochen. Die preußische Hegemonie, das Hohnzoll-nnsche Heer, di« Politik der schimmernden Wehr sind bei unv für all« Zukunft unmöglich gemacht. Wie der 0. November 1018 angeknüpft hat an den 18. März 1848, so müssen Drix hier in Weimar die Wandlung»ollziehen vom Imperialismus zum Idealismus, von der Weltmacht zur geistigen Größe.(Beifall.) ES charakterisiert durchaus die nur auf äußeren Glanz gestellte Zeit der Ml- helmimfchen Aera da» Lassallefche Wort, daß die klassischen beut- schon Denker und Dichter nur im KranichSzug über sie hinweg- gezogen seien. Jetzt muß d e r G ei st v o n W e i m a r. der Geist der großen Philosophon und Dichter wieder unser Leben erfüllen, «S erfüllen mit dem Geiste, der im zweiten Teil« de».Faust" und in Wilhelm Meister» Wanderjahr« niedergelegt ist: nicht in» Unendliche schweifen und sich nicht im» Theoretische verlieren, nicht zaudern und nicht schwanken, sondern mit klarem Blick und fester Hand ins praktische Leben hineingreifen, denn der Mensch. der zur schwankenden Zeit auch schwankend gesinnt ist. der ver- mehrt das Hebel und leitet«s weiter und weiter. Aber wer fest «uf dem Sinn beharrt, der bildet die Well sich.(Beifall.) So wollen wir an die Arbeit gehen, unser große» Ziel fest vor Augen: da? Recht der deutschen Volke» zu wahren, in Deutschland eine starke Demokratie zu verankern und sie mit wahrem sozialen Weist und sozialistischer Art zu erfüllen.(Beifall.) So wollen wir wahr machen. waZ Fichte der deutschen Nation als ihre Be- stimmung gegeben hat: Wir wollen errichten ein Reich des Rechtes«nd der Wahr- hnftigkeit, gegründet auf Gleichheit alles dessen, was Meui'chetuuiUid trägt.(Lebhafter Beifall und Hände- klatsch« bei der Mehrheit.) M fl�rspräflÜent übernimmt üen Vorsitz. Hierauf nimmt Abg. Pfannkuch, Mitglied der Mehrheit». sozialistischen Partei, den Prästdcntensitz ein und teilt dem Hause mit, daß nach den bisherigen Feststellungen er als, am 23. No- vember 1841 geboren, da» älteste Mitglied der Versammlung und daher berufen ist. den Präsidentensitz bis zur erfolgten Konstitu- ierung der Versammlung einzunehmen. Als Alterspräsident richtet er an die Versammlung folgende Ansprache: Ich bekenne, die Uebernahme der Würde des Alterspräsidenten an meinem Lebensabend bereitet mir eine große Freude und Gc- nugtuung. Dem deutschen Volks st aat, das Ideal, dem ich feit meiner frühesten Jugend mit aller Kraft und Hingab« ge» dient habe, sehe ich der Verwirklichung«ntgegcnreifen. Sie wollen deshalb in mir Altem nur den Vertreter de? ewig jungen Gedan- kenS der Volksfreiheit sehen, welche durch diese Nationalversamm- Das Not. von Ernst Preezang. Gibt'» denn eine schönere Farbe? Im Rot ist Feuer. Licht, Leben. Begeisterung. E» ist Blut und Sonne, ist Sieg, Lachen und Jauchzen. Legt dem unverdorbenen, von leiner inneren Reflexion ge« trübten Aug« de« Kinde« farbige Dinge zum Spiel vor: e» wird zuerst zum Rot greifen. Weil e» di«.ousfaüendste' Farbe ist? Vielleicht au», weil freudige Bejahung auS ihr glüht, wie im Kinde die restlose Bejahung de» Dasein«. Wie düster nachtet da« Schwarz, wie nichtssagend gibt sich da» Weiß I Blau ist nicht übel, besonder« am Himmel nach acht Regen» wochen» und da« Grün schätzen wir besonder» als hergebrachte Wald« und Wieienfarbe. Aber Rot ist der Trumpf, da« Herz-AS. Rot sind die Rosen, rot ist die Liebe. Rot ist die Farbe de» Blute», des Willen«, ber Aktivität. Darum übt rS als einzige unter den Farben eine so überaus reizbare Wirkung auf eine gewisse Gattung von Vierfüßlern aus: Angriff leuchtet au» dem Rot. Rot droht. AuS dem gleichen Grunde empfindet sie auch wohl der Philister alt eine so unbehagliche Farbe. Rot erregt die Sinne, bring« da» Denken in Bewegung, ist der Stein im Froschteich. Da» rote Mieder eine» Mädchens, die roten SonntagSitrümpfe einer Bauern- dirn, wa» haben sie schon für schreckliches Unheil angerichtet I Und nun gar rote Wangen, rote Lippen— Gott bewahre un»I Doch alle diese TeuselSdinge sind Harmlosigkeiten gegenüber der fürchterlichen Wirkung einer roten Fahne, eines purpurleuchten- den Banner». Gewiß, wir Sozialisten hatten schon immer ein freundliche« Auge dafür. Und olS am 0. November dir Automobile mit roten Fähnchen durch die Straßen rosten und Frau Berolina sich in fest- licheS Rot kleidete, sang in uns die herrlichste FeienagSsreude. Weil du siegtest, köstliche» Rot! Siegtest über die blinden Toren, die dick in den Schmutz getreten, dich beipien und beschimpft halten, weil ihre Sperlingiseelen nie die Größe der Idee erfübltenl Blut ist um manchen der Mäste mit dem roten Banner ge« floffen. Der Haß der sterbenden Reaktion geiferte an ihnen empor- Tragödien sah da» webende rote Tuch. Nun folgt ihnen an manchen Orlen das Satirspiel. Der deutsche Philister, einige Wochen vor Schreck stumm findet die Sprache wieder. Noch immer schmerzt ihm das Rot; er kann'» nicht über dem Dach» ieben. wenn e« nicht durch Schwarz und Weiß gemildert ist. Er erleichtert sein Gemüt— wie kürzlich in einer norddeutschen Universitätsstadt— in riesigen Kreisblatiinieraten; feine Empörung wird gigantisch-grotesk. Die �Im» mstor versiegelt den Born ihrer Weisheit. Di» Lrrzle werfen die RezeplfeSdr hin. Die Klinilen verschlußen den Kranken die Psorlen. Do» Postamt gibt leine Briefmarke ab. Die Studiosi rasseln drohend mit den Schlägern «zunächst auf dem Papier)— und die.hungernde Wiiwe", die vom Budenvermieten lebt, marschiert als Gespenst der Zukunft auf; denn die Stadt sinkt in dörilicke Urzustände zurück, wenn da» Rot nicht schleunigst von den Masten gleitet. Ueber den Aiiloß zum Flaggen mag sich streiten lassen; den aufgewendeten Apparat der Gegendemonstration betrachtet wenigsten« der mit Humor, dem noch vor kurzem die allerverschiedensten bunten Tücher über dem Haupte flatterten. Wir baben sie gleichmäßig er« «ragen und gestehen auch der schwärzesten daS Reckt zu. in der Berliner Luft zu verbleichen. Demokratie bedeutet Toletanz und Vertrauen in den Geist de» Bolle», der seine Kraft nicht um Aeußerlichkeiten verausgabt. Da« rote Banner steht, und niemand darkS ihm bestreiten, neben den anderen zu weben. Aber rS braucht nicht jedem Droschkenpferde an dem Schweis gebunden zu werden. Man soll rechte« Maß auch damit halten. ES ist und bleibt Symbol: feiertäglicher Ausdruck der Jdrr; das ins Bild gehobene stumme Wort. Seine Anwendung dar! nicht AlltagSgewobnhrit, nickt stumpfer, gedankenloser Brauch werden. Er« tötet die Seele— wie jeder Brauck. Oder wollen wir fttzt bei jedem Schützenfest und Kmdelbier rot flaggen wie ehedem schwarz- weiß? Ich danke. Wo daS Rot weht, spll sich etwa» dabei denken lassen. Der Sitz üer üeutschen Nationalversammlung. AuS der stillen, kleinen, durch ein« ruhmvolle Ueberlieftrung geadelten Stadt Weimar ist ein Fyrum geworden, auf das sich die Blicke aller Deutschen richten.' Und io wie die Musenstadi Weimar mit einem Male der Brennpunkt großen Lebens wurde, so ist auch die Stätte, an der die Nationalversammlung tagt. daS neue Weimarer Theater, in den weiten Horizont größter politischer Bedeutung gerückt. Um die Wende des 20. Jahrhunderts, im Januar 1008, er- hielt die Stadt an der Stelle des alten, 1825 erbauten Theaters, daS längst zu klein, unzureichend und baufällig geworden war, ein deutsche» Schauspielhau» großen Stils. Ter 11. Januar de» Jahres 1008 bedeutete für die Stadt, die nur mehr von Erinnerun- gen und Traditionen gelebt hatte, nach einem Menschenalter wieder einen großen denkwürdigen Tag. Und nun, elf Jahre später, knüpft sich an dieser Stätte, die zu anderen Aufgaben berufen war, ein Intermezzo von größter Bedeutung. In ruhiger, sicherer Größe steht der Bau da. Zweckmäßigkeit und Schönheit sind in seinen Linien vereint. Diese Ruhe und Sicherheit, diese zweckdienliche Schönheit mögen ein Symbol sein für die Wert«, die hier zur Stärkung und Einigung des Reiches geschaffen werden sollen. Der äußere Charakter des zur Pflege der weimarischen Tra- dition bestimmten Baue? paßt sich der schlichten Architektonik des Stadtbildes an. Das Hau» ist in einem durchaus vornehmen, vom Geist der neuen Zeit beeinflußten Empirestil gehalten. Der Atem der Klassizität weht um diese Stätte, die gediegen ist in ihrer Werkarbeit, edel in ihrem Schmuck. Tie Vorderfront mit den sech» dorischen Säulen des Hauptportals ist ein würdiger Hintergrund zu RietschelS Toppelstatue von Schiller und Goethe. Der Zuschauer- räum, in blassem Grün, Weiß und Gold gehalten, von einer lasse» tierten Decke überdacht, mit den antik verzierten Rangballustraden, versetzt den Eintretenden in eine ruhige feierlich-heitere Stimmung. Ten edelsten Schmuck erhielt der Saal durch die Wandfriese, die sich in die feine Klassizität deS Raumes aufs glücklichste einfügen. Ludwig v. HofsmannS Tanzreigen, die alle Stimmungen, vom bacchaiialischen der TionysoSziige zum Festlich-Heiteren der Grazien und zum Tragischen der Erinnyen durchlaufen, und Sascha Schnei- ders schwebende Gestalten, die Leben, Liebe und Tod symbolisieren, ziehen in diesen Friesen am Buge vorbei. Meister Brütt und seine Schüler haben die weißen Pilaster mit den ReliefporträtS von Dich- tern und Musikern geschmückt. Vom National-FestspielhauS zur Nationalversammlung, für- wahr,«S ist ein großer Schritt. Im Abglanz von Erinnerungen tagt die Nationalversammlung. Möge die Erinnerung an sie der« einst ebenso leuchtend und mit dem geistigen Volksbewußtsein ebenso innig verknüpft sein._ nötigen* — Musik. Der Berliner L.'brer- Gesang» Verein gibt an». 20. Februar in der Philharmonie sein drilie« Winterkonzert.— Ein Orgel« und Klavierabend von Adolf Schuey bringt om 10. Fe» benar in der Singakademie Werke lebender Meister.— Am 10. Februar gelangt in der Philharmonie die IX Sinfonie Bee« l h o v e n S mit dem Philharmonischen Orchester und dem Kinelicken Chor zur AuEübrung. — D i e Freie Sezession bat folgenden Vorstand neu gewählt: Theo von Brockhusen(Vorsitzender), Georg Kolbe, Fritz Klimsch. Erich Hcckel. Wilhelm Lebmbruck. Konrad von Kardorff. George Mosson, Max Pechstein, Han» Purrmann. Eine FrühjahrsauSslcllung von Gemälden, Graphit und Plastik wird veranstaltet werden. — Ein altueller Film. Die Deutsche Lichtbildgeiell'chaft hat soeben ein dreiaktigeS Filmdrama, beiilelt:.Jrrwabn" an» der Feder von Gertrud David vollendet. daS bockst aktuelle TaaesvoraSnge an der Hand de» individuellen Erleben» einer Fa« mitie schildert. — DaS Wahlgeketz für die Rationalversammlung ist alS erste« Bändchen einer Reihe von Taschenbüchern für die juristische Praxis mir Erlöuterunaen von Dr. O. Zschucke in Conrad Haber« Verlag. Berlin, erichienen. — Friedensdienst der Flugzeug». Eine Abteilung englischer Militärflugreuge ist z»m WarentranSport nach Belgien be- stimmt worden, um der Bevölkerung zu hellen. Die Transporte beginnen so'ort. Die Flugzeuge, die für die Mitnahme großer Lasten umgebaut sind, werden täglich mit LebenSiniileln und drmaend notwendigen Robstoffen von Folkestone nach Gent fliegen. Die» wird die erste regelmäßige LnfthandelSrouu sein. Neuer Putschversuch in Hamburg. Hamburg. 