»r.S». U»—*..■■. i■■ vMGMW�WIT»M» L«.» Ol, MMMLtSK fwlte«(xnai BecastjaftlkOL. IWM« ätmiuium 10«fianq. OoltOefug; SE*tuultd) iSb Ml. frfL ZultelllMgS. gedlUn. Omtt ftwuibattb iüi Deutsch- lant u. CeftmeuVUneaxn 6,60 Vit. ÄI bat übrige ftuslanb».60 Mi. bei ligltch einmalig ei.SuneOung 7.50 Mi. Poltbeilellungen nehmen in Däne- mar. Holland Lugemdiirg. Schweben und die Schweiz Eingetragen t» b» Lost- lelrungt-Vrelblist«. Der.LorwOrt«' erscheint mochenlSgkch zweimal. Sonntagi. einmal, leiegramm-AdreGg! »Slnztaldemotra, Berlin�- Morgen Ansgabe. ip-W Berliner Dolksblatt. ( 10 Pfennig) A»,etaeRvretst Site«chtgesbalien« üoiwarcillezeile loitet 60 öfq..Sletii« ümeintn". bat iettoedrrilLe Son 40 Pfg. izuläffig I iettgebruilte Sorte), ledee weitere Sari 20 Ula. Stellengesuche und Schlafstellen anzeigen das«rite Wort SO Lsg..>ed-« weitere Wort 16 Pfg. Sorte über 16 Suchnaben zählen für zw«, Sorte, leuerungbzttschlag 70°/» zamtlien-Snzeigen. volitische und gewertschattliche Lerewb- tinzelgeii SO Pfg. die lseile.»In, eigen nir die nächste Kummer müssen bis 3 Uhr nachmittags WI Hauptgeschäft.'Berlin «».«& liindenstrage 3, abgegeben «erden, Sebftnet von S Uhr früh bis 6 Uhr abends, Zentralorgan der rozialdemokratifd�en Partei Deutfchlands. Redaktion und Expedition: SW. 6$, Lindenstr. Z. Kernsprechert Amt Mortoplatz. Nr. tZlLO— ISlS7. Freitag, den 14. Februar IVIS. vorwärts-verlag G. m. b. H., SA). öS, Lindenstr. Z. Fernsprecher: Amt Morttzplntz. Nr. 117 33— 54. Das Programm der neuen Regierung. Rede Scheidemanns. In einer Weimar, 13. Februar. seiner Meisterreden hcU heute Philipp Scheidemann das Programm der neuen Regierung ent- wickelt. Wie wenige Jahre ist es her, daß Scheidemanns Wahl zum Vizepräsidenten beispielloses Aufsehen in Deutsch- land erregte, wie Furchtbares hat seitdem die Welt durch- gemacht � wie sehr aber hat sich auch die politische Macht- Verteilung seitdem bei uns geändertl Als der alte Sozial- demokrat, der er geblieben, mit den stets von der Partei ver- trctenen Anschauungen, konnte Scheidemann heute als Reichs- Ministerpräsident ein Regierungsprogramm verkünden, daS volle ehrliche Demokratie auf allen Gebieten Ties öffentlichen Lebens und fortschreitendeSozialisierung zur Grundlage hat. Die endgültige Festsetzung der Mini sterilste und des Progranlnis der neuen Regierung hatte sich durch die Schuld des Zentrums bis kurz vor Beginn der heutigen Vollsitzung der Nationalversammlung verzögert. DaS Zentrum hatte für das Reichsernährungsamt Herrn Herold vor- geschlagen, der aber zu unserer großen Genugwung schließlich endgültig ablehnte. Nun hatte das Zentrum keinen ge- eigneten Ersatz zur Hand, so daß noch im letzten Augenblick die Sozialdemokratie sich entschließen mußte, auch dieses Amt zu übernehmen und mit dem Genossen Robert S ch m i d t als Staatssekretär zu besetzen. Größere Verantwortlichkeit, die auf größerer Macht beruht, schreckt die Soziabdemokrobie nicht. Aber das Zentrum verlangte Kompensationen und so mußte das Kolonialanit, entgegen der ursprünglichen Absicht, ver- selbständigt werden, und nachdem auch dort die Personenfrage für den- Staatssekretärposten mit Herrn Bell gelöst war, kam endlich die Ministerliste zustande und konnte die Schluß- redaktion des ministeriellen Programms stattfinden. Scheidemann begnügte sich nicht damit, die Programm- sätze der neuen Regierungsmehrheit zu verlesen, sondern fügte einen grundsätzlichen Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit der provisorischen Regierung zwischen dem 9. November 1918 und 12. Februar 1919 hinzu. Die Sozial- demokratie hat die von ihr übernommene Regierungsgewalt stets nur als ein Provisorum betrachtet, das so lange dauern sollte, bis das Volk selb st in freier Wahl imstande war. sich eine Regierung zu suchen und ihr Programm fest- zulegen. Dieser Zeitpunkt ist jetzt eingetreten. Die pro» visorische Regierung hat ihr Ziel, die Nationalversammlung, erreicht. Der Weg dazu war leider blutig, ganz entgegen dem Willen der Sozialdemokratie. Um Bluwergießen zu ver- meiden, hatte die Sozialdemokratie der viel schwächeren U. S. P. D. die Hälfte der Regierungssitze eingeräumt, aber ein Teil dieser Partei wollte noch weit mehr bedeuten, als seiner Zahl zukam. Er wollte die Allein Herrschaft mit Hilfe von Maschinengewehren und Handgranaten über das ganze deutsche Volk. Dagegen hat die Sozialdemokratie ihre Vergangenheit, ihr Programm, ihre grundsätzliche Anschauung der freien Volkswahl, die wahren Interessen der Arbeiterklasse und die Zukunft des Sozialismus siegreich verteidigt, und Scheidemann betonte, daß ihn dieser Teil der Regierungs- tätigkeit der Sozialdemokratie mit voller Genugtuung er- fülle. Freiheit! bleibt die Parole der regierenden Sozial- demokratie auch für die Zukunft, jede Freiheit soll auch im neuen Volksheer jeder einzelne Mann haben, aber das Heer als solches darf keine Politik treiben, weder monarchistische noch bolschewistische, und die höchste Befehlsgewalt hat nur das Volk selbst durch seine freigewählten Vertreter. Da die Sozialdemokratin in der Nationalversammlung keine Mehrheit hat, mußte sie mit bürgerlichen Parteien eine Regierungskoalition eingehen. Scheidemann sprach die Hoff- nung aus, daß Deutschlands große Not, welche die Mehrheits- parte' en zusammengeführt hat, aus ihnen auch gute Käme- raden machen werde. Aber die sozialdemokratiischen Mitglieder des Kabinefts bleiben auch in der Koalitionsregierung Sozialdemo- kraten und ihre Hoffnung auf Deutschlands Rettung stützt sich darauf, daß sie allen Männern und Frauen des Volkes die Bahn frei machen wollen, allen Kräften, die von unten i auf zum Lichte streben. Werden diese Absichten in der Zusammenarbeit m i t d e m Zentrum und den Demokraten gefördert werden können? Herr G r o e b e r hielt eine echte, rechte Reaktionsrede von bei- nahe provokatorischem Charakter. Er betonte immer wieder geflissentlich, die Republik dürfe von heute an nicht mehr eine sozialistische Republik genannt werden, die Regierung sei nicht sozialistisch, sondern koaliert, ja, er bestritt Notwendigkeit und Segen der Revolution. Ihm erwiderte in sehr feiner Weise Naumann, der zwar zugab, daß die Schwarz-rot-goldencn schwarz-rot-gold, die Schwarzen schwarz und die Roten rot geblieben seien, aber die Parteien seien gleichwohl nach der Revolution nicht mehr dieselben, die sie vorher gewesen waren. Wenn auch Demokraten und Zentrum den Sozialismus als parteipolitische Form ablehnten, so sei es doch klar, daß Teutschlands Wiederaufbau nicht eher gelingen könne, wenn nicht jeder zu der vollen Ueberzeugung komme, am Ganzen für seine eigenen Interessen zu arbeiten. In diesem Sinne sei d e r So zialismuS Deutschlands neue Lebensluft geworden. Die Unabhängigen haften bei GroeberS reaktionärem Bekenntnisse laut gejubelt und sie schwiegen jetzt beschämt. Wenig Ehre brachte ihnen dann auch eine Auseinandersetzung mft E r z b e r g e r. So oft wir die Freigabe der deutschen Gefangenen in Feindesland forderten, schrien die Unabhän- gigen, insbesondere Luise Zietz mit ihrer schrillen Stimme dazwischen: wir sollten erst die r u s s i s che n Gefangenen ftei- geben. Erzberger stellte fest, daß Deutschland 199 999 russische Kriegsgefangene zurückgesandt hat solange, bis die Entente die weitere Rückbeförderung verbot, daß aber die russische Sowjetrepublik 59 999 deutsche Kriegsgefangene in Sibirien schmachten und verkommen läßt. Erzberger mußte leider mich mitteilen, daß die Hoff- mnrgen auf Lebensmittellieferungen leider noch immer sehr gering sind. Me Redner, geführt von Scheide- mann, protestierten kraftvoll und bestimmt gegen die ganze Gewaltpolitik der Feinde, welche die denkbar schlechteste Ein- leitung zu einem ehrlichen Friodensbunde befreiter Völker ist. Daß es die falschen U-Boot-Propheten und der Hazardeur de? Weltkriegs Ludendorff gewesm sind, die uns in diese ver- zweifelte Situation gebracht haben, hatte Scheidemann und auch Naumann treffend dargelegt. Morgen wird nach der Neuwahl deS Präsiden- t e n die Opposition von rechts und links zu Worte kommen, aber schon ScheidemannS heutiges Programm und feine Auf- nähme bürgen dafür, daß die Regierung auch auf eine starke parlamentarische Mehrheit rechnen kann. Nationalversammlung in Weimar. >> <5. Sitzung, Donnerstag, den 18. Februar ISIv, nachmittags 8 Uhr. An den Tischen für die Reichsregierung: Scheidemann, Graf Brockdorff-Rantzau, NoSke, Dr. David, Landsberg, Schiffer, Bauer, Dr. Preuß, Gothekn, Dr. Bell, Wissell, GieSbertS. Vizepräsident Haußmann eröffnet die Sitzung um 8 Uhr 20 Minuten mit de: Vertcsung des folgeuter. ihm heute vom Präsidenten Dr. David zugcgangeuen Schreibens:„Infolge meiner Berufung in die Reichsregierung sehe ich mich genötigt, da» Amt des Präsi- denten der Nationalversammlung niederzulegen. Ich bitte Sie, die Leitung der Geschäft« bi» zur Neuwahl eines Nachfolgers zu über- nehmen." Der Reichspräsident Ebert hat fein Abgeordnetenmandat Ein« Adreffe des Deutfch-österreichischen VolkKmndeS in Plauen an die Grohdeutfche Republik gelangt zur Perlcfuna. Die Vereinigten deutschen Volksrate de? WestkreifeS P o s e n richten aus Meseritz an die Nationalversammlung die Bitte um erhöhten Grenzichutz und energisch« Abwehr gegen die Polen. Darauf tritt daS HauS in die Tagesordnung ein: Entgegen- nähme einer Erklärung üer neuen Reichsregierung. Präsident deS R e ich S m i n ist er i u m» Scheide« an«: Meine Damen und Herren! Der Herr Reichspräsident hat mich beauftragt mit der Bildung des neuen Ministeriums. Aus den Mit- teilungen, die uns der Herr Präsident soeben gemacht hat, haben Sie eriehen, datz sich das neue Ministerium unter meinem Präsi- dium bereits konstituiert hat. Ich kann darauf verzichten, die Namen nochmals zu verlesen— Sie haben sie bereits gehört— und will nur noch hinzufügen, daß diesem Kabinett auch der preußische K r i e g s m i n i st e r ohne Stimmrecht angehört. DaS Programm des Reichsministeriums, umfassend die Aufgaben der nächsten Zu- kunft, erlaube ich mir, Ihnen vorzutragen. Arbeitsprogramm. Die verfassunggebende Deutsche Nationalversammlung ist der alleinige Träger der Reichsgewalt. Festigung der Einheit des Reichs durch eine starke Zentralgewalt, einheitliche Führung der Außen- Politik, einschließlich der auswärtigen WirtschaftSpolitii. (goitfetzunfl auf des S. Seit«.) Das neue Reichsministerium. Der Reichspräsident Eberl hat gemäß§ 8 deS Gesetzes betreffend die vorlänfige Reichsgewalt folgendes Ministerium berufen: Präsident deS Reichsministeriums Scheideman«, Reichssinanzminister und stell». Ministerpräsident Schiffer, Reichsminifter des Auswärtigen Graf v. Brockdoeff- Rantzau, Reichsminister deS Innern Dr. Prentz, ReichSarbeitsministcr Bauer, Reichswirtschaftsministcr Wissell,> ReichSernährungSminister Robert Schmidt, t- Reichskolonialmiuistcr Dr. Bell, Reichsjustizminister Landsberg, Reichöwehrminister, dem auch daS ReichSmarineamt unter- steht. Noske, p' Reichspostminister G i e S b e r t», Minister ohne Portefeuille: David, Erzberger, G o t h e i«. DaS ReichS-DemobilmachnngSamt ist nur ein provisorisches und gehört dem Reichsministerium nicht an. Sein Leiter, Dr. Koeth, führt ebenfall» den Titel eines ReichSministcrS des DemobilmachungSamtes.__ die Pflicht zur Arbeit! Eine Verordnung des Ministeriums des Innern. AuS den langen Erwägungen über die Arbeits- losenfürsorgeist nun der erste praktische gesetzgeberische Akt in Form einer Verordnung geflossen. Die Frage der Erwerbslosenfürsorge, der Unterstützung und der Arbeits- befchaffung für Arbeitslose ist eines der schwierigsten Kapitel unserer katastrophalen Arbeitsnot. Es ist sehr viel herumgeraten worden, und nach viel Erwägungen und großer Ungewißheit ist es jetzt endlich gelungen, einen klaren Weg einzuschlagen, der den Arbeitslosen ihr Recht werden läßt und der zugleich dem Anspruch der Gesellschaft auf größtmöglichste Arbeitsleistung jedes einzelnen Gesellschaftsmitgliedes die Anerkennung erzwingen will. DaS Ministerium des Innern hat als vierten Nachtrag zu der Verordnung über die Aenderung der Erwerbslofenfür- sorge vvm 15. Januar 1919 Ausführungsanweisungen herausgegeben, in denen schärfer als bisher die Arbeitspflicht der Erwerbslosen auch außerhalb ihres Berufs und Wohnortes zum Ausdruck kommt. Nach der neuen Verovd- nung sind die Gemeinden verpflichtet, die Unterstützung z u versagen oder zu entziehen, wenn der Er- w erbslose sich weigert, eine nochge tu iesenc Arbeit anzunehmen, die auch außerhalb feinesBerufsundWohnortesliegendarfund ihm nach seiner körperlichen Beschaffenheit zugemutet werden kann. Hierzu bemerkt das Ministerium des Innern ausdrücklich, daß ein„gelernter" Ar- beiter z. B. auch„ungelernte" Arbeit annehmen muß, wenn sie rhm eben nur nach seiner körperlichen Beschaffenheit zu- gemutet werden kann. Der vielfach geltend gemachte Weigerungsgrund der Erwerbslosen, daß die Versorgung ihrer Familie bei auswärtiger Arbeit unmöglich sei, wird in der Regel dadurch ausgeschaltet werden können, daß nach der neuen Erwerbs- losenverordnung in solchen Fällen die Gemeinde des letzten Wohnortes den zurückbleibenden Familienange- hörigen während der Dauer des auswärtigen Arbeitsverhältnisses die Z u s ch l ä g e zu der Erwerbslosenunterstützung ganz oder teilweise gewähren kann. Diese Bestimmung ist zwar keine zwingende Vorschrift für die Gemeinden, bietet aber doch eine sehr willkommene und empfehlenswerte Erleichterung, um Verheiratete zur Annahme nachgewiesener auswärtiger Arbeit zu veran- lassen. Die Arbeitslosen haben also keinen Grund mehr, Arbeit auf dem Lande oder im Braunkohleubezirk mit dem Hinweis auf ihre zurückbleibende Familie abzulehnen. Aus den Ausführungsbesthnmungen des Ministeriums des Innern ist ferner die Bestimmung hervorzuheben, daß auch Studierende, wenn sie die Kosten des