8«. Zalir«. SeznstSvrei«, BieNillädN. � 7b ilh. monatl.Z'Xi/O, rtei m3 hau« oorau» ,a>!ll«n Einzeln« Rummern lv bienniq. buudenux MmmUlch 2.26 Ml. erfl ZuileUlMgb- gcbobt. Unm«reu'danb'üi Deutsch» and u. Leiierreich» Ungarn Ml. tür da» üdrlge»uistand ä.äO'DiL. bh i&glich e nmatiae».suiieUunp 7 60 Mi. Pinibeiiellunaen nebmen»i Dan«- mar. Holland Luremdura. Schweden und die Schwer»«>ngenaa«n m d>» sjoll» eiiunaO-ireisl�l« Der.Äorwart»' errcheinl wochenlbglich zweimal,-oimiag. einmal. Morgen-Ansgabe. Teleqiamni-Asreffe .Sohlatdemotral Ver tn�. Oerlinev Dolksblatt. Nn,nqenvre»St Die achigeivallen«»lonvareMezell« konei av Ltg.„lUcine itt»,«tgeu-. da«'ell.iediuitle i3ori<0 Lig.»uläftig 3»enpedrullie ülonet. itdes weitere Cot: 20 t'fg. Slellengemche und KchlaMellenanzeigen da««rite Wort 80 8'g.. ,ed-S weitere Wart 15 Psg. Corte über lb Suchnaden �hlei: för zwei Worte. leuerunpszuichlag 70»/» i�amilien-Aiizciaei», oolttilchc und gewerllchaiUiche Serein«< anzeigen SV Pfg. die lieile. anzeigen NSr Me nächste Rummer müssen dt« S Uhr Nlichminage im oauvigeichäst Serlui SW.«. iltnoensrrag- s, a»i«aeden werden. iS-bisilii on 8 Uhr srüh di« 6 Uhr abend«. Zcntratorgan der fozialdcmokratifcben Partei Deutrcblanda. ReSaktion und Expedition: Ew. öS, Lindenstr. Z. »ernivrecher- Am» Mortliplas, Str. I"> 1",)0 l.*> I!>7. vorwärts-verlag G.m.d. h», SM. dS, Lindenstr.Z. Fernivrccher: Am» AtortUPlatz. Str. U7 53—51. David Präfldcnt der Hatlonalverfammlung. Vizeprafidcntcn: KauKmann, feforcnbad>t Ofetrid?. Deutsche Nationa'versammlung zu Weimar. Zweite Sitzung vom Freitag, 7. Februar, nachmittags 8 Uhr. An den Tischen für die ReichSregicrung und die Vertreter der ?!nzslregierungen: Ebert, NoSte, Wissel!, Erzderger, E ch i f j e r u. a. Um SVi Uhr eröffnet der Alterspräsident Abg. Pfannkuch(Eoz.) die Sitzung. Es gelangt zunächst zur Verlesung eine große Anzahl von Be- grühungsielegrammen und Adressen, die an die Deutsche National- Versammlung gerichtet sind. Namens der Stadt Frankfurt a. M., die das erste deutsch« Parlament in ihren Mauern ausnahm, be- grüßen Magistrat und Stadtverordnete die Nationalversammlung.— Brüderliche Grüße sendet in der bestimmten Erwartung baldigen Anschlusses von Teutschösterreich die provisorische LandeSver- sammlung von Kärnten.— Ehrfurchtsvolle Grüße mit dem Wunsche, daß bald die Stunde der Befreiung den deutschen Brüdern in Elsaß-Lolhringen, in Schlesien, Posen, Westpreutzen, an der Trau und an der Mur schlagen möge, senden die Alldeutschen in Steier- mark.— Ter neuen politischen Paulskirche Teutschlands sendet seine Grüße der Rettor der Universität Graz.— Aufrichtige Grüße sendet die Tcutsch-Freiheitliche Partei in Tirol, für Lberkärnlen die Marktgemeiirdc Spittal a. D.— Weiler gelangt zur Verlesung eine von der Deutsch. Böhmischen Landesversammlung am IS. Januar beschlosiene Kundgebung an die Deutsche National- Versammlung, deren Inhalt vom Hause mit lebhaftem Beifall und Händeklatschen ausgenommen wird. Ein Telegramm erbittet als ersten Beschluß der Nationalver- sammlung, die Absetzung aller Arbeiter- und Sol» d a t e n r ä t e(Beifall rechts— Pfuirufe links und Unruhe) zu be- schließen und Eeneralfeldmarschall v. Hindenburg zum provi- sorischen Präsidenten zu wählen.(Vereinzelter Beifall rechts.) Schließlich empfiehlt ein Telegramm im Namen vieler Auslands- deutschen. Walter Nathenau zum Präsidenten Deutschlands vor- zusästagen.(Große Heiterkeit.) Alterspräsident Pfannluch: Wir treten nunmehr in di« TageS- ordnung ein: Wahl des Präsidenten, der Vizepräsidenten und der Schriftführer. Für die Wahl de» Präsidenten und der Vizepräsi- denten ist Z g Abs. 2 und 3 der Geschäftsordnung maßgebend. Danach wird der Präsident sowie jeder der drei Vizepräsienten in besonderer Wahlhandlung durch Stimmzettel mit absoluter Stimmenmehrheit gewählt. Hat sich eine absolute Mehrheit nicht ergeben, so sind dt«. jenigen 5 Kandidaten, welche die meisten Stimmen erhalten, auf eine engere Wahl zu bringen. Wird auch bei dieser Wahl keine absolute Mehrheit erreicht, so sind diejenigen beiden Kandidaten, welche die meisten Stimmen in der engeren Wahl erhalten haben, aus eine zweite engere Mahl zu bringen. Tritt in dieser letzten Wahl Stimmengleichheit ein, so entscheidet das Los. Die Wahlhand- lung erfolgt durch Namensaufruf, wobei jeder Abgeordnete mit »Hier!" antwortet und seinen Stimmzettel in die Urne wirft. Schriftführer Abg. Dr. Pfeiffer führt die Liste beim NamenS- aufruf. Alterspräsident Pfannkuch verkündet daS Ergebnis der Präsi- dentenwahl. Von den abgegebenen 308 Stimmen haben erhalten: Dr. David(Soz.) 374(Beifall. Dr. E o h n(U. Soz.) 1. Dr. H e i n z e (D. Vp.) 1, Fehrenbach(Ehr. Vp.) 1. 22 Zettel wurden unbeschrieben abgegeben.(Zurufe: Aha! die Unabhän- g'genl) Abg. Dr. David erwidert auf die Frage de? AltcrZpräsidcntent:»Ich nehme die W a h l a n." Er nimmt hierauf den Präsidentensitz ein und richtet an die Versammlung folgende Ansprache: Meine Damen und Herren! Zunächst glaube ich in Ihrer aller Sinn zu handeln, wenn ich unscrm verehrten Alterspräsidenten unfern herzlichsten Tank für seine Tätigkeit ausspreche.(Beifall.) Ich danke Ihnen für das große Vertrauen, das Sie mir durch die Wahl zum Präsidenten erwiesen haben. Es ist ein schweres, verantwortungsvolles Amt. Ich will eZ gerecht und unparteiisch vcrwallen.(Beifall.) Ich will mit besten Kräften bemüht sein, der schw:erigen Auf- gäbe gerecht zu werden, die Geschäfte dieses Hauses zu betreuen und zu fördern. Ich könnie es aber nicht wagen, das zu über- nehmen, wenn ich nicht dabei auf Ihren guten Willen, aus Ihre kollegiale Mithilfe rechnen dürfte. Nur im Vertrauen auf diese übernehme ich die Führung der Geschäfte. Gewaltige Aufgaben harren unser. Krieg und Revolution haben daS alte NegierungS- fystem zermürbt und zertrümmert. Ter alt« Bau ist zusammen- gestürzt, wir sollen einen neuen errichten. Dieser Neubau soll ei» besseres, wohnlicheres HauS für unser politisches Znsammenleben sein, als daS alte eS war. An Stelle des früheren auf Vorrechten einzelner und der ftaatS» bürgerlichen Bevorzugung einer Minderheit aufgebauten Systems soll eine auf voller staatsbürgerlicher Gleichberechtigung beruhende Demokratie treten.(Lebhafter Beifall.) Demokratie, das war bis vor kurzem in Teutschland noch ein recht übel be/eumdeteS Wort. Es mag auch heute einen oder den anderen rückwärts gerich- teten Geist geben, den ein unbehagliches Gefühl beschleicht beim Klange dieses Wortes. Und doch ist Demokratie der Ausdruck des höchsten politischen Ideals. Dos Volk als Ganzes wird hier, von jeder Bevormundung frei, Herr über sein eigenes Geschick. Der Wille der Mehrheit gibt die letzte Entscheidung in allen Meinung?- und Interessengegensätzen innerhalb de? Ganzen. Nur das un- erschütterliche Festhalten an diesem Grundsatz kann die Gefahren beschwören, die sonst unS drohen, die aus den inneren Gegensätzen und Kämpfen entspringen können. So legt die Demokratie, indem sie dem Volk das hohe Recht der Selbstbestimmung gibt, auch die hohe Pflicht der politischen Selbstzucht jedem einzelnen auf.(Sehr gutl) DaS demokratische Recht deS einzelnen findet seine Grenze in dem demokratischen Recht der an- deren. Nur bei gegenseitiger voller Achtung der demokratischen Rechte kann ein solches Staatswesen gedeihen. Auch in diesem Hause muß diese Pflicht der Demokratie gelten, dieses HauS soll eine Stätte des freien Worte» sein. Ihr Präsident hat darüber zu wachen, daß dem so ist. Aber auch soll diese? HauS eine Stätte der freien Unterordnung sein des einzelnen unter den Willen und das Werk der Gesamtheit. Lassen Sie uns alle bestrebt sein, durch unsere Arbeit den Beweis zu erbringen, daß Deutschland ein für die Temolcatie reifes Land ist.(Beifall.) Hart werden die Meinungen aufeinanderplatzcn; aber nie wollen wir vergessen, daß die Augen der Millionen, die unS hierher gesandt haben, ja, die Augen der ganzen Welt auf uns gerichtet sind, und seien wir unS auch dessen wohl bewußt: nicht Worte nur erwartet unser in Not und Qual seufzendes Volk von unS, sondern Taten.(Lebhaste Zustimmung.) Nur' durch rasches schöpferisches Wirken werden wir das Vertrauen rechtfertigen, das man auf uns fetzt. Meine Damen und Herrenl Neben der großen Aufgabe des Berfas fungSneubape» sollen und müssen wir die noch schwierigere Aufgabe des wirtschaftlichen Wiederaufbaues in Angriff nehmen. Auch hier soll NeueS, Besseres an die Stelle de» Alten gesetzt werden. Die Revolution ist nicht nur eine politische, sie ist auch eine wirtschaftliche und soziale Revolution. ES wäre ver- hänignisvoll, daS zu verkennen. Ein neue? höher«? Gesellschaft?» ideal lebt in den Massen deS werktätigen Volkes. Sozialismus! Auch dieses Wort hat für manche Leute heute noch einen schreckhasten Klang; auch hier muß Ine- Brücke gegenseitigen Berstehens geschlagen werden, damit wir zur frucht- varen Zusammenarbeit auch aus diesem Gebiete kommen. Das alte Wirtschaftssystem beruhte auf dem Grundsatz zw-schen Kapitalgewinn und ArbeitLentlohnung. Die aus ihm hervorgegangene gesellschast» liehe Kultur zeigte den Gegensatz zwischen einer dünnen kulturreichen Oberschicht und einer breiten kulturarmen, wenn nicht in direktem physischen und geistigen Elend dahinlebenden Unterschicht. D i e Idee des Sozialismus ist die Ueberbrückung die- ses Gegensatzes. Nur durch Lösung dieses Problems kann der dauernde Friede im Innern unseres Volkes errichtet werden. (Beifall.) Tie Zukunft zeigt uns ein Volk, da? in allen feinen Schichten ein Kulturvolk ist. Ein solches Ideal trägt eine gewaltige Kraft in sich. Das Sehnen der Millionen nach Formen kultu- reller Gleichberechtigung findet in ihm seinen Ausdruck. Nur wer das versteht, wird ohne Haß und Furcht dem Drängen der Arbeitermassen gerecht werden. Demokratie und soziale Gerechtigkeit vereint werden daS deutsche Gemeinschaftsgefühl der Idee zum deui- schen Land und zum deutschen Volk mächtig erstarken lassen. Zum j deutschen Land und zum deutschen Volk gehört b,s zur Stunde auch El saß. Lothringen.(Beifall.) Zu unserem Bedauern müssen wir feststellen, daß dort die Wahlen zur Deutschen Nalionalvcrsamm- lung verhindert worden sind. Wir senden dem elsaß-lothringischen Volk unser» Gruß und werden nicht aufhören, zu fordern, daß auch ihm das Recht der Selbstbestimmung über seine nationale Zugehörigkeit gewahrt wird, wie es in den Wilsonschen Grundsätzen ausgesprochen ist(Lebhafter Beifall und Händeklatschen), und zu diesem deutschen Land und Volt gehört auch der d e u t s ch ö st e r- reichische Bruder stamm.(Beifall und Händeklatschen.) Die Begeisterung, mit der alle Kundgebungen zu seinem Wiederanschluh hier ausgenommen fAd. legten Zengni? ab. wie sehr diese Wieder- Vereinigung dem ganzen deutschen Volke Herzenssache ist.(Beifall.) Ich gebe mich der Hoffnung hin, die Vertreter Deutschösterrcichs in nicht allzu ferner Zeit als Kollegen in unserer Mitte willkommen heißen zu dürfen.(Stürmischer Beifall und Händeklatschen) Tie Arbeit der Rationalversammlung soll dl« Freude unsere» Volle» an seinen politischen und sozialen Einrichtungen erhöhen. Die Nationalversammlung sei das weithin sichtbare Zeichen eines neuen großen nationalen Willen», de» Willens zur rettenden Erneuerung im Innern und des Willen» zur kraftvollen Geltendmachung des Lebensinhalts unseres Volkes nach außen.(Beifall.) So möge denn von Weimar eine Flamme ausgehen, die die Herzen unseres Volkes erwärmt, die seine Seele erleuchtet in dieser düsteren Zeit nationa- len und persönlichen Leidens, um mit neuem Lebensmut und neuer Kraft aus dem finsteren Tal der Gegenwart den Ausstieg zu finden zu einer lichteren und glücklicheren Zukunft.(Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) ES folgt die■ Wahl von drei Vizepräsidenten■ r mit gleichen Rechten. Abg. Gröber(Z.): Ich schlage vor, alle drei Vizepräsidenten in einem Wahlgang zu wählen. Da ferner, wie ich durch die Blume (auf daS Blumenbeet vor der Rednertribüne weifend— Heiterkeit) ja sagen kann, eine Verständigung unter den Parteien erzielt ist, so' schlage ich vor, die Wahl durch Zuruf vorzunehmen. Abg. Haase(U. Soz.) widerspricht diesem Vorschlag, so daß die Wahl durch Zettelabgabe erfolgen muß. DaS Ergebnis der Wahl ist. daß zu Vizepräsidenten gewählt: Abg. Fehrenbach(Z.) mit 374, Abg. Haußmann(Dem.) mit 374 und Abg. Dietrich(Deutschnat.) mit 856 Stimmen. SS Stimmzettel waren undgültig. Die gewählten Abgeordneten erklären, daß sie die Wahl annehmen. Zu SedrlflfLbrern der Nationalversammlung sind gewählt: R. Fi s cde r und Stück len(Soz.), P f estsfer und Boltz (Ztr.), Neumann-Hofer(Dem.). M a l k e w i tz(Deutfchnail.), Kempke(Tisch. Vp) und Frau A g n e«(U. Soz.) Die Ge- wäblien erhielten duichicknittlich 860 Stimmen, Frau Agnes nur 61 Stmimen. Sie ist gle chwohl gewählt, da die anderen Parteien keinen Kandidaten für den achten Platz vorgeschlagen battcn. Nächste Sitzung: Sonnabend 3 Uhr: Entwurf eines Gc« fctzcS über die vorläufige RcichSgewalt. Schluß nach X6 Uhr. Westöeutschs Republik! Man schreibt uns vom Rhein: Seit dem ersten Tage der Revolution bemühen sich kleri- kale Kreise auf dem linken Nheinufer, die westdeutsch? Re- publik ,.im Nahmen des Deutschen Reiches" herbeizuführen. Sie entfalteten monatelang eine eifrige Agitation für diei- Ziel; zahlreiche Abgeordnete des Zentrums sind nur unte. der Bedingung aufgestellt worden, daß sie mit allen Kräften für die westdeutsche Republik eintreten. Je näher die National- Versammlung heranrückte, desto klarer wurde, daßmandas deutsche verfassunggebende Parlament vor eine vollendete Totsache stellen wollte. Daß dieser Anschlag nicht gelang, ist dos Verdienst der rheinischen, insbesondere der Kölner Soz'aldemokratie. Auch die Deutich- demokraten, die Deutsche Volkspartei(durch die„Kölnifche Zeitung") und die Deutschnationalen haben sich der „Zentrumsrepublik" entgegengestellt, wie das von den Kien- kalen ersehnte Gebilde im Volksmunde heißt. Des Zentrums täglicher Warnungsruf lautet:„Wir müssen schnell handeln!" Nach seiner Auffassung wird das Geschick des linken Rheinufers Ende Februar oder An- fang März auf der Friedenskonferenz der Alliierten in Paris entschieden. Die rheinischen Zentrumsführer preisen die west- deutsche Republik mit einem feste» Schwergewicht auf dem rechten Nheiuufer als das sicherste Mittel an, um das linke Rheinufer für Deutschland(n'cht für Preußen) zu retten. Die Parteien außerhalb des Zentrums würden sich diesen Erwägungen � nicht verschließen, wenn irgendwelche Be- weise für die Nichtigkeit dieses Abwehrmittels gegen etwa geplante Annexionen beigebracht werden könnten. Daran fehlt es aber. Ob die Gründung der westdeutschen Republik auf die Alliierten die erhoffte Wirrung haben würde, ist sehr zweifelhaft. Die Ausrufung des westdeutschen Freistaates könnte trotz der Versicherung„im Verbandes des Deutsche« Reiches" in Frankre ch als ein Entgegenkommen aufgefaßt werden. Die von einflußreichen Zentrumsführern aufgestellte .Kombinotion, daß England-Amerika die westdeutsche Re» publik als willkommenes Kampfmittel gegen die französischen � Anncxionsgelüste begrüßen würden, wird einstweilen durch .nichts gestützt. Ist also die außenpositische Wirkung des westdeutschen Staatenplanes höchst ungewiß, so ist sie innen potmfch fcbfffomww ffutt Wss vu'ch K?e Grenzen 5cS neuen Staoies gezogen werden würden, das Zentrum würde darin die stärkste und ausschlaggebende Partei sein. Auch Sozialdemokraten «nd Demokraten vereint würden gegen das Zentrum keine Mehrheit bilden können. Man denkt an folgenden Zu- sammenschlu�: Rheinpreußen, Pfalz, Teile beider Hessen, Westfalen, OstfrisKlönd mit einem Zugang zum Meere. Dieser Staat mit seinen reichen Bodenschätzen, mit seiner starken Jndusttie und sein«« großen Handelsmöglichkeiten würde im neuen Deutschland zn»iner klerikalen Vormacht von vielleicht überragender Bedeutung werden. Dahin geht die tiefe Sehnsucht' der Klerikalen. Mögen da? v?e bedenksn, die«llzu freudig der Teilung Preußen? zu- streb««. Air wollen niäst eine junkerliche Vornracht im Osten vese»stgt haben, um dafür eine klerikale Vormacht im Westen einzutauschen. Nur politische Notwendigkeiten, nicht Vermutungen und Möglichkeiten, dürfen die Sozialdemokratie veranlassen, dem westdeutschen Freistaate zuzustimmen. Die Beteuerungen der Zentrumsführer, sie wollten beim Reiche bleiben, sind ehrlich gsmeint. Selbst diejenigen, die mit dem Gedanken eines eigenen Heers und einer eigenen Auslandsvertretunq der westdeutschen Republik spielen, wollen das Rheinland unbedingt dem Deutschtum erhalten. Die Kränzchen sollen sich über die Stimmung im Rheinlande trotz des freundlichen Entgogenkommens der Bevölkerung,, das im Volkscharakter liegt, nicht täuschen. DieMassen wollen deutsch bleiben. Auch in der sozialdemokratischen Ar- heitcrschaft, ja gerade in ihr, ist der Wille zur freien deutschen Nation sehr stark. Man erlebt in den großen sozialdemo- kratischen Versammlungen wahre Begeisterungsausbrüche, wenn die Redner eine Andeutung— ausführliche Reden sind Verbots«— g»gen bis französischen AnnexfonSgelüste und ein paar kräftige Wrote für das deutsche Vaterland wagen. All- gemeine Mißstimmung erregt die Tatsache, daß die Franzosen in den von ihnen besetzten Gebieten französischen Unterricht zwangsweise i« den Volksschulen einführen und auch auf die Verwelschung der Erwachsenen hinarbeiten. Gute Kenner der Volksstimmung im Saargebiet, ja sogar im Elsaß, behaupten, daß die Franzosen dort bei einer Volksabstimmung jetzt ihr blaues Wunder erleben würden. In der Ablehnung der französischen Annexion Spläne und im Festhalten am Deutschen Reich« sind sich im Weste« alle Parteien ganz einig: sie haben da? unmittelbar nach den Naftonalwahlen in einer ge- meinsamen MasfenkundgÄmng im Gürzenich zu Köln ausge- sprachen. Ran darf also nicht von„Separationsbestrebungen" im Westen sprechen. Die Bemühungen de» Zentrums, bn Nationaiversamm- lunz»oszugreism, sind von der Kölner Sozialdemokratie ver- eitelt worden, Erwähnt sei in diesem Zusammenhang übri- genS, haß nach dem Zeugnis deZ Hauplschriftleiters der„Köl- nischM BslkSzeitung" die Ausrufung der westdeutschen Re- publrf während der Revolution nur deshalb unterblieben ist, weil man den Akt«ms Scheu vor dem Kölner Arbeiter- und Soldatenrat und dessen„Machibewußtsein" nicht wagte. Auch mrs der Kölner Tagung der Abgeord- rieten uns Oberbürgermeister aus den besetzten Gebieten am 1. Februar leisteten die Sozialdemokraten allen Versuchen der Zentrumspartei, den Beschlüssen der National- Versammlung vorzugreifen, kräftigen und erfolgreichen Wider- stand. Mancher ZentrumSabgcordnete kam des Glaubens nach Köln, dort werde am 1. Februar die neue Republik aus- gexilfen. Nndeee, unter ihnen Trimborn, wollten die so- fortige Bolksab st immung im besetzten Gebiet, weil sie glaubten, daß bei der jetzigen Lage eine große Mehrheit für die westdeutsche Republik im Rahmen des Deutschen Reiches hewmSspringen werde. Beide Zentrumspläne find am Widerstand der Sozialdemokratie, denen sich Dentschdemo- traten, VelkSparteiler und Deutschnationale anschlosien, ge- scheitert. Es wurde ein Ausschuß eingesetzt, der unver- jhindlich die Pläne auf Errichtung einer westdeutschen Re- publik„bearbeiten" soll. Alle diese Pläne dürfen sich jedoch nur im Verbände des Deutschen Reiches und im Rahmen der werdenden Reichsverfassung bewegen. Nur unter dieser Bedingung sind die sozialdemokratischen Abge- ordneten M e e r s e l d und S o l l m a n n in diesen Ausschuß eingetreten. Falls es nicht zu einer Teilung Preußens auf Grund reichsverfasiungsgemäßer Bestimmungen kommt, sind wir der Auffassung, daß ein« möglichst einheitlich groß- deutsche Republik anzustreben sei. Die sozialdemo- kratischen Arbeiter in Westdeutschland hängen diesem Ziele mit großer Begeisterung an. Nur unter einer Bedingung würden auch die rheini- scheu Sozialdemokraten ohne Besinnen und mit allem Eifer für die westdeutsche Staatengrllndung eintreten, wenn nämlich dadurch eine offene oder verschleierte oder allmäh- liche Annexion der Rheinlande verhindert werden könnte. Eine Trennung von Preußen könnte als viel kleineres Uebcl von uns hingenommen werden. Mit der Forderung einer LoSlösung vom Reiche oder mich nur einer Locke- rung des Reichsgedanke ns darf man keinem rheinischen Sozialdemokraten kommen. Nicht die Franzosen, aber auch nicht die Klerikalen sollen ihn haben d«i freien deutschen Rhein. Die nächsten Aufgaben. Weimar, 7. Februar.(Eig. Drahtber. deS„Vorw.") In der morgigen Sitzung der Nationalversammlung wird vor- aussichtlich nur Staatssekretär P r e u ß den Entwurf über die Bil- dung einer provisorischen Reichsgewalt einbringen. Dann wird die Sitzung vertagt, da die Fraktionen über die Be» setzung der entscheidenden Stellen und damit auch über die Ver- abschiedung der Vorlage selbst noch nicht einig sind. Die Erledi- gung der vorläufigen Verfassung und die Wahl des Reichs- Präsidenten wird voraussichtlich noch Montag und Dienstag in Anspruch nehmen, zumal dann auch daS neue Reichsministerium zu bilden ist. Die große politisch« Debatte, für die vier bis sechs Tage veranschlagt sind, beginnt dann Mitte nächster Woche. Erst danach kann die erste Lesung deZ Entwurfs der endgültigen Reichsverfassung erfolgen. Inzwischen dauern die Verhandlungen der Parteivertreter über die Bildung der neuen Reichszentralgewalt weiter fort. Demokraten und Zentrum lassen erkennen, daß ihnen die Be- setzung aller drei Zentralstellen, des Reichspräsidenten, des Mi- nisterpräsidenten und des ParlamentSpräsidenten durch Sozial- demokraten schwer mißfallen würde, und zeitweilig gewinnt es den Anschein, als ob von Zugeständnissen auf diesem Gebiet daS Zustandekommen einer arbeitsfähigen Mehr- heit abhängig gemacht werden sollte. In und zwischen den Fraktionen wird diese Frage lebhaft diskutiert, ohne daß e? bis- Hz« zu einer Klärung gekommen wäre. Um öle Zulastung öer Ssäster. WTB. meldet um Freitag abend ans Weimar: Tie Frage der Zulassung der elsässischen Abgeordneten zur Nationalversammlung ist bis zur Stunde noch nicht entschieden. Wie wir au? parla- mentarischen Kreisen hören, sind gegen den Vorschlag, die elsässischen Abgeordneten an den Vollsitzungen mit beratender Stimme teilnehmen zu lasten, Bedenken aufgetaucht, die zur- zeit noch Gegenstand von Beratungen sind. Es ist eventuell in Aussicht genommen, die Abgeordneten zu den Sitzungen des HaiiptausschusseS zuzulassen. In Weimar befindet sich«ine vom früheren KriegSmmistcr Scheuch, der selber Elsässer ist, geleitete Deputation, die au» einer losen Organisation der in Alt-Deutschland anwesenden Elsaß- Lothringer gebildet ist. Die Schwierigheit für ihre Zulassung liegt nicht in einer etwaigen Rücksicht aus die französischen Annexions- wünsche, sondern in der Tatsache, daß die Herren in keinem ge- ordneten Wahlverfahvon zu Vertretern von Elsaß-Lotbriuycn be- stimmt sind. fius öer fszsalöemokratistben JrfiPtfon» Weimar, 7. Februar. jEig. Drahlbcrichl des„Voiw."!.€!e« nosie Dr. David ist infolge ieiner Wahl zum Präsidenten der Nationaiversammlung dem Herkonimcn gemäß auS der Fraktion ausgeschieden. Sein Nachfolger im Fraktionsvornand ist Genosse Hoch. In den Seniorenkouvcnr wurde außer den bereits fiüber Genannten Auer- München und Schulz gesandt. Heinrich Schulz tritt neu in den Fraktion-Vorstand ein. Tie sozialdemokratische Fraktion hatte für den Senioren- konvcnt die Abgeordneten Fischer. Molkenbuhr, Löbe, David,. Her m. Müller und Severin� ausersehcn; infolge der Wahl Davids zum Präsidenten ist für ihn ein Eriatzmann notwendig.— In die Wahlprüfungs- kommission werden entsandt: Richard Fischer. Stückten, Schmidt- Meißen, NcißhauS, Andre- Würzburg und Frau Bohm-Schuch._ Zrieöen Mitte Sommer. Angestrengteste Arbeit der Friedenskonferenz. P a r i s, 6. Februar.(Reuter.) Räch der Abreise Lloyd Georges am 8. Februar und Wilsons am bö. Februar wird eine Periode angestrengter Arbeit bei den Kom- Missionen der Friedenskonferenz bcainnen, da diese das Material, das Wilson bei seiner Rückkehr vor- finden soll, vorbereiten müssen. Eine hohe britische Persönlichkeit erklärte, der Friede werde wohl un- gesähr Mitte Sommer geschlossen werden» In vielen Fragen sei noch keine Uebercinstimmung erzielt worden, aber bei den meisten sei die Konferenz nicht weit von Ucbercinkiinst entfernt. Er hossc, die kommende Ruhepause in der Arbeit des Rats der Großmächte werde die Regelimg der Schwierigkeiten durch die einzelnen Parteien ermöglichen, z. B. könnten Italien und Griechenland sowie Italien und der Jugoslawische Staat sich einigen, ohne daß die Konferenz zu vermitteln brauche. Wie verlautet, wird die Frage der FreiheitdcrMeerc dem Völkerbund überlasten werden. Holschewiftistber Vormarsch auf Seutschlanö. Verdoppelte Anstrengungen. In Rußland erließ der Rat der VolkSbeauftragten einen Ausruf im Hinblick auf Liebknechts Tod, indem er anfsordert, die Auflrcngungeu zum Einmarsch in Deutschland n»d zur Vereinigung mit den deutschen Spartakisten zu ver» doppeln. Die Zeitungen sind mit Trauerrand erschienen. Es ist jedenfalls interessant, daß die Sowjetregierung sich gt» drungen fühlt, den deutschen Spartakisten zu Hilfe zu kommen, und daß in solchem Zeichen der Einmarsch der russischen Mord- und Brandnomadcn einen besonderen Antrieb bekommen soll. WaS nun diesen Einmarsch betrifft, so dürfte er am deutschen Ostschutz einen nicht unerheblichen Widerstand sin- den. Im übrigen aber werden sich die deutschen Spartakisten künf- tighin kaum gegen den Vorwurf verteidigen können, daß sie, wie eS daS naive Geständnis der russischen Regierung zugibt, zum mindesten in einem herzlichen Seclenbund mit den nach deutsche» Provinzen lüsternen Bolschetoiki sich befinden Cm ZVeiter Reickskongrcß öer unö S.