6. Fcdruar. lEigenrr Trahtbrricht des„Vorwärts".) Am heutigen Nechmillag wurde daS RathauS von bewaffneten Zivilisten b e I r tz t. Von der Wache waren nur drei Manu an- wrsrnd» die anderen nahmen an einer Versammlung im GcwrrlichaftS» Haus»eil. Dir Wache war zu schwach, um Widerstand zu leisten und wurde rntwassnet. WaS die RathauS-Erobrrcr eigentlich wolle», ist bisher unbelaant. Vor neuen Ereignissen in Hamburg? Hamburg, 0. Februar. Wie der.Telegrapben-Union� mitge- teilt wud, deuten die Bewegungen der Hamburger Arbenersckasl daraus hin. dah sich wahrscheinlich neue Ereignisse voibereiien ES wird der Versuch gemacht, die Sibeiter aller sozialistlichen Richtungen zu b e w a s s n e n. Weitere Einzelheiten sind darüber aber bi» zur Siunde noch nickt zu ersahren. Hamburg ist von jeder Telepbon« und Telegrarihenverbinduiig mit Bremen und Bremerhaven abgeschnitten. Nach hier auS Kiel und Lübeck vorliegenden Nachrichten ist in beiden Orlen die Ruhe wieder hergestelll. Tie Hamburger Sozialisten für Bremen. Hamburg, 6. Februar. Gestern abend fanden hier acht groge Massenversammlungen der so,ialistrichrn Parteien stall als Prolest gegen die Eursendung der Gerslenberg» Division noch Bremen. ES wurde folgende Resolurion angenommen; Der Arbeiter» und Coldaienial in Uebereinstimmung mit den hinzugezogenen Vertretern samt- licher drei Parleirichlungen und der beiden sozialistischen Redoklionen sowie das Gewerkschafislartell von Hamburg er» blickt in der Enisendurg der Divsion Geistenberg nach Bremen die Anwendung von Mitteln des alten militaristischen Systems. Durchorungen von der U berzeugung, dah damit die Reakiion gefördert und die Errungen'chasien der Rrvolunon in Frage gestellt werden, erklären die Vertreter sämtlicher Organi- soiionen einmütig, fcafe sie der Bremer Ardeiterichast bei der Br- iämpiung dieses milliaristischen Sysiems jeden Beistand leisten. Spartakus im Reiche. Nach kleineren Kämpfen ist auch der Hafen von Bremen von den RegierungStruppen besetzt worden. Die Verluste der Dicnstagskämpfe beziffern sich nach einer Meldung der Tele- graphen-Union auf 2 9 Tote und 97 Verwundete. Die Bremer- h a v e n c r Truppen, die zur Unterstützung der Bremer Sparta- listen nach Bremen geschickt worden waren, erhoben den Vorwurf der Irreführung und beschlossen, künstig derartigen Anordnungen dr« Bremerhavcner SoldatenratcS keine Folge mehr zu leisten. Denselben Bcschluh faßte auch der Arbeiterrat, aus dessen Ver- anlassung überall in Bremerhaven die Arbeit wieder aufge» nommen wird. Wesel befindet sich vollständig in den Händen der Spartakisten. Ueber Oberhausen ist infolge von starken Plünderungen der Belagerungszustand verhängt worden. Die Erfurter Spartakisten weigirn sich, Lebensmittel au» den vpn ihnen besetzten Depots an die RegierungSlruppen zu liefern. Es wird eine Aktion der RegierungStruppen gegen Er- furt erwartet. Der Dezirkkarbeiterrat in Merseburg und Halle beschloß, sobald Mitglieder der Regieung Ebert-Scheide. mann in» neue Kabinett eintreten, den Generalstreik zu proklamieren und die Arbeiterschaft zu bewaffnen. Ter(Seneralftrcik in Tüsseldorf beende». Düffcldors, 6. Februar. lEigener Bericht de«.Vorwärt»'.) Die Aebeiier und Beamten der Post-, Siienbabnv Telegraphen- und städiiichen Betriebe haben, nachdem ersolgveriprechend« Ver- Handlungen in die Wege geleitet sind, die«rbeil wieder auf- genommen. Die Versuche der Spaiialisten, durch Streik- brecherlruvpen dr« Betriebe in Tätigleit zu setzen, erlitten ei» völlige« Fiasko. Der einzige Er'olg ist, daß in verichiedenen Betrieben Reparaturen vorgenommen werden müssen. So mußten die Spartatisten klein beigeben. Tüsseldorf, 6. Februar. Zwilchen dem DollzngSrat de» Arbeiter- ral« und den Vertretern der vereinigten Beamten- und Berus»- organisotionen sind Verhandlungen beule wieder ausgenommen worden. Auf Grund der'elb-n ist der Generolstreil und die Aussorderung zur vorläufigen Zurückhaltung von Geldzahlungen und Steuern an die Stadtkasse ausgehoben worden. Die Bürgerichait wird auigeiordert. ihre bisherige Tätigleit sofort wieder aufzunehmen. Dre Aufbebung de« Generalstreils erfolgte, nachdem der Vollzugs- ra» zugesichert hatte, daß die Presse- und VeriammlungSireihei» gewährleistet wird und weitere Eingriffe in die periönliche Freiheit und daS Eigentum der Einwohner nicht bcabsichligt sind. Der VollzugSrat erklärte werter, daß die Wahlen zur Stadtverwaltung nicht durch seine Anhängerichaft gestört werden und daß die Intel- essen der Gesamtheit der Bürger'chast auch bestehen können. Die vom Vollzugirat abgesetzten Beamten bleiben in ihren Aemtern. Die Foiderungen der Polizei- und der Eisenbahnbedlensteten sind vom Bollzugsrat alsbald zu erfüllen. Die Crmorüung Liebknechts und Rosa Luxemburgs. Die Garde-Kavallerie-Schützcn-Division teilt mtt: Do« bisherige Ergebnis der kriegsgerichtlichen Untersuchung in den Fällen Lieblnecht und Roia Luxemburg hat im allgemeinen dre erste amtliche Miiteilung nicht widerlegt. Im Falle Liebknecht ist festgestellt worden, daß eS Mit- glieder der Wilmersdorf« Bürgerwehr waren, welche die Fest- nähme durchgesüh« haben, und daß nicht die Division die Ver- anlasiung dazu gegeben halte. Die Elmilielungrn haben ergeben, daß bei dem Transport Liebknecht« zum Wogen ein Angehöriger de« Regiments Jäger zu Pferde 2, namens Runge, zwei Kolbenichläge mit dem Karabiner gegen Liebknecht ge'ührt Hai. Gegen Runge ist inzwischen ein Ha stbese h l«> lassen worden. Nach seiner Aeußerung rsl er, wie Zeugen bekunden, zu iemcr Tat veranlaßt worden, weil er oui Lieblnewi seine Entlassung au« der Arbeit zuiücksührl und ibn verantwortlich hält für die Opfer der letzten Uniuhen. Zudem Vorgänge im Tieigarten bei der Erschießung Liebknecht« hat die Untersuchung nichl» wesentlich Neue» er« geben. Im Falle Rosa Luxemburg bat sich über da» Heraus« reihen ihrer Perion au» dem Wagen und ihr Verschwinden völlige Aufklärung noch nichl schaffen lassen. Die Leiche der Frau Luxem« bürg rsi trotz«orgfälligen Nacksorichen» im Sandwehikanal ntckt gesunden worden. Den Gerüchten, daß Frau Luxemburg noch lebe, wurde ebenfalls nachgegangen, ohne daß bisher diese Nach- forschungen ein Ergebnis gezeitigt hätten. Auch Frau Luxemburg ist beim Verlassen deS Hotel» an der SuSgangSiür von den gleichen Soldaten mit dem Karabiner a u f den Kops geschlagen worden; ein anderer Mann, anscheinend auch ein Soldat, bat ihr aus der Fahrt mehrere F a u si i ch l ä g« versetzt. Ueber den angeblich aus sie abgegebenen Schuß ist weil« e« noch nicht«mitielt. Reichskongreß üer Korpsrate. Am Schluß der VormittagSfitzung wird folg« über Beschluß angenommen: „Der Kongreß beschließt die Bildung eine» ReichS-Soldaten- ratS als automatische Fortsetzung der Organisation des Räte- systcmS nach oben und höchster Instanz aller Soldaienräle. Er übt gemeinsam mit der Regierung die Kommandogeivalt au»; all« Verfügungen und Befehle erlangen erst durch seine Gegenzeich- nung Gesetzeskraft. In den Armeerat entsendet ein jedes deutsche« Armeekorps mit Einschluß der Flieger- und LustschiiferlorpS, der Marine und Ostfront, ein Mitglied. Von dem Reichs-Soldatcurlkt bleibt eine neungliedrige Kommission ständig in Berlin. Alle zehn Tage»ritt der Armeerat zu einer Konserenz mit der Regierung zusammen. Finanzierung und Einrichtung diese» Rate« wird vom Krieg». Ministerium durchgeführt." Nach Wiedereintritt in die Verhandlung werden nach lebhafter Diskussion sämtliche Punkte des KvmmissivnSbeschlusse» ongenom- men.— Tie Mitglieder deS ReichS-SoldätenratS werden von den KorpS gewählt. Bis Eintreffen der gewählten Mitglieder und Zu- sammenlritt de» ArmccratS werden die Geichäste vorläufig von einer Kommission unter Vorsitz de» Kameraden Stolt sGarde» korp«) geführt. Ferner hat der ReichS-Soldatenrat in engster Fühlung mit dem Toldatenrat de» KricgsministeriumS zu arbeiten. In Fortführung der Tagesordnung spricht nunmehr Ewer» (9. A.-K.) über die Vorgänge in Bremen. Die Unabhängigen in Bremen waren zu Verhandlungen bereit. Auf Einwirken der Vertreter des 9. Armeekorps wollten sie die Waffen an das 9. Armeekorps zurückgeben sowie zur Neuwahl de? Arbeiter» und SoldatcuratS schreiten In Bremen herrschle abso- tute Ruhe, bis die Division Gcrslcieberg aus dem Plan erschien Mit dem erwöhn'en Entgegenkommen der Bremer Arbeiterschaft war die Division Gerstenbeeg einverstanden. DreS erklärte auch Leutnant Pritzelwitz al» Vertreter dieser Division in einer Ver- Handlung mit der Regierung. Ebert und Scheidemana waren ebenfalls zu Verhandlungen bereit, aber Noike hat mit der Faust aus den Tisch geschlagen und gesagt: Wir ziehen in Bremen ein. Wir vom 9. Armeekorps haben un» deswegen sali- dorisch mit unseren sozialistischen Brüdern sin Bremen sind keine Sparta'istenl) erklärt. Wenn NoSke auch in Hamburg einziehen will, so werden wir. die wir mehr al» hunderttausend alte Sot- baten zurückbehalten haben, der weißen Garde den Weg schon geigen. lLebdafter Beifall.) Der Vorsitzende verliest hierauf eine Erklärung des Vollzug». auSschuß-Vorsitzcnden von Königsberg, Arndt, nach welcher die Behauptungen von spariakiftischcn Unruhen in Königsberg unwahr und bewußte Mache sind. T o e b b e t e(20. Armeekorps) stimmt für Allenstein zu. Nunmehr erhält Vechtel(f>. Armeekorps) da» Wort zum letzten Punkt der Togckoidnung: Grenzschutz im Osten: Die pol- nische Bewegung ist nicht der Kamps de! polnischen Volke», sondern der polnischen Aristokraten. Ter Grenzschutz muß sein. Er soll aber auS älteren Leuten bestehen. Wir müssen die Gewähr haben, daß diese Truppen nichl für reaktionäre Zwecke verwandt werden. Weiler wird folgende Antwort an Weimar beschlossen: Die Verordnung vom 19. l. 1919 betreffend die Kommando- gewabt im Heere ist auf' rechtsungültiger und revolutionSvcr- fassungswidriger Grundlage erlassen wordeneidemann mit Bremen verhandeln wollten, aber durch da» ZbriegSministerium daran verhindert wurden, absolut unwahr. Alle Entscheidungen über Bremen hat da» politische Kabinett gefaßt, demnach also einstimmig. DaS Militär war ledig. lich ausführende Gewalt._ Verhanölungen mit üen Polen. In Berlin waren zu v e r b a n d l u n g e n mit der preußischen Reichsregierung fünf polnische Führer. Aus polnischer Seite nahmen an den Verhandlungen teil: K o r s a n i y. Adamski, Krhstewizc. MeiSner u. a. Diese Ver Handlungen sind unterbrochen worden, haben aber zu einem gewissen Abschluß geiührt. Die Wieder- auinabme der Verhandlunge» ist wahrscheinlich. Ueber da» Er- gebniS der Verhandlungen wird vorauSsichllich in allernächster Zeit eine amtliche Mitteilung«folgen, nachdem die zurzeit in Weimar weilenden Leiter der preußischen und Reichiregierung über die rhnen heul« zugegangenen Materialien schlüssig geworden find. Sowjetrußlanö kommt nach üen Prinzen- inseln. Pari», k. Februar.