Studiums nicht wehr ausbringen können, daher auf Erwerb angewiesen sind und eine Arbeit nicht finden können, bei der Erwerbslosenunterstützung berücksichtigt werden dürfen, da diese sich nicht auf die gewerblichen Arbeiter beschränkt, sondern auch andere arbeitsfähige und arbeitswillige Personen umfaßt, die infolge des Krieges durch Erwerbslosigkeit sich in bedrängter Lage befinden. J SS wkrti nichk einen Vernvnfiigen Arfofter yeken, Ser gegen diese Bestimmungen Widerspruch erHeden kann. Die Pflicht»ur Arbeit besteht ohne Zweifel für alle Volksgenossen, die fähig sind, Arbeit zu leisten. Der Staat als die Gesamtsumme der Einzelmenschen und der höchste konzentrierte Ausdruck der verschiedenen Interessen aller Volksteile hat die Aufgabe, das Leben der Volksgenossen zu schützen, und er hat deswegen die Pflicht, jeden dazu Fähigen zur Erzeugung der Mittel zu diesem Schutze heranzuziehen. Wer sich der Verpflichtung, für die Gesamtheit zu produzieren, entzieht, der hat an die Gesamtheit keinen Anspruch, daß diese ihm die Mittel zum Leben gibt. Sie muß sie ihm sogar ent- ziehen, wenn sie sich nicht selbst ruinieren will. Jedes gesell- ''chaftliche Verhältnis beruht auf Leistung und Gegenleistung. Wer die Pflichten, die daraus entfließen, ablehnt, verwirkt dadurch das Anrecht auf Gegenleistung. Auch der sozialistische Staat kommt ohne rücksichtslose Verpflichtung aller Arbeitsfähigen zur Arbeit nicht aus. Selbst die Sowjetregierung Rußlands hat die Erfahrungen machen müssen, daß mit schönen Worten allein der gesellschast- liche und de'' Produktionsorganismus immer niehr der Lähmung versagt. Sie hat darum durch ihre Verfassung die allgemeine Arbeitspflicht eingeführt. Deutschland ist durch den vierjährigen, Werte vernichten- den Krieg namenlos arm geworden. Wir können nur durch ''chärfste Arbeitsleistung wieder zu Wohlstand gelangen und darum müssen alle Mittel, die nicht sozial ungerecht wirken, angewendet werden, umjedearbeitSfähigeHand in den Dienst unserer Wiederau fwärtSentwick- lung, in den Dienst für die Hukunft unseres Volkes einjufdannen. LlspS George über den Friedensschluß. Entente und VolschewtsmuS. London, 12. stcbrnar. Im Nntrrhan» Nagt, Vderst Gttint» Ober b««erzlgerung bet FrirdenSkonseren». btt fast alleS, nur nicht den Fr eben mit Dentschlanb de. sprochen habe. Amerika, da» spät in den Krieg eingetreten sei, könne sich vielleicht diese BcrzSg-rung leiste«. Diejenigen aber, de die Lasten und Hitze» de» Tage» getragen haben, klna- ten e» nicht. Da» Land brenne daraus,«a wissrn,»b LloSb Bcorge nicht»ur Schadenersatz bi««um äußerste»»er. lange, svnder» auch Teutschland bi» zur Grenze seiner LeistongSsShigkett«ahlen lassen werde. In seiner An». wort versichert» Lloyd George dem Hause, die Konferenz tue ihr Aeußerste», um baldmögicksit zum Frieden zu kommen, viele Fragen seien mit Dentschtand zu regeln, man nehme z. B. dir Frage der territorialen Wiederherstellung. Vezilolich D-«lschland» West- grenzen fände» augenbliiklich atchtoffizielle Trlrterungen statt und e» bestehe die volle Zuversicht, daß«ine völlig« Neberelnftim» muag bezüglich der gegen Deutschland vorzubringenden Forderun. gen, die die Wcstgrenze betreffen, erreicht werde. Die Grenzrgu. lierung zwischen Polen und Deutschland fei aber ein« andere Frage. Dort sei eine ungeheure Bevölkerung und e» sei sehr schwierig, dort ohne eine sehr sorgfältige Nntersnchung dir Linien zu ziehen. Slsaß-Lothringen sei eine hinreichende Warnung vor den Gefahren eine» begangenen Fehler». Bevor dir nach Polen gesandte UntersnchungSkommtsston zurückgetchr« sei, uicrbe e» unmöglich sein, die Forderungen der Alliierten bezüglich der territorialen Wiederherstellung im Osten Deutschland» festzu- stellen. Wa» die Kolonie« anbelangt, sa habe Deutschland Ünrch die Art, wie r» die Eingeborenen behandelt habe, und auch nn Interesse der Sicherheit der Welt diese» Anrecht verwirkt. DaS sei der wesentliche Teil de» Frieden» mit Deutschland. Bezüglich der Entscheidung halte die Regierung unbedingt an ihrem Wort fest. Bon feite» der britischen Sirgierung sei keine Schwäge In dieser Frage gezeigt worden und e» bestände darin keine Meinungsverschiedenheit zwischen ihr und irgend einer an. deren Regierung. Die Wiedergutmachung sei I» den Ent- schädigungen enthalten. Lloyd George bedauerte, daß von einige» Mitgliedern dem«Ilkerbnud« gegenüber ein gering- schätziger Ton angeschlagen werde. Dir kleinen Rationen sehnten sich sehr noch dem BSlkerbund, da sie auf ihn vertrauten. Dir Alliierten haben»nie Rationen, wie z. V. de» tschechoslowakischen und den jugoilawischea Staat geschaffen. Einige davon hätte» mächtig« Rachbarn. Da» Leben aller dieser Staaten hänge vom Bölkerbnnd ab. E» sei behauptet worden, Wilson würde in der Frage de» Bölkerbunde» nur ein« Partei Amerika» vertreten. Tatsache sei aber, daß Ta st, der auch ein Bahnbrecher de» Völker- bunde» fei, in der Mandatsrage nicht weitergehe al» Wilson. Die amerikanische öffentliche Meinung sei in der Frag« de» BSlkerbnn- de» nicht gespalten, wenn auch Meinungsverschiedenheiten über de Einzelheiten bestehen könnten. Er(Lloyd George» pflichte dem Satze bei, daß keine Ration von dem Völkerbund dem Kriege siberlassen werden dürfe, ohne dir Möglichkeit«n habe», selbst die Berantworrlimkeit zu erwägen. ES ftt niemals ein Borschlag gemacht worden, die 0» l s ch e- Wiste« anzuerkennen»der sie zur Friedenskonferenz zu» zulassen. Der Abscheu, den die Schrecken der Bolschewistrn- Herrschast eingeflößt hätten, habe ihn aber den Tatsachen gegenüber nicht blind gemacht. E» sei zwrcklo», daß dir Konferenz mit dem Bemerken, sie habe den Weltfrieden gemacht, auseinandergehe, be- vor in ßhtfitand Ruhe herrsche, sonst würden noch in ungeheuren Gebieten Ä»vrchie, Nnordnnng und Blutvergießen herrschen. Manche L»ltt« reton zur I n t e r» e» t t» n. Er könne nicht die Ziffern. r>«ne erfe-d-rn würde, cntbülle«. Aber kein vorHZpMger Mensch würde die» Ansinnen gutheißen, wenn er die ZW?» gesehen hiittr. Die militärische Macht der Bolschewiften sei gewachsen und sei groß. Aber bi« Alliierten ebenso wie Teotschlanb sinb zu beschäftigt, um sie anzugreifen. Ein zweiter anempfohlener Kur» sei die Nnterftützung der Gegner ber Bolschewiften. Reben der moralischen Unterstützung hätten dir Alliierten z. V. Feuerwaffen, Munition, AuSrvstungSgegenstände geliefert. Wa» die Sendung von Mannschaften anbelangt, sei eS die Frage, wer sie senden werde. Amerika würde weder Mannschaften noch Geld noch Material sende«. Deshalb werden dir ganzen Lasten tatsächlich aus Frankreich und Großbritannien falle«. Der dritte anempfohlene Kur« sei nur, das Feuer ausbrenne» zu lasse». Dir» fei eine brutale Politik. E» sei nunio», Lebensmittel nach Petersburg zu sende», wenn die einzige BerteilnngSstelle bolfchr- wistisch sei. Alle Anregungen seien erwogen worden. Man habe stch entschlossen, einen versuch zu mache«, diese Leute zu einer Konferenz aufznfordern, um dort z« irgend einer Berständi. gung zu gelangen, die die Wiederherstellung der Ordnung er, möglichrn würde. Die Bollchrwisten versprechen die Zurückzah- lung der Anleihen und Wiederherstellung der von Frankreich und Sngiiand innegehabten Konzessionen, von denen sie wußten, daß alleS für df« Berbranch Rußland? selbst nötig war. DaS bolschewistische System könne nicht ewig wären. Aber in- zwischen habe er rrsahre», daß die Drohung, zu intervenieren, den Botschewiste» die gemäßigte» Elemente in dl« Arme treibe. Er teile den Abscheu vor dem Bolschewismus und weigere sich auch, ihm die Hand zn reichen. Aber daS dürfe einem nicht verhindern, nicht nur im Znterrsse Ruhlands, sondern auch Großbritanniens und der ganzen Welt fein Beste» zu tun, vre Ordnung und eine nute Regierung in diesem verwirrt«» Laude wiederherzustellea. JJ** Rede®e(n jFortsetzung von t. flüßenpolftll 1. Herbeiführu«, sofortigen Frieden». schlusse», Festhalten an den Grundsätzen de» Präsidenten der vre- einigten Staaten unter Ablehnung jeden Gewaltfrirden». 2. Wieder- Herstellung eine» deutsche» Kolontalgebiet». S. Sofortige Rückgabe der deutschen SrirgSgrsangeneu. sLebhaste» Bravol)<. Bleich- berechtigte Beteiligung am Völkerbund, Bleichzeitige und gegen- seitig« Abrüstung, obligatorrsch« Schiedsgerichte zur Vermeidung der Kriege. Abschaffung der Gehetmdiplomatie. II. Innenpolitik. I. Demokratisch« Verwaltung, Beseitigung aller Bevorzugungen bei der Besetzung von Boamtenstellen. Heranziehung der Frauen zum Sfsentlichen Dienst entsprechend den aus allen Gebieten vermehrten Frauen- ausgaber». 2. Hebung der allgemeinen Volksbildung durch höchste Entwickelung des Schulwesen» von unten auf. Jedem Kittd ist ohne Rücksicht auf VemöpenSver Hältnisse der Zugang zu den höchsten AuZbildun�Sstufen gemäß seiner Begabung zu ermöglichen. sBravols Ertüchngung der Jugend. 3. Schaffung eine» aus demokratischen Grundlagen ausgebauten volktheere» zum Schutze de« vaterlande«, unter wesentlicher Herabsetzung der Dienstzeit. Jeder Truppenteil wählt einen Vertrauentau»- s ch u ß zur Mitwirkung bei Verpflegung iKantinej, Urlaub und Unterbringung, sowie bei Beschwerden, Entlassung der in den Ka- sernen benndlichen Soldaten, auch de» Jahrgang» lSLV. Auflösung der militärischen Behörden, die nur für den Krieg geschaffen waren, und der heute al» überflüssig zu erachtenden Friedentbebörden. Für- sorge für die bisherigen aktiven Offiziere und Unteroffizier«. Für die UebergangSzeit: Bestätigung der bisher von den Soldaten ge- wählten Führer, soweit sie sich bewährt haben. 4. Ausreichend« fürsorge für die Kriegshinterbliebenen und K r i e g»- «schädigten. K. Einheitlich« Grundlagen für den Wiederaufbau de» Wirtschaftsleben», Forderung und Au»- gestallung de» Verkehrswesen« unter voller Wahrung de» Reichs. interesie». DaS Reich hat in engster Fühlung mit den beteiligten Kreisen regelnd und auSgleitbend einzugreifen, damit da» deuffch« Wirtschaftsleben sich zum Wohl de» ganzen Volke» entwickelt. Für- deruna der durch die KriegSsolgen schwer« schädigten mittleren und kleineren Gewerbetreibenden. sBravol) S. Rationierung und Höchstpreise werden für notwendige Lebensmittel und zwar für diejenigen, an denen wir Mangel leiden, vorerst aufrecht erhalten. Di« Freigabe der Verteilung der Lebensmittel und die Enffaltung de» freien Handels ersolat. sobald die Versorgung de» Markte» so sichergestellt ist. daß Angebot und Rachfxag« ihren Ausgleich finden könnew Di« Einfuhr wird nur insoweit beschränkt, ak» die» mit Rücksicht aus unsere Finanzverhältniss« notwendig ist. Solange die Einsuhr der rationierten Lebensmittel von Reichsstellen geleitet wird, sind die Vertreter de» Handel» und der Verbraucher hinzuzuziehen. 7. Wirtschaftszweige, dir nach ihrer Art und ihrem EntwickelnngSstanb einen privat-monopolistischen Eharakter ange. nommea haben, sind der öffentlichen Kantrollr zu unterstellen. Soweit sie sich zur einheitlichen Regelung durch die Gesamtheit eignen, in»- besondere Bergwerke und Erzrngnna»»» Energie, und dadurch znr einheitlichen Regelung durch die Gesamtheit sSozialisiernng) reif geworden sind, find sie in öffentlich«»der zemlfchnvirtschastlichc Be- wirtschaftung oder ans Reich, Staat, Gemeindroerbände oder Gr- meinde» zu übernehmen.».Die Koalitionsfreiheit ist für jedermann In der Verfassung festzulegen. Di« Lohn, und Arbeit«. bedingungen find zwischen den Organisationen der beteiligten Unter- nehmer. Arbeiter und Angestellten zu vereinbaren. Ihre Durchführung ist durch Vertretungen der beteiligten Arbeiter und Ange- stellten zu übewachen. DaS gesamte Arbeitsrecht ist den neuen Verhältnissen anzupassen. 3. Auf sozlalpoliiischem Gebiet sind in Angriff zu nehmen die planmäßige v«rbesserunfl der BolkSgesundvett, die Wohnungifürsorge. der AuS. bau des Mutterschutzes, der Säugling»- und Ju- gendfürsorg«. Der A r b e i t» n a ch w e I» ist auf öffentlich- rechtlicher und paritätischer Grundlage zu regeln und für die Arbeitslosen, soweit shnen nicht Arbeit beschafft werden kann, zu sorgen. 10. Den Beamten sind die staatsbürgerlichen und beruflichen Rechte einschließlich de» Koalitionsrechtes zu sicher». Tin« zeit« gemäße Neuregelung der Besoldung», und Penstonsverhältnisse ist durchzuführen. Schaffung eine» freiheitlichen Beamien. und Di»- ztplinarrechteS. 11. Steigerung der landwirtschaftlichen Erzeugung in kleinbäuerlichen, bäuerlichen und allen sonstigen volkswirtschaff. ltch wertvollen Betriebsformen, fflSbesondere durch Pflege bei De- nossenschastswesens, Schaffung»o« Renlsnb und ViedelungSzweck» durch Bobcnverbesserung und Heranziehung de» Großgrundbesitzes nach vorwiegend wirtschafflichen Grundsätzen, erforderlichenfalls durch Anwendung des Vorkaufsrecht» oder durch Tnteignung. 12. verschärfte Erfassung der KriegSgewtnne und wieder. holt« Erhebung einer Mehr-Ein kommensteuer- Heranziehung der vermögen, unter Freilassung der kleinsten, zur Verminderung der Schlildenlast de» Reichet. Di« Sinkommendefteuerung ist tunlichst auf einheitlich« Brundlaae zu stellen und nach sozialen »>nd bevölkerungspolitischen Grundsätzen auszugestalten. Die Erb» schaftsbesteuerung ist in der Richtung der schärfften Er- sassung des Großgrundbesitzes unter Berücksichtigung des vemö- gen» de? Erben cmSzudauen. 