-Räte! Bericht über die Sitzungen de? Zentralrates vom 6. und 7. Februar!Ll9. lieber die Frage der Einberufung eines zweiten R e i ch s k o n g r e s s e s ber Arbeiter- und Soldatcnräte fand im Zentralrat eine vor- läufige Erörterung statt, die in der nächsten Woche fort- gesetzt weiden soll. Eine Reihe von Beschwerden fanden Erledigung. Demnächst soll die Frage der Organisation und der Neuwerbung der freiwilligen Truppen in ihrer einheitlichen Gestaltung mit den zuständigen Stellen be- sprechen werden. Zur unsere Kriegsgefangenen in Zrankreich. Gegen den Pia«, Stordfrankreick durcki Massen deutscher Kriegs- gefangener wieder aufbauen zu lassen, wendet sich unter Karl BrLger in einem Gedicht, das die.Fianlsurler Zeitung" ver- öffentlicht. Es trägt die Ueberschrisl: An den Geist Abraham Lincolns! Unter Lincoln« Piäsidentschafl wurde jener SezessivnS« krieg vor einem halben Jahrhundert auSgefochten, der mit der Niederlage der amerikanischen Südstaaten die Befeiligung der Negersllaoerei durchseyie. Bröger« Nns geht an einen Lebenden aus dem Stuhle, den einst Lincoln zierte. Sein Gedicht lautet: Abraham Lincoln, steh aufl Sie führen die Sklaverei wieder ein. Zweihundcrttausend deutsche Männer sollen entmenlschl und ent- rechicl sein. Meine krmfteu Brüder, fern von Heimat und Herd. tief mit Leid befrachlet. von bitterster Sehnsucht beschwert. Zwischen Hosten und Bangen chon Jahre gefangen, ollen fi- nun weitere Jahre in stumpfer Knechtschaft geh». Abraham Lincoln, steh auf und laß das nicht gejchehnl .Oder der Geist, der Abraham Lincoln trieb, wäre ei» Schwätzer, ein Heuchler, ein Lügner, ein Tagedieb, »nd was Mensch heißt, müßt« in dunklem Zorn ersticken, wag« sie»S, miste Brüder in die Fionve zu schicken. Reinst»« Treitnv d«s Menschen in wie immer gefärbter Hauch wenn dein Auge die Schmach dieser Zeilen schaut, wenn sie wirklich die leyie Echam vor dem Menschennamen ertöten, wird über Nacht dein Weiße« Standbild zu Washington _ wie Blut erröten. Oer Tsdfp!v« öer öühnenorganifatioaen. e Frage, ob ein BertraoSbrrich eines Mitgliedes der Tarii- organifaiionen vo: liegt, sondern auch über die zivilrechtlichen und orgoniiatoriscken Foigen des Vertragsbruchs. Aus dem Normalvcriraa und folaende Bestimmungen von allgemeinem Interesse. Das Rechi de? Bübnenmitglteds auf angemessene Beschäftigung ist gruiidsätzlich anerkannt. Tie lünslleriichen Interessen des BübirenleiterS sind dabei in vollem Umiange gewahrt. Insbesondere ist«in R o l l e n m o n o p o l deS Mitgliedes ausgeschloMen. Die Ansprüche de« M tgliede« aus Forrbezug des VeriragSeinkommenS bei Kiankdeit, unveiichuldeteni Unglück oder Schwangerschaft sind zeitgemäß ausgestaltet. Die Kostümlieferungspflicht bat der Bühnenleiter. An?« genommen sind Sachen, die das Mualied zu seinem iäglrchen Ge« brauch besitzt. Zahl und Art dieser Sachen sind perrau umorenzr. Der Bühnenleiter bat diese Sachen sür die Zwecke de» Bühnen- gebrauch» instand setzen zu lassen. Die völlige Kostümlie'erungS- Pflicht im Sinne dieser Regelung tritt jedoch mit Beginn der Spiel- zeit 1921 in Ärgst. Für d»« ganze Vertragsverhältnis sind die Grundsätze der Parität streng durchzefübrt. Der Probe- monat,»öS einseilige ProlongaiionSrechi de« Ber:nuS und dergleichen mehr sind un.ulä'si«. Nu« die»inseilise Kündigung auk Ablauf«ine» JohreS und der unterlegte vertrag sind unter zahlreichen einschränkend« und die Rechte un> die Interessen der Ailglieder sichernden Bedingungen, olio in stark begrenziem Um- sang zuaelassen. Da» Ordnung» st rakwesen ist nach so- ü'alen. ncui»>llichen Grundsätzen geregelt. Ein ausgiebiger ArbeiiSzeilschutz ist vorgeieden. Sofort noch Gencbmigung durch dir Mngliedeiversammlnng de» Deulichen Bühnenvercins werden da« Tarisabkomiiren und der Normalveitrag veröffenlbchl weiden. Der Tarifausschuß hat eine Normal-Hansordnung ru erlassen. Der sozial deSeulunasvollc Plan eineS paritätischen Stellennachweise» ist den Tbcaierageniuren wie ein eisiger Schreck m die Glieder gcrahren. Ihre sioivoration protestiert irr einem Schreibe» an die sübrenden Organiiaiioiren der Bühneiileuie. dält die Unter- drückung des.freien Spiels der Nräfie" in Fragen der K»iist- orgamialron für eine schwere Gefahr und möchie die Agciiiure» neben dem varilämchen ArbeiiSnachweis einstweilen ungeschoren erbalien wissen. Sic prophezeit der Künstlerichost Unheil redet von bedrohter Selbstbestimmung und möchte iolckermaßen dem Schwerte, da» sich nun endlich aus sie nlrdrrscnkt, in letzter Stunde noch«ttrinnen._ Habriele Neuter. In lstesen Tagen, da den Frauen durch die Revokukron ein neues Freiheitsgeschenk geworden ist, das sie bei den Wahlen ge- nießen und betätigen konnten, ist es doppelte Pflicht, rnii Dank einer der Vorkämpserinnen und Befreierinnen der Frau sich zu er- innero. Gabriele Reuter, die am ö. Februar ihren 60. Geburtstag feiert, hat in ihrem Aussehen und Gehaben so wcnig von einer Revolutionärin, einer Kämpferin überhaupt, deh ihre Erscheinung fast einen seltsamen Kontrast zu ihrem Wirken darstellt. Die gehöN zu den Naturen, die zwischen zwei weit von einander getrennten Generationen stehend, beide verbindet, und vielleicht ohne es zu ahnen und zu wollen, gerade dadurch die Kluft noch sichtbarer macht, die die beiden Geschlechter scheidet. Sie hol sich von früher Jugend cm ichriftftellcrisch bctäligt, freilich zuerst ohne g.oßen Er- folg,— wshl auch, weil c? ihr nicht leicht wurde, ihr eigrnst«» Gebiet, die Psychologie der Frau, zu finden; und als sie es gefunden halte, als sie ihr erstes großes Wert von Weltruf:„Aus guter Familie", geschrieben hatte, damit auf den Marli der Literam» herauszutreten. Aber dieser Roman war nicht nur eine interessante psychvlo» gische Analyse, er war eine Tal. Zum erstenmal wagte eS eine Frau, die Lahrheit über die verlogene und daher unsittliche Moral- erzichung unserer jungen Mädchen„aus gutem Hause" zu sagen, wagte eS, auszusprechen, daß die bürgerliche Gesellschaft Tausende junger begabter und IcbcnSs«higcr weilrlichrr Naturcn verkümmern und verderben ließ nach ganz bcstinimten, von alter Sitte sanktio- nierten Normen. Und das Buch wirkte, wirkte aufrührend, empö- rend. Dann wandte Gabriele Reuter sich einem anderen, ebenso einschneidenden Problem zu. Sie schilderle in„Frau Bürgelin und ihre Söhne", wie eine Swticr«uS allzu großer Liebe und allz» bicl Eeziehungsb.nst ihre brid«. Sehne unglücklich mach« und ven sich feNtreibt. Sie zag den Schieier fort von dem so oft erlogenen und unheststistenden Idel dir mütierlichen. der Zamilienerziehung. Und dann salgte ein Rom»», der die bürgerliche tthe und ihre krundlag»». die ein«« HS Heren Sittlichkeit und drn Anforderungen einer irgend außererdenttich geaeeelen|r«u so gar nicht entsprechen, enthält« t.«den von der M,idlN". Sie Titel verschiedener Novelen-Bändet„Frauenseele»" und „Wunderliche Liebe" kennten eigentlich a!S Charaltcristik aller Were von Gabriele Reuter gelten. Sie Frauenseeicn und die Seltsamkeiten ihrer Li be darzustellen, bat sie sich immer wieder zur Aufgabe gemacht. Am inicnsibstcn und schonungslosesten hat sie es in ihnm bedeutendsten Werk getan, im.Tränonhaus", das die Schwangerswaf: und Geburt emer gebildeten, geistig überragenden unehelichen Mutter im Milieu ein r klcinen„diskreten" Hebammen- anstalt in einem süddeutschen Torf zum Gegenstand hat. Da sind mit die tiefsten und schönsten Dinge über die Mütterlichkeit und ihre Forderungen gesagt, oder richtiger gestaltet; jede Nebenperson, jeder kleinste Zug ist tief lebenswahr, und ebne daß ein Wort davübcr grsagt, ohne daß eine Ferderung ausgesprochen wäre, ist doch dieses ganze Buch ein Ichrei nach Gerechtigkeit für die unehe- liche Mutter, nack gesunden Lebcnsbedinaungen für sie und ihr Kind, noch Verständnis von Seiten der Gelcäsck-asl. So greif! also diese Aebrislstellerin in vielen rbrer Werk« tief ein in die Fragen and Kämpfe unserer Zeit, unserer Generation. Wir dürren sie grüßen alS eine Vorlämpserin. als eine Besreiecin von uns Frauen._ E t t a.F e d e r n. Notizer». — Kunst unb Revolnrion. Unter diesem Titel bat der nambafte Musikscbrisisteller Paul B e k k e r einen Vorirag in der Reihe der RevaliiiionS-Fliigschrislen erscheinen lassen, die die»Iraftl- surter Zeitung" herausgibt.\ Gebktsfragcn vor Am Donnerstag nachmittag beschloß da» Bureau, die Brut. lianer und Bonc-Amerika für diesmal nicht zuzulassen. Die Konferenz soll bis Sonntag abend tagen, da sonst die Arbeiten nicht zu erledigen sind. Miftral-Frankreich gibt den Bericht der Konferenz über die Territorialfragen: Der Frieden muß die Befreiung der unter- drückten Nationalitäten bringen. Die Entente-Sozialisten haben das ieit 191S verlangt. Ferner liegt das im Programm Wil- s o n S, der in seinen Botschaften eS deutlich ausgesprochen bat, daß die Nationalitäten alle daS Recht bekommen müßten, über ihr Geschick selbständig zu bestimmen. Tie Nationalitäten müssen, soweit sie nicht in einem Staate wohnen, oder, soweit in einem Staate mehrere wohnen, da? Recht auf kulturelle Autonomie bekommen und das Recht auf die Anrufung.de» Völkerbundes, wenn sie Beschwerden vorzubringen haben. In der S o z i a I i st i- s ch e n Gesellschaft wird die Nationalitätenfrage keine Frage mehr sein. Zwischen Deutschland und Frankreich stand seit 1871 die elsässische Frage. Wird leine neue Jrredenta geschaffen, dann gibt' e? auch leine neuen Kriege. Die Anwendung der Grundsätze auf die Einzel- fälle haben wir diesmal hier nickst durchführen können, aber wir werden über ihre Anwendung wachen und dafür sorgen, daß sie in unserm Geiste durchgeführt werden. Die Kommission hat die Resolution einstimmig angenommen. Sie sagt, daß die Nationalitätenfrage internationale Bedeutung habe. Sie verlangt das Selbstbestimmungsrecht für die Völker und die Entscheidung durch Abstimmung unter Kontrolle deS Völkerbunde», sowie den Schutz der Minderheiten. Handels- und Verkehrsverträge sowie Grenzänderungcn können nur nach Abstimmung durch die Betroffenen vorgenommen werden. Sie verlangt den Schutz der Eingeborenen in den Kolonien. Die Konferenz verwirft das Recht auf Beute für den Sieger und verwirft den militärischen Grenzschutz und die Festsetzung der Grenzen auf Grund so- genannten historischen Rechts oder ökonomischer Einflußsphären. Nemcc-Böhmen führt auS: Mistral habe einen Irrtum be- gangen, denn die Kommission habe die Resolution nicht einstimmig angenommen. Die tschechische Delegation habe ihre Zustimmung abhängig gemacht von der Annahme ihre» ZusatzantragcS. Nemec erhebt dann heftigste Vorwürfe gegen die Haltung der deutsch. österreichischen sozialdemokratischen Partei, die in großen Lettern die Haltung der deutschen Mehrheitssozialisten am 4. August gebilligt habe. Er nimmt sich der tschechischen Min- derhciten in Teutschösterreich an und meint, daß in demolra- tischen Staaten nunmehr überall dek Weg für den Sozialismus freigelegt sei. fBeisall) Ellenbogen-Oesterreich führt aus, Nemec Hab« da» Bild deS alten Oesterreich heraufbeschworen. Die Tschechen müßten jetzt endlich brgreifen, daß unS Deutschen daS alte Oesterreich so zum Ekel geworden sei, daß eS für uns eine Freude war, daß daS alte Oesterreich auf dem Schindanger der Weltgeschichte verreckte. Was wollen die deutschösterreichischen Sozialisten denn? DaS, was wir seit zwanzig Jahren verlangt haben, nichts anderes! Wir sind von der Bourgeoisie Oesterreichs beschimpft worden, weil wir für das tschechische und slawische Selbstbestim- mungsrecht eingetreten sind. Von Bern verlangen wir nichts mehr und nichts weniger als das Selbstbestimmungsrecht für das deutsche Volk in Oesterreich.(Beifall.) Warum wollen Sie daS deutsche Volk nicht selbst entscheiden lassen. ES ist un- erholt, daß daS eine der vertretenen Parteien und Nationen hier nicht zugeben will. Die A b st i m m u n g soll entscheiden, nicht das historische Recht. Wir verlangen klipp und klar Auskunft: Wie stehen Sie zu der gewalttätigen Besetzung deutscher und unga- rischer Gebiete durch die Tschechen?(Nemec ruft dem Redner zu: DaS sind Ententetruppen.— Große Heiterkeit.) Tie Tschechen setzen den Krieg gegen daS ausgeblutete deutsche Volk fort, Kämpfe mit Hunderten von Toten fanden in Ungarn statt. DaS ist tschechischer Imperialismus! Wenn Sie drei Millionen Deutscher unter Jhve Fuchtel bringen wollen, dann Versammlung der kommunalen ftrbeiterrate* In BockerS Saal in der Webcrstraße tagte gestern ein« Per- scrmmlung der kommunalen Avbeiterrät« der dem Zweckverband Groß-Berlin angehörenden Gemeinden. ES wurden folgende Löhne beschlossen: Mitglieder des VollzugSratS tägliche Entschädigung , von 20 M. für VerdienstauSfall für 6 Wochentage und eine Auf- Wandsentschädigung von täglich 20 M. für 7 Tage, also wöchentlich 240 M. Sekretäre täglich 30 M., andere Angestellte täglich 20 M., Stenotypistinnen täglich 12,!5. 20 M. Alle Angestellte sind aus tägliche Kündigung gestellt. Der ganze AuSgabenetat einschließlich der sächlichen Kosten beläust sich auf l l 000 M. wöchentlich. Di« Arbeiterräte sollen bei ihren Gemeinden beantragen, daß dieser Be- trag anteilsgemäß von den einzelnen Gemeinden gezahlt werde. Zu den vom VollzugSrat beschlossenen Richtlinien hat der Zentralrat sein« Zustimmung nicht geben können, weil die zukünftige rechtliche Stellung der Arbeiterräte noch nicht festgelegt sei. Aufgabe der Nationalversammlung sei eS. in der d:« Arbeiterräte in Zukunft di« �Interessen der werktätigen Bevölke- rung vertreten können. Hinsichtlich der kommunalen Arbeiterrät« weist der Zentralrat darauf bin, daß durch di« Verordnung, be- treffend die Neuwahl der Gemeindevertretungen, di« Grundlage der kommunalen Selbstverwaltring völlig geändert und di«'Arbeiter- schaft einen bedeutend größeren Einfluß in den Gemeindeverwal- tungen erhält. Da» dürfte den kommunalen SelbstverwaltungS- apparat grundlegend beeinflussen, da ja auch die Städte- und Landgemeindeordnungcn eine völlig« Umgestaltung erfahren wer- ben. Es fn daher nicht zweckmäßig, ein« so weit gebende Fest- legung der Bcfugniss« und Aufgaben, wie sie in den Richilinien vorgeschlagen sind, zurzeit vorzunehmen.