(HovaSmrldung.) T s» i t s ch e r i n hat gestern durch Funkspruch offiziell die Bereitschaft der Sowjet- rcgicrung erklärt, der Einladung der alliierten Mächte zu den Set- Handlungen aus de» Prinzeniuseln Folge zn l e i st r n._ Ausbreitung ües Londoner Streiks. London, S. Februar. Der Streik in London greift auf die E« k« n b a b n über. Am frühen Morgen konnten die Züge der Londoner Südwestbahn nicht vom Waieiloo-Bahnbof nach den Vor» orien abiahren. da die Lokomoliosühr« ausgeblieben waren. Luch der Güterverkehr streikt._* Die Konferenz für internationale Arbeitergesetzgebung trat am Dienstag nachmittag in Paris unter dem Vorsitz von GomperZ zusammen und beschloß, in der Woche viermal zu tagen, Ein Organ der NnabhänglgA» in Frankfurt. Unter dem Namen.BoltSr.cht" haben die unabhängigen Soziakdemokratci» Südivestdcutschlands ein eigenes Organ gegründet, daS vorläufig wöchentlich einmal erscheint. Staötverorönetenversammlung. Zur Gaspreiserhöhung findet Stadtv. Hintze(II. S.) den Zeiipuult außcrordcnllich ungünstig gewählt.— Stadlv. Ritler(Coz.): Auch wir halten die Erhöhung in der gegen- wärtigen Zeit nicht für angebracht, um so mehr, als auch in den Kreisen de» AufsichtSiateS eine Ausfassung vertreten ist. erst mit dem neuen Etalsjahr die Erhöhung eintreten zu lassen.— Stadt- rat Nahl: Berlin sei mit 39 Pfg. pro ebm immer noch hinter den Vororten mit 34 Psg. zucück.— Stadlv. Mommsen: Die Werke müssen doch ihre Unkosten decken Mit dem neuen EiatSjahr werden wir zu einer noch weiteren Erhöhung kommen müssen. Kämmerer Vätz: DaS Interesse der Arbeiter erfordert ja. daß die Werke.zur Deckung der gesamten Finanzen beitragen. Die Stenern mußten sonst im kommenden Jahre ganz außerordentlich erhöhl werden. Tie MagistratSvorkage wird angenommen. Die Einziehung de» Notgeldes— insgesamt l09 Millionen Mk. in Stadtkast'cnscheinen zu 20. 5 und!4 Mk. wird wegen Fort- daucr der Knappheit an Geldschernen bis Mim 1. April 1919 hin- auSgeicboben. Die 6000 Berufsvormundschaften und Pslegschasten de» P. Pfeiffer und seine« Kinderrettungsverein» sollen vom 1. April ab von der Stadl auf daS Jugendamt bzw. aus daS Vormundschaftsamt übernommen werden; der Verein soll einen einmaligen Zuschuß von 2!1000 Mk. zu seinen Vermal» tungstosten erhalten.— In der Aussprache verweist Sladtrat Sassen back auf eine bald zu erwartende grundsätzliche Rege« lung. E» wird beschlossen, in einer g. mischten Deputation zu beraten, in welcher Weise die Einigung zustande gebracht werden kann. Die Vorlage wird angenommen. Ter Noske-Erlas; über den Wasfrngebrauch. Ein Antrag Yarenthin lU. S.) will den Magistrat er- suchen, die ersorderlicken Maßnahmen zu ergreifen, um die A u f- Hebung de» die Sicherheit der Berliner Bevölkerung schwer ge» sährdcnden N o» k c s ch e n Schießerlasse» herbeizuführen. Stadtv. Rosen seid lU. S.): Der Erlaß enthält mehrere Punkte, nach denen ohne Zustimmung der Zivilbehörden geschossen werden darf. Wir ersuchen den Magistrat, hei den Behörden auf die Aufhebung dieses die Sichcrheit der Bevölkerung gefährdenden ErlasteS hinzuwirken. Stadw. Mommsen beantragt, den Magistrat zu ersuchen, schleunigst die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um das unberechtigte Waffe»tragen in der Stadt Berlin»»<> die dadurch hervorgerufene Gefährdung der Oeffentlichiteit zu beseitigen. Stadtv- Koblenzer(Soz.): Ein Vergleich mit dein Iagow- Erlaß ist nichl zulässig. Damals war e» ein rigoroses Voraeben der Polizei, gegen da» wir un» mit Recht gewendet haben. Heute aber f e h! t allgemein die Sicherheit. Die Sozia�d-mokratie wen- det sich gegen jede Diktatur von oben, aber mich von unten. Gegen eine solche wendet sich mit Recht der Erlaß. Rigorose Behandlung und unnötige Gewalt soll nicht angewendet werden, aber wenn man jcden Aug--nblick damit rechnen muß. daß össentljcbe Gebäude besetzt. Telephonleitunacn zerschnitten und cS der Regierung unmöglich gemacht wird, irgend» welche Anordnungen zu treffen, dann wird man diesen Schieß- erlaß, den wir zu anderen Zeiten wahrhaftig nicht billiaen würden, doch mit ganz anderen Augen ansehen müssen. Die Regierung ist schon völlig von allem Außenverkehr abgeschnitten gewesen; daS muß in Zukunft verhindert werden. Niemals hatten wir die Ab- ficht, eine Diktatur van unten einzuführen, die ebenso schlimm»nd verderblich wäre wie die. die wir von oben«lebt haben. Da» Schlimmste ist. daß Sozialdemokraten nicht» weiter zu tun haben, al» sich gegenseitig Knüppel zwischen die Beine zu werfen und die sozialdemokratische Regierung zu biskreditieren. Sie(zu den II. 0. gewendet) tragen ein gerüttelt Maß von Schuld daran. Es wären ungezählte Beispiele eine» unerhörten Dermis- mu« anznsühren. Es ist da? erstemal, daß Sozialdemokraten in einer solchen Frage in diesem Saale auseinanderzugehen gezwungen sind. Will die Regierung nicht alle» preisgeben, so muß sie so�vor» gehen. Wäre sie schneller vorgegangen, so hätten sich die Zustände nicht so auswachsen können. Di« Zögerung erklärt sich aber au» ihrer Lage. Stadtv. Sonnenfcld(A. L.): Ein« noch arößvre Langmut de» Militärs war unmöglich. Die U. S. wollen W a h l p o lil i t treiben. Ihr Antrag bedeutet einen Versuch. Berlin wehrlos zu machen und die unbefugten Waffenträger zu stärken. Nicht den Schicßerlaß, sondern seine. Ursache müssen wir bekämpfen. Oberbürgermeister Wermuth: Die Regierung hat uns den Be- scheid gegeben, daß der Erlaß kein« Bedrohung des ruhigen Teiles der Berliner> Bevölkerung darstellt, sondern nur die schwer gefährdete Sicherheit wiederhergestellt werden soll. ES ist ein Irrtum, dah bisher nur auf Reguisstion der Zivilbebörden hätte geschossen werden dürfen.� Der Erlaß hat nur die Bedeutung einer Mahnung an die Bevölkerung an der Har.d der bestehenden Borschristen. Stadtv. Cassel: Der Kanal der Unruhe. daS unerlaubt« Waffen» tragen, muß verstopst werden. Stadtv. Roscnfrld(Schlußwort): S» hat sich etne Einhest von Koblenzer bi» Sonnenfeld ergeben, eine einzige reaktionäne Masse. (Heiterkeit und Zwischenruf:.Eine Vereinigung der Vernunft gegen den Rad au!" Stadtv. Hoffmann:.Reden Sie doch nich! von Dingen, die Sie nicht kennen." Groß« Heiterkeit.) Dli» ist ein Erlaß wie die de» alten Regime» und kennzeichnet untere Regierung. In der nun folgenden namentlichen Abstimmung wird dar Antrag Mommsen mit 7b gegen 10 Stimmen angenommen, damit ist der Antrag Barenthin erledigt. Rückgabe der Schulen. Ein dringlicher Antrag Knauer will die für Demobilisierung». zwecke zur Verfügung gestellten Schulen ihrem eigenH»*«« Zwecke wieder zurückgeben. Stadtschulrat Fischer verspricht sich von der Flucht in die Oeffentlichkeit einen besseren Erfolg al» bisher. Stadlv. Cassel: Ten Anforderungen kann überhaupt nicht mehr genügt werden. Die Kinder werden durch die Klassen ge» schoben Es ist Sache deS Kultusministerium», alle» daran z« setzen, den Widerstand de» KriegSministerium» zu besiegen. Siadtv Menzel(Fr. Fr.) beklagt die Demolierung der Schulen durch da» Militär. Stadtv. Bruhn»(Soz.): Die Etziehung und der Unterricht bei den Kindern kann nickt durchgeführt werden. Magistrat und Stadtverwaltung müssen jede Verantwortung ablehnen, wenn diese Zustände nickl geändert werden. Bei den zuständig-'n Behörden muß energisch auf Abänderung gedrungen werden. Wir sind nicht verantwortlich, wenn die Jugend immer mehr verwahrlast. Wir brauchen in Berlin mehr al» in jeder anderen Stadt die Schule al» Erziehungsmittel. Ich ersuche den Magistrat, auf energische Abhilfe zu dringen. Stadtv Zadel(U. S.) macht den Vorschlag, dte Rriniaung der Schulen künftighin der Siraßenreinigung»k»l»»me z» über- tragen. Der Antrag Knauer wird angenommen. Schluß HS Uhr. GelverWlflsbewcgung die tzanöelsarbe ter vor öem Einlyuni?samt Am?onneiswfl derlinndclte da? Einigunnsnmt de? Gewerbegericht? unter dcm Vursitz de? Mag!stral§lat? Schal Horn über die Lohnbewegung der �ondclZarbkiter Werner, Wappier und andere Vertreter der Arbeiter begründeten die Forderungen. Sie verwiesen daraus, daß sich die Handel?arbeiter bis in die lehre fieit mit recht bescheidenen Zähnen begnügt haben, und deshalb ganz besonder? unter den schwierigen Zeitverbächnissen zu leiden hatten. Die au? dem Kelde zurürtgekebren verusdangchorigen sagen, sie hätten genug ge» litt n und wollten seht einen Lohn haben, der sie wenigsten? vor der größten Not schuht. Mit dem von den Unternehmern ge- botcncn AnfangSIohn von!H) Mk. für die Woche können sich die Arbeiter unmöglich begnügen. Bekommt doch ein Arbeitsloser, der verheiratet ist und zwei Kinder hat. eine tägliche Unterstützung von ll,f)0 Mk., also erheblich mehr wie den gebotenen Anfang?- lohn. Die geforderten Löhne sollen ja keine dauernden sein, sondern nur für die Zeit der Teurung gelten. Nachdem die Lebensmittelpreise wieder wesentlich zurückgegangen sein werden. wird gegen eine demcntsprechende Lohnregelung nicht? einzu- wenden sein. Der Arbcitgeberverband de? Einzelhandel? war vertreten durch OSkar T i e tz und Grünfeld, die den Standpunkt vertraten, daß die den Arbeitern gemachten Zugeständnisse da? Aeußerste seien, wa? bewilligt werden könne. Die Einzelhandels- geschäfte befänden sich jetzt in einer so schwierigen Lage, daß sie nicht au§ ihrem Verdienst, sondern aus ihrem Vermögen die Lohnzulage zahlen müßten Dem Lebcnsmittelhandel seien die Preise vorgeschrieben, er könne also die erhöhten Spesen nicht auf die Käufer abwälzen. Andere Artikel, namentlich Textil- waren, die teuer eingekauft seien, würden jetzt mit Verlust ver- kaust mit Rücksicht darauf, daß nach Oessnung der Grenze die jetzt gehandelten Ersatzstoffe nicht mehr gckaust werden würden. Der gebotene AnsangSlohn von S0 Mk. Hab« praktisch wenig Be- deutung für die Arbeiter, da etwa 98 Prozent aller Arbeiter jahrelang in Stellung seien, also die höheren Sätze erhalten. Aber für die Geschäftsinhaber komme in Frage, daß da? kauf- mäiinische Personal sofort Forderungen stellen würde, wenn schon dem ungelernten 29 jährigen Diener ein höherer Wochenlohn al? B0 Mk. zugcsianden würde. Die Ardeitervertreter verharrten demgegenüber aus ihrem Standpunkt. Betont wurde noch, daß ein große? Lebensmittel- geschäht den Kutschern Wochen.