18. Sicherstellung der per- s ö n l i ch e n und staatsbürgerlichen Rechte de» einzel- n-n. GewissenSfretheit und Freiheit der Religion». Übung, Freiheit der Meinunataußerung in Wort und Schrift, Freiheit der Presse, Wissenschast und Kunst, der ver- sammlung und Vereinigungen. Meine Damen und Herren i Gl« werden c» verstehen, wenn Ich darauf verzichte, alle angekündigten einzelnen Programmpunkte zu erläutern. An drei Stellen ist, damit keine Mißverständnisse entstehen, gewünscht worden, zu sagen, wa» wir darunter verstehen. Unter Ertüchtigung versieben wir bestmöglichste geistige»,nd körperliche Pflege der Jugend. Bei den Beamten war gewünscht worden, daß man viel eingehender auf alle ihr« Rechte eingehen soll«. Wir haben geglaubt, in einem solchen programmatischen Ar- beitSprogramm nicht bi» in derarffae Einzelheiten hinemochen zu können, wir wollen aber ausdrücklich sagen, daß da» Beamtenrecht in der weitgehendsten Weise den Wünschen der Beamten ent- sprechend auSgebarit werden soll. Bei dem Beschwerderecht der Soldaten ist e» ähnlich. Es Ist nicht möglich, im einzelnen anzuführen, worüber sich der Soldat alle» beschweren kann. Da« Wort Beschwerderecht umstcht da» denkbar weiteste Debtet. Ich glaube, da? dürft« zur Erläuterung de» angekündigten Programms genügen.(Zuruf bei den Sozialdemokraten: Und das Amnestie- g e s e tz 0 Meine Damen und Herren! Da» erste Wort der ersten per- antwortkichen Regierung der Deutschen Republik muß ein Bekenntnis zu dem Gedanken der Volksherrschaft. den diese Versammlung verkörpert, sein. AuS der Revolution ge- boren ist eS ihr Beruf. daS geistige Gut der Revolution vor Ver- schleuderung zu wahren und zum dauernden Besitz deS ganzen deutschen Volkes zu machen.(Bravo!) In gerechter freier Wahl, bei der eS keinen Unterschied gab des Ranges, Besitzes und Ge- schlechtes, hat das Volk Tie zu seinen Vertretern bestellt, durch Sie wird e» sich seine Gesetze geben, denen unverbrüchlichen Ge- borsam zu leisten unser aller P'licht ist.(Beifall.) Lassen Sie sich alle von der Größe dieser Vorstellung durchdringen, auf daß die Souveränität des deutschen Volkes, die der 8. November ver- kündet hat. stabilisiert ist wie ein Fellen von Erz.(Beifall.) Die erste Regierung der Revolntion ist abgetreten, sie trägt ihre Ber- antwortung vor Bol? und Geschichte. Sie bat ihre Ausgab« auch nie anders aufgefaßt als so. daß sie das ihr zugefallene Amt zu treuen Händen zu verwalten haue bis zu dem Augenblick, in dem da» Volk selber in geordneter Abstimmung über die fernere Ge- staltung setner Geschicke entscheid«, könnt«. Darum hat dies« Re» ber ersten Seite.) gierung schon in ihr« ersten programmatischen Erklärung am v. Xo- vember die Wahl dieser Nationalversammlung angekündigt und alle Widerstände dagegen niedergekämpft. Dies ist der Teil chreS Wirken», auf dem sie glaubt mit re st loser Befri'edigung zurückblicke� zu können. Wir wissen nicht, welche sthtveren Stürme uns noch bevorstehe»». Aber ich glaube, die Prophezeihung wagen zu dürfe», daß die Zeiten der Gewaltherrschaft ein für allemal vorüber find(Frau Zieh: Und RoSkel), daß keine Macht der Welt jemals ungestraft e» wagen dürfte. daS gleiche politisch« Recht aller Volksgenossen anzutasten.(Lebhafter Beifall.) Die alten Gewalten waren im Rechtsbewußtsein deS Volke» schon tot al? sie noch scheinlcbendig waren, sonst wären sie nicht so wider- standSloS zusammengebrochen, sonst hätte sich der neue Recht», zustand der Demokratie nicht mit solcher Selbstverständlichkeit eingebürgert. Wir betrachten e» als eine der größten Errungen. schaffen, daß auch die Frauen al» gleichberechtigte BolkSgenoffinne» in unsere Reihen eingetreten sin».(Beifall.) Ich begrüße die große Zahl der Frauen in dieser Versammlung mit der größten Genugtuung und Hoffnung. Soll eS doch die große Aufgabe der neuen Zeit sein, die Polfftk menschlicher zu gestalten al» bisher. Wer wäre mehr dazu berufen als der Teil de» menschlichen Ge- schlecht», der seit den ältesten Zeiten niemals Waffen geführt hat. Von stolzer Höhe ist unser Volk in einen Abgrund gestürzt. Al» man uns rief, war längst kein Halten mehr.(Rufe recht«: Nana!) Das ist das schlimmste eineS zur Niederlage bestimmten Volkes, daß-S sich selbst belügen mutz, weil eS an die Niederlage nicht glauben darf. Wir aber waren zur Niederlage bestimmt. Wir mußten vor der brutalen Wahrheit die Augen schließen, daß zehn schließlich immer stärker find al» einer. Wir durften an unsere Niederlage nicht glauben, wenn wir sie nicht herbeiführen wollten. Konnten aber mff diesem Glauben an uns selbst nicbt die Macht der Zahlen au» der Welt schaffen. AI» entgegen allen voraus» sagen unserer lL-Boot-Propheten da« Heer der Feinde im Westen um Millionen anwuchs und schließlich der geniale Hasardeur de« Weltkriege». Ludendorff.(Widerspruch recht») schließlich den Bankerott erklärte.(Erneuter Widerspruch recht».)— diejenigen, die e» miterlebt hoben, werden keinen Widerspruch wagen—> (Bet fall.) fiel e» wie eine Binde von den Augen de« Volke». Deutschland war reis geworden für de» 8. November. Daß unser Volk ff» diesem furchtbaren Augenblick noch die Kraft besaß, die alte Gesellschaft zu zertrümmern und seine eigen« Herrschast auszurufen, darin erblicke ich die beste Bürgschaft für eine gute Zukunft. Auch die trüben Nebenerscheinungen der Re» Volution können mich in diesem Glauben nicht beirren. Die aite Macht war so niedergebrochen, daß sie jeden Gedanken an Wider» stand ausgab. Dieser Einsicht dürfen wir eS danken, daß die größte Umwälzung sich vollziehen konnte ohne Ströme von Blut zu rosten. Nach der Flucht de» letzten Kaiser» nahm auch Prinz Max seinen Abschied und übertrug die Leitung der ReichSgeschäte meinem Parteigenossen Sbert. der in Gemeinschaft mit Landsberg und mir die Regierung antrat. Damit entstand die provisorisch« Regierung, die bis zum gestrigen Tage gedauert hat. Prinz Max vollzoa damals mit dem Blick eine» StaatSmanne» eine ge- schichtliche Nolwendig'keit. In dem Augenblick, wo Deutschland reif wurde für ein« demokratische Republik, muhte notwendigerweise die Fortführung der Geschäfte an dtejenig« Partei fallen, die seit jeher die vorkämpferin de» demokratischen Prinzip» gewesen war Weder für den Kanzler des alten Regime« noch für uns gab e» in diesem Augenblick ein« Wahl. Wir standen unter dem Zwang der geschichtlichen Notwendigkeit. Am lO. No» vember ergab sich die Notwendigkeit, daß wir uns mit der Fraktion der Unabhängigen auf Bildung einer gemei'nsomen Regierung zusammentaten. Wir gingen dabei von der An» ficht au», die Revolution ohne weiteres Bluwergietzen ihre« Zielen zuzuführen, so wie wir diese Ziele verstanden, zur Auf» richtuns, einer reinen volkSherrschaft im Staat, die un» auch al» Sozial, sten die Möglichkeit zu praktischer Arbeit eröffnete. Wie ernst unsere Absicht und wie weit unser Entgegenkommen war, ersehen«ie au» dem Umstand, daß wir un» bereit erklärten, alle Posten paritätisch zu besetzen, obgleich wir genau wußten, daß unser Anhang im Volke unvergleichlich viel größer war. al» der jeder anderen Partei. sSebr richtig I bei den Sozialdemokraten.) Wir nahmen da» Verhältnis l: I an, während die Wahlen zur Nationalversammlung da» Verhältnis 11:2 ergaben.(Hört! börtl Zuruf bei den u. E.: Wird schon ander» werden!— Lachen.) Unter diesen Umständen war unsere Regierung von vornherein belastet mit einer Erbsünde gegen den Geist der Demokratie. tSehr richtigl bei den Sozialdemokraten.— Lachen bei den U. S.) Aber e» war die» beim damaligen Stand« der Dinge«in not- wendiges Zugeständnis an eine Partei, die nun einmal in den Fehler verfallen war, mehr gelten zu wollen al» sie ihrer Zahl nach bedeutet.(Unterbrechungen bei den U. S.) Sie kennen mich lange genug, um zu wissen, daß Ihre llnterbrechun- gen mich nicht irritleren. iSehr gut! bei den Soz.) Der Fehler vergrößerte sich bei einem Teile der Partei zur trogischt,» Schuld. Er strebte danach, al» Splitter de» deutschen Volke» mit Gewalt die ganz« Macht an sich zu reißen. Er verkannte das Wesen der Revolution u:lb lehnte e» ab, die Mehrheit der Köpfe zu revolutionieren, sondern suchte durch List und Ueder» rebung die Mehrheit der Fäuste und der Waffen aus seine Seite zu bringen.(Sehr richtigl Unruhe bei den U. S.) Ich nehme ohne weitere» an, daß die geistigen Urheber jene» Unter» nehmenS der Sache der Menschheit zu dienen glaubten, aber e» ist der schlimmste Irrtum, dessen ein Mensch fähig ist. wenn er glaubt, die Segnungen de» Sozialismus mit Hand» granaven und Maschinengewehre» einem Volke beizubringen. (Sehr richtigl Unruhe bei den U. S.) Diesen Irrwahn haben wir bekämpft, mit Worten, so lange er sich in Worten äußerte, mit der Tat, al» seine Airhänger wahnwitzigerweise zu Taten übergingen.(Zustimmung.) Wir haben dabei die Jnter- essen de» ganzen deutschen Volke» verteidigt, und, so schh>er wir un» auch zu diesem Kampfe entschlossen haben, unser Gewissen ist rein.(Stürmischer Beifall.— Zurufe bei den U. S.: Blutbeflecktl— Erneuter Beifall.) Wir haben zur Vermeidung de« Bürgerkriewe» alle« gera». nicht zuletzt auch weil wir wußten, daß nach Entfesselung de» Bür» gerkriegeS Scheußlichkeiten auf beit cn Seiten nichlja verrnei» den sein würden. Man kann nicyl neben jeden Soldaten einen Minister stellen, der aufpaßt, daß der Soldat nicht über die Stränge schläft.(Sehr richtig!) Die alleinige Schuld für da», wa» geschehen ist, fallt ausschließlich auf die die allen Warnungen und Beschwö- rungen zum Trotz da« Verderben entfesselt haben.(Leb- haste Zustimmung.) D« Meinungsverschiedenheiten über diesen Punkt führten zum Austritt der Unabhängigen au» der Regierung. WaS dann folgte, haben meine Freunde mit den Unabhängigen al» Angehörige der Eczialdemokratischen Partei auszumachen, nicht ich als Mitglied der Regierung. Wir können aber nicht vergessen, welch ungeheuren Schaben dadurch dem Grundgedanken der Demokratie zugefügt ist, daß die Unabhängigen sich niemal» zu einer reinlichen Trennung von den Anhängern jener Minderheit aufgerafft haben, die die Nationalversammlung bis zuletzt al» einen Hort der Gegenrevolution bekämpft haben.(Lebhafte Zustimmung.— Un» ruhe und Zurufe bei den Unabh.) Ihr Verdienst ist et wahrlich nicht, wenn heute schon die Nationalversammlung da« erste Leben». bedürfnis unseres Volkes erfüllen kann: die Schaffung einer Verfassung.(Erneute Zurufe bei den Unabh.) Sie sind die Sklaven einer Temagogie geworden, sie folgen den lautesten Schreiern, sie bekämpfen die Nationalversammlung, obwohl sie nichts andere» ist und nicht» fei» soll oU die Versammlung, die die in»«n» ekartt (ivS Grundgesetz) der Revolution beschließen soll. sLebhaster Bei- fall. Lärmende Zurufe bei den Unabh.) Nicht die Revolution zu beenden, sondern ihr Werk methodisch und ohne Blutvergießen fort- zuführen, mutz die Aufgabe jeder künstigen Volksvertretung und jeder künftigen Regierung fein, dre vor der Geschichte in Ehren bestehen will. sZuruf bei den Unabh.: Auf ewig gebrandmarkt l) Ihrem Vertrauen abhängt, kann ihre Ausgabe nicht anders auf- ihrem Vertrauen abhängt, kann ibre Aufgabe nicht ander» auf» fassen. Nachdem daS Volk am IS. Januar keiner Partei die abso- lute Mehrheit zuerkannt hat. ist die Bildung einer auS mehreren Parteien zusammengefaßten Regierung zur unausweichlichen Notwendigkeit geworden, und zwar auf einer möglichst breiten Grundlage; die dabei auftauchenden Schwierigkeiten müssen über- wunden werden. Der Friede, den abzuschließen die schwere Aufgabe dieser Regierung ist, soll keine bloße ErmattungSpause in einem ewigen Kriegszustände der Völler sein, er soll vielmehr da» harmonische Zusammenleben aller Völker auf dem Boden einer Weltverfassung begründen, die allen Völkern gleiche Rechte verleiht. In diesem Sinne ist da? Programm des Präsi- deuten Wilson von un» auS innerer Ueberzeugung angenommen worden. Da» deutsche Volk hat sich sein Selbstbe- stimmungSrecht nach furchtbaren Kämvfen errungen, wie sollte e» anders als freudig dem Grundsatz huldigen, daß Völker und Volks- teile nicht wie BauernaufdemSchachbrett verschoben werden dürfen. ES darf darum auch keine neue Sklaverei auf- gerichtet werden; da» deutsche Land soll und wird da» Vaterland aller sein, die Deutsche sein und frei sein wollen, kein« seiner Glieder soll in Schmach und Not verkümmern. Die restlose Er- rcichung aller Vernichtungsziele im Osten hat uns wabrlich alle» andere als Glück gebracht. Ein niedergetretcoei hungerndes Deutschland wäre für die ganze Welt ein Unglück und eine Gefahr. Wir fühle» dir Kraft in uns, der Welt mehr zu geben, als man unS genommen hat, wenn man uns dir Arme frei läßt zum Schaffen. Waren zur Zeit der militärischen Erfolge Teutschlands unsere Alldeutschen eine Gefahr für die Welt, so sind e» die All« deutschendeSAuSlande» jetzt. Tiefe Machtpolitiker können uns wohl, wenn sie die Entscheidung maßgebend beeinflussen können, zum Frieden zwingen, aber sie werden niemals 70 Millionen Men- schen zwingen können, einen solchen Frieden im Innersten ihres HerzenS als ehrlich und gerecht anzuerkennen.(Lebhafter Beifall und allseitig« Zustimmung, l Sie werden nie imstande sein, einen wahren Friedensbund der Völker zu begründen, der auf dem freien Willen d r gemeinsamen Ueberzeugung ruht.(Lebhafter allseitiger Beifall und Zustimmung.) In diesem Zusammenhang« möchte ich ein Wort richten an alle gerecht und menschlich Denkenden auf dem ganzen Erdenrund: daß sie un» unterstützen mögen in der Forderung, die wir in unserem Programm bereit? formuliert haben. daß endlich den deutschen Kriegsgefangenen die MSgllchkctt der Heim- kehr zu ihren Familien gegeben werde» möchte. (Stürmischer Beifall und Zustimmung. Zuruf bei den Unabh.: Schicken Sie doch die Russen �urückl) Wir sind doch hier im deutschen Reichstag und nicht im russischen.(Stürmischer Bei- fall und Zustimmung.) Indem wir unfern Brüdern, die jahrelang von ihren Familien, von ihren Frauen und Kindern und Ge- schwistern getrennt gewesen sind, die herzlichsten Grüße senden, verbinden wir damit den Wunsch, daß uns alle N e u t r a l» n, die sich ein Gefühl der Menschlichkeit bewabrl haben, in dieser Forde- rung unter st ützen.