— Die Regierung schließt sich dieser Entscheidung deS Zentralrats an»nd kann deshalb dem Wunsch nach Veröffentlichung im ReichSgesetzbialt nicht nachkommen. Genosse G e b e r t- Eharlottenburg begründet folgend« Re- solution: Die auf dem Boden der Sozialdemokratischen Partei Deutschland? stehenden kommunalen Arbeiterräte vertreten einmütig die Ansicht, daß nach der Erneuerung der Gemeindevertretungen aus Grund de» allgemeinen, gleickxn. ge- Heime» Wahlrechts für Männer und Frauen die F u n k t i o- nen der Arbeiter- und Soldaienräte auf die neuen Gemeindevertretungen beziehungS- weif» ihre sozialdemokratischen Fraktionen übergeben. Diese Kaden dafür zu sorgen durch Bildung von KoiltroNausfchüssen und anderen geeigneten Maßnahmen, daß die freiheitlichen Errungenschaften der Revolution nicht gefährdet, vielmedr die zeitgemäß« Umbildung der kommunalen Vollzug?- organc heichleunig« und der batdigen Verwirklichung der sozial- demokraiischen Forderungen an di« Gemeinden di« Wege geebnet werden./ Bei der Abstimmung waren die Unabhängigen zahlreicher an- wefend als di« Mitglieder der S. P. D. Die Unabhängigen ent- cker Internationale. können Sie da? nur gegen den heftigsten Widerstand von uns Deutschen. DaS alte Oesterreich kann ich noch besser schildern als Nemec. Wir haben zuerst die Tschechen gegen die Staatsanwälte und Bluthunde in Schutz genommen. Tasür sind Tausende von Dankschreiben an unS gelangt. Wir wollen nichts andere» als unser volle» SelbstbeslimmungSrecht für die Deutschen in Oester- reich, nach deren eigenen Wünschen und Interessen.(Lebhafter Beifall.) Grumbach-Elsaß führt auS: Die elsässische Partei läßt mich aussprechen, daß die Annahme der Resolution der deutschen Mehr- hcitSpartei die elsässische Frage bestehen ließe. Die MehrheitS- Partei wollte das Selbstb. stimmungsrecht während des Krieges nicht, sie lehnte die demokratischen Prinzipien ab. zuletzt noch in Stockholm. Müller hat noch in Würzburg gesagt, daß nur einem besiegten Teutschland das Elsaß abgenommen werden könne. Nur die Unabhängigen haben mit Ausnahme von Lede- bo u r das Selbstbestimmungsrecht vertreten. Südelum versuchte in Straßburg tagelang, dl« sozialistischen Abgeordneten dazu zu veranlassen, zu sagen, daß die elsässische» Abgeordneten deutsch bleiben wollten. DaS war 1917. Ebenso wurde Ricklin beeinflußt. Alle deutschfreundlichen Kundgebungen waren Schwindel. DeS- halb herrscht heute so großer Haß gegen die Mehrheitspartei im Elsaß. Ihr seid nur für daS demokratische Recht im Rahmen deS Deutschen Reiches eingetreten. Deshalb habt Ihr heute kein Recht, eine derartige Resolution zu stellen. Ich bin heute noch Anhänger der Volksabstimmung und bedaure, daß die französische Regierung gegen die Abstimmung ist. Der Landtag hat sich für die Rückkehr zu Frankreich oh»? Abstimmung im De- zeinber 1018 ausgesprochen. Ich bin gegen die Ausweisung der Altdeutschen auS dem Elsaß. Frankreich soll nicht preußische Me- thoden nachahmen.— Grumbach verliest eine Erklärung der El- sässer Partei, die der Sozialdemokratie da? Recht bestreitet, für das Elsaß etwas zu verlangen.(Beifall.) Seliger- Deutschböhmen ist«ingetroffen. Vorsitzender Branting will morgen noch über da» Ar» beiterprogramm beraten lassen. Er fordert ferner die Bil- dung«ine Kommission, die über die Frage Demokratie oder Diktatur verhandeln soll. Morgen abend soll diese Kommission beraten. Die Kommission über die Territorialfragen fordert die Ver- treter der verschiedenen Länder auf. sich über die Streitsragen zu verständigen. Die deutsche Mehrheit und die Unabhängigen haben sich daraufhin einstimmig mit den Dänen über folgende Erklärung zu der NordschlrSwig-Frnge geeinigt: „Die deutschen und dänischen Delegierten erklären über- einstimmend, daß die neue dänisch-deutsche Grenze nicht nach dem Rechte der Gewalt, sondern nach dem Rechte der S e l b st b e st i m m u n g der von der Aenderung betrofsenen Bevölkerung zu lösen ist, also durch eine VolkSabstim- m u n g. Diese Abstimmung ist für drei Gebiete gesondert vor- zunehmen:!. für da» geschlossen« Sprachgebiet NordschleSwi�», 2. für die südlich dieses Gebietes gelegenen überwiegend danisch sprechenden, bisher überwiegend deutsch gesinnten etwa 8 bi» 10 . Gemeinden. 8. für die Stadt Flensburg, wenn mindestens ein Viertel der wahlfähigen Bcvölkerung die Abstimmung fordert. Die»ud 2. bezeichneten Gemeinden stimmen jede für sich gesondert ab. Die Vorbereitung und die Vornahme der Ab- stimungen müssen in voller Freiheit erfolgen. Die Abstim- mungen sollen, um unbeiinflußt von augenblicklichen Strömungen zu sein, erst nach einer gewissen Zeit vorgenommen werden. Die Grenze ist in einer Weise zu ziehen, die Enklaven aus- schließt. Nationalen Minderheiten werden in beiden Staaten die gleichen nationalen Rechte verbürgt. Die volle Freiheit der Abstimmung soll durch den Völkerbund garantiert werden. Wenn dieser bei der Abstimmung noch nicht zustandegekommen ist, dann sollen durch eine neutrale Kommission und durch den Völkerbund die Recht« der nationalen Minderheit garantiert und kontrolliert werden." Werden die in der Resolution der Deutschen und Dänen niedergelegten Prinzipien praktisch durchgeführt, dann ist zu hoffen, daß da? deutsch-dänische Beispiel von den anderen Delegationen in strittigen Fragen bald nachgeahmt wird. schieden sich, trotz der verschieden en Erklärungen ihrer Parteiführer, wieder einmal gegen die Demokratie, indem sie unser« Entschließung ablehnten und dafür eine annahmen, die die u n- sinnige Behauptung ausstellt, die direkt« Gesetzgebung durch das Volk könne nur durch di« bestehende Einrichtung der Arbeiter, und Soldatcnrätc gefördert werden. ol>gleich diese doch nur einen, wenn auch sehr großen Teil de» Volles umfassen. Und selbst dazu müßte ihr Wahlvcrfahren noch sehr erheblich verbenert werden I Der Beschluß der Unabhängigen verlangt das Weiter- l�stcben der(von Hilfevding als nicht demokratisch erklärten) Räte. „bis die Gesetzgebung im sozialistischen Sinn« wirken kann". Und wenn einmal eine sozialistische Mehrheit bei der Neuwahl zur Minderheit würde— was dann? Endlich heißt es da. die Rate müßten bleiben bis die Gemeindebeamten vom sozialistischen Geiste durchdrungen sind. Soll dieser Geisteszustand vielleicht durch ein« Prüfung vor Adolf Hofsmann erwiesen und RS dahin durcheinander. �"Man �beschloß noch, an den Richtlinien des VollzugSrat» fest- zuhalten._ Der Zentralrat öer Marine. Der Zentralrat der Marine hat in seiner Antwort auf die tclegraphische Anweisung der ReichSregierung. wonach vom 7. Fe- bruar an nur noch 0 Mitglieder dem Zentralrat der Marine zuge- standen sein sollen, darauf hingewiesen, daß die gegen früher(58) reduzierte Zahl von 20 Mitgliedern zur Durchführung der gestcll- ten Aufgaben im RcichSmarineamt unbedingl erforderlich sei. Weiter heißt eS in dieser Anttvort: Die Regierung ist in ihrem Befehl von ihrem Standpunkte abgewichen, indem sie nach dem Telcgrammwortlaut noch nicht einmal zwei Arbeiter- und Ange- stclltcnvertrcter zu den für die Marine zugestandenen sechs Mit. gliedern in Aussicht genommen hat Der Zentralrat der Marine hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, erst die Emscheidungen der Stationen zu den Vorschlägen der R gierung abzuwarten. Durch die brüske telegravhn'che Anweisung der Regierung, die«in» vollständige Auflösung de» Zentralrat« in seiner bisherigen Forin und seinen bisherigen Rechten bedeutet, ist es von heute an nicht mcbr mögl'ch die Arbeit im R. ickiSmarincamt in den einzelnen Departement? durch den Zentralrat in notwcn- digcr Weise zu überwachen Der Zentralrat weicht der Ge- walt der Regierung und stellt sich nach einstimmigem Be- schluß vorerst den Stationen zur Verfügung, die daraufhin näbrre Anordnungen über Ca» Weiterbestehen d?» Zeniralrats zu treffen haben werden. Ter Zentralrat lehnt vom beutigen Tage jede Ver- antwortung für die Maßnahmen de» ReichSmarineamtS ab. die Heimkehr' üer Gstafrikaner. Amsterdam, 7. Febniai.(TU.) Noch einer Reniermeldung au» Kavstadl ist der Dampfer F»ldmar>chall in Kapstadt«inge- trösten, um dort General von Leltow-Vorbecf mit seinem Stabe sowie Frauen und Kinder aus Deulsch-Lstafrika an Bord zu nehmen. � 9. Armeekorps und Regierung. Geschlossen hinter der Regierung. Hamburg, 7. Februar. Der Vorsitzende de» KorpS-Soldatcn- rats Pool hat sein Amt niedergelegt. Lampl sprach bei den Soldatenräten scharf gegen spartakistische Umtriebe. Er wurde aufgefordert, sein Amt nicht niederzulegen. Die Delegiertenversammlung billigte den von Lampl ein- genommenen Standpunkt, daß die Hamburger Truppen nicht aktiv gegen Gerslenberg eingreisen dürfen. Ferner forderte sie, daß die- jenigcn, die an dcr Desorganisation mitschuldig sind, heute noch ihre Aenrter und Mandate im Soidatenrat niederlegen. Der Siebener» Ausschuß hat sofort alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um im Sinne der Reichsregierung in Groß-Hamburg ge- ordnete Verhältnisse wiederherzustellen. Die Versammlung ver- urteilt« schärfstens das Verhalten des KorpS-Soldatenrates deS 9. Armeekorps und forderte dessen Reorganisation. Sie verurteilt schärfstens die vom KorpS-Soldatenrat und vom Obersten Soldaten» rat Groß-Hamburg abgesandten provozierenden Telegramme an die ReichSregierung. Sie ist aber der Ansicht, daß diese Telegramme von der Mehrhcit der Körperschaften nur auf Grund dcr ihnen übermittelten falschen Berichte auS Bremen abgesandt wurden. Die Stellungnahme dcS 9. Armeekorps, daS bekanntlich die Mobilmachung gegen die Regierung und die von ihr befohlene Aktion gegen die Bremer Putschisten angeordnet hatte, ist, wie zu erwarten war, völlig aus dem Papier geblieben. Zahlreiche Soldatenräte, so der Grenzschutz in HaderSIeben, die Garnison Schleswig, die Garnison Neu�Strelitz, hatten sich sofort gegen die Eigenmächtigkeit de» 9. Armeekorps gewendet und der Regie- rung ihre Ergebenheit ausgedrückt. Nun hat auch das 9. Armee- korpS selbst die Unhaltbarleit seines Standpunktes eingesehen und folgende Depesche in di« Regierung gesandt: „Nachdem die sachlichen Differenzen wegen der Kommando- gewalt in der Besprechung im Herrenhause behoben sind, stellt sich dcr Soldatenrat deS 9. Armeekorps geschlossen hinter die Reichs- regierung. Im Bereich de» 9. Armeekorps werden keinerlei militärische Maßnahmen gegen die Regierung getrof- fen. Wir sorgen für Ruhe und Ordnung und für di« Durch» führung der Anordnungen der Reichsregierung. Soldatenrat des 9. Armeekorps." Nach dem„Hamburger Fremdenblatt" wurde in der Vollver- fammlung de» SoldaienrateS von Hamburg-AItona und Umgegend folgender Beschluß der Dclegiertenversammlung aller Truppen von Hamburg-Altona und Umgegend verlesen: „Die Tetegiertenversammlung steht n«ch wie vor auf dem Boden dcr RcichSregierung, selbst wenn sie einzelne von ihr ge- trofsene Maßnahmen aufs schärfste mißbilligt. Da die Reichs» regierung erklärt hat, daß die Division Gerstenberg Hau bürg nicht angreifen wolle, ist für Groß-Hamburg die Mo» bilisierung von Truppen sofort rückgängig zu machen. Alle nach außerhalb entsandten Truppen sind sofort zurückzuziehen. Die Sicherheitsmannschaften sind soweit zu ver- stärken, daß sie die Ruhe und Ordnung aufrechterhalten können. Für Werbezwecke kommen nur die Bezirkskommandos in Frag«. Die Delgiertenversammlung bittet den Kamerndcn Lampl, unter den gegenwärtigen Umständen sein Amt al» Vorsitzender de» SicbcnerauSschusse» nicht niederzulegen. Sie billigt sein Verhalten, mißbilligt jedoch da» Vorgehen de» Kameraden S i e m e r. Der Leiter de» Sicherheitsdienst«» Preuschoff hat sein Amt niedergelegt. Ter FünferauSschuß de» 9. Armeekorps in Altona, bestehend au» den Kameraden Pool, Böttcher, Zobi-tt, Siemer und Simon hat sich aufgelöst. . In einem cm uns gerichteten Telegramm protestiert Laufen» b e r g auf» entschiedenste gegen die Behauptung, daß er mit Sparta» listen in 14 Wochen eingedrungen sei, Waffen beschlagnahmt und verteilt habe. Diese Meldung sei völlig unwahr und erfunden. Arbeitsaufnahme in Seemen. BäSmann-Bureau meldet: Bei der Aktiengesellschaft Weser wurde die Arbeit am Freitag wieder in vollem Umfange aufge» nommen. Bei den AtlaSwerken war die» bereits gestern dcr Fall. Nur auf den Hansa-Lloyd-Werken wird auch heute noch nicht wieder gearbeitet. Keine paßverweigeruna an Theodor Liebknecht. DaS Ende einer unabhängigen Ente. Da» Berliner Organ der Uuadbängigen drtzt noch immer gegen die sozialisti'che Regierung in der Paßangi-legenheit de» Recku«- anwall» Tbcodor Liebknecht. Uisprünglich war in einem links» radilalen Blalle bebonplet worden. Liebknecht set die AuSilelliing eine» PasicS nach der Schwei, verweigert worden. Da« ließ sich nicht au'recht erhallen. Die Paßverweigerung schtumpsl« selbst in der unabhängigen Darstellung zusammen in eine Verzögerung der Paßausslelliing. Aber a»ch da« ist unwahr. Da« Auswärtige Amt stellt fest, daß Lirdlnecht» Antrag wesentlich später eingegangen ist, a>« die Aniräge der andere» Dclegieiien ,uni Sosialiiientongreß. Von dem Auswärtigen Amie ist der Aniiag LieblnechtS genau ko be» haiidett worden, wie der aller anderen Antragsteller. Wenn Lieb- lncchi zu ipät in den Belitz de» Pasies gelangt ist, so lrägl er daran selbst die Schuld. Außerdem lag die Fcriigilelliing d'S Passe» nicht allein in den Händen des AnSwärirgen AmteS, sondern n»ch die ein'chlägigcn schweizerischen Behörden hauen sich m» der Angelegenheit zu bcichäsiigen. Seit etnigen Wochen erfolgt aber giundsätzlich obne AuSnabme da« schiveizertich« Paßvisum nicht bei der hiesigen schweizeri'chen Gewiidlichast» sondern in Bern. DaS erkiärt lehr einfach die Verzögerung. PSbel und Säbel. Oberst Gädke bittet un» festzustellen, daß in seinem letzten Lcitaussay ein Druckfehler die„Herrschaft de» Säbels" in ein«„Herrschaft des Pöbel s" verwandelt hat. Lekte Nachritten. Tie Reichs, und StaatSarbeitcr hörten Freitag abends im GewerkschaftshauS den Bericht Mün- ter» über die aussichtsreichen Verhandlungen mit dem Reichs- arbettsamt. Es wurde ein VerhandlungSauZschuß gewählt und eine Entschließung angenommen, die lebhaft bedauert, daß die am 17 Januar an die Ministerien eingereichten Forderungen noch immer keine Erledigiing gesunden haben. Infolge der zur- zeit noch bestehenden auxerordeuilich niedrigen Bezüge besteht ,in« unerträgliche wirtschaftliche Notlage. Schleunige und durchgreifende Abhilfe ist dringend erforderlich. Eine wirkliche und dauernde Verbesserung unierer Lage kann ein Tarifvertrag bringen, der auskömmliche Lohnsätze und weitestgehende Reiorm der ge» samten Arbeitsbedingungen in sozialem Geiste»orsiebt. Die Ver- sammlung erwartet eine solche Äeschleunigung der Verhandlungen, daß der Abschluß des Vertrages biZ zum IS. Februar erfolgen kann. Zu den Verhandlungen sollen 2 Vertreter der Organ!» sation und 4 in den Betrieben beschäftigte Kollegen herangezogen werde«. GewerkschaflsbewMkT Der zeh.i.c Kongrch der Gewerkschaften Teutschlands wird von der Generalkommission, einem Beschluß der Vorstände- konfercnz vom 2. Februar entsprechend, aus Montag, den 30. Juni 1919, nach Nürnberg einberufen. Auf der Tagesordnung stehen außer der Erledigung geschäftlicher Ange- legcnbeiten und dem Ber'cht der Generalkommission noch folgende Tagesordnungspunkte! Beratung vorliegender Anträge; die Ar- beüSgemeinsckiaft der industrielle» und gewerblichen Arbeitgeber und Arbeitnehmer Teutschlands; Beratung des Organisations- statuts des Bundes der Gewerkschaften Teutschlands; die So- zk-lisierung der Industrie und der Landwirtschaft.