öhne von 7»— 75 Mk. zahle. Da- durch werde bewiesen, daß die Erfüllung der Arbeitcrforderungen mög'ich sei. Da? Einigungsamt fällte kolaenden Schiedsspruch: Mit Wirkung vom 1. Januar 1919 ab werden folgende Wochen- löhne gezahlt: An Jugendlich» von 1?— IB Jahren 20 Mk., von 15—16 Jahren 25 Mk.. 16—17 Jahren 30 Mk.. 17—1» Jahren 35 Mk., 18— 20 Jahren 42.50 Mk. An erwachsene männliche Arbeitnehmer im ersten Jahre der Beschäftigung 55 Mk., im ;ivei»en und dritten Jahre 65 Mk.. im Vierren und den folgenden Jahren 75 Mk. Erwachsene weibliche Arbeitskräfte erhalten 25 Prozent weniger als die Männer, jedoch mindesten? 45 Mk.— Günstigere Lohnbcdinyungen bleiben bestehen.— Ter Tarif kann mit einer sdrist von 6 AV»"(WipAint werden. Das Resultat der Verhandlungen wird heute nachmittag 4 Uhr den Vertrauensleuten unterbreitet werden. (Sewcrtschaftsmitsilieder! Ter Ausschuß der GewcrkschaftSkommission veranstaltet am Sonntag, den 9. Februar, nachmittags 2% Uhr. im Zentral- Theater sfrüher Herrnseld), Kommandantenstr. 55, durch Ver- mitllung des Verbandes zur Förderung deutscher Thealerkultur eine Vorstellung. Zur Aussührung gelangt:.Tie Erziehung zur Ehe" von Otto Erich Hartleben. Eivlaßlarten a 1,50 M. einschl. Kleiderablage können in unserem Bureau, Berlin SO. 16, Engel- user 15, 1 Treppe. Zimmer 15 vormittag? 9— 12S und nachmittag? 414— 6 Uhr, in Empfang genommen w.rden. Tie Mitglieder wollen sich rechtzeitig mit Karten versehen. Die Plätze werden im Theater au?gelost. Die Direktion de? P a l a st T h e a t e r hat uns in entgegen. kommender Weise Einlatzkarter, für die Vorstellungen am 7 Februar („Troubador"?. 5. Rosenaw?.Die im Schatten leben", g. u. 14. f.Troubador"), lO, lt. u. 13.„Tie im Schalten leben" zu bedeutend ermäßigten Preisen(2,—, 2,50 u. 3,— M.. sonst 4—10 M.s zur Verfügung gestellt. Die Karten können in unserem Bureau. Zim- mer 22, in Empfang genommen werden. Der Ausschuß der Gewerkschailskommissjon Berlins und Umgegend. I. V.: G. Link. EinstellunqszN'ting zugunsten schwerbeschädigter. In Nr. 50 de?.Vorwärts" vom 28. Januar haben wir das Wsentliche der Verordnung vom 9. Januar über den Beschästi- gungszwang Schwerbeschädigter gebracht. In otesei Verordnung war u. a. seftgelegt, daß die Entlassung Schwetbeschädigter nur nach Anhörung der ArbciterauSschüsse mit lStägigcr Frist zulässig sein sollte.— Durch einen Nachtrag hat die Regierung verordnet, daß eine Kündigung Schwerbeschädigter frühestens zum lö. März 1919 zulässig ist, und daß. fall? einem nicht nur vorübergehend bcschäf- tigten Schwerbeschädigten seit dem 14. Janaar zu einem früheren Zeitpunkt als dem 15. März 19>g gekündigt ist, die Kündiaungssrist zum 15. März wirksam wird Für die Zeit der Nichtbeschästigung kann der schon entlassene Schwerbeschädigte seinen Lohn fordern, fall? er sich unverzüglich zur Wiederaufnahme der Arbeit meldet. Lohn und Arbeitszeit der Maler. Im Malerberus galt bisher für die Sommermonate die neun. stündige Arbeitszeit, nie sich in den Wintermonaten der Tageslänge enisprechend vertürzte. Da wir jetzt den gesetzlichen Achtstundentag haben, der für die Maler mit Beginn der sommerlichen Arbeitszeit am t. März in Kraft treten muß, so soll der Stundenlohn Html umgerechnet werden, vaß durch die Kürzung bei Arbeitszoil von 9 auf 8 stunden kein LohnauSsall eintritt. Diese Forderung gil aiS selbstverständlich. Aber die Maler wollen, weil ibre Löbne im Hinblick aus die gegenwärtigen Zeitverhäitnisse seht mäßig sind, eine entsprechende Lohnausbesscrung haben. Der tarifmäßige Stundenlohn betrug bi? jetzt 1,40 M., er würde sich am 15. Februar auf 1,55 M. erböben, wa? auf den Achtstundentag umgerechnet, 1 73 Mark ausmacht Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband haben dabin gemhrt. daß die Arbeitgeber bereit sind, den Stundenlohn aus 2 M. zu erhöhen umer der Voraussetzung, daß bis ,um t. Juli leine neuen Forderungen gestellt werden Eine am Dienstag abgeboltene, lebr stark besuchte Veriamm- lung der Maler erklärte diele Lobnaufbellernng al? nicht weit- gehend genug E? wurde betont, daß ungelernte Arbeiter heut nicht selten einen böberen Lohn al? 2 M. haben. E? sei deshalb berechtiat. wenn die Maler, die sich bis jetzt mit Löhnen begnügen mußten, dke hinter denen anderer Baiibernre erheblich zurückstehen, jetzt eine zeitgemäße Lohnaufbesierung iordern. Tie Veriammlung wählte eine Kommission mit dem Auftrage, nochmals mit dem Arbeit- gebavcrband zu verhandeln, um weitere Zugeständnisse in der Lohnfcstsetzung zu erlangen. Eine VcrufSgrupve der Filmdarst'ller de? Zentralverbandes der Film- und Kincangehörwen Deutschi-indS hat sich kürzlich in einer Versammlung in den Kammerlichtspielen konstituiert. Znöustrie und Kandel. Die Börse war im Anfang besonder? für RüstungSwerte schwächer. Kolonialpapiere dagegen sebr fest. Vom Kassamarkt auS- gehend befestigte sich die Allgomeintendeoz. Stillegung von Vetricbcn. Zahlreich« Arbeitgeber beabsichtigen ihre Betriebe zu schließen, weil sie außerstande sind, die erhöhten Lasten. Löhne und Unkosten noch länger zu tragen. Die ausgeführten Vücher können durch die Buchhandlung Vorwärts, Berlin SD. 68, Lüidcnstrofie 3, bezogen werden. (Tie Anzeige der Bücher gilt jedoch nichl al? Empfehlung.) ZLohtkalirt unv'.ttSirlichait. Boa To. Heinz Ohrmiuii(fiJbel 2 M. Verlag.Jndussrie-Kurier" Jung».Ehrlich, Berlin 8VV tl, Hallcsche» User 32. Leichtestes Leonbuch der Wolt'vrnche Ivo. Bon F. Deiiboff. 60 Bs. Wilhelm Watei tolle. Verlag. Skragburq im Eiiag. Die Grzleheri».— l'onr!«• mcirlte.— Tunkie Swine.— Gl» Kuß. Sömilich von Marli» Laugen. Verlag Albccl Langen, München. Das Wirderankleben Rnwäniens. Bon?ldo!I Nolhmann. Piei» 2 Lei. Buchdruckcrei.Kuienberg", Jo eph Gobi 8— r. Bukarest. Suada Pari? 20 tteiiMrOl-nIiai für Tolitll Cit® ffuttntt,'verlin. für den üdniien Iftl et? vlaileS flifuö SttioU, üeul'Un. für anAtiaen tluotnu Olotf«. verlin Ctrlcg Sorwärio.Zieriug rn l> C verlin Trutt BonoAris.vuifttructertt und JierlaaSanftall Baut Cmger u?e in verlin Lindenllroge S Htiezu 1 Beilage. Goihasßerlin. Die Auegrbe neuer Zmescheindogen eu'inserci 4 o/jjrt.n Hypotheken• Pfandbrlcten AbteUunj iXIXa lür die Zeil vom I.April 191 1 bis.».Man mi, hrneuerungsscheinen erfolgt gegen Einsendunf der alten Erneuerungsscheine vom 10. Februar d. Js. ab trei unseren Kassen in Gotha und Berlin W. o, Voß- stralle 2, spesenfrei.'W/f1 An anderen Plätzen werden unsere bekannten tln KJsungssie.len die Besorgung der neuen Zinsschein bogen vermitteln. Formniare zu Nummcruverze'Chnisaen werden In Gotha nn Berlin sowie an den Einlösungsstellcr. ausgegeben. Gotha, den 6. Februar 1919. Ilfiitkoli«' 4>rundkr<>. RemiHgton-Sctire.bniäscaineH Cesellschail m. b. H. «nr Frietli ici str. 83 Tel.i Centr. 57, 78, 79. - arbbändtr, Schrclbmatchlntnpaplert. Kohlenpaptere irmmop&m-3?malheus*M. Berlin.WS.Ffiednchsifr.l�Q. C-A- HERPICH SÖHNE BERLIN W, Leipziger Str. 9-1 1 Fußtaschen jPc/Z- Mützen Pelz au» Lammfell, wärmespendend und»ehr praktisch für Herren und Knaben In allen praktischen Formen Grofee Auswahl Pelz- Pelz- Kragen für Herren und Knaben In allen Preislagen u. Fellarten in Vorlrgcrn und Dechen er1' 6 i'diü! federÄri'�m .............■.______.*<■-\.% -»" fa il» iiC etil 1/ QS«Äf.» Iricti V*-pi m] mi r 30 ; röss r 34 Mk. fi J Wocke • tauß'hi«cnL t.. ;A• Syatan�eJ all9r Sy£t Weilkl-Wz- (sieniiet 1919 Mit dem LebonSabrist ni.d dem Bildnis Aidert Tull's Au» dem ionstigen InHaie: lleder da» Kedifchrnl»— Me Reform de» Reich»Iag«wah>- recht»— M>eiefntgung»dmfer und Mleierschuh— Echug dem Auge— Die Dewerkfchaftett im vierten 5tr!eg«jahre— Schüttt (Eud) nnr der Siuhr— Eiien» bahniahrpresse— Sjcrädtcrl-- PosigedUbeen— Reich haftige» Adressen-Material! Dariei- und ILewerktcha!t»ddresseit u. Notiz- toienber. PreiZ gebunden 1.50 Mk. Bnchliandlnng Vorwärts Berlin ZW. 68, L nbcnstr.3 öoebe» erfchien: D. Privatleben itaiser Wil.clm» h. n. seiner Demahlw. Au» den Papieren einer Hokdame der Kaller:». 512 Eeiten. frei' deoich. Pre!» TN, 6,60 bei vorberigir Einfendung de» Beieages. M. de: Nachnahme. Aus dem Inhalt: De» Kaiier» Reikeleideuschaft. Be- handiunn Ser Dienkfdoien. Sein Grohkitwahn. Feine Knickeeigfeit. Kaiserliche hansl-aibina. Tägliche» Leben. Mittag im Neuen Palai». Seine Leidenschesi fiie Ideduet de» Kaiser«." Kaiserin usw. Ferner: ö Mg-lslrüSe Hier haben Ülltctlee-! "l.�??h°aan�\ h'Vlri P| � fC ßertm. rriedrioltitr. Hit. rO.ifvöerttlt• ede Tlr.tgnfQ lune fOr ttflCO-Wo le M<. Hin tr Rabatt Jagd. Beziehungen zwischen Kailer und Verbote« gewesen t Lin Sönstlinq de; ilssserz. Nach MM. a. b. Akten b.«eh. Zivilia-inett» b. Kaiser». <0 Sfit n, fte'f drosch. Tie« Tft. 3,60 bei oothcrlgn Einsendung de» Beirage», M. t,— de! Nachnahme. An» dem Inhalt! Wohlleden d. kaiserlichen Familie im Kriege. Da» ausgedunrerte Po'k. Die Kaiferin für den Frieden. Der Kronprinz und feine franiäfischen Liebschaften während de» Krhgea. Derndurg. fiarb- 1 und der Botschaiter Mer ird. Sin» a»»gesch!aa»r- Ftiedensdolichafi Mr. F rd» usw. lOOli' B-siellunaen an K. Putzer• Natiiscb. v»r!i«- StchLueberg, Aposte!-Pau>u»»Sie. 24. v. Ii. üüliZiiieiie rnn.1 itlnpk an ml! echtea Parn-FrledeüskautscM Goldkronen. Brucken. Plomben Umarbeiumtf schlechlsitzender Gebisse. Zahnziehen mit ßetäuhun(f. villlxe Preise ereat. Teilzahlung. ZahnpraxlS& Lsssr, Brunnensir 185 zwibChni Ro*enthaickr P.at' und In.a idenstraic _ prcchtaecf'üu"lAen'e< werden redegew iZU C tuiufec, 51rte�»b«schi»dlgte, Loldate» und �.».-roler i»i»r» ze ucht. Zur NttnoLme der Muster sind 6�- ü,L erforder ich Ruch außerhalb werden die Muster tür M- per NachnoLuu pffanbt. Meldungen Ist 1»? I Uhr de! ehnsZee,& Bcckl-r. Sciionebers, Mflhlcnstr. 6 a.__ 1127c Kautabak au«»einem Dada wieder vor. Hauben. Borzssq!. i. Meld mach. K'-ustanaen irviEt»een 50 Stangen 51 Ä! 25 Älanarn 20 M. 10 et. ig-, 10 n St Nrd naMnmtr 5. Hans I..'.•. S'eMin 10. Ver aubgei? i. i. P. slschiiedfach 161. 11:,• Lliilsiil?« üetlen Von derZcnMTverborcii" 1 1* esen u. jetzt ke»;• 6f-;$'?nsfw m! an ckif df dtsllie Frau< v. t. 1 rc.irai* v.K i umer J {.in Lfit* den tür;ile! Frauen, mitiuwik am J Bau d r- ukunft Volhsverla MflncbenNO} We fiscratta 2 Preis MarK i.5o, Q« 4»««»•»<«»«o» Q MislMMile. SÄrMna dslnen üampen, Knpfetocaisti;.! 'anft Weatphal, Berlin Petrlplntz 4. II tlflSfef»--bcfn Arirbriihstr. 