(Erneuter lebhafter Beifall und Zusttm- mung.) Die die alte Welt nur in veränderter Form wieder ausrichten wollen, da» sind die gesährlichslen GegenrevolutionSre. und ihnen stellen wir das Prinzip der deutschen Revolution ent- gegen, die ein« n e u e Welt schaffen will innen und außen, (Beifall bei den Sozialdemokraten.) In diesem Sinne rufen wir als Helfer und Bundesgenossen alle Gleichgesinnten der ganzen Erde auf, mit denen wir freudig und ehrlich zusammenzuarbeiten gewillt sind, denen wir auch unsere Bereitschaft erklären, jede? Opfer zu bringen, da? dir Verwirklichung dieser großen Idee von unS fordert. Einstweilen aber wollen wir unverzagt an unserem eigenen Hause bauen, in dem Bewußtsein, daß alles, was auf deutscher Erde gut wird, auch der ganzen Welt zugute kommt. Tie vorläufige Verfassung, die auS den Beschlüssen diese« Hause» hervorging, ist nur ein Gerüst für den Auibou der end- gültiaen, ES ist unser aller Ehrgeiz, in dieser Verfassung ein Maß von Freiheit zu verwirNicherr, wie eZ keine ander« der Welt kennt. (Bravo?) In diesem Geiste wivd auch da? Heerwesen geordnet werden. so daß jedem einzelnen Angehörigen daS Maß von Freiheit gewährt bleiben soll. daS mit dem Zwecke de» Ganzen vereinbar ist. iBravol) ES muß aber auch dafür gesorgt werden, daß sich nie wieder eine Organisation der bloßen Gewalt über die Organisation des Recht« erhebt.(Beifall bei den Sozialdemokraten.) ES kann in Deutschland keinen anderen Soldaten mehr geben als den Soidaten der Republik, Niemand anders wird die höchste Kommandoaewalt haben als das Volk selbst durch seine ver- fassungsmäß-ge Vertretung. Dem einzelnen steht seine Ueber- zeugung vollkommen frei— die Armee als ganzes kann keine Politik treiben, weder rovaliftische noch bolsche- wistische.(Beifall,) Ein anderes, nicht leicht zu losendes Problem liegt in dem Verhältnis des Reichsganzcn zu seinen einzelnen Teilen, Die Regierilna hofft, in ernstem Zusammengrbeiten mit Ihm,.! daS schwere Werk vollenden zu können— daS schwere Wert, den idealen Grundsatz zu verwirklichen, die Einheit und die Frei- heit wie die unverbrüchliche Solidarität aller deutschen Stämme auf dem Boden der Republik in die Tat umzusetzen. Die Regie- rung ist sich auch dessen bewußt, daß Staatsverfassungen, auch die vollkommensten, nur leere Formen sind, die ihren Inhalt durch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zustände erhalten, Be- seitigung der Klassenunterschiede, das ist die große Aufgabe, die wir uns gestellt haben. Ich will an dieser Stelle ein offene» Wort zu Ihnen sagen. Es würde sinnlos und unnütz fein, die Tatsache verdunkeln zu wollen, daß innerhalb der neupebildeten Regierung über das Ideal der künftigen Gesellschaftsordnung verschiedene Auffassungen herrschen, Tic Volksabstimmung vom lll, Januar hat keiner dieser Anschauungen eine alleinherrschende Stellung eingeräumt, aber ich glaube sagen zu dürfen: Kein Mitglied der Regierung verschließt sich der Erkenntnis, daß wir un» im Zuge einer Enrwickeluitg beiinden, die weder zurückgeschraubt werden kann, noch ohne die schwerste Gefahr für da» ganze übersehen werden kann. Auch die nichtsozialistischen Mitglieder der Re- gierung wissen, daß die sozialistischen nicht aufhören werden, Sozialisten zu sein und demgemäß nach ihrer sozialistischen Ueberzeugung zu handeln.(Bravo! bei den Sozialdemokraten.) Nicht aber denken wir daran, am unsere Kollegen oder auf diese Versammlung eine unzulässige mit dem Geiste der Demokratie unvereinbare Pression auszuüben.(Sehr gut!) Die National- Versammlung wird bleiben, solange bi» da? Volk sie durch eine andere Vertretung ersetzt, die vollr Herrin ihrer Entschlüsse. Wir aber wollen, solange wir das Ve>-trauen ihrer Mehrheit genießen. gemeinsam arbeiten im Dienste des Volkes, das durch seinen Spruch vorn IS. Januar Gemeinsamkeit der Arbeit von uns ge» fordert bat. WaS unS zulemmenführte. da« war das harte Muß, die bittere Not. Wieder hat sich das Wort bestätmt, daß die Not gute Kameradschaft bringt. Nun, deutsche Männer und deusche Frauen. Bahn frei für alles. ivaS aus der Tiefe zum Lickt strebt. Bahn frei für des drängende Neue! Dann werd'en wir es schaffen(Lebhafter Beifall.) Abg. Gröber(Z.): Geehrte Versammlung, außerordentlich schwere Tage sind für daS deutsche Volk hereingebrochen. Im Unglück erst offenbart sich die wahre Größe im Menschen— wie im Völkerleben. Die Hauptaufgabe für� uns in dieser National- Versammlung ist die Schaffung von Frieden und Ordnung, von Brot und Arbeit.(Beifall.) Unsere Kriegsgefangenen sind so rasch wie möglich ihren Familien zurückzugeben(Beifall.) Die besetzten Gebiete müssen frei werden von der Abschnürung und drückende» Belastung mit Quälereien aller Art.(Lebhafte Zu. sttmmung) W» find mm schon mehr a!» 4H Monate, daß Deutschland um den Frieden gebeten hat. Da» ist«in Vorgang, wie er in der aanzen Geschichte der Welt noch niemal» vorge- kommen ist, daß ein Volk um Friede» bittet und mehr als Stt Monate nicht einmal eine Antwort auf dies« Bitte erhält.(Lebhafte Zustimmung im ganzen Hause.) Wir bekennen un» zu dem Grundsatz Wilson« über di« Gebiete mit unzweifelhaft volnischer Bevölkerung, aber über den deutschen Charakter von Danzig und Oberschlesie» kann doch wahrhaftig nicht gestritten werden.(Lebhaste Zustimmung.) Wir erheben Protest gegen den Plan, den deutschen Kaiser vor ein ausländisches Gericht zu stellen.(Bravo! recht« und im Zentrum.) Wir treten für einen Völkerbund ein. Ein Völkerbund kann nickt Bestand haben, wenn im voraus einzelne Mächte mit Gewalt Gebietserweiterungen zu vollziehen suchen. Da» gilt von Elsaß-Lothrtngen um von dem Vorgehen der Polen. Da« Vorgehen der Polen ist um so verwerflicher, weil gleichzeitig ein anderer Feind der gesamten Kulturwelt gegen unS anströmt, der Bolschewismus.(Zustimmung.) Gegen beide Feiwde muß sich da? deutsche Volk zur Wehr setzen, und e» braucht deshalb eine Volkswehr. Wenn je. so empfinden wir heut« den Mangel einer geordneten Trupp«, Zur Zermürbung unserer Armee hat wesentlich du« Bestehen der Soldaten rät« beigetragen. Da« ist kein Glück für un» gewesen.(Sehr richtig! rechts und im Zemrum.) Ich erkenn« an, daß sie als VertrauenSauSfchüsse Gute» gewirkt haben, und in diesem Umfang sollen sie auch bestehen bleiben. Soldatenrät« sind im Grunde genommen mit dem demokratischen Prinzip unvereinbar. Di« Sorge für di« Kriegshinterbliebenen und Kriegsbeschädigten muß für un« auch unter den schlimmsten finan- ziellen Verhältnissen«in« Ehrenpflicht sein und bleiben.(Beifall.) Di« Regelung der Einzelbeziehungen zwischen Staat unv Kirche muß Sache der Einzelstaaten sein, nur daß sie auf dem Boden der Frei- hett, nicht der Unfreiheit zu erfolgen hat. Die jetzige Regierung hat ihre Macht nicht von dem Reckt und Willen einer einzelnen Partei, sondern von dem gesamten deutschen Voli, Meine politischen Freunde im ganzen Reich« erkennen sie als rechtmäßig an. Je stärker die Regierung ist, einen um so besseren Frieden wird sie herbeiführen können. Durch unseren Beitritt wird auch die Politik der Regierung beeinflußt. Da» Arbeitsprogramm der Regierung ist ein Koalitionsprogramm. nicht ein sozialistische«.(Sehr wahr! bei den U. Soz.) Man wird auch künftig nicht mehr von einer sozialistischen Republik sprechen dürfen. Wir sind nicht Mitglieder einer sozialistischen, sondern einer Koalitionsregierung.(Sehr richtig!) Ebenso wie die sozia- listischen und demokratischen Regierungsmitglieder Anhänger ihrer Partei bleiben, so bleiben die Zrntrumsmitglieder eS auck in der Regierung, Heute ist unsere Wehr zermürbt und zerrüttet, und wir müssen mit ungeheuren Kosten un« ein Freiwilli�enbeer scbaf- fen. Wir erbitten hierüber nähere OluSkunft vom RcichSschatzsekre- tär. Wir sind aus die schlimmsten Nachrichten gefaßt und wün- schen lieber Wahrheit als Täuschung.(Zustimmung.) In den Kriegijähren hat leider unter der Nol der Zeit eine gewisse Zenlralisierung eingesetzt. Aber diese Zentralisierung hat einen Aufschrei ausgelöst von einer Gewalt und einer Heftigkeit. wie wir ihn bis dahin noch nicht gehört haben. Den Aufschrei: LoS von Berlin! Und man darf nickt glauben, bah er nur au» einer bloßen OppositionSlufbentstanden sei; e» sind die weitesten und sonst ganz ruhigen Kreise unsere» Volke», die e» ablehnen, ein- fach nach der Schablone von Berlin behandelt zu werde».(Betfall im Zentrum.) Abg, Ranmann(Dem.): Bisher lag für die Volksvertretung kein Zwang vor, bestimmte Mehrheitsgruppierungen zu bilden. Aber nach- dem die monarchische Regierung nicht mehr vorhanden ist. ist e« für die Existenz un» Leitung des Siaale« eine Noliornoiglni. daß au« Gruvpen und Parteien berau« ein oerNeiniamei Gedanken- gana organitaioriscki fest geiügt wird. Da» ist der Jnbalt de« henligen Tage». Durch die Prollaination de« neuen RciwS- lauster« ist eine MehrbetiSregierung auigettetcn, zu der. wie die Herren vom Zentrum. fo mnv wir neben die Mehrheiisiozialdemolratrn getreie» sind. ES wäre auch eine »nsozialist'sckie Mehrheit nach recht» hin möglich geweien. aber diele würde zwei Hauptzwecke der Gegenwar« nick» eriüllen können Eine büraerliide Mehrheit würde die Revolution nicht beenden können, denn gerode diele Zusammensetzung würde alle Sostalisten zu einer aemeiniamen Ovvontion»ormieren und den ordnimaSmäViqen Gana der Geschäfte nicht gewährleisten. Dem Anstand gegenüber würde diese Mehrheit der Rechten als eine Garantie für einen künftigen Rcchtsfrieden in keiner Weise erscheine«.(Sehr richtig!) Die Zutiiininenfassunfl der Mehrheiissoziatoernokraile mit den demokratisch fühlenden Gruppen kann sich leicht vereinigen ans dem Gebiet der durchgefübrien und exakten Demokratie. Die wirklich bi» zu End« gegangene bürgerliche Umgestaliung, die wir in Deuiich» land bisher nicht halten. kann jetzt durchgeführt werden, weil Sostaldemokraten, Demokraten und Zentrum darüber einig sind. Wir haben keine angeborene» politischen Vorrechte mehr, keine Kasten und Klassen.(Wlderipruch bei den U. Soz I Wir haben keine undcmolratischen Unterichiede mehr und können der Außenweli gegenüber den Frieden auf jener Grundlage(ordern, die in un'erer FriedenSreiolution vom Juli 1917 aufgestellt war Gewisse Schwierigkeiten bleiben. Jede der drei Paneien bat ihren eigenen historiichen Ehaiakter und auch in der Regierung bleiben die Vertreter der Parteien ihrer Partei zugehörig Ich halte da» sogar illr einen Vorteil, denn so kann die neue Re- gierung von vornherein keine Klassenregierung lein, e« muß der Volksstaat, die Republik geschaffen werden. Bestimmt und un- «weideuiig muß gsiagl werden, daß beute ein Traum vom Wieder« kommen der Monarchen nur die Bedrohung mit einem Bürger lriege ist(lebhafte Zustimmung), da« Schlimmste und Unheimlickste, wa» wir erleben können.(Erneuter lebha'ter Beifall.> D>e Monarchie bat im gioßen Fegefeuer der Welt nicht den Be- iähigiingsnachwcis geliefert. Wenn wir jetzt die Republik anfrichlen wollen, io darf ni vi überiehen werden, daß alle Republiken, technisch betrachtet, sehr schwierige Avoarate sind. Wir sind zuiammen- gekommen, um die deutsche Republik zu machen, die nicht nur auf dem Papier steht, sondern die wirklich funftionierl. Hier liegen ganz große Schwierigkeilen. wie sie schon vor siebzig Jahren vorhanden waren, Dezenirali'alion, Zentralisation. Bundeöstaalen, Zwiespältigkeiten zwischen Nord und Süd. Wir sind kern einheitlich schematisch gefügte« Volk, ein einheitliches republikanische« deun'chee Volk zu machen, da« ist die Anfgade. worum wir hierher geschickt worden sind. Wir sind nirtit hierhergeichickr worden um un« sensationell zu zankenn eWr Weltsituation, wo der politische Thp von Amerika ausgeht. Wir brai�cken die Einfüguna in dteien W'itiyp„o iveiioia, revl die draußen sehen, daß wir von dem, was von unseren Heeren noch übrig geblieben ist, wieder HeereSteile formieren, damit wir nicht ganz von Polen und Tschechen ausgefressen werden, ruft man in Frankreich: Seht, sie wollen den Frieden nicht, es ist ihnen nicht ernst damit, nein, wir alle wollen ebrl'ch den Frieden, aber wir wollen auf deutschem Boden nicht von Fremden aufgefressen werden. Wir müssen verlangen, daß auch die andere Welt, die Welt der Sieger, daß Gefühl der Anständig'eit, der Menschlich- keit. der Noblesse uns gegenüber besitzt, und da kann man nicht scharf genug aussprechen: DaS, was uns jetzt zerreißt und stört, ist, daß wir feit unserer Niederlage die übrige Welt von einer Harte kennen lernen, die unerhört ist.(Sehr ricktigl— Zuruf rechts: Späte Einsicht!) Wir stellen uns auf die Sätze von Wik- son, auf dieser Grundlage wollen wir Frieden. Wir haben ver- sprochen, auf die Wilsonschen Punkte einzugehen. Mögen sie sauer oder iiiß sein— sie werden gehalten werden bis aufs letzte, aber darüber hinaus ist nichts bisher versprochen wordein. und ich frage: Wo liegen die Rechte für die Polen, jetzt vor dem Friedensschluß unser« Ostgttznze» zu überflute»?(Lebh. Beifall und Zustimmung.) Reich» nttnister Erzberge* erklärt, daß die Sachverständigen infolge der schlechten VerkehrSver- hältniss« zu spät gekommen seien, um da» Schiffahrtsabkommen zu prüfen. Er habe die Verantwortung dafür, daß Deutschland nicht die unentbehrlichen Lebensmittel erhalte, nicht übernehmen können. Die Schiffe seien nicht ausgeliefert, nur zur Verfügung gestellt. Das Eigentum an ihnen verbleibt uns. Die Ab» ser-dung der russischen Gefangenen mußte auch durch di« Entente unterbleiben. Schluß%7 Uhr. Nächste Sitzung Freitag 2 Uhr.