— Tic Vertretung auf dem Kongreß regelt sich nach den vom Münchencr Gcwcrk'chaftSkongreß beschlossenen Bestimmungen. Anträge, die mindestens von einer Ortsverwaltnng oder dem Fentralvorstand einer angeschlossenen Gewerkschaft unterstützt werden, sind bis zum 6. Mai 1919 an die Generalkommission einzusenden. KtHK» arbeitslose(YastwirtSrfehilfen. hatten sich in den„Prachtsälen Alt-Berlin" versammelt und faßten folaende Entschließungen: x. Tie Versammlung ersucht das Reichsarbeitsamt, unverzüg- lich durch Notverordnung den städtischen paritätischen Arbeitsnach- weis als allein zuständig und zu Arbeitsvermittlungen berechtigt zu erklären, und sinngemäß die gewerblichen Stellenvcrmittler. die Stellenvermittlungen der Vereine usw. zu beseitioen. da die Korruption diese- Gewerbe? eine zeitgemäße unparteiische Stcllcnver- mittlung unmöglich macht. II. Sie fordert das TemobilmachungSamt auf, zwecks Einfüh- runa der ununterbrochenen Acht stundenarbeit auch im Gast- wirtsgeroerbe das ihm vom Arbeitcrrat der Gastwirtsgehilfen über- «ebene Material zu verwerten und die acgen da? Reichsgesctz han- delnden Unternehmer der gesetzlichen Strafe zuzuführen. Gleich. zeitig ersuchen' die arbeitslosen Gastwirtsachilsen zwecks Schaffung von Arbeitsgelegenheit das Temobilmachungsamt. die von den Krieflsgesellschaften besetzten Gastwirtsbctricbe ihrer ursprünglichen Bestimmung wieder zuzuführen. Die vom Staat resp. Gemeinden ausgekauften Gastwirtsbetriebe, die sofort von den Kricgsgcscllschas- ten zu räumen sind, können unverzüglich auf Rechnung deS Staats bzw. Gemeinde wieder für das GastwirtSgewcrbe nutzbar gemacht werden und würden so Musterbeispiele der Sozialisierung bzw. Kom- munalisierung darstellen können. Tarifbewegung in dcr Klavierind istrie. In einer gut besuchten Branchcnversammlung im Lokal„Süd- Oft' nahmen die Klaoierarbeiter Stellung zur Tarifbewegung. Döring gab im Auftrage der Branchenkommission einen Bericht über die bisherigen Verhandlungen. Zuerst habe cS den Anschein gehabt, als werde man in dcr Klavierbranche swenn auch als Be> rufsgrnppe der Holzindustrie� zum ba.oigen Abschluß korporativer Arb.utf vertrage kommen Das jetzige Verhalten der Unternehmer beweise aber, daß sie getreu ihrem bisherigen Standpunkt bestrebt sind, einem Tarifvertrag den größten Widerstand entgegenzusetzen. Starker Unwille machte sich gegen die Verschleppung der Ver- Verhandlung schon am 2. Dezember 1918 stattgesrinden. Obwohl Verhandlung schon cam 2. Dezember 1918 stattgefunden. Obwohl nun in dieser wie in einer � veitrn Verbandlung am 7. Januar 1919 d üimmte Vereinbar inaen getroffen sind, dcr Reichsverband der Z Vierfabrikanten dem Arbeitgeber-Schutzverbond für? Holz- gewerbe beigetreten ist und dessen Vereinbarungen bezüglich der Arbeitszeit und Arbeitslöhne ausdrücklich anerkannt hat, sind Fälle vorgekommen, wo der Lohnausgleich für die Arbeitszeitvc.kürzung auf 48 Stunden verweigert worden ist. In einem Fall hat der Unternehmer Lohnkürzungen mit dem Hinweis zu rechtfertigen � versucht, daß am l. April die Löhne sowieso abgebaut l werden. Nrcht mit Unrecht wurde die Frage ausgeworfen, von .wem wohl gerade die Klaviersabrikanten ein Mandat hätten, in j so'cher Weise Eiregung in die Arbeiterschaft zu traaen. Sollte i dies etwa auch auf das Rundschreiben des Herrn Westermeher , zurückzuführen fein, auf das die Kollegen verschiedentlich per- wiesen worden sind. Ein Antrag dcr Mechanik- und Klaviaturarbeiter verlangt von der Organijat'onslritung die Genehmigung, in eine sofortige Lohnbewegung einzutreten, lalls die Unternehmer dieser Branche zu der am 12. Februar stattfindenden Verhandlung nicht er- scheinen sollten. Tie Tisserenzen in der Berliner Galaukeriebrnnche. Zu einem mebrwöchigen Ausstand führte ein Konflikt, den die Berliner Galanteriebranch? aus Anlaß der gesetzlichen Einführung des Acktitundentages mit der Fabrikantcnvcreinigung auszusechtcn hatte. Der seither für die Branche geltende Tarifvertrag enthielt die Bestimmung, daß an den Sonnabenden und den Vorabenden der gesetzlichen Feiertage rer Arbeitsschluß 2 Stunden früher er. j folgt a's an den anderen Arbeitstagen. Durch die Einführung des AchlstundentageS glaubten die Unternebmer diese Bestimmung auf- gehoben. Die Arbeiterschaft der in Frage kommenden Betriebe stellt' sich im Einverständnis mit der Branchenleitüng jedoch auf den Standpunkt daß an dem früheren Arbeitsschluß an den be- zeichneten Tagen festzuhalten sei. Außerdem wurde als Ausgleich für die Verkürzung der Arbeitszeit von 62 auf 48 Stunden pro ! Woche eine Lohnerböhung von\2% Prrez. für dir Akkordarbciter und für dir Lohnarbeiter ein Minimallohn von 2,00 Mk., für selb- ständ'ge Arbeiterinnen von 1,35 Mk. und für Hilssarbeiterinnen von 1,20 Mk. gefordert Zug'cich wurde eine schon früher gestellte, aber von den Unternehmern abgelehnte Forderung auf Erhöhung der Teurungszulagen um 15 Prozent erneut aufgenommen. Auf die Bewilligung dieser Forderungen konnte um so eher gerechnet � werden, da die Unternehmei der Branche in den Kriegsjabren ganz annehmbare Verdienste g'habt haben. So gut auch der Verdienst | der Unternehmer war, ihr Entgegenkommen den Arbeitern gegen- , über war sehr gering. Diese sollten sich einer Abmachung an- ] schließen, die die Untencehmervereinigung mit dem Verbände der Sattler und Portescuiller getroffen hatte und die wesentlich ge- ringcre Arbeitsbedingungen festlegte, als gefordert wurde und in der vor allem die Wünsche des Personals aus der Galanterie- branche in bezug aus die Arbeitszeit an den Sonnabenden und den Vorabenden der gcsetz'ichcn Feie. tage nicht bcrücksick>ti?t waren. An den dann stattgesundenen Verhandlungen wurde vom Svndikus der Fabrikonten-Vereinigunp erklärt, daß weitere Zugeständnisse nicht gemacht werden könnten und daß in Zukunft keine separaten Ab- schlüsse mit dem Buchbinder-Verbande mehr getroffen werden wür- den. Am gleichen Tage aber wurde der Abschluß mit den Sattlern und Po.tcfeuillern publiziert, in dem auch der Buchbinderverband als Vertragschließender angeführt wurde, obwohl dieser mit diesem V rtra�e nrcht das Mindeste zu tun und seither immer gesonderte Abschlüsse getätigt hatte Hiergegen wurde bei der Fabrikanten- Vereinigung Protest eingelegt, zugleich auch von einer Branchen- Versammlung nur Verhandlungen mit den Unternebmer» be- schlössen. Zu diesen kam es infolge des ablehnenden Verhaltens derselben jedoch nicht und so wurden die Galanteriearbeiter und -Arbeiterinnen in den Streik gedrängt. Nach fast 6 wöchigem Au?. stand trat denn am 25. Januar die Schlichtungskommission zu- sammen, um den Parteien folgenden Vermittlungsvorschlag zu unterhrciten: Tie Arbeit ist am 29. Januar wieder aufzunehme«. Die Arbeitszeit beträgt 48 St i nden pro Woche, an den Sonn- abenden und den Vorabenden der gesetzlichen Feie, tage nur 6 Stunden. Die hierdurch ausfallenden Stunden werden auf die anderen Arbeitstage vericilt. Für sämtliche Lobn- und Akkord- arb.'it wird statt der den Sattlern und Portekeuillern bewilligten 8�! Prozent 15 Prozent Lohnaufschlag gewährt. Füi die aus- fallenden Stunden bei verkürzter Arbeitszeit werden den mann- lieben Arbeitern 30 Pf, den weiblichen 20 Pf. pro Stunde vergütet. wobei die EtaffeltcuetungszujchlSge den Akkordarbeitern nach dem tatsäch'ichen Verdienst anteilig zur Verrechnung gebracht werden.— Eine am 27. Januar stattgesundene Brancheversamm- lung beschäftigte sich mit diesem Vorschlag und nahm ihn gegen 53 Stimmen an. Die mScriellen Ersolae sind zwar weit hinter den gestellten Forderungen zurückgeblieben Jedoch ist erreicht, daß der Buchbinderverband für die Zukunft nicht ausgeschaltet werden kann. Mit Rücksicht auf den nahen Kündigungstermin des Tarifvertrages ist dos von besonderer Bedeutung. Kündigung des Kellnertarifs. .Zu der einer Lolotlorreiponden, eninonimenen, in unserem gestrigen Äbendbiatl veröstcntbcbien Miireilung eriob en wir von der Leitung des Verbandes der Eanwirisgchitfen folgendes: Wenn die Kofseedan-besitzer die Kündigung deS Dariis damit begründen, daß die Kellner irotz der durcv den Tarif eiiigc'übrten feste» Enitohiiuna Trinkgelder nehme» oder solche lordern, io liifft die'er Gru»» nichl zu. In allen Kasteedäiisern sind Ptakaie an« gebracbi. welche das Pnbl tum darauf binive>ien daß da» Tnngeld durch feiten Lob» abee'cvaffl ist. Die Annabme von Trinkgeld dat, wenn sie öfier als einmal eriolgt, die lv'onitje Emlasiuni des be» treffenden Kellners zur Folge. Durch dieie mir dem KaiiwiriS- gebilienverband geiloffene ibmachniia nnd dieKasicedauSbesiycr bin» lelchendgesivert gcgeii Verstöße der Kellner in der Trintgeldfraqe. Der wadie Grund der Tariitfiiidigung kann nur der sei», daß die Uiiiernebmer im Kailhaiisgeweibe den ihnen undeqiicmsn Tarif, den sie wobl mir umer dem Druck des Slieiks abgeiwloiien haben, wieder los lein wollrn Das ist»mio wabrs reinlicher, als der Ablauf der Kündigungsfrist des Tari's iür Köster- und Weinhäuser zusammeniälli mit dem Zeiipunkl. wo auch in den Bierlokalen der iesie Lobn eingefübri und da? Tnntgetd beieiiigr weide» lolUe. Dieser Termin ist der l. Mai Veilieit an diesem Ta:e der Kaffeebouslarif seine Güliigken, dann wüidm siai die Jnbaber der BierreslauiantS daraui bei nie» und an die Erniühning fester Lobn« gar nickl denken. Tamil wäre der ganze Tarif beleiiigl und die allen Zlistäiide wieder bergesiellt. welche die Kellner in der Haupt- fache aus Trinkgelder anweisen. Eine solche Maßnabme der Uniernehmer im Gasthausgewcrbe würde den allgemeinen Kellner- streik zur unminelbaren Folge haben. Die Vertrauensleute der Handclsarbeitcr haben Freitag nach« mntag einslrmmig den Beichlziß des ErnigungSamles anerkannt. lsrrrrrligiöir tSemeinve. Am Sonnlag vormiliag il Ubr in der Klosterkirche. Kloilcrilr. 73a: yortraa des Herrn A. Dietrich:„Trennung von Kirche und Ölaal*. ffliile willkommen. Turnverein„richte«. Die 8. Männer- und Lebrlmgsabtellung bat ihicn Tuin- mid Spar beNicb wieder aiituciiommen. Tu>nnlinden Mitt- w o ch Z und feonnnfitnds 8— 10 U h r Lchul nrnhalle Frieden- ll r a ß e 37 Gäste w ll ommcn. veranlworillit iür Polin! Crirti SattntT, Perlin; für den fidngen Teil»es Planes tulee» Schoi«.»leulslln. iür Äiireise».Z7ieo»o« silocke..»erlln Berlaz� Dorwüris. Verlag'b:r. d£ Perlin Truck Vorwür Is-Pu.vorurcerei und Verlaasansialt Vaul Cinger a Co in Berlin. CindentanSe 3. Hlrrzo 1 Vellage. 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Soldatenräte, Politiker, Tagesschriftsreller usw. Stenographische Berichte des Allgemeinen Kongresses der Arbeiter- nnd Soidatenräte Deutschiands vom 16. bis 21. Dezember 1918 zu Berlin. 216 Seiten OroEIullo, g» diesen karten- nlert, Red erverzeiebnis. Inhah�Obersicht, Teilnehmerlisie, Zusammenstci ung aller Beschlüsse und sonstige Anlaten. Preis 8 M. Zu beziehen durch den Buchhandel oder gegen Voreinsendung herw. unter Nachnahme vom Kongrefibureau des Zentral- rat. Berlin, Herrenhaus, Zimmer 23. 1066D* Die persönliche Schuld Wilhelms II. Ein zeitgemäßer Rückblick. Preis 1,20 Mark(Porto extra). Jeder Deutsche sollte dieses Büchlein lesen! Man bestelle sofort bei: kotd» A. Kraus, Berlin NO 55, Lippehner Straße 8. KREMTERAS MUNOWRSSEI MUNDWASSER-i MAX Ober nacht BMOCTOmueaCsBi SPRITnn StLBSTHSBTOI ;on RZLOSE BERLIN Umfärben MjlÜär- anderer üleiliUNg{ in kürzester Zeit. Eilsachen in 3 Tagen Gr. Pos:en werden auch schnellstens erledigt Färberei W. Scholze, Gser*fQwea2oTr! 