185.«de amet b. Clnbao Uti'.llUj bSlij, aegenOb. b. Plflotia.Caie. Benirma tlt'v ErfßlpoiUete�eGescliäfisin'ial]' tnJin, K'.ii s> V ieftniKnt4 iJO Af dem inha t: Jfiüii Inurtsscnien* unä lunde/iyewtnnang— Di Wen u» KÜ/faingL winnung und iiiuitdenb�arb. iteng- D e läm asirn- Du(u- chic de eines großen Er.olges. U"r aus l't hhrn Hacm S/t vor.tsor�i? Uebtt d e S\ö: i h l Uksu'o fer Werbe trjol Je Monailic e Oem.- n im Vclusi rmittlung. En Bei pul fiir ,'in Kundmrt nst.r Ver e seru ig der Verküni pv ist durch t. an enge* n nun f — li'Q5 darf die Kuidc- �.Kinnun'*o ten? u a rn Neu'nad'Verla?, CJ r.rl tletibart:'>&» Eichenaiiet 3*)< � sr etzt Lauft» Haqff MIMr* i alzwareu wie SUanks, IK&rder» Neri, Alasku', Blau* u. Kreazfuchffe, Herren-GchpclKc« Rclac« Wa�cKpelxe.(rroBe Auswahl in Herren« Sportpelrcn.— Ankauf und Vtrkauft ßriltanten«l hren» Ringe,»i4.*;Tn»chcn us* Beleihunz Jeder Wcrt�HChe.• fieibhaus Hlonlzplatz 58 a. Nr. H? ♦ Zö. Jahrgang öeilage öes vorwärts Zrettag, 7.5ebruar GroßSerün put che. E? ist �um anS der 5>c>ut zu fnkiren: Jlikirz�iNe klnnq das icköne Lst'd „Nicht mit dem Rüstzeug der Barbaren durch» proletarische Aemüt— nn!> nun die Zeit, um zu beweisen, »nomit die Sehnsucht man gelockt. da ist'S der Sang von Blut und Eisen. Da wird geschossen und gebockt. ES arhi d'e Harmonie zum Teufel. die nian der al ru Waffenwelt und ibrrm boirrgeonen Zweuel als edlern Trumpf entgegenhält. Was helfen alle Worteblender. wenn nian dabei die Fäuste ballt? WaS Broletaiiat der Länder. wenn sich daS eigne niederknallt? lind nur. weil jener oder die'er Gemalt für Neberzeugung hält, bis ruft das Volk, der Siindenbiiszcr, das Urteil der Geschichte fällt! E? wäre sehr zu überlegen, ob derartige„ZeitungSunter- nehmer", die durch salschc Vorspiegelungen anderen einen Ver- mügenSnachteil bereiten, nicht auf Gcund dcZ BetrugSpara- g r a p h e n des Ctrakgesetzos unschädlich gemacht werden könnten. Allerdings wird fich die betrügerische Absicht und die Herkunft der sogenannten Nachrichten auS freier Erfindung— wie z. B. der letzten Nachricht über das»Attentat gegen Ebert und Scheide- mann"— nur schwer nachweisen lasien. Möge sich daher einst. wrrlen jeder gejagt sein lassen, dag er ein Esel ist. wenn er für derlei Zeug einen Groschen ausgibt I Keine Listcnveebindung. Zwilchen den Vnneiein unsere, Pariewraanilalion und den 'Lei ireiein der llnabdäng'gen baben out Leranlaisung u», er«, lozialdemotraliiiden Stadivei ordneicn» frattion Verbau dlun gen über eine Lilienver- b i n d u n g zu den btv.'rsichenden ikommniial wählen tialtgefuiiden. D,e Lerire:ei der UiiabbäiigigeN'Slativeirrdnrlcn>la!tion waren ur'p üiigliw beicit. aui d e'en Loiiw ag eiiizuachen. Jeyl ist jedocv unsern Lerireicrn von den Unabhängigen mitge» teilt worden, dag sie eine Lislenverbindung ablednen. P a u l ch e n Spuk nm Richard Müller. Sein Sohn entfütir»— sein Vceha?tcr verhafte,— eine dunkle Affäre. Die Nack,, icHenstelle beS BollzuasraiS Grost-Berlin teilt mit. daff der I4jälr'ge Sobn Richard Müllers am Abend de? 5. sdebruar spnrloS verichivand. nachdem zuvor der angebliche Oifizier Görgen den am 2. slsebniar min» luneenen Vernich, Müller zu verhasten, abermals ohne Enola wiederholt hatte. Am Bormittaa des 6. kan, Görorn wieder. wurde aber nun selbst verhaftet und auf das Tempelhoter Volizeiamt gebiacht. Bei der Slaatsanwaltscha t. auk die sich Görqen zu Unrecht berulen hatte, gestand er. den ltiäbrigrn Jungen am Abend nach der Alexanderkaierne-Lst entführt zu baben. Dort halte da? Kind die Nacht in der Wachstube ohne Nahrung und ohne Schlaf- gelreenbeit zubringen � müsien. Staatsanwalt Weist mann verarlafste die �reilaffung. Ter Staatsanwalt batte Görgen wiederbolt gesagt, daß er auf sein BelastimaSmaterial hin Müller nickst verbakten dürfe. Görgen beriek sich auf einen Lustraa der Regiernug und nannte dann als Austraggebcr einen Hanvtn,ann Dr. Gärtner vom Aeneralstab. Einen GeneralstabSo'fiffrr dir'es Namens gibt eS aber nicht»und der Genrralstab erklärte auch noch telepbonilch. daff er sich in politische Tmge auch nicht einmischen wolle. Schließlich gab GölgenS an. daß sein Auftraggeber ein Dr Gärtner von der „Politisch Parlamentarischen Nachrichtenstelle der Regierung", GenerulstabSgebäiide Zimmer 12�, sei. Dr. Gärtner erklärt? im Gegensatz zu Görgcn, er habe mit der ganzen Sache Nichts zu tun. Görgcn wurde sofort in Haft genommen. Prehfreiheit oder Betrug? Seit einigen Tagen wird in den Straßen BetzlinS eine sogenannte.Zeitung" verkauft die durch vollkommen frei er- logen e„Nachrichten", die von den Austrägern auSgebrüllt wer- den, einen umfangreichen Groschenfang betreibt. Diele„Zeitung" ermordet Lebende aus dem Pnpirr in schmerzloser Weise, läßt Tote wieder lebendig werden und besorgt dies alles in der kitz- lichften Weife, die auk die Phantasie der Allerdümmsten eingestellt ist. ES ist nichts anderes als die alte berüchtigte Schauerroman- kiteratur in Zeitungsform und mit dcm Vorteil, daß man für einen Groschen statt eine? ganzen HesteS jetzt nur noch ein ein- seitig bedruckte» Blatt Papier zu geben braucht. Die(Yemeindeverordncten streiken weiter. In der am 1. Februar in Lankwitz abgehaltenen Sitzunijj der Gemeindevertretung war. wie mitgeteili. d e Wohl von zwei Beisitzern für die zu bevorjlehcnde Gemeindewahl dadurch nicht zu- stände gekommen, daß durch McbrheitZi-ejchluß der Punkt von der Tagesordnung abgesetzt wurde. Die Mehrzahl beschloß, erst dann sich wieder zu betätigen, sobald der Minister des Innern die Ver- Hinderung deS Bürgermeisters Tr. Beyendorfs an der Ausübung feines Amte? durch den Arbeiterrat beseitigt hat. Aus den Bericht deS stellvertretenden Gemeindevorstehers, Generalkonsul Pein, hat der Landrat des Kreises Teltow nunmehr e' n t s ch i e« den, daß die beschlossene Vertagung der Wahl un- z u l ä s s i g w a c. ES hätte unter allen Umständen die Wahl vor- genommen werden muffen. Um mit den Gemeindewahlen, die bi« zum 2 März beendet sein müsien. nicht inS Stocken zu kommen, ordnete der Landrat die umgehende Anberaumung einer neuen Sitzung an. Diese fand Mittwoch abend statt. Es hatten sich nahezu sämtliche Gemeindeverordnetc eingefunden. Zu Beginn der Sitzung legte Gcmei.?devcrordneter Schmidt im Anschluß an den Ver- tagungSantrag in der vorigen Sitzung unter Protest auf die unge- setzlichen Zustände in der Gemeindeverwaltung Verwahrung gegcndieneueSitzung ein. Nach Verlesung des Schreibens de» Landrats richtete sich Gemeindeverordneter Direktor Förth- mann gleichfalls gegen eine Beratung und Beschlußsasiung. Er wies darauf hin, daß die Gemeindevertretung in ihrer letzten Sitzung hie Vertagung r e ch I S g ü I t i g besiblosien Hobe. Diesen Beschluß habe der stellvertretende Gemeindevorsteher auszuführen, sosern er ibn nicht im gesetzwidrigen Verfahren beanstande. Nach der Land- gemeindeordnung dürse d e Beanitandung nur dann vorgenommen werden, wenn ein Gemeindebeschluß die Gesetze verletze oder die Gcmcindeinteresien seltädige. Bon beiden Boraussetzungen könne im vorliegenden Falle keine Rede sein. Durch daS von dem stellver- tretenden Gemeindevorsteher gewählte jetzige Verfahren werde der Gemeindevertretung die Möglichkeit genommen, die Beanstandung in dcm gesetzlich vorgesehenen Weg der Klage vor dem VerwaltungS- gerichte anzufechten. Die Mehrheit der Gemeindevertretung lege aber nicht nur hiergegen, sondern auch gegen die anderen ungesctz- lichen Zustände, die seit Wochen in der Gemeinde herrschen, Ber- wahrung ein. Leute hätten sich verschiedener Aemter bemächtigt. die ihnen gar nicht zuständen. Fertrer werde schorfer Protest gegen das von der Regierung zwecks Vornahme der Gemeinde- wählen auferlegte neue Wahlrecht eingelegt. Eine A e n- d e r u n g mußte durch die preußische Nationalver- sammlung erfolgen. Protest müsie eingelegt wtrden. daß 20jährige Personen, die über i h r eigene? Vermögen nicht verfügen dürften, daS Recht haben, durch Ab- stimmungen über das Vermögen der Gemeinde zu disponieren. Zum Schluß stellte Redner folgenden Antrag! „Die Gemeindevertretung erhebt dagegen Einspruch, daß entgegen ihrem DertagringSbeschluß die heutige Tagesordnung erledigt wird. Sie bestreitet die Rechtsgültigkeit der etwa vorgenommenen Wabl und ermächtigt den Herrn Gemeindevertreter Forthmann. das Ge- fchäftSvcrfahren de» stellvertretenden Gemeindevorstehers und die Wahl anzufechten, erforderlichenfalls auch im Wege des Verwal- tungSstreilversabrenS. Sie erteilt hierzu dem Herrn Gemeindever- treter Forthmann Prozeßvollmacht mit dem Rechte. Untervollmacht zu erteilen." Da der stellvertretende Gemeindevorsteher eine Be« schlußfassung über den Antrag nicht zuließ, forderte Gcme ndcver- treter Forthmann. diese Ablehnung zu protokollieren. Aui Erwide» rung des Vorsitzenden, daß keine Gemeindebejchlüsie auszuführen, sondern auf Anordnung des Landrats nur eine Wahl vorzunehmen fei, verließen acht Gemeindeverordnete den Saal. Es blieben drei Mitglieder des GemeindcvorstandcS und Gemeinde- verordneter Streibing. das Mitglied deS TreimänncrkollcaiumS, zurück. Gewählt wurden von den drei übrig gebliebenen Mitglie- dern der Körperscl'afl aus Zuruf Schöffe Franz Lüdicke und Direktor Schmidt als Beisitzer und Gemeindeverordneter Dr. Sauer sowie AbteilungSvorsteher Gage als Stellvertreter. Mehr fleisch. Eine B ckonntmackuing für den KieiS N'ederbarnim teilt mit- daß vom 3 Februar d. I. ab die Fleiildwochenmenge HS auf w'",e,e« aui 300 Gramm'rsigeietzt wird An, jede Fleilwmaile einfalle» 80® amm. Außerdem tv'rd volaiiesiwliicv in näckister Zeit durcki A»SIa>dSwa>e in Fo;m von Fleisch- Auiiirichnmteln und ei eebenen all« a,ub von Te, waren eine Zuweisung er olgen können, soweit Ertparn sie die» ermö.ilickien werden. Brranßvlinnpen für Grwrrvsloke. chieule Freitag: Fm �ntii'v, lür Mrerrslunde, Geoiarnslr 31/36. Tr. Armbrnsler: AuS dem t'cben der Bienen.—(Rtimnnsinm. Weiiimr'fterlli. 16, Dr. Itlbrich: Antz- dinrniiitn ng der beimlichen Pslnnzcn für den jdauSdatl.— Sonnabend! Fn> iinl iiii M eicSIunde. Piol Fische,: SU.illrlnltcrlirtie Tvrne.— Gijrn- nnliurn. Eli abrN str. 67/68. Tr. Büsiclbira: Wie lasien sich mit Hille von lechiul und ktnduluie die lnndinirilchaillichen Ernien steigern?— Beginn regelmäßig 6 Uhr, Eintrill tS Pf. für jede» mann. Kommunale Arbeiterräte der S. P. D. Die kommunalen Arbciterräte, die auf dcm Boden der S. P D. stehen, werden gebeten, Freitag, den 7. Februar, vormittags lv Uhr, im Herrenhaus, Zimmer 20, zu einer Besprechung zu erscheinen. LcgitimationSIarte und Organisationsausweis mitbringen! Im Austrage:O t t o Frank. Weitere Pockenfälle in Renköll» lind in der Weichielstr 68. Weichs lpiatz 2, Weierlir t8g. Tellstr. ü, Fricdeistr. 