(Wahl de» Präsidenten und eines Vizepräsidenten. Fortsetzung der Debatte.) Die automatiscbe Verlängerung öes Waffen, ftiUftanües abgelehnt. tilcue-Verhandlungen erforderlich. Berlin, lS. Februar. Die französische Delegation iu Dpa hat am 13. Februar, morgens 3 Uhr 30 Minuten, telephonisch die deutsche Vertretung tu Cpo benachrichtigt, daß vom französischen General st ab General Wcygaud bei ihr folgende» Telegramm eingelaufen ist: „Der am IS. Januar crneucrtr Waffenstillstand löust am 17. Fe» bruar ab. Die Verlängerung über dirsen Termin hiaauS bi» zur Unterzeichnung des Präliminar» frieden» ist von den alliierten Regierungen nicht gebilligt worden. Infolgedessen haben sich die alli» irrten und die deutschen Bevollmächtigten, welche die Verciabarunge« vom 11. November, 13. Dezember, IS. Januar getroffen haben, z» einer Konferenz zu vereinen, um über die Verlängerung de? Waffen- sttllstandes über den 17. Februar hinau» zu beschliehen. DaS Oberkommando der Alliierten ha« die Ehre, dem deutsche» Oberkommando vorzuschlagen, dir Konferenz am 14. Februar, nach» mittags, in Trier stattfinden zu lasten, und zwar unter denselben Umstände» wie im Januar. ES wird um unverzügliche Antwort gebeten." Eine programmatische Erklärung. Pari», 18. Fbruar. Nach einer HavaSmeldung wird dag her- vorstechende Merlmal de» neuen Waffen stillstände» sein, daß er nicht mehr auf kurz« Frist, sondern endgültig bi» zur Unterzeichnung der Friedenspräliminarien abgeschlossen werden wird. Der Oberste KriegSral war der Ansicht, daß der pro» visorisch« Modu» Vivendi weder für Deutschland noch für die Entente länger wünschenswert sei und daß eS besser sei. daS Peinliche in den Beziehungen der beiden Parteien zu beseitigen. Seit dem 1l. November haben die Alliierten in der Tat Deutschland auS der Nähe prüfen und sich genau von seinen wirklichen Absichten ihnen gegenüber Rechenschaft ablegen können. Sie müssen in der Lage sein, von ihm die Ausführung seiner Verpflichtungen zu erreichen, ohne da» Zwangsmittel einer allmonatlichen Erneuerung de» Was- fenftillslande» zu gebrauchen, da» gleich einem Damoklesschwert über Deutschland schweb«. Andererseits wurden die Alliierten genötigt, um so ernstere Bürgschaften zu fordern, al» der Waffen- stillstand länger dauern wird. Sie wandten die Grundsätze W i l- son» an, wonach et Deutschland unmöglich gemacht werden müsse, den Krieg wieder zu beginnen und wonach di« Beziehun- gen zwischen Deutschland und der Entente nicht durch häufig wieder» holte WosfenstillslandSbesprechungen vergiftet werden sollten. Fer« ner wurde der energische Wunsch ClemenceauS berücksichtigt, Frankreich gegen jegliche Ueberraschung zu schützen, den er in der gestrigen Sitzung de» KriegSrateS zum Ausdruck brachte. Präsident Wilson schloß sich dieser Auffassung an. Nach Anhörung der militärischen Sachverständige» nachm der KriegSvat schließlich folgende Entschließungen an: Der gegenwärtige Waffenstillstand wird am 17. Februar für eine sehr kurze Tauer ernruertwerden, mit der Mög. lickkeit für dir Alliierten, ihn jederzeit auszuheben, sobald die Klauseln nicht erfüll» werden, zu denen dir vorher von den Deutschen nicht ausgeführten, sowie die Verpflichtung für ihr Heer gebören, u n. verzüglich die Feindseligkeiten gegen Polen ei«. z n st e l l e n und nicht die sestgeschtr Linie zu überschreiten. Während der kurzen Frist wird eine Sondcrkommission endgültig die Be- dingunge» für den neuen Waffenstillstand redigiert haben, der diesmal biß zur Unterzeichnung der Friedenspräliminarien gelte» wird. Die Bedingungen sind scharf und sollen vor allem eine Demobil- machung und Entwaffnung Deutschlands unter Kontrolle der Al- liierten in» Auge fassen. Deutschland wird dann mit de» neuen WaffenstillstandSbcdingungrn besaht werden. Die Nativnalversamm- lung in Weimar wird sie zweifellos bi» zum Erlösche« de» proviso- rifchea Waff-aftillstandeS zu prüfen vermögen. Steigerung üer radikalen Bewegung in England. Ll.» und S.-Räte in Birmingham aufgehoben. Amsterdam, 13. Februar.(TU) Au» London wirb gemeldet: Nach einem Bericht der„Daily Mail" au» Birmiag. h a m lmben die dortgen Behörden die seit dem 2. F c b r u a'r gebildete» A.. und S.- Räte a u s g e h'o b e n. Al» Pro- *tft gegen diese behördlich« Mahnahm« sind die Arbeiter im Bir» minghinner Gebiet in'einen allgemeine» Streik ednge- treten. Basel, 18. Februar. Die„Times" hält die G t r e i k l a g e in England für sehr ernst und sieht In ihr die erste Phase sozlalistis'cher Kämpfe. Auch andere Londoner Blätter warnen Vor dem Irrtum, mit der Beendigung einiger Streik» die Krise als überwunden zu betrachten. Haag, 13. Februar. Au» London wird gemeldet: In der Arbeiterbewegung scheinen große Dinge vor sich zu gehen. Die Lettung der Gewerkschaften hat die Führung der einzelnen Per» bände au» den Händen verloren. Jeder einzelne Industriezweig wünscht eigene Arbeitsbedingungen, eigene Lohnsätze und eigene Arbeitsdauer. Für diese Woche sind drei große Arbeitertongresse einberufen worden, um eine Einheitlichkeit zu erzielen. Die Delegierten von 900 000 Bergarbeitern werden in Southport zu- sammenkommen, die Vertreter von 400 000 Eisenbahnbeamten in London und von 300 000 Transportarbeitern ebenfalls in London. E» wird erwartet, daß wenigsten» in der Frage der ArbeitSdauer eine Einigung zwischen den verschiedenen Arbeiterzwergen und Verbänden erzielt werden k-rnn. Lekte Nackrickten. Ter Hamburger Streit. Hamburg, 13. Februar. Die ausständigen Angestellten der Hamburger Straheneisenbahn, Hochbahn und Hamburg-AItonaer Zentralbahn beschlossen heute, nachdem die Direktionen keine wei. tercn Zugeständnisse machen wollten und die sozialpolitische Abtei- lung des Arbeiterrats den Schiedsspruch nicht abändern zu könne» erklärt harte, mit 498 gegen 3öS Stimmen im Ausstand zu ver- harren._ EiSner gegen Ostslhutz. München, 13. Februar. Die Korrespondenz Hoffmann meldet: Die neueste Entwicklung der Lage in Polen läßt öS zurzeit un- tunk ich erscheinen, daß bayerische Freiwillige zum Ostschutz abgehen. Abttansporte nach dem Osten werden daher nach einer Mitteilung de» Ministerium» für Militärische Angelegenheiten zu- NÜchst imlccbiiiiteA* i GewechchaflsbewWns Der Streik io üea Kauf- und Warenhäusern. Vergeblicher Einigungsversuch. Auf Veranlassung bei Oberbürgermeister» SBet« m u t h kamen im Gewerbcgericht Freitag abend die Vertreter der Streikenden mit den Vertretern des Arbeitgeberverbandes im Ein- zelhandcl unter der Leitung vcn Unparteiischen und dem Vorsitz des Magistratsrats v. Schulz zusammen, um eine Verständigung zur Beilegung des Streiks zu versuchen. Aus den einleitenden Besprechungen ging hervor, daß der Zentralverband der Handlungsgehilfen bei den Arbeitgebern den Abschluß eines Tarifvertrages beantragt hat und daß er— da die Tarifverhandlungcn nicht in kurzer Zeit abgeschlossen werden kön- nen— ein Provisorium eingereicht hat, durch dessen Bewilligung die Gehälter der Angestellten vorläufig bis zum Abschluß des Tarifs geregelt werden sollen.--- Für die Arbeiter handelt es sich be- kanntlich nur um die Anerkennung des schon früher vom Eini- gungsamt gefällten Schiedsspruchs durch die Arbeitgeber. Die Vertreter des Arbeitgeberverbandcs erklärten, sie hätten kein Mandat, über die Forderungen der Handlungsgehilfen zu verhandeln. Das sei auch deshalb nicht möglich, weil ihnen die Forderungen der Handlungsgehilfen erst vor einigen Stunden zu- gestellt seien. Die Vertreter des Handlungsgehilfenverbandes behaupten da- gegen, die Forderungen seien den Arbeitgebern schon am Dienstag zugegangen, sie hätten also Zeit genug gehabt, dazu Stellung zu nehmen. Die Vertreter der Transportarbeiter und der Handlungsgehil- fen erklärten, daß diese beiden Gruppen durchaus solidarisch den Streik führen. Eine Verständigung mit dem Transportarbeiter- verband allein könne nicht zur Beendigung des Streiks führen. Dieser könne nur unter der Voraussetzung beendet werden, daß eine Verständigung gleichzeitig über die Forderungen der Arbeiter und über da? Provisorium der Handlungsgehilfen zustandekomme. Die Arbeitgeber erklärten, unter diesen Umständen hätten die heutigen Verhandlungen keinen Zweck, denn über die Forde- rungen der Handlungsgehilfen könnten sie jetzt nicht verhandeln. weil ihr Verband noch nicht Stellung dazu genommen habe. Die Vertreter beider Parteien waren schließlich darüber einig, daß di« Verhandlung vertagt werden müsse, da eine getrennte Ver- Handlung über die Forderungen beider Berufsgruppen ja doch nicht zur Beendigung des Streiks führen würde. Auch die Maschinisten und Heizer sowie die in den Waren- Häusern beschäftigten Photographen hatten Vertreter zu den Ver- Handlungen gesandt, da diese Berufsgruppen ebenfalls Forderun. gen gestellt haben, die jetzt miterledigt werden sollen. Schließlich wurde noch angekündigt, daß auch die Tapezierer Forderungen stellen. Die Verhandlungen wurden nach einer zweistündigen Au». stmrche vertagt. Sie sollen, wenn möglich, heute um 2 Uhr fortgesetzt werden. Auch in den kleineren Spezialgeschäften find di« kaufmänni- schen Angestellten mit in Auestand getreten, um di« Forderungen der Hausangestellten zu unterstützen. Die Republikanische Solda- tenwehr hat, um Störungen zu vermeiden, auch am Donnerstag die größeren Betriebe besetzt und außerdem Patrouillen entsandt, um bei Zwischenfällen die Ruhe aufrecht erhalten zu können. » All« Anfragen betreffend Anerkennung de» Schiedsspruches find an das Zentral-Streikbüro Roßstr. 6 bei Sasse zu richten. Zum Abschluß ist nur der Deutsche TranSportarbciter-Lerband berechtigt. In allen Betrieben, wo noch keine Vertrauensleute ge- wählt sind, haben die Kollegen sofort ihre Adressen an den Bran- chenleiter Kollegen F. Pollmeier im Streikbüro oder im GeWerk- schaftshaus, Zimmer 33, abzugeben. Die Streikleitung des Deutschen TranSportarbeiter-VerbandeS. Die Zevtrakverband der Handlungsgehklfe». Kollegen und Kolleginnen, die fich dem Streikbüro ginnen, vie|tcö dem Stretkbüro zur Verfügung stellen wollen, treffen fich vormittags S Uhr im König. stadt-Kasino, Holzmarktftr., Erscheinen erwünscht. an der Alexanderstraße. Zahlreiches Die Vertrauensleute der Bergarbeiter gegen Spartakus. Die VertrauenSmännerkonferenz des BergarbeikrverbandeS in Bochum und Dortmund nahmen nach eingehenden Verhandlungen folgende Entschließung an: ..Die Vertrauensleute des Verbandes jDer Bergarbeiter Deutschlands stimmen darin überein, daß die Sozialisierung der Bergwerke erstrebt werden muß. Der Sozialisierung muß aber naturgemäß die Demokratisierung der Betriebe vorauf- folgen. Eine Sozialisierung von heute aus morgen, ohne daß die nötigen Vorbedingungen dazu erfüllt sind, würde besonders in jetziger Zeit ein Experiment sein, das ungeheuren Scha- den für ganz Deutschland heraufbeschwören w ü r d e. Die Vertrauensmänner erkennen an, daß gerade durch die Gewerkschaftsarbeit die Demokratisierung der Betriebe seit Jahrzehnten erstrebt wurde und auch allein durch fie erreicht werden kann. Ist dies geschehen und das Wirtschaitsleben in ruhigere Babnen geleitet, dann ist der Weg frei zur Soziali- sieruiig der Grubeiu Die Vertrauensmänner verurteilen ganz entschieden die in letzter Zeit von gewissenloser Seite gegen die� Gewerkschaften und ihre Führer entfachte Hetze und geloben, auch weiterbm für die Stär- kung ihrer Oraanisaiion einzutreten, da fie wohl wissen, daß die heute große Reden führenden Schreier und unorgani- sierten Stützen der Reaktion den Arbeitern nicht helfen, sondern sie nur ins Elend stürzen werden. Die Ver- trauensleute erklären ferner, daß die wilden Streiks unterbleiben und alle Streitfragen, Wünsche und Beschwerden auf dem Ver- handlungSwege erledigt werden müssen." Diese Entschließung wurde einstimmig angenommen. Außer- dem wurde einstimmig beschlossen, sich an den Arbeitcrausschuß- oder Räte-Wahlen zu beteiligen, welche demnächst laut Verordnung der Reichsregierung vom 18. Januar ISIS auf'Grund des Verhält- niswahlsystems stattfinden. DaS ist eine entschiedene Absage an Spartakus. Die Lohnbewegung bei den Kriegsgesellschaften. In einer Konferenz der Arbeiterräte der Kricgsorganisationen protestierten diese gegen die Verschleppung der seit Wochen schweben- den Verhandlungen mit den Reichsbehörden und Direktionen und nahmen einstimmig eine Resofiition an, in der der Vollzugsrat be- auftragt wird, bei dem Zentralrat und der Regierung sofort vor- stellig zu werden und dafür zu sorgen, daß jetzt die gewählte und zu Recht bestehende Neuncrkommission von den Behörden und Ge- schäfisleitern als Jnteressen-Vertretung sämtlicher Angestellten — also auch der gewerblichen Arbeiter und Hausangestellten— anerkannt wird und daß nunmehr die Verhandlungen innerhalb fünf Tagen zu Ende geführt werden. Es wurde eine Kommission ein, gesetzt, welche mit dem Vollzugsrat, dem Zentralrat und der Re- gierung in Verhandlungen zu treten hat. Sie ist sofort in Ver- Handlungen mit dem Vollzugsrat eingetreten. In der Diskussion wnede betont, daß der Staat, der letzten Endes der Arbeitgeber dieser 40(XX) Angestellten der Kriegsgesell- schaften ist, in vielen Beziehungen noch viel reaktionärer ist als die Unternehmer der Industrie und Handelskreise. Die Angestellten seien mindestens so zu bezahlen wie die Angestellten der Privatin- dustrie. Der Staat hat alle Veranlassung, Lohnbewegungen und Streiks von Arbeitern und Angestellten zu vermeiden, deshalb ist es seine Pflicht, den berechtigten Forderungen der Angestellten nachzu- kommen. Die versammelten Arbciterräte fordern, daß bei dem bevorstehenden Abbau der Kriegsgesellschaften zuerst die Wirtschaft- lich Starken denjenigen Kollegen die Arbeitsplätze zn räumen haben, die auf ihr Arbeitseinkommen angewiesen sind. Diesem Grundsatz haben sich auch die leitenden Beamten zu unterwerfen. Stillegung des Betriebes von Ludwig Locwe. Die Arbeiterschaft der Ludw. Loewe u. Co. A,-G. und Typo- graph G. m. b. H., Huttensirahe, ist wegen Kohlenmangel auf un- bestimmte Zeit entlassen worden. In der Betriebsversammlung, die hierzu Stellung nah«, betonte ein Redner: Aussicht auf Wieder- einstellung haben wir all« nicht. Jeder ArbeiUlose bekäme auf dem Arbeitsnachweis eine Nummer, nach welcher Reihenfolge dann die Arbeiter eingestellt würden. Tas würde dann heißen, daß der Betrieb mft betriebsfremden Arbeitern wieder beginnen müßte. Die Versammlung nahm eine Resolution an, in der es heißt: Tie Arbeiterschaft ersucht den Arbeiterrat, alles zu tun, um in Verbin. dring mit den zuständigen Behörden, dem Demobilmachungsamt. den Fachausschüssen usw., darauf zu dringen, daß durch Lieferung von genügenden Mengen Kohlen der Betrieb bald wieder ausgenommen werden kann, �ie Arbeiterschaft ersucht auch die auftrayerteilenden staatliche'n BeHorden bei Vergebung von Aufträgen in Werkzeugen und Werkzeugmaschinen die beiden Firmen in erster Linie zu be- rücksichtigen. Bezüglich der Wiedereinstellung sollen alle, soweit ste nicht den Temobilmachungsanordnungen unterliegen, an ibre alten Arbeitsplätze gestellt werden.