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Antwort:»Du Bruder, warst Wohl bei den Mebrheiissozialislen. bau dich von der Liegrerung bewostnen lassen und aus uns geichossen. Kch' nur dorthin I' Ter»Arberter'rat sollte sich wahrhettsgerreuer Sparta- kistenrat nennen. Ter Nckiantcflug. Gewaltiges haben die Flieger im.Uriege geleistet, ungeheure Leistungen vollbracht und so viele von ihnen sind aus dem Lust» kämpf nicki lebend wredcrgekehit. Man spricht Nichi mehr davon. Tag aber ein Berliner Scirsaiionsblatt im Flugzeug die Abenieuer der Elreeke Berlin— Weimar siegreich überwindet,— dafür reichen kaum füni S pullen, um alles zu beschreiben, haarklein und in einer der Sache wü.d gen Spiatbe. Was sind sie alle, die von Wnght bis Jmmelmann, gegen den B. Z-Fluz noch Weimar! Zurückgehaltenes Hceresgut beschlagnahmt. Der A.« und S.-Rai Mariendork. der schon letzthin im .Seebad Mar eiidois' große Menge» von auS den Latareilbeitändc» .«nieißnerer' p'ebensmiilel beich agnahnrt hatie, kann wieder über «inen guten Fang bcrichien. Im Gaswerk waren bis vor knr,em övO Russen und Fianzo'e» be>chä'tlg!. Soineit kür d ese noch Lebenemiirel übriq blieben, mußten sie naiürlich der Heeres- Verwaltung zurückgegeben werden. Tas icheiut aber Nicht grschehei' zu iein denn bei g a n I i n e n o e r w a l t e r beichtagnahmte der A- und T.-Rai'o-ende silemißtrilen: Zirka 180 Z r. Kaiioffetn(lote), 35 Ztr. Kohlrüben, 4'/, Ztr. Mais- «rieh.-!?8 kg echsr 576 kx Graupen, ca. SO Ztr. Swz. 40 kg Kraupen, 1)5 ig loa. Lanbobnen. 14« kg Hudetn. 200 kg Erdjen(gelbe) 25 kg o-tcrÄlif Erbsen. lOJ1/, kg(Stütze 68 kg Weizengrütze. 17 kg Weizenmcbl. '• kg Roggenmevi 17'/, kg buchweizemnehl, 125 kg Äartofsclmebl, 850 kg Miichnich., 25 kg belle Kerste. 10 feg angcdl Saatroggcn. 2'l, kg ftotno, 164 kg Kafsec-Erj>tz.> Eimer>12'/, feg.Inhalt) Marmelade 147'� feg Ma melafc, 7 Fair(zirka 9 Zlr) Marmelade. l96 kg Mar- aarinc. 25 kg Talg. 248 Dosen a l kg Zrisch Slew(serliges Gemüse uiid Fl.is») 220 Tose» a I kg Rotkohl. 240 Dosen a l kg Säer- kohl. 47 Killen n TO kg Citmilchtr« cmiisc(Spar gel. Saioltcii, junge Erbien. Tpkbctodlriiben usw... 76 Dosen R i n d I l e i l eh a I kg, 120 Dolcn aigcbt Sülze. 2 Risten an 50 kg Seelachs, 5 Tonnen Heringe tzirka 15 Zu). g ztisien n 50 kg Surft(angeblich Pierdr. Dauer Wurst), 42'/, kg Wurh. 8 Ti silcr Rae(zirln 15 Pnmd) 27 Büchseii a 2 kg Äarollcn. 15 Büchsen junge Erblin. 275 kg Maisleilymehl, 81 kg Bohncri- Niehl. 1l Sack a 25 kg Dörrg rnüse. Außerdem wurde ei» Posten Käse verdorben vorgejuudcn. � Ohne Erlaubnis keine Reise! Von Montag ab werden in Groß- Verl n Fabrkarken des FernverlcbiS ianch Monaislatlcn iür Fernzüge) nur gegen Fa dr i» berechtig ringsscheine ausgegeben. Tie'e weist en ansacsielll von de, N e>> e p r ü s u n g« st c l i e im Reiiebureau Potsdamer Babndoi an Wochentagen von 8 Ubr vormittags bis 10 llhr abends, an So-, n- und Festtagen von 9 Übt vormtiiags bis l Uhr nachniittags. tcrner von den Poltzetbebvrdeii sowie von den Handeis», Laudivtitichafts» und Haudwerkslammern. Die Notwendigkeit der Reisen wird im allgemeinen anetkanni bei Reisen im össenilichen Jnlercs?«, ursbesoiidere im Jniercsse der PolkScrnähiung, bei bciu'lichen Reisen, bei Todes'ällen oder schweren Erkranluneen der nächsten Angehörigen. Verbrecherische Nachlässiztcit ist eS. wenn die dafür Verant- wörtlichen jetzt nichi dafür sorgen, daß die spiegelglatten Gehwege ordentlich mit Sand, Sägespänen oder der kostenlosen und überall erhältlichen Asche gestreut werden. Täglich ereignen sich infolge dieser Gewissenlosigkeit schwere Unfälle. Magistrat und Polizei scheinen sich darum wenig zu kümmern. Gegen Nntersiüvungsschwindrl. Erlangung von Erwerbslosen- Unterstützung durch unwahre Angaben oder Verschweigen von Tat- fachen wird strafrechtlich verfolgt und schließt fernere Unterstützung auS ebenso die Vereitelung der Kontrclle beim Arbeitsnachweis durck unlautere Machenschaften. Tie Nachprüfung der Anträge auf Richtigkeit besorgt das Polizeirevier. Straßenhändler, Hausie- rer und Trehorgclspieler erhalten grundsätzlich keine EwerbZ- losen iinierstützung. Ausbeuter der Erwerbslosenfürsorge wer- den mit aller Schärfe von der UeberwachungLabteilung der Zentrale der Erwcrbelvsensürsorge, Kaiser-Wilhilm-Slraße 45. verfolgt. Alle Einwohner und ArbeitslRise, die durch solche Mißbräuche am meisten selber geschädigt werden, werden aufgefordert, bei der Ermittlung der- artiger Machenschaften zu helfen. Der Name des An« zeigenden wind unter allen Umständen geheim gehalten. Daher müssen Anzeigen ohne Namensnennung unberücksichtigt bleiben. Zur Beachtung Z Ta iür die Libauer Siroße und die Häuser Revaler Straße 1 bis lg und 09— 102 und Kopernitusstraße zurzeit eme Ansiräaerin sür den.Vorwärts" tehlt. bitten wir unsere werlen Abonnenten, von Sonnabend, den 8. Februar an, sür die kurze Zeit, bt» wir dort wieder eine Bolenfrau baben, die Zeitung bei Varby. Buch- Handlung, Libauer Srr. 8, abholen zu wollen. Hauptr�pcdition deS„Vorwärts". Paßzwang und Einreiseerlaubnis sind für die Kreise StraS- bürg, Briefen, Thorn und teilweise Graudenz eingeführt. Zirgnnsten der Frclivilliqrn'ruppcn findet im.Marmortaal» deZ Zoologischen GailenS ein WohltäligkeitSsest statt. Fhre Mitwirkung haben tieroorragende Rünstler zugesagt. Den Vorträgen ichließt sich ein geselliges Beisammen an.— Näheres ist aus den Jnseratenteiien zu ersehen. DaS KriegSbctchfidlgten- und Bllndenkonzert In den.Bracht- sälen des Wettens" muß vom 10. Februar aus den 17. Februar verschoben werden. Karten behalten Gültigkeit. Das LandeS-Schützen-KorvS bittet im«, die Ladenbefitzer um Aus- hängung der Werbeplutale dieses Truphenkörpers zu ers rchen. Ttcatcr in den Sophtrnsälrn. Kommenden Donnerstag, den 18. d M.. abend» 7'/, Uhr. gcla igt durch vo, der Front heimgelebrien Saaulpieler Halbe»'"iebeSdr-una.Fugend" zur Stustüdrung. Fn der gleichen Woche aeranklallet die Keiiossenichnit Deullchcr Bübnenan redörigcr weitere VollSoorfieil ringen bei kleinen Prefien in Pol»- d a m. Lanslonci(Dienstag und Freitag.Deibstensei"). in Pankow. Linder» KonzerthauS(«.klwoch:.Kidale und Lebe") und in Lichter- � c I d e- O ll. Henning» Säle(Domiersiagi»Zwei Wappen"). Für die Tpker deS»VorwärtS-kainPfes gingen bel nn» ein: Rc- d'kiion.Porwärls" lv»,50?>/., Perionai der Druckerei- Expedition des „Voiwärls" 10 M., Reirickcndors 5 SD!., R Zschieschang, Wisbuhr 5 M., Ckalabenn Mamnroii 5 it., 51. Bosselmann, Berlin 20 M., Majchinenmslr. RolalionSlaai.Vorwärts" 80 M. Berliner Lebensmittel. Die P» 1 1 m i l ch k a r i e n kür März werden in den nächsten Tagen auigegkhen und zwar in Berlin!Iir Kmdei im ersten und zweiten Lebens- jabre kommenden Monlag un Dienstag, im drille» und vlcrten LebenS. jähre M Un och und DonnerSlag. inr 5. und 6. Lkbmsjabie Freitag und Sonnabcng. F-doch sind den Hnnsbalinnaen. denen Karlen für ner- scdiedrne Alicrsstujcn znfieken, sämillche Milchkarlen an einem Tage au«- zudärdtgen. Die Lnhcber der Vobmilchkailen haben die Märzkalieii bis zum 20 Februar d. I. cinschl esi.lich dem Kleinhändler vorzulegen.— .Küieverteilung Bis Dienstag, den lt., wird in den Bezirken der 156., 157.. 185 und 215 BrotkoriMllkslvn und bis Mittwoch in den Bc- ziltcn der 140.. 141.. 142.. 144, 148.. 150.. 154.. 158., 186, 199. und 233. Biollommijlion._ (vroh-Berliner Lebensmittel. Marsendork-Tüdcnde. Kunsthonig sür Nachzügler kann noch bis II. d. M. in von be-de» Keineindeläden bezogen werden.— Salz- beringe werden ans Mariendorser Lebensm iielkmie in solgenden Ge» schäitc» abgegeben-, t 3501— 15200 Konsum i 16501— 18400 bei Puckert: 15201— 16800 bei Schwor zbachi>8401- 2»ti00 im Gcmcindelade», Chaussee- straße 283: 3201 4500 im Gemeindcladcn!n S-idcndc. Ans jede Karte entiädi'/, Vid Heringe(G3 Pt). Ansgave eisolgt bis 15 Febiuar. Mcinickeudork. Aus F e b r u a r-'Abschniti der Kinderkarte A 1 Psd. Gerstenniebl. aui Al schnitt 10� 2 Pakete Keks.?liit Febru-r-Abichnitt der Kindeikaite S'/. Pld. Grrstenmeht. aus Ablchnitt 10 3 I Paket Milch- Iüßw«!ie. r-iuj den Februar- Abschnitt der Kinderkarte C und D je zwei Pakete Milchsnilsveile. Spandau. Wer aui Feld 193 der Lebensmittelkarte Fleisch, bezw- Surfikonsemn noch nicht rrdatlen bat. tan» solche vom ll. d. SN. ab in den hn-figen Schlächterläden lausen. Der Preis beträgt für eme Piunddose Rind, und Kalbfici'ch 3.50 M.. Schweinefleisch 4.50 M.. Wurstlonseiven 3.25 M. Toienveilchlnß aus Schwarzblech Hai nur begrenzte Haltbarleit. Balliger Perbiauw angezeigt. Schweineflcisqlonjcrveii nur in ganz ge» ringen Mengen oorhandeii. Mit Ablauf des 13. d. M. verliert Feld 193 seine Gültigkeit Ab beule erstklassige uiisgeleiene Zwiebein im Langanteschen Schupoen, Waldstr. 4, zei-incrwelse an jedermann. Preis pro Zentncrr 22 Dl., Säcke und dergl. sind mltzubrürgcn. Listenvcrbiubuiig i» Adlershof. In der letzten Milgliederveiiainmluncl de« Sozialdemokratischen Wahlvereins reieneiie Genosse Zabel. Bei der Besprewung über die bevorstehenden Gcmerndcwahien wurde beuchter, daß vom örl- lichen Wahlveretn der U S. P. D. die Anregung ausgegangen iei, bei den Gemeindewahlen mit verbundenen Listen vorzugeben. Diese Anregung wurde von mehreren Rednern iebbatl begrüßt. Es wurde gegen nur 8 Stimmen dem Anlrage zugestimml. Im weiteren Verlaus der Versanimlulig wurde nach eingebender Besprechung einstimmig iolgendcr Erkläiung zugestimml: Die Wahl» vereine der U. S P. T. und der S. P. D. begrüßen und billigen die vo» den Tegier Genossen in der Berliner Parieipresse niedergelegten grundsätzlichen Eini. ungSvo- ichläge. Sie sind, im Gegeniay zu der Vielfach in der Parteiöfsenilichkeii bekunde:en Auffaslnng der Ansicht, daß daS Problem der Einigung nur lehr schwer von den Pailei- tagen gelöst werden kann, da aui diesen Tagungen die Füht er, welche beute noch zum große» Teil einer Emigung widerstreben, durch ihren Emfluß das ausschlaggebende Element bilden. Tie unlerzeichnetcn Organiialionen erachten es kür unbedingt noiwcnoig. daß von unie» herauk der Weg zum Zusammenschluß angebahnt und dnrchgeflihrt werden muß. Aus diesem Grunde erscheint auch die organisatorische S>.e der Sache kür die wichtigste. Fst erst der Zusammemchluß— der unter Umständen über den Kops der Zenuatinstanzen hinweg erfolgen müßie— erfolgt, so werden auch, dessen sind wir sicher die R>chUinien für eine gemeinsame prinzipielle sozialistische Politik gefunden werden. Bcrnauer Militarismus. Der Bürgermeister und der Arbeiter- und Sokdatenrat hatten vor zirka 14 Tagen den Kommandeur des hier einquartierten 1. Garde-Reserve-Regiments, einem Major v. Brederlow, ersucht, für Wiederherstellung de! schändlich hergerichteicn Volksichul- gebäudes, das als Luarticr dient, zu sorgen. Schon seit vor Weih» nachten ist die Schule geschlossen und ein Ende der Ein- qitartierung noch gar nicht abzusehen. Seit etlichen Tagen j.nden jeden Abend Schießereien in den Straßen statt, so daß da- durch die Ruhe und Sicherheit in hohem Maße gefährdet ist. Trotz Polizeistunde und Gasknappheit finden fast jeden Tag sogenannte Soldaten- und Abschieds b ä l l e statt, welche bis gegen Morgen währen. Dabei durften im Dezember die PrivaihauShalie überhaupt kein Gas verbrauchen und die Straßen waren nicht beleuchtet. Da? Militär kümmert sich aber nicht im geringsten um die Kohlennot. Deshalb sperrte die Behörde die Gasleitung nach dem Schul- Hause, zumal daS Regiment über' genügend Lamven und Brennstoff verfügte. Darüber groß? Erregung unier den Mannschaften. Der GasanstaltSdircktor wurde bestürmt, für Beleuchtung Sorge zu tra» gen, widrigenfalls sie sich aus andere Weis« Gas beschaffen würden. Um einen Konflikt zu vermeiden, wurde auf zwei Tage Gas versprochen. AIS diese um waren, besetzten die Soldaien mit einem Maschinengewehr und bis an die Zähne bowaffnei, das R a i h a u S. Ter Bürgermeister mußte ihnen ausnahmsweise fürij! den einen Abend noch GaS versprechen und nun zogen sie mit einem Leutnant zum Soldatenrat und verlangten von dem eitM!