87 und Treptower Sti. 8 seiigestelll worden. Der Polizeipiäsident erinnert in einer Bekaiinimachung an die ersten Elichetnungen der Kranlheit und weist aus die Verbaiiunus» maßreaeln hin. Nicht nur die schwärzen Pocken, sondern auch jeder Fall von Windpocken ist sofort anzuzeigen. Tie SS und die 4 werden wegen MeiSbauarbeiten in der Lindensiraße ab lO. Februar über Jerusalemer Straße bzw. Prinzen- und Gitschiner Straße umgeleitet. Ein Opfer der Gassperre ist der 44 Jahre alte Kaufmann Alfred Schwarz. Stallschreiberstraße 16. geworden, der gestern abend um Lßj Uhr tot aufgefunden wurde. Nach den Ermittlungen muß er, als die Flamme bei der Sperr« erlosch, den Hahn nicht ge- schlössen haben». Während er dann im Bette lag und schlief. strömte soviel GaS aus, daß er erstickte. Fünf Brotkarten-Großhändler wurden in einer Schankwirtschast der Linienstraße verhaftet. Die Verhasteten sind Rusien und Polen namens Fischhoff, Behrenzweia, Groß. Blumbaum und Plunber. Auf dcm Wege nach der Wache versuchten sie. sich einer Meng« Karten heimlich zu entledigen. Es gelang ihnen aber nichi. Man fand bei ihnen außer vielen Karten auch noch mehrere Tausend Mark. Wie einer der Großhändler einem Kleinhändler in der Wirtschast versicherte, hatte die Bande in der vierten und fünften Versorgungswoche 2000 Brotkarten verkaust, daS Stück zu 6,60 M„ also für rund 60 000 M. BersichrrungSangestellte! Die Außenbeamten der VersicherungS- rsellschasten, Subdirektionen, Agenturen usw. versammeln sich eutc, Freitag, nachmittags 4 Uhr. in den„Musiker-Sälen", Kaiser-Wilhclm-Straße 31:»GegenwartS- und ZukunstSsragen". Zentralverband der Handlungsgehilfen. Sektion der VersicherungS» angestellten». Ocfscntliche Jugendversammlung beute Freitag, den 7. Fevuiar. abends 7 Uhr. in Büttners Fest- 'ölen. Stiwedler Str. 33. Thema:.Jugend heraus I" öieterent: Emil Un.:er. »j Strne Menschenkinö. Von Martin Anders em Nexö. Und ganz plötzlich nxir es dann vorbei damit, daß etwas «uS ihrer Welt glitt, wenn eS nur zehn Tchritt entfernt war. Sie begann, mit dcm Blick nach außen hin zu streben und die Gesichter der Leute zu suen: bisher hatte sie nur die �üße der Menschen gesehen, die in ihren Gesichtskreis kamen. EincS Tages war sie richtig aus dem Wege von Hause fort, sie hatte die Häuser unten im Tors erspäht. Jetzt mußte man allen Ernstes auf sie achtgeben, das da draußen lockte sie.„Wir sind ihr n-cht mehr genug, wir zwei." sagte Toren mißmutig — das Unbekannte hat sie schon gepackt." Das war daS erste- mal. daß sie sich von ihnen wegwandte, und Toren erkannte darin etwas w'eder von dcm. was er reichlich früher erlebt hatte, und fühlte sich einen Auaenblick einsam. Aber Maren wußte auch hier Rat. klug, w e sie durch die Kleine geworden war! Tie warf ein Tuch um den Kops und ging mit Tt'ne ins Tors hinunter, damit die Kleine mit andern Kindern sp-elcn konnte. k. Großvater rührt von neuem die Hände. Aller Besitz Törens— außer dem Hause— bestand in einem Drittel Anteil an einem Boot mit dem zugcbör gen Gerät. Tchon bevor Ttine zur Welt kam. batte er seinen BootSanteil an einen inngen Fistbc'rburschcn a»S dem Torfe verbacktet der nickt die Mittel dazu hatte sick in eine BootS- m"nnsckte und sich d�j h'-rubiaen. daß die HfUte gewiß dir Begräbniskosten decke. ES genügte nicht, die alten Klei- der aufzutragen, getrockneten Fisch zu essen und der Gemeinde nicht zur Last zu fallen, bis man wohl und gut in der Erde lag. Tören und Maren standen nicht länger am letzten Ende der Dinge, drüben in der Wiege lag e'n Menschenkinblein. das verlangte, daß das Ganze wieder von vorn begonnen wurde, und daS zu neuen Anstrengungen mahnte. ES konnte nichts nützen, miteinander die Hinfälligen zu spielen oder das Altenteil zu beziehen und von dem sechsten Teil dessen, was ein Boot zufällig heimbringen konnte. Die Pflicht ge- bot. von frischem Hemd anzulegen. Und die alten Tage hatten das ihre zu erzählen, ihm und ihr. Die Kleine brachte sie mit sich. Das Kinder- schluchzen selbst unter der niedrigen Decke rückte die beiden Alten um ein B erteljahrbundert in der Zeit zurück, zu Tagen, da man das Gewicht der Jahre noch nicht fühlte, son- dern das Ganze halten konnte. Und war man erst dort, so war der Tpruug nicht weit zu noch ferneren Tagen— zu der schönen Zeit selbst, wo man Müdigkeit überhaupt nicht kannte, wo Tören nach hartem Tagewerk die Meile WegS ins Hinter- land zurücklegte, dorthin, wo Maren d enke, bis zum Morgen- grauen bei ihr blieb und wieder die Meile nach Hanse ging, um der erste bei der Arbeit z» sein. Aber jetzt waren sie ja wieder jungl Hatten sie etwa kein K'leinvolk m Hause? Da drinnen lag ein kleiner Tchmoll- mund und schrie und grunzte nach Miich. Tören erwachte aus 'einem Greisen-Winlerschlaf und gafste noch einmal nach dem Meer und den Wolken. Ei übernahm selber seinen| Boo'saweil und zog wieder auf Tee. In der ersten Zeit ging es leidl'ch. Es war Jommer, und T'inc hatte alte Tck-chten wieder ans Licbl geschoben.> es war als sollte sie wirklich den beiden Alten die zweite Ju»eud bringan. Aber es war nicht te eckt mitzakomiuen, mit dm andern das Rnd r zu nrbmen und stundenlang das Netz einzuziehen. Und in» Herbst als der Hering sich tiefer im W'sser anshielt und die Netzt ko lies hinunter mußten daß 'ie n den, schweren Unierwasser oft in die Klemme geri ten. l konnte Tören es Hein, Zielren nickt mit den anderen auf- nehmen iondern mußte sick darein finden, daß ihm die leichtere Arbeit zugeleilt wunde. Das ivar demütigend: und noch demütigender war es. unter den Nacktwachen und der Nachikä'te zusammenzubrechen, wenn man'e'ber wußte, daß man e nmal ein ansehnlicher Kerl gewesen war. Tören nahm keine Zufluckl zu den Erinnerungen a»S den alten Zeiten, um sich aufzurichten und sich den anderen' gegenüber zu behaupten. Er erzählte weit und breit von seinen Burschentagen, einem jeden, der ihm zuhören wollte. Damals waren die Gerätschaften schlecht und die Kleider dünn — und der Winter war strenger als jetzt. Der schloß alle Gewässer ab: und um etwas z» essen zu bekommen, mußten sie weit übers Eis gehen, die Geräte auf einem Schlitten mitziehen, bis hin zur großm Strömung, und Löcher zum Fischen schlagen. Wollenes Unterzeug kannte man nicht, und Oeltuchkleider konnte man sich nicht leisten: ein paar schwere Leinenhosen war alles, was man an den Beinen hatte— und Strümpfe und' Holzschuhstiefel. Ost plumpste man h'nein— und arbeitete weiter in den nassen Kleidern, die so steif froren, daß sie nicht hcrunterzubekommen waren. Hierbei zu verweilen, war eine besondere Genugtuung für Sören, wenn er den Strapazen nicht gewachsen war. wenn eS zum Beispiel hieß, ganz bis zur' Sckfwodenküste hinüberzurudern. ehe der Fang seinen Anfang nehmen konnte. Dann saß er auf der Achterducht, klein und überflüssig, hanferte leise mit den Segeln, auch wenn kein Wind sich regte, und schwatzte drauf los. Die Gefährten, die die schweren Ruder handhobten. hörten ihm nur mit halbem Ohre zu. All da» war ja geiviß wahr, sie kannten es von ihren Vätern her: eS wunde nür nicht bedeutsamer durch die Wederckolung aus SörenS Munde. Sein Prahlen machte das Ziehen des Boot«? nicht leichter: der alte Sören ivar wie ein Stein im Schleppnetz. Maren war wohl die einzige, die es sick lrsten konnte. ihm auf eigene Kosten hilfreiche Hand zu treten. Sie sah, wie leicht er müde wurde, obwohl er versuchte, es vor ihr zu verbergen— und faßte ihren Entschluß: mochte es m t dem täglichen Brot werden wie es wollte. Er hatte M ihe, sick mitten in der Nacht vom Lacrr zu erhaben, wenn die Fischer borausaetr'cben wurden, die alten Glieder waren wie Blei, und Maren mußte mit der Hand seinen Rücken stützen, um Arn in: B tt anfzurick'en. „B'e'h Du diesmal lieber zu Hause und rich Dich o�dent- lich aus"'aa'e sie..Tie Tee acht beut nacht ickwer." Und in d-r nächsten Nacht beredet« sie ihn wieder, mit anderen Gründen. Ihm vorzu'chlaaen die See ganz anfziiaeben. davor hütete sie sich wockl: Sören war halsstarrig lind ehr- geizig. Konn'? sie ckn nur von Mal zu Mal dah-'w hakten. so würden die Gefährten schon dafür sorgen, daß die Frage endgültig geordnet wurde. kFortt folgt.) 14 000 Mark fn M.OTorf.Sdiehttti v, rl»re« od«r mt der«mitel- fa'At ücilühlcn am 3. b. Dit«. aui dem©«wt Notlduser Damo,— MoUen- Marli— Deul, che Bant— Söpenlckel Tlratze- Pchlisiichcr Babnhql— Drtelen. Der triegövcUcyle Perluiiträger tft erla�Pflichlig. Hohe Belohnung. F e ch n e-r. Wrangelstt. Ua. Wie stellen sich die Paziflsle»»«r Mationaldersawmlnng k Darüber sprechen NnirrslaalösrlirlSl von«e rlach and.�ran Adele Echreiber am Eoruilag, den S.. voimillaa? �,>l. Ui de» Prachlliien de» Wehen«. Zpichermir. it. Danach«nie»udlprachi. «ttdftcDiinflcn»afsüteiltn HauSratS befinden sich MaKhäikirch. strafe 17. Steglitz. Aibrechtstr. 110. luck Charlottenbutrg. Bl»> marckstratze W._ Berliner LedenSuiittel. «Sketrindersleisch. lnochrnsrel. in Eimaliqeluni, frisch«» Aleische« auZnahmsweile, 3,30«. da« Plb. Aus 1 gleilrunarl« 21«ramm. 5k«mdidatrnausfiell»ng in Charlottenburg. Sm Mmwoch fand im Vol>«dau>e eine äuhersl Haid desuckle Mitgl'ederverionimlung de« Wablverein« stall. T o sl lelile Mit, dak der Gabiverein der U. T. B. D den Bor'chlafl. die Lillcn zu Verbinden, abyelebnl bat. Dadurch»Verden mindesten» Mei vi« drei Pläye den biirgerlichen Paneien i» die Hand gefleben.. AI« Äandidalen wurde» auiar�telll die«iosien: Dr. Bruno B o r ch a r d t/«Ut,ust Kebert Wrlbelm Richter Paul Hir'ch, Adois Blum. Max Kley Fi au Anna Hoppe. Alfred Eilk. Kirst. Schairen« Vera. Hermann Bade. Friy Sana«. Fran Sierlrnd Zucker. Simon Kavenstein. Gustav Lenpold Ernü Tost, ikiusr Heilmann Wilhelm Miller. Albert Hviliy. Albett Schröder. Ncind. Seisett.«nna Leupoid. Dr. S. Rosensrid. O«ka, Slolla. Felix Hildebrand, Ernst «rotdmub. Theo dar Roack. tzerm Pieich. stuliu» Strünner. Aliied Groudru,. Fran, Rernich. Dr. Joelion. Hermann Brisie Fräulein Gabolla. Helena Wangenbe m. H. Bollenihien. Karl Schul,. Wild. Müller. Oito Harnisch. Job. Schneider. Fran, Liese. Gusl. Solle. ffl.«llhau».