— Weiter erklären' die Versam- melten, wohlöcwußt, wie schwer die allgemeinen Zustände speziell in wirtschaftlicher Hinsicht liegen, daß es angebrachr sei. nicht nur den Arbeitern, sondern auch den Unternehmern die unbedingt« Warnung im Punkte Vernunft zuteil werden zu lassen. Tie Ar. beiter ersuchen auch um Einrichtung einer Erwerbslosen-Kontroll- stelle in Moabit.___ Hermann Pappe, der Sekretär im Zentralvorstand des Holz« arbettervcrbandeS, rst im Alter von 55 Jabren einer langen, tückisiben Krankheit erlegen. Mit ibm verliert die Organisation einen Mann, der sich durch sein hervorragendes Wirken große Ver- dienste um deren WachMum erworben hat. Vom Jahre 1899 bis 1903, ehe Pappe besoldeter Ganvorsteher für den Gau Erfurt wurde, war er Angestellter bei der Erkürter.Tribüne". Erst als Berichterstatter, dann als Redakteur. In der neuesten Nummer der .Holzarbeiier-Zeitung" wird des braven Kampsgenossen in längerem Nachruf ehrend gedacht. Der Bcrgarbeitcrverband hält am IL. Juni in Bochum seine 21. Generalversammlung ab. Die vorläufige Tagesordnung weist u. a. alz Beratungsgegenstand„Demokratie und Sozialismus im Bergbau" auf. In der Betriebsversammlung der A. E. G., Abt. A. F. II, wurde an die Regierung folgende Reioluiion beschlossen: I. Bei den geaenwärligen Verhältnisien ist die Arbeiterschaft nicht in der Lage, die Steuern noch dem jetzt bestehenden Verdienst zu zahlen, da die Arbeiier lediglich von der Hand in den Mund leben. Es wird von der Regierung gefordert, den Steuersatz für die Arbeiterschaft unbedingt zu ermäßigen. II. Tie WohnungSmieten auf den im Jahre 1914 bestandenen Satz zurückzusübren. Keine Verschmelzung. Die vor einigen Tagen durch die Presse gegangene Nachricvt von der beabsichiigten Verschmelzung des Scvutz« veibandeS stellenloser Kaufteute und Burcauangeslclllen Tüsieldorf mit dem Freien Angestellteiiverband e. V., Berlin, Jüdenstr. 24, ist nicht zustande gekommen. Die Generalversammlung deS F. A.-A. lehnte entschieden das Zusammengeben ab, da der Schutzverband Arbeitgeber als Ebren- bezw. paisive Mitglieder aufnimmt und von dreien z. T. recht erhebliche Mittel erhalten hat. Eiukassiercr und Kasscnboten der Versicherungs« gesellschaften. Das Zentral-Streilbureau für die Kassenboten und Einnehmer der VerkicherungSgesellschaften befindet sich Behrenstr. 14 IS in P a t t ch o r t e S Bier ha Herr. Dort hat sich im Laufe eines jeden Vormittags ein Kassenbote von jeder Gesellschaft, Subdirekiion oder Generalagenlur. zur Information einzufinden. Deutscher Transportarbeiterverband lSektion der Einkafsterer und Kassenboten.) Der Tachdcckervcrband bält seinen 12. Verbandstag in den Tagen vom 25. bis 28. Mai in Frantfurt a. M. ab. Verantmortllch für Politik Artur Fickler, Charlottcnburg, für den übrigen Teil des Plattes Alfred Scdot», Ncutolln: für Anzeigen Tdcodor Moite, Pertin. Vertag! VoroartS-VeUiig A. IN b. H.. Berlin. Druck Loridärls-BulUbruckerei und LortagSanftatt Pau! Cinger u. Co In Berlin. Lrndenfrrahe s. Hicrzu 1 Bcitagc. Prof, Dr. von Banieleben Ist nach 4Vjiähriger Kriegsabwesenheit zurückgekehrt und hat die Leitung seines Strahlen-Insütuts and seiner Prauen-Poükllnlk In der Karlstr. 38, ebensowohl wie seine Privattätigkeit als Frauen- arol und Chirurg wieder aulgenommen. 42/15 Ambtilatoriuni und Stralilen- Institut ▼ormlttaga 9'/,— 12>, Karlstraße 38. Wohnung: Heotag, Dienstag, Donnerstag, Freitag Vir—»'/, Kurfürstendamm 65. Perser-Teppiche ÄTtÄtn zu kaufen gesucht. vff. u. Pf. U. 2063 an Rudolf Mosse, Leipziger Straß- 103. „fredy" Zigaretten-Vertrieli Brunnenstr. 17. Zigaretten, p�Tan. Zigarren,""iSV«n. 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Wir lernen die gewal- ligen atoturkrüfte der Erde leimen, die phasitalischen und chemischen Energien, und wir sich dies- im Wellbtid stetig äußern. Das Werk bringt ferner die gesamte Stammes- nnd Raffeu- cnlmltftung der Menschheit vom Endglied der Tierreihe bis zur Gegenwart über Affenmensch und Eiszeitmensch hinweg zu den Natur» und JluIturoBItcm unserer Zeil; e« beschreibt ausführlich den ÜOtper de» Menschen und sein Seelenleben. Wir werden über die Entivlcklung vor»er«Vebvrf, Uber -«evlch. Eine reich Mnsfr. EniwIlNnngsgeschichfe der ganzen wslf rnlf Viesen zerlegbaren Modellen. Inseln nnd Dorfen. Jearbvife! von Dr. Rtlnkerfnev, Vr.-Zng. Pfahl, Assist, n. d. Tech». Hochschnle Serlln, Sergtver«»- »irekkor Dr.-Zng. Schuppe, Sanifäfsraf Dr. VUst tger, Dr. Aschke, Dr. Schaurit-imiöL 2 starte, hochelegante Vrachibände(holzfreies Papier) in SchuhhüC-. Etwa 2000 Selten und 1500 Texibüder. 27 ftunstöratf- und PSlkerhipenIafeln, Modellatias mil vielen zerlegbaren Modellen der Lebewesen bis znm Menschen, Hand- allvs Ober alle Lönder der Erde.— Extrabeilage:«Die Entwicklung des Menschen vor der Geburt�» mit 62 Einzelbilder». den anatomischen Bau. die Funktionen der Organe beiehrt und dringen ein in die Geheimnisse de? Seelenlebens, den feinsten Regungen unseres Geistes nachzuspüren. um hier In wei- irrer Folge tritt uns das Schassen der Menschheit vom grauen Altertum dl« zur Gegenwart im Rahmen der knttnr vor Augen; wir lernen alle großen Grrungenschastev der Mlsienschast nnd lechn» kennen, mustern die Sd>öpfungen der stunst und bewundern e» dann, wie der Mensch es ver- standen hat, die zahllosen mineralischen Schdfj« des Erd- ielbe» der dunklen Tiefe zu entreißen und sich dieselben viel- festig dienstbar zu machen. zahle» Sie nur 6 MIT Gliederung: L Abt.: Neid) der Sterne. Mit 78 Abb., I Taf./ 2. Abb; Bau des Erdballs. Mit 60 Abb. 5 Tat./ 3. AdL: Naturlräste der Erde. Mit 302 Abb. 9 Taf./ 4. AbL; Leben der Erde mit 191 Abb., 15 Taf., 14 zerlegb. Modelle/ 5. AbL: Geographtscher Atlas. Mst 53 färb. Karten und erl. TexL/ 6. AdL; Der Mensch und seine Raffen. Mir 336 Abb. 23 Taf. u. Modell m. 47 Einzelbildern./ 7. AbL: Entwicklung der Kultur durch alle gelten. Mit 174 Abb» 11 Taf.— 8. AbL; Naturkräfte im Dienste der MenschheiL Mst 315 Abb., 5 Taf./ 9. AbL; Bodenschätze der Erde. Mit 123 Abb., 2 Taf. Urteil«:»Deutschösietreichische Lehrerztg.': Leistung ersten Ranges, grünbliche Sadjtemstnis, gediegene sprachliche Form. Ersetzt eine große Bibliotbek. Illustrationen wundervoll. Kein anderes Land kann sich solch eines Wertes rllhmen.—„Beel. Tagebi.": Beiehrendes Nachschlagewerk der rrinrn, beschreibenden Naturwiffenschaften. wie es auch nur in ähnlicher Vollständig. teil, Knappheit und guoeriässigtest noch nicht vorhanden war. Bortrefflich ausgestattet; mit bestem Gewissen zu empfehlen.— „Leipziger Neueste Nachrichten": Eingehende Geschichte des Menschen, Fülle und Neichwm des Gebotenen einzig. Ein Schah für Hans und Familie, warm empi.—„Freimaurerzig.": Führer durch das Wrllgebäude, wie wohl rein zweites vor- ziinnden isL—„Deutsche Postzeitung": Großartiges Gesamtbild. Fülle des Wissens in gediegener, eigenartiger Weise, und viele andere. Roch der gute Friedensdruck, solange der Vorrat reicht, Ettvas, wamst>eder zufrieden sein muß. Auf Wunsch S Tage zur Ansicht; also gänzlich rtsilolos. Zählkarten umsonst. Pestalozzi-Bu chhandlung Unke& Co.9 Halle S. Fernruf 4268 und 3865. !te. 84 ♦ 56. Jahrgang Seilage öes vorwärts Ireitag, 14.5ebruar 1419 GroßSerün Mit dem sozialistischen Steuerschrecke« suchen die Deutschncitionalen, wie die„Tägliche Rundschau" beweist, Wahlgeschäfte zu macken. Daß der von den Deutsch- nationalen eingerührte,-verschärfte und verlängerte Krieg nach einem solchen Ausgang schwere Steuerlasten bringt, ist natür- lich unbezweifelbar und selbstverständlich wird die Demokrat!- sierung endlich dazu führen, daß in erster Linie dem genommen wird, der da hat, daß ihm aber nicht auch noch gegeben wird, auf daß er die Fülle habe. Mehr Proletarisierung des Mittelstandes kann keine sozialistische Parteiherrschaft treiben, als der Krieg mit seiner un- geheuren Kapitalskonzcntration zuwege gebracht hat. Der proletarisierte Mittelstand hat allen Grund, mit denen zu- sammenzugehen, die auch schon vorher Besitzlose gewesen sind, nicht aber sich von den Wortführern kapitalistischer und Haus- agrarischer Interessen einfangen zu lassen. Der Umiiurz bei den Demotralen gebt seinen Gang. Eine neue Kandidatenliste ist im Werden, und in ihrer Verlegenheit um nicht allzu kompromitlierle Persönlichkeiten, die man an die Spitze der Liste stellen könnte, ist man jetzt auf Friedrich Naumann der- fallen, der kaum Zeit und Lust zur Tätigkeit im Rathause haben wird._ Herr Ladendorff, der„Demokrat"! Ter Berliner Stadtverordnete- und Haus- agrarierführe r Ladendorff, der bei der bevorstehenden Stadtverordnetenwahl wiedergewählt werden will und von der D e u t s ch d e m o k r a t i s ch e n Partei auf ihr« Kandidatenliste pe>etzt worden ist, bat durch eine öffentliche Erklärung sich gegen den Verdacht konservativer und reaktionärer Gesinnung verwahrt. Zur Lsennzeichnilng dieses Herrn erinnern wir daran, daß er noch im Oktober 1918, wenige Wochen vor der Revolution, in einer lediglich zur Erörterung von Interessen des Hausbesitzes einberufen Hausbesitzerversammlung es sich nicht verkneifen konnte, ein Kai« s e r h o ch auszubringen. Das war zu einer Zeit, wo die in die Regierung eingetretenen Sozialdemokraten schon dabei wmsen, Wilhelm den Letzten abzusägen. Herr Ladendorff versuchte, fein Hoch auf den sozusagen an den Haaren herbeigezogenen Kaiser zu be- gründen und dabei zugleich die Bedeutung der mit dem Eintritt der Sozialdemokratie in die Regierung angebahnten Demokratisierung abzuschwächen. Er, der jetzt als Temokrat gelten möchte, sagte da- mals wörtlich:„Der Kaiser hat befohlen(!), daß sein Volk in der Regierung mitarbeitet." Ueber diese drollige Darstellung brachen die Hausbesitzer nicht in Heiterkeit aus. sondern sie stimmten in das Kaiserhoch begeistert ein. Ein Wort sei noch über die bisherige Stadtvcrordnetentätigkeit des Herrn Ladendorff gesagt. Er ist erst seit November 1918 in seinem Amt und man hat noch nicht viel von seiner Mitarbeit bemerkt, aber das hat die Teutschdemokratische Partei nicht gehindert, ihn mit in das neue Stadtparlament hinübernehmen zu wollen. Er ist eben HauSagrarierführer, darum paßt er zu den Kommunal-Demokraten. Zur Verhaftung RadekS, die in der PaulSborner Str. 03 in Halensee erfolgt«, sei noch mitgeteilt, daß mit ihm seine Sekretärin Lina Becker aus Lichtenberg und seine Stenotypistin Frau O st e r- l o h verhastet wurden. Der gewesen« Bremer Spartakisterrrat hatte Radek Papiere auf den Namen eines Nationalötonomen Karl Richard, geb. 81. Oktober 1885 in Posen, und ein Empfehlungs- schreiben ausgestellt, wonach er hier die Wirtschaftslage der Textil- Industrie studiere.— In der Provinz Posen soll eS gelungen sein, den Hauptputschmachcr Dorrenbach zu verhaften. Er wollte bekanntlich die Volksmarinedivision den Spartakisten angliedern und floh, als ihm dies entscheidend mißlang. Ueber die Sonnabendvorgänge in der Münzstraffe schreibt uns ein Arbeiter: Vom ersten Stock de» Eckhauses Münz- und Kaifer-Wilhelm-Straße sahen ich und meine Tochter. wie das Publikum sich verschiedene Male gegen die Soldaten wandte. Ein Offizier mit zwei Mann, der sich wohl etwas verspätet hatte, kam noch hinterher, um sich seiner Trupp« anzuschließen. Man der- suchte sie daran zu verhindern, indem man auf sie eindrang. Ber- schieden« brüllten mtt vor dem Mund gehaltenen Händen:.Blut- h u n d ei Bluthunde!", um so die anderen anzufeuern und dann wieder zu verschwinden. Man provoziert da» Mili. tär solange, bis es schießr, um dann Stoff zu neuen Hetze, reien zu haben._ Vattertcuerung. Der außerordentliche Rückgang in der Anlieferung der in- ländiichen Bmter hat der Reichsstelle für Soeiicfette Veranlassung gegeben, der Feststelle Groß-Berlin den größten Test ihre« Butler- bedarfs in ausländischer Bulter zuzuteilen. Der hierbei be- rectmele Großpreis ist bereits auf 7,29 M. für da« Pfund gestiegen. Die Fettstelle Groß-Berbn siehi sick, daher gezwungen, den Klein- verkau'SpreiS auf 7,— M. für das Pfund voin 17. d. M. ab zu erhöben. Wenn bei reichlicher Milchproduklion die inländische Busterqewinnuiig wieder steigt, wird selbstvelstSiidlich die enl- sprechende Ermäßigung des Butterpreises sofort eintreten. Zur Unterbringung von Arbeitslosen macht ein Leser unseres Blattes einen Borschlag, der allerdings nur den mit Bureaudienst vertrauten Personen zu gute kommen würde. Er empfiehlt, aus den Bureau« der Behörden möglichst die- jenigen Angestellten zu enttasscn, die erst in der Kriegszeit solche Beichäftioung angenommen haben. Neben Beamtcnfraüen und peu- sionietten Beamten nennt er besonders die Leute, die bei Inkrait- treten des Hilfsdienstgesetzes ihrer Etnbenifung zum Hilfsdienst durch Annahme von Bureotmrbettcn zuvorkamen. Der Verfasser der Zuschrift ertlört e» für eine berechtigre Forderung, daß die oben bezeichneten Aitgesielltengruppen jetzt einlassen werden, damit Arbeitslose an ihre Stelle treten können. Dabei würden, hebt er hervor, auch die Auiwendungen für Erwerbslosenfür'orge sich er- mäßigen, weil dann iür die auf dieie Weise untergebrachten Erwerbs- losen die Unlerstütznng wegsiele. Wir vermuten nur, daß man von Beamienfrauen und pensionierten Beamten schon jetzt nicht mehr viele in den Bureau? der Behörden finden wird. Soweit sie nicht schon ousgeschieden sind, winden sie zugunsten arbeitsloser Familien« Väter wobl nicht allzu widetstrebend zurücktreten, mit Ausnahme höchstens der Witwen, die neben ihrer karaen Rente noch einen Brot- erwerb haben müssen. Auch von den erst dutch das Hilfsdienstgeietz zur Arbeitsuche gedrängten Leuten ist zu erwarten, daß die meisten fegt den Staub der Bureaus ganz gern von den Rock- Lrmeln schütteln werden, um Nachfolgern zu weichen, die den Brot- erwerb nötiger haben als sie. Tie Zahl der unterstützten Erwerbslosen betrug am Ende der letzten Woche in den Groß« Berliner Städten zusammen 234 468, am Ende der vorletzten Woche 217 139; in den größeren Orlen der Landkreise Teltow und Niederbarnim zu« rammen rund 23 600 bezw. 24 000. Der Arbeitsnachweis Berlin wird mit Freitag, den 14. Februar folgende Zweigstellen für ungelernte mann» l i S e Arbeiter und Landarbeiter eröffnet: Norden. Chaussee- straße 34, Nordosten. Landsberger Str. 11 18, Osten, Eckert- strotze 13/17, Südwesten, Bcrgniannstr. 