« anwesenden Mitglied sosorligen schri-silichen Rücktriit und A%- reise von Bernaul In Anbekracht der drohenden Haltung der Soldaten erklärte sich der Genosse dazu bereit, hat aber sofort beim Generalkommando Beschwerde erhoben. Tann ging eS zu einem ArbciicrratSmiiglied. einem siebzigjährigen Genossen der S. P. D.. von dem verlangt wurde, daß der Arbeiterrat sofort zusammcnirete; was jedoch abgelehnt wurde. Mit diesem unglaublichen Terror einer Anzahl junger Leut«, denen man die Waffen doch nur zum Schutz der Freiheit der Bürger anvertraut hat, muß schleunigst aufgeräumt werden. FriedrichSfclde. Die Gemeindevertrewng hat in der gestrigen Sitzung beschlossen, die Zahl der Gemeindevertreter von 18 auf 24 und die Zahl der Schössen von ö auf 8 zu erhöhen. Mariendorf-Südende. Schöffe Dr. M a a ß hat infolge Verzug nach Hamborn sein Amt niedergelegt. Zum Rektor für die 2. Ge- vf Stine Mensthenkinö. Von Martin Andersen Nexö. So blieb Sören den einen wie den anderen Tag zu Hausej Maren sagte, er sei krank. Und als eine Zeitlang auf diese Weise vergangen war, bekamen die Gefährten d:e Sache satt und nötigten ihn, seinen Anteil am Boot und an den Gerätschaften zu verkaufest. Nun war er ja gezwungen, zu Hause zu bleiben: er knurrte und schalt darüber und fand sich doch reckt gut dorein. Er machte sich um die Hütte her zu tun. flickte Oelzeitg. beschlug Holzschuhstiefel für die Fischer und wurde w eder ganz übermütig. Maren merkte die Besse- rung daran, dah er wieder anfing, sie in aller Gutmütigkeit aufzitziehen. Am wohlsten war ihm. wenn?r. Stine an der Hand, in den Dünen herumchng und nach den Schafen sah. Seren konnte die Kleine schlecht entbehren: hatte er sie nicht an der Hand, so war ihm zumut w�e einem Krüppel, dem man den Stab weggenommen hat. War er denn nicht der, den sie, drei Wochen alt. mit ihrem ersten Lächeln erkoren hatte! Und als sie vier, fünf Monate alt war, ließ sie den Lutschbeutel fahren und wandte den Kopf, wenn sie seine stolpernden Schritte hörte. „Du hast es leicht," sagte Maren, halb verdrießlich,„mit Dir sp elt sie bloß. Unsereins muß ihr Nasses und Trockenes besorgen: das macht lange nicht so viel Vergnügen." In ihrem Herzen aber gönnte sie ihm den ersten Platz bei der Kleinen: war er doch der Mann für das Ganze, und er brauchte ein wenig Sonnenschein. Es gab auch niemanden, der Stine so gut verstand wie der Großaater. Die be'den konnten stiutdenlcmg umhergehen und plaudern. Kie sprachen von den Schafen, den Schufen und Bäumen, die Stine nicht leiden konnte, weil sie Bind mochten. Gören erklärte ihr, daß d«r liebe Gott den Wind machte— damit die F' scher sich beim Rudern nicht so anzu- strengen brauchten. Tie Bäume dagegen täten gar nichts, tmd zur Strafe habe der liebe Gott sie festgetiiiiert. �Wie sucht der liebe Gott aus?" fragte Stine. Tie Frage kam für Sören wie ein Ueberfall. Da hatte er nun ein lanaeS Leben gelebt und sich immer zur Lehre seiner Kindheit bekannt: hier und da hatte»r auch den Herr- gott angerufen, wenn es recht bunt zuging: und doch war er nie so weit gekommen, sich klarzumachen, wie der gute Gott eigentlich aussah. Ein kleines Kind beschämte ihn— genau so, wie es in der Bibel der Fall war. „Der l'eb? Gott?" sagte Sören und dehnte das Wort sehr, um nach Auswegen zu suchen—„ja, sieh mal, er hat beide Hände voll zu tun. das hat er. Und doch kann es uns manchmal scheinen, als hätte er mehr übernommen, als er bewältigen kann.— Sieh so ficht er aus!" Da war Stine zufrieden. Anfangs sprach meistens Sören, und das Kind hörte zu. Aber bald führte sie das Wort, und der Alte war der be- wundernde Zuhörer. Alles, was das Mädel sagte, war ein- fach wunderbar, alles war wert, wiederholt zu werden, wenn mcm's nur hätte behalten können. Sören erinnerte sich an c'n gut TeU, ärgerte sich aber nicht wenig, wenn ihm etwas entfiel. „Nein, so ein Kind war noch nie da." sagte Sören zu Maren, wenn er mit Stine vom Spaziergong zurückkam. „DaS ist denn doch was ganz anderes als die eigenen Mädels." „Tu sollst sehen, es l'egt doch daran, daß sie von einwi Hüfnerssohn stammt." erwiderte Maren, die nie die größte Niederlage ihres Lebens verwinden konnte und sie immer noch ein wenig wieder gutmachen wollte. Aber da lachte Sören sein altes ungläubiges Lachen und sagte:„Du bist und bleibst doch ein Plappermaul, Maren." Sören MannS Tod." Eines Tages kam Sören Mann über die Schwelle ge- krochen, sozusagen auf allen vieren. Er stapelte sich drinnen am Kachelofon auf die Füße, stand da und klammerte sich mit be'den Händen an die blank? Kugel, schwankte hin und her uwd stöhnte jämmerlich. Maren kam auS der Küche herein, al» er gerade im Begriff war umzufallen:-sie zog ihn schnell aus und brachte ihn zu Bett. „Nu iß eS doch schlecht um mich bestellt," sagte Sören, als er ein Weilchen gelegen hatte. „Was ist mit Dir geschesten, Sören?" fragte Maren be- kümmert. „Ach nicht» andere», al» daß wa» in mir drin ge- fprungen i»," antwortete Sören verdrossen. Mehr wollte er nicht sagen, aber Maren brachte nach und nach aus ihm heraus, daß es gekommen war, als er den Tüderpflock aus der Erde ziehen wollte. Der saß sonst ziem- sich lose, aber heute rührte er sich nicht: es war, als hielte ihn jemand da unten in der Erde fest. Da legte Sören den Strick über den Rücken und stemmte sich aus Leibeskräften dagegen, und das da unten mußte nachgeben: aber da war es, als ob etwas in ihm zersprang. Es wurde ihm schwarz vor den Augen, und in die Erde kam ein großes schwarzes Loch. Maren starrte ihn entsetzt an.„War eS viereckig?" fragte sie. Sören isteinte, es sei wohl viereckig gewesen. „Und dos Mädel?" fragte Maren plötzlich. Ja. sie war Sören aus den Augen gekommen, als er ohnmächtig wurde. Maren lief auf die Düne hmauZ, mit starren Augen. Da draußen saß Stine mitten in einem Strefmütterchenblock, und ein Loch in der Erde konnte Maren glücklicherweise nirgendwo wahrnehmen. Die Schafe gingen frei umher, und der Tüderpflock steckte noch in der Erde: aber das alte, morsche Seil war unter Sörens Hände gerissen. Da war er wohl hintenübergestürzt, hinfälllg, wie er war, und war aufgeschlagen. Maren knüpfte den Strick wieder zusammen und ging auf die Kle ne zu.„Komm, Stinchen," sagte sie,„nun müssen wir hinein und Großvater eine Tasse guten Kaffee machen." Auf einmal stutzte sie. War das nicht ein Kreuz, das das Kind aus Sandl>aargras geflochten und mitten in dem Blumenbüschel aufgestellt hatte? Stumm nahm Maren das Kind bei der Hand und ging hinein. Nun wußte sie das, was sie wußte. Sören blieb im Bett. ES war kein nachweisbarer Schaden an seinem Körper,«der er äußerte keine Lust auf- zustehen. Er schlief fast gor nicht, tastete nur fortwährend «n der Bettquaste herum und starrte geradeaus. Ab und zu stöhnte er, und dann war Maren sofort bei ihm und fragte.„Wenn Du nur Bescheid geben könntest, was Dir fehlt?" sagte sie eindringlich „Fehlt? Es fehlt einem wohl nichts anderes, als daß man nicht länger leben kann," erwiderte Sören. Maren wollte es gern mit ihrem Doktorspielen wirsuchen, aber sie konnte ihre Künste für bessere Gelegenheiten sparen: Hören hatte daS schwarze Loch in der Erde gesehen, und dafür gab e» keinen Rat. (Forts, folgt) Tiefe Pesten werden soll zum neuen ElaI gewirtschoilel wexdcn. liöpfe crboht werden. melndeschule wurde Herr T e r m a n n yewShlt. Dem Zusammen- schlutz der Grost-Berliner Arbeiit nach weise wird bei- getreten. Tie Stimnibczirke für die Gemeinde wähl bleibe» die- selben wie bei der Ilationalwahl mit der Ausnahme, dast das Wahllokal von Häubldn zu R a u, Frieden st ratze Ecke Marienfelder Stratze, und das von Lahme zu Hoch, Chausseestr. 44 Ecke Tergslratzc verlegt wird. Pier Eikrelär und zehn Assistentenstellen sind zu besetzen. zurzeit mit Aushilfskräften versehen; e» wieder ordnungsgemätz mit festen Beamten Di« Polizcimannschast soll von Id aus LL Tie Mehrausgaben hierfür werden insgesamt Kb biX) Mk. betragen. Die Angelegenheit wird jedoch der neugewähllrn Gemeindevertre- tung überlassen.— Zu dem Gesuch der Lehrer um Gleichstellung ihrer Gehälter mit denen der sliachbargcmeinden wird aus Antrag dcS Genossen Huhn beschlossen, sse den Berliner Lehrern gleich�u- Jellen. Tie vom Eckineberger Magistrat beantragte Umgemcln- ung einer Parzelle an der Sklöncbergcr Ctratze wird aus den. selben Gründen abgelehnt wie von Tcmpclhos und dem klreiS Teltow geschehen ist.— AuS den Mitteln einer neu auszunehmenden An. leihe soll die Restsumme einer früheren Anleihe von 4l1l)VL5 Mk. getilgt werden.— Ter zuerst abgelehnten Erhöhung deS Strompreises um K> Proz. wird infolge Perfügung der Re- ierung, die den Gesellschaften daS Recht zugesteht, wen» durch vor- tx nicht übersehbare Unkosten die Rentabilität der Werke gefährdet ist. eine Erhöhung vornehmen zu dürfen, zugestimmt. Ten Ge- meindebeamtcn wird ein Jahr der klriegsdienstzeit angerechnet. Der Bürgermeister ist nicht mit einzurechnen. Tie GehnltSausbesserung tritt am I. April 1819 in llrast.— Cchlietzlich wird der Gemeinde. waisenrat neu besetzt, und zwar in nichtösseutlicher Sitzung, da die Landgemeindeordnung vorschreibt. Wilmersdorf: Tttiuderr-ildeud. Alt nächster Abend im vortragt- ?vklut findet ein Schuberl-Adend Sonntag, trn 8. Krbruar, abkiid» 7 bdr, n der'Aula der Qberieal'chule am Hindeubui gfart statt. Eiiuiillttarlen a bb Ps. sind im Bureau, Ublandllr. Üsigu, zu baden. Halenser-Gruncwald..PorwärtS'-Bestcllungen und Beschwer- den über die Zustellung nehmen entgegen die Genossen K e m p s e r, lensee, Georg-Wilhelm-Etratze L2, Garih. II. und Lippold, lensec, PaulSborner E-tratze 22. Garth. IV. Groß-öerliner parteinachrlchten. 5lugblattvcrbre!tllng am Eenntag, öcn 9. Zcbruar, Vormittags 8 Uhr von folgenden Ilbleiltingsiokalrn auS: Abt. 1. Regul, Nenei Markt, Ecke Bischosilr'Z. Schirm, Charlottensir. 7/8. 3. Schultheiß. Liitzoivstr. 27. 4. Schneider, Wintericldtslr. 8. ß. Kenfner, Hagrlbergerstr 20a Ö. Schuldt. Marlendarker Skr ß. 7. V ortmann, lZlsicherftr tri Node. Diefsenbachstr. 86. Geiche, Oranieiistr.>88. ltk. Dnils. Lansitzer Str. 46. II. Keisler, Skalitzer S.tr. 50>2- Weisser. Wrangelftr. 22. 13. Gonell Prinzenftr.'88. 14. Simon. Mick'aelkirchplatz 19. Iß Kleines kssowerfkchaftShan?. Elisabeth- strnssr II. II» Schlickert. NüderSdorfei Str. 3. 17. Wilhelm. Hohenloheslr. 8. 1JS. CbmlelewSki. Gubener Strasse 45. III. PisioS, Schreinerstr. 7.'ZO. Schultz. Frankfurter Allee 881 21. Weber, Eberthftr. 45 und Sonnabenb. Elbinger Str. 12 22. Va»er. Grosse Frankftnter Str. I, Ecke �riebenftrasse. 23. Gott. Bnrdelebenstrasse. Ecke Kniprodeftrasse. 2 t. Koch, �mmannelkirchslroste 18. 2ß. Rock. Rene.Königstrasse 24 21». Drescher. Riickorstr. 5. Ecke Linicnslraste. 27. Drobroblaw. Slnineniiindor Str. II.'ZU. Hutbmann. Marienbnrger Str. 1. 211. Burg. Prenzlauer Allee 189. 3l>. Wriina». Stablheimer- ftrassc 80. 31. Koldtchniibt. Stolpische Str 86. 32. Kor». Gleimftr. 10. 33. Hoffmann. Stoineniiinber Str. 47. 34. Kolbbach. Vinetaplatz 7. 8ß. Bathke. Ackerftr. 81. 34». Bärinalde. Schlegelstr 8 nnd Hehle. Botrenstr. 19. 37. Hübnor. WilSuPker Str 34 314. Kross. Werftftr. 4 nnd Leibig. Scknsfbaiierdamm 23. 33. Kle»ert, Lebetzoiv- strasse 21. 40. Lange. Wiclesstr 45. 41. Bebrend, Strom- strafte 26. 42. Poigt. Sprengelstr 17. 43. Meyer. Pank- strafte 82. 44. Gassmann. Stettiner Str 48. Ecke Bellerman»- strafte. 4ß. Pose. Kolonieftr. 15. 40. ftiidi*. Webbing- ft raste 5. 47. Senkel, Utrecht« Str. 16. 48. Palzin, Müllerfit. 131._ Gcmelndetvahlverstimmlnngen. tlntifpw. Wrrlag, den 10. st- binar-deud« 7 Uhr, im Kursärtt, Berliner Sir I0S. Mitgliedsbuch legitimiert. Marzahn. Eaiintag, ben 8. nachm. 8 Nbr. b«t Gusta« Staad.— Daiiach Gründung de» svjlaldemotratiichen Berctut. B. Abteilung, ftlngblatlverteilung am Sonntag, S'l, Uhr. bei Schuildeitz, Lützoivtlr. 87. Wilmersdorf. Milgllederversammlung heute, abend» 7 U d r. m der Lberieallchule am Hiiideiibiirgpail. S ch» d e i I- A d e» d am Sonntag, den 8 ftebniar. abend» 7 Übe, tn der Obereenlschule am Hindenbiiigparl Sinliili b<> Pi. itiiitrillStttilen Im Vorveilaiis im Pai lcidureau. Nblandilr. 38/83, und bei Leiieiiberger, Zigarrenlade». Haiciiice, Atetisä. sche Str. 88. Slcgll». Am Toiiulag. mo'.nrn» 8 Nbr, von den Bezlrtelotalen au» Fiiigblliiivi'ibrciliing Ausnabnie iür den Wahiveiein u»d Adoiiiirnieul» für de».vorwäri»' weide» im Rcsiauranl Cläment, Tüpvel'ir. 7, läglich eitgegengenomiiien. Montag, den>0. fkebniar. abend» 8 Nbr: Oc8e,iMche Wähler» vertan, in tunq ini Lchlobparl Sieglitz. Aeteieni:>�n>, enicur Lü dem an Ii: Die Ausgaben der Soziatdemolraiie in der Gemeinde. Bmtow. seilte abend 7>/, Uhr Milglliderverlammlung be! R. Dbotz. Cbailssieilr. 8. Dagesardnunq: Die Gemcin�rvcilielcrwahl. Aiisslelluna de, ltandidalen. ilusiiahme»euer Mitglieder..Borwäris'leser sind eingeladen. Trrviow> vanmkckiiilenweg. Sonntag. 8. Hebrnirr. trüb 8 Ubr: itliinblailocrbreiliing tGriiieiiidewabl betresseiivt von iol ie»den Lotaien: OrlSir» T r e v I» w: Eberl, �raesftr. I; Liebs. Bo-ichö-. Erle Ginetzstinke: Wölling. Kieiboistlr. 18; H» n d e r l m a> l. Eben- tirnne I>0: D ü tl e n b a g e n. Am Treptower Barl, Ecke Karp'cnleich- tirnne. i7rlslrsl B a» m s ch» I e n w e g: Bez>. u. 2: Erbe, Baum- lchiilennr.>5; Lez. 8 u. 4:£> a fc. Buum'chuleiislr. 72. Strotan. Die ssluablattverbreituna findet nicht am Sonntag. londeni am Ticnslag.>/,K Uhr. von Hubert Lchleiss, Marlgrasen- dämm 8. au« lialt. Krünan. Sonniag. vo- mlttaa» 10 Nbr! Flugblaltverbrei» I u n g. Trefspunli bei Boide. Evpcvickrr Strotze. Kon crenz der BeirirdSvertranciiSirute der Fugend heute Sonn» abend, abends 7 Ilbr, im.Fugendbc'm�. SW. 08. Llndenstr. S. Ausweise werden im F»grndsrkietor:ai L ndenstr. 114 I ausgegeben. Aeugewäl lte PeiilaueuSieuik inelden sich vor der Kouserenz dort. Sorgt daiür, datz alle Betriebe vemelen sind. llonierenz der Fugendausschüsse Groh-Berlin». Sonntag, den 0. dieirs Monai». voimiiiag« 9 llhr. im.Fiigeiidheini', SW. kB. Lu denstr. 8. vorliag de» Genosie» Dr. Lohiuann.Die Fligend im neuen Deutichland"; Berich, de« Aftionsausschusse». Jeder Ort mutz verirrten tem. Milgliedsbuch legilimiert. ßrfefPaflen 0er RedoFtion. ?eber für den Brietlatten betiimwten Antrage tlige man einen BiickNaben UN»»ine Hummer vel. BrietliUie Ausluntt wir» Nicki erteilt. Eliiae An» traaen lrage man in der Inritiitcken xu cckwmde. Lindenilr. 3. 3. toi itnlS 4 Treppen, t bi< 7. Eonnadends 3 bis 3 lkbr nackmitiags vor. Lckriililücke und Verträge Nnd mitzubrinsen. Pionier, t. fta. 2. Löhnung bis Ende November, itzam'lienunter- ililvung bi« Snde Dezember.— V. 47. Sie sind zur Nachzahlung oer- Vflich:« Vcrtuwen Sie sich mit dem Pormund zu einigen— Athen. Zuizetl ist die Ebeichlietznng nicht möglich.