€uo Flemmina. Alfred Brel schneide,. Mar Ki ilaer. Rudolf Grochnow. Willi Weidich. R'ch. Heinicke. Wilh. Zabel. Ollo Schwei, er, Heinrich Gramm. Dzlect. Dr. Jiaack. Edwin Köhler. Ginstimmia wurde eine Resolution angenommen, welche der- lanat, dofe nun endlich Remedur mit der, Borwärt« �»Zustellung geschaffen werden must._ Charlottenburg. Di» Gtadtverordaetenversamm l»ng erledigte in ihrer vermutlich levie» Sivung vor den neuen Wable» runächsi ihre Tage«ordnung obn» weiemliche Debatte. Di«>ür die Voibereilnug der Wadirn am 23. Februar vom Mogisliat vcrlon,!tc» St>0<0M. wurdcn noch erdöht. damit den Wählern Einladungen jugeben. die »iigleich al» Segiiimatron dir nen— Dem Einlrir« in den Gr oh» Berliner Verband fflr NettungSwesen wurde ,ugestsmmt. ebenso der 40 Millionen Marl-Aiiteib« zur Deckung von Klirg«au«gabcii. Für den«»«ichusr, der die Frage der Ka« p r« i«« r h ö b u n g mit den Bertreiern der Gasarbeiler beraten hat, berichiel» Stadiv Dunck: Der Audschuh babe die Berechtigung der erhöbten Forde- Hingen der GaSarbetter, namenilrch auf Berkür,ung der Arbeitszeit nicht anerkennen können. Rachdem die Forderungen den Arbeitern bewilligt sind.>ei e» t'ne ganz selbstverständliche goniequenz. wenn man da« Gaswerk Weiler noch nui einigermaslen lau mäiiiiiichen Giiindkätzen verwalten wolle, auch den lAaSpiet« eni prechend zu erhöben. Der MagriiralSvorlage. den Gaeprei» auf 84 Pf für den Kubikmetei und SS Pf. bei Sutomolen zu erhöhen, wurde ohne Debatte zugestlmml._ Grost-Berliner Lebensmittel. FriedrichSkeldr. Verteilung von Kindrrmehl. Kinder Im 8. und 4. Cebti«jobic er! ollen je l Plund Kii dermebl<77 PI.) gegen Abgabe de«, an der Milil laile B i nlrn Im l« befindlichen Konlrollablchniite«. Rrnlölln. Etädti'chrr Holzvertank. Zur Versorgung der Neu- tövnrr und?i>b>r Berölternng mit Brenn» rlciiot bat die Stadl aul dem Lagri-vsa« am Dderdasen einen Holzoerlanl etngertchiet. S« weiden ob- gegeben Klobendolz zum Pieilr von 43 VI. der Raummeier, grschniilene« Heiz 4li M. und gel. allene«. also osknlertige» Holz lür fil.bv M. je Raummeter. Bei Abnabme von mindeklen« 5 Zentnirn wird die tlnsubi de» Holze« von der Stadlgemeinde übernommen. Groß-Serlkner parteinachrichten. Sonntag, den v. Februar, Flugblattverbreitung zur Stadtvcrordnctcnwahl. lScmeiudctvahlversammlungen. lt. Rdtetlung tSadoit, heute, Freitag, 7 Uhr. Drachenburg, Bor dem Schleilichen Tore Bezirk KaulSdors. Freitag, de» 7.. abend» Ti, Uhr, bei Schwarz. Hönower Str. b. Rudow. Sonnabend, de» S., 7'/, lldr. bei Krüger, venbattr. 7t. Kl.«breilung. Heute abend VI,, Turnballe der»emewdrschulr. Hau�am gur. 20, ö> l e n l t i ch e Versammlung,«enofle« l l n g l e r spichl über:»Die jung» deoljche Republil und der Sozla- l>« in u«'. (khnrlutteiidurg»Freien Ängelicl-lenverband Se>ii»' und dem.Schu»»e»baiid slrllerilvsrr Kauslruie. Tih Düsse-dois' lieben kurz vor dem Adschlniz Sin» »uxerorbenlllche Gcncralveisammlung de« Fr. Angefd-Berd. wird m den nSchstcn Tagen zu dicier Frage Stellung nehmen öriefkasten üer NeSaktion. ?eber für den Briefkasten dellimiitten tlnsrag» Ulf»»an eine» Buch«»»«» und eine Nummer dei. Brieflich»!lu«Iuail ivird nlchl erleilt. Eilige Nu- fragen trage man i» der Juristischen xvrechltunde. vindenllr. S. I. Hat llnl«, 4 Trepsen. 4 dt« 7. Evnnadend« 3 dl« 6 lldr nochanttag« vor. Schriltsttl«» und vertröge lind mitzubringen. Rente 40. Ka.— M. tt 50. Untere» Erachten« nicht. Wir rate« zur Klage— R. 03.— 1. ita. 2. Fa. Buchdandlung volwört«.— W. H. 84. Die Schulden müssen S>e dezadlen. Wenden Sie sich mit einem«esuch an den Maqisl>al.—(S-. H Weideniee. 1. Sie fmd allen Kindern gegenüber iinterhall�vst ch>!g. 2 Unirre« Trachirn« ja.— tK B. 29. Herzkrankhell. Wen en Sie sich an die La»de»versiche>ung«- anilait. Die Krankenlatse tritt aber erst tvöter in Klus.— Ü.*). 26. Leider nicht.— I B. 100. Sleriervlllcht trat mit dem t desjenigen Monat« ein, der dem Monat lalgt, in dem Sie in Arbeil getreten bn». Beschweicn Tie sich beim Magistrat.- A. K. 120. t. Nein. 2. Dan« kann Enilassimg ei folgen— B. R. 500. An da» zuftändige t�eni ral- lommando. Erjcheinl aber au»ficht«>o«.— M. U. II. Kommt auch atme LriSangabe an.— S. 22. Eine geiedllch« Erdöbung der BrnNonddezüg« ist noch nlchl elngelrelen.— A. BS. L. II. Venben Sie sich an den Parlelvorfiand.—(K. K. 52.. C-«. R 58. Wenden S>r sich an den betr. T'.iipvcnteU.— M. kvt. 7. Rein.— K. CS. 10. X. Fa. 2. Rel«. — M. W. I. Sie lönnrn die Ra'malilalion beim Berliner Bailzei« Präsidenten beantragen.— t». F. 200. I. Fa. 2. vi» 15. Hannar.— P. Z. 32. Wenn da« lkirentumtrecht Fvrer Frau nachweisbar ist. kann sie iiir den Fall der Vsändung interven eren.— Si. E« kann de>m Aml«qerichl. in dessen Bezirk das KmndflLlk l egt, die Berttelgenm< de» aniraal werden.— B. H. 100. Bermchen Sie e« mit einem«Äesuch an da« Neulöllncr Dolizeipiäiidnlm.Boiläubg ist aber aui Einstellung nicht zu irchnrn.— A. W.>888. Bililwrrde a» den Soid lenral.— F. 33. Dm aui baden ron keinen E nftng— A. Sl.>. Rein 2. ila. de�m Kiiegemmisierlum.— R. ll3.> Rein. 2. Rur wer nach dem l» Ra» vrmder enilassrn ist, bat An'piuch aus Entiallimaggeld»nd tlnzn.— A. V. 65. 1. Für dir lausende und künitige MonalsdäUie. 2 Evenio lange. 3. 3a.— 2». R. 217. 3hr Mann ioll noch jctll einen Rrnlenantrag beim Sezirkslomiuand» Vellen— LSlldau 2. Sie können die' bleiben. — F. H. ISlK. An den Maatltrat.— O. 82. Da« Abst, düng». geseh ist i och in.Krall.—<>. ft. 08. Sntlaffun iann eriol en jotein«ie zweijährig« Dienllzet zurückgelegt tu.— C- 85. Reichtmmweamt, K önigin-Auguna-Slr. 31.— Gerda 26. 1. Wege» wesentlich veräiiderter Umilä, de in den Ledensmltleiverhälinissen t'.nn Ei bödung aus dir au» gegedcnen Sähe grlordrrl weiden. 2. Daiüder bat der Boimand zu de- iiimmen.— F. X. 100. I. Ja. 2. ililitärbmeau de» Magislrai«, Kloi.cislr. SS. 3. Ja.— 2t. 1877. Setzen Sie sich mn dem douigen Beziiielonmiando wrprn Umlicidung in Peib itdvng— FianzSsUch 5 vvewksllZ SsLomv. 8ek»ll8pie!!isv8 Lin halber Held. Antan« 7 Uhr, Volksbühne Theatei am BOiovolatz. Direktion Friedrich Kartier. VI,: DU«nnseL Dcsrabladcr. Direktion Ma« Helnhardi Deutaches Thaater. T Uhr Und das Licht schetnci tu der Unilemlt. So i nah 7 Uhr: Vo» morfcas Vt, miturnaclit� Kammarspiala. » Uhr; Ein lietchlecw. Sonnahend 7 Uhr; Der Stnra des Apostels Paulus. Klatnaa Sehauaplalhaua Fasanrn.tr. 1, HO't S. r/j.: Die Büch» der Paadora. tonneb. VI, Uhr: Die Büchse der Pandora._ Theater t. d. K&niggrätzerStraße Dir.:C. Meinnaia■ R. bernauer 'M Uhr: Mnalk. Sonnabend: Hurpu». Sonnt, nm.: Der Kartenstefr Sonntaa abend: Purpus. Montag; Musik. Romödienhans an der Marscnallbrück* i/Ji Uhr: Eselei. Sonnabend: Erdgeist Sonntag; Eedxelst. Montag; Erdgeist BeiJncr Theater t" uhr; Sterne, die wieder leacbten. [ntimes Theater ■m Nollendoriplau. | aaiowslr.t L0UO« 2301. Das neua IFabruar- Programm. Erstklassige Spezialitäten. METBOPOl slÄti«»! |Behrenstr.53-56| Dir. Alex Braune. Albe Kolk iHoniiFennedl Lanzlüs?- Dugson Direktion. vlctot Barnowskj. 7 Uhr; Peer Oynt Sonnabend; Oer Schfipfer. Sonntag; Der SchApler. Oeatnrhr« KUiiHtler- Theater. Allabrndl ch 7I/> Uhr. Naclitbeleuehtung. "friaiion-Theaterr Rhf.Friedrnrnsir.Zti. 4427�2 l Tign*;. U Heute a 144. Male; Der gute Rot ron Hermann Sudcrmann. Ida Wüst Bruno Kastacr, Hugo Flink, Frans SehfinUtd. Sonntag yt; Jotiannlsteucr. Residenz-Theater. Umergrundb. Klosirrstrabe, Ausgang Str.-Iauer S raBe. TS lieh Vi, Uhr: Das höhere Leben. Von Hermann Sudcrmann Spielleitung; Allred Rotter. Hans; Arnstadt Karl Clewing. Eug n Burg. Olga Limburg. J. i alkenstein. Emma üebner. Ro a Valctti. Paul hlldL IbeatET der Frledrielisiäll Ods Friedrich- u. l'miniftiatz«. Starben 8650. täglich 7>,» Rum 120.«al»; Drei tolle Tage. Operette von Zoriig r.M tllcndorl, Augustin, ücorg. Walhalla-Theater. 7t, Uhr: iugiisl der Starke. Rose-Theater. 7ii,Ua Ut*r Jlann uHb« Verzgunigoiihi'lt. Ga�itp. d. Friedr.-Wiih.Tne«t Lnlsen-Tbeater. T't; Sonmags 7: Der Strom. Senn- 9• Aul allg. Wunsch. w. Lct'te AuKOhrung Belmat. Caslno-Thcater. LotHrmg. Sit. 87. Zagl.'/a-tthr Rur noch kurze Fe» Der erfolgreichite Schlager l IkcBlci lür rreilBz. oen 7. pedsullF. Q«>nlr»|.Th«-nrrr JÜ: Die Rose von Stambul. Drutnchn« Oprrahna* 7 uhr; La Traviata. ö'rledr.- Willi diuut.Th. Vi, Uhr; Hannerl. DasDreimäderlhans 2. TeiL Kleines Theater. '*» uhr; Tabula rasa. I,a«tnplrlhnnn Die spuisthe Fliegt. Hetropol-Tbeater. 7 uhr io Die Fasctilngslee. Sonnt 2 Uhr: Wiener Blut Pnlnnt-Thrater Die im Schalten leben. KomiNrhr Oper all Scbwarzwaümädel. Slg..1'/.; Scbuarcualdmldei. \rne>a Oprrrttrnhnni. Schlffnauerd 4a. Nordenau. um; Die teile Susanne. Balleil Charell, neue Tanze ürhlllre�The-n«. Chnrt. ?'/, Uhr: Thnlla-Thcntrr uhr Polnische Wirtscban. Th. nm XplIrndoeTpIntn . u. l alte MM Tlieatrr de»» Wrwtm« 7'/, U. Die lustige Witwe. Wnllnrr-Tlirnter 7% um Geisha. i>tg. s>/, u 6ra; Habenichts cOvcnlckcr Str. 08 lögt 7>/, 5 Min. danoaultxbr.{, Sonder- •ergUtuot bis 12. Februar lür 1—6 Perv Oreliester-Sessel Vm. Z I. Dröi-S. Vm' M»"SZ*1 Prinzenliebe ÄÄÄS; IÄ;.| SonnabeBd, den H. Februar t Doppel-Konzert Tanx. Jeden Montag o. Freitag i Konzerthaos (Clou) 7«. Anfang 6 Uhr. Maaenir. 82 Emtr. I M. Zlmmentr. 90/91 Berliner O RIENT. U.T Nallenuorti'iau Ol» LiObimpsfrau des .«ah rattcha/ I.Tell mii GunnarTo naes U.T(sr tnitsdinra lad W,labw|nit| MIA MAY m I.u mp ei Otm platonisch# Ehe UaT Fritzflricrsi ranKc» Maine Frau, dl« FUmschausp.clerln LttBU|«iri von Hanns Krtly und Ernst Lubüsch mit Ossi Oswa da ferner Das bemoocte Haup Lusupiel m.i Alwin NeuB Kammerttchifpiele Pax aeterna Das üru sehen ce; Völksräundes Die ulsens Konumental.hi. U.T Alexanderplata Sühne Fobiu.piel io 4 Aklao mit Mario Folo anu Warner Kna« U.T Monup.ata, Ha.s«nli. Ida. .--chfln ber." a. H' lntciic dortaratt HL HV PORTEN HD Lu«i8pie< „Die Dame, dor eufai urd die �ro jldrmamftell*' ferlssstr: R. Wi«at. ftifFa; R. iiAon icDe Uaapirone: Allrad Abt» U.T Untci den Linden VtimderSrliniliBBLtdarBraB; i.a-iA{..ri mit Maltta Potri, Leo Faukart Harbart raalmDllar Mozartwal Sie Nochzeitsrelse Htipiti l s tkt.■. Arno dRicck and DrSutlsom eul Aktie: i-'Umpoaae mit Viggo Larser sAPQLLO; Theater, FriedrichsiraBe 218 Dir.; James Klein Allabendl, VI, V.{ Sonnt. 3'., u. V, Die Reale Freitag leoe Febrnar-Sciiiager IL a.: Mmifahs ailerlichste Kakadus und P�paseien Marie BI»nk,Pangspletr WILLY das stürben ue Unikum. Prolonclert Ssahlh Nadchur« und die übr. unimern sÄ„Oheron" Phar.L b ntom Direktion: 5ieqberf GoiätcTiffMdr fergcwalfigne Film aller Zeilen ÖAkte verfoflt und (rvszeniert von Robert Reinert DleHandlung spieT In« Europa Indien China Vorher b. neue Februar-Pragr. 610.81/,; Dia walBe Dame. Reiehsball-Ttieaier Vnabmbl. 7'/, Uhr n. Sannt-uachm. H Stettiner Sänger Nm. trmag. jit. am trausberger| das größte und achönste'>'aM | Konzert- Calö- Kabarett in Berlin 0. Spielplan vom 1.— 13. Februar: Mlail Herold Santiago Lago üeschw. Lück Die gute Mualk. ToDkünstler-Konzcrt(to Solisien|. Anlang Women auen, Uhr, Sonntags 4 Uhr. 