30>36. Von Freitag,, den 14. Februar, haben sich die männlichen Erwerbslosen, die vom 16. Dezember 1918 ab in der Abteilung iür ungelernte Arbeiter und in der Ab« teilung iür Handel«» und Transportarbeiter ein- geschrieben find, in den vorbenannten Zweigstellen des ArbeilS- nachweifeS von 3— IL Uhr vormittags kontrollieren zu lassen. Die Soldatenräte des GardekorpS hielten am Donnerstag im Herrenhaus eine Dekegierten Versammlung ab. Berichterstatter A l b r e ch t protestierte scharf gegen die von N o S k e geäußerte Meinung, es blieben viele Mitglieder der Solldatenräde nur au« Egois- tnuS im Ainte. Der Kommandant des Gardekorp« habe die Wahl des Soldatenrats am 8. Februar beanstandet, unter dem ausdrücklichen Bemerken, daß gegen die Gewählten keinerlei Bedenken bestehen, unter Heranziehung formeller Gründe. Der Redner bezeichnet« als Hauptursache hierfür ein von dem KrtegS- gerichtsrat Dr. H a e g e r abgegebenes Gutachien. lieber die Gültigkeit der Wahl entspann sich hiercytf eine mehrstündige Debatte, in der u. a. der Vertreter deS Generalkommandos, Hauptmann v. Capelle, und Dr. Haeger die Anfechhing der Wahl vertraten. Aus der Versammlung heraus wurden schließlich Bedenken gegen die Zusammensetzung des DelegiertenkörperS erhoben. Man einigte sich nach urtetrdlichen Disputen auf eine Eni- schlreßung. nach der unter KentniSnahme des Einspruchs da« Gen«. ralkommando aufgefordert wird, sein« die AuSftchrung der Wahl betreffenden Verfügungen zurückzuziehen und gemeinsam mit dem am 3. Februar gewählten Korpssoldatenrat ein« allseitig anzuer- kennende, zur Wahl berechtigt« Vollversammlung einzuberufen. Erweiterung de» Dokdatenrat« von 9 auf 11 Mitglieder wurde wegen der anerkannten llnzustündigkeit vertagt. Ein Dringlichkeitsantrag betveffend die Stellungnahme zu der Verfassung der Militärgericht« und besonder» der Zuziehung der Soldatenräte zur Rechtsprechung, soll von einer gesondert hierfür einzuberufenden Vollversammlung erledigt werden. Kommunale Arbeiterräte der S. P. D. von Groff-Berlm. Sonntag, den 13. Februar, nachmittag» 2 Uhr pünktlich, im Festsaale des Herrenhauses sehr wichtige Besprechung. Er- scheinen aller Kommunalen Arbeitcrräte(feine BrtriedSrSte), die auf dem Boden der S. P. D. stehen, dringend erforderlich. Ausweis die weiße Legitimationskarte. Wahlvereinsbuch ist am Eingang vorzuzeigen. Die S. P. D.-Fraktion der Kommunalen ArbciterrSte. I. A.: Aug. Gebert. Verband ehemaliger Schutzhaftzcfangener. In der gutbesuchten Mitgliederversammlung am 11. Februar gab Herr Zeki Bey bekannt, daß der Verband international werden soll. Die Ausländer in Deutschland, wie die Deutschen im Ausland sollen ebenfalls im Verband ihre Interessenvertretung finden. Herr Hansen forderte die Arbeiter auf, sich dem Berein anzuschließen, da sie gerade schwer unter der Schutzhaft gelitten haben. Dr. Spuhl sprach über Zweck und Ziel des Verbandes. Er machte auch Front dagegen, daß die Beamten versuchten, sich hinter ihren.Diensteid" zu verstecken, um die Veröffentlichung der Dienstakten über Schutzhastgefangene zu verhindern.(Zweifelhaft, ob die Beamten ohne Weisung ihrer Behörde berechtigt sind, Akten auszufolgen! Red.) Anregungen auz der Versammlung entgegentretend, erklärte Schwester Arendt, daß der Verband gern allen Helsen möchte, denen Unrecht geschehen ist; doch muß diese Hilfe satzungsgemäß auf ehemalige Schutzhästlinge beschränkt werden. Nur Schutzhäftlinge, denen man nichts nach- weisen kann, kommen für den Verband in Betracht. Sonntag- nachmittag findet im„Rheingold" ein öffentlicher Vortrag statt. Zur Versammlung der St. C.81. Morgen Sonnabend t Bnito». Zahtaberid. Eopentck. 6 Uhr, Flugdlattverlrtter bei Solln»«». Sonntag l rSatdmannskust. Bonn, ä'l, Uhr, Ötnnrich, Datdraannstr. 122. r<«9 aller Welt. Der Maler Theodor Hagen ist 76 Jahre alt in Weimar ge» starben. Auf den SezcssionSauSslellungen haben sein« Bilder noch im letzten Jahr große Frische und EtndruckSfähigkett erwiesen. Er war der Maler der deutschen Landschaft in ihrer größten Schlichtheit und Natürlichleiten. Wie alle entwickrlungSiähigen Künstler der älteren Generation hatte er sich zur Lust, und Licht- maleret bekehrt. Seine Bilder haben etwas Stille» und Feine»; man muß sich Hti sie versenken, ujn sie in ihrem harmonischen Reichtum zu empfinden. Dem andächtigen Beschauer erschließen sie ihre reichen Schönheiten. Kunstterror. DaS Künstlerpaar Dumont-Lindemann. boS das Düsseldorfer EckauspielhauS leitet, gibt bekannt:.Es haben sich in den letzten Wochen Vorgänge im Schauspielhau» abgespielt, durch die wir un» vor die Wahl gestellt sehen, entweder Gewalt zu dulden oder unseren Platz zu verlassen. Wir enischlossen un», die künstlerische Leitung de» Schauspielhause» zum 1. Mär, 1919 niederzulegen". Worin der Terror bestand, soll später berosfent- licht werde«._ Slllgemetn? Kranken- und Srerdekalle der Metallarbeiter. kB. a.®. Hamb irg) F t l i a l- Baums chulenivea In Trrptov wird morgen, Ionnabeno, abend» 81/, Uhr, bei Borth, Elfenftr. 101, Ecke KieiholzsNan«, tatfiert fhreireitgioif«Hemeln»«. Soiilstag, 19. Febr., vormittag» 11 Uhr, Klostertiribe. Kloslerltr. 7Sa: Vortrag Dr. P. Krstche:.Die naMrtiihen Krundlagen des Zieligiisen".— Adcnds 6 Uor im Festiaal des rtadthauleS: Vortrag A Hoffmrim:.Die Trennung von Staat und Kirche durch das Boll". Kälte willkommen. Humauisitsche(gemeinde. Am Sonntag, nachm. 5 Uhr. Aula RiedrrwaUftr. 12: Vortrag Dr. R. Penztg über»schule und Kirche tu» neuen Reich". Säue willkommen. ßdcfPolUn der RedaPtion. «. 100. Wenden sie stch an da» Polizeipräsidium zu Berlin.— M. 35 und Sch. 125. Kriegslnlistasse der Stadl Berlin Siadtbaus, Zimmer 128.— H. H. IOO. Sie baden rechi Doch Sie richten ,lbre Krtli! an die salsche Sldresie. Es bandelt sich mchi um einen Arlikot der Redattton. sondern des Wen. Kautstb— A. L. KU und K. 7. Wenden Sie sich an die Auskunsisilelle für tinstediungs veien, Be im 8'.V 11. Bern- burger Str 18.— G. 4). 40. Dr. Lodinaun, Berlin ZVV 68. Liiidcm'lr. 3 (Propaganda-Aus chutz).— W. tä. Treptow. Im Beriiner Adredbuch, Teil II. unter.Zeitungen und Zeltichristen" sindcn Sre das l»eivü»!chtc. —(i.?. Die UmNeidellelle bcsindci sich in der Turmilrahe 86 vorher aber müssen Sie fiw einen Berechlignngsichcin besorgen, den Sie in der Bernaurr Stratze 90 erballen— Ä. Z. Wenden Sie sich a» den Maglilrat.— Fr. Röbl, Rtnderdors. t. und 2. Bermchrn sie es mit einem Geiuch aus Weilerzahlung dczw.?!achzablung. Da« iÄewck ist an den Truppriueil z» richien.— gl. Bi. 1949. l. Tle baden evenll An- Irnich aus die verslümmeiungSzutage. 2. Bei der Rcr.lenslelle. 3. h l3. Sind Sie dauernd an das Kranlcnlager geiesseU, so lann die BerstümmetungSzulage orcdoppclt«Verden. ?»etrrraaSNrt,i»«Ar»a» Nittlrre AorvdeneilUiand»t« Sonnabend mittag, gettwesie etwas auiktarend. aber vorwiegend trüb« und oieljach neblig bei mäßigen jüdweitlichen Winden, im Norden dellenweiie geringe Niederschläge; Temperaturen um den Gcjneipunlt schwankend. vüentö.s'.iß Mona Lisa� Scfiausplelhaus Heimat. Volksbühne Theatei am BOiowplatx. Direktion Friedrich KavBier. 7'/a: Die«mnel. Beecnblnder. Direktion Max Reinhard« Deutachos Theater. 7 Uhr: Der lebende Leictinam. Sonnab. 1 U.; Und da« lieh« schelnei in der Flnsicmls. Kammersplele. 7 U.: Narrempi«! de» Lebens. Sbd. 7 U.: llcspensiersonate. Kleina. Schau.pielhau» Fasanenstr. I, Port J. VI,.: Die Büchje der Pandar«. Sonnab,, Uhr; Die Büchae der Pandnra.__ Theater 1. d. RSniasrätzerStrafie Dir�C. Meinhaid R. tlernauer 7.15 Uhr: Toicntnn». Sonnabend: Musik. Sonnt, nachm.; Kawensfef. Sonntag abend: Toientanz. Montag: Rosmersholm. Komodienbans an der Marschallbrücke t/,8 Uhr: Erdsetat. Sonnab.: Fun« i rankfuner. Sonntag: Erdpeist. Montag: Tanzende Nymphe. Berliner Theater t* uhr; Sterne, dl« wieder leuchten, Theater der Frledrlchstadl. Ecke Friedrich- u. Limenstrahe. Norden 8650. Tdglich 7»» Rum 127. Mole: j)rei tolle Tage. Operette von Aortig. v.Mflllcndorl�ugytt in.Oeori. Walhalla-Theater. 7h, Uhr: Aogust der Starke. METROPOL XabaieR �6iitir8nstr.53-56| Dir. Ales Braune. kM Ho!k iSonnaiFeniaiiill Lanzigs?- Ougson ilieri l.rMMi» ic-Theater Direktion. Victor Barnowsky. 7 Uhr: Peer Qynt. Sonnabend; Der SchSpfer. Sonntag: Der Schäpier, (Letales Auftreten Alberi Bassermann.) Momsg: Der Blauiucits. (Neueinstudierung.) OeutBChea Kttnstlsr- Theitrrr. T*/. Uhr zum 100. Male: Nachtbel.uchtung. (Zum I. Male: Der fliegende ueheimrat— Lohengnn— Tobby—_Mlnna Magdalena� Residenz-Theater. Untergiundo. Klosterstrafie, Ausgang Str.lauer S'.rallt Tätlich 7';, Uhr: Das hDhere Leben. Von Hermann Sudermann. Spielleitung; Alfred Rotter. Hansi Arnslädt Karl Clewing. Eug n Burg. Olga Limbuig. J. halkcnsrein. Emma Debner. Ro:a Valerti. Paul Bilde frianon-Theater. Bhl.|-riednchhir.Zir.4�2T�3'1 Tagl.7»/«U. Heute z. ISi.Maie: Der gute Ru( von Hermann Sudermann. Ida Wüst. Bruno Katiner. Hugo Flink, Franz SchSafeld. Sonmag'/rl: Johannlsleuer. Rose-Theater. TVt Uu Uor Kann uha« VrrgtunKenheit. Oastsp. d. Fnedr-Wilh. Theat. Am.hnhl.Friedrlchstr. Gentfal-Park für Msülilertialiuiig Tlgl. von«. Sonntags von i Uhr ab geOtinel »«•■««•«■■■«««•«••■■••■HUMI Werklägtioh von 4—7 Uhr für Familien und Kinder ermäßigte Preise! Theater für Freitag Ontral-Thenter Jfc Die te yop Slaalnil. Ueatsrhes Operuhaa« ? übe: Rlgoletto. iertedr.-\VSlhrlmBt.Tli. 7>>, Uhr: Hanncrl. DasDreimdderihaos _ L Teil._ Kleines Theater. 7 u.. BanslfflSebnakeniceh. Koml««he Oper JÜ, Sebwarzwaidinidel. Stg i1/«. Scbearxwaltliiifldcl. Lantsptelhau» uh'r ßle spuische Fliege. Palaat-Theater pi. uh. Der Ironti&doQr. , oen 14. Februar. Metropol-Theater. 7 ühr io. Die Fasdiiogsiee. Sonnt 3 Uhr: Wieoer Blut« fteuc« Opereftenha«» Schilftauerd 4a. Norden 2B1. Die kensciRjusnue. Schlller-Thrat. Oharl. pi, um: Ein Ifoiksleind. Tfataila-Tiiealer Theater des Weateaa Vit u.. Die Inslige Wine. Wall u e r-T h eaCer 7v, uhr ßelsha. Stg zv, Uhr: Um HaUealdhr, NATlÖNAL.iHÜAtfeft S ftiia. Janno. itsbr. vcrtfttDof bl, 17. Febniar lüi 1—4 Per*. DrtDester-Sessel Tl 1 1. Ilrth.'-1 TZ 1.00 Prinzenliebe XÄommi etnachi Card. Die IMiingsfniQ des Hnhnradscha -dunnsnolnoes II. Toll forfhavt na Daria Lalaa Broop U.T Rurttr caDdaaua Tbf,erkanf: li~I a d.Turrakaaae Frolkartaa ongfllUg I. Toll «LT hoilendorfMalo Pratkartaa aagalttg O.T Pvtadncaa.raaaa Lieb aa aplol Laars, m■ 3 Akte, all bald.aar TiPud-.> Diozarfiaal Irrung«« Bc lauMpiei: 5 Akt« uüc Henny Porten Harri LUdtke, Ernst OaaUoh <«it.: Kvd«n Hefaam. 8Hbract> Freikarten ungültig ü,? AJi'aanderplat» Oer Mllllofienlkaue� Volksatück In 4 Akt«o a&c dfro h oman von Mai Krataar «lauptro'l«n; Konrad Oro�rr, Ortrud Wagner, Leo Poukert U.T 9«t»f dt* ÜBUM, ßviftiHe« den», ttr. 0«p Kann d«r Tal *V. Uuchhols� Bamb erger Str. 4. Lüg ow 6963.[ F1 Unter d Linden 14 SsUhr» Tanz-Tee 7 Uhr abends das iCauiabssk aas tetnon Sabal wieder not banden. CorjÄgL L(Bcidimaä Rotiitangm. iOrt®lanüeii IDDiW. SO Starjfn 51 Sl,» clanaei 2ü iK, III kl ingen Igln« Zlachnabmerer d. 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Die sozialdemokratisch« MehrhritSpartei ladet zu heute. Frei« tag, den tL Februar, abends 7'/, Uhr, die Beamten, Lehrer und Frauen in zwei grotze öffentliche KommnualwShler- Bersamm« hingen ein: 1. in der Aula der Hohenzovernschnle, Velziger Straße 48/V3, für Beamten, Lehrer usw. 2. in der Aula der Schule, Martin- Luther• Straße 22/23, für Frauen. Cagt.sTbiBma; Aotd-rrtugou In d»t aammtra� Sltftrtnwi fBt Mt«e- r-, Lthrtr- ust, Bersammiung Etnosst Sradrsekrttdr Mnuera, für 61« giuuenvirsamln- Denofsta Dr. Oertrud David. 2. Diskussion.—(Buten Besuch erwartet Tas sozialdeuiokratische Wahlkomttee. _ I. 1: Wilhelm Prltzscb. amten' lung U/14 Samtätorat Dr. Wegscheider's Srusttee u. Tropfen nach Original-Voischrni eeeen Husten und Lungcn- refde» in Paketen zu Jfc und 4 Mkl Elc'anten• Apotheke 3 e r l i n. Leipziger Str. 74. DönhoHpIatz.• Spszlal-Ärzt Or. Mcuttl. f. n=ai-. Harn- u. Oesch'ccTit»- Iriden, speziell»ei alietc, hart- näcki c Ausllüsse,«annes- sciivache. lieR. Syphilis erst. 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R.pafmturen tancchrecfit. I ,, ;A..eSy»teme I allet oyetomo Bcran. Frlednchstr. 74Ä. Für Stotternde! Da wühiend meiner bisherigen Sprechstunden In Berlin an nicht alle Besucher befriedigt serden konnten, so will ich meinen Aufenthalt in Benin noch bis dnschiieB- llch Freitag, den ZI. Februar. tcrUngern. WBhiand dieser Zelt bin ich U glich von II bis I und 3— ö. Sonntag, Jen 16, nur von 10— Z Uhr im Hotel Magdeburg, am Babnho! Frledrichstraße, tu sprechen und erteile vollttUndlc kostenlos Auskunlt, wie sich Slotlerndt(auch Kinder) selbst von dem unseligen Uebel beireien können. 