— F. B. Das Kind mun die Schule»och bi» zum l.«prit besumcn.— tl. S». 10». Fm Abend- .Poiwärl»" vom 88. l. debandelt. Q.».». Wenden Sie sich an die Au«. lunitSslclle Piiiijenilratze 70.— A. G. I. K. 4li. l. Leider baden Sie leine» Anspruch. 2. Poilslr ö.—.?». H. 77. Sie haben«nipnich aus Wlederciniiellung.— W. X. 29. Drei Monaic vor der ooriueiichllichen Nieterlnuft.— Abonnent ldi96 ssraaen Zic bei.ihrem verband oder bei der Komumgenoiiciiichgjl a».— M.®. 1 l ya. Private Pension». Iniien find zur Gewäinung einer Zulage nichl ncrpsiichlet!t. Bis 1b tzni uai.- t.4. 71 S cid n dir an deS S:i er«« iniiiriii m.— Opernbans Salome. Schauspielhaas Die Braut von Messina Anfang 7 Uhr, Volksbühne Theater am BQ!owplau. Direktion Friedrich Kavfller. T/, Uhr; Wlllielm Doli. Ulrektioii Ma* Reinnardi Deutsches Theater. 7 Unr: Von morgea, bis mittcrnscbis. Sonntag 2'/» Uhr: Frühling« Emacben. 7 Uhr. Und das Licht scheinet In der Finsternis. Kammersplele. 7 Uhr: Oer Sturs de» Apostels Paulus. Spnutsg 2V, Uhr; Der Sohn. 7 U.; harrcnsplcl de» Lebens. Kleines Sonausplelhaus Fasanenstr. I, Fo l S. V/*.: Die Büchse der Pandora. Sounia: 7'/, Uhr; Die Büchse der Pandora. Themer 1. d. EdülggrätzerStraße Dir.; C. Meinhard- R. bernauer 'AS Uhr: Purpu»- Sonnt nm.; Der Kilzensteg. Sonntag abend: Purpus. Montag; Musik. 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Kleines Theater. � uhr: Tabula rasa. Lustaplclhana üb';. Die spanische Fliege. Metropol-Theatcr. 7 uhr io Die Faschtngslee. Sonnt. 2 Uhr: Wiener Blut. »'alnnt-Thcntcr pi. uhr Der Made. Komlarhe Oper uh';, Schwarzwa!tlmäi!cL Stg. 31/«: Schwarzwaldmldel. Nenra Operrttrnhnna Schitfhauerd 4a. Norden 281. uhr- Die keusche Susanne. ßulleti Charcll, neue Tanze. »rhillcr-Thrnc. Charl« V/. Uhr: Anatol. TV. Uhr; Thalla-Thrnter Palnische Wirtschaft Th. am Vollrndnrrplalm t uh>: Der Juxbaron. Theater den Wenlena TV» u. Die lustige Witwe. Wnlin�r-Theate* 7v. uhr: Geisha. Stg. 3V,U.: Graf Hlbcnlchts. NATIONAL-THEATER Cbpenlckcr Str. 6» T3gL T'/i 5 Min. Jannowlubr, Sonder- Tcrgfitung hl» 12. Februar für 1-6 Per». einseht Qard. Orchester-Sessel V«. I B. Orch.-S. V 2-03 Prinzeniiebe Ä'rÄ I.Ä, äu(Sunftcn der freiwilligen Negimenter sRetnHard. jtorps Hülsen, Garde-Kao.-SchüZ.-Div. u>w.> im Marmorsaai des Zoologischen Gartens am 11. Februar 1�19, abends 7 Uhr Mitwirkende Künstler: t. Frau Erna Denrra vom Lpernhaus, 2. Hermann PaUenrtn vom Sck.aujptelhau»» 3. Heinrich Cchlttcknu» vom Tpenthaus, 4. Pro. Wilh. Vackhau», Kloviervirtuos, 5. Eduard Lichtenstein vom Nollendorstheater it. a. m. Derstckrlie» Lrck ester de» freimertg. Siegiment» Sleinhard<4. Earderegimeni zu iinler perionl. Leitung des Lbermitsitotreltors geftuich Schräder. Borträge. Tombola. Eefellige» Beisammensein. Eintrittskarten! tzet P ole und Doch 14. Mertheim und on der Abendkasse zu Ml. 20.—, in— und 5.—. Sonnabend. IS. F'cbiuar, Schiller. Snal, Ctur- lotteiiburg, Blsmarckstr. 110(Schillern. eaier). Punkt 8 Uhr— und. Sonntag, 16. f ebruar, Beethoven- Saal,?>/, Uhr: Zwei„Heitere Abende" Marceil Salzer Karten iür IS. 2: Wertheim, Schiller-Theater und Abendkasst— Karten für 16 2: Wertheim. Bote.» Bock und Abendkasse 21/1* OVre�'pdiiV Die Wette Ist gewonnen 1 � ■■■ Erödnang hento, 8. Februar. v Intimes Tanz-Kabarclt American Bnr Ab 9V, Uhr eigene Beleuchtung 999:10 GÄ'tÄf) Start 6 Ohr Volkcoper IIose>Theater. Sonntag, den 9. Februar, naihmi tag» 4 Barbier von Sevilla.... Rosina: Margret Pfahl. Itltung Erich Sonnabend« den». Februar t Doppsl-Konzerl Tanz. Jeden Montag u. Freitags Konzerthaus\ tl8i,8rE �8ntj8 ' jCtou) Tfc Vorträge u. Tanz.- Mauersir. 82 Anlang 6 Uhr. Zifflmerslr. 90/91 Berliner W Vornehmstes Tani-Etabllsscmeflt 5-UUr-7an2-7c8 Zum 5-Uhr-Tee W ederauftreien»on lladj«-. nnd Killer mit nur neuen Tünte n. Vorführung moderner Tänze Kapell« Poltachuk Bestgepflegte Weine Vorzdgllche KOche m Theater, FHedrichsiraBe 218 Dir: James Klein Allabendl.?>',« U. Sonnt« J1, u. 7', 4 Die u. a.; Marlfahs allerliebste Kakadus und P pah»eien. Marie Blnnk, Fangspiele WILL? das srürzendc Unikum. Prolonfilcrt Ssahib Nadchura und ule übr. Ummern schlug:„Oheron" Phant. P.miom. 5ieqberf atjgSzchrnldf t�rgewa»Tigl*e film aller Zeiten verfaCff und Inszeniert von Robert Reinert Die Handlung spieir Irv Europa Indien China Adelt Voljft HorwKa- Spiro Tonn) Schikka Roberl Steinel. Im Kasino Ton*. van Smitien-konzerte Vorzugliche Küche und Qetrfinke« Si-EisbahD Urtoanatr. Eingang: Am Urb«« 2 166-168 Täglich: Militär- Konzert. Untcrhaltungö-Kcltaurant Klien-ßerlin Jägerstr. 63 a. Harry Sclmbrrt— Carl Oarntm« Bril»! VVattrr— Klisabvlh Hann| tJeore NcumüHrr— hh alter Uobby ©cfang R jmor-Stimmung Oute KBche— Outgcptlegte Weine Anfang« Uhr Kintritt frei. Lichtspiel s Theater, II65V» Eintritt; ,flrEr<«h«eM IUI** 1,00 Mark für Kinder.... 80 PL Qobr. Badr.jat. ca. 280 Plätze, tadellos eingerichtet, in bester Verkehrslagc Berlins mit nachweisl. hohem Reingewinn, tat wegen anderer Untern, preiswert gegen bar zu verkaufen. Nur schrillt. OtL 60 M. Haid, BerUu SO, Btlcbeabargar Str. 86. de» Gro.e Va ietä-Aus- siattungs-Schau. P rsonl. Auftreten: j d, berühmt, schwed, i ilmschauspielers |Viggo Larsen.j Lucie Blatloer als Lieblingstrau. 1 II. Horsten. Kr. Raucl:[ i Ift arab. Springer, I 1 v pyram.-Uarsteli.[ I Haitj s Bärengruppe. I I Chinesische Gaukler.| sonntags g'. U sed Erwachs. I Kind Irei 1 1 I Tbeaterk. ununterhr, I efttlne'. I Sirliirli Täglich Vit Uhr: Varieie- Spielplan. Rauchen gestattet I Bruno Kastner im Schaiasjael Zirzscften Zwei Welten. Unter d Linden 14 SsUhr» Tanz-Tee 7 Uhr tbends das Reiciasfl-Tuealer VBabtnbL 7 /, Uhr u. ConnLnadiaL 8 Stetttner Länger Kit tzaereoverdhnde, Kommunen in allen Sachen, auch mit Drud U(ftvrtO.S*o<8cc, Shartattenbntn, SRamnucn- tUatzi 3a U62b* llch Mn CeofeNNifetr X,«. M. unO ftttfi, (itzen tfbaa aunatnmn »on nSttzsteW Zngcsirrcd Paul Reischer, Elektromateriallen• Ero3- Skalltz�r It Sir. 44« OeuildKr IHfiallarbelter-Cerbanfi SenBaltun(i«f:tIU«rtlin. E» ftacbcn; IMII Anna Fink Srbriifrin, SUfabetbiiiJJi., am 3. Februar. Dte Beerb>gun« Hai an� Freilag. bei» 7. b.Ml». slatl- gesuirben. Lav» Knüppel SchioNer. Salbinei fett. Nil. am 2. Februar. Die Beerb, gung stnbel am feannabend, b. 8. b. i'L nadsmitlaa 8 Übt, von ber üeulieaball? brs Gerne, nbe- Friebh»,»>n Frlebtichaielb» au» statt. Vttv küttner Mechaniker, Lichlerielb». Ferbinanbftr. Z, am 2. Fe» brnar. Die Beerbigung stnbel am Monlaa, den KI. b. SU., nadmuttaa» 3 Uhr. aon bei Teichennall» be« Gemeinbe- jriebbas«»>» L>chierseU>e. Langeftraße au» statt. Aege Beteiligung er- wärest El. e Ihrem«nbenken l Vi» Ortnoerionllung. WeW»mmnm»>>>.i mm eeaa.ae «ach lue ,™, tchwrre,»| 1 Leiben acrschieb am Don- |„crstag meine liebe Frau. I unser gute» München, j Tochter, fechevesier, Kchwil- ] geein unb Tante Kettruci üdring geb. �Veettt, I im Zt. ueaenejabre. i IWb, Ja tiefer Trauer vir Illnterbliobenen. I Neukölln. 7. Fel ruur ISI», j k>ernian»tlrahe 114. Die Beerbigung ftnbrt I > am Montag, be» 10. b. Bit».. 1 1 nachm. 3 Uhr, o b. 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Neben der fetruse gelangt bei oorsühltchee ober fahriüsstger Zuwibrrhanblang ber ben HSchstprei« iibrricherlienbe Betrag zur Sinztebung sh 7 her uoegenannlen Verordnung vorn 8. Mai>»1»), Soweit nicht in dieser Äerorbnuna Hbchfl preis? sestaesert Rnb ober ber Pertaus eine» Erzeugnisie« zugelassen Wieb, ist der Bertaus oon Gänsesteisch in Teilen lotnie die gewerbomähtge Herstellung und der gewerbmühlge Beelaus oon darau» her» gestellten Erzeugnissen unzulässig. Zuanberhanbelich« werden gemäß 8 II Oer Berorbuuiig Uber ben Handel mit Gänien vom 2. Mai ISI» mit Setüngni» h>» zu einen, Jahre unb mit Gelb- straf» bi» zu>01,00 M. ober mtt«ner dieser Straien bestraft. Ncben der Siraie kann ans Einziehung der Gegenstände erkannt werbrn. aus die sich die strasiore Handlung beziehe ohne Unterichied. od sie dem Täter gehören ober nicht. 4 3. Diele Berorbnung tritt mtt bem Tag« der Berilludung In Kraih Di» Hbchs!pr«»vrroibnunz vom 22 August>918 unb die zu dieser erlastene Abanbrrungsoerorbnung vom 8. Dezember 1918 werden hierintt aulgehoben. Berlin, den 23. Zanuar 1919. Magistrat. Z..Nr. 1682. S-b. II. 18.«ermMh. Vcrzelchoii • rlln-SOsten BczittiJiinell; n-Verzelchol: Bänrlln-ktordew. Flalech- u. Wuratwar. Pcol iöller, Frlsseiistr.a »'at~2nr-w Be-Wf 7g-f b<0hlhdlg.,Koio.1*1*. MflelscUneisspaasig? je tlhran-, Üofd w'aren X S. Feaoko, Kottbaa.l>Amm84 Bir.ar rao.l,«n.raaniil bill. Crogen, Farban S-t»H«ekiu. II SfBtBinleitl ■sb.S t ii>(s4.rlit. r tz Weukölln H C. Dittmann B«rUn«mr. 4» Wild- o»riflg»i- rtack». FleUob- u. Wuratw. HjisclimaiiMEeBlr.Ä Koionlatwaran H, Saeparili gln«?"' UÖLieimagazIn« Wotl t fn p IkJc A lU. Tisrh(*rm*i»t«r % or-yrg-ry»■■ w■ ajer isquellsn-TtrzeicliiilJ arln-Oatan Sezuosquellen Verzeichnis RenTn-W"* an ■ Gelooanhoftakäufa» Idii. riataatrJll�oaii.)IO. 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Neue Könlgstr. 86 und Ncanclcrstr. 38. ■■BliliiiriWiWMWiiMaMnaMBaMfflMMBMBaanMMMHaHMnB SQuelien-Verzeiclinl» �enfUrh. Unfenstchrnde Ger.�ba'te empfehlen tlcn bei Etnkfin en. fp? Aiirerrrtmuir. IS IKopperntr. 91 öäratliche Bäder Passage-Bad L'-»'?'. 4 Pawd aq., eulwl�lw.� R. Baake, HtratliKeF'SVr. 6S. ?k'el>»l!«« Röhlmsnn.K.MBIfer-l.tOVstn».!! 4 Fav�abr'«:«» b S* Timner-Essig .Tbcrr 3 1 erftB ItHch! erhandTI mm enpfieblt üiirElsülBre 7B«apertaultsltllfn 41 Iste- 1 August HoltZc«?;«".: sr! Ino�-U. V.«ur»!W.b Otto Kongel, Alu JactMr. tl. Ma!:i» PicliclbrUu Moabit 1915 16 S andaa 13 a. 112 WeiiubirrC.ßreithanpt. P&liitdristr. 97 Tel.Kgr. 2C8 1.108* 4 Ifgricn- u. Knabengard. I i a�r Badetr. 2� Eckt J* L. aCI Prinitn-Allet, 4 Kßtt, Wtttxen» Ptlzwor. ► F Kottbusor %, L-. Damm 14/19 �P�oto�r. Apparat U lll'fnrM 80 K9t d>«? St. s «». Hlitiäuli aaeb GelegeobeiLkf 4 �VeinL, likgrc. Fruchtsäftc'V Ii Vermißt der Gefreite Karl Scherll'ng 2. konipngnl«, 1. Satt, Stab. Inst.«egl. 14». De- neraiscldmarschaU o. Hindrn- bürg, geb. am 2S. Oktober 1830 zu Kogel, Kreis Nieder- barnim, zuletzt gesehen am 3. September 1918 Bahnhof Combrai.— Wer irgend welche Auslunst Uber den Bermißtcn zu geben imstande ist, vielleicht auch Berwundet», die geheilt entlassen stnd, werden gebeten, Nachricht geg. Wiedererstattung aller Unlosten an den LemcimIevol'S!. 5cdertllng in Kagcl, Kreis Niederdarnim, zu richten._ 42V* lunnnn> JwOiiasj BcthKe, Georg, stXi"',''""S"""''"'"'""R Xeak-Ilo.nbiilr ll.Kslitr-FrleJr. ' Hera, li�er& Co, Akt.- 0. p n n> t* r III ü t z e n für Karnroal u. Brekbirr. vielr Sorien, Dtzd. I dt» 8 M. luim- ßlons, kSchcr, «»cn, K.nlmtl, Papiersthlanj., Knallbsnboflt, .C#- OrSßie Auswahl V OlKi .rÄrtiketn. Prrisststr____ ZUR AUFFÜHRUNG! GEORG KAISER Von Morgens bis Mltterimcliti Stück in 2 Teilen. Gek. M 2.50. gek. 4 M. Ein wilde« Gelackter stellt durck da» Stück. keuckende Menackcnqual stammelt irr letzte Geständnisse und tiefe Seknsuckt nack Groi?e. Wurde, Gluck, Leidensckaft spannt einen sckimmernden Restenkogcn uker die Fratzen des entseelten Daseins.(„Münckencr Pom") GEORGKAISER das Sctauspiel in 5 Akten. Gek. 3 M,(Jek. 5 M. Geist oder Materie— diese Sckicksalsfrage der revo utiomcrten Mensckkeit kildet-is» Tkema dieses aufrüttelnden Anklagedrama«. Zu bezieben dureb»Ii«£ oe bban dluagen S. FiscLer, Verlag, Berlin in Scliernrtikeln. Brei ocati». A. Maas 4 Ca.. Bettln ig, Martgrafenstr.»4, a.d.»>nd-nstr. Lokalredakteur farS Casseler Volksbfatt selbst ndiger Arneiter, gesucht,«irundliche KemM- nis kommunaler, sozialer und allgemein poli ischer Ange cge heilen sind erforderlich, da er vertretungsweise aueh die poli' Ische Leitung des blaues zu Ubernt'imen hat.— Aulierdem e n 291,14* gewandt. Bericistersiaiter für Oerichtssaal, Kommuralpolitik und Versammlungen, der un er Umständen auch den provnz eilen Teil bearbeiten muä. Bewerbungen mit Angaben über die seitherige Tätigkeit sowie Gehalts-An« Sprüchen sind bis in Fcbruarji. d. Verl.Tß /.. senden. Volksblatt, Cassel, Vtr?� vssEmsxzs&n SrlstfazalaUien wvrdan zaai Ennc voa 93,- U. la Z&alaafr genommon. Günsiife finsebote PäztfiiSel!! Piüscilttlel!! EehtSeal Bleetrle. 9,19*3. I AM. ITOO.»SN» K»l.1enplll«c.h prlns 14«..170. RIO. Bcht.1f anlwoi ln.FslOitntr 13"O, 2BS0,»«»8.*«tr*» inn Jf a'anlr 133, t i», 305, Klnaeiaa Modell«, Inns> 14» Blnzolne Modelle 360. Kehle Rammet- KoHtOm« 43.1.—, Tanz- u. Ueselloehaftchlelder 101.—, la Atoirhoottlmo 100,-.«lp«rli|arkeD St.—, Warme Diäter an* dicken ureiehen llaldelaHea 04 1 40,—, 110, Briden KoalOmc 830,—, Im.oe. Beldenmlalcl 100,—, Röcke am dei Reichsbekleiau gssteile jcgsn Berliner Magistiatsechein Ssrli II 23,—, SuU Iii 37,43, Seile I* 44, Setli V 55.50. Serie VI 73,10 Westmann L Qotohält: tterSin VF« 2. üeriin äO, Soiireastraög 37». Gr. Fraciilarter Straüe US. 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Ich SMIltN !««. »»»endt in Appretterung, d', älev 30-40 Jahre. crbS; Barges etztenftelluno Mitte Min" dei Somenbmfobttl in PtooiMz stadi Schwedens. 21« Aniwort mit steugnis> Ah' schritten um Angabe von tzte- 'eremen u.»ehaits.insprückelt an �punnacher" S. Gumattios Au«««»,». Stodiwlm� fsfsii»evlanut«OiS* Alben Wölfl, Spistel. _____«artt i— tu,_ «Ii engt. JstJe pm-. fftfS JsaMiljaiier, Gttiberastr. 35. TflDyorin ouf hausschnh« autzer dem Hanl« Mii tstandeidanm. Seiobergstt. 24.