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Dir Elnäscherung findet am Eonnabend. denn d.W. nachmruag» l Uhr, im«re- niatorium. Bertrn. cherlchl- strahe 37.3«. statt. Ehr« ihre» Andente»! Um rege Beteiligung er- sucht' Die vegtrkonereoaltnng. MWg! kWMMWkl «er 11. Bieiliiiiti lSliü'gsl)! Heute Freitag, de« 7. d. MtS., abend» 7 Uhr, i» der Drachradnrg, vor dem Tchlesischeu Tor, Versammlung Boden»er sozloldeniotrallsehe» veutschlond» siehenden wähle». I d, 9 Vl»« Eladtverördneten Genvste« ament. 2. DUkusston. Ableilungntettnng. Am Dienstag srlth«nt- schlies nach liingerem schwe- ren Leiden unier lieber Kollege und Miiardeiter. der Waschtnenleher tritt Zillmaim geb. am 34. N. 73 in Zrtesail. Ein dauernd«, Andenken bewahrt ihm 11035 Ca» personal der«veuisthen Tag«»- zeitung-, Beerdigung am Eonn- abend, 8. d. Mt», nachmittag» 4 Uhr. aus dem liieurn Iokobikirchho! in Neuti-lln. k>»rmannl!r.>00. B&ttLZglilig Zljr die vielen Beweise der Anleilnahme bei der Leerdi- gung meiner lieben ffrau. unserer>iel>rn, guten Mama. agen wir allen Berwandlen. "r. linden tmd Bekannten, auch er chru»pe» der Flugzeug- meisteiei unseren verbindlichsten Dank. SSa Der trauernd» Da«» 0. nrbst Kinder« l-orrctieo und iNe7-m«o«. Xanffanuttfl. Für die vielen Beweis» her»- ticher Teilnahme beim Hin- scheiden meiner lieben grau und liebe» Schwester Frieda Bernd! sprechen wir hiermit allen Ber- wandten. Freunden und Be- kannten, sowie Herrn August Lchmahl für die trostreichen Worte, dem Bfianzerverein Clondn!». den Kollegen und Kolleginnen der Firma Brendel u. Loew-.g und den Miererr de» Hause» unseren herzlichllen Dank au«. lieud v-lo ßernitl, Eaima Schuppenhaaer Saaitäural Dr. NVegscheiücr's j Brunttee u. Troptanf nach Original-Votochnil 1 geccn lluslcn und Lungen- 1 leiden in stabilen tu£> und 4 MK. Blctaaten- Apotheke Berlin, Leipiiger dir. 7». I Dflnhoftplatt Spezialarzt Dr. med. 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Kollegen I»tr hoska. da» Zhr p«a«Nch nmo noll. zllhltg«rschelai. - 0hao Mttgltodobuch lata Aatrilt.——— Aonniag, den 9 Februar 1919,»ormittag» 10 lltzr. Branchenversammlnng der BauanschlÜFer I» Waeoer tschastohauo. Eageluser td, Saal iL Tage»»rdnangl L Berdondo- and Btonchenangrlegrnhetlen. 2. Diotusstou 3. Berschiroene». So tp dringend« Pflicht oller Kollegen, die Bersemmluno zu besuchen, do wichtig.' Angelegenheiten erörtert«erden»Sssea. 136/9_ V l» Qtlo oe reoa I lung Zeelrglverömii der MWisieii ms kMWieS.IIikMMliSeilliU V�cschästostelle(öros;-Bcrltn. tag, dea 9. Zadruar 1019, oorniNlaga 9»Hr. im Biosltar.Sgtan, vorllst. Kutler-Withalai-Siraha: Ällgmellle villslikttr-IZelsMlliivag. Zngeoordnung! Da» Lohnablommrn mit den Beritner Dlrrallwdnstnellen. 3. Beztrtsangetegenheilen. 3. Berld.iet-ene». Zaber»taastlrei» Kollag» oiah arschalna». Sana im dam 153/2 Buch o»rr Kanr Ir�ntmierr. Orlaoaaroattung. Zslatstsnüsardeiter von Lksrlottendurg! »anatag. bau«. Zabrua, 10,0. oorarlttag» pH», t» Scholz JaslslltaN-, Sattas-Zriabrichstrah»»4: tdjrvße öfscntliche Pcrsamuilung Tageoordnur.g;»tellaeguah«« zu ansrrar eohasorbaruag Im eigenen Jnterrssr Wirt um zahtrrlchen vssillch gebeten. I2»a__ Dia trinbaemsae. laiflirzErilis. Tee. dkieiDeii u-gressen Benjen im bellen Preisen zn kanlen gesnebl. Fcstgetratmlt Preis Kiit.065ani!leJlnDiHic.- Eip.L!endei, HöosterLV. tuüevdesmle der Versicherungsbetriebe I Heme Fretiag, den?. Februar, nachm. 4 Uhr. in den„Musilersälen", Kailer-Wilhelmstr. ZI: SM' Versammlung"Vm 78,17 Togeoardnung: .Gegenwarts» und �ukunftSfragr«.- / Aantrotoerdanb Ort HanblangogehtlsaM. Settian der verflch, enng sangestellten. Bnrenn: Mllnzstr.ddlL MM dn Sriiinel' MmiM- «rdeller.»»»eia». »«anlag, bau S. Zabrnae 1919. aachrn. I Ahr: Ptühleuarbe ter» Versammlung Im Staroarklchostnhano. Sngelusee 15, Saal 4. Tageooednung: L Bericht der Lohntommisston llder dt» gugeständntffe dee Ardettgeder. 3. Beschlubs-Isung. 42/17 Da» Erscheinen aller Kolleginnen und Kollegen w dieser «tchltgen Versammlung ist dringend erforderlich Da drr Saal un, nur bia 4 Uhr zur Bersllgung stehL ist viinktL Srschrinen nolwendig.___ Dt« Crtoaerrbaltnach KrliffssaUUkSa werdba»niu Kur** roa»5,- Ä. In ZaUaufr (•nsmmsa. AMe Aniebotel Pelziiiiiitei!! KüscisnSnlelü Bebt Seal Kl»elrle.% lang.(450, 1700.2350. Setdenplttoeh prtiaa A4.H, 570.»50. Kehl.Waat wart in.FJbdasaU 23 0. 3575, Antraa ian Hobalr 158, 215, 393, Klnselae»odeUe. Inns 1150 Klaaeln« Hadelle SOO. Kellte Naanmos- KowtNme 433.-, Saldo» Hootbmo 239.—, Tann- a.«coellachalmklelder 185—, Irap». Seldeaasdutbl 185,-, la ütarriiootnine>>48,-, Spert]aehon Sil.-, Warraa OUter«n» dlekea woletaca Plaldatatfoa 95 113—, ISO,-» Röcke m düi Reichsöekleiuu igssteile jige» Berliner Magistratsschoin Su>« II 23,—. Seda III 37,40, Seil: M 44, Sana V 53-50. Sana VI 73,10 Westmann ik L ünoeblli. MerllB 14. g /«■< 1 1 Uerlln NU, loiirenstraöe 37». 8r. fraallarter Straäe US. ■ So&ntofB(«ccMoaiaa Bekanntmachmift. 1.®« enisollen auf den vbsd eabaaooritlattarl» bar Stobt lnttt 94 dar oll9»rn»lii«n Berlin 1.><)(hlrnium(Vraupiu od. Grütze trrnrr au« Adschni» 99 drrsribrn Karte 130(Srnirm tose Suppen oder Snppeutafetn und aus die Adschni»» 57 and 54 dar Cabaaomltlaltaat» sllr Zugeublich» je 100(yrnmm, zusammen Ä00(Yramm Teigwaren. 2. Uniee Anvschlull naMtriiglicher Annahm» stnd die An- meldeadlibnilte oon Connerolag, den 8. dl» Sonntag, beo 9. Februar 1919 bei den Kt.'llhändlern ab.iuliesern. 3. Nicht abgeholte War» vertillll mit dem 19. Mar» 191». Berlin, den 4. Februar 1919. Nr. 2765 BS. Mag.strat. In den nact siebend n silier de»eichn-rr.-i cheididttea ist noch tNaruroiade oul Feld 197 der LetrirsaliNeilane«rhitlliich; j Drruo, Damm 8 Loren». Fijcheistr. 11,72 W-chi. Schonwaiver Sie. 7» Dulde. SchliNwalder ötr. 2» Kib-ch, Bioma ditr. 58 Sogderget, itbenftr. 55 Gegner u. Schierer. Siemen»- (reche Sil, 31 ffitll. Beeil» Sirah« Ratiec« Kafeegesaillst. Schdn- walder Str. 88 Kahla«. Sergeseldrr Srr. 64 «lock. Mongilr.>2 lluslen, Mongstr. 15 Röhl. Lchonwaldrr Sn. 38 Kon«umverrin traletharst, Feld- .eugm.isteritrall» 7 Golfs, vievienssti 27» Ri'llxer, Breite Str. 6» Schuberl. Sregesclber Slr. III Hagewald, Beiliner Sri. IS Krelschmer. Möderikste. 3 Sürmer. Reioftr. 25 Rue»in«tL Birleuweg I B/m Vonnerotas. bea 8. Februar ad ist I» den ei»- IchlSgigen chrschtitlen der Alt- stadt gegen Abteeunung oon lsti dei Lebenamincltartr petd psund Woichtdl»»um Preise mn 45 Pt. zu haben. Die Bc>te«ei-una der SeschSsle erlotgt je nach ilingang der War«. Spandau, d. 3. Frdruar 1919. Der Arbeiter, a. So'datenrot. Oer Tstagtstrat. 81» Zllllller, Zoochimvoiatz 7. Mit Aolaul von Donnerotag, dru 6. d. Ml«, verliert Feld>97 der Lrbenomltiellarle seine SüItlgkeiL Die»eschdstoieute haben die adgetrennirn Felder der Le- brnemillrllartr vi« Sannadrnd, den 8. d. Ml«, im Zimmer 408 de» Ra>hauje»�bjuged»a Spandau. 5. Hedeuar 19111. De» Aroeiter- u. Solvairarat. _ Der Magisliat_ Drr Bartaul oon 7v«th. loht au« dem ftädL Schuppen gezenllber dem Ratha»», wird. joweil die Abgab« direkt an Berbrancher er-aigtr, ab mar- gen eingejtellL Hdndlee tiinnen auch sernaehin»och mit Weistkayi nach teleobont- scher Berständlgnng mit drr S oaadaa« r Einte-segesellschast iFernipiecher I5t0>. zn den de- reit« delannt geaedrnen B». dtngnnaen deUesert werden Spanouii. d. 5. Februar 191». Der Ardeiter- n. Soldatenral. Oer Ütagislrat. j Für Kriegateilnelinit'r T9t Isiiltlgo* > Semester vom 18. Februar bis Hai. gllr die Herstellung oa« Krantendrot bezw. zrmedack stnd solgenb» Bitckereien zugelaste»: Bau. Iiigrrtr. i Bötlcher. Pichel,dorser Str. 45 DrcllvSckerei Bllhl Eelln. Faikenhagener Sie. 44 Damm. Picheledarter Str. 15 Heinrich, Schaserstr. 14 Herdst. Zohanirastr. 63 Hinbrrer. Rriosir. 16 stagoda. Wiiheimstr. l d Jänich Felbltr. 54 Kullling Schönwalder Srr. 75 Klrrnp, Seegeselder Str. 48 Krause, Briideeslr. 28 Kreuichner. Plai-Iage 2 üii». Potodamrr S>r. 51 Münch. Iihanneostist RogtL P°t»bamer Str. 24 Obristellrr,ränke mit punsch ar-nitcr ern GeschmacK unter Verwandung von Waln hn Kein Zucker or» fordorlichl l len txiraku 2 Teüe sieden des Wasser«reeben ein herrisches'«üßo« Getränk. T H.Kfömer, Berüc ÖrariientJürger Sir. 66 Vi.-rkaut*«»ellen i- Relnlckendorter Str. 109. Andre«ssir. 78. stoisd-mer Str. 76. steiersvurger Sir. 88. Blrkenstr. 58. WindTheater, rnar« CA 76» putze, ladeilü« clngerlchiev in bester VcrKehrslage Berlins mit nachweist hohem Reingewinn, ist wegen anderer Lnien-. priiswcri eegen bar tu»erKaufen Nur schriftl Oll. an M. Held, Berlin SO, Rclcbenbergnr Str. 46 l?UrC� II U r-.fcx I\- JJP_ tl" ycf/ncll u.�dcf�ipfnnf? i'n �etnei fäorJJrutfcneJtubfQrfapr/ r\ perlin�.'W.�3-Ji*i€3. 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Grenzschuh.zulaga Berforguna: Di» Freiwilligen gellen al» vorlldergehend zun: auiven Milliärdienst herangezogen im Sinne der Militärversoranngsgesetze. Die Ansprüche aus Fa- mUienunterstliguna laufen weiter. Di» freiwillige Dieniizeit rechitel Mir Invaliden- und Altersversicherung wie Dienst im aktiven Heere. Fahrschein bei der nächsten militärischen Dienststelle de- antragen. Militärpapiere. Entlaffungsunisorm, die vergiiret wird, mitbringe». Meldung bei 55lak-'Abteilnnn T eiegnih«st«n), Jitnt»afern«. 10770* HüiHBtaDen öet elieMlig.ii Volks. M. 91:n Sonnabend, den s. Februar.' ,2 Ahr im Caf£ Abazzla>T* (am«ni.>- Versammlung. »ommt alle! 0ie Venrouenil-uie. I. A.: Emil Nadelitz. Wasch-, Scheuer-, ReiniflunflSlnitte!. � Berkauf f» Dafr«, Eimer» und f äffern nur anWiederverkäufer Madige Vertreter illr Berlin und dir Provinz geiuchr. Ui L G lhe-Äe�Segk. WWWTrelse. vkllk od. Völlig gehr. keidgrsue NZlltei, liöihriellikll mit Meitsschk a. Schloß. Bertäuser wollen sich uptgehend melden in vornan i. d. Mar!. Tuchmacherstrahe 177. IMdD' Drehbänke Fräsmasehinen Bohrmaschinen Hobei-u.Shapinc- Masehlnen im. ■ owle alle anderen wwiWäMLN ■ru u.eedr-nekit l.sr.\usw A. Magnus, Bertin c. 25, Ol rckncnst r aße. Ditkel, mich die hart- nächigsten. fettglän- Sende. gr.chvorigr dm» und onstig» Kaunlnreinigkeiten wer- «en am stcherstrn durch meine feit 25 Iahren bewähr:. Spezial- > mittel beseitigt. M. 4Ld. Iur ' aleichzefttg. inneren kkurZItichel- ! Saitarin Biutreinigungoputver :«ch. 2,-. Off« R« I ch ef. Otrlin 43.«f-nbahnstr.«. Sektkorke, gebraucht, Stück 20 Pf. Weinkorke, lange, Stück 4 Pf. . taost Sperber, Aehdentcker i Stratz« 13(a. Rofenlhaler tot). '* Soeben 4906. iSiil!>e-Sreiilil>lkl'Al.Sl.S stellt Freiwillige lUiSichcrnng bei Relchegcenj« und Lufr fsaZiehung am 14. u. 15. Februarss Hote�lssttsrio des Uaiariänd, Frauuiwerelns. 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