197/1 Pröher war Ich selbst«Ia hartDicklr.r Stotterer und hsh. an rieten Kursen In oen btsten Ausialitn, ohnt den seu ur suhlen Ertoig, teilgenommen. Habe sausende ihr wen ose Kurse ausgegeben. Nach iangjShilgen Forschungen in es mir gelungen, eine Methode su erfinden, womii Sloiteinat(such Kinder) sich selbst vorn lottern beireien können. Ein auf diesem Gebiet maßgebender Pbdagoge schrieb mit: „Ihre Methode müßte einen Kuhtnes- und Siegeszug durch die Weit machen". Fast Ug- lieh laufen Dankbriete von Personen ein. die sich mit Hilfe meiner Meihod« selbst rom Stottern bclreii haben. Praktische Aerxte und Lrnrcr, die lurseli selbst Stotternde heilen, lind suersi von mir von ihrem eigenen Uebel defrei i. ZenwiMM an WüiisWgeMkli. Dti.grmaw«(Bcob-BerUa. U*«i««8f dca 14. gtbrnat, ebeakl T B|l, tu Ben„Mufitci-GSien«,»ntfer-SBiihel*-®«. 81: Generalversammlung. CdOfseibnaa«: t.« aeteag:„Cle(tegcfletlini an« Ma aeoe Seff", 2. Neuwahl der OrfSDcnsaltung. 8. EtaSnzung.wahi zum Kauptpotstand. 6, Dtstdiiguno»on dtsoldtlen Bstdand» angtstellikn. B. Antrug aus Erhdhung bee Ort.bttiTuatk 8. Berschitdtnt». Tg/isp «PmalitbebiKh oött«Bainesetarte ist»«tzugetge». toBf UglesillljMNlWS gegen die ZuMMüS mjsm — in Feindesland vtranstaltel vorn VolkSbnnd zum Schutze der deutsche« KriegS- und ijivllgesanaenen <0rl»grappe wilmucadots) So»»«*«. 0,1». atbt, Iii, apt, peachlsöie».BefMw, Tpichernstt. 3. Ußlffl llefmsti vchttftstrllrt Baal P»staet.»ols,tedl. Psarret Lic.«chtlUe».-«utsvtach,! Natniaf! yelsff __:------------- v»>i�>_ Min WWM-MM Verwaltung Berlin. SeL:«mt«orlstpiatz 10623, 3573- Bunan: fhtngefh. 80 BranchenBersammlung Modell« a. Fabriktischle? n. Drechfler »aaataa. ftea l». Jrkrw.c, oocmtHaae 10 Ahr. im•Zla|eatt)afcc tz.s-,«of.ntholrt Straße U/U. t.l<«(icbnang: See a.Oefnoaectvaa. Da. Cfrfchetnen aller vrancheafollepen ist erforderlich. _ Di« Branchcnlommlsstoi«. Buchdrucker! »...lag. Ii. gtbemat!»,». norm. 0°, Aus, im Wintergarten d. Zfaiaasbcaaectl, Holenhetd« I Oeffentiiche Versammlimg.� Tagesordnung; LJIrbetterräte u. Tarlweriräge. Z. 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'Mi von en Gt- Bratfammlsstan.deilrfen l— ll 34, 40—45, 53— ÖL ii. 92-95, 179—181, 195, 900, 208, 210. 222-22:1, «emäß»7 iemdei 191!(Be fflschm und ffisi meindedezlrf der Swdl verlin destimm! In dm 50—78, 80— 82,»---wj, na— ioi, iuo,«iv, 298, 238, 240, 242, 243 gelangt vom 17. Februar ad sllr jede adargedene Marke Ss der Berlin« Bezugsiart«'i, ÄUogtacan Salzhering« zur Verausgabung. Der Nleinhandeisprei» deträgt: sllr>/, kg Heringe nelt» Fischgewicht.. LA M. .>1,1»...... Di« Belieferung rlchtel sich nach der Lag« de. Laden« di« Kleinhändler», bei dem der llinzelne sewe Eintragung bewirkt hat, nicht noch der Wohnung de» Bctbrauchrr». Die Abholung muß di» zum 24. Februar>919 bewirft sein. Di« Rieinhändlee sind verpstichiei, di. späteslen« 1. Mörz 1919 die gesommeiien Ss-Absebniiie. zn 100 gebllnoeli, im Fisch- dureau Dircksrnstr. 45, 4 Tr., abzugeben. Dir Pafele sind mit der genauen Fahl der adgegebenen Adschniit» sowie mit dem Äamen de. Grog- und Kleinhändler, zu versehen. Berlin, den 19. Februar 1919. Magistrat. «Mellnng für F i sch v e rsarg NNg. Cochnlng. Tgd. Ar. 117» Fisch II Bekanntmachung. Es El drtanni geworden,� daß sich in den Hllnbwi»he- maliger Heeresangehärigee— desonders eLemaligee Mann- lchasten von strastsahrsormaftonen— nvch Pelz»>nd Leder- anzllge definden. Da die widerrechtliche Eindehuitung derartiger Beveidung.ststck« eine schwer« Schädigung der Heere»- Verwaltung dedeuieb werden all»«miaffeiien Mannschnfen hierdurch ausgesorderL die in ihrem Bellst befindlichen Pelze und gederanziige unverzüglich beim Pezirlsfommando Vh «eriin-Schän-derg, Venetal-Papefiraß«, Zimmer 73. abzuliesern. UM® Bgzirkdkommnndos 1— VI. Berlin. SMlWe Slawüg M Zshllttig siikigel Steueiii ürö Mgade«. All« Steuern und Ubgaben, di, sllr da« L«ie«-i,ahr tZnunur/Iiöllez 1910) de« Sieuersahre»>913 heute fälila sind(die Steuer usw, wird unier der Porauesrstung lällia, dost die Veranlagung dereii» eeiolgL sowie daß die Sleuerzahlslelle befall Iii ist) und für frühere Zeiiun noch rückständig sind, müsseu bi« zum IS. Frbrnar IStS a» di» zuständige Sieueizahlstell» aezuhlf lein. Bei Fuiendung der sailig gewesenen Beträge auf»o«oeth- fofem NZcge che« durch die JJoff bat die Einiohiung so eechlzeirig zu erfolgen, daß der Betrerg fpSlesten» um tS. Februar b. Z. bei der Sieueriahifieile clnacqanaen ist. «m 20. Februar 1910 beginn! die fpsfenpftichftge Zmangubeiteeibung. llharluttendntg, den IL Februar 1919. Ter Mingtstrotz Ausschneide»! Aufbewahren! LerIZner Ardeiter-�edseMd. Lusnahme-BebiugNNg i Müestedschast in einer soziuldenialra- tischen Paiiei oder einer steiaewerkschastlichen Vtganilaiioit. Auinahmezebllhr 50 Pf. Monaisbeitrag für icroadifme 75 PI, sste Jugendlich« unter 18 Jahren unk Damen 50 Pf. «dtetliing»». Osicu i Donnerstag», Sit. Stan fluttet Str. 18 bei Metlmanm Westen: F.eiiag», Karlsbad iT, Eck» Flott- wellstraße de! Päßier. storäen i i Fteirag». Maxilr,(2 bei NebeL Norden II! Donnerstag«. Schweden-Sir. 18 bei Eiruzeb Norden IV i Domiereiag», Se-iscnhagmrr. Ecke Earmm-Shloa-Siraß» bei Madnfopf, Norden- Iuamd- adirilung, MiNwoch», Serfit, 17 bei Hann«. Nora-Weit; Freitag», Putliststr. 10 bei®i)btl. Zentrum i Dienstage., klein, Anguststf. IL �Logen-Nestau eanl". Lichtenberg; Freiiag», Sonnfagstr. 82 bei Möz. Ncuköll» I: Dienstags, Donoustt. 129 bei®tä(. Neukölln 11 1 Fteliag», Rogat- strafte 80 bei Friisch. Neukölln- ZugmduMeUung, Dienstag», Donauftt. 129 bei#täf. Hohen schönhausen: Freitag», Berlinet Str. 88 bei Marquardt. Ober-Schöncwetde: Sonntag. 9—12 ootm, WIlheIntinmhosstt, 34 bei Imberg. Cbarlut-cnku-T,, Donnerstag», kirchstr. 5 bei Bendig. Lehrkurse nnmtgeltiich Nir sedermann, Anmeldungen In allrn Abteilungen und im freiet« Schachvertehr leben Sonntag- poemiNag 9—15: Berlin im ,L'cjmtrttnurant-, Klei' Auguslftr. IL Neukölln M.Paftage-Festsäl«'.»ergstr. 5«. Vre Patrffanb. 292.2 8, Schlawe, wÄl� -_mi-iiaii iinrimoi' f Meister stm sti Herstellung o»n Scharnieren und Mädeidefchlllge». Dur schristL vewecbung mit Zeugnisadfchristm. VehaUaunsprstätm u. Angab« de. AntriN.iermin. zu richten an 1187D Benaana Klinke& Co., 0. m. h. Hu, Verlin SO 33, Köpenifker Gtr. 154. OrS�cet Blelaflioarenjabrtf sucht sllr Mt ISct;()eugmacherrl einen nichtige« Vorarbeiter, der«ist dem Schnitt- u. Stanzendau«illständiM vertrant ist. Ausführliche Angedol, mit Angabe dee bisherigen «Itgfeil und der«eyati.anspeüch» unlee Ne. 1125 an dir Exprdilion dieser Zeitung. II73D eutsche Kruder! elmat ist in Gefahr! Polnische Verbände brachen trotz des Waffenstillstandes in alte deutsche Lande ein, besetzten urdeutsche Städte und dringen weiter nach Westen vor. Ein Ueberfluten der bolschewistischen Welle über unsere östlichen Grenzen droht von Rußland und im eigenen Lande regen sich bolsche- wistische Kräfte der Zersetzung! Wenn dem nicht sofort ein kräftiger Damm entgegengesetzt wird, ist unser Land der wirtschaftlichen Vernichtung und neuer Kriegsnot ausgesetzt. Freiwilligentruppeu für den Schutz unserer Ostgrenzen, zum Schirm der deutschen Heimat haben sich gebildet! Aus allen Schichten der Bevölkerung melden sich Manner jeden Alters und Standes, die bereit sind, weiter ihr Leben für unser deutsches Vaterland und unsere bedrohten Brüder einzusetzen! Brüder!.Wer seine Person für diese rein vaterländische Sache nicht einsetzen kann, der muß nach Kräften den Freiwilligentruppen für den Ostschutz Geldmittel zur Verfügung stellen, um ihnen die Durchführung ihrer schweren Aufgabe zu erleichtern und Rot und Sorge von ihnen fernzuhalten. Große Mittel sind nötig! Helft sofort! Noch vor Friedensschluß müssen unsere Grenzen gesichert sein, damit unsere Brüder in den bedrohten deuffchen.Gebieten sich frei zu uns bekennen können. � �. Elle tut not! Nachstehend aufgeführte Bankhäuser und ihre sämtlichen Depositenkassen und Zweigniederlassungen sind bereit, Beiträge unter dem Stichwort „Osthilfe" entgegenzunehmen: Sank für tzanüel u. Inüustrie dlrektion ö. diskonto-Hesellschast Serliner tzanüels-Gefellsthaft dresöner Sank S. Sleichröüer f)orty& Co., C>. m. b.£>. Commerz- u. diskonto-Sank Menöelsfohn& Co. Delbrück, Schickler Co. Alittelüentsche Kreüitbank Deutsche Sank Nationalbank für Deut/chlanö Hanssammlungen find strengstens verboten! Die Verfügung und Kontrolle über diese Spende liegt in den Händen einer Kommission, der u. a. angehören: der Befehlshaber der Freiwilligentruppen, ein Mitglied der Preußischen Regierung, ein Mitglied des Kriegsmimsteriums als Verwaltungsbehörde sämtlicher Truppen. Berlin, den 4. Februar 1919. Die Reichsregierung t tlost». Freiwillige Wirtschaftshilfe für den Ostschutz„Osthilfe"(E. V.): vollbehr. Die Preußische Regierung: Hirsch. Hauptgeschäftsstelle: Berlin W 9, Kothenev Straße 44, I.(9-3). Telegramm-ÄdreNe:„Ostscduyliilfe Beilin'. Fernsprecher: Lützow 2209. Steinplay 9048. Jßldraebel! Unteroffiziere! stuch Kriegsbeschädigte tnr«nsbllvong»et uageblrnten ■fccitcinigcn des»engedtldekea SIu.n,- Lehr- Bataillons gesuiyt. Moblle»ebührniss-,» M. tägliche Zulage, gute, freie Berpflegung, llotcrkuust, Bcklcidung.— Pcnslon-n, Renten nun Kriegsi-eschädigt-n bleibe» durch Eintritt unberührt, ebenso bestehea An» spräche auf FaniUienunterstügnng. Schriftliche und mündliche Meldungen au srelwIIIigkN-Zenti'Zle 6et Gardc-Ravallcrlc- Sdiätten-Divifion Starnberger Str. 70/tl(
t. 4S. Bsdinaungcu: Ziiabll?» giehali. täglich b M. flulage, nach Grenzüberschreitung täglich noch 4 M. mehr, außerdem nionat- üiche trreuprämic von M BL um je S M. steigend b>» HO M. Papiere, Uniform mitbringen. Fahrschein iann Bezirks- kommanda ausstellen N4SD s� w i, Kommandeurs Oberst v. Oven? Kommt meldet Euch sofort zu den bekannten Bedingungen beim Freiwilligen- Regimen! Oven Joachimsthal er Str. 51-32 Ä sA v er«ä % Vfi erinnert Ihr Euch noch Eucrs alten \h lö, &l Enilassungspaplere mitbringen) | Fernsprecher- Junter! IP®8 Kreskorps Lützow. Gediente Jäger, Infanteristen, Kavalleristen, Feldartilleristen, Mioenwcrfer, Fernsprecher, Trainfahrer, Wasienmeister.SanitätS- personal, Handwerker fonch ungedientrs besonders Schuhmacher, Sattler, Schneider, Holzarbeiter werden noch eingestellt. Osfizierbedarf: Lentuants als Komp.-Offiziere, M. G. O., M. W. O. und Geschützführer. Bedingungen: Mobile Löhnung, TageSzulage 5 Mark, freie. Unter- kunft, Natnralverpflegnug, Ausrüstung. Meldungen: 1. Geschäftszimmer d. Freikorps, Berlin, Bellevuestr.15. 2. Garde- Kavallerie-(Schützen-) Divifio», Berlin, Nürnberger Straße 70/71. 8. Wcrdestelle Dresden, Dresden 28— Briesnitz, Merbitzer Str. 31. Fahrscheine bei der nächsten Militärbehörde erhältlich. laga Freikorps Lützow. 121/14» Iiotborzx IfttU? »iolbei-» 1«07 fj pommerlche Rameraclen! krewilltZe aller Waflengattung;en! neidet Euch»utort»am'W Schutz Oberschlesiens bßhn Freiwilligen- 102/20 Ieissllemsni„�üllmann", SiemenssObcrrealschule. Cliarlottenhurg, So()hlc-Chfr!otte. Platz. Feurig! Santa Zoda-Veia Krifllg! Beliebte Bpeslalmerke, Oberall erblltlldL|m. Qenerairtnrlebi Berlla it, Bergotrefle Bt. I Ihr alten itoldergschen«renadiere, Ihr alten Anaehättge» der Reforvc- und Sanbrnohrrepimenler Jlr. 9. Cn Jtaf de» Regwiimts, bejfcn Führung ich übernommen hadi, geht an Euch. Wir gebrattchen gediente Soldaten! gleich«elcher früheren Truppenzuge am M.-D. oder Minenwerfer ausgebildet, für die Regierung, die ihre Soldatenehr» militärische Disziplin hochhalten. vi» baischewisiljcheu Ureueen nähern ftch unseren Grenzen, die Polen eoubrn im* deutsche, Land! Rur mit Mühe hält unser schwacher Grenzschug stand. Helft Euren Kameraden da dransten! BedtngUAge»: Modtie Ldhnnng und täglich» guiaae von S Marl, fett» Perpstegung unt iimerkunft, Aamiltenunterftügung. Versorgung usw. kurzfristiger Kündigungstermin. Guttaffungsauzug mSglichft mitbringen! Entschädigung für mitgebrachte Uniform I Abzeichen der fretiviNigen Grenadiere ist b!e«eiste(9 renale auf beiden Srogensetleu! Heraus, alte Frontsoldaten! nielbet Euch beim ttotbergschen Sireuadier-Regimeut 21 r. 0 Stargarb U/p,, Stnfcrnc, Stabsgebäude, Stube 37. Ü1BS* Freifahrscheine bei d. nächsten militärischen Dienststelle erbitien. Militärpapiere mitbringen. Oberst Wobring, ikammandeur de» Mergschev Grevodiel-Uegimevts Glos Wels«(?.xoll!.)U.g. M de« Siljiid«ssM dedMke« gW«rk werden dringend Fernsprecher und Fnnker der Nachrichtentruppe gesucht, die sich freiwillig z. d. bekanntgegebenen Bedingungen verpstichten (mobile Löhnang, 5 Mark tägliche Zulage, weitere 4M. Zulage bei Berwcndung außerhalb der Grenze, freie Unterkunft, Bekleidung und Lerpfiegnng). Meldung zum Empfang von IrahrtauSweiS und Marschverpflegung beim nächsten Bezirls- oder Garnisontommando. f Ich bitte die Angehörtgen meiner alten Abteilungen, sich recht zahlreich zu melden. 1141D' Hauptmann Sur£n, Gruppennachrichlentommandeur 652 beim Äeuerallommanda z.«. B. 52 Jnfterburg in Ostpreußen. «J�l��berit��iOT� Koibt*rg ISt)7 meldet Euch für den Nordofl'ehuh Mobile LShnnng 5,— Ni. tägliche Zulage und l,-~ M. tägliche Baltcnzulage Das 1. Garde- Keictoc- JclboctL-IlsL stellt noch ein: einen 1. Trompeter „ 1. Tenorhornisten n 1. Attkornettiflen „ V-Bafststen mit eigene» jnftrumfntrm. Meldung i Pouaem, RH). UA« eu«b» i, usib Wer tarnt Nachricht geben über den am 13. Oktober 1918 b. ÜRoavon a. d. Aisne vermiete» Grenadier l-ouis Lpoeref von der 1«. iiomp. des l.Sarbe- Regt», zu F»b? Miiteilungen an Frau bouls Spoerer, Dülken(Rhld.), Markt 2. 28/11 Lxistenx!. »arttkel.»«fchäft. . egend. preiswert zu»er- gen. Ost. aat. st. 9 Epp. d. Li. Tifchdccke. modern Gobelin. IL0X200 cn> Prachtstück, iüust- bäum Wanduhr verkpust billig Verwalter, Lüneburger Str. 27. .bleich' Sbelbentender leiht jungem, lriegsbeschäd. Akademiker(Jurist>md Nationalökonom) zum Ab- schlug seltierStudien S000M. gegen 5'/c A lasen bei sofort einsehender Amortisation? Sekl. Offert, unt. X. 9 Haupt- ��edMon�BorwärtCT